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Der große

Kinder-
Weltatlas
Projektleitung: Katja Baier

Autorin: Ingrid Peia


Redaktion: Katja Baier, Christina Langner, Ingrid Peia
Bildredaktion: Anka Hartenstein
Kartografie: wissenmedia MapWorks, Stuttgart/München
Kartenredaktion: Dr. Matthias Herkt
Satz, Layout und Bildbearbeitung: Jo Pelle Küker-Bünermann
Layoutentwurf und Farbgestaltung: Anke Eickholt
Illustrationen: Petra Dorkenwald, München; Seyma Soydan, Frankfurt am Main
Einbandgestaltung: INIT, Büro für Gestaltung, Bielefeld
Herstellung: Barbara Schick

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und sonstigen Bildungseinrichtungen.

© 2009, wissenmedia GmbH, Gütersloh/München


Geschäftsbereich Verlag
Alle Rechte vorbehalten
Printed in Slovakia

ISBN: 978-3-577-09028-5

www.lexikoninstitut.de
Inhalt

Europa 4 Nordamerika 38
Inseln in Westeuropa 8 Im hohen Norden Amerikas 42
Island, Großbritannien, Irland Kanada und Alaska

Die Länder Nordeuropas 10 Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten 44


Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Litauen, Lettland, Estland Vereinigte Staaten von Amerika, Bahamas

Die Mitte Europas 12 Von Mittel- nach Südamerika 46


Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Belgien, Niederlande, Luxemburg
In der Mitte Amerikas 50
Die Länder im Süden Europas 14 Mexiko, Belize, Honduras, Guatemala, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, Panama,
Italien, Vatikanstadt, San Marino, Spanien, Andorra, Portugal, Frankreich, Monaco Kuba, Jamaika, Haiti, Dominikanische Republik, Antigua und Barbuda, Saint Kitts
und Nevis, Dominica, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Barbados,
Im Osten und Südosten Europas 16 Grenada, Trinidad und Tobago
Albanien, Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien,
Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Serbien, Montenegro, Griechenland, Amerikas Süden 52
Malta, Zypern, Bulgarien, Rumänien, Moldawien, Weißrussland, Ukraine Venezuela, Kolumbien, Guyana, Suriname, Ecuador, Peru, Brasilien, Argentinien,
Paraguay, Uruguay, Bolivien, Chile
Asien 18
Afrika – Der schwarze Kontinent 54
Im Norden Asiens 22
Russland, Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan Im Norden Afrikas 58
Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Mauretanien, Mali, Senegal,
In Vorder- und Mittelasien 24 Gambia, Kap Verde, Sierra Leone, Liberia, Guinea, Guinea-Bissau, Elfenbeinküste,
Türkei, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Syrien, Libanon, Jordanien, Israel, Burkina Faso, Ghana, Togo, Benin, Niger, Nigeria, Kamerun, Tschad, Sudan,
Irak, Kuwait, Saudi-Arabien, Jemen, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Äthiopien, Eritrea, Dschibuti, Somalia, Zentralafrikanische Republik
Katar, Iran, Afghanistan, Pakistan
Afrikas Süden 60
Süd- und Ostasien 26 Kenia, Tansania, Ruanda, Burundi, Uganda, Demokratische Republik Kongo,
Mongolei, China, Taiwan, Nordkorea, Südkorea, Japan, Indien, Malediven, Sri Republik Kongo, Gabun, Äquatorialguinea, São Tomé und Príncipe, Angola,
Lanka, Bangladesch, Nepal, Bhutan, Myanmar Namibia, Sambia, Simbabwe, Malawi, Mosambik, Seychellen, Mauritius, Komoren,
Madagaskar, Botswana, Swasiland, Lesotho. Südafrika
Im Süden Ostasiens 28
Thailand, Vietnam, Laos, Kambodscha, Philippinen, Malaysia, Brunei, Indonesien, Antarktis – Am kältesten Punkt der Erde 62
Osttimor, Singapur
Register 63
Australien und Ozeanien 30
Abbildungsnachweis 64
Down under im Pazifik? 34
Australien und Neuseeland

Die Inseln des Pazifiks 36


Fidschi, Kiribati, Marshallinseln, Mikronesien, Nauru, Palau, Papua-Neuguinea,
Salomonen, Samoa, Tonga, Tuvalu, Vanuatu

3
Europa
Europa ist mit einer Fläche von 10 500 000 km2 ein ziemlich kleiner Kontinent. Nur Australien ist
noch kleiner. Dennoch ist Europa nach Asien der Kontinent mit der dichtesten Besiedlung. Die meis-
ten Menschen leben in den großen Industrieregionen, zum Beispiel in Großbritannien, Nordfrank-
reich, in den Benelux-Ländern oder in Deutschland. Europa ist kein Kontinent, der wie Australien vom
Wasser begrenzt wird. Vielmehr hängt es Asien als Halbinsel an. Aber aufgrund seiner Geschichte wird
Europa als eigener Erdteil angesehen.

■ Quer durch Europa erstrecken sich in einem großen Bogen


Europa erstreckt sich vom Atlantischen von Österreich über die Schweiz bis
Ozean im Westen zum Ural im Osten. ans Mittelmeer.
Das Uralgebirge und der Uralfluss
bilden die Grenze zwischen Europa ■ Von Auerochsen und Mäusen
und Asien. Den Norden Europas bil- Früher waren große Gebiete Europas
det Skandinavien. Hier liegt auch das dicht bewaldet und die Heimat vieler
Nordkap (Norwegen), das allgemein als Tiere. So lebten hier zum Beispiel zahl-
nördlichster Punkt des europäischen lose Wölfe, Elche, Hirsche und Bären.
Kontinents gilt. Im Süden Europas be- Da aber große Teile Europas von den
findet sich das Mittelmeer, durch das Menschen besiedelt wurden, sind viele
Europa von Afrika getrennt wird. Tierarten ausgestorben (zum Beispiel
Die Landschaft in Europa ist sehr ab- Auerochsen) oder kaum noch vorhan-
wechslungsreich. Sie reicht von den den (zum Beispiel Luchse). Kleinere
schneebedeckten Gipfeln der Alpen Tiere gibt es aber noch in großer Viel-
über ausgedehnte Wälder bis hin zu falt, etwa Wiesel, Kaninchen, Mäuse,
rauen Küstengebieten mit Gletschern Füchse und Eichhörnchen sowie zahl-
und Fjorden. Da etwa ein Drittel der reiche Vogelarten. Im Juni wird in Schweden, Norwegen und in
Fläche Europas aus Halbinseln und Europa liegt überwiegend in der ge- anderen nordischen Ländern der längste Tag
Inseln besteht, ist die Küste stark mäßigten Klimazone. Das des Jahres gefeiert, an dem es nicht richtig
dunkel wird. Diesen Tag nennen sie Mittsommer.
zerklüftet. Die Alpen sind das größte Wetter ist wechselhaft Die Kinder tragen dann Kränze aus Blumen auf
und höchste Gebirge Europas. Sie mit milden Wintern und dem Kopf.

mäßig warmen Sommern. In den nörd-


lichen Gebieten Europas, zum Beispiel
Wer war Europa? im Norden von Norwegen, ist es oft
sehr kalt, denn dort herrscht das ganze
Der Kontinent Europa hat seinen Namen von der griechischen Göttin Europa. Jahr arktisches Klima vor.
Eine griechische Sage erzählt: Vor etwa 3000 Jahren hatte ein asiatischer Viele Teile Europas sind sehr fruchtbar.
König eine wunderschöne Tochter, die Europa hieß. Der Göttervater Zeus Angebaut werden unter anderem Ge-
hörte von ihrer Schönheit und Liebenswürdigkeit und verliebte sich Hals treide, Gemüse, Oliven und Wein. Wirt-
über Kopf in sie. Eines Nachts hatte Europa einen seltsamen Traum: Zeus schaftlich bedeutender für diesen Kon-
befahl ihr, die Heimat zu verlassen und in das Land »gegenüber« zu ziehen. tinent ist jedoch die Industrie, zum
Zeus überlegte inzwischen, wie er Europa kennenlernen könnte. Schließlich Beispiel der Automobilbau. Vor allem
hatte er eine Idee! Da Europa Tiere liebte, verwandelte er sich in einen Stier die westlichen Länder sind reiche In-
und machte sich so auf den Weg zu ihr nach Asien. Europa und der Stier dustrienationen. Um wirtschaftlich und
trafen sich am nächsten Morgen. Zeus war der schönste Stier, den die Welt politisch besser zusammenzuarbeiten,
je gesehen hatte. Vertrauensvoll setzte sich Europa auf seinen Rücken und haben sich zuerst die westlichen und
sagte lachend: »Das wissen die Götter, wo du mich nun hinbringen wirst, später auch die östlichen Länder Eu-
mein schöner Stier.« Und diesen Erdteil, wohin Zeus sie brachte, nannte ropas zur Europäischen Union (EU)
man später ... Europa! vereinigt. 27 Staaten sind mittlerweile
Mitglied in der EU.


Die Geschichte Europas
Europa sah vor 20 000 Jahren ganz an- vollen Gütern wie Olivenöl, Keramik Meer. Die Wikinger
ders aus als heute. Es herrschte Eiszeit und Wein und tauschten sie entlang aus Dänemark und
und große Gletscher bedeckten das Fest- der Nordküste des Mittelmeers und des Norwegen segelten
land. Die Menschen zogen als Jäger und Schwarzen Meers gegen Getreide, Holz mit ihren schnellen
Sammler umher und folgten auf der Su- und Wein ein. Die Griechen segelten Drachenschiffen
che nach Nahrung den Herden der wil- auch durch das Mittelmeer und ge- nach Westen.
den Tiere. Das änderte sich, als mit dem langten mit starken Winden sogar bis Sie fuhren die
Ende der letzten Eiszeit vor 12 000 Jah- nach Indien. Nach den Griechen kamen Küsten von
ren die Gletscher abschmolzen. Grüne die Römer. Sie brachten feine Seide Nordfrankreich
Wälder entstanden und die Menschen aus China und wilde Tiere aus Afrika und England
wurden sesshaft. Sie begannen Getreide und Asien nach Europa. entlang. Einige
anzubauen, webten Stoffe für Kleidung, ganz Wagemutige
fertigten Gefäße aus Ton und bearbei- ■ Wikinger überquerten sogar
teten Metalle wie Kupfer und Gold, um Im Norden Europas wohnten die Wi- den Atlantischen
daraus Werkzeuge oder Schmuck her- kinger. Daher nannte man sie auch Ozean. Sie entdeckten
zustellen. Weil jedoch nicht jede Dorf- Nordmänner. Sie waren hervorragende Island und Grönland und,
gemeinschaft alles anfertigen konnte, Seefahrer. Mit ihren schnellen Schif- lange vor Christoph Kolumbus,
begann man bald damit, Waren zu tau- fen machten sie sich im 8. Jahrhun- Amerika.
schen. Auf diese Weise entwickelte sich dert auf, die Welt zu entdecken. Die
über die Jahrtausende ein richtiges Netz schwedischen Wikinger segelten mit
an Handelsbeziehungen. ihren Knorren nach Osten. Knorren
Die Griechen waren große Seefahrer und
waren leichte, widerstandsfähige Händler. Vor rund 3000 Jahren besiedelten
■ Griechen und Römer Frachtschiffe, die die Wikinger mit sie den gesamten Mittelmeerraum. Besonders
Im Süden Europas waren die Griechen Walrosszähnen und Seehundfellen gefürchtet waren die schnellen und wendigen
Ruder­boote der griechischen Flotte. Mit ihnen
die ersten großen Seefahrer und Händ- beluden. Damit fuhren sie auf den gewannen die Griechen große Schlachten, zum
ler. Sie beluden ihre Schiffe mit wert- russischen Flüssen bis ins Schwarze Beispiel gegen die Perser.


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gilt das Nordkap. Es liegt im äu- GROSS-
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ßersten Norden Norwegens. Die


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Winter am Nordkap sind lang, IRLAND Elbe eic
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Oder
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kalt und meist sehr dunkel. Die L ANDE
Straße, die zum Nordkap führt, ist P O L E N
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dann mit Schnee und Eis überzo- BELGIEN LAND
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gen. Häufig muss sie sogar wegen LUXEM-
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Schneeverwehungen oder Lawinen ne WA K
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gesperrt werden. Dann kann man ÖSTER-

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das Nordkap nur per Schneemobil N UNGARN
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oder mit Skiern erreichen. Und L SLOWE-
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was sieht man am Nordkap? Eine Mont R

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tolle Landschaft. Wenn man viel SAN UND

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Glück hat, ein paar Wale, die im MON AC O GOWINA
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Nordmeer vorbeiziehen. Manch- YR ANDORRA MONTENEGRO KOSO
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mal kann man am Himmel auch ro STADT
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geisterhaft bunte Lichter sehen, N


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das Nordlicht. Auf jeden Fall Sardinien


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trifft man dort im Winter nicht ea
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so viele Touristen. In den Som- I T Ätna

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mermonaten wollen dagegen sehr
viele Menschen einmal an der Straße von Gibraltar
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MALTA
nördlichsten Landspitze Europas
stehen. Dabei ist – streng geogra- L
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fisch gesehen – Europa am Nord-
kap eigentlich gar nicht zu Ende!
Es gibt nämlich einige Inseln, die N
noch etwas weiter nördlich ins
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Eismeer hineinragen.
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AKEI P Dn je st r Auf über 2000 km Länge bildet der Ural,
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eine Gebirgskette in Russland, die
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MOLDA - natürliche Grenze zwischen Europa


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und Asien.
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Bosporus europäischen Teils von Russland)

GRIECHEN-
Einwohnerzahl: rund 675 Millionen (einschließlich des
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europäischen Teils von Russland)
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Europa gliedert sich in 46 Staaten:


Albanien, Andorra, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bul-
Kreta garien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich,
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ZYPERN Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kosovo,
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Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta,
Mazedonien, Moldawien, Monaco, Montenegro, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland,
San Marino, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien,
Spanien, Tschechische Republik, Ukraine, Ungarn, Vatikanstadt,
Weißrussland, Zypern

7
Inseln in Westeuropa
Großbritannien, Irland und Island sind Inseln in West-
europa. Diese Inseln sind ganz unterschiedlich. Groß­
britannien, der größte Inselstaat Europas, besteht aus
vier Teilen: England, Schottland, Wales und Nordirland.
Alle vier Länder haben eine eigene Kultur. Dennoch ha-
ben sie eine gemeinsame Regierung. Die sitzt in London.
Der Atlantische Ozean, die Nordsee, die Irische See und der Ärmelkanal umgeben
I S L A N D
Großbritannien. An der schmalsten Stelle des Ärmelkanals, an der Straße von Do-
ver, befindet sich der Eurotunnel. Das ist ein Tunnel unter dem Meer, durch den Vatnajökull

man mit dem Zug fahren kann. Großbritan- REYKJAVIK


nien ist ein stark verstädterter Staat. Fast
90 Prozent der Bevölkerung lebt in Städten,
davon allein 7,4 Millionen Menschen im Groß-
raum London. Das Klima in Großbritannien ist
mild. Oft ist es bewölkt und regnerisch. Auf der
Insel gibt es eine abwechslungsreiche Landschaft
mit Bergen, Moorgebieten, Wäldern, Heide- und A T L A N T I S
Ackerland.
Westlich von Großbritannien liegt die Insel Irland. O Z E A N
Man nennt sie auch die »grüne Insel«, weil es sehr
viele Wiesen und Weiden gibt. Warum ist es dort so
grün? Weil es dort so viel regnet! Man sagt, der Regen
gehört zu Irland wie die Kuh zur Weide! Auf Irland
befinden sich Nordirland und die Republik Irland.
Nach blutigen Kämpfen um die
Unabhängigkeit Irlands von
Schotten sind sehr traditionsbewusst. Großbritannien wurde die Insel Warum gibt es in Island
Schon die Kleinsten tragen bei feierlichen
Anlässen den Kilt. Der Kilt ist ein Rock,
1921 geteilt. Nordirland verblieb
unter der Herrschaft Großbritan-
13 Weihnachtsmänner?
der um die Hüfte gewickelt wird. An dem
Muster erkennst du übrigens, zu welchem niens, die Republik Irland ist Eigentlich müssten es die Kinder in Island beson-
»Clan« (Familie) der Träger gehört. seitdem unabhängig. In Nord- ders gut haben. Denn in Island gibt es nicht nur
irland kommt es immer wieder einen, sondern gleich 13 Weihnachtsmänner! Man
zu gewalttätigen Auseinander- nennt sie dort Jólasveinar, Weihnachtsgesellen, und
setzungen zwischen Katholiken und Protestanten. Erst in den letzten ihre Mutter ist eine böse Hexe. Zwischen dem 12.
Jahren hat sich die Lage dort etwas entspannt. Dezember und dem 24. Dezember kommt jeden Tag I
Island ist der zweitgrößte Inselstaat Europas und gleichzeitig in Euro- ein Weihnachtsgeselle aus den Bergen, bis es 13
pa das am dünnsten besiedelte Land. Island liegt mitten im Nordatlan- sind. Aber diese Schlingel bringen keine Geschenke Lim
tik zwischen Norwegen und Grönland. Trotz der nördlichen Lage sorgt mit, sondern sie stehlen alles Essbare und ärgern die
der Golfstrom aber für ein gemäßigtes Klima. Geprägt wird die Insel Menschen! So schlecken sie zum Beispiel Töpfe und
von heißen Quellen, dampfenden Vulkanen, rauschenden Wasserfällen Pfannen aus, klauen das Fleisch oder saugen mit ihrer
und den Eismassen der Gletscher. Man nennt Island auch Land großen Nase den ganzen schönen Weihnachtsgeruch
aus Feuer und Eis. In einigen Gegenden ist die Landschaft so aus dem Haus. Nach Heiligabend verschwinden sie
karg, dass sie fast einer Mondlandschaft ähnelt. Deswegen ha- dann der Reihe nach wieder. Am 6. Januar ist schließ-
ben sich Astronauten hier lich der ganze Spuk vorbei. Und die Geschenke? Die
schon auf ihre Mondlan- bekommen die isländischen Kinder auch am 24. De-
Auf Island leben rund
dungen vorbereitet. 10 Millionen Papagei- zember. Außerdem bringen die Weihnachtsgesellen
taucher. An der Süd- den Kindern heute meist auch kleine Geschenke mit.
küste gibt es Felsen, in In Island gibt es noch viele andere wundervolle Sagen
denen Hunderttausende
von Meeresvögeln eng und Legenden. Island ist das Land der Geysire, Wasser-
gedrängt nisten. fälle und Vulkane. Doch genauso ist es auch das Land
der Elfen, Trolle, Gnome und Riesen.

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Island ist eine Insel
aus Feuer. Sie besteht
nämlich fast nur aus
Vulkanen. Immer wie-
Nördlicher Polarkreis der speien sie glühende
Lava und heiße Asche
aus.

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land gibt es viele alte Burgen,


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einigen soll es sogar spucken.

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Hauptstadt: Reykjavik
Glasgow Edinburgh Fläche (ca.): 103 000 km2
Einwohner: 297 000
Nord- GROSS- Sprache: Isländisch
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I r i s c h e Manchester
LAND Fläche (ca.): 244 000 km2
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Einwohner in Mio.: rund 59,8
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NIEDER- Sprache: Englisch
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Hauptstadt: Dublin
Fläche (ca.): 70 000 km2
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Einwohner in Mio.: rund 4,2


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Die Länder
Nordeuropas
In Nordeuropa liegen die Länder Finnland,
Schweden, Norwegen, Dänemark, Litauen,
Lettland und Estland. Norwegen und Schwe-
den sowie der äußerste Nordwesten von Finn-
land befinden sich auf der Halbinsel Skandinavien. Neben Wäldern ist
Wasser das prägende Element Skandinaviens: Stille Seen, rauschende
Flüsse, wilde Küsten und tiefe Wälder findet man hier. Wandert man in
den nördlichen Regionen Skandinaviens durch die weitläufige, unbe-
rührte Natur, so kann man Rentiere, Polarfüchse, Wölfe, Elche, Schnee-
Die norwegische Küste ist geprägt von Fjorden. Das sind schmale
hasen und manchmal sogar Bären sehen. Skandinavien verfügt über Meeresbuchten mit steilen Felswänden. Oft reichen sie weit in das
natürliche Ressourcen wie Öl, Fisch und Holz. Es herrscht kontinentales Landesinnere hinein. Der längste Fjord Norwegens ist der Sognefjord.
Klima: Im Sommer ist es warm bis heiß. Im Winter schneit es, teilweise
können die Temperaturen dann unter minus 40 Grad Celsius fallen.
Dänemark ist nahezu rundum vom Meer umgeben. Nur im Süden gibt es eine Landgrenze zu Deutschland. Das
Land umfasst beinahe die ganze Halbinsel Jütland sowie über 500 Inseln in Nord- und Ostsee. Nur ein kleiner ATL ANT IS
Teil dieser Inseln ist bewohnt. Zu Dänemark gehören auch zwei autonome Gebiete im Nordatlantik, die Fä-
röer-Inseln und Grönland. Die größte und am dichtesten besiedelte dänische Insel ist Seeland. Zwei von OZEAN
fünf Dänen leben hier. Dänemark hat ein gemäßigtes Seeklima mit kühlen Sommern
und milden Wintern. Es ist ein flaches Land mit niedrigen Hügeln und bewaldeten
Tälern. An der Küste gibt es hohe Dünen und breite Sandstrände.
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Die drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland liegen nebeneinander
an der nordöstlichen Ostseeküste. Alle drei Länder zusammen sind nur etwa halb
so groß wie Deutschland. Litauen ist der
flächenmäßig größte und zugleich bevöl-

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Wo scheint die Sonne auch

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kerungsreichste baltische Staat. In weiten
Teilen sind die drei Länder von Wäldern um Mitternacht? Bergen
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und Mooren bedeckt. Es gibt hier auch

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viele Flüsse und Seen. Litauen, Lettland Norwegen, Schweden und Finnland befinden sich

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und Estland haben kalte Winter mit viel ganz im Norden Europas. Teile dieser Länder liegen
Stavanger
Schnee und feuchtkühle Sommer. Die drei sogar noch nördlich des Polarkreises. In diesen
baltischen Länder waren früher Sowjet- Gebieten geht im Sommer die Sonne die ganze Kr
republiken, seit 1991 sind sie jedoch Nacht nicht richtig unter. Das nennt man »Mitter-
eigenständig. nachtssonne«. Stell dir vor, dann ist es rund um
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die Uhr hell! Man könnte um Mitternacht noch N O R D S E E
auf der Straße mit Inlineskates fahren, seilhüpfen
oder mit Murmeln spielen. Wenn die Eltern es er-
lauben würden! In Norwegen, Schweden und Finn-
Es
land gibt es große Unterschiede zwischen Sommer
und Winter. Während es im Sommer nicht richtig DÄNE MA
dunkel wird, ist es im Winter genau umgekehrt:
In einigen Gegenden geht die Sonne dann nicht
mehr auf. Dort ist es wochenlang dunkel. Ist das
nicht langweilig? Nein, viele Kinder lieben diese
Polarnächte. Dann sitzen die Menschen gemüt-
DE
lich zusammen, essen gemeinsam, reden viel und
Die kleine Meerjungfrau ist das Wahrzeichen der spielen. Die Wiederkehr der Sonne wird in vielen
dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Sie ist eine
Figur des berühmtesten Märchenerzählers des Orten gefeiert. Und darauf freuen sich die meisten
Landes – Hans Christian Andersen. Kinder besonders, denn an diesem Tag haben sie
schulfrei!
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Hauptstadt: Helsinki
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Fläche (ca.): 338 000 km2
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Einwohner in Mio.: rund 5,3
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T ISCHER Luleå Sprache: Finnisch
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Hauptstadt: Stockholm
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Östersund
Einwohner in Mio.: rund 9,1
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Kuopio
Trondheim
Ålesund Sprache: Schwedisch
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Norwegen
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Fläche (ca.): 385 000 km2


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Einwohner in Mio.: rund 4,6
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Örebro nis
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TALLINN see
Peipus- Hauptstadt: Kopenhagen
Väner- STOCKHOLM
see Hiiumaa
ESTLAND Fläche (ca.): 43 000 km2
Kristiansand
Saaremaa
Einwohner in Mio.: rund 5,4
a k Göteborg Vätter- Tartu Sprache: Dänisch
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Sk Jönköping
Gotland
Bucht
Litauen
Ålborg
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Jurmala RIGA
Hauptstadt: Vilnius
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Öland Liepaja
Århus L E TD T L A N D Fläche (ca.): 65 000 km2
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Einwohner in Mio.: rund 3,4


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Jütland Helsingborg Siauliai Daugavpils
Esbjerg KOPEN- Sprache: Litauisch
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KlaipédaL I T A U E N
NE MARK Odense
Seeland
Malmö Bornholm
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Lettland
Falster
S Memel
Lolland zu Kaunas
O Russland VILNIUS Hauptstadt: Riga
Fläche (ca.): 64 600 km2
Einwohner in Mio.: rund 2,3
Sprache: Lettisch
DEUTSCHLAND POLEN
Estland
0       100      200      400
kmkm
0 400 800 Hauptstadt: Tallinn
Meilen
Meilen Fläche (ca.): 45 000 km2
0 400 800
0            100           200            400 Einwohner in Mio.: rund 1,3
Sprache: Estnisch
11
Die Mitte Europas
Mitteleuropa wird durch die Ostsee von Nordeuropa getrennt. Im Süden reicht Mitteleuropa bis zu
den Alpen. Mitteleuropa ist dicht besiedelt. Die meisten Menschen wohnen in großen Städten
wie Berlin, Zürich, Wien, Brüssel oder Amsterdam. Durch Mitteleuropa fließen zwei der
längsten Flüsse Europas: der Rhein und die Donau. Nur die Wolga ist noch länger. In
Mitteleuropa herrscht ein gemäßigtes Klima mit milden Wintern und nicht so
warmen Sommern. Die Landschaft ist mit wenigen Ausnahmen vom Menschen
geprägt. Naturbelassene Gebiete gibt es kaum noch. So etwas nennt man Kulturlandschaft. N O R D S E E
Die Menschen haben sich die Landschaft nach ihren Bedürfnissen eingerichtet und immer e I n
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wieder verändert. s i s
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Ein großer Teil der Niederlande befindet sich unter dem Meeresspiegel. Im Laufe F r
der Jahre wurde immer mehr Land dem Meer abgerungen und trockengelegt. Groningen
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Die Niederlande sind ganz flach. Es gibt hier keine hohen Gebirge. Die fin-
det man dagegen in den dicht bewaldeten belgischen Ardennen oder NIEDERLANDE B

Ems
IJsselmeer
in den Alpen, dem mächtigsten Hochgebirge Europas. Österreich,
AMSTERDAM
die Schweiz und Liechtenstein nennt man auch Alpenrepub- Enschede
liken. Nicht nur die Landschaft im mittleren Teil Europas ist Den Haag Utrecht
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vielgestaltig. Jedes einzelne Land hat auch seine eigenen
Rotterdam D
Spezialitäten. So ist Deutschland berühmt für sein gutes

Rh
Eindhoven Dort mun
Bier und seine vielen Brotsorten. Die Schweiz ist bekannt

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Antwerpen Duis-
für ihre gute Schokolade. In Österreich gibt es Gent burg Essen
Brügge
Düssel dor
viele leckere Mehlspeisen, zum Beispiel den Maastricht
Kaiserschmarrn. Auch aus den Benelux-Staaten BRÜSSEL
Köln
kommen viele leckere Sachen. Benelux ist die Ab- BELGIEN Ma a s
Lüttich
kürzung für Belgien, Niederlande und Luxemburg. Zu
F

R Charleroi Namur en
den niederländischen Wie

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Spezialitäten gehören un- A LU X E M -

Arde
Sprechen die Kinder in der ter anderem Käse und Lakritz. N B U RG Ma
Schweiz Schweizerisch? Und aus Belgien – man glaubt es K LUXEMBURG
kaum – kommen die Pommes frites!
R
In der Schweiz gibt es vier Landessprachen: Saarbrücken
E
Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoroma- I

Schwarzwald
nisch. Schweizerisch gibt es nicht. Aber nicht C

in
Rhe
alle Schweizer sprechen diese vier Sprachen. Die H
meisten Schweizer haben nur eine Muttersprache
und beherrschen noch eine oder zwei weitere
Landessprachen. Die meistverbreitete Sprache in H
der Schweiz ist Deutsch. Allerdings spricht der C Basel
I

größte Teil der Schweizer nicht Hochdeutsch,


E

sondern einen der vielen schweizerdeutschen


BERN Lu
R

Dialekte. Dieses »Schwyzerdütsch« wird vor allem


K

in der Nord-, Ost- und Zentralschweiz gespro- SCHWEIZ


Lausanne
A N

chen. In der Westschweiz sprechen die Menschen Genfer-


Genf see Rhône L
überwiegend Französisch, in der Südschweiz Ita-
Wa l l i s e r
lienisch und in einzelnen Tälern Rätoromanisch. Alpen
F R

Das ist eine aus dem Lateinischen stammende A Matter-


horn
Sprache. Rätoromanisch ist vom Aussterben be-
I T
droht, weil nur noch sehr wenige Menschen diese
Sprache beherrschen. So viele Sprachen! Und wel-
che Fremdsprache lernen die Schweizer Kinder in Traumhafte Schlösser und Burgen wie das »Märchenschloss«
der Schule? Immer mehr Kinder lernen als erste Neuschwanstein in Bayern findet man in ganz Deutschland.
Fremdsprache Englisch.
el
Mitt euro

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DÄ N E M A R K

OST SEE
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Rügen
Kiel
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h e Das bis zu fünf Meter lange
Hamburg Mecklenburgische Alphorn nutzten Almbauern
Deutschland
P
Schwerin Müritz ursprünglich, um sich über
n Elb weite Entfernungen mitein-
e Seenplatte
ander zu verständigen. Je Hauptstadt: Berlin
O

nach Landschaft kann man Fläche (ca.): 357 000 km2


Bremen
Ems

seine Töne 5 bis 10 Kilometer Einwohner in Mio.: rund 82,7


weit hören. Sprache: Deutsch
er

Potsdam
Wes

BERLIN
Hannover Magdeburg Österreich
E

D E U T S C H L A N D Hauptstadt: Wien
Ha Fläche (ca.): 84 000 km2
Dort mund
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rz Einwohner in Mio.: rund 8,2


Leipzig
N
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sen Sprache: Deutsch


ssel dorf Dresden
Erfurt
Hessisches e
Schweiz
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Bergland ir Hauptstadt: Bern
g eb
E rz Fläche (ca.): 41 300 km2
Einwohner in Mio.: rund 7,3
Wiesbaden
Frankfurt T S C H E C H I S C H E Sprache: Deutsch, Französisch,
am Main Main Italienisch, Rätoromanisch
Mainz
R E P U B L I K
Liechtenstein
Nürnberg Hauptstadt: Vaduz
n Bay
Do
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che Fläche (ca.): 160 km2
nau rW
al Einwohner: rund 35 000
Schwarzwald

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Sprache: Deutsch
in

Stuttgart
Rhe

r Donau
Isa Linz
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Don Neusiedler
See
Salzburg Hauptstadt: Brüssel
Fläche (ca.): 30 500 km2
sel Bodensee Ö S T E R R E I C H
Zugspitze uern
Einwohner in Mio.: rund 10,4
Ta Sprache: Französisch, Niederländisch,
Zürich Innsbruck re
Nie de Graz
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Hohe
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Deutsch
RN Luzern VADUZ N Großglockner
in E Klagenfurt Niederlande
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e P Rätische Drau Hauptstadt: Amsterdam
Alpen
ne Fläche (ca.): 41 500 km2
er
L N SLOWENIEN Einwohner in Mio.: rund 16,4
n
E Sprache: Niederländisch
ter- I
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A Luxemburg
I N
Hauptstadt: Luxemburg
0       100      200       400
0 400 800 W O Fläche (ca.): 2 586 km2
km
km
Meilen
Meilen Einwohner: rund 471 000
0
0            400
100           200            800
400 S Sprache: Luxemburgisch, Deutsch,
Französisch
13
Die Länder im Süden Europas
Die Länder im Süden Europas werden von vielen Touristen besucht. Sie ziehen
ITANNIEN
sich nämlich fast alle am Mittelmeer entlang und haben ein mediterranes S SBR l
RO n
a Lille BE
Klima. Die Sommer sind in der Regel heiß und trocken – also ideal zum G
l k
a
m e
Baden. Im Winter ist es mild und regenreich. Den Teil Europas Ä r
Le Havre
südwestlich der Pyrenäen nennt man Iberische Halbinsel. Auf Kanalinseln No Se
Rouen
(GB) rm in R
dieser Halbinsel liegen Spanien, Portugal sowie die Kleinstaa- an
die
e

PARIS
ten Andorra und Gibraltar. Zu Spanien gehören auch Ferieninseln wie die Balearen Brest Se
in
im Mittelmeer oder die Kanaren vor der Westküste Afrikas. Der längste Fluss B r e t a g Rennes e
ne
Spaniens ist der Tajo (portugiesisch Tejo). Der Tajo mündet in Portugal in den
Tours Orléans
Atlantik. Portugal wird von diesem Fluss in zwei Hälften geteilt. Im Norden Lo
ire

des Flusses befindet sich eine grüne Hügellandschaft, im Süden eine Nantes

trockene Tiefebene. Zu Portugal gehören auch die Azoren. Das ist F R A N K -


eine Gruppe von neun Inseln, die im Atlantik zwischen Eu- ATL ANTISCHER R E I C H
Clermont-
ropa und Nordamerika liegen. Ferrand
Limoges
OZEAN
Do
Zentral massi
rdogne
Corvo Golf von
Bordeaux
Flores Graciosa Biscaya
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Terceira La Coruña ron
São Jorge Gijón Nîm

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Santander San
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Pico Galicien risches Gebirge Toulouse
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AT L A N T I S C H E R Delgada Pamplona e n
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Burgos Pico de Aneto
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Porto Duoro Duero

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Frankreich ist der größte Staat im Wes-

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ten Europas. Korsika ist die einzige Insel MADRID jo
Ta jo Ta
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im Mittelmeer, die zu Frankreich gehört. Toledo M

Frankreich bietet ganz abwechslungs-


LISSABON
Badajoz
S P A N I E N Valencia
Mallo
Guadiana
Palma
reiche Landschaften wie zum Beispiel den Évora
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M a n c
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Ibiza
Norden mit seinen schroffen Felsküsten, na a r
Guadia

Alicante Formentera e
l
Mittelfrankreich mit den rauen Bergen des Alga
rve ivir
Córdoba
Murcia Costa
a
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Zentralmassivs oder den milden Süden mit Faro a Sevilla Blanca
L
Gu

Kap A e n Granada
kilometerlangen Stränden. Auch kulturell São Vicente n d a l u s i
a
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Golf Sierra N evad
Málaga
Almería T
gesehen ist Frankreich ein reiches Land. von
Cádiz
Cádiz Mulhacén
Costa d T
el Sol
Man kann dort zum Beispiel romanische Gibraltar (GB) I
L G E
Kirchen, verspielte Renaissance-Schlösser
S t r a ß e von Gibralta r
Ceuta (Spanien) A
M
oder großartige Museen besuchen, etwa MAROKKO Melilla (Spanien)
den weltberühmten Louvre in Paris.
Italien ist eine lange, schmale Halb-
insel, die ins Mittelmeer ragt. Auf
der Landkarte sieht der Staat wie ein
Womit bezahlt man in Italien?
Stiefel aus. Italien umfasst auch die Früher hatte jedes Land in Europa seine eigene Währung. In Deutschland etwa gab es die
großen Inseln Sizilien und Sardinien D-Mark, in Frankreich den Franc, in Griechenland die Drachmen oder in Spanien die Pese-
sowie zahlreiche weitere kleine Inseln ten. Verbrachte man seine Ferien in Italien, musste man sein Urlaubs-Taschengeld in Lire
und Inselgruppen. Innerhalb Italiens umtauschen. Heute braucht das niemand mehr zu machen, denn auch Italien gehört jetzt
liegen die unabhängigen Enklaven San zu den vielen Ländern Europas, die eine gemeinsame Währung haben: den Euro. Durch
Marino und Vatikanstadt. Fast jede diese einheitliche Währung wird nicht nur der Urlaub viel einfacher. Auch der Handel der
Stadt in Italien bietet viel Geschichte europäischen Länder untereinander wird dadurch erleichtert. Wenn jetzt zum Beispiel ein
und Kultur. deutsches Unternehmen seine Waren nach Griechenland oder Spanien verkauft, muss es
seine Preise nicht mehr in die jeweilige Landeswährung umrechnen.
14
w e st e
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le BELGIEN
LUXEM-
BURG D E
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Reims S
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Italien
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ne Straßburg Der Vatikan ist der kleinste allgemein


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Els

N D anerkannte Staat der Welt. Der Kirchen- Hauptstadt: Rom


staat liegt inmit­ten der italienischen
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Hauptstadt Rom. Das Zentrum des
Fläche (ca.): 301 000 km2
ÖSTERREICH
Dijon
Vatikans ist der Petersplatz mit Einwohner in Mio.: rund 58,1
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SCHWEIZ ESüdtirol dem Petersdom. Hier wohnt und Sprache: Italienisch
K -
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Bozen arbeitet Papst Benedikt XVI.


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Vatikanstadt
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SLOWENIEN Der deutsche Kardinal


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Saône

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Triest
ont- wurde 2005 zum
Mont Garda-
Venedig
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Papst gewählt. Hauptstadt: Vatikanstadt
Lyon K R
Fläche (ca.): 0,44 km2
L

Turin
Po Verona O BOSNIEN
Po A
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Bologna d T
IE Einwohner: rund 500
HERZEGOWIN A
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r Sprache: Lateinisch, Italienisch
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Provence MON AC O Florenz i MONTENEGRO
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Fläche (ca.): 61 km2
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Einwohner: rund 28 000


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Sprache: Italienisch
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VATIKANSTADT
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Ajaccio Bari
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Hauptstadt: Madrid
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Fläche (ca.): 504 800 km2


Sardinien
Ty r r h e n i s c h e s
Meer
Einwohner in Mio.: rund 43,4
Menorca (I)
Sprache: Spanisch
Mallorca Cágliari Ionisches
ma Liparische
Inseln Meer Andorra
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l
Palermo Ätna Fläche (ca.): 468 km2
M E E R Einwohner: rund 67 000
L Catánia
E Sizilien N Sprache: Katalanisch

TUNESIEN MALTA
W O Portugal
G E R I E N
S Hauptstadt: Lissabon
Fläche (ca.): 92 000 km2
Einwohner in Mio.: rund 10,5
Sprache: Portugiesisch
0       100      200       400
Frankreich
0 400 800
kmkm
Meilen
Meilen
0 400
0            100           800
200            400 Hauptstadt: Paris
Fläche (ca.): 544 000 km2
Einwohner in Mio.: rund 60
Sprache: Französisch
Der Nationaltanz der Spanier ist
der Flamenco. Schon die Kleinsten Monaco
erlernen ihn in einer der vielen
Flamenco-Schulen. Die Frauen Hauptstadt: Monaco-Ville
und Mädchen tragen dann wunder- Fläche (ca.): 1,95 km2
schöne bunte Rüschenkleider. Einwohner: rund 36 000
Sprache: Französisch
15
Der Osten und Südosten Europas
LETTL AND
In Ost- und Südosteuropa herrscht gemäßigt kontinentales Klima sowie Mittelmeerklima:
warme, trockene Sommer und kalte Winter im Binnenland sowie mediter-
ranes Klima in den Küstenregionen. Dort ist es im Sommer heiß und OSTSEE
trocken und im Winter regnerisch. Frost und Schnee gibt es an L I TA U E N
zu
Danzig R u s s l a n d
der Küste nur selten. Die meisten Länder in dieser europäischen Koszalin
n
Region leben von der Landwirtschaft und vom Tourismus. Das er
mm Elblag Elk
Po Masurische Minsker M
Haupturlaubsziel in Ungarn ist für viele der Plattensee (Balaton). Das ist der größte Stettin
Torun
S e e n p l a t te
Bialystok
Höhe
W
Gorzów
und wärmste Binnensee Europas. Ungarn liegt eingebettet im Karpatenbecken. Die Wlk.
Baranovici ˇ
R U
Posen ei ch

W
Karpaten sind ein Hochgebirge in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Od er W a rt h e se WARSCHAU
l
Pinsk
Anteil an den Karpaten hat unter anderem auch Polen. Dieses Land liegt zwi- P O L E N
Lodsch

D
N Legnica Radom Brèst
schen der Ostsee und den Karpaten. In Polen gibt es lange Strände, Hunderte L A Breslau
S Lublin
von Seen, endlose Wälder und zottelige Wisente. Die schon fast ausgestor- H u
d
e Tschenstochau

T S C
TSCHECHISCHE t
benen Wisente sind die größten Landsäugetiere Europas. Pilsen Kattowitz

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PRAG Rzeszów

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Aber auch in der Slowakei und in der Tschechischen Republik gibt es noch Ostrau L’viv


REPUBLIK

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Krakau

hm
Budweis Olmütz
richtig wilde Tiere. In der Hohen Tatra, dem polnisch-slowakischen Grenz- K a U K

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al Hohe
Banská Tatra Košice r
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gebirge, und im tschechischen Böhmerwald leben zum Beispiel Braunbären. Bystrica
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BRATISLAVA S L O W A K E I
Die beiden Länder Tschechische Republik und Slowakei sind 1993 aus der Miskolc
Ö ST E R R E I C H Satu
damaligen Tschechoslowakei (ČSSR) hervorgegangen. Nicht nur das west-

M
Györ Debrecen Mare Botosani

O
liche Osteuropa, auch Südosteuropa, die so genannte Balkanregion, hat

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Kar BUDAPEST
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n k e Maribor
nach dem Zusammenbruch des Kommunismus ein völlig neues Gesicht n

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Balaton U N G A R N
S LOW E N I E N
bekommen. Die Balkanhalbinsel erstreckt sich zwischen dem Schwarzen Szeged RUMÄNIEN

n
LJUBLJANA Pécs Sibiu
Meer und dem Mittelmeer.

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ZAGREB
Brasov
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K ROAT I E N Mures
Osijek D o n a u r p a te n
Zu den Balkanstaaten im engeren Sinne gehören Slowenien, Kroatien, ka Brai
BOSNIEN üd
Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Mazedonien, Ko-
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Banja Luka S BUKAREST


UND
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Tuzla BELGRAD
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sovo und Albanien. Im weiteren Sinne gehören aber auch Rumänien
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H E R Z E G OW I N A
Craiova
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SARAJEVO SERBIEN
und Bulgarien dazu. Immerhin befindet sich hier das Balkangebirge, Donau
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Split Niš
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das der Halbinsel seinen Namen gegeben hat. Mostar MONTE- Pleven
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NEGRO Priština SOFIA B a l k a n B


Manchmal werden auch Griechenland und
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Dubrovnik
BULGARIEN
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KOSOVO
der europäische Teil der Türkei zu PODGORICA R
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TIRANA d
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diesem Gebiet gezählt. Durrës MAZEDONIEN


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Ohrid-
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ALBANIEN Prespa-
see Thessaloniki

Ist das Schwarze Meer schwarz?


GRIECHEN-
Vlorë Olymp Limnos

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Korfu LAND
Lárissa
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Das Wasser des Schwarzen Meeres ist eigentlich gar nicht schwarz.
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Lesbos
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Wie ist es nur zu seinem Namen gekommen? Dafür gibt es ver- Chios
he

schiedene Erklärungen. Vielleicht nannte man es so, weil häufig Patras


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In

ATHEN s

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viele dunkle Wolken Schatten auf das Wasser werfen? Oder weil Peloponnes
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Sparta
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»schwarz« früher auch »stürmisch« bedeutete? Wegen der gewal-
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Kykladen
MALTA
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tigen Stürme, die auf dem Meer toben, war das Segeln dort sehr VALLETTA
gefährlich. Wusstest du, dass das Schwarze Meer ein Binnenmeer
0       100      200       400
ist? Es ist fast von allen Seiten von Land umgeben. Durch die kmkm
0 400 800

Meerenge des Bosporus ist es mit dem Mittelmeer verbunden. Das Meilen
Meilen
0 400 800
Kreta
0            100           200            400
Schwarze Meer ist ungefähr so groß wie Deutschland. In das Meer M I T T E L
münden einige große europäische Flüsse, etwa die Donau oder der
Dnjepr. Im Schwarzen Meer leben viele Tiere, zum Beispiel Delfine,
Wale, Thunfische oder Seeteufel. Das sind Fische, die meist auf dem N Albanien
Meeresboden schwimmen und einen riesigen Kopf haben. Richtig
W O Hauptstadt: Tirana
furchterregend sehen sie aus. Fläche (ca.): 28 700 km2
S Einwohner in Mio.: rund 3,1
Sprache: Albanisch
16
& Südost
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Polen Montenegro

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Hauptstadt: Warschau Hauptstadt: Podgorica
R Fläche (ca.): 313 000 km2 Fläche (ca.): 13 800 km2
L US Einwohner in Mio.: rund 38,5 Einwohner: rund 620 000
A
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N Sprache: Polnisch Sprache: Montenegrinisch
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Tschechische Griechenland
Republik Hauptstadt: Athen
insker MINSK
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Hauptstadt: Prag Fläche (ca.): 132 000 km2
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novici Fläche (ca.): 78 900 km2 Einwohner in Mio.: rund 11,1
RUSSLAND
Einwohner in Mio.: rund 10,2 Sprache: Griechisch
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Sprache: Tschechisch
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Kiewer
Slowakei Hauptstadt: Valletta
Stausee
KIEW Hauptstadt: Bratislava Fläche (ca.): 316 km2
Charkow
Dn Fläche (ca.): 49 000 km2 Einwohner: rund 403 000
je
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Krementschuger Einwohner in Mio.: rund 5,4 Sprache: Maltesisch,
Stausee
U K R A I N E Luhansk
Sprache: Slowakisch Englisch
es
Dnipropetrovsk
tr Donezk
Krivyj Ungarn Zypern
Rih Saporischschja
Balti
Hauptstadt: Budapest Hauptstadt: Nikosia
M

tosani
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Maryupol
¸ ˘ Fläche (ca.): 93 000 km2 (Lefkosia)
L D Pru

CHISINAU Mikolajiv

Einwohner in Mio.: rund 10,1 Fläche (ca.): 9 251 km2


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Tiraspol Dn Asowsches
ÄNIEN Sprache: Ungarisch Einwohner: rund 845 000
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Meer
Sprache: Griechisch, Türkisch
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e n Donau- Simferopol Slowenien
Braila delta
Bulgarien
Donau

REST Hauptstadt: Ljubljana


Constanta
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WA R Z E S M E E R Fläche (ca.): 20 300 km2 Hauptstadt: Sofia
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SC H Einwohner in Mio.: rund 2 Fläche (ca.): 111 000 km2
Varna Sprache: Slowenisch Einwohner in Mio.: rund 7,7
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a l k a n Burgas
Sprache: Bulgarisch
ARIEN Kroatien
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Hauptstadt: Zagreb
Rumänien
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Fläche (ca.): 56 500 km2 Hauptstadt: Bukarest
ála Einwohner in Mio.: rund 4,6 Fläche (ca.): 238 400 km2
i
Sprache: Kroatisch Einwohner in Mio.: rund 21,6
mnos
In den Wirren des Bürgerkrieges Sprache: Rumänisch
Bosnien und
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wurde die berühmte Brücke von


Mostar 1993 zerstört. Sie verband Herzegowina Moldawien
Ü

Lesbos
Chios
die kroatische und die bosnische
Hälfte der Stadt. Die Brücke wurde Hauptstadt: Sarajevo Hauptstadt: Chişinău
R

mit Steinen aus benachbarten Stein- Fläche (ca.): 51 000 km2 Fläche (ca.): 33 800 km2

brüchen wieder aufgebaut und Ende Einwohner in Mio.: rund 3,9 Einwohner in Mio.: rund 4,2
dli

E
ch

I Juli 2004 eingeweiht.


M e

Sprache: Bosnisch, Kroatisch, Sprache: Moldawisch


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Serbisch
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en

Rhodos Weißrussland
ZYPERN
NIKOSIA Mazedonien Hauptstadt: Minsk
reta Limassol
Hauptstadt: Skopje Fläche (ca.): 208 000 km2
R Fläche (ca.): 25 700 km2 Einwohner in Mio.: rund 9,7
E E
E L M Einwohner in Mio.: rund 2 Sprache: Weißrussisch,
Sprache: Mazedonisch, Albanisch Russisch

Kosovo Serbien Ukraine


Hauptstadt: Priština Hauptstadt: Belgrad Hauptstadt: Kiew
Fläche (ca.): 10 900 km2 Fläche (ca.): 88 400 km2 Fläche (ca.): 604 000 km2
Einwohner in Mio.: rund 1,9 Einwohner in Mio.: rund 7,5 Einwohner in Mio.: rund 46
Sprache: Albanisch, Serbisch Sprache: Serbisch Sprache: Ukrainisch
17
Asien
Asien erstreckt sich von der Arktis bis zum Äquator. Die Beringstraße trennt Asien von Nordamerika.
An der schmalsten Stelle ist diese Meeresenge nur rund 85 Kilometer breit. Das Uralgebirge, der
Uralfluss, das Kaspische Meer, das Kaukasusgebirge und das Schwarze Meer bilden die Grenze
zwischen Europa und Asien. Da Europa und Asien eng miteinander verbunden sind, spricht man
auch vom Doppelkontinent Eurasien.

■ Kontinent der Superlative Der Drache wird in Asien


Asien ist wirklich ein Kontinent der als Gottheit verehrt. Er
symbolisiert Stärke und
Rekorde! So ist Asien der größte Erd- Weisheit und bringt den
teil. Flächenmäßig ist Asien etwa vier- Menschen Glück, Gesund-
mal so groß wie Europa. Einschließlich heit und Frieden.
seiner Inseln umfasst Asien ungefähr
ein Drittel der Landfläche der Erde.
Asien ist auch der bevölkerungsreichste
Kontinent. Hier leben fast zwei Drittel
der gesamten Menschheit. Zudem liegt
in Asien der höchste Gipfel der Welt,
der Mount Everest, sowie die tiefste
Landschaft der Erde, das Tote Meer. Der
Wasserspiegel dieses Salzsees liegt weit
unter dem Meeresspiegel.

■ Unterschiedliche Landschaften zu bieten. Der Südosten des Konti- Regionen eignet


Asien weist ganz unterschiedliche nents besteht fast ausschließlich aus sich besonders gut
Landschaften auf. Der riesige Kon- einer Vielzahl größerer und kleinerer zum Anbau von Reis,
tinent hat von tropischen Stränden Inseln. Hier wachsen tropische Re- dem wichtigsten Le-
bis zum höchsten Gebirge (Himalaya) genwälder, in denen neben vielen bensmittel in Asien. Durch seine große
und von unfruchtbaren Hochländern, Affenarten auch Leoparden, Ausdehnung hat Asien Anteil an allen
fruchtbaren Ebenen bis zu erdöl- Löwen und Tiger leben. Das Klimatypen. In Sibirien befinden sich
reichen Wüstenregionen alles feuchtheiße Klima in diesen die kältesten Gebiete der Erde. Da-
gegen erreicht das Thermometer auf
der Arabischen Halbinsel Rekordwerte.
Haben Drachen wirklich gelebt? Hier herrscht überwiegend wüsten-
haftes Klima. In der Deltaregion des
Drachen gehören zu den Fabelwesen. Wie auch Einhörner, Elfen oder Ko- Ganges in Nordostindien fällt der mei-
bolde sind Drachen nur Fantasiegeschöpfe. Diese Wesen spielen im Mär- ste Niederschlag der Erde. Durch den
chen, in der Fabel und in der Sagenwelt eine wichtige Rolle, wirklich ge- Monsunregen kommt es hier immer
lebt haben sie aber nie. Eigentlich schade, oder? Wir Europäer betrachten wieder zu verheerenden Überschwem-
Drachen meist als fürchterliche Ungeheuer, die Feuer spucken und Unheil mungen.
bringen. In Asien wird der Drache dagegen als Gottheit verehrt. Er sym-
bolisiert Stärke und Weisheit und bringt den Menschen Glück, Gesundheit ■ Faszinierende Kulturen
und Frieden. Die asiatischen Drachen sind freundlich und weise. Oft haben Die asiatische Bevölkerung setzt sich
diese Drachen keine Flügel, ihr Aussehen erinnert an eine große Schlange aus unterschiedlichsten Gruppen zu-
mit vier Beinen. Nach den asiatischen Sagen lebten Drachen in Flüssen sammen. Es gibt in Asien viele ver-
oder Meeren. Sie besaßen die Macht, Regen und Wind entstehen zu lassen, schiedene Völker mit eigener Sprache,
damit die Ernte gut wird. Auch heute noch kannst du überall in Asien Dra- Kultur und Religion. Alle großen Welt-
chen auf Gemälden oder als Skulpturen in vielen prachtvollen Palästen und religionen wie Judentum und Christen-
Tempeln finden. tum, Islam, Hinduismus und Buddhis-
mus sind in Asien entstanden.

18
Die Geschichte Asiens
In Asien entstanden vor mehr als 5000 tuen aus Ton her und fer- kamen bis in den Mitt-
Jahren die ersten Hochkulturen der tigten kunstvollen Schmuck leren Westen und sogar
Erde. Als Hochkultur bezeichnet man aus Gold. Die älteste Kultur bis nach Europa. So wurde
eine Gesellschaft, die besonders fort- der Welt haben jedoch die die Seidenstraße ein wich-
schrittlich ist. Eine solche Hochkultur Chinesen. Die chinesische tiger Transportweg für den
war zum Beispiel das große Reich der Kultur besteht seit mehreren Jahr- Austausch von Gütern und
Sumerer. tausenden! Ideen zwischen Europa und Asien.

■ Hochkulturen in Asien ■ Karawanen auf der Seidenstraße ■ Marco Polo


Die Sumerer lebten in Mesopotamien, China war jahrhundertelang durch Hast du schon einmal von Marco
einem fruchtbaren Gebiet zwischen hohe Gebirge, riesige Wälder und aus- Polo gehört? Er ist einer der be-
Euphrat und Tigris. Die Sumerer ent- gedehnte Wüsten vom Rest der Welt rühmtesten Entdecker aller Zeiten. Als
wickelten das erste Schriftsystem der abgeschnitten. Das änderte sich, als einer der ersten Europäer bereiste er
Welt: die Keilschrift! Dazu drückten die Chinesen diese Grenzen überschrit- ganz Asien. Über 24 Jahre lang dau-
sie mit einem schräg abgeschnitte- ten. Erste Handelsleute kamen in das erte seine Reise, die ihn durch die
nen Schilfrohr keilförmige Zeichen in »Reich der Mitte« und es entwickelte Gebirge Afghanistans und die kalte
feuchten Lehm ein. Die Sumerer be- sich ein Netz an Handelswegen. Eine Wüste Gobi bis nach China führte.
trieben regen Handel mit anderen Kul- der wichtigsten Handelsrouten war die Dort ernannte ihn der Kaiser sogar
turen, zum Beispiel mit den Menschen Seidenstraße. Sie durchquerte ganz zum höfischen Beamten. Marco Polos
der Indus-Kultur. Sie lebten entlang Asien. Kamelkarawanen, schwer bela- Reiseberichte von fremden Völkern und
des Indus im heutigen Pakistan. Die den mit Seide und Porzellan, kämpften Städten im fernen Asien regten jahr-
Indus-Leute waren geschickte Hand- sich durch Sandstürme in der Wüste hundertelang die Fantasie von Dich-
werker. Sie stellten Gefäße und Sta- Gobi, überquerten hohe Gebirge und tern und Entdeckern an.

Marco Polo ritt auf Kamelen quer durch


   Asien. Zurück nach Europa reiste er
       mit dem Schiff.

19
Gehört Russland zu Europa
oder zu Asien?
Wenn du dir die Karten von Europa und Asien genau an-
schaust, wirst du sehen, dass Russland auf beiden einge- e el
zeichnet ist. Russland liegt nämlich auf zwei Kontinenten. lja e i ns
em b
Etwa drei Viertel des Landes gehören zu Asien, ein Viertel
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gehört zu Europa. Obwohl der größere Teil Russlands in y

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Asien liegt, wohnen doch viel mehr Menschen im europä-

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ischen Teil des Landes. Die mit Abstand größte Stadt Russ-

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lands ist die Hauptstadt Moskau. Auch sie befindet sich im

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europäischen Teil. Wusstest du, dass es noch ein Land gibt, e

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das sowohl in Europa als auch in Asien liegt? Das ist die i r
Türkei. Etwa drei Prozent der Fläche des Landes befinden i b
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sich in Europa. Diesen Teil nennt man Thrakien. Der asia- S

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tische Teil der Türkei wird Anatolien genannt. Die türkische
Ob
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Stadt Istanbul ist die einzige Stadt der Welt, die auf zwei
Kontinenten liegt: in Europa und in Asien. Die Stadt wird

A
durch eine Meeresenge, den Bosporus, in eine europäische

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und eine asiatische Seite geteilt. Es gibt viele Menschen,
die auf der einen Seite wohnen und auf der anderen Seite
arbeiten oder zur Schule gehen. Zum Glück gibt es zahl-
Ir tysch
reiche Fähren, die den Bosporus überqueren. Altai
K A S A C H S T A N M
Balchasch-
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In einigen Ländern Asiens wachsen die Kinder in


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ARABISCHES
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großer Armut auf. Ihre Familien sind oft so arm, dass N


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die Mädchen und Jungen ihren Eltern bei der Feld- JE Golf von
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arbeit oder der Versorgung der Tiere helfen müssen, f vo
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statt zur Schule zu gehen.
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Äquator
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In vielen asiatischen Ländern


ist die Landwirtschaft der
wichtigste Wirtschaftszweig. INDISCHER
Angebaut werden zum Bei- O
spiel Reis, Kaffee, Tee, Obst, 0       1000      2000
0 400 800
Gemüse und zahlreiche Kräu- km
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ter, die dann auf Märkten Meilen
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0 400 800
angeboten werden. 0            1000           2000

20
Ostsibirische Ts c h u k t s c h e n -
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Die Chinesische Mauer ist eine Befestigungsanla-


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ur u ge an der Nord- und Nordwestgrenze Chinas.


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M O N G O L E I c Mit über 6000 Kilometern Länge ist sie das
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n längste Bauwerk der Welt. Ursprünglich
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sollte sie mongolischen Volksstämmen den


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Zugang nach China versperren.


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NORD- Japanisches
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Mt. Everest Ostchinesisches (ohne den europäischen
AL BHUTAN Meer Teil Russlands)
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Einwohnerzahl: rund 4 Milliarden
(ohne den europäischen
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eng alen Meer Asien gliedert sich in 48 Staaten:


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KAMBO- PHILIPPINEN
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DSCHA Afghanistan, Armenien, Aserbaidschan,


Bahrain, Bangladesch, Bhutan, Brunei, China,
Mindanao
BRUNEI Georgien, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Is-
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S M A L AY S PALAU rael, Japan, Jemen, Jordanien, Kambodscha,
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SINGAPUR Kasachstan, Katar, Kirgisistan, Kuwait, Laos,
m

Borneo Äquator
Libanon, Malaysia, Malediven, Mongolei,
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PAPUA - Myanmar, Nepal, Nordkorea, Oman, Osttimor,


r

I N D O N E S I E N
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Jav Javasee NEU- Pakistan, Philippinen, Russland, Saudi-Arabien,


a
R OZEAN GUINEA Singapur, Sri Lanka, Südkorea, Syrien, Tadschi-
Arafura-
OSTTIMOR see kistan, Taiwan, Thailand, Türkei, Turkmenistan,
Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate,
Vietnam

21
Im Norden Asiens
In Nordasien liegen Russland, Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Turkmenistan und Tadschi-
kistan. Auch wenn Russland aus kulturellen und politischen Gründen häufig zu
Sewer
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Europa gerechnet wird, so befindet sich doch der größte Teil des Landes ja
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geografisch in Asien. Russland ist mit etwa 17 Millionen ml
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km das größte Land der Erde. Das riesige Gebiet
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ist landschaftlich sehr abwechslungsreich mit


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vielen verschiedenen Boden- und Vegetationszonen. Aufgrund - La
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der großen räumlichen Ausdehnung ist auch das Klima sehr Franz-Jo i n
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unterschiedlich. Am meisten verbreitet ist das kontinentale H
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Klima mit kurzen, trockenen Sommern und langen, kalten e i m
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Wintern. Das riesige Gebiet, das den größten Teil von Ba re n t s - lj
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Nordasien umfasst, nennt man Sibirien. Dort müssen s e e S
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die Menschen im Winter Temperaturen von bis zu 70 ja a Cha

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Grad unter Null ertragen. Bei dieser Kälte gefriert K
H alb in s e l H alb in s e l Sib ir i sc
die Milch sofort, wenn sie aus der Kuh kommt. J am al G y d an Norilsk
In den sibirischen Böden sind auch die größ-

Jen
Ber g la

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ten Schätze Russlands verborgen, vor allem

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Murmansk
Kohle, Eisen und Erdöl. Hal
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Südöstlich von Russland schließen sich ola
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Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, We s t s i b i r i s c h e s
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Turkmenistan und Tadschikistan an.
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Kasachs­tan ist flächenmäßig das größte D w in
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dieser fünf Länder. Es umfasst die weiten

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Steppen Südsibiriens, die nach Süden in
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Halbwüste und Wüste übergehen. Auch in Sankt- Jekaterinburg
Petersburg Nischnij-
Usbekistan und Turkmenistan wird die Land-
Nowgorod
Tscheljabinsk A
MOSKAU Kasan L Nowosibirsk
schaft von Wüsten und Steppen geprägt. Wo l g a
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Dagegen werden Kirgisistan und Tadschi- WEISS-
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RUSSLAND ASTANA Pavlodar Semipalatinsk
kistan überwiegend von schwer zugängli- Ural
Ir tysch
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chem, schroffem Hochgebirge eingenommen. Karaganda


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Wolgograd Kasachensteppe Ust-


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wachsen auf dem Rücken IRAN N IS
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eines Pferdes auf. AF

Kennst du die längste Eisenbahnstrecke der Welt?


Die längste Eisenbahnstrecke der Welt verläuft quer durch Eisenbahn verbindet mehr als 380 Städte, Dörfer und Ge-
Russland. Sie heißt Transsibirische Eisenbahn, ist über meinden. An den zahlreichen Bahnhöfen bieten Händler
9000 Kilometer lang und verbindet Moskau mit der Hafen- Blinis, das sind gefüllte Pfannkuchen, Räucherfisch, Obst,
stadt Wladiwostok. Die Bahnfahrt dauert ungefähr sieben Süßigkeiten und Getränke an. Es gibt viele eindrucksvolle
Tage und führt durch ganz unterschiedliche Landschaften: Brücken und einige sehr schöne Bahnhöfe zu bestaunen.
weite Täler, hohe Berge, dichte Taigawälder, vorbei an Ein Bahnhof in der Nähe des Baikalsees ist zum Beispiel
sibirischen Flüssen oder am geheimnisvollen Baikalsee, ganz aus Marmor gebaut. Er wurde zum Andenken an die
dem tiefsten und größten See der Erde. Die Transsibirische Arbeiter, die die Bahnstrecke gebaut haben, errichtet.
da
Nor sien
Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion leben
viele Nomadenstämme wieder traditionell in Jurten.
Diese sind schnell auf- und abzubauen. Außerdem
lassen sie sich problemlos auf zwei Kamelen oder
auf einem Geländewagen transportieren.
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Russland Usbekistan
Hauptstadt: Moskau Hauptstadt: Taschkent
Fläche (ca.): 17 Mio. km2 Fläche (ca.): 447 000 km2
Einwohner in Mio.: rund 142,5 Einwohner in Mio.: 27
Die Jakuten im Osten Sibiriens
Sprache: Russisch Sprache: Usbekisch haben sich an das harte Leben
in der Kälte gewöhnt. Zum
Kasachstan Turkmenistan Schutz vor den eisigen Tem-
peraturen tragen sie mehrere
Hauptstadt: Astana Hauptstadt: Aschchabad Lagen warmer Fell- und Pelz-
Fläche (ca.): 2,7 Mio. km2 Fläche (ca.): 488 000 km2 kleidung. Ihre Haupteinnahme-
Einwohner in Mio.: rund 14,8 Einwohner in Mio.: 4,9 quelle ist die Rentierzucht.
Sprache: Kasachisch Sprache: Turkmenisch

Kirgisistan Tadschikistan
Hauptstadt: Bischkek Hauptstadt: Duschanbe
Fläche (ca.): 200 000 km2 Fläche (ca.): 143 000 km2
Einwohner in Mio.: 5,3 Einwohner in Mio.: rund 6,6
Sprache: Kirgisisch, Russisch Sprache: Tadschikisch
23
er
Vord - &
In Vorder- und Mittelasien

Mi
ttelasien
Vorder- und Mittelasien sind größtenteils von Wüstensand bedeckt. Vor allem das
Landesinnere der Arabischen Halbinsel ist sehr trocken. In diesem Gebiet liegen
die größten Sandwüsten der Erde, zum Beispiel die Nefud-Wüste. Dennoch sind
diese Länder dank ihrer Erdöl- und Erdgasvorkommen sehr reich. Auf der Arabischen
Halbinsel findest du Saudi-Arabien, Jemen, Oman, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar
und Bahrain. Die Länder Georgien, Armenien und Aserbaidschan nennt man auch Kaukasus-Republiken,
da sie das Gebirge des Großen und des Kleinen Kaukasus umfassen. An die Republiken Georgien und Armenien grenzt die Türkei. Die
türkische Stadt Istanbul befindet sich als einzige Stadt der Welt auf
K a
zwei Kontinenten. Denn die Türkei gehört zu zwei Erdteilen: u R
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Der kleinere Teil gehört zu Europa, der größere zu R Z E S M E E R u ND
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Asien. Der Bosporus bei Istanbul ist die S TIFLIS
Istanbul Samsun Trabzon K
Trennlinie. Syrien, Libanon, Israel Po i r ge ASER- BAKU A
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und Jordanien sind Länder des ANKARA SCHAN

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ropa, Afrika und Asien liegt. Wäh- Izmir Täbris
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an das Mittelmeer grenzen, hat das Ta s El e
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Aleppo
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am Golf von Aqaba – keinen Zugang zum L I B A N O N DAMASKUS a
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Meer. Die Länder Iran, Irak und Afghanistan Syrische s
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bestehen zum größten Teil aus Wüste und zer- Tel Aviv-Jaffa
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klüfteten Gebirgen. Irans Küste am Kaspischen Meer JERUSALEM en
Ahvaz g
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Gaza Totes Meer Nadschaf
und die Flusstäler des Tigris und des Euphrat im Irak J O R DA N I E N Nasiriya Basra
Abadan K
sind aber fruchtbar. Afghanistan ist ein armes, bergiges Aqaba KUWAIT
Binnenland, das im Westen an den Iran und im Südosten Sinai KUWAIT
ÄG

Nefud-Wüste
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an Pakistan grenzt. Pakistan ist ebenfalls sehr gebirgig. Das B

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Land hat im Norden Anteil an den Hochgebirgen Hinduku- D C


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sch und Karakorum. Der K2 im Karakorum ist nach dem Mount S A U D I - hna
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Everest der zweithöchste Berg der Erde. So unterschiedlich wie KATAR Du
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die Landschaften in Vorder- und Mittelasien sind, so unterschiedlich ARABIEN

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ist dort auch das Klima. Während die Temperaturen auf der Arabischen Medina RIAD
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Halbinsel auch im Winter selten unter 20 Grad Celsius fallen, gibt es in ARAB ISCH
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den Gebirgen Mittelasiens kalte Winter mit Frost und Schnee. Dschidda
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Gibt es auch einen K1?
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Der K2 ist mit 8611 m der zweithöchste Berg der Welt. Er liegt im Sa
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Karakorum-Gebirge zwischen Pakistan und China. Wie kam er nur zu


J E M E N
seinem merkwürdigen Namen? Ob es auch einen K1 und einen K3 gibt?
Seinen Namen erhielt der Berg von englischen Landvermessern, die SANAA Makalla
das Karakorum-Gebirge Mitte des 19. Jahrhunderts erkundeten. Als sie Taiss
Aden
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fünf hohe Bergspitzen sahen, nummerierten sie diese einfach der Reihe EN
ba

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nach durch: K1, K2, K3, K4 und K5. Das K steht dabei für Karakorum. VO
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an

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da

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Bis auf den K2 erhielten alle Berge später andere Namen. Der K1 etwa
heißt jetzt Masherbrum, der K3 Broad Peak. Nur der K2 hat seinen
Namen behalten. Jedenfalls für uns. Die Einheimischen nennen diesen 0      
0
300     
400
600
800
km
Berg Chogori, das heißt übersetzt »großer Berg«. Groß ist er ja wirk- km
Meilen
Meilen
lich! Und für Bergsteiger ist er nur sehr schwer zu besteigen. Bisher 0
0            400
300           800
600
standen erst ungefähr 200 Menschen auf seinem Gipfel.
Türkei Aserbaidschan Jordanien
Hauptstadt: Ankara Hauptstadt: Baku Hauptstadt: Amman
Fläche (ca.): 780 000 km2 Fläche (ca.): 86 600 km2 Fläche (ca.): 89 300 km2
Einwohner in Mio.: rund 74,2 Einwohner in Mio.: rund 8,5 Einwohner in Mio.: rund 5,8
Sprache: Türkisch Sprache: Aserbaidschanisch Sprache: Arabisch

Georgien Syrien Israel


Hauptstadt: Tiflis Hauptstadt: Damaskus Hauptstadt: Jerusalem
Fläche (ca.): 69 700 km2 Fläche (ca.): 185 000 km2 Fläche (ca.): 22 100 km2
Einwohner in Mio.: rund 4,4 Einwohner in Mio.: rund 19,5 Einwohner in Mio.: rund 6,8
Sprache: Georgisch Sprache: Arabisch Sprache: Hebräisch, Arabisch

Armenien Libanon Irak


Hauptstadt: Jerewan Hauptstadt: Beirut Hauptstadt: Bagdad
Fläche (ca.): 29 700 km2 Fläche (ca.): 10 500 km2 Fläche (ca.): 438 000 km2
Einwohner in Mio.: rund 3,1 Einwohner in Mio.: rund 3,6 Einwohner in Mio.: rund 29,6
Sprache: Armenisch Sprache: Arabisch Sprache: Arabisch

Kuwait
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ar Hauptstadt: Kuwait
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um Fläche (ca.): 17 800 km2
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d u k K2 Sprache: Arabisch
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alz wüste h - Hauptstadt: Riad
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R A N A F G H A N I STA N
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b Fläche (ca.): 2,2 Mio. km2
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Faisalabad Einwohner in Mio.: rund 25,2
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Sprache: Arabisch
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Hauptstadt: Sanaa
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Sprache: Arabisch
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DHA BI Hauptstadt: Maskat
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Nördlicher Wendekreis Fläche (ca.): 309 500 km2
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Einwohner in Mio.: rund 2,6
EMI RATE A R A B I S C H E S Sprache: Arabisch
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M E E R
N Vereinigte
A Iran Arabische Emirate
M Hauptstadt: Teheran Hauptstadt: Abu Dhabi
O Fläche (ca.): 1,6 Mio. km2 Fläche (ca.): 83 600 km2
Salala Einwohner in Mio.: rund 70,3 Einwohner in Mio.: rund 4,7
Sprache: Persisch Sprache: Arabisch

Afghanistan Bahrain
Hauptstadt: Kabul Hauptstadt: Manama
Fläche (ca.): 652 000 km2 Fläche (ca.): 694 km2
Einwohner in Mio.: rund 31,1 Einwohner: rund 739 000
Sprache: Paschtu, Dari Sprache: Arabisch
Im Orient rauchen viele Menschen Pakistan Katar
Wasserpfeife. Die meist reich ver-
zierte Pfeife wird oft als Zeichen Hauptstadt: Islamabad Hauptstadt: Doha
der Gastfreundschaft angeboten Fläche (ca.): 796 000 km2 Fläche (ca.): 11 400 km2
und gemeinsam geraucht. Einwohner in Mio.: rund 161 Einwohner: rund 840 000
Sprache: Urdu Sprache: Arabisch
25
Süd- und Ostasien
In Süd- und Ostasien leben viele Menschen. Allein in China, dem bevölkerungsreichsten Land der
Erde, lebt rund ein Fünftel der Weltbevölkerung! Ein Großteil der Menschen wohnt im Süd- A
S L
osten des Landes, die meisten auf dem Land. So ein Riesenreich weist natürlich ganz S
unterschiedliche Landschaften und Klimazonen auf: Ebenen, Wüsten, Gebirge
U
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und Hügelland, tropisch warme sowie extrem kalte Gebiete. Im Gegensatz zu ai
Alt Ubs
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China leben in der Mongolei nur sehr wenige Menschen. Ein großer Teil der Taban Se
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Mongolei besteht aus dünn besiedeltem Steppen- und Wüstenland. Im bergigen Nordwesten liegen A Kh
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Seen und Wälder. Hier befindet sich auch das Altai-Gebirge, das immer schneebedeckt ist. Überhaupt S

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sind die Winter in der Mongolei sehr lang – in der winterkalten Wüste Gobi kann man oft noch C er
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im April Schnee finden und einige mongolische Seen sind bis zum Juni zugefroren. S
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Zu Ostasien gehören auch Nordkorea und Südkorea sowie die Pazifik-Insel Taiwan, K a n
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die von China beansprucht wird. Nordkorea und Südkorea bilden zusammen eine Halb- N Ti
K I R G I S I S TA
insel zwischen dem Gelben und dem Japanischen Meer. Korea ist seit 1948 in zwei
Staaten geteilt. Damals trennte sich Südkorea von Nordkorea. Das kommunistische Ta k l a M a ka n
TADSCHIKISTAN
Nordkorea hat sich von der Außenwelt fast komplett abgeschottet. Das Land ist
K2 K u
sehr arm, viele Menschen arbeiten in der Landwirtschaft. Südkorea ist dagegen ein n l u n S

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reiches Land. Die Landschaft Nord- und Südkoreas ist überaus gebirgig.

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In dem Riesenland Indien wohnen über eine Milliarde Menschen, das ist etwa chm T i b e t

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ein Sechstel der Weltbevölkerung! Indien liegt im Indischen Ozean und ragt

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im Norden in das Himalaya-Gebirge hinein. Im Osten umschließt Indien A A
NEU- A

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DELHI N E L Mt. A Y
fast vollständig Bangladesch. Weitere Nachbarn sind China, Nepal,

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Bhutan, Myanmar sowie der Inselstaat Sri Lanka an der Südspit-

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MANDU THIMPHU u t r a
ze und das Urlaubsparadies der Malediven im Südwesten. Indien P Thar Brahm
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I N D I E N Ga ges BANGLA-
hat viele moderne Großstädte, doch die meisten Menschen leben Indore
DESCH

Bhopal DHAKA MYA


in ländlichen Gebieten, wo sie Reis, Hirse, Weizen und Zuckerrohr Ahmedabad
Kalkutta
ada Nagpur

I r r aw a d d y
N a r m Chitta-
anbauen. Indien verfügt auch über viele Bodenschätze, zum Beispiel Arabisches Surat Mumbai D e k a gong
n
Kohle, Erdöl, Eisen und Mangan. Dennoch sind viele Menschen in Indien M e e r (Bombay) Go
Golf

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Hyderabad r i
sehr arm. Japan ist eine Inselgruppe im Pazifik. Es gibt vier große Inseln

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(Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu) sowie Hunderte von kleineren In- Bengalen R
We

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Banga-
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seln. Der größte Teil der Inseln ist bergig bis hügelig und bewaldet. Es gibt lore
gh

Chennai Os tg
viele aktive, gefährliche Vulkane. Da sich Japan über viele (Madras)
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Breitengrade erstreckt, bietet es sehr unterschiedliche Klima-


Jaffna
zonen, angefangen von den kalten Wintern auf Hokkaido im
Norden bis hin zu den beinahe tropischen Verhältnissen auf
MA

SRI LANKA
Okinawa in Südjapan. COLOMBO
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Malé
I N D I S C H E R
IV EN

Der Große Pandabär ist vom O Z E A N


Aussterben bedroht. Die wenigen
Tiere, die in den Gebirgen von China
leben, sind daher streng geschützt.

Wie nennen die Japaner ihr Land?


Die Japaner nennen ihr Land Nippon, was übersetzt »Land Flagge siehst du auch eine aufgehende Sonne. Der rot aus-
der aufgehenden Sonne« bedeutet. Bei den Chinesen hieß gemalte Ball in der Mitte ist das Symbol für die Sonne. Das
das Land Japuen. Aus dieser Bezeichnung entstand der bei Weiße ist der helle Himmel. Aber wieso eigentlich rot? Bei
uns gebräuchliche Name Japan. Von uns aus gesehen geht uns malen Kinder die Sonne ja meistens gelb und den Mond
die Sonne in Japan tatsächlich sehr viel früher auf. Da Japan weiß. Du bestimmt auch, oder? Japanische Kinder malen die
rund 9000 Kilometer östlich von Deutschland liegt, beginnt Sonne dagegen rot und den Mond gelb. Und das sieht auch
der Tag dort circa acht Stunden früher. Auf der japanischen sehr schön aus!
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g Chongqing Ningbo Meer O Z E A N
Jian Changsha trum der Stadt Lhasa war früher der Sitz des
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Dalai Lama. Der Dalai Lama ist das geistliche
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Fuzhou
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tra und weltliche Oberhaupt der Tibeter.


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ND Fläche (ca.): 65 600 km2
n Rangun Einwohner in Mio.: rund 20,9
Sprache: Singhalesisch, Tamil

Mongolei Südkorea Bangladesch


Hauptstadt: Ulan-Bator Hauptstadt: Seoul Hauptstadt: Dhaka
Fläche (ca.): 1,6 Mio. km2 Fläche (ca.): 99 500 km2 Fläche (ca.): 147 600 km2
Einwohner in Mio.: 2,7 Einwohner in Mio.: 48 Einwohner in Mio.: rund 144,4
Sprache: Mongolisch Sprache: Koreanisch Sprache: Bengali

China Japan Nepal


Hauptstadt: Peking Hauptstadt: Tokyo Hauptstadt: Kathmandu
Fläche (ca.): 9,6 Mio. km2 Fläche (ca.): 378 000 km2 Fläche (ca.): 147 200 km2
Einwohner: rund 1,3 Milliarden Einwohner in Mio.: rund 128 Einwohner in Mio.: rund 27,7
Sprache: Chinesisch Sprache: Japanisch Sprache: Norwegisch

Taiwan Indien Bhutan


Hauptstadt: Taipeh Hauptstadt: Neu-Delhi Hauptstadt: Thimphu
Fläche (ca.): 36 000 km2 Fläche (ca.): 3,3 Mio. km2 Fläche (ca.): 46 500 km2
Einwohner in Mio.: rund 22,3 Einwohner: über 1 Milliarde Einwohner in Mio.: rund 2,2
Sprache: Chinesisch Sprache: Hindi, Englisch Sprache: Dzongkha

Nordkorea Malediven Myanmar


Hauptstadt: Pjöngjang Hauptstadt: Malé Hauptstadt: Naypyidaw
Fläche (ca.): 120 500 km2 Fläche (ca.): 300 km2 Fläche (ca.): 676 600 km2
Einwohner in Mio.: 22,6 Einwohner: 337 000 Einwohner in Mio.: rund 51
Sprache: Koreanisch Sprache: Maldivisch Sprache: Birmanisch
27
Im Süden Ostasiens
Südostasien umfasst die Halbinsel Hinterindien und
H I Nördlicher Wendekreis
den indonesischen Archipel (auch malaiischer Ar- N
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chipel genannt). Der größte Teil Südostasiens A

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zeichnet sich durch tropisch-immerfeuchtes Kli-

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ma aus. Die Landschaften sind abwechslungs-

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In vielen südostasiatischen Ebenen, in denen zum Bei-

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Ländern bekennen sich die spiel Reis angebaut wird. BANGKOK
Menschen zum Buddhismus. Der Tausende größerer und

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Andamanen KAMBODSCHA Nha Thrang
(Indien) PHNOM
Buddhismus ist eine Weltreligi- kleinerer Inseln liegen Tonle
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on, in der es keinen Gott gibt. verstreut über ganz Süd- Andamane n - Golf Ho Chi Min
Benannt wurde diese Religion ostasien. see

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nach ihrem Begründer Siddharta Die größte Inselgruppe Thailand Can Tho s
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Gautama. Das war ein reicher nicht nur Südostasiens, Nikobaren y-
(Indien) tl
Prinz, der im 6. Jahrhundert sondern der ganzen Welt Sp
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vor Christus in Indien lebte. ist Indonesien. Zu In- George Kota Baharu BAND AR S
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Siddharta Gautama wurde spä- donesien gehören mehr Aceh L A Y BEG AWA
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ter mit dem Ehrentitel Buddha als 18 000 Inseln. Ein I

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bezeichnet, was »der Erleuch- großer Teil dieser Inseln A

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tete« bedeutet. Der Stifter des ist aber nicht bewohnt. Die - S LUMPUR
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Buddhismus war also kein Gott, größeren Inseln heißen Su-
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sondern ein Mensch. Buddha matra, Java, Borneo, Celebes
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SINGAPUR Kalim ant

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wird zwar verehrt, aber nicht und Neuguinea. Dort gibt es Padang (Born eo)
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angebetet. Wusstest du, dass Vulkanlandschaften, Regenwälder G r o ß e S u


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die Buddhisten an die Wieder- und in höheren Lagen Wälder, die Ban
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geburt glauben? Sie glauben, fast den ganzen Tag in Wolken gehüllt Palembang
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dass ein Mensch nach seinem sind. In diesen Nebelwäldern ist es so J a v a s e e


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Tod in ein weiteres, neues Le- feucht wie in einer Waschküche! JAKARTA
ben hineingeboren wird. Man Der Inselstaat Singapur besteht aus der Hauptin- J Semarang Su raba
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kann als Mensch, Pflanze oder sel Singapur und ungefähr fünfzig weiteren kleineren Bandung a Mala
Surakarta
Tier wiedergeboren werden. Die Inseln. Auf der Hauptinsel leben die meisten Einwohner.
Lom
Form hängt davon ab, wie viele Südostasien hat viele Gesichter. Während Singapur, Thailand
gute und schlechte Taten man und Malaysia eine moderne Industrie haben, müssen sich Vietnam,
in seinem Leben angesammelt Kambodscha und Laos noch immer von schrecklichen Kriegen erholen. Erst
hat. Buddhisten wollen aber langsam finden diese Länder zu einem normalen Leben zurück. Vietnam, Kambodscha
nicht endlos wiedergeboren wer- und Laos bilden die östliche Hälfte des südostasiatischen Festlands. Lange Zeit wurde
den. Sie streben die Befreiung dieses Gebiet auch Indochina genannt. Durch diese drei Länder zieht sich der Fluss
aus diesem Kreislauf an, um das Mekong. Wegen seiner Vielzahl von Armen und Nebenarmen wird er auch der »Fluss
Nirvana (»Nichts«) zu erreichen. der neun Drachen« genannt.
Doch nur wer nach den Grund- Brunei zählt heute zu den reichsten Ländern der Welt. Das »schwarze Gold«, das
sätzen des Buddhismus lebt, Erdöl, machte Brunei so reich. Auf den Philippinen leben viele Menschen dagegen
geht eines Tages in in großer Armut. Vor allem das schnelle Bevölkerungswachstum und häufige Naturka-
das Nirvana ein tastrophen haben die Wirtschaft des Landes zerstört und zu großer Arbeitslosigkeit
und wird von der geführt.
Wiedergeburt Das wohl bekannteste Land in Südostasien ist Thailand. Mehrere Millionen Touristen
erlöst. verbringen hier jährlich ihren Urlaub zwischen paradiesischen Palmenstränden und
zahlreichen Tempelanlagen.

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0       250      500
Süd tasie Thailand
0 400 800
Hauptstadt: Bangkok

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Fläche (ca.): 513 000 km2
0 400 800
0            250           500
Einwohner in Mio.: rund 64,8
reis Sprache: Thai

Vietnam
Hauptstadt: Hanoi
Fläche (ca.): 331 700 km2
Einwohner in Mio.: rund 85,3
üd chinesisches Sprache: Vietnamesisch

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Hauptstadt: Vientiane
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MANILA Einwohner in Mio.: rund 6,1


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ng Sprache: Lao
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Hauptstadt: Phnom Penh


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y- Sulusee Die meisten Menschen in Thailand, Sprache: Khmer
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Zamboanga Vietnam, Laos, Kambodscha und


Davao
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vielen anderen südostasiatischen


Philippinen
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AND AR SERI Ländern bekennen sich zum Bud-


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Kinabalu dhismus. Sie glauben an die Wie- Hauptstadt: Manila


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Kota dergeburt, also dass ein Mensch Fläche (ca.): 300 000 km2
I Kinabalu nach seinem Tod in ein weiteres,
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neues Leben hineingeboren wird.
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Einwohner in Mio.: rund 25,8


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Pandang Bandasee Hauptstadt: Bandar Seri Begawan
Su rabaya Floressee Fläche (ca.): 5 765 km2
a Malang Klein e S un d a -Ins eln Arafura- Einwohner: rund 382 000
rta Bali Flores DILI see Sprache: Malaiisch
Lombok
Sumbawa OSTTIMOR
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Indonesien
N Hauptstadt: Jakarta
Fläche (ca.): 1,9 Mio. km2
W O Einwohner in Mio.: rund 225,5
Sprache: Indonesisch
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Osttimor
Hauptstadt: Dili
Fläche (ca.): 18 900 km2
In den tropischen Regenwäldern Einwohner in Mio.: rund 1
von Südostasien wächst die
Sprache: Tetum, Portugiesisch
riesige Rafflesia. Mit bis zu 1,50
Meter Durchmesser hat sie die
größte Blüte der Welt! Singapur
Hauptstadt: Singapur
Fläche (ca.): 682 km2
Einwohner in Mio.: rund 4,4
Sprache: Malaiisch, Chinesisch,
Tamil, Englisch
29
Australien und Ozeanien
Australien und Ozeanien liegen auf der südlichen Erdhalbkugel und erstrecken sich über den ganzen
Südpazifik (auch Südsee genannt). Die größte Landmasse ist der Kontinent Australien. Um Australien
herum liegen die größeren Inseln Neuguinea, Tasmanien und Neuseeland. Im Südpazifik gibt es aber
noch viele weitere kleine und kleinste Inseln. Diese Inselwelt nennt man Ozeanien. Australien und
manchmal auch die umliegenden Länder werden häufig als »Down Under« bezeichnet. Auf einem Globus
betrachtet liegen sie nämlich »unten drunter« (englisch: down under).

■ Australien – Heimat der Der Name Aborigines


bedeutet so viel wie
Aborigines »von Anfang an«.
Australien ist zugleich der kleinste Die Ureinwohner
Erdteil und die größte Insel der Welt. Australiens glauben
nämlich, dass sie seit
Umgeben ist Australien vom Indischen Anbeginn der Zeit
und vom Pazifischen Ozean. Wenn die in Australien leben
europäischen Kinder Weihnachten fei- und die Seelen ihrer
Vorfahren dieses Land
ern, spielen die australischen Mädchen in einer weit zurück-
und Jungen übrigens draußen in der liegenden »Traumzeit«
Sonne. Da Australien nämlich auf der erschaffen haben.
anderen Seite der Erdhalbkugel liegt,
sind die Jahreszeiten dort unseren
entgegengesetzt. In Australien gibt
es Wüsten und Gebirge, Savannen und
Buschland sowie Regenwälder und
Mangrovensümpfe. Die Ureinwohner
von Australien sind die Aborigines. Die so gut. Viele von ihnen haben keine bis zur Osterinsel und von
Aborigines leben seit Jahrtausenden Schulbildung, sind arbeitslos oder al- den Alëuten im Nor-
im Einklang mit der Natur. Sie glau- koholabhängig. den bis zum südlichen
ben, dass Menschen, Pflanzen, Steine Polarkreis. Die größe-
und alle Tiere mit ihren Vor- ■Ozeanien – Inselwelt im Pazifik ren ozeanischen
fahren verbunden sind. Leider Ozeanien besteht aus Tausenden von Inseln sind oft
geht es einem großen Teil Inseln. Die Inselwelt erstreckt sich vulkanischen Ur-
der Aborigines heute nicht von den Philippinen nach Osten sprungs. Diese Vulkaninseln haben
lange Sandstrände und hohe Berge.
Andere Inseln bestehen aus Kalkab-
Sind Korallen Tiere oder Pflanzen? lagerungen von Korallen. Atolle sind
ringförmige Koralleninseln, die eine
Korallen sind Tiere, keine Pflanzen. Sie werden auch Blumentiere genannt. Lagune umschließen. Hier leben viele
Korallen leben im Meer. Es gibt viele verschiedene Arten mit den tollsten verschiedene Fischarten, zum Beispiel
Farben und Formen. Die einzelnen Korallentiere heißen Polypen. Meistens Clownfische oder Kugelfische. Die Ve-
leben sie in Gruppen zusammen, in so genannten Kolonien. Stehen viele getation auf den ozeanischen
Gruppen beieinander, bilden sie ein Riff. Besonders viele farbenprächtige Inseln ist meist üppig und grün.
Korallenarten leben in der ozeanischen Inselwelt und am Großen Barriere- In dem tropisch-heißen
riff, dem größten Korallenriff der Erde an der Nord-Ost-Küste Australiens. Klima wachsen vor allem
Ein Großteil der Korallen hat Untermieter: kleine farbige Algen. Die Algen Kokosnüsse, Süßkartoffeln
wachsen auf den Korallen, versorgen sie mit Nahrung und geben ihnen und andere exotische
ihre schönen Farben. Im Gegenzug bieten die Korallen den Algen einen Früchte.
geschützten Lebensraum. Solch eine Gemeinschaft, von der beide Parteien
etwas haben, nennt man Symbiose. Leider werden die Meere immer wärmer
und schmutziger. Darum sterben viele Korallen ab.

30
Die Geschichte Australiens
Australien wurde vor rund 50 000 Jah- ■ Mitdem Kanu unterwegs
ren von Einwanderern aus Asien besie- Die pazifischen Inseln wurden vor
delt. Das war damals noch nicht einmal etwa 7000 Jahren von Seefahrern
ein Katzensprung. Zu jener Zeit lag der aus Südostasien besiedelt. Sie waren
Meeresspiegel nämlich noch viel tiefer vermutlich die besten Seefahrer aller
und Australien und Neuguinea waren Zeiten. Mit ihren hochseetüchtigen
über eine Landbrücke miteinander ver- Kanus, die Ausleger und besondere
bunden. Die Nachkommen der ersten Segel hatten, konnten sie sogar gegen
Einwanderer sind in Australien noch den Wind fahren. Auf ihren Fahrten
heute die Aborigines. legten sie unglaubliche Entfernungen ■ Die Ankunft der Europäer
zurück. Und das alles Anfang des 17. Jahrhunderts kamen
ohne Messgeräte! Zur die ersten Europäer nach Ozeanien.
Navigation nutzten sie Vor allem spanische und holländische
die Sterne und als Ge- Seefahrer erforschten die Inselwelt des
dächtnisstütze dienten Pazifiks. Dabei entdeckten sie immer
ihnen Karten aus Stäben wieder Teile Australiens. Aber als der
und Kaurischnecken. eigentliche Entdecker Australiens gilt
Kleine Inseln konnten der englische Kapitän James Cook.
sie schon von weitem Mit seinem Schiff, der »Endeavour«,
erkennen, zum Beispiel erreichte er 1770 die noch unbekannte
an der Form der Wellen, australische Ostküste und nahm sie für
der Farbe des Wassers die englische Krone in Besitz. Weil die
oder des Himmels. britischen Gefängnisse überfüllt wa-
ren, schickte Großbritannien ab 1788
Sträflinge in ihre neue Kolonie. Später
Der britische Kapitän James kamen dann Farmer und Bergleute
Cook gilt als einer der größten
Entdeckungsreisenden. Cook freiwillig nach Australien. Durch die
erforschte die Ostküste Aus- Ankunft der ersten Europäer wurden
traliens, Neuseeland und viele die Ureinwohner Australiens, die Abo-
Südseeinseln. 1779 wurde er
auf Hawaii von Eingeborenen rigines, aus ihren Lebensräumen ver-
erschlagen. trieben und fast ausgerottet.

James Cook unternahm seine erste Entdeckungsreise mit der »Endeavour«. Die »Endeavour« war ein
umgebautes Segelschiff, mit dem man ursprünglich Kohlen transportierte. Obwohl die »Endeavour«
einen besonders flachen Rumpf hatte, lief sie auf ein Riff und musste repariert werden.

31
Uluru, »schattiger Platz«, nennen
die Aborigines den Ayers Rock im Zentrum
von Australien. Der riesige rot leuchtende
Berg ist für die Ureinwohner Australiens
ein heiliger Ort.
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Nördliche
Marianen M
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(USA)
Ist überall auf
der Welt die glei-
che Uhrzeit? K a r o l i n e n

Weißt du, was eine Welt- PAL AU


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uhr ist? Auf solch einer
Uhr kannst du sehen, wie
spät es gerade in anderen, NA
weit entfernten Städten PA P UA - N E U G U I N E A
ist. Denn nicht überall auf Mount
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der ganzen Welt ist die- INDONESIEN New SAL
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selbe Tageszeit. Je weiter
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man von Deutschland nach
Osten fliegt, umso später
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ist es. Wenn du morgens ro

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taria-
um 7 Uhr aufstehst, um V A N U A

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zur Schule zu gehen, ist es

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in der australischen Stadt rr

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Sydney schon 17 Uhr. Und

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weiter ostwärts ist eine
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Grenze, von der es nicht (Ayers Rock)

mehr heute, sondern schon A U S T R A L I E N P A Z


morgen ist: Das Datum Große
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wird um einen Tag vorge- see

stellt. Diese Datumsgrenze lin


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liegt im Pazifischen Ozean.


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Sie verläuft mitten durch
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Australische
Ozeanien, zwischen Tonga Bucht

und Samoa. Wenn du diese Mount


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Kosciusko
Grenze von West nach Ost I N D I O
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überquerst, gilt das glei- A
che Datum zwei Tage lang.
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Überschreitest du diese
gedachte Linie allerdings W O
von Ost nach West, musst S
du die Uhr um 24 Stunden
vorstellen. Damit hast du
dann einen ganzen Tag im 0      
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Die vielen kleinen Inseln und Inselgruppen Ozeaniens sind
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L finden. Die meisten von ihnen sind vor tausenden
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IN von Jahren aus Vulkanen entstanden, auch wenn
S sie heute vor allem aus Korallen bestehen. Auf
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L in ihnen hat sich mit der Zeit eine einzigartige
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Australien und Ozeanien
Fläche: rund 8,6 Millionen km2
Einwohnerzahl: rund 33 Millionen
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Offiziell anerkannte Länder:


Australien, Fidschi, Kiribati, Marshallinseln, Mikronesien, Nauru, Neuseeland, Palau,
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Papua-Neuguinea, Salomonen, Samoa, Tonga, Tuvalu, Vanuatu
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Cook
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N Überseeterritorien:
Amerikanisch-Samoa (USA), Cook-Inseln (Neuseeland), Französisch-Polynesien (Frank-
reich), Guam (USA), Hawaii (USA), Neukaledonien (Frankreich), Nördliche Marianen
(USA), Osterinsel (Chile), Pitcairn (Großbritannien), Tokelau (Neuseeland), Wallis und
Futuna (Frankreich)

33
Down Under im Pazifik?
Australien und Neuseeland liegen im Pazifischen Ozean. Australien grenzt au- A r a f u r a s e e
ßerdem im Süden und Westen an den Indischen Ozean. Australien ist Melville-
insel
der kleinste Kontinent der Welt. Der Erdteil umfasst das australische Car
Timorsee Bathurst-

Festland, die Insel Tasmanien sowie jede Menge kleinerer Inseln.


insel
Darwin tari
Joseph-Bonapar te-
Australien ist etwa 22-mal so groß wie Deutschland. Trotz- Golf
A r n h e m l a n d
gol
dem leben hier nur 20,4 Millionen Menschen. Die Vict
Groote
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meisten von ihnen wohnen in großen Städten an den Küsten. K i m b e r l ey - Welles

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Inseln

Hier herrscht das ganze Jahr über ein gemäßigtes Klima. Die ta
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Sommer sind warm und die Winter relativ mild. Das Innere des O Z E A N ll
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Landes, »Outback« genannt, ist dagegen ein dünn besiedel- Ta n a m i -

n
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tes Gebiet. Hier befinden sich ausgedehnte Wüsten- und Barrow-
insel
Buschlandschaften. Im Sommer ist es dort sehr heiß Große Sandwüste M

und trocken, oft kommt es zu verheerenden Busch- Ha


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Macdonnellket
bränden. Im »Outback« gibt es viele Bodenschätze, e

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unter anderem werden hier Kupfer und Gold abge- e
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Saftige Weiden und ein feuchtwarmes Klima bieten ideale Verhält- Adelaide
Kängur u-
nisse zur Schafzucht. Schafe werden vor allem wegen ihrer Wolle
O Z E A N insel
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gezüchtet. Australien und Neuseeland sind weltweit die beiden
größten Exporteure von Wolle. Mel

baut. Außerdem findet man hier riesige Schaf- und Rinder-


Wer blökt denn da? Gee

farmen. Im Norden Australiens kommen Regenwälder vor. Mit nur vier Millionen Einwohnern ist Neuseeland sehr
Hier leben zum Beispiel Giftschlangen und gefährliche Spin- dünn besiedelt. Doch dafür gibt es dort sehr viele Scha-
nen. Da Australien stets von anderen Kontinenten isoliert fe. Stell dir vor, in Neuseeland leben ungefähr zehnmal
war, konnte sich eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt so viele Schafe wie Menschen! Kein Wunder, dass es in
entwickeln. Zahlreiche Arten kommen nur hier vor. Die be- Neuseeland fast überall blökt! Die rund 46 Millionen neu-
kanntesten Tiere sind wohl das Känguru und der Koalabär. seeländischen Schafe produzieren jährlich fast 200 000
Der Inselstaat Neuseeland liegt im südlichen Pazifik, rund Tonnen Wolle. Noch heute ist die Schafzucht einer der
1600 km östlich von Australien. Neuseeland besteht aus wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes. Aus der Schaf-
der Nord- und der Südinsel sowie vielen kleineren Inseln. wolle werden zum Beispiel Teppiche, Felle, Pullover und
Die Nordinsel ist etwas kleiner als die Südinsel, wird aber Jacken hergestellt. Die Schafe liefern den Menschen auch
von weitaus mehr Menschen bewohnt. Unter der Nordinsel Milch und Fleisch. Da Neuseeland ein sehr mildes Klima
rumpelt es gewaltig. Sichtbares Zeichen dafür sind die vie- hat, können die Schafe das ganze Jahr draußen weiden.
len kleinen Erdbeben, Geysire, brodelnden Schlammlöcher Wusstest du, dass die Jahreszeiten in Neuseeland genau
und heißen Quellen. Im Innern der Nordinsel befinden sich umgekehrt sind? Das liegt daran, dass das Land zwischen
mehrere aktive Vulkane. Die Südinsel ist hügelig mit wilden dem Äquator und dem Südpol liegt. Wenn bei uns Som-
Schluchten und tief eingeschnittenen Fjorden. Da Neusee- mer ist, herrscht in Neuseeland tiefster Winter. Aber auch
land in den gemäßigten Breiten der Südhalbkugel liegt, ist dann fallen die Temperaturen selten unter 0 Grad Celsius.
das Klima dort im Allgemeinen mild und feucht.

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Australiens ist mit rund 2000 km


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vom Weltall aus sehen kann.


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Tasmanien Neuseelands. Sie haben lustig


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anmutende Rituale. Zum Beispiel
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Meilen
Meilen
0 400 800
0            200           400 600

Die Geysire auf der Nordinsel Neuseelands


stoßen stündlich 20 bis 30 Meter hohe
heiße Fontänen aus.

35
Die Inseln des Pazifiks
Die pazifischen Inseln liegen zwischen Asien und Südamerika weit verstreut im Pazifik. Man unter-
scheidet drei Inselgruppen: Polynesien, Melanesien und Mikronesien. Polynesien befindet sich in der
Osthälfte Ozeaniens. Polynesien bedeutet übersetzt »viele Inseln«.
P
Zu Polynesien gehören die Länder Samoa und A
Tonga sowie viele abhängige Gebiete, zum Nördliche Marianen
Z
Beispiel Hawaii (USA), die Cook-Inseln (Neu- I
(USA) F
seeland) oder die Osterinsel (Chile). Die Inselgruppe östlich von In- I
SAIPAN S
donesien heißt Melanesien. Das heißt übersetzt »schwarze Inseln«. M A R S H A L L -
Die Inseln wurden so wegen ihrer dunkelhäutigen Einwohner Guam (USA) I N S E L N
benannt. Die größte Insel dieser Gruppe ist Neuguinea.
Östlich davon liegen die Salomonen, noch weiter Yap-Inseln DALAP-
Pohnpei- ULIGA-
östlich und südlich Vanuatu, Fidschi und Neu- Babelthuap
Chuuk-
Inseln DARRIT
kaledonien (Frankreich). Mikronesien besteht MELEKEOK
Inseln
PALIKIR Kosrae
aus vielen winzig kleinen Inseln. Übersetzt be- K a r o
P A L A U l i n e n
deutet das Wort auch »kleine Inseln«. Dieses

Gilber t-
M I K R O N E S I E N BAIR
Inselgebiet liegt nördlich von Melanesien,
Äquator
mitten im Westpazifik. Zu Mikronesien gehören I N

Ins
die Staaten Palau, Nauru, Kiribati, Tuvalu D YAREN

el
O P A P U A - N E U G U I N E A

n
N AU RU
und die Marshallinseln. Außerdem liegen hier N
N Bismarck-
E Bougain-

El
e Mount Archipel
auch Guam und die Nördlichen Marianen, die zu den S u Wilhelm ville

lic
I g u i
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USA gehören. Die westlichen Inseln im Pazifik sind von n e a Britain S A L O M O N E N

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Regenwäldern bedeckt. Die kleineren Inseln im Osten sind


N

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Georgia HONIARA
Santa-
meist nur niedrige Atolle. Andere pazifische Inseln sind sehr PORT
MORESBY Guadal- Cruz-
T U V A
canal Inseln
bergig. Die meisten von ihnen sind vulkanischen Ursprungs. F
Eines Tages sind sie aus dem Ozean aufgetaucht. Mit dem Festland waren sie I
Espiritu
also nie verbunden. Die Tier- und Pflanzenarten mussten darum über das Meer auf Santo

D
diese Inseln gelangen. Und da das nur VA N UAT U PORT VILA
Zu festlichen Anläs-
sen schmücken sich wenige Arten gut überstanden haben, weisen N e u k a l e d
(Fran k re ich )
o n i e n
Iˆl e
Efate V
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die Inselbewohner die pazifischen Inseln nur eine geringe Artenzahl auf. Grande
Lo
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von Papua-Neuguinea Hier leben hauptsächlich Vögel, Insekten, Fledermäuse und Terre ut
é
mit schönen Ketten, NOUMEA
Kopfschmuck und natürlich eine Vielzahl bunter Fische im Meer und in den küsten-
anderen traditio- nahen Gewässern. Auf den meisten pazifischen Inseln herrscht tropisch-
nellen Kleidungs- maritimes Klima. Das traumhafte Wetter in Verbindung mit türkisblauem Wasser
stücken.
und endlosen weißen Stränden ist einfach paradiesisch! Wenn da nicht die tro-
pischen Wirbelstürme und Flutwellen wären, die die Inseln immer wieder bedro-
hen und große Schäden anrichten.

Fidschi Marshallinseln Nauru


Hauptstadt: Suva Hauptstadt: Dalap-Uliga-Darrit Hauptstadt: Yaren
Fläche (ca.): 18 300 km2 Fläche (ca.): 181 km2 Fläche (ca.): 21,3 km2
Einwohner: 854 000 Einwohner: 64 000 Einwohner in Mio.: 14 000
Sprache: Fidschianisch, Englisch Sprache: Englisch Sprache: Nauruisch, Englisch

Kiribati Mikronesien Palau


Hauptstadt: Bairiki Hauptstadt: Palikir Hauptstadt: Melekeok
Fläche (ca.): 717 km2 Fläche (ca.): 700 km2 Fläche (ca.): 490 km2
Einwohner: 101 000 Einwohner: 111 000 Einwohner: 20 000
Sprache: Gilbertesanisch, Englisch Sprache: Englisch Sprache: Palauisch, Englisch

36
zifische Kann man den
Pa Äquator sehen?

In
s el n
Du kannst dich zwar am Äquator auf-
halten, ihn sehen kannst du aber
Hawa
ii-I nicht. Der Äquator ist nämlich nur
ns
el
n( eine gedachte Linie, die rund um die
U
S
A Erdkugel verläuft. Er ist auf Landkarten
HONOLULU
und Globen eingezeichnet und befindet

)
sich genau in der Mitte zwischen Nord-
I pol und Südpol. Der Äquator teilt die
S
C Erdkugel in zwei gleich große Hälften:
H in eine nördliche und eine südliche
E R
O Hälfte. Darum heißt diese Linie auch
Z
LAP- E Äquator. Das lateinische Wort bedeutet
GA- A
RRIT L N so viel wie »Gleichmacher« oder »Glei-
in
ie Korallenriffe bieten tausenden von cher«. Wusstest du, dass das Gebiet
n Tieren Nahrung und Unterschlupf. um den Äquator Tropen heißt? In den
-
I
n Neben zahlreichen Fischarten
s leben hier Würmer, Schwäm- Tropen dauert der Tag genauso lang
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BAIRIKI ln
me, Stachelhäuter, Weich-, wie die Nacht, also genau 12 Stunden.
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Nessel- und Krebstiere. Das Klima in den Tropen ist feucht und
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heiß und es gibt keine Jahreszeiten.
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oenix-Inse
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Das liegt daran, dass am Äquator die
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I B A T I Sonnenstrahlen das ganze Jahr über


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senkrecht auf die Erde fallen.


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Meilen
0 400 800
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Papua-Neuguinea Samoa Tuvalu


Hauptstadt: Port Moresby Hauptstadt: Apia Hauptstadt: Vaiaku
Fläche (ca.): 462 000 km2 Fläche (ca.): 2 935 km2 Fläche (ca.): 27 km2
Einwohner in Mio.: 6 Einwohner: 186 000 Einwohner: 10 000
Sprache: Englisch,Pidgin, Motu Sprache: Samoanisch, Englisch Sprache: Tuvaluisch, Englisch

Salomonen Tonga Vanuatu


Hauptstadt: Honiara Hauptstadt: Nuku’alofa Hauptstadt: Port Vila
Fläche (ca.): 28 400 km2 Fläche (ca.): 649 km2 Fläche (ca.): 12 100 km2
Einwohner: 490 000 Einwohner: 103 000 Einwohner: 215 000
Sprache: Englisch Sprache: Tongaisch Sprache: Bislama, Englisch, Französ.

37
Nordamerika
Nordamerika ist der nördliche Teil des Doppelkontinents Amerika. Denn Amerika besteht aus den
zwei Hauptteilen Nord- und Südamerika, die durch die Landbrücke Mittelamerikas miteinander ver-
bunden sind. Amerika ist nach Asien der zweitgrößte Erdteil der Welt. Es ist der Kontinent mit der
größten Längsausdehnung. Aufgrund seiner Länge bildet Amerika eine natürliche Grenze, die den
Atlantischen vom Pazifischen Ozean trennt. Der Kontinent erstreckt sich von den Tropen bis zur Arktis
über alle Klimazonen.

Die Rocky Mountains im west- ■ Führende Industrienationen


lichen Nordamerika erstrecken
sich über eine Länge von Nordamerika besitzt Vorkommen an
insgesamt 4300 km. Die un- vielen wichtigen Rohstoffen. So
berührte Natur der »Rockies« lagern zum Beispiel in Alaska und
zieht jedes Jahr viele Touristen
an. Aber Vorsicht! Auf einer Kanada große Vorräte an Erdgas und
Wanderung durch die einsame Erdöl. In den USA befinden sich mäch-
Bergwelt kannst du jederzeit tige Abbaugebiete für Kohle, Kupfer
auf Grizzlybären stoßen!
und Eisenerz. Nordamerika exportiert
seine landwirtschaftlichen Produkte
wie Weizen, Sojabohnen, Baumwolle
und Mais in die ganze Welt. Aus Mais
wird unter anderem das auch bei uns
sehr beliebte Popcorn hergestellt.
■ Metropolen und Nationalparks In Alaska kann es richtig kalt und Doch nicht nur die Land- und Forst-
Der nördliche Teil Amerikas umfasst ungemütlich werden. In Florida im wirtschaft, auch die Bereiche Luft-
Alaska (gehört zur USA), Kanada und Südosten der USA gibt es dagegen fahrt, Automobilindustrie, Elektronik
die Vereinigten Staaten (USA). Außer- sehr viele Sonnentage. Man nennt und Chemie sind in Nordamerika von
dem rechnet man das zu Dänemark Florida auch den Sunshine State, den großer Bedeutung.
gehörende Grönland sowie die Ber- »Sonnenscheinstaat« der USA. Ent- Kanada und die USA
muda-Inseln (britische Kronkolonie) sprechend vielfältig wie das Klima gehören zu den welt-
hinzu. Neben zahlreichen großen Städ- ist auch die Tier- und Pflanzenwelt weit wichtigsten In-
ten wie New York, Toronto, Los Ange- Nordamerikas. dustrienationen.
les oder Vancouver befinden sich in
Nordamerika auch viele Nationalparks.
Dort kann man Bisons, Wölfe und so-
gar Bären beobachten. Die größte
Und wenn plötzlich ein Bär vor mir steht?
Bergkette Nordamerikas sind die Rocky In Nordamerika gibt es noch wilde Grizzly- und Schwarzbären. Die Tiere
Mountains. Sie ziehen sich vom Nord- leben in den Rocky Mountains, in dünn besiedelten Gebieten und in den
westen Kanadas bis in den Süden der großen Nationalparks. Wie die meisten Wildtiere meiden Bären die Men-
USA. Im Innern Nordamerikas befinden schen. Wenn sie menschliche Stimmen hören, flüchten sie meist. Beim
sich mehrere große Seen. Der größte, Wandern kann es aber schon vorkommen, dass man einem Bären begegnet.
der Obere See, liegt auf der Grenze Gefährlich für einen Wanderer wird es, wenn er zwischen das Muttertier und
zwischen Kanada und den USA. das Bärenjunge gerät. Dann fühlt sich der Bär bedroht und könnte den
Menschen angreifen. In den Nationalparks gibt es Regeln, wie man sich in
■ Von frostig kalt bis warm »Bärengebieten« zu verhalten hat: So sollte man auf keinen Fall Lebensmit-
und sonnig tel im Freien oder im Zelt aufbewahren. Denn Bären haben eine feine Nase
Nordamerika ist wirklich riesig! Wie du und riechen den Braten meilenweit! Selbstverständlich ist auch das Füttern
dir bestimmt vorstellen kannst, ist in der Bären strengstens verboten. Bären kann man vertreiben, indem man
so einem großen Gebiet das Klima sehr richtig viel Krach macht. Dann laufen die Tiere meist ganz schnell weg. Und
unterschiedlich. Wenn du ganz in den wenn doch mal ein Bär vor einem steht? Dann sollte man unbedingt ganz
Norden fährst, solltest du unbedingt langsam weggehen, um nicht den Jagdinstinkt des Tieres zu wecken.
viele dicke Anziehsachen mitnehmen.

38
Die Geschichte Nordamerikas
Nordamerika wurde vor über 1000 ■ Die Nordwestpassage nach Kabeljau und
Jahren von den Wikingern entdeckt. Als einer der ersten europäischen See- kehrten mit La-
Damals segelte Erich der Rote mit sei- fahrer segelte 1497 der italienische dungen getrockneten
nem schnellen Schiff bis nach Grönland. Entdecker John Cabot im Auftrag des Fischs in die Heimat
Sein Sohn Leif Eriksson erforschte von englischen Königs Heinrich VII. durch zurück. Bis 1604 gab
dort aus die Küste von Labrador und den kalten Nordatlantik. Er kam bis zur es daher auch keine
Neufundland. Doch die abenteuerlichen Küste Neufundlands. Doch der Mangel europäischen Sied-
Fahrten der Nordmänner gerieten wie- an Lebensmitteln zwang ihn zur Rück- lungen in Nordame-
der in Vergessenheit. Erst die Suche kehr nach England. Der Franzose Jac- rika. Denn für die
nach einer Nordwestpassage – einem ques Cartier kam 1534/35 bis an den Fischerei waren
Weg vom Atlantik in den Pazifik – führ- Sankt-Lorenz-Strom, dessen Gebiete sie nicht nötig.
te wieder europäische Entdecker an die er für die französische Krone in Besitz Erst als in Eu-
nordamerikanischen Küsten. nahm. 1576 erforschte der Engländer ropa die Nachfrage
Martin Frobisher die Nordküste Kana- nach Pelzen stieg, gründeten vor
das und entdeckte die Baffin-Insel. allem französische Händler erste
Ihm folgte 1610 Henry Hudson, nach Stationen, um besser mit den Ein-
dem ein Fluss, eine Meeresstraße und heimischen Pelzhandel betreiben zu
eine Bucht in Kanada benannt wur- können. Es folgten englische und
den. Ein Entdecker folgte dem ande- französische Siedler, die sich von der
ren, doch erst Roald Amundsen gelang Neuen Welt ein besseres Leben ver-
es 1903, die berühmte Nordwestpas- sprachen. Ausgehend von der nord-
sage zu bezwingen. amerikanischen Nord- und Ostküste
stießen sie immer weiter in das Lan-
■ Europäische Kolonien desinnere vor. Die in diesen Gebieten
Während Forscher, Abenteurer und lebenden Ureinwohner, die Indianer,
Entdecker versuchten, die Nordpolar- wurden dabei immer weiter zurückge-
region zu durchqueren, zogen Berichte drängt und in blutigen Kämpfen fast
über die reichen Fischbestände jedes vollständig ausgerottet. Nur wenige
Jahr viele europäische Fischer an. Sie von ihnen überlebten in kleinen Ge-
fischten vor der kanadischen Küste bieten, die man Reservate nennt.
Die Indianer sind die Ureinwohner von Amerika.
In Nordamerika gab es früher über 600 Stäm-
me. Jeder Stamm hat seine eigene Sprache und
Kultur.

Der Wikinger Leif Eriksson (rechts)


erforschte um das Jahr 1000 n. Chr. die
nordamerikanischen Küsten. Stürme und
Strömung haben ihn vermutlich nach
Nordamerika verschlagen, wo er als erster
Europäer Helluland (die heutige Baffin-
Insel) sowie Markland (vermutlich die
heutige Labrador-Halbinsel) betreten hat.
Den Winter verbrachte er mit seiner
Besatzung auf Vinland, das vermutlich
dem heutigen Neufundland entspricht.

39
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Der größte Strom Nordamerikas BERING- S k l avensee
ist der Mississippi. Er ist 3766 MEER Go l f
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Kilometer lang und entspringt

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im nördlichen Minnesota aus

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dem Itascasee. Oberhalb von St. K A N A D
Louis fließt der Mississippi mit

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dem Missouri zusammen. Bei

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New Orleans mündet er dann in

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den Golf von Mexiko. Das Wort

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»Mississippi« bedeutet in der

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Sprache der Indianer »Vater der

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Ströme« oder »Großer Fluss«.

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Und der Mississippi verdient

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Missouri
diese Namen wirklich! Er ist

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nach dem Nil in Afrika und dem V
Amazonas in Südamerika der Großes

l
drittlängste Fluss der Welt und Becken

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überzieht die USA mit seinen V

i
Nebenflüssen wie ein riesiges
Mount

n
Spinnennetz. Kennst du Tom Schwertwale sind die größten Mitglieder der Fa- Whitney
Sawyer und Huckleberry Finn? milie der Delfine. Sie sind in allen Weltmeeren

s
zuhause, lieben aber besonders die kühlen
Diese beiden Jungs sind die
und polaren Gebiete. Auf ihren langen Wan-
Hauptfiguren in einem Buch derungen durch die Ozeane kommen sie jedes
von Mark Twain. Sie leben in Jahr im Sommer an der Westküste Nordamerikas
entlang. Rio
einem verträumten Städtchen
Gr
an

am Mississippi und erleben e


d

viele spannende Abenteuer. Zu


ihrer Zeit fuhren auf dem Fluss
noch die riesigen Raddampfer.
Und auch heute noch warten
auf dem Mississippi einige
Raddampfer auf Touristen und
tuten kräftig, wenn sie von der 0      
0
400     
400
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800
Hafenmole ablegen. km
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Nordamerika
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rund 21,5 Millionen km2
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Einwohnerzahl:


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rund 329 Millionen

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Victoriainsel Länder:

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mark
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n Staaten von Amerika (USA)
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I

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Überseeterritorien (USA):
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Amerikanisch-Samoa, Guam,
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Hawaii, Nördliche Marianen


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GOLF VON
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MEXIKO
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Nördlicher Wendekreis
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A
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Viele Menschen an der Ostküste Kanadas leben vom Fischfang. Da das Meer
in den letzten Jahren aber überfischt wurde, hat man ein strenges Gesetz
erlassen, das den Fischfang regelt. Danach darf jeder Fischer nur noch eine
bestimmte Menge an Fischen fangen.

41
Im hohen Norden Amerikas
Kanada und Alaska liegen im Norden Amerikas. Kanada ist nach Russland das zweitgrößte Land
unserer Erde. Es ist fast 28-mal größer als Deutschland, aber viel dünner besiedelt. Alle
großen Städte befinden sich im Süden des Landes entlang der
Grenze zur USA. Die nördlichen Gebiete Kanadas sind
dagegen fast menschenleer. So kommt es,
dass Kanada neben ganz modernen Groß-
städten mit Schwindel erregenden Wolkenkratzern und mehrspu-
rigen Highways auch viel unberührte Natur und raue Wildnis N O R D P O L A R M
Tschuktschen-
zu bieten hat. In den riesigen Wäldern leben zum Beispiel see
noch Bären und Wölfe. Das Klima ist in diesem Land eben- R U S S - B
BE AU FORT SE E
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LAND N ör d o
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falls ganz unterschiedlich. Im Norden klettern die Tem- liche
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arkre t t e
peraturen nur für wenige Monate im Jahr über 0 Grad is
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Celsius. Im Süden des Landes dauert der Winter aber n g str Alaska (USA)
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höchstens fünf Monate. Und im Sommer ist es dort on
Yu k
immer schön warm. Kanada ist ein seenreiches Land. BERING-
Fairbanks

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Fast acht Prozent der kanadischen Landmasse sind M E E R a k e t ac

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mit insgesamt rund zwei Millionen Seen bedeckt. A
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McKinley (Denali) ou

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Auch Alaska ist ein Land des Wassers. Hier gibt es nt
Mount

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sogar noch mehr Seen als in Kanada, dreitausend Anchorgage Mount
St. Elias Logan

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Flüsse und hunderttausend Gletscher. In diesem Golf
nördlichsten und zugleich flächenmäßig von Alaska
n Jureau
größten Bundesstaat der USA leben u
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Kodiak-
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insel
unzählige Lachse, Elche, Grizzlybären A l

– und nur ganz wenige Menschen. Oft

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wohnt der nächste Nachbar Stunden
entfernt. In Alaskas Norden sind die

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Winter lang, dunkel und bitterkalt.

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Sehr gut angepasst an diesen einsamen

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und kalten Lebensraum haben sich die

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Vancouver

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Inuit.

In Alaska leben die Inuit. Früher lebten ER OZEAN


sie in Iglus. Das sind aus Schneeblöcken
gebaute, runde, kuppelförmige Schnee-
häuser. Heute werden Iglus jedoch nur noch
Großes
als Schutzhütten genutzt, zum Beispiel bei Becken
langen Wanderungen oder Jagdausflügen.
San
Francisco

Warum sagt man Inuit und nicht mehr Eskimo?


In Grönland, im Norden von Kanada, in Alaska und Sibirien Selbst bezeichnen sich diese Menschen als Inuit (Einzahl
leben Menschen, die an Kälte und Eis gewöhnt sind. Sie Inuk ). Das bedeutet einfach nur »Menschen« oder »Volk«.
wurden zuerst von ihren Nachbarn, den Algonkin-India- Die Inuit-Kinder lernen zu Hause Inuktitut als ihre Mut-
nern, Eskimos genannt. Diese Bezeichnung haben dann alle tersprache. Sie sprechen aber von klein auf auch Englisch,
anderen übernommen. Eskimo bedeutet »Rohfleischfresser« Französisch, Russisch, Finnisch oder Dänisch – je nachdem,
und ist wirklich eine Beleidigung! Die Menschen in den in welchem Gebiet sie wohnen. Du kennst auch ein paar
arktischen Gebieten essen auch nicht ausschließlich rohes Inuktitut-Worte, zum Beispiel Kajak, Iglu oder Anorak. Das
Fleisch. Es gibt bei ihnen ebenso gebratenes, gekochtes sind Dinge, die von den Inuit erfunden wurden und mittler-
und geräuchertes Fleisch und natürlich ganz viel Fisch. weile auch bei uns sehr bekannt sind.

42
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Ellesmere-Insel

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Eine der beliebtesten Sportarten

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der Kanadier ist Eishockey. Das

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Southhampton-
G r o ß e r S k l ave nsee schnelle Spiel auf Schlittschuhen
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Hud e ist in Kanada entstanden, und
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noch heute spielen es die kana-
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ra dischen Kinder noch gerne.
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Elbert ri New York

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Kanada
Hauptstadt: Ottawa
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400
1000
800 Fläche in Mio.: 9,98 km2
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Meilen
Meilen
Einwohner in Mio.: 32,6
0
0            400
500           800
1000 Sprache: Englisch, Französisch

43
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten
Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Bahamas befinden sich im südlichen Nordame-
rika. Im Atlantik liegen auch die Turks- und Caicos-Inseln sowie die Bermuda-Inseln. Diese In-
selgruppen sind britische Überseegebiete. Die Vereinigten Staaten von Amerika – auch USA
genannt – sind flächenmäßig der drittgrößte Staat der Erde. Sie erstrecken sich quer über den
nordamerikanischen Erdteil vom
Atlantischen bis zum Pazifischen
Ozean. Im Norden grenzen die Staaten an Kanada, im
Süden an Mexiko. Die Entfernungen in diesem Land sind
riesig! Aufgrund der gewaltigen Ausmaße ist auch die Land-
schaft äußerst vielfältig. So umfasst das Land Tausende

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Kilometer Acker- und Weideland, die imposante Bergwelt

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K A

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der Rocky Mountains, mächtige Ströme, die Sümpfe der Ever-
glades in Florida oder die wilde Schluchtenlandschaft im

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Seattle M is s
gewaltigen Tal des Grand Canyon in Arizona. In den USA

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gibt es aber auch viele moderne Großstädte mit schwindel-

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erregend hohen Wolkenkratzern. Die größte Stadt des

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Landes ist New York. Hier leben über acht Millionen

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Menschen. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind

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so groß, dass sie sich über mehrere Klimazonen er-
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strecken. Zum größten Teil herrscht in den USA aber

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Großes
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kontinentales Klima mit kalten Wintern und heißen

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Sommern. Becken

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Großer
Die Bahamas liegen zwischen Florida und Kuba im Salzsee Salt Lake
Sie

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Atlantischen Ozean. Insgesamt umfassen die Bahamas
rra

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rund 700 größere und kleinere Inseln. Vom Weltall aus San Denver
Ne

erscheinen sie wie an einer Perlenkette aufgereiht. Der Francisco


Mount

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größte Teil der Inseln ist unbewohnt. Auf den Inseln D e a th


Va l l ey Elbert
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leben viele Tiere, zum Beispiel Kolibris, Papageien oder Powell-


Las Stausee
Flamingos. In den Küstengewässern kann man Delfine, Haie Mount Vegas
Whitney
und Schildkröten entdecken. Viele Touristen bereisen die Grand
Canyon
Bahamas, um zu schnorcheln oder zu Los Angeles

s
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orad

tauchen. Das Klima dort ist subtropisch.


Es regnet nur selten, die meisten Tage
Col

San
Diego Phoenix
sind sonnig und warm. El Paso
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Vereinigte Staaten
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von Amerika
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Hauptstadt: Washington
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Fläche in Mio.: 9,6 km2


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en

Einwohner in Mio.: 301


Sprache: Englisch

Bahamas Viele Indianerstämme


bewahrten sich trotz der
Hauptstadt: Nassau Vertreibung aus ihren Wohn-
Fläche (ca.): 13 900 km2 gegenden ihre Bräuche und
Einwohner: 327 000 Sprachen. Diese Navajo-India-
Sprache: Englisch nerin webt nach einem alten
traditionellen Muster einen
Teppich auf einem Webstuhl.

44
da
Nor meri
Hast du schon einmal Baseball gespielt?

ka
In den Vereinigten Staaten ist Baseball sehr ballspiel dauert lange, oft mehrere Stunden.
beliebt. Baseball ist eine tolle Mischung aus Bei Wettkämpfen unterstützen Cheerleaders  
Fangen, Werfen, Schlagen, Laufen und Tak-  (:tschirliders) ihre Mannschaft mit Tänzen und
tik. Leider sind die Regeln ziemlich kompli- Sprechgesängen. Die Mädchen lassen farbige
ziert! Baseball ist ein Mannschaftssport. Der Wuschel, so genannte Pompons, durch die Luft
Schlagmann muss einen zugeworfenen Ball sausen. Das sieht sehr schön aus! Die meisten
möglichst so weit weg schlagen, dass ihn die Kinder und Frauen spielen aber nicht Baseball,
gegnerische Mannschaft nicht schnell genug sondern Softball. Die Regeln sind ähnlich,
fangen kann. Währenddessen versucht er, um doch der Ball ist etwas größer und das Spiel- N
das ganze Spielfeld herumzulaufen. Ein Base- feld kleiner.
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Bei einer Fahrt mit einem traditionellen B Great Turks-
Schaufelraddampfer fühlst du dich in die
A Inagua und Caicos-
Inseln (GB)
Zeit von Tom Sawyer und Huckleberry
HAITI
Finn versetzt.

45
Von Mittel- nach Südamerika
Mittelamerika heißt die schmale Landbrücke, die Nord- und Südamerika miteinander verbindet. Zu
den mittelamerikanischen Staaten werden Mexiko, Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua,
Costa Rica, Panama, Belize und die Inselwelt der Karibik gezählt. Mexiko ist das größte, El Salvador
das kleinste Land Mittelamerikas. Da der »Däumling« sieben Millionen Einwohner hat, ist er aber
zugleich das Land mit der höchsten Bevölkerungsdichte. Die größte karibische Insel ist Kuba. In
Mittelamerika ist man gleich von vier Meeren umgeben: Im Nordwesten liegt der Golf
von Kalifornien, im Westen der Pazifik, im Osten das Karibische Meer und der Golf von Mexiko.

■ Wunderwerk der Technik – Von dort oben hat man einen tollen
der Panamakanal Blick auf den dichten Regenwald und
Mittelamerika ist an seiner schmalsten die Brüllaffen, die sich durch die Äste
Wann tanzen die
Stelle nur rund 80 Kilometer breit. Und der Bäume schwingen. Menschen in Süd-
genau hier, in Panama, durchschnei- amerika auf der
det der Panamakanal das Land. Der ■ Südamerika – Straße?
Panamakanal ist eine der wichtigsten tropische Regenwälder
Wasserstraßen der Welt. Er verbindet Südamerika wird von zwei großen Ge- Wohl nirgendwo sonst auf der
den Atlantischen mit dem Pazifischen bieten beherrscht: den hohen Gebirgs- Welt wird der Karneval so lei-
Ozean und erspart den Schiffen einen zügen der Anden auf der Westseite denschaftlich gefeiert wie in
langen und gefahrvollen Umweg um und dem riesigen Amazonasbecken im Südamerika. Millionen Menschen
Kap Hoorn. Nordosten. Im Amazonasbecken liegt tanzen, singen und lachen dann
das größte tropische Regenwaldgebiet auf den Straßen, bejubeln die
■ Mittelamerika – Land der Maya der Erde. Hier leben so seltene Tiere farbenfrohen Umzüge und feiern
In Mittelamerika wird überwiegend wie zum Beispiel der Kolibri, das Faul- oft mehrere Tage hintereinander.
Spanisch gesprochen. In den westli- tier oder der Ameisenbär. Viele Länder Weltweit berühmt ist der Kar-
chen Staaten Mittelamerikas, zum Bei- in Südamerika sind reich an Boden- neval in Rio de Janeiro. Rio ist
spiel in Guatemala oder Mexiko, kannst schätzen. Es gibt bedeutende Vorkom- nach São Paulo die zweitgrößte
du noch viele Überreste der Maya-Kul- men von Erdöl, Gold und Silber. Etwa Stadt Brasiliens. Das wichtigste
tur besichtigen. In Guatemala liegt die Hälfte der Einwohner Südamerikas Ereignis im Karneval von Rio de
zum Beispiel Tikal, die größte von den lebt in Brasilien. Dort sprechen die Janeiro ist der Umzug der Sam-
Maya erbaute Stadt. Dort stehen Tem- Menschen Portugiesisch. In den an- baschulen. Die Sambaschulen
pel und riesige Pyramiden, auf die man deren Ländern Südamerikas wird Spa- treten dann im Sambódromo,
zum Teil sogar hinaufklettern kann. nisch gesprochen. einem vom Architekten Oscar
Niemeyer 1984 erbauten gro-
ßen Stadion, gegeneinander an.
Mit riesigen Wagen, Trommlern,
Sängern und Tänzerinnen und
Tänzern in fantastischen Kos-
tümen veranstalten sie ein irres
Spektakel! Viele Südamerikaner
haben den Rest des Jahres lei-
der kaum einen Grund zum Fei-
ern: Ein großer Teil der Bevöl-
kerung lebt in bitterer Armut.
Viele Kinder wohnen nicht bei
ihren Familien. Es sind Straßen-
kinder, die auf der Straße leben
und arbeiten.
Der Panamakanal ist eine für die Schifffahrt künstlich angelegte Wasserstraße. Er verbindet
den Pazifischen Ozean mit dem Karibischen Meer.

46
Die Geschichte Mittel- und Südamerikas
Amerika wurde 1492 von Christoph go Vespucci erkannte, dass Kolumbus
Kolumbus entdeckt. Der war eigentlich einen neuen Erdteil entdeckt hatte.
auf der Suche nach einem Seeweg nach Nach ihm benannte man später den
Indien. Nach seiner Vorstellung bestand Kontinent: Amerika!
die Welt aus Europa, Afrika und Asien,
die nur der Atlantische Ozean vonein- ■ Die neuen Eroberer
ander trennte. Dass noch ein Erdteil Zu Beginn des 16. Jahrhunderts mach-
dazwischenliegt, ahnte er nicht. Als er ten sich viele Spanier und Portugiesen
am 12. Oktober 1492 auf Land stieß, auf den Weg nach Amerika. Sie träum-
war er daher der festen Überzeugung, ten von sagenhaften Goldschätzen ■ Vertrag von Tordesillas
er sei in Indien. Darum nannte er die und von Macht. Mit robusten Galeonen Zwischen Spanien und Portugal ent-
dortigen Bewohner auch »Indios« (In- überquerten sie den Atlantik. Die Neue brannte bald ein heftiger Streit darü-
dianer). Welt übertraf alle ihre Erwartungen: ber, wem die neuen Gebiete in Amerika
Die Azteken in Mexiko und die Inka gehören sollten. Diese Frage entschied
■ Christoph Kolumbus in Peru besaßen jahrhundertealte 1494 Papst Alexander VI. Er zog auf
Kolumbus unternahm noch drei wei- Kulturen. Die Eroberer waren tief be- einer Weltkarte eine Linie von Norden
tere Reisen über den Atlantik und er- eindruckt von den wertvollen Silber- nach Süden und entschied, dass alles
forschte große Teile der Küste Mittel- und Goldschätzen und den prächtigen Land, das östlich von dieser Linie lag,
und Südamerikas. Das amerikanische Städten mit Pyramiden, Tempeln und Portugal gehören sollte, und alles Land
Festland hat er jedoch nie betreten. Skulpturen. Doch sie zerstörten die westlich davon Spanien. So kam es,
Bis zu seinem Tod beharrte Kolumbus heiligen Stätten, brachten die Reich- dass man in Brasilien heute Portugie-
darauf, Indien entdeckt zu haben. tümer nach Europa und zwangen die sisch spricht, weil dieses Land östlich
Erst der italienische Seefahrer Ameri- Indios, sich zu unterwerfen. der Linie liegt.

Christoph Kolumbus
landete am 12. Oktober
1492 auf einer kleinen
Bahamas-Insel, die er
San Salvador taufte und
für Spanien beanspruchte.
Das erste Aufeinander-
treffen von Europäern
und Einheimischen war
freundschaftlich. Doch
die spanischen Eroberer
versuchten schon bald,
sie zum Christentum zu
bekehren, und machten
sie zu Sklaven.

47
Rio

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Ist es in Feuerland heiß?

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GOLF VON

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Am südlichsten Zipfel von Südamerika liegt Feuerland. Die Inselgruppe MEXIKO

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ist zweigeteilt: Ein Teil gehört zu Argentinien, der andere zu Chile.

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Entdeckt wurde Feuerland im Jahr 1520 von dem portugiesischen Ent-

O
deckungsreisenden Magellan. Als dieser die Inseln auf der später nach
Popocatépetl
ihm benannten Magellanstraße durchfuhr, sah er am Ufer viele Lager- BELIZE
feuer brennen. Darum nannte er die Region Tierra del Fuego, »Land HON DURA
GUATEMALA
der Feuer«. Die Lagerfeuer hatten die Ureinwohner entzündet, um sich
EL SALVADOR NICA
daran zur wärmen. Denn auf Feuerland kann es trotz des heißen Na-
mens richtig ungemütlich sein! Oft fegt ein kalter Wind über das Land N
COSTA RICA
und lässt die Bäume krumm wachsen. Ushuaia, die Hauptstadt des W O
argentinischen Teils von Feuerland, ist die südlichste Stadt der Welt.
Von hier aus starten viele Expeditionen in die Antarktis, denn bis zum S
von
eisigen Südpol ist es nicht mehr weit.
Galápagos-
inseln

(Ecuador)
Der Name Feuerland stammt EC
von den vielen Lagerfeuern
der Indianer. Sie lebten
vom Fischfang, sammelten
Muscheln und waren fast
unempfindlich gegen Kälte.
Diese interessanten Völker
mitsamt ihren Sprachen und
Kulturen sind aber schon
lange ausgestorben.

Mittel- und Südamerika


Fläche: rund 20,5 Millionen km2

Einwohnerzahl: rund 551 Millionen

Mittel- und Südamerika gliedern sich in 32 Staaten:


Antigua und Barbuda, Argentinien, Barbados, Belize, Bolivien,
Brasilien, Chile, Costa Rica, Dominica, Dominikanische Republik,
Ecuador, El Salvador, Grenada, Guatemala, Guyana, Haiti,
Honduras, Jamaika, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Nicaragua, Panama,
Paraguay, Peru, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent
und die Grenadinen, Suriname, Trinidad und Tobago, Uruguay,
Venezuela

48
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HON DURAS K A R IB IS CH E S SAINT LUCIA Wenn von Brasilien die Rede ist, denken die meisten erst an
ST. VINCENT
NICARAGUA MEER UND DIE BARBADOS den Regenwald des Amazonas. Dieser Fluss ist rund 6500
GRENADINEN km lang. Im Amazonasgebiet wachsen Hunderte von
GRENADA
TRINIDAD Baumarten. Manche werden über 40 m hoch. Der
OSTA RICA PANAMA T
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Panama- VEN UND TOBAGO Regenwald des Amazonas ist der artenreichste
kanal
EZU L Lebensraum der Welt.
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Als Christoph Kolumbus 1492 Amerika entdeckte,


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glaubte er, auf einer Insel im Indischen Ozean ge-


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landet zu sein. Deshalb nannte er die Bewohner


»Indios«. Aus diesem Grund bezeichnen wir die Ur-
einwohner Mittel- und Südamerikas noch heute als
Indios. Sie stammen von nordamerikanischen
Völkern ab.
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Falkland-
inseln (GB)

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49
In der Mitte Amerikas
In Mittelamerika und der
Tijuana V E R E I N I G T E S T A A T E N
Karibik scheint die Sonne

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das ganze Jahr über und V O N A M E R I K A
Ciudad

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sorgt für warme Tempe- Juárez

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raturen. In den Ländern

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dieser Region gibt es nur

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Hochland

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zwei Jahreszeiten: Regenzeit und Trockenzeit. In der

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Regenzeit (von Mai bis November) regnet es meist täg-

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Mexiko

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lich kurz und heftig. Danach scheint aber wieder die Son-

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ne. Die Länder Mittelamerikas liegen auf einem schmalen

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Landstreifen, der Nordamerika mit Südamerika verbindet.

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Der größte Staat Mittelamerikas ist Mexiko. In Mexiko gibt

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dre Orien
es ganz unterschiedliche Landschaften: weite Hochebenen, Nördlicher Wendekreis

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schneebedeckte Berge, einsame Wüsten, gewaltige Vulkane und Tampico
tropischen Regenwald. In den südlichen Regenwäldern leben zum León Golf vo

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Guadalajara
Beispiel Affen, Papageien und Ameisenbären. Eine unglaubliche Viel-

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Camp ec
MEXICO
zahl an Pflanzen und Tieren gibt es auch in den Nationalparks in Costa CITY Citlaltépetl
Rica und Nicaragua. In Mittelamerika gab es schon früh bedeutende Hoch- Popocatépetl
Puebla Vera-

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kulturen. Viele Pyramiden und Tempelanlagen in Mexiko, Guatemala, Belize A cruz
Z
und Honduras zeugen von der faszinierenden Kultur der Maya und der Azteken. I
F Acapulco
In den Ländern Mittelamerikas wird Spanisch gesprochen. Nur Belize bildet da eine I S
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Ausnahme. Die Karibik besteht aus der Inselwelt östlich von Mittelamerika. Die Karibik H
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ist in drei Inselgruppen unterteilt: die Bahamas, die Großen Antillen und die Kleinen Antillen.
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Zu den Großen Antillen gehören Kuba, Haiti, die Dominikanische Republik, Jamaika und Puerto Z E
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Rico (USA). Die Inseln der Kleinen Antillen erstrecken sich von Puerto Rico bis nach Südamerika. A
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Hierzu zählen die acht unabhängigen Länder Antigua und Barbuda, Saint Kitts und Nevis, Dominica,
Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Barbados, Grenada sowie Trinidad und Tobago. W O

Mexiko El Salvador 0      


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Hauptstadt: Mexiko City Hauptstadt: San Salvador Meilen
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Fläche (ca.): 2 Mio. km2 Fläche (ca.): 21 000 km2 0            400
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Einwohner in Mio.: 108,3 Einwohner in Mio.: 7
Sprache: Spanisch Sprache: Spanisch

Belize Nicaragua Kuba


Hauptstadt: Belmopan Hauptstadt: Managua Hauptstadt: Havanna
Fläche (ca.): 23 000 km2 Fläche (ca.): 120 000 km2 Fläche (ca.): 111 000 km2
Einwohner: 275 000 Einwohner in Mio.: 5,6 Einwohner in Mio.: 11,3
Sprache: Englisch Sprache: Spanisch Sprache: Spanisch

Honduras Costa Rica Jamaika


Hauptstadt: Tegucigalpa Hauptstadt: San José Hauptstadt: Kingston
Fläche (ca.): 112 500 km2 Fläche (ca.): 51 500 km2 Fläche (ca.): 11 000 km2
Einwohner in Mio.: 7,4 Einwohner in Mio.: 4,4 Einwohner in Mio.: 2,7
Sprache: Spanisch Sprache: Spanisch Sprache: Englisch

Guatemala Panama Haiti


Hauptstadt: Guatemala Hauptstadt: Panama Hauptstadt: Port-au-Prince
Fläche (ca.): 109 000 km2 Fläche (ca.): 75 500 km2 Fläche (ca.): 27 800 km2
Einwohner in Mio.: 12,9 Einwohner in Mio.: 3,3 Einwohner in Mio.: 8,7
50 Sprache: Spanisch Sprache: Spanisch Sprache: Französisch/Kreolisch
Was ist denn das für eine harte Nuss?
Mittela me
In der Karibik gedeihen tropische Früchte wie man die köstliche Kokosmilch auffangen und

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Mangos, Papayas, Bananen, Avocados und na- trinken, dann die Schale zerschmettern und das

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türlich die harten Kokosnüsse besonders gut. weiße Kokosfleisch essen. Mmh, lecker! Kokos-
Kokosnüsse wachsen hoch oben an Kokospal- nüsse können auf dem Meer schwimmen, ohne
men. Die Schale einer Kokosnuss besteht aus dass die essbare Schicht beschädigt wird. Wenn
drei Schichten. Die äußere grüne oder gelbe sie dann an eine fremde Küste gespült werden,
Schale wird meist schon vor dem Versand ent- schlagen sie Wurzeln und eine neue Kokospalme
fernt. Übrig bleibt dann der steinharte braune wächst heran. Wusstest du, dass Kokosnüsse –
Kern, den du bestimmt aus dem Supermarkt obwohl sie so heißen – gar keine Nüsse sind?
kennst. Wenn man diesen Kern aufbohrt, kann Sie gehören zu den Steinfrüchten.

Die weißen Sandstrände und


GOLF VON das warme Wetter in der Karibik
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ziehen jährlich viele Menschen

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MEXIKO A
an, die dort ihren Urlaub unter

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Palmen verbringen wollen.
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Dominikanische Rep. Dominica Barbados


Hauptstadt: Santo Domingo Hauptstadt: Roseau Hauptstadt: Bridgetown
Fläche (ca.): 48 400 km2 Fläche (ca.): 751 km2 Fläche (ca.): 430 km2
Einwohner in Mio.: 9 Einwohner: 80 000 Einwohner: 270 000
Sprache: Spanisch Sprache: Englisch Sprache: Englisch

Antigua & Barbuda Saint Lucia Grenada


Hauptstadt: St. John’s Hauptstadt: Castries Hauptstadt: St. George’s
Fläche (ca.): 457 km2 Fläche (ca.): 616 km2 Fläche (ca.): 344 km2
Einwohner: 82 000 Einwohner: 162 000 Einwohner: 104 000
Sprache: Englisch Sprache: Englisch Sprache: Englisch

Saint Kitts & Nevis Saint Vincent und Trinidad & Tobago
die Grenadinen
Hauptstadt: Basseterre Hauptstadt: Port of Spain
Hauptstadt: Kingstown
Fläche (ca.): 261 km2 Fläche (ca.): 5 130 km2
Fläche (ca.): 388 km2
Einwohner: 43 000 Einwohner in Mio.: 1,3
Einwohner: 120 000 51
Sprache: Englisch Sprache: Englisch
Sprache: Englisch
Amerikas Süden
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Südamerika ist über die Landbrücke von Panama mit Mittelamerika verbun-
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den. In Südamerika ist vieles höher, größer oder länger als anderswo. Durch K
den Norden fließt zum Beispiel der Amazonas. Das ist der wasserreichste und
zweitlängste Fluss der Erde. Das Amazonasgebiet ist weit größer als die A
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Fläche Europas. In diesem Gebiet wächst der größte Regenwald der Erde.
BOGOTÁ
Er erstreckt sich über neun Länder. Hier gibt es viele Pflanzenarten, die nir-
gendwo sonst auf der Welt vorkommen. Außerdem findet man in Südamerika das längste Gebirge KOL UM
der Welt, die Anden. Sie ziehen sich entlang der Westküste von Venezuela über Kolumbien, Galápagos- ECU
ADO
Ecuador, Peru, Bolivien, Argentinien und Chile (Andenstaaten). Zwischen den Anden und dem inseln R
(Ecuador) QUITO
Pazifik eingeklemmt liegt das »Handtuchland« Chile. Chile ist nämlich sehr lang und nur ganz Cotopaxi
schmal. Im Norden von Chile befindet sich die Atacama-Wüste. Sie gilt als die trockenste Wüs- Chimborazo
te der Welt. Es regnet hier so gut wie nie. Der Pantanal in
Brasilien ist dagegen eine Welt aus Wasser. In diesem

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größten Feuchtgebiet der Erde sind neben unzähligen

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Huascarán
Vogelarten auch Kaimane, Schlangen, Ameisenbären

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und viele andere seltene Tierarten beheimatet.

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Doch Südamerika ist nicht nur ein Kontinent A LIMA
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der Superlative, sondern auch ein Erdteil

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voller Gegensätze. Hier findet man reiche

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Großstädte und bitterarme Favelas. So

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nennt man die Armenviertel aus Blech,
Wellpappe und Abfällen, die sich am
Rand der Städte ausbreiten. Allein in
Rio de Janeiro soll es mehr als 600
Osterinsel (Chile)
Favelas mit Millionen von Bewohnern
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Warum ist die Banane krumm? Bananen geben. In diesen Favelas herrscht oft eine
wachsen an Stauden. Zuerst wachsen hohe Kriminalität. Besonders die Kinder lei-
sie nach unten. Nach kurzer Zeit biegen
sie sich dann schräg nach oben, der den unter dem Leben in Gewalt und Armut. Viele SAN TIAG

O Z E A
Sonne entgegen. Und deshalb werden Mädchen und Jungen gehen nicht zur Schule. Schon ganz kleine DE CHIL
sie so krumm! Kinder müssen arbeiten oder betteln, um das Familieneinkommen aufzu-
bessern. Drei Viertel der Einwohner Südamerikas leben in großen Städten
wie São Paulo, Buenos Aires oder Caracas. Die südamerikanischen Städte sind sehr unterschiedlich. Was den

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Kontinent vereint, ist die Sprache. Mit Ausnahme von Brasilien wird fast überall Spanisch gesprochen. Die
Landessprache in Brasilien ist Portugiesisch. Der südamerikanische Kontinent erstreckt sich über mehrere
Klimazonen. In vielen Gebieten ist es tropisch heiß und sehr feucht. Während in den Anden in den tieferen
Lagen glühende Hitze herrscht, sind die Gipfel der Berge jedoch aus Schnee und Eis.

Was sind Schwellenländer?


In Südamerika gibt es einige Schwellenländer, zum Beispiel anderen Teilen des Landes sind dagegen viele Menschen
Brasilien, Chile, Mexiko oder Argentinien. Schwellenländer sehr arm. Was bedeutet es für Kinder, in einem Schwellen-
stehen auf der »Schwelle« zwischen Entwicklungsland und land zu leben? Viele Kinder leben so wie du: Sie besuchen
Industrienation. Man zählt sie nicht mehr zu den armen eine Schule, treffen Freunde, spielen am Computer und
Entwicklungsländern, aber sie gehören auch noch nicht zu treiben Sport. Andere Kinder können jedoch nicht regelmä-
den wohlhabenden Industrienationen. In Schwellenlän- ßig zur Schule gehen. Ihre Familien sind sehr arm. Diese
dern herrschen meist große Gegensätze zwischen Arm und Kinder haben keinen Computer und sind auch nicht im
Reich. In einigen Teilen des Landes gibt es eine wachsende Sportverein. Sie müssen mitarbeiten, damit ihre Familie
Industrie und damit auch einen hohen Lebensstandard. In überleben kann.

52
Hoch in den peruanischen
Süda meri
Anden liegt die einstige Inka-

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festung Machu Picchu. Weil
SCHES die spanischen Eroberer im
BI MEER 16. Jahrhundert vergeblich
nach ihr suchten, wird sie
Mara-
caibo- CARACAS auch die »verlorene Stadt«
see genannt.
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Sprache: Spanisch

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Sprache: Spanisch, Ketschua, Aymará
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Fläche (ca.): 2,8 Mio. km2
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Einwohner in Mio.: rund 39,1


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Sprache: Spanisch
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Fläche (ca.): 912 000 km2 Fläche (ca.): 407 000 km2


Einwohner in Mio.: rund 27,2 Einwohner in Mio.: rund 6,3
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Sprache: Spanisch Sprache: Spanisch, Guaraní


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Kolumbien Uruguay
Hauptstadt: Bogotá Hauptstadt: Montevideo
Fläche (ca.): 1,1 Mio. km2 Fläche (ca.): 176 000 km2
Einwohner in Mio.: rund 46,3 Einwohner in Mio.: rund 3,5
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Sprache: Spanisch Sprache: Spanisch


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Río inseln (GB) Guyana Bolivien
Gallegos
Hauptstadt: Georgetown Hauptstadt: Sucre
Feuer- Fläche (ca.): 215 000 km2 Fläche (ca.): 1,1 Mio. km2
land Einwohner: rund 752 000 Einwohner in Mio.: rund 9,4
Magellan- Sprache: Englisch Sprache: Spanisch, Ketschua
straße Kap Hoorn
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Fläche (ca.): 163 800 km2 Fläche (ca.): 757 000 km2
0
0            400
500           800
1000 Einwohner: rund 452 000 Einwohner in Mio.: rund 16,5
Sprache: Niederländisch Sprache: Spanisch
53
Afrika – Der schwarze Kontinent
Afrika wird im Westen vom Atlantischen Ozean, im Osten vom Indischen Ozean und dem Roten Meer
und im Norden vom Mittelmeer begrenzt. An der Straße von Gibraltar stoßen der afrikanische und
der europäische Kontinent fast aneinander. Die schmale Meeresstraße wird schon seit Jahrtausenden
für den Schiffsverkehr genutzt. Sie ist eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt. Vor der Süd-
ostküste im Indischen Ozean liegt Madagaskar, die einzige große Insel Afrikas.

■ Ein warmer Kontinent


Afrika ist der wärmste Kontinent. Im
größten Teil Afrikas ist es das ganze
Jahr über sehr warm. In der Sahara
können die Temperaturen sogar über
50 Grad Celsius erreichen. Die Sahara
ist die größte und heißeste Wüste
der Welt. Sie liegt im Norden Afrikas
und reicht vom Roten Meer bis zum
Atlantik. In Afrika gibt es noch zwei
weitere große Wüsten: Die Kalaha-
ri und die Namib im Südwesten des
Kontinents. In den Wüstenregionen
leben Tiere, die sich an die extreme
Hitze und die Trockenheit angepasst Kamele sind hervorragend an die heiße Wüste angepasst. Sandstürme machen ihnen nichts aus, sie
haben, zum Beispiel Wüstenfüchse, fressen auch Dornensträucher und können zehn Tage aushalten, ohne zu trinken.

Springmäuse, Insekten und Reptilien.


Ganz andere Lebensbedingungen ha- Regenzeit üppig grün ist. Hier findet ■ Ein armer Kontinent
ben die Tiere, die in den afrikanischen man zum Beispiel Büffel, Zebras, Afrika ist reich an Bodenschätzen, reich
Savannen zu Hause Giraffen oder Elefanten. Und auch an Gold und Edelsteinen. Dennoch ist
sind. In den Savan- im afrikanischen Regenwald finden Afrika ein sehr armer Kontinent. Hunger,
nen wächst vor viele Tiere hervorragende Lebensbe- Bürgerkriege, Krankheiten und Armut
allem Gras, das dingungen. Hoch oben in den Bäumen bestimmen den Alltag vieler Menschen
zum Ende der lärmen Affen und bunte Vögel. dort. Sehr viele Menschen müssen ohne
sauberes Trinkwasser auskommen. Ein
großer Teil des afrikanischen Bodens
Warum haben die Menschen in Afrika ist nicht zu bewirtschaften. Und immer
wieder erschweren verheerende Dürre-
dunkle Haut? katastrophen das Leben.
In Europa haben die meisten Menschen eher helle Haut. In Afrika gibt es
dagegen überwiegend dunkelhäutige Menschen. Das liegt daran, dass Afri- ■ Ein bunter Kontinent
kaner viel mehr Melanin in ihrer Haut haben als Europäer. Melanin ist ein Obwohl Afrika ein sehr armer Kontinent
brauner Farbstoff, der in Haut und Haaren vorkommt. Schon von Geburt an ist, so ist er doch reich an Kulturen und
besitzt man eine bestimmte Menge Melanin. Der Anteil ist genetisch be- Traditionen. Es gibt hier unzählig viele
stimmt. Melanin schützt die Haut vor den gefährlichen Sonnenstrahlen. Du verschiedene Sprachen und Dialekte.
weißt ja bestimmt schon, dass zu viel Sonne die Haut schädigt und sogar Manche Sprachen werden nur von ganz
zu Hautkrebs führen kann. Je mehr Sonne nun auf die Haut scheint, desto wenigen Menschen gesprochen, andere
mehr Melanin wird freigesetzt. Darum wirst du in der Sonne braun. Die Haut dagegen von Millionen. Musik und Tanz
versucht sich so, vor der Sonne zu schützen. In braune Haut können die gehören in Afrika zum täglichen Leben
schädlichen Sonnenstrahlen nämlich schlechter eindringen. Da in Afrika die dazu. Eines der beliebtesten Musikins-
Sonne sehr viel stärker scheint als in Europa, haben Afrikaner schon von trumente ist die Trommel. Viele afri-
Geburt an mehr Melanin in der Haut. kanische Länder sind für ihr typisches
Kunsthandwerk bekannt.

54
Die Geschichte Afrikas
In Afrika begann vor etwa 5 Millionen ■ Afrikanische Kulturen
Jahren die Entwicklung der Menschheit. Zu den ältesten Kulturen im nörd-
Das ist unvorstellbar lange her! Die ers- lichen Afrika gehört das Reich der
ten Menschen lebten vermutlich im süd- alten Ägypter. Du hast sicher schon
lichen und östlichen Afrika. In dieser von ihnen gehört! Das Reich der alten
Gegend fand man nämlich rund 2 Mil- Ägypter entstand vor etwa 5000 Jah-
lionen Jahre alte Knochenreste und ren an den Ufern des Nils. Die Ägypter
Steinwerkzeuge. Die ersten Menschen bauten riesige Pyramiden aus Stein, Händler im 8. Jahrhundert den afri-
lebten als Jäger und Sammler und in denen sie ihre Könige bestatteten. kanischen Kontinent bereisten, erfuhr
wohnten in Höhlen. Auf die Felswände Über 2000 Jahre lang war Ägypten man von ihrer Existenz.
ihrer Höhlen malten sie mit Naturfarben eines der reichsten Länder. Dank ihrer
Bilder von Tieren und Menschen. Die Bilderschrift und ihrem Totenkult wis- ■ Europäische Kolonien in Afrika
kann man sich noch heute anschauen! sen wir heute sehr viel über die alten Die ersten Europäer kamen im 15.
Später begannen die Menschen damit, Ägypter. Auch im südlichen Afrika Jahrhundert. Sie bereisten die afrika-
Tiere zu hüten und Hirse anzubauen. entwickelten sich Kulturen. Zu ihnen nischen Küsten und gründeten dort
Sie gründeten kleine Dörfer und ent- gehörte zum Beispiel die Nok-Kultur. Handelsstützpunkte, so genannte Ko-
wickelten eigene Kulturen. Das Volk der Nok lebte vor etwa 2000 lonien. Von dort aus verschifften sie
Jahren im Gebiet des Hunderttausende Afrikaner als Sklaven
heutigen Nigeria. nach Amerika. In das Innere des afri-
Die Nok-Leute wa- kanischen Kontinents wagten sich nur
ren Ackerbauern und wenige Entdecker. Sie fürchteten die
stellten Waffen und Sümpfe, Regenwälder und Wüsten. Au-
Geräte aus Eisen her. ßerdem starben immer wieder mutige
Berühmt sind ihre Forscher an Malaria und Gelbfieber.
feinen Skulpturen aus Als man jedoch Diamanten, Edelstei-
Ton. Doch von den ne und Gold entdeckte, begannen die
Kulturen südlich der europäischen Länder Afrika unter sich
Sahara wusste man aufzuteilen. Die Afrikaner leisteten
lange Zeit nichts. heftigen Widerstand. Heute sind alle
Erst als arabische Länder Afrikas unabhängig.
Henry Morton Stanley war einer der ersten Europäer, die sich in das
Innere von Afrika trauten. Bei seiner Ankunft am Kongo wurde er
jedoch nicht so freundlich begrüßt.

Der Mensch entstand in Afrika.


Darum sagt man heute auch,
Afrika sei die Wiege der Mensch-
heit. Die ersten Menschen hin-
terließen tolle Bilder. Auf die
Felswände ihrer Höhlen trugen
sie zum Beispiel mit ihren
fingern und Händen Farben
auf. Manchmal benutzten
sie auch Zweige oder Pinsel
aus Tierhaaren. Am liebsten
malten sie Tiere und
Menschen.

55
Warum baut man Kanäle?
Kanäle sind künstlich geschaffene Wasserstraßen. Kleine Kanäle
dienen der Be- und Entwässerung von Feldern. Die großen Kanäle,
auf denen Schiffe fahren können, sind wichtige Wasserstraßen für
den Transport von Waren. Häufig verbindet ein Kanal zwei Flüsse
miteinander. Kanäle können aber auch riesige Meere miteinander
verbinden. Der Suezkanal gehört zu den wichtigsten und meist-
befahrenen Wasserstraßen der Welt. Er verbindet das Mittelmeer
mit dem Roten Meer. Dank ihm müssen die großen Handelsschiffe
nicht mehr den ganzen Kontinent Afrika umrunden, wenn sie von
Europa nach Asien fahren wollen. Das erspart Zeit und Kosten! Die
Diese Mädchen gehören zum Stamm der Massai,
Bauarbeiten für den Suezkanal begannen 1859. Erst zehn Jahre einem einst gefürchteten Volk von Kriegern und Hir-
später war der 162,5 Kilometer lange schleusenlose Kanal fertig. ten. Die Massai trinken und essen fast nur Milch und
Er wurde unter der Leitung des französischen Ingenieurs Ferdinand Milchprodukte und kein Fleisch. Während die Mädchen
unter der strengen Aufsicht ihrer Mütter und Tanten
de Lesseps gebaut. Findest du den Suezkanal auf der Karte? Er bleiben, bewachen die Jungen das Vieh, melken
befindet sich zwischen dem ägyptischen Festland und der Halbin- Ziegen, spülen Geschirr und holen Wasser.
sel Sinai.

Große Teile Afrikas sind


von Savannenlandschaften
bedeckt. Die Savanne ist
eine Grassteppe, in der nur
vereinzelte Bäume mit aus-
ladenden Kronen stehen,
die Schirmakazien. Die
Savanne ist einer der tier-
reichsten Lebensräume der
Erde. Vor allem große Tiere
wie Löwen, Elefanten,
Antilopen, Nashörner und
Giraffen leben hier.

56
Afrik
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Afrika
Fläche: rund 30,3 Millionen km2

Einwohnerzahl: rund 869 Millionen
ZENTRALAFRIKANISCHE
REPUBLIK SUDA N
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Afrika gliedert sich in KA 53MEStaaten:
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Ägypten, Algerien,
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Der Norden Afrikas


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Straße von Gibraltar
Oran A
RABAT
Casablanca Fès r g
Im nördlichen Afrika findest du eine große Wüste, ein Gebir- s g e b
i
A t l a
ge mit weißen Gipfeln und einen langen Fluss. Die Wüste ist Marrakesch

die Sahara. Sie ist die größte Wüste der Welt. Die Sahara West liche
MAROKKO Großer Erg
erstreckt sich vom Atlantik bis zum Roten Meer und vom Kanarische Inseln
(Spanien)
Mittelmeer bis zum Sudan. Die Sahara besteht nicht nur A L G E R
aus Sand, sondern auch aus Steinen und einigen grünen Tindouf

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Al-Aaiun h a r a
Inseln: den Oasen. Fast alle dieser Oasen

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werden von Grundwasser gespeist. Das

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Marokko Grundwasser stammt aus Zeiten, in de- Nördlicher Wendekreis

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Hauptstadt: Rabat nen in der Wüste ein feuchteres Klima Ta
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Fläche (ca.): 459 000 km2 herrschte. Und das große Gebirge? Das j ou
Einwohner in Mio.: rund 31,9 E l D

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ist das Atlasgebirge in Nordwestafrika. ou
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Sprache: Arabisch M A U R E TA N I E N a S
Es zieht sich durch Marokko, Alge- Az

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Algerien rien und Tunesien. Diese Timbuktu L

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Hauptstadt: Algier drei Staaten heißen auch KAP al
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Fläche (ca.): 2,4 Mio. km2 Maghreb-Länder. Maghreb VERDE

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DAKAR

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Einwohner in Mio.: rund 33,4 PRAIA SENEGAL M
– so nennen die Araber
Sprache: Arabisch GAMBIA BURKINA
nämlich den Atlas. Die BANJUL BISSAU
BAMAKO FA S O

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Tunesien höchsten Gipfel des Gebirges GUINEA- OUAGADOUGOU
G U I N

BENIN
Hauptstadt: Tunis sind im Winter mit Schnee bedeckt. B I S SAU

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GHANA

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Fläche (ca.): 162 000 km2 Afrika besitzt viele mächtige Ströme. Mit CONAKRY S I E R R A ELFEN-

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Vo l t a -

TOGO
Einwohner in Mio.: rund 10,2 LEONE BEINKÜSTE see
über 6600 km ist der Nil sogar der längste PO

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Sprache: Arabisch FREETOWN LI YAMOUS- N
Fluss der Erde. Er fließt durch Ägypten, den B E SOUKRO
Libyen O RI
Sudan, Äthiopien und Uganda und versorgt Z MONROVIA A LOM
Hauptstadt: Tripolis E Abidjan ACCRA
noch weitere Länder mit Wasser. An beiden Sei- A Ka p
Fläche (ca.): 1,8 Mio. km2 N Pa l m a s
ten des Nils verläuft ein langes, schmales und sehr
Einwohner in Mio.: rund 6 GOLF VO
Sprache: Arabisch fruchtbares Band: das Niltal. Hier leben viele Menschen.
N
Das Klima im nördlichen Afrika ist ganz unterschiedlich. Doch
Ägypten eines haben die meisten Länder gemeinsam: Es gibt nur zwei W O
Hauptstadt: Kairo Jahreszeiten, nämlich die Regenzeit mit häufigen Regenfällen
Fläche (ca.): 1 Mio. km2 S
Einwohner in Mio.: rund 75,4 und die Trockenzeit mit Dürreperioden.
Sprache: Arabisch

Mauretanien Kap Verde Guinea-Bissau


Hauptstadt: Nouakchott Hauptstadt: Praia Hauptstadt: Bissau
Fläche (ca.): 1 Mio. km2 Fläche (ca.): 4 033 km2 Fläche (ca.): 36 100 km2
Einwohner in Mio.: rund 3,2 Einwohner: rund 73 000 Einwohner in Mio.: rund 1,5
Sprache: Arabisch Sprache: Portugiesisch Sprache: Portugiesisch

Mali Sierra Leone Elfenbeinküste


Hauptstadt: Bamako Hauptstadt: Freetown Hauptstadt: Yamoussoukro
Fläche (ca.): 1,2 Mio. km2 Fläche (ca.): 71 740 km2 Fläche (ca.): 322 500 km2
Einwohner in Mio.: rund 13,9 Einwohner in Mio.: rund 5,2 Einwohner in Mio.: rund 16,9
Sprache: Französisch Sprache: Englisch Sprache: Französisch

Senegal Liberia Burkina Faso


Hauptstadt: Dakar Hauptstadt: Monrovia Hauptstadt: Ouagadougou
Fläche (ca.): 197 000 km2 Fläche (ca.): 111 400 km2 Fläche (ca.): 274 200 km2
Einwohner in Mio.: rund 11,9 Einwohner in Mio.: rund 3,5 Einwohner in Mio.: rund 13,6
Sprache: Französisch Sprache: Englisch Sprache: Französisch

Gambia Guinea Ghana


Hauptstadt: Banjul Hauptstadt: Conakry Hauptstadt: Accra
Fläche (ca.): 11 300 km2 Fläche (ca.): 245 900 km2 Fläche (ca.): 238 500 km2
Einwohner in Mio.: rund 1,4 Einwohner in Mio.: rund 8,6 Einwohner in Mio.: rund 22,6
Sprache: Englisch Sprache: Französisch Sprache: Englisch
T T rdafrika Leben Nilpferde
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ran ALGIER Constantine TUNIS L nur am Nil?
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E Der Nil ist mit 6671 Kilometer
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e b i TRIPOLIS Länge der größte Strom Afrikas
Östlicher Große Bengasi
und der längste Fluss der Erde.
Alexandria Nil-
West licher Großer Erg ri Syrte delta Im Nil gibt es viele Fischarten.
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o Am Ufer leben zahlreiche bunte
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Wüste und ... leider gar keine Nilpferde

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noch südlich der Sahara. Ausge-


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den Menschen ausgerottet. Nil-

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Tamanrasset Stausee

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genannt. Sie können bis zu 4

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Koussi Port Meter lang werden und bis zu

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Meilen Wüste. Sie führen auch Touris-
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0            400
  400           800
 800 ten durch die Sahara.

Togo Kamerun Eritrea


Hauptstadt: Lomé Hauptstadt: Yaoundé Hauptstadt: Asmara
Fläche (ca.): 56 800 km2 Fläche (ca.): 466 100 km2 Fläche (ca.): 124 300 km2
Einwohner in Mio.: rund 6,3 Einwohner in Mio.: rund 16,6 Einwohner in Mio.: rund 4,3
Sprache: Französisch, Kabyé, Ewe Sprache: Französisch, Englisch Sprache: Tingrinya, Arabisch

Benin Tschad Dschibuti


Hauptstadt: Porto Novo Hauptstadt: N’Djamena Hauptstadt: Dschibuti
Fläche (ca.): 112 600 km2 Fläche (ca.): 1,3 Mio. km2 Fläche (ca.): 23 200 km2
Einwohner in Mio.: rund 8,7 Einwohner in Mio.: rund 10 Einwohner in Mio.: 807 000
Sprache: Französisch Sprache: Französisch, Arabisch Sprache: Arabisch, Französisch

Niger Sudan Somalia


Hauptstadt: Niamey Hauptstadt: Khartum Hauptstadt: Mogadischu
Fläche (ca.): 1,3 Mio. km2 Fläche (ca.): 2,5 Mio. km2 Fläche (ca.): 637 700 km2
Einwohner in Mio.: rund 14,4 Einwohner in Mio.: rund 37 Einwohner in Mio.: rund 8,5
Sprache: Französisch Sprache: Arabisch Sprache: Somali

Nigeria Äthiopien Zentralafrik. Repub.


Hauptstadt: Abuja Hauptstadt: Addis Abeba Hauptstadt: Bangui
Fläche (ca.): 923 800 km2 Fläche (ca.): 1,1 Mio. km2 Fläche (ca.): 622 400 km2
Einwohner in Mio.: rund 134,4 Einwohner in Mio.: rund 79,3 Einwohner in Mio.: rund 4,1
Sprache: Englisch Sprache: Amharisch Sprache: Sango, Französisch 59
ZENTRALAFRIKANISCHE
REPUBLIK SUDAN

Afrikas MALABO
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Afrika ist ein Ge- Ndombe-
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biet voller Gegensätze. BRAZZA- BU RU ND I BURA e n g

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Dort gibt es heiße Wüsten- Noire KINSHASA K O N G O

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landschaften wie die Namib und die Kalahari im Südwe-

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Kongo und seinen Nebenflüssen durchzogen werden. Fast LUANDA y

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die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten der Erde kommen im ANGOL A Kolwezi
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afrikanischen Regenwald vor. Entlang der vielen Wasserwege des Malawi-
Lubumbashi see

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Kongobeckens leben gefährliche Krokodile und behäbige Flus- Benguela Kitwe Ndola MA L AW
spferde. Und das dichte Laubdach der Tropen bietet Schutz für Huambo

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farbenprächtige Vögel,

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zu verkaufen und Felder WINDHUK
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große Teile der Ernte. Darum sind Or anj
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Ein traditionell gekleideter Krieger vom viele Menschen in Malawi, Sambia, D A

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Stamm der Samburu blickt über ein weites S Ü G r o ß e MASERU k e n
Tal. Kenias schöne Landschaft ist beeindru- Mosambik, Swasiland oder auch in Karoo Dr
a Durban
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ckend. Deswegen kommen viele Touristen. Lesotho von Hunger bedroht. Und ar
t b
Sw Port
Länder wie Angola, Ruanda, Bu- Kap der Kapstadt
Elizabeth

rundi oder die Demokratische Republik Kongo befanden sich jahrelang Guten Hoffnung
Kap Agulhas
in einem blutigen Bürgerkrieg. Auch Südafrika blickt auf eine bewegte N
Geschichte zurück. Es ist noch gar nicht lange her, dass weiße und schwarze
W O
Südafrikaner streng voneinander getrennt wurden. Erst 1994 wurde die Ras-
sentrennung in Südafrika (Apartheid) beendet. Dank seiner Bodenschätze wie S
Diamanten und Gold ist Südafrika heute
das wirtschaftlich reichste Land auf dem
Kenia Burundi
afrikanischen Kontinent. In Südafrika
Hauptstadt: Nairobi Hauptstadt: Bujumbura
gibt es Wüsten, Savannen, Wälder, Fläche (ca.): 582 000 km2 Fläche (ca.): 27 800 km2
Weinberge und viele Naturreservate und Einwohner in Mio.: rund 35,1 Einwohner in Mio.: rund 7,8
Nationalparks. Die gibt es auch in Tan- Sprache: Kisuaheli Sprache: Kirundi, Französisch
sania, Kenia oder Sambia. Im südlichen Tansania Uganda
Afrika ist es die meiste Zeit des Jahres
Hauptstadt: Dodoma Hauptstadt: Kampala
warm und sonnig. Es gibt Trocken- und Fläche (ca.): 884 000 km2 Fläche (ca.): 242 000 km2
Regenzeiten. Dabei sind die Jahreszeiten Einwohner in Mio.: rund 37,7 Einwohner in Mio.: rund 29,9
auf der Südhalbkugel entgegengesetzt zu Sprache: Kisuaheli, Englisch Sprache: Kisuaheli, Englisch
den unseren. Im südafrikanischen Winter Ruanda Dem. Rep. Kongo
ist bei uns also Sommer. Das Klima auf Hauptstadt: Kigali Hauptstadt: Kinshasa
den Inseln ist feucht und heiß. Fläche (ca.): 26 300 km2 Fläche (ca.): 2,3 Mio. km2
Einwohner in Mio.: rund 9,2 Einwohner in Mio.: rund 59,3
60 Sprache: Kinyarwanda, Französisch, Englisch Sprache: Französisch
ÄT HIOPIEN Südafrika
DA
Turkana-
see Sambia Simbabwe
Mt.
Elgon Hauptstadt: Lusaka Hauptstadt: Harare
l l e y

A KEN IA Fläche (ca.): 752 600 km2 Fläche (ca.): 390 800 km2


Mount Einwohner in Mio.: rund 11,9 Einwohner in Mio.: rund 13
Kenya Sprache: Englisch Sprache: Englisch
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NAIROBI
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E Hauptstadt: Lilongwe
DODOMA Pemba Fläche (ca.): 118 500 km2
Sansibar L VICTORIA Einwohner in Mio.: rund 13,2
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Dar es Salaam

Was ist Bürgerkrieg?


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Mosambik
Hauptstadt: Maputo
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Kap Delgado
alawi- vuma KOMOREN
Ein Bürgerkrieg ist eine bewaffnete Fläche (ca.): 799 400 km2
see Ru Einwohner in Mio.: rund 20,2
MORONI Auseinandersetzung innerhalb eines
MA L AWI Sprache: Portugiesisch
GWE
Mayotte (F)
Staates. Dabei überfällt nicht ein
Maromokotro
k Staat einen anderen Staat, sondern Seychellen
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Blantyre m R die Menschen, die in einem Land Hauptstadt: Victoria
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leben, bekämpfen sich gegenseitig. Fläche (ca.): rund 455 km2


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Toamasina Einwohner: rund 81 000


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M Bürgerkriege können verschiedene
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Saint-Denis Sprache: Kreolisch, Englisch, Französisch
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ANTANANARIVO Gründe (F)haben. Häufig finden sie aus


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Mauritius
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Beira religiösen Gründen oder wegen po-


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litischer
PORT oder gesellschaftlicher Pro-
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Hauptstadt: Port Louis


ß

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S av LOUIS Fläche (ca.): 2 040 km2
bleme statt. In vielen afrikanischen
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Südlicher Wendekreis
Einwohner in Mio.: rund 1,3
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Ländern herrscht Bürgerkrieg. Darum Sprache: Englisch


S

sind in Afrika unzählige Menschen auf


UTO
der Flucht. Aus Angst vor der Gewalt Komoren
I N D I S C H E R
AND verlassen sie ihre Dörfer und fliehen Hauptstadt: Moroni
O Z E A N Fläche (ca.): 1 861 km2
in Städte oder in Nachbarländer.
Einwohner: rund 819 000
Kinder leiden besonders unter einem Sprache: Komorisch, Französisch
Bürgerkrieg. Viele Kinder verlieren
Angehörige oder werden auf der Flucht Madagaskar
von ihrer Familie getrennt. Die Kinder Hauptstadt: Antananarivo
Fläche (ca.): 587 000 km2
sehen furchtbare Dinge. Sie bekom- Einwohner in Mio.: rund 19,1
men nicht regelmäßig etwas zu essen, Sprache: Malagasy, Französisch
können keine Schule besuchen und
Botswana
0      
0
300     
400
600
800
sich nachmittags nicht zum Spielen
km km Hauptstadt: Gaborone
verabreden.
MeilenMeilen Fläche (ca.): 582 000 km2
0 400 800
0            300           600 Einwohner in Mio.: rund 1,8
Sprache: Englisch

Republik Kongo São Tomé und Príncipe Swasiland


Hauptstadt: Brazzaville Hauptstadt: São Tomé Hauptstadt: Mbabane
Fläche (ca.): 342 000 km2 Fläche (ca.): 1 000 km2 Fläche (ca.): 17 400 km2
Einwohner in Mio.: rund 3,8 Einwohner: rund 160 000 Einwohner in Mio.: rund 1
Sprache: Französisch Sprache: Portugiesisch Sprache: Siswati

Gabun Angola Lesotho


Hauptstadt: Libreville Hauptstadt: Luanda Hauptstadt: Maseru
Fläche (ca.): 267 700 km2 Fläche (ca.): 1,25 Mio. km2 Fläche (ca.): 30 400 km2
Einwohner in Mio.: rund 1,4 Einwohner in Mio.: rund 16,4 Einwohner in Mio.: rund 1,8
Sprache: Französisch Sprache: Portugiesisch Sprache: Sesotho, Englisch

Äquatorialguinea Namibia Südafrika


Hauptstadt: Malabo Hauptstadt: Windhuk Hauptstadt: Pretoria
Fläche (ca.): 28 100 km2 Fläche (ca.): 824 300 km2 Fläche (ca.): 1,2 Mio. km2
Einwohner in Mio.: 515 000 Einwohner in Mio.: rund 2,1 Einwohner in Mio.: rund 47,6
Sprache: Spanisch Sprache: Englisch Sprache: Englisch, Afrikaans 61
Am kältesten Punkt der Erde
Als Antarktis bezeichnet man die um den Südpol liegenden Land- und Meergebiete. Im Ge-
gensatz zur Arktis ist die Antarktis ein Kontinent. Dieser riesige Erdteil ist aber nicht in
Länder aufgeteilt. Wie in der Arktis gibt es auch in der Antarktis bedeutende Bodenschätze
(z.B. Eisenerz, Kupfer, Kohle, Erdöl und Erdgas). Die Antarktis hat ein extrem kaltes, trockenes
Klima. Hier ist es noch
0       600      1200
kälter als in der Ark- kmkm
0 400 800

tis. Auf die eisigen, langen Winter folgen Meilen


Meilen
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kurze und kühle Sommer. Nicht nur das ß AT L A N T I S C H E R
Südorkney-
Wasser, auch das gebirgige Festland

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der Antarktis ist nahezu komplett ar

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es in der Antarktis nur wenige Coats- Kö L a n d
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können auch nur wenige Tiere Alexander- insel Amery-

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überleben. Um nicht zu erfrieren, Po l a r p l a t e au American
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müssen sie eine dicke Fettschicht

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findet man zum Beispiel Pinguine.

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Ozonschicht. Das Ozon wird von verschiedenen Stof-


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fen zerstört. Zu diesen Zerstörern gehören beispielsweise Pol
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Südlicher Polarkrei
die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Diese waren früher in
fast allen Spraydosen. Man wusste damals noch nicht, dass das FCKW
die Ozonschicht, das Schutzschild der Erde, zerstört. Vor etwa 30 Jahren haben N
Forscher dann in der Antarktis ein riesiges Loch in der
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Ozonschicht entdeckt. Jetzt hofft man, dass sich die
Ozonschicht langsam wieder erholt. S

Leben in der Antarktis auch Menschen?


In der Antarktis ist es wirklich bitterkalt. Dort schneit es sogar
im Sommer! Kein Wunder also, dass die Antarktis, abgesehen von
einigen Forschungsstationen, nicht bewohnt ist. Die Forscher
kommen für ein paar Wochen oder Monate in die Antarktis. Sie
werden mit Flugzeugen dorthin gebracht, die einziehbare Skier
Die Antarktis ist ein Kontinent, haben und auf dem Eis landen können. In der Antarktis leben sie
doch wegen der großen Kälte dann in modernen Polarstationen, die mit Laboren, Wohnräumen
haben hier nie Menschen ge-
lebt. Nur wenige Pflanzen und
und Schlafzimmern ausgestattet sind. Manche Stationen sind sogar
Tiere wie diese Kaiserpinguine richtige Siedlungen mit Supermarkt, Bibliothek, Kirche und Kino.
halten sich hier auf. Die Forscher haben wichtige Aufgaben. Sie messen zum Beispiel an
verschiedenen Orten die Eisdicke, um festzustellen, ob die Eismen-
ge abnimmt und der Meeresspiegel steigt. Denn wenn das Eis in der
Antarktis vollständig schmelzen würde, würden große Teile der Erde
62 überflutet werden.
Register
Den Haag 12, 13 Harare 60, 61 Kenia 57, 60, 61 Maskat 25
Deutschland 6, 7, 12, 13 Harz 13 Khartum 59 Matterhorn 12
Dhaka 26, 27 Havanna 50, 51 Kiew 17 Mauretanien 57, 58
Dili 29 Hawaii 33, 36, 37, 41 Kigali 60 Mauritius 57, 61
A Bandar Seri Begawan 29 Dnjepr 16 Hebriden 9 Kilimandscharo 61 Mazedonien 7, 16, 17
Abu Dhabi 25 Bangkok 28, 29 Dodoma 60, 61 Helsinki 11 Kingston 50, 51 Mbabane 60, 61
Abuja 59 Bangladesch 21, 26, 27 Doha 24, 25 Himalaya 18, 20, 26 Kingstown 51 Mekong 28
Accra 58 Bangui 59 Dominica 48, 49, 50, 51 Hindukusch 24, 25 Kinshasa 60 Melanesien 36
Addis Abeba 59 Banjul 58 Dominikanische Republik Hinterindien 28 Kirgisistan 20, 21, 22, 23 Melekeok 36
Afghanistan 20, 21, 24, 25 Barbados 48, 49, 50, 51 48, 49, 50, 51 Hohe Tatra 16 Kiribati 33, 36, 37 Menorca 15
Afrika 54, 55, 56, 57 Barentssee 22 Donau 12, 13, 16 Hokkaido 26, 27 Kleine Antillen 50, 51 Mesopotamien 19, 20
Ägypten 57, 58, 59 Basseterre 51 Dschibuti 57, 59 Honduras 46, 48, 49, Kleine Meerjungfrau 10 Mexiko 46, 48, 50
Alaska 38, 42 Bayerischer Wald 13 Dublin 9 50, 51 Kolumbien 48, 49, 52, 53 Mexiko City 50
Albanien 6, 7, 16, 17 Beirut 24, 25 Duschanbe 22, 23 Hongkong 27 Komoren 57, 61 Michigansee 45
Alëuten 30 Belgien 6, 7, 12, 13 Honiara 36, 37 Kongo 60 Mikronesien 32, 33, 36
Algerien 57, 58, 59 Belgrad 16, 17 E Honshu 26, 27 Kopenhagen 11 Minsk 17
Algier 58, 59 Belize 46, 48, 50, 51 Ecuador 48, 49, 52, 53 Hudsonbay 41, 43 Korsika 6, 14, 15 Mississippi 40, 41
Alpen 4, 6, 12, 13 Belmopan 50, 51 Elbe 13 Huronsee 45 Kreta 7, 16 Missouri 44, 45
Alpenrepubliken 12 Benelux 12 Elfenbeinküste 57, 58 Krim 7 Mittelamerika 38, 46, 47,
Altai 26 Benin 57, 59 El Salvador 46, 48, 50, 51 I Kroatien 6, 7, 16, 17 48, 49, 50, 51
Amazonas 40, 46, 52, 53 Beringstraße 18, 21 Ems 12 Iberische Halbinsel 14 Kuala Lumpur 28, 29 Mittelmeer 4, 6, 7, 14,
Amerika 38 Berlin 12, 13 England 8 Ibiza 14 Kuba 46, 48, 49, 50, 51 15, 16
Amerikanisch-Samoa 33, 41 Bermuda-Inseln 38, 44, 45 Eritrea 57, 59 Ijsselmeer 12 Kuwait 20, 21, 24, 25 Mogadischu 59
Amman 24, 25 Bern 12, 13 Erzgebirge 13 Indien 20, 21, 26, 27 Kykladen 16 Moldawien 7, 17
Amsterdam 12, 13 Bhutan 21, 26, 27 Estland 7, 10, 11 Indischer Ozean 26, 28, Kyushu 26, 27 Monaco 6, 7, 15
Anden 46, 52, 53 Bischkek 22, 23 Europa 4, 5, 6, 7, 20 30, 34 Monaco-Ville 15
Andenstaaten 52 Bissau 58 Europäisches Nordmeer 6, 9 Indochina 28 L Mongolei 21, 26, 27
Andorra 6, 7, 14, 15 Bodensee 12 Europäische Union 4 Indonesien 21, 28, 29 Labrador 41 Monrovia 58
Andorra la Vella 15 Bogotá 52, 53 Eurasien 18 Indonesischer Archipel 28 Ladogasee 7 Montenegro 6, 7, 16, 17
Angola 57, 60, 61 Böhmerwald 16 Eurotunnel 8 Indus 20 Laos 21, 28, 29 Montevideo 53
Ankara 24, 25 Bolivien 48, 49, 52, 53 Insel Man 9 Lefkosia 17 Moroni 61
Antananarivo 61 Borneo 28, 29 F Irak 20, 21, 24, 25 Lena 21, 23 Mosambik 57, 60, 61
Antarktis 62 Bornholm 11 Falklandinseln 49 Iran 20, 21, 24, 25 Lesotho 57, 60, 61 Moskau 20, 22, 23
Antigua und Barbuda 48, Bosnien und Herzegowina Färöer 6, 9, 10 Irische See 8 Lettland 7, 10, 11 Mostar 16
49, 50, 51 6, 7, 16, 17 Feuerland 48 Irland 6, 7, 8, 9 Lhasa 26, 27 Mount Everest 18, 21, 24
Apia 37 Bosporus 7, 16, 20, 24 Fidschi 33, 36, 37 Isar 13 Libanon 20, 21, 24, 25 Myanmar 21, 26, 27
Äquator 34, 37 Botswana 57, 60, 61 Finnischer Meerbusen 11 Islamabad 25 Liberia 57, 58
Äquatorialguinea 57, 60, Bottnischer Meerbusen 11 Finnland 7, 10, 11 Island 6, 7, 8, 9 Libreville 60, 61 N
61 Brasília 53 Frankreich 6, 7, 14, 15, 33 Israel 20, 21, 24, 25 Libyen 57, 58, 59 Naher Osten 24
Arabische Halbinsel 18, 24 Brasilien 46, 48, 49, 52, 53 Französisch-Polynesien 33 Istanbul 20, 24 Liechtenstein 6, 7, 12, 13 Nairobi 60, 61
Aralsee 22 Bratislava 16, 17 Freetown 58 Italien 6, 7, 14, 15 Lilongwe 60, 61 Namib 54, 57, 60
Ardennen 12 Brazzaville 60, 61 Friesische Inseln 12, 13 Lima 52, 53 Namibia 57, 60, 61
Argentinien 48, 49, 52, 53 Bridgetown 51 J Lissabon 14, 15 Nauru 33, 36
Arktis 62 Brunei 21, 28, 29 G Jakarta 28, 29 Litauen 7, 10, 11 Nassau 44, 45
Ärmelkanal 8, 9, 14 Brüssel 12, 13 Gaborone 60, 61 Jamaika 48, 49, 50, 51 Lomé 59 Naypyidaw 27
Armenien 20, 21, 24, 25 Budapest 16, 17 Gabun 57, 60, 61 Japan 21, 26, 27 London 8, 9 N’Djamena 59
Aschchabad 22, 23 Buenos Aires 53 Galápagosinseln 48 Java 28 Louvre 14 Nefud-Wüste 24
Aserbaidschan 20, 21, Bujumbura 60 Gambia 57, 58 Jemen 20, 21, 24, 25 Ljubljana 16, 17 Nepal 20, 21, 26, 27
24, 25 Bukarest 16, 17 Ganges 18, 20 Jerewan 24, 25 Luanda 60, 61 Neu-Delhi 26, 27
Asien 18, 19, 20, 21 Bulgarien 7, 16, 17 Gelbes Meer 21, 27 Jerusalem 24, 25 Lusaka 60, 61 Neufundland 43
Asmara 59 Burkina Faso 57, 58 Genfer See 12 Jordanien 20, 21, 24, 25 Luxemburg 7, 12, 13 Neuguinea 28, 29, 30, 36
Asowsches Meer 7 Burundi 57, 60 Georgetown 53 Jütland 10, 11 Neukaledonien 32, 33, 36
Astana 22, 23 Georgien 20, 21, 24, 25 M Neuschwanstein 12
Asunción 53 C Ghana 57, 58 K Maas 12 Neuseeland 30, 33, 34, 35
Atacama 52, 53 Canberra 35 Gibraltar 14 K 2 24, 25 Macchu Picchu 53 New York 44, 45
Athen 16, 17 Caracas 53 Gobi 26, 27 Kabul 25 Madagaskar 54, 57, 61 Niamey 59
Äthiopien 57, 58, 59 Castries 51 Golfstrom 8 Kairo 58, 59 Madrid 14, 15 Nicaragua 46, 48, 49,
Atlantik 6, 8, 9 Celebes 28, 29 Golf von Bengalen 20, Kalahari 54, 57, 60 Magellanstraße 53 50, 51
Atlantischer Ozean 6, 8, 9 Chang Jiang 21 21, 26 Kambodscha 21, 28, 29 Maghreb-Länder 58 Niederlande 6, 7, 12, 13
Atlasgebirge 58, 59 Chile 33, 48, 49, 52, 53 Golf von Mexiko 41, 45 Kamerun 57, 59 Main 13 Niger 57, 59
Ätna 6 China 20, 21, 26, 27 Grenada 48, 49, 50, 51 Kampala 60 Malabo 60, 61 Nigeria 57, 59
Australien 30, 31, 32, 33, Chinesische Mauer 21 Griechenland 7, 16, 17 Kanada 38, 40, 41, 42, 43 Malaiischer Archipel 28 Nikosia 17
34, 35 Chi˛sinãu 17 Grönland 10, 38, 42 Kanalinseln 9, 14 Malakka-Straße 28 Nil 40, 58, 59
Azoren 14 Colombo 26, 27 Großbritannien 6, 7, 8, 9, 33 Kanaren 14 Malawi 57, 60, 61 Nordafrika 58, 59
Conakry 58 Große Antillen 50, 51 Kap Hoorn 46, 49, 53 Malaysia 21, 28, 29 Nordamerika 38, 39, 40,
B Cook-Inseln 33, 36, 37 Großes Barriereriff 30, 32, Kap Verde 57, 58 Malé 26, 27 41, 42, 43
Bagdad 24, 25 Costa Brava 14 34, 35 Karakorum 24, 25 Malediven 20, 21, 26, 27 Nordirland 8, 9
Bahamas 44, 45, 49, Costa Rica 46, 48, 49, Großglockner 13 Karakum-Wüste 22 Mali 57, 58, 59 Nordkap 4, 6, 7, 11
50, 51 50, 51 Guam 32, 33, 36, 41 Karibik 46, 50, 51 Mallorca 15 Nordkorea 21, 26, 27
Bahrain 20, 21, 24, 25 Guatemala 46, 48, 50, 51 Karibisches Meer 49, 51 Malta 6, 7, 15, 17 Nördliche Marianen 32, 33,
Baikalsee 21, 22, 23 D Guinea 57, 58 Karpaten 7, 16 Managua 50, 51 36, 41
Bairiki 36 Dakar 58 Guinea-Bissau 57, 58 Kasachstan 20, 21, 22, 23 Manama 25 Nördlicher Polarkreis 6, 7, 8, 9
Baku 24, 25 Dalap-Uliga-Darrit 36 Guyana 48, 49, 53 Kaspisches Meer 18, 20, 24 Manila 29 Nordpolarmeer 23, 42, 43
Balaton 16 Damaskus 24, 25 Katar 20, 21, 24, 25 Maputo 60, 61 Nordsee 6, 8, 9
Balearen 6, 14, 15 Dänemark 6, 7, 9, 10, 11 H Kathmandu 26, 27 Marokko 57, 58 Norwegen 6, 7, 10, 11
Balkan 16 Demokratische Republik Haiti 48, 49, 50, 51 Kattegat 11 Marshallinseln 32, 33, 36 Nouakchott 58
Bamako 58 Kongo 57, 60 Hanoi 28, 29 Kaukasus 18, 20, 24 Maseru 60, 61 Nuku’alofa 37

63
O Podgorica 16, 17 die Grenadinen 48, 49, Sognefjord 10 Tirana 16, 17 Vatikanstadt 6, 7, 14, 15
Oberer See 38, 45 Polen 6, 7, 16, 17 50, 51 Somalia 57, 59 Togo 57, 59 Vatnajökull 8
Ochotskisches Meer 21, 23 Polynesien 36 Sanaa 24, 25 Spanien 6, 7, 14, 15 Tokelau 33 Venezuela 48, 49, 52, 53
Oman 20, 21, 24, 25 Port-au-Prince 50, 51 Salomonen 32, 33, 36, 37 Sri Lanka 20, 21, 26, 27 Tokyo 27 Vereinigte Arabische
Onegasee 7 Port Louis 61 Sambia 57, 60, 61 St. George’s 51 Tonga 32, 33, 36, 37 Emirate 20, 21, 24, 25
Ontariosee 45 Port Moresby 36, 37 Samoa 32, 33, 36, 37 St. John’s 51 Totes Meer 18 Vereinigte Staaten
Orkney-Inseln 9 Port of Spain 51 San José 50, 51 Stockholm 11 Transsibirische Eisenbahn von Amerika 38, 40, 41,
Oslo 11 Porto Novo 59 San Marino 7, 14, 15 Straße von Gibraltar 22 44, 45
Osterinsel 30, 33, 36 Portugal 6, 7, 14, 15 San Salvador 50, 51 6, 54, 57 Trinidad und Tobago 48, Victoria 61
Österreich 6, 7, 12, 13 Port Vila 36, 37 Santiago de Chile 53 Sucre 53 49, 50, 51 Vientiane 28, 29
Ostsee 6, 11, 12, 13 Prag 16, 17 Santo Domingo 51 Südafrika 57, 60, 61 Tripolis 58, 59 Vietnam 21, 28, 29
Osttimor 21, 29 Praia 58 São Tomé 60, 61 Südamerika 38, 46, 47, 48, Tropen 37 Vilnius 11
Ottawa 43 Pretoria 60, 61 São Tomé und Príncipe 49, 52, 53 Tschad 57, 59
Ouagadougou 58 Puerto Rico 50, 51 57, 60, 61 Sudan 57, 58, 59 Tschechische Republik W
Ozeanien 30, 31, 32, 33 Pyrenäen 6, 14 Sarajevo 16, 17 Südkorea 21, 26, 27 6, 7, 16, 17 Wales 8
Sardinien 6, 14, 15 Südpol 34, 62 Tschechoslowakei 16 Wallis und Futuna 33
P Q Saudi-Arabien 20, 21, Südsee 30 Tunesien 57, 58, 59 Warschau 16, 17
Pakistan 20, 21, 24, 25 Quito 52, 53 24, 25 Suezkanal 56, 57 Tunis 58, 59 Washington 44, 45
Palau 32, 33, 36 Schottland 8, 9 Sumatra 28 Türkei 16, 17, 20, 21, Weißes Meer 7
Palikir 36 R Schwarzes Meer 7, 16, Suriname 48, 49, 53 24, 25 Weißrussland 7, 17
Panama 46, 48, 49, 50, Rabat 58 17, 18 Suva 36, 37 Turkmenistan 20, 21, Wellington 35
51, 52 Republik Irland 8 Schwarzwald 13 Swasiland 57, 60, 61 22, 23 Weser 13
Panamakanal 46, 51 Republik Kongo 57, 60, 61 Schweden 6, 7, 10, 11 Sydney 32 Turks- und Caicos-Inseln Wien 12, 13
Pantanal 52, 53 Reykjavik 8, 9 Schweiz 6, 7, 12, 13 Syrien 20, 21, 24, 25 44, 45 Windhuk 60, 61
Papua-Neuguinea 32, 33, Rhein 12 Seeland 10, 11 Tuvalu 33, 36, 37 Wolga 12
36, 37 Riad 24, 25 Seidenstraße 19 T Yamoussoukro 58
Paraguay 48, 49, 53 Riga 11 Senegal 57, 58 Tadschikistan 20, 21, U
Paramaribo 53 Rio de Janeiro 46, 52, 53 Seoul 27 22, 23 Uganda 57, 58, 60 Y
Paris 14, 15 Rocky Mountains 38, 44 Serbien 7, 16, 17 Tahiti 37 Ukraine 7, 17 Yaoundé 59
Pazifik 29, 30, 32, 33, Rom 15 Seychellen 57, 61 Taipeh 27 Ulan-Bator 27 Yaren 36
34, 35 Roseau 51 Shetland-Inseln 9 Taiwan 21, 26, 27 Ungarn 6, 7, 16, 17
Pazifische Inseln 36, 37 Rotes Meer 24, 57 Shikoku 26, 27 Tajo 14 Ural 4, 7, 18 Z
Pazifischer Ozean 29, 30, Ruanda 57, 60 Sibirien 18, 22, 23 Tallinn 11 Uruguay 48, 49, 53 Zagreb 16, 17
32, 33, 34, 35 Rügen 13 Sierra Leone 57, 58 Tansania 57, 60, 61 USA 33, 38, 40, 41, 44, 45 Zentralafrikanische
Peking 27 Rumänien 7, 16, 17 Simbabwe 57, 60, 61 Taschkent 22, 23 Usbekistan 20, 21, 22, 23 Republik 57, 59
Persischer Golf 20, 24 Russland 7, 20, 21, 22, 23 Singapur 21, 28, 29 Tasmanien 30, 34, 35 Usedom 13 Zentralmassiv 14, 15
Peru 48, 49, 52, 53 Sizilien 6, 14, 15 Tegucigalpa 50, 51 Zugspitze 13
Petersdom 15 S Skagerrak 11 Teheran 24, 25 V Zürich 12, 13
Philippinen 21, 28, 29, 30 Sahara 54, 57, 58, 59 Skandinavien 10 Tejo 14 Vaduz 13 Zypern 7, 17
Phnom Penh 28, 29 Saint Kitts und Nevis 48, Skopje 16, 17 Texel 12 Vaiaku 37
Pitcairn 33 49, 50, 51 Slowakei 6, 7, 16, 17 Thailand 21, 28, 29 Valletta 17
Pjöngjang 27 Saint Lucia 48, 49, 50, 51 Slowenien 6, 7, 16, 17 Tiflis 24, 25 Vanuatu 32, 33, 36, 37
Plattensee 16 Saint Vincent und Sofia 16, 17 Thimphu 26, 27 Vatikan 15

ABBILDUNGSNACHWEIS
akg-images, Berlin: 5 o./Lessing, 5 u./Connolly, 19 u., 39 u., 47 o., 55 o.r./Forman; Corbis-Bettmann, New York: 27/UPI; dpa Picture-Alliance GmbH, Frankfurt:
29 u.; fotolia.com: 31 r.o./RomX, 41/Glendon Pardy; IFA-Bilderteam, Ottobrunn: 10 o./Harris, 15 u./Aberham, 15 o./Kohlhas, 20 u./Prenzel, 20 o./Kracke, 23 u./
AFI, 25/Jon Arnold Images, 29 o./Haigh, 32/Bowman, 34/Arakaki, 35 u.r./Jon Arnold Images, 36/Thiele, 38/Harris, 39 o.l./v. Stroheim, 40/Leeson, 42/PAN,
45 u./Aberham, 51/Kohlhas, 56 o./LDW, 62/Pölking; Ingram Publishing: 55 o.l.; Mauritius, Mittenwald: 7/Oxford Scientific, 8 o./Vidler, 9 M.r./Nägele, 12/Beck,
13/age, 18/Vidler, 21/Steve Bloom Images, 22/Torino, 23 o./Morandi, 33/SuperStock, 35 o./World Pictures, 37/Grinberg, 43/Cash, 44/Doug Scott, 46/World
Pictures, 48 o./age, 49 o./Vidler, 49 u./vidler, 56 u., 59/Weyer, 60/Warburton-Lee; Max-Planck-Gesellschaft, München: 19 o.; shutterstock.com: 9 o./Bjartur
Snorrason, 10 u./May-Britt Hansen, 17/Amra Pasic, 52/Robert J. Beyers II, 53/Mike von Bergen, 54/Marja-Kristina Akinsha; TopFoto, Kent: 31 l.o., 39 o.r./
Werner Forman, 47 u./Walker, 55 u./Gubb/TIW; TopFoto, Kent: 4/Farnsworth/TIW, 8 u./Photri, 26/Brakefield/TIW, 30, 31 u./The British Library.

Abbildungen auf dem Einband:


istockphoto.com/Ian Scott (Fische); NASA/The Goddard Space Flight Center, Greenbelt/Jacqes Descloitres, MODIS Land Rapid Response Team (Amazonasdelta); NASA,
Washington/Jeff Schmaltz, MODIS Land Rapid Response Team (Hurrikan); shutterstock.com/Chris Fourie (Elefant); shutterstock.com/emin kuliyev (Freiheitsstatue)

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