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Die Fragmente der Griechischen Historiker Part I-III

Ar(i)aithos von Tegea ( 316)


(5,620 words)

Introduction
Article Table Of Contents
Der einzige einigermassen häu g zitierte verfasser von
᾿Αρκαδικά1). Trotzdem ist unsicher ob sie das ‘für F 1 : Dionys. Hal. A. R. 1, 49, 1
arkadische altertümer massgebende buch’ waren 2), und F 2a a: Hygin. Astron. 2, 1
noch unsicherer ob es das älteste war und noch ins 4. jhdt F 2b b: Hygin. Astron. 2, 6
gehört: es gibt keine zwingenden beweise für den
F 3 : Schol. Apoll. Rhod. 2,
frühansatz 3). Wenn wir nicht annehmen dürfen dass
498/527a
Eratosthenes' schüler Mnaseas (in dem für diese frage nicht
beachteten F 4) Pans vater Aither aus A. hat, müssen wir F 4 : Schol. A Eurip. Rhes. 36
4
uns mit dem terminus ante begnügen ), den die benutzung F 5 : Schol. Hesiod. Aspis 120
durch zwei schüler Aristarchs, Apollodoros 5) und (p. 91 Schultz)
6
Parmeniskos ) liefert. Sonst kämen wir mit der benutzung
F 6 : Schol. AB Eust. Hom.
durch Mnaseas in die zweite hälfte des 3. jhdts. Aber die
Il.Γ 175
quelle für die älteren hellenistischen dichter ist A. nicht; F 8
scheint sogar auf abhängigkeit von Kallimachos zu führen. F 7 : Schol. Hom. Il.Δ 319
Übrigens ist nicht einzusehen warum Apollodor und F 8 : Schol. T Hom. Od.κ 495
Parmeniskos nicht einen epichorischen autor benutzt
haben sollen, der (sagen wir) um 200 v. Chr. schrieb, wenn
es ältere nicht gab. A. war auch nicht der einzige arkadische
autor der ihnen zur verfügung stand, obwohl es eigentliche sammelzitate von der form οἱ τὰ
᾿Αρκαδικά nicht gibt 7). Es ist auch nicht auszumachen, ob A.s buch (und das gleiche gilt für die
anderen Arkadika) gelehrten charakter trug: F 2-3 sprechen eher dagegen. Der fragment- bestand
lässt sich weder aus Stephanus (der überhaupt keinen arkadischen autor nennt) noch aus
Pausanias vermehren, obwohl konkordanzen zwischen ihm und den fragmenten beweisen dass
auch A. von Pausanias' quelle(n) herangezogen ist 8).

  /
FGrH 316 F 1
BNJ
Dionys. Hal. A. R. 1, 49, 1
: τὰ δὲ μετὰ τὴν ἔξοδον (scil.τοῦ Αἰνείου ἐξ ᾽Ιλίου) ἔτι πλείω παρέχει τοῖς πο οῖς τὴν ἀπορίαν. οἱ μὲν
γὰρ ἕως Θράικης ἀγαγόντες αὐτὸν ἐκεῖ λέγουσι τελευτῆσαι τὸν βίον, ὧν ἐστι Κεφάλων τε ὁ Γεργίθιος
(45 F 7) καὶ ῾Ηγήσιππος περὶ Πα ήνης1γράψας (391 F 5), ἄνδρες ἀρχαῖοι καὶ λόγου ἄξιοι. ἕτεροι δὲ ἐκ
Θράικης ἀναστήσαντες αὐτὸν ἕως ᾽Αρκαδίας παρακομίζουσιν, οἰκῆσαι δὲ λέγουσιν ἐν ᾽Ορχομενῶι τε τῶι
᾽Αρκαδικῶι [καὶ], Νήσωι δὲ λεγομένηι, καί<περ> οὄσηι2μεσόχθονι, ἀπὸ τελμάτων καὶ ποταμοῦ, τάς τε
καλουμένας Καπύας Αἰνείου3τε καὶ Τρώων ἀπόκτισιν εἶναι, Καπύας ὀνομασθείσας ἀπὸ τοῦ
ΤρωικοῦΚάπυος. λέγεται δὲ ταῦτα ἄ οις τε καὶ ᾽Αριαίθωι <τῶι> γράψαντι τὰ ᾽Αρκα-4δικά. (es folgt
321 F 2).

Commentary F 1

Strabon 13, 1, 535τὸν δὲ Αἰνείαν μετ᾽ ᾽Αγχίσου τοῦ πατρὸς καὶ τοῦ παιδὸς ᾽Ασκανίου λαὸν ἀθροίσαντα
πλεῦσαι, καὶ οἱ μὲν οἰκῆσαι περὶ τὸν Μακεδονικὸν ῎Ολυμπόν φασιν, οἱ δὲ περὶ Μαντίνειαν τῆς ᾽Αρκαδίας
κτίσαι Καπύας, ἀπὸ Κάπυος θέμενον τοὄνομα τῶι πολίσματι, οἱ δὲ εἰς Αἴγεστανκατᾶραι τῆς Σικελίας
σὺν ᾽Ελύμωι .... ἔνθεν δ᾽ εἰς τὴν Λατίνην ἐλθόντα μεῖναι κτλ.; Steph. Byz. s.v. Καφυῖα (?)· πόλις
᾽Αρκαδίας, ἀπὸ Κάπυος τοῦ π<ατ>ρὸς ᾽Αγχίσου ἢ ἀπὸ Κηφέως. Dass A. Aineias nicht über Arkadien
hinauskommen lässt, beweist nicht für seine zeit6, sondern nur für den selbstverständlichen
lokalpatriotismus. Nur wenn er in jüngerer zeit, etwa im Hannibalischen kriege, schrieb, kann
man darin auch ab neigung gegen Rom sehen. Zu beachten ist für die zeitfrage vielleicht auch
(warnt jedenfalls vor hastigen schlüssen über die königsliste) dass der Tegeate einen anspruch
von Orchomenos anerkennt: er schrieb eben ᾽Αρκαδικά, nicht Τεγεατικά, und spezi sch
tegeatischer lokalpatriotismus ist bei ihm auch sonst nicht kenntlich. Der zusammenhang
verlangt die arkadische stadt7 und verbietet die annahme dass A. eine ver bindungslinie zu dem
kampanischen Kapua zog, als dessen eponym nach einer tradition der gleiche (?) Kapys galt8.
Kapyai nannte er sie aus etymologischen gründen (wie Strabon) und wird notiert haben dass der
name sich im laufe der zeit leicht geändert hat9. Die stadt war im 5. jhdt und später politisch
selbständig. Ob sie einmal zu dem angeblichen grossreich von Orchomenos10 gehört hat, ist
zweifelhaft. Aber Orcho menos, das auch sonst troische altertümer besitzen wollte11, muss
irgendwann ansprüche auf Nasos12 und Kaphyai selbst erhoben ha ben13, und zu ihrer stütze ist
die gründung durch Aïneias erfunden. Ihr stellte die lokale tradition die (wohl ebenfalls auf die
etymologie ge stützte) ableitung von Kepheus gegenüber, der Pausanias folgt14; sein δῆλον verrät
polemik schon in seiner quelle die (wie Stephanos' autor) beide ableitungen gab. Die zeit der
er ndungen ist kaum zu be stimmen, weil man nicht sieht, worauf es beruht dass die Kapyaten
sich für einwanderer aus Attika schon in vortroischer zeit erklärten15, und ob die

/
Menelaosplatane16 in den gleichen komplex gehört oder älter ist. Sie soll die beteiligung von
Kaphyai am Trojanischen krieg und damit die vortroische existenz der angeblich erst von
Aineias gegrün deten stadt beweisen.

 
FGrH 316 F 2a
BNJ
Hygin. Astron. 2, 1
: Arctos maxima. hanc autem Hesiodus (F 181 Rz) ait esse Callisto nomine, Lycaonis liam ....
eamque studiovenationis inductam ad Dianam se applicuisse .... postea autem abIove compressam
a Diana cognita est non conservasse virginitatem ....17in ursae speciem est conversa, quae
Graeceἄρκτοςappellatur. in ea guracorporis Arcada procreavit.... quae cum in silva ut fera
vagaretur, aquibusdam Aetolorum capta ad Lycaonem pro munere in Arcadiam cum18 lio est
deducta. ibi dicitur inscia legis in Jovis Lycaei templum se coniecisse,19quam confestim lius est
secutus. itaque cum eos Arcades insecuti inter cere20conarentur, Juppiter memor peccati ereptam
Callisto cum lio inter sidera21collocavit, eamque Arctum, lium autem Arctophylaca
nominavit....nonnulli etiam dixerunt, cum Callisto ab Jove esset compressa, Junonemindignatam in
ursam eam convertisse, quam Dianae venanti obviamfactam ab ea interfectam et postea cognitam
inter sidera collocatam. sedalii dicunt, cum Callisto Juppiter esset in silva persequutus,
Junonemsuspicatam id quod evenit, contendisse ut eum manifesto diceret deprehen-disse. Jovem
autem, quo facilius suum peccatum tegeretur, in ursae speciemconversam reliquisse, Junonem
autem in eo loco pro virgine ursam inve-nisse, quam Dianae venanti, ut eam inter ceret,
demonstrasse. quod fac-tum ut perspiceretur, Jovem aegre tulisse, e giem ursae stellis
guratamconstituisse....Ariaethus autem Tegeates, historiarum scrip-22tor, non Callisto sed
Megisto dicit appellatam, et non Ly-caonis sed Cetei liam, Lycaonis neptem; praeterea
Cetea23ipsum Engonasin nominari. reliqua autem superioribusconveniunt, quae res in Nonacri
monte Arcadiae gesta de-monstratur.

 
FGrH 316 F 2b
BNJ
Hygin. Astron. 2, 6
: Engonasin. Hunc Eratosthenes (p. 62 Robert) Herculem dicit.... conatur inter cere draconem
Hesperidumcustodem.... Ariaethus autem , ut ante diximus, hunc Cetea 24 Lycaonis lium,
Megistus patrem, dicit, qui videtur, ut lamentans liam in ursae guram conversam, genu nixus 25
palmas diversas tendere ad caelum, ut eam sibi dii restituant. 26Hegesianax (45 F 11) autem Thesea
dixit esse ....27
/
Commentary F 2

Nach dem wortlaut Hygins hat A. die geschichte des arkadischen eponymen ausführlich (was
man in Arkadika erwartet) und im wesentlichen nach der vulgata erzählt, die mit Hesiod
beginnt. Aber die Zeusgeliebte heisst bei ihm nicht Kallisto, sondern trägt den farbloseren
namen Megisto28; und der vater (den die μία τῶν νυμφῶν Hesiods29 vermutlich nicht hat, sodass
schon die epiker di ferieren30) ist, wie bei Pherekydes 3 F 157, Keteus, der schlecht genug in das
binnenland passt31. Die darstellungen des auch in helle nistischer zeit beliebten mythos zeigen
überall eine fülle von teilweise ernsthaften varianten32; und da Bibl. 3, 100 ausser dem alten
Phere kydes nur epiker zitiert, und diese nur für die genealogische frage, lässt sich mindestens
die spätere geschichte des mythos nicht schreiben. Was A. bietet, ist eine mischversion: wenn
Megisto enkelin des Lykaon heisst, so hat er ihren vater Keteus unter die söhne Lykaons
aufgenom men, deren zahl sich immer leicht vermehren liess33. So liessen sich die
unvereinbaren gestalten des Lykaon und Arkas wenigstens äusserlich zusammenbringen. Sonst
bleibt alles einzelne zweifelhaft: z.b. ob A. bei dieser gelegenheit von dem heiligen gesetz des
Lykaion34 gehandelt und was er gesagt hat; ob auch bei ihm Arkas — bei Paus. 8, 4, 1 f. (cf. 9, 3f.),
der von Keteus und Megisto nichts weiss, der zweite kultur heros Arkadiens — mit der mutter
gleichzeitig verstirnt wurde, worauf die A. eigene hineinziehung des Engonasin35 zu führen
scheint. Aber die lokalisierung in Nonacri monte scheint zum zitat zu gehören; und wieder
di feriert Pausanias: er lokalisiert 8, 3, 6f. die Kallistogeschichte überhaupt nicht; nennt 8, 18, 6f.
die berge ὑπὲρ τὴν Νώνακριν (die stadt heisst nach Lykaons gattin) ᾽Αροάνια; und erwähnt als
merkwürdigkeit in ihnen nur das σπήλαιον der Proitiden. Um die konstruktionen des
Epimenides, dessen Arkas als bruder des Pan wirklich am anfang der arkadischen genealogieen
gestanden haben muss, scheint sich A. nicht gekümmert zu haben36.

 
FGrH 316 F 3
BNJ
Schol. Apoll. Rhod. 2, 498/527a

/
: περὶ δὲ τῆς Κυρήνης Πίν δαρος ἱστορεῖ ἐν Πυθιονίκαις (9), ὡς παρθένος οὖσα μέχρι πο οῦ συνεκυνήγει
τῆι ᾽Αρτέμιδι· διαπαλαίουσα δέ ποτε λέοντι ἠγαπήθη ὑπὸ ᾽Από ωνος, ὃς37καὶ ἁρπάσας αὐτὴν
διεκόμισεν εἰς τὴν νῦν ἀπ᾽ αὐτῆς καλουμένην Κυρήνην38τῆς Λιβύης, καὶ μιγεὶς ᾽Αρισταῖον ἐποίησεν.
Φερεκύδης (3 F 58) δέ φησι 39 καὶ ῎Αραιθος ἐπὶ κύκνων αὐτὴν ὀχηθεῖσαν κατὰ ᾽Από ωνος 40
προαίρεσιν εἰς τὴν Κυρήνην ἀφικέσθαι· ᾽Αγροίτας δὲ ἐν α ̅ Λιβυκῶν (III C) ὑπὸ ᾽Από ωνος εἰς Κρήτην
αὐτὴν κομισθῆναι, ἐκεῖθεν δὲ εἰς Λιβύην .... Μνασέας (IV) δέ φησι κατ᾽ ἰδίαν αὐτὴν προαίρεσιν εἰς
Λιβύην ἐληλυθέναι, οὐχ ὑπ᾽ ᾽Από ωνος διαχθεῖσαν. ᾽Ακέσανδρος δὲ ἐν τοῖς Περὶ Κυρήνης (469F 441 )
ἱστορεῖ, ἐπ᾽ Εὐρυπύλου βασιλεύοντος ἐν Λιβύηι ὡς ὑπὸ ᾽Από ωνος42διακομισθείη ἡ Κυρήνη· λέοντος
δὲ τὴν χώραν λυμαινομένου προθείη τὴν43βασιλείαν ὁ Εὐρύπυλος ἆθλον τῶι ἀποκτενοῦντι τὸν λέοντα,
τὴν δὲ διαχρή-σασθαι αὐτὸν καὶ τὴν βασιλείαν λαβεῖν. παῖδας δὲ αὐτῆς γενέσθαι Αὐτοῦχον44καὶ
᾽Αρισταῖον. φησὶ δὲ αὐτὴν Φύλαρχος (81 F 16) ἐλθεῖν μετὰ πλειόνων εἰς Λιβύην, τούτων δὲ
ἐκπεμφθέντων ἐπὶ τὴν κυνηγίαν τούτοις καὶ αὐτὴν συνεξελ-45θεῖν.

Commentary F 3

Die überlieferung von der liebe Apollons zu der thessalischen königstochter Kyrene und die über
Ari staios hat Malten46 behandelt. Sie geht in den grundzügen auf eine Eoee zurück, die
Pherekydes nacherzählte; und wenn der einzelzug, für den er zitiert wird, zum beweise genügt,
ist A. dem Pherekydes ge folgt. Es ist auch möglich dass er zitiert hat, aber ebenso möglich dass
erst die gelehrten scholien die übereinstimmung konstatiert haben. Die Arkadika mussten von
Kyrene sprechen des Aristaios wegen. Allerdings hat schon Bergk bezweifelt dass es wirklich
Pindar ist was Serv. Vergil. Ge. 1, 14 ihm zuschreibt: qui eum ait de Cea insula in Arcadiam
migrasse ibiquevitam coluisse; nam apud Arcadas pro Jove colitur, quod primus ostenderit, qualiter
apes debeant reparari47. Aber Arkadien als zwischenstation zwischen Thessalien und Keos kennt
Apoll. Rhod. 2, 519 f.48λίπεν δ᾽ ὅ γε πατρὸς ἐφετμῆι / Φθίην, ἐν δὲ Κέωι κατενάσσατο, λαὸν ἀγείρας /
Παρρά-σιον, τοίπερ τε Λυκάονός εἰσι γενέθλης. Ein weiterer berührungspunkt aus historischer zeit:
Damonax aus Mantineia49 gab Kyrene um 550 v. Chr. eine verfassung, die Herodot 4, 161f.;
Aristot. Pol. 6, 2, 10; Ephoros (?)50 und Hermippos51 kennen.

 
FGrH 316 F 4
BNJ
Schol. A Eurip. Rhes. 36

/
: ἀ ᾽ ἦ Κρονίου Πανός] τὸν <Πᾶ>να52οἱ μὲν Πηνελόπης φασὶ **[Κα ιστοῦς καὶ Διὸς παῖδας
γενομένους ** ἀφ᾽535455ἧς ὄρος Κυ ήνης], ἄ οι δὲ ᾽Από ωνος καὶ Πηνελόπης ** ὡς καὶ Εὐφόριων56
(F 128 Scheidw) ** ὃν ἔθρεψαν νύμφαι· διὸ καὶ νυμφαγενῆ αὐτόν φησι,57τραφέντα παρ᾽ ἐκείναις.
Αραιθος δὲ ὁ Τεγεάτης Αἰθέρος αὐτὸν 58 καὶ νύμφης Οἰνόης γενεαλογεῖ· ἔνιοι δὲ ᾽Ορσινόης νύμφης καὶ
῾Ερμοῦ.59᾽Επιμενίδης (457 F 9) δὲ Κα ιστοῦς καὶ Διὸς παῖδας γεγενῆσθαι Πᾶνα καὶ ᾽Αρκάδα διδύμους
** Μνασέας (IV) δὲ ξενικώτερον ἀφηγεῖται τὰ περὶ6061Πᾶνα ** ἢ ὅτι Κρόνου παῖς· ἢ ὅτι παλαιός ἐστιν
Αἰθέρος γενεαλογούμενος, Κρόνους δὲ καὶ Κρονίους τοὺς πάνυ ἀρχαίους ἔλεγον· ἢ παππωνυμικὸν ὅτι
Διός, ὡς τὸν ᾽Αχι έα Λἰακίδην. Αἰσχύλος (F 35 N2) δὲ δύο Πᾶνας, τὸνμὲν Διός, ὃν καὶ δίδυμον, τὸν δὲ
Κρόνου.

Commentary F 4

Aus den zusammenstellungen in Apollodoros' Περὶ θεῶν 244 F 134/762. Die genealogie ‘sohn des
Aither’ kennt auch Mnaseas; ob aus A., ist schwer zu sagen; sie sieht mehr nach theogonischer
spekulation als nach lokalpatriotismus aus und wäre dann älter63. A. selbst wird die
nymphenmutter Oinoe64 hinzu gefügt haben, die sich neben diesem vater seltsam genug
ausnimmt; Aristippos 317 F 3 wird das empfunden haben, wenn er für Aither den in Arkadien
mit Pan oft verbundenen Zeus einführte65. Oinoe ist nicht individueller als Orsinoe66, die neben
Hermes ihren guten platz hat. Nymphennamen sind leicht zu er nden, und die νύμφαι
ὀρεστιάδες sind gespielinnen Pans schon im Homerischen Hymn. 19, wo die mutter zwar noch
keinen individualnamen, aber einen vater hat: sie heisst (nicht leicht verständlich) νύμφη
ἐυπλόκαμος Αρύοπος. Bedauerlich dass es dem schreiber des auch stark korrupten scholions zu
langweilig gewesen ist die unbekannteren autorennamen auszuschreiben67. Er ersetzte sie
durch οἱ μέν, ἄ οι, ἔνιοι, behielt aber den Tegeaten wohl mit bedacht bei, wie der
Theokritscholiast 317 F 2 den Aristippos, weil der Arkader für Pan ihm ein guter zeuge zu sein
schien.

 
FGrH 316 F 5
BNJ
Schol. Hesiod. Aspis 120 (p. 91 Schultz)
: ὣς καὶ νῦν μέγαν ἵππον ᾽Αρίονα κυανοχαίτην / πάντη ἀναστρωφᾶν καὶ ἀρηγέμεν, ὥς κε δύνηαι]68οὔτω
καὶ ᾽Αρίαιθος ὁ Τεγεάτης ῾Ηρακλέα τῶι ᾽Αρείονι ἵππωι φησὶ κεχρῆσθαι,69ὧι ἐποχούμενος ῎Αδραστος ἐν
ταῖς Θήβαις ἐξέφυγεν.

Commentary F 5

/
Paus. 8, 25, 4-10 (ἱερὸς λόγος des ῎Ογκειον bei Thelpusa, deren eltern Poseidon und Demeter
Erinys sind) ἐπὶ τούτωι δὲ παρὰ σφίσιν ᾽Αρκάδων πρώτοις ῞Ιππιον Ποσει δῶνα70ὀνομασθῆναι ....
λέγεται δὲ καὶ τοιάδε· ῾Ηρακλέα πολεμοῦντα ᾽Ηλείοις αἰτῆσαι παρ᾽ ῎Ογκου τὸν ἵππον καὶ ἑλεῖν τὴν
῏Ηλιν ἐπὶ τῶι ᾽Αρείονιὀχούμενον ἐς τὰς μάχας, δοθῆναι δὲ ὑπὸ ῾Ηρακλέους ὔστερον ᾽Αδράστωι τὸν
ἵππον· ἐπὶ τούτωι δὲ ἐς τὸν ᾽Αρείονα ἐποίησεν ᾽Αντίμαχος (F 33 Wyss) «ὅς ῥα τότ᾽ ᾽Αδρήστωι71τριτάτωι
δέδμηθ᾽ ὑπ᾽ ἄνακτι». Schol. T(ABD) Il.Ψ 347 ῞Ομηρος μὲν ἁπλῶς ὅτι θειοτέρας ἦν φύσεως
(scil.᾽Αρίων), οἱ δὲ νεώτεροι Ποσειδῶνος καὶ ῾Αρπυίας αὐτὸν γενεαλογοῦσιν, οἱ δὲ ἐν τῶι
ΚύκλωιΠοσειδῶνος καὶ ᾽Ερινύος72. καὶ Ποσειδῶν μὲν αὐτὸν Κοπρεῖ τῶι ῾Αλιαρτίωι δίδωσιν, ὁ δὲ
Κοπρεὺς ῾Ηρακλεῖ, <ὃς> καὶ Κύκνον ἀνεῖλεν ἐν Παγασαῖς73ἐπ᾽ αὐτοῦ μαχόμενος· ἔπειτα αὐτὸν δίδωσιν
᾽Αδράστωι. Über die sage von Arion s. Malten Jahrb. Arch. Inst., 29, 1914, p. 201 f.; Robert
Heldensage p. 436f.; Wilamowitz Gl. d. Hell. I, 1931, p. 398 f. Die münzen von Thelpusa zeigen den
Erion (so!)74; und nach Pausanias haben sich die Arkadika für ihren anspruch geburtsstätte des
rosses zu sein auch auf Ilias und Thebais berufen. In jener stand das nicht; ob für diese das zitat
der κυκλικοί mehr beweist als dass Arion, nun mit der genealogie Poseidon-Erinys, in ihr vorkam,
stehe dahin. Aber Antimachos (F 32/3 Wyss) kennt und vertritt den arkadischen anspruch, und
wohl nach ihm heisst bei Kallimachos Arion ᾽Αρκὰς ἵππος75. Die zwischen böoti schen und
arkadischen lokalhistorikern vermutlich ausgiebig geführte diskussion ist uns nicht mehr
kenntlich. Aber der Herakleskrieg gegen Elis ist in den Arkadika mehrfach vorgekommen76; er
wird hier ver wendet um der auf die Aspis gestützten böotischen Heraklesgeschichte ein paroli
zu bieten. Wenn Roberts77 glänzende kombination von Herakles' bändigung ‘des göttlichen
urrosses’ in der Peloponnes richtig ist, so war sie den späten autoren nicht mehr bekannt.

 
FGrH 316 F 6
BNJ
Schol. AB Eust. Hom. Il.Γ 175
: θάλαμον γνωτούς τε λιποῦσα / παῖδά τε τηλυγέτην καὶ ὁμηλικίην ἐρατεινήν] λέγει τὴν ῾Ερμιόνην·ὁ δὲ
Πορφύριος ἐν τοῖς ῾Ομηρικοῖς ζητήμασιν οὔτως φησίν. ῾Ελένης δὲ7879καὶ Μενελάου ἱστορεῖ ᾽Αρίαιθος
παῖδα Μαράφιον, ἀφ᾽ οὗ τὸ8081τῶν Μαραφίων γένος ἐν Πέρσαις.ὡς δὲ Κιναίθων (F 3 Ki) Νικόστρα τον.
παρὰ δὲ Λακεδαιμονίοις ῾Ελένης δύο παῖδες τιμῶνται, Νικόστρατος καὶ Αἰθιόλας.

Commentary F 6

Prellers herstellung des autornamens ist wohl sicher; ein autor, nicht ein zweiter sohn, muss
dagestanden haben82. Gegenüber oder neben der einheit lichen beteiligung der Arkader am
Trojanischen krieg83 boten die Arkadika eine reihe lokaler traditionen: 316 F 1; (321 F 2); 322 F 9;
(22; 25); 30; 31. Von einem griechischen Maraphios wissen freilich weder Herodt. 1, 125 noch

/
Pausanias, und der artikel des Steph. Byz. s.v. Μαράφιοι·84ἔθνος ἐν Περσίδι, ἀπὸ
Μαραφίου85βασιλέως ist stark verkürzt, wie auch der verweis s.v. Μάσπιοι zeigt. Einen persischen
könig Μάραφις bietet der interpolierte vers Aischyl. Pers. 778.

 
FGrH 316 F 7
BNJ
Schol. Hom. Il.Δ 319
: ὣς ἔμεν ὡς ὅτε δῖον ᾽Ερευθαλίωνα κατέκταν]

  (A Eust) Πύλιοι καὶ ᾽Αρκάδες (BT)Πύλιοι πρὸς Αρκάδας ἐπο-


  περὶ γῆς ὅρων ἐπολέμουν περὶ τὸ κα- λέμουν περὶ ὅρων γῆς· γίνεται δὲ αὐ-
  λούμενον ὄρος ᾽Αγκαῖον· Νέστωρ 86 τοῖς συμβολὴ περὶ τὸν ᾽Ακίδαντα πο-
15 δὲ μονομαχήσας ἐκ προκλήσεως ᾽Ε- ταμόν. ᾽Ερευθαλίωνος δὲ τοῦ Ξανθίπ-
  ρευθαλίωνα τὸν ῾Ιππομέδοντος (ἢ ὡς που προτρεπομένου τὸν βουλόμενον,
  ἔνιοι ᾽Αφείδαντος) ἀνεῖλε, καὶ ὑπὸ 87 Νέστωρ ἀντιστὰς ἐνίκησεν. ὑπὸ δὲ
  χαρᾶς τὸ περιορισθὲν χωρίον παρεξ- τῆς ἡδονῆς ἁ όμενος ἐκπεπήδηκε 88
  ῆλθεν. ἔτι δὲ σκαρίζοντος τοῦ ᾽Ερευ- 89 τοῦ περιορισθέντος χωρίου, ὅθεν ᾽Αρ-
20 θαλίωνος, ἐφορμήσαντες <οἱ ᾽Αρκά- κάδες ᾽Ερευθαλίωνα μᾶ ον ἔφασαν
  δες>τοῖς Πυλίοις συνέβαλον, καὶ οὔτως 90 νικᾶν τὸν μὴ ἐξελθόντα τοῦ τόπου· καὶ 91
  ἐνίκησαν. θάψαντες δὲ τὸν ᾽Ερευ- συμβαλόντες ἐκ δευτέρου περιγρά- 92 93
  θαλίωνα καὶ τοὺς φίλους ἐπέγραψαν φουσι χωρίον, καὶ ἀναιρεῖται ὑπὸ Νέ-
  τῶι τάφωι τόδε τὸ ἐπίγραμμα· στορος. καὶ θάψαντες αὐτὸν ἐπέγραψαν

  «᾽Ενθάδ᾽ ᾽Ερευθαλίωνι φίλοις τ᾽ ἐπὶ94 τῶι σήματι (229 Preger) «᾽Ενθάδ᾽95


  τύμβον ἔθηκαν / ᾽Αρκαδίης βασιλῆς, 96 ᾽Ερευθαλίωνι φίλοι περὶ τύμβον ἔθη- 97
  γένος ἔξοχον ῾Ιππομέδοντος, / οἵ ποτε 98 καν, / ᾽Αρκαδίης βασιλῆ, γένος ἔξοχον 99
  Νέστορα καὶ λαοὺς πολέμωι δαμά- ᾽Αμφιδάμαντος, / οἵ ποτε Νέστορα καὶ
5 σαντο». ἱστορεῖ ᾽Αρίαιθος. λαοὺς πολέμωι δαμάσαντο». ἱστορεῖ100
  ᾽Αρίαιθος.
/
Commentary F 7

DieIliasΔ 319 kurz berührte geschichte wird H 132 f. etwas ausführlicher erzählt und stand auch
bei Pherekydes101, wohl noch ohne die einzelheiten (zwei kampf, grabepigramm), die die
Arkadika boten. Die schwierigkeiten, die die lokalisierung Homers ἐπ᾽ ὠκυρόωι Κελάδοντι Φειᾶς
παρ᾽ τείχεσσιν ᾽Ιαρδάνου ἀμφὶ ῥέεθρα machte, hat man auf verschiedene weise, durch
grammatische deutung102 oder identi kationen mit modernen lokali täten, zu lösen versucht103.
So soll Pherekydes Φηρᾶς und Δαρδάνου ge geben haben; kühner die ἔνιοι bei Strab. 8, 3, 21 (aus
Demetrios von Skepsis), die für den Keladon den Akidon104 einsetzen, der ῥεῖ παρὰ τάφον
᾽Ιαρδάνου καὶ Χάαν πόλιν, die an stelle von Φειά tritt. Unter ἔνιοι ist man zunächst geneigt
arkadische lokalhistoriker zu verstehen; aber der ἀνὴρ ᾽Εφέσιος, von dem Paus. 5, 5, 8-9 gehört zu
haben behauptet dass der Akidas früher Jardanos geheissen habe, ist gewiss der Homer editor105.
Ihm traut man so freche konjekturen zu. Von den beiden fassungen unseres scholions gibt b
ebenfalls den Akidas, aber a ein sonst unbekanntes gebirge Ankaion106. Sie zeigen noch weitere
di ferenzen in den namen und in der erzählung: Ereuthalion ist in a sohn Hippome dons mit der
variante (ἔνιοι) Apheidas107, in b sohn des Xanthippos; in a haben wir zweikampf mit folgender
schlacht, in b wiederholung des zweikampfes108. Das ist zu viel, um auszugleichen und in b teils
missverständnis teils korruptel zu sehen. Wir haben eine aus verschiede nen darstellungen
zusammengearbeitete ἱστορία vor uns, und es bleibt demnach zweifelhaft wie A. im einzelnen
erzählte.

 
FGrH 316 F 8
BNJ
Schol. T Hom. Od.κ 495
: τῶι (scil.Τειρεσίαι) καὶ τεθνηῶτι νόον πόρε Περσεφόνεια / οἴωι πεπνῦσθαι] ᾽Αρίαιθός φησιν ῞Ηραν
μεταβου λεύουσαν ἐπὶ τῶι πηρῶσαι αὐτὸν αἰτεῖσθαι παρὰ Περσεφόνης ὥστε εἶναιαὐτῶι καὶ ἀποθανόντι
τὴν μαντικήν.

Commentary F 8

Die geschich te des Teiresias hat A., wie die Hera beweist, im einklang mit der Melam podie
(Hesiod. F 161/2 Rz3 ) erzählt und völlig anders als Pherekydes 3 F 92, dem sich Kallimachos Hy. 5,
57 f. angeschlossen hat109. Man wird aus dem letzteren schliessen dass auch Pherekydes die
blendung des thebanischen sehers in einem gebirge Boiotiens lokalisierte, was uns das
natürliche zu sein scheint, da Teiresias sonst überall an Theben haftet110. Bei Hesiod beginnt die
geschichte mit der tötung der schlange περὶ Κυ ήνην, und Arkadien bezeugt Phlegon 257 F 36 c.
4 ausserdem für Dikaiarchos und Klearchos111. Aber Kallimachos (v. 121 f.) und A. gehen
zusammen in dem einzelzug, den sie über Hesiod-Pherekydes hinaus haben112 und um /
dessentwillen A. zitiert wird — die erhaltung seiner geisteskraft auch nach dem tode (nur dass
sie bei Kallimachos natürlich gabe Athenas ist): μάντιν ἐπεὶ θησῶ νιν ἀοίδιμον ἐσσομένοισιν ....
γνωσεῖται δ᾽ ὄρνιχας .... δωσῶ καὶ μέγα βάκτρον, ὅ οἱ πόδας ἐς δέονἀξεῖ,/ δωσῶ καὶ βιότω τέρμα
πολυχρόνιον· / καὶ μόνος, εὖτε θάνηι πεπνυμένος ἐν νεκύεσσι / φοιτασεῖ, μεγάλωι τίμιος ῾Αγεσίλαι. über
die unterwelt haben weder Hera noch Athena zu bestimmen, und es muss éin mann gewesen
sein, der die änderung gegen Od. κ 494f. τῶι καὶ τεθνηῶτι νόον πόρε Περσεφόνεια / οἴωι πεπνῦσθαι
vorgenommen hat. Wenn das nicht ein früherer war, von dem sowohl Kallimachos wie A.
abhängen (und das scheint nicht glaublich), so war das Kallimachos, in dessen zusammenhang
die erweiterung passt, weil es die gleiche gott heit ist, die straft (strafen muss gegen ihren
eigenen wunsch) und ent schädigt. In der Hera-Zeus-geschichte Hesiods ist die ‘reuige’ Hera
unorganisch: da blendet Hera den Teiresias, und Zeus verleiht ihm zur entschädigung die
wahrsagekunst und ein langes leben. Dann hat A. diesen zug aus Kallimachos übernommen,
nicht umgekehrt; und das entscheidet doch wohl die zeitfrage A's113.

Notes

1. γεργήθιος Bb ἡγήσιος B <ὁ>περὶ Πα ήνης Kiessling

2. [καὶ] Sauppe καὶ νήσω δὲ A καὶ νήσω B λεγομένηι: γενομένηι Rei καίπερ Steph καὶ o

3. ἀπὸ Buecheler, Mei ὑπὸ o

4. ἀριάθωι A <τῶι> Kiessling

5. Wahrscheinlich aus Apollodors Schi fskatalog.

6. Cf. n. 3.

7. Das material über sie: Hiller I G V 2 p.73; v. Geisau RE X, 1919, col. 1896 f.

8. Steph. Byz. s.v. Καπύα. Der urheber der tradition war kaum schon Hekataios: s. zu 1 F 52;
Malten ARW 29, 1931, p. 48.

9. Von vielen beispielen genüge der verweis auf die zweite etymologie von Kaphyai n. 19.

10. Vgl. Einltg. n. 4.

11. Pausan. 8, 12, 8 λείπεται δὲ ἔτι τῶν ὁδῶν (von Mantineia) ἡ ἐς ᾽Ορχομενόν, καθ᾽ ἥντινα ᾽Αγχισία τε
ὄρος καὶ ᾽Αγχίσου μνῆμά ἐστιν ὑπὸ τοῦ ὄρους τοῖς ποσὶν κτλ. Cf. 321 F 2.

12. Die Νᾶσοι καλούμεναι liegen nach Pausan. 8, 23, 2; 8 (cf. 25,2) im gebiet von Kaphyai, sieben
stadien entfernt von der stadt und
/
13. Leider gibt die delphische weihung Syll.3 48 aus der ersten hälfte des 5. jhdts den namen der
πολέμιοι nicht. Ein krieg des 2. jhdts v. Chr. (Iss. Olympia 50), wo Hiller p. 73, 123 f. ᾽Ε[ρχομένιοι]
ergänzt, ist zu spät um hier in betracht zu kommen.

14. 8, 23, 3 τὸ δὲ ὄνομά ἐστι μὲν δῆλον ἀπὸ Κηφέως τοῦ ᾽Αλέου τῆι πόλει γεγονός, ὀνομάζεσθαι δὲ αὐτὴν
φωνῆι τῆι ᾽Αρκάδων Καφυὰς ἐκνενίκηκε. Sehr zweifelhaft ob man aus der etymologie ein näheres
verhältnis von Kaphyai zu Alea und den Kepheusstädten Tegea-Mantineia (cf. Latte RE XII col.
222 no. 1) erschliessen darf; es fällt aber auf, dass Apollodor bei Strabon l.l. Kaphyai mit περὶ
Μαντίνειαν bestimmt. War der politische ein uss auf sie einmal streitpunkt zwischen
Orchomenos und Mantineia, oder stand es sonst einmal in näherem verhältnis zu der letzteren
stadt (cf. n. 20)?

15. 322 F 29 (auf die n. 19 zitierten worte des Pausanias folgend). Das motiv der aufnahme einer
vertriebenen bevölkerung durch einen fremden könig ist häu g; s. z.b. Hellanikos 4 F 42 = 323a F
5. Aber mit der ableitung ‘ex Atthide aliqua’ (Hiller p. 73, 75) ist nicht viel gewonnen: man sucht
nach einem bestimmten grund für die behauptete συ ένεια zwischen der arkadischen stadt und
Athen. Ob das Proxeniedekret für einen Kaphyaten (I G2II 66; cf. I G V 2 p. 73, 55f.) ihn liefert? Es
ist leider stark zerstört, und von der begründung ist nichts erhalten; aber es muss doch etwas
bedeuten, dass ein solches dekret im anfang des 4. jhdts wieder hergestellt wird. Ist Kaphyai 420
v. Chr. dem bündnis zwischen Athen, Mantineia (cf. n. 19), Elis beigetreten? Und stand das,
begründet durch die geschichte von der verwandtschaft, in Hellanikos' Arkadika oder (eher)
Atthis? Auch dem bündnis zwischen Athen und Sparta (I G2II 687) im jahre des Peithidemos
(270/69 o. 267/6?) hat sich Kaphyai neben Tegea, Mantineia, Orchomenos, Phigaleia
angeschlossen (vgl. Beloch Gr.G.2IV 2 p. 372), aber nicht selbständig, sondern (wie die anderen
arkadischen städte) als bundesgenossin Spartas. Das kann also nicht anlass zur er ndung der
συ ένεια mit Athen gewesen sein. Aber aus dem 5. jhdt stammt auch das weihgeschenk einer
Καλχίσκα (?) Καφυᾶθε[ν?] auf der Akropolis I G2I 421. Nicht viel anzufangen ist damit dass von
den drei Βάκιδες, die Philitas (Schol. Aristoph. Pac. 1071) unterschied, der zweite Attiker ist, und
der dritte ᾽Αρκὰς ἐκ πόλεως Καφύης, ὃς καὶ Κύδας ἐκαλεῖτο καὶ ᾽Αλήτης.

16. 322 F 30/1. Der besondere beweis war notwendig weil der Schi fskatalog B 603 f. zwar
Orchomenos und Mantineia nannte, aber nicht Kaphyai. Leider erwähnt Strabon 8, 8, 2 zwar
auch Kaphyai, überspringt aber die forschungen Apollodors über die arkadischen städte.

17. observasse G servasse V

18. Aetolorum (etho-aetho-Hss) — in Arcadiam: Hygin hat ὑπὸ αἰπόλων τινῶν (Epit. gr.; Schol. Arat.
p. 344 M; a quibusdam pastoribus Schol. Germ.) verlesen

19. ibique D
/
20. cum eam lius persequeretur, ubi nefas est intrare Schol. Germ. ὑπὸ δὲ τοῦ ἰδίου υἱοῦ διωκομένην
καὶ αὐτὴν (om. Epit.) τῶν ᾽Αρκάδων ἀναιρεῖσθαι με όντων Schol. Arat.

21. memor peccati:διὰ τὴν συ ένειαν Epit., Schol. Arat.

22. arietus D Araethus (‘in nonnullis Mss. est Aratus’) Bunte

23. cetheam liam D cethea DG

24. ariethus DGN Araethus Bunte cetheum G megesthus D megestus N megistos G

25. nixam D

26. dii om. D

27. Hegesianax (hegeslenax DG): in den Phainomena (R.E. VII col. 2063, 54 f.)

28. Die Themisto des Istros 334 F 75 zeigt dass auch hier die varianten reichlicher waren, d.h. A.
die Kallisto nicht willkürlich entfernt hat. Wir sehen nur nicht klar über seine gründe; dazu
haben wir zu wenig.

29. Bibl. 3, 100, wo man nicht ändern darf. Die übrigen versionen von F 181 Rz3 kommen gegen
das ausdrückliche zeugnis nicht auf; sie sind kontaminiert mit der vulgata.

30. Lykaon (die spätere vulgata) bei Eumelos καί τινες ἕτεροι (wer ist das? schwerlich Charon von
Lampsakos 262 F 12, wo Tzetzes' fassung wertlos ist; wahrscheinlich genealogen, etwa
Hellanikos); Nykteus (= Nyktimos) bei Asios, wo dann Kallisto enkelin Lykaons ist, wie A.s
Megisto. Pausanias (8, 3, 6 u.ö.) folgt der späteren vulgata: ἐπὶ δὲ τῶι γένει παντὶ τῶι ἄρσενι θυγάτηρ
Λυκάονι ἐγένετο Κα ιστώ.

31. Keteus steht auch in dem seltsamen stammbaum Schol Eurip. Or. 1646, der schwerlich
Pherekydes ist, aber auch nicht gut aus Arkadika etwa der zeit stammen kann, in denen die
ostarkadischen städte mit Sparta verbündet waren (n. 20): Pelasgos der Argiver ~ Kyllene —
Lykaon

32. Man zeigte in Arkadien selbst ein grab der Kallisto (Paus. 8, 35, 8).

33. S. Architimos (no. 315) n. 8.

34. S. zu 315 F 1.

35. Das ἀπευθὲς εἴδωλον des Aratos (Phainom. 64 f.; 270). Die vielen deutungen stellt Rehm RE V
col. 2564 zusammen. /
36. S. F 4.

37. τῆι ᾽Αρτέμιδι (Kallimach. Hy. 3, 206) Wil τῶι ᾽Από ωνι Schol.

38. καλουμένην om. L.

39. φησι om. L

40. ἄραιθος L ἄρετος P ᾽Αρίαιθος v

41. ᾽Ακέσανδρος Mue ἀκέστωρ Schol

42. ἐν Λιβύηι P Κυρήνης L Λιβύης Lascaris

43. τὴν δὲ HF τῆ δὲ L τῆιδε? Jac

44. καὶ — λαβεῖν om. L

45. συνεξελθεῖν L συνεξελθεῖν κἀκεῖ ἀνελεῖν τὸν λέοντα καὶ λαβεῖν τὴν βασιλείαν r

46. Ph.U. 20 (1911); s. auch Broholm RE XII, 1925, col. 150 f.

47. Die auch von Malten akzeptierte konjektur Sylburgs im texte des Pausanias (8, 4, 1), der
kulturheros Arkas habe ἐσθῆτα ὑφαίνεσθαι καὶ ἄ α eingeführt, τὰ ἐς ταλασίας μαθὼν παρ᾽
᾽Αρισταίου (παρὰ δρίστα Hss) ist verlockend aber unsicher.

48. Den Schol. p. 168, 4 f. We nur paraphrasieren.

49. Staehelin RE Suppl. III col. 325.

50. Diodor. 8, 30, 2; vgl. 70 F 54.

51. F H G III 36, 1.

52. text nach Münzel und Schwartz

53. φασὶ <υἱὸν καὶ πάντων τῶν μνηστήρων, ὅθεν καὶ λέγεσθαι Πᾶνα> Schwartz; cf. 317 F 3

54. ̣ Muenzel: cf. 20—21

55. Διὸς Münzel δύο A

56. <οἱ δὲ ᾽Οδυσσέως καὶ Πηνελόπης>, ὡς καὶ Εὐφορίων, <ὁ * δὲ ῾Ερμοῦ καὶ Πηνελόπης> Schwartz
/
S h t ὶA f P 8
57. φησι Schwartz φασὶ A cf. Pausan. 8, 30, 3
58. ῎Αραιθος Robert ἀρῆθος Α

59. Οἰνόης: Σινόης Hiller v. Gaertringen IG V 2 p. XV 81 f. ᾽Ορσινόης: Σινόης Höfer Rosch. Lex. IV 935

60. ᾽Αρκάδα v ἀρκάδω A διδύμους <τὴν δὲ Κα ιστὼ θυγατέρα εἶναι Λυκάονος καὶ νύμφης Κυ ήνης,
ἀφ᾽ ἧς τὸ ὄρος> Schwartz; cf. Schol. Eur. Or. 1646

61. Lydus De mens. 4, 117 τινὲς δέ φασι τὸν Πᾶνα ἐκ Κρόνου καὶ ῾Ρέας γενέσθαι

62. Weitere exzerpte Schol. Theokrit. 1, 123b; Syrinx 1/2a; in den Vergilund Lucanscholien
(zusammengestellt von Wendel Schol. in Theocrit. p. 27 f.), wo die namen bis auf Pindaros ganz
ausgefallen sind (cf. n. 42). Die einschränkung des Apollodorexzerptes durch Wendel RE XVI 2,
1935, col. 1763, 9 f. ist m.e. unbegründet; mindestens Mnaseas ist ein angesehener gelehrter, den
auch ein Apollodor zitieren musste; zudem kritisiert er ihn mit ξενικώτερον; doch ist zuzugeben
dass scholien und exzerpte nicht nur verkürzt, sondern gelegentlich auch aus moderner literatur
vermehrt wurden. Aber das geht Apollodor an, nicht A. Das vollständige material über Pan:
Roscher-Wernicke Rosch. Lex. III 1, 1897/1909, col. 1347 f.; vgl. auch R. Herbig Pan, der grieh.
Bocksgottt 1949.

63. ‘Orphisch’ sagt Schwartz. S. immerhin Orph. Fragm. F 54; 188 Kern und die genealogie des
Epimenides, die man nur cum grano orphisch nennen kann. Es ist auch nicht orphisch wenn
Akusilaos 2 F 6 den Eros genealogisch einordnet. Roscher l.c. col. 1379, 65 gleicht Aither und Zeus
Aitherios. Aber wir sind eher auf dem wege, der zu Apollodors ‘allegorischer’ deutung führt:
Apollodorus sine parentibus eum ngit, quoniam universum, id estτὸ πᾶν, huic deo sit attributum
e.q.s. Pausanias' Arkadika geben nichts.

64. So heisst sie Schol. Syrinx 1/2a und Schol. Vergil. Ge. 1, 16 (Oinone, Junone Hss); Οἰνηίς Schol.
Theokrit. 1, 123a (Κ Νηρηίδος, Ν. ἢ Δινηίδος, Διηνίδος r Οἰνόης Ναίδος Ahrens) und bei Aristippos 317
F 3 (ebenfalls in Theokritscholien). Dazu tritt für Arkadika noch die amme des Zeus in Tegea, die
Paus. 8, 47, 3 Οἰνόη νύμφη nennt. Nicht mehr einsetzen darf man diesen namen 8, 30, 3, wo Pan in
Megalopolis Σινόεις heisst ἀπὸ νύμφης Σινόης (seiner amme, nicht seiner mutter); denn Pan
Sinoeis ist jetzt durch I G V 2, 429 (Phigaleia) inschriftlich gesichert. Darau in ändert nun Hiller
bei A. Οἰνόη in Σινόη, und andere tun das gleiche für Οἰνηίς und selbst für ᾽Ορσινόη (s. Hoefer
Rosch. Lex. IV col. 934f; Zwicker-Storck RE III A col. 247f.; Wilamowitz H.D. II p. 4 n. 2; Gl. d. Hell. I
p. 248 n. 3). Aber Wentzel Philol. 50, 1891, p. 386 (vgl. auch Keydell RE XVII 2, 1937, col. 2236) tat
wohl richtiger die namen auseinander zu halten — trotz der leichtigkeit der änderung und trotz
der korruptelen in den scholien. Es gibt zu viele fassungen von Pans genealogie, die z.t. lokal
festlegbar sind, als dass eine ausgleichung überzeugt.

65. Ahrens' änderung von Διός in Αἰθέρος ist überkühn. Zeus als vater Pans ist durch Epimenides
und Aischylos geschützt, und es liegt kein grund vor auch nur die verschiedenen Arkadika
/
auszugleichen
auszugleichen.
66. Vgl. noch die ᾽Ορσιλόχη in dem arkadischen stammbaum n. 25.

67. So muss man das au fassen (vgl. n. 37). Das andere exzerpt Schol. Theokrit. 1, 3/4 liefert einen

68. ᾽Αρίονα F Schol ἀρείονα, ἀρήονα r

69. οὔτω FX οὗτος Λ Bas ὁ αὐτὸς B ᾽Αρίαιθος FXB ἀρκίθοος Λ Bas ὁ Τεγεάτης FX ὅτ᾽ ἐγεννᾶτο
(ἐγεννήθη B) Λ Bas ῾Ηρακλέα FX ὁ ῾Ηρακλῆς BΛBas ἵππωι φησὶ FX φασὶ ἵππωι ΛBas φησὶ ἵππωι B

70. Zu dessen bedeutung in Arkadien s. 322 F 4; (14); 25; 34.

71. Τότ᾽ Stoll ποτ᾽ o; ᾽Αδρήστωι Ddf ἀδράστω o.

72. ῾Η ἱστορία παρὰ τοῖς κυκλικοῖς Schol. AB am schlusse. Sie lokalisieren die verbindung von
Poseidon und Erinys κατὰ Βοιωτίαν παρὰ τῆι Τιλφούσαι κρήνηι. Die arkadische gleichung ᾽Ερινύς ~
Δημήτηρ ist o fenbar absichtlich vermieden.

73. Nach Schol. AB siegt Herakles nach bezwingung des Kyknos καθ᾽ ἱπποδρομίαν ἐν τῶι τοῦ
Παγασαίου ᾽Από ωνος ἱερῶι. Dazu in Α ὅ ἐστι παρὰ Τροιζῆνι (τρυζῆνι hs.). Ein o fensichtlicher
zusatz, in dem man nicht ändern kann. Schol. T haben die vermutung ἴσως ἐπεὶ ἐν Σικυῶνι
γέγονεν ὁ ᾽Αρείων, οὗ ἐδόκει ἡ Αἴθη ἀπόγονος εἶναι. Sind das reste eines argivischen anspruchs auf
das ross, dessen besitzer die ‘Argiver’ Herakles und Adrastos waren?

74. Head. H N2 p. 456.

75. F 223 Pf; cf. F 652.

76. 317 F 4.

77. Op. cit. p. 436f.

78. ὁ Πορφύριος ἐν τ. ῾Ο.ζ. οὔτω φησίν, ἐρατεινὴν (l. τηλυγέτην) εἶναι παῖδα ῾Ερμιόνην· ὁ δὲ ᾽Αρ. B
ἰστέον δὲ ὅτι ῾Ομήρωι μὲν δοκεῖ ῾Ερμιόνην μόνην εἶναι παῖδα τῆι ῾Ελένηι· τοῦτο γὰρ δηλοῖ τὸ τηλυγέτην
Eust (cf. Schrader Porph. Quaest. Hom. Rell. 1880, p. 342)

79. δὲ καὶ Jac τε καὶ A

80. ᾽Αρίαιθος Preller δίαιθος B δίεθος Α

81. Μαράφιον — Μαραφίων Eust μορ(ρ)άφιονμορ(ρ)αφίων AB ἄ οι δὲ Δίαιδον καὶ Μαράφιον


(scil.῾Ελένηι καὶ Μενελάωι γεννῶσι) Eust

82. Wilamowitz Ph. U. 7, 1884, p. 175 n. 17 zweifelt wegen Eustathios; aber der fand den korrupten/
dh d h li l
namen vor und hat das ganze scholion umgestaltet.
83. Einltg. n. 4.

84. Μαράφιοι Palatini μαράφιον Pp μαράθιον RVP

85. Μαραφίου V μαραθίου RP

86. ᾽Αγκαῖον: Λύκαιον Bkr Λυκαῖον Preger

87. ᾽Αφείδαντος: ᾽Αμφιδάμαντος?

88. ἁ όμενος Ddf βα όμενος B om. T

89. ἔτι δὲ A καὶ ὅτι ἔτι — οἱ ᾽Αρκάδες Eust οἱ δὲ ᾽Αρκάδες ἔτι [δὲ]Ddf

90. αἴφνης συνέβαλον Eust

91. νικᾶν-τόπου T νικῆσαι B

92. συμβαλόντες T (scil.᾽Ερευθαλίωνα καὶ Νέστορα; vielleicht missverständnis — cf. A — nicht


verwirrung; ‘turbata’ Ddf; doch s. den text des epigramms in BT)

93. ἐκ δευτέρου, εἶτα κοινῆ (dies aufzunehmen?) περιγράψαντες τοὺς χώρους ἔθαψαν ᾽Ερευθαλίωνα
καὶ ἐπέγραψαν B

94. ᾽Ερευθαλίωνα φίλους τ᾽ Eust

95. τῶι B ἐν τῶι T

96. ᾽Αρκαδίης βασιλῆς Villoison ᾽Α. βασιλῆες Α ῎Αρκαδες βασιλῆος Eust

97. ᾽Ερευθαλίωνι Maass -να BT

98. ῾Ιπποδάμαντος (-τα) L Matr οἵ ποτε Eust εἴ ποτε A

99. βασιλῆ Jac βασιλῆα B βασιλῆς T

100. ἱστορεῖ ᾽Αρ. om. B ἱ. ἀρίηθος Par. 2767 (Cramer An. Par. III 202, 4)

101. 3 F 158/9. Die deutung des bildes auf der Kypseloslade (Paus. 5, 18, 6) war bestritten und ist
wahrscheinlich falsch. An Pregers arkadisches epos glaube ich nicht.

102. Schol. AT Il.Η 133 τινὲς δὲ ἄμφω (scil.ὠκύροος und κελάδων) ἐπίθετα τοῦ ᾽Ιαρδάνου, καὶ τὴν
φράσιν σημειοῦνται· προτάξας γὰρ δοτικὰς ἐπιφέρει γενικὴν ᾽Ιαρδάνου.
/
103. Robert Heldensage p. 191 n. 2; Boelte RE XIX 2, 1938, col. 1915 f.; Rh. M. 87, 1938, p. 153 f., der
die homerischen namen aus einem vorhomerischen ‘pylischen epos’ (s. Rh. M. 83, 1934, p. 319 f.)
übernommen glaubt.

104. Schol. T Il.Η 133 Κελάδοντι· τῶι νῦν ᾽Λκίδωνι. ᾽Ακίδας bei Paus. 5, 5, 8f., der (8, 25, 9) den
Κελάδων im gebiet von Theisoa Κέλαδος nennt. S. Boelte RE XI, 1922, col. 132 no. 1.

105. Schwartz RE I col. 2869, 1 f. Von Ereuthalion erzählt Pausanias weder in buch 5 noch in den
Arkadika; in den (gekürzten) Apolloniosscholien (321 F 1)ist er mit Areithoos konfundiert.

106. Bekkers änderung in Λυκαῖον ist ziemlich allgemein angenommen; sie ist topographisch
akzeptabel, aber etwas billig. Ankaios ist sohn des Lykurgos (Apoll. Rhod. 1, 164; cf. 321 F1).

107. Korruptel aus ᾽Αμφιδάμας? Zwischen ῾Ιππομέδων und ᾽Αμφιδάμας variiert auch das
grabepigramm; ῾Ιπποδάμας in einzelnen Hss ist mischform.

108. Das epigramm variiert entsprechend: in a gilt das grab ᾽Ερευθαλίωνι φίλοις τε, in b errichten
es die φίλοι dem Ereuthalion. Zur fassung a vgl. z.b. Herodt. 1, 82.

109. Über Pherekydes urteilt Wilamowitz H.D. II, 1924, p. 23: ‘eine er ndung, die den erhabenen
seher von jener metamorphose (scil. dem tausch des geschlechts) befreien sollte, weil sie seiner
unwürdig erschien; und es ist nicht einmal eine er ndung, sondern übertragung aus der fabel
von Aktaion, die Kallimachos auch heranzieht’.

110. V. 71 ἐπὶ κράναι ῾Ελικωνίδι; vgl. Schol. HQ Hom. Od.κ 494 ἐν Κιθαιρῶνι. Weder Robert
Heldensage p. 127 f. noch Schwenn RE V 1, 1934, col. 129 f. haben genau interpretiert.

111. Dass er auch Kallimachos nennt, liegt wohl am ἱστορία-charakter des kapitels; sonst müsste
man eine zweite behandlung — nun nach Hesiod — an anderer stelle annehmen (an die
Θαυμάσια dachte C. Mueller, an die ῾Υπομνήματα Schneider zu F 415 = 576 Pf). Roberts beziehung
auf Hy. 5, 128 f. verstehe ich nicht.

112. Eine entwicklung ist schon früher kenntlich: Hesiod hat wahrsagekunst und langes

113. Vgl. p. 66f.

Jacoby, Felix (Berlin)

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Jacoby, Felix, “Ar(i)aithos von Tegea (316)”, in: Die Fragmente der Griechischen Historiker Part I-III, General Editor: Felix Jacoby. Consulted online on 01
January 2021 <http://dx.doi.org/10.1163/1873-5363_boj_a316>

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