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Zahnmedizinische r

Fa c h a n g e s t e l l t e r

Dein Beruf mit Zukunf t!

Körperschaft
des öffentlichen
Rechts www.zahnaerzte-wl.de/zfa
Herausgeberin
Zahnärztekammer Westfalen-Lippe
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Auf der Horst 29 | 48147 Münster
0251 507 – 0
0251 507 – 570
zaekwl@zahnaerzte-wl.de
www.zahnaerzte-wl.de

Präsident
Dr. Klaus Bartling | V.i.S.d.P.

Copyright
© Zahnärztekammer Westfalen-Lippe
Nachdruck, Kopie oder sonstige Vervielfältigung,
auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher
Genehmigung der Herausgeberin gestattet.

Gesamtgestaltung
Diemon Design
CI | Design | Kommunikation
Overbergstraße 21 | 48145 Münster

Bildnachweis
Zahnärztekammer Westfalen-Lippe | Fotolia

Druck
Druckerei Buschmann GmbH & Co. KG
Impressum

Nevinghoff 18 | 48147 Münster

Stand
Januar 2020

2
Seite

4 Ein vielseitiger Beruf

5 Multitalente gefragt

6–7 Aufgabenschwerpunkte

8–9 Kommunikation

10 – 13 Ausbildung

14 – 15 Ausbildung und dann?

Inhalt

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Wer Abwechslung, Vielseitigkeit und den
Kontakt mit Menschen sucht, der sollte
sich diesen Beruf auf jeden Fall näher
anschauen.

Die Zahnmedizinischen Fachangestellten


sind längst keine „Sprechstundenhilfen“
mehr. Heute wird fundiertes medizinisches
Fachwissen, organisatorisches Talent und
ein feinfühliger Umgang mit Menschen
erwartet, ob nun bei der Patientenbe-
treuung, als rechte Hand der Zahnärzte
oder im Praxismanagement.
Ein vielseitiger Beruf

...

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Zahnmedizinische Fachangestellte sind
die Schnittstelle zwischen den Zahn-
ärzten und den Patienten. Eingebunden
in ein Team, managen sie den Praxis-
betrieb. Die sowohl zahnmedizinischen
als auch verwaltungsmäßigen Aufgaben
sind vielfältig. Anhand der folgenden
Fragen ist es möglich herauszufinden,
ob der Beruf der | des Zahnmedizinischen
Fachangestellten zur eigenen Persön-
lichkeit passt:

Multitalente gefragt
hast einen guten Schulabschluss? kannst organisieren?
Unabhängig, ob es sich um einen Haupt- Sorgfalt und Ordnungssinn sind in
schulabschluss, Realschulabschluss oder den Zahnarztpraxen unentbehrlich.
Abitur handelt.

bist belastbar?
gehst gerne mit Menschen um?
In den Zahnarztpraxen kann es mal
Wichtig ist ein offenes, aufmerksames sehr stressig werden. Es ist wichtig
und freundliches Wesen und Interesse auch dann ruhig und konzentriert
für die Probleme der Patienten. zu arbeiten.

hast Interesse an medizinischen bist verschwiegen?


und technischen Themen?
Alles was in der Praxis geschieht,
Dich interessieren Bereiche wie Zahnge- unterliegt der Schweigepflicht.
sundheit, Hygiene oder das Röntgen? Nichts davon darf an Dritte weiter-
gegeben werden.

bist teamfähig?
besitzt manuelles Geschick?
In den Zahnarztpraxen ist Teamarbeit
gefragt, um einen reibungslosen In der Assistenz ist Feinmotorik und
Praxisablauf zu gewährleisten. eine ruhige Hand erforderlich. 5
Aufgabenschwerpunkte

Zahnmedizinischer Bereich Sollte es Patienten während einer


Behandlung - trotz vorbeugender Maß-
Das Behandlungszimmer ist der zentrale nahmen - nicht gut gehen, sind die
Mittelpunkt jeder Zahnarztpraxis. Zahnmedizinischen Fachangestellten in
Es ist die Aufgabe der Zahnmedizinischen der Lage, die Vitalfunktionen des Pati-
Fachangestellten, den Behandlungs- enten zu ermitteln und dem Patienten
raum unter Berücksichtigung der aktu- Hilfe zu leisten.
ellen Hygiene- und Sicherheitsvor-
schriften vorzubereiten. So führen sie Sie wirken darüber hinaus bei der Auf-
vor und nach jeder Behandlung Hygie- klärung und Beratung der Patienten mit.
nemaßnahmen auf der Grundlage eines Sie leiten Patienten zur systematischen
Hygieneplanes durch, z. B. desinfizieren Mundhygiene an und klären über Mög-
der Flächen, sowie das Aufbereiten der lichkeiten der Karies- und Parodontal-
Instrumente durch den Einsatz von prophylaxe auf. Hierbei spielen nicht
Reinigungs- und Desinfektionsgeräten. nur die fachlichen, sondern auch per-
sönlichen und sozialen Kompetenzen
Während der Behandlung assistieren (z. B. Einfühlungsvermögen etc.)
sie den Zahnärzten bei endodontischen, eine entscheidende Rolle.
konservierenden, chirurgischen oder
prothetischen Behandlungen. Sie sind Nach dem Behandlungsablauf erfassen
in der Lage, Instrumente und Materia- die Zahnmedizinischen Fachangestellten
lien fachgerecht einzusetzen. alle zahnärztlichen Leistungen im Ver-
waltungssystem der Praxis. Sie stellen
Nach Anweisung der Zahnärzte erstellen somit eine einwandfreie Dokumentation
die Zahnmedizinischen Fachangestellten sicher und treffen die ersten Vorberei-
Röntgenaufnahmen unter Beachtung tungen für die Leistungsabrechnung.
6 sämtlicher Strahlenschutzmaßnahmen.
Aufgabenschwerpunkte
Organisation und Verwaltung Sie sind für die Abrechnung von zahn-
ärztlichen Leistungen, die Bestellung
Die Rezeption ist in allen Praxen die von Praxismaterial, die Durchführung
Schaltzentrale für die Patienten und das des Zahlungsverkehrs und des Post-
Praxisteam. versandes zuständig.
Hier koordinieren die Zahnmedizinischen
Fachangestellten die Termine, organi- Um einen reibungslosen, möglichst
sieren die täglichen Praxisabläufe und fehlerfreien und vor allem patienten-
strukturieren den Einsatz der Mitar- freundlichen Praxisbetrieb zu erreichen,
beiter | innen. Sie empfangen und ver- kontrollieren die Zahnmedizinischen
abschieden die Patienten, führen den Fachangestellten die Arbeitsabläufe im
Schriftverkehr und die Kommunikation Rahmen des Qualitätsmanagements
zwischen den Patienten, den Kranken- und optimieren die Handlungsweisen.
kassen und den Zahnärzten.

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Kommunikation

Die Kommunikation
ist entscheidend

8
Kommunikation
Zielorientierte Kommunikation hat die Beziehung zu anderen Menschen
innerhalb des Praxisteams und im Um- beeinflussen und wie sich Konflikte
gang mit den Patienten einen hohen frühzeitig entschärfen lassen. Nur so
Stellenwert. Nicht nur die Zufrieden- können sie ängstlichen Kindern den
heit der Patienten, sondern auch die richtigen Zuspruch geben oder die nötige
reibungslosen Abläufe sind von den Geduld für Patienten mit Schmerzen
kommunikativen Fähigkeiten der Zahn- aufbringen.
medizinischen Fachangestellten ab-
hängig. Für die Zahnmedizinischen Fachange-
stellten ist es selbstverständlich, Pati-
Kommunikation ist mehr als nur reden, enten freundlich anzusprechen und ein
erklären, Ratschläge geben und Anwei- offenes Ohr für deren Sorgen zu haben,
sungen erteilen. Es ist für die Mitarbeiter Hilfestellungen zu geben und jederzeit
in den Zahnarztpraxen wichtig zu wissen, verständnisvoll zu reagieren.
wie Gesten, Tonfall und Körperhaltung

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Was erwartet mich
während der Ausbildung?

Die Ausbildung zur | zum Zahnmedi-


zinischen Fachangestellten dauert drei
Jahre und erfolgt im dualen System
an zwei Lernorten:
in der Zahnarztpraxis und im Berufskolleg.
Die Wahl der jeweiligen Praxis hängt von
der persönlichen Neigung ab, dies kann
beim Zahnarzt, beim Kieferorthopäden,
beim Oralchirurgen oder in Zahnkliniken
Ausbildung

sein.

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Praxis Berufskolleg
Die zu vermittelnden Kenntnisse und Der Unterricht im Berufskolleg findet
Fertigkeiten während der Ausbildung in der Regel zweimal in der Woche
sind im Ausbildungsrahmenplan statt, vertieft das praktische Wissen
festgelegt. und vermittelt ausbildungsrelevante
Kenntnisse.
Dazu gehört in der Praxis z. B. Im ersten Ausbildungsjahr sind z. B.
- Durchführung von Hygienemaß- die Organisation der Praxishygiene, die
nahmen, Abrechnung von Wurzelkanalbehand-
- Patientenbetreuung, lungen, der Empfang und die Begleitung
- Vor- und Nachbereitung der Behand- der Patienten und die Grundlagen im
lungsräume, Beruf und Gesundheitswesen vorge- Ausbildung
- Asstistenz, sehen.
- Einsatz von Röntgengeräten, Im zweiten Ausbildungsjahr steht unter
- Umgang mit Arznei- und Heilmitteln, anderem die Organisation von Praxisab-
- Pflege, Wartung und Einsatz medizi- läufen, die Verwaltung und Beschaffung
nischer Geräte und Instrumente, von Waren und das Vorbeugen von Zwi-
- Praxisorganisation und -verwaltung schenfällen, sowie die Hilfeleistung im
sowie Notfall auf dem Lehrplan.
- Hilfeleistung bei Zwischen- und Das dritte und letzte Ausbildungsjahr
Unfällen. beschäftigt sich beispielsweise mit der
Planung und Durchführung der Prophylaxe
(Vorbeugung von Zahnerkrankungen),
der Vorbereitung von Röntgen und
Strahlenschutzmaßnahmen, der Ab-
rechnung von Parodontose-Behand-
lungen und der Gestaltung von
Praxisprozessen. 11
Berichtsheft Aktuelle Vergütungstarife können auf der
Internetseite der Kammer eingesehen
Das Berichtsheft gibt den Auszubil- werden: www.zahnaerzte-wl.de/zfa
denden, den Ausbildern und der Zahn-
ärztekammer einen genauen Überblick
über den jeweiligen Ausbildungstand.
Es zeigt den zeitlichen und sachlichen
Ablauf der Ausbildung an. Die vermit-
telten Kompetenzen werden durch Fach-
berichte dokumentiert. Das Führen des Prüfungen
Ausbildung

Berichtsheftes ist u. a. eine Voraus-


setzung für die Zulassung zur Abschluss- Während der Ausbildung sind eine
prüfung. Zwischen- und eine Abschlussprüfung
abzulegen. Die schriftliche Zwischen-
prüfung erfolgt kurz vor Ende des
Ausbildungsvergütung 2. Ausbildungsjahres. Die Teilnahme
ist verpflichtend, um zur Abschluss-
Im Rahmen der Ausbildung zur | zum prüfung zugelassen zu werden.
Zahnmedizinischen Fachangestellten Die Abschlussprüfung besteht am Ende
wird von den Arbeitgebern eine jährlich der Ausbildung aus dem schriftlichen
ansteigende Ausbildungsvergütung ge- und dem mündlich | praktischen Teil.
zahlt. Die Vergütung ist im Vergütungs- Bei guten schulischen Leistungen kann
tarif geregelt. Die Arbeitgeber dürfen eine vorgezogene Abschlussprüfung
diese nur maximal 20% unterschreiten. beantragt werden.

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„Die Ausbildung zur ZFA war genau das Richtige für mich.
Die abwechslungsreichen Tätigkeiten und der Umgang mit
Menschen machen viel Spaß.“
Melisa Onur

„Der Beruf ist vielseitiger als ich dachte.


Ausbildung
Ich wollte gern etwas Medizinisches machen, mich hat aber
auch die Verwaltung interessiert. Hier habe ich beides.“
Vivien Wieczorek

„Die Chancen nach der Ausbildung übernommen zu werden


sind super gut, genauso wie die Fortbildungsmöglichkeiten.“
Jasmin Baumgart

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Spätere attraktive Jobperspektiven und
bessere Verdienstmöglichkeiten sind
nicht nur abhängig von einer guten Aus-
bildung, sondern auch von der Möglich-
keit und der stetigen Bereitschaft, sich
fortzubilden.

Um selbst weiterzukommen und die


Patienten noch kompetenter betreuen
und beraten zu können, stehen Anpas-
sungs- und Aufstiegsfortbildungen
zur Verfügung.
Ausbildung und dann?

Die Anpassungsfortbildungen haben Die Aufstiegsfortbildungen laufen


in der Regel eine kurze Fortbildungs- über einen längeren Zeitraum und
dauer und aktualisieren und erweitern geben die Möglichkeit des beruflichen
die Kenntnisse und Fähigkeiten und Aufstiegs verbunden mit mehr Kompe-
somit den Einsatzrahmen der Zahn- tenzen und einem höheren Gehalt.
medizinische Fachangestellten.
Die Aufstiegsfortbildungen werden
Hierzu gehören z. B. in Unterrichtsblöcken sowohl für den
- Prothetische Assistenz, Assistenzbereich
- Oralchirurgisch-Implantologische - Zahnmedizinische | r Prophylaxe-
Assistenz, assistent | in,
- Basiskurs Prophylaxe, - Dentalhygiener | in,
- Zusatzmodul Prophylaxe, als auch berufsbegleitend für den
- Versiegelung von Zahnfissuren, Verwaltungsbereich:
- Hygienemanagement in der - Fachwirt | in für Zahnärztliches
Zahnarztpraxis, Praxismanagement,
- Qualitätsmanagement und - Betriebswirt | in im Gesundheitswesen
-sicherung. angeboten.

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Struktur der Aufstiegsfortbildung der
Zahnärztekammer Westfalen-Lippe

Zahnärztliche Zahnärztlicher
Behandlungsassistenz Verwaltungsbereich

Ausbildung und dann?


Dentalhygieniker | in (DH)
Dauer: 1 Jahr = 950 U-Std.
in Kooperation mit dem
Universitätsklinikum Münster

Zertifikatskurs:
Betriebswirt | in im
Gesundheitswesen
Dauer: 2 Jahre = 1.050 U-Std.
Fachwirt | in für Zahnärzt- Anbieter: Fachhochschule
Zahnmedizinische | r liches Praxismanagement Münster in Kooperation
Prophylaxeassistent | in (ZMP) Dauer: 1 Jahr = 600 U-Std. mit der ZÄKWL
Dauer: 0,5 Jahre = 450 U-Std.

Berufsausbildung Zahnmedizinische Fachangestellte


Dauer: 3 Jahre (Verkürzungen möglich)

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Infos für Berufseinsteiger

www.facebook.com/zaekwl

www.facebook.com/zaekwl