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Friedrich Dürrenmatt

Biografie:

– 5. Januar 1921 in Konolfingen in der Schweiz geboren


– studierte Deutsche Literatur und Kunstgeschichte, dann Philosophie, Naturwissenschaften
und Germanistik
– 1945 veröffentlichen der erste Erzählung „Der Alte“
– erste Uraufführung des Stücks „Es steht geschrieben“ am 19. April 1947
– 1952 Durchbruch mit dem Stück „Die Ehe des Herrn Mississippi“
– 1959 Meisterwerk „Der Besuch der alten Dame“
– 1961 „Die Physiker“
– 21. Februar 1962 Uraufführung „Die Physiker“ im Schauspielhaus Zürich
– 1969 Herzinfakt
– 1970 Beitritt „Neuen Schauspiel AG“ in Zürich + künstlerischer Berater am dortigen
Schauspielhaus
– pol. engagiert in Asien, Vortrag zu Ehren von Albert Einstein und Würdigung des
schweizerischen Bundespräsidenten
– 14. Dezember 1990 Tod seinem Haus in Neuchâtel

Dramentheorie:

– handelt über das „Komische Theater“ ; besonderes Beispiel „Die Physiker“

– „Uns kommt nur die Komödie bei“


→ die Tragödie muss in die Komödie eingearbeitet werden
→ alle Menschen haben dieselbe Schuld, er spricht von „Kollektivschuld“
→ das wesentliches Motiv der Trägödie, nämlich die Schuld lässt sich nicht mehr
voraussetzen und ist nicht mehr eigenständig → Komödie wird benötigt
– die Tragödie benötigt eine gestaltete Welt, die Komödie hingegen eine ungestaltete (wie die
unsere)
– die Tragödie überwindet die Distanz zwischen Thema und Zuschauer, die Komödie schafft
diese Distanz
– diese Distanz wird durch den Einsatz von Einfall und Verfremdung noch zusätzlich verstärkt
→ der Einfall ist ein unmittelbares Bewusstwerden inmitten einer Handlung
→ die Verfremdung, ist eine Zerstörung der Illusion des Dramas durch bestimmte
Unterbrechungen

Die Physiker als „Mausefalle“

– der Zuschauer wird dazu überlistet bzw. verführt, sich das Theaterstück anzuhören und
somit die Wirklichkeit zu erfahren
– es werden Dinge erzählt, die man sich nicht anhören würde
– die 21 Punkte als Rechtfertigung seiner Arbeit und befinden sich am Ende des geschriebenen
Stückes

mutige Menschen
– die, die die verlorene Weltordnung wieder herstellen wollen
– überlegen immer erst genau was sie tun, um besser vorbereitet zu sein oder gewissem Übel
zu entgehen

Das Ziel von Dürrenmatts Drama ist es, dass sich der Zuschauer aktiv mit dem Geschehen auf
der Bühne auseinandersetzt und darüber nachdenkt. Deshalb lässt er mögliche
Lösungsversuche außen vor und überlässt auch diese Aufgabe dem Zuschauer.
Zusammenfassung:

Aufgabe der Dramatik: – Konkretes schaffen

Tragödie: – benötigt gestaltete Welt


– setzt Schuld, Not, Maß, Übersicht und Verantwortung voraus
– überwindet die Distanz
Komödie: – benötigt ungestaltete Welt (-> unsere Welt)
– schafft Distanz
– wir sind alle schuldig
– Welt ist paradox -> nur grotesk darstellbar
– Welt existiert nur aus Angst vor Atombombe
– seine Hauptdarsteller müssen „mutige Menschen“ sein
– seine Werke sind wie „Mausefallen“ -> Verführung des
Publikums Dinge zu hören, die sie freiwillig nicht anhören
würden
– das tragische existiert noch -> muss in Komödie eingearbeitet
werden (Tragikomödie)

Dramentheorien im Vergleich:

Jedes dieser Dramen hat das Ziel: Missstände in der Gesellschaft aufzuklären, die
Menschen zum Nachdenken anzuregen und dann eine bestimmte Reaktion hervorzurufen.

https://diephysiker1.wordpress.com/friedrich-durrenmatt-stationen-eines-lebens/