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Semester-Programm

2020/2021
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w w w. c g j u n g . o r g
C. G. Jung-Gesellschaft Köln e.V.
Verein zur Förderung der Analytischen Psychologie

Kartäuserwall 24b · 50678 Köln


Tel.: 0221 / 3101438
E-Mail: geschaeftsstelle@cgjung.org · www.cgjung.org

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Herzliche Einladung zur

Semestereröffnung
Freitag, 25. September 2020, 18.00 Uhr

• Begrüßung und Semestereröffnung


Dr. med. Susanne Gabriel, 1. Vorsitzende
• Vortrag:
Dr. med. Susanne Gabriel
C. G. Jung und der östliche Weg

• 
Anschließend Mitgliederversammlung

Ort: Köln, Melanchthon-Akademie


Kostenbeitrag: 10,– €, Zahlung an der Abendkasse
Um Anmeldung wird gebeten
V-1

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Liebe Mitglieder, Interessierte, Freundinnen und
Freunde der C. G. Jung-Gesellschaft Köln!
Im Namen des Vorstands der C. G. Jung-Gesellschaft Köln begrüße ich Sie sehr
herzlich und möchte Sie einladen, an den zahlreichen Veranstaltungen im Se-
mester 2020/2021 unserer Gesellschaft teilzunehmen.
Das Jahr 2020 ist für uns alle von der weltweiten Corona-Krise überschat-
tet. Das öffentliche Leben ist deutlich eingeschränkt und hat auch uns als
C. G. Jung-Gesellschaft getroffen: Sämtliche Veranstaltungen von März 2020
bis zum Semesterende konnten leider nicht stattfinden. Es ist uns jedoch wei-
testgehend gelungen, dass die betroffenen Vorträge und Seminare in den
beiden nächsten Semestern nachgeholt werden können. Im Internet haben
wir ein Diskussionsforum zu verschiedenen Themen, u.a. zur Corona-Pande-
mie und ihren psychischen Auswirkungen, eröffnet und unsere Webseite mit
verschiedenen Inhalten zur Analytischen Psychologie C. G. Jungs erweitert.
Begonnen hatte das letzte Semester mit der Feier anlässlich unseres 25-jäh-
rigen Jubiläums im Wallraf-Richartz-Museum und dem Festvortrag des be-
kannten Schriftstellers und Orientalisten Navid Kermani zum Thema „Vergot-
tung der Seele. Von Ibn Arabi bis C. G. Jung“. Ein Sonderdruck dieses Vortrags
liegt für alle Mitglieder dem jetzigen Semesterprogramm bei.
Unser Fort- und Weiterbildungsprogramm richtet sich zum einen an tie-
fenpsychologisch Interessierte und an Fachleute der verschiedenen psycho-
sozialen und pädagogischen Tätigkeitsfelder. Wir wenden uns aber vor allem
auch an Menschen, die ein Interesse an Selbsterfahrung und Persönlichkeits-
entwicklung haben und dazu die Methoden der Analytischen Psychologie
kennenlernen und nutzen möchten. Das Veranstaltungsprogramm umfasst
Vorträge, Seminare, Tagungen, Reisen und Fortbildungen.
Die Vorträge, die wir zusammen mit der Melanchthon-Akademie veranstal-
ten, finden in der Regel einmal im Monat statt, und zwar freitags von 18.00
bis 20.00 Uhr. Darunter sind in diesem Jahr sowohl Vorträge, die Grundkon-
zepte der Analytischen Psychologie in den Blick nehmen, wie Introversion und
Extraversion, die zentrale jungianische Themen behandeln, etwa die Sinnfra-
ge und östliche Spiritualität, die aber auch sehr aktuelle Themen aufgreifen,
wie Krisenbewältigung und Medizinethik. In den Seminaren geht es neben
den spezifischen Themen darum, Prozesse der Persönlichkeitsentwicklung zu
fördern und den Dialog zwischen dem Bewusstsein und dem Unbewussten
selbsterfahrungsorientiert zu vertiefen.
Der Kölner Arbeitskreis für Philosophie und Analytische Psychologie fand
im letzten Semester mit großem Anklang zum Thema Nietzsche statt. Auch in
diesem Jahr stehen interessante Themen auf dem Programm. Das ausgefalle-
ne Seminar zum Thema Heidegger kann im Januar 2021 nachgeholt werden.
Veranstaltungen zu Grundlagenthemen im Bereich Analytische Psycholo-
gie bilden weiterhin den Schwerpunkt unseres Programms. Es sind in diesem
Semester wieder zahlreiche Fortbildungsangebote von der Psychotherapeu-
tenkammer Nordrhein-Westfalen akkreditiert worden. Eine Auflistung dieser
Kurse finden Sie auf S. 54.

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Aufgrund der großen Nachfrage bieten wir in diesem Jahr auch wieder eine
einjährige Fortbildung in Aktiver Imagination an.
Ankündigen möchten wir an dieser Stelle eine neue Seminarreihe zum The-
ma „Mythen in der Tiefenpsychologie“, die in den nächsten Jahren zu weite-
ren mythologischen Themen fortgesetzt werden soll.
Im Themenkomplex Analytische Psychologie und Spiritualität bilden in die-
sem Jahr östliche spirituelle Wege und Philosophien einen Schwerpunkt, die
in Beziehung zur Analytischen Psychologie C. G. Jungs gestellt werden sollen.
Geplant sind in den nächsten Jahren weitere vertiefende Veranstaltungen in
diesem Bereich.
Es besteht unverändert die wunderbare Möglichkeit, Workshops in der
Akademie am Meer auf der Insel Sylt zu veranstalten, und auch hier können
die ausgefallenen Seminare nachgeholt werden.
Die diesjährige Sommerakademie hat das Thema „Wasser – Urquell des Le-
bens“, ob sie wie geplant im August stattfinden kann, entnehmen Sie bitte
der Ankündigung im Internet.
Wir entschuldigen uns für die im letzten Semester aufgetretenen Schwie-
rigkeiten bei der Anmeldung für Veranstaltungen, die zum einen wegen der
Übergabe unseres IT- und Buchungsprogramms an einen auswärtigen Dienst-
leister aufgetreten sind, zum anderen durch die erzwungene Homeoffice-Ar-
beit unserer Mitarbeiterinnen in der Corona-Krise. Es ist uns wichtig, dass Sie
uns telefonisch weiterhin erreichen können, um Ihre persönlichen Fragen zu
klären. Danken möchten wir an dieser Stelle auch denjenigen Mitgliedern, die
sich ehrenamtlich engagieren. Gleichzeitig würden wir uns freuen, wenn wir
weitere neue Mitglieder für die ehrenamtliche Mitarbeit gewinnen könnten.
Zur Semestereröffnung am 25.9.2020 laden wir alle Vereinsmitglieder und
ebenso alle Interessierte herzlich ein. Wir möchten Ihnen unser neues Pro-
gramm vorstellen und Gelegenheit zur Information über unsere Angebote
geben. Das Semester wird eröffnet mit dem Vortrag von Dr. med. Susanne
Gabriel, der 1. Vorsitzenden der C. G. Jung-Gesellschaft Köln, zum Thema
„C. G. Jung und der östliche Weg“. In der anschließenden jährlichen Mitglie-
derversammlung sollen in außerordentlicher Wahl ein neuer Schatzmeister
und eine neue Beisitzerin in den Vorstand gewählt werden. Wir würden uns
freuen, wenn möglichst viele von Ihnen an der Mitgliederversammlung teil-
nehmen würden. Beides findet dieses Semester ausnahmsweise im Haus der
Evangelischen Kirche statt.
Wir hoffen, dass wir unsere Vorträge, Seminare und Workshops unter Be-
rücksichtigung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen und Abstandsre-
gelungen ab Ende September wieder durchführen können. Natürlich können
wir nicht wissen, wie sich die Corona-Pandemie entwickelt. Wir werden Sie
daher durch unsere Newsletter und Mitteilungen auf der Website auf dem
Laufenden halten.
Dr. med. Susanne Gabriel Meike Nachtwey
1. Vorsitzende, für den Vorstand für die Geschäftsstelle
Hinweis: Zur Mitgliederversammlung sind sowohl Mitglieder als auch alle,
die es werden wollen, herzlich eingeladen. Falls Sie Mitglied bei uns werden
möchten, finden Sie den Aufnahmeantrag auf S. 58.

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Inhalt
Semestereröffnung
Vortrag: Dr. med. Susanne Gabriel: C. G. Jung und der östliche Weg
Anschließend Mitgliederversammlung.............................................................................. 5
Vorwort ............................................................................................................................ 6
Terminübersicht Semester 2020/2021 ................................................................ 10
Vorträge
Dr. med. Susanne Gabriel: C. G. Jung und der östliche Weg ............................................ 12
Prof. Dr. Ralf T. Vogel: „Das Leiden der Seele, die ihren Sinn nicht gefunden
hat“ (C. G. Jung) ................................................................................................................... 13
Prof. Dr. Brigitte Dorst: Schwierige Zeiten, Krisen und Schicksalsschläge
überstehen........................................................................................................................... 14
Thomas Schwind: Mythen in der Tiefenpsychologie ........................................................ 15
Dr. Bernd Leibig: Schmerz und seelische Entwicklung...................................................... 16
Dieter Schnocks: Schlüssel zum Traumverstehen............................................................... 17
Dr. Konstantin Rößler: Heilung und Unheilbarkeit........................................................... 17
Dr. Marianne Meister-Notter: Introversion und Extraversion........................................... 18
Prof. Dr. Ingrid Riedel: Was jetzt für uns wichtig ist. Der Dialog der Genera­
tionen miteinander ............................................................................................................. 19
Grundlagenthemen der Analytischen Psychologie
Prof. Dr. Ralf T. Vogel: „Sinn und Ziel“............................................................................... 20
Dr. med. Susanne Gabriel: Einführung in die Analytische Psychologie C. G. Jungs ........ 21
Thomas Schwind: Arbeit am Mythos.................................................................................. 22
Joachim Raack: Tavistock Lectures ..................................................................................... 24
Dr. Marianne Meister-Notter: Introversion und Extraversion........................................... 25
Cornelia Ehrlich: Erich Neumann: „Die Große Mutter“.................................................... 26
Analytische Psychologie und Spiritualität
Dres. Susanne und Matthias Gabriel: Östlicher Weg und Analytische Psychologie........ 27
Prof. Dr. Brigitte Dorst: Werden, die/der ich bin............................................................... 28
Dr. Gabriele Reifenrath und Dres. Gabriel: Das östliche und das westliche Selbst......... 29
Seelische Krisen, Entwicklung und Heilung
Dr. Bernd und Margarete Leibig: Schmerz und seelische Entwicklung........................... 30
Dr. Konstantin Rößler: Verwundung und Heilung............................................................ 31
Analytische Psychologie für Psychotherapeut*innen
Akkreditierte Fortbildung: Dr. Gustav Bovensiepen: Das „böse“ und
das „gute“ Kind................................................................................................................... 32
Akkreditierte Fortbildung: Volker Münch und Joachim Raack:
Gruppenanalyse und Gruppentherapie in der Analytischen Psychologie....................... 33

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Kölner Arbeitskreis für Philosophie und Analytische Psychologie
Priv.-Doz. Dr. phil. Reiner Manstetten: Die dunkle Seite der Wirtschaft ........................ 34
Prof. Dr. Leo Dümpelmann: Heidegger – Grundstrukturen der Existenz ....................... 35
Dr. med. Matthias Gabriel und Thomas Schwind: Mythos und Moderne ....................... 36
Methoden der Analytischen Psychologie
Traum und Symbolarbeit
Prof. Dr. Brigitte Dorst: Träume als innere Wegweiser..................................................... 37
Dieter Schnocks: Fragen an unsere Träume....................................................................... 38
Ursula Brasch: Wer sind Animus und Anima?.................................................................... 39
Aktive Imagination
Dr. Marascha Daniela Heisig: Selfcare und Achtsamkeit................................................... 40
Malen aus dem Unbewussten
Astrid Müller: Rotes Pferd, blaue Katze, gelbe Kuh – „farbige“ Instinktkräfte............. 41
Dr. Herta Wegner: Mein innerer Baum.............................................................................. 42
Tanz, Musik und Körperarbeit
Cornelia Ehrlich: Vom Atem der Seele............................................................................... 43
Günter Hammerstein: Meditation im Tanz........................................................................ 4 4
Sandspieltherapie nach Dora Kalff
Erika Jungbluth: Schattenbearbeitung.............................................................................. 45
Robert Feind: Energie und Selbst....................................................................................... 46
Tagung
9. Sommerakademie C. G. Jung im Kloster Vinnenberg:
„Wasser – Urquell des Lebens“........................................................................................... 47
Reisen
Prof. Dr. Brigitte Dorst: Meeresgrund und Horizont......................................................... 4 8
Dr. Marascha Daniela Heisig: „Im Rad des Lebens“.......................................................... 49
Dr. phil. Ursula Arlart: „Ach in der Kindheit, Gott: wie warst du leicht“ (Rilke)............. 50
Fortbildung
Fortbildung in Aktiver Imagination................................................................................... 53

Akkreditierte Veranstaltungen .......................................................................................... 54


Referentinnen und Referenten ......................................................................................... 55
Hinweise zur Anmeldung ................................................................................................... 56
Über uns / Mitgliedschaft ................................................................................................... 57
Antrag auf Mitgliedschaft .................................................................................................. 58
Wegbeschreibung ............................................................................................................... 59

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Übersicht Semester 2020 / 2021
Datum Kurs-Nr. Kurztitel Referent*in Seite

2. – 7.8.2020 T-SA Wasser – 9. Sommerakademie verschiedene 47

25.09.2020 V-1 C. G. Jung und der östliche Weg Dr. S. Gabriel 12

26.09.2020 SP-1 Östlicher Weg und Analytische Dres. Gabriel 27


Psychologie

13.11.2020 TS-1 Träume als innere Wegweiser Prof. Dr. B. Dorst 37

14.11.2020 PT-1 Das „böse“ und das „gute“ Kind Dr. G. Bovensiepen 32

21.11.2020 PH-1 Die dunkle Seite der Wirtschaft Dr. phil. R. Manstetten / 34
Dr. M. Gabriel /
T. Schwind

04.12.2020 TS-1 Träume als innere Wegweiser Prof. Dr. B. Dorst 37

12.12.2020 TMK-1 Vom Atem der Seele C. Ehrlich 43

18.12.2020 V-2 „Das Leiden der Seele“ Prof. Dr. R. T. Vogel 13

19.12.2020 AP-1 „Sinn und Ziel“ Prof. Dr. R. T. Vogel 20

15.01.2021 V-3 Schwierige Zeiten überstehen Prof. Dr. B. Dorst 14

16.01.2021 SP-2 Werden, die/der ich bin Prof. Dr. B. Dorst 28

23.01.2021 PH-2 Heidegger – Grundstrukturen der Prof. Dr. L. Dümpelmann / 35


Existenz Dr. M. Gabriel /
T. Schwind

23.01.2021 PT-2 Gruppenanalyse und V. Münch / 33


Gruppen­therapie J. Raack

28.01.2021 TS-1 Träume als innere Wegweiser Prof. Dr. B. Dorst 37

29.01.2021 V-4 Mythen in der Tiefenpsychologie T. Schwind 15

06.02.2021 AP-2 Einführung in die Analytische Dr. S. Gabriel 21


Psychologie

19.02.2021 V-5 Schmerz und seelische Entwicklung Dr. B. Leibig 16

20.02.2021 SEH-1 Schmerz und seelische Entwicklung Dr. B. und M. Leibig 30

26.02.2021 TS-1 Träume als innere Wegweiser Prof. Dr. B. Dorst 37

27.02.2021 AP-3 Arbeit am Mythos T. Schwind 22

06.03.2021 TMK-2 Vom Atem der Seele C. Ehrlich 43

06.03.2021 AI-1 Selfcare und Achtsamkeit Dr. M. D. Heisig 40

10
Datum Kurs-Nr. Kurztitel Referent*in Seite

13.03.2021 S-1 Schattenbearbeitung E. Jungbluth 45

13.03.2021 MU-1 Rotes Pferd, blaue Katze, gelbe Kuh A. Müller 41

20.03.2021 TMK-4 Meditation im Tanz G. Hammerstein 44

27.03.2021 AP-3 Arbeit am Mythos T. Schwind 22

16.04.2021 V-6 Schlüssel zum Traumverstehen D. Schnocks 17

17.04.2021 TS-2 Fragen an unsere Träume D. Schnocks 38

24.04.2021 PH-3 Mythos und Moderne Dr. M. Gabriel / 36


T. Schwind

07.05.2021 V-7 Heilung und Unheilbarkeit Dr. K. Rößler 17

08.05.2021 SEH-2 Verwundung und Heilung Dr. K. Rößler 31

08.05.2021 AP-4 Tavistock Lectures J. Raack 24

13. – 16.5.2021 R-SY1 Meeresgrund und Horizont Prof. Dr. B. Dorst 48

04.06.2021 V-8 Introversion und Extraversion Dr. M. Meister-Notter 18

05.06.2021 AP-5 Introversion und Extraversion Dr. M. Meister-Notter 25

10. – 13.06.2021 R-SY2 „Im Rad des Lebens“ Dr. M. D. Heisig 49

11. – 13.06.2021 MU-2 Mein innerer Baum Dr. H. Wegner 42

12.06.2021 TS-3 Wer sind Animus und Anima? U. Brasch 39

12.06.2021 TMK-3 Vom Atem der Seele C. Ehrlich 43

19.06.2021 AP-3 Arbeit am Mythos T. Schwind 22

24. – 27.6.2021 R-RB „Ach in der Kindheit, Gott …“ Dr. U. Arlart 50

25.06.2021 V-9 Was jetzt für uns wichtig ist. Prof. Dr. I. Riedel 19

26.06.2021 AP-6 Erich Neumann: „Die Große Mutter“ C. Ehrlich 26

03.07.2021 SP-3 Das östliche und das westliche Selbst Dr. G. Reifenrath / 29
Dres. Gabriel

t.b.a. S-2 Energie und Selbst R. Feind 46

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VORTRÄGE

• C. G. Jung und der östliche Weg


C. G. Jungs Interesse an den religiösen, philosophischen und psychologischen
Vorstellungen des Ostens hielt sein Leben lang an. Er erkannte, dass „die
Weisheit und die Mystik des Ostens uns sehr viel zu sagen haben“. Dem ent-
sprechend zeigen auch seine Schriften zum Taoismus, Hinduismus und Bud-
dhismus, dass die östliche Religion und Philosophie in seiner persönlichen und
geistigen Entwicklung eine bedeutsame Rolle gespielt haben. Er fand viele
Parallelen z.B. in der spirituellen Lebenspraxis des Ostens, in den Mandalabil-
dern, in der Beziehung zwischen den Polaritäten Yin/Yang und seinen eigenen
zentralen Konzepten des „Selbst“ und des Individuationsweges. Diese Ausei-
nandersetzung führte zu einem Welt- und Menschenbild in der Analytischen
Psychologie, in der die geistige Entwicklung des Einzelnen von besonderer
Bedeutung ist. Allerdings warnte Jung schon zu seiner Zeit vor einer unbese-
henen Übernahme östlicher Praktiken in unserem völlig anders vorgeprägten
Kulturbereich.

Referentin: Dr. med. Susanne Gabriel, Troisdorf


Ärztin für Innere Medizin, Akupunktur,
Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin (C. G. Jung),
Dozentin am C. G. Jung-Institut München,
1. Vorsitzende der C. G. Jung-Gesellschaft Köln
Termin: Freitag, 25. September 2020, 18.00 Uhr
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: 10,– €, Zahlung an der Abendkasse
Anmeldung: Um Anmeldung wird gebeten
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12
VORTRÄGE
VORTRÄGE

• „Das Leiden der Seele, die ihren Sinn nicht


gefunden hat“ (C. G. Jung)
Anregungen zur Sinnfrage in der Analytischen Psychologie
C. G. Jungs
Zusammen mit den existenziell orientierten psychotherapeutischen Schulrich-
tungen setzt die Analytische Psychologie die Frage nach dem (Lebens-)Sinn
ins Zentrum ihrer Theorie und ihrer therapeutischen Praxis. Der Vortrag zeigt
verschiedene psychologische Zugänge zum Sinnthema auf und beschreibt
dann das „Alleinstellungsmerkmal“ der Analytischen Psychologie, die einen
„Arche­typ des Sinns“ postuliert und in ihrer Individuationstheorie einen
„Weg zum sinnerfüllten Leben“ aufzuzeigen vermag.

Referent: Prof. Dr. Ralf T. Vogel, Ingolstadt


Psychoanalytiker und Verhaltenstherapeut,
Lehranalytiker (DGAP, DGPT), Dozent und
Lehranalytiker am C. G. Jung-Institut München
Termin: Freitag, 18. Dezember 2020, 18.00 Uhr
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: 10,– €, Zahlung an der Abendkasse
Anmeldung: Um Anmeldung wird gebeten
V-2

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VORTRÄGE

• Schwierige Zeiten, Krisen und Schicksalsschläge


überstehen
Das Wort Krise hat in der heutigen Zeit eine besondere Aktualität. Wir haben
Krise als einen Zustand erfahren, der alle Lebensbereiche berührt: Gesund-
heit, Politik, Wirtschaft, Umwelt, menschliche Beziehungen, Selbstbilder und
Lebensweisen. Krisen haben mit notwendigen Veränderungen und Wand-
lungsprozessen zu tun, auf vielen verschiedenen Ebenen.
Krisen sind gekennzeichnet durch das Herausfallen aus den gewohnten, Si-
cherheit gebenden Alltagsabläufen. Psychologisch gesehen besteht eine Krise
aus einem Ungleichgewicht zwischen einer Problemsituation und den zur Ver-
fügung stehenden Bewältigungsmöglichkeiten. Krisenzeiten sind Zeiten mit
besonderen Gefährdungen, sie können aber auch Chancen eröffnen.
Menschen können von Krisen und kritischen, lebensverändernden Ereignis-
sen in sehr unterschiedlichem Ausmaß betroffen sein. Aufgrund von ererbten
Dispositionen und bisherigen Lebenserfahrungen sind sie unterschiedlich be-
lastet und verletzbar. Wir sprechen daher von der je spezifischen seelischen
Verwundbarkeit eines Menschen, von seiner Vulnerabilität, und umgekehrt
von seinen seelischen Widerstandskräften, der Resilienz.
Der Vortrag wird verschiedene Arten von Krisen aufzeigen und die jeweiligen
Psychodynamiken verdeutlichen. Dabei sind auch die Resilienzkräfte, über die
jeder Mensch verfügt, anzusprechen. Ganz besonders geht es um existenziel-
le Krisen und Wandlungserfahrungen auf dem Lebensweg der Individuation.

Referentin: Prof. Dr. Brigitte Dorst, Münster


Dipl.-Psych., Psychoanalytikerin (C. G. Jung),
Dozentin an den C. G. Jung-Instituten Zürich und Stutt-
gart, Lehranalytikerin am C. G. Jung-Institut Stuttgart
Termin: Freitag, 15. Januar 2021, 18.00 Uhr
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: 10,– €, Zahlung an der Abendkasse
Anmeldung: Um Anmeldung wird gebeten
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14
VORTRÄGE
VORTRÄGE

• Mythen in der Tiefenpsychologie


Im Vortrag sollen einige grundlegende Fragen der Mythologie und der Be-
deutung der (griechischen) Mythen in der Freudschen Psychoanalyse und der
Analytischer Psychologie C. G. Jung erörtert werden. Mythen haben in der
Psychoanalyse und der Analytischen Psychologie eine zentrale Stellung: die
Mythen von Ödipus, Elektra, Narzissos, Odysseus, Medea, Orpheus, Orest usw.
sind zentrale Struktur – und Erzählimpulse für Grundkonzepte der Tiefenpsy-
chologie.
Mythen sind symbolische, archetypische Erzählungen von inneren Erfahrun-
gen. In Geschichten, in Bildern, in Darstellungen werden diese Erfahrungen
nicht nur einfach abgebildet und repräsentiert, sondern in diesen Symboli-
sierungsprozessen wird ihnen ein Sinn, eine Sinnbedeutung gegeben. Erst
dadurch wird das Erlebte angeeignet (und auch im Gedächtnis gespeichert).
Mythos ist Sinnstiftung und sinnstiftende Erklärung, keine realitätsnahe Schil-
derung. Mythen dienen dabei auch dazu, das diesseitige und soziale Leben
von einem Jenseits her zu transzendieren. Im Unterschied zur Religion aber
will ein Mythos zwar innere Wahrheiten aussprechen, aber kein Heilsverspre-
chen abgeben. Das typische Thema des Mythos ist tragisch und nicht utopisch
oder eschatologisch.

Das umfangreiche Thema des Vortrags wird in der Seminarreihe „Arbeit am


Mythos“ vertieft und fortgesetzt.

Referent: Thomas Schwind, Münster


Dozent, Lehranalytiker und Supervisor
Termin: Freitag, 29. Januar 2021, 18.00 Uhr
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: 10,– €, Zahlung an der Abendkasse
Anmeldung: Um Anmeldung wird gebeten
V-4

15
VORTRÄGE

• Schmerz und seelische Entwicklung


Ein Leben ohne Schmerzen ist nicht vorstellbar. Die Erfahrung von Schmer-
zen ist jedem Menschen bekannt – seien es körperliche Schmerzen oder sei
es, dass eine verletzte Seele schmerzt. Unser Schmerzempfinden ist immer
subjektiv. Schmerzen stehen in einem persönlichem (Schmerzgedächtnis) und
auch kulturellem Zusammenhang („Ein Indianer kennt keinen Schmerz“). Un-
ser Schmerzempfinden wird von beidem sehr stark beeinflusst.
Im Schmerz erleben wir eine große Bandbreite an Gefühlen: von der Irritation
bis zur absoluten Unerträglichkeit, von der Erfahrung unserer Grenzen und
der Einflussnahme auf den Schmerz bis hin zur Unverfügbarkeit des Lebens.
Obwohl wirSchmerz in der Regel nur noch loswerden wollen, gibt es auch
die Dimension, dass wir im Schmerz ganz bei uns selbst sind. Der Schmerz ist
immer unser eigener Schmerz. Und der Schmerz verändert uns.
Im Vortrag wird aufgezeigt, welche seelischen Entwicklungsprozesse mit und
durch Schmerz angestoßen werden können.

Referent: Dr. Bernd Leibig, Ammerbuch


Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psycho­
therapie, Psychoanalyse, Paartherapie, Traumatherapie
Termin: Freitag, 19. Februar 2021, 18.00 Uhr
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: 10,– €, Zahlung an der Abendkasse
Anmeldung: Um Anmeldung wird gebeten
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16
VORTRÄGE
VORTRÄGE

• Schlüssel zum Traumverstehen


Die Traum- und Symboltheorie der Tiefenpsychologie C. G. Jungs
Unsere Träume scheinen oft unverständlich und unrealistisch. Und doch kön-
nen sie Wegweiser sein, wenn man sie richtig versteht. Oft nehmen sie zu
wesentlichen Lebens- und Schicksalsthemen Stellung.
Um Träume zu verstehen, ist wichtig zu wissen, dass die Symbolsprache die
Muttersprache der Träume ist. Nur über das Symbolverständnis können wir
den Signalen unserer Träume näherkommen. Gerade die Traumtheorie und
die Symboltheorie der Tiefenpsychologie C. G. Jungs sind eine gute Grundlage
für den Umgang mit unseren Träumen.

Referent: Dieter Schnocks, Stuttgart


Dozent und Lehranalytiker am C. G. Jung-Institut Stutt-
gart, 1. Vorsitzender der C. G. Jung-Instituts Stuttgart
Termin: Freitag, 16. April 2021, 18.00 Uhr
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: 10,– €, Zahlung an der Abendkasse
Anmeldung: Um Anmeldung wird gebeten
V-6

• Heilung und Unheilbarkeit – Medizin zwischen


Technik, Heilkunst, Geld und Gnade
Der Wunsch nach Heilung und die Konfrontation mit Unheilbarem bilden das
zentrale Spannungsfeld, in dem sich die Medizin bewegt. Dieses steht immer
in unmittelbarer Verbindung mit menschlichen Beziehungen und Schicksalen.
Seit Jahrzehnten bestimmen jedoch zunehmend Technisierung und Ökono-
misierung den medizinischen Alltag. Es stellen sich die Fragen: Wohin führt
uns diese Entwicklung? Welche Prioritäten setzen wir? Was benötigen wir als
Patienten und Ärzte für eine Heilkunst, die den Menschen in den Mittelpunkt
stellt?

Referent: Dr. Konstantin Rößler, Wörth


Psychoanalytiker (C. G. Jung),
Dozent am C. G. Jung-Institut Stuttgart
Termin: Freitag, 7. Mai 2021, 18.00 Uhr
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: 10,– €, Zahlung an der Abendkasse
Anmeldung: Um Anmeldung wird gebeten
V-7

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VORTRÄGE

• Introversion und Extraversion – zwei im Alltag häufig


missverstandene Begriffe C. G. Jungs
Jeder benutzt heutzutage ganz selbstverständlich die Begriffe „introvertiert“
und „extravertiert“ bzw. „Introversion“ und „Extraversion“, um sich und an-
dere damit zu charakterisieren. Diese Begriffe werden jedoch oft falsch ver-
standen und angewendet. Schnell kann nämlich anstelle einer adäquaten
Charakterisierung eine Beurteilung entstehen, die der Persönlichkeit gar nicht
entspricht, was sowohl weitreichende negative Folgen für das Selbstverständ-
nis des betreffenden Menschen haben kann als auch für die Art und Weise,
wie er von seinen Mitmenschen gesehen wird.
Durch die verzerrte Selbstwahrnehmung kann die ganze Entwicklung eines
Menschen eingeschränkt werden, wie am Beispiel einer pseudo-introvertier-
ten jungen Frau gezeigt werden soll. Als Kind von Einwanderern war sie ihre
ganze Kindheit und Jugend hindurch sehr schüchtern gewesen, und sie glaub-
te von sich selber, sie sei introvertiert. Eigentlich handelte es sich aber um eine
ausgesprochen extravertierte Frau, die jedoch aufgrund ihrer unablässigen
Charakterisierung als „introvertiert“ seitens der Eltern, Lehrer und Vorgesetz-
ten schließlich selbst von ihrer Introvertiertheit überzeugt war und sich des-
halb auch an der Universität und dann im beruflichen Umfeld so verhielt, wie
sie glaubte, sich als Introvertierte benehmen zu müssen – und dies zu ihrem
Schaden.
Im Vortrag werde ich die Begriffe „Extraversion“ und „Introversion“ mit Be-
zug auf C. G. Jung und auf die „Tiefenpsychologische Astrologie“ klären, um
zu einem adäquaten Gebrauch dieser Konzepte beizutragen.

Referentin: Dr. Marianne Meister-Notter, Zürich


Psychoanalytikerin (C. G. Jung), Lehr- und Kontroll­
analytikerin am C. G. Jung-Institut Zürich
Termin: Freitag, 4. Juni 2021, 18.00 Uhr
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: 10,– €, Zahlung an der Abendkasse
Anmeldung: Um Anmeldung wird gebeten
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18
VORTRÄGE
VORTRÄGE

• Was jetzt für uns wichtig ist. Der Dialog der


Generationen miteinander
Der Dialog zwischen den Generationen besteht vor allem im Austausch zwi-
schen Vergangenheit und Gegenwart, wobei die alte Generation die Vergan-
genheit in Familien und Gesellschaft einbringen kann, in die Gegenwart, die
durch die Präsenz der jungen Generation verkörpert ist. Die Alten bringen die
Jungen mit den Ursprüngen und Wurzeln vieler weitreichender Entwicklun-
gen in Verbindung, die Jungen wiederum als die handlungsfähigste Genera-
tion ermöglichen den Erfahrungen und Erkenntnissen der alten Generation
Gegenwärtigkeit und Zukunft, sie ermöglichen weiteres Wachstum.
Für die Alten bedeuten Zuwendung zu den Jungen und Mitverantwortung
für sie eine Einstellung der „Generativität“, die letztlich nicht nur ein Mitsor-
gen für die nachfolgende Generation, sondern auch für die Alten selbst ein
Stück weitere Lebenserfüllung und Selbstwerdung bedeutet.
Die Coronakrise hat solche „Generativität“ zwischen den Generationen in
mancher Hinsicht behindert und verändert, ihr vielleicht aber auch neue Fa-
cetten und neue Chancen gegeben. Die Frage danach, was die Jungen den
Alten und umgekehrt die Alten den Jungen an Lebenswirklichkeit und Le-
benswerten vermitteln können, soll in diesem Vortrag neu gestellt und reflek-
tiert werden.

Referentin: Prof. Dr. Ingrid Riedel, Konstanz


Dozentin und Lehranalytikerin an den
C. G. Jung-Instituten Zürich und Stuttgart
Termin: Freitag, 25. Juni 2021, 18.00 Uhr
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: 10,– €, Zahlung an der Abendkasse
Anmeldung: Um Anmeldung wird gebeten
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GRUNDLAGENTHEMEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE

• „Sinn und Ziel“ – Praxisorientiertes Seminar zur


Sinnfrage in der Analytischen Psychologie
Das Seminar greift die im Vortrag dargelegte analytisch-psychologische Sicht
einer individuellen Sinnsuche auf und reichert ergänzende theoretische Ein-
lassungen mit spezifischen Übungseinheiten zur Auseinandersetzung mit der
Sinnfrage an. Es handelt sich nicht um ein Selbsterfahrungsseminar, trotzdem
sind durch die vorgeschlagenen Übungen Selbsterfahrungselemente enthal-
ten.

Referent: Prof. Dr. Ralf T. Vogel, Ingolstadt


Psychoanalytiker und Verhaltenstherapeut,
Lehr­analytiker (DGAP, DGPT), Dozent und
Lehranalytiker am C. G. Jung-Institut München
Termin: Samstag, 19. Dezember 2020,
10.00 – 13.00 Uhr (4 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 30,– € / Nichtmitglieder 40,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 5 Fortbildungspunkten akkreditiert.
AP-1

20
GRUNDLAGENTHEMEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE

• Einführung in die Analytische Psychologie C. G. Jungs


Die Analytische Psychologie C. G. Jungs zeichnet sich gegenüber den anderen

GRUNDLAGEN-
tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Richtungen durch ihr ganz-
heitliches Menschenbild und Therapiekonzept aus. Sie ermöglicht dadurch

THEMEN
einen modernen und zeitgemäßen therapeutischen Ansatz. Dabei ist vor al-
lem die Arbeit mit der selbstregulativen, schöpferischen Dynamik des Unbe-
wussten, die Förderung des persönlichen Entwicklungswegs, der Individua­
tion, und die Beachtung der Sinnfindung und der spirituellen Erfahrungen
des Einzelnen von besonderer Bedeutung.
In diesem Einführungsseminar werden die grundlegenden Begriffe und Mo-
dellvorstellungen der Analytischen Psychologie C. G. Jungs im Überblick dar-
gestellt. Ihre spezifischen Methoden wie Symbol- und Traumarbeit sowie die
Aktive Imagination werden an Beispielen erläutert.
Das Seminar richtet sich sowohl an Therapeut*innen als auch an interessierte
Personen aus anderen Berufsgruppen.

Referentin: Dr. med. Susanne Gabriel, Troisdorf


Ärztin für Innere Medizin, Psychotherapeutin, Psycho-
analytikerin (C. G. Jung), Dozentin am C. G. Jung-Institut
München 1. Vorsitzende der C. G. Jung-Gesellschaft Köln
Termin: Samstag, 6. Februar 2021, 10.00 – 17.00 Uhr (8 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 65,– € / Nichtmitglieder 85,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 10 Fortbildungspunkten akkreditiert.
AP-2

21
GRUNDLAGENTHEMEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE

• Arbeit am Mythos: Archetypische Erzählungen


und ihre Sinn-Bedeutung in der individuellen und
kollektiven Vorstellungswelt
Mythen spielen in der Psychotherapie seit Entstehung der Psychoanalyse
Mythen eine große Rolle. Die Geburt der Psychoanalyse gründet auf Freuds
(unvollständigem) Verständnis des Ödipus-Mythos und in der analytischen
Psychologie C. G. Jungs werden die Mythen als Erscheinungsformen archetypi-
scher Wirkkräfte begriffen, die allgemeine kollektive, menschliche Strukturen
deutlich werden lassen und in allen Lebensbereichen wirken. Sie motivieren
die Fantasien und Handlungen des Einzelnen und der Gesellschaft.
Im Seminar werden philosophische (Assmann, Habermas, Blumenberg etc.),
psychologische (Jung, Kerenyi, Neumann etc.), historisch-mythologische
(Ritter) und dichterische, künstlerische und filmische Arbeiten am Mythos
(Sophokles, Shakespeare, R. M. Rilke, Th. Mann, Peter Stein, P. Pasolini, Jean
­Cocteau etc.) behandelt. Da auch Selbsterfahrungselemente integriert sind,
ist eine Teilnahme an allen 3 Seminartagen sinnvoll.
In diesem Seminar und in weiteren Seminaren in den kommenden Jahren
werden u.a. folgende mythologische Themenbereiche bearbeitet:

• Einführung in das analytisch-psychologische Verständnis von Mythen


• Mythologie und Narrativität: Über die Bedeutung des Erzählens für
Geschichts- und Selbstverständnis der Menschen
• Bedeutsame Mythen:
1. Ursprünge 1: Adam und Eva – die Vertreibung aus dem Paradies als
Entstehung des Bewusstseins
2. Ursprünge 2: Prometheus als Selbstbehauptung des Menschen
3. Ursprünge 3: Moses – Ursprung und Gesetz
4. Kain und Abel – die Brudermord-Phantasie
5. Ödipus, Laios, Jokaste – die Vatermord-Fantasie und der Inzest
6. Elektra, Orest, Klytaimnestra – die Muttermord-Fantasie
7. Medea – die Kindermord-Fantasie
8. Antigone – Gewissen und Normativität
9. Narziss und Echo – Bezogenheit und Responsivität
10. Herakles, Achill, Hektor – Heldenphantasien, Krieg und Männlichkeit
11. Odysseus vs. Orpheus – Selbst- und Ich-Werdung in der Auseinander-
setzung mit archaischer Dynamik
• Mythobiografische Selbsterfahrung

22
GRUNDLAGENTHEMEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE

Die drei Samstage können nur zusammen gebucht werden!


Die Seminarreihe wird in den folgenden Jahren fortgesetzt.

GRUNDLAGEN-
Referent: Thomas Schwind, Münster

THEMEN
Dozent, Lehranalytiker und Supervisor
Termine: 27. Februar 2021,
27. März 2021,
19. Juni 2021
Jeweils samstags, 10.00 – 17.30 Uhr (8 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 210,– € / Nichtmitglieder 270,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit insgesamt 30 Fortbildungspunkten akkreditiert.
AP-3

23
GRUNDLAGENTHEMEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE

• Tavistock Lectures: Vorlesungen zur Einführung in die


Analytische Psychologie
In diesem Seminar werden wir uns mit den Vorlesungen C. G. Jungs über die
Grundlagen der Analytischen Psychologie am berühmten Tavistock Institute
in London aus dem Jahr 1935 beschäftigen. Unter den Zuhörerinnen und Zu-
hörern befanden sich viele bedeutende Vertreter der englischen Psychoanaly-
se, die hier erstmals in einen direkten Austausch mit Jung traten. Neben der
historischen Bedeutung, die diese Vorlesungen zweifellos haben, eignen Sie
sich auch sehr gut dazu, um ein vertieftes Verständnis der Analytischen Psy-
chologie zu gewinnen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars lesen die Texte zunächst
im Selbststudium. Während des Seminars gibt es dann die Gelegenheit, of-
fene Fragen zu klären und über Austausch und Diskussion in der Gruppe das
eigene Verständnis zu stärken und zu vertiefen. Nach meiner Erfahrung ist
dies eine ausgezeichnete Methode, um sich die Ideenwelt C. G. Jungs zu er-
schließen.

Die Textstelle lautet:


C. G. Jung, Gesammelte Werke Bd. 18/I: Über Grundlagen der Analytischen
Psychologie (Tavistock Lectures), Vorlesungen 3 – 5, §§ 145 – 415.
Auch zu finden in:
C. G. Jung, Ausgewählte Schriften. Hg. von Verena Kast und Ingrid Riedel.
3. Aufl. Patmos, Ostfildern 2013, S. 83–196.

Referent: Joachim Raack, Köln


Dipl.-Psych., Maitre de Philosophie, Psychoanalytiker
(nach C. G. Jung und Freud), Gruppenanalytiker, Lehr-
analytiker, Dozent und Supervisor am C. G. Jung-Institut
München und am IPR Köln
Termin: Samstag, 8. Mai 2021, 10.00 – 13.30 Uhr (4 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 30,– € / Nichtmitglieder 40,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 5 Fortbildungspunkten akkreditiert.
AP-4

24
GRUNDLAGENTHEMEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE

• Introversion und Extraversion – zwei im Alltag häufig


missverstandene Begriffe C. G. Jungs

GRUNDLAGEN-
Jeder benutzt heutzutage ganz selbstverständlich die Begriffe „introvertiert“

THEMEN
und „extravertiert“ bzw. „Introversion“ und „Extraversion“, um sich und an-
dere damit zu charakterisieren. Diese Begriffe werden jedoch oft falsch ver-
standen und angewendet. Schnell kann nämlich anstelle einer adäquaten
Charakterisierung eine Beurteilung entstehen, die der Persönlichkeit gar nicht
entspricht, was sowohl weitreichende negative Folgen für das Selbstverständ-
nis des betreffenden Menschen haben kann als auch für die Art und Weise,
wie er von seinen Mitmenschen gesehen wird.
Durch die verzerrte Selbstwahrnehmung kann die ganze Entwicklung eines
Menschen eingeschränkt werden, wie am Beispiel einer pseudo-introvertier-
ten jungen Frau gezeigt werden soll. Als Kind von Einwanderern war sie ihre
ganze Kindheit und Jugend hindurch sehr schüchtern gewesen, und sie glaub-
te von sich selber, sie sei introvertiert. Eigentlich handelte es sich aber um eine
ausgesprochen extravertierte Frau, die jedoch aufgrund ihrer unablässigen
Charakterisierung als „introvertiert“ seitens der Eltern, Lehrer und Vorgesetz-
ten schließlich selbst von ihrer Introvertiertheit überzeugt war und sich des-
halb auch an der Universität und dann im beruflichen Umfeld so verhielt, wie
sie glaubte, sich als Introvertierte benehmen zu müssen – und dies zu ihrem
Schaden.
Im Seminar werden wir die Thematik vertiefen, indem wir näher auf die Ge-
nese von Zwangsstörungen bei einem Mann und einem Mädchen eingehen,
die ihre Ursachen wesentlich in der sehr unterschiedlichen Typologie von
Eltern und Kind haben.

Referentin: Dr. Marianne Meister-Notter, Zürich


Psychoanalytikerin (C. G. Jung), Lehr- und
Kontroll­analytikerin am C. G. Jung-Institut Zürich
Termin: Samstag, 5. Juni 2021, 10.00 – 13.00 Uhr (4 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 30,– € / Nichtmitglieder 40,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 5 Fortbildungspunkten akkreditiert.
AP-5

25
GRUNDLAGENTHEMEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE

• Erich Neumann: „Die Große Mutter“


Die Erscheinungsformen der weiblichen Gestaltungen des
Unbewussten erkunden
Erich Neumann hat sich zeitlebens um die Darstellung der „Tiefenpsycho-
logie des Weiblichen“ bemüht. Er sah, „dass die Gefährdung der heutigen
Menschheit zu einem Teil gerade auf der einseitig-patriarchalen Bewusstsein-
sentwicklung des männlichen Geistes beruht, welcher nicht mehr durch die
‚matriarchale‘ Welt der Psyche im Ausgleich gehalten wird.“ (E.N.)
In der frühen Kindheit erfahren wir die Welt zunächst primär über die weib-
liche Psyche.
Wir wachsen in unser Dasein hinein, wobei das emotionale Verbundensein
ausschlaggebend ist. Dadurch erfahren wir uns und die Welt zuerst über das
weibliche, mutterspezifische Denken.
Es ist zyklisch, umkreisend, abwartend, daran interessiert mit den Dingen ver-
bunden zu sein. Im Erwachsenwerden entwickeln wir dann unsere Möglich-
keiten, selbst tätig zu werden. Diese Art der Welteroberung beruht haupt-
sächlich auf der männlichen Psyche, der vaterspezifischen Weltsicht. Jetzt ist
das Denken linear ausgerichtet, es ist daran interessiert, Dinge zum nützli-
chen Gebrauch herzustellen, die Natur handhabbar zu machen. Wie Jung und
Neumann aufgezeigt haben und wir auch vom ‚Ying und Yang Prinzip‘ her
kennen, verfügen beide Geschlechter über weibliche und männliche Anteile.
Um ein erfülltes Dasein führen zu können, brauchen wir auch beide. Denn
jede Art von Einseitigkeit engt unsere Lebensfreude und auch Schaffenskraft
ein. Im Workshop werden wir uns dem weibliche Symbolsystem nach Erich
Neumann zuwenden.

Referentin: Cornelia Ehrlich, Wuppertal


Dipl.-Psychologin, Atemtherapeutin nach C. Veening
Termin: Samstag, 26. Juni 2021, 10.00 – 18.00 Uhr (8 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 70,– € / Nichtmitglieder 90,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
AP-6

26
ANALYTISCHE PSYCHOLOGIE UND SPIRITUALITÄT

• Östlicher Weg und Analytische Psychologie


Man kann den spirituellen Weg in einem engeren Sinn als die Suche nach
einem individuellen und erfahrungsbezogenen Zugang zu einer transzenden-
ten Dimension auffassen. In einer solchen spirituellen Erfahrung wird die Welt
meist als Einheit erlebt und Gefühle einer grundlegenden Verbundenheit mit
allem empfunden. Dieses Erlebnis trägt für das Individuum oft einen existen-
ziellen und lebensverändernden Charakter.
Philosophie, Religion und Kunst beschäftigen sich mit diesem Phänomen, das
in allen Zeiten und Kulturen bekannt ist. Vor allem die Gesellschaften Asiens
haben den inneren Weg zu einem transzendenten Bewusstseinszustand hoch

SPIRITUALITÄT
entwickelt.
Spiritualität als psychische Erfahrung ist seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts
auch zum Gegenstand von Psychologie und Psychoanalyse geworden. Hier
war es vor allem C. G. Jung, der sich als Wissenschaftler ernsthaft für die „an-
dere Seite der Vernunft“ interessierte und das Unbewusste auch mittels Studi-
um der östlichen Religionen und spirituellen Wege erforscht hat.
Mit Hilfe der Theorien der Analytischen Psychologie C. G. Jungs wollen wir
im Seminar versuchen, uns verschiedenen östlichen spirituellen Positionen zu
nähern.

Referent*innen: Dr. med. Susanne Gabriel, Troisdorf


Ärztin für Innere Medizin, Psychotherapeutin, Psycho-
analytikerin (C. G. Jung), Dozentin am C. G. Jung-Institut
München, 1. Vorsitzende der C. G. Jung-Gesellschaft Köln
Dr. med. Matthias Gabriel, Troisdorf
Arzt für Innere Medizin, Dipl.-Psych., Psychotherapeut
Termin: Samstag, 26. September 2020,
10.00 – 17.00 Uhr (8 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 65,– € / Nichtmitglieder 85,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 10 Fortbildungspunkten akkreditiert.
SP-1

27
ANALYTISCHE PSYCHOLOGIE UND SPIRITUALITÄT

• Werden, die/der ich bin: Spiritualität und


Individuation in der zweiten Lebenshälfte
Selbsterfahrungsseminar
Jede Lebensphase hat ihre besonderen Schwierigkeiten, Herausforderungen
und Chancen. Das gilt auch für die Lebensmitte. Der Blick geht zurück auf das
bisherige Leben, wertet Gelungenes und Misslungenes. Lange Verdrängtes
meldet sich und verlangt Beachtung, ebenso unerfüllte Lebenswünsche und
Träume. Auch das Alter zeigt sich mit verschiedenen Anzeichen. Ein Wort von
C. G. Jung kann hier wegweisend sein: „Eine immer tiefer werdende Selbster-
kenntnis ist wohl unerlässlich für die Weiterführung eines wirklich sinnvollen
Lebens im Alter.“
Die Gruppe bietet Raum für eigene Themen und Fragen.

Bitte Schreib- und Malzeug mitbringen.

Referentin: Prof. Dr. Brigitte Dorst, Münster


Dipl.-Psych., Psychoanalytikerin (C. G. Jung), Dozentin
an den C. G. Jung-Instituten Zürich und Stuttgart,
Lehr­analytikerin am C. G. Jung-Institut Stuttgart
Termin: Samstag, 16. Januar 2021, 10.00 – 17.00 Uhr (8 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 70,– € / Nichtmitglieder 90,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 10 Fortbildungspunkten akkreditiert.
SP-2

28
ANALYTISCHE PSYCHOLOGIE UND SPIRITUALITÄT

• Das östliche und das westliche Selbst


Jungs Konzept des Selbst entwickelte sich auch in Auseinandersetzung mit
östlichen religiösen, philosophischen und psychologischen Ideen. Die Beschäf-
tigung mit taoistischen, hinduistischen und buddhistischen Vorstellungen hat
in seiner persönlichen und geistigen Entwicklung eine bedeutsame Rolle ge-
spielt. Er entdeckte viele Parallelen u.a. zwischen den Mandalaerfahrungen
und seinen zentralen Konzepten vom Selbst und der Individuation oder zwi-
schen den Polaritäten Yin/Yang und der Gegensatzstruktur der Psyche sowie
dem Konzept der Archetypen Anima/Animus.
Der Taoismus geht davon aus, dass das gesamte Universum von dualen Kräf-
ten, Yin und Yang, durchzogen ist. Das Zusammenspiel dieser Kräfte bringt das

SPIRITUALITÄT
„Tao“ zum Ausdruck. Das „Tao“ ist jenseits aller Begrifflichkeit und steht für
das Absolute, das kosmische Selbst. Unterschiedliche Methoden der Medi­tation
führen zur Erfahrung der Einheit von Mikrokosmos und Makrokosmos und da-
mit zum Einswerden mit dem Universum und dem ihm immanenten Tao.
Die Grundlagen hinduistischer Philosophie und Religion sind in der All-Ein-
heitslehre der Upanischaden zu finden. Sie setzen sich mit der Frage nach dem
Urgrund, dem Wesenskern alles Seienden auseinander. In der All-Einheitslehre
wird das All-Eine mit zwei Begriffen bezeichnet: Das All-Eine ist Brahman, das
höchste Selbst, und das All-Eine ist Atman, das wahre Selbst des Individuums.
Erlösung besteht dann in der Erkenntnis der Einheit von Atman und Brahman.
Der Buddhismus lehrt dagegen, dass ein substanzielles Selbst im Sinne des
hinduistischen Atman nicht existiert. Alle Phänomene, ob geistiger oder ma-
terieller Natur, stehen in einem wechselseitigen Abhängigkeits- und Bedingt-
heitsverhältnis und sind „leer“. Diese in allen Wesen vorhandene Leerheit ist
identisch mit dem Absoluten. Erlösung besteht hier in der Erkenntnis, dass die
Vorstellung eines Selbst Illusion ist.
Das Seminar will diese östlichen Wege vorstellen, Gemeinsamkeiten erkunden
und Beziehungen zur Analytischen Psychologie suchen.

Referent*innen: Dr. Gabriele Reifenrath, Bonn


Religionswissenschaftlerin,
Dozentin an der Universität Bonn
Dr. med. Susanne Gabriel, Troisdorf
Ärztin für Innere Medizin, Psychotherapeutin,
Psychoanalytikerin (C. G. Jung)
Dr. med. Matthias Gabriel, Troisdorf
Arzt für Innere Medizin, Dipl.-Psych., Psychotherapeut
Termin: Samstag, 3. Juli 2021, 10.00 – 17.00 Uhr (8 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 65,– € / Nichtmitglieder 85,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 10 Fortbildungspunkten akkreditiert.
SP-3

29
SEELISCHE KRISEN, ENTWICKLUNG UND HEILUNG

• Schmerz und seelische Entwicklung


Ausgehend vom Vortrag „Schmerz und seelische Entwicklung“ am Freitag-
abend gibt dieses Seminar die Möglichkeit zur Vertiefung. Es gibt Raum für
die Teilnehmer*innen, sich mit ihren Themen einzubringen, und es werden
kleine Einheiten zur Selbsterfahrung angeboten, z. B. über Imaginationen.

Referent*innen: Dr. Bernd Leibig, Ammerbuch


Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psycho­
therapie, Psychoanalyse, Paartherapie, Traumatherapie
Dipl.-Päd. Margarete Leibig, Ammerbuch
Psychologische Psychotherapeutin
Termin: Samstag, 20. Februar 2021, 10.00 – 13.00 Uhr (4 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 30,– € / Nichtmitglieder 40,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 5 Fortbildungspunkten akkreditiert.
SEH-1

30
SEELISCHE KRISEN, ENTWICKLUNG UND HEILUNG

• Verwundung und Heilung


Im Seminar werden die Grundlagen des Symbolverständnisses der Analyti-
schen Psychologie behandelt. Ausgehend davon beschäftigen wir uns mit der
Symbolik und den kollektiven Aspekten seelischer Verwundung und Trauma-
ta. Außerdem werden Chancen und Grenzen posttraumatischen Wachstums
mit seinen Potentialen, aber auch der Gefahr einer Idealisierung aufgezeigt.
In imaginativen Übungen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die
Möglichkeit, sich dem Thema von Verwundung und Heilung in eigener Erfah-
rung anzunähern.

Referent: Dr. Konstantin Rößler, Wörth


Psychoanalytiker (C. G. Jung),
Dozent am C. G. Jung-Institut Stuttgart
Termin: Samstag, 8. Mai 2021, 10.00 – 13.00 Uhr (4 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 30,– € / Nichtmitglieder 40,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 5 Fortbildungspunkten akkreditiert.
SEH-2

SEELISCHE
KRISEN

31
ANALYTISCHE PSYCHOLOGIE FÜR PSYCHOTHERAPEUT*INNEN

• Akkreditierte Fortbildung für Psychotherapeut*innen


und Psychotherapeut*innen in Ausbildung
Diese Fortbildungsveranstaltung ist insbesondere für Psychotherapeut*innen
gedacht, die ihre Arbeit mit den Konzepten und spezifischen Methoden der
Analytischen Psychologie C. G. Jungs ergänzen möchten.

Thema: Das „böse“ und das „gute“ Kind


Gedanken zu einer destruktiven Selbstentwicklung
Ausgehend von C. G. Jungs Überlegungen zum Thema „Die Verlassenheit des
Kindes“ in der Schrift „Zur Psychologie des Kindarchetyps“ wird Jungs Kon-
zept vom Heldenweg und vom Kind als Selbstsymbol aufgrund eines Mangels
insofern kritisch betrachtet, als es in dieser Theorie keine negativen Helden
gibt. Dies führt zur Feststellung, dass es in der Analytischen Psychologie gene-
rell kaum Erklärungen für „Destruktivität an sich“ gibt. Es wird die Annahme
vertreten, dass manche der früh verlassenen Kinder die unbewusste Phantasie
und eine tiefe Überzeugung haben, bereits als destruktives, „böses“ Kind auf
die Welt gekommen zu sein und unbewusst mit einem destruktiven Aspekt
der Großen Mutter (E. Neumann) identifiziert zu sein, was eine negative,
„böse“ Selbstdynamik in Gang setzt. Ihr Ich lebt in einer destruktiven Kom-
plexorganisation, sodass sich das Potential dieses destruktiven Selbst in einer
entgleisten, gewalttätigen Individuation entfalten kann.

Es wird vorausgesetzt, dass der Text von C. G. Jung, „Zur Psychologie des Kind-
archetyps“ (GW 9/I, §§ 259 – 305) gelesen wurde.

Referent: Dr. Gustav Bovensiepen, Köln


Facharzt für Kinder-und Jugendlichenpsychiatrie und
Facharzt für Psychotherapeutische Medizin
Termin: Samstag, 14. November 2020,
11.00 – 18.30 Uhr (8 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 90,– € / Nichtmitglieder 110,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Bitte unter Angabe der therapeutischen Ausbildung.
Mit 10 Fortbildungspunkten akkreditiert.
PT-1

32
ANALYTISCHE PSYCHOLOGIE FÜR PSYCHOTHERAPEUT*INNEN

Thema: Gruppenanalyse und Gruppentherapie in


der Analytischen Psychologie
Während Jung die Gruppentherapie oder Gruppenanalyse für sich selbst als
ein psychotherapeutisches Verfahren ablehnte, gab es unter seinen Nachfol-
gerinnen und Nachfolgern einige, die sich intensiv mit der Anwendung der
Analytischen Psychologie im Gruppensetting beschäftigten. Zu nennen wäre
hier an erster Stelle Trigant Burrows (1875 – 1950), der mehrere Jahre bei Jung
in Zürich studierte und bei ihm in Analyse war. Er gilt vielen als der Begründer
der Gruppenanalyse, da er früher als die bekannteren Pioniere Foulkes und
Bion als Gruppenanalytiker gearbeitet und dazu publiziert hatte. Darüber hi-
naus sind in der Analytischen Psychologie methodenspezifische Gruppen weit
verbreitet. Dazu gehören Gruppen in Aktiver Imagination oder Gruppen, die
sich kreativer Mittel (u.a. Malen, Tanzen, Ton) bedienen.
Wie immer im Arbeitskreis werden wir uns intensiv der konkreten Anwen-
dung in der Psychotherapie widmen, und es besteht die Möglichkeit, eigene
Erfahrungen mit Patientinnen und Patienten einzubringen und zu bespre-
chen. Dabei gilt es herauszuarbeiten, was das spezifisch Jungianische in der
Arbeit mit Gruppen sein kann und wie wir unser Verständnis von Gruppen-
prozessen mit Hilfe der Analytischen Psychologie vertiefen können.

Referenten: Volker Münch, München


Psychoanalytiker (C. G. Jung), Dozent an den
C. G. Jung-Instituten München und Stuttgart,
Lehranalytiker und Supervisor
Joachim Raack, Köln

THERAPEUT*INNEN
Dipl.-Psych., Maitre de Philosophie, Psychoanalytiker

FORTBILDUNG
FÜR PSYCHO­
(nach C. G. Jung und Freud), Gruppenanalytiker,
Lehranalytiker, Dozent und Supervisor am
C. G. Jung-Institut München und am IPR Köln
Termin: Samstag, 23. Januar 2021, 11.00 – 18.30 Uhr (8 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 90,– € / Nichtmitglieder 110,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Bitte unter Angabe der therapeutischen Ausbildung.
Mit 10 Fortbildungspunkten akkreditiert.
PT-2

33
KÖLNER ARBEITSKREIS FÜR PHILOSOPHIE UND
ANALYTISCHE PSYCHOLOGIE

• Die dunkle Seite der Wirtschaft


„Geiz, Wucher und Sorge müssen für eine kleine Weile noch unsere Götter
sein. Denn nur sie können uns aus dem Tunnel ökonomischer Zwänge he-
raus in das Licht des Tages führen.“ So formulierte im Jahre 1931 der wohl
bedeutendste Ökonom des 20. Jahrhunderts, J.M. Keynes, das Dilemma der
modernen Wirtschaft. Alles Wirtschaften beginnt mit der Sorge um die Befrie-
digung alltäglicher Lebensbedürfnisse. Zugleich aber liegt im menschlichen
Bedürfnis, wie schon Platon erkannte, eine Tendenz, ins Maß- und Grenzen-
lose zu expandieren. Während diese Tendenz in Antike und Christentum als
Gefahr für die menschliche Gemeinschaft gesehen wurde, gilt sie in moder-
nen Marktwirtschaften, solange sie im Rahmen der Rechtsordnung verbleibt,
als eigentlicher Motor des Wirtschaftswachstums. Untrennbar davon ist aller-
dings die weltweit zunehmende Ungleichheit und die Gefährdung der natür-
lichen Lebensgrundlagen der Menschheit. Insbesondere aber wirkt sich die
Maßlosigkeit, die der modernen Wirtschaft eingeschrieben ist, auf das Innen-
leben der Menschen aus. „Kapitalismus ist ein Zustand der Welt und der See-
le“, äußerte Franz Kafka in einem Gespräch. Im Seminar geht es zum einen
um die geistigen Grundlagen der modernen Wirtschaft und ihre Zukunfts-
perspektiven, zum anderen um mögliche Alternativen zu ihren destruktiven
Tendenzen. Wichtige Gedanken von Platon, Aristoteles, Adam Smith und Karl
Marx werden dabei zur Sprache kommen.

Referent: Privat-Dozent Dr. phil. Reiner Manstetten, M.A.,


Heidelberg
Promovierter Philosoph und Zen-Lehrer, Habilitation an
der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universi-
tät Heidelberg mit einer Arbeit über das Menschenbild
der Ökonomie, Lehraufträge, Forschungen, Publikatio-
nen in den Bereichen Ethik, Wirtschaftsethik und Ökolo-
gische Ökonomie sowie philosophische Mystik
Moderatoren: Dr. med. Matthias Gabriel, Troisdorf
Arzt für Innere Medizin, Dipl.-Psych., Psychotherapeut
Thomas Schwind, Münster
Dozent, Lehranalytiker und Supervisor
Termin: Samstag, 21. November 2020, 10.00 – 17.00 Uhr
(8 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: 55,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 10 Fortbildungspunkten akkreditiert.
PH-1

34
KÖLNER ARBEITSKREIS FÜR PHILOSOPHIE UND
ANALYTISCHE PSYCHOLOGIE

• Grundstrukturen der Existenz


Zugänge zu Martin Heideggers Denken
Martin Heidegger wandte sich im Gegensatz zu seinen Vorgängern ganz vom
reflexiven Bewusstsein ab und forderte, dass sich die philosophische Grund-
frage, nämlich „das Sein“, von sich selbst her faktisch aufschließen müsse.
Diesen Erweis sucht er in seinem Hauptwerk „Sein und Zeit“ beim menschli-
chen Dasein, weil dessen Existenz uns nicht nur und in erster Linie durch unser
Bewusstsein eröffnet werden kann, sondern sich im faktischen Vollzug des
Existierens selbst „auslegt“ und aufschließt (Hermeneutik der Faktizität). An
einer solchen Auslegung beteiligt er den Leser und die Leserin von „Sein und
Zeit“, indem er Strukturen der Existenz aufweist. Er nennt sie auch „Existenzi-
alien“ wie das „In-der-Welt-Sein“, „die Sorge“, „die Alltäglichkeit“, „das Da-
sein als Befindlichkeit“, „das Sein zum Tode“. All diese Phänomene sollen uns
die menschliche Existenz näherbringen und dem, was Sein und Zeit eigentlich
bedeuten. Seine Methode bezeichnete er als „Daseinsanalytik“, woraus dann
später auf Initiative von Medard Boss in Zürich eine eigene psychoanalytische
Richtung die „Daseinsanalyse“ entstanden ist.
Mit einigen dieser „Grundstrukturen der Existenz“ wollen wir uns in unserem
Seminar näher befassen.

Referent: Prof. Dr. Leo Dümpelmann, München


Promovierter Philosoph, Professor für Philosophie und
Sozialethik an der Fakultät für angewandte Sozialwissen-
schaft der Hochschule München
Moderatoren: Dr. med. Matthias Gabriel, Troisdorf
Arzt für Innere Medizin, Dipl.-Psych., Psychotherapeut
Thomas Schwind, Münster
Dozent, Lehranalytiker und Supervisor
Termin: Samstag, 23. Januar 2021, 10.00 – 17.00 Uhr (8 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: 55,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 10 Fortbildungspunkten akkreditiert.
PH-2
PHILOSOPHIE

35
KÖLNER ARBEITSKREIS FÜR PHILOSOPHIE UND
ANALYTISCHE PSYCHOLOGIE

• Mythos und Moderne


Der Begriff der Moderne als Zeitalter der Vernunft und des Fortschritts wurde
erst im 18. Jahrhundert geprägt. Friedrich Hegel war einer der ersten, der die-
se „Selbstvergewisserung der Moderne“ formulierte und gleichzeitig auf die
von ihr selbst hervorgebrachten Probleme verwies. Er nannte sie „Entzweiun-
gen“. Diese stellten sich im Laufe der Zeit immer mehr als das dualistische Aus-
einandertreten von Subjekt und Objekt, Glaube und Wissen, Natur und Kul-
tur, Arbeit und Kapital, Sinnlichkeit und Vernunft, Logos und Mythos heraus.
Die Verschärfung der krisenhaften Entwicklung der modernen Gesellschaften
zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand ihre Beschreibung in zahlreichen Theo-
rien von Max Weber über Martin Heidegger, Max Horkheimer und Theodor
Adorno bis Hartmut Rosa heute. Gleichzeitig entwickelte in der Psychoanalyse
Sigmund Freud seine Gedanken über das „Unbehagen in der Kultur“, und
in der Tradition der Analytischen Psychologie hat Erich Neumann mit seiner
Schrift „Krise und Erneuerung“ versucht, die Theorien von C. G. Jung auf die
Widersprüche der Moderne anzuwenden. Als Lösung wurden auch immer
wieder Vorschläge einer Re-Mythologisierung angeboten, die man vor allem
der schöpferischen Kraft der Kunst zutraute. Katastrophal wirkte aber dann
die Macht der Mythen, als die Nationalsozialisten sie für ihren „Mythos des
20. Jahrhunderts“ missbrauchten. In unserem Seminar wollen wir versuchen,
diesen ambivalenten Entwicklungen anhand von Krisentheorien der Moderne
zu folgen.

Referenten: Dr. med. Matthias Gabriel, Troisdorf


Arzt für Innere Medizin, Dipl.-Psych., Psychotherapeut,
Lehrbeauftragter an der Philosophisch-Theologischen
Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt
Thomas Schwind, Münster
Dozent, Lehranalytiker und Supervisor
Termin: Samstag, 24. April 2021, 10.00 – 17.00 Uhr (8 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: 55,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 10 Fortbildungspunkten akkreditiert.
PH-3

36
METHODEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE
TRAUM UND SYMBOLARBEIT

• Träume als innere Wegweiser


Auf dem Weg der Individuation verweisen die Botschaften der Träume auf
ein tieferes inneres Wissen. Sie können Hinweise zur Selbsterkenntnis geben
und dabei helfen, Schwierigkeiten in der gegenwärtigen Lebenssituation aus
einer größeren Perspektive zu betrachten. Träume beziehen sich nicht nur
retrospektiv auf etwas Vergangenes, sondern manche sind auch als voraus-
schauend und zukunftsorientiert zu verstehen. In der Traumarbeit geht es
darum, die Brücke zwischen dem Tagesbewusstsein und der inneren Welt der
Träume und ihren Symbolen zu finden, sich im Spannungsfeld zwischen dem
Leben in der Alltagswelt und der inneren Welt der Seele zu bewegen.
Das Seminar bietet die Möglichkeit, eigene Träume zu besprechen, in Fortset-
zung der Traumseminare der vergangenen Semester.
Eine Traumgruppe ist ein besonderer Raum, in dem es um Verstehen und Deu-
tung der Träume geht – in Achtsamkeit, Einfühlung und in aktiver Resonanz
der Gruppenmitglieder. Diese besondere Form der Zusammenarbeit setzt vor-
aus, miteinander bekannt zu sein. Daher ist die Teilnahme an diesem Seminar
nur in der geschlossenen Gruppe (verbindliche Anmeldung für alle vier Termi-
ne) möglich.

Referentin: Prof. Dr. Brigitte Dorst, Münster


Dipl.-Psych., Psychoanalytikerin (C. G. Jung),
Dozentin an den C. G. Jung-Instituten Zürich und Stutt-
gart, Lehranalytikerin am C. G. Jung-Institut Stuttgart
Termine: Freitag, 13. November 2020,
Freitag, 4. Dezember 2020,
Donnerstag, 28. Januar 2021,
Freitag, 26. Februar 2021,
Jeweils 18.00 – 21.00 Uhr (4 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 120,– € / Nichtmitglieder 160,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Insgesamt mit 20 Fortbildungspunkten akkreditiert.
TS-1
TRAUM

37
METHODEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE
TRAUM UND SYMBOLARBEIT

• Fragen an unsere Träume – vor dem Hintergrund


der Traumtheorie C. G. Jungs
Ein gelungenes Traumverstehen bedeutet, für unsere Träume wach zu wer-
den. Die Traumtheorie Jungs bietet uns einige wichtige Basisfragen, die für
das Verstehen der Träume enorm hilfreich sind.
Im Seminar sollen an Hand von Traumbeispielen 12 Basisfragestellungen zu
Träumen besprochen und diskutiert werden.

Referent: Dieter Schnocks, Stuttgart


Dozent und Lehranalytiker am C. G. Jung-Institut Stutt-
gart, 1. Vorsitzender der C. G. Jung-Instituts Stuttgart
Termin: Samstag, 17. April 2021, 10.00 – 13.00 Uhr (4 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 30,– € / Nichtmitglieder 40,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 5 Fortbildungspunkten akkreditiert.

TS-2

38
METHODEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE
TRAUM UND SYMBOLARBEIT

• Wer sind Animus und Anima?


C. G. Jungs Animus-/Anima-Konzept wird sehr kontrovers diskutiert. Jungs
Anschauung ist aus seinem zeitgenössischen Kontext heraus zu verstehen
und bedarf heutzutage einer Neuformulierung und eines neuen Verständ-
nisses. Dann kann das Wertvolle am Gedanken der weiblichen und männli-
chen Qualitäten der Seele neu entdeckt werden. Im Seminar geht es um die
Betrachtung der Träume mit besonderem Fokus auf weibliche und männliche
Traumfiguren und deren Wirkung im Unbewussten im Hnblick auf Selbstent-
wicklung und Individuation. Es werden Träume besprochen, und die Teilneh-
mer*innen werden gebeten, eigene Träume mitzubringen.

Referentin: Ursula Brasch, Basel


Psychologische Psychotherapeutin,
Lehranalytikerin, Supervisorin
Termin: Samstag, 12. Juni 2021, 10.00 – 16.00 Uhr (6 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 55,– € / Nichtmitglieder 70,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 8 Fortbildungspunkten akkreditiert.

TS-3

TRAUM

39
METHODEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE
AKTIVE IMAGINATION

• Selfcare und Achtsamkeit


Integrative Imagination
Selfcare bedeutet Selbstfürsorge. Sie beinhaltet Liebe, Zuwendung und acht-
same Aufmerksamkeit für das „Anklopfen“ der eigenen Seele, bedeutet, für
unsere sozialen, körperlichen und spirituellen Bedürfnisse einzustehen. Oft
können wir sehr fürsorglich für andere Menschen da sein, gerade in helfen-
den Berufen oder in der eigenen Familie: Wir haben gute Ideen und Ratschlä-
ge, wie andere Menschen besser für sich selbst sorgen, sich gut um sich selbst
kümmern könnten. Doch zugleich geben wir uns selbst und der achtsamen
Präsenz für unsere eigenen Bedürfnisse zu wenig Raum. Die meisten Men-
schen wissen um diesen Zwiespalt, erinnern sich auch durchaus daran, dass
es – schon allein als Burnout-Prophylaxe – gut wäre, der inneren Gelassenheit
und Selbstfürsorge mehr Raum zu geben. Doch wie können wir milder, acht-
samer und fürsorglicher mit uns selbst umgehen? Wenn wir üben, uns mit
freundlicher Selbstliebe zu begegnen, können wir auch die dahinterliegende
Lebenskraft befreien.
Im Workshop wird es Raum, Inspirationen und Impulse für diese Themen und
Fragen geben. Die „integrative Imaginationsarbeit“ nach Stephen Gallegos
verbindet die Aktive Imagination C. G. Jungs mit schamanischen Traditionen
der Krafttier-Reisen und der östlichen Chakrenlehre. Im Kontakt mit inneren
Wesen kommunizieren wir mit den heilenden Kräften in uns. Dadurch kann
das Vertrauen in die eigene Intuition gestärkt werden. Das anschließende re-
flektierende Gespräch unterstützt, das Erlebte zu vertiefen und in den Alltag
zu integrieren.

Bitte bequeme Kleidung, eine Decke und warme Socken mitbringen.

Referentin: Dr. Dipl.-Psych. Marascha Daniela Heisig, Detmold


Diplom-Psychologin, Praxis für psychologische Beratung
Termin: Samstag, 6. März 2021, 12.00 – 18.00 Uhr (6 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 55,– € / Nichtmitglieder 70,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
AI-1

40
IMAGINATION
AKTIVE

MALEN
METHODEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE
MALEN AUS DEM UNBEWUSSTEN

• Rotes Pferd, blaue Katze, gelbe Kuh –


„farbige“ Instinktkräfte
Im roten Pferd, der blauen Katze und der gelben Kuh von Franz Marc begeg-
nen uns ausdrucksstark die Farben Rot, Blau und Gelb und berühren uns auf
besondere Weise. Im Seminar nähern wir uns diesen Farben und Tiersymbo-
len mit Hilfe des Malens aus dem Unbewussten an, einer maltherapeutischen
Methode auf Basis der Analytischen Psychologie C. G. Jungs, die von Prof.
­
Dr. Ingrid Riedel und Christa Henzler entwickelt wurde. Sie ermöglicht der
Seele, sich durch Malen und Gestalten selbst auszudrücken, sodass psychische
Reifungs-, Entwicklungs- und Selbstheilungsprozesse in Gang gesetzt werden.
Im Seminar stellen wir uns zunächst diese „farbigen“ Instinktkräfte in der
Imagination vor, spüren ihnen nach und lassen dann eigene Bilder von großer
Lebendigkeit und Farbigkeit entstehen. Wir werden schauen, inwiefern die
Farben Rot, Blau und Gelb sowie die Tiersymbole Pferd, Katze und Kuh etwas
mit uns und eigenen seelischen Kräften zu tun haben, und tauschen uns an-
schließend im Gespräch in der Gruppe darüber aus. Ziel des Seminars ist, den
Reichtum „farbiger“ progressiver Energie neu zu erschließen, sodass wir neue
Impulse für die Alltagsgestaltung bekommen können.

Bitte eigenes Malmaterial mitbringen, insbesondere große Papierbögen und


Wachsmalstifte oder Acrylfarben bzw. einfache Wasserfarben.

Literatur: Ingrid Riedel / Christa Henzler: Maltherapie. Auf der Basis der Analy-
tischen Psychologie C. G. Jungs. Patmos, erweiterte Neuausgabe 2016

Referentin: Astrid Müller, Mössingen


Analytische Kinder- u. Jugendlichen-Psychotherapeutin
(C. G. Jung), Dozentin an den C. G. Jung-Instituten Stutt-
gart und Zürich, Fortbildung bei Dr. Ingrid Riedel und
Christa Henzler im Malen aus dem Unbewussten
Termin: Samstag, 13. März 2021, 9.00 – 15.00 Uhr (6 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 55,– € / Nichtmitglieder 70,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 8 Fortbildungspunkten akkreditiert.

MU-1

41
METHODEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE
MALEN AUS DEM UNBEWUSSTEN

• Mein innerer Baum


An diesem Mal-Wochenende in wunderschöner Landschaft auf Hof Kuppen
können wir die Bäume berühren und uns von ihnen berühren lassen. Unser in-
nerer Baum mag lebendig werden und uns Energie geben. Welche Baum-An-
teile sprechen in mir? In welcher Farbe und in welchen Formen drängen mei-
ne Wurzel, mein Stamm und meine Krone ins Sichtbare? Was formt sich unter
meiner Hand zum Bild? Und was sagen meine Bilder aus der Tiefe über mich
selbst und über mein Potential? Welche Äste wollen wachsen?
Wir vertrauen uns dem Fluss des Malens an und lassen uns überraschen. Was
immer entsteht, ist jetzt richtig. Die Hinwendung zum Körper und zu unserer
Atmung wird den spontanen Prozess beflügeln. Die entstandenen Bilder wer-
den wir achtungsvoll betrachten. Jede/r Einzelne wird Raum haben, ihr/sein
Malerlebnisse in Worte zu fassen, um es im Bewusstsein zu verankern. Ein Mit-
teilen in der Gruppe und Hinweise aus der Psychoenergetik können – wenn
es für die/den Malenden stimmig ist – zum „Sehen“ beitragen und Energie­
signale deutlich machen. Ziel des Seminars ist es, Kraft und Lebendigkeit aus
der eigenen Tiefe heraus zu stärken.

Bitte Malsachen mitbringen.

Referentin: Dr. Herta Wegner, Engelskirchen


Allgemeinmedizin, Homöopathie,
Psychoenergetik nach P. Schellenbaum
Termin: Freitag, 11. Juni 2021, 16.00 Uhr bis
Sonntag, 13. Juni 2021, 13.00 Uhr (16 UStd.)
Ort: Halscheid, Hof Kuppen
Kostenbeitrag: Mitglieder 120,– € / Nichtmitglieder 160,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Maximale Teilnehmer*innenzahl: 8 Personen
MU-2

42
METHODEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE
TANZ, MUSIK UND KÖRPERARBEIT

• Vom Atem der Seele


Tiefenpsychologisch orientierte Atemlehre nach Cornelis Veening

KÖRPERARBEIT
und Irmela Halstenbach

TANZ, MUSIK
In dieser meditativen Atemarbeit geht es um die Wiederentdeckung unserer

UND
inneren Heilkräfte und die Rückbindung (lat. religio) an sie. Der innere Atem
fließt im Blut, das von altersher als Sitz der Seele und der Lebenskraft gilt. Als
Embryo nehmen wir darüber das Urwissen der Menschheit in unsere Zellen
auf. Diesem Weisheitsreservoir wenden wir uns in der Atemarbeit zu. Wäh-
rend wir die Sinne nach innen wenden, bildet sich in der Gruppe ein Feld, in
dem sich die eigene Innenwahrnehmung zunehmend erweitern und vertie-
fen kann. Wir können lernen, über die Zentren der Wirbelsäule (Chakren)
der aufsteigenden Lebenskraft zu folgen. Psychologisch gesprochen vollzieht
sich so auf der Ich-Selbst-Achse eine Verschiebung vom bewussten Ich in Rich-
tung unseres Selbst. Der meditative Zustand ermöglicht, die Weisheit unserer
leibseelischen Ordnung zu erleben und gleichzeitig „es selbst zu sein“. Wir
sind für Momente auf unser Urwissen bezogen, und dies belebt seelisch und
verändert ganzheitlich. Denn aus dieser kollektiven Schicht können uns tiefe
Sinnerfahrungen des Lebens, Selbstheilungskräfte und schöpferische Mög-
lichkeiten zukommen.

Bitte Socken oder Schuhe mit weichen Sohlen, ein Notizblock und eventuell
eine Decke mitbringen.

Referentin: Cornelia Ehrlich, Wuppertal


Dipl.-Psychologin, Atemtherapeutin nach C. Veening
Termine: TMK-1: 12. Dezember 2020,
TMK-2: 6. März 2021,
TMK-3: 12. Juni 2021 ,
Jeweils samstags, 10.00 – 18.00 Uhr (8 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: pro Termin: Mitglieder 70,– € / Nichtmitglieder 90,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
TMK-1 / TMK-2 / TMK-3

43
METHODEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE
TANZ, MUSIK UND KÖRPERARBEIT

• Meditation im Tanz
Frühling als Impuls der Individuation
Die Meditation im Tanz stellt einen Übungsweg dar, sich über den Körper und
in der Bewegung auf das uns Wesentliche zu konzentrieren. Im meditativen
Umkreisen der Mitte können zentrale Fragen des Lebens aufsteigen und be-
wegt werden: „Wohin richten wir uns aus?“, „Von was lassen wir uns leiten?“
Die Kreismitte repräsentiert symbolisch das leitende und lenkende Zentrum
des Individuationsweges. Das Datum des Frühlingsanfangs bietet zudem an,
über die Meditation im Tanz Wachstumsimpulse für die Individuation aufzu-
nehmen.
Eine Übungseinheit beginnt mit der Wahrnehmung des Körpers und leitet
nahtlos über in das Aufnehmen der Bewegung und der einfachen Tanzschrit-
te. Über intensives Wiederholen der Tänze gewinnen die Tanzenden Zugang
zu ihren persönlichen Ausdrucksmöglichkeiten. Die Tänze greifen, unter be-
sonderer Berücksichtigung des Frühlings, Wandlungsthemen auf, in denen
die Kräfte des ewigen Vergehens und Werdens erfahrbar werden, und initi-
ieren dadurch einen intensiven Selbsterfahrungsprozess. Impulse der Selbst-
entwicklung werden körperlich spürbar – im äußeren Bewegt-Werden und
innerlichen Bewegt-Sein.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bitte bewegungsfreundliche Kleidung


und flache Schuhe mitbringen.

Referent: Günter Hammerstein, Stuttgart


Eigenes Konzept der Meditation im Tanz, AKJP,
Psychotherapeut (EAP), Psychodrama-Leiter,
Qigong-Yangsheng-Lehrer
Termin: Samstag, 20. März 2021, 11.00 – 18.00 Uhr (8 UStd.)
Ort: Köln, Melanchthon-Akademie
Kostenbeitrag: Mitglieder 70,– € / Nichtmitglieder 90,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 10 Fortbildungspunkten akkreditiert.
TMK-4

44
METHODEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE
SANDSPIELTHERAPIE NACH DORA KALFF

• Sand-Werkstatt
Sandspiel in Theorie und Praxis
Vor dem Hintergrund der psychoanalytischen Krankheitslehre und Ent-
wicklungspsychologie sowie den Konzepten der Analytischen Psychologie
C. G. Jungs werden Behandlungsprozesse bei verschiedenen seelischen Stö-
rungsbildern und deren methodische und theoretische Erfassung im Sandspiel
vorgestellt. Zudem sollen die dazugehörige Psychodynamik, Symbolik und der
therapeutische Prozess diskutiert werden.
Teilnahmevoraussetzung ist die Absicht, das Sandspiel in die eigene Arbeit
einzubeziehen.

SANDSPIEL
Thema: Schattenbearbeitung mit Hilfe der Sandspieltherapie
Darstellung und Bearbeitung des Schattens aus verschiedenen Psychotherapi-
en Jugendlicher und Erwachsener

Referentin: Erika Jungbluth, Nörvenich


Psychotherapeutin in eigener Praxis, Lehrtherapeutin
Sandspieltherapie (DGST / ISST) Analytische Psychologie
C. G. Jung, Gründungs- und langjähriges Vorstandsmit-
glied der C. G. Jung-Gesellschaft Köln e.V.
Termin: Samstag, 13. März 2021, 10.00 – 18.00 Uhr (8 UStd.)
Ort: Psychotherapeutische Praxis,
Kolpingstr. 19, 52388 Nörvenich-Wissersheim
Kostenbeitrag: Mitglieder 70,– € / Nichtmitglieder 90,– €
Für das leibliche Wohl ist gegen Kostenumlage vor Ort
gesorgt.
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 10 Fortbildungspunkten akkreditiert.
S-1

45
METHODEN DER ANALYTISCHEN PSYCHOLOGIE
SANDSPIELTHERAPIE NACH DORA KALFF

Thema: Energie und Selbst in der Sandspieltherapie


Das Zusammenwirken von Analyse und bildhaftem Verstehen geschieht in
der Sandspieltherapie oft am besten in einem einzigen Moment: Ein Bild sagt
mehr als tausend Worte. Das Selbst ist nicht direkt fassbar, doch alle Entwick-
lungsimpulse gehen von ihm aus. Diese Impulse beginnen oft energetisch
und setzen sich so fort, ohne dass verbales Verstehen dafür immer notwendig
wäre. Energie, Libido, ist ebenso wenig als Substanz fassbar wie die Seele oder
das Selbst. Anhand eines sehr plastischen Sandspielprozesses eines 8-jährigen
Mädchens mit frühem Vaterverlust soll der Frage nachgegangen werden, wie
die energetischen Entwicklungsimpulse des Selbst sich manifestieren. Dabei
werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in das Deutungsgeschehen von
Anfang an mit einbezogen.

Der genaue Termin dieser Sandwerkstatt wird nach Anmeldung mit dem
Referenten in der Gruppe persönlich abgestimmt.

Referent: Robert Feind, Köln


Dipl.-Psych., Psychoanalytiker,
Sandspieltherapeut (DGST / SST)
Termin: Samstag, 10.00 – 18.00 Uhr (8 UStd.)
Ort: Praxis Robert Feind, Sechzigstraße 69, 50733 Köln-Nippes
Kostenbeitrag: Mitglieder 70,– € / Nichtmitglieder 90,– €
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Mit 10 Fortbildungspunkten akkreditiert.
S-2

46
TAGUNG

• Wasser – Urquell des Lebens


9. Sommerakademie C. G. Jung im Kloster Vinnenberg
Das Wasser im Meer, in Flüssen und Seen, in uns, in unserem Leib und in unse-
rer Seele, das Wasser im Regen und in den Wolken, in unseren Gedanken- und
Redeflüssen, das frische Quellwasser in der Wüste und der Bach am Berghang:
wir sehen und hören Plätschern, Rauschen, Fließen und Strömen und spüren
im warmen Sommerregen das Wasser auf unserer Haut – wir sind eins mit dem
Urquell des Lebens und des Lebendigen.
Panta rhei – „Alles fließt“, das ist eines der Urworte des abendländischen Den-
kens und der geistigen Kultur Europas. In Heraklits Urwort ist auch enthalten:
„Wer in denselben Fluss steigt, dem fließt anderes und wieder anderes Wasser
zu.“ Wir sind immer und beständig damit konfrontiert, dass uns Neues zu-
fließt, so sehr wir uns auch einen Stillstand manchmal wünschen mögen. Aus
tiefenpsychologischer Sicht ist dieser Gedanke von größter Bedeutung: Denn
wenn an der Oberfläche des Bewusstseins nichts mehr zu fließen, Stillstand
und Bewegungslosigkeit eingetreten zu sein scheint, so lässt uns diese Varian-
te des Panta rhei doch immer darauf vertrauen, dass es dann unterirdisch, also
im Unbewussten weiterhin und weiter fließt.
Tauchen Sie mit uns in der Sommerakademie in die verschiedensten Zugänge

TAGUNG
zum Wasser ein: tiefenpsychologisch, musikalisch, bildlich, biologisch, geistig
und entdecken Sie Neues, aber auch Gefährdetes und Gefährliches in der strö-
menden Vielfalt des Wassers.

Termin: 2. – 7. August 2020


Ort: Kloster Vinnenberg, Beverstrang 37,
48231 Warendorf-Mitte
Kostenbeitrag: Mitglieder 725,– € / Nichtmitglieder 775,– €
Darin enthalten sind die Kosten für Übernachtung,
Mahlzeiten, kulturelle Aktivitäten
Anmeldung: Anmeldung erforderlich beim Kloster Vinnenberg
Tel.: 02584 / 919950
E-Mail: info@kloster-vinnenberg.de
Einen ausführlichen Flyer finden Sie auf unserer
Homepage www.cgjung.org oder unter:
www.kloster-vinnenberg.de.
T-SA

47
REISEN

• Meeresgrund und Horizont


Mythen, Geschichten und Gedichte vom Wasser und Meer

Wieder einmal ans Meer fahren,


den Wind in den Haaren spüren,
das Spiel der Wellen beobachten,
den Blick in die Weite des Horizonts richten,
Sehnsüchte wach werden lassen …

Das Seminar lädt ein zu gemeinsamen Tagen am Meer: nicht nur ins Wasser
einzutauchen, sondern ebenso mit der Seele einzutauchen in die wunderbare
Welt der Mythen, der Literatur in Erzählungen und Gedichten, in die vielfälti-
ge archetypische Symbolik von Himmel und Meer.
In der therapeutischen Symbolarbeit mit Bildern, Imaginationen und Sym-
bolen sollen die kreativen und heilenden Kräfte des Unbewussten angeregt
werden.

Referentin: Prof. Dr. Brigitte Dorst, Münster


Dipl.-Psych., Psychoanalytikerin (C. G. Jung),
Dozentin an den C. G. Jung-Instituten Zürich und Stutt-
gart, Lehranalytikerin am C. G. Jung-Institut Stuttgart
Termin: Donnerstag, 13. Mai 2021, 16.00 Uhr bis
Sonntag, 16. Mai 2021, 13.00 Uhr (25 UStd.)
Ort: Akademie am Meer, Klappholttal, List, Sylt
Kostenbeitrag: 523,– € im Doppelzimmer
562,– € im Einzelzimmer
In den Kosten enthalten sind:
Seminarkosten, Kurtaxe, Unterkunft mit Vollpension im
Doppelzimmer bzw. im Einzelzimmer inkl. EZ-Aufschlag
Nicht enthalten sind:
Kosten für die eigene Anreise
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Bitte mit der Anmeldung Ihren Zimmerwunsch (Einzel-
oder Doppelzimmer und Zimmerpartner*in) per E-Mail
angeben, die Reservierung erfolgt über uns.
Akkreditierung wird bei der PTK Schleswig-Holstein
beantragt.
R-SY1

Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu Reisen nach Sylt auf Seite 52.

48
REISEN

• „Im Rad des Lebens“


Integrative Tiefen-Imaginationsarbeit und rituelle Auszeiten
in der Natur
Die vier Ich-Funktionen nach C. G. Jung – Denken, Fühlen, Empfinden, Intui­
tion – weisen eine erstaunliche Ähnlichkeit mit den vier Richtungen des Medi-
zinrads in indigenen Kulturen auf. Dort existieren Vorstellungen, in denen das
Leben als Kreislauf beschrieben wird. Das sogenannte Lebensrad orientiert
sich an den vier Himmelsrichtungen und den vier Lebensaltern des Menschen.
In der Natur wie in unserem Leben finden sich die großen Zyklen von Werden,
Sein und Vergehen. In der integrativen Imaginationsarbeit nach Steve Galle-
gos sind beide Konzepte aufeinander bezogen und integriert.
Im Mittelpunkt des dreitägigen Intensiv-Seminars steht die Frage nach der
stimmigen Balance der vier Funktionen und vier Himmelsrichtungen und ihre
Wirkung in unserem Leben. Neben theoretischen Impulsen gibt es viel Zeit
für Erfahrungen im eigenen „Rad des Lebens“. Durch Übungen in der Natur
und integrative Tiefenimaginationen entdecken wir, wo wir selbst in unserem
Lebensrad stehen. Zentrale Lebensthemen und -fragen können aus verschie-
denen Perspektiven wahrgenommen und heilsam bearbeitet werden. So las-
sen sich ein neuer Zugang zu verborgenen Kraftquellen und Antworten auf
drängende Sinnfragen finden.

Bitte bequeme Kleidung, eine Decke, ein Notizbuch, warme Socken, ggf. Iso-
matte sowie Hausschuhe mitbringen.

Referentin: Dr. Dipl.-Psych. Marascha Daniela Heisig, Detmold


Diplom-Psychologin, Praxis für psychologische Beratung
Termin: Donnerstag, 10. Juni 2021, 16.00 Uhr bis

REISEN
Sonntag, 13. Juni 2021, 13.00 Uhr (25 UStd.)
Ort: Akademie am Meer, Klappholttal, List, Sylt
Kostenbeitrag: 523,– € im Doppelzimmer
562,– € im Einzelzimmer
In den Kosten enthalten sind:
Seminarkosten, Kurtaxe, Unterkunft mit Vollpension im
Doppelzimmer bzw. im Einzelzimmer inkl. EZ-Aufschlag
Nicht enthalten sind:
Kosten für die eigene Anreise
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Bitte mit der Anmeldung Ihren Zimmerwunsch (Einzel-
oder Doppelzimmer und Zimmerpartner*in) per E-Mail
angeben, die Reservierung erfolgt über uns.
R-SY2

Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu Reisen nach Sylt auf Seite 52.

49
REISEN

• „Ach in der Kindheit, Gott: wie warst du leicht“


(Rilke)
Über das Gottesbild in den Dichtungen von Goethe und Rilke,
betrachtet im Licht der Analytischen Psychologie – Spiritualität
als Ressource
In der Analytischen Psychologie C. G. Jungs findet (neben der Arbeit an der
Individuation) die Auseinandersetzung mit dem persönlichen Gottesbild be-
sondere Beachtung. Es wird dabei ausdrücklich nicht von Gott gesprochen,
sondern es geht um psychologische Aussagen im Zusammenhang mit Vor-
stellungen, Bildern und Projektionen, die Menschen zeitübergreifend in der
Begegnung mit dem ihnen „Heiligen“ – einem „Numinosum“ – entwickelt
haben. Jung spricht daher von einem Archetypus, der dem Menschen ins Un-
bewusste gelegt wurde, „damit der nicht anmaßliche Mensch in der Stille
seiner Seele auf ein ihm verwandtes, aus seiner eigenen seelischen Substanz
erbautes Bild blicken mag, welches alles in sich hat, was er sich je über sei-
ne Götter oder über seinen Seelengrund ausdenken wird“ (GW 11, Anhang,
S. 661). Die Erfahrung, dass dieses Bild durchaus auch komplexer und leidvol-
ler Natur sein kann, scheint auf in der im Titel zitierten Verszeile Rilkes.
Nach dem Verständnis der Analytischen Psychologie ist das Gottesbild eine
Spiegelung des Selbst, d.h. der polar-paradoxen Ganzheit der menschlichen
Gesamtpersönlichkeit. Kein psychotherapeutischer Prozess, keine Persönlich-
keitsentwicklung und keine große Dichtung kommt aus ohne eine Auseinan-
dersetzung mit den daraus resultierenden Erfahrungen von Gegensatz und
Widerspruch und der damit verbundenen Konflikthaftigkeit und Spannung.
In diesem Sinne soll im Seminar in der Auseinandersetzung mit Gottesvor-
stellungen im dichterischen Werk Goethes und Rilkes, auf der Folie der Ana-
lytischen Psychologie (nach C. G. Jung und Erich Neumann), die Möglichkeit
zur je persönlichen Selbst-Erfahrung eröffnet werden. Spiritualität in ihrem
bereichernden, sinnstiftenden Vermögen kann so als Ressource für Selbstfin-
dungs- und Heilungsprozesse erfahren werden.

50
REISEN

Referentin: Dr. phil. Ursula Arlart, Ulm


Psychoanalytikerin (C. G. Jung), Literaturwissenschaftlerin
Termin: Donnerstag, 24. Juni 2021, 14.00 Uhr bis
Sonntag, 27. Juni 2021, 13.00 Uhr (25 UStd.)
Ort: Bildungszentrum Kloster Roggenburg, Klosterstraße 3,
89297 Roggenburg
Kostenbeitrag: 631,– € im Doppelzimmer
691,– € im Einzelzimmer
In den Kosten enthalten sind:
Seminarkosten, Unterkunft mit Vollpension im Doppel-
zimmer bzw. im Einzelzimmer inkl. EZ-Aufschlag
Nicht enthalten sind:
Kosten für die eigene Anreise
Anmeldung: Anmeldung erforderlich (s. Seite 56)
Bitte mit der Anmeldung Ihren Zimmerwunsch (Einzel-
oder Doppelzimmer und Zimmerpartner*in) per E-Mail
angeben, die Reservierung erfolgt über uns.
Akkreditierung wird bei der PTK beantragt.
R-RB

REISEN

51
REISEN

Hinweise zu Reisen nach Sylt

Die Akademie am Meer ist kein Hotel. Kurs-Teilnehmende wohnen in einfa-


chen, aber behaglich eingerichteten Einzel-, Doppel- und Mehrbetthäusern,
die mit fließendem Wasser, Heizung und Telefon, teilweise mit WC und Du-
sche ausgestattet sind. Es gibt kein WLAN und nur einen schlechten Mobil-
funkempfang. Die Häuser liegen verstreut im eigenen Dünengebiet, das rund
7,5 ha umfasst.

Bitte beachten Sie auch, dass bei einer Stornierung Ihrer Kurs- und Zimmer-
buchung je nach Zeitpunkt unterschiedlich hohe Bearbeitungs- und Storno-
gebühren erhoben werden, sowohl von uns als auch von der Akademie am
Meer.

52
FORTBILDUNG

• Fortbildung in Aktiver Imagination


Die einjährige Fortbildung in Aktiver Imagination soll einführen in Theo-
rie und Praxis dieser spezifischen Methode der Analytischen Psychologie. Zur
Theorie gehören sowohl allgemeine Grundlagen der Analytischen Psycholo-
gie als auch theoretische Kenntnisse über die Aktive Imagination. Das Haupt-
gewicht liegt auf der praktischen Anwendbarkeit dieser Methode für jede/n
Einzelne/n und in der damit verbundenen Selbsterfahrung.

Referent*in Termine Themen

Prof. Dr. Brigitte Dorst 20.02.2021 Grundlagen der Analytischen Psychologie

20.03.2021 Aktive Imagination und Symbolverständnis

17.04.2021 Individuation und Aktive Imagination

Dr. med. Susanne Gabriel 29.05.2021 Aktive Imagination und Traum

26.06.2021 Deutungsmodelle

Thomas Schwind 25.09.2021 Übertragung und Gegenübertragung in der AP und AI

23.10.2021 Aktive Imagination und Narrativität

Prof. Dr. Ralf T. Vogel 20.11.2021 Finalitätskonzept der Analytischen Psychologie

Dr. med. Susanne Gabriel


04.12.2021 Abschluss und Auswertung
und Thomas Schwind

Ort: Köln, Melanchthon Akademie


Kosten der
Fortbildung: Mitglieder 1200,– € / Nichtmitglieder 1300,– €
(zahlbar in Raten)

Alle Informationen zur Fortbildung finden Sie auch auf unserer Internetseite
unter www.cgjung.org und im Faltblatt „Fortbildung in Aktiver Imagination“.
FORTBILDUNG

53
Von den Psychotherapeutenkammern akkreditierte
­Veranstaltungen

AP-1 Prof. Dr. Ralf T. Vogel: „Sinn und Ziel“ S. 20


AP-2 Dr. Susanne Gabriel: Einführung in die
Analytische Psychologie C. G. Jungs S. 21
AP-3 Thomas Schwind: Arbeit am Mythos S. 22
AP-4 Joachim Raack: Tavistock Lectures S. 24
AP-5 Dr. Marianne Meister-Notter: Introversion und
Extraversion S. 25
SP-1 Dres. Susanne und Matthias Gabriel: Östlicher Weg und
Analytische Psychologie S. 27
SP-2 Prof. Dr. Brigitte Dorst: Werden, die/der ich bin S. 28
SP-3 Dr. Gabriele Reifenrath und Dres. Gabriel: Das östliche
und das westliche Selbst S. 29
SEH-1 Dr. Bernd und Margarete Leibig: Schmerz und seelische
Entwicklung S. 30
SEH-2 Dr. Konstantin Rößler: Verwundung und Heilung S. 31
PT-1 Dr. Gustav Bovensiepen: Das „böse“ und das „gute“ Kind S. 32
PT-2 Volker Münch und Joachim Raack: Gruppenanalyse und
Gruppentherapie S. 33
PH-1 Dr. phil. Reiner Manstetten: Die dunkle Seite
der Wirtschaft S. 34
PH-2 Prof. Dr. Leo Dümpelmann: Grundstrukturen der Existenz S. 35
PH-3 Dr. med. Matthias Gabriel und Thomas Schwind:
Mythos und Moderne S. 36
TS-1 Prof. Dr. Brigitte Dorst: Träume als innere Wegweiser S. 37
TS-2 Dieter Schnocks: Fragen an unsere Träume S. 38
TS-3 Ursula Brasch: Wer sind Animus und Anima? S. 39
MU-1 Astrid Müller: Rotes Pferd, blaue Katze, gelbe Kuh –
„farbige“ Instinktkräfte S. 41
TMK-4 Günter Hammerstein: Meditation im Tanz S. 44
S-1 Erika Jungbluth: Schattenbearbeitung S. 45
S-2 Robert Feind: Energie und Selbst S. 46
T-SA 9. C. G. Jung Sommerakademie „Wasser – Urquell
des Lebens“ – einzelne Veranstaltungen S. 47
R-SY1 Prof. Dr. Brigitte Dorst: Meeresgrund und Horizont S. 48
R-RB Dr. phil. Ursula Arlart: „Ach in der Kindheit, Gott:
wie warst du leicht“ (Rilke) S. 50
FB-AI Fortbildung in Aktiver Imagination S. 53

54
Referentinnen und Referenten

Arlart Dr. phil. Ursula S. 51


Bovensiepen Dr. Gustav S. 32
Brasch Ursula S. 39
Dorst Prof. Dr. Brigitte S. 14, 28, 37, 48, 53
Dümpelmann Prof. Dr. Leo S. 35
Ehrlich Cornelia S. 26, 43
Feind Robert S. 46
Gabriel Dr. med. Matthias S. 27, 29, 34, 35, 36
Gabriel Dr. med. Susanne S. 5, 12, 21, 27, 29, 53
Hammerstein Günter S. 44
Heisig Dr. Marascha Daniela S. 40, 48
Jungbluth Erika S. 45
Leibig Dr. Bernd S. 16, 30
Leibig Margarete S. 30
Manstetten Dr. phil. Reiner S. 34
Meister-Notter Dr. Marianne S. 18, 25
Müller Astrid S. 41
Münch Volker S. 33
Raack Joachim S. 24, 33
Reifenrath Dr. Gabriele S. 29
Riedel Prof. Dr. Ingrid S. 19
Rößler Dr. Konstantin S. 17, 31
Schnocks Dieter S. 17, 38
Schwind Thomas S. 15, 23, 34, 35, 36, 53
Vogel Prof. Dr. Ralf T. S. 13, 20, 53
Wegner Dr. Herta S. 42

55
Hinweise zur Anmeldung

Bitte melden Sie sich über unsere Internetseite www.cgjung.org,


1. 
per E-Mail oder telefonisch mit Angabe der Veranstaltungsnummer(n) des
Semesterprogramms in der Geschäftsstelle der C. G. Jung-Gesellschaft Köln
an.

2. 
Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des zeitlichen Eingangs
berücksichtigt.

3. Sie erhalten dann eine Anmeldebestätigung und eine Rechnung per


E-Mail. Damit ist Ihre Anmeldung gültig. Bitte überweisen Sie nach Erhalt
der Bestätigung die Kursgebühr innerhalb von 14 Tagen auf das Konto
der C. G. Jung-Gesellschaft Köln:

Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE28 3705 0198 0023 6020 48
SWIFT-Code (BIC): COLSDE33
Geben Sie als Verwendungszweck unbedingt die Veranstaltungs­
nummer(n) an!

4. Teilnahmebescheinigungen erhalten Sie im Anschluss an die Veranstaltung.

5. Bei Abmeldungen bis zu 14 Tagen vor Veranstaltungsbeginn erstatten wir


die Kursgebühr abzüglich 12,– € Bearbeitungsgebühr. Bei Nichtteilnahme
bzw. bei späteren Abmeldungen berechnen wir die volle Veranstaltungs-
gebühr, wenn niemand von der Warteliste nachrückt.

6. Wir bitten um rechtzeitige Anmeldungen, da bei zu geringer Anmeldezahl


die Veranstaltung eine Woche vorher abgesagt werden muss.

56
Über uns

Die C. G. Jung-Gesellschaft wurde 1994 in Köln gegründet. Wir sind ein ge-
meinnütziger Verein mit ca. 400 Mitgliedern. Das Ziel der Gesellschaft ist, die
Analytische Psychologie C. G. Jungs einer breiteren Öffentlichkeit durch Vor-
träge, Seminare, Workshops und Fortbildungen zu vermitteln.
Die Geschäftsstelle befindet sich in der evangelischen Melanchthon-Akade-
mie, einer Einrichtung der Weiterbildung in der Kölner Südstadt. Hier finden
auch, bis auf wenige Ausnahmen, unsere Veranstaltungen statt.
Die Verantwortung für die Gesellschaft trägt der Vorstand, der jeweils für drei
Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt wird.

1. Vorsitzende: Dr. med. Susanne Gabriel


2. Vorsitzender: Thomas Schwind
Schatzmeisterin: Marion Brungert (kommissarisch)
Schriftführerin: Dr. Christiane Neuen
Beisitzerin: Cornelia Ehrlich
Ehrenvorsitzende: Prof. Dr. Brigitte Dorst

Leiterin der Geschäftsstelle: Meike Nachtwey


Mitarbeiterin der Geschäftsstelle: Annie Glémet

Wir informieren Sie auch im Internet über unsere Angebote sowie die Ak-
tivitäten der anderen deutschsprachigen C.  G. 
Jung-Gesellschaften unter:
www.cgjung.org und www.cgjunggesellschaften.eu

Mitgliedschaft
Durch die Mitgliedschaft unterstützen Sie die Arbeit der Gesellschaft. Jede
Person, die die Ziele der Gesellschaft befürwortet, kann Mitglied werden.
Alle Mitglieder sind in der Mitgliederversammlung stimmberechtigt.
Als Mitglied haben Sie folgende Vorteile:
• Sie erhalten regelmäßig schriftliche Informationen über das Veranstal-
tungsangebot (Semesterprogramm, Fortbildungen, Newsletter etc.)
• Sie zahlen ermäßigte Veranstaltungsgebühren, sofern die Veranstaltungen
von der C. G. Jung-Gesellschaft durchgeführt werden.
• Sie erhalten kostenlos das JUNG JOURNAL, eine tiefenpsychologisch ausge-
richtete Fachzeitschrift (zweimal jährlich).
• Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung in der
Gesellschaft.

Die nächste Mitgliederversammlung findet am 25. September 2020 (nach


dem Vortrag von Dr. med. Susanne Gabriel) statt. Dazu werden alle Mitglieder
schriftlich eingeladen.

57
Antrag auf Mitgliedschaft

Hiermit beantrage ich die Mitgliedschaft in der C. G. Jung-Gesellschaft


Köln e.V.

Name

Beruf

Straße

PLZ     Ort:

Tel./Fax

E-Mail

Ich zahle folgenden Jahres-Mitgliedsbeitrag an die


C. G. Jung-Gesellschaft Köln e.V. · Kartäuserwall 24b · 50678 Köln

Sozialbeitrag (Arbeitslose, StudentInnen)   30,– €


Grundbeitrag  60,– €
Freundschaftsbeitrag  65,– €
Förderbeitrag 100,– €

 en Mitgliedsbeitrag werde ich jeweils zum 31. März eines jeden Jahres
D
auf das Konto des Vereins bei der Sparkasse KölnBonn überweisen:
IBAN: DE28 3705 0198 0023 6020 48    BIC: COLSDE33

 iermit ermächtige ich Sie widerruflich, die von mir zu zahlenden


H
Mitgliedsbeiträge bei Fälligkeit zu Lasten meines angegebenen Kontos
mit Lastschrift einzuziehen. Innerhalb von 8 Wochen, beginnend mit
Belastungsdatum, kann ich die Erstattung des Betrages verlangen.
Bankverbindung:

IBAN

BIC

Ort     Datum       Unterschrift

Gläubiger-Identifikationsnummer: DE40ZZZ00000693769
Mandatsreferenz (wird vom Zahlungsempfänger ausgefüllt)

58
Wegbeschreibung

Vom Kölner Hauptbahnhof erreichen Sie uns mit der Stadtbahn U16
Richtung Sürth/Wesseling/Bonn/Bad Godesberg (bis Haltestelle Ulrepforte)

oder

vom Breslauer Platz/Hbf mit den Bussen 132 Richtung Meschenich


oder 133 Richtung Zollstock (bis Haltestelle Chlodwigplatz)

Breslauer
Platz /Hbf
U H

Severinstraße
U

Ulrepforte U Chlodwigplatz
U H

59