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Anlage 2: Fallbeispiel Frau Ott

Frau Ott ist zur Kurzzeitpflege für drei Wochen ins Pflegeheim gekommen. Ihre
Familie möchte in den Urlaub fahren und Frau Ott kann nicht alleine daheim bleiben,
weil sie seit zwei Jahren pflegebedürftig ist. Sie wohnt im Haus ihrer Tochter, die
vormittags arbeiten geht. In dieser Zeit kommt die Krankenschwester des
Ambulanten Pflegedienstes zu Frau Ott, führt die Körperpflege durch und kleidet Frau
Ott an. Frau Ott schläft gerne lang, bis 8:30 Uhr, weil sie abends schlecht einschlafen
kann, Wenn der Pflegedienst weg ist, kommt eine Nachbarin und bereitet Frau Ott
das Frühstück. Sie bleibt ca. 2 Stunden bei ihr. Meistens schläft Frau Ott in ihrem
Sessel ein und wartet auf ihre Tochter, die zum Mittagessen wieder da ist.

Frau Ott ist 78 lahre und hatte im Sommer Z}fi einen Apoplex und erlitt eine
Hemiparese links. Lange Zeit konnte sie gar nicht sprechen, inzwischen kann sie sich
wieder viel besser mitteilen, aber noch immer besteht eine Aphasie und es ist sehr
schwer, Frau Ott zu verstehen. Doch mit viel Geduld kann man sich mit ihr
verständigen und ihre Wünsche erfragen.

Wegen ihrer Sturzgefährdung benötigt Frau Ott ständige Begleitung, sie kann
Gefahren nicht einschätzen, glaubt immer, dass sie alles kann. Sie kann wegen der
Hemiparese keinen Rollator nuken und hat stattdessen einen Vierbock-Gehstock.
Beim Aufstehen und SeEen benötigt Frau Ott Hilfestellung, mit der Gehhilfe und
einer Person kann sie wenige Schritte laufen, aber nur sehr langsam.

Die Patientin ist seit vielen lahren Diabetikerin und mit TabletLen eingestellt. Als
Folge der langjährigen Diabetes leidet sie unter Neuropathien in den Händen, Füßen
und Unterschenkeln. Beide Unterschenkel haben Ödeme, aber Frau Ott will die Beine
nie hoch lagern. An ihrem linken Fuß (kleiner Zeh außen) hat sie wenig Gefühl und
merkt nicht, wenn etwas drücK.

Wegen der Neuropathien und Gefühlsstörungen in den Fingern ist die Feinmotorik
gestort, sie kann nicht gut greifen und festhalten. Außerdem kann Frau Ott keine
Knöpfe und Reißverschlüsse schließen. Weil sie sich alleine nicht bewegt, sie hat
daheim einen Rollstuhl, ist sie auch Dekubitus gefährdet. Sehr oft hat sie rote
Druckstellen am Gesäß und an den Unterarmen, weil sie die Unterarme immer auf
die Stuhllehne aufstützt. Seit ihrem Schlaganfall ist Frau Ott Harn- und
Stuhlinkontinent, sie wird mit Pants versorgt.

Frau Ott mag gerne Süßigkeiten essen und schimpft, wenn man ihr diese nicht gibt.
Ansonsten isst sie gerne Gemüse und Kaftoffeln. Fleisch möchte sie schon seit langer
Zeit nicht mehr essen, nur Wurst zum Abendessen. Die Tochter informieft beim
Heimeinzug, dass ihre Mutter viel zu wenig trinken würde. Von sich aus fragt sie nie
nach Getränken und vergisst auch zu trinken, wenn das Glas vor ihr steht.

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Zu Hause hat Frau Ott immer Fernsehen geschaut und manchmal schaut sie sich
Zeitungen an. Vor ihrem Apoplex sang sie in einem Chor und auch heute hört sie
noch sehr gerne Musik und ist traurig, dass sie nicht mehr Klavier spielen kann.

Die Tochter von Frau Ott hat gesagt, dass ihre Mutter gut schlafen würde, aber
abends sehr schlecht elnschläft. Am Nachmittag fährt sie bei schönem Wetter mit
dem Rollstuhl spazieren, das würde ihr sehr gut gefallen.

Gemeinsame Bearbeitung im Plenum


. WortschaEbearbeitung
. Klärung von Fachbegriffen

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