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Folgen in R und C

4.3 Monotone Folgen/Vollständigkeit von R und C

Definition 4.21 Es sei (an )n∈N eine R-wertige Folge. Dann heißt (an )n∈N monoton wach-
send (bzw. fallend), falls an+1 ≥ an (bzw. an+1 ≤ an ) für alle n ∈ N

Das zentrale Resultat ist:

Satz 4.22 Jede monoton wachsende und nach oben beschränkte Folge (an )n∈N in R kon-
vergiert und es gilt:
lim an = sup {an ∶ n ∈ N}.
n→∞

Jede monoton fallende, nach unten beschränkte Folge konvergiert und es gilt:

lim an = inf {an ∶ n ∈ N}.


n→∞

Beweis: Die zweite Aussage wurde auf dem 4. Übungsblatt bewiesen. Die erste Aussage
folgt aus der zweiten Aussage, indem man die Folge bn ∶= −an für n ∈ N betrachtet.

Beispiel 4.23 (Babylonisches Wurzelziehen/Heron-Verfahren)


Für x > 1 sei (an )n∈N rekursiv definiert durch a1 = x und
1 x
an+1 = (an + ) für alle n ∈ N.
2 an
Dann gilt für alle n ∈ N:
1. a2n ≥ x
2. an ≥ an+1 > 0
Beweis: Zu 1.: Wir benutzen, dass
1
(c + d)2 ≥ cd für alle c, d ∈ R. (4.1)
4
Dies folgt aus: c2 + 2cd + d2 − 4cd ≥ 0 bzw. (c − d)2 ≥ 0. Aus (4.1) folgt nun für c = an und
d = axn
1 x 2
x ≤ (an + ) = (an+1 )2 .
4 an
Zu 2.: Zunächst zeigt man leicht per Induktion, dass an > 0 für alle n ∈ N. Aus 0 < x ≤ a2n
folgt 0 < axn ≤ an und somit
x
0 < an + ≤ 2an bzw.
an
1 x
0 < (an + ) = an+1 ≤ an .
2 an

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Somit ist (an )n∈N eine monotone, nach unten beschränkte Folge und aus Satz 4.22 folgt,
dass a ∶= lim an existiert. Aus Satz 6.1 folgt nun
n→∞

1 x 1 x
a = lim an+1 = lim (an + ) = (a + )
n→∞ n→∞ 2 an 2 a
da an ≥ x > 1 für alle n ∈ N und somit auch a ≥ x > 1 wegen Satz 4.13. Daraus folgt

2a2 = a2 + x und somit a2 = x. Da a ≥ 1 > 0, folgt somit a = x.

Definition 4.24 Es sei (an )n∈N eine Folge in R. Dann heißen

lim inf an ∶= lim (inf {ak ∶ k ≥ n})


n→∞ n→∞

falls (an )n∈N nach unten beschränkt ist,

lim sup an ∶= lim (sup {ak ∶ k ≥ n})


n→∞ n→∞

falls (an )n∈N nach oben beschränkt ist, Limes inferior bzw. Limes superior von (an )n∈N .

Bemerkung 4.25 bn ∶= inf {ak ∶ k ≥ n} bzw. bn ∶= sup {ak ∶ k ≥ n} definiert eine mono-
ton wachsende bzw. fallende Folge, die beschränkt ist, wenn (an )n∈N beschränkt ist. Aus
Satz 2.20 folgt, dass limn→∞ an und limn→∞ bn existieren. Ist (an )n∈N nur nach unten bzw.
oben beschränkt, so muss (bn )n∈N nicht beschränkt sein. In diesem Fall ist “limn→∞ ” im
Sinn von Definition 4.33 zu verstehen.
Beispiel: Für an = n gilt bn = inf{ak ∶ k ≥ n} = n →n→∞ ∞ = lim inf n→∞ an .

Beispiel 4.26 Es sei (an )n∈N mit an = (−1)n für alle n ∈ N. Dann gilt:

lim inf an = lim inf {(−1)k ∶ k ≥ n} = inf{−1, 1} = −1,


n→∞ n→∞
lim sup an = lim sup {(−1)k ∶ k ≥ n} = inf{−1, 1} = 1.
n→∞ n→∞

Bemerkung 4.27 Da inf {ak ∶ k ≥ n} ≤ sup {ak ∶ k ≥ n} für alle n ∈ N, gilt:

lim inf an ≤ lim sup an


n→∞ n→∞

für jede beschränkte Folge (an )n∈N . Ist (an )n∈N konvergent, so gilt sogar:

lim inf an = lim sup an = lim an


n→∞ n→∞ n→∞

Beweis: (Zentral-)Übung.

Es gilt sogar die Umkehrung:

Satz 4.28 Es sei (an )n∈N eine beschränkte Folge in R, sodass lim supn→∞ an = a = lim inf n→∞ an .
Dann konvergiert (an )n∈N gegen a.

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Folgen in R und C

Beweis: Für alle n ∈ N gilt:

inf {ak ∶ k ≥ n} ≤ an ≤ sup {ak ∶ k ≥ n}


´¹¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¸ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¶ ´¹¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹¸ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¶
→n→∞ a →n→∞ a

Aus Satz 4.15 folgt, an →n→∞ a.

Definition 4.29 Es sei (M, d) ein metrischer Raum (siehe Definition 4.6) und (an )n∈N
eine Folge in (M, d). Dann ist (an )n∈N eine Cauchy-Folge, falls:

∀ε > 0 ∃N ∈ N ∀n, m ≥ N ∶ d(an , am ) < ε. (4.2)

(M, d) heißt vollständig, falls jede Cauchy-Folge (an )n∈N in (M, d) konvergiert.

In einem allgemeinen metrischen Raum konvergiert nicht unbedingt jede Cauchy-Folge,


siehe Bemerkung 4.32. Es gilt jedoch immer:

Lemma 4.30 Jede konvergente Folge in einem metrischen Raum (M, d) ist eine Cauchy-
Folge.

Beweis: Es konvergiere (an )n∈N gegen a. Sei nun ε > 0 beliebig und N ∈ N, sodass d(an , a) <
2 für alle n ≥ N . Dann gilt für alle n, m ≥ N
ε

Dreiecksungl. ε ε
d(an , am ) ≤ d(an , a) + d(a, am ) < + = ε.
´¹¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¸¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¹ ¶ε 2 2
=d(am ,a)< 2

Bemerkung: Der wesentliche Unterschied in der Definition von Cauchy-Folge im Vergleich


zur konvergenten Folge ist, dass kein Grenzwert a in der Bedingung (4.2) vorkommt.

Satz 4.31 Es sei K = R oder K = C und d(x, y) = ∣x − y∣ für alle x, y ∈ K. Dann ist (K, d)
ein vollständiger metrischer Raum.

Beweis: Zunächst sei K = R und (an )n∈N eine Cauchy-Folge.


Behauptung: lim inf n→∞ an = lim supn→∞ an .
Beweis der Behauptung: Es sei ε > 0 und N ∈ N, sodass
ε
d(an , am ) = ∣an − am ∣ < für alle n, m ≥ N
2
Dann folgt
ε ε
− < an − am < für alle n, m ≥ N
2 2
und insbesondere
ε ε
aN − < ak < aN + für alle k ≥ N .
2 2

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Daraus folgt wiederum


ε ε
aN − ≤ inf{ak ∶ k ≥ n} ≤ sup{ak ∶ k ≥ n} ≤ aN + für alle n ≥ N bzw.
2 2
ε ε ε
0 ≤ sup{ak ∶ k ≥ n} − inf{ak ∶ k ≥ n} ≤ aN + − (aN − ) = 2 ⋅ = ε
2 2 2
für alle n ≥ N . Dies liefert

0 = lim [sup{ak ∶ k ≥ n} − inf{ak ∶ k ≥ n}] = lim sup{an ∶ k ≥ n} − lim inf {an ∶ k ≥ n}


n→∞ n→∞ n→∞

und somit die Behauptung des Satzes im Fall K = R wegen Satz 4.28.
Sei nun K = C und (zn )n∈N eine Cauchy-Folge. Aus Satz 3.16(d) folgt

∣ Re(zn ) − Re(zm )∣ = ∣ Re(zn − zm )∣≤∣zn − zm ∣


∣ Im(zn ) − Im(zm )∣ = ∣ Re(izn − izm )∣ ≤ ∣izn − izm ∣ = ∣i∣ ∣zn − zm ∣.
®
=1

Somit sind (Re(zn ))n∈N und (Im(zn ))n∈N Cauchy-Folgen in R. Aus dem Fall K = R folgt
und, dass es x, y ∈ R gibt, sodass Re(zn ) →n→∞ x, Im(zn ) →n→∞ y. Definiere nun z = x + iy.
Auf dem 6. Übungsblatt wurde gezeigt, dass

zn →n→∞ z ⇔ Re(zn ) →n→∞ Re(z) = x und Im(zn ) →n→∞ Im(z) = y

Deswegen gilt zn →n→∞ z.

Bemerkung 4.32 (Q, d) mit d wie oben ist kein vollständiger metrischer Raum, da z.B.
die durch a0 = 2, an+1 ∶= 21 (an + a2n ), n ∈ N, definierte Folge aus Beispiel 4.23 eine Cauchy-
Folge in (Q, d) ist, da (an )n∈N in (R, d) konvergiert
√ und somit eine √Cauchy-Folge ist. Sie
konvergiert aber nicht in (Q, d), da xn →n→∞ 2 in (R, d) gilt, aber 2 ∉ Q.

4.4 Spezielle Grenzwerte

Definition 4.33 Eine Folge (an )n∈N in R heißt bestimmt divergent gegen ∞ (bzw.−∞),
falls es für alle k ∈ R ein N ∈ N gibt, sodass an > k (bzw. an < k) für alle n ≥ N . Ist dies
der Fall, so schreiben wir: an →n→∞ ∞ (bzw. an →n→∞ −∞) oder limn→∞ an = ∞ (bzw.
limn→∞ an = −∞).

Bemerkung: Ist (an )n∈N monoton wachsend (oder fallend) und nicht nach oben (bzw.
unten) beschränkt, so gilt limn→∞ an = ∞ (bzw. limn→∞ an = ∞).

Beispiele 4.34 1. Es sei an = n (oder an = −n). Dann gilt an →n→∞ ∞ (bzw. an →n→∞
−∞).

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2. Es sei r ∈ R und an = rn für alle n ∈ N. Dann gilt



⎪ ∞, falls r > 1,


lim an = ⎨ 1, falls r = 1, (4.3)
n→∞ ⎪


⎩ 0, falls r ∈ (−1, 1).
Für r ≤ −1 divergiert (an )n∈N und ist auch nicht bestimmt divergent, da


⎪an ≥ 1, falls n gerade ist,


⎩an ≤ −1,
⎪ falls n ungerade ist.

Beweis von (4.3): 1. Fall r > 1: Dann folgt aus der Bernoulli-Ungleichung
rn = (1 + a)n ≥ 1 + na für alle n ∈ N, (4.4)
wobei a = r − 1 > 0. Ist nun k ∈ R beliebig, so gibt es ein N ∈ N mit N a > k. Daraus
folgt
rn ≥ 1 + na ≥ N a > k für alle n ≥ N
und somit rn →n→∞ ∞.
2. Fall r = 1 oder r = 0: Dann gilt an = 1 oder an = 0 für alle n ∈ N und an →n→∞ 1
bzw. an →n→∞ 0.
3. Fall −1 < r < 1, r ≠ 0: Sei s ∶= ∣r∣ .
1
Dann gilt s > 1 und aus (4.4) mit s statt r folgt
1 1 1
∣r∣n ≤ ≤ →n→∞ 0 ⋅ = 0.
1 + n(s − 1) n(s − 1) s−1
√ √
3. Für r > 0 und n ∈ N sei an = n r, wobei n r die eindeutige positive Zahl a bezeichnet,

so dass an = r. Die Existenz von a bzw. n r wird auf dem 7. Übungsblatt gezeigt.

Behauptung: limn→∞ n r = 1.

Beweis der Behauptung: 1. Fall r ≥ 1: Sei a ∶= n r − 1. Dann ist a > −1 und aus
der Bernoulli-Ungleichung folgt:

r = (1 + a)n ≥ 1 + na = 1 + n n r − n sowie
√ r−1
0≤ n r−1≤ Ð→ 0,
n n→∞
√ √ √
wobei n r ≥ 1 gelten muss, denn aus 0 < n r < 1 würde 0 < ( n r)n = r < 1 folgen. Aus
√ √
Satz 4.15 folgt nun n r − 1 →n→∞ 0 bzw. n r →n→∞ 1.

2. Fall 0 < r < 1: Sei s = 1r . Dann gilt s > 1 und n 1s = n√1 s da
n
1 ⎛ 1n ⎞ 1
(√ ) = √ n =
n
s ⎝ ( n r) ⎠ s
√ √ n
und n 1
s eindeutig durch ( n 1s ) = 1
s bestimmt ist. Aus dem 1. Fall folgt nun

1 1 √
1 = lim √ = lim = lim n r.
n
n
n→∞ s n→∞ s n→∞

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4. Es gilt sogar √
n
n Ð→ 1.
n→∞
Außerdem gilt

nk ⋅ z n →n→∞ 0 für alle k ∈ N und z ∈ C mit ∣z∣ < 1.

Beweis: Siehe Zentralübung oder Königsberger: “Analysis I”, Abschnitt 5.1.

4.5 Teilfolgen und Häufungspunkte

Definition 4.35 Es seien (an )n∈N und (nk )k∈N Folgen so, dass nk ∈ N und nk+1 > nk für
alle k ∈ N. Dann heißt (ank )k∈N Teilfolge von (an )n∈N .

Beispiel 4.36 Es sei nk = 2k für alle k ∈ N. Dann ist (ank )k∈N eine Teilfolge von (an )n∈N .
Ist z.B. an = (−1)n für n ∈ N so gilt:

a2k = (−1)2k = 1 →k→∞ 1.

Definition 4.37 Es sei (an )n∈N eine Folge in K = R oder C und a ∈ K. Dann heißt a
Häufungspunkt (oder partieller Grenzwert) von (an )n∈N , falls es eine Teilfolge (ank )k∈N
gibt so, dass ank →k→∞ a.

Beispiele 4.38 1. Es sei an = (−1)n für n ∈ N. Dann sind 1 und −1 Häufungspunkte


von (an )n∈N , da

a2k = 1 →k→∞ 1 und a2k+1 = (−1)2k (−1) = −1 →k→∞ −1.

2. Die Folge (an )n∈N mit


n+1
n , falls n ungerade,
an ∶= {
n, falls n gerade,

hat 1 als Häufungspunkt, da a2k+1 = 2k+2


2k+1 →k→∞ 1. Sie ist allerdings unbeschränkt, da
a2k = 2k →k→∞ ∞.
3. Es sei (an )n∈N eine Aufzählung von [0, 1] ∩ Q, d.h. a∶ N Ð→ [0, 1] ∩ Q ist bijektiv, z.B.
1 1 2 1 3 1
a1 = 0, a2 = 1, a3 = , a4 = , a5 = , a6 = , a7 = , a8 = , . . .
2 3 3 4 4 5
so hat (an )n∈N jedes x ∈ [0, 1] als Häufungspunkt.
Beweisidee: Nutze, dass (x−ε, x+ε)∩Q (abzählbar) unendlich ist für alle x ∈ R, ε > 0.

Satz 4.39 (Bolzano-Weierstraß)


Jede beschränkte Folge (an )n∈N in K = R oder C hat mindestens einen Häufungspunkt.

Wir beweisen den Satz mit Hilfe von

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Folgen in R und C

Lemma 4.40 Es sei (an )n∈N eine beschränkte R-wertige Folge. Dann gibt es eine Teilfolge
(ank )k∈N , sodass
ank →k→∞ lim inf an .
n→∞

Beweis: Behauptung: Es gibt (nk )k∈N , sodass nk+1 > nk und ∣ lim inf n→∞ an − ank ∣ < k1 .
Beweis der Behauptung: Wir wählen nk ∈ N rekursiv wie folgt: Für k = 1 sei N1 ∈ N,
sodass
0 ≤ lim inf an − inf {an ∶ n ≥ N1 } < 1.
n→∞
Daraus folgt inf{an ∶ n ≥ N1 } − lim inf an > −1. Wegen Satz 2.20 gibt es ein n1 ≥ N1 ,
n→∞
sodass
an1 − 1 < inf{an ∶ n ≥ N1 } ≤ lim inf an
n→∞
Daraus folgt
−1 < inf{an ∶ n ≥ N1 } − lim inf an ≤ an1 − lim inf an < 1 sowie
n→∞ n→∞
∣an1 − lim inf an ∣ < 1.
n→∞
Ist nun nk gewählt, so wählt man ein Nk+1 ∈ N mit Nk+1 ≥ nk und
1
0 ≤ lim inf an − inf{an ∶ n ≥ Nk+1 } <
n→∞ k+1
und ein nk+1 ≥ Nk+1 , sodass
1
ank+1 − < inf{an ∶ n ≥ Nn+1 } ≤ lim inf an .
k+1 n→∞

Wie zuvor folgt daraus ∣ank+1 − lim inf n→∞ an ∣ < k+1 und damit die Behauptung. Aus der
1

Behauptung folgt das Lemma.

Bemerkung: Die gleiche Aussage gilt mit lim supn→∞ an anstatt lim inf n→∞ an . Dazu passt
man entweder den Beweis entsprechend an oder betrachtet lim inf n→∞ (−an ) = − lim supn→∞ an .

Lemma 4.41 Ist (an )n∈N eine konvergente Folge mit Grenzwert a, dann konvergiert auch
jede Teilfolge (ank )k∈N von (an )n∈N gegen a.

Beweis: Folgt direkt aus der Definition der Konvergenz und nk ≥ k für alle k ∈ N, da
nk+1 > nk und n1 ≥ 1.

Beweis von Satz 4.39: Im Fall K = R folgt die Aussage direkt aus Lemma 4.40. Nun
sei K = C und (zn )n∈N eine beschränkte Folge. Aus dem Fall K = R folgt, dass es eine
Teilfolge (Re(znk ))k∈N gibt mit Re(znk ) →n→∞ x ∈ R. Andererseits ist auch (ak )k∈N =
(Im(znk ))k∈N eine beschränkte Folge in R. Deswegen gibt es eine Teilfolge (akj )j∈N , sodass
akj = Im znkj →j→∞ y ∈ R. Da ebenfalls Re znkj →j→∞ x in R gilt für z ∶= x + iy
znkj →j→∞ z in C.
Somit ist (znkj )j∈N eine Teilfolge von (zn )n∈N , die gegen z = x + iy konvergiert.

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