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Prüfung 9 August 2013, Fragen und Antworten - (SS 2013)

Strömungsmechanik I & Technische Strömungslehre (Rheinisch-Westfälische


Technische Hochschule Aachen)

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(Name, Matr.-Nr, Unterschrift)
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Klausur „Strömungsmechanik I“ (Bachelor) & „Technische Strömungslehre“ (Diplom)

09. 08. 2013

1. Aufgabe (10 Punkte)


In einem mit einer Flüssigkeit der Dichte ρ1 gefüllten zylindrischen Glas mit dem Durchmesser
D befindet sich ein würfelförmiger Körper der Seitenlänge a und der Dichte ρK . Oberhalb des
Würfels befindet sich ein oben offenes zylindrisches Rohr mit dem Durchmesser d. Das Rohr,
dessen Wandstärke vernachlässigbar klein ist, ist fest an einer Halterung verankert, sodass es
unbeweglich ist. Der Würfel, der das Rohr berührt, ist vertikal frei beweglich.
d pa

pa

g
t

ρK
d
a
a
ρ1
D

a) Berechnen Sie die Kraft, die der Würfel auf das Rohr ausübt unter der Annahme, dass das
Rohr mit Luft gefüllt ist.
Nun wird das Rohr mit einer zweiten Flüssigkeit der Dichte ρ2 gefüllt.
b) Bestimmen Sie das Volumen V der Flüssigkeit im Rohr, bei dem der Würfel gerade unter
dem Rohr schwebt, sodass keine Flüssigkeit in das Glas fließt.
Das Volumen V, das im Aufgabenteil b) berechnet werden sollte, sei nun gegeben. An Stelle der
zweiten Flüssigkeit wird nun das doppelte Volumen von Flüssigkeit 1 (Dichte ρ1 ) in das leere
Rohr gegossen.
c) Bestimmen Sie die Volumenänderung ∆V der Flüssigkeit im Glas.
Gegeben:
g, t, D, d, a, ρ1 , ρ2 , ρK , ρK < ρ1 , 2ρ1 > ρ2

Hinweis:
• Überprüfen Sie Ihre Ergebnisse hinsichtlich der Plausibilität von Einheit und Vorzeichen!

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1. Aufgabe

a) Kräftegleichgewicht am Würfel:

F = FA − FG

d2
 
2 2 2
F = pa a + ρ1 g (t + a) a − ρ1 gt a − π − ρK ga3 − pa a2
4
d2
 
3 3 kg · m
F = ρ1 ga + ρ1 gtπ − ρK ga = [N ]
4 s2
X
b) Kräftegleichgewicht: F = 0 ⇒ FG = FA

d2 d2
 
3 2 2
ρK ga = ρ1 g (t + a) a − ρ1 gt a − π − ρ2 ghπ
4 4
d2 d2
⇒ ρK a3 = ρ1 a3 + ρ1 tπ − ρ2 hπ
4 4
πd2
V = h
4
2
a3 (ρ1 − ρK ) + ρ1 tπ d4
m3
 
⇒V =
ρ2

c) Aus b) mit ρ1 = ρ2 : Volumen von Flüssigkeit 1 für schwebenden Körper:


d2
V∗ = a3 ρ1 −ρ
ρ1
K
+ t∗ π 4

Volumenbilanz: ∆V = 2V − V ∗
∆V
Wasserpegel im Glas: t∗ = t + 2 2
π( D4 − d4 )
8V −4V ∗
Massenbilanz in Wasserpegelgleichung: t∗ = t + π(D 2 −d2 )

t∗ in Lösung aus b) einsetzen und nach V ∗ auflösen:


2 2V d2 ρ a3
a3 +tπ d4 + − kρ
D 2 −d2
⇒V = ∗
2
1
1+ 2d 2
D −d
2 2V d2 ρk a 3
a3 + tπ d4 + D 2 −d2
− ρ1
∆V = 2V − d2
[m3 ]
1+ D 2 −d2

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2. Aufgabe (12 Punkte)

Aus einem großen geschlossenen Behälter strömt Wasser der Dichte ρ über eine lange Rohr-
leitung in einen anderen großen Behälter. Der erste Teil der Rohrleitung hat den Durchmesser
D, der zweite Teil den Durchmesser d. In beiden ist die Rohrreibung über den Rohrreibungs-
koeffizienten λ zu berücksichtigen. Im ersten Teil des Rohres befindet sich ein Sieb, durch das
ein weiterer Verlust mit dem Verlustbeiwert ζs generiert wird. Zwischen dem ersten und dem
zweiten Teil der Rohrleitung befindet sich ein Ventil mit dem Verlustbeiwert ζV . Der Druck
im ersten Behälter ist pi . Der zweite Behälter ist offen, sodass an der Wasseroberfläche der
Umgebungsdruck pa herrscht.
pi ❦
0

g pa

H
ρ
Sieb, ζS h
Umlenkventil, ζV
D
1❦ d

L L L
L 3❦
4❦
d

Gegeben:
pa , ρ, g, D, d, H, h, L, λ, ζs , ζv , L ≫ D,

a) Das Ventil ist geöffnet, sodass sich eine stationäre Strömung ausschließlich in den hori-
zontalen Rohren mit dem Volumenstrom V̇ einstellt. Bestimmen Sie für diesen den Druck
pi im Inneren des ersten Behälters.

Im Folgenden können die Verluste aus Aufgabenteil a) vernachlässigt werden. Das Ventil wird
jetzt geschlossen, sodass kein Wasser mehr fließt. Danach wird das Ventil plötzlich so verstellt,
dass das Wasser instationär ausschließlich in den Auslauf (Punkt 4❧) strömt.
b) Bestimmen Sie die Zeit ∆T , in der die Strömung am Auslauf 90% ihrer stationären End-
geschwindigkeit erreicht hat.
Hinweis:
• Überprüfen Sie Ihre Ergebnisse hinsichtlich der Plausibilität von Einheit und Vorzeichen!
1 a+x

Z
dx

 ln für |x| < a
= 2a a − x
a2 − x 2  1 x+a
 ln für |x| > a
2a x − a

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2. Aufgabe

a) Kontinuitätsgleichung:
πd2 πD2
V̇ = v3 · = v1 ·
4 4
4V̇ 4V̇
⇒ v3 = 2 , v1 =
πd πD2

Bernoulli 0 → 3 :
   
ρ 2 L ρ 2 2L
pi + ρgH = pa + ρgh + v3 1 + λ + v1 ζS + ζV + λ
2 d 2 D
 4  !
ρ 2 L d 2L
⇒ pi + ρgH = pa + ρgh + v3 1 + λ + · ζS + ζV + λ
2 d D D
 4  !
ρ 2 L d 2L
⇔ pi = pa − ρg(H − h) + v3 1 + λ + · ζS + ζV + λ
2 d D D
!  4  !
ρ 16V̇ 2
 
L d 2L N
⇔ pi = pa − ρg(H − h) + · 1+λ + · ζS + ζV + λ
2 π 2 d4 d D D m2

b) Torricelli:
r
pi − pa
v4,end = 2 + 2g(H + L)
ρ
instationärer Bernoulli 0 → 4 :
Z 2L Z L
ρ 2 ∂v1 ∂v4
pi + ρg(H + L) = pa + v4 + ρ ds + ρ ds
2 0 ∂t 0 ∂t
Z 2L Z 2L Z L Z 4L)
∂v1 dv1 ∂v4 dv4
Mit Hinweis L ≫ D: ds = ds & ds = ds
0 ∂t 0 dt 0 ∂t 0 dt
Kontinuitätsgleichung:
πD2 πd2 d2 dv1 dv4 d2
v1 = v4 ⇒ v1 = v4 2 ; =
4 4 D dt dt D2
Z 2L Z L
ρ 2 dv4 d2 dv4
⇒ pi + ρg(H + L) = pa + v4 + ρ 2
ds + ρ ds
2 0 dt D 0 dt
 2 
ρ 2 dv4 d
⇒ pi + ρg(H + L) = pa + v4 + ρ L 2 2 +1
2 dt D
2 pi −p
ρ
a
+ 2g(H + L) − v42 dv4
d2
 =
2L 2 D2 + 1 dt
 2 
2L 2 Dd 2 + 1 dv4
dt = pi −pa
2 ρ + 2g(H + L) − v42
pi − pa
Mit Hinweis: a2 = 2 + 2g(H + L)
ρ

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a > |v4 |, da v4,end = a


 2 
2L 2 Dd 2 + 1 
v4,end + v4

⇒ ∆T = q Ln
2 2 pi −p a
+ 2g(H + L) v4,end − v4
ρ

Einsetzen der Bedingung v4 = 0, 9 · v4,end :


 2   
2L 2 Dd 2 + 1 m
⇒ ∆T = q Ln(19) q  = [s]
2 2 pi −p
ρ
a
+ 2g(H + L) kgm4
m2 s2 kg
+ m2
s2

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3. Aufgabe (8 Punkte)

Ein Propeller wird mit der konstanten Geschwindigkeit u1 angeströmt. Im Nachlauf des Propel-
lers wird die Geschwindigkeit u2 gemessen. Es gelten die Voraussetzungen der vereinfachten
Propellertheorie.

Propeller

y
u1 AP u2
A2
x

a) Berechnen Sie die Querschnittsfläche A2 .


b) Berechnen Sie die Kraft, die vom Propeller auf die Strömung wirkt.
c) Skizzieren Sie sorgfältig den statischen Druck in x-Richtung.

Gegeben: u1 , u2 , AP , ρ

Hinweise:

• Überprüfen Sie Ihre Ergebnisse hinsichtlich der Plausibilität von Einheit und Vorzeichen!

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3. Aufgabe
a) Kontinuitätsgleichung:
ρu1 A1 = ρu2 A2 = ρup Ap 11
Ap u2
=
A2 up
Bedingung für Geschwindigkeit in Propellerebene:
u1 + u 2
vp =
2
u1 + u2
A2 = Ap
2u2
[m] 12 (1)

∆ṁ

y 13
u1 A1 FL u2
x A2

KV1 KV2

1❦ ′ 2❦
1❦ ′ 2❦
FL

b) Impulserhaltungssatz in X-Richtung über Kotrollvolumen 1 (KV1 ):


−ρu21′ Ap + ρu22′ Ap = (p′1 − p′2 )AP + FL 14
⇒ (p′2 − p′1 )AP = FL (2)
Bernoulli von 1❧ - 1’❧:
ρ ρ 15
pa + u21 = p′1 + u′2 (3)
2 2 1
Bernoulli von 2’❧ - 2❧: 16
′ ρ 2 ρ 2
p2 + u2′ = pa + u2 (4)
2 2
Gleichung (3) und (4) gleich setzen:
ρ
p′1 − p′2 = (u21 − u22 ) (5)
2
(5) einsetzen in (2):
kg m2
   
ρ 2 2 2
FL = (u2 − u1 )Ap
2 m 3 s2
m =N 17

Alternativer Lösungsweg:
Impulserhaltungssatz in X-Richtung über Kontrollvolumen 2 (KV2 ):
−∆ṁu1 − ρu21 A1 + ρu22 A2 + ρu21 (A1 − A2 ) = FL
14
−∆ṁu1 + ρA2 (u22 − u21 ) = FL (7)
al

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Kontinuitätsgleichung:
∆ṁ + ρu1 A1 = ρu2 A2 + ρu1 (A1 − A2 )
∆ṁ = ρu2 A2 − ρu1 A2 = ρA2 (u2 − u1 ) 15 (8)
al
Gleichung (8) in (7) einsetzen:
−ρA2 (u2 u1 − u21 ) + ρA − 2(u22 − u21 ) = FL 16
⇒ FL = ρA2 (u22 − u 2 u1 ) al (9)
u1 + u 2 2
Mit Gleichung (1): FL = ρAP (u2 − u2 u1 )
2u2
kg m2
   
ρ
⇒ FL = Ap (u22 − u21 ) 2
m =N 17
2 m 3 s2
al
c) Druckverlauf:

18

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4. Aufgabe (8 Punkte)
In einer Gerinneströmung der Breite B und der Höhe h wird über einem Wehr der Höhe yW eine
Spiegelabsenkung ∆h beobachtet.

∆h

u1 h1

yW

Gegeben:
h1 , ∆h, yW , B, g

a) Bestimmen Sie den Volumenstrom des Gerinnes.


b) Für welchen Volumenstrom entspricht die Höhe des Wehres yW der Grenzhöhe ygr ?

Hinweis:
• Überprüfen Sie Ihre Ergebnisse hinsichtlich der Plausibilität von Einheit und Vorzeichen!

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4. Aufgabe
a) Definition des Volumenstroms:
V̇ = u1 Bh1
ρ ρ
Bernoulli von 1❧nach 2❧: pa + ρgh1 + u21 = pa + ρg(h2 + yW ) + u22
2 2
h1
Konti: u1 h1 B = u2 h2 B u2 = u1
h2
h1 = h2 + yW + ∆h ⇔ h2 = h1 − yW − ∆h
ρ ρ h21
Einsetzen in Bernoulli Gleichung: ρgh1 + u21 = ρg(h1 − ∆h) + u21
2 2 (h1 − ∆h − yW )2
v
2g∆h
u
u1 = t
u
h21
(h1 −∆h−yW )2
−1
v "r #  
2g∆h m2 2 m3
u
⇒ V̇ = t Bh m =
u
2 1
h1
2 − 1
s2 s
(h1 −∆h−yW )

b) Grenzzustand bei F r2 = 1:
u
Fr = √
gh
p
⇒ u2 = gh2
"r #  
p m4 m3
V̇ = g(h1 − yW − ∆h)3 B m =
s2 s

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5. Aufgabe (14 Punkte)


Zwei Newtonsche Fluide der gleichen Dicke δ und der Dichte ρ mit unterschiedlichen Viskosi-
täten η1 und η2 fließen in Schichten unter dem Einfluss der Erdschwere an einer um den Winkel
α geneigten Platte hinab. Die Platte bewegt sich mit der Geschwindigkeit uW entgegen der
x-Richtung des Koordinatensystems.

η2 , ρ

η1 , ρ

δ
uW y

α x

Gegeben:
δ, ρ, uW , η1 , η2 , η1 > η2 , g, α

a) Leiten Sie für die vollständig ausgebildete laminare Strömung anhand eines Volumenele-
mentes die Differentialgleichung zur Bestimmung der Schubspannungsverteilung her.
b) Definieren Sie für den oben beschriebenen Fall 4 Randbedingungen mit denen die Schub-
spannungs- und Geschwindigkeitsverteilung berechnet werden kann.
c) Bestimmen Sie die Geschwindigkeitsverteilungen der beiden Flüssigkeiten.
d) Skizzieren Sie qualitativ die Geschwindigkeitsverteilung.

Hinweis:
• Die beiden Flüssigkeiten vermischen sich nicht.
• Die von der Luft auf die Oberfläche der äußeren Fluidschicht übertragene Schubspannung
wird vernachlässigt.
• Überprüfen Sie Ihre Ergebnisse hinsichtlich der Plausibilität von Einheit und Vorzeichen!

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5. Aufgabe τ (y
+d
ρg y)
a) Kräftebilanz am Volumenelement in x-Richtung: si n y
α
τ (y)dx − τ (y + dy)dx + ρg sin αdxdy = 0 dy
τ (y x
)
 

τ dx − τ + dy dx + ρg sin αdxdy = 0
dy
α
 
dτ kg
= ρg sin α
dy m2 s

b) 1. Die Schubspannung ist am Übergang zur Luft null: τ (y = 2δ) = 0


2. Die Schubspannung am Übergang der Fluide ist gleich: τ1 (y = δ) = τ2 (y = δ)
3. Die Geschwindigkeit des Fluids an der Wand entspricht der Wandgeschwindigkeit
(Haftbedingung): u1 (y = 0) = −uW
4. Die Geschwindigkeit am Übergang der Fluide ist gleich: u1 (y = δ) = u2 (y = δ)
c) Schubspannungsverteilung in den beiden Fluiden:
τ1 = ρg sin αy + c1
τ2 = ρg sin αy + c2
Mit Randbedingung 1:
τ2 (2δ) = 0 ⇒ c2 = −2ρg sin αδ
τ2 = ρg sin αy − 2ρg sin αδ
τ2 = ρg sin α(y − 2δ)
Einsetzen von Randbedingung 2:
τ1 (y = δ) = τ2 (y = δ) ⇒ ρg sin αδ + c1 = ρg sin αδ − 2ρg sin αδ
c1 = c2 = −2ρg sin αδ
τ1 = ρg sin α(y − 2δ)
du
Newtonsches Fluid: τn = −ηn
dy
du1 ρg sin α
= (−y + 2δ)
dy η1
du2 ρg sin α
= (−y + 2δ)
dy η2
Unbestimmte Integration:
ρg sin α y 2
u1 = (− + 2δy) + c3
η1 2
ρg sin α y 2
u2 = (− + 2δy) + c4
η2 2
Einsetzen von Randbedingung 3: u1 (y = 0) = −uW ⇒ c3 = −uW
2
ρg sin α y
⇒ u1 = (− + 2δy) − uW
η1 2

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Anwenden von Randbedingung 4: u1 (y = δ) = u2 (y = δ)


ρg sin α δ 2 ρg sin α δ 2
⇒ (− + 2δ 2 ) − uW = (− + 2δ 2 ) + c4
η1 2 η2 2
ρg sin α 3δ 2 ρg sin α δ 2
⇔ − uW = 3 + c4
η1 2 η2 2
3ρg sin α 2 1 1
⇒ c4 = δ ( − ) − uW
2 η1 η2
Geschwindigkeitsverteilung in beiden Fluiden:
ρg sin α y 2 hmi
0≤y≤δ: u1 (y) = (− + 2δy) − uW
η1 2 s
2
ρg sin α y 3ρg sin α 2 1 1 hmi
δ ≤ y ≤ 2δ : u2 (y) = (− + 2δy) + δ ( − ) − uW
η2 2 2 η1 η2 s

d) Qualitative Geschwindigkeitsverteilung im Fluid:

u(y)

y
δ

α
x

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6. Aufgabe (8 Punkte)

a) Welche Annahmen werden zur Herleitung der Bernoullischen Gleichung getroffen?


b) Wodurch zeichnet sich ein Bingham-Fluid aus? Skizzieren Sie für ein Bingham-Fluid die
Schubspannung in Abhängigkeit der Scherung.
c) Aus welchen Anteilen setzt sich die Gesamtschubspannung τges bei der turbulenten Rohr-
strömung zusammen? Geben Sie eine Gleichung für τges in Abhängigkeit der gemittelten
Strömungsgeschwindigkeit in Hauptströmmungsrichtung an.
d) Was ist der Prandtlsche Mischungsweg?
e) Welcher Zusammenhang wird im Moody-Diagramm dargestellt?
f) Zeigen Sie, dass folgende Beziehung gilt: f g = f g + f ′ g ′

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6. Aufgabe
a) inkompressible, reibungsfreie, stationäre Strömung entlang einer Stromlinie.
b) Das Bingham-Fluid ist weder Fluid noch Festkörper. Sie verträgt ohne in Bewegung zu
geraten eine endliche Schubspannung τ0 , so dass sie nicht als Fluid angesehen werden
kann. Wird τ0 überschritten strömt sie wie ein Fluid.
τ

τ0

du
dy

c) Die turbulente Schubspannung setzt sich aus dem molekularen oder laminaren τl und dem
turbulenten Anteil τt zusammen:

du du du 2
du du du
τ = τt + τl = −ρu′ v ′ + η = ηt +η = ρl +η
dy dy dy dy dy dy

d) Der Mischungsweg ist die Strecke in Richtung der Normalen, die ein Turbulenzballen
mit seiner Geschwindigkeit zurücklegen muss, damit die Differenz zwischen seiner Ge-
schwindigkeit und der Geschwindigkeit der neuen Schicht der gemittelten absoluten Schwan-
kungsgrösse entspricht.
e) Das Moody-Diagramm stellt den Zusammenhang zwischen dem Rohrreibungskoeffizien-
ten, der Reynoldszahl und der relativen Wandrauhigkeit dar.
1 1
Z Z
f) f g = f gdt = (f + f ′ )(g + g ′ )dt
T T T T
1
Z
= (f g + f ′ g + f g ′ + f ′ g ′ )dt
T T
1
Z Z

= fg + g f dt + f g ′ dt + f ′ g ′
T T T

= f g + f ′g′

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