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Liebe Redaktion,

ich habe mit großem Interesse Ihre Sendung zum Thema „Hochbegabung“ gesehen und möchte gerne
zu einigen dort geäußerten Aussagen Stellung nehmen.

Das Thema ist seit langem von großer Bedeutung und lässt sich sogar noch in der
Menschheitsgeschichte zurückverfolgen. Noch Konfuzius, chinesischer Philosoph um 500 v. Chr., war der
Ansicht, dass begabte Kinder ausgesucht und gefördert werden sollten, weil sie als Garanten für
nationalen Reichtum betrachtet wurden. Auch bei den Römern und Griechen war die Förderung von
begabten Jugendlichen von allgemeinem gesellschaftlichem Interesse und sozial erwünscht. Studien
zufolge gehören maximal zwei bis drei Prozent der Bevölkerung zu den Hochintelligenten. Die
obenerwähnte Tatsache unterstreicht den Grund, warum auch heutzutage den talentierten Kindern viel
Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.

Es lässt sich kaum leugnen, dass die Förderung der klügsten Köpfe eine ausschlaggebende Rolle in jedem
Land spielt. Viele Durchbrüche in Wissenschaft, Literatur und Musik wurden dank der
außergewöhnlichen Talente hochbegabter Menschen erzielt. Von Mozart und Einstein bis Stephen
Hawking und Ilon Mask – alle diese Menschen haben einen außerordentlichen Beitrag in die
menschliche Geschichte geleistet. Im Mittelpunkt vieler Diskussionen liegt die Frage, was die Eltern und
Gesellschaft tun muss, um mit Hochintelligenten richtig zu umgehen, damit ihre geistige Entwicklung
nicht verkümmert.

Meines Erachtens sollten die Eltern ihren Kindern angemessene Unterstützung leisten, indem die
Talente rechtzeitig entdeckt und richtig gefördert werden. In der ersten Linie ist zu beachten, dass nicht
alle hochintelligenten Kinder sich im Schulsystem gut zurechtfinden. Sie werden permanent
unterfordert, langweilen sich deswegen und werden im Gefolge von Lehrern als lernbehindert
eingestuft. Wenn sie aber unterstützt würden und eine Möglichkeit hätten, wegen ihrer hohen
Leistungen einige Klassen zu überspringen und auch schon mit 14 an der Uni zu studieren, würden ihre
Talente nicht vernachlässigt.

Das Beispiel hierfür ist eine Bekannte Unternehmerin, Katharina Lengold, die schon mit 14 alle
Schulfächer als Externerin abgelegt hat und durfte in diesem Alter an der Uni studieren. Zurzeit ist sie im
Silikontal tätig und leistet einen großen Beitrag in Luft- und Raumfahrtindustrie. Man könnte sich
angeblich nicht mit solchem Erfolg rechnen, wenn ihre Eltern ihre Talente nicht entdeckt hätten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema der Wunderkinder immer wieder ans Tagelicht
gebracht werden muss. Überdurchschnittliche Kinder brauchen ständige Förderung, weil sie im
normalen Schultag an Unterforderung scheitern können. Man darf nicht vergessen, dass die Zukunft
Begabung braucht.