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Leitfaden für Prüfungen und Beurteilungen im Sommersemester 2020

unter den Bedingungen aufgrund von COVID-19-Maßnahmen

Durch eine Satzungsänderung (siehe Anhang 1), die mit 3.4.2020 wirksam wurde, die Verordnung
von Minister Faßmann, die am 23.4.2020 in Kraft getreten ist (relevanter Auszug siehe Anhang 2)
und die Verordnung des Rektorats vom 29.04.2020 (siehe Anhang 3) wurden die rechtlichen
Rahmenbedingungen geschaffen, um an der mdw Prüfungen auch in virtueller Form abzuhalten.

Grundsätzlich gilt für online oder virtuelle Prüfungsformate dasselbe wie für Präsenzformate. Es sind
Protokolle zu führen, die Identität der Studierenden ist festzustellen, Studierende sind fair zu
behandeln, Prüfungsabbrüche sind entsprechend zu bewerten, negative Ergebnisse sind zu
begründen etc.

Zunächst ist zwischen Lehrveranstaltungsprüfungen vor Einzelprüfer_innen und kommissionellen


Prüfungen zu unterscheiden. Für Lehrveranstaltungsprüfungen (dazu zählen auch die
prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen) haben Sie die Bedingungen samt Beurteilungsmaßstäben
zu Beginn des Semesters bekannt zu geben. Wenn Sie nun mitten im Semester die
Prüfungsmethoden, die Durchführung der Prüfung, die Beurteilungskriterien und die
Beurteilungsmaßstäbe ändern müssen, dann informieren Sie die Studierenden darüber
ehestmöglich. Studierende dürfen sich aufgrund dieser unerwarteten Änderungen von der Prüfung
abmelden (auch von der prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung). Sie sind dann gar nicht zu
beurteilen.

Bei kommissionellen Prüfungen muss das Rektorat diese Änderungen beschließen, sofern sie in den
Curricula festgelegt sind. Dies erfolgt auf Antrag der Institutsleitungen und Studiendekanate.

Was müssen Prüfer_innen beachten?

Für das Prüfen im virtuellen Raum gibt es ein paar weitere Dinge, die zu beachten sind und
Mindestanforderungen, die einzuhalten sind:

 Vor der Prüfung müssen die Bedingungen und der Ablauf der Prüfung klargestellt werden.
Dadurch haben Studierende die Möglichkeit sich eine ruhige Prüfungsumgebung zu schaffen
z.B. bei Betreuungspflichten und um die technischen Voraussetzungen zu testen sowie
etwaige Probleme vorab zu klären. Studierende_r und Lehrende_r müssen sich auf eine
Technologie einigen, die für beide passt und möglich ist.

 Prinzipiell sollten die virtuellen Formate auch ungefähr die gleiche Zeit einnehmen, wie
Präsenzprüfungen.

 Es sollten auch in einer virtuellen Prüfung nur Dinge geprüft werden, die vorher von den
Studierenden realistisch mit der Unterstützung, die sie in diesem speziellen Semester
erhalten haben, erarbeitet werden konnten.

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Technische und rechtliche Details für virtuelle Prüfungen unter Verwendung von Konferenzsoftware
(siehe ZID Webseite https://www.mdw.ac.at/zid/campusmanagement/online-meetings/):

1. Zu Beginn der Prüfung stellen Sie die Identität der zu prüfenden Person fest, indem sie
die_den Studierende_n bitten, falls sie diese_n nicht ohnehin sicher erkennen, ihren
Studierendenausweis gut sichtbar in die Kamera zu halten.

2. Prüfer_in und Studierende_r müssen für den jeweils anderen gut sichtbar sein.

3. Der Ton muss gut hörbar sein.

4. Die Hände des_der Studierenden sollten möglichst sichtbar sein.

5. Raum mit Kamera ausschwenken lassen, Vertrauenspersonen auf Seiten der Studierenden
sollen hinter dem_der Kandidat_in im Blickfeld der Kamera und der Prüfer_innen sitzen.
Diese Maßnahme sowie die Sichtbarkeit der Hände sollen es erschweren, unerlaubte
Hilfsmittel zu verwenden.

6. Treten während der Prüfung technische Probleme auf, die eine Fortsetzung der Prüfung
verhindern, ist die Prüfung durch den_die Prüfer_in abzubrechen. Die_Der Studierende ist
nicht zu beurteilen. Melden Sie daher die_den Studierende_n von der Prüfung ab oder
vereinbaren Sie eventuell einen erneuten Termin. Bitte informieren Sie die Studierenden zu
Beginn der Prüfung ganz klar darüber.

7. Über die Prüfung ist ein Prüfungsprotokoll zu führen, in das auf Verlangen der_des
Studierenden auf elektronischem Weg Einsicht zu gewähren ist. Davon ausgenommen sind
Multiple Choice-Fragen einschließlich der jeweiligen Antwortmöglichkeiten.

8. Bei der Verwendung unerlaubter Hilfsmittel ist die Prüfung abzubrechen und diese ist
negativ zu beurteilen.

Kommissionelle mündliche Prüfungen

An der mdw wird davon ausgegangen, dass künstlerische kommissionelle Zwischen- und
Abschlussprüfungen in virtueller Form in der Regel nicht durchführbar sind.

Für alle anderen nicht künstlerischen kommissionellen Prüfungen/Prüfungsteile, z.B. Lehramt, MA


IGP, gelten die Regelungen der mdw Satzung/Studienrecht zusätzlich zu den oben genannten
Regelungen. Sie betreffen die Prüfungskommission:

1. Die eventuelle Beratung zur dargebotenen Leistung muss unter Verwendung digitaler
Konferenzsoftware den Mitgliedern der Prüfungskommission durchgehend Sicht- und
Hörkontakt ermöglichen, um die entsprechende Kommunikation zu gewährleisten.

2. Die zur Abstimmung notwendige Übermittlung der Einzelbeurteilungen an die_ den


Vorsitzende_n hat digital zu erfolgen. Regelungen zur geheimen Abstimmung sind derzeit in
Ausarbeitung.

3. Die Teilnehmer_innen an der virtuellen Beratung geben ausdrücklich zu Protokoll, dass sie
sich allein oder nur mit anderen Prüfungskommissionsmitgliedern im Raum befinden.

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4. Die Prüfungskommissionsmitglieder müssen über den gleichen Informationsstand und die
gleichen Unterlagen verfügen.

5. Die Einhaltung der Amtsverschwiegenheit und des Datenschutzes muss durchgehend


gewährleistet sein.

6. Für das Protokoll ist ein Screenshot oder ein Foto des Bildschirms anzufertigen, das alle
Prüfungskommissionsmitglieder zeigt, um festzuhalten, welche Personen Teil der
Prüfungskommission sind. Dieses Foto verbleibt im Protokoll und darf keinesfalls
veröffentlicht werden.

Beurteilung von prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2020

Der Unterricht und damit die Prüfungen in prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen müssen im


Sommersemester 2020 großteils virtuell stattfinden. Sowohl der Universitätsleitung als auch
Lehrenden und Studierenden ist bewusst, dass im künstlerischen Bereich in diesen
Lehrveranstaltungen dort, wo sie stattfinden können, diverse Schwierigkeiten auftreten. Das führt
dazu, dass eine Beurteilung der Leistung nicht in der gewohnten Form möglich ist, da insbesondere
die Klangqualität der Übertragung dies nicht zulässt.

Da aber Unterricht wie von der Regierung erwartet virtuell stattfindet und sich Studierende und
Lehrende sehr bemühen, bestmögliche Ergebnisse zu erreichen, hat das Rektorat folgendes
entschieden:

Für das zentrale künstlerische Fach gilt für das Sommersemester 2020, dass die Beurteilung
entweder mit der Note des Wintersemesters 2019/20 zu erfolgen hat oder mit einer verbesserten
Note. Eine schlechtere Note zu vergeben ist nicht zulässig. Sollte für das Wintersemester 2019/20
keine Beurteilung vorliegen, ist auf die letzte zur Verfügung stehende Note zurückzugreifen. Sollte es
sich um eine erstmalige Beurteilung handeln, muss beurteilt werden. Eine negative Beurteilung ist
unzulässig.

- Alle anderen prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus künstlerischen oder


künstlerisch-pädagogischen Fächern sind „mit Erfolg/ohne Erfolg teilgenommen“ zu
beurteilen. (In Anhang 4 finden Sie eine Anleitung, wie die ziffernmäßige Beurteilung in
mdwonline auf „mit Erfolg/ohne Erfolg teilgenommen“ umgestellt werden kann.)

- Dies gilt nicht für rein wissenschaftliche Lehrveranstaltungen. Diese sind wie immer zu
beurteilen.

Wenn keine Art von Unterricht bis 30.9.2020 möglich war, sei es wegen der Art der
Lehrveranstaltung, der Verhinderung der Studierenden oder aus anderen mit COVID-19
zusammenhängenden Gründen, dann sind diese Lehrveranstaltungen nicht zu beurteilen.

Eine Lehrveranstaltung ist dann nicht zu beurteilen, wenn sie nicht stattgefunden hat. Gründe dafür
können sein:

- Studierende konnten nicht teilnehmen (wie z.B. kein Internet oder sie konnten aufgrund von
Reisebeschränkungen nicht zur ergänzenden Präsenzlehre in den Sommermonaten erscheinen)
- Uni konnte nicht anbieten (z.B. Projekte)
In beiden Fällen konnte keine beurteilbare Leistung erbracht werden. Die Lehrveranstaltung muss
daher im folgenden Semester besucht werden (das ist technisch gesehen keine Wiederholung). Das
kann auch den Studienabschluss verzögern, daher ist möglichst ein Einvernehmen mit den
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Studierenden herzustellen, wie die Lehrveranstaltung trotz aller behindernden Umstände beurteilbar
abgeschlossen werden kann. Die Regelung in der Verordnung soll lediglich verhindern, dass
Studierende, die wirklich keine beurteilbare Leistung erbringen konnten, negativ beurteilt werden.

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ANHANG 1

Auszug aus § 26 mdw Satzung/Studienrecht

(11) Prüfungen erfordern grundsätzlich die physische Anwesenheit aller beteiligten Prüfer_innen und
der jeweils zu prüfenden Studierenden. Im Doktoratsstudium oder in einem Fall, in dem es
unmöglich ist oder es öffentlichen Interessen widerspricht, dass eine oder mehrere dieser Personen
sich physisch an den Prüfungsort begibt bzw. begeben, ist die Abhaltung einer Prüfung über eine
elektronische Liveschaltung möglich, wenn folgende Bedingungen vorliegen:

- Die Art der Prüfung muss sich grundsätzlich dafür eignen.

- Sowohl Studierende als auch jede_r Prüfer_in müssen mit der Form der Prüfungsabhaltung
einverstanden sein und

- die technischen Voraussetzungen dafür besitzen.

- Faire und gleichwertige Bedingungen für alle Studierenden müssen hergestellt werden können und

- die Studiendekanin oder der Studiendekan hat das Vorgehen in Absprache mit der Prüferin oder
dem Prüfer und der oder dem Vorsitzenden der Prüfungskommission genehmigt.

- Im Protokoll muss zusätzlich vermerkt werden, dass es sich um eine Prüfung in virtueller Form
handelt und welche Personen physisch und welche virtuell anwesend sind.

- Bei der Prüfung ist darauf zu achten dass die Authentizität der Prüfungskommunikation in Form von
Ton, Gestik, Mimik etc. für eine ausreichende Leistungsbeurteilung gewährleistet ist.

(12) Für die Abhaltung von kommissionellen Prüfungen, bei denen ein oder mehrere Mitglieder der
Prüfungskommission nicht physisch anwesend sind, gilt über Abs 11 hinaus:

- Die eventuelle Beratung zur dargebotenen Leistung muss unter Verwendung digitaler
Konferenzsoftware den Mitgliedern der Prüfungskommission durchgehend Sicht- und Hörkontakt
ermöglichen, um die entsprechende Kommunikation zu gewährleisten.

- Die zur geheimen Abstimmung notwendige Übermittlung der Einzelbeurteilungen an die_ den
Vorsitzende_n hat digital zu erfolgen.

- Die Teilnehmer_innen an der virtuellen Beratung geben ausdrücklich zu Protokoll, dass sie sich
allein oder nur mit anderen Prüfungskommissionsmitgliedern im Raum befinden.

- Die Prüfungskommissionsmitglieder müssen über den gleichen Informationsstand und die gleichen
Unterlagen verfügen.

- Die Einhaltung der Amtsverschwiegenheit und des Datenschutzes muss durchgehend gewährleistet
sein.

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ANHANG 2
Auszug aus der COVID-19-Universitäts- und Hochschulverordnung (C-UHV)

Sondervorschrift zu Lehrveranstaltungen und Prüfungen


§ 10. (1) Abweichend von § 76 UG und § 42a HG und den Bezug habenden Bestimmungen in den Satzungen
und Curricula können im Sommersemester 2020 die Methoden und Konzepte von Lehrveranstaltungen und die
Methoden, die Beurteilungskriterien und die Beurteilungsmaßstäbe von Prüfungen während des Semesters
geändert werden. Insbesondere ist es dabei zulässig, Lehrveranstaltungen in elektronischen Lernumgebungen
anzubieten und Prüfungen auf elektronischem Weg durchzuführen. Näheres hat das Rektorat nach Anhörung des
für die studienrechtlichen Angelegenheiten zuständigen Organs und der Hochschulvertretung festzulegen.
(2) Abweichend von § 58 UG und § 42 HG und den Bezug habenden Bestimmungen in den Satzungen und
Curricula ist das Rektorat bis 30. November 2020 berechtigt, für die Durchführung von Lehrveranstaltungen und
Prüfungen hinsichtlich bestimmter Formate der Lehrveranstaltungen, der Durchführung von Prüfungen oder der
Voraussetzungen für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen und die Ablegung von Prüfungen Regelungen zu
treffen.
(3) Die Methoden, die Durchführung, die Beurteilungskriterien und die Beurteilungsmaßstäbe von Prüfungen
sind zeitgerecht vor der Prüfung, spätestens ab dem Zeitpunkt, zu dem die Anmeldung zur Prüfung möglich ist,
bekannt zu geben.
(4) Werden Änderungen gemäß Abs. 1 und 2 an Lehrveranstaltungen oder Prüfungen vorgenommen, kann sich
die oder der Studierende von der betreffenden Lehrveranstaltung oder Prüfung abmelden, ohne dass eine
Anrechnung auf die Gesamtzahl der zulässigen Prüfungsantritte erfolgt.
(5) Für Prüfungen, die in Form eines einzigen Prüfungsvorganges durchgeführt werden, sind jedenfalls drei
Prüfungstermine im Sommersemester 2020 anzusetzen.

Sondervorschrift für die Durchführung von Prüfungen auf elektronischem Weg


§ 11. (1) Bei Prüfungen auf elektronischem Weg muss eine ordnungsgemäße Durchführung der Prüfung
gewährleistet sein, wobei folgende Mindesterfordernisse einzuhalten sind:

1. Eine geeignete technische Infrastruktur muss auf Seiten des Prüfenden und der oder des Studierenden
vorhanden sein.
2. Eine Überprüfung der Identität der oder des Studierenden hat vor Beginn der Prüfung stattzufinden.
3. Technische oder organisatorische Maßnahmen zur Gewährleistung der eigenständigen Erbringung der
Prüfungsleistung durch die Studierende oder den Studierenden sind vorzusehen.
4. Über die Prüfung ist ein Prüfungsprotokoll zu führen, in das auf Verlangen der oder des Studierenden auf
elektronischem Weg Einsicht zu gewähren ist. Davon ausgenommen sind Multiple Choice-Fragen einschließlich
der jeweiligen Antwortmöglichkeiten.
5. Bei der Verwendung unerlaubter Hilfsmittel ist die Prüfung abzubrechen und diese ist auf die zulässige Zahl
der Prüfungsantritte anzurechnen.
6. Bei technischen Problemen, die ohne Verschulden der oder des Studierenden auftreten, ist die Prüfung
abzubrechen und diese ist nicht auf die zulässige Zahl der Prüfungsantritte anzurechnen.
(2) Abweichend von § 79 Abs. 2 UG und § 44 Abs. 2 HG ist das Erfordernis der Öffentlichkeit bei mündlichen
Prüfungen bis 30. November 2020 zumindest dadurch erfüllt, dass die zur Prüfung antretende Person berechtigt
ist, zur Prüfung wenigstens eine weitere Person, gegebenenfalls auch auf elektronischem Weg beizuziehen.

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Auf der Grundlage der §§ 8, 10 Abs 1 und 2 und § 11 C-UHV (COVID-19-Universitäts- und
Hochschulverordnung), BGBl. II 171/2020 verordnet das Rektorat der Universität für Musik und
darstellende Kunst Wien wie folgt:

§ 1. Änderung der Bestimmungen zur Durchführung von Zulassungsprüfungen

(1) Zulassungsprüfungen können, solange Einschränkungen der Bewegungsfreiheit aufgrund von


COVID-19-Maßnahmen bestehen, über eine elektronische Liveschaltung, durch Einsendungen von
Aufzeichnungen oder eine Kombination von beidem abgehalten werden. Wird ein solches Vorgehen
beschlossen, gilt dies für alle zu diesem Termin angemeldeten Studienwerber_innen. Folgende
Voraussetzungen müssen dafür vorliegen:

1. Der_Die Studiendirektor_in hat das Vorgehen in Einvernehmen mit dem im Rektorat für Lehre
zuständigen Mitglied und in Absprache mit der jeweiligen Institutsleitung bzw. dem zuständigen
Studiendekanat genehmigt.

2. Die Methoden, die Durchführung, die Beurteilungskriterien und die Beurteilungsmaßstäbe sind
zeitgerecht vor der Prüfung bekannt zu geben.

3. Sowohl Studienwerber_innen als auch jede_r Prüfer_in müssen geeignete technische


Voraussetzungen dafür besitzen.

4. Die Identität der Studienwerberin/des Studienwerbers muss vor Beginn der Prüfung sicher
festgestellt werden können.

5. Technische oder organisatorische Maßnahmen zur Gewährleistung der eigenständigen Erbringung


der Prüfungsleistung durch die_den Studierende_n sind vorzusehen.

6. Faire und gleichwertige Bedingungen für alle Studienwerber_innen müssen gewährleistet sein.

(2) Sofern auch die Mitglieder der Prüfungskommission sich nicht physisch an einem Ort einfinden
können oder im Fall von Einsendungen von Aufzeichnungen ein physisches Treffen zumindest für
einen Teil der Prüfung nicht notwendig ist, gelten folgende weitere Bestimmungen:

1. Es ist darauf zu achten, dass die Authentizität der Prüfungskommunikation zwischen den
Studienwerber_innen und den einzelnen Prüfungskommissionsmitgliedern in Form von Ton, Gestik,
Mimik etc. für eine ausreichende Eignungsfeststellung gewährleistet ist.

2. Die eventuelle Beratung der Prüfungskommissionsmitglieder zur dargebotenen Prüfungsleistung


hat unter Verwendung digitaler Konferenzsoftware derart zu erfolgen, dass eine entsprechende
Kommunikation der Mitglieder der Prüfungskommission mit durchgehendem Sicht- und Hörkontakt
gewährleistet ist.

3. Die Teilnehmer_innen an der virtuellen Beratung geben ausdrücklich zu Protokoll, dass sie sich
allein oder nur mit anderen Prüfungskommissionsmitgliedern im selben Raum befinden.

4. Die Prüfungskommissionsmitglieder müssen über den gleichen Informationsstand und die gleichen
Unterlagen verfügen.

5. Die Einhaltung der Amtsverschwiegenheit und des Datenschutzes muss durchgehend


gewährleistet sein.

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6. Im Prüfungsprotokoll muss zusätzlich vermerkt werden, dass es sich um eine Prüfung in virtueller
Form handelt und welche Personen der Prüfungskommission physisch und welche virtuell anwesend
sind.

§ 2. Änderung der Beurteilungsform für prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen

(1) Für die Beurteilung in den zentralen künstlerischen Fächern gilt für das Sommersemester 2020,
dass die ziffernmäßige Beurteilung des Wintersemesters 2019/20 wieder zu vergeben ist, sofern
nicht eine bessere Beurteilung aufgrund der Leistung im Sommersemester 2020 zusteht. Eine
Verschlechterung der Beurteilung ist keinesfalls zulässig. Ist im Wintersemester 2019/20 keine
Beurteilung erfolgt, ist die letzte vorliegende Beurteilung heranzuziehen. Studierende, die noch keine
Beurteilung vor dem Sommersemester 2020 vorliegen haben, sind ziffernmäßig zu beurteilen. Eine
negative Beurteilung ist unzulässig.

(2) Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus künstlerischen und künstlerisch-pädagogischen


Fächern, die keine zentralen künstlerischen Fächer sind und in denen virtuelle Unterrichtsformen
verwendet werden, sind im Sommersemester 2020 mit „mit Erfolg teilgenommen“ bzw. „ohne Erfolg
teilgenommen“ zu beurteilen.

(3) Abs 1 und 2 gilt nicht für rein wissenschaftliche Lehrveranstaltungen. Diese sind weiterhin
ziffernmäßig von 1 bis 5 zu beurteilen.

(4) Wenn keine Art von Unterricht bis 30.9.2020 möglich war, dann sind diese Lehrveranstaltungen
nicht zu beurteilen.

§ 3. Änderung der Methoden und der Durchführung von Prüfungen und bestimmter Formate von
Lehrveranstaltungen

Auf Antrag der Institute/Studiendekanate legt das Rektorat Regelungen für Prüfungen oder
Lehrveranstaltungen fest, die aufgrund von COVID-19-Maßnahmen nicht wie in den Curricula
vorgesehen durchführbar sind. Der Antrag hat sinnvolle Alternativen zu den bisherigen Methoden
und der Durchführung der betreffenden Prüfungen oder Lehrveranstaltungen zu enthalten.

§ 4. Verschiebung des Nachweises der Voraussetzungen für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen

(1) In Curricula, in denen der Besuch einer bestimmten Semesterstufe des zentralen künstlerischen
Fachs davon abhängig ist, dass die_der Studierende im Semester davor eine Zwischenprüfung, die
Studieneingangsphase oder eine andere Lehrveranstaltung positiv absolviert hat, die im
Sommersemester 2020 aufgrund von COVID-19-Maßnahmen nicht absolviert werden konnte, wird
die einschlägige Bestimmung in den Curricula jeweils so verändert, dass die Erfüllung dieser
Voraussetzung erst bis zum Ende der allgemeinen Zulassungsfrist des Wintersemesters 2021
nachgewiesen werden muss. Das zentrale künstlerische Fach kann im Wintersemester 2020,
allenfalls im Sommersemester 2021, so weitergemeldet werden, als wäre diese Voraussetzung
bereits im Sommersemester 2020 erfüllt worden.

(2) Für weitere Voraussetzungsketten, die in einzelnen Curricula einen Studienfortschritt im


Wintersemester 2020/21 behindern können, sind von den Studienkommissionen die jeweils
notwendigen Veränderungen dem Rektorat zur Genehmigung vorzulegen.

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§ 5. Veränderung der Antrittsvoraussetzungen für studienabschließende Prüfungen

(1) In Studien, in denen für den Antritt zur kommissionellen Abschlussprüfung die positive
Beurteilung der künstlerischen Diplom- oder Masterarbeit vorausgesetzt wird, ist diese
Voraussetzung nachzusehen und ein Antritt zur Prüfung zulässig, wenn folgende Voraussetzungen
vorliegen:

1. Alle anderen curricularen Voraussetzungen für den Antritt müssen erfüllt sein,
2. Thema und Betreuung der Arbeit müssen genehmigt sein und
3. aufgrund von COVID-19-Maßnahmen ist das Anfertigen einer Tonaufnahme für die künstlerische
Diplom- oder Masterarbeit unmöglich.

(2) Die Verleihung des akademischen Grades kann jedenfalls erst erfolgen, wenn die Abschlussarbeit
nachgereicht und positiv beurteilt wurde.

§ 6. COVID-19-Beurlaubung

(1) Studierende können sich aus folgenden Gründen, die im Zusammenhang mit COVID-19 stehen,
für das Sommersemester 2020 beurlauben lassen (COVID-19-Beurlaubung).

1. Infektion mit an COVID-19 und dadurch entstandene Studienbehinderung im


Sommersemester 2020.
2. Reisebeschränkungen und sonstige Notwendigkeit der Einhaltung von
Quarantänemaßnahmen, die das Studium im Sommersemester 2020 behindern.
3. Finanzielle Notsituation, ausgelöst durch Maßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19, die
das Studium im Sommersemester 2020 behindern.
4. Betreuungspflichten im Sinne des § 67 Abs 1 Z 4 UG, auch wenn sie durch Maßnahmen im
Zusammenhang mit COVID-19 ausgelöst werden, die das Studium im Sommersemester 2020
behindern.
5. Freiwillige Tätigkeiten im Interesse der öffentlichen Sicherheit, der Gesundheitsvorsorge
oder der Versorgungssicherheit im Zusammenhang mit COVID-19 über mehr als zwei Monate
im Sommersemester 2020.
6. Sonstige schwerwiegende studienbehindernde Gründe, die im Zusammenhang mit COVID-19
das Studium um mehr als drei Monate im Sommersemester 2020 behindert haben und die
von der_dem Studierenden nicht beeinflussbar waren.

(2) Für diese Beurlaubung gilt Folgendes:

1. Eine COVID-19-Beurlaubung ist bis zum 15. Juni 2020 bei dem_der Studiendirektor_in zu
beantragen.

2. Bis zum Zeitpunkt der COVID-19-Beurlaubung erbrachte Studienleistungen (insbesondere


abgeschlossene Lehrveranstaltungen und Prüfungen) bleiben gültig.

3. Die Studienbeitragspflicht gemäß § 91 UG entfällt. Ein bereits entrichteter Studienbeitrag ist auf
Antrag der_des Studierenden rückzuerstatten.

(3) Eine COVID-19-Beurlaubung kann nicht vorzeitig beendet werden.

§ 7. Inkrafttreten

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Diese Verordnung tritt mit dem auf die Kundmachung im Mitteilungsblatt der mdw folgenden Tag in
Kraft.

§ 8. Außerkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt mit 30. September 2021 außer Kraft.

(2) § 4 ist auch nach Außerkrafttreten der Verordnung bis zum Ende der allgemeinen Zulassungsfrist
des Wintersemesters 2021 anzuwenden.

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ANHANG 4

Änderung der Notenskala im Prüfungsmanagement/mdwOnline in „mit Erfolg


teilgenommen“/“ohne Erfolg teilgenommen“

Einloggen ins Prüfungsmanagement und im Menü den Punkt „Prüfungen


anlegen/bearbeiten“ wählen:

Jetzt sollten alle Ihre Prüfungen aufscheinen.


Klicken Sie bitte auf den kleinen grauen Pfeil links vor der jeweiligen Prüfung:

Im sich nun öffnenden Menü ändern Sie bitte beim Punkt Notenskala die Benotung in „mit
Erfolg teilgenommen“/“ohne Erfolg teilgenommen“. (1)
Ebenso können Sie hier gleich das Termindatum der Prüfung eintragen. (2)

(2)

(1)

Letzter Schritt: am Ende des Menüs „Speichern und schließen“ wählen.

Diese Schritte für alle Ihre gewünschten Prüfungen wiederholen.

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