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STÄRKUNG DER

EU CORONAVIRUS
EU-SOZIALFONDS ALS BEITRAG
ZUR ÜBERWINDUNG DER KRISE
RESPONSE
#EUSolidarity #StrongerTogether

“Europa in Zukunft widerstandsfähiger, nachhaltiger und inklusiver zu gestalten,


bedeutet, jetzt in seine Menschen, insbesondere die jüngeren Generationen,
zu investieren. Unsere Priorität besteht darin, den durch die COVID-19-Krise
verursachten sozialen und wirtschaftlichen Schock rasch zu überwinden und
dafür zu sorgen, dass niemand zurückgelassen wird.”
EU-Kommissar Nicolas Schmit

Die COVID-19-Pandemie wird sich negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken, vor allem im Hinblick auf die
Jugendarbeitslosigkeit. Wir müssen die Schäden beheben und Perspektiven für die nächste Generation
eröffnen, indem wir ein nachhaltigeres, widerstandsfähigeres und gerechteres Europa schaffen. Die
am stärksten benachteiligten Personen werden unverhältnismäßig betroffen sein, insbesondere was
grundlegende materielle Bedürfnisse angeht. Auch das Risiko von Kinderarmut wächst.
Die Kommission hat Änderungen an den Programmen der EUSozialfonds vorgeschlagen, um diesen
Herausforderungen zu begegnen und zu gewährleisten, dass die Erholung sozial gerecht verlaufen wird.
Die Sozialfonds der EU werden zudem eine wichtige Rolle beim ökologischen und digitalen Wandel spielen.
Die europäische Säule sozialer Rechte bleibt unser Kompass in diesem Bestreben.

1 Was ändert sich beim bestehenden


Europäischen Sozialfonds (ESF)?
Arbeitsplätze erhalten: Zur Finanzierung dieser Investitionen in Menschen können die Mitgliedstaaten
einen Teil der 55 Mrd. EUR an neuen Mitteln verwenden, die im Rahmen der neuen Initiative REACT-EU zur
Verfügung stehen. Der ESF wird durch die Investitionsinitiative zur Bewältigung der Coronavirus-Krise
flexibler gestaltet. Die zusätzlichen ESF-Mittel werden eingesetzt, um die Erhaltung von Arbeitsplätzen
zu unterstützen, unter anderem durch Kurzarbeitsregelungen und Hilfen für Selbstständige. Die Mittel
können verwendet werden, um die Schaffung von Arbeitsplätzen, Maßnahmen zur Förderung der
Jugendbeschäftigung, die allgemeine und berufliche Bildung sowie die Entwicklung von Kompetenzen
zu fördern und den Zugang zu sozialen Dienstleistungen, auch für Kinder, zu verbessern.
2 Was ändert sich beim bestehenden Europäischen
Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen?
Unterstützung der am stärksten benachteiligten Personen: Die Mitgliedstaaten können die
derzeitigen Finanzmittel aufstocken, um die Unterstützung für die Schwächsten in unserer Gesellschaft,
die unverhältnismäßig unter der Krise leiden, zu erhöhen. Dies geschieht im Rahmen der Initiative
REACT-EU. Die Unterstützung der am stärksten benachteiligten Personen wird auch in Zukunft eine
Priorität sein.

3 Was ändert sich am Vorschlag für den


Europäischen Sozialfonds Plus?
Der Europäische Sozialfonds Plus (ESF+), für den die Kommission ursprünglich im Mai 2018 einen Vorschlag vorgelegt
hatte, legt den Schwerpunkt auch weiterhin auf Investitionen in Menschen.

Stärkere Förderung der Jugendbeschäftigung: Mitgliedstaaten, in denen die Quote der 1529Jährigen,
die weder eine Arbeit haben noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren, über dem
Unionsdurchschnitt liegt, sollten mindestens 15 % (gegenüber 10 % im ursprünglichen Vorschlag für den
ESF+) ihrer Mittel für den ESF+ in gezielte Maßnahmen zur Unterstützung junger Menschen investieren.

Beitrag zur Bekämpfung der Kinderarmut: Nach der COVID-19-Pandemie darf kein Kind
zurückgelassen werden. Der geänderte Vorschlag für den ESF+ sieht vor, dass die Mitgliedstaaten
mindestens 5 % ihrer Mittel für den ESF+ für Maßnahmen zur Verringerung der Kinderarmut bereitstellen.

Begleitung des ökologischen und des digitalen Wandels: Der ESF+ wird einen wichtigen Beitrag
zum ökologischen und digitalen Wandel leisten, indem er Investitionen in Qualifizierungsmöglichkeiten
fördert, sodass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von einer klimaneutralen, digitaleren und
inklusiveren Gesellschaft profitieren können.

Zukunftssichere Finanzierung in Notfällen: Um auf künftige Notsituationen besser vorbereitet zu sein,


umfasst der ESF+ einen Krisenreaktionsmechanismus. Dadurch wird sichergestellt, dass die Kommission
in Ausnahmesituationen schnell reagieren kann, um auf solche Ereignisse zu reagieren, indem sie die
Vorschriften über die Mittelverwaltung für die Mitgliedstaaten gegebenenfalls rasch ändert.

4 Was ändert sich beim Europäischen Fonds


für die Anpassung an die Globalisierung?
Unterstützung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern beim Wiedereinstieg in den
Arbeitsmarkt nach Massenentlassungen: Der Europäische Fonds für die Anpassung an die
Globalisierung unterstützt Arbeitskräfte, die infolge größerer Umstrukturierungen ihren Arbeitsplatz
verloren haben, durch die Finanzierung gezielter Schulungs- und sonstiger Hilfsmaßnahmen zu ihrer
Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Angesichts des erwarteten Anstiegs der Nachfrage infolge
der COVID-19-Pandemie schlägt die Kommission vor, die jährlich verfügbaren Mittel ab 2021 auf
386 Mio. EUR zu erhöhen.
© Europäische Union, 2020
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