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Aufgabensammlung

Fluidmechanik
Technische Strömungsmechanik

1
Teil 1: Aufgaben

17
Prof. Dr.-Ing. M. Kloster FLUIDMECHANIK 4FAS/L Prüfung WS 2007/2008
Prof. Dr.-Ing. K. Scheffler TECHNISCHE STRÖMUNGSMECHANIK 5MB Teil II Aufgaben
Prof. Dr.-Ing. P. Hakenesch 60 Minuten mit Unterlagen

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Aufgabe 2 (30 Minuten)

Sie haben von Ihrem ersten Gehalt als Ingenieur eine Berghütte erworben und möchten für
diese Hütte eine ausreichende Energieversorgung gewährleisten. Dazu haben Sie entweder
die Möglichkeit ein kleines Wasserkraftwerk an dem in der Nähe der Hütte verlaufenden
Gewässer aufzubauen oder direkt neben der Hütte eine Windkraftanlage zu installieren.
Aufgrund permanenten Nebels kommt eine Photovoltaikanlage nicht in Betracht.
Sie beginnen zu ahnen warum der Kaufpreis der Hütte so günstig war.

2.1 Leistungsbedarf
Ermitteln Sie den Leistungsbedarf Pmin auf der Hütte, bestehend aus
- Beleuchtung: 10 Lampen à 60 [W]
- Kühlschrank: 120 [W]
- Spülmaschine: 3.3 [kW]
- Waschmaschine: 1.2 [kW]

2.2 Wasserturbine
Die Geländestruktur würde Ihnen erlauben einen Teil des fließenden Gewässers in ein Rohr
zu fassen und einer Turbine zuzuführen.

gegeben:
Nutzbarer Höhenunterschied: h  8 m
Rohrquerschnitt D 100 mm
Mittlere Fließgeschwindigkeit c  6.366 m s 
Dichte des Wasser: W 1000 kg m3 

2.2.1 Theoretisch maximal mögliche Leistung der Wasserturbine


Zur Abschätzung der maximalen Leistung, die Sie über die Turbine abführen könnten, treffen
Sie folgende Annahmen.
- Ober- und Unterwasserspiegel bleiben auf konstantem Niveau
- konstanter Umgebungsdruck
- konstante Temperatur
- keine Wärmezu- oder abfuhr
- keine Reibungsverluste

Welcher Energie- bzw. Arbeitsanteile verschwinden dadurch? Begründung!

2.2.2 Berechnen Sie unter den getroffenen Annahmen die theoretisch maximale Leistung
der Turbine

2.2.3 Bewertung
Lohnt es sich diese Möglichkeit der Energieversorgung unter Berücksichtigung der einzelnen
Verluste genauer zu untersuchen? Begründen Sie Ihre Antwort!

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2.3 Windkraftanlage
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit an der Hütte, die sich auf einer Höhe von
h = 2000 [m] befindet, beträgt c1 = 12 [m/s], die Luftdichte beträgt h=2000m =1.006 [kg/m³]

Aufgrund der Unzugänglichkeit des Geländes können Sie lediglich Bauteile mit einer
maximalen Länge von L = 2 m im Tragegestell zur Hütte transportieren

2.3.1 Maximale zur Verfügung stehende Leistung


Bestimmen Sie die unter diesen Randbedingungen die maximale Leistung PWind, die durch
den Wind zur Verfügung steht
(Notfallwert für weitere Berechnungen: PWind = 10 [kW])

2.3.2 Maximale ideale Turbinenleistung Pth


Der maximale Leistungsbeiwert einer Windkraftanlage beträgt cP = 0.5926. Dies entspricht
einem Geschwindigkeitsverhältnis in der Zu- (1) und Abströmebene (3) von c3 c1 1 3
Welche maximale Leistung Pth könnten Sie somit theoretisch mit dieser Anlage erreichen?
(Notfallwert für weitere Berechnungen: Pth = -6 [kW])

2.3.3 Bewertung
Lohnt es sich diese Möglichkeit der Energieversorgung unter Berücksichtigung der einzelnen
Verluste genauer zu untersuchen? Begründen Sie Ihre Antwort!

2.3.4 Impulssatz
Formulieren Sie den Impulssatz für die Windkraftanlage (nur Formel)

2.3.5 Axialkraft auf den Rotor


Berechnen Sie die Axialkraft FKx auf den Rotor unter den vorliegenden Randbedingungen
(Zahlenwert) und unter der Annahmen, daß die Windgeschwindigkeit c2 in der Rotorebene
als arithmetisches Mittel aus den Geschwindigkeiten c1 und c3 in der Zu- (1) und
Abströmebene (3) berechnet werden kann.

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Prof. Dr.-Ing. M. Kloster FLUIDMECHANIK FA4AS, FA4BS, FA4BS_Spr, FA4L WS 2008/2009
Prof. Dr.-Ing. K. Scheffler TECHNISCHE STRÖMUNGSMECHANIK MB5A, MB5B Teil II Aufgaben
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Aufgabe 2 (30 Minuten)


D
c
geg.: Kamin der Höhe H mit konstantem Kreisquerschnitt D

Höhe: H = 100 [m]


Durchmesser: D = 5 [m]
F Windgeschwindigkeit an der Kaminspitze: c(h=H)=50 [m/s]
Geschwindigkeitsprofil über die Höhe: ch   a  h 2
H
Die Luftdichte  entspricht der Dichte nach ISA auf der Höhe
h=0
h
Viskosität der Luft Luft = 1510-6 [m²/s]

x Der Kamin kann durch einen Zylinder approximiert werden, für


den unterhalb einer kritischen Reynoldszahl von ReD = 3,5105
ein Widerstandsbeiwert von CW,lam = 1,2 und oberhalb der
kritischen Reynoldszahl ein CW,turb von 0,4 gilt.

2.1 Berechnen Sie, ob an dem Kamin über seine gesamte Höhe eine
a) laminare
b) turbulente oder
c) über einen bestimmten Bereich eine laminare und über einen anderen Bereich eine
turbulente Strömung anliegt. Sollten Sie sich für diesen Fall entscheiden, geben Sie
die entsprechenden Höhenbereiche an.

2.2 Geben Sie die Kraft F in x-Richtung infolge der Windbelastung auf den Kamin an
(Notfallwert für weitere Berechnungen: F  50 kN  )

2.3 Berechnen Sie die Grenzschichtdicke  an der Ablösestelle am Kamin in der Höhe
h = 10m unter folgenden Annahmen
- Die Ablösung einer laminaren Grenzschicht erfolgt bei einem Winkel von  = 80°
- Die Ablösung einer turbulenten Grenzschicht
erfolgt bei einem Winkel von  = 120°
- Die Berechnung der Grenzschicht erfolgt
entsprechend der Grenzschicht einer
ebenen Platte

2.4 Welchen Gesamtwiderstandsbeiwert CW hat der


Kamin?

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Aufgabe 1 (30 Minuten)

Eine Pumpe fördert aus einem See einen Volumenstrom V  0,06 m3 s durch ein Rohr mit  
dem konstanten Durchmesser d  0,1m und der Länge l 18 m in einen Hochbehälter, der
sich bei H 15 m über dem Wasserspiegel des Sees befindet. Die Pegelstände des Sees
und des Hochbehälters bleiben konstant. Die Wasserdichte beträgt  1000 kg m3 .  

Es treten folgende Verluste auf:


- Rohreibungsverluste:   0,03
- Verluste am Rohreintritt:  E  0,3
- Verluste im Krümmer:  K  0,4
- Verluste im Rohraustritt:  A  0,8

Hinweis: Als Geschwindigkeitsbezeichnungen können Sie anstelle von c auch V verwenden

1.1 Berechnen Sie die Geschwindigkeit c2 (= V2) an der Pumpe

1.2 Berechnen Sie den Druckverlust pV ,12 im Ansaugrohr der Pumpe, wenn sich diese
in z 1m über dem Wasserspiegel des Sees befindet

1.3 Welche Höhe zmax darf die Pumpe maximal über dem Wasserspiegel des Sees
haben, damit diese bei einem Außendruck von p0 1bar  und einer Wasser-
temperatur von TW  20 C  noch eine Saugleistung erbringt?

1.4 Berechnen Sie die erforderliche theoretische (d.h. P = 1) Pumpenleistung Pth

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Aufgabe 2 (30 Minuten

Ein Schiff fahre mit V = 18 [km/h]. Die Berechnung soll für kühle Gewässer (ca. 6°C) mit der
kinematischen Zähigkeit MW =1,510-6 [m²/s] und der Dichte des Meerwassers MW =1025
[kg/m³] sowie der benetzten Oberfläche mit der Länge l = 300 [m] und der Tiefe t = 12 [m]
- siehe Skizze - als ebene Platte erfolgen

Geben Sie die Formeln zunächst allgemein an!

2.1 Berechnen Sie die Reynoldszahl!


2.2 Die äquivalente Sandrauhigkeit sei kS = 3 [mm]
a) Schätzen Sie mit dem sog. Plattendiagramm den
Reibungsbeiwert cf = cR ab und geben Sie l k S an!
b) Geben Sie den Bereich an:
Laminar, turbulent glatt, turbulent rauh, Übergangsgebiet laminar-turbulent und
berechnen Sie cf = cR
2.3 Aus Versuchen ist der Umschlagpunkt von laminarer auf turbulente Strömung bei der
sog. kritischen Reynoldszahl von Re krit  4,5  105 bekannt.
Wie lang ist die laminare Anlaufstrecke xkrit und xkrit/l in %?
2.4 Mit der Annahme, die Strömung sei von Beginn an voll turbulent, ist die theoretische
Grenzschichtdicke l am Ende des Schiffes zu berechnen
2.5 Geben Sie die Reibungswiderstandskraft WR [kN] und die notwendige Leistung
PR [kN] zur Überwindung derselben an!
2.6 Mit der Annahme, daß der Wellenwiderstand WW und der Luftwiderstand WL
(Container, Kommandobrücke und Sonstiges) das 1,75-fache des
Reibungswiderstands ausmachen, ist bei einem Gesamtantriebswirkungsgrad von
  0,67 die notwendige Triebwerksleistung PTW zu bestimmen.
2.7 Ein größeres Schiff mit l g  375 m soll gebaut werden.
lg
a) Wie groß ist der Maßstab   ?
l
b) Wie groß ist die Geschwindigkeit Vg des größeren Schiffes bei Einhaltung des
Reynolds-Ähnlichkeitsgesetzes?

c) Wie groß darf die äquivalente Sandrauhigkeit kS,g sein?

d) Wie groß wird die Tiefe tg (siehe Skizze oben) des größeren Schiffes?
Um welchen Faktor darf das größere Schiff schwerer werden?
e) Wie groß wird das Leistungsverhältnis Pg P mit Anwendung der Modellgesetze,
wobei der Zeitmaßstab  und der Wirkungsgrad des Antriebs  gleich bleiben?
Kommentieren Sie kurz das Ergebnis!

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Aufgabe 1 (30 Minuten)

g  10 m/s² pi = xpB
b
Luftdruck
Breite b

F4
F1
1 h Wasser
W = 10³ kg/m³
r H
W
y
+
F2 M
r pB = 105 Pa 2
x
Luftdruck

A
F3 Schnitt A-A
r r

Gegeben ist ein Druckwasserspeicher mit einer starren S-förmigen durchgehenden Wand,
die an der linken Wand und am Boden momentfrei fest angeschlossen ist. Es können nur die
Auflagekräfte F3 und F4 wie eingezeichnet aufgenommen werden.
Für die resultierenden Teildruckkräfte ist mit x = 1, r = 2 m, b = 1 m zu berechnen:

1.1 F1x, F2x, F2x/F1x

1.2 F1y, F2y, F2y/F1y

1.3 F1, F2, 1; 2

1.4 F3, F4 und das Moment MW im Wendepunkt W

1.5 Geben Sie die Lösungsansätze für F1x, F2x, F1y, F2y mit x  1 allgemein an.

Zur Erleichterung der Korrektur: Geben Sie die Kräfte in kN an.

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Aufgabe 2 (30 Minuten)


Ein Springbrunnen erzeugt eine Fontäne mit einer Steighöhe von hs = 4 m. Der Durchmesser
der Düse am Ende der Zuleitung beträgt dD = 20 mm. Das Wasser wird dem Brunnen von
einem Druckbehälter über eine Zuleitung der Länge L = 10 m zugeführt und über eine
Rückleitung der Länge L = 10 m mit Hilfe einer Pumpe P wieder zum Druckbehälter
zurückgepumpt. Die Pegelstände im Druckbehälter (h0 = 2 m) und im Becken des
Springbrunnens bleiben konstant.

Die absolute Rauhigkeit in den Leitungsrohren beträgt k = 0,25 mm; der Innendurchmesser
der Rohre beträgt dR = 50 mm. Der Umgebungsdruck beträgt p0 = 1 bar und die Dichte des
Wassers  = 1000 kg/m³. Die kinematische Viskosität von Wasser kann mit  = 10-6 m²/s
angenommen werden.

Es treten folgende Verluste auf


- Eintritt: E = 0,5
pü 3
- Krümmer: K = 0,6 p0
- Ventil: V = 4,0 5, A
i V
- Austritt: A = 0,5
hS
- Düse: D =0,03 K
V
- Rohreibung:  h0 4
2: Düse
cA, dD, D
Hinweis:
V K
Geschwindigkeiten, allgemein: c = v 1, E K P
K
g  9,81 m/s²
Werte für die Rohrreibungszahl 
sind zu berechnen! K V E K

2.1 Berechnen Sie die Austrittsgeschwindigkeit cA an der Düse des Springbrunnens.


Die Düse expandiert auf Umgebungsdruck p0. Die Reibung des Wasserstrahls
zur freien Atmosphäre ist vernachlässigbar.
Notfallwert für weitere Berechnungen: c A  9,0 m s 
2.2 Berechnen Sie den Überdruck pü im Druckbehälter
Notfallwert für weitere Berechnungen: pü  3,4 10 4 Pa 

2.3 Berechnen Sie die spezifische Förderarbeit wt  Y  g  H Fö Nm kg  der Pumpe P


2.4 Berechnen Sie die hydraulische Leistung Phyd. = Ptheor. der Pumpe
2.5 Berechnen Sie den Stromverbrauch Wel in kWh pro Tag bei einem Gesamtwirkungsgrad
der Pumpe von ges = 0,55

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z
p = 105 [Pa]
Aufgabe 1 (30 Minuten) 

Ein mit Wasser gefüllter, offener Behälter rotiert mit


g = 9,81[m/s²]
einer konstanten Winkelgeschwindigkeit  um seine
Symmetrieachse z.
Die Zulaufmenge entspricht der Ablaufmenge, d.h. die
im Behälter befindliche Wassermenge bleibt konstant.
zmax
Behälterradius: R = 1,0 [m]
Füllstand bei  = 0: z0 = 0,2 [m]
Dichte der Flüssigkeit: FL = 10³ [kg/m³]
Umgebungsluftdruck: p = 105 [Pa] 0
Lufttemperatur TL = 20 [°C] 1 z=0
Wassertemperatur: TW = 90 [°C] E
R
Für das Abflußrohr gilt: l
Länge: l = 4,0 [m], r
Durchmesser: d = 0,1 [m] A
Rohrreibungszahl:  = 0,01 2
Eintrittsverlust: E = 0,0 p = 105 [Pa]
Austrittsverlust: A = 1,0
d
Das Wasser strömt durch das Abflußrohr wieder in die freie Umgebung

1.1 Berechnen Sie die Drehzahl n1 [s-1], bei der der Wasserspiegel gerade den Boden
des Behälters bei z = 0 berührt.

1.2 Bis zu welcher Höhe zmax steigt bei der Drehzal n1 die Flüssigkeit an der Behälterwand?

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1.3 Skizzieren Sie qualitativ den Druckverlauf z


von (0) bis (2) auf der Symmetrieachse des p = 105 [Pa]

rotierenden Behälters mit p als Referenzdruck,
wenn der Behälter mit einer Drehzahl n < n1
rotiert! g = 9,81[m/s²]

0
1
E
R

l
r
A
2
p = 105 [Pa]
d

1.4 Berechnen Sie die Austrittsgeschwindigkeit c2 an der Stelle (2), bei der zum
ersten Mal im System Kavitation auftritt und geben Sie diese Stelle an!

1.5 Berechnen Sie die Drehzahl n2 [s-1], bei der zum ersten Mal im System Kavitation
auftritt!

1.6 Der Behälter wird nun mit einem luftdichten Deckel D auf der Höhe z1 = 1,5 [m]
verschlossen. Zufluß als auch Abfluß sind nun ebenfalls geschlossen.
Die Wassermenge im Behälter entspricht der von Pkt. 1.1 - 1.5 .
Die eingeschlossene Luft erwärmt sich nun durch das heiße Wasser von
Umgebungstemperatur TL = 20°C auf TL' = 80°C.

1.7 Berechnen Sie die Kraft Fges in z-Richtung an der Einspannstelle des Deckels, wenn
der Behälter mit einer Drehzahl von n3 = 1 [s-1] um seine Symmetrieachse rotiert und
der Deckel eine Masse von mD = 433 [kg] hat.

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Diese Teilaufgabe besteht aus 4 Seiten.


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Aufgabe 2 (30 Minuten)

Zwei in verschiedenen Höhen eingestellte, abgeschlossene Behälter sind mit einer


Rohrleitung (1) mit dem Durchmesser d1 verbunden. Aus dem unteren Behälter fließt die
Flüssigkeit durch die Rohrleitung (2) mit dem Durchmesser d2 ins Freie.
In dem oberen Behälter wird der Wasserspiegel auf einer konstanten Höhe (0) gehalten.
Im unteren Behälter wird die Höhe des Wasserspiegels (4) automatisch mit dem Durchfluß
der Flüssigkeit auf die konstante Höhe H4 eingestellt.
Die relative Rohrrauhigkeit beträgt k1, 2 d1, 2 10 5 (gezogene Stahlrohre).
Alle Berechnungen sind als erste Iterationen zu betrachten.

p0 g = 9,81[m/s²]

Vzu p0 = 2105 [Pa]


p4
0
h0 ,  1
E,1 V,1 h1
p4
4
H0 = 12 [m] d1 3
11,5 [m] ,  2
E,2 V,2 H4
l1 pB
Rohrleitung 1 F [N]
A,1 d2 K,2
l2
w
Rohrleitung 2 3

Weiter gegeben: Mess- und Tabellenwerte

h0 = 0,5 [m] E,1 = 0,108


h1 = 8,0 [m] A,1 = 1,0
d1 = 0,1 [m] K,2 = 0,05
l1 = 10,0 [m] E,2 = 0,236
d2 = 0,15 [m] V,2 = 4,5
l2 = 15,0 [m] 3 = 1,2
pB = 98700 [Pa]  = 997 [kg/m³]
p1 = 2,03105 [Pa]  = 0,90310-6 [m²/s]

Bitte nur die hier angegebenen Formelzeichen verwenden!

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2.1 Wie groß ist die Geschwindigkeit v1 in der Rohrleitung 1?

2.2 Wie groß ist die Geschwindigkeit v2 in der Rohrleitung 2?

2.3 Berechnen Sie die Reynoldszahlen Re1 und Re2 in den Rohrleitungen 1 und 2!

2.4 Berechnen Sie die Rohrreibungszahlen 1 und 2 in den Rohrleitungen 1 und 2


und überprüfen Sie, ob Ihre Berechnung stimmt!

2.5 Berechnen Sie die Druckverlusthöhe hv,2-3 !

2.6 Wie groß ist der Druck p4?

2.7 Berechnen Sie die Druckverlusthöhe hv,0-2 !

2.8 Wie groß ist der Ventildruckverlustbeiwert V,1 ?

2.9 Berechnen Sie die Kraft F[N] auf die Prallplatte, für w = 0,422 [m/s]

2.10 Eine Nachrechnung der Energiebilanz in der sog. Höhenform (E/mg [m]) ergibt z.B. eine
Differenz hV  0,25 [m] zu der in der ersten Iteration berechneten Druckverlusthöhe.
Was kann man/muß man tun?

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Diese Teilaufgabe besteht aus einem Lösungsbogen (A3).


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.

Aufgabe 1 (30 Minuten)


ca

ba

p0

K
b1 2b1

ρ α α2 ρ
1 y
x
c c
Zwei ebene, horizontal liegende Freistrahlen (Tiefe t senkrecht zur Zeichenebene)
mit gleicher Geschwindigkeit c, aber unterschiedlicher Breite b1 und b2=2b1 und
unterschiedlichen Anströmwinkeln α1 und α2 gegenüber der x-Achsenrichtung gemäß
oben stehender Skizze treffen auf einen Ablenkkörper K, der reibungsfrei umströmt
wird. Durch den Ablenkkörper werden beide Strahlen zu einem Strahl vereinigt, der in
y-Achsenrichtung strömt.

1.1 Wie groß ist die Geschwindigkeit ca des vereinigten Strahls?

1.2 Wie verhält sich die Breite ba des vereinigten Stahls zu b1?

1.3 Wie lautet die Beziehung zwischen den Winkeln α1 und α2, wenn auf den
Körper keine Kraft in x-Richtung wirken soll?
[Hinweis: cos β= - cos α für β=(180°-α)]

1.4 Wie groß ist für diesen Fall die y-Komponente der Reaktionskraft
der Strömung auf den Körper?
[Hinweis: sin β= sin α für β=(180°-α)]

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Diese Teilaufgabe besteht aus einem Lösungsbogen (A3).


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Aufgabe 2 (30 Minuten, 30 Punkte)

Auf dem Boden eines Sees befindet sich eine Tauchpumpe. Das Wasser strömt von der
Oberfläche des Sees bei konstantem Pegelstand durch ein senkrechtes Fallrohr der Pumpe
zu, wird durch das im Inneren des Fallrohrs liegende Steigrohr durch die Pumpe wieder nach
oben befördert und tritt aus der am Ende des Steigrohrs befindlichen Düse senkrecht nach
oben ins Freie aus. Die sich einstellende Fontäne erreicht die Höhe H.

(5)

g = 9,81 m/s²
H
p0
(4)
(1) D
E (2)

A A Schnitt A-A

Fallrohr

LS LF
Steigrohr
dS,i

z dS,a

dF,i
(3)
Tauchpumpe
Skizze nicht maßstäblich!

Fallrohr Düse
Länge: LF  29 m Länge: vernachlässigbar
Innendurchmesser: d F ,i 100 mm Austrittsdurchmesser: d D  20 mm
Eintrittsverlustfaktor  E  0,1 Austrittsverlustfaktor  D  0,05 
Rauhigkeit k F  0,2 mm Fontäne
Steigrohr Höhe: H  20,39 m
Länge: LS  30 m Wasser
Innendurchmesser: d S ,i  40 mm Dichte  103 kg m3 
Außendurchmesser: d S ,a  50 mm kin. Viskosität  106 m 2 s 
Rauhigkeit k S  0,2 mm Umgebungsdruck p0 105 Pa 

30
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Für alle Teilaufgaben ist eine vollständige analytische Lösung erforderlich.


Rohrreibungszahlen sind rechnerisch zu ermitteln und zu überprüfen.

2.1 Berechnen Sie die Austrittsgeschwindigkeit cD des Wassers aus der Düse, wenn die
Reibung zwischen der Fontäne und der Atmosphäre vernachlässigt werden kann.
(Notfallwert für weitere Berechnungen: cD  20 m s  )

2.2 
Berechnen Sie den von der Pumpe geförderten Massestrom m
  7 kg s  )
(Notfallwert für weitere Berechnungen: m

2.3 Berechnen Sie den im Fallrohr auftretenden Druckverlust pV,F.


(Notfallwert für weitere Berechnungen: pV , F 10 kPa )

2.4 Berechnen Sie die aufgenommene Leistung der Tauchpumpe PPumpe, wenn der
hydraulische Wirkungsfaktor  hydr .  0,9 und der mechanische

2.5 Die Parkverwaltung fordert bei unverändertem Massestrom die Höhe der Fontäne auf
H' = 70 m zu erhöhen und schlägt zwei Alternativen vor:
A) Einsatz einer stärkeren Pumpe mit einer Leistung von PPumpe = 4150 [W]
B) Verwendung von höherwertigen Rohren mit geringeren Rauhigkeiten, d.h.
Fallrohr: k E  0,02 mm , Steigrohr: k S  0,02 mm

Zeigen Sie rechnerisch, daß mindestens eine der beiden Alternativen nicht
funktioniert und begründen Sie Ihre Entscheidung.

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Aufgabe 1 (30 Minuten, 30 Punkte)

L = 32 [m]

Umlenkgitter Pzu Gebläse Umlenkgitter


d2 = 4 [m]
UG UG

d2 = 4 [m] d2 = 4 [m] B = 12 [m]

d1 = 2,4 [m]

Umlenkgitter
UG Umlenkgitter
d2 = 4 [m] d2 = 4 [m]
UG
Q ab
l1 = 8 [m] l2 = 4 [m] l3 = 5 [m] l4 = 11 [m] l5 = 4 [m]

Wärmetauscher
WT Turbulenzsieb Düse Meßstrecke Diffusor
TS

Für den skizzierten Niedergeschwindigkeits-Windkanal gelten folgende Angaben:

Der Kanalquerschnitt ist kreisförmig und hat mit Ausnahme der Meßstrecke einen konstanten
Durchmesser von d2 = 4 [m]. Die Kegeldüse beschleunigt die Strömung auf eine Machzahl
von M = 0,2. Die daran anschließende kreisförmige, geschlossene Meßstrecke hat einen
konstanten Durchmesser von d1 = 2,4 [m].
Bei allen Berechnungen ist die Länge der entsprechenden Mittellinie zu verwenden.
Der Windkanal ist horizontal angeordnet.

1.1
Berechnen Sie die Strömungsgeschwindigkeit c1 in der Meßstrecke, wenn dort eine statische
Temperatur von T1 = 40,5 [°C] herrscht.
(Notfallwert: c1  71,0 m s  )

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1.2
Berechnen Sie die Reynoldszahl Red1 in der Meßstrecke, wenn dort ein statischer Druck von
p1 = 2,5 [bar] herrscht. Verwenden Sie als Bezugslänge den Düsendurchmesser d1 im
Austrittsquerschnitt der Düse.
Die kinematische Viskosität von Luft bei T  40,5 C  und p1 = 2,5 [bar] kann mit
  6.88  106 m 2 s  abgeschätzt werden.

1.3
 im Windkanal.
Berechnen Sie den Massestrom m

1.4
Berechnen Sie den Druckverlust pv im Windkanal

Komponente Verlustziffer Rohreibungszahl


Umlenkgitter UG = 0,05 UG = 0,0
Wärmetauscher WT = 1,2 WT = 0,0
Turbulenzsieb TS = 0,5 TS = 0,0
Meßstrecke M = 0,0 M
Restliche Kanalkomponenten Ka = 0,0  Ka = 0,015

Die Rauhigkeit der Kanalwand beträgt k = 0,2 [mm]

Hinweis:
Die Rohreibungszahl in der Meßstrecke ist rechnerisch zu bestimmen und rechnerisch zu
überprüfen.
Der Druckverlust in der Düse beträgt pv , Düse  700 Pa  und im Diffusor pv ,Diff  446 Pa  .

1.5
Berechnen sie die vom Gebläses aufgenommene Leistung PGebläse bei einem hydraulischen
Wirkungsgrad von hydr = 0,8 und einem mechanischen Wirkungsgrad mech = 0,9.
Welcher Wärmestrom Q ab muß unter der Annahme, daß der gesamte Windkanal thermisch
ideal isoliert ist, über den Wärmetauscher an die Umgebung abgeführt werden um die
Temperatur im Windkanal konstant zu halten?

1.6
In der Meßstrecke positionieren Sie eine Kugel mit hydraulisch glatter Oberfläche.
Der Durchmesser der Kugel beträgt dK = 1,0 [cm]. Wird die Kugel laminar oder turbulent
umströmt? Begründen Sie ihre Antwort!

1.7
Berechnen Sie wieviel Prozent der Druckwiderstand WD am Gesamtwiderstand der Kugel
beträgt, wenn sich der Gesamtwiderstand Wges  0,7 N  ausschließlich aus Druckwiderstand
WD und Reibungswiderstand WR zusammensetzt.

Hinweis:
Die Ablösung der Grenzschicht bei einer Kugel findet bei laminarer Anströmung bei   70
und bei turbulenter Anströmung bei   110 statt. O
h
Abgelöste Strömungsgebiete haben keinen Einfluß auf den Reibungswiderstand.
Oberfläche O eines Kugelsegments der Höhe h: O    h  4  R  h  R

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Aufgabe 1 (36 Minuten, 36 Punkte)

Das zu untersuchende U-Boot besteht aus einem zylindrischen Rumpf mit jeweils einem
Halbkugelsegment an Bug und Heck sowie einem Turm. Der Turm hat den Querschnitt einer
Ellipse mit der Fläche A    a  b und wird an der Oberseite durch eine ebene Fläche
abgeschlossen.
y

2b

2a

R L R

geg.:
L = 100 [m]
R = 2 [m]
a = 2 [m]
b = 1 [m]
h = 3 [m]

Meerwasser = 1030 [kg/m³]


 Meerwasser = 1,410-6 [m²/s] (kinematische Viskosität)

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1.1
Berechnen Sie die Masse mBoot des Bootes bei stationärer Tauchfahrt

1.2
Das Boot fährt mit einer Geschwindigkeit von c = 18 km/h.
Berechnen Sie die Lauflänge llam der laminaren Grenzschicht bis zur Transition sowie
die Dicke der laminaren Grenzschicht lam, an dieser Stelle,
wenn die kritische Reynoldszahl Rekrit = 5105 beträgt.

1.3
Berechnen Sie den Reibungswiderstand WR,Turm des Turms im getauchten Zustand bei einer
Geschwindigkeit von c = 18 km/h unter der Annahme, daß die Strömung am Turm nicht
ablöst.

Hinweise:
- Die Reynoldszahl am Turm ist mit dem Halbumfang des Turms zu berechnen
3 
- Umfang U einer Ellipse mit den Halbachsen a und b: U      a  b   a  b 
2 

1.4
Berechnen Sie den Reibungswiderstand WR,ges des gesamten Bootes unter der Annahme,
daß die gesamte Oberfläche des Rumpfes turbulent angeströmt wird.
Die Strömungsverhältnisse am Turm bleiben unverändert (Pkt. 1.3).

Hinweise:
- Die Reynoldszahl am Rumpf ist mit der Gesamtlänge des Bootes zu berechnen

- Das halbkugelförmige Heck wird aufgrund von Ablösung nicht in die Berechnung des
Reibungswiderstands mit einbezogen.

1.5
Berechnen Sie den Druckwiderstandsbeiwert cD des Bootes, wenn der Gesamtwiderstand
sich ausschließlich aus Druckwiderstand und Reibungswiderstand zusammensetzt und bei
einer Geschwindigkeit von c = 18 km/h die erforderliche Antriebsleistung P = 200 [kW]
beträgt.

1.6
Berechnen Sie die horizontale Kraftkomponente Fx und die vertikale Kraftkomponente Fy auf
das vordere halbkugelförmige Rumpfsegment infolge des hydrostatischen Drucks bei einer
Tauchtiefe von H = 200m.
Im Inneren des Bootes herrscht, wie an der Wasseroberfläche, ein Luftdruck von pi = 1 bar.

1.7
Wie alt ist der Kapitän?

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Aufgabe 2 (14 Minuten, 14 Punkte)

Im Teilbehälter 1 soll der Wasserstand reguliert werden. Dazu soll die aus Styropor
bestehende Ventilkugel den Ventilsitz etwas öffnen, sobald die Höhendifferenz zwischen
Oberwasserspiegel und Überlaufaustritt den Wert h überschreitet. Dadurch kann Wasser
von Teilbehälter 1 nach Teilbehälter 2 überströmen und über den Überlauf abfließen.

Gegebene Größen: W = 1000 kg/m³, K = 100 kg/m³, g = 9,81 m/s², p0 = 1 bar, d = 2/3D,
h = 1 m, h = 2m, b = 3 m

2.1
Wie groß muss der Durchmesser D sein, damit die Ventilkugel bei der gegebenen Höhendifferenz
h den Ventilsitz einen Spalt öffnet?

2.2
Wie groß ist für die gegebene Höhe h die resultierende Horizontalkraft Fhor auf die
Trennwand?

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Aufgabe 3 (10 Minuten, 10 Punkte)


Ein großer Behälter ist mit Wasser (Dichte ) auf konstante Höhe h befüllt. Durch eine
kreisrunde Öffnung mit Durchmesser D im Boden fließt das Wasser im Freistrahl auf eine
waagrechte Prallplatte ab und fließt dort radial nach allen Richtungen gleichmäßig ab. Die
Dicke des verteilten Strahls  ist vernachlässigbar klein gegen die Höhe H (H>>).

p∞
g

D h

c
p∞ H
Freistrahl
y

Kontrollvolumen
Prallplatte
3.1
Bestimmen Sie die innerhalb des vorgeschlagenen Kontrollvolumens die Kraft, welche
der Freistrahl auf die Prallplatte ausübt, wenn reibungsfreie Strömung angenommen
wird und Volumenkräfte vernachlässigt werden dürfen.

3.2
Welche Kraft ergibt sich für p0 = 1 bar, g = 9,81 m/s²,  = 1000 kg/m³, D = 0,5 m,
h = 2 m und H = 5 m?

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Aufgabe 1 (35 Minuten, 35 Punkte)


K
(2) S K

p Skizze nicht maßstäblich!


h5 K
Oberwasser (1)
h4' p
h4 L1, d

E,A g
h3
K (A) K
Pumpe/
Turbine
(4) (5) L2, d
h2
p
L3, d Unterwasser (3)
h1

E,A
In dem skizzierten Pumpspeicherkraftwerk kann wahlweise Wasser vom Oberwasser an der
Entnahmestelle (1) über eine Turbine zum Unterwasser an den Ausfluß (3) geleitet werden oder vom
Unterwasser mittels einer Pumpe zum Oberwasser gepumpt werden.
Die Leitung vom Oberwasser zum Maschinenhaus hat die Länge L1 und den konstanten
Durchmesser d. Die Leitung vom Maschinenhaus zum Unterwasser hat die Länge L2 und ebenfalls
den konstanten Durchmesser d. Die absolute Rauhigkeit k ist in allen Leitungssegmenten konstant.
Schieber (2) ist geöffnet, Schieber (4) und (5) sind geschlossen.
Die Wasserspiegel an Ober- und Unterwasser können als konstant angenommen werden.
Es herrscht der Umgebungsdruck p.
geg.:
   
Wasser 103 kg m 3 ,  Wasser 10 6 m 2 s , TWasser 10C  , p  0,95 bar 
L1  200 m , L2  50 m , d  0,50 m , k  0,1mm
h1 1m , h2  2 m , h3  20 m; h4  7 m ; h5 1m
Verlustziffern:  E , A  0,02 ,  K  0,8 ,  S 1,2
Pumpbetrieb: 
VP 180 m3 h ,  Gesamtwirkungsgrad der Pumpe:  P  0,8
Turbinenbetrieb: VT 1800 m h , 
3
Gesamtwirkungsgrad der Turbine: T  0,9

Hinweis: Rohrreibungszahlen sind rechnerisch zu bestimmen und rechnerisch zu überprüfen.

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Aufgabe 1 (35 Minuten, 35 Punkte)

1.1 [4]
Berechnen Sie für den Pumpbetrieb die Reynoldszahl in der Leitung.

1.2 [9]
Berechnen Sie den Druckverlust pV ,T in der Anlage bei Turbinenbetrieb.

1.3 [10]
Bei Turbinenbetrieb messen Sie an der Stelle (A) vor dem Maschinenhaus in der Leitung
einen Überdruck von p A  2,2 bar  .

Der Meßfühler zur Bestimmung des Pegelstandes an der Entnahmestelle (1) ist zu diesem
Zeitpunkt ausgefallen, d.h. der Pegelstand des Oberwassers ist unbekannt.
Dies gilt nur für Teilaufgabe 1.3

Berechnen Sie die hydraulische Turbinenleistung PT,hydr.

1.4 [2]
Berechnen Sie die Wellenleistung PT,Welle, die von der Turbine an den Generator abgegeben
wird.

1.5 [2]
Berechnen Sie die maximale abzugebende Turbinenleistung PT,max bei Vernachlässigung aller
Verluste!

1.6 [8]
Zu Wartungszwecken wird das Wasser um das Maschinenhaus umgeleitet, d.h. Schieber
(2), (4) und (5) sind offen. Die gesamte Rohrleitung kann als verlustfrei angenommen
werden.

Um welche Höhendifferenz h4' kann der Pegelstand des Oberwassers maximal absinken?

39
Aufgabe 2 (25 Minuten, 25 Punkte)

Ein großer Behälter ist mit der Höhe H über der Ausflussöffnung mit Wasser der Dichte
gefüllt (vgl. Skizze mit Detaillierung). Die Ausflussöffnung hat die Querschnittsfläche A,
dass Wasser tritt reibungsfrei in horizontaler Richtung als Freistrahl aus und trifft nach
Durchlaufen der Fallhöhe L auf den horizontalen Teller einer Federwaage auf und läuft
reibungsfrei seitlich ab.
0
Detail:
g
V2
H
2
 A 1
V1 
3
Detail 4
L V4 z V3
V2
x
z 2
x

Gegeben: H = 1,275 m, L = 0,56 m, A = 2 cm²,  = 1000 kg/m³; g = 9,81 m/s²

Anmerkung: Bei der Berechnung der Kräfte auf die Waage darf angenommen werden, daß
das Gewicht der Flüssigkeit auf dem Waagenteller vernachlässigbar ist.

2.1 [4]
Bestimmen Sie die Ausflussgeschwindigkeit v1.

2.2 [4]
Bestimmen Sie den Betrag der Geschwindigkeit v2 in der Nähe des Waagentellers.

2.3 [4]
Bestimmen Sie die Vertikalgeschwindigkeit v2z.

Die horizontale Geschwindigkeit ändert sich nicht, nur die vertikale Geschwindigkeit nimmt
zu:

2.4 [4]
Bestimmen Sie den Winkel  zwischen den Geschwindigkeitsanteilen v2 und v2z an der Stelle 2.

2.5 [4]
Wie groß sind die Geschwindigkeiten v3 und v4.

2.6 [5]
Wie groß ist die Kraft in z-Richtung auf die Federwaage?

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Aufgabe 1 (30 Punkte)

Belastung für Felix Baumgartner beim Sprung aus 39 km Höhe


Am 14. Oktober 2012 wurde der seit 1961 bestehende Weltrekord des US-Amerikaners Joseph
Kittinger für einen Fallschirmabsprung aus 31333 m Höhe von dem Österreicher Felix
Baumgartner durch einen Sprung von einer Druckkapsel eines Heliumballons aus 39045 m Höhe
eingestellt.
Gehen Sie bei allen Berechnungen davon aus, daß die Bedingungen der Standard-Atmosphäre
(= Normatmosphäre ISA) vorliegen.

A) Startbedingungen
Der Start des Ballons erfolgte in Roswell, New Mexico auf einer Höhe von H0 = 1089 m.
Zur Füllung des Ballons wurden 5000 m³ Helium bei dem aktuellen Umgebungsdruck verwendet.
Die Hülle des Ballons kann als vollständig flexibel angenommen werden, d.h. der Innendruck im
Ballon entspricht dem äußeren Umgebungsdruck.
Helium: Spezifische Gaskonstante RHe = 2078 [J/kgK].
Luft: Spezifische Gaskonstante: RLuft = 287,05 [J/kgK], Isentropenexponent =1,4.

1.1
Berechnen Sie die Dichte He des Heliums im Ballon zum Zeitpunkt des Starts.

1.2
Berechnen Sie die maximale Nutzlast mNutz beim Start wenn die Leermasse der Hülle und der
Kapsel zusammen mleer = 1315 kg beträgt.

B) Bedingungen nach dem Absprung aus H1 = 39045 m


Die maximale Geschwindigkeit von cmax = 1342 km/h wurde relativ schnell in H2 = 32000 m
erreicht.

1.3
Berechnen Sie den Staudruck qH=32000 für die Maximalgeschwindigkeit in der Höhe H2.

1.4
Welcher Geschwindigkeit cH=0 entspricht dieser Staudruck qH=32000 auf Meeresniveau?

1.5
Hatte Herr Baumgartner in der Höhe H2 = 32000 m die Schallgeschwindigkeit überschritten?
Begründen Sie Ihre Antwort.

C) Freifall der Kapsel


Nach dem Absprung wurde die kugelförmige Druckkapsel (Masse mK = 1200 kg,
Durchmesser dK = 1,8 m) von der Ballonhülle getrennt. Gehen Sie bei den weiteren
Berechnungen davon aus, daß die Auslösung der Bremsfallschirme versagte und diese
nicht mehr zum Einsatz kamen.
1.6
Berechnen Sie den Gesamtwiderstandsbeiwert der Kapsel CW, wenn diese beim Aufschlag
in Roswell eine inzwischen konstante Endgeschwindigkeit von cE = 300 km/h erreicht hat.

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Prof. Dr.-Ing. P. Schiebener FLUIDMECHANIK Prüfung WS2012/2013
Prof. Dr.-Ing. P. Hakenesch TECHNISCHE STRÖMUNGSMECHANIK Teil II Aufgaben

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Aufgabe 2 (30 Punkte)

Die Sprinkleranlage einer kleinen Garage besteht aus zwei Sprinklerköpfen (Düsen), die im Abstand L2 an der
Garagendecke das mithilfe einer Pumpe aus dem Behälter geförderte Wasser im Garagenraum verteilen. Die
Pumpe führt eine konstante Druckerhöhung durch, welche die Druckverluste in der Rohrleitung (L1, D, )
ausgleicht. Die Länge der Leitung bis zum ersten Sprinkler beträgt L1. Neben den Leitungsverlusten sollen
ausschließlich die Verluste in den beiden Sprinklern mit jeweils einem Verlustbeiwert ζSpr berücksichtigt werden.
Dieser Beiwert ist mit jeweiligen Sprinklerkopfeintrittsgeschwindigkeit vSpr(1,2) im Rohr vor der Düse gebildet
und berücksichtigt, dass durch die feine Zerstäubung des Wassers keine kinetische Energie in den Positionen
direkt am Sprinkleraustritt auf der Höhe H2 vorhanden ist. In der Garage herrsche Umgebungsdruck
p∞.
L2, D, λ

ζSpr
p∞
B Cp∞
A L1, D, λ, vR H2

H1
Δ

ΔpPumpe
Gegeben: D=20 mm, L1=10 m, L2 = 4 m, H1 = 1 m, H2 = 3m,  = 0,02, ζSpr = 3, ρ = 1000 kg/m³,
Q = 200 ltr/min, p∞ = 1 bar.

1. Geben Sie die formelmäßigen Zusammenhänge der Verluste ΔpvA‐B und ΔpvA‐C zwischen der
Behälteroberfläche A und den Sprinkleraustritten als Funktion der zunächst unbekannten
Geschwindigkeit  vR (im Pumpenrohr) und vSpr1 und vSpr2 vor den Sprinklern an.
2. Geben Sie über Energiebilanzen zwischen A und B sowie A und C jeweils eine Funktion
vSpr1(vR, ΔpPumpe) und vSpr2(vR, ΔpPumpe) für die Geschwindigkeiten unmittelbar vor den
Sprinklerköpfen an.
3. In welchem Verhältnis teilt sich der gesamte, gegebene Volumenstrom Q über beide Düsen
auf? Berechnen Sie außerdem  vSpr1 und vSpr2.
4. Für welche Druckerhöhung ΔpPumpe ist die Pumpe dabei zu dimensionieren?
5. Nennen Sie mindestens eine mögliche Maßnahme zur Angleichung der Teilvolumenströme
beider Sprinkler.

42
Prof. Dr.-Ing. A. Gubner FLUIDMECHANIK Prüfung SS 2013
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Aufgabe 1 (30 Punkte)

An ein Rohr mit dem konstanten Durchmesser d1 ist ein Stufendiffusor mit dem Durchmesser
d2 angeschlossen. Die Länge des Rohres zwischen den Punkten (1) und (3) beträgt L1.
Beim Einströmen eines Fluids mit der Dichte ρ und der kinematischen Viskosität ν in den
Diffusor löst die Strömung von der Wand ab und es bildet sich ein Totwassergebiet der
Länge L2.
An den Messstellen (1) und (4) ist eine Messleitung angeschlossen, die mit einem U-Rohr-
Manometer verbunden ist. In dem Manometer befindet sich eine Messflüssigkeit mit der
Dichte ρM zwischen den Punkten (0) und (2). Rohr und Diffusor haben die gleiche Rauhigkeit
k. Das Fluid kann sich nicht mit der Messflüssigkeit vermischen.

(4) Messleitung

d2 ,  2 , k

L2

Diff
(3)

h4

L 1, d 1,   , k
K

(2)
K M
h2 z
g (1)
h1
(0)
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Beantworten Sie die folgenden Fragen unter der Annahme, daß die folgenden
Parameter bekannt sind:

L1, d1, d2, k, h1, h2, h4, ν, ζK, λ1, λ2, ρ

Geben Sie die Lösung ausschließlich in Abhängigkeit von den gegebenen Parametern
an.

1.1 [2]
Welche Strömungsgeschwindigkeit c1 darf maximal in dem Rohr herrschen, so daß die
Strömung nicht turbulent wird?

1.2 [2]
Bestimmen Sie die Länge L2, die die Strömung im Stufendiffusor benötigt, bis die Strömung
wieder vollständig an der Wand anliegt. In dem Diffusor gilt Red2 = 2900.

1.3 [2]
Muss im Diffusor zur Bestimmung des Druckverlustes die Wandreibung zwischen den Stellen
(3) und (4) berücksichtigt werden? Geben Sie eine Begründung an.

1.4 [2]
Bestimmen Sie den Verlustbeiwert ζDiff des Stufendiffusors unter der Annahme, dass die
Strömung im Diffusor vollständig turbulent ist.

1.5 [22]
Bestimmen Sie die Dichte der Messflüssigkeit ρM, wenn im Punkt (1) die Geschwindigkeit c1
vorliegt.
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Aufgabe 2 (30 Punkte) y

Für den Aluminium-Verschluss- und -Formstopfen


eines Springbrunnens soll eine Auslegung erfolgen.
Vereinfachend wird angenommen, dass im h/2
stationären Strömungsfall ein rechteckiger 2β LD
Flüssigkeitsfreistrahl (Breite h, Tiefe b) in vertikaler
Richtung mit der Geschwindigkeit v3 so gegen den
Verschlusskeil fließt, dass dieser in der Schwebe
gehalten wird und den Strahl in zwei symmetrische
Teilstrahlen zerlegt. Die Flüssigkeit hat die Dichte ρF,
das Keilmaterial die Dichte ρK.
g
Hinweis: Die Schwerkraft der Flüssigkeit als
Volumenkraft soll vernachlässigt werden.
Gegeben: ρF = 1000 kg/m³, ρK = 2700 kg/m³, Tiefe b
LD = 0,1 m, h = 1 cm, β = 30°, b = 4 cm, p0 = 1 bar. h

Düse

v3, ρF

2.1 [15]
Wie groß muss die Anströmgeschwindigkeit v3 sein, damit der Keil gegen die Wirkung seines
Gewichts in der Schwebe gehalten wird?
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2.2 [15] [10]


Aus einem Tank mit Innenbedrückung p1 wird das
Düse
Wasser über die hydraulisch glatte Leitung der
Länge L1 über 2 Krümmer, mit ζKr, einem Passstück
Passstück ζPass zugeführt, welches den runden
Eingangsquerschnitt in den rechteckigen
Düsenquerschnitt überführt und dann in die Düse
H1
gelangt. Der zugehörige Widerstandsbeiwert
ζPass=0,58 ist auf den hydraulischen
Ausgangsquerschnitt bezogen. ζKr
ζKr
Wie groß muss der Innendruck p1 des bedrückten
Tanks sein, damit die Ausströmgeschwindigkeit L1, D1
v3 erreicht wird? [Notfallwert v=12m/s]
p1
Gegeben: L1 = 6 m, D1 = 10 mm, H1 = 3 m,
ζKr=0,82, ζPass=0,58 (mit Düse), h = 1 cm,
b = 4 cm, Leitung hydraulisch glatt, ρF
= 1000 kg/m³, F=10-6m²/s, p0 = 1 bar,
[Notfallwert v3=12 m/s].
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Die Teilaufgaben 1 und 2 bestehen aus insgesamt zwei A3-Bögen.


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.

Aufgabe 1 (20 Punkte)


Sie arbeiten in Catanzaro (Kalabrien) als Problembeseitiger bei der ’Ndrangheta und
befinden sich in einem Boot mit einem kastenförmigen Rumpf der Länge L und Breite B mit
senkrechten Seitenwänden und einem ebenen Boden. Die Leermasse des Bootes und Ihre
eigene Masse betragen zusammen m.
Das Boot schwimmt in einem mit Wasser (Dichte W) gefüllten rechteckigen Teich der Länge
LT und Breite BT. Der Teich hat keinen Zulauf und keinen Ablauf. Der Pegelstand beträgt h2.

In dem Boot befinden sich außer Ihnen noch folgende Gegenstände:


- Ein Betonklotz (darin eingeschlossen das Problem) mit dem Volumen VB und der
Dichte B, B = 3W
- Ein mit Helium (Dichte He) gefüllter Ballon mit dem Volumen VHe

Die Masse der Ballonhülle und der Schnur kann vernachlässigt werden.
Ebenso kann, mit Ausnahme des Heliumballons, der Beitrag zum Auftrieb all derer
Komponenten vernachlässigt werden, die kein Wasser, sondern lediglich Luft (Dichte L)
verdrängen.

Gehen Sie bei allen weiteren Betrachtungen davon aus, dass folgende Größen bekannt sind:
LT, BT, L, B, m, VHe, VB, He, B, W, L, h2

He
He

L

W
h
Beton
B

h2
h1
Hinweis:
Zur Reduzierung des Schreibaufwands können Sie aus den gegebenen Größen auch neue
Variable definieren.

1.1 [5]
Bestimmen Sie die Eintauchtiefe h des Bootes als Funktion der gegebenen Größen.

1.2 [5]
Sie werfen den Betonklotz in den Teich. Wie verändert sich der Pegelstand des Wassers (bleibt
konstant, steigt, sinkt, keine dieser Möglichkeiten ist richtig)? Begründen Sie Ihre Antwort!

1.3 [10]
Bestimmen Sie die neue Höhe des Pegelstandes h2‘ des Teichs, nachdem Sie den Betonklotz in
den Teich geworfen haben als Funktion der gegebenen Größen.

Aufgabe 2 (36 Punkte)


Die Dusche Ihrer Berghütte wird durch ein externes geschlossenes Wasserfass versorgt. Im
Inneren des Fasses herrscht ein Überdruck pü und die Temperatur des Wassers beträgt TW.
Der Pegelstand im Fass h1 kann für alle Betrachtungen als konstant angenommen werden.
Das Wasser wird durch eine Leitung mit der Länge L und dem konstanten Durchmesser d über
den Dachfirst (2) zum Brausekopf (3) geführt.

Die Größen p0, pü, L, W, TW, h1, h2, h3, L, d, , E, K, B, sind bekannt.


(2) 


p0

 L, d, 
(3) pü
h2
L
(1) h3

W T
W
h1
(4) Kompressor

 
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Hinweis:
Zur Reduzierung des Schreibaufwands können Sie aus den gegebenen Größen auch neue
Variable definieren.

2.1 [4]
Im Brausekopf wird das Wasser auf 16 Bohrungen verteilt. Der Durchmesser dB jeder
einzelnen Bohrung beträgt dB = 0,25d. Bestimmen Sie das Verhältnis von der
Geschwindigkeit c in der Leitung zur Austrittsgeschwindigkeit c3 am Brausekopf (3).

2.2 [8]
Bestimmen Sie die Austrittsgeschwindigkeit c3 des Wassers am Brausekopf (3) als Funktion
der gegebenen Größen.

2.3 [2]
Die Zuleitung zur Dusche verläuft von dem Fass über den Dachfirst (2) zum Brausekopf (3).
Wie entwickelt sich der Druckverlust pV,1-3 in der Leitung und im Brausekopf, wenn die
Geschwindigkeit in der Leitung gegen Null geht?

2.4 [6]
Welche Höhe h2 darf dabei der Dachfirst (2) unter dieser Bedingung, d.h. c  0,
maximal erreichen?

2.5 [4]
Die Wassertemperatur beträgt TW = 12°C.
Wie ändert sich die maximale Firsthöhe h2,max, bis zu der die Dusche noch funktioniert (bleibt
gleich, wird höher, wird niedriger, keine dieser Möglichkeiten ist richtig), wenn
a) die Wassertemperatur um 20°C ansteigt?
b) die Wassertemperatur um 20°C sinkt?

2.6 [4]
Das Wasser tritt in einem runden Strahl mit dem Durchmesser d3 aus dem Brausekopf aus
und prallt mit dem Durchmesser d4 aus auf den Boden der Dusche (4) und spritzt von dort
gleichmäßig zur Seite. Reibungseffekte können vernachlässigt werden.
Ist d3 > d4 oder d3 < d4?

2.7 [8]
Welche Kraft F2 wirkt infolge des Wasserstrahls auf den Boden der Dusche (4)?
Bestimmen Sie die Kraft F2 als Funktion der gegebenen Größen.
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Aufgabe 3 (28 Punkte)

Ein senkrecht stehendes Schwebekörperdurchflussmessgerät soll ausgelegt werden. Dazu wird


stationäre Strömung eines inkompressiblen Fluids (Dichte )vorausgesetzt. In der Strömung
schwebt ein koaxialer Kreiskegel (Volumen VK, DichteK) mit dem Maximalradius r.

Setzen Sie dafür voraus, dass im betrachteten Bereich die Strömung reibungsfrei, die
Geschwindigkeiten c1 und c2 über den jeweiligen Querschnitt konstant seien. Der Druck auf die
Grundfläche des Kegels (Nachlaufgebiet) sei gleich dem statischen Druck in der Strömung wie an
Stelle 2.

Berechnen Sie mit Hilfe des Impulssatzes, bei welcher Geschwindigkeit c1 des Fluids der Kegel in
der Strömung schwebt.
Gegeben sind: r, R, VK, K, , g.

3.1 [4]
Skizzieren Sie ein Kontrollvolumen für den betrachteten Abschnitt und tragen Sie die relevanten
vektoriellen Größen ein. Verwenden Sie dazu eine eigenen Skizze oder die Vorlage.

3.2 [24]
Bei welcher Geschwindigkeit c1 wird der Schwebekörper in der Gleichgewichtslage gehalten?
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Diese Teilaufgabe besteht aus einem A3-Bogen mit 4 Seiten.


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.
Für alle Teilaufgaben ist eine vollständige analytische Lösung erforderlich!

Aufgabe 1 (45 Punkte)

Sie möchten mit einem Heißluftballon am Strand der Insel Sylt starten. Zum Startzeitpunkt und während
der Fahrt herrschen die Bedingungen der Standardatmosphäre. Die Masseabnahme infolge des
verbrauchten Butangases kann vernachlässigt werden. Die Hülle des Ballons ist nicht dehnbar und ist
auf eine zulässige Gewebetemperatur von Tmax = 120°C ausgelegt. Die Temperatur der Hülle entspricht
immer der Gastemperatur im Ballon.

Die Masse der Hülle, des Korbes, des Brenners und der gefüllten Butanflaschen beträgt
zusammen mB  mHülle  mKorb  mFlaschen  100 kg . Als Nutzlast mNutz sollen inklusive des Piloten vier
Personen zu je 80 kg transportiert werden.

Alle benötigten Daten der Atmosphäre für h > 0 sind zu berechnen!

1.1 [10]
Berechnen Sie das Volumen VB des Ballons wenn beim Start eine Lufttemperatur im Ballon von TLuft,B =
100°C vorliegt.

1.2 [15]
Ist mit dieser Beladung ein Aufstieg auf 3000 m Höhe möglich?
Begründen Sie rechnerisch Ihre Antwort.

1.3 [10]
Während der Fahrt überlegen Sie sich, ob es möglich wäre, mit diesem Ballon auf eine Höhe
von h = 12 km aufzusteigen, wenn Sie die drei Passagiere über Bord werfen.
Begründen Sie rechnerisch Ihre Antwort.

1.4 [6]
Zur Validierung Ihrer These werfen Sie die drei Passagiere kurzerhand über Bord.
Sie beobachten, dass diese im freien Fall in einer Höhe von h = 2000m eine konstante
Geschwindigkeit von c1 = 212,4 km/h erreicht haben.
Berechnen Sie den CW-Wert eines Passagiers, wenn dieser in Bauchlage eine projizierte
Querschnittsfläche von Sref = 0,3 m² hat und die Luftdichte in dieser Höhe  = 1,0 kg/m3 beträgt.

1.5 [4]
Zu Ihrer Erleichterung stellen Sie fest, dass die drei Passagiere unter ihren Jacken einen Fallschirm
trugen, den sie auch kurz vor dem Aufschlag auslösen. Sie erreichen mit einer Sinkgeschwindigkeit von
c2 = 32,4 km/h wieder sicher den Strand der Insel.
Berechnen Sie den Durchmesser DK der Fallschirmkappe, wenn diese näherungsweise als offene
Halbkugel mit einem CW-Wert von 1,1 betrachtet werden kann.
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Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe nur in den dafür vorgesehenen Leerräumen!

2. und 3. Aufgabe: (Rohrreibung, Impulssatz)

Sie stehen morgens unbeschwert unter der laufenden Dusche – und heimtückisch überfallen Sie
zwei strömungstechnische Fragen:
1. Wieviel Wasser verbrauche ich pro Minute Duschzeit?
2. Welche Kräfte und Momente wirken am Wandanschluss (1)?
Um die Problem zu lösen, stehen Ihnen folgende Daten zur Verfügung:

Konstanter Wasserdruck am Wandanschluss: 3 bar absolut;


Rohr 12: Länge L1 = 20 cm, Durchmesser D1 = 1,25 cm; 0,1 mm Rauheit, = ?,
ζExp=9 bezogen auf Querschnitt 2
Rohr 23: Länge L3 = 15 cm, Durchmesser D3 = 2,5 cm, 0,05 mm Rauheit;  = 0,03
Rohr 45: Länge L5 = 10 cm, Durchmesser D5 = 2,5 cm, 0,05 mm Rauheit;  = 0,03
Krümmer 34: Krümmerradius RK = 5 cm, Verlustbeiwert K = 0,15;
Duschkopf: 20 Bohrungen mit je 1,5 mm Durchmesser,
Kopfhöhe: 5 cm; Gesamtdurchmesser 10 cm; Bohrungsauslassverlust D = 0,5;
Wasser 40 °C: Dichte  = 992 kg/m³;
dyn. Zähigkeit  = 653 .μPa·s
Luftdruck der Umgebung po = 1 bar; Erdbeschleunigung g = 9,81 m/s²
2. Aufgabe: (Verluste in Rohrleitungen) [32]

2.1 [7]
Berechnen Sie die Austrittsgeschwindigkeit v0 am Duschkopf unter der Annahme, dass keine
Verluste auftreten. [Notfallwert 20 m/s ]

2.2 [3]
Berechnen Sie den Wasserverbrauch für 1 Minute Duschzeit in Litern (verlustlos)

2.3 [10]
Die Rohrreibungszahl  im Rohr 12. Bei der analytischen Bestimmung von  können Sie
80% der Geschwindigkeit aus der verlustlosen Berechnung einsetzen.

2.4 [7]
Berechnen Sie den gesamten Druckverlust pv10

2.5 [5]
Berechnen Sie Volumenstrom in ltr/min unter Berücksichtigung der Verluste.

3. Aufgabe: (Impulssatz) [13]

Berechnen Sie nun die horizontale Kraft Fx und die vertikale Kraft Fz, die daraus
resultierende Kraft Fres sowie das Moment M am Wandanschluss. Gewichtskräfte bleiben
unberücksichtigt. Dabei werden die geometrischen Werte aus obiger Aufgabe benutzt und
v0 mit 20 m/s eingesetzt.
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Die Teilaufgaben 1, 2 und 3 bestehen aus insgesamt drei A3-Bögen.


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.
Tragen Sie auf allen drei Bögen Ihren Namen in Druckschrift ein.

Hinweise:
Bei allen Teilaufgaben ist zuerst eine vollständige formelmäßige Lösung vor dem Einsetzen
der Zahlenwerte erforderlich. Rohrreibungszahlen sind gegebenenfalls zu berechnen.

Aufgabe 1 (44 Punkte)

Ein Boot mit einem kastenförmigen Rumpf und einem um den Winkel  = 30° geneigten
flachen Bug wird durch einen Impeller angetrieben. Das Wasser tritt an der Stelle (1) in das
Rohr ein und tritt an der Stelle (2) wieder durch eine Düse aus.
Das Rohr des Antriebsystems hat die Gesamtlänge L, einen konstanten Durchmesser d und
die konstante Rauigkeit k. Die Länge der Düse kann vernachlässigt werden.


(2) D 
c2 p0
h2
 
L, d, k, 
h1
c1 h3
Impeller
y
(1)
x
LB,u

LB,o

Angaben

Boot: Länge: LB,o = 5 m, LB,u = 4,5 m, Breite: B = 1m


Abstände: h1 = 0,5 m, h2 = 0,2 m, h3 = 0,7 m
Antriebsystem Rohrlänge L = 6 m, Durchmesser d = 10 cm, Rauigkeit k = 10-6 m
Düse: Austrittsdurchmesser dD = 4 cm
Verlustziffern: Eintrittsverlust E = 0,02, Krümmer K = 0,15,
Düse D = 0,07 (bezogen auf den Austrittsquerschnitt)
kinematische Viskosität: Luft = 1510-6 m²/s, Wasser = 10-6 m²/s
Umgebungsdruck: p0 = 1 bar
1.1 [4]
Sie möchten an dem Boot, das für eine Geschwindigkeit von cB = 6 m/s ausgelegt ist,
Grenzschichtuntersuchungen an der Unterseite des Boots durchführen.

Bei welcher Geschwindigkeit cM müssten Sie dazu ein Modell des Boots im Maßstab 1:2 in
einem Windkanal untersuchen?

1.2 [4]
Mit welcher Geschwindigkeit cM müssten Sie dazu ein Modell des Boots im Maßstab 1:2
durch einen mit Wasser gefüllten Schleppkanal ziehen?

1.3 [4]
Berechnen Sie für die Auslegungsgeschwindigkeit des Bootes cB = 6 m/s, die
Austrittsgeschwindigkeit c2. des Strahls aus der Düse.

1.4 [10]
Berechnen Sie den Druckverlust pV1,2 im Rohr.

1.5 [10]
Berechnen Sie die erforderliche Leistung PA des Impellers.

1.6 [12]
Berechnen Sie den Gesamtwiderstand Wges des Bootes, unter folgenden Annahmen:
- Die Grenzschicht ist über die gesamte Bootslänge vollständig turbulent
- Die Strömung an der Heckseite des Bootes ist vollständig abgelöst
- Der mittleres Druck an dem Heck des Boots beträgt pBasis = 101500 Pa.
- Der Beitrag der über der Wasserlinie liegenden Teile zum Gesamtwiderstand kann
vernachlässigt werden.
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Aufgabe 2  [24 Punkte] 

Aus einer Düse tritt ein Strahl Kühlschmiermittel mit der Dichte und der Geschwindigkeit v1 aus und 
trifft auf eine Werkzeugschneide (vgl. Skizze). Diese teilt den Kühlschmiermittelstrahl in zwei gleich 
große Strahlen (Querschnitt A/2). Es kann eine ebene und verlustfreie Strömung angenommen 
werden. 

  A  p∞ v2 
 
A/2  y 
  v1  
Düse   x
  

p∞ 
 

  A/2 
 
v3 
 

Gegeben:   A, v1, p∞, 

Hinweis:    Volumenkräfte und  Reibung sind vernachlässigbar, auf die Werkzeugschneide wirkt 
von allen Seiten Umgebungsdruck p∞ 

   
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_________________________________________________________________________

2.1  Bestimmen Sie die Geschwindigkeiten v2 und v3. 

2.2  Bestimmen Sie die Komponenten Fx und Fy des Kraftvektors   entsprechend des gegebenen 


Koordinatensystems, die vom Kühlschmiermittelstrahl auf die Werkzeugschneide ausgeübt 
wird. 

Im Folgenden soll der Fall  = 0 betrachtet werden! 

2.3  Die Werkzeugschneide bewege sich mit konstanter Geschwindigkeit vS entlang der x‐Achse 
auf die Düse zu. Bestimmen Sie für diesen Fall die Komponenten Fx und Fy der resultierenden 
Kraft  des Kühlmittelstrahls auf die Werkzeugschneide. 

2.4   Wie groß ist der Betrag von  ? 

Aufgabe 3  [ 17 Punkte] 

Für die Idee eine Erdumrundung mit dem Ballon durchzuführen, wird ein spezieller Ballon konzipiert. 
Er besteht aus einer zweitgeteilten Ballonhülle und soll eine Nutzlast m tragen.In der Ballonhülle 
befindet sich oben ein kugelförmiger (Durchmesser D), geschlossener  Auftriebskörper, der mit 
Helium (He) gefüllt ist. Darunter befindet sich ein offener Auftriebskörper (VB, B), dessen Auftrieb 
durch Zufuhr von Heißluft aus einem Gasbrenner gesteuert werden kann. Zur Vereinfachung sollen 
beide Auftriebskörper als starre Volumina betrachtet werden (V=const). Das restliche Volumen in der 
Ballonhülle sowie der Auftrieb der Nutzlast sind zu vernachlässigen. Es soll isotherme Atmosphäre 
gelten mit TLuft(z) = T0 = const. 

  RHe 
He  ØD 
  g 
Helium 
 

  Ballonmasse mB  Luft  RLuft=RB 


RB 
Luft 
  pLuft(z) 
VB 
  Luft(z) 

  TLuft(z)=const=T0

  Nutzlastmasse m 

 
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Gegeben:   m, mB, g, VB, TLuft(z)=T0=const, Gaskonstanten RLuft, RB=RLuft, RHe 

    für z=0: Luft(z=0)=L0, B(z=0)=L0, He(z=0)=He0 

Hinweis:  ∙

3.1  Welchen Durchmesser D muss der mit Helium gefüllte Auftriebskörper haben, damit der 
gesamte Ballon mit Nutzlast in der Höhe z=0 gerade schwebt? Im unteren Auftriebskörper 
herrscht atmosphärischer Zustand (L0, TL0). 

3.2  Bestimmen Sie für Isotherme Atmosphäre den Verlauf der Dichte (z) in Abhängigkeit von 
der Höhe z. 

3.3  Der untere Auftriebskörper werde nun mit einem Gasbrenner für eine bestimmte Zeit 
beheizt, so dass die Temperatur auf TB = 1,1∙T0 erhöht wird. Beim Aufstieg des Ballons bleibt 
die Temperatur TB konstant, es wird keine Wärme an den oberen Auftriebskörper (He = He0) 
bzw. an die Umgebung übertragen oder abgegeben. Welche maximale Höhe H erreicht der 
Ballon? 

 
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Die Teilaufgaben 1 bis 4 bestehen aus insgesamt zwei A3-Bögen.


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.
Tragen Sie auf allen Bögen Ihren Namen in Druckschrift ein.

Aufgabe 1 (10 Punkte)

Zwei Kugeln aus unterschiedlichem Material (Dichte K1 bzw. K2) mit den unterschiedlichen
Durchmessern dK1 und dK2 sinken in einer Flüssigkeit (Dichte Fl) nach unten.
Die Beiwerte für den Gesamtwiderstand der Kugeln sind jeweils cW1 und cW2.

Bestimmen Sie das Verhältnis der Durchmesser dK1/ dK2 als Funktion der
Widerstandsbeiwerte cW1, cW2.und der Materialdichten K1, K2, Fl, wenn beide Kugeln mit der
gleichen konstanten Geschwindigkeit c absinken.

Aufgabe 2 (35 Punkte)

Eine Pumpe P fördert einen konstanten Massestrom von unterwasserseitigen Pegel UW in


eine Hochbehälter HB zu dem oberwasserseitigen Pegel OW. Von dort strömt das Wasser
wieder in die freie Umgebung, Punkt (8). Die Pegelstände OW und UW bleiben dabei
konstant. Die Wassertemperatur beträgt TW = 10°C.
Das an den Hochbehälter angeschlossene Manometer zeigt einen Überdruck pü an.
Außen herrscht der Umgebungsdruck p0.

Hinweise
Die Länge der Pumpe kann bei der Berechnung zu Null gesetzt werden.
An dem Punkt (5) sowie im Inneren des Hochbehälters HB treten keine Verluste auf.

Bestimmen Sie bei den Aufgaben 2.1 bis 2.4 die folgenden Parameter als Funktion der in der
Skizze angegebenen Größen!

Bereits definierte Parameter können in den folgenden Teilaufgaben weiter verwendet


werden.
y1 y2

HB
(6)
OW

x1  p0
d2
 m

d2 (5)   (8)
x2 (7)
2 (4) 2

x3 (3) UW

(2)

1
x4 d1

 (1)

2.1 [7]
Bestimmen Sie den Druckverlust pV,ges, der beim Durchströmen des Systems auftritt

2.2 [12]
Bestimmen Sie die erforderliche Leistung PPumpe der Pumpe

2.3 [10]
Bestimmen Sie den maximalen Massestrom der Anlage.

2.4 [6]
Wie ändert sich der Wert für , wenn die Wassertemperatur um T = 20°C ansteigt bzw.
um T = 20°C absinkt?

TW = T+T
steigt fällt bleibt gleich
ankreuzen

Begründung (maximal ein Satz!)

TW = T-T
steigt fällt bleibt gleich
ankreuzen

Begründung (maximal ein Satz!)


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Aufgabe 3 (25 Punkte)

Ein Tischtennisball kann durch einen ihn umströmenden Luftfreistrahl so in der Schwebe
gehalten werden, dass er sich nicht zu bewegen scheint. Dazu muss eine Kraft aufgebracht
werden, die bei richtiger Abstimmung aller Größen in der Lage ist, das Gewicht des Balls zu
kompensieren. Das Eigengewicht des Luftstrahls kann vernachlässigt und die Strömung als
stationär und inkompressibel betrachtet werden.
Setzen Sie den Eintrittsquerschnitt A1, die Geschwindigkeit c1 und den Winkel 1 sowie das
Gewicht G des Balls als bekannt voraus. Beachten Sie, dass an dem oberen Teil des
Strahls, der den Ball berührt, durch den längeren Weg ein Unterdruck herrscht, der das
Gewicht kompensiert!

RW
c2
α2

2
1
c1
α1 G y
x

3.1 [8]
Berechnen Sie mit dem Impulssatz die Reaktionskraft RWx auf den Tischtennisball in x-
Richtung!

3.2 [6]
Berechnen Sie mit dem Impulssatz die Reaktionskraft RWy auf den Tischtennisball in y-
Richtung!

3.3 [6]
Berechnen Sie den Austrittswinkel 2 aus den gegebenen Größen.

3.4 [3]
Bestimmen Sie die Abströmgeschwindigkeit c2 in Abhängigkeit der gegebenen bzw.
berechneten Größen.
Aufgabe 4 (20 Punkte)

Ein Lastwagen fährt mit einer Geschwindigkeit von vLKW = 80 km/h durch einen sehr langen
Tunnel. An der Hinterkante des Fahrzeugs löst die Strömung ab und es entsteht ein
abströmendes Wirbelgebiet. Vernachlässigen Sie die Verluste und Reibung an den
Seitenwänden des Fahrzeugs und an der Tunnelwand. Entnehmen Sie die Abmessungen
den Skizzen.
Gegebene Werte: 1,25 , 10 , 80 /
³

p1 p3
v2

vLKW
p2

2m
3,5m
2,5m

4 m

4.1 [5]
Bestimmen Sie die Geschwindigkeit v2 und v2rel (relativ zur Fahrzeugwand) im
Ablösequerschnitt.

4.2 [4]
Bestimmen Sie den Druck im Totwassergebiet.

4.3 [7]
Bestimmen Sie den Luftwiderstand des Fahrzeugs

4.4 [4]
Bestimmen Sie den Druck p3 weit hinter dem LKW.
Teil 2: Musterlösungen

43
Prof. Dr.-Ing. M. Kloster FLUIDMECHANIK 4FAS/L Prüfung WS 2007/2008
Prof. Dr.-Ing. K. Scheffler TECHNISCHE STRÖMUNGSMECHANIK 5MB Teil II Aufgaben
Prof. Dr.-Ing. P. Hakenesch 60 Minuten mit Unterlagen

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Diese Teilaufgabe besteht aus 4 Seiten.


Aufgabe bitte nur auf diesen Blättern (incl. Rückseiten) bearbeiten!

Aufgabe 2 (30 Minuten)

Sie haben von Ihrem ersten Gehalt als Ingenieur eine Berghütte erworben und möchten für
diese Hütte eine ausreichende Energieversorgung gewährleisten. Dazu haben Sie entweder
die Möglichkeit ein kleines Wasserkraftwerk an dem in der Nähe der Hütte verlaufenden
Gewässer aufzubauen oder direkt neben der Hütte eine Windkraftanlage zu installieren.
Aufgrund permanenten Nebels kommt eine Photovoltaikanlage nicht in Betracht.
Sie beginnen zu ahnen warum der Kaufpreis der Hütte so günstig war.

2.1 Leistungsbedarf
Ermitteln Sie den Leistungsbedarf Pmin auf der Hütte, bestehend aus
- Beleuchtung: 10 Lampen à 60 [W]
- Kühlschrank: 120 [W]
- Spülmaschine: 3.3 [kW]
- Waschmaschine: 1.2 [kW]

Pmin 10  60  120  3300  1200 Pmin  5220 [W ]

2.2 Wasserturbine
Die Geländestruktur würde Ihnen erlauben einen Teil des fließenden Gewässers in ein Rohr
zu fassen und einer Turbine zuzuführen.

gegeben:
Nutzbarer Höhenunterschied: h  8 m
Rohrquerschnitt D 100 mm
Mittlere Fließgeschwindigkeit c  6.366 m s 
Dichte des Wasser: W 1000 kg m3 

2.2.1 Theoretisch maximal mögliche Leistung der Wasserturbine


Zur Abschätzung der maximalen Leistung, die Sie über die Turbine abführen könnten, treffen
Sie folgende Annahmen.
- Ober- und Unterwasserspiegel bleiben auf konstantem Niveau
- konstanter Umgebungsdruck
- konstante Temperatur
- keine Wärmezu- oder abfuhr
- keine Reibungsverluste

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Welcher Energie- bzw. Arbeitsanteile verschwinden dadurch? Begründung!

- Ober- und Unterwasserspiegel bleiben auf konstantem Niveau:


c1  c2  0  kinetische Energie wird zu Null
- konstanter Umgebungsdruck: p1  p2  Druckenergie verschwindet
- konstante Temperatur: T1  T2  Innere Energie verschwindet
- keine Wärmezu- oder abfuhr: Q12  0  keine Änderung der Wärme
- keine Reibungsverluste: EDiss  0  keine dissipierte Energie

2.2.2 Berechnen Sie unter den getroffenen Annahmen die theoretisch maximale Leistung
der Turbine

Mit den für die Turbine getroffenen Annahmen, vereinfacht sich der 1. HS für ein offenes
durchströmtes System
Q
12  Wt ,12

 EDiss

1 2
 2

2  

  m  c2  c1  m  g   z2  z1   m  cv  T2  T1   m  v   p2  p1 
    
Wärme techn. Arbeit Re ibungsverluste  potentielleEnergie innere Energie U 12 Druckenergie
kinetischeEnergie

zu
 Wt ,12  m  g   z2  z1    m  g  H Nutz (negativ, da Leistung abgeführt wird)
 
m  W  c  A  W  c   D 2 1000  6.366   0.12  m  50 kg s 
4 4
W  m  g  H Nutz
Pth  t ,12    m  g  H Nutz
t t
Pth   50  9.81  8  Pth   3924 W 

2.2.3 Bewertung
Lohnt es sich diese Möglichkeit der Energieversorgung unter Berücksichtigung der einzelnen
Verluste genauer zu untersuchen? Begründen Sie Ihre Antwort!

Nein, da selbst im günstigsten Fall, d.h. bei Vernachlässigung aller Verluste, die theoretische
maximale Leistung der Turbine immer noch kleiner ist, als der erforderliche Leistungsbedarf

 Pth  3924 W   Pmin  5220[W ]

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2.3 Windkraftanlage
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit an der Hütte, die sich auf einer Höhe von
h = 2000 [m] befindet, beträgt c1 = 12 [m/s], die Luftdichte beträgt h=2000m =1.006 [kg/m³]

Aufgrund der Unzugänglichkeit des Geländes können Sie lediglich Bauteile mit einer
maximalen Länge von L = 2 m im Tragegestell zur Hütte transportieren

2.3.1 Maximale zur Verfügung stehende Leistung


Bestimmen Sie die unter diesen Randbedingungen die maximale Leistung PWind, die durch
den Wind zur Verfügung steht

Die maximale Leistung PWind, die durch den Wind zur Verfügung gestellt wird ergibt sich aus
der zylindrischen Stromröhre vom Durchmesser D, der wiederum durch die maximale Länge
eines Rotorblattes von L = 2 m definiert wird
2
c
PWind  E kin  m  1 , m   h  2000 m  c1  A2
2
  1.006
   2 2  123  PWind 10922 W 
2 3
 PWind   c1  A2  c1   A2  c1 
2 2 2

Notfallwert für weitere Berechnungen: PWind = 10 [kW]

2.3.2 Maximale ideale Turbinenleistung Pth


Der maximale Leistungsbeiwert einer Windkraftanlage beträgt cP = 0.5926. Dies entspricht
einem Geschwindigkeitsverhältnis in der Zu- (1) und Abströmebene (3) von c3 c1 1 3
Welche maximale Leistung Pth könnten Sie somit theoretisch mit dieser Anlage erreichen?

Pth   PWind  cP ,opt .   10922  0.593


 Pth   6477 W 

Notfallwert für weitere Berechnungen: Pth = -6 [kW]

2.3.3 Bewertung
Lohnt es sich diese Möglichkeit der Energieversorgung unter Berücksichtigung der einzelnen
Verluste genauer zu untersuchen? Begründen Sie Ihre Antwort!

Ja, da im günstigsten Fall, d.h. bei Vernachlässigung aller Verluste, die theoretische
maximale Leistung der Windkraftanlage den erforderlichen Leistungsbedarf deckt

 Pth  6477 W   Pmin  5220[W ]

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2.3.4 Impulssatz
Formulieren Sie den Impulssatz für die Windkraftanlage (nur Formel)

Anwendungsfall (1), d.h. Stromröhre ist eine freie Kontrollfläche


      
FK   m  c3  c1   Fp1  Fp 3  FW  FG

2.3.5 Axialkraft auf den Rotor


Berechnen Sie die Axialkraft FKx auf den Rotor unter den vorliegenden Randbedingungen
(Zahlenwert) und unter der Annahmen, daß die Windgeschwindigkeit c2 in der Rotorebene
als arithmetisches Mittel aus den Geschwindigkeiten c1 und c3 in der Zu- (1) und
Abströmebene (3) berechnet werden kann.

Herrscht auf der Stromröhre und in den Ein- und Austrittsflächen A1 und A3 konstanter Druck
(Freistrahl), so gilt
  
Fp1  Fp 3  FW  0 ,  1   3  0 , FG  0
 
 FKx   m   c3  cos  3  c1  cos  3 
   
 1 1 
Geschwindigkeiten
m
c1 12   (gemäß Angabe)
s
c3 1 m
  c3  4  
c1 3 s
c c m
c2  1 3  8  
2 s
mit m    c2  A2
 FKx     c2  A2  c3  c1    1.006  8    22  4  12
 FKx  809 N 

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Aufgabe 2 (30 Minuten)

D
c geg.: Kamin der Höhe H mit konstantem Kreisquerschnitt D

Höhe: H = 100 [m]


Durchmesser: D = 5 [m]
Windgeschwindigkeit an der Kaminspitze: c(h=H)= 50
F [m/s]
Geschwindigkeitsprofil über die Höhe: ch   a  h 2
H
Die Luftdichte  entspricht der Dichte nach ISA auf der Höhe
h=0
h Viskosität der Luft Luft =
1510-6 [m²/s]
x
Der Kamin kann durch einen Zylinder approximiert werden, für
den unterhalb einer kritischen Reynoldszahl von ReD = 3,5105
ein Widerstandsbeiwert von CW,lam = 1,2 und oberhalb der
kritischen Reynoldszahl ein CW,turb von 0,4 gilt.

2.1 Berechnen Sie, ob an dem Kamin über seine gesamte Höhe eine
a) laminare
b) turbulente oder
c) über einen bestimmten Bereich eine laminare und über einen anderen Bereich eine
turbulente Strömung anliegt. Sollten Sie sich für diesen Fall entscheiden, geben Sie
die entsprechenden Höhenbereiche an.

ch  100  50 m s  , ch  0   0 m s 


ch  50
ch   a  h 2  a 2   a  0.005 1 s  m
h 1002
ch   D Re krit , D  3,5  105  15  106
Re krit , D   chkrit   
 D 5
 chkrit   1,05 m s 
chkrit  1,05
hkrit    hkrit 14,49 m
a 0,005
0  h 14,49 m : laminare Umströmung
14,49  h 100 m : turbulente Umströmung
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2.2 Geben Sie die Kraft F in x-Richtung infolge der Windbelastung auf den Kamin an
(Notfallwert für weitere Berechnungen: F  50 kN  )

Kraft dF auf ein Element der Höhe dh



dF h   cW   ch   D  dh
2

Gesamtbelastung in x-Richtung
hH hH hH
 
 dF h    c W 
2
 ch   D  dh 
2
c W 
2
 2
 a  h 2  D  dh
h 0 h0 h0

  h  hkrit hH

 2 2
  2
F   D  cW ,lam   a  h  dh  cW ,turb   a  h 2  dh 
2
 
 h0 h  krit 


2
 a2
5
 5
F   D   cW ,lam  hkrit  cW ,turb  H 5  hkrit
5
 
 F
1,225
2
5
0,0052
5

 1,2  14,495  0,4  1005  14,495  
 F  61258 N 

2.3 Berechnen Sie die Grenzschichtdicke  an der Ablösestelle am Kamin in der Höhe
h = 10m unter folgenden Annahmen
- Die Ablösung einer laminaren Grenzschicht erfolgt bei einem Winkel von  = 80°
- Die Ablösung einer turbulenten Grenzschicht erfolgt bei einem Winkel von  = 120°
- Die Berechnung der Grenzschicht erfolgt entsprechend der Grenzschicht einer
ebenen Platte

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h = 10m  laminare Grenzschicht

Lauflänge x bis zur Ablösung bei   80


  D    5  80
x   x  3,49 m
360 360

Geschwindigkeit in h = 10m
ch   a  h 2  0.005  10 2 
ch  10m   0,5 m s  (2)

Grenzschichtdicke
x  3,49  15  10 6
 lam  0,051m
x
 lam  5  5 5 
Re x ch  10m  0,5

2.4 Welchen Gesamtwiderstandsbeiwert CW hat der Kamin?

mittlerer Staudruck
hH hH
1  1  2 1  2 1 5 1 1,225 0.0052
h 0ch  dh  H  2  a h0h dh  H  2  a 5 H  100  2  5  100
2
q , mittel   4 5

H 2

 q , mittel  306,25 Pa 

mittlerer Widerstandsbeiwert
F 61258
CW    CW  0,4
q , mittel  S ref 306,25  5  100

oder

CW ,l  F1  CW , 2  F2 1,2  12  0,4  61246


CW    CW  0,4
F 61258

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Aufgabe 1 (30 Minuten)

Eine Pumpe fördert aus einem See einen Volumenstrom V  0,06 m3 s durch ein Rohr mit  
dem konstanten Durchmesser d  0,1m und der Länge l 18 m in einen Hochbehälter, der
sich bei H 15 m über dem Wasserspiegel des Sees befindet. Die Pegelstände des Sees
und des Hochbehälters bleiben konstant. Die Wasserdichte beträgt  1000 kg m3 .  

Es treten folgende Verluste auf:


- Rohreibungsverluste:   0,03
- Verluste am Rohreintritt:  E  0,3
- Verluste im Krümmer:  K  0,4
- Verluste im Rohraustritt:  A  0,8

Hinweis: Als Geschwindigkeitsbezeichnungen können Sie anstelle von c auch V verwenden

1.1 Berechnen Sie die Geschwindigkeit c2 (= V2) an der Pumpe

Bestimmung von c2 aus der Kontinuitätsgleichung


V  c  A  const. (inkompressible Strömung)
V V  4 0.06  4
 c2   
A   d 2   0.12
 c2  7.64 m s 

1.2 Berechnen Sie den Druckverlust pV ,12 im Ansaugrohr der Pumpe, wenn sich diese
in z 1m über dem Wasserspiegel des Sees befindet

 2  z  1000  1 
pV ,12   c2       E    7.642   0.03   0.3 
2  d  2  0.1 
 pV ,12 17511Pa 

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1.3 Welche Höhe zmax darf die Pumpe maximal über dem Wasserspiegel des Sees
haben, damit diese bei einem Außendruck von p0 1bar  und einer Wasser-
temperatur von TW  20 C  noch eine Saugleistung erbringt?

Druckbilanz unter Berücksichtigung von Verlusten von (1)  (2)


  
 c1    g  z1  p2   c2    g  z2  pV ,12
2 2
p1 
2 2

Vereinfachungen und Annahmen:


- c1  0 Pegelstand des Sees bleibt konstant
- p1  p0 Außendruck wirkt auf Seeoberfläche
- z1  0 Referenzlinie für potentielle Energie auf der Seeoberfläche
- z2  zmax Gesuchte Höhe der Pumpe über der Seeoberfläche
- p2  pD TW  Dampfdruck des Wassers bei TW  20 C 

 
 c2    g  zmax  pV ,12
2
 p  pD 
2
mit
  2  z 
pV ,12   c2     max   E 
2  d 
und dem Dampfdruck pd mittels Magnus-Formel:
 17.5043TW 
 
pd  611.213  e  241.2  TW 
Pa, T [°C] Wassertemperatur
 17.5043 20 
 
 pd  611.213  e 241.2  20  Pa   pd  2335 Pa 
(zum Vergleich: Wert aus Dampftafel: pd 20C   2337 Pa  )

 2  z  
 c2    g  zmax 
 c2     max   E 
2
 p0  pD 
2 2  d 
 2  2 z  2
 p0  pD   c2    g  zmax   c2    max   c2   E
2 2 d 2
 2   2 
 p0  pD   c2 1   E   zmax     g   c2  
2  2 d
p0  pD 1 2
  c2 1   E  10  2335  1  7.64 2 1  0.3
5

 2 103 2
 zmax  
1 2  1 0.03
g   c2  9.81   7.642 
2 d 2 0 .1
 zmax  3.22 m

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1.4 Berechnen Sie die erforderliche theoretische (d.h. P = 1) Pumpenleistung Pth

Druckbilanz unter Berücksichtigung von Arbeit und Verlusten von (1)  (3)
 
 c1    g  z1  pPumpe  p3   c3    g  z3  pV ,13
2 2
p1 
2 2

bzw. auf die Masse bezogene Energiegleichung von (1)  (3)


p1 c1
2
p c
2
p
  g  z1  wt , Pumpe  3  3  g  z3  V ,13
 2  2 

Vereinfachungen und Annahmen:


- c1  0 Pegelstand des Sees bleibt konstant
- c3  0 Pegelstand des Hochbehälters bleibt konstant
- p1  p0 Außendruck wirkt auf Seeoberfläche
- p3  p0 Außendruck wirkt auf Oberfläche des Hochbehälters
- z1  0 Referenzlinie für potentielle Energie auf der Seeoberfläche
- z3  H Pegelstand des Hochbehälters
- pPumpe Druckerhöhung durch die Pumpe

 pPumpe    g  H  pV ,13

Druckverlust pV ,13


mit
c2  c  const.  7.64 m s  (konstanter Rohrquerschnitt)
  l  1000  18 
pV ,13   c 2       E   K   A    7.642   0.03   0.3  0.4  0.8 
2  d  2  0.1 
 pV ,13  201375 Pa 

Pumpleistung P

P  pPumpe  V    g  H  pV ,13   V  103  9.81  15  201375  0.06 
 P  20.9 kW 
bzw. spez. technische Arbeit wt,Pumpe
pV ,13
wt , Pumpe  g  H 

 p   201375  3
 P  wt , Pumpe  m   g  H  V ,13     V   9.81  15    10  0.06
    103 
 P  20.9 kW 

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Aufgabe 2 (30 Minuten

Ein Schiff fahre mit V = 18 [km/h]. Die Berechnung soll für kühle Gewässer (ca. 6°C) mit der
kinematischen Zähigkeit MW =1,510-6 [m²/s] und der Dichte des Meerwassers MW =1025
[kg/m³] sowie der benetzten Oberfläche mit der Länge l = 300 [m] und der Tiefe t = 12 [m]
- siehe Skizze - als ebene Platte erfolgen

Geben Sie die Formeln zunächst allgemein an!

2.1 Berechnen Sie die Reynoldszahl!

18
V  5 m s 
3.6
V  l 5  300
Rel    Rel 109
 MW 1.5  10 6

2.2 Die äquivalente Sandrauhigkeit sei kS = 3 [mm]


a) Schätzen Sie mit dem sog. Plattendiagramm den Reibungsbeiwert cf = cR ab
und geben Sie l k S an!

300
l kS  105 , Re 109  c f  cR  0.0032
3  10 3

b) Geben Sie den Bereich an:


Laminar, turbulent glatt, turbulent rauh, Übergangsgebiet laminar-turbulent und
berechnen Sie cf = cR

Bereich turbulent rauh: (Schlichting)


2.5
 
 1.89  1.62  5
l  2.5
c f  1.89  1.62  log   c f  0.00317
 kS 

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2.3 Aus Versuchen ist der Umschlagpunkt von laminarer auf turbulente Strömung bei der
sog. kritischen Reynoldszahl von Re krit  4,5  105 bekannt.
Wie lang ist die laminare Anlaufstrecke xkrit und xkrit/l in %?

V  xkrit Re krit  MW 4.5  105  1.5  106


Re krit  4.5  105   xkrit  
 MW V 5
 xkrit  0.135 m

xkrit 0.135
 100 %  0.045 %
xkrit
 
l 300 l

2.4 Mit der Annahme, die Strömung sei von Beginn an voll turbulent, ist die theoretische
Grenzschichtdicke l am Ende des Schiffes zu berechnen

 turb ,l  0.37  l  Rel  0.37  300  10 


1
 turb ,l 1.76 m
1
 9 5
5 

2.5 Geben Sie die Reibungswiderstandskraft WR [kN] und die notwendige Leistung
PR [kN] zur Überwindung derselben an!

 MW
WR 
2
V 2  O  c f , O  2  l  t  2  300  12  O  7200 m 2  
1025 2
WR   5  7200  0.00317  WR  292.44 kN 
2
PR WR  V  292.44  5  PR 1462.2 kW 

2.6 Mit der Annahme, daß der Wellenwiderstand WW und der Luftwiderstand WL
(Container, Kommandobrücke und Sonstiges) das 1,75-fache des
Reibungswiderstands ausmachen, ist bei einem Gesamtantriebswirkungsgrad von
  0,67 die notwendige Triebwerksleistung PTW zu bestimmen.

1 1
PTW   WR  1.75  WR   V   2.75  292.44  5  PTW  6001.6 kW 
 0.67

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2.7 Ein größeres Schiff mit l g  375 m soll gebaut werden.
lg
a) Wie groß ist der Maßstab   ?
l
lg 375
    1.25
l 300

b) Wie groß ist die Geschwindigkeit Vg des größeren Schiffes bei Einhaltung des
Reynolds-Ähnlichkeitsgesetzes?
!
Rel  Rel g 109
V  l ! Vg  l g 300
Vg  4 m s 
l
   Vg  V  5  
 MW  MW lg 375

c) Wie groß darf die äquivalente Sandrauhigkeit kS,g sein?


k S , g  3.75 mm
l l lg
 g  kS , g  kS   k S     3  10 31.25
kS kS , g l

d) Wie groß wird die Tiefe tg (siehe Skizze oben) des größeren Schiffes?
Um welchen Faktor darf das größere Schiff schwerer werden?

t g  t   12  1.25  t g  15 m

mg  MW  Vol g  MW  Vol  3 3 mg
    1.953
m  MW  Vol  MW  Vol m

e) Wie groß wird das Leistungsverhältnis Pg P mit Anwendung der Modellgesetze,


wobei der Zeitmaßstab  und der Wirkungsgrad des Antriebs  gleich bleiben?
Kommentieren Sie kurz das Ergebnis!

Mit
Vg 1 l t
 g  , g  , cW g  cW ,  MW   MW ,  , g  , g  
g
V  l t
folgt
3
Pg Vg  Og 1 2 1 1 Pg
 3  3      0.8
P V O   1.25 P

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Es ist bei allen Teilaufgaben eine vollständige analytische Lösung erforderlich!

Aufgabe 1 (30 Minuten)

g  10 m/s² pi = xpB
b
Luftdruck
Breite b

F4
F1
1 h Wasser
W = 10³ kg/m³
r H
W
y
+
F2 M
r pB = 105 Pa 2
x
Luftdruck

A
F3 Schnitt A-A
r r

Gegeben ist ein Druckwasserspeicher mit einer starren S-förmigen durchgehenden Wand,
die an der linken Wand und am Boden momentfrei fest angeschlossen ist. Es können nur die
Auflagekräfte F3 und F4 wie eingezeichnet aufgenommen werden.
Für die resultierenden Teildruckkräfte ist mit x = 1, r = 2 m, b = 1 m zu berechnen:

1.1 F1x, F2x, F2x/F1x

1.2 F1y, F2y, F2y/F1y

1.3 F1, F2, 1; 2

1.4 F3, F4 und das Moment MW im Wendepunkt W

1.5 Geben Sie die Lösungsansätze für F1x, F2x, F1y, F2y mit x  1 allgemein an.

Zur Erleichterung der Korrektur: Geben Sie die Kräfte in kN an.

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1.1 F1x, F2x, F2x/F1x

2
F1, x  20 kN 
r
F1, x    g  hS1, x  A1    g   r  b 10 4   2 1 
2 2
3 r 3 2
F2, x    g  hS 2, x  A2    g   r  b 10 4   2 1  F2, x  60 kN 
2 2
3 2
F2, x   g  2  r  b F2, x
  3
F1, x   g  1  r 2  b F1, x
2

1.2 F1y, F2y, F2y/F1y

     
F1, y    g  V A1, y    g   r 2   r 2   b 10 4   4   4  1
 4   4 
 F1, y  8,584 kN 
     
F2, y    g  V A 2, y    g   r 2   r 2   b 10 4   4   4  1
 4   4 
 F2, y  71,416 kN 
  2
  g  r2  r  b 1 
F2, y  4   4 F2, y
   8,32
F1, y  2  2  F1, y
  g r   r  b 1
 4  4

1.3 F1, F2, 1; 2

2 2
F1  F1, x  F1, y  20 2  8,584 2  F1  21,764 kN 
2 2
F2  F2, x  F2, y  60 2  71,416 2  F2  93,275 kN 

Richtung von F1 und F2 durch Teilkreismittelpunkte


 Fy 
  arctan   1  23,23,  2  49,965
 Fx 

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1.4 F3, F4 und das Moment MW im Wendepunkt W

!
F x 0   F1, x  F2, x  F4  0  F4  F1, x  F2, x  20  60
 F4  80 kN 
!
F y 0   F1, y  F2, y  F3  0  F3  F1, y  F2, y  8,584  71,416

 F4  80 kN 

F1 und F2 in Teilkreismittelpunkte verschieben


M W  F1, y  r  F2, y  r  F3  r  F4  r  2  8,584  71,416  80  80

 M W   125,664 kNm
Moment ist negativ, d.h. es dreht im Uhrzeigersinn nach rechts

1.5 Geben Sie die Lösungsansätze für F1x, F2x, F1y, F2y mit x  1 allgemein an.
 
F1, 2, x    g  hS1, 2, x  pi , rel  A1, 2, x , pi , rel  pi  p B , pi  x  p B , x 1
r 3 r
mit hS1, x  , hS 2, x  , A1, 2, x  r  b
2 2
F1, 2, y    g V A,1, 2, y  pi , rel  A1, 2, y
   
mit A1, 2, y  r  b , V A,1, y    g  r 2  b  1   , V A, 2, y    g  r 2  b  1  
 4  4

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Aufgabe 2 (30 Minuten)

Ein Springbrunnen erzeugt eine Fontäne mit einer Steighöhe von hs = 4 m. Der Durchmesser
der Düse am Ende der Zuleitung beträgt dD = 20 mm. Das Wasser wird dem Brunnen von
einem Druckbehälter über eine Zuleitung der Länge L = 10 m zugeführt und über eine
Rückleitung der Länge L = 10 m mit Hilfe einer Pumpe P wieder zum Druckbehälter
zurückgepumpt. Die Pegelstände im Druckbehälter (h0 = 2 m) und im Becken des
Springbrunnens bleiben konstant.

Die absolute Rauhigkeit in den Leitungsrohren beträgt k = 0,25 mm; der Innendurchmesser
der Rohre beträgt dR = 50 mm. Der Umgebungsdruck beträgt p0 = 1 bar und die Dichte des
Wassers  = 1000 kg/m³. Die kinematische Viskosität von Wasser kann mit  = 10-6 m²/s
angenommen werden.

Es treten folgende Verluste auf


- Eintritt: E = 0,5
pü 3
- Krümmer: K = 0,6 p0
- Ventil: V = 4,0 5, A
i V
- Austritt: A = 0,5
hS
- Düse: D =0,03 K
V
- Rohreibung:  h0 4
2: Düse
cA, dD, D
Hinweis:
V K
Geschwindigkeiten, allgemein: c = v 1, E K P
K
g  9,81 m/s²
Werte für die Rohrreibungszahl 
sind zu berechnen! K V E K
2.1 Berechnen Sie die Austrittsgeschwindigkeit cA an der Düse des Springbrunnens.
Die Düse expandiert auf Umgebungsdruck p0. Die Reibung des Wasserstrahls
zur freien Atmosphäre ist vernachlässigbar.
Notfallwert für weitere Berechnungen: c A  9,0 m s 
Bernoulli-Gl. (2) - (3)
 
 c2    g  z2  p3   c3    g  z3
2 2
p2 
2 2
mit
p2 = p3 = p0, c2 = cA, c3 = 0, z3 - z2 = hs = 4 m

 c A    g  hs
2
  c A  2  g  hs  c A  2  9,81  4
2
 c A  8,86 m s 

60
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2.2 Berechnen Sie den Überdruck pü im Druckbehälter


Notfallwert für weitere Berechnungen: pü  3,4 10 4 Pa 
Geschwindigkeit c1 in der Zuleitung
2 2
A d   0,02 
c1  A1  c A  AD  c1  c A  D  c A   D   8,86   
A1  dR   0,05 
 c1 1,418 m s 
Reynoldszahl in der Zuleitung
c1  d R 1,418  0,05
Re d    Re d  70900
 10 6

Relative Rauhigkeit
k 0,25
  k d R  5  103
d R 50

Rohreibungszahl, Diagramm: Übergangsbereich mit   0.032


 k 10 6   10 6 
  0.0055  1  3 20000   3
  0.0055  1  3 20000  5  10  
 d R Re   70900 
   0.032
Überprüfung
k
8  Re   200  8  5  10 3  70900  0,032  200  8  63,58  200
d
Druckverlust in der Zuleitung

  L 2
   i  i  c i    k  c k 
2
pV , zu 
2  i di k 
 2  L  
pV , zu   c1      E   V  3   K    c A   D
2

2  dR  2
1000  10  1000
pV , zu   1,418 2  0,032   0,5  4  3  0,6    8,86 2  0,03
2  0,05  2
 pV , zu 13946 Pa 

Überdruck im Behälter: Bernoulli-Gl. (i) - (3) unter Berücksichtigung der Reibung


 
 ci    g  zi  p3   c3    g  z3  pV , zu
2 2
pi 
2 2
Mit
pi = pü + p0, p3 = p0, ci = 0, c3 = 0, zi = h0, z3 = hs
 pü  p0    g  h0  p0    g  hS  pV , zu  pü    g  hS  h0   pV , zu

 pü 1000  9,81  4  2  13946  pü  33566 Pa 

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2.3 Berechnen Sie die spezifische Förderarbeit wt  Y  g  H Fö Nm kg  der Pumpe P

Spezifische Energiegleichung (4) - (i)


p p
2 2
c4 p c
 g  z 4  4  Y  i  g  zi  i  V , Rück
2  2  
Druckverlust in der Rückleitung
Vzu VRück V und gleicher Rohrquerschnitt  c5 = c1,= 1,418 m/s

  2  2  L 
  E  3   K   V   A 
L
  i  i  ci    k  ck    c1   
2
pV , Rück 
2  i di k  2  dR 
1000  10 
pV , Rück   1,4182  0,032   0,5  3  0,6  4  0,5
2  0,05 
 pV , Rück 13271Pa 
Mit
pi = pü + p0, p4 = p0, ci = 0, c4 = 0, zi = h0, z4 =0
pü  p0 pV , Rück
  pü  pV , Rück 
p0 1
  Y  g  h0    Y  g  h0 
   
1
 Y  9,81  2   33566  13271  Y  66,457 Nm kg 
103

2.4 Berechnen Sie die hydraulische Leistung Phyd. = Ptheor. der Pumpe

 
Phyd  m  Y    c1 
2
 d R  Y 103  1,418   0,052  66,457  Phyd 185,03W 
4 4

2.5 Berechnen Sie den Stromverbrauch Wel in kWh pro Tag bei einem
Gesamtwirkungsgrad der Pumpe von ges = 0,55

Phyd 185,03
Wel  Pel  t  t   24  Wel  8,074 kWh
 ges 0,55

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Diagramm zu Aufgabe 2.2:

Re d  70900 , k d R  5  103  Übergangsbereich mit   0.032

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Diese Teilaufgabe besteht aus 4 Seiten.


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.
Für alle Teilaufgaben ist eine vollständige analytische Lösung erforderlich!
z
p = 105 [Pa]
Aufgabe 1 (30 Minuten) 

Ein mit Wasser gefüllter, offener Behälter rotiert mit


g = 9,81[m/s²]
einer konstanten Winkelgeschwindigkeit  um seine
Symmetrieachse z.
Die Zulaufmenge entspricht der Ablaufmenge, d.h. die
im Behälter befindliche Wassermenge bleibt konstant.
zmax
Behälterradius: R = 1,0 [m]
Füllstand bei  = 0: z0 = 0,2 [m]
Dichte der Flüssigkeit: FL = 10³ [kg/m³]
Umgebungsluftdruck: p = 105 [Pa] 0
Lufttemperatur TL = 20 [°C] 1 z=0
Wassertemperatur: TW = 90 [°C] E
R
Für das Abflußrohr gilt: l
Länge: l = 4,0 [m], r
Durchmesser: d = 0,1 [m] A
Rohrreibungszahl:  = 0,01 2
Eintrittsverlust: E = 0,0 p = 105 [Pa]
Austrittsverlust: A = 1,0
d
Das Wasser strömt durch das Abflußrohr wieder in die freie Umgebung

1.1 Berechnen Sie die Drehzahl n1 [s-1], bei der der Wasserspiegel gerade den Boden
des Behälters bei z = 0 berührt.

2  r  2 1 
z r  0  z0   R    
2

2 g  R  2 

 n1 


2
2  2   R
1
 g  z0   9,81  0,2

 n1  0,446 s 1 

1.2 Bis zu welcher Höhe zmax steigt bei der Drehzal n1 die Flüssigkeit an der
Behälterwand?

1
VRotationsparaboloid  VZylinder  z max  2  z0  2  0,2  0,4 m  z max  0,4 m
2

bzw.: zmax  z r  R   z0 
2 
2  r 
2
1
 R      0,2 
2    0,4462  1
 1    0,4 m
2 g  R  2  2  9,81  2

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1.3 Skizzieren Sie qualitativ den Druckverlauf z


p = 105 [Pa]
von (0) bis (2) auf der Symmetrieachse des 
rotierenden Behälters mit p als Referenzdruck,
wenn der Behälter mit einer Drehzahl n < n1
rotiert! g = 9,81[m/s²]

0
1
E
R

l
r
A
2
p p = 105 [Pa]
p
d

1.4 Berechnen Sie die Austrittsgeschwindigkeit c2 an der Stelle (2), bei der zum
ersten Mal im System Kavitation auftritt und geben Sie diese Stelle an!

Kavitation tritt zuerst an der Stelle des geringsten Drucks, also bei (1) auf

Dampfdruck bei T = 90°C  pD  0,7  105 Pa 

Bernoulli-Gl. von (1) - (2)


 Fl  Fl
p1   Fl  g  h1   c1  p2   Fl  g  h2 
2 2
 c2  pV ,1 2
2 2
mit
p1 = pD (Dampfdruck bei T = 90°C)
h1 =l (Rohrlänge)
c1 = c2 (konstanter Rohrdurchmesser)
p2 = p (freie Oberfläche)
h2 =0 (Referenzniveau)
 Fl  Fl  Fl 2  l 
p D   Fl  g  l   c2       A 
2 2
  c2  p   c2 
2 2 2  d 

 c2 
2   p D  p    Fl  g  l 


2  0,7  10 5  10 5  10 3  9,81  4   c 2  3,6 m s 
 d   4 
 Fl       A  10 3   0,01   1,0 
 l   0,1 

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________________________________________________________________________________

1.5 Berechnen Sie die Drehzahl n2 [s-1], bei der zum ersten Mal im System Kavitation
auftritt!

Druckbilanz von (0) - (1)


 Fl  Fl
p0   Fl  g  h0   c0  p1   Fl  g  h1 
2 2
 c1  pV ,0 1
2 2
mit
p0 = p (freie Oberfläche)
c0 =0 (konstanter Wasserspiegel)
p1 = pD (Dampfdruck bei T = 90°C)
h1 =0 (Referenzniveau)
c1 = c2 (konstanter Rohrquerschnitt)
pV,0-1 =0 (verlustfreier Eintritt)
 Fl 2
 Fl pD  p   c2
 p   Fl  g  h0  pD 
2
 c2  h0  2
2  Fl  g
 2
 pD  p  Fl  c2
1
2
 2
2  r 
h0  z r  0  z0   R      2
2 g  R  2   Fl  g
mit  2   n
 Fl 2
pD  p   c2
4   2  n2 R 2
2
 z0    2
2 g 2  Fl  g
 Fl 2
pD  p   c2
 2  n2 2  R 2 2
 z0  
g  Fl  g
 Fl 2
pD  p   c2
 2  n2 2  R 2 2
  z0 
g  Fl  g

  Fl 2   10 3 
 p  p    c 2   0,7  10 5
 10 5
  3,6 2 
g D
2 9,81 2
 n2   z 
2  0   0,2  
 R 
2
 Fl  g   2
 10 3
 9,81 
   

  
n2 1,61 s 1

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1.6 Der Behälter wird nun mit einem luftdichten Deckel D auf der Höhe z1 = 1,5 [m]
verschlossen. Zufluß als auch Abfluß sind nun ebenfalls geschlossen.
Die Wassermenge im Behälter entspricht der von Pkt. 1.1 - 1.5 .
Die eingeschlossene Luft erwärmt sich nun durch das heiße Wasser von
Umgebungstemperatur TL = 20°C auf TL' = 80°C.

Berechnen Sie die Kraft Fges in z-Richtung an der Einspannstelle des Deckels,
wenn der Behälter mit einer Drehzahl von n3 = 1 [s-1] um seine Symmetrieachse
rotiert und der Deckel eine Masse von mD = 433 [kg] hat.

Überprüfung ob das Wasser bei n3 = 1 [s-1] den Deckel berührt

z2  zmax  z r  R   z0 
2
1
 R   0,2 
2     1
2
2
 z2 1,206 m
2 g 2 2  9,81 2

z2 < z1  Keine Berührung des Wassers mit dem Deckel!

Belastung ergibt sich ausschließlich aus der Druckdifferenz pi - p abzüglich des


Eigengewichts des Deckels

Luftdruck im Behälter: V, m,  = const. (Isochore Zustandsänderung)

Zustandsgleichung des idealen Gases


p1 p2 T1
p    R T mit V, m,  = const    R    p2  p1 
T1 T2 T2

80  273,15
pi 1,2047 105 Pa 
TL
 pi  p  105  
TL 20  273,15

Fges   pi  p   AD  mD  g  1,2047  1  105    433  9,81  F  60052 N 

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Diese Teilaufgabe besteht aus 4 Seiten.


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.
Für alle Teilaufgaben ist eine vollständige analytische Lösung erforderlich!

Aufgabe 2 (30 Minuten)

Zwei in verschiedenen Höhen eingestellte, abgeschlossene Behälter sind mit einer


Rohrleitung (1) mit dem Durchmesser d1 verbunden. Aus dem unteren Behälter fließt die
Flüssigkeit durch die Rohrleitung (2) mit dem Durchmesser d2 ins Freie.
In dem oberen Behälter wird der Wasserspiegel auf einer konstanten Höhe (0) gehalten.
Im unteren Behälter wird die Höhe des Wasserspiegels (4) automatisch mit dem Durchfluß
der Flüssigkeit auf die konstante Höhe H4 eingestellt.
Die relative Rohrrauhigkeit beträgt k1, 2 d1, 2 10 5 (gezogene Stahlrohre).
Alle Berechnungen sind als erste Iterationen zu betrachten.

p0 g = 9,81[m/s²]

Vzu p0 = 2105 [Pa]


p4
0
h0 ,  1
E,1 V,1 h1
p4
4
H0 = 12 [m] d1 3
11,5 [m] ,  2
E,2 V,2 H4
l1 pB
Rohrleitung 1 F [N]
A,1 d2 K,2
l2
w
Rohrleitung 2 3

Weiter gegeben: Mess- und Tabellenwerte

h0 = 0,5 [m] E,1 = 0,108


h1 = 8,0 [m] A,1 = 1,0
d1 = 0,1 [m] K,2 = 0,05
l1 = 10,0 [m] E,2 = 0,236
d2 = 0,15 [m] V,2 = 4,5
l2 = 15,0 [m] 3 = 1,2
pB = 98700 [Pa]  = 997 [kg/m³]
p1 = 2,03105 [Pa]  = 0,90310-6 [m²/s]

Bitte nur die hier angegebenen Formelzeichen verwenden!

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2.1 Wie groß ist die Geschwindigkeit v1 in der Rohrleitung 1?

Energiebilanz (0) - (1)

2 2
v0 p v p p
 0  g  H 0  1  1  g  H1  v ,0 1
2  2  
pv ,0 1 v12
mit    E ,1 und h0  H 0  H1  0,5[m]
 2
 p  p1  2
 v1   0  g  h0  
   1   E ,1
 2  105  2,03  105  2
 v1    9,81  0,5  
 997  1  0,108
v1 1,85 m s 

2.2 Wie groß ist die Geschwindigkeit v2 in der Rohrleitung 2?

Der Massestrom im Eintritt und Austritt des unteren Behälters ist aufgrund des
konstanten Spiegels in (4) gleich.

Kontinuitätsgleichung (1) - (2)


2 2
d   0,1 
v2  v1   1   v2 1,85     v2  0,822 m s 
 d2   0,15 

2.3 Berechnen Sie die Reynoldszahlen Re1 und Re2 in den Rohrleitungen 1 und 2!

vd 1,85  0,1


Re   Re1   Re1  204873
 0,903  10 6
0,822  0,15
 Re 2   Re 2 136545
0,903  10 6

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2.4 Berechnen Sie die Rohrreibungszahlen 1 und 2 in den Rohrleitungen 1 und 2


und überprüfen Sie, ob Ihre Berechnung stimmt!

Moody-Diagramm: Re1 und Re2 > 105 und k1, 2 d1, 2 10 5  Annahme: Glatte Rohre
0.221
Nikuradse für 2300 < Re < 106:   0,0032 
Re 0.237
0.221
 1  0,0032   1  0,01538
204873 0.237
0.221
 2  0,0032   2  0,01661
136545 0.237
k 8
Überprüfung für glatte Rohre: 
d Re 
8
Rohrleitung 1: 10  5   3,15  10  4 o.k.
204873  0,01538
8
Rohrleitung 2: 10  5   4,55  10  4 o.k.
136545  0,01661

2.5 Berechnen Sie die Druckverlusthöhe hv,2-3 !

v2  l 
hv     i  i    j 
2 g  i di j 
v
2
 l 
hv , 2  3  2   2  2   E , 2   V , 2   K , 2   3 
2 g  d2 
0,822 2  15 
hv , 23    0,01661   0,236  4,5  0,05  1,2   hv , 23  0,2634 m
2  9,81  0,15 

2.6 Wie groß ist der Druck p4?

Druckbilanz von (4) - (3)

 
p4    g  H 4   v4  p3    g  H 3 
2 2
 v3  pv , 43
2 2
mit
H 4  H 0  h1  4 m
v4  0 (konstanter Wasserspiegel im unteren Behälter)
p3  pB
H 3  0 (Referenzniveau)
v3  v2
pv , 43    g  hv , 23

70
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 v2    g  hv , 23  H 0  h1 
2
 p4  p B 
2
997
 p4  98700   0,822 2  997  9,81 0,2634  12  8
2
 p4  62491Pa 

2.7 Berechnen Sie die Druckverlusthöhe hv,0-2 !

Energiebilanz von (0) - (4)

2 2
p v p v
H 0  0  0  H 4  4  4  hv ,0 4
  g 2 g   g 2 g
mit
v0  0 (konstanter Wasserspiegel im oberen Behälter)
v4  0 (konstanter Wasserspiegel im unteren Behälter)
hv ,0 4  hv , 0 2
p0  p 4 2 105  62491
 hv ,0 2  H 0  H 4   12  4   hv ,02  22,06 m
g 997  9,81

2.8 Wie groß ist der Ventildruckverlustbeiwert V,1 ?

v1  
2
l
hv ,0 2  hv , 0 4    1  1   E ,1   V ,1   A,1 
2 g  d1 
2 g l 2  9,81 10
  V ,1  hv ,0 2  2
 1  1   E ,1   A,1  22,06  2
 0,01538   0,108  1
v1 d1 1,85 0,1

  V ,1 123,82

2.9 Berechnen Sie die Kraft F[N] auf die Prallplatte, für w = 0,422 [m/s]

Aus Skript:

F    A2  v2  w  997 
2
 0,152  0,822  0,422
2
 F  2,819 N 
4

2.10 Eine Nachrechnung der Energiebilanz in der sog. Höhenform (E/mg [m]) ergibt
z.B. eine Differenz hV  0,25 [m] zu der in der ersten Iteration berechneten
Druckverlusthöhe. Was kann man/muß man tun?

p0, H0, p1 ändern; V,i überprüfen und ändern; mehrfache iterative Neuberechnung
bis hV unter eine akzeptable Grenze rutscht, z.B. hV < 1 [cm]

71
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________________________________________________________________________________

Diese Teilaufgabe besteht aus einem Lösungsbogen (A3).


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.

Aufgabe 1 (30 Minuten)

ca

ba

p0

K
b1 2b1

ρ α α2 ρ
1 y
x
c c

Zwei ebene, horizontal liegende Freistrahlen (Tiefe t senkrecht zur Zeichenebene)


mit gleicher Geschwindigkeit c, aber unterschiedlicher Breite b1 und b2=2b1 und
unterschiedlichen Anströmwinkeln α1 und α2 gegenüber der x-Achsenrichtung gemäß
oben stehender Skizze treffen auf einen Ablenkkörper K, der reibungsfrei umströmt
wird. Durch den Ablenkkörper werden beide Strahlen zu einem Strahl vereinigt, der in
y-Achsenrichtung strömt.

72
1.1 Wie groß ist die Geschwindigkeit ca des vereinigten Strahls?

Energiesatz:

1.2 Wie verhält sich die Breite ba des vereinigten Stahls zu b1?

Kontinuitätsgleichung:

1.3 Wie lautet die Beziehung zwischen den Winkeln α1 und α2, wenn auf den
Körper keine Kraft in x-Richtung wirken soll?
[Hinweis: cos β= - cos α für β=(180°-α)]

Impulssatz in x-Richtung:

1.4 Wie groß ist für diesen Fall die y-Komponente der Reaktionskraft
der Strömung auf den Körper?
[Hinweis: sin β= sin α für β=(180°-α)]

Impulssatz in y-Richtung:

73
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Diese Teilaufgabe besteht aus einem Lösungsbogen (A3).


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.

Aufgabe 2 (30 Minuten)

Auf dem Boden eines Sees befindet sich eine Tauchpumpe. Das Wasser strömt von der
Oberfläche des Sees bei konstantem Pegelstand durch ein senkrechtes Fallrohr der Pumpe
zu, wird durch das im Inneren des Fallrohrs liegende Steigrohr durch die Pumpe wieder nach
oben befördert und tritt aus der am Ende des Steigrohrs befindlichen Düse senkrecht nach
oben ins Freie aus. Die sich einstellende Fontäne erreicht die Höhe H.

(5)

g = 9,81 m/s²
H
p0
(4)
(1) D
E (2)

A A Schnitt A-A

Fallrohr

LS LF
Steigrohr
dS,i

z dS,a

dF,i
(3)
Tauchpumpe
Skizze nicht maßstäblich!

Fallrohr Düse
Länge: LF  29 m Länge: vernachlässigbar
Innendurchmesser: d F ,i 100 mm Austrittsdurchmesser: d D  20 mm
Eintrittsverlustfaktor  E  0,1 Austrittsverlustfaktor  D  0,05 
Rauhigkeit k F  0,2 mm Fontäne
Steigrohr Höhe: H  20,39 m
Länge: LS  30 m Wasser
Innendurchmesser: d S ,i  40 mm Dichte  103 kg m3 
Außendurchmesser: d S ,a  50 mm kin. Viskosität  106 m 2 s 
Rauhigkeit k S  0,2 mm Umgebungsdruck p0 105 Pa 

74
Für alle Teilaufgaben ist eine vollständige analytische Lösung erforderlich.
Rohrreibungszahlen sind rechnerisch zu ermitteln und zu überprüfen.

2.1 Berechnen Sie die Austrittsgeschwindigkeit cD des Wassers aus der Düse, wenn die
Reibung zwischen der Fontäne und der Atmosphäre vernachlässigt werden kann.
(Notfallwert für weitere Berechnungen: cD  20 m s  )

cD  2  g  H  2  9,81  20,39  cD  20 m s 

2.2 
Berechnen Sie den von der Pumpe geförderten Massestrom m
  7 kg s  )
(Notfallwert für weitere Berechnungen: m


m    cD  ADüse 103  20   0,022  m  6,283 kg s 
4

2.3 Berechnen Sie den im Fallrohr auftretenden Druckverlust pV,F.


(Notfallwert für weitere Berechnungen: pV , F 10 kPa  )

 2  LF 
pV , F   c F   F  E 
2  d hydr ., F 
 

Strömungsgeschwindigkeit cF
m 6,283
m    cF  AF  cF  


4
 2
 d F ,i  d S , a
2
 103 

4

 0,12  0,052 
 cF 1,067 m s 
Rohreibungszahl F
Hydraulischer Durchmesser dhydr.,F

 2
 d F ,i  d S , a
2

0,12  0,052
d hydr .,F  0,05 m
AF
d hydr ., F  4  4 4  
U   d F ,i  d S , a  0,1  0,05
Reynoldszahl ReF
cF  d hydr ., F 1,067  0,05
Re F    Re F  53350
 10 6
relative Rauhigkeit k F d hydr ., F
kF 0,2  103 kF
   0,004
d hydr ., F 0,05 d hydr ., F

Annahme: Übergangsbereich
 kF 10 6   10 6 
F  0.0055  1  3 20000     0.0055  1  3 20000  0,004  
 d hydr ., F Re F   53350 
 F  0,0309
Überprüfung
kF
8  Re F  F  200  8  0,004  53350  0,0309  200
d hydr ., F
 8  37,5  200  Annahme 'Übergangsbereich' ist korrekt

75
Druckverlust im Fallrohr pV , F

   103  29 
 0,1  pV , F 10259 Pa 
 LF
 F    E 
2
pV , F   cF  1,067 2   0,0309 
2  
 d hydr ., F  2  0,05 

2.4 Berechnen Sie die aufgenommene Leistung der Tauchpumpe PPumpe, wenn der
hydraulische Wirkungsfaktor  hydr .  0,9 und der mechanische Wirkungsfaktor der
Pumpe  mech.  0,85 betragen.
Der Druckerlust im Steigrohr und der Düse beträgt pV ,S  D  257500 Pa  .

Druckbilanz (2) - (5)


 
 c2    g  z2  p2  pPumpe   c5    g  z5  p5  pV ,1 5
2 2

2 2
mit
c2  cF , z2  0 , p2  p0    g  LS  LF  und c5  0 , z5  H  LS  LF , p5  p0 ,
pV , 2  5  pV , F  pV , S  D 10259  257500  pV , 2  5  267759 Pa 

 cF  p0    g  LS  LF   pPumpe    g  H  LS  LF   p0  pV , ges
2

2

pPumpe    g  H 
2
  cF  pV , 2  5
2
103
 pPumpe 103  9,81  20,39   1,067 2  267759  pPumpe  467216 Pa 
2
Pumpleistung
pPumpe  m 467216  6,283
PPumpe    PPumpe  3837 W  (2)
 hydr .  mech   0,9  0,85  103
oder
Druckbilanz (1) - (5)
 
 c1    g  z1  p1  pPumpe   c5    g  z5  p5  pV ,1 5
2 2

2 2
mit
c1  0 , z1  0 , p1  p0 und c5  0 , z5  H , p5  p0 , pV ,1 5  pV , ges
 pPumpe    g  H  pV , ges 103  9,81  20,39  267759  pPumpe  467785 Pa 

Pumpleistung
pPumpe  m 467785  6,283
PPumpe    PPumpe  3842 W 
 hydr .  mech   0,9  0,85  103

76
2.5 Die Parkverwaltung fordert bei unverändertem Massestrom die Höhe der Fontäne auf
H' = 70 m zu erhöhen und schlägt zwei Alternativen vor:
A) Einsatz einer stärkeren Pumpe mit einer Leistung von PPumpe = 4150 [W]
B) Verwendung von höherwertigen Rohren mit geringeren Rauhigkeiten, d.h.
Fallrohr: k E  0,02 mm , Steigrohr: k S  0,02 mm

Zeigen Sie rechnerisch, daß mindestens eine der beiden Alternativen nicht funktioniert
und begründen Sie Ihre Entscheidung.

Verlustfreie Betrachtung:

Druckbilanz (1) - (5)


 
 c1    g  z1  p1  pPumpe   c5    g  z5  p5  pV ,1 5
2 2

2 2
mit
c1  0 , z1  0 , p1  p0 und c5  0 , z5  H ' , p5  p0 , pV ,1 5  0
 pPumpe    g  H ' 103  9,81  70  pPumpe  686700 Pa 

Pumpleistung bei  hydr .  mech 1


pPumpe  m 686700  6,283
PPumpe    PPumpe  4314 W 
 103

 PPumpe, verlustfrei  4314 W   PPumpe  4150 W 

Selbst bei verlustfreier Betrachtung reicht die vorgeschlagene Pumpleistung nicht aus um die
geforderte Höhe der Fontäne zu erreichen, d.h. Alternative A kann somit auf keinen Fall
funktionieren.

oder:

PPumpe  m  g  H '  6,283  9.81  70  PPumpe  4314 W 

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Aufgabe 1 (30 Minuten, 30 Punkte)

L = 32 [m]

Umlenkgitter Pzu Gebläse Umlenkgitter


d2 = 4 [m]
UG UG

d2 = 4 [m] d2 = 4 [m] B = 12 [m]

d1 = 2,4 [m]

Umlenkgitter
UG Umlenkgitter
d2 = 4 [m] d2 = 4 [m]
UG
Q ab
l1 = 8 [m] l2 = 4 [m] l3 = 5 [m] l4 = 11 [m] l5 = 4 [m]

Wärmetauscher
WT Turbulenzsieb Düse Meßstrecke Diffusor
TS

Für den skizzierten Niedergeschwindigkeits-Windkanal gelten folgende Angaben:

Der Kanalquerschnitt ist kreisförmig und hat mit Ausnahme der Meßstrecke einen konstanten
Durchmesser von d2 = 4 [m]. Die Kegeldüse beschleunigt die Strömung auf eine Machzahl
von M = 0,2. Die daran anschließende kreisförmige, geschlossene Meßstrecke hat einen
konstanten Durchmesser von d1 = 2,4 [m].
Bei allen Berechnungen ist die Länge der entsprechenden Mittellinie zu verwenden.
Der Windkanal ist horizontal angeordnet.

1.1
Berechnen Sie die Strömungsgeschwindigkeit c1 in der Meßstrecke, wenn dort eine statische
Temperatur von T1 = 40,5 [°C] herrscht.
(Notfallwert: c1  71,0 m s  )

c1  a1  M 1    R  T1  M 1  1,4  287  40,5  273,15  0,2  c1  71,0 m s 

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1.2
Berechnen Sie die Reynoldszahl Red1 in der Meßstrecke, wenn dort ein statischer Druck von
p1 = 2,5 [bar] herrscht. Verwenden Sie als Bezugslänge den Düsendurchmesser d1 im
Austrittsquerschnitt der Düse.
Die kinematische Viskosität von Luft bei T  40,5 C  und p1 = 2,5 [bar] kann mit
  6.88  106 m 2 s  abgeschätzt werden.
c1  d1 71  2,4
Re d 1     Re d 1  24,767  106
 6.88  10 6

1.3
 im Windkanal.
Berechnen Sie den Massestrom m

1  2,777 kg m3 
p1 2,5  105
1   
R  T1 287  313,65

m  1  c1  A1  2,777  71   2,42  m  892 kg s 
4

1.4
Berechnen Sie den Druckverlust pv im Windkanal

Komponente Verlustziffer Rohreibungszahl


Umlenkgitter UG = 0,05 UG = 0,0
Wärmetauscher WT = 1,2 WT = 0,0
Turbulenzsieb TS = 0,5 TS = 0,0
Meßstrecke M = 0,0 M
Restliche Kanalkomponenten Ka = 0,0  Ka = 0,015

Die Rauhigkeit der Kanalwand beträgt k = 0,2 [mm]

Hinweis:
Die Rohreibungszahl in der Meßstrecke ist rechnerisch zu bestimmen und rechnerisch zu
überprüfen.
Der Druckverlust in der Düse beträgt pv , Düse  700 Pa  und im Diffusor pv ,Diff  446 Pa  .

Meßstrecke:
k 0,2  103 k
  8,333  10 5   8,333  10 5
d1 2,4 d1
Re d 1  24,776  106 und k d1  8,333  105 : Annahme: rauh

Moody:
k
M  0.0055  0.15  3  0.0055  0.15  3 8,333  10  5  M  0,012
d

Überprüfung
k 200 200
  8,333  10  5   8,333  10 5  7,369  10 5
d Re  M 24,776  10 6  0,012

Bedingung erfüllt, also rauh

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Anmerkung:
Berechnung für Übergangsbereich nach Colebrook liefert ebenfalls ein  von 0,012, wäre demnach
auch o.k., allerdings wird die Bedingung bei der Überprüfung knapp nicht erfüllt.

 l3 2,777 5
 c1  M  pv , Meßstrecke 175 Pa 
2
pv , Meßstrecke .    712  0,012  
2 d1 2 2,4

Kanalstrecke
2 2
d   2,4 
c2  c1   1   71     c2  25,56 m s 
 d2   4 
 2 L  2  B  l1  l5 
pv , Kanal   c2 Ka   4   UG   WT   TS 
2  d2 
2,777  32  2  12  8  4 
p v , Kanal   25,56 2 0,015   4  0,05  1,2  0,5
2  4 
 p v , Kanal 1955 Pa 

Gesamtdruckverlust

p v  pv , Meß  p v , Kanal  p v , Düse  pv , Diff  175  1955  700  446  p v  3276 Pa 

1.5
Berechnen sie die vom Gebläses aufgenommene Leistung PGebläse bei einem hydraulischen
Wirkungsgrad von hydr = 0,8 und einem mechanischen Wirkungsgrad mech = 0,9.
Welcher Wärmestrom Q ab muß unter der Annahme, daß der gesamte Windkanal thermisch
ideal isoliert ist, über den Wärmetauscher an die Umgebung abgeführt werden um die
Temperatur im Windkanal konstant zu halten?
p v 3276
PGebläse  m   892   PGebläse 1,462 MW 
  hyd  mech 2,777  0,8  0,9
Q ab  PGebläse  Qab 1,462 MW 

1.6
In der Meßstrecke positionieren Sie eine Kugel mit hydraulisch glatter Oberfläche.
Der Durchmesser der Kugel beträgt dK = 1,0 [cm]. Wird die Kugel laminar oder turbulent
umströmt? Begründen Sie ihre Antwort!

c1  d K 71  0,01
Re dK    Re dK 1,03 105
 6,88 10 6

Die kritische Re-Zahl bei der Kugel liegt in Abhängigkeit von der Qualität der Anströmung,
zwischen 1,7  105 und 4,05  105 . Somit liegt eine laminare Umströmung vor.

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alternativ:
W 0,7
cW    cW  0,549
 2 2,777  2
 c1  S ref  712   d K
2 2 4

cW,lam  0,5 und cW,turb  0,1, also laminare Umströmung

1.7
Berechnen Sie wieviel Prozent der Druckwiderstand WD am Gesamtwiderstand der Kugel
beträgt, wenn sich der Gesamtwiderstand Wges  0,7 N  ausschließlich aus Druckwiderstand
WD und Reibungswiderstand WR zusammensetzt.

Hinweis:
Die Ablösung der Grenzschicht bei einer Kugel findet bei laminarer Anströmung bei   70
und bei turbulenter Anströmung bei   110 statt.
Abgelöste Strömungsgebiete haben keinen Einfluß auf den Reibungswiderstand.
O
h
Oberfläche O eines Kugelsegments der Höhe h: O    h  4  R  h 
R
Aus 1.6: cW  0,549 , für die Kugel gilt:
cW,lam  0,5 und cW,turb  0,1, also laminare Umströmung und somit Ablösung bei   70
alternativ:
Re dK 1,03 105 , also laminare Umströmung und somit Ablösung bei   70

Reibungswiderstand

Reibungswiderstandsbeiwert der ebenen Platte bei laminarer Grenzschicht:


1.328 1,328
cR    cR  0,0041
Re 1,03 105

Oberfläche mit anliegender Grenzschicht (Kugelsegment der Höhe h):


d K 0,01
R   R  0,005[m]
2 2
h  R  cos   R  R  1  cos    0,005  1  cos 70  h  3,3 10 3 m
O    h  4  R  h     3,3 10 3  4  0,005  3,3 10 3    
O 1,73 10 4 m 2
 2 2,777
WR  cR   c1  O  0,0041   712 1,73 10  4  WR  4,97 10 3 N 
2 2

Druckwiderstand

WD  Wges  WR  0,7  4,97 10 3  WD  0,695 N 

0,695
WD   Wges  WD  0,992 Wges
0,7

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Aufgabe 1 (36 Minuten, 36 Punkte)

Das zu untersuchende U-Boot besteht aus einem zylindrischen Rumpf mit jeweils einem
Halbkugelsegment an Bug und Heck sowie einem Turm. Der Turm hat den Querschnitt einer Ellipse
 A    a  b  und wird an der Oberseite durch eine ebene Fläche abgeschlossen.

y h

2b

2a

R L R

geg.:
L = 100 [m]
R = 2 [m]
a = 2 [m]
b = 1 [m]
h = 3 [m]

Meerwasser = 1030 [kg/m³]


 Meerwasser = 1,410-6 [m²/s] (kinematische Viskosität)

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1.1
Berechnen Sie die Masse mBoot des Bootes bei stationärer Tauchfahrt

FA 4 
mBoot    Meerwasser  VBoot   Meerwasser      R 3    R 2  L    a  b  h 
g 3 
4 
 m Boot 1030      2 3    2 2  100    2  1  3   m Boot 1,348  10 6 kg 
3 

1.2
Das Boot fährt mit einer Geschwindigkeit von c = 18 km/h.
Berechnen Sie die Lauflänge llam der laminaren Grenzschicht bis zur Transition sowie
die Dicke der laminaren Grenzschicht lam, an dieser Stelle,
wenn die kritische Reynoldszahl Rekrit = 5105 beträgt.

c  lkrit Re krit  5  105  1,4  10 6


Re krit   lkrit    lkrit  0,14 m
 c 18
3,6
0,14
 lam 1mm
x l
 lam  5   5  krit 5  
Re x Re krit 5  105

1.3
Berechnen Sie den Reibungswiderstand WR,Turm des Turms im getauchten Zustand bei einer
Geschwindigkeit von c = 18 km/h unter der Annahme, daß die Strömung am Turm nicht
ablöst.

Hinweise:
- Die Reynoldszahl am Turm ist mit dem Halbumfang des Turms zu berechnen
3 
- Umfang U einer Ellipse mit den Halbachsen a und b: U      a  b   a  b 
2 

Eine Seitenwand des Turms:


U 1 3  1 3 
      a  b   a  b        2  1  2  1  4,847 m
U

2 2 2  2 2  2

Reibungsbeiwert bei laminarer Anlaufstrecke und Re > 107 (Schlichting)


0.455 A
cR  
log Re2.58
Re
Korrektur für laminare Anlaufstrecke:

Rekrit 3105 5105 106 3106


A 1050 1700 3300 8700

c  U 2 5  4,847
ReU 2    ReU 2 17,31  106
 1,4  10 6

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0.455 A 0.455 1700


cR      cR  2,657 103
log Re2.58

Re log17,31106  2.58
17,31106

Reibungswiderstand Turm
  1030 2
WR ,Turm   c 2  cR  O   c 2  cR  U  h    a  b    5  2,657 10 3  9.694  3    2 1
2 2 2
 WR ,Turm  1210 N 

1.4
Berechnen Sie den Reibungswiderstand WR,ges des gesamten Bootes unter der Annahme,
daß die gesamte Oberfläche des Rumpfes turbulent angeströmt wird.
Die Strömungsverhältnisse am Turm bleiben unverändert (Pkt. 1.3).

Hinweise:
- Die Reynoldszahl am Rumpf ist mit der Gesamtlänge des Bootes zu berechnen

- Das halbkugelförmige Heck wird aufgrund von Ablösung nicht in die Berechnung des
Reibungswiderstands mit einbezogen.

c  L  2  R  5  100  2  2
Rel , ges    Rel , ges  371,43  106
 1,4  10 6

Reibungsbeiwert bei turbulenter Grenzschicht und Re > 107 (Schlichting)


0.455 0.455
cR    cR 1,782 103
log Re2.58

log 371,43 106 2.58

Reibungswiderstand Rumpf
 
WR , Rumpf 
2
 c 2  cR  O 
2

 c 2  cR  2    R 2  2    R  L    a  b 
 WR , Rumpf 
1030 2

 5 1,782 10 3  2    2 2  2    2 100    2 1   WR , Rumpf  29408 N 
2

Gesamtreibungswiderstand
WR , ges  WR , Rumpf  WR ,Turm  29264  1210  WR  30474 N 

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1.5
Berechnen Sie den Druckwiderstandsbeiwert cD des Bootes, wenn der Gesamtwiderstand
sich ausschließlich aus Druckwiderstand und Reibungswiderstand zusammensetzt und bei
einer Geschwindigkeit von c = 18 km/h die erforderliche Antriebsleistung P = 200 [kW]
beträgt.

Bezugsfläche Sref aus projizierter Querschnittsfläche des Bootes


S ref    R 2  2  b  h    2 2  2  1  3   
S ref 18,566 m 2

Gesamtwiderstand Wges
P 2 105
Wges    Wges  4 10 4 N 
c 5

Druckwiderstand
WD  Wges  WR  4 10 4  30474  WD  9526 N 

Druckwiderstandsbeiwert
WD 9526
cD    cD  0,0398
 1030 2
 c  S ref
2
 5 18,566
2 2

1.6
Berechnen Sie die horizontale Kraftkomponente Fx und die vertikale Kraftkomponente Fy auf
das vordere halbkugelförmige Rumpfsegment infolge des hydrostatischen Drucks bei einer
Tauchtiefe von H = 200m.
Im Inneren des Bootes herrscht, wie an der Wasseroberfläche, ein Luftdruck von pi = 1 bar.

Horizontale Komponente
Fx  phydr .  Ax    g  H    R 2 1030  9,81  200    22  Fx  2,539  10 7 N 

Vertikale Komponente, obere Hälfte

1 1 4  1 1 
Fy ,1    g      R 2  H      R 3  1030  9,81      2 2  200     2 3 
Fy,1 2 4 3  2 3 
 Fy ,1 1,261  10 N 
7

Vertikale Komponente, untere Hälfte

1 1 4  1 1 
Fy , 2    g      R 2  H      R 3  1030  9,81     2 2  200     23 
2 4 3  2 3 
 Fy , 2 1,278 10 N 
7

 Fy  Fy , 2  Fy ,1  1,278  1,261  10 7  Fy 1,7  10 5 N 

85
Fy,2
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oder:
Belastung ergibt sich ausschließlich aus dem virtuellen Volumen der Halbkugel

1 4 2
Fy    g      R 3 1030  9,81     2 3  Fy 164368 N 
2 3 3

1.7
Wie alt ist der Kapitän?

86
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Aufgabe 2 (30 Minuten, 30 Punkte)

Im Teilbehälter 1 soll der Wasserstand reguliert werden. Dazu soll die aus Styropor bestehende
Ventilkugel den Ventilsitz etwas öffnen, sobald die Höhendifferenz zwischen Oberwasserspiegel
und Überlaufaustritt den Wert h überschreitet. Dadurch kann Wasser von Teilbehälter 1 nach
Teilbehälter 2 überströmen und über den Überlauf abfließen.

Gegebene Größen: W = 1000 kg/m³, K = 100 kg/m³, g = 9,81 m/s², p0 = 1 bar, d = 2/3D,
h = 1 m, h = 2m, b = 3 m

2.1
Wie groß muss der Durchmesser D sein, damit die Ventilkugel bei der gegebenen Höhendifferenz
h den Ventilsitz einen Spalt öffnet?

Überlegung: vollständig eingetauchte Kugel, auf der zusätzlich eine Wassersäule lastet mit
V = d²/4·h:
4 3 4 
R W g  R 3  K g  d 2 hW g
3 3 4
1
RW  R K  hW
3
hW 1m  1000 mkg³
R   0,370m  D  0,74m

3W   K  3 1000 mkg³  100 mkg³ 

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2.2
Wie groß ist für die gegebene Höhe h die resultierende Horizontalkraft Fhor auf die Trennwand?
W gh W g h  h 
Fhor   hb   h  h b
2 2
1000 mkg³  9,81 sm²  2m 1000 mkg³  9,81 sm²  2m  1m 
Fhor   2m  3m   2m  1m   3m  44145 N
2 2

Aufgabe 3 (10 Minuten, 10 Punkte)


Ein großer Behälter ist mit Wasser (Dichte ) auf konstante Höhe h befüllt. Durch eine kreisrunde
Öffnung mit Durchmesser D im Boden fließt das Wasser im Freistrahl auf eine waagrechte Prallplatte
ab und fließt dort radial nach allen Richtungen gleichmäßig ab. Die Dicke des verteilten Strahls  ist
vernachlässigbar klein gegen die Höhe H (H<<).

p∞
g

D h

c
p∞ H
Freistrahl
y

Kontrollvolumen
Prallplatte

3.1
Bestimmen Sie die innerhalb des vorgeschlagenen Kontrollvolumens die Kraft, welche der
Freistrahl auf die Prallplatte ausübt, wenn reibungsfreie Strömung angenommen wird und
Volumenkräfte vernachlässigt werden dürfen.

AIK – EIK = FR + Fp

88
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Prof. Dr.-Ing. P. Hakenesch TECHNISCHE STRÖMUNGSMECHANIK Teil II Aufgaben
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________________________________________________________________________________

Fp = 0, da Freistrahl
Impulskräfte am Kontrollvolumen in x-Richtung:
FRx = 0 , da symmetrische Anordnung und reibungsfrei zur Platte

Impulskräfte am Kontrollvolumen in y-Richtung:

FRy  0  m  v

m    A  c    D2  c
4
c aus Bernoulli oder Torricelli :
c  2gh
Bernoulli zwischen Spiegel und Kontrollvolumen :
 
p  g (h  H )  v2  p  g (0)  v2
2 2
v  2 g (h  H )
 
FRy  0    D 2  2  g  h  2 g (h  H )   g D 2  h  (h  H )
4 2

3.2
Welche Kraft ergibt sich für p0 = 1 bar, g = 9,81 m/s²,  = 1000 kg/m³, D = 0,5 m, h = 2 m und
H = 5 m?


 9,81  0,52 m²  2  2  5m²  14414,3 N
kg m
FRy   g D 2  h  (h  H )  1000
2 m³ s²

89
Prof. Dr.-Ing. P. Schiebener FLUIDMECHANIK Prüfung SS 2012
Prof. Dr.-Ing. P. Hakenesch TECHNISCHE STRÖMUNGSMECHANIK Teil II Aufgaben

________________________________________________________________________________

Diese Teilaufgabe besteht aus einem Angabenblatt (A4) und zwei Lösungsbögen (A3).
Bearbeiten Sie die Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.
Für alle Teilaufgaben ist eine vollständige analytische Lösung erforderlich!

Aufgabe 1 (35 Minuten, 35 Punkte)


K
(2) S K

p Skizze nicht maßstäblich!


h5 K
Oberwasser (1)
h4' p
h4 L1, d

E,A g
h3
K (A) K
Pumpe/
Turbine
(4) (5) L2, d
h2
p
L3, d Unterwasser (3)
h1

E,A
In dem skizzierten Pumpspeicherkraftwerk kann wahlweise Wasser vom Oberwasser an der
Entnahmestelle (1) über eine Turbine zum Unterwasser an den Ausfluß (3) geleitet werden oder vom
Unterwasser mittels einer Pumpe zum Oberwasser gepumpt werden.
Die Leitung vom Oberwasser zum Maschinenhaus hat die Länge L1 und den konstanten
Durchmesser d. Die Leitung vom Maschinenhaus zum Unterwasser hat die Länge L2 und ebenfalls
den konstanten Durchmesser d. Die absolute Rauhigkeit k ist in allen Leitungssegmenten konstant.
Schieber (2) ist geöffnet, Schieber (4) und (5) sind geschlossen.
Die Wasserspiegel an Ober- und Unterwasser können als konstant angenommen werden.
Es herrscht der Umgebungsdruck p.
geg.:
   
Wasser 10 3 kg m 3 ,  Wasser 10 6 m 2 s , TWasser 10C  , p  0,95 bar 
L1  200 m , L2  50 m , d  0,50 m , k  0,1mm
h1 1m , h2  2 m , h3  20 m; h4  7 m ; h5 1m
Verlustziffern:  E , A  0,02 ,  K  0,8 ,  S 1,2
Pumpbetrieb: 
VP 180 m3 h ,  Gesamtwirkungsgrad der Pumpe:  P  0,8
Turbinenbetrieb: VT 1800 m h , 
3
Gesamtwirkungsgrad der Turbine: T  0,9

Hinweis: Rohrreibungszahlen sind rechnerisch zu bestimmen und rechnerisch zu überprüfen.

90
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Prof. Dr.-Ing. P. Hakenesch TECHNISCHE STRÖMUNGSMECHANIK Teil II Aufgaben
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________________________________________________________________________________

1.1 [4]
Berechnen Sie für den Pumpbetrieb die Reynoldszahl in der Leitung.

 
VP 180 m3 h  0,05 m3 s  
VP 0,05
cP    cP  0,255m s
 2 
d  0,52
4 4
cP  d 0,255  0,5
Re d    Re d 127500
 10 6

1.2 [9]
Berechnen Sie den Druckverlust pV ,T in der Anlage bei Turbinenbetrieb.

VT 1800 m3 h  0,5 m3 s   
VT 0,5
cT    cT  2,546m s
 2 
d  0,52
4 4
c  d 2,546  0,5
Re d  T   Re d 1,273 10 6
 10 6
k 10 4 k
   2  10  4
d 0,5 d

Annahme: Übergangsbereich
 k 106   106 
T  0.0055  1  3 20000     0 .0055   1  3 20000  2  10 4
 6 
 d Re   1,273  10 
 T  0,0148
Überprüfung:
k
8  Re T  200  8  2  10 4  1,273  106  0,0148  200
d
 8  30 ,97  200  Annahme erfüllt

 2  L  L2 
pV ,T   cT   T  1  2   E, A  5   K   S 
2  d 
10 3  200  50 
pV ,T   2,546 2   0,0148   2  0,02  5  0,8  1,2   pV ,T  40967 Pa 
2  0,5 

91
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________________________________________________________________________________

1.3 [10]
Bei Turbinenbetrieb messen Sie an der Stelle (A) vor dem Maschinenhaus in der Leitung
einen Überdruck von p A  2,2 bar  .
Der Meßfühler zur Bestimmung des Pegelstandes an der Entnahmestelle (1) ist zu diesem
Zeitpunkt ausgefallen, d.h. der Pegelstand des Oberwassers ist unbekannt.
Dies gilt nur für Teilaufgabe 1.3

Berechnen Sie die hydraulische Turbinenleistung PT,hydr.

Bilanz von (A) - (3)


 
 cT , A    g  z A  p A  pT   cT ,3    g  z3  p3  pV , A  3
2 2

2 2
cT , A  cT  2,546 m s  , cT ,3  0
z A  h2 , z3  0
p A  pÜ  p , p3  p
 2  L  10
3
 50 
pV , A  3   cT   T  2   K   E , A    2,5462   0,0148   0,8  0,02 
2  d  2  0,5 
 pV , A  3  7454 Pa 

 cT    g  h2  pÜ  p  pT  p  pV , A  3
2

2

 cT    g  h2  pÜ  pV , A  3
2
pT  
2
103
pT    2,5462  103  9,81  2  2,2  105  7454
2
 pT   235407 Pa 

pT  235407
wt ,T    wt ,T   235,407 W kg 
 103

1800
PT , hydr.  m T  wt ,T    VT  wt ,T 103   235,407  PT , hydr .   117 ,704 kW 
3600

1.4 [2]
Berechnen Sie die Wellenleistung PT,Welle, die von der Turbine an den Generator abgegeben
wird.

PT ,Welle T  PT ,hydr.  0,9  117,704  PT ,Welle   105,933 kW 

1.5 [2]
Berechnen Sie die maximale abzugebende Turbinenleistung PT,max bei Vernachlässigung aller
Verluste!

1800
PT , max  m  wt , max     V  g  zmax    V  g  h2  h3  h4    103   9,81  2  20  7 
3600
 PT , max   142,245 kW 

92
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________________________________________________________________________________

1.6 [8]
Zu Wartungszwecken wird das Wasser um das Maschinenhaus umgeleitet, d.h. Schieber
(2), (4) und (5) sind offen. Die gesamte Rohrleitung kann als verlustfrei angenommen
werden.

Um welche Höhendifferenz h4' kann der Pegelstand des Oberwassers maximal absinken?

Bilanz (1) - (2)

 
 c1    g  z1  p1   c2    g  z2  p2
2 2

2 2
c1 c2  0
Ansaugöffnung des Rohres: z  0
z1  h4  h4 ' , z2  h4  h5
p1  p , p2  pD T  10C  1200Pa (Tabelle Skript)

  g  h4  h4 '  p    g  h4  h5   pD


  g  h4    g  h4 ' p    g  h4    g  h5  pD
   g  h4 '    g  h5  pD  p
p  p D 0,95  105  1200
h4 '   h5  1 h4 '  8,56 m
g 103  9,81

Theoretisch könnte der Wasserspiegel soweit absinken bis an der höchsten Stelle, d.h. am
Schieber(2)Kavitation auftritt. Das wäre bei h4 '  8,56 m . Die Ansaugöffnung an der Stelle (1) liegt
jedoch bei h4  7 m . Somit kann der Wasserspiegel des Oberwassers lediglich um die
Höhendifferenz h4 , d.h. bis zur Ansaugöffnung des Rohres absinken.

 h4 '  h4  7 m

93
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Aufgabe 2 (25 Minuten, 25 Punkte)

Ein großer Behälter ist mit der Höhe H über der Ausflussöffnung mit Wasser der Dichte gefüllt
(vgl. Skizze mit Detaillierung). Die Ausflussöffnung hat die Querschnittsfläche A, dass Wasser tritt
reibungsfrei in horizontaler Richtung als Freistrahl aus und trifft nach Durchlaufen der Fallhöhe L
auf den horizontalen Teller einer Federwaage auf und läuft reibungsfrei seitlich ab.
0
Detail:
g
V2
H
2
 A 1
V1 
3
Detail 4
L V4 z V3
V2
x
z 2
x

Gegeben: H = 1,275 m, L = 0,56 m, A = 2 cm²,  = 1000 kg/m³; g = 9,81 m/s²

Anmerkung: Bei der Berechnung der Kräfte auf die Waage darf angenommen werden, daß das
Gewicht der Flüssigkeit auf dem Waagenteller vernachlässigbar ist.

2.1 [4]
Bestimmen Sie die Ausflussgeschwindigkeit v1.

Bernoulli von 0 nach 1:

Mit v0=0:

 v1=5 m/s

2.2 [4]
Bestimmen Sie den Betrag der Geschwindigkeit v2 in der Nähe des Waagentellers.

Mit v0 = 0, H2 = 0 m:

 v2 = 6 m/s

94
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Prof. Dr.-Ing. P. Hakenesch TECHNISCHE STRÖMUNGSMECHANIK Teil II Aufgaben

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2.3 [4]
Bestimmen Sie die Vertikalgeschwindigkeit v2z.

Die horizontale Geschwindigkeit ändert sich nicht, nur die vertikale Geschwindigkeit nimmt zu:

v2 z  3,317 m s 
2 2
v2 z  v2  v1  62  52 

2.4 [4]
Bestimmen Sie den Winkel  zwischen den Geschwindigkeitsanteilen v2 und v2z an der Stelle 2.

2.5 [4]
Wie groß sind die Geschwindigkeiten v3 und v4.

Bernoulli zwischen den Stellen 0 und 3 bzw.4 ergibt:

Es liegt Freistrahlbedingung vor, H3 = H4 = 0, die linken Gleichungsseiten sind gleich, daher


 v3 = -v4

2.6 [5]
Wie groß ist die Kraft in z-Richtung auf die Federwaage?

Damit drückt die Waage mit 3,315N auf den Strahl, die Waage zeigt dann 3,315 N an!

oder einfacher:
In z-Richtung liegt lediglich ein Eintrittsimpuls vor, d.h. die resultierende Kraft ergibt sich direkt
aus
FR , z  m  v2    v1  A  v2, z 103  5  2  104  3,317  FR , z  3,317 N 

95
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Diese Teilaufgabe besteht aus einem A3-Bogen mit 4 Seiten.


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.
Für alle Teilaufgaben ist eine vollständige analytische Lösung erforderlich!

Aufgabe 1 (30 Punkte)

Belastung für Felix Baumgartner beim Sprung aus 39 km Höhe


Am 14. Oktober 2012 wurde der seit 1961 bestehende Weltrekord des US-Amerikaners Joseph
Kittinger für einen Fallschirmabsprung aus 31333 m Höhe von dem Österreicher Felix
Baumgartner durch einen Sprung von einer Druckkapsel eines Heliumballons aus 39045 m Höhe
eingestellt.
Gehen Sie bei allen Berechnungen davon aus, daß die Bedingungen der Standard-Atmosphäre (=
Normatmosphäre ISA) vorliegen.

A) Startbedingungen
Der Start des Ballons erfolgte in Roswell, New Mexico auf einer Höhe von H0 = 1089 m.
Zur Füllung des Ballons wurden 5000 m³ Helium bei dem aktuellen Umgebungsdruck verwendet.
Die Hülle des Ballons kann als vollständig flexibel angenommen werden, d.h. der Innendruck im
Ballon entspricht dem äußeren Umgebungsdruck.

Helium: Spezifische Gaskonstante RHe = 2078 [J/kgK].


Luft: Spezifische Gaskonstante: RLuft = 287,05 [J/kgK], Isentropenexponent =1,4.

1.1
Berechnen Sie die Dichte He des Heliums im Ballon zum Zeitpunkt des Starts.

H0 = 1089 m: Höhenintervall -5 km bis +11 km, nicht-isotherme Schichtung


h [m] hA [m] TA [K] a [K/m] pA [Pa] A [kg/m³]
-5103 - 11103 0 288.15 -6.510-3 101325 1.2250

TH 1089  TA  a  h  hA   288,15  6,5  10 3  1089  0   TH 1089  281,07 K 


 g0 9 ,81
T  a R  281,07   6,510 3 287,05
pH 1089  p A   H 1089  101325     pH 1089  88902 Pa 
 TA   288,15 
 He  0,1522 kg m3 
pH 1089 88902
 He   
RHe  TH 1089 2078  281,07

1
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Prof. Dr.-Ing. P. Hakenesch TECHNISCHE STRÖMUNGSMECHANIK Teil II Aufgaben

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1.2
Berechnen Sie die maximale Nutzlast mNutz beim Start wenn die Leermasse der Hülle und der
Kapsel zusammen mleer = 1315 kg beträgt.
g  mNutz  FA  g  mleer  g   Luft   He   VB  g  mleer
 g   9 ,81 
  0  1   1
T 
 H 1089 1,102 kg m3 
 a R   281,07    6 , 5 10 3
 287 , 05 
 H 1089   A   H 1089  1,225    
 TA   288,15 
oder
 H 1089 1,102 kg m3 
pH 1089 88902
 H 1089   
RLuft  TH 1089 287,05  281,07
mNutz   Luft   He   VB  mleer  1,102  0,1522  5000  1315  mNutz  3435 kg 

B) Bedingungen nach dem Absprung aus H1 = 39045 m


Die maximale Geschwindigkeit von cmax = 1342 km/h wurde relativ schnell in H2 = 32000 m
erreicht.

1.3
Berechnen Sie den Staudruck qH=32000 für die Maximalgeschwindigkeit in der Höhe H2.

H2 = 32000 m: Höhenintervall 32 km bis 47 km, nicht-isotherme Schichtung (Tab. 3-5, Skript)

h [m] hA [m] TA [K] a [K/m] pA [Pa] A [kg/m³]


32103 - 47103 32103 228.65 +2.810-3 868 0.0132

2
 0,0132  1342 
qH  32000   cmax
2
    qH  32000  917 Pa
2 2  3,6 

1.4
Welcher Geschwindigkeit cH=0 entspricht dieser Staudruck qH=32000 auf Meeresniveau?

Bei einer Luftdichte von H=0 = 1,225 kg/m3 auf Meeresniveau entspricht dieser Staudruck einer
Geschwindigkeit cH=0 von

qH  32000  2 917  2
cH  0    cH  0  38,69 m s 139,3km / h
H 0 1,225

1.5
Hatte Herr Baumgartner in der Höhe H2 = 32000 m die Schallgeschwindigkeit überschritten?
Begründen Sie Ihre Antwort.

Schallgeschwindigkeit in H2 = 32000 m:
aH  32000    R  TH  32000  1,4  287,05  228,65  aH 32000  303,13 m s 
1342
cmax   372,78 m s   aH  32000  303,13 m s 
3,6

2
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________________________________________________________________________________

C) Freifall der Kapsel


Nach dem Absprung wurde die kugelförmige Druckkapsel (Masse mK = 1200 kg,
Durchmesser dK = 1,8 m) von der Ballonhülle getrennt. Gehen Sie bei den weiteren
Berechnungen davon aus, daß die Auslösung der Bremsfallschirme versagte und diese
nicht mehr zum Einsatz kamen.

1.6
Berechnen Sie den Gesamtwiderstandsbeiwert der Kapsel CW, wenn diese beim Aufschlag
in Roswell eine inzwischen konstante Endgeschwindigkeit von cE = 300 km/h erreicht hat.

 H 1089 2
Unbeschleunigter Fall: W  FG  CW   cE  S ref  mK  g
2
2  mK  g 2  1200  9,81
 CW    CW 1,21
 H 1089  cE 2  S ref 2
 300  
1,102      1,82
 3,6  4

3
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Diese Teilaufgabe besteht aus einem A3-Bogen mit 4 Seiten.


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Aufgabe 2 (30 Punkte)

Die Sprinkleranlage einer kleinen Garage besteht aus zwei Sprinklerköpfen (Düsen), die im Abstand L2 an der
Garagendecke das mithilfe einer Pumpe aus dem Behälter geförderte Wasser im Garagenraum verteilen. Die
Pumpe führt eine konstante Druckerhöhung durch, welche die Druckverluste in der Rohrleitung (L1, D, )
ausgleicht. Die Länge der Leitung bis zum ersten Sprinkler beträgt L1. Neben den Leitungsverlusten sollen
ausschließlich die Verluste in den beiden Sprinklern mit jeweils einem Verlustbeiwert ζSpr berücksichtigt werden.
Dieser Beiwert ist mit jeweiligen Sprinklerkopfeintrittsgeschwindigkeit vSpr(1,2) im Rohr vor der Düse gebildet
und berücksichtigt, dass durch die feine Zerstäubung des Wassers keine kinetische Energie in den Positionen
direkt am Sprinkleraustritt auf der Höhe H2 vorhanden ist. In der Garage herrsche Umgebungsdruck
p∞.
L2, D, λ

ζSpr
p∞
B Cp∞
A L1, D, λ, vR H2

H1
Δ

ΔpPumpe
Gegeben: D=20 mm, L1=10 m, L2 = 4 m, H1 = 1 m, H2 = 3m,  = 0,02, ζSpr = 3, ρ = 1000 kg/m³,
Q = 200 ltr/min, p∞ = 1 bar.

6. Geben Sie die formelmäßigen Zusammenhänge der Verluste ΔpvA‐B und ΔpvA‐C zwischen der 
Behälteroberfläche A und den Sprinkleraustritten als Funktion der zunächst unbekannten 
Geschwindigkeit  vR (im Pumpenrohr) und vSpr1 und vSpr2 vor den Sprinklern an. 
7. Geben Sie über Energiebilanzen zwischen A und B sowie A und C jeweils eine Funktion 
vSpr1(vR, ΔpPumpe) und vSpr2(vR, ΔpPumpe) für die Geschwindigkeiten unmittelbar vor den 
Sprinklerköpfen an. 
8. In welchem Verhältnis teilt sich der gesamte, gegebene Volumenstrom Q über beide Düsen 
auf? Berechnen Sie außerdem  vSpr1 und vSpr2. 
9. Für welche Druckerhöhung ΔpPumpe ist die Pumpe dabei zu dimensionieren? 
10. Nennen Sie mindestens eine mögliche Maßnahme zur Angleichung der Teilvolumenströme 
beider Sprinkler. 

Vorschlag zur Musterlösung:

4
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Prof. Dr.-Ing. P. Hakenesch TECHNISCHE STRÖMUNGSMECHANIK Teil II Aufgaben

________________________________________________________________________________

1.  

2. Erweiterte Bernoulli‐Gleichung für die Stromröhren A‐B und A‐C, gleiche Drücke in den 
Rohrquerschnitten und keine kinetische Energie an den Austritten: 
Stromröhre A-B:

Stromröhre A-C:

3. Alle Querschnitte identisch, daher Konti‐Gleichung: 

5
Prof. Dr.-Ing. P. Schiebener FLUIDMECHANIK Prüfung WS2012/2013
Prof. Dr.-Ing. P. Hakenesch TECHNISCHE STRÖMUNGSMECHANIK Teil II Aufgaben

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4. Aus erweiterter Bernoulli‐Gleichung A‐B

5. Mehrere Maßnahmen möglich:
 Widerstandserhöhung erster Sprinkler (Blende)
 Erhöhung von  beider Sprinkler 

 Verwendung größerer Rohrquerschnitt in L2

6
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Diese Teilaufgabe besteht aus einem A3-Bogen mit 3 Seiten.


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.
Für alle Teilaufgaben ist eine vollständige analytische Lösung erforderlich!

Aufgabe 1 (30 Punkte)

An ein Rohr mit dem konstanten Durchmesser d1 ist ein Stufendiffusor mit dem Durchmesser
d2 angeschlossen. Die Länge des Rohres zwischen den Punkten (1) und (3) beträgt L1.
Beim Einströmen eines Fluids mit der Dichte ρ und der kinematischen Viskosität ν in den
Diffusor löst die Strömung von der Wand ab und es bildet sich ein Totwassergebiet der
Länge L2.
An den Messstellen (1) und (4) ist eine Messleitung angeschlossen, die mit einem U-Rohr-
Manometer verbunden ist. In dem Manometer befindet sich eine Messflüssigkeit mit der
Dichte ρM zwischen den Punkten (0) und (2). Rohr und Diffusor haben die gleiche Rauhigkeit
k. Das Fluid kann sich nicht mit der Messflüssigkeit vermischen.

(4) Messleitung

d2 ,  2 , k

L2

Diff
(3)

h4

L 1, d 1,   , k
K

(2)
K M
h2 z
g (1)
h1
(0)
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Beantworten Sie die folgenden Fragen unter der Annahme, daß die folgenden
Parameter bekannt sind:

L1, d1, d2, k, h1, h2, h4, ν, ζK, λ1, λ2, ρ

Geben Sie die Lösung ausschließlich in Abhängigkeit von den gegebenen Parametern
an.

1.1 [2]
Welche Strömungsgeschwindigkeit c1 darf maximal in dem Rohr herrschen, so daß die
Strömung nicht turbulent wird?

c1  d1 
Re d 1   2320  c1  2320 
 d1

1.2 [2]
Bestimmen Sie die Länge L2, die die Strömung im Stufendiffusor benötigt, bis die Strömung
wieder vollständig an der Wand anliegt. In dem Diffusor gilt Red2 = 2900.

L2  10  d 2

1.3 [2]
Muss im Diffusor zur Bestimmung des Druckverlustes die Wandreibung zwischen den Stellen
(3) und (4) berücksichtigt werden? Geben Sie eine Begründung an.

Nein, da die Strömung über die Länge L2 abgelöst hat, kann sie keinen Beitrag zur
Wandreibung liefern.

1.4 [2]
Bestimmen Sie den Verlustbeiwert ζDiff des Stufendiffusors unter der Annahme, dass die
Strömung im Diffusor vollständig turbulent ist.

2
 A1 
2
  d 2 
 Diff  1    1   1  
 A2    d 2  
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1.5 [22]
Bestimmen Sie die Dichte der Messflüssigkeit ρM, wenn im Punkt (1) die Geschwindigkeit c1
vorliegt.

p0  p 2
p0  p2   M  g  h2  M  (2)
g  h2

Bilanz von (1) – (4)


 
 c1    g  z1  p1   c4    g  z 4  p4  pV ,1 4
2 2
(2)
2 2

Mit
2
d 
c1  geg. c4  c1   1 
 d2 
z1  h1 , z 4  h4 ,
p1  p0    g  h1 , p4  p2    g  h4  h2  (5)

und
 2  L 
pV ,1 4   c1  1  1  2   K   Diff  (3)
2  d1 
folgt
4
 
d 
 c1    g  h1  p0    g  h1   c1   1     g  h4  p2    g  h4  h2   pV ,1 4
2 2

2 2  d2 
 2   d1  
4

 c1  1      p0  p2    g  h2  pV ,1 4
2   d 2  

 2  d1  
4

p0  p2   c1     1    g  h2  pV ,1 4


2  d 2  

 2  d1  
4

 c1     1    g  h2  pV ,1 4


p p 2  d 2  
M  0 2  (10)
g  h2 g  h2

oder
 d  4 
  2  L 
 c1   1   1    g  h2   c1  1  1  2   K   Diff 
2

p p 2  d 2   2  d1 
M  0 2 
g  h2 g  h2
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Diese Teilaufgabe besteht aus einem A3-Bogen mit 3 Seiten.


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.
Für alle Teilaufgaben ist eine vollständige analytische Lösung erforderlich!

Aufgabe 2 (30 Punkte) y

Für den Aluminium-Verschluss- und -Formstopfen


eines Springbrunnens soll eine Auslegung erfolgen.
Vereinfachend wird angenommen, dass im h/2
stationären Strömungsfall ein rechteckiger 2β L
Flüssigkeitsfreistrahl (Breite h, Tiefe b) in vertikaler
Richtung mit der Geschwindigkeit v3 so gegen den
Verschlusskeil fließt, dass dieser in der Schwebe
gehalten wird und den Strahl in zwei symmetrische
Teilstrahlen zerlegt. Die Flüssigkeit hat die Dichte ρF,
das Keilmaterial die Dichte ρK.
g
Hinweis: Die Schwerkraft der Flüssigkeit als
Volumenkraft soll vernachlässigt werden.
Gegeben: ρF = 1000 kg/m³, ρK = 2700 kg/m³, Tiefe b
L = 0,1 m, h = 1 cm, β = 30°, b = 4 cm, p0 = 1 bar. h

Düse

v3, ρF

2.1 [15]
Wie groß muss die Anströmgeschwindigkeit v3 sein, damit der Keil gegen die Wirkung seines
Gewichts in der Schwebe gehalten wird?

Impulssatz:

AIK-EIK=ΣFi

x-Richtung: symmetrisch, keine wirksamen Anteile (1)

y-Richtung:

(2)

(2)
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(2)

Gewichtskraft des Keils: (2)

Schwebebedingung: FK=G (1)

(2)

(3)
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2.2 [15]

Aus einem Tank mit Innenbedrückung p1 wird 3


das Wasser über die hydraulisch glatte Leitung v3
der Länge L1 über 2 Krümmer, mit ζKr, einem
Passstück ζPass zugeführt, welches den runden Düse
Eingangsquerschnitt in den rechteckigen
Düsenquerschnitt überführt und dann in die Passstück
g
Düse gelangt (vgl. Teilaufgabe 2.1). Der
zugehörige Widerstandsbeiwert ζPass=0,58 ist
auf den Ausgangsquerschnitt bezogen. H1

Wie groß muss der Innendruck p1 des


bedrückten Tanks sein, damit die ζKr
Ausströmgeschwindigkeit v3 (vgl. Teilaufgabe ζKr
2.1) erreicht wird?
L1, D1
2
Gegeben: L1 = 6 m, D1 = 10 mm, H1 = 3 m, p1
ζKr=0,82, ζPass=0,58 (mit Düse), h = 1 cm,
b = 4 cm, Leitung hydraulisch glatt, ρF
= 1000 kg/m³, F = 10-6m²/s, p0 = 1 bar,
g = 9,81 m/s², [Notfallwert v3=12 m/s]. 1

(2)

(2)

(1)

(1)

(1)

(2)

(2)

(2)
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Die Teilaufgaben 1 und 2 bestehen aus insgesamt zwei A3-Bögen.


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.

Aufgabe 1 (20 Punkte)


Sie arbeiten in Catanzaro (Kalabrien) als Problembeseitiger bei der ’Ndrangheta und
befinden sich in einem Boot mit einem kastenförmigen Rumpf der Länge L und Breite B mit
senkrechten Seitenwänden und einem ebenen Boden. Die Leermasse des Bootes und Ihre
eigene Masse betragen zusammen m.
Das Boot schwimmt in einem mit Wasser (Dichte W) gefüllten rechteckigen Teich der Länge
LT und Breite BT. Der Teich hat keinen Zulauf und keinen Ablauf. Der Pegelstand beträgt h2.

In dem Boot befinden sich außer Ihnen noch folgende Gegenstände:


- Ein Betonklotz (darin eingeschlossen das Problem) mit dem Volumen VB und der
Dichte B, B = 3W
- Ein mit Helium (Dichte He) gefüllter Ballon mit dem Volumen VHe

Die Masse der Ballonhülle und der Schnur kann vernachlässigt werden.
Ebenso kann, mit Ausnahme des Heliumballons, der Beitrag zum Auftrieb all derer
Komponenten vernachlässigt werden, die kein Wasser, sondern lediglich Luft (Dichte L)
verdrängen.

Gehen Sie bei allen weiteren Betrachtungen davon aus, dass folgende Größen bekannt sind:
LT, BT, L, B, m, VHe, VB, He, B, W, L, h2

He
He

L

W
h
Beton
B

h2
h1
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________________________________________________________________________________

Hinweis:
Zur Reduzierung des Schreibaufwands können Sie aus den gegebenen Größen auch neue
Variable definieren.

1.1 [5]
Bestimmen Sie die Eintauchtiefe h des Bootes als Funktion der gegebenen Größen.

∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙

∙ ∙ ∙

∙ ∙

∙ ∙

∙ ∙

1.2 [5]
Sie werfen den Betonklotz in den Teich. Wie verändert sich der Pegelstand des Wassers (bleibt
konstant, steigt, sinkt, keine dieser Möglichkeiten ist richtig)? Begründen Sie Ihre Antwort!

Solange sich der Klotz im Boot befindet, muss das Boot die Menge Wasser mW verdrängen, die der
Masse des Klotzes mB entspricht, also


∙ ∙
∙ 3∙

Liegt der Klotz im Wasser verdrängt er nur noch sein eigenes Volumen VB.
Der Pegelstand sinkt also.
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________________________________________________________________________________

1.3 [10]
Bestimmen Sie die neue Höhe des Pegelstandes h2‘ des Teichs, nachdem Sie den Betonklotz in
den Teich geworfen haben als Funktion der gegebenen Größen.

Variante 1:

Wird der Betonklotz aus dem Boot entfernt, muss das Boot um mBg = BVBg weniger
Auftrieb erzeugen, also mBg = mWg = 3WVBg weniger Wasser verdrängen.
Das Verdrängungsvolumen des Bootes reduziert sich um 3VB. Landet der Betonklotz im
Wasser, erhöht sich das Volumen im Teich um das einfache Volumen VB des Klotzes.

∙ ∙ ∙ ∙ 3∙

2∙

Variante 2:

′ ′

mit h‘ = neue Eintauchtiefe des Boots:

∙ ∙ ′∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙

∙ ∙ ∙

∙ ∙ ∙ ∙

Gesamtwassermenge VW im Teich bleibt konstant:

∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙ .

∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙

∙ ∙

oder h und h‘ in die Lösung für h2‘ eingesetzt:

∙ ∙ ∙
∙ ∙
∙ ∙ ∙ ∙

∙ ∙3∙
3∙

∙ ∙ ∙

2∙


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Aufgabe 2 (36 Punkte)


Die Dusche Ihrer Berghütte wird durch ein externes geschlossenes Wasserfass versorgt. Im
Inneren des Fasses herrscht ein Überdruck pü und die Temperatur des Wassers beträgt TW.
Der Pegelstand im Fass h1 kann für alle Betrachtungen als konstant angenommen werden.
Das Wasser wird durch eine Leitung mit der Länge L und dem konstanten Durchmesser d über
den Dachfirst (2) zum Brausekopf (3) geführt.

Die Größen p0, pü, L, W, TW, h1, h2, h3, L, d, , E, K, B, sind bekannt.


(2) 


p0

 L, d, 
(3) pü
h2
L
(1) h3

W T
W
h1
(4) Kompressor

 

Hinweis:
Zur Reduzierung des Schreibaufwands können Sie aus den gegebenen Größen auch neue
Variable definieren.
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________________________________________________________________________________

2.1 [4]
Im Brausekopf wird das Wasser auf 16 Bohrungen verteilt. Der Durchmesser dB jeder
einzelnen Bohrung beträgt dB = 0,25d.

Bestimmen Sie das Verhältnis von der Geschwindigkeit c in der Leitung zur
Austrittsgeschwindigkeit c3 am Brausekopf (3).

16 ∙

∙ ∙ ∙ 16 ∙ ∙ ∙ ∙ 16 ∙ ∙ ∙ ∙ ∙  c = c3

oder

2.2 [8]
Bestimmen Sie die Austrittsgeschwindigkeit c3 des Wassers am Brausekopf (3) als Funktion
der gegebenen Größen.

Bilanz (1) – (3)

∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∆ ,
2 2

mit
c1 = 0, z1 = h1, p1 = pü+ p0 und z3 = h3, p3 = p0

und
∆ , ∙ ∙ ∙  4 ∙  
2

folgt
∙ ∙ ü ∙ ∙ ∙ ∆ ,
2
2
2∙ ∙ ∙ ü ∆ ,

oder ∆ , in die Lösung eingesetzt


∙ ∙ ü ∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙  4 ∙  
2 2
2
2∙ ∙ ∙ ü

1 ∙  4 ∙  
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2.3 [2]
Die Zuleitung zur Dusche verläuft von dem Fass über den Dachfirst (2) zum Brausekopf (3).
Wie entwickelt sich der Druckverlust pV,1-3 in der Leitung und im Brausekopf, wenn die
Geschwindigkeit in der Leitung gegen Null geht?

∆ , ∙ ∙ ∙  4 ∙  
2

mit
c = c3  0

folgt
pV,1-3  0

2.4 [6]
Welche Höhe h2 darf dabei der Dachfirst (2) unter dieser Bedingung, d.h. c  0,
maximal erreichen?

Begrenzung durch Kavitation am Dachfirst (2), d.h. p2 = pDampf(TW)

Bernoulli (1) – (2)

∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙
2 2

mit
c1 = 0, z1 = h1, p1 = pü+ p0 und c2 = 0, z2 = h2, p2 = pDampf(TW)

folgt
∙ ∙ ü ∙ ∙

1
ü

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2.5 [4]
Die Wassertemperatur beträgt TW = 12°C.
Wie ändert sich die maximale Firsthöhe h2,max, bis zu der die Dusche noch funktioniert (bleibt
gleich, wird höher, wird niedriger, keine dieser Möglichkeiten ist richtig), wenn
a) die Wassertemperatur um 20°C ansteigt?
b) die Wassertemperatur um 20°C sinkt?

Begründen Sie Ihre Antwort!

a) Die maximale Höhe wird niedriger, da der Dampfdruck des Wassers mit zunehmender
Temperatur steigt und dadurch die maximale Förderhöhe sinkt, da bereits früher an der Stelle (2)
Kavitation eintritt.

, ü , mit pDampf(TW)  folgt h2,max 


b) Die Dusche funktioniert überhaupt nicht mehr, da unabhängig von der Firsthöhe das Wasser in
der Leitung gefriert.

2.6 [4]
Das Wasser tritt in einem runden Strahl mit dem Durchmesser d3 aus dem Brausekopf aus
und prallt mit dem Durchmesser d4 aus auf den Boden der Dusche (4) und spritzt von dort
gleichmäßig zur Seite. Reibungseffekte können vernachlässigt werden.

Ist d3 > d4 oder d3 < d4?

Begründen Sie Ihre Antwort!

Der Strahl muss sich einschnüren (d3 > d4), da die Geschwindigkeit auf dem Weg nach unten
zunimmt, d.h. c4 > c3, der Massestrom und die Dichte aber gleich bleiben.

∙ ∙ . also ∙ ∙ ∙ ∙
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2.7 [8]
Welche Kraft F2 wirkt infolge des Wasserstrahls auf den Boden der Dusche (4)?
Bestimmen Sie die Kraft F2 als Funktion der gegebenen Größen.

Bernoulli von (3) – (4)

∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙
2 2

, 0,

∙ ∙ ∙ ∙
2 2

2∙ ∙

∙ ∙ ∙ ∙ 2∙ ∙ ∙ ∙
4 4

oder c3 in die Lösung eingesetzt:

2
2∙ ∙ ∙ ü

1 ∙  4 ∙  

2
2∙ ∙ ∙ ü
∙ 2∙ ∙ ∙ ∙
1 ∙  4 ∙   4
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Diese 3. Teilaufgabe besteht aus einem A3-Bogen mit 4 Seiten.


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.

Aufgabe 3 (28 Punkte)

Ein senkrecht stehendes Schwebekörperdurchflussmessgerät soll ausgelegt werden. Dazu wird


stationäre Strömung eines inkompressiblen Fluids (Dichte )vorausgesetzt. In der Strömung
schwebt ein koaxialer Kreiskegel (Volumen VK, DichteK) mit dem Maximalradius r.

Setzen Sie dafür voraus, dass im betrachteten Bereich die Strömung reibungsfrei, die
Geschwindigkeiten c1 und c2 über den jeweiligen Querschnitt konstant seien. Der Druck auf die
Grundfläche des Kegels (Nachlaufgebiet) sei gleich dem statischen Druck in der Strömung wie an
Stelle 2.

Berechnen Sie mit Hilfe des Impulssatzes, bei welcher Geschwindigkeit c1 des Fluids der Kegel in
der Strömung schwebt.
Gegeben sind: r, R, VK, K, , g.
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3.1 [4]
Skizzieren Sie ein Kontrollvolumen für den betrachteten Abschnitt und tragen Sie die relevanten
vektoriellen Größen ein. Verwenden Sie dazu eine eigenen Skizze oder die Vorlage.

Mit Hilfe der Anwendung des Impulssatzes ergibt sich folgende Skizze:

FD2
2

g GK

GFl
z

FD1

3.2 [24]
Bei welcher Geschwindigkeit c1 wird der Schwebekörper in der Gleichgewichtslage gehalten?

Kräfte in z-Richtung:

2
2 1 2 1 1 1 2 1 1 2 1

Bernoulli von 1 → 2:
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2 2

∆ 0;

2 2

Konti-Gleichung von 1 → 2:

eingesetzt in z-Richtung:

1 1
2

1 1
2 2

1 1
2 2

2
1 1
2

2 2
1 1 1 1
2 2
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Diese Teilaufgabe besteht aus einem A3-Bogen mit 4 Seiten.


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Aufgabe 1 (45 Punkte)

Sie möchten mit einem Heißluftballon am Strand der Insel Sylt starten. Zum Startzeitpunkt
und während der Fahrt herrschen die Bedingungen der Standardatmosphäre. Die
Masseabnahme infolge des verbrauchten Butangases kann vernachlässigt werden. Die Hülle
des Ballons ist nicht dehnbar und ist auf eine zulässige Gewebetemperatur von Tmax = 120°C
ausgelegt. Die Temperatur der Hülle entspricht immer der Gastemperatur im Ballon.

Die Masse der Hülle, des Korbes, des Brenners und der gefüllten Butanflaschen beträgt
zusammen mB  mHülle  mKorb  mFlaschen  100 kg . Als Nutzlast mNutz sollen inklusive des
Piloten vier Personen zu je 80 kg transportiert werden.

Alle benötigten Daten der Atmosphäre für h > 0 sind zu berechnen!

1.1 [10]
Berechnen Sie das Volumen VB des Ballons wenn beim Start eine Lufttemperatur im Ballon
von TLuft,B = 100°C vorliegt.

Bedingungen in h = 0 m

h = 0: T0 = 288,15 K, 0 = 1,225 kg/m³, p0 = 101325 Pa

FA  FG
 0  VB  g  mB  mNutz  mLuft ,B  g
p0
 0  VB  mB  mNutz   VB
R  TLuft ,B
 p0 
VB    0   mB  mNutz
 R  TLuft ,B 

mB  mNutz 100  4  80
VB    VB  1505 m 3
p0 101325
0  1,225 
R  TLuft ,B 287 ,05  100  273,15
1.2 [15]
Ist mit dieser Beladung ein Aufstieg auf 3000 m Höhe möglich?
Begründen Sie rechnerisch Ihre Antwort.

h = 3 km: (Bereich mit linearer Temperaturabnahme)


hA = 0, TA = 288,15 K, A = 1,225 kg/m³, pA = 101325 Pa, a = -6,510-3 K/m

Bedingungen in h = 3000 m

Th  TA  a  h  hA   288,15  6,5  103  3000  Th  268,65 K


 g0 9 ,81
 T  aR  268,65   6 ,510 3 287 ,05
ph  p A   h   101325     ph  70099 Pa
 TA   288,15 
 g   9 ,81 
  0 1   1
T   aR   268 ,65  3
  6 ,510  287 ,05 
 h   A   h   1,225      h  0 ,909 kg m 3
 TA   288 ,15 
oder
ph 70099
h     h  0 ,909 kg m 3
R  Th 287 ,05  268 ,65

FA  FG
 h  VB  g  mB  mNutz  mLuft ,B  g
ph
 h  VB  mB  mNutz   VB
R  TLuft ,B
ph
 h  VB  mB  mNutz   VB
R  TLuft ,B
ph VB 70099  1505
TLuft ,B  
R   h VB  mB  mNutz  287 ,05  0,909  1505  100  4  80

 TLuft ,B  387 ,67 K  114 ,52C  Tmax, Hülle  120C

 Aufstieg auf h = 3000m ist möglich


1.3 [10]
Während der Fahrt überlegen Sie sich, ob es möglich wäre, mit diesem Ballon auf eine
Höhe von h = 12 km aufzusteigen, wenn Sie die drei Passagiere über Bord werfen.
Begründen Sie rechnerisch Ihre Antwort.

h = 12 km: (isothermer Bereich der Atmosphäre)


hA = 11000 m, TA = 216,65 K = const., A = 0,3639 kg/m³, pA = 22632 Pa

Bedingungen in h = 12000 m

Th  TA  const .  Th  216,65 K
 g   
  0    h  h A  
9 ,81
  12000 11000 
 R Th
h   A  e 
 0,3639  e  287 ,05 216 ,65 
  h  0,3108 kg m3
 g   
  0   h  h A 
9 ,81
   12000 11000 
 R Th   287 ,05 216 ,65 
ph  p A  e  22632  e  ph  19329 Pa

FA  FG
ph  VB 19329  1505
TLuft ,B  
R   h  VB  mB  mNutz  287 ,05  0,3108  1505  100  80

 TLuft ,B  352 K  78,91C  Tmax, Hülle  120C

 Aufstieg auf h = 12000m ist mit reduzierter Besatzung ebenfalls möglich


1.4 [6]
Zur Validierung Ihrer These werfen Sie die drei Passagiere kurzerhand über Bord.
Sie beobachten, dass diese im freien Fall in einer Höhe von h = 2000m eine konstante
Geschwindigkeit von c1 = 212,4 km/h erreicht haben.
Berechnen Sie den CW-Wert eines Passagiers, wenn dieser in Bauchlage eine projizierte
Querschnittsfläche von Sref = 0,3 m² hat und die Luftdichte in dieser Höhe  = 1,0 kg/m3
beträgt.

Freier Fall, Kräfte in x-Richtung:


Fa  FG  FW

m  x  m  g  CW   c1  Sref
2

2
Freier Fall, stationärer Zustand: x  0

0  m  g  CW   c1  Sref
2

2
2m g 2  80  9 ,81
CW    CW  1,5
  c12  Sref  212 ,4 
2

1,0     0,3
 3,6 

1.5 [4]
Zu Ihrer Erleichterung stellen Sie fest, dass die drei Passagiere unter ihren Jacken einen
Fallschirm trugen, den sie auch kurz vor dem Aufschlag auslösen. Sie erreichen mit einer
Sinkgeschwindigkeit von c2 = 32,4 km/h wieder sicher den Strand der Insel.
Berechnen Sie den Durchmesser DK der Fallschirmkappe, wenn diese näherungsweise als
offene Halbkugel mit einem CW-Wert von 1,1 betrachtet werden kann.


0  m  g  CW   c1  Sref
2

2
 
0  m  g  CW   c1   DK
2 2

2 4
8m  g 8  80  9 ,81
DK    DK  4 ,279 m
CW    c1  
2 2
 32 ,4 
1,1  1,225    
 3,6 
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___________________________________________________________________________________________

Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe nur in den dafür vorgesehenen Leerräumen!

2. und 3. Aufgabe: (Rohrreibung, Impulssatz) p0

p1

p0

p0

p0
Sie stehen morgens unbeschwert unter der laufenden Dusche – und heimtückisch überfallen Sie
zwei strömungstechnische Fragen:
1. Wieviel Wasser verbrauche ich pro Minute Duschzeit?
2. Welche Kräfte und Momente wirken am Wandanschluss (1)?
Um die Problem zu lösen, stehen Ihnen folgende Daten zur Verfügung:

Konstanter Wasserdruck am Wandanschluss: 3 bar absolut;


Rohr 12: Länge L1 = 20 cm, Durchmesser D1 = 1,25 cm; 0,1 mm Rauheit, = ?,
ζExp=9 bezogen auf Querschnitt 2
Rohr 23: Länge L3 = 15 cm, Durchmesser D3 = 2,5 cm, 0,05 mm Rauheit;  = 0,03
Rohr 45: Länge L5 = 10 cm, Durchmesser D5 = 2,5 cm, 0,05 mm Rauheit;  = 0,03
Krümmer 34: Krümmerradius RK = 5 cm, Verlustbeiwert K = 0,15;
Duschkopf: 20 Bohrungen mit je 1,5 mm Durchmesser,
Kopfhöhe: 5 cm; Gesamtdurchmesser 10 cm; Bohrungsauslassverlust D = 0,5;
Wasser 40 °C: Dichte  = 992 kg/m³;
dyn. Zähigkeit  = 653 .μPa·s
Luftdruck der Umgebung po = 1 bar; Erdbeschleunigung g = 9,81 m/s²

S. 5/9
2. Aufgabe: (Verluste in Rohrleitungen) [32]
2.1 [7]
Berechnen Sie die Austrittsgeschwindigkeit v0 am Duschkopf unter der Annahme, dass keine
Verluste auftreten. [Notfallwert 20 m/s ]


  g  z0  z1    v02  v12    p0  p1   pv10  0
2
A
V  v0  A0  v1  A1  v1  v0  0 ; pv10  0;
A1
  A 2 
v  1   0    2  g  z1  z0     p1  p0  
2 2
  A1  
0

 

2  g  z1  z0    p1  p0 
2
2  9,81 0,2  0    3  1  105
2
 992 m
 v0    21,07
  A 2    20  0,00152  2
s
1   0   1    
  A1     0,01252  
   

2.2 [3]
Berechnen Sie den Wasserverbrauch für 1 Minute Duschzeit in Litern (verlustlos)

 m3 ltr
V  v 0  A0  21,07   0,00152  20  0,0007447 ˆ 44,68
4 s min

2.3 [10]
Die Rohrreibungszahl  im Rohr 12. Bei der analytischen Bestimmung von  können Sie
80% der Geschwindigkeit aus der verlustlosen Berechnung einsetzen.

v 0  A0  v1  A1  v 2  A2  v 3  A3  v 4  A4 
A0 20  0,0015 m 2
v1  v 0   0,8  21,07  2
 4,855 ;
A1 0,0125 s
D12 1,252 m
v 4  v 3  v 2  v1  2
 4,855  2
 4,855  0,52  1,214
D2 2,5 s

S. 6/9
  v1  D1 992  4,855  0,0125 k 0,1
Re1    9,21  104 ;   8  10 3 ;
 653  10 6
D 0 12,5
λ 1  0,0353 aus M oody- Diagram
8  k / d  Re   200 ; k / d  Re   138,67  Übergang :
  1  106  
λ 1  0,0055  1  3 4 k
 2  10     0,03536
  d Re  
 

2.4 [7]
Berechnen Sie den gesamten Druckverlust pv10

L1  2  L   L  
pv10  1 v1   Exp v22  3 3 v32   K v42  5 5 v42   D v02
D1 2 2 D3 2 2 D5 2 2

  L1 2 L L 
pv10    1  v1   Carnot  v22  2 3  v32   K  v32  4 5  v52   D  v02 
2  D1 D3 D5 
992  2
 9  0,15)  (0,5  225)  21,07  0,8  
20 15 10
   0,03536   4,8552  1,2142  (0,03   0,03 
2  1,25 2,5 2,5 

992  2
 9  0,15)  (0,5  225)  21,07  0,8  
20 15 10
   0,03536   4,8552  1,2142  (0,03   0,03 
2  1,25 2,5 2,5 
 496  20,83  13,3  0,265  0,22  0,18  142,1Pa  87705 Pa  0,88 bar

2.5 [5]
Berechnen Sie Volumenstrom in ltr/min unter Berücksichtigung der Verluste.

  g  z0  z1    v02  v12    p0  p1   pv10  0
2

S. 7/9
2  g  z1  z0     p1  p0  pv10  2  9,81  0,2  0   3  1  0,88  105
2 2
 
v0   
 A  2
   20  0,00152  2 
1   0   1    
  A1     0,01252  
   
3,924  241,326 m
  16,353 ;
0,91706 s
 m³ ltr
V0  v0  A0  16,353  20   0,00152  5,78  10 4  34,68
4 s min

S. 8/9
3. Aufgabe: (Impulssatz) [13]

Berechnen Sie nun die horizontale Kraft Fx und die vertikale Kraft Fz, die daraus resultierende
Kraft Fres sowie das Moment M am Wandanschluss. Gewichtskräfte bleiben unberücksichtigt.
Dabei werden die geometrischen Werte aus obiger Aufgabe benutzt und v0 mit 20 m/s
eingesetzt.

Fx: Impuls in x-Richtung:

m  v0 x  v1x   Fx  p1rel  A1


 
m    v0  A0    v0   D02  992  20   0,001502  0,7kg / s
4 4
A 20  0,0015 2
v1x  v0  0  20   5,76m / s
A1 0,01252

Fx  0,7  (0  5,76)  2  105   0,01252  28,58 N
4

Fz: Impuls in z-Richtung:

m  v0 z  v1z   Fz
Fz  0,7   20  0  14 N
Fres  Fx2  Fz2  28,582  (14) 2  31,82 N

M: Moment am Wandabschluss:
M  Fz  L  Fz  L1  L3  RK   14  (0,2  0,15  0,05)  5,61Nm

S. 9/9
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Die Teilaufgaben 1, 2 und 3 bestehen aus insgesamt drei A3-Bögen.


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.
Tragen Sie auf allen drei Bögen Ihren Namen in Druckschrift ein.

Hinweise:
Bei allen Teilaufgaben ist zuerst eine vollständige formelmäßige Lösung vor dem Einsetzen
der Zahlenwerte erforderlich. Rohrreibungszahlen sind gegebenenfalls zu berechnen.

Aufgabe 1 (44 Punkte)

Ein Boot mit einem kastenförmigen Rumpf und einem um den Winkel  = 30° geneigten
flachen Bug wird durch einen Impeller angetrieben. Das Wasser tritt an der Stelle (1) in das
Rohr ein und tritt an der Stelle (2) wieder durch eine Düse aus.
Das Rohr des Antriebsystems hat die Gesamtlänge L, einen konstanten Durchmesser d und
die konstante Rauigkeit k. Die Länge der Düse kann vernachlässigt werden.


(2) D 
c2 p0
h2
 
L, d, k, 
h1
c1 h3
Impeller
y
(1)
x
LB,u

LB,o

Angaben

Boot: Länge: LB,o = 5 m, LB,u = 4,5 m, Breite: B = 1m


Abstände: h1 = 0,5 m, h2 = 0,2 m, h3 = 0,7 m
Antriebsystem Rohrlänge L = 6 m, Durchmesser d = 10 cm, Rauigkeit k = 10-6 m
Düse: Austrittsdurchmesser dD = 4 cm
Verlustziffern: Eintrittsverlust E = 0,02, Krümmer K = 0,15,
Düse D = 0,07 (bezogen auf den Austrittsquerschnitt)
kinematische Viskosität: Luft = 1510-6 m²/s, Wasser = 10-6 m²/s
Umgebungsdruck: p0 = 1 bar
1.1 [4]
Sie möchten an dem Boot, das für eine Geschwindigkeit von cB = 6 m/s ausgelegt ist,
Grenzschichtuntersuchungen an der Unterseite des Boots durchführen.

Bei welcher Geschwindigkeit cM müssten Sie dazu ein Modell des Boots im Maßstab 1:2 in
einem Windkanal untersuchen?

∙ ∙

∙ 5 ∙ 15 ∙ 10
∙ 6∙
∙ 2,5 ∙ 10
180 /

1.2 [4]
Mit welcher Geschwindigkeit cM müssten Sie dazu ein Modell des Boots im Maßstab 1:2
durch einen mit Wasser gefüllten Schleppkanal ziehen?


∙ ∙

5
∙ 6∙
2,5
12 /

1.3 [4]
Berechnen Sie für die Auslegungsgeschwindigkeit des Bootes cB = 6 m/s, die
Austrittsgeschwindigkeit c2. des Strahls aus der Düse.

∙ ∙

∙ ∙ ∙ ∙
4 4

0,1
∙ 6∙ 37,5 /
0,04
1.4 [10]
Berechnen Sie den Druckverlust pV1,2 im Rohr.

∙ 6 ∙ 0,1
6 ∙ 10
10
10
10
0,1

Annahme: Rohr ist hydraulisch glatt

Nikuradse für 2300 < Red < 106:

0 ,221 0 ,221
  0 ,0032  0 ,237
 0 ,0032  0 ,237
 0 ,0126
Red 6  105
k 8 8
  10  5   105  1,88  104
d Re  6  10  0 ,0126
5

∆ , ∙ ∙ ∙ 2∙ ∙
2

10 6
∆ , ∙ 6 ∙ 0,0126 ∙ 0,02 2 ∙ 0,15 37,5 ∙ 0,07
2 0,1

∆ , 68586

1.5 [10]
Berechnen Sie die erforderliche Leistung PA des Impellers.

Druckbilanz von (1) – (2):


 
 c1    g  z1  p1  p Im peller   c2    g  z2  p2  pV ,1 2
2 2

2 2

mit z1 = 0, z2 = h1 + h2, p1 = p0 +g h1, p2 = p0

pIm peller 

2
 2

 c2  c1    g  h1  h2     g  h1  pV ,1 2
2

  c 

p Im peller  c1    g  h2  pV ,1 2
2 2
2
2
 37 ,52  6 2   10 3  9 ,81  0 ,2  68586  755673 Pa
10 3
p Im peller 
2

PA  V  p Im peller  c1  A1  p Im peller  6   0 ,12  755673  35,610 kW
4
1.6 [12]
Berechnen Sie den Gesamtwiderstand Wges des Bootes, unter folgenden Annahmen:
- Die Grenzschicht ist über die gesamte Bootslänge vollständig turbulent
- Die Strömung an der Heckseite des Bootes ist vollständig abgelöst
- Der mittleres Druck an dem Heck des Boots beträgt pBasis = 101500 Pa.
- Der Beitrag der über der Wasserlinie liegenden Teile zum Gesamtwiderstand kann
vernachlässigt werden.

Wges  WRe ibung  WDruck


WRe ibung  cR   cB  O
2

2
cB  LB 65
Re   6  3  107
 Wasser 10
0,455 0,455
cR    2,5  103
log Re2 ,58
log 3 10 
7 2 ,58

Lo  Lu
 h3  3  B  4 ,5  5  4 ,5  0 ,7 
h 0 ,7
O  Lu  B  2   11,958 m 2
2 cos  cos 30
10 3 2
WRe ibung  2 ,5  10 3   6  11,958  538 N
2

WDruck  p  B  h3
2  2 
p  ( p0    g   h3 )  p Basis  105  10 3  9 ,81   0,7   101500  3078 Pa
3  3 
WDruck  3078 1  0,7  2155 N

Wges  WRe ibung  WDruck  538  2155  2693 N


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________________________________________________________________________________

Aufgabe 2  [24 Punkte] 

Aus einer Düse tritt ein Strahl Kühlschmiermittel mit der Dichte und der Geschwindigkeit v1 aus und 
trifft auf eine Werkzeugschneide (vgl. Skizze). Diese teilt den Kühlschmiermittelstrahl in zwei gleich 
große Strahlen (Querschnitt A/2). Es kann eine ebene und verlustfreie Strömung angenommen 
werden. 

  A  p∞ v2 
 
A/2  y 
  v1  
Düse   x
  

p∞ 
 

  A/2 
 
v3 
 

Gegeben:   A, v1, p∞, 

Hinweis:    Volumenkräfte und  Reibung sind vernachlässigbar, auf die Werkzeugschneide wirkt 
von allen Seiten Umgebungsdruck p∞ 

   
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_________________________________________________________________________

2.1  Bestimmen Sie die Geschwindigkeiten v2 und v3. 

  3 
2 2 2

→  

2.2  Bestimmen Sie die Komponenten Fx und Fy des Kraftvektors   entsprechend des gegebenen 


Koordinatensystems, die vom Kühlschmiermittelstrahl auf die Werkzeugschneide ausgeübt 
wird. 

 

 
A p∞ v2 
 
A/2 y
v1  
  Düse   x

 
p∞ 
 
A/2 
 
v3 
 

x‐Richtung: keine Druckkräfte! 

,  

, ∙ ∙ ∙  

, ∙ ∙ /2 ∙ ∙ cos ∙ ∙ /2 ∙ ∙ cos ∙ ∙ ∙ ∙ cos 0° 

∙ ∙
, ∙ cos cos 2   3 
2

Kraft auf Schneide:    

,   1 

y‐Richtung: keine Druckkräfte! 
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TECHNISCHE STRÖMUNGSMECHANIK/FLUIDMECHANIK

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, ∙ ∙ /2 ∙ ∙ sin ∙ ∙ /2 ∙ ∙ sin 360° ∙ ∙ ∙ ∙ sin 0°  

∙ ∙
, ∙ sin sin  
2

 

,  

Im Folgenden soll der Fall  = 0 betrachtet werden! 

2.3  Die Werkzeugschneide bewege sich mit konstanter Geschwindigkeit vS entlang der x‐Achse 
auf die Düse zu. Bestimmen Sie für diesen Fall die Komponenten Fx und Fy der resultierenden 
Kraft  des Kühlmittelstrahls auf die Werkzeugschneide. 

 
A  p∞  A/2 1 
 
v2 

 
v1 
 x
 
vS 
 

  p∞ 

 
A/2 
 

  v3 

  1 

Nur der untere Teil der Schneide ist für die Kraft auf die Schneide relevant, da Reibungsfreiheit 
bedeutet, dass keine Scherkraft entlang der x‐Achse übertragen werden. 

x‐Richtung: 

, ∙ ∙ ∙   1 
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, ∙ ∙ /2 ∙ ∙ cos 0° ∙ ∙ /2 ∙ ∙ cos ∙ ∙ ∙ ∙ cos 0°  

, ∙ ∙ /2 ∙ ∙ ∙ /2 ∙ ∙ cos  

∙ ∙
, ∙ 1 cos  
2

Kraft auf Schneide: 

,  

y‐Richtung: 

, ∙ ∙ ∙  

,
∙ ∙ /2 ∙ ∙ sin 0° ∙ ∙ /2 ∙ ∙ sin ∙ ∙
∙ ∙ sin 0° 

, ∙ ∙ /2 ∙ ∙ sin  

∙ ∙
, ∙ sin  
2

Kraft auf Schneide: 

  4 
,

2.4   Wie groß ist der Betrag von  ? 


 

   
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Aufgabe 3  [ 17 Punkte] 

Für die Idee eine Erdumrundung mit dem Ballon durchzuführen, wird ein spezieller Ballon konzipiert. 
Er besteht aus einer zweitgeteilten Ballonhülle und soll eine Nutzlast m tragen.In der Ballonhülle 
befindet sich oben ein kugelförmiger (Durchmesser D), geschlossener  Auftriebskörper, der mit 
Helium (He) gefüllt ist. Darunter befindet sich ein offener Auftriebskörper (VB, B), dessen Auftrieb 
durch Zufuhr von Heißluft aus einem Gasbrenner gesteuert werden kann. Zur Vereinfachung sollen 
beide Auftriebskörper als starre Volumina betrachtet werden (V=const). Das restliche Volumen in der 
Ballonhülle sowie der Auftrieb der Nutzlast sind zu vernachlässigen. Es soll isotherme Atmosphäre 
gelten mit TLuft(z) = T0 = const. 

  RHe 
He  ØD 
  g 
Helium 
 

  Ballonmasse mB  Luft  RLuft=RB 


RB 
Luft 
  pLuft(z) 
VB 
  Luft(z) 

  TLuft(z)=const=T0

  Nutzlastmasse m 

 

Gegeben:   m, mB, g, VB, TLuft(z)=T0=const, Gaskonstanten RLuft, RB=RLuft, RHe 

    für z=0: Luft(z=0)=L0, B(z=0)=L0, He(z=0)=He0 

Hinweis:  ∙

   
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3.1  Welchen Durchmesser D muss der mit Helium gefüllte Auftriebskörper haben, damit der 
gesamte Ballon mit Nutzlast in der Höhe z=0 gerade schwebt? Im unteren Auftriebskörper 
herrscht atmosphärischer Zustand (L0, TL0). 

Schweben:   ∑ 0 

 

,  

(Nutzlast beschreibt lediglich die mögliche Zuladung, dazu zählt nicht das Eigengewicht des Systems, 
also Hülle, Brenner, Korb, ….) 

∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙  
6 6


 

 

 

3.2  Bestimmen Sie für Isotherme Atmosphäre den Verlauf der Dichte (z) in Abhängigkeit von 
der Höhe z. 

∙ ; ∙ ∙  

∙ 3 

∙  

   
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3.3  Der untere Auftriebskörper werde nun mit einem Gasbrenner für eine bestimmte Zeit 
beheizt, so dass die Temperatur auf TB = 1,1∙T0 erhöht wird. Beim Aufstieg des Ballons bleibt 
die Temperatur TB konstant, es wird keine Wärme an den oberen Auftriebskörper (He = He0) 
bzw. an die Umgebung übertragen oder abgegeben. Welche maximale Höhe H erreicht der 
Ballon? 

  mB = Masse von Korb, Hülle, Brenner, … 

z=H: Schweben:   ∑ 0 → , , , ,  

∙ ∙ ∙ ∙ ∙  
,



∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙   3 
6 6 1,1


∙ ∙ ∙
∙ ,
 
∙ ∙


∙ ∙ ∙ ∙
6 1,1
 
∙ ∙ ∙
6

∙ ∙ ∙ ∙
,
∙   2 
∙ ∙

 
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Die Teilaufgaben 1 bis 4 bestehen aus insgesamt zwei A3-Bögen.


Bitte bearbeiten Sie diese Aufgabe in den dafür vorgesehenen Leerräumen.
Tragen Sie auf allen Bögen Ihren Namen in Druckschrift ein.

Aufgabe 1 (10 Punkte)

Zwei Kugeln aus unterschiedlichem Material (Dichte K1 bzw. K2) mit den unterschiedlichen
Durchmessern dK1 und dK2 sinken in einer Flüssigkeit (Dichte Fl) nach unten.
Die Beiwerte für den Gesamtwiderstand der Kugeln sind jeweils cW1 und cW2.

Bestimmen Sie das Verhältnis der Durchmesser dK1/ dK2 als Funktion der
Widerstandsbeiwerte cW1, cW2.und der Materialdichten K1, K2, Fl, wenn beide Kugeln mit der
gleichen konstanten Geschwindigkeit c absinken.

Kräftebilanz an einer Kugel



mit

2
folgt
∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙

∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙
6 6 4

∙ ∙ ∙ ∙
6 4
3∙ ∙

2∙ ∙

Durchmesserverhältnis
, 3∙ , ∙ 2∙ , ∙

, 2∙ , ∙ 3∙ , ∙

, , ∙ ,

, , ∙ ,
Aufgabe 2 (35 Punkte)

Eine Pumpe P fördert einen konstanten Massestrom von unterwasserseitigen Pegel UW in


eine Hochbehälter HB zu dem oberwasserseitigen Pegel OW. Von dort strömt das Wasser
wieder in die freie Umgebung, Punkt (8). Die Pegelstände OW und UW bleiben dabei
konstant. Die Wassertemperatur beträgt TW = 10°C.
Das an den Hochbehälter angeschlossene Manometer zeigt einen Überdruck pü an.
Außen herrscht der Umgebungsdruck p0.

Hinweise
Die Länge der Pumpe kann bei der Berechnung zu Null gesetzt werden.
An dem Punkt (5) sowie im Inneren des Hochbehälters HB treten keine Verluste auf.

y1 y2

HB
(6)
OW

x1  p0
d2
 m

d2 (5)   (8)
x2 (7)
2 (4) 2

x3 (3) UW

(2)

1
x4 d1

 (1)

Bestimmen Sie bei den Aufgaben 2.1 bis 2.4 die folgenden Parameter als Funktion der in der
Skizze angegebenen Größen!

Bereits definierte Parameter können in den folgenden Teilaufgaben weiter verwendet


werden.
2.1 [7]
Bestimmen Sie den Druckverlust pV,ges, der beim Durchströmen des Systems auftritt

∙ ∙ ∙
4
4∙
∙ ∙

∆ , ∆ , ∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙
2 2

2.2 [12]
Bestimmen Sie die erforderliche Leistung PPumpe der Pumpe

Druckbilanz (2) – (8)


∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∆ ,
2 2
mit
c2 = 0, z2 = 0, p2 = p0, z8 = x2+x3, p8 = p0, pV,28 = pV,18

folgt
∙ ∙ ∙ ∆ ,
2
Leistung der Pumpe
∙ ∙ ∙ ∙
4

Alternativ
Druckbilanz (2) – (6)

∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∆ ,
2 2
mit
∆ , ∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙
2 2

c2 = 0, z2 = 0, p2 = p0, c6 = 0, z6 = x1+x2+x3, p6 = pü+p0

folgt
∙ ∙ ü ∆ ,

Leistung der Pumpe


∙ ∙ ∙ ∙
4
2.3 [10]
Bestimmen Sie den maximalen Massestrom der Anlage.

Die Förderleistung wird begrenzt durch Kavitation an der Saugseite der Pumpe, Punkt (3),
d.h. p3 =pDampf(T).

Druckbilanz (2) – (3)


∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∆ ,
2 2

mit
c2 = 0, z2 = 0, z3 = x3 p2 = p0, p3 =pDampf(T)

∆ , ∙ ∙ ∙
2
folgt

∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙
2 2

2 ∙ ∙
1 ∙

∙ ∙ ∙
4

2.4 [6]
Wie ändert sich der Wert für , wenn die Wassertemperatur um T = 20°C ansteigt bzw.
um T = 20°C absinkt?

TW = T+T
steigt fällt bleibt gleich
ankreuzen x

Begründung (maximal ein Satz!)

Mit zunehmender Temperatur steigt der Dampfdruck, dadurch wird c3‘ kleiner und der
Massestrom verringert sich.

TW = T-T
steigt fällt bleibt gleich
ankreuzen x

Begründung (maximal ein Satz!)

Wenn die Temperatur um 20°C absinkt liegt eine Wassertemperatur von -10°C vor.
Im gefrorenen Zustand geht der Massestrom auf den Wert Null zurück.
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Aufgabe 3 (25 Punkte)

Ein Tischtennisball kann durch einen ihn umströmenden Luftfreistrahl so in der Schwebe
gehalten werden, dass er sich nicht zu bewegen scheint. Dazu muss eine Kraft aufgebracht
werden, die bei richtiger Abstimmung aller Größen in der Lage ist, das Gewicht des Balls zu
kompensieren. Das Eigengewicht des Luftstrahls kann vernachlässigt und die Strömung als
stationär und inkompressibel betrachtet werden.
Setzen Sie den Eintrittsquerschnitt A1, die Geschwindigkeit c1 und den Winkel 1 sowie das
Gewicht G des Balls als bekannt voraus. Beachten Sie, dass an dem oberen Teil des
Strahls, der den Ball berührt, durch den längeren Weg ein Unterdruck herrscht, der das
Gewicht kompensiert!

RW
c2
α2

2
1
c1
α1 G y
x

3.1 [8]
Berechnen Sie mit dem Impulssatz die Reaktionskraft RWx auf den Tischtennisball in x-
Richtung!

p1=p2=p0 (Freistrahl): FDruck1= ∙ FDruck2= ∙ =0

∙ cos ∙ cos ∙ ∙ cos ∙ ∙ cos


∙ cos ∙ cos 0

∙ cos ∙ cos 0

∙ cos ∙ cos 0

3.2 [6]
Berechnen Sie mit dem Impulssatz die Reaktionskraft RWy auf den Tischtennisball in y-
Richtung!

∙ sin ∙ sin ∙ ∙ sin ∙ ∙ sin

∙ sin ∙ sin

∙ sin ∙ sin

∙ sin ∙ sin

3.3 [6]
Berechnen Sie den Austrittswinkel 2 aus den gegebenen Größen.

∙ cos ∙ cos

∙ cos ∙ cos
cos

cos

∙ sin ∙ sin
sin
cos

sin cos

tan tan

1
tan tan

3.4 [3]
Bestimmen Sie die Abströmgeschwindigkeit c2 in Abhängigkeit der gegebenen bzw.
berechneten Größen.
cos

cos
Aufgabe 4 (20 Punkte)

Ein Lastwagen fährt mit einer Geschwindigkeit von vLKW = 80 km/h durch einen sehr langen
Tunnel. An der Hinterkante des Fahrzeugs löst die Strömung ab und es entsteht ein
abströmendes Wirbelgebiet. Vernachlässigen Sie die Verluste und Reibung an den
Seitenwänden des Fahrzeugs und an der Tunnelwand. Entnehmen Sie die Abmessungen
den Skizzen.
Gegebene Werte: 1,25 , 10 , 80 /
³

p1 p3
v2

vLKW
p2

2m
3,5m
2,5m

4 m

4.1 [5]
Bestimmen Sie die Geschwindigkeit v2 und v2rel (relativ zur Fahrzeugwand) im
Ablösequerschnitt.

; ; ²

, ∙
→ ,

, , , ,

4.2 [4]
Bestimmen Sie den Druck im Totwassergebiet.

2 2
,
10 22,22 34,57 0,99561 ∙ 10

4.3 [7]
Bestimmen Sie den Luftwiderstand des Fahrzeugs

Impulsansatz:
∙ ∙ ∙

∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙

∙ ∙ ∙ ∙ ∙ ∙

1,25 ∙ 34,57 ∙ 9 1,25 ∙ 34,57 ∙ 9 ∙ 22,22 10 0,99561 ∙ 10 ∙ 14 1333,63

1333,6

4.4 [4]
Bestimmen Sie den Druck p3 weit hinter dem LKW.

Impulsansatz:
∙ 0

∙ 10 ∙ 14 1333,6
99904,7
14 ²