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Die lustige LSD-Synthese für Groß und Klein

Die Vorschrift gilt selbstverständlich nur der theoretischen Diskussion ! Zudem ist sie völliger
Schwachsinn. Dennoch sollte von Anfang an mit Schutzkleidung in einen gut durchlüfteten Raum
gearbeitet werden ! Offene Flammen und Kontakt mit Lebensmittel sind zu vermeiden !

Nun aber ran an die imaginierten Kolben :

Ich möchte etwas ausholen :

LSD, Lysergsäurediethylamid, oder wie es die IUPAC so schön ausdrückt „(6aR,9R)-N,N-diethyl-7-


methyl-4,6,6a,7,8,9-hexahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide“ ist in der „Szene“ unter den
Begriffen Acid oder Trip bekannt.

LSD ist ein halbsynthetisches Produkt aus dem Ergotamin. Ergotamin ist also eine Vorstufe von LSD,
was uns sehr viel Arbeit erleichtern wird.

Ergotamin wird vom auf Roggen schmarotzenden Pilz Claviceps purpurea (Fr.) Tul. produziert.
Industriell werden die sogenannten Mutterkörner geerntet und extrahiert. Für die hier dargestellten
Mengen, reicht es allerdings aus Roggenbier (z.B. Paulaner Roggen) zu extrahieren, da Ergotamin
während dem Brauen nicht zerstört wird.

Nun gehts aber wirklich los:

1. Kaufe 6+X Flaschen Roggenbier, fülle etwas davon in einen Topf und erwärme die Flüßigkeit.

Wenn etwas Wasser und Alkohol verdampft sind, wird mit frischem Bier wieder auf den
Ausgangsfüllstand aufgefüllt.

Während diesen Vorgang wird das Ergotamin immer mehr konzentriert, da es nicht verdampft.
Wichtig ist jedoch, nicht zu heftig zu kochen, da das Ergotamin sonst zerstört werden könnte.

Dieser Schritt ist mit bis zu 24 Stunden der zeitaufwendigste, aber Geduld zahlt sich am Ende aus !

2. Die verbleibende zähflüssige Lösung ist durch das leicht saure Ergotamin zu sauer für Schritt 3.
Deshalb müssen wir eine leichte Base hinzufügen, um das Ergotamin-Salz zu bilden. Achtung !
Natronlauge und Ähnliches wäre viel zu aggressiv ! Am Besten eignet sich deshalb Milch. Es sollte
möglichst Fettfreie Milch verwendet werden um die späteren Reaktionen nicht zu stören. Pro Flasche
Bier müssen etwa 10 ml Milch zugegeben werden. Wenn man anschließend noch 20 ml Überschuss
hinzugibt, kann man sich das überprüfen des pH-Wertes sparen. Nach etwa 20 Minuten sollte sich
das gewünschte Gleichgewicht eingestellt haben.

Wenn nicht gleich weitergearbeitet wird ist es notwendig die Flüssigkeit zu kühlen !
3. Um aus dem Ergotamin die Lysergsäure herzustellen muss an den Ergotamingrundkörper ein Lysin-
Rest angefügt werden. Ich spare mir hier weitere chemische Exkursionen und komme gleich zum
Praktischen:

Lysin ist eine essentielle Aminosäure und sollte in Vital-Läden, bei Schlecker oder in Apotheken
erhältlich sein. Benötigt werden etwa 2 g Lysin. Wenn das Lysin noch kein Pulver ist, muss es zu
Pulver verrieben werden. Anschließend kann das Pulver während leichtem Rühren der kalten
Ergotamin-Lösung zugeführt werden. Um die Reaktion vollständig zu beenden muss nun kurz leicht
erwärmt werden. Die Lösung darf nicht kochen !!!

Wir haben nun eine Lysergsäurelösung.

4 Die nächsten Schritte sind ganz logisch. Um von Lysergsäure zu Lysergsäure-diethyl-amid zu


kommen müssen wir die Substanz Ethylieren und anschließend mit Ammoniak behandeln.

Um die zwei Ethyl-Reste anzufügen muss Ethanol (bei Zimmertemperatur) zugegeben werden.
Optimal wäre reiner Ethanol, aber ein hochprozentiger Rum sollte es auch tun (da wir eh eine
wässrige Lösung haben). Achtung bei Spiritus ! Der ist oft vergällt ! Diesen nicht verwenden !!

Vom puren Alkohol benötigt man rund 100 ml, von verdünnten entwprechend mehr.

Nun muss die Lösung erneut leicht gekocht werden (mit Deckel, um den Alkohol während der
Reaktion nicht zu verlieren).

Die Alkoholgruppen (-OH) vom Alkohol reagieren nun mit den sauren H-Atomen der Lysergsäure (R-
COO-H) zur Wasser (H2O). Da diese Reaktion keine Gleichgewichtsreaktion ist (Wasser ist zu stabil
um zurück zu reagieren) sollten nach 15 Minuten alle Ethyl-Reste (aus dem Ethanol) fest an der
Lysergsäure haften.

5. Als letzter Schritt muss nun Ammoniak zugefügt werden um aus unserer Verbindung das Amin
herzustellen.

Dazu werden 40 ml Ammoniak-Lösung in die Lösung aus Schritt 4 gegeben.

Da diese entscheidende Reaktion bei Zimmertemperatur sehr langsam abläuft, wir beim Erwärmen
das neugebildete Amin sofort wieder zerstören würden, kann von einer vollständigen Reaktion erst
nach etwa 3 Tagen ausgegangen werden. Auch hier ist die Wartezeit wieder absolut notwendig.

6. Um den nicht abreagiert/überschüßigen Ammoniak zu neutralisieren können wir solange


Zitronensäure zufügen bis es nichtmehr nach Ammoniak riecht. Der pH-Wert sollte unbedingt
überprüft werden.

Gratulation !!! Die LSD-Synthese ist nun abgeschlossen.


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Achtung beim Umgang mit dem Produkt !!! Je nach Synthesebedingungen können sich im Topf über
1 Million Einzeltropfen befinden !!

Wer hier keine Handschuhe trägt, ist verrückt oder wird es !

3-4 Tropfen sollten in etwa einer Dosis entsprechen, aber um die richtige Dosis rauszufinden sollte
bei 0,5 – 1 Tropfen angefangen werden !