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10028-1 Booklet NEU 13.07.

2010 14:08 Uhr Seite 2


10028-1 Booklet NEU 13.07.2010 14:08 Uhr Seite 1

Vorwort

Auch in diesem Jahr beginnt die Adventszeit mit einem neuen Conrad-Elektronik-Kalen-
der. Er enthält einen zweifachen Operationsverstärker (OPV) und andere elektronische
Bauteile. Ein Operationsverstärker ist eine integrierte Schaltung mit etwa 50 Transisto-
ren und vielen Widerständen auf einem gemeinsamen Chip. Vieles, was mit diskreten
Bauteilen gebaut werden kann, ist mit dem integrierten OPV moderner, besser und ein-
facher realisierbar. Hinter 24 Türchen verbergen sich die erforderlichen Bauteile für 24
Experimente. Nur eine 9-V-Blockbatterie benötigen Sie noch zusätzlich. Dabei geht es
nicht nur um einfache OPV-Grundschaltungen, sondern auch um ganz spezielle Schal-
tungen bis hin zum lichtgesteuerten LED-Blitzlicht. Am 24. Dezember schließlich bauen
Sie einen eindrucksvollen elektronischen Schmuck für den Weihnachtsbaum. Zu jedem
Versuch gibt es einen Schaltplan und eine Aufbauzeichnung. Der gezeigte Aufbau ist als
Vorschlag zu verstehen. Sie können die Bauteile auch anders anordnen – solange Sie
sich an den Schaltplan halten.

Die Türchen des Kalenders lassen sich am leichtesten öffnen, wenn man sie nach innen
eindrückt und dann nach außen aufklappt. Das eigentliche Bauteil befindet sich jeweils
hinter einer umweltfreundlichen Abdeckung aus dünnem Karton, damit es zuverlässig
an seinem Platz bleibt. Die Abdeckung lässt herausnehmen, nachdem man sie nach
innen eingedrückt hat.

Damit es gleich richtig losgehen kann, finden Sie hinter dem ersten Türchen zwei Bau-
teile. Später reicht dann immer genau ein Bauteil für einen neuen Versuch. Gönnen Sie
sich jeden Tag im Dezember eine kleine Experimentierpause und bauen Sie alle Versuche,
so wie sie im Handbuch beschrieben sind, sorgfältig auf. Bewahren Sie gerade nicht
benötigte Bauteile gut auf, denn sie kommen bei den folgenden Versuchen wieder zum
Einsatz. Natürlich sind mit den Bauteilen sehr viel mehr als die beschriebenen 24 Ver-
suche möglich. Werden Sie also kreativ!

Wir wünschen eine frohe und fantasievolle Weihnachtszeit!


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Alle Versuche im Überblick:

1. Tag: Der LED-Test . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3


2. Tag: Verwendung der Steckplatine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3
3. Tag: Schaltbare LED-Lampe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4
4. Tag: Ein elektrisches Ventil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4
5. Tag: Der Operationsverstärker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5
6. Tag: Berührungssensor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5
7. Tag: Nachlaufsteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
8. Tag: Blitzlicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
9. Tag: Einstellbare Blitzlänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7
10. Tag: Lichtsensor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7
11. Tag: Zeitverzögerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8
12. Tag: Gegentakt-Lichtsensor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8
13. Tag: Helligkeitsvergleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9
14. Tag: Dämmerungsschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9
15. Tag: Temperatursensor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10
16. Tag: Temperaturvergleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10
17. Tag: LED-Blinker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11
18. Tag: Ein weicher Blinker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11
19. Tag: Schneller Blinker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12
20. Tag: Sanftere Übergänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12
21. Tag: Entspannungslicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .13
22. Tag: Lichtgesteuerte Blitze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .13
23. Tag: Lügendetektor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14
24. Tag: Flackernde Kerzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14
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1. Tag Der LED-Test


Das Thema des Kalenders ist zwar der Operationsverstärker, aber die Leuchtdiode (LED) ist ein 1. Tag
wichtiges Hilfsmittel für den Test der OPV-Schaltungen. Wichtig ist es daher, richtig mit der LED
umzugehen. Die entscheidenden beiden Punkte werden nachfolgend in einem Versuch geklärt.

1. Die LED darf nicht direkt an eine Spannungsquelle gelegt werden, man benötigt immer auch
einen Widerstand. Ohne diesen Vorwiderstand würde die LED durch zu viel Strom zerstört.

2. Die LED muss in der korrekten Richtung eingebaut werden. Sie besitzt zwei unterschiedliche
Anschlüsse. Der kurze Draht ist der Minuspol (Kathode) der längere Draht ist der Pluspol (Anode).
Wenn die LED eingebaut ist, kann man nur noch schlecht erkennen, welcher der kurze Draht ist.
Es gibt jedoch noch eine zweite Kennzeichnung. Der breitere untere Rand ist an der Kathodenseite
abgeflacht.

Hinter dem 1. Türchen finden Sie eine rote LED und einen Widerstand. Zusätzlich
benötigen Sie noch eine 9-V-Blockbatterie. Der erste Versuch muss besonders
vorsichtig ausgeführt werden. Vermeiden Sie, dass beide LED-Anschlüsse gleich-
zeitig die Batterieanschlüsse berühren! Es muss immer der Widerstand in Reihe
angeschlossen werden. Halten Sie beide Bauteile so an die Batterie, wie es die
Zeichnung zeigt.

Elektronische Schaltungen stellt man übersichtlich in Schaltbildern dar. Für jedes Bauteil gibt es
ein spezielles Symbol. Die LED besteht aus einem Dreieck für die Anode und einem geraden Strich
für die Kathode. Das deutet die Stromrichtung an. Zwei kurze Pfeile nach außen stehen für das ab-
gegebene Licht. Der Widerstand ist als rechteckiges Kästchen gezeichnet. Jeder Widerstand hat einen
bestimmten Widerstandswert. Hier sind es 1.000 Ω = 1 kΩ (1 Kiloohm, im Schaltbild kurz „1k“). Das reale
Bauteil ist mit Farbringen beschriftet (Braun, Schwarz, Rot für 1.000 und Gold für +/-5 % Genauigkeit).

Das Schaltbild zeigt eine Reihenschaltung. Der Strom fließt durch Batterie, Widerstand und LED.
Der Widerstand hat dabei die Aufgabe, die Stromstärke auf einen sinnvollen Wert zu begrenzen.
Je größer der Widerstand, desto kleiner die Stromstärke. Auch beim Betrieb der LED an einem
OPV ist ein Vorwiderstand wichtig.

2. Tag Verwendung der Steckplatine


Das 2. Türchen verbirgt einen Batterieclip und eine Labor-Steckplatine. Damit vereinfacht sich der 2. Tag
Aufbau komplizierter Schaltungen. Das Steckfeld mit insgesamt 270 Kontakten im 2,54-mm-Raster
sorgt für eine sichere Verbindung der Bauteile.

Das Steckfeld hat im mittleren Bereich 230 Kontakte, die jeweils durch vertikale Streifen mit fünf
Kontakten leitend verbunden sind. Zusätzlich gibt es am Rand 40 Kontakte für die Stromversor-
gung, die aus zwei horizontalen Kontaktfederstreifen mit 20 Kontakten bestehen. Das Steckfeld
verfügt damit über zwei unabhängige Versorgungsschienen.

Das Einsetzen von Bauteilen benötigt relativ viel Kraft. Die Anschlussdrähte knicken daher leicht
um. Wichtig ist, dass die Drähte exakt von oben eingeführt werden. Dabei hilft eine Pinzette oder
eine kleine Zange. Ein Draht wird möglichst kurz über dem Steckbrett gefasst und senkrecht nach
unten gedrückt. So lassen sich auch empfindliche Anschlussdrähte wie die verzinnten Enden des
Batterieclips ohne Knicken einsetzen.
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3. Tag Schaltbare LED-Lampe


3. Tag Bauen Sie eine LED-Lampe mit Schaltkontakt. Komplexere Schaltungen benötigen Drahtverbin-
dungen. Den passenden Schaltdraht finden Sie hinter dem 3. Türchen. Schneiden Sie mit einer
Zange einer Schere ein passendes Stück von ca. 3 cm Länge ab. Entfernen Sie an den Enden die
Isolierung auf einer Länge von etwa 5 mm. Zum Abisolieren der Drahtenden hat es sich als prak-
tisch erwiesen, die Isolierung mit einem scharfen Messer rundherum einzuschneiden. Achtung:
Dabei sollte der Draht selbst nicht angeritzt werden, weil er sonst an dieser Stelle leicht bricht.

Mit dem Draht lässt sich auch ein einfacher Schalter bauen. Er besteht aus zwei blanken Draht-
stücken, die sich erst mit einem Fingerdruck berühren. Schneiden Sie dazu Drahtstücke von 2 cm
Länge ab und entfernen Sie die Isolierung komplett.

Ein zusätzlicher kurzer Draht wird als Zugentlastung eingebaut, um die weichen Anschlussdrähte
zu schonen. Der Batterieclip sollte immer verbunden bleiben, damit die Anschlüsse nicht über-
mäßig verschleißen.

Ein Tipp zum leichteren Umgang mit dem Steckboard: Schneiden Sie die Drähte am Ende schräg
an, damit sie eine scharfe Spitze erhalten und leichter in die Kontakte gesteckt werden können.
Dies ist auch für die Leuchtdioden, Widerstände und anderen Bauteile sinnvoll und verhindert,
dass die Anschlussdrähte beim Einstecken leicht umknicken.

4. Tag Ein elektrisches Ventil


4. Tag Hinter Türchen Nr. 4 kommt eine Siliziumdiode 1N4148 zum Vorschein. Erweitern Sie Ihre Reihen-
schaltung um diese Diode. Wieder ist die korrekte Einbaurichtung wichtig. Bei der Diode erkennen
Sie den Kathodenanschluss an einem schwarzen Ring. Wenn die Diode falsch herum eingesetzt wird,
leuchtet die LED nicht. Ebenso leuchtet die LED nicht, wenn Sie die Batterie falsch herum anschließen.

In allen folgenden Versuchen wird die Diode ebenfalls eingesetzt. Damit verhindern Sie Fehler bei
einem versehentlichen Verpolen der Batterie, die zum Ausfall des OPV führen könnten. Lassen Sie
daher die Si-Diode und den Batterieanschluss unverändert an ihrem Steckplatz.
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5. Tag Der Operationsverstärker


Hinter der 5. Tür wartet ein integrierter Schaltkreis (IC) mit acht Beinchen: der zweifache Operations- 5. Tag
verstärker LM358. Das IC enthält zwei vollständige Verstärker für universelle Anwendungen. Jeder
dieser Verstärker ist eine komplexe integrierte Schaltung mit ca. 50 Transistoren. Viele Aufgaben
lassen sich mit einem OPV wesentlich einfacher lösen als mit Einzelhalbleitern.

Die acht Beinchen des integrierten Schaltkreises sind zunächst noch etwas gespreizt und müssen
parallel ausgerichtet werden. Erst dann lässt sich das Bauteil problemlos in die Steckplatine ein-
setzen. Falls Sie es einmal herausnehmen möchten, sollte es vorsichtig mit einem Schraubendreher
ausgehebelt werden, damit die Anschlussbeinchen nicht umknicken.

Jeder OPV besitzt zwei Eingänge und einen Ausgang. Die Differenz der beiden Eingangsspannungen
wird etwa 100.000-fach verstärkt. Wenn die Spannung am invertierenden Eingang (-) kleiner ist
als die am nicht-invertierenden Eingang (+) wird die Ausgangsspannung positiv. Beim ersten Ver-
such wird der Pluseingang mit der positiven Betriebsspannung verbunden, der Minuseingang mit
dem negativen Anschluss der Betriebsspannung. Damit erscheint am Ausgang eine Spannung
nahe der positiven Betriebsspannung. Die LED leuchtet.

Dieser Versuch verwendet nur einen der beiden OPVs im LM358 an den Anschlüssen 1 bis 3.
Der zweite OPV an den Pins 5 bis 7 bleibt frei. Zusätzlich muss aber immer auch die Betriebs-
spannung an den Anschlüssen 4 (Minus) und 8 (Plus) angeschlossen werden. Die Si-Diode ist
nicht unbedingt erforderlich, bietet aber einen guten Schutz des OPV, falls die Batterie einmal
versehentlich falsch herum an den Batterieclip gehalten wird.

6. Tag Berührungssensor
Hinter dem 6. Türchen kommt ein besonders hochohmiger Widerstand mit 2,2 MΩ (Rot, Rot, Grün) 6. Tag
zum Vorschein. Die Schaltung besitzt zwei Anschlüsse, die mit dem Finger berührt werden sollen.
Es fließt ein sehr kleiner Strom durch den Finger und durch den Widerstand von 2,2 MΩ. Dabei
steigt die Spannung am Widerstand. Der nachfolgende OPV arbeitet bei starker Gegenkopplung
mit der Spannungsverstärkung 1, denn der Ausgang ist direkt mit dem invertierenden Eingang
verbunden. Die Spannung wird also nicht verstärkt, wohl aber der Eingangsstrom. Mit dem sehr
geringen Sensorstrom schalten Sie daher die LED ein. Berühren Sie die Kontakte verschieden stark.
Die LED-Helligkeit kann damit beeinflusst werden.
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7. Tag Nachlaufsteuerung
7. Tag Hinter dem 7. Türchen verbirgt sich ein Elektrolytkondensator (Elko) mit 10 µF (Mikrofarad). Beachten
Sie beim Einbau die Polung. Der Minuspol ist durch einen weißen Streifen gekennzeichnet und
hat den kürzeren Anschluss. Ein Kondensator ist ein Speicher elektrischer Energie. Allerdings
könnte man mit dem Elko allein nur einen kurzen Lichtblitz erzeugen. In dieser Schaltung wird
der Elko jedoch über den 2,2-MΩ-Widerstand sehr langsam entladen. Der OPV liefert den erforder-
lichen höheren Strom für die LED. Betätigen Sie den Schalter einmal kurz. Die LED geht für ca. 20
Sekunden an und erlischt dann allmählich.

8. Tag Blitzlicht
8. Tag Diese Schaltung erzeugt mit jeder Betätigung des Schalters einen einzelnen kurzen Lichtblitz. Erst
nach einer Pause von mehr als 20 Sekunden kann ein neuer Blitz ausgelöst werden. Für den Versuch
benötigen Sie einen zweiten Widerstand von 1 kΩ (Braun, Schwarz, Rot), den Sie hinter dem 8.
Türchen finden.
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9. Tag Einstellbare Blitzlänge


Hinter dem 9. Türchen kommt ein einstellbarer Widerstand (Potenziometer, kurz Poti) zum Vorschein. 9. Tag
Er hat insgesamt 100 kΩ und einen dritten Anschluss, der als Schleifer einen Teil des Gesamtwider-
stands abgreift. Zwischen dem Schleifer (Mitte) und einem der anderen beiden Anschlüsse kann
daher ein Widerstand zwischen 0 kΩ und 100 kΩ eingestellt werden. Biegen Sie die Beine des Potis
etwas nach innen, damit es gemäß dem Aufbauplan eingesteckt werden kann. Verwenden Sie
einen kleinen Schraubendreher zur Einstellung. Eine Drehung nach rechts sorgt für längere Licht-
blitze.

10. Tag Lichtsensor


Öffnen Sie das 10. Fach. Darin kommt eine grüne LED zum Vorschein. Alle bisherigen Versuche 10. Tag
können nun auch mit der grünen statt der roten LED durchgeführt werden. In diesem Versuch
soll die LED jedoch nicht leuchten, sondern als Lichtsensor dienen. Die LED wird hier in Sperr-
richtung betrieben, also mit der Anode an der negativen Betriebsspannung. Wenn Licht auf die
LED fällt, fließt ein kleiner Strom.

Der Versuch funktioniert in dieser Form nicht mit jedem beliebigen OPV, wohl aber mit dem
LM358. Dieser Typ liefert an jedem Eingang einen kleinen Strom von etwa 50 nA (0,00005 mA).
Ein offener Eingang hat daher eine hohe Eingangsspannung. Bei geringer Helligkeit leuchtet die
rote LED. Sobald genügend Licht auf die Sensor-LED fällt, leitet diese den Eingangsstrom ab, so-
dass die Eingangsspannung sinkt. Verwenden Sie eine helle Taschenlampe. Bei direkter Beleuch-
tung aus geringer Entfernung schaltet der OPV die rote LED aus.
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11. Tag Zeitverzögerung


11. Tag Hinter dem 11. Türchen wartet ein keramischer Kondensator mit 100 nF auf seinen Einsatz. Die
Kapazität ist 100-fach kleiner als die des 10-µF-Elkos. Anders als bei einem Elko darf der kerami-
sche Kondensator in beliebiger Richtung eingebaut werden.

Bauen Sie den Kondensator mit in die Schaltung vom vergangenen Tag ein. Der Lichtsensor reagiert
damit verlangsamt. Bei großer Helligkeit dauert es nur wenige Sekunden, bis die LED ausgeht.
Wenn Sie das Licht ausschalten, dauert es bis zu 10 Sekunden, bis die LED wieder angeht. Die
Schaltung reagiert daher nicht mehr auf kurze Abschattungen. Die rote LED geht erst an, wenn es
lang genug dunkel ist.

12. Tag Gegentakt-Lichtsensor


12. Tag Eine weitere rote LED finden Sie im 12. Fach. Damit können Sie die gegensätzliche Reaktion zweier
LEDs erzeugen. Bei großer Helligkeit geht die obere LED an, bei geringer Helligkeit die untere.
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13. Tag Helligkeitsvergleich


Die hohe Verstärkung des OPV ermöglicht es, Spannungen an den beiden Eingängen zu vergleichen. 13. Tag
Wenn die Spannung am Pluseingang größer ist als die am Minuseingang, geht die LED an. Dabei
reicht ein Unterschied von 1 mV (1 Tausendstel Volt) für eine klare Reaktion. Hier wird die grüne
LED wieder als Lichtsensor eingesetzt, aber diesmal ist sie anders herum eingebaut. Die LED ar-
beitet dabei als Fotozelle und gibt eine Spannung bis etwa 1,5 V ab. Am Poti kann nun eine gleiche
Spannung eingestellt werden, um kleinste Unterschiede zu erkennen. Um den Einstellbereich auf
etwa ein Viertel der Betriebsspannung einzuengen, benötigen Sie den Widerstand von 330 kΩ
(Orange, Orange, Gelb), der hinter dem Türchen Nr. 13 zum Vorschein kommt. Stellen Sie das Poti
so ein, dass die LED gerade aus ist. Wenn sich die Helligkeit erhöht, geht die LED an.

14. Tag Dämmerungsschalter


Hinter dem 14. Türchen finden Sie einen Transistor BC547B. Er wird als Stromverstärker für den 14. Tag
LED-Lichtsensor benötigt. Die grüne LED dient hier wieder als Fotoelement und liefert einen kleinen
Strom. Wegen der hohen Stromverstärkung des Transistors reicht nun schon eine geringe Umge-
bungshelligkeit, um die LED auszuschalten. Bei einem Einsatz als Dämmerungsschalter geht die
LED am Abend automatisch an.
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15. Tag Temperatursensor


15. Tag Für diesen Versuch wird ein weiterer Widerstand mit 330 kΩ (Orange, Orange, Gelb) aus Fach Nr.
15 benötigt. Der Transistor wird in diesem Versuch nicht wie meist üblich als Verstärker eingesetzt,
sondern als Temperatursensor. Basis und Kollektor des Transistors sind verbunden. Zwischen Emitter
und Kollektor findet man deshalb die übliche Basisspannung von ca. 0,6 V, die bei einer Erwärmung
geringfügig kleiner wird. Der Unterschied kann von dem als Spannungsvergleicher (Komparator) einge-
setzten OPV ausgewertet werden. Stellen Sie das Poti so ein, dass die LED gerade noch aus ist. Er-
wärmen Sie dann den Transistor durch Berühren mit dem Finger. Die LED geht an. Sobald der
Transistor sich etwas abgekühlt hat, geht die LED wieder aus.

16. Tag Temperaturvergleich


16. Tag Wer hat die wärmeren Hände? Zur Beantwortung dieser Frage wird ein zweiter Temperatursensor
benötigt. Hinter dem 16. Türchen finden Sie deshalb einen weiteren Transistor BC547B. Die Schal-
tung arbeitet als empfindlicher Komparator. Zwei LEDs zeigen an, welcher der beiden Sensoren
die höhere Temperatur hat. Wenn der linke Transistor wärmer ist, leuchtet die obere LED, wenn
der rechte Transistor die höhere Temperatur hat, leuchtet die untere LED. Durch Berühren eines
der Transistoren kann der Zustand leicht umgeschaltet werden. Wenn zwei Personen die Sensoren
berühren, zeigt sich, wer die höhere Temperatur erreicht. Aufgrund von Exemplarstreuungen der
Transistoren kann ein kleiner Spannungsunterschied auftauchen, sodass in einigen Fällen eine
etwas größere Temperaturdifferenz erforderlich wird, um den Zustand der LEDs umzuschalten.
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17. Tag LED-Blinker


Für die folgende Schaltung wird ein mittelgroßer Widerstand von 10 kΩ (Braun, Schwarz, Orange) 17. Tag
benötigt, den Sie im Fach Nr. 17 finden. Hier wird mit dem Operationsverstärker ein elektronischer
Blinker aufgebaut. Der Kondensator lädt sich immer wieder auf, bis die Schaltung in den Aus-Zu-
stand kippt. Dann dauert es genauso lange, bis er wieder ausreichend entladen ist, um unter die
Spannung am positiven Eingang zu kommen, womit der Operationsverstärker in den An-Zustand
kippt. Insgesamt blinkt die LED etwa einmal pro Sekunde.

18. Tag Ein weicher Blinker


Statt harter Umschaltung soll dieser Blinker die LED allmählich heller und dunkler steuern. Dazu 18. Tag
benötigen Sie einen weiteren Kondensator mit 100 nF aus dem 18. Türchen. Diesmal wird der zweite
OPV im LM358 als Verstärker eingesetzt. An seinem Ausgang erscheint die gleiche Spannung wie am
Ladekondensator, der hier aus zwei parallel geschalteten keramischen Kondensatoren mit je 100 nF
besteht. Der zweite OPV wird als Pufferverstärker eingesetzt. Der hochohmige Eingang belastet die
Blinkschaltung nicht, während der niederohmige Ausgang genügend Strom für die LED liefern kann.
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19. Tag Schneller Blinker


19. Tag Hinter Türchen Nr. 19 kommt ein weiterer Widerstand mit 10 kΩ (Braun, Schwarz, Orange) zum
Vorschein. Er wird in die Blinkschaltung eingesetzt, um sie schneller zu machen. Mit dem bisherigen
Kondensator von 100 nF wäre die Blinkfrequenz allerdings so groß, dass nur noch ein Dauer-
leuchten zu erkennen wäre. Deshalb wird der Elko mit 10 µF in die Schaltung eingesetzt. Die
LED blinkt nun etwa zweimal pro Sekunde.

20. Tag Sanftere Übergänge


20. Tag Das Türchen Nr. 20 verbirgt einen weiteren Widerstand mit 2,2 MΩ (Rot, Rot, Grün). Er wird in die
Blinkschaltung eingefügt, um die Übergänge noch weicher zu machen. Zwischen dem Blinkgenerator
und dem folgenden Verstärker ist ein Tiefpassfilter eingefügt. Hohe Frequenzanteile des Signals
werden geschwächt und damit die Übergänge geglättet.
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21. Tag Entspannungslicht


Einen weiteren Widerstand mit 100 kΩ (Braun, Schwarz, Gelb) finden Sie in Fach Nr. 21. Das Ergeb- 21. Tag
nis des folgenden Versuchs ist ein langsamer Softblinker, dessen Frequenz durch den Hautwider-
stand gesteuert wird. Ein zweifaches Tiefpassfilter sorgt für weiche Übergänge. Die grüne und die
rote LED blinken gegenphasig.

Verwenden Sie zwei Drahtschleifen um den Mittelfinger und den kleinen Finger Ihrer linken Hand.
Schneiden Sie dazu zwei Drahtstücke von ca. 15 cm ab und entfernen Sie die Isolierung einer Seite auf
einer Länge von 10 cm. Die Frequenz des Blinkers hängt vom Hautwiderstand und von der Draht-
schleife ab. Wenn Sie Ihre Hand zur Faust ballen, liegt der Draht enger an, der Widerstand nimmt
ab und die Frequenz steigt. Umgekehrt wird das Blinken langsamer, wenn Sie die Hand entspannen.
Versuchen Sie die Blinkfrequenz auf Ihren Atemrhythmus abzustimmen. Betrachten Sie dann beide
LEDs und versuchen Sie zu entspannen. Allmählich nehmen Ihre Atemfrequenz und zugleich die
Blinkfrequenz ab. Die Entspannung verstärkt sich. Das liegt einerseits an der zunehmenden Ent-
spannung Ihrer Muskeln, andererseits an der abnehmenden Hautfeuchtigkeit.

22. Tag Lichtgesteuerte Blitze


22. Tag
Entnehmen Sie eine zweite Diode 1N4148 aus dem Fach Nr. 22. Diese Schaltung ist eine weitere Variante
des schon bekannten LED-Blinkers, wobei allerdings sehr kurze rote Lichtblitze entstehen. Die Diode
sorgt für unterschiedlich lange Lade- und Entladezeiten. Die grüne LED dient als Lichtsensor, deren
Sensorstrom durch den Transistor verstärkt wird. Die Blitzfrequenz hängt von der Helligkeit ab.
Bei direkter Beleuchtung mit einer hellen Lampe geht das Blitzen in ein Dauerleuchten über.
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23. Tag Lügendetektor


23. Tag Noch ein Widerstand mit 100 kΩ (Braun, Schwarz, Gelb) wartet hinter dem Türchen Nr. 23. Dieser
Versuch wertet die unterschiedliche Hautfeuchtigkeit in Abhängigkeit vom Erregungszustand einer Person.
Verwenden Sie wieder die abisolierten Drähte aus Versuch 21. Wickeln Sie zwei Drahtschleifen
nicht zu fest um den Mittelfinger und den kleinen Finger der linken Hand der Testperson. Stellen Sie
das Poti so ein, dass die LED gerade noch nicht leuchtet. Nach ein paar Minuten der Entspannung
bei einem harmlosen Gespräch soll das Poti noch einmal nachgestellt werden, sodass die LED gerade
aus ist. Stellen Sie dann weitere Fragen, die immer persönlicher werden. Solange die Versuchsperson
entspannt bleibt, bleibt die LED aus. Sobald jedoch jemand lügt, steigt die Erregung und damit die
Hautfeuchtigkeit. Damit beginnt die LED zu leuchten. Die Versuchsperson fühlt sich ertappt und kommt
noch mehr ins Schwitzen. Das Experiment hat natürlich keinerlei Beweiskraft und ist eher als
unterhaltsames Spiel geeignet.

24. Tag Flackernde Kerzen


24. Tag Am 24. Dezember wird ein besonders schöner und weich arbeitender Gegentaktblinker mit zwei roten
LEDs aufgebaut. Für die Schaltung benötigen Sie einen dritten Kondensator mit 100 nF, der hinter dem
24. Türchen zum Vorschein kommt. Damit wird ein verbessertes Tiefpassfilter aufgebaut. Im Endergebnis
sieht man ein schwaches Auf und Ab der Helligkeit, das dem Flackern echter Kerzen recht nahe kommt.
Wenn Ihnen diese Beleuchtung gefällt, kann sie vielleicht einen Ehrenplatz an der Spitze Ihres Weihnachts-
baums einnehmen. Möglicherweise haben Sie aber auch Änderungswünsche. Dann ist Ihr Erfindungs-
reichtum gefragt. Experimentieren Sie mit unterschiedlichen Bauteilen, bis Ihnen das Ergebnis gefällt.
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Der Conrad-Adventskalender
mit 24 Experimenten
Schluss mit langweiligen Schokoladenkalendern!
Mit diesem Elektronik-Adventskalender verkürzen Sie die Wartezeit auf Weihnachten durch interessante
Experimente. Jeden Tag finden Sie ein neues Bauteil hinter dem Türchen. Das beiliegende Handbuch stellt
dazu jeden Tag einen neuen Versuch vor – ohne Löten und perfekt geeignet für Hobby, Schule, Studium,
Ausbildung und Beruf!
Am 24. Dezember bauen Sie dann mit den gesammelten Bauteilen ein größeres Projekt auf, mit dem Sie
Ihren Weihnachtsbaum schmücken können. Mehr wird nicht verraten, aber Sie dürfen gespannt sein!
Vorkenntnisse sind nicht nötig, wenn Sie Schritt für Schritt die Anweisungen des Buches befolgen. Am Ende
besitzen auch Einsteiger Grundkenntnisse in Sachen Elektronik und Schaltungen. Eine ideale Möglichkeit,
auch junge Leute für dieses spannende Thema zu begeistern! Das Einzige, was Sie zusätzlich benötigen,
ist eine 9-Volt-Blockbatterie.

Plus! Weihnachts-Bonus
Das Know-how-Zertifikat 2010
Experimentieren, lernen – weiterbilden! Nach dem 24. Dezember können Sie Ihr erworbenes Wissen
testen und kostenlos das Jahres-Zertifikat unter www.conrad.de/zertifikat erwerben.
Damit bringen Sie nicht nur Ihre Freunde zum Staunen, Sie weisen damit auch Ihr Wissen in der
Elektronik nach.

Plus! Sammel-Bonus
Die praktischen Wissens-Kärtchen
Schneiden Sie nach dem 24. Dezember die Infos auf der Rückseite des Kalenders aus. Sie werden Ihnen
auch nach Weihnachten wertvolle Dienste leisten. Mit den Sammelkarten erweitern Sie jährlich, Schritt
für Schritt, Ihr Elektronikwissen.

Impressum
© 2010 Franzis Verlag GmbH, 85586 Poing, www.franzis.de, www.elo-web.de
Autor: Burkhard Kainka Art & Design, Satz: www.ideehoch2.de
ISBN 978-3-645-10028-1
Produziert im Auftrag der Firma Conrad Electronic SE, Klaus-Conrad-Str. 1, 92240 Hirschau
Alle Rechte vorbehalten, auch die der fotomechanischen Wiedergabe und der Speicherung in elektronischen Medien. Das Erstellen und Verbreiten von Kopien auf Papier,
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Alle in diesem Buch vorgestellten Schaltungen und Programme wurden mit der größtmöglichen Sorgfalt entwickelt, geprüft und getestet. Trotzdem können Fehler
im Buch und in der Software nicht vollständig ausgeschlossen werden. Verlag und Autor übernehmen für fehlerhafte Angaben und deren Folgen keine Haftung.

Elektrische und elektronische Geräte dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden! Entsorgen Sie das Produkt am Ende seiner Lebensdauer gemäß den gelten-
den gesetzlichen Vorschriften. Zur Rückgabe sind Sammelstellen eingerichtet worden, an denen Sie Elektrogeräte kostenlos abgeben können. Ihre Kommune infor-
miert Sie, wo sich solche Sammelstellen befinden.

Dieses Produkt ist konform zu den einschlägigen CE-Richtlinien, soweit Sie es gemäß der beiliegenden Anleitung verwenden. Die Beschreibung gehört zum Produkt
und muss mitgegeben werden, wenn Sie es weitergeben.