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KATALOG D E R AWARENZEITLICHEN GOLDGEGENSTANDE

UND D E R FUNDSTÜCKE AUS DEN FÜRSTENGRÄBERN


I M UNGARISCHEN NATIONALMUSEUM

STRUKTUR DES KATALOGS

Fundort Inventarnummer

Die Gegenstände werden nach dem Alphabet - Es werden die Nummern der alten und neuen In­
aufgrund der Fundorte zusammengestellt - mitge­ ventarbücher des UngNatMus gleicherweise heran­
teilt. E i n jeder neuer Fundort bekommt eine lau­ gezogen. Die Nummer des Jankovich-Inventarbu­
fende Nummer, die aus den verschiedenen Gräbern ches in der Abkürzungsform OrnJank, die alten und
je eines Gräberfeldes (d.h. Fundortes) stammenden neuen Inventarnummern hingegen in der traditio­
Gegenstände werden mit a, b, c bezeichnet. Mehre­ nellen bzw. heute gebrauchten Form (z.B. 7/1895.5;
re Goldgegenstände je eines Grabes oder Stücke ei­ 62.14.9.). Die Inventarnummer mehrerer Goldge­
nes Fundkomplexes werden ohne weitere Zeichen, genstände wetzte sich besonders infolge der Verber-
bloß mit Hervorhebung des Namens des Gegen­ gung während des Krieges ab, wurde unbekannt.
standes mitgeteilt. Nach der Benennung des Fund­ Diese Gegenstände wurden 1962 als Gegenstände
ortes geben wir den Namen des Komitats und auch Unbekannten Fundortes neuinventarisiert. Als eine
die Grabnummer an, falls der Gegenstand aus Hauptaufgabe des Katalogs wurde die Identifizie­
einem Grab stammt. rung der neuinventarisierten Gegenstände betrach­
Wir benutzen den ungarischen Namen der Fund­ tet, was auch aufgrund der alten Fotos, Beschrei­
orte, die heutige Benennung wird in Klammern an­ bungen, Untersuchung der alten Inventarbücher,
gegeben und an der entsprechenden Stelle indiziert. Korrespondenzen und Zahlungsanweisungen, sowie
Die in der Fachliteratur seit langem bekannten der über die Goldgegenstände gefertigten Mangel­
Fundortsnamen wurden beibehalten, die heutige noten etwa mit 90%iger Genauigkeit gelungen ist.
Benennung kommt gleichfalls in Klammern bzw. Bei den identifizierten Gegenständen bringen wir
wird angezeigt (z.B. V Ö R Ö S M A R T (Zmajevac), nach der originellen Inventarnummer in Klammern
Z M A J E V A C s. VÖRÖSMART, D U N A P E N T E L E auch die Inventarnummer aus dem Jahr 1962, da
(Dunaújváros), DUNAÚJVÁROS s. D U N A P E N ­ einige Gegenstände in der nahen Vergangenheit
TELE). unter diesen Nummern angeführt wurden. Im
Die Gegenstände Unbekannten Fundortes (=Is­ Inventarbuch der Goldgegenstände der Völkerwan­
meretlen lelőhely) werden in alphabetischer Rei­ derungszeitlichen Sammlung (=Értéknapló) be­
henfolge bei dem Buchstaben „I" eingeordnet, mit kommen die völkerwanderungszeitlichen Goldge­
je einer eigenen laufenden Nummer, da sie von je genstände die mit dem Buchstaben „N" gezeichnete
anderen Fundorten stammen können. laufende Nummer. Um die Möglichkeit der Identi­
fizierung der Gegenstände zu verbessern, werden
Name des Gegenstandes nach der Inventarnummer auch diese Nummern
mitgeteilt (z.B. N 365).
Bei der Benennung des Gegenstandes geben wir
das Material (Gold, Silber, Bronze, Eisen usw.) Gewichtsangabe
an. Dies ist in diesem Katalog deshalb erforderlich,
da unter den Fundstücken aus den Gräbern der Das Gewicht der Goldgegenstände wird in Gram­
Fürsten, der führenden Schicht sich nicht nur aus men angegeben. In mehreren Fällen teilen wir das
Gold erzeugte Gegenstände befinden. Dem Namen Gewicht der winzigen Gegenstände (z.B. 3 St. klei­
des Gegenstandes folgt die Tafelnummer in Klam­ ne Rosetten) in einem Satz mit. E s wird angeführt,
mern, dann die Stückzahl, falls vom Gegenstand falls die Gewichtsangabe auch das Gewicht der mit
mehrere gleiche Stücke zum Vorschein gekommen dem Gegenstand gemeinsam gewogenen Perle, Stei­
sind. neinlage oder bronzenen Unterlagsplatte enthält.
Anschaffungsweise Datierung

Aufgrund der alten Inventareintragungen und Die Datierung gaben wir aufgrund der im all­
archivarischen Daten trachten wir möglichst am gemeinen akzeptierten, früheren, als begründet
genauesten mitzuteilen, wie und woher der Gegen­ scheinenden, von Zeitgenossen und von uns durch­
stand in das Museum gelangt ist. In mehreren geführten Forschungen an. Unser Ziel war die
Fällen können wir auf den Fundort des Goldgegen­ möglichst genaue Angabe des absoluten Zeitpunk­
standes aus den Angaben der Rubrik „Anschaf­ tes (Viertel, Drittel des Jahrhunderts usw.). Bei
fungsweise" der alten Inventarbücher schließen, den einzelnen Gegenständen kommt die Datierung
deshalb werden solche Eintragungen wortwörtlich hinter die Beschreibung bzw. falls es eine solche
angeführt. gibt, hinter die Aufzählung der übrigen Funde des
Grabkomplexes. Die Datierung der Gräber mit
Beschreibung vielen Goldstücken und der Fundkomplexe, falls
ihre sämtlichen Gegenstände annährend aus ein
Wir sind bestrebt ausführliche, anschauliche Ge­ und derselben Zeit stammen, wird am Ende der
genstandsbeschreibungen zu geben, in besonderer Beschreibung der Gegenstände der Gräber bzw. des
Rücksicht auf den Aufbau des Gegenstandes, auf Fundkomplexes summiert angegeben.
die technischen Lösungen, Farben und auf den
Gebrauch verweisenden Spuren, d.h. solcher Daten, Bibliographie
die selbst auf den aus mehreren Ansichten gefertig­
ten Gegenstandszeichnungen nicht zu sehen sind. Die Berufung auf die Literatur der mitgeteilten Ge­
Da die Gegenstände in natürlicher Größe, d.h. im genstände bringen wir dem amerikanischen System
Verhältnis von 1 zu 1 gezeichnet wurden, können nach (Name des Verfassers, Erscheinungsjahr des Wer­
wir von der Mitteilung ihrer Maßangaben Abstand kes, Bild- oder Seitenzahl). Die Auflösung der Abkür­
nehmen. zungen enthält die B I B L I O G R A P H I E , Wir versuchten
die älteste, allererste Mitteilung der Goldgegenstände
Ist der Goldgegenstand aus einem Grabkomplex anzugeben und alldiejenigen Werke zu erwähnen, die in
bekannt, so teilen wir - falls die Angabe uns hierzu der Beschreibung, Datierung der Gegenstände, Grab­
zur Verfügung steht - auch das Geschlecht des Be­ komplexe etwas Neues enthalten. Wir konnten uns aber
statteten und in kurzer Aufzählung die übrigen nicht darauf einlassen, alle literarische Erwähnungen
Funde des Grabes mit. So wird zwar der Goldge­ einzelner Gegenstände, insbesondere von großen Grab­
genstand aus seinem mit den übrigen Gegenständen funden (Bocsa) einzuholen. Auf den Fundkataster von
gebildeten Fundmilieu nicht herausgehoben, jedoch CSALLÁNY berufen wir uns nicht mehr in dem Falle,
durch sein kostbareres Grundmaterial noch mehr wenn die Publikation des Gegenstandes oder Gräber­
zu einem Träger von aufschlußreichenen Informa­ feldes (z.B. von Jánoshida, Kecel) aus einer jüngeren
tionen. Zeit stammt als das Werk von Csallány (1956).
1. a. A B O N Y (Komitat Pest) Grab I der unteren Spitze der Pyramide kleinere und
goldenes Ohrgehänge (Taf. 1.1) größere Granulationskörner, zuunterst eine
92/1900. 4. N 633 kleine Blechkugel.
2,63 g (mit Bronzedorn) Ende des 6. - Anfang des 7. Jahrhunderts
Ankauf: von József Csikány, 1900 V E N T U R I 1902, II. Fig. 57; B O N A 1980,
Einem Ohrring von rundem Querschnitt ist Abb. 6. 1
ein kleiner Blechzylinder und ein schmales
Band mit Granulationskranz angefügt. Die 3. a. ALATTYÁN - Tulát (Komitat Szolnok)
Nadel des Anhängers ist aus Bronze, Spuren Grab 81.
einer zerfallenen Glasperle sind noch vor­ goldenes Ohrgehänge mit Kugelanhänger
handen. (Taf. 1. 10-11) 2 St
Weitere Fundstücke aus dem Frauengrab: 12/1934.144. N 819-S20
Bronzearmband, Fingerring, Perle, Gefäße. 3,59; 3,64 g
Zweite Hälfte des 7. Jahrhunderts Ausgrabung: N. Fettich, I. Méri, 1934
ÉBER 1901, 289-300; CSALLÁNY 1956, Deformierter Ohrring von rundem Quer­
77/2. schnitt, dem ein kleines, zylinderförmiges
Glied aus Blech mit Granulation angefügt ist
b. A B O N Y (Komitat Pest) Grab 289. und an dieses drei kleinere und eine mittel­
Goldblechanhänger eines bronzenen Ohrge­ große Blechkugel mit Granulationsverzie­
hänges (Taf. 1. 2-3) 2 St rung. Die untere Kugel ist unten mit einer
86/1904. 1-2. N 731 halbkugelförmigen, in der Mitte löchrigen
0,27 g (die beiden Stücke mit den Bronzeres­ Platte dekoriert, die von einer Reihe Granu­
ten zusammen) lation umrahmt ist.
Ankauf: von Ferenc Fitos, 1904. Weitere Fundstücke aus dem Frauengrab:
Auf einen bronzenen Ohrring gezogene, aus zerbrochene Bronzefibel, Spinnwirtel, Perlen,
2 Hälften zusammengesetzte Anhänger aus Panzerplattenfragment, Armband aus Eisen.
dünnem, gepreßtem Goldblech, eine Nachah­ Mitte, bzw. zweite Hälfte des 7. Jahrhunderts
mung der zylinderförmigen Goldenhänger K O V R I G 1962, 16, Taf. L X V I I .
mit granulierter Verzierung. Am unteren und
oberen Ende der gepreßten Anhänger einige b. ALATTYÁN - Tulát (Komitat Szolnok)
Granulationskörner. Von dem bronzenen Grab 85.
Ohrring waren früher mehrere Bruchstücke Goldener, kugelförmiger Anhänger eines Ohrge­
vorhanden. hänges (Taf. 1.12-13), 2 St
Weitere Fundstücke aus dem Frauengrab: 12/1934.155. N847
Armband aus Bronzedraht, kleine gelbe 0,93 g (2 St)
Glasperlen. Ausgrabung: N. Fettich, I. Méri, 1934
Letztes Drittel des 7. Jahrhunderts Fragmente eines bronzenen Ohrringes. Der
MÁRTON 1906, 31-32; CSALLÁNY 1956, Anhänger besteht aus einem Goldblechzylin­
77/2. der und einer mit Granulation verzierten
kleinen Blechkugel.
2. A D O N Y (Komitat Fejér) Weitere Fundstücke aus dem Frauengrab:
goldenes Ohrgehänge mit pyramidenförmigem Bronzescheibe mit Speichen, Bronzearm­
Anhänger (Taf. 1. 5) band, Fragment bronzener Verzierung, Eisen­
OrnJank 10 ( = 62.155.51) N 394 ring, Spinnwirtel.
3,71g Mitte, bzw. zweite Hälfte des 7. Jahrhunderts
Stammt aus der Sammlung Jankovich. Zwi­ K O V R I G 1962 16, Taf. L X V I I .
schen 1775-1810 im Abschwemmgebiet der
Donau zum Vorschein gekommen. (Aus dem c. ALATTYÁN - Tulát (Komitat Szolnok)
Gutachten des Lektors I. Bona.) Grab 233.
An den kleinen, oben offenen Ohrring von goldenes Ohrgehänge mit Kugelanhänger
rundem Querschnitt ist mit Granulation ein (Taf. 1. 6-7), 2 St
kleines profiliertes, zylinderförmiges Glied 12/1934.379. N 712-713
angefügt und an dieses ein Anhänger in Form 1,96; 1,92 g
einer umgekehrten Pyramide. A n den Spitzen Ausgrabung: N. Fettich, I. Méri, 1934
der dreieckigen oberen Blechplatte der Pyra­ Auf den unteren Teil eines dünnen, runden
mide aus Granulationskörnern gefügte Ver­ Ohrringes ist eine kleine Blechkugel gezogen,
zierungen. Die Seitenflächen der Pyramide an diese sind drei gleich große und eine grö­
werden von aus Granulationskörnern beste­ ßere, ovale Blechkugel angeschlossen, die un­
henden Reihen gebildet; eine Seite fehlt. A n ten durch ein halbkugelförmiges Blech ab-
geschlossen ist. Der Anhängerteil ist mit Granulation ein langer, gerippter Zylinder
Granulation reich verziert. gefügt, der den großen, wie eine umgekehrte
Weitere Fundstücke aus dem Frauengrab: Pyramide gestalteten Anhänger hält. Auf der
Bronzearmband, gepreßte Agraffe, Finger­ oberen Fläche des Anhängers befanden sich
ring, Nadelbehälter. ursprünglich acht, gegenwärtig eine, bzw. vier
Mitte, bzw. zweite Hälfte des 7. Jahrhunderts kleine Blechkugeln, die auf gerippten Zylin­
K O V R I G 1962, 27-28, Taf. L X V I . dern sitzen. A n den Kanten der Pyramide
Reihen kleinerer kugeln. Im mittleren Teil
d. ALATTYÁN - Tulát (Komitat Szolnok) der Pyramidenflächen je vier runde Einfas­
Grab 269. sungen. In der mittleren, größeren, leeren
goldenes Ohrgehänge (Taf. 1.14) Zelle dürfte sich eine Steineinlage befunden
23/1936,82. N 733 haben, in den je drei kleineren (sind etwas
2,14 g gewölbte Blecheinlagen in Perldrahtumrah­
Ausgrabung: N. Fettich, I. Méri, 1936 mung zu sehen). A n der unteren Spitze der
Ohrring von Sechseckquerschnitt. Eines der Pyramide drei kleinere und eine große, aus
offenen Enden verdünnt sich, an dem ande­ zwei Hälften zusammengesetzte Blechkugel.
ren und auf der entgegengesetzten Seite des Die kleineren Kugeln werden durch Granula­
Ringes profilierte Muffe. An den unteren Teil tion zusammengehalten. Die Kugeln des
des Ringes ist ein ähnlicher, jedoch breiterer Ohrgehänges sind sehr abgewetzt und zerd­
Muff mit dem Dorn des Perlenhalters gelötet. rückt.
Der Perlenanhäger des Ohrgehänges fehlt. Ende des 6. - Anfang des 7. Jh.
Weitere Fundstücke aus dem Männergrab: P H O T O - KLÖSZ, 1878; H A M P E L 1894,
„Salzbehälter" aus Geweih, Eisenmesser. 58,8; V E N T U R I 1902 II, Fig. 57; H A M P E L
Erste Hälfte des 8. Jahrhunderts 1905, I. 358; II. 398; III. Taf. 286,8; C S A L ­
K O V R I G 1962, 30, Taf. X X I . L Á N Y 1956, 156/599; ERDÉLYI 1966, Abb.
49; B U D A P E S T M Ú Z E U M A I (Budapester
e. ALATTYÁN - Tulát (Komitat Szolnok) Museen) 1967, Titelblatt. (Die Identifizie­
Grab 604. rung des Ohrgehänges wurde 1988 von I.
goldener Anhänger eines bronzenen Ohrgehän­ B O N A aufgrund der C I M E L I O T H E C A vor­
ges (Taf. 1. 8-9), 2 St genommen).
13/1939. 26. N 714-715
1,08; 0,74 g b. A L I B U N A R - Garten von J. Schiessl
Ausgrabung: N. Fettich, 1939 (Jugoslawien)
Dem bronzenen Ohrring (einer ist fragmen­ pyramidenförmiger Anhänger eines goldenen
tarisch erhalten) ist der aus einem Gold­ Ohrgehänges (Taf. 2. 5)
blechzylinder und einer ovalen Blechkugel 62.155.103. N311
bestehende Anhängerteil angefügt. Der An­ 21,05 g
hänger ist mit Granulation verziert. Geschenk des Finders ( C I M E L I O T H E K A
Weitere Fundstücke aus dem Männergrab; 1825,62/28).
Gürtelzierden aus versilbertem Bronzeblech Die obere dreieckförmige Fläche des ver­
(Riemenzungen mit geraden Enden, runde kehrt pyramidenförmigen Anhängers ist in
und halbmondförmige Beschläge), Messer, der Mitte durchbohrt, die Seitenflächen sind
Schnalle und Ring aus Eisen. mit Granulation verziert, auf den Kanten der
Mitte, bzw. zweite Hälfte des 7. Jh. Pyramide sitzen große Kügelchen. A n der un­
K O V R I G 1962, 53, Taf. X L V I I I . teren Spitze der Pyramide sind drei Kügel­
chen, die größere Blechkugel fehlt. A n den
A L B A J U L I A s. GYULAFEHÉRVÁR Spitzen der Deckfläche der Pyramide ist ein
Kranz von Kügelchen und ein breiteres Band
4. a. A L I B U N A R (Jugoslawien) angebracht, das mit sieben größeren Kügel­
goldenes Ohrgehänge mit pyramidenförmigem chen verziert ist. Auf dem Band punziertes
Anhänger (Taf. 2. 1-2) 2 St Fischschuppenmuster. Die Verzierung und
62.155.53; 64. N 360-361 Durchbohrung der Deckfläche, durch die das
22,20; 24,15 g Innere der Pyramide mit lehmiger Masse aus­
1813 in Alibunar gefunden, vom deutschen gefüllt wurde, ist mit dem pyramidenförmi­
Banater Regiment von Perlas. Dem Palatin gen Anhänger vermutlich nicht gleichaltrig.
Josef geschenkt, der es dem Nationalmu­ Ende des 6. - Anfang des 7. Jh.
seum übergab ( C I M E L I O T H E C A 1825, MTÖK 1884,85/99; V E N T U R I 1902, II. Fig.
61/26-27). 57. (Die Identifizierung des Anhängers des
An den Ohrring mit Rundquerschnitt ist mit Ohrgehänges hat I. B O N A 1988 aufgrund der
C I M E L I O T H E C A 1825, 61/28 vorgenom­ 6. BÁCSFÖLDVÁR/ÓBECSE (BaCko
men.) Die pyramidenförmigen Ohrgehänge GradiSte/Becej) (Jugoslawien)
unter 4a und 4b stammen von verschiedenen goldener Ohrring (Taf. 1.15)
Fundstätten in Alibunar (Meinung des Lek­ 42/1900.123. N 866
tors I. Bona). 0,52 g
Geschenk: aus O-Becse, vom Leiter der Ar­
ALPÁR s. TISZAALPÁR beiten am Ferenc-Kanal, 1900
Dünner, kleiner Ring von rundem Quer­
5. a. B A K O N S Z E G (Komitat Hajdú-Bihar) schnitt, am Unterteil Granulation in Drei­
goldenes Ohrgehänge mit Kugelanhänger eckform. Hier war der kleine Kugel- oder
(Taf. 3. 1) Pyramidenanhänger aufgelötet.
51/1889.1. N 196 Erste Hälfte des 7. Jh.
15,20 g erste Mitteilung
Ankauf: von Mór Wiesinger, 1889, „im Flusse
Berettyó gefunden"
An den leicht oval verbogenen Ohrring von B A Í K A PALANKA s. NÉMETPALÁNKA
rundem Querschnitt, der an der Bruchstelle
mit Silber gelötet ist, sind mit Granulation B A C K O G R A D I S T E / B E C E J s.
eine, sodann drei kleinere, unten aber eine BÁCSFÖLDVÁR/ÓBECSE
große Blechkugel gefügt. Die Oberfläche der
drei kleinen, bzw. der großen Kugel ist mit 7. B O C S A (Komitat Bács-Kiskun)
Blechhalbkugeln in Granulationsrahmen und Fundstücke aus einem Fürstengrab
Granulationsfeldern in Rhombusform ver­ (Taf. 4-21)
ziert. Die kleinen Kugeln sind von einer Gra­ am 12. April 1935 auf dem Besitz von István
nulationsreihe umrahmt, am Treffpunkt der Pivarcsi in der Nähe des Kleingehöfts Tóbiás
Linien befindet sich je ein größere Granula­ beim Umackern des Weingartens zum Vor­
tionskern. schein gekommen. Am Fundort wurde von N.
Ende des 6. - Anfang des 7. Jh. Fettich eine Authentisierungsgrabung vorge­
H A M P E L 1889, 376,349; H A M P E L 1894, nommen (das Protokoll ist verschollen).
125,5; H A M P E L 1905, I. Fig. 935; III. 174/5;
CSALLÁNY 1956,156/597. große Riemenzunge aus Gold
(Taf. 4. 1)
b. B A K O N S Z E G (Komitat Hajdú-Bihar) 7/1935.1. N130
goldene Ohrgehängeanhänger 85,45 g
(Taf. 3. 2) Die Riemenzunge besteht aus doppeltem
51/1889. 2. N 621 Blech, das Seitenband gerippt. A m Rande der
4,87 g glatten Rückenplatte ein schmäleres geripp­
Ankauf: von Mór Wiesinger, 1889 tes Band. Auf der Vorderplatte in glattem
Aus Perlendraht zusammengestelltes, dreisei­ Bandrahmen und gegossenem, mit Perlen
tiges Prisma. Aus der Mitte der Seiten ragt je verziertem Rahmen steineinfassende Zellen.
eine leere, runde Steinfassung aus Blech he­ In einer davon ist die farblose, etwas grünli­
raus, die kleine, dreieckige Zellen bilden. Um che Glasplatte noch zu sehen. A m Rande Ku­
die runden Löcher unten und oben ein- bzw. geln aus Goldblech, unter ihnen an zwei Stel­
zweireihiger Perlendraht. len je ein kleiner Goldring. Unterhalb der
Ende des 6. - Anfang des 7. Jh. Kugeln am oberen Rand zwei Nietnägel zur
erste Mitteilung Befestigung des Riemens.

c. B A K O N S Z E G (Komitat Hajdú-Bihar) goldener Lochkranzbeschlag


goldenes Ohrgehänge (Taf. 4. 2-3) 2 St
(Taf. 3. 3.) 7/1935.6. N145-146
51/1889.3. N696 8,50; 8,55 g
3,63 g A m Rande einer doppelten, hufeisenförmi­
Ankauf: von Mór Wiesinger, 1889 gen Goldplatte, von einer gepreßten Kugel­
Ohrring mit kreisförmigem Querschnitt, mit reihe umrahmt, zwei halbmondförmige, he­
sich verjüngenden Enden. Auf dem Ring an rausragende, leere Steinfassungen. Am un­
drei Stellen aufgewickelte Perlendrahtverzie­ teren Rande der Platte schmales, geripptes
rung. Band. Auf der Rückenplatte je zwei Schlei-
Erste Hälfte des 7. Jh. fenüse zum Festmachen, auf dem einen Stück
erste Mitteilung so lang, wie die ovalen Beschläge.
kleine Riemenzunge aus Gold sen, profiliert, am Ende und an den beiden
(Taf. 4.4-5) 2 St Seiten der Pseudodorn von dreieckigem
7/1935.3. N 140-140a Querschnitt je eine runde Steinfassung (der
14,72; 14,99 g Stein fehlt). Der Schnallenrahmen ist mit
Ähnlich wie die große Riemenzunge gefertig­ einem gerippten Band gelenkig an den die
te, kurze, gedrungene kleine Riemenzunge. Form eines umgekehrten Wappens tragenden
Der aus Kugelreihen bestehende Rahmen der Schnallenbeschlag angeschlossen. Grundlage
Vorderplatte hat zwei Spitzen, darunter spitzt des Schnallenbeschlag ist ein gewölbtes
sich auch die Goldplatte zu. A m Rande der Goldblech, dessen mittlerer Teil herausragt.
glatten Rückenplatte und an der Kante ein In der Mitte Steinfassung, bei drei Pseudo­
schmales, geripptes Band, ein ähnliches, je­ schnallen mit hellgrüner Glassteineinlage.
doch breiteres bildet die Seitenplatte. Zur Um die Einfassung gegossene Perlenreihe
Befestigung diente ein Nietnagel, bei der ei­ und breiter Bandrahmen. Am Rande des
nen Riemenzunge in die rechte, bei der ande­ Schnallenkörpers 13 angelötete große Blech­
ren in die linke Seite der Kante geschlagen. kugeln. A n den unteren Rand des Schnallen­
Die Kugelreihen der Kante sind eingedrückt, beschlags hatte man ein schmales, eingekerb­
stark abgewetzt. In die abgewetzte Wölbung tes Band gelötet. Zur Befestigung dienen die
der Kante paßt vollkommen die abgewetzte auf die Hinterseite des Schnallenkörpers ge­
Wölbung der ovalen Beschläge. Diese kleinen löteten drei Schleifenösen.
Riemenzungen dürften unter den ovalen
Beschlägen, sich eng an diese anschmiegend, ovaler Beschlag aus Gold (Täf. 6.1-2) 2 St
an den Nebenriemen befestigt gewesen sein. 7/1935.4. N142-143
17,17; 17,83 g
kleine Riemenzunge aus Gold (Taf. 4. 6) Der Aufbau ist dem der Pseudoschnallen
7/1935.3. N141 ähnlich. In der mittleren ovalen Zelle befin­
13,51 g det sich ein grünlich-blauer Glasstein. Die
Schmäler als die beiden anderen kleinen Rie­ auf der Rückenplatte befindlichen beiden
menzungen und die Kante ist geradlinig ab­ Schleifenösen sind um 4 mm länger, als die
geschlossen. Ihr Aufbau gleicht dem der gro­ Ösen der Pseudoschnallen und anderer
ßen und der kleinen Riemenzungen. Ihre Beschläge, doch stimmt ihre Länge mit der
Größe, ihre Form ohne die kugelreihenum- Länge der Ösen der Lochkranzbeschläge
rahmte Deckplatte ist mit der der Beschläge überein. Die ovalen Beschläge sind abge­
an der Parierstange des Schwertes identisch. wetzt, ihre Wölbung paßt in die abgeschabte
Die Befestigung erfolgte unter der Kugelrei­ Wölbung der beiden gedrungenen kleinen
he des Randes in der Mitte mittels eines Riemenzungen. Sie dürften am Gürtel, bzw.
Nietnagels. Diese kleine Riemenzunge dürfte an den Nebenriemen eng untereinander an­
an dem Nebenriemen unter dem Lochkranz­ gebracht gewesen sein.
beschlag mit langer Hängeöse angebracht ge­
wesen sein. goldener Beschlag mit Haken
(Täf. 6. 3-4) 2 St
goldener Gürtelbeschlag in Form einer kleinen 7/1935.7. N138-139
Riemenzunge (Taf. 4. 7) 23,34; 23,23 g
7/1935.3. N144 Gegossener Köcherhaken. Am schildförmi­
14,59 g gen Teil Steineinfassungen, am Rande ge­
Auf der Vorderplatte aus glattem Blech des preßter Kugelreihenrahmen. An den zweiar­
wie eine kleine Riemenzunge geformten migen Hakenteil ist ein gekerbter Draht
Gürtelbeschlags in gepreßtem Kugelreihen­ gelötet. Am unteren Rand des Hakenkörpers
rahmen an die Riemenzungen gemahnende ein ebenfalls eingekerbtes Band, auf der
Steinfassung. A n den unteren Rand der Plat­ Rückseite zwei aufgelötete Schleifenösen
te ist ein gekerbter Bandrahmen, an die Rük- zum Befestigen.
kenplatte sind zwei kurze verschlungens
Schleifenösen gelötet. schildförmiger Beschlag aus Gold (TM. 6. 5)
7/1935.5. N137
Pseudoschnalle aus Gold 20,10 g
(Taf. 5.1-6) 6 St Form und Aufbau des Beschlags stimmen mit
7/1935.2. N131-136 dem Beschlag zum Pseudoschnallen überein.
34,75; 34,61; 34,05; 34,08; 34,41; 34,13 g Ursprünglich dürfte der Beschlag zum Be­
Die Pseudoschnalle mit Gelenk besteht aus schlag einer Pseudoschnalle bestimmt gewe­
zwei Teilen. Der Schnallenrahmen ist gegos­ sen sein, da an seinem unteren Rande das
gerippte Band unterbrochen ist. Auf diesem lexes, und ihr Material ist wegen des vielen
geraden Teil ersetzt ein mit Perlen ge­ Silbers weißlich.
schmücktes Band den fehlenden Rahmen.
Zur Befestigung des Beschlags dienen drei silberner Hängebeschlag (Taf. 8. 1)
Schleifenösen. 7/1935.24.
Gegossener, trapezförmiger Beschlagteil, lan­
goldener Haken mit Tierkopf (?) (Taf. 6. 6) ger, profilierter Hals, am Ende zwei mitein­
7/1935. 13. N 147 ander verbundene Scheiben. Auf der Rück­
10,96 g seite des trapezförmigen Teils drei kurze
Der wie ein gewölbter Schild geformte Be­ gegossene Nietnägel zum Befestigen.
schlag mit leichter Längsrippe und profi­
liertem Rand endet in einem stilisierten silberne Riemenzunge (Taf. 8. 2)
Tierkopf mit gebeugtem Hals. Auf der Rük- 7/1935.12.
kenplatte des schildförmigen Teils zwei kur­ Glatte, unverzierte Riemenzunge aus doppel­
ze, gegossene Nietnägel. Der Gegenstand ter Platte, mit geraden Seiten und abgerunde­
kann vielleicht das Schlußglied des Köcher­ tem Ende. Auch das schmale Seitenband ist
deckels gewesen sein? unverziert. Den oberen Rand umgibt ein ge­
ripptes Band, darunter ein Loch für den Niet­
große Riemenzunge aus Gold (Taf. 7. 1) nagel zum Befestigen. Stark abgewetzt.
7/1935.8. N155
29,78 g silberner Hängebeschlag (Taf. 8. 3)
Aus zwei Blechplatten, unverzierte Vorder- 7/1935.23.
und Rückplatte. Die Seitenplatte bildet ein Beschlag aus gegossenem Silber mit profilier­
geripptes Band. Auf der Vorderplatte gegos­ tem Rand. Den oberen Teil bilden zwei Ad­
sener Bandrahmen, der eingekerbten Draht lerköpfe mit durchbohrten Augen, der untere
nachahmt. Der obere Rand ist von einem Teil ist länglich rechteckig, mit ähnlich ge­
schmalen, glatten Band umrahmt. Unter dem formtem Durchbruch. Auf der Rückseite vier
oberen Rand der Riemenzunge ein Loch, der kurze, gegossene Niete zum Befestigen des
zur Befestigung dienende Niet fehlt. Beschlags.

goldene kleine Riemenzunge (Taf. 7. 2-4) 3 St silberne Riemenzunge (Taf. 8. 4)


7/1935. 9-10. N 156,156a, 157 7/1935.11.
11,54; 11,37; 7,44 g Aus doppeltem Blech, mit Seitenband, un­
Doppelte Blechplatte, auf der Vorderplatte verziert. Deckplatte vergoldet. Unter dem
eingekerbten Draht nachahmender Bandrah­ oberen Rand ein loch zur Befestigung. Kann
men. A m oberen Rande der Riemenzunge eine Riemenzunge des Aufhängeriemens des
glatter Bandrahmen, darunter ein Loch zum Schwertes sein.
Befestigen. Das Stück N 157 ist kürzer als die
beiden anderen. Silberschnalle (Taf. 8. 5-6) 2 St
7/1935. 22.
goldene scheibenförmige Beschläge Der ovale profilierte, gerippte Schnallenrah­
(Taf. 7. 5-12) 8 St men ist mit dem kleinen wappenförmigen,
7/1935.20. N154 profilierten Beschlag zusammengegossen. In
48,78 g (mit den 8 St Steineinlagen und der der Mitte des Schnallenbeschlags ein Loch, in
Masse zusammen) dem sich die fehlende Schnallendorn beweg­
Mit bronzener Unterlagsplatte zusammen ge­ te. Auf der Rückseite des Beschlags zwei kur­
preßter, glatter Beschlag mit wulstigem ze, gegossene Niete zum Festmachen. An
Rand, in der Mitte in runder Steineinfassung einem Exemplar fehlt einer der Niete, an sei­
auf einer Goldplatte gelbliche Glaseinlage. ner Stelle ist der Schnallenbeschlag durch­
Um die Einfassung herum eingekerbter locht. Die Schnallen dürften zum Köcherrie­
Draht. Auf der Rückseite ist der Rand der men gehört haben.
Goldplatte auf die rundum gestutzte Bronz-
platte gebogen. Zur Befestigung des Be­ Süberschnalle (Taf. 8. 7-8) 2 St
schlags dienen zwei in den Graben der Schei­ 7/1935.21.
be gelötete, bronzene Niete, die in das den Klein, der ovale, glatte, profilierte Schnallen­
Graben ausfüllende gipsartige Material ein­ rahmen ist mit dem wappenförmigen, profi­
gebettet sind. Die scheibenförmigen Beschlä­ lierten Schnallenbeschlag zusammengegos­
ge sind aus weniger feinem Gold hergestellt, sen. Hinter der Schnallenachse eine runde
als die übrigen Gegenstände des Fundkomp­ Durchbrechung, in der sich die abhanden ge-
kommene Schnallendorn bewegte. Auf der Schwertgriffbeschlag aus Gold (Täf. 10.1)
Rückseite des Schnallenbeschlag zwei kur­ 7/1935. 18. N 293
ze Niete zum Befestigen. Aufgrund ihrer 114,95 g (mit Eisenkern)
Abmessungen können sie die Schnallen des Mit gegossenem Perlendraht und Drähten
Aufhängeriemens des Schwertes gewesen verzierter, aus breiten Goldbändern zusam­
sein. mengesetzter Griffbeschlag, an den der mit
Goldblech überzogene, halbkreisförmige
goldenes Ohrgehänge (Täf. 9.1) Eisenringteil angefügt ist.
7/1935.17. N151
5,17 g goldener Schwertscheidenbeschlag
An den oben offenen Ring von Rundquer­ (Taf. 10. 2)
schnitt ist mit Granulation ein kurzes, zylind­ 7/1935.18. N292a
risches Glied, dann mit einem weiteren Gra­ 172,90 g (zusammen mit Taf. 11.1-2)
nulationskranz vier kleinere und eine mit­ Breite Goldbänder mit aufgelöteten Drähten
telgroße Blechkugel angefügt. und gegossenem Perlendraht verziert. Die
kreuzweise verlaufenden Bänder waren auf
silberne HaarspangeÇ?) der Rückseite der Scheide mit je zwei Nieten
(Täf. 9. 2-3) 2 St zusammengefaßt.
7/1935.30
Ring von Rundquerschnitt, das eine Ende goldene Parierstangebekleidung (Täf. 10. 2)
verjüngt sich, das andere ist von geripptem 2 St
Band umgeben. Dürften sie vielleicht Ohrge­ 7/1935.18. N 296,299
hänge gewesen sein? 26,90 g (mit den 2 St Eisenkernen, Stein­
einlagen zusammen) Riemenzungenförmige
GoldringÇM.%4-5) 2 St Scheidenbeschläge mit Eisenkern. Auf der
7/1935.16. N149-150 Vorderseite in gekerbtem Drahtrahmen auf
7,82; 9,08 g die Platte geklebte gewölbte Einfassungen
Ring von Rundquerschnitt mit zur Rhombus­ mit Granatplatteneinlage.
form gehämmertem Kopfteil, auf den einge­
rahmt von eingekerbtem Draht ein Rhombus goldener Nagelkopf (Taf. 10. 9-10) 2 St
und eine runde Einfassung gesetzt ist. An den 7/1935.32. N152
Spitzen des Rhombus je eine gepreßte Blech­ 3,48 g (2 St)
kugel. Rahmen aus Perlenreihen am Rande runder
Goldplatten, in der Mitte in runder Einfas­
Bernsteinperle (Taf. 9.6-7) 2 St sung grünlicher Glasstein. Der Nagel dürfte
7/1935.29. aus Eisen gewesen sein.
Rache Kugelform, verschieden groß, aus brä­
unlich-rotem Bernstein, in der Mitte ein gro­ goldener Schwertscheidenbeschlag mit Aufliän-
ßes, rundes Loch. geôseÇTkf. 11.1-2) 2 St
7/1935.18. N292D-C
Silberperle (?) (Taf. 9. 8) 172,90 g (zusammen mit Taf. 10.2)
7/1935.33. Ähnlich wie die Beschläge am Griff und am
Aus Blech gepreßt, faßförmig, mit goldener oberen Rand der Scheide aufgebauter und
Perlendrahteinrahmung um die eine Öffnung verzierter Beschlag, dem eine dreibögige, mit
herum (fehlt). Perlendraht, gezahntem Tierstil und in Zel­
len gelegten Granatplatten verzierte Hänge­
Messerscheidenortband aus Goldblech öse angeschlossen ist. E i n breites, geripptes
(Taf. 9.11) Band bildet die Seite der Öse. Der Rücken ist
7/1935.16. N148 eine Silberplatte (bei einem Exemplar ist sie
1,65 g erhalten geblieben) mit zwei Nietnägeln zum
Gepreßt, offene „U"-Form, profilierter Un­ Zusammennieten von Vorder- und Rücken­
terteil, sich verbreiternder, durchbohrter, of­ platte.
fener Oberteil.
goldener Schwertscheidenbeschlag (Taf. 12.1)
Goldblechfragmente 7/1935.19. N126
(Täf. 9.12-15) 4 St 64,10 g
7/1935.27. N 269 Unverzierter Beschlag des unteren Drittels
Dünne, fragmentarische Goldrauchblätter. der Schwertscheide aus Blech. Am unteren
Ursprünglich waren es 7 St. und oberen Rand der Scheide doppelte Per-
lenreihen nachahmender, gegossener Band­ goldener Kelch (Taf. 19)
rahmen. 7/1935.14. N125
Tafel 12. 2 zeigt die vollständige Schwertre­ 167,90 g
konstruktion aufgrund der Beschläge und der Aus dickem Goldblech gehämmert. Der Kör­
Fragmente des eisernen Schwertes Inv. Nr. per ist unten gerippt, halbkugelförmig, der
7/1935.36. sich nach oben verbreitende, horizontal ge­
rippte Hals wird nach oben von einem dicht
Goldbeschlag eines Köchermundes gerippten Band abgeschlossen. Der Fuß des
(Taf. 13-14. Vorder- und Seitenansicht) Kelches ist kurz, leicht konisch, unverziert
7/1935.25. N 485a-b, N 153, N 298 und rund.
70,27 g (die Einrahmung mit dem gebogenen
und den 3 St „ V - f ö r m i g e n Bändern zusam­ Goldbeschlag eines Trinkhorns (Taf. 2) 2 St
men) 7/1935.15 a-b. N 128
Gerade, gebogene und V-förmige gerippte 53,48 g
Goldbänder mit Nagellöchern zur Befesti­ Aus Goldblech gehämmertes Mundstück und
gung (Rekonstruktion von Gy. László). Trichterteil eines aus Holz oder aus Horn ge­
fertigten Trinkhorns. Die unverzierten Be­
Goldbeschlag eines Köchermunddeckels schläge sind von gerippten Bändern um­
(Taf. 15. 1) 2 St rahmt. Am Rande des breiteren Endes des
7/1935.25. N129 Mundstücks ein Nagelloch. A m schmalen
43,37 g (2 St) Ende des Mundstücks eine runde Öffnung.
Gerippte Goldblechbänder dem Bogen des
Köchermundes entsprechend gebogen, mit Silberkrug (Taf. 21.)
Nagellöchern zur Befestigung (Rekonstruk­ 7/1935.31.
tion von Gy. László). Der Korpus des Kruges ist aus Silberblech
gehämmert, oval, seitwärts zusammengefügt.
Köcherbeschläge und Nietnägel aus Gold A m Bauch breite Längsrippen, am Hals hori­
(Taf. 15. 2-6) 4+7 St zontale Kannelierung. Am Rande ein glattes
7/1935.25. N 153, N 298, N 297, N 29 Silberband. A n den Korpus des Kruges ist
13,99 g eine glatte, runde Bodenplatte gelötet. (Der
Aus geripptem Band ausgeschnittene „V"- Krug ist rekonstruiert, ergänzt).
förmige Beschläge verschiedener Größe und
dünne Nietnägel mit kleinem Kopf. Silberstreifen 2 St
Im Inventarbuch nicht verzeichnet
silbernes Band Schmales, unverziertes und geripptes Frag­
(Taf. 15. 7) ment. Seine Breite stimmt mit der des golde­
7/1935.28. nen Messerortbands überein. Auf alten Pho­
Schmales Band, mit geripptem Rand (Bord) tos und in der Beschreibung von Gy. László
an den Rändern. Beide Enden fragmenta­ erwähnt (es fehlt).
risch. A m Mittelteil zwei Löcher zur Befesti­
gung. Die Zeichnung im Inventarbuch be­ Das Fürstengrab kann auf die erste Hälfte
zeugt, daß das Band früher gewölbt war, mit des 7. Jh. datiert werden.
zwei langen Nietnägeln in den Löchern. Viel­ F E T T I C H 1937, 123, T. C X I X . 1 ; CSAL­
leicht schmückte es den unteren Rand des L Á N Y 1940, T 1-2; F E T T I C H 1951, 71, T.
Köchers. Früher waren noch zwei ähnliche L I ; LÁSZLÓ 1955, 219-232, Pl. X X X V - L ;
Fragmente vorhanden. Die vollständige Re­ CSALLÁNY 1956,90/104; L Á S Z L Ó 1976.
konstruktion des Köchers in Verkleinerung
1:3 auf der 16. Tafel (nach Gy. László). B R A T I S L A V A s. P O Z S O N Y

eiserne Pfeilspitzen 8. BUDAPEST-Angyalföld, Üteg- und Gömb


(Taf. 17. 1-13, Taf. 18. 1-14) 27 St utca-Ecke
7/1935.34. goldenes Ohrgehänge mit pyramidenförmigem
Die Pfeilspitzen sind großenteils verrostet, Anhänger (Taf. 2. 3)
stark fragmentarisch. Sie sind von verschiede­ 139/1909. N 205
nen Typen: spitzige mit drei Flügeln, mit drei 16,38 g
Flügeln und geschnittenem Ende, keulenför­ Ankauf: von Gábor Szabó, 1909.
mige und breite, flache Pfeilspitzen. A m Stiel A n den Ring von Rund querschnitt schließt
einiger Stücke ist der Abdruck des aufge­ mit Granulation ein langer, in der Mitte ge­
wickelten Fadens zu sehen. rippter Zylinder an, und an diesen der umge-
kehrt pyramidenförmige Anhänger. An den Perlendraht nachahmenden, eingekerbten
Rändern der oberen Pyramidenfläche sitzen Bögen umrahmt. An den Rändern eine Reihe
auf kurzen Zylindern sechs Blechkugeln. Der gepreßter halbkreisförmiger Bögen. Zur Be­
mittlere Teil der Seitenflächen der Pyramide festigung dienten die vier an den Rändern be­
ist von kleineren runden Blechzellen in gro­ findlichen Löcher. Das Goldblech ist sehr
ßen dreieckigen Zellen ausgefüllt. An die dünn, die Rückseiten sind auffallend weiß­
untere Spitze der Pyramide schließen durch lich. Die Ausschnitte des Feldes wurden nach
Granulation verbunden drei kleinere und dem Pressen angefertigt, sie sind unregelmä­
eine größere Blechkugel an. ßig, die Ränder zurückgebogen.
Das Gegenstück des Ohrgehänges befindet
sich im British Museum. goldene Rosette (Täf. 22. 4)
Ende des 6. - erste Hälfte des 7. Jh. 5/1937.2. N 240
CSALLÁNY 1956, 92/112; N A G Y 1973, 199; 1,35 g
113. Bild, am Rand rechts. Aus dickem Blech gepreßt, mit nach unten
Ein ähnliches Paar Ohrgehänge mit pyrami­ gebogen em Rand.
denförmigen Anhängern, das unter der In­ Die Verzierung läßt erkennen, daß sie aus
ventarnummer 138/1909 unter Angabe des einem größeren Blechstück ausgeschnitten
Fundortes Budapest-Angyalföld registriert wurde. Das Muster besteht aus sechs, mit
war, wurde von N. Fettich 1932 mit L . Ma­ Perlenreihen umrahmten, Ringköpfe nachah­
uthner gegen eine gotische Schnalle geta­ menden Teilen und aus der von ihnen um­
uscht. Der derzeitige Aufbewahrungsort der grenzten, sechseckigen, gepreßten Figur mit
Ohrgehänge ist unbekannt. Perlenschnurumrahmung. A m Rande der Ro­
sette sind zwischen je zwei Kreisen die Per­
B U D A P E S T III. s. Ó B U D A lenschnurrahmen größerer Kreise zu sehen.
In der Mitte der Rosette und in der Mitte von
B U D A P E S T X X . s. ERZSÉBETFALVA zwei kleineren, an einer Diagonale liegenden
Kreisen je ein Loch zum Befestigen.
B U D A P E S T X X I . s. C S E P E L
Münzennachahmung(?) aus Gold (Taf. 22. 5)
B U D A P E S T XXII. s. N A G Y T É T É N Y 5/1937.7. N 236
1,70 g
CHORVATSKY G R O B s. HORVÁTGURAB Runde, flach gehämmerte Platte, die Ränder
beschnitten. An der Vorderseite eingeschla­
9. CIBAKHÁZA (Komitat Jász-Nagykun-Szol­ gene konzentrische Kreise, in zwei Größen.
nok) Die Spur der Stärkeren Schläge ist auch auf
Reiches Frauengrab. der Rückseite zu sehen.
Ankauf: vom Juwelier Károly Bleyer in
Szolnok, 1937. Das Frauengrab wurde bei Messergriffbeschlag aus Gold (Täf. 23.1)
Bauarbeiten neben dem Keller des Gemein­ 5/1937.4. N 234
deschreibers Marton gefunden. Tibor Nagy, 2,08 g
der Notar von Cibakháza versprach, zum ein­ Aus breitem Blechband gefertigte Scheide.
gesandten Schädel auch die übrigen Skelett- Die Rande des Blechs sind übereinander ge­
Teile zu schicken. Die Funde wurden am 27. bogen, gelötet. In der N ä h e des oberen und
November 1937 vom Gy. László ins Museum unteren Randes läuft ein gepreßtes Per­
gebracht (Eintragung im Inventarbuch der lenschnurdekor ringsum. Das eine Ende der
Völkerwanderungszeitlichen Sammlung nach Scheide ist unverziert, mit einer schmalen,
der Inventarnummer 5/1937). ovalen Platte abgeschlossen. In der Mitte der
Rückseite der Scheide, im oberen Drittel ein
Stirnbeschlag aus Goldblech (Taf. 22.1-3) 3 St Loch zum Befestigen.
5/1937.1. N239
4,70 g (3 St mit Bronzeunterlagenspuren) goldenes Bandblech (Taf. 23. 2)
Aus dünnem Goldblech mit der bronzenen 5/1937.9. N235
Blechunterlage zusammen gepreßter, etwas 0,28 g
ovaler Beschlag mit zackigem Rand. In der Dünnes, gerades Bandblech, in der Mitte
Mitte des Feldes ein stilisierter Lebensbaum, durchlaufendes Perlenschnurdekor. E s war
mit je einer Taube rechts und links. Am unte­ an die Innenseite des breiteren Bandes N 233
ren Teil des Beschlags sich auseinandernei­ (23. Tafel 4) gelötet und schmückte die Mes­
gende Zweige (oder ein in einem Vogelkopf serscheide in Längsrichtung nach (LÁSZLÓ
endendes Motiv?). Das innere Feld ist von 1955, 241; Fig. 68).
goldenes Bandblech Das reiche Frauengrab kann auf das Letzte
(Taf. 23. 3-4) 2 St Drittel des 7. Jh. datiert werden.
5/1937.5. N233 LÁSZLÓ 1955, 239-252, Fig. 65-68, PI.
1,90 g (2 St) LIV-LV.
Aus dünnem Goldblech ausgeschnittene und
gebogene Messerscheidenbänder, an den 10. a. CIKÓ (Komitat Tblna) Grab E
Rändern gepreßte Perlenschnurumrahmung. goldenes Ohrgehänge (Täf. 3. 4)
Die Enden sind aufeinandergelötet. Auf die 5/1930.48. N 718
Innenseite des einen Bandes war das auf Tafel U3g
23 unter Nr. 2 gezeichnete Band gelötet. Ankauf: vom Landwirt József Kiss, aus Ófalu,
der den Fundgegenstand ausgegraben hatte.
Messerscheidenortband aus Gold Kleiner, brüchiger Ohrring aus Silber, mit
(Taf. 23. 5-6) 2 St aus drei kleineren und einem größeren Gold-
5/1937.3. N232 kügelchen zusammengestellten Beerenan­
1,90 g (2 St) hänger.
Das Ortband besteht aus zwei Teilen. Der un­ Weitere Funde aus dem Männergrab: silberne
tere Teil besteht aus gebogenem Bandblech, Riemenzungen mit Flechtbandmuster, Eisen­
in der Mitte gepreßtes, eine Perlenschnur schnalle, Eisenmesser.
nachahmendes Dekor. A n den Boden der Letztes Drittel des 7. - Anfang des 8. Jh.
Scheide ist eine tropfenförmige Abschluß­ CSALLÁNY 1956, 96/147.
platte gelötet, auf einem Exemplar mit ge­
preßtem Perlschnurmuster in der Mitte, wäh­ b. CIKÓ (Komitat Tblna) Grab 33.
rend auf dem anderen das Muster kaum goldenes Ohrgehänge (Täf. 3. 5-6) 2 St
sichtbar ist. A n die Vorderplatte der Scheide 4/1894. 140-141. N 590-591
war in der Mitte in senkrechter Stellung ein 3,75; 3,80 g
oben abgerundetes Band gelötet, dessen ge­ Ausgrabung: Mór Wosinsky
preßtes Muster zwei ineinander verschlunge­ Eines der offenen Enden des Ohrringes von
ne, kannelierte Kreise zeigt. Der untere Kreis Rundquerschnitt verjüngt sich, am anderen
ist nur verwischt zu sehen. Die Mitte des Ende befindet sich ein leerer Blechzylinder,
Kreises ist von vier Bögen in Felder geteilt. in den das spitze Ende hineinpaßt. A n drei
Punkten des unteren Teils des Ringes aufge­
Goldblech wickelte Perlendrahtverzierung.
(Täf. 23. 7-10) 4 St Weitere Funde aus dem Frauengrab: ge­
5/1937.10. N231 mischt zusammengesetzte Perlenkette, Bron­
3,70 g (4 St) zering, Eisenmesser, silberne Stylusnadel.
Unverzierte Bänder in mehreren Stücken. Erste Hälfte des 7. Jh.
Ein Stück ist etwas schmäler, etwas rötlich. W O S I N S K Y 1894, 43; H A M P E L 1897, 205,
Eines der breiteren Bänder hat abgerundete 5-6; H A M P E L 1905, III. T. 201/5-6; K I S S -
Enden. A n den Bandenden einfache, bzw. SOMOGYI1984,206, 4. Tafel.
doppelte Löcher zum Befestigen. Die Bänder
sind stark zerdrückt und brüchig. Sie dürf­ C L U J s. KOLOZSVÁR
ten Beschläge irgendeiner Scheide gewesen
sein. 11. CSEPEL-Kavicsbánya ( B U D A P E S T X X I . )
Männergrab: „aufgefunden in der Kiesgrube
goldenes Armband in Csepel von István Trepák, bei Erdarbeiten"
(Täf. 24.1-2) 2 St Offizielle Übergabe durch die Zweigstelle
5/1937.6. N 237, N 238, N 313 Csepel der Kgl. Ungarischen Staatspolizei.
28,30; 30,84 g (mit Bronzekern)
Dickes, mit Goldblech bezogenes Bronze­ Goldbeschlag eines Schwertgriffes
armband mit rundem Querschnitt, mit fla­ (Taf. 25.1)
chen, schlangenkopfförmigen Enden, die 32/1924.b N 268
ebenfalls mit Goldblech bezogen wurden. Auf 22,4 g
der oberen flachen Platte der Enden aus Flachgedrückter, zylinderförmiger, unverzier-
sechs Zellen bestehender Schlangenkopf. An ter Beschlag, an den Rändern dreireihige Per­
den Rändern des Kopfes und der runden, lenschnüre nachahmende, gegossene Bänder.
augenimitierenden Zellen Perlschnurrahmen. Das obere Ende der Scheide schließt eine
Die Steineinlagen fehlen. E i n Ende des einen ovale Platte mit Perlendrahtumrahmung ab,
Armbandes fehlt, ein anderes Ende ist stark in der Mitte eine ovale Steinfassung, mit brei
brüchig. tem, gekerbtem Rahmen, an den sich roset-
tenförmige kleinere Zellen anschließen. Die stellte Zylinder mit der Deckplatte verbun­
Steine fehlen. den sind. A n die untere Spitze der Pyramide
waren - wie aus der Zeichnung im Inventar­
Schwertgriff-Goldbeschlag (Taf. 25. 2) buch hervorgeht - drei kleinere und eine
32/1924.C N 268 mittlere Blechkugel gelötet, die abgängig
13,7 g sind.
Kurzer, unverzierter Blechbeschlag in flach Ende des 6. - Anfang des 7. Jh.
gedrückter Zylinderform, an den Rändern H A M P E L 1911, 40; CSALLÁNY 1956,
verschieden breite, Perlenschnüre nachah­ 102/196.
mende gegossene Bänder.

goldener Schwertscheidenbeschlag und Hänge­ 13. a. DEBRECEN-Kossuth-utca (Komitat Hajdú-


öse (Taf. 25. 3) Bihar)
32/1924.d-e N 268,268a goldenes Ohrgehänge mit Kugelanhänger
15,2; 15 g (Täf. 3. 3-9) 2 St
Der Scheidenbeschlag ist aus unverziertem 14/1895.1-2. N 198-199
Blech gefertigt, flachgedrückte Zylinderform, 14,18; 14,49 g
an den Rändern Perlschnüre nachahmende Ankauf: von Jakab Krausz, 1895
gegossene Bänder. Das Ende der Bänder ist Aus gekerbtem Draht gefertigter runder Ohr­
hinten abgeschnitten, an die Rückseiten ihrer ring an den mit Granulation zuerst eine,
Enden hatte man kleine abgerundete Bänder dann drei kleinere und ganz unten eine große
gelötet, die mit dem Scheidenblech zusam­ Blechkugel gefügt ist. Die große Kugel ist un­
men durchbohrt waren. An die so befestigten ten mit einer kleinen Halbkugel aus Blech, an
Punkte schließt die „P"-förmige Hängeöse der Oberfläche mit in Rhombusform ange­
an. Dessen Vorderseite ist von einem gegos­ ordneten Granulationskörnern verziert. Zur
senen Perlschnurband umrahmt, am äußeren Verzierung wurde Granulation von drei ver­
Rand ein breites Zellenfeld, dahinter eben­ schiedenen Feinheiten verwendet. Die Ohr­
falls ein Band mit Perlenschnurverzierung, in gehänge sind abgewetzt.
der Mitte zwei runde Zellen für Steineinla­ Ende des 6. - Anfang des 7. Jh.
gen, von einem eingekerbten Streifen umge­ H A M P E L 1895, 278 (ohne Abbildung)
ben. Die Seitenplatte des Anschnallschar­
niers ist ein der Länge nach kannelierter b. DEBRECEN-Kossuth-utca (Komitat Hajdú-
Streifen, die Rückseite eine schmale „P"-för- Bihar)
mige Silberplatte unverziert. Anhänger eines goldenen Ohrgehänges
Weitere Fundstücke aus dem Männergrab: (Taf. 3.10)
gerade, zweischneidige, brüchige Schwert­ 14/1895.5. N 684
klinge aus Eisen, auf der sich die Goldbe­ 3,17 g
schläge befanden sowie eine Bronzeschnalle Ankauf: von Jakab Krausz, 1895
und dreiflügelige und schaufeiförmige Pfeil­ Aus zwei Teilen zusammengelötete Blechku­
spitzen. gel, unten und oben durchlöchert. A n das
Ende des 6. - Anfang des 7. Jh, obere Loch schließt ein aus geripptem Strei­
F E T T I C H 1926, 265-272, T.24; LÁSZLÓ fen gefertigter zylindrischer Mantel an. E s
1942a, 779-812; CSALLÁNY 1956,93/119. dürfte sich um den Anhängerteil eines Ohr­
gehänges handeln.
12. DÁVOD (Komitat Bács-Kiskun) 6. Jh., byzantinische Arbeit
goldenes Ohrgehänge mit pyramidenförmigem H A M P E L 1895,278 (ohne Abbildung)
Anhänger (Taf. 3. 7)
90/1910. N197 14. DÉVAVÁNYA-Köleshalom (Komitat Békés)
10,78 g Grab 15.
Ankauf: von Dezső Gebhardt, 1910 goldenes Ohrgehänge (Taf. 3.11)
Runder Ohrring von Rundquerschnitt, an 3/1937.46. N 781
den mit Granulation ein gerippter Blechzy­ 2,53 g
linder angefügt ist. Daran schließt der ver­ Ausgrabung: N. Fettich, S. Domanovszky, I.
kehrt pyramidenförmige Anhänger an. A n Méri, 1937 auf dem Acker von Pál Szüts
den Seitenflächen sind kleine runde, sowie Runder Ohrring, ein Teil von rundem, ein an­
größere dreieckförmige Zellen von dreifacher derer von etwas sechseckigem Querschnitt.
Granulationsreihe umrahmt. A n den oberen An den unteren Teil des Ringes ist mit Gra­
Spitzen der Pyramide sitzen kleine Blechku­ nulation ein fragmentarischer kleiner Blech­
geln, die durch aus gekerbten Streifen herge­ kugelanhänger gelötet.
Weitere Fundstücke aus dem Männergrab: hen sie am aufgebogenen Rande des Mittel­
Riemenzunge aus Silberblech, Silberbeschlag teiles. An der inneren Seite der Kugeln ist die
mit blauer Glaseinlage, profilierte Bronze­ herausragende, unten aber den Rand der
schnalle. Deckplatte nicht berührende, gepreßte Stein­
2. Hälfte des 7. Jh. fassung mit gewölbter Krönung befestigt.
K O V R I G 1962,128, Fig. 41 Verzierung der Seitenfläche: ein aus ge­
preßten Köpfen bestehendes, friesartig ring­
15. DOMBÓVÁR (Komitat Tolna) sum laufendes Band. Am unteren und oberen
goldenes Ohrgehänge mit Kugelanhänger Rand Perlenschnüre nachahmende Reihen
(Taf. 33. 3-4) 2 St von Halbkugeln. Über der unteren Reihe ist
119/1877. VI. 9. (= 62.155.85) N 200-201 unter den Köpfen auch noch eine Reihe ge­
10,90; 10,95 g preßter Bögen zu sehen. Den mittleren Teil
Ankauf: aus der Sammlung Ágoston Szalay, des Frieses füllen einander gegenüber stehen­
1877. Grabfund aus den Jahren 1864-65. de, im Profil abgebildete Köpfe (auf kurzem
An den Ring von Rundquerschnitt schließen Haar perlenbetztes Band, in der Hand der
sich mit Granulation drei mittlere und eine Gestalt zur Linken ein Kreuz mit langem
große Blechkugel an. Oben auf den kleineren Schaft) und ein langhaariger, gegenüber ste­
Kugeln runde, leere Steinfassungen, um sie hender Kopf ohne Bart aus. Das Muster wie­
herum Granulation. Die große Kugel ist mit derholt sich. Zum Pressen des Frieses diente
doppelter Granulationsschnur in drei Teile ein positiver Preßmodel. Beim Zusammenfü­
geteilt, in deren Mitte befinden sich von Gra­ gen der Enden der Seitenplatten wurde das
nulation umgebene Halbkugeln aus Blech. Muster nicht berücksichtigt. Im Innern der
Eine ähnliche Verzierung ist auch bei der Schachteln befinden sich gewundene, lange,
Zusammenfügung der drei kleineren und schmale Blechösen. Diese sind aus hellerem
der großen Kugel, sowie am unteren Teil der Gold, als die Schachteln. An der Kurzseite
großen Kugel. der einen Schachtel in einem runden Kopf
endender Haken, an der anderen ein Schleife
Ende des 6. - Anfang des 7. Jh.
mit Perlenschnurrahmen. Das sind die stark
R O M E R 1868, 185, Nr. 993; P H O T O -
abgewetzten Schließenglieder des Agraffen­
KLÖSZ, 1878; V E N T U R I 1902, II. Fig. 57;
paars.
H A M P E L 1905, III. T286/6; CSALLÁNY
1956,156/597. Letztes Drittel des 7. - Anfang des 8. Jh.
R O M E R 1870, 306-308; H A M P E L 1905,
16. DUNAPATAJ (?) (Komitat Bács-Kiskun) III. Taf. 282; HORVÁTH 1935, 61, T.48;
goldene Agraffe CSALLÁNY 1956, 108/233; G A R A M 1989.
(Taf. 26) 2 St
183/1870. N 285 17. DUNAPATAJ-Szelidi tó (Komitat Bács-
75 g (2 St) Kiskun)
Ankauf: vom Pester Antiquitätenhändler goldenes Ohrgehänge mit kleinem Kugelanhän­
Lőwy Stern 1870. (Bei der Eintragung ins In­ ger (Taf. 3.13)
ventarbuch wurde der Fundort nicht erwähnt; 64.16.1 N862
R O M E R schrieb aber 1870: „angeblich Du­ 2,71g
napataj"). Ankauf: von der Gattin Sándor Bak, 1964
Das Agraffenpaar besteht aus zwei ähnlich An den unteren Teil des dünnen, runden
aufgebauten und ähnlich verzierten, vierecki­ Ohrringes ist mit Granulation ein langer,
gen Schachteln in kurzer Rechteckform, ohne zylindrischer Blechmantel, weiters drei klei­
Bodenplatte. Die obere Platte der Schachtel nere und unten eine mittelgroße Blechku­
ist aus glattem Blech, in der Mitte ein recht­ gel gefügt. Die kleinen Kugeln sind an
eckiger Ausschnitt, dessen Ränder nach oben der Zusammenfügung von Granulation um­
gebogen sind, und um den Blech gelötet ist. geben.
Verzierung der Deckplatte: am Rande ein Erste Hälfte der 7. Jh.
Reihe von gepreßten, flachgedrückten Halb­ erste Mitteilung
kugeln mit Palmenzweigen verziert. An der
Längsseite sieben, an der kürzeren Seite 18. DUNAPENTELE(Dunaújváros) (Komitat
sechs Halbkugeln. Innerhalb der Kugelum­ Fejér)
rahmung punzierte Streifen, 14 halbkreisför­ goldener Anhänger (Taf. 3.13)
mige Bögen. Die innerste Reihe des Dekors: 18/1910.8. N 401
gepreßte Halbkugeln mit Blattmuster, klei­ 1,95 g
ner als an den Rändern. Eine Seite von ihnen Ankauf: von László Mauthner, 1910
ist an die Bögen gelötet, mit der anderen ste­ In rundem Perlendrehtrahmen drei Peltaför-
mige Bögen, mit größeren Kügelchen ver­ Mitte ein Nietloch. Der obere Rand der Rük-
ziert. Am Rand eine profilierte Bandöse. kenplatte zurückgebogen, ähnlich wie bei den
Spätantike Arbeit, 4-6. Jh. kleinen Riemenzungen von Ozora.
G A R A M 1980,170, Abb. 5. 4
goldener Gürtelbeschlag (Taf. 27.3)
19. D U N A P E N T E L E (Dunaújváros-Weingarten 73/1908.298. N 671
Hauser) (Komitat Fejér) 3,70 g
goldene Münzennachahmung Doppelschildform. Die gepreßte Verzierung
(Taf. 35. 9) gleicht der der kleinen Riemenzungen. Im
113/1908.148 ( = 62.155.29) N 617 kleineren, wappenförmigen Feld gepreßtes,
0,30 g verwischtes Pflanzenmuster.
Ankauf: von Daniel Rákits, 1908
Dünnes, etwas unregelmäßiges rundes Gold- goldener Lochkranzbeschlag
plättchen, auf dem verwischt zwei einander (Taf. 27. 1-2) 2 St
gegenüberstehende, einen Globus tragende 73/1908. 294-295. N 675
Figuren und Spuren des Prägezeichens zu er­ 3,24 g (2 St)
kennen sind. Das Plättchen war auf eine rö­ Gepreßt, hufeisenförmig, der äußere Rand
mische Kleinbronze aus dem 3. Jh. gepreßt doppelt gewölbt. Der eine gepreßte Per­
(Bestimmung von K BIRÓ-SEY 1988). lenschnur nachahmende Rahmen mit nach
Letztes Drittel des 7. Jh. unten gebogenem Rand umfaßt zwei tropfen­
erste Mitteilung förmige Felder, die Steineinfassungen imi­
tieren.
20. a. DUNAPENTELE-Öreghegy (Dunaújváros)
(Komitat Fejér) Grab 7 (= Grab I) goldenes Ohrgehänge
goldenes Ohrgehänge (Taf. 27. 7)
(Taf. 28.19) 73/1988.292. N 663
73/1908. 253. N 612 0,97 g
0,80 g An einen dünnen, runden Ring mit Granula­
An einem dünnen Ring mit rundem tion gelöteter kleiner doppelkegelstumpfför-
Querschnitt Beerenanhänger aus drei kleine­ miger und darunter ein kleiner Blechkuge­
ren und einem mittleren Goldkügelchen. lanhänger. An den Zusammenfügungen, auf
der Oberfläche und am unteren Teil der K u ­
goldene Münzennachahmung (Taf. 28. 20) gel kleine Granulationskernverzierung.
73/1908.252. N 613
1,03 g goldene Münzennachahmung (Taf. 27. 6)
Rundes, flachgehämmertes, an den Rändern 73/1903.293. N 67
eingerissenes Plättchen mit rauher Oberflä­ 0,52 g
che. Eine Münze ersetzender Grabobulus. Kleines, rundes, unverziertes Blatt. Eine
Die weiteren Funde aus dem Reitergrab: Münze ersetzender Grabobulus.
zylindrische Zopfspange, gepreßte Riemen­ Weitere Fundstücke aus dem Reitergrab: ge­
zungen aus Silber, gegossene Bronzeschnal­ preßte, runde Pferdegeschirrbeschläge, Steig­
len, Köcherknochen, Pfeilspitzen, Bogen- bügel mit geradem Tritt, Trense mit Seiten­
knochen, „Salzbehälter" eisernes Messer, stab, Gurtschnalle, Schelle, Bogen- knochen.
Steigbügel, Trense mit Seitenstab, Säbel, ge­
preßter Pferdegeschirrbeschlag. c. DUNAPENTELE-Öreghegy (Dunaújváros)
(Komitat Fejér) Grab 11 ( = Grab III)
b. DUNAPENTELE-Öreghegy (Dunaújváros) kleine Riemenzunge aus Gold
(Komitat Fejér) Grab 10 ( = Grab II) (Taf. 28. 3-7) 5 St
kleine Riemenzunge aus Gold 73/1908.361-364. N 666, N 668
(Taf. 27. 4-5) 2 St 6,39 g (5 St)
73/1908. 296-297. N 664-665 Doppelblech, mit gewölbtem Rand. Die
2,79 g (2 St) Deckplatte ist gepreßt, nach unten gebogener
Kurze, breite kleine Riemenzunge. Rücken­ Rand, in der Mitte eine Längsrippe. Glatte
platte aus glattem Blech, die Vorderplatte Rückenplatte. Der obere Rand ist brüchig.
gepreßt, mit nach unten gebogenem Rand. Bei einem Stück fehlt der Oberteil, die
Durch eine Rippe getrennt in doppeltem, ge­ Riemenzunge ist nur halbgroß. Unter dem
kerbtem Rahmen stilisierter „Lebensbaum", Rand Nietnagel zum Befestigen des Riemens.
daneben tropfenförmige Motive. Der obere Der Nietnagel des fragmentarischen Stückes
Rand der Vorderplatte zerbröckelt, in der ist aus Gold.
goldener Gürtelbeschlag d. DUNAPENTELE-Öreghegy/Dunaújváros
(Taf. 28.13-15) 3 St (Komitat Fejér) Grab 12 ( = Grab IV)
73/1908.365-367. N 673 goldenes Ohrgehänge (Taf. 27. 8-9) 2 St
4,83 g (3 St mit der bronzenen Blechunterla­ 73/1908.400-401. N 676-677
ge) 8,40; 8,32 g
Auf eine bronzene Blechunterlage gepreßter, Ohrring von rundem Querschnitt, mit an der
dünner Gürtelbeschlag aus Goldblech. Die Achse frei schwingendem Anhänger. Über
beiden kurzen Enden der länglich rechtecki­ der Achse ein Dorn aus Gold, durch einen
gen Beschläge sind zugespitzt, die Ränder profilierten Muff mit der Achse verbunden.
eingebogen, gewölbt. In der Mitte eine Ein ähnlicher befindet sich auf der gegen­
Längsrippe. überliegenden Seite des Ohrringes. Von den
Dornen fehlen die Steine. A m offenen E n ­
goldener Gürtelbeschlag de des Ringes und auf der entgegengesetz­
(Taf. 28. 9-12) 5 St ten Seite Goldmuffe am Ring. Das obere
73/1908.355-359. N 667 Ende des Ohrringes verjüngt sich. Auf der
6,48 g (5 St mit der bronzenen Blechunter­ Achse des Anhängers tropfenförmiger, heller
lage) Amethyst in granulationsverzierter, kegel-
Aus dünnem Goldblech mit der bronzenen stumpfförmiger Blechmanteleinfassung. Un­
Blechunterlage zusammen gepreßter Be­ ter dem Stein kleiner Ring aus Perlendraht,
schlag mit nach unten gebogenem Rand und darunter kann sich eine kleine Perle aus
gewölbten Seiten, in der Mitte eine Längsrip­ Glaspaste befunden haben (auf früheren Fo­
pe. Der untere Teil zugespitzt, der obere Teil tos ist sie noch zu sehen), darunter ist das
konkav gewölbt. Unter dem oberen Rand Achsenende schlaufig gebogen.
eine gepreßte Nietnagelimitation.
Agraffenpaar aus Goldblech
goldener Beschlag (Taf. 28. 18) (Taf. 27. 10-11) 2 St
73/1908.350. N 831 73/1908.402-403. N 669-670
3,8 g (mit Silberblechunterlage) 3,20; 3,43 g (mit Bronzeunterlage)
Aus dünnem, mit der Silberblechunterlage Rundes, mit der Bronzeblechunterlage zu­
zusammengepreßtem Goldblech gefertigter, sammen gepreßtes Agraffenpaar. Verzierung:
quadratischer Beschlag mit nach unten ge­ zentrales, rundes Feld mit anschließenden
bogenem Rand. A m das mittlere, quadrati­ Kreisbögen. Außerdem mit Einkerbungen
sche Feld schließen sich Halbkreisbögen, de­ verziertes Feld, dann ein Feld eingekerbter
ren Mitte durchlocht ist. In drei Bögen ist der Halbkreisbögen, die die Verbindung zum ge­
große Silbernietnagel mit rundem Kopf er­ kerbten Rand der Agraffe herstellen. Am
halten geblieben. Der mittlere Teil des Be­ Rande beider Stücke kleine Eindruckstellen
schlags ist profiliert, ragt spitz heraus. dort, wo sich die der Verbindung dienenden
Schleifen befanden. Auf dem einen Stück an
goldener Beschlag (Taf. 28. 16-17) 2 St dieser Stelle und an zwei Punkten der Rück­
73/1908.353-354. N 674 seite Silberspuren. Die Befestigungsösen und
1,11 g (2 St mit Bronzeunterlage) die Klammern dürften aus Silber gewesen
Aus dünnem Goldblech mit der Bronzeblech­ sein. Die Verzierung der Agraffe imitiert ein
unterlage zusammen gepreßter Beschlag in früheres, byzantinisches, mit Einfassungen,
kleiner, breiter Hufeisenform, mit Längsrip­ Edelsteineinlagen und Perlenkränzen ge­
pe in der Mitte. schmücktes Schmuckstück (runde Fibel oder
Mittelscheibe eines Armbands).
goldenes Ohrgehänge (Taf. 28. 1-2) 2 St
73/1908.368-369. N 672 Rosette aus Gold (Taf. 27. 12)
1,77 g (2 St, mit Silberkügelchen) 73/1908.404. N 678
Etwas oval gebogener Ohrring von rundem 0,39 g
Querschnitt mit aus vier kleineneren Gold- Kleine, runde, gepreßte Rosette. In gekerb­
kügelchen und dem an sie gelöteten Silberkü­ tem Rahmen ein rundes Feld, das mit Kreis­
gelchen zusammengesetztem Anhänger. bögen verziert ist, die an den Rand anschlie­
Weitere Fundstücke aus dem Reitergrab: ßen. Die Ränder der Rosette sind nach
rechteckiger, gepreßter Zopfspange Eisen­ aufwärts gebogen. Die Rosette wurde auf
messer, Bogenknochen, Steigbügel mit dem Preßstock der Agraffen hergestellt, das
Schiingenöse, gepreßte Pferdegeschirrbe­ Muster ist längs des Randes des Mittelteils
schläge, Bronzeschnalle, Eisenschnalle, Sarg- der Agraffe herausgeschnitten. Von Bronze­
klammer. unterlage fehlt jede Spur, ebenso von der Be-
festigung. Sollte es sich um eine Münzenimi­ nitt ist mit Granulation ein kurzer Zylinder,
tation handeln? an diesen ein verkehrt pyramidenförmiger
Weitere Fundstücke des Frauengrabes: Ton­ Anhänger gefügt. An den Spitzen der oberen
gefäß, Bronze- und Eisenschnalle, Sargklam­ Platte der Pyramide kleine Kügelchen. A n
mer. der unteren Spitze drei kleinere Kügelchen
und eine größere Blechkugel. Die Seiten der
Die Fundstücke der vier Gräber von Duna­ Pyramide sind in mehreren Reihen mit
pentele können auf das letzte Drittel des 7. Granulation in zwei verschiedenen Fein­
Jahrhunderts datiert werden. Die Gräber heitsgraden verziert. In der Mitte der Pyrami­
wurden von A Hekler 1908 bei der Freile­ denseiten dreieckige steinhaltende Zellen.
gung des römischen Gräberfeldes in Duna­ Die Steine fehlen und bei beiden Ohrgehän­
pentele zwischen den römischen Bestattun­ gen fehlt auf einer Seite auch die Steinun­
gen ausgegraben. terlage.
H E K L E R 1909, 97-105; F E T T I C H 1926a, Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh.
27-28; MAROS I - F E T T I C H 1936, CSAL­ B O N A 1986, Abb. 30. 3.
L Á N Y 1952, 166; H U S Z Á R 1954, Nr. 134-
135, T. XXVI; CSALLÁNY 1956, 108/234; 23. ERZSÉBETFALVA (Pestszenterzsébet,
B O N A 1971, 249-251; BONA 1982-83, 120- Budapest X X . )
125, Abb. 15-16. (Grab 7., 10. = Grab I.-IL). goldenes Ohrgehänge mit Pyramidenanhänger
(Taf. 29. 6-7) 2 St
21. DUNASZEKCSŐ-Várhegy (Komitat 51/1901. N 362-363
Baranya) 17,15; 16,60 g
goldenes Ohrgehänge (Taf. 29. 1-2) 2 St Abgelöst. Vom Vizegespan des Komitats Pest
71.1.1. N872 eingesandt.
7,01; 6,89 g „Wurde beim Sandführen gefunden".
Ankauf: am Fundort durch Gyula Török An einen etwas ovalen Ring von rundem
„im Grab, neben dem Schädel gefunden" Querschnitt schließt mit Granulation ein lan­
Unten sich etwas verbreitender runder Ohr­ ges, zylindrisches Glied, an dieses der ver­
ring von rundem Querschnitt, den eine auf kehrt pyramidenförmige Anhänger an. A n
den Ring gezogene, aus zwei Hälften zusam­ den Kanten der Pyramide Reihen von Blech­
mengesetzte, mit Filigrandraht verzierte kugeln. In der Mitte der Seitenplatten drei­
Blechkugel schmückt. An zwei Stellen des eckige Verzierung mit abgebogenem Rand,
Ringes Muffe aus Filigrandraht. runden und dreieckigen ausgeschnittenen
Mitte, bzw. zweite Hälfte des 7. Jahrhunderts. Mustern. Die Blechplatte unter den Mustern
KISS 1974,132, Fig. 4. ist zerkratzt, der Stein, der darin gewesen
sein könnte, fehlt. Die untere Spitze der
DUNAÚJVÁROS s. D U N A P E N T E L E Pyramide ist durch Granulation mit drei klei­
neren und einer größeren Blechkugel verbun­
22. a. ERDÉLY (?) Rumänien den. Auf den Spitzen der oberen Platte der
goldenes Ohrgehänge (Taf. 29. 3) Pyramide sitzen auf kurzen, gerippten Zylin­
64.6.1. N854 dern kleine Blechkugeln.
2,36 g Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh.
Ankauf: von Wwe Lóránd Friedrich, Buda­ CSALLÁNY 1956, 93/126; G A R A M - K I S S
pest 1964. 1980,14.
Ohrring von rundem Querschnitt, mit auf
den unteren Teil gelöteten, aus drei kleineren 24. FADD (?) (Komitat Tolna)
und einem größeren Kügelchen zusammen­ goldenes Ohrgehänge mit Pyramidenanhänger
gesetztem Beerenanhänger. (Taf. 31. 8)
Letztes Drittel des 7. Jh. - Anfang des 8. Jh. 87.2.1. N 882
erste Mitteilung 17,92 g
Ankauf: von B A V (Staatl. Kommissionswa­
b. ERDÉLY (?) Rumänien renhaus), 1987
goldenes Ohrgehänge mit Pyramidenanhänger Nach Angabe des Verkäufers wurde es in der
(Taf. 29. 4-5) 2 St Umgebung von Fadd „in der Donau gefun­
64.6.2-3. N 855-856 den".
15,38; 15,18 g An den unteren Teil des etwas eingedrückten
Ankauf: von Wwe Lóránd Friedrich, Buda­ Ringes von rundem Querschnitt ist mit Gra­
pest, 1964. nulation das kurze zylindrische angeschlos­
An einen kleinen Ring von rundem Quersch­ sen, woran der verkehrt pyramidenförmige
Anhänger gelötet ist. An den Spitzen der Perldraht in vier Teile geteilt. Am Rande des
oberen Platte der Pyramide sitzen auf kleinen Ringes an drei Stellen dreieckig angeordnete
Kügelchen kleine Blechkugeln. In der Mitte Granulation.
der Seitenplatten dreieckige, leere Steinein­
fassung, darunter ist das Blech durchbrochen. Beim Fund von Gács handelt es sich um
Die Steineinfassungen sind in je vier Reihen byzantinische Arbeit aus dem 6. Jahrhundert.
von Granulation umrahmt. A n der unteren MTÖK 1884, 80/70; H A M P E L 1894, 43,3;
Spitze der Pyramide von Granulation umge­ 59,2; 60,12; H A M P E L 1905, II. 338, 373; Fig.
ben drei kleinere und eine größere Blech­ 389, 999, 1050; III. T.259/2, T.281/5, T.287/2;
kugel. V E N T U R I 1902, II. Fig. 57; G A R A M 1980,
Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh. 172,2. Abb. 1-5.
erste Mitteilung
27. GYULAFEHÉRVÁR (Alba Julia,
25. F E R E N C - C S A T O R N A (= Franz-kanal) Rumänien)
(ehemaliges Komitat Bács) Jugoslawien Fingerring aus Gold (Taf. 40. 3)
goldenes Ohrgehänge mit Kugelanhänger 106/1912.1 N885
(Taf. 29.11) 13,11 g (mit Stein)
12/1923. N 653 Ankauf: von László Mauthner, 1912. Im In­
3,02 g ventarbuch war als Fundort zuerst Mojgrád
Ankauf: von Antal Rózsa, 1922 verzeichnet, was dann gestrichen und korri­
An den ovalen Ring von rundem Querschnitt giert wurde.
sind mit Granulation drei kleinere und eine Fingerring von rundem Querschnitt, mit platt
zusammengedrückte größere Blechkugel an­ gedrückten Enden unter dem Ringkopf. U n ­
geschlossen. terlage des runden Kopfes ist eine Blechplat­
Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh. te mit gelappt ausgeschnittenem Rand große
erste Mitteilung Kügelchen sitzen. In der Mitte eine herausra­
gende Steineinfassung, die von gegossenem
26. GÁCS (Halié, Slowakei) Draht mit Ährenmuster umrahmt ist. In der
Schatzfund Mitte ein dunkelgrüner Stein mit graviertem
Ankauf:von Ármin Redlich, 1878. „Auf dem Pfaumuster. Der Rand der Einfassung ist auf
Besitz der Grafen Forgách bei Salgótarján den Stein zurückgebogen. Neben dem Kopf
zum Vorschein gekommen." Anm. Gács liegt auf dem Ring je drei aufgelötete große Kü­
in der Nähe von Losonc. gelchen. Der Ring ist stark abgewetzt.
6-7. Jh., spätantike Arbeit (?)
Goldkette BONA 1986, 168, Abb. 8.
(Taf. 30.1)
75/1878.5. N 891 28. HAJDÚSZOBOSZLÓ (Komitat Hajdú-
15,59 g Bihar)
Aus geripptem, schmalem Draht bestehende goldenes Medaillon (Taf. 31. 5)
Kette in sechs Gliedern, die auf Draht ge­ 131/1895.3. N 659
zogene, längliche, doppelkegel-stumpfförmi- 3,49 g
ge Blechperlen miteinander verbinden. Die Ankauf: von R . Pénztáros, Polizeihauptmann
Schließe der Kette bilden zwei runde, von sti­ in Hajdúszoboszló, 1895.
lisierten Vogelfiguren durchbrochene Plätt­ In der Mitte der rötlichen, dünnen Platte er­
chen, die mittels einer langösigen Klammer höhte Steineinfassung, die von einer Reihe
mit Schlinge die Kette schließen. kleiner Granulationskörner, von einer dün­
nen, flach gelegten Platte, dünnem Draht und
goldenes Ohrgehänge schließlich von einer aus größeren Kügelchen
(Taf. 30. 2-3) 2 St zusammengesetzten Granulationsreihe um­
75/1878.3-4. N 214-215 rahmt ist. Das Medaillon ist stark brüchig.
7,50:7,35 g Zwischen dem Ährenmuster und dem schma­
Mit einer Schlinge verschließbarer Ring von len Blechstreifen ist die Platte an einer Stelle
rundem Querschnitt, unter der Schlinge ist durchschlagen, sekundär war sie vielleicht
ein mit Perldraht eingerahmter Muff aus hier befestigt. Im Medaillon kann eine Stein­
Blech auf den Ring gezogen. Dem unteren einlage gewesen sein, die fehlt.
Teil des Ringes ist mit vier-fünf großen Gra­ Weitere ins Museum gelangte Fundstücke
nulationskörnern der Perldraht imitierende, aus dem Reitergrab: durchbrochener Rie­
gegossene, runde Anhängerteil angefügt. Das menverteilerbeschlag aus gegossenem Silber
runde Feld wird von in Kreuzform gelegtem vom Martinovka-Typ.
6. Jh. bzw. Anfang des 7. Jh., byzantinische A n den dünnen Ring von rundem Quer­
Arbeit schnitt ist mit Granulation ein kleiner
Blechzylinder, daran eine ovale, in einer
F E T T I C H 1937, T . X X V I . 1-3. Halbkugel endende, mit Granulation ver­
zierte Blechkugel angeschlossen.
H A L I C s. GÁCS Weitere Fundstücke aus dem Frauengrab:
29.a. H A L I M B A (Komitat Veszprém) Grab 6 Perlenkette von gemischter Zusammenset­
goldenes Ohrgehänge (Taf. 29.10) zung, bronzene Schnallenfibel, Fingerring
63.2.8. N 849 aus punziertem Bronzeblech, Eisenarmband,
0,80 g Toilettengeräte aus Eisen, Eisenmesser,
Ausgrabung: Gyula Török, 1961 Eisenschnalle, Gefäß.
Dünner, runder Ring, an den mit Granulati­ Zweite Hälfte des 7. Jh.
on ein kleiner kegelstumpfförmiger Mantel TÖRÖK (im Druck)
aus Blech und eine kleine Blechkugel mit
Granulationsverzierung angefügt ist. 30. HATVAN-Boldogi puszta (Komitat Heves)
Weitere Fundstücke aus dem Männergrab: kleine Riemenzunge aus Gold (Taf. 31.1)
viereckiger Beschlag aus Bronzeblech, Bron­ 34/1892.5. N 289
zedraht, Feuerstein, Eisenpfeilspitze. 3,36 g
Zweite Hälfte des 7. Jh. Ankauf: von Jakab Krausz, 1892
TÖRÖK (im Druck) Aus Doppelblech, kurz, wappenförmig. Die
Deckplatte ist gepreßt, mit nach unten ge­
b. H A L I M B A (Komitat Veszprém) Grab 118 bogenen Rändern, die Rückplatte glatt. Un­
bronzenes Ohrgehänge mit Goldanhänger ter dem oberen Rand der Vorderplatte dop­
(Taf. 29. 8-9) 2 St pelte Rippung, in der Mitte Nietnagelloch,
64.20.76. N 863 im Felde aus Punkt-Strich bestehendes
9,0 g (2 St mit Bronzering und Perle) Muster (sog. Komma-Ornamentik) von by­
Ausgrabung: Gyula Török, 1963 zantinischem Typ.
Offener Bronzering von rundem Querschnitt Byzantinische Arbeit aus dem 6. Jh.
mit sich verjüngenden Enden. A n der Außen­ MÁRTON 1911,189.
seite des Ringes zwei, unten über dem An­
hänger an der inneren Seite eine, auf bronze­ 3La. HATVAN Umgebung, angeblich (Komitat
nen Dorn gezogene, kleine Silberblechkugel. Heves)
Die Kugeln bestehen aus zwei Hälften, die goldenes Ohrgehänge (Täf. 31. 2-3) 2 St
oben am Ring sitzende ist oval, die anderen 112/1892.6-7. N690
haben Kugelform. Der schwingende Anhän­ 2,32 g (2 St)
ger des Ohrgehänges besteht aus um eine Ankauf: von Jakab Krausz, 1892
lange Bronzeaschse in zwei Reihen gelöteten Ring von rundem Querschnitt mit Schlingen
großkörnigen Goldkügelchen, aus dem dar­ an den Enden. Die Enden der Schlingen sind
unter befindlichen Goldblechmantel in drei- auf die Wölbung des Ringes gebogen, lassen
eckspyramidenform - auf diesem tropfenför­ sich nicht öffnen. An dem Ring ein Anhänger
mige Steineinfassungen im Perldrahtrahmen, aus dünnem, gekrümmtem Draht.
in einer eine dreieckige grünliche Glasplatte Byzantinische Arbeit aus dem 6. Jh.
- aus großen, runden, dunkelblauen Glasper­ erste Mitteilung
len, einem Kranz aus beperltem Golddraht
und graugrüner, kleiner, runder Glasperle. b. HATVAN, Umgebung, angeblich (Komitat
An dem einen Stück fehlt die untere Perle. Heves)
Die bronzene Achse ist unterhalb der un­ goldenes Ohrgehänge (Taf. 31. 4)
teren Perle als Schlinge zurückgebogen. Wei­ 112/1892.8. ( = 62.155.89) N 528
tere Fundstücke aus dem Frauengrab: kleine 1,02 g
Perlen, Kettenglieder aus Eisen und aus Ankauf: von Jakab Krausz, 1892
Bronze, Eisenmesser, Eisenarmband. Kleiner Ring von rundem Querschnitt mit
Letztes Drittel des 7. Jh. Schlingen an den Enden.
TÖRÖK (im Druck) Byzantinische Arbeit aus dem 6. Jh.
erste Mitteilung
c. H A L I M B A (Komitat Veszprém) Grab 165
goldenes Ohrgehänge (Taf. 29. 12-13) 32. HORVÁTGURAB (Chorvatsky Grob,
64.20.277. N 864 Slowakei)
2,05 g (2 St) Fingerring aus Gold (Täf. 31. 7)
Ausgrabung Gyula Török, 1963 60.4.1. N846
7,76 g (mit Stein) Dem Ring von rundem Querschnitt schließt
Ankauf: von der Gattin Béla Friedrich, 1960 sich mit Granulation ein langer, in der Mitte
Breiter Bandring, mit eingraviertem Motiv gerippter Zylinder aus Blech, an diesen ein
„laufender Hund". Der Kopfteil des Finger­ verkehrt pyramidenförmiger Anhänger an.
ringes hat mehrere Etagen, die drei runden, Auf der oberen Platte der Pyramide sitzen auf
perldrahtumrahmten Plättchen sind durch kurzem Blechzylinder vier Blechkugeln. U r ­
Reihen an die Ränder gelöteter Kügelchen sprünglich waren es sechs Kugeln. An den
gegeneinander abgesondert. In der Mitte des Kanten der Pyramide Reihen von Blechku­
obersten Plättchens perldrahtumrahmte geln. Der mittlere Teil der Seitenflächen der
Steineinfassung, darin blaugraue, runde Gla­ Pyramide ist durch eine dreieckige Zelle aus­
seinlage. Zwischen der Zelle und dem Rande gefüllt. A n der unteren Spitze der Pyramide
des Plättchens sechs schmale gewölbte Bän­ drei kleinere und eine große, mit Granula­
der, die ursprünglich perlenhaltende Wöl­ tion verbundene Blechkugeln.
bungen waren. Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh.
Byzantinische Arbeit aus dem 7. Jh. PHOTO-KLÖSZ, 1878; V E N T U R I 1902, I I .
G A R A M 1980,168, Abb. 5.1 a-b. Fig. 57.

33. HÓDMEZŐVÁSÁRHELY, Flur (Komitat ISMERETLEN = UNBEKANNTER FUNDORT


Csongrád) s. Kat. Nr. 35-89.
goldenes Ohrgehänge (Taf. 31. 6)
82.2.1. N 878 35. UNBEKANNTER FUNDORT
4,70 g goldenes Ohrgehänge mit Pyramidenanhänger
Ankauf: vom Unternehmen Uhren-Juwelen, (Taf. 2. 6)
dem es vom Uhrmacher Béla Grószpéter ver­ 64/1891.1. N386
kauft worden war. Das Ohrgehänge ist mit 11,45 g
dem auf dem Fotonegativ N 4015 der Doku­ Ankauf: von Mór Wiesinger, 1891
mentationssammlung des Ungarischen Na­ An den unteren Teil des deformierten Ringes
tionalmuseums dargestellten identisch, das von rundem Querschnitt ist mit Granulation
sich früher im Besitz des Archäologischen ein kurzer, kanelierter Blechzylinder und an
Instituts der Szegeder Universität befand. diesen ein verkehrt pyramidenförmiger A n ­
Die Identifizierung wurde von J . Korek vor­ hänger gelötet. An den Spitzen der oberen
genommen. (Es ist nicht bekannt, wie das Pyramidenplatte aus ein bis zwei Granula­
Ohrgehänge in den Besitz des Uhrmachers tionskörnern und einem größeren Kügelchen
Grószpéter gelangte.) zusammengestellte Verzierung. In der Mitte
Ring von rhombischem Querschnitt, an den der Seitenplatten dreieckige, steinlose, leere
beiden entgegengesetzten Seiten des Ringes Steineinfassungen, die in je drei Reihen von
profilierter Muff. A n den unteren Teil des Granulation umrahmt sind. A n der unteren
Ringes ist ein aus vier Kügelchen zusam­ Spitze der Pyramide fehlt die Blechkugel.
mengesetzter Beerenanhänger gelötet. Eben­ Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh.
dort an der Innenseite des Ringes ein Kügel­ erste Mitteilung
chen.
Erste Hälfte des 8. Jh. 36. UNBEKANNTER FUNDORT
G A R A M 1984, 88. Abb. 1, 5. (vielleicht aus der Umgebung
von D E B R E C E N )
I L O K s . ÚJLAK goldenes Ohrgehänge mit Pyramidenanhänger
(Taf. 2. 7)
34. INOTA (Várpalota) (Komitat Veszprém) OrnJank 7 ( = 62.155.52) N 387
goldenes Ohrgehänge mit Pyramidenanhänger 10 g
(Taf. 2. 4) Laut Eintragung im Inventarbuch: „vom
OrnJank 3. N 204 Debrecener Wochenmarkt, vom Preßburger
13,67 g Juden Stern"
Laut Eintragung im Inventarbuch wurde es Am unteren Teil des dünnen, kleinen Ringes
„auf Inotaer Besitz, im Laufe der Aushebung von rundem Querschnitt auf der Innenseite
des Sárvíz-Kanals in der Flur des Komitats ein, unten drei ein Kügelchen. Der verkehrt
Veszprém gefunden". Das Ohrgehänge dürfte pyramidenfrömige Anhänger ist an die Kü­
vor 1779 zwischen Inota und ó s i zum Vor­ gelchen gelötet. An den Spitzen der Deck­
schein gekommen sein. (Aus der Meinung platte der Pyramide Kügelchen als Verzie­
des Lektors I, Bona.) rung. In der Mitte der Seitenplättchen
dreieckige, leere Steineinfassungen. D i e Ein­ kes N 380 ist mit drei kleinen Kügelchen eine
fassungen sind in je drei Reihen von Granu­ kleinere Blechkugel angeschlossen.
lation umrahmt. A n der unteren Spitze der Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh.
Pyramide drei kleinere und eine größere B O N A 1980, Abb. 6,5-6. (Das beringte Stück
Blechkugel. ist irrtümlich mit Fundort Budapest-Angyal­
Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh. föld mitgeteilt).
PHOTO-KLÖSZ, 1878-79; V E N T U R I 1902,
II. Fig. 57; H A M P E L 1894, 58.7; H A M ­ 39. UNBEKANNTER FUNDORT
P E L 105, III. T. 286/7; CSALLÁNY 1956, Pyramidenanhänger eines goldenen Ohrgehän­
156/598. ges (Täf. 32. 5)
91/1884. N 388
37. UNBEKANNTER FUNDORT (=ÜLLÖ, 7,48 g
Komitat Pest) Ankauf: von Jakab Kraus, 1884
goldenes Ohrgehänge mit Pyramidenanhänger An den Kanten des verkehrt pyramidenför­
(Taf. 32.1-2) 2 St migen Anhängers Reihen großkörniger Kü­
81/1878.1-2. N 210-211 gelchen, ebenso am Rande der oberen Platte.
12,24; 12,55 g In den Feldern der Seitenplatten kleinere
Ankauf: von Jakab Krausz, 1878. Angeblich und größere dreieckige Zellen, an den Rän­
aus der Sammlung von Ferenc Kubinyi. dern und in den inneren Feldern Granula­
Aufgrund von K U B I N Y I 1866,190 nach Mei­ tionsverzierung.
nung von I. B O N A ist der Fundort ÜLLŐ Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh.
(Komitat Pest). Das Ohrgehänge wurde 1861 V E N T U R I 1902, II. Fig. 57.
neben einem Skelett mit Perlen zusammen
aufgefunden. 40. UNBEKANNTER FUNDORT
A n den Ring von rundem Querschnitt ist mit goldenes Ohrgehänge mit Pyramidenanhänger
Granulation ein kurzer, gerippter Blechzylin­ (Taf. 32. 6)
der, an diese ein verkehrt pyramidenförmiger OrnJank 6 ( = 62.155.65) N 364
Anhänger gelötet. Die Oberfläche der Pyra­ 13,10 g
mide ist dicht mit Granulation bedeckt. An An den kreisförmigen Ring mit rundem
den Spitzen der oberen Platte der Pyramide Querschnitt schließt mit Granulation der gra-
kleinere-größere Kügelchen. Die untere Spit­ nulationsverzierte Blechzylinder und an die­
ze ist neben den Kügelchen auch von einer sen die auf ihre Spitze gestellte Dreieckspyra­
mittelgroßen Blechkugel verziert. mide an. Eine Seite der Pyramide ist konkav
Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh. gewölbt. A n den Spitzen der oberen Platte
PHOTO-KLÖSZ, 1878; V E N T U R I 1902, II. der Pyramide kleine Doppelkügelchen, ähnli­
Fig. 57; H A M P E L 1894, 58,9; H A M P E L che auf der Innenseite des Ohrringes, dort wo
1905 III. T. 286/9; CSALLÁNY 1956, der Anhänger angeschlossen ist. A n der unte­
156/598; B O N A 1980, Abb. 6, 3-4. ren Pyramidenspitze drei Kügelchen und eine
mittelgroße Blechkugel, mit einer Querrippe
38. UNBEKANNTER FUNDORT in der Mitte. A n den Seiten der Pyramide in
goldenes Ohrgehänge mit Pyramidenanhänger Granulationsrahmen je eine kleine, runde, in
(Taf. 32.3-4) der Mitte durchlöcherte, angelötete Scheibe,
45/1887.1-2. N 380, N 390 deren Außen- und Innenrand mit Granula­
17,50; 7,80 g tion verziert ist.
Ankauf: von Jakab Krausz, 1887 Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh.
Ring von rundem Querschnitt mit sich ver­ PHOTO-KLÖSZ 1878; V E N T U R I 1902, II.
jüngenden Enden. Am unteren offenen Fig. 57.
Ende kleiner Blechmuff. Der Ring des
Fundstückes Taf. 32. 4 (N390) fehlt. Der Ring 4L UNBEKANNTER FUNDORT
ist mittels einer schmalen Blechschelle mit (KISÚJSZÁLLÁS?)
Ährenmuster an den kurzen, gerippten goldenes Ohrgehänge mit Pyramidenanhänger
Blechzylinder angeschlossen, an den mit Gra­ (Täf. 32. 7-8) 2 St
nulation der verkehrt pyramidenförmige An­ 70/1865.1-2. N 389-390, N 477
hänger gelötet ist. A n den Spitzen der oberen 4,84; 8,75 g
Pyramidenplatte Granulationskörner. Die Geschenk der Waisen von László Illésy, 1865.
Seite der Pyramide sind mit Granulation in Die Besitzung der Familie befand sich in
dichten Reihen verziert. Die Granulationen Kisújszállás, das Ohrgehänge stammt viel­
des Fundstückes N 390 sind größer als die des leicht von dort.
Gegenstücks. A n die untere Spitze des Stük- An den Ring von rundem Querschnitt
schließt mittels einer Schelle ein profilierter ventarbuch mit der Positionsnummer 1-2
Blechzylinder, an diesen ein verkehrt pyrami­ vielleicht identisch, und so könnte der Fun­
denförmiger Anhänger an. A n den Spitzen dort T O R D A (Rumänien) sein. Es ist aber
der Deckplatte der Pyramide kleine, runde denkbar, daß dieses Ohrgehängepaar iden­
Steineinfassungen. Die Seiten der Pyramide tisch ist mit den 2 St fehlenden Ohrgehängen
sind in mehreren Reihen mit Granulation aus K U N Á G O T A Die Beschreibungen im
verziert, an den Kanten Reihen grobkörni­ Inventarbuch genügen für die Klärung des
gerer Kügelchen. Von der unteren Pyrami­ Fundortes nicht.
denspitze fehlt die Blechkugel. Einer der An den Ring von rundem Querschnitt
Anhänger ist sehr schadhaft. Der Ring des schließt mit Granulation der kurze, gerippte
heilen Anhängers hat sich zusammen mit Blechzylinder, an diesen mit Granulation ver­
dem Blechzylinder vom Anhänger gelöst und bunden drei kleinere und eine große Blech­
ist im Goldinventarbuch gesondert regist­ kugel an. Das obere Drittel der großen Kugel
riert. ist mit in Rhombus form angeordneten Gra­
Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh. nulationsfeldern verziert, an der Unterseite
V E N T U R I 1902, II. Fig. 57, der abgetrennte der Kugel von Granulation umgeben kleine
Ring Fig. 58. Halbkugel aus Blech.
Die Ohrgehänge sind abgewetzt und zer­
41/a. UNBEKANNTERFUNDORT drückt.
goldenes Ohrgehänge mit Pyramidenanhänger Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh.
(Taf. 71. 7) PHOTO-KLÖSZ 1878-79; V E N T U R I 1902,
OrnJank 8 (=62.155.66) N 366 II. Fig. 57; H A M P E L 1894, 58, 4; H A M P E L
6,7 g III. 1905, T. 286, 4; CSALLÁNY 1956,
A n den kleinen Ring von rundem Quer­ 156/597; mit Sicherheit T O R D A als Fundort
schnitt schließt mit Granulation ein aus ge­ bezeichnend B O N A 1990,93, Abb. 8,7.
kerbtem Blech gefertigter kurzer Zylinder an,
dessen von Granulationskörnern umgebenem 44. U N B E K A N N T E R F U N D O R T (vielleicht
Unterteil in verkehrter Lage ein pyramiden­ TÁPIÓSÁG, Komitat Pest)
förmiger Anhänger angefügt ist. A n den Spit­ goldenes Ohrgehänge mit Kugelanhänger
zen der Deckplatte der Pyramide aus je zwei (Taf. 33.11)
Körnern zusammengefügte Granulationsspit­ 75.16.1. N 8 7 4
zen, an den oberen Kanten der Seitenplatten 4,4 g
dreieckig angeordnete Granulationsverzie­ Ankauf: vom Staatl. Kommissionswarenhaus
rung. Die Pyramidenplättchen sind in je zwei = BÁV. Verkäufer: Gábor Bihari, Tápióság,
Reihen mit Granulation verziert, in der Mitte 1975
dreieckige leere Steineinfassungen. Die un­ An einen ovalen Ring von rundem Quer­
tere Spitze der Pyramide ist mittels dreier schnitt ist mit Granulation ein kleiner profili­
großer Granulationskörner mit einer kleinen, erter Blechzylinder, an diesen drei kleinere
zusammengedrückten Blechkugel verbunden. und eine mittelgroße Blechkugel gefügt. Die
Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh. Kugeln sind mit Granulation verbunden.
PHOTO-KLÖSZ 1878; V E N T U R I 1902, II. Anfang des 7. Jh.
Fig. 57. erste Mitteilung

42. UNBEKANNTER FUNDORT 45. U N B E K A N N T E R F U N D O R T (angeblich


Ohrgehängeverzierung aus Gold (Taf. 35. 12) SZATMÁRNÉMETI)
62.155.32. N842 goldenes Ohrgehänge mit Kugelanhänger
0,32 g (Taf. 33. 7)
Aus altem Material, - gehört vielleicht zu 129/1913 (?) (62.155.86) N 114 (die Identi­
Kat. Nr. 4a (Taf. 2.1-2) fizierung ist unsicher)
Aus kleiner Blechkugel und geripptem Zylin­ 7,50 g
der bestehende Spitzenverzierung eines Pyra­ Ankauf: von Norbert Dvorzak, 1913 (?)
midenanhängers. Ring von rundem Querschnitt, dem mit Gra­
nulation ein unverzierter Blechzylinder, an
43. UNBEKANNTER FUNDORT diesen mit Granulation umgeben drei kleine­
goldenes Ohrgehänge mit Kugelanhänger re und eine große Blechkugel angefügt sind.
(Taf. 33.1-2) 2 St A n der Seite und unten an der großen Kugel
OrnJank 1-2 (?) N 206-207 von Granulation umgebene Halbkugeln aus
8; 8,08 g Blech. Am Berührungspunkt der kleinen Ku­
Aufgrund der Beschreibung im Jankovich-In- geln ist je ein Granulationskorn größer, als
die anderen. E i n ähnliches befindet sich an BONA 1982-83,146. Abb. 2 (als Ohrgehänge
der Innenseite des Ringes, dort, wo der An­ aus Kunágota).
hänger an den Ring gefügt is.
Ende des 6. bzw. Anfang des 7. Jh. 49. UNBEKANNTER FUNDORT
erste Mitteilung goldenes Ohrgehänge mit Kugelanhänger
(Täf. 34.1-2) 2 St
46. UNBEKANNTER FUNDORT 149/1885. N 357
goldenes Ohrgehänge mit Kugelanhänger 6,00 g (2 St)
(Taf. 33. 8) Ankauf: über János Schwarz, 1885
11/1924. N655 An den etwas ovalen Ring von rundem
4,80 g Querschnitt schließt sich mit Granulation der
Ankauf: von der Direktion des Landespfand­ kurze Blechzylinder, an diesen drei kleine
hauses, 1924. Kügelchen und eine mittelgroße Blechkugel
A n einen kleinen, ausgebesserten Ring von an.
ungefährem sechseckigem Querschnitt ist mit Erste Hälfte des 7. Jh.
Granulation ein kurzer Blechzylinder und an erste Mitteilung
diesen drei kleinere und eine mittelgroße
Blechkugel angefügt. 50. UNBEKANNTER FUNDORT
A n der Seite und unten an der großen Kugel goldenes Ohrgehänge (Taf. 34. 3)
von Granulation umrahmte Blechhalbkugeln 62.155.79. N 393 (vielleicht mit OrnJank
als Verzierung. Über dem Anhängerteil an 14 identisch)
der Innenseite des Ringes eine kleine Blech­ 2,60 g
kugel. OrnJank 14: „von Obuda-er Fischern aus der
Erste Hälfte des 7. Jh. Donau gefischt".
erste Mitteilung Kleiner Ring von rundem Querschnitt, an
den mit Granulation eine, dann drei, und
47. UNBEKANNTER FUNDORT darunter wieder eine kleine Blechkugel ge­
goldenes Ohrgehänge mit Kugelanhänger fügt ist. A n den Fügungsstellen Granulation.
(Taf. 33. 9-10) 2 St Über dem Anhänger an der Innenseite des
61.120.1-2. N851 Ringes kleines Kügelchen.
9,40 g (2 St) Mitte des 7. Jh.
Ankauf: vom Unternehmen Ora-Ekszer, V E N T U R I 1902, II. Fig. 57; H A M P E L 1905,
1961 III. T. 259,9.
Ringe von rundem Querschnitt, der eine
oval, der andere unvollständig. Der an den 51. UNBEKANNTER FUNDORT
unteren Teil des Ringes gelötete Anhänger goldenes Ohrgehänge (Taf. 34. 4)
besteht aus vier kleineren Kügelchen und 62.155.74. N 400 (vielleicht mit OrnJank
einer größeren Blechkugel. Die Kügelchen 15 identisch)
sind durch geripptes Blechband mit der gro­ 2,16 g
ßen Kugel verbunden. Die eine Kugel ist ein­ Aus dem alten Material des Museums.
gedrückt und brüchig. An den Ring von rundem Querschnitt ist mit
Erste Hälfte des 7. Jh. Granulation eine kleine, ovale, Blechkugel
erste Mitteilung mit Granulationsverzierung angefügt.
Zweite Hälfte des 7. Jh.
48. UNBEKANNTER FUNDORT V E N T U R I 1902, II. Fig. 57.
goldenes Ohrgehänge mit Kugelanhänger
(Taf. 33.14) 52. UNBEKANNTERFUNDORT
233/1871.8. N 397 goldenes Ohrgehänge (Taf. 34. 5)
5,06 g 86/1885.1. N890
Aquisition auf Kosten des Nationalmuseums U5g
von György Rath. Ankauf: von Jakab Krausz, 1885.
A n den deformierten Ring von rundem Ring von rhombusförmigem Querschnitt, mit
Querschnitt schließen sich mit Granulation sich verjüngenden Enden. A n der ununter­
vier Kügelchen an, unter ihnen Perldraht­ brochenen Seite des Ringes aus Granula­
kranz, darunter eine Blechkugel mit einge­ tionskörnern zusammengesetzter Muff. Der
drückten Seiten. Anhängerteil besteht aus drei kleineren und
Erste Hälfte des 7. Jh. einer mittelgroßen Granulation.
V E N T U R I 1902, II. Fig. 57; H A M P E L 1905, Zweite Hälfte des 8. Jh.
III. T 236,3; CSALLÁNY 1965, 156/605; G A R A M 1984,89, Abb. 1,11.
53. U N B E K A N N T E R F U N D O R T (vielleicht 57. UNBEKANNTER FUNDORT
KESZTHELY-Fenékpuszta, Páhok) goldenes Ohrgehänge
goldener Ohrring (Taf. 34. 6) (Täf. 34. 11-12) 2 St
62.155.101. N 606 (vielleicht 30/1885.89) 67.4.5. N 870
2,10 g 1,09; 0,75 g
Aus dem alten Material des Museums. Aus­ Ankauf: von Lóránd Bäsch, 1963
grabung von V Lipp? Dünner, runder Ring, am unteren Teil
Dicker, offener Ring von rundem Quersch­ kleiner, runder Muff, am Dorn des Perl­
nitt, am unteren Teil Granulation in Kreis­ halters runde, dunkelgrüne Glasperle. A n
form. Hier war der Anhänger an den Ring einem Stück fehlt die Perle, aber der Dorn
angefügt. Aufgrund der Parallelen kann an­ und das ihn umgebende Bronzeröhrchen sind
genommen werden, daß sich am Anhänger erhalten. A m Grund des Dorns kleines
eine auf einen Dorn gezogene Glasperle be­ Goldplättchen, darunter ist das Dornende
funden hat. zerhämmert.
Zweite Hälfte des 7. Jh. Ende des 7. bzw. Anfang des 8. Jh.
erste Mitteilung erste Mitteilung

54. UNBEKANNTER FUNDORT 58. UNBEKANNTER FUNDORT


goldener Ohrring Fragmente eines goldenen Ohrgehänges
(Taf. 34. 7-8) 2 St (Taf. 34.13-14) 2 St
6/1962.2. N 580 35/1878.2-3. N 581-582
2,50 g (2 St) 1,50 g (die zwei Bruchstücke)
Stammt aus der Sammlung Fleissig. Ankauf: von Jakab Krausz, 1878
Dünner Ring von rundem Querschnitt, am Ringfragment von rundem Querschnitt, mit
unteren Teil zwei auf den Ring gezogene perlhaltendem Dorn am inneren Bogen.
Blechscheibchen. Zwischen ihnen ist der Zwei zylinderförmige, profilierte Mäntel,
Ring abgewetzt, hier hing der schwingende oben und unten mit Rand und langem, perl­
Anhänger. Der fehlende Anhänger dürfte haltendem Dorn mit Schlingenende.
Perlenverzierung gehabt haben. Letztes Drittel des 7. Jh., von byzantinischem
Zweite Hälfte des 7. Jh. Typ.
CSALLÁNY 1956, 130/400. G A R A M 1980, Abb. 5,7-9.

55. UNBEKANNTER FUNDORT 59. UNBEKANNTER FUNDORT


goldenes Ohrgehänge goldener Ohrring
(Taf. 34. 9) (Taf. 34.15)
62.155.71. N 474 (vielleicht mit OrnJank 62.155.94. N469
17 identisch) 1,61g
1,98 g Aus dem alten Material des Museums.
Dünner, oben offener Ring von rundem Ring von rundem Querschnitt, an den offe­
Querschnitt, an den als Anhänger drei klei­ nen Enden Spuren neuzeitlichen Einschnitts.
nere und ein größeres, massives Kügelchen An einem Ende sind auch die Spuren eines
gelötet sind. kleinen Muffs sichtbar. Vermutlich gab es
Erste Hälfte des 8. Jh. einen Anhänger.
V E N T U R I 1902, II. Fig. 57; G A R A M 1984, 7-8. Jh.
89, Abb. 1,10. erste Mitteilung

56. UNBEKANNTER FUNDORT


goldenes Ohrgehänge 60. UNBEKANNTER FUNDORT
(Taf. 34.10) goldenes Ohrgehänge
62.155.72. N 475 (vielleicht mit OrnJank (Taf. 35.1)
13 identisch) 62.155.77 N480
1,71g 2,80 g
Ring von rundem Querschnitt, der am obe­ Aus dem alten Material des Museums.
ren Teil etwas viereckig ist; an den unteren An einem etwas zerdrückten Ring von run­
Teil sind drei kleinere und ein größeres, mas­ dem Querschnitt Traubenanhänger aus ver­
sives Kügelchen gelötet. schieden großen Granulationskörnern.
Erste Hälfte des 8. Jh. Ende des 8. bzw. Anfang des 9. Jh.
V E N T U R I 1902, II. Fig. 58; G A R A M 1984, V E N T U R I 1902, II. Fig. 58; G A R A M 1984,
88, Abb. 1,8. 88, Abb. 1, 6.
61. UNBEKANNTER FUNDORT 65. UNBEKANNTER FUNDORT
goldenes Ohrgehänge (Taf. 35. 3) goldenes Ohrgehänge (Taf. 35. 7)
62.155.75. N476 30/1890.2. N 624
3,55 g 3,37 g
Aus dem alten Material des Museums. I. Bo­ Ankauf: von Mór Wiesinger, 1890.
na identifiziert als Lektor in seinem Gutach­ Ring von Rhombusquerschnitt, ein Ende ver­
ten dieses Ohrgehänge mit dem Ohrgehänge jüngt sich. In ausgestrecktem Zustand. Den
OrnJank 16 vom Fundort Nagytétény. Nach Anhänger des Ringes bildete mehrreihige
Meinung des Autors ist OrnJank 16 mit dem Granulation und fehlende Glasperle. Ähn­
Ohrgehänge Katalognummer 115 identisch. liche, aber einfachere befanden sich am in­
Ring von rundem Querschnitt, der am inne­ neren Teil des Ringes und auch am oberen
ren Bogen, an der Seite und obenauf mit Kü­ Rand. Die Perlen fehlen auch hier. Am of­
gelchen, bzw. aus Kügelchen bestehendem fenen unteren Ende und gegenüber am Ring
Muff verziert ist. Den Anhänger des Ringes Muffe aus Granulation und Perlendraht.
bildet ein aus Kügelchen von zwei Größen Erste Hälfte des 8. Jh.
zusammengesetzter Beerenschmuck. G A R A M 1984, 90, Abb. 1, 2.
Zweite Hälfte des 8. Jh.
V E N T U R I 1902, I L Fig. 57; G A R A M 1984, 66. UNBEKANNTER FUNDORT
88, Abb. 1,2. goldener Anhänger (Täf. 35. 8.)
62.155.10. N 392
62. UNBEKANNTER FUNDORT 9,55 g
goldenes Ohrgehänge (Taf. 35. 4) Aus dem alten Material des Museums.
62.155.78. N471 (vielleicht identisch mit Runder Anhänger mit Öse. Aus Perldraht
OrnJank 15) von zwei verschiedenen Dicken hergestellt.
2,27 g Den Rahmen bilden zwei konzentrische Krei­
Aus dem alten Material des Museums. se, im Feld vier peltaförmige Bögen, mit je
Etwas ovaler Ring von rundem Querschnitt. zwei größeren Kügelchen. A m Rand gerippte
Auf dem Ring zwei kleine Blechmuffe. Aus Bandöse.
kleinkörniger Granulation und größeren Kü­ Spätrömisch-frühbyzantinisch.
gelchen zusammengesetzter Beerenanhänger. MTÖK 1884, 81/76; V E N T U R I 1902, II. Fig.
Ende des 8. bzw. Anfang des 9. Jh. 58; H A M P E L 1894, 59, 4; H A M P E L 1905,1.
V E N T U R I 1902, I I . Fig. 58; G A R A M 1984, 398, Fig. 1075, III. T 287, 4; G A R A M 1980,
88, Abb. 1, 7. Abb. 5,3.

63. UNBEKANNTER FUNDORT 67. UNBEKANNTERFUNDORT


goldenes Ohrgehänge (Taf. 35. 5) goldene Münzenimitation (?) (Taf. 35.10)
67.4.2. N 867 62.155.30. N620
1,37 g 0,10 g
Ankauf: von Lóránd Bäsch, 1963. Aus dem alten Material des Museums.
Am unteren Teil des Ohrringes von rundem Dünnes, unverziertes rundes Plättchen. Der
Querschnitt aus vier Kügelchen zusammen­ Rand ist auf einer kurzen Strecke zurückge­
gesetzter Beerenanhänger. bogen.
Erste Hälfte des 8. Jh. Ende des 7. bzw. Anfang des 8. Jh.
G A R A M 1984, 90, Abb. 1,9. erste Mitteilung

68. UNBEKANNTER FUNDORT


64. UNBEKANNTER FUNDORT goldener Fingerring (Täf. 36. 1)
goldenes Ohrgehänge (Taf. 35. 6) 62.155.108. N 31 (identisch mit Sectio II
62.155.70. N 473 (vielleicht ist dieses iden­ 63.1843 des Inventarbuches der Sammlung F.
tisch mit OrnJank 15) Kiss)
2,25 g 6,55 g
Aus dem alten Material des Museums. Aus dem alten Material des Museums.
Ring von rundem Querschnitt, seitlich zwei In der Mitte kannelierter Bandring. In der
profilierte Muffe. Am unteren Teil aus drei Riefe läuft Perldraht. Den Ringkopf bildet
kleineren und einem größeren Kügelchen zu­ die senkrecht auf den Ring gelötete rhombus-
sammengesetzter Beerenanhänger. förmige Platte. In der Mitte der Platte in
Erste Hälfte des 8. Jh. rhombusförmiger Einfassung runde, leere
V E N T U R I 1902, II. Fig. 58; G A R A M 1984, Steineinfassung. Am Rande der Platte Perl­
88, Abb. 1,4. draht, an den Spitzen Blechkugeln.
Erste Hälfte des 7. Jh. Die Grundplatte der Agraffe ist rund. In der
H A M P E L 1897, 314, 10; H A M P E L 1905, III. Mitte sitzt in viereckigem Rahmen ein in der
T. 43,10. Gegenwart geschliffener Topas. Die Einfas­
sung war - wie aus dem Abdruck der Rück­
69. UNBEKANNTER FUNDORT seite ersichtlich ist - ursprünglich rund, und
goldener Fingerring (Taf. 36. 2) wurde im vorigen Jahrhundert für den vierek-
88/1874.2. N 252 kigen Stein zur viereckigen Form umgearbei­
4,55 g tet. Um den Stein herum zum Rand hin fort­
„Aus Kosten des Ungarischen Nationalmuse­ schreitend in konzentrischen Kreisen Perl­
ums von den Geschwistern Krausz erworben" draht, Reihe echter Perlen, Reihe gewölbter
Schmaler Bandring, seine Enden verbreitern und dreieckförmiger Zellen ohne Steine,
sich zu einer dem Kopf des Ringes ähnlichen wiederum Perlendrahtreihe, dann Reihe ech­
Form. Der Kopf ist rhombusförmig, etwas ter Perlen. Am Rande der Agraffe eine Reihe
zusammengedrückt, am Rande Perldraht, an blecherner Kugeln, die durch Perldraht
den Spitzen Blechkugeln, in der Mitte eine miteinander verbunden sind. Die unverzierte
niedrige, rhombusförmige Zelle, in deren Rückplatte der Agraffe ist in der Mitte leicht
Mitte eine zerdrückte runde Zelle ohne gebaucht, hinter der Kugelreihe aber etwas
Stein. eingekrempelt. Die Nagelköpfe der drei, bzw.
Erste Hälfte des 7. Jh. vier Goldschlingen, die die auf die Vor­
H A M P E L 1905, III. T. 51, 7; H A M P E L 1905, derplatte in zwei Reihen angebrachten Per­
III. T. 263, 7a-b (als aus Szentendre stam­ len festhalten, sind auf der Rückenplatte
mend mitgeteilt) sichtbar.
Byzantinische Arbeit aus dem 7. Jh.
70. UNBEKANNTER FUNDORT G A R A M 1980,157-158, Abb. 1.
goldener Halsring (Taf. 36. 3)
126/1887. N 446
8,28 g 73. UNBEKANNTER FUNDORT
Ankauf: von Jakab Krausz, 1887 goldener Anhänger (Taf. 38. 1-2) 2 St
Aus tordiertem Draht. Das eine Ende brü­ 5/1852,21-22. N 287
chig, das andere zur Schlinge gebogen. 37,24 g (2 St)
7. Jh. Ankauf: aus der Sammlung Jankovich
G A R A M 1984,92, Abb. 3.1. Aus Blech gepreßt, aus zwei Hälften zusam­
mengesetzt. Den Beschlag des Anhängers bil­
71. UNBEKANNTER FUNDORT det ein durchbrochenes, „m"-förmiges Band,
goldene Verzierung (Taf. 36. 4) mit auf den Bandbögen sitzenden Tauben.
85.1.1. N880 Die runden und die halbkreisförmigen
7,18 g (mit Silberplatte und Masse) Ausschnitte im Band wurden nach dem Pres­
Ankauf: von István Ács, 1985 sen angefertigt. Über den Schnäbeln der Vö­
Grundlage der Verzierung ist eine vierblätt­ gel quer durchlöcherte Blechkugel, um die
rige Silberplatte mit brüchigem Silberdorn in seitlichen Löcher abgewetzte Perldrahtum­
der Mitte. Der Oberteil besteht aus rosetten- rahmung. Unter den Schnäbeln der Tauben
förmig gepreßtem Blech, innen mit einer und in den Bögen hängen an Haken kleine
weißlichen Masse ausgefüllt. Der Rand der Blechkugeln. A n den Bandseiten je ein, un­
Goldplatte ist auf die Silberplatte zurück­ ten drei Glöckchen aus Blech, die oben Ke­
gebogen. Der obere Teil ist mit Granulation gelform haben, unten zu dreiseitiger Pyrami­
verziert. denform gebogen sind. An den Rändern der
awarenzeitlich? 9. Jahrhundert? Glöckchen schmales, gekerbtes Band, ihre
erste Mitteilung Zungen sind mit Hilfe von Ringen, die eine
Schlinge tragen, an den Aufhängeringen be­
72. U N B E K A N N T E R F U N D O R T (sogenannte festigt. Auf den Rücken der Tauben und zwi­
PRÓNAY-Agraffe) schen den unteren Glöckchen Nagellöcher
goldene Agraffe (Taf. 37) bzw. Spuren abgezwickter Haken. Die an den
71.29.1. (In der Neuzeitlichen Abteilung) Seiten hängenden Glöckchen sind aus massi­
Ankauf: von Jozefa Prónay, 1971. Die Agraffe verem Blech als die unteren und an ihren
hatte in der Mitte des 19. Jh. Gábor Prónay Rändern ist die Rippung dichter. Diese
von einem Pester Juwelier gekauft. Prónay beiden Glöckchen und die Kugeln sind aus
ließ die Agraffe umarbeiten und in der Mit­ gelberem Gold.
te der Gürtelkette eines ungarischen Galaan­ Letztes Drittel des 7. Jh., Arbeit byzantini­
zugs anbringen. schen Ursprungs