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ID 23 DE

Dokumentierte Patientenaufklärung
Basisinformation zum Aufklärungsgespräch

Patientendaten/Aufkleber
Transösophageale Echokardiographie
Ultraschalluntersuchung des Herzens durch die
Speiseröhre

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,


Ihre Beschwerden und die vorliegenden Befunde deuten auf eine Herz-/Gefäßerkrankung hin, deren Ausschluss/Vorhandensein und Aus-
maß genauer festgestellt werden soll, um die zweckmäßigste und beste Behandlung für Sie planen zu können. Vor der Untersuchung wird die
Ärztin/der Arzt (im Folgenden nur Arzt) mit Ihnen über Notwendigkeit, Dringlichkeit und Durchführung der geplanten Maßnahme sprechen.
Sie müssen typische Risiken und Folgen, sowie alternative Untersuchungsmethoden kennen, damit Sie sich entscheiden können. Dieses Aufklä-
rungsblatt soll helfen, das Gespräch vorzubereiten und die wichtigsten Punkte zu dokumentieren.

Wie erfolgt die Untersuchung? gen (z.B. Druckschäden an Nerven) durch Lagerung vor, wäh-
Das Echoskop, ein biegsames Instrument mit eingebautem Ult- rend oder nach der Untersuchung. Letztere verschwinden meist
raschallkopf wird durch die Mundhöhle in die Speiseröhre und bis an nach einiger Zeit von selbst, können jedoch in ungünstigen Fäl-
den Mageneingang vorgeschoben (s. Abb.). Der Ultraschallkopf liegt len langandauernde oder sogar dauerhafte Beschwerden
somit in unmittelbarer Nähe des Herzens und der großen Gefäße. So (Narben, schmerzhafte Missempfindungen, Taubheitsgefühl)
entstehen Ultraschallbilder von Herz und Hauptschlagader ohne stö- zur Folge haben.
rende Einflüsse anderer Gewebe (z.B. Lunge, Rippen). Die Bilder wer- • selten leichte allergische Reaktionen auf das Beruhigungs-/
den digital oder auf Videobänder aufgezeichnet. Bei Bedarf oder falls Betäubungsmittel, die sich z.B. als Brechreiz, Juckreiz oder
Sie es wünschen, erhalten Sie eine örtliche Rachenbetäubung und/ Hautausschlag äußern. Sie klingen in den meisten Fällen von
oder eine Beruhigungsspritze. selbst wieder ab und bedürfen in der Regel keiner Behandlung.
Zum Nachweis bzw. Ausschluss von Kurzschlussverbindungen zwi- Schwere allergische Reaktionen an Schleimhaut, Herz, Kreis-
schen den Herzhöhlen oder zur besseren Abgrenzung der Herzkam- lauf, Darm, Nieren oder Nerven (z.B. Schleimhautschwellung
mern wird regelmäßig ein Ultraschallkontrastmittel intravenös ver- im Kehlkopf, beeinträchtigte Atemfunktion bis hin zum Atem-
abreicht. stillstand, Asthma-Anfälle, Kreislaufkollaps oder Schock) erfor-
dern eine stationäre Behandlung und können zu bleibenden
Ist mit Komplikationen zu rechnen? Schäden durch mangelnde Organdurchblutung (z.B. Nierenver-
Trotz größter Sorgfalt kann es in Einzelfällen während oder sagen oder Nervenlähmung) führen;
nach dem Eingriff zu Komplikationen kommen, die u.U. eine soforti-
ge Behandlung erfordern und in der Folge auch lebensbedrohlich
sein können. Zu nennen sind:

• sehr selten Verletzungen an Speiseröhre, Kehlkopf oder Luft-


Sonde
röhre durch das Echoskop, vor allem wenn krankhafte Verän-
derungen bestehen (z.B. Verengungen, Aussackungen oder
Speiseröhre
Speiseröhren-Krampfadern). Leichte Blutungen, Schluckbe-
Hauptschlagader
schwerden, Schmerzen und leichte Heiserkeit können die (Aorta)

Folgen sein, die meist von selbst abklingen; Lungen-


schlagader
• sehr selten Infektionen mit Fieber; eine Keimverschleppung Ultraschall-
sektor
in die Blutbahn (Bakteriämie) bis hin zur Blutvergiftung (Sep- Herz
sis) oder Herzinnenwandentzündung (Endokarditis), die eine
Ultraschall-
intensiv-medizinische Behandlung erfordert; Gebissschäden kopf
insbesondere bei lockeren Zähnen; Haut- und Weichteilschä- Magen
den (Spritzenabszess, Absterben von Gewebe, Nerven- und Ve-
nenreizungen) infolge von Einspritzungen und/oder Verletzun-
Dokumentierte Patientenaufklärung · Herausgeber: proCompliance in Thieme Compliance GmbH · Autoren: Prof. Dr. med. R. Erbel, Prof. Dr. med. W. Red. 09/2008
Daniel, Dr. med. P. Hanrath · Juristische Betreuung: RA Dr. jur. B. Joch, RA Dr. jur. A. Schwerdtfeger Kanzlei Schwarz Kelwing Wicke Westpfahl, München PDF 09/2008
· © 2008 by Thieme Compliance GmbH, 91058 Erlangen · Nachdruck – auch auszugsweise – und Fotokopieren verboten. Bestell-Nr.: DE 612-545
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Dokumentierte Patientenaufklärung Transösophageale Echokardiographie proCompliance

• sehr selten kann es je nach Art des verwendeten Ultraschall-


7. Nehmen Sie Medikamente zur Blutverdünnung ❏n ❏j
kontrastmittels zu Mikroluftembolien mit nachfolgenden meist
(z.B. Marcumar®, Aspirin®, Plavix®) ein?
vorübergehenden neurologischen Ausfällen oder allergischen
Reaktionen wie Schwindel, vorübergehendem Taubheitsgefühl Wenn ja, welche?
oder Geschmackssensationen kommen, die meist spontan ab- 8. Besteht eine Allergie (z.B. Asthma, Heuschnupfen) oder ❏n ❏j
klingen. eine Unverträglichkeitsreaktion (z.B. gegen Medika-
• selten durch die Sonde ausgelöste Herzrhythmusstörungen, mente, Pflaster, Latex, örtliche Betäubungsmittel, Nahrungsmit-
die meist von alleine vergehen oder mit Medikamenten behan- tel)?
delt werden können;
9. Besteht eine akute/chronische Infektionskrank- ❏ n ❏ j
Über eventuelle spezielle Risiken in Ihrem Fall klärt Sie der heit (z.B. Hepatitis, AIDS) oder ein anderes schwerwie-
Arzt im Gespräch näher auf. gendes chronisches Leiden (z.B. Grüner Star, Epilepsie,
Leberzirrhose)?
Fragen zum Aufklärungsgespräch:
Wenn ja, welches?
Im Aufklärungsgespräch sollten Sie nach allem fragen, was Ih-
nen wichtig oder noch unklar erscheint. Hier haben Sie die Möglich- 10. Haben Sie lockere Zähne, Zahnkrankheiten (z.B. Ka- ❏ n ❏ j
keit, Ihre Fragen zu notieren: ries, Parodontose) oder tragen Sie Zahnersatz (z.B. Stift-
zähne, Jacketkronen, Zahnbrücken, herausnehmbare Prothe-
sen)?

11. Frauen im gebärfähigen Alter:


Verhaltenshinweise: Könnten Sie schwanger sein? ❏n ❏j
Falls nicht anders angeordnet, mind. 4–6 Stunden vor der Un-
Ärztliche Anmerkungen
tersuchung nichts essen oder trinken!
(z.B. individuelle Risiken und mögliche Komplikationen, Neben-/Folgemaß-
Nach einer Rachenbetäubung 2 Stunden nicht essen und trin- nahmen, mögliche Nachteile im Falle einer Ablehnung/Verschiebung der Untersu-
ken! chung, Gründe für die Ablehnung, Betreuungsfall)
Treten nach der Untersuchung Schmerzen oder andere Befind-
lichkeitsstörungen (z.B. Schwindel, Übelkeit, Bluterbrechen) auf, in-
formieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt.
Bei ambulanter Untersuchung fragen Sie bitte Ihren Arzt nach
genauen Verhaltensregeln und lassen Sie sich von einer erwachse-
nen Begleitperson abholen. Wenn Sie ein Beruhigungs-/Schmerzmit- Ort/Datum/Uhrzeit/Gesprächsdauer
tel erhalten haben, dürfen Sie in den ersten 24 Stunden nach der
Untersuchung kein Kraftfahrzeug oder Zweirad führen, keine gefähr- Unterschrift des Arztes
lichen Tätigkeiten durchführen, keine wichtigen Entscheidungen
treffen und keinen Alkohol trinken. Nur im Falle einer Ablehnung der Untersuchung:
Was der Arzt wissen sollte, ... Die vorgeschlagene Untersuchung wurde nach ausführlicher
...um Gefahrenquellen rechtzeitig erkennen und in Ihrem Fall Aufklärung abgelehnt. Über die sich daraus ergebenden mögli-
spezielle Risiken besser abschätzen zu können: chen Nachteile (z.B. Nicht-Erkennung einer schweren Herzer-
n = nein j = ja krankung) wurde informiert.
1. Leiden Sie unter Schluckbeschwerden oder haben ❏ n ❏ j
Ort/Datum/Uhrzeit Unterschrift des Arztes
Sie eine Erkrankung des Rachens, der Speiseröh-
re oder des Magens?
Unterschrift der Patientin/des Patienten/ggf. des Zeugen
Wenn ja, welche?
Einwilligungserklärung
2. Wurde bei Ihnen schon einmal eine Magenspiege- ❏ n ❏ j
lung/Röntgenuntersuchung des Magens/der Spei- Über die geplante Untersuchung hat mich
seröhre durchgeführt? die Ärztin/der Arzt
in einem Aufklärungsgespräch ausführlich informiert. Dabei konnte
3. Besteht eine Lungenerkrankung (z.B. Bronchialasthma, ❏ n ❏ j
ich alle mir wichtig erscheinenden Fragen über Art und Bedeutung
chronische Bronchitis, Luftnot)?
des Eingriffes, über spezielle Risiken und mögliche Komplikationen
4. Besteht ein Bluthochdruck? ❏n ❏j sowie über Neben- und Folgeeingriffe (z.B. Einspritzungen) und ihre
Risiken stellen.
5. Sind Störungen des Stoffwechsels (z.B. Diabetes, Le- ❏n ❏j Ich habe keine weiteren Fragen, fühle mich genügend informiert
bererkrankung) bekannt?
und willige hiermit nach ausreichender Bedenkzeit in die geplante
Wenn ja, welche? Untersuchung ein.
6. Besteht eine Bluterkrankung/erhöhte Blutungs- ❏n ❏j
neigung? (z.B. häufiges Nasenbluten, Neigung zu Blutergüs-
sen oder blauen Flecken ohne besonderen Anlass) Ort/Datum/Uhrzeit Unterschrift Patientin/Patient