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1.

a) Erklären Sie den Zusammenhang zwischen einer Produktfunktion, einem Produktmerkmal und
einem Qualitätsmerkmal.

Aus den Kundenanforerungen wird die Produktfunktion abgeleitet und daraus die Produktmerkmale.

Beschaffeneheit ist definiert durch Merkmale, Eigenschaften und Items. Die Beschaffenheit wird dann
zum Qualitätsmerkmal wenn sie dazu dient, Anforderungen zu erfüllen.
Merkmale sind charakteristische Eigenschaften (qualitativ & quantitativ)(z.B. Optik, Geometrie).

Funktionen sind das Ergebnis der Kombination von Merkmalen. Merkmale sind direkt einzeln
veränderbar (z.B. in der Zeichnung, in der Rezeptur, etc.).

b) Wie unterscheidet sich ein Q-Merkmal eines Produktes von dem Q-Merkmal einer Komponente
eines Produktes?
Komponentenmerkmale beschreiben Eigenschaften/ Merkmale (Designmerkmale) die allein auf die
Ebene 2 (Qualitätsmerkmale) ausgerichtet sind.

c) Was unterscheidet Qualitätsmerkmale von Merkmalen?


Ein Merkmal wird dann zum Qualitätsmerkmal wenn es dazu dient, Anforderungen zu erfüllen.

d) Was unterscheidet Kundenanforderungen von Qualitätsmerkmalen?


Kundenanforderungen und Kundenwünsche sind im Lasterhaft des Kunden.
Qualitätsmerkmal ist die Operationalisieren von Lösungen um die Anforderungen zu erfüllen (im
Pflichtenheft des Herstellers).

I. a) Beschreiben Sie mit 2 Sätzen welchen Nutzen ihre Produkt hat und wie dieser Nutzen
beschrieben werden kann.
Der Locher ermöglicht dem Kunden das Lochen von Papier. Dies ermöglicht das Einheften in einen
Ordner.

b) Erläutern Sie an einem konkreten Beispiel, wie aus einer Teilfunktion ein QM abgeleitet wird.
Feder bei einem Locher hat die Aufgabe den Hebel in Ausgangsposition zudrücken. Qualitätsmerkmale
sind z.B. Werkstoff, Geometrie der Feder…

c) Was unterscheidet ein Produktmerkmal von dem Merkmal einer Komponente? Erläutern Sie
dieses an einem Beispiel.

Komponentenmerkmale beschreiben Eigenschaften/ Merkmale (Designmerkmale) die allein auf die


Ebene 2 (Qualitätsmerkmale) ausgerichtet sind.
Merkmal eines Lochers ist z.B. Design. Komponente des Lochers ist der Hebel, Merkmal ist z.B.
Oberfläche des Hebels.
A. a) Erklären Sie mit 2 Sätzen, wie ihr ausgewähltes Produkt mögliche Kundenanforderungen
erfüllt.
Der Locher ist einfach zu verwenden (Papier einlegen, Hebel drücken) und der Locher sieht optisch
aufgrund der Farbe schön aus.

b) Ordnen Sie hierbei ein Kundenproblem einer Produktfunktion zu.


Der Hebel fährt nach dem Betätigen nicht in die Ausgangsposition zurück, dies ist auf ein Klemmen der
Feder zurückzuführen.

Anforderung Gewichtu Oberfläche Gewicht Form Farbe Einlegehöhe


ng

Sicherheit 3 3 - 2 1 3
Ergonomie 1 2 3 3 - 1
Führung Blätter 2 - - - - 3

Design 1 3 - 3 3 1
Handhabung 2 2 2 3 - 3
Operationalisier < 30ym < 5kg Ergonomisch Schwarz 25mm
en der
Merkmale
18 7 18 6 23

2. 2. 1.
2. Sie haben ein „House of Quality“ mit jeweils 5 Kundenanforderungen bzw. Qualitätsmerkmalen
für oben ausgewähltes Produkt zu erstellen.
a) Geben Sie die Kundenanforderungen an (gewichten Sie die Anforderungen),
b) geben Sie messbare Zielwerte für jedes Qualitätsmerkmal mit Wert und Einheit an,
c) erstellen Sie ein Ranking der Q-Merkmale.

Q-Merkmal Breite Standfuß: 10 cm Farbe: Schwarz

Wie wird geprüft ? Messen mit Maßband Gucken


Wann wird geprüft? Nach Herstellung Standfuß, vor Montage Nach Lackieren
Wie viel wird geprüft? Jedes 3. Teil Jedes Teil
Wer führt die Prüfung durch? Maschinenbediener Qualitätsbeauftragter
3. Entwickeln Sie für 2 ausgewählte Merkmale (ihres Produktes) einen Prüfplan.
a) Beschreiben Sie die Merkmale mit Wert und Einheit.
b) Beschreiben Sie die Prüfung tabellarisch mittels 4-W-Fragen.c) Wie lassen sich geometrische
Merkmale prüfen?

Prüfmittel: Messschieber, Rachenlehre, Lehrdorn, Winkelmesser..


d) Wie lassen sich mechanische Merkmale prüfen?
z.B. Kerbschlagbiegeversuch, Zugversuch, Härteprüfung (Rockwell, Brinell) …
e) Wie sieht die
Qualitätsregelkarte QRK für das
Bauteil aus? Wählen Sie ein
Qualitätsmerkmal aus und
entwickeln Sie daraus eine QRK.

f) Welche Bedeutung haben die Grenzen und wie wird die QRK gehandhabt.

• Fällt ein Kennwert z innerhalb der Warngrenzen an, (UWG < z < OWG), dann ist keine Störung zu
vermuten.

• Fällt ein Kennwert z zwischen Warn- und Eingriffsgrenzen an (UEG < z <= UWG oder OWG <= z <
OEG), dann ist der Verdacht auf vorliegen einer Störung gegeben. Man entnimmt deshalb sofort eine
weitere Stichprobe.
• Fällt ein Kennwert außerhalb der Eingriffsgrenzen an (z<=UEG oder z>=OEG), dann wird eine Störung
vermutet und eingegriffen. Welche Maßnahmen getroffen werden müssen, hängt davon ab, welche
Kenntnisse über den zu regelnden Prozess und die Art der angezeigten Störung vorhanden sind.

Das Überschreiten der Eingriffsgrenzen bedeutet, dass der Prozess zwar noch innerhalb seiner Toleranzen
liegt, aber ein Nachregeln bzw. Eingreifen erforderlich wird.

g) Welche Aufgabe hat die QRK


Dient der Überwachung von Fertigungsprozessen auf statistischer Basis. Das Ziel ist die Bewertung von
Prozessen hinsichtlich ihrer zeitlichen Qualitätskonstanz (Prozessstabilität). Wenn sich der Prozess
signifikant ändert, wird durch die Qualitätsregelkarte signalisiert, in welche Richtung die Veränderung
stattfindet

h) Wie ist eine QRK den Elementen eines


Regelkreises Führungsgröße, Störgröße,
Messgröße, Stellgröße zuzuordnen?
Führungsgröße-Sollgröße; Störgröße-untere/obere
Warngrenze; Stellgröße-untere/obere
Eingriffsgrenze; Messgröße-gemessener Wert
II. a) Wie würden Sie die Prozessfähigkeit cp für ihren Fertigungsprozess ermitteln?

Gibt an, wie sicher die laut Spezifikation vorgegebenen Ziele erreicht werden, also das
Langzeitverhalten eines Herstellungsprozesses. (OSG-Obere Spezifikationsgrenze; USG-Untere Spezif.)

b) Welche Maßnahem wären erforderlich, wenn der Wert < 1 wäre, bzw. wie können Sie die
Prozessfähigkeit verbessern?
Bei cp = 1 -> Toleranzbreite +/- 3 Standardabweichungen.

Da die meisten Produkte aus diversen einzelnen Bauteilen bestehen und außerdem in mehreren
Prozessen bzw. Prozessschritten gefertigt werden, reicht eine zuverlässige Streuung von ± 3 σ nicht aus,
um eine nahezu fehlerfreie Produktion sicherzustellen. Es sind also Fertigungsprozesse zu entwickeln,
die so robust gegenüber äußeren Einflüssen sind, dass sie eine deutlich größere Streuung zulassen

Daher Six Sigma Methode: Fordert, dass die nächst gelegene Toleranzgrenze 6
Standardabweichungen entfernt liegen soll (also cp=2). Dann kann von einer
Nullfehlerproduktion ausgegangen werden.
-> Prozessoptimierung im Toleranzbereich und Feinjustierung der Maschinen

h) Wie stellen Sie in der Fertigung sicher, dass Fehler vermieden werden?
Der Prozessfähigkeit und Six Sigma haben den Ansatz Fehler auszuschließen, bzw. den
Fehleranteil auf ein Wert unter < 1 Fehler / 1 Million Teile zu reduzieren.

4. Erstellen Sie alternativ eine Konstruktions- oder Prozess-FMEA für oben ausgewähltes Produkt.

a) Benennen Sie hierzu in chronologischer Reihenfolge 6 Produkt- oder Prozessmerkmale, b) die


Fehler, c) die Folgen dieser Fehler, d) hierzu in der Summe 6 Fehlursachen und e) die Möglichkeit
der Prüfung.
f) Beurteilen Sie abschließend den derzeitigen Zustand (RPZ-Zahl).
RPZ = B * A * E (Risikoprioritätszahl) (wenn RPZ > 100 sind Maßnahmen einzuleiten)
B: Bedeutung der Fehlerfolge aus Kundensicht (10=hoch ; 1=gering)
A: Auftretenswahrscheinlichkeit der Ursache (10=hoch ; 1=gering)
E: Entdeckungswahrscheinlichkeit des Fehlers vor Übergabe an Kunden (10=gering ; 1=hoch)

g) Wann sind Maßnahmen erforderlich?


wenn RPZ > 100 sind Maßnahmen einzuleiten

h) Erstellen sie ergänzend zu FMEA ein Ursache-Wirkungsdiagramm, indem Sein einem Fehler 6
Fehlerursachen zuordnen.

5. Erstellen Sie einen Fehlerbaum für o.g. Produkt mit bis zu 8


Strukturelementen. Stellen Sie die logische Verknüpfung
eindeutig dar und beenden Sie den Baum mit Aussagen wie
„primärer Ausfall“.
6. Sie haben für oben ausgewähltes Produkt ein
Produktmerkmal zu optimieren.
a) Erstellen Sie hierzu ein Versuchsprogramm
mit 2 Einflussfaktoren
(vollfaktorieller Versuch).

b) Wie lassen sich die


Effekte ermitteln und c)
welche Aussagen lässt sich
daraus ableiten, die Effekte
sind nicht zu berechnen, da
die Werte fehlen.

Wenn Effekt von B (Temperatur) z.B. = 0,2 dann erhöht sich der Reibungskoeffizient um 0,2 wenn die
Temperatur von 15 auf 23° ansteigt.

III. a) Wie lassen sich die Effekte ermitteln (Formel) und


k= Anzahl der Faktoren

b) wie sind die Effekte zu interpretieren? c) Welche Bedeutung hat es, wenn Effekt= 0?
Wenn kein Einfluss da ist, ist der Effekt = 0. Ansonsten weicht er von 0 ab, ins positive oder negative.

III. a) Welche Aufgabe hat die Korrelationsanalyse?


Beschreibt die Richtung und die Stärke des Zusammenhangs.

b) Welche Aufgabe hat die Regressionsanalyse?


Beschreibt den Zusammenhang einer abhängigen und unabhängigen Variable.

Geben Sie hierzu ein konkretes Beispiel.


Ausgangsgrößen sind unabhängig und die Zielgrößen sind abhängig.

c) Welchen Wert kann der R-Wert annehmen?


Korrelationskoeffizienz: r: -1 bis 1 (0=keine Korrelation)

7. a) Definieren Sie die Begriffe abhängige und unabhängige Variable für das ausgewählte Produkt.
Die abhängige Variable ist immer die, die beeinflusst bzw. gemessen wird. Die unabhängige Variable
kann korrigiert und verändert werden.

b) Warum kann die abhängige Variable in einem anderen Zusammenhang wieder die
unabhängige Variable sein?
Wenn eine andere Forderung getestet wird, können Variablen dann zur Beeinflussenden bzw.
Gemessenen werden.

c) Wie ordnen Sie in einem Ursache-Wirkungsdiagramm abhängige und unabhängige Variable


ein?
Wirkung ist die abhängige Variable, Ursache die unabhängige Variable.

1. a) Benenne Sie jeweils 3 Einfluss- bzw. Ergebniswerte /-größen eines Fertigungs-


/Produktionsprozesses.
b) Wie könne Sie beurteilen, ob die aufgebrachten Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden?
Stichwort „Qualitative Produktivität, Nutzleistung, …“
2. Wie kann man sicherstellen, dass die Abweichungen in einem Fertigungsprozess reduziert werden.

8. Sie haben die Lebensdauer für ihr Produkt zu ermitteln. Hierfür führen Sie geeignete Versuche
durch.
a) Beschreiben Sie, welchen Versuch Sie geplant haben. Beschreiben Sie die
Versuchsdurchführung in 2 Sätzen.

Die Feder wird auf Druck belastet. Das Versagen, der Ausfall der Feder ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Feder bricht. Die Feder wird in einer Prüfeinrichtung an beiden Seiten eingespannt und solange belastet, bis
die Federlinie nicht mehr wie gefordert eingehalten wird. Die Belastung ist dadurch gekennzeichnet, dass
eine Druckspannung immer wieder aufgebracht wird und anschließend die Feder wieder entlastet wird. Es
werden 5 Federn geprüft. Die Anzahl der Belastung ist identisch mit dem Parameter „t“.

b) Stellen Sie das


Ausfallverhalten grafisch im
Weibullverteilungsdiagramm dar.
(((c) Ermitteln Sie T und b)))

Charakteristische Lebensdauer bei Schnittpunkt mit Ausfallwahrscheinlichkeit bei 63.3%

Die Gerade wird steiler, indem die Produkte exakt gleich gefertigt werden. Somit wird die Lebensdauer der
Produkte nahezu identisch sein.
9. Sie haben ein QM-System zu entwicklen. a) Was bedeutet es die, Zuständigkeiten in einem System
eindeutig zuzuordnen sind?

RACI (verantwortlich, rechenschaftspflichtig, konsultiert, informiert)

b) Was verstehen Sie unter Ressourcenmanagement und welche Aufgaben hat der Einsatz und die
Organisation von Ressourcen?
c) Was sind zentrale kundenbezogene Prozesse, bzw. was sind Prozesse in den
Kundenanforderungen realisiert werden?
d) Was sind Strukturmerkmale eines QM-Systems?

IV. Sie haben ein QM-System zu entwicklen. a) Welche Bereiche / Prozesse im Unternehmen haben
Sie zu beschreiben?
Aufbauorganisation: Wer für was auf welcher Ebene verantwortlich ist
Ablauforganisation: Beschreibt zeitlichen Ablauf von Tätigkeiten, Verfahren und Prozessen.

b) Wie ordnen Sie die Zuständigkeiten in einem Unternehmen den Prozessen zu?
RACI

c) Was unterscheidet Produkt-, Prozess- und Systemaudit?


Systematische, unabhängige Untersuchung einer Aktivität und deren Ergebnisse, durch die
Vorhandensein und dachgerechte Anwendung spezifizierter Anforderungen beurteilt und dokumentiert
werden.

Produktaudit: Beurteilung der Produktqualität anhand der Kundenerwartungen (z.B. Funktion)


Verfahrensaudit: Beurteilung der Qualitätsfähigkeit von einzelnen Prozessen (z.B.
Produktentstehungsprozess)
Systemaudit: Betrachtung des Managementsystems, Beurteilung der Qualitätsfähigkeit des
Unternehmens (z.B. ob Qualitätsmanagementmaßnahmen ausreichend sind)

d) Geben Sie eine mögliche Kennzahl für die Auditformen an.