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Kurt Blanke <blanke@tecs.

de>

Moritz Maruhn, 05. März 1999

Abgaskatalysator

Gliederung:

1. Was ist ein Katalysator und wozu braucht man ihn?


2. Was passiert im Katalysator?
3. Aufbau des Dreiwegekatalysators

1. Was ist ein Katalysator und wozu braucht man ihn?

- Definition: Unter einem Katalysator versteht man im allgemeinen einen Stoff, der eine
chemische Reaktion beschleunigt, ohne dabei selber verbraucht zu werden.
- Die Luftverschmutzung nimmt von Jahr zu Jahr beträchtlich zu, daß Auto ist dabei neben
wachender Industrie und Städte ein wichtiger Faktor  60 % der Waldflächen sind in
Deutschland bereits geschädigt.
- Ein Abgaskatalysator dient dazu, die Abgase aus z.B. einem Automotor nachzubehandeln
bzw. umweltverträglicher zu machen, sprich, Schadstoffe zu reduzieren.
- Im Katalysator werden Überreste des Benzin verbrannt, sowie die enthaltenen
Kohlenwasserstoffe, Stickstoffoxide und Kohlenmonoxid bis zu 90 % abgebaut.

2. Was passiert im Katalysator?

- Bei einer optimalen Verbrennung des Benzine, entstehen vorwiegend Kohlendioxid und
Wasserdampf. Hinzukommen zu einem gewissen Anteil Stickstoffoxide und
Kohlenmonoxid . Unverbranntes Benzin gelangt mit den Abgasen auch in die Umwelt.
- Kohlenmonoxid sowie Kohlenwasserstoffe werden im Katalysator oxidiert,
Stickstoffmonoxid reduziert. Die auf Abbildung -1- zu sehenden chemischen Reaktionen
ergänzen sich bei Oxidation und Reduktion gegenseitig. Sie verlaufen voneinander
abhängig.
- Die Abgaszusammensetzung muß im stöchiometrischen Bereich liegen, um eine
gleichzeitige Minderung der Schadstoffe zu erzielen.
- Um das zu erreichen, ist ein annähernd konstantes Luft-Kraftstoff-Gemisch bei allen
Lastzuständen des Motors nötig, was mit einer einfachen Gemischsteuerung nicht zu
erreichen wäre.
- Ein geschlossener Regelkreis wird benötigt. Dieser soll sicherstellen, daß permanent die
richtige Menge Sauerstoff für die Verbrennung zugeführt wird.
- Mit einem neuartigen Sauerstoffsensor, der Lambda-Sonde (-Sonde), hatte man nun
einen sogenannten “geregelten Kat." Gebaut.
- Lambda ist eine Luftverhältniszahl und gibt an, wie weit der theoretische Luftbedarf
erreicht ist.
Kurt Blanke <blanke@tecs.de>

- =zugeführte Luftmenge/theoretisch benötigte Luftmenge


- Ist < 1 (fettes Gemisch -wenig Sauerstoff) so sind im Abgas hohe Anteile an CO und
CxHy vorhanden.
- Ist >1 (mageres Gemisch) steigt der NOx Anteil stark an.
- Ein optimaler Zustand ist erreicht, wenn 1 ist.
- Die gleichzeitige Umwandlung der drei Schadstoffkomponenten in Verbindung mit der
geregelten Gemischbildung stellt der sogenannte Dreiwegekatalysator dar. Er gilt zur Zeit
noch als wirksamstes Abgasreinigungssystem.

3. Aufbau des Dreiwegekatalysators

- Für die katalytische Abgasnachbehandlung werden Edelmetalle wie z.B. Platin und
Rhodium verwendet. Durch ein Herabsetzen der Reaktionsgeschwindigkeit können die
Reaktionen also schon bei wesentlich niedrigeren Temperaturen ablaufen.
- Der Trägerkörper ist wabenförmig und besteht entweder aus gewickelter Metallfolie oder
aus einer Keramikmasse (siehe Abbildung 2).
- Er wird mit einer Edelmetallmischung, meistens aus Platin und Rhodium, im Verhältnis
5:1 beschichtet.
- Die Beschichtungsmenge ist ziemlich dünn, beträgt 40-50 g/ft3 (1 foot =0,3 Meter).
- Zur Oberflächenvergrößerung, wird eine Zwischenschicht aufgetragen, welche die
Oberfläche vergrößert.
- Durch das Platin werden vor allem die Oxidationsvorgänge unterstützt und durch das
Rhodium die Reduktion der Stickstoffoxide.