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Dolmetscher in Konfliktzonen: die Grenzen

der Neutralität
Wiederholt wurde in unserem Verband die Frage laut, ob wir nicht unseren Beruf und seine - und
damit auch unsere - Stellung in der Welt neu überdenken müssen. Diese Frage rückhaltlos zu
bejahen erscheint mir besonders zwingend, wenn Berufsanfänger oder Berufsfremde uns mit
besorgtem Interesse auf die Verantwortung ansprechen, die unsere Tätigkeit mit sich bringt, und auf
die damit unter Umständen einhergehenden moralischen Konflikte. Meist geht es dabei um Zweifel
im Blick darauf, wie man vulgären Sprachgebrauch übertragen soll oder wieviel Freiheit man sich
nehmen kann, um eine unglücklich gewählte Formulierung durch eine geschicktere, vielleicht auch
politisch korrektere zu ersetzen - immer in Erfüllung unserer Rolle als Vermittler oder gar
Überbringer von Friedensbotschaften, mit der wir uns gern schmücken.

Eduardo KAHANE.
Veröffentlicht: June 12, 2007 Letzte Aktualisierung: December 2, 2015

Man könnte meinen, unser Reich wäre nicht von dieser Welt. In den Debatten über die Zukunft
unseres Berufs reichte unsere Vorstellungskraft bisher allenfalls zur Auseinandersetzung mit neuen
Technologien, Video- oder Telekonferenzen, ja oder nein und wenn ja, unter welchen Bedingungen.
Dabei leben wir in einer Welt, die - ausser in unserer kleinen Wohlfühloase - von schrecklichen
Konflikten gezeichnet ist, in denen tagtäglich Menschen unter grauenhaften Bedingungen ihr Leben
lassen. Ein Blick auf die Schlagzeilen des Tages genügt, und das Grauen hat einen Namen: Darfur,
Bagdad, Tikrit, Kerbala, Kabul, Beirut, Sderot, Gaza, Ramallah, Algier, Madrid, New York,
Colombo und bis vor Kurzem Kosovo, Serbien, Kroatien, Bosnien oder Srebrenica.
Wenn unsere Rolle als neutrale Vermittler uns schon nicht gestattet, in diese Realität einzutreten,
daran teilzuhaben, sie in das Nachdenken über unseren Beruf oder zumindest über unsere
Berufsethik einzubeziehen, dann frage ich mich, ob diese unsere Rolle uns auch zwingt, angesichts
der Entführung, Misshandlung und Ermordung unserer Kollegen, die in Konfliktzonen arbeiten,
Schweigen zu bewahren. Ich habe Zeitungsartikel über in Ausübung ihres Berufs ums Leben
gekommene Dolmetscher gesammelt; sie füllen bereits einen Schuhkarton. Gezählt hat sie bisher
offiziell nur der Internationale Übersetzerverband (FIT): demnach sind es 216 allein im Irak. Nach
den Angehörigen des Militärs sind sie die größte Gruppe der zivilen Opfer dieses Konfliktes.
Vielleicht hat es eine Ausnahme gegeben - mir ist keine bekannt -, die uns zur Ehre gereichen
würde, aber meines Wissens fanden sie in unseren Publikationen keine Aufmerksamkeit, es gab
keine Solidaritätsbekundungen seitens einzelner Organe, der Versammlungen oder des Rates
unserer Organisation, und es wurde keine Unterstützung gewährt.
Das jüngste Beispiel ist Ahmal Nakschabandi, der Dolmetscher des italienischen Journalisten
Daniele Mastrogiacomo, der von den Taliban entführt und in einem Tauschgeschäft freigelassen
wurde. Der Dolmetscher verdiente einen solchen Tausch offenbar ebensowenig wie der Fahrer;
beide wurden ermordet. Sie waren nur einfache afghanische Bürger. Für sie war anscheinend keine
Ausnahme von der Doktrin gerechtfertigt, derzufolge man „mit Terroristen nicht verhandelt". Der
Dolmetscher, der wochenlang in Geiselhaft gehalten wurde, war nicht einmal seinen Kollegen in
aller Welt einen Solidaritätsbeweis wert. Während in Italien mit Unterstützung der Europäischen
Journalistenföderation die Menschen für ihn auf die Straße gingen, hüllten sich seine
Dolmetscherkollegen in Stillschweigen. Ein neutrales Schweigen? Schweigen aus Gleichgültigkeit?
Aus Eigennutz?
Ich wehre mich gegen den Gedanken, diese Haltung könne korporatistischer Natur sein, nach dem
Motto: Wer nicht Mitglied unseres Verbandes ist, gehört nicht zu unserer Welt. Ich glaube nicht,
dass uns - von Einzelfällen abgesehen - der Blick durch korporatistisches Denken verstellt ist; ich
glaube vielmehr, es geht um eine Frage des Konzepts. Wir gehen davon aus, dass die wahren
Dolmetscher - und das sind wir, die wir in dieser demokratischen Gesellschaft leben und diesem
Verband mit universellem Anspruch angehören - die Freiräume zwischen den Kulturen
ausschliesslich für uns besetzt haben, in denen wir als neutrale, zurückhaltende, diskrete und
effiziente Akteure der Verständigung zwischen den Völkern dienen. Zurückhaltend und diskret bis
hin zur Solidaritätsverweigerung? Das mag ich nicht glauben. Vielleicht müssen wir einige
Konzepte überdenken, die wir bisher für unverrückbar feststehende Grundwahrheiten gehalten haben.
Die Vorstellung des unbefleckten Dolmetschers, der die wesentlichen Aussagen einer Rede erfasst
und im Dienste der bestmöglichen Verständigung ebenso glatt wie mühelos in eine andere Sprache
überträgt, losgelöst von Rahmenbedingungen und Intentionen, die über die unmittelbare
Kommunikationssituation weit hinausreichen, ist eine noch recht junge Theorie - was sind schon 60
Jahre? -, die der Geschichte unseres Berufs und erst recht der Welt, in der wir leben, eher fremd ist.
Bis in die jüngste Vergangenheit gehörten Dolmetscher dem Diplomatischen Korps und dem Militär
an. Sie waren unverzichtbar in Aufklärungstrupps, die in umkämpftes Gebiet oder in Feindesland
vorstießen. Genau so, wie es heute an jeder Front geschieht. Wo sonst werden Dolmetscher, die in
den zuvor genannten Konfliktzonen ums Leben kommen, entführt und ermordet? Bleibt ihnen auch
dort der neutrale Freiraum zwischen den Kulturen vorbehalten? Oder bedienen sie einfach die
Aufklärungsziele derjenigen, die sie unter Vertrag genommen haben?

Unvereinbare Narrationstypen

In diesem Zusammenhang erscheinen mir die narrationstheoretischen Konzepte, die Mona Baker[i]
von der Universität Manchester für den Bereich der Sozialtheorie und in Bezug auf den
Übersetzungsvorgang entwickelt hat, besonders aufschlussreich. Baker stützt sich weitgehend auf
die von Somers und Gibson [ii] (1994) konzipierten Modelle, anhand derer sie einen
Narrationstypus als Instrument kategorisiert, mit dessen Hilfe der Verstand die Wirklichkeit
konstruiert. Sie unterscheidet zunächst verschiedene Narrationstypen - ontologischer, öffentlicher,
konzeptueller und Metadiskurs - und nutzt sie dann zur Gegenüberstellung der in der
Übersetzungstheorie verwendeten Diskurse.
Zusammenfassend - und in der Hoffnung, ihrer Arbeit gerecht zu werden - lässt sich also sagen,
dass wir im „ontologischen" Diskurs zum Ausdruck bringen, wie wir unsere persönliche Geschichte
und ihren Standort in der Welt wahrnehmen. Ein „öffentlicher" Diskurs ist institutioneller Natur
und findet in Familien, Gewerkschaften oder politischen Parteien statt; er dreht sich um Konzepte
wie "die Rolle des Familienvaters" oder "Redefreiheit" etc. Beim „konzeptuellen" Diskurs geht es
um in der Forschung oder einzelnen Wissenschaftszweigen geprägte Begriffe, die von der
Gesellschaft insgesamt übernommen werden, wie zum Beispiel "Klassenkampf" oder
"Kulturschock". Der „Metadiskurs" schliesslich, der „Diskurs über die Diskurse", ein von
Lyotard[iii] eingeführtes Konzept, besteht laut Baker, die sich dabei auf Somers und Gibson beruft,
aus großen Kategorien eng miteinander verknüpfter Konzepte, die alle uns aus dem persönlichen
oder wissenschaftlichen Bereich vertrauten Begriffe und die damit verbundenen Vorstellungen
umfassen, wie „Fortschritt", „menschlicher Verstand", „Aufklärung", „Industrialisierung", bis hin
zum hochaktuellen Konzept des „Kriegs gegen den Terror" - nicht identisch mit der Bekämpfung
des Terrorismus.
Baker ergänzt diese Kategorien um die der „Akkumulation", ein von Bruner[iv] entwickeltes
Konzept (narrative accrual), und erklärt, dass die selektive Aneignung bestimmter Sachverhalte und
die narrative Akkumulation die Verbreitung des Metadiskurses von Fortschritt, Aufklärung,
globalem Terror, westlicher Demokratie etc. ermöglichen.
"It goes without saying that narratives do not travel across linguistic and cultural boundaries, and
certainly do not accrue and develop into global meta narratives without the direct involvement of
translators and interpreters". (I would like) "to draw attention ...to the way in which our own
conceptual narratives in translation studies seem to be at odds with narrative theory... and with
documented involvement of translators and interpreters in a variety of conflicting narratives." [v]
Die in der Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft verwandten Narrationstypen sind uns
geläufig. Sie sind unser täglich Brot. Unsere Ausgangsbasis ist unsere gute Absicht. Unsere
Tätigkeit als Mittler und Förderer des Dialogs kann nur Gutes bewirken. Aber die naive
Vorstellung, dass wir uns auf neutralem Boden bewegen, in einem Niemandsland zwischen zwei
Diskursen, löst sich in Nichts auf, sobald unsere Aufgabe darin besteht, in einem Gebiet geheime
Informationen zu beschaffen, einem Gefangenen oder einem Verletzten des gegnerischen Lagers
Informationen zu entlocken oder einer Sache zu Diensten zu sein, die wir moralisch zutiefst
verachten. Oder verachten wir sie gar nicht? Die Frage stellen wir uns nicht einmal, weil wir uns
hinter unserer vermeintlich neutralen Vermittlerrolle verschanzen. Waren die Dolmetscher Hitlers
neutral? Oder die Stalins? Oder die Dolmetscher de Gaulles, Churchills oder Francos? Bewegten
auch sie sich im Freiraum zwischen den Diskursen? Oder waren sie mit einem Diskurs, mit einer
Sache verbunden? Die Taliban, die Ahmal Nakschabandi ermordeten, weil sie in ihm den
Komplizen der sie bekämpfenden westlichen Welt sahen, handelten aus ihrer Sicht konsequent. Wie
ist es um die Konsequenz der westlichen Dolmetscher bestellt, die ihre „Neutralität" hochhalten, sie
aber nicht verteidigen, und die mit keinem Wort dafür eintreten, den Gefangenen zu befreien und
den Mördern Einhalt zu gebieten?
"...I would argue that by over-romanticising the role of translation and translators as peace giving
enablers of communication, we abstract them out of history, out of the narratives that necessarily
shape their outlook on life, and in the course of doing so we risk intensifying their blind spots and
encouraging them to become complacent about the nature of their interventions, and less conscious
of the potential damage they can do... No one, translators included, can stand outside or between
narratives. Hence, a politically attuned account of the role of translation and translators would not
place either outside nor in between cultures. It would locate them at the heart of interaction..."[vi]

Neutralität als Gewalt

Wenn die Verdolmetschung unter aussergewöhnichen Umständen stattfindet, fordert sie vom
Dolmetscher mehr als nur eine professionelle und unparteiische Haltung. Die Aussagen der
1991-1992 während des Konfliktes zwischen Serbien und Kroatien für die
Überwachungskommission der Europäischen Gemeinschaft (ECMM) tätigen Dolmetscher sind
diesbezüglich aufschlussreich. Die kroatischen Dolmetscher hatten sich freiwillig gemeldet. Sie
wurden später von einer kroatischen Sozialpsychologin befragt, die eine Untersuchung zu
möglicherweise durch die erzwungene „Neutralität" der Dolmetscher in einer Kriegssituation
verursachten Traumata durchführte. Die Ergebnisse stellt Zrinka Stahuljak[vii] in ihrem Artikel "The
violence of neutrality: translators in and of the war: (Croatia 1991-1992)" vor.
Obwohl sich die Dolmetscher aus eigenem Antrieb bei der ECMM gemeldet hatten, waren sie
Obwohl sich die Dolmetscher aus eigenem Antrieb bei der ECMM gemeldet hatten, waren sie
überzeugt, der Aufgabe gewachsen zu sein, Aussagen über die Kriegsgeschehnisse mit der durch die
EU-Beobachter und durch ihr eigenes Berufsethos gebotenen Unparteilichkeit einzuholen. Aber sie
waren nach wie vor Freiwillige, Patrioten, die einer Sache verpflichtet waren: Zeugenaussagen zu
sammeln, die letztendlich den Nachweis erbringen sollten, dass die Kroaten im Konflikt mit Serbien
im Recht waren. Sie fühlten sich als „Botschafter" der kroatischen Anliegen. Zwar bemühten sie
sich bei der Verdolmetschung der Zeugenaussagen um Neutralität, aber sie räumten ein, dass sie in
der freien Zeit zwischen den Befragungen Gelegenheit hatten, mit den Beobachtern zu reden und
ihnen ihre Sicht der Dinge darzulegen. Sie gaben sogar zu, dass diese Sichtweise manchmal auch in
ihre Verdolmetschung Eingang fand; das konnte so weit gehen, dass sie anstelle der befragten
Zeugen antworteten, worauf die EU-Beobachter mit Zurechtweisungen und in einem Fall mit
Entlassung reagierten.
Es auf sich zu nehmen, die Greuel des Krieges zu verdolmetschen und dabei neutral zu erscheinen,
war ein Beweis emotionaler Standfestigkeit. Im Gegenzug gab es lediglich die entfernte Hoffnung,
dass die gedolmetschten Zeugenaussagen der Sache ihres Landes zugute kommen würden. Damit
nicht genug, bezichtigte das kroatische Militär die Dolmetscher des Verrats, weil sie der
Europäischen Union zu Diensten waren, die im Verdacht stand, Serbien den Vorzug zu geben.
Die im Zwischentitel angesprochene Gewalt der Neutralität besteht darin, den Dolmetschern nicht
dadurch Gewalt anzutun, dass ihnen die neutralen Freiräume zwischen den Diskursen vorenthalten
werden, denn die gibt es ohnehin nicht; Gewalt wird ihnen vielmehr dadurch angetan, dass ihnen
jeglicher Raum verweigert wird. Durch den serbischen und den kroatischen Diskurs gleichermaßen
verunglimpft und von den Beobachtern der Parteilichkeit verdächtigt waren die Dolmetscher hilflos,
nicht so sehr des sprachlichen, sondern vor allem ihres sozialen und Lebensraums beraubt.
In Konfliktsituationen steht den Dolmetschern nicht nur kein neutraler oder sprachlich neutraler
Raum zur Verfügung; darüber hinaus werden sie von den Konfliktparteien nicht anerkannt. Drei der
fünf Dolmetscher Stalins in der Zeit von 1939 bis 1945 wurden von der politischen Polizei, der
NKVD, umgebracht; der vierte starb während des Verhörs durch Beria. Der fünfte, Bereschkow,
überlebte die Verfolgung durch Beria, weil er von Molotow protegiert wurde; nur deshalb konnte er
in Ruhe alt werden.
Die Welle der Entführungen und Ermordungen von Dolmetschern im Pulverfass des Nahen Ostens
hat auch damit zu tun, dass sie der einen oder anderen Seite zugerechnet werden; die
Neutralitätsbeteuerungen der Opfer bleiben dabei wirkungslos. Da ausserdem ihr Tauschwert
bedeutungslos ist, werden sie im Zuge der Taktik des „alle Brücken hinter sich Abbrennens" und
einer Strategie, die bewusst darauf abzielt, jeglicher Kommunikation einen Riegel vorzuschieben,
liquidiert. Es gibt keine neutralen Freiräume zwischen dem Diskurs der Taliban und dem der
Koalition in Afghanistan oder dem der Leser der Artikel von Mastrogiacomo in der Tageszeitung La
Repubblica.
Die Situation der Dolmetscher in Konfliktzonen lässt sich sicher nicht mit der um einiges
bequemeren Situation vergleichen, die wir tagtäglich in unserem Teil der Welt vorfinden. Aber es ist
deutlich geworden, dass das fromme Gerede vom Standort des Dolmetschers zwischen zwei
Diskursen und seine hochheilige Funktion als Garant des Dialogs und Friedensbringer keine
universelle Anwendung finden kann - und schon gar nicht dort, wo dies am nötigsten wäre, in
bewaffneten Konflikten oder wenn sich zwischen zwei Diskursen ein tiefer Abgrund auftut.
Ein derart einschneidender Wandel im Blick darauf, wie wir unsere Arbeit und ihren Standort in der
Welt wahrnehmen, kommt quasi einem Paradigmenwechsel gleich. Ein solcher Wandel kann nicht
nur von einigen Vordenkern und akademischen Forschern bewerkstelligt werden. Soll er gelingen,
müssen alle daran mitwirken. Eine von Konflikten gezeichnete Welt braucht mehr solidarisches
Handeln und weniger „Friedensbotschafter". Wir können nicht den Stier der Intoleranz und des
Todes bei den Hörnern packen, wenn wir uns hinter der Balustrade der Neutralität - und sei sie nur
sprachlicher Natur -verschanzen. Wir müssen in die Arena steigen, am Dialog teilnehmen und uns
nicht scheuen, Farbe zu bekennen.
Es mag nebensächlich erscheinen, aber unser Schweigen im Falle von Ahmal war ohrenbetäubend.
Sollte er uns Anstoss zu einem Prozess des ernsthaften, gründlichen Nachdenkens sein, war sein
Opfer nicht ganz umsonst.

ANMERKUNGEN

[i] BAKER, Mona: Narratives in and of Translation, en SKASE JOURNAL OF TRANSLATION


AND INTERPRETATION, Vol 1 - 2005, Nº 1 y TRANSLATION AND CONFLICT.
MEDIATING COMPETING NARRATIVES. 2006, Routledge (Taylor and Francis)
[ii] SOMERS, Margaret R. y GIBSON, Gloria, 1994: Reclaiming the Epistemological ‘Other':
Narrative and the Social Constitution of Identity" en Craig Calhoun (Ed.), SOCIAL THEORY AND
THE POLITICS OF IDENTITY. Oxford UK & Cambridge USA: Blackwell, 37-99, (quoted by
Baker).
[iii] LYOTARD, Jean François,1979, La Condition Postmoderne, Collection Critique, Les Editions
de Minuit
[iv] BRUNER, Jerome: 1991: The Narrative Construction of Reality. CRITICAL INQUIRY 18(1),
1-21- (quoted by Baker).
[v] BAKER, Mona: Narratives in and of Translation, Ibid.
[vi] BAKER, Mona: Ibid
[vii] STAHULJAK, Zrinka; 1999: The Violence of Neutrality in and of the War (Croatia,
1991-1992), COLLEGE LITERATURE 26(1): 34-51, Special Issue, Cultural Violence.

WEITERE LITERATURHINWEISE

TYMOCZKO, María, 2003: Ideology and the Position of the Translator: In What Sense is a
Translator "In Between?", in María Calzada Pérez (Ed.): APROPOS OF IDEOLOGY -
TRANSLATION STUDIES ON IDEOLOGY - IDEOLOGIES IN TRANSLATION, Manchester: St
Jerome Publishing, 181-201.
BRUNER, Jerome, 1986: ACTUAL MINDS, POSSIBLE WORLDS, Cambridge, Harvard UP
Ins Deutsche übertragen von Silke Gebhard

Recommended citation format:

Eduardo KAHANE. "Dolmetscher in Konfliktzonen: die Grenzen der Neutralität". aiic.net. June 12,
2007. Accessed April 22, 2020. <https://aiic.net/p/2692>.