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„Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland“

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort Seite 2

2. Entstehung der Arbeitslosigkeit Seite 3

2.1 Ursachen der Arbeitslosigkeit Seite 4


2.2 Formen der Arbeitslosigkeit Seite 4
2.3 Geschichtliche Hintergründe Seite 5

3. Folgen der Arbeitslosigkeit Seite 6

3.1 Finanzieller Aspekt Seite 6


3.2 Schwarzarbeit Seite 6

4. Gegenmaßnahmen Seite 8

4.1 Leistungen Seite 8


4.2 Was Parteien denken Seite 9
4.3 Hartz- Kommission Seite 10
4.4 Jugendarbeitslosigkeit Seite 13

5. Schlusswort Seite 15

6. Literaturverzeichnis Seite 16

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1. Vorwort

In der heutigen Zeit ist es schwer eine richtige Arbeitsstelle zu finden.


Vor allem Jugendliche bekommen heutzutage kaum noch eine richtige Lehrstelle
oder eine die sie sich eigentlich vorgestellt hätten.
Auch verlieren Festangestellte plötzlich ihre Arbeitsstelle und sitzen wortwörtlich auf
der Straße.
Die Zahl der Arbeitslosen in der BRD steigt immer weiter an. Immer mehr
Leute, Bekannte oder sogar Freunde in unserem Umfeld betrifft es, die arbeitslos werden
und nicht wissen wie es weitergehen soll ohne Arbeit.

Woran das alles liegt und wie der Arbeitsmarkt zurzeit aussieht, dass wird Ihnen in dieser
Hausarbeit zum aktuellen Thema „Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland“
nahegelegt.
Insbesondere werde ich Sie in die Entstehung sowie in die Folgen der Arbeitslosigkeit
einführen. Auch bereits angeordnete Gegenmaßnahmen werden hier ausführlich
angesprochen werden. Unter anderem beinhalten diese Themen Unterpunkte, wie z.B.
die Ursachen der Arbeitslosigkeit oder was bzw. wer die Hartz- Kommission ist.

Die Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland ist ein mittlerweile sehr ernstes
Thema, welches tagtäglich in der Politik zu großen Diskussionen führt. Auch wird mehr
Kritik an dem Bundeskanzler und seiner Partei geübt, da die Zahl der Arbeitslosen weiter
steigt.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es heutzutage eine richtige Glückssache geworden
ist, wenn man seinen gewünschten Job bekommt. Die Anforderungen der Arbeitgeber
an die Arbeitnehmer sind gestiegen, so werden doch Studienabbrecher und Abiturienten
deutlich stärker einer Lehrstelle vorgezogen als Jugendliche mit einem nicht so
hochwertigem Schulabschluss, wie z.B. der mittleren Reife. Die Zahl der zu vergebenden
Ausbildungsstellen schrumpft täglich weiter wobei die Zahl der Arbeitssuchenden täglich
ansteigt.

Zum besseren Verständnis, hier die Definitionen der Arbeitslosigkeit:

„Arbeitslos im Sinne des § 16 SGB III ist, wer vorübergehend nicht in einem
Beschäftigungsverhältnis steht, eine versicherungspflichtige Beschäftigung sucht, dabei
den Vermittlungsbemühungen des Arbeitsamtes zur Verfügung steht und sich beim
Arbeitsamt arbeitslos gemeldet hat.“

„Langzeitarbeitslose sind gem. § 17 SGB III Arbeitslose, die ein Jahr und länger
arbeitslos sind. Zur Sicherung des Lebensunterhalts gewährt das Arbeitsamt unter
bestimmten Voraussetzungen Leistungen im Rahmen der Arbeitslosenversicherung.“

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2. Entstehung der Arbeitslosigkeit

Dass die Arbeitslosigkeit mittlerweile ein ernstzunehmendes Problem für die Einwohner
der BRD darstellt, ist bekannt. Im Dezember 2002 konnte die BRD leider schon eine
Arbeitslosenzahl in Höhe von 4.225.104 vorweisen.

Hierzu eine Tabelle über die Arbeitslosenzahlen in den Jahren 1991 – 2003.
(Stand: Oktober 2002 | Quelle: Zeitschrift „Der Spiegel Nr. 39“)

Jahr Arbeitslose (in Mio.)


1991 2,60
1992 2,98
1993 3,42
1994 3,70
1995 3,61
1996 3,97
1997 4,38
1998 4,28
1999 4,10
2000 3,89
2001 3,85
2002 4,05

Dass die Zahlen der Arbeitslosigkeit gestiegen sind, lässt sich deutlich aus der
Tabelle entnehmen.

Die Arbeitslosenquote liegt derzeit in der BRD bei 10,1 Prozent (Stand: Oktober 2002).
Die Arbeitslosenquote lässt sich wie folgt errechnen:

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2.1 Ursachen der Arbeitslosigkeit

Es gibt zahlreiche Ursachen, welche die Arbeitslosigkeit so wachsen ließen.


Einige dieser Ursachen wären z.B. die Automatisierung durch Maschinen,
konjunkturelle Ursachen (Nachfrage nach Gütern sinkt), Arbeitsunwilligkeit,
Arbeitsplatzmangel und der Überschuss an Arbeitskräften, Doppelerwerbstätige,
u.s.w.

Einige Studien über die Ursachen der Arbeitslosigkeit haben ergeben,


dass man diese in 4 Formen unterteilen kann.

2.2 Formen der Arbeitslosigkeit

Es gibt 4 Formen der Arbeitslosigkeit:

 a) Die saisonale Arbeitslosigkeit:

Diese entsteht durch klimatische Faktoren und ist leider nicht zu stoppen.
Zum Beispiel kann ein Wintersportbetrieb im Sommer weniger Umsatz verbuchen
als im Winter. Dadurch fallen wiederum Arbeitsplätze weg. So entsteht die saisonale
Arbeitslosigkeit.

 b) Die friktionelle Arbeitslosigkeit:

Diese Form der Arbeitslosigkeit entsteht, wenn Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz


aus privaten Gründen aufgeben und später einen neuen Arbeitsplatz antreten.
Da sie nach einem kurzen Zeitraum wieder Arbeit haben, liegt die Dauer der
friktionellen Arbeitslosigkeit meist zwischen 1,5 und 3 Monaten.

 c) Die konjunkturelle Arbeitslosigkeit:

Konjunkturelle Arbeitslosigkeit entsteht, wenn die Nachfrage nach Dienstleistungen


oder Gütern sinkt. Bei dieser Form handelt es sich allerdings nur um eine
vorrübergehende Schwäche des Arbeitsmarktes, welche durch Verbesserung der
allgemeinen Wirtschaftslage wieder gesenkt werden kann.

 d) Die strukturelle Arbeitslosigkeit:

Durch die Struktur der Wirtschaft entsteht auch die strukturelle Arbeitslosigkeit.
Da sie direkt damit verbunden ist, kann sie sich über Jahre hinziehen. Durch eine
wirtschaftliche Veränderung, ein unausreichendes Arbeitsangebot oder der fehlenden
Mobilität erhält man als Schluss den Wachstumsprozess. Leider dauert diese Art von
Arbeitslosigkeit länger und ist so schnell nicht wieder abbaubar.

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Weitergehend gibt es noch andere Formen der Arbeitslosigkeit:

 e) Technologische Arbeitslosigkeit

Sie entsteht, wenn Arbeitsplätze durch technologischen Fortschritt ersetzt werden.


Ein typisches Beispiel wären Roboter, welche anstatt Menschen nun Autos in großen
Automobilfirmen zusammenbauen. Durch diesen Fortschritt gingen und gehen auch
heute noch viele Arbeitsplätze verloren.

 f) Verdeckte Arbeitslosigkeit

Nicht alle Personen die arbeitslos sind und Arbeit suchen erfüllen die Kriterien der
Bundesanstalt für Arbeit und werden daher nicht als arbeitslos gezählt.
(Damit liegt die Arbeitslosenzahl höher als sie offiziell genannt wird)

2.3 Geschichtliche Hintergründe

Historische Ereignisse haben die heutige Arbeitslosigkeit beeinflusst.


Schon im 18. Jahrhundert wurden die Menschen zum ersten Mal mit dem Problem
der Arbeitslosigkeit konfrontiert. Zunächst gab es nur eine sehr geringe Arbeitslosenzahl
und Arbeitslosenquote, doch das Problem bestand.

Nach dem 1. Weltkrieg im Jahr 1919 trat fast weltweit das Problem der Arbeitslosigkeit
auf. Hervorgerufen wurde diese durch die Umstellung der Wirtschaft von Krieg- auf
Friedensproduktion, durch Umschichtung des internationalen Handels und der
Kreditverhältnisse und auch durch die damalige Inflation.

Durch den plötzlichen Wegfall der Erzlieferungen in Oberschlesien stieg im Jahr 1918
die Arbeitslosenquote auf mehrere Millionen. Die durch den Versailler Vertrag geregelten
Reparationszahlungen im Jahr 1920 trugen zu diesem Problem nur noch negativer bei.

Man erkannte das Problem und erfand 1927 die Arbeitslosenversicherung.


Diese sollte die schon früher eingeführte Arbeitslosigkeitsversicherung der
Gewerkschaften und die im Jahr 1918 eingeführte Arbeitslosenunterstützung ablösen.
Sie wurde jedoch wieder abgeschafft, da sie sich als unzureichend ergab.

In Deutschland führte die Arbeitslosigkeit zu einer großen wirtschaftlichen Krise,


welche im Jahr 1932 mit ca. 6 Millionen Arbeitslosen eine nie zuvor erreichte Grenze
markierte.

Im Jahr 1975 stieg die Zahl der Arbeitslosen erstmals auf 4,8% und in den folgenden
80er Jahren auf bis zu 10%. Seit Einführung der Marktwirtschaft nahm in der DDR am
1.7.1990 die Zahl der Arbeitlosen auch drastisch zu, obwohl dort zuvor bzw. früher keine
Arbeitlosen gemeldet wurden.

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3. Folgen der Arbeitslosigkeit

Eine solch hohe Arbeitslosenquote wie sie in der Bundesrepublik Deutschland ihren Platz
gefunden hat, zieht dementsprechend ihre Folgen mit sich.

3.1 Finanzielle Folgen

Da wären zunächst die finanziellen Folgen für Betroffene und den Staat.

Die Betroffenen der Arbeitslosigkeit müssen sich auf einen anderen Lebensstil einstellen.
Da sie nun vorerst kein Einkommen mehr haben, müssen sie auf vieles im Leben
verzichten.

Der Staat hat durch die Arbeitslosigkeit jedoch auch hohe Verluste erlitten, da er z.B.
durch Steuerausfälle (Einkommenssteuer, Sozialversicherungssteuer, usw.) und durch
die Zahlung von Arbeitslosengeld (ca. 25 Milliarden Euro pro Jahr) viel Geld verloren hat
und weiter verliert. Auch Aspekte wie der Kaufkraftverlust der Arbeitslosen lässt den
Staat nicht reicher werden. Da sich hinzukommend viele Arbeitlose noch für
Schwarzarbeit entschieden haben, hat der Staat weitergehende Verluste zu verzeichnen.

Außer den finanziellen Folgen gibt es noch die psychosozialen Folgen für die Betroffenen
der Arbeitslosigkeit. Wird z.B. der Vater einer Familie arbeitslos, entstehen mehrere
Probleme, wie z.B. dass die Frau von nun an die finanzielle Versorgung der Familie
übernehmen muss. Auch kommt es durch den Arbeitsverlust oft zu Streitigkeiten in
der Familie, sowie der Abschottung der Familie nach Außen hin. Vielen Familien ist die
Situation der Arbeitslosigkeit peinlich, daher ziehen sie sich aus der Öffentlichkeit zurück.
Auch den Kindern einer Familie wird das Problem der Arbeitslosigkeit bewusst, wenn sie
z.B. aus Kostengründen an keiner Klassenfahrt mehr teilnehmen können. Auch solche
Situationen führen zu den heftigsten Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Familie.

3.2 Schwarzarbeit

Zu den Folgen der Arbeitslosigkeit zählen jedoch nicht nur finanzielle und psychosoziale
Folgen, sondern auch die Schwarzarbeit, die immer mehr zu einem großen Problem
geworden ist.

Was bedeutet Schwarzarbeit ?

Schwarzarbeit liegt vor, wenn die Arbeit ohne die gesetzlich vorgeschriebene Anmeldung
bei der zuständigen Behörde ausgeführt wird. Schwarzarbeit stellt eine
Ordnungswidrigkeit dar, welche mit einer Geldbuße von bis zu 100.000 Euro bestraft
werden kann.

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Schwarzarbeit ist unter anderem durch folgende Formen gekennzeichnet:

a) Personal ohne Arbeitserlaubnis beschäftigen


b) Arbeitnehmer, für welche der Chef keine Sozialversicherungsbeiträge oder
Lohnsteuer bezahlt (obwohl es für beide beteiligte eine Pflicht ist)
c) Ein Gewerbe unangemeldet betreiben / Reisegewerbe ohne Reisegewerbekarte
betreiben
d) Ein Handwerk als stehendes Gewerbe betreiben ohne in die Handwerkrolle
eingetragen zu sein.

Für derartige Vergehen können Auftraggeber sowie Subunternehmen, welche Personal


illegal beschäftigen, belangt werden. Jedoch ist die Vorstellung für Arbeitgeber
interessant, keine Sozialversicherungsbeiträge oder Lohnsteuern zahlen zu müssen.

Doch was ist so schlimm an Schwarzarbeit ?

Schwarzarbeit verhindert erheblich den Abbau der Arbeitslosigkeit und gefährdet zudem
noch bereits bestehende Arbeitsplätze. Würde es z.B. keine Schwarzarbeit mehr geben,
wären im Handwerk mehr als eine halbe Millionen Arbeitsplätze zu besetzen. Doch leider
lohnt sich die Schwarzarbeit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer so sehr, dass niemand der
sie betreibt daran denken würde sie abzuschaffen.

Zudem gibt es noch Personen, die als arbeitslos gemeldet sind, aber dennoch nebenbei
illegale Arbeit leisten. Das wiederum belastet den Staat finanziell, da er sich an solchen
Personen das Arbeitslosengeld einsparen könnte.

Was kann gegen Schwarzarbeit getan werden ?

Es werden z.B. hohe Strafen und Bußgelder an Schwarzarbeiter verteilt.


Auch die Arbeitgebern sowie Subunternehmen erhalten eine hohe Strafe bzw.
ein Bußgeld. Um Schwarzarbeit aufzudecken sind jedoch Tipps aus der Bevölkerung
ein wichtiger Bestandteil.

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4. Gegenmaßnahmen

Selbstverständlich gibt es bei einem solch enormen Problem wie der Arbeitslosigkeit auch
bereits entwickelte Gegenmaßnahmen, die zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit dienen.
Was es da nun alles gibt wird im folgenden besprochen.

4.1 Leistungen

Für Betroffene der Arbeitslosigkeit gibt es nun folgende Leistungen:

1. Arbeits- und Berufsberatung

Hat eine Person ihre Arbeit verloren, so kann sie sich vom Arbeitsamt
über Arbeiten und Berufe ausführlich beraten lassen. Diese Beratungen sind
kostenlos.

2. Vermittlung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen

Das Arbeitsamt gibt nach erfolgreicher Berufsberatung ausgeschriebene


Stellenangebote direkt an die arbeitssuchende Person weiter.
Nach Erhalt der Stellenangebote kann diese Person sich dann bei den jeweiligen
Firmen bewerben.

3. Arbeitslosengeld

Arbeitslosengeld können nur Personen beantragen, die mindestens 360 Tage


beitragspflichtig gearbeitet haben, d.h. die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung
gezahlt haben. Arbeitslosengeld können somit nur diejenigen beziehen, die in
einem beitragspflichtigen Beschäftigungsverhältnis gearbeitet haben, arbeitslose
Beamte zum Beispiel nicht.

Das Arbeitslosengeld wird jedoch nicht gleich, sondern erst zu einem späteren
Zeitpunkt gewährt. Erst wenn das Beschäftigungsverhältnis aufgelöst ist, kann
Arbeitslosengeld in Anspruch genommen werden. Man kann sich zwar schon
früher als arbeitslos melden, bekommt jedoch erst später das Geld ausgezahlt.

- Wie meldet man sich arbeitslos ?

Um sich arbeitslos zu melden, muss man beim örtlichen bzw. am nächst-


gelegenen Arbeitsamt melden. Dort erhält man dann ein Antragsformular
und eine Liste der Nachweise und Unterlagen, welche man wieder ausgefüllt
beim Arbeitsamt abgeben muss. Alle Unterlagen werden innerhalb mehrerer
Wochen bearbeitet und man bekommt die Entscheidung des Arbeitsamtes dann
mitgeteilt. Arbeitslosendgeld wird dann im Falle der Zustimmung des Antrages
überwiesen.

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- Wie viel Arbeitslosengeld bekommt man ?

Das Arbeitslosengeld ist abhängig von folgenden Faktoren:

 Höhe des Einkommens vor Arbeitsverlust


 Zu berücksichtigende Lohnsteuerklasse
 Familie, also ob die betreffende Person Kinder hat oder nicht

Durch diese Faktoren wird dann vom Arbeitsamt ein wöchentliches


Arbeitslosengeld berechnet.

Ist eine Person Bezieher des Arbeitslosengeldes, so gelten für sie einige Vorschriften,
wie z.B. die Meldepflicht. Diese besagt, dass man während der Zeit in der man
Arbeitslosengeld bezieht, beim Arbeitsamt oder einer anderen Dienststelle der
Bundesanstalt für Arbeit persönliche Visite leisten muss.

Eine weitere Vorschrift ist, dass die betroffene Person ihren Sozialversicherungsausweis
beim Arbeitsamt hinterlegen muss.

4.2 Was Parteien denken

Da Parteien eine wichtige Rolle in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit spielen,


ist es natürlich auch wichtig, was sie zu diesem Thema denken bzw. sagen.

a) SPD

- Ein breiter Mix von Weiterbildungsangeboten aller Qualifikationsstufen und


Berufsbilder mit jeweils klarer Zukunfts- und Marktorientierung.
- Arbeitslosen- und Sozialhilfe für Arbeitslose verzahnen; keine Senkung der
Leistungen auf Sozialhilfeniveau
- Flexible Arbeitszeitpolitik, die nicht zu Lasten sozialer Sicherheit geht
- Neuorganisation der Bundesanstalt für Arbeit
- Berufsberatung als fester Bestandteil des Schulunterrichts
- Eine Mrd. Euro jährlich zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit

b) CDU/CSU

- Mehr Jobs im Niedriglohnsektor


- Anreize, wie geringe Abgaben, sowie Lohnzuschüsse bei Niedrigverdienern
- Grundsätzlich sollen Arbeitnehmer mehr Einkommen haben als Empfänger von
von Sozialleistungen. Wer staatliche Hilfe bezieht, muss nachweisen, dass er
sich auch um Arbeit bemüht.
- Zeitarbeit und befristete Arbeitsverhältnisse erleichtern, indem das Arbeitsrecht
flexibler gestaltet wird
- Arbeitsämter reformieren

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c) FDP

- Steuern senken
- Arbeitsmarktkompetenzen ins Bundeswirtschaftsministerium verlagern
- Private Arbeitsvermittlung stärken. Die Bundesanstalt für Arbeit soll langfristig
Versicherungsanstalt werden, welche Vermittlungsgutscheine ausgibt.
- Landesarbeitsämter abschaffen; arbeitsmarktpolitische Programme öffentlich
ausschreiben
- Anspruchsdauer auf Arbeitslosengeld auf 12 Monate senken, um Anreiz auf
Jobannahme zu erhöhen.
- Entscheidungen über Löhne, Gehälter und Arbeitszeiten in den Betrieben treffen

d) Bündnis90/Die Grünen

- Steuerentlastung und gezielte Anreize zur Arbeitsaufnahme


- Einsatz von Jobrotation, Jobsharing und Lebensarbeitszeitkonten
- Teilzeitarbeit fördern
- Nachgelagerte Besteuerung aller Sozialabgaben; Steuern werden nicht während
der Beitragszahlung, sondern während des Leistungsempfangs erhoben

e) PDS

- Umverteilung von Arbeit durch Abbau von Überstunden; Höchstarbeitszeit von


40 Stunden und Verringerung der regelmäßigen Arbeitszeit bei vollem Lohn-
und Gehaltsausgleich
- Öffentlich geförderten Beschäftigungssektor ausbauen
- Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns
- Statt pauschaler Subventionen für Niedriglöhne öffentliche Zuschüsse für Pflege-
und Betreuungsarbeiten

4.3 Die Hartz- Kommission

Die Hartz- Kommission ist die Einrichtung einer Kommission für „Moderne
Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“. Benannt wurde sie nach ihrem Vorsitzenden
Dr. Hartz. Gegründet wurde sie am 22. Februar 2002 von der Regierung. Diese
Kommission soll es schaffen bis Ende 2005 eine Halbierung der Arbeitslosigkeit auf ca. 2
Million zu erreichen.

Am 21.08.2002 hat diese Kommission 15 Eckpunkte für eine neue Ordnung auf
dem Arbeitsmarkt beschlossen. Das Motto lautet:
„Neue Beschäftigung – schnelle Vermittlung – erstklassiger Service“.

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Folgende 15 Eckpunkte wurden beschlossen:

1. Einführung von Personal Service Agenturen in dem Arbeitsamtbezirk

Diese PSA Agenturen arbeiten wie private Zeitarbeitsfirmen. Für eine bestimmte
Zeit finden so Arbeitnehmer einen Job, werden jedoch später wieder zurück an die
PSA übergeben. Mit diesem Verfahren hofft man auf eine Übernahme beim
Arbeitgeber. Auch Trainings- und Weiterbildungsmaßnahmen, sowie das
Durchführen von Bewerbungsgesprächen und dem entwerfen von Sozialplänen
sollen diese Agenturen übernehmen.

2. Förderung von Beschäftigung in privaten Haushalten

Zukünftig sollen Privatpersonen Personalausgaben von der Steuer absetzen


können, so müssen sie es nicht mehr selbst aufbringen. Außerdem soll die
Geringfügigkeitsgrenze im Bereich Haushaltsdienstleistung auf bis zu 500 €
angehoben werden. Und: Für Arbeitnehmer soll die Beschäftigung steuerfrei
bleiben.

3. Einführung der Ich-AG bzw. Familien-AG als neue Form der Erwerbstätigkeit

Die sogenannte Ich-AG soll eine neue Form der Selbständigkeit mit
Sozialversicherungsschutz darstellen. Die Einkommensgrenze darf jährlich nur bei
25.000 € liegen; Einnahmen werden mit 10% pauschal besteuert.

4. Nutzung und Entwicklung regionaler Portale in Ostdeutschland

Regionale Portale in Ostedeutschland sollen zukünftig weiter entwickelt und


genutzt werden.

5. Einführung des Job-Floater als innovatives Instrument

Der Job-Floater ist ein Optionsrecht auf ein Darlehen von bis 100.000 € für
Arbeitslose, damit ihnen die Möglichkeit geboten werden kann sich selbstständig
zu machen. Auch bei Einstellung eines Arbeitlosen kann einem Unternehmen
dieses Darlehen gewährt werden.

6. Einführung von Beschäftigungsbilanzen und Prämierung von


Beschäftigungssteigerungen

Dies bedeutet nichts anderes als die Einführung von Erfolgsprämien für
Jobvermittler. Auch ein Leistungsvergleich unter den einzelnen Ämtern
ist unter diesem Punkt vorgesehen.

7. Einführung von flächedeckenden Jobcentern

Man benennt das Arbeitsamt in Job-Center um und wird diese flächendecken in


der BRD verteilen.

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8. Vereinfachung des Leistungsrechts, Einsetzen von Beratungsteams und
Einführung von Meldepflicht bei Kündigung

Anfangs sollen die zukünftigen Leistungen pauschal berechnet werden.


Beschäftigungsagenturen sollen durch professionelle Managementmethoden
effizienter gemacht machen. Sobald einem Arbeitnehmer gekündigt wurde, muss
er sich arbeitslos melden. Spätere Meldungen erhalten auch erst später das
Arbeitslosengeld.

9. Ausbauung des Angebotes für Kinderbetreuung

Damit es für Eltern einfacher und unkomplizierter wirdl, den Beruf und die
Erziehung des Kindes unter einen Hut zu bringen, soll das Angebot für
Kinderbetreuung ausgebaut werden.

10. Umkehr der Beweislast für Arbeitslose und Schaffung von flexiblen
Sanktionsmöglichkeiten

Zukünftig müssen Arbeitslose belegen, warum ein Jobangebot nicht zumutbar ist.
Außerdem soll es ein Belohnungs- und Bestrafungssystem geben, damit
Behörden, Unternehmer und Arbeitlose helfen können, freie Stelle schneller mit
einer Arbeitskraft zu besetzen.

11. Ausbildungs- und Beschäftigungsförderung für Jugendliche

Eine Förderung von Ausbildungsplätzen für Jugendliche ist vorgesehen.


Auch regionale Beratungs- und Unterstützungsangebote soll es geben.
Für Menschen mit beruflicher Ausbildung soll es leichter werden, einen
Zugang zur Hochschule zu bekommen.

12. Aufbau eines Bridgesystems in Beschäftigung für ältere Menschen

Nehmen ältere Menschen eine Beschäftigung auf, so soll das Gehalt durch die
Bundesanstalt für Arbeit aufgestockt werden. Dies gilt aber nur, wenn die
Beschäftigung geringer entlohnt wird, als die vorherige.

13. Vereinfachung der Instrumente der Arbeitsförderung und Stärkung des


Wettbewerbs

Die Vermittlung des Arbeitsamtes soll durch Abschaffung von unnötiger


Bürokratie schneller werden. Durch pauschale Auszahlung der Leistungen
wären mehr Angestellte in der Lage sich um die Arbeitslosen zu kümmern.
Durch den Leistungsvergleich der Arbeitsämter könnte somit der Wettbewerb
gefördert werden, was die Arbeit effizienter macht.

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14. Zusammenführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe

In Zukunft sollen Sozial- und Arbeitslosenhilfe zusammen ausgezahlt werden.


Es spart viel Zeit und Aufwand, da sie nicht mehr getrennt berechnet werden
müssen.

15. Effektivere Gestaltung der Aufgabenerledigung und des Controlling bei der
Bundesanstalt für Arbeit

Leistungsorientiertes Arbeiten und weniger Bürokratie umfasst dieser Punkt.

Quelle des Bildes: www.spiegel.de

4.4 Jugendarbeitslosigkeit

Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist heutzutage leider nichts seltenes mehr.


Als es früher noch ein ausreichendes Angebot an Ausbildungsstellen gab, kannte man
dieses Problem nicht. Doch heute weiß jeder Jugendliche, um was es geht.
Betriebe bilden aus Kostengründen weniger Lehrlinge aus, übernehmen diese auch
oftmals nicht in den Betrieb als Festangestellte. Die Angebote für den Wunschberuf eines
Jugendlichen sind oft schon vergeben oder durch einen schlechten Schulabschluss nicht
zu erlangen.

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Doch was kann man dagegen machen ?

Schon im Jahr 1999 hat die Bundesregierung ein Sofortprogramm zum Abbau der
Jugendarbeitslosigkeit vorgelegt, welches unter dem Namen „100.000 Jobs für Junge“ –
auch unter dem Namen „JUMP“ bekannt – läuft.

Dieses Programm ist speziell für Jugendliche bis 25 Jahre gedacht, welche noch nach
einem Ausbildungsplatz suchen bzw. nach der Ausbildung ohne Arbeit sind. Durch
Ausbildungs-, Qualifizierungs- und Beschäftigungsangebote werden ihnen Chancen auf
eine Ausbildung oder Beschäftigung geboten.

Durch folgende Punkte soll dieses Programm wirken:

a) Durch Lohnkostenzuschüsse bei Einstellung arbeitloser Jugendlicher


auf dem ersten Arbeitsmarkt
b) Durch Förderung lokaler und regionaler Projekte zur Ausschöpfung und
Erhöhung des betrieblichen Lehrstellenangebotes
c) Durch außerbetriebliche Lehrstellen (Ausbildungsplätze)
d) Durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen mit integrierter beruflicher
Qualifizierung
e) Durch das nachholen des Hauptschulabschlusses

Im Jahr 2002 wurde das Programm mit 137.568 Jugendlichen fortgesetzt.


Durch Punkt a) konnten 50.515 Jugendliche Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt finden.
Durch Punkt d) konnten 20.044 Jugendliche vorbereitet werden bzw. wurden sozial
betreut. 19.838 Jugendliche haben erfolgreich mit Trainingsmaßnahmen begonnen,
14.553 mit Nach- und Zusatzqualifizierungen. In ABM Maßnahmen konnten sich 18.827
Jugendliche weiterqualifizieren.

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5. Schlusswort

Meiner persönlichen Meinung nach ist die Lage des Arbeitsmarktes in Deutschland
wirklich enorm schlecht geworden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es
wirklich eine Glückssache ist, wenn man seinen Wunschberuf als Ausbildungsstelle in
Zeiten wie diesen erhält. Zum einen weil Betriebe nicht mehr so viele Ausbildungsstellen
anbieten wie früher und zum anderen gibt es nun mehr bessere Mitbewerber als früher.

Ich finde das Programm der Hartz- Kommission sehr überzeugend und bin auch der
Meinung, dass dieses Programm Erfolge feiern wird. Die Eckpunkte des Programmes
klingen sehr gut ausgearbeitet und bedacht. Ob sich alle Punkte realisieren lassen, bleibt
der Zeit und den ausführenden Menschen überlassen.

Interessant ist auch die Entstehung der Arbeitslosigkeit, welche ich in dieser Hausarbeit
kennen gelernt habe. Auch die auftretenden Formen der Arbeitslosigkeit sind mir vorher
nicht geläufig gewesen. Aber das ist ja auch einerseits ein Hauptziel, wenn man eine
Hausarbeit zu schreiben hat, dass man sich intensiv mit dem Thema befasst und es
bestmöglichst versteht und wiedergibt.

Ich, für meinen Teil, hoffe sehr, dass die ganzen Vorschläge und Möglichkeiten zur
Bekämpfung der (Jugend-)Arbeitslosigkeit bald Früchte tragen werden und sich die
Arbeitsmarktsituation wieder entspannt. Das nicht jeder eine Arbeits- oder
Ausbildungsstelle bekommen kann ist nur logisch, aber wenigstens die Zahl der
(jugendlichen) Arbeitslosen sollte baldmöglichst drastisch gesenkt werden.

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6. Literaturverzeichnis

Die Informationen für dieses Thema bzw. für die Hausarbeit habe ich aus folgenden
Quellen bezogen:

1. Privater Schulordner einer 12. Klasse (Gymnasium) zum Thema „Arbeitslosigkeit“

2. Internet:

a) www.google.de
b) http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/gem/13327.html
c) http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/pos/908.html
d) www.bundesregierung.de
e) www.spd.de

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