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UNIVERSITATSFORSCHUNGEN
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ZUR PRÄHISTORISCHEN ARCHAOLOGIE
Pankau · Die älterhallstattzeitliche Keramik aus
Media~ /Siebenbürgen
Universitätsforschungen
zur prähistorischen Archäologie

Band 109

Aus dem Institut für Prähistorische Archäologie


der Freien Universität Berlin

2004
Dr. Rudolf Hobelt GmbH, Bann
Die älterhallstattzeitliche Keramik aus
Media~ /Siebenbürgen

von

Cloudia Pankau

2004
Dr. Rudolf Hobelt GmbH, Bonn
ISBN 3-7749-3286-7

Ein Titeldatensatz ist bei der Deutschen Bibliothek erhältlich.


(http:/ /www.ddb.de)

Copyright 2004 by Dr. Rudolf Hobelt GmbH, Bonn


VORWORT
DER HERAUSGEBER

Die Reihe "Universitätsforschungen zur prähistori- Ursprünglich hatten sich fünf Universitätsinstitute in
schen Archäologie" soll einem in der jüngeren Vergan- Deutschland zur Herausgabe der Reihe zusammenge-
genheit entstandenen Bedürfnis Rechnung tragen, funden, der Kreis ist inzwischen größer geworden. Er
nämlich Examensarbeiten und andere Forschungslei- lädt alle interessierten Professoren und Dozenten ein,
stungen vornehmlich jüngerer Wissenschaftler in die als Mitherausgeber tätig zu werden und Arbeiten aus
Öffentlichkeit zu tragen. Die etablierten Reihen und ihrem Bereich der Reihe zukommen zu lassen. Für
Zeitschriften des Faches reichen längst nicht mehr aus, die einzelnen Bände zeichnen jeweils die Autoren und
die vorhandenen Manuskripte aufzunehmen. Die Uni- Institute ihrer Herkunft, die im Titel deutlich gekenn-
versitäten sind deshalb aufgerufen, Abhilfe zu schaf- zeichnet sind, verantwortlich. Sie erstellen Satz, Um-
fen. Einige von ihnen haben mit den ihnen zur Ver- bruch und einen Ausdruck. Bei gleicher Anordnung
fügung stehenden Mitteln unter zumeist tatkräftigem des Umschlages haben die verschiedenen beteiligten
Handanlegen der Autoren die vorliegende Reihe be- Universitäten jeweils eine spezifische Farbe. Finan-
gründet. Thematisch soll darin die ganze Breite des zierung und Druck erfolgt entweder durch sie selbst
Faches vom Paläolithikum bis zur Archäologie der oder durch den V erlag Dr. Rudolf Habelt GmbH,
Neuzeit ihren Platz finden. der in jedem Fall den Vertrieb der Bände sichert.

Herausgeber sind derzeit:

Clemens Eibner (Heidelberg)


Alfred Haffner (Kiel)
Bernhard Hänsel (Berlin)
Joachim Henning (Frankfurt am Main)
Walter Janssen t (Würzburg)
Albrecht Jockenhövel (Münster)
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Jens Lüning (Frankfurt am Main)
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Hermann Parzinger (Berlin)
Margarita Primas (Zürich)
Konrad Spindler (lnnsbruck)
Heiko Steuer (Freiburg im Breisgau)
Biba Terzan (Berlin)
Andreas Zimmermann (Köln)
Vorwort

Die vorliegende Studie ist die leicht überarbeitete Fassung meiner Magisterarbeit, die im September
2001 am Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin unter der Betreuung von
Herrn Prof. Dr. Bernhard Hänsel abgeschlossen wurde. Nach 2002 erschienene Fachliteratur wurde
nicht mehr berücksichtigt. Die Arbeit konnte nur mit der Unterstützung zahlreicher Personen zustande
kommen, denen ich auf diesem Wege sehr herzlich danken möchte.
An erster Stelle danke ich Nikolaus und Rodica Boroffka dafür, daß sie mir das von ihnen gezeich-
nete Material aus Media~ zur Bearbeitung überlassen haben und jederzeit für zahlreiche Fragen und
Anregungen zur Verfügung standen.
Besonders bedanken möchte ich mich auch für den herzlichen Empfang, den mir Eugenia Zaharia
und Ligia Bärzu in Bukarest bereitet haben, und für die Bereitwilligkeit, mit der sie ihre nun schon
Jahrzehnte zurückliegende Grabung in Media~ mit mir noch einmal erörterten.
Bernhard Hänsel und Biba Tedan danke ich dafür, daß sie die Betreuung der Arbeit übernommen
haben und stets zum Gespräch bereit waren.
In bester Erinnerung wird mir die freundliche Aufnahme in Media~ und die vielfältige, interessierte
Unterstützung durch Valer Rus , Peter Weber, Doina Com~a, Diana Macarie und die übrigen Mitarbei-
ter des Museums Media~ bleiben.
Durch Rat und Tat nicht unwesentlich zum Gelingen der Arbeit beigetragen haben außerdem, in
Rumänien, Gheorghe Baltag, Mihai Bläjan, Horia Ciugudean, Alexandru Morintz, Nona Palinca~ ,
Carina und Irina Papa, Dragomir Popovici, George Trohani, Valentin Vasiliev, Alexandru Vulpe;
in Berlin, Sybille Behrens, Marie-Luise Dunkelmann, Florin Gogältan, Denis Gontscharov, Alix
Hänsel, Erika Hausmann, Vera Hubensack, Joachim und Jutta Kneisel, Judith Lücke, Carola Metzner-
Nebelsick, Thomas Pankau, Gabriele Samietz, Eugen Sava, Tudor Soroceanu, Daniel Spänu, Gabor
Szab6, Gesa Zschoche.
Ein besonderer Dank gilt meinen Eltern dafür, daß sie mir das Studium ermöglicht haben.

Die Arbeit ist der Erinnerung an meine Mutter gewidmet.


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung ........................................................................................................................................... 1
1. Zielsetzung und Struktur der Arbeit ................................................................................................... 1
2. Die Materialaufnahme ........................................................................................................................ 1
3. Die chronologische Einordnung des Fundmaterials ........................................................................... 2

ll. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~ ............................................................................ 4


1. Die naturräumliche Umgebung ........................................................................................................... 4
2. Fund- und Forschungsgeschichte ........................................................................................................ 4
3. Die Fundstellen .................................................................... ............................................................... 6
3.1 Siedlungsfunde ................................................................................................................................... 6
3.1.1 Cetate .................................................................................................................................................. 6
3.1.2 Gura Campului- Stadtviertel ........................................................................................................... 18
3.1.3 Baiade nisip ..................................................................................................................................... 21
3.1.4 Gura Campului-Ha~ma~ .................................................................................................................... 22
3.1.5 Strada Timavei 59/A ......................................................................................................................... 22
3.1.6 Str. Dupa Zid .................................................................................................................................... 22
3.1.7 Rora mica .......................................................................................................................................... 22
3.1.8 I~colani-Uzina de apa ....................................................................................................................... 22
3.1.9 Str. Aurel Vlaicu ............................................................................................................................... 22
3.2 Grabfunde ......................................................................................................................................... 22
3 .2.1 Cetate ................................................................................................................................................ 23
3.2.2 Lunca Ciorilor ................................................................................................................................... 23
3.2.3 Ehemaliger Garten Wachsmann ....................................................................................................... 24
3.2.4 Incinta Bisericii evanghelice ............................................................................................................. 24
3.2.5 Strada Piersicului nr. 8 und 13 .......................................................................................................... 24
3.2.6 Strada Petru Rare~ nr. 13/Ecke Strada Bujor ......................................................... ........................... 24
3.2.7 Strada Magurii .................................................................................................................................. 24
3.3 Hort- und Einzelfunde ...................................................................................................................... 24
3.3.1 Str. Teba ............................................................................. .............................................................. 24
3.3.2 Media~ und Umgebung ..................................................................................................................... 25
3.3.3 Umgebung von Media~ ..................................................................................................................... 25
3.3.4 Kokeltal ............................................................................................................................................ 25
4. Zusammenfassung und Interpretation ............................................................................................... 25

ill. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur ................... 27
1. Der Komplex der kannelierten Keramik ........................................................................................... 27
2. Zur Definition der Gava-Kultur ........................................................................................................ 28
2.1 Die keramischen Leitformen ............................................................................................................ 28
2.1.1 Forschungsgeschichte zur Definition des "Gava-Typus" ................................................................. 28
2.1.2 Herstellungstechnik .......................................................................................................................... 29
2.1.3 Gefäßformen ..................................................................................................................................... 29
2.1.4 Verzierungen .......................................................................... ............................................. ............. 30
2.1.5 Andere Objekte ................................................................................................................................. 31
2.2 Die Hort- und Metallfunde ............................................................................................................... 31
2.3 Das Siedlungswesen ......................................................................................................................... 31
2.4 Das Bestattungswesen ...................................................................................................................... 32
2.5 Ergebnis ............................................................................................................................................ 32
3. Die räumliche Abgrenzung der Gava-Kultur ............. .......... ............................................................. 33
3.1 Das Ursprungsgebiet der Gava-Kultur und ihre Ausbreitung ........................................................... 33
3.2 Zur Bestimmung des Verbreitungsgebietes ...................................................................................... 34
3.3 Die Regionalgruppen ........................................................................................................................ 35
3.4 Grenzen und Nachbarn ..................................................................................................................... 36
4. Die zeitliche Abgrenzung ................................................................................................................. 39
4.1 Die Entstehung aus mittel- bis spätbronzezeitlichen Kulturen ......................................................... 39
4.2 Das Ende der Gava-Kultur ................................................................................................................ 41

IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Medias ........................... 43
1. Zum Vorgehen ................................................................................................................................... 44
2. Die Formbeschreibung ....................................................................................................................... 44
2.1 Grundsätze der Formansprache und Benennung der einzelnen Gefäßteile ........................................ 44
2.2 Formbeschreibung der einzelnen Gefäßteile .............................................................. ....................... 45
2.3 Wertung der Formdetails bei der Typenbildung ............................................................................... .48
3. Die Typenbeschreibung ..................................................................................................................... 48
4. Die Beschreibung der Verzierungen .................................................................................................. 68
4.1 Die Verzierungstechniken ................................................................................................................. 69
4.2 Die Verzierungselemente und -motive .............................................................................................. 70
4.3 Zusammenfassung ............................................................................................................................. 83
5. Korrelation von Gefäßformen und Verzierungen .............................................................................. 83
6. Zusammenhang von Farbe-Oberflächenbehandlung-Magerung und Gefäßtyp ................................. 83
7. Abschließende Charakterisierung der Keramik ................................................................................. 84

V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren Chronologie der Gava-Kultur ..................... 86
1. Die Phaseneinteilungen in den verschiedenen Regionen der Gava-Kultur ........................................ 86
1.1 Mahala 111 und IV nach Smirnova ..................................................................................................... 86
1.2 Somotor I und II nach Paulfk ............................................................................................................. 87
1.3 Gava I und II nach Kemenczei .......................................................................................................... 88
1.4 Siebenbürgen ..................................... ................................................................................................ 90
2. Die Synchronisierung der regionalen Phaseneinteilungen ................................................................. 95
3. Folgerungen für die Datierung von Media~ ....................................................................................... 97

VI. Zusammenfassung!Rezumat ........................................................................................................... 99

Hinweise zur Benutzung von Katalog und Tafeln .................................................................................... 102


Fundkatalog .............................................................................................................................................. 105
Literaturverzeichnis .................................................................................................................................. 163
Abbildungsnachweis .................................................. ............................................................................... 177
Abkürzungsverzeichnis ............................................................................................................................ 178
Typentafeln 1-6
Tafeln 1-49
I. Einleitung

1. Zielsetzung und Struktur der Arbeit


In dieser Arbeit wird das Material eines altbekannten, vielzitierten Fundortes neu bearbeitet und erst-
mals repräsentativ vorgelegt, um der Beantwortung der Frage nach der chronologischen Stellung von
Media~ im Rahmen der Gava-Kultur einen Schritt näherzukommen. Die Arbeit beginnt mit einer aus-
führlichen Darstellung der lokalen Forschungsgeschichte zur älteren Hallstattzeit in Media~. Dadurch
soll das Ausmaß der Besiedlung ins rechte Licht gerückt werden, nachdem man sich in der Fachlitera-
tur bislang weitgehend auf die Diskussion der Höhensiedlung auf der Cetate beschränkt hat, die durch
Eugenia Zaharias Ausgrabung 1958 bekannt geworden ist'. Für die Einordnung von Media~ in die
größeren kulturellen Zusammenhänge der älteren Hallstattzeit des Donau-Karpatenraumes wird im
folgenden Kapitel der Forschungsstand zur Gava-Kultur referiert und diskutiert. Dies erschien als ein
sehr notwendiges Unterfangen in Anbetracht der zwar umfangreichen, doch häufig oberflächlichen
und in sich widersprüchlichen Literatur zu diesem Thema. Der Hauptteil der Arbeit besteht in der Ty-
pengliederung der Gefäßkeramik sowie der zeitlichen und räumlichen Einordnung der dabei herausge-
arbeiteten Form- und Ziertypen. Das letzte Kapitel ist der Stellung von Media~ im Rahmen der inneren
Chronologie der Gava-Kultur gewidmet. Dafür wird zunächst der aktuelle Wissensstand bezüglich der
unterschiedlichen Phaseneinteilungen der Gava-Kultur dargestellt und analysiert, um schließlich die
bei der Einordnung der Gefäßtypen aus Media~ gewonnenen Erkenntnisse damit zu konfrontieren.

2. Die Materialaufnahme
Älterhallstattzeitliches Material aus Media~ wird an mindestens fünf verschiedenen Orten aufbewahrt.
Der Großteil der bei der Ausgrabung von E. Zaharia 1958 gefundenen Keramik liegt im Nationalmu-
seum in Bukarest (Inv.-Nr. 61735-62343), ein kleinerer Teil, darunter die von Zaharia 1965 veröffent-
lichte Keramik, ist allerdings zur Zeit nicht auffindbar2 • Im städtischen Museum von Media~ befinden
sich große Mengen an älterhallstattzeitlicher Keramik, die nur teilweise mit Inventarnummern verse-
hen sind. Das Material stammt meistens aus Zufallsfunden, selten aus kleineren Ausgrabungen, die im
Laufe der letzten Jahrzehnte in Media~ und Umgebung gemacht wurden. Die genauen Fundstellen
waren häufig nicht mehr zu ermitteln. Im Brukenthalischen Museum in Sibiu liegen in erster Linie
Funde, die im 19. Jahrhundert in Media~ und Umgebung gemacht wurden 3 , und zwar unter den Inv.-
Nr. 1989-2021; 2068-2110; 2246-2278; 2758-2780; 3718-37224 und 4656-87; 4804; 4806-4848, 5400-
5424; 102295 . Im Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte werden unter der Inv.-Nr. IVa 1022
einige wenige Scherben von der Cetate in Media~ aufbewahrt, die 1917 von P. Träger nach Berlin
gebracht wurden 6 .
Selbst gesehen und teilweise gezeichnet habe ich das Material im Nationalmuseum Bukarest, im
Museum Media~ 7 sowie in Berlin. Ein Großteil der bislang unveröffentlichten Keramik wurde jedoch
von Nikolaus und Rodica Boroffka gezeichnet und mir großzügigerweise zur Verfügung gestellt.
Das in dieser Arbeit vorgelegte Material soll einen Überblick geben über die älterhallstattzeitliehen
Formen, die in Media~ auftreten. Dabei wurde nicht versucht, das vorhandene Material vollständig

1
siehe hierzu auch Pankau 2004
2
Möglicherweise befindet es sich im Institut für Thrakologie, Bukarest. Information Eugenia Zaharia und Alexandru Mo-
rintz.
3
Rus 1999c, 9
4
Information Nicolae Rodean
5
Cri ~anJSzuchy 1955-1956, 12-13; Horedt 1944, 99
6
siehe auch Cri~anJSzuchy 1955-56, 12
7
Dies erfolgte im Rahmen einer vierwöchigen Reise nach Rumänien im September 2000, bei der ich auch Gelegenheit hatte,
das noch weitgehend unveröffentlichte Material aus Bogata im Muz. al Unirii Alba Iulia aufzunehmen. Dafür sei an dieser
Stelle H. Ciugudean noch einmal herzlich gedankt.
-
2 I. Einleitung

abzubilden, sondern die Bandbreite exemplarisch vorzustellen, so daß auch m etwa das
Mengenverhältnis der Typen deutlich wird.

3. Die chronologische Einordnung des Fundmaterials


Für die Bezeichnung der urnenfelderzeitlichen Stufen HaA-B nach Reinecke und Müller-Karpe, in die
sich das Material von Media~ wie auch die Gava-Kultur grob einordnen lassen, kursieren verschiedene
Begriffe. Am weitesten verbreitet in der rumänischen Terminologie und daher auch in dieser Arbeit
verwendet sind die synonym gebrauchten Begriffe der frühen oder älteren Hallstattzeit, die auf die
späte Bronzezeit folgt. Letztere läßt Vulpe um 1150 v. Chr. enden8 . Petrescu-Dimbovita und Horedt
verwenden dagegen den Begriff der späten Bronzezeit im Sinne der mitteleuropäischen (PBF)-
Terminologie, d.h. auf die mittlere Bronzezeit (1700-1350 v. Chr.) folgt die Jungbronzezeit (1350-
1150 v. Chr., BzC-D), darauf die Spätbronzezeit (1150-750 v. Chr.), die HaA-B entspricht9 • Die Stufe
HaC wird als mittlere, HaD als späte Hallstattzeit bezeichnet 10 . Zusammenfassend wird für HaC-D in
dieser Arbeit der Begriff ,jüngere Hallstattzeit" verwendet. Eine weite Räume umfassende Auseinan-
dersetzung mit Fragen der Chronologiesysteme und Synchronisierung der äußerst vielfältigen Stufen-
bezeichnungen dieses Zeitraums bietet Gumä 11 •
Kennzeichnend für die ältere Hallstattzeit ist bereits das erste, sporadische Auftreten eiserner Ge-
rätschaften in Siedlungen, Hortfunden und Gräbern, weshalb dieser Zeitabschnitt auch häufig als frühe
oder erste Eisenzeit bezeichnet wird 12 . Ciugudean dagegen möchte aufgrund der sehr geringen Zahl
eiserner Objekte in HaA diese Stufe noch als den letzten Teil der späten Bronzezeit oder als eine Ü-
bergangsperiode kennzeichnen 13 • Die ältesten Eisenobjekte Rumäniens stammen aus dem 13. Jh., wie
z.B. das eiserne Tüllenbeil aus einem Hügelgrab von Läpu~ 14 • Während in HaA die Eisengegenstände
noch sehr sporadisch bleiben, werden sie in HaB häufiger 15 • Erst im 8. Jh. wurden bronzene Waffen
komplett durch eiserne ersetzt 16 •
In absoluten Daten ausgedrückt, wird die Gava-Kultur von der Wende des 13./12. Jh. bis zur Wen-
de des 8./7. Jh. angesetzt 17 • Aktuelle absolute Datierungen der urnenfelder- und hallstattzeitliehen Stu-
fen finden sich bei Pare 18 •
Grundlegend für die chronologische Gliederung der Hortfunde im Karpatenbecken insgesamt sind
die Arbeiten von v. Brunn 1968, Hänsel 1968 und Pare 1998; für Rumänien Rusu 1963, Petrescu-
Dimbovita 1977 und 1978; für Ungarn die Arbeiten von Mozsolics 1967, 1973, 1985, 2000.
Die Bearbeitung des Mediascher Materials kann sich weder auf eine gut dokumentierte Stra-
tigraphie noch auf Metallfunde stützen. Seine zeitliche und kulturelle Einordnung kann also nur über
den Typenvergleich nach außen erfolgen. Einerseits wurde daher versucht, mittel- und spätbronzezeit-
liche Vorläufer bzw. jüngerhallstattzeitliche "Erben" der in Media~ vertretenen Gefäßtypen zu identi-
fizieren. Andererseits wurde eine Sammlung der mit Metallobjekten vergesellschafteten Gava-
Keramikfunde angelegt, um präzisere Anhaltspunkte für die Datierung des Mediascher Materials zu
bekommen.
Besonders intensiv wurde die Suche nach Vergleichsfunden für Siebenbürgen betrieben. Hier wur-
de angestrebt, sämtliche in der Literatur veröffentlichte älterhallstattzeitliche Keramik zu sammeln,
um sie mit der aus Media~ vergleichen zu können. Unter Siebenbürgen wird in dieser Arbeit aus-
schließlich der innerkarpatische Raum verstanden (jud. Alba, Bistrita-Näsäud, Bra~ov, Cluj, Covasna,
8
Vulpe 1990, 103-104; ders. 1995a, 26
9
Petrescu-Dimbovita 1988, 175; ders. 1995, 55-56; Horedt 1967a, 5
10
Petrescu-Dimbovita 1988, 175
11
Guma 1993, 110-140
12
Morintz 1974, 902; L:iszl6 1977; Musca 1982; Petrescu-Dimbovita 1988, 175; Boroffka 1991; Stoia 1989, 43; dies. 1992,
394; Vulpe 1995a, 30; Ardeu 1995-96, 191-192
13
Ciugudean 1994, 25
14
Laszl6 1977, 58; Boroffka 1991, 2; Vulpe 1995a, 30
15
Laszl6 1977, 53; Ardeu 1995-96, 192
16
Vulpe 1995a, 30
17
Furmanek!V eliaCik!Vladar 1999, 104
18
Pare 1998, 299
I. Einleitung 3

Harghita, Hunedoara, Mure~, Sälaj und Sibiu), d.h. Cri~ana und Maramure~ fallen nicht unter diesen
Begriff. Es gibt eine ganze Reihe von Repertorien, in denen die archäologischen Fundstellen dieser
Region gesammelt wurden, darunter natürlich auch die älterhallstattzeitlichen. Frühe Beispiele dieser
Art stellen die Werke von Goos 1876, Teglas 1887, Martian 1909 und 1920 sowie Roska 1942 dar.
Neuere Arbeiten haben sich meistens einzelnen Kreisen bzw. Teilen davon gewidmet 19 • Ein auf die
älterhallstattzeitliehen Fundstellen spezialisiertes Repertorium für Siebenbürgen stammt von Ardeu
1995-96. Die Repertorien können zwar einen Eindruck von der großen Zahl der älterhallstattzeitliehen
Fundstellen in Siebenbürgen verrnitteln20 . Der Forschungsstand ist dennoch als schlecht zu bezeich-
nen, da nur von den wenigsten Fundstellen Material veröffentlicht wurde2 1•
Das Suchen von Parallelen, speziell im Rahmen gut datierbarer Komplexe, hat sich räumlich je-
doch nicht auf Siebenbürgen beschränkt - einbezogen wurde das gesamte Verbreitungsgebiet der
Gava-Kultur und ihrer Nachbarn, auch wenn es dort nicht so intensiv betrieben werden konnte.

19
jud. Alba: Moga/Ciugudean 1995; jud. Bra$ov: Costea 1995 und 1996; jud. Cluj: Ferenczi 1962 sowie Cri ~an u.a. 1992;
jud. Covasna: Cavruc 1998; jud. Harghita: Benkö 1992 und Cavruc 2000; jud. Hunedoara : Andritoiu 1979; jud. Mure$:
Soroceanu u.a. 1977, Baltag/Amlacher 1987-88, dies. 1994, Baitag 2000 sowie Lazär 1995 ; jud. Siilaj: Lak6 1983 und 1986
20
Nach Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991 , 10 ist von etwa 550 bekannten Fundstellen auszugehen.
21
Ardeu 1995-96, 192-193 und Fig. 4 hat den Erforschungsgrad der einzelnen Fundstellen gut zusarnmengefaßt.
II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~

1. Die naturräumliche Umgebung


Die Stadt Media~ gehört zum Kreis Sibiu und befindet sich rund 56 km nordöstlich der Kreishaupt-
stadt Sibiu!Hermannstadt im hügeligen Tämava-Gebiet des Siebenbürgischen Hochlandes • Media~
1

liegt am mittleren Lauf der Tärnava Mare/Großen Kokel an der Stelle, an der der Mo~na/Meschner
Bach in den Fluß mündet.
Das beherrschende Stadtrelief ist jenes der Durchbruchslandschaft, die die Tärnava Mare progres-
siv in das Tal eingetieft hat, umrahmt von weitläufig geschwungenen Hügeln mit durch menschlichen
Einfluß leicht abgeflachten Kuppen, die gegen ihre Höhen hin in Laubwaldflächen auslaufen. Das
Stadtgebiet verteilt sich auf die Flußterrassen der Tärnava Mare und mehrere unterschiedlich hohe
Hügel, so daß seine Höhenlage bloß als Durchschnitt angegeben werden kann (etwa 300 m ü.d.M.).
Der höchste der umliegenden Hügel, dealul Baznei, erreicht 598m2 . Mehrere kleinere Bäche münden
im Stadtgebiet von Norden (Wewern, Greweln) oder von Süden (lghi~, Mo~na, Buzd) kommend in die
Tärnava Mare, davon ist der Mo~na der einzige, der das ganze Jahr über Wasser führt. Wewern,
Greweln, Ighi~ und Buzd bilden zeitweise nur Rinnsale3 .

2. Fund- und Forschungsgeschichte


Der Raum von Media~ ist nachweislich seit der Jungsteinzeit besiedelt worden4 . Besonders dicht war
die Besiedlung in der älteren Hallstattzeit5 . Davon zeugen zahlreiche Funde der für diese Epoche
kennzeichnenden kannelierten Keramik, die meistens innen orange-rot und außen glänzend schwarz
ist. Die Mehrzahl der Entdeckungen besteht aus Siedlungsresten, die auf den niederen und mittleren
Terrassen der Tärnava Mare identifiziert wurden, wie auch auf den Hügeln mit sanften Abhängen 6•
Unmittelbar wichtig für die Einbettung der älterhallstattzeitliehen Siedlungsspuren sind die direkt vo-
rangehende Epoche (die späte Bronzezeit) wie auch die nachfolgende Epoche (jüngere Eisenzeit). Zu
ihnen sollen daher ebenfalls einige Bemerkungen gemacht werden.
Die späte Bronzezeit ist in Media~ nur schwach repräsentiert. Petrescu-Dimbovita veröffentlichte
eine Hakensichel von Media~ 7 , ohne genauere Fundortangabe, die er in die Hortfundstufe Uriu datier-
te. Da Sicheln in ihrer überwältigenden Mehrzahl aus Horten stammen und dabei gleichzeitig die
stärkste Hort-Fundgattung bilden, ist die Sichel möglicherweise letzter Rest eines Hortes 8 . Siedlungs-
spuren und ein Grab der Wietenberg-Kultur im Bereich der Gura Cämpului genannten Flußterrasse
werden verschiedentlich erwähnt9 . Weitere Wietenberg-Siedlungsspuren fanden sich in der Baia de
10
nisip . Die Hinweise auf die Naua-Kultur von der Cetate sowie im Stadtviertel Gura Cämpului sind
unsicher ; sicher ist, daß im Museum Media~ einige typische Nauagefäße aufbewahrt werden, z.T.
11

auch solche mit überhöhten Henkeln und mit Knopfhenkeln. Schließlich enthält die Sammlung des
Museums einige spätbronzezeitliche bronzene Tüllenbeile u.a. vom siebenbürgischen Typ 12 • Ihre
genaue Herkunft ist allerdings unbekannt.

1
Morariu 1961 , 15
2
Murgu 1967, 5; Raica 1994, 13
3
Raica 1994, 21
4
Eine gute Zusammenfassung der Geschichte der archäologischen Forschung im Tal der Tärnava Mare bietet Baitag 2000,
13-20.
Nestor/Zaharia 1961, 171 ; BlajariiBotezatu/Com~a 1987 , 52
5
6
Blajan u.a. 1980, 214
7
Petrescu-Dimbovita 1978, Taf. 17, Nr. 1814
8
Petrescu-Dimbovita 1978, V
9
Andritoiu 1979,22 Anm. 15; Winkler u.a. 1983, 128; Boroffka 1994a, 56
Szekely 1953, 8; Cri~an 1955-56, 32-34; Blajan/Togan 1978, 42
10

Szekely 1953, 6; Blajan/Botezatu/Com~a 1987, 52 Anm. 19; Florescu 1991, 91 Nr. 337-338
11
12
Ru su 1966, 36 Nr. 81
II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~ 5

Die ersten Nachrichten von Funden älterhallstattzeitlicher Keramik im Gebiet von Media~ betreffen
den "Cetate" genannten Hügel, der im Norden der Stadt am rechten Ufer der Tamava Mare liegt. Sie
stammen aus dem 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts 13 . Intensiver beschäftigt haben sich
mit der älteren Hallstattzeit in Media~ folgende Autoren:
Szekely 1953 bietet lediglich eine Aufzählung einiger Zufallsfunde älterhallstattzeitliehen Materials
an verschiedenen Stellen in Media~, nämlich der Cetate, der Lunca Ciorilor und der Baia de nisip.
Cri-$an/Szuchy 1955-56 behandeln im Rahmen ihres allgemeinen Aufsatzes zur Vor- und Frühge-
schichte von Media~ kurz die ältere Hallstattzeit, indem sie einige Fundplätze anführen wie die Cetate,
die Baia de nisip und den Garten Wachsmann. Cri-$an 1955-56 beschreibt seine Ausgrabung in der
Baia de nisip und seine Geländeuntersuchungen auf der Cetate. Zaharia hat zu ihrer 1958 auf der Ce-
tate durchgeführten Ausgrabung zwei Aufsätze veröffentlicht - einen kürzeren, der sich nur mit der
Grabung beschäftigt, 1961 14, einen längeren 1965. In letzterem behandelt sie anhand der Funde von
u.a. Media~ die ältere Hallstattzeit Siebenbürgens und beschäftigt sich ausführlicher mit dem kerami-
schen FundmateriaL Blajan u.a. 1980 berichten über die Ausgrabung zweier älterhallstattzeitlicher
Wohngruben im Stadtviertel Gura Campului und bieten zusätzlich eine Kartierung der älterhallstatt-
zeitlichen Fundpunkte in Media~ und Umgebung. Blajan/Botezatu/Com-$a 1987 stellen die Grabfunde
der älteren Hallstattzeit zusammen, die man bis 1987 im Stadtgebiet gemacht hat. Generell muß für
die 1970er und 80er Jahre die archäologische Arbeit von G. Togan und M. Bläjan in Media~ hervorge-
hoben werden 15 , die viele älterhallstattzeitliche Fundstellen identifizierten. Rus 1999b schließlich hat
in seinem Repertorium der vor- und frühgeschichtlichen Funde in Media~ auch einige älterballstatt-
zeitliche zusammengetragen.
Insgesamt kann festgestellt werden, daß von den großen Mengen an älterhallstattzeitlicher Kera-
mik, die in Media~ im Laufe der Zeit immer wieder zutage getreten sind, nur ein ganz kleiner Teil
bisher in Abbildungen veröffentlicht worden ise 6 . Dennoch hat sich seit der Grabung von Zaharia im
Jahr 1958 der Begriff der "Media~-Kultur" in der Fachliteratur etabliert. Dieser Terminus stützt sich
ausschließlich auf die zwar aussagekräftigen, aber nur exemplarisch vorgestellten Gefäße und Gefäß-
fragmente, die Zaharia 1965 im Artikel über ihre Cetate-Grabung abbildete. Die vorliegende Arbeit
soll ihren Teil dazu beitragen, den Begriff inhaltlich auf eine breitere Grundlage zu stellen und kritisch
zu überprüfen.
Die auf die ältere Hallstattzeit folgende Periode der mittleren Hallstattzeit (Basarabi-Kultur) ist in
Media~ bisher praktisch nicht vertreten. Rus berichtet von einer im Basarabi-Stil verzierten Scherbe,
die er 1998 nordwestlich der Stadt, links des Weges nach Darlos, gefunden hat 17 • Eine weiß inkrustier-
te Scherbe von der Cetate wird von Zaharia mit der Basarabi-Kultur in Zusammenhang gebracht, die
diese Ziertechnik ebenfalls anwandte 18• Eine befestigte Siedlung der Basarabi-Kultur befand sich nach
Vulpe unweit von Media~ in Seica Micä. Der Kern der Befestigungsanlagen dort stamme aus der
Basarabi-Periode 19 • "Skythische" oder sonstige in HaD zu datierende Funde sind mir bis jetzt aus
Media~ nicht bekannt. Gut vertreten ist erst wieder die latenezeitliche Epoche. Siedlungsspuren,
20
Gräber wie auch einen Hortfund aus dieser Zeit entdeckte man an vielen Fundstellen .

13
AVSL 1871 , 499; Goos 1876, 36 und 1877b, 175 ; Martian 1909, 338 bzw. 1920, 26; Nestor 1937-40, 160; Roska 1942,
171
14
Nestor/Zaharia 1961
15
Baitag 2000, 16
16
Bereits veröffentlichte Keramik der älteren Hallstattzeit aus Media~ (in zeitlicher Reihenfolge der Publikationen und mit
Angabe der Fundstelle): 1.) Szekely 1953, Pl. I, 1: Cetate; Pl. I, 2; Pl. II, 4, 5: Lunca Ciorilor; 2.) Cri~an 1955-56, PI. II: Baia
de Nisip; Pl. VII-XII: Cetate; 3.) Nestor/Zaharia 1961 , Fig. 1; 2, 1-8: Cetate; 4.) Zaharia 1965, Fig. 3-11: Cetate; 5.) Blajan
u.a. 1980, Fig. 2, 1-2, 4-11, 13, 15-16, 18-19, 22; 6.) Winkler/Blajan 1982, Fig. 9, 10.11: Gura Campului-Ha~ ma~; 7. )
Winkler u.a. 1983, Fig. 16, 2 und Fig. 17, 1-10: Gura Cämpului-Ha~ma~ ; 8.) Blajan/Botezatu/Com~a 1987, Fig. 1-4: Strada
Magurii
17
Rus 1999a
18
Zaharia 1965, 103-104
19
Vulpe 1965, 107
20
Goos 1876, 36 und 1877a, 508 ; Martian 1909, 338 und 1920, 26; Nestor 1937-40; Szekely 1953, 11 ; Cri ~an 1969, 267 ;
Blajan/Togan 1978
6 II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~

3. Die Fundstellen
Die Fundstellen der älteren Hallstattzeit, die mir aus der Literatur oder aufgrundder Funde im Muse-
um Media~ bekannt sind (siehe Abb. 1), werden im folgenden vorgestellt und in ihrer Aussagekraft
bewertet. Dabei wird unterschieden zwischen Siedlungsfunden, Grabfunden sowie Einzelfunden. Zu
den Siedlungsfunden wurden auch alle Fundstellen gezählt, die nur keramische Streufunde geliefert
haben, ohne daß Siedlungsstrukturen irgendeiner Art festgestellt wurden. Die Cetate erscheint doppelt
aufgezählt, da sie sowohl Siedlungsspuren als auch Grabfunde geliefert hat.
Die Hauptfundstellen der älteren Hallstattzeit in Media~, die auch durch Ausgrabungen erschlossen
wurden, sind die Cetate, die Gura Campului und die Baia de nisip. Alle drei sind bereits in verschiede-
nen Publikationen vorgestellt worden.
Bläjan u.a. 1980 haben eine Kartierung der älterhallstattzeitliehen Fundpunkte im Gebiet von
Media~ vorgenommen (siehe Abb. 2). Auf der Karte sind insgesamt 27 Punkte verzeichnet, die diffe-
renziert sind nach befestigter Siedlung (nur Cetate), Siedlung (24 Fundpunkte), Brand- (4) und Kör-
pergrab (3) (zwei Signaturen stehen in einigen Fällen für nur einen Fundpunkt). Leider werden diese
Fundpunkte nicht näher charakterisiert, daher werden nur die, die ich identifizieren konnte, im folgen-
den erwähnt.
Bei den Fundstellen, deren Fundmaterial in dieser Arbeit abgebildet ist, erscheint ein Verweis auf
die entsprechenden Katalog- und Tafelnummern. Auf Taf. 49,3-4.6-7 sind einige Funde abgebildet,
deren Herkunft unbekannt ist. Thr besonderer Charakter ließ es jedoch sinnvoll erscheinen, sie dennoch
abzubilden. Da sie im Museum von Media~ aufbewahrt werden, ist die Herkunft aus der Stadt oder
ihrer unmittelbaren Umgebung stark anzunehmen.

3.1 Siedlungsfunde

3.1.1 Cetate (siehe Abb. 1, Nr. 1 und 11; Abb. 2, Nr. 1; Kat. -Nr. 1-516; Taf. 1-35)

Allgemeine Charakterisierung der Fundstelle


Im Norden der Stadt Media~, am rechten bzw. nördlichen Ufer der Tärnava Mare erhebt sich etwa 50-
21
70 m über der Talsohle ein annähernd rechteckiger Hügel, der den Namen Cetate oder zu deutsch
Burg trägt. Dieser Name wurde um 1700 erstmals schriftlich erwähnt und ist nicht wörtlich zu
verstehen: hier stand niemals eine (mittelalterliche) Burg. Von der Cetate aus hat man eine hervorra-
gende Sicht und somit auch die Kontrolle über das Mo~na- und Tärnavatal. An ihrem Ostabhang fließt
der kleine Bach Greweln in Richtung Tärnava Mare.
Von diesem Hügel stammen verschiedene Kategorien von älterhallstattzeitliehen Funden, die in
den meisten Fällen nicht in systematischen Grabungen geborgen wurden. Sie beweisen das
Vorhandensein einer ausgedehnten Siedlung. Horedt schätzte ihre Längen- und Breitenausdehnung
22
1960 auf ungefähr 500 m , was in etwa 25 ha entsprächen; 1974 gibt er dagegen nur 7,5 ha an 23 . Die
tatsächlichen Ausmaße der Siedlung sind bis jetzt nie bestimmt worden. Es ist zudem fraglich, ob sich
überhaupt klare Grenzen bestimmen ließen, da die Funddichte im gesamten Gebiet von Media~ hoch
ist. In der Literatur allgemein bekannt wurde die Siedlung durch die 1958 von Eugenia Zaharia und
Ion Nestor durchgeführte Ausgrabung. Bis heute ist das Hügelplateau eine überaus ergiebige Fundstel-
le für Keramik. Funde sind dort jederzeit zu machen, und nur die wenigsten haben eine Erwähnung
oder gar Abbildung in der Fachliteratur gefunden. Zur Dicke der Kulturschicht gibt es unterschiedliche
Angaben. Horedt lokalisiert die Fundschicht 1939 zwischen 50 cm und 2 m24 ; 1960 spricht er von bis
zu 3m Tiefe an einigen Stellen 25 , 1974 sind es nur noch 1,8 m 26 .

21
Horedt 1939, 120
22
Horedt 1960a, 181
23
Horedt 1974, 223
24
Horedt 1939, 120
25
Horedt 1960a, 181
26
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Abb. 1: Die älterhallstattzeitliehen Fundstellen in Media~ und Umgebung


1: Cetate; 2: Stadtviertel Gura Cämpului, Str. Pä.ltini~, Wohnblöcke 4/5; 3: Stadtviertel Gura Cämpului, Str. Grädinarilor; 4: Gura Cämpului, am Fuße des Hü-
gels Ha~ma~/Hadme~; 5: Baiade nisip; 6: Str. Dupa Zid; 7: Str. T'rrnavei 59/A; 8: Rora Mica; 9: l~colani-Uzina de apa; 10: Str. Aurel Vlaicu; 11: Str. Petofi
fosta Subcetate Nr. 5 (heute Str. Pe Cetate); 12: ehemaliger Garten Wachsmann; 13: Hof der evangelischen Kirche; 14: Strada Piersicului Nr. 8 und 13 (heute
Str. Cardinal Iuliu Hossu); 15: Strada Petru Rare~ Nr. 13/Ecke Strada Bujor (heute Str. Bisericii); 16: Strada Magurii; 17: Str. Teba.
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Abb. 2: Die Fundstellen der älteren Hallstattzeit in Media~ und Umgebung nach Bläjan u.a. 1980, Beilage

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II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~ 9

Rechnet man die Schichtmächtigkeitsangaben für die Stratigraphie von Schnitt VII 27 zusammen, in-
dem man jeweils die maximale Schichtdicke nimmt, kommt man auf 1,39 m Tiefe unter der Erdober-
fläche. Dabei fehlt die dritte Schicht, zu der die Ausgräber keine Mächtigkeitsangabe machen. Folgt
man der Profilzeichnung (Abb. 3 oben; Abb. 4 oben) ergibt sich eine maximale Tiefe von knapp 2m
unter der Oberfläche.
Datiert wird die Siedlung im allgemeinen, nach Zaharia28 , in HaB. Horedt29 läßt sie schon in HaA
beginnen, ohne dies allerdings zu begründen, und stellt sie "vorwiegend in HaB".
Es gibt Hinweise auf eine ältere, rein bronzezeitliche Besiedlung des Hügelplateaus, denn die No-
ua-Kultur könnte ihre Spuren hinterlassen haben. Szekely berichtet von einigen auf der Cetate gefun-
denen bitronkonischen Gefäßen aus schwarzem Ton, welche mit zwei überhöhten Henkeln versehen
seien, aus denen sich Knöpfe organisch entwickeln 30 . Auch Bläjan!Botezatu/Com~a 31 berichten von
einigen eventuellen Nauagefäßen mit einem oder zwei überhöhten Henkeln sowie sackförmigen Gefä-
ßen von der Cetate32 . Horede 3 bietet eine Verbreitungsliste sowie eine Kartierung dieser Gefäße, dar-
unter erscheint auch Media~.
Einen vagen Hinweis auf latenezeitliche Siedlungsspuren gibt Horedt, da er von der Cetate einige
Gefäße mit angeblichen Drehscheibenspuren sowie den Teil einer Fußschale von Pärvans latenezeitli-
chem Schässburger Typus erwähne 4 .
Schließlich fehlen auch völkerwanderungszeitliche Siedlungsspuren nicht. In einem der Schnitte
der Grabung von 1958 habe man im oberen Teil der Verfüllschicht des Grabens einige kleine Scher-
ben der Bratei-More~ti-Kultur aus gepidischer Zeit gefunden. Ähnliche Scherben stammten auch aus
dem Gebiet der älterhallstattzeitliehen Siedlung. Diese Siedlung des 5.-6. Jh. bzw. 6.-7. Jh. n. Chr. sei
im untersuchten Gebiet sporadisch nachgewiesen 35 .

Fund- und Forschungsgeschichte


Die meines Wissens nach älteste schriftliche Nachricht über älterhallstattzeitliche Funde von der Ceta-
te stammt von 1871. Ein auf mehrere Joch ausgedehntes Scherbenfeld wird in den Weingärten an der
Burg lokalisiert. Außen schwarz und innen rot gefärbte Scherben fänden sich dort in großen Massen36 .
Weitere kurze Mitteilungen betreffen zunächst (sogenannte) Grabfunde 37 bzw. erwähnen das
reichliche Vorhandensein älterhallstattzeitlicher Keramik an dieser Stelle38 . Etwas ausführlichere Be-
schreibungen der Fundstelle stammen von Horedt 1939, Szekely 1953 sowie Cri~an 1955-56.
Horedt beschreibt einen Profilschnitt, der durch das Einfahren eines Hohlwegs mitten durch die
Siedlung entstanden ist. Zu sehen seien Aschenbänder, Stellen mit Hüttenlehrn, Tierknochen und
zahlreiches keramisches Material 39 . Szekely erwähnt, daß 1936 beim Bau eines Hauses am Hügelab-
hang (Str. Petofi fosta Subcetate Nr. 5) die Arbeiter, als sie die Fundamente aushoben, in einer Tiefe
von 2m Spuren von Herden, Brandlehm, Keramik, pyramidenförmige Netzsenker und zwei Hälften
von Gußformen für das Gießen von Bronzebeilen gefunden haben40 . Er bildet als erster auch äl-
terhallstattzeitliche Gefäße aus Media~ ab.
Schließlich hat Cri~an 1955/56 nach den Bepflanzungsarbeiten mit Weinstöcken 1955 versucht, die
Siedlungsausdehnung auf der Cetate festzustellen, indem er die Scherbenverteilung beobachtete und

27
Nestor/Zaharia 1961 , 174
28
Zaharia 1965, 102
29
Horedt 1960a, 180; 1974, 223
30
Szekely 1953, 6
Blajan!Botezatu/Com~a 1987, 52 Anm. 19
31
32
Abgebildet ist ein Nauagefäß aus der Gegend von Media~ bei Daicoviciu u.a. 1960, Fig. 26,2.
33
Horedt 1953, 806-807 und Fig. 13, Nr. 16
34
Horedt 1939, 120; Pärvan 1926, 587
35
Zaharia 1965, 84; Nestor/Zaharia 1961 , 176
36
AVSL 1871,499
37
Goos 1876, 36; 1877b, 175; Roska 1942, 171; Martian 1909,338 bzw. 1920,26
38
Nestor 1937-40, 160
39
Horedt 1939, 120
40
Szekely 1953, 6-7
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Abb. 4: Profile der Schnitte VII (oben und Mitte) und Vill (unten) nach Zaharia 1965, Fig. 2
12 II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~

grob kartierte. Seiner Ansicht nach war der gesamte Westabhang des Hügels besiedelt. Auch am Hü-
gelfuß seien Scherben gefunden worden, die dichtesten Siedlungsspuren befänden sich jedoch auf dem
oberen Plateau in der Nähe des Gebäudes G.A.S. Er postuliert eine hypothetische Ausdehnung der
41
Siedlung, die den ganzen Hügel sowie auch den benachbarten Abhang im Westen umfassen soll •
42
1958 folgte schließlich die Ausgrabung von Eugenia Zaharia und Ion Nestor auf der Cetate •
Dem eigentlichen Anlaß der Grabung von 1958, der Anlegung von Weinterrassen, die mit großen
Maschinen durchgeführt wurde, ist zwar auch die Bergung von z. T. sehr großen, vollständig erhalte-
nen Gefäßen von der Cetate zu verdanken, doch wurde dadurch auch die archäologische Schichtenfol-
ge mit Sicherheit in Mitleidenschaft gezogen. Eine moderne Grabung auf der Cetate ist also wahr-
scheinlich nicht mehr erfolgversprechend. Auch wenn es heute keinen Weinanbau mehr auf der Cetate
gibt, sondern nur noch Maisfelder und Grünfläche, sind die ehemaligen Terrassen noch sehr gut erhal-
ten.
Die Grabung von Zaharia dürfte also bis auf weiteres die einzige systematische auf der Cetate blei-
ben. Die Begehung der Fundstellen ist seitdem weitergeführt worden, sei es durch Mitarbeiter des
Museums oder durch interessierte Heimatforscher. Die Mengen an Keramik, die dabei leicht gesam-
melt werden, zeugen davon, wie unvollständig unser Bild von dieser Siedlung bleibt.

Beschreibung der Ausgrabung 1958 von Media~-Cetate nach den Angaben Zaharias
Bei der von E. Zaharia und I. Nestor 1958 auf dem Hügelplateau der Cetate durchgeführten Ausgra-
bung handelte es sich um Sondagen, mit denen nur ein kleiner Ausschnitt der Siedlung erfaßt wurde43 .
Ein Grabungsplan, der eine Lokalisierung der insgesamt zehn Schnitte sowie eine Vorstellung von der
Oberflächengestaltung des Hügels ermöglichen würde, ist nicht veröffentlicht, was das Verständnis
der topographischen und stratigraphischen Angaben Zaharias erschwert44 . Ähnlich unsicher bleiben
die Dimensionen der Grabung. Es werden kaum Angaben zu den Längen, Breiten und Tiefen der
45
Schnitte gemacht , so daß unklar ist, wie repräsentativ die freigelegten Flächen innerhalb der Gesamt-
ausdehnung der Siedlung überhaupt sind.
Als Dokumentation der Bodeneingriffe sind Zeichnungen von Teilprofilen aus den Schnitten I, VII
und VIII veröffentlicht worden (siehe Abb. 3 und 4). Es gibt keinerlei Plana-Zeichnungen, da vermut-
lich überhaupt keine Plana angelegt wurden, wie Zaharia selbst in Bezug auf die freigelegten Wohn-
gruben schreibt46 .
Insgesamt wurden bei der Grabung 10 Schnitte angelegt, und zwar in den Worten Zaharias die
Schnitte I-V auf dem Rücken des Hügels, wo sich gegen NNO und NNW eine schmale und am Ab-
hang gelegene Terrasse befindet und wo man einen älterhallstattzeitlich angelegten Graben gefunden
hat, sowie die Schnitte VI-X auf den sich gegen SSO und SSW befindlichen breiten Terrassen, wo die
älterhallstattzeitliche Siedlung lokalisiert wird47 .
Vom Graben ist nur eine Profilzeichnung veröffentlicht worden (siehe Abb. 3 unten). Zaharia
schreibt zwar, er sei entlang der Terrasse und unmittelbar unter dem Abhang des Hügelrückens verlau-
fen, doch läßt sich sein Verlauf im Gelände aufgrund dieser Angabe nicht mehr nachvollziehen. Er
habe die maximalen Dimensionen von 8 m Breite und 1,70 m Tiefe erreicht und sei flachbodig gewe-
sen. Zur älteren Hallstattzeit habe er offengelegen, die Verfüllung repräsentiere die Abfolge von zwei
Siedlungsschichten dieser Epoche. In zwei Schnitten habe man noch eine dritte Verfüllschicht nach-
weisen können. Außer wenigen Keramikfragmenten habe man in der Füllung des Grabens manchmal

Cri~an 1955-56, 45-47


41
42
Nestor/Zaharia 1961 ; Zaharia 1965
43
vgl. Nestor/Zaharia 1961 , 17; Zaharia 1965, 85
44
Dies gilt insbesonders für ihre Angaben zu Himmelsrichtungen, die teilweise auch widersprüchlich sind: Zur Ausrichtung
des Grabens etwa heißt es bei Nestor/Zaharia 1961 , 178, er sei SSW -NNO orientiert, bei Zaharia 1965, 83 ist dagegen die
Rede vom 0- W orientierten Graben.
45
Mit folgenden Ausnahmen: Für den Schnitt VII wird eine ungefähre Länge von 50 m angegeben (Nestor/Zaharia 1961,
174), für den Schnitt X ist von über100m die Rede (Nestor/Zaharia 1961 , 176).
46
Nestor/Zaharia 1961, 175: " ... nici unul din bordeie n-a fast cercetat pe plan um ... "
47
Nestor/Zaharia 1961 , 171; Zaharia 1965, 83
II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~ 13

Asche, Holzkohle, Fragmente von Handmühlen, selten Stücke von Hüttenlehm, Tier- und Menschen-
knochen gefunden wie auch zahlreiche Steine. Auf der Terrasse, auf der der Graben verläuft, habe
man keine Siedlungsspuren in situ entdeckt48 .
Nicht nachvollziehbar erscheint mir die Annahme Zaharias, der Hügelgipfel, welcher nach ihren
Beschreibungen zwischen Graben und Siedlung liegt, d.h. südlich des Grabens und nördlich der Sied-
lung, sei nicht bewohnt gewesen. Sie äußert dies im Zusammenhang mit der Frage, von wo aus der
Graben verfüllt wurde: Da der Gipfel nicht bewohnt gewesen sei, könnten die Verfüllschichten auch
nicht von dort stammen49 • Daß die Hügelkuppe nicht besiedelt war, schließt sie aus dem Fehlen ar-
chäologischer Spuren im oberen Teil ihres Schnittes X, der auf der Spitze des Hügels anfängt und
dann auf über 100m dem Abhang folgt 50 . Daraus aber zu folgern, die Hügelkuppe sei niemals besie-
delt gewesen, erscheint mir voreilig - einst vorhandene Siedlungsspuren könnten erodiert sein, und
gerade dieses Material hat sich von oben herab in den Graben ergossen.
Zaharia stellt eine große Ausbreitung des Grabens fest und postuliert eine eventuelle indirekte Ver-
teidigungsfunktion desselben, nämlich durch den Wall, den man durch Ausheben des Grabens auf-
schütten konnte. Der Graben dürfte ja aufgrund seiner mittleren Tiefe von unter 1 m kein großes Hin-
dernis dargestellt haben. Das Vorhandensein eines Grabens bezeuge klar den Wunsch, die Siedlung
gegen Nordosten zu befestigen. Zaharia stellt die Hypothese der Existenz eines weiteren Grabens im
Südosten auf wie auch einer Befestigung aus Erde und Holz und vielleicht Stein51 • Den einzigen
wirklichen Hinweis auf diese auch an anderen Stellen immer wieder postulierte Befestigung der
Siedlung52 bietet aber meiner Ansicht nach nur der von Zaharia tatsächlich dokumentierte Graben. In
Anbetracht der begrenzten Ausmaße ihrer Ausgrabung ist dies jedoch noch kein hinreichender Beleg
für eine Befestigungsanlage, wie sie von Horedt im Sinne Zaharias vorgeschlagen wird53 (siehe Abb.
5).
Die zweite Reihe von Sondagen (VI-IX) wurde laut Zaharia auf den beiden breiten Terrassen des
südwestlichen Teils des Hügels angelegt, wo man eine reiche Siedlung mit drei Siedlungshorizonten
fand, zu denen große und tiefe Wahngruben gehörten wie auch kleinere Behausungen, die kaum ein-
getieft waren 54 .
Die Schnitte VIII und IX wurden an der höheren Stelle der am Abhang gelegenen Terrasse im
Südwesten des Hügels angelegt55 . In diesen Schnitten habe man eine sehr reiche Ablagerung mit zwei
Siedlungsniveaus festgestellt. Zum älteren Niveau in Schnitt Vill gehören eine Grube in Flaschenform
und eine zweite, 1,80 m breite Grube, mit flachem Boden, welche wahrscheinlich eine an einer Ecke
angeschnittene Wohngrube ist. Zum neueren Niveau gehören zwei Wohnkomplexe, weniger in die
Erde eingetieft56 (siehe Abb. 4 unten).
Die Schnitte VI und VII seien auf derselben Terrasse angelegt worden, aber an einer niedrigeren
Stelle. Anhand von Schnitt VII nimmt Zaharia eine Beschreibung der stratigraphischen Ordnung der
Siedlung von Media~ vor. Dabei stellt sie drei archäologische Schichten fest, die von unten nach oben
mit I bis 111 durchnummeriert werden. Zur Schicht I, die als stark aschehaltig beschrieben wird, sollen
drei tiefe Wohngruben gehören, die mit a, ß und 8 bezeichnet werden (siehe Abb. 3 oben sowie Abb. 4
oben und Mitte; 8 entspricht dem ,fond de cabane 3"). Die Wohngrube a soll ß schneiden. In der

48
Nestor/Zaharia 1961 ,1 71 , 173; Zaharia 1965,83-84
49
Nestor/Zaharia 1961 , 173; Zaharia 1965, 84 Anm. 6
50
Nestor/Zaharia 1961, 176
51
Nestor/Zaharia 1961, 173; Zaharia 1965,94
52
z.B. Nestor/Zaharia 1961 , 171; Horedt 1960a, 181; Horedt 1974, 223; Zaharia/Morintz 1965, 454; Rusu 1963, 194;
Morintz 1970a, 731; Berciu!Popa 1965, 74; eine Ausnahme ist Cri~an 1955-56, 47, der schreibt, daß die Siedlung von der
Cetate im Unterschied zu anderen älterhallstattzeitliehen Siedlungen unbefestigt gewe en zu sein scheint
53
Horedt 1974, 223: ,,Auf dem halbkreisförmigen Bergkamm ist eine nicht untersuchte Wallkonstruktion anzunehmen, davor
ein bis zu 8mbreiterund 1,75 m tiefer Graben"; sowie Horedt 1960a, 181: " ... Cetatea ... este fnconjurata de-a lungul coamei
dealului de un .)an{ semicircular care coboara prohabil cu capetele lui spre Tfrnava Mare. N-ar fi exclus ca sistemul de
aparare sa fi fost completat de un val .)i un al doilea .)an{.").
54
Zaharia 1965, 84-85
55
Nestor/Zaharia 1961, 173; Zaharia 1965,84 spricht dagegen von zwei breiten Terrassen im swl. Teil des Hügels
56
Nestor/Zaharia 1961, 173
14 li. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~

Schicht II, die viel Hüttenlehm enthalte, wurden ebenfalls Wahngruben festgestellt, die aber weniger
tief sind. Die Hüttenböden hätten auch die meiste Keramik geliefert. Das dritte und letzte Wohnniveau
werde repräsentiert durch eine dünne, aschehaltige Schicht mit vielen Knochen und Kieseln, die alles
bedecke. In einem Teil ihrer Oberfläche sei sie durch den Pflug gestört. In ihr seien keine Wohnkom-
plexe in situ gefunden worden sowie auch nur wenig und stark zerscherbte Keramik. Letzteres treffe
auch für Schicht II zu 57 • Meiner Ansicht nach handelt es sich bei Schicht m um keine "gewachsene"
Siedlungsschicht, sondern um einen gestörten und durchmischten archäologischen Horizont, der viel-
leicht, wie Zaharia selbst vermutet58 , von einem höheren Teil des Hügels erodiert ist. Stratigraphisch
betrachtet ist dieser Horizont also wertlos, da sein Inhalt aufgrund der Verlagerung sogar älter sein
könnte als das, was unter ihm liegt59 .

Abb. 5: Hypothetischer Wallverlauf auf der Cetate nach Horedt 1974, Abb. 5,1

Der Schnitt X habe auf der Spitze des Hügels angefangen und den Abhang auf einer Länge von über
100m geschnitten. Auch hier habe man das Vorhandensein der drei Wohnniveaus und der Wohngru-
ben festgestellt 60 .

Zur Verwendbarkeit der stratigraphischen Angaben Zaharias für die chronologische Gliederung der
Keramik
Den Teil der gefundenen Keramik, den Zaharia 1965 veröffentlicht hat, ordnet sie ihren drei Schichten
61
mit einigen Unstimmigkeiten zwar jeweils zu, wobei der größte Anteil aus der Schicht I stammt. Da
sich in den anderen beiden Siedlungsschichten keine vergleichbaren Mengen an Keramik fanden wie

57
Nestor/Zaharia 1961 , 174-175; Zaharia 1965, 85 ; 87
58
Zaharia 1965, 85 Anm. 12
59
Schon die Angaben zum Vorkommen der dritten Schicht sind widersprüchlich: 1961 schreiben Nestor/Zaharia auf S. 174,
daß die dritte Schicht in der Gegend der Schnitte VIII und IX nicht identifiziert wurde; aufS . 175 heißt es dagegen, daß man
die dritte Schicht auch in Schnitt IX beobachtet habe.
60
Nestor/Zaharia 1961 , 176
61
Bei Zaharia 1965, Fig. 7 und 8 werden die gleichen Scherben z.T. verschiedenen Schichten zugeordnet.
II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~ 15

auch keine ganzen Gefäße, könne die Entwicklung der Formen und der Verzierungselemente jedoch
nur unvollständig verfolgt werden62 . Aus Schicht III ist (explizit gekennzeichnet) ohnehin nur eine
einzige Scherbe abgebildet (siehe Kat.-Nr. 409). Dazu kommt eine sogenannte Urne aus Schnitt IX
(siehe Kat.-Nr. 250; Taf. 19, 1), die wahrscheinlich aus der jüngsten Siedlungsschicht stamme, und die
wahrscheinlich zugehörige Deckschale (siehe Kat.-Nr. 258; Taf. 19,9). Da insgesamt nur ein sehr klei-
ner Teil der gefundenen Keramik abgebildet ist, bleibt seine Repräsentativität für eine Charakterisie-
rung der Schichten fraglich.
Dieser Zustand wird auch durch die Einbeziehung der übrigen, bisher unpublizierten Keramik63
nicht wesentlich verbessert, da sie nicht nach Schichten getrennt wurde. Die meisten Scherben tragen
zwar eine Markierung, die angibt, aus welchem Schnitt sie stammen und oft auch aus welcher Tiefe
unter der Erdoberfläche. Die wichtigste Zusatzangabe ist a, ß oder J - hiermit werden die Scherben
bezeichnet, die aus den gleichnamigen Wahnkomplexen der Schicht I stammen. Diese Markierung
bietet aber die einzige Möglichkeit, die Schichtzugehörigkeit der Scherben zu rekonstruieren.
Die Scherben aus dem Graben: Aus den Schnitten I-V sind mir insgesamt überhaupt nur sechs
Scherben bekannt (Kat.-Nr. 1-6). Aus den Angaben, die Zaharia zum Graben macht, geht nichts her-
vor, was eine annähernd sichere stratigraphische Einordnung ermöglichen könnte.
Die Scherben aus der Siedlung (Kat.-Nr. 7-409): Aufgrund der Profilzeichnung des Schnittes VIII
(siehe Abb. 4 unten), die ja zwei verschiedene archäologische Schichten enthält, müßte man vermuten,
daß die Scherben aus diesem Schnitt mit der Tiefenangabe 0,35 eher aus der oberen oder sogenannten
zweiten Siedlungsschicht stammen, die mit 0,50 und tiefer aus der unteren oder sogenannten ersten
Schicht. Für die große Menge der aus Schnitt X stammenden Gefäßfragmente lassen sich aufgrund
fehlender Profilzeichnungen und Tiefenangaben keinerlei genauere Zuordnungen treffen. Daß die
Ausgräberin aber auch in diesem Schnitt ihre drei Siedlungsschichten festgestellt hat, geht aus dem
Gefäßfragment Kat.-Nr. 281, Taf. 22,1 hervor, das mit X,2 markiert ist und von Zaharia unter Schicht
I publiziert wurde. Die noch vergleichsweise besten Möglichkeiten, die Scherben stratigraphisch zu-
zuordnen, bietet der Schnitt VII, da ein ansehnlicher Teil der Scherben mit a, ß oder 8 markiert ist,
was sie sicher der Schicht I zuweist. Die Inventare dieser drei Wahngruben bieten, verglichen mit den
übrigen Fundstellen in Media~. die einzige Möglichkeit, größere Keramikmengen aus gesichertem
Befundzusammenhang zu betrachten. Aufgrund der Annahme Zaharias, daß die Wohngrube a ß
schneidet, könnte man folgern, daß die Keramik aus a jünger ist als die aus ß. Eine Untersuchung der
Gefäßtypen ergibt aber keine signifikanten Unterschiede in der Zusammensetzung der Inventare. Die
Sinnhaftigkeit eines Vergleichs ist außerdem dadurch eingeschränkt, daß a weitaus mehr Scherben
enthielt als ß. Die Wohngrube 8 enthielt überhaupt nur zehn Gefäßfragmente.
Zusammenfassung
Der Schichtenverlauf ist aus Zaharias spärlichen und an nicht wenigen Stellen unklaren Beschreibun-
gen sowie aus ihren stark schematischen Profilzeichnungen nicht mehr ausreichend zu rekonstruieren.
Es ist auch nicht einzusehen, weshalb die immerhin zeichnerisch dokumentierte Stratigraphie des
Schnittes VII ohne Begründung direkt auf die Schnitte VI, VIII, IX und X übertragen wird64 • Man
kann der Ausgräberin nur glauben, daß z.B. die untere Schicht von den Schnitten VIII/IX der untersten
von VII entspricht.
Schicht I: Nimmt man die Existenz der Schichten als gegeben hin, so lassen sich zusammenfassend
nur die Gefäßfragmente aus a, ß und 8 (siehe Kat.-Nr. 21-169; Taf. 2 bis Taf. 12,1-5) sowie die, die
Zaharia 1965 so kennzeichnet (siehe Kat.-Nr. 341-384 bzw. Taf. 27,9-18 bis Taf. 28), der Schicht I
zuordnen. Von letzteren wiederum lassen sich nur drei bestimmten Schnitten zuordnen (Taf. 13,2
stammt aus Schnitt VII; Taf. 15,2 aus Schnitt VIII; Taf. 22,1 aus Schnitt X), d.h. ihre Herkunft ist
einigermaßen rekonstruierbar.

62
Zaharia 1965, 87
63
Nationalmuseum Bukarest, Inv.-Nr. 61735-62343
64
Nestor/Zaharia 1961 , 173-176
16 II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~

Schicht /I und 1/I: Nur die von Zaharia 1965 so gekennzeichneten Gefäßfragmente lassen sich noch
diesen beiden Schichten zuordnen (siehe Kat.-Nr. 385-409 bzw. Taf. 29), davon läßt sich nur bei drei
Exemplaren der Schnitt bestimmen (Taf. 12,8 stammt aus Schnitt VII; Taf. 19,1.9 aus Schnitt IX).
Da weit über die Hälfte der Gefäßfragmente heute keiner bestimmten Schicht mehr zugeordnet
werden kann, muß als Fazit zur Betrachtung der stratigraphischen Angaben Zaharias festgestellt wer-
den, daß sie zu einer Gliederung und chronologischen Einordnung der Keramik nur sehr begrenzt
nutzbar sind. Denn die Existenz von Schicht I und II möchte ich zwar nicht anzweifeln (zu Schicht ill
siehe Diskussion weiter oben), doch läßt sich nur Schicht I typenmäßig im Material einigermaßen
fassen- das reicht nicht, um innerhalb der Cetate-Siedlung eine relative Chronologie aufzustellen. Es
muß festgehalten werden, daß die Bearbeitung des Fundmaterials der Cetate sich nicht (mehr) auf eine
klare stratigraphische Gliederung stützen kann. Die Phasen Media~ I-III, wie sie in der Literatur- v.a.
in Synchronisation mit Teleac 65 - erscheinen, sind also mit Vorsicht zu betrachten. Es liegt zwar auf
der Hand, für die Cetate-Siedlung aufgrund der Dicke der Kulturschicht, der großen Fundmengen so-
wie ihrer großen Ausdehnung ein langfristiges Bestehen anzunehmen, das sich in einzelne Siedlungs-
phasen aufgliedern lassen müßte. Die von Zaharia vorgeschlagenen drei Siedlungsphasen lassen sich
jedoch anhand des Materials kaum mehr rekonstruieren (die weitere Diskussion zu diesem Thema
siehe unter Kap. V.l.4).

Die Funde von der Cetate mit Ausnahme der Gefäßkeramik


Gußformen (Kat.-Nr. 510-511; Taf. 35,16-17): Besonders wichtige Einzelfunde, die vor der Grabung
1958 auf der Cetate gemacht wurden, sind zwei steinerne Gußformhälften für Tüllenbeile. Erstmals
veröffentlicht worden sind sie von Szekely 66 . Sie wurden 1936 beim Bau eines Hauses am südwestli-
chen Hügelabhang der Cetate67 (siehe Abb. 1, Nr. 11) zusammen mit Spuren von Herden, Brandlehm,
Keramik und pyramidenförmigen sogenannten Netzsenkern entdeckt68 . Neu publiziert wurden sie von
Wanzek, der sie auch typologisch bestimmte und über den Vergleich mit meist aus Hortfunden stam-
menden, als Positivanalogien bezeichneten, Tüllenbeilen in die ältere Urnenfelderzeit datierte
(HaA1) 69 . Zu dem Gußmodel mit Zickzackverzierung (Taf. 35,16) konnte er keine genau entsprechen-
den Positivanalogien finden (die besten Vergleichsexemplare tragen alle keine Zickzacklinie unter der
Horizontalrippung), es erscheint daher als ein Unikat. Die ansonsten aber gut dem im Gußmodel ange-
legten Tüllenbeil entsprechenden Positivanalogien stammen bis auf eine (Kek, Transdanubien) alle aus
70
Rumänien • Das auf dem zweiten Gußmodel (Taf. 35, 17) erscheinende Motiv der Parabelzier mit
Vertikalrippen trete dagegen in einer größeren Variationsbreite an Tüllenbeilen auf, deren Verbrei-
tungsschwerpunkt das nordwestliche Bulgarien und das Gebiet um das Eiserne Tor sei71 • Nach Wan-
zek fällt in die ältere Urnenfelderzeit das häufigste Auftreten und die weiteste Verbreitung der Tüllen-
beilgußmodel72.
Ist die Datierung der beiden Gußformhälften in HaA richtig, muß die Aussage V asilievs 73 , daß in
Siebenbürgen kein HaA-Tüllenbeil aus einer Siedlung mit kannelierter Keramik vom Typ Gava stam-
me, relativiert werden. Die beiden Gußmodeln von Media~-Cetate waren ihm offensichtlich nicht be-
kannt, als er schrieb, daß die wenigen Tüllenbeile (zwei aus Reci, sieben aus Porumbenii Mari, zwei
Modeln aus Teleac) und das einzige Depot (nämlich das von Ciceu-Corabia), die aus Gava-Siedlungen
in Siebenbürgen stammen, nicht vor HaB 1 datierten74 . Auch aus Reci wird eine Gußform für bronzene
5
Tüllenbeile erwähnr1 . Aus Cernat stammen steinerne Gußformen, die mit der Eisenbearbeitung in
65
Vasiliev 1997, 89 ; Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991 , 105-124; Vasiliev 1994,234
66
Szekely 1953, Fig. 2 und 3
67
Str. Petofi fosta Subcetate Nr. 5, heute der untere Bereich der Str. Pe Cetate. Information Peter Weber.
68
Szekely 1953,7
69
Wanzek 1989, 90; 104-105 und Taf. 47, 1.3
70
Wanzek 1989, 90 sowie Taf. 28, Signatur 2.b.1.e
71
Wanzek 1989, 104 sowie Taf. 28, Signatur 2.b.5.c
72
Wanzek 1989,159-161
73
Vasiliev 1994, 233
74
Vasiliev 1991, 115 ; ders. 1994,233
75
Szekely 1959, 196; ders. 1966b, 7
II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~ 17

Verbindung gebracht wurden 76 . Das Gußmodel für Tüllenbeile aus der zur Gränice~ti-Gruppe gezähl-
ten Siedlung von Siret wird von Laszl6 in HaA gestellt77 .
Weitere Funde von Gußformen für Tüllenbeile aus Gava-Siedlungen stammen aus Prügy 78 und
Nagykall6-Telekoldal. Letzteres wird von Mozsolics in den Kurd-Horizont (HaA1) gestelle 9. Die
Datierung des Gußmodels aus Poroszl6-Aponhat ist umstritten 80 .
Metallfunde werden von der Cetate zwar erwähnt, doch sind sie meines Wissens nach mit Aus-
nahme einiger bronzener Ringe unpubliziert. Petrescu-Dimbovita hat fünf unverzierte Ringfragmente
von der Cetate veröffentlicht. Die Fundumstände sind unbekannt. Er datiert diese Ringe aufgrund der
Horte, aus denen ein Teil von ihnen stammt, in BzD und HaA1, sie treten aber auch in HaB auf. Ein
voll erhaltener Ring mit glatt abgeschnittenen verjüngten Enden stammt ebenfalls von der Cetate;
Ringe dieser Art würden vorwiegend in HaA1 vorkommen, später nur noch sporadisch 81.
Horedt weiß von einem bronzenen Tüllenbeil, das "vor langer Zeit" auf der Cetate gefunden wor-
den sein soll und zeige, daß die Siedlung noch bis zum Beginn von HaB existiert habe82 .
Bläjan/Botezatu/Com~a berichten von einigen Bronzeobjekten und Eisenschlacke, die im Laufe der
Jahre bei landwirtschaftlichen Arbeiten zum Vorschein kamen 83 , und auch Cri~an 84 erwähnt einige
Bronzeobjekte, die von der Cetate stammen sollen, ohne sie genauer anzusprechen. Bei der Grabung
1958 wurde kein einziges Metallobjekt gefunden 85 .
Als Webgewichte oder Netzsenker angesprochene keramische Objekte kamen verschiedentlich auf
der Cetate zum Vorschein 86 . Sie sind meistens kegelstumpfförmig (siehe Kat.-Nr. 216; Kat.-Nr. 340;
Kat.-Nr. 512ffaf. 35 ,18; Ausnahme ist Cri~an 1955-56, Pl. XI,5, das eine echte Kegelform aufweist),
nur zweimal pyramidenstumpfförmig (siehe Kat.-Nr. 513ffaf. 35,19; Cri~an 1955-56, PI. XII,6). Im
oberen Bereich sind sie durchlocht Aufschlußreich sind die Fundzusammenhänge: Die von Szekely
erwähnten Stücke vom Hügelabhang waren laut Beschreibung vergesellschaftet mit Spuren von Her-
den, Brandlehm, Keramik und den beiden oben erwähnten Gußmodeln 87 , d.h. sie stammen offensicht-
lich aus einer Behausung, eventuell aus der Werkstatt eines Bronzegießers. Bei der Grabung 1958
fanden sich fünf tönerne Gewichte (siehe Kat.-Nr. 216) in der von Zaharia mit Nr. 4 bezeichneten
Wohngrube der ersten Schicht aus Schnitt VIII (siehe Abb. 4 unten) zusammen mit anderem Sied-
lungsmaterial88. Die verbreitete Deutung der "Grubenhäuser" als Webhäuser drängt sich hier geradezu
auf. Smirnova schreibt, daß konische oder trankonische Gewichte aus gebranntem Ton sich häufig in
Siedlungen der Gava-Holihrady-Gruppe finden , und zwar neben dem Herd oder im Inneren von Öfen.
Diese Beobachtung läßt sich auch für Media~ bestätigen. Smirnova vermutet, daß nur die kleineren
dieser Gewichte beim Weben verwandt wurden, den größeren aber eine Funktion bei der Nahrungszu-
bereitung zukam, was man aus ihrer Fundlage an Herden und Öfen folgern könne 89 .
Erwähnt wird von Zaharia der Fund eines bitrollkonischen Spinnwirtels sowie zweierkleiner spu-
lenförmiger Zylinder90 , ohne weitere Angaben. Da sich in der Siedlung in der Gura Campului eben-
falls eine kleine tönerne "Spule" fand, wird diese Fundgruppe im folgenden Abschnitt (II.3 .1.2) be-
handelt.

76
Laszl6 1977, 55
77
Laszl6 1994, 195
78
Kemenczei 1984, 63, 73
79
Mozsolics 1985, 79
°
8
81
Kemenczei 1984, 63 , 73 , 161 ; Mozsolic 1985, 79; Laszl6 1994, 92; Pare 1998, 421
Petrescu-Dimbovita 1998, 81-85 , Taf. 67,819-823 ; 69,851
82
Horedt 1960a, 180
83
Blajan!Botezatu/Com~a 1987, 49
Cri ~an 1955-56, 47
84
85
Nestor/Zaharia 1959, 176
86
Szekely 1953, 7; Cri ~an 1955-56, 47 sowie Pl. XI,5; XII,6; Nestor/Zaharia 1961 , 173-174; Zaharia 1965, 94
87
Szekely 1953, 7
88
Nestor/Zaharia 1961 , 173-174
89
Srnirnova 1974, 365-366
90
Zaharia 1965, 94
18 li. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~

Zwei sehr grobe Keramikfragmente, die nicht von Gefäßen stammen können, stellen möglicherweise
Ränder von Herdplatten dar. Das eine (Kat.-Nr. 132ffaf. 9,14) wurde bei der Cetate-Grabung aus der
Wohngrube a, somit aus Schicht I geborgen; vom anderen (Kat.-Nr. 695ffaf. 49,7) ist die genaue
Herkunft unbekannt. Es wird hier zu Vergleichszwecken mitbehandelt Eine fast perfekte Analogie vor
allem zum zweiten Stück unbekannter Herkunft wurde als Oberflächenfund bei der Ausgrabung einer
späten Wietenbergsiedlung im Beca~- Tal nahe Cluj entdeckt . Der eventuelle Wietenberg-
91

zusammenhang verführt zu einer Parallelisierung mit den in der Wietenberg-Kultur reichlich vertrete-
nen fest installierten Herden92 .
Hüttenlehmfragmente sind in großen Mengen auf der Cetate zutage getreten93 . Zaharia charakteri-
siert sogar ihre gesamte zweite Siedlungsschicht mit dem hohen Gehalt an diesem Material ("couche a
torchis", siehe Abb. 4), und spricht von Einlagerungen großer Mengen agglomerierten Hüttenlehms 94
(siehe Abb. 4: "torchis agglomere"). Am Boden der mit Nr. 4 bezeichneten Wohngrube kamen eben-
falls Stücke von gebranntem Lehm zum Vorschein (siehe Abb. 4). Auch aus dem Graben werden Res-
te kalzinierter Erdklumpen erwähnt, die Spuren von Astwerk trugen95 . Zaharia erwähnt außerdem den
Fund zahlreicher rot bemalter Zierleisten aus gebranntem Ton, die sie als architektonische Elemente
anspricht, aber leider nicht abbildet. Sie stammten aus der Einlagerung, die in Abb. 4 als "torchis ag-
glomere" gekennzeichnet ist. Diese Einlagerung wird als verrutscht bezeichnet96 .
Aus der Verfüllung des Grabens werden Fragmente von Mühlsteinen erwähnt. Im Schnitt Vill ka-
men in der Nähe des großen Gefäßes Taf. 15,2 zwei Mühlsteine zum Vorschein; insgesamt wird ihr
wiederhohes Finden unterstrichen97 .
Tierknochen: Horedt berichtet in seiner kurzen Beschreibung eines durch einen Hohlweg geschaf-
fenen Profilschnitts durch die Cetate-Siedlung auch von Haus-und Wildtierknochen. Wild- und Haus-
schwein sowie Wasservögel hätten bei einer oberflächlichen Untersuchung vor Ort unterschieden
98
werden können . Zaharia betont, daß in allen Schnitten die Menge an Tierknochen beträchtlich gewe-
99
sen sei .
An Knochengeräten gibt es einige Spitzen, darunter eine Doppelspitze (Kat.-Nr. 514), eine kleine,
halbrunde, horizontal fünfmal "eingeschnürte" Hülle (Kat.-Nr. 515), zwei Glätt- oder Polierwerkzeu-
ge, von denen eines mit konzentrischen Kreisen verziert ist (Kat.-Nr. 516), sowie einen Knochenmei-
ßel100.
Botanische Reste: Am Boden der mit Nr. 4 bezeichneten Wohngrube wurden neben viel Holzkohle
und Asche u.a. auch einige verbrannte Weizenkörner gefunden 101 .

3.1.2 Gura Cämpului- Stadtviertel (siehe Abb. 1, Nr. 2-3; Kat.-Nr. 517-644; Taf. 36-45,6)
102
Der Ortsname "Gura Campului" umfaßt zwei verschieden große Bereiche. Gura Cämpului ist zum
einen der Name des seit Ende der 1950er Jahre neu gebauten Stadtviertelsam rechten Ufer der Täma-
va Mare, westlich-unterhalb der Cetate, zum anderen aber auch der Flurname für die Flußterrasse ins-
gesamt, auf der dieses Viertel gebaut wurde, und die sich über das bebaute Gebiet hinaus nordwestlich
von Media~ auf der rechten Seite der Tämava Mare erstreckt (siehe Abb. 2). Diese Terrasse ist die

Gogältan/Coci~/Paki 1992, pl. XIII,2


91
92
Boroffka 1994a, 103-104
93
Horedt 1939, 120; Szekely 1953, 7
94
Zaharia 1965, 85 Anm. 10; Nestor/Zaharia 1961, 177; Zaharia/Morintz 1965,454
95
Nestor/Zaharia 1961, 173; Zaharia 1965, 84
96
Nestor/Zaharia 1961 , 177; Zaharia 1965,85 Anm. 10, 94; Zaharia!Morintz 1965,454
97
Nestor/Zaharia 1961 , 174, 176; Zaharia 1965, 84
98
Horedt 1939, 120
99
Nestor/Zaharia 1959, 176
100
Nestor/Zaharia 1961, 176; Zaharia 1965,94
101
Nestor/Zaharia 1961 , 173 ; Zaharia 1965, 94
102
Dieser Ortsname ist als "Mündung/Eingang zur Ebene" ins Deutsche zu übersetzen; er gibt die topographische Lage des
Ortesam Fuße der Cetate gut wieder.
II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~ 19

zweite am rechten Flußufer und liegt 10 m über der Aue 103 • Sie ist, da sie nicht von Überflutungen
gefährdet ist, siedlungsgünstig.
Beim Bau des Stadtviertels wurden etliche Zufallsentdeckungen aus fast sämtlichen archäologi-
schen Epochen gemacht, neben der Cri~- über die Petre~ti-, die Cotofeni- , die Glina ill-
Schneckenberg-, die Wietenberg- und vielleicht die Naua-Kultur auch aus der älteren Hallstattzeit und
der dakischen Epoche bis ins Mittelalter 104 • Bläjan verzeichnet auf seiner Karte insgesamt 8 Fund-
punkte innerhalb des bebauten Bereiches der Gura Cämpului (siehe Abb. 2, Nr. 3, 5-6, 9, 13-15, 21 ),
wo er in den 70er Jahren mehrere kleinere Rettungsgrabungen durchführte 105 • Sein Fundpunkt Nr. 3
bezeichnet das Gebiet, wo heute die Wohnblöcke 4-6 stehen, Nr. 6 die Str. Clujului. Beide Punkte
werden für den Zeitraum 1968-69 als besonders fundreich hervorgehoben 106•
Im November 1973 bzw. im Juli 1974 wurden im Bereich der Wohnblöcke 4-5 zwei isolierte Be-
hausungen der älteren Hallstattzeit freigelegt. Die erste, die 1973 untersucht wurde, hatte einen
Durchmesser von 4 x 3 m. Sie umschloß in ihrem östlichen Teil eine ovale Herdstelle mit Resten von
Holzkohle und Asche, außerdem fand man einen Reibstein, Tierknochen, Keramik, Eisenschlacke und
Stücke von infolge des Brandes, der die Konstruktion zerstört hat, ziegelrot gebrannten Hüttenlehms.
Die zweite Behausung (6 x 4 m) war bis 140 cm in einen tonigen Boden eingetieft und mit ihrer
Hauptachse Ost-West orientiert. Der Fußboden war konkav und in seiner westlichen Hälfte um 30 cm
tiefer als in der östlichen. In der westlichen Hälfte befand sich eine Herdstelle, die Asche und Holz-
kohle enthielt, eine Sandsteinplatte, Tierknochen, Muschelschalen, Keramik, Eisenerz und das Frag-
ment einer eisernen Schwertscheide. Die Behausungen werden mit der sogenannten Kultur von
Media~ assoziiert und in HaB gestellt .
107

Der Großteil der in der vorliegenden Arbeit vorgestellten Gefäßfragmente aus der Gura Cämpului
läßt sich dem Fundpunkt 3 von Bläjan zuweisen (entspricht Abb. 1, Nr. 2), wobei allerdings nicht
mehr zweifelsfrei festzustellen war, ob sie bei den oben beschriebenen Ausgrabungen der zwei Behau-
sungen oder als Lesefunde beim Bau der Wohnblöcke zum Vorschein kamen. Einige Scherben stam-
men auch aus der Str. Grädinarilor (siehe Abb. 1, Nr. 3), der Rest sind Streufunde.

Die Funde mit Ausnahme der Gefäßkeramik aus dem Bereich der Wohnblöcke 4-5
Spuren der Eisenverarbeitung und eine eiserne Schwertscheide: Aus der 1973 ausgegrabenen Behau-
sung wird Eisenschlacke erwähnt, aus der 1974 entdeckten Eisenerz und das Fragment eines Eisenob-
jektes, vermutlich einer Schwertscheide (Kat.-Nr. 597) 108 • Die Schlacke wie auch das Eisenerz wurden
mikroskopisch untersucht; die Schlacke konnte dabei mit Sicherheit als aus lokaler Eisenverhüttung
stammend bestimmt werden. Das Eisenerz soll direkt aus der Umgebung stammen 109 . Für die Schwert-
scheide kennt Boroffka keine Parallelen 110 •
Bei Kat.-Nr. 602ffaf. 42,5 handelt es sich um einen Spinnwirtel oder ein Wagenradmodell. Funde
dieser Art werden häufig in Siedlungen der Gava-Kultur gemacht, wobei ihre Funktion nicht eindeutig
zu bestimmen ist 111 •
Vermutlich mit der Textilherstellung verbunden sind tönerne Gewichte 11 2 (Taf. 42,6-7) sowie eine
kleine tönerne "Spule" (Taf. 42,1). Letztere gehört zu einer räumlich wie zeitlich weit verbreiteten
Fundgruppe, die auch häufig in Gava-Siedlungen vorkommt 11 3 • Zwei Typen von Spulen lassen sich

103
Winkler/Blajan 1982, 92; Winkler u.a. 1983, 121
104
Popescu 1968, 434; Paul!Blajan 1975, 37 ; Blajanffatai-Baltä 1978, 11 ; Andritoiu 1979, 22; Blajan!Botezatu/Co~a 1987,
52 Anm. 19; Boroffka 1994a, 56; Rus 1999b, li Nr. 3
105
Blajan u.a. 1980; Winkler/Blajan 1982; Winkler u.a. 1983
106
Blajantratai-Balta 1978, 11
107
Blajan u.a. 1980, 203-214
108
Die Fragmente der Schwertscheide sind abgebildet bei Blajan u.a. 1980, Fig. 5,5 sowie Boroffka 1991 , Abb. 6,9.
109
Laszl6 1977, 58 ; Blajan u.a. 1980, 203 ; 205-207
110
Boroffka 1991 , 3; für Zusammenstellungen der frühen Eisenfunde Rumäniens siehe auch Horedt 1964, Szekely 1966a,
Rusu 1974, Laszl6 1975 und 1977, Musca 1982 sowie Stoia 1989 und 1992.
11 1
Szekely 1966a, 213 ; Smimova 1974, 366; Kemenczei 1984, 72 ; Laszl6 1994, 188
11 2
Blajan u.a. 1979, 39
113
Objekte dieser Art gab es bereits im Neolithikum: siehe Petica 1977, PI. LXVII, 4.
20 II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Medi~

unterscheiden: Die vom ersten Typ haben eine gedrungene Form, gerade Enden sowie einen runden
Querschnitt und sind meistens durchlocht Die vom zweiten Typ, zu denen auch das Exemplar aus der
Gura Campului zu rechnen ist, sind länglich mit geraden oder gabelförmigen Enden, haben ebenfalls
114
einen runden Querschnitt, sind aber nicht durchlocht .
Exemplare des ersten Typs stammen z.B. aus Siedlungen der Chi~inäu-Corläteni-Kultur wie der
von Trinca und (vermutlich) Dulce~ti 115 (die Spule aus Dulce~ti wird nur erwähnt, nicht abgebildet),
117
aus einer Siedlung vom Typ Sahama-Solonceni 116 , aus der Noua-Kultur , aus Sboryanovo 11 8 , aus
121
ukrainischen Siedlungen 119 , wie auch aus Ten1a-Lysa straz 120 , Nagykall6-Telekoldal und den sie-
.. . h s· dl I 122
ben burgtsc en 1e ungen von emut sowie 1cau . . c· - 123
125
Vertreter des zweiten Typs stammen z.B. aus Prügy 124 , Boldogkövaralja-Erdeszhaz , verschiede-
nen ukrainischen Siedlungen 126
sowie aus den siebenbürgischen Siedlungen von Teleac 111 127 ,
Slncräieni 128 , Iemut 129 und Cicäu 130 .
Kemenczei nimmt für diese Fundgruppe insgesamt eine östliche Herkunft an und leitet die Exemp-
lare aus der Theißgegend von dort ab 131 . Dies entspricht Levitki, der das Vorkommen der Spulen für
die Sahama-Solonceni-Gruppe, die Chi~inäu-Corläteni-Kultur sowie die Holihrady-Gruppe der Gava-
Kultur ausmacht, sie aber ebenfalls im Rahmen der Naua-Kultur und in skythischen Zusammenhängen
am oberen Lauf des Dnjestr erwähnt 132 . Verbreitet sind sie allerdings auch im Ostalpenraum und
Norditalien 133 . Die Funktion dieser Objekte ist unbekannt, sie werden jedoch im allgemeinen als Fade-
naufwickler interpretiert, da sie auch oft in Zusammenhang mit anderen Spuren der Textilherstellung
wie Webgewichten oder Spinnwirteln gefunden werden. In Iemut fanden sich fünf solcher Spulen,
wobei beide Typen vertreten waren, zusammen in einem Grubenbaus. Möglicherweise lassen sich die
Tonspulen des länglichen, gegabelten Typs auch im Rahmen des keramischen Symbolguts der Urnen-
felder- und Hallstattzeit interpretieren, wie es kürzlich von Metzner-Nebelsick 1997 umfassend bear-
beitet worden ist. Hinzuweisen ist auch auf die Ähnlichkeit, die sie mit einigen von Slrbu veröffent-
lichten stark stilisierten anthropomorphen Figuren aufweisen 134 . Interessant ist weiterhin die Ähnlich-
keit zu den aus einem Höhlenfund der lgrita-Gruppe stammenden Objekten, die nur auf einer Seite
135
"gegabelt" sind •
Die Tierknochenfunde, die aus den zwei durch Bläjan freigelegten Wohnbefunden in der Gura
Campului stammen, sind von ihm tabellarisch aufgelistet worden, wobei er nach Tierarten, Knochen-
und Individuenzahl differenzierte. Insgesamt 170 Knochen(fragmente) stammen von 55 Individuen
verschiedener Haustiere; über 50% sind Rinder, darauf folgen Schafe und Schweine. Ein pferd sowie

114
Da mir das Aussehen der zwei von der Cetate erwähnten Spulen (Zaharia 1965, 94) nicht bekannt ist, kann ich sie keinem
der beiden Typen zuordnen.
115
Alexianu/Dumitroaia 1989, 268; Levitki 1994, Fig. 59 ,6; Laszl6 1994, 209
11 6
Meljukova 1958, Abb. 28,4
11 7
Chirica/Tanasachi 1985, Fig. 43,8
11 8
Stoyanov 1997, Taf. XX ,142
11 9
Maleev 1976, Abb . 2,5
120
Budinsky-Kricka/Mirossayova 1992, Tab. XI, 16
12 1
Kemenczei 1982, Abb. 5,7
122
Information F. Gogältan
123
Winklerffakacs 1980, Fig. 16, 17-18
124
Kemenczei 1984, Taf. CL, 11; CLI, 19; CLVII 23-24
125 '
Kemenczei 1971 , Taf. XVI, 10-13
126
Meljukova 1958, Abb . 2,22-24; Svesnikov 1964, Taf. II,5-6; Ganina 1965, fig. 4/3 ; Smirnova 1966, Abb. 5,4; dies. 1974,
Fig. 6,2-3
127
Ciugudean 1979, Fig. 13, 3.7 ; Vasiliev/Aldea!Ciugudean 1991 , 61 und Fig. 25 ,1-4
128
Janos/Kovacs 1967, PI. XXII, 129-131
129
GogäJtan!Ursutiu 1994, Fig. 4,8
130
Winklerffakacs 1980, Fig. 16, 15-16
13 1
Kemenczei 1971 , 67 ; ders. 1984,72
132
Levitki 1994, 109
133
siehe Dobiat 1980, 113
134
S!rbu 1999, Fig. 6 und 8-10
Chidio~an!Emödi 1981 , Fig. 6,1-2
135
II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~ 21

zwei Hunde sind nachgewiesen. 45 Knochenfragmente stammen von 21 Individuen verschiedener


Wildtiere; an erster Stelle stehen die Cerviden, gefolgt vom Auerochsen und vom Wildschwein. In der
1974 freigelegten Wohngrube fanden sich zudem auch Muschelschalen, die aus der Tärnava Mare
136
stammen dürften . Ganz ähnliche Spektren an Tierknochen stammen aus den Siedlungen von
Gränice~ti und Däne~ti: auch dort überwiegen die Rinder .
137
Auf Taf. 42,2-4 sind drei Fragmente von Ojekten aus gebranntem, schwarz glänzendem Ton
abgebildet, die mit konzentrischen Kanneluren verziert sind. Ihre ursprüngliche Form und Funktion
sind unbekannt. Es könnte sich um anthropomorphe Figuren handeln, wie sie in der Gava-Kultur
durchaus vorkommen, wenn auch selten 138 • Gewisse Ähnlichkeiten, was Form und Anordnung der
Verzierung anbetrifft, weisen zwei Figuren aus der Siedlung von Lisicniki auf, die jeweils auf einer
Seite durch horizontal eingeritzte Linien verziert sind, die als Andeutung der Haartracht gedeutet wer-
den1 39. Noch entfernter ist die Ähnlichkeit zu einem der Idole aus Teleac 140 . Trotz mangelnder Ver-
gleichsfunde erscheint die Deutung der drei Objekte als anthropomorphe Figuren nicht ganz unwahr-
scheinlich: Laszl6 schreibt, daß die anthropomorphen Figuren der Gava-Kultur im Gegensatz zu den
Tierfiguren stark abstrahiert sind. Sämtliche Beispiele stammen aus Siedlungen, praktisch alle lägen
141
nur fragmentarisch vor und seien vermutlich bewußt zerbrochen worden , was auch im Falle der
Objekte aus der Gura Campului zutreffen könnte.

3.1.3 Baiade nisip (siehe Abb. 1, Nr. 5; Abb. 2, Nr. 4; Kat.-Nr. 645-670; Taf. 45,7-47,7)
Die Baia de nisip (zu deutsch Sandgrube), auch Cinepi/Cänepi~te (zu deutsch Hanfau) genannt, lag
noch in den 50er Jahren des 20. Jh. im Südwesten der Stadt Media~ am linken Ufer der Tarnava Mare.
Es handelte sich dabei ursprünglich um eine Anhöhe von annähernd ovaler Form mit einer Länge von
ca. 120 m und einer Breite von 70 m, die sich etwa 3 m über der umgebenden Ebene erhob. Cri~an
zufolge ist diese Erhebung wahrscheinlich als eine ehemalige Insel oder Halbinsel in den Sümpfen der
142
Tärnava Mare zu deuten. Von diesem Ort holten sich die Städter Sand für ihren Bedarf . So wurde
der Hügel im Laufe der Jahre abgetragen, wobei immer wieder Siedlungsspuren der Wietenbergkultur,
143
der älteren Hallstattzeit sowie der Latenezeit zum Vorschein kamen , was mehrmals Anlaß zu
kleineren archäologischen Untersuchungen gab.
Szekely berichtet 1953 von der Entdeckung eines dakischen Skelettgrabes, einer kreisförmigen
Wohngrube der Wietenbergkultur und einer dakischen Wohngrube in der Baiade nisip 144 . 1955 folgte
dann aufgrund dieser Entdeckungen eine Ausgrabung durch Emil M. Szuchy und I.H. Cri~an in der
Baia de nisip, bei der alle intakt gebliebenen Flächen mit insgesamt fünf Schnitten untersucht wurden.
Alle Schnitte hätten die gleiche Stratigraphie mit nur einer Kulturschicht gezeigt, welche Keramik in
großer Menge enthalten habe wie auch Hüttenlehrn, Tierknochen und Muschelschalen. Außerdem
konnten dakische Wohngruben mit assoziierten Feuerstellen festgestellt werden. Die Keramik, welche
sich stratigraphisch nicht habe trennen lassen, wurde der Wietenberg-Kultur, der älteren Hallstattzeit,
der dakisch-keltischen und der römischen Zeit zugeordnet 145 . Bläjan!fogan berichten 1978 von zwi-
schen 1968 und 1974 erfolgten Geländebegehungen in der Baiade nisip, bei denen weitere dakische
Keramik entdeckt wurde 146 .
Heute existiert die Baia de Nisip nicht mehr, das Gelände ist bebaut; nur die Straßennamen "Baia
de Nisip" und "Strada Nisipului" weisen noch auf die ursprüngliche Lage hin.

136
Blajan u.a. 1980, 203,211 Tab. I, 214
137
Laszl6 1994, 124; 194
138
Laszl6 1996; Sirbu 1999, 156
139
Laszl6 1996, 354 und Fig. 1,1-2
140
Boroffka 1994c, Abb. 1,1
141
Laszl6 1996, 358
Cri~an 1955-56, 27; Szekely 1953, 8
142
143
Blajanffogan 1978, 42
144
Szekely 1953, 8-9
Cri~an 1955-56, 27-43
145
146
Blajanffogan 1978, 42-44
22 II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~

3.1.4 Gura Cämpului-Hä~ma~ (siehe Abb. 1, Nr. 4; Abb. 2, Nr. 22; Kat.-Nr. 671-681; Taf. 47,8-
17)
197 5 und 1977 fanden auf der Flußterrasse Gura Cämpului, unterhalb des südlichen Abhangs des Hü-
gels "Hä~ma~", westlich der Stadt, Ausgrabungen statt, die in erster Linie eine 1971 entdeckte römi-
sche Siedlung und Schmiedewerkstatt des 2.-4. Jh. n. Chr. zu Tage förderten. Es wurden insgesamt 21
Schnitte angelegt. Neben den römischen Spuren fand man auch bronzezeitliche, hallstattzeitliche und
mittelalterliche Siedlungsreste. Unter der römischen Schicht wird für die Schnitte I, XI und XVID-
XXI eine Schicht mit älterhallstattzeitlicher Keramik erwähnt, beide Keramikarten erscheinen aber
auch vermischt. Die hallstättisehe Schicht gehe an einigen Stellen bis zu 1,40 m in die Tiefe. Für
Schnitt II wird eine Wohngrube mit Feuerstelle erwähnt, die Hüttenlehm, Scherben, Tierknochen und
ein Glättwerkzeug aus Ton enthielt. Aus Schnitt XI soll ein nicht erhaltener Bronzedraht stammen,
dessen eines Ende dreimal gedreht war in der Art der Posamenterie-Fibeln. Außerdem fand sich dort
auch ein Hundeskelett, neben welchem einige hallstattzeitliche Scherben lagen 147 .

3.1.5 Strada Tirnavei 59/A (siehe Abb. 1, Nr. 7; Abb. 2, Nr. 16; Kat.-Nr. 682-686; Taf. 48,1-5)
Einige wenige älterhallstattzeitliche Scherben wurden in dieser im Stadtviertel Dupä Zid gelegenen
Straße bei kleineren Erdarbeiten gefunden und an das Museum gegeben.

3.1.6 Str. Dupä Zid (siehe Abb. 1, Nr. 6; Abb. 2, Nr. 24; Kat.-Nr. 687-688; Taf. 48,6-7)
Die beiden sicherlich vom gleichen Gefäß stammenden, konzentrisch kannelierten hohlen Hörner
wurden Anfang der 1970er Jahre zufällig beim Ausheben der Fundamente für einige Wohnblöcke
gefunden 148 .

3.1.7 Rora micä (siehe Abb. 1, Nr. 8;Abb. 2, Nr. 18)


Am "Rora micä" genannten Ort im Südwesten der Stadt, am rechten Ufer des Ighi~-Baches, wurden in
den Jahren 1968-71 beim Sandabbau Keramikfragmente aus der älteren Hallstatt- und Latenezeit ge-
funden149.

3.1.8 I~colani-Uzina de apä (Abb. 1, Nr. 9; Abb. 2, Nr. 11)


Am I~colani genannten Ort, etwa 2 km nordöstlich der Stadt gelegen, hat man in der Umgebung der
"Uzina de apä" bei Bauarbeiten 1968-69 Keramik aus verschiedenen Epochen gefunden: vom
Neolithikum über die Bronzezeit, Hallstattzeit, römische und poströmische bis zur
frühmittelalterlichen Epoche 150 .

3.1.9 Str. Aurel Vlaicu (Abb. 1, Nr. 10; Abb. 2, Nr. 7)


Die Fundstelle liegt etwa 1,5 km östlich der Stadt, wo die Bahnlinie nach Sighi~oara die Straße kreuzt.
Nestor berichtet im Rahmen seiner Untersuchung zu keltischen Gräbern auch vom Fund einer früh-
hallstättiseben Scherbe 151 .

3.2 Grabfunde

Bläjan/Botezatu/Com~a haben die Grabfunde der älteren Hallstattzeit zusammengetragen, die man bis
1987 im Gebiet von Media~ gemacht hat. Sie stellen sowohl die Sitte der Brandbestattung in Urnen
mit Deckel wie auch die der Körperbestattung in Rückenlage fest. Beigaben seien ausschließlich Ke-
ramikgefäße gewesen, mit Ausnahme der Bestattung aus der Str. Mägurii. Dort enthielt die Urne auch
152
Tierknochen . Die Grabfunde sind nicht willkürlich über das gesamte Stadtgebiet verstreut gefunden
147
Winkler u.a. 1983, 121-138; Winkler/BlaJ·an 1982, 93-101 · BlaJ·an/Moga 1977 197
148 ' '
Information D. Co~a
149
Blajanffogan 1978, 42
150
Blajanffatai-Balta 1978, 11 ; Rus 1999b, II
151
Nestor 1937-1940, 159-160
Blajan/Botezatu/Com~a 1987, 49; 52
152
II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~ 23

worden, sondern konzentriert an zwei verschiedenen Stellen: nämlich auf der Cetate bzw. in deren
unmittelbarer Umgebung (Abb. 1, Nr. 1.2.12) sowie im alten Stadtzentrum (Abb. 1, Nr. 13-15); dazu
kommt der "Einzelfund" aus der Str. Mägurii (Abb. 1, Nr. 16). Ob sie tatsächlich alle in die ältere
Hallstattzeit zu datieren sind, ist nicht sicher zu sagen, da das Fundmaterial zum größten Teil ver-
schwunden und unveröffentlicht ist. Die Beobachtungen der Fundumstände sind ebenfalls spärlich.
Vergliehen mit den zahlreichen Siedlungsspuren erscheint die Zahl der Grabfunde als sehr gering,
doch läßt sich diese Feststellung auf ganz Siebenbürgen in der älteren Hallstattzeit übertragen. Insge-
samt ist der Forschungsstand zum Bestattungswesen der Gava-Kultur als ungenügend zu betrachten
(vgl. Kap. ill.2.4). Auch die folgende Zusammenstellung kann keine neuen Erkenntnisse erbringen, da
sie nur Zufallsfunde enthält, die nicht ordentlich ausgegraben wurden.

3.2.1 Cetate (siehe Abb. 1, Nr. 1)


Goos schreibt 1876 und 1877 - wie auch Roska 1942 - von mehreren Urnenfeldern, die in der
Umgebung der Stadt bekannt geworden seien, so neben dem im Garten Wachsmann auch eines "an
der Burg" 153 . Laut Szekely haben Arbeiter 1936 auf dem Gipfel des Hügels viele große Gefäße voll
154
von Asche gefunden • Schließlich berichten auch Nestor/Zaharia 1961 von Gräbern auf der Cetate:
Aus Anlaß der Weinpflanzung 1956, als fast die gesamte Oberfläche des Hügels mit Wein bepflanzt
wurde, hätten Mitarbeiter des Museums eine große Menge an Keramikfragmenten und menschlichen
Knochen eingesammelt, die aus Skelettgräbern stammen sollen. Über ihre Zeitstellung ist allerdings
nichts bekannt 155 . Außerdem habe man im Rahmen der Grabung 1958 in der Füllung des Grabens
neben Steinen, Keramik, Asche, Holzkohle, Hüttenlehmfragmenten und Tierknochen auch Menschen-
knochen gefunden. Desweiteren wurde im Schnitt IX eine Urne entdeckt (Kat.-Nr. 258/Taf. 19,1), die
vermutlich aus der dritten, d.h. jüngsten Siedlungsschicht stamme; dazu gehörte als Deckel wahr-
scheinlich eine Schale mit kanneliertem Rand, von der Fragmente in der Umgebung der Gefäßöffnung
gefunden wurden 156 (Kat.-Nr. 258/Taf. 19,9). Daß sackförmige Gefäße als Urnen verwendet wurden,
wie hier auf der Cetate und in der Str. Mägurii, findet eine Entsprechung z.B. in den der Gava-Kultur
zugeordneten Nekropolen von Volovät (Moldau) 157 , Kolodribka, Sopit (Ukraine) 158 und Vojnatina in
der Slowakei 159 , wo in der Mehrzahl der Fälle eben solche Gefäße als Urnen dienten.
Einzelne Brandgräber in Gava-Siedlungen sind z.B. auch aus Chendu 160 , Reci 16 1 und Somotor 162
bekannt.

3.2.2 Lunca Ciorilor (siehe Abb. 1, Nr. 2)


Szekely berichtet vom Fund einiger Urnen in der Lunca Ciorilor oder zu deutsch "Krähenwiese" 163 .
Dies ist der Name für das nahe der Brücke auf der rechten Seite der Tärnava Mare gelegene Gebiet
(siehe Abb. 2). Ursprünglich umfaßte dieser Begriff auch den Bereich, auf dem später das Stadtviertel
Gura Cämpului gebaut wurde 164 sowie weite Teile der Flußterrasse Richtung Westen, und bezeichnet
heute nur noch die freie Fläche zwischen Fluß und Neubauviertel 165 • Die aufgrund der Angaben
Szekelys zu rekonstruierende Lage der Fundstelle befindet sich heute im Neubauviertel und müßte im
Bereich der Wohnblöcke 4-6 liegen, d.h. genau an der Stelle, wo Bläjan die zwei oben beschriebenen
Hausgrundrisse ausgegraben hat.

153
Goos 1876, 36; ders. 1877b, 175 ; Roska 1942, 171
154
Szekely 1953, 7
155
Nestor/Zaharia 1961 , 171 , 176
156
Nestor/Zaharia 1961 , 173-174
157
Laszl6 1994, 70
158
Kruselnicka 1979a, 77-78 ; dies. 1979b, 315
159
Budinslcy-Kricka 1976, 147-148
160
Vasiliev 1995b, 93
161
Szekely 1959, 196; ders. 1966b, 8-9
162
Smimova 1974, 366
163
Szekely 1953, 7-8
164
Information Peter Weber; so auch dargestellt auf der Lageskizze von Szekely 1953, Fig. 1B
165
Information V aler Rus ; so auch dargestellt auf Abb. 2
24 li. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Medi~

Vielleicht befand sich an dieser Fundstelle ein Gräberfeld, da Szekely hier vom Fund zweiermit Lei-
chenbrand gefüllter Urnen berichtet (Kat.-Nr. 539!faf. 38,2 und 565/40,1). Am gleichen Ort wurde ein
166
drittes Gefäß gefunden, das allerdings offenbar keinen Leichenbrand enthielt (Kat.-Nr. 517!faf.
36,1).

3.2.3 Ehemaliger Garten Wachsmann (Abb. 1, Nr. 12)


Dieser Garten lag einstmals westlich am Fuße der Cetate nahe der Straße, die von Media~ nach Bläjel
167
und Tarnaveni führt, im unteren Teilstück der "Hulla" oder Hula Blajelului . Die genaue Lage ist
nicht mehr zu rekonstruieren. Goos berichtet, daß sich hier ein Urnengräberfeld befunden habe, aus
dem eine schwarze und reich ornamentierte Urne stamme. Diese Urne wird auch an mehreren anderen
Stellen erwähnt 168 •

3.2.4 Incinta Bisericii evanghelice (Abb. 1, Nr. 13; Abb. 2, Nr. 20)
Aus Anlaß von Kanalisierungsarbeiten innerhalb der Einhegung der Kirchenburg im Zentrum der
Stadt hat man 1972 eine mit Leichenbrand gefüllte Urne gefunden. Das Gefäß war schwarz, es wurde
von den Arbeitern aber zerstört und ist nicht erhalten 169 .

3.2.5 Strada Piersicului Nr. 8 und 13 (heute Str. Cardinal luliu Hossu) (Abb. 1, Nr. 14; Abb. 2,
Nr. 17)
Kanalisierungsarbeiten haben 1970 am nordöstlichen Ende der Strada Piersicului, im Zentrum der
Stadt, zwei Körperbestattungen in gestreckter Rückenlage, mit dem Kopf im Süden, zum Vorschein
gebracht. Daneben lagen schwarze und braune Keramikfragmente mit glänzender Außenfläche 170 .

3.2.6 Strada Petru Rare~ Nr. 3/Ecke Strada Bujor (heute Str. Bisericii) (Abb. 1, Nr. 15; Abb. 2,
Nr.10)
Bei der Anlage eines Kanalisationsgrabens in der Strada Petru Rare~ Nr. 13 hat man 1965 drei mit
Leichenbrand gefüllte, bitrenkonische Urnen gefunden, die mit Kanneluren und Vorsprüngen verziert
waren. Sie standen nebeneinander in einer Grube und waren mit Steinplatten bedeckt. Reste anderer
Urnen habe man auch in der gegenüberliegenden Wand des Grabens auf Höhe der Einmündung der
Strada Bujor festgestellt 171 •

3.2.7 Strada Mägurii (Abb. 1, Nr. 16; Kat.-Nr. 689-690; Taf. 49,1-2)
Bei Bauarbeiten in der Strada Mägurii/Mägurei, ganz im Südosten der Stadt im Stadtviertel Mo~nei
gelegen, hat man 1978 eine Brandbestattung in einer Urne mit Deckschale entdeckt. Der archäologi-
sche Kontext wurde nicht festgestellt, doch ging aus den Erzählungen der Entdecker hervor, daß die
Urne in einer Grabgrube stand, die mit einer großen Steinplatte bedeckt war. Die Leichenbrandanalyse
ergab ein matures, männliches Individuum. Die Urne enthielt auch verbrannte Tierknochen eines Bo-
viden oder Pferdes, vermutlich Überreste einer Speisebeigabe. Die Bestattung wird in die ältere Hall-
stattzeit gestellt 172 •

3.3 Hort- und Einzelfunde

3.3.1 Str. Teba (Abb. 1, Nr. 17; Abb. 2, Nr. 12)


In der Str. Teba wurde bei Kanalarbeiten 1969 ein älterhallstattzeitlicher Bronzehortfund entdeckt, der
aus 20-30 Objekten, darunter Sicheln, Lanzenspitzen und Tüllenbeile, bestanden haben soll. Nur die

166
Szekely 1953, 7-8
167
Information Peter Weber
Goos 1876, 36; Teg1as 1887, 197; Roska 1942, 171, Nr. 156; Cri~an/Szuchy 1955-56, 12
168
169
Blajan!Botezatu/Com~a 1987, 50
Blajan/Botezatu/Com~a 1987, 50
170

Blajan/Botezatu/Com~a 1987, 50
171
172
Blajan/Botezatu/Com~a 1987,47-49, 52
II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~ 25

Tülle einer Lanzenspitze ist erhalten geblieben, die zu einer feineren chronologischen Einordnung des
Hortfundes beim jetzigen Stand der Forschung jedoch nicht beitragen kann 173 .

3.3.2 Media~ und Umgebung


Aus Media~ und/oder der Umgebung (alte Sammlung des Museums) stammen einige bronzene Tül-
lenbeile1 74 - eines davon mag durchaus jenes sein, das bei Horedt als vor langer Zeit auf der Cetate
175
gefunden erwähnt wird . Vier der Beile (Inv.-Nr. 93 , 95, 99, 100) sind bei Rusu als aus Media~
stammend erwähnt. Er zählt sie zu den Tüllenbeilen vom transilvanischen Typ 176. Es handelt sich um
spätbronzezeitliche und älterhallstattzeitliche Formen.

3.3.3 Umgebung von Media~


Aus der Umgebung von Media~ stammt eine steinerne Gußform für ein Tüllenbeil mit asymmetrischer
Schneidenführung, das von Wanzek publiziert wurde. Er datiert es in die jüngere Urnenfelderzeit
(HaB 1). Tüllenbeile mit asymmetrischer Schneidenführung seien eine für das mittlere Siebenbürgen
und nordöstliche Ungarn typische Erscheinung. Die Schrägschneide erscheine an Tüllenbeilen unter-
schiedlichster Ornamentierung. Zu der konkreten Verzierung aus Media~ lägen Vergleichsobjekte nur
aus den beiden jungurnenfelderzeitlichen Hortfunden von Bor~a und Prügy vor 177 .

3.3.4 Kokettal
Aus dem Kokeltal stammt ein Griffzungenschwert vom Typ Pecica, das möglicherweise einst zu ei-
nem Hortfund gehörte. Es wird von Bader in HaA1 datiert 178.

4. Zusammenfassung und Interpretation


Im Vergleich zu den eher spärlichen spätbronzezeitlichen Siedlungsspuren gesehen, erscheint die
dichte älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~ als die Folge einer deutlichen
179
Bevölkerungszunahme . Die Besiedlung der Cetate erfolgte offensichtlich später als die der Gura
Cämpului oder Baia de nisip, denn Hinterlassenschaften der Wietenberg-Kultur ließen sich auf dem
Hügel bisher nicht finden. Die Frage, ob er vor der älteren Hallstattzeit überhaupt besiedelt war, muß
offen bleiben, sieht man von den eventuellen Spuren der Noua-Kultur ab.
Das eigentliche Ausmaß der ursprünglichen älterhallstattzeitliehen Besiedlung in Media~ und Um-
gebung läßt sich aufgrund des heutigen Forschungsstandes nur ungenügend rekonstruieren. Sicher ist
jedoch, daß die vielen einzelnen Fundstellen in einem Zusammenhang betrachtet werden müssen, der
chronologischer wie auch funktionaler Natur war.
Trotz des schlechten Erforschungsgrades ergeben alle Informationen zusammen genommen, die es
zur Cetate gibt, das Bild einer großen und bedeutenden Siedlung mit einigen wichtigen Hinweisen auf
die Lebensweise, speziell auch das Handwerk, ihrer Bewohner. An erster Stelle ist hier die durch die
Gußformen eindeutig nachgewiesene Bronzemetallurgie zu nennen. Frappant ist die topographische
Nähe ihres Fundortes zu den in der am Fuß der Cetate liegenden Siedlung in der Gura Cämpului fest-
gestellten Spuren der Eisenverarbeitung. Ist man interpretationsfreudig, ließe die Beschreibung der
Fundumstände der Gußformen 180 , aus denen ja deren Einbindung in einen Hausbefund (Werkstatt
eines Bronzegießers?) wahrscheinlich erscheint, zudem vermuten, daß wir es hier mit einem vielleicht
speziell dem Bronzeguß bestimmten Siedlungsteil zu tun haben, einem "Handwerkerviertel", das sich
durch seine Randlage auch topographisch von der Hauptsiedlung auf dem Hügelgipfel absetzte. Daß

173
Blajan u.a. 1982-83, 102, 105 und Fig. 10,2; Blaj an!Botezatu/Com~a 1987,50
174
Muz. Mun. Med. Inv.-Nr. 93, 94, 95, 96, 97, 99, 100, 105, 106, 108, 4636
175
Horedt 1960a, 180
176
Rusu 1966, 36 Nr. 81
177
Wanzek 1989, 90, 202, Taf. 32, Signatur 2. b.l.f und Taf. 47, 2
178
Bader 1991 , 68-71
179
Das gleiche läßt sich auch in anderen Teilen Siebenbürgens beobachten, wie z.B. nicht weit von Media~ in der Gegend um
Sighi~oara : Baitag/Amlacher 1987-88, 108; Baitag 2000, 69, 105 und im Kreis Harghita: Cavruc 2000, 35.
180
Szekely 1953, 7
26 II. Die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Medi~

die Hauptsiedlung dort oben lag, kann man deshalb vermuten, weil dort die weitaus meisten Scherben
gefunden wurden und werden. Die in dieser Arbeit abgebildeten Gefäße und Gefäßfragmente stam-
men, wenn ihre ungefähre Herkunft bekannt ist, fast alle vom Hügelplateau.
Es ist nicht auszuschließen, daß dieses "Handwerkerviertel" funktional wie somit auch chrono-
logisch in Bezug zu dem unten anschließenden der Gura Cämpului zu setzen ist, so daß die beiden
Siedlungen eigentlich als eine einzige zu betrachten wären. Eine Interpretation der Siedlungskomplexe
im Sinne einer Hauptsiedlung auf dem Hügelgipfel und eines Handwerkerviertels am südwestlichen
Hügelabhang, das sich bis zur Flußterrasse am Hügelfuß hinunterzog, wäre zwar gewagt, aber durch-
181
aus denkbar. Nicht zu vergessen ist, daß auch von der Cetate Eisenschlacken erwähnt werden , wenn
auch leider nicht bekannt ist, wo gerrau sie gefunden wurden. Sicher ist, daß auf der Cetate wie auch in
ihrem direkten Umkreis Metallverarbeitung stattgefunden hat- gemeinhin in der Archäologie inter-
pretiert als Hinweis auf eine Zentralsiedlung.
Genauso möglich ist es aber, eine zeitliche Abfolge zwischen den beiden Siedlungen anzunehmen:
daß man also beispielsweise zuerst auf dem Hügel siedelte und dann nach unten an den Fluß zog, oder
umgekehrt. Wie groß die Siedlung in diesem Bereich ursprünglich war, ist- wie auf der Cetate- un-
bekannt. Die Spuren streuen, betrachtet man Bläjans Karte (Abb. 2), über einen großen Bereich. Etli-
che Funde belegen handwerkliche Tätigkeiten (Textilherstellung, Eisenverarbeitung), Hausgrundrisse
sind belegt. Eisenfunde und Spuren der Eisenverarbeitung aus dieser Zeit sind selten. Einmalig für
Siebenbürgen ist die sog. "Eisengießerei" aus Cemat 182 •
Vorsichtig läßt sich also das Bild einer regelrechten Siedlungskammer entwerfen. Dazu gehören
hauptsächlich die vielleicht befestigte Höhensiedlung auf der Cetate, eine eventuelle "Untersiedlung"
im Gebiet des heutigen Stadtviertels Gura Campului sowie kleinere Siedlungseinheiten im Umkreis.
Selbstverständlich ist dieses Bild stark vom Forschungsstand geprägt. Das Viertel "Gura Campului"
wurde seit Ende der 50er Jahre neu angelegt, d.h. hier konnten viele Funde gemacht werden, während
die übrigen Funde meist bei einzelnen Bauvorhaben zum Vorschein kamen. Eine Ausnahme bilden die
Funde aus der Baia de nisip, die ebenfalls großflächiger gesammelt werden konnten. Die Gräber der
Menschen, die hier siedelten, kamen bisher nur vereinzelt zum Vorschein, scheinen sich aber auf der
Cetate bzw. in deren unmittelbarer Umgebung sowie im alten Stadtzentrum zu konzentrieren. Der nur
spärlich überlieferte Hortfund aus der Str. Teba ergänzt das eben geschilderte Bild einer durch eine
zentrale Siedlung bestimmten Siedlungskammer.

Blajan/Botezatu/Com~a 1987, 49
181
182
Szekely 1966a; Laszl6 1977, 54-55
n
111. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher
Materials: Die Gava-Kultur

In diesem Kapitel soll das zeitliche und kulturelle Umfeld des älterhallstattzeitliehen Materials aus
Media~ dargestellt werden. Eingangs wird überblicksartig der Gesamtkomplex der kannelierten Kera-
mik vorgestellt, um dann ausführlicher auf die Forschungsgeschichte der Gava-Kultur einzugehen.
Dafür werden kurz die Arbeiten erwähnt, die zur Definition dieser Kultur beigetragen haben. Die ver-
schiedenen Ansichten der Autoren, geordnet nach den thematischen Aspekten, die zur Definition einer
archäologischen Kultur gehören (Leittypen, Siedlungs- und Bestattungswesen, Hortfunde ), werden
einander gegenübergestellt und verglichen. Nachdem so eine inhaltliche "Füllung" bzw. Abgrenzung
des Begriffs der Gava-Kultur versucht wurde, folgen Abschnitte, die sich mit der räumlichen und zeit-
lichen Abgrenzung der Gava-Kultur beschäftigen. So soll ein dem aktuellen Forschungsstand entspre-
chendes Bild der Gava-Kultur entstehen, das als Grundlage für die kulturelle und zeitliche Einordnung
der Keramik aus Media~ dienen kann, die im nächsten Kapitel erfolgt.

1. Der Komplex der kannelierten Keramik


Die Mode, Keramik durch Kanneluren, häufig in Kombination mit Vorsprüngen, zu verzieren, verbrei-
tete sich gegen Ende der Bronzezeit im Karpaten-Donau-Gebiet über einen weiten geographischen
Raum, v.a. zwischen Theiß und Dnjestr. Einen guten Gesamtüberblick zum Komplex der kannelierten
Keramik hat kürzlich Pare gegeben. Die allgemeine Verbreitung des Keramikstils spiegelt seiner An-
sicht nach das Entstehen eines intensiven Kommunikationsnetzes wider, das als östliche Provinz der
Urnenfelderkultur verstanden werden dürfe'. Auch Furmanek, Veliacik und VIadar betrachten die
Gava-Kultur als Teil der südöstlichen Urnenfelderkulturen, zu denen sie noch die Piliny-, die Suciu de
Sus- und die Kyjatice-Kultur zählen2 . Diese Zuordnung ist jedoch nur zeitlich zu verstehen, denn die
dieser Kultur ihren Namen gebenden Urnenfelder kommen im Gebiet der Gava-Kultur nicht vor.
Pare unterteilt die sogenannte "Koine" der kannelierten Keramik in einen südlichen (0-Slawonien
bis Bessarabien) und einen nördlichen Verbreitungsraum (0-Ungarn, NW-Rumänien, Siebenbürgen,
die 0-Slowakei, die Karpato-Ukraine, das ukrainische Vorkarpatengebiet sowie die nordwestliche
Moldau). Letzterer entspricht der Gava-Kultur3 , zu der in diesem Kapitel Stellung genommen werden
soll.
Die Ausstrahlungskraft dieser "Koine" wird durch das Vorkommen kannelierter Keramik in weit
entfernten Gebieten unterstrichen: Ein isolierter Einzelfund kannelierter Keramikgefäße im Milieu der
Lausitzer Kultur Mitteldeutschlands stammt aus Zschornewitz, Kr. Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt).
Die Gefäße finden ihre nächsten Parallelen im Banat4 • Kannelierte Keramik findet sich desweiteren
auch in Makedonien (z.B. Vergina, Kastanas), im griechischen Thrakien, Thasos und in Troja VII b2 5 .
Die weite Verbreitung der kannelierten Keramik wird allgemein durch Wirtschaftsbeziehungen er-
klärt, die der Beschaffung von Metallrohstoffen dienten 6 . Rusu stellt beispielsweise fest, daß die gro-
ßen siebenbürgischen Horte der Gruppe Cincu-Suseni wie u.a. der von Uioara, in deren Zeitstufe kan-
nelierte Keramik in Gebrauch war, in unmittelbarer Nähe von Salzlagern auftraten, und deutet dies als
ein Zeichen für Wirtschaftsbeziehungen und TauschhandeC. Tasic folgt einem ähnlichen Gedanken-
gang, wenn er die These unterstützt, die die Träger der Gava-Kultur als Viehzüchter sehen möchte, um
die weite Verbreitung dieser Kultur zu erklären. Da in Viehzuchtgemeinschaften der Bedarf an Salz

1
Pare 1998, 406-407
2
Funmmek!V eliaCik!Vladär 1999, 70
3
Pare 1998, 406-407, 418
4
Agde 1939, 57, Abb. 30; Kossack 1996; Furmanek!VeliaCik!Vladär 1999, 103 ; der gleiche Fund erscheint bei Schwarz
2001, 78 unter dem Ortsnamen Golpa, Ldkr. Bitterfeld
5
Hänsel 1976, 113, 229-236; Rochstetter 1984, 188-194; Koppenhöfer 1997; Pare 1998, 406; 417
6
z.B. Szab6 1996, 53; ders. 1999, 89
7
Rusu 1963, 184; Rusu/Chitu 1982, 42-43; siehe auch Hauptmann 1999, 16-17
28 III. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur

besonders hoch, und Transsilvanien an diesem Rohstoff besonders reich ist, könnten die Nutzer dieser
8
Salzlagerstätten durchaus intensive Handelskontakte aufgebaut haben . In diesem Zusammenhang ist
zu vermerken, daß sich nach Kruselnicka im nordöstlichen Karpatenvorland die frühesten Zeugnisse
der Gava-Kultur in der Nähe jener Zonen befinden, in denen sich die größte Zahl der Salzquellen kon-
zentriert9. Ein weiteres Indiz dafür, daß die kannelierte Keramik Handelsgüter trug und deshalb so
weit verbreitet ist, wurde unlängst für die kannelierte Buckelkeramik aus Troja VII b2 herausgearbei-
tet: Die langgehegte Vermutung, daß sie aus Bulgarien importiert wurde, konnte aufgrund der Zu-
10
sammensetzung des Tones erstmals bewiesen werden

2. Zur Definition der Gavakultur


11
Eingeführt wurde der Begriff des Gava-Typus und der Gava-Kultur von Mozsolics , womit sie den
Gefäßtypus der sogenannten Pseudoprotovillanova-Urnen, aber keine Kultur umschrieb. Dieser in sich
ausgesprochen heterogene Gefäßtypus war in der späten Bronze- und frühen Eisenzeit sehr weit ver-
breitet, und kann keinesfalls nur einer Kultur zugeordnet werden. 1957 war jedoch kein anderes Vor-
gehen möglich, da zu dieser Zeit beispielsweise die Belegis II-Gruppe noch gar nicht definiert war 12 •
Der "Gava-Typus" und die Gava-Kultur sind von der Fachwelt schnell akzeptiert und nach und nach
besser definiert worden. Grundlegend waren dabei die Arbeiten von Laszl6 1973 und Smirnova 1974.
Die meisten Autoren, die sich mit der Gava-Kultur beschäftigt haben, haben sich ihren typischen
Keramikformen gewidmet und deren Verbreitung als Verbreitungsgebiet der Gava-Kultur betrachtet.
Nur sporadisch wurden Aussagen zu Eigenheiten des Siedlungs- und Bestattungswesens oder Hort-
funden gemacht, da Untersuchungen dazu weitgehend fehlen.

2.1 Die keramischen Leitformen

2.1.1 Forschungsgeschichte zur Definition des "Gava-Typus"


Mozsolics verstand unter dem Gava-Typus "Urnen" mit facettiertem Trichterrand, die außen glänzend
schwarz und innen rötlich sind sowie Buckel- und Kannelurverzierung aufweisen 13 • Horedt plädierte
dafür, nicht jede schwarze kannelierte Keramik dem Gava-Komplex zuzuordnen und stellte als defi-
nierende Merkmale für das typische Gava-Gefäß den konischen oder zylindrischen Hals und das bau-
chige Unterteil heraus, das auf der Schulter große hohle, hornähnliche Buckel trägt sowie eine rote
Innen- und eine schwarzglänzende, kannelierte Außenseite besitzt 14 • Außerdem nannte er erstmals
weitere mit dem Gava-Typus in Zusammenhang stehende Gefäßformen und Zierweisen.
Auf Foltiny geht eine weitere wichtige typologische Differenzierung innerhalb der großen Gruppe
der "Pseudovillanova-Urnen" zurück, die bei Mozsolics und Horedt noch nicht gemacht wurde. Er
bezeichnete die mit konzentrischen Bögen umrahmten Buckel als für die Gava-Gruppe charakteris-
tisch. Die typischen Gava-Urnen hätten zudem nur eine Warzen- oder Buckelreihe aufzuweisen, was
sie von den weiter südlich vorkommenden Urnen dieser Art unterscheidet, die meist zwei solcher Rei-
15
hen haben • 1968 betrachtete er diesen letzteren Gefäßtypus als Leitform seiner (neu aufgestellten)
16
Pecica-Spätvattina-Gruppe , während Mozsolics das Gefäß von Pecica noch als Grundtypus für ihre
Gava-Kultur herausgestellt hatte. Eine entsprechende Unterscheidung zwischen dem Gava- und dem
Belegis II-"Urnen"typ trifft Forenbaher 17 .

8
Tasic 1999, 127
9
Kruselnicka 1995, 405
10
Vortrag von M. Gutzowska, I. Kuleff, H. Pernicka: "On the origin of coarse ware in Troia VII" auf dem Kolloquium in
Heidelberg "Lebensraum Troia zwi schen Erdgeschichte und Kultur", 2.-5 . April 2001
11
Mozsolics 1957, 121
12
Forenbaher 1988, 34
13
Mozsolics 1957, 121
14
Horedt 1966, 17 ; ders. 1967, 21
15
Foltiny 1967, 65-67
16
Foltiny 1968, 348
17
Forenbaher 1988, 34
III. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur 29

!r Paulfk hat sich ebenfalls mit den Pseudoprotovillanova-Urnen befaßt, dabei aber weitergehend ver-
:t sucht, verschiedene Keramikformen, die zusammen mit Pseudoprotovillanova-Urnen gefunden wer-
e den, als für die Gava-Kultur typisch herauszustellen. Anders als Foltiny betrachtete er sämtliche zu
den Pseudoprotovillanova-Urnen gezählten Gefäßformen als "Gava-Urnen" oder -"Amphoren". In
)
seiner Gliederung der "Gava-Urnen" in die Typen A und B ist das Hauptunterscheidungskriterium
zwar die Größe und Anbringungsweise der Buckel (klein und zweireihig=Typ A, nach Foltiny 18 Peci-
ca-Spätvattina-Gruppe; groß und einreihig nach oben gerichtet=Typ B, nach Foltiny 19 Gava-Gruppe),
doch ordnet er sie nicht, wie Foltiny, verschiedenen Kulturen zu, sondern bringt sie alle mit der Gava-
Kultur in Verbindung, ähnlich dem Vorgehen von Mozsolics 20 •
Furmanek/V eliacik/Vladar fassen die Definition des klassischen Gava-Gefäßes folgendermaßen
zusammen: Für das klassische amphorenförmige Gava-Gefäß sei ein hoher konischer Hals mit hori-
zontal ausgezogenem Rand und ein niedriger, relativ schlanker Körper mit gerundeter Bauchung ty-
pisch. Verzierungen erscheinen auf Hals und Bauchung und bestehen aus horizontalen, schrägen, bo-
genförmigen und senkrechten Rillen, in der Regel in Kombination mit Spitz- oder Hornbuckeln2 1•

2.1.2 Herstellungstechnik
Als allgemeine Charakteristika der Gava-Keramik gelten, was die Herstellungstechnik anbelangt, die
auffallende Färbung und Oberflächenbehandlung der Gefäße: innen rot-orange, außen glänzend
schwarz. Die schwarze Färbung der Gefäßaußenseite entsteht nach Untersuchungen von Bazielich
durch den Auftrag eines dünnen schwarzen Überzugs, was sie als typisch für die Gava-Kultur
betrachtet22 . Auch Laszl6 und Levitki halten zwar die häufige, wenn auch nicht ausschließlich auftre-
tende Zweifarbigkeit der Gefäße für ein typisches Merkmal der Gava-Keramik, relativieren aber ihre
Bedeutung für die Kulturdefinition durch die Feststellung, daß diese Technik räumlich wie zeitlich
weit verbreitet und nicht auf die Gava-Kultur beschränkt ist23 . Durch die Zweifarbigkeit sollten viel-
24
leicht Kupfer- oder Bronzegefäße imitiert werden, die außen versilbert waren . Mehrere Autoren hal-
ten außerdem die Magerung mit zerstoßenen Scherben bzw. Chamotte für ein Charakteristikum der
Gava-Keramik25 . Bazielich konnte anhand der Gavakeramikfunde vom oberen Lauf der Weichsel zei-
26
gen, daß diese sich in der Tonzusammensetzung von denen der Lausitzer Kultur unterscheiden .

2.1.3 Gefäßformen
Als typische Gefäßformen werden folgende genannt:
1. Das (unterschiedlich benannte) bitrollkonische Gefäß mit Trichterrand27 . Es wird von den ver-
schiedenen Autoren äußerst unterschiedlich feiner untergliedert in:
a) Eine Amphorenart, definiert als eine bitrollkonische Gefäßform mit (bisweilen) zwei Henkeln.
28
Dazu gehören beispielsweise Gefäße vom Typ Kyjatice und die "bauchige Amphore" nach
29
Laszl6 . Die beste Differenzierung liefern Furmanek/Veliacik/Vladar: ihrer Ansicht nach feh-
len Amphoren in der Gava-Kultur eigentlich völlig, die sogenannte Gava-Amphore gehöre zu
0
den amphorenförmigen Gefäßen, da sie meistens keine Henkel hae .

18
Foltiny 1968, 348
19
Foltiny 1968, 340
20
Pau]fk 1968, 39-42
21
Furrminek!Veliacik!VJadar 1999, 106 und Abb. 46,10
22
Bazielich 1986, 70
23
Laszl6 1973, 585-586; Levitlei 1994, 82-83
24
Falkenstein 1998, 88
25
Smimova 1974, 362; Bazielich 1982, 297 ; dies. 1986, 70; Laszl6 1994, 188; Szab6 1999, 87
26
Bazielich 1978, 353; dies. 1986, 70
27
Mozsolics 1957, 121 ; Horedt 1967a, 21; Foltiny 1968, 340; Pau]ik 1968,39 und Abb. 3-4; Laszl61973 , 588-591 ; Smimo-
va 1974, 362; Kemenczei 1984, 64-67; Szekely 1970, 736; Furmanek/Veliacik/Vladar 1999, 106
28
Horedt 1966, 20; Paulfk 1968,40
29
Lasz16 1973, 593
°
3
Furmanek!Veliacik!V1adar 1999, 105-106 und Abb. 46,6.10-11.13
30 III. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur

b) Etagengefäße31
c) Trichterhalsgefäße
d) Kegelhalsgefäße
e) Zylinderhalsgefäße32
f) Kugelbauchgefäße33
2. Grobe sackförmige Gefäße mit Randknubben34
3. Schüsseln mit Wellen- oder Lappenrand35
4. Verschiedene Tassen36 :
a) mit überhöhtem Henkee 7
b) nierenförmige Tassen mit Plattformhenkel38
5. Schalen
a) Einzugsschalen39
b) Schalen mit wellenförmigem Rand40
43
6. Gefäße mit hohlem Fuß41 , Kragenrandgefäße auf hohlem Fuß mit Knubben42 , Fußschüsselchen
7. Trankonische Gefäße44
8. Schöpfer45 , worunter schlichte Tassen zu verstehen sind
9. Sphärische Gefäße46
10. Doppelkonische Gefaße47 ; Furmanek!Veliacik!Vladar dagegen sprechen nur von einigen degene-
rierten Exemplaren doppelkonischer Gefäße im Rahmen der Gava-Kultur48

2.1.4 Verzierungen
Bezüglich der Verzierungen wird als charakteristisch immer wieder die Kannelurverzierung an erster
Stelle genannt, außerdem die plastischen Verzierungen mit Buckeln, Hörnern etc.
Besonders hervorgehoben werden:
1. Das kannelierte Sternmuster auf Tassen und Schalen49
2. Der horizontal kannelierte Hals bei bittonkonischen Gefäßen50
3. Die konzentrisch kannelierten Buckel bei bittonkonischen Gefaßen51
4. Die innere horizontale Facettierung oder Kannelur von Trichterrändern52
5. Die Ritzungen auf Wellenrandschüsseln53

31
Horedt 1967a, 25 ; Laszl6 1973, 591
32
c) bis e) nach Paulfk 1968, 40 und Abb. 7
33
Laszl6 1973, 586-588
34
Horedt 1967a, 25 ; Szekely 1970, 736; Laszl6 1973, 592; Srnirnova 1974, 362; Kemenczei 1984, 68
35
Horedt 1966, 20; ders. 1967, 25 ; Paulfk 1968, 40 und Abb. 6; Laszl6 1973, 593; Srnirnova 1974, 362-363 ; Kemenczei
1984, 68-69; Furmcinek/Veliacik!Vladcir 1999, 107
36
Horedt 1966, 20; Paulfk 1968, 41 und Abb. 9; Szekely 1970, 736
37
Laszl6 1973, 593
38
Smirnova 1974, 363; Kemenczei 1984, 70
39
Laszl6 1973, 593 ; Srnirnova 1974, 362; Kemenczei 1984, 67
40
Srnirnova 1974, 362; Kemenczei 1984, 67
41
Laszl6 1973, 593 ; Szekely 1970, 736
42
Srnirnova 1974, 363
43
Kemenczei 1984, 67
44
Laszl6 1973, 593
45
Horedt 1967 a, 25 ; Paulik: 1968, 41 ; Furmanek/V eliacik/Vladcir 1999, 108
46
Szekely 1970, 736
47
Paulfk 1968, 47 und Abb. 8
48
Furmanek!Veliacik/Vladcir 1999, 106
49
Horedt 1967 a, 25
°
5
51
Foltiny 1968, 340; Kemenczei 1984, 71
Foltiny 1968, 340; Kememczei 1984, 71
52
Mozsolics 1957, 121 ; Szekely 1970, 736
53
Paulfk 1968, 40; Srnirnova 1974, 363-364; Kemenczei 1984, 68 ; 71 ; Furmcinek!Veliacik!Vladcir 1999, 107
III. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur 31

6. Hohle, durch plastische Verformung der Gefäßwand entstandene Vorsprünge 54

2.1.5 Andere Objekte


Als weitere für die Gava-Kultur typische, aber nicht auf sie beschränkte, keramische Funde gelten
tronkonische, konische oder pyramidenförrnige, durchlochte Gewichte im Zusammenhang mit Herd-
oder Feuerspuren55 , kleine scheibenförrnige Objekte, die als Spinnwirtel oder Wagenradmodelle
gedeutet werden 56 und kleine spulenförrnige Gegenstände57 . Desweiteren kommen gelegentlich
anthropomorphe Figuren in der Gava-Kultur vor58 , häufiger aber Tierfiguren59 .

2.2 Die Hort- und Metallfunde


Die Fundkomplexe der Gava-Kultur enthalten nur selten, und wenn, dann wenige Metallgegenstände
bzw. Gegenstände, die mit der Metallverarbeitung in Zusammenhang stehen, wie z.B. Gußformen.
Diese sind nicht für die Gava-Kultur spezifisch, sondern erscheinen auch in vielen anderen zeitglei-
chen Kulturen des Karpaten-Donauraumes und Mitteleuropas.
Zusammenstellungen von mit der Gava-Keramik assoziierten Metallfunden wurden verschiedent-
lich unternommen, für die Moldau beispielsweise von Laszl660 und für NO-Ungarn von Kemenczei
1984. Sein Katalog von Gava-Fundstellen in NO-Ungarn umfaßt 150 Fundorte von Siedlungen und
Gräbern der Gava-Kultur, einige davon mit Metall, sowie 78 Depotfunde der Stufen Cincu-Suseni und
Hajduböszörmeny, die er mit zur Gava-Kultur zählt. Nur bei wenigen Horten sind jedoch Tongefäße
erhalten, die eine Zuordnung zur Gava-Kerarnik ermöglichen könnten. Die gleiche Feststellung läßt
sich auch für das übrige Verbreitungsgebiet der Gava-Kultur treffen. Ardeu hat die älterhallstattzeitli-
ehen Fundstellen aus Siebenbürgen in einem Repertorium zusammengestellt, inklusive der metallenen,
außerhalb von Siedlungen gefundenen Einzelfunde. Diese hat sie kartiert und dabei differenziert nach
Bronze-, Gold- und Eisenfunden. Dominant sind die Bronzeobjekte, die in Hortfunden und als Einzel-
stücke, selten in Siedlungen gefunden wurden. Goldfunde gibt es nur sehr wenige, und auch Eisenob-
jekte sind nur selten nachgewiesen. Sie erscheinen sporadisch ab HaA, ihre Zahl wächst in HaB; All-
gemeingut werden sie erst am Ende dieser Periode. Die Mehrzahl der Eisenobjekte stammt aus Sied-
lungen wie Teleac, Cernatu, Tili~ca, Porumbenii Mari etc. 61 •

2.3 Das Siedlungswesen


Zum Siedlungswesen der Gava-Kultur gibt es nicht viele Untersuchungen. Als charakteristisch für die
ältere Hallstattzeit und die Kulturen mit kannelierter Keramik gilt das Auftreten großer, befestigter
Höhensiedlungen62 , wie es auch auf dem Gebiet der Gava-Kultur festgestellt wird, mit Ausnahme von
NO-Ungarn 63 .
Als Charakteristikum der Gava-Kultur werden besonders in Siebenbürgen stets die befestigten Hö-
hensiedlungen genannt, die sich in ihrer Größe und Anzahl von den vorangegangenen mittel- und
spätbronzezeitlichen Siedlungen absetzen64 . Letztere waren zudem häufiger unbefestigt65 , was auch für
die Siedlungen der nachfolgenden jüngeren Hallstattzeit gilt66 . Die Höhensiedlungen Siebenbürgens

Chidio~an!Emödi 1982, 76
54
55
Smirnova 1974, 365-366; Levitki 1994, 110
56
Szekely 1966a, 213; ders. 1966b, Pl. Vll,4; Smirnova 1974, 366; Laszl6 1994, 188; Kemenczei 1984, 72
57
Smirnova 1974, 366-365; Kemenczei 1984, 72; Laszl6 1994, 209
58
Dumitra~cu 1974; Maleev 1992; Boroffka 1994c; Laszl6 1996, S1rbu 1999
59
Horedt 1963; Smirnova 1974, 366; Kemenczei 1984, 72; Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991, 68-69; Maleev 1992; ders. 1996;
Laszl6 1994, 193; siehe auch Kartierung Metzner-Nebelsick 1998, Abb. 27
60
Laszl6 1994, 142-155
61
Ardeu 1995-96, 191-192
62
z.B. Horedt 1966, 21; Morintz 1974, 902; Vulpe 1995a, 28; Ursulescu/Popovici 1997, 51; Ursutiu/Gogältan 2002,21
63
Kemenczei 1984, 63; siehe auch Chochorowski 1989
64
z.B. Rusu 1963, 189-194; Ferenczi 1964, 67; Horedt 1974, 208; Vasiliev 1995a, 148; Ardeu 1995-96, 190; Pare 1998, 426;
Baitag 2000, 105
65
Zaharia 1965, 101; Morintz 1970a, 730; Pop 1995, 246
66
Morintz 1970a, 730; Cri~an 1974, 101; Vasiliev 1995a, 154
-
32 III. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur

wurden von vielen Autoren gesammelt und klassifiziert- epochenübergreifend von Horwath 1944,
Ferenczi 1965 und Szekely 1976-77, beschränkt auf die (ältere) Hallstattzeit von Horedt 1960a und
1974, Soroceanu 1982, Vasiliev 1989b und 1995a sowie Ardeu 1995-96. Dabei ist natürlich nicht zu
67
vergessen, daß die Mehrzahl der nachgewiesenen Siedlungen unbefestigt war .
Auch in der Cri~ana, dem nördlichen Banat und der Maramure~ sind relativ viele große befestigte
Höhensiedlungen bekannt, die mit der Gava-Kultur assoziiert werden, die meisten Siedlungen sind
jedoch unbefestigt68 . Besonders groß sind die frühen Befestigungen vom Typ Säntana-Corne~ti .
69

Für die Gränice~ti-Gruppe nennt Laszl6 als befestigte Siedlungen nur die von Preute~ti und
vielleicht Siret; die übrigen sind, soweit bekannt, unbefestigt70 . Anders ist das Verhältnis in der östli-
chen Slowakei71 , der transkarpatischen72 und subkarpatischen Ukraine73 , wo es eine größere Anzahl
befestigter Höhensiedlungen der Gava-Kultur zu verzeichnen gibt.

2.4 Das Bestattungswesen


Bestattungen aus dem Gava-Komplex sind verhältnismäßig selten entdeckt worden, regelrechte Grä-
berfelder noch viel seltener. Ob dies nur auf den ungenügenden Forschungsstand zurückzuführen ist
oder ob sich darin eine besondere Grabsitte widerspiegelt, sei dahingestellt. Aus NO-Ungarn werden
Gräber bzw. Gräberfelder, die der Gava-Kultur zugewiesen werden, vergleichsweise häufig erwähne 4 •
Mozsolics schreibt sogar, daß die typische Gava-Keramik in Brandgräbern zu finden sei 75 . Auch aus
der östlichen Slowakei76, der Moldau 77 und der Ukraine78 sind noch relativ viele Gräberfelder der
Gava-Kultur bekannt. In Siebenbürgen dagegen werden Grabfunde in der Literatur nur sporadisch
aufgeführt. Ardeu hat insgesamt fünfzehn zusammengetragen, von denen die meisten in der Literatur
lediglich erwähnt werden. Die einzigen besser dokumentierten Grabfunde seien die rituellen Gruben
mit Skelettresten von Baciu und Teleac, die Urne von Ludu~ sowie die beiden Brandbestattungen von
Reci 79 . Wo - und wie - die Bewohner der großen befestigten Höhensiedlungen ihre Toten bestattet
haben, i t bis heute ungeklärt. In Sighi~oara wird die Existenz eines Gräberfeldes inmitten des äl-
terhallstattzeitlichen Siedlungskomplexes auch nur vermutet80 . Aus NW -Rumänien ist einzig das Grä-
berfeld von Sanisläu-Livadä zu erwähnen81.
Die Bestattungsriten der Gava-Kultur sind, soweit erkennbar, vielfältig. Brandbestattung in Urnen
herrscht vor82 , doch wird auch gelegentlich von Körpergräbern 83 und Be tattungen unter Hügeln be-
richtet84. Die Gräber sind im allgemeinen beigabenarm, häufig beigabenlo und simpel angelegt.

2.5 Ergebnis
Die Gava-Kultur i t in erster Linie aufgrund eine Keramikstils definiert worden. Bi lang hat ich an
die em Zustand nicht viel geändert, da sich kaum weitere Charakteri tika finden la en, die zur
Kulturdefinition taugten, wie etwa spezifi ehe Metallobjekte oder Be onderheiten de Bestattungs-

67
iehe Kartierung bei Ardeu 1995-96, Fig. 2
Horedt 1974; Bader 1978, 78 ; emeti 1981-82 und 1990; Padureanu 1989; Ur u~iu/Gogältan 2002, 21
6
69
Ru u/Dömer/Ordentlich 1999, 147
70
La zl6 1994. 186-187 ; Ursule cu!Popovici 1997
71
Demeterova 1983 ; Budin ry-Kricka!Mirossayova 1992; Furmanek/Veliacik/Vladar 1999, 104
72
Srnimova 1966; Balaguri 1990. 122
73
Svevniko v 1964. Abb. 1; Maleev 1996, 369 ; Ursule cu!Popovici 1997, 56 und Fig. 8; Srnimova 1998, Abb. 1
7
~ La zl6 1973. 580-581 ; Kemenczei 1984, S. 152-167, Kat.-Nr. 7, 12, 40, 71 , 72 , 76, 86, 111 , 118, 131
7
) Moz olic 1957. 121
76
Budin ky-Kricka 1976; Furmanek/Veliacik/Vladar 1999, 104
77
La zl61994, 187-188
7
Srnimo a 1974, 366; Laszl6 1994, 187, 196; Kruselnicka 1979a, 76-81 ; die . 1979b
79
Ardeu 1995-96, 191 ; zu berück ichtigen i t hier außerdem da Gräberfeld von Ocna Sibiului (Soroceanu 1981)
80
Baitag 2000, 65-66, 105
81
Bader 1978, 78 ; Nemeti 1981-82, 51-54
82
Srnimova 1974, 366-367
83
Vasiliev 1995b, 93
84
Paulfk 1968, 41 ; Foltiny 1968 , 348; für Laszl6 1994, 187 ist die Hügelgräbernekropole von Volovat die einziue ihrer Art
im Gava-Gebiet o
III. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur 33

und Siedlungswesens. Wie aus der Aufzählung der keramischen Leitformen der Gava-Kultur
hervorgeht, läßt sich zudem kaum ein Merkmal nennen, das sich ausschließlich in dieser Kultur findet.
Davon ausnehmen kann man nur die nierenförmigen Tassen sowie die Wellenrandschüsseln, wenn
man jeweils eine enge Definition ansetzt (siehe Kap. IV.3). Die Gava-Kultur ist also als eine Summe
vieler verschiedener Merkmale zu verstehen, welche sich nur in dieser speziellen Kombination von
anderen Kulturen abgrenzen lassen.
Trotz all der Schwierigkeiten, die die Definition der Gava-Kultur noch bereitet, fügen sich die
Fundstellen von Media~ sehr gut in das gezeichnete Bild ein. Dies läßt sich deutlich anhand der
gefundenen Keramik demonstrieren, die fast alle der als kulturdefinierend betrachteten technischen
Merkmale und Form- wie Ziertypen aufweist (siehe Kap. N), ebenso am Siedlungstyp, was die
Höhensiedlung auf der Cetate anbelangt, aber auch an vielen kleineren Details wie den tönernen
Spulen, den trankonischen oder pyramidenförmigen Gewichten oder den nur vereinzelt
nachgewiesenen Grabfunden.

3. Die räumliche Abgrenzung der Gava-Kultur

3.1 Das Ursprungsgebiet der Gava-Kultur und ihre Ausbreitung


In der Literatur ist die Ansicht allgemein verbreitet, daß die Gava-Kultur in einem Ursprungsgebiet
entstanden ist, welches im Raum Nordostungam-Nordwestrumänien-Südostslowakei-transkarpatische
Ukraine vermutet wird, und sich von dort aus nach Siebenbürgen, in die Moldau sowie Südostpolen
und die subkarpatische Ukraine, d.h. ins obere Pruth-Dnjestr-Becken, ausgebreitet hat. Schlüssige
Beweise für diese These wurden jedoch noch nicht erbracht.
Eine differenziertere Sicht bezüglich des Ausbreitungsproblems vertritt Laszl6: Da es schwierig
sei, die Gränice~ti-Gruppe und die ukrainische subkarpatische Gruppe der Gava-Kultur mit der sie-
benbürgischen Gruppe direkt in Zu ammenhang zu bringen, schlägt er vor, die Ausbreitung der Gava-
Kultur aus dem Ursprungsgebiet zunächst in nordöstlicher Richtung anzunehmen, so daß die Gava-
Kultur in die subkarpatische Ukraine und die Moldau nicht von Siebenbürgen aus eindrang, sondern
auf direktem Wege, wie z.B. über die Flußtäler von Theiß, Bodrog, Latorica, Some~ul Mare und
Bistrita85 . Damit steht er im Gegensatz zur älteren Ansicht, derzufolge die Gava-Elemente der Moldau
und der subkarpatischen Ukraine über Siebenbürgen dorthin kamen 86 . Laszl6 entsprechend stellt sich
auch Smimova die Ausbreitung der Gava-Kultur vom Ursprungsgebiet in NO-Ungarn in die Vorkarpa-
tische Ukraine als direkten Weg, ohne den Umweg über Siebenbürgen, vor87 • Dafür spricht, daß Be-
ziehungen zwischen den Bevölkerungsgruppen beiderseits der Karpaten bereits in der päten Bronze-
zeit festgestellt werden können. Funde mit den charakteristischen Merkmalen der Otomani-, Piliny-,
Kyjatice- und Gava-Kultur kommen in Siedlungen, Gräberfeldern und Hortfunden sowohl der S~cz­
Senke als auch des Weichsel- und Sangebietes vor88 .
Zur Stützung der These von der west-östlichen Ausbreitungsrichtung der Gava-Kultur wurde
immer wieder die Hortfundverteilung herangezogen. Mehrere Bearbeiter89 stellten übereinstimmend
fest, daß sich in Siebenbürgen die Hortfundkonzentration im Laufe von BzD bis HaB aus dem
Nordwesten Richtung Südosten verschoben hat. Rusu und Petrescu-D!mbovita brachten die Horte der
Stufe Cincu-Suseni/HaAl mit den Trägem der Gava-Kultur in Zusammenhang, die in dieser Zeit aus
dem Westen nach Transsilvanien eingedrungen sein sollen. Indizien dafür seien, daß die
Vergesellschaftung der kannelierten Keramik mit den Bronzefunden dieser Stufe insbesondere in der
Cri~ana auftrete, wie auch da Auftreten we dieher Elemente in einigen Horten. Al ein weiteres Indiz
wird die Verbreitung der Horte der Gruppe Cincu-Suseni betrachtet, und zwar insbesondere ihre
Häufung im Mure~- und im Some~-Tal, den beiden Haupteinfallswegen nach Siebenbürgen .
90

85
La zl6 1994, 50
86
Zaharia!Morintz 1965, 453 ; Paulik 1968, 39; Morintz 1974, 902-903 ; Kemenczei 1984, 62 ; Szekely 1994, 15
87
Smimova 1993, Abb. 1
88
B* 1996, 80-81
89
Rusu 1963; Petrescu-Dimbovita 1977 und 1978; Soroceanu 1982
90
Ru u 1963, 188-189; Rusu/Chitu 1982, 49 ; Petrescu-Dimbovita 1978, 91-92
34 III. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur

Auch Vasiliev setzt die Südost-Verschiebung der Hortfunde in Verbindung mit dem progressiven
Eindringen der Gava-Kultur in Siebenbürgen von Nordwesten in Richtung Süden. Seiner Ansicht nach
stammt in Siebenbürgen allerdings kein einziger RaA-Metallfund aus einer Siedlung mit Gava-
Keramik, sondern in HaA, speziell HaAl, habe sich im nördlichen Siebenbürgen die Igrita-Gruppe
sowie die Läpu~ !I-Gruppe entwickelt, während im innerkarpatischen Raum noch die Naua-Kultur,
Igrita-Elemente sowie der Cugir-Horizont nachgewiesen seien. Da die Gava-Kultur keinerlei
Verbindung zu diesen vorangehenden Kulturen habe, könnte sie erst nach deren Ende, also in HaB, in
Siebenbürgen eingedrungen sein. Diese Ausbreitung sei wahrscheinlich in Etappen vor sich gegangen
und nicht in einem Rutsch, da sich so besser die Anwesenheit von Igrita-Elementen im Südosten
Siebenbürgens erklären lasse. Sie seien aus ihrem Ursprungsgebiet durch das Eindringen der Gava-
Kultur in den Nordwesten Rumäniens nach Süden gedrängt worden91 .
Ein tatsächlicher archäologischer Nachweis für die Theorie vom Ursprungsgebiet und einer später
erfolgten Ausbreitung könnte beim jetzigen Wissensstand nur unter der Voraussetzung gelingen, daß
die Gava-Keramik chronologisch empfindlich ist. Dann müßte sich nachweisen lassen, daß im Ur-
sprungsgebiet die älteste Keramik vorliegt, die in den Ausbreitungsgebieten fehlen bzw. mit jüngeren
Typen kombiniert sein müßte. In diese Richtung zielt beispielsweise die Argumentation von Horedt,
wenn er die als den Gava-Typus konstituierenden Elemente betrachteten hohlen Vorsprünge und die
Zweifarbigkeit aus den vorangehenden Kulturen von Otomani, Egyek und Piliny ableitet. Ihr ehemali-
ges Verbreitungsgebiet müsse daher das Ursprungsgebiet der Gava-Kultur sein, da sich in den der
Gava-Kultur in Siebenbürgen vorangehenden Kulturen von Wietenberg und Naua diese Elemente
nicht fänden, sondern unvermittelt in HaA aufgetreten wären92 • Die stets als frühe Form betrachteten
konzentrisch kannelierten, hohlen Vorsprünge auf bitronkonischen Gefäßen mit Trichterhals erschei-
nen beispielsweise auch in der Siedlung von Gränice~ti, was Laszl6 indirekt als Argument für die frü-
he Ausbreitung der Gava-Kultur aus dem Ursprungsgebiet direkt in die Moldau anführt, ohne den
93
Umweg über Siebenbürgen . Hierbei ist jedoch anzumerken, daß auch in der Naua-Kultur hohle,
wenngleich nicht hypertrophierte, Vorsprünge konzentrisch kanneliert wurden94 . Letztlich muß festge-
stellt werden, daß bis jetzt kein Unterschied in der Typenzusammensetzung der Keramikinventare
zwischen dem westlichen und dem östlichen Verbreitungsgebiet der Gava-Kultur herausgearbeitet
werden konnte. Alle als charakteristisch für die Gava-Kultur betrachteten Gefäßtypen sind in ihrem
gesamten Gebiet verbreitet. Davon abgesehen stellt sich die Frage, ob, selbst wenn Unterschiede im
keramischen Inventar feststellbar wären, diese nicht eher durch das unterschiedliche kulturelle Sub-
strat95 als durch eine archäologisch faßbare Ausbreitung der Kultur zu erklären wären.

3.2 Zur Bestimmung des Verbreitungsgebietes


Um das Verbreitungsgebiet der Gava-Kultur festzustellen, haben sich die meisten Autoren auf die
Kartierung des "typischen Gava-Gefäßes" beschränkt, das aber durchaus unterschiedlich definiert
wurde. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Ansichten zum Verbreitungsgebiet, speziell was
die südliche Abgrenzung der Gava-Kultur anbelangt.
96
Den Anfang machte Roska , der die Fundorte der "Keramik vom Villanova-Typ" in Siebenbürgen
wie auch einige wenige Fundorte im Banat, der Cri~ana und der Maramure~ kartiert hat. Horedt liefer-
97
te mehrmals Kartierungen für das "typische Gavagefäß", das er v.a. durch das Vorhandensein kanne-
lierter, hornähnlicher Buckel definiert, in denen er aber jeweils nur einige wenige beispielhafte Fund-
orte erfaßte. Seiner Ansicht nach erstreckte sich das Verbreitungsgebiet der Gava-Kultur von der östli-

91
Vasiliev 1994, 233-234
92
Horedt 1966, 17-19; ders. 1967, 21; ders . 1974, 216
93
Laszl6 1994, 195
94
siehe z.B. Florescu 1995, Pl. M, Nr. Cat. 65
95
wie auch bei Kemenczei 1984, 60 beschrieben
96
Roska 1942, 349 Abb. XVII
97
Horedt 1966, 17; 1967 a, Abb. 1
III. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur 35

chen Slowakei über die Karpateukraine und das nordöstliche Ungarn bis an den Karpatenbogen, und
habe vermutlich noch darüber hinaus bis in die Moldau gegriffen98 .
Paultk setzt die Verbreitung der Pseudoprotovillanova-Urne, die er Gava-Urne nennt, mit dem
Verbreitungsgebiet der Gava-Kultur gleich. Seine Kartierung der Gava-Urnen99 zeigt drei deutliche
Schwerpunkte: die größte Konzentration liegt in Siebenbürgen (wobei seine Kartierung offensichtlich
an der von Roska orientiert ist), es folgt der Raum Nordostungarn-Nordwestrumänien-transkarpatische
Ukraine-südöstliche Slowakei und das Gebiet um die Mündung des Mure~ in die Theiß (südliches
Alföld, Batschka, Banat). Verstreut liegen einige Fundorte in Muntenien, Oltenien, im rumänischen
Meldaugebiet am Pruth sowie in Moldawien am Dnjestr. Als Kerngebiet der Gava-Kultur betrachtet er
Siebenbürgen, dazu kämen der südliche Abschnitt der 0-Slowakei, der karpatische Teil der Ukraine
und die östlichen Randgebiete der großen ungarischen Tiefebene, sowie vielleicht auch ein Teil des
100
jugoslawischen Banats • AufSmirnova geht der Begriff des Gava-Holihrady-Komplexes zurück, für
den sie die gleiche Verbreitung annimmt wie Paulik 1968 für die Gava-Kultur mit dem Unterschied,
daß sie noch einige Fundorte in der westlichen Ukraine, am Dnjestr gelegen, hinzufügt (z.B. Holihra-
dy, Mahala) 101 .
Ldsz/6 102 hat insgesamt 59 Gava-Keramikfunde kartiert, wobei er sich ausdrücklich nicht nur auf
das "typische Gavagefäß" beschränkt hat. Die meisten Fundorte liegen in NO-Ungarn, und zwar
hauptsächlich im nördlichen Donau-Theiß-Zwischenstromgebiet. In Rumänien konzentrieren sich die
Funde im Nordwesten (Cri~ana) sowie Norden (Maramure~); in Siebenbürgen sind allein Cluj und
Media~ kartiert, wobei Laszl6 sich bei Media~ nicht auf das durch Zaharia veröffentlichte Material von
der Cetate bezieht, sondern nur auf ein von Horedt erwähntes Bruchstück mit hohlem Vorsprung 103 •
Für die transkarpatische Ukraine und die südöstliche Slowakei nennt er nur wenige Fundorte, die
Moldau hat er gar nicht einbezogen. Laszl6 hat also, anders als Paulik, nur das sogenannte
Ursprungsgebiet der Gava-Kultur kartiert, inklusive der "Gavagefäß"-Funde von Läpu~ und Valea lui
Mihai, woraus sich das Fehlen des gesamten östlichen Verbreitungsgebietes der Kultur erklärt. Er
betont, daß er die gavaähnlichen Funde aus dem Banat nicht zur Gava-Kultur zählt 104 , womit er sich
ebenfalls von Pauliks Kartierung absetzt.
Das Verbreitungsgebiet der Gava-Kultur im Süden wird von einigen Autoren sehr weit gefaßt, d.h.
in den Raum der Belegis II-Kultur hinein. So läßt Tasic gar die Verbreitung der Gava-Kultur von der
Moldau und der Ukraine im Norden bis zur Moravaniederung und dem Eisernen Tor im Süden reichen
und von den nordpontischen Gebieten im Osten bis zur Sumadija, d.h. der Landschaft südlich von
Belgrad und westlich der Morava, im Westen 105 . Guma zählt den Banat, SW-Oltenien und N-Serbien
mit zum Verbreitungsgebiet der Gava-Kultur 106 . Auch Furmdnek/Veliacik/Vladdr möchten die
Vojvodina zum Verbreitungsgebiet der Gava-Kultur zählen 107 • Diese Ansichten stehen allerdings
vereinzelt da und sind lange überholt.
Die Entdeckungen der Gava-Kultur in SO-Polen schließlich wurden von Bazielich (1978 ; 1982;
1984; 1986) und Bqk (1996) vorgestellt.

3.3 Die Regionalgruppen


108
Die verschiedentlich postulierten Regionalgruppen der Gava-Kultur spiegeln eher nationale und
regionale Forschungstraditionen wieder als daß sie wirklich am Material herausgearbeitet worden wä-

98
Horedt 1967a, 21 ; 24
99
Paulfk 1968, 7 Abb. 1
100
Paulfk 1968, 42
10 1
Srnimova 1974, 359-362 sowie Fig. 1
102
Laszl6 1973, 379 Fig. 1
103
Horedt 1966, 18; ders. 1967a, 24; Laszl6 1973, 583
104
Laszl6 1973, 577
105
Tasic 1999, 127; 132
106
Gumä 1993, 181
107
Furmanek!VeliaCik!Vladar 1999, 103
108
z.B. Paulfk 1968, 39; Laszl6 1994, 186
36 III. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur

ren. Damit ist nicht gesagt, daß die Gruppen Fiktion sind- Tatsache ist jedoch, daß der Forschungs-
109
stand zur Gava-Kultur es bislang nicht zuläßt, sie klar zu definieren
Die Ursprungsregion der Gava-Kultur (0-Ungam, 0-Slowakei, transkarpatische Ukraine, NW-
Rumänien) wird im allgemeinen nicht in kleinere Gruppen aufgegliedert. Eine Ausnahme davon bildet
Bader, der aufgrund der Kartierung der Gava-Fundstellen von Laszl6 1973 die Fundgruppe im Some~­
Becken von der des Iza-Tals unterscheidet 110 .
Die Gava-Fundorte Siebenbürgens werden in der Literatur fast durchgängig zu einer eigenen Grup-
pe zusammengefaßt, die meistens mit Namen wie Media~-Kultur, Reci-Media~-Ku1tur etc. bedacht
wird 111 .
Die von Laszl6 für die nordwestliche Moldau und südliche Bukowina herausgearbeitete Gränice~ti­
11 2
Gruppe wird meistens mit der westukrainischen Holihrady-Gruppe parallelisiert , die erstmals von
Srnimova 113 klar als ein Teil der Gava-Kultur aufgefaßt wurde. Die Holihrady-Gruppe urnfaßt W-
Podolien und die nördliche Bukowina, d.h. das sogenannte subkarpatische Gebiet oder nördliche Kar-
114
patenvorland der Ukraine . Mit ihr werden auch die gavaähnlichen Funde aus dem Flußgebiet des
San in SO-Polen verbunden 115 . Die weiter westlich am oberen Lauf der Weichselliegenden polnischen
Fundstellen mit gavaähnlichen Funden werden hingegen vom ostslowakischen Verbreitungsgebiet der
11 6
Kultur abgeleitet . Kruselnicka schließlich möchte insgesamt für die nördlichen Gava-Fundgruppen
der Slowakei, Transkarpatiens und de Vorkarpatenlandes, die deutliche Verbindungen mit der Lausit-
zer Kultur aufwei en, den Begriff einer "Gava-Lausitzer-Gruppe" einführen 117 .

3.4 Grenzen und Nachbarn


Faßt man die in den vorangegangenen Abschnitten referierten Vorstellungen zusammen und versucht,
eine Abgrenzung der Gavakultur von ihren Nachbarn zu machen, kommt man zu folgendem Bild 11 8:
Al westliche Grenze der Gdva-Kultur werden in Ungarn im allgemeinen die Theiß und der Her-
nad119 bzw. das Donau-Theiß-Zwi chenstromland 120 betrachtet. Nach Kemenczei gibt es zwar auch
westlich der Theiß Gava-Siedlungen, doch lägen diese unmittelbar am Theißufer 121. Laszl6 1973 hat
dagegen noch weit westlich von Hemad und Theiß zahlreiche Gava-Fundstellen kartiert, was die
Schwierigkeiten einer kulturellen Abgrenzung des Fundmaterials in dieser Gegend illustriert. Furma-
nek, Veliacik und VIadar liefern eine Kartierung des Verbreitungsgebietes der Gava-Kultur auf dem
Gebiet der Slowakei, dessen westliche Grenze etwa mit dem Lauf der Flüsse Hemad und Torysa fest-
22
zulegen ise . Das Material der Siedlung von Teriia-Lysa straz zeigt dem Ausgräber zufolge neben
Gava-Elementen auch Merkmale anderer Kulturen, was sich durch die Lage am Rand des Gava-
Kulturbereiches zwischen Torysa und Sekcov erklären lasse 123 .
Nachbarn der Gdva-Kultur im Westen sind damit in der nördlichen Slowakei die Lausitzer Kultur,
im üdlichen Teil die Kyjatice-Kultur; noch weiter westlich bzw. südlich schließt sich der Kulturkom-

109
Dazu iehe auch Szab6 1999, 88, der die außerordentliche Einheitlichkeit der Gava-Keramik in ihrem gesamten Verbrei-
tungsgebiet betont.
110
Bader 1978, 77
111
Foltiny 1968, 340-342; Morintz 1974, 902 ; Bader 1978, 77 · Kemenczei 1984 60-62 · Szab6 1999 88
IP ' ' ' '
- siehe Ignat 1976, 104; Laszl6 1994, 50; Szab6 1999 88
113 '
Smirnova 1974, 359
114
siehe Svesnikov 1964, 43 Abb . 1; Kru velnicka 1979a 73-74· Kemenczei 1984 59 · Laszlo' 1994 49
115 ' ' ' ' '
Bazielich 1982, 297
116
Bazielich 1982, 297 ; Laszl6 1994, 49 ; Furmanek!Veliacik!Vladar 1999 103
117
Kruselnicka 1995, 405 ; siehe auch La zl6 1994, 208 '
118
vergleiche dazu auch die Darstellun!! bei Levitlei 1994 Fig. 78
119 ~ '
Kemenczei 1984, 60; 86
120
Paulfk 1968, 41
121
Kemenczei 1984, 60
122
Furmanek!Veliacik/Vladar 1999, Abb. 35 ; siehe auch die Kartierung der Burgwallanlagen der Gava-Kultur in der östli-
chen Slowakei bei Demeterova 1983, Abb. 1
123
Budinsk)I-Kricka/Mirossayova 1992, 75
III. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur 37

plex der mittel- und transdanubischen Urnenfelder an (Velatice-, Baierdorf-, Caka-, Podoli- und Val-
Kulturen) 124.
Im Norden grenzen an die Gava-Kultur zunächst die Jung-Piliny-Kultur bzw. noch weiter nördlich das
Gebiet der slowakischen Lausitzer Kultur an 125 , später bildet im Nordwesten die von Paulfk längs der
mittelslowakisch-ungarischen Grenze in den Bergen angesiedelte Kyjatice-Kultur die Grenze 126 . Ein
anderes Bild zeichnen allerdings Furmanek, Veliacik und Vladar: Ihrer Kartierung nach reicht die
Gava-Kultur in der Slowakei bis an die polnische Grenze, und bildet in SO-Polen eine Enklave, d.h.
erst die polnische Lausitzer Kultur könnte als nördlicher Nachbar bezeichnet werden. Die Kyjatice-
Kultur reicht lange nicht so weit nördlich wie die Gava-Kultur und könnte also dieser Kartierung nach
zumindest in der Slowakei (wohl aber in Ungarn!) nicht den nördlichen Nachbarn bilden 127 . Den Ver-
öffentlichungen von Bazielich zufolge ist mit einem Vorkommen der Gava-Kultur in SO-Polen zu
rechnen, wobei Gava-Keramik an verschiedenen Fundplätzen am oberen Lauf der Weichsel zusam-
men mit Keramik der Tarnobrzeg-Gruppe der Lausitzer Kultur gefunden wurde. Weitere Funde
128
wurden weiter östlich am Fluß San gemacht . Eine ganz entsprechende Situation mit einer
kulturellen Mischung von Gava- und Tarnobrzeg-Elementen findet sich im anschließenden Gebiet der
129
Ukraine, im Flußgebiet vom oberen Dnjestr und Stryj . Nördlicher Nachbar dieser durchmischten
Gruppe ist in HaB im Zwischenflußgebiet des Bug und Styr die Wysocko-Kultur, die auch einige
130
Gavakeramikfunde geliefert hat .
Als südliche Grenze betrachtet Kemenczei in der von ihm postulierten ersten Gava-Phase die Kö-
rös-Gegend; in der zweiten Phase den Maros/Mure~ . Die Annahme des Maros als südliche Grenze
131

132
der Gavakultur findet sich auch bei Forenbaher und Szab6 wieder. Letzterer betrachtet als südlichste
Fundstellen der Gava-Kultur die von Kiszombor und Gyalaret, wobei er die Funde aus dem Theiß-
133
Maros-Winkel aber, anders als Kemenczei, in den frühen Gava-Horizont datiert . Auch Horedt be-
134
trachtete Kiszombor als südlichsten Fundort der Gava-Kultur . Südlich der Linie Maros-Aranka ist
nach Szab6 nur mit den Wirkungen der Gava-Kultur zu rechnen. Das Gebiet des Komitates Csongrad
gehöre südlich der Maros schon zu den Randbereichen der Gava-Kultur, Wirkungen der südlich gele-
135
genen Gebiete äußerten sich in einigen Gefäßformen aus Szöreg . Ein Vorkommen der Gava-Kultur
136
im Banat und der Vojvodina wird zwar immer wieder postuliert , doch von den meisten Forschern
137
nicht anerkannt . Vorläufig erscheint es mir die den Funden am nächsten kommende Interpretation
zu sein, den rumänischen Banat als eine Grenzregion der Gava- und Belegis II-Kulturen anzusehen, in
der sich Komplexe beider Kulturen nebeneinander finden.
Die Bezeichnungen für die südlichen Nachbar-Gruppen oder die -Gruppe mit kannelierter Keramik
sind vielfältig 138 . Der kürzeste Begriff ist der der Belegis II-Kultur, wie er von Tasic eingeführt wurde.
139
Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom östlichen Kroatien, d.h. Slawonien , über Teile der Vojvo-
dina und den serbischen und rumänischen Banat bis zum Eisernen Tor. Ihr Einfluß ist bis in das Mora-
va-Tal festzustellen 140. Diegenaue zeitliche Einordnung dieser Kultur ist noch nicht eindeutig geklärt:
Während Szab6 und Laszl6 die kulturellen Erscheinungen von Bobda II-Susani-Ticvaniul Mare-
141
Karaburma ill-Belegis II in einem "Kreis" parallelisiert sehen wollen , liegt für Gumä Belegis II
(BzD/HaAl) vor den RaA-zeitlichen Gruppen von Susani, Bobda und Ticvaniul Mare-Karaburma
IIII 42.
Östlich anschließend an diesen Kulturkomplex beginnt der große Kulturkreis der ritz- und stempel-
verzierten Keramik, zu dem etwa in der frühen Hallstattzeit die Kulturgruppen Insula Banului am Ei-
sernen Tor 143 , die Rascopanita-Psenicevo-Gruppe des Tundia-Marica-Gebietes in SO-Bulgarien, Ba-
badag I und Babadag II/Cozia in der Dobrudscha sowie Tämäoani in der Moldau und Saharna in Mol-

124
Patek 1968; Paulfk 1968, 41 ; Kemenczei 1984, 86; Pare 1998, 384-385 , 400, 404; Furrminek/Veliacik!Vladar 1999, Abb.
35 und S. 70
125
Paulfk 1968, 41-42; Pare 1998, 384
126
Paulfk 1968, 40; auch im Sinne von Kemenczeis Kartierung 1984, Abb. 2
127
Furmanek!VeliaCik/Vladar 1999, Abb. 35 und S. 103
128
Bazielich 1978, 353 ; dies. 1982, 297
129
Kruselnicka 1979a, 83-86; dies. 1995, 405 ; Laszl6 1994, 208
130
Kruselnicka 1979a, 87 ; dies. 1995, 406; Sulimirski 1931
38 III. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur

dawien zu zählen sind 144 . In der mittleren Hallstattzeit, d.h. im Laufe des 8.-7. Jh., bestehen in der
145
südöstlichen Moldau, im ehemaligen Cozia-Gebiet, die Gruppen von Stoicani, Basarabi, Trestiana .
Auch in diesen Gebieten der stempel- und ritzverzierten Keramik, speziell in der Dobrudscha und in
N-Bulgarien, tritt die Kannelurverzierung auf, sie ist aber nicht die beherrschende Verzierungstech-
nik146. Diese Kulturgruppen bilden zum großen Teil die (entfernteren) südlichen und südöstlichen
Nachbarn der Gava-Kultur.
Für die Walachei, das direkte Anschlußgebiet an die Gava-Kultur südlich der Karpaten, ist der For-
schungsstand zur älteren Hallstattzeit als schlecht zu bezeichnen. Stempelverzierte Keramik ist kaum
vertreten 147, dafür finden sich hier einige Gruppen mit kannelierter Keramik. Dazu gehören die Gruppe
von Hinova-Balta Verde-Mala Vrbica im südlichen Oltenien und nordöstlichen Serbien, im südlichen
Banat die Gruppe von Moldova Nouä sowie die Vfutop-Plop~or-Gruppe der hügeligen Zone Olte-
niens148. Mit der kannelierten Keramik Munteniens hat sich Hänsel eingehender beschäftigt 149. Das
kannelierte Material aus der Siedlung von Pope~ti-Nucet wurde von den Ausgräbern zu den Vor-
Basarabi-Gruppen gezählt 150 , und als gleichzeitig mit der Virtop-Plop~or-Gruppe Olteniens und den
151
jüngeren Phasen von Media~ und Teleac eingestuft . Desweiteren kam kannelierte Keramik aus den
Hügelgräbern von Meri und dem Gräberfeld von Zimnicea zum Vorschein. Pare spricht auch von der
Zimnicea-Novgrad-Gruppe der kannelierten Keramik 152 .
Die östliche Grenze der Gdva-Kultur ist in der Moldau nach einer Kartierung von Laszl6 etwa mit
153
dem Lauf des Siret identisch , in der subkarpatischen Ukraine reicht die Gava-Besiedlung etwa bis
154 155
zum Dnjestr bzw. bis zum Zbruc . Direkter östlicher Nachbar der Gava-Kultur ist auf dem Gebiet
der Moldau und Moldawiens die Corläteni-Chi~inäu-Kultur, die zum Komplex der kannelierten
Keramik gehört, jedoch nicht zur Gava-Kultur gezählt wird; noch weiter im Osten, im nordpontischen
Gebiet, schließt die Belozerka-Kultur an. Auf dem Gebiet der Ukraine grenzt die Gava-Kultur im
• V !56
Nordosten an d1e Belogrudovka-Cernoles-Kultur der Waldsteppe , aus deren Hauptverbreitungsge-
biet zwischen Dnjepr und Bug Funde kannelierter Keramik der Gava-Art bekannt sind 157.

131
Kemenczei 1984, 60; 62
132
Forenhaber 1988, 34
133
Szabo 1996, 55
134
Horedt 1967a, 24
135
Szab6 1996, 55 ; Szab6 1999, 88
136
z.B. Gacic 1990; Guma 1993, 179-184; Tasic 1999; Bukvic 2000
137
Foltiny 1985, 116; Szab6 1996, 55 ; siehe zu dieser Frage auch Boroffka 1994b 18
138
siehe Aufzählung bei Forenhaber 1988, 23 '
139
Forenhaber 1994; Sirnie 1994
°
14
141 Chicideanu 1995c, 169 ; Forenhaber 1988, Karte 1·, Stoiic
J
1994·, Jevtic 1983 , 53-54
Szab6 1996, 53-55 ; Laszl6 1994, 202
142
Guma 1993, Fig. 10
143
Morintz/Roman 1969; Hänsel1976, 151-164; Jevtic 1994
144
Morintz 1974, 903 ; Hänsel 1976, 118ff; Laszl6 1994, 185; Costea 1995, 72; Vulpe 1995a 28
145
Laszl6 1994, 35 '
146
Hänsel 1976, 11 3; Salganova 1994
147
Hänsel 1976, 165
148
Guma 1993, 178-179
149
Hänsel 1976, 96-100
150 V I .
u pe 1965, 118 und Abb. 7; ders. 1997, 165 ; Palmca~ 1997, 182; Trohani 1997,200
151
Vulpe 1965, 118
152
Moscalu 1976; Alexandrescu 1978; Pare 1998, 410
153
Laszl6 1994, Karte 3
154
Srnimova 1974, Fig. 1
155
Kruselnicka 1995, 406; Srnimova 1998, 452 Abb. 1
156
Laszl6 1994, 164; Srnimova 1998, Abb. 1
157
Kossack 1970, 143; Laszl6 1976, 93; Srnimova 1993, 96 und Abb. 5
III. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur 39

4. Die zeitliche Abgrenzung

Das grundsätzliche Problem, das sich bei der chronologischen Einordnung der Gavakeramik stellt, ist,
daß sie nur selten mit Metallfunden vergesellschaftet vorkommt, und noch seltener mit gut datierbaren
Metallfunden. Die grundlegende Arbeit zur chronologischen Stellung der Gava-Kultur von Laszl6
1976-77, in der er die wenigen stratigraphischen und auf Metallfunden basierenden Argumente für die
Einordnung der Gava-Kultur in HaA-HaB 1 zusammengestellt hat, ist daher bis heute nicht überholt.

4.1 Die Entstehung aus mittel- bis spätbronzezeitlichen Kulturen


Der Ursprung der Gava-Kultur wird allgemein als eine autochthone Entwicklung auf der Basis ver-
schiedener mittel- und spätbronzezeitlicher Kulturen erklärt 158•
Siedlungsstratigraphien, die eine Einordnung der Gava-Kultur in die Kulturenabfolge der Spät-
bronze- und frühen Eisenzeit ermöglichen, sind kaum bekannt. Eine Ausnahme bildet die Siedlung
von Barca (I) in der SO-Slowakei, in der die Gruben der Gava-Kultur die (obere) Schicht JJ1 der
Niederlassung durchstoßen, die der Otomani-Kultur oder der Gruppe Streda nad Bodrogom
angehört 159 • Außerdem sind viele Naua-Siedlungen in der Moldau und der Ukraine von
Siedlungsschichten mit kannelierter Keramik überlagert 160 , darunter z.B. auch die Gava-Siedlung von
Mahala. Die unterste Schicht dort gehört der Komarov-Kultur an 161 • In Bogata soll die älterhaUstatt-
zeitliche Schicht über einer Schicht der Wietenberg-Kultur liegen 162 .
Eine andere Möglichkeit, die Entstehung der Gava-Kultur aus den vorhergehenden Kulturen abzu-
leiten, bietet sonst nur das Zurückverfolgen ihrer Merkmale. Um nicht in die Beliebigkeit abzugleiten,
ist es sinnvoll, sich hierbei auf die als kulturdefinierend herausgearbeiteten Merkmale speziell der
Keramik zu beschränken.
Vorweg ist die deutliche Unterschiedlichkeit der kulturellen Substrate innerhalb des großen Ver-
breitungsgebietes der Gava-Kultur zu betonen. Diese ermöglicht es, die Vorgängerkulturen klar in eine
westliche Gruppe, die die vermutliche Ursprungsregion der Gava-Kultur (NO-Ungarn, NW-
Rumänien, transkarpatische Ukraine, 0-Slowakei) einnimmt, und eine östliche Gruppe (Siebenbürgen,
Moldau, Bukowina, subkarpatische Ukraine) zu gliedern. Gesondert berücksichtigt werden muß zu-
dem der südwestliche Grenzbereich (SO-Ungarn, rumänischer Banat) der Gava-Kultur, in dem der
Einfluß der Vatina-, Dubovac-Zuto Brdo-, Girla Mare- und Cruceni-Belegis-Kulturen bzw. später der
Susani-, Bobda-, Hinova-Ticvaniul Mare- und Belegis II-Gruppen 163, vorherrscht.
Die kulturellen Verhältnisse in Ostungarn zur Zeit der Herausbildung der Gava-Kultur wurden von
Mozsolics 1957, Horedt (1967, 10-15), Kemenczei 1984 und Szab6 1996 und 1999 beschrieben. In
Horedts Terminologie handelt es sich dabei um den Zeitraum der jüngeren Bronzezeit (BzC-D), in
Kemenczeis Terminologie um den der späten Bronzezeit (BzC-HaB1), die er in drei Phasen unterteilt
(1/BzC; 2a!BzD; 2b/HaA1; 3/HaA2-B1) 164 • Gava I stellt er in die Phase 2b, Gava II in 3. Dies ent-
spricht dem Gebrauch des Terminus bei Mozsolics, für die die späte Bronzezeit ihre Perioden IV-V,
d.h. BzC-HaB, umfaßt. Sie datiert die Gava-Kultur in ihre spätbronzezeitliche Periode B V (Ende BzD
165
und HaA) und schließt ein Weiterbestehen in B VI (HaB1-3) nicht ganz aus • Beide lassen die Spät-
bronzezeit mit der Verbreitung der Hügelgräberkultur im Karpatenbecken beginnen, welche die vo-
166
rangegangenen Kulturen der mittleren Bronzezeit in NO-Ungarn beendete •

158
Ausführlicher mit dieser Frage beschäftigt haben sich Horedt 1967a; Foltiny 1968, 348; Paulfk 1968, 39-41; Laszl6 1973,
595-605 ; Kemenczei 1984, 60-72; speziell für Siebenbürgen Zaharia 1965 und Szekely 1994, 11.
159
Laszl6 1976-77, 47
160
Laszl6 1976, 91
161
Laszl6 1994, 92
162
Berciu/Berciu 1946, 74-75
163
Gumä 1993, 179; ders. 1995, Pl. XVII; Vulpe 1995b, 86
164
Siehe Kemenczei 1984, Chronologie-SchemaS . 96; die von Kacs6 1990 für NW-Rumänien definierten Spätbronzezeitstu-
fen I-IV orientieren sich an diesem Schema.
165
Mozsolics 1957, 120-121
166
Mozsolics 1957, 156; Kemenczei 1984,7
40 III. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur

Szab6 hat für die der eigentlichen Gava-Kultur vorausgehende Periode BzD-HaA1 den Begriff Proto-
Gava eingeführt. Er versteht darunter den kulturellen Horizont, der durch die schon von Horedt 167
festgestellte weiträumige Tendenz zur Vereinheitlichung der Keramik (Facettierung der Gefäßränder,
graphitierte, polierte Oberfläche, Dominanz der Kannelurverzierung) geprägt ist. Das Auftauchen die-
ser Elemente könne im südlichen Alföld im Csorva-Nagyhegy-Janosszallas-Kreis, in Siebenbürgen
und im Partium in der Igrita-Kultur, im Material der späten Variante der Hajdubagos-Cehälut-Gruppe
und in der Läpu~ I-li-Kultur, ferner im späten Material der Gräberfelder des Cruceni-Belegis-Kreises
vom Banat bis 0-Slowenien (Cruceni II, Bobda I, Belegis II, Surcin) und in den späten, mit Späthü-
gelgräber-Caka-Zügen gefärbten Gräberfeldern der Piliny-Kultur in NO-Ungarn beobachtet werden.
Ein ähnlicher kontinuierlicher Prozeß fand gleichzeitig auch im großen Teil Transdanubiens, im Ver-
lauf der Späthügelgräber-Frühurnenfelder-Umwandlung statt. Als Ergebnis dieser Homogenisation sei
die Gava-Kultur der Großen Ungarischen Tiefebene zu verstehen 168
Im westlichen Gebiet der Gava-Kultur gehören somit zu ihren Vorgängerkulturen u.a. die Otomani-
Kultur, die Suciu de Sus-Kultur, die (karpatenländische) Hügelgräberkultur, die Egyek-Kultur, der
Kulturenkomplex Hajdubagos-Biharea-Cehälut sowie die Igrita-Gruppe, die Piliny-Kultur, die
Berkesz-Kultur und schließlich der Csorva-Nagyhegy-Janosszallas-Kreis. Dies soll im folgenden noch
näher erläutert werden.
Dem Ursprungsgebiet der Gava-Kultur entspricht weitgehend die Verbreitung der mittelbronzezeit-
lichen Otomani/Füzesabony-Kultur, die daher auch von vielen Autoren als eine wichtige Quelle der
169
Gava-Kultur eingestuft wird . Zunächst östlich anschließend an die Otomani-Kultur siedelt man die
170
Suciu de Sus/Felsöszöcs-Kultur an, die sich gleichzeitig mit bzw. der Otomani-Kultur nachfolgend
über das spätere Ursprungsgebiet der Gava-Kultur verbreitete (Maramure~, Cri~ana, Karpatenukraine,
171
SO-Slowakei, NO-Ungam) . Ihr Einfluß auf die Gava-Kultur, den man auch als ein langsames Inein-
anderübergehen interpretieren könnte, wird von mehreren Autoren betont 172 . Die entscheidende Rolle
bei diesem Prozeß spielt die sogenannte Läpu~ (11)-Gruppe, wie sie von Kacs6 1975, Vulpe 1975 und
Hüttel 1979 postuliert, aber noch nicht ausreichend vorgelegt wurde.
Direkte Vorgänger der Gava-Kultur in ihrem Ursprungsgebiet waren der Kulturenkomplex Hajdu-
bagos173-Biharea174-Cehälut175 und die Igrita-Gruppe 176 .
Im nordwestlichen Teil des Ursprunggebietes der Gava-Kultur gehört die Piliny-Kultur zu ihren
Vorgängern, die auch einige Elemente an sie weitergegeben hat 177 . Der zeitlich unmittelbar vorange-
hende Vorläufer der Gava-Kultur in Nordostungarn ist schließlich die Berkesz-Kultur 178 . Südlich da-
von sowie auch in Transdanubien wäre der Csorva-Nagyhegy-Janosszallas-Kreis nach Trogmayer und
Szab6 anzusiedeln 179 .
Im östlichen Teil des Verbreitungsgebiets der Gava-Kultur (Siebenbürgen, Moldau, Bukowina,
subkarpatische Ukraine) ist das kulturelle Spektrum weniger aufgefächert Als spätbronzezeitliche
Vorgängerkulturen, die auch Elemente an die Gava-Kultur weitergegeben haben sollen 180 , sind im
wesentlichen die Monteoru-, Wietenberg-, Noua- und Komarov-Kultur zu nennen. Die Anwesenheit

1
~Horedt 1966, 17; 1967,21
168
Szab6 1996, 53; ders. 1999, 87-88
169
170
z.B. Morintz 1970b, 93; Laszl6 1973, 607; ders. 1994, 92; siehe auch Boroffk:a 1999 123-124
171 Balaguri 1969; Kacs6 1975; Vulpe 1975; Bader 1979; Pop 1995; FurrminekJVeliaciklVladar 1999, 100-101
Kacs6 1975 46
172
173 Kacs6 1990: 47-49; Laszl6 1994, 92, 195; Balaguri 1990, 121-122; Furmanek!Veliacik/Vladar 1999, 104
Kovacs 1970; Laszl6 1994, 92
~5 Durnitra~cu/Emödi 1980; dies.
4
: 1981; Durnitra~cu 1980; ders. 1983; ders. 1986, 40; ders. 1987
Nemeti 1978; ders . 1990; Kacs6 1999
Basa 1970; Emödi 1980; Chidio~an!Emödi 1982; Andritoiu 1976, 396-397; ders . 1982-83; ders. 1996; Kacs6 1999
176
177
Horedt 1967a, 24; Laszl6 1973,600-602
178
Horedt 1967a, 13; Kemenzcei 1984,28-39
179
Trogmayer 1963; ders. 1992; Szab6 1996; ders. 1999· Kemenczei 1984 61
180 . ' ' '
Zahana 1965, 98-100; Szekely 1966a, 217; ders . 1966b, 13-14; Kemenczei 1984, 60,69; Szekely 1994, 14; Laszl6 1994,
91
111. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur 41

der Hügelgräberkultur in Siebenbürgen ist unwahrscheinlich 181 . Als unmittelbare, in BzD-HaA1 da-
tierte Vorgänger der Gava-Kultur in Siebenbürgen wurden von Ciugudean der eng mit der Igrita-
Gruppe verbundene Horizont von Uioara de Jos-"Grui" und der von Cugir-Band herausgearbeitee 82 .
Sucht man nun konkret die Vorgänger des als gavatypisch betrachteten außen schwarzen, innen ro-
ten Kegelhalsgefäßes mit hohlen, spitz nach oben weisenden, sogenannten hypertrapillerten konzen-
trisch kannelierten Vorsprüngen, so wird man in erster Linie im westlichen und südwestlichen Bereich
fündig: Die typischerweise außen schwarze, innen rote Färbung der Gava-Keramik wurde von Horedt
aus der Piliny-Kultur abgeleitet 183 . Sie erscheint allerdings ebenso u.a. in der Suciu de Sus-Kultur bzw.
184 185
Läpu~ (II)-Gruppe , Berkesz-Kultur , in der Biharea-Kultur 186 und in der Igrita-Gruppe 187 . Der Ur-
sprung dieser Technik wird bis in die Hügelgräberkultur des östlichen Karpatenbeckens zurückver-
folge88. Nach Vasiliev besteht sie in Siebenbürgen fort bis in HaD und sogar bis an den Beginn der La
Tene-Zeit 189 . Die sogenannten Pseudoprotovillanova-Gefäße, die praktisch in sämtlichen spätbronze-
zeitlichen Kulturen NW-Rumäniens, NO-Ungarns, der SO-Slowakei sowie der transkarpatischen Uk-
raine vorkommen, wie dann auch in der Gava-Kultur, werden aus dem südwestlichen Kulturmilieu der
Vatina-, Dubovac-Zuto Brdo-, Girla Mare- und Cruceni-Belegis-Kulturen abgeleitet 190 . Der Einfluß
dieses südlichen Kulturmilieus auf die Entstehung der Gava-Kultur wird von einigen Autoren als sehr
hoch bewertet 191 . Für die konzentrisch kannelierten, hohlen, hypertrapillerten Vorsprünge finden sich
die besten Parallelen in der Suciu de Sus-Kultur 192 .
Die Annahme, daß die älterhallstattzeitliehen Kulturen Rumäniens, darunter auch wie schon ge-
zeigt die Gava-Kultur, im Raum zwischen oberer Theiß, Vojvodina und Banat entstanden sind 193 , von
wo aus sie sich, nachParein zwei Etappen 194 , weiter nach Osten ausgebreitet haben, wird also durch
die Ableitung der charakteristischen Merkmale des Gava-Gefäßes gestützt.

4.2 Das Ende der Gava-Kultur


Das Ende der Gava-Kultur ist je nach Region zeitlich unterschiedlich anzusetzen. Am frühesten
scheint es in der Theißebene gekommen zu sein, da dort im Laufe des 10.-9. Jh. die Mezöcsat-Gruppe
einzieht. Damit verbunden endete die Gava-Kultur auch in der Cri~ana und im Some~-Becken schon
früh 195 . Laszl6 bringt mit diesem Ereignis ferner das schnelle Ende der auf HaB1 begrenzten Gava-
Besiedlung im Banat in Verbindung 196 . Die der späten Gava-Phase zugerechnete Nekropole von
Taktabaj wird aufgrundder Metallfunde in HaB1 datiert 197 . Dementsprechend stellt Pare fest, daß die
letzte Phase der kannelierten Keramik in manchen Gegenden, wie hier in 0-Ungarn, mit dem letzten
großen Horizont der Hortdeponierung (IV/HaB 1) übereinstimmt 198 . Traditionen der Ga va-Kultur
überleben in der "präskythischen Zeit" der Mezöcsat-Gruppe. Szab6 hält es für möglich, daß am

181
Horedt 1967a, 10; ders. 1967b; Soroceanu 1977, 58 Anm. 41; Szekely 1977; Szekely 1994, 14; Boroffka 1993, 300-301;
ders. 1994a, 279 Anm. 52
182
Ciugudean 1994; ders. 1997, 121; in der Terminologie von Gagaltan 2001, 198-199 handelt es sich dabei um die Spät-
bronzezeit 111 im zentralen und nördlichen Siebenbürgen. Rustoiu 2000, 168 hingegen zählt den Horizont von Uioara de Jos-
"Grui" zur Spätbronzezeit II und nur die Gruppe von Cugir-Band zur Spätbronzezeit III.
183
Horedt 1967a, 24
184
Kacs6 1975, 59, 62; ders. 2001, 233, 235
185
Kemenczei 1984, 65
Durnitra~cu 1983, 112
186
187
Emödi 1980, 257; Andritoiu 1982-83, 131
188
Kemenczei 1971 , 67 ; L:iszl6 1973, 598-603
189
Vasiliev 1995a, 154
°
19
191
Foltiny 1967, 58; ders. 1968, 51; Paulfk 1968, 40; Kacs6 1975, 55; Kemenczei 1984, 60-61 , 64; Forenbaher 1988, 34
Paulfk 1968, 39; Kemenczei 1984, 61
192
Kacs6 1975, 55; 62 sowie Fig. 6; ders. 2001, Abb. 4; 5; 11-15; Foltiny 1968, Fig. 3,6
193
z.B. Morintz 1970a, 730; Petrescu-Dimbovita 1988, 180; Boroffk:a 1994b, 18
194
Pare 1998, 406-407
195
Patek 1982, 31; Laszl6 1994, 92, 208; Pare 1998,427
196
Laszl6 1994, 208
197
Laszl6 1994, 92
198
Pare 1998, 407
42 III. Das zeitliche und kulturelle Umfeld des Mediascher Materials: Die Gava-Kultur

Fundort Solt-Pale eine zur Zeit der Mezöcsat-Kultur noch fortbestehende Siedlung späten Gava-
199
Mezöcsat-Typs existiert haben könnte .
In der Slowakei und der transkarpatischen Ukraine bestand zu dieser Zeit dagegen noch der
Somator II-Typus oder -Horizont, der von Paulfk 1968 anband des Siedlungsmaterials von
Somotorska horadefiniert wurde und einen starken Einfluß aus dem westkarpatischen Gebiet (Podol-
Dalj) aufweisen soll. Paulik setzte ihn in HaB3 und somit zwischen die Gava-Kultur und die
Kustanovice-Kultur der frühen Eisenzeit. Räumlich siedelte er ihn in der südlichen 0-Slowakei bzw.
im nördlichen Theißgebiet insgesamt an 200 • Praktisch gleichen Alters seien auch die Grabfunde aus
Vojnatina201 .
Entsprechend kann man in Siebenbürgen und den außerkarpatischen Gebieten (Moldau,
subkarpatische Ukraine) nach Laszl6 noch bis in das 8.-7. Jh. (d.h. HaB3-HaC) von der Gava-Kultur
sprechen202 . Auch Pare möchte seinen Horizont Somator II-Media~-Teleac-Mahala IV in seine DFS
(=Depotfundstufe) V und VI (HaB3-HaCla) datieren und stellt insgesamt ein Verharren des östlichen
Gava-Gebietes in bronzezeitlichen Traditionen fest (Kannelurverzierung der Keramik, weiterer
Gebrauch der Höhensiedlungen, eine noch verhältnismäßig rege Deponierungssitte auch während DFS
V), während im westlichen Gebiet der Gava-Kultur mit der Mezöcsat-Gruppe entscheidende kulturelle
Änderungen zu verzeichnen sind203 .
Laszl6 nimmt an, daß die nur in die südlichen Teile der Moldau bzw. Siebenbürgens eingedrungene
Basarabi-Kultur noch gleichzeitig ist mit der späten Gava-Kultur weiter im Norden, was u.a. dadurch
gestützt wird, daß man in Teleac m sowie einigen späten Gava-Gräbem der Ukraine auch Basarabi-
Scherben fand. Gava-Elemente lassen sich ferner in der Ukraine auch noch lange innerhalb der vor-
und frühskythischen Gruppen nachweisen204 • Einen wichtigen Hinweis auf eine Überlappung von
Gava- und Basarabi-Kultur in Siebenbürgen bietet die Entdeckung von Iemut, wo ein Grubenhaus
gefunden wurde, das mehrheitlich Basarabi-Keramik, aber auch einige typische Gava-Keramikfunde
enthielt205 . In Sincräieni wurde in der älterhallstattzeitliehen Siedlung eine im Basarabi-Stil verzierte
Scherbe entdeckt . Morintz nimmt ein Fortbestehen der Keramik vom "Typ Media~" im südöstlichen
206

Siebenbürgen bis in die mittlere Hallstattzeit an 207 . Ciugudean möchte das Ende des Gava-Media~­
Komplexes mit Teleac ill synchronisieren und nicht später als an den Beginn des 7. Jh., d.h. den
Beginn der Basarabi-Kultur, datieren208 . In der Endphase der Gava-Kultur erscheint in Siebenbürgen
auch Keramik vom Dalj-Typ, wie z.B. in Lechinta de Mure~ 209 , Dej, Seica Micä. Dalj-Elemente lassen
sich gleichermaßen in der Mezöcsat-Gruppe wie im Somator II-Horizont feststellen 210 •

199
Patek 1974, 343 ; Kemenczei 1989, 74; Laszl6 1994, 197; Metzner-Nebelsick 2000 163 · Szab6 1996 55
200
Paulfk 1968, 41 ' ' '
20 1
Furmänek/Veliacik/Vladär 1999, 104
202
Laszl6 1994, 92
203
Pare 1998, 420-427
204
Laszl6 1994, 196-197; Ciugudean 1991 , 99-100
205
Gogältan!Ursutiu 1994
206
Morintz 1970b, 95 ; Cavruc 2000, 194
207
Morintz 1970b, 95-96
208
Ciugudean 1996, 9; ders . 1997, 160
209
Popescu 1957, 318
2 10
Laszl6 1979, 540-546; Rusu 1963, 199; Horedt 1963, 531
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung
der Keramik aus Media~

In diesem Kapitel wird eine Typengliederung für die Gefäßkeramik der verschiedenen älterballstatt-
zeitlichen Fundstellen in Media~ vorgeschlagen. Hauptzweck eines solchen Unternehmens ist es, die
Zusammensetzung des vorhandenen Materials "auf den ersten Blick" erlaßbar zu machen und so den
Vergleich mit dem Material von anderen Fundorten zu erleichtern. Um den Vergleich nicht unnötig zu
komplizieren, orientiert sich die hier vorgelegte Gliederung an den bereits vorhandenen, jedoch nicht
sehr zahlreichen Typengliederungen von Keramik der Gava-Kultur. Eine umfassende Materialvorlage
inklusive detaillierter Typengliederung eines einzelnen Fundkomplexes der Gava-Kultur ist bisher nur
für Teleac erfolgt 1• Die Gliederung des Materials der Siedlungen von Dej, Subcetate, Bozna, Ciceu-
Corabia und Sona lehnt Vasiliev eng an die für Teleac erarbeitete Typengliederung an 2 • Jeweils eine
ganze Region der Gava-Kultur mit ihren Gefäßtypen vorgelegt haben Kemenczei 1984 für NO-Ungarn
und Laszl6 1994 für die Gränice~ti-Gruppe der Moldau. Kemenczeis Typengliederung ist jedoch we-
nig überzeugend, da viele sogenannte Gefäßtypen zu heterogen zusammengesetzt sind3 . Schließlich
sind noch die Arbeiten von Pauli'k 1968, Laszl6 1973 und Smirnova 1974 zu erwähnen, in denen ein
Gesamtüberblick zum Typenspektrum der Gava-Kultur versucht wurde.
Für das Mediascher Material haben sowohl Zaharia4 als auch Bläjan5 bereits eine Typengliederung
vorgeschlagen. Zaharia unterscheidet bei dem von ihr ausgegrabenen Material von der Cetate Grob-
und Feinkeramik, wobei letztere den größeren Teil ausmache. Zur Grobkeramik zählt sie die sackför-
migen Gefäße, während sie die Feinkeramik in fünf verschiedene Typen gliedert. Diese sind 1.) Scha-
len, 2.) große bitronkonische Gefäße mit Trichterrand, 3.) ovale Tassen mit wellenförmigem Rand, 4.)
Tassen mit Plattformhenkel, sowie 5.) die bitronkonische Tasse mit überhöhtem Henkel, wobei der
letzte Typ nur mit einem Exemplar vertreten ist. Bei Bläjan sind verschiedene Gefäßformen zusam-
mengestellt, die die keramischen Formen der Zeitstufe HaB in Media~ repräsentieren sollen. Ein Teil
ist von Zaharia 1965 übernommen, stammt also von der Cetate, zwei Gefäße sind aus der Arbeit von
Laszl6 1973 kopiert und kommen gar nicht aus Media~. Bei den restlichen Gefäßen ist der Fundort
nicht sicher zu erschließen mit Ausnahme der Zipfelrandschüssel, die aus dem Stadtviertel Gura Cam-
pului stammt. Die Verzierungsmotive werden unabhängig von den Gefäßformen vorgestellt. Bläjan
unterscheidet mehr Gefäßypen als Zaharia, v.a. was die schalen- und tassenartigen Formen angeht.
Dazu kommen die bittonkonischen und sackförmigen Gefäße sowie ein Exemplar eines Deckels.
Die im folgenden vorgestellte Gliederung der Keramik von Media~ soll über diese ersten Ansätze
einer typenmäßigen Erfassung des Materials hinausgehen, indem sämtliche relevanten Merkmale der
Gefäße oder Gefäßfragmente zunächst systematisch beschrieben und dann in ihrer Korrelation unter-
sucht werden. Auf dieser Analyse aufbauend werden Typen gebildet.
Deren Datierung und Verbreitung werden durch das Heranziehen von Vergleichsfunden ebenfalls
in diesem Kapitel untersucht. Das Suchen von Parallelen hat sich räumlich im wesentlichen auf die
Verbreitungsgebiete der Gava-Kultur und ihrer Nachbarn beschränkt, wie sie im vorangegangenen
Kapitel definiert wurden. Um die "zeitliche Tiefe" der Typen bestimmen zu können, wurden die späte
Bronzezeit und die jüngere Hallstattzeit dieser Regionen jeweils mit einbezogen, wenn auch in unter-
schiedlichem Maße. Verbreitungskarten wurden nur für zwei besonders wichtige und zeitlich wie
räumlich recht gut eingrenzbare Gefäßtypen angefertigt (siehe Abb. 8-9). Bei den übrigen Typen er-
schien eine Kartierung (noch) nicht sinnvoll, da sie entweder so allgemein gebräuchlich sind, daß sie
sich für chronologische Betrachtungen nicht eignen, oder es im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich

1
Ciugudean 1991
2
V asiliev 1995a
3
Kemenczei 1984, 64-70
4
Zaharia 1965, 85-94
5
Blajan u.a. 1980, Fig. 2 und 3
44 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

war, einen ausreichenden Überblick über ihre Formvarietät auf dem riesigen in Betracht zu ziehenden
Gebiet sowie deren chronologische und kulturelle Bedeutung zu erlangen.

1. Zum Vorgehen
Die wichtigsten Merkmale für die Typen- und Variantenbildung von keramischen Gefäßen sind Form
und Verzierung. Diese beiden Aspekte werden daher besonders sorgfältig untersucht um festzustellen,
inwieweit bestimmte Verzierungsarten an bestimmte Formen gebunden sind. Neben Form und Verzie-
rung spielen auch Größe, Wandstärke, Farbe, Oberflächenbehandlung und Magerung der Gefaße eine
Rolle bei der Typenbildung. Die in dieser Arbeit angewandten Beschreibungskriterien für Farbe,
Oberfläche und Magerung werden im Vorwort zum Katalog erläutert. Als ausschlaggebend für die
Definition eines Typs wird die Form der Gefäße gewertet, wie sie sich aus Profilgestaltung und Pro-
portionierung ergibt.
Ein echter Gefäßtyp6 müßte durch viele ganze Gefäße repräsentiert sein, denn eine sichere und
vollständige Formansprache eines Gefäßes ist nur dann möglich, wenn es in Hinblick auf sein Profil
vollständig (auf ganzer Höhe) oder fast vollständig erhalten ist. Das ist bei dem hier behandelten
Fundstoff aufgrund des fragmentarischen Erhaltungszustandes der Keramik nicht der Fall. Die meisten
Typen werden daher nur durch wenige, manchmal sogar keine einigermaßen vollständig erhaltenen
Gefäße repräsentiert; der Rest der Gefäßfragmente wird ihnen nach dem Kriterium der größten Wahr-
scheinlichkeit zugeordnet. Bei vielen Bodenfragmenten und unspezifischen Wandscherben war keine
Typansprache möglich; deshalb werden diese auch nur zu ganz kleinen Teilen zeichnerisch abgebildet.
Eine aus Gründen der Objektivität vorteilhafte Formdefinition streng nach einem Proportionsindex
(z.B. Verhältnis Gefäßhöhe-Randdurchmesser) läßt sich beim vorliegenden Material nicht durchfüh-
ren, da die ursprüngliche Gefäßhöhe nur bei den wenigen vollständig oder fast vollständig erhaltenen
Gefäßen bestimmbar ist. Die Definition eines Formtyps mußte sich daher auf andere Kriterien, wie
Profilverlauf und Proportionierung der Gefäßteile zueinander, soweit rekonstruierbar, stützen.

2. Die Formbeschreibung

2.1 Grundsätze der Formansprache und Benennung der einzelnen Gefäßteile


Die Beschreibung der Form eines Gefäßes setzt eine klare Terminologie der Gefäßteile voraus. Grund-
sätzlich läßt sich bei der Ansprache der Gefäßtektonik zwischen gegliederten und ungegliederten Ge-
fäßen unterscheiden. Das entscheidende Kriterium dabei ist die "Lebhaftigkeit" des Profilverlaufs. Bei
einem ungegliederten Gefäß ändert der Profil verlauf seine Richtung entweder gar nicht, wie zum Bei-
spiel bei einfachen Schalen, oder nur einmal, bedingt etwa durch die Bauchwölbung wie bei den sack-
förmigen Töpfen. Ändert der Profilverlauf aber mehrmals seine Richtung, so entstehen gegliederte
Gefäße, die aus zwei (z.B. Rand und Bauch, siehe Abb. 6), drei (z.B. Rand-Hals-Bauch, siehe Abb. 7)
usw. tektonischen Elementen bestehen können. Bei dieser Definition bleibt die Ausbildung von Ran-
dabschluß und Boden unbeachtet. Beide setzen sich häufig noch gesondert vom Restprofil ab, was sich
aber nicht auf die grundsätzliche Form des Gefäßes auswirkt. Die Schulter wird ebenfalls nicht als
eigenständiges tektonisches Element aufgefaßt, sondern bezeichnet lediglich die Umbruchszone zwi-
schen Rand- bzw. Halsteil und Bauch.
Grundsätzlich können, je nach Gefäß, bei der Beschreibung sieben Gefäßteile unterschieden wer-
den: 1. Randabschluß, 2. Rand, 3. Hals, 4. Schulter, 5. Bauch, 6. Boden sowie 7. Henkel.
Auch bei ungegliederten Gefäßen, wie z.B. den eiförmigen Töpfen, läßt sich von Schulter, Bauch
und Rand sprechen, doch sind diese Gefäßteile nicht klar voneinander abgegrenzt, sondern gehen un-
mittelbar ineinander über, d.h. sie gliedern das Gefäß nicht in mehrere tektonische Elemente. Thre Be-
schreibung erübrigt sich somit, da sie nichts zum Verständnis der Form beitrüge, was nicht aus der
grundsätzlichen Typansprache hervorgeht. Bei den ungegliederten Gefäßen werden daher stets nur der
Randabschluß, der Boden und gegebenenfalls der Henkel beschrieben.

6
Unter "Typ" wird ein abstrakter Oberbegriff für eine Gruppe von Gegenständen verstanden, die regelhaft eine häufige
Merkmalskombination gemeinsam haben.
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 45

Randabschluß

Rand

Schulter

Bauch

Randabschluß

Rand

Schulter

Bauch

Boden

Abb. 6: Die Benennung der Geraßteile bei den zweigliedrigen Gefaßen

2.2 Formbeschreibung der einzelnen Gefäßteile


Zur Formbeschreibung der einzelnen Gefäßteile wird im Katalog ein Chiffrensystem angewandt, um
die ständige Wiederholung der gleichen Begriffe abzukürzen. Die Hauptchiffren 1-7 ergeben sich aus
der Durchnumerierung der einzelnen Gefäßteile von oben nach unten (siehe Typentaf. 1).

1 Randabschluß (Typentaf 1,1)


Als Randabschluß wird das äußerste Ende des Gefäßrandes bezeichnet. Es werden zum einen sein
Verlauf, d.h. seine Position im Verhältnis zur Gefäßwandung (Chiffren 1.1-1.6), zum anderen seine
Ausformung (Chiffren a-g) beschrieben. Die Formbeschreibung eines Randabschlusses könnte also
z.B. lauten 1.3b- damit ist ein schräg nach außen weisender, zugespitzter Randabschluß umschrieben.
Verlauf:
1.1 ausbiegend, mit der Spitze nach unten weisend
1.2 (annähernd) horizontal nach außen weisend
1.3 schräg nach außen weisend
1.4 senkrecht
1.5 einbiegend
46 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

1.6 einknickend
Die seltenen Sonderfälle der Zipfel- und Wellenränder lassen sich durch dieses Schema nicht vollstän-
dig erfassen und werden daher zusätzlich beschrieben. Sie treten per definitionem bei der Zipfelrand-
schüssel (Typentaf. 3 und Taf. 44,4) sowie den Wellenrandschüsseln (Typentaf. 3 und Taf. 10,9; 34,1-
2.4; 49,6) auf. Außerdem gibt es noch einige eiförmige Töpfe (Taf. 6,9; 39,2.4), eine Henkelschale
(Taf. 49,2) sowie ein bitrollkonisches Gefäß (Taf. 38,11) mit Wellenrand. Als Zipfelrand wird ein
Rand bezeichnet, der durch mehrere spitz zulaufende Fortsätze ausgezeichnet ist. Verläuft der Bereich
zwischen den Zipfeln gerade (wie bei Taf. 44,4), handelt es sich um einen geraden Zipfelrand, ist er
jedoch geschwungen, um einen geschwungenen Zipfelrand. Ein Wellenrand ist umlaufend wellenför-
mig geschwungen, ohne sich an bestimmten Stellen zuzuspitzen (siehe zur Veranschaulichung auch
die Legende von Abb. 8).
Ausformung:
a gerundet
b sich verjüngend
c nach innen abgeschrägt
d gerade abgeschnitten
e kugelförmig verdickt
f nach außen hin leicht ausgezogen oder verdickt (Randlippenbildung)
g nach innen hin verdickt
Der gerundete Randabschluß ist die am häufigsten auftretende Ausformung.

2 Rand (Typentaf 1, 2)
Im vorliegenden Material treten drei verschiedene Möglichkeiten der Randform auf: trichterförmig
(Chiffren 2.0-2.2), zylindrisch (Chiffre 2.3) und kegelstumpfförmig (Chiffre 2.4), wobei Trichterrän-
der am häufigsten vorkommen.
2.0 allgemein trichterförmig (für die Fälle, in denen der Rand nur ansatzweise erhalten ist)
2.1a gerade trichterförmig mit steilem Ausbiegungsgrad (größer als 60°)
2.1 b gerade trichterförmig mit flachem Ausbiegungsgrad (kleiner als 60°)
2.2a geschwungen trichterförmig mit steilem Ausbiegungsgrad (größer als 60°)
2.2b geschwungen trichterförmig mit flachem Ausbiegungsgrad (kleiner als 60°)
2.3 zylindrisch
2.4 kegelstumpfförmig
Die (willkürliche) Grenzziehung bei 60° ist nur als Anhaltspunkt zu verstehen; die Winkellinie wird so
gezogen, daß sie möglichst viel vom Randprofil berührt.

3 Hals (Typentaf 1,3)


Der Hals kann kegelstumpfförmig (Chiffren 3.0-3.3), zylindrisch (Chiffren 3.4-3.5) oder trichterför-
mig (Chiffre 3.6) verlaufen.
3.0 allgemein kegelstumpfförmig (für die Fälle, in denen nur der Halsansatz erhalten ist)
3.1a gerade kegelstumpfförmig mit steilem Einbiegungsgrad (größer als 60°)
3.1 b gerade kegelstumpfförmig mit flachem Einbiegungsgrad (kleiner als 60°)
3.2a einschwingend kegelstumpfförmig mit steilem Einbiegungsgrad (größer als 60°)
3.2b einschwingend kegelstumpfförmig mit flachem Einbiegungsgrad (kleiner als 60°)
3.3a gebläht kegelstumpfförmig, d.h. ein Halsprofil, das ein wenig nach außen gewölbt ist, mit
steilem Einbiegungsgrad (größer als 60°)
3.3b gebläht kegelstumpfförmig mit flachem Einbiegungsgrad (kleiner als 60°)
3.4 gerade zylindrische Form
3.5 geschwungen zylindrische Form
3.6 trichterförmig
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 47

4 Schulter (Typentaf 1,4)


4.1 gerundet nach unten abfallend
4.2 eckig abgesetzt
4.3 hochgezogen
4.4 horizontal/plattformartig
4.5 gekehlt
Die erste Variante ist die weitaus häufigste, für die letzte gibt es nur ein Beispiel (Taf. 38,1). Gekehlte
Schultern treten allgemein bei bitrollkonischen Gefäßen mit Trichterrand häufiger auf, Beispiele aus
dem Gava-Bereich stammen u.a. aus Nagykall6, Ciceu-Corabia und Gränice~ti 7 .

5 Bauch (Typentaf 1,5)


Bei der Formbeschreibung des Gefäßbauches sollen in erster Linie die Proportionen im Verhältnis
zum ganzen Gefäß erlaßt werden. So wird unterschieden zwischen einem gestauchten, d.h. auf gerin-
ger Höhe relativ weit ausladendem Bauch (Chiffre 5.1) und einem Bauch, der seine Schwingung
gleichmäßig über einen größeren Teil der Gefäßhöhe verteilt (Chiffre 5.2). Der Begriff des gestauch-
ten Bauches zielt auf die Beschreibung der Proportionsverhältnisse dreigliedriger Gefäße (Kegelhals-
gefäße Variante 1-4, dreigliedrige Tassen) ab, bei denen der Bauch nur einen gewissen Teil der Höhe
eines Gefäßes bestimmt und nicht die Gefäßform dominiert wie etwa bei den zweigliedrigen Töpfen,
den Kegelhalsgefäßen Variante 4, den stark bauchigen Töpfen usw.
5.1 a gestaucht, maximaler Durchmesser in der unteren Gefäßhälfte
5.1 b gestaucht, maximaler Durchmesser etwa in der Mitte des Gefäßes
5.1 c gestaucht, maximaler Durchmesser in der oberen Gefäßhälfte
5 .2a gleichmäßig geschwungen, maximaler Durchmesser in der unteren Gefäßhälfte
5 .2b gleichmäßig geschwungen, maximaler Durchmesser etwa in der Mitte des Gefäßes
5 .2c gleichmäßig geschwungen, maximaler Durchmesser in der oberen Gefäßhälfte

6 Boden (Typentaf 1, 6)
6.1 flach, nicht von der Wandung abgesetzt
6.2 flach, von der Wandung durch einen steilen Knick abgesetzt
6.3 mit Standring, d.h. von der Wandung abgesetzt und zur Gefäßmitte hin hochziehend
6.4 mit hohlem Standfuß
6.5a zur Gefäßmitte hin leicht hochziehend, nicht von der Wandung abgesetzt
6.5b wie 6.5a, aber innen an der höchsten Stelle befindet sich noch zusätzlich eine bulbusartige
Verdickung
6.6 wie 6.1, aber nach innen hin verdickt
Die erste Variante ist die weitaus häufigste, doch muß bei dieser Zuordnung beachtet werden, daß
häufig nur ein kleiner Teil des Bodens erhalten ist, der die ursprüngliche Form nicht mehr vollständig
rekonstruieren läßt; die letzte Variante ist ein Einzelfall (Taf. 44,7).

7 Henkel (Typentaf 1,7)


Henkel sind im vorliegenden Material selten vertreten. Sie unterteilen sich in drei Hauptformen:
7.1 knubbenartiger, in der Draufsicht sanduhrförmiger Ösenhenkel
a horizontal durchlocht
b vertikal durchlocht
7.2 band- oder wulstförmiger Henkel; um seine (meistens nur im Ansatz erkennbare) Position zu
beschreiben, wird differenziert nach
7 .2.1 unterrandständig
a in der Gefäßmitte ansetzend
b amBoden ansetzend
7 .2.2 überrandständig

7 Kemenczei 1982, Abb. 9,10; Vasiliev 1995a, Fig. 10,4 und 12,2; Laszl6 1994, Fig. 38,6
48 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

a in der Gefäßmitte ansetzend


b am Boden ansetzend
7 .2.3 randständig
7.3 Plattformhenkel
a in der Draufsicht trapezförmig, in der Seitenansicht überhöht und abgeknickt
b bandförmig, in der Seitenansicht oval bis kreisförmig ausschwingend, mittelständig,
Henkelband z.T. konkav

2.3 Wertung der Formdetails bei der Typenbildung


Die Typenbildung beruht vorrangig auf den Proportionen und dem Bauprinzip der Gefäße. Die Details
der Gefäßform wieRandabschluß-und Bodenform, Henkel etc. sind dennoch wichtig zur Typendefi-
nition und zur V ariantenbildung. Dies gilt z.B. für die Wellen- und Zipfelrandschüsseln, die Tassen
mit Plattformhenkel und die Fußschalen. Die Halsform wurde bei der Typenbildung besonders stark
betont: Kegelhalsgefäße werden von Zylinder- und Trichterhalsgefäßen unterschieden, bei weitgehen-
der Formgleichheit der übrigen Gefäßteile. Die Form der Trichterränder ist wichtig für die Unterschei-
dung zwischen bitrollkonischen Gefäßen und zweigliedrigen Töpfen. Erstere haben ausgeprägtere
Trichterränder, d.h. sie sind im allgemeinen länger und weiter ausbiegend, letztere haben eher steile
und/oder kurze Trichterränder, die sich durch ihren sanfteren Schwung weniger von der Wandung
absetzen. Hochziehende Böden treten mit Ausnahme von Taf. 15,2 (Kegelhalsgefäß) nur bei Schalen
auf oder es handelt sich um Fragmente, die keiner Gefäßform zuzuordnen sind. Ösenhenkel kommen
bei bauchigen Töpfen und Henkelschalen vor. Bandhenkel gibt es nur bei Tassen.
Insgesamt läßt sich feststellen, daß wederRandabschluß-noch Boden- oder Schulterformen beson-
ders variabel sind, sondern im Gegenteil weitgehend stereotyp. Der Randabschluß ist meistens einfach
gerundet, die Böden sind flach und nicht abgesetzt, die Schultern abgerundet. Henkel sind nur sehr
selten vertreten, und bis auf die Plattformhenkel bilden sie keine besonderen Formen aus.

3. Die Typenbeschreibung
Die Zuordnung der einzelnen Gefäße und Gefäßfragmente zu einem bestimmten Typ erfolgt nach
hierarchischem Prinzip. Die oberste Ebene stellt die Ansprache der Grundform dar: I-VII. Die Grund-
formen I-VI werden noch feiner in Typen untergegliedert, welche sich wiederum in verschiedene Va-
rianten und bisweilen auch Subvarianten aufspalten. Ein ganzes Gefäß kann problemlos bis auf die
Ebene der Subvarianten eingeordnet werden, bei den Gefäßfragmenten gestaltet sich das je nach Er-
haltungsgrad schwieriger. Das Ergebnis dieses Vorgehens ist auf den Typentafeln 2-4 dargestellt.
Nicht gesondert als eigener Typ aufgeführt wird das Fragment eines Siebgefäßes (Taf. 35, 11), da sich
zur ursprünglichen Form des Gefäßes keine Aussagen treffen lassen. Es sei daher der Vollständigkeit
halber an dieser Stelle nur erwähnt.
Die Bezeichnungen der Gefäßtypen sind möglichst allgemein gehalten und formbeschreibenden
Charakters; sie sollen keinerlei funktionale Deutung der Gefäße implizieren. Unter Topf wird eine
Hochform verstanden, d.h. ein Gefäß, das höher ist als breit, im Unterschied zur Schale, die eine Breit-
form darstellt, also eine flache, weitmundige Gefäßform, die breiter ist als hoch. Schüsseln weisen im
Unterschied zu Schalen eine Gliederung auf. "Kegelhalsgefäß" ist eine in der Literatur der Urnenfel-
der- und Hallstattzeit etablierte Bezeichnung für diese weitverbreitete Gefäßform. Ähnliches gilt für
den Begriff des Etagengefäßes, der in der rumänischen Literatur allgemein verwandt wird.
Die individuellen Gefäßgrößen können innerhalb eines Typs oder einer Variante erheblich variie-
ren. Als typunterscheidend wurde die Größe bei weitgehender Form- und Verzierungsgleichheit nur
bei der Trennung der trankonischen Schalen von den trankonischen Töpfen gewertet, wie auch bei der
Unterscheidung der dreigliedrigen Tassen von den Kegelhalsgefäßen, der zweigliedrigen Töpfe des
Typs 1 und der Tassen mit trankonischem Randteil, sowie bei der Trennung der zweigliedrigen Töpfe
des Typs 2 von den zweigliedrigen Tassen. Die Tassen stellen die einzige Grundform dar, bei deren
Vertretern eine geringe Größe vorausgesetzt wird. Zwei besonders kleine Tassen können als Miniatur-
gefäße bezeichnet werden (Taf. 9,6; 14,8).
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 49

Grundform 1: Bitronkonische Gefäße mit Trichterrand (Typentaf. 2)


Da das vorliegende Material größtenteils nur stark fragmentiert erhalten ist, ist es notwendig, zunächst
die verschiedenen Gefäßformen, die der Oberbegriff "bitronkonisches Gefäß" in sich birgt, sauber
voneinander zu trennen. Nur so können sinnvolle Zuordnungen erfolgen. Die Gefäßgruppe zeichnet
sich durch ihre deutliche Gliederung in drei Hauptteile aus: 1.) trichterförmig ausbiegender Rand, 2.)
davon deutlich abgesetzter Hals und 3.) ein prominenter BauchteiL Die bitronkonische Form ist dabei
unterschiedlich stark ausgeprägt und nur als vereinfachender Oberbegriff zu verstehen. Tatsächlich
scharf doppelkonische Formen gibt es im vorliegenden Material nicht. Der Randabschluß kann nach
unten umgebogen sein. Das auffälligste Kriterium, nach dem sich die verschiedenen bitronkonischen
ls Gefäße mit Trichterrand regelhaftunterscheiden lassen, ist die verschiedene Ausformung des Halses-
1- tronkonisch, zylindrisch, trichterförmig oder gewölbt-tronkonisch. Rand- und Körpergestaltung unter-
n scheiden sich dagegen nicht so deutlich und bieten sich daher weniger für eine Typengliederung an.
k Es lassen sich somit vier verschiedene Grundtypen trennen (siehe Abb. 7):
I- 1.) Kegelhalsgefäße
I- 2.) Zylinderhalsgefäße
·e 3.) Trichterhalsgefäße
.e 4.) Etagengefäße: a) zweiteilig, b) dreiteilig .
g Das definierende tektonische Element der Etagengefäße ist der gewölbte obere Teil des Gefäßes, der
n durch eine ausgeprägte Schulter vom unteren trankonischen Teil getrennt ist. Bei den zweiteiligen
n Exemplaren entspricht der gewölbte Gefäßteil dem Hals. Die dreiteiligen Exemplare haben dagegen
einen Zylinderhals, auf den, durch die obere Schulter getrennt, der gewölbte obere Bauchteil folgt; an
l- diesen schließt, durch die untere Schulter getrennt, der trankonische untere Bauchteil an. Der Boden-
h teil ist schmal. Häufig ist die (untere) Schulter schräg kanneliert, was gürtelartig wirken kann.
lf Zylinderhals-, Trichterhals- und Etagengefäße sind aus Media~ bisher nicht bekannt gewesen, und
tatsächlich ist die Ansprache aufgrund des fragmentarischen Zustandes der Gefäße nicht eindeutig zu
treffen. Sämtliche von mir als Zylinderhalsgefäße bezeichneten Fragmente könnten auch von dreiteili-
gen Etagengefäßen stammen!
h Die bitronkonischen Gefäße mit Trichterrand sind überwiegend mit Kanneluren und Vorsprüngen
verziert, es gibt aber auch gänzlich unverzierte Exemplare. Typischerweise beginnt die Kannelur
(vorwiegend vertikale, girlandenförmige oder konzentrische) an der Schulter und zieht sich über den
e ganzen Bauch, häufig durch Rippen unterbrochen. Vorsprünge sitzen auf der Schulter auf und sind
·- nach oben oder horizontal nach außen gerichtet. Die Gefäßhälse sind meistens unverziert, selten hori-
zontal kanneliert.
Es gibt eine große Anzahl von trichterförmigen Randscherben, die manchmal noch den Umbruch
.t zum konischen Hals des Gefäßes aufzeigen und somit den Kegelhalsgefäßen, meistens aber keinem
der vier Typen speziell zuzuordnen sind. Etliche weisen innen eine horizontale Kannelur des Randes
1 auf; meistens handelt es sich dann um flache, weit nach außen geschwungene Trichterränder, was
sicherlich auf den besseren optischen Effekt zurückzuführen ist. Die innere Horizontalkannelur einiger
Trichterränder ist bisweilen so flach, daß schon fast von Facettierung die Rede sein kann. Leider tritt
1 bei keinem der den vier oben genannten Typen zugeordneten Gefäße und Gefäßfragmente die innere
Horizontalkannelur des Randes auf, so daß keinerlei Aussagen dazu gemacht werden können, ob die-
ses Ziermotiv nur für bestimmte oder für alle bitronkonischen Gefäßtypen charakteristisch ist.
Die Gefäße sind häufig außen schwarz oder zumindest dunkel und innen orange-rötlich. Als ty-
pisch für diese Gefäße kann die schwarze, polierte, kannelierte Außenseite gelten, auch wenn dies
längst nicht für alle Gefäße zutrifft. In der Regel ist die Oberfläche außen sorgfältiger behandelt als
innen. Von feiner bis grober Magerung ist alles vertreten, wobei gröbere Magerung überwiegt.
Datierung/Verbreitung: Bitronkonische Gefäße mit Trichterrand waren in der späten Bronze- und
frühen Eisenzeit sehr weit verbreitet, und können keinesfalls nur einer Kultur zugeordnet werden.
Aufgrund der Ähnlichkeit mit den Protovillanovaumen Italiens erscheinen Gefäße dieser Art in der
älteren Fachliteratur häufig unter dem Begriff der Villanova-, Pseudovillanova-, Protovillanova- oder
50 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

Randabschluß
Rand

Hals
,'

Schulter

Bauch

''
----i
Boden

1 Kegelhalsgefäß

Randabschluß
Rand

Randabschluß
Hals
Rand

Schulter Hals

Schulter
Bauch

Boden
Boden
2 Zylinderhalsgefäß
3 Trichterhalsgefaß

Randabschluß
Rand Randabschluß
Rand

Hals
Hals

obere Schulter

Schulter
oberer Bauchteil

Bauch untere Schulter

unterer Bauchteil
Boden

4 Zweiteiliges Etagengefäß Boden


5 Dreiteiliges Etagengefäß

Abb. 7: Grundtypen der bitronkonischen Gefäße mit Trichterrand und die Benennung der Gefäßteile
I Media~, 2 Somator (nach Paulfk 1968, Abb. 7 ,3); 3 Teleac (nach Vasiliev/ Aldea/Ciugudean 1991 , Fig. 29, 18); 4 Tirgu Mure~
(nach Oumitrescu 1974, Fig. 45 3,2); 5 Reci (nach Dumitrescu 1974, Fig. 453 ,4)
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 51

Pseudoprotovillanova-Ume. Sie werden häufig auch als Amphoren bezeichnet, da bei bestimmten
Typen Henkel vorkommen können.
Sie werden im allgemeinen aus dem Kulturmilieu der Vatina-, Dubovac-Zuto Brdo-, Girla Mare
und Cruceni-Belegis-Kulturen abgeleitet 1, kommen aber ebenfalls z. B. in der Otomani 2- und Egyek-
Kultur3 vor. Dem sog. Gava-Typus verblüffend ähnlich sehen bitrenkonische Gefäße aus der Präcucu-
teni III-Kultur: Sie weisen einen horizontal kannelierten Hals und konzentrisch kannelierte Vorsprün-
ge auf dem Gefäßkörper aut.
Es ist von mehreren Autoren versucht worden, die verschiedenen Typen der bitrenkonischen Gefä-
ße mit Trichterhals in eine chronologische Abfolge zu bringen. Formal ist dabei zunächst zu differen-
zieren zwischen den Gefäßen mit einer doppelten Warzenreihe, die typisch sind für die Cruceni-
Belegis- und Belegis II-Kultur5 , und den in der Gava-Kultur vorkommenden Gefäßformen, die stets
nur eine Reihe von Vorsprüngen besitzen6 , wobei diese Unterscheidung nicht von allen Autoren so
streng gehandhabt wird.
Paulik und Laszl6, der der typologischen Gliederung von Paulik folgt, stellen für Pauliks Gava-
Amphorentypus A (entspricht bei Laszl6 Typ Ba) eine Entwicklung von den deutlich in Hals-Schulter-
Bauch gegliederten Gefäßen zu solchen von stärker bitronkonischem Charakter aufgrund der Ver-
schmelzung von Hals und Bauch fest. Anfangs tragen diese Gefäße konzentrisch kannelierte Vor-
sprünge, die bei den späteren Exemplaren zunächst kleiner werden und dann verschwinden7 . Dieser
Vorstellung folgend stellt Bader eine ganz entsprechende Entwicklung anhand von Material aus dem
Some~-Becken fest 8 . Auch bei Kemenczei findet sich diese Einteilung wieder: Seine Urnen vom Pseu-
dovillanovatyp gliedert er in vier Varianten, von denen zwei für die Gava-Kultur charakteristisch sei-
en. Der ältere, für Gava I typische, ist durch den hohen, horizontal kannelierten Hals, die hy-
pertrophierten, konzentrisch kannelierten Vorsprünge und die innere Facettierung des Randes gekenn-
zeichnet, der jüngere, für Gava II typische, durch seine wenig akzentuierte Schulter, die stärker bitron-
konische Form sowie das Fehlen der kannelierten Vorsprünge9 . Für seinen Gava-Amphoren Typ B
konstatiert Paulik eine Entwicklung von den Exemplaren mit hohem Hals zu niedrigeren Exemplaren,
Laszl6 dagegen meint, beide Typen würden sich zeitlich parallel entwickeln 10 . Am Ende der Entwick-
lung stehen nach Paulik die Gefäße mit hohem Fuß. Für die sogenannten "henkellosen Amphoren"
nimmt er eine typologische Entwicklung von Formen mit leicht trichterförmig gestaltetem Hals, über
strenge Zylinderhälse bis zu den Gefäßen mit konischem Hals an 11, was der von Foltiny und Foren ba-
12
her festgestellten Tendenz bei den Belegis-Umen entspricht •
Insgesamt läßt sich feststellen, daß die bisher erfolgten Versuche, die chronologische Entwicklung
der bitronkonischen Gefäße mit Trichterrand zu erfassen, nicht über ein Anfangsstadium hinausge-
kommen sind. Dies liegt nicht zuletzt daran, daß diese Gefäßgruppe typologisch zu vielfältig, zeitlich
zu langlebig und räumlich zu weit verbreitet ist, als daß sie sich als Ganzes in ein Entwicklungssche-
ma pressen lassen würde. Regional und chronologisch begrenztere Ansätze wären sicherlich erfolgver-
sprechender.
Typ 1: Kegelhalsgefäße
Dieser durch sehr viele Fragmente vertretene Typ zeichnet sich durch eine scharfe tektonische Drei-
gliederung in einen trichterförmigen Rand, einen kegelstumpfförmigen Hals und einen ausladenden
Bauch aus. Ein weiteres Formmerkmal ist die im Verhältnis zum Bauchdurchmesser relativ kleine

1
Foltiny 1967, 58; ders. 1968, 51 ; Paulfk 1968, 40; Kacs6 1975, 55 ; Kemenczei 1984, 60-61 , 64; Forenhaber 1988, 34
2
Lasz16 1973, 599-600; Kacs6 1975, 55 ; Furmanek!Veliacik/Vladar 1999, 106
3
Horedt 1967a, 24; Laszl6 1973, 599-601 ; Kacs6 1975, 55
4
siehe z.B. Mantu u.a. 1997, 182 (Kat.-Nr. 16) und 183 (Kat.-Nr. 21)
5
siehe Patek 1961 , 66-70; Foltiny 1967 und 1968 sowie Forenhaber 1988
6
siehe Paulfk 1968, 39-40; Laszl6 1973, 593-595 ; Bader 1978, 79-80; Kemenczei 1984, 64-66
7
Paulfk 1968, 39-40; Lasz16 1973, 594-595
8
Bader 1978, 79-80
9
Kemenczei 1984, 64-66
10
Laszl6 1973, 593-594
11
Paulfk 1968, 39-40
12
Foltiny 1967, 57-70; ders. 1968, 351 ; Forenhaber 1988, Fig. 1
52 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

Standfläche. Die Schulter ist rund oder eckig, bei den Varianten 1 und 2 bisweilen auch (fast) platt-
formartig abgesetzt.
Anband der Proportionen lassen sich bei den wenigen vollständig oder fast vollständig erhaltenen
Gefäßen vier verschiedene Varianten unterscheiden. Deren einzelne Vertreter haben aber stets noch
recht individuelle Merkmale, so daß kein Stück vollständig dem anderen gleicht. Die Fragmente (Teile
vom Gefäßkörper, Trichterränder) lassen sich diesen Varianten nur selten eindeutig zuordnen, da ihre
ursprüngliche Proportionierung meistens nicht mehr rekonstruierbar ist.
Datierung/Verbreitung: Kegelhalsgefäße sind eine typische Gefäßform der Urnenfelder- und Hall-
stattzeit und dementsprechend weit verbreitet. Ältere Vorbilder gibt es z.B. bereits in der Hügelgrä-
ber13- und Berkesz-Kultur 14 . Wegen der großen Menge an Vergleichsfunden werden bei den einzelnen
Varianten im folgenden nur jeweils beispielhaft einige wenige Exemplare aus dem Gava-Bereich ge-
nannt.
Variante 1: Als definierend wird die gedrungene Form der Gefäße gewertet, die durch den unterhalb
der Gefäßmitte weit ausladenden Bauch entsteht. Der Trichterrand ist geschwungen und kurz.
a) Die Hälse sind im Verhältnis zum Körper lang und steil (Taf. 16,5; 30,1).
15 16 17
Vergleichsfunde: Teleac ; Barca ; Gava
b) Die Hälse sind im Verhältnis zum Körper kurz (Taf. 36,1; 45,7).
19
Vergleichsfunde: Teleac 18 ; Borsodharsany
Variante 2 (Taf. 30,2-6; 36,2; 45 ,8-11; Kat.-Nr. 413): Bei diesen Exemplaren liegt der größte Bauch-
durchmesser etwa in der Mitte des Gefäßes. Dadurch ist der Schwerpunkt im Vergleich zu Variante 1
weiter nach oben verlagert, die Hälse sind im Verhältnis zum Körper meistens ein wenig kürzer und
flacher als bei Variante 1 und gehen unauffälliger in den Bauch über (mit Ausnahme des Exemplars
Taf. 36,2, das eine betont eckige Schulter hat). Der Trichterrand ist kurz. Der bitrollkonische Charak-
ter der Kegelhalsgefäße ist bei dieser Variante besonders deutlich.
Vergleichsfunde: Teleac20 , Ghidfaläu 21 ; das Exemplar aus Deva22 ist stark bitrollkonisch und bildet
daher eine besonders gute Parallele zu Taf. 30,4; auch aus der Biharea-Kultur läßt sich ein Vergleichs-
23
exemplar zitieren .
Variante 3 (Taf. 2,4; 12,7.8; 20,9; 29,1; 31,5.6): Diese Kegelhalsgefäße haben ebenfalls eine gedrun-
gene Form, die aber im Gegensatz zu Variante 1 durch den kurzen Hals und den sehr weit und flach
ausschwingenden Trichterrand entsteht. Der Gefäßschwerpunkt liegt leicht oberhalb der Gefäßmitte.
Der Umbruch zum Bauch knickt stark nach innen ein, wodurch der Bauch eine geradezu linsenförmi-
ge Ausprägung bekommt, d.h. im Vergleich zu den Varianten 1 und 2 nur einen geringen Teil des
Profils einnimmt. Das Gefäß Taf. 29, 1 hat eine exzeptionelle Verzierung; die anderen Exemplare sind
bis auf Taf. 31,5 von der Schulter an abwärts schräg kanneliert.
24
Vergleichsfunde: Sona , Ujgorod 25 ; ein Exemplar stammt aus Simeria und gehört in den Rahmen der
26
Igri ta-Gruppe
Variante 4 (Taf. 1,7; 10,2; 15,2; 16,8; 20,10; 21,1.2; 37,2-8; 43,3.7.8; 46,3-5.7; 48,2.3; Kat.-Nr. 427):
Diese Gefäße haben im Unterschied zu den Varianten 1-3 keinen gestauchten Bauch, sondern einen
gleichmäßig gewölbten, und sind ausgesprochen groß und voluminös. Der Umbruch vom Hals zum

13
Furrmillek!Veliacik!Vladar 1999, Abb. 24,15.21
14
Kacs6 1975, 56-57
15
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991, Fig. 32,3.7
16
Paulfk 1968, Abb. 4,1
17
Paulfk 1968, Abb. 4,2
18
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991, Fig. 32,2
19
Paulfk 1968, Abb. 4,4
20
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991, Fig. 32,1
21
Pärvan 1926, Fig. 280
22
Andri toiu 1974-7 5, PI. II, 1
Durnitra~cu/Emödi 1980, Fig. 11,1
23
24
Vasiliev 1995a, 136 Fig. 5,1
25
Paulfk 1968,4
26
Andritoiu 1976, Fig. 3
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 53

Bauch verläuft sanft oder unmerklich. Dieser Eindruck wird bei einigen Exemplaren dadurch ver-
stärkt, daß die Kegelhälse leicht gebläht, flach und zusätzlich sehr breit sind. Lange, gerade und steile
Trichterränder setzen sich scharf von ihnen ab.
Vergleichsfunde: entspricht Typ I c in Teleac I-ill27 ; außerdem Funde in Cematu 28 , Sighi~oara-Dealul
Viilor29 , Sopit30
Typ 2: Zylinderhalsgefäße (Taf. 1,5; 3,1.2; 13,1 ; 17,1.2; 21,3; 31,7-11; 37,9; 38,1; 46,6; 49,3)
Diese Gefäße haben einen geraden oder geschwungenen zylindrischen Hals, der sich durch eine meis-
tens gerundete, unauffällige Schulter vom nur leicht gewölbten Bauch absetzt. Der Trichterrand ist
kurz und flach geschwungen. Keines der diesem Typ zugeordneten Exemplare ist auch nur annähernd
vollständig erhalten, daher könnte es sich auch um den oberen Teil von dreigliedrigen Etagengefäßen
handeln (was im übrigen auch für die nur fragmentarisch erhaltenen Vertreter der im folgenden ge-
nannten Parallelfunde gilt).
Datierung/Verbreitung: Zylinderhalsgefäße sind bereits bekannt aus BzD-HaA-Zusammenhängen,
wie z.B. in Bogdan Vodä3 1, Deszk-A 32 , Ipel'sky Sokolec33 , Läpu~ 3 4 , Szöreg-C 35 , Valea lui Mihai 36 .
Zahlreich treten sie in der Gava-Kultur auf: Ardanovo 37 , Berveni-Rltul Caprei 38 , Bra~ov-Päticel 39 ,
Cematu40 , Ghidfaläu41 , Gränice~ti 42 , H6dmezövasarhely-Gorzsa und H6dmezövasarhely-Kopancs43 ,
Hotoan44 , Läpu~ 45 , Lechiota de Mure~ 46 , Mahala ill47 , Nowa Huta-Plesz6w 48 , Nowa Huta-Zeslawice ,
49
50 51 52 53 54 55 56
Obreja , Reci , Remetea Mare-Gomila lui Pitut , Särätel , Sincräieni , Somator I , Sona , Teleac
I und ill 57 , Tiszavasvari 58 , Tu~nad59 .

Typ 3: Trichterhalsgefäße
Dieser Gefäßtyp ist nur durch zwei Exemplare vertreten. Das Gefäß Taf. 31,13 ist vermutlich sehr viel
breiter als hoch, es erscheint "flachgedrückt". Es ist geprägt durch den starken Hohlbuckel, vermutlich

27
Ciugudean 1991 , 81
28
Szekely 1966b, Pl. IV,6
29
Muzeul de Istorie Sighi~oara
30
Kruselnicka 1979a, Abb. II,4
31
Motzoi-Chicideanu!Iuga 1995, Abb. 1,1.6
32
Szab6 1996, Abb. 50,10
33
Paulfk 1963, Abb. 22,35.44
34
Kacs6 2001 , Abb. 12-13
35
Szab6 1996, Abb. 51 ,4; 52,4
36
Mozsolics 1973, Taf. 46
37
Smirnova 1966, Abb. 6,5
38
Nemeti 1990, Fig. 2,2; 5,1
39
Alexandrescu/Pop 1970, Fig. 5,1
40
Szekely 1966b, Pl. IV,7
41
Pärvan 1926, 422 Fig. 281; Szekely 1994, Pl. II,4
42
Laszl6 1994, 75-77: Typ 3A bzw. Fig. 25-28
43
Szab6 1996, Abb. 27,6 und 31 ,1-2
44
Nemeti 1981-82, Pl. XII,8
45
Laszl6 1973, Fig. 2,4
46
Popescu 1925, Pl. I, 11
47
Smirnova 1974, Fig. 2,4
48
Bazielich 1978, Taf. II,7 und Fig. 6
49
Bazielich 1984, Fig. 10
50
Soroceanu 1973, Pl. VIII,9
51
Szekely 1966b, Pl. II,4; III,4; IV,4
52
Gumä 1993, Pl. XXXV,5=Gumä 1995, Pl. XIV,18
53
Vlassa!Dänilä 1962, Fig. 4,5=Paulfk 1968, Abb. 7,1
54
Preda 1959, Fig. 32=Paulfk 1968, Abb . 7,4
55
Smirnova 1974, Fig. 2,12
56
Vasiliev 1995a, 136 Fig. 5,4
57
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991 , Fig. 29,6 und 32,9
58
Paulfk 1968, Abb. 7,5=Kemenczei 1984, Taf. 132,1
59
Szekely 1994, Pl. II,2
54 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

waren es vier wie beim Exemplar von Teleac (Abb. 7,3). Auch bei Taf. 21,4 handelt es sich wahr-
scheinlich um ein Trichterhalsgefäß.
Datierung/Verbreitung: Trichterhalsgefäße kommen in der älteren Hallstattzeit nicht häufig vor, eine
Ableitung von Formen der Wietenberg-Kultur ist nur vage möglich60 • Die besten Parallelen zu Taf.
31,13 stammen aus Teleac I (siehe Abb. 7,3) und Covasna61 , da diese Gefäße ebenfalls eine gedrunge-
ne Form haben. Relativ ähnlich sind Exemplare aus H6dmezövasarhely-Rar6s 62 und aus Bogata63 ,
auch wenn diese Fragmente vermutlich zu höheren Formen gehören. Das gleiche gilt für die Trichter-
halsgefäße aus Mahala ill64 , Somotor 165 , Taktaba/6, Tiszakeszi67 sowie (unsicher) Dinde~ti und
Sanisläu-Livadä68 .
Typ 4: Etagengefäße (Taf. 17,4; 21,5-7; 31,12; 49,4)
Diese Gefäße haben einen steilen, gebläht kegelstumpfförmigen Hals, der sich durch die Schulter vom
unterschiedlich stark ausgewölbten Bauch absetzt. Da nur kleinere Fragmente vorliegen, ist eine Ent-
scheidung, ob es sich um zwei- oder dreiteilige Etagengefäße handelt, nicht möglich. Zwei Randstücke
(Taf. 29,2; 38,3) könnten Oberteile zweigliedriger Etagengefäße darstellen.
Datierung!Verbreitung:
Die zweiteiligen Etagengefäße der Gava-Kultur sind als Typ definiert worden von Laszl669 . Ihre Vor-
läufer finden sich in der mittleren und späten Bronzezeit des Karpatenbeckens, wie z.B. in der Zuto
Brdo-Girla Mare-Kultur70 und der nordpannonischen Kultur mit inkrustierter Keramik71 sowie der
Biharea-Kultur72 und der Igrita-Gruppe73 . Das Hortgefäß von Hinova74 ist ebenfalls als ein zweiteiliges
Etagengefäß zu bezeichnen und aufgrunddes in ihm enthaltenen Hortes in HaA zu datieren75 • Ein in
etwa zeitgleiches Exemplar stammt aus Uioara de Jos-Grui 76 •
In der Gava-Kultur finden sich zweiteilige Etagengefäße z.B. in Bodrogkereszrur77 , Gränice~ti 78 ,
Mukacevo 79 , Nowa Huta-Plesz6w 80 , Somotor81 , Taktaba/ 2 , T'rrgu Mure~ 83 , Tiszabercel 84 , Vä~ad 85 ,
Wietrzno 86 (schwach ausgeprägt).
Zweiteilige Etagengefäße erscheinen leicht abgewandelt auch im östlichen und südlichen Umfeld
der Gava-Kultur, wie z.B. in der Chi~inäu-Corläteni-Kultur87 , in N-Bulgarien88 und im Banat89 . Auch

60
vgl. Boroffka 1994a, Typentaf. 2, 1-2.17-20
61
Pärvan 1926,421 Fig. 279
62
Szab6 1996, Abb. 24,4
63
Berciu/Berciu 1946, Fig. 16,2
64
Srnimova 1974, Fig. 4,11
65
Demeterova 1986, Taf. II,6; VI,8
66
Kemenczei 1984, Taf. 158,9
67
Kemenczei 1984, Taf. 134,12
68
Nemeti 1981-82, Pl. XI,10; XIX,9
69
Laszl6 1973, 591
70
Guma 1997, PI. 78,4.5.7
Chidio~an!Emödi 1982, 65-67
71

Durnitra~cu 1980, Fig. 2links oben; Durnitra~cu/Emödi 1980, Fig. 9,1


72

Emödi 1980, Fig. 5,1.7; 12,80.84; 15,101 ; 19,152; 22,182; 26,229; Chidio~an!Emödi 1982, Fig. 2,1-3; 3,1
73
74
Davidescu 1981 , Fig. 7,1
75
Petrescu-D!mbovita 1988, 178; Stoia 1989, 46; dies. 1992, 394
76
Ciugudean 1994, Fig. 4,6
77
Paulfk 1968, Abb. 3,3=Laszl6 1973, Fig. 4,1
78
Laszl6 1994, Fig. 29,4; 30,1
79
Paulfk 1968, Abb. 4,3; Laszl6 1973, Fig. 4,4.5
80
Bazielich 1984, Fig. 2
81
Paulfk 1968, Abb. 3,4=Tocfk!Vladar 1971 , Abb. 47 ,2=Laszl6 1973 Fig. 4 2
82 ' '
Kemenczei 1984, Taf. 161 ,14=Tompa 1934-35, Taf. 48,6
83
Paulfk 1968, Abb. 3,2=Kovacs 1915, Fig. 22
84
Kemenczei 1984, Taf. 213b,5
85
Nemeti 1981-82, PI. XIII,9
86
Bazielich 1978, Fig. 26
87
Hänsel1976, Taf. 12,11 ; Laszl6 1994, Fig. 62,1; Petrescu-D!mbovita!Florescu/Florescu 1999, Fig. 411,10
88
Lom: Hänsel 1976, Taf. 57, 8
89
Guma 1993, Taf. 39,11
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 55

in den auf die Chi~inäu-Corläteni-Kultur folgenden Gruppen Saharna-Solonceni- und Soldäne~ti fin-
den sich diese Gefaße noch90 .
Dreiteilige Etagengefäße kommen nur selten vor, was aber wahrscheinlich darauf zurückzuführen
ist, daß sie praktisch vollständig erhalten sein müssen, um eindeutig als solche angesprochen zu wer-
den. Aus dem Bereich der Gava-Kultur sind mir folgende Exemplare bekannt: Gyoma 13391 , Mahala
93 94
III92 , Reci , Teleac III . Vorläufer dieser Gefäße finden sich in der Monteoru95 - und Girla Mare-
Kultur96 sowie möglicherweise auch in der Egyek-Kultur97 • Bei folgenden Gefaßen ist unklar, ob sie
zu den zwei- oder dreiteiligen Etagengefäßen gehören, da sie entweder zu fragmentarisch erhalten sind
oder nur in der Literatur erwähnt werden: Baks-Temetöpart98 , Bra~ov-Päticel 99 , Teleac li und III 100 ,
Tu~nad . Insgesamt ist zur Datierung der Etagengefäße festzuhalten, daß sie in der jüngeren Hall-
101

stattzeit nicht mehr vorkommen bzw. auslaufen. Teleac III und Taktabaj sind als die jüngsten Fundorte
zu betrachten.

Grundform II: Zweigliedrige Töpfe (Typentaf. 3)


Hierbei handelt es sich um Töpfe, die einen durch die Schulter klar vom Bauch abgegrenzten Randteil
aufweisen, der kegelförmig, zylindrisch oder trichterförmig verläuft. Der Bauch ist gleichmäßig ge-
schwungen und macht den Großteil der Gefäßhöhe aus. Sein Schwerpunkt liegt im oberen Bereich.
Man kann diese Form als einen Übergang zwischen den bitrollkonischen Gefäßen und den ungeglie-
derten Töpfen betrachten. Verziert sind die zweigliedrigen Töpfe kaum, und wenn, dann durch Vor-
sprünge, die auf der Schulter aufsitzen. Die Gefäße können innen und außen einfarbig wie auch zwei-
farbig sein. Die Oberfläche ist recht sorgfältig behandelt, wobei sich meist kein Unterschied in der
Bearbeitung der Innen- und Außenfläche feststellen läßt. Gemagert sind sie meistens mittel oder grob.
Datierung/Verbreitung: Beide Varianten sind zeitlich langlebige und räumlich weit verbreitete For-
men, so daß jeweils nur beispielhaft einige wenige Vergleichsfunde zitiert werden.
Typ 1: Kragenrandtöpfe (Taf. 5,8; 16,1; 23,9; 27,14; 32,9)
Der Randteil verläuft konisch bis zylindrisch.
Vergleichsfunde: Bozna 102 , H6dmezövasarhely 103 , Teleac III 104 ; die Form findet sich auch in der Wie-
tenberg-Kultur wieder 105
Typ 2: Töpfe mit S-Profil (Taf. 1,9; 5,9.10; 10,7; 12,4; 14,1; 18,9.10; 23,10-12; 27,15-18; 32,7.8.10-
14; 38,14-16; 47,8.10)
Der Randteil verläuft trichterförmig, ist kurz und steil geschwungen. Das durch den Rand-Schulter-
Bauch-Umschwung gebildete Profil ist s-förmig.
108
Vergleichsfunde: Teleac I und III 106 , Valea lui Mihai 107 ; auch in der Wietenberg-Kultur • Für das
vertikal kannelierte Exemplar Taf. 47,8 läßt sich eine ungefähre Parallele aus Ciumbrud zitieren, bei
109
der es sich der Beschreibung nach um ein sackförmiges Gefäß handelt .

90
Levitlei 1994, Fig. 76
91
Benito/Kemenczei 1991, Fig. 4,1
92
Smirnova 1974, Fig. 2,3
93
Szekely 1966b, Pl. II,3=Cavruc 1998, Pl. XIII,l; Szekely 1966b, Pl. III,3 und IV,1-3; Pau1ik 1968, Abb. 7,2
94
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991, Fig. 41,5
95
Zaharia 1973, Fig. 1,1 und 2,5; dies. 1990, Fig. 4,2 und 23,1
96
Dumitrescu 1961, Pl. CVI, 82.148 .331.201.477.476
97
Laszl6 1973, Fig. 11,1
98
Szab6 1996, Abb. 18, 6-13
99
Horedt 1974, 221
100
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991, Fig. 31,13; 41 ,7; 31,13
101
Horedt 1976,402 und Abb. 3,11; Morintz 1970b, 94
102
Vasiliev 1995a, Fig. 13,1
103
Kemenczei 1984, Taf. 124,6
104
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991, Fig. 37,3
105
Boroffka 1994a, Typentaf. 1,6.11
106
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991, Fig. 29,1.11; 31,17-18
107
Laszl6 1973, Fig. 2,7
108
Boroffka 1994a, Typentaf. 1,12-17
56 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

Grundform 111: Ungegliederte Töpfe (Typentaf. 3)


Hierunter werden ungegliederte, topfartige Gefäße und Gefäßfragmente zusammengefaßt, die teils
eiförmig sind, teils aber auch eine zylindrische oder trichterförmige Mündung aufweisen. Verziert sind
sie meistens durch Knubben und Tupfenleisten. Diese Gefäße sind meistens einfarbig und ihre Ober-
fläche wurde geglättet, wobei Innen- und Außenseite gleich behandelt wurden. Die Magerung ist
meistens mittel und grob, feine kommt aber nicht selten vor.
Datierung/Verbreitung: Diese in der rumänischen Literatur meist als sackförmig bezeichneten Gefäße
werden häufig aus der Naua-Kultur abgeleitet, bilden aber eine allgemein bronze- und hallstattzeitli-
ehe Form, die bis in die Latenezeit weiterbesteht 110 • Sie sind die am häufigsten vorkommende Gefäß-
form in der Gava-Kultur 111 •
Typ 1: Eiförmige Töpfe
Zwei Exemplare (Taf. 29,4; 39,3) haben einen Henkelansatz. Parallelen dazu finden sich bereits in der
11 2
Noua- und Berkesz-Kultur, außerdem in der Kyjatice- und Umenfelderkultur • In der Gava-Kultur
gibt es eiförmige Töpfe mit Henkel z.B. in Gyoma , Kenezlö, Nagykall6 und Taktabaj 114 • Einige
11 3

Stücke haben einen wellenförmigen Rand (Taf. 6,9; 39,2.4; 6,9)- die Diskussion dazu erfolgt weiter
unten im Zusammenhang mit dem Typ der W ellenrandschüsseln.
Variante 1 (Taf. 6,1-5; 10,8; 14,2.3; 16,2; 18,11 ; 19,1.2; 24,1-3; 39,1-3; 43,10-12; 47,2.3.9; Kat.-Nr.
148; 166; 192): Eiförmige Töpfe mit einbiegendem Randabschluß, in den meisten Fällen dicht unter-
halb des Randes mit Knubben und/oder (Tupfen-) Leisten versehen. Die unverzierten Exemplare sind
alle nur stark fragmentiert erhalten, sie dürften im ganzen Zustand jedoch auch Knubben besessen
haben. Die Beispiele variieren geringfügig, was die Gestaltung des Randabschlusses und die Steilheit
des Profilverlaufs angeht. DerVariante 1 entspricht in der Wietenberg-Kultur Boroffkas TypT A1c 115 .
Variante 2: Eiförmige Töpfe mit steilem Randabschluß; abgesehen von der unverzierten Variante 2c)
sind sie ebenfalls meistens mit Vorsprüngen und/oder Leisten verziert.
a) relativ langer Steilrand, der sich allmählich zum Gefäßkörper ausweitet (Taf. 14,4; 24,4.5; 29,4;
33, 1.2; 39,4.5 ; 42, 12; 47, 11); entspricht in Gränice~ti Laszl6s Typ 1Aa 116 ; das Exemplar Taf. 39,4
entspricht Laszl6s Typ 4Ab 11 7
b) kurzer Steilrand, deutlicher Übergang zum gewölbten Gefäßkörper (Taf. 24,9; 33 ,3.4); siehe in
Gränice~ti Laszl6s Typ 1Bb 11 8
c) steile Randstücke, die ein beinah zylindrisches Gefäß suggerieren, meist aber zu kurz sind für eine
nähere Bestimmung (Taf. 1,10; 6,6-9; 24,6-8 ; 47,4); Taf. 6,9 findet eine Parallele in Gränice~ti 119
Variante 3 (Taf. 12,5; 19,3.4; 24,10.11 ; 25 ,1; 28,1; 29,5.6; 33,5.6; 39,6.7.10; 43 ,13; 47,12.13; 49,1):
Eiförmige Töpfe mit ausbiegendem Randabschluß. Die Gefäßwölbung ist unterschiedlich. Manche
erhaltenen Randscherben suggerieren fast zylindrische Formen. Bei der Mehrzahl der Gefäße ist eine
Verzierung nicht vorhanden oder nicht erhalten. Der Variante 3 entspricht in der Gränice~ti-Gruppe
120
Laszl6s Typ 1Ab . Dort erscheint auch eine gute Parallele zum Exemplar von Taf. 47,13 , das eine
horizontale Reihe von Einkerbungen direkt außen unterhalb des Randabschlusses trägt 121•

109
Winkler/Chitu!Borda 1972, Fig. 9,3 und S. 695
11
111
°Ciugudean 1991 , 83
Kruselnicka 1979a, 81
112
Zaharia 1965, 98 ; Kemenczei 1984, 66, 68
113
Vicze 1996, Fig. 7,1.3 ; 13,6
114
Kemenczei 1984, Taf. 133, 15 ; 130,4.6; 161 ,10
115
Boroffk:a 1994a, Typentaf. 1,3
116
Laszl6 1994, 68
117
Laszl6 1994, 79 und Fig. 31,4-6
11 8
Laszl6 1994, 68 und Fig. 17
119
Laszl6 1994, Fig. 31,1
120
Laszl6 1994, 68
12 1
Laszl6 1994, Fig. 16,2
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 57

Typ 2: Stark bauchige Töpfe (Taf. 33,7; 39,9; 44,3)


s Dieser Typ wird durch seinen weiten Bauch, auf dem Ösenhenkel sitzen, charakterisiert. Das Gefäß
j
Taf. 44,3 trägt eine singuläre Verzierung. Dem Formtyp entspricht in der Wietenberg-Kultur Boroff-
kas Typ TA2a 122 .
t Typ 3: Trichterförmige Töpfe (Taf. 7,2; 19,5; 33,8-13 ; 39,8; 44,1.2; 47,14)
Hierbei handelt es sich um große bis sehr große Gefäße, meistens plastisch verziert mit Knubben und
Leisten. Sie sind stets mittel oder grob gemagert. Da nur Randstücke dieser Gruppe zugewiesen wer-
den können, läßt sich die vollständige Form nur erahnen. Es ist anzunehmen, daß es sich um einfache,
ungegliederte Gefäße handelt, die am Boden noch relativ eng sind, um dann zum Rand hin immer
breiter zu werden, ohne daß der Profilverlauf dabei seine Richtung ändert, also von einer Gliederung
gesprochen werden könnte.
r Dem Typ 3 entsprechen in der Wietenberg-Kultur Boroffkas Typ TA1a 123 , in Gränice~ti Laszl6s
124
r Typ 1Cb • Weitere Vergleichsfunde stammen z.B. aus Sighetul Marmat].ei 125 und Tekutscha 126 . Das
Exemplar Taf. 44,1 hat von der Verzierung her gute Parallelen in Chintelnic 127 und Teleac 128 .

Grundform IV: Schüsseln (Typentaf. 3)


Schüsseln zählen wie die Schalen zu den weitmundigen Formen, doch sind sie höher als letztere und
deutlich gegliedert. Sie kommen in ein- und zweifarbiger Ausführung vor. Die Außenseite wurde
meist sorgfältiger behandelt als die innere.
Typ 1: Zipfelrandschüssel
Dieser Typ wird nur durch ein Exemplar repräsentiert (Taf. 44,4). Ein steiler Randteil, der zu vier sich
kreuzförmig gegenüberliegenden Zipfeln ausgezogen ist, zwischen denen der Rand gerade verläuft, ist
durch eine gerundete Schulter vom stark einziehenden Unterteil getrennt.
Datierung/Verbreitung: Zipfelrandschüsseln und -schalen erscheinen bereits in spätbronzezeitlichen
Kulturen wie der Wietenberg- und Biharea-Cehälut-Kultur sowie der lgrita-Gruppe 129 . Nach Boroffka
zeichnen sich die Zipfelrandschüsseln der Wietenberg-Kultur jedoch dadurch aus, daß der Rand zwi-
schen den Zipfeln nie gerade ist, sondern sich vielmehr in sanftem Bogen absenkt und wieder zu der
nächsten Spitze aufsteigt 130 . Die Randgestaltung unterscheidet sich also vom Exemplar aus Media~. In
der Biharea-Kultur dagegen ist der Rand zwischen den Zipfeln gerade 13 1, wie auch bei dem von Neme-
132
ti einer sehr frühen Gava-Phase zugeordneten Exemplar aus Carei-Ferma I.A.S. , die Gefäße sind
aber von der Form her keine gute Parallelen zu Taf. 44,4.
Zipfelrandschüsseln erscheinen außerdem häufig im südlichen Verbreitungsraum der kannelierten
Keramik 133 . Auch hier sind die Ränder zwischen den Zipfeln zwar gerade wie beim Exemplar von
Media~, doch gleichen sie letzterem von der Form her nicht, da sie keine Gliederung aufweisen. Auch
die (ritzverzierten) Zipfelrandschüsseln und-töpfeder Gava-Kultur weisen keine ähnliche Gliederung
134
auf, mit Ausnahme des Exemplars aus Porumbenii Mari , welches sich aber wiederum durch seine
deutlich höhere Anzahl von Zipfeln vom Mediascher Exemplar unterscheidet (die weitere Diskussion
zu den ritzverzierten Zipfelrandschüsseln der Gava-Kultur siehe unter Typ 2 "Wellenrandschüsseln").
Die überzeugendsten Parallelen datieren in die Hallstattzeit (HaC-D), in der Zipfelschalen mit und

122
Boroffka 1994a, siehe Typentafel 1,5
123
Boroffk:a 1994a, Typentaf. 1,1
124
Laszl6 1994, 69 und Fig. 19,4-6
125
Laszl6 1973, fig. 6,3.5=Horedt 1966, Fig. 9,2.3
126
Kruselnicka 1995, Abb. 2
127
Boroffk:a 1994a, Taf. 27,3
128
Mitrofan 1967, Fig. 3,7
129
Andritoiu 1982-83, Pl. 4,8
130
Boroffka 1994a, 154
131
Durnitra~cu/Emödi 1980, Fig. 4,6.10.14; 7,10; 8,17
132
Nemeti 1990, Fig. 13,3
133
Hänsel 1976, Taf. 38,2; Pare 1998, Abb . 47,A5 .B5
134
Szekely 1966b, Pl. VI,12
58 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

ohne Fuß eine weite Verbreitung im östlichen Mitteleuropa und im Karpatenbecken haben 135 . Gute
136
Vergleichsexemplare zu Taf. 44,4 stammen z.B. aus den Gräberfeldern von Sanisläu und Halim-
ba137. Ähnlich ist auch eine schräg kannelierte Zipfelrandschüssel aus Seica Micä-Cetate 138 , die
aufgrund ihres geraden Zipfelrandes vielleicht eher mit der jüngerhallstattzeitliehen als mit der
Wietenberg-Besiedlung des Platzes in Zusammenhang zu bringen ist.
Typ 2: Wellenrandschüsseln
Bei diesem zweigliedrigen Gefäßtyp ist ein welliger Trichterrand durch eine gerundete Schulter vom
Bauch getrennt. Der Gefäßtyp ist nur durch drei einigermaßen rekonstruierbare Gefäße vertreten, de-
ren Randbereich erhalten und wellenförmig geschwungen ist (Taf. 34,1.2; 49,6). Bei Taf. 34,3 ist der
Randverlauf nicht eindeutig zu erkennen. Desweiteren wurden Wandscherben diesem Typ zugeordnet,
deren Profilverlauf dem der ebengenannten Gefäße ähnelt (Taf. 19,6; 39,11). Die wellenförmig ge-
schwungenen Trichterränder von Taf. 10,9 und 34,4 gehören wahrscheinlich auch zu diesem Typ.
Desweiteren gibt es eine Reihe von ritzverzierten Wandscherben (Kat.-Nr. 466-475; siehe auch Taf.
25,3), die bereits von Zaharia aufgrundder Ähnlichkeiten zu den ritzverzierten Schüsseln aus Lechinta
de Mure~ mit den aufTat. 34,1.2 abgebildeten Gefäßen in Verbindung gebracht wurden 139 .
Datierung/Verbreitung (siehe Abb. 8): Die ritzverzierten Wellenrandgefäße wurden von Paulfk erst-
mals klar als ein charakteristischer Gefäßtyp der Gava-Kultur definiert 140 und von anderen Autoren
weiter untergliedert. Es lassen sich deutlich zwei verschiedene Typen voneinander absetzen: zum ei-
nen die Schüsseln, die durch ihre starke Gliederung an niedrige bitrollkonische Gefäße mit Trichter-
rand erinnern, zum anderen die sack-und s-förmigen Töpfe mit Wellenrand und Ritzverzierung. Dabei
ist zu beachten, daß diese Differenzierung nicht von allen Autoren gemacht wird und beide Begriffe
oft synonym verwendet werden. Die wellenförmige Randgestaltung als typdefinierend herauszugrei-
fen, ist eine willkürliche Grenzziehung, da beide Typen auch mit gewöhnlichen geraden Rändern vor-
kommen. Dies ist beispielsweise gut aus der Typengliederung Kemenczeis ersichtlich, in der er die
ritzverzierten Töpfe (nach der in dieser Arbeit verwendeten Terminologie handelt es sich v.a. um
Schüsseln) mit geradem Rand und die mit Wellenrand jeweils zwei verschiedenen Typen zuordnet,
obwohl sich die Exemplare, abgesehen von der Randgestaltung, gleichen 141 . Entsprechend ist zu be-
achten, daß nicht alle Exemplare dieses Gefäßtyps ritzverziert, sondern viele unverziert oder nur durch
kleine Vorsprünge auf der Schulter und auch Kanneluren verziert sind.
Laszl6 hat in seiner Typengliederung für das Material von Gränice~ti sämtliche Gefäße mit wellen-
förmiger Randgestaltung im Zusammenhang behandelt und in drei Typen aufgegliedert, von denen der
dritte ("Typ 4C") mit den in dieser Arbeit als Wellenrandschüsseln bezeichneten Gefäßen korrespon-
diert142. Der Typ der "Wellenrandtöpfe" ist gut am Material von Teleac herausgearbeitet worden 143 .
Mit ihnen lassen sich wahrscheinlich auch die nur fragmentarisch erhaltenen wellenförmigen Randstü-
cke von eiförmigen Töpfen aus Media~ in Verbindung bringen (Taf. 6,9; 39,2.4).
Sowohl bei den Schüsseln als auch bei den Töpfen tritt in einigen Fällen statt des Wellenrandes ein
Zipfelrand auf, der gewöhnlich durch vier Zipfel gebildet ist. Bei den Schüsseln handelt es sich um
einen geschwungenen Zipfelrand, so wie bei einigen Exemplaren aus Ungarn 144 und dem schon weiter
oben erwähnten Exemplar aus Porumbenii Mari 145 . Letzteres weist jedoch deutlich mehr als vier Zipfel
auf und ist auch sonst untypisch gegliedert. Bei den Töpfen ist das Exemplar aus Borsa 146 zu nennen,
das einen geraden, durch vier Zipfel hervorgehobenen Rand aufweist.
135
Dobiat 1980, 90; Nemeti 1982, 119-121
136
Nemeti 1982, Abb. 3, B5
137
Lengyel 1959, Taf. XXXIX,l.7; Patek 1986, Taf. 6,18
138
Boroffka 1994a, Taf. 116,6
139
Zaharia 1965, 89
140
Paulfk 1968, Abb. 6
141
Kemenczei 1984, 68
142
vgl. Laszl6 1994, 80 bzw. Fig. 33
143
siehe Typ IIIc bei Ciugudean 1991 , 83-84
144
Kemenczei 1982, Abb. 9,4.14; ders. 1984, Taf. 126,2; 131,1; 132,4.11.14.17
145
Szekely 1966b, PI. VI, 12
146
Demeterova 1986, Taf. II, 7
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 59

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b • Schüsseln mit
Zipfelrand
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Abb. 8: Verbreitung der (ritzverzierten) Schüsseln und Töpfe mit Wellen- und Zipfelrand
1 Boto~ana, 2 Gränice~ti, 3 Volovat, 4 Bovsiv, 5 Mahala, 6 Selestivs'ke, 7 Baciu, 8 Cugir, 9 Gherla, 10 Lechiota de Mure~,
11 Porumbenii Mari, 12 Reci, 13 Sibiu, 14 Teleac, 15 Media~, 16 Turia, 17 Vi~ag, 18 Foieni, 19 Ivanovo-Ulica, 20 Remetea
Mare-Gornila lui Pitut, 21 Baks-Temetöpart, 22 Bököny, 23 Debrecen-Nyulas, 24 Gavavencsellö, 25 Gyoma, 26
H6dmezövasärhely-Solt Pale, 27 Köröm, 28 Mezöcsat-Pasty domb, 29 Nagykä116, 30 Nagyhalasz, 31 Nyiregyhaza, 32
Paszab, 33 Porosz16-Aponhat, 34 Prügy, 35 Szabolcs, 36 Szentes-Szentlasz16, 37 Borsa, 38 Somotor, 39 Zawada
Lanckoronska, 40 Ocna Sibiului

Zur zeitlichen Einordnung dieser Gefäße ist zu sagen, daß sie allgemein aus dem Kulturkreis der Vati-
148 149
na-Vrsac-Cima-Kulturen abgeleitet werden 147 . Gute Parallelen sind z.B. aus C'rrna und Cruceni 1
150
zu nennen. Vorläufer finden sich auch in der Piliny- und Caka-Kultur sowie in der Wietenberg-

147
Paulik: 1968, 40-41; Kemenzcei 1982, 82; ders. 1984, 68
148
Durnitrescu 1961, Pl. CVIII
149
Guma 1997, Pl. 82,8
150
Paulik: 1963, Abb. 38,1.4.5; ders. 1968,40-41
60 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

Kultur 151 . Für die Töpfe läßt sich als gut datiertes Exemplar jenes vom Depotfund von Cugir 152 nen-
nen, das in HaAl gehört. Weder die Wellenrandtöpfe noch die Wellenrandschüsseln treten in der jün-
geren Hallstattzeit in dieser Form auf153 . Sie sind als eine charakteristische Gefäßform der Gava-
154
Kultur zu bezeichnen, auch wenn es ähnliche Formen in der Urnenfelderkultur gibt . Hervorgehoben
werden soll der Fund eines typischen Wellenrandtopfes im serbischen Banat (lvanovo-Ulica) 155 .
Schüsseln mit Wellenrand stammen von den folgenden Fundorten:
159
Moldau: Boto~ana , Gränice~ti 157 , Volovät 158 ; Ukraine: Bovsiv , Mahala ill und IV 160,
156

161 162 164


Selestivs'ke ; Siebenbürgen: Gherla , Lechinta de Mure~ , Ocna Sibiului , Teleac I und 11 165 ,
16 3

166 168 69 170


Turia , Vi~ag ; Ungarn: Baks-Temetöpart , Bököni , Gyoma , H6dmezövasarhely-Solt Pale 171 ,
167

172 174
Mezöcsat-Pasty domb , Nagyhalasz 173, Paszab , Poroszl6-Aponhat 175 , Prügy 176 , Szabolcs 177 , Szen-
tes-Szentlaszl6178; Slowakei: Borsa , Somotor 1180 ; und 11 181 ; Banat: Remetea Mare-Gomila lui
179
Pitutt82.
Schüsseln mit Zipfelrand:
Ungarn: Debrecen-Nyulas, Gavavencsellö, Nagyka116, Nyfregyhaza, Szabolcs 183; Siebenbürgen: Po-
rumbenii Mari 184 .
Töpfe:
185
Siebenbürgen: Baciu-Str. Nouä , Cugir 186 , Lechinta de Mure~ 1 87 , Teleac 188 ; Banat: Ivanovo-Ulica 189 ,
190
Ungarn: Poroszl6-Aponhat ; Slowakei: Somotor 191 ; Polen: Zawada Lanckoronska 192.

151
Horedt 1960b, Abb. 12 K; Boroffka 1994a, Typentaf. 4,4-6
152
Ciugudean 1994, Fig. 6,1
153
Ciugudean 1991, 84
154
Paulfk 1963, Abb. 38,2
155
Bukvic 2000, Taf. 51,8
156
Teodor 1979-80, Fig. 1,5
157
Laszl6 1994, 80 Typ 4C: Fig. 33-34
158
Ignat 1976, Fig. 3,9
159
Kruselnicka 1979a, Abb. V,l
160
Smirnova 1974, Fig. 2,5; 3,6
161
Balaguri 1972, Taf. X,2
162
Paulfk 1968, Abb. 6,4
163
Popescu 1925, Pl. 11,16; Lazar 1995, PI. LXX,ll
164
Soroceanu 1981, Abb. 5,2
165
Horedt/Berciu/Popa 1962, Fig. 6,11; Berciu/Popa 1965, Fig. 7,3 und 8,6; Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991, Fig. 30,13
166
Szekely 1995, Pl. III,4=Pl. V,6
167
Paulfk 1968 Abb. 6, 7
168
Szab6 1996, Abb. 12,1-5
169
Paulfk 1968 Abb. 6,11
170
Vicze 1996, 29, 32 sowie Fig. 9, 1.2.4: Gava I
171
Szab6 1996, Abb. 40,1
172
Kemenczei 1971, Taf. 1,7=Kemenczei 1984 Taf. 133 16
173 ' '
Kemenczei 1984, Taf. 129,13
174
Kemenczei 1984, Taf. 131,17
175
Patay 1976, 199; Kemenzcei 1984, Taf. 127,1; 128,8
176
Kemenczei 1984, Taf. 148,5; 157,25
177
Kemenczei 1984, Taf. 132,16
178
Szab6 1996, Abb. 7,1.5
179
Demeterova 1986, Tab. 11,7
180
181
Pastor 1958, Taf. IV,l=Paulfk 1968, Abb. 6,9=Smimova 1974, Abb. 2' 13·, Pastor 1958 , Taf. I ' 3
Pastor 1958, Taf. I,2=Smimova 1974, Fig. 3,16
182
Guma 1993, PI. 35,6
183
Kemenczei 1982, Abb. 9,4.14; ders. 1984, Taf. 126,2; 132,4.11.14.17; 131,1; Dani 2001, Pl. 5,2.3; 6,1
184
Szekely 1966b, Pl. VI,12
185
Kalmar 1987, Fig. 2,3.4
186
Ciugudean 1994, Fig. 6,1
187
Popescu 1925, PI. I,5=Paulfk 1968, Abb. 6,1=Smimova 1974 Fig. 2 19
188 ' '
siehe Ciugudean 1991,83: Typ Illc
189
Bukvic 2000, Taf. 51,8
190
Patay 1976, Abb. 2,12
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 61

1-
Unbestimmbar aufgrund ihres fragmentarischen Zustandes sind, in alphabetischer Reihenfolge, Ex-
1- emplare aus:
Baks-Temetöpart , Debrecen-Nyulas 194 , Foieni-Nisipärie veche 195 , Köröm 196 , Lechinta de Mure~ 1 97 ,
l- 193

n 198
Nagykall6 , Porumbenii Mari 199 , Prügy 200 , Reci 20 1, Sibiu202 , Somotor203 .

Typ 3: Henkelschüssel
5'
Bei diesem Unikat (Taf. 40,1) handelt es sich um ein zweigliedriges, bauchiges Gefäß, das von der
I'
Schulter an abwärts vertikal kanneliert ist und einen randständigen Henkel aufweist, der nach Szekely
den Einfluß metallener Gefäße zeigt204 .
t- Datierung/Verbreitung: Gute Parallelen aus dem Gava-Bereich stammen aus Band-Cionca~ 205 ,
Lechinta de Mure~ und Viss • Vorläufer finden sich in der Barca208- und Igrita-Gruppe209 .
206 207
li

Grundform V: Schalen (Typentaf. 4)


,_
Schalen haben eine weitmundige, flache Form und sind ungegliedert. Eine unterschiedliche Farbge-
bung der Außen- und Innenseite der Gefäße erscheint bei den kalottenförmigen Schalen recht häufig,
und zwar ist die innere Seite in diesen Fällen dunkler (meist schwarz) als die äußere; es gibt aber auch
sehr viele einfarbige kalottenförmige Schalen. Bei den anderen Schalentypen tritt die doppelte Farb-
gebung selten auf. Die Schalen sind eher fein gemagert. Die Oberfläche wurde sorgsam behandelt,
meistens auf beiden Seiten gleich; bisweilen wurde die innere Seite sorgfältiger bearbeitet.
Typ 1: Kalottenförmige Schalen
Unter kalottenförmig ist eine gewölbte oder halbkugelige Form zu verstehen. Die Bodenformen sind
bei diesem Typ relativ variabel. Häufig ist der Boden hochziehend und nach innen gewölbt. Besonders
charakteristisch sind die kalottenförmigen Schalen der Varianten 1-3 mit Turban- oder Pseudoturban-
rand. Weitere Möglichkeiten der Verzierung sind Dellen, Knubben und v.a. verschiedene Kombinati-
onen von Kannelur, Eintiefungen und Einkerbungen. Besonders auffallend sind die innere Sternkanne-
lur sowie die Schalen mit kleinen Knubben unter dem Rand.
Datierung/Verbreitung: Kalottenförmige Schalen sind sehr einfache und universelle Formen. Eine
engere chronologischen Einordnung ist daher nur anband von bestimmten Ziermotiven möglich, was
weiter unten im Rahmen des Abschnitts Kap. IV.4.2 erfolgt.
Variante 1: Kalottenförmig mit nach außen weisendem Randabschluß (Taf. 1,11; 7,3-6; 8,1-4; 11 ,1-3;
210
14,5; 16,3 ; 25,4-10; 26,1.2; 28,3-7; 29,7-11; 34,5-7; 40,2-11; 44,6-8). Entspricht in Teleac Typ 1Va ,
in Gränice~ti Typ 2A .2 11

191
Pastor 1958, Taf. 1,5=Paulfk 1968, Abb. 6,10
192
BCllc 1996, Abb. 3,9
193
Szab6 1996, Abb. 12,6-20
194
Kemenczei 1984, Taf. 126,5
195
Nemeti 1981 -82, PI. XIV,4-6
196
Kemenczei 1984, Taf. 142, 11 ; 147,8
197
Paulfk 1968, Abb. 6, 3. 12-13; Popescu 1925, Pl. 1,10=Paulfk 1968, Abb. 6,2
198
Kemenczei 1982, Abb. 4,4
199
Szekely 1966b, Pl. V,3
200
Kemenczei 1984, Taf. 150,15 ; 154,11 ; 156,3.13
201
Szekely 1966b, Pl. V,2; VII,3
202
Luca!Boroffka 1995, Fig. 6,3
203
Paulfk 1968, Abb. 6,8
204
Szekely 1953, 8
205
Lazar 1995, Pl. LXX,9
206
Protase/Lazar/Grozav 1989, Fig. 8,6=Lazar 1995, Pl. LXX,10
207
Kemenczei 1984, Taf. 134,21
208
Kemenczei 1984, Taf. 31 ,3; 32,19
209
Emödi 1980, Fig. 13,90; Chidio~an!Emödi 1982, Fig. 2/4, 5, 7
°
21
21 1
Ciugudean 1991 , 84
Liszl6 1994, 71
62 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

Variante 2: Kalottenförmig mit steilem Randabschluß (Taf. 8,5-8; 11,4.5; 26,3-5; 28,8.9; 29,12-14;
34,8-10; 40,12.13; 44,5). Entspricht in Gränice~ti Typ 2B .
212

Variante 3: Kalottenförmig mit einbiegendem bzw. einknickendem Randabschluß, sogenannte Ein-


zugsschalen (Taf. 8,9.10; 11,6; 14,6.7; 19,7-9; 26,6.7; 28,10-13; 29,15; 34,11-15; 40,14.15; 41,1.2;
44,9; 48,5). Entspricht in Teleac Typ IVb 2 13 , in Gränice~ti Typ 2D . Einzugsschalen sind eine cha-
2 14

rakteristische Form der südosteuropäischen Früheisenzeit Von mittel- bis spätbronzzeitlichen Vorläu-
2 15
fern ableitbar, sind sie auch noch in der späten Hallstattzeit gebräuchlich .
Variante 4: Kalottenförmig, besonders flach, tellerartig (Taf. 9,1; 16,4; 19,10; 26,8; 34,16; 41,3-6;
44,10.11).
Typ 2: Tronkonische Schalen (Taf. 9,2; 26,9; 27,1; 34,17; 44,12.13.15; 47,5)
Die Wandung verläuft nicht kalottenförmig, sondern ist gerade. Verziert sind diese Schalen wie die
trankonischen Töpfe durch Leisten und Vorsprünge unterhalb des Randes. Sie wirken daher wie eine
kleinere Version dieser Töpfe. Wie bei diesen ist aber kein Exemplar bis zum Boden erhalten geblie-
ben.
Datierung/Verbreitung: Ableitbar aus der späten Bronzezeie 16 , sind diese Schalen in der Gava-Kultur
ebenso verbreitet wie im südlichen Gebiet der kannelierten Keramik2 17 . In Teleac entsprechen sie Typ
V d und sind dort nur aus der jüngsten Siedlungsschicht bekannt; sie bestehen fort bis in HaD 2 18 .
Typ 3: Schalen mit geknickter Wandung
Dieser Typ ist nur durch zwei Wandstücke vertreten (41,7; 44,14), die Typdefinition ist also unsicher;
beide unverzierte Stücke sind vermutlich etwa auf halber Höhe durch einen kleinen Knick in der
Wandung charakterisiert.
Datierung/Verbreitung: Schalen und Tassen mit geknickter Wandung kommen in der Gava-Kultur
häufig vor. In Teleac ist beispielsweise der Schalentyp IV d zu nennen, der in der zweiten Siedlungs-
schicht erscheint wie auch der Tassentyp Vle 2 19 . Letzterer wurde entsprechend von Kemenczei für das
ungarische Material definiert220 wie auch von Laszl6 für das Gränice~ti-Material 22 1 . Weitere Parallelen
stammen z.B. aus Ciceu-Corabia222 , Porumbenii Mari 223 und Gyoma 224 . Vorläufer erscheinen in der
225
Wietenberg - und Piliny-Kultur, in der Igrita-Gruppe wie auch im Proto-Ga va-Material. Nach Ciu-
gudean findet sich dieser Gefäßtyp bis in HaD 226 .
Typ 4: Henkelschalen
Von diesem Typ existieren zwei voll erhaltene Exemplare (Taf. 34,18; 49,2). Es handelt sich um große
Gefäße mit jeweils zwei Henkeln auf Schulterhöhe. Beide sind unverziert.
Datierung/Verbreitung: Aus dem Gava-Bereich sind mir keine guten Parallelen bekannt, wohl aber
aus der lgrita-Gruppe227 .
Typ 5: Fußschalen (Taf. 9,3.4; 28,14; 29,16-18; 34,19-21 ; 44,16)
Dieser Typ ist durch kein einziges annähernd vollständiges Gefäß vertreten, weshalb die Zuordnung
schwierig ist. Vermutlich handelt es sich aber um Fragmente von sog. Fruchtschalen. Diese weisen
einen weit ausbiegenden, horizontal kannelierten Trichterrand auf sowie einen hohlen Standfuß. Bei

212
Laszl6 1994, 72
213
Ciugudean 1991 , 84-85
214
Laszl6 1994, 72 Typ 20
215
Zaharia 1965, 100; Morintz 1970a, 730; Cric:: an 1974, Abb. 9,5-8·, Stratan!Vulpe 1977 47 · Ciugudean 1996 5-8
2 16 'j ' ' '
Boroffka 1994a, Typentaf. 3,1; Ciugudean 1994, Fig. 5,9-17
217
Pare 1998, Abb. 47,A9, B9
218
Ciugudean 1991 , 88
219
Ciugudean 1991 , 86, 90, 98
°
22
22 1
Kemenczei 1984, 70: "Tassen mit breitem Hals und kalottenförmigem Unterteil"
Laszl6 1994, 81: Typ 5A
222
Vasiliev 1995a, Fig. 8,1
223
Szekely 1959, Fig. 6,2
224
Vicze 1996, Fig. 8,4
225
Boroffk:a 1994a, Typentaf. 4,14-16
226
Kemenczei 1984, 70; Ciugudean 1991 , 90; Szab6 1996, Abb. 8,8; 10,1.3-4.7-8
227
Andritoiu 1982-83, Pl. 4,9; 5,1.4
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 63

~· dem außen horizontal kannelierten Standfuß (Taf. 28,14) ist es aufgrund seiner Größe fraglich, ob er
'
zu einer Schale gehörte. Parallelen ließen sich aus Susani 228 und der Val-Chotin-Gruppe229 zitieren.
l- Datierung/Verbreitung: Schalen mit hohem Fuß sind eine übliche Gefäßform in der Gava-Kultur230 .
2; Eine speziellere Form sind die Fruchtschalen, die z.B. aus Tili~ca 231 , Lechinta de Mure~ 232 , Singeorgiu
233 234
l- de Pädure-Cetate , Obreja ; Bozna235 , Teleac IIf36 , Poroszl6-Aponhat237 und womöglich auch aus
Gränice~ti bekannt sind. Die "Blütezeit" dieser Gefäßform ist in der jüngeren Hallstattzeit und La
238
1-

Tene-Zeit anzusetzen239 •
)"
'
Grundform VI: Tassen (Typentaf. 4)
Tassen sind verhältnismäßig kleine Gefäße mit einem Henkel. Die Wandstärke ist meist gering. Da ein
.e Henkel bei dem fragmentarischen Zustand der Keramik häufig nicht nachweisbar ist, werden auch
te Fragmente ohne Henkel oder Henkelansatz aufgrundihrer geringen Größe und ihres Profilverlaufs zu
den Tassen gezählt. Die per definitionem geringe Größe des Gefäßtyps Tasse läßt die einzelnen Ge-
fäßteile so sehr schrumpfen, daß es in einigen Fällen unsinnig erschien, bei der Formbeschreibung die
lf Trennung der Gefäßteile Randabschluß und Rand aufrechtzuerhalten.
p Die Tassen sind überwiegend einfarbig, ihre Oberfläche wurde sorgfältig behandelt, d.h. gut geglät-
tet, poliert oder metallisch poliert, meistens ohne Unterschied zwischen innen und außen. Sie sind
überwiegend fein gemagert.
Typ 1: Dogegliederte Tassen mit Wulsthenkel
:r Einfache Tassen mit steiler, gerader Wandung und simplem wulstförmigen Henkel. Sie sind unverziert
(Taf. 9,5.6; 11 ,7; 27 ,3.4; 29,19.20; 35, 1.2; 41,8; 45,2; 47, 16). Taf. 9,6 ist ein Miniaturgefäß.
241
Datierung/Verbreitung: Dieser einfache Tassentyp, der sich entsprechend u.a. in Teleac 240 , Cematu ,
Somotor242 , in der Moldau243 und in Ungam244 findet, ist zeitlich langlebig und räumlich weit verbrei-
s tet. Nach Ciugudean 245 wurden Tassen dieser Art von der späten Bronzezeit246 bis in die späte Hall-
n stattzeit hergestellt247 .
r Typ 2: Tassen mit tronkonischem Randteil (Taf. 29,21; 45,3; 47,17)
Dieser Typ ist durch eine doppelkonische Form mit Schulterbildung charakterisiert, wobei der Um-
bruch im unteren Gefäßteil erfolgt. Sie sind unverziert.
249
Datierung/Verbreitung: Ähnliche Formen sind in der Piliny248 - und Wietenberg-Kultur bekannt;
250
gelegentlich kommen sie auch in der Gava-Kultur vor .

228
Stratan!Vulpe 1977, Taf. 16,148
229
Pare 1998, Abb . 45 ,A2
230
Horedt 1963, Abb. 3; Szekely 1966b, Pl. V,4 und VI,6.9.18; Nemeti 1981-82, Pl. XVII,5; Kemenczei 1984, 67
231
Lupu 1989, Pl. 3,4
232
Popescu 1925, Pl. 11,7
233
Szekely 1961 , Fig. 5,5
234
Soroceanu 1973, Pl. VIII,2
235
Vasiliev 1995a, 84 Fig. 13,6-7
236
Ciugudean 1991, 91 Typ VIII
237
Patay 1976, Abb. 2,7
238
Laszl6 1994, 72 Typ 2Ccb und Fig. 23,6-8
239
Ciugudean 1997, 155; Patek 1982, Fig. 9,3-4.7 und 10,6.7.9.11 ; Cri~an 1969, Pl. XLVIII-LIV; Vasiliev 1991b, 121
240
Ciugudean 1991, 88: Typ VIa
24 1
Szekely 1966b, Pl. IV,13
242
Paulik: 1968, Abb. 9,5
243
Laszl6 1994, 81 : Typ 50
244
Kemenczei 1984, 69: "Konische Henkeltassen"
245
Ciugduean 1991, 88; ders. 1996, 8
246 siehe z.B. Kemenczei 1984, Taf. 13,21.24; Boroffka 1994, Typentaf. 2,6-7; Ciugudean 1994, Fig. 5,1-6

Cri~an 1974, Abb . 9,1-4


247
248
Kemenczei 1984, Taf. I,3
249
Boroffka 1994a, Typentaf. 1,7
25
° Kemenczei 1984, Taf. 125,2; Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991 , Fig. 42,1 0.18 und 43,14
64 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

Typ 3: Zweigliedrige Tassen (Taf. 1,2; 9,7; 11,8; 14,8; 28,19; 35,3-5; 41,9)
Während die dreigliedrigen Tassen die drei tektonischen Bauteile Rand-Hals-Bauch aufweisen, läßt
sich bei den zweigliedrigen Tassen kein Halsbereich abgrenzen, d.h. der ausbiegende Rand geht über
eine abgerundete Schulter sofort in den Bauchteil über. Sie haben somit ein mehr oder weniger stark
ausgeprägtes s-förmiges Profil. Sie sind unverziert. Taf. 14,8 ist ein Miniaturgefäß.
Datierung/Verbreitung: Dieser in der Gava-Kultur weit verbreitete Tassentyp findet sich entspre-
chend u.a. in Teleac 251 , in der Moldau252 und in Ungarn 253 . In der späten Bronzezeit hat er Vorläufer254 ,
fehlt aber in den späthallstattzeitliehen Gruppen 255 .
Typ 4: Dreigliedrige Tassen (Taf. 9,8; 19,11; 27,5.6; 29,22; 35,6.7; 41,10; 45,4)
Was Profilverlauf und Verzierung angeht sind die dreigliedrigen Tassen Miniaturausgaben der bitron-
konischen Gefäße, mit dem Unterschied, daß bei letzteren in keinem Fall ein Henkel nachgewiesen ist.
Sie haben z.T. einen kegelstumpfförmigen, z.T. einen zylindrischen Hals. Vier Exemplare (Taf. 27,6;
35,6.7; 41,10) sind wie die bitrollkonischen Gefäße mit Kanneluren und/oder Rippen verziert, der Rest
ist bis auf ein Einzelexemplar (Taf. 29,22), das eine Verzierung durch geritzte Dreiecke aufweist, un-
verziert.
Datierung/Verbreitung: Auch dieser Tassentyp ist weit verbreitet. In der Gava-Kultur findet er sich
256 258
z.B. in Ciceu-Corabia , Tu~nad , Bogata , Tili~ca259 , Häpria260 , Lechinta de Mure~ 261 , Teleac 262
257

263
und in der Moldau . Die sich durch ihre Verzierung und den Standring von den übrigen Exemplaren
abesetzende Tasse von Taf. 29,22 findet nur ungefähre Parallelen in einem Exemplar aus Teleac264 und
Mahala ill265 .
Dreigliedrige Tassen finden sich ganz ähnlich auch im südlichen und östlichen Verbreitungsraum
der kannelierten Keramik sowie im Gebiet der Umenfelderkultur266 . Die Vorläufer dieses Typs sind in
der mittleren und späten Bronzezeit zu suchen. Eine sehr gute Parallele läßt sich z.B. aus Tape nen-
nen267, weitere Parallelen stammen aus Csorva268 , Uioara de Jos-Grui 269 , der Biharea-Cehäluf 70 -, Pili-
272
ny27 1-, Wietenberg - und Otomani-Kultur273 . In der jüngeren Eisenzeit tritt der Typ in dieser Form
nicht mehr auf.
Typ 5: Nierenförmige Tassen mit Plattformhenkel
Neben der plattformartigen Ausprägung des Henkels werden diese Tassen durch ihre nierenförmig-
ovale Form definiert, die durch eine nach innen gerichtete Faltung oder Einschwingung der Wandung
auf Höhe des Henkelansatzes entsteht. Von diesem Typ sind nur wenige Exemplare annähernd voll-

251
Ciugudean 1991 , 88: Typ VIb
252
Laszl6 1994, 81 : Typ 5Ca
253
Kemenczei 1984, Taf. 161,15
254
Oancea 1981, Fig. 4,3ff; Kemenczei 1984, 69 sowie Taf. 26,2; Boroffka 1994a, Typentaf. 2,12-16; Popa!Boroffka 1996,
Fig. 6,1.3; 7,2
255
Ciugudean 1991, 88
256
Vasiliev 1995a, 120 Fig. 13 ,7
257
Horedt 1976, Abb. 3,5
258
Inv.-Nr. 189/2, Muz. al Unirii Alba Iulia
259
Lupu 1989, Pl. 2,2
260
Mitrafan 1965b, Fig. 4,1
261
Popescu 1957, Abb. 7,3
262
Ciugudean 1991, 89 : Typ Vld1 und VId2
263
Laszl6 1994, 82: Typ 5Fa
264
Mitrafan 1967, Fig. 2,4
265
Smirnova 1974, Fig. 2,7
266
Pare 1998, Abb. 47 ,B6; Paulfk 1968, Abb. 9,1 ; Stegmann-Rajtar 1992, Abb. 9,2
267
Trogmayer 1975, Taf. 25,283.1
268
Trogmayer 1963, Taf. IX,6; X,3 und XI,4
269
Ciugudean 1994, Fig. 4,5
Dumitra~cu/Emödi 1981 , Pl. V,l; Kacs6 1999, Taf. VIII,2
270
271
Kemenczei 1984, Taf. 1,12.23 .24; Taf. XIII,20.22; Furmanek 1977, Abb. 8 VI
m Boroffka 1994a, Typentaf. 2, 11 '
273
Bader 1978, Pl. XIX-XX
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 65

ständig erhalten. Meistens handelt es sich nur noch um Henkelfragmente. Taf. 1,3; 9,11; 19,13; 35,13
ßt sowie 41,13 könnten aufgrundvon Form und Verzierung mit diesem Typ in Verbindung stehen.
er Variante 1: mit überhöhtem, trapezförmigem, abgeknicktem Henkel
rk Das einzig vollständig erhaltene Exemplar (Taf. 28,21) hat einen trankonischen Profilverlauf, der
leicht einschwingt, sowie einen spitz zulaufenden Boden. Diese Tasse konnte im gefüllten Zustand
e- nicht abgesetzt werden und mag daher funktional mit der fränkischen Gefäßform des Sturzbechers
54
vergleichbar sein. Sie ist das einzige (sparsam) verzierte Exemplar dieser Variante. Die zwei anderen
Exemplare, die den Wandungsverlauf zumindest teilweise zeigen (Taf. 35,8; 41,1), deuten ebenfalls
auf ein einschwingend-trankonisches Profil hin. Bei Taf. 41,1 findet sich auch der spitz zulaufende
n- Boden wieder. Von den übrigen Vertretern dieses Typs (Taf. 27,7; 28,20; 41,12) ist jeweils nur der
;t. Henkel erhalten. Dieser Variante entspricht in Teleac Typ Vlc1 274 . Wie die Vergleichsfunde bestäti-
6; gen, zeichnet es diese Variante aus, daß der Henkel am Boden ansetzt. Die Faltung auf Höhe des Hen-
st kels ist, verglichen mit Variante 2a, nur schwach ausgeprägt.
278
n- Vergleichsfunde: Ciumbrud275 , Feldioara276 , Sighi~oara-Dealul Viilor277 und Teleac
Variante 2: mit mittelständigem, ovalem, baneiförmigem Henkel
a) ungegliedert: (Taf. 9,9; 14,9; 28,22; 29,23.24; 35,9.10) einfacher, trankonischer Profilverlauf Die
dieser Variante zugewiesenen Exemplare sind kanneliert oder unverziert. Dieser Variante entspricht in
~n Teleac Typ Vlc2279 . Wie die Vergleichsfunde bestätigen, ist die starke Faltung der Wandung auf Höhe
td des Henkels für diese Variante typisch, wenn sie auch nicht in allen Fällen auftritt. Die V ariationsbrei-
te der Gefäße reicht von weit ausladenden, relativ niedrigen konischen Formen zu hohen konischen bis
m geschwungen-zy lindfischen Formen.
m Vergleichsfunde:
284 285 286
1- Aiudul de Sus 280 , Bogata281 , Cematu?282 , Cicäu283 , Porumbenii Mari , Reci , Sincräieni-Telek ,
90 291
1- Singeorgiu de Pädure-Cetate287 , Teleac288 , Tili~ca289 , Somator If , Mahala IV , H6dmezövasarhe-
293 94
m ly292, Köröm , Remetea Mare-Gomila lui Pituf
b) zweigliedrig: Das Einzelexemplar (Taf. 9, 10) weist mit dem durch die Schulter deutlich vom
Bauch abgesetzten Trichterrand eine Zweigliederung auf.
296 297
(Ungefähre) Vergleichsfunde: Lechinta de Mure~ , Teleac , Sighetul Marmatiei , Szentes-
295
,
1-
300 301 302
.g Belsöecser298, Szirmabesenyö299 , 6zd , Neszmely , Kietrz
1-
274
Ciugudean 1991, 88
275
Ciugudean 1978, Fig. 5,7
276
Ionita u.a. im Druck, Abb. 25,5
277
Information N. Boroffka
278
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991 , Fig. 30,6 und 39,1.2.4.7
279
6, Ciugudean 1991 , 88
280
Lazär 1977, 617 Pl. II,2
281 Inv.-Nr. 207a, 296/2, 209/1,208,210 Muz. a1 Unirii Alba Iulia sowie Berciu!Berciu 1946, Fig. 15,1-3 und 16,3.11
282
Szekely 1966b, 22
283
Information N. Boroffka
284
Szekely 1959, Fig. 6,1.4
285
Szekely 1966b, Pl. V,8.9
286
J anos/Kovacs 1967, Pl. XXII, 141
287
Szekely 1961 , Fig. 5,6
288
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991 , Fig. 39,5-6.9-12
289
Lupu 1989, Pl. 1,8 und 2,5
290
Smirnova 1974, Fig. 3,18
291
Srnimova 1974, Fig. 3,10-11
292
Kemenczei 1984, Taf. 124,5; Szab6 1996, Abb. 39,9 und 45,1
293
Kemenczei 1984, Taf. 135,9
294
Guma 1993, Pl. 36,11
295
Paulfk 1968, Abb. 9,2 und Popescu 1925, Fig. 4
296
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991 , Fig. 38,24
297
Horedt 1966, Fig. 8,1
298
Szab6 1996, Abb. 10,6
299
Kemenczei 1984, XCIII,22
66 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

Nur allgemein dieser Variante zugewiesen werden können eventuell einige Henkelfragmente (Taf.
19,14; 45,5; 47,6.7).

Legende:

\~:'P
'~~~_/
• Variante 2a • Variante 2b
~

Abb. 9: Verbreitung der nierenfOrmigen Tassen mit Plattformhenkel


1 Mahala, 2 Aiudul de Sus, 3 Cicau, 4 Bogata, 5 Cematu, 6 Ciumbrud, 7 Lechinta de Mure~ . 8 Porumbenii Mari, 9 Reci, 10
Feldioara, 11 S'incraieni-Telek, 12 S'ingeorgiu de Padure-Cetate, 13 Teleac, 14 Tili~ca, 15 Media~ . 16 Sighi~oara-Dealul
Viilor, 17 Remetea Mare-Gomila lui Pitut, 18 Sighetul Marrnatiei, 19 H6dmezövasarhely, 20 Köröm, 21 Szentes-Belsöecser,
22 Somotor, 23 Szirmabesenyö, 24 Özd, 25 Neszmely, 26 Kietrz

Datierung/Verbreitung (siehe Abb. 9): Nierenförmige Tassen können recht unterschiedliche Formen
annehmen. Neben den eben genannten Varianten ist noch eine weitere Variante von nierenförmigen
300
Kemenczei 1984, Taf. XCI, 19.22
30 1
Patek 1961 , Abb. 21 ,10
302
Stegmann-Rajtar 1992, Abb. 49,6
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 67

f. Tassen zu erwähnen, die jedoch keine Plattformhenkel aufweist und die räumlich wie zeitlich schwer
eingrenzbar ist. Dabei handelt es sich um flache, kalottenförmige Tassen mit hochgezogenem band-
förmigen Henkel, auf dessen Höhe die Wandung leicht nach innen eingedellt ist. Tassen dieser Art
erscheinen beispielsweise in der Corläteni-Chi~inäu-Kultur3 03 , der Mezöcsat-Gruppe304 wie auch in der
jüngeren Hallstattzeit Siebenbürgens305 . Vorbilder dieses Typs lassen sich bereits in der Wietenberg-
306
Kultur benennen • Diese Tassen verdeutlichen, daß eine leichte Nierenform allein nicht als typdefi-
nierend gewertet werden kann, da es sehr viele Tassen von leicht ovaler Form gibt, die am Henkel
abgeflacht, aber nicht gefaltet sind- auch in der Gava-Kultur. Diese Tassen sind in Abb. 9 nicht mit
berücksichtigt.
Die in dieser Arbeit erfolgte Differenzierung der nierenförmigen Tassen von Media~ in die V arian-
ten 1 und 2a wurde entsprechend auch für das Material aus Teleac vorgenommen 307 • Interessant ist,
daß die Tassen der Variante 1 bislang nur in Siebenbürgen entdeckt wurden. Die Tassen der Variante
2a decken dagegen das gesamte Gebiet der Gava-Kultur ab, mit Ausnahme der Moldau, woher mir
bislang keine Exemplare bekannt sind. Auch sie konzentrieren sich aber in Siebenbürgen. Nur die
Variante 2b weist über das Gava-Gebiet hinaus, da sie sich auch im Fundmaterial der Kyjatice- (Bei-
spiele Szirmabesenyö und Özd) und Urnenfelderkultur (Beispiel Neszmely) sowie der Lausitzer Kul-
tur (Beispiel Kietrz) findet; sie steht in Zusammenhang mit den Schalen und Tassen mit geknickter
Wandung, die weiter oben behandelt wurden.
Zeitlich gesehen werden die nierenförmigen Tassen mit Plattformhenkel innerhalb der Gava-Kultur
stets als relativ junge Form gewertet. Dafür spricht, daß sich konkrete bronzezeitliche Vorläufer nicht
benennen lassen sowie die Tatsache, daß diese Tassen auch in der jüngeren Eisenzeit noch zu finden
sind, wenn auch in modifizierter Form308 • In Teleac sind sie auf Schicht II und III beschränke 09 , in
Somator auf Schicht II, in Mahala auf Schicht IV 3 10 • Weitere Hinweise auf eine junge Zeitstellung
bieten das Exemplar aus der Siedlung von Remetea Mare-Gomila lui Pitut, in deren Nähe ein Eimer
vom Typ Hajduböszörmeny gefunden wurde 3 11 , sowie die innen horizontal kannelierte Tasse aus der
Siedlung von H6dmezövasarhely-Solt Pale 3 12 . Diese Siedlung ist im zeitlichen Rahmen der Gava-
Kultur vermutlich als jung zu werten (Gava-Mezöcsat-Typ) 313 . Einzig für die (untypische) Variante 2b
läßt sich ein recht frühes Exemplar identifizieren: die Tasse aus Szentes-Belsöecser wird von Szab6 in
HaA datiert3 14 .
Bezüglich der Verzierungen ist zu bemerken, daß sich innere Horizontalkannelur unterhalb des
Randes häufig bei nierenförmigen Tassen findet. Das Exemplar der Variante 1 von Taf. 28,21 findet
exakte Parallelen in Teleac 3 15 und Ciumbrud 3 16 • Daß die horizontale Kannelur auf Höhe des Henkels
317
unterbrochen ist wie bei Taf. 9,10 ist ebenfalls typisch und findet sich wieder in H6dmezövasarhely
sowie Bogata3 18 • Zur komplexen Verzierung von Taf. 28,22 ist mir keine exakte Parallele bekannt. Am
nächsten kommt ihr die Kombination von Kannelurmustem, die sich auf dem Hals eines bitrollkoni-
schen Gefäßes aus Csongrad-Felgyö befindet3 19 , obwohl die einzelnen Elemente hier anders zueinan-
der angeordnet sind. Bleibt man beim Typ der nierenförmigen Tassen, ist die beste Parallele das Ex-

303
Laszl6 1994, Fig. 63,1; 74,4; 75 ,1.4
304
Kemenczei 1989, Abb. 8; Metzner-Nebelsick 1998, Abb. 18,18
305
Laszl6 1996, Fig. 2,2
306
Soroceanu/Retegan 1961 , Abb. 14,5
307
Ciugudean 1991 , 88-89
308
Zaharia 1965, 103 ; Ciugudean 1991 , 88-89; ders. 1996, 8
309
Vasiliev 1991b, 123
310
Smimova 1974, Fig. 3
3 11
Guma 1993, 189
312
Szab6 1996, Abb. 45,1
313
Szab6 1996, 55
314
Szab6 1996, 53 und Abb. 10,6
315
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991 , Fig. 39,7
316
Ciugudean 1978, Fig. 5,7
3 17
Szab6 1996, Abb. 45 ,1
318
Inv.-Nr. 296/2 Muz. a1 Unirii Alba Iulia
319
Trogmayer 1992, Taf. 1,3
68 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

emplar aus Somotor II320 . Ähnlich sind ebenfalls zwei nierenförmige bis ovale Tassen aus Kietrz321 .
Auch das Fragment aus Ciceu-Corabia, das außen ein Band horizontaler Kannelur aufweist, an das
322
darunter eine girlandenförmige anschließt, mag von einer Tasse stammen .
Typ 6: Dreimundige Tasse
Bei Taf. 35,12a-d handelt es sich um eine zweigliedrige, kannelierte Tasse mit drei trompetenförmigen
Mündungen. Es ist das einzige Exemplar dieser Art aus Media~.
Datierung/Verbreitung: Gefäße mit mehreren Mündungen erscheinen in vielen Kulturen323 . Innerhalb
der Gava-Kultur stammt der einzige einigermaßen mit Taf. 35,12 vergleichbare Fund aus Nagyha-
lasz324. Die seit langem bekannte beste Parallele findet sich jedoch in der Wietenberg-Kultur, in der
325
Gefäße mit mehreren Mündungen vergleichsweise häufig sind , und stammt aus Sae~-Romrich, jud.
326
Mure~ . Diese Tasse ist allerdings auch im Wietenbergstil verziert. Über dieses Exemplar deutet sich
eine Beziehung zu den Knopfhenkelgefäßen der Noua-Kultur an: Zusammen mit der dreimundigen
327
Tasse wurde in Sae~ u.a. auch eine konische Tasse gefunden , die, wie Horedt ausführt, einer aus
328
dem Grab Nr. 2 von Teiu~, jud. Alba stammenden Henkelschale ähnelt . Letztere war mit einem
vertikal kannelierten Knopfhenkelgefäß vergesellschaftet. Die jüngeren Knopfhenkelgefäße und auch
andere Gefäßformen der Noua-Kultur sind bisweilen von schwarz glänzender Farbe und kanneliert,
was sie der älterhallstattzeitliehen Keramik annähert329 . In diesem Zusammenhang ist es nicht uninte-
ressant zu vermerken, daß von der Cetate auch Knopfhenkelgefäße stammen. Dies bestärkt zum einen
den Eindruck, daß die dreimundige Tasse mit letzteren möglicherweise zeitgleich ist, zum anderen,
daß die Knopfhenkelgefäße tatsächlich Beziehungen zur älteren Hallstattzeit haben.

Grundform VII: Kogeiförmiges Gefäß (siehe Typentaf. 4)


Bei Taf. 35,15 handelt es sich um ein Unikat. Das Exemplar ist unverziert, der Boden nicht erhalten.
Datierung/Verbreitung: Sehr gute Parallelen stammen aus Teleac III 330 und Tili~ca331 . Andere
Exemplare von dort wie auch ein Exemplar aus Chendu sind ebenfalls gut vergleichbar, weisen jedoch
einen Kragenrand oder Griffzapfen auf332 . Da Chendu, Tili~ca und Teleac III ungefähr ähnlich zu da-
tieren sind (vgl. Kap. V.1.4), deutet sich für diesen Gefäßtyp eine junge Zeitstellung innerhalb der
Gava-Kultur an.

4. Die Beschreibung der Verzierungen


Die Mehrzahl der hier vorgelegten Gefäße und Gefäßfragmente sind verziert. Bei der Beschreibung
des Verzierungsrepertoires eines keramischen Materials müssen verschiedene Begriffsebenen ausei-
nandergehalten werden, wie es bei Schreg333 beispielhaft erklärt ist: Verzierungstechnik (z.B. Kanne-
lur, plastische Aufsätze, Ritzungen), Verzierungselemente - kleinste Einheiten, aus denen sich die
Gesamtverzierung eines Gefäßes zusammensetzt, wie z.B. Knubbe, Zapfen, eine einzelne Kannelur,

320
Smimova 1974, Fig. 3,18
32 1
Stegmann-Rajtar 1992, Abb. 49,6; Gedl 1973, PI. 193,7.13
322
Vasiliev 1995a, Fig. 14,11
Siehe z.~ . Muthmann 1987 und Stoyanov 1997, 149 Drawing II: das Gefäß Nr. 5 aus "Bistrica" (ohne weitere Angaben)
323

weist eine Ahnlichk:eit mit dem Exemplar aus Media~ auf. Zum Vorkommen und zur möglichen Funktion von Gefäßen mit
mehreren tüllenartigen Mündungen siehe Muthmann 1987 Textteil Bd. 1 202-203 .
TI4 ' '
Kemenczei 1984, Taf. 129,10
325
Kemenczei 19 84, 69 ; Boroffka 1994a, 17 0
326
Horedt 1960b, Abb. 11,8; Boroffka 1994a, Taf. 115,5; fälschlich unter dem Fundort Wietenberg/Dealul Turcului in
Sighi~oara eingeordnet bei Sehroller 1933, Taf. 11,2 sowie Muthmann 1987, Katalog Bd. 2, 272 Nr. 6 und Bildtafeln Bd. 2,
Taf. 121 Nr. 6
327
Boroffka 1994a, Taf. 115,4 sowie Horedt/Seraphin 1971 Abb. 26 17
328 ' '
Horedt 1953, Fig. 12,9
329
Horedt 1953 , 800-808 ; Popa/Boroffka 1996; siehe zum engen zeitlichen Verhältnis von Noua-Kultur und kannelierter
Keramik auch Hänsel 1976, 67-70
330
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991 , Fig. 40,7
33 1
Lupu 1989, PI. 1,3
332
Vasiliev/Zrinyi 1987, Fig. 12,7; Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991 , Fig. 40,4.5; Lupu 1989, PI. 3,5
333
Schreg 1998, 37-39
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 69

eine einzelne Kerbe-, Verzierungsmotive- aus den Elementen gebildete, selbständige Teile der Ver-
lS zierung (z.B. girlandenförmige Kanneluren, Warzenreihen) und Verzierungssystem. Der Begriff Ver-
zierungssystem umfaßt die Aspekte Anbringungsort (auf welchem Gefäßteil sitzt die Verzierung?),
Kombinationen (welche Elemente und Motive sind auf dem Gefäß miteinander kombiniert?) und An-
n ordnung (wie sind diese verschiedenen Elemente und Motive zueinander angeordnet?).
Die Verzierungen werden daher im ersten Schritt nach verschiedenen Techniken (A-G) unterschie-
b den. Zu beachten ist dabei, daß häufig mit verschiedenen Techniken gleiche oder ähnliche Motive
l- hergestellt wurden. Um aber die Gliederung möglichst genau zu machen, erschien eine Berücksichti-
~r gung der unterschiedlichen Herstellungstechniken notwendig.
l. Für jede Ziertechnik werden im Anschluß die vorkommenden Zierelemente und Motive jeweils
h durchnumeriert aufgeführt und, falls notwendig, noch in Varianten (kleine Buchstaben) gegliedert.
n Jedes Ziermotiv läßt sich somit, ähnlich dem Verfahren bei den Details der Gefäßform, durch eine
lS Chiffre abgekürzt beschreiben: Ala bezeichnet beispielsweise Kanneluren (A), die vertikal (Al) ohne
n Zwischenraum nebeneinander angebracht sind (Ala). Schließlich wird bei der Aufzählung der Verzie-
h rungsmotive auch auf ihre Häufigkeit sowie ihre Korrelation mit den unterschiedlichen Gefäßformen
t, eingegangen.
Anbringungsort, Kombinationen und Anordnung des Verzierungselements bzw. der Verzierungs-
n elemente, das Verzierungssystem also, werden im Katalog stets verbal, d.h. ohne Chiffrierung be-
1, schrieben, da die Aussagekraft dieser Kriterien ja stark vom individuellen Erhaltungszustand des Ge-
fäßes abhängt. Ausnahmen sind die Fälle, bei denen der verzierte Gefäßteil für die Definition der Ver-
zierung besonders charakteristisch erschien, wie etwa beim Turbanrand (Chiffre A3b).
Sämtliche Gefäß teile, vom Randabschluß bis zum Henkel, können verziert sein. Die Verzierungen
sitzen meistens außen am Gefäß, seltener auch innen, dies v.a. bei den Schalen.
Der schlechte Erhaltungszustand der Gefäße ist bei der Beurteilung der Verzierungen zu berück-
sichtigen. Wenn zufällig eine Wandscherbe mit vertikaler Kannelur erhalten geblieben ist, bedeutet
l- dies nicht, daß das ganze Gefäß allein durch vertikale Kannelur verziert war. Die hier vorgelegte Auf-
~r zählung und Gliederung der Ziermotive kann daher nur über die Bandbreite der unterschiedlichen
Techniken und Verzierungselemente Auskunft geben; sie kann kein Gesamtbild der tatsächlichen Er-
scheinung der Gefäße liefern. Im Vergleich zu dem, was sich aus den erhaltenen Fragmenten rekon-
struieren läßt, war das ursprüngliche Bild sicher deutlich komplexer. Dies kann nur schlaglichtartig
g erleuchtet werden durch einige wenige ganz erhaltene verzierte Gefäße oder Scherben, die durch Zu-
i- fall mehrere Verzierungselemente in Kombination zeigen.
Die plastischen Aufsätze und ihre durch plastische Verformung der Gefäßwand hervorgerufenen
.e Äquivalente, speziell die Knubben, Zapfen und Leisten, könnte man auch nur als Handhaben, nicht als
r, Zierelemente betrachten und dementsprechend zusammen mit den Henkeln beschreiben. Hier soll aber
ihr zierender Aspekt betont werden.

4.1 Die Verzierungstechniken


Auf einer Scherbe sind häufig zwei oder mehr verschiedene Motive einer gleichen Verzierungstechnik
1) kombiniert, z.B. bei der kannelierten Keramik oder den plastischen Aufsätzen. Genauso können aber
it auch verschiedene Verzierungstechniken, wiederum auch in mehreren Motiven, kombiniert vorkom-
men: etwa Kannelur mit Ritzung, plastische Aufsätze mit Kannelur usw. Die Reihenfolge der folgen-
den Aufzählung spiegelt ungefähr die Häufigkeit der jeweiligen Verzierungstechnik wieder. Während
m die Kannelur die dominierende Technik ist, gibt es für den Punktstich nur ein einziges Beispiel.
2, A KanneZur
Verhältnismäßig breite, streifenförmige Furchen, mit einem stumpfen Gegenstand oder den Fingern
ausgeführt.
~r
B Plastische Aufsätze
Verschieden geformte, auf die Gefäßwand aufgesetzte und mit ihr verbundene, mit Ausnahme des
Horns massive Aufsätze aus Ton. Zusammenfassend werden alle breit-runden Formen wie Warzen,
70 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

Knubben, Zapfen, Hörner, spulenförrnige Aufsätze, Buckelrippen und Buckel als "Vorsprünge" be-
zeichnet. Rippen und Leisten fallen wegen ihrer langschmalen Form nicht unter diesen Oberbegriff.
C Plastische Verformung der Gefäßwand
Durch Heraus- oder Hereindrücken der Gefäßwand entstandene, d.h. hohle Vorsprünge und Rippen.
Thre Formen entsprechen weitgehend denen der plastischen Aufsätze.
D Ritzung
Ritzungen unterscheiden sich von Kanneluren durch ihre wesentlich geringere Breite. Sie wurden mit
einem spitzen Gegenstand angebracht. Die Motive ähneln denen der Kannelur. Bei Taf. 29,22 sollen
334
die Ritzungen weiß inkrustiert gewesen sein .
E Eindrücke
Leichte, zumindest teilweise mit der Fingerkuppe angefertigte, rundliche Vertiefungen im Ton, die
sich nicht auf der gegenüberliegenden Gefäßwand abzeichnen.
F Einkerbung
Länglich-schmale, teilweise mit dem Fingernagel eingedrückte Kerben im Ton.
G Punktstich
Eingestochene kleine Punkte im Ton.

4.2 Die Verzierungselemente und -motive (Typentaf. 5-6)


Die folgende Aufzählung der einzelnen Verzierungselemente und -motive folgt stets dem gleichen
Schema: Nach einer allgemeinen Definition und/oder der Einzeldefinition der Varianten werden die
Gefäßtypen genannt, auf denen das Motiv erscheint. Sofern es sich nicht um sehr häufige Verzie-
rungsmotive wie z.B. die vertikale, girlandenförrnige und horizontale Kannelur oder Knubben und
Rippen handelt, werden sämtliche in dieser Arbeit katalogisierte Gefäßfragmente, die das jeweilige
Motiv tragen, genannt. Darauf folgt die Beschreibung des Verzierungssystems, d.h. der Anordnung
des Motivs auf den verschiedenen Gefäßteilen sowie der Kombinationen, die das Motiv mit anderen
Motiven eingeht. Erörterungen zu chronologischen Fragen und Aufzählungen von Vergleichsfunden
sind, je nach Umfang, entweder in den laufenden Text eingearbeitet oder stehen zusammenfassend am
Ende eines Abschnitts.

A Kannelur (siehe Typentaf. 5)


Kannelur tritt selten einzeln, d.h. als eine alleinstehende Furche auf. Für gewöhnlich umschließt eine
ganze kannelierte Zone das Gefäß, in der die Kanneluren direkt nebeneinanderliegen, nur durch einen
mehr oder weniger breiten Steg voneinander getrennt. Eine solche Art der Anbringung wird in dieser
Arbeit als Band bezeichnet. Selten befindet sich zwischen den einzelnen Furchen ein unkannelierter
Zwischenraum, der die Breite eines Steges leicht überschreitet. Es können mehrere solcher Zonen, die
durch unverzierte Bereiche voneinander getrennt sind, über das Gefäß verteilt vorkommen. Die Moti-
ve A7-A 11 sindjeweils nur einmal vertreten, es handelt sich um Sonderformen.
Schon seit dem Äneolithikum werden im Karpatenbecken Gefäße durch Kannelur verziert, und mit
der späten Bronzezeit nimmt diese Mode immer mehr zu. Kannelurverzierung findet sich daher in
vielen Kulturen und hat als solche keine zeitbestimmende Bedeutung. Im folgenden werden daher nur
bei einigen spezifischeren Motiven Vergleichsfunde genannt bzw. eine nähere zeitliche Bestimmung
versucht; für die Motive A8, AlO und All konnten keine Parallelen gefunden werden.
A 1 Vertikale Kannelur
-Ala ohne Zwischenraum direkt nebeneinander
-Alb nebeneinander mit Zwischenräumen
Die sehr häufig vertretene vertikale Kannelur ist fast ausschließlich auf die bitrenkonischen Gefäße
beschränkt. Dreimal erscheint sie auch auf dreigliedrigen Tassen (Taf. 27,6; 35,6.7), zweimal auf nie-
renförmigen Tassen der Variante 2a (Taf. 14,9; 35,10) und zweimal auf zweigliedrigen Töpfen (Taf.
27,14; 47,8). Außerdem erscheint sie auf Schalen (Taf. 28,11.15; 40,9; 47,15) sowie bei der Henkel-
schüssel Taf. 40,1 und der vermutlichen Wellenrandschüssel Kat.-Nr. 472.

334
Zaharia 1965, 104
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 71

!- Fast immer ist der Bauch des Gefäßes von der Schulter an abwärts vertikal kanneliert in einem breiten
Band, das deutlich oberhalb des Bodens bzw., wenn vorhanden, mit dem Umbruch vom Bauch zum
Bodenteil abschließt. In einigen Fällen, wo die vertikale Kannelur mit einer Rippe kombiniert ist,
1. scheint sich die Kannelur allerdings nur auf einen Teil des Bauches zu beschränken, d.h. sie reicht nur
von einer Seite bis an die Rippe heran, die andere Seite der Rippe ist, soweit sichtbar, unkanneliert
(Taf. 15,1; 17,8; 22,6) oder anders kanneliert (Taf. 46,1). In einem anderen Fall scheint die Kannelur
it auf den unmittelbaren Raum rechts und links der Rippe beschränkt (Taf. 38,6). Bei Taf. 42,8 wahrt die
n Kannelur beidseitig einen gewissen Abstand zur Rippe. Bei Taf. 20,7 befindet sich die Kannelur nur
auf einer Seite einer Warze. Fälle, wo die Kannelur nicht bandförmig angeordnet ist, sondern nach
oben bzw. unten "ausfranst", liegen bei Taf. 13,3 und 45,11 vor.
e Bei einigen Gefäßtypen differiert die Anbringungsart der Kannelur. Beim zweigliedrigen Topf Taf.
47,8 scheint, so weit erkennbar, der Hals des Gefäßes vertikal kanneliert zu sein. Bei Taf. 27,14 er-
scheint die Kannelur als abgegrenztes Feld unterhalb einer Knubbe. Diese Art der Anbringung findet
sich ähnlich, wenn auch nicht genau entsprechend, häufiger in der Mezöcsat-Gruppe 335 und im Umfeld
des südlichen Verbreitungsgebiets der kannelierten Keramik336 • Bei der Tasse Taf. 14,9 ist die Kanne-
lur auf den unteren Bereich des Körpers beschränkt, bei Taf. 35,10 ist der plattformartige Henkel ver-
tikal kanneliert. Ist sie bei den Schalen innen flächendeckend aufgetragen, so entsteht von oben be-
trachtet eine radiale Anordnung der Kanneluren vom Boden aus Richtung Rand (Taf. 28,11.15). Der
n inneren vertikal-radialen Kannelur bei Schalen wird von Vasiliev chronologische Bedeutung zuge-
e sprochen, da sie in Teleac (Typ IVbl) auf die erste Schicht beschränkt ise 37 . In Siebenbürgen er-
:- scheint sie sonst nur noch in Bogata338 und Bratei339 , spätbronzezeitliche Vorläufer lassen sich nicht
d nennen. Bei der Schale Taf. 47,15 ist die vertikale Kannelur außen angebracht. Taf. 40,9 zeigt nur vier
e einzeln stehende Kanneluren nebeneinander.
g Vertikale Kannelur erscheint auf Scherben häufig allein; daß sie tatsächlich auch allein ein Gefäß
n geziert hat, beweist das fast vollständig erhaltene Kegelhalsgefäß Taf. 30,3. Kombiniert erscheint sie
n am häufigsten mit Rippen, seltener mit Hohlbuckeln (Taf. 16,6; 36,6; 45,8.11), Buckelrippen (Taf.
n 17,1; 21,7; 22,4; 46,9.10), Knubben (Taf. 27,14; 30,7) und Warzen (Taf. 20,7). Selten erscheint sie in
Kombination mit vermutlich girlandenförmiger Kannelur (Taf. 38,7; 46,1.13.14). In vier Fällen ist
eine vertikale Kannelur des Bauches mit einer horizontalen des Halses kombiniert (Taf. 2,2; 21,5;
35,6; 36,6). Einzelfalle stellen sowohl die Kombination mit geritzten Wellenlinien (Kat.-Nr. 472), als
e auch die Kombination mit Turbanrand bei der Schale Taf. 28,11 dar.
n A2 Girlandenförmige Kannelur
:r -A2a "klassisch" girlandenförmig, d.h. konzentrisch übereinandergelegte Halbkreise schließen sich
:r an spitz nach oben gerichteten Umbruchstellen zu einer Bogenreihe bzw. Girlande zusammen. Die
e Kanneluren verlaufen teils durchgehend, teils sind sie an der Umbruchstelle abgeschlossen. Tritt diese
Verzierung bei Schalen innen auf, ergibt sich ein sternförmiges Motiv.
-A2b pseudogirlandenförmig: Die Anordnung der Kanneluren ähnelt A2a, sie sind aber weniger
lt geschwungen. Zudem schließen die Kanneluren hier stets an der Umbruchstelle ab, in einigen Fällen
n entsteht so auch ein freier Zwischenraum.
r -A2c schräg geschwungene, konzentrisch verlaufende Kannelur, die aller Wahrscheinlichkeit nach
g Teil einer Girlandenkannelur ist.
Dieses sehr häufige Motiv findet sich in erster Linie auf bittonkonischen Gefäßen, außerdem auf eini-
gen Tassen (Taf. 1,3; 28,22; 35,12; 41,13) und Schalen (Taf. 28,6.7.16) sowie bei dem Trichterrand
Taf. 49,5.
Bei den bitrollkonischen Gefäßen befindet sich die girlandenförmige Kannelur stets auf dem
e Bauch, wobei sie etwa an der Schulter beginnt. Sie umläuft in einem breiten Band das ganze Gefäß.

335 Patek 1974, Taf. 1,12; JI,1; ill,10.14; dies. 1982, Fig. 16,4; 17,42; Metzner-Nebelsick 1998, Abb. 17,4.11; 21 ,6,11
336
Hänsel 1976, Taf. 69,5; Guma 1993, Pl. 34,11 ; Sirnie 1994, Pl. 2,4 und 7,5
337
Vasiliev 1991b, 108
338
Inv.-Nr. 217 Muz. al Unirü Alba Iulia
339
im Muz. Mun. Med., Information N. Boroffka
72 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

Dieser Anbringungsort ist ein Indiz für eine relativ junge Zeitstellung; in der späten Bronzezeit wur-
den girlandenförmige Kannelur nämlich mehrheitlich auf dem Hals bitrollkonischer Gefäße ange-
brache40.
Ist die girlandenförmige Kannelur mit Rippen kombiniert, kann sie in ihrem Verlauf durch diese so
unterbrochen werden, daß Teile des Bauches zwischen oder neben den Rippen unkanneliert oder an-
ders kanneliert sind (Taf. 16,8; 32,3; 38,7; 46,1.14; Cri~an 1955-56, Pl. VIII,8). Bei den Tassen um-
läuft sie in drei Fällen außen, einmal innen (Taf. 28,22) in einem Band das Gefäß. Bei den Schalen ist
sie innen in einem relativ schmalen Band angebracht, was in der Aufsicht zu einem sternförmigen
Motiv führt, ebenso bei Taf. 49,5.
Auf Scherben erscheint sie zwar häufig allein, doch kann kein ganzes Gefäß belegen, daß sie tat-
sächlich als einzige Verzierung angebracht wurde. Am häufigsten ist sie mit auf der Schulter sitzenden
Vorsprüngen (Buckel, Knubben, spulenförmige Aufsätze, Zapfen) kombiniert, und zwar in der Art,
daß sie nrit ihrer Spitze auf diese zuläuft bzw. diese bedeckt. In zwei Fällen umschließen wahrschein-
lid1 die Kannelurbögen einen Vorsprung in Art der konzentrischen Kannelur (Taf. 31,3; 45,9). Dazu
kommt bisweilen noch eine Horizontalkannelur des unteren Halsbereiches (Taf. 31,8; 45,9). Seltener
ist sie mit Rippen kombiniert. In mehreren Fällen erscheint sie, soweit sichtbar, ausschließlich mit
Rippen kombiniert (Taf. 16,8; 32,3; 36,3; 46,3; Cri~an 1955-56, Pl. VIII,8), in einem anderen Fall mit
Rippen und Knubben (Taf. 15,2). In drei Fällen ist sie mit Rippen und vertikaler Kannelur kombiniert
(Taf. 38,7; 46,1.14), in einem Fall soweit sichtbar nur mit vertikaler Kannelur (Taf. 46,13). Bei den
Schalen ist sie in einem Fall mit einem oben schräg kannelierten Rand kombiniert (Taf. 28,6), bei Taf.
28,16 mit einer senkrechten Reihe von Eindrücken. Bei Taf. 49,5 erscheint eine Kombination mit
Zickzackband. Bei den Tassen ist schließlich die besonders komplexe innere Verzierung von Taf.
28,22 mit girlandenförmiger, horizontaler sowie arkadenförmiger Kannelur zu erwähnen.
Sternförmige Kanneluren auf Schalen und Tassen, meistens innen, aber auch außen angebracht, er-
scheinen seit der späten Bronzezeit, wie z.B. in Susani 341, der lgrita-Gruppe 342 , Bobda 11343 und der
344
Piliny-Kultur . Sie sind im Gava-Gebiet (Bogata345 , Cäua~-Sighetiu 346 , Cicäu 347, Debrecen-Nyulas 348 ,
Gränice~ti , Köröm350 , Lechinta de Mure~ 351 , Poroszl6-Aponhae 52, Prügy 353 , Remetea Mare-Gomila
349

1m. p·Itut354 , Taktab aJ


~. 355 , T e1eac 356 , T"li 357
I ~ca ) un d d aru.. ber h.Inaus weit
. verb reitet.
. N e b en der KyJatice-
. .
359 360
Kultur358 finden sie sich beispielsweise auch in der Lausitzer -, Wysocko -, und Urnenfelderkul-
362
tur361, in Babadag 1 und im südlichen Verbreitungsraum der kannelierten Keramik363 . Häufig sind

340
Boroffka 1994b, 17; Horedt 1967a, 18; Ciugudean 1991 , 80-81 ; siehe auch die Gefäße von Pecica (Paulfk 1968, Abb.
3,1), Comutel (Petrescu-Dimbovita 1977, Pl. 35 ,1) und Jcinosszall<is (Szab6 1996, Abb. 46,1-2)
341
Stratan!Vulpe 1977, Taf. 5-26
Andritoiu 1982-83, Pl. 5,6.12; Emödi 1980, Fig. 6,24; 19,159; 22,183; 23,198; Chidio~an/Emödi 1982, Fig. 5, 1-3
342
343
Horedt 1967a, 18
Chidio~an/Emödi 1982, 77
344
345
Inv. -Nr. 211-9 und 215, Muz. al Unirii Alba Iulia
346
Nemeti 1981-82, Pl. XV,1
347
Winklerffakacs 1980, Fig. 6,7.9 und 24,2
348
Kemenczei 1984, Taf. 125,9.10.14
349
Laszl6 1994, Fig. 30B,1-5
°
35
351
Kemenczei 1984, Taf. 136,11
Horedt 1963, Abb. 3
352
Patay 1976, 199
353
Kemenczei 1984, Taf. 148,17
354
Guma 1993, Pl. 36,3.5
355
Kemenczei 1984, Taf. 161 ,2
356
Vasiliev/Aldea!Ciugudean 1991, Fig. 45,4
357
Lupu 1989, Pl. 5,2
Chidio~an/Emödi 1982, 77
358
359
Funncinek/Veliacik!Vladar 1999, Abb. 36,21 und 37,10
360
S ulimirski 1931, Taf. XII,7
361
Stegmann-Rajtar 1994, Abb. 1,A8
362
Juganaru 1997, Fig. 2,3 und Fig. 3,9
363
Pare 1998, Abb. 47 ,B1 ; Nica 1997, Fig. 12,7 und 15,5
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 73

sie mit Turbanrändern kombiniert. Das Motiv findet sich bis in die Mezöcsat-Gruppe 364 und die jünge-
re Hallstattzeie 65 .
A3 Schräge Kannelur
-A3a auf dem Gefäßkörper angebrachtes breites Band schräger Kanneluren
-A3b Turbanrand, d.h. schräge Kannelur des Randabschlusses, die unterschiedlich weit nach unten
ausgreift
-A3c Pseudoturbanrand: der Randabschluß ist nur oben schräg kanneliert
Die Variante A3a ist ein seltenes Ziermotiv und erscheint ausschließlich auf dem Bauch bitrollkoni-
scher Gefäße, soweit sichtbar ullkombiniert (Taf. 2,4; 3,4; 12,7.8; 20,4.9; 31 ,6.9; Kat.-Nr. 173). Taf.
16,8 ist nicht sicher als schräge Kannelur anzusprechen.
Die Varianten A3b und A3c sind dagegen häufige Motive. Sie erscheinen ausschließlich bei kalot-
tenförmigen Schalen. Viermal ist eine Kombination mit innerer Horizontalkannelur festzustellen, da-
bei in zwei Fällen noch mit Warzenreihe (Taf. 28,5.8.10; 29,9). Je einmal erscheint die Kombination
mit vertikaler Kannelur (Taf. 28,11), mit bogenförmig-rechteckiger Kannelur (Taf. 29,10), mit Delle
(Taf. 29,8) sowie girlandenförmiger Kannelur (Taf. 28,6).
Turbanrandschalen sind für den gesamten Horizont der Hallstattkulturen im Balkan-Karpaten-
Gebiet charakteristisch. Sie treten schon in der späten Bronzezeit auf und bestehen fort bis in die jün-
gere Hallstattzeie66 .
A4 Horizontale Kannelur
Die Kanneluren umlaufen "horizontal", d.h. parallel zum Gefäßboden ausgerichtet, innen oder außen
das gesamte Gefäß.
Dieses häufige Motiv findet sich hauptsächlich auf bitrollkonischen Gefäßen, außerdem auf Scha-
len sowie nierenförmigen Tassen mit Plattformhellkeln. Einmal erscheint es auch auf einer dreigliedri-
gen Tasse (Taf. 35,6).
Die horizontale Kannelur tritt in erster Linie als innere Verzierung bei Trichterrändern auf. Fällt sie
sehr flach aus, kann man auch von Facettierung sprechen. Sie reicht verschieden weit in das Gefäß
hinein: teils ist nur der obere Randbereich kanneliert, teils der ganze Rand bis zum Halsumbruch. Pa-
rallelen dazu finden sich eher in der späten Bronzezeit367 als in der jüngeren Hallstattzeit, es handelt
sich also um ein vergleichsweise altes Motiv. Im Gava-Gebiet ist diese Art der Verzierung weit
verbreitet.
Außerdem erscheint horizontale Kannelur außen auf Kegelhälsen im unteren Bereich oberhalb der
Schulter (Taf. 2,2; 21,5; 31,8; 35,6; 45,9; 46,7), in drei Fällen reicht sie eventuell höher hinauf (Taf.
16,9; 36,6; 38,2). Bei Taf. 36,6 ist dazu noch ein Teil des Schulter-Bauch-Bereiches horizontal kanne-
liert. Ungewöhnliche Anbringungsorte zeigen außerdem Taf. 43,8, wo der untere Teil des Randes und
der obere des Halses horizontal kanneliert sind sowie Taf. 16,5, wo der Hals unten und oben kanneliert
ist mit einer freien Fläche dazwischen. Bei Taf. 43,3 ist der untere Gefäßteil horizontal kanneliert, ein
Merkmal, das sich eher im südlichen Verbreitungsraum der kannelierten Keramik findet als in der
Gava-Kultur368 •
Bei Schalen erscheint horizontale Kannelur meist innen, und zwar entweder flächig (Taf. 29,14;
371
Parallelen z.B. in Somator ! 369 ; Bogata370 ; H6dmezövas:irhely-Solt Pale ) , in einem oder zwei Bän-
dern (Taf. 28,4.5.8.10; 29,9; 34,16) oder als innerer Dekor des ausbiegenden Randes (Taf. 9,4; 29,18).
Eine Ausnahme davon bildet Taf. 34,9, wo der Randteil der Schale außen kanneliert ist; Parallelen

364
Kemenczei 1989, Abb. 8,2; Metzner-Nebelsick 2000, Fig. 10
365
Studenikova 1986, Taf. 2,8 ; Stegmann-Rajtär 1992, Abb. 23,15 V

366
Trogmayer 1963, 107-108; Thomas 1965, 461 ; Kemenczei 1984, 67 ; Ciugudean 1991 , 85-86; Salganova 1994, 189
367
Emödi 1980, 258; Ciugudean 1994, Fig. 3,7; Guma 1995, PI. IX,22
368
Letica 1984, Taf. II,19; Medovic 1988-89, Taf. VII,3.5.7; Taf. VIII,4; Boroffka 1994b, Abb. 1,5; Bukvic 2000, Taf. 7,5;
8,3; 11 ,8
369
Demeterova 1986, Tab. IV,7
370
Inv.-Nr. 220, Muzeul a1 Unirii Alba lulia
37 1
Szab6 1996, Abb. 41 ,3
74 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

73
dazu finden ich sowohl in der späten Bronzezeit372 als auch in der jüngeren Hallstattzeie , in der
375
Gava-Kultur374 genauso wie im südlichen Verbreitungsraum der kannelierten Keramik . Bei Taf.
28,14 ist der Standfuß außen horizontal kanneliert.
Bei den Tassen ist bei Taf. 28,21 der Rand innen horizontal kanneliert, ebenso bei der Tasse Taf.
28,22 die zu ätzlieh ein weiteres Band knapp über dem Boden aufweist. Bei Taf. 9,10 ist die aus vier
Furchen bestehende innere horizontale Kannelur etwa auf Höhe des Henkels unterbrochen. Bei Taf.
9,1 1 und 19 13 ist die Kannelur, soweit sichtbar, innen flächig angebracht, bei Taf. 35,13 wohl in ei-
nem Band.
Das Motiv erscheint bei den innen kannelierten Trichterrändern fast immer allein, doch befindet
sich unter den Beispielen kein einziges ganzes Gefäß. In zwei Fällen treten Kombinationen mit War-
zen auf: Bei Taf. 27,1 0 wird die Kannelur im unteren Bereich des Randes durch eine horizontal ange-
brachte Warzenreihe unterbrochen, darunter geht die Kannelur aber weiter; bei Taf. 13,8 ist nur eine
Warze sichtbar. Die horizontal kannelierten Kegelhälse sind teilweise mit vertikaler Kannelur ab der
Schulter kombiniert (Taf. 2,2; 35,6), dabei noch zusätzlich einmal mit Buckel (Taf. 36,6) und einmal
mit Rippe (Taf. 21,5), teilweise mit girlandenförmiger Kannelur und Vorsprüngen (Taf. 31,8; 38,2;
45,9).
Bei den Schalen ist die horizontale Kannelur in vier Fällen mit einem Turbanrand kombiniert (Taf.
28,5.8.10; 29,9). Bei Taf. 28,8 kommt unterhalb des Bandes Horizontalkannelur eine horizontale Rei-
he von Warzen dazu, bei Taf. 29,9 eine vertikale. Taf. 28,4 hat einen oben schräg eingekerbten Rand;
bei Taf. 34, 16 sitzt unter dem Band Horizontalkannelur eine horizontale Reihe schräger Einkerbungen.
Taf. 29,18 präsentiert unterhalb der Horizontalkannelur zwei Warzen nebeneinander. Bei der komplex
verzierten Tasse Taf. 28,22 ist die Horizontalkannelur mit girlanden- sowie arkadenförmiger Kannelur
kombiniert.
A5 Konzentrische Kannelur
-A5a Die Kanneluren verlaufen geschlossen kreisförmig.
-A5b Die Kreise sind erkennbar nicht geschlossen, d.h. es handelt sich nur um Halbkreise.
Läßt sich aufgrund des fragmentarischen Erhaltungszustands nicht erkennen, ob es sich um Voll- oder
Halbkreise handelt, wird die Chiffre 5 allein vergeben.
Dieses eher seltene Motiv tritt fast nur bei bitrenkonischen Gefaßen auf (Taf. 13,2; 17,3.9; 21,2;
22,1; 30,8; 31,2.5.13; 43,6; 48,6.7; Kat.-Nr. 344 und 345; Cri~an 1955-56, Pl. VII,6), mit Ausnahme
von zwei Schalen (Taf. 34,14.22). Die Kannelur umschließt meistens einen auf der Schulter befindli-
chen Vorsprung, d.h. sie beginnt an der Schulter und erstreckt sich von dort aus unterschiedlich weit
über den Gefäßbauch. Bei Taf. 43,6 ist sie auf den Bauch beschränkt. Bei der Schale Taf. 34,14 sitzt
sie außen vermutlich knapp unterhalb des Randes. Bei Taf. 34,22 bedeckt sie innen den Boden, Paral-
lelen dazu finden sich z.B. in Baks-Temetöpart376 .
Bei fast allen Fragmenten verlaufen die Kanneluren kreisförmig um einen Vorsprung (Knubbe,
Buckel, Warze, Horn; für die einzelnen Beispiele siehe jeweils dort) herum bzw. bedecken ihn zusätz-
lich ganz oder zum Teil (bei Taf. 30,8 ist der Vorsprung vermutlich nicht erhalten). Dadurch wird der
Vorsprung betont. Meistens sind die Kreise dabei erkennbar nicht geschlossen, d.h. es handelt sich nur
um Halbkreise.
Bis auf das Beispiel Taf. 43,6, bei dem zwei Buckel von konzentrischer Kannelur umschlossen sind
und zwischen ihnen eine Rippe verläuft, erscheint eine Kombination mit anderen Verzierungstypen
nicht. Dieser Eindruck ist aber in Anbetracht des stark fragmentarischen Erhaltungszustandes der Ge-
fäße sicherlich falsch.

Dumitra~cu!Emödi 1981, Pl. IX,2.3; Ciugudean 1994, Fig. 2,5 und S. 27; Szab6 1996, Abb. 8,10
372

Cri~an 1974, Abb. 12,5; Gogältan!Ursutiu 1994, Fig. 7,3-6; Ciugudean 1997, Fig. 13,4-6; 20,7; 22,4; 30,4.6
373
374
Horedt 1966, Fig. 9,6; Laszl6 1994, Fig. 21,7; 40,3; 55 ,2; 58,3 .7-8
375
Guma 1995, Pl. IX,20.21; Pare 1998, Abb. 47
376
Szab6 1996, Abb. 19,13-15
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 75

Konzentrisch kannelierte Vorsprünge gibt es in vielen mittel- bis spätbronzezeitlichen Kulturen des
Karpatenbeckens: in der Otomani ill-N-Kultur377 , der Suciu de Sus-Kultur378, der (mitteldanubischen)
379
Hügelgräberkultur , in der Egyek-Kultur380 , in der Hajdubagos-Kultur381, in der Biharea-Kultur382 ,
383 384
der Cehälut-Gruppe , der lgrita-Gruppe , der (späten) Piliny-Kultur385, der Berkesz-Kultur386 und
387
der Noua-Kultur . Konzentrisch kannelierte Buckel erscheinen auch in der spätbronzezeitlichen Bai-
388
ta Säratä-Gruppe , im Hügel von Susani389 und im Gräberfeld von Bobda 11390. Nach dem Ende der
Gava-Kultur verschwinden sie nicht, sondern bestehen fort in der Mezöcsat-Gruppe391 , der Basarabi-
Kultur392 und auch z.B. in der mitteleuropäischen Hallstattkultur393.
A6 Winkelbandkannelur
-A6a Zwei schräg aufeinanderzuweisende kannelierte Zonen stoßen an der Spitze zusammen, so daß
zwischen ihnen eine dreieckige freie Zone entsteht; Parallelen dazu finden sich in der Wietenberg394-
und Noua-Kultur395 sowie in Teleac 396 .
-A6b Ähnlich wie A6a, mit dem Unterschied, daß hier keine freie Zone entsteht, sondern die Win-
kelbänder ineinandergeschachtelt sind.
Dieses stark der Girlandenkannelur ähnelnde Motiv findet sich nur in zwei Fällen (Taf. 46,2; 12,6
sowie vielleicht bei Taf. 31 ,3), jeweils auf Kegelhalsgefäßen von der Schulter aus abwärts. Kombiniert
scheint das Motiv soweit sichtbar nicht zu sein; bei Taf. 31,3 wäre es mit einer Knubbe assoziiert.
A7 Rechteckige Kannelur
Bei diesem nur einmal nachgewiesenen und nicht vollständig erkennbaren Motiv(Taf. 27,13) bilden
mehrfach rechteckig ineinandergeschachtelte Kanneluren mit zipfelig ausgezogenen Ecken vermutlich
eine Art Rechteck. Das Motiv ist innen auf dem Trichterrand eines bittonkonischen Gefäßes ange-
bracht. Eine gute Parallele dazu ist mir nicht bekannt; eine entfernte Ähnlichkeit mag ein Motiv aus
Susani besitzen397.
A8 Bogenförmig-rechteckige Kannelur
Einzeln stehende, bogenförmig-rechteckige, nach unten offene Kanneluren bilden bei der Schale Taf.
29, 10 innen unterhalb des Randes eine waagerechte Reihe. Die Schale hat einen Turbanrand.
A9 Arkadenförmige Kannelur
Arkadenförmige Kannelur besteht aus aneinandergereihten, nach unten offenen Bögen. Sie erscheint
bei der nierenförmigen Tasse Taf. 28,22 bandförmig innen oberhalb des Boden in Kombination mit
horizontaler sowie girlandenförmiger Kannelur. Arkadenförmige Kanneluren und Ritzungen sind ein
98
weitverbreitetes Motiv, das sich in der gesamten Bronze- und älteren Hallstattzeit findee . In der

377
Zaharia 1965, 98 ; Horedt 1967a, 24; Foltiny 1968, 348; Paulik 1968, 39-40; Kacs6 1975, 56; Boroffka 1995a, 222; ders.
1999, 121-123
378
Kacs6 1975, Fig. 6
379
Furrmmek!Veliacik!Vladar 1999, Abb. 23 ,1; 24,1; Andritoiu 1982-83, 130; Nemeti 1990, 44
380
Horedt 1967a, 24; Laszl6 1973, 599-601 ; Kacs6 1975, 55
381
Kovacs 1970, Abb. 1-4; Kemenczei 1984, 71 ; Kacs6 1975, 56
Durnitra~cu/Emödi 1980, Fig. 7,1; 10,1
382
383
Kacs6 1999, Taf. XII,2
384
Andritoiu 1982-83, Pl. 3,5 ; Emödi 1980, Fig. 5,1; 10,53; 13,89; Chidio~an!Emödi 1982, Fig. 1,1.3
385
Laszl6 1973, Fig. 9,6 und S. 602; Kemenczei 1984, Taf. 16,1; 23 ,7.9.10.14; 24,14
386
Kemenczei 1984, Taf. 56,4.9
387
Florescu 1995, Pl. M, Nr. Cat. 65
388
Guma 1997, 72,5
389
StratanNulpe 1977, Taf. 6, 9, 93
390
Horedt 1967a, 18; Boroffka 1994b, Abb. 1,3.7 Nr. 7
391
Kemenczei 1989, Abb. 8,15 ; Metzner-Nebelsick 2000, Fig. 10; Patek 1974, Taf. II,3
392
Ciugudean 1997, Fig. 3,16; 33 ,10; Vulpe 1986, Abb. 18,10
393
Stegmann-Rajtar 1992, Abb. 24,1
394
Boroffka 1994a, Typentaf. 21 ,23
395
Andritoiu 1992, Pl. 52,8
396
Horedt/Berciu/Popa 1962, fig. 6,9; Vasiliev/Aldea!Ciugudean 1991 , Fig. 29,15 und 37,8
397
StratanNulpe 1977, Taf. 15,129
398
Andritoiu 1982-83, 130; siehe auch Boroffka 1999, 114-121
76 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

399
Gava-Kultur sind sie jedoch nicht häufig. Gute Parallelen finden sich in Ciceu-Corabia und Sänta-
na4oo.
A 10 Zwei ineinander gepaßte, nach unten offene Kannelurbögen
Dieses Motiv erscheintunkombiniert beim bauchigen Topf Taf. 44,3 etwa auf Höhe des maximalen
Gefäßdurchmessers.
All Zickzackbandkannelur
Ein schmales Zickzackband überzieht innen den weit nach unten umgebogenen Trichterrand von Taf.
49,5, so daß die Verzierung nach außen zeigte. An einer Zacke stößt das Motiv an die Spitze einer
noch weiter innen angebrachten girlandenförmigen Kannelur.
A 12 W ellenbandkannelur
Auf der vermutlichen Wellenrandschüssel von Taf. 10,9 verläuft außen, beginnend am Umbruch vom
Trichterrand zum Gefäßkörper, eine wellenförmige Kannelur, die das Gefäß wahrscheinlich horizontal
umlaufen hat. Das Motiv läßt sich aber aufgrund seines fragmentarischen Zustandes nicht sicher an-
sprechen.

B Plastische Aufsätze (Typentaf. 5)


Sind mehrere gleichartige plastische Aufsätze auf einer Scherbe sichtbar, wie z.B. drei Rippen, so wird
dies in der Katalogbeschreibung zwar genannt, doch läßt sich die ursprüngliche Anzahl natürlich nur
bei vollständigen Gefäßen sicher bestimmen.
Verzierungen durch plastische Aufsätze finden sich in den meisten bronze- und eisenzeitlichen
Kulturen. Es werden daher nicht zu allen der im folgenden genannten Motive Vergleichsfunde ge-
nannt, sondern nur in besonderen Fällen.
Bl Warzen
Warzen sind kleine, runde, flache Erhebungen. Sie erscheinen vergleichsweise selten, und kommen
auf Schalen, eiförmigen Töpfen, Kegelhalsgefäßen, Wellenrandschüsseln sowie einer nierenförmigen
Tasse vor.
Bei den Schalen erscheint in einem Fall eine einzeln stehende Warze außen, etwa auf halber Ge-
fäßhöhe (Taf. 44,15). In den anderen Fällen befinden sich stets mehrere, besonders kleine Warzen
innen in vertikaler (Taf. 29,9) und horizontaler Reihe (Taf. 28,8); bei Taf. 29,18 unterbrechen sie die
innere Horizontalkannelur des ausbiegenden Randes. Bei der nierenförmigen Tasse (Taf. 41,11) er-
scheinen sie innen am Boden. Diese winzigen Erhebungen werden häufig als Imitation von Nieten
angesehen, wie sie bei Metallgefäßen vorkommen. Parallelen dazu finden sich in Porumbenii Mari401 ,
402 403
Somator II , Mahala IV , Ciumbrud404 , Poroszl6-Aponhat405 , Köröm406 , Bogata407 , Iemut408 ; bei der
Nierentasse aus Teleac ill befinden sich neben dem Henkel kleine Dellen, was den gleichen Effekt
hervorruft wie die Anbringung von Warzen409 • Nietenartige Warzen sind als ein junges Element in der
Gava-Kultur zu betrachten, was sich aus den ebengenannten Fundstellen ergibt (siehe Kap. V) sowie
der Tatsache, daß sie häufig auf nierenförmigen Tassen mit Plattformhenkel erscheinen.
Bei den eiförmigen Töpfen erscheinen Warzen außen, knapp unterhalb des Randbereiches (Winkler
u.a. 1983, Fig. 16,2; Zaharia 1965, Fig. 7,14), entsprechend der Lage der Knubben, die für gewöhnlich
diesen Gefäßtyp zieren. Bei den Kegelhalsgefäßen erscheinen Warzen zum einen innen bei horizontal
kannelierten Trichterrändem, und zwar einmal in einer horizontalen Reihe, die die Horizontalkannelur
unterbricht (Taf. 27,10), einmal einzeln darunter gesetzt (Taf. 13,8). Zum anderen erscheinen sie, wie
399
Vasiliev 1995a, Fig. 9,10
400
Rusu/Dömer/Ordentlich 1999, Abb. 7,10; Boroffka 1999, Abb. 5,2.5
401
Szekely 1959, Fig. 6,2
402
Pastor 1958, Abb. 3
403
Smimova 1974, Fig. 6,1
404
Ciugudean 1978, Fig. 5,7 und S. 48
405
Patay 1976, Abb. 2,10
406
Kemenczei 1984, Taf. 137,20; 147,13
407
Berciu/Berciu 1946, Fig. 15,14; Inv.-Nr. 207a, 218 Muz. a1 Unirii Alba Iulia
408
Gogältan/Ursutiu 1994, Fig. 4,4
409
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991 , Fig. 39,6
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 77

bei den eiförmigen Töpfen, an der Stelle, an der für gewöhnlich Vorsprünge sitzen, nämlich auf der
Schulter (Cri~an 1955-56, PI. VII,6; Taf. 20,7) bzw. knapp darunter (Taf. 42,10). Bei den zu den Wel-
lenrandschüsseln geordneten Fragmenten sitzt bei Taf. 34,3 die Warze auf dem Bauchumbruch, bei
Kat.-Nr. 473 läßt sich zur Position nichts sagen. Außerdem erscheinen Warzen noch auf drei unspezi-
fischen Wandscherben, einmal flächig (Taf. 28,25; eine Parallele dazu stammt aus Teleac 410 ), einmal
in einer Reihe (Taf. 28,27), einmal zwei nebeneinander (Taf. 28,26).
Warzen erscheinen in einigen Fällen allein, in einigen kombiniert: bei den Trichterrändern mit Ho-
rizontalkannelur, bei Taf. 20,7 mit vertikaler Kannelur, bei Cri~an 1955-56, PI. VII,6 mit konzentri-
scher Kannelur; bei den Schalen mit Horizontalkannelur und Turbanrand; bei der vermutlichen Wel-
lenrandschüssel Kat.-Nr. 473 mit wellenförmigen Ritzungen.
B2 Knubben
Knubben sind auf recht kleinem Raum abrupt hervorspringende, spitz zulaufende Erhebungen. Die
Spitze ist bisweilen abgeflacht.
-B2a in der Draufsicht oval-langgestreckt, einzeln stehend
-B2b Doppelknubbe: zwei Knubben stehen direkt nebeneinander; meistens ist auch der Raum zwi-
schen ihnen leicht über die Gefäßwand erhaben, so daß sie wie eine ovale Knubbe mit zwei Spitzen
wirken.
-B2c in der Draufsicht kreisrund, einzeln stehend
Ovale und kreisförmige Knubben, d.h. die Varianten B2a und B2c, stellen eine sehr häufige Verzie-
rung auf ungegliederten, v.a. eiförmigen Töpfen, aber auch auf bitrollkonischen Gefäßen dar. Seltener
erscheinen sie auf kalottenförmigen (Taf. 14,6; 19,7; 26,4; 34,12.14; 41,2) und trichterförmigen Scha-
len (Taf. 44,13; 47,5) sowie zweigliedrigen Töpfen (Taf. 23,9; 27,14; 32,7.10.12).
Bei den ei- und trichterförmigen ungegliederten Töpfen sowie den Schalen sitzen die Knubben
knapp unterhalb des Randes. Bei den bitrollkonischen Gefäßen und den zweigliedrigen Töpfen sitzen
sie auf der Schulter. Es ist zu vermuten, daß sie mindestens paarweise angebracht waren, wie es die
ganz erhaltenen Gefäße zeigen; bei Taf. 15,2 und 32,7 liegen sich vier Knubben kreuzweise gegen-
über.
Einzugsschalen mit kleinen Vorsprüngen unter dem Rand wurden von den Ausgräbern von Teleac
als jung eingestuft, da sie dort nur in den Schichten II und III erscheinen und außerdem charakteris-
tisch sind für die skythische Gruppe Siebenbürgens. Auch in der Nekropole von Ferigile sind sie ver-
treten411. Tatsächlich jedoch erscheinen ganz ähnliche Schalen auch in älteren Siedlungen der Gava-
414 416
Kultur (Somotor 1412 ; Sanisläu413 ; Berveni-Rltul Caprei ; Gränice~ti ; Sili~tea Nouä ), in der
415

418
Igrita-Gruppe417 und der Belegis II-Kultur .
Knubben sind bei den ei-und trichterförmigen ungegliederten Töpfen nur selten mit anderen Ver-
zierungstypen kombiniert. Dieser Eindruck wird durch einige ganz erhaltene Töpfe bestätigt. Aus-
nahmen bilden Taf. 7 ,2, wo der Rand außen mit kleinen Eindrücken verziert ist, sowie drei Fälle, in
denen die Knubben auf einer Leiste sitzen: einfach bei Taf. 29,4; bei Taf. 44,1 sitzt die Knubbe auf
einer Tupfenleiste und der Rand ist eingekerbt; bei Taf. 49,1 sitzen auf einer plastischen Leiste ab-
wechselnd Knubben und Eindrücke. Auch bei den Schalen ist eine Kombination selten, Ausnahmen
sind Taf. 34,14, wo die Knubbe von konzentrischer Kannelur umschlossen ist sowie Taf. 47,5 und Taf.
44,13, wo die Knubben auf einer plastischen Leiste sitzen. Bei den mit Knubben versehenen zwei-
gliedrigen Töpfen trägt nur Taf. 27,14 noch eine andere Verzierung: ein Feld vertikaler Kannelur un-
terhalb der Knubbe. Bei den bitfonkonischen Gefäßen ist die Knubbe entweder Zielpunkt einer girlan-

4 10
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991, Fig. 45,23
4 11
Vasiliev 1991b, 121; Ciugudean 1991, 86; ders . 1996, 8; siehe auch Cri~an 1974, Abb. 9,7; 12,5
412
Demeterova 1986, Tab. IV,9
413
Nemeti 1981-82, PI. XIX,12
4 14
Nemeti 1990, Fig. 4,6
415
Laszl6 1994, Fig. 20,5; 22,9; 23,1
4 16
Laszl6 1994, Fig. 58,5
Chidio~an!Emödi 1982, Fig. 4/3
4 17
4 18
Bukvic 2000, Taf. 20,7.9; Taf. 31 ,6; 32,2; 33 ,9 usw.; Forenhaber 1994, Fig. 6,3.4
78 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

denförmigen Kannelur (Taf. 2,1; 12,2; 37,9; 48,1; Kat.-Nr. 346) oder sitzt neben der Spitze einer gir-
landenförmigen oder Winkelbandkannelur (Taf. 31,3). Bei Taf. 15,2 sind Knubben gepaart mit Rippen
Zielpunkt einer girlandenförmigen Kannelur. In zwei Fällen ist die Knubbe von konzentrischer Kanne-
lur umschlossen (Taf. 31,2.5), einmal sitzt sie neben einer Rippe (Taf. 43,4).
Die Doppelknubbe (Variante B2b) ist verglichen mit den ovalen und kreisförmigen Knubben recht
selten. Sie erscheint auf Schalen (Taf. 19,8; 26,7; 34,7.13) und eiförmigen Töpfen (Taf. 19,4; 33,1),
wo sie unterhalb des Randes sitzt; beim Zylinderhalsgefäß Taf. 31,7 sitzt sie auf der Schulter und bil-
det die Spitze einer girlandenförmigen Kannelur.
Bei den Schalen erscheint sie, so weit sichtbar, nur allein, ebenso bei den eiförmigen Töpfen, mit
Ausnahme von Taf. 24,3. Hier sitzt die Doppelknubbe auf einer plastischen Leiste, welche mit Eindrü-
cken verziert ist; zudem befindet sich ein Eindruck zwischen den beiden Knubbenspitzen.
B3 Zapfen
Zapfen sind eine Sonderform der Knubbe. Im Gegensatz zu dieser sind sie jedoch lang und spitz nach
oben ausgezogen. Die Spitze knickt zum Gefäß hin leicht ein.
Nur zwei Exemplare sind im vorliegenden Material vertreten. Bei Taf. 31,4 sitzt der Zapfen auf der
Schulter eines Kegelhalsgefäßes und ist ein Zielpunkt girlandenförmiger Kannelur; ebenso beim
bitrollkonischen Gefäß Taf. 38,2, bei dem der Hals zusätzlich horizontal kanneliert ist. Taf. 31,8 könn-
te letzterem entsprechen, da die Spitze des Vorsprungs abgebrochen ist, läßt sich dies aber nicht genau
sagen.
B4 Hörner
Hörner gleichen von der Form her den Zapfen, sind aber größer und innen hohl. Die beiden einzigen
Exemplare (Taf. 48,6.7) stammen sicherlich von ein und demselben bitrollkonischen Gefäß. Beide
sind mit konzentrisch-halbkreisförmiger Kannelur bedeckt.
Vergleichsfunde finden sich innerhalb der Gava-Kultur in dieser Größe nicht viele. (Meist kleinere)
Parallelen gibt es in Teleac 1419, Sf. Gheorghe420 , Gränice~ti 42 1 , Barca422 , Borsa423 , Borsodharsan/24,
Nagykall6, Gavavencsellö, Prügy, Köröm, Rakamaz, Nagyhahisz, Als6berecki, Nyfregyhaza, Nyfra-
dony425. Während sie in Ungarn also vergleichsweise häufig nachgewiesen ist, erscheint diese hy-
pertrophierte Form der konzentrisch kannelierten Vorsprünge im außerkarpatischen Gebiet der Gava-
Kultur nur in Gränice~ti ; ein ähnlicher, wenngleich nicht hohler Vorsprung stammt allerdings noch aus
Zvanec, einem Fundort im Einflußgebiet der Cernoles-Kultur, der von Kruselnicka in eine späte Stufe
der Gava-Kultur gestellt wird426 .
Weitere Vergleichsfunde finden sich südlich und östlich des Verbreitungsgebietes der Gava-
Kultur427, d.h. in der Moldau, der Dobrudscha, der Walachei, Bulgarien und in Troja428 . Einzelne
433
Fundorte sind z.B. Babadag 1-11429 , Pope~ti-Nucet430 , Insula Banului43 1, Dälgopol432 , Sboryanovo .
434
Als Vorläufer sind die besten Parallelen in der Suciu de Sus-Kultur zu finden · in kleinerem Format
auch in Bobda 11435 . '

419
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991 , Fig. 29,13.14.18
420
Szekely 1994, Pl. I, 1
421
Laszl6 1994, Fig. 29,7
422
Paulfk: 1968, Abb. 4,1
423
Demeterova 1986, Taf. 11,4
424
Paulfk: 1968, Abb. 4,4
425
Kemenczei 1984, Taf. 129,1.16; 130,1.2.7 ; 131 ,10.15 .27·, 133 1· 140 1· 14112· 149 10· 1521617
426 ' ' ' ' ' ' ' ' ' .
Kruselnicka 1979a, Abb. IX,2 und S. 92
427
siehe Kartierung von Todorova 1972, Karte I und Toneeva 1980, Pl. I
428
Dimitrov 1968, Abb. 1
429
Hänsel 1976, Taf. 45 ,7.8; Morintz 1987, Fig. 7,8; 8,3.5
430
Vulpe 1965 , Abb. 7,7
431
Morintz/Roman 1969, Fig. 14,18
432
Todorova 1972, Abb. I,6
433
Stoyanov 1997, Taf. VIII-IX
434
Kacs6 1975, 55 ; 62 und Fig. 6
435
Horedt 1967a, 18; Boroffk:a 1994b, Abb. 1,3.7 Nr. 7
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 79

·- B5 Spulenförmige Aufsätze
n Diese Aufsätze ähneln von der Größe her den ovalen Knubben, sind aber spulenartig geformt. Sie
:- treten bei bitrollkonischen Gefäßen auf, wo sie auf der Schulter sitzen, und erscheinen mit Ausnahme
von Kat.-Nr. 342 stets als Zielpunkt und bedeckt von girlandenförmiger Kannelur (Taf. 32,1.2; 49,3;
lt Kat.-Nr. 343). Insgesamt sind sie eher selten.
), Vergleichsfunde stammen aus Teleac436 , Porumbenii Mari437 und Valea lui Mihai 438 .
l- B6 Rippen
Rippen sind Wülste, die im Gegensatz zu den horizontal verlaufenden Leisten vertikal stehen.
it -B6a schmal
1- -B6b breit
Dieses sehr häufige Ziermotiv findet sich ausschließlich bei bitrollkonischen Gefäßen und bei zwei
dreigliedrigen Tassen (Taf. 27,6; 41,10). Rippen sitzen stets, an der Schulter beginnend, auf dem
h Bauch des Gefäßes und enden mit dem Umbruch zum unteren GefäßteiL Etliche Beispiele belegen,
daß ein Gefäß mit mehreren Rippen verziert ist, was auch die Regel sein wird.
:r Rippen können ein Gefäß allein verzieren (siehe z.B. Taf. 30,2). Meistens sind sie allerdings mit
n Kannelurverzierung kombiniert, am häufigsten mit vertikaler Kannelur (für die genauere Beschrei-
l- bung der Variationsmöglichkeiten siehe dort), selten mit girlandenförmiger Kannelur (Taf. 16,8; 32,3;
u 36,3; 38,7; 46,3), in einem Fall zusätzlich noch mit Knubben (Taf. 15,2). In drei Fällen sind sie sowohl
mit girlandenförmiger als auch mit vertikaler Kannelur kombiniert (Taf. 38,7; 46,1.14) und in einem
Fall mit vertikaler Kannelur auf dem Bauch sowie horizontaler Kannelur auf dem Hals (Taf. 21,5).
n Einmal erscheint die Kombination mit konzentrischer Kannelur (Taf. 43,6), dabei liegt die Rippe zwi-
e schen zwei von konzentrischer Kannelur umschlossenen Buckeln. Bei Taf. 43,4liegt eine Rippe neben
einer Knubbe.
B7 Buckelrippe
Eine Buckelrippe ist eine Übergangsform zwischen einem Buckel und einer Rippe. Sie erscheint in
l- nur zwei Exemplaren auf Schulter und Bauch von Zylinderhalsgefäßen. Bei Taf. 31,11 ist keine weite-
,_ re Verzierung zu sehen, bei Taf. 17,1 liegt die Buckelrippe in vertikaler Kannelur. Ein Vergleichsfund
l- stammt aus Somotor439 •
IS B8 Buckel
e Die als Buckel bezeichneten Vorsprünge verteilen sich im Vergleich zu den Knubben über eine größe-
re Fläche und sind in der Draufsicht annähernd kreisrund. Sie erscheinen auf zwei bitrollkonischen
l- Gefäßen. Bei Taf. 1,6 sitzt der Buckel auf der Schulter des Gefäßes und bildet die Spitze einer girlan-
e denförmigen Kannelur; bei Taf. 43,6 befinden sich zwei Buckel nebeneinander auf dem Gefäßbauch,
3
durch eine Rippe getrennt, und von konzentrischer Kannelur umschlossen.
Lt B9 Leisten
Leisten verlaufen im Gegensatz zu Rippen horizontal.
Dieses häufige Ziermotiv findet sich in erster Linie auf eiförmigen und trichterförmigen ungeglie-
derten Töpfen, außerdem auf einigen trankonischen Schalen (Taf. 44,12.13; 47,5). Leisten sitzen bei
Töpfen sowie bei Schalen immer knapp unterhalb des Randes und umlaufen sicherlich das gesamte
Gefäß, auch wenn kein einziges ganz erhalten ist, um dies zu beweisen. Zwei Töpfen (Taf. 33,12; Za-
haria 1965, Fig. 10,14) sowie eine Schale (Taf. 44,13) weisen als Verzierung nur eine Leiste auf.
Meistens erscheint die Leiste aber verziert durch kleine, rundliche Eindrücke (Tupfenleiste, siehe z.B.
Taf. 14,3; 47,3.9.11 usw.), einmal durch Kerben (Taf. 33,2). In mehreren Fällen sitzt der Leiste eine
Knubbe auf (Taf. 29,4; 44,13; 47,5), bei Taf. 24,3 sitzt auf der Tupfenleiste eine Doppelknubbe. Bei
Taf. 44,1 befindet sich auf der Tupfenleiste eine Knubbe, der Gefäßrand ist eingekerbt. Bei Taf. 49,1
zieren die Leiste abwechselnd Knubben und Eindrücke. Tupfenleisten wurden in der gesamten Bron-
zezeit als Verzierung angebracht, wie auch noch in der Latenezeit.

436
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991, Fig. 41,3
437
Benkö 1992, Taf. 7,4
438
Laszl6 1973, Fig. 3,7
439
Paulik 1968, Abb. 10,1
80 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

BlO Halbkreisförmiger Wulst:


Dieses Ziermotiv besteht aus einem kleinen halbmondförmigen Wulst, der nach unten hin offen ist. Es
erscheint als Unikat auf dem Bauch des vermutlich bitrollkonischen Gefäßes Taf. 17,10. Das Motiv
tritt in der Gava-Kultur nicht häufig auf und scheint eher früh zu datieren. Parallelen, die jedoch teil-
440
weise eingekerbt und anders orientiert sind, lassen sich nennen aus Nagykall6 , Poroszl6-Aponhat441 ,
Sanisläu442, Berveni-Rltul Caprei443, Carei-Ferma I.A.S. . Vorläufer finden sich in der Igrita-
444

446
Gruppe445, der Noua - und Coslogeni-Kultur . 447

C Plastische Verformung der Gefäßwand (siehe Typentaf. 6)


In dieser Technik ausgeführte Vorsprünge erscheinen laut Chidio~an/Emödi erstmals in der Igrita-
448
Gruppe, um dann in der Gava-Kultur allgemein zu werden .
Cl Dellen
Dellen entsprechen von Größe und Form her den Warzen, sind aber nicht aufgesetzt, sondern aus der
Gefäßwand herausgedrückt.
Sie erscheinen bei Schalen etwa auf halber Gefäßhöhe nach außen (Taf. 16,4) oder nach innen ge-
drückt (Taf. 29,8; 34,23). Taf. 29,8 ist mit einem Turbanrand kombiniert. Entsprechende Dellen finden
sich auch in Teleac449 .
C2 Hohlbuckel
Definition siehe unter B8.
-C2a flach
-C2b stark gewölbt
Der Hohlbuckel findet sich gelegentlich auf der Schulter von bitronkonischen Gefäßen; nur bei Taf.
22,5 sitzt er direkt auf dem Bauch. In drei Fällen erscheint er, soweit sichtbar, allein (Taf. 17 ,2; 22,5;
49,4), sonst aber stets zusammen mit Kannelur. Für das Exemplar Taf. 49,4 findet sich eine gute Paral-
lele in Bogata450. Sechsmal ist er vertikal kanneliert, wobei der Buckel auch bedeckt ist (Taf. 16,6;
45,8.11; 46,9.10); Taf. 36,6 hat zusätzlich noch horizontale Kannelur auf Hals und Bauch. Viermal ist
der Buckel konzentrisch kanneliert, wobei bei Kat.-Nr. 344 sowie Taf. 13,2 der Buckel unbedeckt, bei
Taf. 17,9 und Taf. 31,13 bedeckt ist.
C3 Hohlrippe
Definition siehe unter B6.
Hohlrippen sitzen gelegentlich auf dem Bauch bitrollkonischer Gefäße, wobei sie an der Schulter be-
ginnen und am Umbruch zum Bodenteil enden. Sie erscheinen allein (Taf. 22,8; 46,11) oder inmitten
von vertikaler Kannelur (Taf. 38,6; 46,8).
C4 Hohlbuckelrippe
Definition siehe unter B7.
Die hohle Buckelrippe erscheint bei zwei bitronkonischen Gefäßen (Taf. 21,7; 22,4), wo sie sich ab
der Schulter über den gesamten Bauch erstreckt. Sie ist jeweils von vertikaler Kannelur umgeben, aber
nicht bedeckt. Ein Vergleichsfund stammt aus Tili~ca451 .
CS Hohlknubbe
Definition siehe unter B2.
-CSa mit abgerundeter Spitze

440
Laszl6 1973, Fig. 6,1; Kemenczei 1984, Taf. 130,8
441
Kemenczei 1984, Taf. 127,3
442
Nemeti 1981-82, PI. XVIII, 1.6.8; XIX,3
443
Nemeti 1990, Fig. 4,4; 7,3
444
Nemeti 1990, Fig. 14,6
445
Nemeti 1990, 40
446
Marinescu-Bileu 1981, Fig. 2,9
447
Hänsel 1976, Taf. 33,3
Chidio~an/Emödi 1982, 76
448
449
Va iliev/Aldea/Ciugudean 1991, Fig. 34,17 und 45,8
450
Berciu/Berciu 1946, Fig. 14,6
451
Lupu 1989, PI. 2,8
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 81

-C5b mit flach abgeschnittener, weitgehend massiver Spitze, zudem nur relativ schwach herausge-
Es drückt; eine Mischform zwischen einem Aufsatz und einer plastischen Verformung der Gefäßwand
tiv Die hohle Knubbe erscheint auf der Schulter einiger bitronkonischer Gefäße sowie eines zweigliedri-
iil- gen Topfes (Taf. 32,8). In zwei Fällen ist keine weitere Verzierung erkennbar (Taf. 9,13; 32,8), vier-
41
mal ist sie von konzentrischer Kannelur umgeben, einmal davon bedeckt (Taf. 22, 1), sonst nur um-
schlossen (Taf. 17 ,3; Kat.-Nr. 344; Taf. 21,2). Zweimal bildet sie die Spitze einer girlandenförrnigen
Kannelur (Taf. 21,4; 46,6). Bei Taf. 45,9 ist sie durch eine girlandenförrnige Kannelur konzentrisch
umschlossen, der Hals ist horizontal kanneliert; bei Taf. 30,7 liegt sie inmitten von vertikaler Kanne-
lur.

D Ritzungen (Typentaf. 6)
Ritzungen verschiedenster Art sind eine in der Gava-Kultur weithin augewandte Ziertechnik452. Be-
!er merkenswert ist, daß sich in Media~ bislang keine Scherben mit Besenstrichverzierung, d.h. flächig
aufgebrachten, ungeordneten Ritzungen, gefunden haben, die häufig in Fundkomplexen der Gava-
;e- Kultur vorkommen.
en D 1 Wellenförmig
Viele feine Wellenlinien bilden zusammen ein Band.
Dieses auschließlich auf unspezifischen Wandscherben erscheinende Motiv wird mit den Wellenrand-
schüsseln assoziiert (Kat.-Nr. 466-473) (siehe dort). Die Ritzungen sind teils flächig, teils in mehreren
parallelen Bändern angebracht. Sie kommen unkombiniert vor mit Ausnahme von Kat.-Nr. 472 (mit
vertikaler Kannelur), sowie Kat.-Nr. 473 (mit Warzen). Wellenförmige Ritzungen sind bereits in der
lf. mittleren und späten Bronzezeit üblich und auch im gesamten Gebiet der Gava-Kultur bekannt, ohne
5·, daß sie sich zeitlich eingrenzen ließen453.
il- D2 Gerade, spitz zusammenlaufende Strichgruppen
6; Der Zustand der drei Beispiele ist so fragmentarisch, daß eine klare Ansprache nicht erfolgen kann. Es
ist könnte sich um einander schneidende Strichgruppen handeln oder aber um winkelband- bzw. stem-
454
1e1 förrnige Ritzungen, vergleichbar vielleicht mit einem Motiv aus Susani und der von Kemenczei am
nordostungarischen Gava-Material festgesteilen "Verzierung aus einander schneidenden Strichgrup-
pen"455. Zaharia setzt Kat.-Nr. 475 in Beziehung mit den Wellenrandschüsseln; bei Taf. 28,12 saß das
Motiv innen auf der Wandung, bei Taf. 45,1 innen am Boden. Beide Fragmente stammen wahrschein-
e- lich von Schalen.
~n D3 Konzentrisch, wahrscheinlich girlandenförrnig
Definition siehe A2c.
Bei Taf. 34,10 sitzt das Motiv innen im unteren Gefäßteil einer Schale; bei Taf. 25,3 außen auf dem
Bauch einer vermutlichen WellenrandschüsseL Geritzte Girlanden sind im Gegensatz zu den kanne-
456 457
ib lierten nicht besonders häufig. Sie erscheinen beispielsweise in Bobda und Sintana .
er D4 Schraffierte Flächen
Vier schräg schraffierte Flächen, wahrscheinlich Drei- und Vierecke, stoßen mit den Spitzen aneinan-
der. Dieses nur einmal nachgewiesene Motiv saß wahrscheinlich auf einer Schale (Taf. 28, 17). Rit-
zungen bzw. Kanneluren dieser Form sitzen meistens außen oder innen auf dem Boden von Schalen
458 459 fim det
und Tassen. Frühe Beispiele stammen aus der B1.harea- K u1tur un d aus S.lfet . D eswetteren .
460 461 462
sich das Motiv in Köröm , Teleac und Cicäu . Es findet sich auch noch in der jüngeren Hallstatt-
zeit463.

452
vgl. Ciugudean 1991 , 93-94; Lasz16 1994, 86 Dekortyp 24-29
453
Kemenczei 1982, 88; ders. 1984, 61 , 71; Ciugudean 1994,35
454
Stratan/Vulpe 1977, Taf. 22,176
455
Kemenczei 1984, 71
456
Boroffk:a 1994b, Abb . 1,2.4
457
Boroftka 1999, Abb. 5,2.5
Dumitra~cu 1983, Fig. 5
458
459
Laszl6 1994, Fig. 51 ,4
°
46
Kemenzcei 1984, Taf. 137,1.20
82 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

D5 Unten offene Dreiecke


Nach unten offene, sich teilweise berührende Dreiecke bilden zwei übereinanderliegende Reihen. Das
Motiv entspricht dem durch Punktstich (siehe G) hergestellten. Die Dreiecke sollen weiß inkrustiert
gewesen sein464 . Das Motiv erscheint einmalig auf einer dreigliedrigen Tasse (Taf. 29,22). Die beste
Parallele stammt aus Poroszl6-Aponhat465 , die anderen von Kemenczei genannten Beispiele für Drei-
ecksritzungen sind nur bedingt ähnlich466 . In Ciceu-Corabia findet sich das Motiv oben auf dem Rand
468
eines Gefäßes angebracht467 . Da Inkrustation sowohl in der Wietenberg - wie in der Basarabi-Kultur
üblich war, lassen sich aus dem einmaligen Vorkommen in Media~ keinerlei chronologische Folge-
rungen ziehen. Sicher ist jedoch, daß diese Technik in der Gava-Kultur nicht angewendet wurde469 .
D6 Vertikal
Vertikale Ritzungen liegen in schmalen Bändern nebeneinander. Das nur einmal nachgewiesene Motiv
(Kat.-Nr. 474) wird mit den Wellenrandschüsseln assoziiert.
D7 Horizontal
Vier parallel verlaufende horizontale Ritzungen erscheinen unten am Bodenansatz eines Plattformhen-
kels (Taf. 28,20).

E Eindrücke (siehe Typentaf. 6)


Tupfenartige Eindrücke erscheinen häufig auf ei- und trichterförmigen ungegliederten Töpfen, auf
Schalen sowie einmal auf einem zweigliedrigen Topf (Taf. 47, 10). Sie sind stets in Reihen angeordnet
und sitzen bei ei-und trichterförmigen Töpfen meistens auf Leisten knapp unterhalb des Randes. Bei
Taf. 33,9 sitzen nur drei zellenartig angeordnete Eindrücke auf der Leiste. Bei der Schale Taf. 28,13
sitzen Eindrücke innen auf dem Randabschluß, bei der Schale Taf. 26,2 wie auch bei den Töpfen Taf.
7,2; 42,12; 44,1; 47,10 außen auf dem Randabschluß. Töpfe wurden bereits in der Wietenberg-Kultur
470
in dieser Art verziert . Bei der Schale Taf. 28,16 sitzen die Eindrücke in einer vertikalen Reihe un-
terhalb einer wohl girlandenförmigen Kannelur. Den Topf Taf. 28,2 ziert eine knapp unterhalb des
Randes sitzende, horizontale Tupfenreihe, Parallelen dazu finden sich z.B. in Gränice~ti 471 . Einmal
sitzt eine horizontale Reihe von Eintiefungen direkt außen am Boden, darüber befindet sich eine Reihe
von schrägen Einkerbungen (Taf. 9,12). Eindrücke können ein Gefäß allein verzieren, meistens er-
scheinen sie aber in Form der Tupfenleiste, die bisweilen auch noch durch Knubben verziert ist (Taf.
24,3; 44,1; 49,1). Bei Taf. 7,2 erscheint unterhalb des tupfenverzierten Randabschlusses eine Knubbe.

F Einkerbungen (siehe Typentaf. 6)


Einkerbungen treten bei Schalen und eiförmigen Töpfen auf, und zwar stets in horizontalen Reihen.
Bei den Schalen sitzt einmal innen eine horizontale Reihe von Einkerbungen (Taf. 34, 16), zweimal
erscheint der Rand oben schräg eingekerbt (Taf. 28,4; 34,8). Für letzteres finden sich schöne Paralle-
472
len in Somator 1 • Bei den eiförmigen Töpfen erscheint einmal eine horizontale Kerbenreihe außen
am Randabschluß (Taf. 47,13), einmal auf dem Bauch (Taf. 7,1) und einmal auf einer Leiste unterhalb
des Randes (Taf. 33,2). Auf dem Bodenteil Taf. 9,12 erscheint eine unterbrochene Reihe von Kerben
über einer horizontalen Reihe von Eindrücken.
Taf. 28,4 und Taf. 34,16 weisen innen jeweils noch ein Band horizontaler Kannelur auf.

461
Vasiliev/Aldea/Ciugudean 1991, Fig. 38,25; 45,3
462
Winklerffakacs 1980, Fig. 6,8
463
Medovic 1978, Taf. 114, 4; Dobiat 1980, Taf. 54,1; Popovic 1981, Taf. 49, 8.11; Stegmann-Rajtär 1986, Taf. 6,b;
Ciugudean 1991 , 85
464
Zaharia 1965, 104
465
Kemenczei 1984, Taf. 127,2
466
Kemenczei 1984, 71
467
Vasiliev 1995a, 119 Fig. 12,6
468
Boroffka 1994a, 180
469
Vulpe 1965, 127
470
Boroffka 1994a, Taf. 52,12
471
Laszl6 1994, Fig. 40,1; ders. 1976, Abb. 2,5
472
Demeterova 1986, Tab. IV,3.5.6
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 83

G Punktstich (Typentaf. 6)
as Nach unten offene Dreiecke bilden horizontale Reihen, von denen zwei bis drei übereinander vor-
:rt kommen, die sich teilweise überlagern. Vergleiche D5. Das Motiv tritt ausschließlich bei dem Kegel-
te halsgefäß Taf. 29,1 auf.
;i-
ld 4.3 Zusammenfassung
ur Die dominierende Verzierungstechnik ist die Kanne! ur. Am weitaus häufigsten sind vertikale, girlan-
e- denförmige und horizontale Kannelur. Vertikale Kannelur ist besonders häufig mit Rippen assoziiert,
girlandenförmige Kannelur mit Vorsprüngen verschiedener Art. Die horizontale Kannelur tritt typi-
scherweise innen an Trichterrändern auf.
LV Die Gefäße sind reichlich verziert worden mit plastischen Vorsprüngen, Rippen und Leisten ver-
schiedenster Formen, die häufiger aufgesetzt, aber auch aus der Gefäßwand herausmodelliert wurden.
Da viele Formen in beiden Techniken ausgeführt wurden, ist ihre Differenzierung sicherlich künstlich.
Charakteristisch, wenn auch nicht allzu häufig, ist die Kombination von einem Vorsprung mit konzen-
trischer Kannelur. Festgehalten werden soll hier auch, daß die auf der Schulter oder dem Bauch sit-
zenden Vorsprünge bei den bitronkonischen Gefaßen immer nach oben oder horizontal nach außen
zeigen, niemals nach unten. Ein weiteres typisches Zierelement ist die Leiste unterhalb des Randes,
f die mit Knubben und Tupfen ausgestattet sein kann.
et
ei 5. Korrelation von Gefäßformen und Verzierungen
3 Sämtliche Grundformen mit Ausnahme des kugelförmigen Gefäßes können sowohl verziert als auch
.f. unverziert sein. Innerhalb der Grundformen gibt es jedoch einige Typen und Varianten, die nie verziert
lf sind. Von ihnen gibt es aber jeweils nur wenige Exemplare, weshalb der Eindruck täuschen kann. Es
1- handelt sich dabei um die Henkelschalen, die Schalen mit geknickter Wandung, die Zipfelrandschüs-
~s sel, die ungegliederten Tassen, die Tassen mit trankonischem Randteil, die zweigliedrigen Tassen und
al die Variante 2c der sackförmigen Töpfe. Sparsam verziert sind die zweigliedrigen Töpfe.
1e Die bitfonkonischen Gefäße sind in erster Linie mit Kanneluren sowie mit Vorsprüngen und Rip-
r- pen verziert. Kannelur erscheint zwar auch auf kalottenförmigen Schalen, Tassen, der Henkelschüssel,
f. den Fußschalen sowie in spezieller Form auch auf einem zweigliedrigen und einem stark bauchigen
Topf, doch von der Häufigkeit des Auftretens her ist sie besonders charakteristisch für die bittonkoni-
schen Gefäße. Sowohl die zweigliedrigen als auch die ungegliederten Töpfe sind fast ausschließlich
mit Vorsprüngen und (Tupfen-)Leisten verziert oder gar nicht. Gelegentlich tauchen Eindrücke und
Kerben auf. Die Schalen sind relativ variabel verziert, häufig aber auch gar nicht. Es gibt Kanneluren,
Ritzungen, Vorsprünge, Eindrücke, Dellen. Vorsprünge sitzen außen (abgesehen von den Warzen), der
Rest innen. Die verzierten Tassentypen- dreigliedrige Tasse, nierenförmige sowie dreimundige- sind
.n kanneliert, zweimal gibt es Ritzungen .
b Bestimmte Ziermotive bzw. -techniken, die auch häufiger auftreten, sind offensichtlich an be-
n stimmte Typen gebunden: Ritzungen erscheinen nur auf den Wellenrandschüsseln sowie auf Schalen
und Tassen. Leisten sind auf ungegliederte Töpfe und trankonische Schalen beschränkt. Schrägkanne-
lur des Randes, der sog. Turbanrand, ist auf kalottenförmige Schalen beschränkt. Rippen und spulen-
förmige Aufsätze erscheinen ausschließlich bei bittonkonischen Gefäßen bzw. dreigliedrigen Tassen.

6. Zusammenhang von Farbe - Oberflächenbehandlung - Magerung und Gefäßtyp


Die Farbe eines keramischen Objektes wird in hohem Maße von seinem Brand mitbestimmt; ist die
Farbe innen wie außen gleich, handelt es sich um einen einheitlichen Brand, ein andersfarbiger Kern
sowie stellenweise unterschiedlich gefärbte Oberflächen an einem Gefäß deuten auf einen uneinheitli-
chen oder mehrfachen Brand hin. Dunkle, d.h. schwarze bis braune Farben deuten eher auf reduzie-
473
rendes helle insbesondere rötliche Farben eher auf oxydierendes Brennklima hin • Eine technologi-
' '
sehe Untersuchung zur Entstehung der Farben, einschließlich der Zweifarbigkeit Schwarz-Rot, von

473
Schreg 1998, 40
84 IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~

474
Keramik aus der Gura Cämpului stammt von Bläjan . Zur sicheren Bestimmung müßten jedoch Ver-
475
gleichsbrändeangefertigt werden .
Rein optisch fe tstellbar ist, daß im vorliegenden Material viele Gefäße zweifarbig sind, und zwar
auf der Schauseite (d.h. meistens außen, bei den Schalen innen) dunkler (schwarz, braun) als innen,
wo ein rötlicher Farbton vorherrscht. Dies läßt sich besonders deutlich bei den bitronkonischen Gefa-
ßen beobachten476 . Auch bei den kalottenförrnigen Schalen tritt die Zweifarbigkeit auf, wenn auch
weniger kontrastreich: meistens ist die Innenseite etwas dunkler als die Außenseite. Weniger ausge-
prägt ist die Zweifarbigkeit bei den ungegliederten Töpfen und den Tassen, die meistens außen wie
innen einheitlich gefärbt sind. Bei den zweigliedrigen ist das Verhältnis zwischen deutlich zweifarbi-
gen und einfarbigen ausgeglichen.
Mit der Farbgebung korrespondiert bei einigen Gefäßtypen auch eine bestimmte Oberflächenbe-
handlung. Bei den meisten bitrollkonischen Gefäßen ist festzustellen, daß die Oberfläche der Schau-
seite besser behandelt wurde als die Innenfläche. Schwarze Oberflächen glänzen meistens, d.h. sie
sind gut geglättet oder poliert worden, z.T. auch metallisch poliert. Bei fast allen erhaltenen Trichter-
rändern ist festzustellen, daß sie keinen Unterschied in der Behandlung von außen und innen zeigen,
beide Seiten sind meistens poliert - sicherlich deshalb, weil die Innenseite des Trichterrandes Blick-
fang ist.
Bei den ungegliederten Töpfen dagegen sind Innen- wie Außenseite meistens gleich behandelt
worden, und zwar wurden sie überwiegend geglättet. Ähnlich ist es bei den zweigliedrigen Töpfen,
nur daß hier die Behandlung im Schnitt etwas sorgfältiger ist. Bei den Schalen sind ebenfalls meist
beide Seiten gleich behandelt worden, meist poliert, gegebenenfalls die innere besser. Die Schüsseln
wurden sorgfältig behandelt, meist außen besser als innen. Die Tassen wurden ebenfalls sorgfältig
behandelt, gut geglättet, poliert oder metallisch poliert, meistens ohne Unterschied zwischen innen und
außen, bisweilen aber außen besser als innen.
Gemagert wurde die Keramik in erster Linie mit Sand, häufig sind auch zerstoßene Scherben, klei-
ne Steinehen und Glimmer beigemengt. Eine mineralogische Analyse der Magerung von Keramik aus
der Gura Cämpului findet sich bei Bläjan477 . Neben etlichen unterschiedlichen Mineralien wird auch
Kohle festgestellt.
Tassen und Schalen sind meistens fein gemagert. Bei den bittonkonischen Gefäßen, den eiförmigen
sowie den zweigliedrigen Töpfen überwiegt mittlere bis grobe Magerung, die trankonischen Töpfe
sind ausschließlich mittel oder grob gemagert.

7. Abschließende Charakterisierung der Keramik


Das allgemeine Urteil von Zaharia, daß die Keramik von Media~ durch den schwarzen Brand, die Po-
lierung und das Vorherrschen der Kannelur charakterisiert wird478 , kann sicherlich so bestehen blei-
ben, auch wenn nicht alle Gefäßtypen diese Merkmale aufweisen. Denn das numerische Verhältnis der
Typen zueinander ist unausgeglichen: Die Fragmente von bittonkonischen Gefäßen überwiegen bei
weitem. Ebenfalls zahlreich vorhanden sind kalottenförrnige Schalen und ungegliederte Töpfe, wenig
vorhanden sind hingegen zweigliedrige Töpfe, Schüsseln und Tassen. Bei einer solchen Feststellung
muß aber bedacht werden, daß es sich beim vorliegenden Material fast nur um Scherben handelt, und
es somit schwierig ist, auf die ungefähre Gefäßanzahl zu kommen - da die bitronkonischen Gefäße
meistens sehr groß sind, hinterlassen sie im Falle der Zerstörung natürlich besonders viele Scherben.

474
Blajan u.a. 1980, 205
475
Bei Laszl6 1994, 189 findet sich eine technologische Erklärung der unterschiedlichen Gefäßfärbungen für die Keramik
von Granice~ti .
476
Das gleiche stellt Vasiliev für Bozna fest (Vasiliev 1995a 65)
477
Blajan u.a. 1980, 205 '
478
Zaharia 1965, 95
IV. Typengliederung und chronologische Einordnung der Keramik aus Media~ 85

er- Auch Cri~an bemerkt zur Keramik der Cetate, daß die Mehrzahl der Fragmente von großen Gefäßen
des bitrollkonischen Typs stammen479 .
rar Eine Unterscheidung in Grob- und Feinkeramik, wie sie bei Cri~an und Zaharia getroffen wird480 ,
!0, erscheint meiner Ansicht nach beim vorliegenden Material nur begrenzt sinnvoll, da Kriterien wie
fa- Magerung und Oberflächenbehandlung innerhalb eines Gefäßtyps recht heterogen sowie die Übergän-
eh ge von z.B. feinen zu grob gemagerten Gefäßen fließend sind. Die breite Masse der Gefäße hat eine
~e- mittlere Wandstärke von um die 1 cm. Deutlich dünnere Wandstärken haben die Tassen sowie die
/le Schalen mit Ausnahme der tronkonischen. Es gibt vereinzelt bei jedem Typ Gefäße, die deutlich dün-
Di- ner, und solche, die deutlich dicker sind als der Durchschnitt. Überdurchschnittlich dick sind jeweils
einige, aber nicht alle Exemplare der trichterförmigen Töpfe sowie der trankonischen Schalen.
le- Man kann sicherlich die Tassen und Schalen, mit Ausnahme der trankonischen Schalen, sowie die
lu- bitrollkonischen Gefäße mit Trichterrand als Feinkeramik bezeichnen, da sie überwiegend sorgfältig
;ie gearbeitet wurden, d.h. besonders gut poliert sind etc. Der Grobkeramik lassen sich die ungegliederten
~r- Töpfe und trankonischen Schalen zuordnen, da sie überwiegend nicht so gut behandelt wurden und
:n, teils auch eine deutlich dickere Wandstärke haben als der Durchschnitt.
.k- Nur einige wenige Anmerkungen sollen noch zur Funktionsbestimmung der Gefäße gemacht wer-
den. Für die sehr großen Kegelhalsgefäße, wie z.B. die der Variante 4, liegt eine Interpretation als
elt Vorratsgefäße nahe. Einige Gefäße konnten eindeutig als Urnen identifiziert werden (siehe Kap.
:n, II.3.2), wobei diese verschiedenen Gefäßtypen angehören (Henkelschüssel, sackförmige Töpfe,
ist bitrollkonische Gefäße mit Trichterrand). In zwei Fällen gehörten dazu nachweisbar Deckschalen:
;In einmal eine Henkelschale und einmal eine Turbanrandschale. Im Falle der Urne aus der Str. Mägurii
:ig (Taf. 49,1) wurde eine sekundäre Verbrennung beobachtet, was darauf hindeutet, daß sie mit im oder
n.d am Scheiterhaufen stand. Sekundäre Verbrennung ließ sich ebenso bei einigen bitrollkonischen Gefä-
ßen feststellen (Taf. 15,3.5; 17,3; 37,2).
~i- Zur Differenzierung der Gefäßkeramik zwischen den verschiedenen Fundstellen innerhalb von
us Media~ ist zu sagen, daß sich allein die keramischen Inventare von der Cetate und der Gura Cämpului
eh sinnvoll vergleichen lassen, da nur sie nennenswerte Materialmengen geliefert haben. Erwähnenswert
ist, daß fast alle Fußschalen, die nierenförmigen Tassen mit Plattforrnhenkel, die innere Kannelur der
en Trichterränder, die konzentrische Kannelur um einen Vorsprung herum, die innere Verzierung von
fe Schalen und die schräge Kannelur des Gefäßkörpers auf die Cetate beschränkt sind; aus der Gura
Cämpului stammen besonders viele unverzierte Schalen sowie Unikate wie die Henkel- und die Zip-
felschüsseL

0-
:i-
er
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ig
lg
ld
3e
n.

479
Cri~an 1955-56, 47. Zum Vergleich: für Granice~ti hat Laszl6 die Häufigkeit seiner einzelnen Gefaßtypen in Prozenten
angegeben: die größte Gruppe machen die sackförrnigen Töpfe aus, darauf folgen die Schalen und schließlich die bittonkoni-
schen Gefaße (Laszl6 1994, 189-191).
°
48
Cri~an 1955-56, 48; Nestor/Zaharia 1961, 176; Zaharia 1965, 87
V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren
Chronologie der Gava-Kultur

In diesem Kapitel sollen die bis jetzt unternommenen Ansätze vorgestellt werden, anband der Keramik
eine innere chronologische Gliederung der Gava-Kultur aufzustellen, sei es mit Hilfe der Stratigraphie
einer Fundstelle oder sei es aufgrund von Typenvergleichen, Metalldatierung etc.
Die wesentlichen Untersuchungen dazu lassen sich vier verschiedenen Regionen zuordnen:
1. Für die subkarpatische Ukraine und die Moldau wird das von Smimova herausgearbeitete Schema
der Phasen Mahala ill und IV angewandt;
2. für NO-Ungarn und NW-Rumänien greift man auf die Phaseneinteilung Gava I und II nach Ke-
menczei zurück;
3. in der Slowakei und der transkarpatischen Ukraine richtet man sich nach den von Paulfk herausge-
arbeiteten Horizonten Somator I und II;
4. besonders verworren ist der Forschungsstand in Siebenbürgen, wo man seit Jahrzehnten versucht,
die zahlreichen befestigten Höhensiedlungen der Gava-Kultur in eine chronologische Abfolge zu
bringen; besonders wichtig waren und sind dabei aufgrund ihres vergleichsweise guten Erfor-
schungsgrades sowie ihrer besonderen Funde die Siedlungen von Reci , Media~, Teleac und Cema-
tu.
Allgemein verbreitet ist die Ansicht, daß sich ein älterer und ein jüngerer Horizont innerhalb der
Gava-Kultur trennen lassen, im Detail umstritten ist allerdings die Frage, welche Fundorte wo einzu-
ordnen sind. Im folgenden sollen zunächst die für die oben genannten Regionen herausgearbeiteten
Datierungssysteme mit ihren jeweiligen Leittypen einzeln abgehandelt und in sich auf Widersprüche
untersucht werden, um im Anschluß die Vorstellungen zu ihrer gegenseitigen Synchronisierung dar-
stellen zu können. Dabei wird die Frage untersucht, ob es möglich ist, für das gesamte Gava-Gebiet
einheitliche, chronologisch auf bestimmte Phasen einzugrenzende Leittypen zu bestimmen, oder ob
die Typentwicklung sich in den einzelnen Regionen zu stark voneinander unterscheidet. Abschließend
wird dann Stellung genommen zu den Möglichkeiten der chronologischen Eingrenzung der äl-
terhallstattzeitlichen Besiedlung in Media~.

1. Die Phaseneinteilungen in den verschiedenen Regionen der Gava-Kultur

1.1 Mahala III und IV nach Smirnova


Die Stratigraphie der Siedlung von Mahala wurde von Smirnova vorgelegt. Als typisch für die Schicht
Mahala III nennt sie an Formtypen die sackförmigen Gefäße und die durch Ritzungen, speziell wel-
lenförmige Ritzungen, verzierten Wellenrandschüsseln. Dazu kommen Einzugsschalen mit Turban-
rand und kalottenförmige Schalen mit Wellenrand, wobei letztere häufiger sind. Schließlich gehören
noch die bitrollkonischen Gefäße mit zylindrischem oder trichterförmigem Hals zu diesem Horizon{
Darunter fällt auch ein dreiteiliges Etagengefäß2 • Laszl6 schreibt, daß die dreiteiligen Etagengefäße
Mahala III charakterisieren, in IV würden zweiteilige sowie Kegelhalsgefäße vorherrschen3 . An Ver-
zierungstypen nennt Smimova den konzentrisch kannelierten Vorsprung und die äußere Verzierung
mit durch Büschel trockenen Grases oder Strohs aufgetragenen Strichbündeln (=Besenstrich) 4 .
In Mahala N hingegen gäbe es keine Ritz- und keine Strichbündelverzierung mehr. Neu seien je-
doch die (Tupfen)leiste sowie an Formtypen die nierenförmige Tasse. Bei den bitrollkonischen Gefä-
ßen e~scheine? statt der Zylinderhälse Kegelhälse, womit der Übergang Hals-Körper weicher wird un?
der b1tronkomsche Charakter zunimmt. Bei den Schalen übertrifft die Anzahl der Einzugsschalen rmt
1
Smirnova 1974, 372-373
2
vgl. Smirnova 1974, Fig. 2,3
3
Laszl6 1994, 77
4
Smirnova 1974, 372
V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren Chronologie der Gava-Kultur 87

Turbanrand nun die der kalottenförrnigen Schalen mit Wellenrand. Bei ersteren erscheint jetzt auch
der Pseudoturbanrand, außerdem wird die innere Verzierung durch girlandenförrnige oder konzentri-
sehe Ritzungen sowie kleine Warzen, die Nieten imitieren, häufig 5 .
Dieser Einteilung ist man bei der zeitlichen Einordnung von anderen Gava-Fundorten in der Ukrai-
ne und der Moldau verschiedentlich gefolgt. So ordnet Kruselnicka die meisten Gräber aus dem Grä-
amik berfeld von Sopit aufgrundder sackförrnigen Töpfe mit geschrammter Oberfläche, der Einzugsschalen
tphie mit Turbanrand und der zylindrischen Hälse der Mahala III-Phase zu, stellt aber auch jüngere Elemen-
te fest (HaB-Metallfunde sowie gewölbte Kegelhälse). Die frühere Stufe der Gava-Holihrady-Kultur
werde neben den besprochenen Gräbern aus Sopit auch durch Material aus anderen Fundstellen am
tema Dnjestr-Oberlauf repräsentiert, nämlich durch die Siedlungen von Krylos und Bovsiv unweit von Kry-
los. Die letztgenannte Fundstelle erbrachte beispielsweise Wellenrandschüsseln. Metallfunde aus
Ke- Bovsiv (Bronzenadel und -sichel) datieren in HaB 6.
Ignat parallelisierte die Nekropole von Volovät mit Mahala III, u.a. aufgrund der hier gefundenen
1sge- ritzverzierten Wellenrandschüssel7 .
Laszl6 maß dem von Smirnova konstatierten Wechsel in der Verzierungsweise der sackförrnigen
Jcht, Gefäße zwischen Mahala Ill (Strichbündel) und IV (Leisten und Tupfenleisten) besondere Bedeutung
zu, da er in Gränice~ti das Vorherrschen der Strichbündelverzierung und ein völliges Fehlen der Leis-
;e zu
ten feststellen konnte 8 . Er ordnete Gränice~ti daher der Mahala ill-Phase zu bzw. hielt es für noch älter
rfor-
aufgrund der hier gefundenen, aber in Mahala fehlenden, konzentrisch kannelierten, hypertrophierten,
:ma-
hohlen Buckel. Diese Vor-Mahala III-Phase datiert er in die erste Hälfte oder in die Mitte von HaA
und hält sie für etwa gleichzeitig mit Gava I in der Theißgegend. Außerdem stellte er die Siedlungen
der
von Preute~ti und Siret sowie das Gräberfeld von Volovät in die Mahala ill-Phase. Da sich in Volovät
nzu-
auch ein Topffragment mit eingeritzter Leiste fand sowie in Boto~ana neben der wellenförrnigen Ritz-
:eten
verzierung und der Besenstrichverzierung auch sporadisch Fingertupfenleisten erscheinen, postuliert
iche
er eine Zwischenphase zwischen Mahala Ill und IV, die vielleicht auch noch in HaA datiere. Meiner
dar-
Ansicht nach könnte man das gemeinsame Vorkommen von Fingertupfenleiste und Besenstrichverzie-
!biet
rung genauso gut als Hinweis darauf interpretieren, daß diese Merkmale nicht phasentypisch sind. Es
r ob
fragt sich, ob es nicht übertrieben ist, einem räumlich wie zeitlich derartig weit verbreiteten Motiv wie
~end
der Tupfenleiste eine solche chronologische Bedeutung zu unterstellen .
. äl-
In die Phase Mahala IV, die er mit Taktabaj , Somator II und Mezöcsat parallelisiert und in HaB da-
tiert, ordnet Laszl6 das Gräberfeld von Cucoräni und das Material von Sili~tea Nouä. In dieselbe Spät-
zeit würden vielleicht auch die Gefäßfunde von Hänte~ti, Liteni, Vornicenii Mici, Zahare~ti gehören .
9

1.2 Somotor I und II nach Paulik


Die Phasen Somator I und II der Gava-Kultur wurden von Paulik anband des keramischen Materials
ticht 10
sowie der Stratigraphie der slowakischen Siedlung von Somotorska hora definiert • Der Phase Soma-
,vel- tor I ordnet er bei seinen "henkellosen Amphoren" die Formen mit leicht trichterförrnigem und streng
)an- zylinderförmigem Hals zu; alt seien außerdem die Wellenrandschüsseln mit geritzten Verzierungen. In
)ren der Phase Somator //herrschen bei den "henkellosen Amphoren" die mit konischem Hals vor. Hin-
1
mt . sichtlich der Tassen und Schöpfkellen ist Paulik der Ansicht, daß die älteren Formen stärkere Profilie-
;äße 11
rung zeigen, während die jüngeren einfacher, halbkugelig sind •
!er- 12
Smirnova hat die Horizonte mit ihren Leittypen dargestellt . Danach gehören in Somator I die
ung ritzverzierten Wellenrandschüsseln und die Zylinderhalsgefäße; in Somator II nierenförrnige Tassen,
innere Nietenverzierung und Kegelhalsgefäße .
. je-
efä- 5
Smimova 1974, 373-375
und 6
Kruselnicka 1979a, 78-83
mit 7
Ignat 1976, 104 und Fig. 3,9
8
Laszl6 1994, 71 ; 193
9
Laszl6 1994, 195-196
10
Paulik 1968, 21 -38
11
Paulik 1968,40-41 und Abb. 6-7.9-10
12
Smimova 1974, Fig. 2,10-14 und 3,12-18
V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren
Chronologie der Gava-Kultur

In diesem Kapitel sollen die bis jetzt unternommenen Ansätze vorgestellt werden, anhand der Keramik
eine innere chronologische Gliederung der Gava-Kultur aufzustellen, sei es mit Hilfe der Stratigraphie
einer Fundstelle oder sei es aufgrund von Typenvergleichen, Metalldatierung etc.
Die wesentlichen Untersuchungen dazu lassen sich vier verschiedenen Regionen zuordnen:
1. Für die subkarpatische Ukraine und die Moldau wird das von Smimova herausgearbeitete Schema
der Phasen Mahala ill und IV angewandt;
2. für NO-Ungarn und NW-Rumänien greift man auf die Phaseneinteilung Gava I und II nach Ke-
menczei zurück;
3. in der Slowakei und der transkarpatischen Ukraine richtet man sich nach den von Paulik herausge-
arbeiteten Horizonten Somator I und II;
4. besonders verworren ist der Forschungsstand in Siebenbürgen, wo man seit Jahrzehnten versucht,
die zahlreichen befestigten Höhensiedlungen der Gava-Kultur in eine chronologische Abfolge zu
bringen; besonders wichtig waren und sind dabei aufgrund ihres vergleichsweise guten Erfor-
schungsgrades sowie ihrer besonderen Funde die Siedlungen von Reci, Media~, Teleac und Cerna-
tu.
Allgemein verbreitet ist die Ansicht, daß sich ein älterer und ein jüngerer Horizont innerhalb der
Gava-Kultur trennen lassen, im Detail umstritten ist allerdings die Frage, welche Fundorte wo einzu-
ordnen sind. Im folgenden sollen zunächst die für die oben genannten Regionen herausgearbeiteten
Datierungssysteme mit ihren jeweiligen Leittypen einzeln abgehandelt und in sich auf Widersprüche
untersucht werden, um im Anschluß die Vorstellungen zu ihrer gegenseitigen Synchronisierung dar-
stellen zu können. Dabei wird die Frage untersucht, ob es möglich ist, für das gesamte Gava-Gebiet
einheitliche, chronologisch auf bestimmte Phasen einzugrenzende Leittypen zu bestimmen, oder ob
die Typentwicklung sich in den einzelnen Regionen zu stark voneinander unterscheidet. Abschließend
wird dann Stellung genommen zu den Möglichkeiten der chronologischen Eingrenzung der äl-
terhallstattzeitlichen Besiedlung in Media~.

1. Die Phaseneinteilungen in den verschiedenen Regionen der Gava-Kultur

1.1 Mahala 111 und IV nach Smirnova


Die Stratigraphie der Siedlung von Mahala wurde von Smimova vorgelegt. Als typisch für die Schicht
Mahala /// nennt sie an Formtypen die sackförmigen Gefäße und die durch Ritzungen, speziell wel-
lenförrnige Ritzungen, verzierten Wellenrandschüsseln. Dazu kommen Einzugsschalen mit Turban-
rand und kalottenförrnige Schalen mit W ellenrand, wobei letztere häufiger sind. Schließlich gehören
1
noch die bitrollkonischen Gefäße mit zylindrischem oder trichterförmigem Hals zu diesem Horizont •
Darunter fällt auch ein dreiteiliges Etagengefäß 2 . Laszl6 schreibt, daß die dreiteiligen Etagengefäße
3
Mahala III charakterisieren, in IV würden zweiteilige sowie Kegelhalsgefäße vorherrschen . An Ver-
zierungstypen nennt Smimova den konzentrisch kannelierten Vorsprung und die äußere Verzierung
4
mit durch Büschel trockenen Grases oder Strohs aufgetragenen Strichbündeln (=Besenstrich) .
In Mahala N hingegen gäbe es keine Ritz- und keine Strichbündelverzierung mehr. Neu seien je-
doch die (Tupfen)leiste sowie an Formtypen die nierenförrnige Tasse. Bei den bitrollkonischen Gefä-
ßen erscheinen statt der Zylinderhälse Kegelhälse, womit der Übergang Hals-Körper weicher wird und
der bitrollkonische Charakter zunimmt. Bei den Schalen übertrifft die Anzahl der Einzugsschalen mit

1
Smimova 1974, 372-373
2
vgl. Smimova 1974, Fig. 2,3
3
Laszl6 1994, 77
4
Smimova 1974, 372
V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren Chronologie der Gava-Kultur 87

Turbanrand nun die der kalottenförrnigen Schalen mit Wellenrand. Bei ersteren erscheint jetzt auch
der Pseudoturbanrand, außerdem wird die innere Verzierung durch girlandenförrnige oder konzentri-
sche Ritzungen sowie kleine Warzen, die Nieten imitieren, häufig 5 .
Dieser Einteilung ist man bei der zeitlichen Einordnung von anderen Gava-Fundorten in der Ukrai-
ne und der Moldau verschiedentlich gefolgt. So ordnet Kruselnicka die meisten Gräber aus dem Grä-
berfeld von Sopit aufgrundder sackförrnigen Töpfe mit geschrammter Oberfläche, der Einzugsschalen
mit Turbanrand und der zylindrischen Hälse der Mahala Ill-Phase zu, stellt aber auch jüngere Elemen-
te fest (HaB-Metallfunde sowie gewölbte Kegelhälse). Die frühere Stufe der Gava-Holihrady-Kultur
werde neben den besprochenen Gräbern aus Sopit auch durch Material aus anderen Fundstellen am
Dnjestr-Oberlauf repräsentiert, nämlich durch die Siedlungen von Krylos und Bovsiv unweit von Kry-
los. Die letztgenannte Fundstelle erbrachte beispielsweise Wellenrandschüsseln. Metallfunde aus
Bovsiv (Bronzenadel und -sichel) datieren in HaB 6.
Ignat parallelisierte die Nekropole von Volovät mit Mahala Ill, u.a. aufgrund der hier gefundenen
ritzverzierten W ellenrandschüssel 7 .
Laszl6 maß dem von Smirnova konstatierten Wechsel in der Verzierungsweise der sackförrnigen
Gefäße zwischen Mahala III (Strichbündel) und IV (Leisten und Tupfenleisten) besondere Bedeutung
zu, da er in Gränice~ti das Vorherrschen der Strichbündelverzierung und ein völliges Fehlen der Leis-
ten feststellen konnte 8 . Er ordnete Gränice~ti daher der Mahala ill-Phase zu bzw. hielt es für noch älter
aufgrund der hier gefundenen, aber in Mahala fehlenden, konzentrisch kannelierten, hypertrophierten,
hohlen Buckel. Diese Vor-Mahala III-Phase datiert er in die erste Hälfte oder in die Mitte von HaA
und hält sie für etwa gleichzeitig mit Gava I in der Theißgegend. Außerdem stellte er die Siedlungen
von Preute~ti und Siret sowie das Gräberfeld von Volovät in die Mahala lli-Phase. Da sich in Volovät
auch ein Topffragment mit eingeritzter Leiste fand sowie in Boto~ana neben der wellenförrnigen Ritz-
verzierung und der Besenstrichverzierung auch sporadisch Fingertupfenleisten erscheinen, postuliert
er eine Zwischenphase zwischen Mahala Ill und IV, die vielleicht auch noch in HaA datiere. Meiner
Ansicht nach könnte man das gemeinsame Vorkommen von Fingertupfenleiste und Besenstrichverzie-
rung genauso gut als Hinweis darauf interpretieren, daß diese Merkmale nicht phasentypisch sind. Es
fragt sich, ob es nicht übertrieben ist, einem räumlich wie zeitlich derartig weit verbreiteten Motiv wie
der Tupfenleiste eine solche chronologische Bedeutung zu unterstellen.
In die Phase Mahala IV, die er mit Taktabaj, Somator II und Mezöcsat parallelisiert und in HaB da-
tiert, ordnet Laszl6 das Gräberfeld von Cucoräni und das Material von Sili~tea Nouä. In dieselbe Spät-
zeit würden vielleicht auch die Gefäßfunde von Hänte~ti, Liteni, Vornicenii Mici, Zahare~ti gehören .
9

1.2 Somotor I und II nach Paulik


Die Phasen Somator I und II der Gava-Kultur wurden von Paulik anhand des keramischen Materials
10
sowie der Stratigraphie der slowakischen Siedlung von Somotorska hora definiert • Der Phase Soma-
tor I ordnet er bei seinen "henkellosen Amphoren" die Formen mit leicht trichterförmigem und streng
zylinderförmigem Hals zu; alt seien außerdem die Wellenrandschüsseln mit geritzten Verzierungen. In
der Phase Somator //herrschen bei den "henkellosen Amphoren" die mit konischem Hals vor. Hin-
sichtlich der Tassen und Schöpfkellen ist Paulik der Ansicht, daß die älteren Formen stärkere Profilie-
11
rung zeigen, während die jüngeren einfacher, halbkugelig sind .
12
Smimova hat die Horizonte mit ihren Leittypen dargestellt • Danach gehören in Somator I die
ritzverzierten Wellenrandschüsseln und die Zylinderhalsgefäße; in Somator II nierenförrnige Tassen,
innere Nietenverzierung und Kegelhalsgefäße.

5
Smimova 1974, 373-375
6
Kruselnicka 1979a, 78-83
7
Ignat 1976, 104 und Fig. 3,9
8
Laszl6 1994, 71 ; 193
9
Laszl6 1994, 195-196
10
Paulfk: 1968, 21-38
11
Paulfk: 1968, 40-41 und Abb. 6-7.9-10
12 s . . 2,10-14 und 3,1 2-1 8
numova 1974, F1g.
88 V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren Chronologie der Gava-Kultur

Demeterova schließt sich der Gliederung der Gava-Kultur in die Phasen Somator I und II an, möchte
aber zusätzlich noch eine ältere Phase herausarbeiten, zu der sie das Material aus Sebastovce, Barca,
Borsa und V alalfky-Vsechsvätych sowie aus den Grabverbänden von Zemplinske Kopcany und Bra-
covce zählt. Für dieses Material bewertet sie u.a. das Auftreten der klassischen Gava-Amphore und
einer älteren Variante der Wellenrandschüsseln als kennzeichnend. Diese Phase sei als Beginn des
Formungsprozesses der Gava-Kultur im Milieu der ausklingenden Suciu de Sus-Kultur zu verstehen
und wird von ihr in BzD-HaA1 gestellt. Sie synchronisiert sie mit Läpu~ I und II sowie der Berkesz-
Kultur. Somator I stellt sie in HaA bis HaB 1 - hier würde die klassische Gava-Amphore fehlen, die
für die vorangehende Stufe charakteristisch sei. Neben dem Material aus Somator seien Funde aus
J astrabie und Plesany für diese Stufe charakteristisch. Somator II, also das Material vom sog. Soma-
tor-Typus, schließt daran an 13 . In die Somator li-Stufe wird auch das Gräberfeld von Vojnatina ge-
stellt14.

1.3 Gava I und II nach Kemenczei


15
Die Untergliederung der Gava-Kultur in die Phasen Gava I und II geht auf Kemenczei zurück.
Systematisch vorgestellt und begründet hat er diese Einteilung jedoch nicht: Bei der Besprechung der
typischen Gefäßformen und Verzierungsarten der Gava-Kultur erwähnt er nur gelegentlich, welche für
die frühe und welche eher für die späte Phase typisch seien. Die gerechtfertigte Kritik an dieser
Phaseneinteilung steht bereits bei Szab6. Dieser vertritt zudem die Ansicht, daß die Gava-Kultur in
ihrem Ursprungsgebiet mit geradezu explosionsartiger Geschwindigkeit in HaA1 mit fast dem
vollständigen Repertoire ihrer Keramik aufgetreten ist 16 . Wenn dem so ist, erscheint in diesem Gebiet
die Möglichkeit des Erstellens einer chronologischen Abfolge der Gava-Keramikformen als fast
unmöglich.
Die von Kemenczei für NO-Ungarn herausgearbeitete Phaseneinteilung wurde von Nemeti auch in
der Cri~ana angewandt. Er ordnete einige Komplexe, die sowohl Elemente der Cehälut-Gruppe und
17
Suciu de Sus-Importe als auch typische Gava-Elemente enthielten, der frühen Gava I-Phase zu .
Nach Kemenczei ist für die Phase Gava I das Material aus Nagykall6-Telekoldal und Tiszakeszi-
Sz6dadomb typisch. Aus Nagykall6 stammt nämlich zum einen ein in HaAl datierter Hortfund, zum
anderen seien in der dortigen Keramik spätbronzezeitliche Traditionen feststellbar, während aus Tis-
zakeszi auch Piliny-Keramik stamme. Der in einem Gefäß mit Wellenlinienverzierung gefundene erste
Bronzefund von Piricse und der in Tallya in einem bauchigen urnenförmigen Topf gefundene Bronze-
fund würden auf dieselbe Periode zurückgehen 18 • Mozsolics stellte in Nagykall6 die Existenz von zwei
Schichten fest, wobei sie die untere Schicht aufgrund des Hortfundes in die ältere Gava-Phase, die
obere in die jüngere datierte 19 . Kemenczei nahm diese Einteilung jedoch nicht auf und auch Mozsolics
kam später nicht mehr darauf zurück20 . Nemeti ordnet die Siedlungen von Carei-Ferma I.A.S. (Spitz),
Berveni-Ritul Caprei, Cäpleni-Malul Crasnei, Ciume~ti a, b, c, Berea XIV und vielleicht Biharia
complex Nr. 4, Moftinu Mic-Ritul Negru der Gava I-Phase nach Kemenczei zu und datiert sie in BzD-
HaA21.
Die Phase Gava II wird nach Kemenczei durch die Funde aus den in Prügy, in Köröm-
Rak6czidomb und Poroszl6-Aponhat erschlossenen Siedlungsteilen charakterisiert. Sie könne auf-
grundder in Prügy und Poroszl6 gefundenen Gußformfragmente in die dritte spätbronzezeitliche Peri-
ode (HaA2-B 1) datiert werden. Ihr charakteristischstes Fundmaterial sei aus den in Taktabaj erschlos-
senen Urnengräbern zum Vorschein gekommen, die auf Grund der dort ausgegrabenen bronzenen

13
Demeterova 1986, 130-131 und Abb. 2; dies. 1989; entsprechend auch Furmanek/Veliacik/Vladar 1999, 104
14
Budinsky-Kricka 1976, 148; Furmanek/VeliaCik/Vladar 1999, 104
15
Kemenczei 1971 , 54-55; 1982; 1984, 73
16
Szab6 1996, 54-55
17
Nemeti 1990, 46-47
18
Kemenczei 1982, 90; ders. 1984, 65
19
Mozsolics 1963, 262; Laszl6 1976-77, 48-49
20
Mozsolics 1985, 78-79
21
Nemeti 1990, 43 , 46-47
V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren Chronologie der Gava-Kultur 89

Blattbügelfibel in HaB 1 datiert werden . Nach Nemeti gehören die Siedlungen von Cäua~-Sighetiu,
22

Dinde~ti-Vatra satului, Andrid-Corlat, Pi~colt-Via veche, Sanisläu-Livadä, Vä~ad-Lutärie, Oradea-


Salca, Biharia, Suncuiu~, Tä~ad, Tiream-Via veche in die Phase Gava II 23 .
Die Definition der Phasenaufgrund der einzelnen von Kemenczei als jeweils für eine Phase typisch
betrachteten Fundorte der Gava-Kultur wurde von anderen Forschern nicht einheitlich übernommen.
Mozsolics etwa ordnet die Siedlung von Poroszl6-Aponhat zeitlich der von Nagykall6 gleich, d.h. in
Gava I, da sie das Gußformfragment von Poroszl6 in den Kurd-Horizont (HAI) datieren will24 . Laszl6
25
und Patay dagegen datieren es in HaA2 , Parein seine DFS IV/HaB1 26 , Kemenczei selbst in HaA2-
Bl z7.
Den Kurd-Horizont (HaAl) verbindet Mozsolics östlich von Donau und Theiß aufgrund einiger
Horte, deren Tongefäße erhalten blieben (Doboz, Nagykall6, Tallya, Tiszabercel, Vajdacska, Napkor-
Piripuc, Pecica, Cornutel), sowie der Gußformen des Kord-Horizontes aus den Gava-Siedlungen von
u.a. Nagykall6 und Poroszl6-Aponhat mit einer älteren Phase der Gava-Kultur. Den Horizont Gyerme-
ly (HaA2) synchronisiert sie mit einer jüngeren Phase der Gava-Kultur28 • Zu der kulturellen Zuord-
nung der spätbronzezeitlichen Depotfundhorizonte von Hajduböszörmeny, Romand und Bükkszent-
laszl6, die ihren Bronzezeitstufen B VI a-c entsprechen, hat sie sich nicht mehr äußern können29 . Ke-
menczei hält wie Mozsolics die erste Phase der Gava-Kultur für gleichzeitig mit den nach Rusu in die
Cincu-Suseni-Stufe/HaAl gehörenden Depotfunden Siebenbürgens. Mit der zweiten Phase verbindet
er die Depotfunde vom Typ Hajduböszörmeny/HaB 1, da sich in der Theißgegend keine der von Rusu
defmierten Turia-Jupalnic-Stufe/HaA2 Siebenbürgens entsprechende Stufe abtrennen lasse. Die Her-
stellung der Objekte vom Typ Hajduböszörmeny dürfe in der Theißgegend jedoch früher als im HaB 1
Mitteleuropas begonnen haben. Daß die auf dem Gebiet der Gava-Kultur gefundenen Depotfunde
dieser beiden Phasen tatsächlich der Gava-Kultur zugerechnet werden können, schließt er zum einen
daraus, daß einige davon in Gefäßen vom Typ Gava zum Vorschein gekommen sind: Gegeny, Nagy-
kall6-Telekoldal, Piricse und Tallya für die erste Phase, Nyfrtura und Debrecen-Dombos tanya für die
zweite Phase, zum anderen aus einigen Metallfunden aus Siedlungen und Gräberfeldern, die Parallelen
in den Horten der relevanten Stufen aufweisen 30 .
Vicze 1996 stellt eine von Kemenczei differierende Phaseneinteilung auf. Sie ordnet das Material
der Siedlungen von Nagykall6, Prügy, Poroszl6-Aponhat und Köröm zusammen in eine frühe Phase
der Gava-Kultur und trennt davon das Gräberfeld von Taktabaj ab, das sie als alleinigen Vertreter der
späten Phase nennt. Dazwischen will sie zusätzlich eine Übergangsphase anband des von ihr
bearbeiteten Materials aus der Siedlung Gyoma 133 erkannt haben, da sich dort sowohl frühe wie auch
späte Elemente nebeneinander gefunden hätten. Es fragt sich, ob dieser Befund nicht richtiger
dahingehend interpretiert werden sollte, daß die bis jetzt herausgearbeiteten Kriterien für die
chronologische Bestimmung "früh" oder "spät" schlicht nicht zutreffend sind.
Folgende der von ihm definierten Formtypen ordneten Kemenczei und ihm folgend Nemeti der
Gava /-Phase zu 31 (derweil sich bei Nemeti auch einige nicht von Kemenczei genannte Typen finden
und umgekehrt):
-Die Urnen vom Pseudovillanovatyp mit horizontal kannelierter Halspartie und kannelierter
Buckelverzierung, wobei Kemenczei zu diesem Typ aber auch Fragmente aus Prügy, Köröm und
Poroszl6 zählt - Fundorte, die er eigentlich der Phase Gava li zuordnet;

22
Kemenczei 1984, 73
23
Nemeti 1990, 47
24
Mozsolics 1985, 79
25
Patay 1976, 200; Laszl6 1994, 92
26
Pare 1998, 421
27
Kemenczei 1984, 161 ; Genito/Kemenczei 1991, 122
28
Mozsolics 1985,78-79, 82
29
Mozsolics 2000
°
3
31
Kemenczei 1984, 74-85
Kemenczei 1984, 65-70; Nemeti 1990, 39-42
90 V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren Chronologie der Gava-Kultur

-die Urne mit nach außen gebogenem Rand und halbkreisförrnigen Rippen an der Schulter aus
Nagykall6 - ungefähr vergleichbare Exemplare finden sich auch in der Cri~ana, obwohl dort die
Wülste anders stehen 32 ~
-kurze Urnen mit geschweiftem Hals und nach außen gebogenem Rand, da der Hort von Tallya in
einem solchen Gefäß lag 33 ~
-Schüsseln mit nach außen gebogenem Rand und kannelierter Schulter, da sie aus der Spätpiliny-
Kultur übernommen worden seien~ das eine Exemplar (Kemenczei 1984, Taf. 134,21) ähnelt der
Henkelschüssel aus Media~ (Taf. 40,1)~
-schließlich noch die Tassen mit geradem Rand, zylindrischem Hals und hervorspringender Schul-
ter, da ein Exemplar aus der Siedlung von Nagykall6 stammt.
Vicze nennt noch weitere frühe Gefäßtypen, darunter auch mit Wellenlinien und kleinen Buckeln
verzierte bauchige Schüsseln, die trotz fehlender Randteile sicherlich dem von mir so bezeichneten
Typ der Wellenrandschüsseln zugeordnet werden können 34 . Dieser Gefäßtyp scheint aber auch noch in
Gava II vorzukommen: So läßt sich zumindest für das Gefäß von Nyfregyhaza 35 argumentieren, da es
offenbar mit bronzenen Schälchenkopfnadeln zusammen gefunden wurde 36 , die Mozsolics in ihren
Horizont Gyermely stellt (HaA2) 37 . Da Mozsolics die Wellenrandschüssel bei der Beschreibung der
Beifunde der Nadeln jedoch nicht erwähne 8 , muß offen bleiben, ob wirklich eine Vergesellschaftung
vorlag. Tatsächlich kommen ja ritzverzierte Wellenrandschüsseln aus den Siedlungen von Prügy, Po-
roszl6-Aponhat und Köröm, die nach Kemenczei in die Phase Gava II gehören.
Bei den Verzierungstypen schließlich sind nach Kemenczei und Vicze die vertikal oder schräg
kannelierten Gefäßschultern und -bäuche in I häufiger als in II anzutreffen, gleiches gelte für die kon-
zentrisch kannelierten hohlen Vorsprünge 39 und die innere Facettierung des Randes bei bitrollkoni-
schen Gefäßen wie auch Schalen40 • Desweiteren seien Tupfenleiste und Besenstrichverzierung ein
relativ häufig angewandtes Zierelement41 •
An für Gdva II charakteristischen Typen nennt Kemenczei nur den Pseudovillanova-Urnentyp mit
schmaler Schulter, den entwickelten Typ der Urnen mit geschweiftem Hals und nach außen geboge-
nem Rand sowie die Tassen mit eingedrückter Seite am Henkel (d.h. die nierenförrnigen Tassen)42 .
Vicze fügt einen eimerartigen Topftyp mit zwei Griffen unter dem Rand sowie einfache konische Tas-
sen hinzu, da beide Typen aus Taktabaj bekannt seien43 . Dazu ist jedoch zu bemerken, daß sackförmi-
ge oder "eimerartige" Töpfe mit Henkeln auch schon in der späten Bronzezeit vorkommen (vgl. Kap.
IV.3). Da die Verzierung durch nietenförrnige Warzen auch in Poroszl6-Aponhat44 und Köröm45 nach-
gewiesen ist, mag man auch diese noch hinzufügen.

1.4 Siebenbürgen
Aus der Literatur läßt sich folgendes Schema der chronologischen Einteilung der Gava-Kultur in
Siebenbürgen extrahieren:

32
Ein solcher Wulst ist auch aus Poroszl6-Aponhat bekannt: Kemenczei 1984, Taf. 127,3.
33
Wobei zu bemerken ist, daß das Hortgefäß von Tallya dem eben erwähnten Gefäß aus Nagykäll6 mit den halbkreisförmi-
~4en Rippen an der Schulter von der Form her entspricht, siehe auch Mozsolics 1985, 78 .
Vicze 1996, 29 , 32 und Fig. 9,1.2.4
35 Kemenczei 1984, Taf. 131 ,1
36
Kemenczei 1984, 160
37
Mozsolics 1985, 67; 82
38
Mozsolics 1985, 160-161
39
Kemenczei 1982, 86-88 ; Vicze 1996, 29, 32
40
Nemeti 1990, 43; Vicze 1996, 29
41
Vicze 1996, 29, 32
42
Kemenczei 1984, 65-70
43
Vicze 1996, 29 , 32
44
Patay 1976, Abb. 2,10
45
Kemenczei 1984, Taf. 137,20; 147,13
V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren Chronologie der Gava-Kultur 91

1. Frühe Phase
Rusu und Petrescu-D!mbovita postulieren eine "Einwanderungsphase" der S!ntana-Läpu~-Pecica­
bzw. Gava-Läpus-Kultur nach Siebenbürgen in HaA1 46 . Andere Autoren47 gehen mit ihrer Argumen-
tation in die gleiche Richtung wie Rusu und Petrescu-D!mbovita, da sie eine frühe, mit dem Ur-
sprungsgebiet verbundene Phase der Gava-Kultur in Siebenbürgen von den darauffolgenden Phasen
der bekannten befestigten Höhensiedlungen abgrenzen.
Diese Argumentation basiert auf folgenden zwei Annahmen: 1. Reci ist die älteste älterhallstattzeit-
liche Siedlung in Siebenbürgen; 2. die hypertrophierten, konzentrisch kannelierten Vorsprünge sind
innerhalb des Typenspektrums der Gava-Kultur als früh zu betrachten.
Da aus Reci keine hypertrophierten Vorsprünge bekannt sind, müßten alle Exemplare dieser Art,
die man an anderen Orten in Siebenbürgen gefunden hat, älter als die Siedlung von Reci sein und so-
mit eine besonders frühe oder eben "Einwanderungsphase" der Gava-Kultur repräsentieren. Entspre-
chend wird für den Fund eines solchen Vorsprungs in Sf. Gheorghe argumentiert48 • Diese Argumenta-
tion ist schon deshalb unsicher, weil das Material aus Reci bisher kaum publiziert und die Siedlung
lange nicht vollständig ausgegraben ist. Es ist also keineswegs auszuschließen, daß auch in Reci hy-
pertrophierte Vorsprünge vorkommen. Davon abgesehen ist die Datierung von Reci alles andere als
geklärt (siehe unten). Ebensowenig läßt es sich nachweisen, daß hypertrophierte Vorsprünge, egal wo
man sie findet, früh sein müssen, nur weil man sie von Suciu de Sus-Formen ableiten kann; wie lange
49
sich diese Zierelemente innerhalb der Gava-Kultur tatsächlich gehalten haben, ist unbekannt .
Szekely zählt zu diesem frühen Horizont neben den konzentrisch kannelierten hohlen Vorsprüngen
auch Zylinderhals- bzw. Etagengefäße, wie sie aus Tu~nad, Ghidfaläu und Tärgu Mure~ bekannt
sind50 . Aus Tu~nad wird von Horedt die Existenz eines für gavatypisch erachteten hohlen Spitzbuckels
erwähnt51 • Außerdem wird für die Stützung einer frühen Zeitstellung Tu~nads eine kannelierte Am-
52
phore angeführt, die ihre nächsten Parallelen in der Piliny-Kultur finde • Das Depot von bronzenen
Stollenarmbändern aus Tu~nad wird von Horedt in HaA datiert, das eiserne Messer in HaB, wobei es
auch früher sein könne 53 . Für Tu~nad läßt sich also, vorbehaltlich der noch nicht erfolgten Vorlage des
keramischen Materials, eine frühe Zeitstellung innerhalb der Gava-Siedlungen Siebenbürgens ver-
gleichsweise gut begründen.
2. Mittlere Phase
Auf die Einwanderungsphase folgt nach Rusu und Petrescu-D!mbovita in HaA2-B 1 die Phase der
54
großen befestigten Höhensiedlungen in Form der Gruppe Media~-Reci 1 . Innerhalb dieser "mittleren
Phase" wurde im allgemeinen noch eine feinere Differenzierung angenommen, derzufolge die
Siedlung von Reci als die ältere galt, die von Media~, Teleac u.a. als die jüngeren5 • Diese Annahme
5

ist, nicht zuletzt wegen einer fehlenden umfassenden Publikation der Siedlung von Reci, kaum
nachweisbar und dementsprechend umstritten.
Reci
Für Reci finden sich in der Literatur zwei unterschiedliche Datierungsansätze. Ursprünglich wurde
eine frühe Datierung (HaA2) vertreten, maßgeblich hierfür waren die auf bronzezeitliche Vorgänger

46
Rusu 1963, 188-199; Petrescu-Dimbovita 1977, 31; ders. 1978, 89-97; ders. 1988, 180; ders. 1995,58
47
Laszl6 1973, 577 und Fig. 1; Szekely/Szekely 1986, 53 ; Szekely 1994, 12-15; Cavruc 1998, 25 , 128-129; ders. 2000, 145;
ähnlich auch Morintz 1977, 1481; Costea 1995, 71-72
48
Szekely 1994, 15; Szekely/Szekely 1986, 53; Cavruc 1998, 25 , 128-129
49
Bei Kruselnicka 1979a, Abb. IX,2 ist ein konzentrisch kannelierter Zapfen aus Zvanec, Oblast Chmelnycki abgebildet, der
von der Autorin (1979a, 92) in die Spätphase der Gava-Kultur eingeordnet wird; im Unterschied zu den hypertrophierten
Vorsprüngen der frühen Gava-Kultur ist er allerdings nicht hohl. Die ähnlichen Funde aus Sboryanovo (Stoyanov 1997, Taf.
VIII-IX) gehören in HaB 1.
50
Szekely 1994, 12-13 und Pl. II,2.4
51
Horedt 1976, 402
52
Szekely 1994 13 und Pl. II 3· für die Vergleichsstücke siehe Tompa 1934-35, Taf. 48,2 und Kemenczei 1967, fig. 15/19
53 ' ' '
Horedt 1964, 126; ders. 1976, 402
54
Rusu 1963, 188-199; Petrescu-Dimbovita 1977, 31; ders. 1978, 89-97; ders. 1988, 180; ders. 1995,58
55
Zaharia 1965, 100-103 ; Zaharia/Morintz 1965, 454-458; Foltiny 1968, 353-354; Szekely 1970, 737; Morintz 1970a, 731 ;
ders. 1970b, 94-96; ders. 1974, 902; ders. 1977, 1481; Vasiliev 1983, 57; Szekely 1994, 15; Pare 1998, 419-421
92 V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren Chronologie der Gava-Kultur

zurückzuführenden Etagengefäße56 . Auch andere Fundorte, wie z.B. Tu~nad und Sincräieni-länga
gara57 , versuchte man aufgrund der dort entdeckten Etagengefäße mit Reci zusammen zu einer frühen
Gruppe der Gava-Kultur in Siebenbürgen zusammenzufassen.
Die neuere Ansicht favorisiert eine späte Datierung (HaB 1-2) aufgrund der in Reci gefundenen
Tüllenbeile sowie angesichts der Tatsache, daß es Etagengefäße auch noch in Teleac ill gibt58 . In
diesem Zusammenhang ist anzumerken, daß es möglicherweise auch in der jung zu datierenden
Siedlung von Tili~ca Etagengefäße gab - darauf könnte ein schräg kanneliertes Schulterstück
hinweisen, das durch seine starke Krümmung an die gürtelartige Schulterpartie erinnert, die häufig bei
Etagengefäßen anzutreffen ist59 . Vasiliev und Ciugudean vertreten außerdem die Ansicht, daß die
Schicht I von Teleac zumindest teilweise älter sei als Reci, da sich die in Teleac I vorhandenen hy-
60
pertrophierten Vorsprünge und radial kannelierten Schalen in Reci nicht wiederfänden .
Szekely nimmt für Reci die Existenz von zwei Siedlungsschichten an, wobei das dreiteilige
61
Etagengefäß der Leittyp von Reci I sei . Reci I werden auch durch Wellenlinien verzierte
Wellenrandschüsseln zugeordnet62. Laut Vasiliev63 wollte Szekely durch die Annahme von zwei
Siedlungsschichten den Widerspruch zwischen den vermeintlich früh zu datierenden Etagengefäßen
und den in HaB 1-2 gehörenden Tüllenbeilen lösen. Stratigraphisch nachweisbar seien diese Schichten
nicht. Nichtsdestotrotz sind sie weiterhin in der Literatur präsent: Szekely datiert Reci I in HaA2, Reci
II in HaB 64 , Petrescu-Dimbovita datiert die Gruppe Media~-Reci (I) in HaA2-B 1; die Gruppe Reci 11-
Cernatu in HaB2 65 .
Media~
Die Veröffentlichung der Ausgrabung von Media~-Cetate durch Nestor/Zaharia 1961 sowie Zaharia
1965 führte zur Entstehung des Begriffs der "Media~-Kultur", die als die auf Reci folgende jüngere
Phase der älteren Hallstattzeit Siebenbürgens aufgefaßt wurde. Als deren Leitformen nannte Morintz
nierenförmige Tassen mit Plattformhenkel; bitrollkonische Gefäße mit gewölbtem Körper und Trich-
terrand sowie Schalen mit inneren Reihen kleiner, nietenförmiger Vorsprünge 66 .
Als zeitgleich mit Media~-Cetate wurden die Siedlungen von u.a. Tärgu Mure~ 67 , Porumbenii Ma-
ri68, Bogata69 , Lechinta de Mure~ 70 und Teleac 71 betrachtet.
Die Probleme, die die Stratigraphie der Siedlung von Media~-Cetate nach Zaharia aufwirft, wurden
bereits an anderer Stelle ausführlich diskutiert (siehe Kap. 11.3.1.1). Hier soll daher nur noch auf die
einigermaßen begründbaren Schichtzuweisungen von Gefäßtypen eingegangen werden. Hinsichtlich
der Schalen stellt Zaharia fest, daß sie in der ersten Siedlungsschicht besonders zahlreich und hier
auch am häufigsten verziert seien, speziell durch innere Kannelur72 • Dieses Bild hat sich durch die
vorliegende Bearbeitung der älterhallstattzeitliehen Fundstellen in Media~ nicht verändert: fast sämtli-

56
Zaharia 1965, 100; Zaharia!Morintz 1965, 454-455 ; Szekely 1966a, 217 ; ders. 1966b, 13-14; Morintz 1970a, 731; ders.
1970b, 94-95 ; Szekely 1994, 14
57
siehe Morintz 1970b, 94
58
Vasiliev 1991b, 113-114; ders. 1994, 234-235 ; ders . 1995b, 96; ders. 1999, 175
59
Lupu 1989, Pl. 1,2
60
Vasiliev 1991b, 113-114; Ciugudean 1991 , 97-98
61
Szekely 1966b, 15-16; ders. 1970, 736-737
62
Smirnova 1974, 377
63
Vasiliev 1991b, 114
64
Szekely 1994, 12
65
Petrescu-Dimbovita 1978, 96-97 ; ders. 1995, 58
66
Morintz 1970b, 95
67
Zaharia 1965, 102-103
68
Szekely 1966b, 37; Morintz 1970b, 95 ; Laszl6 1977, 68
69
Morintz 1970b, 95 ; Vasiliev 1994, 234
Z~aria 1?65, 94-~5 ; Szekel.y 1966a, 217 ; Morintz 1970a, 731; ders. 1970b, 95; Lazar postuliert für Lechinta die Existenz
70

~.weter Honzonte mit kannelierter Keramik, einen ärmeren, in HaA gehörigen und einen reicheren, der aufgrund der
Ahnlichkeiten mit .dem Fundmaterial aus Media~-Cetate ans Ende von HaB sowie an den Beginn von HaC datiert wird (Lazär
1995, 164-165). Eme Typenzuordnung erfolgtjedoch nicht.
71
Morintz 1970a, 731 ; ders . 1970b, 95 ; Vasiliev 1997, 89; ders . 1994, 234; ders. 1999, 175-176· Pare 1998 420
72
Zaharia 1965, 87 ' '
V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren Chronologie der Gava-Kultur 93

ehe besonders verzierte Schalen, speziell die innen kombiniert verzierten, stammen von der Cetate,
und dort aus Schicht I. Die bitrollkonischen Gefäße mit Trichterrand erscheinen nach Zaharia in allen
drei Siedlungsschichten in zahlreichen Varianten73 • Die Verzierung durch konzentrisch kannelierte
Vorsprünge scheint, soweit feststellbar, in erster Linie in der Schicht I geläufig zu sein (siehe Kat.-Nr.
180, 281, 344, 345), das gleiche gilt für die innen horizontal kannelierten Trichterränder. Die Tassen
mit Plattformhenkel sind nach Zaharia in allen drei Siedlungsschichten vertreten, es sei aber eine Ten-
denz zur Verkleinerung des Henkels zu erkennen74 .
Anband der Gefäßtypen läßt sich in der Siedlung von Media~-Cetate also höchstens ein früher
Siedlungshorizont ("Media~ I") abgrenzen. Da eine längere Besiedlung vorauszusetzen ist (siehe Kap.
11.3.1.1), kann die auf diese Anfangsphase folgende Periode zwar mit "Media~ II" umschrieben wer-
den, doch muß dabei betont werden, daß diese sich nicht durch spezifische Funde von der ersten Phase
abgrenzen läßt.
Interessant ist die durch die vorliegende Arbeit erbrachte neue Erkenntnis, daß auch in der Siedlung
von Media~-Cetate Etagengefäße vorkommen, die allerdings aufgrund ihres stark fragmentarischen
Zustandes nicht eindeutig denen von Reci gleichgestellt werden können. Dennoch stützt dieser U rn-
stand die Kritik an einer frühen Datierung von Reci nur aufgrund der aus bronzezeitlicher Tradition
abgeleiteten Etagengefäße. Da sie auch in Teleac und Media~ vorkommen, läßt sich eine Phasenabfol-
ge Reci-Media~ beim heutigen Kenntnisstand nicht begründen.
Teleac
Teleac ist die bisher am besten publizierte Siedlung des gesamten Verbreitungsgebietes der Gava-
Kultur. Besonders wichtig ist diese Siedlung aufgrund ihrer Stratigraphie, die sich durch Metallfunde,
die aus allen drei Schichten stammen, vergleichsweise gut chronologisch auswerten läßt. Für jede der
drei Schichten wurden zudem spezifische Gefäßtypen als charakteristisch herausgearbeitet. Die
Datierung der drei Schichten, speziell die Anfangsdatierung der ersten Schicht, ist jedoch umstritten.
Von den Ausgräbern wird eine Anfangsdatierung in HaB 1, frühestens ans Ende von HaA,
favorisiert75 . Pare möchte Teleac I sogar erst in HaB3 beginnen lassen76 . Boroffka dagegen hält eine
Datierung in HaB 1 für deutlich zu spät und spricht sich für HaA2 und früher aus 77 . Da Media~ und
Teleac als ungefähr gleichzeitig angesehen werden (siehe oben), liegt es auf der Hand, sie auch in
ihren Anfangsphasen zu synchronisieren. Teleac I wurde daher als gleichzeitig mit Media~ I
angesprochen 78•
Teleac I (HaB 1) ist durch die innen rote und außen glänzend schwarze Farbe der Gefäße charakte-
risiert. Spezifische Formen sind die bitfonkonischen Gefäße mit abgerundetem mittleren Teil, Ein-
zugsschalen mit inneren radialen Kanneluren, Tassen mit kugelförmigem Körper und leicht ausbie-
gendem Rand, v.a. aber die hohlen hypertrophierten Vorsprünge79 . Dazu kommt der s-förmig ge-
schwungene Topf-Typ III a80 .

Die dürftige Essenz, die sich aus dem eben geschilderten Bild einer "mittleren Phase" der Gava-Kultur
in Siebenbürgen ergibt, läuft darauf hinaus, einen Siedlungshorizont der Art Reci (1)-Teleac I-Media~
(I) zu postulieren, wobei unter der Bezeichnung "1" ein zumindest im Falle von Reci und Media~ nur
unsicher nachweisbares frühes Stadium der Besiedlung zu verstehen ist. Das Aufstellen eines solchen
Horizontes ist selbstverständlich als eine künstliche Zäsur zu betrachten, die nur einen Versuch
darstellt, sich der zeitlichen Tiefe dieser Siedlungen anzunähern, die ihre Entwicklung auch in der
späten Phase fortführen.

73
Zaharia 1965, 87
74
Zaharia 1965, 89-94
75
Ciugudean 1991 , 97-98 ; Vasiliev 1991b, 109-117; ders. 1995a, 151; Ciugudean 1994, 35; ders. 1997, 121
76
Pare 1998, 420
77
Boroffka 1991 , 12; 1994b, 17
78
Vasiliev 1994, 234
79
Ciugudean 1991, 96; Vasi1iev 1991b, 106-109
80
Vasiliev 1995a, 41
94 V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren Chronologie der Gava-Kultur

3. Späte Phase
Als die dritte Phase der Gava-Kultur in Siebenbürgen betrachtet Petrescu-Dimbovita die Gruppe Reci
II 81 -Cernatu, die er in "HaB2" stellte82 . Dem entspricht das von Rusu für seine Hortfundstufe
Somartin- Veti~ (HaB3) geschilderte Siedlungsbild mit den späten Phasen der Siedlungen von Media~,
Lechinta, Teleac und Dej 83 .
Die späte Datierung dieser Siedlungsphase der Gava-Kultur in Siebenbürgen beruft sich zum einen
auf bestimmte, ins spätere HaB gesetzte Metallfunde wie die Tüllenbeile aus Reci II oder die
Peschierafibeln aus Cernatu, zum anderen auf das unsichere Argument, daß in Siedlungen wie Bozna,
Cernatu etc. die sog. älteren Gefäßformen, wie sie aus Teleac I und Reci I bekannt sind, fehlen. In
diesem Sinne hat Vasiliev, bezogen auf das anhand der Stratigraphie von Teleac aufgestellte Schema
der Entwicklung der Gefäßtypen, die Datierungen der Siedlungen von Dej, Subcetate, Bozna, Ciceu-
Corabia und Sona vorgenommen, die er etwa in den Teleac 11-III entsprechenden Zeitraum stellte
(HaB2-C), da die für Teleac I typischenGefaß-und Verzierungstypen nicht erscheinen84 .
Ebenso wird Cernatu von vielen Autoren mit Reci II und Media~ zusammen in HaB gestellt, da die
"primitiven Formen" (gemeint sind Etagengefäße) wie die aus Reci I fehlen würden, die Verbindun-
gen mit den endbronzezeitlichen Kulturen anzeigen 85 . Stattdessen zeichne sich das große bitrollkoni-
sche Gefäß durch den auf maximaler Breite abgerundeten Körper aus, wobei nur Hals und Unterteil
trankonisch sind86 , was den als typisch für die Media~-Kultur betrachteten bitronkonischen Gefäßen
entspricht87 • Eines der wenigen von Szekely abgebildeten Gefäße aus Cernatu, welche diese "abgerun-
dete" Formgebung zeigen sollen88 , hat allerdings einen ausgesprochen deutlichen bitrollkonischen
Charakter und erinnert durch den zylindrischen Halsansatz eher an dreigliedrige Etagengefäße denn an
die durch den gleichmäßig gewölbten, runden Bauch charakterisierten Kegelhalsgefäße aus Media~.
Nach Szekely sind die Schalen in Cernatu häufig innen kanneliert, außerdem erwähnt er auch nieren-
förmige Tassen von dort89 .
Entscheidend für die Datierung von Cernatu waren die Peschierafibeln wie auch das Depot. Beide
werden in HaB datiert, die Fibeln vielleicht HaB2-3 90 . Cernatu entsprechend, datiert Vasiliev Seica
Micä an das Ende von HaB2 oder den Beginn von HaB3 91 •
Die Phase Reci II läßt sich am Material praktisch nicht belegen, mit einer Ausnahme: Vermutlich
gibt es auch in Reci nierenförmige Tassen 92 .
Möglicherweise läßt sich auch die älterhallstattzeitliche Siedlung von Tili~ca in diese späte Phase
einordnen. Dafür sprechen einige Gefäßtypen wie die nierenförmigen Tassen, die Fruchtschalen und
die trankonischen Schalen mit kleinen Vorsprüngen unter dem Rand 93 sowie der hier gefundene
eiserne Dolch, der von Vulpe vorsichtig in das 9. Jh., also HaB2-3, gestellt wird94 . Desweiteren sind
auch Basarabi-Scherben in der Siedlung gefunden worden95 . Eine sehr frühe Datierung in HaA2, wie
96
sie von Lupu vorgeschlagen wird , läßt sich meiner Ansicht nach beim jetzigen Publikationsstand
nicht begründen.

81
im Sinne von Szekely 1966a
82
Petrescu-Dimbovita 1977, 31; ders. 1978, 89-97; ders . 1995, 58
83
Rusu 1963, 199
84
Vasiliev 1995a, 16-18; 40-43; 66-69; 99-102; 128-129
:~ Zaharia 1965, 102; Szekely 1966a, 217; ders. 1966b, 37; ders. 1970, 737; Liszl6 1977,68
Szekely 1966b, 25; ders. 1970,737
87
Zaharia 1965, 87, Zaharia/Morintz 1965, 455; Morintz 1970a, 731
88
siehe Szekely 1966b, Pl. IV,4
89
Szekely 1966b, 22-23
90
Szekely 1966a, 217; Laszl6 1977, 60; nach Hänsel1976, 158-159 und Bader 1983,20 istjedoch eher eine Datierung in
HaA anzunehmen
91
Vasiliev 1994, 235
92
vgl. Szekely 1966b, Pl. V,8 und S. 11
93
Lupu 1989, Pl. 1,8; 2,4.5; 3,4
94
Vulpe 1990, 73 ; Boroffk:a 1991 , 12
95
Rusu 1963, 195 Anm. 54; Lupu 1989, 98
96
Lupu 1989, 98
V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren Chronologie der Gava-Kultur 95

Die umfassendste Möglichkeit, die späte Phase in den Gefäßtypen zu fassen, bieten die Phasen Teleac
II und III.
Teleac II (Haß3) ist charakterisiert durch die Tassen in Nierenform, die Schalen mit weit ausbie-
gendem, kanneliertem Rand (Typ IV d), die Etagengefäße, Einzugsschalen mit schräg kanneliertem
Rand (Typ IV b3, Subvariante 1) wie auch durch das Fortbestehen einiger Formen aus I, wie der sack-
förmigen Gefäße, auch mit Wellenrand (Typ III c), und der großen bitrollkonischen Gefäße. Es ver-
schwinden vollkommen die hypertrapillerten hohlen Vorsprünge wie auch die Einzugsschalen mit
inneren radialen Kanneluren 97 •
In Teleac 111 (HaC) besteht die Mehrzahl der Formen und Ornamente aus TI weiter: die Etagenge-
fäße, die sackförmigen Gefäße mit wellenförmigem Rand, die Nierentassen (es herrsche nun aber der
Typ VI c2 vor, d.h. der mit ovalem Henkel), die Einzugsschalen mit schräg kannelierten Rändern wie
auch die bitrollkonischen Gefäße von großen Dimensionen. Die schwarz-rote Färbung tritt zurück
zugunsten einer grau-ziegelrot-gelben. Es gibt auch einige neue Formen, die an die späthallstattzeitli-
ehe Keramik erinnern, wie z.B. die bitrollkonischen Gefäße mit Henkeln (Typ le), die trankonischen
Schüsseln mit Vorsprüngen unter dem Rand (Typ Vd, nur in lll), die unverzierten Einzugsschalen
(Typ IV b4) und die stark eingebogenen Schalen mit langen schrägen Kanneluren und Vorsprüngen
unter dem Rand (Typ IV b3, Subvariante 2). Dazu kommen die sog. Fruchtschalen (Typ Vlll) 98 •

2. Die Synchronisierung der regionalen Phaseneinteilungen


Die meisten Autoren gehen von einer Zweiteilung der Gava-Kultur aus, d.h. es werden gemeinhin ein
älterer und ein jüngerer Horizont unterschieden. Es werden jedoch meistens weder für die Annahme
einer solchen chronologischen Unterteilung noch für die hypothetischen Synchronisierungen der
einzelnen regionalen Phasen stichhaltige Belege angeführt. Es muß daher gleich vorweg festgestellt
werden, daß die einzelnen Regionen der Gava-Kultur chronologisch bislang kaum sinnvoll zueinander
in Beziehung gesetzt werden können, da die Voraussetzungen dafür fehlen: Bereits innerhalb der
einzelnen Regionen ist der Wissensstand zu den chronologischen Verhältnissen nur als dürftig zu
bezeichnen (siehe oben). Die folgenden Ausführungen haben somit stark hypothetischen Charakter.
Der ältere Horizont umfaßt nach Gumä die Gava I-Gruppe, die dazu gehörende Gränice~ti­
Gruppe und die Somator I-Gruppe, die parallel zu setzen seien mit z.B. Läpu~ TI, der späten lgrita- und
99
der Uioara-Cugir-Band-Gruppe, Susani, Bobda usw., also in HaA datiert werden . Nemeti betrachtet
Gränice~ti, Mahala III, Nagykallo-Telekoldal, Gava I sowie seine Gava I zugeordneten Siedlungen in
der Cri~ana als gleichzeitig. Er datiert diese Stufe in die zweite Hälfte BzD-Beginn HaA1 . Smirnova
100
101
nennt Mahala III -Somotor I-Reci I-Venzelo, N agykall6, Prügy, Köröm, Poroszlo I -Gränice~ti ,
102
Demeterova Somator 1-Mahala Ill-Reci-Medias I-Poroszl6-Aponhat, Prügy, Köröm •
Die vier ebengenannten Autoren vertreten also eine vergleichbare Ansicht zur Zusammensetzung
des älteren Horizontes. Ciugudean dagegen möchte Teleac I noch vor den Horizont Mahala III-
Somotor 1-Reci I stellen, da in letzterem keine hohlen hypertrapillerten Vorsprünge nachgewiesen
103
sind; erst Teleac TI sei mit diesem Horizont zu synchronisieren •
Der jüngere Horizont urnfaßt nach Gumä Mahala IV-Somotor TI-Media~ sowie Teleac ll , dazu
104

kommt noch Gava TI; er datiert diesen Horizont in HaB 105 . Smimova nennt entsprechend Mahala IV-
Media~ I und II, Cernatu und Teleac-Somotor II-Poroszl6 II und Taktabaj • Ciugudean betrachtet nur
106
107
Teleac Ill als gleichzeitig mit dem Horizont Mahala IV-Somotor TI der Gava-Kultur .
97
Ciugudean 1991, 98-99; Vasiliev 1991b, 118-120
98
Ciugudean 1991, 99-100; Vasiliev 1991b, 120-124; zur absoluten Datierung von Teleac III siehe auch Ursutiu 2001, 12
99
Guma 1995, Pl. XVII
100
Nemeti 1990, 46-47
101
Smimova 1993, 93
102
Demeterova 1986, 131
103
Ciugudean 1991 , 98-99
104
Guma 1993, 190
105
Guma 1995, Pl. XVIII
106
Smimova 1974, 377
107
Ciugudean 1991 , 100
96 V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren Chronologie der Gava-Kultur

Pare differiert von allen eben genannten Autoren darin, daß er Mahala III- IV, Reci und Gränice~ti
nicht mit Gava I parallelisiert, sondern mit Gava II (HaA2-Bl), Teleac sowie Media~ I und II. Gava I
datiert er in BzD-HaAl und synchronisiert es mit Läpu~ II, Susani, Igri{a etc. • An anderer Stelle
108

präzisiert er dies noch: Während sich Mahala III-Somotor 1-Reci mit den jüngeren Gava-Funden 0-
Ungams vergleichen lasse, scheine die jüngere Phase (Mahala IV -Somotor I1-Media~-Gränice~ti) eher
parallel zur Mezöcsat-Gruppe zu laufen. Das Erscheinen der Mezöcsat-Gruppe bedeute das Ende der
Koine der östlichen Urnenfelderkultur in 0-Ungam; in der 0-Slowakei, Siebenbürgen und den nord-
östlichen Vorkarpaten setzen sich dagegen die Somotor-, Media~-, Reci-, Mahala- und Gränice~ti­
Gruppen ununterbrochen fort 109 . Aus diesen Äußerungen lassen sich demnach drei verschiedene Pha-
sen der Gava-Kultur ableiten: 1) eine frühe, als Gava I bezeichnete Phase im Ursprungsgebiet der Kul-
tur, die dem "Proto-Gava" Szab6s entspricht, jedoch nicht dem Gava I Kemenczeis; 2) eine mittlere
Phase, in der die Kultur ihre größte Ausdehnung erreicht, sowie 3) eine späte Phase, die sich nur noch
im östlichen Teil des Verbreitungsgebietes der Kultur findet, während im Westen die Mezöcsat-
Gruppe erschienen ist. Diese Vorstellung erscheint mir die beim jetzigen Forschungsstand zutreffends-
te zu sein.

In der folgenden Aufstellung wird nun versucht, die in den jeweiligen Regionen als früh bzw. spät
identifizierten Form- und Ziertypen der Gefäßkeramik miteinander in Beziehung zu setzen. Hinter
jedem Typ werden in Klammem die verschiedenen regional definierten Phasen genannt, für die er
charakteristisch sein soll. Wenn er auch in Media~ nachgewiesen ist, wird dies vermerkt.
Typen des hypothetischen älteren Horizontes:
Formtypen: dreiteilige Etagengefäße (Mahala III, Reci I, Teleac 11-III), bitrollkonische Gefäße mit
zylindrischem oder trichterförrnigem Hals (Mahala III, Gränice~ti, Somotor I, Teleac I und III, Sie-
benbürgen frühe Phase, Media~), ritzverzierte Wellenrandschüsseln und -töpfe (Mahala III, Reci I,
Somotor I, Gava I und II, Teleac 1-III, Media~), bitrollkonische Gefäße mit halbkreisförrnigen Wülsten
verziert (Gava I, Media~), Henkelschüssel (Gava I, Media~)
Ziertypen: hypertrophierte konzentrisch kannelierte Vorsprünge (Mahala III, Gava I, Siebenbürgen
frühe Phase, Media~, Teleac 1), Besenstrich (Mahala 111, Gränice~ti, Gava 1), innere Facettierung des
Randes bei bitrollkonischen Gefäßen (Gava I, Media~), innen radial kannelierte Schalen (Teleac I,
Media~ I)
Typen des hypothetischen jüngeren Horizontes:
Formtypen: zweiteilige Etagengefäße sowie Kegelhalsgefäße und damit Zunahme des bitrollkonischen
Charakters (Mahala IV, Somotor II, Gava II, Gränice~ti) bzw. bitrollkonische Gefäße mit abgerunde-
tem mittleren Teil (Teleac, Cematu, Media~), nierenförrnige Tassen (Mahala IV, Somotor II, Gava li,
Teleac 11-111, Cematu, Reci, Media~), Fruchtschalen (Teleac 111, Media~)
Ziertypen: Tupfenleiste (Mahala IV, Gava I, Media~), innere Nietenimitation bei Schalen (Mahala IV,
Somotor II, Gava II, Teleac 111, Media~)

Klare Widersprüche der Art, daß Typen in einem System als früh, in einem anderen als spät bzw. zeit-
lich nicht auf einen Horizont begrenzbar gelten, erscheinen in folgenden Fällen:
1. Die dreiteiligen Etagengefäße gelten als charakteristisch für Mahala III und Reci I, sind aber auch
in Teleac II und 111 nachgewiesen. Sie müssen somit als ein (zumindest in Teleac) langlebiger Typ
betrachtet werden.
2. Zweiteilige Etagengefäße sind zeitlich nicht auf eine jüngere Gava-Phase (Mahala IV) eingrenz-
bar, da sie auch in Gränice~ti auftreten. Gegen eine junge Datierung sprechen auch die
spätbronzezeitlichen Vertreter dieses Gefäßtyps (siehe Kap. IV.3).
3. Zylinderhalsgefäße treten sowohl in frühen (Berveni-Ritul Caprei, Gränice~ti, Mahala III, Somotor
I, Teleac I) als auch späten (Ardanovo, Cematu, Remetea Mare-Gomila lui Pitu{, Sona, Teleac IIT)
Gava-Zusamrnenhängen auf (für die Literaturhinweise siehe Kap. IV.3).

108
Pare 1998, 406-407
109
Pare 1998, 419; 426
V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren Chronologie der Gava-Kultur 97

4. Die Tupfenleiste, die für Mahala IV typisch sein soll, gibt es wie die Besenstrichverzierung auch
110
in Gava 1 • Entsprechend erscheinen in der Siedlung von Dej, die der späten Phase der Gava-
Kultur in Siebenbürgen zugeordnet wird, sowohl die Besenstrichverzierung als auch die Leiste 111 ,
das gleiche gilt für Teleac, wo Tupfenleisten in allen Schichten vorkommen, Besenstrichver-
11 2
zierung in den Schichten II und 111 • Tupfenleiste und Besenstrichverzierung können, wenn
überhaupt, demnach nur im "Geltungsbereich" der Mahala III-IV -Horizonte als chronologisch
relevant gewertet werden.
5. Die ritzverzierten Wellenrandschüsseln und -töpfe eignen sich nicht für die (überregionale)
Definition eines älteren Horizontes: Zum einen wurde die Zipfelrandschüssel von Nyfregyhaza 11 3
von Mozsolics indirekt (siehe weiter oben Kap. V.l.3) aufgrund der damit vergesellschafteten
Schälchenkopfnadeln in den Horizont Gyermely bzw. Gava II gestellt 114 , zum anderen stammen
auch aus Teleac II eine ritzverzierte Wellenrandschüssel und aus Schicht 111 (ritzverzierte)
Wellenrandtöpfe 11 5 • Desweiteren erscheinen Wellenrandschüsseln und -töpfe an mehreren
Fundorten zusammen mit für jung gehaltenenen Gefäßtypen: Aus Poroszl6-Aponhat stammen
auch mit nietenförmigen Warzen versehene, innen kannelierte Schalen 116 , in Remetea-Mare-
Gomila lui Pitut 117 und Porumbenii Mari 118 wurden auch nierenförmige Tassen mit
Plattformhenkel gefunden. Schließlich ist festzuhalten, daß es den Gefäßtyp, wenngleich
unverziert, noch in Mahala IV und Somator II gibt 119 •
Einigermaßen überzeugende Vertreter eines hypothetischen, überregional feststellbaren älteren Hori-
zontes der Gava-Kultur wären demnach nur die hypertrophierten Vorsprünge, die innere Facettierung
des Trichterrandes und die innere radiale Kannelur von Schalen; für den jüngeren Horizont ließen sich
die nierenförmigen Tassen mit Plattformhenkel, die Fruchtschalen und die Nietenimitation anführen.

3. Folgerungen für die Datierung von Media~


Wie aus der im vorangehenden Kapitel dargestellten "Typengeschichte" hervorgeht, finden sich in
Media~ sowohl "alte" Form- und Ziertypen, deren Vorbilder in der Bronzezeit zu suchen sind und die
die Zeit der Gavakultur nicht überdauert haben, als auch ,junge", die in der älteren Hallstattzeit neu
auftreten und sich in der jüngeren Hallstattzeit weiterentwickelt haben. Zu den "alten" Typen zählen
die Zylinderhalsgefäße, die Etagengefäße, die Wellenrandschüsseln, die Henkelschüssel, die
dreigliedrigen Tassen, die dreimundige Tasse, sowie die innere Kannelur der Trichterränder, die
konzentrisch kannelierten Hörner und der halbkreisförmige Wulst. Hinweise auf eine "alte" Datierung
der Siedlung auf der Cetate sind auch durch die beiden wahrscheinlich in HaA 1 zu datierenden
Gußformhälften sowie die bronzenen Ringfragmente gegeben. "Junge" Typen sind die Fruchtschalen,
die Zipfelrandschüssel, die nierenförmigen Tassen mit Plattformhenkel, das kugelförmige Gefäß sowie
die Verzierung von Schalen und Tassen durch nietenförmige Warzen. Als ein "junges" Merkmal mag
man auch das Vorherrschen der Kegelhalsgefäße sowie das Anbringen von girlandenförmiger
Kannelur ausschließlich auf dem Gefäßbauch, nicht aber auf dem Hals, betrachten.
Daß sich diese Einteilung durchaus mit den für den hypothetischen älteren und jüngeren Horizont
der Gava-Kultur herausgearbeiteten Leittypen deckt, ist zwar zum Teil sicherlich durch Zirkelschlüsse
zu erklären, insgesamt aber ein Hinweis darauf, daß die Gefäßtypen der Gava-Kultur einer nachvoll-
ziehbaren Entwicklung unterworfen waren, auch wenn diese sich erst schwach abzeichnet.

110
Vicze 1996, 32
111
Vasiliev 1995b, Fig. 4,6 und 9,12
112
Ciugudean 1991, 93-94
113
Kemenczei 1984, Taf. 131,1
114
Moszolics 1985, 82
115
Vasiliev/Aldea!Ciugudean 1991, Fig. 30,13; 33,10.12-15
116
Kemenzcei 1984, Taf. 127,1; 128,8; Patay 1976, Abb. 2,10
117
Guma 1993, PI. 35,6.11
118
Szekely 1959, Fig. 6,1.4; ders. 1966b, PI. V,3 und VI,12; das Exemplar von PI. V,3 stammt zwar laut Tafelunterschrift aus
Reci, wird jedoch aufS. 33 für Porumbenii Mari zitiert!
119 s .
rrumova 1974, Fig. 3,6.16
98 V. Die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren Chronologie der Gava-Kultur

Ob man für Media~ Abschied nehmen muß von der allgemein gebräuchlichen Datierung in "HaB", ist
dennoch mit den durch den derzeitigen Forschungsstand gegebenen Mitteln kaum zu beantworten. Es
können lediglich Anzeichen dafür festgestellt werden, daß die Besiedlung früher begonnen und ver-
mutlich auch länger angedauert hat als bisher angenommen wurde.
Da bislang in Media~ die jüngere Hallstattzeit etwa in Form der Basarabi-Kultur oder "skythischer"
Funde überhaupt noch nicht nachgewiesen wurde, liegt es auf der Hand, die jüngere Phase der durch
die kannelierte Keramik gekennzeichneten Besiedlung ähnlich wie in Teleac bis in HaC reichen zu
lassen (vgl. dazu auch Kap. III.4.2).
Media~ läßt sich also ebensowenig wie Teleac nur dem älteren oder nur dem jüngeren Horizont der
Gava-Kultur zuweisen. Beide Siedlungen sind somit, wenn die Horizontbildung einen realen Bezug
hat, als langandauernd zu betrachten, was auch für Reci und andere siebenbürgische Siedlungen gelten
mag.
Folgende Parallelisierungen scheinen mir den derzeitigen Wissensstand am besten wiederzugeben:
Für den älteren Horizont: Mahala ill-Gränice~ti-Gava I-Media~ (I)-Reci I-Teleac I-Somotor 1-
Tu~nad;
für den jüngeren Horizont: Mahala IV-Somotor II-Gava II-Media~ spät-Teleac WIII-Cematu-
Tili~ca-"Reci II".
Diese Einteilung impliziert nicht, daß die einzelnen Phasen alle gleichzeitig beginnen oder enden,
sondern nur, daß sie sich irgendwo überlappen. "Gava II" dürfte schon sehr viel früher als die anderen
Phasen geendet haben. Eine Ausbreitung der Gava-Kultur von Westen nach Osten läßt sich aus diesem
Schema nicht ablesen, wohl aber eine bei einigen (wenigen) Gefäßtypen überregional anzunehmende
vergleichbare Typentwicklung innerhalb der Kultur. Eine räumliche Versetzung ist jedoch insofern
denkbar, als daß man eine frühe Gava-Phase im Sinne von Gava I nach Pare 120 und Proto-Gava nach
Szab6 121 noch vor dem älteren Horizont ansetzt. Diese würde sich dann auf die Theißgegend be-
schränken, wo sich die definierenden Elemente der Gava-Kultur am schlüssigsten aus den vorange-
henden Kulturen ableiten lassen.
Diese Vermutungen werden sich jedoch erst dann auf eine festere Grundlage stellen lassen, wenn
ein deutlich besserer Publikationsstand für die "Gava-Siedlungen" Siebenbürgens erreicht ist. Nur auf
diesem Wege kann es gelingen, die Typenentwicklung der Keramik weiträumig zu erfassen und somit
die einzelnen Siedlungen sehr viel besser miteinander in Beziehung zu setzen als bisher möglich. Bis
dahin entbehrt der Begriff einer eigenständigen Media~- Kultur oder -Gruppe jeglicher Grundlage.
Immerhin hat der Vergleich der für die in den unterschiedlichen Regionen der Gava-Kultur heraus-
gearbeiteten chronologischen Phasen und ihrer Leittypen gezeigt, daß die seit langem postulierten
zwei zeitlichen Horizonte der Gava-Kultur sich, wenn auch schwach, am Fundmaterial nachvollziehen
lassen. Hin zu einem umfassenderen Verständnis der inneren Entwicklung dieser Kultur ist jedoch
noch ein langer Weg zurückzulegen.

120
Pare 1998, 406-407
121
Szab6 1996, 53; ders. 1999, 87-88
VI. Zusammenfassung

Eine repräsentative Auswahl des älterhallstattzeitliehen Fundmaterials aus Media~ wurde mit dem Ziel
vorgelegt und ausgewertet, der Beantwortung der Frage nach der chronologischen Stellung von Me-
dia~ im Rahmen der Gava-Kultur näherzukommen. Die Arbeit beruht auf einer umfänglichen Materi-
alaufnahme im Muzeul National de Istoria Romäniei, Bukarest, und im Muzeul Municipal Media~
durch N. und R. Boroffka sowie durch die Autorin. Das neu aufgenommene Material wie auch
besonders wichtige, bereits publizierte Stücke sind im Katalog- und Tafelteil vorgelegt.
Durch eine ausführliche Darstellung der lokalen Forschungsgeschichte zur älteren Hallstattzeit in
Media~ sowie eine Zusammenstellung und Kartierung der bisher bekannten Fundstellen (Abb. 1), die
sich auf ältere Arbeiten stützen konnte (Abb. 2), wurde gezeigt, daß sich die älterhallstattzeitliche Be-
siedlung in Media~ nicht nur auf die bekannte Höhensiedlung von der Cetate beschränkt. Etliche nahe
beieinanderliegende Fundstellen, die neben großen Mengen an Gefäßkeramik auch ein vielfältiges
Spektrum an keramischen und nicht keramischen Funden geliefert haben, ergeben das Bild eines dicht
besiedelten Ortes, an dem Metallverarbeitung und andere handwerkliche Aktivitäten stattfanden. Vor-
sichtig läßt sich das Bild einer regelrechten Siedlungskammer entwerfen. Dazu gehören hauptsächlich
die vielleicht befestigte Höhensiedlung auf der Cetate, eine eventuelle "Untersiedlung" im Gebiet des
heutigen Stadtviertels Gura Cämpului sowie kleinere Siedlungseinheiten im Umkreis. Einzelne Gräber
finden sich innerhalb und außerhalb der Siedlungsbereiche- das für die Gava-Siedlungen typische
Phänomen der fehlenden Gräberfelder erscheint also auch hier. Eine detaillierte Auseinandersetzung
mit der Ausgrabung von E. Zaharia 1958 auf der Cetate führte zu dem Ergebnis, daß sich die Bearbei-
tung des Fundmaterials nicht (mehr) auf eine klare stratigraphische Gliederung stützen läßt, da weit
über die Hälfte der Gefäßfragmente heute keiner bestimmten Schicht mehr zugeordnet werden kann.
Zudem ist nur Schicht I typenmäßig im Material einigermaßen zu fassen - das reicht nicht, um inner-
halb der Cetate-Siedlung eine relative Chronologie aufzustellen.
Die ausführliche Darstellung und Diskussion von Geschichte und Stand der Forschung zur Gava-
Kultur diente der Einordnung von Media~ in die größeren kulturellen Zusammenhänge der älteren
Hallstattzeit des Donau-Karpatenraumes, speziell was den Komplex der kannelierten Keramik angeht.
Dabei wurde schnell die Begrenztheit unseres Wissens bezüglich eigentlich sämtlicher Aspekte dieser
Kultur deutlich: Sowohl die inhaltliche (Leittypen, Siedlungs- und Bestattungswesen, Hortfunde), als
auch die räumliche (Ursprungsgebiet, Ausbreitung, Regionalgruppen, Nachbarn, Grenzen) und zeitli-
che (Vorgänger, Nachfolger) Definition der Gava-Kultur ist bislang nur in groben Zügen möglich.
Im Hauptteil der Arbeit wurde die Gefäßkeramik aus Media~ nach Typen gegliedert sowie die zeit-
liche und räumliche Einordnung der dabei herausgearbeiteten Form- und Ziertypen vorgenommen.
Insgesamt konnten sieben Gefäßgrundformen unterschieden werden, die sich jeweils in Typen und
Varianten aufgliedern. Die Typenbildung basierte hauptsächlich auf einer detaillierten Beschreibung
von Gefäßform und -proportion. Bei der Beschreibung der Verzierungen wurden sieben Verzierungs-
techniken unterschieden, in denen die verschiedenen Verzierungselemente und -motive ausgeführt
wurden. Dominierende Verzierungstechniken sind die Kannelur und das Anbringen von plastischen
Aufsätzen. Desweiteren wurde die Korrelation von Gefäßform mit Verzierung, Farbe, Oberflächenbe-
handlung und Magerung untersucht. Durch Vergleiche mit anderen Fundstellen aus dem Gebiet der
Gava-Kultur und ihrer Nachbarn sowie ihrer Vorläufer und Nachfolger wurde es unternommen, die
einzelnen Gefäßtypen chronologisch einzuordnen, um ein genaueres Bild von der zeitlichen Tiefe der
älterhallstattzeitliehen Besiedlung in Media~ zu erhalten. Besonders intensiv wurde die Suche nach
Vergleichsfunden für Siebenbürgen betrieben. Für zwei speziell für die Gava-Kultur charakteristische
Gefäßtypen, die ritzverzierten Schüsseln und Töpfe mit Wellen- und Zipfelrand sowie die nierenför-
migen Tassen mit Plattformhenkel, wurden Verbreitungskarten erstellt (Abb. 8-9).
Die Ergebnisse dieser Untersuchung flossen schließlich im letzten Kapitel der Arbeit zusammen, in
dem die Stellung von Media~ im Rahmen der inneren Chronologie der Gava-Kultur untersucht wurde.
100 VI. Zusammenfassung/Rezumat

Dafür wurde zunächst der aktuelle Wissensstand bezüglich der unterschiedlichen Phaseneinteilungen
der Gava-Kultur nach Regionen getrennt dargestellt und analysiert: für die subkarpatische Ukraine und
die Moldau das von Smimova herausgearbeitete Schema der Phasen Mahala III und IV; für NO-
Ungarn und NW-Rumänien Gava I und II nach Kemenczei; für die Slowakei und die transkarpatische
Ukraine Somator I und II nach Paulfk; schließlich die verworrene Lage in Siebenbürgen. Die jeweili-
gen Datierungssysteme wurden mit ihren Leittypen einzeln abgehandelt und in sich auf Widersprüche
untersucht. Darauf aufbauend konnten im Anschluß die stark hypothetischen Vorstellungen zu ihrer
gegenseitigen Synchronisierung dargestellt werden. Es zeigte sich, daß die meisten Autoren von einer
Zweiteilung der Gava-Kultur in einen älteren und einen jüngeren Horizont ausgehen. Ein Vergleich
der jeweils in den einzelnen Datierungssystemen als früh oder spät identifizierten Gefäß- und Zierty-
pen wies neben einigen Widersprüchen auch Übereinstimmungen auf. Die für Media~ durch
typologische Datierung herausgearbeiteten "alten" und "jungen" Typen lassen sich recht gut in die
aufgrund des Vergleichs der Datierungssysteme schwach erkennbare überregionale Typenentwicklung
der Gava-Kultur einpassen.
Es bleibt festzuhalten, daß sich die älterhallstattzeitliche Besiedlung in Media~ beim jetzigen For-
schungsstand anhand der Gefäßtypen weder auf der Cetate noch bei den übrigen Fundstellen chrono-
logisch eng fassen läßt. Vielmehr sind etliche Anzeichen dafür festzustellen, daß die Besiedlung früher
begonnen und vermutlich auch länger angedauert hat als bisher mit der stereotypen Datierung in HaB
angenommen wurde. Erst wenn ein deutlich besserer Publikationsstand für die "Gava-Siedlungen"
Siebenbürgens erreicht ist, kann es gelingen, die Typenentwicklung der Keramik weiträumig zu erfas-
sen und somit die einzelnen Siedlungen sehr viel umfassender miteinander in Beziehung zu setzen als
bisher möglich. Bis dahin entbehrt jedoch der Begriff einer eigenständigen Media~-Kultur oder -
Gruppe jeglicher Grundlage.

Rezumat
Introducerea in circuitul ~tiintific ~i prelucrarea corespunzätoare a unui e~antion reprezentativ din
materialele hallstattiene timpurii de la Media~ au avut menirea de a crea premizele necesare in incerca-
rea de a clarifica pozitia cronologicä a acestor märturii arheologice in cadrul culturii Gava. Substructia
lucrärii o reprezintä documentatia arheologicä cuprinzätoare realizatä de cätre N. ~i R. Boroffka ~i de
cätre autoarea cäqii de fatä in Muzeul NationaldeIstarie a Romaniei ~i in Muzeul Municipal Media~.
Materialul prelucrat cu aceastä ocazie, precum ~i anumite piese deosebit de importante, care fuseserä
deja publicate, sunt prezentate in catalog ~i in partea ilustrativä a cärtii de fatä.
Prezentand exhaustiv istoricul cercetärilor privind hallstatt-ul timpuriu din zona Media~ului (capi-
tolul II), catalogand ~i cartand punctele cu descoperiri cunoscute panä acum (fig. 1) ~i folosind supor-
tul bibliografic al unor lucräri mai vechi (fig. 2), autoarea este in mäsurä sä pledeze pentru teza con-
form cäreia locuirea hallstattianä de aici nu se limiteazä doar la binecunoscuta a~ezare de inältime de
pe "Cetate". Unele situri din imediatä apropiere, care au livrat in afarä de o mare cantitate de vase de
lut ~i o gamä largä de descoperiri ceramice ~i neceramice, ne oferä imaginea unei zone dens locuite,
unde se prelucra ~i metalul, dar aveau loc ~i alte activitäti me~te~ugäre~ti. Putern reconstitui, cu multä
prudentä, tabloul unui adevärat "domeniu" ("Siedlungskammer"). De acesta tin in primul ränd a~eza­
rea de inältime, prohabil fortificatä, de pe "Cetate", o posibilä a~ezare "joasä", in zona actualului car-
tier "Gura Campului", precum ~i a~ezäri mai mici din imprejurimi. Morminte izolate se gäsesc in inte-
riorul ~i in exteriorul zonelor locuite; fenomenullipsei cimitrelor, tipic pentru locuirile Gava, se intäl-
ne~te ~i aici. 0 examinare criticä a säpäturilor Eugeniei Zaharia, intreprinse in anul 1958 pe "Cetate",
s' a soldat cu constatarea cä prelucrarea materialului pe baze stratigrafice clare nu mai este posibilä,
pentru simplul motiv cä, actualmente, materialul ceramic nu mai poate fi corelat, intr' o proportie ce
trece substantial peste jumätate, cu vreun nivel anume. Pe langä aceasta, doar nivelul I este, din punct
de vedere tipologic, depistabil, ceea ce nu este suficient pentru a realiza o cronologie relativä in cadrul
a~ezärii de pe "Cetate".
VI. Zusammenfassung/Rezumat 101

Prezentarea detaliatä ~i discutarea istoricului ~i a stadiului cercetärilor privind cultura Gava in capi-
tolul III a slujit la incercarea de a incadra descoperirile de la Media~ in tabloul general al hallstatt-ului
timpuriu din bazinul carpato-dunärean, indeosebi in ceea ce prive~te complexul cu cerarnicä canelatä.
Cu aceastä ocazie s' au putut recunoa~te mai bine lirnitele cuno~tintelor noastre referitoare la ansam-
blul problemelor acestui fenomen cultural. A devenit limpede cä, luänd in considerare substanta ei
arheologicä (formele principale, tipurile de a~ezäri ~i morrninte, depozitele ), definirea culturii Gava,
tratarea räspändirii ei (teritoriul de origine, extinderea, grupele regionale, vecinii, granitele) sau incad-
rarea cronologicä nu sunt posibile decat in linii mari.
Partea principalä a lucrärii (capitolul IV) este dedicatä vaselor de cerarnicä ~i anume impäqirii lor
tipologice, dar ~i incadrärii cronologice ~i corologice a formelor ~i omamentelor rezultate din analiza
noasträ. In ansamblu, au putut fi deosebite ~apte forme cerarnice principale, subimpärtite la rändul lor
in tipuri ~i variante. Definirea tipurilor s' a bazat in primul ränd pe o descriere detaliatä a formei
vaselor ~i a propoftiilor acestora. La descrierea decorurilor au fost deosebite ~apte tehnici de
omamentare, cu ajutorul cärora fuseserä realizate diferitele elemente ~i motive ornamentale. Tehnicile
preferate au fost canelarea ~i aplicarea de elemente decorative in relief (tectonice). In continuare a fost
cercetatä corelatia existentä intre formele de vase ~i omamentare, culoare, prelucrare a suprafetelor ~i
degresare. Prin compararea cu alte situri din aria de räspandire a culturii Gava, cu monurnentele
similare din zonele invecinate ei, dar ~i cu fenomenele culturale premergätoare ~i urmätoare, a fost
efectuatä ordonarea cronologicä a fiecäruia dintre tipurile de vase, pentru a obtine un tablou mai exact
a spectrului temporal al locuirii hallstattiene timpurii de la Media~. Intensä a fost cäutarea de analogii
in cadrul Transilvaniei~ in special pentru douä tipuri de vase, cu deosebire caracteristice culturii Gava:
pentru strächinile ~i oalele omamentate cu incizii ~i cu buza väluritä sau lobatä ~i pentru ce~tile in
formä "de rinichi", cu toartä "bandatä", au fost intocrnite härti de räspandire (fig. 8-9).
Rezultatele acestei cercetäri conflueazä finalmente in ultimul capitol al lucrärii inchinat cercetärii
pozitiei pe care o ocupä locuirea hallstattianä de la Media~ in cadrul cronologiei interne a culturii
Gava. Pentru aceasta, au fost mai intai analizate ~i reprezentate separat, pe regiuni, cuno~tintele actuale
in legäturä cu diferitele impäftiri pe faze ale culturii Gava: pentru Ucraina subcarpaticä ~i Moldova,
schema elaboratä de Srnimova pentru fazele Mahala III ~i IV~ pentru nord-estul Ungariei ~i nord-
vestul Romaniei, Gava I ~i II, dupä Kemenczei~ pentru Slovacia ~i Ucraina transcarpaticä Somator I ~i
II dupä Paulik~ in sfär~it ne-am ocupat de situatia neclarä din Transilvania. Fiecare din sistemele
cronologice au fost comparate cu tipurile lor principale, verificändu-se posibila existentä a unor
contradictii. Pe aceastä bazä am putut sä propunem, in incheierea demersului nostru ~tiintific, o foarte
ipoteticä reprezentare a relatiilor cronologice reciproce. S 'a dovedit, cu aceastä ocazie, cä cei mai
multi dintre autori pomesc de la o impäftire a culturii Gava in douä orizonturi: unul mai timpuriu ~i
unul mai tärziu. 0 comparare a tipurilor de omamente de pe cerarnicä, considerate timpurii sau tärzii,
conform diferitelor sisteme de datare luate in parte, ne indicä, trecänd peste unele contradictii,
concordante demne de luat in seamä. Pentru Media~, tipurile care se vädesc a fi "vechi" ~i "noi" prin
datarea cu ajutorul tipologiei, permit o incadrare multurnitoare a acestora in dezvoltarea
supraregionalä a culturii Gava, dezvoltare tipologicä de altfel greu de recunoscut doar pe baza
comparärii sistemelor de datare.
Ne mai rämane de stabilit decat cä, in stadiul actual al cercetärilor, locuirea hallstattianä timpurie de
la Media~, fie cea de pe "Cetate", fie din celelalte puncte, nu poate fi datatä mai precis doar pe baza
tipurilor cerarnice. Mai mult, existä unele indicatii pentru un inceput mai timpuriu al a~ezärii, dar ~i
pentru prelungirea in timp a duratei ei, dincolo, probabil, de lirnitele ingäduite prin datarea stereotipä
de panä acum, in Hallstatt B. De-abia atunci, cand pentru "a~ezärile Gava" din Transilvania se va fi
atins un stadiu al publicärii cu mult superior celui actual, se va reu~i cuprinderea evolutivä a tipurilor
ceramice pe spatii largi ~i, prin aceasta, se va putea corela fiecare dintre a~ezäri cu celelalte, mult mai
detaliat decat este posibil in momentul de fatä. Deocamdatä insä, ne lipse~te orice fundament
arheologic pentru a afirma existenta de sine stätätoare a unei culturi sau a unui grup Media~.

Traducere din Iimba germana: Tudor Soroceanu


Hinweise zur Benutzung von Katalog und Tafeln

Zur Reihenfolge:
Katalog und Tafeln sind nach den in Kap. II vorgestellten einzelnen Fundstellen von Media~ geordnet.
Innerhalb dieser Gliederung werden die einzelnen Gefäße und Gefäßfragmente typenweise hinterein-
ander aufgeführt; auf sie folgen, wenn vorhanden, die übrigen Fundgruppen.
Das aus der Cetate-Grabung von E. Zaharia stammende Material wird nach Schnitten getrennt vor-
gestellt, soweit dies aufgrund der Angaben machbar war. Dadurch soll im Rahmen des Möglichen
nachvollziehbar werden, aus welchem Teil der ausgedehnten Siedlung die Funde stammen. Bei Schnitt
VII war es zudem möglich, das Inventar der Wohngruben a, ß und 8 auszusondern und somit auch
getrennt darzustellen. Dies sind die einzigen Fälle, wo größere Keramikmengen aus gesicherten Be-
fundzusammenhängen stammen. Auf die nach Schnitten trennbaren Funde folgen die Gefäßfragmente,
die von Zaharia publiziert wurden und nur nach Schicht, nicht aber nach Schnitt zugeordnet wurden.
Der Tafelteil zur Cetate schließt mit den Streufunden, die sowohl bei der Grabung 1958 als auch bei
vielen anderen Gelegenheiten abgesammelt wurden. Hierzu werden auch die Scherben geordnet, für
die Zaharia einander widersprechende Schichtangaben gemacht hat (nämlich I und II).
Beim Material aus dem Stadtviertel Gura Campului werden zuerst die Funde aus dem Bereich der
Wohnblöcke 4-5 aufgeführt, dann folgen die aus der Str. Grädinarilor und schließlich die Streufunde.

Zum Aufbau:
Genannt und beschrieben werden für die Gefäßkeramik folgende Katalogpunkte:
1. Katalog-Nummer, 2. Fundstelle, 3. Typ, 4. Form, 5. Verzierung, 6. Farbe, 7. Oberflächenbehand-
lung, 8. Magerung, 9. Tafel-Nummer (Taf.-Nr.), 10. Aufbewahrungsort (Aufbew.), 11. Literaturanga-
ben (Lit.), 12. Anmerkungen (Anm.).
Bei den übrigen Fundgruppen werden statt des Typs die Objektart (z.B. Gußformhälfte) und das
Material (z.B. Glimmerschiefer) angegeben.
Bei jedem Fundobjekt werden nur die jeweils relevanten bzw. bekannten Katalogpunkte berück-
sichtigt. Ist hinter einer Angabe ein Fragezeichen gesetzt, war eine eindeutige Bestimmung aufgrund
des Erhaltungszustandes des Gefäßes oder der Qualität der Abbildung nicht möglich.

Zu 2.: Die Zeile Fundstelle urnfaßt auch die Angabe der Fundumstände. Scherben, die mit "Cetate,
Grbg. 1958", gekennzeichnet sind, stammen aus Zaharias Grabung auf der Cetate 1958. Die Exempla-
re, die von ihr 1965 veröffentlicht wurden, sind zum großen Teil mit der Angabe der Schicht versehen,
aus der sie stammen; diese Angabe wird wiedergegeben. Entsprechend wird die Markierung genannt,
die sich auf den meisten Scherben im MNIR findet. Aus ihr gehen die jeweilige Schnittnummer, z.T.
der Quadrant und die Tiefe unter der Erdoberfläche hervor. Mit a, ß oder t5 werden die Scherben be-
zeichnet, die aus den gleichnamigen Wahnkomplexen der Schicht I stammen. Der Zusatz f (=funrf)
bedeutet höchstwahrscheinlich, daß diese Scherbe vom Boden des jeweiligen Komplexes oder Schnit-
tes kam. Was Zusätze wie n ~i v, b oder c bedeuten könnten, läßt sich nicht mehr rekonstruieren.
Scherben mit der Angabe "Baia de nisip, Grbg. 1955" stammen aus der Grabung Szuchy/Cri~an
von 1955.
Viele Scherben sind Lesefunde; wo es Informationen zu Entdeckungsjahr und -anlaß sowie der ge-
n~ue~en Lokalisierung innerhalb der Fundstelle gab, werden diese genannt. Der Name der Fundstelle
Wird m Anführungszeichen gesetzt, wenn die Herkunft von dort nicht ganz gesichert erscheint.

Zu 3.: Zum Verständnis der Typbezeichnungen siehe Typentaf. 2-5 sowie Kap. IV.
Zu 4.: Zur Formbeschreibung der einzelnen Gefäßteile wird im Katalog ein Chiffrensystem ange-
wandt, um die ständige Wiederholung gleicher Begriffe abzukürzen. Für das Verständnis der chiffriert
beschriebenen Formmerkmale siehe Typentaf. 1 sowie Kap. IV .2.2. Nur bei einem vollständigen Ge-
Hinweise zur Benutzung von Katalog und Tafeln 103

fäß können alle Gefäßteile, vom Rand bis zum Boden, beschrieben werden. Liegt eine unprofilierte
Wandscherbe vor, wird dies im Katalog unter dem Punkt "Form" schlicht durch "WS" gekennzeich-
net. Wenn von einem Gefäßteil zwar ein Ansatz vorhanden ist, dieser aber nicht ausreicht, um weitere
Aussagen zur Form bzw. zu den Proportionen treffen zu können, wird dies in der Beschreibung der
betreffenden Scherbe durch die alleinige Nennung der Hauptchiffre für diesen Gefäßteil verdeutlicht.
Hat man also eine Randscherbe vor sich, die gerade noch den Umbruch zum Bauch zeigt, so wird die-
ser mit "5" erwähnt, aber formal nicht näher bestimmt. In Einzelfällen wird auf eine Chiffrierung zu-
gunsten einer individuellen verbalen Ansprache verzichtet, wenn ein Gefäß Formmerkmale aufweist,
die durch die Chiffren nicht genau genug erlaßt werden können. Zu beachten ist außerdem, daß bei
den oben schräg kannelierten Rändern sowie den Turbanrändern die Form des Randabschlusses durch
diese Ziermotive geprägt wird. Solche Randscherben erhalten daher im Katalog keine Beschreibung
der Ausformung des Randabschlusses, sondern nur die Angabe zu seinem Verlauf.

Zu 5.: Für das Verständnis der chiffriert beschriebenen Verzierungsmerkmale siehe Typen taf. 5-6
sowie Kap. N.4.2. Im Katalog werden die Ziermotive zwar auch verbal angesprochen, um Platz zu
sparen jedoch meistens nicht bis auf die Ebene der Variante hinab. Diese muß der in Klammem ge-
setzten Chiffre entnommen werden. Soweit nicht anders angegeben, sitzen die Verzierungen außen am
Gefäß. Nur wenn sie innen sitzen, wird dies explizit genannt.

Zu 6.: Die Farbbeschreibung erfolgte subjektiv, ohne Verwendung der Munsell Soil Color Charts. Es
wird differenziert nach Innen- und Außenseite des Gefäßes sowie auch nach dem Bruch (K="Kem"),
wenn dieser farblieh von Außen- wie Innenseite abweicht. Ist ein Gefäß auf einer Fläche mehrfarbig,
wird die Beschreibung entsprechend differenziert nach Gefäßteil (Hals schwarz, Bauch braun ... ) bzw.
Art der Mehrfarbigkeit (Flecken ... ). Benutzt werden einfache Farbbegriffe wie schwarz, braun, rot;
diese können verfeinert werden durch den Zusatz hell oder dunkel bzw. durch vergleichende Zusätze
wie ziegelrot und rostrot. Homogene Mischfarben werden charakterisiert durch zusammengesetzte
Farbbegriffe wie rotbraun und orangerot "Verwaschene" oder heterogene Mischfarben (mal über-
wiegt der eine Farbanteil, mal der andere, ohne daß klare Grenzen feststellbar sind) werden beschrie-
ben durch die Nennung des vorherrschenden Farbanteils an erster Stelle, auf die mit Bindestrich die
Sekundärfarbe folgt: hellbraun-orange, orange-dunkelbraun (auch zu lesen als orange bis dunkel-
braun). Angaben wie braun-rötlich oder hellbraun-weißlich wollen nur eine Tendenz angeben, die in
der Grundfarbe angelegt ist, ohne daß man schon von einer Mischfarbe sprechen könnte.

Zu 7.: Die Behandlung der Gefäßoberfläche wird, differenziert nach innen und außen, folgendermaßen
klassifiziert:
verstrichen: nicht ganz grobe Oberfläche
geglättet (ggl.): ziemlich regelmäßige Oberfläche; glatt verstrichen aber noch rauh
gut geglättet (gut ggl.): glatte, ebene Oberfläche ohne scharfe Unebenheiten
poliert (pol.): glänzende, ganz regelmäßige Oberfläche.
Diese allgemeinen Bestimmungen können durch Zusätze wie leicht poliert, metallisch poliert (die
Gefäßoberfläche hat einen metallischen Glanz) oder grob geglättet noch ergänzt werden. Gelegentlich
ist die Oberfläche auch verwittert und abgebröckelt, gerauht oder unbehandelt, was entsprechend
gekennzeichnet wird. Sind Politurstreifen oder -netze, Glättungsspuren etc. zu erkennen, wird auch
das erwähnt. Meistens ist die Gefäßoberfläche nicht an allen Stellen einheitlich behandelt worden, was
durch zwei mit Bindestrich verbundene Ansprachen ausgedrückt werden soll: pol.-gut ggl. (poliert bis
gut geglättet).

Zu 8.: Gemagert wurde die Keramik in erster Linie mit Sand; sind zerstoßene Scherben, kleine Stein-
ehen sowie Glimmer beigemengt (diese Ansprache besitzt keine mineralogische Ge~auigkeit),. wir?
dies gesondert erwähnt. Die Magerung wurde je nach Komgröße der Magerungspart1kel, soweit ffilt
bloßem Auge erkennbar, in drei Hauptkategorien eingeteilt:
104 Hinweise zur Benutzung von Katalog und Tafeln
-
fein: Körnchen fast nicht sichtbar;
mittel: bis 1 mm Durchmesser (d);
grob: größer als 1 mm d, Steinchen, Scherbenstücke.
Häufig wird auch fein-mittel oder mittel-grob angegeben, wenn die Partikelgröße sehr unregelmäßig
ist. Extrem grobe Magerung (Steinchen mit 7 mm d) weist das vermutliche Randstück einer Herdplatte
(Kat.-Nr. 695) auf.

Zu 10.: Auf d~e Angabe des Aufbewahrungsortes folgt, wenn vorhanden, die Inventarnummer.

ZP 1l.: Unter der Rubrik "Lit." wird die Stelle genannt, wo die Scherbe veröffentlicht oder erwähnt
1st: Zum einen wird die Abbildungsnummer genannt, zum anderen, falls vorhanden, auch die Seite, auf
der Farbe, Oberfläche oder Magerung der Scherbe beschrieben wird oder, wenn die Verzierung
schlecht zu erkennen ist, auch die Stelle, wo diese beschrieben wird.

Nur ein Teil der im Katalog aufgeführten Fundobjekte ist auch auf den Tafeln abgebildet. Aus Platz-
gründen wurde es zudem weitgehend vermieden, einander praktisch entsprechende Gefäßfragmente
alle einzeln aufzuführen und mit Katalognummern zu versehen. Sie erscheinen daher häufig nur mit
ihren Inventarnummern aufgezählt im Anschluß an ein ausgewähltes Stück, das abgebildet ist.
Das bereits veröffentlichte Material aus Media~ (siehe S. 5, Fußnote 16) habe ich zum Teil in den
Katalog miteinbezogen. Die Abbildungen wurden nur dann in den Tafelteil übernommen, wenn ich sie
häufig zitiere, um dem Leser das Nachblättern zu ersparen, oder wenn sie an schwer zugänglicher
Stelle veröffentlicht waren. Nicht übernommen wurden sie, wenn die Qualität der Abbildung so
schlecht war, daß ein nochmaliges Kopieren keinen Sinn ergab. Thre Herkunft wird im Abbildungs-
nachweis aufgeführt.

Zum Verständnis der Zeichnungen:


Schraffur deutet entweder den Bruch an, wo er sonst schwierig als solcher zu erkennen wäre, oder aber
ergänzte Teile. Die Außenansicht ist stets rechts der Mittellinie angegeben, die Innenansicht links;
allerdings wird dieses Schema durchbrachen, wenn die Scherbe zu groß war, als daß sie nur auf eine
Seite gepaßt hätte. Ist das Innenprofil gestrichelt, ist entweder die genaue Wandstärke an dieser Stelle
nicht bekannt oder es handelt sich um einen herausgedrückten Vorsprung.
Fundkatalog

Cetate Die Funde aus der Siedlung (Schnitte


VI-X)
Grabung 1958
Schnitt VI
Die Funde aus dem Graben (Schnitte 1- bitronkonische Gefäße
V) 7.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VI
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 1/2
bitronkonische Gefäße Form 3.2a; 4.2; 5.1
1. Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a)
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, III
Farbe A schwarz, I braun
Typ bittonkonisches Gefäß
Oberfläche A pol. , I ggl.
Form 1.3a; 2.2a; 3.0
Magerung mit Scherben und Glimmer
Farbe A dklgrau, I orange
Taf.-Nr. 1,4
Oberfläche gutggl. MNIR, 61892
Aujbew.
Magerung grob mit Scherben
Taf.-Nr. 1,1 8.-9.
Aujbew. MNIR, 61750 Cetate, Grbg. 1958, VI
Fundstelle
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 1/2
2. Form 3.0; 4.1 ; 5.1
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, III 0,25 vertikale Kann. (A1a)
Verzierung
Typ bittonkonisches Gefäß MNIR, 62302 und 62299
Aujbew.
Form 5
Verzierung schräg-konz., vermutl. grlf. Kann. (A2c)
10.
Aujbew. MNIR, 62290 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VI
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 4
Tassen Form 2.1b; 3.lb
3. Farbe A schwarz-grau, I hellbraun
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, II 0,50 Oberfläche A pol. , I gut ggl.
Typ Tasse, zweigliedrig? Magerung grob mit Scherben
Form 5; 7.2a (Ansatz) Taf.-Nr. 1,7
Farbe A braun, I dklbraun Aujbew. MNIR, 61906
Oberfläche ggl.
Magerung fein 11.
Taf.-Nr. 1,2 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VI
Aujbew. MNIR, 62178 Typ Zylinderhalsgefäß
Form 3.4; 4.1; 5.1
4. Verzierung Bauch ab Schulter grlf. Kann. (A2a)
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, I,8 0,35 Farbe A dklgrau, I braun
Typ nierenförmige Tasse? Oberfläche A pol., I ggl.
Form WS Magerung fein mit Scherben und Glimmer
Verzierung grlf. Kann. (A2a) Taf.-Nr. 1,5
Farbe A schwarz, I hellbraun Aujbew. MNIR, 61891
Oberfläche A pol., I ggl.
Magerung fein 12.
Taf.-Nr. 1,3 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VI
Aujbew. MNIR, 61880 Typ bittonkonisches Gefäß
Form 4.1; 5.1
Bodenteile Verzierung Bauch ab Schulter Rippe (B6a) in vertikaler
5. Kann. (A1a)
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, II 0,50 Aujbew. MNIR, 61896
Form 6.2
Aujbew. MNIR, 62212 13.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VI
6. Typ bittonkonisches Gefäß
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, III 0,50 Form 5
Form 6.2 Verzierung Buckel (B8) als Spitze und bedeckt von grlf.
Aujbew. MNIR, 62221 Kann. (A2a)
106 Fundkatalog

Farbe A schwarz, I braun Schale


Oberfläche A pol., I ggl. 20.
Magerung fein mit Scherben und Glimmer Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VI
Taf.-Nr. 1,6 Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 1
Aujbew. MNIR,61895 Form 1.3g
Farbe A schwarz-braun, I schwarz
14. Oberfläche pol.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VI Magerung fein mit Scherben und Glimmer
Typ bitrenkonisches Gefäß Taf.-Nr. 1,11
Form 5 Aujbew. MNIR, 61914
Verzierung grlf. Kann. (A2a)
Aujbew. MNIR, 62321
Schnitt VII
15.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VI Wohngrube a
Typ bitrenkonisches Gefäß
Form 5
bitronkonische Gefäße
Verzierung schräg-konz., vermutl. grlf. Kann. (A2c) 21.
Aujbew. MNIR,62274 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIIa 0,95
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 1/2
16.
Form 3.1a; 4.1; 5.1
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VI 0,30-0,36 Verzierung auf Schulter Knubbe (B2c) als Spitze einer
Typ bitrollkonisches Gefäß
grlf. Kann. (A2a)
Form 5
Farbe A orange-hellbraun, I schwarz-dklbraun
Verzierung schräg-konz., vermutl. grlf. Kann. (A2c) Oberfläche A pol., I ggl.
Aujbew. MNIR, 62282
Magerung grob
Taf.-Nr. 2,1
17.
Aujbew. MNIR, 61985
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VI
Typ bitrenkonisches Gefäß
22.
Form l.lb; 2.1b; 3
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIIa, Schicht I
Farbe A schwarz, I braun-hellbraun
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 1/2
Oberfläche gut ggl.
Form 3.1a; 4.1; 5.1
Magerung grob
Verzierung Hals unten Horizontalkann. (A4), Bauch ab
Taf.-Nr. 1,8
Aujbew. MNIR, 61911 Schulter vertikale Kann. (A1a)
Farbe A schwarz, I braun
Weitere Trichterränder aus Schnitt VI: Inv.-Nr. MNIR
61908;61905 Oberfläche A pol., I ggl.
Magerung fein mit Scherben und Glimmer
Taf.-Nr. 2,2
zweigliedriger Topf
Aujbew. MNIR, 61890
18.
Lit. Zaharia 1965, Fig. 9,5
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VI
Typ Topf mit S-Profil
23.
Form 1.3a; 2.2a; 4.1
Farbe Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, af
braun-schwarz
Oberfläche
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 112
A pol., I ggl.
Form 3.0b; 4.1; 5.1
Magerung fein mit Glimmer
Taf.-Nr. Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a)
1,9
Aujbew. Farbe A linke Hälfte schwarz, rechte und I orange
MNIR, 61902
Oberfläche A pol., I verstrichen
Taf.-Nr. 2,3
ungegliederter Topf
Aujbew. MNIR, 61984
19.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VI 0,40-0,50 24.
Typ eiförmiger Topf, V ar. 2c Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, af
Form 1.4a
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 1/2
Farbe A schwarz-braun, I braun Form 3.0; 4.1; 5.1
Oberfläche ggl.
Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (Ala)
Magerung mit Scherben und Glimmer Aujbew. MNIR, 62323
Taf.-Nr. 1,10
Aujbew. MNIR, 61921
25.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1,32
Typ Kegelhalsgefaß, Var. 1/2
Form 3.0; 4.1; 5.1
Fundkatalog 107

Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a) Aujbew. MNIR, 62060


Aujbew. MNIR, 61986
34.
26. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, af
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla Typ Kegelhalsgefäß
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 1/2 Form 2.1b; 3.0
Form 3.0; 4.1; 5.1 Verzierung I Rand oben Horizontalkann. (A4)
Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a) Aujbew. MNIR, 62320
Aujbew. MNIR, 61989
35.
27. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, af
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1,46 Typ Zylinderhalsgefäß
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 1/2 Form 1.2a; 3.4
Form 3.0; 4.1; 5.1 Farbe braun
Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a) Oberfläche pol.
Aujbew. MNIR, 61992 Magerung fein mit Glimmer
Taf.-Nr. 3,1
28. Aujbew. MNIR, 62058
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla, 0,60-0,80
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 112 36.
Form 3.0; 4.1; 5.1 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Verzierung vertikale Kann. (Ala) Typ Zylinderhalsgefäß
Aujbew. MNIR, 62254 Form 3.4; 4.3; 5.1
Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a)
29. Farbe A schwarz, I orange
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a Oberfläche A metallisch pol., I ggl.
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 1/2 Magerung mittel
Form 3.0; 4.1; 5.1 Taf.-Nr. 3,2
Verzierung vertikale Kann. (A1a) Aujbew. MNIR, 62264
Aujbew. MNIR, 62278
37.
30. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 0,95 Typ bittonkonisches Gefäß
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 1/2 Form 4.1; 5
Form 3.0; 4.1; 5.1 Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a)
Verzierung vertikale Kann. (A1a) Farbe A schwarz, I orange
Aujbew. MNIR, 62292 Oberfläche A pol., I ggl.
Magerung mittel
31. Taf.-Nr. 3,3
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla Aujbew. MNIR, 62223
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 1/2
Form 3.0; 4.1; 5.1 38.
Verzierung vertikale Kann . (A1a) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla 0,95
Aujbew. MNIR,62306 Typ bittonkonisches Gefäß
Form 5
32. Verzierung vertikale Kann. (A1a)
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1,68 Aujbew. MNIR, 62314
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 3
Form 2.0b; 3.1a; 4.1; 5.1 39.
Verzierung Bauch ab Schulter Schrägkann. (A3a) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1,68
Farbe A schwarz, I hellorange Typ bitronkonisches Gefäß
Oberfläche A pol. , I ggl. Form 5
Magerung fein Verzierung vertikale Kann. (A1a)
Taf-Nr. Aujbew. MNIR, 62199
2,4
Aujbew. MNIR, 61983
40.
33. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla 0,60-0,80 Typ bittonkonisches Gefäß
Typ Kegelhalsgefäß Form 5
Form Verzierung vertikale Kann. (A1a)
1.3b; 2.1b; 3.la
Farbe Aujbew. MNIR, 62305
A schwarz, I braun-rot
Oberfläche pol.
Taf-Nr. 2,5
108 Fundkatalog

41. Typ bitronkonisches Gefäß


Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a Form 5
Typ bitronkonisches Gefäß Verzierung schräg-konz., vermutl. grlf. Kann. (A2c)
Form 5 Aujbew. MNIR, 62270
Verzierung vertikale Kann. (A1a)
Aujbew. MNIR, 62297 51.
42. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1,32
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 0,95 Typ bitronkonisches Gefäß
Typ bitfonkonisches Gefäß Form 5
Form 5 Verzierung schräg-konz., vermutl. grlf. Kann. (A2c)
Verzierung vertikale Kann . (A1a) Aujbew. MNIR, 62266
Aujbew. MNIR, 62255
52.
43. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1,32
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a Typ bitronkonisches Gefäß
Typ bitfonkonisches Gefäß Form 5
Form 5 Verzierung schräg-konz., vermutl. grlf. Kann. (A2c)
Verzierung vertikale Kann. (A1a) Aujbew. MNIR, 62377
Aujbew. MNIR, 62268
53.
44. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIIa 0,95
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a Typ bitronkonisches Gefäß
Form 5 Form 5
Verzierung vertikale Kann. (A1a) Verzierung schräg-konz., vermutl. grlf. Kann. (A2c)
Aujbew. MNIR, 62293 Aujbew. MNIR, 62288
45.
54.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, af Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1,32
Typ bitfonkonisches Gefäß Typ bitronkonisches Gefäß
Form 5 Form 5
Verzierung Rippe (B6a) in vertikaler Kann. (A1a) Verzierung schräg-konz., vermutl. grlf. Kann. (A2c)
Aujbew. MNIR, 62322 Aujbew. MNIR, 62257
46.
55.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Typ bitronkonisches Gefäß Typ bitfonkonisches Gefäß
Form 5 Form 5
Verzierung grlf. Kann . (A2a) Verzierung schräg-konz. , vermutl. grlf. Kann . (A2c)
Aujbew. MNIR, 62269 Aujbew. MNIR, 62224
47.
56.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Typ Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIIa 0,95
bitronkonisches Gefäß Typ
Form 5 bitronkonisches Gefäß
Form 5
Ve rzierung grlf. Kann. (A2a)
Aujbew. Verzierung schräg-konz., vermutl. grlf. Kann. (A2c)
MNIR, 62314
Aujbew. MNIR, 62336
48.
Fundstelle 57.
Cetate, Grbg. 1958, a 0,95
Typ Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, af
bitfonkonisches Gefäß Typ
Form 5 bitronkonisches Gefäß
Verzierung Form 5
grlf. Kann. (A2a)
Aujbew. Verzierung schräg-konz. , vermutl. grlf. Kann. (A2c)
MNIR, 62263
Aujbew. MNIR, 62385
49.
Fundstelle 58.
Cetate, Grbg. 1958, af
Typ Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
bitfonkonisches Gefäß
Form 5
Typ bitronkonisches Gefäß
Ve rzierung Form 5
grlf. Kann. (A2a)
Aujbew. Verzierung schräg-konz., vermutl. grlf. Kann . (A2c)
MNIR, 62229
Aujbew. MNIR, 62281
50.
Fundstelle 59.
Cetate, Grbg. 1958, a
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 0,40-0,50
Fundkatalog 109

Typ bittonkonisches Gefäß 67.


Form 5 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1,68
Verzierung schräg-konz., vermutl. grlf. Kann. (A2c) Typ bitfonkonisches Gefäß
Aujbew. MNIR, 62276 Form 1.3a; 2.1b
Farbe braun
60. Oberfläche pol.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a Magerung fein mit Glimmer
Typ bittonkonisches Gefäß Taf.-Nr. 3,7
Form 5 Aufbew. MNIR, 61915
Verzierung schräg-konz., vermutl. grlf. Kann. (A2c)
Aujbew. MNIR, 62272 68.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, af
61. Typ bitronkonisches Gefäß
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla 0,60-0,80 Form 1.3a; 2.2b
Typ bittonkonisches Gefäß Farbe A schwarz, I schwarz-braun
Form WS Oberfläche pol.
Verzierung I schräg-konz., vermutl. grlf. Kann. (A2c) Magerung mittel mit Glimmer
Aujbew. MNIR, 62337 Taf.-Nr. 3,8
Aujbew. MNIR, 62087
62.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 69.
Typ bitronkonisches Gefäß Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Form 5 Typ bittonkonisches Gefäß
Verzierung schräg-konz., vermutl. grlf. Kann. (A2c) Form 1.3a; 2.1a; 3.0
Aujbew. MNIR, 62200 Farbe dklbraun-schwarz
Oberfläche pol.-ggl.
63. Magerung mittel
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla 0,60-0,80 Taf.-Nr. 3,9
Typ bitronkonisches Gefäß Aujbew. MNIR, 62101
Form 5
Verzierung Schrägkann. (A3a) 70.
Farbe A schwarz, I orange Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Oberfläche A pol., I ggl. Typ bittonkonisches Gefäß
Magerung grob Form 1.3a; 2.0b
Taf.-Nr. 3,4 Farbe A schwarz, I braun-grau
Aujbew. MNIR, 62252 Oberfläche pol.
Magerung fein mit Glimmer
64. Taf.-Nr. 3,10
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla 0,80-0,95 Aujbew. MNIR, 62063
Typ bitfonkonisches Gefäß
Form 5 71.
Verzierung Rippe (B6a) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Aujbew. MNIR, 62341 Typ bittonkonisches Gefäß
Form 1.3a; 2.2b
65. Farbe A braun-grau, I braun
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla 0,60-0,80 Oberfläche pol.
Typ bitronkonisches Gefäß Magerung fein mit Glimmer
Form 1.3a; 2.1b Taf.-Nr. 4,1
Farbe A schwarz, I orange Aujbew. MNIR, 62055
Oberfläche pol.
Magerung grob mit Scherben 72.
Taf.-Nr. 3,5 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla 0,60-0,80
Aujbew. MNIR, 62083 Typ bittonkonisches Gefäß
Form 1.2a; 2.0
66. Farbe grau-braun
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 0,40-0,50 Oberfläche pol.
Typ bitronkonisches Gefäß Magerung grob mit Scherben
Form 1.3f; 2.1b Taf.-Nr. 4,2
Farbe A schwarz, I grau Aujbew. MNIR, 62103
Oberfläche pol.
Taf.-Nr. 3,6 73.
Aufbew. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, af
MNIR, 62119
Typ bittonkonisches Gefäß
110 Fundkatalog

Form 1.1b; 2.0b


Farbe A schwarz, I braun-grau 79.
Oberfläche pol. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Magerung mittel mit Glimmer Typ bitrenkonisches Gefäß
Taf.-Nr. 4,3 Form 1.3a; 2.0b
Aujbew. MNIR, 62111 Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4)
Entsprechende Trichterränder: Inv.-Nr. MNIR 62010/a; Farbe A hellgrau, I schwarz
61942/a 0,40-0,50; 62049/a 1,68 Oberfläche pol.
Magerung fein mit Glimmer
74. Taf.-Nr. 4,9
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 0,95 Aujbew. MNIR, 62117
Typ bitrenkonisches Gefäß
Form 1.3a; 2.2b 80.
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 0,40-0,50
Farbe A braunrot-braun, I schwarz-braunrot Typ bitrenkonisches Gefäß
Oberfläche pol. Form 1.3d; 2.0
Magerung mittel mit Scherben und Glimmer Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4)
Taf.-Nr. 4,4 Farbe A hellbraun, I schwarz
Aujbew. MNIR, 62074 Oberfläche pol.
Magerung grob mit Scherben
75. Taf.-Nr. 4,10
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, af Aujbew. MNIR, 62089
Typ bitrenkonisches Gefäß
Form 1.3a; 2.1b; 3.0 81.
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a fund
Farbe A schwarz, I hellbraun Typ bitrenkonisches Gefäß
Oberfläche pol. Form 1.3a; 2.2a
Magerung grob mit Scherben Verzierung I Rand Horizontalkann.
Taf.-Nr. 4,5 Farbe A Rand ocker, sonst schwarz, I orange
Aujbew. MNIR, 62077 Oberfläche A pol., I ggl.
Magerung fein
76. Taf.-Nr. 4,11
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a Aujbew. MNIR, 61996
Typ bitrenkonisches Gefäß
Form 1.3a; 2.2b 82.
Verzierung I Randabschluß Horizontalkann. (A4) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 0,90
Farbe schwarz Typ bitrenkonisches Gefäß
Oberfläche pol. Form 1.3b; 2.1b
Magerung mittel mit Scherben Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4)
Taf.-Nr. 4,6 Farbe A schwarz, I rotbraun
Aujbew. MNIR, 62070 Oberfläche pol.
Magerung fein
77. Taf.-Nr. 5,1
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla 0,95 Aujbew. MNIR, 62080
Typ bitrenkonisches Gefäß
Form 1.3d; 2.2b; 3.0 83.
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Farbe A schwarz, I braun-schwarz Typ bitrenkonisches Gefäß
Oberfläche pol. Form 1.3b; 2.2b
Magerung fein mit Glirnrner Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4)
Taf.-Nr. 4,7 Farbe dklbraun
Aujbew. MNIR, 62109 Oberfläche pol.
Magerung fein mit Glimmer
78.
Taf.-Nr. 5,2
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla 0,95 Aujbew. MNIR, 62078
Typ bitrenkonisches Gefäß
Form 1.3a; 2.0b 84.
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 0,95
Farbe schwarz Typ bitrenkonisches Gefäß
Oberfläche pol. Form 1.3b; 2.2b
Magerung fein-mittel mit Glirnrner Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4)
Taf.-Nr. 4,8 Farbe A schwarz, I braun-rötlich
Aujbew. MNIR, 62065
Oberfläche pol.
Fundkatalog 111

Magerung fein mit Glimmer Form 1.3b; 2.2a


Taf-Nr. 5,3 Farbe A dklbraun-schwarz, I braun
Aujbew. MNIR, 62068 Oberfläche pol.
Magerung mittel mit Glimmer
85. Taf-Nr. 5,9
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a Aujbew. MNIR, 62120
Typ bitrenkonisches Gefäß
Form 1.3b; 2.1 b 91.
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla 0,60-0,80
Farbe A schwarz, I dklbraun-schwarz Typ Topf mit S-Profil
Oberfläche pol. Form 1.3a; 2.3; 4.2; 5
Magerung mittel mit Glimmer Farbe braun
Taf-Nr. 5,4 Oberfläche pol.
Aujbew. MNIR, 62062 Magerung mittel mit Scherben und Glimmer
Taf.-Nr. 5,10
86. Aujbew. MNIR,62047
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1,32
Typ bitrenkonisches Gefäß ungegliederte Töpfe
Form 1.3b; 2.0b 92.
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Farbe A schwarz, I braun-grau Typ eiförmiger Topf, V ar. 1
Oberfläche pol. Form 1.5a
Magerung mittel mit Glimmer Farbe hellgraubraun
Taf-Nr. 5,5 Oberfläche gutggl.
Aujbew. MNIR, 62098 Magerung mittel mit Scherben
Taf.-Nr. 6,1
87. Aujbew. MNIR, 62118
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla 0,95
Typ bitrenkonisches Gefäß 93.
Form 1.1b; 2.0a Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 0,40-0,50
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4) Typ eiförmiger Topf, Var. 1
Farbe schwarz Form 1.5a
Oberfläche pol. Farbe A dklbraun, I schwarz-braun
Magerung fein Oberfläche A pol., I ggl.
Taf-Nr. 5,6 Magerung mittel mit Scherben und Glimmer
Aujbew. MNIR, 62124 Taf-Nr. 6,2
Aujbew. MNIR,62057
88.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 0,55 94.
Form 1.3b; 2.0b Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4) Typ eiförmiger Topf, V ar. 1
Farbe schwarz Form 1.5a
Oberfläche pol. Farbe A braun-schwarz, I schwarz
Magerung fein mit Glimmer Oberfläche pol.
Taf-Nr. 5,7 Magerung fein mit Glimmer
Aujbew. MNIR, 62084 Taf.-Nr. 6,3
Weitere innen horizontal kannelierte Trichterränder: Inv.- Aujbew. MNIR, 62081
Nr. MNIR 62262/af; 62048/a 0,95; 62012/a 1,68 Weitere ähnliche RS : Inv.-Nr. MNIR 61941/a 0,50;
61997Nlla 0,60-0,80; 62011/a 1,32
zweigliedrige Töpfe
89. 95.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1,32
Typ Typ eiförmiger Topf, Var. 1
Kragenrandtopf
Form Form 1.5a
1.4a; 2.3; 4.1
Verzierung unterhalb des Randes Knubbenansatz (B2)
Farbe braun
Oberfläche Farbe braun-rot
ggl.
Magerung Oberfläche pol.
mittel mit Glimmer
Magerung fein mit Glimmer
Taf-Nr. 5,8
Aujbew. Taf-Nr. 6,4
MNIR, 62114
Aujbew. MNIR, 62082
90.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 0,40-0,50 96.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla 0,80-0,95
Typ Topf mit S-Profil
112 Fundkatalog

Typ eiförmiger Topf, Var. 1 102.


Form 1.5a Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Verzierung unterhalb des Randes Knubbe (B2c) Typ trichterförmiger Topf
Farbe braun Form 1.3f
Oberfläche pol. Verzierung auf Randabschluß waagerechte Reihe von
Magerung mit Scherben Eindrücken (E), unterhalb des Randes Knubbe
Taf.-Nr. 6,5 (B2a)
Aujbew. MNIR, 61917 Farbe graubraun
Ähnlich: Inv.-Nr. MNIR 62034/a; 61975NIIa 0,95; Oberfläche grob ggl.
61976/a Magerung grob
Taf.-Nr. 7,2
97. Aujbew. MNIR, 61916
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1,68
Typ eiförmiger Topf, Var. 2c Schalen
Form 1.4c 103.
Farbe A dklbraun, I braun-rot Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1,68
Oberfläche pol. Typ kalottenförmige Schale, Var. 1
Magerung mittel mit Glimmer Form 1.3a
Taf.-Nr. 6,6 Farbe A schwarz-braun, I schwarz
Aujbew. MNIR, 62073 Oberfläche pol.
Magerung mittel mit Glimmer
98. Taf.-Nr. 7,3
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a Aufbew. MNIR, 62051
Typ eiförmiger Topf, V ar. 2c
Form 1.4e 104.
Farbe schwarz-dklbraun Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIIa 0,60-0,80
Oberfläche pol. Typ kalottenförmige Schale, V ar. 1
Magerung fein mit Glimmer Form 1.3a
Taf.-Nr. 6,7 Farbe A grau-braun, I schwarz
Aufbew. MNIR,62123 Oberfläche pol.
Magerung fein mit Glimmer
99.
Taf.-Nr. 7,4
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, af Aufbew. MNIR, 62115
Typ eiförmiger Topf, Var. 2c
Form 1.4c
105.
Farbe braun
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIIa 0,60-0,80
Oberfläche ggl.
Typ kalottenförmige Schale, Var. 1
Magerung mittel mit Scherben und Glimmer Form 1.3a
Taf.-Nr. 6,8 Farbe A schwarz-braun, I schwarz
Aufbew. MNIR,62096 Oberfläche pol.
Magerung fein mit Glimmer
100.
Fundstelle Taf.-Nr. 7,5
Cetate, Grbg. 1958, VIIa 0,95 Aujbew.
Typ MNIR, 62122
eiförmiger Topf, Var. 2c
Form 1.3b (wellig)
Farbe dklbraun 106.
Oberfläche pol. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIIa 0,95
Magerung Typ kalottenförmige Schale, Var. 1
fein mit Glimmer
Taf.-Nr. 6,9 Form 1.3a
Aujbew. MNIR Farbe A dklbraun-schwarz, I dklgrau
Oberfläche pol.
101. Magerung fein mit Glimmer
Fundstelle Taf.-Nr. 7,6
Cetate, Grbg. 1958, Schicht I, VIIa 0,60-0,80
Typ eiförmiger Topf Aujbew. MNIR, 62056
Form WS
Verzierung Reihe schräger Kerben (F) 107.
Farbe A hellgrau, I hellbraun Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Oberfläche gutggl. Typ kalottenförmige Schale, Var. 1
Magerung grob mit Scherben Form 1.3
Taf.-Nr. 7,1 Verzierung Turbanrand (A3b)
Aujbew. MNIR, 61894 Farbe A hellgrau, I schwarz
Lit. Zaharia 1965, Fig. 9,9 Oberfläche pol.
Magerung fein
Taf.-Nr. 8,1
Fundkatalog 113

Aujbew. MNIR, 62099 Taf.-Nr. 8,7


Aufbew. MNIR, 62090
108.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 114.
Typ kalottenförmige Schale, Var. 1 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Form 1.3 Typ kalottenförrnige Schale, Var. 2
Verzierung Turbanrand (A3b) Form 1.4
Farbe hellbraun-schwarz, fleckig Verzierung Turbanrand (A3b)
Oberfläche pol. Farbe A hellgrau, I schwarz
Magerung fein Oberfläche pol.
Taf.-Nr. 8,2 Magerung fein
Aujbew. MNIR, 62116 Taf.-Nr. 8,8
Aufbew. MNIR, 62088
109.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 115.
Typ kalottenförmige Schale, V ar. 1 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Form 1.3 Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 3
Verzierung Turbanrand (A3b) Form 1.5a
Farbe A hellgrau, I schwarz Farbe A schwarz-grau, I schwarz
Oberfläche pol. Oberfläche A pol., I ggl.
Magerung fein Magerung fein mit Glimmer
Taf.-Nr. 8,3 Taf.-Nr. 8,9
Aujbew. MNIR, 62093 Aufbew. MNIR, 62075

110. 116.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIIa 1,32 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a
Typ kalottenförmige Schale, V ar. 1 Typ kalottenförmige Schale, V ar. 3
Form 1.3 Form 1.5
Verzierung oben schräg kann. Randabschluß (A3c) Verzierung Turbanrand (A3b)
Farbe A schwarz-braun, I schwarz Farbe A grau, Rand schwarz, I schwarz
Oberfläche pol. Oberfläche pol.
Magerung fein mit Glimmer Magerung fein mit Glimmer
Taf.-Nr. 8,4 Taf.-Nr. 8,10
Aujbew. MNIR, 62095 Aufbew. MNIR, 62066

111. 117.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 0,40-0,50 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 0,40-0,50
Typ kalottenförmige Schale, V ar. 2 Typ kalottenförrnige Schale, Var. 4
Form 1.4a Form 1.3a
Farbe schwarz Farbe A schwarz-braun, I schwarz
Oberfläche pol. Oberfläche pol.
Magerung fein mit Glimmer Magerung fein mit Glimmer
Taf.-Nr. 8,5 Taf.-Nr. 9,1
Aujbew. MNIR, 62110 Aufbew. MNIR, 62092
Weitere kalottenförrnige Schalen: Inv.-Nr. MNIR
112. 62050/a; 62014NIIa 0,60-0,80; 62007/a
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1,32
Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 2 118.
Form 1.4e Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, af
Farbe A schwarz-braun, I schwarz Typ trankonische Schale
Oberfläche pol. Form 1.3b
Magerung fein mit Glimmer Farbe A braun-grau, I schwarz
Taf.-Nr. 8,6 Oberfläche pol.
Aujbew. MNIR, 62086 Magerung fein mit Glimmer
Taf.-Nr. 9,2
113. Aufbew. MNIR, 61924
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIIa 0,80-0,95
Typ kalottenförmige Schale, Var. 2 119.
Form 1.4 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, af
Verzierung Turbanrand (A3b) Typ Fußschale
Farbe A braun-grau, I schwarz Form 6.4
Oberfläche Farbe A orange-hellbraun, I orange, K schwarz
pol.
Magerung Oberfläche A gut ggl., I ggl.
fein mit Glimmer
Fundkatalog
114

fein 126.
Magerung
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1,32
Taf-Nr. 9,3
Typ nierenförrnige Tasse, V ar. 2a
Aujbew. MNIR, 62015
Form 1.3a/1.4a; 7.3b? (nur Ansätze erhalten)
120. A braun-schwarz, I schwarz
Cetate, Grbg. 1958, a 0,95 Farbe
Fundstelle
Fußschale Oberfläche pol.
Typ
1.1a; 2.0b Magerung fein
Form
I Rand Horizontalkann. (A4) Taf-Nr. 9,9
Verzierung
A dklbraun, I hellbraun Aujbew. MNIR, 62697
Farbe
Oberfläche pol.
Magerung fein 127.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1.32
Taf-Nr. 9,4
MNIR,62079 Typ nierenförrnige Tasse, V ar. 2b
Aujbew.
Form 1.3a; 2.2a; 4 .1; 5.2; 7.3b
Verzierung I unterhalb des Randes stehen sich zwei Bän-
Tassen der Horizontalkann. (A4) gegenüber, dazwi.
121.
Cetate, Grbg. 1958, af sehen Freiraum
Fundstelle
ungegliederte Tasse mit Wulsthenkel? Farbe schwarz
Typ
7.2 Oberfläche pol.
Form
Magerung fein mit Glimmer
Farbe dklbraun
pol. Taf-Nr. 9,10
Oberfläche
Aujbew. MNIR,62502
Magerung mittel
Taf-Nr. 9,5
Aujbew. MNIR, 62058 128.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 0,80
Typ nierenförrnige Tasse?
122.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a Form 1.3b
Typ ungegliederte Tasse mit Wulsthenkel, Minia- Verzierung I horizontal kanneliert (A4)
turgefaß? Farbe A dklgrau, I schwarz
Form 6.1 Oberfläche gut pol.
Farbe A schwarz mit orangenen Zonen, I orange Magerung fein
Oberfläche ggl. Taf-Nr. 9,11
Magerung fein Aujbew. MNIR, 62085
Taf-Nr. 9,6
Aujbew. MNIR, 62329 Böden
129.
123. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla 0,60-0,80
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a Form 6.1
Typ ungegliederte Tasse mit Wulsthenkel? Aujbew. MNIR, 62335
Form 7.2 Entsprechende Böden: Inv.-Nr. MNIR 62213/a 1,32;
Aujbew. MNIR, 62040 62028/VIIa 0,60-0,80; 62020/a 1,45-1,50; 62018Nlla
0,60-0,80; 62024/a 0,40-0,50; 62029/VIIa 0,95; 62017/a;
124. 62022/a 0,40-0,50; 61971/VIIa 0,95; 62021/Vlla 0,95;
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla 0,80-0,95 62020/VIIa 0,80-0,95; 62019/af; 62016/a; 62032/a 1,32;
Typ zweigliedrige Tasse 62027 Ia; 62031/a; 62033/a 0,40-0,50; 61959/VIIa 0,60-
Form 1.3a; 4.1; 5 0,80.
Farbe A schwarz, I dklbraun-schwarz
Oberfläche pol. 130.
Magerung fein mit Glimmer Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 1,32
Taf-Nr. 9,7 Form 6.2
Aujbew. MNIR, 62059 Verzierung A direkt oberhalb der Standfläche horizontale
Reihe kleiner Eindrücke (E), darüber auf der
125. rechten Seite Reihe von schrägen Kerben (F).
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlla 0,60-0,80 links das gleiche auf etwas höherem Niveau
Typ dreigliedrige Tasse Farbe schwarz
Form 1.3a; 2.2a; 3.2a Oberfläche pol.
Farbe schwarz-braun Magerung mittel
Oberfläche pol. Taf.-Nr. 9,12
Magerung fein mit Glimmer Aujbew. MNIR, 62023
Taf-Nr. 9,8
Aujbew. MNIR WS
131.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, a 0,40-0,50
Fundkatalog 115

Form 3.0; 4.1; 5.1


Form WS Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a)
Knubbe (C5b) Verzierung
Verzierung Aujbew. MNIR, 61987
Farbe schwarz
Oberfläche A pol., I ggl.
fein 138.
Magerung Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ß n ~i v
Taf-Nr. 9,13 Kegelhalsgefäß, V ar. 4
MNIR, 62039 Typ
Aujbew. Form 3.1a; 4.1; 5.2
Verzierung Bauch ab Schulter grlf. Kann. (A2a)
andere Fundgruppe Farbe A braun-orange, I orange
132. Oberfläche A pol., I ggl.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, af grob
Magerung
Objektart Teil einer Herdplatte? 10,2
Taf.-Nr.
Material Keramik Aujbew. MNIR,62227
Form breites, gerades Randstück, oben flach
Verzierung Rand oben parallel zwei gerade Kanneluren,
daran ansetzend schräge Kann., die auf die 139.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ß n ~i v
Hauptfläche übergeht; an sie ansetzend vier bitronkonisches Gefäß
Typ
parallele gerade Kanneluren
Form 5
Farbe unverz. Seite schwarz, verz. Seite hellbraun
Verzierung vertikale Kann. (A1a)
Oberfläche unverz. Seite unggl., verz. Seite pol.
Aujbew. MNIR, 62275
Magerung grob mit Scherben Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 62256/ß
Taf-Nr. 9,14
Aujbew. MNIR, 62079
140.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ß n ~i v
Wohngrube ~ Typ bittonkonisches Gefäß
Form 5
Verzierung Rippe (B6a) in vertikaler Kann. (A1a)
bitronkonische Gefaße
Aujbew. MNIR, 62301
133.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ßv
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 1/2 141.
3.1a; 4.1; 5.1 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ß n ~i v
Form
Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a) Typ bittonkonisches Gefäß
Verzierung
Farbe A braun-orange, I orange Form 5
A ggl., I verstrichen Verzierung schräg-konz., vermutl. grlf. Kann. (A2c)
Oberfläche
Magerung mittel Aujbew. MNIR, 62261
Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 62319/ßc; 62273/ß;
Taf-Nr. 10,1
Aujbew. MNIR, 62247 62258/ß

134. 142.
Cetate, Grbg. 1958, ß Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ß n ~i v
Fundstelle
Kegelhalsgefäß, V ar. 1/2 Typ bitronkonisches Gefäß
Typ
Form 3.0; 4.1; 5.1 Form 5.1
Verzierung vertikale Kann. (A1a) Aujbew. MNIR, 62331
MNIR, 62300 Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 62330/ß n ~i v
Aujbew.

135. 143.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ßn
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ß n ~i v
Typ bittonkonisches Gefäß
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 1/2
Form 1.2a; 2.2b
Form 3.0; 4.1; 5.1
Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a) Farbe A schwarz, I braun
Verzierung
Oberfläche gut ggl.
Aujbew. MNIR, 62245
Taj.-Nr. 10,3
Aujbew. MNIR
136.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ßc
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 1/2 144.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ßv
Form 3.0; 4.1; 5.1 bittonkonisches Gefäß
Verzierung vertikale Kann. (A1a) Typ
Form 1.1b; 2.2b
Aujbew. MNIR, 62231 A schwarz, I braunrot
Farbe
Oberfläche pol.
137. fein mit Glimmer und Scherben
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ß n ~i v Magerung
Taj.-Nr. 10,4
Typ Kegelhalsgefäß, Var. 1/2
116 Fundkatalog

Aujbew. MNIR, 61936 Schüssel


Weitere unverzierte Trichterränder: Inv.-Nr. MNIR 150.
61940/ß 11; 61949/ß ~i v; 61952/ß; 61953 und 61938/ß n Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ß n ~i v
~i v; 61946/ß v; 61944/ß+c Typ Wellenrandschüssel?
Form 1.3a (wellig); 2.2a
145. Verzierung unten am Trichterrand setzt eine Wellenband.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII ß 0,10 kannelur an (A12)
Typ bitrenkonisches Gefaß Farbe A schwarz-grau, I braun
Form 1.3b; 2.2b; 3.0 Oberfläche gutggl.
Verzierung I Rand Horizontalkann.(A4) Magerung grob mit Scherben
Farbe A schwarz, I braun Taf.-Nr. 10,9
Oberfläche pol. Aujbew. MNIR, 61939
Magerung fein mit Scherben und Glimmer
Taf.-Nr. 10,5 Schalen
Aujbew. MNIR 151.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ß+c
146. Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 1
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ß n ~i v Form 1.3a
Typ bitrenkonisches Gefaß Farbe braun
Form 1.1b; 2.1b Oberfläche A pol., I ggl.
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4) Magerung fein mit Scherben und Glimmer
Farbe schwarz Taj.-Nr. 11,1
Oberfläche pol. Aujbew. MNIR, 61930
Magerung fein mit Scherben und Glimmer
Taf.-Nr. 10,6 152.
Aujbew. MNIR, 61931 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ßn
Weitere horizontal kannelierte Trichterränder: Inv.-Nr. Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 1
MNIR 61932/ß; 61925/ß Form 1.3a
Farbe A Rand schwarz, Rest orange, I schwarz
zweigliedriger Topf Oberfläche A ggl., I pol.
147. Taf.-Nr. 11,2
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ßc Aujbew. MNIR, 62186
Typ Topf mit S-Profil
Form 1.3a; 2.2a 153.
Farbe A braun Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ßc
Oberfläche A pol., I abgebröckelt Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 1
Magerung fein mit Glimmer Form 1.3
Taj.-Nr. 10,7 Verzierung Turbanrand (A3b)
Aujbew. MNIR, 61928 Farbe A orange-braun, I schwarz
Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 61918/ß n ~i v; 61926/ß n Oberfläche A ggl., I pol.
Magerung fein
ungegliederte Töpfe Taf.-Nr. 11,3
148. Aujbew. MNIR, 62333
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ß n ~i v Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 62202/ß
Typ eiförmiger Topf, V ar. 1
Form 1.5 154.
Aujbew. MNIR, 61947 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ßc
Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 2
149. Form 1.4a
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ßv Farbe orange-dklbraun
Typ eiförmiger Topf, V ar. 1 Oberfläche ggl.
Form 1.5a Magerung mittel
Verzierung unterhalb des Randes Knubbe (B2a) Taf.-Nr. 11,4
Farbe braun Aujbew. MNIR, 62328
Oberfläche ggl.
Magerung mittel 155.
Taf.-Nr. 10,8 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ßn ~i v
Aujbew. MNIR, 61951 Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 2
Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 61973/ ß n ~i v; 61972/ß Form 1.4b
Farbe A orange, I Rand orange, Rest schwarz
Oberfläche ggl.
Magerung fein
Taj.-Nr. 11,5
Fundkatalog 117

Aujbew. MNIR, 62205 Form 1.3a; 2.2b; 3.2a; 4.1; 5.1


Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a)
156. Farbe A schwarz, I orange
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ßv Oberfläche A pol. , I ggl.
Typ kalottenförmige Schale, V ar. 3 Magerung mittel
Form 1.6a Taf.-Nr. 12,1
Farbe A braun-orange, I schwarz Aujbew. MNIR, 6200(?)0
Oberfläche A ggl., I pol. 163.
Magerung mittel Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, 8
Taf.-Nr. 11,6 Typ bitrollkonisches Gefäß
Aujbew. MNIR, 62195 Form 4.1 ; 5
Weitere unverzierte kalottenförmige Schalen: Inv.-Nr. Verzierung auf Schulter Knubbe (B2a) als Spitze einer
MNIR 62186/ß v; 62201/ß n ~i v; 62196/ß n; 62200/ß c; sich über den Bauch erstreckenden grlf. Kann.
62204/ß c; 621 ?8/ß n ~i v; 62207 /ß v; 62193/ß n ~i v; (A2a)
62203/ß n ~i v Farbe A schwarz, I orange
Oberfläche A pol., I ggl.
Tassen Magerung mittel
Taf.-Nr. 12,2
157.
Cetate, Grbg. 1958, ß+c Aujbew. MNIR, 62039
Fundstelle
Typ ungegliederte Tasse mit Wulsthenkel?
Form 7.2 164.
Henkel schwarz, Gefäßwand I orange Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, -8
Farbe
ggl.
Typ bitrollkonisches Gefäß
Oberfläche
mittel Form 1.1b; 2.2b
Magerung
11,7 Farbe orange
Taf.-Nr.
Aujbew. MNIR, 62179 Oberfläche ggl.
Magerung mittel
Taf.-Nr. 12,3
158.
Cetate, Grbg. 1958, ßc Aujbew. MNIR, 62003
Fundstelle
Weitererunverzierter Trichterrand: Inv.-Nr. MNIR
Typ zweigliedrige Tasse
1.3a; 4.1; 5 61999/o
Form
Farbe hellbraun
Oberfläche ggl. zweigliedriger Topf
Magerung mittel 165.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, of
Taf.-Nr. 11,8
Typ Topf mit S-Profil
Aujbew. MNIR, 62199
Form 1.3a; 2.2a
Farbe A schwarz, I Rand schwarz, Rest hellbraun
159.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, B n Oberfläche ggl.
Typ nierenförmige Tasse, Var. 2? Magerung fein
Form 7.3b(?) Taf.-Nr. 12,4
Aujbew. MNIR, 62013
Aujbew. MNIR, 62182

Böden ungegliederter Topf


160. 166.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, o
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ß+c
Typ eiförmiger Topf, V ar. 1
Form 6.1
Form 1.5a
Aujbew. MNIR, 61962
Aujbew. MNIR, 62004
Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 61968/ß; 61966/ß n ~i v;
61969/ß; 61967/ß; 61964/ß n ~i v
167.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, o
161.
Typ eiförmiger Topf, V ar. 3
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, ßc
Form 1.3a
Form 6.5 unterhalb des Randes Knubbe (B2a)
Aujbew. Verzierung
MNIR, 62044
Farbe dklbraun
Oberfläche ggl.
Wohngrube ö Magerung mittel
Taf.-Nr. 12,5
bitronkonische Gefäße Aujbew. MNIR, 62002
162.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 8
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 112
118 Fundkatalog

Schalen Kann. (A1a)


168. Aufbew. MNIR, 62249
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, 8
Typ kalottenförrnige Schale 176.
Aufbew. MNIR Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII, Schicht ll
Entsprechend: 62007/8 Typ Kegelhalsgefaß, Var. 3
Form 1.3b; 2.1b; 3.2b; 4.1 ; 5.1
Boden Verzierung Schulter, Bauch Schrägkann. (A3a)
169. Taf.-Nr. 12,8
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, 8 Lit. Zaharia 1965, Fig. 8,2
Form 6.2
Aufbew. MNIR, 62217 177.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,40-0,50
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 3
Schnitt VII allgemein Form 4.1; 5
Verzierung Schrägkann. (A3a)
bitronkonische Gefaße Farbe schwarz
170. Oberjläche A pol., I stark pol.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,25 Magerung fein
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 1/2 Taf.-Nr. 12,7
Form 3.1a; 4.1; 5.1 Aufbew. MNIR, 61982
Verzierung Bauch ab Schulter Winkelbandkann. (A6b)
Farbe A schwarz, I orange 178.
Oberjläche A pol. , I ggl. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII
Magerung grob
Typ Kegelhalsgefäß
Taf.-Nr. 12,6 Form l.la; 2.2b; 3.1a
Aufbew. MNIR, 62240
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4)
Farbe A schwarz, I hellbraun
171. Oberjläche A pol., I gut ggl.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,40-0,50
Taf.-Nr. 12,9
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 1/2
Aufbew. MNIR, 61913
Form 3.0;4.1;5 .1
Verzierung vertikale Kann. (A1a)
179.
Aufbew. MNIR, 62298
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,10
Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 62295NII 0,25· 62161NII
0,10 ' Form 3.4; 4.2; 5.1
Verzierung Bauch ab Schulter Rippe (B6a) in vertikaler
Kann. (Ala)
172.
Farbe A schwarz, I orange
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,30-0,36
Oberjläche A pol., I ggl.
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 1/2
Magerung mittel
Form 3.0; 4.1; 5.1
Verzierung
Taf.-Nr. 13,1
grlf. Kann. (A2a)
Aufbew. MNIR, 62340
Aufbew. MNIR, 62304

173. 180.
Fundstelle Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,20-0,25, Schicht I
Cetate, Grbg. 1958, VII 0,10
Typ Typ bittonkonisches Gefäß
Kegelhalsgefäß, Var. 1/2
Form Form 3; 4.1; 5
2.0; 3.0; 4.1; 5.1
Verzierung Verzierung auf Schulter Hohlbuckel (C2b), eingefaßt von
Bauch ab Schulter schräge Kann. (A3a)
Aufbew. MNIR, 62338 konz. Kann. (A5b)
Farbe A schwarz, I dklbraun-schwarz
174. Oberjläche A pol. , I ggl.
Fundstelle Magerung fein mit Scherben und Glimmer
Cetate, Grbg. 1958, VII 0,20-0,25
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 1/2 Taf.-Nr. 13,2
Form 3.0; 4.1; 5.1 Aufbew. MNIR, 61893
Verzierung Lit. Zaharia 1965, Fig. 10,7
Bauch ab Schulter Rippe (B6a)
Aufbew. MNIR, 62291
181.
175. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,25
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,25
Typ bitrenkonisches Gefäß
Typ Form 5
Kegelhalsgefaß, V ar. 1/2
Form 3.0; 4.1; 5.1 Verzierung Bauch vertikale Kann. (Alb), auf unterschied·
Verzierung Bauch ab Schulter Rippe (B6a) in vertikaler liehen Höhen beginnend
Farbe A schwarz, I orange
Fundkatalog 119

Oberfläche A pol., I ggl. Taf.-Nr. 13,6


Magerung mittel Aujbew. MNIR, 61943
Taf-Nr. 13,3
Aujbew. MNIR, 62237 189.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,30-0,37
182. Typ bitfonkonisches Gefaß
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,30-0,36 Form 1.3a; 2.2b
Typ bitrenkonisches Gefaß Verzierung I Rand oben vage Horizontalkann. (A4)
Form 5 Farbe A schwarz, I braun-rot
Verzierung vertikale Kann. (A1a) Oberfläche pol.
Aujbew. MNIR, 62244 Magerung fein mit Glimmer
Taf.-Nr. 13,7
183. Aujbew. MNIR, 61995
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,10 Weitere horizontal kannelierte Trichterränder: Inv.-Nr.
Typ bitrenkonisches Gefaß MNIR 61933NII 0,25; 61954NII 0,10; 62280NII 0,25;
Form 5 62318NII 0,50-0,80; 62243NII 0,25
Verzierung Rippe (B6a) in vertikaler Kann. (A1a)
Aujbew. MNIR, 62342 190.
Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 62239NII 0,20-0,25 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,50
Typ bitfonkonisches Gefaß
184. Form 1.1b; 2.0b
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,25 Verzierung I Rand oben Horizontalkann. (A4), darunter
Typ bitrenkonisches Gefaß Warze (B1)
Form 5 Farbe schwarz
Verzierung grlf. Kann. (A2a) Oberfläche A pol., I ggl.
Aujbew. MNIR, 62253 Magerung fein
Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 62343NII 0,30- Taf-Nr. 13,8
0,36;62235NII 0,25; 62339NII 0,40-0,68; 62258NII Aujbew. MNIR, 61993
0,25; 62334NII 0,25 ; 62242NII 0,25
zweigliedriger Topf
185. 191.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,25
Typ bitrenkonisches Gefaß Form 1.3a; 2.2a
Form 5.1 Farbe braun-grau
Aujbew. MNIR, 62025 Oberfläche A pol., I pol.-ggl.
Magerung fein mit Glimmer
186. Taf-Nr. 14,1
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,10 Aujbew. MNIR, 61926
Typ bitfonkonisches Gefaß
Form 1.3b; 2.1b; 3.0a ungegliederte Töpfe
Farbe A schwarz, I hellbraun 192.
Oberfläche gut ggl. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,40-0,50
Magerung grob mit Scherben Typ eiförmiger Topf, V ar. 1
Taf.-Nr. 13,4 Form 1.5
Aujbew. MNIR, 61950 Aujbew. MNIR, 61945

187. 193.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,10
Typ bitrenkonisches Gefaß Typ eiförmiger Topf, Var. 1
Form 1.3a; 2.2b Form 1.5a
Farbe A schwarz, I braun-rot Verzierung unterhalb des Randes Knubbe (B2c)
Oberfläche pol. Farbe braun-schwarz
Magerung mittel mit Glimmer Oberfläche pol.
Taf.-Nr. 13,5 Magerung fein mit Scherben und Glimmer
Aujbew. MNIR, 62053 Taf-Nr. 14,2
Aujbew. MNIR,61929
188.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,40-0,50 194.
Typ bitrenkonisches Gefaß Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,40-0,50
Form 1.3a; 2.2b Typ eiförmiger Topf, V ar. 1
Farbe A schwarz-braun, I schwarz Form 1.4c
Oberfläche pol. Verzierung unterhalb des Randes mit Eindrücken (E)
Magerung fein mit Glimmer verzierte Leiste (B9)
120 Fundkatalog

Farbe A braun, I braun-schwarz Farbe braun


Oberfläche grob ggl. Oberfläche pol.
Magerung mit Scherben und Glimmer Magerung fein mit Glimmer
Taf.-Nr. 14,3 Taf.-Nr. 14,8
Aujbew. MNIR,61922 Aujbew. MNIR, 61955
195. 201.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,25 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII passim
Typ eiförmiger Topf, Var. 2a Typ nierenförrnige Tasse, V ar. 2a
Form 1.4a Form
Farbe Wandung knickt zum Boden hin nach außen
A schwarz-dklbraun, I braunrot ab ; 7.3b (zu den Rändern hin erhöht)
Oberfläche ggl.-pol. Verzierung
Magerung auf Gefäßunterteil, links und rechts des Hen-
fein mit Scherben und Glimmer kels, vertikale Kann. (A1a)
Taf.-Nr. 14,4 Farbe A schwarz, I orange
Aujbew. MNIR, 61919 Oberfläche A metallisch pol., I gut ggl.
Magerung fein
Schalen Taf.-Nr. 14,9
196. Aujbew. MNIR, 62041
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,40-0,50
Typ kalottenförrnige Schale, Var. 1 Böden
Form 1.3 202.
Verzierung oben schräg kann. Randabschluß (A3c)
Farbe Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,35
A schwarz-dklbraun, I schwarz Form 6.1
Oberfläche pol.
Aujbew. MNIR, 61970
Magerung mittel mit Scherben und Glimmer
Taf.-Nr. Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 61960NII 0,40-0,50;
14,5
Aujbew. 61961NII 0,25 ; 61963NII 0,25; 61965/VII 0,25;
MNIR, 62076
62046NII; 62030NII 0,25
197.
203.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1974, VII Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII
Typ kalottenförrnige Schale, Var. 3 Form 6.2
Form 1.5dg
Farbe A braun, I hellbraun
Verzierung unterhalb des Randes kleine Knubbe (B2c)
Farbe Oberfläche ggl.
A orange-grau, I rot-orange Magerung
Oberfläche ggl. grob
Magerung Taf.-Nr. 14,10
fein
Aujbew. MNIR, 62026
Taf.-Nr. 14,6
Aujbew. MNIR, 62037
204.
198. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,30-0,36
Fundstelle Form 6.5a
Cetate, Grbg. 1958, VII 0,25 Farbe
Typ kalottenförrnige Schale, Var. 3 A schwarz, I orange
Form Oberfläche A ggl. , I grob verstrichen
1.5
Magerung mittel
Verzierung oben schräg kann. Randabschluß (A3c)
Taf.-Nr. 14,11
Farbe A schwarz-braun, I schwarz
Oberfläche pol. Aujbew. MNIR, 61958
Magerung mittel mit Glimmer
Taf.-Nr. 14,7 Schnitt VIII
Aujbew. MNIR, 62104
Weitere (unverzierte) kalottenförrnige Schale: Inv.-Nr. bitronkonische Gefäße
MNIR 62008NII 205.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIIIb
Tasse Form 3.1b; 4.1 ; 5.1
199. Verzierung Bauch ab Schulter Rippe (B6a); rechts dane·
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,10 ben, etwas darunter ansetzend, vertikale Kann.
Typ ungegliederte Tasse mit Wulsthenkel? (A1a)
Form 7.2 Farbe A hellbraun, I braun
Aujbew. MNIR, 61979 Oberfläche A pol., I verstrichen
Magerung fein
200. Taf.-Nr. 15,1
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VII 0,40-0,50 Aufbew. MNIR, 62042
Typ zweigliedrige Tasse? Miniaturgefäß
Form 1.3b; 2.2a
Fundkatalog 121

206. Farbe A braun-rot, I braun-grau


Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIII, Schicht I Oberfläche pol.-ggl.
Typ Kegelhalsgefaß, Var. 4 Magerung mittel mit Glimmer
Form 1.3f; 2.2b; 3.1b; 4.1; 5.2a; 6.5a Taf-Nr. 16,1
Verzierung Bauch ab Schulter grlf. Kann. (A2a); die ein- Aujbew. MNIR, 62069
zelnen Bögen laufen abwechselnd auf vier sich
jeweils kreuzweise gegenüberliegende Rippen ungegliederter Topf
(B6a) und Knubben (B2c) zu; letztere sitzen 212.
auf der Schulter, die Rippen beginnen ab Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIIIb
Schulter Typ eiförmiger Topf, Var. 1
Farbe orange-braun Form 1.5a
Taf-Nr. 15,2 Verzierung unterhalb des Randes Knubbe (B2a)
Aujbew. Institutul de Arheologie "Vasile Pärvan", Farbe braun
Bukarest Oberfläche ggl.
Lit. Daicoviciu u.a. 1960, Fig. 26,4; Nes- Magerung mittel mit Glimmer
tor/Zaharia 1961, Fig. 1 sowie Beschr. S. 174; Taf-Nr. 16,2
Zaharia 1965, Fig. 10,1; Paulfk 1968, Fig. 7,6; Aujbew. MNIR, 62100
Rusu 1973, Fig. 2,1; Smimova 1974, Fig. 3,21
Schalen
207. 213.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIIIb Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIIIb
Typ Kegelhalsgefaß Typ kalottenförmige Schale, Var. 1
Form 1.3d; 2.2a; 3.1a Form 1.4a
Farbe rötlich-braun Farbe dklbraun
Oberfläche pol. Oberfläche pol.
Magerung mittel Magerung fein mit Glimmer
Taf-Nr. 15,3 Taf-Nr. 16,3
Aujbew. MNIR, 62052 Aujbew. MNIR, 61107
Anm. sekundär verbrannt
214.
208. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlllb
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIII b Typ kalottenförmige Schale, Var. 4
Typ bitrenkonisches Gefaß Form 1.3a
Form 5 Verzierung Delle (C1a)
Verzierung grlf. Kann. (A2a) Farbe schwarz-braun
Aujbew. MNIR, 62230 Oberfläche pol.
Magerung fein mit Glimmer
209. Taf-Nr. 16,4
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIIIb Aujbew. MNIR, 62105
Typ bitrenkonisches Gefaß
Form 1.3a; 2.2b Böden
Farbe A schwarz, I braun-rot 215.
Oberfläche pol. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Vlllb
Magerung mittel mit Glimmer Form 6.1
Taf-Nr. 15,4 Aujbew. MNIR, 62043
Aujbew. MNIR, 62064 und 62067
andere Fundgruppe
210. 216.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIIIb Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, VIII
Typ bitrenkonisches Gefaß Objektart Webgewicht
Form 1.2a; 2.1a Material Keramik
Farbe A schwarz, I schwarz-grau Form Kegelstumpf, oben durchlocht
Oberfläche pol. Aujbew. MNIR
Magerung mittel mit Glimmer Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 61977NIII; 61978NIII;
Taf-Nr. 15,5 61996NIII
Aufbew. MNIR, 62061
Anm. sekundär verbrannt Schnitt IX
zweigliedriger Topf
211. bitronkonische Gefäße
Fundstelle 217.
Cetate, Grbg. 1958, VIIIb Cetate, Grbg. 1958, IX 0,35
Typ Fundstelle
Kragenrandtopf Kegelhalsgefaß, Var. 1a
Form Typ
1.3a; 2.3; 4.1; 5
122 Fundkatalog

Form 2.0; 3.1a; 4 224.


Verzierung Hals oben und unten Horizontalkann. (A4) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,35
Farbe A hellgrau, I schwarz Typ Kegelhalsgefaß
Oberfläche A pol., I gut ggl. Form 3.2a
Magerung fein-mittel Verzierung Hals Horizontalkann. (A4)
Taf-Nr. 16,5 Farbe hellbraun, K schwarz
Aujbew. MNIR, 62138 und 62159 Oberfläche A pol., I gut ggl.
Magerung grob mit Scherben
218. Taf-Nr. 16,9
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,35 Aujbew. MNIR, 62148
Typ Kegelhalsgefaß, Var. 1/2
Form 3.0; 4.2; 5.1 225.
Verzierung Bauch ab Schulter Hohlbuckel (C2a) innerhalb Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX passim
von vertikaler Kann. (A1a) Typ Zylinderhalsgefäß
Farbe A orangerot, I ziegelrot Form 3.4;4.1; 5.1
Oberfläche A ggl., I verstrichen Verzierung Bauch ab Schulter Buckelrippe (B7) in verti·
Magerung fein kaler Kann. (A1a)
Taf-Nr. 16,6 Farbe A schwarzbraun, I braun
Aujbew. MNIR, 62311 Oberfläche A pol., I ggl.
Magerung fein mit Scherben und Glimmer
219. Taf-Nr. 17,1
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX Aujbew. MNIR, 61878
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 1/2
Form 3.1a; 4.2; 5 226.
Verzierung Bauch ab Schulter grlf. Kann. (A2c) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50
Farbe A schwarz, I orange Typ Zylinderhalsgefäß?
Oberfläche ggl. Form 3.4; 4.1; 5.2
Magerung mittel Verzierung auf Bauch Hohlbuckel (C2a)
Taf-Nr. 16,7 Farbe A schwarz, I orange-braun
Aujbew. MNIR, 62248 Oberfläche ggl.
Magerung fein
220. Taf-Nr. 17,2
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX Aujbew. MNIR, 62045
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 4
Form 3.0; 4.1; 5.2 227.
Verzierung Bauch ab Schulter zwei Rippen (B6a) mit Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,35
Abstand nebeneinander; neben der rechten Typ Etagengefäß
setzt eine schräge Kann. (A2c oder A3a) an Form 3.3a; 4.1; 5.1
Farbe A schwarz, I braun- rötlich Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a)
Oberfläche A pol., I ggl. Farbe schwarz
Magerung fein mit Glimmer und Scherben Oberfläche A pol., I ggl.
Taf-Nr. 16,8 Taf-Nr. 17,4
Aujbew. MNIR, 61889 Aujbew. MNIR, 62137

221. 228.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX
Typ Kegelhalsgefäß Typ bitrenkonisches Gefäß
Form 2.0; 3.0 Form 3;4.1;5.1
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4) Verzierung auf Schulter Knubbe (C5a), links daneben
Aujbew. MNIR vermutlich Ansatz einer konz. Kann. (A5b)
Farbe A grau, I schwarz
222. Oberfläche A pol., I grob ggl.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50 Magerung grob mit Scherben
Typ Kegelhalsgefäß Taf-Nr. 17,3
Form 2.0; 3.0 Aujbew. MNIR
Aujbew. MNIR, 62163 Anm. sekundär verbrannt
223. 229.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX b Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50
Typ Kegelhalsgefäß Typ bitrenkonisches Gefäß
Form 2.2b; 3.0 Form 3;4.1;5.1
Aujbew. MNIR, 62167 Verzierung auf Schulter Knubbe (B2a)
Farbe A schwarz, I braunrot
Fundkatalog 123

Oberfläche A pol., I ggl. Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 62132/IX 0,50; 62143/IX


Magerung fein mit Scherben und Glimmer b; 62144/IX b; 62265/IX 0,50; 62236/IX 0,35; 62308/IX
Taf-Nr. 17,5 0,35; 62317/IX 0,50
Aujbew. MNIR, 61898
236.
230. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,35
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,35 Typ bitrenkonisches Gefäß
Typ bitrenkonisches Gefäß Form 5
Form 4.1; 5.1 Verzierung Buckel/Knubbe (C2/C5) umschlossen und
Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a) bedeckt von konz. Kann. (A5)
Farbe A schwarz-hellbraun, I grau Farbe A hellgrau, I schwarz
Oberfläche A pol., I ggl. Oberfläche A pol., I ggl.
Magerung mittel Magerung grob mit Scherben
Taf-Nr. 17,6 Taf.-Nr. 17,9
Aujbew. MNIR Aujbew. MNIR, 62141

231. 237.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50
Typ bitrenkonisches Gefäß Typ bitrenkonisches Gefäß
Form 4.1; 5.1 Form 5
Verzierung Bauch ab Schulter Rippe (B6a) in vertikaler Verzierung halbkreisförmiger Wulst (B 10)
Kann. (Ala) Farbe A braun, I braun-schwarz
Aujbew. MNIR, 61877 Oberfläche ggl.
Magerung fein mit Glimmer
232. Taf.-Nr. 17,10
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,38 Aujbew. MNIR, 61873
Typ bitrenkonisches Gefäß
Form 5 238.
Verzierung vertikale Kann. (A1a) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX f 0,50
Aujbew. MNIR, 62135 Typ bitrenkonisches Gefäß
Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 62154/IX b; 62153/IX Form 5.1
0,50; 62150/IX 0,35; 62296/IX 0,35; 62312/IX 0,35 Verzierung auf Bauch vertikale Kann. (A1a)
Farbe hellbraun
233. Oberfläche A pol., I grob ggl.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,35 Magerung grob mit Scherben
Typ bitrenkonisches Gefäß Taf.-Nr. 18,1
Form 5 Aujbew. MNIR, 62142
Verzierung Rippe (B6a) in vertikaler Kann. (A1a)
Farbe A schwarz, I hellorange-braun 239.
Oberfläche A pol., I grob ggl. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 1,35
Magerung grob mit Scherben und Glimmer Typ bitrenkonisches Gefäß
Taf-Nr. 17,7 Form 5.1
Aujbew. MNIR Verzierung auf Bauch grlf. Kann. (A2a)
Farbe A schwarz, I schwarz-braun
234. Oberfläche A pol., I ggl.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50 Magerung fein mit Scherben und Glimmer
Typ bitrenkonisches Gefäß Taf.-Nr. 18,2
Form Aujbew. MNIR, 61876
5
Verzierung Rippe (B6a), links schließt vertikale Kann.
(Ala) an 240.
Farbe Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,35
hellbraun
Oberfläche Typ bitrenkonisches Gefäß
gut ggl.-pol.
Magerung Form 5.1
fein mit Glimmer
Verzierung auf Bauch grlf. Kann. (A2a)
Taf-Nr. 17,8
Aujbew. Farbe hellbraun
MNIR, 62140
Oberfläche gut ggl.
235. Magerung grob mit Scherben
Fundstelle Taf.-Nr. 18,3
Cetate, Grbg. 1958, IX 0,35
Typ Aujbew. MNIR, 62136
bitrenkonisches Gefäß
Form 5
Verzierung grlf. Kann. (A2a) 241.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50
Aufbew. MNIR, 62145
Typ bitrenkonisches Gefäß
124 Fundkatalog

Form 1.3a; 2.2a Taf.-Nr. 18,9


Farbe A schwarz, I hellbraun Aujbew. MNIR, 61907
Oberfläche pol.
Magerung fein 248.
Taf.-Nr. 18,4 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50
Aujbew. MNIR, 61912 Typ Topf mit S-Profil
242. Form 1.3b; 2.2a; 4
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX ~i passim Farbe A braun-grau, Rand schwarz, I schwarz-braun
Typ bitrenkonisches Gefäß Oberfläche pol.
Form 1.3d; 2.2a Magerung mittel
Farbe A grau-orange, I orange Taf.-Nr. 18,10
Oberfläche ggl. Aujbew. MNIR, 62183
Magerung mittel Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 61859/IX 0,35
Taf.-Nr. 18,5
Aujbew. MNIR, 62190 ungegliederte Töpfe
Weitere Trichterränder: Inv.-Nr. MNIR 61849/IX 0,35; 249.
62185/IX 0,35 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50
Typ eiförmiger Topf, V ar. 1
243. Form 1.5a
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,35 Farbe A grauschwarz, I orangebraun
Typ bitrenkonisches Gefäß Oberfläche gut ggl.
Form 1.2a; 2.1b Magerung mittel-grob mit Scherben
Farbe orange Taf.-Nr. 18,11
Oberfläche ggl. Aujbew. MNIR, 61904
Magerung fein
Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 62188/IX 0,50; 62189/lX
Taf.-Nr. 18,6 0,50; ohne Inv.-Nr./IX 0,50
Aujbew. MNIR, 61847
250.
244.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX, vermutl. Schicht Ill
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX b Typ eiförmiger Topf, V ar. 1
Typ bitrenkonisches Gefäß Form 1.5; 6.1
Form 1.1a; 2.1b Verzierung unterhalb des Randes Knubbe (B2a)
Farbe A schwarz, I hellbraun Taf.-Nr. 19,1
Oberfläche pol. Lit. Nestor/Zaharia 1961, Fig. 2,8; Beschr. S. 174
Magerung
Taf.-Nr.
grob mit Scherben
18,7
• Anm. Grabfund
Aujbew. MNIR, 61861
251.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX ~i passim
245.
Typ eiförmiger Topf, V ar. 1
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50 Form 1.5a
Typ bitrenkonisches Gefäß
Verzierung unterhalb des Randes Knubbe (B2c)
Form 1.1b; 2.1b
Farbe A dklbraun, I dklgrau
Farbe A schwarz-braun, I schwarz
Oberfläche A geraubt, I ggl.
Oberfläche A ggl., I pol.
Magerung grob
Magerung mittel
Taf.-Nr. Taf.-Nr. 19,2
18,8
Aujbew. Aujbew. MNIR, 61747
MNIR, 62192

246. 252.
Fundstelle Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50
Cetate, Grbg. 1958, IX 0,35
Typ Typ eiförmiger Topf, Var. 3
bitrenkonisches Gefäß
Form Form WS , vermutl. 1.3
Trichterrand
Verzierung Verzierung unterhalb des Randes kleine Knubbe (B2c)
I horizontale Kann . (A4)
Aujbew. Farbe A orange, I braun
MNIR, 61854
Oberfläche ggl.
Magerung fein
zweigliedrige Töpfe
247. Taf.-Nr. 19,3
Aujbew. MNIR, 61900
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50
Typ Topf mit S-Profil
Form 253.
1.3a; 2.1a; 4.1
Farbe Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50
A schwarz, I rot
Oberfläche
Typ eiförmiger Topf, V ar. 3
A pol., I ggl.
Magerung Form WS , vermutlich 1.3
fein mit Glimmer
Verzierung Doppelknubbe (B2b)
Fundkatalog 125

Farbe orange
Oberfläche ggl. 259.
Magerung mittel Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50
Taf-Nr. 19,4 Typ kalottenförrnige Schale, Var. 4
Aujbew. MNIR, 61875 Form 1.3b
Weitere eiförmige Töpfe mit Knubbe: lnv.-Nr. MNIR Farbe A braun-schwarz, I schwarz
61883/IX 0,35; 61881/IX 0,35; 62177/IX 0,50 Oberfläche A ggl., I pol.
Magerung fein mit Scherben und Glimmer
254. Taf-Nr. 19,10
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50 Aujbew. MNIR, 61903
Typ trichterförrniger Topf Weitere kalottenförrnige Schalen: lnv.-Nr. MNIR
Form 1.3a 62197/IX ~i passim; 61846/IX b 0,50; 61848/IX 0,50;
Verzierung unterhalb des Randes Knubbe (B2a) 61850/IX b; 61909/IX 0,50
Farbe braun
Oberfläche ggl. Tassen
Magerung grob mit Scherben 260.
Taf-Nr. 19,5 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50
Aujbew. MNIR Typ dreigliedrige Tasse?
Form 5.1; 6.3
Schüssel Farbe hellbraun
255. Oberfläche gut ggl.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50 Magerung grob mit Scherben
Typ Wellenrandschüssel? Taf-Nr. 19,11
Form 2.2a; 4.1; 5.2 Aujbew. MNIR, 61840
Farbe A dklgrau-schwarz, I rotbraun
Oberfläche ggl. 261.
Magerung mittel Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,75
Taf-Nr. 19,6 Typ nierenförrnige Tasse?
Aujbew. MNIR, 62139 Form 1.4c
Verzierung I horizontal kanneliert (A4)
Schalen Farbe schwarz
256. Oberfläche pol.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,35 Magerung fein
Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 3 Taf-Nr. 19,13
Form WS Aujbew. MNIR, 61887
Verzierung kleine Knubbe (B2c)
Farbe A dklbraun, I orange 262.
Oberfläche ggl. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX f
Magerung fein Typ nierenförrnige Tasse, Var. 2?
Taf-Nr. 19,7 Form 7.3b (?)
Aujbew. MNIR, 61887 Farbe orange
Oberfläche ggl.
257. Magerung mittel
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX ~i passim Taf-Nr. 19,14
Typ kalottenförmige Schale, V ar. 3 Aujbew. MNIR, 62180
Form WS
Verzierung Doppelknubbe (B2b) Boden
Farbe A grau-orange, I orange 263.
Oberfläche ggl. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX 0,50
Magerung fein Form 6.1
Taf-Nr. 19,8 Farbe A orange-braun, I orange
Aujbew. MNIR, 62173 Oberfläche ggl.
Magerung fein
258. Taf-Nr. 19,12
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, IX ~i passim Aujbew. MNIR, 62219
Typ kalottenförrnige Schale, Var. 3 Entsprechend: lnv.-Nr. MNIR 61839/IX 0,35 ; 62226/IX
Form 1.5 0,50; 62223/IX b; 62224/IX 0,50; 62216/IX b; 62220/IX
Verzierung oben schräg kann. Randabschluß (A3c) 0,50; 62209/IX ~i passim; 62222/IX 0,50; 62215/IX 0,50;
Farbe 62210/IX ~i passim; 62211/IX ~i passim; 62220a!IX 0,50;
dklbraun
Oberfläche pol. ohne lnv.-Nr./IX 0,50;
Magerung abgesetzt (6.2): Inv.-Nr. 62218/IX b; 62214/IX 0,50
mit Scherben und Glimmer
Taf-Nr. 19,9
Aufbew. MNIR, 61870
126 Fundkatalog

Schnitt X Verzierung Hals unten eine Horizontalkann. (A4), direkt


darunter über Schulter und Bauch vertikale
Kann. (A1a)
bitronkonische Gefäße
Farbe A schwarz, I dklbraun
264.
Oberfläche A pol., I ggl.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
Typ Magerung fein mit Scherben und Glimmer
KegelhalsgeHiß, V ar. 112
Form 3.0; 4.2; 5.1 Taf.-Nr. 20,6
Verzierung Aujbew. MNIR, 62119
Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a)
Farbe A schwarz, I dklbraun
Oberfläche 270.
A pol., I ggl.
Magerung Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5
mittel mit Scherben und Glimmer
Taf.-Nr. 20,1
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 1/2
Aujbew. Form 3.1a; 4.1; 5.1
MNIR, 61761
Verzierung auf Schulter Warze (B 1a), links daneben verti-
265. kale Kannelur (A1a) ab Schulter
Fundstelle Farbe A schwarz, I orange
Cetate, Grbg. 1958, X,3
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 1/2 Oberfläche A gut ggl., I ggl.
Form 3.0b; 4.2; 5.1 Magerung fein
Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a) Taf.-Nr. 20,7
Farbe A schwarz, I braunrot Aujbew. MNIR, 61833
Oberfläche A pol., I ggl.
Magerung fein mit Scherben und Glimmer 271.
Taf.-Nr. 20,2 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,7
Aujbew. MNIR, 61963 Typ Kege1halsgefäß, V ar. 112
Form 3.1b; 4.1; 5.1
266. Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a)
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5 Farbe A schwarz, I braun
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 112 Oberfläche A pol., I ggl.
Form 4.4; 5 Magerung fein mit Scherben und Glimmer
Verzierung auf Bauch verrnutl. grlf. Kann. (A2c) Taf.-Nr. 20,8
Farbe A schwarz, I dklgrau Aujbew. MNIR, 61760
Oberfläche A pol., I ggl. Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 62315/X,3; 62271/X,9
Magerung grob mit Scherben
Taf.-Nr. 20,3 272.
Aujbew. MNIR, 61740 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,11
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 3
267. Form 4.1 ; 5
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3 Verzierung Schrägkann. (A3a)
Typ Kegelhalsgefäß, Var. 112 Farbe A schwarz, I braun
Form 3.1a; 4.1 ; 5.1 Oberfläche A gut ggl.-pol., I ggl.
Verzierung Bauch ab Schulter Schrägkann. (A3a) Magerung grob mit Scherben
Farbe hellbraun Taf.-Nr. 20,9
Oberfläche A pol., I ggl. Aujbew. MNIR, 62152
Magerung grob mit Scherben
Taf.-Nr. 20,4 273.
Aujbew. MNIR, 61742 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 4
268. Form 3.1b; 4.1; 5.2
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3 Verzierung Hals unten eine Horizontalkann. (A4), direkt
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 112 darunter Bauch ab Schulter vertikale Kann.
Form 3.0a; 4.1; 5.1 (A1a)
Verzierung Bauch ab Schulter Rippe (B6a) Farbe A schwarz, I dklbraun
Farbe A schwarzbraun, fleckig, I braun Oberfläche pol.
Oberfläche A pol. , I ggl. Magerung fein mit Scherben
Magerung mittel Taf.-Nr. 20,10
Taf.-Nr. 20,5 Aujbew. MNIR, 61745
Aujbew. MNIR,61782
274.
269. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3 Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 4
Typ Kegelhalsgefäß, Var. 112 Form 3.0; 4.1; 5.2
Form 3.1a; 4.1; 5.1 Verzierung Bauch ab Schulter sehr breite Rippe (B6b) in
vertikaler Kann. (A1a)
Fundkatalog 127

Farbe A schwarz, I rotbraun-dklbraun Aujbew. MNIR


Oberfläche A pol., I ggl.
Magerung mittel mit Scherben 280.
Taf-Nr. 21,1 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,9
Aujbew. MNIR, 61735 Typ Etagengefaß
Form 3.3a; 4.1; 5.1
275. Verzierung Bauch ab Schulter Buckelrippe (C4 ), rechts
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3 daneben vertikale Kann. (A1a)
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 4 Farbe braunschwarz, fleckig
Form 3.3b; 4.2; 5.1 Oberfläche A gut ggl., I ggl.
Verzierung auf Schulter Knubbe (C5a) in konz. Kann. Magerung mittel-grob mit Scherben
(A5b) Taf.-Nr. 21,7
Farbe A schwarz, I orange Aufbew. MNIR,61831
Oberfläche A gut ggl., I ggl.
Magerung grob mit Scherben 281.
Taf-Nr. 21,2 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,2, Schicht I
Aujbew. MNIR, 61753 Typ bitrenkonisches Gefaß
Form 3.0b; 4.1; 5
276. Verzierung auf Schulter Knubbe (C5b) als Mittelpunkt
Fundstelle Cetate, Grbg . 1958, X,5 einer konz. Kann. (A5b)
Typ Zylinderhalsgefaß Farbe A weiß-ocker, I orange
Form 3.4; 4.1; 5.1 Oberfläche ggl.
Verzierung Bauch ab Schulter breite Rippe (B6b) in verti- Magerung mittel mit Glimmer
kaler Kann. (A1a) Taf.-Nr. 22,1
Farbe A schwarz, I grau Aufbew. MNIR,61991
Oberfläche A pol. , I ggl. Lit. Zaharia 1965, Fig. 10,10
Magerung fein-mittel mit Glimmer
Taf-Nr. 21,3 282.
Aufbew. MNIR, 61836 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
Typ bitrenkonisches Gefaß
277. Form 5
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5 Verzierung grlf. Kann. (A2a)
Typ Trichterhalsgefaß Farbe A schwarz, I orange
Form 3.5; 4.1; 5.1 Oberfläche A pol., I gut ggl.
Verzierung auf Schulter Knubbe (C5a) als Spitze und halb Magerung grob mit Scherben
bedeckt von grlf. Kann. (A2a) Taf-Nr. 22,2
Farbe hellbraun Aujbew. MNIR, 61736
Oberfläche A pol., I ggl. Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 62156/X,ll; 61737/X,5;
Magerung grob mit Scherben 61762/X,3; 61738/X,5; 61141/X,5; 61766/X,3;
Taf-Nr. 21,4 61764/X,3; 61771/X,9; 61767/X,9; 61770/X,3;
Aujbew. MNIR, 61828 61758/X,7; 61744/X,ll; 61768/X,5; 61743/X,3;
62149/X,ll; 62130/X,ll;
278. mit vertikaler Kannelur: 61765/X,3; 62151/X,1
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5
Typ Etagengefaß 283.
Form 3.3a; 4.1; 5.1 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
Verzierung Hals Horizontalkann. (A4), Bauch ab Schulter Typ bitrenkonisches Gefaß
Rippe (B6a) in vertikaler Kann. (A1a) Form 5
Farbe A hellbraun, I orange-braun Verzierung breite Rippe (B6b) in vertikaler Kann. (A1a)
Oberfläche A pol., I gut ggl. Farbe A grau-schwarz fleckig, I hellbraun-grau
Magerung grob mit Scherben Oberfläche A pol., I ggl.
Taf-Nr. 21,5 Magerung grob mit Scherben
Aujbew. MNIR, 62146 Taf-Nr. 22,3
Aujbew. MNIR, 61888
279.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958; X,1 284.
Typ Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
Etagengefaß
Form Typ bitrenkonisches Gefaß
3.3a;4.1;5.1
Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (Ala) Form 5
Farbe Verzierung Rippe (B6a) in vertikaler Kann. (A1a)
A schwarz, I orange
Oberfläche Aujbew. MNIR, 61772
A gut ggl. , I ggl.
Magerung fein-grob mit Scherben
Taf-Nr. 21,6
128 Fundkatalog

285. Oberfläche pol.


Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3 Magerung fein mit Scherben und Glimmer
Typ bitronkonisches Gefäß Taf.-Nr. 23,1
Form 5 Aujbew. MNIR, 61748
Verzierung Buckelrippe (C4), rechts daneben beginnt eine
vertikale Kann. (Ala) 291.
Farbe A schwarz, I dklbraun Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5
Oberfläche A pol., I grob ggl. Typ bitronkonisches Gefäß
Magerung grob mit Scherben Form 1.3b; 2.1 b; 3.0
Taf.-Nr. 22,4 Farbe braun
Aujbew. MNIR, 61829 Oberfläche pol.
Magerung fein mit Glimmer
286. Taf.-Nr. 23,2
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3 Aujbew. MNIR, 61912
Typ bitronkonisches Gefäß
Form 5 292.
Verzierung Hohlbuckel (C2a) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
Farbe A schwarz, I orange Typ bittonkonisches Gefäß
Oberfläche A pol. , I gut ggl. Form 1.3f; 2.1b
Magerung grob mit Scherben Farbe A schwarz, I rotbraun
Taf.-Nr. 22,5 Oberfläche pol.
Aujbew. MNIR, 61830 Magerung grob mit Scherben
Taf.-Nr. 23,3
287. Aujbew. MNIR, 61820
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,9
Typ bitronkonisches Gefäß 293.
Form 5.1 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5
Verzierung Teil vom Bauch vertikale Kann. (Alb), dane- Typ bittonkonisches Gefäß
ben Rippe (B6a) Form 1.3a; 2.la
Farbe A schwarz, I orange Farbe A schwarz, I braun
Oberfläche gutggl. Oberfläche pol.
Magerung grob mit Scherben Magerung fein mit Glimmer
Taf.-Nr. 22,6 Taf.-Nr. 23,4
Aujbew. MNIR, 62134 Aujbew. MNIR, 61792

288. 294.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,l5 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
Typ bitronkonisches Gefäß Typ bitronkonisches Gefäß
Form 5.1 Form 1.3a; 2.2a; 3.0b
Verzierung auf Bauch Rippe (B6b) in vertikaler Kann. Farbe A schwarz, I braun
(A1a) Oberfläche A pol., I gut ggl.
Farbe A schwarzbraun fleckig, I dklbraun Magerung fein-mittel
Oberfläche A pol., I gut ggl. Taf.-Nr. 23,5
Magerung grob mit Scherben Aujbew. MNIR, 61777
Taf.-Nr. 22,7
Aujbew. MNIR, 62147 295.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,2
289. Typ bitronkonisches Gefäß
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,7 Form 1.3a; 2.2b
Typ bitronkonisches Gefäß Farbe A schwarz, I rotbraun
Form 5; 6.1 Oberfläche A pol., I gut ggl.
Verzierung auf Bauch vermutlich Rippe (C3) Magerung grob mit Scherben
Farbe rotbraun Taf.-Nr. 23,6
Oberfläche gut ggl. Aujbew. MNIR, 61776
Magerung fein
Taf.-Nr. 22,8 296.
Aujbew. MNIR, 61837 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5
Typ bitronkonisches Gefäß
290. Form 1.la; 2.0a
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5 Farbe ziegelrot
Typ bitronkonisches Gefäß Oberfläche gut ggl.
Form 1.3b; 2.lb; 3.0 Magerung grob mit Scherben
Farbe A schwarz, I braun-schwarz Taf.-Nr. 23,7
Fundkatalog 129

Aujbew. MNIR, 61796 Typ eiförmiger Topf, Var. 1


Weitere Trichterränder: Inv.-Nr. MNIR 61810/X,3; Form l.5d
61819/X,3; 61779/X,7; 61867/X,3 ; 61868/X,3; Farbe rotbraun
61855/X,9; 61857/X,3; ohne Inv.-Nr./X,9 Oberfläche ggl.
Magerung grob mit Scherben
297. Taf.-Nr. 24,1
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5 Aufbew. MNIR, 61815
Typ bitronkonisches Gefäß Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 61858/X,9; ohne Inv.-Nr.
Form 1.1a; 2.0 X,3
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4)
Farbe rotbraun 303.
Oberfläche pol. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
Magerung fein Typ eiförmiger Topf, Var. 1
Taf.-Nr. 23,8 Form 1.5a
Aujbew. MNIR, 61709 Verzierung unterhalb des Randes Knubbe (B2a)
Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 61759/X,3 Farbe dklbraun
Oberfläche ggl.
zweigliedrige Töpfe Magerung mittel mit Glimmer
298. Taf.-Nr. 24,2
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5 Aufbew. MNIR, 61791
Typ Kragenrandtopf Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 61752/X,3; 61751/X,3;
Form 1.5a; 2.4; 4.1; 5.2c 61755/X,5; 61773/X,3; 61834/X,5
Verzierung auf Schulter Knubbe (B2c)
Farbe A graubraun, I rotgraubraun 304.
Oberfläche gut ggl.-pol. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X, 15
Magerung grob mit Scherben Typ eiförmiger Topf, Var. 1
Taf.-Nr. 23,9 Form 1.5a
Aujbew. MNIR, 61757 Verzierung unterhalb des Randes mit Eindrücken (E)
verzierte Leiste (B9), die in eine Doppelknub-
299. be (B2b) übergeht; zwischen den beiden
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5 Knubbenspitzen ein weiterer Eindruck
Typ Topf mit S-Profil Farbe braun
Form 1.3a; 2.2a Oberfläche ggl.
Farbe dklbraun-schwarz Magerung fein mit Scherben
Oberfläche ggl.-pol. Taj.-Nr. 24,3
Magerung fein mit Scherben Aufbew. MNIR, 61746
Taf.-Nr. 23,10
Aujbew. MNIR, 61822 305.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
300. Typ eiförmiger Topf, Var. 2a
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X, 13 Form 1.4a
Typ Topf mit S-Profil Farbe braun
Form 1.3b; 2.2a Oberfläche pol.
Farbe braun Magerung fein mit Glimmer
Oberfläche pol. Taf.-Nr. 24,4
Magerung mittel mit Glimmer Aujbew. MNIR, 61805
Taf.-Nr. 23,11
Aujbew. MNIR 306.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
301. Typ eiförmiger Topf, Var. 2a
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X, 13 Form 1.4d
Verzierung unterhalb des Randes Knubbe (B2c)
Typ Topf mit S-Profil
Form 1.3f; 2.2a Farbe braun-grau
Farbe schwarz Oberfläche pol.
Magerung fein mit Scherben und Glimmer
Oberfläche pol.
Magerung fein mit Glimmer Taf.-Nr. 24,5
Aujbew. MNIR, 61864
Taf.-Nr. 23,12
Aujbew. MNIR, 61774
Entsprechend: Inv.-Nr. 61856/X,3 307.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
Typ eiförmiger Topf, V ar. 2c
ungegliederte Töpfe 1.4b
302. Form
Farbe dklbraun
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5
130 Fundkatalog

Oberfläche ggl. Taf.-Nr. 25,1


Magerung fein mit Scherben Aujbew. MNIR, 62187
Taf.-Nr. 24,6
Aujbew. MNIR, 61806 314.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X 0,35
308. Typ eiförmiger Topf
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X, 13 Form WS
Typ eiförmiger Topf, V ar. 2c Verzierung kleine Knubbe (B2c)
Form 1.4a; Wandung leicht geschwungen Farbe A oben schwarz, unten braun-orange, I orange
Farbe dklbraun Oberfläche ggl.
Oberfläche ggl. Magerung mittel
Magerung mittel mit Scherben und Glimmer Taf.-Nr. 25,2
Taf.-Nr. 24,7 Aujbew. MNIR, 62172
Aujbew. MNIR, 61793 Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 61884/X,9; 61882/X,9;
62176/X,2; 62005/X,3
309.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3 Schüssel
Typ eiförmiger Topf, Var. 2c 315.
Form 1.3a; Wandung leicht geschwungen Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
Farbe dklbraun Typ Wellenrandschüssel?
Oberfläche grob ggl. Form 4.1; 5
Magerung grob mit Scherben Verzierung Band von konz., wahrscheinlich grlf. Ritzun·
Taf.-Nr. 24,8 gen (D3 )
Aujbew. MNIR, 61808 und 61816 Farbe A schwarz, I orange-braun
Oberfläche A pol., I grob ggl.
310. Magerung fein
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5 Taf.-Nr. 25,3
Typ eiförmiger Topf, V ar. 2b Aujbew. MNIR, 61835
Form 1.4a
Farbe braun-dklbraun Schalen
Oberfläche ggl. 316.
Magerung mit Scherben und Glimmer Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,9
Taf.-Nr. 24,9 Typ kalottenförmige Schale, V ar. 1
Aujbew. MNIR, 61866 Form 1.3a; 6.2
Farbe hellbraun
311. Oberfläche gut ggl.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3 Magerung fein-mittel
Typ eiförmiger Topf, V ar. 3 Taf.-Nr. 25,4
Form 1.3a Aujbew. MNIR, 61756
Farbe A dklbraun, I braunrot
Oberfläche ggl. 317.
Magerung mittel mit Scherben und Glimmer Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,9
Taf.-Nr. 24,10 Typ kalottenförmige Schale, V ar. 1
Aujbew. MNIR, 61801 Form 1.3a
Farbe A dklgrau, I schwarz
312. Oberfläche A ggl., I pol.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1955, X,5 Magerung fein-mittel
Typ eiförmiger Topf, V ar. 3 Taf.-Nr. 25,5
Form 1.3a Aujbew. MNIR, 61799
Farbe A schwarz, I hellbraun
Oberfläche ggl. 318.
Magerung grob mit Scherben Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
Taf.-Nr. 24,11 Typ kalottenförmige Schale, V ar. 1
Aujbew. MNIR, 61775 Form 1.3a
Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 61802/X,5 Farbe A braun, I schwarz
Oberfläche A ggl., I gut ggl.-pol.
313. Magerung mittel-grob mit Scherben
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Xf Taf.-Nr. 25,6
Typ eiförmiger Topf, V ar. 3 Aujbew. MNIR, 61804
Form 1.3d
Farbe A teils schwarz, teils grau-braun, I orange 319.
Oberfläche ggl. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
Magerung mittel Typ kalottenförmige Schale, V ar. 1
- Fundkatalog 131

Form 1.3a Form 1.4a


Farbe braun Farbe A grau-braun, I schwarz
Oberfläche pol. Oberfläche gut ggl.
Magerung fein Magerung fein-mittel mit Scherben
Taf-Nr. 25,7 Taf-Nr. 26,3
Aujbew. MNIR, 61794 Aujbew. MNIR, 61803

320. 326.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5
Typ kalottenförmige Schale, V ar. 1 Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 2
Form 1.3a Form 1.4a
Farbe A grau, Rand schwarz, I schwarz Verzierung Knubbe (B2a)
Oberfläche A ggl., I pol. Farbe A rotbraun, I schwarz
Magerung fein-mittel Oberfläche A gut ggl., I ggl.
Taf-Nr. 25,8 Magerung grob mit Scherben
Aujbew. MNIR, 61800 Taf-Nr. 26,4
Aujbew. MNIR, 61823
321.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3 327.
Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 1 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
Form 1.3a Typ kalottenförrnige Schale, Var. 2
Farbe A braun-rot, I schwarz-dklbraun Form 1.4
Oberfläche pol.-ggl. Verzierung Turbanrand (A3b)
Magerung mittel mit Glimmer Farbe A hellgrau, Rand schwarz, I schwarz
Taf-Nr. 25,9 Oberfläche pol.
Aujbew. MNIR, 61795 Magerung mittel
Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 61790/X,3; 61826/X,3 Taf-Nr. 26,5
Aujbew. MNIR, 61798
322.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3 328.
Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 1 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,9
Form 1.3g Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 3
Farbe schwarz Form 1.5a
Oberfläche pol. Farbe A rotbraun, I schwarz
Magerung fein mit Glimmer Oberfläche A grob ggl., I pol.
Taf-Nr. 25,10 Magerung mittel mit Scherben
Aujbew. MNIR, 61817 Taf-Nr. 26,6
Aujbew. MNIR, 61819
323.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3 329.
Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 1 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,9
Form 1.3f Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 3
Farbe A schwarz, I braunrot-schwarz Form WS
Oberfläche pol. Verzierung Doppelknubbe (B2b)
Magerung fein mit Glimmer Farbe A braun-orange, I orange
Taf-Nr. 26,1 Oberfläche ggl.
Aujbew. MNIR, 61807 Magerung mittel
Taf-Nr. 26,7
324. Aujbew. MNIR, 62174
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5
Typ kalottenförrnige Schale, Var. 1 330.
Form Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,9
1.3a
Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 4
Verzierung auf Randabschluß waagerechte Reihe unre-
gelmäßiger kleiner Eindrücke (E) Form 1.3a
Farbe Farbe braun
A braun, I schwarz
Oberfläche wahrscheinlich ursprünglich pol.
Oberfläche A ggl., I pol.
Magerung Magerung fein mit Glimmer
fein-mittel
Taf-Nr. Taf-Nr. 26,8
26,2
Aufbew. Aujbew. MNIR
MNIR, 61825

325. 331.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3
Typ Typ trankonische Schale
kalottenförrnige Schale, Var. 2
132 Fundkatalog

Form 1.3a kaler Kann. (A1a)


Farbe A braun-rot, I dklbraun-schwarz Farbe schwarz
Oberfläche A pol., I ggl. Oberfläche A pol., I gut ggl.
Magerung mittel mit zerstoßenen Scherben Magerung fein mit Glimmer
Taf.-Nr. 26,9 Taf.-Nr. 27,6
Aufbew. MNIR, 61809 Aufbew. MNIR, 62158

332. 338.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3 Fundstelle Cetate; Grbg. 1958, X,5
Typ trankonische Schale Typ nierenförmige Tasse, V ar. 1
Form 1.3a Form 7.3a
Farbe A braun, I grau Farbe schwarz
Oberfläche ggl. Oberfläche pol.
Magerung mittel-grob Magerung fein mit Glimmer
Taf.-Nr. 27,1 Taf.-Nr. 27,7
Aufbew. MNIR, 61797 Aufbew. MNIR, 62071
Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 61832/X,3
333.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,3 Böden
Typ Schale 339.
Form 6.5a Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,5
Farbe A schwarz, I orange-braun Form 6.1
Oberfläche A pol., I gut ggl. Farbe braun
Magerung fein-mittel Oberfläche ggl.-gut ggl.
Taf.-Nr. 27,2 Magerung grob mit Scherben
Aufbew. MNIR, 61787 Taf.-Nr. 27,8
Aujbew. MNIR, 61784
Tassen Weitere Böden: Inv.-Nr. MNIR 61788/X,9; 61838/X,3;
334. 61783/X,3; 61754/X,3; 61780/X,9; 61786/X,3;
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,7 61785/X,5; 61827/X,5; 61841/X,9; 62165/X,S;
Typ ungeg1iederte Tasse mit Wulsthenkel? 6217 5/X, 11 ; 62166/X,3; 62225/X, 11
Form 6.1
Farbe grau andere Fundgruppe
Oberfläche pol. 340.
Magerung fein Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,1
Taf.-Nr. 27,3 Objektart Webgewicht
Aufbew. MNIR, 61781 Material Keramik
Form Kegelstumpf, oben durchlocht
335. Aufbew. MNIR, 62171
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,9
Typ ungegliederte Tasse mit Wulsthenkel ?
Form 6.1 Nach Schicht, aber nicht nach Schnitt
Farbe A dklbraun, I orange zugeordnete Scherben
Oberfläche ggl.
Magerung fein-mittel
Taf.-Nr. 27,4 Schicht I
Aufbew. MNIR, 61789
bitronkonische Gefäße
336. 341.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,7 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Typ dreigliedrige Tasse Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 112
Form 1.3a; 3.4; 4.1; 5 Form 2.0b; 3.1 b; 4.2; 5.1
Farbe braun-grau Verzierung Bauch ab Schulter Rippen (B6a) in vertikaler
Oberfläche pol. Kann. (A1a)
Magerung fein mit Glimmer Taf.-Nr. 27,9
Taf.-Nr. 27,5 Lit. Zaharia 1965, Fig. 5,3
Aufbew. MNIR, 61778
342.
337. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, X,9 Typ bitrenkonisches Gefäß
Typ dreigliedrige Tasse Form WS
Form 3.0a; 4.2; 5.1 Verzierung vermutl. spulenförmiger Aufsatz (B5)
Verzierung Bauch ab Schulter kurze Rippe (B6a) in verti- Lit. Zaharia 1965, Fig. 9,13
Fundkatalog 133

343. Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4)


Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I Taf.-Nr. 27,11
Typ bitrenkonisches Gefäß Lit. Zaharia 1965, Fig. 5,1
Form WS
Verzierung Spulenfönniger Aufsatz (B5) als Spitze und 351.
bedeckt von grlf. Kann. (A2a) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Lit. Zaharia 1965, Fig. 10,3 Typ bitrenkonisches Gefäß
Entsprechend: Zaharia 1965, Fig. 9,14 Form 1.1b; 2.2a; 3.0b
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4)
344. Taf.-Nr. 27,12
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I Lit. Zaharia 1965, Fig. 5,9
Typ bitrenkonisches Gefäß Entsprechend: Zaharia 1965, Fig. 9,1
Form 3; 4; 5
Verzierung auf Schulter vermutl. Knubbe (C5a) eingefaßt 352.
von konz. Kann. (A5b) Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Lit. Zaharia 1965, Fig. 10,8 Typ bitrenkonisches Gefäß
Form 1.3a; 2.2b
345. Verzierung I Rand rechteckige Kann. mit zipfelig ausge-
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I zogenen Ecken (A7)
Typ bitrenkonisches Gefäß Taf.-Nr. 27,13
Form WS Lit. Zaharia 1965, Fig. 5,6
Verzierung Buckel (C2a oder B8) in konz. Kann. (A5a)
Lit. Zaharia 1965, Fig. 10,2 zweigliedrige Töpfe
353.
346. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I Typ Kragenrandtopf
Typ bitrenkonisches Gefäß Form 1.3b; 2.4; 4.1; 5.2
Form 3; 4; 5 Verzierung auf Schulter Knubbe (B2c), darunter auf
Verzierung auf Schulter Knubbe (B2c) als Spitze einer Bauch Feld von vertikaler Kann. (Alb)
grlf. Kann. (A2a) Taf.-Nr. 27,14
Lit. Zaharia 1965, Fig. 10,6 Lit. Zaharia 1965, Fig. 5,8

347. 354.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Typ bitrenkonisches Gefäß Typ Topf mit S-Profil
Form WS Form 1.3a; 2.2a; 4.1; 5
Verzierung zwei Rippen (B6a oder C3) in vertikaler Kann. Taf.-Nr. 27,15
(A1a) Lit. Zaharia 1965, Fig. 7,12
Lit. Zaharia 1965, Fig. 9,7
355.
348. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I Typ Topf mit S-Profil
Typ bitrenkonisches Gefäß Form 2.2b; 4.1; 5
Form WS Taf.-Nr. 27,16
Verzierung Rippe (B6a oder C3), daneben Ansatz einer Lit. Zaharia 1965, Fig. 5,2
schrägen, vielleicht grlf. Kann. (A2c)
Lit. Zaharia 1965 , Fig. 9,10 356.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
349. Typ Topf mit S-Profil
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I Form 1.3a; 2.2b; 4.1; 5
Typ bitrenkonisches Gefäß Taf.-Nr. 27,17
Form 2.2a Lit. Zaharia 1965, Fig. 5,7
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4) unter-brochen
von einer horizontalen Reihe von Warzen 357.
(B 1); letztere sind in relativ weitem, aber Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
regelmäßigem Abstand angebracht Typ Topf mit S-Profil
Taf.-Nr. 27,10 Form 1.3a; 2.2a; 4.1; 5
Lit. Zaharia 1965, Fig. 5,10 Taf.-Nr. 27,18
Lit. Zaharia 1965, Fig. 7,13
350.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I ungegliederte Töpfe
Typ bitrenkonisches Gefäß 358.
Form 1.1a; 2.2b Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
134 Fundkatalog
-
Typ eiförmiger Topf, Var. 3 Typ kalottenförmige Schale, V ar. 2
Form 1.5f Form 1.4
Taf-Nr. 28,1 Verzierung Turbanrand (A3b), I darunter Band von hori-
Lit. Zaharia 1965, Fig 8,1 zontaler Kann. (A4 ), darunter horizontale
Reihe von Warzen (B 1)
359. Taf-Nr. 28,8
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,2
Typ eiförmiger Topf
Form RS 366.
Verzierung unterhalb des Randes horizontale Reihe von Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Eindrücken (E) Typ kalottenförmige Schale, V ar. 2
Taf-Nr. 28,2 Form 1.4; 6.5a
Lit. Zaharia 1965, Fig. 10,12 Verzierung Turbanrand (A3b)
Weitere eiförmige Töpfe: Zaharia 1965, Fig. 9,3.15; Taf-Nr. 28,9
10,14 Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,1; Srnimova 1974, Fig.
3,25
Schalen
360. 367.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Typ kalottenförmige Schale, V ar. 1 Typ kalottenförmige Schale, Var. 3
Form 1.3a; 6.5a Form 1.6
Taf-Nr. 28,3 Verzierung Turbanrand (A3b), I darunter Band von hori-
Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,3 zontaler Kann. (A4)
Taf-Nr. 28,10
361. Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,5
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Typ kalottenförmige Schale, V ar. 1 368.
Form 1.3a Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Verzierung oben schräg eingekerbter Rand (F), I darunter Typ kalottenförmige Schale, Var. 3
Band von horizontaler Kann. (A4) Form 1.5
Taf-Nr. 28,4 Verzierung Turbanrand (A3 b), direkt anschließend darun-
Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,15 ter breite vertikale (radiale) Kann. (A1a)
Taf.-Nr. 28,11
362. Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,8
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Typ kalottenförmige Schale, Var. 1 369.
Form 1.3 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Verzierung Turbanrand (A3b ), I direkt darunter anschlie- Typ kalottenförmige Schale, V ar. 3
ßend schmales Band horizontaler Kann. (A4), Form WS, vermutlich 1.6
dann leere Zone, auf die ein weiteres, etwas Verzierung I gerade, spitz zusammenlaufende Strichgrup-
breiteres Band folgt pen (D2); vielleicht zwei stem-förmige Rit-
Taf-Nr. 28,5 zungen ineinander
Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,7 Taf-Nr. 28,12
Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,12
363.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I 370.
Typ kalottenförmige Schale, V ar. 1 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Form 1.3 Typ kalottenförmige Schale, V ar. 3
Verzierung schräg kann. Rand (?) (A3c), I darunter grlf. Form 1.6a
(stemförmige) Kann. (A2a) Verzierung I bzw. oben auf dem Randabschluß Reihe von
Taf-Nr. 28,6 Eindrücken (E)
Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,13 Taf-Nr. 28,13
Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,10
364.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I 371.
Typ kalottenförmige Schale, Var. 1 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Form 1.3b Typ Fußschale?
Verzierung I grlf. (stemförrnige) Kann. (A2a) Form 6.4
Taf-Nr. 28,7 Verzierung horizontale Kann. (A4)
Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,4 Taf.-Nr. 28,14
Lit. Zaharia 1965, Fig. 8,7
365.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Fundkatalog 135

372. 379.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Typ Schale Typ nierenförmige Tasse, Var. 2a
Form WS Form 1.5b/1.3b; 6.1; 7 .3b
Verzierung I vertikale (radiale) Kann., die sich nach unten Verzierung I auf Rand Band Horizontalkann. (A4), darun-
hin verjüngt (A1a) ter Band grlf. Kann. (A2a); I ober-halb des
Taf-Nr. 28,15 Bodens Band Horizontalkann., darüber Band
Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,9 arkadenförrniger Kann. (A9)
Taf.-Nr. 28,22
373. Lit. Zaharia 1965, Fig. 6,4; Durnitrescu 1974, Fig.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I 454,8; Srnirnova 1974, Fig. 3,28
Typ Schale
Form WS Boden
Verzierung I girlandenartige, vielleicht sternförmige Kann. 380.
(A2a), darunter in der Achse der Girlanden- Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
spitze senkr. Reihe von Eindrücken (E) Form 6.3
Taf-Nr. 28,16 Taf.-Nr. 28,23
Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,14 Lit. Zaharia 1965, Fig. 8,9

374. WS
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I 381.
Typ Schale Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Form WS Form WS
Verzierung vier eingeritzte, schräg schraffierte Flächen Verzierung Reihe von schrägen Kerben (F)
stoßen aneinander (D4) Taf.-Nr. 28,24
Taf-Nr. 28,17 Lit. Zaharia 1965, Fig. 10,13
Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,16
382.
375. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I Form WS
Typ Schale Verzierung flächig mit Warzen bedeckt (B 1)
Form 6.5b Taf.-Nr. 28,25
Taf-Nr. 28,18 Lit. Zaharia 1965, Fig. 9,11
Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,11
383.
Tassen Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
376. Form WS
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I Verzierung zwei Warzen nebeneinander (B 1)
Typ zweigliedrige Tasse Taf-Nr. 28,26
Form 1.3f; 2.2a; 4.1; 5.2 Lit. Zaharia 1965, Fig. 10,4
Taf-Nr. 28,19
Lit. Zaharia 1965, Fig. 7, 1 384.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I
377. Form WS
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I Verzierung Reihe von Warzen (B 1)
Typ nierenförrnige Tasse, V ar. 1 Taf-Nr. 28,27
Form 1.3a; Boden spitz nach unten zulaufend; 7.3a Lit. Zaharia 1965, Fig. 10,11
Verzierung I am Rand Band von Horizontalkann. (A4)
Taf-Nr. 28,21 Schicht II
Lit. Zaharia 1965, Fig. 6,1; Nestor/Zaharia 1961,
Fig. 2,1; Srnirnova 1974, Fig. 3,29 bitronkonische Gefäße
385.
378. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I Typ Kegelhalsgefäß, Var. 3
Typ nierenförrnige Tasse, V ar. 1 Form 1.1b; 2.1b; 3.1a; 4.2; 5.1c; 6.1
Form 7.3a Verzierung Bauch: übereinander zwei bis drei horizontale
Verzierung unten am Henkel Band horizontaler Ritzungen Reihen in Punktstich hergestellter, nach unten
(D7) offener Dreiecke, die sich teilweise überlagern
Taf-Nr. 28,20 (G)
Lit. Zaharia 1965, Fig. 6,5 Taf-Nr. 29,1
Lit. Zaharia 1965, Fig. 8,3; Nestor/Zaharia 1961,
Fig. 2,2; Srnirnova 1974, Fig. 3,23
136 Fundkatalog

386. von Warzen (B 1)


Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II Taf.-Nr. 29,9
Typ Etagengefäß? Lit. Zaharia 1965, Fig. 4,4
Form 1.3a; 2.2b; 3.3a
Taf.-Nr. 29,2 394.
Lit. Zaharia 1965, Fig. 8,6 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II
Typ kalottenförmige Schale, Var. 1
387. Form 1.3
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II Verzierung Turbanrand (A3b), darunter A8
Typ bitronkonisches Gefäß Taf.-Nr. 29,10
Form 1.3a; 2.la; 3.0 Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,6
Taf.-Nr. 29,3
Lit. Zaharia 1965, Fig. 8,4 395.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1974, Schicht II
ungegliederte Töpfe Typ kalottenförmige Schale, Var. 1
388. Form 1.3
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II Verzierung Turbanrand (A3b)
Typ eiförmiger Topf, Var. 2a Taf.-Nr. 29,11
Form 1.4; 6.1; 7 (unterhalb der Leiste, auf der der Lit. Zaharia 1965, Fig. 4,7
Knubbe gegenüberliegenden Seite, liege ein
Henkelansatz) 396.
Verzierung unterhalb des Randes Knubbe (B2a) auf Leiste Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II
(B9) Typ kalottenförmige Schale, Var. 2
Taf.-Nr. 29,4 Form 1.4a; 6.5a
Lit. Zaharia 1965, Fig. 9,4, Beschr. S. 94, Anm. Taf.-Nr. 29,12
19; Smirnova 1974, Fig. 3,19 Lit. Zaharia 1965, Fig. 4,6

389. 397.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1955, Schicht II Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II
Typ eiförmiger Topf, Var. 3 Typ kalottenförmige Schale, Var. 2
Form 1.3b Form 1.4b; 6.5a
Taf.-Nr. 29,5 Taf.-Nr. 29,13
Lit. Zaharia 1965, Fig. 5,5 Lit. Zaharia 1965, Fig. 4,8
390. 398.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II
Typ eiförmiger Topf, Var. 3 Typ kalottenförmige Schale, Var. 2
Form 1.3g Form 1.4a
Taf.-Nr. 29,6 Verzierung I horizontal kann. (A4)
Lit. Zaharia 1965, Fig. 7,10 Taf.-Nr. 29,14
Lit. Zaharia 1965, Fig. 4,5
Schalen
391. 399.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II
Typ kalottenförrnige Schale, Var. 1 Typ kalottenförmige Schale, V ar. 3
Form 1.3a; 6.5b Form 1.6
Taf.-Nr. 29,7 Verzierung Turbanrand (A3b)
Lit. Zaharia 1965, Fig. 3,17 Taf.-Nr. 29,15
Lit. Zaharia 1965, Fig. 4,1
392.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II 400.
Typ kalottenförrnige Schale, Var. 1 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht li
Form 1.3 Typ Fußschale
Verzierung Turbanrand (A3b), darunter Delle (C1b) Form 6.4
Taf.-Nr. 29,8 Taf.-Nr. 29,16
Lit. Zaharia 1965, Fig. 4,2 Lit. Zaharia 1965, Fig. 8,8
393. 401.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II
Typ kalottenförmige Schale, Var. 1 Typ Fußschale
Form 1.3 Form 6.4
Verzierung Turbanrand (A3b), I darunter Band von hori- Taf.-Nr. 29,17
zontaler Kann. (A4 ), darunter vertikale Reihe Lit. Zaharia 1965, Fig. 8,10
Fundkatalog 137

402.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht li
Streufunde
Typ Fußschale
bitronkonische Gefäße
Form 1.3a; 2.2b
410.
Verzierung I Rand oben Horizontalk:ann. (A4 ), darunter
Fundstelle "Cetate", Lesefund
zwei Warzen (B 1) nebeneinander
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 1a
Taf-Nr. 29,18
Form 1.3; 2.0a; 3.1a; 4.3; 5.1a; 6.2
Lit. Zaharia 1965, Fig. 5,4; Beschr. S. 89
Verzierung Bauch ab Schulter breites Band Schräg-kann.
(A3a) um Gefäßbauch
Tassen Farbe A schwarz, I hellbraun
403. Oberfläche A pol., I ggl.-gut ggl (besonders Rand)
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht li Magerung grob mit Scherben und Glimmer
Typ ungegliederte Tasse mit Wulsthenkel Taf-Nr. 30,1
Form 1.3a, 6.1; 7 .2a Aujbew. ~uz. ~un. ~ed., 158
Taf-Nr. 29,19
Lit. Zaharia 1965, Fig. 4,9
411.
Fundstelle Cetate, Lesefund bei Hausfundarnentier-ung
404. Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 2
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht li
Form 2.0a; 3.2b; 4.1; 5.1b; 6.2
Typ ungegliederte Tasse mit Wulsthenkel
Verzierung Bauch ab Schulter vier Rippen (B6a) kreuz-
Form in Aufsicht oval; henkelseitig 1.4b, gegenüber
weise einander gegenüberliegend
1.5; 6.1; 7.2b
Farbe A schwarz, I rötlich-hellbraun
Taf-Nr. 29,20 Oberfläche A ggl., I ggl., arn Rand gut ggl.
Lit. Zaharia 1965, Fig. 4,10
Magerung grob mit Scherben
Taf-Nr. 30,2
405. Aujbew. ~uz. ~un. ~ed. , 4121
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II
Typ Tasse mit tronkonischem Randteil
412.
Form 1.5a; 2.4; 4.1; 5.2b; 6.1 Fundstelle Cetate, Lesefund
Taf-Nr. 29,21 Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 2
Lit. Zaharia 1965, Fig. 4,3 Form 2.0; 3.1b; 4.1; 5.1b; 6.2
Verzierung Bauch ab Schulter breites Band vertikaler
406. Kann . (Ala) um Gefäßbauch
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht II Farbe A schwarz, I orange
Typ dreigliedrige Tasse Oberfläche A pol. , I ggl.
Form 3.1b; 4.1; 5.1; 6.3; 7.2.la Magerung fein-mittel
Verzierung auf Bauch übereinander zwei horizontale Taf-Nr. 30,3
Reihen eingeritzter und weiß ausgelegter, nach Aujbew. ~uz. ~un. ~ed.
unten offener Dreiecke (D5)
Taf-Nr. 29,22 413.
Lit. Zaharia 1965, Fig. 8,5, Beschr. S. 104 Fundstelle Cetate, Lesefund 1936
Typ Kege1halsgefäß, V ar. 2
407. Form 2.0; 3.1b; 4.1; 5.1b ; 6.2
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht li Verzierung auf Bauch vertikale Kann. (Al)
Typ nierenförmige Tasse, V ar. 2a Farbe ziegelrot
Form 1.5a; 7.3b Lit. Szekely 1953, Pl. I,l; Beschr. S. 7
Taf-Nr. 29,23
Lit. Zaharia 1965, Fig. 6,2 414.
Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
408. Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 2
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht li Form 2.0; 3.1b; 4.1; 5.1b
Typ nierenförrnige Tasse, V ar. 2a Taf-Nr. 30,4
Form 1; 7.3b Lit. Cri~an 1955-56, Pl. XII,7
Taf-Nr. 29,24
Lit. Zaharia 1965, Fig. 6,3 415.
Fundstelle Cetate, Lesefund
Schicht 111 Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 2
Form 1.3a; 2.1b; 3.1a; 4.2; 5.1b; 6.1
409. Farbe A ziegelrot, schwarzer Fleck auf Bauch, I
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht III ziegelrot
Form RS Oberfläche ggl.
Verzierung Eindrücke (E) Magerung mittel
Lit. Zaharia 1965, Fig. 9,12; Beschr. S. 94
138 Fundkatalog

Taf-Nr. 30,5 422.


Aufbew. 11uz. 11un. 11ed., 124 Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 1/2
416. Form 3.0a; 4.1; 5.1
Fundstelle Cetate, Lesefund 1955 Verzierung auf Schulter Knubbe als Mittelpunkt einer
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 2 konz. Kann . (A5b ), rechts direkt anschlie-ßend
Form 1.3d; 2.1a; 3.1b; 4.2; 5.1 Ansatz einer weiteren konz. Kann.
Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann . (A1a) Taf-Nr. 31,2
Taf-Nr. 30,6 Lit. Cri~an 1955-56, Pl. VII,1
Lit. Cri~an 1955-56; Pl. XI,3
423.
417. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958
Fundstelle Cetate, Lesefund Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 1/2
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 1/2 Form 3.1a; 4.1; 5.1
Form 3.1a; 4.1; 5.1 Verzierung auf Schulter abgebrochene Knubbe (B2a),
Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a), die links daneben Spitze einer grlf. (A2a) oder
eine auf der Schulter sitzende Knubbe (C5a) Winkelbandkann. (A6)
bedeckt Farbe A braun, I orange
Farbe A schwarz, I orange Oberfläche A pol., I ggl.
Oberfläche A gut ggl., I ggl. Magerung fein-grob mit Scherben
Magerung grob mit Glimmer Taf-Nr. 31,3
Taf-Nr. 30,7 Aujbew. MNIR, 61885
Aufbew. Mus. VFG Berlin, IV a 1022
Lit. Cri~an!Szuchy 1955-1956, 12 424.
Fundstelle "Cetate"
418. Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 1/2
Fundstelle Cetate, Lesefund 1955 Form 3.1b;4.1;5
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 1/2 Verzierung auf Schulter Zapfen als Spitze einer grlf.
Form 3.1b; 4.2; 5.1
Kann. (A2a), rechts daneben ab Schulter Spit-
Verzierung Bauch ab Schulter psdgrlf. Kann . (A2b) ze einer grlf. Kann.
Lit. Cri~an 1955-56, Pl. VII,3 Farbe A schwarz, I rot-orange
Oberfläche A pol., I ggl. bzw. verstrichen
419.
Magerung grob mit Scherben
Fundstelle Cetate, Lesefund Taf-Nr. 31,4
Typ Kegelhalsgefaß, Var. 1/2 Aufbew. Muz. Mun. Med., 147
Form 3.1b; 4.2; 5.1
Weitere Kegelhalsgefäße Var. 1/2 mit grlf. Kann. (A2a):
Verzierung auf Bauch Teil einer konz. Kann. (A5) Inv.-Nr. MNIR 61879/Grbg. 1958;
Farbe A orange, I orange-dklbraun
mit vertikaler Kann. (A1a): 62303/Grbg. 1958;
Oberfläche ggl.
62283/Grbg. 1958;62287/Grbg. 1958
Magerung mittel mit Glimmer
Taf-Nr. 30,8 425.
Aujbew. Muz. Mun. Med. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I oder II
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 3
420.
Form 3.0a; 4; 5.1
Fundstelle Cetate, Lesefund Verzierung auf Schulter Knubbe (B2c) als Mittel-punkt
Typ Kegelhalsgefaß, Var. 1/2
Form einer sich über den Bauch er-streckenden
3.2b; 4.2; 5.1
Verzierung konz. Kann. (A5)
auf Schulter Knubbe (B2c) Taf-Nr.
Farbe 31,5
A schwarz, I hellbraun Lit.
Oberfläche gutggl. Zaharia 1965, Fig. 7,6
Magerung grob mit Steinehen und Glimmer 426.
Taf-Nr. 30,9
Aujbew. Fundstelle Cetate, Lesefund
Muz. Mun. Med. Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 3
Form 3.1a; 4.1; 5.1
421.
Verzierung Teil vom Bauch ab Schulter Schrägkann.
Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
(A3a)
Typ Kegelhalsgefaß, Var. 112
Farbe
Form 1.3f; 2.la; 3.1a; 4.1; 5.1 A schwarz, I orange
Oberfläche A ggl., I verstrichen
Taf-Nr. 31,1
Magerung mittel
Lit. Cri~an 1955-56, Pl. VIII,2
Taf-Nr. 31,6
Entsprechend: Cri~an 1955-56, Pl. IX,5
Aujbew. Muz. Mun. Med.
Fundkatalog 139

427. Lit. Cri$an 1955-56, Pl. VII,5


Fundstelle Cetate, Lesefund 1955 Weitere Zylinderhalsgefäße, mit A2b: Cri$an 1955-56,
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 4 Pl. VII,8; mit A1a: Cri$an 1955-56, Pl. VII,4.9; mit B6a,
Form 3.1a; 4.1; 5.2 daneben A2c: Cri$an 1955-56, Pl. VIII,8; mit Bl in A5b:
Verzierung Bauch ab Schulter zwei Rippen (B6a) in verti- Cri$an 1955-56, Pl. VII,6
kaler Kann. (A1a)
Lit. Cri$an 1955-56, Pl. VIII,7 433.
Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
428. Typ Etagengefäß
Fundstelle Cetate, Lesefund Form 3.3a bzw. fast zylindrisch; 4.4; 5
Typ Zylinderhalsgefäß Verzierung Bauch ab Schulter psdgrlf. Kann. (A2b)
Form 3.1a; 4.1; 5.1 Taf-Nr. 31,12
Verzierung auf Schulter Doppelknubbe (B2b) als Ziel- Lit. Cri$an 1955-56, Pl. VIII, 1
punkt einer grlf. Kann. (A2a)
Farbe A schwarz, I orange 434.
Oberfläche A pol., I ggl. Fundstelle Cetate, Lesefund
Magerung grob mit Glimmer Typ Trichterhalsgefäß
Taf.-Nr. 31,7 Form 3.6; 4.1; 5.1 (Bauch sehr flachgedrückt); 6.1
Aujbew. Muz. Mun. Med. Verzierung sehr starker Hohlbuckel (C2b) in konz. Kann.
(A5a) auf ganzer Höhe des Bau-ches heraus-
429. gedrückt
Fundstelle Cetate, Lesefund 1973 Farbe A oben schwarz, unten hellbraun, I orange
Typ Z y linderbals gefäß Oberfläche A gut ggl., I ggl.
Form 2.2b; 3.5; 4.1; 5 Magerung grob mit Scherben
Verzierung Hals unten horizontal kanneliert (A4); Schulter Taf.-Nr. 31,13
Knubbe oder Zapfen (B2c/B3) als Spitze einer Aufbew. Muz. Mun. Med., 138
sich über den Bauch erstreckenden grlf. Kann.
(A2a) 435.
Farbe A Hals schwarz, Unterteil hellbraun, I orange Fundstelle Cetate, Lesefund
Oberfläche A pol., I ggl. Typ bitrenkonisches Gefäß
Magerung grob Form 4.1; 5
Taf.-Nr. 31,8 Verzierung auf Schulter spulenförmiger Aufsatz (B5) als
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6163 Zielpunkt und bedeckt von grlf. Kann. (A2a)
Farbe A hellbraun, I orange
430. Oberfläche ggl.
Fundstelle Cetate, Lesefund Magerung mittel mit Glimmer
Typ Z y linderbals gefäß Taf.-Nr. 32,1
Form 2.0; 3.5; 4.1; 5.1 Aujbew. Muz. Mun. Med.
Verzierung Bauch ab Schulter Schrägkann. (A3a)
Farbe A orange, Hals orange-schwarz, I orange 436.
Oberfläche ggl. Fundstelle Cetate, Lesefund
Magerung mittel Typ bitfonkonisches Gefäß
Taf.-Nr. 31,9 Form 4.1; 5
Aufbew. Muz. Mun. Med. Verzierung auf Schulter spulenförmiger Aufsatz (B5) als
Zielpunkt und bedeckt von grlf. Kann. (A2a)
431. Farbe A schwarz, I orange
Fundstelle Cetate, Lesefund 1997 Oberfläche A pol., I ggl.
Typ Zylinderhalsgefäß Magerung mittel mit Glimmer
Form 3.4; 4.1; 5.1 Taf.-Nr. 32,2
Verzierung Bauch ab Schulter sehr feine Rippe (B6a) Aujbew. Muz. Mun. Med.
Farbe A oben hellbraun-grau, unten schwarz, I oran-
ge-hellbraun 437.
Oberfläche A gut ggl., I ggl. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958
Magerung mittel mit Glimmer Typ bitrenkonisches Gefäß
Taf.-Nr. 31,10 Form 5
Aujbew. Verzierung zwei Rippen (B6a), neben der rechten Ansatz
Muz. Mun. Med.
einer vermutl. grlf. Kann. (A2c)
432. Farbe A schwarz, I orange
Fundstelle Oberfläche A pol., I gut ggl.
Cetate, Lesefund 1955
Typ Magerung grob mit Scherben
Zylinderhalsgefäß
Form 3.4; 4.1; 5 Taj.-Nr. 32,3
Verzierung Aujbew. MNIR
Bauch ab Schulter Buckelrippe (B7)
Taf-Nr. 31,11
140 Fundkatalog

Weitere Bauchteile bittonkonischer Gefäße, mit A1a: Typ Topf mit S-Profil
Inv.-Nr. MNIR 62310/Grbg. 1958; 62286/Grbg. 1958; Form 2.0; 4.1; 5.2c; 6.1
mit B6a in A1a: 62309/Grbg. 1958; 62234/Grbg. 1958; Verzierung auf Schulter vier Knubben (B2c), kreuzweise
62307/Grbg. 1958; mit A2a: 62267/Grbg. 1958; einander gegenüberliegend
62294/Grbg. 1958; ohne Inv.-Nr./Grbg. 1958; ohne Inv.- Farbe braun
Nr./Grbg. 1958; mit A2b: Cri$an 1955-56, Pl. VII,2.7; Oberfläche gut ggl.
VIII,3.4.5.6; mit A2c: 62260/Grbg. 1958; 61990/Grbg. Magerung mittel-grob, mit Scherben
1958; mit B6a in A2c: 61988/Grbg. 1958 Taf.-Nr. 32,7
Aufbew. Muz. Mun. Med., 8486
438. 443.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 Fundstelle Cetate, Lesefund 1997
Typ bittonkonisches Gefäß Typ Topf mit S-Profil
Form 1.3b; 2.2b, 3.0 Form 4.1; 5.2
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4) Verzierung auf Schulter Knubbe (C5a)
Farbe braun-braunrot Farbe A schwarz, I orange-hellbraun
Oberfläche pol. Oberfläche gut ggl.
Magerung fein mit Glimmer Magerung mittel
Taf.-Nr. 32,4 Taf.-Nr. 32,8
Aufbew. MNIR, 62054 und 61106 Aufbew. Muz. Mun. Med.

439. 444.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 Fundstelle Cetate, Lesefund
Typ bitronkonisches Gefäß Typ Topf mit S-Profil
Form 1.1b; 2.0b Form 2.2b; 4.1; 5
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4) Verzierung auf Schulter Knubbe (B2c)
Farbe schwarz Farbe A schwarz, I orange, Rand schwarz
Oberfläche pol. Oberfläche ggl.
Magerung fein Magerung mittel
Taf.-Nr. 32,5 Taf.-Nr. 32,10
Aufbew. MNIR, 62113 Aufbew. Muz. Mun. Med.

440. 445.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
Typ bitronkonisches Gefäß Typ Topf mit S-Profil
Form 1.3d; 2.1b; 3.0 Form 1.3a; 2.1 a; 4.1; 5 .2c; 6.1
Verzierung I Rand Horizontalkann. (A4) Taf.-Nr. 32,11
Farbe A schwarz, I rotbraun Lit. Cri$an 1955-56, Pl. XII,5
Oberfläche pol.
Magerung fein mit Glimmer 446.
Taf.-Nr. 32,6 Fundstelle Cetate, Lesefund
Aufbew. MNIR, 62112 Typ Topf mit S-Profil
Weitere Trichterränder, mit A4 I: Inv.-Nr. MNIR Form 2.0; 4.1; 5.2
62084/Grbg. 1958; 61869/Grbg. 1958; unverziert: Cri$an Verzierung auf Schulter Knubbe (B2c)
1955-56, PI. IX,7.9; X,2.10; 61851/Grbg. 1958; Farbe A teils schwarz, teils orange, I orange
61859/Grbg. 1958; 61994/Grbg. 1958, v; 62006/Grbg. Oberfläche A gut ggl., I ggl.
1958; 61937/Grbg. 1958; 61863/Grbg. 1958; ohne Inv.- Magerung mittel
Nr./Grbg. 1958 Taf.-Nr. 32,12
Aufbew. Mus. VFG Berlin, IVa 1022
zweigliedrige Töpfe Lit. Cri$an!Szuchy 1955-1956, 12
441.
Fundstelle Cetate, Lesefund 447.
Typ Kragenrandtopf Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
Form 1.5a; 2.4; 4.1; 5 Typ Topf mit S-Profil
Verzierung auf Schulter Knubbe (B2a) Form 2.1a; 4.1; 5.2c; 6.1
Farbe A braun-orange, I hellorange Taf.-Nr. 32,13
Oberfläche A ggl., I verstrichen Lit. Cri$an 1955-56, Pl. XI,6
Magerung mittel
Taf.-Nr. 32,9 448.
Aufbew. Mus. VFG Berlin, IVa 1022 Fundstelle Cetate, Lesefund
Lit. Cri$an1Szuchy 1955-1956, 12 Typ Topf mit S-Profil
Form 1.3a; 2.1a; 4.2; 5
442. Farbe linke Seite schwarz, rechts orange
Fundstelle Cetate, Lesefund 1981 Oberfläche ggl.
Fundkatalog 141

Magerung grob 61886/Grbg. 1958; 62332/Grbg. 1958; mit B2b:


Taf.-Nr. 32,14 62035/Grbg. 1958
Aujbew. Muz. Mun. Med.
455.
ungegliederte Töpfe Fundstelle Cetate, Lesefund
449. Typ stark bauchiger Topf
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 Form 5; aufBauch 7.la
Typ eiförmiger Topf, V ar. 2a Farbe hellgelb- braun
Form 1.4f Oberfläche A gut ggl., I ggl.
Verzierung unterhalb des Randes Doppelknubbe (B2b) Magerung fein
Taf.-Nr. 33,1 Taf.-Nr. 33,7
Lit. Zaharia 1965, Fig. 7,11 Aujbew. Muz. Mun. Med.
Anm. kleines Loch rechts unterhalb des Henkels
450.
Fundstelle Cetate, Lesefund 456.
Typ eiförmiger Topf, V ar. 2a Fundstelle Cetate, Grbg. 1958
Form 1.3c Typ trichterförrniger Topf
Verzierung unterhalb des Randes mit schrägen Kerben (F) Form 1.3f
verzierte Leiste (B9) Verzierung unterhalb des Randes Knubbe (B2a)
Farbe A Rand schwarz, ab Leiste orange, I orange Farbe A dklbraun, I braun
Oberfläche ggl. Oberfläche ggl.
Magerung grob mit Scherben Magerung mit Scherben und Glimmer
Taf.-Nr. 33,2 Taf.-Nr. 33,8
Aujbew. Muz. Mun. Med. Aujbew. MNIR, 61862

451. 457.
Fundstelle Cetate, Lesefund 1955 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958
Typ eiförmiger Topf, Var. 2b Typ trichterförrniger Topf
Form 1.4a Form 1.3c
Verzierung unterhalb des Randes Knubbe (B2a) Verzierung unterhalb des Randes zellenartig mit drei
Taf.-Nr. 33,3 Eindrucken (E) verzierte Leiste (B9)
Lit. Cri~an 1955-56, PI. X ,8 Farbe braun
Oberfläche gut ggl., bröckelig
452. Magerung mittel-grob
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 Taj.-Nr. 33,9
Typ eiförmiger Topf, V ar. 2b Aujbew. MNIR
Form 1.4b
Verzierung unterhalb des Randes Knubbe (B2a) 458.
Farbe A braun-grau, I braun-rot Fundstelle Cetate, Grbg. 1958
Oberfläche ggl. Typ trichterförrniger Topf
Magerung fein mit Glimmer Form 1.3d
Taf.-Nr. 33,4 Verzierung unterhalb des Randes mit Eindrücken (E)
Aujbew. MNIR, 61860 verzierte Leiste (B9)
Taj.-Nr. 33,10
453. Aujbew. MNIR
Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
Typ eiförmiger Topf, V ar. 3 459.
Form 1.3a Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
Taf.-Nr. 33,5 Typ trichterförrniger Topf
Lit. Cri~an 1955-56, PI. X, 12 Form 1.3d
Verzierung unterhalb des Randes mit Eindrucken (E)
454. verzierte Leiste (B9), die ausläuft
Fundstelle Cetate, Lesefund 1955 Taj.-Nr. 33,11
Lit. Cri~an 1955-56, PI. IX,2
Typ eiförmiger Topf, Var. 3
Form 1.3a
Taf.-Nr. 33 6 460.
Lit. cri~an 1955-56, PI. X, 11 Fundstelle Cetate. Lesefund 1955
trichterförmiger Topf
Weitere eiförmige Töpfe: Var. 1, unverziert: Inv.-Nr. Typ
Form 1.3c
M.NIR 61910/Grbg. 1958; Cri~an 1955-56, PI. IX,6; X,3;
Verzierung unterhalb des Randes Leiste (B9)
nut B2a: ohne Inv.-Nr./Grbg. 1958; Cri~an 1955-56, PI.
X,4; mitBl: Zaharia 1965, Fig. 7,14; Var. 2c: Cri~an Taj.-Nr. 33,12
Lit. Cri~an 1955-56, PI. IX, 12
1955-56, PI. IX,4; X,5 ; Var. 3: Cri~an 1955-56, PI.
IX,3.14; WS, mit B2a: Cri~an 1955-56, PI. IX,lO; X,6;
142 Fundkatalog

461. 468.
Fundstelle Cetate, Lesefund 1997 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I oder II
Typ trichterförrniger Topf Typ Wellenrandschüssel?
Form 1.3f Form WS
Farbe A Rand schwarz, darunter grau, I orange mit Verzierung zwei Bänder von geritzten Wellenlinien (D1)
schwarzen Flecken mit Abstand übereinander
Oberfläche ggl. Lit. Zaharia 1965, Fig. 11,6
Magerung mittel
Taf.-Nr. 33,13 469.
Aujbew. Muz. Mun. Med. Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I oder II
Typ Wellenrandschüssel?
Schüsseln Form WS
462. Verzierung zwei Bänder von geritzten Wellenlinien (D1)
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I oder II mit Abstand übereinander
Typ Wellenrandschüssel Lit. Zaharia 1965, Fig. 11,5
Form Aufsicht oval; 1.3a (wellig); 2.2a; 4.1; 5.2
Taf.-Nr. 34,1 470.
Lit. Zaharia 1965, Fig. 7,3, Beschr. S. 89; Smimo- Fundstelle Cetate, Grbg. 1958
va 1974, Fig. 3,24 Typ Wellenrandschüssel?
Form WS
463. Verzierung zwei Bänder von geritzten Wellenlinien (D1)
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I oder II mit Abstand übereinander
Typ Wellenrandschüssel Farbe braun
Form Aufsicht oval; 1.3a (wellig); 2.2a; 4.1; 5.2 Oberfläche pol.
Taf.-Nr. 34,2 Lit. Nestor/Zaharia 1961 , Fig. 2,5, Beschr. S. 176;
Lit. Zaharia 1965, Fig. 7,2; Beschr. S. 89 Paulfk 1968, Abb. 6,5

464. 471.
Fundstelle Cetate, Lesefund 1955 Fundstelle Cetate, Grbg. 1958
Typ Wellenrandschüssel Typ Wellenrandschüssel?
Form 1.3a (wellig?); 2.2b; 3.1b; 4.1; 5.1 Form WS
Verz. auf Schulter Warze (B 1) (?) Verzierung geritzte Wellenlinien (0 1)
Taf.-Nr. 34,3 Farbe braun
Lit. Cri~an 1955-56, PI. XI,4 Oberfläche pol.
Lit. Nestor/Zaharia 1961, Fig. 2,7; Beschr. S. 176
465.
Fundstelle Cetate, Lesefund 1997 472.
Typ Wellenrandschüssel? Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I oder li
Form 1.3a (wellig), 2.2b; 3.0 Typ Wellenrandschüssel?
Farbe A schwarz, I orange-hellbraun Form WS
Oberfläche gutggl. Verzierung vertikale Kann. (A1a), daneben horizontal
Magerung mittel verlaufende Bänder von geritzten Wellenlinien
Taf.-Nr. 34,4 (D1)
Aujbew. Muz. Mun. Med. Lit. Nestor/Zaharia 1961, Fig. 2,6; Zaharia 1965,
Fig. 11,7; Paulfk 1968, Abb. 6,6
466.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I oder II 473.
Typ Wellenrandschüssel? Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I oder li
Form WS Typ Wellenrandschüssel?
Verzierung Band von geritzten Wellenlinien (01) Form WS
Lit. Zaharia 1965, Fig. 11,4 Verzierung geritzte Wellenlinien (0 1), darunter zwei
Warzen (B 1) nebeneinander
467. Lit. Zaharia 1965, Fig. 11,1; Nestor/Zaharia 1961,
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I oder II Fig. 2,3
Typ Wellenrandschüssel?
Form WS 474.
Verzierung zwei Bänder von geritzten Wellenlinien (01) Fundstelle Cetate, Grbg. 195 8, Schicht I oder li
mit Abstand nebeneinander Typ Wellenrandschüssel?
Lit. Zaharia 1965, Fig. 11 ,3 Form WS
Verzierung vertikale Ritzungen (D6) in schmalen Bändern
nebeneinander
Farbe braun
pol.
Fundkatalog 143

Nestor/Zaharia 1961 , Fig. 2,4; Beschr. S. 176; Typ kalottenförmige Schale, V ar. 2
Lit.
Zaharia 1965, Fig. 11,8 Form 1.4a
Verzierung I Band von konz., vermutlich grlf. Ritzungen
(D3)
475.
Cetate, Grbg. 1958, Schicht I oder II Farbe A braun, Rand schwarz, I schwarz
Fundstelle
Wellenrandschüssel? Oberfläche pol.
Typ
WS Magerung fein
Form
Verzierung zwei Bänder von sich schneidenden Ritzungen Taf.-Nr. 34,10
(D2) Aujbew. MNIR, 62108
Lit. Zaharia 1965, Fig. 11,2
Ebenfalls geritzte Verzierung: Zaharia 1965, Fig. 11,9 482.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958
Typ kalottenförmige Schale, Var. 3
Schalen Form 1.5a
476. Farbe gelb
Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
kalottenförrnige Schale, V ar. 1 Oberfläche gut ggl.
Typ Magerung fein
Form 1.3a; 6.5a
Taf.-Nr. 34,11
Taf-Nr. 34,5
Aujbew. MNIR
Lit. Cri~an 1955-56, Pl. X, 1

483.
477. Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958
Typ kalottenförmige Schale, Var. 3
Typ kalottenförmige Schale, V ar. 1
Form 1.5
Form 1.3a unterhalb des Randes Knubbe (B2a)
Verzierung
Farbe schwarz-braun
Taf.-Nr. 34,12
Oberfläche stark ggl.-pol. Cri~an 1955-56, Pl. X,7
Lit.
Magerung fein mit Glimmer
Taf-Nr. 34,6
484.
Aujbew. MNIR, 61939 Cetate, Lesefund 1955
Fundstelle
Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 3
478. Form WS
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 Doppelknubbe (B2b)
Verzierung
Typ kalottenförrnige Schale, Var. 1
Taf.-Nr. 34,13
Form 1.3 Cri~an 1955-56, Pl. IX, 11
Lit.
Verzierung unterhalb des Randes Doppelknubbe (B2b)
Farbe A dklgrau , I orange
485.
Oberfläche gut ggl. Fundstelle Cetate, Lesefund 2000
Magerung grob mit Scherben kalottenförmige Schale, V ar. 3
Typ
Taf-Nr. 34,7 Form WS
Aujbew. MNIR Verzierung Knubbe (B2c), von konz. Kann. um-schlossen
(A5a); daneben setzt eine wei-tere konz. Kann.
479. an
Fundstelle Cetate, Lesefund 1955 schwarz
Farbe
Typ kalottenförmige Schale, Var. 2 pol.
Oberfläche
Form 1.4d Magerung mittel mit Glimmer
Verzierung schräge Kerben (F) oben auf Rand 34,14
Taf.-Nr.
Taf-Nr. 34,8 Aujbew. Muz. Mun. Med.
Lit. Cri~an 1955-56, Pl. IX, 1

486.
480. Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 kalottenförrnige Schale, Var. 3
Typ
Typ kalottenförrnige Schale, Var. 2 1.5
Form
Form 1.4a oben schräg kann. Randabschluß (A3c)
Verzierung
Verzierung Band von horizontaler Kann. (A4) direkt
Taf.-Nr. 34,15
unterhalb des Randes
Lit. Cri~an 1955-56, Pl. IX,8
Farbe schwarz
Oberfläche A pol., I ggl. 487.
Magerung fein Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I oder ll
Taf-Nr. 34,9 Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 4
Aujbew. MNIR, 62009 WS
Form
auf horizontale Kann. (A4) folgt eine Reihe
Verzierung
481. schräger Kerben (F)
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958
144 Fundkatalog

Taf.-Nr. 34,16 494.


Lit. Zaharia 1965, Fig. 7,5 Fundstelle Cetate, Lesefund
Weitere kalottenförrnige Schalen: Inv.-Nr. MNIR Typ Schale
62206/Grbg. 1958; 62198/Grbg. 1958 Form 6.5a
Verzierung Delle (C1b)
488. Farbe A braun, I grau
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 Oberfläche gutggl.
Typ trollkonische Schale Magerung fein
Form 1.3b Taf.-Nr. 34,23
Farbe A braun-schwarz, I schwarz Aujbew. Muz. Mun. Med.
Oberfläche pol.
Magerung fein mit Glimmer Tassen
Taf.-Nr. 34,17 495.
Aujbew. MNIR, 61852 Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
Typ ungegliederte Tasse mit Wulsthenkel
489. Form 1.3a; 7.2.2
Fundstelle Cetate, Lesefund Taf.-Nr. 35,1
Typ Henkelschale Lit. Cri~an 1955-56, PI. X,9
Form 1.3cf; 6.2; zwei Henkel: 7.1a
Farbe rotbraun-braun, fleckig 496.
Oberfläche ggl. Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
Magerung grob mit Scherben Typ ungegliederte Tasse mit Wulsthenkel?
Taf.-Nr. 34,18 Form 7.2
Aujbew. Muz. Mun. Med. Taf.-Nr. 35,2
Lit. Cri~an 1955-56, PI. IX, 13
490. Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 61980/Grbg. 1958
Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
Typ Fußschale 497.
Form 6.4 Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
Farbe "rötlich" Typ zweigliedrige Tasse
Taf.-Nr. 34,19 Form 1.3; 4.1; 5.2; 6; 7.2.2b
Lit. Cri~an 1955-56, Pl. XII,3; Beschr. S. 48 Taf.-Nr. 35,3
Lit. Cri~an 1955-56, Pl. XI, 1
491.
Fundstelle Cetate, Lesefund 1955 498.
Typ Fußschale Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
Form 6.4 Typ zweigliedrige Tasse
Farbe "rötlich" Form 1.3a; 4.1; 5.2; 7.2.1b
Taf.-Nr. 34,20 Taf.-Nr. 35,4
Lit. Cri~an 1955-56, PI. XII, 1; Beschr. S. 48 Lit. Cri~an 1955-56, Pl. XI,2

492.
499.
Fundstelle Cetate, Lesefund Fundstelle Cetate, Lesefund 1960
Typ Fußschale Typ zweigliedrige Tasse
Form 6.4 Form 1.3a; 4.1; 5.2a; 6.1; 7.2.2a; der Rand verläuft
Farbe graubraun
leicht schräg
Oberfläche pol. Farbe hellgrau braun
Magerung mittel-grob mit Scherben Oberfläche pol.
Taf.-Nr. 34,21 Magerung fein
Aujbew. Muz. Mun. Med. Taf.-Nr. 35,5
Aujbew. Muz. Mun. Med.
493.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 500.
Typ Schale
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958, Schicht I oder li
Form 6.1 Typ dreigliedrige Tasse
Verzierung I Boden konz. Kann . (A5a) Form 1.3b; 2.2a; 3.2a; 4.1; 5; 7.2.2a (Henkel ist zur
Farbe schwarz
Oberfläche Mitte hin erhöht)
A gut ggl., I gut pol.
Magerung
Verzierung Hals unten Horizontalkann. (A4), Bauch ab
fein mit Glimmer
Taf.-Nr. Schulter vertikale Kann. (A1a)
34,22
Taf.-Nr. 35,6
Aujbew. MNIR, 62157
Lit. Zaharia 1965, Fig. 7,4
Fundkatalog 145

501. Farbe hellbraun


Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 Oberfläche gut pol.
Typ dreigliedrige Tasse Magerung fein
Form 2.0b; 3.5; 4.3; 5 Taf-Nr. 35,12a-d
Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (Ala), diese Aujbew. Muz. Mun. Med. , 19
ist stellenweise nicht ganz gerade Lit. Horedt 1939, 120; ders . 1950, 126; ders. 1953,
Farbe schwarz 808; ders. 1960b, Abb. 11 ,7; ders. 1967, 9;
Oberfläche A pol. , I gut ggl. Cri~an/Szuchy 1955-1956, 12; Cri~an 1955-56,
Magerung fein 47; Muthmann 1987, Katalog Bd. 2, 274 Nr.
Taf-Nr. 35,7 10 und Bildtafeln Bd. 2, Taf. 122 Nr. 10;
Aujbew. MNIR, 61981 Boroffka 1994a, Taf. 90,4

502. Boden
Fundstelle Cetate, Lesefund 1955 507.
Typ nierenförrnige Tasse, V ar. 1 Fundstelle Cetate, Lesefund
Form 1.3; 6; 7.3a Form 6.2
Oberfläche pol. Farbe A schwarz, I hellbraun
Magerung fein Oberfläche ggl.
Taf-Nr. 35,8 Magerung grob-mittel mit Glimmer
Lit. Cri ~ an 1955-56, Pl. XII,2; Beschr. S. 48 Taf-Nr. 35,14
Aujbew. Muz. Mun. Med.
503.
Fundstelle Cetate, Lesefund kogeiförmiges Gefäß
Typ nierenförrnige Tasse, V ar. 2a 508.
Form 6.1 ; 7.3b Fundstelle Cetate, Lesefund 1955
Farbe hellbraun-ziegelrot Typ kugelförrniges Gefäß
Oberfläche gut ggl. Form 1.5b(?)
Magerung fein Taf-Nr. 35,15
Taf-Nr. 35,9 Lit. Cri~an 1955-56, Pl. XII,4
Aujbew. Muz. Mun. Med.
509.
504. Fundstelle Cetate, Lesefund
Fundstelle Cetate, Lesefund Typ Siebgefäß
Typ nierenförrnige Tasse, V ar. 2a Form WS
Form 7.3b, zu den Rändern hin erhöht Farbe grau-ocker
Verzierung Henkel vertikal kann. (A1a) Oberfläche A ggl., I verstrichen
Farbe A schwarz, I orange, K außen bis Mitte Magerung fein
schwarz, Rest orange Taf-Nr. 35,11
Oberfläche A pol. , I verstrichen Aujbew. Mus. VFG Berlin, IVa 1022
Magerung mittel Lit. Cri~an/Szuchy 1955-1956, 12
Taf-Nr. 35,10
Aujbew. Muz. Mun. Med. andere Fundgruppen
510.
SOS. Fundstelle Cetate, SW-Abhang, Lesefund 1936
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 Objektart Gußformhälfte
Typ nierenförrnige Tasse? Material Glimmerschiefer
Form WS Form angelegt ist ein langschmales Tüllenbeil mit
Verzierung I Horizontalkann. (A4) einer Öse und schwach symmetrisch aus-
Farbe schwarz schwingender Schneide
Oberfläche gut pol. Verzierung oben am Rand drei Horizontalrippen, darunter
Magerung fein drei Zickzacklinien
Taf-Nr. 35,13 Taf-Nr. 35,16
Aujbew. MNIR 62160 Aujbew. Muz. Mun. Med., 1840
Verrnutl. nierenförrni~e Tasse, Var. 2: Inv.-Nr. MNIR Lit. Szekely 1953, Fig. 2; Wanzek 1989, Taf. 47 ,3,
62181/Grbg. 1958 Kat.-Nr. 49b

S06. 511.
Fundstelle Cetate, Lesefund Fundstelle Cetate, SW-Abhang, Lesefund 1936
Typ dreimundige Tasse Objektart Gußformhälfte
Form 1.3a (drei trompetenartige Mündungen); 4.2; Material Glimmerschiefer/Speckstein
Form angelegt ist ein Tüllenbeil mit einer Öse und
5.2; 6.1; 7.2.1a
Verzierung unterhalb der Mündungen Band grlf. Kann. symmetrischer Schneide
Verzierung fünf kurze Vertikalrippen zwischen Rand und
(A2a)
146 Fundkatalog

Parabelzier 517.
Taf.-Nr. 35,17 Fundstelle Lunca ciorilor, Lesefund 1952-53
Aufbew. Muz. Mun. Med. , 1891 Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 1b
Lit. Szekely 1953, Fig. 3; Wanzek 1989, Taf. 47, Form 1.3f; 2.1b; 3.2b; 4.3 ; 5.1a; 6.1
1, Kat.-Nr. 49a Farbe A ziegelrot mit schwarzen Bereichen, r
schwarz, im Halsbereich teils noch ziegelrot;
512. im Bruch tiefschwarz
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 Oberfläche ggl.
Objektart Webgewicht Magerung fein
Material Keramik Taf.-Nr. 36,1
Form Kegelstumpf, oben durchlocht Aufbew. Muz. Mun. Med., 134
Farbe braun-rötlich Lit. Szekely 1953, PI. I, 2; Beschr. S. 8
Oberfläche unbehandelt Anm. Grabfund
Magerung fein 518.
Taf.-Nr. 35,18 Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblock 4, Lesefund 1968
Aufbew. MNIR, 62125 Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 2
Entsprechend: Inv.-Nr. MNIR 62126/Grbg. 1958, Form 2.0; 3.2a; 4.2; 5.1b; 6.2
61872/Grbg. 1958; 61845/Grbg. 1958; ohne Inv.- Farbe A schwarz, I orangerot
Nr./Grbg. 1958; kegelförmig: Cri~an 1955-56, Pl. XI,5 Oberfläche A gut ggl., I verstrichen-ggl.
Magerung grob mit Scherben
513. Taf.-Nr. 36,2
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 Aufbew. Muz. Mun. Med.
Objektart Webgewicht
Material Keramik 519.
Form Pyramidenstumpf, oben durchlocht Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Farbe hellbraun Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 112
Oberfläche gut ggl. Form 3.0b; 4.2; 5.1
Magerung fein Verzierung Bauch ab Schulter zwei Rippen (B6a); auf die
Taf.-Nr. 35,19 eine laufen schräg von beiden Seiten Kannelu-
Aufbew. MNIR ren zu (A2c)
Entsprechend: Cri~an 1955-56, PI. XI,5; XII,6 Farbe A schwarz, I orange
Oberfläche A gut ggl.-pol., I ggl.
514. Magerung grob mit Scherben und viel Glimmer
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 Taf.-Nr. 36,3
Objektart Knochenwerkzeug Aufbew. Muz. Mun . Med., 6182
Material Knochen
Form Doppelspitze 520.
Lit. Zaharia 1965, Fig. 7,9 Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 112
515. Form 3.0; 4.2; 5.1
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 Verzierung Bauch grlf. Kann . (A2c)
Objektart Knochenwerkzeug Farbe A hellbraun-orange, I rostrot
Material Knochen Oberfläche A gut ggl., I ggl.
Form halbrunde "Hülle" Magerung grob mit Scherben
Verzierung horizontal fünfmal eingeschnürt Taf.-Nr. 36,4
Lit. Zaharia 1965, Fig. 7,7 Aufbew. Muz. Mun. Med., 6210
516. 521.
Fundstelle Cetate, Grbg. 1958 Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5 , 1973
Objektart Glättwerkzeug? Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 112
Material Knochen Form 3.1b; 4.1; 5.1
Verzierung am Rand einander gegenüberliegend zwei Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a)
kleine mit konzentrischen Kreisen umgebene Farbe A schwarz, I orange
Punkte Oberfläche A gut ggl., I ggl.
Lit. Zaharia 1965, Fig. 7,8 Magerung mittel
Taf.-Nr. 36,5
Gura Cämpului-Stadtviertel Aufbew. Muz. Mun. Med., 6169

522.
Bereich der Wohnblöcke 4/5 Fundstelle Gura Cämpului, Lesefund 1974, vermutl.
Wohnblöcke 4/5
bitronkonische Gefäße Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 112
Form 3.1a; 4.1; 5.1
Fundkatalog 147

Verzierung Hals Horizontalkann. (A4) , Bauch ab Schulter Magerung grob mit Scherben
Horizontalkann. neben vertikaler Kann. Taf.-Nr. 36,11
(A1a); letztere liegt über einem leichten Bu- Aufbew. Muz. Mun. Med., 6210
ckel (C2a)
Farbe A hellbraun , I orange 528.
Oberfläche A pol. , I verstrichen Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973
Magerung grob mit Scherben und Glimmer Typ Kegelhalsgefäß, Var. 1/2
Taf-Nr. 36,6 Form 4.4; 5.1
Aufbew. Muz. Mun . Med. Verzierung Bauch ab Schulter breite Rippe (B6b) in verti-
kaler Kann. (A1a)
523. Farbe A hellbraun, I orange
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5 , 1974 Oberfläche A pol. , I ggl.
Typ Kegelhalsgefaß, Var. 112 Magerung grob mit Scherben und etwas Glimmer
Form 3.0; 4.1 ; 5.1 Taf.-Nr. 37,1
Farbe A schwarz, I hellbraun Aujbew. Muz. Mun. Med. , 6168
Oberfläche A metallisch pol. , I verstrichen
Magerung mittel 529.
Taf-Nr. 36,7 Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5 , Lesefund
Aufbew. Muz. Mun. Med., 6187 1974
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 4
524. Form 1.1 ; 2.1b; 3.0a; 5; 6.1
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5 , 1974 Verzierung auf Bauch Rippen (B6a) in vertikaler Kann.
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 1/2 (A1a)
Form 3.1b; 4.4; 5 Farbe hellbraun-weißlich
Verzierung Hals unten Horizontalkann. (A4) , Bauch Rippe Oberfläche gutggl.
(B6) in vertikaler Kann. (A1a) Magerung grob mit Scherben und Glimmer
Farbe A schwarz, I grau Taf.-Nr. 37,2
Oberfläche A gut ggl. , I ggl. Aujbew. Muz. Mun. Med.
Magerung grob mit Scherben und etwas Glimmer Anm. sekundär verbrannt
Taf-Nr. 36,8
Aufbew. Muz. Mun. Med., 6189 530.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
525. Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 4
Form 3.1b (Wandstärke unregelmäßig); 4.1; 5
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblock 5, 1974
Farbe A schwarz, I hellbraun
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 112
Oberfläche A metallisch pol., I verstrichen
Form 4.1 ; 5.1
Bauch ab Schulter zwei Rippen (B6a) in verti- Magerung grob mit Scherben und Glimmer
Verzierung
kaler Kann. (Ala) Taf.-Nr. 37,3
Aujbew. Muz. Mun. Med. , 6192
Farbe orange-hellbraun
Oberfläche ggl.
Magerung mittel mit Glimmer 531.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973
Taf-Nr. 36,9
Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 4
Aufbew. Muz. Mun. Med., 6176
Form 3.0a; 4.1; 5.2
Verzierung Bauch ab Schulter breite Rippe (B6b)
526.
Farbe A hellbraun, I orange
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Oberfläche A gut ggl.-pol., I verstrichen
Typ Kegelhal sgefaß, V ar. 1/2
Magerung mittel
Form 4.1 ; 5
Verzierung Bauch ab Schulter sehr feine Rippe (B6a) Taf.-Nr. 37,4
Aujbew. Muz. Mun. Med.,6169
Farbe hellbraun
Oberfläche A pol. , I ggl.
Magerung fein mit Glimmer 532.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5 , 1973
Taf-Nr. 36,10
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 4
Aufbew. Muz. Mun. Med. , 6177
Form 2.0; 3.1a
Farbe A schwarz, I orange
527.
Oberfläche A gut ggl., I ggl.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973
Magerung mittel mit Glimmer
Typ Kegelhalsgefäß, Var. 1/2
Taf.-Nr. 37,5
Form 4.1; 5.1
Aujbew. Muz. Mun. Med.,6210
Verzierung Bauch ab Schulter zwei Rippen (B6a) in verti-
kaler Kann. (A1a)
Farbe 533.
A hellbraun, I rotbraun Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973
Oberfläche Fundstelle
A gut ggl. , I ggl.
148 Fundkatalog

Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 4 Typ bitronkonisches Gefäß


Form 2.0b; 3.1b Form 3;4; 5
Farbe orange-braun Verzierung auf Hals Horizontalkann. (A4 ), auf Schulter
Oberfläche A gut ggl., I ggl. Zapfen (B3) als Spitze einer grlf. Kann.
Magerung grob mit Scherben Farbe chwarz
Taf.-Nr. 37,6 Taf.-Nr. 38,2
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6210 Lit. Szekely 1953, Pl. 11,5; Beschr. S. 8
Anm. Grabfund, diente als Urne
534.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5 , 1974 540.
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 4 Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Form 2.0b; 3.1a Typ bitronkonische Gefäß
Farbe A schwarz, I graubraun Form 3.0; 4.1; 5.1
Oberfläche A pol., I gut ggl. Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a)
Magerung grob mit Scherben und wenig Glimmer Farbe A schwarz, I orange
Taf.-Nr. 37,7 Oberfläche A gut ggl., I verstrichen
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6177 Magerung grob mit Scherben
Taf.-Nr. 38,4
535. Aujbew. Muz. Mun . Med. , 6189
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5 , 1973
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 4 541.
Form 2.0a; 3.1b Fundstelle Gura Cämpului , Wohnblöcke 4/5, 1974
Farbe A schwarz, I orange Typ bitronkonisches Gefäß
Oberfläche A gut ggl., I ggl. Form 5
Magerung grob mit Scherben Verzierung grlf. Kann. (A2a)
Taf.-Nr. 37,8 Farbe A hellbraun, I orange
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6169 Oberfläche A gut ggl., I ggl.
Magerung mittel mit viel Glimmer
536. Taf.-Nr. 38,5
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5 , 1973 Aujbew. Muz. Mun. Med. , 6181
Typ Z y1inderhals gefäß Entsprechende Fragmente: Inv.-Nr. Muz. Mun. Med.
Form 3.4; 4: 5 6169(5x) ; 6192;6197;6177
Verzierung auf Schulter Knubbe (B2a) als Zielpunkt einer
grlf. Kann. (A2a) 542.
Farbe A hellbraun, I rotbraun Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973
Oberfläche gutggl. Typ bitronkonisches Gefäß
Magerung grob mit Scherben Form 5
Taf.-Nr. 37,9 Verzierung Teil der Scherbe Rippe (C3) in vertikaler
Aujbew. Muz. Mun. Med. , 6171 Kann. (A1a)
Farbe chwarz
537. Oberfläche A pol. , I verstrichen
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblock 4, Lesefund 1968 Magerung grob mit Scherben und Glimmer
Typ Zylinderhalsgefäß Taf.-Nr. 38,6
Form 2.0; 3.5; 4.5; 5 Aujbew. Muz. Mun. Med ., 6165
Farbe A schwarz-grau, I hellbraun Weitere Fragmente mit Rippe (B6a) in vertikaler Kann.
Oberfläche A gut ggl., I ver trichen (A 1a): lnv .-Nr. Muz. Mun. Med . 6210; 6189; 6177
Magerung grob mit Scherben
Taf.-Nr. 38,1 543.
Aujbew. Muz. Mun. Med. Fundstelle Gura Cämpului , Lesefund 1974, vermutl.
Wohnblöcke 4/5
538. Typ bitronkonisches Gefäß
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5 , 1973 Form 5.1
Typ Etagengefäß? Verzierung auf Bauch zwei Rippen (B6a) mit Abstand in
Form 2.0; 3.3a grlf. (A2c) und vertikaler Kann . (A 1a)
Farbe A schwarz, I hellbraun Farbe A hellbraun , I orange
Oberfläche gut ggl. Oberfläche A gut ggl., I verstrichen
Magerung mittel mit Scherben und etwas Glimmer Magerung grob mit Scherben
Taf.-Nr. 38,3 Taf.-Nr. 38,7
Aujbew. Muz. Mun. Med. , 6172 Aujbew. Muz. Mun . Med.

539. 544.
Fundstelle Lunca Ciorilor, Le efund 1952-53 Fundstelle Gura Cämpului , Wohnblöcke 4/5 , 1973
Typ bitronkonische Gefäß
Fundkatalog 149

Form 5 Farbe schwarz


Verzierung Rippe (B6a) Oberfläche metallisch pol.
Farbe A schwarz, I orange-braun Magerung fein-mittel
Oberfläche A gut ggl., I ggl. Taf-Nr. 38,13
Magerung grob mit Scherben Aujbew. Muz. Mun. Med., 6194
38,8 Weitere Trichterränder: Inv.-Nr. Muz. Mun. Med. 3x
Taf.-Nr.
Aujbew. Muz. Mun. Med. , 6169 6169; 2x6210; 6173; 6180; lx ohne Inv.-Nr.

545. zweigliedrige Töpfe


Fundstelle Gura Cämpului, Lesefund 1974, vermutl. 551.
Wohnblöcke 4/5 Fundstelle Gura Campului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Typ bitfonkonisches Gefaß Typ Topf mit S-Profil
Form 5.1 Form 1.3a; 2.2a; 4.2; 5
Verzierung auf Bauch zwei Rippen (B6a) Farbe hellbraun
Farbe A hellgelb, I grau Oberfläche ggl.
Oberfläche grob ggl. Magerung mittel mit Scherben
Magerung grob mit Scherben Taf-Nr. 38,14
Aujbew. Muz. Mun. Med . Aujbew. Muz. Mun. Med., 6180

546. 552.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974 Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973
Typ bitrenkonisches Gefäß Typ Topf mit S-Profil
Form 1.3b; 2.la; 3.0 Form 2.0; 4.1; 5
Farbe A hellgrau-braun, I orange Farbe A grau-schwarz, I orange
Oberfläche gut ggl.-pol. Oberfläche A gut ggl., I verstrichen
mittel mit wenig Glimmer Magerung grob mit Scherben und Glimmer
Magerung
Taf.-Nr. 38,9 Taf-Nr. 38,15
Muz. Mun. Med. , 6194 Aujbew. Muz. Mun. Med., 6190
Aujbew.

547. 553.
Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974 Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973
Fundstelle
Typ bitronkonisches Gefäß Typ Topf mit S-Profil
Form 1.3a; 2.2a; 4.2; 5
Form 1.3a; 2.1b; 3.2a
Farbe hellbraun Farbe hellbraun
Oberfläche ggl. Oberfläche ggl.
Magerung mittel-grob mit Scherben
Magerung grob mit Scherben
Taf.-Nr. 38,10 Taf-Nr. 38,16
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6164
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6189

548. ungegliederte Töpfe


Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974 554.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973
Typ bitrenkonisches Gefäß
Form 1.2a (wellig); 2.2a Form 1.5a
Farbe A orange, I hellbraun-grau Farbe braun
Oberfläche ggl. Oberfläche ggl.-gut ggl.
Magerung grob mit Scherben
Magerung mittel
Taf.-Nr. 38,11 Taf-Nr. 39,1
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6210
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6174

549. 555.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Typ Typ eiförmiger Topf, V ar. 1
bitfonkonisches Gefäß
Form 1.4/1.5a (wellig)
Form 1.2a; 2.2a
Farbe A braun, I schwarzgrau (verbrannt)
Farbe A schwarz, I hellrot-braun
Oberfläche Oberfläche ggl.
A metallisch pol., I pol.
Magerung mittel-grob
Magerung grob mit Scherben
Taf-Nr. Taf-Nr. 39,2
38,12 Muz. Mun. Med., 6194
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6194 Aujbew.

550. 556.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Typ eiförmiger Topf, V ar. 1
Typ bitrenkonisches Gefäß l.Sa; Henkelansatz unterhalb des Randes
Form l.la; 2.1b Form
150 Fundkatalog

Farbe A schwarz, I hellbraun Form 1.3a


Oberfläche ggl. Verzierung unterhalb des Randes Knubbe (B2a)
Magerung grob mit Scherben Farbe ziegelrot
Taf.-Nr. 39,3 Oberfläche ggl.
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6169 Magerung grob mit Scherben
Taf.-Nr. 39,8
557. Aujbew. Muz.Mun. Med., 6167
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblock 4, Lesefund 1968
Typ eiförmiger Topf, V ar. 2a 563.
Form 1.411.3d (wellig) Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblock 4, Lesefund 1968
Farbe grau Typ stark bauchiger Topf
Oberfläche ggl., etwas porös Form 1.4b; 5.2c, 6.1; auf Bauch zwei Ösenhenkel
Magerung grob (7.1a)
Taf.-Nr. 39,4 Farbe A braun, I grau-schwarz
Aujbew. Muz. Mun. Med. Oberfläche ggl.
Magerung mittel
558. Taf.-Nr. 39,9
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973 Aujbew. Muz. Mun. Med.
Typ eiförmiger Topf, V ar. 2a
Form 1.4a Schüssel
Verzierung unterhalb des Randes Knubbe (B2a) 564.
Farbe ziegelrot Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblock 4, Lesefund 1968
Oberfläche ggl. Typ Wellenrandschüssel?
Magerung mittel-grob mit Scherben und wenig Glimmer Form 2.0; 4.1; 5.1
Taf.-Nr. 39,5 Farbe grau-braun
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6166 Oberfläche A pol., I ggl.
Magerung mittel mit Glimmer
559. Taf.-Nr. 39,11
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974 Aujbew. Muz. Mun. Med.
Typ eiförmiger Topf, V ar. 3
Form 1.3 565.
Verzierung unterhalb des Randes Tupfenleiste (B9E) Fundstelle Lunca Ciorilor, Lesefund 1952-53
Farbe A braun, I orange Typ Henkelschüssel
Oberfläche A pol., I ggl. Form 1.3; 2.2a; 4.1; 5.2c; 7.2.3 (sitzt auf Schulter
Magerung grob mit Scherben auf, dort mit einem Fortsatz spitz nach unten
Taf.-Nr. 39,6 zulaufend)
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6196 Verzierung ab Schulter vertikale Kann. (Ala)
Farbe ziegelrot
560. Taf.-Nr. 40,1
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973 Lit. Szekely 1953, Pl. II,4; Beschr. S. 8
Typ eiförmiger Topf, V ar. 3 Anm. Grabfund, diente als Urne
Form 1.5f
Farbe ziegelrot Schalen
Oberfläche gut ggl. 566.
Magerung grob mit Scherben Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Taf.-Nr. 39,7 Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 1
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6210 Form 1.3a
Farbe Rand hellgrau , Rest schwarzgrau
561.
Oberfläche gut ggl.-pol.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblock 4, Lesefund 1968 Magerung mittel mit wenig Glimmer
Typ eiförmiger Topf, V ar. 3 Taf.-Nr. 40,2
Form 1.3a Aujbew. Muz. Mun. Med., 6193
Farbe A braun, I grau
Oberfläche verstrichen 567.
Magerung fein
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Taf.-Nr. 39,10 Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 1
Aujbew. Muz. Mun. Med. Form 1.3a
Weiterer eiförmiger Topf mit B2c: Inv.-Nr. Muz. Mun. Farbe schwarz
Med. 6210
Oberfläche gut pol.
Magerung fein
562.
Taf.-Nr. 40,4
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973 Aujbew. Muz. Mun. Med., 6193
Typ trichterförmiger Topf
Fundkatalog 151

568. 574.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974 Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5 , 1974
Typ kalottenförmige Schale, V ar. 1 Typ kalottenförmige Schale, Var. 1
Form 1.3a Form 1.3
Farbe A grau-schwarz, fleckig , I schwarz Verzierung Turbanrand (A3b)
Obeifläche A gut ggl., I pol. Farbe schwarz
Magerung fein mit Glimmer Oberfläche A pol. , I metallisch pol.
Taf-Nr. 40,6 Magerung fein
Aufbew. Muz. Mun. Med. , 6193 Taf-Nr. 40,10
Entsprechend: Inv.-Nr. Muz. Mun . Med. 6190; 2x 6192; Aujbew. Muz. Mun. Med., 6193
7x 6193
575.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
569.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974 Typ kalottenförmige Schale, Var. 1
Typ kalottenförmige Schale, V ar. 1 Form 1.3
1.3b Verzierung Turbanrand (A3b)
Form
Farbe A hellgrau , I schwarz Farbe schwarz
Obeifläche A ggl., I pol. Oberfläche pol.
Magerung mittel Magerung grob mit etwas Scherben
Taf-Nr. 40,3 Taf-Nr. 40,11
Muz. Mun. Med., 6193 Aujbew. Muz. Mun. Med. , 6193
Aufbew.

570. 576.
Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974 Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Fundstelle
kalottenförrnige Schale, V ar. 1 Typ kalottenförmige Schale, V ar. 2
Typ
Form 1.3b Form 1.4a
schwarzgrau Farbe rotbraun
Farbe
gut ggl. Oberfläche gut pol.
Obeifläche
Magerung mittel Magerung fein
Taf-Nr. 40,12
Taf-Nr. 40,5
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6193
Aufbew. Muz. Mun. Med. , 6193

571. 577.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Typ kalottenförmige Schale, Var. 2
Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 1
Form 1.3g Form 1.4a
Farbe Rand hellgrau, Rest schwarzgrau
Farbe A und Rand hellbraun, I unten schwarz
Obeifläche pol.-gut pol. Oberfläche ggl.
Magerung mittel-grob
Magerung mittel
Taf-Nr. Taf-Nr. 40,13
40,7
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6193
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6193
Entsprechend: Inv.-Nr. Muz. Mun. Med. 6192; 4x 6193
572.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974 578.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Typ kalottenförmige Schale, V ar. 1
Typ kalottenförmige Schale, Var. 3
Form 1.3f
Form 1.5a
Farbe A Rand schwarz, unten hellgrau, I schwarz
Farbe schwarz
Oberfläche A ggl., I gut pol. mit netzartigen Politur-spuren
Oberfläche gut ggl.-pol.
Magerung fein-mittel
Magerung fein
Taf-Nr. 40,8
Taf-Nr. 40,14
Aujbew. Muz. Mun. Med. , 6193 Muz. Mun. Med. , 6193
Aujbew.
573.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5 , 1974 579.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5 , 1974
Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 1 Typ kalottenförmige Schale, Var. 3
Form 1.3a
Form 1.5a
Verzierung I Feld von vertikaler Kann. (Alb)
Farbe schwarz-grau
Farbe Rand braun, sonst schwarz Oberfläche A gut ggl.-pol., I gut pol.
Oberfläche metallisch pol.
Magerung fein
Magerung fein
Taf-Nr. 40,15
Taf-Nr. 40,9 Aujbew. Muz. Mun. Med., 6193
Aujbew. Muz. Mun. Med. , 6193 Entsprechend: Inv.-Nr. Muz. Mun. Med. 6193
152 Fundkatalog

580. 586.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974 Fundstelle
Typ Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973
kalottenförmige Schale, V ar. 3 Typ Schale mit geknickter Wandung
Form 1.5b Form WS
Farbe A Rand schwarz, unten grau, I schwarz Farbe A grau-schwarz, fleckig, I schwarz
Oberfläche gut pol. mit Politurstreifen Oberfläche pol.
Magerung fein-mittel Magerung mittel
Taf.-Nr. 41,1 Taf.-Nr. 41,7
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6193 Aujbew. Muz. Mun. Med., 6172
581.
Fundstelle
Tassen
Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974 587.
Typ kalottenförmige Schale, V ar. 3
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5 , 1974
Form WS
Typ ungegliederte Tasse mit Wulsthenkel?
Verzierung zwei Knubben (B2c)
Form 6.1
Farbe A braun, I grau
Farbe A grau-braun, I hellbraun
Oberfläche gutggl.
Magerung Oberfläche ggl.-gut ggl.
mittel-grob
Taf.-Nr. Magerung grob mit Scherben
41,2
Aujbew. Taf.-Nr. 41,8
Muz. Mun. Med., 6198
Aujbew. Muz. Mun. Med. , 6189
582.
Fundstelle 588.
Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Typ Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
ka1ottenförmige Schale, V ar. 4
Form Typ zweigliedrige Tasse
1.3a
Farbe Form 1.3a; 4.1; 5.2
A Rand schwarz, unten hellgrau I schwarz
Oberfläche Farbe A hellbraun, I grau
A gut ggl., I pol.
Magerung Oberfläche A pol., I ggl.
grob mit Scherben
Taf.-Nr. Magerung fein
41,3
Aujbew. Taf.-Nr. 41,9
Muz. Mun. Med., 6192
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6194
583.
Fundstelle 589.
Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Typ Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5 , 1974
kalottenförmige Schale, Var. 4
Form 1.3a Typ dreigliedrige Tasse
Farbe Form 4.1; 5.1
Rand hellbraun, Rest dklgrau
Oberfläche gutggl. Verzierung Rippe (B6a)
Magerung fein-mittel Farbe schwarz
Taf.-Nr. 41,4 Oberfläche gut pol.
Aujbew. Muz. Mun. Med. , 6193 Magerung mittel
Entsprechend: Inv.-Nr. Muz. Mun. Med. 6193 Taf.-Nr. 41,10
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6193
584.
Fundstelle 590.
Gura Cämpului , Wohnblöcke 4/5, 1974
Typ kalottenförmige Schale, Var. 4 Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973
Form 1.3b Typ nierenförmige Tasse, V ar. 1
Farbe hellbraun Form 6.1 (wohl spitz nach unten zulaufend); 7.3a?
Oberfläche pol. (nur Ansatz am Boden)
Magerung fein mit viel Glimmer Verzierung I am Boden zwei Warzen (B 1)
Taf.-Nr. 41,5 Farbe hellbraun
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6193 Oberfläche pol.
Entsprechend: Inv.-Nr. Muz. Mun. Med. 6192 Magerung fein
Taf.-Nr. 41,11
585. Aujbew. Muz. Mun. Med., 6170
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5 , 1974
Typ kalottenförmige Schale, Var. 4 591.
Form 1.4b Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974
Farbe schwarz Typ nierenförmige Tasse, V ar. 1
Oberfläche A pol. , I metallisch pol. Form 1.3a; 7.3a? (nur Ansatz am Rand erhalten)
Magerung fein-mittel mit Glimmer Farbe schwarz
Taf.-Nr. 41,6 Oberfläche metallisch pol.
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6193 Magerung fein
Taf.-Nr. 41,12
Aufbew. Muz. Mun. Med., 6193
Fundkatalog
153

592. 598.
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974 Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5
Typ nierenförmige Tasse? Objektart "Spule"
Form WS Material Keramik
Verzierung grlf. Kann . (A2a) Taf-Nr. 42,1
Farbe A schwarz, I orange Lit. Blajan u.a. 1979, PI. IV,4
Oberfläche A pol., I ggl.
Magerung fein 599.
Taf-Nr. 41,13 Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6190 Objektart unbekannt
Material Keramik
Böden Verzierung Kannelur
593. Farbe schwarz
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973 Oberfläche poliert
Form 6.1 Taf-Nr. 42,2
Farbe A hellbraun, I orange Lit. Blajan u.a. 1979, PI. IV,1; Blajan u.a. 1980,
Oberfläche ggl. Fig. 4a
Magerung grob mit Scherben
Taf-Nr. 41,14 600.
Aujbew. Muz. Mun . Med., 6210 Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5
Entsprechend: Inv.-Nr. Muz. Mun. Med. 6192; 6169; Objektart Statuette?
6187; 6172; 6190 Material Keramik
Verzierung Kannelur
594. Farbe schwarz
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974 Oberfläche poliert
Form 6.2 Taf-Nr. 42,3
Farbe A schwarz, I grau-braun Lit. Blajan u.a. 1979, PI. IV,3; Bl ajan u.a. 1980,
Oberfläche A gut ggl.-pol., I verstrichen Fig. 4c
Magerung mittel-grob mit Scherben
Taf-Nr. 41,15 601.
Aujbew. Muz. Mun. Med. , 6187 Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5
Entsprechend: lnv.-Nr. Muz. Mun. Med. 6169; 6188; Objektart Statuette?
6187 Material Keramik
Verzierung Kannelur
595. Farbe schwarz
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1973 Oberfläche poliert
Form 6.3 Taf-Nr. 42,4
Farbe A schwarz, I orange Lit. Blajan u.a. 1979, PI. IV,2; Blajan u.a. 1980,
Oberfläche A gut ggl.-pol., I gut ggl. Fig. 4b
Magerung mittel mit Scherben
Taf.-Nr. 41,16 602.
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6210 Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5
Objektart Spinnwirtel, Wagenradmodell ?
596. Material Keramik
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, 1974 Taf-Nr. 42,5
Form 6.5a Lit. Blajan u.a. 1979, PI. IV,5
Farbe A braun-schwarz, fleckig, I orange
Oberfläche A ggl., I verstrichen 603.
Magerung grob mit Scherben Fundstelle Gura Cämpului
Taf.-Nr. 41,17 Objektart Webgewicht
Aufbew. Muz. Mun. Med., 6178 Material Keramik
Entsprechend: Inv.-Nr. Muz. Mun. Med. 6210 Form pyramidenförmig, oben durchlocht
Farbe hellgraubraun
andere Fundgruppen Oberfläche ggl.
597. Magerung fein-grob mit Glimmer
Fundstelle Gura Cämpului, Wohnblöcke 4/5, Grbg. Bla- Taf-Nr. 42,6
Aujbew. Muz. Mun. Med.
jan 1974
Objektart Schwertscheide
Material Eisen 604.
Lit. Fundstelle Gura Cämpu1ui, Lesefund 1967
Blajan u.a. 1980, Fig. 5,5; Boroffka 1991,
Objektart Webgewicht
Abb. 6,9
Material Keramik
Form unten Kegelstumpf, oben viereckig und durch-

...
154 Fundkatalog

locht Eindrücken (E)


Farbe hellbraun Farbe hellbraun
Magerung fein Oberfläche ggl.
Taf.-Nr. 42,7 Magerung grob mit Scherben
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6229 Taf.-Nr. 42,12
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6213
Str. Grädinarilor
bitronkonische Gefäße Streufunde
605. bitronkonische Gefäße
Fundstelle Gura Cämpului, Str. Gradinarilor, Lesefund 610.
1956 Fundstelle Gura Cämpului, 1974
Typ KegelhalsgeHiß, V ar. 112 Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 112
Form 3.1a; 4.1; 5.1 Form 3.0a; 4.1; 5.1
Verzierung Bauch ab Schulter Rippe (B6a), beidseitig mit Farbe A schwarz, I grau-orange
Abstand daneben vertikale Kann. (A1a) Oberfläche A pol., I ggl.
Farbe hellbraun-grau, fleckig Magerung mittel mit Scherben und Glimmer
Oberfläche A pol.-gut pol., I gut ggl. Taf.-Nr. 43,1
Magerung fein-mittel Aujbew. Muz. Mun. Med.
Taf.-Nr. 42,8
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6212 611.
Fundstelle Gura Cämpului, 1974
606. Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 1/2
Fundstelle Gura Cämpului, Str. Grädinarilor, Lesefund Form 3.0a; 4.2; 5.1
1956 Farbe A grau-weißlich, I grau
Typ bitrenkonisches Gefäß Oberfläche A pol., I grob ggl.
Form 5.1; 6.2 Magerung fein mit Glimmer
Farbe A schwarz-grau, I orange-rot Taf.-Nr. 43,2
Oberfläche A gut ggl., I ggl. Aujbew. Muz. Mun. Med.
Magerung grob mit Scherben Entsprechend: ohne Inv.-Nr./Muz. Mun. Med.
Taf.-Nr. 42,9
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6211 612.
Fundstelle "Gura Cämpului"
607. Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 4
Fundstelle Gura Cämpului, Str. Grädinarilor, Lesefund Form l.la; 2.1b; 3.3b; 4.1; 5.2a; 6.2
1956 Verzierung Unterteil bis knapp über Boden horizontal
Typ bitrenkonisches Gefäß kann. (A4)
Form 5.1 Farbe A schwarz, I orange, Rand hellbraun
Verzierung Warze (B 1), nach unten weisend Oberfläche A pol., I verstrichen, Rand pol.
Farbe hellbraun, K schwarz Magerung grob mit Scherben und viel Glimmer
Oberfläche A gut ggl., I ggl. Taf.-Nr. 43,3
Magerung mittel mit Scherben Aujbew. Muz. Mun. Med.
Taf.-Nr. 42,10
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6213 613.
Fundstelle Gura Cämpului
608. Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 4
Fundstelle Gura Cämpului, Str. Grädinarilor, Lesefund Form 3.1b; 4.1; 5.2
1956 Verzierung Bauch ab Schulter schräge Kann. (A3a), darin
Typ bitrenkonisches Gefäß Hohlbuckelansatz (C2)
Form 1.3a; 2.1a; 3.0a Farbe A ziegelrot, I braun, K schwarz
Farbe braun, K schwarz Oberfläche A gut ggl., I verstrichen
Oberfläche pol. Magerung mittel-grob mit Scherben
Magerung fein Taf.-Nr. 43,7
Taf.-Nr. 42,11 Aujbew. Muz. Mun. Med.
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6213
614.
ungegliederter Topf Fundstelle "Gura Cämpului"
609. Typ Kegelhalsgefaß, V ar. 4
Fundstelle Gura Cämpului, Str. Grädinarilor, Lesefund Form 2.0a; 3.1a
1956 Verzierung Rand und Hals oben Horizontalkann. (A4)
Typ eiförmiger Topf, V ar. 2a Farbe A schwarz, I schwarz-grau
Form 1.4a Oberfläche A gut ggl., I ggl.
Verzierung I auf dem Randabschluß horizontale Reihe von Magerung grob mit Scherben und Glimmer
Taf.-Nr. 43,8
Fundkatalog 155

Aujbew. Muz. Mun. Med. Aujbew. Muz. Mun. Med.

615. 620.
Fundstelle Gura Cämpului Fundstelle Gura Cämpului, Lesefund 1967
Typ bittonkonisches Gefäß Typ eiförmiger Topf, Var. 1
Form 5 Form 1.5b
Verzierung Knubbenansatz (B2), etwas tiefer daneben Farbe schwarz
Rippe (B6a) Oberfläche pol.
Farbe A schwarz, I hellachsfarben Magerung fein mit Glimmer
Oberfläche A gut ggl., I ggl. Taf.-Nr. 43,11
Magerung grob mit Scherben Aujbew. Muz. Mun. Med., 6232
Taf-Nr. 43,4 621.
Aujbew. Muz. Mun. Med. Fundstelle Gura Cämpului
Typ eiförmiger Topf, V ar. 1
Form 1.5a
616.
Gura Cämpului, 1974 Verzierung unterhalb des Randes mit kleinen Eindrücken
Fundstelle
bittonkonisches Gefäß (E) verzierte Leiste (B9)
Typ
5 Farbe schwarz-grau
Form
Verzierung psdgrlf. Kann. (A2b) läuft auf eine vertikale Oberfläche gut ggl.-pol.
Kann. (Al) zu Magerung grob mit Scherben und Glimmer
Farbe A hellbraun, I hellgrau Taf.-Nr. 43,12
A pol., I gut ggl. Aujbew. Muz. Mun. Med.
Oberfläche
Magerung grob mit Scherben
Taf-Nr. 43,5 622.
Aujbew. Muz. Mun. Med. Fundstelle Gura Cämpului
Typ eiförmiger Topf, V ar. 3
617. Form 1.3b
Fundstelle "Gura Cämpului" Farbe grau
bitronkonisches Gefäß Oberfläche A verwittert, I ggl.
Typ
Magerung fein-mittel mit Glimmer
Form 5
Verzierung Rippe (B6a) zwischen zwei durch Kreiskann. Taf.-Nr. 43,13
(A5a) hervorgehobenen Buckeln (B8) Aujbew. Muz. Mun. Med.
Weiterer eiförmiger Topf, mit B2c: ohne Inv.-Nr./Muz.
Farbe schwarzbraun
Oberfläche A pol., I ggl. Mun. Med.
Magerung grob mit Scherben und Glimmer
Taf-Nr. 43,6 623.
Fundstelle Gura Cämpului
Aufbew. Muz. Mun. Med.
Typ trichterförrniger Topf
Form 1.3d
618. auf Randabschluß horizontale Reihe schräger
Fundstelle Gura Cämpului, Lesefund 1967 Verzierung
Eindrücke (E); unterhalb des Randes mit
Typ bittonkonisches Gefäß Eindrücken (E) sowie Knubbe (B2a) verzierte
Form 5; 6.1
Leiste (B9)
Farbe A und I unten hellbraun, I oben schwarz
Farbe A hellbraun, I hellbraun-rötlich
Oberfläche gut pol.
Oberfläche verstrichen
Magerung fein mit Glimmer grob mit Scherben
Magerung
Taf-Nr. 43,9
Taf.-Nr. 44,1
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6232 und 6234
Aujbew. Muz. Mun. Med.
Weitere Fragmente bittonkonischer Gefäße, mit Ala: 2x
ohne Inv.-Nr./Muz. Mun. Med.; B6a oder C3 in Ala: 2x
ohne Inv.-Nr./Muz. Mun. Med.; A2a: 151/Muz. Mun. 624.
Fundstelle Gura Cämpului, 1974
Med.; A2c: 152/Muz. Mun. Med .; ohne Inv.-Nr./Muz. trichterförrniger Topf
Mun. Med.; unverziert: ohne Inv.-Nr./Muz. Mun. Med.; Typ
Form 1.3a
Trichterrand: ohne Inv.-Nr./Muz. Mun. Med. hellgrau-braun
Farbe
Oberfläche ggl.
ungegliederte Töpfe Magerung grob mit Scherben
619. 44,2
Taf.-Nr.
Fundstelle Gura Cämpului Muz. Mun. Med.
Aujbew.
Typ eiförmiger Topf, V ar. 1
Form 1.5a
625.
Farbe graubraun Gura Cämpului
Fundstelle
Oberfläche ggl. stark bauchiger Topf
Typ
Magerung grob 1.4a; 5 .2c; auf Bauch 7.1 b
Form
Taf-Nr. 43,10
156 Fundkatalog

Verzierung A10 631.


Farbe A braun, I grau Fundstelle Gura Cämpului
Oberfläche ggl. Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 3
Magerung mittel Form WS
Taf.-Nr. 44,3 Verzierung vermutlich Turbanrand (A3b)
Aujbew. Muz. Mun. Med. Farbe schwarz
Oberfläche A metallisch pol., I ggl.
Schüssel Magerung fein mit Glimmer
626. Taf.-Nr. 44,9
Fundstelle Gura Cämpului, Lesefund 1971 Aujbew. Muz. Mun. Med.
Typ Zipfelrandschüssel
Form 1.3c (Zipfelrand: vier Zipfel liegen sich kreuz-
förmig gegenüber, dazwischen ist der Rand 632.
gerade) ; 4.1; Unterteil stark einziehend; 6.1 Fundstelle Gura Cämpului, 1974
Farbe schwarzgrau Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 4
Oberfläche gut ggl. Form 1.3b
Magerung mittel mit Scherben Farbe schwarz-grau
Taf.-Nr. 44,4 Oberfläche gutggl.
Aujbew. Muz. Mun. Med. Magerung mittel mit viel Glimmer
Lit. BHijan u.a. 1980, Fig. 2,10 Taf.-Nr. 44,10
Anm. Loch im Boden nach dem Brand angebracht Aujbew. Muz. Mun. Med.

Schalen 633.
627. Fundstelle Gura Cämpului, 1974
Fundstelle Gura Cämpului Typ kalottenförmige Schale, V ar. 4
Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 2 Form 1.3a
Form 1.4a Farbe braun-weißlich
Farbe A dklgrau, I orange Oberfläche gut pol.
Oberfläche ggl.-gut ggl. Magerung fein
Magerung grob mit Scherben Taf.-Nr. 44,11
Taf.-Nr. 44,5 Aujbew. Muz. Mun. Med.
Aujbew. Muz. Mun. Med.
634.
628. Fundstelle Gura Cämpului
Fundstelle Gura Cämpului Typ trankonische Schale
Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 1 Form 1.3a
Form 1.3a Verzierung unterhalb des Randes mit Eindrücken (E)
Farbe schwarz verzierte Leiste (B9)
Oberfläche pol. Farbe A hellbraun verwaschen, I grau
Magerung grob mit Scherben und wenig Glimmer Oberfläche ggl.
Taf.-Nr. 44,6 Magerung grob mit Glimmer
Aujbew. Muz. Mun. Med. Taf.-Nr. 44,12
Aujbew. Muz. Mun. Med.
629.
Fundstelle Gura Cämpului, Lesefund 1971 635.
Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 1 Fundstelle Gura Cämpului
Form 1.3a; 6.6 Typ trankonische Schale
Farbe A braun, I schwarz Form 1.3cg
Oberfläche A grob ggl., I ggl. Verzierung unterhalb des Randes Leiste (B9), die sich zur
Mage rung grob mit Scherben Knubbe (B2a) verdickt
Taf.-Nr. 44,7 Farbe braun-grau
Aujbew. Muz. Mun. Med. Oberfläche ggl.
Magerung grob
630. Taf.-Nr. 44,13
Fundstelle Gura Cämpului Aujbew. Muz. Mun. Med.
Typ kalottenförrnige Schale, V ar. 1
Form 1.3g 636.
Farbe braun Fundstelle Gura Cämpului, Lesefund 1967
Oberfläche gutggl. Typ trankonische Schale
Mage rung fein Form WS
Taf.-Nr. 44,8 Verzierung Warze (Bl)
Aujbew. Muz. Mun. Med. Farbe A Unterteil hellbraun, Oberteil und I schwarz
Oberfläche A gut ggl., I gut pol.
Fundkatalog 157

Magerung fein mit viel Glimmer Oberfläche gut ggl.


Taf.-Nr. 44,15 Magerung fein
Aujbew. Muz. Mun. Med. , 6226 Taf.-Nr. 45,4
Aujbew. Muz. Mun. Med.
637.
Fundstelle Gura Cämpului, Lesefund 1967 643.
Typ Schale mit geknickter Wandung Fundstelle Gura Cämpului
WS, Wandung knickt zum Boden hin nach Typ nierenförmige Tasse, Var. 2?
Form
innen ein Form 7.3(?), nur Fragment
Farbe schwarz Farbe schwarz
Oberfläche gut pol. Oberfläche gut ggl.
Magerung fein mit Glimmer Magerung mittel-grob
Taf.-Nr. 44,14 Taf.-Nr. 45,5
Aujbew. Muz. Mun. Med., 6232 Aujbew. Muz. Mun. Med.

638. Boden
Fundstelle Gura Cämpului 644.
Typ Fußschale Fundstelle Gura Cämpului
Form 6.4 Form 6.2
Farbe braun-grau, fleckig Farbe A schwarz-braun, I schwarz
Oberfläche ggl.-gut ggl. Oberfläche metallisch pol.
Magerung fein-grob Magerung fein-mittel
Taf.-Nr. 44,16 Taf.-Nr. 45,6
Aujbew. Muz. Mun. Med. Aujbew. Muz. Mun. Med.

639. Baia de nisip


Fundstelle Gura Cämpului
Typ Schale bitronkonische Gefäße
Form 6.1 (am Rand kein Bodenkontakt)
I Boden verrnutl. Teil einer girlandenar-tigen,
645.
Verzierung Fundstelle "Baia de nisip", Lesefund 1953?
sternförmigen Ritzung (D2) Kegelhalsgefaß, V ar. 1b
Typ
Farbe schwarz 2.2b; 3.2b; 4.2; 5.1a
Form
Oberfläche metallisch pol.
Verzierung Bauch ab Schulter breites Band vertikaler
Magerung mittel Kann. (A1a)
Taf.-Nr. 45,1 Farbe A dklgrau, I orange
Aufbew. Muz. Mun. Med.
Oberfläche A gut ggl.-pol., I ggl.-gut ggl.
Magerung grob mit Scherben
Tassen Taf.-Nr. 45,7
640. Aujbew. Muz. Mun. Med.
Fundstelle Gura Cämpului
Typ ungegliederte Tasse mit Wulsthenkel? 646.
Form 1.4a Fundstelle Baia de nisip
Farbe grau Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 2
Oberfläche gut ggl. Form 3.2b; 4.1; 5.1
Magerung fein Verzierung Bauch ab Schulter Hohlbuckel (C2a) innerhalb
Taf.-Nr. 45,2 von vertikaler Kann. (Ala)
Aujbew. Muz. Mun. Med. Farbe A schwarz, I rotbraun
Oberfläche A gut ggl., I verstrichen
641. Magerung grob mit Scherben
Fundstelle Gura Cämpului Taf.-Nr. 45,8
Typ Tasse mit trankonischem Randteil Aujbew. Muz. Mun. Med.
Form 1.5a; 2.4; 4.1; 5.2c
Farbe schwarz 647.
Oberfläche gut ggl. Fundstelle "Baia de nisip", Lesefund 1953?
Magerung fein mit Glimmer Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 2
Taf.-Nr. 45,3 Form 1.3a; 2.2b; 3.2b; 4.3; 5.1
Aujbew. Muz. Mun. Med. Verzierung Hals unten horizontal kann. (A4), auf Schulter
Knubbe (C5a), daneben Bauch ab Schulter
642. grlf. Kann. (A2a)
Fundstelle Gura Cämpului Farbe A schwarz, I orange
Typ dreigliedrige Tasse Oberfläche A gut ggl.-pol., I ggl.
Form 1.3a; 3.2a; 4.1; 5.1 Magerung grob mit Scherben
Farbe schwarz
158 Fundkatalog

Taf-Nr. 45,9 Magerung grob mit Scherben


Aufbew. Muz. Mun. Med. Taf-Nr. 46,3
Aujbew. Muz. Mun. Med .
648.
Fundstelle "Baia de nisip", Lesefund 1953? 653.
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 2 Fundstelle "Baia de nisip", Lesefund 1953?
Form 2.0b; 3.1b; 4.2; 5.1 Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 4
verz. Zone Bauch ab Schulter Rippen (B6a) integriert in Form 3.3b; 4.1 ; 5.2
vertikaler Kann. (A1a) Verzierung Bauch ab Schulter vertikale Kann. (A1a)
Farbe A schwarz, I orange Farbe A schwarz, I orange
Oberfläche A gut ggl., I ggl. Oberfläche A gut ggl., I ggl.
Magerung grob mit Scherben Magerung grob mit Scherben
Taf-Nr. 45,10 Taf-Nr. 46,4
Aufbew. Muz. Mun. Med. Aufbew. Muz. Mun. Med.
Weiteres Fragment eines Kegelhalsgefäßes Var. 4: Cri~an
649. 1955-56, Pl. II,4
Fundstelle "Baia de nisip", Lesefund 1953?
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 2 654.
Form 3.0b; 4 .1; 5.1b Fundstelle Baia de nisip
Verzierung auf Bauch Hohlbuckel oder Knubbe (C2/5) in Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 4
vertikaler Kann. (Ala), die nach unten in einer Form 2.0b; 3.1a
chrägen Linie abschließt, um dann wieder Farbe A schwarz, I orange-braun
chräg nach oben umzubrechen Oberfläche A gut ggl., I ggl.
Farbe A schwarz, I braunorange Magerung mittel mit Glimmer
Oberfläche A gut ggl. , I ggl. Taf-Nr. 46,5
Magerung grob mit Scherben Aufbew. Muz. Mun. Med.
Taf-Nr. 45,11
Aujbew. Muz. Mun. Med. 655.
Fundstelle Baia de nisip
650. Typ Kegelhalsgefäß, Var. 4
Fundstelle Baia de nisip Form 2.0b; 3.1b
Typ Kegelhalsgefäß, V ar. 112 Verzierung Hals unten Horizontalkann. (A4)
Form 3.la; 4.2; 5.1 Farbe A schwarz, I orange
Verzierung Bauch ab Schulter zwei Rippen (B6a) in verti- Oberfläch