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Extraübung I

Donnerstag, 14. November 2019

E1a) Bezeichnen Sie ein Atom des Reinelements mit 141 Nucleonen im Kern mit
einem vollständigen Elementsymbol.
(Unter der URL http://www.chemie-
master.de/FrameHandler.php?loc=http://www.chemie-
1s master.de/pse/pse.php?modul=tab15 oder bei der
2s 2p
Internetsuche nach dem Begriff „Atommassen der
Elemente“ finden Sie eine Tabelle, in der für die
3s 3p 3d Atommassen der Reinelemente sechs
4s 4p 4d 4f Nachkommastellen, für andere Elemente weniger
Nachkommastellen angegeben werden).
5s 5p 5d 5f 5g Notieren Sie in der Reihenfolge der Besetzung mit

6s 6p 6d 6f Elektronen alle Elektronenschalen und Unterschalen mit


den gebräuchlichen Symbolen.
7s 7p (Beispiel Natrium: 1s2 2s22p63s1)
Erläutern Sie die Bedeutung der Buchstaben und Zahlen dieser Schreibweise.
Geben Sie an, wie viele ungepaarte Elektronen ein Atom des gesuchten
Reinelements enthält.

Gefunden: Praseodym Ordnungszahl 59 Atommasse 140,907652

1s2, 2s2, 2p6, 3s2, 3p6, 4s2, 3d10, 4p6, 5s2, 4d10, 5p6, 6s2,4f3
141
Elementsymbol: 59Pr
E1b) In der Übung am 14. 11. wurden die beiden Molekülorbitale des H 2 –
Moleküls betrachtet. Hier wollen wir im Vorgriff auf die Vorlesung Atomorbitale
und deren Überlappung am Beispiel des O2 – Moleküls betrachten. Der untere
Teil des folgenden Energiediagramms der verschiedenen Atom- und
Molekülorbitale gleicht genau dem, was in der Übung über das H2 – Molekül
gesagt und angeschrieben wurde. Lassen Sie sich bitte nicht von den griechi-
schen Buchstaben irritieren: Die Buchstaben ,  und manchmal noch  werden
für Molekülorbitale benutzt, um diese von den Atomorbitalen zu unterscheiden,
die mit den Buchstaben s, p, d und manchmal f bezeichnet werden.

Die Überlappung von p-Orbita-


len hängt von der Ausrichtung
ab: Erstrecken sich die p-
Orbitale der beiden Bindungs-
partner entlang der Kern-Kern-
Verbindungslinie, ist die Über-
lappung stärker (p und p*).
Bitte merken: Der griechische
Buchstabe  kennzeichnet
Molekülorbitale, die keine
Knotenebene in Bindungs-
richtung aufweisen.
-Molekülorbitale haben eine
Knotenebene in Bindungs-
richtung. Stehen die beiden parallel nebeneinander, ist die Überlappung
schwächer (p und p*). Bei stärkerer Überlappung (-Wechselwirkung) ist der
Energieunterschied zwischen bindender Überlappung (p, denn es handelt sich
um ein Molekülorbital mit -Symmetrie, das aus p-Atomorbitalen entstanden
ist) und antibindender Überlappung (p*, „*“ steht für antibindenden
Charakter) größer, bei schwächerer Überlappung (-Wechselwirkung, die p-
Atomorbitale stehen parallel nebeneinander) ist der Energieunterschied
zwischen dem bindenden (p) und dem antibindenden (p*) Molekülorbital
kleiner.
Die Abbildung zeigt in der linken und in der rechten Spalte die gleiche Situation,
nämlich die vier Atomorbitale eines Sauerstoffatoms und ist deshalb mit „O“
beschriftet. Die waagerechten Linien stellen in diesen Spalten jeweils ein
Atomorbital dar, die Höhe steht für das Energieniveau der Elektronen in diesem
Orbital. Die senkrechten Pfeile auf diesen waagerechten Linien stehen für die
Elektronen in den betreffenden Orbitalen. Dabei zeigt die Pfeilrichtung an, ob
sich der Elektronspin „up“ oder „down“ eingestellt hat. Die mittlere Spalte ist mit
„O2“ beschriftet und zeigt waagerechte Linien für die Molekülorbitale des O2-
Moleküls. Ganz rechts sind für alle Molekülorbitale (die aus der Überlappung von
Atomorbitalen hervorgehen) die Art (bindend oder antibindend) der
verschiedenen Atomorbitale (s- oder p-Orbitale) und bei den p-Orbitalen auch
deren Orientierung entlang der drei Achsen eines Koordinatensystems
verdeutlicht. Oberster Grundsatz: Aus zwei Atomorbitalen werden auch zwei
Molekülorbitale gebildet. Schraffiert oder nicht schraffiert steht dabei für das
Vorzeichen der Wellenfunktion: Wellenberg (positives Vorzeichen) oder
Wellental (negatives Vorzeichen). Bei der Überlappung kommt es nicht darauf
an, ob Wellenberg mit Wellenberg oder Wellental mit Wellental überlappt.
Entscheidend ist vielmehr, ob die Überlappung in gleicher Phase (Wellenberg mit
Wellenberg oder Wellental mit Wellental; beides ist bindend und energetisch
günstig) oder in Gegenphase erfolgt (Wellenberg mit Wellental, das ist die
antibindende Überlappung und ist energetisch ungünstiger als die bindende
Überlappung).

E1c) November ist meist der Monat, in dem die Trauben für den Eiswein gelesen
werden. Bei möglichst starkem Frost werden die Trauben lange vor
Sonnenaufgang gesammelt und im noch gefrorenen Zustand ausgepresst. Dies
hat den Vorteil, dass nur der Wasseranteil teilweise gefriert und der Zucker in
dem noch flüssigen Rest des Zellinhalts angereichert wird. Man gewinnt so
weniger Saft, in dem aber der gesamte Zucker und die anderen gelösten
Inhaltsstoffe besonders konzentriert vorliegen. Der Most für den Eiswein muss
110 – 128° Oe („Grad Oechsle“) aufweisen, hat also eine Dichte von 1110 – 1128
g/L. Nach der Dichtetabelle für Lösungen von Saccharose in Wasser läge für eine
Lösung der Dichte 1120 g/L mit 120° Oe der Zuckergehalt bei 44.5%.
(Anmerkung: Man kann dies in der heimischen Kühltruhe nachstellen, wenn man
z. B. Traubensaft im Tetrapak – nicht in einer Glasflasche – in die Kühltruhe legt.
Auch dann gefriert nur ein Großteil des Wassers und ein Konzentrat bleibt flüssig
oder wird bei den schon sehr tiefen Temperaturen pastös, sammelt sich
jedenfalls als spezifisch schwerere Phase unter dem Eis und kann nach dem
Herausnehmen aus der Truhe aus dem aufgeschnittenen Paket entnommen und
nach dem Auftauen verkostet werden. Bei der Weinbereitung ist diese technisch
einfache Prozedur verboten, hier muss bei Dunkelheit und Frost gelesen und wie
beschrieben gekeltert werden).

Aufgabe: Berechnen Sie die Molarität, die Molalität und den Molenbruch des
Zuckers in der Zuckerlösung mit 120° Oe.

Lösung: Summenformel von Saccharose: C12H22O11; Molmasse = 342.30 g/mol.


Stoffmenge Saccharose in einem Liter Lösung: 1120 g * 0.445 = 498.4 g, das
entspricht 498.4 g : 342.30 g/mol = 1.456 mol.
Die Molarität beträgt also 1.456 mol/L („Mol pro Liter Lösung“; Einheit
beachten)
In einem Liter Lösung befinden sich 1120 g – 498.4 g = 621.6 g Wasser. Wir
rechnen die gelöste Zuckermenge auf 1 kg Wasser um: In 621.6 g Wasser lösen
sich 498.4 g Saccharose, in 1000 g Wasser lösen sich folglich x g.
x = (1000 g:621.6 g) * 498.4 g = 801.8 g Saccharose, das entspricht 2.34 mol.
Die Molalität beträgt also 2.34 mol/kg („Mol pro Kilogramm Lösungsmittel“;
Einfachere Alternative: 1.456 mol/0.6216 kg = 2.34 mol/kg
Unterschied merken und Einheit beachten).
621.6 g Wasser sind 34.495 mol Wasser, denn die Molmasse von Wasser beträgt
rund 18.02 g/mol).
34.495 mol + 1.456 mol ergeben 35.951 mol (Wasser + Zucker).
(Einheit mol/mol, also letztlich eine dimensionslose Zahl)
Der Molenbruch für Zucker beträgt 1.456/35.951 = 0.0405 (Einheit mol/mol, also
letztlich eine dimensionslose Zahl)
Der Molenbruch für Wasser beträgt 34.495/35.951 = 0.9595