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Q4: Ethik und Technik

Risikogesellschaft/Technikfortschritt

-Umweltverschmutzung/-zerstörung
-Globalisierung; Veränderungen wirken sich weltweit aus
↪Opfer sind nicht immer Verursacher
-Versuche der Risikominimierung z.B in der Medizin schaffen neue Risiken (Einsatz von
Antibiotikum in der Massentierhaltung→Resistenzen)
↪Kurzsichtigkeit, Langzeitauswirkungen bleiben unbeachtet
↪Abgabe der Verantwortung an spätere Generationen
-Abhängigkeit/Gewöhnungseffekt von Technikanwendung
-Ambivalenz: Untrennbarkeit von negativen und positiven Folgen jeder neue Fortschritt
wirft neue Probleme auf
-selbstzerstörerisch→ Kategorischer Imperativ für die Menschheit zu existieren?
-die metaphysische Frage: ob und warum es eine Menschheit geben soll
-Ressourcen nicht endlos vorhanden
-Mit Macht, die mit modernen Technik kommt, kommt auch Verantwortung uns und unserer
gesamten Umwelt gegenüber
-mehr technische Installationen
↪mehr Stör- und Unfälle→höhere Katastrophengefahr
-technische Rationalisierung→Aufklärung
↪erfahrungskontrolliertes, folgerichtiges, nachvollziehbares Denken
↪Prüfen/Hinterfragen von Glaubenssystemen, gesellschaftlichen und politischen
Strukturen auf rationale Berechtigung
-menschliches Werk, Technik, könnte bald uns „beherrschen“→Würde verlangt, dass wir
uns selbst besitzen

Drei Merkmale der modernen Technik:


↪Technizität: Beschreibt, dass Objekte der modernen Technik instrumental-
zweckbezogen sind und nicht von Hand, sondern mit Hilfe von Werkzeugen, Maschinen
etc. hergestellt wurden
↪Globalität: extrem schnelle, unaufhaltsame Ausbreitung; Potenzierung von Risiken und
Wohltaten
↪Zerstörungspotenzial: apokalyptische (Overkillpotenzial von Superwaffen) und
alltägliche Bedrohung

Hans Jonas: Warum die Technik ein Gegenstand für die Ethik ist
Technik= Ausübung menschlicher Macht→moralischer Prüfung ausgesetzt
↪Ambivalent der Wirkungen: auch, wenn die Absicht ursprünglich eine gute war, kann
jeder Gebrauch von Technik kurz- oder langfristig zu einem für die Menschen negativen
Ergebnis führen
↪Zwangsläufigkeit der Anwendung: neuen technischen Erkenntnissen und Erfindungen
wohnt eine Dynamik inne, die ihre Anwendung fast zwangsläufig macht; Unterschied
zwischen Potenzialität und Aktualität verschwindet
↪Globale Ausmaße in Raum und Zeit: Ausmaß und Wirkungsbereich sind unfassbar
groß, größer als es bei früheren Handlungsarten möglich gewesen wäre
↪Durchbrechung der Anthropozentrik: Reichweite der Macht die der Mensch durch die
Technik besitzt betrifft gesamte Biosphäre und nicht nur Menschen selbst
↪Die Aufwerfung der metaphysischen Frage: apokalyptisches Potenzial der Technik
wirft Frage auf, ob Menschheit überhaupt existieren soll

Intrinsisch: „innerlich“ oder „nach innen gewendet“ oder auch „von innen her kommend“.
Intrinsische Eigenschaften gehören zum Gegenstand selbst und machen ihn zu dem, was
er ist. Intrinsische Handlungen sind eigenbestimmt und brauchen deshalb keine Anstöße
von außen. Als Gegenbegriff gilt extrinsisch.
Der Naturbegriff: eine „Leerformel“; positiv besetzte, aber in weiten Grenzen deutbare
Begriffshülse

Mensch und Natur-Grundzüge einer ökologischen Ethik:


Der anthropozentrische Ansatz: Erkennt nur dem Menschen intrinsischen Wert zu, alles
andere Leben und alle andere Natur ist nur da, um dem Menschen zu dienen
Der pathozentrische Ansatz: sieht alle empfindungsfähigen Lebewesen als moralisch zu
berücksichtigen, Leidensfähigkeit als Maßstab
Der biozentrische Ansatz: alle Lebewesen haben, unbeachtet ihrer
Empfindungsfähigkeit, einen geständigen Wert und sind berücksichtigungswürdig
Der holistische Ansatz: selbst unbelebte Teile der Natur haben, unter der Voraussetzung,
dass sie bestimmte intrinsische Werte (z.B. Schönheit, Ordnung, Organisation, Vielfalt,
etc.) verkörpern, einen eigenen Wert