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Jahrestag des Unabhängigkeitsmanifests: Begehen eines ganzen Abschnitts

der Geschichte des Kampfes gegen den Kolonialisten

Rabat-Das marokkanische Volk und an seiner Spitze die Familie der nationalen
Bewegung, des Widerstands und der Befreiungsarmee begehen am Montag mit
Stolz und Größe den 77. Jahrestag der Vorlage des Unabhängigkeitsmanifests
am 11. Januar 1944, eine Gelegenheit, welche Teil der Geschichte des Kampfes
zugunsten der Wiederherstellung der Unabhängigkeit sei.

Das Gedenken dieses historischen Ereignisses, das tief in der Erinnerung aller
Marokkaner eingebettet ist, ist auch eine authentische Gelegenheit, die Kultur
der Zugehörigkeit und des Engagements der Nation unter den jüngeren
Generationen erneut zu verwurzeln.

Es ist auch eine Gelegenheit, den Männern und Frauen der nationalen
Widerstands-und-Befreiungsbewegung, die ohne zu zaudern, keinen Raum für
die betrügerischen Ziele des Kolonialisten zu schaffen und sich selbst
aufgeopfert haben, um das Land vom Joch des Kolonialismus zu befreien und
die Freiheit sowie nationale Würde zu befreien, einen lebhaften Tribut zu zollen.

Seit dem Höhepunkt seiner 12 Jahrhunderte hat das Königreich immer heftig
gegen die Pläne des Kolonialisten gekämpft, der fast ein halbes Jahrhundert
hindurch die Kontrolle über die Möglichkeiten und Reichtümer des Landes
erlangen wollte, indem er es in Zonen aufteilte, die zwischen dem französischen
Protektorat in Zentralmarokko und dem spanischen Protektorat im Norden und
im Süden des Königreichs aufgeteilt waren, während Tanger zu einer
internationalen Zone ausgerufen wurde.

Die Befreiung des gesamten Staatsgebiets wurde vermittels der enormen


Aufopferung des glorreichen Throns der Alaouiten und des marokkanischen
Volkes bewerkstelligt, denen es nach Jahren unerbittlichen Kampfes gelungen
ist, die perfiden Ambitionen des Kolonialisten zu biegen und die nationale
Unabhängigkeit sowie die Einheit und die volle Souveränität des Königreichs
wiederherzustellen.

Tatsächlich ist die Geschichte des nationalen Unabhängigkeitskampfes mit


ausschlaggebenden Momenten übersät, wie dem Aufstand gegen das „Berber-
Dahir“ von 1930, der Vorlage eines Reformplans (in 1934 und in 1936) vom
marokkanischen Aktionskomitee an die französische Regierung, das als Embryo
der nationalen Bewegung gilt, und der Unterbreitung des
Unabhängigkeitsmanifests am 11. Januar 1944.

In diesen verschiedenen Stadien hat seine Majestät der verstorbene König


Mohammed V., Vater der Nation und Held der Befreiung, immer wieder das
Gefühl des Widerstands der Marokkaner geweckt und seine Ziele gesteckt, und
dies seit der Thronbesteigung seiner glorreichen Vorfahren am 18. November
1927.

Der verstorbene Souverän nahm tatsächlich die Abhaltung der Anfa-Konferenz


im Januar 1943 wahr, um das Thema der marokkanischen Unabhängigkeit auf
die Tagesordnung zu setzen und die effektive Beteiligung marokkanischer
Soldaten nebst den Alliierten ins Rampenlicht zu rücken. Vermittels dieser
Initiative wird der Sultan Mohammed V vom Präsidenten Franklin Roosevelt
dessen Unterstützung zugunsten der Unabhängigkeit des Königreichs nach
Kriegsende bestätigt.

Im Januar 1944 wurde das Unabhängigkeitsmanifest von siebenundsechzig


Mitgliedern der nationalen Bewegung, darunter von einer Frau, unterzeichnet
und an die Kolonialbehörden und an die Vertretungen der drei Mächten (der
USA, Großbritanniens und der ehemaligen Sowjetunion) übergeben, in dem die
Unabhängigkeit Marokkos eingefordert worden war. Es ging um eine starke und
unkomplizierte Botschaft, die die kategorische Verweigerung der Marokkaner
zur Sprache brachte, weiterhin unter Anleitung zu leben, und den Wunsch einer
ganzen Nation symbolisierte, den Lauf der Geschichte wiedergutzumachen.

In einer bei dieser Gelegenheit aufgestellten Pressemitteilung betont die


Hochkommission für ehemalige Widerstandskämpfer und ehemalige Mitglieder
der Befreiungsarmee (HCAR), dass das Unabhängigkeitsmanifest eine Reihe
politischer Einforderungen beinhielt, inbegriffen solcher, die auf die allgemeine
Politik berufen und unter anderem Dinge für die Unabhängigkeit Marokkos
unter der Führung vom Sultan Sidi Mohammed Ben Youssef und den Beitritt
Marokkos zur Atlantik-Charta vorsahen, der die Unterstützung des ehemaligen
amerikanischen Präsidenten erhalten hatte, der logischerweise Marokkos
Ehrgeiz, seine Freiheit wieder zu erlangen, in Betracht zog.

Das Unabhängigkeitsmanifest sei eine nationale Revolution im wahrsten Sinne


des Wortes und spiegelte die Gewissenhaftigkeit und das Gefühl der Reife der
Marokkaner wider. Diese Revolution bezeugte außerdem von ihrer Fähigkeit
und ihrem Willen, ihre legitimen Rechte zu verfechten, sowie von ihrem
Bestehen danach, den Weg des erbitterten Kampfes gegen den ausländischen
Expansionismus fortzusetzen.

Die HCAR ergriff diese Gelegenheit beim Schopfe, um ihren Stolz und ihr
Vertrauen in die weise und weitsichtige Führung seiner Majestät des Königs
Mohammed VI. und in die historischen Errungenschaften sowie in die
strategischen Entwicklungen unseres ersten nationalen Anliegens, nämlich der
territorialen Integrität des Königreichs zum Ausdruck zu bringen, dass dazu
führte, dass die Vereinigten Staaten von Amerika die volle und vollständige
Souveränität Marokkos über dessen Sahara anerkannten, was einen
entscheidenden Wendepunkt im Verlauf des künstlichen regionalen Konflikts
markiert, den die Feinde unserer territorialen Integrität zum Nachteil historischer
Tatsachen fortführen wollen, die die ewige und unveränderliche Marokkanität
der Sahara nachweislich machen.

Die Hochkommission begrüßt überdies den amerikanischen Entscheid, ein


Generalkonsulat in der Stadt Dakhla einzuweihen, das hauptsächlich
wirtschaftlicher Natur sein wird, mit dem Ziel, amerikanische Investitionen
anzukurbeln und die wirtschaftliche und soziale Entwicklung zum Profit der
Bevölkerung der südlichen Provinzen zu fördern und um die diplomatische
Dynamik zu verstärken, die der Einweihung zahlreicher Konsulate in der
marokkanischen Sahara entspringt, die sich bis heute auf 19 Konsulate belaufen,
die zwischen Laâyoune (10) und Dakhla (09) aufgeteilt sind.

Dieser Entscheid wird darüber hinaus die marokkanische Position innerhalb


internationaler Arenen verfestigen, die Isolation der Feinde der territorialen
Integrität des Königreichs verschärfen und dazu beisteuern, sich ihren Manövern
und Verschwörungen zu stellen, die darauf abzielen, die legitimen Rechte
unseres Landes zu unterminieren.

In diesem Kontext kündigt die HCAR am Montag die Organisation einer


symbolträchtigen Feier an, bei der Reden über dieses unbeschreibliche nationale
Ereignis abgehalten werden, das reich an Lektionen ist, dessen Inhalt und edle
Botschaften in Erinnerung zurückbleiben und an die jüngeren Generationen neu
gelehrt werden müssen.

11 ehemalige Kombattanten und Mitglieder der Befreiungsarmee in der


Präfektur Rabat werden desgleichen gewürdigt, und finanzielle und soziale Hilfe
wird an Mitglieder der Widerstandsbewegung und der Befreiungsarmee
umverteilt.
Darüber hinaus haben die Regional-und-Provinzdelegationen sowie die hiesigen
Büros der HCAR zusammen mit dem Raumnetz, das dem historischen
Gedächtnis des Widerstands und der Befreiung gewidmet ist und das 95
Einheiten auf nationalem Gebiet umfasst, Bildungsprogramme, Kultur-und-
Kommunikationsaktivitäten in Abstimmung und in Partnerschaft mit
Regierungssektoren, öffentlichen Einrichtungen, gewählten Gremien,
Verbänden und Organisationen der Zivilgesellschaft eingeplant.

Quellen:

http://www.corcas.com

http://www.sahara-online.net

http://www.sahara-culture.com

http://www.sahara-villes.com

http://www.sahara-developpement.com

http://www.sahara-social.com

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