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Fachreferat

Seminararbeit

Wissenschaftliches Arbeiten
Allgemeine Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens:

Qualitätskriterium Merkmale
Systematik strukturiertes und geplantes Vorgehen
Auswahl geeigneter Methodik
formaler Rahmen der Seminararbeit
logischer Aufbau und Gliederung
Objektivität Unabhängigkeit der Ergebnisse vom Ersteller
sachliche/vorurteilsfreie Argumentation
Redlichkeit keine Manipulationen – keine Ergebnisanpassung oder
Optimierung
angemessene Zitierweise
Überprüfbarkeit transparente Darlegung des Vorgehens und der
Verfahrensweisen
Beschreibung der gewählten Methodik und der
verwendeten Messinstrumente
Dokumentation der Produkte und Ergebnisse (z.B.
Portfolioarbeit)
Beleg durch Zitate, vollständige Quellenangaben
Nachvollziehbarkeit systematisches/überprüfbares Aufbereiten der
Informationen
Verwendung anschaulicher Visualisierungen
(Übersichten, Grafiken, Tabellen)
akkurate/-r und verständliche/-r Argumentation und
Schreibstil
Operationalisierung der Begriffe
Validität konsequente thematische Fokussierung
Reliabilität methodisches Fachwissen
konkrete und stabile Messung
Allgemeingültigkeit methodisches Fachwissen
konkrete und stabile Messung

Quellen, die nicht öffentlich zugänglich sind (z. B. firmeninterne


Dokumente) oder auch persönlich geführte Interviews mit „Experten",
sollten möglichst nach demselben Muster wie die veröffentlichte Literatur
angegeben werden.
Zur besseren Nachvollziehbarkeit muss ein Ausdruck einer Gesprächsnotiz
oder eines Gesprächsprotokolls im Anhang der Arbeit beigefügt werden.

Wenn Sie Passagen ungekennzeichnet aus Quellen


übernehmen, wird Ihr Fachreferat/Ihre Seminararbeit als Plagiat
eingestuft und mit 0 Punkten bewertet!
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Formale Gestaltung
Formale Aspekte:
- Schriftart „Times New Roman“ oder „Arial“, Schriftgröße 12,
Zeilenabstand 1,5; einseitig beschrieben
- Ränder: 2,5 cm
- Kopf mit den formalen Angaben
- Gliederung (Fachreferat) / Inhaltsverzeichnis (Seminararbeit)
- Hervorhebung der Gliederungsüberschriften im Fließtext durch
Fettdruck
- Literaturverzeichnis

Beispielgliederung: Seitenangaben!

1. Der Massentourismus im Spiegel der Statistik 3

2. Möglichkeiten des sanften Tourismus 4

2.1 Beitrag der Urlauber 4


2.1.1 Umweltbewusste Gestaltung von Planung
und Anreise
2.1.2 Ökologisch verträgliche Urlaubsgestaltung 5
am Urlaubsort

2.2 Möglichkeiten der Urlaubsorte


2.2.1 Rücksichtnahme auf die natürliche Umwelt 6
2.2.2 …………………..

2.3 Maßnahmen der öffentlichen Hand


2.3.1 …………………………….
2.3.2 ……………………………..
2.3.3 …………………………….

3. ……………………………………………….
Beachten Sie: Kein Punkt nach der letzten Ziffer!

Alternative: gemischtes Klassifikationssystem:


A
B
I.
1.
a)
C

Beachten Sie:
Seitenangaben sind am Schluss noch einmal zu prüfen!
Wenn Unterpunkte, dann mindestens zwei!
Alle verwendeten Internetseiten sind der Arbeit in digitaler Form
oder gegebenenfalls als Ausdruck beizulegen.
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Funktion von Zitaten


• Darstellung unbekannter Sachverhalte
• Bestätigung der eigenen Auffassung (Autoritätsbeweis)
• Widerspruch zur eigenen Meinung (Diskussion)
• Anregung für eine eigene Meinungsbildung (Impuls)

Beachten Sie: Zitate sind einzuleiten und vielfach auch zu


interpretieren! Sie dürfen nicht einfach ohne
Zusammenhang stehen!

Arten von Zitaten


Direkte Zitate sind aus der Literatur wortwörtlich übernommene
Textpassagen.
Sie sind wortgetreu (Buchstaben, Zeichensetzung) aus der Vorlage zu
übernehmen (Auslassungen oder eigene Ergänzungen müssen
entsprechend gekennzeichnet werden.)!
Fehler in einem Originalzitat werden nicht berichtigt, sondern mit einem
nachfolgenden [sic] oder [!] gekennzeichnet.
Beispiel:
Laut Peterson wird die Hauptperson folgendermaßen beschrieben: „Er ist dof
[sic].“² (Ausnahme: Wenn das Zitat ein vollständiger Satz ist, beendet der Punkt
des Satzes auch das Zitat, daher ist kein zweiter Punkt nach den
Anführungszeichen nötig!)

Anfang und Ende eines Zitats werden durch Anführungszeichen


gekennzeichnet „…“².
An das Zitat schließt sich unmittelbar die Fußnote an.
Beachten Sie: Die hochgestellte Zahl muss in den Satz, vor den
Punkt!
Zitate, die länger als drei Zeilen sind, werden kursiv gesetzt oder als
Blockzitat (eigener Absatz) eingerückt.
Eine Textpassage, die länger als ½ Seite ist, wird indirekt zitiert (keine
wörtliche Übernahme!).
Auslassungen innerhalb eines Zitats werden durch drei Punkte in eckigen
Klammern […] angegeben. Inhaltlich klärende Ergänzungen durch den
Verfasser sind ebenfalls mit eckigen Klammern zu kennzeichnen.
Zitate im Zitat werden durch einfache Anführungszeichen verdeutlicht.
Die Originalsprache eines Zitats wird beibehalten.

Beachten Sie: Alle Änderungen eines direkten Zitats werden immer


durch eckige Klammern gekennzeichnet!

Indirekte Zitate sind sinngemäße Wiedergaben eines Textes bzw. einer


Textpassage.
Sinngemäße Übernahmen müssen vollständig in eigenen Worten
umformuliert sein und stehen nicht in Anführungszeichen.
Der bibliographischen Angabe wird ein „vgl.“ vorangestellt.
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Quellennachweise/Literaturverzeichnis

Beachten Sie unbedingt die folgenden einheitlichen Regeln!

Unterscheiden Sie:
1. Quellenangabe als Fußnote am Seitenende
2. vollständige Literaturangabe im Literaturverzeichnis

Zu 1.:
Bei der Quellenangabe zum Zitat wird in der Fußnote der Kurztitel
(Nachname des Verfassers, Erscheinungsjahr, Seite) verwendet (vgl.
zweispaltiges Literaturverzeichnis: Die linke Spalte soll die Informationen
enthalten, die auch in der Fußnote stehen!)
Bei aufeinanderfolgenden Zitaten aus der gleichen Quelle
verwenden Sie „Ebenda“.

Zitierweise: Fußnoten am Ende der Seite

Beispiel:
- Anders und Kellmann stellen bei modernen Gedichten fest: „…..“1
- „Zeitgenössische Gedichte zeichnen sich häufig durch formale
Regellosigkeit aus.“² (Punktsetzung vgl. Ausnahme S. 3 dieses Gehefts)
- Bei den Demokratietheorien des beginnenden 21. Jahrhunderts³ zeigt
sich…
__________________________
1 Anders / Kellmann, 1998, 35.
2 Ebenda, 145.
3 vgl. Karl, 2012, 125 – 131.

Zu 2:
Vollständige Literaturangaben(Literaturverzeichnis):

a) Selbstständige Veröffentlichungen eines Autors/ mehrerer


Autoren:
Name, Vorname des Verfassers: Titel. Untertitel. Auflage, Verlagsort
Erscheinungsjahr (=Reihe).
Beispiel: Jeßing, Benedikt: Goethe. Stuttgart, Weimar 1995
(=Sammlung Metzler Bd. 288).

• Bei bis zu drei Verfassern werden alle Namen aufgeführt und durch
Strichpunkt getrennt:
• Bei mehr als drei Verfassern: Barner, Winfried u.a.: Lessing,
München 1987.
• Die Erscheinungsorte werden ebenso gehandhabt.
• Bei unveränderter Neuauflage: Stuttgart ²1995.
• Bei veränderter Auflage: Guthke, Karl: Das bürgerliche Trauerspiel.
5. überarb. und erweit. Auflage, Stuttgart 1994.
5

b) Sammelwerke, Festschriften, Hochschulschriften:


Name, Vorname (Hrsg.): Titel. Untertitel. Auflage, Erscheinungsort
Jahr.
Beispiel: Brackert, Helmut; Stückrath, Jörn (Hrsg.):
Literaturwissenschaft. Reinbek bei Hamburg 1995.

c) Aufsätze in Sammelwerken:
Name, Vorname des Verfassers: Titel des Aufsatzes. Untertitel, in:
Name, Vorname des Herausgebers: Titel des Sammelwerks. Auflage.
Ort Jahr, Seite
Beispiel: Berghahn, Klaus: Zum Drama Schillers, in: Hinck, Walter
(Hrsg.): Handbuch des Deutschen Dramas. Düsseldorf 1990, S. 157-
173.

d) Aufsätze in Lexika:
Name, Vorname des Verfassers: Titel des Aufsatzes. Untertitel, in:
Name, Vorname des Herausgebers: Titel des Lexikons. Auflage. Band.
Ort Jahr, Seiten/Spaltenangabe.
Verfasser von Lexikonartikeln stehen meistens am Ende des Artikels,
häufig als Abkürzungen. Im Abkürzungsverzeichnis findet sich der
vollständige Name.

e) Aufsätze in Zeitschriften und Zeitungen:


Name, Vorname des Verfassers: Titel des Aufsatzes. Untertitel, in: Titel
der Zeitschrift. Jahrgang (Erscheinungsjahr), Heftnummer (wenn
vorhanden), Seite.
Ax, Werner: Die pseudovergilische „Mücke“ – ein Beispiel römischer
Literaturparodie? , in: Philologus 128 (1984), S. 230–249.

f) Aufsätze aus dem Internet:


Name, Vorname bzw. Verantwortlicher für die Seite: Titel (evtl. Datum
der Veröffentlichung), URL (Stand: Datum des letzten Aufrufs).

Es wird ebenso zitiert wie bei Aufsätzen aus Zeitschriften.


Der Verantwortliche für eine Seite bzw. der Autor eines Beitrags wird
behandelt wie der Autor eines Beitrags in einer Zeitschrift.
An die Stelle des Namens der Zeitschrift tritt nun die Angabe der
Internetadresse der Website mit dem Datum, an dem Sie die Website
eingesehen bzw. benutzt haben!

Beispiele:
• Schrader, Christopher: Sparen und Sterben (16.06.2010), in:
http://www.sueddeutsche.de/panorama/golf-von-mexiko-oel-
katastrophe-sparen-und-sterben-1.959866 (Stand: 19.04.2016).
• Bundeszentrale für politische Bildung: Frauenbewegung, in:
http//www.bpb.de/themen/KYOE75,0,Frauenbewegung.html
(Stand: 05.07.2011).
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g) Filme
Titel. Untertitel (ggf. dt.: Übersetzung). Regie: Nachname, Vorname.
Land Jahr. Medium.
The Hobbit. An Unexpected Journey (dt.: Der Hobbit: Eine unerwartete
Reise). Regie: Jackson, Peter. USA 2012. DVD.

Bei Arbeiten im naturwissenschaftlichen Bereich kann es teilweise sinnvoll sein, auch den
Verlag eines Buches anzugeben. Aber folgen Sie immer dem Prinzip der Einheitlichkeit: Wer
einmal den Verlag angibt, sollte ihn immer angeben!
Beispiel:
Barthes, Roland: Der Tod des Autors, in: Fotis, Jannidis u.a. (Hrsg.): Texte zur Theorie der
Autorschaft. Stuttgart: Reclam 2000, S. 185–193.

Stimmen Sie Ihre Zitierweise auf jeden Fall mit dem Fachlehrer ab!
Notieren Sie sich von Anfang an die verwendeten Quellen und
planen Sie ausreichend Zeit für das korrekte Bibliographieren ein!

Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis ist in zwei Spalten gegliedert. Auf der linken


Seite wird jeweils der Kurztitel (soll der Fußnote auf den Seiten des
Exposés entsprechen!) angegeben, auf der rechten Seite die vollständige
Literaturangabe.
Die Literaturangaben werden jeweils in alphabetischer Reihenfolge
gegliedert. Je nach Fach oder Thema ist hier in Primär- und
Sekundärliteratur zu unterscheiden:
Sekundärliteratur ist Literatur, die über Primärliteratur geschrieben
wird.
Beispiel: Untersuchen Sie Süskinds „Das Parfum“ auf
Motive, so ist der Text von Patrick Süskind Primärliteratur. Ziehen Sie
einen Lexikonartikel über Motive und das Werk an sich zu Ihrer Arbeit
hinzu, so handelt es sich hierbei dann um Sekundärliteratur.

Die Literaturangabe enthält grundsätzlich die wichtigsten Informationen zu


einer Quelle, um diese zweifelsfrei identifizieren zu können. Die Auflage ist
hinzuzufügen, falls es sich um eine andere als die erste Auflage handelt.
Gegebenenfalls sind weitere Angaben (z. B. Verlag, Reihe) in Absprache
mit dem Fachlehrer hinzuzufügen.

Fehlende Angaben werden folgendermaßen abgekürzt:


o. V. = ohne Verfasser
o. J. = ohne Jahr
o. O. = ohne Ort

Wenn im Text Abbildungen verwendet werden, ist ein


Abbildungsverzeichnis erforderlich.
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Beachten Sie das folgende Beispiel:


Literaturverzeichnis: (Beispiel)

Literatur (eventuell untergliedert in Primär und Sekundärliteratur)

Anders/ Kellmann, 1998 Anders, Heinz; Kellmann, Jürgen:


Methoden der Interpretation
zeitgenössischer Gedichte. Frankfurt a.
M. 1998.

Grobian, 1995 Grobian, Ernst: Der Bayerische


Nationalsport des
Fingerhakelns, in: Hinterhuber, Franz
(Hrsg.): Exotische Sportarten und ihre
Weiterentwicklung. Penzberg 1995, S.
27 – 35.

Huber, 2000 a Huber, Andreas: Schülerverhalten in


Mathematik. München 2000.

Huber, 2000 b Huber, Andreas: Schülerversuche in


Mathematik. München 2000.

Kulzer, 2002 Kulzer, Andreas: Römische Funde aus


dem Stadtbereich von Augsburg, in:
Archäologia 25, 2002, S. 22 – 69.

Müller-Neuburg, 2003 Müller-Neuburg, Martin: Neues aus den


Stadtteilen, in: Apfeldorfer Tagblatt,
12.09.2003, S. 3.

o. V., 2000 o. V.: Der Bierpreis und seine


Bedeutung für die Entwicklung der
bayerischen Kultur. Kulmbach 2000.
Internetquellen

Bayerisches Staatsministerium für Bayerisches Staatsministerium,


Unterricht und Kultus, 2018 Organisationsplan des Bayerischen
Staatsministeriums für Unterricht und
Kultus, 2018, in:
https://www.stmwk.bayern.de ›
download › 19031_StMWK_Juni-2019
(Stand: 19.09.2019).

Verzeichnis der Abbildungen …………………

Verzeichnis sonstiger Quellen ……………………

Viel Erfolg!