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II Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 Ein Wiederholungsparcours 1 von 24

Tierisch gut! – Im Lernzirkel Texte erfassen, argumentieren


und Tiere beschreiben
Nach einer Idee von Dr. Christoph Kunz und Klara Kunz, Rastatt
Illustrationen: Oliver Wetterauer, Stuttgart

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Ein Wiederholungsparcours zum Thema „Haustiere“

D as erste Jahr an der weiterführenden Schu-


le stellt Lernende vor viele neue Heraus-for-
derungen. Sie setzen sich mit immer komple-
Klasse: 5/6

xer werdenden Unterrichtsinhalten auseinan- Dauer: 10 Stunden


der und sind gefordert, zunehmend selbststän-
dig zu arbeiten. Bereich: diskontinuierliche Texte untersu-
Die Materialien dieser Einheit ermöglichen es chen; eine Beschreibung erstellen;
Ihren Schülerinnen und Schülern, wichtige Argumente untersuchen, sortieren
Kenntnisse und Kompetenzen zu festigen, die und gewichten; einen Ratgeber er-
in Klasse 5 im Deutschunterricht thematisiert stellen; den Computer und das
wurden. Internet nutzen

In einem Wiederholungsparcours durchlaufen


sie verschiedene Stationen und bearbeiten
Aufgaben aus den Bereichen „Sprechen“, „Le-
sen“ und „Schreiben“. Sie führen Internetre-
cherchen durch, strukturieren Informationen,
verfassen eine Tierbeschreibung und einen
Ratgeber, argumentieren und arbeiten mit
dem Computer.

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4 von 24 Ein Wiederholungsparcours Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 II

Materialübersicht

Organisation des Parcours


M 1 (Tx) So behältst du den Überblick! – Laufzettel für den Parcours

Schwerpunkt 1 Diskontinuierliche Texte lesen und selbst erstellen


M 2 (Ab) Hund, Katze, Maus – Vom Diagramm zur eigenen Umfrage
M 3 (Ab) Haustiere in Großstädten – Vom Diagramm zur eigenen Umfrage
Mit Zusatzmaterial „Säulen, Balken oder Torten? – Diagrammarten
kennenlernen“ auf CD

Schwerpunkt 2 Informationen gewinnen und verarbeiten


M 4 (Ab) Rund ums Meerschweinchen – Informationen sammeln
M 5 (Ab) Typisch Meerschweinchen! – Begriffe verstehen
Mit Zusatzmaterial „Das 3x3-Fragen-Quiz“ auf CD

Schwerpunkt 3 Beschreibungen verfassen


M 6 (Ab) Meerschweinchen – Bildimpulse für den Adjektivspeicher
M 7 (Ab) So wird’s anschaulich! – Treffende Adjektive verwenden
M 8 (Ab) Große Ohren, kleine Schnauze? – Tiere beschreiben

Schwerpunkt 4 Die eigene Meinung bilden und vertreten


M 9 (Tx) Ich will ein Haustier! – Was man beim Kauf eines Haustieres
beachten sollte
M 10 (Ab) Pro und kontra – Stichworte sichten, sortieren und ausformulieren
M 11 (Ab) Meerschweinchen ja oder nein? – Argumentieren

Schwerpunkt 5 Arbeitstechniken und Gestaltungsmedien nutzen


M 12 (Ab) Alles, was man wissen muss! – Einen Ratgeber vorbereiten
M 13 (Ab) Gewusst wie! – Zehn Regeln für den Meerschweinchenfreund

Zusatz Rechtschreibung und Grammatik verbessern


ZM 3 (Ab) Mehr Schweinchen? – Rechtschreibung trainieren
ZM 4 (Ab) Gewusst wie! – Sätze richtig verbinden

Abkürzungen: Ab = Arbeitsblatt; Tx = Text

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II Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 Ein Wiederholungsparcours 5 von 24

M1
So behältst du den Überblick! – Laufzettel für den Parcours

Diese Übersicht hilft dir, deinen Fortschritt zu protokollieren.

Name: _______________________________________

So geht’s!
Du durchläufst den Parcours in fünf Schritten. Hierfür hast du fünf Doppelstun-
den Zeit, für jeden Schritt also ca. eine Doppelstunde. Wenn du früher mit ei-
nem Aufgabenbereich fertig bist, beginne mit dem nächsten.
Laufzettel

© iStock
Geh nach jeder Station mit diesem Laufzettel zu deinem Lehrer und lass ihn ab-
zeichnen.

Schwerpunkt Material von mir Rückmeldung der Lehrkraft


bearbeitet
Super! Nachbearbeitung nötig
1. Grafiken und Umfragen M2 ☐ ☐ ☐
auswerten
M3 ☐ ☐ ☐
2. Informationen gewinnen M4 ☐ ☐ ☐
und verarbeiten
M5 ☐ ☐ ☐
3. Beschreibungen verfassen M6 ☐ ☐ ☐
M7 ☐ ☐ ☐
M8 ☐ ☐ ☐
4. Die eigene Meinung bilden M9 ☐ ☐ ☐
und vertreten M 10 ☐ ☐ ☐
M 11 ☐ ☐ ☐
5. Arbeitstechniken und Ge- M 12 ☐ ☐ ☐
staltungsmedien nutzen M 13 ☐ ☐ ☐

Zusatz:
3x3-Fragen-Quiz ZM 2 ☐ ☐ ☐

6. Rechtschreibung trainieren ZM 3 ☐ ☐ ☐
ZM 4 ☐ ☐ ☐
Wenn du alle Schwerpunktthemen bearbeitet hast, schätze deinen Fortschritt selbst ein:

Fazit
Diese Materialien fand ich leicht:
Diese Materialien fand ich schwer:
So beurteile ich meine Leistung: ☐ sehr gut ☐ gut ☐ befriedigend ☐ weniger gut

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6 von 24 Ein Wiederholungsparcours Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 II

M2
Hund, Katze, Maus – Vom Diagramm zur eigenen Umfrage

Hier siehst du ein Balkendiagramm, das das Ergebnis einer Umfrage darstellt. Schau es dir ge-
nau an und beantworte dann die Fragen.

Aufgaben

1. Auf welche Frage gibt das Diagramm eine Antwort? Formuliere diese Frage.
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
2. Kann man anhand des Diagramms feststellen, wie viele Meerschweinchen es in Deutsch-
land gibt? Begründe deine Antwort.
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
3. Was denkst du: Warum werden Meerschweinchen hier nicht gesondert ausgewiesen?
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________

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II Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 Ein Wiederholungsparcours 7 von 24

4. Wie viele Haustiere gibt es (im Jahr 2015) insgesamt?


________________________________________________________________________________
5. Stelle Vermutungen an, warum Katzen so beliebt sind.
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
6. Welches Haustier hättest du am liebsten? Warum gerade dieses?
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
7. Führe in deiner Klasse (oder in der Nachbarklasse) eine Umfrage zu Haustieren durch. Über-
lege, wie du deine Ergebnisse grafisch darstellen kannst. Neben dem Balkendiagramm wie
oben ist auch ein Säulen- oder Kreisdiagramm möglich. Das Arbeitsblatt ZM 1 hilft dir dabei
zu entscheiden, welcher Diagrammtyp passt.

Tipps für die Umfrage:


• Erstelle eine Tabelle für die Umfrage. Du kannst auch die Vorlage unten überneh-
men.
• Überlege, ob du alle Tiere, die genannt werden, später ein-
zeln erfassen willst oder ob du Oberbegriffe bildest (z. B.:
Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Mäuse
usw. = Kleintiere).

© iStock
• Wenn du willst, kannst du deine Tabelle auch am Computer
erstellen.

Umfrage „Haustiere“
Ich habe diese(s) Haustier(e) Ich habe kein Haustier, würde mir
(Tierart und Anzahl) aber folgendes wünschen
(Tierart und Anzahl)
Befragter Nr. 1

Befragter Nr. 2

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8 von 24 Ein Wiederholungsparcours Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 II

M3
Tiere in Großstädten – Vom Diagramm zur eigenen Umfrage

Hier findest du ein zweites Diagramm, das das Ergebnis einer anderen Umfrage anschaulich
macht. Schau dir das Diagramm genau an und beantworte dann die Fragen unten.

Quelle: Statista. © Statista.com. Lizenz: CC BY-ND 3.0

Aufgaben

1. Auf welche Frage gibt das Diagramm eine Antwort? Formuliere diese Frage.
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
2. Welchen Unterschied kannst du ausmachen im Vergleich zu M 2? Wie sind die Ergebnisse
hier dargestellt? Verwende die Begriffe Balkendiagramm und Kreisdiagramm.
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________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________

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II Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 Ein Wiederholungsparcours 9 von 24

3. Die Zahl 63,9 % bedeutet 63,9 Prozent oder anders gesagt: 63,9 von Hundert. Das bedeu-
tet also hier, dass von hundert Leuten knapp 64, nämlich 63,9, die Haltung von Haustieren in
Großstädten nicht einschränken wollen.
Für die Umfrage wurden allerdings 1.000 Leute befragt. Wie viele der Befragten waren also
in absoluten Zahlen dagegen, die Haustierhaltung in Großstädten einzuschränken?
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________

4. Erstelle einen Fragebogen und führe die Umfrage zu dieser Frage in deiner Klasse durch. Fra-
ge auch nach Gründen für die Entscheidung. Überlege zunächst, welche Art der Tabelle sich
besser eignet, um die Umfrage durchzuführen. Hier findest du zwei Beispiele:

Beispiel 1:

Antwort 1: Haltung Antwort 2: Haltung von Antwort 3: Haltung erlaubt


untersagt größeren Tieren untersagt

Zahl

Grund

Beispiel 2:

Zahl Grund
Antwort 1: Haltung untersagt

Antwort 2: Haltung von


größeren Tieren untersagt
Antwort 3: Haltung erlaubt

5. Setze das Ergebnis deiner Umfrage in ein Säulendiagramm um. Wenn


du im Umgang mit dem PC sicher bist, kannst du das Diagramm auch
am Computer erstellen.
© iStock

Zusatzaufgabe für schnelle Rechner:


In einer Klasse sind 30 Kinder. Zehn davon haben eine Katze, vier einen Hund und sechs
Kleintiere wie Meerschweinchen und Kaninchen. Rechne die Angaben in Prozent aus:
Wie groß ist der Anteil der Kinder, die eine Katze/einen Hund/ein Kleintier haben. Wie
musst du vorgehen?

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10 von 24 Ein Wiederholungsparcours Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 II

M4
Rund ums Meerschweinchen – Informationen sammeln

Was weißt du über Meerschweinchen? Der Text enthält einige Hintergrundinformationen.

Meerschweinchen
Die Meerschweinchen (Caviidae) sind eine Familie aus der Ordnung
der Nagetiere. Sie setzen sich aus drei äußerlich stark unterschiedlichen
Unterfamilien zusammen: den Eigentlichen Meerschweinchen (Cavii-
nae) mit dem in Mitteleuropa bekannten Hausmeerschweinchen (Cavia
porcellus), den Pampashasen (Dolichotinae) und den Hydrochoerinae,
zu denen mit dem Capybara (Wasserschwein) das größte lebende Nage-
tier der Welt zählt.

© iStock
Verbreitung
Meerschweinchen sind in weiten Teilen Südamerikas verbreitet, wo sie unterschiedlichste Ha-
bitate besiedeln, von flachen Grasländern bis in Gebirgsregionen von über 4.000 Metern Hö-
he. Im dichten Regenwald fehlen sie allerdings.
Merkmale
Diese Tiere erreichen je nach Art eine Kopf-Rumpf-Länge von 20 bis 130 Zentimetern. Das
Körpergewicht beträgt bei Zwergmeerschweinchen etwa 300 Gramm und beim Capybara bis
zu 80 Kilogramm. Während die eigentlichen Meerschweinchen und die Capybaras kompakt
gebaute Tiere mit eher kurzen Gliedmaßen sind, ähneln die Pampashasen mit ihren langen
Beinen und großen Ohren eher den Hasen. Die enge Verwandtschaft beider Gruppen ist vor
allem an Details im Schädelbau und der Zähne erkennbar. Das Sehvermögen der Meer-
schweinchen ist dichromatisch, d. h., sie können wie viele Säugetiere Blau von Grün unter-
scheiden (nicht aber Rot). […]
Aus: de.wikipedia.org/wiki/Meerschweinchen

Aufgaben

1. Lies den Text und kläre folgende Begriffe: a) kompakt, b) Gliedmaßen, c) Schädelbau, d) De-
tail, e) dichromatisch. Die Hilfe-Box unten zeigt dir, wie du vorgehen kannst.
2. Notiere die wichtigsten Informationen über Meerschweinchen aus dem Text.
Tipp: Orientiere dich an den fett gedruckten Zwischenüberschriften.
3. Rufe die Seite im Internet auf. Rechts oben ist ein Bild mit der Unterschrift „Ge-
meines Meerschweinchen“. Warum wird das Meerschweinchen als „gemein“
bezeichnet? Hast du eine Vermutung?
© iStock

4. Der Text bricht mitten im Satz ab. Lies den Text im Internet weiter und formuliere
die Antwort: Woher kommt der Name „Meerschweinchen“?
5. Einige Wörter auf der Webseite sind blau unterlegt (im Text oben unterstrichen). Teste was
passiert, wenn du mit dem Cursor diese Wörter anklickst.

Unbekannte Wörter klären


• Suche verwandte Wörter. • Versuche, ein Wort aus dem Zusammen-
• Zerlege mehrteilige Wörter in Einzelwörter hang heraus zu verstehen.
und versuche zuerst, diese zu verstehen. • Schlage das Wort im Wörterbuch nach.

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II Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 Ein Wiederholungsparcours 11 von 24

M5
Typisch Meerschweinchen! – Begriffe verstehen

In der Tabelle unten werden acht Verhaltensweisen von Meerschweinchen be-


schrieben. Finde die richtige Bezeichnung für das Verhalten und ordne sie zu.

© iStock
Verhaltensweise Kurzbezeichnung

1. Ein unzufriedenes oder aggressiv gestimmtes Meerschweinchen sträubt


sein Nackenhaar, manchmal auch das ganze Rücken-, Flanken- und
Backenfell. Gleichzeitig klappern die Tiere vernehmlich mit den Zäh-
nen. Die Einschüchterungstaktik eines Meerschweinchens wird durch
seine Stimme unterstützt. Es „purrt“ und das klingt wie ein lang gezoge-
nes „brbrbr“.
2. Beim Treteln belastet das Meerschweinchen vermehrt die Vorderbeine
und hebt abwechselnd ein Hinterbein hoch. Der Hinterleib schaukelt
dabei seitlich hin und her. Meerschweinchen treteln, wenn sie den Geg-
ner einschüchtern wollen.
3. Ängstliche Tiere verharren in diesem Moment völlig regungslos, ihre
Bewegung wirkt gleichsam wie „eingefroren“. Weibchen und Jungtiere
erstarren häufig auf eine ungewohnte Störung hin (Fluglärm, Türen
knallen).
4. Wie Meerschweinchen ihre Auserwählte umwerben, erinnert an die
Tanzschritte des lateinamerikanischen Tanzes „Rumba“. Im Zeitlupen-
tempo und Purrlaute ausstoßend umkreist der Freier seine Dame.
5. Wie Menschenkinder hüpfen Meerschweinchenkinder aus lauter Le-
benslust und Spielfreude in die Luft. Und wie beim Menschen auch, ma-
chen es die anderen nach.
6. Es ist ein langer durchdringender Ton und verfehlt selten seine Wirkung
auf den Menschen. Das Tier verlangt auf diese Weise nach Futter.
7. Bei diesem hohen, leisen und lang gezogenem Ton handelt es sich um
den Verlassens- oder Klagelaut eines Jungtieres.
8. Diesen tiefen Laut mit kurzen Trillern geben Meerschweinchenböcke
von sich, wenn sie drohen und balzen.

Aufgaben

1. Die Verhaltensweisen von Meerschweinchen, die der Text oben beschreibt, können in je-
weils einem Wort zusammengefasst werden:
purren – fiepen – hüpfen – treteln – brommseln – erstarren – Rumba tanzen – quieken
Ordne die Begriffe der jeweiligen Umschreibung in der rechten Spalte der Tabelle zu.
2. Warum sind solche Begriffe wichtig?
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________

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12 von 24 Ein Wiederholungsparcours Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 II

3. Um Begriffe richtig zu verwenden, muss man sie genau verstehen. Suche dir drei der Begriffe
aus dem Kasten aus und bestimme sie mithilfe der Tabelle unten näher. Notiere zunächst je-
weils links oben in der Tabelle den gewählten Begriff (z. B. brommseln).
4. Lies dir nun die Merkmale durch. Entscheide, ob der gewählte Begriff einen Ton beschreibt
oder eine Bewegung. Ist der Ton hoch, leise oder lang? Ist die Bewegung schnell oder lang-
sam? Mache je ein Kreuz oder einen Punkt an der Stelle des Balkens, die deinem Verständnis
nach dem Begriff am nächsten kommt: Je näher an einem Adjektiv du das Kreuz machst, um-
so zutreffender ist es für den jeweiligen Begriff.

Begriff: ________________________________

Merkmale

leise laut

Ton hoch tief

kurz lang

ängstlich mutig

Bewegung traurig fröhlich

langsam schnell

Begriff: ________________________________

Merkmale

leise laut

Ton hoch tief

kurz lang

ängstlich mutig

Bewegung traurig fröhlich

langsam schnell

Begriff: ________________________________

Merkmale

leise laut

Ton hoch tief

kurz lang

ängstlich mutig

Bewegung traurig fröhlich

langsam schnell

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II Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 Ein Wiederholungsparcours 13 von 24

M6
Große Ohren, kleine Schnauze? – Tiere beschreiben

Wie sieht dein Haustier aus? Können deine Mitschüler anhand deiner Beschreibung erraten,
welches Haustier du hast?

Aufgaben
1. Beschreibe dein Haustier oder das eines Nachbarn oder Freundes. Du findest
unten sieben Oberbegriffe, die dir helfen, eine Tierbeschreibung zu verfassen.
Bringe die Oberbegriffe zunächst in eine sinnvolle Reihenfolge und trage sie
in die linke Spalte der Tabelle unten ein. Du kannst auch einen weiteren wichti-
gen Oberbegriff ergänzen.

© iStock
2. Notiere nun die wichtigsten Angaben zu deinem Tier in Stichworten in der
rechten Tabellenspalte.

• Aussehen (erst Gesamteindruck, • Körpergröße • Haltung


dann Details, Vergleiche)
• Lebensraum • Besonderheiten
• Verhalten
• Nahrung • ________________

Aspekt Angaben zu meinem Tier

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

3. Fasse deine Informationen nun der Reihe nach in einem sachlichen Text im Präsens zusam-
men. Finde eine passende Überschrift für deine Tierbeschreibung.
4. Lies deine Tierbeschreibung in der Klasse vor oder hänge sie auf, sodass sie deine Mitschüler
lesen und raten können, welches Haustier du hast.

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II Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 Ein Wiederholungsparcours 15 von 24

M8
So wird’s anschaulich! – Treffende Adjektive verwenden

Kurzes oder langes Fell, einfarbig oder gescheckt – Meerschweinchen sehen je nach Rasse sehr
unterschiedlich aus. Finde und nutze möglichst treffende Adjektive, um ein Meerschweinchen
gut zu beschreiben.

Adjektivspeicher Meerschweinchen

Fell glatt

Form länglich, rund

gemustert, gescheckt, einfarbig

© iStock
Farbe

Fläche seitlich, obere

Aufgaben

1. Betrachte die Fotos der Meerschweinchen auf der Folie.


2. Im Adjektivspeicher findest du Wörter, mit denen du Fell, Form, Farbe und Flächen des Kör-
pers eines Meerschweinchens beschreiben kannst. Fallen dir noch weitere aussagekräftige
Adjektive ein? Notiere sie im Speicher.
3. Suche dir nun eines der dargestellten Meerschweinchen aus und beschreibe es möglichst ge-
nau. Nutze dazu treffende Adjektive aus dem Speicher
Tipp: Verwende für deine Beschreibung auch abwechslungsreiche Verben. Schreibe also
nicht immer nur „Das Meerschweinchen ist/hat …“, sondern z. B. auch „weist auf“,
„verfügt“, „zeigt“, „besitzt“ u. a.

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16 von 24 Ein Wiederholungsparcours Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 II

M9
Ich will ein Haustier! – Was man beim Kauf eines Haustieres
beachten sollte

Welches Haustier passt zu mir? Was muss ich beachten? Finde es heraus.

Unser Kind wünscht sich ein Haustier – Pro und kontra


Viele Kinder wünschen sich ein Haustier. Aber die Anschaffung will
gut überlegt sein, da man nicht irgendein Spielzeug kauft, sondern ein
Lebewesen adoptiert.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Kinder, die mit Heimtieren
aufwachsen, ein besseres Sozialverhalten zeigen. Sie sind weniger ag-
gressiv, ausgeglichener und konzentrierter. Ein Tier ist Freund, Frei-
zeitpartner und Vertrauter. Es hört geduldig zu, fragt nicht und verrät
nichts. Das Streicheln eines Tieres hat beruhigende Wirkung. Die Kin-

© iStock
der lernen so spielerisch den Umgang mit Tieren.
Keine Spielzeuge
Schwierig wird es allerdings, wenn Tiere auf Drängen der Kinder um des lieben Friedens willen an-
geschafft werden. Denn ein Haustier ist kein Spielzeug, sondern ein Lebewesen mit artspezifischen
Bedürfnissen, die ein ganzes Tierleben lang erfüllt werden müssen. Hier tragen zunächst die Eltern
die Verantwortung, denn Kinder sind alleine oft überfordert. Man sollte auch beachten, dass einige
Kleintiere für Kinder weniger gut geeignet sind. Hamster beispielsweise sind nachtaktive Tiere, die
tagsüber schlafen und nicht gestört werden wollen.
Wer ein Tier aussetzt, macht sich strafbar
Oftmals werden Tiere unbedacht angeschafft, werden irgendwann lästig und spätestens zur näch-
sten Urlaubszeit abgegeben oder aus Unkenntnis und Gleichgültigkeit ausgesetzt. Wer ein Tier
aussetzt, macht sich strafbar. Domestizierte Haustiere haben in der freien Wildbahn keine Überle-
benschance.
Artgerechte Haltung
Besonders wichtig ist, sich vor dem Kauf eines Tieres über die richtige Pflege und artgerechte Hal-
tung zu informieren. Tiere mit längerem Fell sind besonders pflegeintensiv und müssen täglich ge-
bürstet werden, damit das lange Haarkleid nicht verfilzt. Das bedeutet natürlich zusätzliche Arbeit.
Hund und Katze führen Beliebtheitsskala an
Auf der Beliebtheitsskala ganz oben steht eine Katze oder ein Hund. Eine Katze ist hierbei etwas
pflegeleichter. Sie ist in der Regel nicht so stark auf Menschen geprägt wie ein Hund und leidet da-
her nicht so sehr unter der Abwesenheit des Besitzers. Ein Hund sollte nur infrage kommen, wenn
genügend Zeit vorhanden ist und die ganze Familie bereit ist, sich mit dem Tier zu beschäftigen.
Dies bedeutet auch, dem Vierbeiner bei jedem Wetter genügend Auslauf zu bieten.
Aus: Brigitte Woelk: Unser Kind wünscht sich ein Haustier. In: Urbia.de

Aufgaben
1. Es gilt viel zu berücksichtigen, wenn man überlegt, sich ein Haustier anzuschaffen. Erstelle eine
Tabelle und trage die wichtigsten Argumente aus dem Text ein: Was spricht für die Anschaffung
eines Haustieres? Was dagegen? Die Tabelle könnte so aussehen:
Argumente für die Anschaffung Argumente gegen die Anschaffung

2. Unterstreiche in jeder Spalte das Argumente, das du jeweils am wichtigsten findest.

Für Schnelle: Wenn du selbst ein Haustier hast: Notiere, welche Erfahrung du gemacht hast.

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II Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 Ein Wiederholungsparcours 17 von 24

M 10
Pro und kontra – Stichworte sichten, sortieren und
ausformulieren

Johanna hat einen Vortrag vorbereitet zum Thema „Was spricht für, was spricht gegen die An-
schaffung eines Haustieres?“ Kannst du ihr helfen, ihre Stichworte zu sortieren?

Größe der
Spielgefährte Wohnung/ zeitaufwendig
Auslauf

gut gegen
Kosten Einsamkeit
im Urlaub?
(Futter, Arzt) (Senioren)

Ärger mit fördert die


Rudeltier? Gesundheit
Nachbarn

Hund als
Kinder lernen
Suchhund bei
Verantwortung
Erdbeben

Aufgaben

1. Hilf Johanna, die Karteikarten für ihren Vortrag zu sortieren. Markiere die Pro-Karten grün
und die Kontra-Karten rot.
Sortiere die Stichpunkte ihres Vortrags in zwei Stapeln nach Pro- und Kontra-Argumenten.
Wo bist du unsicher?
________________________________________________________________________________
2. Gibt es wichtige und weniger wichtige Argumente? Kannst du sie in eine Reihenfolge brin-
gen? Führe dies zuerst für die Pro-, dann für die Kontra-Karten durch.
3. Welches Argument findest du nicht gelungen? Erkläre, warum.
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
4. Formuliere nun die Stichworte zu einem kurzen Text aus. Beginne mit den Pro-Karten.

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18 von 24 Ein Wiederholungsparcours Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 II

M 11
Meerschweinchen ja oder nein? – Argumentieren

Im Folgenden findest du Argumente, die für bzw. gegen den Kauf von Meerschweinchen als
Haustiere sprechen.

PRO: Für die Anschaffung KONTRA: Gegen die Anschaffung


spricht spricht

süße Fellnasen großer Raumbedarf


Das ist für viele Halter natürlich der Hauptgrund Meerschweinchen dürfen zum einen nicht alleine
für Meerschweinchen: ihr putziges Aussehen. gehalten werden und benötigen zum anderen
Wer kann dem schon widerstehen? deutlich mehr Platz als z. B. Hamster. Als Faustre-
gel rechnet man mit mindestens 0,5 m2 pro Tier. In
reiner Männchenhaltung sollte es noch etwas
mehr sein.

hohe Lebenserwartung intensive Pflege


Meerschweinchen werden sechs bis acht Jahre alt Hier tritt vor allem das regelmäßige Ausmisten des
– manchmal noch älter. Das ist ebenfalls ein deutli- Käfigs in den Vordergrund. Dieses muss regelmä-
ches Pro. Vor allem Kinder können so eine lange ßig und gründlich geschehen. Außerdem müssen
und intensive Bindung zu ihren Tieren aufbauen Krallen gekürzt werden, was sich nicht jeder Hal-
und bereits in jungen Jahren, unter Anleitung der ter selbst zutraut. Langhaarmeerschweinchen be-
Eltern, Verantwortung lernen und übernehmen. nötigen zudem regelmäßig einen Haarschnitt.

robust lokal gebunden


Meerschweinchen sind nicht sehr anfällig für Meerschweinchen vertragen Umgebungsverände-
Krankheiten, gerade wenn sie nicht aus wilder rungen nicht gut, deshalb sollte man das lassen.
Vermehrung oder Überzüchtung stammen. Die Tiere zum Urlaub in eine Pension zu geben
wie einen Hund, ist ausgeschlossen. Man benötigt
also immer jemanden, der sich um das Tier in sei-
ner ihm vertrauten Umgebung kümmern kann,
wenn man selbst nicht da ist.

Geselligkeit Geruchsentwicklung
Meerschweinchen begrüßen ihre Halter schon, Gerade bei nicht gewissenhafter Pflege des Kä-
wenn sie den Schlüssel im Flur hören. Generell figs oder der Meerschweinchen selbst können die-
fühlt man sich mit Meerschweinchen in einem Zim- se schnell einen für den Menschen unangenehmen
mer nie alleine. Geruch entwickeln.

zahm scheu
Meerschweinchen sind sehr friedliebende Tiere Meerschweinchen, das sei auch hier noch einmal
und beißen praktisch gar nicht. Auch untereinan- erwähnt, sind KEINE Kuscheltiere und darüber
der verstehen sich Meerschweinchen in der Regel hinaus durch ihren Fluchtinstinkt auch scheu. Das
gut. heißt nicht, dass man sie nie sieht, aber sie sind si-
cher nicht vergleichbar mit der Zutraulichkeit von
Hunden oder Katzen.

die Größe/Aktionsradius Dämmerungsaktiv


Meerschweinchen brauchen natürlich Platz für ih- Gerade wenn der spannende Film im Fernsehen
ren Käfig mit ausreichend Auslauf. Verglichen mit läuft und man vom Arbeitstag Zerstreuung sucht

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II Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 Ein Wiederholungsparcours 19 von 24

Hunden oder Katzen, die die ganze Wohnung be- oder man gerade den Nachwuchs ins Bett ge-
anspruchen, benötigen Meerschweinchen aber bracht hat, drehen Meerschweinchen erst so rich-
weniger Platz – und man hat auch nicht überall tig auf.
Tierhaare.

fleischfreie Nahrung Unterhalt


Meerschweinchen sind Vegetarier. Die lästigen, Meerschweinchen scheinen nur auf den ersten
häufig übel riechenden Mülltonnen oder generell Blick günstig. Tatsächlich kostet immer frisches
das etwas „anders“ riechende Futter von Hunden Heu, Einstreu und nicht zuletzt der Tierarzt eine
und Katzen bleibt einem erspart. Menge Geld.

viel Abfall
Vor allem durch das Ausmisten des Käfigs quillt
der häusliche Mülleimer schnell über. Hier sind al-
ternative Entsorgungsmethoden gefragt!

Tod
Auch Meerschweinchen sterben, und gerade nach
Foto: © Thinkstock/iStock

einer langen Bindung fällt einem dies besonders


schwer. Natürlich trifft dies auf jedes Haustier zu.
Da Meerschweinchen aber Rudeltiere sind, man al-
so immer mehrere halten sollte, sterben dement-
sprechend auch mehrere, was die Sache nicht un-
bedingt einfacher für den Halter macht.

Aus: meerschweinchen-ratgeber.de, Armin Gerhardts (URL: http://www.meerschweinchen-ratgeber.de/kaufen/pro-contra)

Aufgaben

1. Suche dir einen Partner: Ermittelt, wer die Pro-Seite, wer die Kontra-Seite vertritt.
2. Schreibe die vier wichtigsten Argumente auf eine Karte. Dein Partner macht dies für die
Gegenseite.
3. Bringe die Argumente in eine Reihenfolge. Beginne mit dem schwächsten, ende mit dem
stärksten.
4. Überlege dir, welche Argumente dein Partner anführen könnte. Überlege dann, wie du dar-
auf antwortest, z. B. indem du ein passendes Gegenargument aus der Sammlung oben prä-
sentierst oder selbst ein neues entwickelst.

meine Argumente Argumente meines Partners mein Gegenargument

5. Führt nun ein Gespräch, in dem ihr eure Pro- und Kontra-Argumente möglichst überzeugend
einbringt.

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M 12
Alles, was man wissen muss! – Einen Ratgeber vorbereiten

Ratgeber fassen wichtige Informationen zu einem Thema zusammen. Was sollte in einem Ratge-
ber über Meerschweinchen stehen?

Der Deutsche Tierschutzbund bietet eine Broschüre über die Haltung von Meerschweinchen an:
www.tierschutzbund.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Broschueren/Die_Haltung_von_
Meerschweinchen.pdf

Aufgaben

Schreibe einen Ratgeber zum Umgang mit Haustieren und nutze dazu Informationen aus der
Broschüre. Gehe so vor:
1. Suche die Adresse auf.
2. Lies den Text genau.
3. Notiere wichtige Hinweise für Tierhalter, indem du die Mindmap ausfüllst und ergänzt.
Schreibe zunächst mit Bleistift einzelne Aspekte und Begriffe auf.

Haltung

Meerschweinchen

Ernährung

4. Bilde aus den stichwortartig notierten Ratschlägen ganze Sätze. Verwende dabei Imperativ-
formen.

Der Imperativ
Den Imperativ benutzt man für Anleitungen, Anweisungen, Verbote, Warnungen oder Rat-
schläge. Beispiele:
Füttern Sie Ihre Katze täglich.
Stell deiner Katze einen Napf mit frischem Wasser hin.

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II Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 Ein Wiederholungsparcours 21 von 24

M 13
Gewusst wie! – Zehn Regeln für den
Meerschweinchenfreund

Du hast dich nun über Meerschweinchen informiert. Hier kannst du die Tipps
weitergeben.

Überschrift:

Einleitung:

10

Quellen und weiterführende Tipps:

Aufgaben

Erstelle eine Checkliste mit Ratschlägen, die bei der Haltung von Meerschweinchen zu beachten
sind. Nutze dafür deine Ergebnisse aus M 12 und fülle die Tabelle unten aus:
a) Suche eine ansprechende Überschrift.
b) Informiere in der Einleitung, um was es geht und warum die Ratschläge wichtig sind.
c) Formuliere dann zehn wichtige Regeln. Verwende die Imperativform.
d) Liste zum Schluss die Quellen auf, aus denen deine Informationen stammen. Gib auch Hin-
weise auf interessante Bücher oder Internetadressen zum Thema.

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22 von 24 Ein Wiederholungsparcours Schreiben – Texte verfassen • Beitrag 26 II

Erläuterungen und Lösungen

Erwartungshorizont (M 2)
Zu 1.: Die Frage lautet: Wie viele Haustiere lebten im Jahr 2015 in Deutschland?
Zu 2.: Nein, die Zahl der Meerschweinchen lässt sich nicht ermitteln. Sie sind unter der Rubrik
„Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen u. Ä.“ als nicht einzeln ausgewiesene Teilgruppe zu
finden.
Zu 3.: Vermutlich gibt es zu viele Kleintiere, sodass das Diagramm bei zu vielen Einzelauflistun-
gen unübersichtlich werden würde.
Zu 4.: Die Gesamtzahl beträgt 34,4 Millionen Tiere.
Zu 5.: Die Katze ist ein selbstständiges Tier, das nicht rund um die Uhr betreut werden muss und
auch mit Blick auf die Reinlichkeit dem Tierbesitzer weniger Probleme bereitet als andere Haus-
tiere.
Zu 6.: Hier sind mehrere Antworten denkbar.
Zu 7.: Bei einer Umfrage unter einer relativ kleinen Gruppe (ca. 30 Schüler) ist es möglich, zu-
nächst alle Nennungen aufzunehmen. Sollten dann für die Umsetzung in ein Diagramm tatsäch-
lich mehr als z. B. sieben Rubriken (so die Zahl in den Ausgangsdiagrammen) anfallen, kann
der Lernende ebenfalls Oberbegriffe bilden.

Erwartungshorizont (M 3)
Zu 1.: Die Frage lautet: Sollte die Haltung von Haustieren in Großstädten untersagt oder nicht
weiter reglementiert werden?
Zu 2.: Bei dem Diagramm in M 4 handelt es sich um ein Kreisdiagramm; in M 3 wurde ein Bal-
kendiagramm verwendet.
Zu 3.: Von den 1.000 befragten Personen haben sich 639 dafür ausgesprochen, dass es keine
Einschränkungen bezüglich der Haltung von Haustieren in Großstädten geben sollte.
Zu 4.: Ein Vorteil der oberen Tabelle ist die rasche Ablesbarkeit der Zahlen unmittelbar in der
obersten Zeile.
Zu 5.: Hier wird von den Lernenden keine Umrechnung in Prozent verlangt.
Zur Zusatzaufgabe: Da Prozent bedeutet von Hundert, müsste also die Gesamtzahl der Schüle-
rinnen und Schüler, z. B. 30, als Hundert angesetzt werden. Nun kann gefragt werden, mit was
man 30 multiplizieren muss, um auf 100 zu kommen. Antwort: mit ca. 3,3. Also müssen die
Nennungen der einzelnen Tiere auch mit dieser Zahl multipliziert werden, um auf Prozentanga-
ben zu kommen: 10 x 3,3 = 33 % Katzen; 4 x 3,3 = 13,2 % Hunde, 6 x 3,3 = 19,8 % Kleintie-
re. Die Ausrechnung der Prozentzahl erfolgt also über den Dreisatz.

Erwartungshorizont (M 4)
Zu 1.: a) „kompakt“ lässt sich mit dem Umfeld/aus dem Kontext klären: eher kurz und gedrun-
gen (im Gegensatz zu Hasen).
b) „Gliedmaßen“ lässt sich auch mit dem Umfeld klären: Beine, vielleicht auch Ohren.
c) „Schädelbau“ lässt sich durch die Einzelteile klären: Schädel-bau kann aufgelöst werden zu:
„Wie ist der Schädel gebaut?“ bzw. „Bau des Schädels“.
d) „Detail“: aus dem Umfeld kann man entnehmen, dass es sich z. B. um Zähne handelt, etwas,
was man nicht immer sieht, um Kleinigkeiten, bei denen man genau hinsehen muss; die Klärung
erfolgt also über das Umfeld/aus dem Kontext. Vielleicht hilft auch der Verweis auf das bekann-
tere Wort „detailliert“ weiter (im Sinne von genau, in allen Einzelheiten).
e) „dichromatisch“ = zweifarbig; Tiere können zwei Farben unterscheiden (im Gegensatz zu an-
deren, die drei Farben, auch Rot, unterscheiden können). Die Ableitung erfolgt also aus dem
Umfeld/dem Kontext.
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Zu 2.: Wichtige Informationen sind: a) Meerschweinchen sind Nagetiere. b) Sie leben in Süd-
amerika, hier vor allem in Grasgelände, aber auch in einer Höhe von 4.000 Metern, nicht aber
im Wald. c) Meerschweinchen sind eher gedrungen und kompakt, es gibt aber auch Ausnah-
men.
Zu 3.: In Bezug auf die Beschreibung von Tieren bedeutet „gemein“, dass keine besonderen
Merkmale vorliegen (im Gegensatz z. B. von verwandten Unterarten, die dann speziellere Ei-
genschaften etwa nach Größe, Farbe, Fellmuster usw. vorweisen können).
Zu 4.: Die Tiere kamen übers Meer nach Europa, ihre Laute erinnern an das Quieken der
Schweine ➝ Meerschweinchen.
Zu 5.: Man wird bei den besagten Stellen auf weitere Lexikoneinträge verwiesen, die man
durch Anklicken öffnen kann.

Erwartungshorizont (M 5)
Zu 1.: 1 = purren; 2 = treteln; 3 = erstarren; 4 = Rumba tanzen; 5 = hüpfen; 6 = quieken; 7 = fie-
pen; 8 = brommseln.
Zu 2.: Diese Begriffe könnten als „Fachbegriffe“ bezeichnet werden. Wenn man sie nicht hätte,
müsste man zur Beschreibung des Verhaltens auf die ausführlichen Erläuterungen zurückgreifen.
Zu 4..: Hier sind mehrere Lösungen möglich, abhängig von den gewählten Begriffen. Es ist
denkbar, dass verschiedene Schüler bei ein und demselben Begriff zu unterschiedlichen Bedeu-
tungsbestimmungen kommen. Es empfiehlt sich, größere Abweichungen und Unterschiede ge-
meinsam zu besprechen.

Erwartungshorizont (M 6)
Zu 2.: Die Reihenfolge der Aspekte könnte sein: 1. Aussehen, 2. Größe, 3. Lebensraum, 4. Ver-
halten, 5. Nahrung, 6. Haltung, 7. Besonderheiten.
Zu 3.: Hier sind mehrere Lösungen, abhängig vom gewählten Tier, denkbar.

Erwartungshorizont (M 8)
Kopieren Sie das Arbeitsblatt auf Folie oder laminieren sie das Arbeitsblatt. Die abgebildeten
Meerschweinchen unterscheiden sich äußerlich z.T. deutlich voneinander: Zu sehen sind Tiere
mit langem, kurzem, glattem, welligem bzw. abstehendem Fell sowie mit ein-, zwei- und mehr-
farbigen Fellvarianten, die noch genauer nach der jeweiligen Färbung der Köperteile beschrie-
ben werden können. Für die Körperform bieten sich Beschreibungsmerkmale wie rund, schlank,
keilförmig, kurz, lang, gedrungen an.

Erwartungshorizont (M 9)
Zu 1.: Die Argumente können folgendermaßen einander gegenübergestellt werden:

Argumente für die Anschaffung Argumente gegen die Anschaffung

1. Entwicklung eines Kindes 1. Haustiere sollten nicht als Spielzeug dienen.


wird positiv beeinflusst (Kind
2. Wenn Eltern beim Pflegen nicht helfen können – Kinder sind
ist ausgeglichener, weniger
alleine oft überfordert.
aggressiv).
3. Manche Tiere sind nicht geeignet: Hamster sind nachtaktiv.
2. Umgang mit Tier wird gelernt.
4. Man muss ein Tierleben lang für sein Haustier sorgen können.
5. Es gibt Tiere, die eine intensive Pflege brauchen (z.B. das Fell
kämmen)

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Zu 2.: In beiden Spalten können jeweils die Argumente 1 und 2 als besonders wichtig angese-
hen werden.

Erwartungshorizont (M 10)
Zu 1. und 2.: Je nach Akzentuierung kann die Reihenfolge unterschiedlich aussehen.
Pro-Argumente (von wichtig zu unwichtig absteigend): Kinder lernen Verantwortung – fördert
Gesundheit – gut gegen Einsamkeit (Senioren) – Spielgefährte – Hund als Suchhund bei Erdbe-
ben.
Kontra-Argumente (von wichtig zu unwichtig absteigend): Größe der Wohnung/Auslauf – zeit-
aufwendig – Kosten – Rudeltier – Ärger mit Nachbarn – im Urlaub?
Zu 3.: Die Karte „Hund als Suchhund bei Erdbeben“ überzeugt nicht. Privat schafft man sich kei-
nen Suchhund an. Sollte man jemals selbst Opfer eines Erdbebens werden, ist vermutlich auch
das Haustier betroffen und kann sich an der Suche nicht beteiligen.
Zu 4.: Hier sind mehrere Möglichkeiten der Vertextung denkbar. Bei der Kontrolle sollte die Lehr-
kraft auch auf die Rechtschreibung achten.

Erwartungshorizont (M 11)
Zu 2.–3.: Auch hier kann die Reihenfolge unterschiedlich ausfallen.
Die wichtigsten Pro-Argumente (von unwichtig nach wichtig): Aktionsradius – zahm – robust –
hohe Lebenserwartung.
Die wichtigsten Kontra-Argumente (von unwichtig nach wichtig): Pflege – Abfall – lokal gebun-
den – Tod.
Zu 4.: Ein Beispiel:

Negativ Positiv

Meerschweinchen sterben und das Meerschweinchen werden mit 6–8 Jahren sehr alt
kann einem wegen der Bindung zum und man hat sehr lange Freude an ihnen.
Haustier sehr schwer fallen.

Erwartungshorizont (M 12 und M 13)


Oberbegriffe bzw. Themen für die Mindmap können die Lernenden aus dem Inhaltsverzeichnis
der Broschüre übernehmen. Zwei Oberthemen sind in der Mindmap vorgegeben. In der Tabelle
M 13 können die Schüler dann verschiedene Ratschläge notieren, von der Käfig-/Stallgröße
über die Ernährung bis zur Fellpflege.
Den Ratgeber sollen die Schüler in der Imperativ-Form verfassen. Sollten die Hinweise auf dem
Arbeitsblatt M 12 dafür nicht ausreichen, können Sie Ihre Schüler weitere Erklärungen mithilfe
einer Schulgrammatik nachschlagen lassen. Lernende mit guten PC-Kenntnissen können die Ta-
belle in M 13 auch selbst erstellen und den Ratgeber am Computer verfassen.

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