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Stoff Mathe 11/1

1. DIE GEBROCHEN-RATIONALEN FUNKTIONEN 2

1.1 Definition & wichtige Aspekte 2

1.2 Das Verhalten an der Definitionslücke 2


a) Die Polstellen 2
b) Die hebbare Definitionslücke / das Loch 3
c) Zusammenfassung 3
1) Bestimmung der Definitionslücken 3
2) Faktorisierung des Nenners 3
3) Bestimmung der Grenzwerte an x 0 3

1.3 Das Verhalten im Unendlichen 4

1.4 Die Kurvendiskussion 5

2. DIE DIFFERENZIALRECHNUNG: DIE ÄNDERUNGSRATE 6

2.1 Die Mittlere und momentane Änderungsrate 6

2.2 Die Differenzierbarkeit 7

2.3 Die Tangenten- & Normalgleichung 8

2.4 Die Ableitungsfunktion f'x 8

2.5 Der Graph der Ableitungsfunktion 10

2.6 Die Ableitungsfunktionen des Kosinus & Sinus 11

2.7 Die Ableitungsfunktion von Produkten und Quotienten 11

2.8 Die Kurvendiskussion – Monotonie & Extrema 11

1
1. DIE GEBROCHEN-RATIONALEN FUNKTIONEN

1.1 Definition & wichtige Aspekte

Beispiele:

- f ( x )=x 2 +4 x 🡪 ganzrationale Funktion


x 2 +4 x
- g x=
( ) 🡪 ganzrationale Funktion
2
x2 + 4 x+ 2
- h ( x )= 🡪 gebrochen-rationale Funktion
2x

Definition: gebrochen-rationale Funktionen


Sind p ( x ) und q ( x ) zwei ganz-rationale Funktionen (Polynomfunktionen) mit q ( x ) ≠0, so nennt man
p ( x)
f ( x )= gebrochen-rationale Funktion.
q(x)

Bestimmung der Definitionsmenge:


🡪 Nenner ≠ 0 (bei gebrochen-rationalen Funktionen)
🡪 überhaupt definiert (Nenner ≠ 0)

Bestimmung der Achsenschnittpunkte:


🡪 mit x-Achse f ( x )=0 (hier nur Zähler nötig)
🡪 mit y-Achse f ( 0 )= y

x 2−x +1
Beispiel: f ( x )=
3 x +6
- D=R ∖ {−2 }
- keine Nullstellen bzw. Schnittpunkte mit der x-Achse
1 1
- f ( 0 )= 🡪 S P y 0∨
6 6 ( )
1.2 Das Verhalten an der Definitionslücke

a) Die Polstellen

1
Beispiel: f ( x )=
x−1
🡪 D=R ∖ {1 } oder x 0=1
🡪 Nährt man sich der Nullstelle von links x 0 an, so werden die Funktionswerte immer kleiner. Kommt
man von rechts, so werden diese immer größer.

Schreibweise: Limes
1
- ( )
x−x 0
=+ ∞

1
- ( x−x )=−∞
0

🡪 Grundarten (Ableitungen in komplett faktorisierter Form hiervon möglich)

2
🡪 x 0 heißt Pol mit Vorzeichenwechsel, wenn das Polynom einen ungeraden Grad hat
🡪 x 0 heißt Pol ohne Vorzeichenwechsel, wenn das Polynom einen geraden Grad hat
🡪 x=x 0 heißt senkrechte Asymptote

Möglichkeiten:
1
- (
x−4 )∙ 3 x =12∙∞=+ ∞ (Auseinanderzeihen der Faktoren)

1
(
x−4 )∙ 3 x =−∞ (Pol mit VZW)

3x
- ( )
x−4
= {12} over {{0} ^ {+}} =+∞ („Einsetzen der Definitionslücke“)

3x
( )
x−4
= {12} over {{0} ^ {-}} =−∞ (Pol mit VZW)

b) Die hebbare Definitionslücke / das Loch

x 2−x
Beispiel: f ( x )=
x−1
🡪 x 0=1
x ( x−1 )
🡪 ( 1−1
1−1 ) = {0} over {0} =(
x−1 )
=x

x2 −x x2 −x
🡪 =x, hat aber bei x 0=1 eine Definitionslücke
x−1 x−1

Definition: hebbare Definitionslücke / Loch


Ist x 0 eine Definitionslücke und gilt f ( x )=a ; a ∈ R, so heißt x 0 hebbare Definitionslücke. Der Graph hat an
dieser Stelle ein Loch.

c) Zusammenfassung

2
2 x +1
🡪 f 1 ( x )=
x−1
2 x 2−2 x
🡪 f 2 ( x )=
x−1

1) Bestimmung der Definitionslücken

🡪 f 1 : x 0=1
🡪 f 2 : x 0=1

3
2) Faktorisierung des Nenners

2 x 2 +1
🡪 f 1 ( x )=
x−1
2 x 2−2 x
🡪 f 2 ( x )= =2 x
x−1

3) Bestimmung der Grenzwerte an x 0

🡪 f 1 : f ( x )=+ ∞ & f ( x )=−∞ (Pol mit VZW)


🡪 f 2 : f ( x )=2 (Loch bei ( 2 ))

1.3 Das Verhalten im Unendlichen

1
Beispiel: f ( x )=
x
🡪 ( 1x )=+ ∞
🡪 y=0 ist die waagrechte Asymptote

Definition: Asymptote
Die Gerade g ist g ( x )=mx+t ist eine Asymptote von f , wenn ¿ (🡪 Annäherung im Unendlichen,
Schnittstellen aber möglich)

Graphisch:

Systematische Berechnung:
- Zählergrad ¿ Nennergrad

x2
( 3x − x1 ) = 0−0 =0
🡪
( 3 x −1
4 x 2 +2 x )
=
( ( ))
x 2 4+

🡪 waagrechte Asymptote bei y=0


2
x
2

4−0

🡪 Ausklammern der höchsten Potenz des Nenners (🡪 funktioniert immer)


4 x2 +2
🡪 (
3 x5 −7 x )
=0 (Zählergrad ¿ Nennergrad)

- Zählergrad ¿ Nennergrad

4
1
(
x 2 3−
)
🡪 (
2
3 x −1
4 x 2 +2 x)=
2
( ( ))
x 4+
x2
2
x
=0,75

🡪 waagrechte Asymptote bei y=0,75


🡪 Ausklammern der höchsten Potenz
3 x−7 x 3
🡪 (
5 x3 + 4 x 2−1 )
=−1,6 (Zählergrad ¿ Nennergrad)

- Zählergrad ¿ Nennergrad +1
x 2−x−1 1
🡪 f ( x )= =x +1+ (🡨
x −2 x−2
( x+1 ) ( x−2 ) 1 ( x 2−x−2 ) +1
+ = )
x−2 x−2 x−2
🡪 Behauptung 🡪 g ( x )=x+ 1
1 1
🡪 f ( x )−g ( x )=x +1+ −( x+1 ) = →0
x −2 x−2
1
🡪 der Abstand von f und g beträgt und wird für f ( x ) →∞ immer kleiner
x−2
🡪 Term auseinanderziehen, um Asymptoten-Gleichung ablesen zu können, wenn Bruch gegen
0 geht
🡪 Wie erkennt man die schräge Asymptote? 🡪 Zählergrad ¿ Nennergrad +1
🡪 Polynomdivision zur Berechnung der schrägen Asymptote
- Zählergrad ¿ Nennergrad +1 🡪 keine Asymptote

Bestimmung von Funktionstermen aus Graphen:


- Bestimmung der Definitionslücken bzw. senkrechten Asymptoten
- Auslesung der waagrechten Asymptote
- Bestimmung der Nullstellen
- Einsetzung zweier Punkte zur Kontrolle

Der Zusammenhang zwischen der Vielfachheit der Nullstelle und dem Verlauf des Graphen:
- ungerade Vielfachheit
🡪 Schnitt des Graphen an der x-Achse
🡪 Vorzeichenwechsel von f ( x )
- gerade Vielfachheit
🡪 Berührung des Graphen an der x-Achse
🡪 kein Vorzeichenwechsel von f ( x )
🡪 je höher die Viellfachheit der Nullstelle, desto eckiger ist dessen Graphenverlauf

1.4 Die Kurvendiskussion

x 2−4
Beispiel: f ( x )=
x 2−9

5
Schritt:
- Definitionsmenge
🡪 D=R ∖ {−3 ; 3 }
- Schnittpunkte mit den Achsen
🡪 S Px (−2∨0 ) ; S Px (2∨0 )
1 2

4
🡪 S P y 0∨ ( )9
- Symmetrie
🡪 f (−x )=f ( x ) 🡪 Achsensymmetrie
🡪 f (−x )=−f ( x ) 🡪 Punktsymmetrie
(−x )2−4
🡪 f ( −x ) = 2
=f ( x )
(−x ) −9
- Faktorisieren des Nenners
x 2−4 x 2−4
🡪 f ( x )= 2 =
x −9 ( x−3 ) ( x +3 )
- Verhalten an den Definitionsmengen & Asymptoten angeben
x2 −4
🡪 (( x−3 ) ( x+3 ) )
=5∙+∞∙ {1} over {6} =+∞
2
x −4
🡪 (( x−3 ) ( x+3 ))
=5∙-∞∙ {1} over {6} =−∞ (Pol mit VZW)

x2 −4
🡪 (( x−3 ) ( x+3 ))
=5∙+∞∙- {1} over {6} =−∞

x2 −4
🡪 (( x−3 ) ( x+3 ))
=5∙-∞∙- {1} over {6} =+ ∞ (Pol mit VZW)

🡪 x 0 =3 ; x 0 =−3
1 2

- Verhalten im Unendlichen & Asymptoten angeben


x2 −4
🡪 (( x−3 ) ( x+3 ) )
=1 (Zählergrad ¿ Nennergrad)

🡪 y=1
- Graphenskizze

q(x) q(x)
🡪 bei einem Term f ( x )=mx+t ± gibt ± den Abstand zwischen der Asymptote und dem
p(x) p(x)
−q ( x ) +q(x)
Graphen an. Bei verläuft der Graph bei x →+ ∞ unterhalb der Asymptote, bei
p ( x) p ( x)
oberhalb.

6
2. DIE DIFFERENZIALRECHNUNG: DIE ÄNDERUNGSRATE

2.1 Die Mittlere und momentane Änderungsrate

wichtige Begriffe:
🡪 Sekante, ist eine Gerade, die einen anderen Graphen schneidet
🡪 Tangente, ist eine Gerade, die einen anderen Graphen berührt
🡪 Sekantengleichung ist die mittlere Änderungsrate
🡪 Tangentengleichung ist die momentane Änderungsrate

Definition: Differenzquotient
f ( b ) −f ( a )
Sei die Funktion f im Intervall [ a ; b ], so nennt man den Ausdruck Differenzquotient oder mittlere
b−a
Änderungsrate im Intervall [ a ; b ] (🡪 Sekantensteigung).

Skizze:

f ( b )−f ( a )
🡪 m= heißt Sekantensteigung
b−a

Sei nun f an der Stelle x 0 und in einer Umgebung von x 0 definiert.

Skizze:

Erklärung:
🡪 x → x 0 (x wird immer mehr x 0)
🡪 Gesucht ist zunächst die Steigung der Tangente (Steigung der Kurve) im Punkt ( x 0∨f ( x 0 ) )
🡪 Berechnung der Sekantensteigung durch P und Q
🡪 immer näheres Heranwandern von Q zu P 🡪 Sekante wird immer mehr zur Tangente (bei gleicher
lokaler Änderungsquote 🡪 parallele Tangenten)
f ( x )−f ( x0 )
🡪 ( x−x 0 ) heißt Differentialquotient oder lokale Änderungsrate

Beispiel: f ( x )=x 2

7
- mittlere Änderungsrate im Intervall [ 1; 2 ]
f ( b )−f ( a ) f ( 2 )−f ( 1 )
🡪 m= = =3
b−a 2−1
- lokale Änderungsrate an der Stelle ( ? )
f ( x )−f ( x0 ) x 2−1
🡪 ( x−x 0 )( ) =
x−1
=2

🡪 Einsetzung der Nennernullstelle

2 Geraden sind senkrecht aufeinander:


1
- es muss gelten m 1 ∙ m 2=−1 oder m 1= (m & m 2 sind die Steigungen der Geraden)
m2 1
- dann sind f 1 ⊥ f 2

2.2 Die Differenzierbarkeit

Definition: Differenzierbarkeit
Die Funktion f heißt an der Stelle x 0 differenzierbar, wenn sie an der Stelle x 0 und in der Umgebung von x 0
f ( x )−f ( x0 )
definiert ist und wenn der Grenzwert ( x−x 0 )
existiert.
'
Der Grenzwert heißt davon Ableitung von f an der Stelle x 0 → f ( x o ).

Beispiel:
- f ( x )=¿ x∨¿
o x 🡪 ≥0
o −x 🡪 ¿ 0
🡪 alle Funktionen mit „Spitze“ sind nicht differenzierbar (hier Steigung
von recht ≠ links, −1 ≠1)
🡪 nicht eindeutig, da lim ¿ lim ⇔1≠−1
x>→ x 0 x<→ x 0
- f ( x )=¿ x−2∨¿ (diese Funktion muss „aufgeteilt“ werden, um die Betrag-
Striche aufzuheben)
o bei x=2 nicht differenzierbar
o x <2 🡪 f ( x )=− ( x −2 ); x ≥ 2 🡪 f ( x )=x−2
f ( x )−f ( 2 ) x−2−0
🡪 lim (
x>→2 x−2 ) (
= lim
x> →2 x−2 ) =1

f ( x )−f ( 2 ) −x +2−0
🡪 lim (
x<→2 x−2 ) (
= lim
x< →2 x−2 )=−1

8
- f ( x )=x 2−x ; S ( 0,5∨−0,25 )
f ( x )−f ( 1 ) x 2−x−0
(
🡪 f ' ( 1 )=lim
x →1
'
x−1 ) ( =lim
x →1 x−1) = lim ( x )=1
x<→2

🡪 f ( 1 ) ist die Ableitung des Wertes 1


f ( x )−f ( 2 ) x 2−x−2 ( x −2 )( x +1 )
(
🡪 f ' ( 2 )=lim
x→2 x−2 ) ( =lim
x →2 x−2) (
=lim
x→ 2 x−2 ) =lim ( x+ 1 )=3
x→2

2.3 Die Tangenten- & Normalgleichung

Beispiel: f ( x )=x 2
- Bestimmung der Tangentengleichung im Punkt P ( 2∨4 )
🡪 Steigung der Tangente im Punkt P ( 2∨4 )=f ' ( 2 )
'
🡪 Tangentensteigung m=f ( x 0 )
f ( x )−f ( 2 ) x 2−4 (
🡪 f ' ( 2 )= ( x−2 )(=
x−2 )= x+2 ) =4
🡪 m=4
🡪 y=4 x +t
🡪 4=4 ∙ 2+t ⇔ t=−4
🡪 y=4 x−4
- Bestimmung des Neigungswinkel α
🡪 tan tan α =m=f ' ( x )
4
🡪 tan tan α = ⇔α ≈ 76 °
1
- Bestimmung von QR
🡪 QR= √❑
- Bestimmung den Abstand von f zum Ursprung
🡪 Abstand ¿ Länge des Lotes (senkrecht)
G
🡪 sin sin α = ⇔ H =sin sin (76 ° ) ∙1 cm ≈ 0,97 cm
H
- Bestimmung der Normalen am Punkt P
🡪 Normale ¿ Senkrechte
🡪 n=mx+t
−1
🡪 m 1 ∙ m 2=−1 ⇔m 2= =−0,25
4
🡪 n=−0,25 x+ t
🡪 4=−0,25∙ 2+t ⇔ 4,5=t
🡪 n=−0,25 x+ 4,5
- Bestimmung von S P2 von n & f
🡪 x 2=−0,25 x +4,5
🡪 ⇔ 0=x 2 +0,25−4,5
🡪 x 1=2 ; x2 =−2,25
🡪 S P2 bei (−2,25∨5,0625 )
- Bestimmung von ∆ RP ( 0∨4,5 )
🡪 A=0,5 c h c =0,5 ∙8,5 ∙ 4=17 [ c m2 ]

2.4 Die Ableitungsfunktion f ' ( x )

Definition: Ableitungsfunktion f ' ( x )

9
Die Ableitung f ' ( x ) einer differenzierbaren Funktion f gibt die Tangentensteigungswerte des
Funktionsgraphen von f an der Stelle x 0 an.
Zu einer Funktion f heißt die Funktion f ' : x → f ' ( x ) die Ableitungsfunktion oder kurz Ableitung f ' von f .

🡪 Damit Berechnung von beliebigen Steigungswerten an jedem x-


Wert durch diese Funktion.
🡪 n¿ =n−1 (n¿ 🡪 Grad der Ableitungsfunktion, n 🡪 Grad der
ursprünglichen Funktion)

x2
Beispiel: f ( x )= −2 x +8
6
1 1
🡪 f ' ( x )= x 1−2 x0 = x−2
3 3

wichtige Ableitungsfunktionen:
🡪 Kennen wir den Term der Ableitungsfunktion f ' ( x ), so können wir mit diesem die Steigung des
Graphen f in jedem Punkt berechnen.
- die konstante Funktion f ( x )=c ; c ∈ R
🡪 z. B. f ( x )=2 ⇒ f ' ( x )=0
🡪 f ( x )=c ⇒ f ' ( x )=0
- die lineare Funktion f ( x )=mx+t
🡪 z. B. f ( x )=2 x ⇒ f ' ( x ) =2
🡪 f ( x )=mx+t ⇒ f ' ( x )=m
- die quadratische Funktion f ( x )=a x 2 +bx +c
f ( x )−f ( x 0 ) x2 −x20
2 '
🡪 z. B. f ( x )=x ⇒f ( x )= (
x −x 0
= )(
x−x 0 )
=( x + x 0 )=2 x 0 (Angestrebtes einsetzen)

🡪 f ( x )=x 2 ⇒f ' ( x )=2 x 0


- die Kubik-Funktion f ( x )=x 3
🡪 z. B.
2 2
f ( x )−f ( x 0 ) x3 −x 30 ( x −x0 ) ( x + x ∙ x 0 + x 0 )
3
f ( x )=x ⇒f ( x )=
3
'

'
( 2
x−x 0 )(
=
x−x 0
= )( x−x 0 )
=( x 2+ x ∙ x 0 + x 20 )= x20 + x 20 + x 20=3 x 20

🡪 f ( x )=x ⇒f ( x )=3 x 0
- die Funktion f ( x )=x 4
🡪 f ( x )=x 4 ⇒ f ' ( x )=4 x 30
- die Funktion f ( x )=x 5
🡪 f ( x )=x 5 ⇒f ' ( x )=5 x 40
🡪 f ( x )=x n ⇒ f ' ( x )=n ∙ xn0 −1
- negative Exponenten, n ∈ Z−¿¿
1 −1
🡪 z. B: f ( x )= =x
x
1 1 x 0−x
🡪 '
f ( x 0 )= ( )( )(

x x0
x−x 0
=
x ∙ x0
x−x 0
=
−( x−x 0 )
−( x−x 0 ) ∙ x ∙ x 0
=
)( )1
x ∙ x0
=−x 20

🡪 f ' ( x )=n ∙ x0n−1 =−x−1−1 0 =−x−2 n −1


0 (n ∙ x0 stimmt auch)
- reelle Exponenten, n ∈ R
🡪 z. B: f ( x )= √ ❑

10
1 1
🡪 f ' ( x 0 )=0,5∙ x 0,5−1
0 =0,5 ∙ x−0,5
0 =0,5 ∙ 0,5
=0,5 ∙
x √❑
🡪 f ' ( x )=n ∙ x0n−1 (gilt hier auch)

weitere Regeln:
'
- [ f ( x ) ± g ( x ) ] =f ' ( x ) ± g ' ( x )
'
- [ c ∙ f ( x ) ] =c ∙ f ' ( x )
Berechnung des Tangentenwinkel:
- Neigungswinkel kann man mit der Steigung der Tangente berechnen
- bei negativer Steigung 🡪 Nebenwinkel berechnen
🡪 f ' ( x )=m ⇔ tan tan α =f ' ( x )
🡪 zuerst Berechnung der Steigung an entsprechender Stelle, dann Winkel berechnen

Berechnung des Winkels in einem Schnittpunkt:


- spitzer Winkel dieses Schnittpunktes
- Schnittwinkel zweier Geraden = spitzer Winkel zwischen Tangenten im Schnittpunkt
🡪 Schnittwinkel = Differenz der Steigungswinkel am entsprechenden Schnittpunkt

Berechnung der Wendepunkte von Graphen:


🡪 f ' ( x )=0
🡪 die passende Tangente wird durch Berechnung des Punktes berechnet 🡪 f ( x )= y

2.5 Der Graph der Ableitungsfunktion

Beispiele:
- Parabel

- ganzrationale Funktion

Schritte der Skizzenbestimmung:


- Nullstellen von f ' (🡪 waagrechte Tangenten) markieren
- G f steigt ( f ' > 0) & G f fällt ( f ' < 0)
🡪 Felder abstreichen

11
- geeignete Punkte zur Steigungsbestimmung dieser heraussuchen
🡪 prinzipiellen Verlauf von Gf einzeichnen

Zusammenhänge:
Graph der Ableitungsfunktion f ' Graph der Ausgangsfunktion f
- Schnittpunkt mit der x-Achse, Nullstelle mit - (lokaler) Hochpunkt
Vorzeichenwechsel von +¿ nach –
- Schnittpunkt mit der x-Achse, Nullstelle mit - (lokaler) Tiefpunkt
Vorzeichenwechsel von −¿ nach +¿
- Schnittpunkt mit der x-Achse, Nullstelle - Terrassenpunkt
ohne Vorzeichenwechsel
- positiv - monoton steigend
- negativ - monoton fallend

2.6 Die Ableitungsfunktionen des Kosinus & Sinus

Definition: Ableitungsfunktionen von f 1 ( x )=sin sin x & f 2 ( x )=cos cos x


Die Ableitungsfunktion der Sinus f 1 ( x )=sin sin x ist f '1 ( x )=cos cos x, während die Ableitungsfunktion des
f 2 ( x )=cos cos x ist f '2 ( x )=−sinsin x.

2.7 Die Ableitungsfunktion von Produkten und Quotienten

Definition: Produktregel
Ist die Funktion f gegeben durch das Produkt der beiden differenzierbaren Funktionen u ( x ) und v ( x ), so gilt
für f ( x )=u ( x ) ∙ v ( x ) die Ableitung f ' ( x )=u' ( x ) ∙ v ( x ) +u ( x ) ∙ v ' ( x ) .

Definition: Quotientenregel
u(x)
Sind die Funktionen u ( x ) und v ( x ) differenzierbar, so gilt f ( x )= mit v ( x ) ≠ 0 und
v(x)
u' ( x ) ∙ v ( x )−u ( x ) ∙ v ' ( x ) u ' u' v−u v '
f ' ( x )=
(v ( x ) )
2 ()
(kurz 🡪
v
=
v2
).

2.8 Die Kurvendiskussion – Monotonie & Extrema

Beispiel:

12
Definition: Kurvendiskussion
- G f ist sms, wenn f ' ( x ) >0
- G f ist smf, wenn f ' ( x ) <0
'
- G f besitzt an der Stelle x 0 ein Maximum, wenn f ( x 0 )=0 ist und das Vorzeichen von f ' von +↗ nach
−↘ ändert
'
- G f besitzt an der Stelle x 0 ein Minimum, wenn f ( x 0 )=0 ist und das Vorzeichen von f ' von −↘ nach
+↗ ändert
'
- Ist f ( x 0 ) und ändert sich das Vorzeichen von f ' nicht, dann liegt dort ein Terrassenpunkt.
- Ist der Ableitungsgraf einer ganzrationalen Funktion achsensymmetrisch, so ist der Graph
punktsymmetrisch.
- Ist der Ableitungsgraf einer ganzrationalen Funktion punktsymmetrisch so ist der Graph
achsensymmetrisch.

Beispiel:
x 2+ 4
🡪 f ( x )=
x 2−9
o Definitionsmenge (bei gebrochen-rationalen Funktionen) & senkrechte Asymptoten
🡪 Df =R ∖ {−3 ; 3 }
🡪 x 0 =−3 als senkrechte Asymptote
1

🡪 x 0 =3 als senkrechte Asymptote


2

o Ableitungsfunktion
' −26 x
🡪 f ( x )= 2 2
( x −9 )
o f ' ( x )=0 (zur Erkennung der Änderung der Monotonie 🡪 Stellen mit waagrechter Tangente
bestimmen)
🡪 −26 x=0 ⇔ x=0
o Vorzeichentabelle für f ' (auch Definitionslücken mit aufnehmen 🡪 das Monotonieverhalten
kann sich auch hier ändern)

Wert f ' ←3 f ' =−3 −3< f ' <0 f ' =0 0< f ' <3 f ' =3 f ' >3
e
x −4 --- −1 --- 1 --- 4
f '(x) +¿ 0 +¿ 0 −¿ 0 −¿
↗ --- ↗ --- ↘ --- ↘

o Monotonieverhalten
▪ ¿−∞ ;−3 ¿ 🡪 sms
▪ ¿−3 ; 0 ¿ 🡪 sms
▪ ¿ 0 ; 3 ¿ 🡪 smf
▪ ¿ 3 ;+∞ ¿ 🡪 smf
o Extremwerte
−4
🡪 Maximum bei 0∨ ( 9 )
o Nullstellen der ursprünglichen Funktion
🡪 nicht vorhanden
o Grenzwerte & waagrechte Asymptote
x2 + 4
🡪 ( )
x 2−9
=1 (Zählergrad ¿ Nennergrad) 🡪 y=1 als waagrechte Asymptote

13
o Achsenschnittpunkt an der y-Achse
−4
(
🡪 S P y 0¿
9 )
o Skizze

14