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Koordinaten: 52° 32′ 1″ N, 13° 22′ 36″ O

Bundesnachrichtendienst
Der Bundesnachrichtendienst (BND) mit Sitz in
Berlin (bis Anfang 2019: Pullach) ist neben dem Bundesnachrichtendienst
Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und dem — BND —
Militärischen Abschirmdienst (MAD) einer der
drei deutschen Nachrichtendienste des Bundes und
als einziger deutscher Nachrichtendienst zuständig
für die zivile und militärische Auslandsaufklärung.
Er unterliegt wie das BfV und der MAD der
Kontrolle der Nachrichtendienste. Seit 1990 ist
seine Tätigkeit durch das BND-Gesetz geregelt.

Der BND ist die einzige dem Bundeskanzleramt


unmittelbar nachgeordnete Bundesoberbehörde[1]
und beschäftigt etwa 6.500 Mitarbeiter.[3] Staatliche Ebene Bund
Innerhalb des Bundeskanzleramtes ist für die Stellung Bundesoberbehörde[1]
Fachaufsicht über den BND sowie für die
Geschäftsbereich Bundeskanzleramt[1]
Koordinierung der drei Nachrichtendienste des
Bundes die Abteilung 7 zuständig.[5] Deren Leiter, Gründung 1. April 1956
seit 2018 Bernhard Kotsch, ist der Koordinator der Vorgänger Organisation Gehlen
Nachrichtendienste des Bundes. Der BND Hauptsitz Berlin
entstand am 1. April 1956 durch die Übernahme
Präsident Bruno Kahl[2]
der Organisation Gehlen in den Bundesdienst.
Vizepräsidenten Vizepräsident für zentrale
Aufgaben und Vertreter des
Präsidenten
Inhaltsverzeichnis BrigGen Michael Baumann[2]

Auftrag Vizepräsidentin
Tania Freiin von Uslar-
Abteilungen
Gleichen[2]
Regionale Auswertung und
Vizepräsident für
Beschaffung (LA und LB)
militärische
Internationaler Terrorismus und Angelegenheiten
Organisierte Kriminalität (TE)
GenMaj Werner Sczesny[2]
Proliferation, Waffenhandel, ABC-
Waffen, Wehrtechnik (TW)
Bedienstete etwa 6.500[3] (2020)
Technische Aufklärung (TA)
Haushaltsvolumen 1,022 Mrd. Euro[4] (Soll 2021)
Abteilung Gesamtlage/FIZ und
Unterstützende Fachdienste (GU) Netzauftritt www.bnd.bund.de (https://www.b
nd.bund.de/)
Informationstechnik (IT)
Innerer Dienst (ID)
Zentralabteilung (ZY)
Eigensicherung (SI)
Umzug (UM)
Standorte
Berlin-Mitte (Zentrale)
Zentrum Technische Aufklärung in
Pullach
Ehemalige Gardeschützenkaserne in
Berlin-Lichterfelde
Weitere Außenstellen
Tarnbezeichnungen
Weiterhin getarnte Dienststellen
(Deutschland)
Sonstige Dienststellen
Beschäftigte
Zentrale in Berlin
Zusammenarbeit mit anderen
Nachrichtendiensten
Geschichte
Vorgeschichte
Gründung BND bis Wiedervereinigung
Mercker-Kommission
Stay-behind
Seit der deutschen Wiedervereinigung
„Transparenzoffensive“ ab 2014
Aufarbeitung der Geschichte des BND
Einsätze
Leitung
Präsidenten
Stellvertreter
Affären
Adolf Eichmann
Spiegel-Affäre 1962
Abhöraffäre von Stammheim
Panzer-Affäre 1991
Plutonium-Affäre
Norbert Juretzko
Befragungen in US-Gefangenen-
Camps
Journalisten-Affäre
Irak-Krieg
Libyen-Affäre
Kosovo-Affäre
Kremer-Affäre
BND-NSA-Überwachung
Operation Eikonal 2014/2015
Inlandsspionage am DE-CIX für
die NSA
Entwicklung seit April 2015
Maulwurf 2014/2015
NetBotz-Affäre 2016
Sonstiges
Dienstjet
Personalvertretung
Veröffentlichungen
Beteiligung am Satellitenprojekt
HiROS
Zuschuss aus dem Bundeshaushalt
Internetüberwachung
Privilegierung ausgewählter
Journalisten
Siehe auch
Literatur
Filme
Weblinks
Allgemeine Links
Zum BND-Untersuchungsausschuss
des Bundestages (eingesetzt am 7.
April 2006)
Zur „Irak-Affäre“ 2006
Zur Aufarbeitung der Geschichte
Einzelnachweise

Auftrag
Der BND hat den Auftrag zur Gewinnung von Erkenntnissen über das
Ausland, die von außen- und sicherheitspolitischer Bedeutung für die
Bundesrepublik Deutschland sind, die erforderlichen Informationen zu
sammeln und auszuwerten.[1] Werden dafür im Geltungsbereich des
BND-Gesetzes Informationen einschließlich personenbezogener Daten
erhoben, so richtet sich ihre Verarbeitung nach den datenschutzrechtlichen
Vorgaben des BND-Gesetzes.[1]

Der Bundesnachrichtendienst darf die erforderlichen Informationen


einschließlich personenbezogener Daten zum Eigenschutz, zur
Sicherheitsüberprüfung seiner Mitarbeiter, zur Überprüfung der Nachrichtenzugänge sowie über Vorgänge im
Ausland verarbeiten.[6] Zur Erfüllung seiner Aufgaben darf er sich auch der Befugnisse nach § 8 Abs. 2 und
§ 9 des Bundesverfassungsschutzgesetzes bedienen. Dazu gehören nachrichtendienstliche Mittel, wie zum
Beispiel V-Personen, Observationen, Legendierungen und Tarnkennzeichen. Im Unterschied zu den
Auslandsnachrichtendiensten einiger anderer Staaten hat der BND nach § 2 des BND-Gesetzes keine
polizeilichen Exekutivbefugnisse, ist also z. B. nicht zur Durchführung von Festnahmen berechtigt.

Der BND ist gesetzlich dazu verpflichtet, das Bundeskanzleramt bzw. die Bundesministerien im Rahmen ihrer
Zuständigkeit über gewonnene Erkenntnisse zu unterrichten. Darüber hinaus besteht die Verpflichtung, das
Bundeskanzleramt über die Tätigkeit des BND zu informieren.[7] Der BND hat zudem die zentrale
Lagebearbeitung für die Bundeswehr übernommen und unterstützt die Bundeswehr in ihren
Auslandseinsätzen mit nachrichtendienstlichen Erkenntnissen. In Hintergrundgesprächen informieren
Mitarbeiter des BND die Mitglieder des Deutschen Bundestags und nehmen an Sitzungen von
Bundestagsausschüssen teil. Der BND erstellt rund 400 Berichte pro Monat und beantwortet etwa 750
Anfragen der Bundesregierung. Außerdem treffen sich Angehörige des BND etwa 150 Mal pro Monat zu
Fachbriefings mit ihren Abnehmern, zum Beispiel Angehörige von Bundesministerien.[8]

Abteilungen
Der BND verfügt über elf Abteilungen.

Regionale Auswertung und Beschaffung (LA und LB)

Die Abteilungen LA und LB werten gewonnene Informationen aus allen Regionen der Erde aus und bereiten
diese für die Bundesregierung und weitere Adressaten in Form von Berichten und Analysen auf. Der
Interessenfokus liegt dabei auf Konflikten in Krisenregionen und der Beobachtung noch stabiler Regionen, um
sich abzeichnende Krisen möglichst früh erkennen zu können.

Ferner setzen sie die Aufklärungsaufträge der Bundesregierung in sogenannte Beschaffungsaufträge an ihr
weltweit eingesetztes, operatives Personal um HUMINT. Die Regionale Auswertung erstellt dazu Lagebilder
aus Einzelinformationen und berichtet mündlich oder schriftlich der Bundesregierung bzw.
Entscheidungsträgern verschiedener Behörden. Sie berücksichtigt dabei folgende Elemente:

Politik
Militär
Ökonomie
Ökologie
Soziologie
Geschichte

Internationaler Terrorismus und Organisierte Kriminalität (TE)

Abteilung TE ist zuständig für die Aufklärung grenzüberschreitender Gefahren des internationalen
Terrorismus und der international organisierten Kriminalität.

Sie beschafft Informationen über sogenannte asymmetrische Bedrohungen, wertet diese aus und stellt sie der
Bundesregierung zur Verfügung.

Die Abteilung kooperiert international mit vielen Partnerdiensten, Sicherheitsbehörden und wissenschaftlichen
Einrichtungen.

Proliferation, Waffenhandel, ABC-Waffen, Wehrtechnik (TW)

Die Abteilung TW ist für die Beschaffung und Auswertung von allen Informationen zum Thema Proliferation,
also der Weitergabe atomarer, biologischer, chemischer Waffen und entsprechender Trägertechnologie, sowie
für die Beobachtung rüstungstechnischer Entwicklungen zuständig.

Technische Aufklärung (TA)


Die Abteilung TA gewinnt Informationen mit technischen Mitteln. Sie
ist für die Fernmeldeaufklärung (SIGINT) zuständig. Dabei werden
Erkenntnisse über das Ausland durch Filterung der internationalen
Kommunikationsströme gewonnen. Sie analysiert zudem
Cyberbedrohungen und Abwehrmöglichkeiten gegen diese.

Die Beschränkungen der Grundrechte nach Artikel 10 Grundgesetz


werden einerseits durch das Parlamentarische Kontrollgremium (§ 14
G 10-Gesetz) und andererseits durch die G 10-Kommission (§ 15 G Radome der Fernmeldeverkehrstelle
10-Gesetz) kontrolliert. Für die Kontrolle der Auslands-Auslands- des Bundesnachrichtendiensts
Fernmeldeaufklärung (§ 6ff. BNDG), wo der Schutzbereich des Art. (BND-Deckname: Hortensie III,
10 GG nicht eröffnet ist, ist das Unabhängige Gremium (§ 16 Kürzel: 3 D 30), hier im Sommer
BNDG) zuständig. 2006 im Einsatz. Diese waren bis
2004 Teil der ehemaligen Bad Aibling
Die Abteilung TA ist nach dem Umzug des BND nach Berlin am Station, eine Einrichtung des US-
ehemaligen Hauptsitz in Pullach verblieben.[10] amerikanischen Geheimdienstes
NSA im Rahmen des weltweiten
Aufgrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Ausland- Spionagenetzes Echelon.[9]
Ausland-Fernmeldeaufklärung des Bundesnachrichtendienstes vom
19. Mai 2020 muss die Rechtsgrundlage für die technische
Aufklärung im BND-Gesetz bis Ende 2021 verfassungskonform überarbeitet werden.

Abteilung Gesamtlage/FIZ und Unterstützende Fachdienste (GU)

Durch die Abteilung GU fließen alle Informationen des Dienstes. Sie ist für die Koordinierung und Steuerung
der Produktionsprozesse des BND zuständig und stellt auch eine Schnittstelle zum Nachrichtenwesen der
Bundeswehr dar. Der BND hat zum 31. Dezember 2007 einen Teil der Aufgaben des aufgelösten Zentrums
für Nachrichtenwesen der Bundeswehr übernommen.

Der Beauftragte des BND für besondere Krisenlagen ist dieser Abteilung zugeordnet und koordiniert das
Krisenmanagement, zum Beispiel bei einer Gefährdung deutscher Staatsangehöriger im Ausland.

Zur Abteilung gehört das Führungs- und Informationszentrum (FIZ). Hier wird rund um die Uhr „24/7“ und
weltweit die Lage beobachtet und die verschiedenen Berichtsformen des Bundesnachrichtendienstes
redaktionell fertig gestellt und der Bundesregierung sowie den obersten Bundesbehörden berichtet.

Die Abteilung GU liefert ferner den produzierenden Abteilungen LA, LB, TE und TW vor allem
Grundlageninformationen, wie die folgenden Dienstleistungen:

weltweite topografische und geografische Daten


Auswertung von Satelliten- und Luftaufnahmen
offene Informationsgewinnung (OSINT) aus Internet, Print sowie sonstigen Datenquellen und -
banken

Informationstechnik (IT)

Die IT ist zuständig für die kontinuierliche Auseinandersetzung mit Neuerungen auf den Gebieten der

Datenverarbeitung
Telekommunikation
Büroautomation
Chemie
Physik usw.
Nachrichtentechnik
Informationstechnik und
Softwareentwicklung

Sie erteilt Entwicklungs- und Beschaffungsaufträge auch an die Industrie.

Ebenfalls ist sie zuständig für die

Beratung der internen Bedarfsträger


Planung und Projektierung
Beschaffung und Entwicklung
Erprobung und Bewertung
Inbetriebnahme und Weiterentwicklung technischer Systeme

Innerer Dienst (ID)

Die Abteilung Innerer Dienst (ID) versteht sich als moderner Dienstleister für verwaltungsnahe
Serviceaufgaben im Bundesnachrichtendienst. Dies umfasst die Aufgabenbereiche:

Vergabewesen
Gebührnisse/Beihilfe
Aus- und Fortbildung (in eigener Schule und am Zentrum für Nachrichtendienstliche Aus- und
Fortbildung). Die Ausbildung der Mitarbeiter in der Laufbahnausbildung dauert zwei Jahre für
den mittleren Dienst und drei Jahre für den gehobenen Dienst an der Hochschule des Bundes
für öffentliche Verwaltung in Brühl.
Transportwesen
Liegenschaftsmanagement

Außerdem sind in der Abteilung ID die für den Bundesnachrichtendienst gesetzlich geforderten Bereiche
Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit beheimatet. Daneben erfolgt in der Abteilung ID die Unterstützung von
Mitarbeitern, die für den Bundesnachrichtendienst ihren Dienst in Ländern mit krisenhaften Entwicklungen
verrichten, z. B. durch psychologische Beratung.

Der Bundesnachrichtendienst vermittelt in einer eigenen Schule nachrichtendienstliches Wissen und spezielle
Fertigkeiten. In einer eigenen Fachhochschulausbildung werden im Rahmen von Laufbahnlehrgängen neben
wissenschaftlichen Inhalten auch nachrichtendienstliche Fähigkeiten vermittelt.

Zentralabteilung (ZY)

Die Zentralabteilung nimmt alle Personal- und Verwaltungsaufgaben wahr, das heißt Aufgaben in den
Bereichen:

Organisationsentwicklung
Personalmanagement
Personaldienst
Haushalt
Justiziariat
Behördlicher Datenschutz

Hinsichtlich der personellen Ressourcen stehen die Prozesse der Bedarfsfeststellung, der Gewinnung und des
Einsatzes von Mitarbeitern im Mittelpunkt. Die Planung des Einsatzes der finanziellen Mittel, deren
Bewirtschaftung sowie der Nachweis der Verwendung bilden Schwerpunktbereiche des Finanzwesens.

Eigensicherung (SI)

Die Eigensicherung ist für die Sicherheit des Dienstes zuständig und für die Abwehr von Spionage, sofern sie
sich gegen den BND richtet.

Beispiele der Aufgaben dieser Abteilung sind:

Schutz von Daten bei Bearbeitung, Speicherung und Übertragung


Materielle Absicherung von Liegenschaften
Sicherheitsberatung
Sicherheitsüberprüfungen von aktiven und zukünftigen Mitarbeitern
Lauschabwehr
Observation von eigenen Mitarbeitern
Ermittlungen
Amtshilfe für das BfV

Umzug (UM)

Die Abteilung UM ist für die Steuerung und Koordinierung großer Bauprojekte des BND zuständig. Das
Programm für den Umzug des BND hatte nachfolgende Aufgaben:

Projekt Chausseestraße
Projekt Bayern
Projekt Zwischenumzüge
Projekt Soziales, Mitarbeiterbetreuung und -information informiert BND-intern über den Umzug.

Seit der Eröffnung der Berliner Zentrale Anfang 2019 konzentriert sich die Abteilung UM auf den Aus- und
Umbau der Liegenschaft Pullach zu einem modernen technischen Aufklärungszentrum.[3]

Standorte
Der Hauptsitz des BND ist seit Anfang 2019 in der Berlin-Mitte. Weitere Hauptstandorte sind in Berlin-
Lichterfelde und in Pullach bei München. Darüber hinaus verfügt der BND über andere, teils geheime
Dienststellen in Deutschland sowie im Ausland, darunter die Residenturen.

Berlin-Mitte (Zentrale)
→ Hauptartikel: Zentrale des Bundesnachrichtendienstes

Die zentrale BND-Dienststelle wurde 2006–2018 auf dem Gelände des ehemaligen Stadions der Weltjugend
im Berliner Bezirk Mitte gebaut. Das Hauptgebäude an der Chausseestraße hatte das Berliner Büro Kleihues +
Kleihues geplant und unter seiner Leitung errichtet.[11] In der Nordbebauung ist die Technik- und
Logistikzentrale der BND-Zentrale untergebracht, in der Südbebauung befindet sich das Zentrum für
Nachrichtendienstliche Aus- und Fortbildung sowie das
Besucherzentrum des BND. In der Berliner Zentrale arbeiten rund
4000 Mitarbeiter, darunter auch die Leitung des BND. Der Umzug
erfolgte zwischen Sommer und November 2018 in mehreren
Abschnitten.[10]

Zentrum Technische Aufklärung in Pullach


→ Hauptartikel: BND-Liegenschaft in Pullach
Zentrale des BND in Berlin-Mitte
Von der Gründung des BND am 1. April 1956 bis zur offiziellen
Eröffnung der Berliner Zentrale am 8. Februar 2019 hatte der BND
seinen Hauptsitz an der Heilmannstraße in Pullach südlich von
München. Bereits am 6. Dezember 1947 hatte der BND-Vorläufer
Organisation Gehlen das Gelände bezogen. Der BND bezeichnet den
Standort Pullach heute als „Zentrum Technische Aufklärung“.[12] Die
1.020 Dienstposten in Pullach gehören hauptsächlich zur Abteilung
Technische Aufklärung (TA).[10]
Haupttor zum BND-Gelände in
Pullach
Ehemalige Gardeschützenkaserne in Berlin-
Lichterfelde
→ Hauptartikel: Gardeschützenkaserne (Berlin-Lichterfelde)

Die Liegenschaft der ehemaligen Gardeschützenkaserne in Berlin-


Lichterfelde zählt neben der Zentrale an der Berliner Chausseestraße
und dem Gelände in Pullach zu den drei Hauptstandorten des
Dienstes. Seit September 2003 arbeiteten über 1000 Mitarbeiter dort
(Lage: 52° 26′ 43,8″ N, 13° 18′ 16,6″ O).[13] Die 1881 erbaute
Kaserne, die im Kalten Krieg als Roosevelt-Kaserne der
Unterbringung von US-Truppen in Berlin diente, wurde saniert.
Außerdem wurde ein dreigeschossiges Lage- und
[14] Eingang des BND-Geländes in
Informationszentrum hinzugebaut. Ursprünglich sollte der Berlin-Lichterfelde
Standort in Lichterfelde nach der Eröffnung der Zentrale in der
Chausseestraße aufgegeben werden. Der Bezirk plante bereits eine
kulturelle und soziale Nachnutzung. Da die BND-Zentrale dem
zukünftigen Platzbedarf des Dienstes jedoch nicht gerecht wird, soll
die Liegenschaft in Lichterfelde vom BND auf Dauer genutzt
werden.[15]

Weitere Außenstellen

Der BND unterhält folgende weitere Außenstellen:


Gardeschützen-Kaserne
BND-Außenstelle Bad Aibling
BND-Außenstelle Gablingen
BND-Außenstelle Rheinhausen
BND-Außenstelle Schöningen
Starnberg-Söcking
Stockdorf (Lage: 48° 5′ 26″ N, 11° 24′ 46″ O)
Diese Außenstellen wurden am 6. Juni 2014 im Rahmen einer „Transparenzoffensive“ offiziell bestätigt.

Tarnbezeichnungen

Die Bundesregierung hat bestätigt, dass der BND in der Vergangenheit unter der Bezeichnung „Amt für
Auslandsfragen“ (AfA) gegenüber Dritten aufgetreten ist.[16]

Weiterhin getarnte Dienststellen (Deutschland)

Hauptstelle für Befragungswesen (HBW)/Zentralstelle für


Befragungswesen: In circa 13 der zentralen Aufnahmelager der
Bundesrepublik wurden alle Flüchtlinge und Asylbewerber über
Gegebenheiten in ihren Heimatländern befragt, gelegentlich auch als
Quellen (Spione) angeworben.[17] Die 1958 gegründete[18]
Hauptstelle für Befragungswesen wurde häufig als „interne
Kontrolleinrichtung des Bundesamtes für Ausländerfragen“[19]
getarnt. Bei der Hauptstelle für Befragungswesen waren im Jahre
2012 52 Personen beschäftigt.[20]

Berlin, Hohenzollerndamm 150[20]


Friedland (Kreis Göttingen) „Gewölbe“
Gießen
Hannover
Mainz Getarnte Dienststellennamen des
Nürnberg „Burg-Zinne“ BND, Helene-Weber-Allee 23,
Zirndorf München

Amt für Militärkunde: Dienststelle, zu der Bundeswehrangehörige


offiziell versetzt werden, wenn sie für den BND arbeiten. Das AMK ist als Tarnung zu sehen.[21]

Bonn („Wissenschaftlicher Fachbereich“). Hier werden mit Hochleistungscomputern, z. B. Cray,


Verschlüsselungen entwickelt und gebrochen. So war das Amt für Militärkunde bei der Cray
User Group Konferenz 2006 vertreten.[22] Es findet auch Amtshilfe für andere Behörden statt.
Eine Dienststelle des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) befindet sich
auf demselben Gelände in Bonn-Mehlem wie das AMK.

Pullach

Studienstelle für Auslandsfragen[23]

München

Koordinierungsstelle für Wehrtechnik[24]


Observationskommando zur Überwachung eigener Mitarbeiter „QB 30“ bzw. „QC30“.[25]
Das Observationskommando befand sich bis 1997 in der Schubertstraße 12 in München.
Seitdem befindet sich das Observationskommando unter der Bezeichnung "Technische
Revisionsstelle der Bundesverkehrsverwaltung" an der Dachauer Straße 128 als
Untermieter des MAD.[26]

Berlin
Bundesstelle für Fernmeldestatistik: Der BND betreibt unter diesem Tarnnamen mehrere Abhörstationen in
Deutschland, mit denen Nachrichtenverkehr erfasst werden kann.

Standorte siehe hier

Institut für Nachrichtentechnik

Haar „Weberei“ – Schule des BND an der Wasserburger Str. 43–47 (zum 14. Januar 2019
aufgegeben)[27][28]

Sonstige Dienststellen
Das Betreuungswerk der Liegenschaftsverwaltung Pullach e. V. ist ein Sozialwerk im Bereich
einer Behörde des Bundes mit Zuständigkeitsbereich Bundesnachrichtendienst. Im Jahr 2012
gab der Bund für dieses Sozialwerk insgesamt 41.530 Euro aus. Im gleichen Jahr waren zwei
Behördenbeschäftigte für die Arbeit im Sozialwerk zu 50 Prozent der regelmäßigen Arbeitszeit
freigestellt.[29]
Amt für Schadensabwicklung[30]
Zeman Flugtechnik und Logistik München GmbH (Flughafen München): Die Firma ist der
offizielle Betreiber des Dienstflugzeugs des BND-Präsidenten (Kennzeichen D-AZEM), das am
General Aviation Terminal des Münchener Flughafens stationiert ist[31]
LCAS Logistics- Coordination & Assessment Service Hohenstein & Hagen GmbH (Priština,
Kosovo; Ottobrunn).[32] Die Gesellschaft wurde im Februar 2009 aufgelöst.[33]
BVOE-Management (München)[34]
Thiele und Friedrichs (München) für Zahlungen an den Informanten Rafid al-J., Deckname
Curveball, welcher behauptete, der Irak sei im Besitz von Massenvernichtungswaffen, und
dadurch den USA einen Kriegsgrund lieferte.[35]
BND-Abteilung Verbindungsstelle 61 (Mainz): Die Aufgabe dieser Abteilung ist z. B. der
Kontakt zur CIA-Außenstelle in Wiesbaden. Gegen den Leiter der Abteilung wurde 2013
wegen des Verdachts der Bildung einer bewaffneten Gruppe und des Verstoßes gegen das
Waffengesetz ermittelt. Die Ermittlungen wurden noch im selben Jahr mangels hinreichenden
Tatverdachts eingestellt, der Betroffene gilt als unschuldig.[36]
Dienststelle 49F (vormals inoffiziell Dienststelle BDU oder Bund der Unfähigen) für
teildienstunfähige Mitarbeiter des BND. In diese Dienststelle wurden Beamte aufgrund
gesundheitlicher Gründe und damit einhergehendem Verlust der Sicherheitsbescheide bzw.
Sicherheitsunbedenklichkeitsbescheinigung bis zum Ruhestand versetzt.[37]

Beschäftigte
Der BND hat insgesamt ca. 6500 Mitarbeiter, davon sind etwa 4200 männlich und 2300 weiblich. Die größte
Statusgruppe bilden die Arbeitnehmer im Öffentlichen Dienst mit ca. 3600 Personen, gefolgt von den
Beamten mit ca. 2150 Personen. 750 Angehörige des BND sind Soldaten (Unteroffiziere mit Portepee und
Offiziere), die vorübergehend oder dauerhaft im BND eingesetzt werden. Die Bundeswehr versetzt sie
offiziell zum Amt für Militärkunde (AMK). Etwa 1250 Personen gehören der Laufbahngruppe des höheren
Dienstes an, ca. 2250 des gehobenen Dienstes, ca. 2750 des mittleren Dienstes und etwa 200 des einfachen
Dienstes (bzw. vergleichbar eingruppierte Arbeitnehmer/besoldete Soldaten).[38] Langjährige Beschäftigte
erhalten beim Verlassen des BND die Sankt-Georgs-Medaille.

Zusammenarbeit mit anderen Nachrichtendiensten


Siehe auch: Globale Überwachungs- und Spionageaffäre → Zusammenarbeit von Bundesnachrichtendienst
und NSA

Der BND unterhält Kontakte zu etwa 450 Nachrichtendiensten in über 160 Staaten. Hinzu kommen enge
Verbindungen zu Institutionen der Europäischen Union und der NATO.[39] Die NSA liefert dem BND
Analysewerkzeuge für den Lauschangriff des BND auf ausländische Datenströme, die durch Deutschland
führen.[40] Aus den Dokumenten von Edward Snowden geht hervor, dass die US-Geheimdienste den
Präsidenten Gerhard Schindler loben, da er Einfluss auf die Gesetzgebung zum Datenschutz ausgeübt hat.

Laut der Dokumente von Snowden gab es im April 2013 ein Treffen zum Thema „Datenbeschaffung“, an
dem 12 hochrangige BND-Mitarbeiter und Spezialisten der NSA teilnahmen. Ferner schult der BND die
Mitarbeiter vom Bundesamt für Verfassungsschutz in der Benutzung der Spähsoftware XKeyscore.[41] Das
Programm XKeyscore wird vom BND seit 2007 eingesetzt.[42]

Als im April 2003 in Bagdad der Irakkrieg im Gange war, zogen die BND-Mitarbeiter (Residenten) vom
deutschen Botschaftsgebäude in das französische Botschaftsgebäude um, in dem die Mitarbeiter des
befreundeten französischen Auslandsnachrichtendienstes DGSE untergebracht waren.[43]

Der BND lieferte an die NSA eine Kopie seiner Software „Mira4“ und „Veras“. NSA-Analysten attestierten
diesen Werkzeugen Fähigkeiten, welche die Möglichkeiten der NSA zur nachrichtendienstlichen
Informationsgewinnung übertreffen.[44]

Der BND leitet über die Fernmeldeverkehrstelle, die in der Bad Aiblinger Mangfall-Kaserne als Einrichtung
der Bundeswehr getarnt ist, Verbindungsdaten von Telefonaten, E-Mails und SMS an die NSA weiter.[45] Im
Mai 2015 berichtet Zeit Online, dass der BND weitaus mehr Metadaten an die NSA übermittelt, als bekannt.
Von den 6,6 Milliarden Metadaten, die der BND monatlich abfängt, werden bis zu 1,3 Milliarden Metadaten
an die NSA weitergereicht. Diese sind zwar angeblich auf Grund der Artikel 10-Gesetzgebung gefiltert,
allerdings gaben die Verantwortlichen im Untersuchungsausschuss zu, dass die Filter nicht richtig
funktionieren. Mit Hilfe dieser BND-Metadaten erstellen NSA und CIA unter anderem Ziele für
Kampfdrohnen, die von der Ramstein Air Base in Ramstein-Miesenbach als Schnittstelle zur Planung und
Steuerung der Einsätze gegen mutmaßliche Terroristen in Afrika und im Nahen Osten dienen.[46][47] Die
Zusammenarbeit zwischen BND und NSA in Bad Aibling basiert auf einem Abkommen vom 28. April
2002.[48] Insgesamt soll der BND schon seit etwa 1960 mit der NSA zusammenarbeiten.[42]

Der BND gibt Handynummern von Verdächtigen an internationale Partnerdienste weiter.[49]

Von 1970 bis 1993 waren CIA und BND je zur Hälfte Eigentümer der Schweizer Crypto AG, die weltweit
Verschlüsselungsgeräte verkaufte. Die Verschlüsselung war – bei Geräten für ausgesuchte Kunden – so
verändert worden, dass damit diplomatische und militärische Fernmeldeverkehre von über 100 Staaten
flächendeckend mitgelesen werden konnten. Die gemeinsame Operation wurde anfangs (beim BND)
„Thesaurus“, später „Rubikon“ genannt.[50][51][52]

Der BND tauscht seit 1976 bis heute (Stand: April 2020) mit den dänischen und niederländischen
Nachrichtendiensten Informationen über Kryptoverfahren aus. Später kamen Schweden und Frankreich hinzu.
Die Kooperation trägt die Bezeichnung Maximator nach dem gleichnamigen Starkbier der Brauerei
Augustiner.[53][54]

Geschichte

Vorgeschichte
Vorläufer des BND war die Organisation Gehlen, welche nach ihrem
langjährigen Leiter, dem ehemaliger Generalmajor der Wehrmacht
und Leiter der Abteilung Fremde Heere Ost (FHO) Reinhard Gehlen,
bezeichnet wurde.

Für den BND bzw. seinen Vorläufer, die Organisation Gehlen, waren
unter anderem der ehemalige Gestapo-Chef in Lyon Klaus Barbie,[55]
der ehemalige Leiter der Geheimen Feldpolizei Wilhelm
Krichbaum,[56] der ehemalige Leiter des „Judenreferats“ des
Auswärtigen Amtes Franz Rademacher,[57] der Erfinder der mobilen
Gaswagen Walther Rauff,[58] der ehemalige Offizier im
Einsatzkommando 9 der Einsatzgruppe B Konrad Fiebig[59] sowie
der ehemalige Chef des Vorkommandos Moskau der Einsatzgruppe B
Franz Alfred Six[56] tätig. Bereits in den ersten Jahren des Bestehens
der Organisation Gehlen hatte der sowjetische KGB mit Heinz Felfe
einen Maulwurf im späteren BND platzieren können, der 1961 CIA-Bericht von 1952 über die
aufflog. Im Fall Felfe hatte der KGB die Verstrickung Felfes in NS- Gründungsgespräche des BND
Verbrechen benutzt, um ihn noch vor dem 1951 erfolgten Eintritt in
die Organisation Gehlen anzuwerben.

Bereits 1951 begann die Diskussion über die Einrichtung eines oder mehrerer Nachrichtendienste auf
Bundesebene.[60] Laut einem Bericht der CIA wurde der Name Bundesnachrichtendienst erstmals im August
und September 1952 bei Gesprächen im Kanzleramt verwendet. An den geheimen Gründungsgesprächen, die
im Büro des damaligen Ministerialrates Karl Gumbel stattfanden, nahmen neben Hans Globke und Reinhard
Gehlen auch die Gehlenmitarbeiter Hans von Lossow, Horst Wendland und Werner Repenning teil.[61] Mit
dem Deutschlandvertrag erhielt die Bundesrepublik die Zustimmung der Alliierten, über einen eigenen
Auslandsnachrichtendienst verfügen zu dürfen.[62]

Bei der Frage, ob der BND durch Bundesgesetz zu errichten sei oder ob ein Organisationserlass genüge,
argumentierte Globke, ein Gesetz sei nicht notwendig, weil dem BND keine Hoheitsbefugnisse übertragen
werden sollen. Im Folgenden stützte sich das Bundeskanzleramt in seiner Argumentation auf eine Dissertation
von Johannes Erasmus.[63] Dieser war jedoch hauptamtlicher Mitarbeiter der Organisation Gehlen und die
Dissertation eine Auftragsarbeit, in der Erasmus die Rechtslage beschrieb, wie Gehlen sie sich wünschte.[64]

Durch die John-Affäre wurde die Übernahme der Organisation in den Bundesdienst um etwa ein Jahr
verzögert. Am 11. Juli 1955 wurde dem Bundeskabinett der Organisationserlass zur Errichtung des BND
vorgelegt.[65] Am 20. Dezember 1955 gab das Vertrauensmänner-Gremium, der Vorläufer des
Parlamentarischen Kontrollgremiums, seine Zustimmung zur BND-Errichtung.[66] Grundlage für die
Übernahme bildete ein Gutachten des Bundesbeauftragten für Wirtschaftlichkeit in der Bundesverwaltung, in
Personalunion Präsident des Bundesrechnungshofes. Das Gutachten entstand in enger Zusammenarbeit mit
der Organisation Gehlen, vermittelte nach außen jedoch den Eindruck eines unabhängigen
Expertenberichts.[67]

Gründung BND bis Wiedervereinigung

Am 1. April 1956 (dem Beginn des Rechnungsjahres 1956) wurde die mehrere tausend Mitarbeiter[68]
zählende Organisation Gehlen mit ihrem Leiter offiziell in den Dienst der Bundesrepublik Deutschland
übernommen und erhielt den Namen Bundesnachrichtendienst. Erst am 23. Oktober 1956 wurden die
obersten Bundesbehörden sowie die Ministerpräsidenten der Länder offiziell über die Errichtung des BND
informiert. Das Schreiben galt vielen Mitarbeitern als eigentliche Geburtsstunde des Dienstes.[69] Die Stellung
des BND innerhalb der Bundesverwaltung war in den Anfangsjahren unklar. Der Dienst hatte einen Status
„sui generis“. Er war weder Oberste noch Obere Bundesbehörde und gemäß Organisationserlass dem
Bundeskanzleramt nicht nachgeordnet, sondern angegliedert. In der Praxis nahm der BND sowohl
ministerielle als auch oberbehördliche Aufgaben wahr. Das Bundeskanzleramt übte kaum Dienstaufsicht
aus.[70]

BND-Chef Gehlen fürchtete, dass Gesamtdeutschland durch ein Wahlbündnis von Sozialdemokraten und
Rechtskonservativen unter sowjetischen Einfluss geriete. Deshalb hatte er der CIA 1956 und erneut im
Spätherbst 1959 für diesen Fall die Bildung einer gemeinsamen Schattenregierung vorgeschlagen und unter
Abstützung auf Stay-Behind-Strukturen staatsstreichähnliche Pläne verfolgt. Die tatsächliche politische
Entwicklung, eine Vertiefung der Westbindung der Bundesrepublik, machte die ansatzweisen Vorkehrungen
des BND-Präsidenten jedoch obsolet.[71]

Dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR war es gelungen, mit Alfred Spuhler und Gabriele Gast
langjährige und ergiebige Innenquellen im BND zu etablieren, die erst nach der Wende enttarnt wurden.

Mercker-Kommission

Im Jahr 1968 führte eine Kommission unter Vorsitz des Staatssekretärs Reinhold Mercker und unter
Mitwirkung des Ministerialrats Paul Raab und des Generalleutnants a. D. Alfred Zerbel eine interne
Untersuchung des BND durch. Der bis heute in Teilen als geheim eingestufte Mercker-Bericht[72] deckte laut
Presseberichten Führungsmängel, Vetternwirtschaft, Korruption sowie Missbrauch und Fehlverwendung von
Haushaltsmitteln auf. Weiterhin soll der BND einen signifikanten Teil seiner Ressourcen auf das Ausspähen
westdeutscher Politiker verwendet haben.[73][74][75]

Stay-behind

Nach Informationen der CIA beschäftigte der BND (CIA Kodename CASCOPE) in den 1980er Jahren
75 Mitarbeiter (sogenannte Schläfer) im Rahmen des Stay-behind-Programms.[76]

Seit der deutschen Wiedervereinigung

Eine gesetzliche Grundlage für den BND existierte lange Zeit nicht. Erst 1990 wurde – ausgelöst durch das
Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgerichts von 1983 mit dem darin postulierten Grundrecht auf
informationelle Selbstbestimmung – ein Gesetz für den Bundesnachrichtendienst verabschiedet.

Nach seinen Amtszeiten als Bundeskanzler sagte Helmut Kohl über den BND: „Sein Nutzen war nahezu null.
Die wussten überhaupt nichts.“ Der ineffiziente und meist miserabel geführte Dienst habe ihm mit
Nichtigkeiten seine Zeit geklaut.[77]

„Transparenzoffensive“ ab 2014

2014 verkündete der amtierende BND-Chef Gerhard Schindler anlässlich der Aufarbeitung der NSA-Affären
eine „Transparenzoffensive“. Dabei wurden einige Tarnnamen verschiedener BND-Einrichtungen und die
falschen Namen solcher Mitarbeiter abgeschafft, die nach außen tätig sind.[78] Im Jahr 2015 durfte „erstmals“
ein Journalist den Horchposten für den internationalen Telefonverkehr des BND in Rheinhausen besuchen,
das Ionosphäreninstitut,[79] wo der BND u. a. eine Radom-Antenne betreibt.
Aufarbeitung der Geschichte des BND

Infolge des Skandals um Heinz Felfe, einen ehemaligen SS-Obersturmführer und Überläufer zum KGB, kam
es zu einer internen Untersuchung über die Belastung ehemaliger SS-Angehöriger durch ihre Tatbeteiligung
an SS-Verbrechen. Nach Hans-Henning Cromes Abschlussbericht (Aktenzeichen 815/65) an Gehlen vom 1.
Februar 1965 waren 71 Mitarbeiter wegen „nachweisbarer Teilnahme an nationalsozialistischen
Gewaltdelikten“ still aus dem Dienst gedrängt worden – andere SS-Leute (eine Schätzung von Peter Carstens,
einem Redakteur bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, der die Unterlagen recherchierte, liegt in der
Größenordnung von 130 weiteren Personen) konnten bleiben. An weiteren Verbrechen beteiligte Ex-NSDAP-
Funktionäre, Wehrmachtssoldaten oder „reine Angehörige der Waffen-SS“ wurden von der Arbeitsgruppe
Organisationseinheit 85 um Crome, sofern sie im Dienst beschäftigt waren, gar nicht erfasst.[80] Die bereits
2006 von BND-Präsident Ernst Uhrlau angekündigte Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit
des Dienstes, ein Projekt, für das man den prominenten Historiker Gregor Schöllgen gewonnen habe, wurde –
offenbar nicht zuletzt aufgrund des Widerstandes aus dem Kanzleramt[81] – zunächst über Jahre nicht in
Angriff genommen.[82]

Im BND wurde 2010 eine Forschungs- und Arbeitsgruppe „Geschichte des BND“ unter der Leitung von
Bodo Hechelhammer, Nachrichtendienstler und Historiker, eingerichtet, um das Projekt der Aufarbeitung der
Geschichte des BND zu realisieren. Dieses führte seit Anfang 2011 zu einem neuen Anlauf der Aufarbeitung
der Frühgeschichte des BND mit der Berufung einer unabhängigen Historikerkommission.[83] Der Titel der
Kommission lautet Unabhängige Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des
Bundesnachrichtendienstes, seiner Vorläuferorganisationen sowie seines Personal- und Wirkungsprofils von
1945 bis 1968 und des Umgangs mit dieser Vergangenheit. Sie war mit den vier Professoren Jost Dülffer
(Universität zu Köln), Klaus-Dietmar Henke (Technische Universität Dresden), Wolfgang Krieger (Philipps-
Universität Marburg) und Rolf-Dieter Müller (Humboldt-Universität zu Berlin) besetzt. Ihre Arbeit war
ursprünglich auf vier Jahre begrenzt,[84] wurde mehrfach verlängert und endete 2018.[85] Die Historiker
sollten „die Entstehungs- und Frühgeschichte sowie sein Personal- und Wirkungsprofil von 1945 bis 1968“
umfassend aufarbeiten und dafür vollen Zugang zu allen BND-Akten, auch zu den „geheim“ und „streng
geheim“ gestempelten Papieren, bekommen.[86] Der exakte Schwerpunkt ihrer Tätigkeit sollte den
Wissenschaftlern dabei freistehen; der Dienst behielt sich jedoch explizit vor, im Rahmen der Veröffentlichung
der Forschungsergebnisse aus Gründen des Geheimschutzes sein Veto einzulegen.[87] Die
Forschungsergebnisse werden seit 2016 in monographischen Studien veröffentlicht. Bisher sind 11 Bände
erschienen (Stand: April 2020).[88]

„Der Bundesnachrichtendienst hat 2007 zahlreiche Dokumente vernichtet, die nach Einschätzung
von Experten von großer historischer Bedeutung waren. Insgesamt 250 Personalakten mit Bezug
zur NS-Zeit seien dem Reißwolf übergeben worden, kritisieren Historiker der unabhängigen
Kommission zur Erforschung der Geschichte des Dienstes und zu den mutmaßlichen
Verwicklungen seiner Mitarbeiter in NS-Verbrechen.“
– TAGESSCHAU, 29. NOVEMBER 2011[89][90]

In einer eigenen Stellungnahme erklärte der Bundesnachrichtendienst im Dezember 2011, eine interne
Untersuchung habe ergeben, dass die Vernichtung „seinerzeit gemäß den gängigen archivischen Regularien“
erfolgt sei. „Zu insgesamt 45 von 253 Personen, ca. 17 Prozent, konnte bislang eine ‚NS-Belastung‘
festgestellt werden.“[91]

Einsätze
Die erste für die Amerikaner wichtige Operation der Organisation war die Funkaufklärung der sowjetischen
Luftwaffe während der Berliner Luftbrücke. Zwischen 1948 und 1952 unterstützte die Organisation Gehlen
eine Gruppierung in Polen (WIN), die sich für einen bewaffneten Umsturz des kommunistischen Regimes
einzusetzen schien. 1952 wurde jedoch öffentlich, dass es sich hierbei um eine sowjetische Tarnorganisation
handelte, welche mit dem Geld der „Organisation Gehlen“ aufgebaut worden war.

Insgesamt hatte die Organisation Gehlen in den frühen 1950er-Jahren zahlreiche Spione in die staatlichen
Strukturen der DDR und anderer osteuropäischer Staaten eingeschleust, die aber weitgehend erfolglos
agierten. Vor allem in der DDR starteten die gegnerischen Geheimdienste 1953 eine erfolgreiche
Spionageabwehr-Kampagne, zahlreiche Agenten wurden enttarnt, verhaftet und verurteilt. Laut neueren
Ergebnissen der Birthler-Behörde waren etwa 90 Prozent aller damaligen Ost-Quellen des BND von der Stasi
geführt worden und damit Doppelagenten gewesen.[92]

Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf einen Anfrage der Bundestagslinksfraktion hervorgeht, haben
der Bundesnachrichtendienst und seine Vorläuferorganisation Gehlen zwischen 1946 und April 1990 „zu
Funktions- und Mandatsträgern des Staats- und Parteiapparates der sowjetischen Besatzungszone und später
der DDR zu ca. 26.000 Personen Informationen erhoben.“[93] Über die geplante Abriegelung der Berliner
Sektorengrenzen war der BND, laut Veröffentlichungen vom August 2011[94] informiert. Diese Abriegelung
ging dem Bau der Berliner Mauer voraus.

Ab 1981 war der BND im Rahmen der „Operation Sommerregen“ zum Zwecke der Beschaffung von
Informationen über die Ausrüstung der Roten Armee im Krieg in Afghanistan im Einsatz.

Anfang der 1990er Jahre kam der BND auch außergeheimdienstlich weltweit in den Ruf, unfähig zu sein,
nachdem dieser weder den Fall der Mauer, den Zusammenbruch der Sowjetunion noch die deutsche
Wiedervereinigung vorhergesehen bzw. die Vorgänge, die dazu geführt hatten, falsch beurteilt hatte. Insgesamt
wurden und werden dem BND häufig Defizite beim Einsatz von Spionen und Informanten (Human
Intelligence) nachgesagt. Dagegen soll die technische Aufklärung, insbesondere das Abhören des
Funkverkehrs in Osteuropa, vergleichsweise effizient gearbeitet haben.

Die Aktivitäten des BND unterliegen aber im Allgemeinen der Geheimhaltung; daher ist darüber seit 1956
recht wenig bekannt. So soll – laut Medienberichten – der BND seit 1996 ausländische Agenten im
Hamburger Islamisten-Milieu angeworben haben. Dies könnte möglicherweise, so wird gemutmaßt, der
eigentliche Hintergrund für die Weigerung ausländischer Geheimdienste befreundeter Staaten gewesen sein,
im Hamburger Prozess gegen den marokkanischen Studenten Mounir al Motassadeq, Informationen an den
BND bzw. an die bundesdeutschen Gerichte weiterzugeben. Mounir al Motassadeq wurde der Unterstützung
der Anschläge in den USA vom „11. September“ verdächtigt und vom Hanseatischen Oberlandesgericht
Hamburg zu 15 Jahren Haft verurteilt. In dieser Sache wirkte der BND bei der Aufklärung der saudischen
Kontaktpersonen Motassadeqs mit.

Ende 2007 erwarb der BND von Heinrich Kieber, einem ehemaligen Mitarbeiter der Liechtensteiner LGT
Bank für 5 Millionen Euro eine DVD mit den Kundendaten von Personen, die Vermögen in Liechtenstein mit
dem Ziel der Steuerhinterziehung angelegt hatten. Er leitete sie im Wege der Amtshilfe an die Steuerfahndung
Wuppertal weiter, die daraufhin gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Bochum Ermittlungen gegen mehrere
hundert Verdächtige einleitete (Steueraffäre in Deutschland 2008). Am 14. Februar 2008 wurde eine Razzia
gegen den damaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post AG, Klaus Zumwinkel, wegen Verdachtes
der Hinterziehung von Steuern in Millionenhöhe durchgeführt, die bereits am folgenden Tag zu Zumwinkels
Rücktritt führte. In der Folgezeit erfolgten weitere Durchsuchungen in mehreren deutschen Großstädten.

Der BND hat als einziger Auslandsnachrichtendienst Deutschlands die Aufgabe, Informationen zu sammeln
und auszuwerten, die zur Gewinnung von Erkenntnissen über das Ausland, die von außen- und
sicherheitspolitischer Bedeutung für die Bundesrepublik Deutschland sind, notwendig sind (§ 1 BNDG).
Diese Informationen werden der Bundesregierung übermittelt und erstrecken sich auf viele Themenbereiche:
Politik, Wirtschaft, Militär, Wissenschaft oder Technik. Zur Beschaffung dieser Informationen stehen dem
BND viele Methoden der Nachrichtengewinnung zur Verfügung; ein Großteil stammt allerdings aus dem als
„OSINT“ bezeichneten Studium offener Quellen wie Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen oder auch dem
Internet. Daneben setzt der BND auch geheimdienstliche Methoden ein, wie die Anwerbung und Führung
von Agenten im Ausland (Operative Beschaffung) oder die funkelektronische Aufklärung (Technische
Beschaffung). Dies geschieht auf vielen Ebenen, dazu gehört die Telefonüberwachung ebenso wie geheime
Bild- und Tonaufzeichnungen oder die Internetüberwachung.

Die gewonnenen Informationen werden im BND analysiert und ausgewertet, um Lagebilder und Berichte zu
erstellen, die für Entscheidungen der Bundesregierung von Bedeutung sind. In zunehmendem Maß versteht
der BND dabei seine Aufgabe als Politikberatung. Neben den Kernaufgaben der Auslandsaufklärung
übernimmt der BND, auf politische Vorgabe hin, zunehmend auch Aufgaben in der Beobachtung der
international operierenden Organisierten Kriminalität, insbesondere auf den Gebieten Waffen- und
Technologietransfers (Proliferation), Geldwäsche, Menschenhandel und Rauschgiftschmuggel. Gerade in
jüngerer Zeit ist zudem die Aufklärung des internationalen Terrorismus noch bedeutsamer geworden.

Seit Mitte der 1990er Jahre verhandelte der BND-Agent Gerhard Conrad über mehrere Gefangenenaustausche
zwischen Israel und der Hisbollah, die 1996, 2004 und 2008 umgesetzt werden konnten. 2004 war daran auch
der damalige Geheimdienstkoordinator im Bundeskanzleramt und spätere BND-Präsident Ernst Uhrlau
beteiligt. Conrad, der fließend Arabisch, Französisch und Englisch spricht, war jahrelang BND-Resident in
Syrien, Beirut und Jerusalem, und wirkte anschließend auch als Vermittler im 2011 realisierten
Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hamas im Fall Gilad Schalit.[95]

Leitung

Präsidenten

An der Spitze des BND steht ein Präsident. Folgende Liste zeigt die Präsidenten seit 1956:

Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes


Name Lebensdaten Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
1 Reinhard Gehlen 1902–1979 1. Apr. 1956 30. Apr. 1968
2 Gerhard Wessel 1913–2002 1. Mai 1968 31. Dez. 1978
3 Klaus Kinkel 1936–2019 1. Jan. 1979 26. Dez. 1982
4 Eberhard Blum 1919–2003 27. Dez. 1982 31. Juli 1985
5 Heribert Hellenbroich (CDU) 1937–2014 1. Aug. 1985 27. Aug. 1985
6 Hans-Georg Wieck * 1928 4. Sep. 1985 2. Okt. 1990
7 Konrad Porzner (SPD) * 1935 3. Okt. 1990 31. März 1996
8 Gerhard Güllich (SPD), (kommissarisch) * 1938 1. Apr. 1996 4. Juni 1996
9 Hansjörg Geiger * 1942 4. Juni 1996 17. Dez. 1998
10 August Hanning * 1946 17. Dez. 1998 30. Nov. 2005
11 Ernst Uhrlau (SPD) * 1946 1. Dez. 2005 31. Dez. 2011
12 Gerhard Schindler (FDP) * 1952 1. Jan. 2012 30. Juni 2016
13 Bruno Kahl (CDU) * 1962 1. Juli 2016

Stellvertreter
Der Präsident des BND hat drei Vizepräsidenten, von denen einer
als sein Vertreter fungiert: einen Vizepräsidenten für zentrale
Aufgaben, einen für militärische Angelegenheiten (seit Oktober
2003) und einen ohne nähere Bezeichnung. Von 1957 bis 2003 gab
es nur einen Vizepräsidenten. Folgende Liste zeigt die
Vizepräsidenten seit 1957:
Vizepräsidenten des Bundesnachrichtendienstes, ggf. Sondersaufgabengebiet
Beginn der Ende der
Name Lebensdaten
Amtszeit Amtszeit
1 Hans-Heinrich Worgitzky 1907–1969 24. Mai 1957 1967
8. Okt.
2 Horst Wendland 1912–1968 1967 1968
(Suizid)
3 Dieter Blötz 1931–1987 4. Mai 1970 Aug. 1979
27. Feb.
4 Norbert Klusak 1936–1986 1. Apr. 1980
1986
27. Aug.
5 Paul Münstermann 1932–2010 März 1986
1994
17. Juni
6 Gerhard Güllich (kommissarisch) * 1938 Sep. 1994
1996
7 Rainer Keßelring 1934–2013 18. Juni 1996 Sep. 1998
8 Siegfried Barth * 1935/36 10. Sep. 1998 Juli 2001
31. März
9 Rudolf Adam * 1948 Juli 2001
2004
30. Sep.
10 Werner Schowe, Vizepräsident mil. * 1944 15. Okt. 2003
2005
11 Rüdiger von Fritsch * 1953 1. Mai 2004 2007
12 Georg Freiherr von Brandis, Vizepräsident mil. * 1948 4. Okt. 2005 Feb. 2008
13 Arndt Freiherr Freytag von Loringhoven * 1956 2007 2010
Armin Hasenpusch, Vizepräsident für militärische
14 1948–2014 2008 2010
Angelegenheiten
Werner Ober, Vizepräsident für zentrale Aufgaben und
15 * 1948 2008 2013
Modernisierung
16 Géza Andreas von Geyr, Vizepräsident * 1962 2010 2014
17 Michael Klor-Berchtold, Vizepräsident * 1962 2014 2016
30. Juni
18 Ole Diehl, Vizepräsident * 1964 2016
2019
Norbert Stier, Vizepräsident für militärische
19 * 1953 2010 2015
Angelegenheiten[96]
Werner Sczesny, Vizepräsident für militärische
20 * um 1960 2016
Angelegenheiten[2]
Guido Müller, Vizepräsident für zentrale Aufgaben und
21 * 1966 2013 Okt. 2018
Modernisierung
Michael Baumann, Vizepräsident für zentrale Aufgaben und
22 * 1956 Jan. 2019
Vertreter des Präsidenten[2]

23 Tania Freiin von Uslar-Gleichen, Vizepräsidentin[2] 1. Juli 2019

Wolfgang Wien, Vizepräsident für militärische 1. Jan. 2021


24
Angelegenheiten[97] (designiert)

Affären
Eine Untersuchung von Affären erfolgt(e) im geheim tagenden Parlamentarischen Kontrollgremium oder in
einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss.

Adolf Eichmann

Nach Recherchen des amerikanischen Professors Christopher Simpson informierte der BND im März 1958
die CIA über die Aufenthaltsorte zahlreicher gesuchter Nazikriegsverbrecher, Platz drei auf der überreichten
Liste war Adolf Eichmann. Der Deckname Clement, eine leicht abweichende Variante des Namens Ricardo
Klement, unter dem Eichmann wirklich in Buenos Aires lebte, wurde gleichfalls übermittelt.[98] Dem
deutschen Nachrichtendienst war Eichmanns Deckname und sein Aufenthalt in Argentinien schon sechs Jahre
früher bekannt. Die deutsche Wissenschaftlerin Bettina Stangneth, die die freigegebenen Teile der BND-Akte
Eichmann ausgewertet hat, hat die Genauigkeit der Angabe nachgewiesen. Stangneth führt das auf die
Existenz eines Informanten zurück, der Eichmanns Familie 1952 bei der Ausreise geholfen hatte.[99] Das
Simon Wiesenthal Center und zahlreiche andere „Fahnder“ kannten ab 1954 die Schreibweise Klemens. Die
Kenntnis über den Aufenthaltsort von Eichmann führte zu keinen Verfolgungsmaßnahmen, sondern wurde
lediglich 1958 der CIA gemeldet. Folgen dieser Information sind nicht bekannt. Es ist schon früh vermutet
worden, dass diese allgemeine Untätigkeit auch dem Schutz ehemaliger Nationalsozialisten in der deutschen
Regierung dienen sollte, zum Beispiel im Fall des Staatssekretärs Hans Globke im Bundeskanzleramt unter
Konrad Adenauer. Globke hatte die Nürnberger Rassengesetze in einem juristischen Kommentar gerechtfertigt
und wirkte laut einem Bericht in den CIA-Unterlagen an der Deportation von 20.000 Juden aus
Nordgriechenland zu Vernichtungslagern im von Deutschland besetzten Polen mit.[100]

Spiegel-Affäre 1962

Der Bundesnachrichtendienst soll jahrelang die Redaktion des Spiegels beobachtet und seine Arbeit zu
beeinflussen versucht haben. Eine Einsicht in die damaligen Akten wurde den recherchierenden Redakteuren
des Spiegel auch fünfzig Jahre später verweigert.[101]

→ Hauptartikel: Spiegel-Affäre

Abhöraffäre von Stammheim

Im Jahr 1975 genehmigte der Chef des Kanzleramtes, Manfred Schüler, während des Stammheim-Prozesses
den illegalen Einbau von Abhöranlagen, was in der Folge zur Abhöraffäre von Stammheim führte.

Panzer-Affäre 1991
→ Hauptartikel: Panzer-Affäre

Plutonium-Affäre

Im Jahr 1995 sorgte die sogenannte Plutonium-Affäre für schlechte Presse. Dabei hatte der BND einen
Schmuggel von Plutonium aus Moskau nach München initiiert.

Norbert Juretzko
Der ehemalige Hauptmann und BND-Agent Norbert Juretzko, geb. 1953, ist seit 2003 in eine Reihe von
Prozessen mit seiner ehemaligen Dienststelle verwickelt. Aus der Sicht Juretzkos ist der Auslöser hierfür die
„Rübezahl-Affäre“: Ende der 1990er Jahre habe er eindeutige Beweise für eine angebliche
Doppelagententätigkeit des früheren „Ersten Direktors“ beim BND und Leiter der Beschaffungsabteilung
beim BND, Volker Foertsch, gesammelt und dem damaligen Präsidenten des BND, Hansjörg Geiger,
vorgelegt (mit der Beschuldigung – in etwa –, sowohl Agententätigkeiten in Zusammenarbeit mit russischen
Geheimdiensten und mit deren Billigung koordiniert zu haben wie auch seine originäre Aufgabe, die
geheimdienstliche Ost-Aufklärung, im Auftrag des BND durchgeführt zu haben). Angeblich auf Druck Bernd
Schmidbauers, unter Bundeskanzler Helmut Kohl Geheimdienstkoordinator im Bundeskanzleramt, seien die
staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen Volker Foertsch Anfang 1998 niedergeschlagen worden;
Foertsch wurde rehabilitiert und ging 1999 in Pension.

Im Jahr 2002 wurde Norbert Juretzko wegen Aktenmanipulation und Erschleichung von Agentengeldern in
Höhe von einer halben Million DM zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Juretzko schied nach 15
Dienstjahren aus dem BND aus, behielt aber seinen Pensionsanspruch. Nach Darstellung des Verurteilten
handelte es sich bei dem Verfahren um eine vom BND gezielt initiierte Aktion, um den „Kronzeugen“ der
„Rübezahl-Affäre“ zu diskreditieren.

Juretzko machte seine Sicht der Dinge in dem Buch „Bedingt dienstbereit“ (2004) publik, in dem weitere
(angebliche) BND-Pannen zur Sprache kamen. Er verfasste das Werk zusammen mit dem freien Journalisten
und Geheimdienst-Experten Wilhelm Dietl, der von 1982 bis 1992 selbst für den BND gearbeitet hatte. Das
2005 von der Staatsanwaltschaft Hannover gegen ihn angestrengte Verfahren wegen Unterschlagung von
Dienstunterlagen deutete Juretzko als wenig stichhaltige Racheaktion des BND, denn er habe seit seinem
Ausscheiden aus dem Dienst beim BND im Jahre 1999 keinen Zugriff mehr auf derlei Papiere gehabt; dem
BND falle das angebliche Verschwinden dieser Dienstunterlagen aber erst nach sechs Jahren auf.

Im Mai 2006 veröffentlichten Norbert Juretzko und Wilhelm Dietl ein zweites Enthüllungsbuch über den
BND. Unter dem Titel „Im Visier“ wurden zahlreiche weitere Pannen und vermeintliche Peinlichkeiten aus
dem Geheimdienstmilieu öffentlich gemacht. Monate vor dem Erscheinen dieses Buches erfolgte eine neue
Anklage vor dem Landgericht Berlin, diesmal wegen Geheimnisverrates im Zusammenhang mit „Bedingt
dienstbereit“: Juretzko habe durch die Nennung dienstinterner Kennzeichnungen das Risiko einer Enttarnung
von BND-Mitarbeitern erhöht; ebenso habe er die Klarnamen von Agenten verraten. Dies erwies sich als eine
Falschbehauptung der Anklage. Von den Vorwürfen wurde Juretzko im Juni 2006 nach einem fünf Wochen
dauernden Prozess auf gemeinsamen Antrag der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung vom Landgericht
Berlin freigesprochen.

Im Zusammenhang mit einem vom BND gegen Juretzko angestrengten Zivilverfahren wegen angeblicher
Unterschlagung von rund 200.000 Euro Agentengeldern kam es Anfang Juni 2006 zu einem in der
Geschichte der Geheimdienste einmaligen Vorgang: Um die Ansprüche des BND zu belegen, übergab der
Auslandsnachrichtendienst dem Bundesverwaltungsgericht Leipzig Akten mit den ungeschwärzten
Klarnamen einiger Quellen, die im Zuge der Operation Giraffe 1990 gewonnen worden waren. Dabei nahm
der BND in Kauf, dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB vielleicht diesem bisher sogar unbekannte BND-
Operationen zu enthüllen.[102] Während Sicherheitsexperten von einem „katastrophalen Vorgang“ sprachen,
rechtfertigte der BND sein außergewöhnliches Vorgehen mit einer „Güterabwägung“, indem dieser darauf
hinwies, dass seitens des BND der operative Schaden geringer eingeschätzt werde als der Verlust des Geldes,
denn man gehe seitens des BND davon aus, dass den BND-Zuträgern in ihrer russischen Heimat heute keine
juristische Verfolgung mehr drohe.

Befragungen in US-Gefangenen-Camps
BND-Mitarbeiter sollen 2004 einen irakischen Kurden in einem nordirakischen Gefängnis in Sulaimanija
befragt haben. Die BND-Beamten hätten den Mann wegen mutmaßlicher Kontakten zu einer Terrorgruppe
vernommen.

Der von US-Geheimdiensten verschleppte deutsche Staatsbürger libanesischer Herkunft Khaled al-Masri soll
von einem BND-Mitarbeiter („Sam“) in Afghanistan verhört worden sein. Ein Mitglied des BND wusste
schon seit Januar 2004 durch eine Indiskretion in einer mazedonischen Kantine von der Entführung, meldete
dies jedoch nicht weiter.

Journalisten-Affäre
→ Hauptartikel: Journalisten-Skandal

Im Jahr 2005 wurde im Rahmen des sogenannten „Journalisten-Skandals“ bekannt, dass der BND im
Zeitraum von 1993 bis mindestens 1998, mit Wissen und Billigung seines damaligen Präsidenten Konrad
Porzner, mehrere deutsche Journalisten überwachte. In Weilheim (bei München) wurde das dortige
„Forschungsinstitut für Friedenspolitik e. V.“ vom Kommando „QC30“ der Abteilung 8 des BND überwacht,
da hier der Journalist Erich Schmidt-Eenboom arbeitete, der 1993 ein Enthüllungsbuch über den BND mit
dem Titel Schnüffler ohne Nase veröffentlicht hatte. Da das Buch Insider-Informationen aus dem BND
enthielt, wollte man „undichte Stellen“ in den eigenen Reihen enttarnen. Das Institut wurde dann jahrelang
von der gegenüberliegenden Straßenseite aus observiert, sogar mit Kameras, die in der Sonnenblende eines
Autos versteckt waren. Mit zeitweise bis zu 15 BND-Mitarbeitern wurde der Publizist bis ins Privatleben
(etwa Saunagänge) überwacht, um BND-Mitarbeiter zu enttarnen, die Eenboom Informationen gaben. Bis ins
Jahr 2003 wurde das Altpapier des Instituts vom BND monatlich von der Straße entfernt, gegen andere Tüten
ausgetauscht und nachrichtendienstlich auf Informationen hin untersucht. Soweit öffentlich bekannt ist,
brachten alle diese Überwachungsmaßnahmen der Behörde jedoch keine verwertbaren Erkenntnisse.

Im Mai 2006 wurde nach einem Bericht des Sonderermittlers und ehemaligen Vorsitzenden Richters am BGH
Gerhard Schäfer bekannt, dass der BND jahrelang über Spitzel interne Informationen über die Medien
gesammelt hat. Ziel war es laut dem BND dabei, mögliche Geheimdienstmitarbeiter zu enttarnen, die unter
anderem in der Plutonium-Affäre Insiderwissen weitergegeben hätten, und laut Untersuchungsausschuss-
Mitglied Michael Hartmann allgemein der Erlangung von Kenntnissen über die Medien.[103] Die Berliner
Zeitung berichtete, dass selbst Telefone von Journalisten abgehört wurden. Außerdem wurde der Journalist Jo
Angerer, der für das TV-Magazin Monitor arbeitet, überwacht. Mehrere Jahre observierte der BND den freien
Journalisten Wilhelm Dietl, welcher aber auch selber für den BND tätig war, der zusammen mit dem BND-
Aussteiger Norbert Juretzko 2004 und 2006 Bücher über den Auslandsdienst veröffentlichte.

Der BND verwendete für die Überwachung teils kein eigenes Personal. Mehrere Journalisten hatten dem
Geheimdienst angeboten, teils auch gegen Geldzahlungen, Informationen über investigative Journalisten
weiterzugeben. Dies ergab sich aus dem Sachverständigenbericht des Bundestagkontrollausschusses und der
Aussage vom BND-Direktor Volker Foertsch am 12. Februar 2009[103] vor dem BND-
Untersuchungsausschuss bestätigt.[104] Laut Michael Hartmann, Mitglied im BND-Untersuchungsausschuss,
ging es um „Informationen bis hin zum Quellenverrat, beziehungsweise dem Verrat von Quellen anderer
Journalisten“.[104] Die Notizen von Foertsch über weitergegebene Informationen von dem Focus-Redakteur
Josef Hufelschulte (BND-Deckname: Jerez) umfassen gar 219 Seiten.[105] Der Focus-Redakteur wurde als
Informationsquelle vom BND jedoch selbst ebenfalls überwacht.

Ob die Amtsnachfolger Porzners über die Aktion, die bis mindestens 1998 angedauert haben soll, informiert
waren, ist derzeit immer noch unklar. Neben dem zuständigen Parlamentarischen Kontrollgremium soll nach
eigenen Angaben auch die Bundesregierung über die Jahre nicht informiert worden sein. Laut Foertschs
Aussage im Februar 2009 war aber mindestens Bernd Schmidbauer als damaliger Staatsminister im
Kanzleramt informiert gewesen.[103] Unterdessen hat das Bundeskanzleramt den Bundesnachrichtendienst
offiziell angewiesen, keine Journalisten für Ermittlungstätigkeiten im Inland einzusetzen.
Des Weiteren wurde im April 2008 bekannt, dass der BND im Rahmen der Überwachung des afghanischen
Handelsministers Amin Farhang zwischen Juni und November 2006 auch E-Mails der „Spiegel“-Reporterin
Susanne Koelbl mitlas. Koelbl hatte Auszüge aus einem Buchentwurf über Afghanistan zum Gegenlesen an
Farhang gemailt. Nach Kenntnisstand des PKG wurde vom zuständigen Sachgebietsleiter weder die
Überwachung abgebrochen, noch die BND-Führung informiert, als bekannt wurde, dass Mails einer
deutschen Journalistin überwacht und gespeichert werden. Erst ein Jahr später erfuhr die BND-Führungsebene
von dem Vorfall, unterließ es allerdings das PKG von dem Vorfall in Kenntnis zu setzen.

Irak-Krieg

Im Januar 2006 sorgte der „Schneckenplan“ für eine politische Affäre. Der Schneckenplan war ein
angeblicher Verteidigungsplan von Saddam Hussein für Bagdad. Er soll, nach Aussage der New York Times,
im März 2003 von einem BND-Mitarbeiter an die Amerikaner übergeben worden sein.

Auch wenn diese vermutlich nicht angegriffen worden sind, haben BND-Mitarbeiter im Irakkrieg Ziele
aufgeklärt und diese Informationen an das US-Militär weitergegeben (ohne eine Sicherheit bzgl. der
Verwendung). Von Seiten des Bundeskanzleramts und des Bundesnachrichtendienstes wurde zunächst nur
bestätigt, dass Zielangaben von Objekten weitergeleitet wurden, die nicht zerstört werden sollten
(Krankenhäuser, Botschaften etc.).[106]

Laut Spiegel Online vom 13. Dezember 2008 bezeichnete der US-General a. D., James Marks, der den
Aufklärungsstab der Bodentruppen leitete, die Beiträge der Deutschen als „extrem wichtig und wertvoll“ und
als „detailliert und zuverlässig“. Agenten des BND sollen demnach unter anderem detaillierte Angaben über
das Anzünden von Ölquellen gemacht sowie in regelmäßigen Abständen über irakische Truppenbewegungen
berichtet haben, die für die US-Militärführung von höchster Wichtigkeit waren.[107] In einer späteren
Befragung sagte der ehemalige BND-Präsident August Hanning aus, dass neben Angaben zum Standort von
Krankenhäusern und Botschaften auch Positionen über Stellungen der irakischen Streitkräfte weitergeleitet
wurden.[108] Unter anderem führten die Informationen des BND dazu, dass mehrere Pläne des US-Militärs
geändert wurden.[107] Während die rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder sich offiziell gegen den
Krieg gestellt hatte, trugen die Informationen des BND zum Erfolg der Operationen des US-Militärs bei.[108]

Libyen-Affäre
→ Hauptartikel: Libyen-Affäre (Deutschland)

Kosovo-Affäre

Im November 2008 wurden die drei verdeckt arbeitenden Agenten Robert Z., Andreas B. und Andreas J. von
den kosovarischen Behörden verdächtigt, einen Sprengstoffanschlag auf das Gebäude des Internationalen
Zivilbüros/EU Sondergesandten (International Civilian Office/EU Special Representative) in Priština, Kosovo,
verübt zu haben. Die Männer waren offiziell Mitarbeiter des BND-Tarnunternehmens „LCAS Logistic
Coordination Assessments Service Hohenstein & Hagen GmbH“ aus Ottobrunn, angeblich ein „Investment-
Berater für deutsche Unternehmen im Kosovo“. Nach weiteren Informationen seien die drei BND-Agenten
sogar selbst Mitarbeiter der Rechtsstaatlichkeitsmission der Europäischen Union im Kosovo (EULEX)
gewesen und waren „als Informationssammler […] unterwegs gewesen.“ Am 27. November bekannte sich die
bis dahin unbekannte Gruppe „Armee der Republik Kosovo“ zu dem Anschlag.

Im Zuge der Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen einen der drei BND-Mitarbeiter im Jahr 2009 wurde
dessen Verhältnis zu seinem Dolmetscher Murat A. bekannt, worauf die Bundesanwaltschaft Klage wegen
Landesverrates, Weitergabe von Staats- und Dienstgeheimnissen und Betrugs gegen beide Männer einreichte.
Zu diesem Zeitpunkt bestand der Verdacht, dass Murat A. über seinen Lebensgefährten Einblicke in streng
geheime Unterlagen der Bundesrepublik Deutschland erhielt und diese an Dritte – vermutet wurde das
organisierte Verbrechen im Balkanraum – weitergab.[109] Im Laufe des Prozesses vor dem Oberlandesgericht
München konnte sich der Verdacht des Landesverrates sowie der Verdacht der Weitergabe von
Staatsgeheimnissen jedoch nicht erhärten, sodass gegen den inzwischen Ex-BND-Mitarbeiter eine
Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten – unter anderem wegen Betrugs in 21 Fällen – erlassen
wurde. Gegen Murat A. wurde eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten wegen Betrugs erlassen,
die allerdings zur Bewährung ausgesetzt wurde.[110]

Die von vielen Beobachtern erhoffte Aufklärung, inwieweit eine Verbindung zwischen den drei deutschen
BND-Mitarbeitern und dem Sprengstoffanschlag auf ein EU-Gebäude besteht, konnte auch das
Gerichtsverfahren nicht liefern. Es scheint aber belegt zu sein, dass sie im Auftrag des
Bundesnachrichtendienstes vor Ort Informationen über terroristische Aktivitäten und das organisierte
Verbrechen gesammelt haben. Unter Journalisten besteht die weit verbreitete Meinung, dass die drei Männer
gezielt von der kosovarischen Regierung beschuldigt wurden, um sie mit begründetem Verdacht ausweisen zu
können, da der BND in einem vertraulichen Bericht bereits 2005 Verbindungen zwischen den politischen
Eliten des Kosovo und der Organisierten Kriminalität aufdeckte.[111]

Kremer-Affäre

Im April 2007 suchten zwei Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes den Unternehmer Klaus Kremer auf,
die unter den Namen „Meißner“ und „Daniels“ auftraten. Kremer, der lange Zeit in der Rüstungsindustrie
arbeitete und mit seinem Unternehmen Applied Radar & Sonar Technologies (arsTech GmbH) Radar- und
Sonarsysteme herstellt, unterhält geschäftliche Kontakte im mittleren Osten und sollte mit „Vergünstigungen,
auch finanzieller Art“ zu einer Zusammenarbeit bewegt werden. Kremer lehnte die Zusammenarbeit ab.

Danach war sein Unternehmen in auffällige Behördenaktivitäten verwickelt, die offiziell nie in
Zusammenhang zum Bundesnachrichtendienst gestellt werden konnten und formal legitim sind. Nach
Betriebsprüfungen durch das Gewerbeaufsichtsamt und den Zoll wurde Kremer vorgeworfen Rüstungsgüter
ohne Genehmigung exportiert zu haben. Kremers Beziehungen zu Kunden in Pakistan litten unter den
Ermittlungen, da auch seine Geschäftspartner vom Zoll vernommen wurden. Er verlor den Auftrag und geriet
in finanzielle Schwierigkeiten.

Das Ermittlungsverfahren gegen Kremer wurde am 19. Mai 2008 von der Staatsanwaltschaft Bremen mangels
Tatverdacht eingestellt und am 10. Juli 2008 erkannte das Amtsgericht Bremen für die aus den
Ermittlungstätigkeiten entstandenen Verluste die „Entschädigungspflicht der Staatskasse dem Grunde nach“
an.

Am 17. Oktober 2008 wurde das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das
Außenwirtschaftsgesetz wieder von der Staatsanwaltschaft Bremen aufgenommen. Kremer wurde vom
Staatsanwalt postalisch und per Telefon mitgeteilt, dass er entweder auf seine Schadensersatzansprüche
verzichtet oder Anklage erhoben werde, wobei eine Verfahrenseinstellung nach Anklageerhebung nicht mehr
in Betracht gezogen würde.[112][113]

BND-NSA-Überwachung

Die Globale Überwachungs- und Spionageaffäre, die im Juni 2013 durch die Enthüllungen von Edward
Snowden begann, wird seitdem im NSA-Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestags aufgearbeitet.
Ins Ziel der Aufklärungsarbeit ist neben der NSA und des GCHQ auch der BND geraten. In einem der
Snowden-Dokumente heißt es:
“The BND has been working to influence the German Government to relax interpretation of the
privacy laws over the long term to provide greater opportunity for intelligence sharing.”

„Der BND hat die deutsche Regierung aktiv beeinflusst, um die Gesetze über Privatsphäre
langfristig aufzuweichen, damit es bessere Möglichkeiten für den Austausch von
geheimdienstlichen Informationen gibt.“
– NSA: Snowden Dokumente[114]

Foschepoth skizzierte die engen Vernetzungen der deutschen und amerikanischen Geheimdienste durch das G
10-Gesetz sowie den Zwei-plus-Vier-Vertrag:

„Der damalige Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hubert Schrübbers, sagte während
der Abhöraffäre 1963, deutsche und amerikanische Geheimdienste seien ein einheitlicher
Organismus. Es ist wichtig, dies endlich zu verstehen: Die NSA-Affäre ist keine rein
amerikanische, sondern eine janusköpfige, deutsch-amerikanische Affäre.“
– JOSEF FOSCHEPOTH IN DER TAGESSCHAU AM 7. JULI 2014[115]

Auch soll der BND Telefongespräche von Hillary Clinton und John Kerry als sogenannten Beifang abgehört
haben. Dem „Auftragsprofil der Bundesregierung“ zufolge, soll der BND die Türkei seit 2009 aufklären.[116]

Ein Ergebnis des Untersuchungsausschusses war das Gesetz zur Ausland-Ausland-Fernmeldeaufklärung des
Bundesnachrichtendienstes von Ende Dezember 2016. Es schuf eine präzisierte Rechtsgrundlage für die
Ausland-Ausland-Fernmeldeaufklärung des BND, errichtete das Unabhängige Gremium und führte neue
Kontrollrechte ein.

Operation Eikonal 2014/2015


→ Hauptartikel: Operation Eikonal

Inlandsspionage am DE-CIX für die NSA

Das ZDF berichtete in der Sendung Frontal21 am 15. Juli 2014 auf der Aussage eines Insiders, dass der BND
und ein nicht namentlich genanntes Telekommunikationsunternehmen den gesamten Internetverkehr des
weltweit größten Netzknotens DE-CIX in Frankfurt am Main seit 2009 vollständig „doppeln“ und
höchstwahrscheinlich an die NSA weiterleiten würden. Durch die anlasslose, flächendeckende Überwachung
des gesamten deutschen Internetverkehrs verstoße der BND gegen das Grundgesetz. Die Deutsche Telekom
erklärte auf Anfrage, sie dürfe „keine Auskunft zu möglichen Überwachungsmaßnahmen geben“.[117] Am 4.
Oktober 2014 veröffentlichte ein Rechercheteam von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR einen Bericht
über die nun mit Namen bekannte Operation Eikonal. Geheime Akten des Kanzleramts und des BND
belegen, wie genau die Zusammenarbeit von BND und NSA zwischen 2004 und 2008
funktionierte.[118][119][120]

Die Akten zeigen, dass Telefon- und Internetdaten in Frankfurt am Glasfaser-Netzknoten DE-CIX unter dem
Namen Operation Eikonal von Filtern erfasst wurden, um über eine Leitung der Deutschen Telekom zum
BND-Sitz in Pullach zu fließen. Der BND und die Telekom hatten einen Vertrag geschlossen, wonach die
Firma dem BND den Zugang zu seinen Servern zur Verfügung stellte – und dafür monatlich 6000 Euro
bekam. Von Pullach aus wurden die Daten weiter nach Bad Aibling in die Mangfall-Kaserne zur sogenannten
Fernmeldeverkehrstelle des Bundesnachrichtendiensts geleitet, wo NSA und BND zusammen sitzen (Special
US Liaison Activity Germany).[121]
Der in Frankfurt einlaufende Telefonverkehr wurde ab 2004 überwacht, im November 2005 folgte die
Internetüberwachung. Ein Filter namens „Dafis“ sollte die Daten von deutschen Staatsbürgern rausfiltern;
dieser funktionierte aber nie richtig und man geht davon aus, dass höchstens 95 % aller
grundrechtsgeschützten Daten herausgefiltert wurden. Anmerkung zum Größenvergleich: Im November 2006
besaß der DE-CIX einen Spitzendurchsatz von 90 Gbit/s; 5 % von 90 Gbit/s entsprechen einem
Spitzendurchsatz von 4,5 Gbit/s an grundrechtswidrigen Daten bzw. ~ 1,9 Terabyte pro Stunde (abzüglich
overhead).[120]

In einer Bilanz der Operation Eikonal heißt es, „bis zuletzt sei eine ‚absolute und fehlerfreie‘ Trennung
zwischen deutscher und ausländischer Telekommunikation nicht möglich gewesen.“ 2005 fiel dem BND auf,
dass die NSA nach Informationen über „EADS“, „Eurocopter“ (zu Zwecken der Wirtschaftsspionage) oder
nach französischen Behörden suchte. Laut dem Rechercheverbund machte der BND jedoch lange weiter. In
einem Vermerk heißt es, nur mit Hilfe der NSA könne er lernen, „früher Massendaten aus dem Internet
bewältigen und aufklären zu können.“[122][123]

Für die 2008 ausgelaufene Operation war der frühere Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier
verantwortlich.[118] Nach den Angaben des Bundestagsabgeordneten Christian Flisek endete Eikonal, da der
BND angeblich so starke Datenfilter einsetzte, dass das übriggebliebene Material für die NSA von geringem
Interesse war.[124]

Der Zeuge „W. K.“, Unterabteilungsleiter der Abteilung Technische Aufklärung im BND, bestätigte am 13.
November 2014 in der 22. Sitzung des NSA-Untersuchungsausschusses das Fortbestehen der Methodik:

„Eikonal beinhaltete selektive Erfassung von Ausland-Ausland-Transitverkehr. Zeit nicht


vergessen: Afghanistan, Terror-Aufklärung. Da wurden selektiert Daten erfasst und automatisiert
weitergeleitet. Genaueres nur nicht-öffentlich (NÖ), wir machen die Methodik ja immer noch.“
– LIVE-BLOG AUS DER 22. SITZUNG DES NSA-UNTERSUCHUNGSAUSSCHUSSES[125]

Klaus Landefeld, Beirat der DE-CIX Management GmbH, bestätigte am 26. März 2015 im NSA-
Untersuchungsausschuss vom Fortbestehen der Abhörpraxis des BND am DE-CIX seit 2009. Zudem soll das
Bundeskanzleramt mehrmals interveniert haben und sowohl die G 10-Kommission, als auch die
Bundesnetzagentur davon abgehalten haben, die Abhöraktion zu untersuchen.[126][127]

Weiterhin führte Landefeld aus, dass der BND sich nicht nur für außerdeutsche Leitungen interessiere, wie
etwa in den arabischen Raum, sondern auch für innerdeutsche Leitungen, auf denen über 90 Prozent des
Verkehrs grundrechtsgeschützt sei. Es ließe sich „absolut nicht trennscharf“ entscheiden, was im Netz „deutsch
ist oder nicht“. Auch die 20-Prozent-Regel, nach der Geheimdienste ein Fünftel der Leitungskapazität
ausleiten dürfen, würde nicht real praktiziert, so Landefeld. Die Provider legen ihre Leitungen so an, dass sie
in der Regel nur zu 30 oder 40 Prozent ausgelastet seien. Mit der 20-Prozent-Regel lande man bei 50 bis 60
Prozent des durchgeleiteten Verkehre, was nicht im Sinne des Gesetzes sei.[128]

Entwicklung seit April 2015

Am 23. April 2015 berichteten Medien über das Ausmaß der Operation Eikonal. Aufgrund eines
Beweisantrags der Bundestagsfraktionen wurde untersucht, wie viele der 800.000 Selektoren (IP-Adressen, E-
Mail-Adressen, Telefonnummern, Geokoordinaten, MAC-Adressen) gegen deutsche und europäische
Interessen gerichtet waren.[129][130] Diese Selektoren bekam der BND von der NSA über den Verlauf von 10
Jahren automatisch zugewiesen; mehrmals am Tag hat sich ein BND-Server mit einem NSA-Server
verbunden und neue Selektoren heruntergeladen. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden dann an die NSA
weitergeleitet.[131]
Schon 2013, nach Veröffentlichung der Snowden-Dokumente, stellte der BND eine Liste aller möglicherweise
problematischen Selektoren zusammen. Sie umfasste 2.000 eingesetzte und nicht aussortierte, rechtswidrige
Selektoren. Im Zuge der neuen Untersuchungen von März bis Mai 2015 wurden weitere 459.000 solcher
Selektoren gefunden, es handelt sich hier z. B. um europäische Politiker und Unternehmen. Davon wurden
nur 400 aussortiert.[132] Derzeit (Stand: Mai 2015) ist unklar, wie viele dieser Selektoren vom BND abgelehnt
oder ausgeführt wurden, ob es noch mehr gibt und um welche es sich genau handelt.[133][134][131] Der
Spiegel berichtete am 15. Mai 2015, dass über die Hälfte der 40.000 Selektoren, die im März 2015 gefunden
worden sind, auch aktiv waren, d. h. tatsächlich zur Ausforschung von Behörden, Unternehmen und anderen
Zielen in Europa verwendet worden sind.[135]

Die BND-Einrichtungen im bayerischen Bad Aibling seien genutzt worden, um hochrangige Beamte des
französischen Außenministeriums, des Präsidialstabs und der EU-Kommission auszuspähen. Unternehmen,
wie z. B. Airbus seien vor allem betroffen, weil die USA angeblich nach Hinweisen auf illegale
Exportgeschäfte gesucht habe. In den Jahren 2002–2013 hatte die USA 690.000 Telefonnummern und
7,8 Millionen IP-Suchbegriffe als Selektoren benannt.[136]

Der Focus berichtete am 27. April 2015, „dass es bei den Vorwürfen konkret um mindestens zwei Dokumente
gehe, die der BND 2008 und 2010 ans Kanzleramt geschickt habe. In beiden Fällen sollte das Kanzleramt auf
hochrangige Gespräche mit US-Geheimdienstlern vorbereitet werden.“[137] Es sei um die Vorbereitung einer
USA-Reise des damaligen Kanzleramtschefs Thomas de Maizière gegangen, der „sehr wahrscheinlich“
informiert wurde. Eingeweiht gewesen seien jedenfalls der heutige (Stand: April 2015) BND-Vize Guido
Müller und Günter Heiß, der im Kanzleramt immer noch für Geheimdienste zuständig ist.[138][139] Weiterhin
nennt der Focus das Jahr 2010 „seit dem das Kanzleramt spätestens wusste, dass zahlreiche dieser Ziele
massiv gegen deutsche Interessen verstießen, jedoch nichts unternommen wurde.“[137] Auch die Frankfurter
Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtete am 27. April 2015, dass Unterlagen, die dem NSA-
Untersuchungsausschuss vorlägen, eindeutig belegen, dass das Kanzleramt informiert wurde und die
Spionage-Aktivitäten der NSA offenbar duldete. Die „Bild“-Zeitung zitiert einen Beteiligten mit der folgenden
Aussage: „Man hat damals gesagt: Wir brauchen die Informationen der Amerikaner, so läuft es nun mal, wir
wollen die Zusammenarbeit nicht gefährden“. Das Kanzleramt habe gewusst, dass die NSA Deutsche und
Europäer ausspähen wollte und es geschehen lassen, so die FAZ.[140][141]

Mindestens bis 2013 spähte die NSA deutsche und europäische Ziele aus. Das bestätigte die Bundesregierung
am 4. Mai 2015 in einer Verschlusssache. Demnach stellte der BND noch am 26. August 2013 fest, dass die
NSA aktuelle E-Mail-Adressen von europäischen Politikern, Ministerien europäischer Mitgliedsstaaten, EU-
Institutionen, aber auch Vertretungen deutscher Firmen mitlas. Dass die amerikanische Erfassungspraxis gegen
deutsche Interessen verstieß, werde in dem Papier eingeräumt.[142][143]

Siehe auch: Zusammenarbeit von BND und NSA, Verwendung von XKeyscore in Deutschland und 11.
Vernehmung: DE-CIX: „BND hörte innerdeutsche und europäische Internet-Leitungen ab“

Maulwurf 2014/2015
→ Hauptartikel: Fall Markus R.

Am 2. Juli 2014 wurde der damalige BND-Mitarbeiter Markus R. von der Bundesanwaltschaft wegen des
dringenden Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit festgenommen. Der 31-jährige Deutsche wurde
verdächtigt, den NSA-Untersuchungsausschuss im Auftrag eines US-Geheimdienstes ausspioniert zu haben.
Der BND-Mitarbeiter soll mehrfach von dem US-Geheimdienst befragt worden sein und mindestens einmal
über die Aktivitäten des NSA-Untersuchungsausschusses in die USA berichtet haben. Nach seiner Festnahme
wurde der Botschafter der Vereinigten Staaten in Deutschland, John B. Emerson, zu einem Gespräch ins
Auswärtige Amt gebeten.[144][145][146][147]
Der BND-Mitarbeiter hatte laut eigener Aussage seit 2012 insgesamt 218 Geheimpapiere des BND an sich
gebracht und diese auf USB-Sticks bei konspirativen Treffen für insgesamt 25.000 Euro an US-Dienste
verkauft. Mindestens drei Dokumente hätten einen Bezug zum NSA-Ausschuss gehabt.[148] Dieser
Mitarbeiter soll rund 3.500 Klarnamen von deutschen Agenten dem US-amerikanischen Geheimdienst CIA
übergeben haben. Der Leiter des CIA in Deutschland musste daraufhin Deutschland verlassen.[149][150]

NetBotz-Affäre 2016

Am 27. September 2016 berichtete das Fernsehmagazin FAKT, dass der BND im Jahre 2005 aufgrund eines
Hinweises ein Kamera-Überwachungssystem des US-amerikanischen Herstellers NetBotz untersuchte und
dabei eine Backdoor-Funktion entdeckte: Das System versuchte, verdeckt eine Verbindung mit einem
amerikanischen Militärserver herzustellen. Offenbar war es dafür konzipiert, amerikanischen Geheimdiensten
Daten aus den Hochsicherheitsbereichen, in denen es eingesetzt wurde, zu übermitteln. Des Weiteren
ermittelte der BND, dass NetBotz sich damals intensiv darum bemühte, Behörden wie das Auswärtige Amt
und Unternehmen im Hightech- und Rüstungsbereich als Kunden zu gewinnen. Dabei seien die Systeme
offenbar unter Wert angeboten worden, und zugleich seien Anfragen einer Einzelhandelskette, die mehr
Umsatz versprochen hätten, abgewiesen worden. Laut dem internen Bericht, der FAKT vorlag, entschied der
BND damals, wegen zu befürchtender politischer Auswirkungen diese Informationen nicht an den
Verfassungsschutz und andere staatliche Organe weiterzuleiten. Hierzu schreibt die Zeit: „Im Klartext: Aus
Angst, die US-Geheimdienste könnten ihre Kooperation mit dem BND beenden, ließ man den großen Bruder
bei der Spionage in Deutschland gewähren.“ Der Verfassungsschutz erfuhr erst 2015 im Zuge von
Untersuchungen der Bundesanwaltschaft von dieser Angelegenheit.[151][152]

Zu den Erkenntnissen, die der BND 2005 nicht weiterleitete, gehört auch, dass NetBotz damals gezielt die
Übernahme durch eine deutsche Firma anstrebte, was offenbar der Verschleierung der amerikanischen
Herkunft der Technologie dienen und den Zugang zu europäischen Kunden in sicherheitsrelevanten Bereichen
erleichtern sollte.[152] Heute ist NetBotz Teil des französischen Konzerns Schneider Electric, der die Systeme
weiterhin unter dem Namen NetBotz anbietet. Dieser gab im September 2016 auf Anfrage von FAKT an,
weder durch deutsche noch durch französische Behörden über die Vorgänge um NetBotz informiert worden
zu sein.[152] Später teilte er mit, er habe die betreffenden Geräte überprüft und könne die Vorwürfe nicht
nachvollziehen.[153] Die französische Cyber-Abwehr-Behörde ANSSI gab an, keine Erkenntnisse über
Backdoor-Funktionen in NetBotz-Geräten zu haben.[152] Nach weiteren Recherchen von FAKT waren diese
Geräte noch Ende Dezember 2016 in vielen teils sicherheitsrelevanten Firmen und in Großkonzernen wie
Volkswagen und Deutsche Bank in Deutschland in Betrieb.[153] Das Bundeskanzleramt, der BND, das
Bundesamt für Verfassungsschutz und das Bundesinnenministerium waren auf Anfragen von FAKT nicht zu
Stellungnahmen bereit.[154] Das Büro des französischen Ministerpräsidenten erklärte auf Anfrage, der
Sachverhalt unterliege „der höchsten nationalen Geheimhaltungsstufe“.[153]

Sonstiges

Dienstjet

Der BND besitzt ein eigenes Flugzeug vom Typ Falcon 900EX (Zulassungsjahr 2003, Kennzeichen: D-
AZEM), das hauptsächlich der Präsident des BND nutzt. Mit ihm wurden im Frühjahr 2006 zwei deutsche
Geiseln aus dem Irak nach Deutschland transportiert. Offiziell gehört der Jet der Firma Zeman Flugtechnik
und Logistik München GmbH (Handelsregister: München HRB 148243), möglicherweise ein
Tarnunternehmen des BND. Die Flugbewegungen des Jets können über Planespotter-Datenbanken im Internet
und Smartphone Apps abgerufen werden. Besonders auffällig sind die Flugbewegungen des Jets aufgrund der
regelmäßigen Flüge von München nach Berlin (den beiden BND-Standorten) vor und nach Auslandsflügen.
Heimatposition des Jet ist der
General Aviation Terminal
des Flughafens
München. [155][156] In den
1980er Jahren besaß der
BND eine Falcon Mystère 50
mit dem
Luftfahrzeugkennzeichen D-
BIRD.[157] Im Jahr 2006
Innenansicht der Kabine des BND- wurde dieses Kennzeichen an Seitenansicht der D-AZEM
Jets eine Dornier 328 der Private
Wings vergeben.[158]

Personalvertretung

Die Zentrale sowie die Außenstellen des BND sowie die Zentrale verfügen über Personalvertretungen nach
dem Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG), wobei der Personalrat der Zentrale die Stufenvertretung für
die Personalräte der Außenstellen ist. Zwischenzeitlich verfügt der BND allerdings ebenfalls über einen
Gesamtpersonalrat.[159]

Für den BND gelten Einschränkungen gemäß § 86 BPersVG. Außerdem sind Gewerkschaften sowie
Interessenvertretungen der Mitarbeiter des BND vertreten.

Veröffentlichungen

Im Jahre 2002 gab der BND unter dem Motto Speisen, Spannung und Spione ein internationales Kochbuch
mit dem Titel Top(f) Secret: Die „Geheimrezepte“ des Bundesnachrichtendienstes heraus, das neben Rezepten
auch landeskundliche Informationen und, laut Verlagsmitteilung, „amüsante Geschichten mit
geheimdienstlichem Hintergrund“ enthält.[160]

Beteiligung am Satellitenprojekt HiROS

Anfang Januar 2011 wurde durch eine WikiLeaks-Enthüllung bekannt, dass sechs Satelliten gebaut werden
sollen, die als Umweltprojekt getarnt sind. Der BND soll hierbei Kontrolle über Teile der Satelliten
erhalten.[161][162] Allerdings zeigen die technischen Daten, dass HiROS wenig hochauflösend und
dementsprechend kaum als Spionagesatellit geeignet ist. Zudem soll das Projekt bereits im Sommer 2010
abgelehnt worden sein.[163][164][165] Das Projekt war zum Teil Gegenstand einer kleinen Anfrage von
Politikern der Linken an die Bundesregierung.[166]

Zuschuss aus dem Bundeshaushalt

Für das Jahr 2021 lag der Haushaltsansatz für den BND mit 1.021.818.000 Euro erstmals über der
Milliardengrenze.[4] Der Zuschuss aus dem Bundeshaushalt (Soll-Werte) wurde das Jahr 2020 mit
977,883 Mio. Euro[167] veranschlagt, für die Jahre 2019 mit 966,482 Mio. Euro[168], 2018 mit rund 925,4
Mio. Euro,[169] für 2017 mit rund 832,8 Mio. Euro,[170] für 2016 mit rund 723,8 Mio. Euro[171] und 2015 mit
rund 615,6 Mio. Euro.[172]
Regelmäßig werden weniger Mittel ausgegeben als im Haushalt veranschlagt wurden. Für das Jahr 2019 lagen
die Ist-Ausgaben bei 954,811 Mio. Euro, die Soll-Ausgaben aus dem Bundeshaltsgesetz für jenes Jahr bei
977,883 Mio. Euro und damit um 23,072 Mio. Euro niedriger. Im Jahr 2018 lagen die Ist-Ausgaben mit
813,435 Mio. Euro um 111,965 Mio. Euro (ca. 12 Prozent) unter den Soll-Ausgaben.[167] Die Ist-Ausgaben
im Jahr 2017 lagen bei 733,755 Mio. Euro und damit etwa 59 Mio. (ca. 7 Prozent) unter den Soll-Ausgaben
für jenes Jahr.[168]

Internetüberwachung

Der BND befürchtet hinter italienische und spanische Geheimdienste zurückzufallen und möchte in Zukunft
soziale Netzwerke und Glasfaserkabel im Ausland in Echtzeit aus vielseitigen Gründen ausforschen, auch
möchte man die Datenströme mutmaßlich nach „Schadsoftware“ durchsuchen.[173][174] Bis zum Jahr 2020
sollen rund 300 Millionen Euro veranschlagt sein.

Privilegierung ausgewählter Journalisten

Der BND verweigerte 2017 einem Journalisten Informationen aus und über Hintergrundgespräche mit
anderen Journalisten. Der Tageszeitungsredakteur rief das Bundesverwaltungsgericht an. Es entschied 2019,
dass Pressevertreter auf der Grundlage des verfassungsunmittelbaren Auskunftsanspruchs der Presse aus Art. 5
I 2 GG verlangen können, vom BND bestimmte Informationen über vertrauliche Hintergrundgespräche zu
erhalten, die Vertreter des BND mit ausgewählten Journalisten führen. Zu einer konkreten Frage wies das
Gericht den Auskunftsanspruch ab.[175]

Siehe auch
Friedrich Wilhelm Heinz und der Friedrich-Wilhelm-Heinz-Dienst
Gesetz zur Beschränkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses
Gemeinsames Terrorismusabwehrzentrum
Gemeinsames Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum
Liste der Geheimdienst-Affären Deutschlands
Cyberabwehr
Literatur
Reinhard Gehlen: Der Dienst – Erinnerungen 1942–1971. v. Hase & Koehler Verlag, Mainz,
Wiesbaden 1971, ISBN 3-920324-01-3.
Hermann Zolling, Heinz Höhne: Pullach intern – General Gehlen und die Geschichte die
Bundesnachrichtendienstes. Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 1971, ISBN 3-455-
08760-4.
Erich Schmidt-Eenboom: Der BND – die unheimliche Macht im Staate: Schnüffler ohne Nase.
Econ Verlag, Düsseldorf/Wien/New York/Moskau 1993, ISBN 3-430-18004-X.
Waldemar Markwardt: Erlebter BND – Kritisches Plädoyer eines Insiders. Anita Tykve Verlag,
Berlin 1996, ISBN 3-925434-87-9.
Erich Schmidt-Eenboom: Undercover – wie der BND die deutschen Medien steuert. Verlag
Droemer Knaur, München 1999, ISBN 3-426-77464-X.
Helmut Wagner: Schöne Grüße aus Pullach – Operationen des BND gegen die DDR. edition
ost Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-360-01020-5.
Bundesnachrichtendienst: Top(f) Secret – Die „Geheimrezepte“ des
Bundesnachrichtendienstes. Varus Verlag, Bonn 2002, ISBN 3-928475-60-6.
Peter F. Müller, Michael Mueller: Gegen Freund und Feind – der BND, geheime Politik und
schmutzige Geschäfte. 1. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2002, ISBN 3-498-04481-8.
James H. Critchfield: Auftrag Pullach – Die Organisation Gehlen 1948–1956. E. S. Mittler &
Sohn Verlag, Hamburg 2005, ISBN 3-8132-0848-6.
Norbert Juretzko mit Wilhelm Dietl: Bedingt dienstbereit – im Herzen des BND – die
Abrechnung eines Aussteigers. Ullstein Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-548-36795-X.
Erich Schmidt-Eenboom, Rudolf Lambrecht: BND – Der deutsche Geheimdienst im Nahen
Osten. Herbig, München 2006, ISBN 3-7766-8010-5.
Norbert Juretzko, Wilhelm Dietl: Im Visier – Ein Ex-Agent enthüllt die Machenschaften des
BND. Heyne Verlag, München 2006, ISBN 3-453-12037-X.
Andreas Magdanz: BND – Standort Pullach DuMont Buchverlag, Köln 2006, ISBN 3-8321-
7680-2.
Wilhelm Dietl. Deckname Dali – Ein BND-Agent packt aus. Eichborn Verlag, Frankfurt am Main
2007, ISBN 978-3-8218-5670-4.
Armin Wagner und Matthias Uhl. Hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt: BND contra
Sowjetarmee – westdeutsche Militärspionage in der DDR. Verlag Ch. Links, Berlin 2007, ISBN
978-3-86153-461-7.
Helmut Erhardt: Afrika begann in Pullach – für den BND auf dem Schwarzen Kontinent – 1958
bis 2000. Verlag Ed. Leyhausen, Schwetzingen 2009, ISBN 978-3-00-028558-5.
Martin Schlüter: Nachts schlafen die Spione – Letzte Ansichten des BND in Pullach. Sieveking
Verlag, München 2014, ISBN 978-3-944874-03-6.
Bodo Hechelhammer und Susanne Meinl: Geheimobjekt Pullach. Von der NS-Mustersiedlung
zur Zentrale des BND. Ch. Links Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86153-792-2.
Armin Müller: Wellenkrieg – Agentenfunk und Funkaufklärung des Bundesnachrichtendienstes
1945–1968. Hrsg.: Jost Dülffer et al. (= Veröffentlichungen der Unabhängigen
Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–
1968. Band 5). Ch. Links Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-86153-947-6.
Jost Dülffer: Geheimdienst in der Krise – Der BND in den 1960er Jahren. Hrsg.: Jost Dülffer et
al. (= Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der
Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968. Band 8). Ch. Links Verlag, Berlin
2018, ISBN 978-3-96289-005-6.
Christian Hadan: Die strategische Fernmeldeüberwachung des Bundesnachrichtendienstes –
Grundlagen, historischer Rechtsrahmen und Grundrechtsrelevanz der (rein
auslandsbezogenen) Fernmeldeüberwachung. Hamburg 2018 (Volltext (https://ediss.sub.uni-h
amburg.de/volltexte/2018/8912/pdf/Dissertation.pdf) (PDF) – Dissertation).
Dominic Hörauf: Die demokratische Kontrolle des Bundesnachrichtendienstes – Ein
Rechtsvergleich vor und nach 9/11. Verlag Dr. Kovač, Hamburg 2018, ISBN 978-3-8300-5729-
1.
Thomas Wolf: Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle. Hrsg.: Jost Dülffer et
al. (= Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der
Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968. Band 9). Ch. Links Verlag, Berlin
2018, ISBN 978-3-96289-022-3.
Ronny Heidenreich: Die DDR-Spionage des BND – Von den Anfängen bis zum Mauerbau
(= Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der
Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968. Band 11). Ch. Links Verlag, Berlin
2019, ISBN 978-3-96289-024-7.
Bodo V. Hechelhammer: Spion ohne Grenzen. Heinz Felfe – Agent in sieben Geheimdiensten.
Piper, München 2019, ISBN 978-3-492-05793-6.

Filme
Mister Dynamit – Morgen küßt Euch der Tod BRD/I/S 1967, Regie Franz Josef Gottlieb, mit Lex
Barker als BND-Agent Bob Urban/Mr. Dynamit
Das Geheimnis der Anden. fünfteilige Fernsehserie, DDR 1972, Regie: Rudi Kurz, mit Horst
Schulze als Regierungsrat im BND Dr. Jansen.
Radiokiller. Fernsehen der DDR 1980, Regie Wolfgang Luderer, mit Erik S. Klein als
Hauptmann im MfS Schalker und Gojko Mitić als BND-Agent Vogel.
Feuerdrachen. Fernsehen der DDR 1981, Regie Peter Hagen (Regisseur), mit Rolf Hoppe als
BND-Agent Solka.
Nazis im BND – Neuer Dienst und alte Kameraden; Film von Christine Rütten, 2013.
Who Am I – Kein System ist sicher
Deutschland (Fernsehserie)
Kundschafter des Friedens (Film), 2017
Das Ende der Wahrheit, 2019

Weblinks
Commons: Bundesnachrichtendienst (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Bundesnachri
chtendienst?uselang=de) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Bundesnachrichtendienst – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme,
Übersetzungen

Allgemeine Links
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Bundesarchiv: Die Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes – eine Auswahl im Porträt (htt
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ne-auswahl-im-portrat.html)
Wilhelm Dietl: Vom Bundesnachrichtendienst (http://www.r-archiv.de/index.php?menuid=14)

Zum BND-Untersuchungsausschuss des Bundestages (eingesetzt am 7.


April 2006)
Bundesverfassungsgericht: Beschluss vom 17. Juni 2009 – 2 BvE 3/07 –. (https://www.bundes
verfassungsgericht.de/entscheidungen/es20090617_2bve000307.html) Abgerufen am
31. Januar 2017 (BVerfG, Zweiter Senat).

Bundesverfassungsgericht – Pressestelle –: Eingeschränkte Erteilung von


Aussagegenehmigungen und Verweigerung der Herausgabe von Unterlagen an BND-
Untersuchungsausschuss zum Teil verfassungswidrig. (http://www.bundesverfassungsgericht.d
e/pressemitteilungen/bvg09-084.html) In: Pressemitteilungen (Pressemitteilung Nr. 84/2009).
23. Juli 2009, abgerufen am 23. Juli 2009 (Zum Beschluss vom 17. Juni 2009 mit dem
Aktenzeichen 2 BvE 3/07).

Zur „Irak-Affäre“ 2006


Abgleiten in die Barbarei, (https://web.archive.org/web/20060212002703/http://www.saar-echo.
de/de/art.php?a=30339) (Memento vom 12. Februar 2006 im Internet Archive) Saar-Echo.de,
25. Januar 2006.
Erhard Eppler: Außenansicht: In der BND-Affäre werden falsche Maßstäbe angelegt. (http://ww
w.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-in-der-bnd-affaere-werden-falsche-massstaebe-ange
legt-1.895616) In: sueddeutsche.de. 4. März 2006, abgerufen am 19. August 2016.
BND-Affäre: Neuer Zündstoff oder Zeitungsente? (https://www.stern.de/politik/deutschland/bnd-
affaere-neuer-zuendstoff-oder-zeitungsente--3492968.html) In: stern.de. 28. Februar 2006,
abgerufen am 10. März 2019.
German Intelligence Gave U.S. Iraqi Defense Plan, Report Says. (http://www.nytimes.com/200
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Herbert Huber: Mitarbeiter bei einem deutschen Geheimdienst: BfV BND LfV MAD Stasi. (http://
www.gavagai.de/geheim/HHD18M.htm) In: gavagai.de. Abgerufen am 19. August 2016.

Zur Aufarbeitung der Geschichte


„Noch klappt es nicht richtig“. (http://www.zeitgeschichte-online.de/interview/noch-klappt-es-nic
ht-richtig) Interview mit Klaus-Dietmar Henke zum Forschungsprojekt des
Bundesnachrichtendienstes von Christian Mentel, Zeitgeschichte-online
Der Sauhaufen von Pullach. (http://www.sueddeutsche.de/politik/bundesnachrichtendienst-der-
sauhaufen-von-pullach-1.3194014) Süddeutsche Zeitung, 6. Oktober 2016
Thomas Wolf: The origins of the BND and “official history” in Germany (https://perspectivia.net/
publikationen/ausgewaehlte-vortraege-dhimoskau/wolf_origins), in: Ausgewählte Vorträge des
Deutschen Historischen Instituts Moskau, Vol. 2020, 1 (2020).

Einzelnachweise
1. § 1 BND-Gesetz
2. Die Leitung des BND – Der Präsident und die Vizepräsidenten stellen sich vor. (http://www.bn
d.bund.de/DE/Der_BND/Leitung/leitung_node.html) In: http://www.bnd.bund.de/.
Bundesnachrichtendienst, abgerufen am 18. März 2020.
3. Die Abteilungen. (http://www.bnd.bund.de/DE/Der_BND/Abteilungen/abteilungen_node.html)
Bundesnachrichtendienst, abgerufen am 25. Januar 2020.
4. Bundeshaushaltsplan für das Haushaltsjahr 2021. (https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/22
6/1922600.pdf#262) (PDF) 25. September 2020, abgerufen am 14. Dezember 2020 (S. 262).
5. Organisationsplan des Bundeskanzleramts. (https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Stati
scheSeiten/Breg/organigramm-bundeskanzleramt.html) (PDF) In:
http://www.bundesregierung.de/. Bundesregierung, 25. Oktober 2018, abgerufen am
17. Dezember 2018.
6. § 2
7. § 33
8. Was bei uns zählt – Unser Produkt: Informationen. (http://www.bnd.bund.de/DE/Die_Arbeit/Beri
chterstattung/berichterstattung_node.html) In: http://www.bnd.bund.de/.
Bundesnachrichtendienst, abgerufen am 19. Januar 2019.
9. Süddeutsche Zeitung online (http://www.sueddeutsche.de/politik/bnd-die-ueberwachungsfabrik
-1.2460526), aufgerufen am 3. Mai 2015 und Printausgabe Süddeutsche Zeitung vom 2./3. Mai
2015, S. 6: Die Überwachungsfabrik.
10. Neue BND-Zentrale: So verlief der geheime Umzug (https://www.morgenpost.de/berlin/article2
15898451/Neue-BND-Zentrale-in-Berlin-So-verlief-der-geheime-Umzug.html) auf
www.morgenpost.de, 29. November 2018, abgerufen am 1. Dezember 2018.
11. taz vom 1. April 2014 (http://www.taz.de/1/berlin/tazplan-kultur/artikel/?dig=2014%2F04%2F0
1%2Fa0144&cHash=a337c3c5ca4a45d70d172f89fe90bdd7).
12. BND – Standorte. (https://www.bnd.bund.de/DE/Der_BND/Standorte/standorte_node.html) In:
https://www.bnd.bund.de/. BND, abgerufen am 7. November 2019.
13. Der Auslandsnachrichtendienst Deutschlands. Der Bundesnachrichtendienst stellt sich
vor.BND Broschüre, April 2013. (https://web.archive.org/web/20140324094025/http://www.bnd.
bund.de/DE/_Home/Startseite/Downloads/BND_Broschuere.pdf?__blob=publicationFile&v=6)
(Memento vom 24. März 2014 im Internet Archive)
14. Ulrich Paul: Der Bundesnachrichtendienst zieht nach Lichterfelde – und schützt sich mit
ausgeklügelter Technik vor ungebetenen Gästen: Einlass nur nach Gesichtskontrolle. (http://w
ww.berliner-zeitung.de/archiv/der-bundesnachrichtendienst-zieht-nach-lichterfelde---und-schue
tzt-sich-mit-ausgekluegelter-technik-vor-ungebetenen-gaesten-einlass-nur-nach-gesichtskontro
lle,10810590,10072576.html) In: Berliner Zeitung. 14. März 2003.
15. BZ: Der alte BND-Standort bleibt doch erhalten (https://www.bz-berlin.de/berlin/steglitz-zehlend
orf/der-alte-bnd-standort-bleibt-doch-erhalten), 9. November 2018.
16. BT-Drs. 14/6667 (https://dipbt.bundestag.de/doc/btd/14/066/1406667.pdf)
17. Jack Dawson: The BND’s Hauptstelle für Befragungswesen and its British Partner. In: Journal
for Intelligence, Propaganda and Security Studies. Jg. 4, Heft 1 (2010), S. 140–144.
18. Dawson: The BND’s Hauptstelle für Befragungswesen and its British Partner. S. 140–144;
Keith R. Allen: Befragung, Überprüfung, Kontrolle. Die Aufnahme von DDR-Flüchtlingen in
West-Berlin bis 1961. Christoph Links Verlag, Berlin 2013, S. 187–188.
19. Sandra Dassler: Besetzung der irakischen Botschaft: Gibt es doch Hintermänner? (http://www.t
agesspiegel.de/art270,2186906) In: Der Tagesspiegel. 23. August 2002, abgerufen am
19. August 2016.
20. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN,
Tätigkeit der Hauptstelle für Befragungswesen des Bundesnachrichtendienstes, Drucksache
17/11597, 21. November 2012, S. 2. (http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/115/1711597.pdf)
(PDF; 149 kB)
21. tagesschau.de: „Das hat nichts mit Doppelmoral zu tun“ – Steinmeier verteidigt BND-Einsatz
im Irak 13. Januar 2006. “Das hat nichts mit Doppelmoral zu tun” (13. Januar 2006) (https://tsarc
hive.wordpress.com/2006/01/13/meldung128230/) (tagesschau.de-Archiv)
22. Scaling to new heights – CUG 2006 program. (https://cug.org/7-archives/previous_conference
s/2006/CUG2006/pages/1-program/final_program/S06-Program-final.pdf) (PDF; 1,9 MB) Cray
User Group, abgerufen am 19. August 2016 (englisch).
23. Nach dieser Quelle (gavagai.de (http://www.gavagai.de/geheim/HHD18M.htm)) bzw. der dort
zitierten Ausgabe des Spiegels war Helmuth Hans Danz Mitarbeiter des BND. Nach eigener
Aussage auf seiner Homepage (kunst-danz.de (http://kunst-danz.de/vita/)) arbeitete er bei der
Studienstelle für Auslandsfragen.
24. Norbert Juretzko, Wilhelm Dietl: Bedingt dienstbereit. Ullstein, 2004, ISBN 3-550-07605-3.
25. Dominik Cziesche u. a.: Trübe Suppe. In: Der Spiegel. Nr. 21, 2006, S. 26 (online (https://www.s
piegel.de/spiegel/print/d-47004592.html)).
26. Informationen über QB 30 (http://www.presseportal.de/pm/7560/829213/br_bayerischer_rundfu
nk); Details über den Beitrag zu QB 30 des Autors Klaus Wiendl bei Report München können
unter BR-Online Mitschnitte (http://www.br-online.de/brw/mitschnittdienste) bestellt werden.
27. Bernhard Lohr: Geheimer Umzug – Spione studieren jetzt woanders. (https://www.sueddeutsch
e.de/muenchen/landkreismuenchen/geheimer-umzug-spione-studieren-jetzt-woanders-1.4278
075) In: https://www.sueddeutsche.de/. Süddeutsche Zeitung, 7. Januar 2019, abgerufen am
14. August 2019.
28. Bernhard Lohr: BND bestätigt Umzug. (https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismue
nchen/haar-bnd-bestaetigt-umzug-1.4284452) In: https://www.sueddeutsche.de/. Süddeutsche
Zeitung, 1. Januar 2019, abgerufen am 14. August 2019.
29. BT-Drs. 17/10326 (https://dipbt.bundestag.de/doc/btd/17/103/1710326.pdf)
30. Schnelle Tausender: BND-Bedienstete verkaufen angeblich geheimste Daten ihres Amtes und
nutzen berufliche Kontakte für Privatgeschäfte. In: Der Spiegel. Nr. 2, 1997 (online (https://www.
spiegel.de/spiegel/print/d-8649425.html)).
31. Stephen Grey, Hans-Martin Tillack: Was macht der BND in Kasachstan? (http://www.stern.de/p
olitik/deutschland/flugbewegungen-was-macht-der-bnd-in-kasachstan-580458.html) stern.de,
16. Januar 2007, abgerufen am 24. März 2013.
32. Geheimdienste: Die traurigen Männer von 11 A. In: Der Spiegel. Nr. 49, 2008 (online (https://w
ww.spiegel.de/spiegel/print/d-62332805.html)).
33. bundesanzeiger.de (https://www.bundesanzeiger.de/)
34. Autor Nr. 0023 und 0042: WTF is BVOE? In: Die Datenschleuder. Nr. 93, 2008, S. 9–15
(ds.ccc.de (http://ds.ccc.de/pdfs/ds093.pdf) [PDF]).
35. Kriegslüge: BND bezahlte irakischen Betrüger. (http://www.webcitation.org/5uu2vQ3gB) (Nicht
mehr online verfügbar.) Panorama in das Das Erste, 2. Dezember 2010, archiviert vom Original
(https://giftbot.toolforge.org/deref.fcgi?url=http%3A%2F%2Fdaserste.ndr.de%2Fpanorama%2F
archiv%2F2010%2Fcurveball101.html) am 11. Dezember 2010; abgerufen am 11. Dezember
2010.
36. Drucksache 17/12598, Ermittlungen gegen einen BND-Mitarbeiter (http://dip21.bundestag.de/di
p21/btd/17/128/1712886.pdf) (PDF) auf bundestag.de
37. Erich Schmidt-Eenboom: Der BND – die unheimliche Macht im Staate: Schnüffler ohne Nase.
Econ Verlag, Düsseldorf/Wien/New York/Moskau 1993, ISBN 3-430-18004-X, S. 327 f.
38. Personalangaben des BND (https://web.archive.org/web/20130127123401/http://www.bnd.bun
d.de/DE/Karriere/Allgemeine%20Informationen/Allgemeine%20Informationen_node.html)
(Memento vom 27. Januar 2013 im Internet Archive)
39. Kooperationen: Global vertreten. (https://www.bnd.bund.de/DE/Die_Arbeit/Kooperationen/koop
erationen_node.html) In: BND. Abgerufen am 23. Februar 2020.
40. Spiegel Online vom 7. Juli 2013: Interview mit Edward Snowden: NSA liefert BND Werkzeuge
für Lauschangriff (http://www.spiegel.de/politik/ausland/interview-mit-edward-snowden-im-spie
gel-nsa-und-bnd-arbeiten-zusammen-a-909800.html)
41. Spiegel Online vom 20. Juli 2013: Schnüffelsoftware XKeyscore: Deutsche Geheimdienste
setzen US-Spähprogramm ein (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bnd-und-bfv-setzen-n
sa-spaehprogramm-xkeyscore-ein-a-912196.html)
42. Geheimdienst-Kooperation: BND leitet seit 2007 Daten an die NSA weiter (http://www.spiegel.
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43. Der BND im Irak: „Schöne Gruesze“ aus dem Krieg. (http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/d
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Zeitung. 9. September 2008.
44. Überwachung: BND leitet massenhaft Metadaten an die NSA weiter. (http://www.spiegel.de/net
zwelt/netzpolitik/bnd-leitet-laut-spiegel-massenhaft-metadaten-an-die-nsa-weiter-a-914682.htm
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45. Überwachung: BND leitet massenhaft Metadaten an die NSA weiter. (http://www.spiegel.de/net
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46. BND liefert NSA 1,3 Milliarden Metadaten – jeden Monat. (http://www.zeit.de/politik/deutschlan
d/2015-05/bnd-nsa-milliarden-metadaten) Zeit Online, 12. Mai 2015, abgerufen am 12. Mai
2015.
47. BND speichert 220 Millionen Telefondaten – jeden Tag. (http://www.zeit.de/digital/datenschutz/
2015-01/bnd-nsa-metadaten-ueberwachung) Zeit Online, 6. Februar 2015, abgerufen am
12. Mai 2015.
48. Kooperation mit dem BND: Union und Linke attackieren Steinmeier in NSA-Affäre. (http://www.
spiegel.de/politik/deutschland/affaere-um-nsa-und-bnd-linke-wirft-steinmeier-heuchelei-vor-a-9
15413.html) In: Spiegel Online. 8. August 2013, abgerufen am 16. Januar 2017.
49. Spähaffäre: BND gibt Handynummern an andere Geheimdienste weiter. (http://www.spiegel.de/
politik/ausland/spaehaffaere-bnd-soll-handynummern-an-geheimdienste-weitergegeben-habe
n-a-915819.html) In: Spiegel Online. 9. August 2013, abgerufen am 16. Mai 2015.
50. Elmar Theveßen, Peter F. Müller, Ulrich Stoll: „Operation ‚Rubikon‘“ – #Cryptoleaks: Wie BND
und CIA alle täuschten. (https://www.zdf.de/nachrichten/politik/cryptoleaks-bnd-cia-operation-ru
bikon-100.html) In: ZDF. 11. Februar 2020, abgerufen am 12. Februar 2020.
51. Fiona Endres, Nicole Vögele: Weltweite Spionage-Operation mit Schweizer Firma aufgedeckt.
(https://www.srf.ch/news/schweiz/geheimdienst-affaere-weltweite-spionage-operation-mit-schw
eizer-firma-aufgedeckt) In: Schweizer Radio und Fernsehen. 11. Februar 2020, abgerufen am
12. Februar 2020.
52. Greg Miller: „The intelligence coup of the century“ – For decades, the CIA read the encrypted
communications of allies and adversaries. (https://www.washingtonpost.com/graphics/2020/wo
rld/national-security/cia-crypto-encryption-machines-espionage/) In: The Washington Post.
11. Februar 2020, abgerufen am 12. Februar 2020 (englisch).
53. Detlef Borchers: Geheimdienst-Kooperation „Maximator“: Die Five Eyes Europas? (https://ww
w.heise.de/newsticker/meldung/Geheimdienst-Kooperation-Maximator-Die-Five-Eyes-Europas
-4700198.html) In: heise online. 8. April 2020, abgerufen am 20. April 2020.
54. Bart Jacobs: Maximator: European signals intelligence cooperation, from a Dutch perspective.
In: Intelligence and National Security. 2020, doi:10.1080/02684527.2020.1743538 (https://doi.o
rg/10.1080/02684527.2020.1743538).
55. Peter Hammerschmidt: Daß V–43 118 SS-Hauptsturmführer war, schließt nicht aus, ihn als
Quelle zu verwenden. Der BND und sein Agent Klaus Barbie. In: Zeitschrift für
Geschichtswissenschaft. 59 (2011), Heft 4, S. 333–348.
56. Ehemalige Nazis im BND. (http://www.mdr.de/zeitreise/nazis-gehlen100.html) MDR,
9. September 2012, abgerufen am 19. August 2016.
57. Axel Frohn, Klaus Wiegrefe: Zeitgeschichte: Auf Pullachs Lohnliste. In: Der Spiegel. Nr. 41,
2011 (online (https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-80818229.html)).
58. Walther Rauff: Früherer SS-Offizier arbeitete jahrelang für den BND. (http://www.focus.de/politi
k/deutschland/walther-rauff-frueherer-ss-offizier-arbeitete-jahrelang-fuer-den-bnd_aid_668828.
html) In: Focus Online. 25. September 2011, abgerufen am 16. Mai 2015.
59. Stefanie Waske: Mehr Liaison als Kontrolle: Die Kontrolle des BND durch Parlament und
Regierung 1955–1978. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-
531-16347-5, S. 91. (eingeschränkte Vorschau (https://books.google.de/books?id=TXgL24CU
WZIC&pg=PA91&q=Fiebig#v=onepage) in der Google-Buchsuche)
60. Future Federal Military Security and Intelligence Agencies. (https://web.archive.org/web/20120
713071826/http://www.foia.cia.gov/docs/DOC_0000689580/0000689580_0002.gif) (Nicht mehr
online verfügbar.) Central Intelligence Agency, 12. November 1951, archiviert vom Original (htt
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61. Bundesnachrichtendienst. (https://web.archive.org/web/20120713080359/http://www.foia.cia.go
v/docs/DOC_0000689596/0000689596_0002.gif) (Nicht mehr online verfügbar.) Central
Intelligence Agency, 12. September 1952, archiviert vom Original (https://giftbot.toolforge.org/d
eref.fcgi?url=http%3A%2F%2Fwww.foia.cia.gov%2Fdocs%2FDOC_0000689596%2F0000689
596_0002.gif) am 13. Juli 2012; abgerufen am 18. April 2010.
62. Thomas Wolf: Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle (= Jost Dülffer, Klaus-
Dietmar Henke, Wolfgang Krieger, Rolf-Dieter Müller [Hrsg.]: Veröffentlichungen der
Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des
Bundesnachrichtendienstes 1945–1968. Band 9). 1. Auflage. Ch. Links Verlag, Berlin 2018,
ISBN 978-3-96289-022-3, S. 300.
63. Johannes Erasmus: Der geheime Nachrichtendienst. 1. Auflage. Musterschmidt, Göttingen
1952.
64. Thomas Wolf: Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle (= Jost Dülffer, Klaus-
Dietmar Henke, Wolfgang Krieger, Rolf-Dieter Müller [Hrsg.]: Veröffentlichungen der
Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des
Bundesnachrichtendienstes 1945–1968. Band 9). 1. Auflage. Ch. Links Verlag, Berlin 2018,
ISBN 978-3-96289-022-3, S. 307 ff.
65. Thomas Wolf: Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle (= Jost Dülffer, Klaus-
Dietmar Henke, Wolfgang Krieger, Rolf-Dieter Müller [Hrsg.]: Veröffentlichungen der
Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des
Bundesnachrichtendienstes 1945–1968. Band 9). 1. Auflage. Ch. Links Verlag, Berlin 2018,
ISBN 978-3-96289-022-3, S. 316.
66. Thomas Wolf: Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle (= Jost Dülffer, Klaus-
Dietmar Henke, Wolfgang Krieger, Rolf-Dieter Müller [Hrsg.]: Veröffentlichungen der
Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des
Bundesnachrichtendienstes 1945–1968. Band 9). 1. Auflage. Ch. Links Verlag, Berlin 2018,
ISBN 978-3-96289-022-3, S. 355.
67. Thomas Wolf: Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle (= Jost Dülffer, Klaus-
Dietmar Henke, Wolfgang Krieger, Rolf-Dieter Müller [Hrsg.]: Veröffentlichungen der
Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des
Bundesnachrichtendienstes 1945–1968. Band 9). 1. Auflage. Ch. Links Verlag, Berlin 2018,
ISBN 978-3-96289-022-3, S. 325 ff.
68. Jerry Richardson: James H. Critchfield played key roles both in hot and cold war. (https://web.ar
chive.org/web/20110926211233/http://www.ndsu.edu/ndsu/news/magazine/vol04_issue01/hot
cold_wars.shtml) (Nicht mehr online verfügbar.) NDSUmagazine, 2003, archiviert vom Original
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ISBN 978-3-96289-022-3, S. 361.
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Dietmar Henke, Wolfgang Krieger, Rolf-Dieter Müller [Hrsg.]: Veröffentlichungen der
Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des
Bundesnachrichtendienstes 1945–1968. Band 9). 1. Auflage. Ch. Links Verlag, Berlin 2018,
ISBN 978-3-96289-022-3, S. 356 ff.
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17. Arndt Ginzel, Herbert Klar, Christian Rohde, Ulrich Stoll: In aller Freundschaft – Spitzeln für
Amerika. (https://web.archive.org/web/20140718080744/http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/blob/3
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S. 4 ff., archiviert vom Original (https://giftbot.toolforge.org/deref.fcgi?url=http%3A%2F%2Fww
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abgerufen am 18. Juli 2014 (Manuskript des Frontal21 Beitrags).
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Bundesregierung. (http://www.sueddeutsche.de/politik/geheimdienste-codewort-eikonal-der-al
btraum-der-bundesregierung-1.2157432) In: Süddeutsche Zeitung. 4. Oktober 2014, abgerufen
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19. Opposition warnt vor "deutscher Schnüffelfiliale der NSA". (http://www.sueddeutsche.de/politik/
spaeh-operation-eikonal-opposition-warnt-vor-deutscher-schnueffelfiliale-der-nsa-1.2158990)
In: Süddeutsche Zeitung. 4. Oktober 2014, abgerufen am 9. Oktober 2014.
20. Markus Beckedahl: Eikonal: Der kalkulierte Grundrechtsbruch der Bundesregierung – Wie der
BND der NSA Zugang zum Internetknoten DE-CIX schenkte. (https://netzpolitik.org/2014/eikon
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4. Oktober 2014, abgerufen am 9. Oktober 2014.
21. NSA-Standorte in Deutschland: Bad Aibling. (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/bad-aib
ling-nsa-standorte-in-deutschland-a-974989.html) In: Spiegel Online. 16. August 2014,
abgerufen am 9. Oktober 2014: „In der Mangfall-Kaserne in Bad Aibling unterhält der deutsche
Bundesnachrichtendienst (BND) einen Stützpunkt. Hier befindet sich aber auch ein Gebäude
der NSA, das als offizielles Verbindungsbüro unter der Bezeichnung SUSLAG (Special US
Liaison Activity Germany) arbeitet. Die beiden Geheimdienste haben in Bad Aibling eng
zusammen gearbeitet. Ein gemeinsames Analysezentrum soll nach Aussagen des BND seit
einigen Jahren nicht mehr bestehen.“
22. Georg Mascolo: BND leitete Daten von Deutschen an NSA weiter. (http://www.sueddeutsche.d
e/politik/spaeh-affaere-bnd-leitete-daten-vondeutschen-an-nsa-weiter-1.2157406) In:
Süddeutsche Zeitung. 3. Oktober 2014, abgerufen am 9. Oktober 2014.
23. Kai Biermann: BND schickte wissentlich Daten von Deutschen an die NSA. (http://www.zeit.de/
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abgerufen am 9. Oktober 2014.
24. Friedhelm Greis: NSA wollte die DE-CIX-Daten des BND nicht mehr. (http://www.golem.de/new
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golem.de. 8. Oktober 2014, abgerufen am 9. Oktober 2014.
25. Andre Meister: Live-Blog aus dem Geheimdienst-Untersuchungsausschuss: BND-Mitarbeiter
K., L. und P. auf der Zeugebank. (https://netzpolitik.org/2014/live-blog-aus-dem-geheimdienst-u
ntersuchungsausschuss-bnd-mitarbeiter-k-l-und-p-auf-der-zeugebank/) In: Netzpolitik.org.
13. November 2014, abgerufen am 13. November 2014.
26. NSA-Ausschuss: „BND hat freie Hand bei der Internetüberwachung“. (https://www.heise.de/ne
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27. NSA-Ausschuss: DE-CIX erhebt schwere Vorwürfe wegen BND-Abhörung. (http://www.golem.
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28. Klaus Landefeld im Geheimdienst-Untersuchungsausschuss: Wie der BND seit 2009 den
Internet-Knoten DE-CIX anzapft. (https://netzpolitik.org/2015/klaus-landefeld-de-cix/) In:
netzpolitik.org. 30. März 2015, abgerufen am 31. März 2015.
29. Markus Beckedahl: Vollkommen außer Kontrolle: BND half wahrscheinlich der NSA, deutsche
Politiker zu überwachen. (https://netzpolitik.org/2015/vollkommen-ausser-kontrolle-bnd-half-wa
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30. Maik Baumgärtner, Hubert Gude, Marcel Rosenbach und Jörg Schindler: Überwachung: Neue
Spionageaffäre erschüttert BND. (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ueberwachung-neu
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31. Kai Biermann, Patrick Beuth: Bundesnachrichtendienst: Was sind eigentlich Selektoren? (htt
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32. Hubert Gude: BND-Affäre: Weitere Listen mit brisanten Suchbegriffen aufgetaucht. (http://www.
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33. Kai Biermann, Patrick Beuth, Tilman Steffen: Spionage: BND half NSA beim Überwachen
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34. Matthias Gebauer, Hubert Gude: Bundesnachrichtendienst: Schindler in NSA-Affäre. (http://ww
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35. Geheimdienstaffäre: BND schaltet 25.000 NSA-Selektoren scharf. (http://www.spiegel.de/politi
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36. BND half NSA beim Ausspähen von Frankreich und EU-Kommission. (http://www.sueddeutsch
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37. Vom BND gewarnt: Kanzleramt wusste von NSA-Spionage. (http://www.focus.de/politik/deutsc
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38. Kanzleramt hatte Kenntnis von Spionagefällen. (http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nsa-aff
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39. BND-Skandal: Kanzleramt unter Druck. (https://www.heise.de/newsticker/meldung/BND-Skand
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