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UNGEWOHNLICHE

GRAVITATIONS- PHÄNOMENE

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- 1

Vorwort
Anläßlich der Arbeitstagung der Mitteleuropäischen Sektion
des Mutual UFO Network ( MUFON-C . E . S . ) in Icking in der Nähe
Münchens am 2 7 . und 28. Juli 1 97 5 wurde über die Frage disku­
tiert , ob und ggf . welcher Nutzen aus der Untersuchung der
UFO-Phänomene für die theoretische und angewandte Phys i k er­
wartet werden kann . Die im folgenden wiedergegebenen Vorträge
beantworten die Frage pos itiv, selbst wenn über den Ursprung
der fraglichen Obj ekte vorerst nichts bekannt ist .

Daß die beobachteten Phänomene noch immer nicht einer finan­


zierten obj ektiven wissenschaftlichen Untersuchung zugeführt
worden s ind , liegt u . a . daran , daß die wissenschaftliche Öf­
fentlichkeit an der Glaubwürdigkeit der Zeugen zweifelt .

Im wesentlichen herrschen zwei Meinungen vor . D ie einen s ind


der Ansicht , daß j edem Z eugen einer ungewöhnlichen Beobach­
tung , sofern diese nicht als Naturphänomen ident i f i z iert wer­
den kann , getrost Unglaubwürdigkeit unterstellt werden dar f .
Die anderen schließen die Glaubwürdigkeit einzelner Beobach­
ter nicht völlig aus , halten aber wegen des hohen Grades an
Unzuverlässigkeit der Zeugenaussagen die Möglichkeit für die
Einrichtung einer Datenbank mit ausschließlich exakten Tat­
sachen für äußerst beschränkt .

Da j edoch exakte Tatsachenberichte die Grundlage für j ede


wissenschaftliche Arbeit sind , wartet man ab , bis irgendeine
offizielle Stelle solches Material zur Verfügung stellt oder
bis andere Kollegen den ersten Schritt zu einer Annäherung an
das Gebiet gewagt haben .

Lange Zeit war man der Uberzeugun g , daß die US-Air-Force die­
j enige offiz ielle Stelle wäre , wo umfassendes Material über
eingehende Zeugenvernehmungen über UFO-Sichtungen dokumentiert
werden , auf deren Veröffentlichung man zunächst einmal z u war­
ten hätte . Inzwischen wurde leider bekannt , daß zumindest die
US-Air- Force die ihr angetragenen Untersuchungen der UFO-Be­
richte einem völlig unqualifiz ierten Militärpersonal überlas­
sen hatte , das nicht im entferntesten daran interessiert war ,
den Tatsachen auf den Grund zu gehen , schon deshalb nicht , weil
ihre Vorgesetzten die Sache nicht ernst nahme n .

D i e Z ahl der Sichtungsberichte nimmt trotz aller Dementis und


Erklärungsversuche unaufhaltsam z u . Selbst wenn die Z ahl der
zuverlässigen Berichte kleiner wäre , als es nach unserer Kennt­
nis der Fall ist , dürfte kein Naturwissenschaftler mehr ruhig
schlafen , bei dem Gedanken , daß nirgendwo eine von amtlichen
Stellen getragene obj ektive wissenschaftliche Untersuchung der
Phänomene durchgeführt wird .

In den kleinen Gruppen gut informierter privat forschender


Wissenschaftler der westlichen Welt stellt s ich die Frage nach
der Existenz unidentifiz ierbarer Flugobj ekte nicht mehr , denn
das Datenmaterial über sehr gut verbürgte geprüfte Fälle i s t
mittlerweile doch umfangreich genug , um b e i vorurteils freien
Begutachtern die Einsicht zu erwirken , daß diese Beobachtungs­
daten ein neuartiges Phänomen ausweisen .
- 2 -

Wir haben auf der Sommertagung 1 9 7 4 in Innsbruck darauf hin­


gewiesen, daß von dem breiten Spektrum der Sichtungen - es
reicht von Beobachtungen seltener Naturerscheinungen ( z . B .
Kugelblitze, Meteorite, Nebensonnen usw . ) bis hin zu hal luzi­
natorischen Vis ionen von " Raumfahrer-Engeln" in Weltraumschi f­
fen - nur die " phys ikalischen UFO s " Bas i s für eine erfolgver­
sprechende Untersuchung sein können ( unter physikalischen UFOs
sind solche zu verstehen, die in physikalische Wechselwirkun­
gen mit der Umgebung getreten sind) .

Die an der Aufklärung des Phänomens interess ierten Personen


im In- und Ausland lassen s ich, grob gesehen in zwei Gruppen
eintei len, nämlich in eine Gruppe, die von vornherein davon
ausgeht, daß UFOs aus dem Weltraum kommen und die s ich in er­
ster Linie mit den angebl ich geführten Gespräch�und Of fenba­
rungen der " Planetarier aus den Raumschiffen" beschäftigt, und
in eine kritische wissenschaft l ich orientierte Gruppe, die in
der Hauptsache an der Untersuchung der Flugobj ekte selbst in­
teressiert ist und im übrigen a llen Berichten über Beobachtun­
gen von Insassen mit äußerster Skepsis gegenübertritt .

Zu den wissenschaftlich orient ierten Gruppen zählen neben dem


Center for UFO Research u . a . auch Mutual UFO-Ne twork in Quin­
cy, I l l inoi s .

Während des einj ährigen Bestehens der deutschsprachigen Sektion


MUFON-Central European Section wurden neben vergleichenden Li­
teraturstudien eigene Felduntersuchungen und theoretische Ar­
beiten auf privater Bas i s durchgeführt .

In den USA und in Frankreich haben Mitgl ieder von Universitäts­


und Forschungsinst ituten erkannt, daß die UFO-Phänomene wissen­
schaftl ich ernst zu nehmen s ind . Dort hat man ein adäquates
Instrumentarium zur Verfügung (Pro f . Wolter von der San Diego
State University arbeitet seit 1975 zusammen mit 35 Mitarbei­
tern und 15 über ein großes Gebie t verteilten Magnetometern,
Elektrometern, Ultrascha l l - und Mikrowel len-Detektoren, sowie
mit Radiometern und automatischen Filmkameras,um UFOs automa­
tisch zu regi strieren � Mangels guter Informationen und infolge
Desinteresses fehlen in Deutschland, wie in den anderen Ländern
Institute mit der nötigen Ausrüstung, die e ine ebenbürtige Un­
tersuchung in Angri f f nehmen würden .

Die wichtigsten Tätigkeiten der HUFON-Mitarbeiter beschränken


s ich daher notgedrungen auf Arbeiten, welche keine teuren Ge­
räte voraussetzen . Die deutschsprachige Gruppe hat u . a . folgen­
de Untersuchungen durchgeführt :

Felduntersuchungen hatten im deutschsprachigen Raum das Auftre­


ten von rund 40 unidenti f i z ierten Objekten in den letzten 3
Jahren bestätigt . Daneben konnten einige von den Zeugen als
" UFOs " bezeichnete Objekte anhand astronomischer Daten als
Sterne identi fi z iert werden ( Venus ) . Durch Analyse der Schwär­
zungsverhältnisse zwischen fotografierten Objekten und Hinter­
grund wurden UFO-Fotos auf ihre Echtheit hin untersucht . Die
Ergebnisse waren allerdings nicht eindeutig . In e inem Fall wur­
de versucht, von Polizeidienststel len weitere Auskunft über
-3-
eine in Nordrhein-Westfalen stattgefundene UFO-Verfolgung z u
erhalten . Daran hatten s ich mehrere Polizeidienstwagen betei­
ligt , wie ein Zeuge durch Abhören des Polizei funks in Erfah­
rung bringen konnte . Im Gegensatz zu Frankreich , wo die Poli­
zei durch einen Erlaß angewiesen worden ist , privaten UFO-For­
schungsgruppen bei der Aufklärung der Phänomene behilflich z u
sein , fehlen i n den deutschsprachigen Ländern Richtlinien zur
Untersuchung derartiger Berichte durch die Polizei .

Einige der wichtigsten Untersuchungsergebn i s s e , die anläßlich


des Treffens in Icking vorgestellt und diskutiert wurden , s ind
auf den folgenden Seiten wiedergegeben . Auf der Tagung stan­
den weniger die neu recherchierten UFO-Beobachtungen im Vor­
dergrund , als vielmehr die Bemühungen , aus dem reichhaltigen
Datenmaterial theoretische Schlüsse zu ziehen . Es wurde von
der Uberzeugung ausgegangen , daß die Z eugen der in die Klasse
physikalische UFOs fallenden Erscheinungen tatsächlich etwas
Reales wahrgenommen haben .

Offensichtlich haben wir es bei den als physikalische UFOs aus­


gewiesenen Obj ekten überwiegend mit solchen z u tun , die ganz
ungewöhnliche Gravitations-Wechselwirkungsphänomene zeigen ,
wie die nachfolgenden Berichte deutlich machen werden .

Uber die Zeugenbefragungen zu den zahlreichen S ichtungen in


der Umgebung von Traunstein im Waldviertel , die von der Öster­
reichischen Gruppe durchgeführt wurden , berichtet E . Berger
im ersten Aufsat z .

Herr Landolt , ein Schweizer Journalist , gab in Icking einen


Uberblick über die wichtigsten UFO-Sichtungen der letzten
Jahre in der Schweiz und eine Analyse des Verhaltens der Me­
dien im Umgang mit UFO-Berichten . Da dieser Aufsatz im vorlie­
genden Tagungsband noch nicht wiedergegeben werden konnte , sol­
len an dieser Stelle wenigstens die wesentlichen Gedanken kurz
umris sen werden :

Solange sich kein wissenschafltiches Institut offi ziell mit


UFO-Phänomenen beschäftigt , werden solche Meldungen von der
Presse nach Möglichkeit ignoriert oder bestenfalls kol�ortier t .
Man richtet sich nach den Konkurrenzblättern und meint , seine
Seriösität dadurch unterstreichen z u müssen , daß man die weni­
gen überhaupt publizierten Meldungen mit hämischen Kommentaren
versieht .

Weil so selten in der ser1osen Presse über UFO-Sichtungen ge­


schrieben wird , hält die Mehrzahl der Bevölkerung deren Existenz
für unbewiesen und für äußerst unwahr scheinlich . Die Einstellung
der Öffentlichkeit wiederum macht es wissenschaftlichen Anstal­
ten unmöglich , s ich mit " solcherlei Phantastereien" ernsthaft
zu beschäftigen . Daher sollte von informierter Seite versucht
werden , Artikel über dieses Thema in wissenschaftlichmFachzeit­
schriften unterzubringen . Erst dann fänden s ich auch größere
Tageszeitungen bereit , daraus UFO-Berichte zu z itieren .

Aus der Sicht des Mathematikers ist im Zusammenhang mit UFO­


Phänomenen interessant , welche statistischen Methoden s ich zur
Analyse solcher unvorhersehbarer Ereignisse anbieten . Dr . Ferrera
- 4 -

weist in seinem Aufsatz hierzu auf verschiedene neue Analyse­


verfahren und Forschungsstrategien hin. Uber die Aufbereitung
der Daten solcher Spontanphänomene und über die Bedeutung
eines methodischen Vergehens bei der Datenerfassung berichtet
L. Schönherr.

H. Malthaner, ein Experte in der Entlarvung von Fotofälschun­


gen, dokumentiert anhand einiger in der Literatur als UFO-Auf­
nahmen angebotener Fotos, auf welche Weise einige bekannte
optische und atmosphärische Effekte häufig fehlinterpretiert
werden, und welche "UFO-Fotos" sich als Fälschungen erwiesen
haben.

A. Schneider hat mehr als 350 Berichte physikalischer UFOs mit


elektromagnetischen und anderen physikalischen Begleiterschei­
nungen zusammengetragen. Einige charakteristische Beispiele
werden ausführlich beschrieben und immer wiederkehrende ge­
meinsame Eigenschafts-Muster herausgearbeitet. Anhand der an­
gefügten codierten Fall-Sammlung kann der interessierte Le­
ser ergänzende Informationen in der angegebenen Literatur fin­
den.

Wie manche der elektromagnetischen Erscheinungen zu verstehen


sind, hat schon der amerikanische Kernphysiker McCampbell zu
erklären versucht. Er ist der Ansicht, daß eine starke Mikro­
wellenstrahlung die Ursache für viele der von UFOs ausgelösten
Effekte ist. Wodurch diese Art der Strahlung wiederum hervor­
gerufen werden könnte und wie sich die beobachteten Objekte
überhaupt in der Schwebe halten können, versucht der Aufsatz
von !.Brand mit einigen in jüngster Zeit entwickelten ein­
heitlichen Feldtheorien analytisch zu entwickeln.

Es wurde Wert darauf gelegt, die Folgerichtigkeit der einzel­


nen Schritte bei der Entwicklung der wichtigsten neuen Gravi­
tationstheorien zu begründen. Um einen vollständigen, wenn
auch nur kurzen Uberblick über alle wesentlichen Strömungen
in der Graviitationsforschung zu erhalten, wurde das auch für
den nicht spezialisierten theoretischen Physiker sehr schwie­
rig zu verstehende Kapitel der Quantisierung der Gravitation
in den Aufsatz mit aufgenommen.

Bei der Diskussion der neuen theoretischen Ansätze erweist


sich eine spezielle 6-dimensionale Quantenfeldtheorie als
besonders geeignet, den Feldantrieb unbekannter Flugobjekte und
die dabei auftretenden Wechselwirkungen zwischen Gravitations­
wellen und Materie zu beschreiben.

Es darf erwartet werden, daß eine intensivere Auseinander­


setzung mit UFOs auf breiter wissenschaflticher Basis nicht nur
zu neuen Einsichten in das Phänomen der Gravitation, sondern
auch zu einer wesentlichen Erweiterung unseres gesamten Welt­
bildes führen wird.

!.Brand

Copyright @ 1976 by MUFON-C.E.S


Alle Rechte beim jeweiligen Verfasser
Zuschriften erbeten an MUFON-C.E.S.,815 2Feldkirchen-Westerham
Gerhart-Hauptmann-Str.S
- 5 -
Ernst Berger

"Bilanz über Traunstein"

Zusamme nfas sung

2 Jahre lang wurden im gebiet um Traunstein , Nieder­


österreich ( 48 ° 2 6 ' N , 1 5 07 ' E ) regelmäßig UFO-Phäno­
mene beobachtet , insgesamt 54 Obj ekte . 8 U�tersuchungs­
fahrten von Ernst Berger , mit stundenlangen Z eugenbe­
fragungen und 1 4 8 Messungen zur Größen- unq Höhenfest­
legung an Ort und Stelle , lieferten MUFON-CES-Daten aus
erster Hand , unter anderem über " festes Licht " , das von
6 Objekten über 5 Stunden lang fortlaufend ausgesandt
worden war . Als Ergänzung zu seinen zum Teil fremdspra­
chigen Artikeln legt der Autor hier zum erstenmal sei­
nen kompletten Fallkatalog , seine Meßwertliste und die
statistische Auswertung des " local f lap" vor . Unter
" Veröffentl ichungen" s ind Artikel des Autors angege­
ben , in denen die Zeugenaussagen wörtlich nachgelesen
werden können . ·

1 . Einleitung

Die Marktgemeinde Traunstein l iegt in 911 Meter Seehöhe auf


der rauhen Granitfläche des sogenannten Hochwaldviertels im
Nordosten von Niederösterreich , und gehört zum politischen Be­
z irk Zwettl , einem Österreichischen Notstandsgebiet . Als schwach
besiedelter Raum an einer toten Staatsgrenze zur Tschechoslova­
kischen Volksrepublik , und inmitten dichter Tannen- , Fichten­
und Birkenforste , Reste des ehemal igen "Nordwaldes " , hat das
Hochwaldviertel unter wirtschaftl ichen Problemen ( E inkommen
der Bevölkerung nur 4 6 % des gesamt- Österreichischen Durch­
schnitts , Land f lucht , Pendler , fehlende Industrial i s ierung)
zu leiden . Das unwirtliche Klima mit meterhohen Schneeverwehun­
gen im langen Winter und die Risiken der Landwirtschaft haben
die Waldviertier zu hart arbeitenden Real i s ten gemacht , die un­
konventionel len Neuheiten nicht gerade freundlich begegnen .

Ausgerechnet in d ieser einsamen Naturlandschaft ereignen s ich


monatelang UFO-Phänomene , welche zuerst von einem Schrift­
setzer aus Traunstein bemerkt und gemeldet wurden , und nur
dank seiner persönlichen Standfestigkeit ( ein Artikel der Lo­
kalpresse führte zu eher unsachlicher Kritik aus dem Dor f ) und
Mithi lfe , genau festgehalten werden konnten . Obwohl es Ernst
Berger trotz mehrerer Fahrten in das betreffende Gebiet nie ge­
lang , selbst eine ähnliche Beobachtung z u machen , und die Be­
obachter keinen Fotoapparat besitzen , also kein obj ektiver Be­
weis für die Realität des Berichteten erbracht werden konnte ,
wuchs nach-anfängl ichem Z ögern die Z ahl der Beobachter , die
sich für Untersuchungen zur Verfügung stel lten , auf 13 Perso­
nen an . 2 9 zum Teil fast unglaubliche Z eugenberichte hielten
einer strengen Uberpfügung auf natürliche Ursachen stand und
wurden in einer Reihe von deutschen , engl i schen , italienischen
und amerikanischen Z eitschri ften wiedergegeben . Ihre Synthese
ergibt die in Mitteleuropa bi sher am genauesten dokumentierte
" UFO-Aktivität auf engem Raum " , e inen ( lt . UFO-Literatur)
typischen " local flap " .
Copyright @ 1 9 7 6 , Ernst Berger , Wie n , MUFON-CES
-6-

2.Fallkatalog Waldviertel August 1 973 bis April 1 97 5


(Catalogue of Waldviertel case histories Aug 73 - Apr. 7 5 )
System:
Laufende Numm ebefragter
r) Datum, Beginn d., Beob. in MEZ , Ort (Zeugenan­
zahl,
bung Name (n)
des Stellen
Phänomens.gerupftdet. Zeuge (n) Dauer
= Glaubwürdigkeitsindex d. Beob. ) : Kurzbeschrei­
nach Th.Olsen,
auf drei
System: (Hilfsm. ) .
Casewitnesses,
of number) Date,e (s)onset
-naffi of ofinterviewed
observ. (CET) , location
witness (es) , (numberof
duration
observ
confined. ) : toShort
threecase history.. p( Observ.aids)
positions) =Reliability. index (Th.Olsen;
01 ) 73seltAug--
Farbe , 21und30, "projiziert"
Spielberg (1 zeitweise, Tham, 30klarMin . umrissenen
) : Kugel wech­
"Lichtstrahl"
dann zurück. 0,874 begrenzter
. Länge nach rechts , "zieht" ihn
73 Au*e--,Kugel,
02) gleic 2230 diesmal
Spielberg"Lichtstrahlen"
(1 , Tham, 1 5 Min. ) : Vermutlich
alternierend und .
phasenverschoben nach rechts und links projizierend.0,874
03) 73gel Sep--,
verändert 2100,rasend
Spielberg
schnell, (3 , ohne
Tham, Start-
45 Min.und) : Verzögerungs­
Gleiche Ku­
phase, ihren Standort. 0,946.
04) auf
73 Sep--,
Kugel 21pulsierender,
/22, Spielberg die (2Farbe
, Tham,wechselnder
60 Min. ) : Körper
Von Ellipse
sen­
det"Satelli.ten" aus, die
stoppen und zurückfliegen. 0,858 . nach links bzw. rechts rasen,
05) gel
73 Oct 28/29, scheinbar
streckt, 2330, Traunstein (4, Pritz"Fühler"
signalisierend, , 5 Std. aus ) : Lichtku­
"festem
Licht"
sich ab,aus; "Fühler"
bezieht weit und Kugel
entfernt gelborange.
Position und Rotes
zeigt Licht
ebenfallslöst
"Fühler";Scheibe
dunkle zu ihmmitkommen
Turm drei
(Kuppel) weitere.
wird Sehr nahe wirkende,
plötzlich bemerkt,
und
zen hat ebenfalls
Südhimmel "Fühler"
Richtung .
Scheibe Nachdem
rast rotes
und Licht
dort über gan­
verschwunden
ist, rückt
erste verbleibende
Lichtkugel, die, "Dreiergruppe"
ebenso wie zögernd
Scheibe, ortsfestRichtung wirkt.
0 ·, 993. (Feldstecher) .
06) 73Stationäre
Nov--, 20/2030, Aschen-Spielberg
Kugel wechselt sehr rasch (4den, Thams
Farbton. , 90 0,993.
Min. ) :
07) 73 Nov 17,Teuschl,
Leitgeb, 1 800, Ullrichschlag-Traunstein
75 Min . ) : Oval sendet (10, Pritz
"Fühler" aus, , ver­
ändert
und am linken
schrumpft und rechten
zeitweise wie Rand"lecker
ein alternierend
Luftballon" seine zuFarbe,
einem
zus amm
roten
e n mit Punkt ein, umLichtstrahlen.
stationären sich rasch wieder aufzublähen,
"Fühler" nur(2 Feld­
in
"Vollphase"
stecher) . . Versinkt schließlich im Wald. 0,998 .
-7-
08) 73 Dec 28 , 1 Lichtmasse
mehrfarbige 900, Traunstein zieht (4unglaublich
, Pritz , 30 schnell
min. ) : Rasende,
über dem
Horizont
sen. 0,993. hin und her, ohne zu beschleunigen oder zu brem­
09) 74 JanEi , wirft
rotes 1 930, einen
Traunstein
roten (1 , Pritz (, auf
Lichtkege 5 Min.verschneiten
) : Stationäres Bo­
den. 0,749.
10) 74 , 2030,
Frühj.sich
wundern über Spielberg
stark (3 , T.pulsierende,
farbig , einige Min.bewegungslose
) : Zeugen
Lichtquelle. 0,926 .
1 1 ) wie
74 Mar/Apr
(10) ; , 20/21 , den
zwischen Frankenreith
Pulsationen (1 weißes
, B. , 5Min.
Licht.) : 0,Dasselbe
562.
(Feldstecher) .
12) quelle
74 Jul 27, 2345, Traunstein
fluktuiert von groß+gelb (2 , auf
Pritzklein+rot.
, 45 Min. ) Zwei : Licht­ wei­
tere Lichtquellen
ter. 0,964 . (Feldstecher) .blinken farbig; eine zieht langsam wei­
13) 74lose,Augfarbig
1 5, 0345, Traunstein
blinkende (2 , PritzEine
Lichtquelle. , 45gelbe
Min. ) mit
: Bewegungs­
"abbre­
chendem"
der ,
zweiten, senkrechten Lichtstrahl. Eine dritte, identisch
stecher) . näher, die zögernd weiterrückt. 0,964 . (Feld­
1 4) 74Zeuge 17 o. roten
Augsieht 1 8 , 0030,
Punkt N inSpielberg
einer (1 , Tham, 1 5 auf
Linksschraube Sek.sich):
zufliegen,
dann stoppt, wobei
in der Punkt
einer zum gelbensich
Rechtsschraube Körper expandiert,
zusammenzieht
und
führt.wegbewegt, stoppt, underdas
Dann verschwindet ganze Manöver
plötzlich. 0,874 . nochmals aus­
74 Aug
1 5) der 30 o. 31farbig
üblichen , 2345pulsierenden
, TraunsteinLichtquellen
(3, L. , 45 Min. bilden ) : Drei
ein
Dreieck. Eine
von selbst. 0,974 . der Lichtquellen verschwindet immer wieder
1 6) Gelbe
74 NovLichtmasse
09 , nachts zieht , Traunstein
sich zu (1einem
, Pritz , einige
roten Punkt Min. ):
zusammen
0, 562.
17) 74 Nov fliegt
Kugel 18, 1730, knapp Grafenschlag
über dem (2 , Pritz
Erdboden und, vor
5 MinBaumgruppe
. ) : Gelbe
vorbei.d.h.Beleuchtung
rot, Kugel wird wechselt
zur roten vonZigarre,
vorne und gelbverschwindet
auf hinten
als roter
sehen Zeugen Punkt in Waldschneise.
"gelben Satelliten" Zusatz : des1 805,Fluges
während in Traunstein,
im Ze­
nit plötzlich verschwinden. 0,964 .
1 8) tionäre
74 Dec 09Scheibe
, 2230, mit Traunstein
Wölbung (2, L.unten
nach , 60 Min.
in ) : Dunkle, wird
Kantensicht sta­
chaotisch
len sendenvon farbigen
Strahlen aus.Lichtern
0, 964 . erhellt.
(Feldst. ) Erleuchtete
. Stel­
-8-
1 9) Körper
74 Dec mit
1 4 , 1"abbrechendem"
900, Traunstein-Kaltenbach
Lichtstrahl (1 ,d Pritz
wir von , 1 5 Min. ) :
Lichtquelle
am Rand umkreist.
langsam hinter eineSetzt
Wolke. sichRoter
in Bewegung,
Punkt, in stoppt,
die zieht
Gegenrich­
tung fliegend,
im Dunkel verliert.wird von0,874Zeugen beobachtet,. bis er sich
. (Feldstecher)
20) 74ausDec 21 , Lichtquellen
gelben 2145, Traunstein mit (2, Pritz, schrägen
deutlichen 1 5 Min. ) : "Spitzen"
Dreieck
steht . starr
0,964 vor Sternhintergrund,
(Feldstecher) . ähnlich wie in ( 1 5) .
21 ) Hin-
Dec ca.und20,herwiegende
0630, OrtKugel S Traunstein
fährt (1 , XY , 10rechts
abwechselnd Min. ) : und
links "Spitze"
jeweils nach oben(Zeuge:
und "Schwert")
unten ein aus, derenhervorsprüht.
Funkenregen Mittelpartie
Bewegt sich tief
anscheinend langsam und wiegend0,749
im Talgrund. hinter
. eine Baumgruppe,
22) 75 Jan 12, Lichtkugel
schwommene 2230, Traunstein oder (2 , Pritzbewegungslos,
-scheibe, , 10 min. ) : ver­ über
deren Oberfläche
leuchtende rote "Wellen" bzw. "Lichtwellen oder
dem InnerenNebel" kommen.zu0,964huschen scheinen, die. stoßweise aus
. (Feldstecher)
23) 75
je Jan
90 1 5,. ) 1: 805,
Sek 1 810,ein 1 dem
Zuerst 820, Objekt
1 925, Traunstein
aus (17) (1 , Pritz
genau identi­,
scherlautlos,
hen Körper, langsam,
dann dreiwierote in Scheiben
einer in Kantensicht
Parade, dieselbe zie­
Flug­
bahn über den Himmel. 0,874. (Feldstecher) .
24) Lichtquellen
75 Jan 17, 2045, in Traunstein
einer ( 2 , Pritz , 30 Min. ) : Drei
rechtwinkeligen Formation, deren
oberstes,
mit hellstes,
verschiedenen einen
Manövern "Tanz"
vollführt.(classical "dogfight")
Das Dreieck rückt
etappenweise,
weiter. getrieben vom obersten "Stern" , zögernd
0,858 . (Feldstecher) .
25) 75
be Feb
wie 27,
(24) 1, 945,
aber Traunstein
einer der (2 , Pritz,
beiden 1 5 Min.
unteren ) : Dassel­
Begleiter fehlt.
0,858. (Feldstecher) .
75 Mar
26) Ein dem 01in , (20)1 835,beschriebenen
1 837, Traunstein (1 , Pritz
Objekten , 2 Sek. umje)
identisches,
°
1 80 gedreht, zieht aus2 Min. dem Wald schräg aufwärts in den
Himmel und verlischt.
einer gelben Lichtquelle beobachtet. 0,874 . später wird das Aufflammen
27) Uber 01 , Waldstück
75 Mareinem ca. 20, Groß hängtWeißenbach
feuriger, (4,2°Pritz,
langer 2 "Zeppelin"
Min. ) : ,
brandroter
davon schweben Farbe,in verbreitet
gleicher Höhestarken
und Lichtschein.
mit gleichen Rechts
Abstän­
den
gelb. drei
Pritzwiekann aus oder
Puzzlesteinen
will nicht zusammengesetzte
anhalten, um Kugeln,
näher zu
beobachten. 0,972 .
- 9 -

2 8 ) 7 5 Mar 1 9 , 2 1 50 , Spielberg-Traunstein ( 2 , Thams , 5 Min . ) :


Scheibe mit Kuppel identisch ( 05 ) , aber beleuchtetem Rumpf ,
erscheint bewegungs los , blinkt erst grün und rot am Rand ,
später zeigen sich zwei den Rumpf umkreisende Lichtque l ­
l e n gleicher Farbe . Bewegung mögl ich . 0 , 964 .

2 9 ) 75 Apr 20 , ca . 02 , Traunstein ( 1 , Pritz , 4 5 Min . ) : Ohne


von ( 2 8 ) zu wissen , sieht Zeuge zwei rote , eiförmige Ob­
j ekte erst langsam und gestaffelt anfliegen , dann zwei
entfernte Positionen beziehen . Bleiben bewegungs los .
0, 749 .

3 . Meßwertliste (Az imuth/e levation/size data )

System :
Laufende Nr . = identisch
Nr . Fallkatalog) Be zeichnung Obj ekt Position Meßwerte
( Standort d . Zeugen) a l le Z ahlen Gradangaben
Größe Meßwert ( e ) Symbole :
A=Az imut , geodät isch (N=O , S=1 8 0 )
G=Größe ( Grad ) H=Höhenwinkel ( Horizont=O ,
Zenit=90)
a=in erster beob . Position
c=schwebend oder in Position
einer wesentlichen Veränderung
( z . B . Farbwechs e l )
b=in letzter beob . Position
a , c , b mit A , H kombiniert
t:==+> Bewegung bis ( und zurück)
� Triangulation möglich

System :
Case no . =same as
in Catalogue ) Obj ect name Position data - all figures = de­
(Witness location) grees Symbols :
Size data A=azimuth , geodetic (N=O , S=1 80)
H=elevation ( horizon=O , zenith=90)
G=s ize ( degrees ) a=in position first seen
c=hovering or in position of signi­
ficant change ( e . g . color change )
b=in pos ition last seen
a , c , b combined with A , H
(::::::::; l moved to ( and back )
L> triangulation pos sible

_____L__.
0 1 ) Kugel Aa 1 80 , Ha 9 , 03 ) Kugel Aa 1 70 , Ha 26 ,
Ab 1 20 Ab 88 , Hb 5
( Spielberg-Ost) ( Spie lberg-Ost)
0 2 ) Kugel Ac 1 8 8 , He 9 04 ) Oval /Kugel ! A 1 70 , H 25
( Spie lberg-Ost)
G Kugel+beide Spitzen
etw . über 1
Satellit
Sate llit J A 1 40
A 1 80
( Spie lberg-Ost)
- 10 -

O S ) Mutterschiff Aa 1 57 / 5 8 , 1 2 ) Pul s . Obj . Ac 1 65/70 ,


Ha 1 0/ 1 1 H 32/33 �
( Haus Pritz ) ( Haus Prit z )
Puls . Ob j . Ac 1 2 4 / 2 8 ,
f ! Scheibe Ab 2 9 5/ 9 6 , H 27/29
� Hb 1 3/ 1 6 ( Straße b . Haus )
( Haus Pritz l
Stern Aa 36/38 , Ha 1 5

Mutterschiff A 1 70 , H9 Ab 38 /40 , Hb 1 5
Satellit e imAa 1 70 , Ha 9 ( S traße b . Haus )
Ac 9 4 / 9 5 , He 4 / 5 Stern Ac 300 , He 3
( Straße b . Haus )
Begleiter A a u m 9 5 herum, I
Ha 4 / 5 � G Pul s . Obj . 2 4 '
Satellit Ab um 1 42 / 4 3 herum,
Hb 4/5
1 3 ) Stern A 302 , H 7
ein Obj . A 40 , H 38 I
( Zufahrtsstraße )
ein Obj . Aa 76/ 7 7 , Ha 4 2 �
G Mutterschiff+Fühler fast Ab 1 06/07 ,
Satellit halb so groß Hb 4 1 /4 2
Scheibe Horiz . durchm ( e tw . W. Traunstein )
1 °1 2 '
?� Scheibe Aa 2 5 2 / 5 3 , Ha 1 9
( Zufahrtsstraße )
1 4 ) Mitte Spirale A 302/05 ,
H 7
(etw . N . Spielberg)
06 ) Kugel A 1 76 , H 38 G Obj . max . 20 '
( Spielberg-Ost )
1 5 ) Stern A 40 , H 20
0 7 ) Oval A z w . 2 1 5 u . 2 4 0 , Stern A 76 , H 1 5
Stern A 50 , H 1 1
H 17
( Traunstein-Ost)
( U l lrichschlag)
16) keine Daten
oval Ac 2 20+2 , He 5
( Haus Pritz l �
1 7 ) Kugel Aa 2 2 5/30 , H 2
( Grafenschlag-Nord)
Oval Ac 2 30 , He 5+
-1 Kugel Aa 2 40/4 2 , Ha 3
( Kurve ) Ac 1 9 5 ( Farb­
wechse l )
G oval+Fühler 2°40 '
30 ' Ab 1 20/2 5 , H b 5
Oval (Abzw . Kl . Nondf . S . Grafen­
Fühler c a . 2
schlag)
G beide Tei le max . 20 '
08 ) Bal l Aa 2 5 4 , H 0 , 5
Ab 2 4 4 , H 0 , 5 l Sate l l i t Aa 260 , Ab 2 3 5 ,
( Haus Pritz )
H c a . 58
( Haus Pritz )
09 ) Ei Ac 2 1 5 , He 4 / 5
( Traunstein-We s t ) 1 8 ) Scheibe Ac 1 20 , He 9
G Ei 0 , 5
( Kaufhaus L , Traunstein)
1 0) Stern Ac 1 1 4 ,
1 9 ) Obj ekt Aa 1 3 5/40 , Ha 4
He über 1 0
( Traunstein-Süd)
( Spielberg-West )

l
Obj ekt Aa 1 1 4 , Ha 5
1 1 ) keine Daten Ac 1 26 ( Stop)
Ab 1 40 , H 4
Roter P . Aa 1 1 4 , Ha -0 , 5
Ab 9 8 , Hb gleich
( zw . Traunstein u . Kalten-
bac h )
- 11 -

20) Obj ekt A 1 1 0 , H 14 2 7 ) Zeppe lin Aa 3 3 5- 3 3 8


Obj ekt A 1 30 , H 21 ( 3 ° ) , H Mitte 1
Obj ekt A 1 50 , H 17 Kugel Ac 3 4 3 , H 1
( bei Kaufhaus L , Traunstein) Kugel Ac 3 4 4 , H 1
Kugel Ac 3 4 5 , H 1
2 1 ) Kugel Aa 20 , Ha 1 ( Groß Weißenbach-Süd)
Ab 30, Hb 1
( Ort S Traunstein) Zeppelin Ab 2 5 5/ 5 8 ,
G Kugel ca . 1 H Mitte 1
Kugel+Strahlen ca . 3 ( Groß Weißenbach-Nord )
2 2 ) Obj ekt Ac 1 68 , He 2 1 2 8 ) Scheibe Aa 300 , H a 7
( Haus Prit z ) � ( Spielberg-Nord)
Obj ekt Ac 1 76/7 7 , Hc 2 3 Scheibe A 300 , H 7
( Straße b . ·Haus ) ( Spielberg Höhe )
G max . 1 2 ' Scheibe Ab 3 3 0 , Hb 6
( Spielberg/Traunstein)
2 3 ) Obj ekt Aa 2 1 4 , Ha 1 1
Ab 1 5 5 , Hb 1 0 G Scheibe Horiz . durchm .
Scheibe Aa , Ha gle ich 18,
Ab 1 60
zwei weitere Scheiben 2 9 ) 0bj ekt Aa 2 2 0 , Ab 1 8 8 ,
gle ich erster Ha 7
( Haus Pritz ) Obj ekt H Passage über
G Obj ekt gleich Obj ekt ( 1 7 ) ,
Scheiben 2 / 3
erstes Obj ekt 1 1 , Hb 1 3 , �
Ab 1 50
( Straße b . Haus Pritz )
2 4 ) Oberer Aa 3 1 0 , Ha 1 1 / 1 3 I
Ab 3 2 0 , Hb 1 1 f
Unterer Aa 3 1 0 , Ha ca . 6 Anmerkung :
Unterer Aa ca . 3 1 5 , Ha gleich Grade etwas gerundet .
( Haus Prit z ) Bei fehlenden Meßwerten
wurde der Glaubwürdig­
2 5 ) Oberer Aa 7/8 , H a 2 9 keits index herabgeset z t .
( HausJ. Prit z )
weitere Daten nicht ge­
messen

26) Obj ekt Ab 3 5 5 /5 7 , Hb 1 6


Aufflammen A 1 5 , H 4 1
( N Haus Pri t z )
- 12 -

4 . Befragte Augenzeugen - Eine Obersicht


( List of main witnesse s )

Hans PRIT Z , 2 3 , Schriftsetzer aus Traunstein, verlobt , einwand­


freies Seh- und Hörvermögen , ( abgekürzt e . S . H . ) , seit 5 Jahren
unfal lfreier Autolenker , Wehrdienst abgeleistet .

Hedwig PRITZ , seine Mutter , 5 1 , Hausfrau , verwitwet , e . S . H .

Gerhard PRIT Z , sein Bruder , 1 8 , Portalschlosser i . Lehre , e . S . H . ,


led i g .

Walter THAM , 4 1 , Besitzer einer Autoreparaturwerkstätte in Spiel­


berg , technische Ausbildung in Autoe lektrik , verheirate t , e . S . H .

Lilly THAM , s eine Frau , Hausfrau , e . S . H .

Walter L . , 4 5 , Vermes sungsbeamter und Kaufmann in Traunstei n ,


verheirate t , Brillenträger , astronomische Kenntnisse .

Hilde L . , seine Frau , Kaufhausinhaberin , e . S . H .

Anton B . , 2 2 , Bäcker , e . S . H .

Karl TEUSCHL , 3 7 , Trafikant in Traunstein , verheirate t , e . S . H .

Josef PRITZ , Traunstein

ErichLEITGE B , Traunstein

Frau T . , Spielberg

Frau "XY", Ort S Traunstein

Anmerkung : Note :
Einige Zeugen wünschten , Some witnes se s asked to remain
anonym zu ble iben . anonymous .

Der Fal lkatalog Waldvierte l , Reproduction/reprint of the


die Ski z z e n , die Meßwertliste Waldviertel/Cata logue , sket-
und die statistische Auswertung che s , a z /e l / s i ze data and
sind geistiges Eigentum von Ernst-statistical evaluations in
Berger und den Mitgliedern seines any form only after wrtitten
Österreichi schen Untersuchungs- permiss ion of Ernst Berger ,
teams . Publikation oder Verwer- MUFON-CES . All rights reser­
tung ohne ausdrückliche Genehmi- ved .
gung von Ernst Berge r , MUFON-CES ,
werden urheberrechtlich verfolgt .
Alle Rechte vorbehalte n .
Sachbezogene Anfragen nimmt gerne Please address your letter
entgegen : to :

Ernst Berger , postlagernd A- 1 09 4 WIEN , Nussdorferstr . 7


ö s t e r r e i c h (A u s t r i a) .
- 13 -

5 . Statistische Auswertung

Nach 1 4 Monaten Aktivität ergab unsere Auswertung Augus t 1 9 7 3


bis einschließlich April 1 9 7 5 2 9 gemeldete Beobachtungen , wo­
von wir 27 an Ort und Stelle untersuchen konnten , und die bis
heute keine Erklärung gefunden haben . Von den 56 wahrgenomme­
nen Obj ekten l iegen nur 2 " knapp am Rande einer Erklärung " ;
54 Obj ekte widersetzen sich allen derartigen Versuchen .

Wir betrachten zunächst die Verteilung der Berichte über die


2 1 Monate seit Beginn der Beobachtungen . Das absolute Maxi­
mum findet s ich im Dez ember 1 9 7 5 ( 4 Fäl le ) . Einige Monate
des Jahres 1 97 4 sind frei von Aktivität . 2 Fälle konnten nicht
genau in das Histogramm eingeordnet werden , und l i egen beide
im Frühjahr 1 9 7 4 . Wir stellen fest : Während die Hälfte der
Sommermonate 1 9 7 4 , also 50% der " silly season " , keinerlei
Wahrnehmungen beitrug , stieg die Aktivität im rauhen Wald­
viertler Winter ( der unangenehmsten Jahres zeit auf der Hoch­
fläche ) trotz beobachtungshemmender Umstände steil a n .

Die Auswertung nach Wochentagen ergibt 7 Fälle f ü r Samstag ,


und j e 3 für Sonntag und Montag . Leider sind für 1 1 Beobach­
tungen keine genauen Tage bekannt , was die Aussagekraft der
Vertei lung sehr einschränkt .

Die mittlere Beobachtungszeit pro Fall betrug 3 5 Minuten .


Schl ießt man den 5-Stunden-Fall Ende Oktober 1 9 7 3 (05 ) aus ,
sinkt das Mittel auf 2 6 Minuten ab , was noch immer beachtlich
ist . Rund 5 9 % aller Beobachtungen dauerte� 1 5 Minuten oder län­
ger , und die Beobachter hatten daher Zeit genug , Einzelheiten
wahrzunehmen und das Gesehene in Ruhe zu erfassen .

Wie es mit der Verteilung der Beobachtungen über die Nacht


steht (bei Tag wurde noch nie ein Obj ekt gesehen ) , zeigt uns
das nächste Histogramm . Um ein besseres Bild von der Aktivi­
tät zu erhalten , haben wir nicht den Beobachtungsbeginn , son­
dern die " S tandzeiten" in Zeitklassen eingeordnet . Wenn z . B .
ein Obj ekt um 2 3 Uhr ,4 5 MEZ bemerkt wurde (was von den Umstän­
den abhängt und rein zufällig sein kann) und der Z euge es 4 5
Minuten lang sehen konnte , s o i s t für das Ausmaß der Aktivi­
tät wichtig , daß ein Obj ekt von 23 Uhr 45 bis 0 Uhr 30 s icht­
bar war , d . h . es trägt im Balkendiagramm je ein Kästchen zu
den Klassen 2 3 30- 24 und 2 4 - 2 4 30 bei . Die " S tandzeitenvertei lung "
weist eine Spitze zwischen 1 9 und 1 9 Uhr 30 auf , eine zweite
zwischen 2 1 Uhr 30 und 22 Uhr . Die Vertei lung dürfte s ich aus
zwei völ lig unabhängigen Komponenten , nämlich der Dämmerungs­
grenz e ( Sichtbarwerden der ersten Sterne , nautische D ämme rung )
und ihrer zeitlichen Verschiebung im Jahreslau f , und den Beob­
achtungssituationen ( davon unabhängig : z . B . Dienstschluß von
Hans Pritz j eden Tag dieselbe Z e i t ) zusammensetzen . Betrachtet
man die 2 5·Beobachtungen als St ichprobe und nimmt nach HYNEK
eine weit höhere Dunkel z i ffer nicht gemeldeter Beobachtungen
an, wird sofort klar , daß die Stichprobe nicht repräsentativ
sein kann , noch daz u , we il sie von nur 1 3 gesprächsbereiten
Augenz eugen stammt . Wir unternehmen es daher nicht , die Ver­
teilung zu "deuten " . Allein die Gefahr von Z irkel schlüssen
ist ständig gegeben . Im Winter etwa muß der Beginn von Beob­
achtungen vor allem am frühen Abend keineswegs heißen , daß
- 14 -

" um diese Zeit am meisten los war " , sondern die Kombination
Heimweg - frühe Dunkelheit produz iert ganz automatisch ge­
häuft " encounter s " , während man später abends nur ungern die
geheizten Räume verläßt , und von e iner eventuel len Fortsetzung
der Aktivität nichts mehr merkt .

Die Aus z ählung verschiedener Charakteristika des Phänomens


selbst bietet verläßlichere Anhaltspunkte . Bei den Obj ekt­
formen führt die Klasse "bloße Lichtquellen" mit 30 Obj ekten
( 5 4 % ) vor 1 2 runden Formen bzw . Kugel n , 6 Scheiben , 5 ovalen
Formen oder Eiern und 3 Z igarren . Wie eigentlich zu erwarten
war , gibt es keine typische " Grundform" , sondern nur den Hin­
weis auf eher kleine Obj ekte mit unscharfen Umrissen , und
einige größere bis große Exemplare . Wir verweisen auf die
Größenberechnungen im Anschluß an erfolgreiche Triangulationen
( Dreieckseinschneidungen) , die sich in unseren ESOTERA-Artikeln
finden .

28 Obj ekte ( 50% ) wurden in ihrer Hauptfarbe als gelb oder gelb­
orange (wenigstens zeitweise) beschrieben . Zum Teil lebhaften ,
zum Teil nur von gelb auf rot und zurück schwankenden Farbwech­
sel z e igten 1 8 Obj ekte (ca . 3 2 % ) . Interessant erscheint ferner ,
daß 1 3 Obj ekte , also etwa 2 5 % der Grundgesamtheit , Merkwürdig­
keiten im Zusammenhang mit Lichtstrahlen aufwiesen , die in der
Literatur als " festes Licht" bekannt sind .

Wertet man die Bewegung der Obj ekte klassenweise aus , so er­
geben s ich 36 wenigstens zeitwei se schwebende Obj ekte ( rund
6 4 % ) , 22 mit langsamer Bewegung (ca . 3 9 % ) , 7 extrem rasch be­
wegte ( e twa 1 3 %) und 3 schaukelnde oder "tanzende" ( rund 5 % ) ,
wobei e inzelne Obj ekte mehreren Klassen zugeteilt werden mußten .
Insgesamt wurde bei 29 Obj ekten ( 5 2 % ) ein Ortswechsel beobach­
tet , bei weiteren 3 ein solcher vermutet , was den Prozentsatz
auf etwa 57 % erhöhen würde .

So entsteht das Bild von Obj ekten , die in der Mehrz ahl länger
als 1 5 Minuten schwebend am Himmel verharre n , prozentual fast
ebenso oft einen Ortswechsel durchführen , aber in langsamem
Flug , seltener rasend schnel l und sehr selten in scheinbar sinn­
loser , "tanzender" Bewegung . Eines wird dabei offensichtlich -
die Obj ekte waren nicht in Eile .

Die durchschnittl iche Zahl an Z eugen pro Beobachtung betrug


etwas über 2 , die der Obj ekte etwas unter 2 .

Hans Pritz meldete uns 1 4 Beobachtunge n , führte aber nur 3 da­


von ohne zweiten Augenzeugen durch .

An negativen Auswertungsresultaten sind zu erwähnen : Kein ein­


z iges Phänomen spielte s ich vor den Wolken ab , hingegen schie­
nen 5 Obj ekte hinter Wolken zu verschwinden oder hervorzukom­
men . Nie waren Geräusche zu hören , auch in völlig windstillen
Nächten nicht ; es gab keine Landungen und damit auch keine phy­
s ikalisch analys ierbaren Beweise für die Realität der Erschei­
nungen . Nur erhöhter instrumenteller und ze itmäßiger Aufwand
könnte Ergebnisse liefern , die s ich nicht das Prädikat " anek­
dotisch" gefal len lassen müssen .
- 15 -

6 . Glaubwürdigkeit der Z eugen

OLSEN hat in seiner 1 9 6 6 erschienenen Dokumentation " The Re­


ference for Outstanding UFO Sighting Reports " für 1 60 " hard
core cases " Glaubwürdigkeitsindizes angegeben , deren Bedeutung
er im Anhang seiner Arbeit ausführlich erläutert . Kurz ange­
deutet , erhält er den Glaubwürdigkeitsindex Pr als

M
Pr = ( 1 - (p) ) • Pi · Pt '
wobei p , die Irrtumswahrscheinlichkeit des Z euge n , für sehr
erfahrene Beobachter 0 , 1 2 5 , für begrenzt erfahrene 0 , 2 5 , für
unverläßliche oder nicht beurtei lte/beurteilbare 0 , 5 beträgt
und über alle Beobachter ( Zeugenanzahl=M) gemittelt wird . p . ,

der Untersuchungs faktor , liegt für sehr gute Untersuchun�en
bei 0 , 9 9 9 , für mittelmäßige bei 0 , 7 5 und für " Erhebungen' , die
diesen Titel eigentlich gar nicht verdienen , bei 0 , 5 . Pt • der
Ubertragungs faktor , gibt an , aus wievielter Hand der Bericht
stammt .

BRAND hat 1 9 7 5 die Verwendung des P nach OLSEN für den gruppen­
internen Gebrauch bei MUFON-CES vor � eschlagen . Wir sind s einem
Vorschlag bei der Traunstein-Auswertung nachgekommen , haben j e­
doch die vierte Stelle nach dem Komma bei allen p -Werten
( s iehe Fal lkatalog) weggelassen . Direkte Z eugenbef ichte , um
die es sich in Traunstein ausschließlich handelte , erhalten
p =1 zugewiesen . Mit Ausnahme zweier Fälle nahmen wir für uns
t
p.=0 , 9 9 9 in Anspruch . Der Beobachtung des 1 7 . 1 1 . 1 9 7 3 kommt
n!ch OLSEN ein p von 0 , 9 9 8 zu , und sie kann in die interna­
tionale Spitzengfuppe eingereiht werde n . 3 weitere Fälle im
Herbst und Winter 1 9 7 3 erhielten p =0 , 9 9 3 . 1 5 Fälle ( rund 52 % )
haben daher mit über 9 5 % iger Zuver l äss igkeit so stattgefunden ,
wie sie in unserer Dokumentation beschrieben werden .

Das Ziel der vorliegenden Arbeit sollte es nicht sein, Fallbe­


richte " auf zuwärmen " , die s ich in den angegebenen Quellen be­
quem nachlesen lassen , sondern wir wol lten spe z ie l l für Wissen­
schaftler und geschulte Amateure das Datenvolumen gerafft dar­
stellen und in verschiedene Richtungen Querschnitte l egen , die
sich in dieser Form in e iner Z eitschrift nur schwer bringen
ließen . Zweisprachige Erläuterungen mögen auch ausländischen
Kollegen das Verständnis erleichtern .

Abschl ießend geben wir Einblick in unseren

7 . Forschungsstand im Oktober 1 9 7 5

Im Jul i 1 9 7 5 hat Ernst Berger auf der Sommertagung von MUFON­


CES in der BRD das Rätsel der " Schneckenfühler" (05 , 07 ) ge­
schildert und zur Diskuss ion geste l lt . Es findet das lebhaf­
te Interesse der anwesenden Phys iker , Ingenieure und Psycho­
logen . Besonders Dipl . Phys . I . Brand , der Leiter von MUFON-CES ,
setzt sich mit dem Phänomen auseinander und stellt die Hypo­
these zur Diskuss ion , die Auflösung der " Schneckenfühler"
( in unseren ersten Berichten als Niederregnen eines grünen
"Nebe l s " beschrieben und in dieser Form auch von BRAND in der
MUFON-Broschüre über die Sommertagung 1 9 7 4 z itiert ) könne die
- 16 -

Verteilung einer Substanz in der Luft oder auf dem Erdboden


unterhalb zum Z iel gehabt haben . Wir finden die Idee so inter­
e ssant , daß wir das Thema noch einmal mit Hans Pritz bespre­
chen . Z u unserer Uberraschung hält er das Wort " Herabrieseln"
j edoch für gar nicht korrekt . Ist uns bei der Datenaufnahme
1 97 3 ein Fehler passiert? - Ja , und zwar aus mangelnder Flexi­
b i lität bei der Fragestellung . Hans meint , der " grüne Nebel "
wäre ihm nicht wie ein Schleier aus einzelnen Stücke n , also
wie beim Herabregnen verbrennenäer Pyrotechnika ( Explosion von
Feuerwerksraketen) , sondern di ffus , transparent vorgekommen .
Nach dem " ausfahren" der massiven , röhrenartigen " Fühler"
färbte s ich der Rand bzw . die Umgebung der Fühlerspitzen grün
( nicht der " Fühler" selbst; s iehe Ausgewählte Skiz zen , 0 5 ) , dann
l ie f , von l inks nach rechts , e ine Art " grüne Lichtwe l l e " oder
" -schleier" um die Oberzone der Fühler , worauf das Fühlerpaar
schon nach e inem Umlauf des "Nebe l s " plötz li ch verschwand . Als
die " Spitzen grün wurden " , bedeutete das nur einen kräftige n ,
grün " glühenden Rand" um d a s nach w i e vor gelborange Ende der
Fühler . Beim raschen "Vorbeirotieren des Nebels " ( vergleiche
2 2! ) , kurz vor dem Verschwinden der " Fühler " , zog der schwach
leuchtende " Schleier " auf dem Weg vom linken zum rechten
" Fühle r " j edesmal auch über die dunkle Zone dazwischen . Die
d i f fus e , nebelähnliche Masse huschte nicht immer genau in
Höhe der Spitzen vorüber , manchmal etwas tiefer , kam aber nie
in d ie Nähe der Fühlermitten , und schon gar nicht an das Ob­
j ekt selbst heran . Unsere Ausdrucksweise " Herabrieseln" ist
damit nicht länger aufrecht zu erhalten , und muß der mehr
abstrakten Beschreibung eines vermutlich rein e lektromagneti­
schen Vorganges Platz machen . Das " Herüberrotieren" über die
dunkle Z one zwischen den " Fühlern" stellt ein zusätz liches
Ind i z für unsere bisher nicht veröffentlichte Auffassung dar ,
die " Fühler" könnten die allein s ichtbaren bzw . leuchtenden
Außenränder eines dunklen , daher nicht s ichtbaren Kegels
( oder , ihrer Krümmung nach , eines halben einschal igen Rotations­
hyperbo loides ) gewesen sein , den man s ich , eine elektromagne­
tische Natur der Effekte vorausgesetz t , nicht unbedingt als
materiell vorstel l en muß . Es käme dabei "nur " darauf a n , Licht
i n bestimmter Weise in e inem physikalischen Feld zu verformen ,
in eine nicht gerad linige Bahn zu zwingen . Wenn es j edoch mög­
lich zu sein scheint , konventionelle gebündelte Lichtstrahlen
stumpf- oder spitzwinkelig " abzubiegen" (Taize , 1 2 . 8 . 7 2 , FSR
Vol . 1 9 , No . 4 , oder Bealiba , 4 . 4 6 6 , Lorenzen " Ufos - the whole
story " , p . 1 60 ) , folgt das " Fühlerphänomen" beinahe selbst­
verständlic h . Prinz ipiell derselbe Vorgang trat beim " pulsie­
renden Flugobjekt" ( 07 ) auf , das nach Angabe des Z eugen Hans
Pritz bewegungs lose " Nebenfühler" zeigte , die sich beim " Auf­
b l ähen" des Obj ektes mit ausdehnten . Vor und nach der gleich­
zeitigen Pulsat ion " Nebenfühler" +Objektkörper traten die zwei
" Hauptfühler" in Aktion . Sowohl im Fall 05 als auch bei 07 wurde
das Ausfahren der " Fühler" sofort eingeste l lt , wenn s ich der
betreffende Körper zu bewegen begann .

Unsere Uberlegungen zum Fal l 05 , der wichtigsten Erscheinung im


untersuchten Z eitraum , gehen noch wei ter . Um 0 Uhr 30, als ihn
Karl Fichtinger aufgeweckt hatte , beobachtete Hans Pritz das
erste Obj ekt ( s päter " Mutterschi f f " genannt ) sofort vor der
Haustüre , also rund 300 Meter von der späteren Hauptbeobachtungs­
stelle an der Zufahrtsstraße entfernt . Wo ist es zuerst gestan­
den? Im Juni 1 9 7 5 messen wir diese Position mit Hans Pritz nach
und erhalten 1 57 / 5 8 ° Az . und 1 0/ 1 1 ° Hw . ( Positionsdaten von der
- 17 -

Z ufahrtsstraße - siehe Meßwertliste ) . Eine Triangulation er­


gibt den Standort des " Mutterschif f s " in 7 50-800 m Schrägent­
fernung von der Stelle an der Zufahrtsstraße aus , etwa 2 2 5 m
über dem Erdboden , im Raum Wolfsgrub . Aus der Triangulation für
das " pulsierende Oval " (07 ) kennen wir dessen wahre Distanz
von 1 , 5 km - bei Berücksichtigung der Meßfehler 1 , 7 km . Ob­
j ekt und " Fühler" waren geringfügig kleiner als 2 ° 4 2 ' ( Größen­
test) , die Fühler etwa viermal so lang wie das Obj ekt , in 1 , 7
km rund 60 m hoch . Nach einer anderen Schätzung von Hans Pritz
kann das " Mu15 terschiff " ( 0 5 ) mit ausgefahrenen "Fühlern" nicht
größer als 1 am Himmel gewesen sein . Für die berechnete Mini­
maldistanz von der Zufahrtsstraße aus erhalten wir eine Höhe
von 1 2 Metern für Obj ekt und " Fühler " zusammengenommen . Bei
der von Hans angegebenen Relation Obj ektdurchmesser : Fühler­
höhe = 1 : 7 wäre das Obj ekt selbst nur 1 Meter 50 gro ß , die
" Fühler" etwas über 1 0 Meter hoch . Ein signifikanter Größen­
unterschied zum rund 1 5 Meter hohen Obj ekt ( Längsachse des auf­
gestellten Ova l s ) aus 07! 1 , 5 Meter ist in etwa der Wert , den
wir für das tieffliegende Obj ekt von Grafenschlag ( 1 7 ) erhiel­
ten , das auf rot " umgeschV et" hat , und zwar in umgekehrter
Weise wie der " Satellit" ( 0 5 ) nach seiner Ablösung vom " Mutter­
schif f " . Nach seinem Stillstand erschien er Pritz nur halb so
groß wie das " Mutterschiff " . Da er sich " abgelös t " hat , war
er vermutlich etwas kleiner als dieses , und kann daher nicht
einmal die doppelte Entfernung des " Mutterschiff s " von den Z eu­
gen gehabt haben , stand weniger als 1 , 5 km E Traunstein am
Himmel , über einem Waldstück vor Walterschlag ( 1 , 6 km E Traun­
stein ) , nicht - wie in unserem ersten Artikel vermutet - über
Ottenschlag . Die hohe Geschwindigkeit von rund 1 0° /sec ( S top­
pung) , mit der der rote " Satellit" wegzog , lag im Unterschall­
bereich , bei etwa 500 km/h . Unsere Begriffe " großräumiges Ma­
növer" und " tlberschall " müssen wir aus der logisch konsisten­
ten Beschreibung des Fal lesOS streiche n . Aus dem Fall 28 er­
gab sich die wahre Größe der Scheibe mit asymmetrisch postier­
ter Kuppel als rund 5 Meter . Warum soll die völ lig identisch
beschaffene Scheibe im Oktober 1 9 7 3 ( 0 5 ) andere Dimensionen
gehabt haben? Wir setzen 5 Meter in die Größengleichung ein .
Bei 1 ° 1 2 ' Größe am Himme l stand die Scheibe aus 05 , die eben­
falls " Fühler" hatte , in ca . 240 m Schrägentfernung von Hans
Pritz , als dieser das Obj ekt vor der Haustüre ein letztesmal
betrachtet . Die Basisentfernung betrug bei 1 5 ° Höhenwinke l
ca . 2 30 Meter . 2 30 Meter vom Haus der Familie Pritz entfernt ,
genau in Richtung auf den Standort der Scheibe zu und damit
darunter , liegt das einzelstehende Haus von Karl Fichtinger ,
auf das dieser am Morgen des 2 9 . 1 0 . 1 9 7 3 zuging, nachdem er
sich von Hans verabschiedet hatte . Fichtinger hat uns gegen­
über j ede Aussage zum Fall 05 verweigert und scheint , was sei­
ne Beobachtungen betrifft , unter einem Schock zu stehen . Liegt
des Rätsels Lösung in unserem Rechenresultat? - Wir wol lten
diesen ( noch of fenen ) Gedankengang als Beispiel dafür erwähnen ,
wie es durch trigonometrische Uberlegungen , Analogieschlüsse
und streng logische Vorgangsweise gel ingen kann , " anekdotische ,
unüberprüfbare Daten" ( so ein Großteil der UFO-Kritiker) in
die Z ange zu nehmen .

Warum befanden sich am 2 9 . 0ktober 1 9 7 3 sechs Obj ekte innerhalb


eines Kreises von 1 , 5 km Radius um Trauns tein , Ös terreich , in·
einer Gegend ohne Hochspannungs leitungen , Industrie oder wich-
- 18 -

tige Verkehrslinien? Oder, anders herum gefragt, vielleicht


gerade deshalb? Wir sind mit unserer zweijährigen Arbeit der
Antwort auf diese Frage nicht nähergekommen. Die Frage selbst
konnten wir erheblich präzisieren. In der formalen Logik er­
gibt nur eine präzise Frage eine präzise Antwort. Wir wünschen
uns eine präzise Antwort. Und Sie?
EINIGE AUSGEWÄHLTE SKIZZEN (mit laufenden Fallnummern) - 1y

"Pfeil" "Fühler"
"feelers"

.. arrow"

"Keil11

rot
"wedge"

heller Schein @9
bright halo

sparks
t
,,,,, 11Funken"
t
\��·�!
-
•II,
�·
'u'\
�;·'". "Schwert"
"sword
::I:� /�::�
t
hell, gelblich
bright yellow
ro' � h••• ' � hm 3


red
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J<
• @

1\\\ • roter
1
Phase
grün
green
x grüner
Lichtpunkt
dot
red
green x

"Zeppelin" "Puzzle-Kugeln"
"puzzle globes"

----
.� @
Copyright Berger, Fritz & Tham
- .z.o-

VERTEILUNG DER FÄLLE 7 3 - 7 5 r-

- r- 1- 3

r-r- 2

,..- 1

l
VII VIII I){ X XI XI I II 111 fV
0
19� -191S

- DAUER DER BEOBACHTUNGEN fl

s=Sek .
m=Min .
h=Std .

5
1 " STANDZEITEN " DER OBJEKTE

0
2.3 lt' 0'1 QZ. 03 Olf 05" O(, 0 ?j,
MEZ
- 21 -

Veröffentlichungen von Ernst Berger ( Re ferences )

UFOs with " feelers" seen SKYLOOK ( MUFON-USA) June


1 97 4
UFO-Manöver über dem Waldviertel ESOTERA ( BRD) Jul i 1 9 7 4
Luminous " snai l s " near Traunstein , FLYING SAUCER REVIEW
Austri a ( Britain) Vol . 20 , No . 2

Misteriosi segnali di " luce solida" GIORNALE DEI MISTER!


su Traunstein , Austria ( Italia ) Dieerobre 7 4 ,
Febbr . 7 5
Rätselhafte UFO-Aktivität über dem ESOTERA ( BRD) Febr . , März ,
Waldviertel April 1 9 7 5
54 obj ects , 29 sightings reported SKYLOOK ( MUFON-USA) Apr i l
1 975
2 Jahre UFOs- und kein Ende? ESOTERA ( BRD ) , April 1 97 6

Abstract

A total o f 2 9 sightings reporting 5 4 UFOs from the Traunstein


area of Lower Austria ( Lat . 4 8 ° 2 6 ' N , Long . 1 5 ° 07 ' E ) have been
studied in extenso and with scientific methods for 2 years .
Ernst Berge r , who has organized 8 f ie ld trips with hours o f
meticulous witness interrogations and 1 4 8 measurements at the
original sites to secure size and height data, was able to col­
lect a mass of f irsthand data for MUFON-CES , e . g . about " cur­
ved light" emitted continuously by 6 obj ects during 5 night
hours . In addition to his articles on Traunstein ( see Referen­
ces) the author presents for the first time his complete cata­
logue of case histories , his measurements and statistics of
the " local f lap "•
- 22 -

Hubert Malthaner

Missdeutungen und Fälschungen fotografischer


Aufnahmen in Z usammenhang mit UFOs

Zusammenfassung

Der Aufsatz brin�zunächst Fotos , die durch Mißinterpretation


zu Unrecht mit UFOs in Verbindung gebracht worden s ind . Es
werden Fiille von " lens f lare " und " Punktl icht-Katadioptrie "
behandelt ; ferner Lenticularis -Wolken , die als Raumschiffe
gedeutet wurde n .

Ein Dutzend raffinierter Fälschungen von " UFO-Fotos " zeigt


dann Methoden bewußter Irreführung , die in der UFO-Literatur
a l s echt akzeptiert wurden . Schließ lich werden Krlierien zur
Prüfung der Echtheit von UFO-Fotos einer Würdigung unterzogen .

Seit einem Viertel j ahrhundert erschienen in Zeitschriften , Ma­


gaz inen und Büchern zahlreiche fotografische Aufnahmen , die
a l s Beweismaterial für die Existenz von Unidenti f i z ierten
Flugobj ekten dienen sollen .

Jedoch nur ein Bruchteil dieser Bilder darf al s unbedenkl ich


angesehen werden oder hat bisher den kritischen Untersuchungen
auf Echtheit standgehalten . Manche ungewol lte Amateuraufnahme
wurde von gutgläubigen Laien a l s " UFO" gedeutet und veröffent­
licht . Mancher gewitzte Reporter oder Spaßvogel hat auch vor­
sätzl ich mit selbstgebastel ten angebl ichen UFO-Fotos die Öffent­
l ichkeit hinters Licht geführt .

Der vorliegende Aufsatz zeigt eine Auswahl der in der UFO-Lite­


ratur vorkommenden unechten UFO-Aufnahmen , gegliedert in die
drei Gruppen :

Optische Fehler - Wolkenformen - Fälschungen .

1 . Optische Fehler ( Linsenrückspiegelung , engl . " Lens flare " )

Am 2 1 . Nov . 1 9 5 9 machte der sowj etische Forscher J . Muraschow


auf der Polarstation in T IXI eine Nachtauf nahme (Bild 1),
am nächtlichen Himmel einen spindeiförmigen Lichtkörper zeigte ,
die

der dann verschiedentlich als " Raumschi f f " angesehen wurde .


Zuerst in der " PRAWDA" und in " KOMSOMOLSKAJA PRAWDA" , dann auch
in dem deutschsprachigen " RUSS ISCHEN DIGEST" ( 1 9 6 1 ) erschien die
natürliche Erklärung der Entstehung des Phantombildes durch
Rückspiegelung von Gegenl icht innerhalb der Kamera . Alexander
Mirikow , der Ver fasser des Artikel s " Fl iegende Untertassen über
Tixi ? " , brachte dabei an Bi ldbeispielen die Anleitung , wie man
durch Abwandlung von Lichtstärke und Einfallswinkel selber
Lichtspindeln und andere Phantombilder mit der Kamera erzeugen
könne ( Bi ld 2 ) .

Dennoch bl ieb der "WELTRAUMBOTE " ( Ragaz 1 9 6 1 a) , der die Tixi­


aufnahme als Titelbild benut z te , bei der Meinung , daß es sich
- 23 -

hier um ein echtes UFO-Foto handeln müsse .

In den " MONATLICHEN FOTOTECHNISCHEN MITTEILUNGEN (Naumann


schrieb Dr . Helmut Naumann d e n Aufsatz " Entspiegelung d e r Ob­
1 962)
j ektive " . Darin wird über den Zusammenhang zwischen Linsenzah l ,
Ref lexion , Bi ldhelligkeit und Helligkeit der Reflexe bei un­
beschichteten und bei vergüteten Obj ektiven berichtet ( B i ld 3 ) .
Der Vorgang der Reflexion des einfallenden Gegenl ichtes vom
Film auf die Linsenrückseite und der erneuten Rückspiegelung
auf die Filmschicht wird von Dr . Naumann " KATADIOPTRIE" ge­
nannt . Bildbeispiele in MFM z eigen ähnliche Lichtfiguren , wie
sie auf manchen " UFO-Fotos " erscheinen :

So brachte das Buch " THE COMING OF THE SAUCERS " (Arnold/Palmer
1 952) ein Foto mit Lichtgebilde (Bi ld
Malles aus Hawthorne in Kalifornien am
4)1 1.,
das von Mis s Bette
März 1 950
geknipst
worden war . Zu solchen nachträglich auf dem Film entdeckten
und dann als " Raumschi f f " gedeuteten Lichtspindeln wird oft
ein Text erfunden , um die Sache glaubha fter zu machen . "Miss
Malles wollte gerade das kleine Flugzeug rechts oben knipsen ,
s iehe Pfeil , " . . als sie des hellen Obj ektes ansichtig wurde " .
Solche kle ine Phantasie zusätze verfehlen selten ihren Zweck .
Der "Weltraumbote" nahm denn auch Bette Malles " Gigantisches
Raumschi f f " als Ti telbild . ( Ragaz 1 961
b ) . Die Bette Malles­
Lichtspindel wurde von George van Tassel z eichnerisch als
"Lichtmotor" in ein " Adamski-Scoutship" eingearbeitet und
zur I l lustration seines Buches " I RODE A FLYING SAUCER" ( Tassel
1952) benüt z t .

Eine ähnliche " UFO-Aufnahme" ( Bi ld 5)


gelang im Juli Mr.
Will iam van Hoorn , Direktor der Z ivi lverteidigung in H i l l sda­
1 965
le/Mich . Das Foto erschien u . a . zwei Jahre später im Magaz i n
"LOOK" ( 1 962) .
Die HinzufüJ{gung d e s Amtstitels zum Namen des
Fotografen sollte offenbar der Aufnahme mehr Gewicht verlei­
hen . Die Achse der Lichtspindel zeigt genau auf einen Schein­
werfer , der hinter den Bäumen unter dem Windrad hervorblitzt
und Ursache der Spiegelung ist . Bei allen katadioptrischen
Scheinbildern z e igt die Spindelachse genau in Richtung des
störenden Gegenlichtes .

Im Jahre 1 947knipste Bert Ruoff die Hochofenanlage der ARMCO


Steel Corp . in Hamilton/Ohio ( Bi ld 6) .
Drei spindeiförmige
Lichtgebilde auf dieser Nachtaufnahme galten viele Jahre als
" echte UFOs " .

Doch zeigen auch hier die Spindelachsen , s ich überschneidend ,


auf die Gegenl ichtquel len im Vordergrund . Das Hochofenbi ld
erschien in Harold T . Wilkins Buch " FLYING SAUCER ON THE MOON "
(Wilkins , 1 956) ,
im Weltraumbote ( Ragaz 1 957)
sowie in weiteren
Büchern und Maga z inen . Als bereits entlarvt , ist das Foto in
" FLYING SUACER REVIEW" ( FSR
Bert Ruoff gab nach 20 1 965) und in " LOOK" ( 1 967)
gez eigt .
Jahren zu , daß er die Lichtspindeln schon
dama ls als Reflexe erkannt , aus Jux aber die ganze Zeit geschwie­
gen habe .

Von weiteren katadioptrischen Aufnahmen sei nur noch das Titel­


bild der I l lustrierten " STERN " Nr .
Es zeigt die Mondlandefähre von "APOLLO
50, 12"
v . 7 . Dez . 1 969
genannt .
und Lichtflecke
- 24 -

über der Kraterlandschaft .

Alle bisher besprochenen Linsenspiegelungen gehören zu der


gewöhnlichen Katadioptrie , die durch eine F ü 1 1 e von
Gegenlicht auf dem Film die Scheinbilder in Form von Spinde l n ,
Kugeln und ganzen Lichtketten hervorruft . Diese Erscheinung
ist auch auf dem Fernsehschirm zu beobachten .

Es gibt aber noch eine selten auftretende Art von Linsenrück­


spiegelung , die ich " PUNKTLICHT-KATADIOPTRIE" nennen möchte .
Sie entsteht , wenn vor dunklem Hintergrund punktförmige Licht­
quel len fotografiert werden . Dann wird schon durch eine gerin­
ge Unruhe der Kamerahaltung das vom Film reflektierte Licht so
sehr abgelenkt , daß der erneut auf den Fim treffende Strahl
ein vielfach vergrößertes Bild der Wackelbewegung aufzeichnet .

Zwei Skiz z en der Firma ASAHI PENTAX (aus einer Werbung für ge­
wölbte Vorsatz filter) zeigen das Prinzip der Ablenkung eines
Gegenlichtstrahles ( Bild 7 ) ; sie zeigen also auch die Ent­
stehung der Lichtkurven . ( s . Anm . 1 )

Durch diesen mechanisch-optischen Vorgang werden beim Vorhan­


densein mehrerer Punktlichtquellen ebensoviele identische
Lichtkurven erzeugt . Zu deren Nachprüfung kann ein Linienzug
auf Klarsichtfolie aufgezeichnet werden . Alle anderen Kurven
sind damit in Deckung zu bringen .

Ein Fotograf , der nachträglich auf dem Film die Lichtkurven


entdeckt , kann sich deren Ursache meist nicht erklären; das
war wiederholt schon Anlaß zu der irrtümlichen Annahme , man
hätte nächtlich die F lugmanöver von UFOs aufgenommen .

John T . Hop f , ein Fotospezialist der APRO in Newport/Rhode


Island , wol lte in der Nacht des 1 3 . Dez . 1 9 6 6 Meteoritenspuren
der " Geminiden" aufnehmen und hatte dazu auf dem Dach des Hau­
s e s vier Kameras mit offener Blende aufgestel l t . Nach 1 0 Minu­
ten Belichtung zeigte eine die ser Aufnahmen eine Schar von
gleichartigen Lichtkurven ( Bild 8 ) , die in einem APRO-Bul letin
a l s " Flugmanöver eines UFO-Schwarmes " veröffentlicht wurden .

Hopf sagt , daß die Kameras nach Süden gerichtet waren . Er aber
habe nach Norden geblickt , also den Kameras den Rücken zugewen­
det und deshalb " von den UFOs nichts sehen können" . Es ist an­
zunehmen , daß er dabei versehentlich mit dem Fuß an das Stativ
gestoßen und so die Wackelbewegung der Kamera verursacht hat .
Welcher Art die nächtlichen Lichtpunkte gewesen waren , kann
man nicht sagen ; aber auf keinen Fall haben wir es hier mit
einer UFO-Aufnahme zu tun .

In den " UFO-NACHRICHTEN" (Velt, Karl ; 1 9 7 5 ) erschien von dem Lon­


doner Stefan Chorvat das Bild eines Liniengewirrs vor dunklem
Hintergrund ( Bild 9 ) . Chorvat schrieb dazu , er hätte im Novem­
ber 1 97 4 im Garten innerhalb von z ehn Minuten mehrere Aufnah­
men dieser Art dadurch erzielt , daß er die Kamera mit o ffenem
Verschluß in einen Eimer gelegt habe , um störende Seitenlichter
abzuha lten .
- 25 -
Der Redakteur
Kommentar der erging
UN
spaltenlang in sich über
Elegien in einem
diese überschwänglichen
angeblichen Ge­zur
schwaderflüge
Erbauung außerirdischer
der ich,
Menschheit. Flugkörper
In einem Schreiben als Demonstration
an den Herausge­
ber
die betonte
Kamera wiederholtdaß zur Herstellung
bei offenem "mehrerer"
Verschluß Aufnahmen
in hätten
den Eimer oder
aus demselben
Wackelbewegungen herausgebracht worden
reichlich Gelegenheit sei . Dabei
gegeben, fremde die
Lichter
mittels
Die der Punktlichtkatadoptrie
Erwiderung desmeiner
Herausgebers auf den
in Erklärung.
UN
Film zu zeichnen.
Nr. 223 war eine schrof­
fe Zurückweisung natürlichen
Als letztes Beispiel (Bild
burg-Lichtspiralen" dieser10)optischen
erwähnt; Fehler
aufgenommenseien dieam "Wolfs­
26 .Feb.
962 durch
1heute Studiendirek tor
inausKeltern-Weiler/Baden Karl M. , damals
wohnhaft.Bäume in wolfsburg,
Herrknipsen,
M. wollte vom
Balkon
dem einige
Gartenzaun vom
lagen. Sturm
Er gefällte
hatte im Augenblick der die
Aufnahme über
et­
was
späterblitzen sehen,
nach dem wurden,die
EntwickelnSache aber
dieseHerrdann wieder
fastM.spiralförmigen vergessen.Licht­Als
linien
am entdeckt
Umfang einer rotierendenglaubte ,
"Telemeterscheibe"daß sie durch
entstanden Lichter
seien.
Erst
gehölz nach Jahren
, dessen kam ich auf
Äste bis zudaß die
einer richtige
gewissen Lösung: Das Nadel­
Höhe Nachmittagsson­
abgestorben wa­
ren, hatte es
ne Wackelbewegung ermöglicht,
zwischen einigenbeim Stämmen die tiefstehende
hindurchbli t.z en konnte. Diesich
gerin­
ge
starkandere
vergrößert durch freihändigen Knipsen
Linsenrückspiegelung zeichnete
aufBedingungen
dem Film ab.zur
Eine
Entstehung Deutung ist ausgeschlossen,
des PhänomensNr.ideal da die
den "UFO-Nachrichten" 69 v.gegeben
Mai 1 962waren. Das Foto war in
veröffentlicht.
In jüngsterderZeitUFO-Forschung
außerhalb machen derartige
viel Fotos
von sich mitredenLichtkurven
(s. Anm.2) auch
2. Wolkenformen
Seit George
tete, werden Adamski von zigarrenförmigen
langgestreckte Wolken mit Mutterschiffen
regelmäßiger Form berich­
gerne
von unkritischen
Hauptgrund hierfür Beobachtern
ist darin als
zu "Raumschiffe"
suchen, daß die angesehen.
linsenförmigen Der
Föhnwolken
lerticularis" undtrotz
die allgemein
in großer Höhe befindlichenWindströmung
vorherrschender "Altostratuslange
Zeit
lich über
stets einem
auf OrtScheitelpunkt
dem stillstehen. einer
Diese Wolken
vertikalen bilden sich näm­
Wellenbewe­
gung
durch und werden auf der Seite derWasserdampf
Aufwärtsströmung (Luvseite)
sie auf der Leeseite durch Verdampfen ständig abgebautwährend
stets neu kondensierenden genährt, werden.
Zahlreiche
von Wolkenfotosoder
Laien-UFO-Gruppen dieser Art von
werden schlummern
übelwollendenin den Archiven
Publizisten
zum Spott
spiele: immer wieder vorgeführt. Bilder 1 1 und 1 2 sind Bei­
2.1a) Eine helle Altostratus lenticularis , die am 1 6 . Okt.1 957
von Miss inElla
mogordo FortunealsüberFarbfoto
Neumexiko der Rolloman Air Force
aufgenommen wurde.BaseDieses
bei Ala­
"Riesenmutterschiff" machte Schlagzeilen, weil man die Länge
- 26 -
präzise auf 1 360 Meter bestimmen konnte.
Das Bild
und in dererschien u.a. in "LOOK"(s.( 1 Anrn.
UFO-Postkartenserie 967) in3) FSR v. Juli 1958
2Günther
. 1 b) Eine dunkle
Fenske überWolke, aufgenommen am- 23
Benidorm/Spanien. Der. Nov.
einzige1 966Unterschied
von
zwischen
steht einerdaßhellen
darin, sie undunterschiedlichem
bei einer dunklen Lenticularis-Wolke
Sonnenstand be­
aufge­
nommen worden sind.
Diesedann
auch Pseudo-Mutterschiffe
noch ihre behalten
Bedeutung, wenn in unkritischen
die Wolke auf Kreisen
einer Seite
abgebrochen
heitsfehler und .unregelmäßig
hingewiesen, geformt
antworteten ist. Auf
die Sprecher diesen Schön­
dieser
"UFO-Studiengruppen" : "Dieses
im Zustand der Dematerialisation" . Mutterschiff befindet sich eben
3 . Foto-Fälschungen
"Alleinaus,
reicht die Tatsache,
um daß mangrundsätzlich
UFO-Aufnahmen Fotos überhaupt fälschen
nicht als kann,
Beweis
anzuerkennen"
behrt nicht . Diese
einer radikale
gewissen Äußerung mancher
Berechtigung. Freilich Autoren
wird ent­
nie­
mand
weil es wagen,
dieAber etwa
Filmedieimmer auf einem Negativ
sehr gründlich Retuschen
unterUFO-Bilder vorzunehmen,
die Lupe vorzutäu­
genommen
werden.
schen, sindbeidoch Möglichkeiten,
groß. Manunscharf "echte"
kann Modelle anfertigen,Kameraderennoch
Fo­
tografien
überzeugender absichtlich
wirken, als bei eingestellter
scharfen Bildern. ManObjektkann hoch­
"freien Flug"
geschleudert vortäuschen,
oder an dünnen indem das
Fädenoder abzubildende
zwischen Bäumen aufgehängt
wird.
und Man kann
bei erreichen.Gemälde, Montagen Collagen
Zweitaufnahmen eine unverdächtig gleichmäßige Film­ fotografieren
körnung
So kommtvones,Experten
selbst daß manche
für unlautere
seriös "UFO-Aufnahme"
gehalten worden oft bis
war, jahrelang
es
doch zur Entlarvung
aufgetauchten kam. Von allen den in der UFO-Literatur
Falsifikaten sollen hier einige wenige Beispie­
le aufgezeigt werden:
a). Die
7Serie Reporter
Maivon
1952fünf
in derJoebrasilianischen
Martins und Ed Keffel
Zeitung veröffentlichten
"0 CRUZEIRA" eineam
Klarheit als Fotos "Fliegender
Sensation um die WeltScheiben"
gingen. , Das
dieUS-Technical­
wegen ihrer
Centre
8000 Pfundin Wright
SterlingPatterson
für dieseField soll den Reportern
Bilderserie gezahlt haben. sogar
Doch wenige Wochen
französische Magazinnach"RADAR"
dem Auftauchen
und auch der Illustrierte
die Bilder brachte"QUICK"
das
v. 22 . Juni
cleveren 1 952 die
Reporter Entlarvung
hatten aus der brillanten
Brotteig einige Bilderserie:
Scheiben mit Die
Kuppelaufsatz
Flug geknipst. gebacken,
- Heute, diese23hochgeschleudert
nach Jahren ist der und
Betrugim verges­
freien
sen und
der die Spezialliteratur
Keffelbilder tauchen als "seriöse" Fotos immer1 wie­
sogar Ehrengast auf dem UFO-Kongreß der DUIST in Wiesbaden. 960
in der auf. Herr Keffel war im Jahre
- 27 -
b)20. Auf
Feb. dem1 956
Flugplatz
ein Orly vor
riesiges UFO Paris
drei folgte
Stunden inlang
der allen
Nacht star­
des
tendenden
sahen undrötlich
landenden Flugzeugen.
zuckenden Piloten
Feuerball . und Radartechniker
Zu"QUICK"
dem anvomsich1 7 . wahrheitsgetreuen
März 1 956 fehlte Bericht
ein Foto. inEin der findiger
ZeitschriftKopf
versah einen
darauf kam einwar schwarzen
Spiegelei Karton mit weißen Klexen und Strichen;
Dokumentation fertig. - dann wurde fotografiert - und die
c)aufRadio-Offizier
einer Fahrt T.Fogl
durch den vom Dampfschiff
Panamakanal im "Ramsay"1 957gabeinan,nie­
Jahre
drigfliegendes
Foto - ein DiskusUFOmit gesichtet
Kuppel unddrei
und fotografiert
Antennen zuwurde
- haben.inSein
FSR
v.BildJan.Nr. 1 959
5 in veröffentlicht
die Serie der und von NICAP/Washington
authentischen UFO-Fotos D.C.
gewählt als.
Acht
BUFORA Jahre
des später durch
Betruges die britische
überführt, gestand UFO-Forschungsgruppe
Fogl seine Machenschaf­
ten: Zwei
Formänderungen, Plastikkegel
viel von 10
Silberbronze, cm Durchmesser
sowie eine verleimt,
unscharfe kleine
Ka­
meraeinstellung hatten
sorgt. (FSR v. Sept. 1966) . für ein echtes Aussehen des Fotos ge­
d) Howard
YOU" (Menger Menger
1 959)zeigt
UFOs invomseinem Buch "FROM
Adamski-Typ in OUTER SPACE TODar­
verschiedenen
stellungen,Eines
rändern. meist als Nachtaufnahmen,
dieser Fotos, eine Silhouetten
Großaufnahme des mit Leucht­
gelandeten
"Scoutschiffes"
Wenn man auf , läßt
einer sich leicht die
Klarsichtfolie als Fälschung
erkennbaren nachweisen:
Teile der
Konturen
zeichnet der
(in Ellipsen,
FSR v. Julides 1 Kegelflansches
958 ist dies und
besonders der Kuppel
gut nach­,
möglich)
dann
stellung: kann manDas die Folie umgekehrt
"Scoutschiff" ist wieder auflegen
nirgends ymms e zur Fest­
trisch. Esre­
ist
also
produziertnur eine künstlerische
wordenUFO-Bilder
ist. Man darf Zeichnung, die fotografisch
auch die übrigen Howardwohl deshalb
Mengers annehmen, sind.
Fälschungen daß
e)Sizilien
Guiseppe ein Grasso
aktuelles fabrizierte
Foto: im Jahre
Vier Zuschauer 1 954 blicken
in Taorminavon auf
einer
Plattform
wie Deckel ineiner
die Landschaft,
Senfdose während darüber
aussehend, taumelnd zwei "Flugobjekte"
schweben. Das
Bild
SERIOUS erschien
BUSINESS" u.a. ( in
1 Frank
966) , in Edwards
"LOOK" Buch
(1 967) "FLYING
; ferner SAUCERS
in den -
Illustrierten
6/1 967 . "KRISTALL" Nr. 23/1 966 und "FEUERREITER" Nr.
Das Bild von Grasso
(Menzel/Boyd 1963) ist nichtdasecht.
erklärte Schon Prof.fürDonald
Taormina-Foto eine Menzel
Fälschung,
weil die
setzt schauen Schatten
sind und(siehe der
weil Bild beiden
die Zuschauer Flugobjekte einander entgegenge­
tung 1 3) . in eine völlig andere Rich­
f)ein AlsFrauenmund
Titelbildalsdes"UFO" "Weltraumboten"
deklariert. Nr.
Die 8Reporter
v. JuliL.Alyons
1 956 war und
J.Ates
und den hatten
Mund von einemmitFrauenporträt
zusammen einer lebhaftendie Nase hinwegretuschiert
Schilderung angebli­
cher Flugmanöver
dreist veröffentlicht. in der Marseiller Revue "MATCH" v. Sept. 1 954
- 28 -

g)lenDas klare
Luken Bildeine"!:
sowie einessEitlichen
seltsamen Steuerflosse"
runden "Flugkörpers wurde mit August
von vie -
C.Roberts
der "CHICAGO vonAMERICAN"
Jersey City ohne nahere Angaben
veröffentlicht. Es im Feb.auch1 955in in
erschien
"FLYING
"Weltraumboten" �U.CERS Nr. FACT 12ORv.FICTION?"
Nov. (Miller
1956. (Bild 1 957)
1 4) , sowie
Wenn man imaber
dieses Bild aufeines den Kopf stellt, dann ist ausdessen dem Pseudo-UFO
anschluß uns vorher als Steuerflache erschienen war.Gewindeschraub­
der Gasbrenner Küchenherdes geworden,
h) Alan angeblich
knipste Smith, einam1 4-jähriger
2. August Zeitungsjunge
1965 am aus Tulsa/Oklahoma
nächtlichen Himmel ( ein
rotgrünes
erschienen UFO,
ist. das in
Dreht "LIFE"
man dieses v. April 1 966
angebliche und in
UFO-Foto "LOOK"in 1 967)
die
richtige
auf dessen Lage, danneine
Krempe erscheint
rote es unsliegt.
Frucht als ein Auch breitrandiger
bei dieser Hut,
Ver­
öffentlichung
heit, nämlich fehlte
ein nicht die Zugabe
Geschichtchen über zur Vortäuschung
Farbwechsel, der Echt­
pulsierende
Lichter und einen wimmernden Ton.
i) Ein von
stammt in jüngster
Alex Zeitausaufgedeckter
Birch Mosborough Schwindel
b. Sheffield, mit UFO-Bildern
den dieser,
damals 1 4-jährig,
1 962 ausgeheckt gemalt zusammen
hatte. und mit
Ihre"UFOs" zwei anderen
warenScheibe Jungen
mit ölkreide im Februar
auf eineBei
Fensterscheibe
allen Verhören durch Experten durch diese
und Behörden fotografiert.
sagten die Drei, was be­
harrlich:
allerdings "Die Objekte
derFSR
Wahrheit waren geräuschlos
entsprochen und
hatte.diese unbeweglich"
Das britische Fern­
sehen und
10 Jahrewieder die
späterfür v.
gestandenSept. 1 962 brachten
die jungen(Siehe Bilder.
Männer"Bild-Zeitung" Erst
ihren Streichv.und
sorgten neues
7 . Okt. 1 972 und FSR v. Nov. 1 972) .
Aufsehen.
j)1 959Zwei
drei junge dänische
Aufnahmen einesOrnithologen
"Flugobjektes veröffentlichten
über der InselimAmagen.
Juli
"Es war
die große groß, rund und schwarz;
Geschwindigkeit" , sagtenmandie
hörte ein Pfeifen
beiden aus. - und sah
Bestürzt
über
schaftlerihrenschon eigenen
nach Presseerfolg,
einigen Tagengestanden
öffentlich, die daßjungen
sie Wissen­
nur"als
Experiment"
klebt undumdas Plastikplatten und
Ding mittelsAufnahmen halbe
dünner Fäden Tennisbälle
zwischen zusammenge­
Baume -gehängt
hatten,
aber diese unverfängliche
Enthüllung nicht überall machen
in der zu
Welt können.
bekannt Weil
ist ,
wird das "Copenhagen-UFO" in den
angesehen ( "LOOK"Special, Flying Saucers, 1 967) . USA weiterhin als e c h t
k)scharfen
Ganze Details
Farbfotoserien
zwischen zuBaumkronen
je 8 Stück,undrunde Flugkörper
Kraftwagen, mit
fabrizier­
te
ist ein
am A.1 6 . Paul
Juni Villa
1 963, aus
die Albuquerque/Neumexiko.
zweite am 18. April 1 Dieentstanden.
965 erste Serie
Dazu
seine lieferte
"zahlreichen A.P. Villa
Gesprächeeinemit phantasievolle
Außerirdischen" Geschichte
und über
versprach,
in Kürze
druck besagt,wiederdaßeine VillaneuealsFoto-Serie
gerissener zuSchwindler
bringen. Der Gesamtein­
diese allzu­
schönen
"UFO Bilder
INTERNATIONAL" getrixt v. haben
Jan. 1 muß.
964 Die
und Serien
April 1 erschienen
965; ferner in den
in
"UFO-Nachrichten"
serie des Ventla-Verlages Nr. 93 und(s. 1 1 3 , sowie
Anm. 3) in der UFO-Postkarten­
- 29 -

1) Als letztesmitBeispiel
Zusammenhang einer geschickten
UFO-Literatur soll hier Bilderfälschung
das "Templeton-Fo­ im
to"
Jamesgenannt werden.ein Feuerwehrmann aus Carlisle in Nordengland,
Templeton,
gab an die
PRESS" u. PresseMIRROR"
"DAILY ein seltsames
am 1 3 . Ferienfoto,
Juni 1 964 das vom "DAILYwurde
veröffentlicht EX­
und beträchtliches
jährige Tochter des Aufsehen
T. auf erregte.
einer Das Bild sitzend
Blumenwiese zeigt die
und fünf­
in
Nahaufnahme
des Kindes den Vordergrund
ist deralsOberteil ganz ausfüllend.
einer Gestalt in Hinter dem
weißemwährend Kopf
Raumfahrer­
anzug sichtbar, ob ein außerirdischer
Fotografierens plötzlich aufgetaucht wäre (Bild 1 5) . Besucher des
Polizei und
Experten Geheimdienst
stellten fest, interessierten
daß es sich nicht sich
um für diese
eine Aufnahme;
Doppelbelich­
tung handeln
Sandersan könne.
diese AufnahmeImmerhin schien
derart auch dem
wichtig, daß Biologen
er sie Ivan
als T.
Titel­
bild für sein Buch "UNINVENTED VISITORS" (Sanderson 1967) ver­
wendete.
Und dochvomliegt
"NOUS" Sept.hier1 965eine bewußte
brachte das Fälschung
Templeton-Fotovor. Das Magazin so
ganzseitig
vergrößert,
hier zwei daß man an Bilder
verschiedene einigenübereinandergeklebt
Stellen feststellenund kann,erneut
daß
fotografiert
Horizont worden
rechts neben sind.
dem Das
Kind, Foto Seite
sowie über23 einer
in "NOUS" läßt des
Haarlocke am
Kindes deutlich die Trennfuge der Collage erkennen (Pfeile) .
FSR/London
ausführlich hat über das Meine
berichtet. Templeton-Foto
o.a. in der NR. der
Feststellungen v. Nov. 1 965
Unechtheit
des BildesSeither
richtet. habe ich vorjedoch
6 Jahren an dieklarstellende
FSR-Schriftleitung be­
das Templeton-Foto in der "Flying Saucer Review" erschienen.über
ist noch keine Notiz
4 . Schlußfolgerungen
Die vorliegende
Täuschung Auswahl
angelegten vonhat
Fotos fehlinterpretierten
bewiesen, daß man oder
auf bewußt
dem auf
Gebiet
der UFO-Forschung
tische Fotografie eigentlich
vor sich zu selten
haben, sicher
wenn seinAufnahme
die kann, einenichtauthen­
in
Anwesenheit
näckige integrer
Verhöre durchvon Zeugen entstanden
Behörden nichtAPRO war. Wenn
bis getäuscht selbst
zur Wahrheit hart­
durchdrin­
gen,
wenn wenn
es "Experten"
sogar Kindern NICAP
gelingt, und
über Jahrzehnte werden
hinweg den können,
An­
kann hier nur ein Aufruf zu erhöhter Wachsamkeit am Platze dann
schein der Echtheit ihrer Juxaufnahmen aufrechtzuerhalten, sein.
Es gibtgemessen
grafie zwar einwerden
Kriterium,kann, andasdemistdiedasLauterkeit einer Foto­
Gesamtpersönlichkeits­
bild des Verfertigers der Aufnahme.
Wer
einerdenPerson
Charakter,
kennt, die
kann finanziellen
mit Verhältnisse
Bestimmtheit sagen, und die
daß Umwelt
dieselbe
nicht
aus imstande Feststellung
subjektive ist, eine Irreführung
wird zu inszenieren.
naturgemäß für jeden Diese durch­
Einzelfall
ieweils nur Wenigen möglich sein.
- 30 -

Aufgrund
nur den N von
a g zwei
o r Jahrzehnten
a - UFO-Fotos Erfahrung
mit kann ich
absoluter persönlich
Sicherheit das
Zeugnis der Originalität ausstellen.
Rudi
nahmen Nagora,
am 23. den
Mai ich1 971persönlich
bei gut kenne, hat die
Eibiswald/Steiermark mit 1 einer
2 Farbauf­
AGFA
Eine CLICK
in I - KameraArbeit
jahrelanger vor mehreren ZeugenAnalyse
durchgeführte geschossen
der (s. Anm. 4)
Nagera­
UFO-Fotos
Buch durch Ing. Adolf
im Ventla-Verlag Geigenthaler wird demnächst als
erscheinen.
Am
eine Schluß
Anzahl dieser
von Abhandlung
anderen muß aber
seriösen betontgibt,
UFO-Fotos werden,überdaßderen
es doch
Echtheit keine Zweifel mehr aufkommen sollten.
Dazu zählen zum Beispiel:
a)1 950dieinUFO-Fotos
Mc Minnville,des Farmers
Oregon, Paul
USA. Trent,
Sie aufgenommen
sind auch vom am 1 1 .Mai
Condon Re­
port als echt anerkannt worden. (Bild 16) .
b) Die
von Aufnahmen
A.Barauna am eines
1 6 . UFO über
Januar 1958 derim Beisein
Insel Trindade,
von geknipstan
Offizieren
Bord eines
Bilder wurdebrasilianischen
damals vom SchulschiffesMarineminister,
brasilianischen . Die Echtheit dieserAdmi­
ral A. Ca�;a bestätigt (Bild 1 1).
c)Penn.Echt, USA.
ist auch
Dieses dieamUFO-Aufnahme
8 . August 1 vonentstandene
965 James Lucci,Foto in Beaver,
zeigtder
unterhalb
wedervorher des
von Lucci, Flugobjektes
nochworden einen
von seinen kräftigen Lichtschleier,
Auge bemerkt war. beiden Zeugen mit dem bloßen
Lichtschleier
als ein und Halos auf angesehen
Echtheitskriterium UFO-Aufnahmen können
werden, weil imsolche
allgemeinen
Bil­
der
können, schwierig zu fälschen sind und weil die Zeugen nicht wissen
ten sindwelche. Lichteffekte in der Umgebung von UFOs zu erwar­
- 31 -

Anmerkungen
1 Anmerkung

Man
das verwende
Bildformateinehinausreicht.
Klarsichtfolie,
Wegen die
der nach allenAuslenkung
starken Seiten über
der
Lichtstrahlen
Bildformat. passen
Diese nur Teilstücke
übereinanderliegenden einer Gesamtkurve
Teilstücke in
müssen das
an
der richtigen
setzt werden, Stelle zu einem kompletten Kurvenzug
der das vergrößerte Bild der gesamten Wackelbe­ zusammenge­
wegung darstellt.
2. Anmerkung
Ein
ohne Herr Walter
Stativ Machalett Lichtkurven
aufgenommenen aus 2105 Seevetal,
für hält die
sichtbar von ihm
gewordene
und karzinogene
vertreibt Schriften"Erdstrahlen"
mit . Er hält
Farbfotos. Seine Vorträge
Theorie darüber
wurde und
durch
ein Münchener Team von Fachleuten im Experiment widerlegt.
3. Anmerkung
AUSSERIRDISCHE
auf 24 '1'1ELTRAUMSCHIFFE
Postkarten (mit Textheft AUS1 6 FONF
pp) , KONTINENTEN;
Ventla- UFO-Bilder
Verlag, Wiesba­
den. - Etwa ein Drittel der Bilder sind brauchbar,
lich; der Rest besteht aus Fälschungen oder wertloser Reklame. -aber undeut­
4 . Anmerkung
Nagora-Sichtungsbericht
1zweite
29 undAuflage
202 in dem Buch: nebst
Adolf einigen
Schneider, der Fotos,
BESUCHERsiehe
AUS SeiteALL;
DEM
1 974 (364 pp) , Verlag Hermann Bauer, Freiburg.
Literaturnachweis
Arnold, A. andImRaySelbstverlag.
Boise, Idaho; PZa�er; 1 952:1 92THEpp.COMING OF THE SAUCERS,
Edwards,Inc.Frank
Stuart , 1 966:
New York.FLYING
- SAUCERSAusgabe:
Deutsche - SERIOUS BUSINESS;UNTERTASSEN
FLIEGENDE Lyle ­
EINE REALITÄT, Ventla-Verlag, Wiesbaden; 302 pp.
FSR, 1 965:Flying
Editor, FLYING SAUCER
Saucer REVIEW,21 Cecil
Review, Januar,Courth,
Zweimontasschrift;
Charing Cross The
Road, London W.C . 2
LOOK-Special
Inc. 488 Madison IssueAve.1967:
, NewFLYING
York, SAUCERS, Cowles-Communications
N.Y. 10022.
Menger, Howard,
Clarksburg, W.Va.1 959 : FROM
USA. OUTERAusgabe:
Deutsche SPACE TOAUSYOU;DEMSaucerian
WELTRAUM Books,
ZU
EUCH, Ventla-Verlag, Wiesbaden 1 965; 192 PP •
- 32 -

Menzel.
DoubledayD.H.& Co.und, New
L.G. YorkBoyd, 1963 : THE WORLD OF FLYING SAUCERS,
Miller,
1vard,
45 ; Los Max B. : FLYING
Angeles by SAUCERS
Trend Books - Inc.
FACT, OR5959FICTION?
Hollywood TrendBoule­
Book
Los Angeles 28, California, 128 pp.
Naumann,
Fachschrift H. für
1 962 angewand
: MONATLICHEte FOTOTECHNISCHE
Fotograf ie, Film- MITTEILUNGEN,
und Tontechnik; Juli ,
Herausgeber:
platz 8 AGT-Verlag Georg Thum, Ludwigsburg (Württ . ) , Goethe­
NOUS - LE MAGAZINE
scheinungsort JEUNE ET MODERNE,
Genf/Schweiz. - Das 1 965, Nr. 27,inSept.
Templeton-Foto ; Er­
dieser Aus­
gabe
den ist die
genannten einzige
Stellen Gelegenheit
(im in
vorstehenden der Welt
Aufsatz, die Fälschung
durch Pfeile an
ge­
kennzeichnet) deutlich zu erkennen) .
Ragaz , H. 1 961a:v. \'lHeinrich
herausgegeben e ltraumbote,
Ragaz Nr.
, 62 , Mai,Das Zweimonatsschrift;
Zürich. Erscheinen wurde
mit Ende 1 961 eingestellt.
Ragaz , H. , 1 961 b: Weltraumbote, Nr. 64 , Juli, Zürich.
Ragaz, H. , 1 957: Weltraumbote, Nr. 22 . Sept. , Zürich.
RUSSISCHER
Zeitschriften;DIGEST, 1961 , Das Beste
Monatsschrift im aus russischenGmbH
Universum-Verlag Zeitungen und
München.
Das Erscheinen ist eingestellt, 5. Mai 1 961 .
Sanderson,
at UFOs; NewIvan T. Cowles
York. 1 967: UNINVITED
Education VISITORS,
Corporation, A biologist
488 looks
Madison
Avenue, New York, N.Y. 10022 . Mit �ibliographie 244 pp.
7assel,
New George van,Co.1 95245 : pp.I RODE
Age Publishing (vgl.A FLYING
Anmerkung SAUCER,
Nr. 20)Los Angeles .
Veit,
schrift;K.L.Ventla-Verlag,
1 975: UFO-NACHRICHTEN,
Karl L. Nr. 221
Veit, 62 , Februar, 1 Monatszeit­
Wiesbaden 3 , Postfach
1 85
Wilkins,
Peter OWens Harold
Ltd. T.3 1: 9FLYING
pp. SAUCERS FROM THE MOON, London 1956;
- 33 -
Summary
Misinterpretations and Forgeries
by H. Malthaner
The
have article
been presents
related to photos
UFO's. that, ofbecause
Cases "lens offlare"
misinterpretation,
and "spot­
have been misinterpreted as spacecraf5 are discussed . that
light-catadioptrics" follows . Further, lenticular clouds
Atentional
dozen clever forgeries
deception that of "UFO
were photos"into
accepted showthemethods
UFO of in­
literature
as genuine.
Finally, criteria
authenticity of UFOarephotos.
presented that allow one to test the
- 34 -

Luis Schönherr
Die Dokumentation von UFO-Berichten
1 . Einleitung
Die
sagen Dokumentation
über wirklichevonoder
Tatsachenmaterial
angebliche oder auch
Tatsachen ist nur
ein von Aus­
Teil -
und zwar
beitsmethodik.ein grundlegender
Unter Teil
Dokumentation - jeder wissenschaftlichen
sei hier das Beschreiben Ar­
und Speichern von Sachverhalten verstanden.
Wenn nun im folgenden
UFO-Forschung näher die Situation
behandelt werden der
sollDokumentation
, so erscheint inesderzu­
nächst
der zweckmäßig,Struktur
allgemeinen auf diewissenschaftlicher
Stellung der Dokumentation
Tätigkeit innerhalb
überhaupt
einzugehen.
2. Allgemeine Entwicklungsphasen wissenschaftlichen Forschens
2 . 1 Die Entstehung einer Wissenschaft
Entstehung
cherweise inunddrei
Struktur
Phasen. einer
Um Wissenschaft
jedoch die gliedert
Stellung der man übli­
UFO-For­
schung- später
tere allerdingsbestimmen
nicht zu können, wissenschaftlich
eigentlich sollen hier noch zu zweinennen­
wei­
de - Phasen eingeführt werden:
2 . 1 . 1 Die Phase der Ignoranz
Sie Menschen
des repräsentiert
in sozusagen
Bezug auf den niedrigsten
seine Umwelt und Bewußtseinszustand
ihre Problematik.
Der Mensch
vorhandenen ist sich
Ursachen überhaupt
und ihrer noch nicht
Wirkungen der
- seian sich
es auf objektiv
seine Um­
welt,
die oder auch auf
kosmische Strahlung, ihn selbst bewußt.
vonderderen Ein Beispiel
Vorhandensein undwäre etwa
deren mu­
tationsauslösender
ne Ahnung hatte. Wirkung Mensch lange Zeit überhaupt kei­
2. 1 .2 Die vorwissenschaftliche Phase
Hier erkennt
blems insoferne,der Mensch
als er bereits
in seinerdasUmwelt
Vorhandensein
oder an einesselbst
sich Pro­
Wirkungen wahrnimmt und nach Erklärungen dafür sucht.
Sein Verstand,
mittel, kurzum seinemomentane
der Erfahrungen und seine technischen
Entwicklungsstand seiner Hilfs­
Wissen­
schaft
ter Weise reichen jedoch noch nicht aus, um das Problem in adäqua­
zu bewältigen.
In diesem Stadium kommt und es häufigsich
zufällig zu Pseudoerklärungen,
anbietenden Analogienwobeiunzu­
Anthropomorphismen
lässigerweise der definitiven
Rang vonVerkleidun Erklärungen eingeräumt
wird.
Copyright Eine C in vielerlei
1975 by Luis Schönherr, A 6020 Innsbruck zu beobach­
en immer wieder
Alle Rechte vorbehalten
- 35 -

tende, fürdiediese
Versuch, Phase kennzeichnende
beobachteten Wirkungen Verhaltensweise
einfach auf eine ist der
hypothe­
tische überlegene Intelligenz - oder gar direkt auf Gott selbst -
zurückzuführen.
Beispiele
ver zu denhierfür findenoder
Krankheiten sichzuetwa in der Einstellung
meteorologischen Primiti­
Erscheinungen.
Ob und in welchem Maße die
Entwicklungsgeschichte einervorwissenschaftliche
Wissenschaft eine Phase spielt
Rolle in der,
hängt weitgehend
werden. Geschieht davon
ab ,
dies in wo freien
der neue Fakten
Natur zuerst
- im beobachtet
makrophysika­
lischen
jedermann Bereich
ohne sozusagen -beobachtbar
Hilfsmittel d.h. dort wosind,
sie dann
im Prinzip
kommt von
es viel
eher zu einer unwissenschaftlichen,
gung damit, als wennBereich dilettantischen
solche -Beobachtungen Beschäfti­
mikrophysikalischen erfolgen. im Labor - und im
SchließlichPhänomen
tretendes ist die einen
Wahrscheinlichkeit
qualifizierten , Beobachter
daß ein spontanfindet,auf­be­
liebig geringer, Erscheinung.
vorhersagbaren) als bei einer reproduzierbaren (oder wenigstens
Dazu unzulässig
oft wäre allerdings noch zuPräsentation
vereinfachte sagen, daß diean Popularisierung
sich wissenschaftli­und
cher
gung Ergebnisse
mit der in Laienkreisen
Wissenschaft eine dilettantische
stimuliert. Hier kann man Beschäfti­
beobachten,
wie
eine neben einer höchst
pseudowissenschaftliche wissenschaftlichen
inmit
derdem Auseinandersetzung,
Artschlechten
einer Subkultur einher­
geht, wobei leider oft
letzteren identifiziert wird. erstere Image der
2 . 1 . 3 . Die deskriJ!ve Phase

MitArbeit
de ihr beginnt
an erstProblem.
einem die eigentlich
Gegenstandwissenschaftlich
dieser Phase zu nennen­
ist das
Sammeln,
nächst in Beschreiben
der und
Hauptsache Speichern
Aussagen von
über Aussagen.
Sachverhalte,Es sind
die zu­
sich
gewissermaßen
dem Maßewurden. von selbst anbieten,
solche,Eindiewichtiges später
durch systematische freilich
Suche in zunehmen­
(Experiment)Phasege­
wonnen Instrument
sind die verschiedenen Dokumentationsverfahren. der deskriptiven
2 . 1 . 4 . Die explikative Phase
Der Versuch
ganz einer immer
unproblematisch exakteren Beschreibung
erscheinenden Aussagen vonmeist
führt zunächst
sehr oft
schnell zur
präzise genug Erkenntnis,
ist. Es daß die
kommt Umgangssprache
daher zur Bildung hierfür
einer nicht
Fachsprache
mit genau definierten Begriffen.
2 . 1 . 5 . Die theoretische Phase

Deskriptivefürunddenexplikative
setzungen Eintritt inPhase
die schaffen erstPhase.
theoretische die Voraus­
Innoch
ihr
kommt es
unbewiesenen zur Formulierung von Hypothesen, d.h. vorerst
Annahmen, die einen Satz von Tatsachen erklären
sollen.
- 36 -
Aus
stehenmehreren, evtl.diehierarchisch
Theorien, sich in ihremangeordneten
sog. Hypothesen
Basisteil auf die ent­
in
der deskriptischen
stützen, und explikativen
während im eigentlichen Phase erfaßten
theoretischen Teil Aussagen
eine in
sich widerspruchsfreie Ordnung (Erklärung) der
möglichst einfach (ökonomisch) formulierbarer Gesetze versuchtBasis mittels
wird.
2. 1 .6 Die hierarchische Struktur einer Wissenschaft
Der Ausdruck
hierin "Phase" darf
ausschließlich ein allerdings
zeitliches nicht dazu verleiten,
Nacheinander zu sehen.be­
Diese
findlicheBetrachtungsw eise mag für eine im "status nascendi"
genug ist, Wissenschaft geltenals(wobei
die UFO-Forschung eineder Verfasser
solche optimistisch
zu betrachten) .
Später
als sind deskriptive
gleichzeitig explikative
vorhandene und theoretische
hierarchische Elemente Phasen
jeder Wis­
senschaft
men ja die aufzufassen.
Impulse für Gerade
eine von
gezielteder theoreteischen
Suche nach Phase
weiteren kom­
Tat­
sachen,
gen zu um Hypothesen
können. Solange und
eineTheorien verifizieren
Wissenschaft lebt, oder widerle­
werden daher-
die letzten drei Phasen
immer wieder durchlaufen. - etwa in der Art einer Iteration
Es soll nundieuntersucht
Forschung werden, für
Voraussetzungen inwieweit
irgen�inein derderheutigen
in UFO­ 2
Abschnitt
beschriebenen
bleme haben Phasen
einen erfüllt
direkten erscheinen.
Bezug zur Die aufgezeigten
Dokumentation von Pro­
UFO-Be­
richten:
3 . Ursprung und Glaubwürdigkeit der UFO-Daten
Im GegensatzExperimentalreihe
trollierten zu den Instrumentenaufzeichnungen
hat man es bei einer genau kon­
UFO-Berichten mit
Aussagen
weniger von Menschen
außergewöhnliche über von ihnen gemachte,
Sinneswahrnehmungen meist
zu tun. mehr oder
Aussagen
dieser
nungen Art wird niemals so
eines Registriergerätes, vertraut werden,
besonders wie den Aufzeich­
wenn auf GrundAnstren­
sol­
cher
gungen Aussagen größere
unternommen finanzielle
bzw. gerechtfertigt und wissenschaftliche
werden Faktoren
sollen. Sinnes­
täuschungen,
cher auch Fehlinterpretationen,
dann und wann Lüge und emotionale
Betrug müssen in und ge­
Betracht si­
zogen werden.
Man sollte hier
vielleicht doch aberdenauch
an nichteinfachen
alten, überkritisch sein, sondernhal­
Juristengrundsatz sich
ten,
Die wonach "durch Tatsache,
unbestreitbare zweier Zeugen
daß Mund
die dieverschiedenen
aus Wahrheit kundGegen­
wird" .
den
in der Erde seitWeise
frappierender Jahrzehnten bekanntgewordenen
übereinstimmen, dürfte Aussagen
doch oft
zunächst
einmal
Realitätdiegesucht
Vermutung
werdenbegründen,
kann. daß hinter diesen Aussagen eine
Aufgabe der Dokumentation
aufzubereiten und in einer wäre
Form es,anzubieten,
dieses Material
die das analytisch
Interesse
maßgeblicher Wissenschaftler beanspruchen
schaftliche Anstrengungen motivieren kann. und weitere wissen­
- 37 -
3.1 Interpretation der Daten
Ehe dies geschehen
Faktoren in den kannbekommen
Griff , wird man allerdings
müssen, die miteine
der Reihe von
Vertrauens­
würdigkeit
von denen der Beobachter
aber zu erwarten selbst
ist, überhaupt
daß sie das nichts zu tun haben,
tatsächliche Bild
des Phänomens verzerren.
Ein
tiativegroßer Teil deswurde,
gesammelt Materials,
stammt das bisvom
nicht jetzt dank privater
Beobachter selbst, Ini­
sondern
spricht aus überdenseine
Nachrichtenmedien.
Beobachtungen. Und nicht jeder Beobachter
Im folgenden
mutenden kann nur ganz
Störeinflüsse kurz aufwerden:
hingewiesen die Problematik der zu ver­
3.2 Beobachtete und Nichtbeobachtete Aktivität
Esten ist
und unmöglich, etwas über
nichtbeobachteten das Verhältnis
UFO-Phänomenen zwischen beobachte­
auszusagen, ohne Annah­
men über die Natur des Phänomens zu machen:
- selbst
Geht manverursacht
davon auswerden,
, daß diewi UFO-Ereignisse
rd man die vom "Beobachter"
tatsächliche Aktivi­
tät
"vom der Anzahl
Beobachter der Beobachtungen
selbst verursacht" gleich
sei setzen
hier dürfen.
verstanden , Unter
daß
das angebliche
tungstrieb Ereignis
erfunden wurde,etwa vom Beobachter
oder zwarSituation selbst
in gutemdes Glauben aus Gel­
erlebt,
aber als
(Wunschdenkeneine durch die psychische
etx. theoretisch
) ausgelöste die Halluzination Beobachters
zuinverstehen
ist.
ziehen,Weiters
daß wäre
der Beobachter unter Möglichkeit
bestimmten Betrachtim­zu
Bedingungen
Phänomen auf psychischem
stande ist,hervorzubringen. DiesWege einz.B.
würde physikalisch
dem in derreales
Para­
psychologie
entsprechen. immer wieder behaupteten Vorgang der Ideoplastie
Eine gewisse
sächlich Ubereinstimmung
stattgefundenen zwischenwäre
Ereignissen beobachteten
auch dann undzu er­
tat­
warten,
sind, aber UFOs zwar nicht
wennalsdiephysikalisch reale vom Beobachter
Objekte aus verursacht
irgend einem
Grunde die Nähe von Menschen suchen.
- Obigen
tungen Auffassungen
gegenüber. steht
Eine die Hypothese
Möglichkeit hi�bei derwäre
Zufallsbeobach­
die,Beobachter
daß das
UFO-Phänomen
stehtmüßte
, daß man überhaupt
es den in
Menschen keinerlei Beziehung zum
weder suchtnichtbeobachtete
noch meidet. InAkti­ diesem
Fall
vität vermuten. schon
Und daßeine erhebliche
dieserdie Anteil wäreMenschen
noch viel größer,
müßte
meiden. man annehmen, UFOs den mit allen Mitteln
- Andere,
ren sind die Beobachtungswahrscheinlichkeit
Wetter, Bevölkerungsdichte und die bestimmende
Lebensgewohnhei­ Fakto­
ten der
eher Menschen.
Aussagen Uberwerden,
gemacht den Einfluß
ohne dieser Größen
Hypothesen überkönnen
die doch
Natur
des Phänomens aufzustellen.
- 38 -

3 . 3 Gemeldete und beobachtete Ereignisse


Dem
ihre Condon-Report
Wahrnehmungen zufolge
an geben
andere nur 10 -an 1 Polizei,
Personen, 3% aller Militär,
Beobachter
Presse,
ter. Der Rundfunk,
Verfasser Fernsehen
vermutet, oder
daß private
die Forschungsgruppen
Bereitschaft eines wei­
Beob­
achters, über
wesentlich seine
davon Wahrnehmungen
abhängt, welchen mit anderen zu sprechen
Strangenessgrad +} der u.a.
Beob­
achter selbst dem Ereignis zurnißt. (Condon 1 96 9 }
Bei dem Diagramm
gegebenen Zeitraum indie
Abbildung
Anzahl 1 wird
der angenommen,UFO-Ereignisse
beobachteten daß in einem
in allen
ser Strangenessbereichen
Ereignisse entspricht also gleich
der großeingetragenen
oben sei. Die Kurve die­
Horizon­
talen ( 100%} •

Dann
durch wird
die man die Kurvegezeichnete
strichliert der gemeldeten Ereignisse
Horizontale ( 10-1nicht
3%} etwa
dar­
stellen
te können, sondern
glockenförrnige Kurve eher
(in durchvielleicht
etwa die darunter
der eingezeichne­
Galton'schen
Verteilungskurve
Neigung, eine entsprechend}
Beobachtung zu . Das
melden, heißt,
im daß
mittleren die größte
Strangeness­
bereich zu erwarten sein dürfte.
Mit anderen
geringer HöheWorten:
über WerHimmel
den eine metallisch
rasen aussehende
sieht, wird eherScheibe
reden in
als
einer, deraber
obachtet, nur auch
ganz kurz
eher in
als großer Höhe der
derjenige, einenzugeben
Lichtpunkt
müßte,be­daß
er ein gelandetes
Ufonauten gesprochen UFOhat.
betreten und mit einem der sogenannten
3 . 4 Publizierte und gemeldete Ereignisse
Ein
rnals Teil
über der
den vorn Beobachter
Empfänger der gemeldeten Ereignisse
Mitteilung hinaus, und gelangt
das was nie­
publiziert wirdunterdrückend
erfährt keineswegs immer dieselbe Publizität.
gabe von Nachrichtenmaterial können z.B. sein: der Weiter­
Selektiv bzw. wirkende Faktoren bei
Der Sensationswert
richt im Urteil (d.h. derder
desjenigen, Strangenessgrad}
über deren einer Nach­
Weiterleitung
zu bestimmen hat (z.B. die sog. Redaktionsmeinung} .
- Geheimhaltungsbestimmungen militärischer oder ziviler Art.
- Die
litik,zufällige
Sport} . Verdrängung durch andere Informationen (Po­
- einer Häufungwegen
Verdrängung zu vieler eintreffender Nachrichten während
von UFO-Sichtungsberichten.
- Dichte des Nachrichtennetzes.
- Auflage- und Hörer- bzw. Seherziffern.
+ } über den Strangenessbegriff siehe Abschnitt 8.2
- 39 -
3 . 5 Publizierte und registrierte Ereignisse
Unter
den registrierten
werden, die zur Ereignissen�
Kenntnis von sollen hier
Personen odersolche verstan­
Gruppen gelan­
gen, die sich mit der Erforschung des UFO-Phänomens befassen.
Ted
le 1 Bloecher
947 in hatUSAnunsehr
den mitdeutlich
seiner Untersuchung
gezeigt , daß über
man die
auch UFO-Wel­
das
Verhältnis zwischen publizierten und registrierten
keineswegs optimistisch einschätzen darf. (Bloecher 1968) Ereignissen
Die 1967, einalsoVielfaches
förderte zwanzig Jahremehr später
an publizierte
Fällen zutage, Untersuchung
als selbst in
Fachkreisen
kunft bekannt
sicher verbessert waren. Dieses Verhältnis
werden; allerdings könnte
nur vom in Zu­
dann,Geschick
wenn das
Zusammentragen und
und der wissenschaftlich die Dokumentation
Hingabe einiger Amateure nicht
abhängen, nur
sondern diese Tä­
tigkeit
maßen angemessen honoriert werden. organisiert und vor allem einiger­
Derzeit
tion beträgt
hinter der jedenfalls derEntwicklung
tatsächlichen Zeitraum, umzurückbleibt,
den die Dokumenta­
mehre­
re Jahre. Aber
sind, vollständig selbst
ist zu vermuten, bei Fällen,
daß jüngere die an und für sich erfaßt
niger beschrieben sind, Fälle im Durchschnitt
als ältere. (s.Anm. 1 we­
)
Alles
Fällen innurallem
ein kann
Teil gesagt
im Sinnewerden,
obiger daß von den publizierten
Definition als registriert
anzusehen ist,
wissenschaftlichen und hiervon
Grundsätzen wiederum nicht
organisierten alle in einem nach
Dokumentations­
system erfaßt sind.
4 . Ursachen der Ereignisse
4 . 1 Vielschichtigkeit des Phänomens
Ein weiterer
men machen, Faktor, der
verzerren das Bild,
könnte, wäre das wir unsdarin
vielleicht vom UFO-Phäno­
zu sehen,
daß
völlig den unter diesem
ungerechtfertigt Sammelbegriff
dieselbe zusammengefaßten
Herkunft Phänomenen
undphänomenologisch
Verursachung
unterstellt
ähnliche wird.
Vorgänge Einerseits
wesenhaft scheint
verschiedenes, daß
sein könnten, (Kugel­
blitze
derartige und UF8s z.B. ) ,
Vielschichtigkeit andererseits wird
zugeschrieben, dem
daßUFO-Phänomen
Zweifel eine
daran
aufkommen
in zeitlichemmüssen, ob auftreten,
Konnex alle diese Erscheinungen,
auf ein w1d auch wenn
dieselbe sie
Ursache
zurückgeführt werden können.
Manches erweckt
primäres Phänomen denaufAnschein,
eine alsReihe
ganze ob einnichtwirklich unbekanntes,
unbedingt unbekann­
ter Vorgänge
stration auslösend
auch Leute wirke, etwa so, wie eine Straßendemon­
lig gleichgültig ist.anzieht, denen das Demonstrationsziel völ­
4 .2 Desinformation
Die oben erwähnte
gedeutet; nämlich Vielschichtigkeit
als eine vom wird selbst
Phänomen zuweilen auch anders
ausgehende Des­
information, wobei natürlich impliziert wird, daß hinter diesem
- 40 -
eine verursachende Intelligenz steht.
Wenn
se derartige Hypothesen
Intelligenz selbst das in der Behauptung
menschliche Denken gipfeln,
überwache daßunddie­
immer dann
jemand im mit entsprechender
Begriffe sei , Desinformation
diesbezügliche reagiere, sobald
Gesetzmäßigkeiten aufzu­
decken, so mutet das schon
systemisierten Verfolgungswahns an. eher wie eine moderne Form eines
Ohne jedoch
hier doch solchen
daran erinnertextremen Ansichten
werden, daß dasVerbreitung
die Wort zu reden,von muß
Des­
information
als auch der heute zum Standardrepertoire
militärischen Strategie und sowohl
zur der politischen
Arbeitsweise der
Geheimdienste gehört.
Wer nun die UFOs
überlegenen auf das zurückführt,
Intelligenz Wirken einerwirdunbekannten,
die anscheinend
Vermutung, daß
sich diese in gesteigertem
ohne weiteres von der Hand weisen können.Maße solcher Taktiken bedient, nicht
Es muß
von hier noch erwähnt
Desinformation zu werden, daß keineswegs
unterscheiden, das Problem,identisch
Information ist
mit der
übertragung.Trennung von
Einechten Signal
Rauschsignal und Rauschen
unterscheidet in der
sich Informations­
nämlich in
seiner
Dadurch Form vom
istanzugeben, Signal
es möglich,obimeingegebenen - wenn auch oft
Fall eine nur statistisch.
Wahrscheinlich­
keit
Auf dafür
diese Weise können S Impuls Signal oder Rauschen ist.
�ungen aus Nachrichtenübertragungen
ausgeblendet werden.
Desinformation
insenkeiner Weise hingegen
von unterscheidet
Information. sich in deristSignalform
Desinformation ihrem We­
nach Lüge und eine solche ist nur zu erkennen, wenn:
-- die Desinformation
durch Vergleich mit ineiner
sichanderen
inkonsistent ist oder
Bezugsbasis die Irre-
führung
- der erkannt
Irregeführte wird, oder
selbstvorwiegend
mit der Zeit merkt,fürdaßihnihnnach­
be­
stimmte Informationen
teiligen Handeln veranlaßt haben. zu einem
Hier könnten
einem unlösbaren Dokumentation
Problem stehen! und UFO-Forschung wirklich vor
4 . 3 Die Zufallsstichproben
Es wäre nun sehr
schnitten bis naiv, erwähnten
anzunehmen, daß sichunddieTrends
Einflüsse in denausge­
Ab­
3
rechnet in einer. 3 3 .
Weise5 kompensieren, daß man das bis jetzt
registrierte bzw.
tive Zufallsstichprobe dokumentierte Material als eine repräsenta­
nisse betrachten dürfte.aus der Gesamtpopulation aller Ereig­
Das Gegenteil
das gesamte - daß nämlich
Phänomen zulassen diese
- Daten
ist keinewahrscheinlicher.
ungleich Schlüsse auf
Damit werden z.B. Versuche,
schungsschwerpunkte festlegenschon auf Grund
zu wollen, dieser
höchst Daten For­
fragwürdig.
Uber wirklich fundierte Versuche, die erwähnten störenden Trends
- 41 -
(Saunders
nig bekannt 1 975)geworden.
rechnerisch zu erfassen, ist bisher recht we­
Was
von die Datenbringung
Prof. Hynek selbstUFO-Center
gegründete betrifft , erste
so hatVersuche
in den USA das
unternom­
men,
bessern um diese
und vor durch
allemZusammenarbeit
zu beschleunigen, mit der
s Exekutive zu ver­
�aß bei interessan­
ten Fällen
werden kann. sofort
In mit einersoll
Frankreich Felduntersuchung
die Gendarmerie "nachgestoßen"
entsprechende
Instruktionen erhalten haben.
Ein
sein,weiteres
sofern eineAuffangbecken
AufklärungfürdesUFO-Meldungen könnte diegelingt.
Redaktionspersonals Presse
Ein großes Datenbringung
genügende� Hemmnis für eineist, wissenschaftlichen
auch der Umstand, Erfordernissen
daß es keine auf
breiter Basis organisierte
gibt. was bisher geleistet und standardisierte
wurde, einzelner Felduntersuchung
war fastausschließlich harte,
aufopferungsvolle
pen. Von einer Freizeitarbeit
hauptberuflichen Tätigkeit oder
ist da kleinerer
nirgends Grup­
die
Rede.
auch (MUFON
dem solche - C.E
.• S.
größtenTätigkeit 1975)
Enthusiasten . Unter diesen
schwer fallen, Umständen
die nun wird es
einmal
für eine
und Kontinuität zu gewährleisten. erforderliche ständige Bereitschaft
5 . Die Situation der UFO-Forschung
Auf
SchlußGrund des müssen,
kommen in Abschnitt
daß 3 und
sich die 4UFO-Forschung
Gesagten wirdetwa man zuBe­
am
dem
ginn des� tiven Phase und
in derdervorwissenschaftliehen wahrscheinlich
Phase befindet. noch weitgehend
Die
lichnicht
sind, sehr
muß präzise
zumindestFragestellung,
in die Frage was nachdenn UFOs nun eigent­
-- den demBeziehungen
seinen Phänomen zugrundeliegenden
zur Umwelt Vorgängen
(Wirkungen, Zweck, Absichten)
und
- seiner Ursache (Herkunft)
aufgeschlüsselt werden.
Wenn nun z.B.abgeschossen
tionalität irgendwo ein Aufklärungsflugzeug
wird, so kann es durchausunbekannter
sinnvoll Na­
sein,
mit Annahmen
schnell über
diplomatische dessen Herkunft zu
Schritte ergriffen beginnen,
werden weil einerseits
müssen,Stand
anderer­
seits aber auch, weil vermutlich über
potentiellen Herkunftländer etwas bekannt sein wird.den technischen der
Eine solche wäre z.B.sind.
Gravitationsfeldern die Annahme
Allerdings , daßistUFOses Singularitäten
unsinnig, diese von
Hy­
pothese
inhaltet als Alternative zur ETH hinzustellen, denn erstere be­
Das ist abernoch
ja
wederkeine Annahmen
notwendig nochüber Verursachung und Herkunft.
zweckmäßig.
Man
ren, muß
bei die
demFrage vielmehr
zunächst einmal unter
die einem Gesichtspunkt
Erforschung des präsentie­
unmittelbar
Beobachtbaren
sachung aber ganz in den Mittelpunkt
bewußt gestellt,
ausgeklammert werden.Herkunft und Verur­
Dann wird es dem
- 42 -

skeptischen, abereher
Wissenschaftler im möglich
Grunde vielleicht
sein, sich doch
mit interessierten
diesem Problem zu
befassen,
schiffen, als wenn dieses
Projektionsmaschinen sofort mit der
andererwird. Hypothese
Raumzeitkontinuavon Raum­
Zeitmaschinen in Verbindung gebracht (s. Anm. 2 ) oder
6 . Die Struktur eines Dokumentationssystems
Nachdem
Berichten dieaufgezeigt
spezifischen Probleme
wurden, soll der Dokumentation
nunmehr auf mehr von UFO­
allgemeine
Erfordernisse
baren einer eingegangen
Dokumentation für die wissenschaftliche
werden. So wie Arbeit
eine brauch­
Erklärung
darinvonbesteht,
mum neuen daß etwasmöglichst
Annahmen zunächstweitgehend
UnbekanntesaufbeiBekanntes
einem Mini­
zu­
rückgeführt
chen Methodik wird, so
zuwird, liegt
einembereitsdie
erheblichen Effizienz der wissenschaftli­
TeilArbeitsweisen
darin, daß zunächst
immer versucht erprobte
Probleme anzuwenden. Dies gilt auch für die Dokumentation. auf neue
Die
Handallgemeine
von Abb. 2 Struktur eineswerden:
dargestellt Dokumentationssystems soll an
6 1 Wahrnehmung

Von
der einem empirischen
Erscheinung eines Sachverhalt
UFOs - gehen "E"Wirkungen
- in unserem
aus, Fallvonalso
die einem
Beobachter "B" - im Idealfall
stens der Mensch - registriert werden. ein Instrument, hier aber mei­
6.2 Beschreibung
Der Beobachter
bung wird nun beschreibtder
Gegenstand seine WahrnehmungenDieundBeschreibung
Dokumentation. diese Beschrei­
besteht
ten, derinsog.derDeskriptoren
Angabe der amoder Phänomen
Merkmale.beobachteten Eigenschaf­
6 . 3 Datenerfassung
Dieseunverändert
bung besteht darin, und daß
in die vomWeise
keiner Beobachter gelieferte
verdichtet (das Beschrei­
wäre zu­daß
mindest
diese der anzustrebende
Daten möglichst Idealfall) so �ormalisiert
gespeichert und später für wird,
Auswertungen verwendet ökonomisch
werden können.
6 . 4 Datenspeicherung
Wissenschaftliche
oder weniger Dokumentationen
aufwendigen Verfahren können natürlich
realisiert mit Immehr
werden. Prin­
zip ist
mentation der Zettelkatalog
wie ein mittels eines
Computer Studenten genauso
realisiertes eine Doku­
Dokumentations­
system.
große Im Hinblick
Deskriptorenanzahlauf die
muß in der UFO-Forschung
allerdings darauf zu erwartende,
hingewiesen wer­
den, daß hier die
z.B. konventioneller Leistungsgrenze
Karteien,Solche händischer
Rand-Arbeitsmittel Verfahren,
oder Sichtlochkarten, wie
schon
falls erreicht
für die sein dürfte.
Spezialuntersuchung begrenzter könnten allen­
Datenbestände von
Interesse
Forderung sein. Die Datenspeicherung
nach einerretrieval) beinhaltet
raschen Wiederauffindbarkeit vor allem die
der gewünschten
Daten (information .
- 43 -

7. Verarbeitung und Auswertung


Die Auswertung
chen der durch versucht,
die durch Ordnen,
Beschreibung Auswählen
gelieferten und Verglei­
Basisinformatio­
nen
eineeine
neueneue, gewissermaßen
Erkenntnis) höherwertige Information (eben
zu gewinnen.
Information
schiedene hat ja insofern subjektiven
Informationsempfänger aus ein Charakter,
und derselbenalsMittei­
ver­
lung ( die Mitteilung
Phänomens) ist in unserem
keineswegs dieselbe Fall dieablösen.
Information Beschreibung
(s . Anm.des3)
Bei dervonAuswertung
daher dem der der DeskriptOren
Verarbeitung der Beschreibung
zugrundegelegten hängtPrin­
logischen es
zip (Auswertungsprogramm)
tige Information gewonnen ab, ob wirklich
werden kann. eine neue,
Manchmal genügt höherwer­
schon
die
die Anwendung
Darstellung eines
in ganz
einem einfachen
passend Ordnungsprinzips,
gewählten wie
Koordinatensystem,etwa um
eine
bedarf bisher
es verborgene
hierzu äußerst Gesetzmäßigkeit
komplizierter aufzudecken, dann
statistischer wieder
Verfahren.
Es
hend istErfahrung,
möglich, daß dieserund
Intuition Prozeß,
wohl bei dem
auch das heute
Glück noch
des weitge­
Forschers
eine Rolle
den kann. spielen, einmal pr ogrammiert und automatisiert wer­
7 . 1 Das Verhältnis von Datenerfassung und Auswertung
Dermit
wa Obergang
dem von der Datenerfassung
Assembling an einer zur Auswertung
Fertigungsstraße zu ist in et­
vergleichen.
So
z.B. wieeinhier aus vielen Einzelteilen
Kraftfahrzeug, entsteht , so ein höherwertiges
produziert die Produkt,
Auswertung
aus den Deskriptoren der Beschreibung eine neue Einsicht.
In Abb. (=Einzelinformationen)
Pfeile 2 ist dies dadurch angedeutet,
von links daß
nachsich die Anzahl
rechts der
verringert,
wobei noch
auch das Verhältnis zwischen Datenerfassung
durch die angegebenen und Auswertung
Synonyme verdeutlicht wird.
7.2 Analytische Beschreibung
Da eine wissenschaftliche
Methodik widerspiegeln muß, Dokumentation
ist diese die wissenschaftliche
Forderung eigentlich
selbstverständlich.
Vereinfachungsbestreben Dennoch
herauswird aus
manchmaleinem falsch
versucht, verstandenen
bereits bei
der Datenerfassung
Eigenschaftskomplexen, mehrere Eigenschaften
also zunach Klassen (Deskriptoren)
zusammenzufassen. zu
Es
wird dann nicht mehr getrennt
sondern nur mehr klassenweise erfaßt. einzelnen Eigenschaften,
Dieses
gegenstandVerfahren
in maglogisch-kausalen
seiner noch angehen, wenn man dengutDokumentations­
Struktur durchschaut
und
könnenauch eine
sich gewisse
aber bei Preseveranz
der voraussetzen
Informationsrückgewinnung darf. Schon hier
Schwierig­
keiten
Klassen ergeben,
gebildetenwennTeilmengen
sich z .B. überschneiden.
die durch mehrere derartige
Vollends fragwür­
dig wird dieses
ten, bei denen Vorgehen
dieGegenstand bei
gegenseitige der Dokumentation
Beziehung zwischen von Sachverhal­
deren Eigen­
schaften erst
macht werden soll .zum wissenschaftlicher Forschung ge­
- 44 -

Das voreilige
deutet dann Zusammenfassen
nicht mehr und von weniger,
nicht Deskriptorenals zu Klassen
daß bereits be­im
Stadium
se in derBasisdaten
die Beschreibung und der Datenerfassung
hineingeschmuggelt wird. Waseine
erstHypothe­
zuDa­be­
weisen
ten der ist, wird
sindKlassifikationganz oder teilweise
nur mehr unterimplizierte
der Voraussetzung vorweggenommen.
auswertbar, Die
daß Er­die
mit
weist sich Dokumentationsarbeit
diese später nun als wertlos. Hypothese richtig ist.
falsch, ist die gesamte, vor­
her getane
Hierzu
aufgrund eindesBeispiel:
ihm Angenommen,Materials
vorliegenden ein UFO-Forscher
den gewinnt
Eindruck, daß
runde,
de lautlose,
Phänomene grün-leuchtende
besonders häufig sind.und im Zick-Zack fliegen-
Er könnte nunsofort
in Versu­
chung
eigene kommen,
Klasse für
zu diese Gruppe
definieren und von
nur Eigenschaften
mehr die Klasse zu eine
doku­
mentieren,
seiner nichtArbeit
weiteren aber diemuß einzelnen
er aber Eigenschaften.daßImseine
feststellen, Verlauf
frühere
war, Materialsammlung
oder aber daß entweder
vielleicht sogar nicht
das repräsentativ
Phänomen seinengenug
Er­
scheinungsmodus
grünes Leuchten geändert hat.
werdengemeldet. Runde
nunmehr auch Form, Lautlosigkeit
im Zusammenhang und
mit einem
anderen
DefinitionFlugverhalten
neuer Klassen ist Was
es nicht nun? Mit der einfachen
getan.ebensoviele
Versucht man so,
dem Dilemma zu entkommen,
als Einzeleigenschaften so wird man bald
haben.auchDiedervermeintliche Klassen
Arbeitserspar­
nis ist zunichte und leider
wissenschaftlichen Dokumentation. analytische Charakter einer
Klassifikationen
gebnisse und dürfensinddaher
ihrernicht
Naturschon
nachbeibereits
der Auswertungser­
Beschreibung
vorweggenommen
Beziehung werden.
zwischen den Jedenfalls
einzelnen nicht dann, wenn
Eigenschaften des über die
Dokumenta­
tionsgegenstandes noch keine gültigen Aussagen gemacht werden
können.
Erstebzw.
bung Voraussetzung
Datenerfassungfür eine
ist analytisch
das einwandfreie
Vorhandensein eines Beschrei­
Thesau­
rus aller hierfür
Deskriptorenkataloges. in Frage kommenden Eigenschaften, eines sog.
In der UFO-Forschung
dieranleitung und würde ein solcher Katalog
Schlüsselverzeichnis für die sowohl
mit der als Co­
Daten­
erfassung befaßten Personen,
die Felduntersuchung als auch als Fragenkatalog für
dienen können.
Der Deskriptorenkatalog müßte etwa folgenden Forderungen genü­
gen:
Vollständigkeit
Klare Definition bzw.
der laufende Ergänzung
Deskriptoren und deren logische Ab­
grenzung
Eine gegeneinander
Verschlüsselung mit einem "Auflösungsvermögen" , von
das
der
der Genauigkeit
Felduntersuchung angepaßt ist,
geliefert mit welcher
werden können die Daten
Ein Ordnungsprinzip,
beitsanweisungen zu das ein schnelles Auffinden der Ar­
j edem gewünschten Deskriptor_ ermög­
licht.
- 45 -

Esskriptorenkataloges
dürfte klar sein, bereitsdaß dieeineErstellung eines analytische
erstrangige derartigen Auf­
De­
gabe
auf ist Dokumentation
die und daß ein solcher Katalog
erarbeitet nicht
werden kann,nursondern
im Hinblick
vor
allem die
berücksichtigen Gegebenheiten und
muß. Es werden Bedürfnisse der Felduntersuchung
Gebiete zusammenarbeiten müssenhier also Spezialisten
(s. Anm. 4) beider
7 . 3 . Organisation der Datenerfassung
Die
die rein technische
Beweiskraft einerOrganisation
Dokumentation der nicht
Datenerfassung
weniger ist für
wichtig,
als indiederwissenschaftliche
de Praxis sehr schwer Methodik. Vermutlich
voneinander sind auch bei­
zu trennen.
Wenn
so mußdievorDatenerfassung
allem eine auf mehrere
zentrale Stelle Personen
dafür aufgeteilt
sorgen, daß ist,
alle
Mitarbeiter die gleiche
Arbeitsanweisungen Schulung
erhalten. und die und
Ergänzungen gleichen schriftlichen
Änderungen müssen
allen zuverlässig mitgeteilt werden.
Ansonsten
wand kann gegen
mangelnder die erfasstenerhoben
Vergleichbarkeit Daten werden.
sehr leicht der inEin­
Gerade
der
Quellen UFO-Forschung,
stammt, wo das
würde eine Datenmaterial
uneinheitliche, auswillkürliche
sehr heterogenen
Be­bis
handlung bei der Erfassung
zur Unbrauchbarkeit verschlechtern. dessen Qualität wahrscheinlich
Ein
durch, weiteres,
daß die nicht zu unterschätzendes
Dokumentation von Problemals
UFO-Berichten entsteht
langfri­ da­
stiges
hier vorProjekt
allem konzipiert
auch, daß werden muß.
zwischen der "Langfristig"
Erfassung heißt
eines be­Zeit
stimmten
vergehen kann. Datenbestandes und d�ssen Auswertung sehr viel
Nun ist z.B. imundkaufmännischen
Zeitabständen regelmäßig Bereich dieAuswertung
vorgenommene in relativein kurzen
we­in­
sentliches
dem sie Die Regulativ
Fehler für eine
und Ungenauigkeiten einwandfreie
inwirkt Datenerfassung,
der letzteren rasch auf­
deckt. Tatsache, daß dem so
Datenerfassung präventiv, also fehlerverhütend.ist, wiederum auf die
Läßt
liegt hingegen
sie gar die
in Auswertung
weiter Ferne, länger
so auf sich
werden warten,
Fehler, die oder
sich in
der
holt. Zwischenzeit in die Datenerfassung einschleichen, wieder­
Aber
im auch die fehleraufdeckende
kaufmännischen Bereich anders Funktion
zu von Auswertungen
beurteilen, als in der ist
Wissenscha�t.
Ergebnis , Erstere
dessen liefernoder
Richtigkeit nämlich ein "konventionelles"
Unrichtigkeit infolgeunder­zu­
probter
verlässiger Kontrollmaßnahmen
beurteilt in der Regel doch schneller
werden kann, als die Gültigkeit einer wis­
senschaftlichen Schlußfolgerung.
Auch von derwie
schlüsselt, Eingabe
dies her
z.B. gibt
im es Unterschiede.Bereich
kaufmännischen Ist diese
oft unver­
der
Fall ist, dann von
scheinlichkeit ist unerkannten
infolge der größeren
und bei der Redundanz die Wahr­
Auswertung ins Ge-
- 46 -

wicht
schlüsselt fallender
werden Fehler
muß geringer,
und die alsVerwechslung
bloße wenn der Inputzweier ver­
Schlüssel
schieben kann. die Bedeutung einer Eingabe ganz erheblich ver­
Für
die die Dokumentation
Konsequenz , daß vonDatenerfassung
die UFO-Berichtennicht ergibtirgendwem
sich hieraus
über­
lassen
muß, die werden darf, sondern von Personen vorgenommen werden
mit
traut dersind
Phänomenologie
un d der UFO-Ereignisse bestens ver­
das nötige Verantwortungsbewußtsein für diese Arbeit mit­
bringen.
Wo
ist der(etwaEinsatz
beim derart qualifizierter
Ablachen der Daten) , Personen
wird man nichtgeeigne­
durch möglich
te Kontrollen
sorgen müssen. und Stichproben für die Richtigkeit des Inputs
Ganzbezüglich
de allgemeinderkann gesagt werden,
Korrektheit der daß man sich viel
Datenerfassung gegensorgfäl­
Einwän­
tiger wirdundabsichern
Methodik Logik müssen,
einer als gegen
Auswertung Einwände,Denndieeine
beziehen. sichAus­
auf
wertung
derholt kann jederzeit
werden, die unter geänderten Gesichtspunkten
Dokumentationsarbeit vieler Jahre wie­
aber
nicht!
7 . 4 Ziele der Datenauswertung

Es gibt
wohl von derzeit kaum eine
heuristischem Hypothese
Wert, als auchüberso exakt
die UFOs, die so­
formuliert
ist, daß sie wissenschaftlich überprüfbar wäre.
Es wurde schon
sentliche Impulseerwähnt,
für daß bessere
eine von der Beschreibung
theoretischenausgehen
Phase we­kön­
nen
herige(vgl . Abschnitt
Entwicklung 2j.�) . Beobachtet man allerdings die bis­
der UFO-Forschung, so könnte man den Ein­
druck
ernsthaft gewinnen,
in daß
Angriff die deskriptive
genommen werden Phase
wird, überhaupt
wenn eine erst dann
Hypothe­
se die entsprechende Motivation hierfür schafft.
Es istauf
Bezug naturgemäß
die schwierig,
Zukunft richtig eine gegenwärtigeMeist
einzuschätzen. Situation
kann in
nur
der
eine Wissenschaftshistoriker,
Wissenschaft zu einem rückblickend
bestimmten sagen, von
Zeitpunkt wieder
weitLösung
eines
entfernt Problems
war. bzw. von entscheidenden Erkenntnissen tatsächlich
So gehtaus,z .B.daßderschon
davon Beitrag
der von I.BrandStand
derzeitige in diesem
der Tagungsbericht
Beschreibung von
UFO-Sichtungsdaten
fertigt. ernstzunehmende theoretische Arbeiten recht­
Seit
stehende 1 9 4 7 wird in der UFO-Literatur alle paar Jahre der bevor­
große "Breakthrough" angekündigt, worunter man die of­
fizielle-
liche und Anerkennung der UFO-Forschung und deren wissenschaft­
bruch kommtfinanzielle
und kommt Förderung versteht. Aber der große Durch­
einfach nicht.
- 47 -

Bei deristGeheimnistuerei
wird, es natürlich mit der dasnachzuprüfen,
1unmöglich, ganze Gebietwas umgeben
vonobjenen
Ankündigungen
Sache wirklich überhaupt
im letzten in gutem
Moment Glauben
"abgewürgt erfolgte
und und
unter den die
Tep­
pich gekehrt" (eine in
gerne gebrauchte Phrase) wurde. diesem Zusammenhang in der Literatur
Nach
trauisch dreißig
zu Jahrenumbraucht
sein, allmählich man hinter
aber nicht übertrieben
solchen miß­
Behauptungen
Selbsttäuschungen
andere Ursachen zu und hinter den
vermuten. Eine mißlungenen
solche Breakthroughs
könnte z .B. darin
liegen, daß
herausgestellten es möglich ist,
Hypothesen, mit
die geschickt
aber publizierten
letztlich doch und
ungenü­
gendauch
den untermauert
das sind, Aufmerksamkeit
Interesse einflussreicherer undWissenschaftler
zwar unter Umstän­ zu
erregen.
Nun haben Irgendwann kommt
sich bisunddahin aber dann
vielleicht die Stunde
einige Leute der Wahrheit.
für die Im
Sache eingesetzt
GegensatzdenzuStein jenenhöhlt,diese
Publizisten, sind nun natürlich
die also
da meinen, blamiert.
daß steter
Tropfen
daß obige Vorgangsweise könnte
die es
Abwehrhaltung sehr
der leicht sein,
Wissenschaft
gegen die UFO-Forschung nur noch immer stärker zementiert.
Unter diesen
Prüfung von Umständen ist
Hypothesen zuerstbezüglich
einmal der Auswertung
eine nüchterne und derf ,
Einschä
Jrzung der Situation notwendig. Zum Beispiel wird man die Be­
antwortung
schinen sind,dernichtFrage,einfach
ob UFOsbeantworten
nun Raumschiffe
könnenoder Zeitma­
(s .Anm. 5)

Einige weniger spektakuläre,


senschaftlicher Methodik dafürvertretbare
durchaus aber vom Standpunkt
Auswertungenwis­
werden heute schonunterstützt
schungsrichtungen durchgeführt,werden wobeikönnten:
u.a. folgende For­
7 . 5 . Felduntersuchung

Das einfachewäre
skriptoren Ausdrucken
z .B. schon von eine
Listen aller vorkommenden
wesentliche Hilfe sowohlDe­ für
die Felduntersuchung,
gänzung als auch fürDeskriptorenkataloges
eines bereits bestehenden die Instandhaltung und. Er­
Aus
die solchen Auswertungen
Verbesserung der könnten sich bereits Hinweise
Felduntersuchungsmethodik ergeben. für
Ge­
rade weil
Wissenschaft nicht
auf so rasch
dem Gebiete ein größerer Einsatz
derdaßUFO-Forschung seitens der
zu erwarten
ist, wird
möglichst es darauf
wenig Daten ankommen,
verloren für
gehen. eine
Können spätere
wir Auswertung
sicher sein,
daß
seine das Phänomen
volle dann
Bedeutung noch
erkannt im selben
haben? Maße
was auftritt,
würde heute wenn
der wir
Ar­
chäologe,
wenn er derbestimmte
über Paläontologe oder der
Zeiträume Historiker
genauere dafür geben,
Informationen be­
kommen könnte?
7 . 6 Interpretation der Daten

Auswertungen
mationen (etwavondemoskopischer
UFO-Daten unter und Zuhilfenahme
demographischeranderer
Daten)Infor­
wie
sie im Rahmen
gezeigt, eines
daß aufdes UFOCAT-Projekts
diesederWeise durchgeführt
wenigstens3 erste wurden,
Aussagen haben
über den
Einfluß
möglich sind. Teiles in Abschnitt erwähnten Störfaktoren
- 48 -

Auswertungen nach(z.B.
Abschnitt 7 .2 könnten nach und nach ver­
feinert werden
sichtspunkten usw. ) durch
und so Gliederung
einen nach
ersten geographischen
Anreiz zur Ge­
Formulie­
rung überprüfbarer Hypothesen bilden.
8 . Automatische Klassifikation
8 . 1 Probleme des KlassifrZ1krens
Esrichten
stelltvomsich immer mehr
Standpunkt heraus,
einer daß es sich beiKlassifikation
wissenschaftlichen den UFO-Be­
betrachtet,
teils um Objekte
verschiedener mit einer
Merkmale großenFürAnzahl
handelt. die teils gleicher,
Einteilung sol­
cher Objekte (mit
sondern die UFO-Berichte!"Objekten" sind
) bietet hier nicht die UFOs gemeint,
automatischen Klassifikation an. sich das Verfahren der sog.
Damit
lung kann z.B. einer
innerhalb eine gegebenen
auf der tatsächlichen
Population Häufigkeitsvertei­
beruhende Klassifi­
kation vorgenommen, oder
lichen Objekten bestimmt werden. der Verwandtschaftsgrad zwischen ähn­
Verfahren
in Form vonzurComputerprogrammen
automatischen Klassifikation
praktisch sind allerdings
überhaupt realisier­nur
bar und erfordernInput.
schinenlesbaren daherDafür
einenaberdatenverarbeitungsgerechten,
sind diese Verfahren weit­ma­
gehend
genauso anwendungsunabhängig
klassifiziert werden, (d.h.
wie damit
etwa können UFO-Berichte
biologische Objekte)
und
nen, daher auch beweiskräftiger
doch recht willkürlichen als die bisher vorgeschlage­
tenerfassungsphase angewandten)(und womöglich noch in der Da­
Klassifikationen.
Letzterederstellen
bleme, dann überdies ist,
versucht auch einen
häufigFall,
den Codierer
der "nicht vorganz"
Pro­
einer
diese gegebenen Klasse zugeordnet werden kann, dennoch in
hineinzuzwängen.
Schließlich
noch so gute muß
und noch darauf hingewiesen
raffinierte Klassifikationwerden,
nicht daßunbedingt
auch eine
als
Sie etwas sich
wird für alle
häufig Zeiten
mit Beständiges
einer betrachtet
Vergrößerung des werden darf.
Datenbestan­
des oderAuch
müssen. dessen veränderter
dieser Umstand Zusammensetzung
spricht für die ebenfalls
automatische ändern
Klas­
sifikation.
8 .2 Strangenessauswertung
Hynek hat den Begriff
UFO-Forschung eingeführt.der Man
Fremdartigkeit
versteht (strangness)
darunter den in der
Grad die
Ausgefallenheit
Stand der eines Berichtes
Wissenschaft. Strangenessin Bezug
wäre auf den jeweiligen
sozusagen ein Maß
dafür,
gen inwieweit
mit inwieweit die
dem bisherigen in einem Bericht
WissenAussagen enthaltenen
erklärt werden können Behauptun­
oderetwas
umge­
kehrt,
Neues hindeuten. ein Bericht enthält, die auf
In dieser
mit dem Form hat der Strangenessbegriff
Sensationsbegriff im Journalismus.Ein sehrhumorvoller
viel gemein
Journalist hat den Unterschied zwischen einer bloßen Meldung
- 49 -

und einer
Mann" , das Sensation
ist nur einmal
eine wie folgt
Meldung, aber definiert:
"Mann beißt"Hund
Hund" beißt
, das
ist eine Sensation.
wissenschaftlich Obwohl
erscheinen diese Definition
mag,deutlich.
so machtSo sie manchem
dochwiezu wenig
dasmanWesen
des
den Strangenessbegriffes
Mitteilungselementen sehr
"Hund" ' wenig,
, "beißen" (Strangeness)
oder "Mann" jedem
für
sen sich
könnte, einenso bestimmten
wenig läßt Sensationswert
sich, wie das vorgeschlagen zuwei­
wurde,
in
ter derStrangenessgrad
UFO-Forschung zuordnen.
einem einzelnen Deskriptor ein bestimm­
auf die Gesamtaussage eines UFO-Berichtes beziehen. immer nur
Strangeness kann sich
Dies
Beispielsollverdeutlicht
nochmals an werden:
einem - nunmehr etwas ernsthafteren -
Es wird
aber nichteinnäher
mit Uberschallgeschwindigkeit
beschriebenes Objekt fliegendes,
beobachtet. Ein sonst
anderes
beobachtetes
ruhig am Himmel. Objekt schwebte während der ganzen Beobachtung
Keinem der beiden
genessgrad Berichte
zubilligen, denn wird
im man einen
einen Fall besonderen
könnte es Stran­
ein Dü­
senflugzeug
hingegen ) im anderen aber
an ein und demselben Objektein Ballon gewesen sein.
beide Eigenschaften Würden
--
also Uberschallgeschwindigkeit
beobachtet, und zeitweiser Stillstand
dann müßte der Strangenessindex natürlich in die
Höhe schnellen.
In der leicht
immer Praxis zudürfte der Strangenessbegriff
handhaben sein. Im obigen allerdings
Beispiel würde nicht
die
Strangenesseinstufung
später herausstellte, revidiert
daß zu werden
diesem müssen,
Zeitpunkt wenn
und in sich
dieser z .B .
Gegend einnoch
schaften neuartiger Helikopter
ganz geheim mit ehendiesen
seine Probeflüge Flugeigen­
absolvierte.
Ein
einen tropfenförmiges
höheren Objekt übererhalten,
Strangenesswert den Tiroler als Bergen
die müßteBeob­
gleiche z.B.
achtung vor
wachung der kalifornischen
eingesetzten Blimps Küste, wo die unstarre
(tropfenförmige zur Küstenüber­
Klein­
luftschiffe)
chen Himmel nicht
ziehendesselten sind.
Licht war Oder:
umLuft- Ein
1 880und über
herum den nächtli­
sicher seltsa­
mer,
müßte als
aberheute
auch im Zeitalter
heute noch der
einen hohen Raumfahrt.
Strangenesswert Esbekom­
men, wenn sich z .B.undbei
Luftraumbenutzer den einem Vergleich
Zeitplänen der mit den Flügenheraus­
Erdsatelliten aller
stellte,
nes dieserdaßObjekte
zur fraglichen
am Himmel Zeit
war. und im Beobachtungsraum kei­
Bei derder
Niveau Beurteilung der Strangeness
wissenschaftlichen spielteine
Erkenntnis auchRolle
das und
jeweilige
dieses
Niveau
wo ist· nun wiederum
Geheimhaltungsbestimmungen nicht bei
eine jedermann
Rolle gleich
spielen, hoch.
können Ja,
so­
gar Wissenschaftler
schweigen unzureichend
vonSensationsmache
der UFO-Literatur, informiert
in der sein.
-Meteore, Ganz
sei es Unkenntniszu
oder bewußte - immer noch
Phänomene und Bariumwolken als UFO-Berichte publiziert Re-Entry­
werden.
- 50 -

Diese
eines Beispiele
Berichtes dürften
weder auszeigen,
seinen daß man denDeskriptoren
einzelnen Strangenessgrad errech­
nen,
eine Eigenschaft der Eigenschaften - festlegen kann. als
noch bereits bei der Datenerfassung - gewissermaßen
Welche
zu Eigenschaftskombinationen
betrachten sind, muß im in welchem
jeweiligen Maße als strangean
Auswertungszeitpunkt
Hand
auch der übrigen
der neuestenwissenschaftlichen
Erkenntnisse sowohlunddertechnologischen
UFO-Forschung als Dis­
ziplinen vereinbart werden.
nicht zufällig gewählt.vorDer Das Wörtchen
Verfasser "vereinbart"
siehtmitdieseiner wurde
Bedeutung des
Strangenesskonzeptes
Skeptikerundwieschließlich
Promotoren der allem darin, daß
UFO-Forschung in(undeinzwar Hilfe
sinnvolles
Gespräch
prüfbaren Vereinbarungen! zu
) Vereinbarungen
kommen könnten, wenn der über­ da­
Beweis
für, daß
sind, alsdie UFOs eingelten
erbracht legitimes
kann. wissenschaftliches Problem
Solange
endlos das nicht
darüber im Vorhinein
diskutiert eindeutig
werden, ob es festgelegt
UFOs "gibt" wird,
oder kann
was
UFOsSchicksal
das "sind" . Solche
aller Auseinandersetzungen
Diskussionen teilen, werden
bei immer
denen man wieder
es ver­
säumte, sich v o r h e r
der verlangte Beweis zu bestehen hat. darüber einig zu werden, worin
Aufgabe
dene der maschinellen
Material nach den vonAuswertung
den wäre es dann, erarbeiteten
Gesprächspartnern das vorhan­
Strangenesskategorien
Hierbei könnten z.B. zu ordnen und
verschiedene statistisch zu untersuchen.
Strangenessmodelle (=Auffas­
sungen) durchgespielt
in der Diskussion werden,
zugute was zweifellos
käme. inAllein der Flexibilität
der Umstand,formalisierter
daß eine
derartige
und Statistik
lesbarer Form die
anbieten Daten
könnte, komprimierter,
würdealsderdies
dargebotenen In­
formation
sein viel mehr Gewicht verleihen, jetzt der Fall
ist. kann, wo das Material auf zahllose Publikationen verstreut
Soviel zur Ökonomie
genesskonzept ist derundEinwand
Taktikerhoben
der Uberzeugung.
worden, daßGegen
es das Stran­
nicht an­
ginge, die ganze Vielfalt
zu reduzieren. (s. Anm. 6 ) des Phänomens auf eine einzige Größe
Dazu ist des
Vielfalt folgendes zu sagen: auf
Gesamtphänomens Zunächst
eine einmal
einzige wird
Größenicht die
reduziert,
sondern
wäre nur die
dieser Aussage
Einwand aber des
nur einzelnen
dann Berichts.wenn
berechtigt, Selbst
bei hier
der Da­
tenerfassung
die Angabe die Codierung
eines einzigen der einzelnen
Strangenesswertes Eigenschaften
ersetzt würde durch
(wie
dies auch
schlagen tatsächlich,
wurde) . Wie allerdings
aber schon nicht vom Verfasser,
ausführlich begründet wurde, vorge­
ist das sachlich gar nicht möglich.
Wird
so hingegen
ist obiger Strangeness
Einwand erst imgegenstandslos.
überhaupt Auswertungszeitpunkt
Die definiert,
Basisinfor­
mation, die einzelnen
Strangeness gewinnt Deskriptoren,
hier den geheneines
Charakter ja nicht
reinenverloren.
Entschei­
dungskriteriums. Das Wesen sehr vieler Entscheidungen
darin, daß eben eine Vielzahl von Sachverhalten bewertet besteht
wer-
- 51 -

den muß , obwohl - oder besser weil - die Entscheidung selbst


nur ein einfaches Ja oder Nein sein kann. Das Strangenesskon­
zept kann dazu dienen, über die Art der Bewertung Ei nverständ­
nis z u erzielen und so die eigentliche Entsche idung vorzube­
reiten und meß- b z w . überprüfbar z u machen.
n 1 00 %
10 - 13 %

n = A n zahl der B eobachtungen

c Abb. 1) S • S t rangen e s s index

Anzahl der von Zeugen weitergemelde­


ten UFO-Beobachtungen i n Abhängigkeit
von der subjektiv em�fundenen Fremd­
artigkeit der Erscheinung

5
0 o.s

lJ'
"'

-t> -C>
-t> --{>

Cf
-{> DATEN­ -t> SPEICHERN VERARBEIT.
--c:>
8 E R F I< S S U NG
-t> V ERWALTEN UMFORMEN I -{> A U SW E R T U N G
---[>
-t>
·-t> -t>
-{> -t>

BE SCHRE I BEN O R O tJ E tJ
P R Ä f1 I S S E N SCHL USSFOL GERUNG
A N f" l\ i': G S Z U S T A N D E N D Z U !; T AtlD
I N PUT O UTPUT

0-bb. 2) schemati sche Darstellung


eines Dokumen tationsflusses
- 53 -

Anmerkungen

Anmerkung

UFOCAT , die derzeit umfangre ichste Datensammlung von UFO­


Ereigni ssen , zeigt dies sehr deutlich (UFOCAT , Anschri f t :
D r . David Saunders , Indus trial Relations Center , University
of Chicago, 1 2 2 5 East 60th Street , Chicago , I l l inois 606 3 7 ,
USA ) .

Anmerkung 2

Es i s t in der UFO-For schung ( leider) üblich, jedem, der unkon­


ventione llen Hypothesen gegenüber Zurückhaltung übt , Engstir­
nigkeit vorzuwerfen . Der Verfasser muß daher hier erwähne n ,
d a ß e r schon vor zwölf Jahren d i e Zeitmaschinenhypothese zur
Diskussion gestellt hat ( in "UFOs and Fourth Dimens i on " ,
Flying Saucer Review, Lenden , Vo l . 9 , No. 2 , March/Ap r i l 1 9 6 3 ,
Seite 1 0- 1 2 ) . Es gibt für diese Hypothe se interessante Argumen­
te ; ob diese aber schon so exakt formuli erbar s i nd , daß sie
nach den Regeln wissenschaftlicher Bewe i s führung als überprüf­
bare Kriterien brauchbar wären , ist zumindest zweifelhaft .

Anmerkung 3

Darauf beruht die Möglichkeit des MiBverstehens ebenso wie


die der Manipu lation.

Anmerkung 4
Innerhalb von MUFON-CES arbeitet zur Zeit ein kleines Team
an e inem Deskriptorenkatalog für UFO-Phänomene .

Anme rkung 5
Bei diesen Hypothesen handelt es sich übrigens nicht um unter­
sche idbare Alternat iven . Auch hier zeigt sich wieder , daß die
Fragen präziser gestellt werden müßten . Gravitationss.ingulari­
täten z . B . könnten sowohl natürlichen Ursprungs se i n , a l s auch
durch Raum- oder Zeitmaschinen verursacht . Bezüglich der Zeit­
maschinenhypothese hat der Verfasser schon vor geraumer Zeit
(vg l . Anme rkung 2 ) gez eigt , daß eine hypothe tisc he Zeitmaschi­
ne Eigenschaften eines Raumschiffes aufweisen müßte und es für
uns sehr schwierig sein könnte , zwischen beiden zu untersche i ­
den .

Umgekehrt wird man sich , wenn man schon die Mög lichkeit inter­
stella rer Reisen ins Auge f a ß t , diese kaum mehr als Transporte
im konventionellen Sinne , sondern vi�l eher als eine Manipula­
tion des Raum- Zeit-Kontinuums vorstellen müs se n , wenn man nicht
vor der Frage resignieren wi l l , was uns wohl in zwanzigtausend
Jahren die Antworten auf die Problerne von heute noch inter e s s i e ­
ren würden1

Anme rkung 6

Hynek selbst definiert Strangeness wie folgt :

The strangeness rating is to express it loosely a measure


of how "odd-ba l l " a report is within its particular broad
- 54 -

c l a s s i f i cation. More precisely it can be taken as a measure


of the nurober of i n formation bits the report contains , each
of which is difficult to explain i n common-sense terms .
(Hynek: The UFO Experience, Abelard Schumann , London 1972,
Seite 2 4 ) .

How rnany individual items or information bits does the re­


port contain which demand explanation and how difficult is
i t to explain them on the a s s umption that the event accurred?
(Hynek in "UFOs - A Scientific Debate" Cornell University
Pre s s , London 1 9 7 2 , Seite 4 1 ) .

Nach Meinung des Verfassers sind beide Defini tionen insofern


verbe ss erungsbedür f t i g , als Formulierungen wie " . . . measure of
the nurober of information bits the report conta ins , each of
which . . . " oder " How many individual items . . . . " wirklich die
Vor stel lung nahelegen, man könne j edem Deskriptor für sich
einen best immten Strangene ssindex zuordnen .

Zur Dokumentation von UFO-Ereignissen siehe auch den Aufsatz


11CODAP , Computer Dokumentation Anomaler Phänomene" vom g l e i ­
chen Verfasser (MUFON-C . E . S . 1 9 7 5 )

Literaturnachweis

Bloeche r , T. , 1 96 7 : Report on the UFO Wave of 1947, ed by


NICAP , Washington , D.C.

Condon , E.U. 1 96 9 : Scientific Study o f Unidentified Flying


Objects
Project Director
Bantarn Books 5 5 3 -04 7 4 7 - 1 9 5 ,

MUFON-C . E . S . 1 9 7 5 : D i e Erforschung unbekannter Flugobjekte ,


Bericht von der Sommertagung 1 9 7 4 in Innsbruck

Saunders D . , 1 9 7 5 : Extrinsic Factors in UFO-Reporting, AIAA­


Paper 7 5 - 4 3 , AIAA 1 3 th Aerospace Seiences Meet ing , Pasadene,
C a l i f . /January 2 0 - 2 2

Summa ry

The particular phases in the deve lopment o f scientific


research are analyzed . The particularities of UFO data are
discussed ( for example the problems of source s , re l i a b i l i ty ,
strangenes s ) . The d i f f iculty to obtain information about the
cause of these apparitions l i e s in the complexity of the phe­
nomenon and in the pollut ion of the in formation channe l s . The
present s i tuation in the UFO research is presented. A structu­
re of a documentary sys tem and the prodecure of data receiving
and analyzing are propose d . The problems of automatic classi­
f i cation a r e briefly sketched .
- 55 -

hu
Mathematische Verfahren zur Analyse theoretisch nicht vor�
sagbarer Phänomene

- Kurzfassung -

Dr. Leo FERRERA

Anband historischer Beipiele werden die typischen Reaktionen


der Mensc� �f Spontanphänomene analysiert . Einerseits findet
man eine Ne igung zur Mystifikation, anderer seits wird die Fak­
t i z i tät der Phänomene bestritten. Dabei wird die Rezeptionsbe­
reitschaft durch den objektiven Stand des Beweismaterials kaum
beeinf lußt . Somit wird die Frage aktue l l , inwieweit mathema­
tis che Auswertungsverfahren zu einer objektiven K l ärung bei­
tragen können.

Aus mathematischer Sicht weisen die Spontanphänomene eine


Reihe von Besonderheiten auf , die den Einsatz mathematischer
Verfahren ers chweren können . Dazu gehören u . a . ein wesent l i ­
cher Anteil von qualitativen Daten und d i e Unmöglichkeit einer
vollständigen Datensammlung .

Für das praktische Vorgehen wird vorge schlage n , von einer spe­
ziell en K l a s s i fiaktion der Spontanphänomene auszugehe n , die
auf dem Vorhandensein oder Fehlen eines intelligenten Urhebers
und auf der Existenz und Art einer dem Phänomen zugrundeliegen­
den Kommunikationsabsicht beruht . Hierdurch erhält man eine
erste Orientierung über die in Betracht kommenden mathemati­
schen Methoden.

Zwei Methoden, nämlich das Rechnen mit verknüpften Wahrschein­


lichkeiten und die Automatische Klas s i f ikation (cluster anal y s i s )
werden m i t einiger Ausführlichkeit behande lt ; zwei weitere , und
zwar die Spieltheorie und die Theorie der fuzzy sets werden
kurz s k i z z iert .

Zum Abschluß wird erörter t , inwieweit von den mathemati schen


Verfahren eine Glättung oder Ausgleichung von Beobachtungsfeh­
lern erwartet werden kann , und welcher Art die Wechselbeziehun­
gen zwischen Beobachtung und Theoriebi ldung s i n d . Der Verfasser
kommt zu dem Ergebni s , daß mathematische Analyseverfahren -
die richtige Auswahl und Anwendung vorausge setzt - nicht nur
dazu dienen können , Folgerungen aus vorhandenem Material abzu­
leiten, sondern auch dazu Forschungsstrategien aufzuze igen .
Daher i s t der Einsatz mathematischer Verfahren zur Analyse von
Spontanphänomenen bereits in einer relativ frühen Phase der
Forschung sinnvo l l .

� Copyright by Dr . Leo FERRERA 1 9 76


A l le Rechte vorbehalten
- 56 -

Mathematische Verfahren zur Analyse theoretisch nicht vorau s ­


sagbarer Phänomene

Dr. Leo FERRERA

1. Die Problematik der Spontanphänomene

1.1 Definition und Beispiele

Welche Phänomene theoretisch nicht vorhersagbar sind, hängt


von dem Erkenntni sstand der jeweiligen Gesellschaft ab .
Früher wurden Kometen, Sonnen- und Mondfinsternisse dazu ge­
zählt ; heute gehören dazu u . a . Meteoriten, Kugelbl i t z e , Erdbe­
ben, Seuchen, neuartige Ertaindungen und Erkenntn i s s e , Unfälle ,
Straftaten , Gerüchte , Modetorheiten, und nicht zuletzt die Phä­
nomene aus dem weiten Gebiet der Grenzwissenschaften.

Diese Phänomene sollen kurz als Spontan?hänomene bezeichnet


werden , ohne daß dadurch ein personi f 1 z 1erter Träger eines Wi l ­
lens impl i z iert sein sol l . Die Einordnung i n diese Kategorie
bedeutet auch keineswegs , daß ein Phänomen akausal oder grund­
sätzlich unerklärbar sein muß .

1.2 Die Reaktionen der Menschen am Beispiel der Meteoriten

Die unterschiedlichen Reaktionen der Menschen auf Spontanphäno­


mene sollen anhand des Beispiels der Meteoriten illustriert wer­
den , deren Existenz ja heutzutage nicht mehr umstritten i s t .
( s . Anm. 1 )

In der Antike waren die Meteoriten Gegenstand religiöser Ver­



e ng , später galten sie als Ausdruck des Zorns Gottes . Hinge­
gen wurde in der Aufklärung die Möglichkeit ihrer Existenz als
absurd bezeichne t . Namhafte Autoritäten bestritten ihre Existenz ,
andere wiederum beriefen sich auf diese Autoritäten . Dabei er­
gaben sich auch Fehldeutungen des vorhandenen Material s , das
z . B . von Lavoisier als Eisenkies eingeordnet wurde .

Als erster trat Chladni ( 1 7 5 6 - 1 8 2 7 ) entgegen der herrschenden


Meinung für die Faktizität dieses Phänomens e i n . Dabei stieß
er auf eine massive moral i sche Dif famierung , selbst von Seiten
angesehener Wissenscha f t l e r . Anzumerken i s t , daß Chladni Jurist
gewesen war , bevor er sich den Naturwissenschaften zuwand te , und
daher wahrscheinlich mit der Bewertung von Zeugenaussagen ver­
traut war .

1.3 Die allgerne ine Rezeptionsproblematik

Es i s t keineswegs gewährleiste t , daß der Mensch Spontanphänome­


ne vorbehaltlos zur Kenntnis nimmt und sich danach um eine ver­
nünftige Erklärung bemüht . Vielmehr kann stets eine Rezeptions­
problematik auftreten, insbe sondere bei Vorliegen erschweren­
der Umstände , die noch zu erörtern sind .

Diese Fehlhaltung kann sich einerseits in einer Myst i f i z i erung ,


andererseits in einem Bestreiten der Fak t i z i tät außern. In bei-
- 57 -

den Fällen beobachten wir dasselbe Spektrum von Verhaltenswei­


sen : autoritative Behauptungen und die Berufung auf Autoritäten ,
Diffamierung der Andersdenkenden , und schließlich gar eine Stö­
rung der Wahrnehmungs- und Kommunikationsvorgänge ( selektive
Wahrne �ung , Informationsfi lterung ) , soweit sie sich auf die ge­
nannten Phänomene beziehen.

Die Rezeptionsproblematik wird insbesondere dann gravierend ,


wenn die fraglichen Phänomene selten auftreten oder wenn sie
sich mit dem j eweiligen Weltbild schwer vereinbaren lassen .
Nachdrücklich ist darauf hinzuwe isen , daß die Rezeptionsproble­
matik durch die objektive Beweis lage kaum beeinflußt wird . So
wurde Jahrtausende lang an unbewiesene Phänomene geglaubt , et­
wa an Drachen als Erklärung von Eklipsen; andererseits bestan­
den trotz handgreif licher Beweise Zweife l , wie u . a . das Bei­
spiel der Meteoriten zeigt . ( s . Anrn . 2 )

2. Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung mathematischer


Methoden

2.1 Verborgene Eigenschaften und Zusammenhänge innerhalb


umfangreicher Datenbestände

Angesichts dieser Umstände wird die Frage akut , inwieweit man


mathematische Analy semethoden zu einer objektiven Klärung heran­
ziehen kann.

In erster Linie kommt die mathematische Statistik in Betracht;


einige neuere Spezia lgebiete treten hinzu. Gleich vorweg i s t
vor einem Mißverständnis z u warnen . Endzweck all dieser mathe­
matischen H i l f smittel soll es nicht sein, Gegner zu überzeugen -
die Rezeptionsbereitschaft wird wohl durch mathematische De­
duktionen ebensowenig beeinflußt wie durch materielle Bewe i s ­
stücke - sondern das Datenmaterial " zum Sprechen zu bringen " ,
d . h . verborgene Eigenschaften und Zusammenhänge zwischen Ein­
zeldaten aufzudecken .

2.2 Nichtreprodu zierbare Phänomene und die statistische


Methode

Zunächst sollen einige verbreite� Irrtümer über die Brauchbar­


keit der statistischen Methode und die Voraussetzungen ihres
Einsatzes kurz erörtert werde n . Die wichtigsten sind :

1. der volkstümliche generelle Manipulationsverdacht , auf den


wegen seines unwi ssenschaftl ichen Charakters nicht weiter
einzugehen i s t ;

2. d i e unzutref fende Gleichsetzung d e r Statistik schlechthin


mit der deskriptiven Statisti k , wobei die mathemati sche
( schließende) Statistik ignoriert wird;

3. ein veraltetes Wissenschaftsverständni s , das nur streng


deterministische Zusammenhänge gelten lassen will ;

4 . die irrige Auffas sung , wonach Reproduzierbarkeit eine Voraus­


setzung für die Anwendung statistischer Methoden i s t .
- 58 -

Zu dem letztgenannten Problem schreibt Schneewe i s s : "Entgegen


einer verbreiteten Ansicht können objektive Wahrsche inlichkei­
ten vielfach auch für solche Ereignisse berechnet werden ,
. . •

d i e sich nicht ständig wiederholen, sofern sie sich nur aus an­
deren Ereignissen zusammensetzen . . . , die ihrerseits als belie­
big oft wiederholbar gedacht werden können . Dabei kann die Art
der Zusammensetzung se lbst (historisch} einmalig sein . "
( Schneewe i s s 1 9 6 7 , s . 2 8 )

Die wichtigsten Lei stungen der mathemati schen Statistik lassen


sich wie folgt zusammenfassen:

1 . Ein erster Vorteil ergibt sich bei der Beschre ibung komplexer
Tatbestände . Das Material kann verdichtet und übersichtlicher
dargeste llt werden .

2. Es ergibt sich die Möglichkei t der Schätzung , z.B. des Schlus­


ses von einer Stichprobe auf die Gesamthei t .

3. E s wird möglich, Zusammenhänge innerhalb d e s Datenmaterials


aufzudecken.

4. Das wichtigste , zugleich aber auch schwierigste Anwendungs ­


gebiet i st d i e PrUfung von Hypothesen. Insbesondere lassen
sich Fragen der Art beantworten : Wie wahrscheinlich ist e s ,
daß die vorliegenden Beobachtungen rein zufällig zustande
gekorrunen sind?

2.3 Die Kontroverse über die Anwendbarkeit der Statistik


und die Interpretation der Ergebnisse in umstrittenen
Forschungsgebieten

Gerade die zuletzt angedeutete Frage nach der Signif ikanz be­
darf einer gründlichen Erörterung . Es handelt sich hier um
einen Diskussionsgegenstand , bei dem e s bereits genug Mißver­
ständnisse und unzulässige Vereinfachungen gegeben hat . ( s .Anm . 3 )

Die Problematik ist um die beiden Begriffe "Ereigniswahrschein­


lichkeitn und " Hp>othesenwahrscheinlichke it" konzentriert . Die
Ereigniswahrsche1nlichkeit bezieht sich auf die Wahrscheinl ich­
keit des Eintreffens eines bestimmten Ereigni sses ( z . B . der
Z iehung einer bestimmten Zahlenfolge beim Lotto ) . Hingegen be­
zieht sich die Hypothesenwahrscheinlichkeit auf die Zuverlässig­
keit von Aussagen , etwa der Aussage : "Jeder Würfelseite kommt
die Wahrscheinlichkeit 1 / 6 zu . "

Die Kritik richtet sich nun gegen eine Gleichsetzung oder Ver­
mischung der beiden Begriffe . Popper ( 1 9 6 9 , S . 1 50) spricht
von "Wahrscheinlichke itsmetaphysik " ; ähnlich äußern sich auch
Bridgman ( 1 9 5 6 ) und Tornier ( 1 9 5 9 ) . Nach Hengst ( 1 96 6 , S . 1 30 )
bezieht sich die Irrturnswahrscheinl ichkeit " s tets auf eine Eigen­
schaft des Schlußverfahren s , nicht aber seines Ergebnisse s . "

Aus statisti schen AuffMl ligkeiten kann man also nicht auf die
Existenz von Ursachen schließen. Begriffe wie "Antizufalls­
wahrsche inlichkeit" , " S ignifikan z " usw . können rein mathema­
tisch nicht gestUtzt werden (Tornier 1 9 5 9 , S . 1 1 1 ) .

Trotzdem läßt Popper die Wahrsche inlichkeitsaussagen der Physik


- 59 -

z u . Er spricht vom "methodologischen Beschluß , Effekte , repro­


duzierbare Gesetzmäßigkeiten niemals auf gehäufte Zufälle zu­
rückzuführen" ( Popper 1 95 9 , S . 1 5 3 ) .

Was würde es denn praktisch bedeuten, wenn j emand z . B . trotz


einer Hypothesenwahrscheinlichkeit von 99 Prozent eine Hypo­
these ablehnt? Dies ist dann doch wohl der Ausdruck einer sub­
j ektiven Voreingenommenhei t . Wenn gleich die Statistik keine Be­
weismethode darste l l t , ist sie doch eine Forschungsmethode .
"Die signif ikante Abweichung des beobachteten vom erwarteten
Wert hat . Signalcharakter . Sie fordert dazu auf, durch wei­
. •

tere Hypothe senbildung . •der möglichen Ursache auf die Spur


zu kommen " . (Mischo 1 9 7 4 , s . 1 3 3 ) .

3. Strategien des Vorgehens

3.1 Eigentümlichkeiten der Spontanphänomene aus mathema­


tischer Sicht

Wenn man die Spontanphänomene im Hinblick auf die Anzahl eines


mathematischen Auswertungsverfahrens betrachtet , so können fol­
gende Besonderheiten auftreten :

1. Die Phänomene sind nicht reproduzi erbar .

2. Es i s t nicht gewährleiste t , daß alle Phänomene der betrach­


teten Art, die während des festgelegten Erfassungszeitraumes
aufgetreten sind, in die Statistik eingehen (Dunkelziffer in
der Krimina l s tatistik , nicht geme ldete Erkrankungen in Mor­
biditätsstatistiken usw. ) .

3. Es liegen ( neben anderen oder ausschließlich) qualitative


Merkmale vor.

4. Möglicherweise ist ein Schema von Merkmalen nicht vorhan­


den, sondern erst aus dem Material zu erarbeiten .

5. Es ist damit zu rechnen, daß nicht in allen Aufzeichnungen


alle Merkmale besetzt sind . ( z . B . kann in einem Unfallbe­
richt die Rubrik " Zeuge des Unfa l l s " leer sein . } .

6 . Es handelt sich um "offene Mengen " (Hengst 1 9 6 6 , S . 40) ,


freilich nicht im Sinne der Topologie, sondern derart, daß
j ederzeit weitere Elemente hinzutreten können . (Dies g i l t
selbst dann, wenn man s i c h von vorneherein a u f Phänomene
beschränkt , die innerhalb eines gewissen Ze itraums vorge­
fallen sind, da nämlich Meldungen hierüber noch nachträglich
auftauchen können . )

A l l diese besonderen Eigenschaften , j a selbst ihr gemeinsames


Auftreten, schließen einen er folgreichen Einsatz statistischer
�lethoden nicht aus . Dies zeigen u . a. Kriminal- und Unfallsta­
tistiken .

3�2 Vorschlag einer Klassi fikation der Spontanphänomene

Nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt der Auswahl mathemati­


scher Verfahren dürfte sich folgende Einteilung der Spontan-
- 60 -

phänomene als praktisch erweisen :

!YE_!: Hierzu gehören alle Spontanphänomene , die ohne Absicht


eines intel ligenten Urhebers auftreten ( z . B . die er­
wähnten Naturphänomene , ferner Unfäl l e ) .

�: Diesep{werden durch einen Urheber mit Kommunikationsab­


sicht ausgelöst (Beispiele : Werbefe ldzüge , Eintragungen
einer Erfindung, veröffentlichte Innovationen) .

!YE_l: Diese gehen ebenfa l l s auf einen intelligenten Urheber ,


j edoch ohne Kommunikationsabs icht, zurück (Beispiele
sind die meisten Straftaten, aber auch unveröffentlich­
te Innovationen ) .

�: Hierzu sollen Spontanphänomene mit intelligentem Urhe­


ber gezählt werden , bei denen erschwerende Bedingungen
hinzutreten, insbesondere :

a) Rivalität zwischen den Beteiligten

b) Verschleierungsabs ic h t .

E i n Beispiel z u 4 a sind Delikte rivalisierender Banden, d i e


s i c h durch Beweismittelfälschungen gegenseitig zu belasten ver­
suche n . Zu 4b gehören die in der Soziologie übliche Methode der
unerkannten Beobachtung und die sog. Desinformation.

3.3 Zu sammenge setzte Wahrschei n l ichkeiten

Unter ausdrück l ichem Hinweis auf die Vorbehaltet in Abschnitt


2 . 3 soll hier in großen Zügen die Mög lichkeit der Verknüpfunq
von Wahrschei n lichkeiten darge stellt werden.

Es mögen n Berichte über ein umstrittenes Phänomen vorliegen.


Dabei sei P i die Wahrsche inlichkeit dafür , daß der Bericht i
eine Falschmeldung i s t . Unter diesem etwas farblosen Ausdruck
sollen alle unzutreffenden Berichte ohne Rücksicht auf die
Fehlerursache ( Irrtum , Täuschung , Störung bei der Informations­
übermittlung usw. ) zusammenge faSt werden . Man kann davon aus­
gehen , daß P i < 1 ist , da man die erkennbaren Falschmeldungen
gar nicht in die Analyse einbeziehen wird (das Vorliegen von
e i nwandfreien Falschmeldungen schließt ja die Korrektheit an­
derer Berichte und die Faktizität des strittigen Phänomens
nicht aus ) . Ebenso kann man P ) 0 voraus setzen, da ja sonst
i
die Frage nach der Faktizität bereits positiv entschieden wä­
re.

Unter der Voraussetzung , daß die Berichte unabhängig sind, i s t


d i e Wahrsche inlichkeit dafür , d a ß alle Fal schmeldungen sind,
gleich P 1 P p . Dieses Produkt aus-zahlen zwischen 0 und 1
2
i s t kle iner a l s aer kleinste darin vorkommende Faktor . Mit j e ­
• . •

dem nachträglich hinzukommenden Bericht wird es abermals k l e i ­


ner.

D i e Wirksamkeit dieser Formel s o l l durch zwei e infache Zahlen­


beispiele veranschaulicht werden . Es mögen 1 00 Berichte vor l ie­
gen, die alle mit 9 9 % Wahrscheinl ichkeit falsch sind. Dann ist
die Wahrsche inlichkeit dafür , daß alle falsch sind, gleich
- 61 -

0 , 3 6 6 ( 3 6 , 6 % ; mit 6 3 , 4 % ist mindestens ein Bericht zutreffend ! ) .


Würden 1 000 solcher Berichte vorliege n , so läge d i e zusammenge­
setzte Irrtumswahrsche inlichkeit bei rund 1 : 2 3 000 .

Noch geringere Irrtumswahrscheinlichkeiten ergeben s ic h , wenn


man nicht mehr nach d i e s em groben Verfahren j eden Bericht auf
eine einzige Zahl ( P i ) reduz iert , sondern den Inhalt der Berich­
te im Deta i l berücksichtigt .

Hierzu ein Beispie l : Im Zeitalter der Entdeckungsreisen haben


zwei Forscher unabhängig vone inander über ein bis lang unbekann­
tes pflanzenfressendes Tier mit einem Horn auf der Nase berich­
te t . Die zus ammengesetzte Irrtumswahrscheinl ichkeit lautet nun :
p q p q • Dabei i s t p . die Wahrschei n l ichkei t einer Falschmel­
1 1 2 2
dung aes Beobachters i: bezüglich des Merkmals "pf lanzenfressend"
und q 1 entsprechend für das Merkmal " Horn auf der Nase " .

Dif ferenzierte Auswertunge n , z . B . mit H i l f e der bedingten Wahr­


scheinlichkeiten ( Bayessche S tatistik) sind möglich , doch muß
der Oberblick an dieser Stel le abbrechen .

Die kritischen Punkte kann man wie folgt zusammenfassen :

1. Die Frage nach der Unabhängigke it der Berichte kann sehr


schwieri g , muß aber nicht unlösbar sei n . Keinesfalls darf
man s ich sofort mit dem naiven Argument zufriedengeben , daß
doch nur einer vom anderen abgeschrieben habe . Gerade dann ,
wenn Meldungen über ums tri ttene Phänomene (und insbesondere
die Deta i l s ! ) aus dem Kommunikationsne t z herausge f i l tert
werden , verliert j enes Argument an Oberzeugungskraft .

2 . Auch die Schwierigkeiten bei der Abschätzung von Wahrsche i n ­


lichkeiten sollen nicht bagate l l i s iert werde n . Doch dürften
diej enigen irren , die ohne Kenntnis des bis lang entwickelten
Instrumentariums dieses Problem für unlösbar halten . ( s . Anm . 4 )

3. Die Ergebni s s e dürfen nicht falsch interpretiert werden . I n


j edem Falle hande l t es s i c h um e i n e Ereigni swahrsche inlich­
keit , nämlich die Antwort auf die Frage : " Mit welcher Wahr­
scheinlichkeit sind alle Berichte Fals chmeldungen ( in dem
oben defin ierten Sinne ) ? " . Auf den grundsät z l ichen Unter­
schied zu Hypothesenwahrscheinl ichkeiten (vgl . 2 . 3 ) wurde
bere its hingewie sen .

4 . Man erhält auf die sem Wege keine Auskunft über Hintergründe
und Ursachen . ( So kann man in dem genannten Be ispiel nicht
k l ären , wie die Hörner auf die Nasen und die Nashörner in
den Urwald gelangt s ind . )

3.4 Automatische Klassi fikation

Unter den neueren mathematischen Spe z i a lgebieten i s t an erster


Ste l l e d i e Automatische Klas s i fikation ( s . Anm . 5) i n Betracht
zu ziehen. Sie z ie lt darauf ab , Objekte , die durch e ine Reihe
von Merkma lsaus prägungen charak terisiert s i nd , aufgrund eines
vorgegebenen Ähnlichkeitskri teriums in Tei lmengen ( c lusters )
einzute i len . Dadurch soll eine mög l i cherwe i se vorhandene Struk­
tur der Ob j ek tmenge sichtbar gemacht werde n .
- 62 -

Das Gebiet der Automatischen Klassi fikation umfaßt eine Viel­


falt von Verfahren , die teils determinist ischer , teils stati­
stischer Art sind . Einige der statisti schen Verfahren kann man
a l s Weiterentwick lung der Dis kriminan zanalyse ansehen . Prakti­
sche Anwendungen f i ndet man bere its in recht unterschiedlichen
D i s z ip l inen , zu denen u . a . Biologie , Psychologie , Soziologie ,
Astrophysik , Werkstof fkunde und maschinelle Zeichenerkennung
( pattern recogni tion ) gehören .

Der Begr i f f " Klassi fikation" ist natürlich sehr umfassend . Ober­
spitzt ausgedrückt , könnte man auch die Eintei lung von SMtzen
in wahre und falsche als " K la s s i f ikation" ansprechen . In der
Hauptsache hande lt es si ch hier aber um Aufgaben folgender Art :

1 . Zerlegung einer Gesamthe it in Tei lmengen ( c luster s )


C
C l , C2 ' n'
. • • '

2. Testen der Hypothe se , wonach ein Objekt einer Tei lmenge


angehört .
Ci
Durch die Bezeichnung der Methode darf man sich nicht z u der
Annahme verleiten lassen , daß alles " automatisch " , ohne eigenes
Zutun ab l i e fe . Vie lmehr sind Kriterien für die Eintei lung vorzu­
geben - in Betracht kommen etwa die Minimierung der Abstände
innerhalb der Tei lmenge oder die Maximierung der Distan z en zwi­
schen den Tei lmengen - und das j ewe i l s geeignetste Verfahren
muß ausgewählt werden . Besonders die Behandlung von qua litati­
ven Daten erfordert Kenntn isse der Skal ierungsmethoden .

3.5 We itere mathematische Hil fsmittel

Ohne Anspruch auf Vol l s tändigkeit sol len hier zwei weitere Ge­
biete erwähnt werden , näml ich die Spieltheorie und die Theorie
der " fu z z i s e ts " .

Die Spi e l theorie befaßt sich mit " s trategischen Spielen " , die
gegen die reinen Glücksspiele abgegrenzt werden . Bei einem stra­
tegischen Spi e l können die Spieler zwischen mehreren Handlungs­
a l ternativen wählen , wobei der Erfolg ( " Au s z ahlung " ) eines
Spielers von seiner eigenen Entscheidung und denen der Mitspie­
ler abhängt .

Im ursprünglichen Konzept wurden nur Spiele zwischen mehreren


inte l l igenten Gegenspielern betrachte t . Doch lassen s ich auch
individu e l l e Entscheidungs s i tuationen-z . B . die D i sposition über
Anzahl und Ort der Ve rsuchsbohrungen bei der öl suche - a l s
sog . " Spiele gegen d i e Natur" a u f das Grundmode l l zurückführen .
Die Spie ltheorie behandelt auch Situationen mit unvo l l s tMndiger
Information , mit Zufa l l seinflüs sen , mit Koa l i tionen zwischen
Spielern (bei mehr als 2 Parteien) und den Einfluß des Bluffens
( s . Anm . 6 ) Es ist offensichtl ich , daß die Spieltheorie besonders
bei Phänomenen des Typs 4 ( vgl . 3 . 2 ) in Betracht kommt .

Ein neueres Spe z i a l gebiet ist die Theorie der " fu z zy set s " , die
1 9 6 5 von Zadeh begründet wurde . Eine deutsche Übersetzung des
Begr i f fs scheint s i ch noch nicht durchge setzt zu haben - am
ehesten könnte man vie llei cht von "vers chwommenen Mengen" spre­
chen . Es hande lt sich um eine Veral lgemeinerung der üblichen
- 63 -

Mengendef inition . Ste l l t man eine herkömmliche Menge durch eine


scharf berandete , schwarz gedruckte Figur auf weißem Papier dar ,
dann entspricht eine verschwommene Menge einer Darstel lung , bei
der die im Innern anzufindende schwarze Farbe an den Rändern
kontinuierlich in immer hel ler werdende Grautöne übergeht , b i s
diese weiter außen unmerklich i n dem weißen Umfeld verschwinden .

Die Theorie beruht auf einer streng mathematischen Definition .


In der herkömmlichen Mengenlehre gil t eine charakteristische
Funktion f ( x ; M) derar t , daß f ( x ; M)
= 1 ist , wenn x der Menge
M angehört , wogegen f ( x ; M) = 0 is t , wenn x nicht Element von
M i s t . Bei den verschwommenen Mengen kann nun f jeden be liebi­
gen Wert zwischen 0 und 1 annehme n . Zur Veranschau l ichung könnte
man sage n , daß ein Element x " nur bedingt" zur Menge M gehöre ,
doch muß sich hierbei vor fal schen Analogien zum Wahrsche inlich­
keitsbegriffen in acht genommen werde n . Verschwommene Mengen
wären etwa die Mengen der Dumm- oder der Glatzköpfe , da nie­
mand eine strenge Abgrenzung angeben kann .

Bei der Beurteilung dieser Theorie muß man sich davor hüte n ,
sich von sprachl ichen Assoziationen oder sonstigen gefühlsmäßi­
gen Eindrücken leiten zu lassen ( dies würde nur zu Mißvers tänd­
nissen von der Art führe n , wie sie oft genug gegen Wahr schein­
lichkeitsrechnung und Statistik vorgebracht worden sind . ) In
Wahrheit näml ich handelt es sich um eine s t reng mathematische
Theorie , die a l len in der Reinen Mathematik üblichen Kriterien
gerecht wird. Diese Theorie l iefert eine "Logik der unexakten
Größen " ( Gogue n , 1 9 67 , S . 1 4 7 ) . Sie bietet Aussicht auf Erfolg
auch in Fälle n , wo die Anwendung der Wahrscheinl ichkeitsrech­
nung schwierig erscheint , weil man z . B . die zugrunde l iegenden
Vertei lungen schlecht abschätzen kann oder we i l Unsicherheit
über die stati schen Annahmen (Unabhängigkeit usw . ) besteht .
( Goguen 1 9 6 7 , S . 1 4 5 ) .

Bisher bekannt gewordene Anwendungen bez iehen sich auf eine


große Vie lfalt von Fachgebieten , up. Wirtschaftswi ssenschafte n ,
Biologie , Psychologie , Soziologie , Lingui stik , Informations­
theor i e , Entsche idungstheorie , maschinelle Ze ichenerkennung
und Automatische Klassi fikation . Insge samt i s t festzuste l len ,
daß es sich um eine schwierige , aber äußerst lei stungsfähige
Methode hande l t , deren volle Reichweite noch gar nicht abge­
schätzt werden kann . ( s . Anrn. 7 )

4. Die Rolle der mathematischen Analyseverfahren im E r ­


kenntnisprozeß

Mathematische Analyseverfahren können dazu dienen , umfangre i ­


che Datenbestände übersichtlich z u ordnen und darzustel le n , Fol­
gerungen aus den Daten abzuleiten und Forschung sstrategien zu
entwi cke ln .

Bei a ll dem soll nicht außer acht gelas sen werden , d a ß a l le Da­
ten fehlerbehaftet sind . Die Fehlerhaftigkeit der Daten i st
kein gültiges Argument gegen die Brauchbarkeit mathematischer
Methoden - fehlerbehaftet sind schlie ßl ich auch a l le naturwi s­
senscha ftlichen und technischen Messungen . Im Gegenteil wurde
eine spe z ielle mathematische Theorie dazu entwicke lt , dieser
Tatsache gerecht zu werden , nämlich die Fehler- und Ausgleichs-
- 64 -

rechnung . Bei den zuvor beschriebenen Methoden , die sich zur


Analyse von Spontanphänomenen besonders eigne n , ist j edenfal l s
tei lwe ise eine Ausglei chung von Fehlern mögl i c h . D i e s gilt mit
Sicherheit bei den originär statistischen Verfahren . Wie er­
wähnt , sind Verfahren der Automatischen Klassifikation tei lwe i ­
se a u f statisti schen Methoden aufgebaut ; inwieweit h i e r eine
Ausgleichung von Fehlern mög lich i s t , läßt s ich noch nicht ab­
schließend beurtei len . Auf keinen F a l l soll die Möglichkeit
einer Fehlerausgle ichung Nachläss igkeiten bei der Datensammlung
rechtfertigen ; e in e korrekte Datensammlung kann auch nicht durch
hochgezüchtete mathemati sche Analysever fahren ersetzt werden .

Die mathematische Analyse ist der Datensammlung weder zeitlich


noch logisch nachgeordne t ; vie lmehr s tehen Datensammlung und
Theor iebi ldung in einer ständigen Wechselbez iehun g . Nicht nur
daß d ie Daten den Ausgangspunkt der theoretis chen Analysen b i l ­
den , auch umgekehrt können Ergebnisse d e r theoreti schen Erwä­
gungen die Daten sammlung beeinf lussen . Man kann nun einmal
nicht beliebig viele Experimente , Beobachtungen oder Zeugenbe­
fragungen anste l le n . Hier sind Zwischenergebnisse der Theorie­
bi ldung unentbehrl ich , die Hinweise darauf gebe n , wo und wie
weitere Daten zu sammeln s ind und worauf hierbei besonders zu
achten i s t . ( s . Anm. 8 )

Gewiß besteht die Gefahr , daß eine theoretische Voreinstel lung


Zeugenbefragungen und Aufschreibungen " färbt " . Doch kann dieser
Gefahr begegnet werden , a l lein schon dadurch, daß man s ich ihrer
bewußt i s t , im übrigen kann man Daten sammlung und Theoriebi l ­
dung personel l trennen , was sich j a auch nach Temperament ,
Kenntni sstand und Interessenschwerpunkt der beteiligten For­
scher anbiete t .

E s gibt in der Wis senschaftsgeschichte eindrucksvolle Beispiele


dafür , daß angesehene und einflußreiche Gelehrte behaupte ten ,
es s e i für eine Theoriebi ldung noch zu früh, und man müsse s ich
bi s auf weiteres auf die Materials amml ung beschränken , wobei die­
se Auffassung in relativ kurzer Z e it durch Erfolge anderer For­
scher widerlegt wurde . Eine versptätete Theoriebi ldung kann sich
genau so fatal auswirken wie das Gegente i l , näml ich das vore i l i ­
g e Aufstellen ungeprüfter Behauptungen ; i n einem Fa lle zumindest
hat die z i tierte Einstel lung eine wi s s enschaftliche D i s z ip l in
in einem Lande um Jahrzehnte zurückgeworfen und vom internatio­
nalen Fortschritt isoliert . ( s . Anm . 9 )

Aus a l l den dargelegten Gründen ergibt s ich die Schlußfolgerung :


Der Einsatz mathematischer Verfahren zur Analyse von Spontanphä­
nomenen ist nicht nur möglich und sinnvol l , sondern gerade zu
eine Notwendigke it , und zwar bere its in einer relativ frühen
Phase des Erkenntnisproz esses .

Und noch eine letzte Bemerkung über die menschliche Voreingenom­


menhe it und die Grenzen des menschli chen Urteil svermögens . Es
gibt zwingende Bewe i se dafür , daß die menschliche Fähigkeit zur
I n formationsverknüpfunq ebe�so beschränkt i s t , wie die Kapazi­
tät des Gedächtnisse s . In sbesondere kommt e s zu Fehlern bei der
intuitiven Urte i l s b i ldung.
- 65 -

"Der Versuc h , aus zahlre ichen richtig erkannten Einze lphäno­


menen intuitiv e in Gesamturte il zu bi lden , führt im a l l gemei -
nen zu z iemlich schlechten Ergebni ssen , wenn die e inze lnen E le ­
mente in komp l i z ierter Weise zusammenhängen und zum Te i l einan­
der widersprechen . Der Mensch i s t nach Edwards ein konservativer
Datenverarbeiter : sein Gesamturteil reagiert viel zu wenig
empfindlich gegenüber wirklich erheb lichen Veränderungen der
Lage ; e r bleibt im a l lgemeinen bei einem "normalen" , "mittleren " ,
"bi sher akzeptierten" Urte i l , auch wenn er a l le E inzelheiten
der veränderten Lage richtig erkannt hat . " { Krelle 1 96 8 , S . 3 4 4 ;
Hervorhebung im Origina l )

D a s Ergebnis , das bei Krelle unter dem Begr i f f "konservative


Verzerrung der intuitiven Datenverarbeitu nc]'' zus ammengefaßt
wird , stützt s ich auf psycholog ische Exper1mente ( s . Anm . 1 0 ) .
D i ese zeigen unter anderem, daß der Mensch bei der intu i t iven
Verknüpfung von e infachen Wah r scheinlichkeiten zu Schätzungen
kommt , die in extremer Weise vom wahren Wert abwe ichen ; bezüg­
lich so lcher Le i s tungen ist also der Kalkül dem nicht-kalküli­
sierten menschl ichen Denken eindeutig überlegen . Es bleibt -
zumindest in Problemsituationen der geschi lderten Art - nichts
anderes übr i g , als s ich des Forma li smus zu bedienen .

Symptomatisch i s t auch die Entwicklung Einsteins , der ursprüng­


l ich unter dem Einfluß von E . Mach der Allgeme inen Relativitäts­
theorie abiehenend gegenübergestanden hatte , aber schl ießl ich
im Verlaufe seiner Forschungen zu einer positiven Beurte i l ung
gelangte . Hierzu bemerkt Süs smann { 1 9 6 4 , S . 5 7 ) - selbst ange­
sichts eines Genies wie Einstein - daß Formeln und Theorien
oft klüger sind a l s ihre Autoren .
- 66 -

Anmerkungen

1) Stark verkür z t und frei wiedergegeben nach Heide 1 957,


s. 64 - 67

2) Wollte man d i e Logik gewi s ser Gegner der Parapsychologie


übernehme n , so könnte man "beweisen " , daß es keine Erdbe-
ben gib t : Jedermann we i ß , daß der Erdboden e twas Festes
und Solides i st . In den gelegentlichen Meldungen über an­
gebliche " Erdbeben " - die übrigens recht häufig in der
Sauregurkenzeit verlauten - äußert sich die Außenpro j ektion
einer subjektiv empfundenen Unsicherheit und a l lgeme inen
Lebensangs t , die sich bei geeigneten psychosoz ialen Bedin­
gungen auch zu einer Massenpsychose steigern kann . Schäden
an Gebäuden las sen s i ch in natürlicher Weise durch Material­
ermüdung und Erschütterungen , etwa bei der Vorbe ifahrt schwe­
rer Lastzüge , erklären. Und schließlich i s t bei den angeb­
lichen Sei smographischen Aufzeichnungen nicht mit Sicher­
he it aus zusch ließe n , daß j emand in betrügerischer Absicht
dem Gerät einen Fußtritt versetzt hat .

3) Sowei t nicht andere Autoren zitiert werde n , folgt die Dar­


stel lung in verkür zter und freier Wiedergabe dem Aufsatz von
Mischo 1 9 7 4 , auf den hier nachdrück l i ch hingewiesen wird .

4) Zu erwähnen i s t u . a . der Ratetest nach Shannon , vg l . z . B.


Weltner 1 9 70

5) In der englischen Literatur " c luster analys i s " . Als derzeit


umf assendste Darstel lung in deutscher Sprache ist das Buch
von Bock 1 9 7 4 zu nennen (dort weitere Nachwe i se S. 4 3 5 -
4 67 ) .

6) Eine kurzgefaSte Obersicht bringt Morgenstern 1 9 5 6

7) Eine lehrbuchmäßige Darstel lung bringt Kaufmann 1 9 7 5 , einen


Oberblick über neuere Anwendungen bietet der von Zadeh u . a .
1 9 7 5 herausgegebene Sammelband .

8) Ein interessantes historisches Beispiel bringen Neumann &


Morgenstern ( 1 9 6 7 , S . 3 ) : " Die genauen Messungen von Quanti­
tät und Qua l i tät der Wärme (Energie und Temperatu r ) waren
das Ergebnis und nicht die Vorau ssetzung der mathematischen
Theorie . "

9 ) Geme int ist die sog . j üngere historis che Schule der deutschen
Nationalökonomi e , vgl . Schneider 1 9 6 5 , S . 2 9 5 - 3 3 1 . Schne i­
der beze ichnet den Einfluß dieser Schule als "verhängnisvo l l "
( S . 3 2 5 und 3 3 1 ) .

1 0) Insbesondere des bereits zitierten Ward Edward s . Nachwe i se


be i Kre lle 1 9 6 8 , S . 3 4 4 - 3 4 7 .
- 67 -

BOCK , H . H . 1 974 : Automatische Klassi fikat ion .


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ZADEH, L.A. 1965: Fuzzy sets and their applications to


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New York : Academic Pre s s
- 68 -
Summary

MATHEMAT ICAL PROCEDURE FOR ANALYZING THEORETICALLY UNPREDICTABLE


PHENOMENA

by Dr . Leo Ferrera

Typical reactions of men to spontaneaus phenomena are analyzed


by d i scussing historical examples . On the one hand one finds a
tendency toward mysticism whi �t on the other hand the factual
nature of the phenomena i s denied . Because o f thi s , the recep­
tion the data receive is scarcely influenced by the obj ective
quality of data and evidence . Therefor e the question becomes
e s s ential for what extent mathematical methods of evaluation
can be helpful for an obj ective j udgement .

From the mathematical viewpoint , s pontaneous phenomena present


a series of peculiarities that can make the use of these proce­
dures difficult . Among other thing s , these peculiarities inclu­
de a substantial portion of qua litative data as wel l as the
impos sibil ity of a complete collection of a l l data pertaining
to some type of phenomenon.

A practical strategy is proposed here to start from a special


c l a s s i f i cation of spontaneaus phenomena . This c la s s i fication
i s based on the presence or absence of an inte l l igent origina­
tor of the phenomena and on the exis tence and nature of an
underlying intention to communi cate . By this means one recei­
ves a first orientation concerning the mathematical methods that
come into consideration .

Two method s , namely the application of probabi l ities for com­


posite events and cluster ana ly s i s are discussed in some detai l .
Two other method s , game theory and the theory of fuzzy sets ,
are briefly sketched .

Final ly , the smoothing and compensation of the observational


errors that can be expected from mathematical methods as we l l
a s the nature o f the interrelations between observation and
theory development are discussed . The �uthor comes to the con­
clusion that mathematical analyzing me�d s , as suming the correct
choice and application have been mad e , can not only serve to
derive inferences from the material on hand , but in addition
indicate strategies for further research .

Therefore , the introduction of mathematical methods for the


analysis of spontaneaus phenomena is useful , even in a relatively
early phase o f the research .
- 69 -

Adolf Schneider

Elektromagnetische und gravitative Wirkungen unbekannter


F lugobjekte

Obersicht

Dieser Beitrag befaßt sich mit einigen UFO-Effekten , die in


den letzten 30 Jahren immer wieder beobachtet und teilweise
auch automatisch registriert worden sind . Anhand ausgewählter
charakter istisc her Beispiele , die häufig von mehrfachen und un­
abhängigen Zeugen stammen , versucht der Autor nachzuwei sen ,
daß diese im wesentl ichen e lektromagneti schen und gravitativen
Wechselwirkungen eng mit dem Antriebsmechanismus der unbekann­
ten Flugobj ekte korreliert sein müssen .

Die bisher aufgetretenen physikalischen Sekundäreffekte im Zu­


sammenhang mit UFOs umfassen typische Radio- und Fernsehstörun­
gen sowie die direkte Beeinf lussung e lektrischer Versorgungs­
netze , Störungen u nd Ausfall von Antriebs- und Bordsystemen bei
Auto s , Flugzeugen und Schiffen , beschleunigte Entladung von
Batterien , Aktivierung von phosphore s z ierenden Stoffen oder un­
mittelbare Zündung von nicht am Net z ange schlossenen Leuchtstoff­
lampen , Auftreten von radioaktiver Strahlung , was tei l s durch
unerwartete Schwärzung fotografischer Platte n , teils durch Re­
ferenzmessung von Bodenproben an UFO-Landeplätzen mittel s Gei­
gerzählern festgeste l l t werden konnte , extreme , lokal begrenzte
Hitze- und Kälteeffekte , entweder direkt von UFO-Zeugen emp fun­
den oder durch ungewöhnliche Vereisung oder Verbrennungen nach­
gewiesen , sowie ein breites Spektrum magnetischer Störungen , die
von der e infachen Auslenkung einer Kompaßbussole bis zu starken
remanenten Magnet i s ierungen von Eisenteilen reichen . Viele die­
ser Erscheinungen treten mit großer Häufigkeit im unmittelbaren
Nahfeld oder auch in zum Te i l beträchtlicher D i s tan z zu den un­
bekannten Flugobj ekten auf .

Die eigentlichen Primäreffekte , welche vermutlich gravitativer


Natur sind , werden ebenfalls anhand einer Reihe exemplarischer
Fäl le vorge ste l l t . Insbesondere beim Schweben oder Beschleuni­
gen unmi ttelbar über dem Erdboden oder e iner Wasseroberfl äche
verursachen diese Flugkörper typische Krater oder Flüss igkeits­
kege l , we lche durch aerodynamische Luftbewegungen al lein nicht
erklärt werden können . Häufig wurden auch Levitationen von Ma­
terietei lchen , aber auch von ganzen Autos und Flugzeugen s amt
Insassen im Antriebsfeld der unbekannten Flugobjekte beobach­
tet . Zeugen einer Nahsichtung sprechen zuwei len von einer eigen­
tümlichen Kraft , die sie in ihrer Bewegungsfähigkeit hemmt , wie
wenn sie unter Wasser gingen oder von einem unsichtbaren Gummi­
band zurückgehalten würden . In dieses Pattern reiht sich auch
die of tma ls von Kontaktlern bezeugte , verständlicherwei se aber
mei st als Science Fic t ion . abqua l i f i z ierte Erscheinung des un­
gewöhn lichen , teils schwebenden Fortbewegens von UFO- Insas sen
ein . Im weltwe it bekannt gewordenen amerikanischen Kidnapping­
Fall von Pascagoula 1 9 7 3 scheint die gravitative Kraftwirkung
sowohl die Entführer als auch deren Opfer erfaßt zu habe n .
- 70 -

Das breite Spektrum gleichzeitig oder verzögert auftretender


physiologischer und psychischer Begleiterscheinungen seitens
der unmittelbar Betroffenen konnte in diese� hauptsäch l ich auf
den physikalischen Phä nomenbereich ausgerichteten Darstel lung /
nur am Rande erfaß t werden und bleibt einer späteren Bearbe i­
tung durch entsprechende Fachleute vorbehalten . Im Anhang die-
s �e s Beitrages ist neben e inem ausführl ichen Literaturverzeich­
nis eine e twa 3 50 Fälle umfassende codierte Material sammlung
beigefügt , welche zusätzl iche Vergleichsstudien und stat i s t i ­
sche Auswertungen ermöglicht .
- 71 -

Ado lf Schne ider

Elektromagnetische und gravitative Wi rkungen unbekannte r


Flugobjekte

1 . Einle itung

Bedeuts ame Fortschritte im naturwi ssenschaftl ichen Erkenntni s­


prozeß sind immer dann zu erwarten , wenn eine K l a s s e neuartiger
Phänomene entdeckt wird , die sich vom j ewei l s aktuellen Welt-
bild her nicht hinrei chend interpretieren lassen . Zwischen den
Entdeckern oder Chronisten solcher "paranormaler " Erschei nungen
und den konservativen Verfechtern klassischer Theorien entste­
hen oft unfre iwi l l ige oder bewu ßt provo zierte Mißverständ ni s se ,
vor allem, wenn Beobachtungs ergebnisse mit voreiligen Deutungs­
versuchen vermischt werden . Hier spielen neben Kommunikations­
schwierigkeiten und gestörten Nachrichtenverbindungen zwischen
den Bereichen der "Fe lduntersuchung" und des Datensamme lns einer­
seits und der theoretischen Prüfung und Bewertung andererseits
auch eine Reihe psychologischer Faktoren mit , wie die neuesten
Erkenntnisse der Wissenschaftstheorie zeigen {Wutschetisch 1 97 3 ) .
In der Geschichte der Wissenschaft gibt es eine Unzahl von F ä l ­
len , in denen hervorragende Neuentdeckungen oftma l s j ah r zehnte­
lang unbeachtet liegenblieben ( Schneider 1 9 7 4 : 1 4 f f ) . Sehr oft
hat diese sel tsame Unempfindlichkeit der Gelehrten gegenüber
aussichtsreichen Ideen hemmend auf den Fortschritt eingewi rkt .
Heute j edoch ist dieser Widerstand gegen neue Entdeckungen nach
Barher unvereinbar mit dem Typ des sozi alen Gelehrten , eines
Menschen mit "of fenem Verstand" ( Robert Oppenheimerm Barher 1 9 6 1 ) .
Der kanadische Philosoph Thomas Goudge meint , daß eine notwen­
dige Vorau ssetzung wissenschaftlichen Fortschrittes eine ge-
wisse Zahl neuartiger empiri scher Erfahrungen sowie ein Spektrum
origine l ler Erklärungsversuche bilden , die auch neue Grundkon­
zepte und Gesetzmäßigkeiten beinhalten können ( Hynek 1 9 72 ) .

Eine wissenschaftl iche Erforschung der unbekannten F lugob j ekte


erfordert zunächst eine vorurte i l s lose Oberprüfung der Fakti ­
zität d e r behaupteten Phänomene . Eine solche Verläßlichkeits­
ahschätzung kann nur nach Wahrscheinlichkeitsges ichtspunkten ge­
schehen , wei l in den meisten Fällen Nachprüfbarkeit und Repro­
duzierbarkeit nicht gegeben sind. Phys ika l isch lassen s i c h Ver­
änderungen nur dann nachprüfen , wenn s ie sich nicht während des
Tests bereits wieder aufzulösen beginnen . Flüchtige Erscheinun­
gen sind in diesem Sinne nicht direkt nachwe isbar , wieviele Men­
schen sie auch gleichzeitig wahrgenommen haben mögen . Dennoch
muß etwas derartig subjektiv Erlebtes als Spe z i a l f a l l des Ob­
j ektiven in einer Datensammlung berücksichtigt werden . Anderer­
seits ist auch die Reprodu z i e rbarkeit gewi sser Phänomene nicht
in j edem Fall gegebe n , selbst wenn s ich diese durch Meßgeräte
objektiv nachwe isen lassen , wie z . B . die astrophysikali schen
und meteorologischen Vorgänge . Am gleichen Objekt reproduz i e r ­
bar sind all enfa l l s reversible Veränderungen; irreversible nur
an verschiedenen Objekten , ihre Gleichartigkeit vorausge s et z t .
{Ehrenberg 1 9 7 5 ) .
- 72 -

Ein mit wahrsche i n l ichke i t s theoretischen Verfahren geführter


Existenzbeweis der UFO-Phänomene als deutungsbedürftiges F aktum
stützt s i ch insbesondere au f die modernen Verfahren der "pattern
recognition" . Die Echtheit oder Nicht-Zufäll igkeit eines Phäno­
mentyps läßt sich - sofern die Berichterstatter voneinander un­
abhängig si nd - infolge der mu ltip l ikativen Verknüpfunq der
Einzelwahrscheinl ichkeiten auch dann noch klar herausarbeiten ,
wenn infolge von Beobachtungsungenauigkeiten , gestörten Erinne­
rungsvermögens , Fehlschätzungen oder semantischer Unsicherhei­
ten der Zeugen die Verläßlichkeit einze lner UFO-Berichte beein­
trächtigt ist ( Ferrera 1 9 7 5 ) . So konnte bisher eindeutig ge­
zeigt werden , daß die Häufigkeit von UFO-Beobachtungen sehr gut
mit den j ewe i l igen meteorologischen Bedingungen übereinstimm�
und damit das Gesetz von Bouguer aus der optischen Astronomie
erfül len . Andererseits ergab die stati stische Auswertung der
Beobachtungsdauer von 1 000 UFO-Phänomenen aus a l ler We lt eine
Funktion , die nahezu invers zur Kurve für bekannte F lugob j ekte
verläuft (hier sehr viele schne l le und sehr langsame Targets ,
j edoch fast keine im Bereich zwischen 1 0 und 1 000 Sekunden ) .
Die Zahl der potenti e llen UFO-Beobachtungen über der Tage szeit
schließlich zeigt ein ausgeprägtes Maximum in den Nachmitter­
nacht-Stunden , wenn man die Zah l der bekannten UFO-Sichtungen
über der Aufentha lts-Statistik der arbeitenden Bevölkerung nor­
miert aufträgt . Allein wegen dieser Konzentration der UFO-Er­
eigni sse auf die Nachstunden errechnet sich ein Multiplikations­
faktor von 1 4 : 1 für die tatsächliche UFO-Aktivität , d . h . den
2000 Nahsichtungs tällen ( < 3 x Obj ekthöhe über Boden) , die
z . B . Dr . C laude Poher in seinen Akten hat , stehen weitere 28 000
- 2000 = 2 6 000 gegenüber , die stat i s t i sch zu erwarten ware n ,
j edoch faktisch wegen d e r geringen potent iel len Zeugenzahl in
den Nachstunden nicht registriert wurden .

So eindrucksvoll derartige statisti sche Auswertungen zur Bestä­


tigung und damit zur Anerkennung des Phänomens an s ich in der
wissenschaftlichen Öffent lichkeit sein möge n , bringen sie j edoch
nur wenig neue substantie l le Erkenntnisse . In der vorl iegenden
Studie so l l daher dem Problemkreis der physikali schen Wechs e l ­
wirkungen , insbesondere den elektromagnetischen und gravitati­
ven Ef fekten , besondere Aufmerksamkeit gewidmet werde n . Da eine
umfassende Theorie , die das gesamte Erscheinungs-Spektrum der
UFO-Wirkunge n überdeck t , bisher noch nicht pub liz iert wurde , er­
geben s ich z uwei len Schwierigkeiten be i der begri f f l ichen Erfas­
sung und K l a s s i f i zierung der beobachteten Phänomene . So lassen
s ich beispie lsweise lokale Wärmeeffekte , wie sie häufig von UFO­
Zeugen geschildert werden , sowoh l durch Infrarot-Strahlen , Mikro­
wel len , Ultraschal l oder viel leicht auch a l s Sekundärphänome
von künstlichen Gravitationsfeldern deuten . Infolge dieser Vie l­
falt von Erkl ärungsmöglichkeiten i s t eine wissenschaf t lich ein­
wandfreie Trennung und Unterscheidung der verschiedenen UFO-Wir­
kungen nach dem heutigen Stand der Forschung noch nicht exakt
mög l ic h . Die folgende Gl iederung der einze lnen Kapitel dieses
Beitrages mußte sich daher au sschließlich an praktischen Erwägun­
gen orientieren und s o l l keine defini tive Vorentscheidung für
die theoretische E�ngl iederung eines Phänomentyps darste llen .
- 73 -

Eintei lung der Kapite l :

1 . Einleitung
2 . Beeinflussung e lektrischer Net z e
3 . Bild- und Tonstörungen in Nachrichtenanlagen
4 . Beeinflus sung von Antriebs- und Bordsystemen
5 . Anormale Hitze- und Kälteef fekte
6 . Fluore szenz- und Phosphoreszenz-Phänomene
7 . Radioaktive Strahlen
8 . Magnetische Störungen
9 . Remanente Magne tisierungen
1 0 . Gravitative Wirkungen auf Materie
1 1 . Gravitative Wirkungen auf Tiere
1 2 . Gravitative Wirkungen auf Menschen
1 3 . Gravitative Wirkungen auf UFO- Insassen

Die in den einzelnen Abschnitten wiedergegebenen Fälle wurden


aus Platz gründen zum Te i l sehr verkürzt darge s te l lt und enthal­
ten nur diej enigen Informatione n , die aus der Sicht des Verfas­
sers zur Beschreibung der EM- und G-Wirkungen notwendig erschie­
nen. Weitere Daten über das Aussehen der UFOs und ihrer even­
tuellen Insasse n , über die Zahl und Vorbildung der Zeuge n , über
die äußeren Si chtungsbedingungen und vieles mehr sind in den j e­
weils angegebenen Quellen nachzulesen .

Mit der ausführlichen und konzentrierten Darstel lung dieser Phä­


nomene soll vor al lem den theoretischen Physikern e in Anreiz zur
Interpretation der Effekte nach bekannten oder noch zu suchen­
� n neuen Gesetzmäßigkeiten gegeben werden . Um auch statisti sche
Untersuchungen im Rahmen des behande lten Themas durchführen zu
können , wurde im Anhang eine nach CODAP II codierte F a l l i ste
nach eigenen Unterlagen zusammengestel l t ( Schönherr 1 9 7 4 ) . In
diese Material sammlung sind auch viele Fälle eingetragen , die
in den Kapiteln 2 bis 1 3 aus Raumgründen nicht behandelt werden
konnte n . Eine spätere rechnerge stützte Auswertung der etwa 50000
UFO-Daten von Dr . David Saunders wird vermutlich zusätzl iche Hin­
weise und Erkenntnisse bringen ( S aunders 1 9 7 5 ) .

2. Beeinflus sung e lektrischer Netze

Herr und Frau P lackwood aus Lakev i l le im amerikanischen Staat


Massachusetts sichteten am 2 8 . Februar 1 9 6 1 ein unbekanntes
Flugobjekt in der Nähe ihres Hauses . Etwa um 3 . 20 Uhr in der
Frühe erwachten die beiden durch ein laut dröhnendes Geräusch .
Als sie zum Fenster hinau s schaute n , entdeckten s ie ein unheim­
lich langes Objekt am nordöstli chen Himme l . Es erschien h e l l ­
g e l b , hatte einen dunkelroten Rand und war von e i n e r schwarzen
Rauchwolke umgeben . Während sich das UFO in wellenförmigem Flug
ihrem Haus . näherte , wurde ihr Sch lafzimmer taghe l l erleuchtet .
Gleichzei� fiel das Licht au s , das die ganze Nacht über in der
Küche gebrannt hatte . Nun rannten die Pl ackwoods zum Südfenster
und verfolgten den weiteren Kurs des Objekte s . Nachdem es ihr
Haus überflogen hatte , ging das Licht wieder von alleine an .
Wenige Minuten später tauchte das unbekannte Flugobj ekt von
neuem auf und beeinflußte wiederum das Spannungsnetz . Al s die
Plackwoods nach draußen rannten , registrierten s ie einen unange­
nehmen Geruch wie von verbranntem Fett . Zwö l f Meilen südlich von
ihnen hatte ein dritter Zeuge fast zur gleichen Zeit ein ähnliches
- 74 -

UFO ges ichtet , wie die Tageszeitung " Standard-Time s" berichtete
( O l sen 1 96 6 ) .

Bereits sechs Jahre früher , am 2 5 . August 1 9 5 5 , war ein ver­


g l e ichbarer Fal l aus Bedford , Indiana , gemeldet worden . Zwei
Frauen befanden sich damals spll.t in der Nacht auf dem Nach­
hausewe g . Kurz bevor sie ihre Wohnung erre ichten , erb l i ckten
sie in der Nll.he ein unbekanntes Objekt , das wei ß leuchtete und
einen schwarzen Streifen durch das Zentrum aufwies . Als das
UFO zu pul s i e ren begann , wurden die Lichte r , die d i e Frauen
im Wohnz immer hatten brennen lasse n , in vö l l igem Einklang mi t
der Pul sation des UFOs dunkler und he l l e r . Die erschreckten
Frauen fuhren sofort zur Stadt zurüc k , um auf ihre Ehemänner
zu warte n . Als sie geme insam zurückkame n , war das seltsame
Objekt vers chwunden ( Schneider 1 9 7 4 : 2 5 5 ) .

Der amerikanische Journal i s t Frank Edwards schildert einen Zwi­


schenfal l , der s ich im November 1 9 5 3 in New Haven , Connecticu t ,
ere ignet hatte . E i n glühendes , orangerotes Obj ekt , nach Zeugen­
aussagen in Fußbal lgröße , schoß in der Vil lengegend plötz lich
über die Baumkronen hinweg und kam mit hoher Geschwindigkeit
bis auf drei Meter über den Boden , fing sich ab , durchbrach
von hinten ein meta l lenes Reklame schi l d , erhob si ch wieder über
d i e Bäume und verschwand auf schnel l stem Wege . Es war nur we­
nige Sekunden sichtbar gewe sen und anscheinend durch die Kol­
l i sion mit dem Metal l schild nicht beschll.digt worden . Genau
während der zwei oder drei Sekunden , a l s das Objekt die Häuser
übe r f log , wurden übera l l die Lichter schwächer oder gingen ganz
aus . Insbesondere er fuhren die Häuser direkt unter der F lugli­
nie des UFOs einen totalen Stromaus fal l , wll.hrend in den rechts
und l inks von der Flugbahn liegenden Gebäuden nur ein Spannungs­
abfa l l ver z e i chnet wurde ( Edwards 1 9 6 7 : 2 3 9 ) .

Ein Ereignis aus neuerer Zeit geschah am 1 . Mai 1 9 7 5 in der Ge­


meinde Lezay im Departement Deux Sevres in Frankreich . Sogar
das französische Verteidigungsmin i sterium befaßte s i ch mit die­
sem F al l , in den französische Pol i z i sten verwickelt ware n . Ge­
gen 2 3 . 1 5 Uhr sahen die Beamten , die s ich auf einer Streifen­
fahrt befanden , eine gewaltige orange-gelbe Kugel , die über
dem Dorf schwebte und von e inem halo-ähnli chen Ring umgeben war .
Plötz lich begann das strahlend he l le Objekt langsam herunterzu­
sinken . Mit hoher Geschwindigkeit fuhren die Gendarmen in den
Ort hinein , um das Objekt weiter zu verfolgen . Beim Ki lometer­
stein " Saint-Vincent-La Chatre , 4 km " h i e l ten sie an und sahe n ,
d a ß d i e etwa 1 0 Meter große Kugel in e i n e r Wiese , 30 oder 4 0 Me­
ter von ihnen entfernt , vö l l ig lautlos gelandet war . Z e i tweise
begann das unheimliche Obj ekt so intensiv aufzuleuchte n , daß
die Beamten ihr Gesicht abwenden mußten , um nicht geblendet zu
werden . Nach kurzer Zeit stieg die Kugel wieder langsam nach
oben , wobei he l le Lichtstrahlen nach unten austraten . Merkwür­
digerweise hörten diese wie eine solide Masse aussehenden Licht­
kegel mitten i n der Luft auf , ohne die Wiese zu erreichen . Es
sah aus , als ob die Li chtbünde l von e inem Messer abgeschnitten
wll.re n . Plöt z l ich beschleunigte das Objekt und war in Sekunden­
bruchte i len 500 bis 600 Meter hoch gestiegen , wo es erneut ver­
harrte . Daraufhin fuhren die Gendarmen in das Dorf zurück und
meldeten ihre Beobachtung dem ste l lvertretenden Bürgerme i s ter
und einigen anderen Leuten, die noch auf ware n . Als die zu sam-
- 75 -

men mit ihnen an die Landung s s te l le zurückkame n , sahen s i e nur


noch im Fernglas , wie das Objekt mit großer Geschwindigkeit in
Richtung Septvret-Niort verschwan d . Wie d i e Po l i z i s ten spater
erfuhren, war das Licht im Dorf um 2 3 . 30 Uhr , dem Zeitpunkt
der Landung des unbekannten Objekte s , dreimal fast ganz aus­
gegangen . �ußerdem schaltete sich e in Spielautomat in e i nem
cafe von selbst e i n , wobei die Spi e l fe lder vö l l ig regellos
aufleuchteten . Die Uhr z e igte dort ebenfal l s d ie gleiche Zeit
an : 2 3 . 30 ( Bronte 1 9 7 5 ) .

Am 9 . November 1 9 55 wurde in dem kleinen bra s i l i an i schen Ort


Joao Pessäo , Staat Paraiba , e ine Mhnliche große röt l i che Kugel
am Himme l beobachte t , die hier a l lerdings in großer Höhe vor­
be izog . Als s ich das Objekt dem Ort naherte , brach die gesam­
te Stromversorgung zusammen. Nachdem das UFO die Stadt über­
quert hatte , stieg die elektri sche Spannung langsam wieder an
und erreichte ihren Normalwert , als das Objekt vers chwunden
war (Guieu 1 9 7 2 ) .

Der nachste Fall dieser Art ere ignete s i ch 1 9 57 in Mogi Mirim,


ebenfalls in Bra s i l ie n . Als dama ls drei glühende scheibenförmi­
ge UFOs langsam die Stadt überf logen , setzte der e lektr ische
Strom einfach aus , und die Lichter erl oschen . Hier gab es direkt
unter der Fluglinie e ine Zone totaler Auslöschung, während die
AbschwMchung zu beiden Seiten mit zunehmender Entfernung immer
geringer wurde - ein Phänomen , das bereits 1 9 5 3 in New Haven
beobachtet worden war ( Schneider 1 9 7 4 : 2 5 5 ) .

Am Abend des 1 8 . Apri l 1 9 6 2 wurde kurz nach 1 9 . 3 0 Uhr e i n blen­


dender Blitz über dem Himme l der öden Gegend von Mesquite Range
im Südwesen Nevadas beobachtet . Das Licht war so gre l l , da ß die
Zeugen sagten , die Straßen der Stadt Reno seien wie durch ein
gigantisches fotografi sches B l itz l icht erleuchtet gewesen . I n
nicht weniger als fünf Staaten wurde d i e se r Blitz gesehen . Weni­
ge Minuten zuvor war e in nichtiden t i f i z i ertes Flugobjekt bei
einem Kraftwerk in Eureka , Utah , aufgetaucht . Der Sprecher der
Luf twa ffe vom Militärf lughafen Stead bestätigte , daß das Objekt
gelandet war und daß das Kraftwerk während der 4 2 Minuten , als
das Objekt in seiner NMhe war , nicht funktionierte . Wie später
zugegeben wurde , s ind von den F l ughMfen Phoenix und Stead Field
Düsenjäger mit Luftraketen aufgesti egen , um das Objekt zu ver­
folge n . Sie hatten es erreicht , als es über der Landschaft Me s­
quit Range , hundert Kilometer südlich von Reno explodierte
( Edwards 1 9 6 7 : 2 4 8 ) .

Bereits 1 9 57 wurde aus dem Staate Minas Gerai s in Bra s i lien


eine Kraftwerkstörung geme ldet , die mit hoher Wahrsche inl ich­
ke it durch e i n UFO verursacht wurde . Der gut recherchierte F a l l
ereignete sich i n d e r Nacht des 1 7 . August 1 9 5 7 in d e m Elektri­
zität swerk Uberlandia . Völ lig überraschend schalteten damal s
vier automati sche Relais die gesamte Stromverte i lung aus . Bevor
der Chefingenieur die Zweigstationen anrufen konnte , läutete
das Telephon und er erfuhr , daß in e i ne r 45 Mei len entfernten
Station die Relais ebenfalls herausge sprungen waren . Dies ge­
schah genau zu dem Zei tpunk t , als ein großes unbekanntes Flug­
objekt das dortige Umspannwerk überf log . Der Che f i ngenieur lach­
te natür l i ch über die sen Hinwe i s und versuchte sofor t , die Re­
lais in dem Kraftwert wieder einzuschalten . Gerade als er den
- 76 -

dritten Automaten wieder eingelegt hatte , f logen a l le drei ein­


geschalteten Relais wieder heraus . Recht verdutzt über dieses
unerklärliche Verhalten , ei lte er schließl ich nach draußen und
sah , daß das gesamte Tal von einem sehr he llen runden Obj ekt
erleuchtet war . Mit hoher Geschwindigkeit näherte sich das UFO
dem Hauptkraf twerk , wobei es an der Hochspannungs l e i tung entlang
f lo g , die zum oben erwähnten Umspannwerk führ t . Als das unheim­
liche Ob j ek t am Horizont verschwunden war , schalteten sich die
Automaten von selbst wieder ein und a l l e s norma l i s ierte s ich .
Die Techniker hatten während und nach dem Vorfall nicht den ge­
ringsten technischen Defekt ermitteln können . Die Zeitspanne
zwischen den S ichtungen bei den beiden Kraftwerkstationen be­
trug zwei Minuten . Bei einer Entfe rnung von 45 Meilen errechnet
sich hieraus eine mittlere UFO-Geschwindigkeit von 1 3 50 Meilen/
Stunde ( Lorenzen 1 9 6 9 : 1 5 2 ) .

Auch in Europa wurde ein derartiger Stromausfall in Zusammenhang


mit UFOs berichte t . Ende Oktober 1 9 59 fiel in der kleinen Stadt
Mariannelund in Schweden gegen 1 8 . 5 5 Uhr plötzl ich die Stromver­
sorgung zusammen . Herr Johannson , der für die Oberwachung einer
kleinen Kraftwerksanlage zuständig war , sprang aus seinem Haus ,
um die Ursache de s Stromaus f alls herauszuf inden . Da sah er zu­
sammen mit sei nem Sohn ein glei ßend he lles Licht in der Nähe
eines dre i s töckigen Hauses schweben . Das seltsame Obj ekt flog
langsam herunter , s treifte fast die Bäume des Gartens von Herrn
Johannson und blieb schließ l ich einen halben Meter über der
Straße stehen . In dem umfangreichen Bericht , den die Zeugen an­
gefertigt haben , sind weitere Einzelheiten über die Form des
UFOs sowie über deren Insassen entha lten . Frau Johannson stand
während des Zwischenfalls in der Küche und hörte kurz vor dem
Stromau sfall ein Knistern in ihrem Radio. Wenig später begann
das Ob j ekt hochzusteigen , stoppte , schaltete seine Lichter aus
und verschwand in einem Lichtblitz . Etwa einen Ki lometer süd­
lich von der Stadt fand man später einen glasigen Niederschlag
auf den e lektrischen Leitungen . Die Oberfläche dieses Mater ials
war mit einer grau-wei ßen Stubstanz besprüht ( L i l j egren 1 9 70) .

Eine Vielzahl von UFO-Sichtungen in der Nähe von Stromversor­


gungsnetzen wurden im September 1 9 6 5 im Raum von Exete r , New
Hampshire , geme ldet . In einem Außenbez irk d ieser Stadt tauchte
am 3 . 9 . gegen 2 1 . 4 5 Uhr ein rötliche s , glühendes UFO auf , das
bewegungslos über einer Hochspannungsle itung hing. Es blieb
dort einige Minuten , bevor es langsam und in einer unregelmäßi­
gen F lugbahn sich den Leitungen näherte . Dann stoppte es erneu t ,
fuhr e i n röhrenartiges Gebilde heraus und berührte damit direkt
eine Leitung . Nach e twas mehr als einer Minute wurde der Stab
wieder eingezogen und das UFO stieg in einem rasanten Steigflug
nach oben . Innerhalb weniger Sekunden war es verschwunden . ( Ful­
ler 1 9 6 8 )

Manöver dieser Art deuten daraufhin , daß die unbekannten Maschi­


nen z uwe ilen Elektrizität aus den Starks tromnetzen entziehen .
D i e s scheint auch der Kontaktfall des Streifenpoliz is ten Herbert
Schirmer zu bestätigen . Am 3 . Dezember 1 9 6 7 hatte er seiner
Diens tstelle einen Bericht über eine Begegnung mit einem unbe­
kannten Flugobjekt gegeben . Später wurde der Fall von den Mit­
gliedern des Condon-Komi tees untersucht . Diese stellten fest ,
daß sich im Fahrten- und Einsat zbuch eine Lücke von fast einer
- 77 -

halben Stunde ergab , und Schirmer kam deshalb zu Tests an d i e


Universi t�t in Boulder , Colorado . D o r t wurde er von D r . Leo
Sprinkle unter Hypnose vers e t z t . Dr . Condon und die Mitglieder
seiner Studiengruppe waren Zeugm wie der hypnotis ierte Stre i­
fenpo l i z is t die verblüffendsten Einzelheiten seiner Begegnung
mit den Besatz ungsmi tgl iedern e i ner Fliegenden Untertasse
heraussprudelte . Unter anderem berichtete er , wie er das Innere
des Flugschiffes bes ichtigen konnte . Dabei wurde ihm auch eine
Demonstration gegeben , wie aus einer in der N�he be f ind l i chen
Hochspannungsle itung Elektr iz ität entzogen werden konnte . " I ch
sah , wie s i ch e in antennenartiges Ding auf die Leitung zubeweg­
te . Dann gab es plötz lich einen grellen Funkenüberschla g , be i
dem die Funken aus der Hochspannungs lei tung heraus und genau in
die Spitze der Antenne fuhren . " Schirmer wurde dann mitgetei lt ,
daß sie Schwi erigkeiten h�tten , die Elektr i z i tät zu speichern .
Daher würden sie ihren Vorrat immer wieder an unseren Stark­
stromleitungen erg�n z en . We itere außerordentlich interessante
Deta i l s über den Fall Schirmer hat der amerikani sche Schr i ft­
steller Eric Norman . veröffentlicht . ( Norman 1 9 7 3 : 1 2 1 ff ) . Das
Condon-Komm itee brachte die Geschichte ohne Namensnennung und
verschwieg die Ergebni sse der Hypnose-Befragung , obwohl ver­
schiedene andere Tests die Glaubwürdigkeit des Zeugen bestät i ­
gen ( Condon 1 9 7 0 : 38 9 ) .

3 . Bild- und Tonstörungen in Nachrichtenanlagen

Drei Tage nach dem wel twe i t bekannt gewordenen Zwischenf all der
Fischer leute Hicksen und Parker ( Bronte 1 9 7 5 ) meldete der Ra­
darbedi enungsmann James Thornh i l l e i n unident i f i z iertes Flug­
objekt auf seinem Radarschirm . Als das Objekt in drei Me ilen
Entfernung stoppte , setzten plötz lich sein Radarger�t sowie
sein Radio für etwa 1 5 bis 20 Minuten aus . Als seine Ger�te
ohne sein Zutun wieder zu arbeiten begannen , war das unbekann­
te Z ie l auf dem Radarschirm verschwunden . Acht Meilen von Colum­
bia entfernt berichtete e in Mann , daß er in derselben Nacht des
1 4 . Oktober 1 9 7 3 unerklärli che Störungen auf seinem Fernseh­
schirm hatte . Von einer Frau aus Sears erfuhr Thornh i l l tele­
phonisch , daß ihr Fernsehapparat drei bis vier Minuten vö l l ig
gestört war . Es war genau zur gleichen Z e i t , a l s Thornh i l l s Ge­
räte ausge f a l len waren . Besonders auffal lend für die Bevölke­
rung der Umgebung war , daß in j ener Nac� die Hunde s i c h wie wild
geb�rdet hatten ( S igma 1 9 7 4 , Andrus 1 9 7 4 ) .

Fernsehstörungen werden häufig im Zusammenhang mi t UFOs gemeldet .


M . Raymond Fowler , ein erfahrener Untersuchungsbeamter der Organi­
sation NICAP beschrieb einen Fall , der s i ch am 2 2 . April 1 9 6 6
i n Beve r l y , Massachu s ets , . ereignet hatte . Nancy Modugn o , ein
e l f j �hriges Mädchen, wurde von e inem blendend he l len Licht er­
schreck t , das unbeweglich über einer nicht weit vom Haus entfern­
ten Straße schwebte . Die Mutter C l a i re Modugno sowie zwei Nach­
barinnen sahen bald darauf 200 Meter von der nahen Straßenkreu­
zung entfernt drei ovale strahlende Lichtobj ekte . Die Dinger be­
bewgten sich in Formation ruckartig vorw�rts , wobei sie Kre ise
über den Gebäuden der Beverly High School beschriebe n . Plöt z l i ch
löste s i ch e i nes der Objekte aus der Formation und schwebte b i s
a u f sechs Meter über die Köpfe d e r erschreckten Zeugen herunte r .
Frau Modugno rannte daraufhin ins Ha us , um d i e Pol i z e i anzurufen .
Die herbeigeei lten Beamten konnten dann selbst noch ei nige Z e i t
- 78 -

die Manöver der mysteriösen F lugobj ekte mitverfolge n . Während


der ganzen Beobachtungszeit war der Fernsehempfang in der Umge­
bung gestört ( C lerebaut 1 9 7 5 ) .

Ein typischer Fall solcher Fernsehstörungen durch UFOs wurde


auch in der Nähe von Wonthaggi , Victoria , am 1 9 . September 1 9 6 3
gemeldet. Damals beobachteten mindestens 6 0 Einwohner ein selt­
sames Flugobj ekt , das über South Dudley manövrierte . Zunächst
schwebte das Objekt ruhig am Himme l , um dann plötz lich mit
phantastischer Beschleunigung seine Position zu ände rn . Während
dieses Manövers war nicht der geringste Ton zu hören . Danach be­
wegte s i ch das Objekt langsam in Richtung zum Meer zu und ver­
schwand schließ lich in nordö stl icher Richtung. Solange das Ob­
j ekt über den Häusern stand , wiesen zahlreiche Fernsehgeräte in
der Umgebung Störungen au f . Einige Bi ldsc hirme blieben he l l ­
we i ß , andere grau , wieder andere zeigten zwei Bilder gleichzei­
tig (vermut lich Störung der V- Impulse , d . Verf . ) , und in vielen
Fällen fiel das Bild ganz aus . Sobald das UFO nach etwa 25 Minu­
ten verschwunden war , arbeiteten a l le Geräte wieder normal
( Norman 1 9 6 5 ) .

Häufig werden auch ausgeprägte Radio-Störungen im Zu sammenhang


mit UFO-Sichtungen berichte t . Ein Fall dieser Art ereignete
sich am 1 1 . Juli 1 9 60 in Karl sruhe . Ein dreieckiges , gre l l . leuch­
tendes Objekt überflog damals das Haus eines Funkamateurs . Das
Herannahen und Fortfl iegen wurde im Kurzwe l lenbereich des UKW­
Empfängers als an - bzw. abschwe llendes Zwitschern gehört . An­
dere Zeugen flüchteten vor dem Licht und der Hitze des Ob j ekt s .
( N . N . 1 960)

Störungen auf Kurzwe l le wurden auch bei einem anderen UFO-Ere ig­
nis am 6 . 1 1 . 1 9 5 7 aus Kanada berichte t . Etwa 1 00 Meilen nördlich
von Ottawa saß Mr . Jacobsen mit drei Freunden in einem Jagdhaus
beim Abende ssen zusammen . A l s gegen 2 1 Uhr einer von ihnen h i ­
nausschaute , entdeckte er südöstlich e i n e he l l strahlende gelb­
weiße Lichtkuge l . Sie stand wenige hundert Meter hoch über
einem etwa 3 Meilen entfernten Hüge l . Die Kollege n , denen er
seine Sichtung sofort schilderte , lachten ihn zunächst aus , bis
sie se lbst das unheimliche Ding sahen und sogar mit dem Fern­
glas beobachten konnten . Allen fiel plö t z l ich auf , daß ihr bat­
teriebetriebenes Radio unve rmittelt zu spielen aufhörte . Da ver­
suchte einer von ihne n , der hauptberu fl ich Elektroniker war ,
sein eigenes Kurzwellengerät zu benut zen . �re rkwürdigerwei se war
j edoch kein Sender hereinz ubekomme n , nicht mal das Ze itsigna l ,
das ansonsten überall sehr klar zu empfangen war . Beim Durch­
drehen f i e l ihm j edoch auf , daß auf einer einzigen Frequenz ein
außerordent lich starkes Signal zu hören war . Es handelte sich
um einen in schneller Ze ichenfolge modu lierten Sinus -Ton , ver­
gleichbar , j edoch keineswegs identisch mit einem Morse-Signal .
Zwei der Männer waren Amateurfunker und hätten eine Morse-Sen­
dung sofort erkannt. Nach etwa 1 5 Minuten begann das Obj ekt zu
steigen und s i ch langsam in Richtung Süden weiter zu bewegen ,
wobei es schl i e ß l ic h in den tief hängenden Wolken verschwand .
Als die vier Jagdgefährten erneut ihre Radios einschaltete n , lie­
fen sie wieder völ l ig normal (Michel 1 9 5 8 : 2 4 8 ) .

Einige Wochen vor der berühmten UFO-Sichtung über der bra sil ia­
nischen Insel Trindade am 8 . Januar 1 9 5 8 ( s . u . ) , wurden bereits
- 79 -

verschiedene Funkstörungen durch UFOs reg i s triert . Ende Novem­


ber 1 9 5 7 bemerkten dort stationierte Techniker kurz nach dem
Abschuß einer Bal lonsonde , daß die Frequenz des in der Sonde e i n ­
gebauten Rad iosenders in e i n e r unerklärl ichen W e i s e zu schwan­
ken begann . Als s ie nach draußen blickten , sahen sie zu ihrem
Erstaunen ein ova le s Objekt von s i lberner Farbe , das s i c h ganz
nahe bei der Bal lon-Sonde aufhielt und insgesamt drei Stunden
zu sehen war . Eineinhalb Monate späte r , am 6 . Januar 1 9 5 8 , be­
merkte der Kommandant Barce lar , wie s ich die Signale einer vor
wenigen �iinuten hochge schickten Bal lon-Sonde auf e i nmal in ihrer
Intens ität deutlich verringerten , wobei die Frequenz d i e smal
konstant blieb. Als er nach draußen schaut e , sah e r , wie s ich
der Ballon in 4 km Höhe langsam einer Kumulus -Wolke näherte .
Plötzlich schien der Bal lon von der Wolke geradezu angezogen
zu werden , so schne l l verschwand er dar i n . Zehn Minuten später
tauchte er wieder auf , doch j e t z t fehlte die gesamte Me ßappara­
tur , wie er mit dem Fernglas feststel len konnte . Gleichzeitig
stieg der nunmehr erleichterte Ballon mit hoher Geschwindigkeit
nach obe n . Kurz darauf erkannte Barcelar e i n s i lbernfarbenes
Obj ekt , das hinter einer Wolke auftauchte . Im Theodo l i ten sah
das UFO aus wie e in Halbmond , der in rege l l osem Flug hin- und
hertan zte und sch l i e ß l ich in Richtung Südwe sten verschwand .
( Bougard 1 9 7 4 ) .

Unidenti f i z ierbare Signale auf Kurzwe l le hatten am 8 . November


1 9 5 7 die Experten der Federal Commun ications Commi ss ion (FC C )
i n Washington , D . C . , verblü f f t . D i e my steriösen Rad i o s i gnale
wurden auf 1 4 , 2 8 6 MHz aus:Jestrahlt und über der gesamten we s t l i ­
chen Hemisphäre Nordamerikas reg i s triert . Die a u f Band aufge­
zeichneten Signale bes tanden aus ei nem langen tiefen Ton , der
nach einigen Sekunden von zwei kurzen Tönen abgel ö s t wurde .
Merkwürdigerwe i s e wurden diese Radiosignale zur gle ichen Z e i t
auch i n Alaska , Aus tralien und d e r Antarktis empfangen . Nach
Aussage der FCC lag die empfangene Frequenz weit ab von der
Sendefrequenz des Satelliten Sputnik I I , der am 3 . November
1 95 7 mit der Hündin Laika gestartet worden war . ( Lorenzen 1 9 6 9 :
8 3 ' 94) .

Vor wenigen Jahren gelang es wohl per Zuf al l , Signale von einem
unbekannten Flugobjekt aus unmittelbarer Nähe auf Band aufzu­
zeichnen. Der Fall ereignete sich in der Nacht vom 2 1 . auf den
2 2 . Juni 1 9 7 2 in Logrono , Spanien . Der Student Javie Bosque
hatte bis zwei Uhr früh in e i nem Buch gelesen , als er plöt z l i ch
eine e twa 30 cm große Lichtkugel durchs offene Fenster herein­
fliegen s ah . Im selben Augenblick hörte e r in s e inem Transistor­
Radio merkwürdige Piepstöne . Trotz seiner Angst und Aufregung
gelang e s ihm , vom Bett aus das Tonbandgerat auf dem nahen Stuhl
einzuschalten . Er hatte es beim Gitarrenspiel am Abend benut z t
und es s tand deshalb gri f fbereit in s e i n e r Nähe . Die mysteriöse
Kugel bewegte sich nun langsam im Raum umher , wie wenn s ie a l l e s
inspizieren wol l te . Dabe i sandte s i e mehrma ls e i nen Licht­
strahl au s . Nach einiger Zeit schwebte die Kugel zurück zum
Fenster und schoß draußen s te i l nach oben weg . Die Töne im Ra­
dio >vu rden immer lei ser , doch Ja vier Bosque versuchte durch Auf­
drehen des Lautstärkereg lers noch mögl ichst lange die Signale
aufs Tonband zu bekommen . Einige der O s z i l l ogramme , d i e später
von dieser Tonauf z e ichnung gemacht wurden , zeigen die Bi lder 1 g
bis 2 1
- 80 -

Zu Beginn hörte man einen Ton von 1 0 4 6 + 2 Hz , der im Rhythmu s


von einer Sekunde in Form e ines Code amp litudenmodu liert war
( Bild 1 9 ) . In der Folge wurden sehr starke , unregelmäßige Ände­
rungen registriert ( Bi ld 2 0 ) . Das letzte O s z i l l ogramm zeigt die
Schlußphase der Tonaufze ichnung mit starken Amplitudenschwan­
kungen im Bereich von 4 1 50 + 8 H z , ( B i ld 2 1 ) . Danach schien sich
die Frequenz rasch zu erhöh e n und konnte im U l traschallbereich
nicht mehr aufge z eichnet werde n . Der Student bestätigte , daß
vom Objekt direkt keinerlei Geräusche zu hören waren. Die Töne
kamen ausschließlich über den UKW-Ernp fänger und müssen daher
e i nem hochfrequenten Träger aufmoduliert gewesen sein , der
mit der Frequenz des eingestellten Senders übereinstimmte .
Javier Bo sque hatte zufäll igerwe ise das Rundfunkgerät noch ein­
geschaltet gehabt , obwohl seit Mitternacht der Sender sein Pro­
gramm eingeste l l t hatte ( Scornaux 1 9 7 4 ) .

Mit hoher Wahrscheinlichkeit besitzt auch die US-Luftwa f fe , die


in der ganzen Welt umfangreiche e lektronische Frühwarnsysteme
instal liert hat , zahlreiche Aufzeichnungen von unidenti f i z ierten
Funksignale n . Leider werden die meisten dieser Fälle geheimge ­
halten wie auch die folgende UFO-Sichtun g , die sich im Herbst
1 9 57 ereignete . Damals war eine B - 4 7 auf dem Rückf lug vom Golf
von Mexiko , a l s sie in der Nähe des Mississippi einem UFO be­
gegnete . Die US-Maschine war mit den modernsten elektronischen
Geräten der damal igen Zeit ausgerüstet und hatte das unbekannte
Flugob j ekt sofort im Bordradar aufgefangen . Eine zusät z l iche Be­
s tätigung bi ldeten die Aufzeichnungen des Bodenradars , zwe ier
e lektronischer Meßgeräte sowie die optische Beobachtung vorn
Cockpit aus . Das UFO flog schneller a l s 500 mph und umkreiste
mehrma l s die B-4 7 . Ein offizieller Report der Air Force -Geheim­
dienst-Abtei lung bestätigte , daß das UFO eine sehr starke
e lektromagne ti sche Energie im Bereich von 2 , 9 9 5 bis 3 GHz aus­
strahlte . Die Pulsbreite betrug 2 psec , die Wiederholfrequenz
600 Hz . Eine ausführliche Darstel lung des Berichtes findet
s ich im Condon-Report . Leider konnten sich auch die Wissenschaft­
ler dieses Regierungsproj ektes keine zusätz lichen Unterlagen zu
die sem Zwischenfall verscha ffen , we il er später als " top secret "
e ingestuft wurde ( McCampbel l 1 9 7 3 : 96 , Condon 1 9 70 : 2 6 0 f f ) .

Sehr häufig berichten UFO-Zeugen , daß ihr Autoradio seltsame


Störgeräusche aufgenommen habe oder sogar ganz ausge fal len sei .
Bei einer Sichtung am 26 . Februar 1 9 7 5 in Tasmania , Australien ,
schi lderte der Hauptzeuge , daß plöt z l ich sein Autoradio zu spie­
len aufhörte und ein außerordentlich starkes Störgeräusch aus­
s trahlte . Schl ieß lich versuchte er einen starken Sender einzu­
fangen , j edoch ohne Erfolg. Erst als das unbekannte F lugob j ekt
etwa ein oder zwei Minuten außer Sicht war , funktionierte das
Radio wieder normal (Jackson 1 9 7 5 ) .

Am 5 . September 1 96 7 befand s ich der 1 8 - j ährige Evan Evanson


auf der Heimfahrt nach Tabe r , Alta . Etwa eine Mei l e südlich der
Highway 3 fing sein LKW-Motor an he ißzulaufen . Er stellte daher
den Wagen am Straßenrand ab , um die Maschine abkühlen zu lassen .
Während er Radio hörte , bemerkte er ein großes grünfarbenes
F lugobj ekt , das wie zwei aufeinander gestülpte Glocken aussah .
Es bewegte sich v ö l l ig lautlos dahi n , a l s plötz lich die Musik
in Evans Radio von einem "beep-beep" -ähnlichen Signal abge löst
wurde ( N . N . 1 9 7 0 )
- 81 -

Jim Dobbs Junior aus Hobbs in Neumexiko berichtete ein Erlebni s ,


das er i n der Frühe des 2 5 . Februar 1 9 5 9 hatte . Um 8 . 30 Uhr sah
er plöt z l ich aus seinem Auto bl ickend e in e iförmiges F lugob j ekt ,
das grünlich leuchtete wie die Z i fferblätter e iner Uhr . Im
Augenblick der S ichtung stellte er gerade den Lokalsender an
seinem Autoradio e in , a l s er aus dem Lautsprecher e ine fort­
dauerne Folge von zwei kurzen und e inem langen Signal hörte .
Nachdem das Flugobj ekt innerhalb von 30 Sekunden verschwunden
war , gingen auch die Störsignale langsam zurück . Das S ignal­
muster ähnelte den Zeichen , die die Federal Communication Com­
mission Ende 1 9 5 9 in Verwirrung versetzt hatte ( Lorenzen 1 9 6 9 :
93 ff) .

Der E lektronik-Ingenieur Richard Gerdes aus Jolie t , I l linoi s ,


war einer von mehreren Amateurfunkern , die am 8 . 1 1 . 1 95 7 ein
UFO auf seinem Weg von Chicago nach Dallas verfolgten . Er be­
richtete , daß das Signal mehrere Informationskanäle zu übertra­
gen schien , ähnlich wie die Telemetries ignale von Bal lonsonden
oder Sate l liten . Herr Gerdes ist derzeit Präsident e iner opto­
elektronischen Firma in Tucson , Arizona ( Lorenzen 1 9 6 9 : 8 5 ) .
In manchen Fällen scheinen die Radiostörungen von e inem "detu­
ning " - ( Verstimmungs- ) Effekt begleitet zu sein . So berichtete
ein kanadi scher Polizeio f f i z ier , daß am 1 4 . 9 . 7 4 e ine Zeit lang
kein Sprechfunk mehr zwischen verschiedenen Wagen möglich war .
Dafür kam unerklärlicherweise auf der fixen Polizeifunkfrequenz
der nahegelegene Rundfunksender Canbrock herein ( N . N . 1 97 5 , Ca­
nadian UFO Report , McCampbel l 1 97 3 : 5 4 ) .

4 . Beeinflussung von Antriebs- und Bordsystemen


Die bisher beschriebenen elektromagnetischen Effekte werden oft
schon bei Entfernungen von mehreren Kilometern zwischen einem
unbekannten F lugobjekt und den Sichtungszeugen festgeste l lt .
Befinden sich die Beobachter nur wenige hundert Meter oder noch
näher beim Obj ek t , dann treten häufig zusätz l iche Phänomene
auf , die von e iner leichten Störung des Motors und der Lichtan­
lage bis zum totalen Ausfall a l ler Systeme reichen können . Zwei
typische Fälle mit entfernungsabhängigen Wirkungen erei gneten
sich in Nordamerika und England . Am 1 0 . März 1 96 9 befand sich
eine Hausfrau au f der Heimfahrt nach Lancas ter , Missouri . Ge ­
gen 1 0 . 30 Uhr wurde plötz l ich die gesamte Straße vor ihr von
einem hel len Lichtstrahl ausgeleuchtet . Der s ich konisch nach
unten erweiternde Lichtkegel kam vom Boden einer stahlgrauen ,
kuppel förmigen D i skusscheibe , die in e twa 300 Meter Höhe bewe­
gungslos schwebte . Als die ahnungs lose Frau mit ihrem Wagen in
den Strahl hineinfuhr , wurde ihr Motor sofort langsamer . Die
Geschwindigkeit ging von 80 km/h auf 1 3 km/h zurück , trotzdem
sie das Gaspedal vol l durchgedrückt hie l t . Als das Auto wieder
aus dem Lichtkegel heraus fuhr , erreichte es sofort wieder sei­
ne norma le Geschwindigkei t . Der Hund , der auf dem Rücksitz saß ,
sprang nach vorne und schien genauso aufgeregt zu sein wie die
Fahrerin . Noch e inige Tage nach der S ichtung hatte die Frau ge­
schwol lene Augen , was vermutlich auf die Einwirkung des mächti­
gen Lichtstrahles zurückzuführen ist . ( Lore 1 9 6 9 : 3 2 ) .

Ein fast gleichartiger Fall hat sich am 9 . Februar 1 9 6 2 in Luton ,


Bedfordshire , England , ereigne t . Der Zeuge Mr . Wi ldman erzählt :
" Ich ver ließ das Haus um 3 . 00 Uhr morgens mit e inem neuen COMBI-
- 82 -

wagen vom Werk . Ich war bereits durch Dunstahle gefahren und
näherte mich der Straßenkreuzung am Ende der verkehrsarmen
Ivinghoe Road in Aston C linton ; die Zeit war ungefähr 3 . 30 Uhr .
Da sah ich plötz lich ein wei ße s ovalförmiges Obj ekt mi t in re­
gelmäßigen Abständen um den gesamten Umfang angeordneten schwar­
zen Zeichen , möglicherweise waren es Luken oder Luftöffnungen .
Es hing etwa 7 bis 1 0 Meter über dem Boden und hatte eine Brei­
te von wenigstens 1 2 Metern . Sobald ich auf etwa 20 Meter heran­
gekommen war , änderte sich das Anzugsvermögen meines Wagens ,
die Geschwindigkeit fiel sofort auf 20 Mei len pro Stunde ab .
Ich schaltete auf den 2 . Gang zurück und trat das Gaspedal durch -
ohne Erfolg . Ich hatte meine Scheinwerfer auf Fernlicht e inge­
s te l lt , und obwohl der Motor an Umdrehungszahlen eingebüßt
hatte , war das Licht der Scheinwerfer nicht dunk ler geworde n .
D a s Obj ekt , das geräuschlos war , h i e l t sich über eine Strecke
von 200 Metern ungefähr in 7 Meter Höhe über mir , begann dann
näher herunterzukommen , bis es ans Ende der geraden Straßen­
strecke gelangt war . Dann erschien ein weißer Dunst um das
Obj ekt herum , etwa so wie ein Hof um den Mond . Plötz lich drehte
es mit unerhöhrter Geschwindigkeit nach rechts ab und verschwand .
Dabei strei fte es den Rauhreif der Baumkronen auf meine Wind­
schutzscheibe ab ( Si gma 1 9 7 2 : 9 7 ff ) .

Frau Maureen Puddy aus Rye im Staat Victoria , AUstralien , schi l­


derte e ine wiederholte Begegnung mit einem UFO auf der l·1ooraduc
Straße . Sie war am 2 5 . Jul i 1 9 7 2 auf der Heimfahrt , als sie
plöt z l ich die ganze Gegend um sich herum in ein blaues Licht
getaucht sah . Sie erinnerte sich mit Schrecken an ihr erstes
Erlebni s vom 5 . Jul i und versuchte , einem neuen Zwischenfall
aus zuweiche n . Doch obwohl sie ihr Gaspedal voll durchdrückte ,
reagierte der Motor nicht , sondern ging plötz lich von a l lein
aus . Gleichzeitig schien sie die Kontrolle über den Wagen zu
ver l ie ren , der langsamer wurde und am Straßenrand zum Stehen
kam . Frau Puilly hielt krampfhaft das Steuerrad fest und empfand
etwa 5 Minuten lang eine völ lige Leere . Sie schaute dabei nach
oben und erkannte dasselbe e twa 30 Meter große glühende Obj ekt ,
das s ie schon vor 20 Tagen hier gesehen hatte . Plötz lich ver­
nahm s ie in ihrem Ko � f eine Stimme , die ihr telepathisch fol­
gende Worte e ingab : 'Alle eure Tests werden negativ sein . Er­
zähle es den Z eitungen , falle nicht in Panik , wir wol len Dir
keinen Schaden zufügen" . Und kurz darauf hörte sie : " Du hast
j et z t wieder die Kontrolle über Deinen Wagen . " Unmittelbar
darauf verschwand das Leeregefühl und die verängstigte Frau
konnte den Wagen wieder starten . Sie fuhr sofort zur nächsten
Polizeidienststelle , die aufgrund ihrer Schi lderung die Royal
Australian Air Force verständigte (Magee 1 9 7 2 ) .

Besondere Glaubwürdigkeit gewinnen solche Meldungen , wenn sie


gleichzeitig aus verschiedenen Orten eintre ffen . So nahmen
zum Beispiel in der Nacht vom 2 . zum 3 . November 1 9 5 7 neun
Autofahrer völ l i g unabhängig voneinander denselben Tatbestand
wahr : Störungen der Zündanlagen des Motors und ihrer Lichtanla­
gen . Alle diese Störungen traten innerhalb eines Beobachtungs­
Zeitraumes von 2 Stunden auf ( Si gma 1 9 7 2 : 91 f ) .

Ähnliches schilderte der russ ische Forscher Dr . Ziege l . Am 3 1 .


Juli 1 9 6 9 war L . I . Kuprianov , Dr . für technische Wissenschaften
an der Akademie der Wissenschaften in Moskau , mit Freunden nahe
- 83 -

der kleinen Stadt Usovo im Auto unterwegs . Gegen 20 Uhr bemerk­


ten sie einen si lbrigen Disku s , der über ihnen vorbeisauste .
Gleichzeitig bl ieben alle Wagen in der Umgebung stehen und
während mindestens zwei Minuten ge lang es keinem , seinen Wagen
wieder zu starten ( Z igel 1 9 7 5 ) .

In der überwiegenden Zahl von Nah-Begegnungen mit UFOs werden


nicht nur Motorstörungen , sondern häufig auch Beeinträchtigungen
der gesamten e lektrischen Anlage von Autos geme ldet . Ein charak­
teristischer Fall dieser Art ereignete s ich während der großen
Sichtungswel le 1 9 5 4 in Frankreich . Am Abend des 1 6 . Oktober fuhr
Dr . Henri Robert , ein Veterinär-Mediziner , auf der Nationalstraße
N-3 1 4 südöstlich von Dieppe . Als er in der Gegend von Bai l lolet
war , wurde seine Aufmerksamkeit auf 4 kreisförmige Obj ekte ge­
lenktr die in e iner geraden Formation langsam am Himmel in
etwa 300 Meter Höhe dahinflogen . Plötzl ich scherte e ines von
ihnen aus und bewegte sich in einer z ickzackförmigen Bahn nach
unten . Je weiter Dr . Robert fuhr , desto mehr näherte sich das
ganze Geschwader . Als die Entfernung zwischen dem nächsten Obj ekt
und seinem Fahrzeug nicht mehr als 90 Meter betrug , fühlte der
Arzt plötz lich e inen elektrischen Schock . Im gleichen Augen­
bl ick starb sein Motor ab1 und seine Scheinwerfer erlöschte n .
Der Wagen blieb nicht weit von dem Landeplatz d e s einen Obj ekts
entfernt stehen . Kurz darauf sah Dr . Robert , der sich nicht
mehr bewegen konnte , ein schmales Wesen von e twa e inem Meter
Höhe . Sekunden später war die Landschaft , die zuvor von dem
gelandeten UFO erleuchtet wurde , in Dunkelhei t gehüllt . Nach
mehreren Minuten absoluter Stille gingen plötzlich die Auto­
scheinwerfer wieder an , und der Zeuge erkannte in deren Strahl
gerade noch, wie das Obj ekt davonflog . Jetzt war er auch wieder
Herr seiner Glieder und konnte mühe los den Wagen von neuem
starten ( Michel 1 9 58 : 1 8 4 ).

Der folgende Fal l , der sich am 2 6 . 9 . 1 9 7 5 in Frankreich ereigne­


te , sbll hier wegen seiner Aktualität ausführlich geschi ldert
werden. Unter der Oberschrift " Ganz Maubeuge spricht nur noch
von dem gigantischen UFO" berichtete die Zeitung " L ' Es t Republ i ­
cain" vom 1 . Oktober 1 9 7 5 , wie zahlreiche Autos b e i d e r Annähe­
rung an ein ge landetes unbekanntes F lugob j ekt ausgefal len ware n .
Es heißt dann i m einzelnen : " Ein Dutzend Personen erklärten im­
mer wieder von neuem, daß sie keinesfalls Opfer einer Halluzina­
tion gewesen seien , sie haben tatsächlich am Freitagabend bei
Assevent nahe von Maubeuge einen gewa ltigen F lugkörper direkt
am Boden gesehen . Als sie sich dem UFO genöhert hätten , seien
plötz lich die Motoren ihrer Autos ausgefal len . Zu Fuß seien sie
dann quer durch die Felder bis auf etwa 300 Meter an das unbe­
kannte Obj ekt herangekommen . Einer von ihnen , e in Reserve-Offi­
zier der Luftwaffe , beschreib das UFO als einen gewölbten Dis­
kus von etwa 300 Meter Durchme s ser . "Es war etwq 2 1 . 40 Uhr , a l s
mehrere Einwohner d e s Dorfes und d e r Umgebung zum ersten Mal
den leuchtenden , oszil lierenden und rotierenden Di skus am Ran­
de eines Flugfeldes sahen , wo sich zu dieser Stunde kein ande­
re s F lugzeug befand . Als die neugierigen Zeugen aus a l len Rich­
tungen mit ihren Autos heranfuhren , fie len etwa 500m vor dem
unbekannten Flugobj ekt alle Motoren , Scheinwerfer und Radios
aus . Sie sahen dann - unter ihnen auch ein Reserve-Of f i z ier der
Luftwaffe - , wie sich von der zentralen Kuppe l des UFOs e in
kege lförmiges Obj ekt ablöste , in die Höhe f log , wie ein Kreisel
- 84 -

rotierte , um s ich dann von neuem auf die Kabine herabzulassen .


Innerhalb von fünf Sekunden verschwand darauf der große Diskus
am nächtlichen Himmel , wobei er e ine f luore s z ierende Wolke hin­
ter l ie ß , die s ich erst nach etwa 1 0 Minuten auflöste . "

Am mutmaßlichen Landungsort konnten später keinerlei Spuren


festgest.e l l t werden . Dennoch wurden Bodenproben von den Mais­
Fe ldern und Äckern genommen und an wis senschaftliche Institute
zur Untersuchung e ingeschickt . Der Reserve-Off i z ier der Luft­
waf fe hatte mehrere Fotos von dem unbekannten F lugob j ekt ge­
macht , die j edoch a l le wegen der Dunkelheit total unterbelich­
tet ware n . Bereits am 9 . September war in der gleichen Gegend
zur selben Stunde ein gelber Diskus von geringem Durchmesser
beobachtet worden ( N . N . 1 9 7 5 , L ' Es t Republicain ) .

Besonders vertrauenswürdig erscheinen Berichte , wo der Zeuge


zunächst Störungen an seinem Wagen bemerkt und erst sehr viel
später auf ein UFO als mögliche Ursache aufmerksam wir d . Ein
solcher Fall hatte sich am 1 7 . Augus t 1 97 5 auf der Autoschne ll­
straße Assen Groningen in Holland erei gne t . Herr G . O . de Graaf
aus Groningen war an j enem verkehrsarmen Sonntagmorgen mit
seinem Auto unterwegs , als er zwischen 1 2 Uhr und 1 2 . 30 e ine
Störung beim Gasgeben bemerkte . Da Herr de Graaf offenbar
schon öfters erlebt hatte , daß der Motor das Gas schlecht an­
nahm, machte er s ich keine besonderen Sorge n . Er schaltete in
den Leerlauf zurück und ließ seinen Wagen ausrol len . Als er
auf den Grünstrei fen gefahren war , gingen plötz lich die Schein­
werferlampen von alleine aus . Nun begann sich der Zeuge doch
etwas unbehaglich zu fühlen und er kontrollierte sofort die
übrige e lektri sche Anlage . Zu seiner Verwunderung funktionierte
auch die Instrumentenbeleuchtung und das Innenraumlicht nicht
mehr . Als er den Motor wieder s tarten wol lte , hörte er nicht
das lei seste Geräusch vom Startermotor .

In diesem Augenblick fiel dem Zeugen e in unbestimmter rötlicher


Lichtschein auf , der die Augen zwar nicht schmerzte , j edoch die
ganze Umgebung des Autos hel l er leuchtete . Gleichzeitig fühlte
er s ic h wie gelähmt . Die Angst schnürte ihm die Kehle zu , und
nur mit großer Mühe gelang es ihm, den Zündschlüssel zu drehen .
Doch der Motor sprang wiederum nicht an . Das große fremdartige
Ding f log schräg über dem Auto in einer Höhe von vie l le icht
20 bis 30 Mete r . Es war von ovaler Form und nur tei lweise s icht­
bar , wei l der größte Tei l durch das Autodach verdeckt wurde .
Der s ichtbare Ausschnitt bedeckte die gesamte Breite der Wind­
schutzsche ibe . Bevor Herr de Graaf beurtei len konnte , aus wel­
chem Metall das Flugobj ekt bestand , strahlte plötz lich dessen
gesamte Oberfläche ein starke s , j edoch d if fuses Licht aus . Im
nächsten Augenblick kam auf einmal aus dem s ichtbaren Teil des
Obj ektes ein Scheinwerfer zum Vorschein . Dieser tastete erst
mit einem gebündelten Lichtstrahl die Umgebung ab und richtete
s ich dann auf die Motorkappe . Dann tanzte der Strahl weiter und
f i e l durch die Scheibe hindurch teilwei se auf ihn selbs t , blieb
dort e inige Augenblicke und setzte seine Rundreise um das Auto
fort . Der Lichtstrahl erschien durchscheinend und von mi lchig ­
weißer Farbe . Während dieser die Frontseite beleuchtete , z eichne­
te s ich ein hel ler ovaler F leck von der halben Größe der Motor­
haube ab . Während der ganzen Zeit hatte der Zeuge nicht das ge­
ringste Geräusch vernomme n , obwohl er das Seitenfenster einen
- 85 -

Spalt offen gelassen hatte . Bevor er sich seiner Lage richtig


bewußt wurde , war das Ding schon verschwunden . Im gleichen Mo­
ment begannen die Scheinwerfer wieder zu brennen , wie auch die
Birnen der Instrumentenbeleuchtun g . Der Wagen ließ sich beim
ersten Versuch wieder starte n , als ob n ichts geschehen sei . Der
Gesamte Vorfall mag e inige Minuten gedauert haben , doch war dies
nicht mehr mit S icherhei t festzuste l len ( N . N . 1 97 5 , Tij dschrift
voor Ufologie ) .

Selbst bei größeren Entfernungen scheinen UFOs noch Einwirkun­


gen auslösen zu können , wie ein Ereignis aus Linesville in
Pennsylvanien zeigt . Am 1 3 . Januar 1 9 5 9 war ein Mr . Robert Col­
lins mit seinem Kleinlieferwagen unterwegs in Richtung Green­
ville . Gegen 7 Uhr in der Frühe sah er Lichter am Himme l , die
er zunächst für die Landescheinwerfer e ines Flugzeuges hielt ,
das viel leicht eine Notlandung auf dem eisbedeckten See versu­
chen wol lte . Er drosselte seine Geschwindigkei t , um das s ich
ostwärts der Straße nähernde Leuchtphänomen besser beobachten
zu können . Schließlich verschmolzen die Lichter zu e inem einzi­
gen g lei ßend hel len Lichtbogen , der nun unmittelbar über seinem
Wagen für drei bis vier Minuten schwebte . Während dieser Zeit
fiel das gesamte elektrische System des LKWs aus , d . h . der Mo­
tor starb ab und das Radio härte auf zu spielen . Collins war
sich z iemlich s icher , daß das fremde Obj ekt etwa 600 m hoch
über ihm schwebte . Sein Lichtkegel erfaßte e inen Bereich von
etwa 90 Meter Durchme sser . Innerhalb von dre ißig Sekunden be­
wegte s ich dann das Phänomen in Richtung Westen \ieiter und ver­
schwand . Dann erst funktionierten der Motor , die Scheinwerfer
und das Radio wieder ( Lorenzen 1 9 6 9 : 9 5 f f ) .

Oftmals werden auch pul sierende Lichtstrahlen bei UFOs beobach­


tet , was zu rhytmischen Störungen im e lektri schen System eines
Autos führen kann . So begegnete der Fahrer F . Williams im Novem­
ber 1 9 5 7 in Whitharral , Texa s , um 1 2 . 1 5 Uhr e inem auf der Straße
gelandeten Diskus . Jedesma l , wenn das UFO e inen starken Licht­
impuls aussandte , gingen seine Scheinwerferlampen aus . Schließ­
lich stieg das UFO mit e inem donnerähnlichen Geräusch schnel l
nach oben und verschwand . Das Auto von Wi l liams lief daraufhin
wieder völlig normal ( Cramp 1 9 6 6 : 2 1 3 ) . Bere its 1 9 4 6 hatte der
Kraftwagenfahrer Geraldo Baqueiro aus Brasi lien ein ähn liches
Erlebni s . Er fuhr am frühen Morgen des 7 . Juni von Rio nach
Itaj uba zurück , als er in den Mantiqueira-Bergen ein UFO mit
5 Insassen entdeckte . Zuerst nahm er ein rotes Licht wahr , das
auf ihn zukam und immerfort b linkte . Bei j edem Blinken setzte
der Motor seines Wagens aus . Einmal versagten sogar das Licht ,
der Motor und das Radio g leichze itiq . Zu dieser Zeit stand das
"rote Licht" in etwa 20 bis 30 Meter Entfernung s ti l l , wobei
es s ich 1 0 oder 5 Meter über dem Boden befand , in einem Winkel
von 30 Grad mit dem Beobachter . Dann änderte s ich die Farbe des
Leuchtobj ektes in ein helles Blau , etwa wie e in s tarkes Neon­
licht . Es schien aus einem scheibenförmigen F lugapparat zu
komme n . Auf der Unterseite sah man einen quadratischen Vor­
sprung , auf der Oberseite einen rundherumlaufenden Rand wie e ine
Art durchs ichtige Windschutz sche ibe , die intensiv leuchtete .
Dahinter erkannte Baqueiro nacheinander fünf menschliche Ges ich­
ter , aber mit mande lförmigen Augen , wie " Katzenaugen" . Nach kur­
zer Beobachtungszeit stieg das Raumschi f f hoch und verschwand .
Erst jetzt gingen die Scheinwerfer sowie der �1otor und das Ra­
dio wieder an ( Bühler 1 9 7 5 : 5 5 ) .
- 86 -

Derartige Betr iebsstörungen beschränken sich keineswegs auf Bo­


denfahrzeuge , sondern werden häufig auch von F lugzeugbesatzun­
gen im Zusammenhang mit UFOs geme ldet . So er lebte zum Beispiel
der mexikanische Pilot Carlos Antonio de los Santos am 3 . 5 . 1 9 7 5
e ine Begegnung mit dre i unidentifiz ierten Objekten , a l s e r in
seiner Piper-Maschine über dem Tequesquitengo-See 50 Mei len
süd l ich von Mexiko City f log . Der 2 3 - j ährige F lieger befand s ich
in 1 5 000 Fuß Höhe und hatte etwa eine Geschwindigkeit von
1 40mph . Plötz l ich tauchten zwei Obj ekte auf , die ganz dicht hin­
ter dem l inken und rechten Flügel f loge n , sowie e in dritte s , das
unter der Maschine schwebte . " Ich versuchte , das Bugrad auszu­
fahren , um das eine Obj ekt zu erwischen , doch der �1echanismus
versagte " . Dann versuchte er die anderen beiden mit seinen
Flügeln zu streifen, doch das Steuerruder schien nicht zu rea­
gieren . Auf irgendeine mys teriöse Weise wurde das F lugzeug von
e iner unbekannten Kra ft geführt . Der Pi lot versuchte daraufhin
sofor t , Radiokontakt mit dem Kontrol l turm des Flughafens Mexiko
C i ty auf zunehme n . Von dort hörte e r , daß ein unbekanntes Echo
in s einer Nähe auf zwei verschiedenen Radarschirmen registriert
wurde . Ober der Vorstadt Tla lpan südlich von Mexiko City ent­
fernten sich die Obj ekte schl ießlich von der Maschine und ver­
schwanden in Richtung zweier schneebedeckter Vulkan-Gipfel
( Br i l l 1 97 5 ) .

Bereits 1 9 4 7 hatte der Pilot John H . Janssen ein ähnliches Er­


lebnis . Als er mit seiner " Continental J 3 " am 2 3 . 7 . auf l-l.orri s­
town (Al leghany) zuf log , bemerkte er in sehr großer Höhe ein
sich vorwärtsbewegende s , blendendes Licht . Zuerst dachte er ,
es handel e sich wohl um ein Düsenf lugzeug , das die Sonne wider­
spiegele . Aber p lötz lich hie l t das Licht an und b lieb nun vö l­
lig unbeweglich . Da setzte Janssens �1otor aus , " hustete " und
. • •war blockiert ! Der Geschwindigke it smesser z eigte auf Nul l .
Die " Continental " schwebte in horizontaler Lage , ohne j ede Be­
wegung . Janssen empfand am ganzen Körper ein eigenartiges Prik­
ke ln . Und da sah er auch erst genau , was er vorher für ein Leuch­
ten gehalten hatte . Es war ein Di skus mit he l len metal l i schen
Re flexen , bespickt mit Luke n ; er flog langsam über dem im freien
Himmel schwebenden Flugzeug . Viel höher war e ine zweite unbe­
wegliche Scheibe zu sehen . Janssen versuchte , seine Maschine
wieder in Gang zu setzen , j edoch ohne Erfolg . Augenbl icke spä­
ter stieg die ers te " Unterta s s e " auf die Höhe der anderen em­
por , und beide entfernten sich. Das Pricke ln verschwand sehr
plötz lich . Das F lugzeug , von der mysteriösen haltenden Kraft
befre i t , fiel in e in Lu ftloch , doch konnte diesmal der Pi lot den
Motor an lasse n . ( Ragaz 1 9 5 7 , We ltraumbote 1 4 / 1 5 , Cramp 1 9 6 6 : 3 1 8 )

Auf den Ryukyu-Inseln ere i gnete s ich am 2 4 . März 1 9 55 ein weiterer


Zwischen fall mit diskus förmigen Objekten . Der P i lot eines klei­
nen Privat f lugzeuges flog gegen 2 . 30 Uhr nachmittags zusammen
mit e inem befreundeten Studenten in 1 500 Fuß Höhe . Plötz l ich
erkannte dieser in etwa 90 �e ter Entfernung zur Linken ein hut­
förmiges Obj ekt mit dre i fens terähnlichen Öffnungen i.m oberen
Tei l . Das Obj ekt schien se ine Farbe l3ufend zwischen weiß und o range
zu verändern . Seide hat ten de� E indruck, daß die fremde Maschine
größer als ihre einmotorige Seeehe raft war . Hährend der folgen-
den Minuten f log das UFO über , unte r und vor ihrem e igenen F lug­
zeug , so , als ob es sie genau inspiz ieren wol lte . Daraufhin ver­
suchte der Pi lot durch einen schne l len Sinkf lug das UFO abzu­
hängen, was ihm j edoch nicht gelang . Inzwischen waren auch sei-
- 87 -

ne Ins trumente ausgefal len und er versuchte noch e inma l , mit


einer scharfen Rechtskurve das UFO abzuschütteln - ohne Erfo l g .
Als schließl ich auch der Motor zu stottern anfing , gab der
Pilot einen SOS-Funkspruch durch . Der NAHA Tower hörte den Not­
ruf una verständigte die Kadena Air Force Basis , die sofort
zwei Düsenjäger hochsandte . Al s diese j edoch eintrafen , war das
UFO längst verschwunden . Nach der Landung in Okinawa wurde so­
fort ein exakter Bericht des Zwischenfal les aufgenomme n , doch
wurde dem Pi loten nahege legt , künftig über den Vorfall zu schwe i­
gen . { Lorenzen 1 9 6 6 : 6 6 ) .

Auch aus der Sowjetunion kommen Meldungen über derartige ge­


fährliche UFO-Begegnungen in der Luft . " Ein hoch dekorierter
Pilot behauptet , er sei zweimal von einem UFO zur Notlandung
gezwungen worden " , sagt Dr . Z iegel , ein bekannter russischer
Raumfahrtwi ssenschaftler und zugleich UFO-Experte . Am 1 6 . Juni
1 9 48 flog Arkadi j Apraksin e in Düsenflugzeug auf 3 1 000 Fuß Hö­
he über der Baskunchak-Gegend im Norden des Kaspischen Meere s ,
als er ein gurkenförmiges Obj ekt , welches Lichtstrahlen aus­
sandte , erblickte . Der Pi lot meldete die Sichtung an den Luft­
stützpunkt und erhielt die Bestätigung , daß Radar das Obj ekt
registriert habe . Er erhielt den Befeh l , das Obj ekt einzuholen
und zum Landen zu zwingen - oder darauf zu schießen . Als s ich
Apraksin bis auf 6 Meilen dem UFO genähert hatte , sol len sich
die Strahlen wie ein Fächer geöffnet haben , so daß ihm die
Sicht genommen war . Das ganze elektrische Kontroll-System und
der Motor fielen aus , aber er konnte eine Notlandung machen ,
ohne größeren Schaden zu erleiden . Fast ein Jahr später , am 6 .
Mai 1 9 4 9 , begegnete er laut Dr . Z iegel wiederum einem gurken­
förmi gen unbekannten Flugob j ek t . Der Pilot erprobte e in neues
Flugzeug , als er aus 6 Me ilen wiederum vom hellen Lichtstrahl
eines UFOs geblendet wurde . Trotz Ausfal� der e lektrischen Kon­
troll-Einrichtungen konnte er am Flußufer der Wolga eine Not­
landung machen , 26 Mei len von Saratov entfernt { Z igel 1 9 7 5 ) .

Ähnliche Berichte sind auch aus Lateinamerika bekannt . Am 1 4 .


August 1 9 5 7 be fand sich die Mannschaft einer VARIG C - 4 7 -Fracht­
maschine auf ihrem Flug von Porto Alegre nach Rio de Janeiro .
Ober dem Staate Santa Catarina entdeckte der Co-Pilot Soares
in 6 300 Fuß Höhe e in helles Obj ekt , das wei t l inks von ihnen
flog . P lötzlich näherte sich das UFO mit hoher Geschwindigkeit
und kreuzte vor ihnen auf die rechte Seite . Drei weitere Mann­
schaftsmitglieder stimmten in der Beschreibung des Obj ektes
überein : es war eine diskus förmige Scheibe mit einer in inten­
sivem grünen Licht strahlenden Kuppel obenauf . Der Boden , we l ­
cher mehr abgeflacht erschien , glühte in einem weniger he l len ,
gelblichem Farbton . Als das Obj ekt die rechte Seite des F lug­
zeuges erreicht hatte , fingen die Motoren zu stottern an , und
die Lichter in der Kabine gingen beinahe aus . Das gesamte e lek­
trische System schien zusammenzubrechen . Als das Obj ekt in den
Wolken verschwand , normalis ierte sich alles wieder ( Lorenzen
1 9 69 : 1 4 7 ) .

Drei Monate später , am 4 . November 1 9 5 7 , sahen der Pilot Beyssac


und sein Copi lot von seiner C - 4 6 aus , die auf dem Flug von Por­
to Alegre nach Sao Paulo unterwegs war , gegen 1 . 20 Uhr in der
Nacht ein helles Licht zu seiner Linken . Als das Obj ekt näher
kam, beschloß er , es genauer zu untersuchen . Kurz bevor er sein
- 88 -

Ruder zu e iner Linkskurve e inschlug , voll führte das UFO einen


45 Grad-Bogen am Horizont und wurde deutl ich größer . Beyssac
nahm die Verfolgung auf und war etwa in der Mitte e iner 80 Grad­
Wendung , als er plötz lich e inen Geruch nach brennendem Gummi
wahrnahm . Kurz darauf brannten sein ADF (Automatie Direction
Finder ) , sein rechter Generator sowie sein Sender aus . Prak­
t isch zur g le i chen Zeit , als die Mannschaft das Feuer aufspürte ,
muß das UFO verschwunden sein. De Beyssac funkte mit seinem Not­
rufsender nach Porto Alegre , berichtete über den Zwischenfall
und landete e ine Stunde später auf dem dortigen Flughafen . Am
g l eichen Tag erließ die VARIG-Luftlinie e inen Befehl an ihre
Pi loten , eventue l le UFO-Sichtungen nicht mehr der Presse zu
melden ( Lorenzen 1 9 6 9 : 1 48 ) . Man kann vermuten , daß zahlreiche
derartige Zwischenfälle aus Gründen unerwünschter Publi z ität
der Öffentlichkeit nicht bekannt werde n . Dies g i l t ganz beson­
ders für Flugzeuge mit mi l i tärischem Auftrag ( s . a . Condon 1 9 70 :
2 6 0 f f , Mc Campbel l 1 97 3 : 9 6 ) .

Störungen von Bordanlagen durch UFOs wurden auch auf Schiffen


beobachtet , wie zum Beispiel während der bekannten UFO-Sichtung
arn 1 6 . Januar 1 9 5 8 über der brasilianischen Insel Trindade . Da­
mals hatten a l le 1 00 Mannschaftsmitglieder des Forschungsschi f­
fes Alrnirante Saldanha ein s�urnförrniges Flugobj ekt beobachtet .
Der Schiffsfotograf Alrniro Barauna konnte insgesamt 6 Aufnahmen
schießen , die g le ich anschließend entwicke lt wurden . ( Schneider
1 9 7 4 : 1 60 ) . Währenddessen begann die Stromversorgung zusammen­
zubrechen , und das Schi ff mußte dreimal seine Fahrt stoppen .
Einige Offiz iere suchten mit Ferngläsern den Horizont a b , konn�
ten aber wegen des bedeckten Himme l s nichts mehr erkennen .
( Bougard 1 97 4 ) .

Eine Woche vor Weihnachten des Jahres 1 9 5 7 erlebte die Besatzung


e ines kleinen F ischkutters in Amerika e inen gefährlichen Zwi­
schenfa l l . Ihr zehn Meter große s , von einem Dieselmotor ange­
triebenes Boot hatte Kurs auf Freeport in den Bahamas aufgenom­
men . Plötz l ich fielen der Generator , das Lichtnetz und das Ra­
dio aus , und der Kornpaß begann fortlaufend zu rotieren . Obwohl
der Dieselmotor wei terlief, kam das Schif f mehrere Stunden lang
nicht vorn F leck und wurde sogar e inige Me i len nach rückwärts ab­
getriebe n . Am sternenklaren Himmel f i e l der Besatzung e ine dunk­
le , klar umr is sene Zone auf , innerhalb der die Sterne verdeckt
waren . Einmal beobachteten die Schiffs leute , wie drei sich in
pfeilförrniger Anordnung bewegende Lichter dieses dunkle Gebiet
erreichten und in ihm untertauchten . Kurz darauf verschwand der
mysteriöse Schatten , und alles auf dem Schi ff norma lisierte s ich .
Später erfuhr die fünfköpfige Mannschaft , daß in derselben Nacht ,
etwa 60 km von ihnen entfernt , ein Frachter auf e ine Schlamm­
bank aufgelaufen war . Statt nach Süden in Richtung des Golfstro­
mes zu fahren , hatte dieser einen we stlichen Kurs nach Fort Lau­
derdale e ingeschlagen . Schuld daran war die Steueranlage , die
in j ener Nacht e ine Fehlauslenkung von 90 Grad aufgewiesen hatte
( Berlitz 1 9 7 4 ) .

Mehrere Fälle deuten darauf hin , daß UFOs das Zündsystem norma­
ler benzingetriebener Motoren zu beeinflussen vermöge n , nicht
j edoch Dieselaggregate wie im obigen Beispiel . Einen Hinwei s
f ü r diese Vermutung l iefert d a s Ere ignis in Forli , Süditalien.
Am 1 4 . November 1 9 5 4 beobachteten drei Traktorfahre r , wie sich
- 89 -

ihnen e in helles rotes Leuchtobj ekt vom Himmel her näherte . Als
das Flugob j ekt recht nahe gekommen war , fiel e iner der Trakto­
ren aus und blieb stehe n . Alle drei Männer sprangen so schne l l
sie konnten von ihren Fahrzeugen und versteckten sich . A l s s i e
zurückkehrten , war das UFO verschwunden . D e r e ine Traktor , der
einen normalen Benzin-Motor hatte , lief immer noch nicht , wäh­
rend die anderen dieselgetriebenen keine Störung aufwiesen
( Lorenzen 1 9 6 9 : 6 2 ) .

Am 6 . November 1 9 6 7 fuhr der LKW-Fahrer Kar! Barlow von Dawley


gegen 2 . 30 Uhr in der Frühe auf der Straße A 3 3 8 in der Nähe
von Fordingbridge , England . Nach einer Kurve sah er plötzlich
ein helles Obj ekt über e inigen Bäumen rechts von der Straße ,
das sich seinem LKW näherte . Al s er noch etwa e ine viertel Mei ­
le von ihm entfernt war , gingen die Scheinwerfer und sein Ra-
dio aus , während die Dieselmaschine normal weiterl ie f . Barlow
stoppte seinen Wagen etwa 4 5 Fuß von der Ste l le , wo das Obj ekt
auf der Straßenoberfläche niederging . Fasz iniert beobachtete
er , wie aus der Maschine e ine staubsaugerähnliche Röhre heraus­
kam . An ihrem unteren Ende hing ein Kasten , der wiederum vier
kurze Röhren enthielt . Während des Ausfahrens hörte Barlow deut­
lich einen hohen Heulton . Mit diesem Gerät wurden dann beide
Straßenränder abgesucht und offensichtlich Gras , Kies und an­
deres hochgesaugt . Nach die sem Manöver zog das UFO seine Aus­
leger wieder ein und verschwand in der Richtung, aus der e s
gekommen war . Barlow schätzte d i e Größe d e s e iförmigen Obj ektes
auf 1 5 Fuß und bezeichnete seine Farbe a l s ein unwirkl iche s
Grün . Während das UFO auf der Straße stand , mußte auf der Ge­
genseite ein anderer Fahrer anhalten . Sein Motor und die Licht­
anlage waren plötz lich ausgefallen . Sowohl der Fahrer als auch
sein Beifahrer hatten die Aktionen des ge landeten Flugob j ektes
beobachten können . Barlow fuhr nach dem Zwischenfall zur näch­
sten Telephon- Zelle und verständigte die Polizei , die kurz darauf
eintraf und alle Zeugen ausfragte . Der Fahrer des Jaguars war
noch immer da , wei l er seinen Wagen nicht mehr flott bekam .
Wie sich herausstel lte , war die Batterie entladen . Dies mußte
Barlow dann auch bei seinem LKW registrieren , was ihm völ l i g
unerklärlich erschien . Er hatte e r s t vor e inem Tag seinen Akku
neu geladen . Wie s ich bei der Befragung herausstel lte , haben
die Scheinwerfer de s LKW kurz nach dem Wegflug des UFOs nochmal s
aufgeleuchtet , u m dann infolge d e r mangelnden Batterie-Ladung
schließl ich ganz auszugehen ( Lorenzen 1 9 6 9 : 1 6 1 f f ) .

Aus fälle von Batterien im Zusammenhang mit der Annäherung von


unbekannten Flugobj ekten wurden auch in den folgenden Beispie­
len festgestellt . Ein brasi lianischer Zeuge , Peter Norberto ,
bestätigte , daß bei drei UFO-Nahs ichtungen seine Autobatterie
zu kochen angefangen hatte und schließlich ausgefallen war
( Rimes 1 9 7 1 ) . Ähnl iches widerfuhr e inem Herrn F i l lonneau in
Frankreich . Am 2 1 . Oktober 1 95 4 war dieser mit seinem Auto un­
terwegs , als er plötz lich von einem großen Feuerba l l ges toppt
wurde und in einen starken Windzug gerie t . Gleichzeitig starb
seine Batterie ab und die Birnen der Scheinwerfer brannten
durch ( Bowen 1 9 7 4 : 5 1 ) . Die Ortspo l i z e i hatte diesen Zwischen­
fall sehr ausführlich untersucht . Fünf Tage späte r , am 2 6 . Okto­
ber , beobachteten in der Nähe von St . Quirin zwei Bauern und
deren Mutter ein orangerotes Flugobj ekt von 6 Meter Durchmesser
und 3 Meter Höhe . Als es die drei Leute überflog , f ie len plötz-
- 90 -

lieh der Motor und die Scheinwerfer ihres Traktors aus . Bei
der Kontrolle der Batterie entdeckte man , daß sie sich völ l ig
entladen hatte ( Bowen 1 9 7 4 : 5 3 ) .

5 . Ano\ma le Hitze- und Kälteeffekte

Als typische Begleiterscheinung bei UFO-Landungen oder Nahsich­


tungen tauchen immer wieder Beschreibungen über völlig unerwar­
tete Wärme- oder Kälteempfindungen der Zeugen auf . Diese häu­
fig auch obj ektiv nachgewiesenen thermodynami schen Wirkungen
deuten auf eine im allgemeinen lokal begrenzte Energiezufüh­
rung oder -abnahme hin . Sie scheinen mit den sichtbaren oder
auch unsichtbaren Strahlen , die von unbekannten Flugobjekten
ausgesandt werden , gekoppelt zu sein .

Einer der ersten Fälle die ser Art wird aus Frankreich berichtet .
Am Abend des 2 0 . Oktober 1 9 5 4 fuhr Herr Jean Scheubrenner aus
Sarrebourg auf der Nationalstraße zwischen Schirmeck und St .
Quirin-en-Mose l le . Etwa eine halbe Meile vor dem Dor f Turquen­
stein sah er in dem gleichnamigen Wald ein leuchtendes Obj ekt
auf der Straße liege n . Als er etwa noch 20 Meter von ihm ent­
fernt war , fühlte er sich plötzlich ge lähmt , und seine Hände
umklammerten regungslos das Lenkrad . Im gleichen Augenblick
stoppte sein Motor , und während der Wagen noch weiter fuhr ,
fühlte der Fahrer eine j äh ansteigende Hitze . Wenige Sekunden
später flog das fremdartige Obj ekt hoch , worauf sich alles wie­
der normalisierte (Michel 1 9 5 8 : 204 ) .

Einen Tag später , am 2 1 . 1 0 . 1 9 5 4 erlebte ein Vater , der mit sei­


nem 4 - j ährigen Sohn unterwegs war , eine ähnliche Geschichte . Es
war gegen 2 1 . 30 Uhr in der Nähe von Pouzou , als der Fahrer plötz­
lich ein merkwürdiges Kribbeln wie bei einem e lektri schen Schlag
spürte . Das Kind f ing gleich darauf zu heulen an . Je weiter das
Auto fuhr , desto stärker war auch eine Hitzewelle zu spüren .
Schließlich blieb der Motor von alleine stehen und die Lichter
gingen aus . Gleichzeitig wurden sie geblendet von einem mächti­
gen roten Strahl , der dann ins Orangene überwechse lte . Das Licht
strömte aus einem Flugobj ekt , das die Straße überflog . Sobald
dieses verschwunden war , funktionierte alles wieder (Va l lee
1 97 2 , cas. 300 )

Ähn liches passierte zwei Polizeibeamten aus Angleton in Texas


am 3 . 9 . 1 9 6 5 . Auch sie beobachteten von ihrem Auto aus einen F lug­
körper , den s ie auf 70 Meter Länge und 1 5 Meter Höhe schätzten .
Als er bei ihnen vorbe i flog , spürten sie e ine enorme Hitze , so
daß s ie sich sehr schne l l von der Ste lle entfernten (Vallee 1 9 7 2 ,
cas. 6 9 4 ) . Genau die gleiche Empfindung hatte der mexikanische
Kraftfahrer Saucedo am späten Abend des 2 . 1 1 . 1 9 5 7 in der Stadt
Levelland in Texas . In dem später abgefaßten schriftlichen Pro­
tokol l hieß es u . a . :

" Ich sah e in starkes Licht von rechts erscheinen . Als das Obj ekt ,
aus dem das Licht aus strahlte , auf meiner Höhe war , brachte e s
d e n Motor meines Wagens zum Stoppen und die Scheinwerfer zum
Verlöschen . Ich s tieg aus , um besser sehen zu können , aber es
bewegte sich so schnel l und strahlte eine beträchtliche Hitze
aus , so daß ich mich zu Boden fa l len ließ . Es war gelblich-
wei ß , etwa 65 Meter lang und sah wie ein Torpedo aus . Als sich
- 91 -

das UFO entfernte, leuchtete das Licht der Wagenscheinwerfer


wieder von selbst auf , und ich konnte den Wagen ohne Schwierig­
keiten starten . " ( Sigma 1 9 7 4 ) .

Ein weiterer Fall dieser Art ereignete sich am 2 6 . 0ktober 1 9 5 8


i n der Nähe der Stadt Baltimore (Maryland , U . S . A . ) . Gegen 2 2 . 30
Uhr trafen Phi l lips Small und Alvin Cohen in der Nähe e ines
Stausees ein , als sie ein riesiges e i förmiges Obj ekt von etwa
30 m Länge und 20 m Höhe erblickten . Es war e twa 300 m von
ihnen entfernt und schwebte in rund 30 Meter Höhe über der
Brücke zum See . Als sie auf e twa 7 5 bis 1 00 m Entfernung heran­
gefahren waren , gingen plötzlich die Scheinwerferlichter aus
und der Motor versagte . Der Fahrer , Mr . Small , trat auf die
Bremse , stoppte den Wagen und versuchte mehrere Male erfolglos
den Motor anzulassen . Nach einiger Zeit stiegen die Männer aus ,
um sich hinter dem Wagen zu verbergen . Das Obj ekt wurde indes­
sen immer heller , und die Männer fühlten eine starke Hitzewel ­
l e gegen ihre Gesichter anlaufen . Schließlich gab es einen
strahlend hellen Lichtblitz verbunden mit einer donnernden Ex­
plosion . Das Obj ekt schoß empor und verschwand . Die Gesichter
der Männer waren danach rot angelaufen wie nach einem Sonnen­
brand ( Lore 1 9 6 9 : 1 ff ) .

Am 1 9 . Oktober 1 9 7 3 befand sich eine Frau auf einer Fahrt in


der Nähe von Ashburn , Ga . , U . S . A . , a l s plöt z l ich der Motor aus­
setzte und die Servo-Bremse und - l enkung ausfielen . Nachdem sie
ihren Wagen auf der Straßenseite abgestellt hatte , sah sie ein
metall ische s , roboterähnliche s Wesen auftauche n . Dieses schien
den Wagen von außen zu inspi z ieren , um kurz darauf zu verschwin­
den . Danach sah die verdutzte Frau , wie aus ihrem Motor Rauch­
schwaden herauskamen , und fühlte , daß die Motorhaube unerträg­
lich heiß geworden war . (Webb 1 9 7 4 : 20 ) .

Fast da s gleiche Phänomen wurde am 1 7 . Oktober 1 9 7 3 in Pasadena


beobachtet . Im Crooked-Mountain-Gebiet schwebte ein UFO mit ro­
tierenden Lichtern über einem Auto und zwang dieses zu einer
1 80° -Kehrtwendung , obwohl der Fahrer zu bremsen und gegenzulen­
ken versuchte . Das Innere des Wagens erwärmte s ich sehr schne l l ,
und nach dem Vorfall waren das Dach und die Motorhaube außer­
ordentlich heiß . Ein Jäger , der das UFO ebenf alls gesehen hatte ,
berichtete später , daß die Hirsche von dem F lugob j ekt sehr er­
schreckt gewesen sein sollen ( Webb 1 9 7 4 : 1 ) .

Auch Flugzeugbe satzungen sind gelegentlich von derartigen Hitze­


wellen erfaßt worden . Am Nachmittag des 5 . Mai 1 9 5 8 f log der
erfahrene Pi lot Carlos Rodriguez eine einmotorige Maschine in
der Nähe der Marinebasis Curbelo in Uruguay . Gegen 1 5 . 30 Uhr
bemerkte er ein hellglühendes scheibenförmiges Obj ekt , das s ich
seinem Flugzeug näherte . In etwa 700 Meter Entfernung schien
es mit einem merklichen Ruck zu stoppen . Plötz l ich wurde die
Hitze im Flugzeug unerträgl ich . Rodriguez ö ffnete die Fenster ,
zog seine Jacke aus , und mußte schließlich die Tür ö ffnen , um
die Hitze aushalten zu können . Kurz darauf drehte das UFO zur
See ab , einen le ichten Kondensstrei fen hinter sich her z iehend
(Hall 1 9 6 4 : 1 20 ) .

Im Frühjahr 1 9 5 4 versuchte e in französischer Testpilot der fran­


zösischen Fouga Aircraft Company in Pau in den nördlichen Pyre­
näen ein Ufo zu j agen . Das unbekannte Obj ekt schwebte seit eini-
- 92 -

ger Z e i t in der Nähe der Stadt . Als sich der Pilot mit se iner
Maschine dem UFO näherte , wurde sein Cockpit so unerträglich
hei ß , daß er unverzüglich umkehren mußte ( Lorenzen 1 96 9 : 1 8 8 ) .

Ein auf sehenerregender Fall ereignete sich am 1 . Juli 1 9 5 4


in der Nähe von Walesville , N . Y . Kurz vor neun Uhr hatte die
Gri t fis-Luftwaffenbasis ein unbekanntes F lugob j ekt auf ihren
Radarschirme n . Sofort stieg eine zwe i sitzige F - 9 4 Starfire-Ma­
schine hoch . Als der Pi lot das UFO optisch wahrnahm , versuchte
er , so weit als möglich heranzufliegen . Plötz lich wurden beide
Cockp i ts von einer glühenden Hitzewel le erfaßt . Der Pi lot war
gezwungen , die Cockpithaube abzusprengen . Im Dunstschleier der
erhitzten Luft sah er seinen Radarmann aussteigen . Fast kaum
mehr seiner S inne möcht i g , katapultierte s ich daraufhin auch
der Pilot aus der Maschine . Durch die kalte Luft und den Ruck
des aufgehenden Fal lschirmes kam der Pilot wieder zu sich .
Beide sahen mit Entsetzen , wie ihre Maschine mitten in die Häu­
serblocks der Stadt Walesville hineinraste . Beim Aufpral l kamen
vier Menschen ums Leben , zwei wurden schwer und drei le icht ver­
let z t . Dieser Bericht i s t einer von vielen ähnlichen Zwischen­
fällen , deren genaue Unterlagen noch heute von der US-Luftwaffe
geheimgeha lten werden ( Keyhoe 1 9 7 3 : 2 6 ff ) .

In manchen Fällen läßt sich eindeutig nachweisen , daß die


Hitzewirkungen keineswegs psychisch bedingt waren (Man denke
an die Hitzeempfindunge n , die Menschen im Zustande der Hypnose
einsuggeriert oder eventuel l auch durch fernhypnotischen Rapport
ausge löst werden können ) . Am 2 0 . Oktober 1 9 5 4 beobachtete Herr
Roger Reve i l le im Wald von Lusigny ein ovales Obj ekt von etwa
6 Meter Länge , von dem eine starke Hitzewe l le ausstrahlte . Als
dieses nach kurzer Zeit verschwunden war , versuchte der Zeuge
in das Dickicht einzudringen . Wegen der außerordentlich starken
Aufheizung der Umgebung mußte er j edoch eine Viertelstunde war­
ten . Da e s während der ganzen Zeit regnete , bildete sich über
dem Ort eine unerträgliche Dampfwolke . Als er schließlich wei ­
t e r vordringen konnte , entdeckte e r , d a ß a l le Bäume , das Gras
und der Boden an der Lande s te l le vollkommen ausgetrocknet waren
(Michel 1 9 5 8 : 2 04 ) .

Am 9 . August 1 9 6 1 sahen e�n�ge Feriengäste beim Kasino von La


Baule in Frankreich um 3 Uhr früh herum eine selt same Masse ,
die von einem Lichthof umgeben war . Die Erscheinung mochte kaum
ein paar hundert Meter von der Erde entfernt gewesen sein . Ge­
schätzter Durchmesser des dunklen Obj ekte s : 40 m. Während des
Stillstandes war ein hei ße r Luf thauch zu spüren , der offenbar
von der mysteriösen Maschine kam. Diese erhob sich bald mit
großem Tempo , wobei s ie wieder zu leuchten begann , und ent­
schwand den Blicken der Betrachte r . Zur gleichen Zeit hatte der
Infrarotdetektor der Wetterstation von La Baule einen beträcht­
l ichen Temperaturantieg während einiger Sekunden registriert :
1 380 Mikrovolt , während die größten Hitzewel len des Monats Jul i
4 0 0 Mikrovolt nie überstiegen ( Ragaz 1 9 6 1 ) .

In vereinze l ten Fäl len werden auch sonnenbrandähnliche Hautver­


letzungen oder echte Verbrennungen berichte t , die von UFO-Strah­
len verursacht wurden . Ein 37 Jahre alter Mann aus Pennsylvanien
begegnete am 1 3 . Augus t 1 9 6 5 einem etwa 1 00 m großen diskus­
förmigen F lugobj ekt . Zunächst sah e r e inige orangene Lichter
obenauf , die schließlich erlöschten und während drei Sekunden
- 93 -

von einem außerordentlich intensiven blauen Strahl abgelöst wur­


den . Dann verschwanden diese Lichte r , als das Obj ekt s ich etwa
in 700 Meter Entfernung befand . Die Lichtphänomene waren be­
gleitet von e inem Luftzug , der die Blätter in den Bäumen rau­
schen lie ß . Zwanzig Minuten später bekam er he ftige Augen­
schmerzen , und seine Sehkraft ließ merkl ich nac h . Sein ganzer
Körper schien von e inem Sonnenbrand erfaßt worden zu sein . Die
ärztliche Untersuchung ergab , daß die Retina der Augen getrübt
war , wie dies bei starker Bestrahlung mit ultraviolettem Licht
auftritt . Nach e inigen Tagen norma l isierte s ich der Zustand des
Zeugen wieder ( Va l lee 1 9 7 2 , cas. 6 7 7 , MacCampbel l 1 9 7 3 : 70 , Gala
1 9 60) .

Großes Aufsehen hat in Kanada der Fall Michalak auselös t . Der


52-j ährige Industriemechaniker und Amateur-Geologe konnte am
20. Mai 1 9 6 7 e ine ge landete Untertasse aus der Nähe beobachten .
Als er sich dem Obj ekt näherte , ging plötz l ich e ine kleine Tür
auf , aus der ein glei ßend hel ler roter Lichtstrahl herausschoB .
Im Schutz des heruntergelassenen Visiers seines Schweißerhelms
lief er noch näher heran und konnte den metal l ischen Flugkörper
sogar berühren . Infolge der enormen Hitze der Oberfläche begann
jedoch sein Gummihandschuh sofort wegzuschme l zen . Kurz darauf
drehte sich der scheibenförmige F lugkörpe r , erhob sich in die
Luft und verschwand . Beim Abheben setzte ein Hitzeschwa l l Mi­
chalaks Kleidung in Brand . E r zog sich dabei Verbrennungen in
der Brustgegend zu , die ein e igenartiges regelmäßiges Muster
aufwi e sen . Außerdem begannen Z e llen in seinem Knochenmark abzu­
sterben , die zus ammen mit dem Symptom verringerter Anzahl wei s ­
ser Blutkörpcherchen a u f eine Schädigung durch Radioaktivität
schließen lassen ( Schneider 1 9 7 4 : 2 62 f , Cannon 1 9 6 9 ) .

In Brasi l ien machte das Ereignis vom 5 . November 1 9 5 7 im Fort


Itaipu große Schlagze i len . Dem Fort an der Ostküste des Landes
näherte sich damal s e in disku s förmiges , von e inem orangenen - Glü­
hen umgebenes Obj ekt . Das unheimliche Ding von der Größe einer
mächtigen Douglas-Maschine verharrte etwa e ine Minute regungs­
los in e iner Höhe von 50 Metern über dem Fort . Die verdutzten
Wachtposten hörten nur ein leichtes Summen , das plöt z lich in
einen Heulton überging . Im se lben Moment fühlten sich die Sol­
daten von einer erstickenden Hitzewelle erfaßt . Einer von ihnen
wurde ohnmächti g , der andere schrie verzweifelt um Hilfe . Mitt­
lerwe i le schien eine Panik in dem Fort auszubrechen , zumal
plötz lich das gesamte e lektrische System wie auch die Telefon­
verbindungen ausgefallen waren . Selbst die Hilfsstromversorgung
war nicht in Gang zu bringen . Als s ich das UFO vom Fort entfernt
hatte , funktionierte wieder alles norma l . Die beiden Wachtposten
erlitten auf 1 0 Prozent ihrer Haut Verbrennungen ersten und zwei­
ten Grades und zwar hauptsächlich an solchen Ste l len , die durch
die Bekleidung geschützt waren ! Der gesamte Vorfall hat nicht
mehr als 3 Minuten gedauert (Olsen 1 9 6 6 : 3 - 5 2 ) .

Derartige Tiefenwirkungen der UFO-Strahlen konnten auch bei


einem von der US-Luftwaffe eingehend untersuchten Fall aus dem
Jahre 1 9 5 2 nachgewiesen werde n . Der Führer e iner P fadfindergrup­
pe , Sonny Desvergers , war am Abend des 1 9 . August zus amme n mit
seinen drei Schülern in einem Waldgelände im Süden von Palm Beach ,
Florida , unterwe gs . Gegen 22 Uhr fiel allen Vieren ein merkwür­
diges Licht in einer Waldlichtung auf . Desvergers entschloß
- 94 -

sich , weiter nachzuforschen und ließ seine Schüler am Auto zu­


rüc k . Bewaf fnet mit e iner Taschenlampe und einer Machete drang
er in das Dickicht ein . Als er einige Minuten gelaufen war , be­
merkte er einen merkwürdigen stechenden Geruch und e ine unna­
türliche Hitze über dem Boden . Ober einer Lichtung wurde die
Luft immer wärmer und erschwerte ihm das Atmen . Als er mit der
Taschenla�pe nach oben leuchtete , bemerkte er einen großen dunk­
len Schatten , keine 1 0 Meter über ihm. Verwundert trat er eini­
ge Schritte zurück und sah im Sche inwerferkegel seiner Lampe
einen großen Di skus über der Lichtung schweben . Die ser wies
eine leicht konkave Unterseite auf und hatte eine Viel zahl tur­
binenähn licher k leiner Schaufeln an seinem Rand . Auf der Ober­
seite der Scheibe ragte ein f lacher Dom empor . P lötzl ich hörte
er ein Geräusch wie das leise öffnen einer gut geölten Tür und
sah einen k leinen roten Feuerball , der auf ihn herunterkam und
sich in einer roten Wolke auf löste . In diesem Augenblick ver­
lor Desvergers das Bewußtsein . Als er wieder zu sich kam , war
das Obj ekt verschwunden . In großer Aufregung rannte er zurück
und schi lderte sein Erlebni s sofort seinen Schülern und der
Polize i . Die spätere Untersuchung durch die US-Luftwaffe be­
stätigte unter anderem , daß der Zeuge kle inere Verbrennungen
auf den Handrücken , seinen Armen und sehr wahrscheinl ich auch
im Innern seiner Nase erlitten hatte . Der Verbrennungsgrad ent­
sprach in etwa den Folgen eines Sonnenbrande s . Sein Haar dage­
gen war versengt , was auf starke Hitzewe l l en hindeutete . Seine
neue P fadfinder-Mütze wies mehrere kleine Löcher auf , die durch
e lektri sche Funken eingebrannt worden sein könnten . Zu dieser
Sch lußfolgerung kam e in Untersuchungslabor in Dayton . Am mei­
sten verblüff t waren die Experten j edoch von der Tatsache , daß
die Grasproben vom Ort des Geschehens nur an ihren Wurzeln ver­
sengt waren . Lediglich die äußersten Spitzen der Blätter , die
wahrscheinlich den Boden berührten , waren ebenfalls angesengt .
Eine genaue Reproduktion dieses Effektes ließ sich nur errei­
chen , wenn man Grasbüschel in einen Sandkasten mit Erde ein­
pflanzte und die sen von unten mit einem Gasbrenner auf 1 50 Grad
erwärmte . Der Leiter der Untersuchungsgruppe vermutete , daß die
Erhitzung der Wurzeln von oben auch durch induktive Erhitzung
mitte l s eines starken Wechselmagnetfeldes möglich sein könnte
( Ruppelt 1 9 5 6 ) .

Eine intensive Hitzeausstrahlung erlebte auch ein Bauer aus Boa­


ria be i Rorigo in Italien . Am 1 5 . Oktober 1 9 5 4 hatte dieser sei­
ne Kühe gerade zur Tränke geführt , als plöt z l ich ein dunkles ,
ei förmiges Obj ekt über sein Haus geflogen kam . Die Maschine war
von k leinen blauen und gelben Flammenzungen umgeben und strahlte
eine intensive Hitze aus . Seine Kühe gerieten sofort in Panik ,
als aus dem Obj ekt ein F lammenstrahl hervorstie ß . Bei ihrer
Flucht rannten sie sogar ein k leine s Mädchen um , während sich
der Bauer noch rechtzeitig in sein Haus retten konnte . Drei an­
dere Zeugen sahen noch , wie das UFO , das sich etwa 1 5 Meter
über dem Boden hie l t , kurz danach wegf log . Eine kle ine Pfütze
auf dem Weg war mittlerwe i le völ l ig ausgetrockne t , und die um­
l iegenden Heuschober hatten a l le Feuer gefangen . Selbst das Vieh
wies zahlreiche t1erkmale von Verbrennungsspuren auf (Val lee 1 9 7 2 ;
cas . 2 6 2 )

Neben derartigen Hitzeauswirkungen treten ge legentlich auch aus­


serordentl ich starke Temperaturgefä l le in der Nähe von unbekann-
- 95 -

ten F lugobj ekten auf . Einen solchen Fall schi ldert David Akers ,
ein Untersuchungsbeauftragter der APRO-Organi sation . Am frühen
Morgen des 1 8 . Februar 1 9 68 waren drei Jugendliche zwischen 1 8
und 1 9 Jahren mit ihrem Wagen in der Nahe der Stadt Vashon auf
der Insel vashon , Washington , unterwegs . Am Ende einer Straße ,
kurz vor einem We iher , drehten sie ·ihren Wagen und hie lten an .
Da entdeckten alle Dre i plöt z l ich über e inem Hügel im Osten
e in ovales Objekt , das in ein fremdartiges , fahles blau-weißes
Licht eingehüllt war . Sofort fuhren die Jungens in die Stadt
zurück , um weitere Zeugen zu holen . Als sie wieder an denselben
Ort kamen , war das etwa 1 0 Meter große Obj ekt auf die l inke
Seite der Straße gewandert . Nachdem das UFO verschwunden war ,
bemerkten die Zeugen eine seltsame Erscheinung : der 30 Meter
große Weiher in der Kiesgrube war total vere i s t . Sofort wurde
die Polizei verstandig t , die das Phanomen be statigen mußte . In
j ener Nacht und auch einige Tage zuvor waren die Außentempera­
turen standig über Nul l Grad gebl ieben , und außerdem hatte e s
i n den letzten Wochen häufig geregne t . Nirgendwo i n d e r naheren
Umgebung fand man eine ahnliehe vere i s te Ste l le . Eine genaue
Untersuchung ergab , daß die vereiste Wasseroberflache tei lwe i ­
s e 7 c m dick war und aus e inze lnen , etwa 5 bis 7 Schichten be­
stand . An vie len Stel len war das Eis von Luft und Schmutzblasen
durchzogen ( Lorenzen 1 9 6 9 : 1 6 3 ) .

Bei einer brasiliani schen Sichtung vom Jahr 1 9 6 7 in der Nahe


der Stadt Betim hatten Lusi Muzio Ambrosia und Jose Custodio
de Oliveira in 400 m Entfernung ein unbekanntes Obj ekt entdeckt .
Plöt z l ich schien die Temperatur von 20° C auf etwa 6 ° C abzu­
nehme n , und die Zeugen hatten das Gefühl , zu e iner Eissaule zu
erstarren. Als das UFO wegge flogen war , untersuchten sie die
Landes te l le und fanden zu ihrem Erstaunen e ine große verbrann­
te Flache und e inen Kreis , innerhalb dessen die Vegetation aus­
getrocknet war ( Rimes 1 9 7 1 ) .

Das gle iche Kältegefühl mit unangenehmen gesundheitl ichen Folgen


erlebte der amerikanische Maschinenbau-Ingenieur A . P . Wheeler
bei einer UFO-Sichtung im August 1 9 5 6 . Als er beim Ausbau sei-
nes Ziege lhauses in San Lui s , Arizona , arbeitet� , kam auf e inmal
ein rundes , glühendes Obj ekt vom Süden herangeflogen . Von allen
Seiten strömten dicke Rauchwolken herau s , die sich j edoch nach
7 bis 8 Metern Entfernung wieder auflösten . Das UFO hing in etwa
300 Meter Höhe und war etwa 500 Meter vom Beobachter entfernt .
Im Innern der Maschine strahlte ein blauer Lichtbogen , der
selbst im hellen Sonnenl icht zu sehen war und e iner Schwe i ßf lam­
me gl ich . Nach etwa ein , zwei Minuten fing das Obj ekt langsam ,
immer noch Rauch ausstoßend , zu steigen an . Der Ingenieur schnapp­
te s ich seine Schwe i ßerbri lle und konnte durch das Chromglas
( Starke 6 ) eine Reihe von Einzelheiten innerhalb des fremdarti ­
gen Obj ektes erkennen . Nach e iner weiteren Minute tauchte plötz­
l ich e in zwe ites auf , das etwa 60 Meter unter dem anderen in
seinem Fllg stoppte . In einer pendelförmigen Bewegung stieg dann
die zweite Maschine langsam höhe r , bis sie noch etwa 1 7 m von
der ersten entfernt war . Daraufhin setzten s ich beide gleichför­
mig nach oben in Bewegung und kamen nach e iniger Zeit außer
Sicht . Das Ganze sah nach Angaben des Zeugen so aus , als ob das
untere Obj ekt das obere , offenbar beschädigte , mitte l s e iner
unbekannten Kraft hochgehievt hätte . Wheeler lief dann sofort an
die Ste l le , über der die Obj ekte geschwebt hatten . Als er s ich
- 96 -

dem Gelände näherte , begann seine Haut zu prickeln und zu j uk­


ken . Beim weiteren Voranschreiten kam er in e ine Zone von extre­
mer Kälte , wie er sie noch nie erlebt hatte - und dies an einem
Sommertag mit 40° C im Schatten . Als er vor der unsichtbaren
Kältesäule zurückschreckte , spürte er erneut das Prickelgefühl
an seinem Rücken hochziehen . An verschiedenen Stel len versuchte
er dann , die magische Eis säule von etwa 5 Meter Durchme s ser zu
durchstoßen . Schließl ich entschloß er s ich mutig , trotz der fürch­
terlichen arktischen Kälte hindurchzugehen . Als er auf der ande­
ren Seite herauskam , schmerzten seine Augen , er konnte nicht
mehr richtig sehen und begann sich zu erbrechen . An j enem Abend
e rlebte Whee ler einen starken Durchfal l , der ihn drei Jahre lang
immer wieder plagte . Die besten Hospitäler konnten ihn nicht ku­
riere n . Zudem verlor er sehr an G�r icht , und fühlte sich die gan­
ze Zeit müde . Die Ärzte hatten auch keine Erklärung für die
zahlreichen kleinen sommersprossenähnlichen roten Flecken , die
s ich auf seiner Bauchdecke gebildet hatten ( Slate 1 97 2 ) .

6 . F luores zenz- und Phosphoreszenz-Phänomene


Zahlreiche Stoffe , welche durch Energieeinstrahlung Lumines­
zenzverhalten , d . h . ein " kaltes Leuchten" zeigen im Unterschied
zur Temperaturstrahlung bei Erhitzung , las sen sich möglicher­
wei se als Indikatoren für UFO-Strahlen verwenden . Die Anregung
solcher Stoffe geschieht entweder durch Tei lchenstrahlung oder
durch elektromagnetische Wel len . Treten nach der Energieein­
strahlung Nachleuchteffekte auf , spricht man von sogenannter
Phosporeszenz im Unterschied zur einfachen F luoreszenz .

Im September 1 9 50 s tiegen 3 Bomber-Jagdflugzeuge von e inem bei


Korea stationierten Flugzeugträger auf . Die Sicht um 7 . Uhr in der
Frühe war hervorragend, und die Flugzeuge hatten schnel l die 1 0 . 000
Fuß-Marke erklommen . Einer der Z eugen von der dreifachen Doppelbe­
satzung erzählte : "Wir flogen über einem von Bergen eingesäumten
Tal entlang , a l s wir plötz lich 2 große Schatten am Boden entdeck­
ten , welche s ich etwa so schnel l wie wir bewegten . Als ich nach
oben schaute , sah ich die Dinger . Sie waren unheimlich gro ß . Auf­
grund der Radaranzeige schätz te ich den Abstand auf 1 1 / 2Mei len zu
unseren Maschinen . Plötzlich schienen die UFOs zu stoppen und in
eine vibrierende Bewegung überzugehen . Ich lud meine Bordkanone ,
welche mit der Bordkamera gekoppelt war . Doch im selben Augenb l ick
blühte der Phosphor auf meinem Radarschirm auf und wurde strahlend
hel l . Ich versucht e , die Helligkeit zurückzunehmen , was mir j edoch
nicht gelang . Dann versuchte ich meinen Staffel führer zu rufen , doch
im Funkgerät war nur ein lautes seltsames Störgeräusch zu hören . Ich
schaltete auf 2 andere Frequenzen , kam j edoch nirgends durch . Jedes­
mal beim Umschalten war das Band für einige Sekunden klar da , um
dann sofort wieder gestört zu werden . Als ich es schließlich auf­
gab , sah ich , wi e die etwa 200m großen Dinger unsere Maschinen um­
kreisten, mal über , mal unter uns . Sie glänzten s i lbern , waren j e­
doch von e inem rötlichen Halo umgeben . Während der ganzen Zeit spür­
te ich und auch meine Kol legen , wie ich später erfuhr , ein unheiml i­
ches Wärmegefühl und auch eine Art unbeschreibbares hochfrequentes
Schwingen . "Nach der Rückkehr auf den Flugzeugträger wurden die Män­
ner einzeln vom Geheimdienst der US-Navy befragt und ihre Aussagen
verglichen . Sie s t immten überein . Außerdem machte man eingehende Mes­
sungen an den Düsenmaschinen . Die Pi loten erfuhren zwar nichts über
die HeBergebnisse mit Geigerzählern , hörten j edoch , daß die Phosphor­
anzeigen an ihrem Instrumenten-Bord ein außerordentlich starkes
Leuchtverhalten zeigten . (Außerdem waren die F ilme der Bordkamera
sämtl ich geschwärz t , obwohl zu keiner Z e i t Aufnahmen gemacht worden
waren .
- 97 -

Ein bemerkenswerter UFO-Fall , wo e in solches Phänomen beobachtet


wurde , ereignete sich am 1 9 . Juni 1 96 9 . Der Fahrer Robin Peck
steuerte seinen Wagen gegen 0 . 2 5 Uhr durch Bircham Newton , als
unvermittelt seine Sche inwerfer zu f lackern anfingen . Kurz darauf
g ingen die Lichter aus und sein Motor b l ieb stehen . Peck schau­
te unter die Kühlerhaube , wobei er e ine e lektrische Aufladung
der Luft spürte , die sein Haar hochstehen l i e ß . Als er nach
oben schaute , sah er ein p i l z förmiges Obj ekt , das in etwa 30 bis
50 m Höhe über e inigen Bäumen schwebte und größer a l s e in Haus
erschien . "Es war ein schreckl iches Gefüh l " , beschrieb er später
seinen Eindruck . " Ich hatte den Eindruck , a l s ob ich in einem
außerordentlich intens iven Radarstrahl gestanden wäre . " Das
blau leuchtende UFO , das von einem orangenen Glühen umgeben war ,
schwebte etwa eine Minute in der Nähe e ines Hofe s , a l s es wie­
der aufstieg und in Sekundenschne lle verschwand . "Während der
Sichtung " , so schrieb Peter Johnson , der den Fal l für d ie NICAP
untersuchte , " leuchteten die Z i f fern der Armbanduhr von Robin
Peck mit erhebl ich größerer Intensität auf und schienen ihn di­
rekt anzustrahlen . " Nach der S ichtung verlor die Uhr ihre Leucht­
kraft ( Lorenzen 1 9 6 6 , Lore 1 9 6 9 : 8 f f ) .

Auch e lektrische Leuchtstofflampen scheinen in der Umgebung der


Energiefe lder von UFOs angeregt zu werden , wie die folgenden
Fälle zeigen , die s ich im Jahr 1 9 7 2 in Santa I sabel , Argenti­
nien , abgespielt haben . Obwohl die Hauptzeugen selbst direkt
kein unbekanntes Flugob j ekt , sondern nur e in fremdartiges Wesen
gesichtet haben , deuten die zahlreichen typischen Sekundärphäno­
mene auf einen UFO-Fall hin . Zudem stellte s ich später heraus ,
daß auch e ine Reihe hoher Angestel lter der Autofirma , in der
sich die Ereignisse abgespie lt haben , ähnliche Erlebni sse hat­
ten und das gle iche Wesen sowie ein unbekanntes F lugobj ekt be­
obachtet hatten . Aus Gründen ihrer beruflichen Position zogen
sie es j edoch vor , über ihre Erfahrungen zu schweigen .

Die ersten Phänomene erlebte der Zeuge M . Theodoro Merle , der


in der Firma als Wächter e ingestel l t i s t . Bei seinem nächtlichen
Rundgang bemerkte er am 2 1 . September 1 9 7 2 gegen 5 . 40 Uhr , daß
eine Quecksi lberdampf lampe in e inem Waschraum augegangen war .
Als er s ich der abgedunkelten Seite des Raumes näherte , erblick­
te er eine fremdartige Person auf e inem der Waschbecken sitzen .
Merle konnte s ich nicht erklären , wie diese Person hereingekom­
men sein sol l , wei l er beim letzten Rundgang um 1 . 40 Uhr a l le
Türen verriegeln hatte . Als er weiter vordrang , erlosch plötz­
lich eine zweite Quecks ilberdampf lampe , während die erste wie­
der funktionierte . Mittlerweile war das seltsame Wesen wie e in
Geist verschwunden . Im Zusammenhang mit der Beobachtung wurden
folgende weitere Effekte festgeste l lt :

1 . Die Temperatur im Beobachtungsabschnitt war im Vergleich zu


den übrigen Tei len des Raumes merklich erhöht ;

2 . Die Augen des Zeugen waren drei Tage lang entzündet und
neigten häufig zum Tränen ;

3 . In der Mitte des Nasenrückens hatte s ich e in roter Fleck


gebilde t , der dem Zeugen lange Zeit Schmerzen bereitete ;

4 . Nach der S ichtung klagte der Zeuge über häufiges Kopfwe h ,


- 98 -

5 . Etwa 7 bis 8 Tage lang hatte der Z euge Schmerzen in der


Lei stengegend .

Das zweite Phänomen ere i gnete s ich am 27. September 1 9 7 2 und


wurde von dem j ungen Enrique Moreno berichtet . Als er gegen
2 2 . 30 Uhr einige Akten auf e inen Tisch ablegte , leuchteten in
dem dunklen Raum plötzl ich zwei Reihen von Leuchtstofflampen
auf und erloschen sofort wiede r . Dies ereignete s ich innerhalb
von knapp 1 5 Sekunden insgesamt dreimal , wobei Moreno beson­
ders auffiel , daß die Lampen ohne das beim normalen Starten
übliche Flackern sofort hell zu leuchten begannen . Nachdem er
auch noch ein turbinenähnliches Geräusch hörte , bekam er es
mit der Angs t zu tun , setzte s ich auf seinen Motorroller und
fuhr zu einer 200 m entfernten Stelle des Werksgeländes . Als
er wieder zurückkam , sah er auf einmal , etwa 1 00 m von ihm ent­
fernt , ein fremdartiges Wesen . Seine spätere Beschreibung stimm­
te genau mit der des Zeugen Merlo überein . Bei einem Abstand
von etwa 30 m produ z ierte sein Motor plötzl ich eine Fehlzündung ,
der Roller fing zu vibrieren an , wurde langsamer und blieb we­
�ige Meter vor der unheimlichen Person stehen . Der Motor lief
zwar noch langsam weiter , doch die Räder schienen auf eine myste­
riöse Art blockiert zu sein. Nach etwa 30 Sekunden wurde sein
Rol ler plötz l ich von einer unbekannten Kraft nach vorne gestos­
sen , und Moreno konnte wieder normal weiter fahre n , wobei er
sich noch ganz benommen fühlte . Beim Vergleich der Betriebsuhr
mit seiner Armbanduhr stellte er erstaunt fes t , daß diese ste­
hen geblieben war . Der Unterschied betrug 1 7 Minuten , so daß
er einige Zeit bewußtlos gewesen sein mußte . Der Vorfall war
von zahlreichen Randphänomenen beg leitet worden , von denen hier
nur e inige der wichtigsten geschildert werden sollen . Ab e iner
Entfernung von etwa 30 m zu dem fremden Wesen erlebte der Zeuge
e in unerträgliches Ohrensausen , das mit der weiteren Annäherung
immer schlimmer wurde . Gleichzeitig durchfuhr ihn am ganzen
Körper ein seltsames Kribbeln , das erst nachl ieß , als er wieder
von der Stelle wegfahren konnte . Die Gegend , wo das Wesen ge­
standen hatte , schien außerordentlich warm gewesen zu sein, ob­
wohl die Luft in j ener Nacht sehr abgekühlt hatte . Genau wie
Merlo klagte auch der Zeuge Moreno drei Tage lang über Augen­
schmerzen und häufigen Tränenfluß . Zudem verlor er seine gewohn­
te Vitalität , hatte ständig Schmerzen in den Armen und im Rücken
und mußte sogar einmal wegen plötzlich abfallenden Blutdrucks
und einsetzender Ohnmacht in die Betriebsambulanz gefahren wer­
den . Wie Moreno später erzählte , hatte er in der folgenden Nacht
nach dem ersten Zwischenfall nochmal s das fremde Wesen vor dem
Fenster des Telexraumes gesehen . Auch dieses Mal g ingen die
Leuchtstoff lampen wie damal s in dem anderen Saal kurz an und
dann wieder aus . Darauf hörte er e in leichtes Summen und die
Telexmaschinen schalteten s ich von selbst ein. Von Panik erfaßt ,
rannte er zu den Wachtbeamten in e inen anderen Raum , die ihn zu
beruhigen versuchten und zunächst an seiner geistigen Gesund­
heit zu zwei feln begannen . Wie s ich später heraus stel lte , war
die wertvolle Armbanduhr von Moreno hochgradig magnetisiert
worden ( Galindez 1 9 7 5 ) .

Auch bei einem anderen Fal l , den der UFO-Forscher Dr . Jacques


Val lee schildert , wurden Leuchtstofflampen auf geheimnisvolle
Wei se zum Leuchten angeregt . Am 1 1 . November 1 9 6 1 schickte die
j ugoslawische Nachrichtenagentur Tanyoug folgende Meldung über
- 99 -

die Fernschreiber : "Mysteriöse Radio-Störung in Kroatien " .


Belgrad . - Vor wenigen Tagen wurde plötz l ich die Sendung des
lokalen Radiosenders der kroatischen Stadt Vukovar unterbrochen .
Im Studio gingen die Lichter aus , um dann 30 oder 40 Sekunden
lang wieder auf zuflackern . Die Meßinstrumente zeigten e inen star­
ken Anstieg der e lektrischen Spannung an . Im selben Augenblick
f log eine merkwürdige dunkelgraue Wolke über die Stadt und ver­
schwand kurz darauf in Windrichtung . Besonderes Aufsehen unter
den Technikern erregte folgende Erscheinung : Mehrere Natrium­
Dampflampen , die völ l i g isoliert auf e inem Abstel lregal lagen ,
begannen während des Zwischenfalls auf zuleuchten . " ( Hobana/We­
verbergh 1 9 7 2 : 2 3 7 ) .

Dieses Phänomen legt die Vermutung nahe , daß die Anregung der
Lampen durch ein starke s , hochfrequentes elektromagneti sches
Wechselfeld erfolgt i s t . Eigene Untersuchungen französischer
UFO-Forscher haben gezeig t , daß normale Leuchtstofflampen durch
ein solches Feld von einigen hundert Watt Leistung im Abstand
von etwa 20 cm zum Leuchten gebracht werden können ( L agarde
1 9 7 4 : 2 2 7 ) . Physikali sche Untersuchungen der Fluoreszeigen­
schaften verschiedener Leuchtstoffe werden häufig mit sogenann­
ten e lektrodenlosen Entladungs lampen durchgeführt . Die einge­
strahlte Leistung liegt hier zwischen 30 und 1 00 Watt , wobei
eine modul ierte Frequenz von 2 4 50 + 25 MHZ verwendet wird
(Norris/West 1 9 7 3 ) . -

In den fünfz i ger Jahren starb sogar ein Radartechniker , der


in der Nähe e iner Radaranlage energiereichen Mikrowel len ausge­
setzt war . Ein anderer , Dr . Walter Johnson , empfand plötzlich
ein Brennen an den Beinen , als er damit beschäftigt war , die
Radaranlage auf dem raketenbestückten Kreuzer " Galvston " zu
testen . Außerdem fiel ihm auf , daß zwei Neonlampen , die er in
seiner Hosentasche hatte , von se lbst leuchteten ( Rehn 1 9 7 3 ) .

7 . Radioaktive Strahlen

Während in hunderten von Fällen Autofahrer , Schiffs- und Flug­


zeugkapitäne Nahbegegnungen mit UFOs erlebt und dabei auffäll ige
Lichterscheinungen und e lektromagnetische Effekte festgeste l l t
haben , existieren nur wenige Berichte mit Hinwei sen auf radio­
aktive Niederschläge . I n den Jahren 1 9 50 bis 1 9 5 1 wurde von
der US-Luftwaffe ein umfangreiches Programm zur Erfassung sol­
cher radioaktiver Strahlen be i UFO-Zwischenfällen ausgearbei ­
tet . Es hätte insgesamt 2 50 000 Dol lar gekostet , wurde j edoch
damals nicht e ingeführt ( Lagarde 1 9 7 4 : 2 2 8 ) .

Immerhin hat die amerikanische Luf twaffe bei ihren UFO-Unter­


suchungen sehr häufig Landungsspuren von UFOs mit e infachen
Geigerzählern untersucht . In e inigen Fällen konnte tatsächlich
e ine erhöhte Radioaktivität festgeste l l t werden .

Kapitän Ruppelt berichtete , daß 1 9 5 6 eine Air Force-Station


eine außerordentliche Zunahme radioaktiver Strahlung beim Ober­
flug eines UFOs re gistriert hatte . Im Dezember 1 9 6 4 brachte
eine Landung in der Nähe von Grottoe s , Virginia , zusät z l iche Hin­
weise . Horace Burns , Besitzer eines Waffengeschäfte s , durchfuhr
die dortige Gegend , als eine große metal li sche Maschine , etwa
90 Meter von der Straße entfernt , zur Landung ansetzte . Bevor
- 1 00 -

s i e wieder startete , bemerkte der Zeuge einen blauen , f luores­


zierenden Lichtstreifen rund um die Landestel le . Dieser Ort
wurde anschließend vom Professor eines nahe gelegenen College
sowie von zwei Ingenieuren unabhangig auf Radioaktivitat unter­
sucht . Beide Messungen mit Geigerzählern ergaben eine starke
Erhöhung gegenüber der natürlichen Strahlung ( Keyhoe 1 9 7 3 : 1 0 9 ) .

Am Freitag , den 4 . Juli 1 9 6 9 , erlebte Arcesio Bermudez von Ano­


laima in Kolumbien mit zwei weiteren Beobachtern ein UFO-Manöver
über einem nahe gelegenen Getreidefeld . Untersuchungsbeamte der
APRO-Organisation berichteten spater folgendes : " Innerhalb von
zwei Tagen nach dem Zwischenfall wurde der Hauptzeuge sehr krank .
Seine Temperatur sank auf 3 5 ° C und er hatte ein seltsames Käl­
tegefüh l . Wenige Tage später verschlimmerte s ich sein Zustand .
Er bekam Durchfall mit Blutabgang und mußte sich häufig überge­
ben . Nachdem er in die K linik nach Bogota überführt und dort von
zwei Spezialisten untersucht worden war , starb er noch am Ein­
lieferungstag , den 1 2 . Jul i . Die Ärzte stimmten in ihrer Diagno­
se darin überei n , daß die Symptome von Bermudez auf eine starke
Einwirkung von Gamma-Strahlen hinwiesen (Keel 1 9 7 2 : 305 ) .

In der Nacht des 6 . November 1 9 5 7 fuhr der 2 8 - j ährige Olden


Moore nach Hause , a l s er gegen 2 3 . 30 Uhr ein helles Obj ekt am
Himmel bemerkte . Als es in der Mitte seiner Windschutz scheibe
zu sehen war , stoppte e s , spaltete sich in zwei Teile , wovon
der e ine steil nach oben stieg und verschwand . Der andere Tei l
schien dagegen noch größer und hel ler zu werden . Moore hielt
sein Auto an und stieg aus . Als s ich das Ding seinem Wagen näher­
te , änderte sich die Farbe de s Objektes von hel l-weiß zu einem
grünen Dunst und schlie ßlich zu einem blau-grünen Ton , während
es 70 Meter über einem Feld schwebte . Bisher hatte der Zeuge
keinen Laut vernommen , doch als das Obj ekt langsam zur Landung
ansetzte , hörte er ein Geräusch wie von einem Elektromotor , nur
wesentl ich tiefer . Nachdem er etwa 1 5 Minuten lang das in rund
1 70 Meter Entfernung niedergegangene Obj ekt bestaunt hatte ,
entschloß er s ich , näher heranzugehen . Die fremdartige Flugma­
schine g länzte wie die Oberseite von e inseitig transparenten
Sonnenbr i llen-Gläsern . Auf halbem Weg kehrte der Zeuge um , wei l
er noch zusätzliche Zeugen auftreiben wol lte . Als er niemanden
fand , fuhr er schnel l zu seinem 8 Kilometer entfernten Heim und
brachte seine Frau mit zurück . Inzwischen j edoch war das unbe­
kannte Obj ekt verschwunden . Am anderen Morgen verständigte Moore
sofort die Polizei , und am Nachmittag wurden bereits Messungen
an der Landestelle vom Direktor der Z ivilverteidigung anges te l lt .
Man fand dort zwei perfekte , einen Meter tiefe Löcher vor . Außer­
dem zeigte ein später herbeigeholter Geigerzähler e inen Ausschlag
von 1 50 Mikroröntgen im Zentrum eines Kreises von 1 7 Metern . An
seinem Außenrand ging der Wert auf 20 bis 2 5 Mikroröntgen zu­
rück . Einige Stunden später konnte man nur noch 20 bis 25 Mikro­
röntgen in der Mitte feststellen und keinen Ausschlag mehr am
Rande des Gebiete s . Diese zeitliche Abnahme der Radioaktivität
deutet darauf hin , daß s ie nicht durch irgendwieehe Mineralien
verursacht worden war ( Cramp 1 9 6 6 : 2 2 1 ff ) .

Ähnliche Mes sungen von Bodenproben nach einer UFO-Landung wurden


in K j e l lmansgatan , 40 km nordwestlich von Göteburg in Schweden ,
unternomme n . In der Nacht des 2 9 . August 1 9 70 sahen mehrere Zeu­
gen in der Nähe der Farm Enebacken eine rot leuchtende Kugel am
- 101-

Himme l , die merkwürdige Flugbewegungen durchführte und gelb­


weiße Lichtstrahlen aussandte . Anderntags fand man im Garten
der Farm dre i verbrannte Zonen von 40 cm Durchme sser und 4 cm
Tiefe . Diese Löcher sahen nicht alle gleich aus , sondern waren
leicht unsymmetrisch .

Ein Beauftragter des Chalmer Institutes für Nuklear-Chemie


schickte Bodenproben ein , die anschlie ßend genau analysiert
wurden . Als Test-Gerät diente e in Hewlett Packard Multichannel
Analyser 5400 A, der die Spektralverteilung von Gammastrahlen
zu messen verma g . Die Messungen wurden e inmal ohne das Material ,
das zweite Mal mit einer Referenz-Bodenprobe aus e inem Umkrei s
von 4 Metern von d e n Markierungen und d a s dritte Mal m i t der
Bodenprobe selbst durchgeführt . Jeder der 3 Tests dauerte 8
Stunden.

Es zeigte sich, daß die Referenzprobe - außer der natürl ichen


geringen Bodenradioaktivität - keine besondere Strahlung pro­
duzierte . Das Testmaterial dagegen wies e ine schwache Aktivität
im Bereich von 6 60 kV auf , welche auch zwei Wochen nach der er­
sten Untersuchung nicht abgenommen hatte . Diese Strahlung könn­
te möglicherweise vom Barium-I sotop 1 3 7 BA herrühren , das e ine
Gamma-Aktivität bei 6 6 2 kV aufweist . Die ses entsteht aus dem
Zerfall des I sotops Cerium 1 3 7 CE beim Aussenden von Beta­
Strahlung ( Halbwertszeit : 30 Jahre ) . Die bei der Test-Probe
festgeste l lte Aktivität war zwar mit 900 Pulsen in 8 Stunden
recht gering , lag j edoch deutlich über der Umgebungs-Radioak­
tivität . Diese Isotopen kommen ausschließlich bei bestimmten
Prozessen in Kernreaktoren vor , so daß ein zufällige s Auftre­
ten dieser Strahlung im Garten der Farm Enebacken ausgeschlossen
werden kann ( Fredreckson 1 9 7 1 , FSR) .

Nach e inem Vorschlag von Dr . Frank Salisbury sollten nach UFO­


Nahkontakten auch Goldgegenstände wie Armbänder , Ringe , Zahn­
füllungen auf Gamma-Strahlung untersucht werden . Bekannterweise
läßt sich das schwere Gold-Atom sehr schnel l aktivieren , so daß
ggf . e ine Thermolumines zenz-Strahlung angeregt wird , welche
wiederum le icht nachgewiesen werden kann ( Salisbury 1 9 7 4 ) .

8 . Magnetische Störungen

In einer Viel zahl von Berichten über unbekannte F lugobj ekte tau­
chen immer wieder Beschre ibungen von Störungen magneti scher HeB­
einrichtungen auf . Häufig verursachen solche Obj ekte bere its
aus Entfernungen von mehreren Kilometern s ichtbare E inwirkungen
auf Kompaßbussolen oder automati sche Magnetometer . überschlägige
Rechnungen zeigen , daß die hierzu erforderlichen Magnetfe lder von
beachtlicher Größenordnung sein müssen und das irdische Magnet­
fe ld mi llionenfach übersteigen . Hierauf deuten auch die zahlrei­
chen Berichte über remancnte Magnetisierungen von Armbanduhren
und anderen ferromagnetischen Metallgegenständen hin .

Einer der ersten Berichte über Kompa ßaus lenkungen stammt von
Fred Johnson aus Portland in Oregon , USA . Am 2 4 . Juni 1 9 4 7 -
dem gleichen TaJ , an dem Kenneth Arnold neun " F l iegende Unter­
tassen " s ichtete - beobachtete Johnson e ine Gruppe von 5 oder 6
fliegenden Scheiben über den Cascade Mountains . Die meta l l isch
aussehenden , runden Obj ekte flogen etwa 300 r1eter über ihm und
- 1 02 -

schienen etwa 1 0 Meter Durchmesser zu haben . Als Johnson sein


Teleskop in die Richtung der Scheiben �rehte , bemerkte e r , daß
die Nadel seines Kompa sses wi ld nach links und rechts aussch l ug ,
solange die Obj ekte über ihm kurvten . Als diese nach 4 5 bis 6 0
Sekunden in südöstlicher Richtung verschwanden , ha tte s ich der
Kompaß wieder beruhig t . D i e amerikanische Lu ftwa ffe stufte die­
sen Bericht unter die Rubrik " Unidentifiziert" ein ( B loecher 1 9 6 7 ) .

Sechs Jahre später , am 20 . Mai 1 9 5 3 , wurde ein ähnl iches Phäno­


men aus Marble Creek in Ka li fornien berichtet . Die zwei Berg­
werks leute John Black und John Van Allen sahen dort in der Nähe
einer Sandbank ein si lbern schimme rndes Obj ekt , das aus zwei
Metallscheiben aufgebaut schien , e inen Durchme sser von etwa 4
Metern und eine Höhe von rund 2 �1etern hatte . Das Obj ekt war
leicht gewölbt und trug auf der Oberseite ein plas tikartiges
Cockpit . Plötz lich tauchte ein brei tschultrige s , etwa 1 , 20 Meter
großes Wesen auf und stieg auf einer Leiter aus der Maschine ,
die selbst auf vier e inziehbaren Lande füßen stand . Nachdem der
kleine Mann Wasser in einen mitgebrachten Metallbehälter gefüllt
hatte , kehrte er zurück und verschwand wieder in dem fremdarti­
gen Flugkörpe r . Kurz darauf startete der Apparat und f log über
die Baumwipfel davon . Als John Black in diesem Augenblick sei­
nen Kompaß betrachtete , stel lte er zu seiner Verwunderung ein
wildes Ausschlagen der Magnetnadel fe st ( Cramp 1 9 6 6 : 2 1 8 f f ) .

Am 7 . November 1 9 57 bemerkte e in Autofahrer in der Nähe von


Orogrande , Neu-Mexiko , wie sein Ge schwindigkeitsme sser plötz lich
wild zwischen 60 und 1 1 0 km/h auszuschlagen begann . Seine e i ge ­
n e konstante Geschwindigkeit betrug 60 km/h . Offenbar hatte ein
UFO , das wenige Minuten später von anderen Zeugen in dieser Ge­
gend beobachtet wurde , den magnetischen Geschwindigkeitsmesser
des "Mercury" -l-lagens aus dem Jahre 1 9 5 4 durcheinandergebracht
( Hall 1 9 6 4 : 7 3 ) .

Eine Woche vor Weihnachten ereignete sich im gleichen Jahr ein


weiterer mysteriöser Zwischenfal l . Auf e inem Fischerboot in
den Gewässern um Florida begann plötz lich der Kompaß zu rotie­
ren , wobei der Generator , das Lichtnetz und das Radio ausfielen .
Schuld daran schien ein dunkles Obj ekt am Himmel zu sein , das
e ine größere Fläche des sternklaren Firmamentes verdeckte (Aus ­
führliche Beschreibung im Kapitel 3 ) . Ein weiteres Schi f f , das
60 km von dieser Stelle entfernt gewesen war , lief infolge
e iner Mißweisung des Kompasses um 90 Grad auf eine Schlammbank
auf .

Am 2 2 . August 1 9 7 1 beobachtete Mrs . Mary Weare aus Chal font St .


Peter , England , den sternklaren Nachthimme l , als sie plöt z lich
gegen 3 Uhr in der Frühe ein unheimliches Vibrieren in der Luft
verspürte . Gleichze i t i g begann die Magnetnadel ihres Kompasses
wild zu rotieren . Inzwischen sah sie ein großes Obj ekt , das
über e iner Garage in ihrer Nachbarscha ft schwebte . Alle Hunde
in der Gegend bellten wie verrückt und heulten , wie wenn ein
Schneesturm über die Landschaft fegte . Irgendwie fühlte s ich
die Frau dazu gedrängt , mit ihrer Taschenlampe aus ihrem Schlaf­
z immerfenster heraus das unbekannte Flugobj ekt anzublinken . Im
selben Augenblick schoß aus dem UFO e in Lichtstrahl nach unten ,
ähnlich wie aus einem Kinoproj ektor . Das Merkwürdi gste waren
eine Reihe von Symbolen , die in diesem Licht erkennbar waren
- 1 03 -

und die Frau Neare genau aufzeichnen konnte . Nach die sem Er­
eignis war der Kompaß völ lig unbrauchbar geworden (Aquila 1 9 7 2 ) .

Auch Piloten beri chten gelegent lich über starke Störungen ihrer
magneti schen He ßins trumente , die häu fig durch Gewitter , magneti­
sche Stürme und ähnli ches bee influßt werden . üblicherweise be­
sitzen größere Maschinen zusätzl ich Kreise lkompasse , so daß
die Kursabweichungen korrigiert werden können . P i loten von
Privatmaschinen müssen sich dagegen fast ausschließlich auf
ihren Fluxgate-Kompaß verlassen , so daß be i Störungen trotz
Navigation nach Funkfeuern - falls keine DME (Di stance Measure­
ment Equipment ) zur Verfügung steht - ein heading-Fehler auftre­
ten kann .

Der Privaltpilot Hugo Feugen , Ingenieur einer Firma in Mendota ,


I l l . , berichtete von einem Zwischenfall vom 2 8 . November 1 9 7 4 .
Er flog dama ls mit seiner eigenen Aeronca "Champ " -Maschine
von DeKalb nach Mendota in einer Höhe von 2 500 Fuß . Als er um
1 1 . 4 3 Uhr auf seiner Luftstraßenkarte seinen Kurs kontrol l ierte
und zwischendurch auf sein Instrumentenbord schaute , bemerkte
er zu seiner Verwunderung , daß sein Magnetkompaß zu rotieren
begonnen hatte . Dessen Nadel drehte s ich im Gegenuhr zeigers inn
mit e iner Frequenz von 4 bis 5 Umdrehungen pro Minute . Wie Feu­
gen gleich darauf festste llen mußte , schien der Kompaß von e inem
Obj ekt , das zu se iner Linken para llel zu seiner Maschine flog ,
gestört zu werden . Es hielt sich in etwa 400 Meter Abstand und
sah aus wie ein weißer oder s i lberner Disku s . Als das UFO nach
8 bis 10 Sekunden le icht zur Seite kippte , beschleunigte e s so
schne l l , daß es in weniger als einer Sekunde außer Sicht kam .
Zuvor war es mit etwa 80 mph geflogen , genauso schnel l wie die
Haschine von Feugen (Andrus 1 9 7 5 ) . Nimmt man zum Be i spiel an ,
daß auf den Kompaß ein Feld von 1 Gauß ( 5 - fache hori zontale
Erdfeldstärke ) eingewirkt hat , dann muß dieses im Abstand von
4 m vom UFO 1 Mil lion Gauß betragen haben . Diese Rechnung ba­
s iert auf ein � � ubischen Ausbreitungsgesetz , wie sie für sta­
tionäre DipolrißPer gelten .

Beim Einsatz von empfindlichen Magnetometern müßten sich UFOs


auf wesentlich größere Di stanzen orten lassen . Darauf deuten
eine Reihe von Berichten hin , wo Störungen von stationären
magneti schen Observatorien beim Vorbei flug von UFOs beobachtet
wurden .

Einen solchen Fall meldete am 3 . Juli 1 9 6 5 die Garnison der


argentinischen Marine in der Antarkti s . Auf Deception I s l and
wurde damal s ein " g igantische s " , l insenförmig aussehendes
Flugob j ekt gesichte t , das im Z ickz�ckkurs die Farbe wechselte
und abwechselnd überaus hohe Geschwindigke iten und einen etli-
che Minuten dauernden völ l i gen Stillstand in der Luft demonstrier­
te . Dasselbe Flugobjekt wurde auch von einer anderen Garnison
auf der Orknay- Insel beobachtet . Während das Obj ekt den Stütz­
punkt überflog , registrierten zwei Variomete r , die sich in ta­
del losem Zustand befanden , auf ihren Streifen plöt z l ich Störun­
gen des erdmagneti schen Felde s . Gle ichzeitig wurde von einer
nahe liegenden chileni schen Station bekannt , daß der dortige
Kommandant vergeblich versucht hatte , benachbarte engli sche
und argentinische Stützpunkte zu benachrichtigen : Auf a l len
verfügbaren Frequenzen war j eglicher Funkverkehr durch starke
- 1 04 -

Störungen völlig unmög lich ( Schneider 1 9 7 4 : 2 5 4 , Condon 1 9 70 : 9 9 f f ,


Lorenzen 1 9 6 9 : 2 4 5 f f ) .

Am 1 2 . und 1 3 . September 1 9 7 3 hatte eine Familie Mi l ler in der


Nahe von Tucson , Arizona , ein merkwürdiges F lugob j ekt beobachtet ,
das einer si lbernen Scheibe ähnelte und sich wie ein fallendes
Blatt bewegte . Einige Zeit später ste l lte eine Untersuchungs­
Gruppe fest , daß das Magnometer einer nahegelegenen geologischen
Überwachungsstation in Tucson genau am 1 2 . und 1 3 . September zur
se lben Uhrzeit , als das UFO beobachtet wurde , nämlich um 1 5 . 40
Uhr , deutl iche Ausschläge aufgezeichnet hatte (N . N . 1 9 7 4 , APRO
Bulletin 2 2 , 6 : 3 ) .

Ein weiterer Sichtungsbericht vom 1 6 . November 1 9 7 3 konnte eben­


falls durch eine automatische Messung bestätigt werden . Gegen
7 Uhr abends beobachteten die beiden 1 1 - j ährigen Jugendlichen
Richard Thiel und Danny Fleming von Lemon Grove in der Nähe von
San Diego/Kali fornien im Garten eines Nachbars ein fremdartiges
Obj ekt , das sie noch nie an dieser Stelle gesehen hatten . Zu­
nächst dachten sie , e s handele sich um einen neuartigen Wasser­
tank . Neugierig näherten sie sich dem etwa vier Meter hohen und
sieben Meter Durchmes ser aufweisenden Apparat . Als einer der
Jugendlichen mit seiner Taschenlampe dagegen schlug , erstrahlte
plötz lich der obere kabinenartige Tei l in einem hellen Rot und
das ganze Obj ek t begann sich etwa einen Meter vom Boden abzuhe­
ben und langsam zu rotieren . Gleichzeitig war ein sirenenähnl i­
ches Geräusch zu hören , wobei grüne Lichter um die Peripherie
herum zu bl inken begannen .

Als die Jungen vor Angst davon rannten , hatten sie ein Gefühl ,
wie wenn sie unter Wasser laufen würden . Irgendetwas schien sie
in ihrer Fortbewegung zu bremsen . Außerdem bemerkten sie am gan­
zen Körper ein seltsames Kribbe ln . Nachdem sie den Garten des
e inen Jungen erreicht hatten , schauten sie zurück und sahen ge­
rade noc h , wie das Obj ekt in einigen Wolken verschwand . Um die­
se Zeit war e s etwa 1 9 . 20 Uhr .

Am anderen Morgen bere its waren einige Mitglieder von UFO-For­


schungsorganisationen verständigt worden , die an Ort und Stelle
systematische Untersuchungen aufnahmen . An der Landungsstelle
fand man drei quadratische Löcher von etwa 20 cm Tiefe . Sie
waren in der Form eines gleichseitigen Dreiecks angeordnet ,
das eine Kantenlänge von rund zwei Metern aufwie s . Das außen
herum liegende Gras schien im Gegenuhrzeigers inn platt ge­
wal z t worden zu sein . Die Experten schätzten , daß das Obj ekt ,
das die tiefen Löcher in dem sehr harten Boden verursachte ,
außerordentlich schwer gewesen sein mußte .

Bei der Befragung der Hausbewohner in der unmittelbaren Nachbar­


schaft , erinnerten sich mehrere an ungewöhnliche Störungen ihres
Fernsehapparates ( schwankende Zeilen bis totaler Bi ldau s fa l l )
gegen 1 9 . 1 5 b i s 1 9 . 20 Uhr . Außerdem stel lte man später fe s t ,
d a ß d a s Magnetometer einer e twa 90 km von San Diego entfernten
Marinestation genau um 1 9 . 20 Uhr einen Ausschlag gez e i gt hatte
( N . N 1 9 7 4 The UFO Reporter ) .
- 1 05 -

Eine erste systematische Untersuchung von zeitlichen Korrelatio­


nen zwischen geomagnet ischen Störungen und UFO-Sichtungen hat
der französi sche Forscher Dr . Ing . Claude Poher , Chef der Ab­
tei lung Weltraumraketen im französi schen Institut für Raumfor­
schung , durchgeführt . Er vergl ich die im Oktober 1 9 5 4 beson­
ders zahlreichen UFO-Beobachtungen , die in einem Abstand von
30 bis 200 km von der automati schen Station in Chambon-la-Foret ,
30 km nordöstlich von Orleans , gemeldet wurden mit den Störun­
gen der magnetischen Meßgeräte . Aufgrund dieser Ergebnisse fand
Dr . Pohe r , daß ein UFO in 40 km Entfernung von der Meßstation
eine Änderung der vertikalen Erdfeldkomponente von 10 Gamma
( = 1 o -4 Oerstedt) zu produz ieren vermag ( Poher 1 97 4 , Poher/Val lee
1 9 7 5 ) . Legt man ein kubisches Ausbreitungsgesetz für Dipolfel­
der zugrunde , dann errechnet sich hieraus ein Wert von 1 880
örstedt im "Nahfeld" von 1 50 m oder 1 Mil lion örstedt im Um­
krei s von 1 8 , 5 m um das Zentrum e ines UFOs .

Dr . James Harder , Professor für Bautechnik an der Universität


Berke ly , Kali fornien, kam durch Auswertung des sogenannten Fa­
raday-Effekte s , der bei e iner UFO-Sichtung beobachtet wurde ,
zu ähnlichen Größenordnungen für die magnetischen Nahfelder von
UFOs . Der Fall , auf den Dr . Harder zurückgreift , ereignete sich
am 5 . Mai 1 9 5 3 gegen 10 Uhr morgens in der Nähe von Yuma , Ari ­
zona . E i n Diplom-Chemiker namens We lls Allen Webb beobachtete
damal s am wolkenlosen Himme l ein längliches F lugob j ekt von etwa
1 5 Bogenminuten Ausdehnung . Als dieses e inen nordnord-östlichen
Punkt erreicht hatte , wurde e s plötz l ich kre i sförmig und hatte
jetzt nur noch einen Durchmesser von 5 Winkelminuten (Die Werte
ergaben sich au s Vergleichs schätzungen zum Monddurchmes ser von
rund 30 Bogenminuten ) . Danach wurde e s immer kleiner und ver­
schwand nach wenigen Minute n . Während dieser Zeit hatte der Be­
obachter das UFO wiederholt einmal mit und ohne seine Sonnen­
bri l le mit polaris ierten Gläsern beobachte t . Dabei f i e l ihm auf ,
daß das Obj ekt von e iner Serie schmaler Kreisringe umgeben war ,
die j edoch nur durch die Polarisationsgläser s ichtbar wurden .
Der äußere Ring wies dabei einen Durchme sser von rund 3 0 Bogen­
minuten auf , war also sechsmal so groß wie das Obj ekt selbst .

Eine derartige Erscheinung läßt sich durch eine Drehung des be­
reits polarisierten Himme l s l ichtes in e inem starken Magnetfeld
zurückführen . Dabei ergeben s ich im Analysator ( den Bril lenglä­
sern ) Zonen der Auslöschung be i Drehungsgraden des Lichtes um
90 , 2 7 0 , 4 50 Grad usw . Der Wert von 90 Grad dürfte beim äußeren
Ring aufgetreten sein , wei l die inneren Ringe durch stärkere
Magnetfelder und damit größere Drehungsgrade verursacht gewe­
sen sein müs sen . Wäre dem Beobachter e ine fotografische Aufnah­
me des Obj ektes mit e inem Polarisationsfi lter gelungen , dann
hätte s ich aus der Verteilung der Ringe direkt das Ausbreitungs ­
gesetz ermitteln und damit e iniges über die Struktur des Magnet­
feldes aussagen las sen . So konnte Dr . Harder nur e ine grobe Ab­
schätzung vornehmen , wobei er zum Beispiel drei Ringe in Rech­
nung setzte . Be i einem Durchmesser des äußeren Ringes von 40
Metern ergibt sich danach unter Berücksichtigung üblicher atmos­
phärischer Bedingungen ein Wert von 1 Mi l l ion Gau ß , der für das
Magnetfeld angesetzt werden muß ( Die magnetische Induktion in
Gauß entspricht im Vakuum urd näherungswe is�� uch in Luft zahlen­
mäßig der magneti schen Feldstärke in örste�} (Harder 1 9 6 8 , Plon­
sey 1 9 6 1 , Ingersol l/Liebenberg 1 9 5 4 ) .
- 1 06 -

Diese Ergebnisse stimmen damit größenordnungsmäßig durchaus


mit den Werten , die Dr . C l aude Poher aus seinen Extrapolationen
von Magnometer-Störungen durch UFOs gewonnen hat , überein . Der­
artig starke Magnetfelder können heutzutage j edoch nur im Innern
supraleitender Spulen erzeugt werden .

Einen weiteren Hinweis auf die Anwesenheit extremer Magnetfel­


der in der Umgebung unbekannter F lugobjekte gibt ein Ereigni s ,
das sich Mitte Oktober 1 9 7 3 in Red Bud , 50 km südöstlich von
S t . Lou i s , abgespielt hat . Gegen 1 4 . 30 Uhr hörte ein Amateur­
fischer namens Robert Eichholz ein Flugzeug heranfliegen , das
seinen Motor drosselte , um kurz darauf wieder zu beschleunige n .
�iie d e r Zeuge später berichtete , hatte d a s Flugzeug e i n Aus­
weichmanöver durchgeführt , um eine Kolli sion mi t einem fremden
Flugkörper zu vermeiden . Der ganze Vorfall hatte höchstens eine
Minute gedauert .

Nach etwa einer halben Stunde bemerkte der Fi scher plöt z l ich ,
wie seine Plastikschwimmer wiederholt aus dem Wasser heraus­
hüpften , zuwe i len bis zu 30 cm hoch . Zunächst dachte er , daß
sich einige Fi sche einen Spaß daraus machten , die bunten Bälle
aus dem Wasser zu stupsen . Als er dem merkwürdigen Spiel etwa
eine Viertelstunde zugesehen hatte , kam ihm die Sache doch sehr
komisch vor , und er begann sich in seiner Umgebung etwas umzu­
schaue n . Da sah er auf einmal zwischen den Zweigen hindurch das­
selbe Flugob j ekt von zuvor , das o ffensichtlich wieder zurück­
gekehrt war . Es schwebte in einer Höhe von viel leicht 300 bis
3 50 m . Das seltsame Ding flog j ewei l s 90 Grad nach l inks , um
dann wieder an den alten Standort in einem Kreisbogen zurückzu­
kehren . Jedesma l , wenn das UFO ihn direkt überflog , hüpften die
Schwimmer aus dem Wasser . Als Eichholz seinen Platz verl ieß , um
weitere Zeugen zu suchen , verschwand das Obj ekt . Ein späterer
Tes t ergab , daß die Schwimmer , die in ihrer Längsachse einen
Eisendorn hatten , von einem Magneten angezogen werden konnten
( Christian 1 9 7 4 ) .

9 . Remanente Magnetisierungen

Eine der ersten UFO-Beobachtungen mit magnetischen Nachwirkungs­


erscheinungen wurde aus Norwegen gemeldet . Im Jahre 1 9 5 6 befand
s ich Herr Trygve Jansen mit einer Nachbarin auf der Rückfahrt
von Oslo nach seiner Wohnung in Ski . Bei der Gjersj oen-Brücke
bemerkte Jansen ein merkwürdiges Obj ekt , das mit großer Ge­
schwindigkeit hinter einem Hügel auftauchte und mehrmal s die
Straße überf log . Obwohl s ich Jansen auf seine Route konzentrier­
te , sah er , wie das unheimliche Ding immer wieder se inen Wagen
umkreiste und ihn zu verfolgen schien . Plötz l ich begann e s ,
über der Straßenmitte zu schweben , so daß Jansen stoppen mußte .
Das hel l leuchtende Obj ekt glich einem Diskus mit Flügeln und
einer Art Cockpit auf der Oberseite . Aus der langsam rotieren­
den Maschine erstrahlte ein impul s förmig an- und abschwe llendes
Licht , das zuwei len den ganzen Wald erhe l lte . Die zwei Zeugen
hatten das bestimmte Gefühl , daß s ie von einer fremden Macht
genau beobachtet wurden . Plötz l ich hob das Obj ekt ab und ver­
schwand in wenigen Augenblicken hinter dem Wagen .

Solange das UFO wenige Meter vor ihnen schwebte , spürten die
beiden Insas sen ein merkwürdiges Kribbeln auf ihrer Haut , so
- 1 07 -

als ob sie einer starken Strahlung ausgesetzt gewesen seien .


Dieses Prickel gefühl , vergleichbar mit der Auswirkung e iner zu
langen UV-Bestrahlung , hielt über 24 Stunden an . Besonders auf­
fallend fand Herr Jansen j edoch das Versagen seiner Uhr , die
genau in dem Augenbl ick stoppte , als das UFO vor ihnen schwebte
und die seltsamen phys iologischen Effekte auftraten . Eine Re­
paratur dieser Uhr , die j ahrelang exakt ge laufen war , kam
Herrn Jansen teuer zu stehen . Der Uhrmacher erklärte ihm , daß
das Laufwerk offenbar einem sehr starken magneti schen Kraft­
feld ausgesetzt war ( Cramp 1 9 6 6 : 2 2 2 ) . Derartige Magnetisierun­
gen wurden auch im Fall Moreno , Santa I sabe l , Argentinien , be­
obachtet ( s iehe Abschnitt 6 ) .

Am 6 . November 1 9 5 7 fuhr der Taxiunternehmer Joe Martinez mit


Albert Gallegos , einem seiner Fahrer , im Ostteil von Santa
Fee in Neu Mexiko . Plötzlich wurde ihr Wagen von e inem strahlen­
den Licht erhellt , das von einem ei�örmigen Flugkörper ausström­
te . Das UFO gab einen summenden Lau� von s ich und schoß nach we­
nigen Sekunden steil nach oben weg . Martinez war sich nicht si­
cher , ob er selbst vor Schreck den Motor abgewürgt hatte oder
ob die Maschine von al leine ausgefallen war . Was ihn j edoch
sehr verwunderte , war die Tatsache , daß sowohl seine Autouhr
als auch seine Armbanduhr nach dem Zwischenfall nicht mehr gin­
gen . Man kann vermuten , daß auch in diesem Fall eine Magnetisie­
rung die Ausfa llursache war (Michel 1 9 5 8 : 2 4 6 ) .

Im Condon-Report wird ein Ereignis geschilde r t , das sich im


Herbst 1 9 6 7 im Süd-Pazi fik abgespielt hat , Ein Direktor fuhr
auf einem abgelegenen Weg in der Nähe des Stil len Ozeans , a l s
sein Chrysler gegen 1 6 Uhr stehen b lieb , das Autolicht erlosch
und das Radio zu spielen aufhörte . Er empfand einen heftigen
Druck von oben , der auf seinem Kopf und seinen Schultern laste­
te . Es herrschte Nebel , und als dieser sich hob , sah e r ein
UFO , das sich über dem Wagen vorwärts bewegte und den Weg ent­
lang schwebte . Das Obj ekt beleuchtete die ganze Umgebung . Es
hatte einen Durchmesser von etwa 10 Metern , war untertassenför­
mig , rotgold und wies unscharfe Konturen auf . Besonders auffal­
lend waren seine schaukelnden Bewegungen und die rotierenden
Lichter . Nach etwa eineinhalb Stunden Schwebeflug in etwa 5 0
Metein Höhe stieg das UFO nach oben und verschwand i m Nebe l . Nun
setzten das Radio und das Autolicht wieder ein , und der Fahrer
konnte seinen Motor wieder starten . Zuerst schien e s , als ob
zwei Zyl inder nicht ordentl ich zündeten , aber dann lief das Auto
wieder norma l . Bemerkenswert erscheint auch hier wieder die
Tatsache , daß die Autouhr , die von e iner Feder getrieben wird
- nur der Aufzug funktioniert elektrisch - , genau um 1 5 . 4 6 Uhr
stehen geblieben war . Eine Untersuchung dieser Uhr auf etwaige
Magnetis ierungs-Hinwe i se unterblieb in diesem Fall (Condon 1 9 70 :
380 , Rehn 1 9 73 : 63 f f ) .

Am 22 . April 1 9 7 4 schreckte e in lauter Knall die Leute verschie­


dener Städte der Provinz San Juan in Argentinien auf . E s härte
sich an wie ein langanhaltender Donner , der die Häuser erzittern
und zahl r eiche Fensterscheiben zerspringen ließ . Gleichzeitig
sahen die Menschen einen intensiv leuchtenden Flugkörper mit
e inem he llen , gelben Lichtstre ifen sehr tief von Norden nach
Süden ziehen . Mehrere Uhren b lieben stehen , einschließlich der
Kirchturmuhr von San Jose , die elektrisch betrieben wird (Brill
- 1 08 -

1 97 4 , N . N . 1 9 7 5 , UFO-Nachrichten) .

Magnetisierungen größerer Meta l l-Teile durch unbekannte Flug­


obj ekte konnten in mehreren Fällen eindeutig nachgewiesen wer­
den . Drei solcher Ereignisse stammen aus Frankreich , ein viertes
aus der französischen Schwe i z . Am 1 4 . Apr i l 1 9 57 spaz ierten die
Frauen Marie Garein und Julia Rami auf der Straße D 2 4 , etwa
e inen Kilometer östlich des malerischen Städtchens Vins-sur­
C aramy in Südfrankreic h . P lötzlich erblickten sie in etwa 1 0 0m
D istanz vor sich e inen konusförmigen , metal l ischen Apparat mit
der Spitze nach unten . Geistesgegenwärtig warfen sie sich in
e inen Graben und beobachteten sorgfältig die Bewegungen der
unbekannten Maschine . Sie wies e inen meta l l i schen Farbton auf
und hatte eine Vielzahl kleiner , senkrecht auf dem Außenmantel
stehenden Stäbchen , die stark vibrierten . Im Augenbl ick , wo der
Kre i se l sich anschickte , auf der Stra ße niederzugehen , hörten
die Damen einen ohrenbetäubenden , als "meta l lisch " beschriebenen
Lärm , der von dem 5 Meter vom Landungsort entfernten Verkehrs ­
schi ld Nr . 1 ausging . D i e s e s war in äußerst heftige Schwingun­
gen geraten und wurde hin- und hergeschütte l t .

Die zutiefst erschrockenen Frauen stießen zur gleichen Zeit


e inen Schrei aus , der ebenso wie das Gerassel der S ignaltafel
von dem 300 m entfernten Gemeinderatsmitgl ied Jules Boglio ge­
hört wurde . Dieser sah gerade noch , wie der F lugkreisel star­
tete und einen Sprung über die Straße machte . Nach Überquerung
eines Stückes Reblands brachte die Maschine e inen weiteren Weg­
wei ser Nr . 2 an der Straße nach Brignoles zu " äußerst starker
Resonanz " und stellte sich etwa 200 m vom ersten Standort er­
neut ab . Die F lughöhe des Obj ekte s , das auf 1 m Durchmesser
und 1 , 5 m Höhe geschätzt wurde , lag zwischen 5 und 1 0 m Höhe .
Als die Maschine wieder aufstieg , schwankte sie stark und f log ,
mäß i g schnel l und immer lautlos , gegen Südosten weg . Die ganze
Beobachtung hat etwa 1 Minute gedauert .

Die Pol i z e i von Brignoles konstatierte an den Landestel len deut­


liche Spuren . Es schien , a l s wäre der Boden von e inem mächtigen
Lufthauch reingefegt worden . Verschiedene Techniker und Beamte
der S i cherheitsdienste sowie e ine Kommision von "Ouranos" un­
tersuchten die Landungsste l len mit Geiger z ählern und Magnetome­
tern . z um Erstaunen der Behörden l ießen die Metall stangen der
zwei Wegweiser, in deren Nähe das UFO vorbeigef logen war , die
Kompaßnadel in e iner D istanz von 5 m um vol le 1 5 Grad abwe iche n .
E i n dritter Wegwei se r , d e r außerhalb der Flugl inie lag , ze igte
keinerl e i Re stmagnetismu s . Dafür wies e ine Bewäs serungsanlage
aus verrostetem Eisen , die sich 1 - 1 , 5 m neben dem Ort der
zweiten Landung befand , ebenfa l l s e inen Ausschlag von 1 5 Grad
auf ( Ragaz 1 9 5 7 , Weltraumbote 2 4 /2 5 : B f f ) .

Wenige Tage später , am 2 2 . Apri l , spielte s ich im französi schen


Tei l der Ostpyrenäen ein ähnlicher Fall a b . Der Landwirt Firmin
Basou aus Palalda befand sich mit seiner Frau in ihrem Winzer­
häuschen , .a l s von Norden her ein "enormer konusförmiger Wirbel
blauer und roter F lamme n " in kaum 30 rn Entfernung sehr langsam
in 1 0 - 1 5 m Höhe vor ihnen vorbei f log . Sie sahen , wie etwas
darin sich mit schwindelerregender Schne l l igkeit um s ich selbst
drehte . Dieses " Etwa s " blieb dann e ine Minute lang 5 Meter über
dem Rebland stehen . Dabei wurden die We instöcke stark bewegt
- 1 09 -

und geschüttelt , und die Erde wurde von oben , a l so vom Flugob­
j ekt her , angesaugt und in e inen mächtigen Wirbel gezogen . Das
Obj ekt , dessen Rotation von starkem Lärm begleitet war , nahm
dann Kurs gegen Süden und hielt 400 m entfernt nochmal s nahe
einer Brücke . Die turbulente Luftbewegung riß die Zweige und
Äste einiger Kirschbäume brutal in die Höhe , zerzauste und bog
s ie in j eder Richtung , so daß man hätte glauben können , sie
würden auseinandergerissen . Schließl ich stieg der f l iegende
Konus langsam , in 30 m Höhe der Flanke e ines Hügel s folgend
hinan , um dann plötzlich mit phantasti scher Ge schwindigkeit
gegen S�'l zu verschwinden .

Einer der kleinen T-Balken , der z u einer alten Umzäunung gehör­


te und 5 m vom ersten Haltepunkt des UFO entfernt war , war noch
einen f.1onat später so stark magneti siert , daß er eine Abweichung
der Kompaßnadel von 30° hervorrie f . Keiner der anderen 9
Ei senträger zeigte be i der ersten Untersuchung eine Magnetisie­
rung . Einen weiteren Monat darauf ste l lte der lokale Vertreter
der Untersuchungsgruppe Ouranos , Dr . Marcel Page s , bei einem
anderen , 1 5 m südlich vom ersten entfernt stehenden T-Träger
eine neue , j edoch umgekehrte Magnetisierung fest ( Ragaz 1 9 5 7 ,
Weltraumbote 2 4 / 2 5 : , 1 0f f ) . Es erscheint daher denkbar , daß das
unbekannte Flugobjekt ein weiteres Mal in dieser Gegend aufge­
taucht ist , ohne von Zeugen bemerkt worden zu se in .

Vor wenigen Jahren , am 1 4 . März 1 9 6 9 , ereignete sich, wiederum


in Südfrankreich , ein noch merkwürdigeres Phänomen . Gegen 8 Uhr
abends sah der Kie sgrubenbe sitzer M. Manselon aus Malataverne
bei Montel imar ein urnenförmiges Obj ekt etwa 1 , 5 m über seiner
Kie sgrube schweben . Es war nur etwa acht Meter von ihm entfernt ,
etwa anderthalb Meter breit und zwei Meter hoch mit zwei anten­
nenförmigen Auswüchsen am oberen Rand , von denen ein starkes
Leuchten ausging .

Als s ich M . Manselon dem Obj ekt nähern wollte , fühlte er sich
plötz l ich bewegungsunfähig . Er konnte nicht einmal j emanden her­
be irufen . Das Oj ekt strahlte ein
. pul s ierendes Licht aus und mach­
te keinerlei Geräusch . Als das Obj ekt zu steigen begann , spürte
M. Manselon , wie d ie Lähmung langsam von ihm wich und 'er s ich
wieder frei bewegen konnte . Als das UFO etwa 10 Meter über dem
Boden war , verschwand es ganz plötz lich, "wie wenn man ein L icht
ausknipst " . Jetz t erst übermannte ihn die Panik , und er begann
zu z ittern und rief nach e inem seiner Männer , der in dem Schup­
pen der Kie sgrube gewesen war .

Eine Oberprüfung des Falles durch M . Guer laut , einem Mitarbeiter


der Ze itschrift " Lumieres dans la nu i t " , die diesen Bericht ver­
öffentlichte , fand zwar keine Spuren im Boden , doch war ein Mo­
tormäher etwa 65 Meter von der Landung entfernt , stark magne­
tisiert . Am gleichen Tag z e igte auch der Hund von M. Manselon
ein merkwürdiges Gebaren . Auf einem Fleck hinter dem Motormä­
her lief" er etwa fünf Minuten lang immer wieder e inen Krei s von
rund vier Metern Durchme sser herum , j edoch nur an die sem Tage ,
nicht mehr später ( Schneider 1 9 7 5 ) .

Eine Schweizer Amateur-Forschungsgruppe hatte einen sehr auf­


schlußreichen Fall im Schwe i zer Jura-Gebiet untersucht . Ein Herr
Georges Vui l l ien sah am 1 8 . 1 1 . 1 9 7 2 gegen 2 3 . 30 Uhr , wie ein kup-
- 1 10 -

pel förmige s , diskusartiges F lugobj ekt , keine 60 Meter von ihm


entfernt , über seinem Landhaus schwebte . Es hatte etwa e inen
Durchmesser von 20 Metern und eine Höhe von rund 4 Metern in der
Mitte . Nach etwa 5 Minuten kippte die Scheibe leicht auf die
Seite , um dann langsam auf etwa 50 Meter hochzusteigen . Kurz
darauf wurde sie wie von einem Sog in die Höhe geris sen und war
innerhalb von 3 Sekunden verschwunden .

1 0 Tage sp�ter durchgeführte Messungen ergaben einen starken


Remanenzmagneti smus in der Umgebung des Geländes . Am Erdboden
stellte man Werte zwischen 10 und 1 5 Gauß fes t , auf dem Dach
des Landhauses dagegen mehr als 50 Gauß , d . h . mehr a l s den
hunderfachten Wert des totalen Erdmagnetfeldes ( N . N . 1 9 7 2 ) .

1 0 . Gravitative Wirkungen auf Materie

Sehr leicht nachprüfbar sind die h�ufig berichteten Spuren ge­


landeter UFOs auf der Erdoberfläche . Eine umfangreiche Unter­
suchung und Zusammenstellung von über 600 solcher F�lle hat
der amerikanische UFO-Experte und MUFON-Mitarbeiter Ted Phi l lips
durchgeführt ( Phil l ips 1 9 74 ) . Ein charakteristisches Be ispiel
dieser Art spie lte s ich am 4 . Oktober 1 9 54 in Poncey- sur-L ' ­
Ignon , Frankreich , ab . Gegen 1 8 Uhr abends sah Herr Caze t , et­
wa 1 8 Meter von seinem Haus entfernt , ein leuchtende s , le icht
in der Luft hin- und herschaukelndes Obj ekt , das offensichtlich
neben e inem Zwetschgenbaum zur Landung ansetzen wol lte. Soweit
der Zeuge e s beurteilen konnte , schien das l�ngliche Ding etwa
3 Meter Durchmesser zu haben . Es glühte in einem orangenen
Farbton und tauchte die Bl�tter und Zweige des Baumes in ein
matte s , fahle s Licht . Als der Zeuge ein Ger�usch machte , be­
gann das Obj ekt plöt z lich mit einer unheimlichen Geschwindig­
keit schr�g hochzusteigen und verschwand . An der Stel le , wo es
zuvor geschwebt hatte , fand s ich ein klaf fendes Loch . Ober e ine
Fl�che von eineinhalb Meter L�nge und 65 cm Bre ite an e inem ,
bzw . 48 cm am anderen Ende schien der Boden hochge saugt worden
zu sein . "Auf der frischen Erde kringelten sich wei ße Würmer ,
und rund um den Krater herum lagen in e inem Umkrei s von 4 Me­
tern dicke Erdschollen von bis zu 30 cm Größe . Auch innerhalb
des sich in halber Tiefe erweiternden Loches waren solche Erd­
klumpen zu sehen . Das Ganze sah so aus , wie wenn ein giganti ­
sches Vakuum die a u f den umliegenden Gras f l�chen vertei lten
Erdmassen hochgesaugt h�tte . " ( Cramp 1 96 6 : 1 3 2 ) .

Ähnl iche Eindrücke schildern auch Zeugen , die e in UFO über einer
wasseroberf l�che schweben sahe n . Ein solcher Fall ereignete
s ich im Apr i l 1 9 58 an der nordöstl ichen Atlantikküste Brasil iens .
Herr Wi lson Lustosa , ein Edel steinh�ndler , spaz ierte um 6 . 00 Uhr
früh an der Küste zwischen Macei6 und Parapueira entlang . An
e i ner Stelle namens Saude hielt er an und fragte e i nige Fi scher ,
weshalb sie so erstaunt auf das Meer bl ickten . Sie erkl�rten
ihm , daß hier e ine f liegende Untertasse vorbei ge f l ogen sei .
Kurz darauf hörte er einen Summton , der schnell lauter wurde .
Gleichzeitig sah er etwas vom Himmel herunterkommen , das direkt
vom Meer auf ihn zuzufliegen schien . Als die Maschine etwa 40
Meter von ihm und den Fi scherleuten entfernt anhielt , begann sie
in rund 1 5 Meter Höhe über der Meeresoberfl�che seitwärts weg­
zudri ften , um dann erneut zu stoppen . Das Obj ekt hatte eine Höhe
von rund 1 5 b i s 20 Meter und den Durchmesser eines Zelte s von
- 111 -

e inem Wanderz irku s . Die obere Hälfte g l ich e iner umgedrehten ,


aluminiumfarbenen Schüssel , auf der ein kleiner Dom mit einem
grel len Licht wie von einem elektrischen Lichtbogen zu sehen
war . Die untere Hälfte 1 ebenfal l s eine Schüs sel , war aber von
dunkler Farbe . Am äußersten Rand , wo sich die beiden Hälften
trafen , sah man eine Reihe quadratischer Öf fnungen , aus denen
ein rötliches Licht dran g . Die " Fenster " , die direkt auf die
Zeugen gerichtet waren , waren etwas abgedunkelt , so als ob j e­
mand dort stand , um sie zu beobachten . Unterhalb der Maschine
war das Meerwas ser aufgewühlt und brodelte , wie wenn es kochen
oder von einer uns ichtbaren Kraft hochge zogen würde . Da e s j e ­
doch in keinem F a l l b i s z u r Maschine selbst hochspritzte , dürf­
te e s s ich nicht um einen aerodynamischen Effekt gehandelt ha­
ben . Hinzu kam, daß direkt unter dem Obj ekt eine Reihe von Bän­
dern hingen , die wie Lederriemen aussahen und von keiner Luft­
bewegung erfaßt waren. In kurzen Intervallen hörten die Zeu­
gen immer wieder einen leichten Summton , bis das Obj ekt nach
etwa e iner Stunde verschwand ( Cramp 1 9 6 6 : 1 3 3 , Val lee 1 9 7 2 ,
cas. 4 6 4 ) .

Eine vergleichbare Beobachtung machten mehrere Zeugen am 28 . Juni


1 9 68 in der argentinischen Stadt San Lorenzo . Der Hauptzeuge ,
ein Gärungs-Sachverständiger der chemischen Firma " Carmal " ,
berichtet : " Gegen 2 1 . 4 5 Uhr machte ich einen Kontrollgang im
1 . Stock des Gebäudes . Als ich mich auf das am Fluß entlang
führende Geländer stütz te , die Laterne in der linken Hand , sah
ich draußen plötzl ich ein starkes rotes Licht . An diese Farbe
erinnere ich mich genau , wei l auch die Kühlschlagen im Gebäu-
de in dasselbe rote Licht getaucht waren . Die hel len Strahlen
blendeten mich und machten mich gleichzeitig bewegungsunfähi g .
I m linken Arm , mit dem ich die Laterne hielt , stieg eine inten­
sive Kälte hoc h . Ich stützte mich auf das Geländer , um nicht
hinunterzufal len . Was weiter geschah , wei ß ich nicht mehr .
Meine Arbeitskol legen e i lten mir zu Hilfe , als sie meine Schreie
hörten . Sie erzählten später , daß meine Augen sich verformt hät­
ten , wie wenn sie ein Stück aus den Augenhöhlen herausgedrungen
wären . Die Haut meines Körpers war überall rot angelaufen . Der
Schock dauerte bis zum Morgengrauen . Einige meiner Kol legen ha­
ben mich dann nach Hause gebracht . Erst nach drei Tagen könnte
ich den gelähmten linken Arm wieder bewegen . Mehrere Wochen
lang war ich von Nervos ität und Angstzuständen geplagt . "

Ein weiterer Arbeiter der Firma namens Jorge Ribles berichtete ,


daß während des Vorfa lles an j enem Abend die Motoren der Gärungs­
anlage und der Getre idemühle stoppten , obwohl die Kontrolleuch­
ten nicht ausgegangen waren . Dies deutet darauf hin , daß kein
Netzausfall vor lag , sondern die Motoren direkt durch eine Be­
einflussung der Magnetfelder zum Stillstand gekommen waren .

Während s ich diese Phänomene innerhalb des Fabrikgebäudes ab­


spielte n , standen direkt unterhalb der Firma e inige Fi scher ,
die am dortigen Ufer ange lten . An dieser Stelle werden die Ab­
fälle ins Flußwasser ge leite t , weshalb dort sehr viele F ische
anzutreffen sind . Die Fi scher beobachteten ebenfal l s überrascht
das unbekannte Flugobj ekt über dem Wasse r , wurden j edoch von
den Lichtstrahlen nicht direkt erfaßt . Plötz lich entstand auf
der Wasseroberfläche eine starke Wel lenbewegung. Direkt unter­
halb des Obj ektes wurde das �'lasser , etwa 4 Meter vom Ufer ent-
- 112 -

fernt , unter das normale Niveau herabgedrückt , um s ich kurz


darauf wieder zu normal i s ieren (N . N . 1 9 6 9 ) .

Derartige Repul sionseffekte , die of fensichtlich von den unbe­


kannten Flugobjekten ausgelöst werden können , hat auch die Be­
satzung eines Fischerbootes zwischen Freeport und den Bahamas
beobachtet . Dieser Fall , bei dem auch verschiedene EH-Phänome­
ne aufgetreten sind , wurde bereits im Kapitel 3 ausführlich dar­
geste l lt . Auf fa l lend war die Tatsache , daß das kleine Schiff ,
trotz laufenden Diese lmotors nicht vom Fleck kam und sogar
nach rückwärts abgetrieben wurde .

Bei zahlreichen Autozwischenfällen mit UFOs wurden ähnliche


Effekte festgestel l t . Als die beiden Frauen Maxine Hayes und
Barbara Lewis 1 9 60 etwa e ine Stunde vor Einbrechen der Dunkel ­
h e i t nach Hause fuhren , sahen sie plötz l ich e inen hellen Stern ,
der s ich ihnen näherte . Sch l ie ß lich erkannten beide ein unter­
tassenförmiges , S ilbernfarben le uchtendes Obj ekt mit e iner
Reihe rotierender Lichter am äußeren Rand . Je weiter das UFO
herunterkam , desto mehr schien es seinen F lug zu verlangsamen .
Auf einmal wurde der Wagen der beiden Frauen zur l inken Stras­
senseite gedrückt und offensicht lich von dem unbekannten Obj ekt
angezogen . Gleichzeitig müssen die Re ifen den Kontakt mit dem
Boden verloren habe n , so daß der Wagen etwa 45 cm über der
Straße schwebte . Frau Hayes nahm sofort ihren Fuß vom Gaspedal ,
worauf das Auto wieder Bodenberührung zu bekommen schien . Als
dies pas sierte , schwebte das UFO etwa 4 bis 6 Meter über e iner
Telefonstange an der Straßenseite . Langsam setzte sich das Ob­
j ekt dann in Bewegung und landete in e inem nahen Feld , wobei
es die Bäume auf beiden Seiten des Feldes mit e inem phantasti­
schen Licht anstrahlte ( Hewes 1 9 7 3 ) .

Eine ähnliche Levitation ihres Wagens erlebten die beiden India­


ner Mr . und Mrs . Wilton Raw Eater in der Nähe von Gleichen , Al­
berta , Canada . Als sie am Abend des 1 4 . 5 . 1 9 7 1 einen starken
Lichtstrah l auf ihren Wagen gerichtet sahen , bemerkten sie , daß
ihr Auto den Bodenkontakt verloren hatte . Durch ihre Fenster
konnten sie erkennen , daß sie etwa 60 cm über der Straße schweb­
ten und etwa 6 5 -70 km/h schne l l waren . Nachdem sie etwa 400
Meter so zurückgelegt hatten , erlosch der Lichtstrahl , und das
Auto setzte wieder auf dem Boden auf (Al lan 1 9 7 2 ) .

Ein anderer Zwischenfall mit zusät z l i chen EM-Effekten widerfuhr


zwei Brüdern aus Buhl , Idaho , als sie mit ihrem Lastkraftwagen
am 1 4 . 2 . 1 9 7 4 nach Hemet in Kalifornien fuhre n . Gegen 4 . 1 5 in
der Frühe erblickte der eine von beiden etwa 5 5 Me i len nördlich
von Ely , Nevada , ein rundes , orangenes Obj ekt , welches zur Lin­
ken seine s Fahrzeuges in etwa 3 Meter Höhe über dem Boden
schwebte . Sofort weckte der Fahrer seinen schlafenden Bruder ,
und beide sahen dann auch zur Rechten drei kleinere blaue Obj ek­
te , welche in größerer Höhe f logen . Eines dieser drei bl inkte
ständ i g , während die anderen unverändert blieben . Der LKW fuhr
währenddessen mit e iner Geschwindigke i t von 5 5 mph , als beide
plöt z l ich den Eindruck bekamen , als ob ihr Fahrzeug vom Boden
abgehoben hätte und leicht über die Straße weitergleiten würde .
Die Scheinwerferlichter begannen an- und auszugehen und der Mo­
tor schien auszusetzen . Dann verlor der Fahrer die Herrschaft
über den LKW und konnte ihn nicht mehr steuern . Sein Bruder
- 113 -

empfahl ihm zu bremse n , doch bevor er reagieren konnte , sprang


der Ganghebel in die Leerlaufste l lung . Das Fahrzeug schaukelte
dann noch e inige Meter le icht in der Luft und kam dann ohne j e­
de Schleuderbewegung zu einem sanften Stop . Als die beiden Brü­
der verdutzt aus ihrem LKW schauten - dessen Motor immer noch
lief - , sahen sie eine große s i lberne Kugel mit e iner Kuppe l
auf der Oberseite und scharf gepfei l ten Flüge l n . Die tiaschine
stand auf einem Hügel zu ihrer Linken und schien zu pulsieren .
Als sie� auch noch ein großes Licht auf der Straße sahen , das
etwa e ine Meile entfernt auf sie zuzukommen schien , bekamen
die Brüder es mit der Angst zu tun . Sie fühlten s ich in völ l i ­
ger Leere und i so liert von der Außenwe l t . Der ganz e Vorfall
hatte 20 Minuten gedauert . Danach mußte ihr LKW abgeschleppt
werden , wei l die rückwärtigen Räder sich nicht mehr bewegen
l ie ßen . Später stel lte sich heraus , daß die gesamte Rückseite
des Fahrzeugs - Re ifen , Hinterachsen , Ausgleichsgetriebe -
erneuert werden mußten . Das Differentialgehäuse sowie die Rad­
achse waren verdreht und unbrauchbar geworden ( N . N . 1 9 7 4 , APRO­
Bul letin 2 2 , 6 : 4 ) .

Bereits 1 9 6 1 ist auf der Anden-Hochstraße zwischen La Victoria


und E l Vigia , Venezuela , e ine ähnliche " Levitation" e ines Last­
kraf twagens gemeldet worden . Ein Herr Paolini Pisani war damal s
i m Januar mit seinem PKW unterwegs , a l s e r von e inem LKW über­
holt wurde . Einige Minuten später schoß vom b lauen Himmel e ine
stahlblaue silberne Scheibe wie ein Blitzstrahl herunter und
kurvte in bedenkl icher Nähe direkt an der Motorhaube des vor
ihm fahrenden LKW vorbei . Mit der gleichen phantastischen Ge­
schwindigkeit j agte das unbekannte Obj ekt wieder nach oben weg
und war innerhalb weniger Sekunden auf der anderen Seite des
Himme ls verschwunden . In dem Augenbl ick , wo der Di skus wieder
in die Höhe f log , wurde auch der Las tkraftwagen einige Fuß
in die Luft hochgehoben . Dabei überschlug er s ich in der Rich­
tung , wo das Obj ekt weggef logen war . Glücklicherwe i se landete
er in einer Sandbank an der Straßenseite mit a l len 4 Rädern
nach oben . Herr Pisani brachte seinen Jeep zum Stehen und e ilte ·

dem LKW-Fahrer zu Hilfe . Dieser hatte j edoch nur ein paar Schram­
men und einen Nervenschock erl itten . Danach fuhren beide wei -
ter zum nächsten Ort , u m H i l f e herbei z uholen und den Lastkraft­
wagen wieder f lott zu bekommen (Al lan 1 9 7 2 / 1 9 7 3 ) .

Einen besonders eindrucksvol len Fal l mit vielen Sekundäref fekten


schi ldert der UFO-Forscher Don Worley aus Connersvil l e , Indiana .
Im August 1 9 6 6 spielten die drei Kinder der Fami lie Johnson ge­
gen 8 Uhr abends noch im Garten , als sie plötzlich ein seltsa­
mes Licht über sich entdeckten . Das rot und blau leuchtende Ob­
j ekt kam immer näher herunter , wobei ein Summen und Schwirren z u
hören war . Nach Aussage von Bobby Dale ( 1 1 ) , der d i e aufgeregten
und laut bellenden Hunde im Zaum zu halten versuchte , war das
UFO so groß wie ihr Haus und die Scheune zusammengenomme n . "Dann
öf fnete sich an der Unterseite ein Schacht , aus dem ein wei ß­
orangener Lichtstrahl schräg herunterschoß . Er leuchtete etwa
30 Sekunden auf e inen entfernten Hüge l , um dann wieder zurück­
zukehren . " Dale konnte genau beobachten , daß das Ende des sich
zurückz iehenden Strahlenkege l s wie von e inem Messer scharf ab­
geschnitten war . "Gleichzeitig schien mit diesem Strahl ein
Fahrzeug in das UFO hineingezogen worden zu sein . Auffallend war
besonders , daß der Wagen innerhalb des Lichtstrahles zunächst
- 114 -

ganz normal wie ein Auto aussah , j edoch mit wachsender Annähe­
rung an das UFO sich optisch zu verkleinern schien . Merkwürdig
war auch , daß in dem Augenblick , wo der Lichtstrahl den Hügel
erreicht hatte , die Lichter der nahegelegenen Stadt he l ler wur­
den" . Auch seine Schwe ster Tina ( 1 0 ) bestätigte diesen Ein­
druck . Nach dem Levitations-Phänomen schloß das UFO se ine Lu­
ken und verschwand . Kurz vor dem Startmanöver verlor die Haus­
katze , die in e inem nahen Baum hockte , ihr Gleichgewicht und
fiel herunter . Statt mit den Füßen aufzusetzen, war sie auf
die Seite gefallen und hatte e ine Hüftverletzung davongetragen .
Als sie andertags zurückkehrte , schien sie immer noch schwer
mitgenommen zu sein . Tina sagte zum Verschwinden des Obj ekte s ,
daß s i e dieses noch recht nahe beobachten konnte , doch auf ein­
mal war e s wie weggeblasen . Kurz darauf hörte sie e inen sehr
hohen durchdringenden Ton . Als die Kinder ins Haus zurückkehr­
ten , k lagten sie über Kopfschmerzen ( Worley 1 9 7 2 / 1 9 7 3 ) .

Auch Flugzeuge wurden verschiedentlich von derartigen künstli­


chen Kraftfeldern erfaßt . Bereits in Kapitel 3 wurde der Fall
des P iloten John H. Janssen dargeste l l t , der am 2 3 . Jul i 1 9 4 7
eine " Continental J2 " nach Morristown , Alleghany , geflogen hat­
te . Die Maschine war damals praktisch in der Luft zum Stehen
gekommen , a l s ein UFO über dem Flugzeug schwebte . Der Geschwin­
digke itsme s ser zeigte auf Nul l , und ers t , nachdem s ich das
UFO entfernt hatte , konnte der Pi lot den Motor wieder anlassen
und die Maschine abfangen .

Großes Aufsehen in der We ltpresse und im amerikani schen Fern­


sehen erregte der Vorfall vom 1 8 . 1 0 . 1 97 3 in Ohio , wo die Vier­
Mann-Besatzung eines Armeehubschraubers durch e in UFO mehrere
1 00 Meter hochgehievt wurde . Der Hel ikopter befand s ich etwa
50 Mei len südlich seiner Heimatbas i s im Hopkins-Airport in
Cleveland . Mannschaftsl<apitä� Yanasek sah als erster ein rotes
Licht am Horizont auftauchen , das s ich sehr schne l l näherte .
Der P ilot Coyne dachte zunächst , e s handel e sich um einen Ab­
fangj äger der nahegelegenen Mansfield Air Force Bas i s . Er gab
sofort einen Funkspruch durch , um den vermeintl ichen Pi loten
der fremden Maschine zu warnen . Inzwi schen war das Obj ekt be­
reits bedenkl ich nahe herangekommen , so daß sich Coyne zu
e inem raschen Auswe ichmanöver veranlaßt sah . Plöt z l ich vol l­
führte das UFO eine F lugbewegung , die der Hubschrauberbesatzung
Angst und Schrecken einj agte . Innerhalb eines Augenbl icks hat­
te das fremde Obj ekt seine Geschwindigkeit von zunächst 600
Mei len pro Stunde auf 1 00 Me i len pro Stunde verringert und
schwebte nun direkt über dem Helikopter . Die Mannschaft be ­
schrieb später das UFO a l s z igarrenförmig , meta l l isch-grau
mit e iner Kuppel an der Spitze . Es war schätz ungsweise 60 Fuß ,
also etwa 20 Meter lang und schien keinerlei Öffnungen oder
Fenster zu haben . Zunächst erstrahlte nur der Bug in e inem ro­
ten Schein , dann sah man noch ein rotierendes Licht am Heck
des Obj ekte s . Ein grüner Strahl bel euchtete sogar das Innere
der Hubschrauberkanzel . Als das UFO langsam aufstieg , bemerk­
te Coyne zu seiner großen Verwunderung , daß sein Helikopte r ,
der a u f Sink flug e ingeste l l t war , innerhalb von wenigen Sekun­
den von 1 700 auf 3500 Fuß hochgehoben wurde . Die US-Army und
die Bundes luftfahrtverwaltung verhörten später a l le Insassen
einzeln und konnten keine Widersprüche in den Aussagen finden .
( Emenegger 1 9 7 4 : 1 1 6 f f , Earley 1 9 7 5 ) .
- 115 -

Einen ähnlichen Anziehungse ffekt schildert der Privatpilot


Anton Fitzgerald aus Südafrika . Im Halbdämmer des Morgengrauens
startete er die �iotoren seiner zweimotorigen "Air-Commander "
und brachte die Maschine zur Grasrol lbahn . Nachdem die Motoren
warm gelaufen waren , hob das Flugzeug wie der Blitz vom Grund
ab und war in Sekundenschnelle in der Wolkenschicht . Der Ver­
tikalge schwindigkeitsmesser stand hart an der äußersten Gren­
ze , während der Höhenmes ser verrückt spielte und im Kreis lief .
Merkwürdigerwe ise war er durch die unbeschreibliche Beschleu­
nigung nicht in seinen Sitz gepreßt worden . Im Gegentei l , er
fand sich viel legerer als sonst in se inem Sitz . Erst in etwa
10 000 Fuß Höhe hatte s ich wieder alles normalisiert . Fitzge ­
rald stellte Funkverbindung zu Dur ban her , berichtete über den
Zwischenfall und ging auf die vorgeschriebene F lughöhe herunter
( Buttlar 1 9 7 3 : 2 3 0 ) .

1 1 . Gravitative Wirkungen auf Tiere

Der in Kapitel 9 beschriebene Fall aus Südafrika hatte ein


Vorspie l , das geradezu unglaublich erscheinen mag . In der Nähe
der Rollbahn auf der Farm im Gebiet von Natal stolzierte eine
Schar Perlhühner gackernd hintere inander auf der Futtersuche .
Plötzl ich bemerkte Fitzgerald und sein Farmmanager Jock Mara is
gleichze itig, daß die Hühner auf einen Schlag still geworden
ware n . Indessen erhob sich etwa 2 70 Meter vom Haus entfernt
ein unheimliches Glühen auf der Rollbahn . Die Blase leuchtete
im Zentrum rosa und verblaBte zum Rande hin . Mit zunehmendem
Morgenlicht erkannten die beiden , daß die Schafe auf der Weide
bei der Rol lbahn in zwei aufgeteilten Krei sen an den gegenüber­
liegenden Seiten der "Glühblase " standen und intensiv in de­
ren Mitte starrten . Das Ganze erinnerte an Eisenspäne , die sich
nach e inem geordneten Muster auf einen Magneten ausrichten .
Als die beiden noch etwa e inen Steinwurf von dem Phänomen ent­
fernt waren , erhob sich der rosa Schein auf einmal in die Luft
und verschwand . D ie Schafe standen immer noch fast wie BalletF
tänzer auf den Zehenspitzen und reckten die Köpfe ungewöhnl ich
stark nach oben . Ihre Hufe schwebten beinahe in der Luf t und
schienen das Gras überhauot nicht zu berühren . Auch die beiden
Zeugen fühlten sich plötz i ich sonderbar schwerelos . Fi tzgerald
lief das Wasser im Mund zusammen , und die Nässe in seinem rech­
ten Schuh stieg im Nu bis zur Wade aufwärts . Kurz darauf ver­
schwanden die Phänomene und Fitzgerald machte seine Maschine
startbereit . Der weitere Verlauf seines Erlebni sse s ist in Ka­
pitel 9 darge ste l lt ( Buttlar 1 9 7 3 : 2 2 8 ) .

Am 1 6 . Oktober 1 9 5 4 , dem Monat mit den mei sten UFO-Sichtungen


in Frankreich , ereignete sich in Cie� -de-Riviere ein Zwischen­
fa l l , in den eine Pferdestute verwickelt war . Der 2 2 - j ährige
Guy Puyfourcat führte auf dem Rückweg von den Feldern seine
Stute am Züge l , als er plötz lich merkte , daß das Tier sehr ner­
vös wurde . Kurz darauf stieg ein etwa 1 , 5 Meter großes graues
Obj ekt von der Straßenseite hoch und überflog sie . Im s e lben
Augenblick wurde die Pferdestute 3 Meter hochgerissen , so daß
Puyfourcat die Zügel loslassen mußte . Gleich darauf fiel das
arme Tier wie ein Klotz zu Boden und konnte s ich 10 Minuten
lang nicht mehr bewegen . Endlich gelang es ihm, wieder hochzu­
kommen , doch zitterte es am ganzen Körper . Das unbekannte Flug­
obj ekt war mittlerweile schon längst mit hoher Geschwindigkeit
- 116 -

weggeflogen . Der Z euge selbst behauptet , absolut nichts Beson­


deres während des Levitations-Phänomens gespürt zu haben (Val­
lee 1 97 2 , cas. 27 2 ) .

Ende Oktober 1 9 70 hatte s ich im Staate Rio Grande do Sul , Bra­


s i lien , folgende Episode ereigne t : Zwei Viehhüter , Vater und
Sohn , waren damit beschäftigt , eine Rinderherde mit Medikamen­
ten zu versorgen . Es war 1 6 Uhr nachmittags . Die Tiere z eigten
s ich außergewöhnl ich unruhig . Besonders aufgeregt war eine Kuh ,
die an einen P fahl gebunden war und deren ein Monat altes Kälb­
chen einige Meter entfernt von ihr stand . Das Tier versuchte
sich loszureißen , bäumte s ich auf und brü l lte vor Schrecken . Als
d ie beiden Männer nach dem Kälbchen sahen , erblickten sie et­
was Außerordentliches : Das j unge Tier schwebte einen Meter über
dem Boden und begann s ich langsam - immer in dieser Höhe über
der Erde schwebend - feldauswärts von dem Ort zu entfernen .
Nach einer Distanz von etwa 20 Metern wurde es von einer un­
s ichtbaren Kraft in die Höhe gezogen . Kurz unterhalb der Wol­
ken verloren die Beobachter die Spur des Tieres . Flugzeuge ir­
gendwelcher Art waren nicht zu erkennen . Jedoch hatten die Zeu­
gen in j ener Woche wiederholt " Feuerbäl l e " am Himmel gesehen ,
die schnel l vorüberflogen (N . N . 1 9 7 1 ) .

1 2 . Gravitative Wirkungen auf Menschen

Herr und Frau Wil liam L . Wal lace befanden s ich am 8 . März 1 9 67
auf der Heimfahrt nach Leominster, Mass . Als s ie nach Mitter­
nacht die Lancaster Straße in Leominster passierten , bemerkten
sie eine dichte Nebelschwade um den Friedhof herum . Es war zu
diesem Z eitpunkt exakt 1 . 0 5 Uhr . Als Wal lace wieder aus dem
mysteriösen Nebel herausfuhr , entdeckte er zu seiner Linken ein
helles Glühen . Er nahm an , daß ein Feuer ausgebrochen sei und
fuhr daher mit seinem Wagen nochmal s an die Stelle zurück . Nun
sah er deutl ich in 400 - 500 Fuß Höhe ein Licht über dem Fried­
hof schweben . Er stoppte daraufhin seinen Wagen , stieg aus und
deutete mit seinem Finger auf das Obj ekt , um es seiner Frau z u
z e igen . I m s elben Augenblick wurde s e i n Arm abrupt gegen das
Autodach geschlagen , der Motor ging aus , die Scheinwerfer er­
loschen und das Radio härte zu spielen auf . Wal lace war völ l ig
bewegungsunfähig geworden , obwohl er alles weitere bewußt mit­
verfolgen konnte . Seine Frau , die nahezu von Panik erfaßt wur­
de , versuchte ihn an s einem Jacket ins Autoinnere zu z i ehen ,
merkte aber , daß er starr wie ein Klotz dastand . Das Ganze mag
etwa 30 Sekunden gedauert haben , dann konnte sich Wal lace wie­
der rühren , und die Scheinwerfer und das Radio gingen von allei­
ne wieder an . Das UFO war inzwischen hochgestiegen und ver­
schwunden ( Lore 1 9 6 9 : 1 ) .

Ein ähnliches Erlebnis hatte der Norweger Reidar Salvesen am


2 9 . Oktober 1 9 7 1 um 1 7 . 40 Uhr . Als er östlich von Helleland
in der Nähe der Trans formatorstation vorbeikam , wurde er von
einem hellen Licht geblendet , so daß er anhalten mußte . Nach­
dem er ausgestiegen war , erblickte er 1 0 Meter über s ich ein
metal l i sch glänzendes Obj ekt . Es bewegte s ich völlig geräusch­
los vorwärts und blieb 5 - 6 Meter in der gleichen Höhe über
ihm in der Luft stehen . Der Z euge schnappte s ich sofort seinen
Noti zblock und fertigte eine Ski z z e von dem Flugobj ekt an . Nach
vielleicht 50 Sekunden stieg das UFO plötz l ich mit hoher Ge-
- 117 -

schwindigkeit hoch , verwandelte s ich in e inen Feuerbal l und


verschwand . Während dieses Manövers wurde Salvesen von e iner
unbekannten Kraft nach hinten geschleudert , und gleichzeitig
zersprang die Frontscheibe seine s Wagens in tausend Stücke .
Nachdem s ich der Zeuge wieder hochgerappel t hatte , stieg er
in sein Auto und fuhr langsam zur nächsten Reparaturste l l e .
Während der Fahrt hatte er ein merkwürdiges Gefühl auf der
ZU nge , wie nach der Betäubung beim Z ahnar z t . Am folgenden Mor­
gen betrachtete er seine l eicht zerkratzte Hand , wobei s einer
Frau sofort eine sonnenbrandähnl iche Rötung auffiel . Als er
die Hände gegeneinander rieb , schälte s ich die ganz e Haut
der rechten Innenhand . Zwei Wochen lang bl ieben seine Augen
geschwo l l e n , und er konnte nicht mehr direkt ins Tages l icht
oder in eine Lampe sehen . Salvesens Uhr ging nach dem Vorfal l
nicht mehr richtig , obwohl sie b i s dahin stets sehr genau ge­
laufen war . Drei Wochen nach dem Ereignis brachte er sie zum
Uhrmacher , der j edoch keine besondere Störung wie Magnetis ie­
rung oder ähnliches feststellen konnte ( Lilj egren 1 9 7 1 , Cana­
dian UFO Report , L i l j egren 1 9 7 1 , FSR Case Histories ) .

Am 8 . Oktober 1 9 5 4 erlebte ein Einwohner Teherans die unmittel­


bare Kraftwirkung eines startenden unbekannten Flugobj ektes .
Der Mann namens Ghaseme Fil i , wohnhaft in der Straße Amireah ,
schaute gegen 2 . 30 Uhr in der Frühe zu seinem Balkonfenster
hinaus . Da sah er auf e inmal ein wei ßes Leuchtobj ekt heran­
fliegen , das in etwa 20 Meter Entfernung von ihm zum Still­
stand kam und ruhig in der Luft schwebte . Herr F i l i umklammer­
te mit beiden Händen die Balkonbrüstung und starrte ganz ver­
wundert auf das fremdartige Ding . P lötz l ich spürte er , wie
eine Art magnetische Kraft ihn in die Richtung z um Obj ekt z u
z i ehen begann , worauf e r laut u m H i l f e schrie und die Nachbarn
aus dem Schlaf riß . Gleichzeitg stieg das UFO in rasantem
Steigflug nach oben und verschwand in e inem Augenb l ick ( Va llee
1 9 7 2 , cas. 2 1 1 ) .

Besonders e indrucksvol l s ind die Ereignis s e , die s ich am 2 2 .


Mai 1 9 7 3 im Staat Sao Paulo , Bras i l i e n , abgespielt haben . E ine
ausführliche Beschre ibung des Falles oni lson Papero findet s ich
in dem lesenswerten Taschenbuch " UFO ' s - pas t , present & future "
von Robert Emenegger . Nach Radiostörungen , Motorausfal l , kugel­
blitz- und telemeterähnlichen Erscheinungen , Hitzeeffekten und
Atemstörungen geriet der Z euge in Pani k , sprang aus seinem Wa­
gen und rannte in den Wald . Als er etwa 30 Meter weit gelaufen
war , fühlte er eine magische Kraft , die ihn zurückhielt . Er hat­
te den Eindruck , als ob er von einem Gummiband erfaßt worden
wäre . Verzweifelt schlug er die Arme nach hinten , um sich von
dem vermeintl ichen Lasso zu befreien, mußte j edoch festste l l en ,
daß keine physika l i sch greifbare Schnur vorhanden war . Als er
zu seinem Wagen zurückschaute und dort weitere merkwürdige Phä­
nomene sah , kippte der Zeuge um und wurde bewußtlos ( Emenegger
1 97 4 : 1 4ff) .

Ein weiterer Fall aus Brasi lien zeigt noch deutl icher , welch
beachtl iche Kraftwirkungen von einem UFO ausgehen können . Im
"Canadian UFO report" heißt es u . a . : " Um 1 9 ':'-40 sah er das glei­
che oder ein ähnliches Licht in der Nähe von Serraria von neuem .
Es stoppte direkt vor se inem Wagen und seine z unächst bläuli­
chen Strahlen wurden nunmehr hel l wei ß . Gleichzeitig kam sein
Auto zum Halten , und zwei starke Lichtstrahlen wurden direkt
- 118 -

auf ihn gerichtet . Im s elben Moment sprangen beide Autotüren


auf , und er wurde von den Lichtstrahlen in Richtung auf das
große Leuchtobj ekt gezogen . Dann sah der Zeuge 3 roboterähn­
l iche 50 cm große Gestalten , die s ich auf ihn zubewegten . Als
er von dem unbekannten Kraftfeld in das UFO hineingezogen war ,
hatte er keinerl e i Gefühl mehr in den Beinen . Verschiedene an­
dere Symptome wurden nach dem Vorfall von einem Arz t festge­
stellt und bestätigten die Echtheit des Erlebnisses " ( Al lan 1 9 7 2 /
1 97 3 ) .

Dieser Fal l , der sich am 2 2 . September 1 9 7 1 ereignet hatte ,


weist noch eine Reihe von Besonderheiten auf . Der ze�ge Paulo
Caetano S ilveira beschrieb , daß er während seiner Beobachtungen
einmal ein Gefühl hatte , wie wenn er in e inem Aufzug rasend
schnel l nach unten geschossen wäre . Bei al len seinen zum Teil
außergewöhnl ichen Wahrnehmungen fühlte er s ich j edoch vol l im
Besitz seiner geistigen Kräfte , wie er den Untersuchungsbeam­
ten später ausdrücklich erklärte . Sehr verwundert war Caetano
auch darüber , daß s eine Uhr am Tage nach dem UFO-Ere ignis 1 5
Minuten nachlie f , obwohl sie bisher immer perfekt gegangen war .
Besonders merkwürdig fand er j edoch das Verhaltens seines Autos
beim ersten Zwischenfal l mit dem unbekannten Obj ekt . Als das
UFO in etwa 3 Meter Abstand seinen Wagen umkreiste , - es hatte
einen geschätzten Durchmesser von 2 , 5 Metern , eine Höhe von 3
Metern und hielt s ich in 50 cm Höhe über der Straße - , wurde
das Auto immer langsamer und kam schließl ich zum Stehen . Der
Motor l i e f j edoch weiter , und obwohl Caetano a l le Gänge ein­
l egt e , rührte s ich der Wagen nicht von der Stelle . Erst als
das fremde Obj ekt nach 3 bis 4 Minuten wieder auf stieg , schoß
• sein Auto plöt z l ich davon und alles normal i s ierte s ich wieder
( Bühler 1 9 7 3 : 1 7 ) .

Mögl icherweise hat der Wagen von Caetano während der UFO-Annä­
herung wenige Z entimeter von der Straße abgehoben , ähnlich wie
in den Fäl len Hayes /Lewis , Eater und Buhl ( s iehe Kapitel 1 0) .

Ein geradezu unglaublicher Bericht kommt aus I taperuna im Staa­


te Minas Gerai s , Brasi l ien . Am 2 5 . September 1 9 7 1 begegnete der
Chaufeur Benedito Miranda bei der nächtlichen Rückfahrt nach
Cataguases mitten auf der Straße einem unbekannten Obj ekt . Aus
dem runden UFO , das die ganze Fahrbahn versperrte , stiegen zwei
kleine , etwa 60 cm große Männer aus . Dann zogen diese Wesen aus
ihrem Gürtel ein langes , röhrenförmiges Ins trument , das wie
eine Laterne aussah und aus dem mal blaue , mal rötl iche Licht­
strahlen herausschossen . Als sie den Strahl auf den Z eugen rich­
tete n , wurde dieser hochgehoben , als ob er ein Vogel wäre . Je
intensiver der Strahl wurde , um so höher stieg e r , bis er sogar
an die 50 m erreichte . Nach etwa 5 Minuten tauchte das Schein­
werferlicht eines fremden Autos auf . Da senkten die fremden
Kreaturen den Strahl langsam wieder in Richtung des Fahrzeugs
von Miranda und setzten ihn in seinem Wagen ab . Kurz darauf
s tiegen die Ufonauten in ihre Maschine zurück und flogen mit
unheimlicher Geschwindigkeit ab . Der Z euge brauchte danach 30
Minuten , bis er nach dem erlittenen Schock wieder in seinen nor­
malen zustand zurückfand . Auffalenderweise hatte Miranda 6 Stun­
den nach dem Vorfall einen Gedächtnisschwund und konnte sich
nicht mehr an die deta i l l ierten Aus sagen erinnern , die er nur
- 119 -

zwei Stunden nach dem Vorfall in der Polizeistation von I ta­


peruna gemacht hatte ( Bühler 1 9 7 3 : 1 2 , Bühler 1 9 7 5 : 1 4 5 ) .

1 3 . Gravitative Wirkungen auf UFO- Insassen

Schlagzeilen wie " Kleine grüne Männer halten Amerika in Atem"


oder " unfreiwill ige Gäste bei Lebewesen vom anderen Stern"
machten 1 9 7 3 die Runde durch die Presse in al ler Wel t . Zwei
Amerikaner aus der kle inen Stadt Pascagoula hatten behauptet ,
von seltsamen Wesen , die einem gelandeten UFO entstiegen waren ,
gekidnappt und untersucht worden zu sei n . In zahllosen Verhöre n ,
Tests m i t Lügendetektoren und Befragungen in Hypnose konnten
die Wissenschaftler nur immer wieder festste llen , daß die zwei
Hafenarbeiter Charles Hickson und Ca lvon Parker ein echtes Er­
lebnis gehabt haben mußten .

Die Journali sten Ralph und Judy Blum recherchierten während­


dessen zahlreiche UFO-Berichte und brachten 1 9 7 4 ein inzwischen
zum Bestseller gewordenes Taschenbuch " Beyond Earth : Man ' s Con­
tact with UFOs " heraus (Auflage 1 9 7 5 bereits 500 000 ) . Breiten
Raum in diesem Buch-Report nimmt die Geschichte von Pascagoula
ein , die auch im " Reader ' s Diges t " abgedruckt wurde ( B lum 1 9 7 4 ,
Das Beste aus Reader ' s Digest , Jacobs 1 9 7 5 ) .

Auffallend und charakteristisch für viele ähnliche Erlebnisse


von unabhängigen Zeugen in aller Welt ist die Beschreibung der
Fortbewegung der fremden Wesen . Hicksen und Parker berichten :
" In dem scheinbar fugenlosen Körper der " Untertas s e " ö ffnete
s ich eine Luke , und . . . dann sahen wir im gleißenden Licht , das
aus dem Innern des Diskus drang , drei menschenähnl iche , große
Gestalten auf uns zukommen . Nei n , sie gingen nicht , sie schweb­
ten . Immer ein paar Z entimeter über dem Boden . Dabei bewegten
sie ihre Füße keinen Schritt . . . " Es war wie ein Alptraum . Die
drei schwebenden Gestalten kamen direkt auf uns zu, faßten uns
ganz sacht an den Unterarmen - und plötz l ich schwebten auch
wir , ohne unsere Füße zu bewegen , langsam auf das Raumschiff
zu . " ( Krassa 1 9 7 4 ) .

Vergleichbare Erlebnisse schi ldern verschiedene Z eugen aus Bra­


sil ien . Am 6 . 2 . 1 9 6 9 wohnten verschiedene Einwohner des Stadt­
viertels Pinheiro der Stadt Pirassununga im Staate Sao Paulo
e inem einma ligen und aufregenden Schauspiel bei : Ein leuch­
tendes Obj ekt war in ungefähr 800 Meter Entfernung im Dickicht
niedergegangen . Tiago Machado und sein Freund F ranci sco Hanser
drangen in das Buschwerk vor und kamen bis auf 1 0 Meter an das
etwa 1 , 5 Meter hohe UFO heran . Da öf fnete s ich unvermittelt
eine Lukentür , und zwei Insassen schwebten heraus . Ganz lang­
sam senkten s ich dann die etwa 1 , 5 Meter großen Wesen auf den
Boden ( Bühler 1 9 7 5 : 7 4 ) .

Ähnl iches erlebte Manuel da S i lva e Souza am 20 . Dez ember 1 9 7 1 ,


ein Flugplatzaufseher in Itaperuna . Bei anbrechender Nacht sah
er ein ovales , bläul ich leuchtendes Obj ekt auf dem Giände landen .
Als s ich der Z euge auf etwa 50 Meter genähert hatte , bemerkte
er neben dem UFO ein Männlein von etwa 90 cm Größe . Dieses
schien das Fluggerät zu insp i z ieren , blieb j edoch plöt z l ich
stehen, als es die Anwesenhe it des Brasil ianers bemerkte . Nach
etwa 3 oder 4 Minuten gegenseitigen Anstarrens drehte s ich der
- 1 20 -

fremde Bursche um und erhob sich senkrecht in die Luft . Er


steuerte z unächst hoch über das Flugschif f hinaus , um sich dann
direkt über der Kuppel in eine Öf fnung hinabzulassen (Bühler
1 97 5 : 4 7 ) .

Eine ganz andere Flugbewegung vol lführte ein UFO-Wesen , das


Luis Henrique da S i lva aus Sao Paulo verfolgt hatte . Um 3 Uhr
morgens am 2 6 . Apri l 1 9 5 9 wurde er wach und wie von einer un­
bekannten Kraft gezwungen aufz us tehen und hinaus zugehen . Dort
erschien um 3 . 1 0 Uhr , in etwa 1 00 Meter Höhe , ein leuchtender
Kre i s von ca . 6 Meter Durchmesser , aus dessen Innerem durch
eine V-förmige Öffnung ein menschliches Wesen in Spiralbewe­
gung herabkam bis zu einer Höhe von 20 cm über dem Boden . I n
genau d e r gleichen Weise stieg d a s fremde Wesen wieder nach
oben , trat in den Apparat ein , worauf dieser in wenigen Minu­
ten verschwand ( Bühler 1 9 7 5 : 9 4 ) .

Eine ähnliche Bewegung von UFO-Insassen schi lderte Dirceu Goes


aus Sarandi in Rio Grande do Sul . Er sah etwa 200 Meter von
s e iner Wohnung entfernt in einer kalten Juninacht des Jahres
1 96 7 gegen 2 1 Uhr eine leuchtende Kugel , die bis auf 1 0 Meter
herabkam . Plöt z l ich schoß ein Lichtstrahl nach unten , und um
diesen Strahl herum, in schraubenförmiger Bewegung , aber immer
in 30 bis 40 cm Entfernung von demselbe n , stiegen schnel l 2
Wesen von etwa 85 cm Größe herab . Die kleinen Insassen schnapp­
ten s ich den verdutzten Z eugen und entführten ihn in ihr Flug­
schiff , wobei sie ihn an einem Band hinaufzogen . Die draußen
gebliebenen Insassen dagegen stiegen wiederum mit Hilfe des
Lichtstrahles nach oben , wobei sie ständig die Augen auf den
Strahl gerichtet hielten und s ich in der gleichen schrauben­
förmigen Weise wie beim Ausstieg hocharbeiteten ( Bühler 1 9 7 5 :
143) .

Weitere Einzelheiten wie die Beschreibung der Ufonauten , des


Inneren des Raumschiffes sowie verschiedener physiologi scher
Nachwirkungen s ind ausführlich in der angegebenen Quelle nach­
zulesen .

Ein nahezu senkrechtes Ab- und Aufsteigen zwischen zwei Licht­


strahlen erlebten 3 Jungen in Belo Horizonte , Brasi lien . Am
2 8 . August 1 9 6 3 befanden s ich Fernando und Ronaldo Gualberto
sowie ihr Freund Jose Marcos Gomes Vidal im Hinterhof ihres
Hauses im Stadtviertel Sagrada Fami lia . Plöt z l ich sahen sie
in etwa 8 m Entfernung ein rundes Obj ekt mit durchsichtigen
Wänden , das innen erleuchtet war und über einem Avokado-Baum
schwebte . Die 4 Insassen - 3 kahlköpfige Männer und eine Frau
mit langen blonden Haaren - saßen auf einfüßigen Hockern in
der einem Faradaykäfig gleichenden Kugel . Innerhalb von Sekun­
den erschienen plötz l ich zwei gelbe Lichtbänder , die von der
Unterseite der Maschine auf den Boden pro j i z iert wurden . Zwi­
schen diesen Strahlen schwebte eines der drei Wesen in aufrech­
ter Haltung herab . Die Jungens beschrieben später sehr detail­
l iert das Aussehen des über 2 m großen , einäugigen Wesens so­
wie ihre Kontaktversuche mit i hm . Zum Schluß der Begegnung ging
der fremde Mann zur Landestelle z urück und machte eine kleine
Geste nach oben . Sofort erschienen wieder die 2 Lichtbänder und
er stieg nach oben . Kurz darauf erstrahlte das Obj ekt in hellem
Glanz und f log geräuschlos in östlicher Richtung ab und ver-
- 1 21 -

schwand ( Bühler 1 9 7 5 : 8 3 f f , Creighton 1 9 6 9 ) .

Lichtphänomene der beschriebenen Art im Z usammenhang mit Levi­


tationen wurden bi sher aus schließlich bei abendlicher oder
nächtlicher Stunde beobachtet . Der UFO-Forscher Jose Alberto
Marengo glaubt aufgrund seiner Untersuchungen , daß diese Levi­
tationen in keinem ursächlichen Zusammenhang mit den Lichtstrah­
len stehen . Es sei viel wahrscheinlicher , daß hier ein Sekun­
däreffekt des uantigravitatorischen Feldesn vorliegt , welcher
nachts besonders gut beobachtet werden kann . I n seltenen Fällen
ist e s sogar gelungen , Tages lichtaufnahmen von solchen Licht­
kegeln zu machen ( Green 1 9 67 ) .

Jose Alberto Marengo vermute t , daß es sich bei diesem Phänomen


um eine teilweise Polarisation des Lichtes nach dem sogenann­
ten Tyndal l-Effekt handeln könnt e . Dieser tritt dann auf , wenn
das Licht senkrecht einen Raum (Medium) durchquert , in dem s ich
schwebende Partike l , z . B . in der kondensierten Luft unterhalb
des Raumschiffes , aufhalten ( Marengo 1 9 7 5 , Mütze 1 9 6 1 ) .

Der letzte Fal l , der hier dargestellt werden sol l , spielt s i ch


in einem verschneiten Wald am Rande des Dorfes Imj ärvi ab , das
etwa 1 6 km im NNO der Stadt Heinola in Südfinnland liegt . Die
zwei Zeugen Aarno Heinonen , 3 6 , und Esko Vil j o , 3 8 , waren am
7 . Januar 1 9 7 0 zum Ski fahren unterwegs . Als ehemalige aktive
Leistungssportler verabscheuten sie Rauchen und Alkoho l . Gegen
1 6 . 40 Uhr , kurz nach Sonnenuntergang , kamen s ie von einem Hü­
gel herunter und gönnten s ich eine kur z e Verschnaufpause . Es
war damal s mit - 1 7 ° Celsius sehr kalt und völlig windstill .
Nach etwa 5 Minuten hörten die beiden plötz lich ein Summgeräusch .
Beim Aufblicken sahen sie ein extrem helles Licht vom Himmel
herunterkommen . Das Ganze sah aus wie eine rotgrau leuchtende ,
sich drehende Wolke mit einem pulsierenden Licht in ihrem In­
nern. Von Zeit zu Zeit wurden dichte Rauchschwaden nach unten
ausgestoßen. Ab einer Höhe von etwa 1 5 Metern konnten die Ski­
fahrer ein rundes , etwa drei Meter großes metal lisches Obj ekt
im Innern des Nebels erkenne n . Als es noch drei bis vier Meter
vom Boden weg war , verstummt e der zunächst wieder lauter ge­
wordene Summton und der Dunst begann sich aufzulösen . Auf der
Unterseite konnte man drei Kugeln erkennen sowie in der Mitte
eine tubusförmige Öffnung von viel leicht 25 cm Durchmes ser und
20 cm Höhe . Aus dieser Röhre schoß plötzlich ein heller Licht­
strahl nach unten und markierte einen 2 cm breiten dunklen
Kreisring von 1 m Durchmesser in den Schnee . Gleichzeitig wur­
de die Umgebung in einen rötlich-gräulichen Dunst eingehü l l t .

Heinonen erzähl t : "Auf einmal wurde ich wie von einer unsicht­
baren Hand an der Taille erfaßt und nach hinten geschleudert .
Als ich einen Schritt zurück machte , um mich im Gleichgewicht
zu halten , tauchte in der selben Sekunde ein Wesen unter dem
UFO auf . Es stand in der Mitte des Lichtkegels und hielt ein
schwarzes Kästchen in der Hand . Aus einer runden Öffnung die­
ser Box drang ein gelbes , pul sierendes Licht heraus . Das etwa
90 cm große Männchen trug einen konischen metall ischen Helm ,
leuchtete wie grüner Phosphor und hatte klauenartige Hände " .
Während es in dem immer dichter werdenden Nebel s tand und den
Lichtstrahl direkt auf Heinonen richtete , schossen von dem er­
leuchteten Kreis im Schnee f lammenartige Funken von 1 0 cm Län-
- 1 22 -

ge herau s . S i e waren von roter , grüne r


und purpurner Farbe und
bewegten s ich in langsamem Bogen zu den Ski fahrern hin . Obwohl
sie diese erreichten , spürten sie nicht das geringste . Nach
etwa 1 5 bis 20 Sekunden , als die Z eugen infolge der starken
Dunstwolke fast nichts mehr erkennen konnten , wurde der Kreis
im Schnee kleiner und der Lichtkegel zog s ich wie eine ausgehen­
de Flamme in das UFO zurück . Im selben Moment wurde der Dunst
wie ein Vorhang weggezogen und die Luft wieder klar .

Zwei Minuten später fühlte Heinonen , daß seine rechte Seite


emfpindung s los geworden war . Es war diej enige Körperhäl fte ,
die er dem gelben Lichts trahl z ugewendet hatte . Als er e inen
Schritt vorwärts machte , fiel er in den Schnee und mußte s ich
von Vi l j o hochziehen lassen . Für den Rückweg nach Hause ( 2km)
brauchte er mit Unterstützung se ines Freundes 1 Stunde . S ein
Rücken und alle Glieder schmerz ten ihn , er klagte über Kopf­
weh und mußte sich erbrechen . Sein Ur in war dunkel wie schwar­
z er Kaffee und dies blieb mehrer Monate so . ( Der Z euge Dirceu
Goes aus Sarandi beobachtete nach seinem UFO-Erlebnis , daß vor
dem Urinlassen aus der Harnröhre z ischend ein Gas herauskam .
Dieses Phänomen hielt 3 oder 4 Tage an . S iehe Quel l e Bühler
1 9 7 5 : 1 4 3 ) . Kein Arz t konnte ihm hel fen . Neben verringertem
Blutdruck ( Schockerlebni s ) , Kältegefühl ( ohne Fiebern ) und
zeitwei sem Gedächtni sausfal l hatte er längere Z e i t an Gleich­
gewicht sstörungen zu leiden . Sein Freund Vi l j o hatte direkt
nach dem Zwischenfall keine Beeinträchtigung s einer Gesund­
heit bemerkt . Erst e ine Stunde später fing sein Gesicht an ,
rot zu werden und anzuschwel len . Anderntags hatte er Schwierig­
keiten mit seinem Gleichgewichtssinn ähnlich wie Heinonen . Er
mußte mehrmal s seinen Hausarzt aufsuchen , auch wegen s einer in­
zwischen geschwol lenen Augen . Die Symptome - abgesehen von der
Schwarz färbung des Urins bei Heinonen - deuteten auf radioakti­
ve Einwirkungen hin . Eine Untersuchung von Bodenproben in Chal­
mers Institute of Technology i n Göteburg , Schweden , ergab j e­
doch ein negatives Resultat . Andererseits wurden mehrere Leute ,
die den Ort des Geschehens kurz danach aufsuchten , mehrere Ta­
ge lang unerklärl icherwei s e krank . Als ein Reporter und ein
Fotograf zusammen mit Heinonen und Vi l j o den Platz Anfang Juni
erneut aufsuchten , begannen s ich die Hände der Z eugen sowie
des Reporters nach wenigen Minuten zu röten . Heinonen bekam so­
gar Kopfweh und mußte den Ort verlassen ( Fredrickson 1 9 7 1 , Ca­
nadian UFO Report) .

In diesem Vortrag konnten die vielfältigen physiologischen Reak­


tionen , die häufig in überzufälliger Wei s e im Zusammenhang mit
elektromagnetischen und gravitativen Phänomenen bei UFO-Begeg­
nungen auftreten , nur andeutungswei s e behande l t werden . Für ein
Team erfahrener Mediz iner wäre es zwe i felsohne eine lohnenswer-
te Aufgabe , die umfangreichen Daten über Erkrankungs- oder auch
Gesundungs-Symptome von UFO- Z eugen zu überprüfen und auszuwer-
ten ( Reymond 1 97 3 ) . Wahrscheinlich l ießen s ich aus den direkten
UFO-Wirkungen auf den Menschen eine beachtliche Menge bedeutsa­
mer Informationen gewinnen , die zusammen mit den physikal i schen
Wirkungen an materiel len Obj ekten eine wertvolle empiri sche Grund­
lage zur Aufstellung und Prüfung e iner umfassenden Theorie der
UFO-Phänomene bilden könnten .
- 1 23 -

Genauso aufschlußreich für theoretische Physiker und P lasma­


Forscher müßte eine systemati sche Untersuchung der vielfälti­
gen Licht- und Farbphänomene sei n , die im Z usammenhang mit
UFOs beobachtet werden . Diese Erscheinungen reichen von oran­
geroten Feuerkugeln bis zu glei ßend hellen , schwei ßbogenähnli­
chen Leuchtobj ekten , aber auch von semitransparenten Gebilden
bis zu Lichtstrahlen , die in ihrer Ausbreitungsrichtung ge­
krümmt , geknickt oder abgeschnitten erscheinen . Eine umfassen­
de Darstellung derartiger UFO-Phänomene wird im Laufe des Jah­
res 1 9 7 6 von der Österreichischen MUFON-Sektion pub l i z iert
werden { Gaddis 1 9 6 7 , Berger 1 9 7 4 , McCampbe l l 1 9 7 3 : 20f f ) .
- 1 24 -

Anhang :

Gamma-Aktivität nach einer UFO-Landung in Enebacken , Schweden

There have been three tests over differing periods . The fol lo­
wing is based on the last test which took 24 hours , 8 hours
with empty ins trument , 8 with the reference-soil ( 5 metres from
the marks ) and 8 with the testseil ( from one of the marks ) .

The soil s amples were analysed by u sing a Hewlett Packard Multi­


channel Analyser : 5400A . This instrument takes a gamma radia­
tion spectrum.

In the reference-soil there was no activity , except the natu­


ral background one . The test-soil showed a weak gamma-activity
at an energy o f 6 60 keV, which had not decreased two weeks a f­
ter the first test . This activity could pos s ibly come from a
barium i sotope �3r Ba ( gamma-activity at 6 6 2 KeV) which is crea­
ted when a cerim isotope •3>ce radiates beta-radiation (�31Ce has
a half- life of 30 years ) . The measured activity is very low ,
less than 900 pulses in 8 hours , but nevertheless is exceptio­
nal . The man doing the last two tests has told us that •3' C e , to
the best of his knowledge , can only be found in certain nuclear
processes . Furthermore , the fact that no activity ( except the
natural background one ) was present in the reference-soi l ,
seemes to rule out the pos s ibil ity that the activity had come
from a nuclear test in the atmosphere .

There seem , therefore , to be only two pos sibilitie s :

1. Someone has had a l ittle fun at our expense , but he must


then have used a substance to create the marks , which con­
tains •3 � Ce , and such substances are not common . There is
no possibility that he would have put the · �•ce there knowing­
ly because the actual amount involved is too small .

2 . Semething unfamiliar to us , using something which contains


� 3, Ce had been a t Enebacken on the night in question .

There might be one more possibility left : that gamma-activity


is not comingfrom •••ce but from an even more unusual substance .
But if so , we do not know from what ( see fig.)

Que l le :
FSR Vol .


tltl1
--r- � + -------:
--+-------+-----t--

- --T---r---

l I I i I I IK "'
Gamma-activity from ( a ) background , ( b ) reference soil ,
( c ) test soil
- 1 25 -

Korrelationen zwischen UFO-Sichtungen und Magnetfeldstörungen

..,oo

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1(...
••

Graph to show upper l imit of disturbances caused by a UFO ( from


stati stical study of October , 1 9 5 4 ) .

Key :
K Peak to Peak d isturbance s of the vertical component o f
the earth ' s magnetic field .
Q Distance in Km of UFO from Chamon- la-Foret .
X Calculated upper limit o f disturbances caused by a UFO .
y Observed upper l imit of dis turbances causes by a UFO .
0 UFO observation in neighbourhood of Chambon-la-Foret .

Quelle :
FSR Vol . 20 . , No . 1 , Jan . /Febr . 1 9 7 4
- 1 26 -

x
Kurzbeschreibung des Stammdatensatz es ( SOS ) nach CODAP r r

Spalte 1 - 9 Beispiele

Identnummer/Literaturstellenhinweis

A) Bücher
Z i f fer - 4 Anfangsbuchstaben des Ver­
fassers BOWE
5 Codierung des Buchtitels 2
6 - 8 Seitenzahl 1 28
9 Bericht-Nummer 3

B) Zeitschriften und Z e i tungen


Z iffer 1 - 1 Z e i tschriftentitel-Abkürzung FR
3 - 4 : Jahrgang ( nur in Ausnahmefäl- 70
l e n wird d i e Bandnumme r co­
diert)
5 - 6 Heft-Nr . oder Monat b . Z tg . 1 1
7 - 8 S eitenzahl oder Tag b . Z tg . 06

Spalte 1 0 - 1 6
Datum
Z if fer 1 0 Jahrhundert 9 19, 8 1 8 usw . 9
1 1-1 2 Jahr 54
1 3- 1 4 Monat 08
1 5- 1 6 Tag 26

Spalte 1 7 - 20

Ortszeit
Z iffer 1 7-20 Uhrzeit i n Ortszeitangabe 1 5 30
( j e nach Z i ffernzahl mehr oder
weniger genau)

Ungefähr um, vor , nach 1 5 . 00 Uhr 1 50


Zwischen 1 5 . 30 Uhr und 1 5 . 3 9 Uhr 1 53
Nachts nach oo . oo Uhr 0 . • .

Tag ( a l lgemein) 1 • • •

Nacht ( al lgemein) 2 • • •

Der Punkt steht j eweils für


Leerstelle

Spalte 2 1 - 2 3
Kontinent und Land bzw . S taat
Z if fer 2 1 Kontinent o =Europa ,
1 Sowj etunion , 2 Asien ,
=

3 = Afrika , 4 USA, 5
= Nord­
=

amerika ( ohne USA ) , 6 = Südamerika ,


7 = australien , 8 Meere , Polarge­
=

biete , 9 =frei
XNach C 0 D A P - COMPUTERDOKUMENTATION ANOMALER PHÄNOMENE
von Luis Schönherr , MUFON-Tagungsband 1 9 7 4 , S . 3 6 - 60
- 1 27 -

Zi ffer 22 - 23 Land bzw . Staat codiert nach der


UFOCAT-Liste ( Proj ekt UFOCAT von
Dr . David Saunders , USA)

Spalte 24

Verläßlichkeitsindex, ist nach dem Ermessen des


Benutzers einzusetz en . Diese Cod e z i f fer wurde in
dieser Fallsammlung nicht berücksichtigt .

Spalte 2 5- 8�
Orts- und Beobachtername
Zif fer 25 - 48 Ortsname
Z i ffer 3 9 Hinweis zum Beobachternamen
, richtiger Name
1 fiktiver Name
2 Name des Gewährsmannes
3 Name bekannt , j edoch
gesichert
Z i ffer 40 - 48 Beobachtername

Falls der Ortsname länger a l s


1 5 Stellen ist , entfällt die
Angabe des Beobachternamens

Spalte 4 9
Aufenthalt des Beobachters
Dieser Code bezeichnet den Aufenthaltsort des Be­
obachters und bis zu einem gewissen Grad auch des­
sen Situation oder Tätigkeit im Zeitpunkt der Beob­
achtung . Es bedeuten :
0 Im Inneren eines Gebäudes , Z immer .
1 = Im Freien , zu Pferd , auf einem Fahrrad
oder sonstigem , nicht motorisierten Ver­
kehrsmittel .
2 Auf einem Motorrad , Moped , Motorro l ler .
3 In einem Kraftfahr zeug , auf einem Traktor .
4 In einem Eisenbahnzug , auf einer Lokomotive .
5 An Bord eines Schiffes oder eines Bootes .
6 In einem Flugz eug .
7 Die Beobachtung erfolgte sowohl von der Erd­
oberfläche aus , als auch aus der Luft ( hier­
bei wird in der Regel das Vorhandensein mehr
als eines Beobachters anzunPhmen sein) .
8 Im Weltraum oder in einer Erdumlaufbahn .
9 frei .

Erweiterung von CODAP II durch zusät z l iche Deskriptorenxx


Soalte 50

Art des beeinflußten Transportmittels


C Auto
M = Moped , Motorrad
- 1 28 -

p Flugzeug
s Schif f

SJ2alte 5 1

SJ2eZielle )itM-Störun9:en bei Trans12ortmitteln

Motor Mech . Syst . E l . Syst . Lichter Radio


A X
B X
c X
D X
E X
F X X
G X X
H X X
I X X
J X X
K X X
L X X
M X X
N X X
0 X X
p X X X
Q X X X
R X X X
s X X X X

SJ2alte 5 2 - 5 4

All9:emeine EM-Störun9:en b e i verschiedenen Objekten

F Eisenbahn-Anlagen
G El . Generatoren/Motoren
H Televisions-Geräte
I Radio-Apparate ( keine Autoradios )
J Beleuchtungsanlagen
K Kraftwerks-Anlagen
L Radar-Einrichtungen
M Telefon-Netze

P Auto-Batterien
Q Magn . Geschwindigkeitsmesser
R Kompaß-Anlagen
S Strom-/Spannungsmesser
T Uhren

SJ2a lte 5 5- 5 6

SJ2e z ielle Effekte


A Synchronisations-Effekte
B Magnetisierungen
C Fluoreszenz-Effekte
D Phosphores zenz-Effekte
E Radioaktivität
F F4raday-Effekt
G Statische Elektriz ität
- 1 29 -

Spalte 5 7 - 5 9

Mechanische Wirkungen

1 Druck- , Z ug- , Levitations-Ef fekte bei festen Obj ekten


2 bei Wasser
3 bei Tieren
4 bei Menschen
5 bei UFOnauten
6 Deformations-Einwirkungen
7 Wirbel-Effekte
8 Luftdruckänderungen , Vibrationen

Spalte 60- 6 2
Thermodynamische Effekte

A Wasser-Verdampfung
B Erhitzung von Materie , Organismen
C Verbrennung von Materie , Organismen
D Abkühlung von Materie , Organismen

Spalte 6 3 - 6 5

Spez ielle physiologische Wirkungen

A Prickel- , Kribbel-Gefühl
B Sonnenbrand
C Sehstörungen
D Lähmungserscheinungen
E Elektrischer Schock
F Leere-Gefühl

Spalte 6 6- 6 7

Registrierung von UFOs

1 Fotograf ien
2 Fi lme
3 Radarbilder
4 Tonband
5 Os z i l lograf
6 Magnetometer
7 Temperaturschreiber

Spalte 68-7 2

Abstand des zeugen zum Obj ekt in Metern ( Schätzung)

XX

Die hier verwendeten phänomenologischen Deskriptoren s ind


ausschließl ich für die vorliegende Arbeit einge führt worden
und müssen nicht identisch sein mit künftigen Deskriptoren
einer umfassenden Codierung .
- 1 30 -

Quel lencode

Bücher :

BLOE - Bloecher : Report on the UFO wave of 1 9 4 7


BLUM - Blum : Beyond earth - man ' s contact with UFOs , Ban-
tarn 1 97 4
BONC - Boncompagni : UFO i n I talia , Corrado Tedeschi Editore
1 97 4
BOWE - Bowen : The humnaoids , Futura 1 9 7 4
BRAN - Brand : Katalog von EH-Fäl len
BUEH Bühler : 40 Begegnungen mit Außerird . in Bras . , Ventla
1 974
BUTL - Buttlar : Reisen i n d i e Ewigkeit , ECON 1 9 7 3
COND - Condon : Sc ientific study of UFOs , Vision 1 9 70
CLAR - Clark & Coleman : The Unidentified , Warner Paperbac k ,
N . Y . 1 9 7 �.
CRAM 2 - Cramp : Piece for a j igsaw , Somerton 1 9 6 7
EDWA 1 - Edwards : Fl iegende Untertassen - eine Realität , Venf -
la 1 9 6 7
EMEN 1 - Emenegger : UFOs - past, present & future , Ba l lantine 1 9 7 2
FAWC 1 - Fawcet t : UFOs in Florida , North Carolina , Tennesse , 1 9 7 5
FOWL 1 - Fowler : UFOs - interplanetary visitors , N . Y . 1 9 7 4
GUIE 1 - Guieu : Black out sur les Soucoupes Volantes , Omnium 1 9 7 2
GREE 1 - Green : Let ' s face the facts about F . S . , N . Y . 1 9 6 7
HALL 1 - Hal l : The UFO Evidence , NICAP 1 9 6 4
HEAR 1 - Hearings of 2 9 . 7 . 1 9 6 8 , Washington
HYNE 1 - Hynek : The UFO Experience , Regnery 1 9 7 2
KEEL 1 - Kee l : Operation Troj an Horse , Souvenir 1 9 7 1
KEYH 1 - Keyhoe : Aliens from space , Doubleday 1 9 7 3
LAGA 1 - Lagarde : Mysterieuses Soucoupes Volantes , Albatros 1 9 7 4
LORE 1 - Lore : Strange Effects from UFOs , NICAP 1 9 6 9
LORZ 1 - Lorenzen : UFO - the whole story , S i gnet 1 9 6 9
LORZ 2 - Lorenzen : Flying Saucer - the startl ing evidence , S ignet
1 966
MCES - MUFON-Tagungsbericht 1 9 7 4 , Innsbruck
MICH - Michel : Flying Saucers and the straight l ine theory ,
N . Y . 1 9 58
MUFO 1 - MUFON-Symposium 1 9 7 3 , Kansas City
MUFO 2 - MUFON-Symposium 1 97 4 , AKRON , OHIO
MUFO 3 - MUFON-Symposium 1 9 7 5 , Des Moines , IOWA
OLSE 1 - Olsen : The reference for outstanding UFO sighting re-
ports
PHIL - Phi l l ips : Physical traces as sociated with UFO sightings
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Wutscheti sch , G . , 1 9 7 3 : Das Paradoxon wissenschaftlicher Miß­


achtung . Ideen des exakten Wis sens
4 : 2 1 7 - 22 5 .

Z i ge l , F . , 1 97 5 : Secret evidence shows UFOs come from


other worlds . National Enquirer , Lanta­
na , Florida , USA, July 1 5 : 4 .
- 1 47 -

Electromagnetic and Gravitative Ef fects of Unidentif ied


Flying Obj ects

by A . Schneider

Summary

This article concerns itself with a few UFO effects that have
been observed over and over again during the past thirty years .
In some cases the effects have been automatically recorded by
instruments . With the help of selected characteristic examples
that often come from numerous independent witnesses , the author
attempts to prove that the e lectromagnetic and gravitative in­
teractions must be essentially correlated with the propulsion
system of the unidentified flying obj ec t .

The physical secondary e ffects that have unti l now appeared


in connection with UFO ' s include typical radio and TV inter­
ferenc e , direct influence of e lectrical supply nets as wel l
a s disturbances and inactivation of propuls ion and regulatory
systems o f autos , aircraft and ships . Accelerated discharge
of batteries activitation o f phosphoresent materials and f luo­
rescent lamps ; appearance of radioactive radiation that could
partly be determined by the blackening of photographic pla­
tes , partly by measuring samples taken at the s i te of a UFO
landing by means o f a Geiger counter ; extreme local heat and
coldness effects either directly perceived by UFO witnesses
or proved by unusual icing or burning , as wel l as a wide spec­
trum o f magnetic disturbances from the simple change o f direc­
tion o f a compass needle to strong magneti zation o f iron parts
have also been noted . Many o f these phenomena appear very of­
ten in the immediate field of the UFO . At times , however , they
appear at a considerable distance from the UFO . The actual
primary e ffects , which are presumedly o f a gravitative nature ,
are also presented by means of exemplary cases . Particularly
when these obj ects hover or accelerate directly over the ground
or over water , they cause crater or cone-like movement of the
material that cannot be explained by aerodynamic air movement
alone . Often levitation effects on material particles as wel l
a s on complete autos and aircraft , including passengers , that
have been within the power source field of the UFO have been
observed .

Witnesses of a close encounter sometimes speak of a strange


force that hinders their freedom of movement , as if they were
under water or as if they were being held back by an invis ible
rubber-band . The seemingly floating forward motion o f some UFO
occupants , as reported by contactees but understandably relega­
ted to science fiction , is also j nc luded in this pattern . In
the world famous American kidnapping case at Pascagoula in 1 9 7 3 ,
the gravitative force seemed to have affected the kidnappers
as we ll as their victims .

The wide spectrum of immediately appearing or delayed physio­


logical and psychic s ide e ffects on the observer could only
be mentioned briefly in thi s presentation which is primarily
concerned with phys ical phenomena . Such a treatment by quali­
fied persons will be reserved for a later time . In the appen­
dix of this presentation , approximately 350 coded cases are
included as wel l as a detailed bibl iography . This will make
poss ible additional comparison studies and statistical evalua­
tion .
- 1 48 -

I llo Brand

�euere Theorien der Gravitation und die qualitative Erklärung


für einige physikalisch e \ürkungen der UFOs

:Jbers icht :

Dieser Aufsatz wendet s ich hauptsächlich an den theoretischen


Physike r . Es wird der Versuch unternommen , ausgehend von neuen
Gravitationstheorien , die extraterre s trische Hypothese zur Er­
klärung der UFO-Phänomene zu stützen . Zu diesem Zweck werden
Gravitationstheorien vorgeste ll t , die e lektromagnetische Be­
gleiterscheinungen der Gravitationswellen vorhersagen , wie sol­
che in der Umgebung von UFOs gesehen worden s ind .
Um dem weniger mit der Mat erie vertrauten Physiker den Z ugang
zu den neueren Gravitationstheorien zu erleichtern , werden die
Entwicklung und die wichtigsten E i genschaften der Gravitations­
theorien kurz dargestellt . Als ers tes werden Gravi tations theo­
rien im Minkowski-Raum behandelt , anschließend solche in Rie ­
mannschen Räumen . E s folgt eine Diskuss ion über die Notwendig­
keit eine r Erweiterung der Einsteinsehen Gravitationstheorie .
Als Beispiele solcher Erwei terungen werden Skalar-Tensor-Theo­
rien der Gravi tation , sowie einhe itliche Fe ldtheorien und ein­
heitliche Quelle-Feld-Beschreibungen behande l t . Auf die Quanti­
s i erungs-Versuche wird ausführlich e ingegangen , wobei die ein­
he itliche Feldtheorie von Whee le r besonders herausgestellt
wird . E s werden einige Forderungen genann t , die von einer kon­
s i s tenten Quantenfeldtheorie der Materie und Gravitation er­
fül l t werden müs se n .
Diese Obersicht über die Hauptrichtungen i n der Gravitations­
forschung ist notwendig , dami t der theoretische Weg und die
Bedeutung Qer anschließend vorges te ll ten einheitlichen Quanten­
fel dtheorie der Materie und Gravitation von Burkhard Heim vom
Leser richti g beurteilt werden kann . Heims e inheitliche Feld­
theorie , deren P ublikation vorbereitet wird , ist gegenwärtig
die einzige Struktur-Theo ri e , welche auf eine konsi stente For­
mel für die Massen der E lementartei lchen und Resonanz e n sowie
für deren Lebensdauer führt , deren Werte exakt wiedergegeben
werden . Der Weg de r Herleitung der Heimsehen Feldtheorie wird
kurz ski z z iert . Zunächst wird Heims Gravitationstheorie , in
wel cher die Feldmasse der Gravitation mitberücksichtigt wird ,
im Minkowski-Raum behande l t , danach wird angegeben , daß eine
Äq uivalenz zwischen Heims einhe i tlichem Quelle-Feld-Energie­
dichte-Tensor mit dem Weylschen Strukturtensor besteht . Da
die räuml ich verte i l te Gravitation s fe ldenergie in den Gravita­
tions feldgleichungen als Fe ldmasse mitberücksichtigt wi rd, er­
gibt s i ch eine Korrektur des Newtonsehen Gravi tations gesetzes ,
das z . B . die Bildung von Spiralnebel-Nestern zu erkl ären er­
laub t . Der Kanonische Formalismus fordert die Ein führung eines
" Me so fe lde s " und ermöglicht es dami t , die Feldglei chungen in
eine quantisierte Form zu bringen . Das theoretische Ergebnis
e ine r Oberlichtgeschwindi gkeit gravitativer Feldstörungen
legt das Postul at eines zweiten Relativitätsprin zips und eine
Korrektur der Lorentz-Trans formationsgruppe der spe zie llen Re-

Copyright @ 1 9 76 by I l l o Brand , D- 8 1 5 2 Feldki rchen-\ve sterham


Alle Rechte vorbehalten
- 1 49 -

lativitätstheorie nahe . Um die quantenmechanischen Symmetrie­


forderungen erfül len zu können , muß der R4-Bereich zu einem
R6 erweitert werden . Auf diese Weise kann eine nichtlineare
quantisierte hermitesche S trukturtheorie entwickelt werden .
Die mathematische Bedingung der Flächenquantisierung e rfordert
einen neuen matherr�tischen Kalkül , wei l die Limes-Re lationen
des gewöhnlichen Differen tial- und Integral-Kalküls nicht mehr
anwendbar sind. Die Notwendigkeit der E in führung der Di f fe­
renzrechnung als Folge metrischer Strukturquanten (14etronen )
wird erläutert.
In der Nachbarschaft von elementaren ponderablen Feldquellen
wird das Gravitationsfe ld extrem stark . Gravitations feld und
Mate rie fe ld, sowie das Spektrum aller wechse lwirkenden Felder
werden einhei tlich durch energetische Quantenstufen eines
Struktur-Tensors beschrieben .
Heims Theorie ermöglicht neue , im Labor experimentell nach­
prüfbare Erkenntnisse über Wechse lwirkungen zwischen e lektro­
magnetischen und gravitativen Feldern . So müßte der " Kontraba.­
r i sche E f fekt" die Erzeugung von Beschleunigungs- oder Gravi­
tations feldern bei gleich zeitigem Entstehen von " Gravitations­
wellen" e rmöglichen . Die Eigenschaften dieser in der Natur
nicht auftretenden "Wellen " sind äußerst ungewöhnlich . Z . B .
müßten diese über den " dynabarischen E ffekt" beim Auftreffen
auf Materie e lektromagnetische Strahlungen , starke magnetische
und e lektrische Felder sowie Kältewirkungen verursachen e tc .
Anhand e inige r spezieller UFO-Berichte ( Bilde r und Foto s ) wer­
den uie Sekundäreffekte qual itativ zu erklären versucht .
Schließlich wird ge zeigt , wie es nach Heims Theorie prinzi­
pie ll möglich ist , daß ein Raumsch i ff schon bei kleineren Ge­
schwindigkeiten als der des Lichtes auf den Mante l des Licht­
kegels ge langen kann . Damit läßt s i ch die ETH z ur E rk lärung
der UFOs theore tisch begründen .
- 1 50 -

Neuere Theorien der Gravitation und die qualitative Erklärung


für e inige physikali sche Wirkungen der UFOs

Einleitung

�usgangspunkt für eine wis senschaftl iche Untersuchung der UFO­


Phänomene muß das gesamte verfügbare Datenmaterial sein . Man
tut gut daran , j eden einze lnen Bericht anzuzweifeln , doch wird
durch die gegenseitige Bestätigung vieler gleichlautender Wahr­
nehmungen die Wahrscheinlichkeit immer größer dafür , jaß wir
uns einem obj ektiven Tatbestand gegenüber sehen .

Den heute noch in der wissenscha ftl ichen Öffentlichke it bevor­


zugten Weg der Beschäftigung mit den UFO-Berichten , nämlich zu
bewe isen , daß es die berichteten Phänomene aus diesen oder j e­
nen Gründen nicht geben könne , und diese Gründe gegen eine vor­
weggenommene Erklärung , i . a . der extraterrestri schen Hypothe­
se anz uführen , ohne das gesamte Datenmaterial heranzuziehen ,
halte ich nicht für wissenschaftlich seriö s .

Ich bin der Meinung , daß das Studium der etwa 6 0 0 0 0 registrier­
ten und z . T . gut geprüften Zeugenaussagen - darunter etwa 1 0 0 0
Nahes ichtungen und 2 0 0 Berichte über angebliche Insassen von
UFOs - ausreicht , um von der Existenz eines wie auch immer zu
erklärenden neuen Phänomens überzeugt zu werden . Doch wer hat
schon die Zeit zum Lesen . Es ist einfacher zu urteilen a l s zu
analysieren .

Alle , die wir hier zusammengekommen sind , haben j eder mindestens


einige Hundert UFO-Berichte kritisch gelesen und z . T . selber
Recherchen angeste l l t . Daher sollten wir uns bei unseren be­
schränkten Möglichkeiten des Arbeitens nicht weiter damit auf ­
halten , Exi stenzbeweise zu erarbeiten .

I s t e inmal genügend Geld für eine staatlich geförderte UFO-For­


schung vorhanden , so wird man die Basis ohnehin noch einmal
fes tigen müs sen .

Der ernsthafte Forscher kann sich von der Exi stenz des Phäno­
mens durch die Lektüre der wi ssenschaftl ichen Publikationen ,
wie s ie z . B . in den von uns im Anhang zum MUFON-Tagungsbericht
1 9 7 4 ( MUFON-C . E . S . 1 9 7 4 ) genannt s ind , überzeugen lassen .

Zu den ernsthaften Forschern zähle ich nicht die " theoreti­


schen Skeptiker" , die den Wahrheitswert von a priori Theorien
über den Wahrheitsgehalt von Zeugenaussagen stellen , wie z . B .
D . Menzel (Men ze l , D & L . G . Boyd 1 96 3 ) und Ph . Klass (Klas s , Ph .
1 96 8 und 1 9 7 5 ) sowie alle Saduzäer , die nur das glauben bzw .
für möglich halten , was sie selber gesehen und erlebt haben .

Es sollte nach nunmehr 3 0 Jahren weltweit bestätigter , wenn


auch nur sporadischer Anwesenheit von unidentifiz ierbaren
Flugobjekten - ich sehe j etzt einmal von den Berichten vor
1 94 5 ab - an der Zeit sein , den Versuch zu wagen , diese Obj ek­
te unter Berücksichtigung des gesamten Spektrums der Beobach­
tungen gemä ß unserem gegenwärtigen physikali schen Wis sens stand
zu erkläre n .
- 1 51 -

Ich werde mich darauf beschränken , das Datenmaterial aus dem


mittleren Bereich des UFO-Sichtungsspektrums , al so die soge­
nannten physikalischen UFOs für die folgenden Diskussionen
heranzuz iehen ( Brand 1 9 7 4 ) . Fehlinterpretationen und parapsy­
chologisch beeinflußte Wahrnehmungen ble iben somit mit großer
Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen .

Mit Erklärungen der UFO-Phänomene me ine ich nicht etwa ihre


Identifiz ierung mit bekannten Naturphänomenen oder ihre Erklä­
rung als Schwinde lberichte , wie dies Klass ( 1 9 7 5 ) macht .

Denn einerseits können UFOs entsprechend der De finition gera­


de nicht auf diese Weise erklärt werden , und andererseits
konnten Poher und Vallee ( 1 9 7 5 ) zeigen , daß e s sich bei den
UFOs tatsächlich um reale Objekte am Himmel handelt , die weder
hal l uz iniert sein können ( aufgrund der Abhängigkeit der Sich­
tungshäufigkeit von der Zenitdistan z ) noch Sichtungsdauern
zeigen , die denen bekannter Phänomene entsprechen (we l che je­
wei l s Haxima in der Häufigkeitsverte i l ung bei kurzen und sehr
langen Beobachtungsdauern aufweisen , im Gegensatz zu UFO-Sich­
tungen , die im Hittel 30 Hinuten lang gesichtet werden . )

Es sind folgende Hauptfragen des UFO-Problems z u beantworten :

1 . Woher kommen die Objekte , denn um solche handelt es sich


zwe i fe l lo s ?
2 . Was ist d i e Motivation d e r Inte l l i genz hinte r den Objekten
für ihr Hiersein?
3. Warum vermeiden die Insassen e inen direkten Kontakt mit uns ?

I n der Diskuss ion dieser Phänomene wird häufig d i e extraterrest­


rische Hypothese vorgebracht . Doch muß darauf hingewiesen wer­
den , daß es noch längst nicht sicher ges tellt i s t , daß diese
Hypothese auch die brauchbarste ist .

Wenn sich diese Hypothese auch noch an dem konventionellen Be­


gri ff des Raum-Zeit-Kontinuums orien tier t , kann sie sehr
leicht widerlegt werden .

Andererseits geben die Bücher von Vallee ( 1 9 70 , 1 9 74 ) , Kee l


( 1 9 70a , 1 9 70b , 1 9 7 1 ) , Barker ( 1 9 7 0 ) und Fort ( 1 9 5 7 ) um nur
einige der am besten informierten Forscher zu nennen , viele
überzeugende Hinweise auf e ine möglicherweise " ul traterrest­
rische " Herkunft .

Die Berichte über das Verhalten der Ob j ekte und das Aussehen
der Insas sen erschienen mir persönlich am verständlichs ten ,
wenn die Obj ekte aus der Z ukunft kämen . Doch scheint es hier
z u unaufl öslichen Paradoxien zu kommen , die eine solche Erk lä­
rung auss chließen .

Man darf es sich auch nicht so lei cht machen , und die Beant­
wortung der Fragen aus den gelegentlich berichteten Gesprächen
de r UFO-Besat zungen mit Augenzeugen holen . Das tun leider vie­
le UFO-Studiengruppen . Wenn e s zu Kontakten zwischen den Be­
sat z ungen mit Beobachtern angeblich gekommen i s t , sind die
übermittel ten " Botschaften " _ ohne tie feren Inhalt , ohne Bewe is­
kraft , ohne Konsisten z .
- 1 52 -

Es wurde bisher in j edem Falle bei den UFO- Insassen darauf ge­
acht e t , daß den Z e ugen keinerlei Bewei smitte l in die Hände fie­
len .

Wenn wir den Berichten über Begegnungen mit UFO-Insas sen Glau­
ben schenken dürfen , so sehen wir , daß j ene alles daran setzen ,
um einem o f f i z ie llen Kontakt mit uns aus z uweichen .

Das ganz e Kontaktmanöver macht viel eher den Eindruck einer


groß angelegten Komödie , um durch unsinniges Gebaren , wider­
sprüchliche Informationen und absurdes äußerliches Aussehen
in e inigen Fäl len j eden ernsthaften Forscher von vornherein
abz ustoße n . Diese Taktik hat s ich allerdings außerordentlich
gut bewährt .

So wie s i ch uns das Phänomen gegenwärtig präsentiert , können


wir keinerlei Aufschlüsse über die wahre Herkun ft , die wahren
Motive und das P roblem des "Nicht-Kontak te s " aus den Z eugenbe­
richten über angebliche Kontakte erwarten .

Also müssen wi r uns an die Beobachtungen halten , die eine ge­


wisse Kons i s tenz aufweisen , nämlich an die Objekte und ihre
physikalischen Wechselwirkungen mit der Umgebun g .

Z unäch s t scheint e s so , als könnten w i r d i e Wechselwirkunge n ,


sowie d i e Flugmanöver und den Antrieb nach unserem heuti gen
physikalischen Wis sensstand nicht erklären .

Würden die UFOs lange Feuerschwei fe hinter sich her ziehen ,


einen fürchterlichen Triebwerksl ärm verursachen und nicht sel­
ber leuchten , so wäre ihre Existen z , da sie ins gegenwärtige
P aradigma passen würde , weniger umstritten , als s ie es wegen
der völ li g unverständlichen E i genschaften der Obj ekte i s t .

E s s cheint s o , daß erst , wenn w i r in der Lage s ind , die physi­


kalischen E i genschaften der UFOs zu erklären , auch die drei
Grundfragen über das UFO-Phänomen hinreichend beantwortet wer­
den können .

Die Berichte erwecken den Eindruck , als seien die Obj ekte in
der Lage , s ich ihre e i genen Gravitation s felder z u e rzeugen .
Nimmt man diese Hypothese ernst , so wären die Physiker in der
glückl ichen L age , aus den Berichten über UFO-Beobachtungen z u­
sätz lich e in i ge s über die Schwerkraft in Erfahrung z u bringen .

Die Möglichkei t , zusätz l i che Informationen über die Gravi tation


zu e rhalten , sol lte e inem Gravitations-Physiker andererseits
den Versuch wert sein , die UFO-Berichte ernst z u nehmen . Denn
es ist nicht sehr vie l , was wir über die schwächste aller phy­
sikalischen Wirkungen - die Gravitation - wissen . Ja , man kann
sogar sowe i t gehen , zu s age n , daß über die Gravitation , ver­
glichen mit anderen Feldern , überhaupt keine gesicherten Kennt­
nisse e xi stieren .

I ch gehe für die fol genden Diskuss ionen von der Arbeitshypothese
aus , daß UFOs außerirdische Raums chiffe seien , we lche von frem­
den Sternen oder Galaxien kommen und als Antrieb gravitative
Beschleunigun g s fe lder verwen�en . Die beobachteten physikalischen
- 1 53 -

Wechselwirkungen mit der Umgebung wären demnach die Folge der


Wechselwirkung von Gravitationswe l len mit Materie .

Diese Hypothese klingt zunächst phantastisch . Doch haben j üng­


ste Entdeckungen auf dem Gebiet der al l gemeinen Relativitäts­
theorie bzw. der einheitlichen Quantenfe l dtheorie Pe rspekti­
ven e röffnet , die die aufgeste l l te Hypothese in allen Punkten
wenigstens qualitativ stützen können.

Ich werde z unächst einige der neueren Gravitationstheorien dis­


kutieren und dann untersuchen , inwieweit diese hinreichen , um
wenigstens qualitativ die beobachteten E i genschaften und Wir­
kungen der UFOs zu erkläre n .

1 . Lorent zinvariante Gravitationstheorien im Minkowski-Raum

was wir von der Gravitation wissen , ist in fol genden Punkten
zusammengefaßt :

1 . Die Gravi tation wirkt auf alle Energie formen , d . h . auf


Materie und Licht , gleichermaßen .
2 . Die Reichweite der Gravitation ist sehr gro ß . Demz ufol ge
ist die Ruhemasse e ines entsprechenden Wechselwirkungs­
Tei lchens sehr klein .
3 . Die Wirkung der Gravitation ist immer attraktiv im Gegen­
satz z ur E lektrodynamik , d . h . es gibt nur Que l len und kei­
Senken des Fel des .
4 . Die Bewegungsgleichung von P robekörpern enthäl t nicht deren
Masse .
5 . Die 3 Keplerschen Gesetze für die Bewegung der P l aneten wer­
den durch das Newtonsehe Gravitationsgesetz näherungswei se
beschrieben . Die Newtonsehe Gravitationstheorie i s t a l ler­
dings ergänzungsbedür ftig , denn s ie kann die empiri sch be­
stätigten Tatsachen nicht verstehen :
6 . Ein Lichtstrahl wird am Sonnenrand abge lenkt .
7 . Der P lanet Merkur zeigt eine sehr ausgeprägte Perihe ldrehun g .
8 . Die Lichtgeschwindigkeit nimmt ( n ach radioastronomischen
Me ssunge n ) beim Vorbeigang an der Sonne im Perihe l ab und
nicht z u , wie es die Newtonsehe Theorie fordern würde .

Die spe z ielle Relativitätstheorie , welche E instein 1 905 als


Fol ge des negativen Ausgangs des Michelson-Morley-Versuches
aufste l lte , verlangt , daß alle physikal ischen Theorien inva­
riant gegenüber der 1 0-p�rametrigen Gruppe der Lorentz-Trans­
formationen sein müsse : )
- 1. -z � ' v'<•(_. v• )- 1
X3 = X , 't" = - t ? ·• - er

)(4 = ( X 1 - vt )( 1 - ? ) ' 1 .><. = )(

bzw. X o= i C t
'"' n .L

Die Newtonsehe Gravitationstheorie und Mechanik i s t nich t lo­


rentzinvarian t , sondern nur invariant gegenüber der Gruppe der
+ ) lateinische Indi zes laufen von 1 bis 3 , griechische von 0
bis 3 , es gilt die Summenkonvention , wonach über doppelt auf­
tretende Indi zes in Produkten z u summieren i s t .
- 1 54 -

Galilei-Trans formationen :
. •
)(' = X - V
't

Erst wenn die Geschwindigkeiten der beobachteten Objekte , oder


wenn die als Quadrat der z irkulären Geschwindigkeit aufge faßten
Gravitationspotentiale gegenüber der Lichtgeschwindigkeit groß
werden , machen s ich die Unterschiede zwischen gal i le iinvarian­
ten und lorentzinvarianten Theorien bemerkba r .

D i e E lektrodynamik genügt allerdings d e n Prinzipien der spe zi­


e llen Relativitätstheorie . Man versuchte daher , analog z um Vor­
gehen in der k lassischen Elektrodynamik eine Feldtheorie der
Gravitation aufzuste llen , die z ugleich das Phänomen der Licht­
ablenkung enthält . Nordström ( 191 4 ) verwendete anstelle des
Laplaceschen Di f ferentialoperators 6 = a�/a x " a x " (i, k =
= 1 , 2 , 3 ) in der Newtonsehen Theorie

A 'I' = <4 1r- r > f' mit 'f' = �


( y = Gravitationskonstante , f = Materiedichte , f = Gravita-
tionspotenti a l )

den lorent zinvarianten d ' Alembert-Operator 0= 1 c• 1fr - b.
welcher angewendet auf das skalare Gravitationspotential �
der Spur des relativistischen Energie-Impuls-Tensors T propor­
tional sein sollte :

0 'f> = �T mit ae con s t .


"'lf<
T �"' 0 0

n
und T 11 1

n
-1 0
.-.öl =
0 -1
"lJ<" 0 0

< r-· " = 0 , 1 , 2 , 3 )


Da die Spur des e lektromagnetischen Energie-Impuls-Tensors
Null ist , konnte diese Theorie die Lichtablenkung nicht erklä­
ren und l i e ferte überdies e inen falschen Wert für die Perihe l­
drehung .

Der Versuch , ans te l le des Skalar-Potentials ein Vektorpoten­


tial e i n zuführen

o t�"" =
w.
Tr ,

scheiterte an der Forderung , daß die Energie e ines solchen


Feldes positiv de fini t + ) sein muß , was nur erfüll t sein kann
durch das Verschwinden der Ableitungen der Potential funktion
'fr und der Que l l funktion Tr- hinsichtlich x ,....

JxTI'$' = 0

+ ) positiv de finit he i ß t ein Ausdruck , der für ree l le Werte


bestimmter Variablen immer nur positive Werte annehmen kann .
- 1 55 -

Es ist nur eine Vierer-Vektorgröße bekannt , we lche diese Be­


dingung erfüllt : das ist der Vierer-Stromvektor . Damit müßte
das Gravitationsfeld mit dem e lektromagnetischen identisch
sein , wogegen j edoch die Beobachtung spricht , daß die Gravita­
tionskraft zwischen zwei Massen immer anziehend ist . Diese re i­
ne Vektortheorie der Gravitation , die einem Spin- 1 -Feld ent­
sprechen würde , ergibt das falsche Vorzeichen für die Wechsel­
wirkung, wohingegen die reine Skal ar-Theorie mit dem Spin 0
und die Tensor-Theorie mit dem Spin 2 das richtige Vorzeichen
für die Wechselwirkung liefern würden ( Robertson , H . P . und
Th . W . Noonan 1 9 6 8 ) .

Um in einer Vektortheorie der Gravitation die attraktiven Kräf­


te beschreiben z u können , muß man e ine negative Kopplungskon­
stante wählen und erhält damit auch die Bewegungs glei chungen
der allgemeinen Relativitätstheorie ( Spieweck 1 9 7 1 ) .

Birkho ff ( 1 9 4 3 ) ersetzte in den Fe ldgleichungen das Newtonsehe


Gravitationspotential � durch einen Tensor �r v und setzte den
Operatorausdruck dem symmetrischen Ene rgie-Impuls-Tensor der
Materie T�� proportional

Doch Birkhoffs Gravitations fe ld besaß keine positiv de finite


Energie und müßte bei Quantisierung zu Teilchen positiver und
negativer Energie führen , was z ur spontanen Produktion von
Tei lchen aus dem Vakuum-Z ustand führen müßte .

Denn die schon erwähnte Forderung für die Positiv-De finithe i t ,


das Verschwinden der Ableitung des Energie-Impuls-Tensors der
Materie T�� hinsichtlich x� al lein , kann die Erhaltungs glei­
chung nicht e r fü llen , sondern nur die Summe aus diesem und
einem Tensor für das Fel d t��

Wenn die Feldgleichungen aus dem gewöhnlichen Variationsprin­


zip herge leitet werden , so muß nach Gupta ( 1 9 5 4 ) die e r forder­
liche Lagrangedichte L eine unendliche Reihe der Gestalt
-I
L = L + 'W- L + �L +
0 1 2
sein , wobei die Terme in L aus einem P rodukt von ( n+2 ) Fakto­
ren aus Y'�r oder aus deren Rh leitungen bestehe n .

Diese Theorie ist mit allen Erfahrungen über die Gravitation


verträglich . Wir können also schließen ,

9 . die Quelle des Gravitations fe ldes ist ein Energie-Impul s­


Tensor .

Die Tensor-Theorie i m ebenen Minkowski-Raum hat ihre Vorzüge


vor der Einsteinsehen Theorie , auf die ich gleich zu sprechen
kommen werde . Sie ermöglicht eine einhe itliche Beschreibung
der Gravitation und des Elektromagneti smus . Doch vor allen Din­
gen wird die Aus führung der Feld-Quantisierung, analog z um
- 1 56 -

elektromagnetischen Fel de , möglich ( Gupta 1 9 5 2 und 1 9 5 7 ) .

Die eben besprochenen Gravitationstheorien versuchen das empi­


rische Wissen über die Gravitation zu deuten ohne die Theorie
an den geometrischen Raum unserer Anschauung oder an die ande­
ren physikalischen Fe lder anbinden zu wollen .

Z u den weniger gesicherten empirischen Daten über die Gravita­


tion gehören noch zwei weitere Beobachtungen :

1 0 . Rotierende Körper scheinen bei hinreichender Größe bzw .


s tarken Gravitation s feldern Magne tfelder z u produzieren
( Babcock und Blackett 1 9 4 7 ) .
1 1 . Beobachtungen an Galaxienhaufen legen den Schluß nahe
( Z wicky 1 9 5 9 ) , daß das Newtonsehe Gravitationsgesetz sei­
ne Gültigkeit in Bereichen größer a l s e twa 20 Mil lionen
Lichtj ahren verliert .
- 1 57 -

2 . Gravitationstheorien mit Riemannsche r Geometrie

Die spez ielle Relativitätstheorie leugnet die Existenz eines


absoluten Raumes ohne j e doch die Annahme e ine r all gemeinen Re­
lativität der Bewegungen zu recht fe rti gen . E instein versuchte
dahe r , die Aussage der spe ziellen Relativitätstheorie , daß die
physikali schen Gesetze in eine Form gebracht vierden können ,
die ungeändert bleib t , wenn die in ihnen auftretenden Größen
einer Lorentz-Trans formation unterworfen werden , nicht nur
auf gleichmäßig bewegte Systeme , sondern auch auf ungleich­
mäß i g bewegte , also beschleun i gte Systeme , ausz udehnen .

Das Eötvös-Experiment hatte 1 908 ergeben , daß die träge Masse


bis auf eine Genauigkeit von 1 : 1 0 1 1 denselben Wert lie fert wie
die schwere ( felderzeugende ) Masse , d . h . alle Kö+per fal len
im Gravitation s feld unabhängig von ihrer Masse glei ch schnell
in Richtung Z entrum.

Diese Äquivalenz zwi schen träger und schwerer Masse wurde z um


Ausgangspunkt der Einste insehen Gravitationstheorie .

Einstein ließ sich von der methodischen Forderung leiten , daß


alle in der Theorie auftretenden Bes timmungsstücke eine expe­
rimente l l veri fi z ierbare Bedeutung haben müssen .

Dies hatte z ur Folge , daß es nicht mehr möglich war , in Anwe­


senhei t von Gravitation s feldern empirisch ein pseudo-euklidi­
sches Ra� Zeit-Kontinuum zu real isieren . Denn e s gibt keine
als l'leßgeräte zu verwendenden Obj ekte mehr , die nicht vom Gra­
vitationsfeld beeinflußt werden . Auch durch den Vergleich von
Bahnen verschieden schwerer Körper lassen s ich keine Rückschlüs­
se mehr auf den euklidischen Raum z iehen , da die Bewegungsgl e i­
chungen von P robekörpern die Masse nicht enthalten .

Um den genannten methodischen Grundsatz nicht verletzen zu müs­


sen , bezog Einstein seine Theorie nich t auf die Koordinaten
eines pseudo-euk l idischen Raum-Zeit-Kontinuums , in welchem die
euklidischen Koordinatenachsen unbeobachtbar bleiben , sondern
auf die wirklichen Bahnen von Lichtstrahlen und Massenpunkten .

Die von Einstein 1 9 1 6 postulierten Gravitations fe ldgleichungen


verknüp fen eine rein geometrische Größ e , und zwar die aus den
Bianchi- I dentitäten der Riemannschen Geometrie

- R�v>. o-; f - R,-n•j>A ; r = -Rr-"r r ; "

gewonnene Divergenz des Ricci-Tensors R�� und des Krümmungs­


skalars R mit der Divergenz des Energie- Impul s-Tensors der ��­
terie T ("-v
1
( R f-v - 2 gf-'-v R) 1 !"'-

G;v

( mit " ; " ist die kovariante Ableitung gemeint ) .

In dieser Theorie ist das Gravitation s feld e in tensorie l les


- 1 58 -

Fel d g ,... ., ( x >- ) , welches in den Feldglei chungen quasil ineare


D i f ferential formen 2. Ordnung bilde t .

Aus den Bewegungsgleichungen

d
(i"S

ds 2 = �f" dx f" dx 11
mit den Dreiindizes-Symbolen

_21 q A "!O"
O
(-�
d X"
- �
o xl'"
+ �)
d )(
= (:v}
'

folgt , daß die kräfte freien Bahnen von Massenpunkten als geo­
dätische Linien in einem Riemannschen Raum aufgefaßt werden
können , dessen metrischer Tensor durch g r-v gegeben ist .

Das " Führungs feld" r"-"v i s t umgekehrt aus den empirischen Bah­
nen von Massenpunkten und Lichtstrahlen best immbar .

Dieses Feld g r- " , das empirisch real isierbar is t , wird als


metrischer Tensor der Riemannschen Geome trie aufge fa ß t . Alle
phy s ikalischen Gesetze werden in bezug auf diesen Raum mi t
Riemannscher Krümmung formuliert , d . h . die Grundgleichungen
der Physik müs sen als kovariante Gleichung in eine!". Riemann­
schen Raum geschrieben werden .

Als Prinzip der allgemeinen Kovarianz bezeichnet man seither


die Invarianz forderung gegenüber beliebigen Koordinatentrans­
formationen .

Das Gravitations feld wird also durch eine kovariante Differen­


tialgleichung für das Feld g f4 v dargestell t . Es ist im Sinne
der Feldgleichung das Gravitation s fe l d , welches von der Quelle
Tr-" erzeugt wird , und im Sinne der Bewegungsgleichung das
Führungs feld , entlang deren Fe ldlinien s ich ein Mas senpunkt
oder auch Lichtstrahlen bewegen müssen .

Die Gleichheit von Gravitation und Führungsfeld b zw . Träghe its­


kraft ist ein physikal ischer Sachverhal t .

E insteins Interpretation des gr v -Feldes a l s me trischer Tensor


einer Riemannschen Geometrie und die daraus resultierende For­
derung der Kovarianz ist dagegen die Konsequenz der me thodi­
schen Forderung , daß eine physikali sche Theorie nur beobacht­
bare Größen enthalten dar f .

Dadurch , daß der Geometrie der Welt selbst ein physikal ischer
Inhalt z ugesprochen wurde , l ießen sich erstmals globale , d . h .
kosmologische Fragen lösen . So konnte E instein durch Hinzufü­
gen eines skalaren Terms in den Feldgleichungen , was etwas
wil l kürlich geschah , für e in statisches Universum Lösungen er­
mitteln , die einen Kosmos mit endlicher Materiedichte und Aus­
dehnung ( endlichem Krümmungsradius R) ergabe n .
- 1 59 -

Die Wil lkür der E in führung dieses kosmologischen Gliedes hatte


Einstein selbst mächtig gestört . Erleichtert hat er diesen Ver­
such wieder aufgegeben , als die Lösung der E insteinsehen Feld­
gleichungen durch Friedmann bekannt wurde , der die ursprüngli­
chen Feldgle ichungen unter der Annahme ge löst hatte , daß das
Universum expandiert ( z eitabhängiger Weltradius R) .

Da Hubble etwa um die gle iche Zeit entdeckt hatte , daß die Rot­
verschiebung der Spektral linien von Galaxien umso größer wur­
de , j e weiter diese entfernt waren , paßte Friedmanns Lösung
gut mi t der als Dopplere f fekt deutbaren Rotverschiebung z usam­
men . Und bisher wird diese kosmologische Theorie , die e inen
" Urknal l " voraussetzt , all gemein anerkannt . D . h . die neuesten
astrophysikalischen Beobachtungen bzw. Messungen über die Gren­
zen des Weltalls ( o ffenes Weltmodell ) und die Materiedichte
des Universums scheinen einen Z usatzterm in den Feldgleichun­
gen wieder erforderlich zu machen (We idemann 1 9 7 5 ) .

So ästhetisch s chön E insteins Theorie ist und auch makrophysi­


kalisch erfolgre i ch , das Konzept , den Be gri ff des Kraft fe ldes
insofern aus der Physik zu e l iminieren , als die j ewei l i gen Bah­
nen von Massenpunkten Geodäten von Räumen mit geeignet gewähl­
ter Metrik s ind , hatte e inigermaßen katas trophale Folgen für
das weitere Verständnis aller phy s ikal ischen Z usammenhänge der
Gravitation mit mikrophy s ikalischen Prozessen .

Ich werde darauf noch zu sprechen kommen , doch z unächst e�n�ge


wesentliche Eigenschaften der Einste insehen Gravitationstheo­
rie nennen .

Die ein fachste Methode der Herle itun g invarianter physikali­


scher Feldglei chungen ist die Anwendung e ines invarianten Va­
riantionsprinzips , das die Tatsache verwendet , daß die Wirkun­
gen e ines j eden physikali schen Systems ein Minimum darste llen :

Jw 6 j (L � )
2 3
dx • dx 1 dx dx = 0

(wenn L -v-=g' die Lagrange-Dichte und g = de t g �" sind) •

Die Invarianz des Variationsprinzips bezüglich e iner be stimm­


ten Trans formation s gruppe i s t nun hinreichend dafür , daß die
aus diesem Variationsprinzip he rge leiteten Gleichungen in be­
zug auf diese Gruppe ebenfalls invariant sind .

Aus der Invarianz e ines Wirkungsprinzips gegenüber e iner kon­


tinuierlichen Gruppe ( z . B . der Lorentz-Gruppe ) folgt , nach
einem 1 9 1 8 von Noether bewiesenen Satz der Variationsrechnun g ,
die Existenz von di fferentiellen Identitäten , deren Anzahl
gleich der Parame terzahl der Gruppe ist .

Die Parameterzahl einer Bewegungsgruppe , der sog. L ie-Gr uppe ,


ist gleich der Z ahl de r unabhängigen Symmetrien des Raumes .
So ist die Parameterzahl der Lie-Gruppe in einem symmetri schen
R4 , we il ein Körper beliebig gedreht und yerschoben werden
kann, N = 10 (Anzahl der Drehungen ND � � (n- 1 ) n , Anzahl der
Vers � hiebungen N v = n , N = n ( ;
n 1 2
) , d . h . bei 4 Dimensionen
n=4 �st N = 1 0 ) .
- 1 60 -
In der speziellen Relativitätstheorie
Variationsprinzip demnach ergeben sich aus einem
10 Differential-Identitäten, welche
mathematisch
Form ausdrücken die, Erhaltung
die in von 10 Größen
Integralsätze in differentieller
umgeformt werdenalsomüssen,
-Sätze,
,1enn mandieausdieihnen Erhaltungssätze herleiten möchte,
Größen behaupten.zeitliche Konstanz von physikalisch meßbaren
Die Integrale
unabhängig von haben
der einen physikalischen
speziell gewählten Sinn, weilsind.
Darstellung ihre SoWerte
er­
�ält man in der speziellen Relativitätstheorie
für Energie, Impuls, Drehimpuls und Schwerpunkt. Erhaltungssätze
In der
gen allgemeinenausRelativitätstheorie
entsprechend einem kovarianten werden die Feldgleichun­
Wirkungsprinzip hergelei­
tet (Variation
gen erhält man aber hinsichtlich
auch g rv
aus einer ) . Die
nur Einsteinsehen
lorentzinvarianten Gleichun­
Wir­
kungsfunktion, d.h. es bestehen in
tätstheorie ebenfalls 1 0 Differential-Identitäten. der allgemeinen Relativi­
Aus diesen ergebenGrößen, sich allerdings jetzt keine Erhaltungssätze
von physikalischen und geometrischen Größen sind. eine Summe
für physikalische sondern Ausdrücke , die
Dies rührt daher,
vistischen daß die
Gleichungen auf lorentzinvarianten
allgemein kovariante speziell
Formen relati­
ge­
bracht
zit. Allewerden
nichtmüssen. Diese Formen enthalten die g;uv expli­
trik, da sie einengravitativen
Beitrag zumFelder beeinflussen
Materietensor daher die Me­
liefern
J .:Cmat _! . --y:g T,.._ v
2
i '}r"
der seinerseits alle Energie-Komplexe beeinflußt.
Die Erhaltungssätze haben die Form (z.B. Treder, 1 9 6 8 ) :
d f c .,�
dt
r -g Tr· + t,..._. ) dx � dxt. dx3 = dt
d l=
r- o

0
x = const x..q,r•
/ ( H T ;. + t /-- ) dx dx dx =tl,; RVf.ds
-1 2 3

x0 = const
Darin ist T " der Energie-Impuls-Tensor der Materie und t �
eine unansc
Beitrag des � uliche geometrische Größe, die den eigentlichen
Gravitationsfeldes beschreibt, aber daBedeutung
sie keinen
Tensorcharakter
sitzt. Die hat,auch
Integrale J keinerlei
werden als physikalische
Gesamt-Energie-Impuls be­
eines
Systemsphysikalische
bezeichnet, doch ,.._ ist, hat,
da derdieIntegrand -v=g' T;_ + t ;.
keine
lisierbar. Bedeutung Energie nicht mehr loka­
Der
die zweite
Topologie derdesIntegralsätze
gewöhnlichen folgt , wenn unterstellt
3-dimensionalen Raumes wird,
so be­daß
schaffen daß
besagen, ist, die
daßGesamtenergie
der Gaußsehe JIntegralsatz anwendbar ist. Sie
0 und der Gesamtimpuls J i
- 1 61 -

eines Systems aus Gravitations- und anderen Feldern eindeutig


durch die Struktur des Gravitations felde s im Unendlichen des
3-aimensionalen Raumes bestimmt sind , ganz im Sinne Machs .

Nach Treder ( 1 9 6 8 ) wäre das ein erster Hinweis darauf , daß es


möglich sein könnte , den Materie-Tensor T t aus der Gravita­
tionstheorie ganz zu eliminieren , was bedeuten würde , daß Geo­
me trie und Materie noch enger miteinander z usan®en hänge n , a l s
i n den E insteinsehen Gravi tationsgleichungen zunächst voraus­
geset z t worden i s t .

Die Geome trisierung eines Feldes gelang bisher nur für das
Gravitations feld überzeugend . Der Versuch , auch die Que l len
des Tei l chens z u geome tri sieren , i s t bisher nicht überzeugend
gelungen . Uber die Versuche daz u werden wir glei ch hören .

An dieser Stelle sollten wir uns noch einmal fragen , ob die


Grundidee Einste in s , daß die gesamte Wirklichkeit als Dynamik
einer Geome trie aufge faßt werden muß , denknotwendig i s t . Könnte
nicht Geome trie nur der Hintergrund sein , vor dem e twas ande­
res abläuft , dessen Quantitätsaspekt zwar geometrisch , des sen
Qualität j edoch nicht mehr geometrisch ist?

Die geome tris che Beschreibung physik al i s cher Felder hat zu


einem Bruch zwischen Kosmologie und Elementarteil chen-Theo­
rien geführ t , der u . U . vermeidbar gewesen wäre . Solan ge , als
man noch sicher gewesen war , die E lementarteilchen in geome­
trischen Termen beschreiben zu können , hatte es auch S inn , der
Riemannschen Geometrie e ine führende Rol le bei der Beschrei­
bung der Gravi tationstheorie einzuräumen . Heute s ind sich die
Gravitations-Physiker nicht mehr so s icher .

Nach Weinberg ( 1 9 7 2 ) sollte die Riemannsche Geometrie nicht


als fundamentale Basis der Gravi tations theorie , sondern nur
als mathematisches Hil fsmittel angesehen werden , das gee igne t
i s t , das vie l grundlegendere Äquivalenzprinz ip z u erkläre n .

Nach Pinke lstein ( 1 9 74 ) wäre e s z . B . auch denkbar , daß die Ob­


j ekte der Wirklichkeit nicht geometrisch z us ammen hingen . E r
betrachtet d i e Welt a l s Netz von e lementaren Ere i gnissen , die
analog zu den Leibnitz schen Monaden allein Realität besitzen .
Nicht die Geometrie wäre die Arena für den Weltab lauf , sondern
die Wechselwirkungen . Längen und Z e i ten erscheinen dabei a l s
Z us tandsgrößen .

Das Motiv für Machs Forderung der all gemeinen Relativität war
die Annahme , daß nur Körper eine objek tive Real ität besäßen ,
nicht aber Raumpunkte . Folgerichtig sollten Kräfte zwischen
Körpern nur von ihren Relativkoordinaten , nicht aber von ihrem
Verhältnis zu einem " absoluten Raum" bestimmt se i n .

In dieser Form i s t eine Feldtheorie der Raumme t rik hinfäl l i g .


I m Gegensatz z u Machs Auf fassung schrieb E instein dem Raum
nicht nur keine , sondern sogar mehr physikalische E i genschaften
z u als Newton • Jeder We ltpunkt hat ja bei Einstein bes timmte
physikalische Eigenschaften .

Die " semantische Konsisten z " würde erfordern , daß man Kenntnis
- 1 62 -

von de r empirischen Be stimmbarke lt der j eweiligen Koordinaten­


werte erhält , a l so we i ß , wie sich Haßs täbe und Uhren verhalte n ,
was wegen der Be liebigke lt in der Koordinatenwahl nicht mögl ich
i s t . ( Sem.ntische Kons istenz i . e . S . ist nach v. We iz säcker
( 1 9 7 4 ) eine Theorie , deren Ve rs tändnis , sowe it e s von der Theo­
rie selbst erklärt wird , mit dieser E rklärung verträglich i s t .
Semantisch kons istent i . w . S . heißen Theorien , in der keine se­
mantischen Inkonsistenzen auftreten können . )

Der physikali sche Sinn der allgemeinen Kovarianz ble ibt somit
unklar . Schon 1 9 1 7 hatte Kre tschmann darauf hingewiesen , daß
man durch expliz ite Ein führung der Ko�onenten des me trischen
Tensors g � v in den Feldgle ichungen , diese stets allgemein ko­
variant schreiben kann. Die allgemeine Kovarianz ist dann je­
doch keine Forderung an den Inhalt der Naturgese tze , sondern
nur an deren Schreibwe ise .

Einstein b lieb j edoch bei seine r Forderung , die Naturgesetze


sollten in der all gemein kovarianten Schreibweise einfach sein .
Tatsächlich sind seine Feldgl eichungen mit kosmo logischem Glied
die einzigen allgeme in kovarianten , die keine höheren als 2 .
Ableitungen der g � v entha l ten . Ob Naturgesetz e , die sich ein­
fach schreiben lassen - wie z . B . die Einstein-Gle ichungen -
auch gültiger sein müssen als kompliz ierter formulierte , bleibt
eine Vermutung .

Neben den Versuchen z ur Geometriesierung der Felder wurde un­


abhängig davon die Quantenfeldtheorie entwickelt . Ausgehend
von der Ta tsache , daß j edem Elementarteilchen ein Feld ent­
sprich t , hatte man in den dreißige r Jahren damit begonnen ,
systematisch alle lorentzinvarianten Feldtheorien zu untersu­
chen .

Den verschiedenen Darstellungen der Lorentz-Gruppe entsprechen


verschiedene mögliche Fe lde r . So führen die halbzahligen Dar­
stellungen der Lorentz-Gruppe zu den Spinor-Fe ldern , welche
Teilchen mit halbzahligem Spin entsprechen , für die die Fermi­
Statistik gilt ( z . B . ist das Elektron ein Fermion mit dem Spin
1 /2) .

Die gan z z ah ligen Darste l l ungen entsprechen Tensorfe ldern , die


ihrerseits Teil chen mit ganz z ahl i gem Spin entsprechen und der
Bose-Statistik genügen ( z . B . entspricht das Photon mit dem Spin
1 dem Vektorfeld des e lektromagnetischen Feldes ) .

Diese fundamentale Beziehung zwi schen Spin und Statistik und


die grundlegende Rol le , welche die Lorentz-Gruppe für diese
Z usammenhänge spie l t , legt die Frage nahe , ob die Einsteinsehe
Gravitationstheorie sich nicht ebenfal l s in die Systematik der
lorentz invarianten Feldtheorien e ingl iedern l ieße . Dies wurde
z unächst von Gupta ( 1 9 5 7) versuch t , der eine lorentz invariante
Theorie durch Entwicklung der Eins teinsehen Gravitationstheo­
rie nach der Gravitationskons tanten � fand.

Hitte l s taedt ( 1 9 6 8 ) verwendete Lagrange funktionen , die zuerst


von Thirring ( 1 9 6 1 ) angegeben worden waren und auf lineare Feld­
gleichungen führen . Die resul tie rende lorentz invariante Gravi­
tationstheorie , die im ebenen Minkowski- Raum de finiert ist ,
- 1 63 -

geht in die im Riemannschen Raum formulierte E inste insehe


Theorie über , wenn man sie mit der Forderung E inste ins verbin­
det , daß alle Bes timmungs s tücke der Theorie empirisch reali­
sierbar sein sol len .

Während i n bezug auf die unbeobachtbare Met rik des Minkowski­


Raurnes die We lt unendl i ch i s t , wird sie , im Hinblick auf die
l>!etrik der Observablen Geome trie , durch einen 3-dirnens ionalen
Raum konstanter Krümmung mit e inem zeitl ich veränderlichen
Krümmungsradius dargestel l t .

Ich möchte an dieser Ste l le noch e inmal die Hauptunterschiede


zwischen der spe z ie llen und der allgerneinen Relativitätstheo­
rie auf zeigen :

In der spe z i e l len Re lativitätstheorie haben die Minkowski s chen


Koordinaten x � und t eine Doppel funktion , sie dienen als Kenn­
zeichen und informieren gleichze itig über Z e i tdauern und Raum­
Distanzen .

In der allgerneinen Relativitätstheorie muß streng zwi schen 2


verschiedenen Arten unterschieden werden , und zwar zwi schen
der di f ferentiellen Topologie und der me tri schen Geome tri e .
Um vorhersagen zu können , was eine physikal i s che Uhr anz e i gen
wird, muß man die Met rik kennen , nicht nur die Kennzeiche n ,
welche zwischen einem Ereignis und einem anderen untersche i­
den . Doch die Metrik , die sich entlang e iner Weltlinie ände rt ,
beschreibt gle i chze itg auch eine dynamische Vari able , d . h . das
Gravitations fe ld . Daher ist die Z e i t mit der Dynamik vermengt .

Eine " dynamische Größe " kann auf einer raumarti gen Hyperfläche
( z u e inem bestimmten Augenblick ) z us ammen mi t ihrer Änderungs­
rate frei gewähl t werden und wird durch die Bewegungsgl e i chun­
gen eindeut i g bestimmt .

Oder in der Sprache der kanonischen Trans formationen ausge­


drückt : Dynami s che Vari ablen s ind kanoni s che Koordinaten und
Impul se , die anfängl ich frei gewähl t und anschl ießend einheit­
lich durch die Harni ltongleichungen bestimmt werden können . In
diesem Sinne ist g� v keine dynamische Variable , da sie n icht
frei wäh lbar ist . Auch bestimmen die Bewegungsgleichungen die­
se Größen nicht einheitlich . In der al l gerne inen Rel ativitäts­
theorie sind also dynami sche und "kinematische" Variablen
( Raum und Zeit ) ununterscheidbar vermi scht .

Einsteins Theorie der Gravi tation wurde durch dre i as tronomi­


sche Beobachtungen bestäti gt : es s ind dies die Ablenkung der
Lichtstrahlen arn Sonnenran d , die Pe riheldrehung des Me rkurs
und die Rotverschiebung der Spektrall inien des von der Sonne
kommenden Lichtes (als Energieverlust in starken Gravitations­
feldern ) .

Eine andere Aus sage , konnte indessen noch nicht empiri s ch be­
stätigt werden . Es hande lt s ich um die E rz eugung von Gravita­
tionswellen.
Im Grenzübergang -.e - o bedeuten die Fe ldglei chungen nicht gravi­
tationsfreie Fe lder , sondern Gravitat ion ohne Que llen . Die Va-
- 1 64 -

kuum-Feldgleichungen lauten dann R l"'-" 0 . Unter diesen "E in­


=

stein-Räumen gibt es nun solche , die freien Gravitationswel­


len entsprechen . Wegen der Nichtl inearität der Feldgleichun­
gen und wegen des Fehlens eines Tensorausdrucks für die Ener­
gie des Gravitations feldes , können die Fragen nach der Gra­
vitationsstrahlung und der damit verbundenen Energieübertra­
gung nur unzureichend beantworte t werden (Pirani 1 9 6 2 ) . Nach
Infeld ( 1 9 5 9 ) läß t s i ch sogar immer ein geeignetes Koordina­
tensystem finden , in dem es keine Gravitation s strahlung gib t .
Man kann den Tensor gr• näherungswe ise durch den Minkowski­
Tensor ��v ersetzen und mit einer Störung versehen . Die cha­
rakteristischen E igenschaften sind dann allerdings durch die­
se Linearisierung zerstört .

Schon E instein hatte 1 9 1 6 se ine Feldgleichungen in 1 . Ordnung


mit Hilfe retardierter Potentiale gelöst . Die Fe ldgleichungen
sind lorentzinvariant , d . h . es geht in die Wel lengleichung die
Lichtgeschwindigkeit als Ausbre itungsgeschwindigkeit der Gra­
vitationsfe ldstörung ein .

Ob für die Gravitat ions fe lder überhaupt die Lorentzgruppe der


e lektromagnetischen Feldstörungen gefordert werden muß , ist j e­
doch nicht s icher . Pauli ( 1 9 6 3 ) bemerkte daz u , daß die speziel­
le Relativitätstheorie wegen der Abhängigkeit der Lichtge­
schwindigke i t vom Gravitationspotential nur gültig ist bei Ab­
wesenheit von Gravitations fe ldern . Ande rerseits kann es aber
in einem vollständig leeren Raum kein g-Feld geben , und die
Lichtausbreitung wäre dann unmöglich .

Dieser Widerspruch kann beseitigt werden , wenn die Gruppe der


Lorentz trans formationen erwe itert wird durch Ersetzen der kon­
stanten Lichtgeschwindigkeit c durch

c' = c (1 + c �)
wobe i c die Lichtgeschwindigkeit im Koordinatenursprung und
c * die Lichtge s chwindigkeit in einem Ort mit dem Gravitations­
potential yo sind (Eins tein & LOrentz 1 9 58 ) .

Das Verfahren der Störungsrechnung wandte auch v. Krzywoblocki


( 1 9 6 7 ) auf e in spe z i e l le s Beispiel an , um zu zeigen , daß sich
Gravitation s fe ldstörungen mit Geschwindigkeiten • c ausbrei­
ten und schloß daraus , daß dieses Ver fahren nicht geeignet i s t ,
die Ausbreitungsgeschwindigkeit c i für Gravitationswel l en ab­
z uleiten . Er fand für die Ausbreitungsgeschwindigkeit
2 2 2
cg c ( 1 + n ) 2/3
·

2
wobei n eine beliebige Z ahl sein kann , d . h . c kann j eden
,
Wert annehme n .

Es wurden bisher auch noch keine Gravitationswe llen entdeck t ,


trotz der optimist ischen Anfangser fo l ge Webers auf dem experi­
mente llen Sektor .

Einsteins Theorie ze igt noch eine weitere E i genschaft :


Von Schwarzschi ld ( 1 9 1 6 ) stammt die Lösung für Einsteins Feld­
gle ichungen mit einer isotropen homogenen Me trik g I"" " •
- 1 65 -

Aus dieser geht hervo r , daß aus einem bestimmten sehr k leinen
Bereich im Inneren eines Sterns r g �M (M=Gesamtmasse ,
.

� Gravitationskonstante ) keine Energie mehr entkommen


kann .

Erst in jüngster Zeit sind durch Beobachtungen an P ul saren die­


se " Schwarzschild-Löcher" extrem dichter Sterne wieder inter­
essant ge'lmrde n . Die Schluß fo l gerun g , daß die gesamte Materie
eines degenerierten Neutronen-Sterns in seiner eigenen Gravi­
tations fe ld-S ingularität aus der z ugänglichen Raum-Zeit ver­
schwindet , oder die Annahme , daß die Materie unter solchen
extremen Bedingungen neue E lementarte i lchen bilden könnte ,
sowie die Möglichkeit der Zers trahlung von Schwarzen Löchern
infolge spontaner Paarerzeugung in unmittelbarer Nachbarschaft
des Schwarzschild-Radius bleiben Spekulationen , solange es kei­
ne einheitliche Feldtheorie der Materie und Gravitation gib t .

3 . 1 Notwendigkeiten einer Erweiterung der Einstein-Theorie

Al le Versuche , Einsteins Gravitationstheorie nahtlos mit an­


deren Feldtheorien , z . B . der Quanten-Elektro dynamik in Uber­
eins timmung zu bringen , sind gescheitert . Es dar f angenommen
werden , daß die Feldgleichungen noch zu einfach angesetzt wor­
den sind ; und es wurden daher viele Versuche unternommen , E in­
steins Theorie z u vervo l l ständigen . Man kann für diese Bemü­
hungen ganz roh fünf Richtungen angeben :

1. Erweiterung der Eins tein-Theorie


2. E inheitl i che Feldtheorien
3. Que l le-Feld-Beschreibungen
4. Quantisierung der Gravitation
5. E inheitliche Quantenfeldtheorie der Materie und Gr.aviation

Die Forttrans formierbarkeit des Gravitations feldes mit seinen


Kräften und Spannungen wird nach wie vor als ein harter Z ug
der E instein-Theorie empfunden ( v . Laue 1 9 6 5 ) . Denn man wird
z u einer Energiekonzeption geführt , die der sonst in der Phy­
sik übl i chen Beobachtung radikal entgegensteht , wonach die Ener­
gie materiellen Charakter hat . Aus der Unsymmetrie des Pseudo­
tensors t f'< v fo l gt auch , daß der Satz von der Trägheit der
Gravitationsenergie nicht mehr gültig i s t .

Kohler ( 1 9 5 2 , 1 9 5 3 ) hat deshalb versucht , unter Beibehaltung


des Äquivalenzprinzips e inen tensorie l len Ausdruck für die
Energieimpul sdichte des Gravitationsfeldes zu finden .

Dazu verwendete er zwei verschiedene Maßbestimmungen , wie es


schon von Levi-Civata ( 1 9 2 8 ) vorgeschlagen und in den vier­
z i ger Jahren von Rosen ( 1 9 4 1 ) , Brand ( 1 9 4 2 ) und Papapetrou
( 1 9 4 8 ) verwendet worden war .

Nicht mehr g �v ist wie bei Eins tein der Ausdruck für das Gra­
vitation s fel d , sondern die Diffe r�_nz zwischen den g fLY einer
Riemannschen Geometrie und den g,..� des pseudoeuk l idischen
- 1 66 -

Raumes ( mi t der Bedingung l im g ,..,; g v ) . Dal3 sie .s i::: h unter-


=
f'"
r -H•
scheiden , wird verursacht durch Ansesenhe it von Mate � ie , die
den ebenen Raum krümmt . Die Differenz der Aff intensoren lie­
fert aber nun echte Tensorkomponenten :

Der Satz von der Gleichheit von träger und schwerer Masse , der
sich in den Geodätengleichungen ausdrückt ,

+ K t'-

gilt weiterhin , doch enthält �� j etzt e inen Gravitat ions­


und e inen Trägheitsanteil ( K f< entspricht dem Minkowskischen
Kraftvektor ) .

Die �� lassen sich forttransoformieren , sie stel len eine


Scheinkraft (wie die Zentrifugal- oder Corioliskraf t ) dar .
Aber der zusätzl ich auftretende Tensor mit den Komponenten
p/:'A. ist e in invarianter Ausdruck für das Schwerefeld , und
kann daher nicht forttrans formiert werden .

In e inem geodäti schen Koordinatensystem ist die Wirkung der


Schwere durch die Träghe itswirkung zwar kompensier t , d . h . die
Differenz der beiden Feldantei le in der Geodätengleichung ver­
schwindet ; die Schwerkraft wird aber nicht forttrans formiert .

Darin besteht nun der Unterschied zum Einsteinsehen Äquivalenz­


prinzip . Eine weitere Folge von Kohlers Theorie ist die Möglich­
ke it , mit Hilfe der beiden Metriken einen symmetrischen Ener­
gie-Impul s-Tensor für das Gravitationsfeld zu erhalten .

Da die Energie eines Gravitationsfeldes negativ ist , we il sie


bei unendlichem Abstand zweier Körper Null sein muß und bei
deren Annäherung anneinander Arbeit leistet , hatte man bi sher
das Vorzeichen auf die Energiedichte übertragen . Dann müßte
aber z . B . ein schwingender Körper , der eine Gravitationswelle
aus senden würde , negative Energie ausstrahlen , a lso eine Ein­
strahlung erfahren , welche seine Amplitude vergrößerte .

Nach Kohler ist aber die Energiedichte des Gravitationsfeldes


stets positiv , während längs einer Kraftlinie ein Druck , senk­
recht zu ihr ein Zug herrscht ( j ewei l s im Betrag der Energie­
dichte ) .

Da j eder Körper schon für s ich a l lein ein Gravitationsfeld mit


positiver Energie besitzt , kann die Arbe it be i der Annäherung
zweier Körper aus dem Vorrat ihrer Gravitationsenergie genom­
men werden . Diese Erkenntnis fehlt in der Newtonsehen Tehorie
und be seitigt den Feh lschluß auf e ine negative Energiedichte .

Während die Spur des Energie- Impuls-Tensors im elektromagneti­


schen Falle verschwindet , ist dies bei Kohlers Energie-Impuls­
Tensor de s Gravitationsfeldes nicht der Fall wegen des ande-
- 1 67 -

ren Vorzeichens der Spannungsgrößen im Gravitation s fe ld .

Das Verfahren von Rosen und Kohler i s t allerdings durch die


Bevorz ugung der Minkowski - Me trik al s Ve rgleichsmetrik nicht
ohne Wil lkür und läßt sich nicht bei beliebigen Me triken ( z . B .
nicht bei geschlossenen Weltmode llen ) anwenden .

Die Schwierigkeit einer allgemein kovarianten Formulierung


des 8nergieterms des Gravitation s feldes liegt in der Identi­
fizierung des physikalischen Bezugssystems mi t einem rein räun­
lichen Be zugssystem.

Pirani ( 1 9 6 2 ) , Dehnen und Hönl ( 1 9 6 4 ) machten den Versuch , das


Bezugssystem vom Koordinaten system zu lösen und kovariant hin­
sichtlich beliebiger Koordinatentrans formationen zu definieren .

Durch Pro j ektion des metrischen Tensors g �v in den lokalen Ru­


heraum der Beobachter gewinnt man die Metrik des )-dimensiona­
len , zum Vektorfeld der Vierergeschwindigkeit u Y ( x " ) ortho­
gonalen Erfahrungsraumes

g r-'2. g � -� - ur u�

Die Beobachter s ind mit Uhren , Maßstäben und Massen ausgestat­


te t . Man gel angt zur Formul ierung eines allgemein-relativi s ti­
schen Bewegungsgesetzes für Probemassen im Führungs fe l d , wel­
ches die Einführung von " Kräften " in die al l gemeine Relativi­
tätstheorie gestattet , im Sinne der Newton-Lagrangesehen Dyna­
mik . Dehnen und Hönl erhielten so einen allgemein kovarianten
Energie- Impuls-Spannungstensor für das Gravitation s feld , der
wieder vom Beschleunigungszus tand des Beobachters abhängt .

Die negative Gravitation s feld-Energie im Vakuum wird durch po­


sitive Feldenergie im Innern der Massenkugel tei lweise wieder
kompensiert .

3 . 2 Skalar-Tensor-Theorien der Gravitation

In einem 5-äimensionalen Raum begründete Jordan ( 1 9 5 5 ) seine


pro j ekt ive Relativitätstheorie . Das Gravitations feld wird
nicht durch 1 0 , sondern durch 1 1 Komponenten beschrieben . Zu
den 1 0 Komponenten des metri s chen Tensors g �v tritt noch ein
zu sätz liches skalares Feld � · das Jordan mi t einer zeitlichen
v ariab il ität der Gravitationskons tanten � in Z us ammenhang
brachte .

Dicke und Brans ( 1 9 6 1 ) führten ein skalares Zusatzfeld aus


astrophysikalischen Gründen in die E insteinsehen Fe ldgleichun­
gen ein .

In der Riemannschen Geometrie gewinnt man den Krümmungstensor


durch Paralle lverschieben eines Vektors entlan g e ines in fini te­
simalen Parallelogramms . Das Maß , welches angibt , unter welchem
Winkel der Vektor gegenüber der Lage im Ausgangspunkt ankommt ,
wird durch den Krümmungstensor angegebe n .

Weyl ( 1 9 2 9 ) erweiterte diese Geometrie durch das Pos tulat , daß


sich auch die Länge des Vektors bei der infinite simalen Umfah-
- 1 68 -

rung in einem gekrümmten Raum ändern sol lte . Neben den g�v
tri tt in der Weyls chen Geome trie daher noch eine Eichfunktion
� auf , die skalaren oder vektorie l len Charakter haben kann ,
je nach Interpretation .

Ross ( 1 9 7 2 ) verwendete Weyls Geometrie , um analoge Ergebnisse


wie Jordan , Brans und Dicke zu erhalten . Seine Glei chungen wa­
ren al lerdings nicht mehr allgemein kovariant . Denn ein großer
Hangel der Weylschen Geometrie besteht darin , daß der Raum
zwar eine Maßbes timmung trägt , aber ohne j eden metri schen Z u­
sammenhang i st , d . h . die Längen zweier Vektoren , die von zwei
beliebigen Punkten aus aufgetragen werden , können nicht direkt
verglichen werden .

Im Gegensatz zum Linienelement ds 2 g !""� dx �"- dx v der Einstein-


sehen T� rie wären die Größen g � v und Y' nicht durch direkte
Beobachtungen z u ermitteln . Daher lehnte Einstein die Weylsche
Theorie ab ( E instein 1 9 20) . Es sollte nämlich der Gang e iner
Lbr nicht nur vom Weltort , an dem sie sich be finde t , sondern
auch von der Vorgeschichte der Uhr abhängen .

Die E xi s tenz scharfer Spektrall inien bewei s t jedoch die Metri­


sierbarkeit der Ra� Zeit , wie s ie von Riemann als Grundeigen­
schaft seiner Mannigfaltigkeit gefordert wurde .

Kür z lich ( 1 9 7 3 ) s te l l t Dirac trotz dieser Härte eine Gravita­


tionstheorie in der Weyl-Geometrie auf . Durch Einführung zweier
verschiedener Linienelemente umging Dirac die E inwände , we lche
der Weyls chen Geometrie von Seiten der Physik entgegen ge­
bracht werden , also die schon erwähnte Nichtintegrab i li tät der
Längenübertragung ( d . h . Fehlen eines metri s chen Z us ammenhangs ) .
Das Intervall dsE soll zwei benachbarte Punkte verbinden. E s
kann nicht direkt gemessen werden , zeigt hingegen seinen E in­
f l uß in den Bewegungsgleichungen , und die Binstein-Gleichungen
solle n sich auf dieses Linienelement bez iehen .

Das in kernphysikalischen Meßapparaturen registrierte Inter­


val l ds A bleibt dagegen zeitunabhängig . Das Verhältnis ds E /ds A
ändert s ich mit der Zeit und führt auf die Variation der Gra­
vitationskonstante •Die Feldgleichungen lauten dann wie bei
Jordan , Brans und Dicke .

Dirac hielt an der Weylschen Geometrie fest , obwohl seine Theo­


rie damit zu Symmetrieverletzungen ( Ladungs- und Zeitumkehr­
Invarianz-Verletzun g ! ) führte , aus folgenden Gründen :

E s scheint eins der P rinzipien der Natur z u sein , daß Gleichun­


gen , welche Grundgesetze ausdrücken , invariant gegenüber einer
möglichst großen Gruppe von Transformationen sein müssen .

In der Weylschen Geometrie hat man sowohl Trans formationen ge­


k rümmter Koordinaten als auch Eichtransformationen , gegenüber
wel chen Invarianz der Naturgesetze zu fordern i s t .

N un hat aber schon 1 9 5 1 Lyra in seiner Geome trie d i e Schwächen


der Weylschen Geometrie aufheben können , was Dirac entgangen
zu sein scheint . In einer Modifikation der Riemannschen Geo­
me trie ersetzte Lyra das im wesentlichen metris che E ichkonzept
- 1 69 -

W�ls durch die Einführung einer Eich funktion in die struktur­


lose Mannigfaltigkei t .

I m Gegensatz z ur Weyls chen Geome trie i s t d i e Parallelverschie­


bung von Längen in der Lyrasehen Geome trie , wie in der Rie ­
rnannschen Geome trie , inte grabe l , d . h . die Variation o ds 2
verschwinde t :

6 ( � 2. . g " . dx r dx \} 0
;-
� ist die Lyrasehe Eichfunktion .
Man hat Invarianz gegenüber Be z ugssystemen , das sind Koordina­
tensysteme plus E ichun g , für alle Naturgesetze zu forde rn .

Sen und Dunn ( 1 9 7 1 ) erhielten wiederum gleich lautende Ergebnis­


se mi t den Gravitationstheorien von Jordan , Brans und Dicke ,
indem sie ein ähnliches Variationsprinz ip wie diese ansetz ten+ ) .
Diese Skalar-Tensor-Theorien der Gravi tation behaupten wegen
der Interpretation der Skalarfunktion als variable Gravi tations­
konstante einen anderen Wert für die Periheldrehung und Licht­
ablenkung als die Einsteinsehe Theorie .

Nun zeigten aber neuere Hes s ungen ( Counselrnan 1 9 7 5 ) der Ablen­


kung der Radiostrahlung des Quasars 3C 2 7 3B am Sonnenrand , daß
Einsteins vorhergesagter Wert mit einer Genauigkeit von ( 9 9 ± 3 ) %
gefunden wurde .

Der Wert der relativistischen Perihe ldrehung des Radiopul s ars


PSR 1 9 1 3+ 1 6 , dessen Wert etwa 600mal größer ist als der des
Merkurs , entspricht ebenfalls genau dem von Einstein errechne­
ten Wert ( Breuer 1 9 7 5 ) .

Diese Ergebnisse scheinen gegen die Skalar-Tensor-Theorien z u


sprechen . Doch wenden sie s ich in erster L i n i e gegen die Inter­
pretation der Skalarfunktion als e iner variablen Gravitations­
kopplungs z ahl .

Den Versuch , die Skalarfunktion in der Lyra-Geome trie als Aus­


druck der Feldmasse des von e iner e lementaren Hasse ausgehen­
den Körpers aufz ufassen , unternimmt v. Ludwige r ( 1 9 75 ) . Beide
Feldvariablen g �� und y z usammen bestimmen in Newtonscher
Näherung das Gravitations feld �, in welchem nun aber m = m ( r )
gil t , s o daß

a m . .l
= 1 ( �2
'f'Y' ) = �
r ar r l
wird . Diese Theorie führt auf ein modi fiziertes Newtongsches
Gravitationsgesetz und erk lärt die Rotverschiebung im s tati­
schen Universum nicht mehr als Dopplere f fekt , also als Folge
eine r Fluchtbewegung entfernter Galaxien , sondern als Energie­
verlust der Photonen beim Anlaufen gegen die schwach abstoßen­
den Gravitations fel de r von Galaxienhaufen . Die Ani so tropi e der
+)
iw = i /(�l 4 � [ R + h ( �)ir- + ::r:�d C'; dx0 dx 1 dx2 dx 3 =o
- 1 70 -

Hubb le-Konstante ( Rubin et a l . 1 9 75 ; J aakkol a 1 9 7 5 ) könnte


dadurch eine E rklärung finde n . Diese Theorie sagt die Einste in­
sehen Werte für die Lichtablenkung und die Perihe ldrehung (bis
auf nicht apparativ nachweisb are Abwe i ch ungen v::m der Einste in­
Theorie ) voraus .

4 . E inheitliche Feldtheorien

Eine andere Richtung in der Gravitations fors chung liegt in dem


Bemühen , die Gravitation mit anderen phys ikal ischen Phänomenen
in eine einheitliche Feldgle ichung fassen zu können . Diese Ver­
suche geben allerdings wen ig mehr Einbl ick in das I-lesen der
Gravi tation , weshalb ich diese Theorien nur kurz s t rei fen wer­
de .

In den Geome trien von lveyl bzw. Lyra kann die Eichfunktion )",..._
auch als Vektor feld aufge faßt werden . Da in diesen Feldglei­
chungen die Rotation de s Vektorpoten tials ( y>,.,v - Y'v,,... ) auf­
tritt, lag die Interpretation als Vektropotential des e lektro­
magne tischen Feldes nahe .

Der e rste Versuch einer einheitlichen Feldtheorie von E lektro­


magneti smus und Gravitation s tammte von Weyl ( 1 9 1 8 ) , der wegen
der oben e rwähnten Bedenken 1 9 50 in Rücksi cht au f die We llen­
mechanik seine Theorie wieder zurückgenommen hat ( 1 9 5 1 ) .

z u gleichlautenden E rgebnissen mit dieser Theorie , al lerdings


ohne deren Schwächen , gelangte Sen ( 1 9 6 8 ) unter Verwendung der
Lyra-Geome trie .

Lanczos ( 1 9 5 7 ) arbeitete mit der Methode der Lagrangeschen


Mul tip l ikatoren im Hamiltonformal ismus und s chrieb seine Feld­
glei chungen in kanonischer Form. Die Unters uchung des quadra­
tsichen Wirkungsprinz ips zeigte , daß die Riemannsche Geome trie
schon ohne z usätzl iche Hodi fikation auf Eins tein-Haxwe ll-Glei­
chungen führt , die den Wey lschen ähnlich sind, wenn Invarianz
gegenüber Koordinaten- und Eichtrans formation gefordert wird .

In der 5 -dimens ionalen Riemannschen Geome trie t reten 1 5 unab­


hängige Komponenten auf . Bez ügl ich de r Raum- Zeit-Welt erscheint
ein z usätz liche s Vektor feld g�4 mit 4 Komponenten und ein zusätz­
l iches skalares Feld g 4 4 .

5-dimens ionale Theorien dieser Art wurden von Jordan ( 1 9 5 5 ) ,


Velben ( 1 9 3 3 ) , Van Danzig ( 1 9 32 ) , Bergmann ( 1 94 8 ) und Sehrnutzer
( 1 9 6 8 ) entwickelt .

Eins tein hat 1 9 4 5 / 4 6 eine Verallgemeinerung der allgemeinen Re­


lativi tätstheorie versuch t , indem er den Haßtensor gt"- � als
komplex anset z te mit der E inschränkun g , daß der imaginäre An­
tei l im Gegensatz zum ree llen symme trischen Teil antisymme tri sch
sein sollte .

Bonnor ( 1 9 5 1 ) fand für den statischen und symmetri schen Fa ll


Lös ungen dieser Theorie und ein Feld , welches einem isolierten
Magnetpol ohne Masse, aber mit Gravitationswi rkungen entspre­
chen müßte und Felder , in denen nur elek tri sche Ladungen auf-
- 1 71 -

treten . Die le tzteren lassen aber keine stetige Massenve rtei­


lung z u .

1 9 50 hat E instein dann vorgeschlage n , den Maßtensor g ,.. � zwar


ree ll aber unsymmetrisch anzusetzen und mit Hlavaty ( 1 9 5 2 ) Lö­
sungen zu finden gesucht . Wegen der außerordentlich kornp l i z ier­
ten Struktur dieser Theorie konnte sie n i cht auf physikali sche
Vorgänge angewende t werden . Diese Ansätze gri f f 1 9 5 2 B . Heirn
auf , um seine Quanten feldtheorie zu entwicke ln , worüber ich
noch sprechen werde .

Neben den Versuchen z ur Georne triesierung des E lektromagnetis­


mus gibt es solche , die zum Z ie le haben , die Kernbindungskrä f­
te in die al lgerneine Rel ativitä ts theorie mit einzube ziehen .

Hehl und Datta ( 1 9 7 1 ) verwendeten die Riemann-Cartan-Georne trie ,


in welcher neben der Raum-Krümmun g eine Torsion auftri t t . Car­
tans Torsionstensor ist eine Di fferen z der Dre i indi zessyrnbole :

Der ma terie fre ie Raum wird mit Minkowski-Struktur angenommen .


Impul s- und Spin-Drehimpuls-Dichten sind Que llen von me tri­
schen und Torsions feldern .

Durch Ein führen der Wirkungs funktion e ines Di rac-Te i l chens ,


welches mit einem Gravi tationsfeld wechselwirk t , werden Fe ld­
gleichungen herge leite t , die , nach E l irninierung der Verzerrung
in de r Dirac-Gleichung , auf die nichtlineare Spinorgleichung
vom Heisenberg-P aul i-Typ führen .

Die Torsions terme in der Wirkun gs funktion und damit der nicht­
lineare Term in der Spinorgle ichung werden dahingehend gedeu­
te t , daß diese mit einer unive rsellen Spin-Spin-Kopp lungs­
Wechse lwirkung korrespondieren . Diese unive rse lle Spin-Spin­
Wechselwirkung wird als klassisches Hode ll für die schwache
Wechse lwirkung angesehen , die neben der Gravi tations-Wechsel­
wirkung in den Feldgle ichungen auftri tt.

5. Einheitliche Quelle-Fe ld-Beschreibungen

In der Feldtheorie von Born und I n fe l d ( 1 9 34 ) wurden Massen


und Ladungen durch die Charakteristika des Fe ldes bestimmt .
Doch konnte diese Theorie z . B . den Spin nicht erklären .

1 9 38 gelang es E instein , Infeld und Hoffmann , für den e infachen


Fal l von me trischen Singularitäten ( Delta-Funk tionsansat z ! ) und
eines außerhalb der Singulari täten schwachen Gravi tationsfe ldes
die l4echanik und Gravitationskräfte zwischen den den S ingulari­
täten entsprechenden Körpern herz uleiten und oarnit die Gravita­
tionsmechanik auf die Geome trie der E instein-Räume z urück zufüh­
ren .
Es bleibt j edoch das allgerneine Z ie l , Elementarteil chen durch
einen E insteinsehen Raum mit bes timmten topalogischen Singula-
- 1 72 -

ritäten mathematisch darzus te llen .

Während Whiteheads Gravi tationstheorie ( 1 9 2 2 ) im Minkowski­


Raum aufge s tellt wurde , akzeptierten Hoyle und Narlikar ( 1 9 6 3 )
die Riemannsche Raum- Zeit al s geometrischen Ereignis raum. Die
Wirkungs funktion , von welcher sie ausgehen , i s t unüblich :

6w = -1- J
ßnJ
{R 1=9d-r - I: ma J j da
a

Ein Volumen- Integral für die Feldvariablen lie fert den Struk­
turte i l analog demj enigen in den E insteinsehen Feldgleichun­
gen , und ein Linienintegral wird für die Tei lchen-Variablen
verwende t , aus dem der Energie- Impuls-Tensor konstruiert wird .

Diese beiden Terme werden in ein doppel tes Linienintegral fu­


sioniert durch Hin zunahme des Machsehen Prinzips , nämlich daß
die Masse ma eines Tei lchens " a " sich aus allen anderen im Uni­
versum befindlichen Massen ergeben sol l . Eine E inzelmasse wird
durch eine symmetrische skal are Green-Funktion dargestellt .

Die Masse ma hängt von dem Ort ab und i s t keine kons tante mehr .
Makroskopisch bleiben E insteins Gleichungen erhal ten . Die We lt­
l inien der Teilchen sind i . a . keine Geodäten :

Eine topalogisch fundierte Geometrodynamik wurde von Wheeler


( 1 9 6 2 ) entwickel t .

Durch diese soll versucht werden , den Dualismus zwischen Geo­


me trie und den nicht geometrischen Feldern und Tei lchen schon
auf der Basis der allgemeinen Re lativitätstheorie aufzuheben .

In d ieser Beschreibung erlangen die Quanten des Gravi tations­


feldes eine besondere Bedeutung . Die Quantelung des Gravita­
tions feldes bedeutet die Quantelung von Raum und Zeit . Diese
sollte nach E instein notwendig aus der Relativitätstheorie fol­
gen . Nun muß nach Arbeiten von Peres und Rosen ( 1 9 60) z ur
Quantentheorie des Gravitation s feldes die Feldstärke des Gra­
vitations fe ldes in in finitesimalen Bereichen notwendig sehr
große Feldstärken annehmen .

Aufgrund der Hei senbergschen Unschärfe-Relation erhält man für


das Gravitations feld die Bedingung :

wobei ilr die Schwankungen des Gravitations fe l des r���


und A L
die Unschärfe der Längenme ssungen be zeichne n . Wheeler ( 1 9 5 7 )
leitete aus dem Feynmanschen Phasenintegral für die E instein­
sehen Gleichungen eine analoge Be z iehung ab :

.A g
- 1 73 -
Abstände kleiner als eine Länge 10 �! "" 1 0- 33c.rn (Plancksche
=
Länge)
stark sind daß
wird, nichtdiemehr meßbar,bedingte
dadurch da der Störung
Einflußder desMetrik
Maßstabs die so
übliche Lorentz-Minkowski-Signatur der Raum-Zeit zerstört.
Inschreibung
Schwingers durchGravitationstheorie
eine numerische ( 1 96 8 ) wird eine
Feldtheorie, die Quellenbe­
durch ein
Wirkungsprinzip charakterisiert
ton wird als ein masseloses Spin-2-Teilchen aufgefaßt. ist, beschrieben. Ein Gravi­
Die
in Theorie sie
welchen der erzeugt
Quellen oder definiert Teilchen
vernichtet durchDieStreuprozesse,
werden. quantenme­
chanische
mit einem Charakterisierung
Vakuum-Zustand eines
beginnt vollständigen
und endet, wird Prozesses,
beschrieben der
durch
< o+ J o_ > = e iW
Schwinger führte eineWsymmetrische
die Wirkungsfunktion ein: Quellenfunktion T fv (x) in
W t {[T�""<x) D+ (x-x ' ) · T l"- " (x• ) - t ·T (x) D+ (x-x' ) T(x•)]d.xt'o(xfl'
= ·

mit D+ (x-x' ) i r d wk e ik (x-x' ) •

und y d k
Eine
ham, Tensor-Tensor-Theorie
Salam und Strathdee ( 1
der
971) Gravitation
in der Absicht 1 971 von die
wurdeangesetzt, Is­
Quellen
tionsfelder der Gravitation
zu beschreiben. durchInstark
dieser wechselwirkende
Theorie tritt Gravita­
neben dem
gewöhnlichen
welcher das g t'-
massivev - Feld ein
Mesonenfeld zweiter
mit metrischer
dem Spin 2 Tensor
�'-" f
beschreiben auf,
soll .
Das g � � - Feld soll
hadronische Materie gekoppelt sein. nur an leptonische, das fr-� - Feld nur an
Ein
direktMischungsterm
über das f zwischen
- Feld mit f hadronischer
und g bewirkt, Materiedaß wechselwirkt.
das g - Feld
Die Newtonsehe
Kopplungskonstante des f - Feldes ist 1o 3 8 mal so groß wie
die
kovariant. Gravitationskonstante. Die Theorie ist allgemein
Exakte
UrbantkeLösungen
( 1 97 2 ) dieser
angegeben. f-g Theorie wurden von Aichelburg und
In Analogie
wenn e die zur Dirac-Schwinger
Elementarladung m und Quantisierungsprozedur
die "magnetische Ladung" ( e�
fi ,
cbe­
deuten)
tion gefundenkönnenwerden in der f-g Theorie Ladungsquanten der Gravita­
(� c = l . ll
Sivaram und Sinha ( 1 97 4 ) konnten mit der f-g Theorie die Quanten­
zahlen Spin, Baryonen-Zahl, Strangeness und Isospin sowie einige
- 1 74 -
Elementarteilchenmassen berechnen.
Sie
trik,verwendeten
die das zur Lösung der eines
Gravitationsfeld f-Feldgleichungen
rotierenden die Kerr-Me­
Körpers be­
schreibt
Feld eines (Kerr 1 963)
rotierenden , und die
elektrisch Carter-Metrik,
geladenen welche
Körpers für das
gilt(Car­
ter 1968) .
Ein Massenquantom/R
tationsenergie wirdmit hergeleitet durch Gleichsetzen
der Strahlungsenergie der Gravi­
nv� c: und Gleich-
setzen der RDe-Brogliewellenlänge
Reichweite der Gravitationswirkung.dieser Masse m mit der

Daraus ergibt sich ein Wert für m Yf-.. c /�N ' � 2 ,2· /0- 5 g.
=

Dieses schon
element ist von anderen
riesig groß. Autoren
Doch vielfach
erhält es nun verwendete
die richtigeMassen­
Grös­
se, wenn
für der anstelle
das Masse
f-Feldm(f) von
verwendet t(Newton)
wird. die neue Kopplungskonstante (�

mit � 2,2 1 o-24Sog.wird


· Das dasistsog.die Om
Masseerhalten,
des Pro­
tons.
Es wird
und postuliert,
Baryonen aus daß MesonenTeilchen
"triomischen" aus zwei aufgebaut
"diomischen" Teilchen
werden. Es
hat
trum große Ähnlichkeit
der Sinha
Elementarteilchen mit dem Quark-Modell
, nur mitmdem für das Massenspek­
Unterschied, daß Siva­
ram und
elektrischen Gravitationsladungen
Ladungen setzen.Kräfte Y(l an die Stelle von
DiesedesGravitationsladungen wer­
den
ten. durch die superstarken f-Feldes zusammen gehal­
Die Ausdehnung
radius dieserder
rt
Elementarmasse
Masse wird durch denDrehimpuls
und deren geometrisierten Schwarzschild­a:
..... ft
a mc
gegeben und alsder "schweres schwarzes Quanten-Loch" bezei
-1 �hnet.
wie aus der Masse des f-Mesons gefolgert werden kann. cm) ,
Die Reichweite f-Gravitation ist extrem kurz (�1o
Wird der Ausdruck
Elektrons verwendet:für die geometrisierte Elementarladung des
Q2 � =

so kann e/�
dungen postuliert
und werden, aus
Baryonen daß 2 Mesonen
e/� - aus
und 2 aus
Gravitationsla­
einer e/� -La­
dung bestehen
bedeutet: ot
(wenn
"-c/e 2 )
=
die
o<. Sommerfeldsehe Feinstrukturkonstante
Dieses Beispiel
theorie zeigt, daßherzuleiten.
Elementarteilchen es möglich ist, aus einer
Allerdings Struktur­
bleibt in der
oben zitierten Theorie
auch weiterhinFeldtheorie der
unverstanden. Wert der Feinstrukturkonstante
Nach Dirac ( Gravitation
1 964) besitztnureine
einheitliche
Aussicht auf Gültigkeit , der
wenn Materie
sie u.a.und in der Lage ist, dann
den
Wert als reine Zahl darzustellen.
oc
- 1 75 -

Es gibt
mit der auch Versuche, Heisenbergs
Strukturtheorie in Elementarteilchen-Theorie
Übereinstimmung zu bringen. Von Ro­
dichev
men ( 1 9 6 1 ) , Braunss ( 1 9 6 4 , 1 9 6 5 ) und Sehrnutzer ( 1 9 6 8 ) stam­
die ersten Versuche , denausnichtlinearen Term der Beisen­
bergsehen Spinor-Gleichung
mes (Cartan-Raum! ) herzuleiten. der Torsion des Minkowski-Rau­
Ulmer konnte zeigen
tonen-Theorie mit ( 1 9 75 ) , daß Feynmans relativistische Par­
einem quantisierten deSitter-RaumSpinorglei­
hergelei­
tet
chung,werden kann. Er formulierte
welche die Partonen-Theorie eine nicht-lineare
und denAnnäherungen
nichtlineareninTerm
der Reisenberg-Gleichung
Theorie der Elementarteilchen enthält. als verschiedene der
DadurchZusammenhang
nerlei wird verständlich, mit den warum die Reisenberg-Gleichung
phänomenologischen Theorien in kei­
der
Hochenergiephysik, wie das Partonen- oder
war jedoch noch nicht möglich, nichttriviale Lösungen zu
Esfinden. Quark-Modell,hat.

6 . Quantisierung des Gravitationsfeldes

Wohl
steht die
in wichtigste
den Richtung
Versuchen, das in der Gravitationsforschung
Gravitationsfeld, d.h. die be­
Raum­
Zeit, wie die anderen physikalischen Felder zu quantisieren.
Seit den daß
gefühlt, frühen Tagen
eine der Quantenmechanik
vollständige haben diederPhysiker
Quantenfeldtheorie Materie
die Gravitation
anderer Meinung. mit
Er einschließen
wehrte sich müßte.
zeitlebensEinstein
gegen war
die da ganz
Quanten­
theorie mit allen ihren Konsequenzen.
Die Quantisierung wurde über zwei allgemeine Näherungsmethoden
versucht:
a) Durch Voraussetzung
ungekrümmten eines nahezu ,
Raum-Zeit-Kontinuums
b) Annäherung.
durch geometrische oder kovariante
Im
Zeit ersten
als Fall
so werden
klein die Abweichungen
vorausgesetzt, daß vonGravitationsgleichun­
die der ebenen Raum­
gen linearisiert werden können.
Die zweite
meinen Annäherung behandelt
Relativitätstheorie in die Feldgleichungen
ihrer vollen dernicht­
kovarianten allge­
linearen Gestalt.
varianten Die Bemühungen
Theorie gehen von folgendenum eine Quantisierung
Formalismen aus : der ko­
b) 1 . Kanonischer Formalismus und Hamiltonquantisierung.
2 . Schwinger-Lagrangefunktion-Formalismus.

3 . Feynman 's-Methode mit Summen-über-Geschichte.

4 . Formalismus mit invarianten Kommutatoren.


- 1 76 -
5. Quantisierung mit Vierbe fformalismus.
6 . Twistor Theorie von Penrose (Penrose 1 975)
a) Die ersten Arbeiten
gleichungen in einer zur Quantisierung
ebenen der Gravitationsfeld­
Raum-Zeit-Annäherung gehen auf
Rosenfeld
die auf das Jahr
Gravitationsselbstenergie 1930 zurück. Rosenfeld
des Photons errechnete
mit einer Störungs­
rechnung
gentes erster
Ergebnis. Näherung und erhielt ein quadratisch diver­
De Witt wandelte
manifest kovariante diese
und Selbstenergieberechnungen
eichinvariante Weise um, 1 950 in eine
angeregt
durch die Reno�ierungsmethode
Feynman. Die Rechnungen wurden vonwieder
Tomanaga,
mit Schwinger
der und
Störungstheo­
rie inder
neben erster Näherung elektromagnetischen
gewöhnlichen durchgeführt. Es zeigte sich, daß
Eichgruppe gleich­
zeitig
füllt auch
werden eine
muß, mit
daß der
also Gravitation
bei fester gekoppelte
Wahl der Gruppe
Eichung er­
je-
de Koordinatentransformation
Eichtransformation begleitet von einer elektromagnetischen
sein muß. Theorie wendete
Auf
Guptadie Lagrangefunktion der
( 1 952) ebenfallsan,in wobei klassischen
ebenererRaum-Zeit-Näherung die
Quantisierungsmethode
Fundamentaltensors als gewöhnliche die Koeffizienten
Variable behandelte, desdie
keinerlei
Auch Feynman Zus setzte
amm enhanginmit der Metrik
seiner Theorie haben.
einlinearen
ebenes Raum­
Zeit-Kontinuum
tritt in seiner voraus
Theorie ( 1 962)
ein . Neben einem
nichtlinearer Anteil au�Feldanteil
der als
effektive Selbstwechselwirkung fungiert.
b1 .Das
führtQuantisierungsprogramm
wurde) , sieht (das 1 949ausvon: Bergmann durchge­
folgendermaßen
Man versucht zuauffinden.
tonfunktion dem klassischen
Der Rahmen kanonischen
einer Weg eineHamil­
allgemeinen Rarnil­
tontheorie,beschrieben
funktion die auf jedes
wird, System,
anwendbar das ist,
durchwurde
eine 1 Wirkungs­
950 von
Dirac angegeben.
Des
und weiteren
Impuls der bemüht man allein
Partikel sich, Kommutatorbeziehungen
definiert durch die für Lage
Feldva­
riablen
men, muß zudererhalten.
Spin Um eine Art
eingeführt und Dirac-Gleichung
die Fermistatistik zu bekom­
aus der
Base-Statistik,
hiert werden. die dem Gravitationsfeld
Damit Paarbildungerrechnet gehorcht,
und Vakuumspolarisation extra­wie
in
die der Quanten-Elektrodynamik
AsBeschränkungsgleichungen
ymm etrie zwischen Feld undschließt werden können,
Teilchenmanbeseitigt muß
werden.
Durch
Dann sind die Probleme zu lösen, die daraus die Zeit
folgen, ausdie
daß .
Koordinaten-Transformationsgruppe
tritt. als Invarianzgruppe auf­
Einige
und die Feldvariablenbesitzen
Impulskonjugierten derkeine konjugierten
restlichen Impulse, sind
Feldvariablen
nicht
noch alle dynamischdurch
komplizierter unabhängig.
das Das der
Fehlen Cauchy-Problem
zweiten wird
Zeitablei­
tungen bei
Schild die einigen Feldgleichungen.
Hamiltontheorie nach Dirac1 950
auf wendeten
die Pirani und
Quantisierung
der Gravitation an. Die Kompliziertheit der resultierenden
- 1 77 -

Algebra
gen" verwehrte
(d.h. Eich-, es ihnen aber,
Vierbein- und die "primären Beschränkun­
Koordinaten-Beschränkungen)
abzuleiten. Nach inOe reine
Beschränkungen" Witt Impulse
( 1 9 6 0 ) lassen sich die"primären
ändern.unabhängig
Die Zustandsfunk­
tionen für
Komponenten die
des Gravitation
metrischen muß
Tensorsdemnach
sein. Die von den
"sekundären
Beschränkungen"
nach Higgs (d.h. die dynamischen Beschränkungen) sind
( 1 9 5 8 , 1 9 5 9 ) die Erzeugenden der infinitesimalen
Transformationen
funktion muß dann der räumlichen Koordinaten.
koordinatenunabhängig sein Die
und Zustands­
kann da­
her nicht als willkürliches
trischen Komponenten angenommen werden. Funktional der 3 räumlichen me­

b �.Mandelstam ( 1 9 6 4 ) führte 1 9 6 2 den Riemanntensor direkt als


dynamische
ziehungen Variable
und ein und erhieltfür
Bewegungsgleichungen lokale
die Kommutator-Be­
Variablen, die
zusammen mit
te Beschreibung den wegabhängigen
desnicht
Gravitationsfeldes Gleichungen eine quantisier­
liefern. Es bleibt
noch
sein zu
muß,klären,
bevor ob
das "System zunächst
von der
Wegen" Riemanntensor
verwendet bekannt
werden
darf.
Mit dem kovarianten
Algebra der Operatoren, Formalismus
speziell wird
des die nichtkommutative
Hamiltonoperators , in
der Weise untersucht,
scheinlichkeiten daß Eigenwerte und Ubergangswahr­
abgeleitet werden können (Bergmann 1 9 5 6 ;
Belinfante
tion 1 9 5 7 ) . Die Feldvariablen werden durch Defini­
von Poisson- oder Dirac-Klammern ( 1 9 5 1 ) in eine La­
grange-Fassung
redieOperatoren imgebracht,
Hilbertraum die eine Darstellung
zuläßt. Im Hilbertraum durch werden
linea­
das Klammern
Problem durcheine
durch Kommutatoren
geeignete dargestellt.
Operatordarstellung Es gilt dann,
zu lö­
sen.
2 . Arnowitt, Misner und Deser ( 1 9 5 9 ) verfuhren nach dem Schwin­
gersehen
durch die Variationsprinzip,
Angabe einer welches charakterisiert
Differentialgleichung für die ist
Green -
sehe oder Propagatorfunktion
variante Größen anzugeben. und durch die Möglichkeit, ko­
3 . Von der Lorentzinvarianz der S-Matrix ging Weinberg ( 1 9 6 5 )
aus. Er stellte
Photonen und in einer Störungsrechnung
Gravitonenprozesse auf und die nichtkovarian­
führe S-Matrix für
te
sehenPotentiale
und Einstein in die sehen Wechselwirkung
Gleichungenein, um die Maxwell -
zu bekommen.
4 . Bergmann und Komar ( 1 9 6 2 ) und De Witt ( 1 9 6 2 ) konstruierten
invariante
stellung zu Kommutatoren,
erhalten, welcheum mit die diesen eine Operatordar­
klassische Kommutatordar­
stellung
te die vonfür die
Peierls Invarianten angibt. Oe Witt
( 1 9 5 2 ) entwickelte Methode der Konstruk­
verallgemeiner­
tion von kanonische
tesimale Kommutatoren,Tranformationen
während Bergmann und Komar infini­
verwendeten.
Von Komar wurden
Observablen für mehrere
ein Verfahren zur Auswahl
Quantisierungsprogramm der geeigneter
Gravitations­
theorie untersucht. Zunächst
Sachs-Raum-Zeit-Gruppe in die führteTheorieerein
die ( Bondi-Metzner­
1 9 64 ) , um für
- 178 -

die Lösungen
ebene der Einsteinsehen
Grenzbedingungen im Feldgleichungen
Unendlichen zu bekommen. asymptotisch
Es auf,
tau­
chen
wenn problematische Faktor-ordnende Zweideutigkeiten
lichenmaninversucht,
endliche die Operatorbeziehungen
Bereiche fortzusetzen. aus dem Unend­
In einem zweitenan,Verfahren
son-Bel-Tensor um mit wendeteHilfe
dessen Komareinen
( 1 9 6 7 ) den Robin­
kovarianten
Anteil
Quantisierung der Einsteintheorie abzusondern. lokale
der Raurn-Zeit-Translationsgruppe für eine
In einem weiteren VerfahrenRarnilton-Jakobi-Theorie
allgemein-relativistische untersuchte Komar ( 1 9 6 mit 8 ) die
dem
Ziel,
der die Merkmale des Quantenzustandsvektors
die Rarnilton-Jakobi-Funktion auf die WKB-Näherung ) zu bestimmen,
+
reduziert.
Die Feldvariablen
wurden aus der Quantentheorie eliminiert.
Damit entfälltund
Feldvariablen dieder schwierige
aus ihnenEntscheidung,
zusammengesetzten welcheTerme
dieserals
Basisvariable
terschied zu für die und
Wheeler Quantisierung
De Witt. Uberin Frage
das kommen, im Un­
Äquivalenzprin­
zip wird derräumlicher
lenzklassen Satz von Klassischen
Geometrien Variablen
und deren durch Äquiva­
Raum-Zeit-Dar­
stellungen
Lage, explizit ausgedrückt.
Observable DiezurTheorie
Berechnung ist aberder nicht in der
Eichnormal­
formanzugeben.
ten der räumlichen Metrik und unfähig, meßbare Eigenschaf­
5. Um diezu können,
ben gravitative müssen Wechselwirkung
metrische mit Spinorfeldern
Spinorfelder oder beschrei­
Tetraden­
felder in die allgemeine Relativitätstheorie eingeführt wer­
den.
Sciama
führte ( 1 9 6 2 ) nahm den Vierbeinformalismus nach Weyl und
differenzierbare Spinorfelder imVierbeins
Raum ein,darstellbar
die durch
Terme
sind. von Lorentztransformationen des
Schwinger
tionellen ( 1 9 6 3 ) untersuchte die Quantisierung der konven­
Theorie in Vierbeinform. Unter Verwendung dieses
Formalismus
ke Gravitationsfeld errechnete Lanzcos
einer ( 1 9 6 4 ) , daß das extrem star­
mikroskopischen Raum-Zeit-Struk­
tur periodisch
Relativitätsprinzip von den Koordinaten
verliert in diesenabhängt. Das allgemeine
Bereichen wegen eines
bis
feluesauf globale
seine Gültigkeit. Lorentztransformationen
Der durch fixierten
ein Tetradenfeld Tetraden­
definier­
te Fernparallelismus
Vakuums in der( 1 9 allgemein erlaubt die Existenz eines
relativistischen Quantenfeldtheo­eindeutigen
rie . • r reder
tationWentzel 6 7 ) leitete die Spinvektortheorie der Gravi­
direktKramer-Brillouin
aus der Gültigkeit des Äquivalenzprinzips für
+)
namischer mechanischer Größen durch Wellenfunktionen. dy­
WKB: Verfahren zur Beschreibung
- 179 -

Spinorfelder
der her. Alsmit
Spinvektorfelder Folge
dem der potentialartigen
Materietensor kommt Kopplung
es zuund
"Gravitations-Abschirmeffekten"
dichten Massenanhäufungen , die bei sehr
einen Gravitationskollaps großen ver­
hindern
kleiner sollen.
als die mit(Die Gravitationsfeldstärke
nachderNewton oder Einstein) wäre demnach
. Gravitation
Kaspar und auch
Treder konnten
nachweisen, daßBeschreibung Tetradentheorie
das Riemannsche der
Raum-Zeit Kontinuum keine
befriedigende der Beziehungen
tationsfeld und Fermi-Feldern zuläßt ( 1 9 6 9 ) . zwischen Gravi­
Esfeldes,
sind welche
im wesentlichen
die zwei EigenschaftenvondesderGravitations­
Quantisierungsmethode für andere
Felder unterscheidet: die Nichtlinearität
hinsichtlich einer unendlich-dimensionalen Gruppe. und die Invarianz
Natürlich
Aber diese ist jede Theorie wechselwirkender
Nichtlinearitäten werden gewöhnlich Felder
auf nichtlinear.
einem äußerst
phänomenologischen
der Weg eingeführt, indem einige Kopplungsglie­
den. in die Lagrangefunktion für das freie Feld eingesetzt wer­
Dagegen wirdWeise
damentaler die von
Selbstkopplung
geometrischen des Beschreibungsprinzipien
Gravitationsfeldes in fun­ dik­
tiert.
Seite Es läßt sich keine Kopplungskonstante
der Einsteinsehen Feldgleichungen finden,auf der linken
obgleichFeldern
New­
tons
koppelt.Gravitationskonstante die Gravitation mit anderen
Jeder Versuch,
zuspalten, in die reine
einen der Gravitationswirkung
das freie Gravitationsfeldin zweiundTerme
in auf­
einen,
der
scheintdie Wechselwirkung
unnatürlich zu sein. des Feldes mit sich selbst beschreibt,
Kucha� ( 1 9 7 3 ) fordert, daß man das Gravitationsfeld als eine
einzige
grund, Einheit
der behandeln
klassisch bleibenmüsse, und, es
sollte und nicht
in in einen
etwas vom Hinter­
Hinter­
grund Abgelöstes, das zu quantisieren wäre, trennen dürfe .
Eine unendlich
kanonischen dimensionale Sie
Quantisierung. Eichgruppe
impliziert, störtdaßbesonders
die bei der
Theorie
mehr Variable
Zustandes enthält als
erforderlich ist.zurBeiBeschreibung
der des physikalischen
Gravitation weiß man (nicht
nicht,
wie die eichinvarianten
eichinvarianten) Variablen
auf einfache von den überflüssigen
Weise alszu kanonische
separieren wären. Man
ist gezwungen, redundante
zu verwenden. Doch wenn sie Variable
verwendet werden,Impulse. Koordinaten
führt dies zu Be­
schränkungs-Bedingungen für .die kanonischen
Bei allen Untersuchungen
Feldtheorie treten mehr oderzu einer
wenigereinheitlichen quantisierten
folgende Probleme auf:
1 . Als Folge der Nichtlinearität der Theorie wird der Lichtke­
gel
lich selbst
anders verschoben,
aussehen alswassolche
zu Divergenzen
in anderen führt, die wesent­
Feldtheorien.
2 . Wie sind raumartige Oberflächen einer quantisierten Metrik
zu identifizieren?
- 1 80 -
3. kanonischen
Die asymmetrische Behandlung
Formalismus führt von
zur Raum und Zeitderdurch
Verletzung den
Invarianz­
gruppe.
4. Die Eichung der metrischen Komponenten ist willkürlich.
5 . Beschränkungsgleichungen,
Die Existenz der Koordinaten-Invarianzgruppe
sog. constraints , gibt Anlaß
welche die zu
An­
fangswerte
der befriedigen,
dynamischen Gleichungenwelche die individuellen Lösungen
charakterisieren.
6 . ist
Die Bestimmung der wirklichen physikalischen Observablen
recht unsicher.
Ein
tion wichtiger
gezogen Schluß (Weinberg,
werden kann aus der1972)Quantentheorie
: Es läßt sich derkeine
Gravita­
lo­
rentzinvariante
und mit der Quantentheorie
Helizität ±2 von
konstruieren, Teilchen
ohne mit der
irgendeir.e Masse
Art Null
von Eichinvarianz
Weise die in die Theorie
Wechselwirkung eines einzubauen,
nicht da nurFeldes
tensoriellen auf diese
h��
Ubergangsamplituden
lung ist eichinvariant, erzeugt. Die Theorie
daDiedieallgemeine der
allgemeineKovarianzGravitationsstrah­
Relativitätstheorie
allgemein
thematische kovariant
Ausdruck ist.
für das Äquivalenzprinzip. Das istÄquivalenz­
der ma­
prinzip,
tätstheorie aufbasiert,
dem die gesamte
scheint klassische
somit eine allgemeine Relativi­
Konsequenz derlorentz­
Forde­
rung zu sein, daß
invariant sein soll. die Quantentheorie der Gravitation
7. Einheitliche quantisierte Feldtheorie nach Wheeler
Misner ( 1957) und Wheeler
Quantisierungsschema an. ( 1957 ) wendeten das Feynman -Dyson­
Die
tude S-Matrix
für den beschreibf
Endzustand allgemein
eines die Wahrscheinlichkeitsampli­
Systems für einen gegebenen An­
fangszustand.
beschrieben In
durch der Geometrodynamik
innere 3-Geometrien werden
(d.h. die Endzustände
3-Topologien Die und
3-Metriken)
exakte der
Definition räumlichen Anfangs-
des Summierungsprozesses und Endoberflächen.
hängt davon ab,in wie
eine
Geometrodynamik über alle möglichen Topologien zu summieren.der
Messung im "Geschichtsraum" definiert ist. Man hat
In der
tig einerealen Welt der
dynamische Quantenphysik
Variable und die kann
Rate man
ihrer nicht gleichzei­
zeitlichen Än­
derung
ler angeben.
schloß Das
daraus, ist die Folge
daß dasAnnäherung des
Objekt einer Unschärfe-Prinzips.
4-dimensionalen Whee­
Raum­
Zeit
nicht nur eine
existierenklassische
kann 1964)
und entwickelte ist, aber in Wirklichkeit
das Konzept eines "Su­
perraumes" (Wheeler .
Im Gegensatz
Wheeler die zu den Ereignispunkten
Ereignisse auf Kreuzungen dervonRaumzeit
raumartigen liegen3-Geo­
bei
metrien,
sind, die wiederum
welche zeitlich von
auf den
andere 3-Geometrien aller
Durchkreuzungen ( (3) � ) bezogen
anderen
3-Geometrien abhängen.
Für das "Vorhersageblatt" eines zukünftigen Ereignisablaufs
- 1;!1 -
wird
führt,eine Wahrscheinlichkeitsamplitude
welche das Vorhersageblatt Y
"verschmiert"= ( .f�)Die� Lösung
"'!" einge­der
)

Wellengleichung
die ergibt dann nicht eine einzige
Wahrscheinlichkeitsamplituden-Funktion ist Spur, den
über sondern
gan­
zen Superraum verschmiert.
Eine
aus glatte geschlossene
3-Geometrien, die aus 3-Geometrie
Tetraedern kann durch sind,
aufgebaut ein Skelett
angenähert
werden.
einem RaumDie n
mit Seitenlängen
n Dimensionen. lokalisieren
Diese einen einzigen
n-dimensionale Punkt in
Mannigfaltig­
keit geht 1967)
(DeWitt in den, (Fischer
Superraum 1970)über,. wenn n über alle Grenzen wächst
Viele Wahrscheinlichkeitsamplituden
lokalisierbaren Wellenpaket. Wenn überlagern
die Phasen vonsich zu einem
verschiedenen
einzelnen
Funktionen Wellen( so� interferieren,
) S ( C�> � )
daß ihre gleich
Hamilton-Jacobi­
sind, so liegt
nach Wheeler s, C�l
die =

Bedingung 2 dafür =

vor, . • •

von einer "Yes-3-Geometrie"


zu sprechen,
auf denn diese liegen
einem "Geschichtsblatt" . im Gegensatz zu "No-3-Geometrien"
Die Wahrscheinlichkeitsamplituden
Bereich von 3-Geome besitzen für einen ganzen
3�en innerhalb der Grenzen g L/1 mit
L VFtt/c�'
= =

!
1 ,6 10 vergleichbare
cm einer jedenGrößen. 6
Seite der klassischen �

Hülle des Superraumes


Die
orts Fluktuationen
und jederzeit imetwas
Mikrobereich
ähnliches bewirken
wie einennach Wheeler aller­
Gravitationskol­
laps.
Wheelers
nien durch Geometrodynamik kann z.B.topalogische
nichtzusammenhängende elektromagnetische
Räume Feldli­
erklären,
jedoch nicht die Existenz des Spin-1/2 und die von Neutrinos.
Arnowitt,
malismus Deser
an, um und
in Misner (1962)Weise
klassischer wendeten
eine den kanonischenfürFor­
Interpretation
Energie1964unddiesen
nahm Gravitationsstrahlung
Formalismus und zu bekommen.ihnWheeler
behandelte über­
quantenmecha­
nisch. Eine DeutungZustandsfunktional
quantenmechanische der Bereichsmannigfaltigkeiten
gab De Witt 1967 für . das
Die kanonische
3-Räume , die Theorie
als beschreibt dasgeometrisches
zeitveränderliches Quantenverhalten Objekt deran­
gesehen
tuden für werden. Dabei bleibt
3-Geometrien oder unklar,
unter der was man unter dendesAmpli­
Wellenfunktion Uni­
versums zu verstehen hat.
Die manifest
halten von kovariante
reellen und Theorie De-Witts
virtuellen beschreibt
Gravitonen, die sich dasinVer­
den
3-Geometrien
kuumpolarisation. ausbreiten, und untersucht u.a. Streuung und Va­
Diese Methodeinvariant
vollständig erlaubt und St�ungsrechnungen
zweideutig sind.jeder Ordnung, die
Ausgangspunkt ist
die
Ein WKB-Approximationsmethode
Netzwerk vonUntersucht
Uhren bestimmt und die Hamilton-Jacobi-Theorie.
die Punkte im gekrümmten Raum­
Zeit-Kontinuum.
mit einem steifen Medium. wird die gravitative Wechselwirkung
- 1 82 -

Um
zu die Wellenfunktion
können, müssen die des "Universums-mit-Uhr"
Perioden dieses Universums normalisieren
kommensura­
bel
führt gemacht
werden werden.
muß, um Der
die hochenergetische
divergenten "cutoff"
Integrale , der einge­
endlich zu ma­
chen, wird willkürlich angegeben.
Wheeler
des sieht in der matherr
Gravitationskollaps die agrößte
tischen Krise
Möglichkeit
in der der Existenz
Physik aller
Zeiten
eine (Wheeler
Krise für ist 1 9 7 3 ) . Meiner Meinung nach ist dies aber nur
falsche Theorien,bewiesen,
nicht aber für dieNeutronenster­
Physik.
Denn empirisch keineswegs
nen auch "schwarze Löcher" existieren. daß neben
Wheeler
Größe L, erkennt
doch zwar die Existenz
untersucht er nur einer
die kleinsten geometrischen
geometrischen Schwankungen,
welche
weiter durch
zu sie
gehen, verursacht
und seinen werden, ohne
mathematischen jedoch einen
Formalismus Schritt
auf die­
ser kleinsten Länge aufzubauen
eine Differenzenrechnung zu verwenden. und anstelle der Differential­
Abgesehen
lung einer von den großen mathematischen
einheitlichen quantisierten Erfolgen beiwie
Feldtheorie, dersie
Behand­
oben
gen kurz erwähnt
offen: Die wurden,derbleiben
Wirkung noch einige
Gravitation darf grundsätzliche
nicht als bloße Fra­
Stö­
rungsind
men behandelt
recht werden;
grobe die Rechnungen mit
Konstruktionen,und Impuls- undAussagen
physikalische Phasenräu­
sind daraus
theorie schwer
lassen sich zudiebekommen;
inneren mit der Feynman�schen
Strukturprozesse nicht Graphen­
wirklich
verstehen; die
nologische Gruppentheorie dieSU Renomierungstheorie
Klassifikationen; 3 und SU 6 sind rein phänome­
hat bis­
her
les keine
legt mathematische
es nahe, eine Rechtfertigung
völlig neue finden
Methode zurkönnen. Dies
Entwicklung al­
einer
einheitlichen quantisierten Feldtheorie zu versuchen.
DiesenSeine
ein. Weg Theorie
schlug B.Heim
ist in von
frei seiner einheitlichen
sowohl zeitlichen Feldtheorie
als auch räum­.
liHeim
chenkommt
Singularitäten (kein Urknall
auch ohne Störungsrechnungen aus. , kein Gravitationskollaps)
Ich der
in habeGravitationsforschung
bis jetzt versucht, die m.E.aufzuzeigen,
soweit bedeutendsten als Richtungen
sie fürwe­
die folgende Präsentation
sentlich sind,unddamit dieser neuen Gravitationstheorie
gangspunkte neuendie von anderen
Ergebnisse besserTheorien abweichenden
beurteilt Aus­
werden können.
Einige Punkte möchte ich noch einmal erwähnen:
Eine
kein Schwäche
geeigneter derTensor
lorentzinvarianten
für das Tensor-Theorien
Gravitationsfeld war, werden
gefunden daß
konnte.
tion Aberdie
gelang auchEinführung
in den kovarianten
der Masse Feldtheorien
in die der Gravita­
Feldgleichungen
nicht überzeugend.
Einstein
Quellen hatte nur das
existierten bei reine
ihm Gravitationsfeld
nicht und damit geometrisiert.
auch keine Gravi­
tationsladungen.
einer Es
Geometriesierung ist eine offene
versuchen Frage,
sollte, ob
eine man nicht
Tensortheorievor
der Quellen und Felder analog zur Elektrodynamik zu entwickeln.
- 1 83 -

Die Ausbreitungsgeschwindigkeit
unbekannt. Man kann sie nicht gravitativer
wie in der Feldstörungen
Elektrodynamik aus ist
Materialkonstanten
trizitätskonstantenableitenco
c 2 = 1 /E.�o mit der Dielek­)
und der(d.h.Permiabilitätskonstante �o

Aus
feld der
R
/"- -.>
Einsteinsehen
=
Gleichung für ein freies Gravitations­
0 erhält man in der Näherung für schwache Felder
O v��v=O
'l'l,... im also Raum.
ebenen einen ImWellenausdruck
d ' Alembertoperatorfür das Gravitationsfeld
0 steckt die hypo­
thetische
len, Ausbreitungsgeschwindigkeit
die identisch für die
istdiemitGravitationsfeldstörungen Gravitationswel­
der Lichtgeschwindigkeit,auch wenndieman
unterstellt,
Lorzentzgruppe daß für
gelten soll, was bisherbestätigt
nur für die
netischen Feldstörungen experimentell ist.elektromag­
Seit daß
wir, der Begründung
die Welt der speziellen
mindestens Relativitätstheorie wissen
4 Dimensionen hat. Ob sie darüber­
hinaus noch weitere
Ausdehnungen , und
besitzen muß wenn
, ja, bisher
wurde etwa reelle
noch oder imaginäre
nicht untersucht
(In den Theorien mit mehr als 4 Dimensionen sind diese zusätz­
lichen Dimensionen mehr als mathematische Tricks anzusehen. )
Es
Materie bleibtbegründen
fraglich,kannob man
unter eine einheitlichederFeldtheorie
Ausklammerung Gravitation.der
Diese zeigt
wirkung. Die wohl eine vernachlässigbare
Strukturschwankungen werden Stärke
jedoch inimder Wechsel­
mikrophysi­
kalischen
nen, die Zentren Bereichderso Elementarteilchen,
groß, daß ihr Einfluß z.B. aufwerden
wesentlich die Parto­
kann.
8. Einheitliche Quantenfeldtheorie nach Heim
8. 1 . Heims Gravitationstheorie im Minkowski-Raum
1 9 52 hörte man zum erstenmal von einer Gravitationstheorie,
deren
sein Ergebnisse
sollten. Der angeblich
blinde, im Labor
fast taube experimentell
und armlose überprüfbar
Dipl .-Physi­
ker
eines Burkhart Heim
Feldantriebs trug seine
füreinem Theorie,
die Raumfahrt welche die
in sich schloß, Möglichkeit
zur un­
rechten
dem Zeit und vor falschen Publikum vor,
2 . Internationalen Astronautischen Kongreß in Innsbruck.
nämlich auf
(Heim 1 9 52 ) .
Astronautik
tigung mit galt damals
UFOs. Leider als
ist so unseriös
Heim seiner wie heute die Beschäf­
Absichtserklärung bis
heute treu geblieben. Er sagte damals :
"Ich werde
chung des voraussichtlichFormalismus
mathematischen erst dann eine
und Veröffentli­
der Einzelhei­
ten in extenso
ner theoretischen vornehmen, wenn
Untersuchungen auch der 2 . Hauptteil mei­
zum Abschluß gebracht
und das hieraus
führt worden ist. " resultierende Versuchsprogramm durchge­
Inzwischen
tung einer ist der zweiteTheorie
einheitlichen theoretische
der Hauptteil - die Herlei­
Elementarteilchen - im
wesentlichen fertiggestellt,
gramm noch nicht durchgeführt worden.allerdings ist das Versuchspro­
- 184 -
Ich kann daher im, internen
Kongreßvorträgen folgenden Institutsmitteilungen,
nur andeuten, was inzwischenzur aus
Publi­
kation vorbereiteten
Arbeiten bekannt gev10Arbeiten
rden ist. und aus Diskussionen von Heims
Heim
in entwickelte
Göttingen tätig)zunächst
eine 19 5 1 (damals am MPI für Astrophysik
speziell-relativistische Gravitations­
theorie unter der Annahme, daß die
feldes ebenfalls zum Gravitationsfeld beiträgt. Feldmasse des Gravitations­
Der=Feldvektor
r grad 9' 1
wird im)O>J.statischen
WObei )"'(NeWtOn) Fallist,beschrieben
Wegen m = durch d.h.
m(r) 1

9f = lf·m(r) /r. Für die Quelle des Feldvektors gilt (Heim 1 969)
di r = f ( r)
0C V 1 OC = 1/4 iT y
Die Dichte
dessen f
Quelle (r)diebezieht
Dichte sich
der auf m(r) . IstFeldmasse
gravitativen m ein Vektorfeld,
ist, so
daß mit
div Ol
fo - p (r)
die unbekannte Ortsfunktion f (r) durch substituiert werden
kann: ct

div( o<. F + 01. fo • mit


dann gilt mit der Kürzung
F +

die Quellengleichung für die Dichte f• =


ol div cg = fo
Wird
lung, anderen
das Dichteinhomogenitäten
Gravitationsfeld einersich inhomogenen
zeitlichMassenvertei­
ändern:
div � = fo
<(.

die Forderung
endliches gestellt,
Volumen begrenztdaßwird,
die felderregende
durch dessen Masse durch ein
geschlossene Ober­
fläche keine Masse in den Außenraum
zogen auf das Volumen, die totale Zeitableitungtritt, so verschwindet, be­

fo = �dt 0

so daß
fo * + grad 1D = � + di ( ) 0
f'o
d t
V 00 -1.0
)o

geschrieben werden kann. Oie Quellenfreiheit


div ( oc. ':f + ,p. --w ) = 0 ,
kann erfülltVektorfeldes
sätzlichen werden, wenn/"' "'-aufgefaßt
cfr + als Rotation eines zu­
f,. ">>
wird:
- 185 -

rot f- 0( '1 + fo .

Die der
in
Kontermasse einer Quelle
Elektrodynamik) eine m1t derQuell�
andere Ladungmit entgegengesetzter
ist nicht (wie
mo

Ladung,
bigen sondernAdie
Aufpunkt des Feldmasse
Feldes in. Die Quelle möge stehen,
Wechselwirkung mit einem belie­
dann ist
die ponderomotorische lürkung, welche den Aufpunkt beeinflußt,
und die Kraftdichte am Aufpunkt ist

Nach
daraufHeim ist die attraktive
zurückzuführen, daß es Wirkung des des
innerhalb Gravitationsfeldes
Raumes zwischen
zwei Massen zu einer Schwächung
kung der Kraftdichten kommt. und außerhalb zu einer Verstär­
Da diealso
lung, Feldlinien dasmaximaler
diejenige BestrebenEntropie
haben, eine isotrope Vertei­
einzustellen, kommt es
zu
an einer Bewegung
feste Ruhelagen der Massen
gebunden aufeinander zu, wenn diese
sind, die isotrope Feldlinien­
um
nicht
Verteilung einstellen zu können.
Das Gravitationsfeld
welches Heim das undnennt,
Mesofeld das Orthogonaltrajektorienfeld

ergänzen sich wie in der !"'- ,
Elek­
trodynamik das elektrische Feld und die magnetische Feldstärke �
� -
Ein zeitlich veränderliches
Feldstörungen erfahren, die Gravitationsfeld
sich mit einer muß gravitative
unbekannten Ge­in
schwindigkeit
der Näherung fortpflanzen. Für ein schwaches ,-Feld und
wickelt werden. und "" 0 kann der kanonische Formalismus ent­
f· f

Für die allgemeine , Feldfunktion


Symmetrie wegen
"'f = 'lf * des y muß Eichinvarianz
empirisch unpolaren und die
Charakters
des Gravitationsfeldes
jugierte Feld gilt. gelten, was auch für das kanonisch kon­
Heim
mit ßerhält
=
die 2 ergänzenden
9rr,r/4c . Aussagen r/w und rot '} ß f
Clt =

Der kanonische Formalismus liefert


� + div grad V 0 =

für die Feldstörungen


Ausdruck keine im Vakuum.(entsprechend
Wellengleichung Wegen der Summe ;1ist dieser ,
il -div grad
a'f = . 1f" )
sondern
das sich eine
mit raumzeitliche
der Potentialgleichung
Geschwindigkeit fürAuseind