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Allen, die an der Mitarbeit dieses Buches beteiligt waren, möchte

ich an dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank aussprechen,


darunter Georg Belau, der mir eine wertvolle Hilfe war. Sie
handeln getreu der Worte unseres Herrn und Erlösers: „Sammelt
euch nicht Schätze auf Erden, wo Motte und Rost sie verzehren
und wo Diebe einbrechen und stehlen; sondern sammelt euch
Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost sie verzehren
und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen" (Mt 6, 19f).

© Verlag Anton A. Schmid


Postfach 22; 87467 Durach
Credo: Pro Fide Catholica
Druck: Eigendruck
Printed in Germany 2015

Alle Rechte bei Autor und Verlag.


Auszugsweise Veröffentlichung im Weltnetz,
in Presse, Funk, Fernsehen nur nach Genehmigung.
Inhaltsverzeichnis
Warum dieses Buch? 5
Das Leben ist kein Zuckerschlecken 21
Die bitteren Erfahrungen in einer bundesdeutschen Reha-
Einrichtung 27
Was ist von der psychiatrischen „Seelenheilkunde" zu halten? 55
Ein Märchenbuch namens DSM-5 - „die Bibel der
Psychiatrie" 68
David Rosenhan stellt die Psychiatrie bloß 76
Wer gilt nach Meinung v. Psychiatern als „psychisch krank"? 84
Die Diffamierung Jesu Christi als „Geisteskranker" 87
Sich gesund ernähren zu wollen, gilt bereits als eine
„Geisteskrankeit" 94
Der psychiatrische Mythos von der Existenz geistiger
Krankheiten 100
Das Psychiatrie(un)wesen - Eine Bilanz des Schreckens 106
Die Psychiatrie im Nationalsozialismus ähnelt derjenigen in
der Bundesrepublik Deutschland auf frappierende Weise ... 111
* Der Fall Holger Zierd - Folter u. Tod in der dt. Psychiatrie .. 161
* Der Fall Gustl Mollath - verlorenes Vertrauen in dt. Justiz ... 181
* Die Justizopfer Horst Arnold und Ralf Witte - fünf Jahre
unschuldig hinter Gittern 193
* Der Fall Harry Wörz - ein weiterer Justizskandal aus dem
„Rechtsstaat" Bundesrepulik Deutschland 200
* Der Fall Alexander Zouras - Unschuldig in der Forensik? ... 202
* Waldemar Vogel - Noch ein Todesfall aus einer
bundesdeutschen Psychiatrie 212
* Der Fall Ilona Haslbauer - ein weiteres Beispiel für alltägl.
Folter im „freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat" BRD 218
Zwangspsychiatrisierungen dienen zur Ausschaltung
unliebsamer Bürger 227
Verwendete Publikationen 244
Verwendete Zeitungen und Zeitschriften 244
Quellenhinweise 244
Hinweis: Inhaltsverzeichnis Band I, Teil 2 : 256
„Meiner Erfahrung nach sind Fehleinweisungen [Anm.: in die
Psychiatrie] sehr, sehr häufig. Ich habe mal, als ich Sachverständige
war im Deutschen Bundestag, im Rechtsausschuß war, eine kleine
Statistik von eigenen Fällen zusammengestellt und da, glaube ich,
kamen rund 30 Prozent raus, waren Fehleinweisungen. Und
renommierte Sachverständige, die sich mit diesem Thema befaßt
haben, kommen also auch zu einer Fehleinweisungsquote zwischen
30 und 50 Prozent."

Gabriele Steck-Bromme, Strafverteidigerin; zit. nach Frontal21,


Beitrag: Für verrückt erklärt - Abgeschoben in die Psychiatrie,
Sendung vom 4. Dezember 2012

„Was mich verwundert, ist, daß in jeder Verhandlung, von der ich
gehört habe, der verteidigende Psychiater immer sagt, daß der
Beschuldigte geisteskrank und der Psychiater ddr Klägerseite immer
sagt, er wäre gesund. Dies geschieht unausweichlich bei 100 Prozent
der Fälle, und das ist sicherlich kein Zufall. Man muß sich fragen,
was hier vor sich geht. Die Verteidigung bei Geisteskrankheit geht
von einem Psychiater zum anderen ... und ehrlich gesagt wäre man
besser daran, sich jemanden aus einer Statistenagentur zu besorgen,
um ein fachkundiges psychiatrisches Gutachten in einer
Strafverhandlung zu erhalten."

Jeffery Harris; zit. nach Verfassungs-Schutz-Verein


(http://www.locus24.de/vsv-0001.html) : Psychiatrie & Co: Zitate
aus dem Reich der Fehler (http://www.locus24.de/psy-0012.htm);
hier zit. nach Zwangspsychiatrisierung - WikiMANNia,
h ttp ://wikimannia. org/Zwangspsych iatris ierung

Dieses Buch ist nicht nur allen Opfern der Zwangspsychiatrie


gewidmet - den Lebenden und den Toten sondern auch denjenigen
aufrechten und mutigen Individuen, die sich für die Beseitigung der
Mißstände auf dem Gebiet der „Seelenheilkunde" einsetzen.
Warum dieses Buch?
In all meinen Schriften setze ich mich immer wieder für Wahrheit
und Gerechtigkeit ein, das heißt ich gebe denen eine Stimme, die in
den Mainstreammedien in aller Regel kein Gehör finden. Es geht mir
darum, Ausgebeutete und Entrechtete ins Licht der Öffentlichkeit zu
rücken, um auf diese Weise dabei mitzuhelfen, Mißstände in der Ge-
sellschaft beheben zu können.
Meine Bücher stellen also den Versuch dar, meinen bescheidenen
Anteil dazu beizusteuern, die Welt ein klein bißchen „besser" zu ma-
chen, indem ich mich gegen Haß, Rassismus, Gewalt, Unterdrückung
und all die Lügen einsetze, die unseren Planeten in einen regelrech-
ten Vorhof der Hölle verwandelt haben.
Man braucht sich nur die aktuellen Vorkommnisse in Ländern wie
Libyen oder Irak anzuschauen, die nach ihrer „Befreiung" durch die
internationale Staatengemeinschaft in einem Strudel von Gewalt und
Anarchie versinken.
Zur Lage in dem nordafrikanischen Staat berichtete die „World
Socialist Web Site" am 30. Juli 2014 unter der Schlagzeile „Die Ka-
tastrophe in Libyen": „Die Evakuierung des amerikanischen diplo-
matischen Personals aus der libyschen Hauptstadt Tripolis ins be-
nachbarte Tunesien am Wochenende ist der Höhepunkt der Katastro-
phe, die der Nato-Krieg in Libyen vor drei Jahren entfesselt hat.
Die Kämpfe in der libyschen Hauptstadt zwischen rivalisierenden
Milizen waren so heftig, daß sich die Vertreter der USA nicht trau-
ten, vom nahegelegenen Flughafen von Tripolis abzufliegen. Statt-
dessen flohen die Diplomaten und ihr schwerbewaffnetes von den
US-Marines gestellte Wachpersonal auf dem Landweg in einer Ka-
rawane aus Bussen und Geländewagen. Drohnen und Kampfflugzeu-
ge flogen über ihnen, vor der Küste kreuzte ein Zerstörer, der bereit
war, alles wegzusprengen, was ihnen in den Weg gekommen wäre.
Washington und die anderen imperialistischen Mächte hatten die-
se Milizen 2011 im Rahmen eines Krieges zum Regimewechsel be-
waffnet, um ... Oberst Muammar Gaddafi zu stürzen. Sie ließen da-

5
durch ein zerstörtes Land zurück: die Ölindustrie, das Herz seiner
Wirtschaft, droht zusammenzubrechen und ganz Libyen ist in einen
außer Kontrolle geratenen Bürgerkrieg verwickelt."1
Im Laufe der Jahre habe ich mich einer ganzen Reihe unterschied-
licher Themengebiete gewidmet. So ging ich etwa der Frage nach,
warum namhafte Naturforscher das Dogma der Evolutionstheorie
zunehmend anzweifeln, und sich der Schöpfungslehre zuwenden. Ich
versuchte zu ergründen, warum es trotz Friedensbemühungen aus
aller Welt im Nahen Osten ständig zu neuem Blutvergießen kommt
und wollte etwa in Erfahrung bringen, warum bereits Zehntausende
von Wissenschaftlern mit der Hypothese, der Mensch liefere einen
bedeutenden Beitrag zum Klimawandel, nicht einverstanden sind -
darunter 70 Nobelpreisträger.
Erfreulicherweise kann ich sagen, daß es seit der Veröffentlichung
zahlreicher meiner Bücher immer neue Beweise für meine Darlegun-
gen gibt. Was diesbezüglich die Widerlegung der Evolutionstheorie
anbelangt, so wollen wir hierzu drei aktuelle Meldungen von „Kopp
Online" aufgreifen, die erste datiert vom 29. Oktober 2013 und wur-
de unter der Schlagzeile „Gewaltige Widersprüche im «wissen-
schaftlichen» Denken entlarvt: Die Evolutionstheorie kann den
Ursprung des Lebens nicht erklären" von Mike Adams verfaßt:
„Fragen Sie irgendeinen Wissenschaftler, woher das Leben auf unse-
rem Planeten kam, und Sie werden höchstwahrscheinlich die kurze
Antwort erhalten: «Evolution». Und zwar mit einem herablassenden
Blick, der impliziert, daß Sie ein Idiot sind, weil Ihnen dieses «wis-
senschaftliche Faktum» unbekannt ist, das alle anderen als wahr ak-
zeptieren.
Nur stellt sich leider heraus, daß der Wissenschaftler einer Illusion
aufsitzt. Die Evolution besagt nichts über den Ursprung des Le-
bens. Vielmehr erklärt sie (das heißt die «natürliche Selektion») ei-
nen Prozeß, bei dem Gattungen als Reaktion auf Umwelt-, Verhal-
tens- und sexuelle Einflüsse einen Prozeß von Anpassung, Fitness
und Reproduktion durchlaufen. Kein rational denkender Mensch
kann verneinen, daß es eine natürliche Selektion gibt, auch jetzt, in
diesem Moment, und zwar bei Bakterien, Pflanzen, Tieren, ja sogar

6
bei Menschen. Dennoch kann es eine natürliche Selektion nur bei
bereits bestehenden Formen des Lebens geben. Noch nicht existie-
rendes Leben kann sie nicht hervorbringen.
Mit anderen Worten: Darwin hat keine «Reproduktion von Stei-
nen» studiert, weil es so etwas nicht gibt. Er studierte Tiere, die be-
reits lebten. Somit ist die «Evolutionstheorie» nicht in der Lage, den
URSPRUNG der ersten Formen des Lebens zu erklären. Denn woran
hätte eine natürliche Selektion überhaupt stattfinden können? Man
kann schließlich keine Form des Lebens aus toten Steinen «evolvie-
ren», das heißt entstehen lassen ... es sei denn, die Evolutionisten
verfechten die Theorie einer spontanen Wiederauferstehung toter
Gegenstände als lebendige Organismen.
Es bleibt also die Frage: Woher rührt das Leben? Die Evolutioni-
sten gehen über diese entscheidende Frage lieber hinweg."2
Die Antwort darauf liefert Dominique Tassot in seinem Buch
„Das Affentheater" auf Seite 64 (Herv. hinzugefügt): „Das Auftreten
des Lebens, der Übergang vom leblosen Gestein zum Leben stellt
eine offensichtliche Schwierigkeit für die transformistische Theorie
dar. Tatsächlich wurde die 'Urzeugung' bereits 1686 verworfen, als
Francesco Redi (1626-1694) nachwies, daß in einem Glasbehälter
hermetisch eingeschlossenes Fleisch keine Fliegen mehr hervor-
bringt. Daher der Spruch: 'Omne vivum ex vivo' oder auch 'ex
ovo', d.h. alles Leben entsteht aus Lebendigem (oder auch aus
dem Ei)."
Die Schlagzeile „Sensationeller Fund in China: Fast vollstän-
dig erhaltene Dinosaurierskelette mit Weichteilgewebe, Haut und
Federn" zu einem Artikel von Michael Snyder vom 9. März 2014
auf „Kopp Online" zeigt abermals, daß mit den Behauptungen der
Vertreter der Evolutionstheorie etwas nicht stimmen kann: „Im
Nordosten Chinas in der Nähe des Dorfes Daohugou unterhalb der so
genannten Jehol-Gruppe wurden nun in einer Fossilfundstätte Medi-
enberichten zufolge «fast vollständige Dinosaurier-Skelette» mit Fe-
dern [!] und Hautresten [!] entdeckt. Das Alter der Tiere wird mit
160 Millionen Jahren angegeben, aber das ist schlechterdings un-

7
möglich. Dieser schockierende Fund dürfte es Paläontologen weiter
erschweren, die von ihnen bisher verbreiteten Mythen aufrecht zu
erhalten"3, ist sich Snyder sicher.
„Die vorherrschenden Theorien lassen sich einfach nicht mehr
mit den Tatsachen in Einklang bringen. In Wahrheit belegt dieser
jüngste Fund ein weiteres Mal, daß die Dinosaurier weitaus jünger
sind, als nach herkömmlicher Lehre gedacht wird."4
„Vor 1991 wäre man schallend ausgelacht worden, hätte man be-
hauptet, man werde eines Tages Weichgewebe von Dinosauriern
ausgraben. Aber das änderte sich, als die Molekularpaläontologin
Mary Schweitzer, die an der Universität des US-Bundesstaates North
Carolina forschte, etwas tat, das zuvor absolut undenkbar erschien.
Im Folgenden ein Auszug aus einem Artikel, der im Mai 2006 unter
der Überschrift «Der Dinosaurier-Schocker» im 'Smithsonian Maga-
zine' erschien: ;
«1991 ging Mary Schweitzer daran, dünne Gewebsschichten von
Knochen eines etwa 65 Millionen Jahre alten Tyrannosaurus Rex zu
untersuchen. Es gelang ihr nur sehr schwer, die histologischen
Schnitte auf dem Glasträger zu befestigen, so daß sie eine Moleku-
larbiologin der Universität um Hilfe bat. Diese Biologin, GayleWal-
lis, nahm die Schnitte zu einer Veterinärkonferenz mit und legte die
alten Proben dort den anderen Konferenzteilnehmern vor. Einer der
Tierärzte kam später zu Callis und fragte sie <Wissen Sie eigentlich,
daß sich in diesem Knochen rote Blutkörperchen (Erythrozyten) be-
finden?> Und tatsächlich zeigte sich unter dem Mikroskop, daß der
Knochenschnitt mit roten Scheibchen gefüllt war. Später, so erinnert
sich Schweitzer, <sah ich es mir an und sah es mir wieder an und
dachte bei mir: Das kann einfach nicht sein. Rote Blutkörperchen
lassen sich nicht so lange konservieren.»)
Schweitzer zeigte die Schnitte ihrem Doktorvater und Mentor,
Jack Horner. Als sie Strukturen entdeckte hatte, die wie rote Blut-
körperchen aussahen, sagte ich: (Genau, so sehen sie aus>, erinnerte
sich ihr Mentor. Er hielt es für möglich, daß es sich um rote Blutkör-

8
perchen handelte, riet ihr aber dann: < Versuchen Sie jetzt, Hinweise
darauf zu finden, daß sie es nicht sind. >
Aber stattdessen stieß sie auf Hinweise auf das Vorhandensein
von Häm in dem Knochenmaterial - was die These weiter untermau-
erte, daß es sich um rote Blutkörperchen handelte. Häm ist Teil des
Hämoglobins, jenes eisenhaltigen Eiweißkomplexes, der in den roten
Blutkörperchen von Wirbeltieren den Sauerstoff bindet und dem Blut
auch seine charakteristische Farbe verleiht. <Der hervorragende Kon-
servierungszustand erschien mir wirklich seltsam und regte gleich-
zeitig meine Wißbegierde an>, sagte sie.»"5
„Seither wurden auch von vielen anderen Dinosaurier-Weich-
gewebe ausgegraben. Bisher wurden mehr als 30 Proben entdeckt
und untersucht, und diese Proben stammten von einer beeindrucken-
den Reihe verschiedener Dinosaurierarten:
«Zu den Dinosauriern und anderen mesozoischen Lebewesen, die
ihr biologisches Material einbrachten, gehören Hadrosaurier, Titano-
sauria, Ornithomimosauria (die äußerlich Straußen ähnelten), Mosa-
saurier, Triceratops, Lufengosaurier, Tyrannosaurus Rex und der
Archaeopterix.»
Als Schweitzer damals ihre Entdeckung publizierte, wurde sie von
anderen Anhängern der Evolutionstheorie scharf angegriffen, die
darauf beharrten, eine Entdeckung von Saurier-Weichgewebe, das
Millionen von Jahren alt sei, sei schlechterdings unmöglich. Und
unter einer Bedingung hätten diese Evolutionstheoretiker tatsächlich
Recht. Wenn Dinosaurier wirklich so alt sind, wie allgemein ange-
nommen, dann wäre ein solcher Fund wirklich unmöglich. Aber im-
mer mehr Proben und Untersuchungen beweisen ohne den Schatten
eines Zweifels, daß es sich bei den Funden tatsächlich um Dinosau-
rier-Weichgewebe handelt."6
Die Altersbestimmung von Dinosaurierknochen mithilfe der
Radiokarbondatierung kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, daß
diese Knochen keine zig Millionen Jahre alt sein können.

9
„Aufgrund der Zerfallsrate des Kohlenstoffs (C14) dürfte nach
mehr als 100 000 Jahren keine meßbare Menge radioaktiven Kohlen-
stoffs in vormals lebendigen Strukturen vorhanden sein. Mit anderen
Worten dürfte in Dinosaurierknochen keine meßbare Menge radioak-
tiven Kohlenstoffs mehr nachweisbar sein.
Aber das Gegenteil ist der Fall. Hier nur ein Beispiel:
«Im Juli des Jahres 1990 übergab Hugh Miller der Abteilung für
Geowissenschaften an der Universität in Tucson im US-Bundesstaat
Arizona zwei Fragmente von Dinosaurierknochen zur Altersbestim-
mung mithilfe der Kohlenstoff-14-Analyse. Ein Fragment stammte
von einem nicht bekannten Dinosaurier, das andere von einem Allo-
saurus, der von James Hall 1989 in der Nähe von Grand Junction in
Colorado ausgegraben worden war. Miller übergab die Proben, ohne
auf die Herkunft der Knochen einzugehen. (Hätten die untersuchen-
den Wissenschaftler gewußt, daß die Proben tatsachlich von Dino-
sauriern stammten, hätten sie vermutlich eine Datierung mit der Be-
gründung abgelehnt, daß diese Knochen außerhalb der Reichweite
der Radiokarbondatierung lagen, da man allgemein davon ausging,
daß Dinosaurier vor Millionen von Jahren lebten.) Interessanterweise
ergab die C-14-Analyse, daß die Knochen vermutlich zwischen
10000 und 16000 Jahre alt seien - und damit weit jünger als das ver-
mutete Alter von 60 Millionen Jahren.»
Inzwischen wurde radioaktiver Kohlenstoff in Dinosaurier kno-
cken in allen Teilen der Welt gefunden:
«Der Radiosender Real Science Radio sprach mit einem Wissen-
schaftler, der gerade von einer Konferenz der American Geophysical
Union in Singapur kam, auf der seine internationale Arbeitsgruppe
die Ergebnisse von fünf anerkannten Forschungsstätten vorlegte, die
erhebliche Mengen an C14 in den Knochen von zehn Dinosauriern
dokumentiert hatten, die in Alaska, Europa, Texas, Montana und der
chinesischen Wüste Gobi ausgegraben worden waren.»
Weitere Beweise für das relativ junge Alter von Dinosauriern
lassen sich aus der Tatsache ableiten, daß wir sehr detailreiche
und zutreffende Darstellungen von Dinosauriern überall auf der

10
Welt in antiken Kunstwerken finden [Anm.: Nicht umsonst liefere
ich in meinem Buch „Die ganze Wahrheit über die Schöpfung des
Lebens und das Alter der Erde" auf den Seiten 43 bis 73 eindeutige
wissenschaftliche (!) Beweise dafür, daß eine Millionen bzw. Milli-
arden Jahre andauernde Erdgeschichte gar nicht stattgefunden habet7
kann\] ... Bedenkt man, daß wir erst vor einigen Hundert Jahren da-
mit begonnen haben, systematisch Dinosaurier auszugraben, stellt
sich schon die Frage, wie die Menschen in der Antike wissen konn-
ten, wie Dinosaurier aussahen. Darüber sollte man einmal nachden-
ken.
Ich [Anm.: Michael Snyder] bin mir darüber im Klaren, daß dieser
Artikel vieles infrage stellt, was zahlreiche Menschen ihr ganzes bis-
heriges Leben lang für richtig gehalten haben. Aber wir werden uns
niemals weiterentwickeln, wenn wir immer nur auf das blind ver-
trauen, was uns von den Mächtigen vorgegeben wird. Nur wenn
man alles hinterfragt und auf Logik und Vernunft vertraut,
kann man zur Wahrheit gelangen."7
„Wissenschaftler von Universität gefeuert, nachdem er Dino-
saurierknochen entdeckt, die vermutlich nur 4000 Jahre alt
sind" titelte Jonathan Benson am 10. August 2014 zu seinem eben-
falls auf „Kopp Online" veröffentlichten Artikel: „Eine archäologi-
sche Entdeckung, die die konventionelle Evolutionstheorie ins
Wanken bringt, hat einen Professor aus Kalifornien seinen Job ge-
kostet. Berichten zufolge wurde Mark Armitage, bis vor kurzem
Wissenschaftler an der California State University, Northridge
(CSUN), gefeuert, nachdem er den Fund des Fossils eines Dinosau-
riers gemeldet hatte, das noch Weichgewebe enthielt - ein Hinweis
darauf, daß es keine Millionen Jahre alt sein kann.
Armitage, der seit 30 Jahren in seinem Fach tätig ist, hat in
dieser Zeit zahlreiche Studien in expertenbegutachteten Fach-
zeitschriften veröffentlicht. Eine der jüngsten erschien im vergan-
genen Juni, sie bezog sich auf seine Entdeckung an einer Ausgra-
bungsstätte in der Hell Creek Formation im US-Bundesstaat Monta-
na. Wie die Zeitung The Christian Post meldet, entdeckte Armitage

11
bei der Untersuchung eines Triceratops-Fossils erhaltenes Weichge-
webe.
Eine zur Verteidigung von Armitage eingereichte Klage be-
schreibt seine Reaktion auf die Entdeckung als «fasziniert», da nie
zuvor bei einem Dinosaurierfossil Weichgewebe entdeckt worden
war. Natürlich veröffentlichte Armitage seine Entdeckung - in die-
sem Fall in der Elsevier-Zeitschrift Acta Histochemica - und infor-
mierte auch seine Studenten über seine Erkenntnisse.
Kurz darauf wurde er vom Dekan einer Fakultät der CSUN ange-
sprochen, der ihm die Worte entgegengeschleudert haben soll: «In
dieser Abteilung werden wir Ihre Religion nicht akzeptieren!». Armi-
tages Entdeckung widerspricht natürlich der Evolutionstheorie, die
die CSUN seit Jahrzehnten unterstützt. Raum für Diskussion scheint
es nicht zu geben, er wurde von seiner Position entlassen."8
Dieses Beispiel zeigt, wie schnell Leute auf die Abschußliste ge-
raten, wenn sie Entdeckungen machen bzw. auf Informationen sto-
ßen, die sich mit der offiziellen Version der Ereignisse nicht in Ein-
klang bringen lassen. Halten sie zudem an ihrem neu erworbenen
Wissen beharrlich fest, werden sie sehr schnell zum Paria, das heißt
Ausgestoßenen/ Außenseiter.
Interessant ist das Thema Evolutionstheorie an dieser Stelle gera-
de deshalb für uns, weil sie die Grundlage der Psychiatrie darstellt -
jenes Themenbereichs, mit dem wir uns in diesem Buch beschäftigen
werden.
Wenn aber bereits die Evolutionstheorie nicht stimmt, das heißt
sich mit den wissenschaftlichen Fakten nicht in Einklang bringen
läßt, dann stürzt auch das gesamte darauf aufbauende Gerüst der
Psychiatrie in sich zusammen.
Hören wir zur engen Verbindung zwischen Evolutionstheorie und
Psychologie/Psychiatrie Paul Gosselin in seinem im Weltnetz ver-
breiteten Essay „Myths of Origin and the Theory of Evolution" („Die
Entstehungsmythen und die Evolutionstheorie"): „Was ist mit den
verschiedenen Rollen, die die Evolutionstheorie spielte? Auf dem
Gebiet der Psychologie argumentierte [Sigmund] Freud - ein

12
durch und durch überzeugter Evolutionist - daß der Mensch im
Grunde genommen ein Tier sei, das von seinen sexuellen Instink-
ten bestimmt werde. Seine Ansichten waren ziemlich einflußreich
und haben Veränderungen im Verhalten bezüglich der Sexualität im
20. Jahrhundert herbeigeführt, wobei die Unterdrückung sexueller
und anderer Impulse vermieden werden sollte. Im Falle des amerika-
nischen Erziehungssystems war es John Dewey als einer seiner ein-
flußreichsten Vertreter, der auch als erster die freie Erziehung in dem
Sinne förderte, das Kind sich selbst 'entwickeln' zu lassen. Ideologi-
en wie etwa der Rassismus und Totalitarismus wurden ebenfalls oft-
mals mit evolutionistischen Schlagworten wie etwa 'Kampf ums
Überleben' oder 'Überleben der Bestangepaßten' gerechtfertigt."9
„Die Psychiatrie sieht den Menschen als Maschine, bei der die
Persönlichkeit nichts als Chemie ist. Hier zeigt sich der sektenhafte
Charakter der Psychiatrie. Ihre Weltanschauung ist radikal mate-
rialistisch. Und sie ist eng verwandt mit der sozialdarwinistischen
'Erbhygiene', die zu Zeiten vor und während des Nationalsozialis-
mus verbreitet war, denn wer nicht zum psychiatrisch 'gesunden
Erbgut' gehört, wird mit Psychopharmaka gewaltsam vergiftet"10,
stellt der Psychiatriekritiker und Menschenrechtsaktivist Bernd Seif-
fert fest.
Auf den Bereich Psychiatrie wurde ich vor einigen Jahren unter
anderem durch die Erlebnisse eines guten Freundes - geben wir ihm
den Namen Markus Schmidt - aufmerksam gemacht. Er hatte mehre-
re Wochen in einer psychosomatischen Reha-Einrichtung verbracht
und mußte anschließend zu seinem Entsetzen feststellen, wie leicht-
fertig in solchen Einrichtungen „Diagnosen" gestellt und mit welcher
Dreistigkeit in deren „Ärztlichen Entlassungsbericht" Lügen verbrei-
tet werden.
Auch stieß ich unter anderem auf die Geschichte von besagtem
Bernd Seiffert, der am 14. Oktober 1983 in Aachen geboren wurde.
„Er wuchs mit drei Geschwistern in Horbach, einem kleinen Dorf bei
Aachen auf und besuchte die Katholische Grundschule in Horbach.
Nach dem Besuch der Grundschule war er Schüler auf dem histori-
schen Kaiser Karls Gymnasium in Aachen. Nachdem Bernd Seiffert

13
dort sein Abitur erwarb, absolvierte er bei der Rheinisch-Westfä-
lischen Technischen Hochschule die Ausbildung zum Fachinforma-
tiker mit der Fachrichtung Systemintegration. Nach der erfolgreichen
Beendigung seiner Ausbildung arbeitete Bernd Seiffert als Software-
entwickler. Neben seiner beruflichen Tätigkeit führte er durchgängig
soziale und politische Projekte durch und betreute Menschen, die
unter gravierenden psychischen Störungen und den Langzeitschäden
einer Medikamenteneinnahme litten. Im Laufe der Zeit erhob Bernd
Seiffert immer stärker werdende Kritik gegen die Zustände in den
deutschen Psychiatrien und gegen die Verabreichung von Psycho-
pharmaka."11
Bernd Seiffert hatte selbst Erfahrungen mit der Psychiatrie ma-
chen müssen, da er in eine solche Einrichtung zwangseingewiesen
worden war. Der Grund dafür war, „weil er zu wenig Schlaf hatte
und während des Abiturs einem erhöhten Maß an Streß ausgesetzt
war. Mehrere Psychologen sollen später bestätigt haben, daß Bernd
Seiffert gar nicht psychisch krank war. Damit war Bernd Seiffert
scheinbar unschuldig und völlig zu Unrecht in der geschlossenen
Psychiatrie. Das Bild des jungen Psychiatriekritikers [Anm.: Er fer-
tigte von seinem Aufenthalt und seinen Erlebnissen in der Psychiatrie
zwei Zeichnungen an, die hier näher beschrieben werden!] zeigt ei-
nen gefesselten Psychiatriepatienten und zwei Psychiater. Auffällig
ist, daß die Spritzen und die Psychiater relativ groß dargestellt wer-
den. Hinzu kommt, daß Bernd Seiffert auf diesem Bild einen so ge-
nannten Zungenschlundkrampf darstellt.
Bei diesem Phänomen kommt es zu grausamen und quälenden
Verkampfungen der Zunge. Die Zunge wird hart, die Zungenmusku-
latur verkrampft sich und preßt sich mit abwechselndem Heraus-
strecken und Einziehen an die Gaumenmuskulatur. Mit Hilfe der
Verabreichung von Akineton, auch unter Biperiden bekannt, können
Zungenschlundkrämpfe gelöst werden.
Auf dem Bild befindet sich in der rechten Westentasche des rech-
ten Psychiaters eine Packung mit der Aufschrift 'Akineton'. Bernd
Seiffert zeigt in diesem Bild, daß die Zungenschlundkrämpfe mit der
Verabreichung des Antipsychotikums aus der Gruppe Butyropheno-

14
ne, also dem Haloperidol, auch Haldol, einhergehen. Dies ist an den
Tröpfchen zu erkennen, die aus der Packung mit der Aufschrift 'Hal-
dol' auf die Zunge des Gefesselten tropfen.
Auch die Farben, in denen das Bild gemalt wurde, sind interes-
sant. Zur Farbwahl ist zu sagen, daß vorwiegend die Farbe Rot und
die maximale Pigmentierung Schwarz verwendet wurde. Der Infusi-
onshalter wurde beispielsweise im oberen Bereich schwarz einge-
färbt. Durch die Färbung entsteht ein schwarzes Kreuz. Dieses könn-
te symbolisch für den Tod des Patienten durch die Verabreichung der
Infusion(en) stehen.
Das Selbige könnte für die schwarz gefärbte und verhältnismäßig
große Spritze gelten, die sich über dem gefesselten Patienten befindet
und dessen Nadel auf ihn gerichtet ist. Der rechte Psychiater oder
möglicherweise handelt es sich um eine Psychiaterin, hält einen No-
tizblock in der Hand, auf dem er oder sie gerade etwas notiert. Es ist
gut möglich, daß hierin eine Verbindung zu Bild 1 zu sehen ist. Auf
Bild 1 hat Bernd Seiffert einen Notizblock abgebildet, auf dem ver-
schiedene Diagnosen, zum Beispiel 'Schwere Schizophrenie' fest-
gehalten wurden."12
Bernd Seiffert wurde zu einem entschiedenen Gegner und Kritiker
„von psychiatrischen Zwangseinweisungen und kämpfte gegen die
psychiatrischen Zwangsbehandlungen mit Psychopharmaka. Im Jahr
2009 führte Bernd S. mit zwei weiteren Vorstandsmitgliedern des
LPE NRW [Landesverband Psychiatrie-Erfahrener] e.V. mehrmalige
Gespräche mit dem ehemaligen Staatsminister Karl-Josef Laumann
und einem Psychiater. Der Psychiatriekritiker Bernd Seiffert soll im
Jahr 2009 dadurch mit erwirkt haben, daß es zu einer neuen Rechts-
lage der sogenannten Patientenverfügung gekommen ist."13
„Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Softwareentwickler enga-
gierte sich der junge Psychiatriekritiker durchgängig für sozial be-
nachteiligte, für unschuldig in Psychiatrien und Heime verbrachte,
gequälte, gefolterte, mißbrauchte und mißhandelte Menschen. Bernd
Seiffert besuchte Menschen, die aufgrund von psychopathologischen
Diagnosen in einer Psychiatrie untergebracht waren. Diesen Men-

15
schen gab er Halt. Zunehmend wurde der Kritiker von Zwangspsych-
iatrisierung und Behandlung mit Psychopharmaka, aktiv, ging mit
mehreren Anhängern auf die Straße, äußerte seine Meinung und setz-
te sich für mehr Menschenrechte ein. Zu dieser Zeit schrieb er seine
wissenschaftliche Arbeit: 'Die Verbrechen der Psychiatrie, eine Zu-
sammenfassung von Bernd Seiffert, Februar 2010'." 14
Bernd Seifferts noch kurz vor seinem Tod - mit nur 26 Jahren
wurde er am 28. April 2010 in Mönchengladbach (er war nachts mit
seinem beleuchteten Fahrrad unterwegs gewesen) von einem Klein-
transporter gezielt (!) gerammt und auf der Straße einfach liegenge-
lassen, ohne daß der Fahrer Hilfe gerufen hätte - verfaßtes Buch
stellt eine ausgezeichnete Arbeit dar. Seine Schrift ist ein sehr weit-
reichendes Zeugnis für seine hohe moralische Intelligenz, „aber auch
für seine einzigartige Kreativität, denn in seiner Arbeit werden äu-
ßerst kreative und in jeder Hinsicht neue Gedanken gedacht. Wer
sollte schon auf die Idee kommen, in Frage zu stellen, ob es 'psychi-
sche Krankheiten' überhaupt gibt? Wer würde auf eine unerhörte Art
und Weise behaupten wollen, daß die Psychiatrie abgeschafft werden
muß? Der Psychiatriekritiker Bernd Seiffert behauptete dies. Er be-
legte mit entsprechenden Studien, daß seine Gedanken nicht abwegig
sind und forderte das Ende der psychiatrischen Zwangseinweisung
und Zwangsmedikamentierung."15
„Bernd Seiffert hegte schon immer den Wunsch, die Welt ein we-
nig besser und menschenwürdiger zu hinterlassen, als er sie zuvor
aufgefunden hatte. Freilich konnte er nicht wissen, daß er nur sehr
kurz leben würde, doch auch wenn er nur 26 Jahre alt wurde, gelang
es ihm doch die Welt durch seine Gutherzigkeit um ein kleines Stück
humaner zu hinterlassen, als er sie zuvor aufgefunden hatte."16
Da es, wie gesagt, auch in meinen eigenen Büchern vorwiegend
darum geht, Ungerechtigkeiten bzw. Mißstände aufzudecken, um auf
diese Weise Menschen in Not helfen zu können, habe ich mich dazu
entschlossen, diese Informationen, zusammen mit meinen eigenen
Recherchen, an die breite Öffentlichkeit zu bringen. Wir werden in
dieser Schrift Bernd Seiffert an zahlreichen Stellen zu Wort kommen

16
lassen und sehen, mit welcher Geistesschärfe er die Zustände auf
dem Gebiet der Psychiatrie anprangerte.
Wollen wir aber zuerst einige weitere kluge Köpfe zitieren, die zu
der Erkenntnis gelangten, warum auf der Welt so viel Korruption und
Ungerechtigkeiten (vor allem in den Bereichen Wirtschaft, Politik
und Justiz) anzutreffen sind:

„Aus Habsucht entstehen alle Verbrechen und Übeltaten."17


Cicero 106-43 v. Chr., römischer Jurist und Politiker, Philosoph

„ ... die Wurzel aller Übel ist die Geldgier ..."


Hl. Paulus, 1 Tim 6, 10

„Wenn die Guten nicht kämpfen, siegen die Schlechten."18


Plato (428/427 v. Chr. - 348/347 v. Chr.), antiker griech. Philosoph

„Das Böse triumphiert allein dadurch, daß gute Menschen nichts un-
ternehmen."19
Edmund Burke (1729-1779), irischer Schriftsteller, Philosoph

„Die Macht des Bösen lebt von der Feigheit des Guten."20
Hl. Don Bosco (1815-1888), römisch-katholischer Priester

„Wer das Böse nicht bestraft, befiehlt, daß es getan werde."21


Leonardo da Vinci (1452-1519), einer der berühmtesten Universalge-
lehrten aller Zeiten

„Niemand schafft größeres Unrecht als der, der es in den Formen des
Rechts begeht."22
Plato (428/427 v. Chr. - 348/347 v. Chr.), antiker griech. Philosoph

„Wer Unrecht einfach hinnimmt, fügt ein weiteres hinzu."23


Peter Tille (1938-1996), Schriftstellerund Aphoristiker

„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, son-
dern von denen, die das Böse zulassen."24
Albert Einstein (1879-1955), theoretischer Physiker

17
„Das Böse ist das Fehlen des Guten."25
Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi (1828-1910), russisch. Schriftsteller

„Alle Jahrhunderte ähneln sich durch die Bosheit des Menschen."26


Charles-Maurice de Talleyrand-Perigord (1754-1838), einer der be-
kanntesten französischen Staatsmänner

„Wir wissen, daß wir aus Gott sind, die Welt aber liegt ganz im Bö-
sen."
Hl. Apostel Johannes; 1 Joh 5, 19

„Überall sieht man Bedrängnisse, überall wird man mit ihnen kon-
frontiert - im privaten Bereich, in der Öffentlichkeit, vor Gericht ...
da die Gottlosen überall die Menschen guter Gesinnung unterdrük-
ken."27
Hl. Robert Bellarmin (1542-1621), Jesuit, Theologe und Kardinal,
Aeterna felicitate sanctorum, 1616

„Und die Boshaftigkeiten der Welt bestehen wegen der lauwarmen


Katholiken."28
Hl. Papst Pius V. (1566-1572)

„Trübsal und Bedrängnis über die Seele eines jeden Menschen, der
das Böse tut, des Juden sowohl wie des Hellenen. Herrlichkeit aber,
Ehre und Friede einem jeden, der das Gute tut, dem Juden sowohl
wie dem Hellenen. Denn nicht gilt bei Gott das Ansehen der Person."
Hl. Apostel Paulus; Rom 2, 9ff

„Wo die Nächstenliebe nur darin besteht, nichts Böses zu tun, ist sie
• 90
von der Faulheit kaum zu unterscheiden."
Emil Gött (1864-1908), deutscher Dramatiker
„Wer daher recht zu handeln weiß und nicht so tut, dem ist es Sün-
de."
Jakobus 4, 17

18
„Sich dem Fehler nicht zu widersetzen, heißt ihn zu billigen. Und die
Wahrheit nicht zu verteidigen, heißt, sie zu unterdrücken. Und tat-
sächlich - es zu verabsäumen, einen bösen Menschen zurechtzuwei-
sen - wenn wir es aber könnten - ist nicht weniger Sünde, als diesen
zu ermutigen."30
Papst Felix III. (526-530)

„Niemand begeht einen größeren Fehler als jemand, der nichts tut,
weil er nur wenig tun konnte."31
Edmund Burke (1729-1779), irischer Schriftsteller, Philosoph

„Der Zweck einer Regierung ist es, die Regierten auszubeuten. Des-
halb kann es einen 'guten Politiker' genau so wenig geben wie einen
'ehrlichen Dieb'." 32
Roland Baader, Publizist und Diplom-Volkswirt

„Duldet ein Volk die Untreue und die Fahrlässigkeit von Richtern
H ^

und Ärzten, so ist es dekadent und steht vor der Auflösung."


Plato (428/427 v. Chr. - 348/347 v. Chr.), antiker griechischer Philo-
soph
„In einer Gesellschaft, in der eine Hand die andere wäscht, geht es
allen, die da nicht mittun, ziemlich dreckig."34
Ernst Ferstl, Autor

„Die schlimmste Art der Ungerechtigkeit ist die vorgespielte Gerech-


tigkeit."35
Plato (428/427 v. Chr. - 348/347 v. Chr.), antiker griech. Philosoph

„Haltet die Bösen immer voneinander getrennt. Die Sicherheit der


Welt hängt davon ab."36
Theodor Fontane (1819-1898), deutscher Journalist, Erzähler und
Theaterkritiker

„Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet, von den Tatsachen,
die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum

19
zu vergöttern. Der, der sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr.
Der, der sie aufzuklären versucht, stets ihr Opfer." 37
Gustav Le Bon (1841-1931), gilt als Begründer der Massenpsycho-
logie

„Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um
uns her immer wieder gepredigt wird und zwar nicht von einzelnen,
sondern von der Masse, in Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schu-
len und Universitäten. Überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm
wohl und behaglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite
ist."38
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichter, zu Johann Peter
Eckermann (1792-1854), Dichter und enger Vertrauter Goethes

„Wir wurden oft genug ermahnt, leise zu sein! Rufe es 100 OOOfach
aus. Ich sehe, daß die Welt wegen unseres Schweigens verdorben
ist."39
Hl. Katharina von Siena (1347-1380), italienische Mystikerin, ge-
weihte Jungfrau und Kirchenlehrerin

„Befreit den Geringen und Armen, entreißt ihn der Hand der Frev-
ler!" (Ps 82, 4)

„Den Feiglingen aber und den Treulosen, den Unheiligen und Mör-
dern, den Unzüchtigen und Zauberern, den Götzendienern und allen
Lügnern wird ihr Anteil sein im See, der von Feuer und Schwefel
brennt; das ist der zweite Tode."
Hl. Apostel Johannes; Offb 21,8

Und mit der freudigen Gewißheit, daß es in der Tat eine ewige
Gerechtigkeit gibt, wollen wir unseren Streifzug rund um das Feld
der „Seelenheilkunde" beginnen...

20
Das Leben ist kein Zuckerschlecken
Jeder von uns weiß, wie schnell uns Schicksalsschläge ereilen
können - der Verlust des Arbeitsplatzes, der Tod einer geliebten Per-
son, ein Beziehungsende oder eine schwere Krankheit sind ein fester
Bestandteil des Lebens eines jeden Menschen.
Mobbing etwa in der Schule oder am Arbeitsplatz können eben-
falls dazu beitragen, das Seelenleben eines Individuums aus dem
Gleichgewicht zu bringen, und bei dem Betreffenden eine Krise her-
vorzurufen.
„Mobbing beinhaltet, daß jemand am Arbeitsplatz von Kollegen,
Vorgesetzten oder Untergebenen schikaniert, belästigt, drangsaliert,
beleidigt, ausgegrenzt oder beispielsweise mit kränkenden Ar-
beitsaufgaben bedacht wird. In der Öffentlichkeit werden die Betrof-
fenen heute vielfach auch als 'Mobbingopfer' bezeichnet. Um Mob-
bing handelt es sich, wenn ein solches Verhalten häufig und wieder-
holt auftritt und sich über einen längeren Zeitraum erstreckt."40
Die Folgen für Mobbingopfer können unter anderem Schlafstö-
rungen, Nervosität, Konzentrationsstörungen, Angstreaktionen, Tin-
nitus oder Albträume sein.
Ist ein Mobbing-Opfer aber „psychisch krank", das heißt ist bei
ihm das „chemische Gleichgewicht" im Gehirn durcheinander gera-
ten und liegt somit ein „chemisches Ungleichgewicht" vor, das mit-
tels Psychopharmaka behandelt werden muß?
Bernd Seiffert stellt in diesem Zusammenhang klar: „Zunächst
einmal sind die Krisen und schwierigen Situationen der Betrof-
fenen durch die Umgebung ausgelöst und keine [!] Erkrankun-
gen. Psychosoziale Probleme sind keine Krankheiten. Aber genau
das ist der Mythos, auf dem die Psychiatrie beruht, daß sie soziale
Konflikte und Probleme als Erkrankungen sieht. Einerseits gibt es
keinen Beweis dafür, daß Betroffene eine Störung in der Hirnchemie
haben, wie die Psychiatrie behauptet, andererseits kann die Psyche,
die Seele nicht diagnostiziert werden, da sie nicht faßbar ist. Es gibt
allerdings sehr wohl Gehirnkrankheiten, die das Verhalten und die

21
Persönlichkeit beeinträchtigen, das sind dann aber keine psychischen,
sondern neurologische Erkrankungen. Das Gehirn ist nicht die Psy-
che, sondern ein Organ. Das eine Erkrankung das psychische
Wohlbefinden beeinflußt, ist im übrigen die Regel zum Beispiel bei
einer Grippe oder einer schweren Krebserkrankung. Selbst bei einer
einfachen Erkältung fühlt man sich müde, lustlos und abgeschlagen.
Eine Behandlung ist also nicht sinnvoll, da bei den Betroffe-
nen keine Erkrankung vorliegt. Mit Chemie kann man keine
sozialen Probleme und Konflikte lösen. Die Psychiatrie behandelt
mit Psychopharmaka, die bei dauerhaftem Konsum von jung an die
Lebensdauer um durchschnittlich 25 - 32 Jahre reduziert. Das ist
durch diverse Studien erwiesen. Außerdem reduzieren Psychophar-
maka die Lebendigkeit in der noch verbleibenden Lebenszeit dra-
stisch. Dauerhafte psychiatrische Behandlung ist also tödlich - und
psychiatrische Behandlung ist meist auf Dauer ausgelegt. Es ist ein
großer Skandal, daß die Psychiatriebetroffenen diese Behandlung
angeboten bekommen, unter der Behauptung, sie sei sinnvoll und
notwendig. Wenn diese Behandlung sogar gegen den Willen des
Betroffenen durchgeführt wird, dann ist das ein sehr schweres
Verbrechen. Das verstößt gegen die Antifolterdeklaration, gegen das
Grundgesetz und gegen die europäische Menschenrechtskonvention.
Leider gehört dies in Deutschland zum Alltag in den Psychiatri-
en."41
Es ist augenfällig, daß je mehr Streß die Menschen, etwa im Be-
rufsleben, erfahren, sich auch desto mehr „psychische Erkrankun-
gen" (tatsächlich handelt es sich hierbei um „psychosoziale Proble-
me"!) in der Gesellschaft ausbreiten. So war diesbezüglich am 4.
September 2014 im Videotext unter der Schlagzeile „Ein Drittel im
Job gestreßt" zu erfahren, daß in Deutschland ein Drittel aller Ar-
beitnehmer unter Dauerstreß leidet. „Als Hauptursache dafür gaben
in einer repräsentativen Umfrage von 'Zeit Online' 42 % der Befrag-
ten ein zu hohes Arbeitspensum an. Für jeweils 39 % sind mangelnde
Wertschätzung oder ein schlechtes Betriebsklima Grund für Streß.
Männer und Frauen sind in etwa gleich stark betroffen. Unter-
schiede lassen sich bei West und Ost ausmachen: Während 34 % der

22
Befragten in Westdeutschland über großen Streß klagen, sind es im
Osten nur rund 23 %." 42
„Deutsche bei Überstunden top", stellte die gleiche Quelle nur
fünf Tage später fest und setzte ihre Leser in Kenntnis darüber, daß
deutsche Arbeitnehmer nach EU-Angaben im Durchschnitt mehr
Überstunden leisten als ihre Kollegen in den europäischen Nachbar-
ländern. „'In keinem [!] Land der Eurozone gibt es einen so großen
Unterschied zwischen der tarifvertraglich vereinbarten Wochenar-
beitszeit und der tatsächlichen Wochenarbeitszeit wie in Deutsch-
land', sagte EU-Sozialkommissar Lazio Andor der 'Welt'.
EU-Studien zufolge liege die tatsächlich vereinbarte Wochenar-
beitszeit in Deutschland bei 37,7 Stunden, tatsächlich arbeiten die
Beschäftigten aber 40,5 Stunden in der Woche."43
Kein Wunder also, daß sich dieses hohe Arbeitspensum, verbun-
den mit einer nicht selten anzutreffenden „mangelnden Wertschät-
zung" seitens des Chefs und/oder einem „schlechten Betriebsklima"
auf das Gemüt der Menschen schlägt: „Arbeitnehmer in Deutsch-
land gehen immer häufiger wegen psychischer Erkrankungen
[Anm.: Nochmals der ausdrückliche Hinweis, daß es sich in Wahr-
heit nicht um „Erkrankungen" sondern um seelische Krisen bzw.
psychosoziale Probleme handelt!] in Frührente"44, stellte „Sued-
deutsche.de" am 28. Januar 2014 fest. „Fast jede zweite neue Früh-
rente ist inzwischen psychisch verursacht (42 Prozent). Das geht aus
einer Studie der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hervor,
die in Berlin vorgestellt wurde. Die Zahl der Betroffenen stieg dem-
nach innerhalb von zehn Jahren um etwa 25 000 auf 75 000 im Jahr
2012. Im Durchschnitt sind die betroffenen Frauen und Männer dann
erst 49 Jahre alt. ... Als Grund für eine Frühverrentung zugenommen
hätten seit 2001 vor allem Depressionen (plus 96 Prozent), Persön-
lichkeits- und Verhaltensstörungen (plus 74 Prozent) sowie Suchter-
krankungen (plus 49 Prozent). ... Mit der Frührente steigt nach Dar-
stellung der Kammer das Armutsrisiko der psychisch Kranken [sic!].
Denn die Erwerbsminderungsrenten seien seit 2000 stark gefallen -
auf zuletzt durchschnittlich etwa 600 Euro pro Monat. Mehr als ein
Viertel der erwerbsunfähigen Rentner lebe in Armut."45

23
In einem Interview mit der Tageszeitung Junge Welt"
(4./5.10.14) äußerte sich Bernhard Schülke, Sprecher des regionalen
Bündnisses „Auf Recht bestehen Rhein-Main" unter anderem wie
folgt zu den Auswirkungen der Hartz-IV-Gesetzgebung, die an der
Ausbreitung von Armut in unserem Land maßgeblich Anteil hatte:
„Selbstverständlich für jedes Jobcenter sollte sein: ein Klima des
Willkommens, ein freundlicher Umgangston und Hilfsbereitschaft
nach dem Motto «Hartz IV und Sozialhilfe ist Ihr gutes Recht». Wei-
terhin hatten wir die Leitung aufgefordert, eine Mahnwache mit uns
gemeinsam abzuhalten, und eine Schweigeminute für die vielen
Hartz-IV-Opfer einzulegen. Wegen Kürzungen des sowieso zu
knapp bemessenen Existenzminimums sind Menschen wohnungslos
geworden; einige aus Kummer über Demütigungen erkrankt oder
gar in den Suizid getrieben worden. Aufgabe des Jobcenters sollte
es sein, qualifizierte Jobs zu vermitteln, von denen Beschäftigte le-
ben können. Was sie tatsächlich tun, haben wir auf einem Flugblatt
publiziert, unter Verwendung des Emblems der Arbeitsagentur:
«Wir vermitteln Angst.»"46
„Im Jobcenter West haben andere Erwerbsloseninitiativen gleich-
zeitig eine Aktion gegen Hartz-IV-Schikanen abgehalten. Sie de-
monstrierten dagegen, daß Menschen gezwungen werden, jeden
Job anzunehmen, seien Bezahlung und Arbeitsbedingungen noch
so schlecht. Es darf nicht sein, daß viele entnervt aufgeben und
Leiharbeit und Niedriglohn hinnehmen."47
„Vor dem Offenbacher Jobcenter stehen bereits jeden Montag
Leute der dortigen Erwerbsloseninitiative. Viele sind wütend, aber
mittlerweile durch ständige Demütigungen so kaputt, daß sie es
nicht mehr schaffen, dem Ausdruck zu geben.... Das ganze Hartz-
IV-System zementiert Armut und muß endlich gestoppt werden. ...
viele der gewerkschaftlich erkämpften Errungenschaften sind uns
genommen worden: Als zumutbar gelten nun Ein- und Null-Euro-
Jobs!"48
Demütigungen, schlechte Arbeitsbedingungen und Bezahlung
oder die „Vermittlung" von Angst wiederum fuhren zu psychosozia-
len Problemen, die dann als „psychische Krankheiten" ausgelegt

24
werden könnten. In Wahrheit sind es aber seelische oder soziale Kri-
sen, die den Menschen zu schaffen machen. Seelischer Kummer ist
keine Krankheit, sondern Gefühle, wie Angst, Einsamkeit, Trauer
oder Enttäuschung.
Es überrascht also nicht, daß es in unserem Land immer mehr so-
genannte „psychisch Kranke" gibt, wie man am 2. Oktober 2014 aus
den Medien erfahren mußte: „Die Grünen fordern angesichts der
wachsenden Zahl psychisch Kranker [sie!) in Deutschland mehr
Therapieplätze. 'Es ist grob fahrlässig, daß sich die Regierung dem
Problem nicht konsequenter widmet', sagte die Grünen-Gesundheits-
expertin Maria Klein-Schmeink der dpa. Gesundheitsminister Her-
mann Gröhe (CDU) müsse das Problem in seinem Referentenentwurf
für bessere medizinische Versorgungsstrukturen angehen. Dieser
wird für die kommenden Tage erwartet.
Fast jeder dritte Bundesbürger leidet laut übereinstimmenden
Studien innerhalb eines Jahres an Depressionen oder anderen
psychischen Erkrankungen."49
„Immer mehr psychische Erkrankungen" titelte der Videotext
am 27. Januar 2015 und berichtete, daß psychische Erkrankungen
(sie!) laut Zahlen der Krankenkasse DAK bei Arbeitnehmern immer
mehr Fehltage verursachen. „Insgesamt entfielen 2014 knapp 17 Pro-
zent aller Ausfalltage auf Depressionen, Angststörungen [sic!] und
andere psychische Leiden, wie die Kasse in Hamburg mitteilte. Das
ist ein Anstieg um knapp 12 % im Vergleich zum Vorjahr.
Damit rangieren diese Diagnosen erstmals auf Platz zwei der
Fehltage-Statistik. Lediglich Erkrankungen des Muskel-Skelett-
Systems wie beispielsweise Rückenschmerzen sorgten 2014 für noch
mehr Ausfalltage."50
Nochmals: Die durch die Umgebung (!) der Betroffenen aus-
gelösten Krisen und schwierigen Situationen sind eben keine
„Erkrankungen" oder gar „Störungen", sondern psychosoziale
Probleme! Verantwortlich dafür sind etwa das Jobcenter, der
Arbeitgeber, oder die Familie.

25
Was meinen guten Freund Markus Schmidt anbelangt, so hatte er
innerhalb kürzester Zeit gleich mehrere schwere Schicksalsschläge
zu „verkraften": die Scheidung seiner Eltern, den Tod eines geliebten
Menschen, den Verlust seines Arbeitsplatzes sowie Mobbing an sei-
ner neuen Wirkungsstätte.
Diese psychosozialen Probleme führten dazu, daß sich bei ihm
„Zwänge" einstellten, das heißt er hatte etwa das Bedürfnis, mehr-
mals zu kontrollieren, ob die Wohnungstür tatsächlich abgeschlossen
war.
Man hat es hier also mit einem bestimmten Verhalten zu tun und
keiner „Erkrankung" des Gehirns oder dergleichen (Beispiel: würde
eine Person sich fünfmal hintereinander die Hände waschen, würde
dieses Verhalten von bestimmten Psychologen/Psychiatern als „ge-
stört" eingestuft; würden sich hingegen alle Bürger eines Landes
fünfmal hintereinander die Hände waschen, wäre dieses Verhalten
wiederum „normal" und derjenige, der sich lediglich einmal die
Hände wäscht, der „Unnormale"!).
Sein Hausarzt „diagnostizierte" bei ihm eine sogenannte
„Zwangsneurose" (es wird auch von „Zwangsgedanken und -hand-
lungen" gesprochen) und eine „Angststörung". Zwangsgedanken
„sind ein Teil der Symptomatik einer Zwangsstörung. Sie sind Ge-
danken und Gefühle, die sich gegen den Willen des Betroffenen
immer wieder aufdrängen. Sowohl durch ihre Unkontrollierbar-
keit als auch durch ihre Inhalte sind Zwangsgedanken für den
Betroffenen quälend und können das Alltagsleben stark beein-
trächtigen. Sie lösen zum Beispiel Schuldgefühle bei dem Betroffe-
nen aus. Der Betroffene fühlt sich so, als ob er den Zwangsgedanken
in die Wirklichkeit umgesetzt hätte. Obwohl dies zu einem starken
Leidensdruck führt, suchen viele Betroffene keine oder erst sehr spät
Hilfe beim Psychologen oder Psychotherapeuten."51
Zur „Angststörung" heißt es im Internet-Lexikon „Wikipedia":
„Angststörung (auch: phobische Störung) ist ein Sammelbegriff für
psychische Störungen [sic!], bei denen entweder eine übertriebene
unspezifische Angst oder konkrete Furcht (Phobie) vor einem Objekt

26
bzw. einer Situation besteht oder eine der Situation angemessene
Angst fehlt."52
Durch eine Verhaltenstherapie bei einem (guten) Psychotherapeu-
ten stellte sich sowohl eine Verbesserung der „Zwangsgedanken und
-handlungen" als auch eine Reduktion seiner konkreten „Ängste" ein.
Aus diesem Grund sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewie-
sen, daß sich dieses Buch nicht gegen jeden einzelnen Psychologen
und/oder Psychiater richtet, sondern nur gegenüber diejenigen Perso-
nen aus diesen Berufszweigen, denen Mitgefühl und Menschlichkeit
Fremdwörter sind. (Schließlich kommen in dieser Schrift auch eine
Reihe von Psychologen/Psychiatern zu Wort, die mit ihren Berufs-
kollegen hart ins Gericht gehen!)
Da Markus Schmidt jedoch eine längere Zeit krankgeschrieben
war und seine Arbeitsfähigkeit nunmehr geprüft werden sollte, wurde
ihm angeraten, sich in eine psychosomatische Klinik zu begeben, um
dort eine Reha zu machen.
Ohne zu wissen was ihn dort erwarten sollte, nahm er das Ange-
bot an (schließlich hatte er mit seinem Psychotherapeuten positive
Erfahrungen gemacht bzw. Hilfe erfahren!).

Die bitteren Erfahrungen in einer


bundesdeutschen Reha-Einrichtung
Um seine negativen familiären und beruflichen Erlebnisse besser
verarbeiten zu können, willigte mein Freund Markus Schmidt
schließlich ein, mehrere Wochen in einer psychosomatischen Reha-
Einrichtung zu verbringen. Dort sollte er lernen, seine durch die see-
lischen Krisen hervorgerufenen Zwänge und Ängste besser in den
Griff zu bekommen.
Rund zwei Wochen nach Ende dieser Reha bekam Markus dann
den „Ärztlichen Entlassungsbericht" zugesandt (nichtsahnend hatte
Markus eingewilligt, daß dieser auch an seinen Hausarzt und seinen
Therapeuten zugesandt wird!), in dem zu seinem Entsetzen eine gan-

27
ze Reihe gravierender Falschdarstellungen, Verdrehungen seiner
Aussagen, maßlose Übertreibungen und Fehlinterpretationen enthal-
ten waren.
Aufgrund dessen sah er sich genötigt, gegen diesen „Ärztlichen
Entlassungsbericht" einen 41-seitigen Widerspruch/Einspruch und
Beschwerde zu verfassen.
Greifen wir aus diesem Schreiben einen eklatanten Punkt heraus,
bei dem es um seine Weigerung ging, Psychopharmaka einzuneh-
men. Da er diese „Medikamente" - aus gutem Grund, wie wir noch
sehen werden! - ablehnte (er sollte Antidepressiva aus der Gruppe
der sogenannten „selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer"
[SSRI] nehmen; sie entfalten ihre Wirkung am Serotonin-Transporter
und erhöhen dabei die Serotonin-Konzentration in der Gewebeflüs-
sigkeit des Gehirns!), wurde ihm dies zum Vorwurf gemacht (die in
Kursiv gehaltenen Texte sind die Aussagen meines Freundes Markus
Schmidt; die Namen der Ärzte/Therapeuten wurden weggelassen und
an ihre Stelle ein willkürlicher Anfangsbuchstabe gesetzt, und der
Name der entsprechenden Einrichtung ebenfalls nicht erwähnt!):

Geradezu ungeheuerlich finde ich die Ausführungen auf Bl. 2 8,


wo unter anderem folgendes zu lesen (Herv. hinzugefügt) steht:
„Innerhalb der therapeutischen Gespräche wurde deutlich, daß die
komorbid vorliegende anankastische Persönlichkeitsstruktur teilwei-
se eine effektivere Bearbeitung verhindert. So fiel es im therapeuti-
schen Setting schwer, Herrn S. bei einem Thema oder Beispiel zu
halten, um konkrete, kritische Überprüfungen der Muster und Sche-
mata laufen zu lassen. Dies fiel sowohl in den kognitiv-behavioralen
Einzelsitzungen, als auch in den Expositionssitzungen auf. Mit Hilfe
von kognitiven Techniken, wie dem sokratischen Dialog, dem Reali-
tätstesten und der Identifikation von Emotionen und automatischen
Kognitionen, wurde versucht, dysfunktionale Gedanken des Rehabi-
litanden zu analysieren und so zu verändern, daß sie der Realität an-
gemessener sind. Gerade in diesem Zusammenhang fiel innerhalb
der Symptomatik von Herrn S. auf, dass er teilweise unverrück-
bar an manchen Vorstellungen festhielt. So äußerte er massive

28
Bedenken gegen eine antidepressive Medikation (SSRI) zur Un-
terstützung der Zwangsbehandlung. Als Argument verknüpfte er
sein Wissen um mögliche gewichtssteigernde Wirkungen bestimmter
Präparate mit der Idee, diese Nebenwirkungen seien gezielt vom
Pharmakonzern geplant, um Gewichtsreduktionsmedikamente der
gleichen Firma besser verkaufen zu können [Anm.: Das stimmt so
nicht; ich werde weiter unten auf den korrekten Sachverhalt noch zu
sprechen kommen!]. In diesem Zusammenhang und insbesondere
in Angesicht der Unverrückbarkeit dieser und anderer [Anm.:
?!?] Ideen zeigte die Symptomatik von Herrn S. Hinweise auf das
Vorliegen eines systematisierten Wahnsystems. Differentialdia-
gnostisch konnte in diesem Aspekt kein abschließendes Urteil gefällt
werden, eine weitere Beobachtung der Symptomatik ist in dieser
Hinsicht zu empfehlen."
Anmerkung: Die EINZIGE „Idee", an der ich während mei-
ner Reha „unverrückbar" festgehalten habe, war meine Ableh-
nung der Einnahme von Psychopharmaka bzw. Antidepressiva!
Ich möchte hiermit klarstellen, daß diese ablehnende Haltung ge-
genüber Antidepressiva überhaupt nichts mit einer GRUNDLE-
GENDEN Aversion gegen Medikamente zu tun hat, wie in dem Ärzt-
lichen Entlassungsbericht aufBl. 2 8 weiter unten behauptet wird:
„Der Rehabilitand kam ohne Medikamente und hatte eine ableh-
nende Haltung gegenüber Medikation. Auch die symptomatische
Bedarfsmedikation gegen seine häufig auftretende Übelkeit und
Bauchschmerzen nahm er trotz der starken symptomatischen Be-
schwerden nicht in Anspruch.
Die bei der medizinischen Aufnahmeuntersuchung angegebenen
Symptome waren alle Teil der Hauptsymptomatik mit den genannten
Bauchschmerzen, Übelkeit, Augenproblemen, mit Konjunktivitis
sowie" (Hier hört der Satz einfach auf!)
Ich muß an dieser Stelle betonen, daß ich vor einigen Jahren an
der Reßuxkrankheit litt und dagegen SEHR WOHL ein Medikament
von „ratiopharm" sowie ein homöophatisches Mittel einnahm, die
mein Arzt mir verschrieben hatte. Nach einiger Zeit wollte ich wis-

29
sen, wie es sei, wenn ich die Tabletten absetzte und statt dessen mei-
nen Ernährungsplan völlig umstellte. Erfreulicherweise bekam ich
das Übermaß an Säure mit der Zeit immer besser in den Griff Trotz-
dem kritisiere oder bedauere ich nicht, vorher die Tabletten einge-
nommen zu haben, also habe ich keine „ ablehnende Haltung gegen-
über Medikation "!!!
Macht sich dieses Zuviel an Säure durch eine falsche Ernährung
(etwa zuviel Süßes) in meinem Magen von Zeit zu Zeit mal bemerk-
bar (einer der Gründe, warum ich GANZ VEREINZELT leichte
Bauchschmerzen bzw. Beschwerden habe!), dann nehme ich „Luvos
Heilerde", was es in der Apotheke zu kaufen gibt, und meine Be-
schwerden sind innerhalb einiger Stunden völlig verschwunden. ...
Also nochmals: Es entspricht nicht der Wahrheit, daß ich GRUND-
SÄ TZLICH Vorbehalte gegenüber Medikamenten hege und keine
Medikamente zu mir nehme!
Des weiteren habe ich in den Gesprächen mit den Ärzten bzw.
Therapeuten der ...klinik der Pharmaindustrie nicht prinzipiell böse
Absichten beim Verkauf ihrer Produkte unterstellt, oder gar die Be-
hauptung aufgestellt „gewichtssteigernde Wirkungen bestimmter
Präparate" „seien gezielt vom Pharmakonzern geplant, um Gewichts-
reduktionsmedikamente der gleichen Firma besser verkaufen zu kön-
nen". Ich kam diesbezüglich lediglich auf eine Meldung im Internet
zu sprechen, aber mit ganz anderem Wortlaut (auf den ich weiter
unten noch zu sprechen kommen werde!).
Auch behaupte ich nicht, Antidepressiva seien für JEDEN Men-
schen GRUNDSÄTZLICH schlecht, oder unterstelle den Ärzten, die
diese Mittel verschreiben, gar eine böse Absicht. Nichts liegt mir
ferner. Es geht einzig und allein um meine freie Entscheidung, wie
ICH zu Antidepressiva stehe.
Schließlich berufe ich mich hinsichtlich der Antidepressiva auf
Aussagen renommierter Fachleute und Berichte, etwa in seriösen
Journalen, Zeitungen und Wochenmagazinen, die sich mit diesem
Thema in den letzten Jahren näher auseinandergesetzt haben.

30
Aufgrund der entsprechenden Formulierungen (unter anderem die
„Hinweise auf das Vorliegen eines systematisierten Wahnsystems ")
in meinem „Ärztlichen Entlassungsbericht" - die ich angesichts der
Tatsachen geradezu als ungeheuerlich empfinde! - bleibt mir gar
keine andere Wahl, als nachfolgend AUSFÜHRLICH und IN ALLEN
EINZELHEITEN darzulegen, worauf sich meine ablehnende Haltung
gegenüber Antidepressiva gründet:
Was einst hochgejubelte Anti-Depressionsmittel anbelangt, so ru-
fen sie offenbar Suizidgedanken hervor, wie die Internetseite „F0-
CUS Online" am 18. Februar 2008 darlegte. Dort erfuhr man von
einem Herrn Lothar Schröder, für den es juristisch nicht gut aussehe.
„Der 45jährige Mathematiker hat den Pharmagiganten Pfizer wegen
fahrlässiger Tötung angezeigt. Staatsanwalt und Oberlandesgericht
lehnten bereits ab, den Suizid von Schröders Frau zu untersuchen.
Sie hatte sich vor drei Jahren, nachdem ihr Mann morgens zur Arbeit
gegangen war, bei Köln von einem Güterzug überfahren lassen.
Schröder glaubt, daß Zoloft die Katastrophe auslöste, jenes Anti-
Depressionsmittel von Pfizer, das seine Frau elf Tage vor ihrem
Tod begonnen hatte einzunehmen. 'Sie schluckte die Pillen als eine
Art Vorsorge, damit sich ihre leichte Depression nicht verschlim-
mert.' Und wurde davon recht unruhig, erinnert sich der Witwer.
'Die Firma wußte von dem Risiko, daß Zoloft Suizidgedanken
hervorrufen kann, wies aber nicht darauf hin', sagt Schröder.
Pfizer bestreitet das und beteuert, die Patienteninformation habe stets
dem Stand der Wissenschaft entsprochen. Mittlerweile hat der Hin-
weis seinen Platz auf dem Beipackzettel - und nicht nur auf jenem
von Zoloft. Denn die gesamte [!!!] Medikamentenklasse, genannt
'selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer' (englische Ab-
kürzung: SSRI), ist betroffen. Ein Hersteller nach dem anderen
muß sich rechtfertigen für das, was er in der Vergangenheit ver-
schwiegen oder uminterpretiert haben soll. In Kalifornien sind
soeben gerichtsanhängige Dokumente aufgetaucht, die Glaxo Smith
Kline belasten. Sie scheinen zu zeigen, daß der britische Konzern
eine vor 19 Jahren abgeschlossene Studie, die seinem SSRI Seroxat

31
ein achtfach erhöhtes Selbstmordrisiko zuschrieb, der US-Arznei-
mittelbehörde FDA in einer manipulierten Fassung vorlegte.
Besonders in der Kritik steht Eli Lilly, der Prozac-Produzent
und Urvater aller SSRI [Anm.: Also gerade jener Mittel - näm-
lich SSRI -, die ich laut dem „Ärztlichen Entlassungsbericht"
der ...klinik nehmen soll!]. Ein hochrangiger, 1988 gekündigter
Manager von Lilly in Schweden, John Virapen, schildert in seinem
soeben erschienenen Buch 'Nebenwirkung Tod', wie er und einige
seiner Vorgesetzten den Zulassungskandidaten während der 80er
Jahre in ein glanzvolles Licht stellten. Erst nach Jahren, in denen das
Medikament, das in Deutschland Fluctin heißt, eine globale Karriere
als Wunderpille gemacht hatte, wurde bekannt, daß bereits in der
Testphase Probanden Selbsttötungsversuche unternommen hatten.
Zu dem am 27. Oktober 2009 erschienenen Buch „Nebenwir-
kung Tod: Scheinwissenschaftlichkeit, Korruption, Bestechung,
Manipulation und Schwindel in der Pharma-Welt" heißt es bei
„Amazon.de": „John Virapen war in Schweden Geschäftsführer
von Eli Lilly & Company, einem der größten weltweit agieren-
den Pharmakonzerne. Er war an der Entwicklung von aggressiven,
auf massive Bestechung aufbauenden Marketingstrategien beteiligt.
Er hat daran gearbeitet, Medikamente in den Markt zu drücken,
deren Wirkstoffe massive Nebenwirkungen haben: Den Tod der
Patienten. Und den Tod Unschuldiger, verursacht von Patienten
unter Einfluß von Psychopharmaka."
Des weiteren wird der Inhalt des Buches auf „Amazon.de" wie
folgt beschrieben:
„Mit seiner Lebensgeschichte klärt ein Ex-Pharma-Manager über
Korruption und Verschleierung in der Pharmaindustrie auf. Wußten
Sie, daß große Pharmakonzerne 35 000 Euro pro Jahr und niederge-
lassenem Arzt ausgeben, um den Arzt dazu zu bringen, ihre Produkte
zu verschreiben?
- daß anerkannte Wissenschaftler und Ärzte mit teuren Reisen,
Geschenken und ganz schlicht mit Geld gezielt bestochen werden,

32
um über Medikamente mit schwerwiegenden Nebenwirkungen posi-
tiv zu berichten?
- daß mehr als 75 Prozent der führenden Wissenschaftler in der Me-
dizin von der Pharmaindustrie bezahlt werden?
- daß Medikamente im Handel sind, bei deren Zulassung Bestechung
im Spiel war?
- daß die Pharmaindustrie Krankheiten erfindet und sie in gezielten
Marketingkampagnen bewirbt, um den Absatzmarkt für ihre Produk-
te zu vergrößern?
- daß es für viele neu zugelassene Medikamente keine Langzeit-
studien gibt und niemand weiß, welche Auswirkung eine dauer-
hafte Einnahme hat?
- daß die Pharmaindustrie zunehmend Kinder im Visier hat?"54
Hören wir zum Buch „Nebenwirkung Tod" auch zwei Rezensio-
nen auf „Amazon.de":
„Ich kann den Wahrheitsgehalt des Inhalts des Buches nur voll
bestätigen. Und zwar aus der Sicht eines Arztes [!], der diesem Sy-
stem nicht unterliegt und daher jede Menge Repressalien zu ertragen
hat. Wer sich nicht systemkonform verhält, wird bekämpft bzw. auf
die Seite geräumt. Das habe ich am eigenen Leibe erfahren, aber es
hat genau das Gegenteil des beabsichtigten Zweckes erfüllt. Es bleibt
nur zu hoffen, daß nahezu alle mündigen und intelligenten Men-
schen, die noch kritikfahig sind, dieses Buch lesen und sich dann
entsprechend verhalten."55
„Ein sehr lesenswertes Buch. Hier bestätigt sich, daß es der Phar-
mabranche primär um den Profit geht und nicht um den Patienten."56
Übrigens brachte nicht nur „FOCUS Online" das Thema „Antide-
pressiva" kritisch zur Sprache, sondern berichtete auch „ZEIT ON-
LINE" vor einigen Jahren hierzu kritisch (Antidepressiva wurden
dort als „gefährliche Helfer" bezeichnet!): „Medikamente gegen
Depressionen sollen die Biochemie der Psyche wieder zurecht
rücken. Ob sie das wirklich können oder gar müssen, das wird
sogar von Ärzten [!] bezweifelt.
33
Der Botenstoff Serotonin hat eine erstaunliche Karriere als
Glückshormon hingelegt. Maßgeblich beteiligt daran waren Werbe-
maßnahmen für Medikamente. Seit 1965 verdächtigen Ärzte einen
niedrigen Serotonin-Spiegel im Gehirn, für Depressionen verantwort-
lich zu sein. Doch die große Zeit des Botenstoffs begann in den 80er
Jahren. Damals wurde eine neue Art von Antidepressiva entwickelt,
die Selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI, be-
rühmt wurde vor allem Prozac, in Deutschland unter dem Na-
men Fluctin im Handel). Diese sollen verhindern, daß die Nerven-
zellen im Gehirn das ausgeschüttete Serotonin zu schnell wieder auf-
nehmen.
Auf der deutschen Internetseite des Pharmaherstellers Pfizer
steht nach wie vor: «Bei einer Depression besteht ein Mangel an
Serotonin. » Doch dies konnte bis heute keine [!] Studie nachwei-
sen. Manche Depressive haben sogar einen höheren Serotonin-
Spiegel als Gesunde. Was ein normaler Wert ist, 'weiß ohnehin nie-
mand. Außerdem dauert es in der Regel mehrere Wochen, bis die
SSRI bei Patienten Wirkung zeigen, obwohl die Wiederaufnahme-
Hemmung schon nach den ersten Tabletten einsetzt.
Viele Forscher vermuten inzwischen, daß Serotonin nur indirekt
mit der Depression zu tun hat. Die irische Medikamenten-
Aufsichtsbehörde jedenfalls untersagte 2003 einem Pharmaher-
steller, in Informationsbroschüren zu behaupten, das Antide-
pressivum korrigiere ein chemisches Ungleichgewicht im Gehirn.
Womöglich überschätzten auch die Ärzte die Wirksamkeit von
Antidepressiva, heißt es im aktuellen Arzneiverordnungs-Report, in
dem die in Deutschland am häufigsten verkauften Medikamente un-
ter die Lupe genommen werden. Bei leichten Depressionen konnte
bisher nicht eindeutig belegt werden, daß sie entscheidend besser
wirken als Placebos. Sport war in einigen Studien ähnlich effektiv,
ebenso wie spezielle Massagen."57
(An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, daß sich auf der
„Kurzepikrise" der ...klinik - die sich an den weiterbehandelnden
Arzt/Therapeuten richtete - , die ich zum Abschluß meiner Reha

34
ausgehändigt bekommen habe, unter anderem die „Empfehlung"
fand: „Sport und Bewegung", was ich natürlich sehr gerne in An-
spruch nehmen und mich diesem Bereich NOCH MEHR widmen
werde!)
Was die häufigsten Nebenwirkungen von Antidepressiva anbe-
langt, so spricht „ZEIT ONLINE" hier von: „Störungen der Sexual-
funktion, Schlaflosigkeit, Übelkeit oder Durchfall ... Besondere
Beachtung fand in den vergangenen Jahren das erhöhte Suizidrisi-
ko: Vor allem bei Kindern und Jugendlichen zeigten die Studien ei-
nen so hohen Anstieg der Selbsttötungsversuche während der
Tabletteneinnahme, daß die Hersteller in den USA inzwischen auf-
fällige Warnhinweise auf die Beipackzettel drucken müssen. Hinzu
kommen Symptome, die nach plötzlichem Absetzen der Antide-
pressiva auftreten, wie innere Unruhe und Spannung, Reizbar-
keit, Angstzustände [!!!], Appetitverlust. Die Medikamente müssen
deshalb mit langsam reduzierten Dosierungen »ausgeschlichen«
werden."58
Wenden wir uns einer Meldung aus den USA (vom 15. Juli 2012) zu:
„Eine kürzlich veröffentlichte Studie über Antidepressiva kam
zu dem Ergebnis, daß die Medikamente einige schwerwiegende Ne-
benwirkungen hervorrufen: diejenigen, die bestimmte solcherlei ver-
ordnete Medikamente nehmen, könnten ihren Geschlechtstrieb ver-
lieren. ... Und es ist nicht nur die Libido, die Leute verlieren -
viele dieser Medikamente rufen Ängste hervor und verdoppeln
das Risiko eines Selbstmords."59
Unter der Überschrift: „Mit Antidepressiva in den Krieg" kam
auch „SPIEGEL ONLINE" bereits am 8. Juni 2008 auf dieses Thema
zu sprechen: „Alarmierend viele US-Soldaten nehmen einer Studie
zufolge während ihrer Einsätze im Irak und in Afghanistan täglich
Antidepressiva. Die Medikamente könnten der Grund für die ho-
he Selbstmordrate in der Armee sein. ... Daten aus dem fünften
'Mental Health Advisory Team'-Report der US-Armee belegen, daß
etwa 12 Prozent der Truppen im Irak und 17 Prozent der US-
Soldaten in Afghanistan sich vor und während ihrer Einsätze Antide-

35
pressiva oder starke Schlafmittel verschreiben lassen. Konkret sind
das etwa 20 000 Soldaten, die in Afghanistan oder im Irak stationiert
sind.
Das 'Time'-Magazin widmet diesem Phänomen aktuell eine Ti-
telgeschichte und konstatiert: 'In Anbetracht des traditionellen Ta-
bus, daß sich ein Soldat ärztliche Hilfe sucht, ist davon auszugehen,
daß die Dunkelziffer derer, die Antidepressiva einnehmen, viel höher
ist.' ... Die Frage, die sich Experten stellen, lautet: Welche Neben-
wirkungen haben diese Medikamente? Und: Könnten sie eventuell
für die steigenden Selbstmordraten innerhalb der Armee verantwort-
lich sein?
Während sich zwischen dem Kriegsbeginn im Irak und in Afgha-
nistan bis zum Jahr 2007 insgesamt 115 Soldaten umgebracht haben,
ist die Selbstmordrate inzwischen doppelt so hoch wie 2001. Minde-
stens 115 Soldaten töteten sich im vergangenen Jahr selbst, das ist
die höchste Rate seit Beginn der Statistik 1980.
Alarmierend: Fast 40 Prozent der Selbstmörder zwischen
2006 und 2007 nahmen Psychopharmaka, vor allem Prozac und
Zoloft. 'Time' zitiert Joseph Glenmullen, Psychiatrie-Professor
von der Harvard Medical School: 'Der hohe Prozentsatz von US-
Soldaten, die Selbstmord begehen, nachdem sie Psychopharmaka
eingenommen haben, gibt Anlaß zu ernsthaften Befürchtun-
gen."60
Wenn ich also nun während meiner Reha in der ...klinik in der
wöchentlichen Visite gegenüber Oberarzt M. (im Beisein von Herrn
E. und zwei Damen) bezüglich der Antidepressiva ebenfalls auf die
„ernsthaften Befürchtungen" (wie sie unter anderem auch der US-
amerikanische Psychiatrie-Professor Joseph Glenmullen zum Aus-
druck brachte) zu sprechen komme und gleichzeitig darauf hinweise,
daß ich mich mit diesem Thema eingehend beschäftigt habe (auch,
weil ich ... der englischen Sprache mächtig bin und die Entwicklun-
gen in Übersee wachsam verfolge!) und sehr wohl darüber Bescheid
weiß, daß Antidepressiva von zahlreichen Experten äußerst kritisch
betrachtet werden (ich erwähnte übrigens auch, daß ich aus eigener

36
Erfahrung berichten kann, denn zwei Bekannte von mir, die in
psychiatrischer Behandlung gewesen waren und ebenfalls solche
„Medikamente" eingenommen hatten, begingen Selbstmord; die eine
erhängte sich und der andere stellte sich vor einen Zug!), dann findet
sich in meinem „Ärztlichen Entlassungsbericht" der ...klinik jetzt die
ungeheuerliche Anschuldigung: „Hinweise auf das Vorliegen eines
systematisierten Wahnsystems"!
Im übrigen habe ich auch auf dem „Abschlußfragebogen" der
...klinik unter „Was sollte verbessert werden?" meine Kritik unter
anderem folgendermaßen geäußert: „Ich habe es nicht in Ordnung
gefunden, daß mehrmals (in der Visite) das Thema 'Antidepressiva'
angesprochen wurde, obwohl ich bereits beim ersten Mal meine Ab-
lehnung gegenüber diesen gefährlichen 'Medikamenten' (Nebenwir-
kungen unter anderem: starke Gewichtszunahme und ein erhöhtes
Selbstmordrisiko; zum Beispiel bei SSRI Seroxat ein nachweislich
achtfach erhöhtes Selbstmordrisiko!) zum Ausdruck brachte. Ich lie-
be das Leben und möchte bzw. werde von solchen 'Heilmitteln' Ab-
stand halten."
Ausführlich hätte ich hierzu anmerken können (obwohl auf dem
Blatt für eine Gesamtdarstellung möglicherweise nicht genügend
Platz gewesen wäre!), daß in Kalifornien gerichtsanhängige Doku-
mente auftauchten, die GlaxoSmithKline belasten, wie Kurt-Martin
Mayer am 18. Februar 2008 auf „FOCUS Online" (unter der Schlag-
zeile: „Psycho-Medikamente: Die Unglückspillen") berichtete, und
weiter: „Sie scheinen zu zeigen, daß der britische Konzern eine vor
19 Jahren abgeschlossene Studie, die seinem SSRI Seroxat ein acht-
fach erhöhtes Selbstmordrisiko zuschrieb, der US-Arzneimittelbe-
hörde FDA in einer manipulierten Fassung vorlegte."
Da ich unmöglich alle Informationen im Kopf gespeichert haben
kann, bitte ich an dieser Stelle zu entschuldigen, daß ich vor: „acht-
fach erhöhtes Selbstmordrisiko" das Wörtchen „nachweislich" anfüg-
te. Vielmehr hätte ich auf DEN GESAMTSACHVERHALT verwei-
sen sollen. Auch würde ich heute nicht mehr von „starker Ge-
wichtszunahme", sondern von „Gewichtszunahme" sprechen.

37
Das Wort „starke" bezog sich auf Erlebnisberichte von Betroffenen
im Internet!
Wie dem auch sei, auf „SPIEGEL ONLINE" in der Ausgabe vom
18. Juli 2008 erzählten zwei Studentinnen, „wie sie zu Häftlingen im
eigenen Haus wurden". Aus diesem Artikel nur ein Auszug, der für
uns im Zusammenhang mit Antidepressiva interessant ist:
„Das letzte Kapitel steht Sabrina noch bevor: der Medikamenten-
entzug. Das Antidepressivum Paroxetin mache nicht abhängig,
hatte die Ärztin gesagt. Was sie verschwieg: Manche Patienten
leiden unter 'Absetzsymptomen' wie stromschlagähnlichen Zuk-
kungen, Schwäche- und Angstzuständen [!!!]. 'Schon das Redu-
zieren der Dosis war der Horror', sagt Sabrina. Vor der letzten
Entzugsstufe graut ihr. Sie hat den Sommer dafür eingeplant. An-
schließend will sie ihre Master-Arbeit in Pädagogik beginnen."61
(Anmerkung: Ich behaupte nicht, daß bei mir bei Einnahme von An-
tidepressiva ebenfalls solch schwerwiegende Nebenwirkungen in
Erscheinung treten würden, sondern stelle lediglich fest, daß bei sol-
chen Mitteln durchaus diese Möglichkeit besteht und daß ich AUCH
ANGESICHTS DESSEN von einer solchen „ Therapie " Abstand hal-
ten werde!)
Greifen wir zum Thema „Antidepressiva" aber noch einige weite-
re Meldungen auf, die einem mündigen und kritikfähigen Bürger
ebenfalls zu denken geben sollten:
„Prozac. Cialis. Cymbalta. Jeder, der in den USA einen Fernseher
besitzt oder Zeitschriften liest, kennt diese Medikamente. Die Firma
Eli Lilly aus Indiana verdient jährlich Milliarden mit ihren patentier-
ten Mitteln, die angewendet werden, um Krankheitssymptome im
Körper zu unterdrücken. Der Ende des 19. Jahrhunderts von einem
Apotheker gegründete Pharmakonzern hat heute Niederlassungen in
18 Ländern, verkauft seine Produkte in 125 Ländern und erwirtschaf-
tet pro Jahr über 20 Milliarden Dollar Umsatz."
„Es war stets ein gut gehütetes Geheimnis in der Branche,
wird aber ständig praktiziert: Pharmakonzerne bezahlen Ärzte
und andere im Gesundheitssektor, um ihre Medikamente an den

38
Mann zu bringen. Es beginnt damit, daß Arzte dazu verfuhrt wer-
den, sich für einen Anteil am Gewinn zu Sprechern zu machen, und
es endet damit, daß ihnen ihre Meinung diktiert wird.
Von 2012 an müssen alle Hersteller von Medikamenten und me-
dizinischem Gerät ihre Werbeausgaben bei der US-Regierung offen-
legen; doch einige Unternehmen liefern diese Informationen bereits
seit 2009. Danach hat Eli Lilly im vergangenen Jahr über 200 Millio-
nen Dollar an Ärzte und andere im Gesundheitssektor gezahlt, um für
ihre Medikamente zu werben. Die Datenbank «Dollars for Docs» der
gemeinnützigen Nachrichtenseite ProPublica.org enthält auch die
Angaben von elf weiteren Unternehmen."63
„Der US-Pharmariese Eli Lilly hat einem Zeitungsbericht zu-
folge über Jahre hinweg wissentlich Gesundheitsrisiken durch
die Einnahme seines wichtigsten Verkaufsschlagers Zyprexa
heruntergespielt. Manager des Unternehmens hätten Ärzten
wichtige Informationen vorenthalten, die einen Zusammenhang
zwischen dem Medikament zur Behandlung von Schizophrenie
einerseits und dem Auftreten der beiden Diabetes-Risikofaktoren
Fettleibigkeit und erhöhter Blutzucker andererseits herstellten,
hieß es in einem Bericht der 'New York Times'. Das Blatt stützte
sich auf Hunderte interne Lilly-Dokumente und Emails. Die 'Times'
bekam diese von einem Anwalt zugespielt, der geisteskranke Patien-
ten in einem Rechtsstreit vertritt.
Aus den Dokumenten, die den Zeitraum 1995 bis 2004 abdecken,
geht dem Bericht zufolge hervor, daß Eli Lilly Daten vorlagen, wo-
nach 30 Prozent der Zyprexa-Patienten umgerechnet mindestens
etwa zehn Kilogramm zunahmen, nachdem sie mit dem Medi-
kament ein Jahr lang behandelt wurden. Einige Patienten hätten
sogar mehr als 45 Kilogramm zugelegt. Das Unternehmen habe
seine Vertriebsmitarbeiter angewiesen, diese Erkenntnisse in
Gesprächen mit Ärzten herunterzuspielen."64
„In der Zyprexa-Gruppe gab es 20 Todesfälle, darunter 12 Selbst-
morde.

39
Am 8. Juni 2005 gab das Pharmaunternehmen Eli Lilly & Co. be-
kannt, man habe sich auf 690 Millionen Dollar Schadensersatz
geeinigt zur Beilegung von rund 8000 Klagen vor Gericht, einge-
reicht von Menschen, die bei der Einnahme des Neuroleptikums
Zyprexa Gewichtszunahme, Diabetes, andere Stoffwechsel-
störungen und Todesfälle beobachtet hatten.
2500 weitere Kläger weigerten sich, der Einigung mit Lilly zuzu-
stimmen, vermutlich, weil sie den Betrag, den jeder Kläger erhalten
sollte, durchschnittlich 62 500 Dollar, für zu gering hielten als Ent-
schädigung für die durch Zyprexa erlittenen Schmerzen und Qualen.
Seit seiner Markteinführung 1996 haben Eli Lilly zufolge etwa 17
Millionen Menschen in 86 Ländern Zyprexa eingenommen. Es ist
zwar nicht möglich, die genaue Zahl der Opfer des Medikaments zu
ermitteln, doch läßt sich mit Gewißheit sagen, daß Zyprexa bei Mil-
lionen von Patienten zu Diabetes und anderen Krankheiten geführt
hat, und daß Zehntausende daran gestorben sind oder vorzeitig ster-
ben werden."65
„Aus den Zyprexa-Umsätzen erwirtschaftet Eli Lilly auch indirekt
Profit. Es ist eine grausame Ironie, daß das Unternehmen mit
dem Verkauf eines Medikaments, das zu Diabetes führen kann,
Geld scheffelt, während gleichzeitig vier seiner meistverkauften
Arzneimittel Diabetes-Therapeutika sind, darunter die Insulin-
Präparate Humulin und Humalog, die jeweils einen Jahresge-
winn von einer Milliarde Dollar abwerfen. Auf diese Art schafft
sich Lilly einen treuen Kundenstamm."66
Kommen wir an dieser Stelle nochmals auf meinen „Ärztlichen
Entlassungsbericht" der ...klinik zurück, wo zu lesen steht, daß wäh-
rend meiner Reha versucht wurde, „dysfunktionale Gedanken ... zu
analysieren und so zu verändern, daß sie der Realität angemessener
sind", und daß „in diesem Zusammenhang" angeblich „innerhalb der
Symptomatik von Herr S." aufgefallen sei, „daß er teilweise unver-
rückbar an manchen Vorstellungen festhielt. So äußerte er massive
Bedenken gegen eine antidepressive Medikation (SSRI) zur Unter-
stützung der Zwangsbehandlung. Als Argument verknüpfte er sein

40
Wissen um mögliche gewichtssteigernde Wirkungen bestimmter
Präparate mit der Idee, diese Nebenwirkungen seien gezielt vom
Pharmakonzern geplant, um Gewichtsreduktionsmedikamente der
gleichen Firma besser verkaufen zu können."
Richtigstellung: Ich habe NIE behauptet, diese Nebenwirkungen
seien vom Pharmakonzern „gezielt geplant", sondern zum einen le-
diglich auf die Tatsache hingewiesen, daß Gewichtszunahme und
Diabetes (nachweislich!) bekannte Nebenwirkungen der Einnahme
von Antidepressiva (siehe auch unten!) sind, und zum anderen darauf
aufmerksam gemacht, daß das Unternehmen „Eli Lilly" gerade mit
Diabetes-Therapeutika viel Geld verdient. Entspricht das etwa nicht
der Wahrheit?!? (Warum wird meine Aussage dahingehend ver-
fälscht, als ob bei mir hinsichtlich „möglicher gewichtssteigernder
Wirkungen bestimmter Präparate" eine „Idee" entstanden sei, diese
Nebenwirkungen seien gezielt vom Pharmakonzern [Frage: Warum
wird hier nicht der konkrete Pharmakonzern genannt, den ich ange-
sprochen habe, nämlich „Eli Lilly"?] geplant, um Gewichtsredukti-
onsmedikamente der gleichen Firma besser verkaufen zu können "?
Nur um die Behauptung zu erheben, die Symptomatik von Herrn S.
zeige „Hinweise auf das Vorliegen eines systematisierten Wahnsy-
stems "? Warum wird die Meinung eines mündigen Bürgers, der sich
intensiv mit dem Bereich „Antidepressiva" auseinandergesetzt hat,
nicht akzeptiert?)
Übrigens liegt mir das Medikament „Olanzapin-ratiopharm 2,5
mg" vor, das mir von Herrn Dr. H. verschrieben wurde (falls ich
Probleme beim Einschlafen haben sollte!). Selbstverständlich danke
ich Herrn Dr. H. für die Möglichkeit, daß ich, wenn es tatsächlich
erforderlich geworden wäre, das heißt, wenn sich meine Schlafpro-
bleme - aufgrund Tinnitus - seinerzeit verschlimmert hätten und ich
mich immer unwohler gefüllt hätte, zumindest DIE MÖGLICHKEIT
gehabt hätte, auf dieses Medikament zurückzugreifen. (Ich habe aber
die freie Entscheidung, ob ich dieses Mittel einnehmen will oder
nicht!)

41
Nimmt man die Rückseite des Beipackzettels von „Olanzapin-
ratiopharm 2,5 mg" zur Hand und liest unter „ Welche Nebenwir-
kungen sind möglich? ", so steht dort ausdrücklich zu lesen:
„Wie alle Arzneimittel kann Olanzapin-ratiopharm Nebenwir-
kungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Sehr häufige Nebenwirkungen: betreffen mehr als 1 Behandelten
von 10
* Gewichtszunahme [!!!]
* Schläfrigkeit
* Erhöhung der Prolaktinwerte im Blut
Gleich an oberster Stelle einer ganzen Reihe von Nebenwirkungen
wird also ausdrücklich von einer „Gewichtszunahme" gesprochen,
die „mehr als 1 Behandelten von 10" betreffe!
Ein weiterer Punkt hierzu: Herr Oberarzt M. hatte mir gegenüber
in der Visite erklärt, daß — obwohl ich in keinster Weise depressiv
bin - Antidepressiva auch bei mir, das heißt bei einer Zwangs er -
krankung, helfen würden.
Nun, hierzu möchte ich auf eine entsprechende Meldung der In-
ternetausgabe der „ WAZ" (vom 14. August 2009 unter der Schlag-
zeile „Selbstmord durch Antidepressiva verursacht?") zu sprechen
kommen, in der eine so ganz andere Meinung vertreten wird (Frage:
Will man dem Verfasser nachfolgenden Artikels ebenfalls „Hinweise
auf das Vorliegen eines systematisierten Wahnsystems" unterstel-
len?!?):
„Antidepressiva sind Medikamente, die eigentlich Schwermut ver-
treiben sollen. Aber seit ein paar Jahren stehen sie im Verdacht,
Selbstmordgedanken sogar noch zu fördern. Dies verunsichert Ärzte
[Anm.: anscheinend nicht einige Ärzte/Therapeuten der ...klinik, die
ernste und völlig gerechtfertigte Bedenken eines Rehabilitanden
nicht ernstzunehmen scheinen!] und Patienten gleichermaßen.
Eine Überprüfung verschiedener Studien zeigte nun, daß die
Angst tatsächlich berechtigt ist. Die US-Zulassungsbehörde FDA

42
prüfte 372 Studien. Dazu gehören auch viele Untersuchungen, die die
Pharmakonzerne bislang nicht publiziert hatten.
Ergebnis: Bei Menschen unter 25 Jahren gab es deutlich mehr
Selbstmordgedanken unter Antidepressiva, als unter Gabe eines
Scheinpräparats.
Bei den insgesamt fast 100 000 Teilnehmern kam es zu 8 Selbst-
tötungen, sowie zu mehr als hundert Suizidversuchen oder -Vor-
bereitungen. Außerdem berichteten viele [!] Patienten, daran ge-
dacht zu haben, ihr Leben zu beenden. Dies galt vor allem [!!!]
für Patienten, die die Medikamente nicht [!] gegen Depressionen
einnahmen, sondern gegen andere [!!!] psychische Störungen."67
Damit aber längst nicht genug, denn die behandelnden Ärz-
te/Therapeuten der ...klinik wußten, daß ich dort nur ambulant in
Behandlung war (der Bescheid der „Deutsche Rentenversicherung"
vom 8. August 2012 sprach ausdrücklich von einer „ganztägig am-
bulanten Leistung zur medizinischen Rehabilitation"!), das heißt,
daß ich jeden Nachmittag nach Abschluß meiner Therapi-
en/Anwendungen mit dem Auto nach Hause fuhr und morgens wieder
in die Klinik kam (einfache Fahrtstrecke: ca. 25 Kilometer; oft war
es draußen noch dunkel).
Zum Zusammenhang „Fahrtauglichkeit und Psychopharmaka"
findet man im Internet ebenfalls Interessantes zu lesen. Greifen wir
dazu die Beantwortung der Frage „Ist die Fahrtauglichkeit (Autofah-
ren) durch Psychopharmaka aufgehoben? Mein Mann wird aufgrund
einer depressiven Störung mit einem Antidepressivum (Serotonin-
Wiederaufnahmehemmer [Anm.: Ich sollte ebenfalls SSR1 bekom-
men, wie man mir immer wieder bestätigte und wie auch im „Ärztli-
chen Entlassungsbericht" bestätigt wird!]) behandelt." einer ein-
schlägigen Internetseite auf:
„Natürlich können Psychopharmaka in der Einstellungsphase
(d.h. zu Beginn einer Behandlung) die Wahrnehmung und auch
Aufmerksamkeitsfunktionen nachhaltig [!] verändern. Daher ist
in dieser Phase in aller Regel das Autofahren nicht (!!!) erlaubt.
Dies gilt besonders für eher dämpfende (sog. sedierende) Medika-

43
mente (insbesondere natürlich Benzodiazepine, Neuroleptika und
bestimmte Antidepressiva wie z. B. Mirtazapin). Dies wird von den
behandelnden Therapeuten aber in aller Regel auch ausdrücklich
erwähnt und ist zusätzlich im Medikamentenbeipackzettel zu le-
sen."68
Erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch noch, daß ich im Ge-
spräch mit Herrn E. die grundsätzliche Frage beantwortet haben
wollte, ob man denn überhaupt noch Auto fahren kann, nachdem
man Antidepressiva eingenommen hat, woraufhin er die Frage nicht
etwa beantwortete, sondern in etwa mit folgenden Worten erwiderte:
„Ich mache mir eher Gedanken darüber, ob Sie JETZT dazu in der
Lage sind, Auto zu fahren. " Nun, ich fahre seit mittlerweile mehr als
24 Jahren völlig unfallfrei, was wohl für sich spricht!!!
Wenn, laut der aktuellen Meldung einer regionalen Zeitung, sogar
Grippemittel (hierzu hieß es unter der Schlagzeile „ Vorsicht bei Me-
dikamenten " am 9. Dezember 2012: „Nach der Einnahme von Grip-
pemedikamenten sollten sich Autofahrer nicht ans Steuer setzen.
Denn die Medikamente können die Reaktionsfähigkeit stark ein-
schränken und müde machen, warnt der Automobilclub Kraftfahrer-
Schutz (KS)."69,) die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen, das heißt, daß
nach deren Einnahme kein Auto gefahren werden soll, wie verhält es
sich dann erst mit Antidepressiva bzw. Psychopharmaka, also jenen
Mitteln, die von einem Toxikologen (siehe unten!) mit einer „Kano-
nenkugel" verglichen werden, „ die zum Töten von Spatzen abge-
schossen wird", und deren Wirkung laut einem namhaften Psychiater
an der Universität Harvard hinsichtlich ihrer Wirkung auf den Neu-
rotransmitter Serotonin (!!!) der Wirkung von Kokain (!) sehr ähn-
lich sei (siehe ebenfalls unten!)?!?
Einem aufmerksamen Leser kann eigentlich auch nicht entgangen
sein, daß sogar eine Reihe von Prominenten, die sich das Leben ge-
nommen haben, unter dem Einfluß von Antidepressiva standen. Grei-
fen wir hierzu nur die Beispiele Robert Enke und Tony Scott auf:
„Volkskrankheit Depression - Robert Enke litt seit Jahren an
der psychischen Störung. Sie wurde mit Medikamenten behan-

44
delt. ... Bei Enke scheint die Krankheit früh erkannt worden zu sein;
spätestens seit seiner Zeit beim FC Barcelona nahm Enke Anti-
depressiva. Hierbei handelt es sich um Medikamente, die in den
Hirn-Stoffwechsel eingreifen; der ist bei den allermeisten Depressi-
ven gestört.
Antidepressiva sorgen dafür, daß gewisse Botenstoffe und Neuro-
transmitter wie das 'Glückshormon' Serotonin an ihren Wirkorten
länger verfügbar sind. Das gilt vor allem für Medikamente aus der
Gruppe der 'Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer'."70
„Am 10. November 2009 nahm sich Enke an einem Bahnüber-
gang im niedersächsischen Eilvese, unweit seines Wohnortes Empe-
de, durch Schienensuizid das Leben."71
Die Internetseite von „n-tv" berichtete am 23. Oktober 2012: „Im
August [2012] springt Tony Scott von einer Brücke und stirbt. Die
Ergebnisse der Obduktion ergeben jetzt: Der Regisseur litt zum
Zeitpunkt seines Todes nicht an Krebs oder anderen Krankheiten.
Doch die Gerichtsmediziner finden etwas anderes in seinem Kör-
per.
Der vor allem für seinen Actionfilm 'Top Gun' bekannte briti-
sche Regisseur Tony Scott hat laut der Autopsie vor seinem
Selbstmord Antidepressiva und Schlafmittel genommen. Die Un-
tersuchung des Leichnams habe zudem ergeben, daß der 68jährige
nicht an Krebs gelitten habe, teilte ein Sprecher der Gerichtsmedizin
im kalifornischen Los Angeles mit. Todesursache seien die nach dem
Sprung von einer Brücke erlittenen Verletzungen und Ertrinken."72
An dieser Stelle möchte ich klarstellen, daß ich nicht die Be-
hauptung aufstelle, Robert Enke oder Tony Scott hätten sich das
Leben genommen GERADE WEIL sie Antidepressiva eingenom-
men hatten, sondern mache nur darauf aufmerksam, daß diese
Mittel diesen beiden Personen letzten Endes EBEN NICHT gehol-
fen, das heißt, ihnen das Leben bewahrt haben. Zudem weise ich
nur darauf hin, daß anhand einer Reihe von Studien zum Thema
„Antidepressiva" durchaus die MÖGLICHKEIT besteht, daß diese

45
Mittel auf die Entscheidungsfähigkeit (nicht nur) dieser beiden
Männer einen Einfluß gehabt haben!
Hören wir einige weitere Meinungen renommierter Fachleute:
„Neuroleptika zerstören bei einem Menschen alles, was liebens-
wert, lebendig und kreativ ist. Viele Gesichtspunkte bestätigen, was
Patienten schon seit 35 Jahren beklagen: daß Neuroleptika sie zu
Zombies machen, zu lebendigen Toten", stellte der schwedische
Neuroleptikaforscher Dr. Lars Martensson fest.
„Psychopharmaka wirken im Gehirn so undifferenziert wie eine
Kanonenkugel, die zum Töten von Spatzen abgeschossen wird"73, so
der Toxikologe Carsten Alasen-Hinrichs.
„Wenn man überhaupt Arzneimittelskandale miteinander verglei-
chen kann, läßt sich bereits jetzt feststellen, daß das Ausmaß der
durch Neuroleptika angerichteten Schäden noch verheerender ist, als
seinerzeit die schlimmen Folgen von Contergan"74, ist sich der Arzt
Josef Zehentbauer sicher.
„Mir ist völlig klar, spätestens in 20 Jahren wird man mir und
meinesgleichen dieselben Vorwürfe machen, die wir anderen gegen-
über gemacht haben, als die meinetwegen mit Elektroschocks gear-
beitet haben ... Der medizinische Grundsatz 'primus nil nocere' -
sinngemäß 'oberstes Gebot ist es, einen Patienten nicht zu schädigen'
- dieser Grundsatz wird bei einer Neuroleptikabehandlung grob miß-
achtet"75, kritisiert Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner, ehemaliger Präsident
der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie.
„Antidepressiva unter Kritik" titelte Stefanie Schneider zu ih-
rem am 11. Januar 2005 im Internet veröffentlichten Bericht: „Erneut
[!] steht der US-Pharmakonzern Eli Lilly in der Kritik, Risiken und
Nebenwirkungen seines Verkaufsschlagers Prozac verschwiegen zu
haben.
Wie das deutsche Ärzteblatt berichtete, ist der Krankenstand 2004
auf ein historisches Tief gesunken, wobei jedoch psychische Erkran-
kungen immer häufiger zu Fehlzeiten am Arbeitsplatz führten. Sie
seien mittlerweile die vierthäufigste Ursache für Fehlzeiten in den

46
Betrieben. Antidepressiva jedoch, vielfach als Allheilmittel gegen
psychische Erkrankungen gepriesen, werden zunehmend kriti-
siert und geraten mit Negativschlagzeilen ins Licht der Öffent-
lichkeit.
Das 'British Medical Journal' berichtet, ihm sei im vergangenen
Monat anonym vertrauliches Material zugespielt worden, welches
einen kausalen Zusammenhang zwischen der Patienten-Medika-
tion mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI,
z. B. Prozac) und erhöhtem Hang zu Aggressionen, Gewalt und
Suizid belege."76
„Bei den entsprechenden Dokumenten handele es sich anschei-
nend um interne Memos, Produktstudien und Bewertungspapiere des
Pharmariesen Eli Lilly aus dem Jahr 1988, aus welchen klar hervor-
geht, daß der Firma bekannt war, daß die Einnahme von Prozac zu
einer signifikanten Zunahme von nervösen 'Erregungszustän-
den' führen könne, was diese bisher stets bestritten hatte. Klini-
schen Tests zufolge sind bei 38 % der damaligen Prozac-Proban-
den derartige Symptome aufgetreten.
Pikanterweise waren eben diese Dokumente während des Wes-
becker-Prozesses im Jahre 1994 verschwunden, wo sie als wichtige
Beweismittel hatten dienen sollen. Der Journalist Joseph Wesbecker
war 1989 mit einer 47er Magnum Amok gelaufen und hatte dabei 8
Menschen erschossen und ein Dutzend verletzt. Eine lange Leidens-
geschichte von Depressionen und Angstzuständen fand mit dem Sui-
zid ein Ende. Einen Monat vorher hatte er auf Empfehlung seines
Arztes [!] begonnen Prozac zu nehmen.
Das Unternehmen wurde zwar mit 9 zu 3 Geschworenenstimmen
freigesprochen; später kam jedoch ans Licht, daß die Firma die Klä-
ger, Angehörige der Opfer, bereits vorher in einem geheimen Deal
großzügig abgefunden hatte. Vermutlich ebenso wie in etwa 200 an-
deren Fällen, die teilweise bereits vor der Verhandlung vor Gericht
auf ähnliche Weise 'beigelegt' wurden ..."77
„Wie die Dokumente (bzw. deren damaliges Verschwinden) bele-
gen, hat Eli Lilly nicht nur den möglichen Zusammenhang zwischen
der Prozac-Einnahme und dem Amoklauf von Wesbecker erkannt
und vertuscht, sondern auch weiterhin alles darangesetzt, das Medi-
kament ohne weitere Überprüfung in den Markt zu schwemmen.
Besser noch, konnte sich die Firma doch nun mit dem Prädikat 'Si-
cherheit und Wirksamkeit gerichtlich bestätigt' schmücken und die-
sen sogenannten Sieg somit werbetechnisch reichlich ausschlachten.
Die Quasi-Absolution von höchster Stelle könnte einen nicht un-
erheblichen Teil dazu beigetragen haben, Prozac zu einem der 'be-
liebtesten' Medikamente der USA zu machen [Anm.: Als ich mich in
der wöchentlichen Visite in der ...klinik gegenüber Oberarzt M. wie-
derholt zu Antidepressiva kritisch äußerte, sprach ich insbesondere
auch die negativen Informationen zu Prozac an, und wies darauf hin,
daß ich ... die Ereignisse in den Vereinigten Staaten - auch auf dem
Gesundheitssektor - sehr wohl wachsam verfolge!]. Doch das Baro-
meter der Gunst scheint zu sinken. So hat die US-Behörde erst vor
kurzem eine Warnung ausgesprochen der zufolge Antidepressiva
Erregungszustände wie Unruhe, Panikanfälle, Schlaflosigkeit
und Aggressivität hervorrufen können. Dies wurde von Joseph
Glenmullen, einem Psychiater an der Universität Harvard, als
wenig überraschend bezeichnet, da es hinsichtlich seiner Wir-
kung auf den Neurotransmitter Serotonin der Wirkung von Ko-
kain [!] sehr ähnlich sei."78
„Der entscheidende Kritikpunkt in diesem Themenkomplex ist
ohne Zweifel, die mangelnde Transparenz mit der die betroffenen
Pharmafirmen agieren. Solange immer neue Fälle ans Licht kom-
men, in denen Pharmafirmen versuchen Studien zu unterdrük-
ken oder [sie] gleich ganz verschwinden lassen, Kritiker mit
großzügigen Zuwendungen auf ihre Seite ziehen oder zuständige
Institutionen unter Druck setzen, dürften die Rufe nach einer ver-
pflichtenden Offenlegung aller Forschungsergebnisse durch die
Pharmaindustrie so schnell nicht mehr verstummen.
Derartige Schlagzeilen lassen aber auch immer wieder aufs
Neue Diskussionen über den generellen Nutzen der Behandlung
von psychischen Erkrankungen mit Medikamenten entbren-
nen."79

48
Übrigens kam der bundesweit bekannte Buchautor und Enthül-
lungsjournalist Guido Grandt am 21. Juli 2012 im Internet auf die
Amokläufe in den USA und der Bundesrepublik Deutschland zu
sprechen, die in den letzten Jahren ebenfalls für Aufsehen sorgten.
Wie er schrieb, waren die Amokläufer „alle nicht nur jung und haben
in den meisten Fällen Selbstmord begangen, sondern wiesen noch ein
anderes 'verbindendes' Element auf.
Aus US-amerikanischen Quellen wurden mir Unterlagen zuge-
spielt, in denen beispielsweise nicht nur die Amokläufe, Morde,
Selbstmorde, Geiselnahmen und andere Gewalttaten der letzten Jahre
weltweit aufgelistet sind (mit Schwerpunkt USA), sondern noch
weitaus mehr: nämlich welche der diesbezüglichen Täter während
oder vor der Tatausführung mit Medikamenten behandelt worden
waren, unter Medikamenteneinflüssen standen oder kurze Zeit vorher
ein Medikament abgesetzt hatten.
Wenn man sich nur die auf[ge]listeten 'School Shootings' (USA)
vornimmt, bei denen Menschen zu Schaden gekommen sind, bleiben
von 1998 bis 2009 acht übrig und zwar in: Illinois, Minnesota, South
Carolina, Colorado, Oregon, Virginia und North Carolina. Dabei gab
es insgesamt neunzig Tote und neunundsiebzig Verletzte. In zwei
Fällen ist nicht klar, ob die Täter unter Medikamenteneinfluß stan-
den, bei den sechs weiteren werden folgende Medikamente ange-
geben: Prozac (Fluctin), Paxil (Seroxat), Luvox, Zoloft (Sertra-
lin) und Celexa. Bei den restlichen vierzig aufgeführten Gewalt-
taten an amerikanischen Schulen (Geiselnahmen, Selbstmorde,
Schießereien, Messerattacken, Bombenlegungen etc.), standen,
neben den bereits genannten, offenbar alle aufgeführten Täter
unter dem Einfluß eines Medikaments: Anafranil, Cymbalta,
Lexapro, Effexor (Venlafaxin), Wellbutrin.
Alle diese Medikamente haben eines gemeinsam: es sind Anti-
depressiva!
Natürlich wird all dies nicht an die große Glocke gehängt! ... An
dieser Stelle möchte ich anmerken, daß der Begriff 'Nebenwirkun-
gen' vielleicht irreführend ist und wir eher von 'Wirkungen' spre-

49
chen sollten. ... So scheinen Antidepressiva (fast) alle eines gemein-
sam zu haben: eine ausgeprägte Suizidgefahr. Studien der amerika-
nischen Zulassungsbehörde FDA ergaben schon vor einigen Jah-
ren, daß Antidepressiva bei Kindern und Jugendlichen Selbst-
mordgedanken verstärken und auch bei Erwachsenen die Ten-
denz zum Selbstmord erhöhen."80
Obwohl also sogar die US-amerikanische Arzneimittelbehörde
FDA davon spricht, Antidepressiva könnten selbst bei Erwachsenen
„die Tendenz zum Selbstmord erhöhen", werden MIR im „Ärztlichen
Entlassungsbericht" der ...klinik „Hinweise auf das Vorliegen eines
systematisierten Wahnsystems" unterstellt, nur weil ich auf diese frei
verfügbaren Informationen zu sprechen komme, das heißt, weil
AUCH ICH Antidepressiva äußerst kritisch betrachte und von deren
Einnahme absehe?!? (Wie zur Rechtfertigung dieser Behauptung
wird an der entsprechenden Stelle im „Ärztlichen Entlassungsbe-
richt" nebulös vermerkt: „In diesem Zusammenhang und insbesonde-
re in Angesicht der Unverrückbarkeit dieser und anderer Ideen zeigte
die Symptomatik von Herrn S. Hinweise auf das Vorliegen eines
systematisierten Wahnsystems"; um scheinbar nicht ALLES auf die
Schiene „lehnt Antidepressiva ab" abwälzen zu müssen, sondern
weitere vage Behauptungen im Raum stehen lassen zu können, wird
von „Unverrückbarkeit dieser und anderer [?!?] Ideen" gesprochen!
Ungeheuerlich!!! Es stellt sich die Frage, ob man ähnlich formuliert
hätte, wäre ich - als das Thema Antidepressiva erstmals (nämlich
gleich in der allerersten Visite meiner Reha!) zur Sprache kam - be-
reit gewesen, die entsprechenden Mittel ohne Widerrede zu schluk-
ken!)
Man halte sich vor Augen:
„Seit 2000 wurden weltweit 119 Warnungen vor Psychophar-
maka herausgegeben, davon 94 durch Regierungsbehörden wie
das Australische Ministerium für Therapeutische Produkte (TGA),
die Amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA), die Irische Arznei-
mittelkammer (IBM), das Neuseeländische Komitee für Arzneimit-
telnebenwirkungen (Medsafe), die Britische Aufsichtsbehörde für
Arzneimittel und Gesundheitspflegeprodukte (MHRA), der Europäi-

50
sche Ausschuß für Humanarzneimittel (CHMP), das kanadische Ge-
sundheitsministerium und auch das deutsche Bundesinstitut für Arz-
neimittel und Medizinprodukte (BfArM).
Schwere und sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen von
Arzneimitteln werden gegenüber der Öffentlichkeit vielfach her-
untergespielt. Umfragen zufolge wissen mehr als 80 % der Bürger
nicht, daß Arzneimittelnebenwirkungen der Bundesbehörde für Arz-
neimittel gemeldet werden können. Psychiater haben weltweit Be-
richte über Nebenwirkungen den zuständigen Behörden vorent-
halten, schwerste Gesundheitsschäden und Todesfälle konnten
vielfach nicht mehr verhindert werden.
Psychopharmaka können Verwirrtheit, Ängste [!!!], Schlafstörun-
gen, unruhiges Verhalten, Halluzinationen, Aggressivität, Gewichts-
zunahme [!!!], psychotische Depressionen [!!!], tödliche Herzmus-
kelentzündungen, Schlaganfalle, schwere Leberschäden, Diabetes
[!!!], Krämpfe, Selbstmord [!!!], gewalttätiges Verhalten und plötzli-
Ol

chen Tod verursachen."


Zum Thema „Nebenwirkung Krämpfe" möchte ich nochmals auf
meinen Bekannten J. H. zurückkommen, der seinem Leben selbst ein
Ende setzte. Wie ich einige Wochen nach dem Tod von J. erfahren
hatte, nahm er ebenfalls Psychopharmaka ein und hatte an besagtem
Tag einen schweren Krampfanfall bekommen, der bei ihm eine Art
„Kurzschlußreaktion" hervorgerufen hatte, woraufhin er sich vor
einen Zug stellte und sich überrollen ließ, also wie Robert Enke
„Schienensuizid" beging, wie ein solcher Fall neudeutsch heißt (wie
man mir mitteilte, hätte er seinerzeit wieder in die Klinik fahren müs-
sen, um eine Spritze [vielleicht auch mehrere; ich weiß es nicht mehr
genau, da der Fall einige Jahre zurückliegt] gegen die Krämpfe zu
bekommen!). Dieses Ereignis hat mir seinerzeit zu schaffen gemacht,
da ich in den Wochen zuvor noch darauf gehofft hatte, ihn im Fitneß-
studio nach langer Zeit (vielen Monaten) endlich wiederzusehen.
J. war ein sehr sportlicher Mann, der auch mal Halbmarathon ge-
laufen war. Durch seinen Klinikaufenthalt (er hatte sich selbst dort-
hin begeben) bzw. allem Anschein nach durch die anschließende

51
„medikamentöse Behandlung" mittels Psychopharmaka sei er „nicht
mehr wiederzuerkennen gewesen ", wie mir Bekannte schilderten, die
ihn seinerzeit in der Klinik besuchten und mit ihm einen Spaziergang
in ein nahe gelegenes Café unternahmen. Aufgrund dessen hatten sie
mir davon abgeraten, ihn ebenfalls zu besuchen. Hätte ich aber auch
nur ahnen können, auf welch tragische Art und Weise sein Leben ein
Ende nehmen würde, hätte ich ihn trotzdem gerne besucht, um ihn
nochmals zu sehen und mit ihm zu sprechen.
Um es ganz deutlich zu machen: Aufgrund aller mir zur Verfü-
gung stehenden Informationen (in Büchern, Zeitungen, Artikeln
im Internet usw.) und nicht zuletzt aufgrund der EIGENEN ER-
FAHRUNG lehne ich die Einnahme jeglicher Antidepressiva strikt
ab!
Auch möchte ich erneut ausdrücklich darauf hinweisen, daß mir
die Gespräche mit dem psychologischen Psychotherapeuten Herrn
Dr. G. (in ...) DURCHAUS geholfen haben und ich das eine oder
andere Gesagte bereits erfolgreich in die Praxis umsetzen konnte
(einige Zwänge verschwanden VOLLSTÄNDIG und kamen nie wie-
der!). Auch haben mir die Gespräche mit den Therapeuten der
...klinik geholfen, weitere Kräfte zu mobilisieren (etwa der Hinweis
des Hr. E., man solle sich „Ressourcen" suchen, die einem Freude
bereiten, war sehr wertvoll!), um die restlichen Zwänge („Zwangs-
gedanken und -handlungen") endlich ebenfalls VOLLSTÄNDIG in
den Griff zu bekommen und ENDGÜLTIG LOSZUWERDEN!
Nochmals: Ich bin IN KEINSTER WEISE depressiv sondern er-
freue mich des Lebens, wie ich Hr. Oberarzt M. auch gleich bei un-
serem ersten Zusammentreffen schilderte (so sagte ich ihm, trotz
meiner „ Zwänge" erfreue ich mich an den schönen Dingen des Le-
bens: schönen Blumen, einem angenehmen Duft, Spaziergänge in der
Natur usw.). Da ich mich, wie im „Arztlichen Entlassungsbericht" zu
lesen steht, als „altruistischen Menschen" [Anm.: Konkret steht im
„Ärztlichen Entlassungsbericht": „sehr altruistischen Menschen",
wobei ich mich nicht entsinnen kann, das Wörtchen „sehr" ge-
braucht zu haben!] bezeichne, der insgesamt das „ Gute" will, werde
ich alle Dinge vermeiden, die MIR SELBST oder ANDEREN schaden

52
könnten (auch wenn die Wahrscheinlichkeit noch so gering ist!), wo-
bei ich abermals das Buch „Nebenwirkung Tod" von John Virapen,
immerhin der ehemalige Geschäftsführer von „Eli Lilly & Compa-
ny" in Schweden, erwähnen möchte, zu dem es heißt: „Er [Anm.:
Virapen] hat daran gearbeitet, Medikamente in den Markt zu drük-
ken, deren Wirkstoffe massive Nebenwirkungen haben: Den Tod der
Patienten. Und den Tod Unschuldiger, verursacht von Patienten un-
ter Einfluß von Psychopharmaka."
Warum akzeptieren einige Arzte/Therapeuten der ...klinik zum
Thema „Antidepressiva" (insbesondere Herr Oberarzt M., der dieses
Thema in der wöchentlichen Visite immer wieder ansprach!) an-
scheinend nicht die Meinung des Rehabilitanden? Warum wird an-
scheinend auf „Biegen und Brechen" versucht, eine „medikamentöse
Behandlung" in die Wege zu leiten? Warum wird gegenüber dem
Rehabilitanden bei einer diesbezüglich ablehnenden Haltung (eben
einer „ Unverrückbarkeit" seiner Ansicht bzw. Meinung!) auch noch
von „Hinweisen" auf das „ Vorliegen eines systematisierten Wahnsy-
stems " gesprochen?!?
Hierzu folgendes: Ich ging in die Reha, um dort im Rahmen von
Therapien wirksame Strategien gegen „dumme", das heißt „völlig
unsinnige" Zwangsgedanken, die nichts mit der Realität gemein ha-
ben, und entsprechende Zwangshandlungen in Erfahrung zu bringen,
wie dies bereits in der Therapie des Herrn Dr. G. (erfolgreich) ge-
schah (was ich während meiner Reha auch mehrmals zur Sprache
brachte!), und nicht, um gleich mit einer „ medikamentösen Behand-
lung" mittels Antidepressiva konfrontiert zu werden. Natürlich kann
die Frage von Ärzten/Therapeuten in den Raum gestellt werden, ob
man denn schon mal darüber nachgedacht hat, Antidepressiva zu
nehmen bzw. ob man mit einer solchen „ Therapie " beginnen möchte.
Wenn man dies aber - nicht zuletzt aufgrund einer völlig seriösen
und nachvollziehbaren Begründung — ablehnt, kann es nicht sein,
daß IMMER UND IMMER WIEDER darauf „gedrängt" wird, doch
eine solche „medikamentöse Behandlung" zu beginnen, und dann
auch noch im „Ärztlichen Entlassungsbericht" davon gesprochen
wird: „In diesem Zusammenhang [Anm.: „massive Bedenken ge-

53
gen eine antidepressive Medikation (SSRI) zur Unterstützung der
Zwangsbehandlung"] ... zeigte die Symptomatik von Herrn S. Hin-
weise auf das Vorliegen eines systematisierten Wahnsystems."
Zur Behandlung einer „Zwangsstörung" mittels Antidepressiva
steht bei „ Wikipedia " übrigens zu lesen:
„Für die medikamentöse Therapie der Zwangsstörung gelten eini-
ge Besonderheiten: Es sind meist höhere [!| Dosen als in der Be-
handlung einer Depression notwendig; ein Therapieerfolg stellt
sich oft erst nach einer Latenzzeit von zwei bis drei Monaten ein.
Meist werden nur Besserungen um 40-50 % erreicht; es ist eine län-
gerfristige medikamentöse Erhaltungstherapie (mindestens 12-24
Monate) erforderlich."82
Mit anderen Worten: SELBST WENN ein Rehabilitand zu Beginn
seiner 4- oder 5-wöchigen Reha einer „ medikamentösen Behandlung
mittels Antidepressiva" zustimmt, so stellt sich „ ein Therapieerfolg
...oft erst nach einer Latenzzeit von zwei bis drei Monaten ein "!
Warum soll der Rehabilitand dann nicht erst einmal abwarten,
wie gut ihm die Therapien/Anwendungen in der Reha tun? Wer weiß,
vielleicht stellt sich eine starke Linderung seiner Beschwerden ein,
und eine ,, medikamentöse Behandlung " erweist sich (selbst bei Per-
sonen, die eine solche gerne beginnen möchten, etwa stark Depressi-
ven!) im Nachhinein als völlig unnötig!
Bliebe noch anzumerken, daß Markus Schmidt in der Reha-
Einrichtung, aufgrund dubioser Fehlinterpretationen noch die „Dia-
gnose" „anankastische (= zwanghafte) Persönlichkeitsstörung" ver-
paßt wurde, und das, obwohl er einen Großteil seines Lebens über-
haupt keine Zwänge oder gar Ängste verspürte!
Angesichts solcher Ungeheuerlichkeiten stellt sich also die be-
rechtigte Frage:

54
Was ist von der psychiatrischen
„Seelenheilkunde" zu halten?
„In Deutschland wird jedes Jahr über 200 000mal ein Bürger
in die Psychiatrie zwangseingewiesen. Die Zahl aller Einweisungen
in die Psychiatrie beträgt in Deutschland ca. eine Million pro Jahr.
Demnach waren vier bis acht Millionen der deutschen Bürger schon
einmal in ihrem Leben in einer stationären Psychiatrie.
Die Psychiatrie behauptet, jeder dritte Deutsche sei schon einmal
behandlungsbedürftig psychisch erkrankt.
Wer von jung an Psychopharmaka konsumiert, stirbt dadurch im
Durchschnitt 25 - 32 Jahre früher. Den Psychiatrieinsassen werden
in der Regel unter Zwang extrem hoch dosierte Psychopharmaka
verabreicht. Wer dieser 'Behandlung' widerspricht, wird umgehend
an sein Bett gefesselt und 'zwangsmedikamentiert'.
Die Psychiatrie hat die Funktion einer Ordnungsmacht, sie
übt Zwang und Gewalt aus und trägt ganz und gar keinen [!]
Nutzen. Sie schädigt und tötet massenhaft Menschen.
Allein in Deutschland bringt die Psychiatrie jedes Jahr mehr als
10 000 Menschen durch gewaltsames Vergiften mit Psychopharmaka
um.
Psychiater etikettieren diejenigen als 'psychisch krank', die sie
mit ihrem eigenen Wesen als nicht verwandt empfinden und diejeni-
gen, die nicht an die Normen angepaßt sind.
Die psychiatrische Diagnostik dient einzig und allein dem Zweck,
rechtliche, pharmakologische, soziale und psychische Macht auszu-
üben. Es geht darum, nicht normales Verhalten, Denken und Fühlen
auszumerzen.
Die Psychiatrie ist die moderne Form der Hexenverfolgung.
Seelisches, bzw. psychisches Leid ist keine Krankheit, sondern
immer Folge von Lebensumständen. Es gibt keine [!] psychische

55
Krankheit. Psychische Krankheit ist einer der großen Mythen
unserer Zeit.
Außerdem ist die Psychiatrie illegal, weil sie eine separierende
Einrichtung ist. Ihre Statuten und Vorgehensweisen stimmen
nicht mit den Rechtsnormen der UN-Behindertenrechtskonven-
tion von 2008 überein. Die Psychiatrie gehört deshalb dringend
abgeschafft."83
„Von ca. 1650 bis 1750 wurde damit begonnen, Irrenhäuser einzu-
richten. Sie dienten dazu, unbeliebte Weggenossen diskret aus dem
Weg zu räumen.
Von ca. 1800 bis 1900 entwickelte die Psychiatrie die Vorstel-
lung, daß verrücktes Verhalten eine Krankheit im Gehirn sei, die
unter anderem durch Masturbation entstehe. Um 1900 hatte die Psy-
chiatrie sich als Pseudowissenschaft etabliert.
Bis ca. 1940 war ein großer Teil der Psychiatrieinsassen an Syphi-
lis erkrankt. Syphilis zerstörte das Nervensystem und führte schließ-
lich zum Tod der Betroffenen. Die Krankheit konnte damals an dem
Wahn und der Halluzination der Betroffenen erkannt werden. Die
Vorstellung, daß Wahn und Halluzination Zeichen einer körperlichen
Erkrankung sei, hat die Psychiatrie bis heute nicht aufgegeben. Wenn
die Syphilis im Endstadium das zentrale Nervensystem angriff, traten
Wahn und Halluzination auf. Ab da waren die Insassen todgeweiht.
Heute behauptet die Psychiatrie, Wahn, Halluzination, Angst
und ungewöhnliches Verhalten sei eine Erkrankung in der Hirn-
chemie. Diese Behauptung ist der größte wissenschaftliche Skan-
dal unseres wissenschaftlichen Zeitalters.
Die Psychiatrie hatte schon immer die soziale Funktion, uner-
wünschte Menschen aus dem Weg zu räumen. Sie soll bis heute
Konformität erzwingen. Wer im 1. Weltkrieg den Kriegsdienst ver-
weigern wollte, wurde mit psychiatrischen 'Schocktherapien' zum
Kriegsdienst gezwungen.
Durch unangepaßtes Denken kann gesellschaftlicher Fortschritt
entstehen. Blinde Konformität hingegen, ist oft zerstörend. Dies zeig-
te sich schon immer in der Geschichte, wie zum Beispiel im NS-

56
Regime und in der DDR. Eine bekannte Persönlichkeit, die die Ge-
sellschaft durch sein 'unangepaßtes Denken' letztlich einem Fort-
schritt unterzog, war der Frauenarzt Ignaz Semmelweis (1818-
1865), der seine Abteilung mit Chlorkalklösung desinfizierte. Er sag-
te, die Ärzte seien selber schuld am massenhaften Sterben ihrer Pati-
enten, denn sie sollten sich ihre Hände waschen. Er wurde dafür an-
gefeindet. 1865 wurde er durch drei seiner Ärztekollegen auf-
grund von Intrigen und Anfeindungen in die Psychiatrie einge-
wiesen, in der er kurze Zeit darauf starb. Dabei hatte Semmelweis
vollkommen recht: Die Ärzte brachten ihre Patienten mit ihrer Un-
wissenheit um, weil sie sich zwischen Leichensezierungen und Ope-
rationen nie die Hände wuschen. Sie waren neidisch auf seinen Er-
folg und unterstellten ihm, er spinne. Später aber machten sie es ihm
nach.
Schon immer hatte die Psychiatrie 'Diagnosen' für nicht kon-
formes Verhalten. Zum Beispiel litten auch schwarze Sklaven,
die weglaufen wollten, laut Psychiatrie angeblich an Weglauf-
sucht (Drapetomania) und Frauen, die nicht unterwürfig waren,
an Hysterie."84
„Bis 1973 wurde Homosexualität im DSM (auch bekannt als
'die Bibel der Psychiatrie') als psychische Krankheit geführt. Vor
jeder Revision des DSM treffen sich Vertreter [der] American Psych-
iatric Association (APA) und stimmen darüber ab, welche Krank-
heitsbilder neu aufgenommen oder gestrichen werden. Für sogenann-
te psychische Krankheiten gibt es keine objektiven Tests. Ob ein
Proband fur psychisch krank befunden wird oder nicht und was für
eine Diagnose der vermeintliche Patient bekommt, hängt alleine von
der subjektiven Meinung des untersuchenden Psychiaters ab. Was als
'psychisch Krank' befunden wird, hängt vom Zeitgeist und nicht
etwa von objektiven, medizinischen Befunden ab. Zwar gilt der Ho-
mosexuelle jetzt offiziell nicht mehr als psychisch krank, dafür wer-
den aber die Zappelphilippe und andere kindliche Stereotypen, wie
sie einst der Psychiater Heinrich Hoffmann in seinem Buch 'Struw-
welpeter' beschrieb, als behandlungsbedürftige, psychisch Kranke
abgestempelt.

57
Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg will gar
Homosexualität im Schulunterricht stärker zum Thema machen. Da-
gegen gibt es in der Bevölkerung Widerstand. Eine Online-Petition
gegen das Vorhaben der Landesregierung hatte fast 200 000 Unter-
stützer mobilisiert.
Lange Zeit wurde Homosexualität als psychische Krankheit ange-
sehen - mit allen entsprechenden Folgen für die Betroffenen. Ein
bekannter Fall ist der des berühmten Mathematikers Alan Turing. Er
wurde seinerzeit wegen 'grober Unzucht und sexueller Perversión'
angeklagt und wurde daraufhin genötigt, sich einer psychiatrischen
Behandlung zu unterziehen, um ihn von seiner 'Krankheit' zu heilen.
1954 starb Turing, wahrscheinlich durch Suizid, an einer Cyanidver-
giftung.
Der Psychiatriekritiker Thomas Szasz wußte, wie die Pathologi-
sierung Homosexueller (und anderer, angeblich psychisch Kranker)
funktioniert:
'Kurzum, der Homosexuelle trifft eine Wahl - er entscheidet sich
für das Abweichende -, und die Gesellschaft schlägt zurück, indem
sie erklärt, er sei «geisteskrank» und unfähig zu einer «echten» Ent-
scheidung! Könnte er sich «frei», das heißt «normal», entscheiden,
so würde er wie jeder andere auch für Heterosexualität optieren. Die-
se Logik steckt in einem großen Teil der psychiatrischen Rhetorik.
Das Verhalten des Patienten ist das Produkt unwiderstehlicher
Zwänge und Impulse; das Verhalten des Psychiaters ergibt sich aus
freien Entscheidungen. Die kognitive Struktur dieser Erklärung ver-
birgt die Tatsache, daß die ihr zugrunde liegende Anschauungsweise
nur dazu dient, den Patienten zum Verrückten zu degradieren und
den Psychiater als den geistig Gesunden erscheinen zu lassen.'
Ist bzw. war die Homosexualität nicht eine psychiatrische Krank-
heit wie jede andere auch? Dadurch, daß die Homosexualität aus
dem DSM gestrichen wurde, hörte sie auf, als behandlungsbe-
dürftige, psychiatrische Krankheit zu existieren. Das Phänomen
als solches besteht jedoch nach wie vor. Vertretern der Antipsychia-
trie wird immer wieder vorgehalten, sie würden die Existenz soge-

58
nannter psychischer Krankheiten 'leugnen'. Das ist aber nicht der
Fall. Die Vertreter der Antipsychiatrie leugnen keinesfalls die von
Psychiatern als 'krank' bezeichneten Phänomene. Sie lehnen jedoch
deren Pathologisierung und vor allem die psychiatrische Zwangsbe-
handlung ab. Die Psychiatrie sei ein Mittel der sozialen Kontrolle,
die sich als medizinische Disziplin tarnt. Mit ihr soll uner-
wünschtes Verhalten außerhalb der Strafjustiz sanktioniert wer-
den."85
„In der deutschen Politik herrscht derzeit die absurde Situation
vor, daß zwar viel gegen die Diskriminierung von - einstmals als
psychisch krank pathologisierten - Homosexuellen getan wird, auf
der anderen Seite jedoch Gesetze zur Zwangsbehandlung anderer,
zweifelhafter, psychiatrischen Krankheitsbilder erlassen werden.
Psychiatrieerfahrenenverbände, wie beispielsweise der Bundesver-
band Psychiatrie-Erfahrener (BPE) laufen dagegen Sturm. Sie sehen
ihre Grund- und Menschenrechte verletzt."86
„Der amerikanische Psychiater Leon Eisenberg gilt als der Er-
finder des psychiatrischen Krankheitsbilds Aufmerksamkeitsde-
fizit-/Hyperaktivitätssyndrom, kurz ADHS - im Volksmund auch
Zappelphilipp-Syndrom genannt. Mit diesem Etikett werden Kinder
und Jugendliche pathologisiert, die in der Schule durch unruhiges,
impulsives Verhalten auffallen. In der Regel wird dann von Psychia-
tern das Stimulanz Methylphenidat (Handelsname Ritalin) ver-
schrieben, welches von Spöttern auch als 'Koks mit Kinderfreiga-
be' bezeichnet wird. Kritiker unterstellen schon seit langer Zeit,
ADHS wäre eine erfundene Krankheit.
Kurz vor seinem Tod gestand Eisenberg dem Medizinjournalisten
Jörg Blech, daß ADHS ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Er-
krankung sei, wie die FAZ berichtet. Ferner stellte die FAZ fest,
daß psychische Krankheiten keine Krankheiten, sondern ein
Deutungsmuster seien: Als psychisch krank würde definiert, was
gegen bestimmte Regeln verstoße und von Normen abweiche. Diese
Normen wären nicht ein für alle Mal festgelegt, sie könnten sich ver-
ändern.

59
Damit ist nun die konservative FAZ zu einer Meinung gelangt, die
der libertäre Psychiater und Psychiatriekritiker Thomas Szasz schon
lange war. Szasz meint, es gäbe psychische Krankheiten gar nicht
im eigentlichen Sinne, sondern nur als Metapher für unerwünsch-
tes Verhalten.
Im Deutschlandradio gab Blech ein Interview, in dem er über sei-
nen Besuch bei Eisenberg berichtet. Eisenberg kämpfte einst darum,
ADHS als angebliche Hirnstörung in das DSM - die Bibel der
Psychiatrie - aufzunehmen. Doch Eisenberg habe seine Meinung
geändert. Er sei jetzt der Meinung, Kinderpsychiater müßten viel
gründlicher die psychosozialen Gründe ermitteln, die zu Verhal-
tensauffälligkeiten führen könnten.
Doch die Modediagnose ADHS ist vor allem eines: Ein Riesen-
geschäft für die Pharmaindustrie. Laut Spiegel seien die Ver-
schreibungen von Ritalin von 34 Kilogramm im Jajire 1993, auf 1760
Kilogramm im Jahr 2011 angestiegen."87
In seinem Kommentar zur Sparte „Wissenschaft + Technik" des
Wochenmagazins „Der Spiegel" schrieb Jörg Blech unter der Über-
schrift „Schlaue Pillen, die dumm machen": „Manchmal erscheint
es klug, dem Gehirn mit einem Arzneimittel zu helfen. Einige Kin-
der, die an der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung
(ADHS) leiden, können erst still sitzen und im Unterricht etwas ler-
nen, wenn sie jeden Tag eine Tablette einnehmen - sagen zumindest
etliche Psychiater. In Deutschland stieg die Zahl der verordneten
Tagesdosen des Wirkstoffs Methylphenidat innerhalb eines
Jahrzehnts um 200 Prozent; rein rechnerisch bekommt in jeder
Grundschulklasse ein Mädchen oder Junge Ritalin & Co.
Von den kleinen Patienten ist freilich nicht jeder psychisch gestört
- und erst recht gilt das für jene 10 000 Kleinkinder in den USA, die
den Stoff bekommen, obwohl sie jünger als vier Jahre sind. Neuer-
dings schlucken aber auch Ältere die Pillen - freiwillig. An einem
College der Ivy League gab etwa jeder fünfte befragte Student zu,
das Mittel als Smart Drug einzuwerfen, um besser lernen zu können.
Es ist leichter denn je, ans Rezept zu kommen, weil die ADHS-

60
Diagnose gerade aufgeweicht wurde [Anm.: Dabei ist ADHS, wie
wir soeben erfahren haben, nichts weiter als eine fabrizierte Erkran-
kung!].
Nun erfüllen auch Erwachsene die diagnostischen Kriterien - wie
groß der Zappelphilipp doch geworden ist! Das Unheimliche am in-
flationären Methylphenidat-Konsum ist, daß etliche Psychiater so
handeln, als wäre er unbedenklich. Dabei könnten sie es besser wis-
sen: Weil der Stoff den Appetit verderben kann, sind viele der be-
treffenden Kinder auffallend dünn und werden wohl nicht das
ganze Potential ihrer Körpergröße ausschöpfen. Blutdruck und Puls
können als Nebenwirkung des Mittels steigen, was schlecht für
die Herzgesundheit ist. Insbesondere der Einfluß auf das sich noch
entwickelnde Gehirn könnte teuer erkauft sein, warnen nun US-
Neurowissenschaftler: Methylphenidat könnte das Verhalten der
Konsumenten dauerhaft [!] verändern - dahingehend, daß ihnen
die geistige Beweglichkeit fehlt, auf andere Menschen und neue Si-
tuationen einzugehen.
Diese Risiken sollten alle kennen, ehe sie Methylphenidat schluk-
ken. Andernfalls sind jene Menschen, die dadurch schlau werden
wollen, am Ende die Dummen."88
Halten wir an dieser Stelle fest: Weglaufsucht (Drapetomania)
und Hysterie wurden einst ebenso als „Geisteskrankheit" „diagnosti-
ziert" wie die Homosexualität. Auf einmal sind sie jedoch keine
„Geisteskrankeiten" mehr.
Und obwohl der Erfinder von ADHS auf dem Sterbebett zugege-
ben hat, daß es sich dabei gar nicht um eine Krankheit handelt, wer-
den mit „Medikamenten" zur „Behandlung" dieser „Störung" immer
höhere Umsätze erwirtschaftet (nicht zuletzt, da die ADHS-Diagnose
aufgeweicht worden war!).
„Die Psychiatrie ist ein pseudowissenschaftlicher Machtappa-
rat mit einem biologistischen Menschenbild. Sie unterstellte Bür-
gern im NS-Regime eine biologische Erbkrankheit im Gehirn.
Dies tat sie weltweit auch schon zu Zeiten vor dem Dritten Reich und
sie macht es bis heute, es wird nur in schönere Worte verpackt. Das

61
Anwenden von Gewalt ist nach wie vor das entscheidende Ele-
ment der Psychiatrie. Heute entweder schamlos als direkter Zwang
oder durch Androhung von Zwang, wie zum Beispiel die Aussage
des Psychiaters bei der Einweisung: 'Wenn Sie dieses Medikament
nicht binnen 30 Sekunden trinken, lasse ich Sie fixieren und absprit-
zen'.
Unter dem Deckmantel angeblicher Behandlung vergiftet die
Psychiatrie in Deutschland auch Schwangere unter Zwang, was
dazu führt, daß die Betroffenen schwer behinderte oder tote Kin-
der zur Welt bringen. Auf diese Weise bietet die diagnostische De-
nunziation als 'psychisch krank' auch die Basis für das Töten der
ungeborenen Kinder. Nachdem man als 'psychisch krank' denunziert
wurde, kann es auch vorkommen, daß man gebeten wird, sich sterili-
sieren zu lassen.
Der alte Biologismus steckt heute in einem neuen Gewand, denn
die Psychiatrie achtet auf die Wortwahl und vermeidet Begriffe, die
zu sehr nach NS-Eugenik klingen. Sie erfand in den letzten Jahrzehn-
ten ständig neue Erklärungsmodelle, um Bürger als 'entartet' oder
'erbkrank' brandmarken zu können. Das bekannteste und am weite-
sten verbreitete Modell ist die Dopaminhypothese aus dem Jahre
1966. Sie enthält die Annahme, bei manchen Menschen sei der Ge-
hirnstoffwechsel chemisch oder erblich in der Form entartet, daß eine
falsche Konzentration an Dopamin vorläge.
Durch Gefühle verändert sich der Stoffwechsel im menschlichen
Gehirn. Ist man zum Beispiel verliebt, so entsteht mehr Dopamin.
Das Gefühl des Verliebtseins ist die Ursache, der erhöhte Dopamin-
fluß ist die daraus folgende Wirkung. Die Psychiatrie vertauscht
Ursache und Wirkung: Sie behauptet, der erhöhte Dopaminfluß
sei die Ursache und das Gefühl sei die daraus folgende Wirkung.
Eine materialistische Weltanschauung also. Die Psychiatrie
unterstellt den Bürgern als Ursache für die angebliche 'psychi-
sche Krankheit' eine Stoffwechselstörung im Gehirn. Nachwei-
sen kann sie diese angebliche Störung trotz unzähliger Studien
nicht. Die Psychiatrie verordnet Gifte, die massiv in den Gehirn-

62
stoffwechsel eingreifen. Diese Gifte bringen den filigranen Hirn-
stoffwechsel völlig durcheinander und verursachen Abhängigkeit bis
hin zur Invalidität.
Der Journalist Whitaker schreibt in einer amerikanischen Zeit-
schrift: 'Die Theorie besagte, Schizophrene hätten ein überaktives
Dopamin-System, und diese Medikamente korrigierten das chemi-
sche Ungleichgewicht, indem sie das Dopamin im Gehirn blockieren.
(...) Bei diesen Theorien handelt es sich jedoch keinesfalls um
Schlußfolgerungen aus Forschungsbefunden darüber, was mit den
Betroffenen tatsächlich geschah. Vielmehr hatte man herausgefun-
den, daß Neuroleptika das Dopamin blockieren, und daraus zog man
dann den Schluß, die Patienten hätten ein überaktives Dopamin-
System. Man hatte entdeckt, daß Antidepressiva den Serotonin-
Spiegel anheben, und stellte nun die Theorie auf, Depressive [Anm.:
oder Angst- bzw. Zwangs„erkrankte"!] müßten logischerweise zu
wenig Serotonin im Gehirn haben. Es gibt jedoch eine Tatsache, die
jeder Amerikaner kennen und die die Psychiatrie endlich eingestehen
sollte: Man hat bis heute nichts gefunden, was bestätigt, daß
[vermeintlich] Schizophrene ein überaktives Dopamin- und
[vermeintlich] Depressive ein zu wenig aktives Serotonin-System
hätten.'
Es gibt keinen Grund zu glauben, daß es die von der Psychia-
trie erfundene [!] Hirnstoffwechselstörung gäbe, denn die Psych-
iatrie hat trotz intensivster Anstrengungen ihre Hypothesen nie
[!] belegen können. Und selbst, wenn man dies glauben würde,
müßte man feststellen, daß es viel plausiblere Erklärungen und
Gründe für seelisches Leid gibt, zum Beispiel Einsamkeit, Armut,
Krankheit, Verlust, Fehlverhalten oder Mißerfolg, Schuldgefühle,
Unselbständigkeit oder belastende Ereignisse aus der Vergangenheit.
Menschliche Zuwendung würde das Leid und die Probeime lindern
und lösen. Die Psychiatrie dagegen hat andere Methoden, wie das
Ausprobieren neuer Chemikalien an den Insassen. So schrieb 1969
zum Beispiel der Chef der Salzburger Psychiatrie:
'Eine Patientin, die mit Isocarboxazid behandelt wurde, erhielt ...
25 mg Imipramin per os [os = über den Mund], Da diese Dosis ohne

63
Nebenwirkungen vertragen wurde, bekam sie ungefähr 4 Stunden
später noch weitere 50 mg Imipramin per os. Schon etwa 10 Min.
später kam es zu einer hochgradigen psychomotorischen Unruhe, mit
Todesangst, Kopfschmerzen, Engegefühl in der Brust, Tremor, ge-
preßter Atmung, Zyanose und Mydriasis. Die Patientin wurde zu-
nehmend komatös, wälzte sich im Bett herum und kam etwa eine
Stunde nach Beginn der akuten Erscheinung ad exitum.' [Vgl. Ze-
hentbauer, Josef: Chemie für die Seele, S. 232]
Von Psychiatrieinsassen ist kein Widerstand zu erwarten. Sie gel-
ten als hirnkrankes und klinisches Material.
Am 27. Juni 2005 gab der Präsident der Amerikanischen Psy-
chiatrischen Vereinigung (APA), Steven Sharfstein, in einem
Fernsehinterview zu, daß es keine gültigen Tests gibt, die ein
chemisches Ungleichgewicht im Gehirn nachweisen können.
Die Nun Study, eine Langzeitstudie aus den USA, beweist, daß
sogar die Diagnose von Alzheimer ein Phantasieprodukt ist. An die-
ser Studie nehmen seit 1986 über 600 Nonnen eines Klosters teil.
Über 85 % der Nonnen waren in der Vergangenheit Lehrerinnen und
sie sind sehr häufig bis an ihr Lebensende geistig und körperlich sehr
aktiv. Nach ihrem Tod werden ihre Gehirne auf Plaque, den Beweis
für Alzheimer, überprüft. In vielen der Gehirne wies man Plaque
nach, obwohl nur wenige der Nonnen vor dem Tod Anzeichen für
Alzheimer zeigten. Im Gegenteil, sie waren kognitiv sehr leistungs-
fähig. Mit diesem Ergebnis fiel das vermeintliche Wissen, Alzheimer
nachweisen zu können, wie ein Kartenhaus in sich zusammen.
Die Psychiatrie änderte ihre Hypothesen ständig, wenn sie wider-
legt wurden. Der renommierte Psychiater David Kaiser drückt die
Abwegigkeit klar aus: 'Bei Patienten wird ein chemisches Un-
gleichgewicht diagnostiziert, obwohl es keine [!j Tests gibt, die
eine derartige Behauptung stützen, und es gibt auch keine kon-
krete Vorstellung davon, wie ein korrektes chemisches Gleich-
gewicht überhaupt aussieht.' [Dr. med. David Kaiser: Commentary
against biologic psychiatry: Psychiatric Times 1996]

64
Wenn Psychiatrieinsassen eine Stoffwechselstörung im Gehirn
haben, dann ist diese einzig und alleine durch die Vergiftung mit
psychiatrischen Chemikalien entstanden.
Aber auch durch die psychiatrische Vergiftung kann die Psychia-
trie die Bürger nicht in 'psychisch Kranke' verwandeln, denn wenn
jemand infolge der Vergiftung tatsächlich eine Stoffwechselstörung
hat, dann ist das eine körperliche - und keine psychische Krankheit",
stellt Bernd Seiffert klar.
„Das Gehirn gilt zwar als materielle Vorraussetzung um denken
zu können, aber die Inhalte des Denkens sind völlig autonom. Wenn
man sich an den 5 Weltreligionen und deren Glauben an ein Weiter-
leben nach dem Tod orientiert, entfallt auch die materielle Vorraus-
setzung. Auch vor diesem Hintergrund entpuppt sich die biologi-
sche Lehre der Psychiatrie als reiner Okkultismus. Genau so, wie
sich ein Krieg mittels Atomenergie nicht physikalisch lösen läßt, läßt
sich auch ein Konflikt mittels des Gehirns nicht medizinisch lö-
sen.
Von den Medien wird das psychiatrische Phantasma meist blind
übernommen und publiziert. Dies gilt zum Beispiel auch für 'De-
pression': Grund für das Gefühl, unglücklich zu sein, sind Lebens-
umstände. Die Psychiatrie bezeichnet das Gefühl, unglücklich zu
sein, als 'Depression'. Das klingt medizinisch, wie ein diagnostischer
Krankheitsbegriff. Damit kann die Psychiatrie leicht suggerieren, die
Ursache sei medizinisch - biochemisch im Gehirn. Unglückliche und
schmerzhafte Ereignisse wie zum Beispiel Verlust des Liebhabers
hingegen schließt die Psychiatrie als Grund für die 'Depression' aus
(Ernst, Cécile, im Tages-Anzeiger vom 25.5.82, Titel: 'Sündenbock
ist keineswegs die Mutter' schließt familiäre Hintergründe aus.
Manchmal räumen Psychiater auch lebensbedingte Auslöser ein, aber
die Ursache sehen sie auch dann immer in einer angeblichen krank-
haften Veranlagung.). Jeder Mensch, der sich unglücklich fühlt, hätte
demnach eine biologische Störung im Gehirn.
Dieses psychiatrische Denken ist doch auch sonst nicht üblich.
Zum Beispiel wenn in einer partnerschaftlichen Beziehung jemand

65
weint, dann gehen wir doch auch nicht davon aus, daß die Ursache
dafür eine biologische Entgleisung im Gehirn ist.
Oder wenn in einem Live-Konzert jemand vor Freude schreit,
glauben wir doch auch, daß das Konzert der Grund für die Freude ist
- und nicht die Stoffwechseländerung im Gehirn. Die Psychiatrie
sieht den Menschen als Maschine, bei der die Persönlichkeit
nichts als Chemie ist.
Hier zeigt sich der sektenhafte Charakter der Psychiatrie. Ih-
re Weltanschauung ist radikal materialistisch. Und sie ist eng
verwandt mit der sozialdarwinistischen 'Erbhygiene', die zu Zei-
ten vor und während des Nationalsozialismus verbreitet war,
denn wer nicht zum psychiatrisch 'gesunden Erbgut' gehört,
wird mit Psychopharmaka gewaltsam vergiftet.
Die psychiatrischen Stoffwechselhypothesen kann niemand [!]
medizinisch nachweisen. Deshalb bezeichnet die Psychiatrie sie als
Modelle, bzw. als Hypothesen.
Eine Antwort auf die Frage, ob sie stimmen, läßt sich äußerst
leicht finden. Wir brauchen dafür nur die Frage zu beantworten, ob
es seelische Krankheit gibt. Wenn wir davon ausgehen, daß es seeli-
sche Krankheit nicht gibt, kann es auch keine Stoffwechselstörung
als Ursache für seelische Krankheit geben.
Zur Veranschaulichung ein ähnliches Beispiel: In der Steinzeit
bohrten sich Menschen Löcher durch den Schädel, damit die bösen
Geister aus dem Kopf entweichen können. Die Frage, ob der ge-
schlossene Schädel ohne Löcher die Ursache für das Gefangensein
der bösen Geister im Kopf ist, läßt sich leicht beantworten, wenn wir
die Frage beantworten, ob es überhaupt im Kopf böse Geister gibt.
Wenn wir davon ausgehen, daß es böse Geister im Kopf nicht gibt,
kann der geschlossene Schädel auch nicht die Ursache für das Ge-
fangensein der Geister sein, genauso, wie eine Stoffwechselstörung
keine Ursache für seelische Krankheit sein kann, wenn es seelische
Krankheit nicht gibt.

66
Die Theorie der Psychiatrie, man bekäme seine Gefühle,
Denkinhalte und den Willen von der Natur vorgeschrieben, ist
eine Fata Morgana.
Das Abscheulichste ist, daß durch die psychiatrische 'Behand-
lung' des Gehirns mit Gift der gesunde Stoffwechsel zerstört
wird (Vgl. Whitaker, Robert: 'Psychopharmaka - ein Angriff auf die
Menschenwürde' in der Zeitschrift Street Spirit.). Der Psychiater
Peter Breggin schreibt dazu: 'Die Unterdrückung der Aktivität der
Dopamine mittels Neuroleptika verusacht häufig eine dauerhafte [!]
Dopaminhyperaktivität, die zur tardiven Dyskinesie führt.' (Vgl.
Breggin, Peter: Giftige Psychiatrie, Teil 2, S. 62.) Durch die phar-
makologische 'Behandlung' entsteht tatsächlich eine Stoffwech-
selstörung, die sich insbesondere beim plötzlichen Absetzen der
Neuroleptika bemerkbar macht. Der durch das Gift entstehende Ge-
hirnschaden ist so groß, daß er bei der Untersuchung der Gehirne
beeindruckend sichtbar gemacht und nachgewiesen werden kann. Die
Psychiatrie behauptet, dieser Hirnschaden sei der medizinische
Beweis für die angebliche Existenz 'seelischer Krankheit'."89
Perverser geht es nun wirklich nicht mehr!
„Selten hat ein Psychiater so klar und deutlich vor seinem Fach-
gebiet gewarnt, wie Fritz B. Simon in der 3-Sat TV-Sendung 'Sco-
bel' am 8.5.2014 zum Thema 'Normalität'. Mit guten Gründen be-
zeichnete er es als 'gefährlich', die Metapher (also bildlich ge-
sprochen) 'psychisch krank' überhaupt je für sich zu akzeptie-
ren. Zitat aus der Sendung:
Simon: Die Frage ist ja: 'Gibt es Leid?' Und das gibt es natürlich -
psychisches Leid - und was mache ich damit? Und das finde ich gut,
daß es Möglichkeiten gibt, da Hilfe zu finden, aber ist es wirklich
sinnvoll, da mit dieser Krankheitsmetapher zu arbeiten? Weil, es hat
ja weitreichende Konsequenzen: Ob ich, wie erkläre ich - jetzt sind
wir wieder bei dem, was ich am Anfang gesagt habe — wie ich was
erkläre, was normal ist, oder nicht. Ich weiche von den Erwartungen
ab, zum Beispiel zu leisten. Wie erkläre ich das? Erkläre ich das
durch eine Krankheit? Dann bin ich nicht mehr das handelnde Sub-

67
jekt, das irgendwas ändern könnte. Ich muß warten, bis irgendein
magischer Stoff erfunden wird, der mich rettet. Wenn ich aber sage:
'Mir ist das zu viel, ich will nicht mehr!', dann kann ich schauen, wo
habe ich Einflußmöglichkeiten?
Scobel: Im einen Fall zahlt die Krankenkasse, hier...
Simon: ...aber das ist gefährlich...
Scobel: ich kriege das Medikament, das andere Mal zahlt niemand -
ich verliere meinen Job oder gehe, verlasse die Firma.
Simon: Aber langfristig hole ich mir sozusagen eine selbsterfüllende
Prophezeiung ein, ja und ich definiere mich als 'hilflos, als ich kann
nichts tun, als machtlos' und gebe irgendeiner höheren Autorität -
der Pille, dem Psychiater, der Anstalt - die Macht darüber, über mein
Schicksal zu entscheiden. Das ist gefährlich!"90

Ein Märchenbuch namens DSM-5 -


„die Bibel der Psychiatrie"
„Die Branche der modernen Psychiatrie hat offiziell den Verstand
verloren", kritisierte Mike Adams, Herausgeber von „Natural-
News.com" am 13. Dezember 2012 im Weltnetz scharf, und stellte
fest: „Praktisch jede menschliche Emotion - Traurigkeit, Betrübnis,
Angst, Enttäuschung, Ungeduld, Erregtheit - wird jetzt als eine 'psy-
chische Störung' eingestuft - die einer chemischen Behandlung be-
darf (mittels verschreibungspflichtiger Medikamente, versteht sich).
Die neue, bevorstehende DSM-5 - 'die Bibel der Psychiatrie' -,
deren Veröffentlichung in einigen Monaten erwartet wird, hat sich
von einem medizinischen Referenzhandbuch zum Beleg des Wahn-
sinns der Branche selbst verwandelt.
Die 'General Anxiety Disorder' [„Allgemeine Angststörung"]
oder kurz GAD zählt zu den 'psychischen Störungen', die in dem
DSM-5 aufgeführt werden. GAD kann bei einer Person diagnostiziert

68
werden, die sich ein bißchen ängstlich fühlt wie zum Beispiel dann,
wenn sie mit einem Psychiater spricht. Dieser reine Akt der Beschäf-
tigung eines Psychiaters mit der Möglichkeit, eine Diagnose zu er-
stellen, bringt auf magische Weise die 'Symptome' dessen, was da
diagnostiziert wird, ans Tageslicht.
Man bezeichnet so etwas als zur Quacksalberei verkommene
Wissenschaft..., und doch ist es bezeichnend für die gesamte Psych-
iatrie-Branche, die in wissenschaftlichen Kreisen zu solch einer
Lachnummer geworden ist, daß sogar die Wissenschaftsskeptiker
anfangen, langsam angewidert von ihr Abstand zu nehmen. Psychia-
trie ist genausowenig 'wissenschaftlich' wie die Astrologie oder
das Handlesen. Trotzdem nennen sich die sie Ausübenden 'Ärzte'
der Psychiatrie in der Absicht, die Scharlatanerie glaubwürdig er-
scheinen zu lassen.
Die moderne Psychiatrie funktioniert folgendermaßen: Weil ein
Haufen wichtigtuerischer, überbezahlter Intellektueller mehr Geld
verdienen will, erfinden diese Personen eine künstlich fabrizierte
Krankheit, die ich 'Hoogala Boogala Störung' oder HBS nennen
möchte.
Durch Handzeichen stimmen sie für was auch immer für 'Sym-
ptome', von denen sie wünschen, daß sie mit der Hoogala-Boogala-
Störung in Verbindung stehen, ins Dasein. In diesem Fall könnten
die Symptome spontanes Singen oder das Verlangen, von Zeit zu Zeit
in der Nase zu popeln, sein.
Anschließend überzeugen sie Lehrer, Journalisten und Regie-
rungsregulatoren, daß Hoogala-Boogala-Störungen real existieren -
und wichtiger noch, daß Millionen von Kindern darunter leiden! Es
wäre nicht barmherzig, all diesen Kindern eine Behandlung zu ver-
wehren, nicht wahr?
Damit beginnt der Ruf nach einer 'Behandlung' für eine total fin-
gierte Krankheit. Von da aus ist es ein Kinderspiel, die Pharmariesen
dazu zu bekommen, was auch immer für wissenschaftliche Daten zu
fabrizieren, die sie benötigen, um zu 'beweisen', daß Speed, Amphe-
tamine, pharmazeutisches Crack oder was auch immer für ein Gift

69
sie verkaufen wollen, um 'das Risiko einer Hoogala-Boogala-
Störung herabzusetzen'.
Seriös klingende Psychiater - die sich alle im Hinterzimmer ka-
puttlachen - 'diagnostizieren' nun bei Kindern die Hoogala-Boogala-
Störung und 'verordnen' die verschreibungspflichtigen Medikamen-
te, die diese Krankheit angeblich behandeln. Für diese Tat erhalten
die Psychiater - die, man sollte es ruhig zugeben, wie gefährliche
Raubtiere sind, die es auf Kinder abgesehen haben - Schmiergeld-
zahlungen von Big Pharma.
In der Absicht, ihre Provisionen und Big-Pharma-Werbegeschen-
ke zu maximieren, kommen Verbände dieser Psychiater alle paar
Jahre zu einem Treffen zusammen, und erfinden zusätzliche fiktive
Störungen, und erweitern dadurch ihr sagenhaftes Märchenbuch
namens DSM.
Der DSM ist mittlerweile größer als je zuvor und beinhaltet Stö-
rungen wie etwa 'Obedience Defiance Disorder' (ODD) [„Gehor-
samsverweigerungsstörung"]. Darunter versteht man die Weigerung,
ergeben zu sein und falscher Autorität zu folgen. Vergewaltiger, die
im Zuge ihrer notzüchtigenden Handlungen eine Erweckung ihrer
Sexualität empfinden, werden damit entschuldigt, daß sie eine 'Pa-
raphilic coercive disorder' [„zwanghafte Übersprungshandlungsstö-
rung"] hätten und deshalb für ihre Handlungen nicht verantwortlich
seien. (Was natürlich der Notwendigkeit ihrer Medikation keinen
Abbruch tut!)
Man kann auch mit der Diagnose 'Sammel-Störung' belegt wer-
den, sollte man unter anderem Nahrungsmittel, Wasser und Munition
bevorraten. Jawohl, auf mögliche Naturkatastrophen vorbereitet zu
sein, sorgt heute dafür, daß man in den Augen der modernen Psych-
iatrie (und auch der Regierung) ein Geisteskranker ist."91
Was aber gilt in der Psychiatrie als „normal"? Ein emotionsloser
Zombie zu sein, wie Mike Adams feststellt: „Die einzige Möglich-
keit, während der Observierung oder 'Diagnostizierung' durch einen
Psychiater als 'normal' dazustehen - ein Ablauf, der vollkommen
subjektiv und jeder Ähnlichkeit mit wahrer Wissenschaft ermangelnd

70
ist - besteht darin, absolut keinerlei Emotion oder Verhaltenswei-
se, welcher Art auch immer, an den Tag zu legen.
Laut dem DSM ist eine Person im Coma eine 'normale' Person,
weil sie keinerlei Symptome zu erkennen gibt, die auf solch unheim-
lich furchtbare Zustände wie Emotionen oder Verhaltensweisen hin-
weisen könnten.
Eine im Grab liegende Person ist laut psychiatrischer Definition
ebenfalls 'normal', hauptsächlich deshalb, weil tote Menschen nicht
im Stande sind die Kosten für eine medizinische Behandlung zu be-
gleichen und aus diesem Grund es auch nicht wert sind diagnostiziert
bzw. medikamentös behandelt zu werden. (Sollte es in Zukunft dazu
kommen, daß die staatliche Krankenversicherung eine medizinische
Betreuung für verstorbene Patienten mit einschließt, würden Psychia-
ter an vorderster Front auf allen Friedhöfen stehen, um dort Leichen
zu therapieren!)
All das ist ein grausamer, vollkommener Schwindel. Die Psychia-
trie sollte sofort vollständig abgeschafft werden und alle Kinder,
die bewußtseinsverändernde Medikamente erhalten haben, müßten
diese abgesetzt bekommen und sie stattdessen guter Ernährung zuge-
führt werden.
Wenn der Zusammenbruch Amerikas eintrifft und eine neue Ge-
sellschaft daraus hervorgeht, werde ich hart darauf dringen, daß die
psychiatrische 'Medizin' - wenn man sie überhaupt so bezeichnen
kann - vollständig abgeschafft wird. Praktisch ihre gesamte Pro-
duktionsmaschinerie wird von wahrhaftig verrückten, machthungri-
gen Wahnsinnigen am Laufen gehalten, die ihre Macht dazu miß-
brauchen, um Kinder (auch Erwachsene) zu Opfern zu machen. Es
gibt in der Gesellschaft KEINEN Platz für eine verfälschte
Psychiatrie, die auf fingierten Störungen beruht. Das ganze Tä-
tigkeitsfeld muß geschlossen, aufgelöst und gesetzlich verboten wer-
den."92
„Hier einige einleuchtende Wahrheiten, die im Zuge der Abschaf-
fung der psychiatrischen Quacksalber-Wissenschaftsindustrie erneut
bekräftigt werden müssen:

71
Normalität wird nicht durch medikamentöse Behandlung erzielt.
Normalität ist nicht das Nicht-Vorhandensein einer Reihe von Emo-
tionen. Das Leben schließt notwendigerweise Emotionen, Erlebnisse
und Verhaltensweisen mit ein, die von Zeit zu Zeit über die Abgren-
zungen des Alltäglichen hinausschreiten. Das bedeutet aber nicht, die
Leute hätten deswegen eine 'psychische Störung'. Es bedeutet nur,
daß sie keine biologisch gesteuerten Roboter sind."93
„Der deutsche Psychiater Wilhelm Griesinger hatte Mitte des
19. Jahrhunderts die Hypothese [!] formuliert, seelische Erkran-
kungen seien Erkrankungen des Gehirns. Seither versucht die
moderne Psychiatrie vergeblich [!], diese antizipierten, medizinisch-
biologischen Defekte nachzuweisen. Erklärungsmodelle, wie bei-
spielsweise die Dopamin-Hypothese gelten in der Fachwelt als ge-
scheitert. Objektive Untersuchungsmethoden, um festzustellen, ob
jemand psychisch krank ist oder nicht und welche psychische Krank-
heit ein Proband gegebenenfalls hat, kann die moderne Psychiatrie
trotz des enormen medizinischen und technischen Fortschritts auch
Anfang des 21. Jahrhunderts nicht anbieten. Bisweilen beschränkt
sich die psychiatrische Diagnostik auf Beobachtung und Interpretati-
on menschlichen Verhaltens. Häufig setzt die Psychiatrie ihre zwei-
felhaften Behandlungsmethoden nach dem Versuch- und Irrtum-
Prinzip ein.
Thomas Insel, Direktor des US-amerikanischen National Institute
of Mental Health (NIMH) hat genug vom Stochern im Nebel und
zieht jetzt Konsequenzen. Wie die renommierte wissenschaftliche
Fachzeitschrift Nature berichtet, streicht das NIMH Mittel für psych-
iatrische Forschung. Das NIMH hatte im Jahr 2013 100 Millionen
US-Dollar für klinische Versuche ausgegeben. Der klinische Psycho-
loge Bruce Cuthbert meint dazu: 'Wenn man ein negatives Ergebnis
herausbekommt, und man nicht weiß warum, und dann nach Zufalls-
prinzip etwas anderes versucht, ist dies eine unglaubliche Ver-
schwendung von Geld.'
Bereits im April 2013 hatte Insel die Fachwelt in Aufruhr versetzt,
als sein Institut die 5. Revision des psychiatrischen Diagnosehand-
buchs DSM (auch bekannt als die Bibel der Psychiatrie) zurückwies.

72
Die darin enthaltenen Krankheitsbilder seien nur ein Sammelso-
rium von Symptombeschreibungen und nicht valide. Das renom-
mierte Wissenschaftsmagazin 'Scientific American' spottete damals:
'Psychiatry in Crisis! Mental Health Director Rejects Psychiatric
«Bible» and Replaces with... Nothing'
Insel kündigte an, sein Institut werde in Zukunft nur noch solche
Forschungen finanzieren, die den von der Psychiatrie antizipierten
medizinisch-biologischen Ursachen sogenannter psychischer Erkran-
kungen auf den Grund gehen.
Experten wie der Nürnberger Diplom-Psychologe Hans Ulrich
Gresch befürchten jedoch, daß gerade dieser Vorstoß von Insel der
finale Todesstoß für die Pseudowissenschaft Psychiatrie sein
könnte. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit würde man
die von Insel postulierten, biologischen Ursachen für sogenannte
psychische Krankheiten sowieso nicht finden, weil es sie nicht gibt.
Und falls man wider Erwarten doch irgendwelche Gehirnerkrankun-
gen finden würde, die für Verhaltensauffälligkeiten verantwortlich
sind, wäre dafür ohnehin ein Neurologe und kein Psychiater zustän-
dig. Deshalb würde sich, wenn es nach Insel ginge, die Psychiatrie
selbst obsolet machen."94
Die Schlagzeile „DSM-V: Alle sind bekoppt" (Unterüberschrift:
„DSM-V: die goldkotende Wollmilchsau der Wahnsinns-Indu-
strie") vom 14. Dezember 2012 zu einem Artikel im Weltnetz zeigt,
daß sich die Wahrheit über das Psychiatrie(un)wesen immer mehr
durchsetzt.
„Bereits in der früheren Schaffensphase des DSM-V gab es Pro-
bleme und Skandale. Ich erinnere mich an eine Nachricht, die ich im
Sommer für das NEXUS-Magazin übersetzt habe:
'Eine Studie schürt Bedenken bezüglich der Unbefangenheit des
Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (Diagnosti-
sches und Statistisches Handbuch Psychischer Störungen, DSM),
herausgegeben von der American Psychiatric Association (Amerika-
nische Psychiatrische Vereinigung, APA). Die fünfte Auflage des
Werks, DSM-5, soll im Mai 2013 erscheinen.

73
Dr. Lisa Cosgrove von der Harvard-Universität und Dr. Sheldon
Krimsky von der Tufts-Universität analysierten und finanzierten
Enthüllungen über 141 Mitglieder der «Arbeitsgruppen», die das
Handbuch aufsetzten, und fanden heraus, daß 57 Prozent der
Individuen Verbindungen zur Industrie unterhalten. Mehr noch:
Die Arbeitsgruppe, die die meisten industrieverbundenen Mit-
glieder aufwies, war für Krankheiten zuständig, deren Behand-
lung in erster Linie medikamentös erfolgt. Ausgerechnet die vor-
gesehenen Änderungen bezüglich der Diagnostik dieser Krankheiten
werden besonders kontrovers diskutiert.
Quelle: New Scientist, 14.3.2013, http://tinyurl.com/82pwce9'
Auch das derzeit noch gültige Vorgängerwerk DSM-IV sorgt also
für Empörung in der Fachwelt. Im deutschen Wikipedia-Artikel zum
'Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders' heißt es un-
ter dem Punkt 'Kritik':
'Es wird kritisiert, daß das DSM-IV unwissenschaftlich [!] sei
und symptomorientierte, reduktionistische Fehler aufweise.
Ebenso moniert wird, daß alle [!] Autoren des DSM-IV Geld von
der Pharmaindustrie bekämen, während gleichzeitig DSM-IV -
Diagnosen Voraussetzungen für viele US-Versicherungsgesellschaf-
ten seien, Medikamente für Patienten zu bezahlen.'
Das alles paßt zu einem warnenden Gedanken des britischen Phi-
losophen und Mathematikers Bertrand Russell, den er in seinem
erstmals 1931 erschienenen Buch 'The Scientific Outlook' formulier-
te:
'Durch Injektionen, Medikamente und Chemikalien könnte die
Bevölkerung möglicherweise zur Akzeptanz all dessen bewegt wer-
den, was ihre wissenschaftlichen Meister für sie als das Beste erach-
ten.'
Beten wir, daß die praktizierenden Psychiater an der Basis den
Mumm und Verstand besitzen, einen solchen Schwachsinn nicht mit-
zumachen. Geld auf Kosten der Gesundheit und Freiheit unschuldi-
ger Menschen zu machen, bedeutet im Endeffekt, den Ast abzusägen,
auf dem man selbst sitzt. Psychopharmaka haben das Potential, den

74
Grundfesten unserer Gesellschaft den Nährboden zu entziehen. Und
dieser Nährboden, das sind wir - solange wir noch einigermaßen bei
uns sind - und unser gesunder Menschenverstand. Hab also den
Mut, den falschen Göttern in Weiß beizeiten klarzumachen, daß
du mehr bist als einfach nur eine Geldmaschine; sag 'Nein', sag
'Na-ahr, sag meinetwegen lFuck you!\ sag 'Pardon, doch diese
Pille schluck' ich nicht!' - Du hast jedes Recht dazu."95
Das tat mein Freund Markus Schmidt. Und wie fiel die Reaktion
der entsprechenden Ärzte/Therapeuten aus? Im „Ärztlichen Entlas-
sungsbericht" der entsprechenden Reha-Klinik fand sich die „Dia-
gnose": „In diesem Zusammenhang ... zeigte die Symptomatik
von Herrn S. Hinweise auf das Vorliegen eines systematisierten
Wahnsystems."
Fazit: Wer vor Ärzten/Therapeuten/Psychiatern seine Abneigung
gegen Psychopharmaka wiederholt zum Ausdruck bringt und sich
nicht überreden läßt diese Pillen zu schlucken, läuft (möglicherweise
nicht nur!) in bundesdeutschen Reha-Einrichtungen Gefahr, mit ei-
nem „systematisierten Wahnsystem" in Verbindung gebracht zu
werden.
Damit entlarvt sich diese „Seelenheilkunde" selbst!
Übrigens: Sind es nicht geradezu „medizinische" Scharlatane, die
solch einen Quatsch zu Papier bringen, nur um einen mündigen Bür-
ger zu diffamieren? Haben sie nicht das Wohl „ihres" sogenannten
„Patienten" im Sinn, wenn es darum geht, Psychopharmaka an den
Mann zu bringen? Warum sollte ein „Arzt" bzw. „Therapeut" über-
haupt ein Interesse daran haben, die Abneigung einer Person gegen -
nachweislich äußerst schädliche! - Psychopharmaka in einem „Ärzt-
lichen Entlassungsbericht" explizit zu Papier zu bringen?

75
David Rosenhan stellt die Psychiatrie bloß
Was grundsätzlich das Thema „Fehldiagnosen" anbelangt, so kam
Stefanie Schneider in ihrem Artikel „Antidepressiva unter Kritik" am
11. Januar 2005 auch auf eine Buchveröffentlichung von Jörg Blech
zu sprechen, die aufzeigen soll, „wie Pharmaindustrie und Ärzte-
schaft sich durch das Erfinden von Krankheiten neue Zielgruppen
erschließen und weitere Marktanteile sichern. Wie aus einstmals ge-
sunden und putzmunteren Leuten arme Kranke gemacht werden,
möchte sein Buch 'Die Krankheitserfinder' belegen. Dabei spart der
Autor auch die psychischen Erkrankungen nicht aus, da dieser Be-
reich von jeher unter Generalverdacht stand, besonders viele Simu-
lanten hervorzubringen.
'Kapitel 5: Wahnsinn wird normal
Wie unterscheidet man einen Verrückten von einem Gesunden?
David Rosenhan, Psychologe an der Stanford University in Kalifor-
nien, hat es 1968 ausprobiert, im Selbstversuch....
Er ließ sich Bartstoppeln sprießen und trug dreckige Kleidung.
Dann vereinbarte er unter falschem Namen einen Termin in einer
psychiatrischen Anstalt...
In der Aufnahmestation berichtete Rosenhan den Ärzten von
Stimmen, die er gehört haben wollte. Diese seien kaum zu verstehen
gewesen, hätten aber leer, dumpf und hohl geklungen ,.."96
Bei „Wikipedia" steht hierzu zu lesen: „Das Rosenhan-Experi-
ment war eine Untersuchung zur Zuverlässigkeit von psychiatrischen
Diagnosen, die zwischen 1968 und 1972 von David Rosenhan
durchgeführt und 1973 unter dem Titel Ort Being Sane in Insane Pla-
ces im Science-Magazin veröffentlicht wurde (Titel der deutschen
•• Oy
Ubersetzung: Gesund in kranker Umgebung).''''
Beim zweiten Teil der Studie „meldeten sich acht unterschiedliche
Personen (ein Psychologiestudent, drei Psychologen, ein Psychiater,
ein Kinderarzt, ein Maler und eine Hausfrau; drei von ihnen waren
Frauen, fünf Männer) bei insgesamt zwölf psychiatrischen Anstalten

76
an und behaupteten bei der Aufnahmeuntersuchung, sie hätten Stim-
men gehört, die, soweit man sie verstehen konnte, die Worte 'emp-
ty', 'hollow' und 'thud' sagten ('empty' bedeutet 'leer', 'hollow'
bedeutet 'hohl' und 'thud' hat viele Bedeutungen: Bums, Plumps,
dumpfer Aufschlag, aufprallen, aufschlagen, dröhnen, dumpf auf-
schlagen. 'heart thudding' bedeutet 'mit pochendem Herzen'). Nach-
dem sie in die jeweilige Klinik aufgenommen worden waren, verhiel-
ten sie sich wieder völlig normal. Bei der Anmeldung gaben sie ei-
nen falschen Namen und falsche Details über ihre Erwerbstätigkeit
an, blieben aber sonst bei der Wahrheit.
Jede der Testpersonen wurde aufgenommen, bei elf Anmeldungen
wurde eine Schizophrenie diagnostiziert, bei einer eine manisch-
depressive Psychose. Während des Tests wurde keine [!] Testperson
vom Personal als gesund erkannt. Da die Testpersonen während des
Klinikaufenthalts aber keine Symptome mehr zeigten, wurden sie
schließlich nach durchschnittlich 19 Tagen (in einem Fall sogar 52
Tagen) entlassen, allerdings nicht als geheilt, sondern als symptom-
frei. Den Testpersonen wurden insgesamt 2100 Tabletten sehr
verschiedener Medikamente gegeben, die diese jedoch heimlich
nicht einnahmen. Sie protokollierten alle Ereignisse genaustens -
erst heimlich und später öffentlich, weil es niemand beachtete. (In
den Protokollen der Anstalten wurde diese Tätigkeit normalerweise
als pathologisches Schreibverhalten aufgeführt.)" 98
„Mit Leichtigkeit gelang es vor einigen Jahren dem amerikani-
schen Psychiater David L. Rosenhan, die Urteilsschwäche seiner
Berufsgenossen zu entlarven. Rosenhan und sieben seiner Mitarbei-
ter begaben sich in verschiedene Nervenkliniken, wo sie allerlei see-
lische Beschwerden vortäuschten. Das Ergebnis: Alle acht Simulan-
ten wurden für krank erklärt, mit Tabletten vollgestopft und nach
geraumer Zeit als 'vorübergehend symptomfreie Schizophrene' wie-
der entlassen.
Und auch die Gegenprobe klappte: Als Rosenhan anschließend
einer Nervenklinik mitteilte, er werde sein Experiment dort wieder-
holen, reagierten die verunsicherten Ärzte in dieser Anstalt genau

77
umgekehrt - innerhalb der nächsten drei Monate wiesen sie von 193
neu aufgenommenen Kranken 23 als Pseudo-Patienten zurück.
Eine Minderheit der Doktoren allerdings hält psychiatrische
Diagnosen überhaupt für entbehrlich, wenn nicht gar für schäd-
lich. In ihren Augen gleichen die diagnostischen Formeln eher einem
sozialen Stigma, das bestimmten Personen mit irritierendem Verhal-
ten aufgeprägt wird, damit sie anschließend wie Verbrecher, doch
ohne Schuldnachweis 'hinter Schloß und Riegel' gebracht werden
können: So zumindest sieht es der aus Ungarn stammende, heute in
New York tätige Psychiatrie-Professor Thomas S. Szasz.
Für den Häretiker Szasz steht fest, daß 'im allgemeinen die soge-
nannten Irren nicht so sehr gestört als vielmehr störend sind' und die
Schizophrenie, als Krankheit verstanden, nichts weiter ist als
eine 'Erfindung der Ärzte' die, der öffentlichen Ordnung zuliebe,
im Umgang mit den Störenfrieden 'lieber die Rolle des Polizisten als
die des Arztes spielen'.
Die Szasz-Kritk, so überzogen [sic!] sie sein mag, rührt gleich-
wohl an einen empfindlichen Nerv der Psychiatrie. Denn der Vor-
wurf, sie stehe in einem kompromittierend engen Bündnis mit
den jeweils herrschenden Ordnungsmächten, begleitet sie, seit sie
sich als medizinische Spezialbranche etabliert hat. Das ist noch nicht
allzu lange her. Bis ins 18. Jahrhundert nämlich hatten sich die Ärzte
um die Geisteskranken kaum gekümmert."99
„Gibt es Medikamente für die Seele?", fragte Dr. med. Piet West-
dijk aus Basel in der Schweiz in einem Referat provokant, und gab
hierzu zu bedenken: „Eine schwierige Frage, weil sich sofort die
Frage stellt: Was ist Seele oder auf griechisch: Psyche? Mit dieser
Frage kommen wir sofort in den Bereich der Philosophie und Theo-
logie. Bleiben wir vorerst aber praktisch. Es geht um Medikamente,
die auf Verordnung meiner Kollegen verabreicht werden. Der Name
dieser Medikamentengruppe lautet offiziell 'Psychopharmaka', also
Pharmaka für die Psyche, für die Seele, oder gegen die Seele?"100
Die heutige Pharmaindustrie nimmt den Trugschluß, „neurolo-
gisch aktive Substanzen hätten eine direkte Wirkung auf die Psyche,

78
sehr geschickt auf und ist die letzten 10 Jahre sehr aktiv, wenn es um
die Propaganda für ihre Mittel geht: Sie spricht psychische Probleme
an, wie Traurigkeit, Angst, Streß und sogar Sinnlosigkeit, die mit
ihren Mitteln angegangen werden können. Die Medien helfen tatkräf-
tig mit: es wird über Glückspillen geschrieben; einerseits werden
Drogen wie Heroin und Kokain verteufelt und andererseits die neu-
en, übrigens sehr teuren, Antidepressiva wegen ihren kokainähnli-
chen Wirkungen (Antrieb, Glück, Farbe im Leben, kein Zwang
mehr) angepriesen. Das Resultat ist, daß im Jahre 1998 in der
Schweiz für mehr als 300 Millionen Franken an Psychopharmaka
verkauft wurde."101
„Hinter der biologischen Psychiatrie steckt meines Erachtens der
philosophisch materialistische Gedanke, daß es die Psyche gar nicht
gebe oder daß psychische Funktionen anatomisch (oder im Mikrobe-
reich: histologisch) und physiologisch unserem Gehirn zuzuordnen
seien. Es sei nur eine Frage von Zeit, bis die Wissenschaft (das heißt
die Naturwissenschaft, nicht etwa die Geisteswissenschaft) so weit
fortgeschritten ist, daß auch differenziertere psychische Funktionen
wie Selbstsicherheit, Disziplin, oder auch Liebesfähigkeit und sogar
Intelligenz biologisch, das heißt ohne Gespräch beeinflußt werden
können. Biologisch heißt hier medikamentös, mikrochirurgisch, gen-
technologisch, Elektroschocktherapie usw."102
„Bevor wir zur Frage übergehen, was die Medikamente wirklich
bewirken, möchte ich eine letzte kritische Bemerkung an die Adresse
meiner 'biologischen' Kollegen machen. Wenn diese Kollegen in
ihrer Annahme, es handele sich bei den psychiatrischen Krankheiten
um Stoffwechselstörungen im Gehirn, recht hätten, müßten sie mei-
ner Meinung nach Neurologe werden und sich in dieser Berufsidenti-
tät der Hirnforschung widmen. Der Kontext der biologischen Psych-
iatrie ist eigentlich sehr fragwürdig. Diese wird nämlich mehr von
der Pharmakologie her bedingt als von der Neurologie. Wenn man
dieses Phänomen mit einer anderen medizinischen Disziplin verglei-
chen würde, zum Beispiel mit der Kardiologie, würden Kardiologen
mit Hilfe der Pharmakologie der Herzmittel die Herzstörungen erfor-
schen und die Herzphysiologen auf die Seite lassen. Wenn man dies-

79
bezüglich die Neurologen befragt, erklingen gegenüber der biologi-
schen Psychiatrie eher kritische Töne."103
Zu der Frage „Was machen diese Medikamente wirklich?", stellt
Dr. med. Piet Westdijk fest: „Psychopharmaka wirken auf der
Ebene des Körpers, vor allem im Gehirn, im zentralen Nervensy-
stem, die Schaltstelle der Sensorik (Sinnesorgane), zentraler
Funktionen und Motorik. Ein natürlich reduktionistisches aber jetzt
zum Verständnis hilfreiches Bild des Hirnes ist der Computer, der
Informationsverarbeiter mit seinem Input gleich Sensorik, black box
gleich zentraler Funktionen und Output gleich Motorik.
Die sogenannten Psychopharmaka wirken auf die zentralen Hirn-
funktionen, wie erstens das Vegetativum, das für die Regulierung der
inneren Organe und Systeme besorgt ist, das heißt für Kreislauf, At-
mung, Verdauung, Entsorgung, Sexualität, Stoffwechsel, Hormonsy-
steme etc. und zweitens die Koordination von Sensorik und Motorik.
Weiter gibt es Wirkungen auf das Bewußtsein, das Gedächtnis und
auf die mehr oder ausschließlich menschlichen Funktionen wie Ver-
stehen, Denken und Sprache (alles sehr vereinfacht wiedergegeben).
Nach den heutigen Erkenntnissen greifen die Medikamente dort
ein, wo Neuronen, das sind Nervenzellen, sich verbinden, und zwar
mittels sogenannter Neurotransmittoren. Es gibt - ist anzunehmen -
zahllose solche Substanzen. Nur einige sind uns bekannt ... Diese
Neurotransmittoren werden vom einen Neuron ausgesandt, über die
Synaps-Spalte zwischen den Neuronen geschickt, und passen auf
bestimmte Rezeptoren des anderen Neurons — wie ein Schlüssel in
nur ein bestimmtes Schlüsselloch. Die Medikamente stören einfach
aber treffend gesagt den Metabolismus dieser Neurotransmittoren, so
daß die Reizübertragung der Nervenzellen gestört wird. Zum Teil
kann dies für den Menschen positive Folgen haben, teilweise aber
auch vor allem bei langfristiger Verwendung eher negative Folgen.
Eine positive Wirkung ist die Sedierung oder Ruhig-Stellung oder
schöner 'Beruhigung' der betroffenen Menschen, was zwar auch als
Nebenwirkung verzeichnet wird. Lösung der Problematik der als
lästig empfundenen Sedierung ist die Einnahme vor dem Schlafen:

80
Erst schläft man besser ein und durch und weiter merkt man die son-
stige Beeinträchtigung nicht. Die Sedierung hat vor allem dann posi-
tive Folgen, wenn es um die sogenannte produktive psychotische
Symptomatik wie Stimmen-hören und Wahnideen [sic!] geht. Fürs
Wahrnehmen und Denken überhaupt braucht der Mensch ein
voll funktionstüchtiges Gehirn. Wenn das Gehirn sediert wird,
werden automatisch auch Störungen im Wahrnehmen und Den-
ken sediert. Es ist vergleichbar mit der folgenden Behandlung von
Unfallrisikos im Gebrauch des Autos: Wenn man dafür sorgt, daß
das Auto nur 100 Stundenkilometer fahren kann, gibt es weniger
Unfälle; wenn man dafür sorgt, daß das Auto gar nicht mehr fahrt,
gibt es gar keine Unfälle mehr. Wenn man bei den paranoid-
halluzinatorischen Patienten nachfragt (wer macht das aber schon?),
was nach Tabletteneinnahme eigentlich subjektiv abläuft, sagen die
Meisten, daß zum Beispiel die Stimmen nicht verschwinden, sondern
eher in den Hintergrund treten würden, wodurch die Aufmerksamkeit
auf anderes gerichtet werden könne.
Eine weitere positive Wirkung ist die Stimmungsaufhellung bei
den sogenannten Antidepressiva, die nach frühestens 7-10 Tagen zu
erwarten ist, aber nicht immer auftritt. Wie diese euphorisierende
Wirkung zu erklären ist, weiß man nicht. Die antriebsteigernde Wir-
kung kann eher erklärt werden. Es würde wie Amphetamin oder
Speed, das sehr ähnlich mit dem bekannten Adrenalin ist, wirken und
einfach antreiben. Wenn eine Person mehr 'power' spürt, kann sie
darauf vielleicht stimmungsmäßig positiv reagieren. Es wäre mit der
Situation zu vergleichen, in der jemand zu viel zu tun hat, alleine
damit nicht fertig wird, darunter leidet, und entlastet wird, wenn eine
zweite Person mit derselben Arbeit beauftragt wird. Wenn er aber
nicht so reagiert, weil die Stimmungsproblematik nicht im Zusam-
menhang mit Streß, etc. steht, kann die künstliche Antriebssteigerung
gefährlich ausarten, nämlich in mehr Energie bei schlechter suizida-
ler Stimmung und so in einen gelungenen Suizid. Die Antriebssteige-
rung der neuen Antidepressiva, die in aller Mund sind, wie Fluctin
zum Beispiel, in Amerika Prozac und Glückspille genannt, ist so zu
erklären."104

81
„Die Nebenwirkungen der Medikamente sind an sich weitere
Auswirkungen der Funktionsstörungen der betroffenen Neurotrans-
mittoren. ... Ich nenne die Mundtrockenheit bei fast allen Psycho-
pharmaka ... Eine weitere Nebenwirkung ist die Appetitsteigerung
und darauffolgende Gewichtszunahme bei vor allem den Neurolepti-
ka. ... Beispiele für schwerere zum Teil bleibende negative Folgen
dieser Medikamente sind die meisten Neuroleptika für psychotische
Zustandsbilder und das L-Dopa für die Parkinsonsche Krankheit. Bei
deren Wirkung reagiert der Körper nämlich unter anderem mit einem
Wachstum der Anzahl der Rezeptoren und neutralisiert dabei teilwei-
se die Wirkung des durch das Mittel erhöht konzentriert gewordenen
Neurotransmitters."105
„Zusammenfassend möchte ich feststellen, daß die sogenann-
ten Psychopharmaka keine Mittel sind, die primär die Seele oder
die Psyche beeinflussen, sondern lediglich das zentrale Nervensy-
stem. Ich möchte deshalb vorschlagen, den Namen Psychopharmaka
zu streichen und an ihre Stelle von Neuropharmaka zu sprechen.
Selbstverständlich kann ich Ihnen dies aber nicht vorschlagen. Ich
müßte dies im Rahmen einer wissenschaftlichen Publikation tun.
Am Schluß dieses Referats möchte ich gerne kurz auf die ein-
gangs gemachte Bemerkung eingehen, daß die Frage im Titel des
Referats eigentlich die Bereiche der Philosophie (Erkenntnistheorien)
und sogar der Theologie (Menschenbild) betrifft. Es ist die Frage
über Leib und Seele, die im Verlauf der Menschheitsgeschichte be-
reits zahllose Male gestellt wurde. Entsprechend zahllose Theorien
wurden erstellt. Eingehen auf diese Geschichte kann ich jetzt nicht.
Es würde den Rahmen des Referats und leider auch meiner Kompe-
tenz völlig sprengen. Ich kann es aber doch nicht sein lassen, Ihnen
kurz meine diesbezügliche Ansicht mitzuteilen. Diese Ansicht soll
nur zum weiteren Denken und zu Diskussionen anregen, mehr nicht.
Das ZNS [Anm.: Zentralnervensystem] wird häufig als Sub-
strat für die Psyche bezeichnet. Ich gehe damit einig, solange damit
nicht behauptet wird, daß das ZNS direkt lineär-kausale Verbindun-
gen zur Psyche hat. Um das Bild des Computers wieder aufzuneh-
men: man darf Hard- und Software nicht auf eine Ebene stellen. Man

82
kann zum Beispiel ein Problem im Windowsprogramm nicht auf der
Hardware-Ebene lösen, indem man zum Beispiel einen Mikrochip
auswechselt oder so. Biologische Psychiater scheinen diesem Irrtum
unterlegen zu sein. Ich sehe unsere Psyche in informationswissen-
schaftlichem Sinne als eine Art höhere Organisationsstufe unseres
Organismus an, in der nur Veränderungen ausgelöst werden können,
wenn man auf derselben Stufe einsteigt. Praktisch gesehen sind
deshalb psychische Störungen nur auf der Ebene der Psyche, das
heißt im Gespräch, in der Beziehung, zu lösen und nicht auf ei-
ner tieferen Stufe. Selbstverständlich passiert etwas in der Psyche,
wenn man am Hirn 'fummelt', so wie etwas passiert im Windows-
programm, wenn man einen Chip auswechelt. Selten passiert aber
das, was man beabsichtigt hat. Ein anderes Bild: Als unser alter
Fernseher nicht funktionierte, half manchmal ein Klapf, eine Erschüt-
terung, ohne daß ich verstand, warum. So sehe ich den seltenen mei-
stens aber nur kurzlebigen Erfolg einer Schocktherapie oder auch
einer medikamentösen Therapie. In der konstruktivistischen Thera-
piesprache spricht man hier von Stören und Einladen zur erneuten
Selbstorganisation. Direkt ursächlich eingreifen ist von dieser Theo-
rie her gesehen unmöglich. Beim Stören geht es um das Maß der
Störung. Wenn man zu viel stört, gibt es irreversible Änderungen, die
man auch destruktiv nennen kann. Und dies ist leider was bei dieser
Neuropharmakaverabreichung beobachtet wird und meines Erachtens
nicht in Kauf genommen werden darf.
Meine Alternative ist deshalb das Ernst-nehmen der psychi-
schen Probleme auf der zwischenmenschlichen psychosozialen
Ebene, wobei das einzige Hilfsmittel meine Psyche ist. Dies ge-
schieht an sich in der Psychotherapie, was aber wieder eine andere
Geschichte wäre. Schließlich muß ich Ihnen noch persönlich sagen,
daß ich als Christ mit dieser Anschauung mehr anfangen kann als mit
der deterministischen biologischen Psychiatrie, die für das Wirken
Gottes herzlich wenig Raum übrigläßt."106

c.

83
Wer gilt nach Meinung von Psychiatern als
„psychisch krank"?
Psychiatrie und Religion stehen sich diametral gegenüber, wie et-
wa die Aussage des führenden US-amerikanischen Kinderpsycholo-
gen Dr. Paul Brandwein (1912-1994), der auch Lehrer unterwies, wie
sie „Geisteskrankheiten" bei Schulkindern erkennen konnten (in den
USA haben alle Schulen der Regierung einen Psychologen!) zeigt:
„Jedes Kind, das an Gott glaubt, ist geistesgestört."107
„Im Moment, da man nach Sinn und Wert des Lebens fragt, ist
man krank"108, behauptete bereits Sigmund Freud (1856-1939), Be-
gründer eines sexualistischen und antichristlichen Ideengebäudes
(der sogenannten Psychoanalyse), allen Ernstes.
Laut Psychologen wie Brandwein und Psychoanalytikern wie
Freud gelten also Kinder, die an Gott glauben, und Personen, die
nach dem Sinn des Lebens fragen, als „geisteskrank"!
Dabei waren bzw. sind einige der klügsten Köpfe der Mensch-
heitsgeschichte von der Existenz Gottes fest überzeugt:
Der Astronom Wilhelm Herschel (1738-1822): „Je mehr das Feld
der Wissenschaft sich erweitert, desto zahlreicher [!] und unverwerf-
licher [!] werden die Beweise für die ewige Existenz einer schöpferi-
schen und allmächtigen Weisheit."109
Johann Heinrich Mädler (1794-1874), deutscher Astronom,
Schöpfer der ersten Mondkarte: „Ein echter Naturforscher kann
kein [!] Gottleugner sein. Wer so tief wie wir in Gottes Werkstatt
hineinschaut und soviel Gelegenheit hat, seine Allwissenheit und
ewige Ordnung zu bewundern, der muß in Demut seine Kniee beu-
gen vor dem Walten des heiligen Gottes."110
Arthur Stanley Eddington (1882-1944), britischer Astrophysiker:
„Der Gedanke eines allumfassenden Verstandes oder Logos wäre
beim gegenwärtigen Stand der Wissenschaftslehre - wie ich meine -
eine völlig einleuchtende Schlußfolgerung."111

84
Dr. Wernher von Braun (1912-1977), Raketeningenieur, Wegbe-
reiter der Raumfahrt: „Die Großartigkeit des Kosmos bestärkt mich
nur in der Gewißheit, daß es einen Schöpfer gibt ... Die im Univer-
sum geltenden Naturgesetze sind so präzise, daß wir ohne Schwie-
rigkeit ein Raumschiff bauen können, das auf den Mond fliegt und
dessen Flugzeit wir auf den Bruchteil einer Sekunde genau berech-
nen können. Diese Gesetze müssen von jemandem festgelegt worden
sein."112
Der 1946 in London geborene Paul Davies, ein britischer Astro-
physiker: „Den Gleichungen der Physik wohnt eine wunderbare
Simplizität, Eleganz und Schönheit inne. Das an sich reicht für mich
aus zu beweisen, daß es einen Gott geben muß [!], der für diese Ge-
setze und für das Universum verantwortlich ist."113
Andrew Mclntosh, Mathematiker: „Das größte Hindernis für die
Evolutionstheorie in Bezug auf die Ursprungsfrage ist der Umstand,
daß Information nicht mit den Größen der Physik und Chemie defi-
niert werden kann. Ideen, die in einem Buch aufgeschrieben sind,
sind nicht dasselbe wie das Papier und die Druckerschwärze, die das
Buch ausmachen. Die selben Wörter und Gedanken können durch
völlig verschiedene Medien übertragen werden (z.B. durch einen
Computer oder eine CD-ROM, eine Floppydisk oder ein Tonbandge-
rät). Die Chemikalien in den Zellen definieren die Botschaft
nicht, die sie tragen. Sinnvolles kann nicht spontan entstehen, denn
Sinnvolles setzt Intelligenz und Verstand voraus."114
C.S. Lewis (1898-1963), Schriftsteller und Literaturwissenschaft-
ler: „Wenn das Sonnensystem durch eine zufällige Kollision ent-
standen wäre, müßte auch das organische Leben auf dieser Erde
ein Zufall sein. Die ganze Evolution des Menschen wäre dann Zu-
fall. Dann wären all unsere Denkprozesse zufällig - das zufällige
Nebenprodukt der atomaren Bewegungen. Das gilt sowohl für die
Materialisten als auch für die Astronomen und ebenso für alle übri-
gen. Wenn aber die Gedanken - zum Beispiel die der Materialisten
oder Astronomen - gewöhnliche zufällige Nebenprodukte sind,
warum sollten wir dann glauben, daß sie stimmen? Ich sehe kei-

85
nen Grund dafür, zu glauben, daß mir der Zufall die richtige Antwort
auf all die übrigen Zufälle gibt."115
Werner Heisenberg (1901-1976), Atomphysiker, der die Physik
des 20. Jahrhunderts wesentlich mitbestimmt hat, und 1927 die nach
ihm benannte Heisenbergsche Unschärferelation formulierte, welche
eine der fundamentalen Aussagen der Quantenmechanik trifft: „Der
erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaften macht
atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott."116
John Haidane, Professor der Genetik, London Universität: „Es
scheint mir in hohem Maße unwahrscheinlich, daß der Geist ein
bloßes Nebenprodukt der Materie ist. Wenn nämlich meine geisti-
gen Prozesse einzig und allein von den Bewegungen der Atome in
meinem Gehirn bestimmt werden, habe ich keinen Grund anzuneh-
men, daß meine Ansichten wahr sind. Sie mögen chemisch korrekt
sein, aber das macht sie nicht logisch korrekt. Und daher habe ich
keinen Grund anzunehmen, daß mein Gehirn aus Atomen zusam-
mengesetzt ist.
Um der Notwendigkeit zu entkommen, mir sozusagen den Ast,
auf dem ich sitze, abzusägen, bin ich gezwungen zu glauben, daß der
Geist nicht gänzlich materiell bedingt ist."117
Obwohl einige der intelligendesten Köpfe bereits seit Jahrhunder-
ten von der Existenz eines Schöpfers sprechen, wollen uns nicht we-
nige Psychologen bzw. Psychiater weismachen, der Glaube an Gott
käme einer regelrechten „Geisteskrankheit" gleich.
Dabei gehen sie sogar noch einen Schritt weiter als nur diejenigen
als „psychisch krank" zu bezeichnen, die die Meinung von Leuten
wie Wilhelm Herschel, Wernher von Braun oder Werner Heisenberg
teilen ...

86
Die Diffamierung Jesu Christi als
„Geisteskranker"
Die Schlagzeile „War Jesus verrückt? - Eine Untersuchung der
geistigen Gesundheit Jesu. War er verrückt?" zu einer Meldung auf
der Internetseite des IBKA („Internationaler Bund der Konfessions-
losen und Atheisten e.V."), zeigt, mit was für einer Geisteshaltung
man es bei der materialistischen Psychiatrie zu tun hat, die den Men-
schen nur als eine biochemische Maschine betrachtet.
Ursprünglich erschien der von Don Havis (San Mateo, Kaliforni-
en) verfaßte Artikel (Übersetzung: Ruth Hofbauer) in „Secular Nati-
on", in der Ausgabe von April-Juni 2001: „Ich möchte nun eine Rei-
he der bekanntesten Autoren auflisten, die die Frage nach Jesu gei-
stiger Gesundheit angepackt haben, und die Summe ihrer Meinungen
präsentieren. Der wahrscheinlich berühmteste Kritiker der letzten
200 Jahre war David Friedrich Strauß. In seinem ersten Buch 'Das
Leben Jesu' von 1835 vertrat er die Meinung, daß Jesus einfach ein
'religiöser Fanatiker' war. In seinem zweiten Buch 'Das Leben
Jesu' von 1864 stellte er fest, daß Jesu Fanatismus 'an Wahnsinn
grenze'.
Ein anderes Werk war Oskar Holtzmanns 'War Jesus Extatiker?'
von 1903. Ja! Er fühlte, daß er es war! 'Ekstatisch' ist eine nette Art
zu sagen, daß Jesus nicht im engen Kontakt mit der Wirklichkeit
war.
Emil Rasmussen schrieb im Jahre 1904: 'Jesus, A Comparative
Study in Psychopathology' (Jesus, eine vergleichende Studie in Psy-
chopathologie). Er folgert darin, daß Jesus ein Epileptiker war. Er
weist auf zwei Arten von epileptischen Anfällen hin, einen kleineren
in Gethsemane und einen großen bei der Reinigung des Tempels. Er
bietet noch andere kleinere Beweise an; sein Buch wird jedoch von
den meisten anderen Autoren zu diesem Thema verworfen.
Ein weiterer Autor war Dr. George de Loosten, der sein Buch:
'Jesus Christ from the Standpoint of a Psychiatrist' (Jesus Christus

87
vom Standpunkt eines Psychiaters aus) im Jahre 1905
veröffentlichte. De Loosten erklärt Jesu bizarres Verhalten mit
schlechter Vererbung [!], die ihn zu einem 'Degenerierten mit
bestimmten Wahnvorstellungen [!]' machte. Natürlich war Dr. de
Loosten nicht sehr populär unter Christen. Seine Ideen fanden keine
weitverbreitete Akzeptanz.
Auch Dr. Charles Binet-Sangle nahm die Frage nach Jesu geisti-
ger Geundheit auf. Sein Buch: 'La Folie de Jesus' (Das Irresein
Jesu) erschien 1910 in Paris. Der Titel sagt alles. Dr. Binet-Sangle
bezeichnet Jesus als verrückt. Er bezeichnet seine Krankheit als
'religiöse Paranoia'. Seine psychiatrische Studie über Jesus legt
besonderen Nachdruck auf verschiedene Ereignisse, aus denen der
Arzt auf Halluzinationen schließt. Er identifiziert 7 Halluzinationen -
2 als rein visuell und 5 als visuell zusammen mit dem Hören von
Stimmen. Im Jahre 1912 veröffentlichte der prominente New Yorker
Psychiater Dr. William Hirsh: 'Religion and Civilization - Conclu-
sions of a Psychiatrist' (Religion und Zivilisation - Folgerungen
eines Psychiaters). Dr. Hirsh zählt verschiedene Vorfälle von ab-
weichendem Verhalten auf Seiten Jesu auf. Er stimmt mit Binet-
Sangle hinsichtlich der Halluzinationen überein und weist hin auf
seinen 'Größenwahn, der unaufhörlich und unermeßlich an-
stieg'. Dr. Hirsh's Erkenntnisse sind durchaus folgerichtig. Er sagt,
Jesus war 'paranoid', simpel und einfach. Er fügt hinzu: 'Alles,
was wir über Jesus wissen, stimmt so perfekt mit dem klinischen
Bild der Paranoia überein, daß es schwer zu akzeptieren ist, daß die
118
Menschen sogar die Genauigkeit der Diagnose in Frage stellen'.
„Jesu Größenwahn [sic!] und Verblendung [sic!], er sei der 'Aus-
erwählte', von seinem Vater (Gott) gesandt, die 'Auserwählten' zu
erretten, scheint zu wachsen und zu wachsen. In einer Stellungnahme
von A. J. Mattill Jr. in 'The Book Your Church Doesn't Want You
To Read' (Das Buch, von dem deine Kirche nicht will, daß du es
liest) lesen wir: 'Je mehr Jemand an das Abbild Jesu in den vier
Evangelien glaubt, desto schwieriger ist es, den Geisteszustand Jesu
zu diskutieren.'" 119

88
„Ich überlasse es dem Leser, seine oder ihre eigenen Folgerungen
aus den Betrachtungen über Jesu geistige Gesundheit zu ziehen.
Meine Meinung ist die, daß man mutmaßen kann - sogar wenn man
den allgemeinen Mangel an Bildung und die abergläubige Natur der
Zeiten berücksichtigt - das Jesus zumindest ein geistig gestörter
religiöser Fanatiker war. Wenn biblische Berichte über Visionen als
Halluzinationen interpretiert werden können und wenn die egomani-
schen Ansprüche auf eine messianische Sendung im Evangelium des
Johannes wörtlich zu nehmen sind, dann scheint das Urteil einer
schwerwiegenden Psychose (Wahnsinn) angebracht. ... Das Fra-
gezeichen der meisten modernen Fachleute für geistige Gesundheit
genügt, sich darüber im Klaren zu sein, daß es klug ist, extrem arg-
wöhnisch Jemandes Geisteszustand zu beobachten, der ein aufbrau-
sendes Wesen zur Schau trägt, öffentliche und visuelle Halluzinatio-
nen hat, und der sich auf eine spezielle Verbindung zum Übernatürli-
chen beruft." 120
„Die Psychiatrie bezeichnet Jesus als einen paranoiden Schi-
zophrenen" stand im September 2012 zu einer Meldung in der Pu-
blikation „The Journal of Neuropsychiatry and Clinical Neuroscien-
ces 2012; 24:410-426) im Weltnetz zu lesen: „Die Erlebnisse Jesu'
können möglicherweise im Rahmen der paranoiden Schizophre-
nie oder psychotischen Störung in Begriffe gekleidet werden ...
Andere vertretbare Möglichkeiten könnten unter anderem bipolare
und schizoaffektive Störungen ... Überreligiosität ... Selbstmord-in-
Vertretung - wobei ein solcher als Vorfall beschrieben wird bei dem
ein zum Selbstmord entschlossenes Individuum seinen eigenen Tod
hervorruft, indem dieser von einer anderen Person vollzogen wird -
sein."121
Großen Heiligen der von Jesus Christus gestifteten römisch-
katholischen Kirche werden ebenfalls psychiatrische „Diagnosen"
untergeschoben, so etwa der hl. Johanna von Orléans (1412-1431).
Unter der Überschrift „Hungrige Heilige" berichtete der „Spiegel"
am 16. Oktober 2000 in diesem Zusammenhang über einen Bonner
Geschichtsprofessor, der sich gleich am Anfang seines Buchs bei den
Lesern entschuldigt. „Eigentlich habe er ein Werk über Frankreich

89
im frühen 15. Jahrhundert verfassen wollen, aber leider, leider sei
wieder eine Lebensbeschreibung der französischen Nationalheiligen
dabei herausgekommen - 'noch ein Buch über Jeanne d'Are', kom-
mentiert Heinz Thomas zerknirscht die kaum originelle Wahl seines
Themas."122
Der Autor liefere „reichlich Stoff für lustvolle Laienlektüre und
genüßlichen Gelehrtentratsch. Spannendste und solide untermauerte
Vermutung: Johanna von Orléans (gestorben 1431) habe an Ano-
rexia nervosa gelitten, der berüchtigten Pubertätsmagersucht.
Inneres Launengewoge, äußere Ruhelosigkeit, fehlende Monatsblu-
tungen, von diesen typischen Symptomen wissen die Quellen aller-
dings manches zu berichten. Jeannes Page etwa gab zu Protokoll, die
Möchtegern-Heilige [sic!] habe an manchen Tagen nur ein Stück
Brot gegessen. Im Kerker bekam sie einmal einen Karpfen, und der
wiederum bekam ihr gar nicht: die Holde spie die halbe Nacht, zu
fett das Vieh für ihren askesegewohnten Magen. 1
Die Stimmen und Visionen, von denen die jungfräuliche Femme
fatale [sic!] heimgesucht wurde und über die ganze Wissenschaftler-
Legionen rätselten, könnten von der Magersucht [!] zumindest mit
ausgelöst worden sein: Möglicherweise waren es Hungerhalluzi-
nationen.
Neben solch psychiatrischer Ferndiagnose präsentiert Thomas
noch einige andere Neuigkeiten. So zieht er gegen jene Biografen zu
Felde, die behaupten, die wehrhafte Maid sei eher ein religiöses
Maskottchen gewesen und habe gar nicht in die Kriegsführung ein-
gegriffen. Thomas liefert ausreichende Belege für Jeannes ausge-
prägte und ausgelebte Kampfeslust [sic!]."
Bereits unser Herr und Erlöser Jesus Christus warnte uns eindring-
lich: „Denkt an das Wort, das ich euch sagte: Ein Knecht ist nicht
größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, werden sie auch
euch verfolgen" (Joh 15, 20).
Gut möglich, daß Christen ebenfalls „Persönlichkeitsstörungen"
oder „Schizophrenie" angedichtet werden und sie ins Visier derjeni-

90
gen Kreise geraten, die alles dafür tun, um den einzig wahren Glau-
ben vom Erdboden zu tilgen!
Dabei helfen die Massenmedien tatkräftig mit, das psychiatrische
Lügengebäude aufrechtzuerhalten, und das sogar in regionalen Ta-
geszeitungen. Greifen wir dazu eine Meldung vom 9. September
2014 unter der Schlagzeile „Schizophrenie: Diagnose ist oft zu spät"
auf: „An Schizophrenie erkrankte Menschen haben oft große
Schwierigkeiten, ihren Arbeitsalltag zu bewältigen. Denn neben
Wahnvorstellungen und Verfolgungsängsten leiden sie häufig
auch unter Antriebsstörungen sowie Konzentrations- und Gedächt-
nisproblemen. Die Diagnose kommt oft zu spät. In schweren Fällen
könne es sein, daß Betroffene für lange Zeit arbeitsunfähig werden
oder in Frührente gehen müssen, erläutert Prof. Peter Falkai von der
Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psycho-
somatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Wichtig sei es daher, die
Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen, damit die Betrof-
fenen behandelt werden und ein weitgehend normales Leben führen
können. Schizophrenie gehört zu den Psychosen. Dabei verlieren
die Betroffenen phasenweise den Bezug zur Realität und fühlen sich
von ihrer Umwelt bedroht."124
Anstatt zu recherchieren, ob so etwas wie eine „psychische (= see-
lische) Krankheit" tatsächlich existiert, agieren die Medienvertreter
bloß als Sprachrohre gerade jener Kreise, die allein aus finanziellen
Gründen ein elementares Interesse daran haben, der breiten Öffent-
lichkeit Sand in die Augen zu streuen, was die „Behandlung" dieser
sogenannten „Erkrankungen" anbelangt. Weisen wir deshalb noch-
mals darauf hin, daß es „psychische Krankheiten" (wie Psychosen)
gar nicht gibt; vielmehr handelt es sich bei ihnen um psychosoziale
Probleme. Dabei sollte klar sein, daß die Psyche bzw. die Seele nicht
diagnostiziert werden kann!
Wie dem auch sei, wenn psychiatrische Fachleute davon sprechen,
Jesus Christus habe ein „bizarres Verhalten" an den Tag gelegt, wo-
bei die „schlechte Vererbung" ihn zu einem „Degenerierten mit be-
stimmten Wahnvorstellungen" gemacht habe, er an einer „paranoiden
Schizophrenie oder psychotischen Störung" gelitten habe, sich bei

91
ihm eine „religiöse Paranoia" ausmachen ließe und sein „Größen-
wahn" „unaufhörlich und unermeßlich" angestiegen sei, so wissen
wir endgültig, was von dieser psychiatrischen „Seelenheilkunde" zu
halten ist bzw. in wessen Diensten sie wirklich steht!
Kein Wunder also, daß C.S. Lewis (1898-1963) die zukünftige
„Behandlung" von Christen voraussah, „die dazu dienen soll, sie
von ihren religiösen Wahnvorstellungen zu heilen: 'Das prakti-
sche Problem christlicher Politik besteht nicht darin, für eine christli-
che Gesellschaft Pläne zu entwerfen, sondern so unschuldig wie nur
irgend möglich mit den ungläubigen Mitmenschen unter ungläubigen
Herrschern zu leben, die niemals vollendet weise und gut sein wer-
den. Manchmal werden sie sogar sehr böse und sehr töricht sein. Und
wenn sie boshaft sind, wird die humanitäre Theorie der Bestrafung in
ihre Hände ein subtileres Instrument der Tyrannei legen als die Bos-
haftigkeit jemals zuvor zur Verfügung hatte.. Wenn nämlich
Verbrechen und Krankheit als die selbe Sache betrachtet wer-
den, folgt daraus, daß jeglicher Seelenzustand, den unsere
Beherrscher «Krankheit» zu nennen beschlossen haben, als ein
Verbrechen behandelt - und zwangsweise geheilt zu werden hat.
Es wird vergebens sein darauf hinzuweisen, daß die der Regierung
mißfallenden Seelenzustände nicht immer mit einer moralischen
Verderbtheit im Zusammenhang stehen müssen, und aus diesem
Grund auch nicht immer die Aufgabe der Freiheit erforderlich ma-
chen. Unsere Beherrscher werden nicht das Konzept von Zuckerbrot
und Peitsche verwenden, sondern vielmehr dasjenige von Krankheit
und Heilung. Wir wissen, daß eine Denkrichtung der Psychologie
die Religion bereits als eine Neurose betrachtet. Sollte diese be-
sondere Neurose für die Regierung unbequem werden, was sollte
sie daran hindern, damit fortzufahren sie zu «behandeln»?
Selbstverständlich wird solch eine «Behandlung» zwingend vorge-
schrieben werden; aber unter der Humanitären Theorie wird sie nicht
an den entsetzlichen Begriff 'Verfolgung' erinnern. Niemand wird
es uns zum Vorwurf machen, daß wir Christen sind, niemand
wird uns hassen, niemand wird uns beschimpfen. Der neue Nero
wird sich uns mit dem aalglatten Verhalten eines Arzes nähern, und
obwohl alles tatsächlich genauso zwingend sein wird wie die tunica

92
molesta [Anm.: „Eine tunica molesta (lateinisch für 'lästiges Hemd')
war ein mit brennbaren Stoffen, wie etwa Naphtha, getränktes Hemd,
das verwendet wurde, um im antiken Rom Menschen durch
Verbrennen hinzurichten."125] ..., wird sich alles innerhalb des emo-
tionslosen therapeutischen Aufgabenbereichs abspielen, in dem Wor-
te wie «richtig» und «falsch» oder «Freiheit» und «Sklaverei» nie-
mals gehört werden. Und so ergeht es jedem sich im Lande befin-
denden bedeutenden und bekannten Christen, wenn der Befehl erteilt
wird, ihn von heute auf morgen in Anstalten verschwinden zu lassen,
in denen die Behandlung der ideologisch Gestörten vorgenommen
wird. Es wird den fachkundigen Gefängniswärtern überlassen blei-
ben, zu bestimmen, wann (wenn überhaupt jemals) sie wiederer-
scheinen werden. Aber es wird sich dabei nicht um eine Verfolgung
handeln. Auch wenn die Behandlung schmerzhaft sein, auch wenn
sie lebenslang stattfinden, auch wenn sie tödlich verlaufen sollte, so
wird das bloß eine bedauernswerte Begleiterscheinung sein; die Aus-
gangsposition entsprach einer ausschließlich therapeutischen Intenti-
on. Im allgemeinen kommen in der Medizin schmerzhafte, sogar
tödliche Operationen vor - so auch hier. Da es sich dabei jedoch um
eine «Behandlung», und keine Bestrafung, handelt, kann diese Praxis
nur von beruflichen Fachkollegen und auf der Basis verfahrenstech-
nischer Grundlagen kritisiert werden, niemals vom Menschen als rein
solchen oder auf der Grundlage von Gerechtigkeit.' (The Humanitar-
ian Theory of Punishment, C.S. Lewis, 1953 AD)"126
Dabei denken sich führende Vertreter der psychiatrischen Denk-
richtung ständig neue „Krankheiten" aus, die ihrer Meinung nach
einer „Behandlung" bedürfen ...

93
Sich gesund ernähren zu wollen,
gilt bereits als eine „Geisteskrankeit"
Die Psychiatrie dient dazu Menschen zu kontrollieren. Dabei geht
man mittlerweile so weit, Personen, die gesunde Nahrungsmittel
wollen, als „geisteskrank" zu brandmarken, wie Mike Adams fest-
stellt: „Im Rahmen ihrer schier unaufhörlichen Versuche immer neue
«geistige Störungen» zu erfinden, hat die Psychiatrieindustrie jetzt
ihre bisher absurdeste Erkrankung ans Licht der Welt gebracht: die
Störung, sich gesund ernähren zu wollen.
Das ist beileibe kein Witz: Wenn man sich bemüht, nur gesunde
Nahrungsmittel zu essen, ist man «geistig erkrankt» und benötigt
wahrscheinlich dringend medikamentöse Behandlung, vielleicht so-
gar mit starken Psychopharmaka. So berichtete die englische Tages-
zeitung 'The Guardian': «Die Fixierung auf gesunde Ernährung
kann auf eine ernste psychologische Störung hindeuten.» Diese
«Störung» werde als Orthorexia nervosa bezeichnet; dieser lateini-
sche Begriff bedeutet im Wesentlichen «nervlich bedingtes Bemü-
hen um richtiges Essen».
Aber man kann dieses Krankheitsbild nun nicht einfach «Störung,
bei der man ein nervös ausgeprägtes Verlangen nach gesundem Es-
sen hat» nennen; das hörte sich ja so an, als wüßte man gar nicht,
worüber man eigentlich redet. Am besten übersetzt man es dann ins
Lateinische, da hört es sich gleich viel gelehrter an (auch wenn es das
nicht ist). Auf ähnliche Weise sind viele Namen für Erkrankungen
entstanden: Ärzte beschreiben die Symptome, die sie erkennen. Die
Bezeichnung «Osteoporose» beispielsweise ist aus dem Griechischen
abgeleitet und bedeutet so viel wie «Knochen, der aussieht wie ein
Tuffstein», das heißt ein Knochen mit Löchern.
Nun zurück zur neuen, frisch erfundenen Krankheit Orthorexia
nervosa. Der 'Guardian' berichtet weiter: «Bei einer Orthorexia ent-
wickelt man im Allgemeinen strenge Regeln in Bezug auf das Essen.
Man vermeidet den Kontakt mit Zucker, Salz, Koffein, Alkohol,
Weizen, Gluten, Hefe, Soja, Mais und Molkereierzeugnissen. Das ist

94
der Einstieg in Diätregeln. Alle Lebensmittel, die mit Pestiziden oder
Herbiziden in Berührung gekommen sind oder künstliche Zusatzstof-
fe enthalten, sind ebenfalls verboten.
Moment mal - wenn man Chemikalien, Molkereiprodukte,
Soja und Zucker zu meiden sucht, macht das einen zum Geistes-
kranken? Genau, so ist es. Zumindest wenn es nach diesen Ex-
perten geht.
Wenn man sich heutzutage darum bemüht, Pestizide, Herbi-
zide und genetisch manipulierte Zusatzstoffe wie Soja und Zuk-
ker zu vermeiden, stimmt etwas nicht mit einem.
Heißt das sozusagen im Umkehrschluß, daß derjenige, der Junk-
food («minderwertige Kost») vorzieht, gilt als «normal»? Wenn man
industriell hergestellte, minderwertige Nahrungsmittel mit syntheti-
schen Chemikalien ißt, dann ist das in Ordnung. Die geistig Gestör-
ten sind diejenigen, die sich für biologisch angebaute Lebensmittel
197
entscheiden."
„Es stellt sich die Frage, warum Menschen, die sich gesund ernäh-
ren, so angegriffen werden? Persönlichkeiten wie Dr. Gabriel Cou-
sens kennen den Grund: Nur mit Naturkost ist man in der Lage, sein
geistiges und spirituelles Bewußtsein zu erweitern.
Minderwertige Nahrung senkt das geistige Niveau und macht
einen leichter manipulierbar. Es bringt buchstäblich den Geist in
Unordnung, es betäubt die Sinne mit Geschmacksverstärkern,
Aspartam und Hefeextrakten. Menschen, die sich vorwiegend von
Junkfood ernähren, sind fügsam und verlieren rasch die Fähigkeit
selbständig zu denken. Für sie ist alles wahr und richtig, was ihnen
das Fernsehen oder andere «Autoritäten» vorsetzen. Nie hinterfragen
sie ihr Handeln oder wollen wissen, was wirklich in der Welt um sie
herum geschieht.
Im Gegensatz dazu werden Menschen, die sich gesund und natür-
lich ernähren - mit medizinisch wirksamen Nährstoffen - sich ihres
Geistes und ihrer Spiritualität immer mehr bewußt. Mit der Zeit hin-
terfragen sie die Realität um sie herum und suchen nach tiefer ge-
hender Erkenntnis in Bezug auf Begriffe wie Gemeinschaft, Natur,

95
Ethik, Philosophie und dem großen Zusammenhang von allem in der
Welt. Sie entwickeln ein «Bewußtsein» und erkennen sozusagen die
Struktur der «Matrix».
Ein solcher Vorgang bedeutet natürlich für diejenigen, die unsere
konsumorientierte Gesellschaft beherrschen, eine Gefahr, denn Kon-
sum hängt von Ignoranz in Verbindung mit Manipulierbarkeit ab.
Damit die Menschen fortfahren, blind Nahrungsmittel, Medikamente,
Krankenversicherungen und Konsumgüter zu erwerben, müssen ihre
höheren Hirnfunktionen ausgeschaltet bleiben. Industriell hergestell-
te Nahrungsmittel mit ihrer Überfülle an giftigen Substanzen können
genau das erreichen. Warum sonst werden industriell gefertigte Le-
bensmittel ohne Nährstoffe vorrangig in Schulen, Krankenhäusern
und Gefängnissen verabreicht? Weil diese Ernährungsweise verhin-
dert, daß Menschen ein höheres Bewußtseinsniveau erreichen und
sich so leichter mit Ablenkungen abspeisen lassen: Fernsehen, Ge-
walt, Furcht, Sport, Sex usw.
Das Leben als «Zombie» ist heute in gewisser Weise deshalb ge-
sellschaftlich akzeptiert, weil sich so viele Menschen so verhalten.
Aber das macht es aus meiner Sicht noch lange nicht normal: Der im
eigentlichen] Sinn «normale Mensch» ist eine autonome, gesunde,
selbstbewußte Persönlichkeit, die sich wirkstoffreich und natürlich
ernährt und als souveräner Bürger einer freien Welt handelt."128
„Wenn Sie am Leben bleiben und ein selbstbestimmtes, bewußtes
Leben führen wollen, sollten Sie sich gesund ernähren. Aber man
darf dann nicht erwarten, bei den allgemein anerkannten Gesund-
heitsexperten oder Ernährungswissenschaftlern beliebt zu sein - man
wird Sie stattdessen für «verrückt» erklären, weil Sie nicht den vor-
herrschenden Ernährungsweisen mit ihren nährstoffarmen und künst-
lichen Substanzen überfrachteten Lebensmitteln frönen.
Aber Sie und ich kennen die Wahrheit: Wir sind die Normalen.
Und die Junkfood-Fans sind die wirklichen Geisteskranken, und der
einzige Weg, sie zur Realität hinzuführen, besteht darin, sie dazu zu
• 129
bringen, sich gesund und natürlich zu ernähren."

96
Es ist eine Ungeheuerlichkeit, wenn Personen, die darauf achten,
was sie zu sich nehmen, als „geistig verwirrt" hingestellt werden. „Es
ist nichts falsch daran, Zucker, Soja, Geschmacksverstärker, Aspar-
tam, Glucose- und Fruktosesirup oder andere giftige Substanzen in
der Nahrung zu meiden - schließlich hängt das Leben davon ab."130
Um abermals zu zeigen, wie die Mainstream-Propagandamedien
dabei mithelfen, daß sich in der Öffentlichkeit die Meinung breit-
macht, „Orthorexia nervosa" stelle in der Tat eine (neue behand-
lungsbedürftige) „psychische Erkrankung" dar, wollen wir einen ent-
sprechenden Bericht der „Bild am Sonntag" aufgreifen, die am 14.
September 2014 (Seite 38) mit der Schlagzeile „Essen ist die neue
Religion" aufwartete: „Wenn sich der Alltag nur noch darum dreht,
sich so gesund wie möglich zu ernähren und dabei das Genießen und
die Freude am Essen auf der Strecke bleiben, ist vielleicht eine Or-
thorexie schuld. Was hinter dieser Krankheit [sic!] steckt, woran man
sie erkennt und wer besonders gefährdet ist, lesen Sie hier".
„Stellen Sie sich vor, Sie treffen sich mit einer Bekannten bei
Ihrem Lieblingsitaliener. Sie wollen den neuesten Klatsch aus-
tauschen, ein Glas Wein trinken und natürlich gut essen. Sie be-
stellen Tomate mit Mozzarella, dann Ihre Lieblingspasta und als
Dessert ein Tiramisu. Nur Ihre Bekannte kann sich nicht ent-
scheiden, hat an jedem Gericht etwas auszusetzen.
Die Salami auf der Pizza enthält Nitrit, eine das Herz schädigende
Chemikalie. Der Fisch ist mit Quecksilber belastet. Der Spinat
kommt nicht aus Bio-Anbau. Dem Weißbrot fehlen Ballaststoffe. Sie
wählt schließlich widerwillig das 'verkochte, vitaminarme Grillge-
müse, aber ohne Käse überbacken' und stochert später lustlos darin
herum. Dabei betet sie Ihnen ununterbochen vor, was gesunde Ernäh-
rung bedeute und wie ungesund doch Ihr Essen sei. Da kann einem
wirklich der Appetit vergehen!
Richtig, nur: Warum lehnt jemand alles ab, was schmeckt und
nervt andere mit diesem Gesundheitsfanatismus? Ist Essen für diese
Leute zu einer Religion geworden? 'Im Extremfall ja. Dahinter
steckt ein abnormes Eßverhalten, das wir als Orthorexie be-

97
zeichnen', erklärt Professor Ulrich Voderholzer, Psychiater und
Ärztlicher Direktor der Schön Klinik Roseneck, einer psychoso-
matischen Fachklinik in Prien am Chiemsee. Übersetzt heißt Ortho-
rexie 'richtiger Appetit'. 'Bisher sprechen wir nicht von einer wis-
senschaftlich anerkannten Krankheit, obwohl die Orthorexie durch-
aus krankhafte Züge zeigt', so Voderholzer."131
„Orthorektiker steigern sich ... in ein selbst auferlegtes Ernäh-
rungskonzept hinein. Sie verweigern meist sehr strikt Süßigkeiten,
Fast Food, Fertigprodukte, Backwaren. Sie leben oft vegan, meiden
also tierische Produkte, essen kein Getreide, keine Milchprodukte.
Supermärkte werden verpönt, gekauft wird nur in Bioläden und bei
Spezialanbietern."132
„'Wenn Nahrungsmittel ... gar noch in Gut oder Böse eingeteilt
werden, und diese Überzeugung zu einem Glaubensbekenntnis wird,
dem auch alle folgen müssen, bekommt das Verhalten einen krank-
haften Charakter', so Professor Helmut Schatz von der Gesellschaft
für Endokrinologie (DGE). Diese Religionsmissionare in Sachen
vermeintlich 'gesunder' Ernährung werden immer mehr: 'Betroffen
sind derzeit etwa ein bis drei Prozent der Deutschen, zwei Drittel von
ihnen sind Frauen', so Psychologin Friederike Bartheis von der Uni
Düsseldorf, die die bisher einzige Studie hierzu durchgeführt hat.
Woran man Orthorektiker noch erkennen kann: 'Sie haben ein
gesteigertes Selbstwertgefühl und ein Gefühl von Kontrolle,
wenn sie gesunde Lebensmittel gegessen haben, und fühlen sich
«Normal-Essern» überlegen. Andererseits fühlen sie sich schul-
dig und lehnen sich selbst ab, wenn sie von ihrer Ernährungswei-
se abgewichen sind.'"133
Was soll man zu solch einem Blödsinn noch sagen?!? Wer denkt
sich so einen Quatsch aus, nur damit immer mehr Leute als „psy-
chisch krank" hingestellt werden können, und damit zu potentiellen
Konsumenten von Psychopharmaka werden?! Und zählen Veganer
bereits zu den Orthorektikern?

98
Greifen wir zur veganen Lebensweise drei Fragen an Attila Hild-
mann auf, die am 22. September 2014 im „TIP der Woche" veröf-
fentlicht wurden:
,JSie ernähren sich seit vielen Jahren vegan. Wie kam es dazu?
Attila Hildmann: Mein Vater starb vor meinen Augen an einem
Herzinfarkt, als ich 19 Jahre alt war. Dieses Ereignis nahm mich
emotional sehr mit. Vorher pumpten ihn die Ärzte lieber mit Beta-
blockern voll, anstatt ihm die einfachste Heilung anzubieten: näm-
lich, sich rein vegan zu ernähren, ohne tierische Fette.
Welchen Tipp haben Sie für Neu- Veganer?
A. H.: Veganismus ist keine Ernährungsreligion. Jedes Essen zählt in
der Positivbilanz. Man sollte sich nicht rechtfertigen, Essen ist auch
irgendwie Privatsache. Man tut es letztlich für sich selbst und muß
lernen, dazu zu stehen.
Was hat Sie dazu bewegt, Ihre veganen Kochbücher auch in Ame-
rika zu veröffentlichen?
A. H.: In Amerika, besonders in Kalifornien, ist vegane Ernährung ja
schon viel länger Thema als bei uns. Trotzdem mangelt es an richtig
guten veganen Kochbüchern und jeder, der dort meine Bücher in die
Finger kriegt, ist begeistert. Darauf möchte ich aufbauen und bin
zurzeit häufig drüben."134
So wie man Personen wie Attila Hildmann nicht als „Orthorekti-
ker" bezeichnen kann, nur weil sie darauf achten, wie sie sich ernäh-
ren, darf man auch andere Leute nicht mit fadenscheinigen „Diagno-
sen" (wie etwa einer „Persönlichkeitsstörung") brandmarken, nur
weil sie etwa ein anderes Verhalten als man selbst an den Tag legen!

99
Der psychiatrische Mythos
von der Existenz geistiger Krankheiten
„Fast 150 Jahre lang hat sich die Psychiatrie als eine medizinische
Wissenschaft verkleidet, und als einen Zweig der Medizin", gibt Don
Weitz (Toronto, Ontario) zu bedenken, und stellt nüchtern fest: „Das
ist sie nicht, und sie war nie eine Wissenschaft oder eine Form der
Heilbehandlung. Die moderne Psychiatrie basiert auf unbewiese-
nen empirischen Annahmen, medizinischen Vorurteilen und
pseudo-wissenschaftlichen Meinungen. Es gibt keine [!] wissen-
schaftlich gesicherten, unabhängig nachgewiesenen Fakten in der
Psychiatrie. Tatsächlich hat die Psychiatrie keine Gesetze oder
nachprüfbare Hypothesen und keine zusammenhängende und in sich
schlüssige Theorie. Es ist kaum zu übersehen, daß es der Psychiatrie
an einem wissenschaftlichen Beweis oder einem Beleg fehlt, der ihre
von den News-Medien nachgeplapperten Behauptungen von der Exi-
stenz 'geistiger Krankheiten' oder 'Störungen' stützen würde.
Nach siebzig Jahren psychiatrischer Praxis und Forschung gibt es
immer noch keinen diagnostischen Test für Schizophrenie oder ir-
gendeine der anderen dreihundert sogenannten geistigen Störun-
gen, die in der aktuellen Ausgabe des Diagnostic and Statistical
Manual of Mental Disorders (DSM), aufgelistet sind. Es handelt
sich dabei im Grunde um eine Liste von klassifizierten moralischen
Urteilen über angeblich unnormale Verhaltensweisen, die die Ameri-
can Psychiatric Association veröffentlicht hat und für die sie Propa-
ganda macht. Das DSM ist die offizielle Bibel der organisierten
Psychiatrie. Das DSM ist das Ebenbild des mittelalterlichen Malleus
Maleficarum, das spanische Inquisitoren benutzten, um Hexen und
Ketzer zu identifizieren, zur Zielscheibe zu machen, zu stigmatisie-
ren und zu verbrennen. Die Hexen und Ketzer und Sündenböcke un-
serer Tage werden mit dem Etikett geisteskrank oder schizophren
versehen."135
„Die in der Psychiatrie angewandten Formen von Angst und
Terror ... sind weitverbreitet und effektiv. Die Institution Psychia-

100
trie nimmt häufig Zuflucht zu erpresserischen Mitteln, um den sehr
'unkontrollierbaren' und schwierigen Patienten, also den Patienten
mit geringer 'Compliance', unter Kontrolle zu bekommen. Psychiater
und andere Therapeuten drohen ihren Patienten mit verlängerter
Haftdauer, höheren Dosen der zwangsverabreichten Neuroleptika
oder 'Antidepressiva', und/oder mit der geflüchteten Verlegung in
noch schlimmere Hochsicherheitsabteilungen, falls diese nicht tun,
was man von ihnen verlangt, wenn sie ihre 'Medikamente' nicht
nehmen, wenn sie sich nicht an die Anstaltsregeln halten, oder wenn
sie ihre Wärter in anderer Weise ärgern. Allgemein angewendet auf
Gemeinschaften gefangener, unfreiwilliger Patienten lösen diese
Drohungen bei vielen Angst aus, und die Psychiater wissen das."136
„Dann gibt es da noch die Drohung mit Psychopharmaka, die
man euphemistisch 'Medikamente' nennt. Diese Chemikalien wie
Tranquilizer, Antidepressiva und die Antipsychotika wie Haldol,
Modicate, Thorazin, und der sogenannte Mood Modifier Lithium
sind keine natürlichen Substanzen, sondern sie sind künstlich
hergestellte Gifte. Der Psychiater und Psychiatrie-Kritiker Peter
Breggin nennt sie in verschiedenen seiner Bücher Neurotoxine
(Nervengifte), ebenso Joseph Glenmullen, ein klinischer Ausbilder
in Psychiatrie an der Harvard Medical School in seinem Buch 'Pro-
zac Backlash'. Diese Chemikalien haben keinen wissenschaftlich
bewiesenen medizinischen Wert oder Nutzen. Ihre Wirkung be-
steht darin, daß sie jegliche Art problematischen oder störenden
Verhaltens, Stimmungslagen und Gefühle unterdrücken. Diese
Gifte, insbesondere Neuroleptika wie Haldol, Modicate, Chlorpro-
mazin, wirken sich so hemmend, mächtig und furchterregend aus,
daß viele Psychiatrie-Überlebende und andere Kritiker sie als chemi-
sche Lobotomie oder chemische Zwangsjacke bezeichnen. Diese
Medikamente haben viele ernste und schädigende Effekte, Neben-
wirkungen genannt, um zu verniedlichen, wie sie sich tatsächlich
äußern, sei es in Zittern, unkontrollierbaren Schüttelbewegungen
oder Bewegung der Hände oder anderer Körperteile (wie sie auch bei
neurologischen Störungen wie Parkinsonismus oder tardiver Dyski-
nesie vorkommen), starke Muskelkrämpfe, verschwommenes Sehen,
rastloses Hin- und Hergehen, Albträume, plötzliche Wutanfälle,
101
Aufgeregtheit, Gedächtnisverlust, Schwächeanfälle, Blutbildver-
änderungen, Schlaganfälle und plötzlicher Tod. Diese sogenann-
ten Nebenwirkungen sind die erwünschten [!] Wirkungen der
Medikamente. Diese Furcht vor psychiatrischen Medikamenten
wird noch verschlimmert durch Ignoranz und Unsicherheit, da die
Psychiater und andere Ärzte ihrer Pflicht nicht nachkommen,
die Patienten über die schrecklichen Medikamentenwirkungen
zu informieren."137
„Wir haben heute eine Epidemie von Gehirnschäden, die
durch Psychopharmaka verursacht sind ... Ein sehr zutreffendes
Zitat von Leonard Roy Frank, Autor von Tnfluencing Minds' [„Ma-
nipulation des Denkens"]: 'Die Psychiatrie benutzt die Mystifikation
[irrationales Interpretieren von Erscheinungen], wenn Gefahr besteht,
daß ihre wahren Gründe herauskommen.' Viele der Etiketten und
Diagnosen, die von Psychiatern benutzt werden, haben keinen Bezug
zu realen psychiatrischen Problemen oder zu tatsächlich vorhandenen
Krankheiten. Der Psychiatrie-Professor Thomas Szasz hat die Irre-
führung und den Mythos von der Existenz geistiger Krankheiten
in vielen Büchern offengelegt, zuerst in seinem Klassiker 'The Myth
of Mental Illness' [„Der Mythos der Geisteskrankheit"]. Diese
Wahrheitsverfalschung ist eine der größten wissenschaftlichen Skan-
dale unseres Wissenschaftszeitalters. Es gibt eine Geheimsprache,
die heutzutage in der biologischen Psychiatrie verwendet wird. So
helfen z.B. Anti-Depressiva den Leuten nicht dabei, Depressionen zu
überwinden oder an die Ursache der Depression zu gelangen. Die
Bezeichnung 'Ruheraum' ist ein hinterhältiger Code für Einzelarrest.
Das Wort 'Medikament' ist ebenso ein irreführender Euphe-
mismus und eine unrichtige Bezeichnung für giftige Substanzen,
denen viele von uns ausgesetzt wurden."1 8
„Offenkundig haben die Doktoren eine wirksame Alternative zur
Drogentherapie bislang nicht gefunden - kein Wunder angesichts der
desolaten Verfassung, in der sich die Schulpsychiatrie befin-
det"139, stellte „Der Spiegel" bereits vor mehr als 35 Jahren, nämlich
in seiner Ausgabe vom 17. März 1980 fest, und konkretisierte: „So
sind die Ursachen der wichtigsten Psycho-Leiden - der soge-

102
nannten endogenen Psychosen wie Depressionen oder Schizo-
phrenie - nach wie vor unbekannt. Was die Forscher, Psychologen
wie Biochemiker, bis heute an Erkenntnissen zutage förderten, blieb
fragmentarisch und widersprüchlich, wobei die Erklärungsmodelle
oft wie Modetrends einander ablösten.
Nur vage Hinweise etwa stützen die früher verbreitete Annahme,
daß die Neigung zu schizophrenen Erkrankungen womöglich gene-
tisch bedingt sei; ein exakter Erbgang jedenfalls ließ sich trotz um-
fangreicher Analysen nicht ermitteln.
Gleichfalls im Sande verliefen Versuche, den Ursprung schizo-
phrener Erkrankungen im Familienverband zu orten - etwa im para-
doxen Verhalten von Müttern, die ihren Kindern forciert Zuneigung
abfordern, dann aber die verlangten Liebesbezeugungen kalt zurück-
weisen: Für die Therapie, so zeigt sich, gab die sogenannte 'Double-
bind'-Hypothese wenig her."140
„Konfusion kennzeichnet selbst die psychiatrische Diagnostik;
so ist sich die Internationale der Seelenärzte keineswegs einig,
anhand welcher Symptome sich eine schizophrene Erkrankung
eindeutig feststellen läßt.
US-Psychiater beispielsweise diagnostizieren das Krankheitsbild
aufgrund unterschiedlicher Kriterien doppelt so oft wie ihre deut-
schen Kollegen, obwohl nach herrschender Lehrmeinung das Leiden
in allen Ländern und Kulturkreisen stets gleich häufig, nämlich bei
ungefähr einem Prozent der Bevölkerung, vorkommt."141
„Auf dem Holzweg in die pure Organmedizin geriet die Psychia-
trie - als Examensfach erst seit 1903 anerkannt - schon um die Mitte
des 19. Jahrhunderts. Im Konkurrenzkampf mit den viel erfolgreiche-
ren Chirurgen und Mikrobenjägern dieser Epoche suchten die Psych-
iater Anschluß an die offenbar einzig seriöse, nämlich naturwissen-
schaftlich orientierte Medizin.
Folgerichtig ließen sie für ihre körperlich meist gar nicht hinfälli-
gen Patienten Hospitäler errichten, in deren Bettensälen es äußerlich
zuging wie auf den chirurgischen und internistischen Stationen - nur
therapiert wurde nicht.

103
Damals entstand jene 'Verwahrpsychiatrie', die bis heute in vielen
Kliniken und Pflegeheimen praktiziert wird und die zur totalen Ent-
mündigung der Patienten führt."' 42
„Täglich werden in Deutschland im Durchschnitt 1600 Men-
schen in eine Psychiatrie eingewiesen, viele davon gegen ihren
Willen. Gemäß dem Gesetz kann jede [!] Person für 1-2 Tage
(variiert nach Bundesland) gegen ihren Willen in einer Psychia-
trie festgehalten und mit persönlichkeitszerstörenden Psycho-
pharmaka 'behandelt' werden. Dann kommt ein Richter, um den
Patienten zu begutachten und darüber zu entscheiden, ob er weiter
(auch gegen seinen Willen) in der Psychiatrie behandelt werden soll.
Der Patient steht zu diesem Zeitpunkt meistens bereits unter Psy-
cho-Drogen, so daß er sich selbst nicht angemessen verteidigen kann.
In den seltensten Fällen hat der Patient überhaupt noch eine Mög-
lichkeit, einen Anwalt einzuschalten. Nach der Behandlung mit Psy-
chopharmaka sind die Patienten oft derart gelähmt, daß es ihnen un-
ter den schweren Nebenwirkungen schwer fallt, überhaupt einen kla-
ren Gedanken zu fassen, zu sprechen oder zu schreiben. So verläßt
sich der Richter meist auf den Psychiater und verfügt in 39 von 40
Fällen, daß der Patient weiterhin in der Psychiatrie bleiben muß. Ist
man erst einmal mit einer (höchst unwissenschaftlichen) psychia-
trischen Diagnose gebrandmarkt, wird man diese nicht so schnell
wieder los.
Jeder Mediziner kann eine Person in die Psychiatrie einweisen,
wenn er der Meinung ist, daß die Person eine Eigen- oder Fremdge-
fahrdung darstellt.
Dieser allgemein gehaltene Terminus läßt, wie Psychiater selbst
sagen, einen weiten Interpretationsspielraum zu. Dabei ist dem
Mißbrauch Tür und Tor geöffnet und unschuldige, gesunde
Menschen verschwinden immer wieder hinter den Mauern der
Psychiatrie."143
„Hat die Psychiatriereform von 1975 die Psychiatrie geändert?
Ja: Die Reform bestand darin, daß die Heuchelei perfektioniert
wurde. Die aggressive scheinheilige Propaganda der Psychiatrie
104
wurde so verfeinert, daß sich ihr Ruf verbesserte und sie sich rasch
ausbreitete. Der flächendeckende Aufbau sozial- und gemeinde-
psychiatrischer Institutionen ermöglicht das massenhafte Abwer-
ten, Verfolgen, Aussondern und Vergiften von Bürgern. Der Re-
pressionsapparat hat sich inzwischen zum therapeutischen Staat
ausgeweitet.
Schon im Jahr 1985, als die Psychiatrie Neuroleptika gegen weit-
aus weniger Bürger als heute anwendete, wurde auf dem Kongreß
der Täter, dem Welt-Psychiatrie-Kongreß in Brighton, eingeräumt,
daß weltweit 25 Millionen Bürger verheerende, oft unheilbare
durch Neuroleptika bedingte Dauerschäden hatten.
Die Psychiatrie verwendet immer höher potente Neuroleptika. Da-
rüber hinaus hat sie die verabreichte Durchschnittsdosis von 1970 bis
1990 verzehnfacht. Der Psychiater Asmus Finzen schrieb, daß in den
frühen 60er Jahren noch 3 mg Haldol verabreicht wurden, während
es heute üblicherweise 30 mg sind.
Seit der Einführung der Neuroleptika nimmt die Zahl der
Suizide während oder kurz nach dem Psychiatrieaufenthalt stär-
ker zu, als die Suizidrate in der Gesamtbevölkerung. Historisch
ist die Suizidrate seit Einführung der Neuroleptika bei einem Ver-
gleich mit der kustodialen vor-neuroleptischen Psychiatrie in Wales
(1875-1924) um das 20-fache, in den USA seit 1950 um das 8-fache
gestiegen.
Allein in den USA wird mehr Geld für psychiatrische Präparate
ausgegeben, als das Nationaleinkommen von zwei Dritteln der Staa-
ten dieser Welt.
Die Psychiatrie nennt ihre Gefängnisse 'Krankenhäuser', ihre
Gefangenen 'Patienten' und ihre Folter 'Behandlung', damit
absolut niemand die Verbrechen anprangern kann.
Dies ist dieselbe List, wie sie Odysseus in der Legende anwende-
te: Er zerstörte einem Zyklopen das Augenlicht und sagte dabei:
'Mein Name ist «Niemand»'. Der Zyklop sagte zu den anderen Zy-
klopen: 'Niemand blendet mich'. Dadurch griffen die anderen Zy-
klopen nicht ein und Odysseus konnte entkommen."144
105
Das Psychiatrie(un)wesen -
Eine Bilanz des Schreckens!
„Früher bestand die psychiatrische 'Therapie' in Auf- und Abhän-
gung, Wasserfolter, Klitorisentfernung, Verbrennung, Rotationsma-
schinen, sowie Eis, Kälte- und Wärmefolter. Diese Methoden wurden
später abgelöst durch Cardiazolschock, Insulinschock, Elektro-
schock, Kombinationsschock, manuelle Gehirnverstümmelung und
chemische Vergiftung. Heute wird in der Regel letztere Methode
ausgeübt. Diese Vergiftung erfolgt durch Verabreichung von so
genannten 'Psychopharmaka'.
Es handelt sich dabei um toxische Drogen. Sie fuhren zu schwer-
sten pathologischen Veränderungen in der Hirnchemie. Beim Ver-
such, sie abzusetzen oder die Dosis plötzlich zu reduzieren lösen sie
Panik, Halluzinationen und Suizid aus. Bei dauerhaftem Konsum
führen sie zum frühen Tod. Durch ihre Aufnahme in den Körper
werden Probleme nicht gelöst, sondern verstärkt. Bei seelischem
Leid hilft keine Psychodroge, sondern menschliche Zuwendung.
Wir glauben ja auch sonst nicht, daß man mit Drogenkonsum Pro-
bleme lösen kann. Dies glauben wir erst, wenn der Drogendealer
einen Doktortitel hat und das Gift als ein 'Medikament' bezeichnet.
Psychopharmaka entfalten, genau wie illegale Drogen, ihre Wir-
kung im Zentralnervensystem an der Stelle, wo der Wirkungsbereich
der Neurotransmitter liegt. Neurotransmitter sind unter anderem Aze-
tylcholin, Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, Gamma - Aminobut-
tersäure und Serotonin.
Bei den psychiatrischen Giften handelt es sich um die außeror-
dentlich giftigen, so genannten 'Antidepressiva' und um die damit
nahe verwandten Neuroleptika. Die Psychiatrie hat die Neurolep-
tika Anfang der 50er Jahre eingeführt, um die Leute noch stär-
ker als mit der Lobotomie (Gehirnverstümmelung) ruhigstellen
zu können. Die Psychiater sprechen dabei von chemischer Lobo-
tomie. Es ist erwiesen, daß Neuroleptika mit ihrer neurotoxischen
Wirkung die graue Gehirnsubstanz zerstören. Neuere Studien bele-

106
gen, daß bei Einnahme von Neuroleptika jährlich ca. 1 % der Gehirn-
substanz zerstört wird, teilweise auch weit über 1 % pro Jahr. Es läßt
sich leicht ausrechnen, wie viel Gehirn nach zum Beispiel 20 Jahren
Einnahme noch übrig ist.
Der Journalist Whitaker schreibt im Jahr 2008:
'Stephen Hyman, ein sehr bekannter Neurowissenschaftler
und früherer Direktor des National Institute of Mental Health,
veröffentlichte 1996 ein Papier, in dem er schilderte, wie Psycho-
pharmaka das Gehirn beeinflussen. All diese Medikamente,
schrieb er, verursachen Störungen in der Funktion der Hirnbotenstof-
fe. Ihm zufolge reagiert das Gehirn auf die chemische Manipulation
von außen, indem es seine normalen Funktionen verändert und sich
an die Psychopharmakawirkung anpaßt. (...) Dies bedeutet, daß je-
mand, der mit einem Neuroleptikum behandelt wird, schließlich eine
anormal große Zahl von Dopamin-Rezeptoren im Gehirn hat. (...)
Die Antipsychotika blockieren sehr wirksam 70 - 90 % der Dopa-
min-Rezeptoren im Gehirn. Als Antwort darauf erzeugt das Gehirn
um die 50 % zusätzliche Dopamin-Rezeptoren. Es versucht, beson-
ders empfindlich zu werden.' [Vgl. Interview mit Robert Whitaker in
der Zeitschrift Street Spirit: Teil 1: Antidepressiva.]
Die dadurch verursachten Hirnanomalien führen dazu, daß
die Konsumenten immer wieder hospitalisiert werden. Diese Tat-
sache gesteht sich die Psychiatrie sogar selber ein. Zitat: 'Antipsy-
chotika ... verursachen auch eine ungünstige Vermehrung und Sensi-
bilisierung der Dopaminrezeptoren (...) Damit wäre ein erheblicher
Anteil ... des Drehtüreffektes ... mit indiziert.' [Zitiert aus dem
Memorandum der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie
(DGSP), Seite 14.] Die Psychiatrie hofft auf lebenslange Konsu-
menten.
Schon nach 10 Jahren Einnahme ist bei 70 % der Betroffenen das
Gehirn so stark zerstört, daß es die Körperbewegungen nicht mehr
unter Kontrolle hat. So machen beispielsweise die Arme und Beine
der Betroffenen dauernd unfreiwillig Schleuderbewegungen (soge-
nannte tanzende Beine). Der Arzt Marc Rufer schreibt: 'Die Betrof-

107
fenen, die [durch diese Hirnschädigung] ihren Körper nicht
mehr unter Kontrolle haben, wirken effektiv so, als wären sie
«irr»'. Auffallend sind auch ein kleinschrittiger Gang, verwaschene
Sprache, feinschlägiges Zittern, erhöhte Spannung der gesamten
Körpermuskulatur und die Akathisie, die Bewegungsunruhe, verbun-
den mit einer unerträglichen inneren Unruhe. Die anderen Organe
werden ähnlich schnell, wie das Gehirn, zerstört, zum Beispiel
liegen bei 80 % der Konsumenten schon nach 10 Jahren Hinweise
auf Leberschäden vor. Oft treten die Organschäden auch schon we-
sentlich eher ein."145
Die „moderne Psychiatrie hat bisher keinen überzeugen Beweis
dafür erbracht, daß psychische Störungen genetische/biologische
Ursachen haben ... Trotzdem (wird) bei Patienten ein 'chemisches
Ungleichgewicht' diagnostiziert, obwohl es keine Tests gibt, die eine
derartige Behauptung stützen und ... es keine konkrete Vorstellung
darüber gibt, wie ein korrektes chemisches Gleichgewicht aus-
sieht"' 46 , räumt der Psychiater Dr. David Kaiser ein.
„Es gibt kein [!] biologisches Ungleichgewicht" schließt sich
der Psychiater Dr. Ron Leifer dem an. „Wenn Leute zu mir kom-
men und sagen: 'Ich habe ein biochemisches Ungleichgewicht', dann
sage ich: 'Zeigen Sie mir die Labortests'. Es gibt keine Labortests.
Was ist also ein biochemisches Ungleichgewicht?"147
Dr. Fred Baughman Jr., Kinderneurologe: „Psychiater haben eine
Sache gemeinsam: Vor einer Kamera oder einem Mikrophon geben
sie kleinlaut zu, daß es so etwas wie ein chemisches Ungleichge-
wicht/chemische Störungen nicht gibt und auch keine Tests, um sie
zu belegen. In der Praxis aber lügen sie bei jeder Gelegenheit, ver-
wehren Patienten das Recht auf Einverständnis nach vollständiger
Aufklärung und verabreichen gefährliche Psychodrogen im Na-
148
men von 'Behandlung'. Es grenzt an Kriminalität."
Dr. David Kaiser, Psychiater: „Die Psychiatrie stellt unbewiesene
Behauptungen auf, daß Depressionen, bipolare Störungen, Angstzu-
stände, Alkoholabhängigkeit und eine Menge weiterer Störungen in
Wirklichkeit hauptsächlich biologischen und eventuell genetischen

108
Ursprungs seien ... Ein derartig blinder Glaube an Wissenschaft und
Fortschritt ist erschütternd und naiv, wenn nicht sogar wahnhaft."' 49
Dr. Joseph Glenmullen, Psychiater, medizinische Fakultät Har-
vard: „Es gibt eine Flut von angeblichen biochemischen Erklärungen
für psychiatrische Störungen ... keine einzige [!] davon ist bewiesen
worden. Ganz im Gegenteil. Jedes Mal, wenn angenommen wurde,
daß ein solches Ungleichgewicht gefunden wurde, stellte es sich spä-
ter als falsch heraus."150
Dr. Elliot Valenstein, Autor von „Blaming the Brain" („Das Ge-
hirn im Visier"): „An den Theorien wird nicht nur deshalb festgehal-
ten, weil es keinen Ersatz für sie gibt, sondern auch, weil sie nützlich
sind, um Psychopharmaka zu propagieren."151
In einem im Weltnetz verbreiteten Vortrag räumt die Psychiate-
rin Dr. Joanna Moncrieff ebenfalls mit den Mythen der Psycho-
pharmakabehandlung auf. „Es gibt bis heute keine [!] wissen-
schaftlich haltbaren Beweise für das sogenannte 'chemische Un-
gleichgewicht'. Auch die Behauptung, daß sogenannte Psychosen,
wenn sie unbehandelt bleiben, Gehirnschäden verursachen, ist falsch.
In einer MRT-Studie zeigten Dr. Lieberman und seine Kollegen, daß
Neuroleptika innerhalb von wenigen Wochen zu massiver Neu-
rodegeneration führen. Psychiater erzeugen durch ihre zweifel-
haften Behandlungsmethoden also erst neurologische Schäden,
die sie dann als angebliche Ursache der sogenannten psychischen
Krankheit auslegen. Auch das Absetzen dieser psychotropen Sub-
stanzen gestaltet sich oft problematisch, da diese ernsthafte Absetz-
syndrome verursachen. Moncrieff berichtet davon, wie die Pharma-
industrie für sie ungünstige Studien in den Schubladen verschwinden
läßt.
Dr. Moncrieff ruft dazu auf, das medizinisch-biologische Krank-
heitsbild der Psychiatrie aufzugeben und zu schauen, was die wirkli-
chen Probleme der Patienten sind. Die Antworten seien nicht im Ge-
hirn, sondern in der Gesellschaft zu finden."152
Die Beispiele Dr. Thomas Szasz, Dr. David Kaiser, Dr. Joseph
Glenmullen, Dr. Joanna Moncrieff oder etwa Dr. Peter Breggin zei-

109
gen, daß es durchaus anständige Psychiaterinnen gibt, die sich um
das Wohl ihrer Patienten sorgen!
Was die Zwangseinweisung von Leuten in die Psychiatrie anbe-
langt, so werden oftmals Personen in psychiatrische Anstalten ver-
bracht, wenn „Eigen- oder Fremdgefährdung" vorliegt.
„Was ist, wenn sich ein Mensch in einer schwierigen Lebenssitua-
tion umbringen will, soll man ihn daran hindern?
Natürlich, aber nicht mit Gewalt. Denn damit würde man nur den
Wunsch zu sterben, stärken. Und durch Gewalt löst man keine Pro-
bleme.
Die Psychiatrie zu rufen, wäre die denkbar zerstörendste Vor-
gehensweise.
Übrigens ist Suizid nicht illegal. Wer sich umbringen will, der
hat ein Recht darauf, dies zu tun.
Was kann man tun, wenn ein Bürger halluziniert und wie von
Sinnen über die Straße vor die Autos läuft?
Wenn man mit dem Bürger spricht, geht er vielleicht zurück in
seine Wohnung oder er läßt sich mitnehmen in einen geschützten
Bereich. Die Polizei hat verschiedene weitere Möglichkeiten: Sie
kann den Straßenteil sperren, den Bürger in Gewahrsam nehmen
oder auf Drogen testen. Die Halluzination und Verwirrtheit ist oft
eine Folge von Schlafentzug. Sie verschwindet nach einer gewissen
Zeit der Erholung wieder, oder es handelt sich um Entzugserschei-
nungen von Psychopharmaka. Die Polizei kann ebenso Verwandte
oder Freunde des Betroffenen informieren, sodaß diese sich darum
kümmern können. Es gibt Unmengen an Möglichkeiten. Niemand
darf daher die Leute in die Psychiatrie sperren."153

110
Die Psychiatrie im Nationalsozialismus ähnelt
derjenigen in der Bundesrepublik Deutschland
auf frappierende Weise
„Die Psychiatrie täuscht die Medien und die Politik mit Lü-
gen. Deshalb gibt es 'fürsorglich' klingende Sondergesetze (§1906
und §1846 BGB ['freier' statt 'erklärter' Wille], PsychKG und der
von den Nazis [!!!] eingeführte § 63 StGB), die es der Psychiatrie
erlauben, gewaltsam die Gefangenen zu fesseln und ihnen gegen
ihren Willen zwangsweise, unter Gewaltanwendung und zudem
dauerhaft das Gift in willkürlicher Dosis zu verabreichen.
Genau wie in der NS-Zeit bei der angeblichen Erlösung des ie-
bensunwerten Lebens' ... euphemisiert (Euphemisieren = beschöni-
gen, schön reden [von 'Euphemismus']) die Psychiatrie heute das
Foltern der Gefangenen durch gewaltsames Vergiften mit Neurolep-
tika nach außen hin als 'therapeutisch notwendigen Zwang'. Auf
diese Weise verstößt die Psychiatrie gegen die Antifolterdeklaration
(UN-Antifolterdeklaration, Artikel 1 bezeichnet Folter als 'jede
Handlung, durch die eine Person vorsätzlich große körperliche oder
seelische Schmerzen oder Leiden zugefügt werden'). Die Folter er-
folgt unter dem Deckmantel angeblicher 'Behandlung'.
Auf die traditionellen Methoden der Gummizelle und Zwangsjak-
ke blickt die Psychiatrie nur mit einem Schmunzeln herab. Die inne-
re Knebelung durch Chemie ist viel wirkungsvoller.
Der Anblick in der deutschen Psychiatrie ist normalerweise fol-
gender: Die Gefangenen liegen regungslos im Bett, sind ans Bett
gefesselt oder schlurfen langsam und apathisch durch die Flure. Die
Psychiatrie ist ein 'Kerkersystem mit Folterregime' (Michel Fou-
cault).
Der Kerker ist getarnt als 'Klinik', die Folterinstrumente sind
getarnt als 'Medikamente'.
Ca. 200 000mal jährlich werden in Deutschland Bürger in die
Psychiatrie eingesperrt (Bundesministerium der Justiz, Stand

111
2005). Zusätzlich werden etwa ebenso viele Bürger dazu genötigt
und erpreßt, sich 'freiwillig' einweisen zu lassen. Insgesamt landet
jährlich eine Million mal ein deutscher Bürger in der Psychia-
trie. Dort werden die Bürger dauerhaft durch Infusionsschläuche,
Tabletten und Spritzen etc. mit Gift voll gepumpt. Wer widerspricht,
wird vorher gewaltsam mit dem gesamten Körper fest ans Bett gefes-
selt. Und zwar für unbestimmte Zeit. Die Täter bezeichnen das, da
bei ihnen alles wissenschaftich klingen muß, zynisch als 'Fixie-
rung'. Die Gefesselten werden von den Tätern neuerdings auch mit
Videokameras überwacht (Erlaß von dem Ministerium für Arbeit,
Gesundheit und Soziales [MAGS] N R W vom April 2009).
Bei dem Gift handelt es sich um neurotoxische Krampfgifte,
bzw. um Nervengifte, auch Neuroleptika genannt. Ihre häufigsten
Wirkungen sind Muskel- und Körperkrämpfe, Blindheit [!], Parkin-
son, Fieber, Kopfschmerz und vieles mehr. Eine große Zahl an Ver-
giftungserscheinungen tritt bei allen Gefangenen auf (Siehe Arznei-
Telegramm. Massenhaft verzeichnete, häufige und sehr häufige, un-
erwünschte Wirkungen.). Dies erzeugt ein Gefühl der totalen Ohn-
macht und Vernichtung. Es ist, wie ein lebendes Wrack zu sein, wie
eine lebendige Leiche, als würde man sterben. Wer also um sein
Leben fleht, wird mit noch höherer Dosis dauerhaft niederge-
spritzt. Der Verstand verwandelt sich in Brei und der Wille wird
gebrochen.
Unter den Vergiftungserscheinungen ist es nicht mehr möglich,
einen Zuckerlöffel in die Kaffeetasse zu fuhren. Man kann sich we-
der stellen, noch setzen und sich weder ausziehen, noch anziehen. In
diesem qualvollen Zustand fällt ein Kommando von bis zu 8 Wär-
tern, die sich als 'Pfleger' bezeichnen, unerwartet brutal über den
gefangenen Bürger her, um ihn auf unbestimmte Zeit an Armen,
Beinen, Bauch etc. fest ans Bett zu schnallen. Er wird an Katheder,
Infusionen, Schläuche etc. angeschlossen. Das Gift fließt ununter-
brochen in den Körper und zerstört ihn von Stunde zu Stunde mehr.
Ob oder wann die Wärter wieder kommen um die Fesseln zu lösen,
ist offen.

112
Die Weltanschauung der Psychiatrie ist radikal materialistisch. Sie sieht
den Menschen als Maschine, bei der die Persönlichkeit nichts als Chemie
ist. Aus diesem Grund greift sie mit bewußtseinsverändernden Drogen, die
schwere Nebenwirkungen auslösen können, in die Hirnchemie ein. Nach
Verabreichung von Antidepressiva (eine andere Gruppe von Psychophar-
maka sind die Neuroleptika) wurde bei Probanden etwa eine Störung der
Sexualfunktion, eine Zunahme von Schlaflosigkeit, Übelkeit oder Durchfall
beobachtet. Viele dieser Medikamente (zu denen unter anderem der selek-
tive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Prozac bzw. Fluctin zählt) rufen
zudem Ängste hervor und verdoppeln das Risiko eines Selbstmords. Die
entsprechenden Pillen können sogar zu Realitätsverlust und Aggressivität
führen.

1 13
Auf dem oberen Photo steht zu lesen: „Um Geistesstörungen zu heilen,
foltern Psychiater seit 500 Jahren." Tatsächlich entwickelte die Psychiatrie
von ca. 1800 bis 1900 die Vorstellung, „daß verrücktes Verhalten eine
Krankheit im Gehirn sei, die unter anderem durch Masturbation entstehe.
Um 1900 hatte die Psychiatrie sich als Pseudowissenschaft etabliert. ...
Heute behauptet die Psychiatrie Wahn, Halluzination, Angst und unge-
wöhnliches Verhalten sei eine Erkrankung in der Hirnchemie. Diese Be-
hauptung ist der größte wissenschaftliche Skandal unseres wissenschaftli-
chen Zeitalters"*, stellt Bernd Seiffert fest.
(Quellenhinweise: Oben: http://www.bible.ca/psychiatry/psychiatry-historic-
treatments-vomits-blood-letting-cold-baths-blistering-evacuation-purging.htm;
Unten: http://www.naturalnews.com/038322_DSM-
5_psychiatry_false_diagnosis.html; *:
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/die-verbrechen-der-
psychiatrie.html)

114
Vor allem in Diktaturen, wie der ehemaligen Sowjetunion, der DDR oder
dem kommunistischen China kam bzw. kommt die Zwangspsychiatrie zur
Anwendung. So werden „Staatsfeinde" unter anderem eine „Per-
sönlichkeitsstörung", „paranoide Wahnvorstellungen" oder „Schizophre-
nie" unterstellt, um sie anschließend auf unbestimmte Zeit verschwinden zu
lassen. Unten: Wie am 30. Juni 2014 im Weltnetz zu lesen stand, werden
„Patienten" in psychiatrischen Kliniken in Tschechien immer noch in Käfi-
ge gesperrt und mit Gurten festgebunden. Und das, obwohl diese Praxis
bereits vor über 10 Jahren international für Empörung sorgte.
(Quellenhinweise: Oben: http://redicecreations.com/article.php?id=29738;
Unten: http://www.cchrint.org/2014/06/30/torture-and-ill-treatment-banned-under-
law-still-evident)

115
Die Psychiatrie, die die irrige Theorie aufgestellt hat, man bekäme seine
Gefühle, Denkinhalte und den Willen von der Natur vorgeschrieben, zer-
stört mittels chemischer Gifte den gesunden Stoffwechsel im Körper. „Pe-
ter Breggin schreibt dazu: 'Die Unterdrückung der Aktivität der Dopamine
mittels Neuroleptika verursacht häufig eine dauerhafte Dopaminhyper-
aktivität, die zur tardiven Dyskinese führt.' Durch die pharmakologische
'Behandlung' entsteht tatsächlich eine Stoffwechselstörung, die sich insbe-
sondere beim plötzlichen Absetzen der Neuroleptika bemerkbar macht."*
Sogenannte Psychopharmaka sind keine Mittel, „die primär die Seele oder
die Psyche beeinflussen, sondern lediglich das zentrale Nervensystem"**,
gibt Dr. med. Piet Westdijk zu bedenken und schlägt deshalb vor, anstelle
von .„Psychopharmaka" den Begriff „Neuropharmaka" zu verwenden.
(Quellenhinweise: Photo: http://www.cchrint.org/psychiatric-drugs; *:
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/die-verbrechen-der-
psychiatrie.html; **: http://igelin.blog.de/2011/01/20/gibt-medikamente-seele-
10402912)

116
Alle psychiatrischen Behandlungsmethoden, von ihren Anfängen bis zum
heutigen Tage, haben als Resultat eine organische Schädigung des Gehirns,
ganz gleich ob diese Schädigung etwa durch eine Gehirnverstümmelung
oder eben die Einnahme von als „Psychopharmaka" getarnten Nervengiften
erfolgt (unten eine Szene aus dem Filmdrama „Einer flog über das K.uk-
kucksnest", der sich mit der Psychiatrie kritisch auseinandersetzt). „Rosel
Zierd, die Mutter des in der Psychiatrie gestorbenen Holger Zierd, nennt die
Zwangsmedikation eine 'chemische Hinrichtung'."*
(Quellenhinweise: Oben: http://www.examiner.com/article/psychiatry-should-be-
made-illegal; Unten: http://maxseesmovies.blogspot.de/2011/04/33-one-flew-over-
cuckoos-nest.html; *: http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Alexander_Zouras)

117
Bei der Psychiatrie handelt es sich seit jeher um ein brutales Gewaltsystem,
das ihre „Patienten" auf jede nur erdenkliche Art quält. So schnallten „The-
rapeuten" in der Vergangenheit ihre Opfer „auf Zentrifugen, brannten sie
mit glühenden Eisen, schockten sie durch jähe Kaltwasser-Güsse oder mal-
trätierten sie mit Abführ- und Brechmitteln."* Oben sehen wir, wie eine
Stirnhirnausschaltung (Lobotomie) durchgeführt wird.
(Quellenhinweise: Oben: http://www.enotes.eom/l 940-medicine-health-american-
decades/psychiatry-after-world-war-ii/mfi-101;
Unten: https://www.flickr.eom/photos/78148654@N06/7160830678; *:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-143 19191 .html;)

118
„Früher bestand die psychiatrische 'Therapie' in Auf- und Abhängung,
Wasserfolter, Klitorisentfernung, Verbrennung, Rotationsmaschinen, sowie
Eis, Kälte- und Wärmefolter. Diese Methoden wurden später abgelöst
durch Cardiazolschock, Insulinschock, Elektroschock [Anm.: Siehe die
beiden oberen Photos; rechts eine weitere Szene aus dem Streifen „Einer
flog über das Kuckucksnest"!], Kombinationsschock, manuelle Gehirnver-
stümmelung und chemische Vergiftung. Heute wird in der Regel letztere
Methode ausgeübt. Diese Vergiftung erfolgt durch Verabreichung von so
genannten 'Psychopharmaka'."* Unten: Ritalin wirkt sich ebenfalls schäd-
lich auf das Gehirn aus.
(Quellenhinweise: Oben links: https://mobile.twitter.com/PsychiatryLies;
Oben rechts: http://bumbumgerms.blogspot.de/2012/08/is-there-something-you-
can-share-with.html; Unten:http://de.sodahead.com/entertainment/are-armed-
guards-at-schools-a-good-idea/question-3406981/?page=61; *:
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/die-verbrechen-der-
psychiatrie.html)

119
Fixierbetten dienen (nicht nur) in bundesdeutschen Psychiatrien dazu, Men-
schen zwangsweise mit gefährlichen Psychopharmaka abzuspritzen. Wie
der Diplom-Psychologe Hans Ulrich Gresch ausführt, ist die Psychiatrie „in
ein allumfassendes, übergeordnetes Gewaltverhältnis eingebettet, und sie
war dies seit den Anfängen der modernen Psychiatrie in der zweiten Hälfte
des 19. Jahrhunderts. Über allen [!] Bürgern schwebt das Damoklesschwert
der Zwangspsychiatrisierung"*, gibt Gresch zu bedenken. Der Psychologe
fordert die Abschaffung der Zwangspsychiatrie in all ihren Erscheinungs-
formen!
Die beiden Photos auf der gegenüberliegenden Seite zeigen ebenfalls ein
Fixierbett und die entsprechenden Gurte.
(Quellenhinweise: Photo: http://de.clearharmony.net/a_images/2011/07/2011-07-
22-2010-8-29-poison-feature.jpg; *: http://pflasterritzenflora.ppsk.de/irre;
Gegenüberliegende Seite oben: http://www.youtube.com/watch?v=hNIfzDisJbo;
Gegenüberliegende Seite unten: http://equapio.com/de/gesundheit/psychatrische-
zwangsbehandlung; **: http://igelin.blog.de/201 1/09/19/fixierung-folgen-
11874732)

120
„Gestern sprach ich mit einem jungen Mann über dessen Erfahrungen mit
Psychiatrie und Fesselung", stand am 19. September 2011 auf „ige-
lin.blog.de" zu lesen, und weiter: Er berichtete mir, daß er infolge seiner
erlittenen Fesselung seine Hand und Fußgelenke nicht mehr einsetzen kön-
ne und er deshalb vollkommen hilflos sei und das Zugreifen bei jeder Ver-
richtung des Alltags durch fremde Menschen benötige.
Entsprechende Beschwerden und Klagen wurden ihm beschieden mit dem
Vermerk: 'er wäre daran selbst schuld'. ... Diese Fesselungen und Fixie-
rungen in der Psychiatrie sind keine Sex-Spielchen, sondern brachiale Ge-
waltanwendungen gegen den Willen des Opfers und Geschädigten mit dem
Ziel, dessen Gesundheit zu zerstören und/oder diesen 'Patienten' zu ermor-
den. Dieses psychiatrische Team kommt dann mit einer Übermacht von 6
bis 9 Männern und übt körperliche Gewalt aus ohne Erklärung oder Be-
gründung, aber auch ohne daß es vordem von dem Opfer eine andere Ursa-
che gegeben hätte als die, nicht vergiftet werden zu wollen. Also die Ge-
hirn- und Persönlichkeit zerstörende Psychodrogen abzulehnen. Mit dieser
Gewaltanwendung geht auch immer Isolation einher, damit es keine Zeu-
gen gibt. Und kein Gericht fragt danach. Wo leben wir eigentlich?"**

121
Anläßlich des traditionellen Dreikönigstreffens der FDP im Jahr 2013 de-
monstrierten Vertreter des „Bundesverbands Psychiatrieerfahrener" in
Stuttgart vor dem Staatstheater. Die Demonstranten warfen Bundesjustiz-
ministerin Leutheusser-Schnarrenberger vor, „den Liberalismus verraten zu
haben. Hintergrund ist ein von der Psychiatrielobby geforderter Gesetzent-
wurf zur Legalisierung psychiatrischer Zwangsbehandlung nach Betreu-
ungsrecht. Der Bundesgerichtshof sah 2012 in mehreren Entscheidungen
keine [!] Rechtsgrundlage für psychiatrische Zwangsbehandlung nach Be-
treuungsrecht. Frau Leutheusser-Schnarrenberger plante zunächst, das ent-
sprechende Gesetzgebungsverfahren im Schnelldurchlauf durch das Parla-
ment zu peitschen. Widerspruch kam nicht nur von der Opposition, sondern
auch vom Deutschen Institut für Menschenrechte, Rechtsexperten und den
Psychiatrieerfahrenenverbänden.
Der Bundesverband Psychiatrieerfahrener setzt sich schon seit Jahren für
ein Verbot psychiatrischer Zwangsbehandlung ein, die viele Betroffene als
Folter bezeichnen."*
(Quellenhinweise: Photo: http://www.rneinungsverbrechen.de/demonstration-
gegen-zwangspsychiatrie-beim-fdp-dreikonigstreffen-2013; *: ebd.)

122
Anläßlich einer „Expertenanhörung" zum Thema Zwangsmedikation des
Stuttgarter Sozialministeriums am 14.5.2012 hatte die Bundesarbeitsge-
meinschaft Psychiatrieerfahrener e.V., Sektion Baden-Württemberg zu
einer Demonstration aufgerufen. Als „Experte" war „unter anderem Prof.
Dr. Tilman Steinert vom ZfP Südwürttemberg - ein glühender Verfechter
der psychiatrischen Zwangsbehandlung - geladen. Steinert versucht seit
einiger Zeit mit menschenverachtender Polemik in Form von Klischees
über Psychiatriebetroffene und Angstmacherei, unter anderem in Fachblät-
tern wie der 'Psychosozialen Umschau', den politisch Verantwortlichen,
sowie der Öffentlichkeit eine Legalisierung psychiatrischer Zwangsbehand-
lung schmackhaft zu machen. In Zuge dessen malt Steinert das Bild vom
'gefährlichen Irren' an die Wand und führt unpassende Analogien zwischen
psychiatrischer Zwangsbehandlung und dem Bundesseuchengesetz an.
Psychiatrische Zwangsbehandlung ist auch keine 'medizinische Notfall-
maßnahme', wie Steinert behauptet, sondern eine Sanktionierung uner-
wünschten Verhaltens mittels gewaltsamer Verabreichung von Drogen,
Elektroschocks oder anderen psychiatrischen 'Behandlungsmaßnahmen'."*
(Quellenhinweise: Photo: http://www.meinungsverbrechen.de/erneuter-aufruf-zur-
demonstration-vor-dem-stuttgarter-sozialministerium; *: ebd.)
Antidepressiva wie zum Beispiel Zoloft, Prozac oder Paxil zählen zu den
„selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern" (SSRI). Sie werden mit
einem erhöhten Hang zu Aggressionen, Gewalt und Suizid in Verbindung
gebracht, und sollen bereits zu zahlreichen Verbrechen und/oder Selbst-
morden geführt haben.
(Quellenhinweis: Unten: http://www.davidicke.com/headlines, 13. Dezember
2012)

124
Wie am 9. Februar 2014 im Internet zu lesen stand, nehmen bereits 70 Mil-
lionen Amerikaner bewußtseinsverändernde Medikamente. Produktstudien
belegen, daß es durch die Einnahme von Prozac zu einer signifikanten Zu-
nahme von nervösen „Erregungszuständen" kommen kann.
Ende der 1980er Jahre durchgeführte klinische Tests fanden sogar heraus,
daß bei 38 % der damaligen Prozac-Probanden derartige Symptome aufge-
treten sind. Neben unter anderem dem synthetisch hergestellten Süßstoff
Aspartam, dem auch als Alprazolam bekannten Xanax (ein „Medikament"
aus der Gruppe der Benzodiazepine) oder dem Geschmacksverstärker Mo-
nonatriumglutamat (MSG), sorgen gerade die SSRI-Antidepressiva dafür,
daß das chemische Gleichgewicht im Gehirn durcheinander gebracht wird.

125
Auf den Medikamentenbeschreibungen und Packungsbeilagen von SSRI-
Pillen (wie etwa Anafranil, Celexa, Cymbalta, Efexor, Luvox, Paxil, Pro-
zac, Wellbutrin oder Zoloft) finden sich unter anderem folgende Nebenwir-
kungen: Konzentrationsstörungen, Albtraum, Erregung, Angst, Gedächtnis-
störungen, Depression (Anm.: Eigentlich soll es sich bei diesen Pillen um
„Antidepressiva" handeln!), Desorientiertheit, Verwirrtheitszustand, Hallu-
zinationen, Suizidgefahr, Hyperaktivität, Irritation, Realitätsverlust, Ag-
gressivität, Feindseligkeit, ungewöhnliche Trauminhalte, Unruhe, Manie,
aggressive Reaktionen. Kein Wunder, daß auf dem Photo zu lesen steht:
„Meinen Sie, Sie seien ein Glückspilz? - SSRl-Antidepressiva haben dazu
geführt, daß sich unzählige Tausende auf brutale Weise das Leben genom-
men haben."
(Quellenhinweise: Photo: http://justana-
justana.blogspot.de/2009_12_01_archive.html; Gegenüberliegende Seite links:
http://hypericum.wordpress.com/2008/02/26/depression-drugs-don%E2%80%99t-
work-finds-data-review; Gegenüberliegende Seite rechts:
http://prozacwithdrawal.blogspot.de/2012/07/school-shootings-ssri-
nightmares.html; *: https://www.openpetition.de/petition/online/neubewertung-
des-nutzens-und-der-risiken-der-ssri-antidepressiva)

126
„SSRI ist die Abkürzung für seleetive Serotonin reuptake inhibitor oder zu
deutsch: selektive Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer. Diese Medikamen-
te haben ... gravierende Nebenwirkungen. Die Europäische Kommission
hatte ... im August 2005 Warnhinweise zum Suizidrisiko zwingend vorge-
schrieben. ... Der Verdacht, daß die SSRI-Antidepressiva das Suizidrisiko
erhöhen, bestand jedoch schon seit deren Zulassung in den 90er Jahren ...
Auch ist die Wirksamkeit der SSRls kaum größer als bei Placebos (s. z.B. 1.
Kirsch et. al 'Initial Severity and Antidepressant Benefits: A Meta-Analysis
of Data Submitted to the Food and Drug Administration', 2008, Vol.2,
PLoS, 260-268) ... Darüber hinaus fuhren diese Medikamente bei langfri-
stiger Anwendung zu gravierenden Schädigungen des Nervensystems, wie
unter anderem von Robert Whitacker in zahlreichen Publikationen be-
schrieben wurde ... Hierzu gehören unter anderem [die] extrapyramidalen
Störungen, die von unkontrollierbaren Muskelzuckungen - allgemein als
Ticks bekannt - bis hin zu parkinsonscher Schüttellähmung reichen und
Anzeichen starker Hirnschädigungen sind, ähnlich wie bei Alkohol- oder
Drogenmißbrauch. Diese Schädigungen führen auch zu vorübergehender
oder dauerhafter Arbeitsunfähigkeit."*

127
Wie am 2. Mai 2007 im Internet zu lesen stand, könnte Cho Seung-Hui der
neunte Amokläufer der USA sein, „der während der Tat unter dem Einfluß
von Psychopillen stand. Von diesen ist mittlerweile bekannt, daß sie Mord-
und Suizidabsichten, Psychosen, Manien und feindseliges oder aggressives
Verhalten verursachen können. Nach dem Amoklauf Cho Seung-Huis letzte
Woche in der Virginia Tech School [Anm.: Am 16. April 2007 tötete Cho
32 Menschen, bevor er sich selbst das Leben nahm!] fragen US-
Abgeordnete und Menschenrechtsaktivisten, warum der US-Kongreß es
unterlassen hat, die Verbindung zwischen Psychopharmaka und Gewalt an
Schulen zu untersuchen. Denn: Bei einer auffällig hohen Zahl von Amok-
läufern gehört der Konsum psychiatrischer Drogen [Anm.: wie etwa das
SSRl-Antidepressivum Prozac] offenbar zum Täterprofil."*
(Quellenhinweise: Photo: http://www.rense.com/wtcsplshpage.htm; *:
http://www.spin.de/forum/734/-/36ad; Gegenüberliegende Seite oben:
http://www.rense.com/wtcsplshpage.htm; Gegenüberliegende Seite unten:
http://lvb-research.blogspot.de/2010/10/mk-ultra-20-ssri-drugs-and-mass-
mind.html; **: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/amoklauf-durch-
psychopharmaka-ia.html)

128
Oben: „Am 20. April 1999 eröffnete Eric Harris [links!], Anführer des
Massakers an der Columbine Highschool in Littleton, das Feuer auf seine
Mitschüler, wobei er 13 Schüler tötete, und anschließend Selbstmord be-
ging. Harris nahm die Psychodroge.'Luvox'."** Unten: Cho Seung-Hui
nahm ebenfalls Psychopharmaka aus der Klasse der SSRI-Antidepessiva!

129
Oben: Die bayerische Justizministerin Beate Merk hatte maßgeblichen
Anteil daran, daß Gustl Mollath (unten) mehr als sieben Jahre lang in di-
versen forensischen Psychiatrien einsitzen mußte. Da Mollath es gewagt
hatte, zu Steuerhinterziehungen und Schwarzgeldverschiebungen einfluß-
reicher Kreise öffentlich Druck zu machen, wurde er nämlich zwangspsy-
chiatrisiert und in die Bezirkskliniken Erlangen, Bayreuth und Straubing
verschleppt. Begründet wurde diese Freiheitsberaubung mit der Behaup-
tung, er sei gemeingefährlich und die Schwarzgeldverschiebung sei Teil
eines paranoiden Gedankensystems.
(Quellenhinweise: beide Photos: http://www.politaia.org/politik/fall-mollath-
offener-brief-des-richter-i-r-heindl-an-beate-merk)

130
Holger Zierd, der in psychiatrischen Kliniken mit hohen Dosen Psycho-
pharmaka (unter anderem Antidepressiva) zwangsbehandelt worden war,
baute nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei einen schweren Unfall
(oben), bei dem ein Mann getötet wurde. Als Folge dieses Unfalls (zu jener
Zeit hatte er eine chemisch erzeugte Ruhelosigkeit; er war quasi „volltrun-
ken" von dem Medikamenten-Cocktail, der ihm verabreicht worden war,
wie seine Mutter darlegt!) wurde im Mai 2006 vom Landgericht Meiningen
die dauerhafte Unterbringung in der Mühlhauser Forensik, dem Ökumeni-
schen Hainich Klinikum (unten), angeordnet, wo der junge Mann Jahre
später unter dubiosen Umständen „verstarb" (er soll sich das Leben ge-
nommen haben!).
(Quellenhinweise: beide Photos: http://www.meinungsverbrechen.de/?p=91)

131
Oben links: Im Alter von 28 Jahren wurde Holger Zierd Ende Februar
2011 im Ökumenischen Hainich Klinikum in seiner Zelle stranguliert auf-
gefunden. „Angeblich hätte die Obduktion keinerlei Hinweise auf Fremd-
verschulden ergeben. Es sei ein Selbstmord gewesen. Doch die Mutter und
ihr Anwalt haben Zweifel an dieser Theorie."* Oben rechts und unten:
Diese im Februar 2010 im Weltnetz veröffentlichten Photos dokumentieren
die gewaltsame Handlung gegen eine Mutter durch das „Pflegepersonal"
eines Kinder- und Jugendpsychiatrischen Zentrums in der Schweiz. Man
hatte ihr die 10jährige Tochter Jenny, die angeblich an ADHS leidet, ge-
waltsam entrissen, in Isolationshaft gesteckt und „scheinbar auch mit Psy-
chopharmaka behandelt, gegen den ausdrücklichen Willen der Mutter."**

132
Oben: „Am 8.1.2006 verübte der 25 Jahre junge Mario Hagemeister nach 5
Monaten psychiatrischer Behandlung in der Universitätspsychiatrie Ro-
stock Selbstmord. Er wurde als Privatpatient ... mit 8 verschiedenen Psy-
chopharmaka (5 Neuroleptika, 2 Antidepressiva, 1 Benzodiazepin) sowie
mit Elektroschocks und Fixierungen behandelt."* „Das erste Bild zeigt ihn
wenige Tage vor seiner Einlieferung im August 2005. Das Zweite zeigt ihn
festgebunden in der Klinik, kurz nach seinem Mißbrauchserlebnis am
1.10.2005, von dem er sich nicht mehr erholte, fixieren nennt man das; das
Dritte wurde am 27.12.2005 aufgenommen. Am 9.1.2006 war er tot."**
(Quellenhinweise: Linke Seite: Oben links: http://kabale.se/seitel .html; Oben
rechts und unten: http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/nein-zur-mutterliebe-
ja-zu-psychopharmaka; *: http://www.meinungsverbrechen.de/mdr-berichtet-
verzerrt-uber-den-tod-von-holger-z; **:
http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/nein-zur-mutterliebe-ja-zu-
psychopharmaka; Photos oben: http://www.aerztepfusch-
psychiatrie.de/index.php?seite=tod_eines_patienten; *:
http://www.kvpm.de/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2009/prof-dr-med-
sabine-c-herpertz; **: http://www.aerztepfusch-
psychiatrie.de/index.php?seite=tod_eines_patienten)

133
Links: Der geistig behinderte Ulvi Kulac ist ein weiteres Justizopfer der
BRD. Am 7. Mai 2001 verschwand das neunjährige Mädchen Peggy Kno-
bloch aus Lichtenberg, Oberfranken, spurlos. Kulac „wurde wegen Mordes
verhaftet und verurteilt. Das Aufsehen erregende und umstrittene Verfahren
endete am 30. April 2004 am Landgericht Hof mit einem Schuldspruch und
einer lebenslangen Haftstrafe. Außergewöhnlich daran war, daß obwohl es
weder eine Leiche noch sonstige Beweisspuren für den Mord gab, die Ver-
urteilung aufgrund eines Geständnisses von Kulac erfolgte, das dieser wi-
derrufen hatte. Am 9. Dezember 2013 ordnete das Landgericht Bayreuth
[Anm.: aufgrund öffentlichen Drucks!] die Wiederaufnahme des Verfah-
rens an; am 14. Mai 2014 wurde Kulac freigesprochen."* Nichtsdestotrotz
befindet er sich noch immer in der geschlossenen Abteilung des Bezirks-
krankenhauses Bayreuth, Klinik für Forensische Psychiatrie! Rechts: Be-
reits seit dem Alter von 23 Jahren ist der am 23. Januar 1980 in München
geborene Alexander Zouras, der wegen eines angeblichen Mordversuchs an
einer Kinderkrankenschwester in einem Indizienprozeß schuldig gespro-
chen wurde, in forensischen Anstalten untergebracht. Dort wird er mittels
Psychopharmaka regelrecht gefoltert.
(Quellenhinweise: Links:
http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Ulvi_Kulac_(Gudrun_R%C3%B6del);
Rechts: http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Alexander_Zouras; *:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fall_Peggy_Knobloch)

134
Waldemar Vogel ist einer von zahlreichen Todesfällen in bundesdeutschen
Psychiatrien. Wenige Tage bevor er sich am 29. August 2011 im Alter von
33 Jahren in der Forensik Bayreuth angeblich das Leben genommen hatte,
wandte er sich noch mit einem „Hilferuf an seine Mutter.
„Sein Hilferuf nützte Waldemar Vogel nicht mehr. Vier Tage nach seinem
flehentlichen Brief an seine Mutter, fünf Monate nach seiner Unterbringung
in der Bayreuther Forensik, wurde er erhängt aufgefunden. Waldemar Vo-
gel wurde in Bamberg beerdigt.
1. Welchen Grund sollte Waldemar Vogel gehabt haben, sich aufzuhängen,
obwohl er vier Tage vorher schrieb, er wolle für seine Tochter sorgen?
2. Welchen Grund sollte Waldemar Vogel gehabt haben, sich nackt aufzu-
hängen?
Die Mutter erstattete über RA Christian Beickert, Bamberg, Strafanzeige
wegen Mordes. Der Bamberger Oberstaatsanwalt hörte sie nicht an, son-
dern wies ihr die Tür."* (Darf man angesichts solcher Fälle noch von einem
„freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat BRD" sprechen?!?)
(Quellenhinweise: Photos:
http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Waldemar_Vogel; *: ebd.)

135
Die beiden oberen Photos zeigen den gutherzigen Psychiatriekritiker und
Menschenrechtsaktivisten Bernd Seiffert, der im Februar 2010, wenige
Monate vor seinem Tod mit nur 26 Jahren, die brisante Schrift „Die Ver-
brechen der Psychiatrie" fertigstellte. Am 28. April jenes Jahres wurde er
auf heimtückische Art und Weise ermordet: ein Kleintransporter steuerte
nachts gezielt auf den jungen Mann, der mit einem Fahrrad unterwegs ge-
wesen war, zu, rammte ihn und raste dann einfach davon (unten sehen wir
die Unfallstelle).
(Quellenhinweise: Oben links: http://www.exheim.de/medien.htm; Oben rechts:
http://psychiatriekritikerbemdseiffert.blogspot.de/p/bernd-seiffert-ermordet-am-28-
april_27.html; Unten: http://fahrerfIucht.wordpress.com/gedenkstatten)

136
In seinem im Juni 1949 erschienenen dystopischen Roman „1984" be-
schreibt George Orwell einen totalitären Präventions- und Überwachungs-
staat im Jahre 1984, in dem Staatsfeinde brutal gefoltert und umerzogen
werden. Dafür zuständig ist das „Ministerium für Liebe" (ein Begriff aus
dem Neusprech; das Neusprech unserer Tage heißt „politische Korrekt-
heit"!), wobei man hier eine deutliche Parallele zur Zwangspsychiatrie
erkennen kann, die ja angeblich im Dienste der „Humanität" nur dazu dient,
einem „psychisch kranken" Menschen zu helfen. Daß dies unter anderem
mittels brutaler Fixierung und anschließender Verabreichung regelrechter
Nervengifte geschieht, steht auf einem anderen Blatt. (Diese beiden Photos
entstammen der 1984 in die Kinos gekommenen Verfilmung von Orwells
Roman!)
(Quellenhinweise: Oben: http://www.cinema.de/kino/news-und-specials/s/science-
fiction/klassiker/klassiker-des-science-fiction-films,3431169.html;
Unten: http://www.cineastentreff.de/content/view/8457/!87)

137
Berichte des Roten Kreuzes haben die Teilnahme von medizinischem Per-
sonal am Folter-Programm der CIA ausführlich beschrieben. „Psychiater
haben über Häftlinge Gutachten erstellt, und ihren Befund dann den Ver-
nehmungsoffizieren enthüllt, damit diese die psychologischen Schwächen
der Betroffenen - wie etwa besondere Ängste oder Paranoias, die sie ge-
genüber dem Arzt geäußert hatten - herausfinden und dann gegen sie miß-
brauchen konnten. Ärzte standen auch bereit, während viele der brutalsten
Methoden zur Anwendung kamen - wie etwa das Waterboarding -, um
sicherzustellen, daß die Gefangenen nicht ertranken, oder um sie wiederzu-
beleben, falls sie es doch taten."* Obwohl die USA das „Waterboarding"
nach dem Zweiten Weltkrieg in Kriegsverbrecherprozessen ahndeten, und
es von Despoten, wie Pol Pot in Kambodscha, angewendet wurde, haben
sie diese Foltermethode selbst eingesetzt, unter anderem in Vietnam oder
ihren diversen Geheimgefängnissen (darunter in Guantanamo).
(Quellenhinweise: Photo:
http://walterdurantyreport.blogspot.de/2009/04/psychiatrists-and-state-
sponsored.html; *: ebd.)

138
„Nun werden die ersten Details aus dem mit Spannung erwarteten Folterbe-
richt des US-Geheimdienstes CIA bekannt", berichtete „DIE WELT" (On-
lineausgabe) am 9. Dezember 2014. „Demnach habe der Dienst 80 Prozent
seiner Befragungen von externen Psychologen [!] durchführen lassen, für
die eine Firma 80 Millionen [!] US-Dollar bekommen habe. Insgesamt
sollen laut dem Senatsbericht mindestens 26 Terrorverdächtige illegal fest-
gehalten und gefoltert worden sein. Zudem prangerte der Bericht an, die
Verhöre seien deutlich brutaler abgelaufen, als es die CIA eingeräumt habe.
... Der Bericht führt unter anderem aus, wie CIA-Agenten beim sogenann-
ten Waterboarding Terrorverdächtigen [sic!] das Gefühl des Ertrinkens
gaben. Ein Verdächtiger sei anschließend 'nicht ansprechbar' gewesen,
während 'Blasen in seinem offenen, gefüllten Mund aufstiegen'."* (Zur
Rechenschaft gezogen wurde keiner der für diese Barbareien Verantwortli-
chen - weder Politiker noch die Folterer selbst!)
(Quellenhinweise: Photo: http://www.alan.com/2009/04/22/us-used-communist-
chinese-torture-methods; *:
http://www.welt.de/politik/ausland/articlel35196599/80-Millionen-Dollar-fuer-
brutale-Folter-ohne-Resultate.html)

139
Seit Anbeginn handelt es sich bei der Zwangspsychiatrie um ein Foltersy-
stem, bei dem sich die Verantwortlichen immer neue Methoden ausdenken,
um ihre „Patienten" zu quälen. So empfinden die dort Eingesperrten schwe-
re Leiden und Schmerzen unter anderem durch „die aufgrund jeglicher
psychiatrischer Zwangsmaßnahmen erlebte Erfahrung von Entrechtung,
Gewalt, Ohnmacht, Entwürdigung, Demütigung und Erniedrigung"*, „die
aus der gewaltsamen Vergabe von psychiatrischen Drogen, Elektroschocks
[das Photo stammt aus der Türkei!] und sonstigen Instrumenten psychiatri-
scher Zwangs-'Behandlung' resultierenden Folgen"* für die jeweils eigene
Persönlichkeit oder etwa durch „die in zynischer und verharmlosender
Weise von der Psychiatrie 'Fixierung' genannte Fesselung"*.
(Quellenhinweise: Photo: http://www.mindfreedom.org/kb/mental-health-
global/Turkey-psychiatry-mdri-report; *:
http://www.irrenoffensive.de/foltersystem.htm)

140
Zu dem oberen Photo titelte die „FAZ" am 8. August 2013: „Ausstellung
im Psychiatriemuseum - Mit Foltermethoden therapieren"!
Unten: „In den frühen 1950er Jahren wurden Psychiatriepatienten in meh-
reren Ländern solchermaßen behandelt indem ihnen der Frontallappen des
Gehirns durch eine Operation zum Teil durchtrennt wurde. Die Operation
schlug oft fehl und hatte den Tod [des „Patienten"] zur Folge."*
(Quellenhinweise: Oben: http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/ausstellung-im-
psychiatriemuseum-mit-foltermethoden-therapieren-12452390.html;
Unten: http://www.rnw.nl/english/article/psychiatrist-%E2%80%9Cno-evil-intent-
boys%E2%80%99-home%E2%80%9D; *: ebd.)

141
„Tierschutz-news.ch sagt: ' Pharmakonzerne genießen in der Öffentlichkeit
einen Ruf, der irgendwo zwischen dem der Ölmultis und der Mafia liegt.
Sie gelten als geldgierige Scharlatane, die Innovation vorgaukeln, um durch
überhöhte Preise die öffentlichen Gesundheitssysteme zu ruinieren; Ärzte
korrumpieren, damit sie teure Mittel verschreiben; mit unausgereiften Mit-
teln die Gesundheit der Patienten gefährden; die Bewohner der armen Län-
der der Welt entweder ignorieren oder als illegales Testlabor verwenden -
und nebenher auch Tiere quälen.'"* Man sollte sich nicht einbilden, Krei-
sen, wie der Pharmaindustrie oder der Psychiatrie, die bereits im Umgang
mit unseren Mitgeschöpfen keinerlei Mitleid zu kennen scheinen, sei etwa
am Wohle des Menschen gelegen. Vielmehr kennt ihre Profitgier keine
Grenzen!
(Quellenhinweise: Photos: http://tierwelt-im-schatten.de/reach-und-
pharma/pharma-industrie/index.php; *: ebd.)
Die Psychiatrie „verbraucht" massenhaft Tiere für Tierversuche, „um ihre
medizinische Wertsetzung für gesellschaftliche Normen weiter zu verfei-
nern."* „Daß die ungeheuerlich mächtige Pharma-Lobby aus Profitgier der
machtlosen Bevölkerung eine völlig sinnlose Forschung und völlig sinnlose
Produkte aufzwingt, wurde sogar unverblümt 2008 vom ehemaligen Bun-
desgesundheitsminister Horst Seehofer anläßlich des wiederholten Schei-
terns 2003 der sogenannten 'Positivliste' bestätigt: [...] ' j a das ist so seit 30
Jahren, bis zur Stunde, daß sinnvolle strukturelle Veränderungen, auch im
Sinne von mehr sozialer Marktwirtschaft im deutschen Gesundheitswesen
nicht möglich sind wegen des Widerstandes der Lobby-Verbände ... [Die
Pharma-Lobby setzte sich durch, mit massivem Druck] ... Ich kann Ihnen
nur beschreiben, daß es so ist, und daß es so abläuft, und zwar sehr wirk-
sam ...'"**
(Quellenhinweise: Photos: http://tierwelt-im-schatten.de/reach-und-
pharma/pharma-industrie/index.php; *:
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/die-verbrechen-der-
psychiatrie.html; **: http://www.jocelyne-Iopez.de/blog/2014/05/tierversuche-und-
die-gigantische-abzocke-der-pharma-lobby)

143
Das „berühmt-berüchtigte"* Tierversuchslabor COVANCE (der Marne
eines US-amerikanischen Unternehmens) in Münster ist eines der größten
seiner Art in Europa. „Hier sollen rund 1700 Primaten gehalten werden, um
an ihnen im Auftrag der Industrie Giftigkeitsprüfungen mit verschiedenen
Substanzen wie Chemikalien, Kosmetika und Pestiziden durchzuführen. Im
Rahmen dieser Experimente würden unter anderem kleine Affen einer bru-
talen Behandlung unterzogen, bei der ihnen die Experimentatoren dicke
Kunststoff-Schläuche durch die Nase in die Kehle einführen, um Testsub-
stanzen in den Magen pumpen zu können. Die Tiere müßten dabei würgen,
würden an Erstickungsanfällen leiden [Anm.: Ganz ähnlich wie bei den in
der Psychiatrie durch Neuroleptika hervorgerufenen „Zungenschlund-
krämpfen"!] und Nasenbluten durch Verletzungen der Schleimhäute ent-
wickeln. Getötet würden sie im Endeffekt alle."*
(Quellenhinweise: Photo: http://www.jocelyne-lopez.de/blog/2014/05/tierversuche-
und-die-gigantische-abzocke-der-pharma-lobby; *:
http://www.tierversuchsgegner.de/downloads/PRESSE-COVANCE.pdf)

144
Tierversuchsgegner prangern nicht nur die Grausamkeit und den brutalen
Umgang mit den „Versuchstieren" an. Sie kritisieren auch die Sinnlosigkeit
und Gefährlichkeit der Experimente scharf. „Weil die Ergebnisse aus Tier-
versuchen wegen gravierender anatomischer, organischer und physiologi-
scher Unterschiede auf den Menschen nicht übertragbar seien, käme es
häufig zu schweren Arzneimittel- und Impfschäden. So würden in deut-
schen Krankenhäusern jedes Jahr etwa 58 000 Menschen an den Folgen
unerwünschter Nebenwirkungen von Medikamenten sterben. [...] Bei Tier-
versuchen ginge es vor allem für die Chemie- und Pharmaindustrie um ein
Milliardengeschäft. Sie dienten den einschlägigen Konzernen zur Vortäu-
schung einer Nützlichkeit und Gefahrlosigkeit der Produkte, die in Wahr-
heit nicht bestehen würde. Aber auch die gesamte Apotheker- und Ärzte-
schaft würde an der Flut allopathischer Arzneimittel kräftig verdienen."*
(Quellenhinweise: Photos: http://www.jocelyne-
lopez.de/blog/2014/05/tierversuche-und-die-gigantische-abzocke-der-pharma-
lobby; *: http://www.tierversuchsgegner.de/downloads/PRJiSSE-COVANCE.pdO

145
Dieses Photo entstammt einem Überwachungs-Video, „das eigentlich nach
den Wünschen der Judge-Rotenberg-Schule in Canton (Massachusetts)
niemals an die Öffentlichkeit kommen sollte"*. Es zeigt, wie der 18jährige
behinderte Schüler Andre McCollins (er ist Autist) „im Klassenzimmer
dafür bestraft wird, daß er sich weigerte, seine Jacke auszuziehen: mit ins-
gesamt 31 Elektroschocks, die dem auf einem Tisch festgeschnallten Jun-
gen in einem Zeitraum von sieben Stunden von Erziehern verabreicht wer-
den."* „Nach dieser Erfahrung war er drei Tage lang katatonisch, ver-
krampfte am ganzen Körper so stark, daß er auf die Intensivstation kam.
Die Ärzte attestierten ihm, daß er von dem Trauma bleibende Schäden da-
vongetragen habe."** Fazit: Folter und Mißhandlungen gehören in der
„westlichen Wertegemeinschaft" längst zum Alltag!
(Quellenhinweise: Photo: http://www.hlntv.com/article/2012/04/20/treatment-or-
torture-teen-allegedly-shocked-31 -times-school; *:
http://www.suedkurier.de/nachrichten/panorarna/weltspiegel-
themensk/Elektroschocks-fuer-Schueler;art 1003205,5539952; **: http://www.fr-
online.de/panorama/missbrauch-usa-lehrer-bestrafen-mit-
elektroschocks, 1472782,16322952.html)

146
SSRI-Pillen können zum Selbstmord oder sogenannten „erweiterten Sui-
zid" führen. So erstach der 22jährige Ire Shane Clancy (unten) nach der
Einnahme von Celexa (in Deutschland unter dem Handelsnamen „Cipra-
mil" bekannt) im August 2009 einen jungen Mann, verletzte zwei weitere
Personen und nahm sich anschließend mit 19 (!) Stichen selbst das Leben.
Seine Mutter fuhrt die schrecklichen Taten, die in Irland tagelang für
Schlagzeilen sorgten, auf die Nebenwirkungen dieser SSRI-Pillen zurück.
(Quellenhinweise: Oben:
https://www.facebook.com/CCHRInternational?sk=app_2318966938;
Unten: http://www.broadsheet.ie/2013/03/13/anti-depressants-in-an-age-of-
suicide)

147
Der „Zappelphilipp" gilt heute als „ADHS-Kranker", dem Psychopharmaka
- vor allem Ritalin - verschrieben werden muß. „Ecstasy und Ritalin sind
chemisch sehr ähnlich! In Schweden ist Ritalin wie Heroin eingestuft. Dort
wird es als eine der gefährlichsten Drogen angesehen, die je entwickelt
wurden. Ritalin ist aus diesem Grund in Schweden verboten!"* In der BRD
stieg die Zahl der diagnostizierten Fälle von ADHS bei den unter
19jährigen zwischen 2006 und 2011 um 42 Prozent, was dazu fuhrt, daß
„viele der Betroffenen in der Folge Methylphenidat verschrieben bekom-
men, besser bekannt unter dem Markennamen Ritalin. Nach Zahlen des
Arzneiverordnungsreports wurden in Deutschland 2011 56 Millionen Ta-
gesdosen Methylphenidat verschrieben, 2002 waren es nur 17 Millionen
gewesen. "**
(Quellenhinweise: Photos:
https://www.facebook.com/CCHRInternational?sk=app_2318966938; *:
http://www.balance-institut.at/methoden/kinder-eltern/ritalin-co.html; **:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/barmer-anstieg-bei-aufmerksamkeits-
defizit-adhs-a-880255.html)

148
Oben steht zu lesen: „Auf dem Sterbebett räumte der Erfinder von ADHD
ein: 'ADHD ist eine fabrizierte Krankeit"! „Der US-amerikanische Psych-
iater Leon Eisenberg, 1922 als Sohn jüdischstämmiger russischer Immi-
granten geboren, der als 'wissenschaftlicher Vater von ADHD' gilt, sagte
im Alter von 87 Jahren in seinem letzten Interview: 'ADHD ist ein Parade-
beispiel einer aus der Luft gegriffenen Krankheit.'" Nichtsdestotrotz wer-
den Kindern, in Ländern wie den USA oder der BRD, bis zum heutigen
Tage nebenwirkungsreiche Psychopharmaka gegen ADHS verschrieben,
was einen Skandal sondergleichen darstellt!
(Quellenhinweise: Oben: http://beforeitsnews.com/health/20l3/09/leon-eisenberg-
inventor-of-adhd-adhd-is-a-fictitious-disease-said-on-a-deathbed-confession-
2505640.html;
Unten: https://www.facebook.com/CCHRInternational?sk=app_2318966938)

149
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) zählen zu den sechs
gefährlichsten Medikamenten. „Nebenwirkungen wie Selbstmordneigung,
sexuelle Dysfunktion, Magen-Darm-Blutung und Herzkrankheit sind nur
die Spitze des Eisbergs bei den vielen [!] unerwünschten Wirkungen der
SSRI. In einigen Fällen können SSRI die Symptome einer Depression sogar
verschlimmern, so daß die Betroffenen gewalttätig werden."* Ist es da nur
einer dieser vielen „Zufälle", daß im Jahr 2012 mehr aktive US-Soldaten
durch Suizid starben als im Afghanistaneinsatz? „Und die Zahl der Selbst-
morde steigt dramatisch: Durchschnittlich 22 Soldaten begehen in den USA
jeden [!] Tag Selbstmord."** Bereits im Juni 2008 wurde in den Medien
darauf hingewiesen, daß laut einer Studie alarmierend viele US-Soldaten
während ihrer Auslandseinsätze täglich Antidepressiva nehmen!
(Quellenhinweise: Oben:
https://www.facebook.com/CCHRInternational?sk=app 2318966938;
Unten: http://www.presstv.ir/detail/2012/09/28/263937/us-takes-actions-to-halt-
troops-suicide; *: http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-
leben/ethan-a-huff/sechs-gefaehrliche-medikamente-deren-einnahme-sie-sich-
zweimal-ueberlegen-sollten.html; **: http://weltnetz.tv/video/518)

150
Oben: Wie vielen seiner Waffenbrüder machten auch dem US-Soldaten
Andrew White die Schrecken des Krieges zu schaffen. Nach einem neun
Monate andauernden Einsatz im Irak suchte der junge Unteroffizier im
Veteranen-Krankenhaus Hilfe. Die „Hilfe", die ihm dort zuteil wurde, be-
stand in der Verschreibung eines Cocktails von 10 unterschiedlichen Psy-
chopharmaka, darunter Celexa, Paxil, Lexapro und Haldol. Als Folge da-
von verstarb er am 12. Februar 2008 im Alter von nur 23 Jahren im Schlaf.
Unten: „Von den 14 Amokläufern, deren Einnahme von Psychopharmaka
belegt ist, besuchten sieben entweder einen Psychiater oder Psychologen. ...
Die Korrelation zwischen Psychopharmaka und Gewalttaten sowie Mord
ist gut dokumentiert - sowohl durch Warnungen und Studien internationa-
ler Arzneimittelbehörden als auch durch Hunderte von Fällen, in denen
Gewalttaten bzw. Morde durch Personen begangen wurden, die unter dem
Einfluß von Psychopharmaka standen."*
(Quellenhinweise: Photos:
https://www.facebook.corn/CCHRInternational?sk=app 2318966938; *:
https://criticomblog.wordpress.eom/2012/12/l 8/warum-gibt-es-keine-staatliche-
untersuchung-uber-amoklaufe-durch-psychopharmaka)

151
„Ich muß gestehen, daß ich in der Gegenwart eines Universums, das uns in
beinahe jedem Punkt übersteigt, ein Gefühl abgrundtiefer Demut empfinde.
Ich fühle mich wie ein Kind, das, während es am Meeresufer spielt, einige
glänzende bunte Muscheln und ein paar kleine Steine gefunden hat, wäh-
rend der ganze überwältigende Ozean der Wahrheit sich beinahe unberührt
und ruhig vor meinen begierigen Fingern erstreckt"*, so Sir Isaac Newton
(1643-1727), der bedeutendste Wissenschaftler aller Zeiten. Tatsächlich ist
die materialistische Weltanschauung, der auch die psychiatrischen Dogmen
anhaften, vollkommen bankrott, denn es gibt derart viele Beweise flir die
Existenz eines Schöpfers (und ewigen Richters!), daß man praktisch aus
dem Staunen nicht mehr herauskommt.
(Quellenhinweise: Photos: http://www.youtube.com/watch?v=belrNpqqA2g; *: zit.
nach http://www.geocities.com/Heartland/7547/cequotes.html7200830)

152
Die Vergiftungserscheinungen, beispielsweise Kieferstarre, Schlund-
krämpfe, Atemnot usw. versetzen die Gefangenen regelmäßig in To-
desangst. Wenn sie vor Schmerzen jammern, deuten die Täter das als
Symptom für die Schwere der angeblichen 'psychischen Krankheit'
und drehen den Gifthahn noch weiter auf.
Falls sie irgendwann wieder entlassen werden, sind sie dann irre-
parabel zerstört, sodaß jeder Außenstehende sie für krank und
schwer gestört hält. Die körperlichen Schäden sollen den ihnen
unterstellten psychischen Makel unterstreichen.
Ein sehr großer Teil der Bürger leidet lebenslang an den kör-
perlichen Folgen der Folter. Zum Beispiel Spätdyskinesien bei teils
59 Prozent der Betroffenen (1991 in 'Der Nervenarzt' veröffentlichte
Studie an behandelten Berlinerinnen). Spätdyskinesien sind ständig
unwillkürlich auftretende, schmerzhafte Muskelkrämpfe, die irrepa-
rabel, also lebenslang sind und auch sozial stigmatisieren.
Die Psychiatrie interpretiert meist die Folgen der Folter, wie zum
Beispiel pharmakogenes Delir, Gedächtnisverlust, Angst und
Schmerz als Symptome angeblicher 'psychischer Krankheit'. Abso-
lut alles verhält sich gegen den Insassen. Die Folter soll die Bürger
in totale Wracks verwandeln, die jederzeit verfügbar sind.
Zum Beispiel ist durch das Gift der gesamte Körper steif und ver-
krampft. Der vergiftete Bürger sieht aus wie eine eingefrorene Puppe
oder ein Zombie. Falls er nicht gefesselt ist, kann er trotzdem kaum
selber aufstehen oder zur Toilette gehen, denn er ist gefangen in der
chemischen Zwangsjacke. Das Gift läßt regelmäßig den Körper
durch schmerzhafte Muskelkonvulsionen verkrampfen. Falls das in
der psychiatrischen 'Krankenakte' notiert wird, dann als 'hysterische
Reaktion' oder 'katatone Schizophrenie'.
Die Psychiatrie wendet Tricks an, um den Bürgern das Gift in ei-
ner derart hohen Dosis spritzen zu können, daß sie ohne das Anwen-
den dieser Tricks ersticken würden. Dazu spritzt die Psychiatrie ih-
nen besonders häufig zusätzlich noch eine hochgiftige Chemikalie
namens 'Akineton' ins Blut. Das führt dazu, daß die Muskelkrämpfe
nachlassen und nicht so leicht zur Erstickung fuhren. Damit be-

153
zweckt die Psychiatrie, die Dosis an Neuroleptika noch viel höher
aufdrehen zu können.
Es gibt eine ganze Reihe solcher Tricks, die die Psychiatrie
anwendet, um die Konzentration des Giftes in den Bürgern auf
ein Maximum zu treiben. Das Gift versetzt den Gefangenen schon
nach einem einzigen Tag in einen derartigen Zustand, daß er absolut
nicht mehr wiederzuerkennen ist. Die ersten Tage oder Wochen läßt
die Psychiatrie meist absolut niemanden zu den schrecklich entstell-
ten Gefangenen, unter dem Vorwand, sie seien 'zu schwer krank'. Im
Laufe der Wochen gewöhnt sich der Körper etwas an die ständige
Giftzufuhr. Diesen Effekt deutet die Psychiatrie zynisch als 'helfende
Wirkung ihrer Behandlung'.
Nach einer gewissen Zeit hat sich der Körper an die ständige Gift-
zufuhr angepaßt, er ist abhängig von dem Gift. Ein plötzliches Ab-
setzen der Giftzufuhr würde dann einen katastrophalen kalten Entzug
verursachen. Sobald dieser Zustand der körperlichen Anpassung
an das Gift erreicht ist, entläßt die Psychiatrie die Gefangenen,
sodaß diese, falls sie dann das Gift plötzlich absetzen, aufgrund
des kalten Entzugs erneut zwangseingewiesen werden. Diese
Taktik nennt sich Drehtürpsychiatrie. Die Psychiatrie behauptet
bei der erneuten Zwangseinweisung, die angebliche 'Schizophrenie'
sei wieder ausgebrochen und foltert noch höher dosiert als beim vor-
herigen Mal. Falls der Körper empfindlich auf das Gift reagiert, tritt
der Tod ein.
Ziel der Folter ist, daß die Bürger die ihnen unterstellte 'psy-
chische Krankheit' gestehen, sich widerstandslos der psychiatri-
schen Herrschaft unterwerfen und, daß sie, wenn sie sich an die
Folter erinnern, wahnsinnig werden und dadurch erneut in der Psych-
iatrie landen.
Die Gefangenen werden bedroht, brutal überwältigt, nackt ans
Bett gefesselt und ihre Persönlichkeit wird 'diagnostisch' diffamiert.
Die vollständige Zerstörung des Körpers mit Neuroleptika müssen
sie über sich ergehen lassen. Ziel dieser Unterwerfung ist, daß die
Gefangenen das Nervengift freiwillig einnehmen. Die chemische

154
Keule lähmt auch das Denken, so als sei der Kopf in einer Stählernen
Glocke oder in einem Schraubstock eingeklemmt. Aus Sicht der
Psychiatrie ist die von den Giften ausgelöste totale Verwirrung ein
Symptom für die Schwere der angeblichen Schizophrenie.
Ein Ziel der brutalen medizinischen Vergewaltigung und Un-
terwerfung durch die Täter ist die Selbstunterwerfung der Bür-
ger und deren Identifikation mit den Tätern. Der Psychiater Marc
Rufer beschreibt diese Reaktion wie folgt: 'Das Selbstbild des Opfers
gleicht sich dem Fremdbild des Täters an (Ehlert, 1988, 520), wird
damit identisch. (...) Das geht so weit, daß die Täter gleichsam als
Vertreter des Rechts wahrgenommen werden, währenddem sich die
Opfer schuldig und verachtenswert fühlen.' (Vgl. Rufer, Marc:
Traumatisierung in der Psychiatrie, in der Zeitschrift BPE-Rundbrief,
Ausgabe 4/2005)
So versucht die Psychiatrie, bei den psychiatrisierten Bürgern ei-
nen vorauseilenden Gehorsam zu erzwingen. Die Betroffenen wis-
sen, was ihnen blüht, wenn sie bei einer der Blutproben dabei er-
wischt werden, die giftigen 'Medikamente' nicht genommen zu ha-
ben. Der Körper kann das Gift nicht so schnell wieder abbauen, wie
es neu aufgenommen wird. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist Peter
Löser. Er hatte nach 9 Jahren Zwangsmedikation eine 2 Vi fach tödli-
che Dosis im Körper. Damit bezweckt die Psychiatrie, ihre Gefan-
genen 'krankheitseinsichtig' zu spritzen. Sie ist bemüht, sich ihre
Drogenabhängigen heranzuzüchten."154
„Wer von jung an dauerhaft Neuroleptika einnimmt, stirbt im Schnitt
25 bis 32 Jahre früher (Joukamaa et al. 2006, Studien von Dr. Aderhold,
Colton et al. 2006, NASMHPD 2006 [www.psychrights.org]). Dies gibt
auch die Psychiatrie selber zu (Die Psychiatrie räumt 25 Jahre Lebens-
verkürzung ein. Siehe Memorandum der DGSP [S. 5]. Dem Memoran-
dum hat sich der Dachverband Gemeindepsychiatrie angeschlossen.) Der
Tod tritt meist im Alter von Ende 40 oder Anfang 50 ein. Selbst ein Su-
danese und ein Bangladeschi hat eine höhere Lebenserwartung. 25 Jahre
kürzere Lebenserwartung bedeutet: Die verbleibende, noch zu erwarten-
de Lebenszeit ist fast halbert. Dieses fast halbierte Leben ist eher ein
Dahinsiechen und langsames Sterben durch Vergiftung, als ein Leben.

155
Die Dauer des Psychiatrieaufenthalts variiert extrem und liegt im
Schnitt bei 21 - 36 Tagen (Statistisches Jahrbuch 1998: 36 Tage
durchschnittliche Verweildauer). Nach der Entlassung folgt meist
eine dauerhafte oder lebenslange Einnahme der giftigen Psychodro-
gen. Dadurch sterben die Bürger Jahrzehnte früher.
Innerhalb der Psychiatrie stirbt nur ein relativ kleiner Teil aller
Getöteten. Zwischen 1991 und 2003 starben laut Statistik 42 286
(Statistisches Bundesamt, Fachserie 12, Reihe 6.1., 1991-2003) und
pro Jahr ca. 3000 der so traktierten Bürger in der deutschen
Psychiatrie (Stand 1996 aus dem Statistischen Jahrbuch 1998). Ei-
gentlich sind es wesentlich mehr als 3000 Bürger pro Jahr, denn zu-
sätzlich werden sehr viele vor Eintritt des Todes auf eine somatische
Station verlegt, so daß sie in der Statistik nicht auftauchen (Nachzu-
lesen bei dem Psychiater Asmus Finzen in „Der Patientensuizid" auf
S. 45). Innerhalb der Psychiatrie stirbt man daher ca. 5 bis 8mal
so schnell wie ein Durchschnittsbürger (Eine 5x erhöhte Todesrate
läßt sich allein aus den Todeszahlen von 1996 aus dem Statistischen
Jahrbuch 1998 errechnen. Da Viele vor dem Tod verlegt werden,
stirbt man in der Psychiatrie insgesamt ca. 5 - 8x schneller als der
Normalbürger.).
Im ersten halben Jahr nach dem Psychiatrieaufenthalt ist die Sui-
zidrate um das bis zu lOOfache erhöht (Haase: Therapie mit Psycho-
pharmaka, S. 410). Grund dafür ist die psychiatrische Folter.
Die mit Abstand meisten Bürger sterben nach der Entlassung aus
der psychiatrischen Gefangenschaft, und zwar an den Folgen der
Vergiftung: Das zuvor zwangsweise gespritzte Gift ist eine Droge.
Ein großer Teil der Bürger nimmt es deshalb den Rest des Lebens.
Jährlich werden im Schnitt für jeden Bundesbürger ca. 16 bis 22
Tagesdosen Psychopharmaka verordnet. Da das Jahr 365 Tage hat
und Deutschland ca. 80 Millionen Einwohner hat, reichen diese Ta-
gesdosen, um ca. 4 Millionen Bundesbürger ununterbrochen über das
ganze Jahr unter Psychodrogen zu setzen. Rein rechnerisch müßten
daher innerhalb von 30 Jahren 4 Millionen Menschen in
Deutschland durch die Psychopharmaka sterben, also pro Jahr

156
130 000 Menschen, denn die meisten Konsumenten nehmen die
Chemie dauerhaft.
Die Abhängigkeit von Psychopharmaka beginnt meist dadurch,
daß die Psychiatrie die Einnahme mit Androhung und Anwendung
von Gewalt erzwingt.
Daher bringt die deutsche Psychiatrie jährlich weit über
10.000 Bürger durch gewaltsames Vergiften um.
Das ist jede Stunde mindestens einer. Nach 20 - 30 Jahren sind
es ca. eine drittel Million gewaltsam umgebrachte Bürger - allein in
Deutschland. Die Einwohnerzahl von Deutschland entspricht nur ca.
1,1 % der Weltbevölkerung. Es wären hochgerechnet auf die Welt-
bevölkerung ca. 25 - 30 Millionen durch Gewalt umgebrachte Bür-
ger innerhalb von 20 - 30 Jahren.
Die Täter sehen, wie die Betroffenen langsam am Gift zugrunde
gehen. Auch ist die Geldgier oder Karrieregeilheit ein niederes
Tatmotiv und die Taten sind hinterhältig, da sie als 'medizini-
sche Behandlung' getarnt sind. Hinzu kommen die besondere Bru-
talität und die Ausnutzung der hilflosen Lage der zwangseingewiese-
nen Bürger. Es stellt sich daher die Frage, ob damit die Kriterien für
Mord nach § 211 StGB erfüllt sind (§211 Abs. 2 StGB: 'Mörder ist,
wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebes, aus
Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder
grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere
Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.").
Mord kann auch bestehen, wenn die Opfer sich nicht gegen die Tat
wehren, dann handelt es sich um Heimtücke.
Die Psychiatrie hat in den letzten 100 Jahren mehr Menschen
getötet, als in beiden Weltkriegen zusammen getötet wurden.
Nur ein Bruchteil der traktierten Bürger kann entkommen und die
Zahl aller Psychiatriesierten wächst stetig. Drogen als Infusion oder
in Tablettenform lassen sich perfekt als 'Medikamente' tarnen. Die
Verabreichung unter Zwang führt dazu, daß viele Bürger das Gift
nachher freiwillig nehmen. Es ist das perfekte Verbrechen.

157
Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener hat den 2. Oktober
zum Gedenktag der Psychiatrie-Toten erklärt. An diesem Tag finden
in Deutschland jedes Jahr Demonstrationen statt."155
Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Meldung der „Ful-
daer Zeitung" vom 28. November 2014, die dieses Blatt unter der
Rubrik „Zahl des Tages" brachte: „39,7 Prozent aller Sterbefälle
2013 waren auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Laut
Statistik starben daran mehr als 350 000 Menschen. Zweithäufigste
Todesursache waren mit 220 000 Fällen Krebserkrankungen. An den
Folgen von psychischen Störungen und Verhaltensstörungen
starben 36 000 Menschen [Anm.: Es stellt sich die dringende Frage,
ob diese Personen tatsächlich lediglich aufgrund ihrer „Erkrankung"
einfach so wegstarben, oder ob es sich dabei nicht doch eher um To-
desfälle aufgrund der Einnahme von Psychopharmaka - Antidepres-
siva und Neuroleptika - handelt!]. Bei 34 000 Menschen lag eine
nicht natürliche Todesursache wie eine Verletzung oder Vergiftung
vor. Bei knapp 11 000 Menschen war ein Sturz Ursache für den Tod,
rund 10 000 Menschen nahmen sich das Leben [Anm.: Auch hier
stellt sich die Frage, wie viele dieser Personen unter dem Einfluß von
Psychopharmaka standen, als sie Suizid begingen!]. Insgesamt stieg
die Zahl der Todesfälle um 2,8 Prozent auf 893 825."156
Wie heuchlerisch bundesdeutsche Politiker agieren zeigt sich vor
allem daran, daß sie einerseits nicht müde werden, an die „Verbre-
chen des Nationalsozialismus" zu erinnern, während sie andererseits
nicht nur nationalsozialistische Gesetze (wie den § 63 StGB) weiter-
hin aufrechterhalten, sondern auch die abscheulichen Machenschaf-
ten der Zwangspsychiatrie decken!
Eine Meldung der Presse unter der Schlagzeile „Denkmal für
'Euthanasie'-Opfer in Berlin eingeweiht" vom 3. September 2014
bringt diese Chuzpe führender Kreise der BRD ans Tageslicht: „Ein
Denkmal erinnert seit gestern in Berlin an die Opfer der nationalso-
zialistischen 'Euthanasie'-Morde. Das Mahnmal - eine 24 Meter
lange Glaswand - entstand am einstigen Standort der NS-Dienststelle
zur 'Vernichtung lebensunwerten Lebens' im Stadtteil Tiergarten. In
der Tiergartenstraße 4 hatten Ärzte [!] und NS-Beamte die Ermor-

158
dung von mehr als 200 000 Patienten aus Pflege- und Heilanstal-
ten geplant. Opfer der sogenannten 'Aktion T4' wurden seelisch
leidende, körperlich oder geistig behinderte Menschen sowie
chronisch Kranke."157
Und wie sieht die Situation im modernen, „freiheitlich-demo-
kratischen Rechtsstaat" BRD aus? „Ärzte und Krankenhäuser sind in
der Zwischenzeit eine der Hauptursachen für viele Krankheiten ge-
worden. Jährlich werden allein in Deutschland rund eine Million
Menschen wegen unerwünschter Nebenwirkungen von Arzneimitteln
in ein Krankenhaus aufgenommen. Unvorstellbar? Noch schockie-
render ist die Zahl derer, die diesen Krankenhausaufenthalt nicht
überleben. Bis zu 57 000 Menschen sterben jedes [!] Jahr an den
Nebenwirkungen von Medikamenten. Dadurch ist die Wahrschein-
lichkeit, an den Nebenwirkungen der Medikamente zu sterben, die
Ihr Arzt Ihnen verordnet hat, 15mal höher als bei einem Verkehrsun-
fall ums Leben zu kommen", heißt es im Werbetext (Herv. hinzuge-
fügt) zu dem Buch „Ärzte gefährden Ihre Gesundheit. Ein Arzt-
besuch kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod füh-
ren" von Bernd Neumann.
Die Schlagzeile „Klinik-Keime: 40 000 Patienten sterben an
multiresistenten Erregern" vom 20. November 2014 auf „netzfrau-
en.org" deckt eine weitere Gefahr im bundesdeutschen Gesundheits-
bereich auf, die lange Zeit verharmlost und verdrängt worden ist.
„Experten sind sich sicher, daß die Zahl der an Infektionen Gestor-
benen in Deutschland deutlich höher liegt, als das Gesundheitsmini-
sterium zugibt. Statt 7500 bis 15 000 Todesfälle sind tatsächlich etwa
30 000 bis 40 000 gestorben.
Während sich Menschen in Europa Sorgen machen, sie könnten
sich mit den Ebola-Viren aus Afrika anstecken und der Run auf
Schutzmaßnahmen auch hier in Europa die Kassen von Unternehmen
füllen, die sich auf Schutzartikel spezialisiert haben, sterben in
Deutschland jedes [!] Jahr Zigtausende aufgrund von multiresi-
stenten Keimen. Dieses Risiko wird einfach hingenommen, obwohl
wir alle davon betroffen sein können." 158 .

159
Um eine Vorstellung von diesen astronomischen, aus medizini-
scher Sicht völlig unnötigen Todeszahlen im bundesdeutschen Ge-
sundheitsbereich zu bekommen, wollen wir diesbezüglich einen Ver-
gleich zur Hexenverfolgung im Mittelalter ziehen, die heute gerne
benutzt wird, um die katholische Kirche in ein schlechtes Licht zu
rücken. Die Publikation „COMPACT" brachte in ihrer Ausgabe vom
Dezember 2014 hierzu aufschlußreiche Erkenntnisse: „Wer sich mit
dem Thema Hexenverfolgungen befaßt, begegnet oft abenteuerlichen
Meinungen und Klischees. Neun Millionen Hexen seien in Deutsch-
land verbrannt worden, lautet eine häufig zu lesende Behauptung. In
die Welt gesetzt wurde diese viel zu hoch gegriffene Zahl vor mehr
als 200 Jahren als polemisches Argument gegen die letzte europäi-
sche Hexenhinrichtung (1782 in Glarus/Schweiz). Mitte des 19.
Jahrhunderts benutzten protestantische Theologen und linksliberale
Historiker - vor dem Hintergrund des Kulturkampfes - diese Zahl als
Waffe gegen die katholische Kirche.
Die Nationalsozialisten deuteten die Hexenverfolgung rassistisch
und neuheidnisch um und setzten die Neun-Millionen-Theorie als
Propaganda gegen die christlichen Kirchen generell ein. Im Zusam-
menhang mit der Frauenbewegung seit den 1970er Jahren und esote-
rischen Strömungen, beflügelt auch durch reißerische Romane und
Filme, lebten die übertriebenen Opferzahlen erneut auf.
Nach neueren Forschungen und umfangreichen Auswertungen
von Gerichtsakten forderte die Hexenverfolgung in Europa wäh-
rend 300 Jahren (1450 bis 1750) etwa 50 000 Todesopfer [Anm.:
Pro Jahr europaweit rund 167 Menschen]."159
Mit anderen Worten: Es kommen mit etwa 97 000 Menschen, die
in der BRD an den Nebenwirkungen von Medikamenten und an
Krankenhaus-Keimen völlig unnötig aus dem Leben scheiden, jähr-
lich (!) fast doppelt so viele Leute um, wie damals in 300 Jahren in
ganz Europa der „Hexenverfolgung" zum Opfer gefallen sind!
Und während in der Zeit des Nationalsozialismus (von 1933 bis
1945) rund 200 000 „seelisch leidende, körperlich oder geistig be-
hinderte Menschen sowie chronisch Kranke" ermordet wurden, dürf-

160
te die Gesamtzahl von Toten aufgrund psychiatrischer „Behandlung"
und Nebenwirkungen von Medikamenten in der BRD schon lange
die Millionenmarke überschritten haben: „Rein rechnerisch müßten
daher innerhalb von 30 Jahren 4 Millionen Menschen in
Deutschland durch die Psychopharmaka sterben, also pro Jahr
130 000 Menschen, denn die meisten Konsumenten nehmen die
Chemie dauerhaft."160
Greifen wir aus der Vielzahl von Opfern in bundesdeutschen Psy-
chiatrien in den nächsten Kapiteln einige repräsentative Fälle heraus,
die keinen Zweifel daran lassen, mit was für einem unmenschlichen
System man es da zu tun hat...

* Der Fall Holger Zierd -


Folter und Tod in der deutschen Psychiatrie

Was Zwangspsychiatrisierungen in der Bundesrepublik Deutsch-


land anbelangt, so stößt man im Internet unter anderem auf den er-
schütternden Bericht einer Mutter, die durch die Machenschaften in
einer forensischen Psychiatrie ihren Sohn verloren hat. Dieser wurde
anscheinend auf grausamste Weise regelrecht zu Tode gefoltert, wie
aus nachfolgender Schilderung hervorgeht:
„Erfahrungsbericht
Herr
Holger Zierd
Geb. am 4.03.1982 in Bad Salzungen; vom 1.04.2005 bis zu seinem
Tod nach psychiatrischer 'Behandlung' untergebracht in der Foren-
sik, Ökumenisches Hainichklinikum - 27.02.2011
99974 Mühlhausen, Pfaffenrode 102
Holger Zierd wuchs mit seinen 3 Geschwistern bei seiner Mutter
Rosel auf. Er war künstlerisch interessiert, betrieb Meditation und
Yoga, hatte eine Lehre zum Forstwirt absolviert und - da sich kein
Job in seinem Ausbildungsberuf fand - begonnen, das Abitur am
Kolleg nachzuholen.
161
Seine Freunde und Familie kannten ihn als liebevollen und ein-
fühlsamen jungen Mann, der hohe ethische Maßstäbe an sich und
andere anlegte - wozu zum Beispiel gehörte, daß er jede Form von
Drogen - selbst Alkohol, Tabak, Bohnenkaffee und Medikamente
jeder Art - konsequent ablehnte. Holger war Zeit seines Lebens Ve-
getarier, weil er nicht wollte, daß ein Tier für ihn sein Leben lassen
mußte.
Und Holger suchte nach Antworten. Wer bin ich, warum ist die
Welt so wie sie ist? Daraus resultiert auch sein religiöses Empfinden
- losgelöst von der Institution Kirche. Der soziale Kontakt zu seinen
Mit-Menschen war Holger sehr wichtig - er wußte, daß kein Mensch
ohne dieses Mit-Einander existieren kann. Geld dagegen war für
Holger nie wichtig. Er gab mit offenen Händen und ohne Erwartung
für Gegenleistungen. Holger spielte keine Rolle, er war immer wahr-
haftig und ehrlich mit sich selbst und gegenüber seinen Mitmen-
schen.
Daß das nicht sehr vielen Menschen gefallen hat - das war sein
Problem. Der Umgang mit diesen anderen Menschen hat Holger im-
mer wieder mit Gesprächen, mit Erklärungen, mit Zu-hören, mit in
den Arm nehmen kompensiert. Seine Gefühle kamen aus dem Her-
zen und waren ohne Berechnung.
Wie Holger Zierd überhaupt mit der Psychiatrie in Verbin-
dung kam ...
Hier sei noch gesagt, daß er bis zum Frühjahr 2004 keinerlei psy-
chische Auffälligkeiten gezeigt hatte und auch nie in psychiatrischer
Behandlung gewesen war.
Und Holger hat bis zuletzt verleugnet psychisch krank zu sein. Er
wollte sich nicht verstecken hinter Ausreden — sondern hat die Ver-
antwortung für sein Tun übernommen, auch nach dem Amoklauf am
1.4.2005. So hat Holger die Staatsanwaltschaft nach der Adresse der
Hinterbliebenen gefragt und erklärt, daß er Unterhalt für diese Rest-
Familie zahlen will. (Antwortschreiben der Staatsanwältin Kirchner I
der Justiz Meiningen liegt hier vor) (dies hat zur Hauptverhandlung
und im Verurteilungsprozeß ebensowenig eine Rolle gespielt wie die

162
medikamentöse Zwangsbehandlung in den Psychiatrien Wer-
neck und Bad Salzungen mit ihren gehirnzerstörenden Wirkun-
gen.) Im Februar 2004 wurde Holger Zierd in Dietzingen von der
Polizei aufgegriffen, als er an einem Abend in der Faschingszeit auf
der Straße herumalberte und versuchte, mit Kieselsteinen zu jonglie-
ren. Holger hatte den Mülleimer ausgeleert und hatte sich selbst aus
seiner Wohnung ausgeschlossen. In dem fremden Ort und nachts und
Faschingszeit stand er zunächst hilflos da. Aber es war Faschingszeit
und von überall waren laute Stimmen zu hören von den Feiernden.
Mit einem offensichtlich nicht betrunkenen jungen Mann, der
aus reinem Übermut mit den Beamten russisch, englisch und
französisch sprach, waren Polizisten überfordert, weshalb sie ihn
festnahmen und in die Psychiatrie nach Winningen brachten.
Hier wurde Holger Zierd, der sich wehrte, gefesselt und narkoti-
siert."161
In diesem Zusammenhang wird man an den sogenannten „Tope-
ka-Skandal" erinnert, der vor einigen Jahrzehnten in den USA für
Aufsehen sorgte: „Günter Ammon (1979, I.) berichtet in der Einlei-
tung S. lf: 'Wenige Jahre bevor ich nach Topeka kam, war das dor-
tige State-Hospital noch eine mittelalterliche Verwahranstalt. Nie-
mand fühlte sich für das, was dort geschah, verantwortlich. Es gab
dort außer einem Superintendenten, der die Funktion des ärztlichen
Direktors hatte, zwei Abteilungsärzte, von denen einer Alkoholiker
und der andere kein Psychiater war. Dazu kamen zwei Kranken-
schwester und eine Anzahl unausgebildeter grobschlächtiger Pfleger.
Ein Journalist, der sich als Patient in die Anstalt eingeschmuggelt
hatte, berichtete in der Presse über die unmenschlichen Zustände in
der Klinik und meldete diese den Behörden. Die staatlichen Instan-
zen konnten nicht mehr länger an den bislang totgeschwiegenen
Mißständen vorbeigehen. Bei der öffentlichen Untersuchung stellte
sich heraus, daß über die Hälfte der Patienten längst hätte entlassen
werden können. So wurde dort zum Beispiel ein dänischer Matro-
se gefunden, der vor zwanzig [!] Jahren betrunken aufgegriffen
worden und dann in der Klinik festgehalten worden war, weil
man seine dänische Sprache für «schizophrenen Wortsalat»

163
hielt. Je mehr er tobte, um so mehr galt dies als ein Beweis für
seine angebliche schizophrene [!] Erkrankung. In dieser Anstalt
waren noch Zwangsjacken in Gebrauch, im Keller befanden sich
Anschnallstühle und Ketten.'" 162
Was Holger Zierd anbelangt, so ordnete der in die Klinik bestellte
Vormundschaftsrichter seine Entlassung an, „da er sich ja nichts hat-
te zu Schulden kommen lassen und einen vernünftigen Eindruck
machte. Die Mutter fuhr zweimal von Trier nach Winnenden mit
einem geliehenen Pkw, um Holger endlich aus der Psychiatrie
freizubekommen gegen den Widerstand der Psychiater. Selbst
nach der Entscheidung des Richters mußten beide noch den ganzen
Vormittag eingeschlossen in der Abteilung darauf warten, daß dieser
Psychiater ein nicht gewünschtes 'Gutachten' angefertigt hatte. Vor
Empörung und Widerwillen für die stundenlange unbegründete Ge-
fangenschaft hat die Mutter das 'Gutachten' demonstrativ zerrissen
und es diesem Experten an den Kopf geworfen.

Am 6.11.2004
Holger Zierd hatte sich in Stuttgart bei einer jungen Frau eine Ab-
fuhr geholt und war nun im Liebeskummer auf dem Heimweg. Im
Gespräch mit einem Mitarbeiter der Autobahnraststätte Rhön/Ost
machte er entsprechend traurig-sarkastische Bemerkungen.
Hierauf rief dieser die Polizei und diese verfrachtete den völlig
überraschten jungen Mann in das Krankenhaus für Psychiatrie
Schloß Werneck, Balthasar Neumann-Platz 1, 97440 Werneck. Hier
wurde er wiederum fixiert und zwangsgespritzt, weil er sich gegen
die aus seiner Sicht unangebrachte Behandlung wehrte.
Als die Betreuungsrichterin Frau Pfister-Luz ihn um 11:40 in
der Klinik antrifft, ist er gefesselt und steht bereits unter starken
Psychopharmaka. Frau Pfister-Luz verfügt eine Unterbringung.
Die Mutter wird in Trier über die Unterbringung in der Psychiatrie
Wemeck informiert und fahrt noch in der Nacht mit einem geliehe-
nen Pkw von Trier nach Werneck - als sie in der Klinik eintrifft,
wird ihr der Sohn, gefesselt in einer unnatürlichen Lage gezeigt.

164
Holger kann nur noch lallen - er sagte, daß er seit 2 Tagen nicht ge-
pinkelt hat und daß ihm der Bauch weh tut - also holt die Mutter die
Kaffeetasse und läßt ihren Sohn pinkeln. Die Ärztin, die mit ihrer
Körpergröße kaum über das Bett reicht, fragt die Mutter empört: 'Es
gibt ein Gesetz, daß die Eltern ihre Kinder nicht schlagen dürfen -
was tun Sie mit meinem Sohn!' Daraufhin ruft diese Psychiaterin die
Polizei und die Mutter und Schwester wird mit Polizeikraft aus der
Klinik geworfen. Die Mutter fuhr daraufhin nach Schweinfurt zur
Kripo und machte Anzeige gegen diese Klinik und gegen die Richte-
rin, die Holger in diesem Zustand ganz sicher nicht anhören konnte.
Der Kriminalbeamte beauftragt die Amtsärztin nach Holger
in der Klinik zu sehen und diese stellt fest, daß Holger körperlich
mißhandelt worden ist. Aber sie findet das blaue Auge und die
blutige Schramme auf der Stirn als 'nicht so schlimm'. Sehr viel
später erhält die Mutter [!] einen Strafbefehl, innerhalb 4 Wo-
chen solle sie 865 Euro Strafe bezahlen wegen versuchter Gefan-
genenbefreiung. Die Mutter hat nie eine Anzeige gesehen, es hat nie
eine Verhandlung stattgefunden und das Eingreifen des Rechtsanwal-
tes konnte die Sache durch Antrag auf Einsetzen in den vorherigen
Stand nicht revidieren. So wurde die Strafe 'gnädig' umgemünzt in
240 Stunden ehrenamtliche Arbeit in einer sozialen Einrichtung. In
der Stellungnahme der Richterin steht aber, daß Holger selbst mehr-
fach seine Fressein zerrissen hat. Holger war 1,93 m groß und durch
die körperliche Arbeit muskulös und männlich stark. Holger erklärt
später, daß er sich nicht an den Besuch der Mutter erinnern könne
und auch nicht an eine Anhörung durch eine Richterin.
Holger Zierd wird am 5.12.2004 nach Ablauf des richterlichen
Beschlusses aus Werneck in die Obhut seiner Mutter und Schwester
entlassen. Er hat hohe Dosen und einen Mix Psychopharmaka
erhalten und ist in einem furchtbaren Zustand. Zu den sichtba-
ren Wirkungen der Psychopharmaka gehören: heraus stehende
Augen, unbewegliche und vergrößerte Pupillen, unnatürliche
motorische Armbewegungen - parallel und gleichzeitig, kleine
Schritte, unbewegliche herausgestreckte Zunge, gelähmte kalte
Hände und Füße, gespenstisches Erscheinungsbild, Nichterken-

165
nen der Mutter, laufender Speichel, Hautausschläge an den Ein-
stichstellen der Injektionsnadeln. Mutter und Schwester Ellen paß-
ten 2 Wochen rund um die Uhr auf ihn auf, in denen er fast nie
Schlaf finden konnte. ... Mutter und Schwester von Holger Zierd ka-
men mit dem jungen Mann, der völlig neben sich stand, seine Bewe-
gungen nicht kontrollieren konnte und sich unkontrolliert nass mach-
te, nicht zurecht. Er zitterte am ganzen Körper, war völlig übermüdet
und erschöpft, konnte aber - wegen des starken, medikamentenbe-
dingten Bewegungsdrang[es] - die Unruhe nicht überwinden und
war gewissermaßen auf einem Albtraum-Trip. Holger war nicht an-
sprechbar, konnte keine Unterschrift mehr leisten, konnte nicht mehr
sprechen, keine Sätze bilden und sich nicht ausdrücken. Als Rosel
Zierd mit ihrem Sohn einen örtlichen Arzt (Heidt) um Hilfe bittet,
läßt dieser sie erst einige Stunden im Wartezimmer sitzen, wobei er
andere Patienten vorzieht und empfängt sie dann mit einem bereits
ausgefüllten Überweisungsschein für die Psychiatrie, woraufhin Mut-
ter und Sohn wieder nach Hause gehen.
Die geforderte Auskunft erhält die Mutter weder von der Hausärz-
tin, noch von der Ärztin im Krankenhaus, noch von Psychiatern am
Telefon. Als Mutter und Schwester sich einmal ausruhen, entweicht
Holger Z. am 19.12.2004 kaum bekleidet durch das Kellerfenster und
begibt sich zu Fuß auf dem Weg zu seinem im Nachbarort wohnen-
den Bruder. Dabei wird er von der Polizei aufgegriffen und in die
Psychiatrie nach Bad Salzungen eingeliefert.
Hier geht es weiter mit Zwangsmedikation und körperlicher
Gewalt. Schnell gibt es wieder einen richterlichen Beschluß, der
die Zwangsunterbringung für 6 Wochen festschreibt.
Als Holger Z. am 20.3.2005 aus der Klinik wegläuft und nach
Hause geht, weil das Personal gedroht hat, daß sie die Mutter eben-
falls zwangsbehandeln wollen, sich auszieht und ins Bett legt, be-
merkt seine schlafende Mutter gar nicht, daß ihr Sohn nach Hause
gekommen ist. Sie erfahrt es dadurch, das ein Überfallkommando
der Polizei mit 3 Mann um Mitternacht an ihre Türe kommt, ihr
Pfefferspray in die Augen sprüht und - während sie auf die Seite
gestoßen wird - ihr das Wadenbein bricht.

166
Holger wird aus dem Bett geholt und - nur im Slip - gefesselt
abgeführt - er wird mit körperlicher Gewalt der Polizisten wie-
der ans Bett gefesselt und zwangsgespritzt. Rosel Zierd wird ohne
Hilfe liegen gelassen. Ihre Strafanzeige gegen die Polizisten wegen
Körperverletzung wird damit beantwortet, daß der betreffende Poli-
zist seinerseits Strafanzeige gegen Frau Zierd erstattet. Gleichfalls
wegen Körperverletzung. Zum Prozeß mit Zeugenanhörung
(7.1.2010 durch eine Amtsrichterin Mühlhausen) kommt es nicht,
weil die verantwortlichen Psychiater (Werneburg in der Forensik
Mühlhausen, die 2005 in der Psychiatrie Bad Salzungen involviert
war - nach einer inszenierten Notfall-Behandlung mit Fesselung und
Zwangsspritzung am Heiligabend des 24.12.2009 attestieren, daß
Holger Zierd als Zeuge nicht vernehmungsfähig sei. Es gibt mehr-
mals eine verdächtige Koinzidenz: immer kurz bevor Holger vor
Gericht angehört werden soll, wird er 'notfallmäßig' zwangsmedi-
kamentiert und damit zum sabbernden Trottel gemacht, dem man
eine Aussage vor Gericht 'nicht zumuten kann'.
Als die Mutter ihren Sohn nach Ablauf dieser 6 Wochen (Psychia-
trie Bad Salzungen) nach Hause holen will, wird ihr erst vom Land-
gericht Meinungen gesagt, dies sei kein Problem, da die Unterbrin-
gung ja ausgelaufen sei. Dann, plötzlich wird die Unterbringung oh-
ne Angabe von Gründen durch den sozialen Dienst des LRA Wart-
burgkreis (Sven Breitenstein) um 2 Tage, dann durch Richter Man-
ges nach einer lapidaren Anhörung im gefesselten Zustand am
6.04.2005 verlängert, ohne daß Holger Z. Meinung beachtet wird.
Am 30.03. lief Holger aus der Klinik fort und kam nach Hause zu
seiner Mutter. Er hatte Klinikmitarbeiter darüber reden hören, daß
man seine Mutter bei einem ihrer nächsten Besuche festsetzen und
selbst psychiatrisieren wolle. Er warnte seine Mutter. Um seine Si-
tuation nicht noch zu verschlimmern, überredete Dr. Giese Tübingen
per Telefon ihren Sohn, freiwillig in die Klinik zurück zu kehren mit
dem Versprechen, ihn offiziell von der Psychiatrie zu befreien. Als
Holger Z. in der Klinik ankam, teilte man ihm mit, daß man gerade
im Begriff sei, ihn zu entlassen. Er sei geheilt. (Schreiben des Psych-
iaters liegt vor.)

167
Man hatte ihn hier mit hohen Dosen Psychopharmaka (unter
anderem Antidepressiva) zwangsbehandelt und er war in einem
wahnhaften, künstlich euphorischen Zustand.
Er erhielt keine Überweisung an seinen Hausarzt, damit dieser ihn
weiter betreuen könnte, keine Tabletten (man soll Psychopharmaka
nicht von heute auf morgen absetzen, das kann sehr gefährlich
sein) und keine Unterweisung darüber, daß er so stark, wie er medi-
kamentiert worden war, zum Beispiel nicht Auto fahren sollte. Auch
über die Nebenwirkungen des Absetzens der Psychopharmaka
wurde er nicht informiert. Es ist anzunehmen, daß die Klinik Bad
Salzungen ihn spontan nach Hause entließ, weil man entdeckt hatte,
daß Holger zu diesem Zeitpunkt nicht krankenversichert war, also
trotz schnell eingesetzter Betreuerin diese kein Geld für den Aufent-
halt in der Klinik erhalten würde.
Aufgekratzt und unruhig wie er war, machte sich Holger Z.
auf den Weg durch die Stadt. Die Mutter konnte nur zeitweise
mit ihm reden - es war nie klar, was er wirklich verstand - auch
wenn er versuchte, die Worte zu verstehen.
Es war so, als sei er in einem 'anderen Film'. Am Abend muß
Holger sogar durch Bürger des Wohnortes zu einer Hochzeitsfeier in
die Gaststätte eingeladen worden sein und er bekam Alkohol, weil
sie ihn aus Neugier ausfragen wollten. Nachts verließ Holger wieder
das Haus aufgrund der chemisch erzeugten Ruhelosigkeit und ver-
suchte diese Krankenschwester der Psychiatrie, die an der Ecke
wohnt, zu einem Gespräch zu bringen, was ihm ja als Patient nicht
möglich war. Diese Frau Hoffman fühlte sich aber bedroht und er-
stattete später Anzeige.
Er stieg in einen mit laufendem Motor parkenden Lkw und fuhr
los und eindeutig war er nicht mehr in der Lage, den Straßenverlauf
zu erkennen und das Fahrzeug auf der Fahrspur zu halten. Daraus
ergab sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei, in deren Ver-
lauf ein Lkw-Fahrer, den die Polizei aufgefordert hatte, mit seinem
Fahrzeug die Straße, über die Holger Z. kommen würde, zu blockie-
ren [, überfahren wurde]. Als Holger Z. dem quer über die Straße

168
geparkten Lkw ausweichen wollte, überfuhr er bei diesem Manöver
den Lkw-Fahrer und verletzte ihn tödlich. Als die Polizei ihn aus
dem Unfallwagen zieht, ist Holger Z. noch immer quasi 'voll-
trunken' von dem Medikamenten-Cocktail, dem man ihm in
Werneck und Bad Salzungen verabreicht hatte. Später - auch
seine nachgelassenen Briefe und Notizen bestätigen dies, kann er
sich - er ist inzwischen heimlich 'clean', hat also seit Monaten keine
Psychopharmaka mehr genommen, an das Geschehnis dieses Unfal-
les gar nicht mehr erinnern. In Folge dieses Unfalls wurde im Mai
2006 vom Landgericht Meiningen die dauerhafte Unterbringung
Holger Zierds in der Mühlhauser Forensik angeordnet. Die
Psychiater, die den Zustand erst verschuldet haben, in dem Hol-
ger diesen Unfall baute, schieben die Schuld für das schreckliche
Geschehnis aber auf seine - schnell noch nachträglich diagnosti-
zierte 'bla bla Psychose'. Die Ermittlungsakte verschwand nach
gesetzwidriger 11/2jähriger Untersuchungshaft (Einzelhaft) kurz
vor der Hauptverhandlung. Seine Rechtsanwälte Merz, Dobrawa
sagten nichts, hatten keine Fragen und waren mit allem einver-
standen.
Holger Zierd kam am 11.04.2005 in die forensische Abteilung des
ÖHK Mühlhausen. Seit Anbeginn seines Aufenthaltes war es sein
Bestreben, wieder einen klaren Kopf zu bekommen indem er die
Psychopharmaka heimlich ausspuckte. Auch wollte er für den von
ihm angerichteten Schaden einstehen und fragte die Staatsanwältin
Kirchner I der Justiz Meiningen nach der Adresse der Familie, um
ihnen seine Unterhaltsverpflichtung mitteilen zu können. Holger
wurde dabei nicht unterstützt. Diese Verpflichtung spielte auch bei
seiner Verurteilung keine Rolle. Holger wurde völlig allein gelassen
mit dieser Schuld. Es gab nie ein Gespräch durch die sogenannten
Psycho-Experten der Forensik. Wie der Haftrichter Eichner der
Mutter im persönlichen Gespräch erklärte, solle Holger für die
Dauer seines Lebens in der Forensik/Psychiatrie weggesperrt
bleiben, weil ja so viel passiert sei. (Sie wollten keine Aufklärung
der Wahrheit und der Vorgeschichte.) Die medizinische Akte
wurde nicht zur Ermittlung herangezogen und wurde im Beschluß
nicht erwähnt. Stattdessen erhielt die Mutter eine psychiatrische Dia-
169
gnose und ihr wies der Richter und die Psychiater die Schuld zu, weil
sie gegen diese Folter und Mißhandlung eingestellt war und sich
ständig beschwerte. Die Ermittlung schloß die Mutter und Geschwi-
ster aus.
Holger belegte nach 2006 in der Forensik Mühlhausen einen
Abitur-Fernkurs auf eigene Kosten und mit schriftlicher Ge-
nehmigung der Staatsanwaltschaft und versuchte in der Forensik
zu erreichen, die Psychopharmaka nicht mehr nehmen zu müs-
sen. Das funktionierte nicht.
Sobald er Einwände gegen die Einnahme vorbrachte, wurde
er gefesselt und zwangsgespritzt. Also nahm er die Pillen an,
spuckte sie aber heimlich wieder aus. Da die Blutbildkontrollen in
Mühlhausen nur alle 4 Wochen durchgeführt wurden, nahm er nur
kurz vor der Laborkontrolle diese Psycho-Pille[n] und kam lange
damit durch. Er erholte sich, war nicht mehr so chronisch müde und
apathisch, konnte wieder lesen und schreiben, sein Gedächtnis wurde
wieder besser, der starre Blick und das Zittern verschwanden, er
konnte sich wieder an Dingen freuen.
Die Feinmotorik seiner Hände wurde wieder so gut, daß er anfan-
gen konnte, Gitarre zu lernen. Als wieder einmal im Januar 2009
ein Richter sich ankündigte, um den Haftprüfungstermin - den
Holger beantragt hatte - durchzuführen, gab es kurz vorher eine
nicht angekündigte Blutkontrolle. Hierdurch wurde offenbar,
daß Holger Zierd keine Psychopharmaka eingenommen hatte
und er wurde wieder in die Aufnahmestation verlegt und
zwangsmedikamentiert....
Beim Termin mit dem Richter am 18.3.2010 war er kaum in der
Lage zu sprechen, seine Gliedmaßen waren verkrampft und er konnte
sie kaum stillhalten, seine Mimik war nicht unter seiner Kontrolle.
Die Richter der Strafvollzugskammer Mühlhausen wissen davon und
unterstützen dies entgegen § 136 a StPO. Dementsprechend wurde
seine Unterbringung nicht gelockert oder aufgehoben.
Am 23.12.2009 hatte sein Besucher Matthias Richter ihn noch gu-
ter Dinge und (nach eigener Aussage) ohne Psychopharmaka ange-

170
troffen. Am nächsten Vormittag telefonierte er noch bester Laune mit
seiner Mutter. Im Laufe des Nachmittags des 24.12.2009 wurde Hol-
ger Zierd wiederum gefesselt und zwangsgespritzt. Seither haben ihn
weder seine Familie noch seine Freunde besuchen dürfen. Auch Te-
lefonate werden ihm von der Klinik verweigert. Seiner Mutter wird
von Klinik-Mitarbeitern am Telefon gesagt, er (Holger Zierd) hätte
schriftlich erklärt, er wolle seine Mutter nicht mehr sprechen.
Gleichwohl verweigert man ihr das Schriftstück zu sehen. Die Ver-
wandten von Mitinsassen fungieren nun als einzige Verbindung Hol-
ger Zierds nach 'draußen'. Durch diese erhält die Mutter regelmäßig
Grüße und Befindlichkeitsberichte. Stand vom 13.02.2010: Holger
schleicht herum wie ein Schatten seiner selbst und es geht ihm sehr
schlecht.
Der neue Rechtsanwalt wird von dem Gericht Mühlhausen zu-
nächst nicht als Pflichtverteidiger beigeordnet. Trotzdem kämpft die-
ser für das Leben seines Mandanten als Wahlanwalt. Er geht in Revi-
sion vor dem Oberlandesgericht Jena und wird abgewiesen, das Bun-
desverfassungsgericht nimmt seine Beschwerde nicht an. Trotzdem
gibt der Anwalt Dr. D. Schneider-Addae-Mensah nicht auf. Er bean-
tragt die Zwangsbehandlung und Notfall-Medikatierung aus nichti-
gen oder nicht ausreichenden Gründen zu überprüfen und zu untersa-
gen. Dieses Verfahren wurde von dem Bundesverfassungsgericht
angenommen und steht noch immer zur Entscheidung an. Die Kla-
gen wegen Zwangsmedikation, Nötigung und Drohung oder Iso-
lationshaft um Compliance zu erzwingen und um den Kontakt
mit den Angehörigen werden von dem Klinikpersonal, von der
Strafvollzugskammer Mühlhausen und vom Oberlandesgericht
Jena abgewiesen ohne auch nur auf ein Wort der Klagen und
[den] Beschwerdetext des Anwaltes einzugehen [Anm.: Toll, in
was für einem „Rechtsstaat" wir uns „glücklich" schätzen dürfen zu
leben, nicht wahr!!!].
Bei der inszenierten Notfall-Behandlung im August vergangenen
Jahres wurde Holger durch die Gewaltanwendung der Pfleger der
Schulterknochen gesplittert. Holger leidete seitdem starke Schmer-
zen, kann seinen Arm nicht bewegen und nicht schreiben. Das neh-

171
men weder die Pfleger noch die behandelnden Ärzte wahr. Laut Stel-
lungnahme der Klinik vom 2.2.2011 hätte diese Werneburg die Ver-
letzung der Schulter erst im Januar - also ein halbes Jahr später zur
Kenntnis bekommen. . . . Holger wurde am 12.1.2011 in der Huse-
mannklinik Mühlhausen an der Schulter operiert. Nach dreistündiger
Operation und entsprechener Narkotisierung soll er sofort wieder in
die Forensik gebracht werden - aber Holger will nicht - er hat Angst.
Deshalb wird er wieder zwangsnarkotisiert für einen reibungslosen
Transport.
Holger erhält trotzdem weiter die Depotspritzen, die Epilepsie und
viele andere gesundheitsschädigende Wirkungen haben, zusätzlich
Tavor und Acineton, damit die Wirkungen dieser PsychoDroge nicht
zu sehen ist, in hoher Dosis. Als er wieder die Depotspritze verwei-
gern will, drohen ihm die Pfleger mit einem erneuten Knochenbruch,
wenn er nicht stillhält.
In der Zeit seit dem 4.2.2009 haben Holger und seine Angehö-
rigen 2x und der Rechtsanwalt lx Strafanzeige gegen das Klinik-
personal wegen Körperverletzung und schwerer Körperverlet-
zung bei der Staatsanwaltschaft Mühlhausen eingereicht und
wurden abgewiesen mit der Begründung, daß der Geschädigte
diese psychiatrische Diagnose hätte und deshalb nicht ermittelt
werden müsse. Dies bestätigte der Generalstaatsanwalt Thürin-
gens mit der Begründung, er wäre verpflichtet, die Rechtsgüter
zu schützen.
Der Rechtsanwalt hatte aber bereits Zivilklage eingereicht, um ein
Gerichtsverfahren wegen Körperverletzung zu erzwingen.
Am 28.2.2011 bekommt Rosel Zierd morgendlichen Besuch von 2
Polizisten. Auf Nachfrage des Verwandten in der Klinik wurde ihm
mitgeteilt, daß dieser Holger jetzt nicht sprechen könne, er solle
nachmittags noch einmal anrufen. Nach telefonischer Rückfrage bei
der Polizei teilte man ihm mit, daß ihr Sohn verstorben sei. Als sie
daraufhin in der Klinik anruft, ist niemand zuständiges da, der mit ihr
sprechen kann. Auch Holger sei nicht zu sprechen. Als sie daraufhin
in der Pathologischen Abteilung anruft, bestätigt man ihr dort, daß

172
Holgers Leichnam seit dem 27.2.2011 dort aufbewahrt wird. Als Ro-
sel Z. am nächsten Tag mit ihrem Schwiegersohn und ihrer Tochter
sowie dem Rechtsanwalt Dr. D. Schneider-Addae-Mensah Holgers
Leichnam in der Pathologie des ÖHKs nach der Obduktion durch die
Rechtsmedizin Jena in Augenschein nimmt, ist dies das erste Mal,
seit dem 17.7.2010, daß sie Holger sehen. Sie müssen feststellen, daß
Holger auch im Gesicht sehr abgemagert ist und ihm die Haare aus-
gefallen sind. Die Beerdigung auf dem Salzunger Friedhof fand im
kleinen Familienkreis am 4.03.2011, Holgers 29. Geburtstag, statt.
Holgers Anwalt hat im Auftrag seiner Mutter Strafanzeige
wegen Mordes gegen die verantwortlichen Ärzte des ÖHK er-
stattet. Bis heute hat Rosel Zierd noch keine offizielle Erklärung zur
Todesursache erhalten. Das Gespräch mit dem Leiter der Forensik
Mühlhausen Dr. Boyan ergab, daß dieser sich nicht verantwortlich
fühlt, daß er seit vielen Jahren nicht mehr mit Holger gesprochen
hatte (obwohl er jedes Jahr die Stellungnahme der Klinik vor dem
Gericht unterschrieb) und daß sie am Morgen bereits eine Konferenz
abgehalten hatten um sich 'Argumente' zum Abwimmeln der Ver-
antwortung abzusprechen. Dieser Mann war sich vollkommen sicher,
daß ihm nichts passieren würde - denn die einzigen Zeugen sind die
Täter selbst und sie können wie immer behaupten, wozu sie lustig
sind. (Erfahrungen gibt es dazu ja nicht nur in Mühlhausen.) Diese
Psychiater und ihr Team sind persönlich im höchsten Maße unreif.
Ihr einziges Ziel ist ihr Einkommen und im Auftrag diese chemi-
schen Gifte/Drogen an den Mann/Frau zu bringen. Zu Gefühlen
oder Verantwortung sind sie nicht fähig. Leiden und Tod nehmen
sie nicht mal wahr.... Rosel Zierd, die Angehörigen, der Rechtsan-
walt und der Seelsorger, der Holger noch am Mittwoch besucht hatte,
glauben nicht daran; 'Wie hätte er sich mit seiner schmerzenden
rechten Schulter denn selbst strangulieren können?' Außerdem wäre
er durch Sauerstoffmangel vor dem Tod ohnmächtig geworden. Die
Schmerzen in der Schulter waren noch so schlimm gewesen, daß er
seine Briefe mit der linken Hand schreiben mußte - der Arm war
noch am Körper gebunden und es paßt nicht zu Holgers religiösem
Glauben. Was ist tatsächlich an diesem Sonntag geschehen? Dr.
Boyan verweigerte die Auskunft.
173
Aus dem Nachlaß haben wir erfahren, daß die behandelnde Ärztin
Werneburg in der Isolation verlangt hat: 'Gestehen Sie endlich, daß
Sie geisteskrank sind - und gestehen Sie endlich, daß Sie den Amok-
lauf nicht unter Psychopharmaka gemacht haben - die Werneburg-
sche Diagnose hätte ergeben, daß Holger unter Manie leiden wür-
de'." 163
Über eine Fernsehreportage zum Tod ihres Sohnes (mdr dabei ab
zwei vom 17.3.2011) schrieb Rosel Zierd einen Tag später im Welt-
netz: „Ich bedanke mich beim mdr für die Beweisführung der psych-
iatrischen Machenschaften. Die Sprecherin hat, wie auch die An-
waltskanzlei in Eisenach, wortwörtlich dem [sie!] gesetzwidrigen
Blödsinn der Psychiater wiederholt - und dabei bewiesen, wie feige,
bösartig und verlogen diese 'Experten der Psyche' sind.
Angeblich hätten Sie sich nicht geäußert - aber es stimmt wörtlich
überein, was sie auch Holger gegenüber immer ausgesagt haben.
Holger wäre gefährlich und ein Mörder. Gegen Holger wurde nie
wegen Mord ermittelt - denn Mord bedeutet Vorsatz - und Holger
wollte nur weg aus diesem psychiatrischen Zwangs- und Vergif-
tungsbereich. Er kannte diesen Lkw-Fahrer nicht und hatte auch
keinen Grund einen Menschen zu töten.
Aber wie extrem diese zwangsweise verabreichten Psycho-
pharmaka das Gehirn schädigen und Fahruntauglichkeit verur-
sachen, das hat Holgers Amokfahrt bewiesen.
Das können diese feigen Psycho-Experten nicht zugeben - müß-
ten doch dann die Beitrags- und Steuerzahler daran zweifeln, daß
ihre erwirtschafteten Werte für Mord und Zerstörung, Folter und
Mißhandlung ausgegeben werden und nicht zur Heilung, und daß die
Existenz dieser Psycho-Experten total überflüssig ist, schädlich
und gefährlich.
Auch die Angabe der Ansagerin des mdr, Holger würde als ge-
fährlich gelten, ist psychiatrisch erfunden zum Zwecke des Gelder-
werbs und es ist nicht wenig Geld, was diese christliche [sic!] Kirche
und diese überflüssigen Psycho-Experten für die Illusion der Heilung

174
von den Krankenkassen und Steuerzahlern abkassieren - haben doch
nur diese weder ein Budget noch ein Limit.
Mit der Veröffentlichung einer psychiatrischen Diagnose über die
Mutter beweist diese Ansagerin des mdr der Öffentlichkeit wie
psychiatrische Diagnosen entstehen - ohne irgendwelche
Untersuchungen, ohne Gespräch, ohne daß der Mensch (Holger und
Mutter) irgendwie auffällig geworden wäre.
Psychiatrische Diagnosen sind nichts anderes als Schimpfwör-
ter, die diese PsychoExperten ihren Mit-Menschen anhängen, um
sich selbst großartig zu fühlen und haben keine andere Bedeutung
als stigmatisierende Schimpfwörter.
Eine psychiatrische Diagnose kann nicht nur jeder Postbote (Gerd
Postel) erstellen, das kann auch mein Hund. Letzterer sogar noch
besser und mein Hund trifft dabei sogar die Richtigen und keine un-
schuldigen Opfer. Denn mein - Rasse Dokö - bellt Jeden an, der
nach Bosheit riecht und fletscht seine Zähne.
Und diese psychiatrischen Diagnosen ändern sich je nachdem,
welche Psycho-Drogen diese Experten gerade an ihren Patienten
ausprobieren wollen.
Und wenn der Patient bei ihren Versuchen stirbt - na und - so
lange dieses Lügensystem finanziert wird, geht alles weiter wie
gehabt.
Jeder andere Mensch würde sofort in Untersuchungshaft
wandern, wenn gegen ihn eine Anzeige wegen Mord gestellt wird
- nicht so diese hochdotierten und teuer bezahlten Experten.
Schließlich hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus.
Ich verweise auf die Begründung des Oberstaatsanwaltes Krieg
[in] Mühlhausen, die ich auch hier veröffentlicht habe: Weil diese
Mörder eine psychiatrische Diagnose für meinen Sohn erfunden ha-
ben - muß er nicht ermitteln wegen Körperverletzung und schwerer
Körperverletzung.

175
Nun lautet die Anklage 'Mord' und wieder wissen diese Anwälte
des Freistaates Thüringens auch ohne Ermittlung, daß ihre Freunde
und Kumpane überhaupt keine Schuld haben.
Das ist Diktatur und Mörder-Regierung - so wie in der Nazi-
zeit auch. Und dieser Regierung geht es entschieden zu gut - sie
werden üppig.
Sie vergessen, daß die Macht vom Volk ausgeht und sie dem Volk
dienen sollten. Jetzt führen sie keinen offenen Krieg gegen politische
Gegner wie die Arbeiter, die nicht mehr für einen Hungerlohn schuf-
ten wollen.
Jetzt führen diese üppigen Regierungsbeamten Krieg gegen intel-
ligente junge Menschen, gegen Alte und gegen Kinder - und wie
gehabt werden sie wie schon Alfred Rosenberg - der Chefideologe
Hitlers feststellte, vor der Ermordung stigmatisiert und herabgesetzt.
Eine politische Partei hatte viele Mitglieder und Sympathisanten -
aber ein stigmatisierter junger Mann steht allein - fast allein.
'Teile und herrsche'. Die heutige Intrige, das Vorgehen der
'Machtinhaber' und Ausbeuter ist raffinierter - aber trotzdem das
analoge Vorgehen.
Und wieder ist die Presse auf Seiten der Ausbeuter und Dikta-
turen, machen sich viele Presseleute zu Huren der Schlächter
und Mörder.
Aber ganz so hilfos sind die Geächteten doch nicht - sie haben
das Internet. In Ägypten wurde das Internet total ausgeschaltet von
den Herrschenden - weil die Verständigung der Geächteten und
Ausgebeuteten untereinander für die Machterhaltung hinderlich war.
Holger wurde in die Forensik verbracht - nach Aussage des Haft-
richters Eichner von der Justiz Meinungen, 'weil schon so viel pas-
siert ist'.
Sie - die Täter - wollten einen Zeugen, einen Kritiker und
Ankläger verschwinden lassen auf nimmerwiedersehen.

176
Deshalb hatten auch der Seelsorger und die Mutter immer den
Eindruck, daß es gesetzwidrig nie vorgesehen war, daß Holger je-
mals wieder zurück ins Leben entlassen werden sollte. Deshalb muß-
te Holger sterben, als der RA eine Beschwerde vor dem Bundesver-
fassungsgericht eingereicht hatte gegen die Zwangsbehandlung.
Denn ohne Zwangsbehandlung gibt es keine Psychiatrie. Und das
Bundesverfassungsgericht hatte die Beschwerde angenommen.
Dann müßten diese Psycho-Experten einpacken - sie machen
nichts anderes!
3-4tausend Vergiftete und Ermordete jedes Jahr durch die
chemischen Psychopharmaka - lassen sich die Deutschen einfach
so zur Schlachtbank führen?"164
Man hat es hier also jährlich mit mehr Toten zu tun als durch die
Anschläge des 11. September 2001 ums Leben kamen, wobei diese
Ereignisse seinerzeit dazu dienten, um einen nie zu Ende gehenden
„Krieg gegen den Terror" beginnen zu können, in dessen Verlauf in
aller Welt bereits Millionen Menschen umgebracht wurden!
Greifen wir noch einige weitere Todesfalle in bundesdeutschen
Psychiatrien heraus:
Im Dezember 2010 verstarb der Psychiatrieinsasse Christian
Locher in einer Psychiatrie. „Der erst 27jährige Christian Locher
soll seit 2009 ordentliches Mitglied im bekannten Bundesverband
Psychiatrieerfahrener (BPE) gewesen sein und schon seit 2008 in
Kontakt mit Vorstandsmitgliedern des Landesverbandes Psychiatrie
Erfahrener (LPE) gestanden haben. Vor kurzem wendet sich Christi-
an Lochers Vater an den BPE und schickte dem Verein einen Brief.
Die Mitteilungen, die der um seinen Sohn trauernde Vater gemacht
hat, wurden nun vom BPE in einem Rundbrief veröffentlicht. Alle
Mitglieder wurden über die Leidensgeschichte seines Sohnes infor-
miert. Zuletzt soll Christian Locher als Patient im Kreispflegeheim
Sinsheim gewesen sein. In diesem Pflegeheim, das laut den Angaben
des Vaters eine 'Außenstelle des Psychiatrischen Zentrums Nordba-
den in Wiesloch' sei, ist Christian Locher am 10. Dezember um un-
gefähr 14 Uhr gestorben. Sein Vater spricht von Mord und pran-

177
gert an, daß sein Sohn mit zu hohen Gaben von Neuroleptika
'zwangsmäßig vollgestopft' wurde und vermutet, daß er unter
starken Schmerzen starb. Seit sieben Jahren soll Christian Locher
'seiner Freiheit beraubt und entmündigt' worden sein. Auch sei der
Psychiatrieinsasse immer wieder Versuchsperson für verschie-
dene Studien gewesen. 'Mit Elektroschocks und hochpotenten Neu-
roleptika' sei er 'gequält und gefoltert' worden. In den Akten stand,
daß Christian L. 'am Einatmen von Nahrung verstarb'. Doch wie
kann ein 27 Jahre alter Mann einfach so an seiner Nahrung ersticken?
Ist es möglich, daß Pflegekräfte bestimmte Zwangsmaßnahmen an-
gewendet haben oder waren es vielleicht doch die Medikamente, die
möglicherweise einen sogenannten Zungenschlundkrampf verursacht
haben? Diesen und ähnlichen Fragen scheint der Vater nun nachge-
hen zu wollen. Die Öffentlichkeit, der BPE und auch der Trauerblog
von Bernd Seiffert haben jedenfalls ein großes Interesse daran, end-
lich die Wahrheit über den merkwürdigen Tod des,jungen Mannes zu
erfahren." 165
„Eine Reihe von Todesfällen trat in den vergangenen Monaten
in der Forensik des Ökumenischen Hainich Klinikums in Mühl-
hausen a u f , berichtete die Internetseite „Meinungsverbrechen.de"
am 2. März 2011, und gab zu bedenken: „Offiziell lautet die Begrün-
dung, sofern es überhaupt eine gibt, auf Suizid. Doch dahinter ver-
bergen sich Tragödien von jahrelanger Demütigung, körperlicher und
psychischer Mißhandlung und Isolierung.
Danny S. (21) hatte sich im Januar 2010 in der Forensik des ÖHK
das Leben genommen, nachdem er jahrelang von verschiedenen
Psychoärzten mit Psychopharmaka vollgepumpt worden war, von
denen nicht nur die psychotische Wirkung sondern auch zahlreiche
lebenszerstörende Nebenwirkungen bekannt sind, namentlich schwe-
re Depressionen und damit eine erhöhte Suizidgefahr. Dannys Mutter
Petra S. hat Ärzte und Pflegepersonal angezeigt. Das Verfahren liegt
derzeit bei der Thüringer Generalstaatsanwaltschaft.
Ähnlich erging es Holger Z. (28), der am 27.02.2011 im ÖHK
stranguliert aufgefunden worden war. Er war jahrelang unter Druck
gesetzt, immer wieder isoliert, körperlich schwer mißhandelt und

178
zwangsgespritzt worden, ohne einen nennenswerten Anlaß hierzu,
wie Zeugen bestätigen. Zudem wurde ihm monatelang der Konakt zu
seinen nächsten Bezugspersonen, vor allem zu seiner Mutter, ver-
wehrt. 'Diese psychische und physische Folter trieb ihn in den Tod',
sagt sein ehemaliger Verteidiger David Schneider-Addae-Mensah,
der auch Petra S. vertritt. Holger Z. hat sich am 27.02.2011 im ÖHK
erhängt.
Der Menschenrechtsanwalt aus Straßburg betreut mehrere Fälle in
deutschen Psychiatrien und weiß wovon er spricht. 'Wir sehen nur
die Spitze des Eisbergs, denn vielen mißhandelten Insassen gelingt
der Suizid im Hochsicherheitstrakt gar nicht' sagt der Anwalt. 'Wer
einmal in die Fänge deutscher Psychiatrien gelangt ist, wird kon-
sequent zu Grunde gerichtet. Er wird meist solange mit Psycho-
pharmaka vollgepumpt, bis er entweder verrückt oder gebro-
chen ist.' [Anm.: Und da schämen sich unsere Oberen aus Politik
und Medien nicht, ständig vom „freiheitlich-demokratischen Rechts-
staat BRD" zu schwadronieren, in dem angeblich die „Menschen-
rechte" gewahrt werden!]
Hinter den Psychiatrien steckt eine starke Interessenlobby:
Mediziner und Pharmazeuten, die von Therapieplätzen und Medi-
kamentenverkauf ein erträgliches Einkommen haben. 'Grausamen
Mord aus Habgier' wirft Rechtsanwalt Schneider-Addae-Mensah
diesen Überzeugungstätern vor, die zumeist von der Länder-Justiz
gedeckt werden. Hier hat Deutschland in Sachen Menschenrechts-
schutz noch vor seiner eigenen Tür zu kehren, so der Anwalt. Er hat
nunmehr Anzeige wegen Mordes gegen zwei Ärzte des ÖHK, mehre-
re Pfleger und zwei Richter erstattet ..."166
„Hier darf man niemals davon ausgehen, daß hier die Heilung im
Mittelpunkt des Interesses steht, zumal Psychopharmaka die Krank-
heit lediglich zudecken und keine Therapie (und Analyse) mit der
klassischen Vorstellung vom freundschaftlichen Verhältnis zum
Psychiater auf der Couch stattfindet. Geisteskrankheiten werden mei-
stens als unheilbar deklariert (= Inkompetenz), wer glaubt, daß
(rechtlose) Patienten in Anstalten (rechtsfreier Raum, Zwangsthera-
pie) viel zu lachen haben, der irrt sich. Hier geht es um knallharte

179
Geschäftsinteressen und zudem werden die Patienten neben der
'Therapie' aus Kostengründen als Testpersonen für Psychophar-
maka (Spritzen und Tabletten) verwendet. Wenn man bedenkt,
daß diese Menschen tagtäglich immer mehr Giftstoffe abbekom-
men, kann man durchaus von Menschen-Vernichtungs-Anstalten
sprechen. Die Problematik ist von der Handhabung her weltweit un-
gefähr gleich, zudem ist es sehr schwer diesem Teufelskreis zu ent-
kommen. Der Zweck von Psychopharmaka liegt mehr im Interesse
von Kontrolle (Mind Control), als von Heilung.
Aus dem neuen Buch von Hans Weiss 'Tatort Kinderheim' geht
hervor, daß in Österreich jährlich rund 11 000 Kinder in Pflegefami-
lien, Wohngemeinschaften, Heimen und Kinderdörfern aufwachsen.
Bis Mitte der 1980-er Jahre waren viele Heime wie Gefängnisse or-
ganisiert, in denen Kinder geschlagen und gefoltert wurden. Wer
sich wehrte, kam in die Kinderpsychiatrie. Neu am Bericht von
Weiss ist, daß er mit bekannten Medizinern hart ihs Gericht geht. Er
spricht von einer 'Wiener Schule der medizinischen Grausam-
keit'. Weiss attestiert: 'Was tausenden Kindern unter dem Deckman-
tel ärztlicher Hilfeleistung angetan wurde, war die diskrete Fortset-
zung der NS-Psychiatrie'. Statt von Kindern sei von 'Versuchs-
material' oder 'Versuchsgut' die Rede gewesen. Auch der promi-
nente Kinderarzt Andreas Rett soll an Kindern zwischen 2 und 9 Jah-
ren Hormon- oder Medikamentenversuche (etwa mit Contergan)
durchgeführt haben. (Quelle: diepresse.com)"167
„In der Zeit vom 21. April und dem 29. Juli 2000 sind in der ge-
schlossenen Psychiatrie der Uniklinik Frankfurt zwei Frauen
unter seltsamen Umständen verstorben. Laut Frankfurter Rund-
schau ermittelte die Polizei gegen einen 25jährigen Pflegehelfer.
Dieser wurde verdächtigt, den beiden gegen ihren Willen eingewie-
senen Patientinnen unbemerkt ein Narkosepräparat gespritzt zu ha-
ben. Für die geschlossene Abteilung und die Wohnungen des be-
schäftigten Pflegepersonals seien daraufhin von der Polizei Durchsu-
chungsbeschlüsse erwirkt worden.
Bei den zwei unter rätselhaften Umständen verstorbenen Psychia-
trieinsassinnen soll es sich um eine 31- und eine 44jährige Frau ge-

180
handelt haben. Nach einer beantragten Öffnung der beiden Leichen
konnten bei der 31jährigen Frau Rückstände des Narkosemittels Pro-
pofol festgestellt werden. Doch seltsamerweise stellte sich heraus,
daß dieser Arzneistoff in den Abteilungen der Psychiatrie nicht ver-
wendet wird. Da Zeugen berichtet haben sollen, daß es sich um zwei
anstrengende Patientinnen gehandelt habe und daß sie sich 'unmit-
telbar vor ihrem Tod in einem Zustand der Benommenheit und
Schläfrigkeit befunden haben', mußte die Polizei davon ausgehen,
daß eine Pflegekraft die Frauen mit dem Narkosemittel möglicher-
weise ruhigstellen wollte. Das Narkosemittel fand man jedoch bei
einer Durchsuchung weder in der Klinik noch in den Wohnungen des
Pflegepersonals."168
Nicht zuletzt angesichts des traurigen Falls „Holger Zierd" fragt
man sich, ob man in einem stalinistischen Staat oder in einer neuen
DDR lebt, in einem Land also, in dem blinde Willkür und Folter
herrschen!
Auch der nächste Fall ist nicht gerade dazu angetan, diesbezüglich
Vertrauen zu wecken ...

* Der Fall Gustl Mollath


und das verlorene Vertrauen in die deutsche Justiz

Ein weiteres Beispiel für die unrechtmäßige Zwangspsychiatrisie-


rung in der BRD ist der Fall Gustl Mollath, der dank Reportagen im
Fernsehen (was schon ein Wunder an sich ist, denn zahlreiche ähn-
lich gelagerte Fälle von Unschuldigen, die unter fadenscheinigen
Beweggründen in bundesdeutschen Psychiatrien weggesperrt wur-
den, finden in diesem Medium mit keiner Silbe Erwähnung!) im
Herbst 2012 über die Landesgrenzen der Bundesrepublik Deutsch-
land hinweg für Aufsehen sorgte.
„Der Nürnberger Ingenieur Gustl Mollath ist seit 2006 in der fo-
rensischen Psychiatrie Bayreuth eingesperrt, einem geschlossenen
Hochsicherheitsbereich für psychisch kranke und gemeingefährliche

181
Schwerstkriminelle. Der 'offizielle' Grund dafür sind paranoide
Wahnvorstellungen, Körperverletzung und Gemeingefährlichkeit.
Doch es steckt viel mehr dahinter, denn die Chronologie der Ereig-
nisse, die zu seiner Einweisung in die Psychiatrie führten, ist eine für
normal denkende Menschen nicht nachvollziehbare Aneinanderrei-
hung von Unglaublichkeiten, von Korruption, Machtmißbrauch, Lü-
gen, Rechtsbeugung, Strafvereitelung, Ignoranz, Vertuschung, Kün-
gelei und Menschenrechtsverletzungen."169
„Dr. med Friedrich Weinberger, Facharzt für Neurologie, Psychia-
trie und Psychotherapie, Träger des Bundesverdienstkreuzes, Mit-
gründer der Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psych-
iatrie e.V., die 1977 als Deutsche Vereinigung gegen politischen
Mißbrauch der Psychiatrie e.V. gegründet wurde, ... untersuchte
Gustl Mollath am 11.4.2011 im Bezirkskrankenhaus (BKH) Bay-
reuth und legte das Ergebnis in einem Gutachten vom 30.4.2011 nie-
der. ...
Zitat:
'Gustl Mollath, geb. 1956, sitzt, so mein gutachtliches Urteil, seit
über fünf Jahren bei voller Gesundheit unschuldig in einer geschlos-
senen psychiatrischen Anstalt, weil mächtige Leute glauben, so seine
sie störenden Aussagen auf Dauer wegsperren zu können. Unter
dem schönsten Schein humaner, politisch neutraler, wissen-
schaftlich gesicherter Heilkunde wurde er mundtot gemacht -
voll nach sowjetischem Muster! Unter dem Etikett des Rechtsstaats
und einer umfassend reformierten 'Seelenheilkunde' werden nicht
nur Mißbräuche des Fachs in der roten Diktatur weißgewaschen, Re-
habilitierungen denen versagt, die sie dort erlitten, sondern werden
rechtschaffene Menschen aus unserer Mitte heute ihrer Freiheit,
ihrer Bürgerrechte und ihres guten Rufs beraubt. Im demokra-
tisch sich nennenden Staat war bisher ein Aufkommen dagegen nicht
oder in Einzelfällen nur unter größten Anstrenungen möglich.'
Gustl Mollath's unglaubliche Geschichte ist, wie es einer Bank
mit Regierungsbeteiligung fast gelungen wäre, Schwarzgeldver-
schiebungen zu vertuschen und einen Kritiker ohne Lobby über

182
den Mißbrauch forensischer Psychiatrie und fachlicher Gutach-
ten mundtot zu machen. Seine Frau Petra Mollath ist seit 1990 An-
gestellte bei der HypoVereinsbank in Nürnberg in der Anlage- und
Vermögensberatung. Herr Mollath bekommt mit, daß sie in Steuer-
hinterziehungen und Schwarzgeldverschiebungen zu Tochterbanken
in der Schweiz sowie in Insidergeschäfte verwickelt ist. Frau Mol-
lath, die hinter dem Rücken ihres Arbeitgebers HBV auch eigene
Vermögensanlagegeschäfte betreibt, setzt ihn vehement unter Druck,
damit er zu den illegalen Geschäften schweigt. Er schweigt nicht,
sondern ermahnt sowohl sie, wie auch die Banker in Deutschland
und in der Schweiz ca. ein Jahr lang, diese illegalen Praktiken einzu-
stellen. Ohne Erfolg. Es kommt zum Zerwürfnis mit seiner Frau und
zur Trennung. Petra Mollath droht ihrem Mann, ihn fertig zu ma-
chen, wenn er sie oder die Bank anzeige ... Er tut es trotzdem, be-
schreibt detailliert die Schwarzgeldverschiebungen, nennt Namen
von Kunden und Kontaktpersonen. Doch die Staatsanwaltschaft
Nürnberg-Fürth lehnt es ab, in der Angelegenheit zu ermitteln. Statt-
dessen wird Gustl Mollath auf seinen Geisteszustand untersucht
und vom Landgericht Nürnberg in die Psychiatrie zwangseinge-
wiesen. Mit der Begründung, er sei gemeingefährlich und die
Schwarzgeldverschiebung sei Teil eines paranoiden Gedankensy-
stems.
Der Freund von Gustl Mollath, Edward Braun berichtet, daß Frau
Mollath auch ihm Schwarzgeldgeschäfte angeboten habe. Da sich
diese Geschäfte in einer Größenordnung ab hunderttausend Mark
bewegten, kann man sich wohl unschwer vorstellen, daß das keine
Geschäfte für Otto Normalsparer waren, sondern die Kunden Perso-
nen der gehobenen Oberschicht waren, Persönlichkeiten der mit-
telfränkischen höheren Gesellschaftsschichten. Und da Herr Mol-
lath Namen bei seiner Anzeige der illegalen Finanzgeschäfte nannte,
ist es jetzt auch nicht mehr schwer nachvollziehbar, warum die An-
klage abgeschmettert wurde. Man kennt sich eben über die Lions-
und Rotarierclubs, die Herren Kommunalpolitiker, Richter,
Staatsanwälte, Finanzvorstände, Chefärzte, Psychiater, usw.

183
Gustl Mollath wird zwangspsychiatrisiert und in die Bezirks-
kliniken Erlangen, Bayreuth und Straubing verschleppt. Er wird
in Folge der rechtlichen Betreuung unterstellt (entmündigt) und ver-
liert seinen gesamten Besitzstand, auch persönliche Dinge, wie Fami-
lienphotos und ähnliches.
2007 wird ein vom Amtsgericht Straubing beauftragtes Gutachten
von Dr. Simmerl (Oberarzt am Bezirksklinikum Mainkofen) erstellt.
Es spricht sich gegen eine rechtliche Betreuung (früher: Vormund-
schaft / Entmündigung) von Gustl Mollath aus. Die zwangsweise
rechtliche Betreuung wird daraufhin aufgehoben. Das Gutachten von
Dr. Simmerl weist bezüglich Gustl Mollath folgende Kernpunkte auf:
* psychomotorisch ruhig wirkend, im Affekt adäquat, läßt kritische
Nachfragen zu
* mit Sicherheit keine schizophrentypischen Wahnideen
* keine Hinweise auf psychotische Erkrankung
* keine Affektstörungen
* keine formalen Denkstörungen
* keine kognitive Beeinträchtigung
* keine Hinweise auf Geschäftsuntüchtigkeit
* keine Betreuungsbedürftigkeit
* keine therapeutische Option im Maßregelvollzug
* sinnvolle Verständigung problemlos möglich
Dieses Gutachten wird in Folge (abgesehen von der Aufhebung
der rechtlichen Betreuung) seitens der Justiz bis hinauf zu Staatsmi-
nisterin Dr. Merk (siehe Rede im Bayerischen Landtag) sträflich ig-
noriert, wenn nicht bewußt ausgeblendet. ... Wilhelm Schlötterer,
Jurist und ehemaliger hochrangiger Beamter im Bayerischen Fi-
nanzministerium hat den Fall genau analysiert und erhebt schwere
Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, da diese die
Tatbestände der Schwarzgeldverschiebungen einfach ignoriert hat
und es heute noch tut. Bis hinauf zum Bayerischen Landtag und dem

184
Justizministerium zieht sich die Kette der Ignoranz - es bestehe kein
Handlungsbedarf."170
„Es darf wohl nicht sein, daß die Wahrheit ans Licht kommt. Zu
groß könnte die Lawine sein, die dadurch ins Rollen kommt. Zu groß
die Köpfe der Großkopferten? Wenn eine Frau Justizministerin Merk
anhand der hier aufgezeigten Umstände im März 2012 von sich gibt,
daß die Behauptung Mollath sei weggesperrt worden, weil er angeb-
liche Schwarzgeldgeschäfte der Hypo-Vereinsbank angezeigt habe,
absurd sei, wundert mich gar nichts mehr. Hier wird gezielt und
vorsätzlich weiter vertuscht und Menschenrechte mit Füßen ge-
treten. Aber das sind wir ja von der BRD-Machtclique inzwi-
schen gewohnt."171
Am 4. Dezember 2012 widmete sich die Sendung „Frontal21" in
dem Beitrag: „Für verrückt erklärt - Abgeschoben in die Psychiatrie"
unter anderem ebenfalls dem „Fall Mollath": „Die Geschichte klingt
ein bißchen so, als habe sie sich in einem Unrechtsstaat zugetra-
gen. Es ist aber nur Bayern. Dort sitzt seit fast sieben Jahren ein
Mann in der Psychiatrie. Plötzlich lauter Zweifel, wie geisteskrank
Gustl Mollath denn wirklich ist. Wie verläßlich das Gutachten, das
ihn in die geschlossene Anstalt brachte? Das sind Fragen, die sich in
vielen [!] ähnlichen Fällen genauso stellen. Wer einmal für ver-
rückt erklärt wird, hat den Stempel weg. Wie schnell das passie-
ren kann - berichtet Herbert Klar."172
Im Jahr 2002 zerbricht die Ehe von Gustl Mollath. Er verfaßt
Briefe und schickt sie an den Arbeitgeber seiner Frau - die HypoVer-
einsbank. „Er wirft ihr Beteiligung an 'illegalen Schweizer Geschäf-
ten' und die 'Betreuung von Schwarzgeldern' vor.
Der Ehekrach spitzt sich zu. 2003 wird Mollath wegen Körperver-
letzung angeklagt: Er soll seine Frau geschlagen haben. Mollath be-
streitet das. Kurze Zeit später zeigt er sie an, unter anderem wegen
illegaler Geldgeschäfte in Hunderten, ja sogar Tausenden Fällen.
2006 wird er in die Psychiatrie eingewiesen. Das Landgericht
Nürnberg hält ihn für gemeingefährlich. Die Richter stützen sich auf
einen Gutachter. Der attestiert Mollath: ein 'paranoides Gedanken-

185
system'. Er sei 'unkorrigierbar der Überzeugung', daß seine Frau
und andere in ein komplexes System der Schwarzgeldverschiebung
verwickelt wären. '
Die Justiz geht Mollaths Vorwürfen nicht nach. Seine Einweisung
in die Psychiatrie wird jedes Jahr überprüft - und immer wieder be-
stätigt, weil er weiter auf seinen angeblich wahnhaften Schwarzgeld-
Geschichten beharre. Bis heute.
Gegengutachten interessieren die bayerische Justiz nicht. Für den
Neurologen Weinberger ein Skandal.
O-Ton Dr. Friedrich Weinberger, Neurologe: Ich selbst habe Gustl
Mollath ja untersucht und ihn für gesund - ja mindestens nicht für
wahnkrank - befunden und vor allem nicht für gemeingefährlich.
Aber mein Gutachten wurde vom Vollstreckungsrichter einfach
vom Tisch gewischt.
Solche Fälle häufen sich, sagt die Strafvertèidigerin Gabriele
Steck-Bromme. Sie erlebt regelmäßig [!] vor Gericht, daß Täter, oft
sogar wegen kleiner Vergehen, in die Psychiatrie eingewiesen wer-
den - zu Unrecht."173
Erfreulicherweise gibt es in unserem Lande also noch anständige
Leute, die sich gegen das Unrecht und den Mißbrauch durch die Ju-
stiz aussprechen. Lesen wir dazu auch den Offenen Brief eines ehe-
maligen Richters vom November 2012 an die bayerische Staatsmini-
sterin der Justiz und für Verbraucherschutz:
„Rudolf Heindl
Richter i. R.
PFINZINGSTRASSE 4
91239 HENFENFELD
16.11.2012
Frau
Staatsministerin der Justiz und für Verbraucherschutz
Dr. Beate Merk
persönlich -
Prielmayerstr. 07
80335 München
186
'Angesichts des Trümmerfeldes, zu dem eine Staats- und Gesell-
schaftsordnung ohne Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung vor
der Würde des Menschen die Überlebenden des Zweiten Weltkrie-
ges geführt hat, in dem festen Entschlüsse, den kommenden deut-
schen Geschlechtern die Segnungen des Friedens, der Mensch-
lichkeit und des Rechts dauernd zu sichern, gibt sich das bayeri-
sche Volk, eingedenk seiner mehr als tausendjährigen Geschichte,
nachstehende demokratische Verfassung.'
PRÄAMBEL DER BAYERISCHEN VERFASSUNG

Sehr geehrte Frau Staatsministerin der Justiz Dr. Merk,


in der Anpassung des Textes der Präambel der Bayerischen Verfas-
sung an die Zustände, die Sie zu verantworten haben, sage ich Ihnen:
Angesichts des Trümmerfeldes, das durch Ihre Amtsführung ohne
Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung vor der Würde des Men-
schen, im Rechtsstaat, insbesondere in Nürnberg, der selbsternannten
Stadt der Menschenrechte, entstanden ist, müssen Sie zurücktreten
und gegenüber dem Bayerischen Landtag und dem Bayerischen Volk
die Verantwortung für die Strukturen der Staatskriminalität über-
nehmen, die unter Ihrer Führung den Rechtsstaat zerstört und die
Menschen geschädigt haben.
Dabei fordere ich Sie auf, als Ihre letzte Amtshandlung die Herren
Generalstaatsanwälte Neriich in Nürnberg und Lückemann in Bam-
berg gem. §§ 146 und 147 Nr.2 des Gerichtsverfassungsgesetzes an-
zuweisen, die unverzügliche Freilassung der beiden Männer herbei-
zuführen, die lebenslänglich ebenso schuldlos wie grundlos in Bay-
reuth festgehalten werden:
des Gustl Mollath in der Psychiatrie (§ 67e StGB) und
des Matthias Frey im Gefängnis (§ 360 Abs. 2 StPO).
Da nunmehr der Sonder-Revisionsbericht der Hypo-Vereinsbank
vom 17. März 2003 vorliegt, ist klar ersichtlich, daß richtig ist, was
ich gegenüber dem Bayerischen Landtag im Jahre 2011 erklärt habe.
Ich wiederhole es mit den Worten, die der Fränkische Tag am

187
15.11.2012 in dem Artikel Wer ist hier eigentlich verrückt ver-
wendet hat:
Gustl Mollath ist mit Hilfe einer vorgetäuschten Begründung
und eines simulierten Prozessgeschehens in die Psychiatrie ge-
steckt worden, weil er einflußreichen politischen und wirtschaft-
lichen Kreisen gefährlich geworden war.
Der Sonder-Revisionsbericht der HypoVereinsbank vom 17. März
2003 ist nicht erst im Dezember 2011 in den Dunstkreis der bayeri-
schen Justiz eingetreten; dieser Bericht lag schon Ihrem Vorgänger,
Alexander Herrn Dr. Manfred Weiß, vor, ja man kann sogar sagen,
die Prüfungsergebnisse waren der Justiz schon bekannt, bevor der
Bericht überhaupt abgefaßt worden ist.
Es ist zu der Zeit der Entstehung des Berichts bereits zwischen der
Bank und der Justiz ausgehandelt worden, daß keinesfalls etwas in
die Öffentlichkeit dringen darf, weil der Schaden sowohl für die
Bank als auch für die CSU riesig sein würde.
Der ehemalige Innenminister und ehemalige Ministerpräsident und
immer noch im Landtag als Abgeordneter aus Nürnberg sitzende Dr.
Günther Beckstein hatte sich aus dem Kreis von Verwandten
und Freundinnen und Freunden ein Netzwerk aufgebaut, mit
dem er überall das in Bayern und darüber hinaus beherrscht
hat, was ihm so wichtig war, daß er den Drang hatte, es zu be-
herrschen.
Zu diesem Kreis der Netzwerk-Personen gehörte auch Frau Pe-
tra Mollath. Und Herr Beckstein brauchte sie in seinem Netzwerk,
weil es einem Politiker, der den bürgerlichen Mittelstand für den
Schwerpunkt seines Wählerpotentials hält, aus seiner politischen
Perspektive gut ansteht, wenn er seinem Fan-Club eine Schiene zur
Steuerhinterziehung und Schwarzgeldverschiebung bieten kann.
Über Petra Mollath stand einem Personenkreis mit Vermögen, wel-
cher der CSU und ihrem Bezirksvorsitzenden Beckstein nahesteht,
und bei dessen Mitgliedern das Bedürfnis auftauchen konnte, Steuern
zu hinterziehen und Schwarzgeld in die Schweiz zu verschieben, eine
dafür geeignete Struktur zur Verfügung. Und diese Struktur war sehr

188
geeignet, das arbeitet der Revisionsbericht deutlich heraus. Und sie
war effizient. Sie war sogar so effizient, daß Frau Mollath diesen
Service auch im Freundeskreis angeboten hat wie gegenüber dem
Zahnarzt Braun. Einen Zahnarzt ohne Steuerhinterziehung ab 100 000
Mark konnte sich Frau Mollath gar nicht vorstellen.
Über das Netzwerk konnte man Schwarzgeld zu Bankhäusern mit
schönen Namen in die Schweiz schaffen lassen, und man konnte die
Schwarzgeldkonten von Nürnberg aus bedienen, indem man Order-
Papiere mitgab, die so klangvolle Decknamen wie Klavier hatten.
Klar, daß so etwas provisionspflichtig ist, und im Bankbericht wird
die illegale Provisionszahlung auch deutlich gerügt, und schließlich
wird sie mit fristloser Kündigung geahndet.
Vermutlich mußte auch in den Wahlkampf-Fond des Herrn Beck-
stein ein bißchen was provisionsartiges entrichtet werden, bevor man
zum Verschiebe- und Verschwindenlassen-System zugelassen wor-
den ist. Ich habe von Personen, die anderweitig zu solchen kriminel-
len Subsystemen des Herrn Beckstein zugelassen worden sind, davon
gehört, daß das alles provisionspflichtig ist in Richtung auf die im-
mer teurer werdenden Wahlkämpfe, die er finanzieren muß.
Im zusammenfassenden Ergebnis spricht der Revisionsbericht von
der Gefahr, daß Herr Mollath in die Öffentlichkeit gehen und sein
Wissen verkaufen könnte, sprich, daß er die Bank erpressen könnte.
Als Herr Mollath tatsächlich zur Gefahr wurde, waren Sie seit dem
14. Oktober 2003 Justizministerin und mußten in die Vereinbarung
eintreten, die schon vor Ihrer Zeit getroffen worden ist. Herr Beck-
stein war gegenüber dem Kreis der ihm nahe stehenden Menschen,
denen er die Schwarzgeldverschiebung als todsicheren Tip angeprie-
sen hatte aber auch gegenüber der Bank verpflichtet.
Normalerweise müssen, wenn eine derartige Eiterbeule in einem Be-
trieb zum Platzen gebracht wird, nicht nur die unmittelbar Tätigen,
sondern auch die örtlichen Verantwortlichen den Hut nehmen, denn
ein solches System kann nicht florieren, wenn seine Vernetzung mit
den örtlichen Strukturen nicht von den Chefs zumindest toleriert
wird. ...

189
Für die aber hatte Herr Beckstein ein gutes Wort eingelegt, man
konnte sie daher von den obersten Chefs auf ihren Posten halten, so
lange die Öffentlichkeit nichts davon erfuhr. Und dann bestand da
noch das eigene Interesse des Herrn Beckstein und das Interesse der
CSU, es zu vermeiden, mit einem der größten Skandale in der Ge-
schichte der Parteiendemokratie aufzufallen.
Sie Frau Merk haben von Ihrem Vorgänger ein kriminelles Un-
derground-Justiz-System übernommen, das Sie in Ihrer Amtszeit
fortgeführt und perfektioniert haben.
Geben Sie gegenüber der Öffentlichkeit und dem Bayerischen Land-
tag, die Sie belogen haben, zu, daß das Verfahren vor dem Land-
gericht Nürnberg-Fürth gegen Herrn Mollath beim Kollegen
Brixner ein vom Anfang bis zum Ende manipuliertes Verfahren
gewesen ist, so wie in den Räumen dieses Nürnberger Gerichts im
Nationalsozialismus die Verfahren gegen Juden manipuliert worden
sind, die man unbedingt ins KZ bringen wollte, weil sie politisch
unerwünscht waren oder weil lüsterne Parteigenossen gierig nach
dem Besitz solcher Opfer schielten.
Es ist dem Laienrichter Westenrieder, der sich auf die Erfahrung von
ca. 60 Prozessen stützt, auch aufgefallen, daß der Kollege Brixner als
der prozeßleitende Vorsitzende herumgeschrien hat wie seinerzeit in
der dunkelsten Epoche der deutschen Geschichte Roland Freisler am
Volksgerichtshof. Der Laienrichter Westenrieder, der dieses Urteil
über Gustl Mollath als Fehlurteil bezeichnet, hat etwas Derartiges in
keinem Verfahren voher und keinem Verfahren nachher erlebt.
Durch meinen Einsatz für Gustl Mollath sind viele Menschen mit der
Bitte um Hilfe zu mir gekommen, die entweder selbst durch das
kriminelle Justiz-System in Not geraten sind oder die einen Ange-
hörigen in dem System stecken haben, wie die Eltern von Matthias
Frey. Er ist der Traurigste aller dieser Notfälle, bei dem zuerst gehol-
fen werden muß. Alle weiteren Fälle werde ich mit Ihrem Nachfolger
auf dem wiedererlangten Boden des Rechtsstaats zu verhandeln ha-
ben.

190
Matthias Frey ist lebenslänglich eingesperrt, weil er zwei jun-
ge Menschen umgebracht haben soll & er aber gar nicht der Tä-
ter ist, und er gar nicht der Täter sein kann, wie der anerkannte
Gerichtsmediziner Professor Eisenmenger in einer gutachterli-
chen Stellungnahme festgestellt hat.
In diesem Fall geht es darum, daß man für Mord und Totschlag
im Drogen- und Waffenschmuggelmilieu, in das CSU-Bonzen von
regionaler Bedeutung in Bamberg und Umgebung bis hin nach
Würzburg verstrickt sind, einen Ersatz-Täter gebraucht hat, um
die wahren Mörder zu verschonen.
Aber eben auch Waffenschmuggel spielt da mit hinein wie die
Beschaffung der Ceska mit Schalldämpfer, die dann wahrscheinlich
in der NSU-Mordserie zehnfach im Einsatz gewesen ist. Es geht im-
mer darum, daß etwas in die Schweiz geschafft oder aus der Schweiz
geholt werden muß, und daß man einen Täter oder einen Wahnsinni-
gen braucht, wenn etwas schief läuft und es darum geht, diese Strö-
me von Waffen und Geld zu vertuschen.
Hochachtungsvoll
Rudolf Heindl
Richter i.R."174

Zu dieser Meldung zwei Kommentare, bei ersterem handelt es


sich um ein Zitat des „Propheten" Jakob Lorber (1800-1864): „Der
Satan selbst ist der Großmeister aller Politik. Politiker sind die Stell-
vertreter Satans auf Erden und die Richter sind ihre Knechte. Ihre
Aufgabe ist es, Unrecht als Recht zu verkaufen und aus gewissenhaf-
ten Menschen unkritische Befehlsempfänger zu machen."175
„Man oh man, was für ein Sprengstoff, ich hoffe und bete die
Bombe geht mal hoch, die Lunte ist gelegt, wer zündet das Ding?
Wer unschuldig in die Psychiatrie muß, der ist nicht zu beneiden,
das ist eine sehr sehr schlimme Sache.
Die CDU/CDU [sic!] wollte auch die Steuersünder aus der
Schweiz begnadigen, einfach alles legalisieren, keine Namen werden

191
genannt, dann geht es wieder so weiter, aber dann mit besserer Absi-
cherung, genial.
Bitte, liebe Leser und Schreiber, bedenkt: es sind unsere Mächti-
gen, die hier gemeint sind, es geht nicht um Kleinigkeiten.
Ein Dieb, der im Kaufhaus einen Kugelschreiber mitgehen läßt,
der wird mehr an den Pranger gestellt, als diese Herren.
Ich habe den Glauben an die Mächtigen schon lange verloren, ihr
Kopf muß von Dämonen gesteuert werden, es kann nicht anders sein.
Ich jedenfalls glaube daran, meine Recherchen sagen es eindeutig,
aber das ist ein ganz anderes Thema, ich wollte es nur mal erwäh-
nen."176
„Am 7. Juli 2014 begann vor dem Landgericht Regensburg unter
der Vorsitzenden Richterin Elke Escher die erneute erstinstanzliche
Hauptverhandlung; sie war auf 17 Verhandlungstage angesetzt und
zu Beginn waren 41 Zeugen geladen. Die Nebenklägerin Petra M.
blieb unter Hinweis auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht der Verhand-
lung fern."177
„Am 8. August plädierten der Staatsanwalt und die Verteidigung.
Mollath selbst verlas eine allein verfaßte Erklärung, seine Anwälte
hatten es abgelehnt, ihn bei deren Erstellung zu unterstützen. Er be-
kräftige seine Auffassung einer großangelegten Verschwörung, die
bis in höchste Kreise der bayerischen Politik führe, von der es 'un-
glaubliche Einflußnahmen' gegeben habe. Er stellte zahlreiche Be-
weisanträge, die vom Gericht als unbegründet zurückgewiesen wur-
den. Bezüglich der Entgegennahmen zahlreicher Strafanzeigen gegen
Verfahrenbeteiligte (Zeugen, Gutachter und Richter) erklärte sich das
Gericht für nicht zuständig.
Am 14. August 2014 wurde Mollath freigesprochen; ihm wurde
eine [Anm.: lächerlich geringe] Entschädigung für seine zwangswei-
1 78
se Unterbringung in der Psychiatrie zugesprochen."

192
* Die Justizopfer Horst Arnold und Ralf Witte -
fünf Jahre unschuldig hinter Gittern

Greifen wir von den vielen Fällen, in denen in unserem Land Un-
schuldige entweder in der Psychiatrie oder aber im Gefängnis landen,
den Fall eines Lehrers auf, der vor Jahren bundesweit Aufmerksam-
keit erregte: „In Deutschland wurde der Biologie- und Sportlehrer
Horst Arnold zwangspsychiatrisiert. Er wurde wegen einer angeb-
lichen Vergewaltigung seiner Kollegin, einer Biologie- und Deutsch-
lehrerin, am 24. Juni 2002 vom Landgericht Darmstadt zu fünf Jah-
ren Haft verurteilt. Zwei Jahre davon wurde er zwangspsychiatri-
siert" 179
Der am 24. Mai 1959 geborene Arnold „saß seit dem 2. Oktober
2001 in Untersuchungshaft. Er verbüßte die Strafe bis zum 1. Okto-
ber 2006. Die Haftzeit wurde nicht auf zwei Drittel verkürzt, da der
Verurteilte weitherhin seine Unschuld beteuerte, mithin keine Reue
zeigte. Er sah sich zwangspsychiatrisiert, denn er wurde in einem
Haus des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen behandelt. Nach der
Entlassung fand er keine Arbeit, wurde depressiv und begab sich in
1 RH
Behandlung." Am 29. Juni 2012, im Alter von nur 53 Jahren, ver-
starb Arnold.
„Eine spätere Recherche ergab Hinweise, die das Opfer als eine
Person erscheinen lassen, die Geschichten erfindet, wenn nicht sogar
lügt, um sich Geltung und Vorteile zu verschaffen. Einen ihrer frühe-
ren Ehemänner gewann sie trotz vorhergehender Trennung für eine
Heirat, weil ihr Kind, mit dem sie schwanger sei, doch einen Vater
brauche. Auch müsse das Kind finanziell abgesichert sein. Zuvor
hatte sie dem Mann gesagt, sie leide an einer schweren Krankheit
und habe nur noch wenig Zeit zu leben. Die Ehe wurde nach kurzer
Zeit geschieden. Heidi Külzer erstritt eine beachtliche Entschädi-
gung.
Anja Keinath, der Frauenbeauftragten der Odenwälder Schulen,
fiel auf, daß sich das vermeintliche Opfer in seltsame Lügenge-
schichten verstrickte und berichtete dies ihrem Bruder Hartmut Lie-

193
row, einem Anwalt für Zivilsachen in Berlin. Dieser war es, der Re-
cherchen anstellte und mit den Erkenntnissen 2008 ein Wiederauf-
nahmeverfahren am Landgericht Kassel erreichte.
Das Kasseler Landgericht sprach Horst Arnold am 5. Juli 2011 in
einem Wiederaufnahmeverfahren 'aus erwiesener Unschuld' frei ...
Das Kasseler Landgericht ließ kein gutes Haar an dem Urteil der
Darmstädter Kollegen. Der Vorsitzende Richter Jürgen Dreyer in der
Urteilsbegründung: 'Es kommt nicht darauf an, was Richter glauben,
sondern wie man mit Recht umgeht.' Eine Tat müsse so nachgewie-
sen werden, daß keine vernünftigen Zweifel bestehen bleiben. Dieser
Grundsatz gelte erst recht, wenn in einem Vergewaltigungsprozeß
Aussage gegen Aussage steht. Dabei würde auch nach einem Urteil
des Bundesgerichtshofs immer die These gelten: Die Aussage einer
Belastungszeugin sei falsch. Erst wenn man gegenteilige Beweise
finde, könne man verurteilen."181
Sichten wir einen „bitteren Nachruf auf das Justizopfer Horst
Arnold von Dietmar Nikolai Webel: „Das Herz von Horst Arnold
konnte nicht genügend Hoffnung schöpfen, wir werden diese Hoff-
nung mit Leben erfüllen, damit die Gleichbehandlung von Frauen
und Männer nicht nur auf dem Papier steht, sondern in der Gesell-
schaft mit Leben gefüllt wird.
Der Gymnasiallehrer Horst Arnold mußte für 5 Jahre hinter Gitter,
weil seine Kollegin behauptet hatte, sie sei von ihm in der großen
Pause im Biologievorbereitungsraum rektal vergewaltigt worden. Es
stand Aussage gegen Aussage. Warum sollte sie so etwas behaupten?
Sicher ist so ein Verfahren wegen Vergewaltigung kein einfacher
Weg für die Opfer. Trotzdem werden manche Frauen kriminell, um
für sich selber Vorteile zu bekommen. So auch die Kollegin von
Horst Arnold, denn ganz offensichtlich wollte die Biolehrerin ihren
Konkurrenten aus dem Arbeitsleben beseitigen und zerstörte so seine
Existenz. Schon 2001 gab es reichlich Fragen zur Glaubwürdigkeit
des Opfers. Das Gericht interpretierte diese Lügen als traumatisierte
Wahrnehmungsstörung.

194
Der Fall paßte seinerzeit in das politische Propagandamuster der
Bundesministerinnen Bergmann und Schmidt. Das BMFSFJ legte
2003 eine Studie zur Gewalt an Frauen vor. Ergebnis war, daß jede 3.
Frau Opfer von Gewalt sei. Dies mündete in den Slogan: Männer
sind Gewalttäter und Frauen die Opfer. Eine wissenschaftliche Studie
zur Situation der Gewalterfahrung von Männern wurde lediglich als
Pilotprojekt in Auftrag gegeben, welches keine repräsentativen Aus-
sagen möglich machte. Unabhängig von den wissenschaftlichen Er-
kenntnissen oder Ausblendungen gab es schon einige Jahre vorher
eine Kampagne: Gegen Gewalt gegen Frauen. Ein ganzes Netzwerk
von Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten war mit der Verbrei-
tung dieser Botschaft beschäftigt: Frauen sind Opfer durch gewalttä-
tige Männer.
Männerverbände und viele Einzelpersonen haben gegen solche
Slogans beim BMFSFJ protestiert, so auch mehrfach der Väterauf-
bruch für Kinder. Der Einwand, daß diese Kampagne die wirkliche
Gewaltsituation von Männern und Frauen ignoriert, blieb unbeant-
wortet. In dieser ideologisch aufgeheizten Zeit fand das erste Verfah-
ren gegen Horst Arnold statt und die späteren Aussagen der Verfah-
rensbeteiligten im Wiederaufnahmeverfahren 2011 lassen einen die
Luft anhalten. Arnold wurde nicht durch die Polizei vernommen und
die Nebenklägerin wurde im Gericht geschützt, obwohl es hinläng-
lich Fragen zur Glaubwürdigkeit gegeben hatte. Von der Frauenbe-
auftragten des Schulamtes wurde sie begleitet und unterstützt. Auf
der Webseite des Schulamtes findet man die Aufgaben wie folgt be-
schrieben: 'Sie überwacht im Amt die Durchführung des Gesetzes,
also alle Maßnahmen oder Unterlassungen, die sich auf die Chan-
cengleichheit des Zugangs von Frauen und Männer zu öffentlichen
Ämtern auswirken können.' Von Fairness oder Gerechtigkeitssuche
keine Spur.
Arnold zahlte einen hohen Preis. Er hat sich von der Justiz nicht
bestechen lassen, um früher entlassen zu werden. Er lehnte Therapie-
angebote für Täter ab, noch leistete er zur Wiedergutmachung ein
nachträgliches Geständnis. So blieben Hafterleichterungen aus und
es gab keine vorzeitige Entlassung. Er wurde von Mitgefangenen

195
verprügelt und ihm wurde sogar mit einem Messer gedroht. Die ge-
samten 5 Jahre war er als Vergewaltiger stigmatisiert. Trotzdem
schrieb er liebevolle Briefe aus der Haft an seine elfjährige Tochter
und malte ein kleines Herz neben ihren Namen.
Im Zeitraum dieser 10 Jahre gab es im BMFSFJ noch mehrere
Ministerinnenwechsel. Die aufgeheizte Stimmung gegen Männer
kühlte merklich ab. Die derzeitige Bundesministerin für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend hat für Männerfragen ein Referat einge-
richtet. In ihrer Antrittsrede machte sie unmißverständlich deutlich,
daß sie für Chancengleichheit von Frauen und Männern eintritt und
schrieb ein Buch gegen bestimmte Feministinnen mit dem Titel:
Danke, emanzipiert sind wir selber. Zum Referat für Männerfragen
etablierte sich ein Bundesforum verschiedenster Männer- und Väter-
gruppen. Eine der ersten wissenschaftlichen Publikationen legte Pe-
ter Döge zur Gewalt gegen Männer vor. Er kommt zu dem Ergebnis,
daß Gewalterfahrung Frauen und Männer gleichermaßen trifft. Das
Klima 2011 hat sich gewandelt.
Ausgerechnet die Frauenbeauftragte aus dem Unterstützer- und
Helfernetzwerk bekam Zweifel an der Geschichte und brachte über
ihren Bruder, der Anwalt ist, das Verfahren wieder neu auf den Rich-
tertisch.
Horst Arnold wurde 2011 im Wiederaufnahmeverfahren vom
Landgericht Kassel freigesprochen. Im Februar wurde der Freispruch
des Landgerichtes Kassel durch den BGH bestätigt. Seine Tochter ist
nun 21 Jahre und hat immer an die Unschuld ihres Vaters geglaubt.
Arnold hoffte auf Besserung seines Lebens. Sein Herz konnte mit
dieser Hoffnung nicht Schritt halten und versagte nur wenige Monate
später. Der Anwalt, Hartmut Lierow, wirft heute der Justiz und
der Schulverwaltung vor, daß sie Arnold nicht rehabilitiert ha-
ben. Der Antrag auf Haftentschädigung wurde nicht bearbeitet und
eine schnelle Wiedereinstellung in den Schuldienst wurde verwei-
gert. Der unschuldig suspendierte Lehrer sollte sich wie jeder andere
neu bewerben. Die Staatsanwaltschaft hat die Kollegin noch nicht
• 189
einmal angeklagt."

196
„Leider hat Horst Arnold seine berufliche Rehabilitierung nicht
mehr erlebt. Am Morgen des 29. Juni 2012 erleidet er einen Herzin-
farkt, fällt vom Fahrrad und verstirbt.
Arnold hatte fünf Jahre wegen Vergewaltigung im Gefängnis ge-
sessen, bevor das Landgericht Kassel ihn 2011 'wegen erwiesener
Unschuld' freigesprochen und rehabilitiert hatte. Nach Auffassung
der Richter hatte die aus Ostwestfalen-Lippe stammende Heidi Kül-
zer, eine karrieresüchtige Pädagogin, den Mann, der im hessischen
Reichelsheim an einer Realschule unterrichtete, fäschlich der Ver-
gewaltigung beschuldigt, um ihn kaltzustellen und seine Biologie-
Lehrerstelle zu übernehmen. Dieses Urteil ist rechtskräftig. Heidi
Külzer, die bis 2011 in Bielefeld an einem Gymnasium unterrichtete,
ist entlassen worden, aber weiter auf freiem Fuß. Rechtsanwalt Lie-
row: 'Obwohl der Staatsanwaltschaft Darmstadt die Beweise gegen
Heidi Külzer seit vier Jahren vorliegen, gibt es noch immer keine
Anklage. Das ist ein Skandal.'
Arnold hatte seine Existenz als Lehrer verloren und blieb auch
nach seiner Haftentlassung arbeitslos. Er lebte von Hartz IV... Den
Haftentschädigungsantrag, den ich im vergangenen Jahr gestellt
hatte, hat die Justizverwaltung bis heute nicht bearbeitet', kritisierte
der Rechtsanwalt.
Alle Bemühungen, das hessische Kultusministerium zu einer be-
vorzugten Wiedereinstellung Horst Arnolds zu veranlassen, seien an
der Gleichgültigkeit der Entscheidungsträger gegenüber dem Schick-
sal seines Mandanten gescheitert. 'Die frühere Kultusministerin Do-
rothea Henzler ... beantwortete monatelang entsprechende Schreiben
gar nicht und ließ dann mitteilen, Horst Arnold könne sich wie jeder
andere beim Zentralen Personalmanagement um eine Stelle bewer-
ben. Dabei hatte er das längst getan', sagte der Anwalt, dem seine
Verbitterung anzumerken war.
Seinem Mandanten sei es wegen der Trägheit der hessischen
Justiz nicht mehr vergönnt gewesen, die Verurteilung von Heidi
Külzer, die sein Leben zerstört habe, zu erleben. 'Die lange Haft
und das anschließende Warten haben die Gesundheit dieses Men-

197
schen zerrütet. Sein Herz - so scheint es mir - hat das nicht mehr
ertragen.'
Nach dem hessischen Beamtenrecht wurde Horst Arnold durch
den Freispruch so gestellt, als wenn er nie verurteilt worden wäre.
§ 49 Hessisches Beamtengesetz (HBG) in der Fassung vom 11. Janu-
ar 1989
1. Wird eine Entscheidung, durch die der Verlust der Beamtenrechte
bewirkt worden ist, im Wiederaufnahmeverfahren durch eine Ent-
scheidung ersetzt, die diese Wirkung nicht hat, so gilt das Beamten-
verhältnis als nicht unterbrochen. Vorbereitungsdienst und Probezeit
sind jedoch voll abzuleisten. Der Beamte hat, sofern er die Alters-
grenze noch nicht erreicht hat und noch dienstfähig ist, Anspruch auf
Übertragung eines Amts derselben oder einer mindestens gleichwer-
tigen Laufbahn wie sein bisheriges Amt und mit mindestens demsel-
ben Endgrundgehalt einschließlich der ruhegehaltsfähigen und unwi-
derruflichen Stellenzulage. Bis zur Übertragung des neuen Amts er-
hält er die Besoldung, die ihm aus seinem bisherigen Amt zugestan-
den hätte.
Dorothea Henzler ... hätte also sofort seine Bezüge aktivieren
müssen und ihm helfen, eine neue Stelle als Lehrer zu finden. Daß
sie das nicht tat, stellt eine grobe Verletzung ihrer dienstlichen Für-
sorgepflicht dar."183
„'Ein Verfahren wegen Falschaussage gegen Horst Arnolds ehe-
malige Kollegin ist bis heute nicht eröffnet. Dabei haben die An-
schuldigungen von Heidi K. seine Familie, die Ehe und schließlich
sein Leben zerstört. Horst Arnold wurde nur 53 Jahre alt. In wenigen
Tagen will die Staatsanwaltschaft verkünden, ob sie Anklage gegen
die ehemalige Kollegin erheben wird.' (Unglaublicher Justizirrtum:
Unschuldiger Lehrer stirbt ein Jahr nach seiner Freilassung
[http://www.mdr.de/brisant/unschuldigllO.html], Brisant [MDR] ...
am 5. Juli 2012)
Immerhin wurde Heidi Külzer inzwischen vom hessischen Schul-
ministerium das Gehalt um die Hälfte gekürzt, nachdem sie seit län-

198
gerem schon vom Dienst suspendiert, aber immer noch die vollen
Beamtenbezüge erhielt.
Auch wurde offenbar am 10. Juli 2012 endlich Anklage gegen die
Studienrätin erhoben, obwohl Rechtsanwalt Hartmut Lierow bereits
vier Jahre zuvor Anzeige erstattet und der Staatsanwaltschaft alle
Beweise vorgelegt hatte. Bei der Anklage wegen Freiheitsberaubung
sollen 59 Zeugen geladen werden [Anm.: Mitte September 2013
wurde die Lügnerin Heidi K. vom Landgericht Darmstadt schließlich
zu einer fünfeinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt!].
Nach seiner Rehabilitierung 2011 verschaffte ihm das Land
Hessen weder eine neue Stelle, noch zahlte es ihm eine Haftent-
schädigung. Inzwischen hat das Land die Haftentschädigung von 25
Euro pro Tag ausgezahlt - an Arnolds Tochter."184
Was den Justizskandal rund um Ralf Witte anbelangt, so wurde
dieser Mann „im Mai 2004 vom Landgericht Hannover zu einer
Haftstrafe von zwölf Jahren und acht Monaten verurteilt. Fünf Jahre
saß er wegen der angeblichen Vergewaltigung einer 15jährigen un-
schuldig hinter Gittern.
Verurteilt wurde er, weil mit einem so genannten Glaubwürdig-
keitsgutachten die Aussage einer offensichtlich gestörten Frau ge-
richtsfest gemacht wurde [Anm.: Erneut sieht man, was von „Gut-
achten" zu halten ist!] und die Staatsanwaltschaft entlastendes
Material verschwieg. Kübelweise sei Schmutz über ihm ausgekippt
worden, vom selbst ernannten Opfer und dessen Unterstützerkreis
wären immer neue Anschuldigungen gegen ihn erhoben worden.
Auch wenn sich die Vorwürfe nicht bestätigten, hat ihn das in einem
immer schlechteren Licht dastehen lassen. Schließlich waren nach
42 Prozeßtagen die Tatsachen völlig durch Fiktion vernebelt.
Erst im Juni 2009 erreichte der Hamburger Jurist Johann Schwenn
die Wiederaufnahme des Verfahrens und Witte kam wieder frei.
Es stellte sich heraus, daß die Staatsanwaltschaft Hannover
über dreieinhalb Jahre entlastendes Material zurückgehalten
hatte. Johann Schwenn warf der Staatsanwaltschaft Hannover in
einer Strafanzeige Rechtsbeugung vor und sprach von 'unglaubli-

199
cher Unprofessionalität' und von der 'dunklen Seite des Opferschut-
zes'. Die Staatsanwaltschaft räumt ihrerseits kein Fehlverhalten

* Der Fall Harry Wörz - ein weiterer Justizskandal aus


dem „Rechtsstaat" Bundesrepublik Deutschland

„Fall Harry Wörz bleibt ungeklärt", hieß es am 14. Januar 2013


wiederum zu einem anderen Fall von Justizwillkür in unserem Lan-
de, der ebenfalls für großes Aufsehen sorgte. „Im spektakulären
Kriminalfall Harry Wörz hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe die
Ermittlungen eingestellt. Es gebe keinen hinreichenden Tatverdacht
gegen die Personen, gegen die ermittelt worden sei, hieß es. Damit
bleibt die versuchte Tötung an der früheren Ehefrau von Wörz im
Jahr 1997 weiter ungesühnt.
Wörz saß bis zu seinem Freispruch über vier Jahre lang un-
schuldig im Gefängnis. Er war verdächtigt worden, seine Ex-
Ehefrau mit einem Schal stranguliert zu haben. Die Frau überlebte,
ist aber seit der Tat hirngeschädigt."186
Der am 3. Mai 1966 in Birkenfeld bei Pforzheim geborene Harry
Wörz „wurde im Januar 1998 des versuchten Totschlags an seiner
damaligen Ehefrau schuldig gesprochen. Wörz saß - von Ende April
1997 bis zu seiner Enthaftung im November 2001 - viereinhalb Jahre
im Gefängnis. Im Dezember 2010 wurde er schließlich in einem
Wiederaufnahmeverfahren rechtskräftig freigesprochen. Der Fall
1 87
erregte bundesweit Aufsehen."
„Am 29. April 1997 wurde Wörz verhaftet. Seine Ex-Frau war in
den frühen Morgenstunden mit einem Schal stranguliert worden. Ihr
Vater schlief zu diesem Zeitpunkt in der Einliegerwohnung des Hau-
ses seiner Tochter und fand sie nach zwei Uhr nachts bewußtlos auf.
Er belebte sie durch Erste-Hilfe-Maßnahmen wieder. Sie ist seither
wegen ihrer schweren Hirnschäden durch den Sauerstoffmangel ein
Pflegefall und kann keine Aussagen über den Täter machen. Die Er-

200
mittlungen der Pforzheimer Polizei richteten sich anfänglich neben
Wörz auf den Geliebten des Opfers, ebenfalls ein Polizeibeamter.
Dieser erhielt jedoch von seiner Ehefrau ein Alibi, woraufhin dieser
Ermittlungsansatz nicht weiter verfolgt wurde."188
„Harry Wörz streitet mit den Justizbehörden noch um die Höhe
seiner Haftentschädigung. 2012 erhielt er einen Vorschuß von 41 900
Euro (25 Euro pro Hafttag) sowie einen Vorschuß für den materiel-
len Schaden. 2014 sprach ihm die Generalstaatsanwaltschaft wegen
strafverfolgungsbedingter Erwerbsunfähigkeit eine zeitlich befristete
monatliche Zahlung zu.
Am 25. Juli 2014 wurde bekannt, daß Wörz das Land Baden-
Württemberg auf weitere Entschädigungszahlungen verklagt."189
Auf seiner Internetseite spricht Harry Wörz einen „Dank" aus:
„Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken, die sich in den letz-
ten Jahren für mein Schicksal interessiert haben. Ich möchte ihnen
allen ans Herz legen, weiterhin diese Homepage zu besuchen und die
Seite weiter zu empfehlen, da der Kampf um Gerechtigkeit noch lan-
ge nicht beendet ist. Ich denke oft an meine Ex-Frau Andrea und
wünsche mir, sie eines Tages besuchen zu dürfen! Ein besonders
großer Wunsch ist es, wieder Kontakt zu meinem Sohn zu haben. Ich
hoffe, der wahre Täter wird gefunden und verurteilt!
Wir möchten unsere Mitmenschen darauf aufmerksam machen, daß
unser Rechtssystem nicht vollkommen ist, denn die Gesetze werden
von Menschen gemacht, und Menschen machen Fehler! Doch aus
Fehlern kann man lernen! Wenn nur ein Mensch in Zukunft vor dem
Schicksal 'unschuldig verurteilt' durch diese Homepage verschont
wird, hat sich das Engagement meiner Freunde bezahlt gemacht!
Jeder kann einen Beitrag leisten: Stehen sie Freunden und Nachbarn
bei, denen Unrecht widerfährt! Denn Zusammenhalt gibt Stärke und
macht das Leben lebenswert!
Hiermit möchte ich mich auch bei meinen Freunden bedanken, die
über all die vielen Jahre an mich geglaubt haben und für mich da
waren, die immer noch an mich glauben und immer noch für mich da
sind! Ohne euch wäre es nie soweit gekommen!

201
Danke
Harry Wörz"190

Diese Zeilen machen deutlich wie wichtig es ist, mit möglichst


vielen Gleichgesinnten bzw. Freunden in Verbindung zu stehen. Nur
in der Gemeinschaft kann man den Machenschaften gut organisierter
krimineller Kreise wirksam entgegentreten!

* Der Fall Alexander Zouras -


Unschuldig in der Forensik?

Der am 23. Januar 1980 in München geborene Alexander Zouras


ist ein Mann, „der wegen eines angeblichen Mordversuchs an einer
Kinderkrankenschwester nach einem Indizienprozeß seit dem Alter
von 23 Jahren in forensischen Anstalten untergebracht ist."191
„Der Grundsatz der Unschuldsvermutung wurde nicht beachtet,
sondern es fand eine Vorverurteilung durch Polizei und Staatsan-
waltschaft statt.
Kritische Fragen wurden vor Gericht aus mißverstandenem Opfer-
schutz nicht an das Opfer gestellt, so zum Beispiel keine Fragen nach
den Beobachtungen Natalie Heskamps nach der Tat, als sie am Bo-
den lag.
Alexander Zouras wird mit Neuroleptika zwangsmedikamen-
tiert. Dadurch wird er geistig wehrlos und willenlos gemacht.
Natalie Simanowski [Anm.: Am 20. Juli 1978 in Lingen (Ems) als
Natalie Heskamp geboren!] sagte am 22. September 2009 in einem
Interview, Alexander Zouras sei im Gerichtssaal zu feige gewesen sie
anzuschauen. Etwas später in ihrer Autobiographie merkte sie wohl
ihren Irrtum. Sie sah Alexander Zouras zum ersten Mal im Gerichts-
saal: 'Mitte 20, dunkle kurze Haare, etwas dicklich. Und dieser Blick,
völlig leer, starr geradeaus'. Sie habe ihn bewußt minutenlang fi-
xiert, um ihn zu provozieren. Er habe aber überhaupt keine Regung,
kein Mienenspiel und keinerlei Gestik gezeigt. Er habe sie kein ein-

202
ziges Mal angesehen. Er habe gewirkt wie eine Puppe, sei ohne Ge-
fühlsregung dagesessen. Obwohl es um sein weiteres Leben ging,
habe er sich im Griff gehabt. Das habe wohl an den Medikamenten
gelegen. Als Kinderkrankenschwester diagnostizierte sie, daß sie ihn
mit Beruhigungsmitteln 'abgeschossen' hatten. Einmal habe er sich
mit seinem Anwalt unterhalten und habe 'manchmal völlig unmoti-
viert und grundlos hysterisch gelacht'.
Im 'Münchner Merkur' hieß es, der Strafverteidiger Claus Pinker-
neil habe das Gericht davon überzeugen wollen, daß die ermittelnden
Beamten die Wohnung seines Mandanten mit dem Blut des Opfers
kontaminiert hätten. Nur deshalb habe man Blutspuren in der Woh-
nung von Alexander Zouras, der die Tat bestritt, gefunden.
Natalie Simanowski berichtete in ihrer Autobiographie ebenfalls,
Strafverteidiger Pinkerneil habe nachweisen wollen, daß das Blut
nachträglich durch die Polizisten an das Polohemd und das
DNA-Material an zwei Messer gebracht worden sei. Der Verteidi-
ger habe alle Polizisten vorladen lassen. Der Richter habe am Anfang
noch ganz sachlich gefragt: 'Hatten Sie Kontakt mit dem Blut der
Geschädigten?' Er sei aber allmählich so genervt gewesen, daß er
nur noch gefragt habe: 'Haben Sie sich in der Blutlache gesuhlt und
auf diese Weise das Blut des Opfers in die Wohnung des Täters
transportiert?' - 'Nein!' - 'Der Nächste bitte ...' (Simanowski,
Dreßlein, S. 71)
Nachdem 2007 eine junge Polizistin in ihrem Streifenwagen er-
schossen wurde und man auf Grund von DNA-Spuren nach einem
weiblichen Phantom fahndete, weiß man, daß die DNA-Spuren von
kontaminierten Wattestäbchen stammten, mit denen die Kripo
an den jeweiligen Ereignisorten gearbeitet hatte. 1 9 2
„Manipulationen durch die Kripo gab es auch schon in ande-
ren Fällen: Um mit einer Einbruchsaufklärung zu glänzen, soll die
Polizei in Nürnberg die Fingerabdrücke eines Kleinkriminellen auf
eine Bierflasche am Tatort gebracht haben. Doch der Beschuldigte
hatte ein Alibi, denn er war zur Tatzeit inhaftiert.

203
Daß die Polizei lügen und tricksen kann, um einen Täter aus den
eigenen Reihen zu schützen, zeigte der Indizienprozeß gegen Harry
Wörz ...
Ebenfalls nach einem Indizienprozeß entschied das Landgericht
München I am 27. Mai 2004, Alexander Zouras wegen Mordver-
suchs in schuldunfähigem Zustand in einer psychiatrischen Klinik
unterzubringen."193
„Bei schweren Straftaten gibt es kein [!] Rechtsmittel der Beru-
fung. Dagegen könnte ein guter Anwalt mit einer Verfassungsbe-
schwerde wegen Verstoßes gegen das Gleichbehandlungsprinzip
angehen; denn in anderen Verfahren gibt es das Rechtsmittel der Be-
rufung. Der Anspruch auf eine wirksam überprüfende 2. Instanz ist
wesentlicher Bestandteil eines funktionierenden Rechtsstaats. Es ist
nicht einzusehen, daß ausgerechnet bei Straftaten der versuchten Tö-
tung keine Berufung möglich sein soll und es somit zu einer Verkür-
zung des Rechtsweges kommt."194
„Alexander Zouras war wegen Mordversuchs in schuldunfä-
higem Zustand in einer psychiatrischen Klinik untergebracht
worden. Damals war [seiner Mutter] Monika Müller-Zouras nicht
klar, daß das ein lebenslanges [!] Wegsperren unter menschenun-
würdigen Bedingungen bedeutet. Das wurde ihr erst allmählich
bewußt, als sie erlebte, wie man aus ihrem Sohn durch Neurolepti-
ka ein dahinvegetierendes menschliches Wrack machte."195
„Seitdem bemüht Monika Müller-Zouras sich vergeblich um ein
Wiederaufnahmeverfahren vor dem Landgericht München. Am Fall
Gustl Mollath sah sie, wie schwierig das war, obwohl Gustl Mollath
sich nicht zwangsmedikamentieren ließ. Es gibt nur wenige Wieder-
aufnahmegründe. Im Fall Gustl Mollath wurden viele Wiederauf-
nahmegründe verworfen, weil die Justiz die zahlreichen [!]
Rechtsbeugungen nicht wahrhaben wollte. Doch dann reichte
plötzlich für eine Wiederaufnahme aus, daß ein Urkundenbeweis
zweifelhaft war. Im Fall Alexander Zouras wurde dagegen eine fall-
entscheidende Zeugenaussage nicht berücksichtigt:

204
Die Polizeiprotokolle enthalten die Aussage der Zeugin G., sie
habe der Natalie Heskamp das Messer aus dem Rücken gezogen.
Die Staatsanwaltschaft müßte tätig werden; denn wenn diese -
auch an anderer Stelle dokumentierte - Aussage stimmt, dann wäre
Alexander Zouras das Opfer eines krassen Fehlurteils. Alexander
Zouras hat die Tat immer bestritten."196
„Das Höchstmaß der zeitigen Freiheitsstrafe ist fünfzehn Jahre
Gefängnis (§38 Absatz 2 Halbsatz 1 StGB). Wenn Alexander Zouras
die Tat, für die er verurteilt wurde, wirklich begangen hätte, so wäre
er bei einer Gefängnisstrafe längst wieder in Freiheit. Sein Freiheits-
entzug ist insofern unverhältnismäßig.
Im alljährlichen Maßregelüberprüfungsverfahren vor der Straf-
vollstreckungskammer sah man am Fall Gustl Mollath, daß rechts-
widrig alte Befundberichte fortgeschrieben wurden. Auch Rechtsan-
wälte können an solchen Fällen dauerhaft verdienen.
Alexander Zouras selber kann sich nicht wehren, da das
BKH-Personal ihn menschenrechtswidrig in einen weitgehend
verhandlungsunfähigen Zustand versetzt. Diese Maßregelüber-
prüfungsverfahren sind daher eine Farce. Dies hat erstmals Gustl
Mollath aufgedeckt, der sich mit seinem Strafverteidiger Gerhard
Strate vor dem Oberlandesgericht Bamberg gegen den Beschluß der
Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Bayreuth erfolgreich
mit einer Beschwerde gewehrt hatte. Folglich kann ein guter Straf-
verteidiger auch bei der Verhandlung der Auswärtigen Strafvoll-
streckungskammer des Landgerichts Regensburg mit dem Sitz in
Straubing einen neuen externen Gutachter beantragen und sich gegen
1 Q7
einen abweisenden Beschluß mit einer Beschwerde wehren."
„Der Diplom-Chemiker Dr. rer. nat. Bernhard Pallmann
kämpfte auf Grund seiner früheren Unterbringungen im Be-
zirkskrankenhaus Haar 2000, 2001 und 2002 gegen Zwangsun-
terbringungen. Bernhard Pallmann war auch ein Unterstützer Gustl
Mollaths. Aber er eckte auch mit diesem Thema an, wurde wieder
weggesperrt und erneut psychiatrisiert. Doch er hatte recht: Nachdem
Pallmann am 29. Juli 2013 in die JVA Stadelheim gesperrt worden

205
war, wurde Gustl Mollath am 6. August 2013 aus dem BKH Bay-
reuth aus der Verfügungsgewalt des Chefarztes Klaus Leipziger ent-
lassen, und es findet im Juli 2014 ein Wiederaufnahmeverfahren vor
dem Landgericht Regensburg statt.
Bernhard Pallmann ermittelte seit 11. Juli 2008 auch im Fall
Alexander Zouras und betrieb einen Blog namens 'Alexander
Zouras Medienpreis'.
Rechtsanwalt Johannes Buchberger vertrat Dr. Bernhard Pall-
mann, der sich um den Fall Alexander Zouras kümmerte. Buchberger
sagte zu Pallmann, damit habe Pallmann in ein Wespennest ge-
stochen. Tatsächlich rief Kommissar Paul Obereisenbuchner Buch-
berger an, er solle Dr. Bernhard Pallmann aus dem Fall Alexander
Zouras herauslassen. Pallmann strebte, vergleichbar mit den Fällen
Harry Wörz, Ulvi Kulac und Rudolf Rupp, ebenfalls ein Wiederauf-
nahmeverfahren an. Pallmanns Aktivitäten in dem-von ihm für Alex-
ander Zouras angestrebten Wiederaufnahmeverfahren wurden durch
seine Wegsperrung unterbunden. Da Pallmann systemkritische kräf-
tige Ausdrücke verwendete, wurde er wegen Bedrohung, Verleum-
dung, Beleidigung und Nötigung zwar zunächst angeklagt, aber frei-
gesprochen, wieder angeklagt, erneut zwangsuntergebracht und zu-
letzt am 29. Juli 2013 durch die 9. Strafkammer des Landgerichts
München I wegen seiner Verbalattacken ohne Bewährung zu einer
verhältnismäßig hohen Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten
verurteilt. Die Staatsanwaltschaft und als Nebenklägerin die Ex-
Freundin Pallmanns hatten sogar, ganz typisch für die Ära der
Justizministerin Dr. Beate Merk, seine Einweisung in die Psych-
iatrie gefordert. Wie im Fall Gustl Mollath ging es auch da um eine
Immobilie. Dr. Pallmann wurde in die JVA Stadelheim verbracht.
Sein Anwalt Dr. David Schneider-Abbae-Mensah legte sofort Revi-
sion gegen das Urteil ein.
'Der Mann, der zuviel wußte' ist der Untertitel eines Buches
zweier Journalisten über Gustl Mollath. Auch Dr. Bernhard Pallmann
wußte wohl zuviel. In Bayern wird ein Systemkritiker - wie der
Fall Gustl Mollath zeigt - zum Schweigen gebracht. Den Blog
namens 'Alexander Zouras Medienpreis' gibt es nicht mehr. Dafür

206
verbreiten andere Netzseiten die Systemkritik Pallmanns. Aber im
Gegensatz zu Dr. Bernhard Pallmann verstecken sich die anderen
Kritiker hinter Pseudonymen."198
„Kriminalhauptkommissar Uwe Dolata berichtete, wie schnell
man bei der Polizei in München zum Formblatt 'Einweisung'
griff, um eine Unterbringung in der 'Klapse' zu veranlassen. Ein
kurzes Telefonat und kurze Zeit später kam ein Team von Speziali-
sten mit der Zwangsjacke, welche nach hinten am Körper verschlos-
sen wurde. Man habe ein ruhiges Gewissen gehabt, weil man die
betreffende Person in medizinischer Obhut wähnte. Ihm sei aber die
schnell von der Hand gehende Einweisung mit der Zeit immer su-
spekter vorgekommen, so daß er sich von einem 'Bullen' in einen
immer kritischer werdenden Bürger verwandelt habe. Er habe sich
die Frage gestellt, ob man aus der 'Klapse' auch so schnell wie-
der herauskomme. Sein Lieblingsfilm sei 'Einer flog übers Kuk-
kucksnest'. Daran habe er einige Assoziationen geknüpft, als ihm der
Fall Gustl Mollath bekannt geworden sei.
'Hupfla' heißt Heil- und Pflegeanstalt. Aus vielen Schilderun-
gen, zuletzt auch denen Gustl Mollaths, geht hervor, daß es in
diesen Anstalten kaum mehr um Heilung und Pflege geht, son-
dern um Ruhigstellung durch Psychopharmaka.
Seit seiner Freilassung am 6. August 2013 aus dem BKH Bay-
reuth aus der Verfügungsgewalt des Chefarztes Klaus Leipziger klärt
Gustl Mollath in der Öffentlichkeit unwidersprochen - und unter-
stützt von Psychiatern und Juristen - über Psychiatriemißbrauch und
forensische Gutachter auf. In der Psychiatrie gebe es Scharlatane,
Gutachter, die nur über sehr unzureichende fachliche Fähigkeiten
verfügten. Er selber sei Opfer von deren Gefälligkeitsgutachten
geworden. Über die 'medizinische Obhut' und die Folgen der
Zwangsmedikation in der Psychiatrie sagt er, er habe erlebt, wie
Menschen in den Forensiken nicht mehr Herr über ihren Körper ge-
wesen seien. Rosel Zierd, die Mutter des in der Psychiatrie ge-
storbenen Holger Zierd, nennt die Zwangsmedikation eine 'che-
mische Hinrichtung\"' 99

207
„Inzwischen ist Alexander Zouras seit fast 11 Jahren in den Fo-
rensischen Anstalten BKH Haar und im Bezirkskrankenhaus Strau-
bing untergebracht. Er hatte nie Lockerungen und Ausgang be-
kommen, weil er tatuneinsichtig sei. Die dortigen Psychiater la-
sten ihm fehlendes Schuldbewußtsein und deswegen auch fehlen-
de Therapiefähigkeit an.
Über dortige Vorkommnisse berichtet Dr. Wilhelm Schlötterer. Er
zitiert Gustl Mollath, der das BKH Straubing als iOber-Gulag der
bayerischen Forensischen Psychiatrien' beurteilt. In einem Brief
an Schlötterer beschreibt Mollath, wie menschenrechtswidrig man
ihn in der 'Folterstation A 1' behandelte. Schlötterer berichtete er
überdies, wie Vlastimil Sustek aus Tschechien widerrechtlich in der
Fixierungszelle vom Sicherheitsdienst des BKH Straubing zuerst auf
die Pritsche gefesselt und dann 'vom Stationsarzt abgespritzt' wor-
200
den sei."
„Behandelnde Ärzte behaupten, daß Alexander Zouras die Psy-
chopharmaka bzw. Neuroleptika freiwillig nimmt. Doch es werden
immer mehr Fälle der Zwangsbehandlung und Zwangsmedikati-
on bekannt. Man gewinnt den Eindruck, daß die behandelnden Ärz-
te keinen Plan für einen stufenweisen Entzug bzw. eine Reduzierung
der Medikamente machten, so als seien sie darin nicht fachkundig.
Alexander Zouras wird gegen seinen Willen und gegen den
Willen seiner Mutter und seiner Rechtsanwälte mit schweren
Psychopharmaka bzw. Neuroleptika zwangsmedikamentiert. De
facto findet eine Entmündigung statt.
Alexander Zouras ist nach Aussage seiner Mutter neurologisch
und körperlich schwerst geschädigt. Die Nebenwirkungen der Neu-
roleptika-Gifte sind bekannt. Gudrun Rödel (Nürnberger Rede)
kommentiert, dadurch werde sein Körper systematisch zerstört. Sie
berichtet, außerdem sei er Repressalien ausgesetzt, wie wochenlange
Isolation mit Fixierung, was nach den Richtlinien der UN-
Menschenrechtskonvention als Folter deklariert wurde.
Am 27. Juli 2011 kam es zu einem Treffen mit dem Gutachter,
Chefarzt Dr. Herbert Steinbock und RA Dr. David Schneider-Addae-

208
Mensah zwecks stufenweiser Reduzierung der Medikamente Cloza-
pin (Leponex) und Fevarin. Monika Müller-Zouras hatte um ein Pro-
tokoll gebeten, aber vergeblich.
Auch Gustl Mollath machte im BKH Straubing die Erfahrung, daß
es schwierig ist, an seine Krankenakte heranzukommen. Gustl Mol-
lath berichtete, daß auch der Patientenfürsprecher im BKH Straubing
nichts für ihn tun konnte. Aber Mollath wehrte sich auch im BKH
Straubing gegen eine Zwangsmedikation.
Für Monika Müller-Zouras ist das Verhalten der Ärzte im BKH
Straubing gegenüber ihrem Sohn versuchter Mord. Ihr Anwalt Da-
vid Schneider-Addae-Mensah spricht von 'Kriminellen in weißen
Kitteln' und fordert, die Zwangsbehandlung zu stoppen.
Monika Müller-Zouras gab an: Alexander wog in 2003 zwischen
76 kg bis maximal 82 kg. Das Erscheinungsbild von Alexander Zou-
ras hat sich in der Forensik stark verändert. Auf seine Mutter wirkt er
wie ein Monster; denn er ist durch jahrelange ärztliche Falschbe-
handlung adipös (= fettleibig, übergewichtig) und damit auch deshalb
gesundheitlich geschädigt. Innerhalb kurzer Zeit nahm Alexander
Zouras an Körpergewicht von ca. 90 kg am 3. Februar 2012 (Zeuge:
RA Florian Mangold) auf 110 kg am 23. Februar 2012 zu, bei einer
Körpergröße von 1,80 Meter.
Alexander Zouras berichtet, daß er nach der Medikation durch Dr.
Steinbock während der Gerichtsverhandlung in 2004 93 kg wog (zu-
vor 83 kg) und heute im Februar 2014 127,4 kg wiegt. Zeitweilig
hatte er sein Gewicht in der Forensik auf 85 kg reduziert, so daß er
sich geistig und körperlich wohlfühlte. Nachdem er aber dem russi-
schen Arzt Ernest Fischmann von einem Traum erzählte, erhöhte
dieser die Neuroleptika-Dosis, so daß Alexander wieder unverhält-
nismäßig zunahm.
Alexander Zouras wird zum alljährlichen Maßregelüberprü-
fungsverfahren durch die Zwangsmedikation menschen rechts-
widrig in einen weitgehend verhandlungsunfähigen Zustand ver-
setzt.
Monika Müller-Zouras berichtet darüber:

209
'Nachdem Alexander willensstark den schmerzhaften, stufenwei-
sen Entzug von Clozapin Mitte Januar 2012 in Isolationshaft auf der
Station Al ohne jegliche Unterstützung eines Arztes beendet hatte,
wog er nur noch ca. 90 kg. Als ich ihn am 3. Februar 2012 zusam-
men mit RA Florian Mangold besuchte, wurde er uns in Handschel-
len vorgeführt. Er war voll orientiert, sah endlich wieder gut aus,
zwar unrasiert mit großem Bart, blonder langer Löwenmähne, die
Augen klar und blau. Er erzählte uns von einem Vorfall, den er mit
dem Sicherheitsdienst hatte.
Nach drei Tagen, an einem Montag, geschah das Unfaßbare: Ale-
xander wurde auf Veranlassung von Frau Dr. Susanne Lausch mit
Hilfe von fünf bis sechs Männern am 6. Februar 2012 in der
ISOZELLE nieder gespritzt. Frau Dr. Lauschs späterer Kommentar
gegenüber dem Gericht: «Es sei eine Notfallmaßnahme gewesen.»
Erst später erfuhren wir, obwohl ich Frau Dr. Susanne Lausch
schriftlich informiert und gebeten hatte, meinem Sohn zu helfen, daß
sie genau das krasse Gegenteil veranlaßte! Da der Termin der Anhö-
rung am 23. Februar 2012 bevorstand, wäre Richter Kamm in der
Anhörung von Alexanders Zustand beeindruckt gewesen, von der
Spontanheilung eines angeblich schwerst an Schizophrenie Erkrank-
ten. Ich behaupte, daß diese Leiterin einer Hochforensik im BKH
Straubing das auf keinen Fall zulassen wollte. Alexanders Rechtsan-
walt Dr. Schneider-Addae-Mensah berichtete, daß Alexnader bei der
Anhörung aus allen Nähten platzte. Das bedeutet: Vom 6. bis 23.
Februar 2012 nahm Alexander in nur 17 Tagen um 20 kg zu!'
Die Notgemeinschaft Psychiatriegeschädigter, ein Zusammen-
schluß von Psychiatriegeschädigten, Angehörigen und Unterstützern
innerhalb des Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BPE)
stellt fest:
'In der Psychiatrie eingesperrte Bürger haben weniger Rechte
als ein Straftäter. Elementare Grundrechte werden in der Psychia-
trie außer Kraft gesetzt. Psychiater sind die einzigen Ärzte, die ihre
Patienten zwangsbehandeln dürfen und dies auch regelmäßig tun.
Für dabei entstehende Schäden gibt es keinen Schadensersatz. Die in

210
der Psychiatrie erlittene Gewalt kann ein Trauma zur Folge haben.
Anders als bei Unfall- oder Gewaltopfern wird dies jedoch nicht an-
erkannt. Menschen werden mit dieser Gewalterfahrung allein gelas-
sen und können sie nicht verarbeiten. Viele wissen nicht, wie schnell
Justiz und Ärzte mit einer Psychiatrieeinweisung sind. "2()l
„Alexander Zouras war und ist nicht gemeingefährlich, weil
er die Tat nicht begangen hat. Es sah keiner einen Mann mit einem
Messer in der Hand weggehen. Das war auch nicht möglich; denn
die Zeugin G. hatte das Messer aus der Wunde gezogen. Es ver-
schwand. Verschwand es deshalb, weil die Tatwaffe Aufschluß über
den wahren Täter hätte geben können?
Der einzige, der eine Gefährlichkeit konstruierte, war der Chefarzt
der Forensik Haar, der sein Gutachten mit Falschbehauptungen er-
stellte und es mit angeblichen Beobachtungen anreicherte, die weit
vor der Tatzeit lagen und bis ins Jahr 2000 zurückreichten und fahr-
lässig falsch dargestellt wurden. Es wurde dabei sogar mit unlauteren
Methoden gearbeitet. So schob er einen Pfleger vor, der angeblich in
Bruchstücken ein Telefonat Alexanders mit seiner Mutter mitgehört
haben sollte. Telefonate können tatsächlich abgehört werden, wie
RAin Lorenz-Löblein feststellte. Vielleicht werden sie sogar aufge-
zeichnet.
Wie erhält man Indizien für eine Gemeingefährlichkeit? Nicht nur
Mitgefangene, sondern auch das Personal könnte einen Gefangenen
solange provozieren und quälen, bis er sich wehrt. Dann stürzen sich
fünf Mann auf ihn, fesseln ihn, und er wird ruhiggespritzt. Das
kommt dann in die Krankenakte und wirkt sich im alljährlichen Maß-
regelüberprüfungsverfahren negativ aus.
Viele Jahre wurde die von Klaus Leipziger behauptete 'Ge-
meingefährlichkeit' Gustl Mollaths fortgeschrieben. Gustl Mol-
lath wurde zum Beispiel von einem Mitgefangenen provoziert
und wehrte sich. Merkwürdigerweise spielte die angebliche 'Ge-
meingefahrlichkeit' Mollaths plötzlich keine Rolle mehr, ohne daß
ein neues Gutachten erstellt wurde."202

211
* Waldemar Vogel - Noch ein Todesfall
aus einer bundesdeutschen Psychiatrie

Waldemar Vogel (am 8. März 1978 in Aktjubinsk, Kasachstan,


als „Waldemar Bobrownik" geboren) wurde infolge eines tätlichen
Ehestreites in die Psychiatrie eingewiesen. „Das forensische Gutach-
ten für Waldemar Vogel hatte im Juli 2011 der Facharzt für Psychia-
trie und Psychotherapie, Pantelis Adorf, Leitender Medizinaldirektor
in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Würzburg, erstellt. Pantelis Adorf
war auch Gutachter im Fall des Mörders der zwölfjährigen Vanessa
Gilg aus Gersthofen, Michael W.. Von dem Augsburger Gericht
wurde Adorf am 16. Juli 2012 wegen seines grob fehlerhaften Gut-
achtens mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden.
'Die Toten von Psychiatrie und Justiz klagen an!' heißt es auf
einem der in Nürnberg bei der Kundgebung am 27. Juli 2013 getra-
genen Plakate.
Waldemar Vogel gehört zu den Toten der Forensik Bayreuth.
Er soll angeblich Selbstmord begangen haben, wie auch andere,
die man in der Forensik Bayreuth mit Psychopharmaka und
Neuroleptika behandelte.
Vier Tage vor seinem Tod schrieb er auf Russisch einen Brief an
seine Mutter, in dem er sie anflehte, ihn aus der Forensik des BKH
Bayreuth herauszuholen; denn es sei schlimmer als in einem Gefäng-
nis. Waldemar Vogel ist daher ein wichtiger Zeitzeuge für die Zu-
stände in der Forensik Bayreuth. Dieser Brief wird nachfolgend als
Zeugnis veröffentlicht.
Die Journalistin Ursula Prem berichtete über diesen Todesfall.
Elisabeth Vogel ist verzweifelt, weil sie aus Unwissenheit der Un-
terbringung ihres Sohnes im BKH Bayreuth zugestimmt hatte."

212
„Hilferuf aus dem BKH
Hallo Mutti!
Ich habe Sehnsucht nach Euch allen. Ich bete täglich zu Gott, daß
alles gut sein wird. Mutti ich liebe Euch alle. Mir fällt es schwer, und
ich leide darunter, daß ich Euch alle nicht sehen kann: Dich, das
Kind, die Schwester. Mama, ich habe einen großen Fehler gemacht,
was ich angerichtet habe!
Ich befürchte, daß ich nach dem Gericht im Krankenhaus weiter ge-
lassen werde. Es gibt eine solche Vorschrift § 63, bei deren An-
wendung der Mensch nicht im Gefängnis sitzen muß und nicht
schuldig gesprochen wird, sondern als seelisch krank und deswe-
gen als nicht verantwortlich für seine Handlungen eingestuft
wird. Dann bedeutet dies alles den Tod - die solchen Menschen
bleiben hier von 5 bis zu mehr als 10 Jahre, 15 Jahre. Dazu gibt es
keine Grenzen und die Ärzte sind hier wie Götter. Mütterchen, falls
Du mit meinem Anwalt gesprochen hast und sie beide entschieden
haben, mich im Krankenhaus zu lassen, bedeutet dies einen großen
Fehler. Ich schwöre dies im Gottesnamen. Die Menschen, die hier
liegen, kehren selten nach Hause zurück. Dies habe ich persönlich
von ihnen in meinen Gesprächen erfahren. Für die Ärzte ist es vor-
teilhaft und günstig, wenn die Patienten hier lange Zeit bleiben.
Glaub mir dies um Gottes willen und um meines Kindes willen. Für
mich ist es besser, wenn ich die genau festgelegte Zeit im Gefängnis
sitzen werde. Ich werde dann nach der genau bestimmten Zeit freige-
lassen und nicht unklar wann.
Mutti, während der kurzen Zeit, die ich im Gefängnis war und jetzt
im Krankenhaus bin, habe ich vieles erfahren. Aus den unklaren
Gründen hat sich mein Anwalt nicht frühzeitig dafür gesorgt und hat
mir nicht gesagt, daß ich die Begutachtung ablehnen soll. Die Be-
gutachtung bedeutet, daß eine psychologische Prüfung durchge-
führt wird und eine Diagnose festgestellt wird. Dies ist sehr ge-
fährlich. Bei mir wurde eine schlechte Diagnose festgestellt. Ich
weiß jetzt nicht, wer rettet mich vor dem Krankenhaus, in dem die
Leute lebenslang bleiben. Ich lüge nicht unabhängig davon, was der

213
Rechtsanwalt erzählt hat. Für mich ist es wichtig, daß ich um jeden
Preis ins Gefängnis komme und nicht im Krankenhaus bleibe.
Ich flehe Dich an.
Mein Rechtsanwalt, den Du beauftragt hast, hat noch keine Voll-
macht mir zugeschickt. Die Vollmacht ist ein Dokument, das bestä-
tigt, daß er meine Interessen im Gericht vertritt. Dies ist für das
Krankenhaus erforderlich, damit ich mit ihm telefonisch sprechen
kann. Erinnere ihn daran.
Mama, auch wenn dies banal klingt, glaub mir, es ist besser im Ge-
fängnis abzusitzen als sich im Krankenhaus aufzuhalten. Hier im
Krankenhaus werden die Menschen und ihr Wille gebrochen.
Aus den Menschen werden hier Pflanzen gemacht, ihnen werden
starke Medikamente jahrelang verabreicht. Glaub mir, glaub mir
bitte.
Mein Rechtsanwalt muß mir glauben. Sag ihm, daß er zu mir ins
Krankenhaus zum Gespräch kommt. Dies ist sehr und sehr wichtig.
Ich möchte, daß eine unabhängige Begutachtung vom unabhängigen
Arzt durchgeführt wird. Dies kann das Geld kosten, aber Mutti ohne
dies geht es nicht. Ich flehe Dich an, daß der Rechtsanwalt alles
mögliche unternehmen muß, um meine Entlassung aus dem Kran-
kenhaus zu erreichen. Die Medikamente kann ich auch im Gefängnis
einnehmen. Die Medikamente werden vorgeschrieben und sie wer-
den im Gefängnis von den Wächtern übergeben. Nur nicht das Kran-
kenhaus. Ich weiß nicht, wie dies gefährlich ist.
Ich bereue sehr, was ich angerichtet habe und ich schwöre Dir, daß
ich in der Freiheit nur für Dich und mein Kind leben werde, ich wer-
de fürsorglich sein und putzen. Nur nicht Krankenhaus. Bitte!
Wie ist ekelhaft hier. Die psychisch normalen Leute kann man hier
mit den Handfingern zählen. Meine Mutti, wie ich Unrecht in bezug
auf Dich, meine Mutter hatte. Gott hilf mir, vergib mir.
Bayreuth, 25.08.2011 Waldemar"204
„Sein Hilferuf nützte Waldemar Vogel nicht mehr. Vier Tage
nach seinem flehentlichen Brief an seine Mutter, fünf Monate

214
nach seiner Unterbringung in der Bayreuther Forensik, wurde er
erhängt aufgefunden. Waldemar Vogel wurde in Bamberg beerdigt.
L. Welchen Grund sollte Waldemar Vogel gehabt haben, sich aufzu-
hängen, obwohl er vier Tage vorher schrieb, er wolle für seine Toch-
ter sorgen?
2. Welchen Grund sollte Waldemar Vogel gehabt haben, sich nackt
aufzuhängen?"205
„Die Mutter erstattete über RA Christian Beickert, Bamberg,
Strafanzeige wegen Mordes. Der Bamberger Oberstaatsanwalt
hörte sie nicht an, sondern wies ihr die Tür [Anm.: Willkommen
im „freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat" Bundesrepublik Deut-
schland!].
Mit der Veröffentlichung des Briefes ihres Sohnes will sie ande-
ren Justiz- und Psychiatrieopfern helfen." 206
Die Schlagzeile „16 Selbsttötungen im Bezirkskrankenhaus"
zu einer Meldung („Nordbayerischer Kurier") vom Mittwoch, den 9.
November 2011 zeigt das Ausmaß von Todesfällen in Anstalten, die
sich angeblich der „Seelenheilkunde" verschrieben haben: „16 Sui-
zide hat es seit 2001 im Bezirkskrankenhaus in Bayreuth gege-
ben. Diese Zahl nannte Chefarzt Manfred Wolfersdorf auf An-
frage unserer Zeitung.
'Das ist keine [?!?] dramatische Entwicklung', sagte Wolfers-
dorf. Seit den 80er Jahren gebe es einen Rückgang der Selbsttötun-
gen in der Einrichtung. Nach der vorgelegten Statistik gab es in der
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Be-
zirkskrankenhauses zwischen 2001 und dem laufenden Jahr 14 Sui-
zide, in der Klinik für Forensische Psychiatrie zwei. In der Forensik
sitzen Gewalttäter, die als krank und allgemeingefährlich gelten. Die
forensische Abteilung des Bezirkskrankenhauses ist mit Kameras
und Stacheldrahtrollen auf dem Dach streng gesichert.
Ein Patient, der in der Forensik sitzt, wandte sich schriftlich an
den Kurier und sprach von einer Häufung der Suizide. Ende August
habe sich ein Mitgefangener umgebracht, zuvor habe es drei weitere

215
Fälle gegeben, behauptete der Mann. Wolfersdorf bestätigte einen
Fall im vergangenen Jahr und den im August. Von den beiden ande-
ren Selbsttötungen wußte er nichts. Einer der beiden anderen Insas-
sen hat sich offenbar zu Hause umgebracht, der andere nach einer
Verlegung von Bayreuth in die Forensik des Bezirkskrankenhauses
Straubing. Wolfersdorf sagte, er könne nur Fälle, die sich im Be-
zirkskrankenaus Bayreuth ereignet haben, bestätigen.
Er wies darauf hin, daß es bei psychisch kranken |sic!] Men-
schen in stationärer Behandlung ein erhöhtes Suizidrisiko gebe,
das auf das Zehnfache der Allgemeinbevölkerung geschätzt wird. Er
sprach von einem Spannungsfeld der klinischen Psychiatrie und Psy-
chotherapie zwischen absoluter Sicherung und möglichst freiheitli-
cher Behandlung der Patienten. Risikogruppen seien junge schizo-
phrene Männer, depressiv Kranke, Patienten mit Hoffnungslosigkeit
und hohem Leidensdruck. 4

Die Staatsanwaltschaft überprüfe jeden Suizidfall im Bezirks-


krankenhaus, betonte Wolfersdorf. Bislang sei weder zivil- noch
207
strafrechtlich etwas zu bemängeln gewesen."
Nur um in diesem Zusammenhang zu verdeutlichen, in was für ei-
ner Art „Rechtsstaat" wir leben, wollen wir einen Fall aufgreifen,
über den man neun Tage später - ebenfalls im Videotext - in Kennt-
nis gesetzt wurde. Hierbei ging es um das Strafmaß einer Frau, die
für den Tod zweier Kinder verantwortlich ist: „Eine Mutter aus Nie-
dersachsen, die zwei Babys nach der Geburt auf dem Dachboden
versteckt hatte und sterben ließ, muß für vier Jahre ins Gefängnis.
'Die Angeklagte ist des versuchten Totschlags und des Totschlags
schuldig', sagte der Richter in der Urteilsbegründung im Landgericht
Stade. Sie sei vermindert schuldfähig. Die Frau habe die Schwanger-
schaften verdrängt und verleugnet.
Ihr Mann fand die verwesten Leichen Jahre später, als er den
Dachboden entrümpeln wollte. Er gab an, nichts von den Schwanger-
schaften gewußt zu haben."208 Bei guter Führung ist die Frau bereits
nach drei Jahren wieder auf freiem Fuß (Gustl Mollath, der angeblich
[!] Reifen zerstochen und seine Frau geschlagen sowie „wirre Briefe"

216
verfaßt haben soll, hingegen saß mehr als sieben Jahre in der forensi-
schen Psychiatrie ein)!
Bezeichnend auch, daß eine 56jährige Großmutter, die ihrer klei-
nen Enkelin auf brutalste Weise das Leben genommen hatte, eben-
falls eine vergleichsweise milde Strafe erhielt, wie am 25. Januar
2013 aus den Medien zu erfahren war: „Im Prozeß um den grausa-
men Tod eines zweijährigen Mädchens ist das Urteil gefallen: Eine
Großmutter ist zu vier Jahren und acht Monaten Haft [Anm.: und
nicht Psychiatrie!] verurteilt worden. Das entschied das Landgericht
im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach und folgte damit der Forde-
rung der Staatsanwaltschaft.
Die Frau hatte nach Überzeugung des Gerichts im vergangenen
Sommer ihrer Enkelin mit einem Messer die Kehle durchgeschnitten.
Die fünf Jahre alte Schwester mußte die Tat mit ansehen. Laut An-
klage hatte die Großmutter sie aufgefordert, ihr ein Messer aus der
Küche zu bringen. Die Zweijährige habe zuvor nicht schlafen wollen.
... Nach Ansicht der Richter handelte die Frau im Alkoholrausch und
damit im Zustand verminderter Schuldfähigkeit."209
Eine weitere Meldung, diesmal vom 7. Dezember 2012 in der
ARD-Sendung „Brisant", zeigt abermals wie verlogen die Diagnose
„Persönlichkeitsstörung" ist, denn in diesem Fall wurde der Täter
eben nicht als „psychisch gestört" hingestellt (obwohl seine Tat ei-
gentlich kaum in Worte zu fassen ist!): „Drei Jahre und drei Monate
muß Michael S. aus Berlin ins Gefängnis [Anm.: und nicht in die
Psychiatrie!], weil er seinen Freund bei Sexualspielen versehentlich
getötet und den leblosen Körper anschließend in sechs Teile zerlegt
hat.
Tobias Kaehne, Landgericht Berlin: 'Es soll zwischen dem Ange-
klagten und dem Opfer zu einvernehmlichen sadomasochistischen
Praktiken gekommen sein [Anm.: Diejenigen, die solche Praktiken
ausleben, gelten allem Anschein nach also nicht als „persönlichkeits-
gestört"!]. Dabei soll der Angeklagte seinem Opfer die Atemwege
verklebt haben und das Opfer soll erstickt sein.'

217
Die Gerichtsmediziner mußten gleich zweimal kommen, um die
Leichenteile aus dem Haus zu bringen. Michael S. hatte sogar den
abgeschnittenen Kopf der Leiche auf seinem Herd gekocht [!], um
den Verwesungsgeruch zu stoppen.
Trotzdem bewerteten die Richter die Tat nur als Körperverletzung
mit Todesfolge."210
Nochmals: Die „sadomasochistischen Praktiken" des Täters und
seine schreckliche Tat haben nicht etwa dafür gesorgt, daß ihm eine
„Persönlichkeitsstörung" unterstellt worden ist, und er aufgrund einer
„Fremdgefährdung" auf unbestimmte Zeit in einer forensischen Psy-
chiatrie verschwand. Vielmehr wurde er zu einer sehr geringen Haft-
strafe verurteilt.
Gustl Mollath hingegen, dem ein „paranoides Gedankensystem"
nachgesagt und zugleich behauptet wird, er sei „unkorrigierbar der
Überzeugung", daß seine Frau und andere in ein "komplexes System
der Schwarzgeldverschiebung verwickelt wären", saß aber mehr als
sieben Jahre in der geschlossenen Psychiatrie (man stufte ihn als
„gemeingefährlich" ein)!
Das nächste Beispiel zeigt ebenfalls, welcher Lappalien es bedarf,
um auf unbestimmte Zeit in einer bundesdeutschen Psychiatrie zu
verschwinden ...

* Der Fall Ilona Haslbauer -


ein weiteres Beispiel für alltägliche Folter
im „freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat" BRD

„Es ist ein Donnerstag im August, ein schwüler Tag. Ilona Hasl-
bauer zieht sich wie jeden Morgen ihre Strickjacke an, stopft die
Zeitung in die Seitentasche und macht sich auf den Weg zum Früh-
stücksraum. Sie erwartet Besuch. Die 57jährige ist in der Station F3
im Isar-Amper-Klinikum in Taufkirchen im Landkreis Erding in
Oberbayern untergebracht. Gegen ihren Willen, sagt sie.

218
Angefangen hat es mit einem 'dummen Mißverständnis', so nennt
es Haslbauer. In einem Supermarkt habe sie mit einem Einkaufs-
wagen eine andere Kundin gerammt, der Zusammenprall eska-
lierte. Haslbauer wird wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu vier
Monaten Haft verurteilt. Das ist jedoch nicht alles: Laut Gutachten
leidet sie an einer wahnhaften Störung, gilt als Gefahr für die
Allgemeinheit [Anm.: Daß Sadomasochisten, die ihre Geschlechts-
partner zersägen, offensichtlich nicht als „Gefahr für die Allgemein-
heit" gelten, zeigt abermals sehr deutlich, was von der psychiatri-
schen „Seelenheilkunde" zu halten ist!].
Nach Ansicht der betreuenden Ärzte scheiterten bisher alle Thera-
pien, an dem Befund des Gutachtens hat sich nach ihrer Sicht bis
heute nichts grundlegend geändert.
Seit November 2007 ist Haslbauer nach Paragraph 63 in der ge-
schlossenen Psychiatrie untergebracht. Jedes Jahr steigt die Anzahl
der Menschen, die in Deutschland in eine psychiatrische Anstalt
eingewiesen werden. Im Jahr 2012 waren es mehr als 6700.
Der Fall Mollath hat auf den Alltag in den Anstalten aufmerksam
gemacht. Zu allererst wirft seine Geschichte die Frage auf, auf wel-
cher Grundlage Menschen in geschlossene Psychiatrien eingeweisen
werden. Doch Mollath berichtete auch von 'folterähnlichen Umstän-
den', die er eben dort erlebt habe.
Glaubt man Patienten wie Haslbauer, hat Mollath diesen Eindruck
nicht exklusiv. Und ähnlich wie Mollath hat Haslbauer inzwischen
eine Schar von Unterstützern, in einer Petition wird ihre Freilassung
gefordert."211
„Was geschah an jenem Donnerstag im August? Es ist 8.20 Uhr,
als Haslbauer einen Angestellten der Klinik bittet, ihre drei Besucher
anzumelden, so erinnert sie sich heute. Sie solle ihm die Namen auf
einen Zettel notieren, habe der Pfleger entgegnet. Da er sie in eine
Liste eintragen müsse, sagt Haslbauer, könne er das selbst tun. Sie
vergreift sich im Ton. Ein Psychologe mischt sich ein. Die Patientin
solle den 'Anweisungen des Pflegepersonals Folge leisten'. Er habe
sie angeherrscht: 'Sie gehen jetzt sofort ins Zimmer.' Haslbauer

219
brüllt zurück: 'Nein, ich gehe nicht ins Zimmer, weil meine Früh-
stückszeit ist, ich gehe jetzt frühstücken.'
Sie dreht sich um. 'Sie gehen ins Zimmer!' Haslbauer sagt, sie
habe verlangt, ihren Rechtsanwalt anrufen zu dürfen. Laut ihrer
Schilderung überwältigt sie daraufhin der Pfleger von hinten, drückt
sie auf den Boden, packt ihre Beine. Eine Kollegin stützt sich auf
ihre Arme. Auf dem Rücken liegend wird Haslbauer über den Gang
geschleift. Haslbauer wird auf einem eigens herbeigeschafften Bett
fixiert - und zwar alle Gliedmaßen, mit Ausnahme des Kopfes.
Matthias Dose, Ärztlicher Direktor des Isar-Amper-Klinikums
und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, bestätigt grundsätz-
lich das 'besondere Vorkommnis': Haslbauer habe das Klinikperso-
nal unflätig beleidigt, sich widersetzt und schließlich einem Pfleger
in den Genitalbereich getreten [Anm.: Ob das alles so stimmt, sei
einmal dahingestellt!]. 'Mit erhöhtem Personal wurde sie wegen
Fremdgefährdung im Bett vergurtet', so Dose."212
„Das Bett wird ins sogenannte Isolationszimmer geschoben, zu-
sätzlich ein Gitter um die Matratze angebracht, so erzählt es Hasl-
bauer. In dem kameraüberwachten Raum ist die 57jährige sich selbst
überlassen - ohne ihre Brille, ohne Nahrung. Halsbauer schreit, hat
Durst und Hunger. Ihre Hilferufe seien ignoriert worden, sagt sie.
Gegen Mittag wird die Fixierung an der rechten Hand gelockert.
Haslbauer soll ihr Mittagessen einnehmen. Sie empfindet die Situati-
on als würdelos, wütend wirft sie den Pappteller mit dem Essen hin-
ter sich. 'Dieses Essen hat sie sich selbst entzogen', konstatiert Kli-
nikchef Dose.
Haslbauer sagt, sie habe kein Abendessen erhalten und lange auch
kein Wasser, trotz der hochsommerlichen Temperaturen. Sie
schwitzt. Um 18 Uhr wird ihr eine Schnabeltasse voll Wasser an den
Mund gehalten, sie trinkt die Hälfte leer. Die eng angelegten Fes-
seln verursachen ein Taubheitsgefühl an Händen und Füßen, am
ganzen Körper habe sie einen stechenden Schmerz gespürt, ihre
Hand sei stark geschwollen."213

220
„Haslbauer spricht von Folter, sie habe in der Nacht verge-
bens nach dem diensthabenden Arzt verlangt. Haslbauer schläft
nicht, zu stark sind die Schmerzen. Hinzu kommt Angst."214
„In 25 Stunden Vollfixierung nässt sich Haslbauer fünf Mal ein.
Weder Kleidung noch Bettbezug werden gewechselt. Um 8.15 Uhr
des nächsten Tages ißt sie das erste Mal, die Fessel der linken Hand
wird dazu gelockert. Noch immer weiß sie nicht, wie lange der Zu-
stand der Fixierung noch andauern wird. Um 9.30 Uhr lösen zwei
Krankenschwestern und der Psychologe die Fixierung.
'So etwas darf sich nicht wiederholen', sagt ihr Rechtsanwalt
Adam Ahmed, er selbst habe 'die kompletten Druckstellen' gesehen.
Bei der Strafvollstreckungskammer in Landshut hat der Jurist nun
einen Antrag eingereicht: Die 25 Stunden lange Fixierung sei
rechtswidrig. Seine Mandantin sei weder eine Gefahr für sich oder
andere gewesen noch habe sie die Einrichtung verlassen wollen."215
„Menschen über Tage, Wochen oder sogar Monate mit läh-
menden, krampferzeugenden Neuroleptika vollgepumpt unter
Anwendung von Gewalt an ein Bett zu fesseln, zuzuschauen wie
sie sich in diesem hilflosen Zustand einnässen und sie dann im
eigenen Urin liegen [zu] lassen, kann wohl kaum dazu beitragen,
seelische Gesundheit wiederherzustellen. Genau das ist aber of-
fensichtlich gängige Praxis in vielen [!] deutschen Psychiatrien.
Psychiater und Wärter betonen immer wieder, die sogenannte Fi-
xierung werde nur als letztes Mittel eingesetzt, wenn Insassen ag-
gressiv und zur Gefahr für sich selbst oder andere werden. Zahlreiche
[!] Berichte zeichnen jedoch ein anderes Bild. Vielfach wird die Fi-
xierung als Disziplinierungsmittel eingesetzt, um Insassen, die sich
dem Personal widersetzen, zu bestrafen und ihren Willen zu brechen.
In der Theorie haben auch Insassen von psychiatrischen Anstalten
und Forensiken Recht auf einen Rechtsbeistand. Der zuständige
Richter und der Anwalt oder Rechtspfleger des Insassen, sowie die
zuständigen Kontrollbehörden sollten darüber wachen, daß alles mit
rechten Dingen zugeht, daß die Grund- und Menschenrechte des Be-
troffenen gewahrt bleiben. Schließlich hat die BRD am 1. Oktober

221
1990 das von den Vereinten Nationen beschlossene Übereinkommen
gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-
gende Behandlung oder Strafe oder kurz UN-Antifolterkonvention
ratifiziert.
In der Praxis ist dies aber häufig nicht gewährleistet. Nicht selten
werden Insassen von Psychiatrien und Forensiken vollständig
von der Außenwelt abgeschirmt. Der Kontakt zu Angehörigen und
manchmal sogar zum Rechtsanwalt des Insassen wird unterbunden -
angeblich aus 'therapeutischen Gründen'. Damit ist der Betroffene
dann vollständig auf sich alleine gestellt und auf Gedeih und
Verderb dem Personal der Einrichtung ausgeliefert. Auf diese
Weise entstehen dort praktisch rechtsfreie Räume. Vorwürfe wer-
den laut, Behörden wüßten über diese Zustände Bescheid, würden
diese aber stillschweigend dulden.
Nur selten dringt etwas aus dieser abgeschotteten Welt an die
Öffentlichkeit. Dies wollen jetzt Menschen aus dem Unterstützer-
kreis von Gustl Mollath, allen voran der als Plagiatsjäger bekannte
Martin Heidingsfelder ändern. 'Es tun sich Abgründe auf...' sagt
Heidingsfelder.
Zunächst befaßten sich Heidingsfelder und seine Mitstreiter mit
dem Fall Ilona Haslbauer. Frau Haslbauer berichtete, sie sei auf
der Station F3 des bayerischen Isar-Amper-Klinikum in Tauf-
kirchen 25 Stunden lang fixiert worden, habe sich mehrfach ein-
genäßt und habe während dieser Zeit auch nichts zu Essen be-
kommen. Ihre Hilferufe seien ignoriert worden."216
„2005 berichtet eine Betroffene:
'Fünf Pfleger stürmen in die Zelle, halten mich fest, ziehen mir
die Hosen runter. Der Arzt spritzt mich dann mit drei mltr [Anm.:
milliliter] Haldol oder mehr ab, ich kann das nicht kontrollieren. Ich
versuche mich während der ganzen Prozedur so gut es geht zu weh-
ren. Ohnmächtige Wut, weil es mir nicht gelingt, mich zu verteidi-
gen. Jede Spritze macht den Körper ein Stück mehr kaputt. Ich
kann zusehen, wie mein ehemals gesunder Körper völlig entstellt und

222
kaputt gemacht wird. (...) Es gibt keine Nebenwirkungen. Die Zer-
störung des Körpers ist das eigentliche Ziel.'
Auch die höchste menschliche Autorität weltweit, das UN-Hoch-
kommissariat für Menschenrechte, verkündet: Die Forensik ist
illegal und Strafverfahren mit der Feststellung von 'Schuldunfä-
higkeit' müssen abgeschafft werden. (Bericht des UN-Hochkom-
• • 217
missariats von Januar 2009 an die UN-Generalversammlung)"
Trotz solch ungeheuerlicher Vorfälle in bundesdeutschen Psychia-
trien schämt sich die „Menschenrechtsorganiation" Amnesty Interna-
tional nicht, die Behauptung aufzustellen, in der BRD gebe es keinen
Fall von Folter, wie am 13. Mai 2014 aus den Medien zu erfahren
war: „30 Jahre nach der Verabschiedung der Antifolterkonvention
der Vereinten Nationen hat Amnesty International jetzt die anhalten-
de weltweite Verbreitung von Folter angeprangert. «In erschreckend
vielen Ländern» sei Folter weiterhin «alltäglich», erklärte Selmin
Caliskan, Al-Generalsekretärin in Deutschland, anläßlich der Veröf-
fentlichung eines Berichts. Folter gelte in vielen Staaten als einfach-
ster Weg, um Geständnisse zu erpressen und schnell vermeintliche
Ermittlungserfolge vorzuweisen.
«Schläge, Tritte, Aufhängen an Händen oder Füßen, Elektro-
schocks, Isolation, vorgetäuschte Exekutionen, Schlafentzug, Ver-
gewaltigung, Bedrohung durch Hunde - dieser Albtraum ist Realität
für unzählige Gefangene weltweit», erklärte Caliskan. «Damit dürfen
wir uns nicht abfinden», fügte sie zum Start einer internationalen AI-
Kampagne gegen Folter hinzu. In den vergangenen fünf Jahren habe

AI aus 141 Ländern glaubwürdige Berichte i
über Folter erhalten."218
„Aus Deutschland berichtete AI über keinen [?!?] Fall von
Folter, auch wenn es Berichte über Mißhandlungen durch die Polizei
gebe. Trotzdem müsse Deutschland das Zusatzprotokoll der UN-
Antifolterkonvention konsequent umsetzen. «Bisher ist die Natio-
nale Stelle zur Verhütung von Folter, die Hafteinrichtungen überprü-
fen soll, völlig unterfinanziert, damit macht sich Deutschland als
Verfechter der Menschenrechte international unglaubwürdig», erklär-
te Caliskan."219

223
„Es droht eine Rolle rückwärts in die finstere Frühphase der
Psychiatrie", gab die Tageszeitung , junge Welt" am 8. August 2013
zu bedenken: „Vermehrte Zwangsmedikation, regelmäßige Fixie-
rung von Patienten, steigende Bettenzahlen statt ambulanter Be-
treuung. Schuld daran hat ein neues «Pauschalierendes Entgeltsystem
für Psychiatrie und Psychosomatik» (PEPP), das sich seit Jahresbe-
ginn in einer Testphase befindet. Obwohl alle in Frage kommenden
Fachverbände, einschließlich des Verbandes der Psychiatrie-
Erfahrenen sowie die Deutsche Krankenhausgesellschaft PEPP abge-
lehnt hatten, hat das Bundesgesundheitsministerium das Entgeltsy-
stem einseitig per Verordnung durchgesetzt."220
„Mit dem Vergütungssystem sind mehrere negative Folgen
verbunden. Ärzte und Pflegepersonal «werden zu einer verstärk-
ten Zwangsmedikation angehalten, um die Patienten zu dem Zeit-
punkt symptomfrei zu machen, an dem die Pauschale abgesenkt
wird», sagte Ruth Fricke vom Bundesverband Psychiatrie-
Erfahrener. Es drohe ein Drehtüreffekt. Aus ökonomischen Gründen
zu früh entlassene Patienten müßten sich später wieder erneut in Be-
handlung begeben. Das System schaffe ferner durch die angestrebte
kurze Verweildauer in psychiatrischen Einrichtungen nicht nur
Anreize zur Anwendung von Zwangsmaßnahmen, sondern ho-
noriere selbige auch. «Eine Fixierung von Patienten lohnt sich,
da die als besonders intensive Betreuung verbucht wird», führte
Fricke aus. Auch in anderer Hinsicht könnte PEPP rückwärtsgewand-
te Auswirkungen zeitigen. Ingrid Munk vom Arbeitskreis der Chef-
ärztinnen und Chefärzte der Kliniken für Psychiatrie und Psychothe-
rapie an Allgemeinkrankenhäusern in Deutschland sprach von der
Gefahr, daß das traditionell bettenzentrierte Versorgungssystem ze-
mentiert werde, weil PEPP bei einer Zunahme der Betten die Träger
belohne."221
Hin und wieder dringen sogar aus den Massenmedien Informatio-
nen über die barbarischen Zustände in bundesdeutschen Psychiatrien
an die Öffentlichkeit, so etwa auch durch „NDR Info exklusiv" am
17. März 2013 („Psychiatrie Wunstorf - neue Vorwürfe wegen men-
schenunwürdiger Behandlung"): „Die Mißstände in der Psychia-

224
trie-KIinik in Wunstorf bei Hannover sind möglicherweise grö-
ßer als bislang bekannt. In einem Fall, der dem Radioprogramm
NDR Info vorliegt, wirft der Angehörige eines früheren Patienten der
Klinik vor, seinen Vater menschenunwürdig behandelt zu haben. Der
Mann war im Herbst 2012 in Wunstorf mit der Diagnose Alzheimer
eingeliefert worden. Laut Krankenakte wurde er in einem Bett in
einem Gemeinschaftsraum festgebunden, in dem ständig das Ne-
onlicht brannte. Den Angehörigen zufolge gab es für die Fixierung
keine richterliche Anordnung. Diese wäre allerdings eine rechtliche
Voraussetzung dafür gewesen.
Außerdem seien die Angehörigen nicht informiert worden. Entge-
gen der Vorgaben der niedersächsischen Landesregierung gab es
zudem keine Sitzwache am Bett. 'Da war kein Mensch weit und
breit', berichtet der Sohn des Mannes. 'Mein Vater hat das alles mit-
bekommen. Er war mit riesigen Gurten fixiert.' In der Akte des Pati-
enten ist lediglich von 'Sichtkontakt' die Rede. Der Mann ist Ende
2012 verstorben.
Die Psychiatrie Wunstorf war zuletzt in die Kritik geraten,
nachdem eine Kontrollkommission im Januar eine unwürdige
Unterbringung von Patienten festgestellt hatte. Die Mitglieder der
Kommission hatten ähnliche Bedingungen angeprangert wie die An-
gehörigen des Patienten, über den NDR Info jetzt berichtet. Die Kli-
nikleitung hatte die Vorwürfe der Kommission zurückgewiesen. Ge-
genüber NDR Info wollte ein Kliniksprecher auf den konkreten Fall
nicht eingehen. Es sei aber generell möglich, daß einzelne Patienten
in einem Tagesraum überwacht worden seien.
Experten gehen davon aus, daß viele psychiatrische Kliniken
derzeit überbelegt sind. So sagte Andreas Landmann, Vorsitzender
der niedersächsischen Kontrollkommission, NDR Info: 'Die Zahl der
Patienten nimmt zu, die personelle Ausstattung ist dieser Zunahme
aber nicht gefolgt.' Nach Informationen von NDR Info sind auch die
niedersächsischen Kliniken in Langenhagen, Sehnde und die Psych-
iatrie der Medizinischen Hochschule Hannover häufig überbelegt."222

225
„Psychiatrische Zwangseinweisungen bedeuten unschuldiges
Einkerkern aufgrund von sozialen Barrieren und Behinderun-
gen. Sie stellen daher ein Verbrechen dar [UN Hochkommissariat
für Menschenrechte 2008 und UN-Konvention (seit 2009 in Deutsch-
land gültig): Artikel 14: Das Vorliegen einer Behinderung rechtfer-
tigt in keinem Fall eine Freiheitsentziehung].
Kein Mensch kann in der westlichen Welt so viel Macht ausüben,
wie ein Psychiater. Die Psychiatrie kann jeden [!] völlig unschul-
dig einsperren. Noch nicht einmal eine Ordnungswidrigkeit braucht
vorzuliegen. Es braucht nur ein Arzt oder ein Psychiater behaup-
ten, eine 'Selbst- oder Fremdgefährdung' für die Existenz der
angeblichen 'seelischen Krankheit' zu finden. Das Gehirn wird
seziert und untersucht, um diese sichtbar zu machen.
Dies geschah auch nach dem Tod von Ulrike Meinhof. Die Ange-
hörigen klagten so lange, bis der Schädel schließlich doch den Ange-
hörigen übergeben wurde. Selbstverständlich ohne Gehirn. Auch
'verbraucht' die Psychiatrie massenhaft Tiere für Tierversuche,
um ihre medizinische Wertsetzung für gesellschaftliche Normen
weiter zu verfeinern.
Da sich keine Beweise für Geisteskrankheit finden lassen,
stellt die Psychiatrie immer neue Hypothesen auf, zum Beispiel
die Virus-Hypothese, bei der sie Virus-Partikel im Rückenmark als
Ursache für die angebliche seelische Krankheit sieht [Auch an die-
sem Unsinn hält die Psychiatrie fest (vgl. 'Was ist Schizophrenie?
Ursachen, Verlauf, Behandlung', B. Bondy).]. Psychiater suchen
auch in Haut, Speichel und Schweiß, sie versuchen Vitaminmangel
nachzuweisen und sie starren in Reagenzgläschen mit nach ihrer
Überzeugung 'schizophrenem' Urin. Die Psychiatrie untersucht auch
das Blut, um eine genetische Entartung nachweisen zu können, an-
hand der sie dann Bürger als minderwertig, bzw. psychisch krank
'diagnostizieren', bzw. einer biologisch determinierten Gruppe zutei-
len, einkerkern und gewaltsam vergiften kann....
Durch die Zwangsinjektionen wird eine sehr langsame, umfas-
sende pharmakologische Vernichtung bewirkt."223

226
Zwangspsychiatrisierungen dienen zur
Ausschaltung unliebsamer Bürger
Man sollte es eigentlich nicht für möglich halten, aber in unserem
„freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat" kommt es immer wieder
vor, daß völlig unbescholtene Bürger in die Mühlen einer korrupten
Justiz geraten und sich entweder im Gefängnis oder aber in der Psy-
chiatrie wiederfinden.
So kauft der Hausbesitzer Rainer Hoffmann im Jahr 1996 eine
Solaranlage für Heizenergiekostenersparnis und „wird vom Verkäu-
fer über die Effizienz der Anlage getäuscht. Er verklagt die Solarfir-
ma. Im Rahmen der juristischen Auseinandersetzungen wurden Fak-
ten von der Justiz in Bochum und Hamm unterschlagen. Als der
Mann nicht aufgibt, wurde er im Februar 2005 vom rechtsbeugenden
Richter für zwei Wochen in Ordnungshaft gesteckt und im Novem-
ber 2006 wollte ihn der Recklinghäuser Landrat und ehemalige Bun-
destagsabgeordnete Jochen Welt 'psychiatrisieren' lassen. Am 21.
Oktober 2008 wurde er vom Richter des Landgerichts Bochum
abermals, diesmal für drei Wochen, in Ordnungshaft gesteckt. Im
Februar 2009 versuchten Strafrichter vom Landgericht Bochum
durch eine dritte geplante Psychiatrisierung die Aufdeckung die-
ser von ihm nachweisbaren Richtermachenschaften zu verhin-
dern. Es geht in der Justiz also nicht um Recht, sondern um
Rechtsfrieden, und der wird gelegentlich mit allen Mitteln herge-
stellt. Und wenn ein Richter mit der Aufdeckung [von] Falschurtei-
len bedroht ist, auch schon mal mit der Wegsperrung des Bürgers in
die Psychiatrie. Die Psychiatrisierung scheint zumindest in be-
stimmten Fällen zum regelrechten Machterhalt der Justiz zu
dienen."224
Ein weiterer Mann, dem (nicht nur) von der bundesdeutschen Ju-
stiz ganz übel mitgespielt wurde, ist der Mediziner Ryke Geerd Ha-
mer, der vor vielen Jahren das „Pech" hatte, auf die tatsächliche Ur-
sache von Krebs zu stoßen.

227
Sichten wir einen Brief von ihm vom Februar 1998, in dem es um
seine seinerzeitige „geplante Zwangspsychiatrisierung" ging:

„Dr. med. Ryke Geerd Hamer


JVA Gefängnis Klingelpütz
Haus 7 - Zelle 225

An das
Landgericht Köln
4. kleine Strafkammer
- 154- 128/97

Betrifft: förmliche Beschwerde gegen den Beschluß des Landge-


richts Köln vom 9.2.98
In dem Strafverfahren - 154 - 128/97 - lege ich gegen den Beschluß
des LG vom 9.2.98 förmliche Beschwerde ein

Begründung:

Der Beschluß des LG 'Zur Klärung der Voraussetzungen einer Un-


terbringung gemäß §81 StPO...'
empfinde ich in meinem Fall als menschenunwürdige Psycho-Folter.
Es ist innerhalb der letzten 4 Monate das 4. Mal (Söntge-
rath/Quittmann, Jankowski, Beyer und Hahn), daß von der Kölner
Justiz erneut eine 'Unterbringung', nach Anregung von Frau Jan-
kowski möglichst auf Lebenszeit, geradezu mit inbrünstiger Beharr-
lichkeit zur Zwangspsychiatrisierung durch meine wissenschaftlichen
Gegner gefordert, verfügt, angeregt oder favorisiert wird.
Ich stelle fest, daß Herr Richter Hahn nicht das Recht hat, ca. 30
eindeutige, von insgesamt hunderten Ärzten, einschl. höchstrangigen
Professoren und Amtsärzten unterschriebene Prüfungsprotokolle zu
ignorieren, die feststellen, daß die Neue Medizin richtig ist. Ich sehe
keine Veranlassung, Prüfungsprotokolle über öffentlich abgehaltene
Überprüfungen dadurch relativieren zu lassen, daß mich ein wissen-

228
schaftl. Gegner (Schulmedizin-Psychiater), wie Frau Jankowski das
so schön demonstriert hat, für wissenschaftlich 'verrückt' und damit
für falsch erklären darf.
Ich sehe auch keine Veranlassung, über 'Schuld-Fähigkeit' zu disku-
tieren, wo ich keine 'Schuld' habe. Nur ein Idiot diskutiert über die
Fähigkeit zu einer imaginären, irrealen Schuld. Ich würde ja dem
Gericht geradezu die Möglichkeit bieten, eine nicht vorhandene
Schuld durch Diskussion über 'Schuld-Fähigkeit' zu präjudizieren.
Für einen seriösen Wissenschaftler, für den ich mich nach 30 seriö-
sen Prüfungsprotokollen ja wohl mit Recht halten darf, ist es das Al-
lerschlimmste, was man ihm antun kann, wenn man — anstatt mei-
netwegen sogar nochmals eine weitere öffentliche naturwissenschaft-
liche Überprüfung durchzuführen - ihn per teut in einer Psychiatri-
schen Anstalt 'unterbringen' möchte.
Ich fühle mich wie unter mittelalterlicher Inquisitionsfolter, im 20.
Jahrhundert zu vergleichen mit dem Volksgerichtshof des Herrn
Freisler - genau so fühle ich mich vor der Kölner Justiz!
Ich kann nicht verstehen, wie ein Herr Dr. Luhn so etwas mitmacht.
Es widerspricht jeglichem Ehrgefühl, einen wissenschaftlichen Geg-
ner auf diese miese Tour niedermachen zu wollen. Sich für so etwas
herzugeben, disqualifiziert jeden redlichen Wissenschaftler.
Ich stelle fest, daß ich mich grundsätzlich nicht von einem wissen-
schaftl. Gegner zwangspsychiatrisieren lasse und schon gar nicht mit
ihm 'die Voraussetzungen einer Unterbringung' kläre. Ich verweige-
re jegliche Mitwirkung unter diesen Bedingungen.
Wenn das Gericht unbedingt auf einer Psychiatrisierung besteht -
sofern mir die Kammer klarmachen kann, was überhaupt der Grund
dafür sein soll - dann gibt es genügend Ärzte der Neuen Medizin,
auch Psychiater, die ein entsprechendes Gutachten fertigen können.
Ich darf bei dieser Gelegenheit auf das Urteil des Herrn Professor Dr.
Dr. Bresser hinweisen: 'Für eine krankhafte seelische Störung sind
keinerlei Anhaltspunkte ersichtlich'.

229
Schon damals, 1993, hatte der vors. Richter der 5. gr. Strafkammer,
Schlüter, Herrn Prof. Bresser, wie dieser selbst im Gerichtssaal of-
fenbarte, vorab gebeten, mich doch, bitte bitte, für verrückt zu erklä-
ren, was aber der Prof. Bresser - eine rühmliche Ausnahme! - unter
Hinweis auf die logisch-kohärente Verständlichkeit der Neuen Me-
dizin kategorisch ablehnte. Darauf zischte Schlüter nur: 'Dann eben
nicht! '
Wie sich die Vorgänge immer wiederholen ... Psycho-Folter pur! !
Im Übrigen habe ich meine Anwälte beauftragt, eine förmliche Be-
schwerde ebenfalls gegen obigen Beschluß - formgerecht - einzule-
gen.
Ich schreibe diesen Brief nur, damit keine Fristen versäumt werden.
Ich beantrage, den Termin abzusetzen.
Ich hatte Herrn Dr. Schäfer, kommiss. Vorsitzender der 4. kl. Straf-
kammer um einen persönlichen Anhörungstermin gebeten, um mit
ihm über eine redliche öffentliche Überprüfung der Neuen Medizin
zu sprechen. Ich hatte nicht darum gebeten, über meine 'Unterbrin-
gung' in einer psychiatrischen Anstalt zu sprechen. Die 'Umwid-
mung' meines ehrlichen Anliegens quasi genau ins Gegenteil emp-
finde ich als mittelalterlichen Inquisitionsprozeß, wo auch stets der
'verstockte Ketzer' mit allen erdenklichen Foltermethoden der Inqui-
sition zum 'Abschwören' gebracht werden sollte!
Seither scheint sich im Prinzip nichts geändert zu haben ...
Dr. med. Ryke Geerd Hamer"225

Kommen wir auf das Beispiel der vier Steuerfahnder vom Frank-
furter Finanzamt V zu sprechen, die vor einigen Jahren unter dubio-
sen Umständen allesamt zwangspensioniert wurden, unter ihnen Ru-
dolf Schmenger, zu dem es in einer Fernsehreportage vor einigen
Jahren hieß: „Er ist einer, der aufsteht, wenn andere sich nicht mehr
trauen. Dafür hat er bitter bezahlt - beruflich, finanziell und ge-
sundheitlich. Und trotzdem: Einer, der sich nicht brechen läßt. Wer
ist dieser Mann?

230
Sein Name: Rudolf Schmenger. Alter: 48. Beruf: ehemaliger hes-
sischer Steuerfahnder und das mit herausragenden Erfolgen. Trotz-
dem: Seit fast drei Jahren zwangspensioniert, kalt gestellt durch ein
psychiatrisches Gutachten, angeordnet von der hessischen Verwal-
tung. Jetzt redet er erstmals vor einer Kamera.
O-Ton, Rudolf Schmenger, ehem. Steuerfahnder Frank-
furt/Main:
«Mit dieser Begutachtung war ich beruflich vernichtet. Ich konnte
meinen Beruf, den ich seit drei Jahrzehnten ausgeführt habe, eigent-
lich gar nicht mehr wahrnehmen.»
Frankfurt, Mitte der neunziger Jahre. Die Großbanken helfen ih-
ren vermögenden Kunden, deren Kapital in Steueroasen wie Schweiz
und Liechtenstein zu schleusen. So wird der Fiskus um die kurz zu-
vor eingeführte Zinsabschlagssteuer geprellt.
Bei dem illegalen Geschäft mit dabei - die Großen: Dresdner
Bank, Deutsche Bank und Commerzbank. Die wird 1996 als eine der
ersten durchsucht. Von Rudolf Schmenger und seinen Kollegen von
der gefürchteten Steuerfahndung, dem Frankfurter Finanzamt V.
O-Ton, Rudolf Schmenger, ehem. Steuerfahnder Frankfurt/
Main:
«Das war aber ein Novum, daß die Vorstandsetagen von einer Bank
durchsucht wurden. Nachdem ich das Steuerstrafverfahren gegen
einen Bankmanager bekannt gab, teilte dieser Beschuldigte mir mit,
daß er noch am gleichen Abend den Bundeskanzler bei einem
Abendessen treffen wird. Ich habe ihm dann erwidert, daß er dem
Kanzler schöne Grüße von der Steuerfahndung Frankfurt ausrichten
soll.»
Nach Recherchen von REPORT MAINZ hat sich der damalige
Commerzbank-Chef Kohlhausen bei der Bundesregierung tatsächlich
über die Durchsuchung beschwert: Die Bank werde so in ungerecht-
fertigter Weise kriminalisiert.
Fakt aber ist: Die Commerzbank muß erhebliche Steuern nachzah-
len und erhält einen Strafbefehl über 30 Millionen Euro.

231
Beachtliche Bilanz der Frankfurter Steuerfahnder um das Jahr
2000: 60 000 Steuerverfahren sind eingeleitet. Und allein der hessi-
sche Fiskus kassiert 250 Millionen Euro aus Steuernachzahlungen.
Trotz der Erfolge der Frankfurter Steuerfahnder bekommen sie nach
dem Regierungswechsel in Hessen zur CDU die ersten massiven
Probleme.
2001 dann eine vertrauliche Verfügung. Die Fahnder dürfen nur
noch Steuerflüchtlinge ab 500 000 DM aufwärts verfolgen. Kritik
daran unerwünscht.
O-Ton, Rudolf Schmenger, ehem. Steuerfahnder Frankfurt/
Main:
«Das führte dazu, daß jeder, der auf diese Mißstände, also die Abän-
derung dieses Ermittlungsprocedere, hinwies, unmittelbar danach
sanktioniert wurde, abgestraft wurde, versetzt wurde, diffamiert wur-
de. In meiner Sache hat man dann in der Folge ein Disziplinarverfah-
ren konstruiert.»
Er klagt dagegen und gewinnt. Bei Gericht allerdings erfährt er,
daß die Finanzverwaltung unerlaubt über ihn eine zweite, geheime
Personalakte geführt hat, ihn zum Rädelsführer stempelt.
O-Ton, Rudolf Schmenger, ehem. Steuerfahnder Frankfurt/
Main:
«Wenn man den Schmenger abstraft, dann werden auch die Letzten
vielleicht erkennen, daß man sich vielleicht besser anpaßt.»
Der Druck belastet Rudolf Schmenger schwer. Er wird körperlich
krank, von Amtswegen aber zum Psychiater geschickt. Die Rech-
nung geht auf.
Der Gutachter stellt eine angeblich paranoid-, also wahnhafte,
querulatorische Entwicklung fest. Die sei chronisch. Deshalb ist
Rudolf Schmenger dienst- und auch teildienstunfähig. Ein Leben
lang."226
Schmenger wird zum 1. Januar 2007 zwangspensioniert. „Doch er
will arbeiten - jetzt als Steuerberater. Deshalb ist ein neues Gutach-
ten nötig. Eine international anerkannte Kapazität stellt diesmal fest:
232
Rudolf Schmenger ist psychisch kerngesund und kann uneinge-
schränkt den Beruf eines Steuerberaters ausüben.
Genauso wie Rudolf Schmenger ist es drei weiteren Steuerfahn-
dern vom Frankfurter Finanzamt V ergangen. Sie alle wurden
zwangspensioniert, immer vom selben Psychiater begutachtet. Wa-
ren es etwa Gefälligkeitsgutachten für die Finanzbehörde, um
unliebsame Beamte zu entsorgen? Der Verdacht jedenfalls drängt
sich auf."227
Wie eine regionale Wochenzeitung Anfang Januar 2013 berichte-
te, hoffen die vier Steuerfahnder jetzt endlich auf eine Rehabilitie-
rung. „Nach Recherchen der Zeitschrift 'Capital' bescheinigt ihnen
nämlich ein aktuelles Gutachten der 'forensischen Psychiatrie' an der
Universität München, daß das vorherige Gutachten des Landes Hes-
sen, welches den vier Steuerfahndern 'paranoid querulatorische Stö-
rungen' attestiert hatte, überhaupt nicht nachvollziehbar sei. In einem
neuen Prozeß vor dem Frankfurter Landgericht rechnen deshalb die
ehemaligen Finanzbeamten damit, daß neben ihrer persönlichen Re-
putation auch ihr früheres Gehalt und ihre Pensionsansprüche 'wie-
der ins Lot gebracht werden', wie es Wehner [Anm: der 40jährige
Marco Wehner „ist einer der vier hessischen Steuerfahnder, die vom
Land aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens für dienstunfähig
228
erklärt und vorzeitig in den Ruhestand versetzt wurden." ] aus-
drückt - ein finanzieller Schadenersatz, der sich in Millionenhöhe
bewegen dürfte, aber nur eine 'sekundäre Rolle' spielt. 'In erster Li-
nie geht es uns um die Wiederherstellung unseres ramponierten Ru-
fes', sagt Wehner."229 <
„Marco Wehners Fazit der Affäre fällt bitter aus: 'Wir haben un-
seren Job leidenschaftlich, korrekt und erfolgreich gemacht und uns
in keiner Weise etwas vorzuwerfen. Dabei ging es nicht um einfache
Sachverhalte, und auch die Amtsleitung hat sich nicht immer schüt-
zend vor uns gestellt. Keiner der vorzeitig in den Ruhestand gedräng-
ten Beamten ist geisteskrank und dienstunfähig, wie das aktuelle
Gutachten aus München bestätigt. Aufgrund der Nachbegutachtung
fordern wir eine Entschädigung. Und was noch wichtiger wäre - eine
Entschuldigung der Landesregierung, die aus freien Stücken, ehrlich

233
und nicht unter öffentlichem Druck erfolgen sollte. So jedenfalls
kann man nicht mit Menschen umgehen. Zumal wir in der Öffent-
lichkeit und durch das Gegengutachten eindeutig rehabilitiert worden
sind.'
Der Prozeß vor dem Frankfurter Landgericht soll nach 'Capital'-
Informationen 2013 beginnen. Ein (noch traurigeres) Schicksal,
wie in dem bayerischen 'Steuerfahnder-Skandal Gustl Mollath',
der 'einfach weggesperrt' wurde, ist Marco Wehner und seinen
Kollegen gottlob erspart geblieben."230
„Unbequeme Zeitgenossen und Querdenker leben gefährlich
in Deutschland. Wer nicht aufpaßt, landet als vermeintlich
Wahnsinniger in der Psychiatrie oder als angeblicher Straftäter
im Knast. Der Fall Gustl Mollath, der seit sieben Jahren in der Psy-
chiatrie sitzt [Anm.: Anfang August 2013 wurde er schließlich aus
der Psychiatrie entlassen!], sorgt derzeit landauf, landab für Diskus-
sionen. Doch es gibt noch weitere Beispiele für offensichtliche
Willkür" , deckte auch Michael Brückner in seinem am 30. No-
vember 2012 auf „Kopp Online" veröffentlichten Artikel (Herv. hin-
zugefügt) auf, in dem er darlegte, „wie Unbequeme «entsorgt» wer-
den".
Brückner kommt unter anderem auf den hessischen Landwirt-
schaftsmeister Gottfried Glöckner zu sprechen. „Er war einer der
ersten, die in Zusammenarbeit mit dem Chemiekonzern Syngenta
gentechnisch veränderten Mais anbauten und verfütterten. Doch
schon bald bereiteten ihm seine Rinder große Sorgen. Viele bekamen
Durchfall, einige starben, es kam zu Totgeburten und Mißbildungen
bei Kälbchen. Glöckner ließ Futterproben bei Syngenta untersuchen,
doch von dort kam Entwarnung. Es sei alles in Ordnung, hieß es.
Gottfried Glöckner stellte eigene Untersuchungen an und fand her-
aus, daß der mit dem Bazillus thuringensis infizierte Mais die natür-
lichen Bakterien in den Kuhmägen abtötete. Folge: Die Tiere konn-
ten nicht mehr verdauen, bekamen Durchfall und starben.
Der Landwirtschaftsmeister berichtete im In- und Ausland über
seine Erkenntnisse, informierte Politiker und Verbände. Es dauerte

234
nicht lange, bis man ihn zum Schweigen bringen wollte. Zunächst
habe der Chemiekonzern Syngenta ihm Schadenersatz angeboten in
Form von Geld und Immobilien, berichtete Glöckner schon vor län-
gerer Zeit auf einer Veranstaltung im Chiemgau. Er habe jedoch die-
sem Versuch, ihn mundtot zu machen, widerstanden.
Nun plötzlich geschahen seltsame Dinge. Seine Frau, mit der
Glöckner in Scheidung lebte, wechselte ihren Anwalt und beschul-
digte aus heiterem Himmel ihren Ex-Mann der «Vergewaltigung in
der Ehe», was diesem zwei Jahre Haft einbrachte. Der Gefängnisdi-
rektor habe ihm verraten, daß in seinen Akten der Eintrag
«Gentechnologiegegner» zu finden sei, berichtete Glöckner. Als er
wegen guter Führung vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wurde,
war sein Hof bereits versteigert.
Wer nicht pariert, geht in den Knast oder in die Psychiatrie.
Alles nur reine Zufälle? Was von dem Begriff des Zufalls zu halten
ist, wissen wir spätestens seit Voltaire. Zufall war für ihn «ein Wort
ohne Sinn, nichts kann ohne Ursache existieren»."232
Richten wir unser Augenmerk auf Horst Mahler. Sein Beispiel
zeigt, daß mittlerweile sogar Personen, die sich lediglich eines „Mei-
nungsverbrechens" schuldig gemacht haben, für „geisteskrank" er-
klärt werden könnten:
„ ... wie einst die Kommissare der Sowjetunion, so will auch
die durch Kommissare geführte BRD mißliebige Dissidenten in
die Irrenanstalt einsperren"233, stand in diesem Zusammenhang am
28. Mai 2014 über die Zustände in „unserem" eigenen Land im
Weltnetz zu lesen, wobei diesbezüglich auf den wegen „Meinungsde-
likten" eingesperrten Horst Mahler Bezug genommen wurde.
Peter Mahler, der Bruder des Inhaftierten, nahm hierzu wie folgt
Stellung: „Die Potsdamer Strafkammer will Horst Mahler wegen
seiner Buchveröffentlichung 'Das Ende der Wanderschaft - Gedan-
ken über Gilad Atzmon und die Judenheit' nun in die Irrenanstalt
bringen. Mit Schreiben vom 10.04.2014 teilt der Vorsitzende Rich-
ter am Landgericht, Steiner, dem Verteidiger mit, daß 'erwogen wer-
de ein medizinisches Sachverständigengutachten zu den Vorausset-

235
zungen der §§ 20, 21 StGB (Schuldunfähigkeit wegen Geisteskrank-
heit) einzuholen'." 234
Diesbezüglich drängt sich ein Zitat von Rabbi Leon Spitz auf, das
am 1. März 1946 im „American Hebrew" veröffentlicht wurde: „ ...
wir müssen unsere [!] psychiatrischen Anstalten mit antisemiti-
schen Verrückten und unsere [!] Gefängnisse mit antisemitischen
Verbrechern füllen. Wir müssen Antisemiten verfolgen und bis an
die Grenzen der Gesetze und darüber hinaus vernichten. Wir müssen
unsere Antisemiten erniedrigen und quälen bis sie zu unseren Weg-
gefährten werden ..." 35
„Die gewollte und bewußte Zerstörung von Persönlichkeiten, und
deren Isolation aus ihrem sozialen Umfeld mit Hilfe psychologischer
und psychiatrischer Kenntnisse, war Praxis der Stasi in der DDR
[Anm.: Kein Wunder also, daß die Bundesrepublik Deutschland von
einigen Leuten bereits als BRDDR bezeichnet wird!]. Das Ziel war
das systematische 'Zersetzen' Andersdenkender. Es handelt sich um
einen schwerwiegenden Mißbrauch psychologischer Methoden. Die
Einweisung von Dissidenten in psychiatrische Kliniken ist nur
eine Methode Psychiatrie und Psychologie im Sinne einer Dikta-
tur zu mißbrauchen. Diese Methode löste damals unter Chruscht-
schow in der Sowjetunion die Schauprozesse Stalins ab. Zersetzen,
im Sinne eines hochsystematischen Mobbings durch eine all-
mächtige Institution, gehört zu den unmenschlichsten Arten der
Folter einer terroristischen Diktatur."236
„Das Thema Psychiatrie ist kein Ruhmesblatt in der Geschichte
der Arbeiterbewegung. Kaum waren die Kommunisten an die
Macht gelangt, schafften sie die Psychiatrie nicht etwa, als Relikt der
bürgerlichen Medizin, entschlossen ab, sondern sie errichteten ein
psychiatrisches Regime, das an Widerwärtigkeit kaum zu über-
bieten war"237, kritisierte der Diplom-Psychologe Dr. Hans Ulrich
Gresch am 1. Mai 2014 im Internet scharf.
„Zwar ist die Psychiatrie eindeutig ein Instrument des staatlichen
Repressionsapparates, zwar werden Arbeiter überzufällig häufig Op-

236
fer psychiatrischer Zwangsmaßnahmen, aber es regt sich kaum Wi-
derstand im linken Lager."238
„Seitdem die Mehrheit der Linken den anarchistischen Einfluß auf
ihre Politik weitgehend eliminiert hat, seitdem der 'linke Radikalis-
mus' als Kinderkrankheit des Kommunismus gebrandmarkt wurde,
hat der Gedanke der Freiheit kaum noch Fußhalt in der Arbeiterbe-
wegung. Dies betrifft nicht nur den Kommunismus in seiner stalini-
stischen Variante, sondern auch den Sozialismus und den Sozialde-
mokratismus.
Zwar hieß es noch im 'Kommunistischen Manifest': 'An die Stel-
le der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klas-
sengegensätzen tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung
eines jeden die freie Entwicklung aller ist.' Doch dieses edle Ziel ist
in den Köpfen der staatssozialistischen Mehrheit noch nicht einmal
mehr als Vision lebendig. Und deswegen fehlt auch das Bewußtsein
dafür, daß man Menschen nicht ohne rechtfertigenden Grund ein-
sperren und zwangsbehandeln darf.
Heute, am internationalen Kampftag der Arbeiterklasse, wird man
keine Transparente finden, auf denen die Abschaffung der Zwangs-
psychiatrie gefordert wird. Mindestens 200 000 Zwangsunterbrin-
gungen so genannter psychisch Kranker, allein in Deutschland,
sind aber kein gering zu schätzendes Problem, vor dem man,
ohne Brett vorm Kopf, die Augen verschließen könnte."239
Hören wir einige Stimmen zu der geplanten Zwangspsychiatrisie-
rung von Horst Mahler:
„Die aktuelle Entwicklung zur Psychiatrisierung von Dissiden-
ten ist eingebettet zu sehen in eine Reihe von Vorgängen:
1. In einem politischen Prozeß gegen Mahler beantragte bereits in
einem ersten Versuch Staatsanwalt Krüger am 26.5.2004 (!), den
Rechtsanwalt und Hegel-Philosophen für geisteskrank zu erklären.
2. Bereits 1997 hatte die Richterin Maietti am Amtsgericht Berlin-
Tiergarten versucht, den Herausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift
für Kultur, Geschichte und Politik Sleipnir Andreas Röhler in eine

237
psychiatrische Klinik einweisen zu lassen. Dieser Versuch scheiterte
am Sachverständigen Prof. Platz.
3. Im Mai 2013 kam der überarbeitete DSM-5 Katalog für psychi-
sche Störungen ('Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disor-
ders') heraus. Das DSM dient als Leitfaden für die Diagnostik, wer
und was gesund bzw. psychisch krank ist. Als neue Diagnose ist auf-
genommen:
'Aufsässigkeits-Trotz-Störung gegenüber Autoritäten'!
Das ist ein hervorragendes Modell der Ausgrenzung. Also, alle
Deine Einschätzungen, die von den täglich uns eingehämmerten
Mainstream-Glaubenssätzen zu Vergangenheit, Gegenwart und Zu-
kunft abweichen, werden damit als psychische Störung klassifiziert.
Und sind somit behandlungsbedürftig.
Allen Frances ist einer der Mitautoren dieses Katalogs für
psychische Störungen (DSM), der in der westlichen Welt als Stan-
dard zur Bestimmung von psychischen Störungen gilt. Frances ge-
hört zu den Erfindern von psychischen Krankheiten, an denen heute
fast 80 Prozent der amerikanischen Bevölkerung 'leidet'.
In seinem Buch 'Normal' berichtet der Professor für Psychiatrie,
wie seine Arbeit aus gesunden Menschen psychische Kranke
macht. Der ehemalige Miterfinder der neuen psychischen Krankhei-
ten rechnet mit seiner Zunft ab und prangert sie an, Seelenzu-
stände als Krankheiten zu definieren. So würde mittlerweile
'Schüchternheit' als 'soziale Phobie' betrachtet. Einer Studie zufolge
erfüllen schon mehr als 80 % der jungen Erwachsenen die Kriterien
für eine psychische Störung.
Selbsternannte Tugendwächter bzw. Gesinnungs-Diktatoren zum
Beispiel aus Medien, Politik, Jusitz spielen bereits heute die Rolle
von Torwächtern zu unserer Wahrnehmung, um als Schäferhunde
aufsässige Schafe immer wieder zur Herde zu treiben.
Die juristische Absicherung und psychiatrische Fundierung ist
nur die logische Schlußfolgerung - für die Sklaven im Protekto-
rat BRD und EUdSSR."240

238
„Die Methode, sich politischer Dissidenten zu entledigen, vor
allem wenn es sich um intelligente Menschen handelt, die belegen
können, wovon sie sprechen, greift zunehmend um sich und es
fehlt nicht an korrupten 'Sachverständigen', die dazu ihre Dienste
anbieten!"241
„Die willfährigen Psychologen im Dienste der Justiz haben jedes
Jahr ein größeres Ausredenportfolio, um unliebsame Mitmenschen
'abzuschießen'.
Es gibt eine sehr seltene psychische Erkrankung, die nur Steuer-
fahnder ereilt, die gegen die Commerzbank ermitteln. Zufalle gibt's
«242

„Immer wieder geht es doch nur um das Eine: Freie Mei-


nungsäußerung. Nicht um Gewalt an wem auch immer zu rechtfer-
tigen, kein Banküberfall, keine Betrügereien.
Nein, es geht einzig und allein um Worte, egal, ob ausgesprochen
oder schriftlich geäußert."243
„Mollath macht Schule. Das es DIE nicht im geringsten interes-
siert, wie darüber geurteilt wird, ist unverkennbar. Hauptsache der
Wissende ist weggesperrt und isoliert! Wer 95jährige Urgroßväter
anklagt und einsperrt, weil sie vor 80 Jahren ein Kl von außen gese-
hen haben, der frißt auch kleine Kinder."244
„Die psychiatrische Begutachtung ist eine logische Folge, wenn
man sich die bisherigen Verfahren anschaut. Kein Gericht (auch hier
nicht) will sich irgendwann den Vorwurf anhören, einen kritischen
uneinsichtigen Geist für Jahrzehnte nur deswegen wegzusperren,
weil er eine andere, dem Konsens widersprechende Meinung vertritt.
Man möchte keinen Märtyrer schaffen.
Mit einer psychiatrischen Begutachtung macht man aus einem
'politischen Gefangenen' einen gefährlichen Irren, welchen man bis
an sein Lebensende problemlos wegsperren kann."245
„ ... das BRD-Regime will hier eindeutig einen seiner Gegner
schlicht und einfach loswerden!

239
Sie konnten ihn nicht im Knast bändigen; nun versuchen sie es per
'Seelenklemptner'! ... Wir sind weiß Gott keine Fans von Herrn
Mahler, aber das ist doch mal wieder typisch BRD!!!!
Die haben solche Angst, daß sie einen uralten Mann einsperren,
nur weil er ihr Weltbild in Frage stellt!
Ekelhaft!
Erinnert wirklich an die UdSSR."246
Horst Arnold, Holger Zierd, Rainer Hoffmann, Gustl Mollath,
Matthias Frey oder Gottfried Glöckner sind jedenfalls nur die Spitze
des Eisberges von Personen, die im „freiheitlich-demokratischen
Rechtsstaat" Bundesrepublik Deutschland unter fadenscheinigen
Gründen im Gefängnis oder aber in der Psychiatrie lande(te)n!
„report MÜNCHEN berichtete zum Thema 'Wegsperren in die
Psychiatrie - Die Zwangseinweisung alter Menschen' am 21. Mai
2007: 'In Deutschland stehen schon über eine Million Menschen
unter Betreuung. Auch die Zwangseinweisungen in die Psychia-
trien haben sich mit dem Betreuungsrecht in den letzten 10 Jah-
ren verdoppelt. Oft werden Menschen willkürlich [!] eingewiesen
und weggesperrt, report MÜNCHEN zeigt dramatische Fälle von
Zwangseinweisungen und Entmündigung.'
Familienrechtlich kalt gestellte Väter, die sich nicht mit ihrer
'Entsorgung' abfinden wollen und sich nicht über den Verlust ihrer
Kinder 'hinwegtherapieren' lassen wollen, müssen irgendwann mit
Zwangspsychiatrisierung rechnen, wenn sie nicht nachgeben. Denn
sonst kann es geschehen, daß die Staatsanwaltschaft behauptet, daß
ein 'renitenter' Vater einen Amoklauf plane oder damit gedroht habe.
Und so wurde ein 41 Jahre alter ehemaliger Polizeibeamter aus
Stuttgart für insgesamt neun Monate in Untersuchungshaft gesteckt
und in einem Nervenkrankenhaus untergebracht."247
Was es bedeutet, in der Psychiatrie zu landen, bringt eine Mel-
dung der Internetseite „igelin-blog.de" vom 28. Mai 2012 auf den
Punkt:

240
„Kabale und Psychiatrie :
gegen Folter und Mißhandlung
- durch erfundene stigmatisierende psychiatrische Diagnosen
- durch Isolierung und Fesselung
- durch Betreuung und Bevormundung
- durch Zwangsbehandlung
- durch Zwangsmedikatierung mit gehirn- und gesundheitszerstören-
de[n] chemische[n] Gifte[n] und Psychodrogen
- durch tägliche Schikanen und Provokationen
- durch Verletzung und Verweigerung eines Intimbereiches und pri-
vaten Besitz
- durch Erniedrigung und Demütigung einer bis ins letzte reichenden
bewußten Abhängigkeits-Macht-Gefüge in Forensik und Psychiatrie
- durch erzeugte Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung einer nicht
funktionierenden Justiz bzw. einer psychiatrie-gefügigen und abhän-
gigen Justiz
- durch Verweigerung jeglicher menschlicher Würde und staatsbür-
gerlichen Rechte
- durch Mißachtung jeglicher Gesetze

In Deutschland gibt es auch keine Todesstrafe - nur Leichen


in 6stelligen Größenordnungen in den Psychiatrien und durch
Psychopharmaka-Behandlungen.
In Deutschland gibt es auch keine Hinrichtungen - nur in Psychia-
trien Notfall-Behandlungen, wo die Opfer aus Versehen sterben und
die Täter überhaupt nichts dazu können, wenn sie ihren Opfern die
Schulterknochen zersplittern und sie vergiften.
In Deutschland gibt es auch keine politischen Gefangenen, nur
psychiatrische Opfer, psychiatrisch wissenschaftlich Gefolterte
und Labor-Versuchs-Menschen in den psychiatrischen Kliniken,
weil immer noch nicht klar ist, warum die Opfer an ihren hohen Me-
dikamenten-Dosierungen und Drogen-Mix sterben.
Bei diesen Tests kommt den Forschern kein Tierschutzverband in
die Quere und es spart Sozialleistungen und Rentenauszahlungen für
diese Labor-Versuchs-Menschen, weil nicht viele überleben und so-

241
wieso noch eine Masse unnützes Humankapital nicht normiert ist -
also die perfekte Gehirnkontrolle dringend erforscht und bei allen
potentiellen Terroristen eingeführt werden muß ... was mit Chip im
Körper bereits getestet wird."248
Wir sehen also, in was für einem Land wir mittlerweile Leben, ei-
nem Land, das der ehemaligen Sowjetunion, der DDR und sogar dem
kommunistischen China sehr ähnelt, wobei man sich zu fragen be-
ginnt, ob es da noch ein „Zufall" ist, daß sowohl Bundeskanzlerin
Angela Merkel als auch Bundespräsident Joachim Gauck aus der
Deutschen Demokratischen (!) Republik stammen! (Warum sprechen
sich diese Herrschaften nicht gegen die „Strukturen der Staatskrimi-
nalität"249 aus, die „den Rechtsstaat zerstört"250 und schon zahlreiche
Personen unseres Landes massiv geschädigt bzw. sogar getötet ha-
ben?!?)
Bezeichnenderweise fordert die EU „bereits seit Jahren von
Deutschland eine unabhängige Institution, so wie in anderen EU-
Ländern üblich, die die Arbeiten von Justiz und Polizei überwacht,
Mißstände aufdeckt und für Betroffene als Beschwerdestelle dient.
Deutschland ist dieser Forderung bisher nicht nachgekommen."251
Aus gutem Grund, denn wie Enthüllungsautoren aufgedeckt ha-
ben, nutzen mafiose Logen-Netzwerke (nicht nur) in unserem Lande
gerne „das Tool der Zwangs-Psychiatrisierung, um unliebsame Geg-
ner und Aufdecker auszuschalten... Weil psychiatrische Gutachten
bisher kaum anfechtbar sind!"252
Langjährige Erfahrung im Kampf gegen falsche Gutachten hat
auch der Kunst- und Teppichexperte Eberhart Herrmann. „Herrmann
wurde vor 18 Jahren von einem der bekanntesten Psychiater
Deutschlands für geisteskrank erklärt. Unter merkwürdigen Umstän-
den.
O-Ton Eberhart Herrmann, Kunsthändler: Der Professor hatte
sich in meine Galerie geschlichen und hat mich aus acht bis zehn
Metern - hinter einer Ausstellungswand versteckt — beobachtet,
und wollte aus meinen Forschungen, die er für verstiegen hielt und
später noch ein paar weiteren Fakten, daß ich meinetwegen einen

242
sehr teueren Teppich gekauft hätte, eine schwere endogene Psy-
chose konstruieren.
Nur durch Flucht in die Schweiz kann er seiner Einlieferung in die
Psychiatrie entkommen. Er gibt Gegengutachten in Auftrag, er wehrt
sich juristisch - 15 Jahre lang durch alle Instanzen. Am Ende muß
der Gutachter Schadenersatz an Herrmann zahlen.
O-Ton Eberhart Herrmann, Kunsthändler: Letztlich mußte ich 16
Gutachten erstellen, um gegen ein zweiseitiges Papier eines
Münchner Psychiatrie-Professors anzukommen. Aber ich hab's
gewonnen.
„Niemand hat die völlige Inhaltsleere des psychiatrischen Jargons
besser demonstriert als Gert Postel. Gert Postel wurde, obwohl nur
ausgebildet zum Postboten, zum Chefarzt einer sächsischen Psy-
chiatrie befördert. Durch seine verdeckten Ermittlungen kennt er
den Machtapparat der Zwangspsychiatrie von innen. So kann er
von der Innenseite einer Macht berichten, die nur auf der Mystifi-
kation eines nicht-vorhandenen Wissens und der Gläubigkeit ihrer
Untertanen beruht."254

243
Verwendete Publikationen
Klima der Angst - Ein Blick in die Psychiatrie. Der Schein trügt,
Citizens Commission on Human Rights, 2012 CCHR
Seiffert, Bernd: Die Verbrechen der Psychiatrie. Eine
Zusammenfassung von Bernd Seiffert, Februar 2010

Verwendete Zeitungen und Zeitschriften


Abendzeitung, Bild, Bild am Sonntag, Bunte, COMPACT, Creation ex
nihilo, Der Spiegel, die tageszeitung, Free American Newsmagazine, Ful-
daer Zeitung, Hamburger Abendblatt, junge Welt, Kurier der Christlichen
Mitte, MK, Nation & Europa, TV Movie, Politische Hintergrundinforma-
tionen - Auslandsdienst, Politische Hintergrundinformationen - Deutsch-
landdienst.

Quellenhinweise
1
Die Katastrophe in Libyen - World Socialist Web Site, 30. Juli 2014,
https://www.wsws.org/de/articles/2014/07/30/pers-j30.html
2
Gewaltige Widersprüche im «wissenschaftlichen» Denken entlarvt: Die
Evolutionstheorie kann den Ursprung des Lebens nicht erklären - Kopp Online,
Mike Adams, 29.10.13, http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/spiritualitaet-
und-weisheitslehren/mike-adams/gewaltige-widersprueche-im-
wissenschaftlichen-denken-entlarvt-die-evolutionstheorie-kann-den-ursp.html;
Herv. hinzugefügt
3
Sensationeller Fund in China: Fast vollständig erhaltene Dinosaurierskelette mit
Weichteilgewebe, Haut und Federn, Kopp Online, Michael Snyder, 9.3.14,
http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/verbotene-archaeologie/michael-
snyder/sensationeller-fund-in-china-fast-vollstaendig-erhaltene-
dinosaurierskelette-mit-weichteilgewebe-h.html
4
ebd.
5
ebd.
6
ebd.
7
ebd. Herv. hinzugefugt
8
Wissenschaftler von Universität gefeuert, nachdem er Dinosaurierknochen
entdeckt, die vermutlich nur 4000 Jahre alt sind - Kopp Online, Jonathan
Benson, 10.8.14, http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbiIder/verbotene-
archaeologie/jonathan-benson/wissenschaftler-von-der-universitaet-gefeuert-
nachdem-er-dinosaurierknochen-entdeckt-die-vermutlic.html; Herv. hinzugefügt

244
9
Paul Gosselin, Myths of Origin and the Theory of Evolution, http://www.jesus-is-
savior.com/Evolution%20Hoax/myths_of_origin.htm; Herv. hinzugefugt
10
Bernd Seiffert: Sein Trauerblog: Die Verbrechen der Psychiatrie,
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/die-verbrechen-der-
psychiatrie.html; Herv. hinzugefugt
11
Bernd Seiffert: Sein Trauerblog,
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de
12
Bernd Seiffert: Psyiatriekritiker - Psychiatriebilder, http://bernd-seiffert-
bekannter-kritiker.b!ogspot.de/#!/p/psychiatriebilder-von-bernd-seiffert.html
13
Bernd Seiffert: Sein Trauerblog: Eine besondere Persönlichkeit,
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/eine-besondere-
personlichkeit.html
14
ebd.
15
ebd.
16
ebd.
17
zit. nach http://www.denkschatz.de/zitate/Marcus-Tullius-Cicero/Aus-Habsucht-
entstehen-alle-Verbrechen-und-%C3%9Cbeltaten
18
zit. nach http://gutezitate.eom/zitat/l 14321
19
zit. nach Zitate - Literaturzitate - Allgemein, http://www.zitate-
online.de/literaturzitate/allgemein/16949/das-boese-triumphiert-allein-dadurch-
dass.html
20
zit. nach Böses, http://www.zitatus.com/html/boses.html
21
zit. nach ebd.
22
zit. nach http://gutezitate.eom/zitat/l 14321
23
zit. nach Cleverinfo - Zitate, http://www.cleverinfo.de/zitate.php
24
zit. nach zitate.net — Böse, http://zitate.net/b%c3%b6se.html
25
zit. nach Das Böse - Zitate, Sprüche und Aphorismen 1 - 30,
http://www.gutzitiert.de/zitate_sprueche-das_boese.html
26
zit. nach Böses, http://www.zitatus.com/html/boses.html
27
zit. Nach Quote of the Day - Spirituality,
http://www.mostholyfamilymonastery.com, 6. November 2014
28
zit. nach http://www.herzmariens.de/Zuschriften/2601-2700/2675.htm
29
zit. nach http://www.aphorismen.de/zitat/179735
30
zit. nach http://www.herzmariens.de/Zuschriften/2601-2700/2675.htm
31
zit. nach Edmund Burke Sprüche und Weisheiten, http://www.nur-
zitate.com/autor/Edmund_Burke
32
zit. nach Cleverinfo - Zitate, http://www.cleverinfo.de/zitate.php
33
zit. nach http://gutezitate.eom/zitat/l 14321
34
zit. nach Cleverinfo - Zitate, http://www.cleverinfo.de/zitate.php
35
zit. nach http://gutezitate.eom/zitat/l 14321
36
zit. nach http://www.aphorismen.de/zitat/7917 •
37
zit. nach Cleverinfo - Zitate, http://www.cleverinfo.de/zitate.php

245
38 •

zit. nach ebd.


19
zit. nach http://www.herzmariens.de/Zuschriften/2601-2700/2675.htm
40
Mobbing macht krank - AHG Allgemeine Hospitalgesellschaft,
http://www.ahg.de/AHG/Indikationen/Psychosomatik/Mobbing
41
Bernd Seiffert: Sein Trauerblog: Kritik an Psychopharmaka,
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/kritik-psychopharmaka.html;
Herv. hinzugefugt
42
ARD-Text, 4.9.14, S. 514
43
ebd. 9.9.14, S. 146
44
Job: Immer mehr Frührentner wegen psychischer Erkrankungen - Karriere -
Sueddeutsche.de, 28. Januar 2014, http://www.sueddeutsche.de/karriere/stress-
im-job-immer-mehr-fruehrentner-wegen-psychischer-erkrankungen-1.1873887;
Herv. hinzugefugt
45
ebd.
46
junge Welt, 4./5.10.14; Herv. hinzugefugt
47
ebd. Herv. hinzugefugt
48
ebd. Herv. hinzugefugt
49
ZDFtext, 2.10.14, S. 125; Herv. hinzugefügt
50
ARD-Text, 27.1.15, S. 140
51
Zwangsgedanke - Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsgedanke;
Herv. hinzugefügt
52
Angststörung - Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Angstst%C3%B6rung;
Herv. im Orig.
53
PSYCHO-MEDIKAMENTE: Die Unglückspillen - News - FOCUS Online -
Nachrichten, Kurt-Martin Mayer, 18. Februar 2008,
http://www.focus.de/gesundheit/news/psycho-medikamente-die-
unglueckspillen_aid_261754.html
54
Nebenwirkung Tod: Scheinwissenschaftlichkeit, Korruption, Bestechung,
Manipulation und Schwindel in der Pharma-Welt,
http://www.amazon.de/Nebenwirkung-Tod-Scheinwissenschaftlichkeit-
Manipulation-Pharma-
Welt/dp/3934246044/ref=sr_l_l?ie=UTF8&qid=l354493541 &sr=8-l; Herv.
hinzugefugt
55
ebd.
56
ebd.
57
Antidepressiva: Gefährliche Helfer ZEIT ONLINE, http://www.zeit.de/zeit-
wissen/2008/02/Titel-Nebenwirkungen-Antidepressiva; Herv. hinzugefugt
58
ebd. Herv. hinzugefügt
59
» Anti-Depressants Killing Sex Drive, Triggering Suicide Alex Jones' Infowars,
RT, 15. Juli 2012, http://www.infowars.com/anti-depressants-killing-sex-drive-
triggering-suicide

246
60
US-Armee: Mit Antidepressiva in den Krieg - SPIEGEL ONLINE, 08.06.2008,
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-armee-mit-antidepressiva-in-den-krieg-
a-558381.html; Herv. hinzugefugt
61
Studenten in Panik: Feind in meinem K o p f - SPIEGEL ONLINE, 18.07.2008,
Studenten in Panik - Feind in meinem Kopf, von Markus Wanzeck,
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/studenten-in-panik-feind-in-meinem-
kopf-a-566561-2.html; Herv. hinzugefugt
62
Eli Lilly gibt zu: Ärzten wurden über 200 Millionen Dollar Schmiergelder
gezahlt, Willow Tohi, 19.8.12, KOPP ONLINE, http://info.kopp-
verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/willow-tohi/eli-lilly-gibt-zu-
aerzten-wurden-ueber-2-millionen-dollar-schmiergelder-gezahlt.html
63
ebd.
64
Pharma - Skandal bei Eli Lilly ? - 17.12.06 - Forum - ARIVA.DE, Problem
Zyprexa, Vorwürfe gegen Eli Lilly, Sonntag, 17. Dezember 2006,
http://www.ariva.de/forum/Pharma-Skandal-bei-Eli-Lilly-277760
65
Warum wurde das Medikament Zyprexa vom Markt gezogen? - Yahoo! Clever,
http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=200702210003 50AAMf5hG
66
ebd.
67
WAZ, Selbstmord durch Antidepressiva, 14.08.2009,
http://www.derwesten.de/gesundheit/selbstmord-durch-antidepressiva-
verursacht-id91284.html; Herv. hinzugefugt
68
Fahrtauglichkeit und Psychopharmaka,
http://web4health.info/de/answers/bipolar-car-medication.htm; Herv.
hinzugefugt
69
MK Sonntag, 9. Dezember 2012
70
Abschied von Nationaltorwart Robert Enke: Volkskrankheit Depression,
Wolfram Goerth, 13.11.2009, http://www.rp-
online.de/sport/fussball/nationalelf/volkskrankheit-depression-1.478575; Herv.
hinzugefugt
71
Robert Enke - Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Enke
72
Selbstmord eines Regisseurs: Tony Scott nahm Antidepressiva - n-tv.de,
Dienstag, 23. Oktober 2012, http://www.n-tv.de/panorama/Tony-Scott-nahm-
Antidepressiva-article7543306.html; Herv. hinzugefugt
73
Kritische Meinungen von Experten — Kabale und Psychiatrie, 2011-01-08,
http://igelin.blog.de/2011/01/08/kritische-meinungen-experten-10330067
74
zit. nach ebd.
75
zit. nach ebd.
76
Antidepressiva unter Kritik — Telepolis, Stefanie Schneider, 11.01.2005,
http://www.heise.de/tp/artikel/19/19193/Lhtml; Herv. hinzugefugt
77
ebd. Herv. hinzugefügt
78
ebd. Herv. hinzugefügt
79
ebd. Herv. hinzugefügt

247
80
Unheimliche Parallelen: Amoklauf Aurora und Amoklauf Winnenden « Guido
Grandt,21. Juli 2012,
http://guidograndt.wordpress.com/2012/07/21 /unheimliche-paralellen-amoklauf-
aurora-und-amoklauf-winnenden
81
KVPM Kommission fur Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte,
PETITION: Besserer Verbraucherschutz vor gefahrlichen Psychopharmaka,
http://www.kvpm.de/verbraucherschutz-psychopharmaka.html; Herv.
hinzugefugt
82
Zwangsstörung - Wikipedia,
http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsst%C3%B6rung
83
Bernd Seiffert: Sein Trauerblog: Die Verbrechen der Psychiatrie,
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/die-verbrechen-der-
psychiatrie.html; Herv. hinzugefugt
84
Bernd Seiffert: Sein Trauerblog: Die Verbrechen der Psychiatrie,
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/die-verbrechen-der-
psychiatrie.html; Herv. hinzugefügt
85
Ist Homosexualität eine psychische Krankheit?, Meinungsverbrechen.de,
Winston Smith, 11.5.14, http://www.meinungsverbrechen.de/ist-
homosexualitaet-eine-psychische-krankheit; Herv. hinzugefugt
86
ebd.
87
Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es garnicht! Meinungsverbrechen.de,
Winston Smith, 4.8.12, http://www.meinungsverbrechen.de/gestandnis-auf-dem-
sterbebett-adhs-gibt-es-garnicht; Herv. hinzugefugt
88
Der Spiegel, 26.5.14, Jörg Blech, S. 103; Herv. hinzugefügt
89
Bernd Seiffert: Sein Trauerblog: Die Verbrechen der Psychiatrie,
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/die-verbrechen-der-
psychiatrie.html; Herv. hinzugefugt
1,0
Ein Psychiater warnt vor seinem Fachgebiet, Meinungsverbrechen.de, Winston
Smith, 21.5.14, http://www.meinungsverbrechen.de/ein-psychiater-warnt-vor-
seinem-fachgebiet; Herv. im Orig.
91
Psychiatry goes insane: Every human emotion now classified as a mental
disorder in new psychiatrie manual DSM-5, Mike Adams, 13. Dezember 2012,
http://www.naturalnews.com/038322_DSM-5_psychiatry_false_diagnosis.html;
Herv. im Orig.
92
ebd. Herv. im Orig.
93
ebd.
94
NIMH dreht der Psychiatrie den Geldhahn zu, Meinungsverbrechen.de, Winston
Smith, 15. März 2014, http://www.meinungsverbrechen.de/nimh-dreht-der-
psychiatrie-den-geldhahn-zu; Herv. hinzugefügt
9
' DSM-V: Alle sind bekloppt - Aus dem Leben eines Freilänzers, 14. Dezember
2012, brudertaktiker, http://brudertaktiker.com/2012/12/14/alle-sind-bekloppt;
Herv. hinzugefugt

248
96
Antidepressiva unter Kritik - Telepolis, Stefanie Schneider, 11.01.2005,
http://www.heise.de/tp/artikel/19/19193/!.html
97
Rosenhan-Experiment - Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Rosenhan-
Experiment
98
ebd. Herv. hinzugefugt
99
DER SPIEGEL 12/1980 - Psycho-Drogen: Ins Nichts gerissen, 17.3.80,
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14319191.html; Herv. hinzugefügt
100
Gibt es Medikamente für die Seele ? - Kabale und Psychiatrie, Igelin, 20.1.11
http://igelin.blog.de/2011/01 /20/gibt-medikamente-seele-10402912
,0
' ebd.
102
ebd.
103
ebd.
104
ebd. Herv. hinzugefügt
105
ebd.
106
ebd. Herv. hinzugefügt
107
zit. nach Operation Vampire Killer 2000, S. 25
108
Sigmund Freud (1856-1939); zit. nach http://www.sachsen-
info.de/stab/t3/st_3_12.html
109
zit. nach http://www.urzeitundendzeit.de/Genl.htm
110
zit. nach Werner Gitt, Wozu gibt es Sterne; hier zit. nach http://www.ge-
li.de/argument2.htm; Herv. hinzugefügt
111
Arthur Eddington, Astrophysiker, Heeren, F., 1995, Show Me God, Wheeling,
IL, Searchlight Publications, S. 233; zit. nach Bryan Bissell, Quotes for Creation,
http://english.sdaglobal.org/research/qotcratn.htm
112
zit. nach Simon Entlebucher, Im Fegefeuer,
http .//www.aaronedition.ch/142219/index.html
113
zit. nach Bryan Bissell, Quotes for Creation,
http://english.sdaglobal.org/research/qotcratn.htm
114
in: John F. Ashton (Hrsg.), Die Akte Genesis, S. 127
115
zit. nach Jonathan D. Sarfati in: John F. Ashton, Die Akte Genesis, S. 63;
Herv. hinzugefugt
' 16 zit. nach Gott würfelt nicht — Über den erbitterten Kampf zwischen
Wissenschaft und Ideologie, Dokumentation von Fritz Poppenberg; Herv.
hinzugefugt
117
zit. nach Bryan Bissell, Quotes for Creation,
http://english.sdaglobal.org/research/qotcratn.htm; Herv. hinzugefügt
' 18 War Jesus verrückt? - Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten
e.V., Don Havis, San Mateo, Kalifornien. Erschienen in „Secular Nation" April-
Juni 2001, https://www.ibka.org/artikel/ag03/jesus.html; Herv. hinzugefügt
119
ebd.
120
ebd. Herv. hinzugefügt

249
121
Psychiatry calls Jesus a paranoid schizophrenic!,
http://www.bible.ca/psychiatry/psychiatry-atheistic-anti-christian-jesus-mental-
patient-paranoid-schizophrenic.htm; Herv. hinzugefügt
122
DER SPIEGEL 42/2000 - HUNGRIGE HEILIGE, Susanne Beyer, 16.10.2000,
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-17596455.html
123
ebd. Herv. hinzugefugt
124
Fuldaer Zeitung, 9.9.14; Herv. hinzugefugt
125
Tunica molesta - Wikipedia, the free encyclopedia,
http ://en .wikipedia. org/wiki/Tunica_molesta
126
Psychiatry calls Jesus a paranoid schizophrenic!,
http://www.bible.ca/psychiatry/psychiatry-atheistic-anti-christian-jesus-mental-
patient-paranoid-schizophrenic.htm; Herv. im Orig.
127
Das Lexikon zur Neuen Weltordnung: Geisteskrankheiten, Mike Adams, 23.
August 2010, http://anti-mobbing-blog.blogspot.de/2010/08/psychiatrie-wie-
man-menschen.html; Herv. hinzugefugt
128
ebd. Herv. hinzugefugt
129
ebd.
130
ebd.
131
Bild am Sonntag, 14. September 2014, S. 38, Susanne Schaeffer; Herv.
hinzugefugt
132
ebd.
133
ebd. Herv. im Orig.
134
TIP der Woche, Kaufland Prospekt, 22. September 2014
135
psychiatrischer Faschismus - Kabale und Psychiatrie, Igelin, 13.4.2011,
Notizen über den PSYCHIATRISCHEN FASCHISMUS, Don Weitz, Toronto,
Ontario, Übers.: Heinz Kaiser, Adresse des englischen Originaltexts:
http://www.antipsychiatry.org/weitz2.htm; zit. nach
http://igelin.blog.de/2011/04/13/psychiatrischer-faschismus-l 1000060; Herv.
hinzugefügt
136
ebd. Herv. hinzugefugt
137
ebd. Herv. hinzugefugt
138
ebd. Herv. hinzugefügt
139
DER SPIEGEL 12/1980 - Psycho-Drogen: Ins Nichts gerissen, 17.3.80,
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14319191 .html; Herv. hinzugefügt
140
ebd. Herv. hinzugefügt
141
ebd. Herv. hinzugefügt
142
ebd.
143
Wie die Psychiatrie Geisteskranke erzeugt,
http://www.wahrheitssuche.org/psychatrie.html; Herv. hinzugefügt
144
Bernd Seiffert: Sein Trauerblog: Die Verbrechen der Psychiatrie,
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/die-verbrechen-der-
psychiatrie.html; Herv. hinzugefügt

250
145
ebd. Herv. hinzugefugt
146
Wirkliche Krankheiten gegenüber psychischen „Störungen",
http://de.cchr.org/quick-facts/real-disease-vs-mental-disorder.html
147
zit. nach ebd. Herv. hinzugefügt
148
zit. nach ebd. Herv. hinzugefügt
149
zit. nach ebd.
' 5 0 zit. nach ebd.
151
zit. nach ebd.
152
Dr. Joanna Moncrieff: Der Mythos der Psychopharmaka-Behandlung, Winston
Smith, 6.7.14, http://www.meinungsverbrechen.de/dr-joanna-moncrieff-der-
mythos-der-psychopharmaka-behandlung
153
Bernd Seiffert: Sein Trauerblog: Die Verbrechen der Psychiatrie,
http://psychiatriekritikerberndseiffert.bIogspot.de/p/die-verbrechen-der-
psychiatrie.html; Herv. hinzugefügt
' 5 4 Bernd Seiffert: Sein Trauerblog: Die Verbrechen der Psychiatrie,
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/die-verbrechen-der-
psychiatrie.html; Herv. hinzugefugt
155
ebd. Herv. hinzugefügt
156
Fuldaer Zeitung, 28.11.14; Herv. hinzugefügt
157
ebd. 3.9.14; Herv. hinzugefügt
158
Klinik-Keime: 40 000 Patienten sterben an multiresistenten Erregern,
(netzfrauen, 20. November 2014, http://netzfrauen.Org/2014/l 1/20/klinik-keime-
40000-patienten-sterben-multiresistenten-erregern
159
COMPACT, Ausgabe 12/2014, S. 55; Herv. hinzugefügt
160
Bernd Seiffert: Sein Trauerblog: Die Verbrechen der Psychiatrie,
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/die-verbrechen-der-
psychiatrie.html; Herv. hinzugefugt
161
Kabale und Psychiatrie - Mein Sohn Holger Zierd aus Bad Salzungen wurde in
der Forensik Muehlhausen, http://kabale.se/seitel.html; Herv. hinzugefügt
162
Nachrichten aus der Psychiatrie, http://www.sgipt.org/medppp/NadP.htm; Herv.
hinzugefugt
163
Kabale und Psychiatrie - Mein Sohn Holger Zierd aus Bad Salzungen wurde in
der Forensik Muehlhausen, http://kabale.se/seitel.html; Herv. hinzugefügt
164
mdr dabei ab zwei vom 17.3.2011 - Kabale und Psychiatrie, 18.3.11,
http://igelin.blog.de/2011/03/18/mdr-dabei-ab-zwei-17-3-10849315; Herv.
hinzugefügt
165
Rundbrief Nr. 4 des BPE; Dokumentation BPE Jahrestagung in Kassel „Rechte
haben! Rechte durchsetzen!"; zit. nach Bernd Seiffert: Sein Trauerblog:
Todesfalle in der Psychiatrie,
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/tod-in-der-psychiatrie.html

251
"'6 Zwangsmedikation bis in den Tod, Meinungsverbrechen.de, Winston Smith,
3.3.11, http://www.meinungsverbrechen.de/zwangsmedikation-bis-in-den-tod;
Herv. hinzugefugt
167
Pharmaka - Medikamente/Impfungen#2_EU-Heilmittel-Verbot#2_EU-
Heilmittel, http://kath-zdw.ch/maria/schattenmacht/pharmaka.arzneimittel.html;
Herv. hinzugefügt
lh8
Frankfurter Rundschau, 21.2.01; zit. nach ebd.
169
Der Fall Gustl Mollath - Unschuldig in der Psychiatrie, Der Honigmann sagt...,
28. Mai 2012, http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2012/05/28/der-fall-
gustl-mollath-unschuldig-in-der-psychiatrie
1711
ebd. Herv. hinzugefügt
171
ebd. Herv. hinzugefugt
172
ZDF, Frontal21,4. Dezember 2012, 21.00-21.45 Uhr, Beitrag: Für verrückt
erklärt - Abgeschoben in die Psychiatrie, Markus Böhle, Herbert Klar, Andreas
Linke und Alexander Poel, Manuskript; Herv. hinzugefügt
173
ebd. Herv. im Orig.
174
Fall Mollath: Offener Brief des Richter i.R. Heindl an Beate M e r k -
Politaia.org, 13. Dezember 2012, http://www.politaia.org/politik/fall-mollath-
offener-brief-des-richter-i-r-heindl-an-beate-merk; Herv. hinzugefügt
175
zit. nach ebd.
176
zit. nach ebd.
177
Gustl Mollath - Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Gustl_Mollath
178
ebd.
179
Zwangspsychiatrisierung - WikiMANNia,
http://wikimannia.org/Zwangspsychiatrisierung; Herv. hinzugefügt
180
Horst Arnold - WikiMANNia, http://wikimannia.org/Horst_Arnold
181
ebd.
182
Horst Arnold - ein bitterer Nachruf, Gastbeitrag des VAFK, Autor: Dietmar
Nikolai Webel, http://manndat.de/gewalt-gegen-maenner/6322.html; Herv.
hinzugefügt
183
Horst Arnold - WikiMANNia, http://wikimannia.org/Horst_Arnold; Herv.
hinzugefügt
184
ebd. Herv. hinzugefügt
185
Ralf Witte - WikiMANNia, http://wikimannia.org/Ralf_Witte; Herv.
hinzugefügt
186
ARD-Text, 14.1.13, S. 147; Herv. hinzugefügt
187
Harry Wörz - Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Harry_W%C3%B6rz
188
ebd.
189
ebd.
I9()
Harry Wörz, http://www.harrywoerz.de
191
Alexander Zouras - NürnbergWiki - Ein Wiki rund um Nürnberg,
http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Alexander_Zouras

252
192
ebd. Herv. hinzugefugt
193
ebd. Herv. hinzugefügt
194
ebd.
195
ebd. Herv. hinzugefügt
196
ebd. Herv. hinzugefügt
197
ebd. Herv. hinzugefügt
198
ebd. Herv. hinzugefügt
199
ebd. Herv. hinzugefugt
200
ebd. Herv. hinzugefügt
201
ebd. Herv. hinzugefügt
202
ebd. Herv. hinzugefügt
203
Waldemar Vogel - NürnbergWiki - Ein Wiki rund um Nürnberg,
http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Waldemar_Vogel; Herv. hinzugefügt
204
ebd. Herv. hinzugefugt
205
ebd. Herv. hinzugefügt
206
ebd. Herv. hinzugefugt
207
Nordbayerischer Kurier - Mittwoch, 9. November 2011 ; zit. nach
Behoerdenstress-News: 16 Selbsttötungen im Bezirkskrankenhaus Bayreuth?, 4.
August 2014, http://behoerdenstressnews.blogspot.de/2014/08/16-
selbsttotungen-im-bezirkskrankenhaus.html?spref=tw; Herv. hinzugefugt
208
ARD-Text, 23.1.13, S. 144
209
Enkelin getötet: Großmutter zu fast fünf Jahren Haft verurteilt - SPIEGEL
ONLINE, 25.1.13, http://www.spiegel.de/panorama/justiz/enkelin-getoetet-
grossmutter-zu-fast-fuenf-j ahren-haft-verurteilt-a-879667 .html
210
Brisant, ARD, Freitag, 7. Dezember 2012, 17.15-18.00 Uhr
21
' Maßregeln in der Psychiatrie: Der Fall von Ilona Haslbauer - SPIEGEL
ONLINE, 26.8.13, http://www.spiegel.de/panorama/justiz/massregeln-in-der-
psychiatrie-der-fall-von-ilona-haslbauer-a-917730.html; Herv. hinzugefugt
2,2
ebd.
213
ebd. Herv. hinzugefugt
214
ebd. Herv. hinzugefügt
215
ebd. Herv. hinzugefugt
216
» Ilona Haslbauer Meinungsverbrechen.de,
http://www.meinungsverbrechen.de/tag/ilona-haslbauer; Herv. hinzugefugt
217
Bernd Seiffert: Sein Trauerblog: Die Verbrechen der Psychiatrie,
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/die-verbrechen-der-
psychiatrie.html
218
Amnesty International: Folter Bericht von Amnesty: Auch in Deutschland wird
misshandelt - Augsburger Allgemeine, 13. Mai 2014, http://www.augsburger-
allgemeine.de/politik/Folter-Bericht-von-Amnesty-Auch-in-Deutschland-wird-
misshandelt-id29827226.html
219
ebd. Herv. hinzugefügt

253
220
08.08.2013: Zwangsmaßnahmen lohnen sich (Tageszeitung junge Welt),
https://www.jungewelt.de/loginFailed.php7refW2013/08-08/045.php; Herv.
hinzugefügt
221
ebd. Herv. hinzugefügt
222
NDR Info exklusiv: Psychiatrie Wunstorf - neue Vorwürfe wegen
menschenunwürdiger Behandlung, 17.3.13, http://www.boerse-
go.de/nachricht/NDR-Info-exklusiv-Psychiatrie-Wunstorf-neue-Vorwuerfe-
wegen-menschenunwuerdiger-Behandlung,a3051282.html; Herv. hinzugefügt
223
Bernd Seiffert: Sein Trauerblog: Die Verbrechen der Psychiatrie,
http://psychiatriekritikerberndseiffert.blogspot.de/p/die-verbrechen-der-
psychiatrie.html; Herv. hinzugefügt
224
Zwangspsychiatrisierung - WikiMANNia,
http://wikimannia.org/Zwangspsychiatrisierung; Herv. hinzugefügt
225
Dr. Hamer an LG Köln - geplante Zwangspsychiatrisierung, 12.02.1998,
http://www.germanische-heilkunde.at/index.php/beitrag-anzeigen/items/dr-
hamer-an-lg-koeln-geplante-zwangspsychiatrisierung.html; Herv. im Orig.
226
Ausgebremste Steuerfahnder - REPORT MAINZ, SWR.de, Wie aus
engagierten Beamten psychisch Kranke wurden, aus der Sendung vom Montag,
20.7.2009, Das Erste, http://www.swr.de/report/-
^ /id=233454/nid=233454/did=4965148/8nywjl; Herv. hinzugefügt
227
ebd. Herv. hinzugefügt
228
Fulda aktuell, regionale Wochenzeitung aus Fulda, 5./6. Januar 2013
229
ebd.
230
ebd. Herv. hinzugefügt
23
' Knast oder Klapse: Wie Unbequeme «entsorgt» werden, Michael Brückner,
30.11.12, http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-
brueckner/knast-oder-klapse-wie-unbequeme-entsorgt-werden.html
232
ebd. Herv. hinzugefügt
233
Horst Mahler soll für Geisteskrank erklärt werden - Der Honigmann sagt..., 28.
Mai 2014, http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2014/05/28/horst-mahler-
soll-fur-geisteskrank-erklart-werden
234
ebd. Herv. hinzugefügt
235
Rabbi Leon Spitz, American Hebrew, 1. März 1946; zit. nach German Cross»
Blog Archive » Rassismus der Juden, http://germancross.com/rassismus-der-
juden; Herv. hinzugefügt
236
Zwangspsychiatrisierung - WikiMANNia,
http://wikimannia.org/Zwangspsychiatrisierung; Herv. hinzugefügt
217
Psychiatrie und Klassenkampf - Pflasterritzenflora, Hans Ulrich Gresch, 1. Mai
2014, http://pflasterritzenflora.ppsk.de/psychiatrie-und-klassenkampf; Herv.
hinzugefügt
238
ebd.
239
ebd. Herv. hinzugefugt

254
240
wolfgangrgrunwald; zit. nach Horst Mahler soll fur Geisteskrank erklärt werden
- Der Honigmann sagt..., 28. Mai 2014,
http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2014/05/28/horst-mahler-soll-fur-
geisteskrank-erklart-werden; Herv. hinzugefügt
241
Onkel Jupp; zit. nach ebd. Herv. hinzugefugt
242
LinQ; zit. nach ebd.
243
Balmung; zit. nach ebd. Herv. hinzugefugt
244
Kleiner Grauer; zit. nach ebd.
245
Flo; zit. nach ebd.
246
Tom Orden; zit. nach ebd. Herv. hinzugefügt
247
Zwangspsychiatrisierung - WikiMANNia,
http://wikimannia.org/Zwangspsychiatrisierung; Herv. hinzugefügt
248
igelin-blog.de; zit. nach Der Fall Gustl Mollath - Unschuldig in der Psychiatrie,
Der Honigmann sagt..., 28. Mai 2012,
http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2012/05/28/der-fall-gustl-mollath-
unschuldig-in-der-psychiatrie; Herv. hinzugefügt
249
Fall Mollath: Offener Brief des Richter i.R. Heindl an Beate Merk -
Politaia.org, 13. Dezember 2012, http://www.politaia.org/politik/fall-mollath-
offener-brief-des-richter-i-r-heindl-an-beate-merk
250
ebd.
251
Petition: Rücktritt von Merk und Aufnahme einer Untersuchung im Fall
Mollath, Yilmaz Bingöl, 27. Dezember 2012, http://www.politaia.org/sonstige-
nachrichten/petition-rucktritt-von-merk-und-aufnahme-einer-untersuchung-im-
fall-mollath
252
FuzzyLogic, 28. Dezember 2012; zit. nach ebd.
253
ZDF, Frontal21, 4. Dezember 2012, 21.00-21.45 Uhr, Beitrag: Für verrückt
erklärt - Abgeschoben in die Psychiatrie, Markus Böhle, Herbert Klar, Andreas
Linke und Alexander Poel, Manuskript; Herv. hinzugefügt
254
FuzzyLogic, 28. Dezember 2012; zit. nach Petition: Rücktritt von Merk und
Aufnahme einer Untersuchung im Fall Mollath, Yilmaz Bingöl, 27. Dezember
2012, http://www.politaia.org/sonstige-nachrichten/petition-rucktritt-von-merk-
und-aufnahme-einer-untersuchung-im-fall-mollath; Herv. hinzugefügt.

255
Inhaltsverzeichnis von Band I Teil 2

Warnung vor psychiatrischen Gutachten!


Der § 63 StGB („schuldunfahig" oder „vermindert schuldfähig")
gehört schnellstens abgeschafft!
Psychiatrien im Dienste des Machterhalts der politischen Kaste
Bei der Psychiatrie handelt es sich um eine „tödliche Scharlatanerie"
Die barbarische Elektrokrampftherapie
„Rechtsstaat BRD" oder kriminelle Bananenrepublik?
Der „Sachsen-Sumpf als weiteres Paradebeispiel für
Verkommenheit und Korruption in der BRD
Ein Pädophilen-Netzwerk in Großbritannien -
Kommen einflußreiche Kinderschänder ungeschoren davon?
Gibt es überhaupt noch Gerechtigkeit?
Das Psychiatriewesen ist nichts weiter als ein Glaubenssystem
Wichtige Kontaktadressen und interessante Seiten im Weltnetz
Verwendete Zeitungen und Zeitschriften
Quellenhinweise

256
Im Verlag Anton A. Schmid
Credo: Pro Fide Catholica, Pf. 22, D - 87467 Durach
Tel./Fax 0831/218 95, Internet: verlag-anton-schmid.de
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zur Reduzierung der Weltbevölkerung 287 S.,32 S.farb. 22,90 €
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Neuen Weltordnung 300 Seiten, bebildert 22,90 €
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Segen oder Fluch der Massenmedien? 275 S, bebildert 19,90 €
Der private Schußwaffenbesitz - letztes Bollwerk gegen
die Tyrannei 183 Seiten reich bebildert 14,90 €