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Historische Hintergründe

Die Nationalgalerie Berlin wurde 1861 aus Anlass einer Schenkung des Bankiers
Joachim Heinrich Wilhelm Wagener gegründet und sollte der Sammlung
moderner Kunst dienen. 1876 zog die Sammlung in die damals neugebaute
Nationalgalerie, die heutige Alte Nationalgalerie ein.

Die alte Nationalgalerie


Die Sammlung vergrößerte sich im Laufe der Zeit fortwährend durch Zukauf und
weitere Schenkungen. Ab 1919 richtete Ludwig Justi im Kronprinzenpalais eine
Galerie für moderne Kunst ein.

Galerie für moderne Kunst


1937 wurden etwa 500 Werke dieser Sammlung von den Nationalsozialisten als
Entartete Kunst beschlagnahmt. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Sammlungen
zum Schutz vor Bomben ausgelagert und das Gebäude der Nationalgalerie
zerstört. Die Bestände wurden geteilt.

Nach dem Krieg wurde ein Teil der Bestände in der wiederaufgebauten
Nationalgalerie auf der Museumsinsel gezeigt. Die in West-Berlin verbliebenen
Teile der Sammlung wurden ab 1968 in der neuerbauten Neuen Nationalgalerie
auf dem Kulturforum gezeigt.

Die Museumsinsel ist ein aus fünf Museen bestehendes Bauensemble im nördlichen Teil der Spreeinsel
in der historischen Mitte Berlins.
Neuen Nationalgalerie
Nach der Deutschen Wiedervereinigung wurden auch die geteilten Bestände der
Nationalgalerie wieder zusammengeführt und teilweise neu geordnet. Aufgrund
ihres Umfangs ist die Sammlung heute auf fünf Museumsbauten aufgeteilt.
Während die Kunst des 19. Jahrhunderts in der Alten Nationalgalerie und Kunst
des 20. Jahrhunderts von der Klassischen Moderne bis zur Kunst der 1960er Jahre
in der Neuen Nationalgalerie untergebracht sind, ist die Gegenwartskunst im
Hamburger Bahnhof, dem 1996 gegründeten Museum für Gegenwart – Berlin, zu
sehen. Im Museum Berggruen im westlichen Stülerbau gegenüber dem Schloss
Charlottenburg befindet sich die Sammlung Berggruen, mit Werken Pablo
Picassos und anderer Künstler der Klassischen Moderne. Der östliche Stülerbau
beherbergt mit der Sammlung Scharf-Gerstenberg eine Kollektion surrealistischer
Kunst, die seit dem 10. Juli 2008 der Öffentlichkeit zugänglich ist. Skulpturen des
frühen 19. Jahrhunderts sind in der Friedrichswerderschen Kirche ausgestellt. Ein
Teil der Bestände der Nationalgalerie, beispielsweise die DDR-Kunst, befindet sich
auch heute noch aus Platzmangel in den Depots.

Museum Berggruen
Aussenansicht des Hamburger Bahnhofs