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ZEITSCHRIFT

FÜR

NUNIISMA TIK
HERAUSGEGEBEN VON

J. MENADIER UND K. REGLING

ZWEIUNDVIERZIGSTER BAND

MIT 9 TAFELN

BE RUN
WEIDMANNSCHE BUCHHANDLUNG
1935
Nachträge zu den russischen Funden abend=
ländischer Münzen des 11. und 12. Jahrhunderts.
Hierzu Tafel III.

Zu dem in dieser Zeitschrift Band 39 S. 1- 187 und 40


S. 188-228 von mir gegebenen Verzeichnis der rns~ischen
.Funde abend ländischer l\liinzeu des 11. und 12. Jahrh. gebe ich
hier als Nachträge die von 1929-1931 in UdSSR. gehobenen
Schätze derart nebst einigen a ns fruh eren Jahren.

Abkürzungen.
Dbg. = Dannenberg, H., Die deutschen 1\Iiinzen der sächsischen und friin-
kischeu Kaiserzeit. 4 Bände nnd Tafeln. 1876-1905.
GA!l\IK = Gosud nrstven naja Almdemija I storii materjal'noj Kultury (Ar-
chäologi sche Akademie zu Leniograd).
Hanb. = Hauberg, 1\Iyotforhold og Udmyntningnr in Danmark indtil 1146
-1900.
H il d.= Hildobrnutl, Br. E., Anglosachsiska mynt i svenskn kongliga mynt-
],o.biuett et fnnnn i Sveriges Jo rd. 188 1.
ll!en. = JHeno.dier, J., Deutsche 1\IUnzen. I. Baud.
Reiche] = Reicheische l\Iünzsamm lung zu St. Petersburg.
ZANO = Zap iski Archeologicesko-Numizmati~eskO\'O Obes~estva (enthält
Köhncs Arb eit Uber die abendländischen JHiiozen in Rußland).

Bei d er \ Viedergabe der russischen Namen ist die phonetische Trans-


skription angewandt worden. So sind die Laute: sch = s,tsch = ö, schtsch
= SI:': , z = d em französi schen j, das leicht angehauchte j tlm·ch ' wieder-
gegeben, " c" muß man imm er wie ein deutsches n Z " aussprechen, und
und "z" wie im Französischen.

Go u ver o e m e n t 0 I o u e c (R S F S R.).
1. (Z. f. N. S. 66 No. 1 a). V i d I i c y, Kreis Petrozavodsk
(j etzt autonome Hepublik Karclieu, B ezirk Vidlicy). - Während
der im Jahre 1929 am linken Ufer des F lusses 'l'uloksa beim
Zeitsc hrift fllr Numi• matik. XLU. 11
154 ~- Bau er :

Dorfe Vidlicy vorgenommenen Ausgrabungen wurden 5 1\:IUnzen


aufgedeckt, 1 Penny Knuts des Gr., geprägt in Loodou vom Münz-
meister Leofwine (Typ Bild. H.), und 2 Bruc hstUcke angelsäch-
sisch er Münzen, sowie 1 Köln er Pfennig des Erzbischofs Her-
mann lll. (Dbg. 414) und 1 Regensborger Kaiser Heinrichs 111.
(Dbg. 1101).
2. (No. 1 b). Ra b o 1a, Kreis Petrozavods k. - Gleichzeitig
wurde beim Dorfe Rabola am Flosse Tnloksa im Tumulus No. 4
ein Kölner Pfennig des Erzbischofs Hermann 111. (Dbg. 389 oder 4 13)
gefunden und mir vorgewiesen.
3. ( 3a). Lode j n o je Po I e II , Kreissta dt (jetzt Bezirks-
stadt des Nordwestgebiets) [1085]. - Am 5. Oktober 1929 wurde
bei der Eisenba hnstation Lodejnoje Pole a m Sandabhang ein
Schatz von ungefähr 800 g gehoben. Er ge langte in der Zahl
von 258 Münzen nebst zwei berzförmigen SchmuckstUcken und einem
nnbeprägteu Schrötling von 1,43 g au das H e imatmuseum des
Bezirkes und wurde dann im Sommer 1930 mir vorgewiesen.

E n g I i s c b e M ü n z e n.
1. Eth e lr ed 11. (978-101 6), T y pus D, Bild. 2769 1 Stuck
2. Knut der Gr. (1016-1 0a5), Typus G, llild. -
Hs. Bild. a 2; Rs.: COVT/\ ON LVNDEN 1
"
D ä n i s c h e M ü n z e n.
3. Hard e k n u t (1035-1042). Bedeby. Baub. 50 (vgl.
König l\Iagnns, Banb. 36). Umschrift
unleserlich 1
4. Svend Estrid se n (L0-17 -107 5). Bedeby. "
Haub. 77 var. (auf Rs. fehlen im Felde
die Kreise) 1
"
D e u t s c h e l\1 U n z e n.
5. U n bestimmte l\fUnzs tä tte in Nie d erioth rin gen.
Gottfried l. (1012-1023). Dbg. ll 1438.
Hs .: Umschrift undeutlich, Rs . (be i an-
derer Ste llung a ls bei Dbg., nämlich be i
vertikaler Lage des Schwertes von r echts
nach links) zn lescu EGOV =
ONO, wo-
bei die Lilie mit dem S tenge! nach oben 1
"
Nachtrüge z. d. russischen Funden ab endl. Münzen des 11. n. 12. Jahrh. 155

6. T h u in. Heinrich IL (1002-1024). Dbg. 261 . 1 StUck


7. B u y . Heinrich 11. Dbg. 226 . 1 ,,
8. Ce 11 es. Kaiser Heinrich Ili. (1 046- 1056). Dbg.
186. Va riaute im Monogramm 1 ,,
9. Na m ur. Graf Albert 111. (1037-1105). Dbg. 1 65 1
10. U n b es t im m t e Mlinzstätte, wahrscheinlich Nieder-
"
lothringen. Beide Umscbriften unlese r·
lieb. Hs.: Profil nach rechts, Rs.: Gleicb-
schenldiges Kreuz, in dessen zwei Win-
keln P unkte, im 3. ein Pfeil, im 4. un-
deutlicher Gegenst and 1 ••
11. T h i e 1. Kourad II. (1024- 1039). Dbg. 584. 5
1 2. Nachsch lag. Hs.: Dbg. 1V 2186, Rs.:
"
+ I . . 1/ ELE / Vfl\ 1
"
13. Dbg. 2 1 84 4
14. Dbg. 2 185 1 "
15. U t recht. König Heinrich 111. (1039-1046). Dbg.
"
542. Hs.: HENRICVS . REIX 1
1 6. Bischof Beroold ( 1027 -10ö4). Dbg. 544.
"
Rs.: · + SBERNOLDV·S EBISCOP · VS • · 2
17. Bischof Wilhelm (1054-1076 ?) Dbg. 11
"
1543 2
18. Dbg. ll 545 a . 2 "
19. Dbg. U 545 a var. (Außer den drei Punkten
"
eiu Kre is) 2
8 "
20. Dbg. 546 var. (ohne Kreuz) "
21. (mit Kreuz vor dem Stab) . 5
8 "
22. (mit e in em Kreis hinter dem Bischof) II

23. (\t hinter dem B ischof) . . 3


1 "
24. (mit einer Rosette hinter dem Bischof)
4 "
25. (ebenso, vertieft gepräg t)
26 . Dbg. 547 va r. Bs.: eine Rosette, Hs. : e ben-
"
fa lls . 1 ,,
27. Dbg. Il 1545. Hs.: + L . · · PIIIVLOV, Hs.:
+ VACAVE111PV . 1
"
28. Dbg . 549 1 ,,
29. G r o n i n g e n. Bischof Dcrnold. Dbg. 558 1
30. Dbg. 559 . 3 "
11*
"
156 . N. Bauer:

31. D e v e n t er. Heinrich II. Dbg. 563 2 Stuck


32. Konrad 11. Dbg. 566. Umscbriften un-
leserlich 1
33. Bischof Bernold. Dbg. 568, mit stark ent- "
stellten Umscb riften 2
3
"
34. ·Dbg. 572? Die Umschriften erloschen
35. Rh y n s b ur g. l\litte des 11. Jahrb. Dbg. ll 1390 a , "
doch die UmschrHteo ganz erloschen 1 ,,
36. S t a ver n. Graf Bruno (1038-1067). Dbg. 503 1
37. Gra f Ekbert J. (1057-1 068). D bg. 52 1. 2 "
38. Graf Ekbert 11. (1068- 1090). Dbg. 532 6 "
39. B o 1s ward. Ekbert 11. Dbg. 527 6 "
40. Lee u warden. Bruno. Dbg. 502 6 "
4 1. Ekbert IL Dbg. 53 1 2 "
42. D o k k um. Bruno. Dbg. 499 . 1 "
43. Ekbert 11. Dbg. 528 18 "
44. E m n i g h e im. Ekbert II . Dbg. 529 2 "
45. GarreIs w e e r . Ekbert 11. Dbg. 530 1 "
46. W in s um. Ekbert 11. Dhg. 534 . 3 "
47. Unbestimmte friesische MUnzstätte. B runo 3 "
,,
48. desgl., sehr schlecht erb alte n . 19
49. Em d e n. Graf Herman n (t 1086). Dbg. 773, "
durchweg Nachschläge 8
50. Völlig barbarischer Nachschlag 1 "
5·1. J eve r. HerzogBernba rd ll. (1 0 11- 1059). Dbg. "
593 . . 1
52. Herzog Otto (1059-7 1). Dbg. 595 1 "
"
53. Graf Herman n. Dbg. 597 . 2
54. Dbg. 597, mit unleserlichen Umschriften "
10 StUck 1 Brnchst.
55. Dbg. 597 a . 1 StUck
56. U n b es timmt e .MUnzstätte in Niedcrsacbsen.
Dbg. _1310 1
57. K ö 1n. Otto I. (936-973). Dbg. 329 (die Dicke "
des Scbröttlings lä ßt am T y pus nicht
zweifeln) 2 I)

58. K önig Otto IIL (983-996). Dbg. 337 1


59. Dbg. 339 1 "
"
Nachträge z . d. russ ischen Funden abendl. Münzen des 11. u. 12. Jahrh. 157

60. Dbg. 381 . 2 Stuck


61. Nachschläge mit Kölner Monogramm 2
62. An der nach. Bischof Piligrim (1 022 -1036}.
"
Dbg. 451 . 1
63. Dbg. 452 . 1 "
64. Dbg. H 1537 1 "
65. So es t. Kaiser Otto 111. (996-1002). Dbg. 342 "
var. In ein em der Winkel das Soester
Zeichen 1 ,,
66. Dort m und. Heinrich II. Dbg. 752, die Um-
schriften unleserlich 1
67. H i 1 des h e im. Konrad II. Dbg. 707-709, sehr
"
grob geprägt . 2
68. Anonym. Dbg. 715 1 "
69. Goslar. Heinrich IV. ( 1056-1105). Dbg. 667
"
var. Obol. - 0,59 g. Hs.: Brustbild in
Vorderansieht zwischen zwei Sternen,
Rs.: die beiden Heiligen . 1
"
70. G i t t e I d e. Dietrich 1. oder II. (t 1056 oder 1085).
Dbg. 1222 1
71. Otto-Ad e lheiddenare. Dbg. 1167 2 "
72. Men. I, S. 159 No. 54 1 "
1 "
73. Men. I, S. 167, unklar
74. Men. 1, S. 167 No. 1 1 "
"
75. Men. I, S. 167 No. 5 2
"
76. Men.I, S. 169No.17 var. (Hs.: Q = l? = ~= ~) 1
1
"
77. Bardewik. Dbg. 1293. "
78. S ä c h s i s c h e r u n b es tim m t e r M l1 u z h o f.
Dbg. 1311 3
2 "
79. Wurz b ur g. Anonym. Dbg. 859 "
80. Bischof Bruno (1034-1045). Dbg. 864 · 2
1 "
81. M ai n z. Otto II. (973 - 983). Dbg. 777 .
82. Kaiser Konrad ll. Dbg. 790, Umschriften
"
unleserlich 2
1 "
83. Heinrich 111. Dbg. 11 793 a ·
84. Bischof Luitpold (1051- 1059). Dbg. 807 1 "
85. Bischof Siegfried (1060-1084). Dbg. 811 1 "
"
158 N. Bauer:

86. Wo r m s. Heinrich Il. Dbg. 845. 5 S tuck 1 Brachst


87. Kaiser Heinrich lll. Dbg. 847 4 Stück
88. Spe i e r. Kaiser Otto I. Dbg. 825, die Umscbriften
erloschen 4
89. Ein doppel t durchbobrtes S tUck 1 "
"
90. Kaiser Otto 111. Dbg. 826?, die Um-
schriften unleserlich 1
9 1. Dbg. 82 7 . 3 "
92. Kaiser Konrad 11. mit Sohn. Dbg. 829 1 "
"
93. König Heinrich III. Dbg. 83 1 1 ,,
94. Kaiser Heinrieb lli. Dbg. 834 oder 835,
die Umschrift un de utlich 2
95. Dbg. 11 184:5 1 "
"
96. U n b e st i mm t e l\1tinzstiitte in Franken. Hs. :
Brustbild mit Tonsur von vorn, rechts n.
Von der Umschrift sind allein +3 erhalten.
Rs.: in den Winkeln eines gleichschenk-
ligen Kreuzes Ä =? = Ä = s. U mschrift
undentlieh . 1
97. E ß I in g e n. Dbg. 948-949? Umscbrifte n sehr "
undeutlich . 1
98. Au g s b ur g. Bischof Eberhard (1029- 1047). "
Dbg. 1029 1 ,,
99. R e g e u s b ur g. Herzog Heinrieb VI. (III. als K.ö uig,
1026 -1 040). Dbg. ll 0 1, unbedeute nd e Ab-
weichung in der Z eichnung des Gebäudes 1
100. Bischof Gebha rd ( 1023-1036). Dbg. 1103, "
die Umscbrifteu sehr undeutlich 1
101. Unbes timmt e 1\IUnzstätte. Dbg. 1 273. 1 "
102. Dbg. 1777, Nachschlag von Trier . 1 "
103. Dbg. II 1784 var. Nachschlag von Köln 1 "
104. Dbg. 11 1797 . 1 "
105. Die Umscbriften unleserlich. Hs.: das ge- "
wö hnlich e gleichschenklige Kre uz, mit
einem Kreise in ein em der Winkel,
Us. : eine dem sogenan nte n Laby rinth a uf
dem S.-Colonia-Nac hscbl ag. Dbg. 349.
gleichende F igur 1
"
Nachträge z . d. russischen Funde n abeudl. iUünzen des 11. u. 12. Jo.hrh. 159

106. Die Uruschriften unleserlich. Auf beiden


Seiten sehr primitive Kreuze, gleich Brei-
sach Dbg. 902-904 1 StUck
107. Bs.: barbarisch er Kopf nach links. Rs.:
Aufschrift im Felde: + / IICIIr +/ ICEN 1 ,,
108. Eine Hand g leich Dbg. Jll 1961, R~.: Do-
dentlicb. Verwildert l
109. Kirche, wie auf den späten Otto-Adelheid- "
denaren, zu beiden Seiten etwa 1") = - 1,
Hs. : in einem Linienkreise ein breit-
schenkliges Kreuz mit Punkten verziert. 1
110. Die Umschriften bestehen aus Stäbchen.
"
Die Darstellung undeutlich (menschliche
Figuren ?), aber von Linienkreisen um-
geben 1
111. Abgeriebene deutsche Pfennige. "
8 StUcke. 1 BruchstUck

Seiner Zahl nach gehört der FDnd zu deD mittelgroßen Schätzen


Roßlands dieser Art, dabei enthält er vorwiegend friesische und
niedersächsische Pfennige. Was die Vergrabungszeit anbetrifft,
so muß man sich an die Hegierungsjahre des mit 38 Denaren
vertretenen Grafen Ekbert 11. von Friesland halten, also 1068 - 1090.
Mit dem nötigen Vorbehalt kann er a lso etwa ins Jahr 1085 ver-
setzt werden.
4. (3 b). Ko s t o z er o, Kreis Lodejnoje Pole (jetzt im gleich-
namigen Bezirke des Nord westgebietes). - Im September des
Jahres 1929 wurde während der Ausbesserung einer Straße in
einem der um Kus tozero (Koschtsee) gelegenen Dörfer ein Topf
mit l\fUnzen gefunden. Sie wurden sofort vergriffen, und nur
5 von ihn eu kamen ins Heimatmuseum und worden darauf mir
vorgewiesen; es waren folgende: 2 Utrechter des Bischofs Wilbelm
(Dbg. 546); l Staverner Ekberts II. (Dbg. 532); 1 Emdener des
Grafen H ermann (Dbg. 773) und ein unbestimmter niedersächsischer
Denar (Dbg. 1311).
5. (3c). Kar I u c 1..t a, Kreis Lodejo~je Pole (jetzt gleichnamiger
Bezirk des Nordwestgebietes). - Im Sommer des Jahres 1930
während der von der stuatlicbeo Akademie fUr materielle Kultur
veranstalteten karelischen Expedition wurden beim Dorfe Kar-
160 ~- Bauer :

lucha am Flusse Ojat' 2 gehenk eHe Pennies Etbelreds 11., der


eine gleich Bild. 1813, der andere vom Crux-Typus von Deodgard
in Lincoln geprägt, eine gehenkelte spätfriesische Nachprägung
der Christiana-Religio-Denare (Dbg. 1309) und eine gleichfalls
geben~elte Nachprägung nach ostsächsischem Vorbild (Dbg.1299 b),
die beiden letzten g~locht, zutage gefördert und mir Yorgewiesen.
6. ·(3d). Kras.naja Zvir ', Kreis Lodejnoj e Pole. - Bei
derselben Gelegenheit uud im selben Jahre wurde beim Dorfe
Krasnaja Zvir' am Flusse S'as' 1 gelochter angelsächsischer
P enny K nnts des Gr. (1016 -1 035), Bild. 1769, 3 ganze gehenkelte
un ~ gelochte Q.eutsche Pfennige - 2 Wormser von Otto und Hein-
rich lll. (Dbg. 842 und 846) und 1 Regensborger Denar Heinrichs y:.
(Dbg. 1090) - und ein BruchstUck aus einer ostsächsischen Münz-
stätte, vielleicht Magdeburg aus der 1. Hälfte de~ 11. J ahrh., auf-
gedeckt und mir vorgewiesen. ·
7. (43a). Novgorod. - U m 1929 wurde un weit Novgo-
rods beim Aufdecken ein es Tumulus ein deutscher P fenn ig . von
Stablo aus dem 11. J ahrh. (Obg. 271) gefund en.
Handschrift!. Protokoll No. 416 der Num. Sektion der Aka-
demie fur materielle Kultur. - Brief von A. V. Oreschnikov
vom 5. August 1929.
8. (49a). U s tj e bei Pskov. - lm Jahre 1925 wurde beim
Kirchflecken Ustj e bei Pskov ein Fu nd von 35 Pfennigen Ek-
berts ll. von Friesland gehoben (Dbg. 527- 534).
Bandschr. .Brief des Bezirksmuseums vo n Pskov vom
24. April 1930 (mit Hinweis a uf Köhne, Taf. JX No. 11-13,
rnss. Ausgabe).
9. t49 b). Kar a m y s e v o, Eisenbahnstation bei Pskov. -
Im Herbst 1924 wurden bei der Eisenbahnstation Karamysevo
16 deutsche P fennige gefund en, deren Bestimm nng vom Kustos
des Bezirksmuseums Pskov mir mit Hinweis auf Köhne und Reiche!
mitgeteilt word en. Es sind folgende : 1 Celles, H einrich lll.
(Dbg. 186), 8 Deventer, Bischof Bernold (Dbg. 5 71), 5 Otto-
Adelheiddeoare (Dbg. 1167), 1 Mainz, Erzbischof Bardo (Dbg. 881)
und 1 Pfennig Koorads ll., unbestimmter Mlinzort.
Brief des Bezirksm useums von Pskov vom 24. April 1930
mit Binweisen a uf ZANO. l V, 168 No. 394 und Heicbel IV
No. 1715, 3653 und VI 232, No. 89.
Nachträge z. d. russischen Funden abendl. Münzen des 11. u. 12. Jahrh. 161

10. (50 a). S k a d i o o, Kreis Ostrov Uetzt Bezirk Pskov


des Nordwestgebietes) [1075-1100]. - Im Sommer 1928 wurde
an einem Fahrwege ein Silberschatz a ufgefunden und vom Finder
Pisukov der Ermitage verkauft. Außer den Münzen fanden sich
im Schatze drei kleine Brustschmuckstllcke, drei Fragmente von
solchen und eine ru nde Silberplatte. Die l\illnzen waren 793
ganze und 37 Brocbstlicke. Der arabischen Dirheros waren 7 ganze
und 4 Bruchstücke, von denen das jüngste StUck ans dem Jahre
1006 stammt. Dazu treten zwei byzantinische Miliaresien von
Basilos II. und Konstantin Vlll. (976-1025). Die übrigen
waren abendländisch und zwar 1):
E o g l i s c h e M u o z e o.
1. E t h e lr ed Il. (978-1016). Typus A. Gipeswic,
Lyfin c. Bild. 1080 var. Bs.: a 108.
Rs.: + LYFINC · M~N GIPESVIC. 1 StUck
2. Lincoln, Sommerled. Bild. 1906 var., auf der
Rs. LIN - beschädigt 1
1 "
3. Nachschlag .
4. Typus D. Nachschlag, geheekelt 1 ,,"
5. K out der G r. (1016-1035). Typus G. Lincolne,
Osmond. Bild. 1714 var. Hs.: a 1, ge-
henkelt. 1
6. Stan ford, Dnrstan. Hild. - , Hs.: + CNVT =
"
REX A , Rs. : + DVRSTAN ON STA · · 1
"
7. Typus H. Liocolne, Lefwin. Hild. - , CVNVOL
= REXX, Rs.: LEVINE ON LIN E . 1
Bruchst
"
8. Typus I a. Lundene? Carel. Bild. 2123 · 1
9. Ha r a l d {1035 -1039). Typus A. Stao ford, Loric.
Bild. - , + HARO-LDRE, Rs.: + LORIC
1 Stuck
CON STANFffi
10. E u u a. r d (1042-1066). Typus D. Northwic,
Rioculf. Bild. 607 1 ,,
D ii. n i s c h e l\1 U n z e n.
11. Hardekaut (1035-1042). Haub. 9. Die Auf-
schriften unleserlich 1
"
1) D io auf Tuf. JII ahgebildeten llliinzen haben im 'fext einen * hinter
der Nummer.
162 N. Ba u e r :

12. Desgleichen . 1 Stuck


13. Haub. 24 var., Hs.: Vor dem Kopf zwei
Punkt e, hinter dem Kopf ein Kreuz,
Rs. : in den Winke ln fehl en die Kre uzehen 1
14. Magnos der Gute (1042-1047)? Hs. : H a.ub. 3 3, "
Rs.: Hanb. 24 1
15. Svend. Estridsen (1047 -10 75). H a ub. 57. Um-
"
achriften unleserlich 1
16. Von anderem Stempel 1
17. Hanb. 7 3. Hs. : barbarisch . 1 ,,"
18. Hs.: Hanb. 77, Rs.: im Zentrum ein Punkt,
von dem 4 D reiecke a nsgehen mit je
einem Punkt . 1
"
19*. Stange, Geld- und MUnzgescbichte des Bis-
turns l\Iinden S. 29 No. 19, aber die
Figur in entgegengesetzter Richtung.
Das Vorbild mag l\linden angehören, das
StUck ist seiner .Mache nach durcha us
dänisch a us der Zeit von Svend. L eider
sind die barbarischen U mschriften :
+VISTRIOV;)VIII u.+ ITAVBHOVBIEHPX(?)
nicht zu deuten . 1
"
S c h w e d i s c h e M u n z e n.
20. Vgl. Hildebrand, Sveriges l\1ynt nnder Medeltiden
S. 22 No. 368 und die Urnschrifte n S. 23
No. 378, Hs.: + FVN · · · · · , Hs. : +AL =
FPA = RD· · · · 1
Das Stuck ist jedenfa lls nicht angelsä chsischen Ursprungs,
"
sondern von barbarischer Mache.

No n 'vegen ?
Alles Nachschlüge von a ngelsächsisch en Pennies vom T ypus
des kurzen Kreuzes (Ethelred 11., Bild. H ):
21. Hs. : in zwei entgegengesetzte n Winke ln je ein
klein es Krenzehen . 1 StUck
22. Desgleichen . . . 1
23. Ein Kreuzehen nicht zu sehen. Gthenkelt 1 "
"
Nachträge 7.. d. russischen Funden abendl. Miinzen des 11. u. 12. Jahrh. 163

24. In einem Winkel ein Zeichen wie 6 . . . . . 1 StUck


25. Hs.: barbarisches Brustbild, Rs.: Kurzes Kreuz mit
großem Kreis im Zentrum. Die Um-
schriften bestehen aus lauter Stäbchen . 1
26. Beide Seiten der 1\Iiinze haben ein kurzes Kreuz 1 "
27. Ebenfalls, in jedem Winkel des Kreuzes 3 Paukte 1 "
"
D e u t s c h e M u o z e u.
28. T o u I. Bischof Bruoo (1026 -1051). Dbg. 87 a,
Hs.: LEV .... Rs.: + V' 3P. N .... 1
29. Ver dun. Heinrich 1. (919-936). Nachschlag. "
Dbg. 92. Mit vier Punkten in den Winkeln.
Die Münze scheint beschnitten zu sein . 1
30. Tri er. Erzbischof Eberhard (1047-1066). Dbg.
"
476, von gutem Stempel und g ut geprägt 1 ,,
31. Anonym. Dhg. 493 . . . . . . . . 1
32. Dbg. 493 a (SVIRAI-C .. bzw. SVI ... CVES) 2
"
33*. H u y. Kaiser Heinrich II. Dbg. 228 . 1
"
34. E c h t er n a c b. Kaiser Konrad II. Dbg. 229 . 1 "
35. Anonym . Dbg. 494 . . 1
"
·~
36. M aastri c h t. König Otto lli. Dbg. 239, von
sehr roher .Mache . . . . . . 1
37. Anonym. Dbg. 254. Hs.: + IAV1TI . 1 "
38. Ce I I es. Kaiser Heinrieb Ill. Dhg. 186 . 1
"
39. Na m o r. Graf Albert III. Dbg. 165 (einmal
"
· LBERTVS NAMVC · · lesbar) 5
"
40. D inan t. Graf Albert III. Dbg. 174 . 1
2
"
41. Dbg. 176, ALBERTV . . . . .
42*. Heinrich: lll. (1039- 1056). Dbg. - , Bild
"
wie Dbg. 177, doch auf der Hs. einmal
I-EIN · · IC · · S · . ganz deutlich . . . . 2
43*. Nieder I o t h ringen, unbestimmte Münzstätte.
"
Dbg. li 17 40, doch ohne Strahlenkrone
(vgl. 130). Die Rs. noch schwächer
als bei Dbg. erhalten. Aufschrift der Bs.:
HEIN· .. . . EX, Rs.: unkenntliche Um-
schrift, Krieger mit Schwert in der linken
Hand . . . . . . . 1 ,,
164 N. Bau e r :

44. Unbestimmte Münzstä tte. Dbg. 285 1 StUck


45. T h i e l. Heinrich II. Dbg. 578 6 II

46. Hälbling. Dbg .. 578. - 0,67 g 1 II

47 . _Variante zu Dbg. 578. Hs.: 2 R inge zu


beiden Seiten des Ha uptes, Rs.: Ring e in
den Winkeln des Kreuzes sta tt de r P unkte 5
48. Desgleichen, ohne Ring in deu Kreuzwinkeln
"
der Hs. . 3
49. Nachschläge zu Dbg. 578 . 1 "
II

50. Desgleichen mit einem Stabe links und einem


Kreuze rechts vom Haupte . 8
51. Dbg. 579. Der _Name des Herrschers ganz
"
entstellt 5
52. Variante: Links vom Ha upte ein Stab . 2 "
53. Utr ec ht. Bischof Bernold (1027-1054). Dbg.
"
544 var., dabei stark barbarisch. Links
vom Bischof drei Punkte. Die Auf-
schriften sind bloße Buchsta benreihen
ohne Sin n . 38 Stuck 3 Bruchst.
54. Bischof Beroold oder Wilh elm. Dbg. 544
oder Dbg. 11 645 a. Rechtg dre i Punkte
und Ring 19 Stuck
55. Der Stab ist nach außen gekehr t uud links
3 Punkte . 2
56. Links vom Bischof drei Ringe und ein P unkt 1 "
57. Bischof Wilhelm (1054-1576). Dbg. ll 54 5 a,
"
ohn e Punk te links . 1
58. Dbg. 546, Varia nte ohne Zeichen a uf der Hs. 2 "
59*. U t r ec ht o d e r G r o n in g e n. Bischof Bnrk-
"
hard ? (1099- 111 2). Dbg. 555. Hs.:
·JWAI, Rs. : Im F elde BVRCH, am Ra nde
+ lOH = o: * 1: o. - Diese :MUnze ist
um ein gutes Stuck jUnger als alle
übrigen MUnzen des Schatzes (vgl. Fund
von Spanko, Z. f. N. 36 S. 82 No. 95) . 1 l1

60. G r o u in g e n. Bischof Bernold. Dbg. 558 1 II


6 1. Varianten mit verwilderten U mschriften. 9 St. 2 Bruchst.
Nachträge z. d. russischen Funden nbendl. Münzen des 11. u. 12. Jnhrh. 165

62. Dbg. 559, mit mehr oder weniger fehler-


haften Umschriften, neben denen ganz
fehl erlose fehlen. 21 Stuck 1 Brncbst.
63. D e v e n t e r. Kaiser Heinrich 11. Dbg. 563," mit
onkeuntlicben Umscbriften . . 2 StUck
64. Dbg. 564. Hs.: · · ·NIP IVS, Rs.: D · · ··· RA 1
65. Konrad 11. Dbg. 566 mit unleserlichen "
U mschriften 2 ~'
66. Bisehof Bernold. Dbg. 568 6
67. Dbg. 572 . 2 "
68. Dbg. 571-573, die Umschrifteo bieten nur
"
den Namen des Bischofs deutlich 5
69. Dbg. 570-573, die Umschriften nicht er-
"
ha lte n 10 Stuck 1 Brncbst.
70. Nachschlag 1 Stuck
71. S t a v e r n.. Brnno IIJ. Dbg. 503 . 1
7 2. Lee n w a r d e n. Brnno lll. Dbg. 502, mit mehr
"
oder weniger korrekten Umscbriften 36
7 3. Umscbriften ganz unkorrekt 60 StUck
"
1 Brochst.
74. D o k k n m. Bruoo III. Dbg. 499 76 StUck 1 ßrnobst.
7 5. Fries i s c h e. Unbestimmte Münzstätten. Bruno
(1 038-1057) . 20 Stuck 1 Broobst.
76. Desgleichen, durchans barbarisch. 1 StUck
77 . Rh y n s b e r g. Dbg. ll1 390 a (Dietrich 11. oder lli.,
993-1048) . 1
78. Emd e n. Graf Hermann (t 1086). Dbg. 773 32
"
"
79. Je ver. H erzog Bernhardll. ( 1011-1059). Dbg. 691 5 ."
80. Graf Hermann. Dbg. 597. Variante mit einer
ansnehmend klaren Aufschrift + HERE-
MON, Rs.: + DEHERET . 1
"
81. mit mehr oder weniger entstellten Auf-
schriften 12
1 "
82. Ganz barbarisch "
83 *. N acbpri.igong eines Deoars von T h i e I o.
D e v e n t e r. Dbg. li 1768. Gutes Exem-
plar : Hs. : + HEliiRI CVS ·IMP, gekröntes
Haupt vou vorn, Hs.: IN AVI3 · · · 3 , Hand 1 ,,
8<!. Hs.: IIIPOIIII, Rs. : .. ·I· ·VI. 2
"
166 N. Bau er:

85. Emmerich? Graf Wigman v. Hamaland. Dbg.1229 1 StUck


86. Meer. Gotfried 11. (1046 -1070). Dbg. 305 . 1
87. D n i s b n r g. Heinrich lli. Dbg. 317 3 "
88. vielleicht Nachschlag, sehr schlecht erhalten 1 "
89. K ö 1 n. Otto I. Dbg. 329, sehr stark beschnitten 2 "
2
"
90. König Otto Ill. Dbg. 337
91. Dbg. 338 1 "
92. Dbg. 340. Vielleicht ein Obol. 0,75 g. 1 "
93. Kaiser Otto HI. Dbg. 342 1 StUck "
1 Brachst.
94. König Beinrieb II. Dbg. 34 7 1 Stuck
95. Den Aufschriften nach zu urtei len wohl
Nachschläge . . . 8
96. Kaiser Heinrich ll. Dbg. 350. D oppelschlag 1 "
97. Ein zweites versehentlich doppelt geprägtes "
StUck läßt auch auf der Hauptseite den
Namen der S ta dt Köln erkenoeu . 1
98*. Variante zu Dbg. 359 a mit rUckläufiger "
Rs.-Umschrift. 1
99. Anonym. Dbg. 373 . 3 "
100. Erzbischof P iligrim. Dbg. 381 3 "
101. Dbg. 381 a 1 ,,"
102. Erzbischof Hermann ll. (1036- 1056).
Dbg. 387 . 2 Stuck 1 Brachst.
103. Nachschläge mit Monogramm und Kreuz
4 Stuck 2 Brachst.
104. Rem a g e n. Anonym. Dbg. 429 2 Stuck
105. ein gehenkeltes Stuck wiegt 1,62 g l
"
106. Dbg. 430 . 1
107. Dbg. 431 4 ''
108. An der nach. König Otto III. Dbg. 433 4 "
109'". Friedrich, Herzog von Oberlothringen (1026 "
bis 1033). Dbg. li 1234 a . 1
110. Erzbischof Piligrim. Dbg. 451 b 5 "
llJ . Dbg. 452 -453 5 ,,"
112. Dbg. 454, Aufschriften sehr matt 1
113. So es t. Kaiser Otto lll. Dbg. 342 k. 4 Stuck "
1 Brachst.
114. Dort m und. Heinrich 11. Dbg. 752 1 Stuck
115. Pa derb o r n. Anonym. Dbg. 7 41 . 5 Stuck 1 Brachst·
Nachträge z. d. russischen Funden aben<lJ. Mün zen des 11. u. 12. Jahrh. 167

11 6. Er w i t t c ("?) Dbg. 1259. 1259 a (U S. 726,


111 S. 86 1). Hs.: + SA· · CT PAVL, Rs.:
+V· ·L·· · EVITHE·· 0,78g. . . . . 1 Stuck
117*. l\1 in den. Heinrich 111. Dbg. 730. Gestalt mit
Wage in beiden hochgehobenen Händen,
der Kopf nach I. . . . . . 1
118. Co r v e y. Abt Arnold (1051-1056). Dbg. 736 1 "
119. 0 t t o- Ade I h e i d d e o a r e. 1\ien. I, S. 155,
"
No. 14, sehr abgerieben, aber bestimmt
frUbe 4
120. 1\Ien. No. 19 1
121. Men. No. 22-25 5 "
122 späte. l\1eo. S. 167, No. 4-6 4 "
"
123. 1\fen. No. 8 . . . . . 1 StUck 1 Bruchstuck
124. l\len. No. 9 var., ein Punkt in der Mitte
und zwei zu den Seiten 1 StUck
125. l\len. No. 12 1
"
126. 1\.Ien. No. 17 9
127. l\len. No. 24, Nachschläge mit Stab 1 ,, "
128. l\Ien. No. 25 . 1 ,,
129. H i 1 des heim. Dbg. 707-709, Umscbriften
onlesbar 4 "
130. Anonym. Dbg. 715 . 2 Stuck 1 Bruchsi.
131. Dbg. 716 . 1 StUck
132. Hälbling. Dbg. ll 1604. -· 0,56 g . . 1 II

133. Go s I a r. Heinrich 111. oder IV. (1039-1105).


Dbg. 667-670 . . . . . . . . 1 Bruobst.
134. G i t t e I d e. Nichtbenannter Erzbischof. Dbg.1220. 18 Stuck
135. Dbg. 1221 . · · · · 4 "
136 *. Stad e. Heinrich Ill. Dbg. 720. Rs.-Umsohrift
OXoi\ · T· .... z . p. . . ... · 1
1
"
137. Bardewik. Dbg. 1293 · · · · ·
138. Ha m b ur g ? Dbg. 1292. Vgl. Fuud von Spaoko
"
(Z. I. N. XXXVI, S. 89 No. 234). Leider
ist die Erhaltung nicht besser als bei
den frllber publizierten . · · · · 2 ,,
139. Magd e b ur g. Anonym (Mauriciuspfennig).
Dbg. 6-!S . 4
"
168 N. Bauer:

140. Niedersächsische unbestimmte M:Uozstätte. Nach-


schlag? Dbg. 1299 1 Stuck
14 1. Dbg. 13 11 . . . . . . . . 9
142. Er f n r t (?). Otto Ill. Mit sehr undentliehen
"
Gegenstä nden zu beiden Seiten der Kirche
und sehr undentliehen Aufschriften . 5
143. Erzbischof Lnpold (1051 - 1059 ). Dbg. 881 1
"
144. Dbg. 882 . . . . . 6
"
145. Kaiser Heinrich 1.11. (1046-1056). Dbg.
"
883- 884 . . . . . . . 2 Stuck 1 Bruchst.
146. Erzbischof Siegfried (1060-1084). Dbg. TV
2111 und li 1837 . . . . . . . . 1 StUck
147. Mars b e r g . Anonym. Dbg. 16 22 . 1 ,,
148. Fr i t z 1a r. Erzbischof Siegfried. Dbg. li 1656.
Rs.: + FR·· · · · A D . Ql . 1 ,,
149. F n 1 d a. Anonym. Dbg. 87 1 . 3
150. Die Umschrift der Hs., die mit NV · · · · ·
"
anfängt, p aßt schlecht zum Namen St. Boni-
fazins. Es durfte sich um Lnllns h andeln 1
151. WUrzbur g. Kaiser Otto lll. Dbg. 856 1
"
",,
152. Anonym. Dbg. 862 . . . 2
153. Bischof Brnno (1034- 1045). Dbg. 864 2
154. Mai n z. Kaiser Konrad IL Dbg. 7 90 2 ,,"
155. Heinrich lll. Dbg. 793 . . . . 5
"
156. Erzbischof Bardo (1031-1051). Dbg. 804 4
157. Erzbischof Lnpold (1051-1059). Dbg. 807 9 "
"
158. Hälbliog. - 0,62 g . . . . 1
159. Erzbischof Siegfried (1060-1084). Dbg. "
809 . . . . . . . . . 1
"
160. Wo r m s. Heinrich 11. Dbg. 8 45. Trotz der
völligen Unkenntlichkeit der Umscbrirten
durch den Halbmond um die Kugel a uf
der Rs. gesichert . . . . 2 1 StUck. 2 ßrnchst.
161. König Heinr ich III. Dbg. 846 . 7 StUck
16 2. Kaiser Heinrich Ill. Dbg. 847 . 6
163. Dbg. 848 . . . . . . 2 "
J 64. Bischof Adalbero (1065 - 1070). Dbg. 852 1 "
165. S p eier. Ka iser Otto lll. Dbg. 8<:!7 1 "
"
Nachträge z. d. russischen Funden abendl. Münzen des 11. u. 12. Jahrh. 169

166. Kaiser Konrad II. Dbg. 829 5 Stuck


167. König Heinrich 111. Dbg. 830 1
168. Dbg. U 830 c . 3 ",,
169. Dbg. 835 5
"
170. Nachschl äge. Dbg. I V 2185 3
171. Anonym. Dbg. 836 2 "
172. Dbg. 837 1 "
173. Dbg. 838 10 ,,"
174. Straß burg. Kaiser Heinrich IIL Dbg. 925. 1 "
17 5. S l\ d d e u t s c h e Ml\nzstätte, vielleicht Straßbnrg.
Hs.: Dbg. 934. Die Aufschriften er-
loschen . 1 "
176. Konstanz. König Otto lll. Dbg. 1012. 3 Stück 1 Bruchst.
177 *· Karlmann? (1069-1071). Dbg. ll Nr. 1684
(S. 674) und III Nr. 1684 a (S. 810).
Hs.: ·. ·MANNVS, Rs. unl eserlich 1 "
Dbg. bat den D enar auf Grund eines sehr
schlechten Exemplars Rudhard, dem Vorgänger
Karlmanns, zugeschrieben.
178. A u g s b ur g. Anonym. Dbg. 1043 . . 2 StUck
179. König Konrad. Dbg. 1036 1 "
180. Hegen s b ur g? König Heinrich Ill. Dbg. 1099. 1 "
Die Anfangsb uchstaben, die auf der Hs. zu
sehen, zeigen deutlich + TH.
181. Herzog Heinrich (1046-1056). Dbg. 110 1 1 Stuck
182. Dbg 1101 a. 4
183. Hs. : Dbg. li 17 11, Rs.: Gut gezeichnetes
"
Gebäude mit zwei Bogen. Die Auf-
schriften ganz barbarisch . . . . 2 "
184. SUddeutsche unbestimmte 1\IUuzstätte. Hs.:
Band, Hs.: Kreuz mit Kogeln und quad-
r atum supercosum 2
"
U n b e s t i m m t e M u n z s t ä t t e n.
185. Kaiser Otto. moneta brarisintiaia. Dhg. 1155, sehr
schlecht erhalten 2
186. Dbg. 1287. Hälbling. - 0,79 g 1
",,
18 7. Dbg. 1310 . 2 ,,
Zellechrift fOr Numismntlk, XLU. 12
170 N. Ba u e r :

188. Dbg. II 177 7 (N acbscbläge von Tri er ?). 4 StU ck 1 Bruchst.


188 a. I)bg. 11 1784 1 Stuck
189. Dbg. 11 1796 2
190. Dbg. 11 18 H . 1 "
191. Dbg. 11 1861 . 2 "
,.
192. Dbg. lll 1961. 1
193 *. Hs.: + · · · · II CI· Ge bände mit einem Hing in
"
der Mitte, Hs.: + IT ... . + q. Kre uz mit K ogeln 1
194*. Die Aufschriften best ehe n a ns sehr breite n S täbc hen.
"
Hs.: Kre uz mit Kogeln, Rs.: Im Innen kreis ein
Kreuz mit breit en Enden, und da ra uf ein quadra -
tum enpercns nm . 1
195 *. Hs.: +VI · · · · . · ViersäuligerTempel,Hs. : RDS · · · ·
"
Kre uz mit Kogeln in den Winkeln 1
196 *. Hs. : V•RVIE, durch Doppelschl ag e ntstelltes Bild, "
Rs. im Felde in zwei Z eilen : V · · · · IANA . 1
197*. Hs.: + · · . .. VT, roh gezeichneter Kopf (mit vor-
"
getragener F ahne), Rs.: NO ·· · · G30 188, ein Ge-
bäude mit br eiter Koppel zwischen zwei Tllrmen 1
198. Ohne Aufschriften. Ein roh gebildetes gleich- "
sch enkliges Kreuz mit k leeblattartige n Enden und
Stä ben zwischen Kugeln in den Winkeln , Hs. :
rohe Nachbildung der Kirche der Otto-Adelheid-
pfennige 2
199. Roh barbarisches Gepräge mit einem langen
"
schmalen Kreuz auf der einen, einem dicken
k urzen Kre uz a uf der a ndern Seite und Keilen
an Stelle der Umschrifte n 1
20Q'i:. B eiderseits statt einer Aufschrift Stä bche n und
"
Ringe miteinander wechselnd und von ihne n um-
schlossen ein Kreuz mit kre uzartigen Gebilden
in den Winkeln . 1
201 *. Aufschrifte n wie vorher, doch nu r a uf de r Rs.
"
Bs.: Ein mit Rioge n an den Enden geschm llcktes
Kreuz, dessen Mitte von einer Rosette gebildet
wird, in den Eck e n vier Kugeln. H.~:~. : Ein
schlichtes Krenzehen 1
"
Nachträge z. d. russischen Fuoden abeod l. Münzen des 11. u. 12. Jahrh. 171

202 *. Aofscbriftlos. Hs.: Ein ·Kreuz mit rautenlörmig


durchbrochener Mitte zwischen vier Ringen. Rs.:
Gleichschenldiges Kreuz, in dessen Winkeln TCS
und ein vierter uu ke nntlicher Bncbstab.e . • 1 Stuck
230 *. I nnerhalb nokeuntlicher barbarisch er Aufschriften
auf der Hs. ein rohes Brustbild mit gesträubtem
Haar von rechts, g leich dem der angelsächsischen
N a chscbläge, Rs.: Zwillingsfadenkreuz, in dessen
Winkeln abwechselnd eine Kogel ood ein Kreuzsta b 1
~'
204. H ocbrandpfe unig. Dbg. 133 1 1
205. Einseitig: '' ertieftes Gepriige mit barbarisch ge- "
zeic hne te m Gebäude . 1
206. Ganz abgeriebene S tücke 12 "
"
9 Bruchst.
207. Abgeriebene Bruchstücke .
Der Fund besteht vorzüglich aus Münzen der ersten Hälfte
des 11. J ah rh. EigentUmlieh für den F und a ls russischen Schatz
ist das Fehlen der beiden Ekberts von Friesland ( 1057 - 1090),
wo doch d er Irllhereu friesischen Pfe nnige so viele sind. Unter
den spä ter<'n .i\1Unzhe rre n sind Bischof Karlmaon von Konstanz
(1069- 107 1) und Graf Hermann von Sachsen (t 1086) zu
nennen. l\Ian k önnte das Jahr 1075 fllr das Verg rabungsjahr
ha lteu. Doch eine .Mlioze, nämlich No. 59, HiJit ganz ans dem
Rahm en des Sch atzes, da mau sie gewöhnlich Bischof ßurkhard
von Utrec ht, der vou 1099 bis 1112 herrschte, zuschreibt. Ein
Abstand ''O ll Uber 25 J a bren liegt somit zwischen der 1\fasse des
Schatzes und einer einzigen l\IUnze ! K önnte nicht etwa das
BVRGH im Felde anders gedeutet werden, etwa, als MUnzstätte?
Ich muß diese Jl'rage ander en .l!,orschern a ub eimstellen. Dabei sei
noch einmal ausd rU ck lieh unterstrichen, daß von einer Verfälschung
des Fundes durch HiuzuftiO"eu b
fremder Münzen in diesem Fall
nicht die Rede sein kann.

Go nv e r n e m e n t Sm o I e n s k.
11. (64 a). C h r a l an o v o, Kreis Dorogob nz. - Im Jahre
1930 wurden w i.ibrend der Ansgrabungen von Savin beim Dorfe
Cbralanovo (Tumulus No. 14) folgende Miluzen gefund en : 1 Erz-
bischof Poppo von Trier (Dbg. 466), 1 Heinrich li. von D eve nter
(Dbg. 563, mit eiuem Öhr), 1 Kötner Deuar oder Nachschl ag (ge-
12•
172 N. Bau er:

henkelt), 1 Herzog Bernhard II. v. Sachsen (Dbg. 588), 1 Otto-


Adelbeiddenar (Dbg. 1167), 2 Wormser von Heinrich ll. (Dbg.
845, der eine gebenkelt), 2 Speierer: Kaiser Otto III. (Dbg. 827)
und König Heinrieb lll. (Dbg. II 830 b), 1 Hocbrandpfennig
nach Magdeburger Art (Dbg. 1330).

G o u v e r n e m e n t V o I o g d a.
12. (78 a). U s t'- Ku I o m, Kreis Ust'Sysol'sk. - gtwa im
Jahre 1929 wurde beim Dorfe Ust'-Kulom ein Goslarer Pfennig
Heinrichs V. (Dbg. 678 var.J in der Erde aufgefunden.
Handschrift!. Brief von A. V. Ores nikov vom 27. Juni 1929.-
Ha ndscbr. Protokoll No. 408 GAIMK. der Sektion flir Nu-
mismatik.
Gouvernement R' a zan'.
13. (130a). Selezenovo, Kreis Spassk (1005J.- Im
Frühling 1929 wurde ein Münzschatz beim Dorfe Selezenovo ge-
funden . Den bei weitem größten Teil bildeten arabische Dirhems,
von denen der jüngste im Jahre 1000/ 1 geprägt worden ist.
Außer ihnen fanden sich 11 ganze und 5 beschädigte deutsche
Pfennige aus folgenden Mttnzstätten: 1 Hälfte eines Metzer Denars
des Erzbischofs Adalbero (Dbg. 11}, 9 Otto-Adelheiddenare (Dbg. 116 7)
und 2 Fragmente von solchen, 1 Magdeburger König Ottos lll.
mit gut erhaltener Aufschrift (Dbg. 639), 1 Mainzer Ottos ll. mit
abgeriebener Aufschrift (Dbg. 7 77 ?), 1 unbestimmter deutscher
Pfennig (Fragment), 1 Bruchstück eines ostsächsischen Hochrand-
pfennigs (Dbg. 1329).
Die durch die freundliche Vermittlung von A. A. Bykov
mir Ubergebenen Münzen befinden sieb jetzt im Museum YO~l
R'azan'.
G o u v e r n e m e n t V ' a t k a.
14. (130b). Kusmanskoje Gorodisce, KreisGlazov.-
Während der von A. P. Smirnow unternommenen Auagrabungen
des Kusmanskoje Gorodisce wurden folgende Münzen aufgedeckt:
1 Samaniden Dirhem, nach R. Vasmer vom Jahre 943/4, 1 Bruch-
stück aus der Zeit derselben Dynastie, 1 friesisch er Pfennig des
Grafen Brnno III., 2 Bruchstucke von Otto-Adelheiddenaren und
2 unbestimmbare Bruchstucke von Si I berml.inzen.
Nachträge z. <1. rnssisch en Fnnden nbendl. 1\lünzen <les 11 . n. 12. Jnhrh. 173

G o u v e r o e m e o t Ar c b a o g e 1s k.
15. BI a g o v es c e o s k oj e, Kreis Seokursk (jetzt im Nord-
gebiet). - lm Jahre 1928 oder 1929 worden im Kirchspiel (volost')
Blagovescenskoje 9 l\1iinzen aufgedeckt: 1 abbassidiscber Dirbem
des Chalifen l\Iuttaki, 1\Iedinet as Selam, 940/ 1 (329 d. H.), 1 byzan-
tinisches l\liliaresion des Nikepboros Phokas (9 63 - 969), 3 Straß-
burger Pfennige Konrads li. (Dbg. 922), von denen zwei mit Löchern
und einer mit Spuren ein es Öhres, und 4 norditalienische
D enare von Otto 1., in Pavia geprägt (Brarubilla S. 183 ta.v IV 3-5).
Der Fond wird im .Museum von ArehangeJak aufbewahrt.

Regis.t e r der F n o d p I ä t z e.
Blagovescenskoje No. 15. Lodejuoj e Pole No. 3 (3 a).
Cbralanovo No. 11 (64 a). Novgorod No. 7 (43 a).
Karamysevo No. 9 (49 b). Rabola No. 2 (1 b).
Karlncha No. 5 (3 c). Selezenovo No. 13 (130 a).
Krasnaja Zvir' No. 6 (3d). Skadino No. 10 (50 a).
Kus manskoje Gorodisce No. 14 Ust'-Knlom No. 12 (78 a).
(130 b). Ustje No. 8 (49 a.).
Kns tozero No. 4 (3 b ). Vidlicy Nr. 1 (1 a).
Leniograd. N. Bauer.