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Montfort-Gymnasium Tettnang 2016/2017

Jakob Frisch

Bogy-Bericht

Unterrichtsfach: Gemeinschaftskunde

Lehrerin: Fr. Westermeyer

Abgabetermin: 19. Dezember 2016


Inhalt

1. Praktikumsstellenwahl

2. Der Beruf „Klavierbauer“

3. Der Betrieb „Klavierhaus Bayha“

4. Fazit

5. Quellenverzeichnis

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1. Praktikumsstellenwahl
Ich habe mich für eine Bewerbung beim Klavierhaus Bayha in Langenargen entschieden,
da ich schon sehr lange, seit neun Jahren, Klavier spiele. Ich hatte nicht viel Wissen im
Thema Klavierbau und wie die Technik des Klaviers selbst funktioniert. In der siebten
Klasse hielt ich eine GFS über Klaviere, die jedoch nicht sehr ausführlich oder besonders
informativ war. Das Klavierhaus Bayha ist in der Region bekannt und Herr Bayha hat
schon mehrfach unseren Flügel gestimmt. Daraus entstand schließlich die Idee, einmal
hinter die Kulissen einer Klavierbauwerkstatt zu blicken und mich dort für ein Praktikum zu
bewerben.

2. Der Beruf „Klavierbauer“

Die duale Ausbildung zum Klavier- und Cembalobauer dauert dreieinhalb Jahre. Sie findet
überwiegend im Handwerksbetrieb, aber auch in Theorieblöcken in der Berufsschule statt.
Voraussetzung dafür ist die mittlere Reife. Man stellt Klaviere und Flügel her, restauriert,
repariert und stimmt Ältere. Abiturienten können sich zusätzlich mit „Management im
Handwerksbetrieb“ auf die Prüfung zum „Betriebsassistenten im Handwerk“ vorbereiten.
Eine weitere Qualifikation ist die Kundenberatung und der Kundenservice. Man kann in der
Karriere weiter aufsteigen, indem man sich zum Meister weiterbildet. Als solcher
übernimmt man wichtige Fach- und Führungsaufgaben. Eine andere
Fortbildungsmöglichkeit ist die zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung
Holztechnik. Hier hat man allerdings nicht mehr so viel mit Klavieren zu tun, sondern mit
Holzprodukten wie Möbel oder Innenausbauten. Mit einem Meistertitel kann man noch
Musikinstrumentenbau studieren, man braucht dann nicht unbedingt das Abitur. Es dauert
sechs bis acht Semester und danach kann man in der Produktionsplanung, -steuerung, im
Vertrieb oder im Verkauf arbeiten. Auch selbstständig zu werden, als Vertriebsberater oder
Restaurator, ist möglich. Das Gehalt unterscheidet sich stark, je nachdem ob man im
Handwerk oder in der Industrie tätig ist. In der Ausbildung verdient man im Handwerk je
nach Ausbildungsjahr ca. 400 bis 860 Euro, in der Industrie 420 bis 950. Als ausgelernter
Klavierbauer verdient man ca. 1360 bis 3000 Euro. Als Meister steigt das Einkommen auf
ca. 3100 bis 3700, als Techniker der Fachrichtung Holztechnik auf ca. 3100 bis 3500 Euro.

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3. Der Betrieb „Klavierhaus Bayha“

Christoph Bayha, Klavier- und Cembalobaumeister, hat eine kleine Werkstatt mit
Ausstellungs- und Verkaufsraum in Langenargen. Er ist seit 2003 selbstständig als
Klavierbaumeister. Allerdings stellt er selbst keine komplett neuen Klaviere und Flügel her,
sondern repariert, restauriert und stimmt diese überwiegend. Außerdem verkauft und
vermietet er auch eine kleine Auswahl an Instrumenten und bietet Transporte und
Gutachtungen rund um das Klavier an. Der Betrieb ist insgesamt eher klein, die Werkstatt
befindet sich direkt neben dem Wohnhaus.

4. Fazit

Durch das Praktikum bekam ich einen großen und ausführlichen Einblick in das Handwerk
des Klavierbauers. Es war umso interessanter, als dass ich vor dem Praktikum noch nicht
viel handwerkliche Erfahrung gesammelt hatte. Herr Bayha ließ mich auch viel selber
machen, also stand ich nicht nur herum und schaute zu. Ich war in allen Bereichen der
Arbeit eines Klavierbauers tätig, ich baute zum Beispiel eine Klaviermechanik
auseinander, schliff einen alten Klavierrahmen ab, versuchte mich auch im Stimmen, wofür
man viel Feingefühl und ein gutes Gehör braucht, und begleitete Herrn Bayha zu Kunden.
Mir wurde etwas Verantwortung übertragen, denn ich war nicht immer beaufsichtigt und
viele Teile des Klaviers bzw. des Flügels sind recht kompliziert und teuer, sowohl geldlich
als auch zeitlich.
Allem in allem war ich zufrieden mit dem Praktikum, da ich auch selbst etwas von
bleibendem Wert produziert habe, aber ich möchte nicht Klavierbauer werden. In einer
Firma vielleicht noch eher als selbstständig, denn man ist nicht auf sich allein gestellt und
nicht auf die Kundschaft angewiesen. Dennoch würde ich lieber studieren, als eine
Ausbildung zum Klavier- und Cembalobauer zu machen, da mir das Handwerk nicht so
liegt.

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5. Quellenverzeichnis

1. https://www.ausbildung.de/berufe/klavierbauer/gehalt/
2. https://www.ausbildung.de/berufe/klavierbauer/karriere/#ueberblick
3. http://www.bdk-piano.de/index.php?id=53
4. http://klavierhaus-bayha.de/