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Escamilla Pérez Rosa Esmeralda

Deutungsvorschlag des Werkes Die Legende vom heiligen Trinker


Allgemeines
Der uns vorliegende Text ist eine Novelle von Joseph Roth, die im 1939 nach dem Tod des
Autors veröffentlicht wurde. Roth gilt als einer der wichtigsten Schriftstellers des neunzehnten
Jahrhunderts und sein Werk ist eng mit seiner jüdischen Herkunft verbunden. Der hier
behandelte Text wurde von ihm selbst als „sein Testament“ beschrieb, vielleicht aufgrund der
mehrmals im Text erschienenen Ähnlichkeiten mit dem Roths Leben.
Mit dem Hitlers Antritt an die Macht verloren viele jüdische oder politisch links
stehende Wissenschaftler ihre Stellung. 1933 floh Roth von der Nazis nach Paris, aber seine
Arbeit im Exil wurde von einer Alkoholsucht überschattet, Roth selbst war, wie Andreas, ein
starker Trinker, ihm wurde seine Trunksucht zu Verhängnis und Verarmung.
Fragestellung
Wie schon geäußert wurde, das Roths Werk kann nicht von seiner jüdischen Vergangenheit
getrennt werden. Es ist sehr wichtig auszudrucken, dass sowohl die katholische als auch die
jüdische religiöse Symbolik sich auf dem Text ständig wiederholt, wie die Ablution in
Verbindung mit Johannes der Täufer oder die von Heiligen Paulus beschriebene heiligen
Gottesnarren. Gleichzeitig wird im Text ein anderes Bild vorgeschlagen, das auf beide von Roth
ausgeübten Religionen bezogen ist. Aufgrund dessen ist die folgende Frage gestellt: ist die Figur
von Andreas ein Gegensatz zum Motiv Der Ewige Jude verwandt?
Antwort
Die Figur von dem verurteilten Sünder, der gezwungen war, die Welt zu bereisen, ohne die
Hoffnung zu haben, in Friede zu ruhen, war in Deutschland ab dem 19 Jahrhundert sehr populär.
Andreas ist als ein polnischer, freiwilliger Arbeitsmigranten in Frankreich dargestellt, der nach
einem Streit wegen einer Frau zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde, nach dieser Situation
wurde er ein Penner, der unter den Brücke an der Seine lebte und der sich nur begab, um sich zu
besaufen.
Das Vorheriges besitzt eine enge Beziehung, mit dem Antisemitismus, darunter Roth
gelitten hatte und der von Nazis durch die Geschichte von Wandernder Jude geschoben wurde.
Dieser sucht nach einer Rechtfertigung für den Hass zu Juden und hatte den Nazis sehr gut
gedient, um Juden wie Roth aus Deutschland zu vertreiben. Die jüdischen Männer, wie Andreas,
die schon eine lange Strafe verbüßt hatten, mussten noch nicht eine eigene Wille haben, sie
mussten immer noch leiden und cruisen, und der Schicksal wäre, der entscheidet, was sie
verdienen, dass es normalerweise nicht etwas gutes war.
Trotzdem ist diese Geschichte was anderes, da Andreas viele Wunder bekommt, damit er
gute Zeit mit Freunde und Frauen verbringen kann. Dies zeigt eine Gegenüberstellung mit der
gewöhnlichen Erzählung, in der der Sünder noch mehr schlechte Erfahrungen sammeln sollte
und auch wichtig zu zeigen, er stirbt, während er das Leben genießt. Außerdem war die
Hauptfigur niemand, er hat am Anfang der Geschichte keinen Namen, aber in der Mitte kann
man den kennenlernen und en bisschen später wurde auch seinen Nachnamen gelesen, Andreas
fängt ohne Identität an, aber endet mit einer.
Roth bringt die Geschichte zum Drehen und schreibt sie mit Elemente aus seinem
eigenen Leben um. Der Mensch hat sich geirrt, aber Gott oder die Gottheit hat ihn entschuldigt.
In Beziehung mit Roths Leben kann man sagen, dass der Text ein Freisetzen von der
Vergangenheit des Autors ist, und dass er auch einen Gegenteil mit der von Juden normalerweise
dargestellten Schuld verfasst hatte.