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Lieferpläne für Zulieferer

(SD-SLS-OA)

HELP.SDSLSOASCH

Release 4.6C
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG

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2 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)

Symbole

Symbol Bedeutung
Achtung

Beispiel

Hinweis

Empfehlung

Syntax

April 2001 3
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG

Inhalt

Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) ............................................................6


Lieferplan mit Abrufen .................................................................................................................. 8
Steuerung von Lieferplänen......................................................................................................... 9
Belegarten ................................................................................................................................ 10
Positionstypen .......................................................................................................................... 11
Einteilungstypen....................................................................................................................... 12
Einteilungsarten ....................................................................................................................... 13
Steuerung des EDI-Eingangs ..................................................................................................... 14
Zuordnung eines Auftraggebers .............................................................................................. 15
Besonderheiten für Abrufe ....................................................................................................... 16
Lieferintervalle .......................................................................................................................... 18
Besonderheiten für externe Dienstleister (EDL) ...................................................................... 19
Besonderheiten für das Gutschriftsverfahren .......................................................................... 20
Erstdatenübernahme - Lieferpläne ............................................................................................ 22
Lieferplan anlegen....................................................................................................................... 23
Lieferplan ändern ........................................................................................................................ 25
Verpackungsvorschläge erfassen ............................................................................................. 26
Änderungsstände ........................................................................................................................ 27
Retouren zu Lieferplänen ........................................................................................................... 29
Intermediate Documents zu Lieferplänen................................................................................. 30
Ermittlung des Nachrichtenempfängers................................................................................... 33
Abruf ............................................................................................................................................. 35
Abrufabwicklung ......................................................................................................................... 37
Mischen von Abrufen .................................................................................................................. 38
Einstellen Bedarfs- und Lieferrelevanz..................................................................................... 39
Änderungsüberwachung in Lieferplänen ................................................................................. 41
Analysieren von Abrufen............................................................................................................ 43
Fortschrittszahl............................................................................................................................ 44
Korrektur der Lieferfortschrittszahl ........................................................................................... 46
Errechnen von offenen Mengen............................................................................................... 48
Jahreswechselabwicklung........................................................................................................ 50
Versandfunktionen ...................................................................................................................... 53
Ausschließlich Rückwärtsterminierung.................................................................................... 54
Fakturierungsfunktionen ............................................................................................................ 55
Externer Abrechnungsbeleg ...................................................................................................... 56
Standard-Gutschriftsverfahren .................................................................................................. 58
Toleranzen für Konditionswerte ............................................................................................... 61
User-Exits für das Standard-Gutschriftsverfahren ................................................................... 63
Gutschriftsverfahren mit Rechnungserstellung ...................................................................... 65
Fehlerbehebung ....................................................................................................................... 67
User-Exits für das Gutschriftsverfahren mit Rechnungserstellung .......................................... 68
Funktionen für externe Dienstleister (EDL) .............................................................................. 69
Ablauf mit externen Dienstleistern ............................................................................................ 70
Abwicklung von externen Dienstleistern.................................................................................. 72

4 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)

Abwicklung von Auslieferungsaufträgen (MAIS)..................................................................... 77


Ablauf beim Auslieferungsauftrag............................................................................................. 79
Pick-Up-Sheet .............................................................................................................................. 80
Lieferpläne mit Auslieferungsaufträgen ................................................................................... 81
Lieferpläne mit Auslieferungsaufträgen bearbeiten ................................................................. 82
Fortschrittszahlen - Auslieferungsaufträge .............................................................................. 83
Fortschrittszahlen korrigieren - Auslieferungsaufträge ....................................................... 85
Intermediate Documents (IDocs) für Auslieferungsaufträge.................................................. 86
Auslieferungsaufträge ................................................................................................................ 87
Auslieferungsauftrag anlegen .................................................................................................. 89
Lieferungen für Auslieferungsaufträge..................................................................................... 91
Fakturen für Auslieferungsaufträge .......................................................................................... 92
Retouren für Auslieferungsaufträge ......................................................................................... 93
User-Exits für Auslieferungsaufträge ....................................................................................... 94
Planabrufabwicklung .................................................................................................................. 95
Planabruf ...................................................................................................................................... 96
Anlegen von Planabrufen ........................................................................................................... 97
Vorschriften im Customizing pflegen ....................................................................................... 99
Lieferrelevanz angeben .................................................................................................... 100
Basisdatum festlegen........................................................................................................ 101
Gültigkeitsdauer des Abrufsplits eingeben ....................................................................... 103
Kennzeichen Einteilungen übernehmen setzen ............................................................... 104
Kennzeichen Automatisch setzen..................................................................................... 105
Abrufsplitregeln im Customizing pflegen................................................................................ 106
Abrufsplitanteile eingeben................................................................................................. 107
Feiertagsregeln festlegen ................................................................................................. 112
Mengenrundung festlegen ................................................................................................ 116
Abrufsplitregeln zuordnen ................................................................................................. 120
Planabruf anlegen .................................................................................................................. 123
Planabruf anlegen - Beispiel .................................................................................................. 124
Fehlerbehebung ..................................................................................................................... 128
Bedarfs- und Lieferrelevanz von Einteilungen in Planabrufen............................................. 130
User-Exits für Planabrufe ......................................................................................................... 132

April 2001 5
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)

Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)


Einsatzmöglichkeiten
Während der letzten zehn Jahre und bis heute mußten und müssen sich Zulieferer nach den
Herstellern richten, die sie beliefern. Um unter den sich ständig veränderten Bedingungen am
Markt überleben zu können, müssen die Kosten gesenkt, die Qualität verbessert und die
Liefergeschwindigkeit erhöht werden.
Der Zwang zur Optimierung der Geschäftsprozesse hat viele Innovationen in der Industrie mit
sich gebracht. Dazu gehört zum Beispiel die Just-in-Time-Verarbeitung. SAP hat diese
Innovationen berücksichtigt, damit die Zulieferer mit den entsprechenden Funktionen ihr
Unternehmen besser verwalten können.

Integration
EDI (Electronic Data Interchange) spielt eine wesentliche Rolle bei der Lieferplanbearbeitung.
Zwischen Standard-Lieferplänen und Lieferplänen für Zulieferer gibt es zwei wesentliche
Unterschiede. Lieferpläne mit Abrufen:
· Enthalten Einteilungen im Abruf, nicht in der Lieferplanposition.
· Können durch den Kunden beeinflußt werden, indem dieser eine bestimmte Menge Material
zu einem bestimmten Termin abruft.

In Standard-Lieferplänen sind die Mengen und Termine fix. Die Mengen und Termine in
Lieferplänen mit Abrufen werden ständig verändert und aktualisiert.

Funktionsumfang
Um den speziellen Anforderungen der Zulieferer gerecht zu werden, wurden die folgenden
Funktionen den Standard-Lieferplänen hinzugefügt.

· Steuerungsfunktionen
Für die Lieferpläne gibt es eine Vielzahl von Einstellungen, mit denen der Zulieferer über die
nötige Flexibilität verfügt, den speziellen Anforderungen einer Firma gerechtzuwerden.
· Ein breites Spektrum an Vertriebsfunktionen zur Bearbeitung von:
Ø Änderungsstände
Ø Verpackungsvorschlägen
Ø Offenen Mengen
Ø Retouren
· Ein breites Spektrum an Funktionen in den Abrufen für:
Ø IDocs (Intermediate documents)
Ø die Prüfung eingehender Abrufe
Ø Bedarfsplanung und Lieferung
Ø Toleranzgrenzen

6 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)

Ø Analysen
Ø Jahreswechsel
Ø Fortschrittszahlen
· Sonderfunktionen für den Versand, die Fakturierung und externe Dienstleister
· Planabrufabwicklung

Der Planabruf, eine neue Art von internem Abruf, wurde zur Vereinfachung der realistischen
Planung der Bedarfe durch den Zulieferer entwickelt.
· Abwicklung von Auslieferungsaufträgen

Der Auslieferungsauftrag basiert auf dem Pick-Up-Sheet, das im Material-


Informationssystem (MAIS) verwendet wird.

Einschränkungen
Der Lieferplan mit Abrufen wird nicht bei der Montage- bzw. Streckenabwicklung unterstützt.
Außerdem unterstützt die Kopiersteuerung für Vertriebsbelege nicht das Kopieren von Daten aus
einem Vorgängerbeleg in Lieferpläne mit Abrufen. Über die Funktion Anlegen mit Bezug können
Sie jedoch Daten aus einem Lieferplan mit Abrufen in andere Belege kopieren.

April 2001 7
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Lieferplan mit Abrufen

Lieferplan mit Abrufen


Definition
Ein Rahmenvertrag, der für ein oder mehrere Materialien angelegt wird und die erwartete
Gesamtmaterialmenge angibt, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums an den Kunden
geschickt werden soll.

Verwendung
Der Lieferplan dient als Grundlage für die Lieferung eines Materials. Der Kunde schickt in
regelmäßigen Abständen Lieferplanabrufe (kurz Abrufe), um eine bestimmte Materialmenge
abzurufen.

Struktur
Kopf Kunde 21465

Position Material 122257

Lieferabruf 27 LIEF 26
Abruf Feinabruf 27 FEIN 26
Historie

Planabruf 27 PLAN 26

LIEF 27 M 7.99 100 Stück LIEF 26 M 6.99 125 St


Einteilungen FEIN 27 T 5.7.99 25 Stück FEIN 26 T 14.6.99 30 St
PLAN 27 T 5.7.99 23 Stück PLAN 26 T 14.6.99 27 St

Lieferpläne mit Abrufen sind ähnlich strukturiert wie die übrigen Verkaufsbelege im R/3-System,
insbesondere wie der Standardlieferplan.
Daten, die für den gesamten Beleg gelten, erscheinen im Kopf. Daten zu den Materialien werden
auf Positionsebene angezeigt, und Liefertermine und Mengen stehen in den Einteilungen im
Abruf. Außerdem wird im System eine Historie [Seite 43] gepflegt, anhand derer Sie
verschiedene Liefer- und Feinabrufe einander gegenüberstellen und vergleichen können.

Integration
Die Daten in Lieferplänen stammen aus drei Quellen:
· Der Kunde schickt die Anforderungsmengen und Termine, in der Regel über Electronic
Data Interchange (EDI).
· Der Zulieferer erfaßt Daten manuell.
· Das System übernimmt Daten aus Stammsätzen automatisch in den Lieferplan.

8 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Steuerung von Lieferplänen

Steuerung von Lieferplänen


Neben den allgemeinen Steuerungsfunktionen [Extern] für Verkaufsbelege gibt es spezielle
Steuerungen für Lieferpläne mit Abrufen. Diese Steuerungen werden im Customizing des
Verkaufs eingerichtet.

April 2001 9
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Belegarten

Belegarten
Um Belegarten für Lieferpläne einzurichten, wählen Sie Verkauf ® Verkaufsbelege ®
Verkaufsbelegkopf ® Verkaufsbelegarten definieren im Customizing des Vertriebs.
Im Abschnitt Lieferplan auf dem Bild für neue Einträge können Sie folgendes einstellen:
· die Lieferungsart für Korrekturlieferungen, die zur Korrektur von Abweichungen bei den
Fortschrittszahlen dient
· das Verwendungskennzeichen, wie Ersatz, Muster oder Serie
· Liefersperre 07, um Lieferungen zu sperren, wenn beim Vergleich des alten und neuen
Abrufs festgestellt wird, daß die in den Lieferplanpositionen gesetzten
Abweichungsgrenzen unter- bzw. überschritten wurden
Diese Einstellungen werden systemseitig automatisch berücksichtigt, wenn Sie einen Lieferplan
mit Abrufen anlegen.
Das R/3-System enthält folgende Belegarten für Zulieferer:
· LZ - Lieferplan mit Abruf (ohne externe Dienstleister)
· LZM - Lieferplan mit Auslieferungsauftrag [Seite 80]
· LK - EDL-Lieferplan (mit Abruf)
· ED - EDL-Entnahme
· EDKO - EDL-Korrektur
· RZ - Retoure Lieferplan (ohne EDL)
· KAZU - EDL-Konsignationsabholung
· KRZU - EDL-Konsignationsretoure

10 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Positionstypen

Positionstypen
Um Positionstypen für Lieferpläne einzurichten, wählen Sie Verkauf ® Verkaufsbelege ®
Verkaufsbelegposition ® Positionstypen definieren im Customizing des Vertriebs.
Im Abschnitt Transaktionsablauf auf dem Bild für neue Einträge können Sie ein
Unvollständigkeitsschema für den Positionstyp festlegen. Ein solches Schema gibt an, welche
Daten gepflegt werden müssen, damit der Beleg vom System als vollständig betrachtet und
verarbeitet werden kann.
· Unvollständigkeitsschema 34 ist für Lieferplanpositionen mit Abrufen (oder
Auslieferungsaufträgen)
· Unvollständigkeitsschema 36 ist für Lieferpläne mit EDL

Für die entsprechenden Belegarten ermittelt das System bei Materialien mit
Positionstypengruppe NORM folgende Positionstypen:
· Positionstyp LZN für Lieferplanart LZ
· Positionstyp LZMA für Lieferplanart LZM
· Positionstyp LKN für Lieferplanart LK
· Positionstyp KEN für Belegart ED
· Positionstyp EDK für positive Korrekturen (oder die manuelle Alternative EDK1 für
negative Korrekturen) für Belegart EDKO
· Positionstyp REN für Belegart RZ
· Positionstyp KAN für Belegart KAZU
· Positionstyp KRN für Belegart KRZU

April 2001 11
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Einteilungstypen

Einteilungstypen
Über den Einteilungstyp wird gesteuert, ob Abrufeinteilungen dispo- und/oder lieferrelevant sind.
Der Einteilungstyp wird auf der Grundlage des Dispobehandlungskennzeichens [Seite 39] im
Lieferabruf und dann im Feinabruf bestimmt.
Um Einteilungstypen für Lieferpläne einzurichten, wählen Sie Verkauf ® Verkaufsbelege ®
Einteilungen ® Einteilungen definieren oder zuordnen im Customizing des Vertriebs.
Sie müssen den für Lieferpläne mit Abrufen relevanten Kombinationen aus Positionstyp und
Dispomerkmal mindestens vier Einteilungstypen zuordnen.
· Der Basiseinteilungstyp (Feld EtTyD) hat Dispo- und Lieferrelevanz.
· Der Alternativeinteilungstyp (Feld EtTyM) hat Dispo-, aber keine Lieferrelevanz.
· Der Alternativeinteilungstyp (2. Feld EtTyM) hat Liefer-, aber keine Disporelevanz.
· Der Alternativeinteilungstyp (3. Feld EtTyM) hat keine Liefer- oder Disporelevanz.
Wenn Sie diese Zuordnungen vorgenommen haben, werden bei der automatischen
Einteilungstypenermittlung alle möglichen Kombinationen abgedeckt. Sind die obengenannten
Kombinationen nicht komplett vorhanden, kann es bei der Einteilungstypenermittlung zu einem
Fehler kommen, wenn das System unter den vorhandenen keinen passenden Einteilungstyp
finden kann.
Das R/3-System enthält folgende Einteilungstypen für Zulieferer:
· L1, BN, L2 und CN für Positionstyp LZN
· E4, E0, E5 und BN für Positionstyp LKN
· L2 für Positionstyp LZMA (Standard für Auslieferungsauftragsabwicklung)

Zwar ist im Standardsystem die Verfügbarkeitsprüfung für diese Einteilungstypen


ausgeschaltet, doch wird für einige davon eine Bedarfsübergabe durchgeführt. Auch
bei ausgeschalteter Verfügbarkeitsprüfung muß für alle Materialien in Lieferplänen
mit Abrufen eine Verfügbarkeitsprüfgruppe verwendet werden. Wird keine
Verfügbarkeitsprüfgruppe verwendet, so findet keine Bedarfsübergabe statt.
Achten Sie bei der Pflege darauf, daß für einen Einteilungstyp nicht zugleich die
Verfügbarkeitsprüfung ein- und die Bedarfsübergabe ausgeschaltet ist. Ein
Einteilungstyp mit diesen Einstellungen wird vom System nicht berücksichtigt.

12 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Einteilungsarten

Einteilungsarten
Um Einteilungsarten für Lieferpläne einzurichten, wählen Sie Verkauf ® Verkaufsbelege ®
Lieferpläne mit Abrufen ® Einteilungsarten definieren im Customizing des Vertriebs.
Über die Einteilungsart im Abruf wird beispielsweise angegeben, ob es sich um eine
rückständige Position oder um einen Sofortbedarf handelt.
Das R/3-System enthält folgende Einteilungsarten für Zulieferer:
· Fixtermin
· Rückstand
· Sofortbedarf
· Vorschau
· Feinabruf
Die Einteilungsart dient lediglich der Information und wird nicht zur Verarbeitungssteuerung
verwendet.

April 2001 13
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Steuerung des EDI-Eingangs

Steuerung des EDI-Eingangs


In die Nachrichtensteuerung sind alle benötigten Nachrichten wie Warenbegleitscheine,
Lieferscheine, Gutschriften und Lastschriften, Rechnungen und vieles mehr integriert. Da
Kunden, die Ihnen diese Belege per EDI (Electronic Data Interchange) senden, spezielle
Anforderungen stellen könnten, ermöglicht das R/3-System kundenspezifische Prüfungen und
eine entsprechende Verarbeitung der eingehenden Nachrichten.
Der EDI-Eingang von Abrufen wird im Customizing des Verkaufs eingerichtet. Wählen Sie
Verkaufsbelege ® Lieferpläne mit Abrufen ® Steuerung EDI-Eingang. Die folgenden
Unterthemen sind genauso aufgebaut wie im Customizing.

Weiterführende Informationen
Weitere Informationen zu EDI im allgemeinen erhalten Sie in IDoc-Schnittstelle / Electronic Data
Interchange [Extern] unter BC - Basis ® Basis-Services / Kommunikationsschnittstelle (BC-
SRV).
Weitere Informationen zu vertriebsspezifischem EDI erhalten Sie unter Electronic Data
Interchange / IDoc-Schnittstelle (SD) [Extern].
Angrenzende Informationen finden Sie unter dem Thema Intermediate Documents zu
Lieferplänen [Seite 30].

14 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Zuordnung eines Auftraggebers

Zuordnung eines Auftraggebers


Die Kunden schicken mit den Abrufen in der Regel nicht ihre Kundennummer mit. Daher müssen
Sie das System so einrichten, daß die Auftraggebernummer anhand der anderen vom Kunden
gesendeten Daten, wie Lieferantennummer, Partnerbezeichnung und Abladestelle, ermittelt
werden kann.
Beachten Sie folgendes, wenn Sie diese Einstellungen vornehmen:
· Die Lieferantennummer, die Sie hier eingeben, muß zehnstellig sein. Wenn die Nummer
aus dem Stammsatz weniger Stellen hat, müssen Sie entsprechend viele Nullen vor der
Nummer eingeben.
· Das System verwendet die Eingabe im Partnerfeld (PARTN) aus dem Segment
E1EDKA1 als das Werk des Kunden. In diesem Fall muß das Feld PARVW “WK” sein.
Auf Positionsebene verwendet das System das Feld für das Werk des Kunden (KWERK)
aus dem Segment (E1EDP10). Achten Sie darauf, das Werk des Auftraggebers als
Partnerbezeichnung für den Warenempfänger einzugeben.
· Sie können die Abladestelle leer lassen, wenn der Kunde diese Angabe normalerweise
nicht im Abruf mitschickt.
· Die Auftraggebernummer ist Ihre Nummer für den Kunden.

April 2001 15
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Besonderheiten für Abrufe

Besonderheiten für Abrufe


Mit den Sonderfunktionen für Abrufe können Sie pro Auftraggeber bzw. pro
Auftraggeber/Abladestelle definieren, wie Abrufe verarbeitet werden sollen. Der entsprechende
Datensatz wird im Customizing bei jedem eingehenden Abruf vom System überprüft. Wenn für
einen Auftraggeber kein Datensatz gefunden werden kann, gibt das System eine Fehlermeldung
aus und stoppt die Verarbeitung des IDocs.
Wahlweise können Sie die folgenden zusätzlichen Einstellungen in diesem Datensatz
vornehmen: Sie können:
· Eine Nachrichtensteuerungsversion eingeben
Mit einer Version legen Sie fest, wie das System bei der Prüfung eingehender Abrufe
eines bestimmten Auftraggebers auf Fehler reagieren soll. Sie können festlegen, ob eine
Warnmeldung, eine Fehlermeldung oder gar keine Meldung ausgegeben werden soll.
Sie können beispielsweise auch festlegen, daß alle Meldungen als Fehler gesendet
werden sollen. Beachten Sie, daß im Standard alle variablen Meldungen als Warnungen
ausgegeben werden.
Im Standard gibt es keine voreingestellten Versionsnummern. Um neue
Versionsnummern zu pflegen, wählen Sie Verkauf ® Verkaufsbelege ® Variable
Meldungen definieren. Hier können Sie einzelnen Meldungen andere Meldungstypen als
im Standard zuordnen.

Opel: Version 01 ® Meldung 071 (Meldungstyp: Fehler)


Autos GmbH: Version 02 ® Meldung 071 (Meldungstyp: keine Meldung)
In diesem Beispiel wurde Version 01 für Opel definiert. Sie enthält Meldung 071:
“Prüfung Pos. X, Mengenänderung überschreitet Änderungstoleranzen”. Diese
Meldung wurde als Fehlermeldung ausgewiesen.
Version 02 wurde für Autos GmbH definiert. Da der Kunde Toleranzen nicht für
besonders wichtig erachtet, wurde Meldung 071 kein Meldungstyp zugeordnet.
Wenn im System festgestellt wird, daß eine Toleranz überschritten wurde, dann wird
keine Meldung ausgegeben.
· Eine Sonderregel für einen Automobilhersteller aktivieren
Sie können dieses Feld verwenden, um auf einen der User-Exits zu verweisen, die Sie
für die EDI-Verarbeitung programmieren. Die User-Exits werden dann systemseitig
berücksichtigt, wenn Abrufe für den von Ihnen angegebenen Automobilhersteller
verarbeitet werden.

Ein Automobilhersteller sendet die Materialnummern im Feinabruf in einem anderen


Format als im Lieferabruf. Sie programmieren einen User-Exit, um das Format der
Materialnummern im Feinabruf in das Format umzuschlüsseln, das im Lieferabruf
verwendet wird.
· Ein Lieferscheinnummerpräfix für die kundeninterne Lieferungsnummer eingeben

16 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Besonderheiten für Abrufe

Viele Kunden verwenden nur einen Teil Ihrer internen Lieferungsnummer in Ihren Daten,
in der Regel die letzten Ziffern. Wenn die Kunden diese Nummer in einem Abruf senden,
dann fügt das System das von Ihnen hier eingegebene Präfix hinzu, um die interne
Lieferungsnummer zu finden. Anhand der letzten internen Lieferung werden externe
Abrechnungsbelege [Seite 58] vom System überprüft. Sie können auch die letzte
Lieferung manuell aufrufen, um die Fortschrittszahlen zu prüfen oder neu zu berechnen.
· Angeben, ob die im Abruf gesendete Kundenbestellnummer oder Abladestelle als
Suchkriterium zur Ermittlung des dazugehörigen Lieferplans verwendet werden soll
· Festlegen, wie im Abruf gesendete Daten zum Packmittel behandelt werden sollen
Sie können das System folgendermaßen einstellen:
- automatisch eine Mail-Mitteilung an den zuständigen Mitarbeiter schicken, daß die
Packdaten zur Verarbeitung zur Verfügung stehen
- eine Mail-Mitteilung schicken und die Daten als Text in den Lieferplan übernehmen
- die Packdaten nicht berücksichtigen
- die Packdaten ohne Mail-Mitteilung in den Lieferplan übernehmen
· Angeben, ob ein Mitarbeiter benachrichtigt werden soll, wenn allgemeine Texte in
einem Abruf gesendet werden
· Testläufe für Abrufe aktivieren
Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, werden eingehende Abrufe nicht automatisch
vom System verarbeitet Der zuständige Mitarbeiter wird benachrichtigt, und das IDoc
muß dann manuell verarbeitet werden.

April 2001 17
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Lieferintervalle

Lieferintervalle
Einige Kunden bestellen bei ihren Zulieferern Abrufe in Form von Wochenmengen. Sie geben
jedoch zusätzlich Kennzeichen mit, die festlegen, daß diese Wochenmengen auf bestimmte
Tage der Woche aufzuteilen und an diesen Tagen anzuliefern sind. Sie können Lieferintervalle
definieren, indem Sie dem Kunden einen Schlüssel zuordnen und die einzelnen Anliefertage im
Schlüssel markieren. Wenn ein Abruf im System eingeht, werden die Wochenmengen
automatisch auf die Tagesmengen verteilt und den im Schlüssel angegebenen Tagen
zugeordnet.
Auch das Aufteilen von Monatsmengen ist möglich. Dazu müssen Sie im entsprechenden
Aufteilungsintervall das Feld Monat markieren.

Die Lieferintervallfunktion hat nichts mit der Aufteilungsfunktion [Seite 105] bei der
Planabrufabwicklung zu tun.

Beispiel
Sie ordnen einem Automobilhersteller den Lieferintervallschlüssel 01 zu. Dieser Kunde möchte,
daß die Materialien nur montags, dienstags und mittwochs geliefert werden. Sie markieren diese
Tage im Schlüssel.
Kurz darauf erhalten Sie einen Abruf mit einer wöchentlichen Einteilung über 60 Stück. Das
System teilt die Menge automatisch auf und ordnet sie gemäß Schlüssel 01 den drei Tagen zu.
Ergebnis: Der Automobilhersteller erhält je 20 Stück am Montag, Dienstag und Mittwoch.

18 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Besonderheiten für externe Dienstleister (EDL)

Besonderheiten für externe Dienstleister (EDL)


Externe Dienstleister [Seite 69], die in Ihrem Namen an den Kunden liefern, melden die
Lieferungen in der Form von Lieferscheinen an Sie zurück. Sie können spezielle Prüfungen für
EDL-Lieferbelege durchführen, die Sie von einem bestimmten externen Dienstleister über EDI
erhalten haben.
Die Besonderheiten für externe Dienstleister ähneln den Besonderheiten der Standardabrufe. Mit
diesen Sonderfunktionen können Sie pro Auftraggeber (der von einem externen Dienstleister
beliefert wird) bzw. pro Auftraggeber/Abladestelle definieren, wie EDL-Lieferscheine verarbeitet
werden sollen. Sie können:
· Testläufe für EDL-Lieferscheine aktivieren, die per EDI gesendet werden
· Festlegen, wie im EDL-Lieferschein gesendete Daten zum Packmittel behandelt werden
sollen
Sie können das System folgendermaßen einstellen:
- automatisch eine Mail-Mitteilung an den zuständigen Mitarbeiter schicken, daß die
Packdaten zur Verarbeitung zur Verfügung stehen
- eine Mail-Mitteilung schicken und die Daten als Text in den Lieferplan übernehmen
- die Packdaten nicht berücksichtigen
- die Packdaten ohne Mail-Mitteilung in den Lieferplan übernehmen
· Angeben, ob ein Mitarbeiter benachrichtigt werden soll, wenn allgemeine Texte in einem
EDL-Lieferschein gesendet werden
· die Verkaufsbelegart vorgeben, mit der Sie eine EDL-Entnahme [Seite 72] erstellen
Im Standardsystem ist dies die Verkaufsbelegart ED (EDL-Entnahme).

April 2001 19
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Besonderheiten für das Gutschriftsverfahren

Besonderheiten für das Gutschriftsverfahren


Ihr Kunde kann verschiedene Fakturierungsmethoden verwenden, um Geschäftsvorfälle
abzurechnen. Mit Hilfe der Sonderfunktionen im Gutschriftsverfahren können Sie Einstellungen
vornehmen, damit bestimmte Prüfungen in externen Abrechnungsbelegen [Seite 56]
durchgeführt werden, die Ihnen ein Kunde per EDI gesendet hat.
Diese Fakturierungsmerkmale ähneln den Besonderheiten bei Standardabrufen. Mit diesen
Sonderfunktionen können Sie pro Auftraggeber bzw. pro Auftraggeber/Abladestelle definieren,
wie externe Abrechungsbelege verarbeitet werden sollen. Sie können:
· Testläufe für per EDI gesendete externe Abrechnungsbelege aktivieren
· Einstellungen zum Gutschriftsverfahren [Seite 58] vornehmen
Dazu gehören:
- Verkaufsbelegarten für Gut- und Lastschriftsanforderungen definieren, die vom
System erzeugt werden, wenn ein externer Abrechnungsbeleg vom Kunden eingeht,
der eine Gutschrift oder eine Lastschrift auf das Kundenkonto wünscht.
Im Standardsystem ist die Verkaufsbelegart G2 für Gutschriftsanforderungen und die
Verkaufsbelegart L2 für Lastschriftsanforderungen.
- Eine Sonderregel für einen Automobilhersteller aktivieren
Sie können dieses Feld verwenden, um auf einen der User-Exits zu verweisen, die
Sie für die EDI-Verarbeitung programmieren. Die User-Exits werden dann
systemseitig berücksichtigt, wenn Gutschriftsanzeigen für den von Ihnen
angegebenen Automobilhersteller verarbeitet werden.
- Angeben, ob ein Mitarbeiter benachrichtigt werden soll, wenn allgemeine Texte in
einem externen Abrechnungsbeleg gesendet werden
· Einstellungen zum Gutschriftsverfahren mit Rechnungserstellung [Seite 65] vornehmen
Dazu gehören:
- Fakturarten für Rechnungen definieren sowie für Gutschriften, die vom Kunden zur
Korrektur von Mengendifferenzen gesendet werden.
- Nachberechnungsbelegarten für Gut- und Lastschriften definieren, die vom Kunden
zur Preiskorrektur gesendet werden.
- Angeben, ob zu jeder vom Kunden gesendeten externen Rechnung eine Rechnung
erstellt werden soll.
Normalerweise wird im R/3-System eine Rechnung erstellt, die exakt mit der vom
Kunden gesendeten übereinstimmt. Dies ist jedoch nicht immer möglich, z. B. wenn
es nicht-fakturarelevante Positionen gibt oder wenn ein Rechnungssplit erforderlich
ist. In diesen Fällen erstellt das System keine Rechnung.
Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, können Sie auch unter solchen Umständen
Rechnungen zu Testzwecken erstellen, unter denen normalerweise vom System
keine erzeugt würden.
- Die Vorschlagswerte einer Rechnung angeben, falls diese Informationen
systemseitig nicht aus der im IDoc erwähnten Lieferung oder aus einem anderen
intern referierten Beleg ermittelt werden können.

20 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Besonderheiten für das Gutschriftsverfahren

· Externe Konditionen internen Konditionen zuordnen


Für die hier eingegebenen Konditionen vergleicht das System den Wert der internen
Kondition mit dem Wert der externen Kondition, die mit der externen Rechnung gesendet
wird.
Indem Sie das zugehörige Kennzeichen setzen, können Sie festlegen, daß das System
diese Differenzen berücksichtigt. Falls es Differenzen gibt, werden die Statussätze des
IDoc aktualisiert und der Sachbearbeiter erhält ein Mail. Die IDoc-Verarbeitung wird
fortgesetzt und wenn kein schwerer Fehler auftritt, wird die Rechnung dennoch erzeugt.
Diese Funktion ist nur beim Gutschriftsverfahren mit Rechnungserstellung verfügbar.
Mit dem User-Exit EXIT_SAPLVED5_003 [Seite 68] können Sie eigene
Toleranzprüfungen erstellen.
· Toleranzgrenzen [Seite 61] für Differenzen zwischen externen und internen Konditionen
definieren
Im Standard-Gutschriftsverfahren vergleicht das System die Werte in der
Gutschriftsanzeige mit denjenigen in der bestehenden internen Rechnung. Falls es
Abweichungen gibt, wird die Verarbeitung des IDoc beendet.
Mit Hilfe dieser Funktion können Sie Differenzen definieren, die vom System toleriert
werden. In diesem Fall ignoriert das System eventuell ermittelte Differenzen zwischen
den externen und internen Konditionswerten und fährt mit der Verarbeitung des IDoc fort.

April 2001 21
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Erstdatenübernahme - Lieferpläne

Erstdatenübernahme - Lieferpläne
Verwendung
Sie können Lieferpläne für Zulieferer aus einem Altsystem in das R/3-System übernehmen,
indem Sie die Datenübernahme-Workbench [Extern] der Anwendungskomponente Vertrieb (SD)
nutzen. Mit Hilfe dieses Standardprogramms übernimmt das System Kopf- und Positionsdaten.

Funktionsumfang
Zwei Felder wurden speziell für Lieferpläne entwickelt und in die Kommunikationsstrukturen
VBAPKOM und BVBAPKOM eingefügt. Dadurch können Sie externe Fortschrittszahlen und die
dazugehörigen Termine übernehmen. Aufgrund dieser Daten legt das System eine
Korrekturlieferung [Seite 46] an und gibt im neuen Lieferplan eine Aufsatzfortschrittszahl vor.

Einschränkungen
Diese Funktion umfaßt nicht die Übernahme von Einteilungen in Abrufe.

Aktivitäten
Verwenden Sie das Datenübernahmeobjekt 90 (Verkaufsbelege) für Lieferpläne für Zulieferer.

22 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Lieferplan anlegen

Lieferplan anlegen
Sales menu [Extern]
Um einen Lieferplan mit Abrufen anzulegen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Auf dem Einstiegsbild wählen Sie Logistik ® Vertrieb ® Verkauf.
2. Wählen Sie Rahmenvertrag ® Lieferplan ® Anlegen.
3. Geben Sie die Lieferplanart LK (Standard) bzw. LZ (externe Dienstleister) und die
relevanten Organisationsdaten ein.
4. Wählen Sie Enter.
5. Geben Sie die folgenden Daten ein:
- Auftraggeber oder Warenempfänger
- Bestellnummer bzw. Abschlußnummer
- Materialnummer oder Kundenmaterialnummer
Sie können das Feld Bezeichnung verwenden, um den Lieferplan zu identifizieren.
Sie könnten z. B. das Modelljahr für eine Baureihe von Fahrzeugen eingeben.
Das System läßt Kundennummern mit bis zu 35 Stellen zu.
- Rundungsmenge [Seite 26]
- Verwendung
Wählen Sie Springen ® Kopf ® Verkauf, um die Verwendung auf Kopfebene
einzutragen, oder wählen Sie alternativ Springen® Position ® Verkauf A, um sie auf
Positionsebene einzutragen. In beiden Fällen ist der Systemvorschlag für die
Verwendung S (Serie).
- Dispobehandlungskennzeichen [Seite 39]
Wählen Sie Springen ® Kopf ® Verkauf.
- Zielmenge
Markieren Sie eine Position und wählen Sie Springen® Position ® Verkauf A.
- Partner
Wählen sie bei Lieferplänen mit externen Dienstleistern [Seite 72] Springen ® Kopf
® Partner und geben Sie auf dem Register Partner den externen Dienstleister als
Spediteur und Sonderbestandsführer ein.
6. Legen Sie einen Abruf [Seite 35] an.
Markieren Sie eine Position im Lieferplan und wählen Sie Springen ® Position
® <Abruf>. Geben Sie die folgenden Daten ein:
- Abrufnummer und -datum
- Eingangsfortschrittszahl
- letzte vom Kunden bestätigte Lieferung

April 2001 23
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Lieferplan anlegen

- Einteilungen mit Periode, Zeit und Menge


Um noch weitere Daten zu Abrufen zu erfassen, wählen Sie Abrufkopf.
7. Sichern Sie den Lieferplan.

24 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Lieferplan ändern

Lieferplan ändern
Sales menu [Extern]
Um einen Lieferplan mit Abrufen zu ändern, gehen Sie wie folgt vor:
1. Auf dem Einstiegsbild wählen Sie Logistik ® Vertrieb ® Verkauf.
2. Wählen Sie Rahmenvertrag ® Lieferplan ® Ändern.
3. Geben Sie im Feld Lieferplan die Belegnummer ein, oder suchen Sie diese mit Hilfe des
Matchcodes.
Neben der normalen Matchcode-Funktion können Sie über die Felder im Abschnitt
Weitere Suchkriterien den gewünschten Lieferplan suchen.
4. Wählen Sie Enter.
Sie erhalten eventuell die Meldung, daß Folgebelege zu beachten sind. Um sich diese
Belege anzeigen zu lassen, wählen Sie Umfeld ® Belegfluß anzeigen.
5. Nehmen Sie die Änderungen am Lieferplan vor. Um einen Lieferabruf zu ändern,
markieren Sie eine Position und wählen Sie Springen ® Position ® Lieferabruf.
Sie können den bestehenden Abruf ändern oder einen neuen Abruf anlegen. Wählen Sie
dazu Neuer Abruf mit Vorschlag oder Neuer Abruf ohne Vorschlag.
Wenn Sie einen Abruf mit Vorschlag anlegen, übernimmt das System die Einteilungen
aus dem vorhergehenden Abruf in den neuen Abruf. Sie können dann die bereits
vorhandenen Einteilungen korrigieren bzw. neue Einteilungen hinzufügen.
Wenn Sie einen Abruf ohne Vorschlag anlegen, erzeugt das System einen Abruf mit
leeren Einteilungen. Diese müssen dann von Ihnen manuell gepflegt werden.
6. Sichern Sie den Lieferplan.

April 2001 25
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Verpackungsvorschläge erfassen

Verpackungsvorschläge erfassen
In der Zulieferindustrie gibt es i.d.R. Vorschriften, wie und in welcher Menge ein Material zu
verpacken ist. Mit Hilfe der Funktion Verpackungsvorschlag können Sie Materialien schnell und
flexibel zur Lieferung verpacken.
Wenn der Kunde den Verpackungsvorschlag nicht mit dem IDoc (Intermediate Document)
sendet, können Sie den Vorschlag im Lieferplan manuell erfassen.
1. Auf dem Übersichtsbild geben Sie im Feld Rundungsmenge die Menge an, die pro
Versandelement verpackt werden soll.
Die Menge wird dann vom System so gerundet, daß nur vollständige Versandelemente
geliefert werden. Wenn Sie nicht auf vollständige Versandelemente aufrunden wollen,
tragen Sie einfach die Menge 0 ein.
2. Wählen Sie Zusätze ® Verpackungsvorschlag.
Falls das Feld Rundungsmenge gepflegt wurde, wird der Wert hier in das Bild Verpacken
von Positionen übernommen.
In Lieferplänen mit Abrufen sind ebenfalls Standard-Verpackungsfunktionen [Extern] verfügbar.

26 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Änderungsstände

Änderungsstände
Verwendung
Im Bereich der Zulieferindustrie sind einzelne Materialien für Serien häufigen
Konstruktionsänderungen unterworfen. Der Kunde fordert eine Änderung an und sendet dazu
wieder die gleiche Materialnummer sowie eine zusätzliche Nummer für den Änderungsstand.
Dieser Änderungsstand ist mit der Seriennummer im R/3-System verknüpft. Dadurch wird die
Berücksichtigung der Änderung in zukünftigen Lieferungen ermöglicht.

Aktivitäten
Um ein Material mit Änderungsständen zu verwalten, selektieren Sie eine Lieferplanposition und
wählen Sie Springen ® Position ® Änderungsstände.
Wenn es zu der selektierten Position keinen Änderungsstand gibt, wird ein Dialogfenster
angezeigt. Hier können Sie wählen, ob Sie den Änderungsstand datumsabhängig oder auf der
Grundlage der Lieferfortschrittszahl verarbeiten wollen. Sie können pro Position nur eine
Verarbeitungsart wählen.
· Wenn Sie Datumsabhängig wählen, wird ein Bild angezeigt, in dem Sie das Datum
eingeben, ab dem der Änderungsstand gültig ist.
· Wenn Sie FZ-abhängig wählen, wird ein Bild angezeigt, in dem Sie die Fortschrittszahl
eingeben, ab dem in dem von Ihnen angegebenen Geschäftsjahr der Änderungsstand
gültig ist.
Neben diesen Grundeinstellungen geben Sie den Änderungsstand des Kunden ein und ordnen
ihn der relevanten Seriennummer in Ihrem System zu. Anschließend legen Sie über das
Aktivkennzeichen fest, ob der Änderungsstand für die Disposition und die Lieferung relevant ist,
oder ob er nur informativen Charakter hat. Der Änderungsstand wird mit seiner zugehörigen
Seriennummer in die Lieferung [Seite 53] übernommen. Dabei ist es gleichgültig, ob das
Aktivkennzeichen gesetzt ist oder nicht.

Vergewissern Sie sich, daß Sie für Materialien mit Änderungsständen nur
Einzelbedarfe übergeben, denn Änderungsstände können für jede Position
unterschiedlich sein. Sollten Sie Summenbedarfe übergeben, werden die
Seriennummern nicht an die Produktion weitergeleitet.

Integration
Die Funktion Änderungsstände ist nicht nur in Lieferplänen verfügbar. Es ist auch möglich,
Änderungsstände in Kundenaufträge aufzunehmen. Hier können Sie auf Positionsebene einen
Änderungsstand einer Positionsnummer zuordnen (wählen Sie dazu Springen ® Position ®
Verkauf A).
Mit dieser Funktion können Sie in Kundenaufträgen:
· Aus der Lieferung Änderungsstände in Warenanhänger drucken (VDA 4902)
· Spezielle Vorgänge verarbeiten, die außerhalb des Lieferplans auftreten
· Komponenten bearbeiten, die vom Kunden beschädigt, von Ihnen repariert und zum
Kunden zurückgesendet wurden

April 2001 27
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Änderungsstände

· Lieferungen bearbeiten, die von einem externen Dienstleister an den Kunden gingen
Es gibt jedoch zwei Einschränkungen: Sie können nicht mit Änderungsständen arbeiten, die auf
Fortschrittszahlen basieren und Sie können - wie in Lieferplänen - den Bestand nicht
entsprechend den Änderungsständen verwalten.

28 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Retouren zu Lieferplänen

Retouren zu Lieferplänen
Verwendung
Mit dieser Funktion legen Sie eine Retoure für Lieferplanpositionen an.

Funktionsumfang
Bei der Verarbeitung von Retouren für Lieferpläne mit Abrufen sollten Sie auf folgendes achten:
· Für Retouren wird die Verkaufsbelegart RZ verwendet.
Damit eine umgehende Abholung gewährleistet wird, legt das System automatisch eine
Sofortlieferung an, wenn Sie eine Retoure mit dieser Belegart sichern. Wenn Sie dies
nicht wollen, können Sie im Customizing jedoch auch eine neue Verkaufsbelegart
anlegen und das Kennzeichen für die Sofortlieferung ausschalten. Die Lieferung zur
Retoure könnte dann z.B. über den Arbeitsvorrat erzeugt und bearbeitet werden.
· Bei Retouren, die externe Dienstleister [Seite 72] betreffen, wird die Verkaufsbelegart
KRZU (Konsignationsretoure) oder KAZU (Konsignationsabholung) verwendet. Legen
Sie die Retoure mit Bezug auf den entsprechenden Lieferplan an.
· Wenn der Kunde Wareneingang bucht, wird die Fortschrittszahl automatisch aktualisiert.
Aus diesem Grund sollten Sie Fortschrittszahlen ggf. nur dann korrigieren, wenn der
Kunde die Positionen zurückschickt, ohne Wareneingang gebucht zu haben.
· Fortschrittszahlen werden nicht automatisch aktualisiert. Sie müssen sie manuell
korrigieren [Seite 46].
· Wählen Sie Warenausgang, um Wareneingang zu buchen.

Weiterführende Informationen
Allgemeine Informationen zu Retouren finden Sie unter Reklamationen [Extern].

April 2001 29
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Intermediate Documents zu Lieferplänen

Intermediate Documents zu Lieferplänen


Einsatzmöglichkeiten
Wenn ein Kunde einen Beleg per EDI (Electronic Data Interchange) schickt, wird dieser in ein
sogenanntes IDoc (Intermediate Document) mit SAP-Format konvertiert, bevor er in das R/3-
System gelangt.

Ablauf
Beachten Sie, daß in diesem Ablauf Abrufe als Beispiel verwendet werden. Per EDI gesendete
Belege von externen Dienstleistern [Seite 72] und externe Abrechnungsbelege [Seite 56] werden
auf ähnliche Weise verarbeitet.

Kunde
IDoc
Mat. 1
Mat. 2
Mat. 3

EDI-Subsystem
EDI-Subsystem
R/3
IDoc IDoc IDoc
Mat- 1 Mat. 2 Mat. 3

Vertrieb Fehlermeldung
Warnmeldung

OK
Mail Mail
Lieferplan

Warnmeldung Online-
anzeigen Abruf Verarbeitung

1. Der Kunde sendet normalerweise mehrere Materialnummern mit den entsprechenden


Einteilungen in einem Abruf.
2. Das EDI-Subsystem, das mit dem R/3-System verknüpft ist, konvertiert den Abruf in SAP-
Format und teilt den Abruf so auf, daß pro Materialnummer ein IDoc erzeugt wird
3. Die EDI-Basis überprüft den Kontrollsatz im IDoc. Entsprechend diesen Kontrollsätzen und
den von Ihnen vorgenommenen Customizing-Einstellungen zu EDI wird jedes IDoc über den
Workflow an einen Funktionsbaustein im Vertrieb übergeben, z. B. an
IDOC_INPUT_DELINS.
4. Das System verarbeitet jedes IDoc im Hintergrund und berücksichtigt dabei alle
Besonderheiten, die Sie im Customizing [Seite 16] angegeben haben. Es verwendet zur
Ermittlung des Auftraggebers [Seite 15] und des zugehörigen Lieferplans die Kriterien im
IDoc.
Um den Lieferplan zu finden, überprüft das System:

30 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Intermediate Documents zu Lieferplänen

· Kunden-Material-Nummer
· Debitorennummer
· Werk des Kunden
· Bestellnummer oder Abladestelle, falls Sie die Prüfung im Customizing [Seite 16]
aktiviert haben.
· Verwendungskennzeichen [Seite 23], sofern Sie es im Lieferplankopf eingegeben
haben
· Allgemeiner Text (Feld KTEXT)
Beachten Sie, daß das System nur Positionen prüft, die nicht abgesagt wurden. Falls
diese Suche nicht erfolgreich ist, prüft das System auch ausschließlich auf der Basis der
Kunden-Material-Nummer.

Ergebnis
Bei erfolgreicher Verarbeitung findet eine Erstellung oder eine Aktualisierung des Abrufs im
Lieferplan statt. Das IDoc wird an die EDI-Basis zurückgesendet, wo die Statussätze aktualisiert
werden.
Wenn das System den Lieferplan nicht findet oder während der Verarbeitung ein Fehler auftritt,
so ermittelt [Seite 33] das System den verantwortlichen Mitarbeiter und sendet ihm ein Mail.
Dieser Mitarbeiter kann dann folgendermaßen vorgehen:
· Er kann den Änderungsmodus für Lieferpläne aufrufen (Transaktion VA32) und den
Lieferplan manuell suchen, indem er die Kriterien im Abschnitt “Weitere Suchkriterien” des
Änderungsbildes eingibt. Gegebenenfalls ändert er den Lieferplan so ab, daß er mit dem
IDoc übereinstimmt.
· Er kann das IDoc manuell verarbeiten, damit alle Daten in den verschiedenen Schritten des
IDocs überprüft und bei Bedarf korrigiert werden.

· Er kann einen neuen Lieferplan anlegen, wenn das IDoc korrekt ist und es keinen bereits
bestehenden Lieferplan gibt.
Um das IDoc zum aktuellen Lieferplan anzuzeigen, wählen Sie auf dem Register Lieferabruf
Abrufkopf. Wählen Sie dann Bearbeiten ® Akt. IDoc zum Abruf.

Weiterführende Informationen
Weitere Informationen zu den Customizing-Einstellungen des EDI-Eingangs für Zulieferer finden
Sie unter Steuerung des EDI-Eingangs [Seite 14].
Weitere Informationen zu EDI im allgemeinen erhalten Sie in IDoc-Schnittstelle / Electronic Data
Interchange [Extern] unter BC - Basis ® Basis-Services / Kommunikationsschnittstelle (BC-
SRV).
Weitere Informationen zu vertriebsspezifischem EDI erhalten Sie unter Electronic Data
Interchange / IDoc-Schnittstelle (SD) [Extern].
Angrenzende Informationen finden Sie unter dem Thema Intermediate Documents zu
Lieferplänen [Seite 30].

April 2001 31
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Intermediate Documents zu Lieferplänen

32 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Ermittlung des Nachrichtenempfängers

Ermittlung des Nachrichtenempfängers


Verwendung
Wenn während der Verarbeitung eines eingehenden EDI-Belegs eine Warn- oder Fehlermeldung
auftritt, so ermittelt das System den Sachbearbeiter und sendet per Mail ein Workitem [Extern].
Zuerst versucht das System, auf Verkaufsbelegsebene einen Nachrichtenempfänger zu
ermitteln. Da Verkaufsbelege im Rahmen der Lieferplanabwicklung normalerweise nur ein
Material enthalten, kann man diesen Vorgang auch als Suche auf Materialebene betrachten.
Wenn das System auf diese Weise keinen Empfänger ermitteln kann, so führt es eine
allgemeinere Suche auf Kundenebene durch.

Funktionsumfang
Beim Eingang einer EDI-Nachricht sucht das System nach dem Referenzverkaufsbeleg. Wenn
ein Referenzverkaufsbeleg gefunden wird, sucht das System im Belegkopf die Partnerrolle ED.
Diese Partnerrolle wurde speziell für Nachrichtenempfänger bei der EDI-Eingangsverarbeitung
für Zulieferer entwickelt. Sie können die Partnerrolle manuell auf dem Bild Partner in Belege
eingeben. Alternativ werden diese Daten vom Auftraggeber-Stammsatz in Verkaufs- und
Versandbelege übernommen.
Wenn das System diese Partnerrolle findet, wird ein Mail an den Partner mit der
Personalnummer gesendet, die von Ihnen zugeordnet wurde.

In Verkaufsbelegen können Sie Empfänger nicht nach Arbeitsplatz, Stelle,


Organisationseinheit, Funktion oder Benutzer verarbeiten. Sie können nur mit
Personalnummern, d. h. mit Partnerart PE arbeiten. Das System läßt im
Verkaufsbeleg und im Kundenstamm jeweils nur die Eingabe einer Personalnummer
zu.
Wenn bei der Verarbeitung ein Fehler auftritt, bevor das System einen Verkaufsbeleg gefunden
hat oder wenn die Anfangssuche erfolglos war, weil z. B. der Partner nicht über die erforderliche
Partnerrolle verfügt, so verwendet das System die Standardmethode zur Ermittlung eines
Empfängers über die Kundennummer, die in den Partnervereinbarungen [Extern] festgelegt ist.

Außerdem gibt es auch noch eine andere Methode zur Bestimmung eines
Nachrichtenempfängers für ein eingehendes Dokument, das von Ihnen bearbeitet wurde. Mit
dem User-Exit EXIT_SAPLVED4_004 können Sie den IDoc-Nachrichtentyp als Import-Parameter
oder den IDoc-Kontrollsatz und -Datensatz als Tabellenparameter verwenden.
Übermitteln Sie eine Benutzerart in der Exportvariablen E_USRTYP und einen Benutzernamen
oder eine Benutzernummer in der Exportvariablen E_USRKEY. Wenn Sie diese beiden
Exportparameter nicht pflegen, berücksichtigt das System die Ergebnisse des User-Exits nicht.

Integration
Diese Funktion ist für alle Belege verfügbar, die mit Lieferplänen verknüpft sind:
· Abrufe (Funktionsbaustein IDOC_INPUT_DELINS)
· Auslieferungsaufträge (Funktionsbaustein IDOC_INPUT_ORDERS)

April 2001 33
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Ermittlung des Nachrichtenempfängers

· EDL-Lieferscheine (Funktionsbaustein IDOC_INPUT_EDLNOT)


· Externe Abrechnungsbelege (Funktionsbaustein IDOC_INPUT_GSVERF)
Bei externen Abrechnungsbelegen übernimmt das System die Personalnummer aus
dem Lieferungskopf und nicht aus dem Verkaufsbelegkopf.
Die Funktion Adressatenfindung ist im Gutschriftsverfahren mit Rechnungserstellung
nicht verfügbar. Die Funktion Adressatenfindung ist im Gutschriftsverfahren mit
Rechnungserstellung nicht verfügbar, weil der Kunde mehrere Lieferungen mit einem
EDI-Beleg senden kann. Dies führt in manchen Fällen dazu, daß das System mehrere
Personalnummern zu einer Position ermittelt. Im Rahmen des Workflow ist es jedoch nur
zulässig, eine Nachricht an eine Person zu senden.

34 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Abruf

Abruf
Definition
Ein Abruf ist ein Beleg, der per EDI (Electronic Data Interchange) oder Telefax an den Zulieferer
gesendet wird, um so eine bestimmte Menge des Materials oder der Materialien abzurufen, die
im Lieferplan festgehalten sind.
Der Abruf enthält Informationen zu Liefermengen und -terminen. Ein neuer Abruf ersetzt den
vorhergehenden Abruf bezüglich Termin und Menge ganz oder teilweise.
Im Zusammenhang mit Rahmenverträgen werden Abrufe auch als Lieferplanabrufe bezeichnet.

Integration
Die unterschiedlichen Abrufarten, ihr Aufbau und ihre Verwendung sind in den verschiedenen
VDA-, AIAG (Automotive Industry Action Group)- und Odette-Richtlinien definiert.
Im R/3-System sind drei Abrufarten verfügbar:
· Lieferabrufe (LAB)
Gemäß den Empfehlungen des VDA (Verband der Automobilindustrie e.V.) werden im
Lieferabruf Bedarfsmenge und -termin des Kunden für den Terminnah-, -mittel- und -
fernbereich an den Lieferanten übermittelt.
In dieser Abrufart werden normalerweise Wochen- oder Monatstermine vorgegeben. Der
Kunde kann jedoch auch Tagestermine angeben, anstatt einen Feinabruf zu verwenden.
Der Lieferabruf ist für den Lieferanten Grundlage für die Verkaufsplanung, den
Produktionplan und auch für die Versandsteuerung. Ihm liegt als Rechtsgrundlage ein
Lieferplan bzw. eine Bestellung zugrunde.
· Feinabruf (FAB)
Unter einem Feinabruf versteht man einen im Terminnahbereich relevanten (u. U.
minutengenauen) Abruf von Mengen. Dies unterscheidet ihn vom Lieferabruf.
Der Feinabruf dient zur Feinsteuerung von Produktion und Versand beim Lieferanten.
· Planabruf (PLAB)
Der Planabruf [Seite 95] ist ein interner Abruf, der auf dem Lieferabruf basiert. Mit
diesem internen Abruf ist eine Feinsteuerung der Bedarfsplanung möglich, nämlich
durch:
Eingrenzung des Planungszeitraums von Einteilungen in Lieferabrufen
Aufteilung der Wochen- oder Monatseinteilungen des Kunden in Tagesbedarfe
Weitere Informationen zu diesen Abrufen in Lieferplänen finden Sie unter Mischen von Abrufen
[Seite 38] und Bedarfs- und Lieferrelevanz [Seite 39].
Es gibt eine weitere Belegart, die dem Abruf ähnelt. Auslieferungsaufträge [Seite 86] basieren
auf dem Materialinformationssystem und sind im eigentlichen Sinne keine Abrufe. Sie werden
jedoch auf ähnliche Weise wie Feinabrufe verwendet.

April 2001 35
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Abruf

Struktur
Um einen Lieferabruf aufzurufen, markieren Sie eine Position und wählen Position
® Einteilungen ® <Abruf>.
Im Register Lieferabruf werden die folgenden Daten angezeigt.
· Abrufnummer und -datum
· Verschiedene Standard-Fortschrittszahlen [Seite 44]
· Informationen zu Lieferungen
Um Lieferungen zum Lieferplan anzuzeigen, wählen Sie auf dem Register Abruf
Lieferungen.

Bei Lieferplänen mit externen Dienstleistern werden die Lieferungen, die der externe
Dienstleister an den Kunden geschickt hat, als Konsignationsentnahmen angezeigt.
· Informationen zu Korrekturlieferungen [Seite 46]
Um Korrekturlieferungen anzuzeigen oder zu ändern, wählen Sie auf dem Register Abruf
Korr.lieferung.
· Eine Analysefunktion [Seite 43]
· Informationen auf einen Blick
Um eine Zusammenfassung der Lieferplandaten anzuzeigen, wählen Sie auf dem
Register Abruf Kurzanzeige.
· Einteilungen
Um zum Abrufkopf zu gelangen, wählen Sie auf dem Register Abruf Abrufkopf. Hier
werden folgende Daten angezeigt:
· Informationen über die beim Kunden eingegangenen Mengen
· Informationen zum Geschäftsjahr des Kunden und zur Rückstellung der
Fortschrittszahlen aufgrund eines Jahreswechsels [Seite 50]
· Verschiedene Freigabefortschrittszahlen
· Notizen zum Abruf

36 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Abrufabwicklung

Abrufabwicklung
Verwendung
Das R/3-System ermöglicht die automatische Verarbeitung von Abrufen, die per EDI (Electronic
Data Interchange) eingehen. In einem solchen Fall startet das System den Workflow im
Hintergrund. Wenn Sie einen Beleg korrigieren oder wenn ein Kunde Ihnen Abrufe über die
herkömmlicheren Kommunikationssysteme sendet (z. B. Telefax, Telefon oder per Post), können
Sie Abrufe manuell online verarbeiten.
Der Kunde schickt regelmäßig neue Abrufe, die den Lieferplan aktualisieren. Im allgemeinen
gelten die folgenden Regeln:
· Ein neuer Lieferabruf ersetzt den alten Lieferabruf
· Ein neuer Feinabruf ersetzt den alten Feinabruf
· Der Feinabruf übersteuert den Lieferabruf innerhalb des Feinabrufhorizonts.

Funktionsumfang
Bei Eingang eines Abrufs per EDI und bei manueller Erstellung prüft das System:
· Anweisungen des Kunden zum Mischen [Seite 38] von alten und neuen Abrufen.
· Anweisungen zu Sonderabwicklungen [Seite 16] für den Auftraggeber
· Bedarfs- und Lieferrelevanz [Seite 39]
· Ob es Änderungen gibt, die Toleranzgrenzen [Seite 41] überschreiten
· Ob ein Jahreswechsel [Seite 50] stattgefunden hat
· Ob die vom Kunden gesendete Liefernummer gültig ist
· Ob die Eingangsfortschrittszahl mit allen Lieferungen bis zur und einschließlich der
letzten vom Kunden bestätigten Lieferung übereinstimmt
Nach erfolgreicher Verarbeitung stehen die alten Abrufe weiterhin zur Verfügung, d.h. für diese
Informationen werden Historien [Seite 43] erstellt. Dabei können beliebig viele Generationen von
Belegen unterstützt werden.

Aktivitäten
Um Abrufe verarbeiten zu können, müssen zunächst Einstellungen im Customizing
vorgenommen werden. Informationen hierzu finden Sie in der Basis-Dokumentation und im
Einführungsleitfaden zum Thema EDI.
Um Abrufe im Lieferplan anzuzeigen, zu korrigieren oder manuell zu erfassen, markieren Sie
eine Lieferplanposition und wählen Sie Position ® Einteilungen ® <Abruf>.

April 2001 37
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Mischen von Abrufen

Mischen von Abrufen


Verwendung
Der Kunde schickt regelmäßig neue Abrufe, die alte Abrufe ersetzen. In manchen Fällen möchte
der Kunde jedoch vielleicht alte und neue Abrufe mischen. Hierzu muß er allerdings spezielle
Kennzeichen im Abruf mitschicken.

Funktionsumfang
Zu diesem Zweck sind zwei Kennzeichen vorgesehen:
· Bedarfsstatus-Schlüssel
Die Einteilungen des alten Lieferplanabrufs, die zeitlich vor und nach dem
Gültigkeitsintervall des neuen Abrufs liegen, werden in den neuen Abruf übernommen,
wenn der gesendete Bedarfsstatus-Schlüssel die Ausprägung ‘B’ besitzt.
Der Bedarfstatus-Schlüssel ist für Feinabrufe gemäß VDA 4915, einer Empfehlung des
Verbands der Automobilindustrie e. V., vorgesehen. Er wird im Abrufkopf [Seite 35]
angezeigt.
· Lieferabruf-Schlüssel
Die Einteilungen des alten Lieferplanabrufs, die zeitlich vor dem Gültigkeitsintervall des
neuen Abrufs liegen, werden in den neuen Abruf übernommen, wenn der gesendete
Lieferabruf-Schlüssel die Ausprägung ‘1’ besitzt.
Für Abrufe nach Odette ist das Kennzeichen Lieferabruf-Schlüssel vorgesehen. Dieser
Schlüssel wird nicht angezeigt.

Diese Kennzeichen werden vom Kunden mitgeschickt. Sie können sie nicht ändern.

38 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Einstellen Bedarfs- und Lieferrelevanz

Einstellen Bedarfs- und Lieferrelevanz


Verwendung
Die Bedarfs- und Lieferrelevanz von Einteilungen in Planabrufen wird von der Dokumentart [Seite
10] und dem Einteilungstyp [Seite 12] beeinflußt. Diese ermittelt das System mit Hilfe des
Dispositionskennzeichens im Abrufkopf.

Integration
Das System ermittelt mit Hilfe des Feinabrufhorizonts und des Dispositionskennzeichens im
Lieferplankopf, welche Art von Abruf tatsächlich bedarfs- und lieferrelevant ist.
Sind Planabrufe im Lieferplan vorhanden und Sie haben eine Planabrufvorschrift eingegeben,
dann wird die Bedarfs- und Lieferrelevanz nach anderen Kriterien ermittelt. Trifft dies zu, finden
Sie weitere Informationen im Abschnitt Bedarfs- und Lieferrelevanz unter Planabruf [Seite 129].

Im R/3-System sind die folgenden Einstellungen für das Bedarfs- und Lieferrelevanzkennzeichen
vorhanden:
· keine Eingabe - Keine Abrufe
· A - Nur der Lieferabruf ist bedarfsrelevant.
· B - Liefer- und Feinabruf sind bedarfs- und lieferrelevant.
· C - Nur der Lieferabruf ist bedarfsrelevant. Nur der Feinabruf ist lieferrelevant.
· D - Liefer- und Feinabruf sind bedarfsrelevant. Nur der Feinabruf ist lieferrelevant.

· E - Keine Feinabrufe

Das System ermittelt die Bedarfsrelevanz wie folgt:


Dispositionskennzeichen B oder D
· Bis zum Feinabrufhorizont ist der Feinabruf bedarfsrelevant.
· Nach dem Feinabrufhorizont ist der Lieferabruf bedarfsrelevant.
Dispositionskennzeichen A oder C
· Der Feinabruf ist nicht bedarfsrelevant.
· Der Lieferabruf ist bedarfsrelevant.
Das System ermittelt die Lieferrelevanz wie folgt:
Dispositionskennzeichen A oder B
· Bis zum Feinabrufhorizont ist der Feinabruf lieferrelevant.
· Nach dem Feinabrufhorizont ist der Lieferabruf lieferrelevant.
Dispositionskennzeichen C oder D
· Bis zum Feinabrufhorizont ist der Feinabruf lieferrelevant.

April 2001 39
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Einstellen Bedarfs- und Lieferrelevanz

· Einteilungen nach dem Feinabrufhorizont sind nicht lieferrelevant.


Beachten Sie beim Einstellen der Bedarfs- und Lieferrelevanz folgendes:
· Wenn eine Lieferabrufeinteilung innerhalb des Feinabrufhorizonts anfängt und außerhalb
des Feinabrufhorizonts endet, wird der Horizont des Feinabrufs zurückgesetzt, und der
Lieferabruf wird abhängig vom Dispositionsbehandlungskennzeichen bezüglich Liefer-
und Bedarfsrelevanz berücksichtigt.
Wenn z.B. der Feinabrufhorizont am 02.04. endet und für den Monat April eine
Lieferabrufeinteilung vorhanden ist, setzt das System den Feinabrufhorizont auf den
31.03. zurück. Bei Dispositionsbehandlungskennzeichen “B” gilt dann z.B. der
Lieferabruf ab 01.04. als bedarfs- und lieferrelevant.
· Die Bedarfs- und Lieferrelevanz kann sich automatisch ändern, wenn Sie im Lieferplan
Änderungen vornehmen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie den Feinabrufhorizont
eines Lieferplanes näher zum aktuellen Tagesdatum hin ändern und somit
Lieferabrufeinteilungen, die dadurch aus dem Feinabrufhorizont fallen, lieferrelevant
werden.

Aktivitäten
Um sich das Dispositionskennzeichen anzeigen zu lassen, wählen Sie im Lieferplan Springen ®
Kopf ® Verkauf.

40 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Änderungsüberwachung in Lieferplänen

Änderungsüberwachung in Lieferplänen
Verwendung
Sowohl bei manueller Anlage eines neuen Abrufs, als auch bei automatischer Einplanung per
EDI (Electronic Data Interchange), wird der neue Abruf mit den alten Abrufen abgeprüft. Dadurch
soll sichergestellt werden, daß die Toleranzgrenzen eingehalten werden. Falls das System ein
Problem findet, wird eine Meldung ausgegeben und eine Liefersperre gesetzt.

Funktionsumfang
Bei der Änderungsüberwachung werden Mengenänderungen in den Abrufeinteilungen bezüglich
der Toleranzangaben überwacht. Geprüft wird dabei:
· Lieferabruf neu gegen Lieferabruf alt
· Feinabruf neu gegen Lieferabruf aktuell

Ein neuer Feinabruf wird gegen den aktuellen Lieferabruf geprüft und nicht gegen
den alten Feinabruf, da der Lieferabruf als Plan dient, von dem die Feinabrufe nicht
allzu stark abweichen sollten.

Eine Einteilung ist in Ordnung, wenn einer der folgenden Fälle zutrifft:
· Die Abruffortschrittszahl des neuen Abrufs überschreitet (Mengenerhöhung) bzw.
unterschreitet (Mengenreduzierung) die Abruffortschrittszahl des Vergleichsabrufs
höchstens um die Toleranzmenge/-prozente.
· Die Abruffortschrittszahl des neuen Abrufs ist bei Mengenerhöhung nicht größer als die
Abruffortschrittszahl des Vergleichsabrufs zum Einteilungstermin plus Toleranztage.
· Die Abruffortschrittszahl des neuen Abrufs ist bei Mengenreduzierung nicht kleiner als
die Abruffortschrittszahl des Vergleichsabrufs zum Einteilungstermin minus
Toleranztage.
Wenn eine der drei Prüfungen erfolgreich abläuft, gilt die Prüfung insgesamt als erfolgreich
bestanden. Das System prüft nicht weiter.

Beispiel
Das folgende Beispiel eines neuen Lieferabrufs zeigt, wie das System diese Prüfungen
durchführt:
Toleranzmenge = 90
Toleranztage = 3
Einteilungen Alte Abruf-FZ Neue Abruf-FZ
07.05. 1000 1100
08.05. 1500 1600
09.05. 2000 2000

April 2001 41
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Änderungsüberwachung in Lieferplänen

10.05. 2200 2100


11.05. 2500 2400
12.05. 3000 3000
Die Menge wird zum 07.05 erhöht. Da die Abweichung (100) die Toleranzmenge (90)
überschreitet, besteht der neue Lieferabruf die Prüfung gegen Toleranzmenge nicht. Das System
prüft deshalb zusätzlich die Abweichung bezüglich Toleranztagen. Es ermittelt, daß die
Abruffortschrittszahl im neuen Lieferabruf (1100) nicht größer ist als die Abruffortschrittszahl im
alten Lieferabruf zum 10.05. (7.05. plus drei Toleranztage - 2200). Die Abweichung am 07.05 ist
somit zulässig.
Am 11.05 ermittelt das System eine Mengenreduzierung. Da die Abweichung (100) die
Toleranzmenge (90) überschreitet, besteht der neue Lieferabruf die Prüfung gegen
Toleranzmenge nicht. Das System prüft deshalb zusätzlich die Abweichung bezüglich
Toleranztagen. Es ermittelt, daß die Abruffortschrittszahl im neuen Lieferabruf (2400) nicht
kleiner ist als die Abruffortschrittszahl im alten Lieferabruf zum 08.05 (11.05. minus drei
Toleranztage - 1500). Die Abweichung am 07.05 ist somit zulässig.

Aktivitäten
Um die Toleranzmenge, den -prozentsatz oder die Anzahl der Toleranztage einzugeben oder
anzuzeigen, markieren Sie eine Position im Lieferplan und wählen Sie Springen ® Position ®
Mehr ® Abrufsteuerung.

42 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Analysieren von Abrufen

Analysieren von Abrufen


Voraussetzungen
Um zum Analysebild zu gelangen, wählen Sie auf dem Register Abruf [Seite 35] Analyse.
Neben den allgemeinen Berichtsfunktionen [Extern] für Verkaufsbelege gibt es spezielle
Funktionen für Lieferpläne mit Abrufen.

Vorgehensweise Was Sie wissen sollten


Anzeige von Einteilungen eines alten Markieren Sie einen Abruf, und wählen Sie
Lieferplanabrufs Springen ® Auswählen.
Um eine grafische Darstellung der
Abruffortschrittszahlenentwicklung zu erthalten,
wählen Sie Springen ® Grafik.
Vergleich von Abrufen Markieren Sie zwei Abrufe, und wählen Sie
Springen ® Vergleichen.
Neben allgemeinen Informationen werden
Mengen, Fortschrittszahlen und
Fortschrittszahlendifferenzen zu beiden
Abrufen angezeigt.

Um eine grafische Darstellung des Vergleichs


zu erhalten, wählen Sie Springen ® Grafik.
Vergleich von Freigabefortschrittszahlen zu Wählen Sie Springen ® Anzeigen Freigaben.
allen Abrufen auf dem Analysebild
Die Materialfreigabe-FZ, die
Fertigungsfreigabe-FZ und die Lieferfreigabe-
FZ werden angezeigt.
Um eine grafische Darstellung der
Abruffortschrittszahlenentwicklung zu erhalten,
wählen Sie Springen ® Grafik.
Anzeige verschiedener Abrufarten auf einem Wählen Sie Springen ® Lieferabr <>
Bild Feinabruf
oder
Springen ® Lieferabr <> Planabruf
oder
Springen ® Feinabruf <> Planabruf

April 2001 43
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Fortschrittszahl

Fortschrittszahl
Definition
Die kumulierte Menge eines Materials bis zu einem bestimmten Datum.

Verwendung
Fortschrittszahlen sind eine wesentliche Grundlage zur Planung und Überwachung von
Geschäftsvorfällen zwischen dem Zulieferer und seinen Geschäftspartnern. Mit Hilfe der
Fortschrittszahlen lassen sich permanente Änderungen der Termine und Mengen übersichtlich
darstellen. Damit erhalten Sie einen genauen Überblick, welche Materialien geliefert, beim
Kunden eingegangen oder unterwegs sind.
Fortschrittszahlen werden im Abruf angezeigt. Wählen Sie im Lieferplan Springen ® Position ®
<Abruf>. Oder wählen Sie auf dem Register Lieferabruf Abrufkopf, um die
Freigabefortschrittszahlen anzuzeigen.
In der Lieferplanabwicklung werden die folgenden Fortschrittszahlen unterstützt:
· Aufsatzlieferfortschrittszahl
Fortschrittszahl, die von einem Altsystem per Erstdatenübernahme [Seite 22] in das R/3-
System übernommen wird.
· Lieferfortschrittszahl
Summe aller Lieferungen, die innerhalb des Geschäftsjahres des Kunden erfolgen
· Warenausgangsfortschrittszahl
Summe aller gelieferten Mengen, für die bereits Warenausgang gebucht wurde. Diese
Summe wird unabhängig davon, ob der Kunde oder externe Dienstleister die gelieferten
Mengen bereits erhalten bzw. festgehalten hat, errechnet.
· Abruffortschrittszahl
Summe aus der Eingangsfortschrittszahl und den Einteilungsmengen bis zu einem
bestimmten Termin
· Eingangsfortschrittszahl
Summe aller beim Kunden eingegangenen Lieferungen innerhalb des Geschäftsjahres
des Kunden
· Aktuelle Lieferfreigabefortschrittszahl
Enthält die Fortschrittszahl, bis zu welcher der Zulieferer Fertigerzeugnisse innerhalb des
gültigen Abrufhorizonts des Lieferplans an den Kunden liefern kann. Diese
Fortschrittszahl ist nur in Feinabrufen verfügbar.
· Höchste Lieferfreigabefortschrittszahl
Die höchste Fertigungsfreigabefortschrittszahl des Jahres. Diese Fortschrittszahl ist nur
in Feinabrufen verfügbar.
· Aktuelle Materialfreigabefortschrittszahl

44 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Fortschrittszahl

Die Fortschrittszahl, bis zu welcher der Zulieferer die Materialien zur Herstellung
innerhalb des gültigen Abrufhorizonts des Lieferplans an den Kunden liefern kann. Diese
Fortschrittszahl ist in Planabrufen nicht verfügbar.
· Höchste Materialfreigabefortschrittszahl
Die höchste Fertigungsfreigabefortschrittszahl des Jahres. Diese Fortschrittszahl ist in
Planabrufen nicht verfügbar.
· Aktuelle Fertigungsfreigabefortschrittszahl
Enthält die Fortschrittszahl, bis zu welcher der Zulieferer Materialien für den Kunden
innerhalb des gültigen Abrufhorizonts des Lieferplans herstellen kann. Diese
Fortschrittszahl ist in Planabrufen nicht verfügbar.
· Höchste Fertigungsfreigabefortschrittszahl
Die höchste Fertigungsfreigabefortschrittszahl des Jahres. Diese Fortschrittszahl ist in
Planabrufen nicht verfügbar.
· Unterwegs gemäß Fortschrittszahl
Diese Menge errechnet sich aus der Differenz zwischen der aktuellen
Lieferfortschrittszahl und der Eingangsfortschrittszahl
· Unterwegs gemäß Lieferung
Diese Menge errechnet sich aus der Differenz zwischen den Fortschrittszahlen der
zuletzt vom Kunden erhaltenen und der zuletzt zum Kunden gesendeten Lieferung

Die folgenden Fortschrittszahlen sind nur für die Lieferplanabwicklung mit externen Dienstleistern
[Seite 69] (EDL) relevant.
· Entnahmefortschrittszahl
Summe aller vom EDL zum Kunden gesendeten Lieferungen innerhalb des
Geschäftsjahres des Kunden Diese Fortschrittszahl ist in Feinabrufen nicht verfügbar.
· Entnahmefortschrittszahl - Entnahme
Fortschrittszahl zur im Feld EDL-Entnahme eingegebenen letzten Lieferung Diese
Fortschrittszahl ist in Feinabrufen nicht verfügbar.

Weiterführende Informationen
Die Lieferfortschrittszahl ist besonders wichtig für die Funktion Jahreswechsel [Seite 50] sowie
für die Funktion Änderungsstände [Seite 27].
Bei Retouren [Seite 29] werden Lieferfortschrittszahlen manuell korrigiert.
Zur Berechnung von offenen Mengen [Seite 48] verwendet das System Liefer-, Wareneingangs-
und Abruffortschrittszahlen.

April 2001 45
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Korrektur der Lieferfortschrittszahl

Korrektur der Lieferfortschrittszahl


Voraussetzungen
Mit dieser Funktion korrigieren Sie Fortschrittszahlen in Lieferplänen:
· im Fall von Retouren [Seite 29]
· beim Auftreten eines Verarbeitungsfehlers
· wenn ein Jahreswechsel [Seite 50] stattgefunden hat
· wenn Sie Mengen per Erstdatenübernahme [Seite 22] aus einem Altsystem in das R/3-
System übernehmen
Legen Sie dazu im Abruf selbst eine Korrekturlieferung an. Diese Lieferung ist nicht relevant für
die Bedarfsplanung, den Versand, den Warenausgang oder die Fakturierung.
Korrigieren Sie Fortschrittszahlen nur, wenn der Kunde keinen Wareneingang gebucht hat.

Vorgehensweise
Um eine Korrekturlieferung (Belegart LFKO) anzulegen, gehen Sie wie folgt vor:
1. Wählen Sie auf dem Register Abruf [Seite 35] Korr.lieferung.
Es erscheint ein Dialogfenster, in dem Sie folgendes eingeben:
- Datum der Korrekturlieferung
Um entscheiden zu können, wo die Korrekturlieferung positioniert werden soll,
wählen Sie Anzeigen. Lieferdaten werden in chronologischer Reihenfolge aufgeführt.
- Korrekturmenge
Negative Korrekturmengen müssen mit nachgestelltem Minuszeichen eingegeben
werden.
1. Wählen Sie Enter und sichern Sie den Lieferplan.

Ergebnis
Wenn Sie die Korrekturlieferung sichern, aktualisiert das System die Fortschrittszahlen im
Lieferabruf.
Um Korrekturlieferungen anzuzeigen, wählen Sie auf dem Register Lieferabruf Lieferungen, oder
Umfeld ® Belegfluß anzeigen.

46 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Korrektur der Lieferfortschrittszahl

Beispiel
Korrekturlieferung = 200 Stück

Lieferschein Periode Menge FZ


1 05.07. 100 100
2 10.07. 200 300
2873 14.07. -200 100
3 15.07. 100 200
4 20.07. 200 400
5 30.07. 300 700

Ihr Kunde schickt 200 Stück aus einer Lieferung vom 10.07. zurück, weil das Material während
des Transports beschädigt wurde. Vor dem Anlegen Ihrer Korrekturlieferung wurden mehrere
weitere Lieferungen gemacht. Deshalb lassen Sie eine Liste anzeigen und wählen ein
entsprechendes Datum. In diesem Fall entscheiden Sie sich für den 14.07., da das Datum nach
der Lieferung vom 10.07. und vor der Lieferung vom 15.07. liegt.

April 2001 47
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Errechnen von offenen Mengen

Errechnen von offenen Mengen


Verwendung
Die offene Menge ist die noch zu liefernde Menge eines Materials pro Einteilung. Sie wird unter
Berücksichtigung folgender Faktoren ermittelt:
· bereits gelieferte Menge
· tatsächlich beim Kunden eingegangene und rückgemeldete Menge
· vom Kunden im aktuellen Lieferabruf gewünschte Menge

Integration
Das System errechnet die Unterwegsmenge aus den Lieferfortschrittszahlen und den
Eingangsfortschrittszahlen. Eventuell vorhandene Unterwegsmengen werden von der offenen
Menge subtrahiert.

Beispiel
Die aktuelle offene Menge zu jeder Einteilung in einem eingehenden Abruf wird folgendermaßen
errechnet:
Lieferabruf

Periode Menge offene Menge Abruf-FZ


01.10. 500 200 1500
01.11. 600 600 2100

Sie haben 1300 Einheiten an den


Kunden geliefert, der nur den
Eingang von 1000 Einheiten
rückgemeldet hat.

· An den Kunden wurden gemäß Lieferfortschrittszahl 1300 Einheiten geliefert.


· 1000 Einheiten sind gemäß Eingangsfortschrittszahl bereits beim Kunden eingegangen.
· 500 Einheiten werden vom Kunden zum 1.10. im aktuellen Lieferabruf abgerufen.
Zunächst errechnen Sie die Abruffortschrittszahl, welche sich aus der Eingangsfortschrittszahl
und den Eingangsmengen im aktuellen Abruf zusammensetzt. Die Abruffortschrittszahl ist 1500
(1000 + 500).
Dann berechnen Sie die offene Menge, indem Sie die bereits gelieferte Menge von der
Abruffortschrittszahl subtrahieren. Die offene Menge beträgt 200 Einheiten (1500 - 1300).
Ergebnis: Sie liefern 200 zusätzliche Einheiten.

· Zum 1.11. werden vom Kunden 600 zusätzliche Einheiten abgerufen.


Die Abruffortschrittszahl beträgt nun 2100 (1500 + 600). Von dieser Menge subtrahieren Sie die
bereits gelieferte Menge, welche nun 1300 plus 200 offene Einheiten beträgt, für die bereits
Wareneingang gebucht wurde. Die neue offene Menge beträgt 600 Einheiten (2100 - 1500).

48 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Errechnen von offenen Mengen

Ergebnis: Sie liefern 600 zusätzliche Einheiten.


Feinabruf

Periode Menge offene Menge Abruf-FZ


01.10. 50 - 1050
02.10. 50 - 1100
04.10. 100 - 1200
05.10. 100 100 1300
07.10. 100 100 1400

Sie haben 1300 Einheiten an den


Kunden geliefert, der nur den
Eingang von 1000 Einheiten
rückgemeldet hat.

· An den Kunden wurden gemäß Lieferfortschrittszahl 1300 Einheiten geliefert.


· 1000 Einheiten sind gemäß Eingangsfortschrittszahl bereits beim Kunden eingegangen.
· Zum 1.10. werden vom Kunden im aktuellen Feinabruf 50 Einheiten abgerufen.
Zunächst errechnen Sie die Abruffortschrittszahl, welche sich aus der Eingangsfortschrittszahl
und den Eingangsmengen im aktuellen Abruf zusammensetzt. Die Abruffortschrittszahl ist 1050
(1000 + 50).
Da bereits 1300 Einheiten an den Kunden geliefert wurden, wurden mehr Einheiten geliefert als
abgerufen. Dasselbe gilt für die Einteilungen am 2.10. und am 4.10.
Ergebnis: Zu diesen Einteilungsdaten gibt es keine offenen Mengen.

April 2001 49
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Jahreswechselabwicklung

Jahreswechselabwicklung
Verwendung
Nach Ablauf eines Jahres werden Fortschrittszahlen wieder auf 0 gesetzt. Dabei kann ein Jahr
das Geschäftsjahr oder das Kalenderjahr sein. Bei der Meldung eines neuen Jahres führt der
Kunde einen der folgenden Vorgänge durch:
· Meldung des Datums, welches Sie dann im Abruf eingeben können
· Rücksetzen der Wareneingangsfortschrittszahl im ersten Abruf des neuen Jahres
Wenn das System ermittelt, daß der Kunde einen Jahreswechsel durchgeführt hat, werden die
Fortschrittszahlen automatisch zurückgesetzt.

Funktionsumfang
Das System prüft das Feld Dt.Nullst.EFZ im Abrufkopf [Seite 35]. Wenn Sie ein (sinnvolles)
Datum eingegeben haben (das z. B. nicht in der Vergangenheit liegt), dann dient es als
Grundlage zur Entscheidung des Systems, ob ein Jahreswechsel durchgeführt werden soll.
Wenn kein Datum eingegeben wurde oder das Datum nicht sinnvoll ist, überprüft das System die
vom Kunden im aktuellen Abruf rückgemeldete Fortschrittszahl. Das System ermittelt, ob:
· Die Eingangsfortschrittszahl unter Berücksichtigung der sich unterwegs befindlichen
Lieferungen erstmals zur Lieferfortschrittszahl des aktuellen Geschäftsjahres gemäß
Abrufdatum paßt.
Trifft dies zu, so hat ein Jahreswechsel stattgefunden. Das System stellt die
Wareneingangsfortschrittszahl und die Lieferfortschrittszahl auf 0.

Das System ermittelt das aktuelle Geschäftsjahr auf der Grundlage des Feldes
Geschäftsjahresvariante im Kundenstamm des Warenempfängers (Sicht Marketing).
Falls kein Datum verfügbar ist, wird das Abrufdatum verwendet.

· Die Eingangsfortschrittszahl unter Berücksichtigung der sich unterwegs befindlichen


Lieferungen zur Lieferfortschrittszahl des aktuellen und des vorhergehenden
Geschäftsjahres gemäß Abrufdatum paßt.
Trifft dies zu, so hat kein Jahreswechsel stattgefunden.

Beispiel
Das nachfolgende Beispiel zeigt das automatische Erkennen des Jahreswechsels in
vereinfachter Form (ohne Unterwegsmengen).
Szenario 1:
Liefer- bzw. Feinabrufdatum 10/12/99 ® Geschäftsjahr 1999
Lieferfortschrittszahl (99) = 1000
Eingangsfortschrittszahl = 1000

50 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Jahreswechselabwicklung

Ein Kunde schickt Ihnen im Geschäftsjahr 1999 einen Abruf. Die Wareneingangsfortschrittszahl
paßt zur Lieferfortschrittszahl aus 1999. Der Kunde befindet sich im Geschäftsjahr 1999.
Demzufolge hat kein Jahreswechsel stattgefunden.
Szenario 2:
Liefer- bzw. Feinabrufdatum 02/01/00 ® Geschäftsjahr 2000
Lieferfortschrittszahl (99) = 1000
Lieferfortschrittszahl (00) = 100
Eingangsfortschrittszahl = 1100
Ein Kunde schickt Ihnen im Geschäftsjahr 2000 einen Abruf. Seine Eingangsfortschrittszahl paßt
zur Summe der Lieferfortschrittszahlen aus 1999 und 2000. Demzufolge hat kein Jahreswechsel
stattgefunden.
Szenario 3:
Liefer- bzw. Feinabrufdatum 10/01/00 ® Geschäftsjahr 2000
Lieferfortschrittszahl (99) = 1000
Lieferfortschrittszahl (00) = 100
Eingangsfortschrittszahl = 100
Ein Kunde schickt Ihnen im Geschäftsjahr 2000 einen Abruf. Die Wareneingangsfortschrittszahl
paßt zur Lieferfortschrittszahl aus 2000. Demzufolge hat ein Jahreswechsel stattgefunden.

Aktivitäten
Anhand des Lieferdatums und des Geschäftsjahrs des Kunden berechnet das System die
Lieferfortschrittszahl (LFZ).
Lieferabruf

Datum Menge Abruffortschrittszahl


01.07. 500 9500
Jahresende 30.07. 500 10000
31.07.99
01.08. - 0
03.08. 800 800
05.08. 600 1400

FZ-Statistik FZ-Statistik
bis 31.07. - Altes Jahr bis 31.07. - Neues Jahr

Liefer-FZ 10000 Liefer-FZ 800

Um Fortschrittszahlen in eine andere Periode zu buchen, die dem Abholdatum entspricht, ändern
Sie einfach das Lieferdatum. Wenn der Kunde aus dem obigen Beispiel die Lieferung vom 30.07.
dem neuen Geschäftsjahr anrechnet, können Sie in der Lieferung einfach das Lieferdatum auf
den 01.08. ändern.Die Fortschrittszahlenstatistik wird dann entsprechend aktualisiert, so daß die
Lieferfortschrittszahl für das Jahr 1999 9500 und für das Jahr 2000 1300 betragen würde.

April 2001 51
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Jahreswechselabwicklung

52 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Versandfunktionen

Versandfunktionen
Verwendung
Bei der Lieferung von Materialien in Abrufen verwenden Sie Standardversandfunktionen [Extern].
Die Einteilungen aus dem Lieferplan erscheinen gemäß ihrer Versandfälligkeit im Arbeitsvorrat
des Versands, aus welchem Sie eine Lieferung anlegen, kommissionieren, verpacken,
Lieferpapiere erstellen und Warenausgang buchen können.

Funktionsumfang
Zusätzlich zu diesen Standardfunktionen bietet Ihnen die Lieferplanabwicklung folgendes:
· Ausschließlich Rückwärtsterminierung [Seite 54]
Sie können festlegen, daß das System die Lieferungen vom Einteilungsdatum
ausschließlich rückwärts terminiert. Keine Vorwärtsterminierung findet statt. Dadurch
wird sichergestellt, daß Einteilungen aus dem vorhergehenden Abruf unverändert in den
neuen Abruf kopiert werden können.
· Verpackungsvorschläge [Seite 26]
Beim Anlegen einer Lieferung schlägt das System Packungsvorschriften aus dem
Lieferplan vor. Um einen Vorschlag zu ändern, markieren Sie eine Lieferposition und
wählen Bearbeiten ® Verpacken.
· Änderungsstände [Seite 27]
Beim Anlegen einer Lieferung berücksichtigt das System Änderungsstände.
Änderungsstand und Seriennummer können bis zum Buchen des Warenausgangs
geändert werden. Markieren Sie einfach eine Lieferposition, und wählen Sie Position ®
Status.
· Warenanhänger [Extern]
Sie können Warenanhänger mit der Verpackungsinformation mitschicken, die sie in den
EDI-Lieferscheinen senden. Die Warenanhänger im R/3-System entsprechen den
Odette- und AIAG-Richtlinien und können von Ihren Kunden zur effizienteren Gestaltung
des Wareneingangsprozesses verwendet werden (z. B. indem Eingangswaren gescannt
werden).
· KANBAN-Abwicklung [Extern]
Wenn die Belieferung von Abrufen nach dem KANBAN-Prinzip erfolgen soll, wählen Sie
im Lieferplan den Register Versand und setzen Sie die Liefersperre 08 (KANBAN-
Lieferung). Die so gesperrten Lieferpläne werden bei der Erzeugung des Liefervorrates
nicht berücksichtigt. Wenn Sie einen KANBAN-Abruf erhalten, können Sie dann die
Lieferungen mit Bezug auf den Lieferplan manuell anlegen

April 2001 53
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Ausschließlich Rückwärtsterminierung

Ausschließlich Rückwärtsterminierung
Verwendung
Wenn Sie einen Verkaufsbeleg ändern (z.B. indem Sie Einteilungen hinzufügen oder neu
terminieren), führt das System eine Versandterminierung für alle alten und neuen Einteilungen
durch. Da bei Rückstandseinteilungen das Materialbereitstellungsdatum in der Vergangenheit
liegt, führt das System eine Vorwärtsterminierung durch. Dies kann ggf. bedeuten, daß das
System Einteilungen, die bereits bestätigt wurden, neu terminiert.
Sie können pro Verkaufsbelegart festlegen, daß das System für die Lieferungen ausschließlich
eine Rückwärtsterminierung durchführt. Ohne die Vorwärtsterminierung können Sie Rückstände
in der Fertigung besser erkennen, und der Kunde erhält die Ware termingerecht.
Um die Vorwärtsterminierung auszuschalten, setzen Sie im Customizing für die
Versandterminierung das Kennzeichen Nur rückw. Wählen Sie hierzu Grundfunktionen ®
Versand- und Transportterminierung ® Terminierung je Verkaufsbelegart definieren.
Beachten Sie, daß das System das Kennzeichen Nur rückw. nicht berücksichtigt und die
Vorwärtsterminierung durchführt, wenn im Customizing die Verfügbarkeitsprüfung für den
Einteilungstyp eingeschaltet ist und nicht genügend Materialien verfügbar sind.
Sie können diese Funktion für Lieferpläne und Kundenaufträge nutzen.

Funktionsumfang
Wenn Sie eine Lieferung für eine Rückstandseinteilung anlegen, ändert das System i.d.R. das
Materialbereitstellungsdatum in der Lieferung in das Tagesdatum und kopiert dieses Datum in
die Lieferung.
Sie können das System so einstellen, daß bei Verkaufsbelegarten, für die Sie das Kennzeichen
für die Rückwärtsterminierung gesetzt haben, das Materialbereitstellungsdatum unverändert in
die Lieferungen übernommen wird. Schalten Sie einfach im Customizing die Neuterminierung für
die entsprechende Lieferungsart aus. Wählen Sie hierzu Logistics Execution ® Versand ®
Lieferungen ® Lieferungsarten definieren. Entfernen Sie im Bildabschnitt Beleginhalt die
Markierung in dem Feld Neuterminierung.
Auf diese Weise vermeiden Sie bei Teillieferungen zwei Bedingungen mit unterschiedlichem
Datum. Wenn Sie eine neue Bedarfsplanung durchführen, wird das System außerdem keine
Neuterminierung für Fertigungsaufträge vorschlagen, die bereits bearbeitet werden.
Wenn die Neuterminierung für eine Lieferungsart ausgeschaltet ist, führt das System keine neue
Routenfindung durch.

54 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Fakturierungsfunktionen

Fakturierungsfunktionen
Verwendung
Innerhalb der Lieferplanabwicklung können Sie und Ihre Kunden basierend auf Lieferplänen
Lieferungen flexibel fakturieren.

Funktionsumfang
Neben den Standardfakturierungsfunktionen gibt es ein breites Spektrum an
Fakturierungsmethoden, die speziell für die Zulieferindustrie und deren Kunden entwickelt
wurden. Diese umfassen:
· Gutschriftsverfahren
Externe Abrechnungsbelege sorgen für eine effiziente Fakturierungsabwicklung
zwischen Ihnen und Ihrem Kunden, da Sie dem Kunden keine Rechnung ausstellen
müssen. Stattdessen sind die Kunden direkt am Fakturierungsprozeß beteiligt. Der
Kunde bereitet die Fakturabelege selbst vor und Sie vergleichen diese entweder mit
Ihren eigenen (Standard-Gutschriftsverfahren) oder verwenden sie als Originalbelege
(Gutschriftsverfahren mit Rechnungserstellung).
· Nachberechnung [Extern]
Nach Fakturierung und Abrechnung können Sie den Preis eines Materials ändern. In
diesem Fall erstellen Sie eine Nachberechnungsliste, um die Fakturabelege mit dem
neuen Preis umzuwerten. Sie legen dann eine zusätzliche Faktura an, um die Differenz
auszugleichen. Die Funktion Nachberechnungsliste ist nur für das Standard-
Gutschriftsverfahren verfügbar.
Aufgrund der langen Laufzeiten von Lieferplänen wird bei der Fakturierung eine neue
Preisfindung durchgeführt. Damit wird sichergestellt, daß alle Änderungen an
Preisvereinbarungen berücksichtigt werden.
Im Customizing nehmen Sie spezielle EDI (Electronic Data Interchange)-Einstellungen [Seite 20]
für Fakturen vor.

April 2001 55
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Externer Abrechnungsbeleg

Externer Abrechnungsbeleg
Definition
Vom Kunden vorbereiteter und gesendeter Fakturabeleg.
Sowohl beim Standard-Gutschriftsverfahren als auch beim Gutschriftsverfahren mit
Rechnungserstellung sendet der Kunde einen Beleg, der mit einer bereits bestehenden internen
Rechnung verglichen oder als Originalrechnung zum Vorgang verwendet wird. Um die in
Rechnung gestellten Mengen zu korrigieren, sendet der Kunde Korrekturbelege. Er sendet
Nachberechnungsbelege, um die Preise in der Rechnung anzupassen.

Verwendung
Der Kunde kann die folgenden Fakturabelege erstellen:
Standard-Gutschriftsverfahren
· Gutschriftsanzeige
Die vom Kunden gesendete Gutschriftsanzeige wird in ein IDoc konvertiert und mit der
Rechnung verglichen, die Sie bereits im R/3-System angelegt haben. Dadurch soll
gewährleistet werden, daß es bezüglich der Fakturierung eines Vorgangs keine
Differenzen zwischen den Vorstellungen des Kunden und des Lieferanten gibt
· Gutschriftsanforderungen bei Mengenkorrekturen
Wenn der Lieferant eine größere Menge an Material in Rechnung stellt, als tatsächlich
geliefert wurde, so sendet der Kunde eine Gutschriftsanforderung. Entspricht die
Gutschriftsanforderung den Daten im R/3-System, so erzeugt das System eine
Gutschriftsanforderung und dann die entsprechende Gutschrift.
· Gutschrifts- und Lastschriftsanforderungen bei Nachberechnung
Der Kunde sendet eine Gutschrifts- oder Lastschriftsanforderung, um rückwirkende
Preisanpassungen auszugleichen.

Anhand des eingestellten Status im IDoc erkennt das System, welche Art von externem
Abrechnungsbeleg der Kunde gesendet hat.
0 = Gutschriftsanzeige
1 = Gutschrifts- oder Lastschriftsanforderung
Das System erkennt, ob es sich bei dem IDoc um eine Gutschrifts- oder Lastschriftsanforderung
handelt, indem es ermittelt, ob es einen negativen (Gutschrift) oder positiven Wert (Lastschrift)
hat.

Gutschriftsverfahren mit Rechnungserstellung


· Rechnung
Das System läßt Sie keine Rechnung über eine Liefung an den Kunden anlegen,
sondern der Kunde sendet eine Rechnung, die in ein IDoc umgewandelt wird. Der Beleg
wird dann im R/3-System so erzeugt, wie der Kunde ihn vorbereitet hat.

56 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Externer Abrechnungsbeleg

Beachten Sie folgendes bei der Bearbeitung dieser Rechnungen:


- Der Kunde muß Rechnungen mit Bezug zu einer oder mehreren internen oder
externen Lieferungen senden.
- Der Kunde kann mehrere Rechnungen zu einer Lieferposition senden. Das System
erzeugt solange Rechnungen, bis die Liefermenge voll fakturiert ist.
· Gutschriften bei Mengenkorrekturen
Wenn der Lieferant eine größere Menge an Material in Rechnung stellt, als tatsächlich
geliefert wurde, so sendet der Kunde eine Gutschrift. Gutschriften dieser Art müssen
Bezug zur Rechnung haben.
· Gutschriften und Lastschriften bei Nachberechnung
Der Kunde sendet eine Gut- oder Lastschrift, um rückwirkende Preisanpassungen
auszugleichen. Gutschriften und Lastschriften dieser Art müssen Bezug zu einer oder zu
mehreren Rechnungen haben.
· Stornobelege
Der Kunde sendet einen Stornobeleg, um bestehende Rechnungen, Gutschriften oder
Lastschriften zu stornieren. Belege dieser Art müssen Bezug zu dem Beleg haben, der
storniert werden soll.

Anhand des eingestellten Status im IDoc erkennt das System, welche Art von externem
Abrechnungsbeleg der Kunde gesendet hat.
0 = Rechnung
1 = Gutschrift zur Nachberechnung
2 = Lastschrift zur Nachberechnung
3 = Stornobeleg
4 = Gutschrift bei Mengenkorrekturen

April 2001 57
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Standard-Gutschriftsverfahren

Standard-Gutschriftsverfahren
Kundenauftrag

Externer Abrechnungsbeleg

Gutschriftsanzeige

Lieferung

IDoc
Gutschrifts-
anzeige
Vergleich Positionen

Rechnung
IDoc
Gutschrifts-
anzeige
Vergleich Positionen

Buchhaltungsbeleg
Zuordnung Mail
zu offenen Werte
Posten stimmen
nicht überein!

Beim Eingang einer Lieferung bepreist der Kunde die Materialien auf der Grundlage folgender
Daten:
· Preise aus seinem Einkauf
· Differenzen zwischen Lieferschein und Wareneingang
· Differenzen z. B. aufgrund der Qualität des Materials
· Rückwirkende Preisanpassungen
Der Kunde legt mit Hilfe von Materialien und Preisen eine Gutschriftsanzeige an, die er per EDI
(Electronic Data Interchange) an Sie sendet. Das System wandelt diese Anzeige in das IDoc
(Intermediate Document) GSVERF um.

Dann ermittelt es die interne Lieferung und davon ausgehend die interne Rechnung, die
folgende Daten als Grundlage hat:
1. Interne Lieferungsnummer, die mit der externen Rechnung gesendet wird
2. Interne Lieferungsnummer, die mit Hilfe der Kundenbestellnummer aus Lieferungen
externer Dienstleister (Konsignationsentnahmen) ermittelt wird
3. Externe Lieferungsnummer [Seite 16], die mit der Gutschriftsanzeige gesendet wird.

58 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Standard-Gutschriftsverfahren

Wenn das System die entsprechende Lieferung und Rechnung ermittelt hat, werden die
Positionen in der Gutschriftsanzeige in IDoc-Form mit den Positionen in der zugehörigen internen
Lieferung und Rechnung verglichen.
Folgende Konditionswerte werden pro Position geprüft:
· Nettowert
· Skonto
· Zu-/Abschläge
· Mehrwertsteuer
Wenn die Werte in der Gutschriftsanzeige mit den Werten in Ihrer Rechnung übereinstimmen, so
ordnet das System die Gutschriftsanzeigenummer den offenen Posten im Buchhaltungsbeleg als
Referenz zu.
Falls es Abweichungen gibt, wird die Verarbeitung des IDoc beendet und der Sachbearbeiter
erhält ein Mail. Er kann dann das Problem manuell korrigieren oder den Kunden davon
unterrichten, einen der folgenden Korrektur- oder Nachberechnungsbelege zu senden:
· Gutschriftsanforderungen bei Mengenkorrekturen [Seite 56]
· Gutschrifts- und Lastschriftsanforderungen [Seite 56] bei Nachberechnung
Das System ermittelt die Rechnungen und die zugehörigen Lieferungen zu diesen Belegen auf
die gleiche Weise wie zu einer Gutschriftsanzeige.
Wenn die Werte in der Gutschriftsanforderung des Kunden (Mengenkorrektur) mit den Werten
in Ihrer Lieferung, Rechnung und der bestehenden Gutschrift übereinstimmen, erzeugt das
System automatisch die entsprechende Gutschriftsanforderung und dann die Gutschrift. Als
Auftragsgrund wird vom System immer “EDI” übergeben, unabhängig vom Grund für die
Erstellung einer Gutschrifts- oder Lastschriftsanforderung. Außerdem wird die zugehörige
Gutschriftsanzeigenummer in das Feld Bestellnummer bei den Bestelldaten und in das Feld
Zuordnung bei den Buchhaltungsdaten übernommen.
Auf Retouren basierende Gutschrifts- oder Lastschriftsanforderungen werden wie
Gutschriftsanforderungen zu Mengenkorrekturen behandelt, jedoch führt das System die
Preisfindung nur für die zurückgegebenen Materialien durch. Anstatt alle Konditionswerte
miteinander zu vergleichen, ermittelt das System eine Gesamtdifferenz pro Position und
vergleicht diese mit dem Gesamtkorrekturwert.
Bei Nachberechnung bepreist das System alle Belege im Vorgang neu und vergleicht dann die
Konditionswerte der Positionen miteinander. Es ermittelt die Differenz zwischen den alten und
neuen Preisen in der Lieferung, der Rechnung und den bestehenden Gut- oder Lastschriften und
vergleicht sie mit der vom Kunden in der Gutschrifts- oder Lastschriftsanforderung ermittelten
Differenz. Die vom Kunden ermittelte Differenz wird in die Konditionsart EDI2 und die von Ihnen
ermittelte Differenz in die Konditionsart PDIF übergeben. Wenn diese Werte übereinstimmen,
erzeugt das System automatisch eine Gutschrifts- oder Lastschriftsanforderung, dann eine Gut-
oder Lastschrift.
Sollten diese Werte nicht übereinstimmen, so erhält der Sachbearbeiter ein Mail. Der Beleg wird
trotzdem erzeugt. Wenn Sie dies nicht wollen, nehmen Sie die entsprechenden Einstellungen im
Customizing der Verkaufsbelegart vor.

Der Kunde sendet ein Zahlungsavis auf der Grundlage seiner Gutschriftsanzeige. Die
Gutschriftsanzeigenummer, die auf dem Zahlungsavis aufgeführt ist, zeigt an, ob es pro
Gutschriftsanzeige mehrere Lieferungen gibt oder nur eine.

April 2001 59
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Standard-Gutschriftsverfahren

· Der Kunde sendet ein Zahlungsavis für mehrere Lieferungen. Zu diesen Lieferungen gibt
es eine Gutschriftsanzeige, deren Nummer mit dem Zahlungsavis gesendet wird.
· Der Kunde sendet ein Zahlungsavis für mehrere Lieferungen. Es gibt jedoch nur eine
Lieferung pro Gutschriftsanzeige. In diesem Fall faßt der Kunde die Nummern
zusammen und ordnet ihnen eine übergeordnete Nummer zu, z. B. die fortlaufende EDI-
Nummer oder die Buchungsnummer des Lieferanten. Die Zahlung erfolgt dann für die
Summe aller Gutschriftsanzeigen, die zu dieser Sammelnummer gehören. Um offene
Posten zu vergleichen, referieren Sie die einzelnen Gutschriftsanzeigenummern.

60 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Toleranzen für Konditionswerte

Toleranzen für Konditionswerte


Verwendung
Im Standard-Gutschriftsverfahren vergleicht das System die Nettowerte, Skonti, Zu- und
Abschläge und Mehrwertsteuerbeträge in der Gutschriftsanzeige mit denjenigen in der
bestehenden internen Rechnung. Falls es Abweichungen gibt, wird die Verarbeitung des IDoc
beendet. In diesem Fall wird die Nummer der Gutschriftsanzeige dem Buchhaltungsbeleg nicht
zugeordnet.
Mit Hilfe dieser Funktion können Sie Toleranzgrenzen für Konditionswerte festlegen. In diesem
Fall ignoriert das System sogar eventuell ermittelte Differenzen zwischen den externen und
internen Konditionswerten und ordnet die Gutschriftsanzeigenummer dem Buchhaltungsbeleg
zu.

Funktionsumfang
Im Customizing [Seite 20] definieren Sie die Toleranzen für jeden Kunden, jede Währung und
jede Kondition. Das System ermittelt zu jeder Fakturaposition Differenzen auf der Grundlage des
Prozentsatzes oder des Preises.
Wenn die von Ihnen angegeben Toleranzgrenzen überschritten werden, berücksichtigt das
System die relevanten Differenzen und beendet die Verarbeitung des IDoc.

Beispiel
Sie haben die folgenden Toleranzgrenzen für den Nettowert festgelegt:
- DEM300 <= Differenz <= +DEM500
Sie liefern Material an den Kunden und legen eine Rechnung dazu an. Sobald die Lieferung beim
Kunden eintrifft, bereitet er eine Gutschriftsanzeige vor und sendet sie an Sie. Das System
vergleicht die Positionen zu den internen und externen Rechnungen.
Position Interne Rechnung Gutschriftsanzeige Differenz
10 DEM 700 DEM 200 - DEM 500
20 DEM 300 DEM 500 +DEM 200
30 DEM 800 DEM 1400 +DEM 600

Zu Position 10 ermittelt das System, daß die Differenz von - DEM 500 die untere
Toleranzgrenze von - DEM 300 überschreitet. Diese Differenz wird als relevant erachtet und das
System beendet somit die Verarbeitung des IDoc.
Zu Position 20 ermittelt das System, daß sich die Differenz von + DEM 200 unterhalb der
zulässigen oberen Toleranz von + DEM 500 befindet. Diese Differenz wird deshalb als irrelevant
erachtet und ignoriert. Das System fährt mit der Verarbeitung des IDoc fort und schreibt den
Buchhaltungsbeleg mit der Gutschriftsanzeigenummer fort.
Zu Position 30 ermittelt das System, daß die Differenz von + DEM 600 die obere
Toleranzgrenze von + DEM 500 überschreitet. Diese Differenz wird als relevant erachtet und das
System beendet somit die Verarbeitung des IDoc.

April 2001 61
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Toleranzen für Konditionswerte

Aktivitäten
Zuerst verarbeitet das System die Toleranzpositionen mit einer Währung. Wenn es keine
entsprechenden Positionen gibt, geht das System dazu über, die Positionen ohne Währung zu
verarbeiten.

Integration
Der User-Exit EXIT_SAPLVED5_001 [Seite 63] ist mit dieser Funktion verknüpft. Wenn die
Toleranzprüfung für die Konditionswerte zu allgemein ist, können Sie über diesen User-Exit eine
differenziertere Toleranzprüfung durchführen. Sie könnten z. B. ein komplexes mathematisches
Programm zu diesen Werten ablaufen lassen.

62 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
User-Exits für das Standard-Gutschriftsverfahren

User-Exits für das Standard-Gutschriftsverfahren


Verwendung
EXIT_SAPLVED5_001
Mit dieser Kundenfunktion können Sie Feinprüfungen von internen und externen
Konditionswerten zu Gutschriftsanzeigen durchführen (Aktion 0 in E1EDK01).
Wenn Sie eine Gutschriftsanzeige erhalten, ermittelt das System die internen Konditionswerte
und vergleicht diese mit den vom Kunden gesendeten externen Werten. Bei Abweichungen
übergibt das System einzeln die Lieferpositionen aus der Gutschriftsanzeige.
Zu jeder Position werden jeweils zwei Merkmale zu Nettowert, Skonto, Zu-/Abschlägen und
Mehrwertsteuer übergeben.
· xxx_INTERN
Dies ist der Wert, der auf der Grundlage von internen Konditionen ermittelt wurde.
· xxx_EXTERN
Dies ist der entsprechende Wert aus dem IDoc (Intermediate Document).
Auf der Grundlage Ihres Programmes im User-Exit vergleicht das System diese Werte und
ermittelt, ob die Differenz relevant ist. Falls dies der Fall ist, wird die Verarbeitung des IDoc
beendet.
Wenn Sie wollen, daß eine Differenz nicht relevant ist, stellen Sie den Parameter
WERT_DIFFERENZ auf “N” oder lassen Sie ihn leer. Dann ignoriert das System alle Differenzen.

Verwenden Sie die zugehörige Standardfunktion für allgemeine Toleranzprüfungen, die Sie im
Customizing für Toleranzen für Konditionswerte [Seite 61] einstellen.

EXIT_SAPLVED5_005
Das System erfaßt bei der Verarbeitung von externen Abrechnungsbelegen auftretende
Warnmeldungen in der Tabelle XVBS. Zu jedem Tabelleneintrag legt das System einen
Statussatz im IDoc an und schickt ein Mail an den zuständigen Mitarbeiter [Seite 33].
Mit dieser Kundenfunktion werden die Workflow-Parameter erweitert. Sie können:
· Tabelle XVBFS eine Warnmeldung hinzufügen
Auf diese Weise können Sie das System so einstellen, daß bei einer bestimmten
Warnmeldung ein Mail an einen Empfänger gesendet wird.
· Eine Warnmeldung entfernen
In diesem Fall erzeugt das System keinen Statussatz und kein Workitem.

EXIT_SAPLVED5_006
In der EDI-Verarbeitung für eingehende externe Abrechnungsbelege übergibt das System
Datensätze per Batch-Input an Dynpros im R/3-System.
Mit dieser Kundenfunktion können Sie z. B. Fakturierungs- oder sonstige Daten, die nicht vom
Standard-Übernahmeprogramm abgedeckt werden, in die Übergabemenge aufnehmen.

April 2001 63
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
User-Exits für das Standard-Gutschriftsverfahren

64 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Gutschriftsverfahren mit Rechnungserstellung

Gutschriftsverfahren mit Rechnungserstellung


Kundenauftrag

Externer Abrechnungsbeleg

Rechnung

Lieferung

IDoc Rechnung

Positionen vergleichen

Rechnungs- IDoc Rechnung


SIMULATION
Positionen vergleichen

Rechnung

ANLEGEN Mail
Werte stimmen
nicht überein!

Beim Eingang einer Lieferung bepreist der Kunde die Materialien auf der Grundlage folgender
Daten:
· Preise aus seinem Einkauf
· Differenzen zwischen Lieferschein und Wareneingang
· Differenzen z. B. aufgrund der Qualität des Materials
· Rückwirkende Preisanpassungen
Der Kunde legt mit Hilfe von Materialien und Preisen eine Rechnung [Seite 56] in Ihrem Namen
an, die er per EDI (Electronic Data Interchange) an Sie sendet. Das System empfängt diese
Rechnung und konvertiert sie in das IDoc (Intermediate Document) GSVERF. Dies wird dann an
den Funktionsbaustein IDOC_INPUT_SBINV gesendet. Dieser ermittelt die Referenzlieferung
und die Positionen, die auf der internen oder externen Lieferungsnummer [Seite 16] basieren,
welche mit der externen Rechnung gesendet wurde.
In diesem Gutschriftsverfahren können Sie keine Rechnung zur Lieferung anlegen. es existiert
keine Originalrechnung. Das System simuliert jedoch die Rechnungserstellung, um interne
Preise und die zugehörigen Konditionen zu ermitteln.
Sobald das System die Referenzlieferung ermittelt und eine Rechnung simuliert hat, vergleicht
es die Konditionswerte in diesen Belegen mit den Werten in der externen Rechnung (in IDoc-

April 2001 65
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Gutschriftsverfahren mit Rechnungserstellung

Form). Dabei werden nur die im IDoc angegebenen und im Customizing [Seite 20] eingegebenen
Konditionen verglichen.

Stimmen die Werte in der externen Rechnung mit den Werten in der simulierten Rechnung und
der Lieferung überein, so wird im R/3-System eine Rechnung erzeugt, die genau der vom
Kunden vorbereiteten entspricht. Beachten Sie, daß das System hier nicht den Standard-
Fakturierungsvorgang verwendet, sondern eine besondere Fakturaschnittstelle
(GN_INVOICE_CREATE). Die externe Rechnungsnummer aus dem Feld Externe Nummer wird
bei der Abrechnung verwendet.

Falls es Abweichungen gibt, werden die Statussätze des IDoc aktualisiert und der
Sachbearbeiter erhält ein Mail. Die IDoc-Verarbeitung wird fortgesetzt und wenn kein schwerer
Fehler auftritt, wird der Beleg dennoch erzeugt. Der Sachbearbeiter unterrichtet den Kunden
dann davon, einen der folgenden Korrektur- oder Nachberechnungsbelege zu senden:
· Gutschriften bei Mengenkorrekturen [Seite 56]
· Gutschriften und Lastschriften [Seite 56] bei Nachberechnung
· Stornobelege [Seite 56]
Das System ermittelt die Rechnungen, die zugehörigen Lieferungen, die Gut- und Lastschriften
und Stornobelege zu diesen Belegen.
Stimmen die Werte in der externen Gutschrift (Mengenkorrektur) mit den Werten in der
Rechnung und der Lieferung überein, so wird im R/3-System automatisch eine Gutschrift
erzeugt, die genau der vom Kunden vorbereiteten entspricht.
Auf Retouren basierende Gutschrifts- oder Lastschriftsanforderungen werden wie
Gutschriftsanforderungen zu Mengenkorrekturen behandelt, jedoch führt das System die
Preisfindung nur für die zurückgegebenen Materialien durch. Anstatt alle Konditionswerte
miteinander zu vergleichen, ermittelt das System eine Gesamtdifferenz pro Position und
vergleicht diese mit dem Gesamtkorrekturwert.
Bei Nachberechnung bepreist das System alle Belege im Vorgang neu und vergleicht dann die
Konditionswerte der Positionen miteinander. Es ermittelt die Differenz zwischen den alten und
neuen Preisen in der Rechnung und der Lieferung und trägt Sie in die Kondition PDIF ein, um
Sie im Kalkulationsschema verwenden zu können. Die vom Kunden in der Gut- oder Lastschrift
ermittelte Differenz wird in der internen Kondition erfaßt, die Sie im Customizing zugeordnet
haben. Wenn diese Werte übereinstimmen, erzeugt das System automatisch die Gut- oder
Lastschrift.
Sollten diese Werte nicht übereinstimmen, so erhält der Sachbearbeiter ein Mail. Der Beleg wird
trotzdem erzeugt. Wenn Sie dies nicht wollen, nehmen Sie die entsprechenden Einstellungen im
Customizing der Verkaufsbelegart vor.

66 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Fehlerbehebung

Fehlerbehebung
Es kann vorkommen, daß das System die Verarbeitung des IDoc (Intermediate Document) zu
einer vom Kunden gesendeten Rechnung abbricht. In diesem Fall wird im R/3-System keine
Rechnung erzeugt. Dafür kann es die folgenden Gründe geben:
· Sie haben im Customizing die entsprechenden Einstellungen zum Gutschriftsverfahren
[Seite 20] und die erforderlichen allgemeinen Einstellungen nicht vorgenommen.
· Die Werte für die internen und externen Konditionen [Seite 20], die Sie im Customizing
zugeordnet haben, weisen Differenzen auf.
· Abweichende Mehrwertsteuerkennzeichen
· Der in der externen Rechnung referierte Auftrag stimmt nicht mit dem Auftrag überein,
den das System aus der Lieferung ermittelt hat.
· Unterschiedliche Verkaufsmengeneinheiten
· Der Kunde hat kein Material angegeben
· Abweichende Verkaufsorganisationen
· Abweichende Währungen
· Die im Korrekturbeleg [Seite 56] referierte Rechnung existiert nicht oder wurde storniert.
· Die simulierte Rechnung hat keinen Wert.
· Die externe Rechnung enthält Positionen, die das System normalerweise nicht in einen
Fakturabeleg im R/3-System übernehmen würde.
· Die externe Rechnung erfordert einen Rechnungssplit.

April 2001 67
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
User-Exits für das Gutschriftsverfahren mit Rechnungserstellung

User-Exits für das Gutschriftsverfahren mit


Rechnungserstellung
Verwendung
EXIT_SAPLVED5_002
Mit dieser Kundenfunktion können Sie Warnmeldungen, die das System bei der Verarbeitung
von externen Abrechnungsbelegen erfaßt, analysieren und verarbeiten. Sie können z. B. eine
spezielle Meldung für einen bestimmten Empfänger anlegen oder einen Workflow erstellen, der
vom Standard abweicht.
Darüber hinaus können Sie allgemeine Daten aus dem externen Fakturabeleg verarbeiten. Sie
können diese Daten z. B. in Meldungen integrieren, um dem Empfänger/Kunden detailliertere
Informationen zu einem Problem zu liefern.

EXIT_SAPLVED5_003
Mit dieser Kundenfunktion können Sie Ihre eigenen Toleranzprüfungen zu internen und externen
Konditionen programmieren. Sie können z. B.:
· Toleranzprüfungen für Konditionswerte zu einem bestimmten Kunden erstellen
· Mengenbasierte Toleranzprüfungen durchführen, z. B. eine größere Toleranz für größere
Mengen
Das System übergibt immer Kopfdaten und Konditionen aus dem Fakturabeleg-IDoc.
Positionsdaten werden hingegen nur übergeben, wenn es Konditionen gibt, die bei dieser
Position berücksichtigt werden sollen.
Bei Bedarf können Sie das System so einstellen, daß Differenzen zwischen den
Konditionswerten ignoriert werden. Wenn Sie trotz Differenz mit der Verarbeitung fortfahren
wollen, lassen Sie das Kennzeichen DIFFREL leer (blank).
Bei einer Abweichung zwischen den Konditionswerten setzt das System das Kennzeichen
WERTDIF. Entfernen Sie das Kennzeichen, wenn das System die Abweichung ignorieren soll.

EXIT_SAPLVED5_004
Mit dieser Kundenfunktion können Sie vor Anlegen des Belegs im R/3-System Daten im externen
Fakturabeleg-IDoc und Daten zur Fakturabelegschnittstelle überprüfen und ändern.
Sie können z. B. eine Währung mit nur zwei Dezimalstellen durch eine Währung mit vier
Dezimalstellen ersetzen, die vom R/3-System erkannt werden.

68 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Funktionen für externe Dienstleister (EDL)

Funktionen für externe Dienstleister (EDL)


Verwendung
Die Funktionen für externe Dienstleister wurden für die Just-in-Time-Abwicklung entwickelt. Der
externe Dienstleister ist ein Spediteur, der ein Lager in unmittelbarer Nähe eines Werkes eines
Kunden hat. Zur Verkürzung der Lieferzeiten beliefert der Zulieferer den externen Dienstleister,
welcher wiederum den Kunden beliefert.

Funktionsumfang
Die externen Dienstleister können im System abgebildet und durch den Austausch von
Frachtbrief-, Lieferscheinen und weiteren Materialflußinformationen in die Vertriebsabwicklung
zwischen Zulieferer und Kunde per EDI integriert werden.
Im Customizing nehmen Sie spezielle EDI (Electronic Data Interchange)-Einstellungen [Seite 19]
für die Abwicklung von externen Dienstleistern vor.
Die Lieferplanabwicklung unterstützt Auslieferungsaufträge [Seite 76], die auf dem Pick-Up-
Sheet basieren, das im Material-Informationssystem (MAIS) verwendet wird.

April 2001 69
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Ablauf mit externen Dienstleistern

Ablauf mit externen Dienstleistern


Lieferplan
Liefer- oder
LK
Feinabruf
Liefer-/
Kunde
Feinabruf

Lieferung
Prod.-
synchr.
Feinabruf

Lieferung
LF
Umlagerung

EDL
Lieferung Liefer- (Externer Dienstleister)
durch EDL schein
(Konsignations-
entnahme) ED

Sofort-
lieferung SO

Rechnung
F1

1. Sie haben einen bestehenden Rahmenvertrag mit einem Kunden, d.h. in diesem Fall
einen Lieferplan für externe Dienstleister.
2. In diesem Lieferplan haben Sie den externen Dienstleister als Spediteur und
Sonderbestandsführer definiert.
3. Auf der Basis dieses Lieferplans bereitet der Kunde Daten für eine Lieferung vor und
sendet sie in einem Liefer- oder Feinabruf an Sie.
4. Ein EDI-System empfängt den eingehenden Abruf und konvertiert ihn in ein IDoc [Seite
30] (Intermediate Document). Dieses wird im R/3-System verarbeitet.
5. Auf der Grundlage der Datensätze im IDoc wird ein Liefer- oder Feinabruf erzeugt. Das
System ermittelt den zugehörigen Lieferplan und erzeugt Einteilungen im Abruf gemäß
der vom Kunden gewünschten Menge.
6. Sie legen eine Lieferung an und buchen Warenausgang, damit bei Fälligkeit der
Einteilungen eine Umlagerung in das EDL-Lager durchgeführt wird.
7. Der Kunde ruft das Material direkt beim EDL ab, indem er diesem einen
produktionssynchronen Abruf oder einen gewöhnlichen Feinabruf sendet.

70 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Ablauf mit externen Dienstleistern

8. Der externe Dienstleister liefert das Material aus dem Konsignationsbestand und sendet
Ihnen (per Fax oder EDI) eine Kopie des Lieferscheins, die Sie mit Ihrer Lieferung an
den EDL vergleichen können. Das System legt automatisch eine Sofortlieferung an.
9. Auf der Grundlage des EDL-Lieferscheins erstellt das System eine EDL-Entnahme
(Konsignationsentnahme) mit Bezug auf den Lieferplan.
10. Sie legen eine Faktura mit Bezug auf die EDL-Entnahme an.

April 2001 71
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Abwicklung von externen Dienstleistern

Abwicklung von externen Dienstleistern


Verwendung
Mit dieser Funktion erstellen oder empfangen Sie Belege im SAP-System für die
Lieferplanabwicklung mit externen Dienstleistern (EDL).

Integration
Bei der EDL-Abwicklung sind folgende Belegarten [Seite 10] vorgesehen:

Belegart Bezeichnung
LK Lieferplan mit Abrufen
ED EDL-Entnahme
EDKO EDL-Korrektur
KAZU EDL-Konsignationsabholung
KRZU EDL-Konsignationsretoure

Die entsprechenden Positionstypen [Seite 11] sind:

Positionstyp Verwendung:
LKN Lieferplanart LK
KEN Belegart ED
EDK positive Korrekturen (oder die manuelle Alternative EDK1 für negative
Korrekturen) für Belegart EDKO
KAN Belegart KAZU
KRN Belegart KRZU

Die entsprechenden Einteilungstypen [Seite 12] im SAP-System sind E4, E0, E5 und BN für
Positionstyp LKN.
Die folgende Grafik zeigt, wie die Belegarten bei der Abwicklung von externen Dienstleistern
verwendet werden:

72 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Abwicklung von externen Dienstleistern

Meier Müller Schmidt

Zulieferer LF EDL ED Kunde


Lieferung (Externer EDL-
Lieferung
Dienstleister)

Anpassung (Erhöhung) Anpassung (Erhöhung)


der Lieferfortschrittszahl der Entnahmefortschrittszahl

Funktionsumfang
Wenn Sie Lieferpläne anlegen [Seite 23], sollten Sie folgendes beachten:
· Verwenden Sie Lieferplanart LK.
· Wählen Sie Springen ® Kopf ® Partner, um den externen Dienstleister als Spediteur und
Sonderbestandsführer bei den Partnerrollen einzugeben (falls dies nicht schon im
Kundenstamm vordefiniert wurde).
· Sie können in Lieferplänen für externe Dienstleister Liefer- und Feinabrufe anlegen.
Beachten Sie, daß Sie den Feinabrufhorizont nur auf dem Feinabrufkopfbild pflegen können.
Stellen Sie sicher, daß bei der Arbeit mit Feinabrufen im Feld Dispo Abrufart im
Kopfdatenbild kein “E” (keine Feinabrufe) gesetzt ist. Dieses Kennzeichen wird beim Anlegen
eines Lieferplans vom System aufgrund der Belegart vorgeschlagen.

April 2001 73
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Abwicklung von externen Dienstleistern

Wenn Sie Materialien an den externen Dienstleister liefern, sollten Sie folgendes beachten:
· Der Versand für Lieferpläne der Art LK wird genauso abgewickelt wie für
Konsignationsbeschickungen (Belegart KB). Wenn Sie eine Standardlieferung anlegen
(Belegart LF) und Warenausgang buchen, wird die an den Kunden zu liefernde Menge als
Sonderbestand an den externen Dienstleister gebucht. Dieser Vorgang wird nicht fakturiert.
· Auf der Grundlage des EDL-Lieferscheins erstellen Sie eine EDL-Entnahme (Belegart ED).
Eine EDL-Entnahme wird genauso wie ein Standardkundenauftrag [Extern] mit Bezug auf
den Lieferplan angelegt. Belege dieser Art werden genauso gehandhabt wie
Konsignationsentnahmen (Belegart KE).
· Wenn Sie die EDL-Entnahme sichern, legt das System automatisch eine Sofortlieferung an.
Buchen Sie Warenausgang für diese Lieferung. Dadurch wird der Konsignationsbestand im
System verringert und die Entnahmefortschrittszahl erhöht.
· Um sicherzustellen, daß die Preise, mit denen Sie arbeiten, zum Zeitpunkt des
Warenausgangs gültig sind, wird das Preisdatum vom System neu ermittelt (je nach den
Customizing-Einstellungen kann dies das Tagesdatum oder das Wunschlieferdatum sein).
Anschließend wird eine neue Preisfindung für dieses Datum durchgeführt.
Wenn Sie Fortschrittszahlen korrigieren, sollten Sie folgendes beachten:
· Um die Lieferfortschrittszahlen (Lieferungen an den externen Dienstleister) zu korrigieren,
legen Sie eine Korrekturlieferung [Seite 46] (Belegart LFKO) an.
· Um die Entnahmefortschrittszahlen (Lieferungen an den Kunden durch den externen
Dienstleister) zu korrigieren, verwenden Sie Belegart EDKO. Legen Sie den Beleg mit Bezug
auf den Lieferplan an. Wenn Sie den Beleg sichern, legt das System automatisch eine
Lieferung an. Bestandsänderungen werden dabei nicht durchgeführt.
· Verwenden Sie für positive Korrekturen Positionstyp EDK (wird für Materialien mit
Positionstypengruppe NORM standardmäßig vorgeschlagen). Verwenden Sie für negative
Korrekturen Positionstyp EDK1.
· Im Fall von Retouren werden Fortschrittszahlen nicht automatisch aktualisiert!
Um Retouren
- vom Kunden an den externen Dienstleister zurückzugeben, verwenden Sie Belegart
KRZU (Konsignationsretoure). Legen Sie die Retoure mit Bezug auf den Lieferplan an.
Wenn das System die Lieferfortschrittszahlen anpassen soll, müssen Sie eine
Korrekturlieferung anlegen (Belegart LFKO).
- vom externen Dienstleister (zum Beispiel bei einer Überlieferung) abzuholen, verwenden
Sie Belegart KAZU (Konsignationsabholung).
Wenn das System die Entnahmefortschrittszahl anpassen soll, müssen Sie eine
EDL-Korrektur anlegen (Belegart EDKO).
- direkt vom Kunden abzuholen, verwenden Sie Belegart RZ (Lieferplanretoure).
Wenn das System die Lieferfortschrittszahl und die Entnahmefortschrittszahl
anpassen soll, müssen Sie eine Korrekturlieferung (Belegart LFKO) und eine EDL-
Korrektur anlegen (Belegart EDKO).
Die folgende Grafik zeigt, wie die Belegarten bei der Abholung von Retouren bei der
Abwicklung von externen Dienstleistern verwendet werden und welche Auswirkungen
diese Belegarten auf die Fortschrittszahlen haben:

74 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Abwicklung von externen Dienstleistern

April 2001 75
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Abwicklung von externen Dienstleistern

RZ
Lieferplan-
retoure

KAZU KRZU
Konsignations- Konsignations-
Meier abholung
Müller retoure
Schmidt

Zulieferer EDL Kunde

LFKO Anpassung EDKO Anpassung


Korrektur- (Senkung) der EDL- (Senkung der
lieferung Liefer- Korrektur Entnahme-
fortschrittszahl fortschrittszahl)

76 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Abwicklung von Auslieferungsaufträgen (MAIS)

Abwicklung von Auslieferungsaufträgen (MAIS)


Einsatzmöglichkeiten
Moderne Unternehmen haben erkannt, wie wichtig ein schlankes Materialwirtschaftssystem ist
sowie ein guter Informationsfluß zwischen Geschäftspartnern bei der Bestellung, der Lieferung
und dem Empfang von Materialien. Vor allem in der Zulieferindustrie wird ein neues Verfahren,
das sogenannte MAIS-Verfahren (Material-Informationssystem), zur Vereinfachung der
Geschäftsprozesse eingesetzt.
Beim MAIS-Verfahren übermittelt der Kunde Daten an den Zulieferer und an den Spediteur in
einem Pick-Up-Sheet (ähnliche Funktion wie ein Feinabruf). Im Pick-Up-Sheet wird festgehalten,
welche Materialien benötigt werden und an welchem Datum der Spediteur des Kunden diese
Materialien beim Lieferanten abholen wird.
Die Abwicklung von Auslieferungsaufträgen im R/3-System wurde für Zulieferer entwickelt und
basiert auf dem MAIS-Verfahren. Das Pick-Up-Sheet wird im R/3-System erfaßt und als
Auslieferungsauftrag bearbeitet.
Mit der Abwicklung von Auslieferungsaufträgen wird die Versandsteuerung durch folgende
Faktoren optimiert:
· eine effiziente Informationsquelle für den Kunden, Zulieferer und Spediteur
· ein einfaches Verfahren für die Bestellung und den Empfang von Materialien von
Zulieferern
· eine zuverlässige Planungsgrundlage

Integration
Für die Abwicklung von Auslieferungsaufträgen steht ein spezieller Verkaufsbeleg und ein
Lieferplan zur Verfügung. Die Lieferung und Fakturierung von Auslieferungsaufträgen erfolgt auf
die übliche Weise.
EDI (Electronic Data Interchange) spielt eine wesentliche Rolle bei der Abwicklung von
Auslieferungsaufträgen.
Es gibt im Customizing keine speziellen Arbeitsschritte zur Abwicklung von
Auslieferungsaufträgen.

Einschränkungen
Folgende Funktionen werden bei der Abwicklung von Auslieferungsaufträgen nicht unterstützt:
· Änderungsständen
· Abwicklung von externen Dienstleistern
Aufgrund des zu erwartenden Mengenvolumens empfehlen wir Ihnen, Auslieferungsaufträge
nicht für eine KANBAN-Abwicklung zu verwenden.

April 2001 77
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Abwicklung von Auslieferungsaufträgen (MAIS)

78 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Ablauf beim Auslieferungsauftrag

Ablauf beim Auslieferungsauftrag


Einsatzmöglichkeiten
Sie können im R/3-System Auslieferungsaufträge anlegen und bearbeiten. Dies geschieht auf
der Basis von Daten, die Ihnen der Kunde in Pick-Up-Sheets schickt.

Ablauf
1. Sie haben einen bestehenden Rahmenvertrag mit einem Kunden, d.h. in diesem Fall
einen speziellen Lieferplan für die Abwicklung von Auslieferungsaufträgen.
2. Auf der Basis dieses Lieferplans bereitet der Kunde Daten für eine Lieferung vor und
übermittelt diese in einem Pick-Up-Sheet an den Zulieferer (und Spediteur).
3. Ein EDI-Subsystem beim Lieferanten empfängt das eingehende Pick-Up-Sheet und
konvertiert es in ein IDoc [Seite 85] (Intermediate Document). Dieses wird im R/3-System
abgespeichert.
4. Sie legen auf Basis des IDoc einen Auslieferungsauftrag an. Die Daten im
Auslieferungsauftrag stammen entweder aus dem IDoc oder werden manuell aus dem
Pick-Up-Sheet übernommen. Das System ermittelt aufgrund dieser Daten den
zugehörigen Lieferplan und erzeugt Einteilungen im Auslieferungsauftrag gemäß der
vom Kunden gewünschten Menge. Der Auslieferungauftrag wird analog zu einem
Terminauftrag bearbeitet.
5. Sie legen eine Standard-Lieferung an, um die Positionen für die Abholung
vorzubereiten. Pro Abladestelle wird eine Lieferung angelegt.
6. Der Spediteur des Kunden holt die Materialien zur festgelegten Zeit ab.
7. Die Lieferung wird fakturiert. Die Zahlung des Kunden erfolgt mit Bezug auf die Pick-Up-
Sheet-Nummer in der Faktura.

Ergebnis
Der Kunde meldet im nächsten Pick-Up-Sheet die erhaltene Menge auf Basis des letzten Pick-
Up-Sheets zurück. Sie aktualisieren die Fortschrittszahlen [Seite 82] im Lieferplan entsprechend
und legen einen neuen Auslieferungsauftrag angelegt.

April 2001 79
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Pick-Up-Sheet

Pick-Up-Sheet
Definition
Externes Dokument mit Angaben zu zukünftigen Lieferungen, das der Kunde an den Zulieferer
und an den Spediteur schickt. Auf der Basis des Pick-Up-Sheet wird im R/3-System der
Auslieferungsauftrag angelegt.

Verwendung
Das Pick-Up-Sheet hat weitgehend die gleiche Funktion wie ein Feinabruf. Es gibt jedoch einige
wichtige Unterschiede:
· Pick-Up-Sheets können mehr als ein Material aus einem oder mehreren Lieferplänen
enthalten.
· Im Gegensatz zum Feinabruf, der kontinuierlich aktualisiert wird, sind die Mengen und
Termine im Pick-Up-Sheet fixiert, d.h. sie müssen erst vollständig geliefert werden, bevor
das Pick-Up-Sheet als erledigt gekennzeichnet werden kann.
· Das Pick-Up-Sheet dient als zentrale Informationsquelle für den Kunden, den Zulieferer
und den Spediteur. Es ist das einzige Dokument, das den Materialien beigefügt wird, d.h.
Versandbelege, Lieferscheine und Warenausgangsscheine sind nicht erforderlich.
· Feinabrufe werden täglich übermittelt. Pick-Up-Sheets werden wöchentlich übermittelt,
bis zu drei Wochen vor der gewünschten Lieferung.

80 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Lieferpläne mit Auslieferungsaufträgen

Lieferpläne mit Auslieferungsaufträgen


Verwendung
Mit dieser Funktion legen Sie eine spezielle Lieferplanart an, auf der Auslieferungsaufträge
basieren. Diese Lieferpläne enthalten Lieferabrufe mit speziellen Feldern für die Abwicklung von
Auslieferungsaufträgen. Der Lieferplan und der Lieferabruf enthalten alle erforderlichen
Hintergrundinformationen für das Anlegen von Einteilungen im Auslieferungsauftrag, z.B.
Materialien und Mengen.

Funktionsumfang
Im Standardsystem steht Ihnen im Rahmen der Abwicklung von Auslieferungsaufträgen folgende
neue Funktionalität zur Verfügung:
· Lieferplanart LZM
· Positionstyp LZMA
· Kopiersteuerung von Lieferplänen in Auslieferungsaufträge
Sie können Positionen mit Bezug auf ihre zugehörigen Lieferpläne in den
Auslieferungsauftrag kopieren. Wählen Sie im Customizing des Vertriebs Verkauf ®
Kopiersteuerung für Verkaufsbelege pflegen. Wählen Sie als Zielbeleg TAM und als
Quellbeleg LZM.

Zwischen der Lieferplanart LZM und einem Standard-Lieferplan gibt es mehrere wesentliche
Unterschiede. In Lieferplänen mit Auslieferungsaufträgen:
· setzt das System das Dispositionsbehandlungskennzeichen E (keine Feinabrufe) für die
Abrufart. Sie können sich dies in der Verkaufsübersicht in den Kopfdaten anzeigen
lassen.
· basieren die Fortschrittszahlen auf Auslieferungsaufträgen, nicht auf Lieferungen
· wird der Auslieferungsauftrag, im Gegensatz zum Lieferabruf, nicht im Lieferplan
bearbeitet oder gespeichert

April 2001 81
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Lieferpläne mit Auslieferungsaufträgen bearbeiten

Lieferpläne mit Auslieferungsaufträgen bearbeiten


Vorgehensweise Was Sie wissen sollten
Lieferplan und zugehörigen Lieferabruf Sie legen einen Lieferplan für
anlegen Auslieferungsaufträge in der gleichen Weise
wie Standard-Lieferpläne [Seite 23] mit
Abrufen an. Verwenden Sie Lieferplanart LZM.

Daten zu Auslieferungsaufträgen anzeigen Wählen Sie Belegfluß auf einem beliebigen


Bild, um eine Liste der Auslieferungsaufträge
zum Lieferplan zu erhalten. Oder lassen Sie
sich die Eingabemöglichkeiten für das Feld
Pick-Up-Sheet im Lieferabruf anzeigen, um
eine Liste der Auslieferungsaufträge und der
zugehörigen Pick-Up-Sheets zu erhalten.
Daten zu Lieferungen anzeigen Aus Gründen der Performance werden
Lieferungen nicht im Belegfluß des Lieferplans
angezeigt. Wählen Sie im Lieferabruf
Lieferungen, um sich eine Liste der
Lieferungen anzeigen zu lassen.

82 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Fortschrittszahlen - Auslieferungsaufträge

Fortschrittszahlen - Auslieferungsaufträge
Definition
Die kumulierte Menge eines Materials bis zu einem bestimmten Datum.

Verwendung
Fortschrittszahlen sind eine wesentliche Grundlage zur Planung und Überwachung von
Geschäftsvorfällen zwischen dem Zulieferer und seinen Geschäftspartnern. Mit Hilfe der
Fortschrittszahlen lassen sich permanente Änderungen der Termine und Mengen übersichtlich
darstellen. Damit erhalten Sie einen genauen Überblick, welche Materialien geliefert, beim
Kunden eingegangen oder unterwegs sind.
Fortschrittszahlen bei der Abwicklung von Auslieferungsaufträgen befinden sich in den
Lieferabrufen. Wählen Sie im Lieferplan [Seite 80] Springen ® Position ® Lieferabruf. Oder
wählen Sie auf dem Register Lieferabruf Abrufkopf, um die Freigabefortschrittszahlen
anzuzeigen.

Funktionsumfang
Fortschrittszahlen bei der Abwicklung von Auslieferungsaufträgen unterscheiden sich von
Standard [Seite 44]-Fortschrittszahlen darin, daß sie auf der Grundlage des
Auslieferungsauftrages und nicht der Lieferung ermittelt werden
Die Fortschrittszahlen auf der linken Seite des Lieferabrufs basieren auf allen
Auslieferungsaufträgen des Lieferplans. Dazu gehören:
· die Auftragsfortschrittszahl
· Eingangsfortschrittszahl
· die Fortschrittszahlendifferenz
Wenn Sie normalerweise mit Fortschrittszahlen arbeiten, die auf Lieferungen basieren, ist das
Feld offene Lfmenge (offene Liefermenge - Feld über den o.g. Fortschrittszahlen) besonders
nützlich für Sie. Es gibt Mengen in Bezug auf Lieferungen wieder.
Die Fortschrittszahlen auf der rechten Seite des Lieferabrufs werden über das Feld Pick-Up-
Sheet errechnet, das die Pick-Up-Sheet-Nummer des letzten Auslieferungsauftrags enthält.
Dazu gehören:
· Fortschrittszahl auf der Basis der Pick-Up-Sheet-Nummer
· Fortschrittszahlendifferenz auf der Basis der Pick-Up-Sheet-Nummer
Der Kunde schickt mit jedem neuen Pick-Up-Sheet die letzte Pick-Up-Sheet-Nummer und die
Eingangsfortschrittszahl. Das System pflegt diese Felder im Lieferabruf. Sie können sie jedoch
manuell ändern, wenn Sie vom Kunden fehlerhafte Daten erhalten haben. Lassen Sie sich
einfach die Eingabemöglichkeiten anzeigen, um das richtige Pick-Up-Sheet aus der Liste der
Auslieferungsaufträge zum Lieferplan anzeigen zu lassen (die Pick-Up-Sheet-Nummer wird als
Bestellnummer aufgeführt), oder korrigieren Sie die Fortschrittszahl manuell.
Wenn Sie Fortschrittszahlen pflegen, sollten Sie folgendes beachten:
· Wenn Sie eine Position im Lieferabruf stornieren oder eine Retoure aufgrund eines
Auslieferungsauftrags anlegen, aktualisiert das System nicht automatisch die

April 2001 83
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Fortschrittszahlen - Auslieferungsaufträge

Fortschrittszahl. Es ist eine manuelle Pflege erforderlich! Das Standardsystem enthält


hierfür eine Verkaufsbelegart und zwei Positionstypen:
- - Verkaufsbelegart MAKO
- - Positionstyp MAK für positive Korrekturen
- - Positionstyp MAK1 für negative Korrekturen
· Wenn der Kunde Wareneingang bucht, wird die Fortschrittszahl aktualisiert. Aus diesem
Grund sollten Sie Fortschrittszahlen ggf. nur dann korrigieren, wenn der Kunde die
Positionen zurückschickt, ohne Wareneingang gebucht zu haben.
· Bei einem Jahreswechsel buchen Sie die Fortschrittszahlen in die Periode, die dem
Abholdatum entspricht. Sie ändern das Fortschrittszahlendatum , so daß dieses dem
Abholdatum entspricht. Für diesen Zweck steht Ihnen ein neues Feld, Datum Auftr.FZ
(Datum Auftragsfortschrittszahl), zur Verfügung.
Die Durchführung von Jahreswechseln im Rahmen der Abwicklung von
Auslieferungsaufträgen unterscheidet sich nicht stark von Standard-Jahreswechseln
[Seite 50]. Beachten Sie jedoch, daß es einige grundlegende Unterschiede gibt. Zum
Beispiel verwendet das System die Auftragsfortschrittszahl gemäß Auslieferungsauftrag
anstelle der Lieferfortschrittszahl.

84 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Fortschrittszahlen korrigieren - Auslieferungsaufträge

Fortschrittszahlen korrigieren - Auslieferungsaufträge


Voraussetzungen
Mit dieser Funktion passen Sie Fortschrittszahlen in Lieferplänen für Auslieferungsaufträge an:
· im Fall von Retouren
· wenn ein Bearbeitungsfehler aufgetreten ist
· wenn ein Jahreswechsel stattgefunden hat
· wenn Sie Mengen per Erstdatenübernahme [Seite 22] aus einem Altsystem in das R/3-
System übernehmen
Wenn Sie Fortschrittszahlen aufgrund einer Retoure korrigieren, verwenden Sie die spezielle
Retoure [Seite 92] für Auslieferungsaufträge (Belegart RM).
Korrigieren Sie Fortschrittszahlen nur, wenn der Kunde keinen Wareneingang gebucht hat.

Vorgehensweise
1. Legen Sie einen Auftrag mit der Verkaufsbelegart MAKO an.
2. Geben Sie den zu korrigierenden Betrag ein.
3. Geben Sie einen Positionstyp ein.
Blättern Sie rechts in der Verkaufsübersicht zu dem Feld Positionstyp. Geben Sie MAK1
ein, um die Fortschrittszahl zu reduzieren bzw. MAK, um sie zu erhöhen.

Ergebnis
Wenn Sie den Korrekturbeleg sichern, aktualisiert das System die Fortschrittszahlen im
Lieferabruf.

April 2001 85
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Intermediate Documents (IDocs) für Auslieferungsaufträge

Intermediate Documents (IDocs) für


Auslieferungsaufträge
Verwendung
Sie verarbeiten ein eingehendes Pick-up-Sheet genauso wie andere EDI (Electronic Data
Interchange)-Belege. Die Daten im Pick-Up-Sheet werden in ein IDoc (Intermediate Document)
konvertiert. Dieses benutzen Sie, um im R/3-System einen Auslieferungsauftrag anzulegen.

Funktionsumfang
Bei der Abwicklung von Auslieferungsaufträgen wird das Pick-Up-Sheet-IDoc ORDERS 03
verwendet. Dabei handelt es sich um ein Subset des EDIFACT DELJIT, Version D.94B.
Sie können dieses IDoc mit Hilfe sämtlicher im Standardsystem verfügbaren Funktionen für
eingehende EDI-Nachrichten bearbeiten. Neben eingehenden Pick-Up-Sheets werden bei der
Abwicklung von Auslieferungsaufträgen keine anderen EDI-Nachrichten unterstützt.
Das System stößt einen Workflow an, um einen Auslieferungsauftrag aus dem Pick-up-Sheet-
IDoc anzulegen. Sie können alle EDI-, ALE- und Workflow-Customizing-Funktionen Ihren
Anforderungen entsprechend erweitern.

86 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Auslieferungsaufträge

Auslieferungsaufträge
Verwendung
Mit dieser Funktion legen Sie auf der Basis eines Pick-Up-Sheets, das Sie vom Kunden erhalten
haben, einen Auslieferungsauftrag im R/3-System an. Dies kann automatisch auf der Basis eines
Pick-Up-Sheet-IDoc [Seite 85] oder manuell erfolgen.
Der Auslieferungsauftrag enthält Detailinformationen zum Material bzw. zu den Materialien, die
der Spediteur des Kunden abholt, sowie das Pick-Up-Datum und die Uhrzeit. Er basiert auf
einem oder mehreren Lieferplänen [Seite 80] für Auslieferungsaufträge.
Das Pick-Up-Sheet [Seite 79] und der zugehörige R/3-Beleg (der Auslieferungsauftrag) haben
eine ähnliche Funktion wie der Feinabruf.

Funktionsumfang
Der Auslieferungsauftrag ist nach dem Muster des Kundenauftrags aufgebaut. Daher können Sie
für das Anlegen eines Auslieferungsauftrags sämtliche Kundenauftragsfunktionen nutzen.
Das R/3-System enthält für die Abwicklung von Auslieferungsaufträgen eine spezielle
Verkaufsbelegart und einen speziellen Positionstyp:
· Verkaufsbelegart TAM
· Positionstyp TAMA
Auslieferungsaufträge haben folgende zusätzliche Merkmale:
· Das System setzt das Pick-Up-Datum als Lieferdatum. Sie können zwar mehrere
Materialien in einem Auslieferungsauftrag eingeben. Es kann jedoch nur ein Lieferdatum
für alle Positionen geben. Sie können sich dieses Datum in den Einteilungsdetails
ansehen.
· Das System setzt in der Verkaufsübersicht das Pick-Up-Datum als Preisdatum.
· Es gibt besondere Bestimmungen für das Kopieren von Verpackungsvorschriften [Seite
26].
In Lieferplänen mit Auslieferungsaufträgen werden Lieferungen aus
Auslieferungsaufträgen angelegt. Bevor Sie Verpackungsvorschläge aus dem Lieferplan
in die Lieferung kopieren können, müssen Sie sie zunächst in den Auslieferungsauftrag
kopieren.
Bei der Abwicklung von Auslieferungsaufträgen werden Verpackungsvorschläge
entweder direkt aus dem Pick-Up-Sheet kopiert, oder Sie geben sie manuell ein. Beim
Sichern eines Auslieferungsauftrags ermittelt das System, ob Verpackungsvorschläge
berücksichtigt werden müssen.
Wenn dies nicht der Fall ist, greift das System auf den Lieferplan zu und kopiert alle
existierenden Vorschläge in den Auslieferungsauftrag. Dies passiert jedoch nur, wenn
mindestens eine der folgenden Bedingungen zutrifft:
- Sie haben im Customizing festgelegt, daß Vorschläge in die Lieferung kopiert
werden sollen.

April 2001 87
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Auslieferungsaufträge

Wählen Sie Logistics Execution ® Versand ® Kopiersteuerung ® Kopiersteuerung für


Lieferungen festlegen und pflegen Sie das Feld Datenüber.Versandel. (Datenübernahme
Versandelement).
- Es gibt für mindestens eine weitere Position im Auslieferungsauftrag einen
Verpackungsvorschlag.
Wenn der Kunde Ihnen Verpackungsvorschriften zu einer Position im Pick-Up-Sheet
erteilt, sollen gewöhnlich alle Positionen im Pick-Up-Sheet verpackt werden.
Über einen User-Exit [Seite 93] können Sie beeinflussen, wie das System
Verpackungsvorschläge kopiert.
· Sie können keine Positionen verwenden, die nicht zu einem Lieferplan für
Auslieferungsaufträge gehören. Die unterschiedlichen Arten von Fortschrittszahlen [Seite
82], die bei der Abwicklung von Auslieferungsaufträgen verwendet werden, müssen
zentral in Lieferplänen dieser Belegart festgehalten und aktualisiert werden.
· Der Auslieferungsauftrag erzeugt neue Bedarfe, die die durch den zugehörigen
Lieferplan (bzw. die zugehörigen Lieferpläne) erzeugten Bedarfe abbauen und durch die
Auslieferung entsprechend reduziert werden.
· Die Fortschrittszahlen im Lieferplan basieren auf dem Auslieferungsauftrag, nicht auf
der Lieferung.
· Im Kopf des Auslieferungsauftrags können Sie ein Datumsfeld [Seite 82] pflegen, um
Fortschrittszahlen für einen Jahreswechsel des Kunden in eine andere Periode zu
buchen.
· Im Abschnitt Liefertoleranz in den Positionsdaten zum Versand können keine Werte
eingegeben oder geändert werden, da der Kunde im Pick-Up-Sheet genau angibt,
welche Menge eines Materials benötigt wird. Dies ist genau die Menge, die i.d.R. dem
Kunden geliefert wird.

88 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Auslieferungsauftrag anlegen

Auslieferungsauftrag anlegen
Voraussetzungen
Bevor Sie einen Auslieferungsauftrag anlegen, müssen Sie zunächst per Telefax oder EDI
(Electronic Data Interchange) ein Pick-Up-Sheet Ihres Kunden erhalten haben.
Sie können einen Auslieferungsauftrag auf der Basis eines Lieferplans [Seite 80] für
Auslieferungsaufträge anlegen. Daher ist ein entsprechender Lieferplan (Belegart LZM)
erforderlich.

Vorgehensweise
Sie geben die für den Auslieferungsauftrag relevanten Daten ein. Ansonsten legen Sie einen
Auslieferungsauftrag analog zu einem Terminauftrag [Extern] an.
1. Legen Sie einen Auftrag mit der Verkaufsbelegart TAM mit Bezug auf einen Lieferplan
an.
Es erscheint ein Dialogfenster.
2. Geben Sie die entsprechenden Daten ein, um den zugehörigen Lieferplan zu ermitteln.
Verwenden Sie die Kunden-Material-Nummer im Pick-Up-Sheet als Grundlage für diese
Suche, oder nutzen Sie eine beliebige andere Suchmöglichkeit. Entspricht mehr als ein
Lieferplan Ihren Selektionskriterien, wählen Sie einfach den passenden aus der
Auswahlliste aus.
3. Geben Sie das Pick-Up-Datum und die Uhrzeit an.
Wenn die Verarbeitung nicht per EDI erfolgt, geben Sie das Pick-Up-Datum und die
Uhrzeit manuell aus dem Pick-Up-Sheet ein. Dieses Datum und diese Uhrzeit spielen
eine zentrale Rolle im Auslieferungsauftrag. Das System läßt erst wieder eine
Weiterbearbeitung zu, wenn Sie diese Daten eingegeben haben.

Wenn Sie ein Pick-Up-Datum oder eine Uhrzeit eingeben möchten, die vom Pick-Up-
Sheet abweicht, oder das Datum oder die Uhrzeit ändern möchten, die das System
aufgrund des IDoc vorschlägt, müssen Sie den Spediteur hierüber informieren.
4. Wählen Sie Enter.
Das System kopiert Daten aus dem Dialogfenster in das Erfassungsbild des
Auslieferungsauftrags. Es kopiert auch das Material und das Kundenmaterial aus dem
Lieferplan.
5. Geben Sie die Pick-Up-Sheet-Nummer im Bestellnummerfeld ein.
Auf diese Weise verknüpfen Sie den Auslieferungsauftrag mit dem Pick-Up-Sheet. Dies
schafft bei einem externen Dokument wie dem Pick-Up-Sheet einen transparenten
Belegfluß. Sie können sich z.B. den Auslieferungsauftrag und diese Pick-Up-Sheet-
Nummer (die Bestellnummer) im Lieferplan [Seite 81] anzeigen lassen.
6. Geben Sie die vom Kunden im Pick-Up-Sheet gewünschte Menge ein.
7. Erfassen Sie bei Bedarf zusätzliche Daten.

April 2001 89
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Auslieferungsauftrag anlegen

Alle für die Abwicklung von Auslieferungsaufträgen erforderlichen Daten sind im Pick-Up-
Sheet enthalten. Sie können jedoch auch zusätzliche Daten für Informationszwecke
eingeben. Blättern Sie rechts in der Positionsübersicht, um z.B. eine Sequenznummer
oder eine Empfangsstelle einzugeben.
Um ein zusätzliches Material einzugeben, wählen Sie nochmals Verkaufsbeleg ®
Anlegen mit Bezug ® Auf Lieferplan...

Positionen können nicht mehr gelöscht werden, wenn Sie den


Auslieferungsauftrag gesichert haben. Dadurch wird sichergestellt, daß die
ursprünglichen, per EDI geschickten Kundenbedarfe nicht geändert werden. Wenn
Sie aus Versehen eine nicht gewünschte Position eingegeben haben, können Sie
diese einfach absagen.

90 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Lieferungen für Auslieferungsaufträge

Lieferungen für Auslieferungsaufträge


Verwendung
Mit dieser Funktion legen Sie eine Lieferung an, um die Auftragspositionen für die Abholung
durch den Spediteur des Kunden vorzubereiten.

Funktionsumfang
Bei der Bearbeitung von Lieferungen für Auslieferungsaufträge sollten Sie folgendes beachten:
· Sie legen eine Standardlieferung [Extern] für einen Auslieferungsauftrag an.
· Das Lieferdatum ist das Pick-Up-Datum.
· Sie können pro Abladestelle eine Lieferung anlegen. Sind mehrere Abladestellen und daher
auch mehrere Lieferungen beteiligt, können Sie diese Lieferungen in einen Transport
zusammenfassen. Damit wird sichergestellt, daß der Kunde alle Positionen zusammen
erhält.
· Der Kunde und der Spediteur planen gemäß dem Pick-Up-Sheet. Wenn für diesen Auftrag
keine Vollieferung möglich ist oder Sie das Lieferdatum und die Uhrzeit ändern möchten,
müssen Sie Ihre Geschäftspartner darüber informieren.
· Wenn für diesen Auftrag keine Vollieferung möglich ist, können Sie eine Teillieferung
anlegen und später eine Nachlieferung. Sie können das System im voraus so einstellen, daß
der Auftrag automatisch als erledigt gekennzeichnet wird, wenn keine Vollieferung möglich
ist.
· Es gibt besondere Bestimmungen für das Kopieren von Verpackungsvorschlägen.
· Sie können Warenanhänger nicht für komplette Transporte, aber pro Lieferung drucken.
Sammeltransporte sind bei der Abwicklung von Auslieferungsaufträgen nicht möglich, da
jede Lieferung für eine andere Abladestelle bestimmt ist.
· Die Fortschrittszahlen [Seite 82] im Lieferplan basieren auf Auslieferungsaufträgen, nicht auf
Lieferungen.

April 2001 91
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Fakturen für Auslieferungsaufträge

Fakturen für Auslieferungsaufträge


Verwendung
Beim Anlegen einer Faktura für einen Auslieferungsauftrag werden alle fakturarelevanten Daten
aus dem Auslieferungsauftrag und der Lieferung übernommen.

Funktionsumfang
Bei der Bearbeitung von Fakturen für Auslieferungsaufträge sollten Sie folgendes beachten:
· Sie legen eine Standard-Faktura [Extern] für einen Auslieferungsauftrag an.
· Das Gutschriftsverfahren [Seite 58] kann bei der Abwicklung von Auslieferungsaufträgen
verwendet werden. Die Zahlung des Kunden erfolgt mit Bezug auf die Pick-Up-Sheet-
Nummer.

92 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Retouren für Auslieferungsaufträge

Retouren für Auslieferungsaufträge


Verwendung
Mit dieser Funktion legen Sie eine Retoure für Auslieferungsauftragspositionen an.

Funktionsumfang
Bei der Bearbeitung von Retouren für Auslieferungsaufträge sollten Sie folgendes beachten:
· Das Standardsystem enthält die Verkaufsbelegart RM für Auslieferungsauftragsretouren.
Sie legen eine Retoure für Auslieferungsaufträge analog zu einer Standard-Retoure
[Extern] an.
· Wählen Sie Warenausgang, um Wareneingang zu buchen.
· Fortschrittszahlen werden nicht automatisch aktualisiert. Sie müssen sie manuell
korrigieren [Seite 84].

April 2001 93
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
User-Exits für Auslieferungsaufträge

User-Exits für Auslieferungsaufträge


Verwendung
Mit dieser Kundenfunktion können Sie steuern, wie das System Verpackungsvorschläge in den
Auslieferungsauftrag kopiert.
Wenn Sie in diesem User-Exit das Kennzeichen E_COPY setzen, kopiert das System für
Positionen ohne Vorschläge bestehende Verpackungsvorschläge aus Lieferplänen in den
Auslieferungsauftrag. Das System kopiert die Vorschläge, auch wenn Sie das Feld
Datenübernahme VSE (Datenübernahme Versandelement) im Customizing des Versands nicht
gepflegt haben.
Wenn Sie dieses Kennzeichen nicht setzen, werden keinesfalls Verpackungsvorschläge aus dem
Lieferplan kopiert.
Aktivieren Sie diese Kundenfunktion, indem Sie das Kennzeichen E_ACTIVE setzen.

94 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Planabrufabwicklung

Planabrufabwicklung
Einsatzmöglichkeiten
Mit Hilfe des Planabrufs können Sie Disposition und Versand effizient verwalten. Zusätzlich zum
Liefer- und Feinabruf enthält Release 4.0 diese neue Abrufart für die Zulieferindustrie. Der
Planabruf ist ein interner Abruf, mit dem Sie:
· zukünftige Bedarfe planen können, die nicht durch Liefer- und Feinabrufe abgedeckt sind
· Bedarfe planen können, wenn wöchentliche oder monatliche Abrufe des Kunden nicht
ausreichend detailliert und daher ungeeignet für die Disposition sind
· Bedarfe unabhängig von ungenauen oder unzuverlässigen Lieferabrufen des Kunden
planen können
· Bedarfe im voraus planen können, bevor Sie überhaupt Lieferabrufe von einem Kunden
erhalten haben

Integration
EDI (Electronic Data Interchange) spielt eine wesentliche Rolle bei der Planabrufabwicklung. Wir
empfehlen Ihnen, die EDI-Komponente einzubauen.
Die Funktionen für die Planabrufabwicklung hängen sehr stark von Ihren Einstellungen im
Customizing ab. Diese Einstellungen werden unter Anlegen von Planabrufen [Seite 96]
ausführlich beschrieben.

Funktionsumfang
Sie legen Planabrufe manuell aufgrund interner Daten an oder indem Sie Wochen- und
Monatseinteilungen des Kunden in Tageseinteilungen aufteilen, die der Disposition und den
Versandprozessen Ihres Unternehmens entsprechen.
Zusätzlich zu dieser Hauptfunktion verfügen Planabrufe über die gleichen Standardfunktionen
wie Liefer- und Feinabrufe. Zum Beispiel können Sie sie analysieren [Seite 43] und mit anderen
Abrufen des zugehörigen Lieferplans vergleichen. Dazu gehören:
· Vergleich von Abrufhistorie
· Vergleich von Einteilungen
· Vergleich von Abruffortschrittszahlen
Darüber hinaus stehen Ihnen zwei User-Exits zur Verfügung, mit denen Sie Planabrufe
entsprechend Ihren Anforderungen ändern können.

April 2001 95
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Planabruf

Planabruf
Definition
Mit einem internen Abruf ist eine Feinsteuerung der Bedarfsplanung möglich. Der Planabruf
dient dazu:
· den Planungszeitraum von Einteilungen in Lieferabrufen einzugrenzen
· die Wochen- oder Monatseinteilungen des Kunden in Tagesbedarfe aufzuteilen
Planabrufe basieren auf Lieferabrufen. Sie können jedoch auch andere Quellen als den
Lieferplan verwenden, z.B. Daten aus der Absatz- und Produktionsgrobplanung (SOP).

Verwendung
Sie legen einen Planabruf im Lieferplan entweder manuell oder von einem Planungssystem aus
an. Auf der Basis des Planabrufs planen Sie dann den Versand auf Kunden-Material-Ebene. Der
Planabruf ist auch für Bedarfe relevant, bevor der erste Lieferabruf des Kunden eingetroffen ist.
Sie können festlegen, ob der Planabruf auch lieferrelevant ist.
Später schickt der Kunde einen Lieferabruf, der manuell eingegeben oder per IDoc (Intermediate
Document) im Lieferplan erfaßt wird. Aufgrund des Lieferabrufs generieren Sie einen neuen
Planabruf. Dabei überschreibt das System Einteilungen Ihres vorherigen Planabrufs mit
aktuellen Kundenbedarfen. Dies gilt nur für Einteilungen innerhalb eines von Ihnen bestimmten
Zeitrahmens. Im neuen Planabruf können Sie Einteilungen aus dem vorherigen Planabruf für
Zeiträume verwenden, die nicht vom Lieferabruf abgedeckt sind.

Da der Planabruf in den meisten Fällen vom Lieferabruf abweicht, wird der
ursprüngliche Lieferabruf unverändert im Lieferplan abgespeichert. Auf diese Weise
können Sie jegliche Änderungen leicht überprüfen.

Struktur
Der Planabruf hat die gleiche Struktur wie der Liefer- und Feinabruf.

Integration
Die Merkmale des Planabrufs werden über dessen Vorschrift [Seite 98] ermittelt.
Planabrufe ergänzen andere Abrufe im Lieferplan. Wenn der Planabruf z.B. für die Disposition
oder Lieferung relevant ist, ersetzt er in dieser Beziehung den Lieferabruf. Weitere Informationen
dazu, wie Liefer- und Feinabrufe die Bedarfs- und Lieferrelevanz im Planabruf beeinflussen,
finden Sie unter Bedarfs- und Lieferrelevanz [Seite 129].

96 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Anlegen von Planabrufen

Anlegen von Planabrufen


Verwendung
Um einen internen Abruf gemäß der Fertigungsplanung Ihres Unternehmens anzulegen,
verwenden Sie interne Planungsdaten oder Kundendaten.
Es gibt drei Möglichkeiten, einen Planabruf anzulegen. Sie können:
· das System so einstellen, daß automatisch ein Planabruf generiert wird, wenn ein
Lieferabruf des Kunden eintrifft
Diese Möglichkeit eignet sich vor allem für eingehende EDI-Lieferabrufe. Das System
erzeugt einen Planabruf, so daß Sie die Funktion nicht manuell anstoßen müssen.
· die Planabrufgenerierung manuell anstoßen
In diesem Fall können Sie steuern, wann ein Planabruf angelegt wird.
· einen Planabruf ohne Einteilungen anlegen und die Einteilungen manuell oder per Batch-
Input eingeben
Diese Möglichkeit bietet sich vor allem für die Vorausplanung an, wenn keine internen
Daten oder kein Lieferabruf vorhanden sind oder wenn der Lieferabruf ungenau oder
unzuverlässig ist.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Einteilungen in einem Planabruf einzugeben. Abhängig davon,


welche Systemeinstellungen Sie im Customizing vornehmen, können Sie:
· Lieferabrufeinteilungen übernehmen und aufteilen
Das ist das gängigste Verfahren, um Einteilungen in einen Planabruf zu übernehmen.
Dabei werden die Wochen- oder Monatseinteilungen des Lieferabrufs in
Tageseinteilungen des Planabrufs aufgeteilt. Beachten Sie, daß nur Wochen- und
Monatseinteilungen aufgeteilt werden können. Tageseinteilungen werden unverändert
aus dem Lieferabruf übernommen.

Die Aufteilungsfunktion hat nichts mit dem Lieferintervall [Seite 18] bei der
Lieferplanabwicklung zu tun.
· Einteilungen unverändert aus dem Lieferabruf übernehmen
Diese Möglichkeit ist besonders nützlich, wenn die Lieferabrufeinteilungen zwar
ausreichend detailliert sind, der Planungszeitraum jedoch noch eingegrenzt werden soll.
Wenn z.B. der Lieferabruf 16 Wochen abdeckt und Sie nur für 8 Wochen planen wollen,
übernehmen Sie einfach die Einteilungen für diese 8 Wochen unverändert in den
Planabruf.
In beiden Fällen können Sie sich entscheiden, Einteilungen aus dem vorherigen Planabruf zu
übernehmen: für Zeiträume, in denen Kundeneinteilungen ungenau sind, oder falls für den von
Ihnen vorgesehenen Planungszeitraum keine Kundeneinteilungen vorhanden sind.

April 2001 97
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Anlegen von Planabrufen

Sie können Einteilungen mit Hilfe eines User-Exit [Seite 131] ändern, nachdem das
System den Planabruf generiert hat.

Beispiel
Sie möchten Bedarfe für einen bestimmten Kunden für die kommenden 16 Wochen planen.
Sie legen aufgrund der Informationen aus einem internen Planungssystem einen Planabruf
an. Ein paar Tage später schickt Ihnen der Kunde einen Lieferabruf, der nur 12 Wochen
abdeckt. Sie generieren einen Planabruf, indem Sie die Lieferabrufeinteilungen dieser 12
Wochen in den Planabruf übernehmen und gemäß Ihrer Fertigungsplanung auf Einheiten
und Tage verteilen. Für die übrigen vier Wochen übernehmen Sie einfach Einteilungen aus
dem vorherigen Planabruf im Lieferplan.
Für einen anderen Kunden legen Sie einen sechswöchigen Planabruf aufgrund interner
Daten an. Wenn der Kunde einen Lieferabruf für diese sechs Wochen schickt, bemerken Sie,
daß die ersten vier Wochen mit Kundenabrufeinteilungen ausreichend detailliert für die
Fertigung sind, aber daß die zwei letzten Einteilungen ungenau sind. Sie übernehmen die
ersten vier Wochen mit Einteilungen unverändert in den neuen Planabruf. Für die übrigen
zwei Wochen übernehmen Sie die Einteilungen aus dem vorherigen Planabruf, der bereits im
Lieferplan vorhanden ist.

Aktivitäten
Mit Hilfe der entsprechenden Einstellungen im Customizing passen Sie diese Funktion den
Planungsanforderungen Ihres Unternehmens an. Sie tun dies im Customizing in der Aktivität zu
Planabrufvorschriften und Abrufsplitregeln.

Einschränkungen
Sie können Planabrufe nicht auf der Basis von Feinabrufen anlegen.

98 April 2001
SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Vorschriften im Customizing pflegen

Vorschriften im Customizing pflegen


Voraussetzungen
Die Planabrufvorschrift enthält eine Reihe von Merkmalen, die das Anlegen von Planabrufen
steuern. Sie müssen im Lieferplan eine Vorschrift eingeben [Seite 122], damit Sie Planabrufe im
Lieferplan anlegen oder ändern können.

Wenn Sie Planabrufvorschriften im Customizing löschen, müssen Sie vorsichtig


sein. Wenn Sie eine Vorschrift löschen, die bereits in einem Lieferplan eingegeben
wurde, sperrt das System diesen Lieferplan. Sie können keine Abrufe pflegen,
solange Sie nicht die Vorschrift im Lieferplan geändert oder daraus entfernt haben.

Vorgehensweise
1. Wählen Sie im Customizing des Vertriebs Verkauf ® Verkaufsbelege ® Lieferpläne mit
Abrufen ® Planabrufvorschriften und Abrufsplitregeln pflegen.
2. Geben Sie für die entsprechende Vorschrift eine Bezeichnung ein.
3. Legen Sie fest, ob Planabrufeinteilungen lieferrelevant sind.
4. Legen Sie das Basisdatum fest.
5. Legen Sie fest, ob die Gültigkeitsdauer des Abrufsplits in Wochen oder Monaten
gemessen werden soll.
6. Legen Sie die Gültigkeitsdauer des Abrufsplits fest.
7. Setzen Sie das Kennzeichen für die Übernahme von Einteilungen des vorhergehenden
Planabrufs.
8. Setzen Sie das Kennzeichen für die automatische Generierung von Planabrufen, wenn
ein Lieferabruf angelegt wird.

April 2001 99
Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Lieferrelevanz angeben

Lieferrelevanz angeben
Planabrufeinteilungen sind bedarfsrelevant. Sie geben in der Vorschrift an, ob die Einteilungen
lieferrelevant sind. Falls ja, ersetzen sie die Lieferabrufeinteilungen.
Das Lieferrelevanzkennzeichen betrifft ausschließlich Einteilungen, deren Termine außerhalb
des Feinabrufhorizonts liegen. Weitere Informationen dazu, wie Liefer- und Feinabrufe die
Bedarfs- und Lieferrelevanz im Planabruf beeinflussen, finden Sie unter Bedarfs- und
Lieferrelevanz [Seite 129].

100 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Basisdatum festlegen

Basisdatum festlegen
Das System ermittelt aufgrund des Basisdatums die Gültigkeitsdauer des Abrufsplits und die
Reichweite der Abrufsplitregel. Diese haben einen wesentlichen Einfluß darauf, welche
Lieferabrufeinteilungen in den Planabruf übernommen oder davon ausgeschlossen werden.
Sie können das Lieferabrufdatum oder das Datum der Planabrufgenerierung als Basisdatum
festlegen.
Sie sollten das Lieferabrufdatum verwenden, wenn Sie nicht möchten, daß die
Planabrufergebnisse vom Tag der tatsächlichen Planabrufgenerierung abhängen.
Dies bietet sich vor allem dann an, wenn Sie einen Lieferabruf früh erhalten, den Planabruf
jedoch erst zu einem spätereren Zeitpunkt generieren. Auf diese Weise hat das Datum der
Generierung keinen Einfluß auf die Gültigkeitsdauer des Abrufsplits oder auf die Reichweite der
Abrufsplitregel. Falls für die Lieferplanposition kein Lieferabruf vorhanden ist, verwendet das
System das Datum des vorherigen Planabrufs als Basisdatum.
Sie sollten das Datum der Planabrufgenerierung verwenden, wenn Sie die Gültigkeitsdauer des
Abrufsplits und die Reichweite der Abrufsplitregel nach hinten verschieben wollen. Beachten Sie
dabei, daß das Basisdatum keinen Einfluß auf das Beginndatum des Abrufsplits hat, welches
trotzdem das Lieferabrufdatum ist.
Unabhängig davon, welches Datum Sie als Basisdatum festlegen wollen, werden vor dem
Zeitpunkt der Planabrufgenerierung liegende Lieferabrufeinteilungen auch noch in den Planabruf
aufgenommen. Einteilungen vom Lieferabrufdatum bis zum Basisdatum werden auf dieselbe
Weise gesplittet wie die Einteilungen, deren Datum auf oder nach dem Basisdatum liegt.

Sie müssen ein Basisdatum festlegen. Ansonsten übernimmt das System keine Einteilungen in
den Planabruf.

Beispiel
Sie legen einen Planabruf für einen Kunden aufgrund interner Planungsdaten an. Am 01.04.
erhalten Sie einen Lieferabruf vom Kunden:
Lieferabruf erhalten 04.98

P Periode Zeit Auftragsmenge...


W 15 00:00 50 ST
W 17 00:00 50 ST
M 05.1998 00:00 100 ST
M 06.1998 00:00 100 ST
M 07.1998 00:00 100 ST
M 08.1998 00:00 100 ST

Sie haben die Gültigkeitsdauer des Abrufsplits so eingestellt, daß ausschließlich Einteilungen der
ersten drei Monate ab dem Basisdatum aus dem Lieferabruf in den neuen Planabruf
übernommen werden. Beachten Sie, daß der Monat des Basisdatums als Monat 1 gezählt wird.

April 2001 101


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Basisdatum festlegen

Wenn Sie das Lieferabrufdatum als Basisdatum festlegen, werden die Einteilungen für die 15.
und die 17. Woche und für die Monate 05.1998 und 06.1998 in den neuen Planabruf
übernommen. Dies trifft auch zu, wenn Sie den neuen Planabruf im Mai generieren.
Wenn Sie das Datum der Planabrufgenerierung als Basisdatum festlegen und den Planabruf im
Juni generieren, werden die Einteilungen für die 15. und 17. Woche sowie für die Monate
06.1998, 07.1998 und 08.1998 aus dem Lieferabruf in den neuen Planabruf übernommen.

102 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Gültigkeitsdauer des Abrufsplits eingeben

Gültigkeitsdauer des Abrufsplits eingeben


Bei der Planabrufgenerierung ermittelt das System mit Hilfe der Gültigkeitsdauer des Abrufsplits
das Gültigkeitsende.

Das Basisdatum ist der 02.04.1998, d.h. der Donnerstag der Woche 14.1998.
Wenn Sie die Gültigkeitsdauer des Abrufs auf 32 Wochen festlegen, ermittelt das
System den letzten Tag der Woche 45.1998 bzw. den 08.11.1998 als das
Gültigkeitsende.
Wenn Sie die Gültigkeitsdauer auf 7 Monate festlegen, ermittelt das System den
letzten Tag des Monats 10.1998 bzw. den 31.10.1998 als das Gültigkeitsende.

Wenn Sie für die Gültigkeitsdauer keinen Datumstyp angeben, ermittelt das System
die Gültigkeitsdauer des Abrufsplits wie folgt: Es verwendet das Basisdatum als
Starttermin und den letzten Tag des Zeitraums, über den sich die Tages-, Wochen-
und Monatseinteilungen des Lieferabrufs erstrecken, als Endtermin.

Das System errechnet mit Hilfe von Basisdatum und jeweiligem Gültigkeitsende, welche
Einteilungen in den Planabruf übernommen bzw. davon ausgeschlossen werden.
· Das System berücksichtigt keine Lieferabrufeinteilungen, deren Termine vollständig nach
dem Gültigkeitsende liegen.
· Tageseinteilungen, deren Termine innerhalb der Gültigkeitsdauer liegen, werden
unverändert in den Planabruf übernommen.
· Wochen- und Monatseinteilungen, deren Termine innerhalb der Gültigkeitsdauer liegen,
werden gemäß der Splitregel aufgeteilt und in den Planabruf übernommen.
Eine Einteilung könnte jedoch Termine enthalten, die innerhalb und außerhalb des
Gültigkeitszeitraums liegen. In diesem Fall teilt das System die Einteilungen auf,
übernimmt in den Planabruf jedoch nur die generierten Einteilungen, die auf das
Gültigkeitsende fallen oder davor liegen. Die generierten Einteilungen, die nach dem
Gültigkeitsende liegen, werden nicht berücksichtigt.
Eine Einteilung ohne Splitregel wird unverändert in den Planabruf übernommen, wenn
mindestens ein Termin innerhalb des Gültigkeitszeitraums liegt.
Über das Kennzeichen Einteilungen übernehmen ermittelt das System, ob Einteilungen mit
Terminen vollständig außerhalb des Gültigkeitsendes aus dem vorhergehenden Planabruf
übernommen werden sollen.

April 2001 103


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Kennzeichen Einteilungen übernehmen setzen

Kennzeichen Einteilungen übernehmen setzen


Normalerweise legen Sie einen Planabruf aufgrund interner Planungsdaten an, auch wenn Sie
vom Kunden noch keine Informationen zu den Bedarfen erhalten haben. Wenn Sie später einen
Lieferabruf vom Kunden erhalten, legen Sie einen neuen Planabruf an, indem Sie Einteilungen
des vorhergehenden Planabrufs mit aktuellen Bedarfen überschreiben.
Lieferabrufeinteilungen, die innerhalb der Gültigkeitsdauer des Abrufsplits liegen, werden
aufgeteilt und in den Planabruf übernommen. Für zukünftige Zeiträume entscheiden Sie jedoch
gegebenenfalls, daß Einteilungen des vorhergehenden Planabrufs übernommen werden sollen,
um Informationen aus dem Lieferabruf aufzunehmen. Wenn Sie das Kennzeichen Einteilungen
übernehmen setzen, übernimmt das System Einteilungen aus dem vorhergehenden Planabruf,
deren Termine vollständig nach dem Gültigkeitsende liegen, unverändert in den neuen
Planabruf.

104 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Kennzeichen Automatisch setzen

Kennzeichen Automatisch setzen


Wenn Sie dieses Kennzeichen setzen, generiert das System jedesmal einen Planabruf, wenn Sie
einen Lieferabruf z.B. per EDI erhalten und im Lieferplan sichern. Dies geschieht unmittelbar vor
der Änderungsüberwachung der Fortschrittszahlen bezüglich der Toleranzangaben.
Wenn das System den Planabruf generiert, erhalten Sie hierzu die Meldung V4151. Falls Sie
diese variable Meldung nicht wünschen, z.B. wenn Sie Lieferabrufe per EDI empfangen, können
Sie sie einfach im Customizing des Verkaufs ausschalten.

Auch wenn Sie dieses Kennzeichen gesetzt haben, führt das System die
automatische Generierung nicht durch, wenn Sie:

einen Planabruf manuell anlegen


einen bestehenden Planabruf ändern

April 2001 105


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Abrufsplitregeln im Customizing pflegen

Abrufsplitregeln im Customizing pflegen


Voraussetzungen
Abrufsplitregeln werden einer Planabrufvorschrift zugeordnet. Sie steuern, wie das System
Lieferabrufeinteilungen aufteilt und in Tageseinteilungen des neuen Planabrufs übernimmt. Mit
Hilfe der Abrufsplitregeln können Sie Kundeneinteilungen auf Einheiten und Tage verteilen, die
für Ihre Planung leichter handzuhaben sind.

Die Aufteilungsfunktion hat nichts mit dem Lieferintervall [Seite 18] bei der
Lieferplanabwicklung zu tun.

Vorgehensweise
1. Wählen Sie im Customizing des Vertriebs Verkauf ® Verkaufsbelege ® Lieferpläne mit
Abrufen ® Planabrufvorschriften und Abrufsplitregeln pflegen ® Abrufsplitregeln
pflegen.
2. Geben Sie für die entsprechende Abrufsplitregel eine Bezeichnung ein.
3. Geben Sie für die Wochentage, die Sie für den Lieferabrufsplit benötigen, einen
Splitanteil ein.
4. Legen Sie fest, wie das System bei Einteilungen vorgehen soll, die auf einen Feiertag
fallen.
5. Legen Sie fest, welche Mengenrundung der Einteilungsmengen bei der
Planabrufgenerierung durchgeführt werden soll.
6. Ordnen Sie einer Vorschrift Reichweiten der Abrufsplitregel zu.
Wählen Sie Verkauf ® Verkaufsbelege ® Lieferpläne mit Abrufen ®
Planabrufvorschriften und Abrufsplitregeln pflegen ® Abrufsplitregeln zuordnen.
Geben Sie im Dialogfenster an, für welche Planabrufvorschrift Sie eine Splitregel
eingeben wollen. Geben Sie eine Splitregel und deren Reichweite in Wochen oder
Monaten an.

106 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Abrufsplitanteile eingeben

Abrufsplitanteile eingeben
Mit Abrufsplitanteilen steuern Sie, wie das System Wochen- oder Monatseinteilungen eines
Lieferabrufs in Tageseinteilungen im Planabruf aufteilt. Mit Hilfe von Abrufsplitanteilen können
Sie abhängig von Ihrer Planung eine feinere oder gröbere Aufteilung der Lieferabrufeinteilungen
definieren.
Das System ermittelt die Splitanteile für die Tage im neuen Planabruf für die entsprechenden
Wochen- bzw. Monatseinteilungen des Lieferabrufs. Es errechnet die Durchschnittsmenge (die
Einteilungsmenge geteilt durch die Summe der Splitanteile) und verteilt diese Menge auf die
Tage gemäß den Splitanteilen pro Tag.

Die Feiertagsregel und die Rundungsmenge können diese Aufteilung beeinflussen.


Wenn Sie keine Splitanteile angeben, werden keine Lieferabrufeinteilungen in den
Planabruf übernommen.
Die Zeiträume, Einteilungsarten und Eingangsfortschrittszahlen werden aus dem
Lieferabruf in den Abrufsplit übernommen. Sie können manuell geändert werden.

Beispiel 1
Wocheneinteilung
Lieferabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
W 25.1998 00:00 600 ST

Abrufsplitregel im Customizing
e der Splitregel Mo Di Mi Do Fr Sa So
Summ
te ile = 3
Splitan SD1 1 0 1 0 1 0 0

Neuer Planabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
s-
T 15.06. 00:00 200 ST schnitt
Durch ge
T 17.06. 00:00 200 ST men
=
T 19.06. 00:00 200 ST 600/3
2 00

Sie möchten die Lieferabrufeinteilung über 600 Stück für Woche 25.1998 (15.06. – 21.06.)
splitten. Im Customizing pflegen Sie die Abrufsplitregel, indem Sie die Splitanteile auf Montag,
Mittwoch und Freitag verteilen. Wenn Sie den neuen Planabruf generieren, errechnet das

April 2001 107


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Abrufsplitanteile eingeben

System die Durchschnittsmenge, indem es die Einteilungsmenge durch die Summe der
Splitanteile teilt. Das System ordnet diese Menge von 200 Stück (600 Stück/3 Splitanteile) dann
jeweils den einzelnen Splitanteilen zu. Der daraus resultierende Planabruf enthält 3
Tageseinteilungen über je 200 Stück.

Monatseinteilung
Lieferabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
M 07.1998 00:00 1820 ST

Abrufsplitregel im Customizing
e der
Summ 4 Splitregel Mo Di Mi Do Fr Sa So
ile = 1
S plitante SD1 1 0 1 0 1 0 0

Neuer Planabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
T 01.07. 00:00 130 ST
T 03.07. 00:00 130 ST
T 06.07. 00:00 130 ST
T 08.07. 00:00 130 ST
-
schnitts
T 10.07. 00:00 130 ST
T 13.07. 00:00 130 ST
Durch ge
T 15.07. 00:00 130 ST
men
T 17.07. 00:00 130 ST
4=
T 20.07. 00:00 130 ST 1820/1
T 22.07. 00:00 130 ST 1 3 0
T 24.07. 00:00 130 ST
T 27.07. 00:00 130 ST
T 29.07. 00:00 130 ST
T 31.07. 00:00 130 ST

Mit der gleichen Splitregel möchten Sie die Lieferabrufeinteilung über 1820 Stück für den Monat
07.1998 splitten. In diesem Fall ergeben sich insgesamt 14 Splitanteile: 14 Tage (Montage,
Mittwoche und Freitage) im Juli, denen jeweils ein Splitanteil zugeordnet wird. Wenn Sie den
neuen Planabruf generieren, errechnet das System eine Durchschnittsmenge von 130 Stück
(1820 Stück/14 Splitanteile) und ordnet diese jeweils den einzelnen Splitanteilen zu. Der daraus
resultierende Planabruf enthält 14 Tageseinteilungen über je 130 Stück.

Beispiel 2
Wocheneinteilung - Split nach Prozentanteilen
Wenn Sie für eine Wocheneinteilung 100 Splitanteile definieren, sind die Splitanteile, die Sie
auf die Wochentage verteilen, praktisch Prozentzahlen.

108 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Abrufsplitanteile eingeben

Lieferabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
W 25.1998 00:00 600 ST

Abrufsplitregel im Customizing
e der Splitregel Mo Di Mi Do Fr Sa So
Summ = 100
teile SD2 15 30 15 30 10 0 0
Splitan

Neuer Planabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
T 15.06. 00:00 90 ST
s-
T 16.06. 00:00 180 ST schnitt
Durch ge
T 17.06. 00:00 90 ST men
0=6
T 18.06. 00:00 180 ST 600/10
T 19.06. 00:00 60 ST

Sie möchten die Lieferabrufeinteilung über 600 Stück für Woche 25.1998 (15.06. – 21.06.)
splitten. Im Customizing pflegen Sie die Splitregel, indem Sie von insgesamt 100 Splitanteilen je
15 Splitanteile auf Montag und Mittwoch, je 30 Splitanteile auf Dienstag und Donnerstag und 10
Splitanteile auf Freitag verteilen.
Wenn Sie den neuen Planabruf generieren, errechnet das System eine Durchschnittsmenge von
6 Stück (600 Stück/100 Splitanteile) und ordnet diese jeweils den einzelnen Splitanteilen zu. Der
daraus resultierende Planabruf enthält folgende Tageseinteilungen:
· Je 90 Stück (6 Stück x 15 Splitanteile bzw. 15% der Gesamteinteilungsmenge) werden
auf Montag und Mittwoch aufgeteilt.
· Je 180 Stück (6 Stück x 30 Splitanteile bzw. 30% der Gesamteinteilungsmenge) werden
auf Dienstag und Donnerstag aufgeteilt.
· Freitag werden 60 Stück (6 Stück x 10 Splitanteile bzw. 10% der
Gesamteinteilungsmenge) zugeordnet.

April 2001 109


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Abrufsplitanteile eingeben

Monatseinteilung
Lieferabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
M 07.1998 00:00 1820 ST

Abrufsplitregel im Customizing
e de r Splitregel Mo Di Mi Do Fr Sa So
Summ = 455
te ile SD2 15 30 15 30 10 0 0
Splitan

Neuer Planabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge... P Periode Zeit Auftragsmenge...
T 01.07. 00:00 60 ST T 17.07. 00:00 40 ST
T 02.07. 00:00 120 ST T 20.07. 00:00 60 ST
T 03.07. 00:00 40 ST T 21.07. 00:00 120 ST
s-
schnitt
T 06.07. 00:00 60 ST T 22.07. 00:00 60 ST
T 07.07. 00:00 120 ST T 23.07. 00:00 120 ST
Durch ge
T 08.07. 00:00 60 ST T 24.07. 00:00 40 ST
men
T 09.07. 00:00 120 ST T 27.07. 00:00 60 ST
55 =
T 10.07. 00:00 40 ST T 28.07. 00:00 120 ST 1 20/4
8
T 13.07. 00:00 60 ST T 29.07. 00:00 60 ST 4
T 14.07. 00:00 120 ST T 30.07. 00:00 120 ST
T 15.07. 00:00 60 ST T 31.07. 00:00 40 ST
T 16.07. 00:00 120 ST

Mit der gleichen Splitregel möchten Sie die Lieferabrufeinteilung über 1820 Stück für den Monat
07.1998 splitten.
Wenn Sie den neuen Planabruf generieren, errechnet das System eine Durchschnittsmenge von
vier Stück (1820 Stück/455 Splitanteile für den gesamten Monat) und ordnet diese den einzelnen
Splitanteilen zu. Der daraus resultierende Planabruf enthält folgende Tageseinteilungen:
· Je 60 Stück (4 Stück x 15 Splitanteile) werden auf Montage und Mittwoche aufgeteilt.
· Je 120 Stück (4 Stück x 30 Splitanteile) werden auf Dienstage und Donnerstage
aufgeteilt.
· Den Freitagen werden je 40 Stück (4 Stück x 10 Splitanteile) zugeordnet.

110 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Abrufsplitanteile eingeben

Beispiel 3
Monatseinteilungen in Wocheneinteilungen aufteilen
Lieferabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
M 07.1998 00:00 1820 ST

Abrufsplitregel im Customizing
e der Splitregel Mo Di Mi Do Fr Sa So
Summ
te ile = 4
Splitan SD3 1 0 0 0 0 0 0

Neuer Planabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
-
T 06.07. 00:00 455 ST schnitts
Durch
T 13.07. 00:00 455 ST menge
T 20.07. 00:00 455 ST 55 =
1820/4
T 27.07. 00:00 455 ST 4

Wenn Sie Splitanteile nur jeweils einem Tag pro Woche eines Monats zuordnen, teilen Sie
praktisch Monatseinteilungen in Wocheneinteilungen auf.
Sie möchten die Lieferabrufeinteilung über 1820 Stück für Monat 07.1998 splitten. Im
Customizing pflegen Sie die Abrufsplitregel, indem Sie dem Montag nur einen Splitanteil
zuordnen. Wenn Sie den neuen Planabruf generieren, errechnet das System eine
Durchschnittsmenge von 455 Stück (1820 Stück/4 Splitanteile für den gesamten Monat) und
ordnet diese den einzelnen Splitanteilen zu. Der daraus resultierende Planabruf enthält vier
Tageseinteilungen (alle Montage) über je 455 Stück.

April 2001 111


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Feiertagsregeln festlegen

Feiertagsregeln festlegen
Eine Feiertagsregel legt fest, wie das System bei Planabrufeinteilungen vorgeht, die auf einen
Feiertag fallen.
Beim Abrufsplit können aus Wochen- oder Monatseinteilungen des Lieferabrufs aufgrund der
Splitanteile je Wochentag auch Planabrufeinteilungen für Feiertage generiert werden. Mit der
Feiertagsregel legen Sie fest, wie das System bei solchen Feiertagseinteilungen vorgeht.

Sie können:
· Feiertage wie Arbeitstage behandeln
Das System ignoriert die Feiertage und übernimmt die generierten Einteilungen
unverändert in den Planabruf.
· Einteilungsmengen auf den direkt vorhergehenden Arbeitstag verschieben
Das System verschiebt die Einteilung auf den direkt vorhergehenden Arbeitstag der
Woche bzw. des Monats, auch wenn Sie keinen Splitanteil für diesen Tag angegeben
haben. Wenn Sie bereits einen Splitanteil für diesen Tag angegeben haben, kumuliert
das System diese Menge auf diesen Tag.
Wenn es diesen Arbeitstag nicht gibt, z.B. weil der Feiertag ein Montag oder der
Monatserste ist, verschiebt bzw. kumuliert das System die Einteilung auf den direkt
folgenden Arbeitstag der Woche bzw. des Monats. Wenn die Woche bzw. der Monat
überhaupt keinen Arbeitstag hat, z.B. bei Werksferien des Kunden, ignoriert das System
die Feiertage und übernimmt die generierten Einteilungen unverändert in den Planabruf.

· Einteilungsmengen gemäß Abrufsplitanteil auf die übrigen Tage aufteilen


Das System teilt die Einteilungsmenge auf die übrigen Tage der Woche bzw. des Monats
entsprechend ihrem Abrufsplitanteil auf. Wenn alle Tage der Woche bzw. des Monats mit
Abrufsplitanteil Feiertage sind, ignoriert das System die Feiertage und übernimmt die
generierten Einteilungen unverändert in den Planabruf.

Einteilungstermine sind Wunschliefertermine des Kunden. Daher prüft das System jeweils auf
der Basis des Warenempfängerkalenders, ob die generierte Tageseinteilung im Planabruf auf
einen Feiertag fällt. Das System verwendet den in der Lieferplanposition bei der Abladestelle
hinterlegten Kalender. Mit Hilfe eines User-Exits [Seite 131] können Sie diesen Kalender ändern.

Beachten Sie, daß das System beim Abrufsplit Warenannahmezeiten für einen bestimmten
Kunden nicht berücksichtigt. Sie können jedoch eine Splitregel definieren, die diesen Zeiten
entspricht.

112 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Feiertagsregeln festlegen

Beispiel
Keine Feiertagsregel
Lieferabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
W 23.1998 00:00 600 ST

Abrufsplitregel im Customizing
e de r Splitregel Mo Di Mi Do Fr Sa So
Summ 3
t eile =
Splitan SD1 1 0 1 0 1 0 0

Neuer Planabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
s-
T 01.06. 00:00 200 ST schnitt
Durch ge
T 03.06. 00:00 200 ST me n
=
T 05.06. 00:00 200 ST 600/3
200

Der 01.06.1998 ist ein Feiertag (Pfingstmontag).


Sie möchten die Lieferabrufeinteilung über 600 Stück für Woche 23.1998 (01.06. – 07.06.)
splitten. Im Customizing pflegen Sie die Abrufsplitregel, indem Sie die Splitanteile auf Montag,
Mittwoch und Freitag verteilen. Wenn Sie den neuen Planabruf generieren, errechnet das
System die Durchschnittsmenge, indem es die Einteilungsmenge durch die Summe der
Splitanteile teilt. Das System ordnet diese Menge von 200 Stück (600 Stück/3 Splitanteile) dann
jeweils den einzelnen Splitanteilen zu. Der daraus resultierende Planabruf enthält folgende
Tageseinteilungen:
· Montag (01.06.) werden 200 Stück zugeordnet, obwohl dieser Tag ein Feiertag ist.
· Mittwoch (03.06.) werden 200 Stück zugeordnet.
· Freitag (05.06.) werden 200 Stück zugeordnet.

April 2001 113


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Feiertagsregeln festlegen

Feiertagsregel - Einteilungsmengen verschieben

Neuer Planabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
T 01.06. 00:00 200 ST
T 03.06. 00:00 200/ /ST
T 05.06. 00:00 200 ST

P Periode Zeit Auftragsmenge...


T 01.06. 00:00 200 ST
T 03.06. 00:00 200 ST Nächster Arbeitstag
T 05.06. 00:00 200 ST Dienstag, 02.06.

P Periode Zeit Auftragsmenge...


T 02.06. 00:00 200 ST
T 03.06. 00:00 200 ST
T 05.06. 00:00 200 ST

Sie möchten unter den gleichen Bedingungen wie im vorangegangenen Beispiel einen Abrufsplit
durchführen. Der einzige Unterschied besteht darin, daß Sie die Feiertagsregel im Customizing
so eingestellt haben, daß die Einteilungsmengen verschoben werden.
Wenn das System ermittelt, daß der Montag ein Feiertag ist, versucht es, diese Tageseinteilung
auf den direkt vorhergehenden Arbeitstag der Woche zu verschieben. Da der 01.06.1998 ein
Montag ist, gibt es diesen Arbeitstag nicht. Daher verschiebt das System die Einteilung auf den
direkt folgenden Arbeitstag der Woche, d.h. auf Dienstag, den 02.06.1998. Der daraus
resultierende Planabruf enthält folgende Tageseinteilungen:
· Dienstag (02.06.) werden 200 Stück zugeordnet.
· Mittwoch (03.06.) werden 200 Stück zugeordnet.
· Freitag (05.06.) werden 200 Stück zugeordnet.

114 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Feiertagsregeln festlegen

Feiertagsregel - Einteilungsmengen aufteilen

Neuer Planabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
T 01.06. 00:00 200 ST
T 03.06. 00:00 200/ / ST
T 05.06. 00:00 200 ST

P Periode Zeit Auftragsmenge...


100 ST
T 03.06. 00:00 200 ST
T 05.06. 00:00 200 ST 100 ST

P Periode Zeit Auftragsmenge...


T 03.06. 00:00 300 ST
T 05.06. 00:00 300 ST

Sie möchten unter den gleichen Bedingungen wie im vorangegangenen Beispiel einen Abrufsplit
durchführen. Der einzige Unterschied besteht darin, daß Sie die Feiertagsregel im Customizing
so eingestellt haben, daß die Einteilungsmengen aufgeteilt werden.
Wenn das System ermittelt, daß der Montag ein Feiertag ist, teilt es die Einteilungsmenge über
200 Stück für den 01.06.1998 auf die zwei übrigen Einteilungen der Woche auf. Der daraus
resultierende Planabruf enthält folgende Tageseinteilungen:
· Mittwoch (03.06.) werden 300 Stück zugeordnet.
· Freitag (05.06.) werden 300 Stück zugeordnet.

April 2001 115


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Mengenrundung festlegen

Mengenrundung festlegen
Beim Split einer Lieferabrufeinteilung werden ggf. Mengen generiert, die im Hinblick auf die
Bedarfs- oder Lieferrelevanz und daher für eine sinnvolle Weiterverarbeitung nicht geeignet sind.
Mit der Rundungsregel legen Sie fest, wie das System bei solchen Mengen vorgeht. Sie können
die generierten Einteilungsmengen wie folgt runden:
· auf drei Dezimalstellen
· auf die Anzahl der Dezimalstellen (0,1,2 oder 3), die für die Verkaufsmengeneinheit der
Lieferplanposition definiert ist
· auf Vielfache der Rundungsmenge für Lieferungen im Lieferplan
Wenn in der Lieferplanposition keine Rundungsmenge angegeben ist, rundet das
System die Einteilungsmengen auf die Anzahl der Dezimalstellen ab, die für die
Verkaufsmengeneinheit definiert ist.

Bei jedem dieser Rundungsverfahren kann eine Restmenge bleiben, die keiner
Planabrufeinteilung zugeteilt wurde. Das System verteilt diese Restmenge gemäß den von Ihnen
angegebenen Splitanteilen auf die ersten Planabrufeinteilungen, die aus dieser
Lieferabrufeinteilung generiert wurden.

Beispiel
Keine Rundung
Lieferabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
W 24.1998 00:00 500 ST

Abrufsplitregel im Customizing
e der Splitregel Mo Di Mi Do Fr Sa So
Summ 3
teile =
Splitan SD1 1 0 1 0 1 0 0

Neuer Planabruf Durchschnitts-


P Periode Zeit Auftragsmenge... menge
500/3 =
T 08.06. 00:00 166,666 ST 166,66666...
T 10.06. 00:00 166,666 ST
166.666... pcs nicht gerundet,
T 12.06. 00:00 166,666 ST
angezeigt als:
166,666

Sie möchten die Lieferabrufeinteilung über 500 Stück für Woche 24.1998 (08.06. – 14.06.)
splitten. Im Customizing pflegen Sie die Abrufsplitregel, indem Sie die Splitanteile auf Montag,

116 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Mengenrundung festlegen

Mittwoch und Freitag verteilen. Es wurde festgelegt, daß die Verkaufsmengeneinheit Stück der
Lieferplanposition auf null Dezimalstellen gerundet wird. Die Rundungsmenge für die Lieferung
beträgt 5 Stück.
Wenn Sie den neuen Planabruf generieren, errechnet das System die Durchschnittsmenge,
indem es die Einteilungsmenge durch die Summe der Splitanteile teilt. Das System ordnet diese
Menge von 166,66666... Stück (500 Stück/3 Splitanteile) dann jeweils den einzelnen Splitanteilen
zu. Der daraus resultierende Planabruf enthält drei Tageseinteilungen mit je 166,666... Stück.
Die Einteilungsmenge hat jedoch nur drei Dezimalstellen.

Abrunden auf drei Dezimalstellen

Neuer Planabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge... Abgerundet auf drei
T 08.06. 00:00 166,666 ST Dezimalstellen: 166,666 Stück
T 10.06. 00:00 166,666 ST
166.666... pcs
T 12.06. 00:00 166,666 ST
= 499,998 ST Restmenge von ,002 ST

P Periode Zeit Auftragsmenge...


T 08.06. 00:00 166,666 ST
T 10.06. 00:00 166,666 ST
166.666... pcs
T 12.06. 00:00 166,666 ST

P Periode Zeit Auftragsmenge...


T 08.06. 00:00 166,667 ST
T 10.06. 00:00 166,667 ST
166.666... pcs
T 12.06. 00:00 166,666 ST

Wenn Sie festlegen, daß auf drei Dezimalstellen abgerundet werden soll, geht das System beim
Split der obenstehenden Einteilung anders vor. Es rundet die Einteilungsmengen im Planabruf
auf 166,666 Stück ab. Aufgrund dieser Aufteilung und Rundung bleibt von der ursprünglichen
Einteilung über 500 Stück eine Restmenge von 0,002 Stück. Diese Restmenge wird gemäß
Splitanteilen auf die Einteilungen verteilt.
Der daraus resultierende Planabruf enthält Einteilungen über je 166 667 Stück für den 08.06. und
10.06. sowie eine Einteilung über 166 666 Stück für den 12.06.

April 2001 117


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Mengenrundung festlegen

Abrunden nach Verkaufsmengeneinheit

Neuer Planabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge... Abgerundet auf 0
T 08.06. 00:00 166,000 ST Dezimalstellen: 166,000 Stück
T 10.06. 00:00 166,000 ST
166.666... pcs
T 12.06. 00:00 166,000 ST
= 498 ST Restmenge von 2 ST

P Periode Zeit Auftragsmenge...


T 08.06. 00:00 166,000 ST
T 10.06. 00:00 166,000 ST
166.666... pcs
T 12.06. 00:00 166,000 ST

P Periode Zeit Auftragsmenge...


T 08.06. 00:00 167,000 ST
T 10.06. 00:00 167,000 ST
166.666... pcs
T 12.06. 00:00 166,000 ST

Wenn Sie festlegen, daß gemäß der Verkaufsmengeneinheit abgerundet werden soll (in diesem
Beispiel sind das null Dezimalstellen), werden die Einteilungsmengen im Planabruf auf 166 Stück
abgerundet. Aufgrund dieser Aufteilung und Rundung bleibt von der ursprünglichen Einteilung
über 500 Stück eine Restmenge von 2 Stück. Diese Restmenge wird gemäß Splitanteilen auf die
Einteilungen verteilt.
Der daraus resultierende Planabruf enthält Einteilungen über je 167 Stück für den 08.06. und
10.06. sowie eine Einteilung über 166 Stück für den 12.06.

118 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Mengenrundung festlegen

Abrunden auf Vielfache der Rundungsmenge für Lieferungen

Neuer Planabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge... Abgerundet auf Vielfache
T 08.06. 00:00 165 ST von 5: 165,000 Stück
T 10.06. 00:00 165 ST
166.666... pcs
T 12.06. 00:00 165 ST
= 495 ST Restmenge von 5 ST

P Periode Zeit Auftragsmenge...


T 08.06. 00:00 165 ST
T 10.06. 00:00 165 ST
166.666... pcs
T 12.06. 00:00 165 ST

P Periode Zeit Auftragsmenge...


T 08.06. 00:00 170 ST
T 10.06. 00:00 165 ST
166.666... pcs
T 12.06. 00:00 165 ST

Wenn Sie festlegen, daß auf Vielfache der Rundungsmenge für Lieferungen abgerundet werden
soll (in diesem Fall sind das Vielfache von 5), wird die Einteilungsmenge im Planabruf auf 165
Stück abgerundet. Aufgrund dieser Aufteilung und Rundung bleibt von der ursprünglichen
Einteilung über 500 Stück eine Restmenge von 5 Stück. Diese Restmenge wird gemäß
Splitanteil auf die erste Einteilung verteilt.
Der daraus resultierende Planabruf enthält eine Einteilung über 170 Stück für den 08.06. sowie
Einteilungen über je 165 Stück für den 10.06. und 12.06.

April 2001 119


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Abrufsplitregeln zuordnen

Abrufsplitregeln zuordnen
Beim Abrufsplit können Sie Lieferabrufeinteilungen unterschiedlicher Zeiträume gemäß
Planabrufvorschriften und deren Splitregeln aufteilen. Das System ermittelt diese Zeiträume
aufgrund der Reichweiten der Abrufsplitregeln.
Um eine Lieferabrufeinteilung aufzuteilen, verwendet das System:
· die Reichweite, die für den Datumstyp der Einteilung gültig ist
Das System verwendet Reichweiten mit dem Datumstyp Woche für Wocheneinteilungen
und Reichweiten mit dem Datumstyp Monat nur für Monatseinteilungen. Beachten Sie,
daß Tageseinteilungen unverändert aus dem Lieferabruf in den Planabruf übernommen
werden.
· die kürzeste Reichweite, die den Einteilungstermin mit einschließt
Da Reichweiten immer vom Basisdatum ausgehend definiert werden, kann es für eine
Einteilung ggf. mehrere Abrufsplitregeln geben, deren Reichweiten den Einteilungstermin
mit einschließen. Zum Beispiel können Sie eine Splitregel definieren, die vom
Basisdatum ausgehend zwei Monate lang gültig ist, und eine weitere Splitregel, die vom
Basisdatum ausgehend sieben Monate lang gültig ist. Wenn beide Regeln den
Einteilungstermin mit einschließen, verwendet das System die Splitregel mit der kürzeren
Reichweite, d.h. in diesem Beispiel zwei Monate.
Wenn keine der Reichweiten einen Einteilungstermin mit einschließt, der innerhalb der
Gültigkeitsdauer [Seite 102] liegt, z.B. weil die Reichweiten vor dem Einteilungstermin enden,
wird diese Einteilung unverändert in den Planabruf übernommen. Dies trifft auch zu, wenn eine
Reichweite, aber keine Splitregel angegeben wurde.

Die Woche bzw. der Monat des Basisdatums wird immer als Woche 1 bzw. Monat 1
gezählt.
Wenn Sie für die Reichweite den Wert 0 eingeben, verwendet das System die
vorhergehende Woche bzw. den vorhergehenden Monat als Reichweitenendtermin.

120 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Abrufsplitregeln zuordnen

Beispiel
Abrufsplitregeln zuordnen
im Customizing

T Reichweite Splitregel...
Wochen 2 08 SD2
2 32 SD1
3 02 SD2
Monate
3 07 SD1

W 47.1998 kein Abrufsplit

M 11.1998 kein Abrufsplit


W 27.1998
SD1

W 21.1998 M 08.1998

SD1
M 06.1998
SD2

W 18.1998

SD2
M 05.1998
W 14.1998 M 04.1998

Das Basisdatum im Planabruf ist der 02.04.1998, d.h. der Donnerstag der Woche 14.1998.
Auf der Basis dieses Datums ermittelt das System die Reichweitenendtermine der
Abrufsplitregeln. Die Lieferabrufeinteilungen werden wie folgt aufgeteilt:

· Die Wocheneinteilungen bis einschließlich Woche 21 werden gemäß Splitregel SD2


aufgeteilt.
· Ab Woche 22 bis einschließlich Woche 45 werden sie gemäß Splitregel SD1 aufgeteilt.
· Ab Woche 46 werden die Einteilungen unverändert aus dem Lieferabruf übernommen.

· Die Monatseinteilungen bis einschließlich Monat 5 werden gemäß Splitregel SD2


aufgeteilt. Ab Monat 6 bis einschließlich Monat 10 werden sie gemäß Splitregel SD1
aufgeteilt. Ab Monat 11 werden die Einteilungen unverändert übernommen.

Die Reichweite der Abrufsplitregel legt fest, wie lang die Abrufsplitregel gültig ist.
Die Gültigkeitsdauer des Abrufsplits legt fest, wie lang der Abrufsplit gültig ist.

Obwohl beide für den Abrufsplit relevant sind, hat die Gültigkeitsdauer des
Abrufsplits immer Vorrang vor der Reichweite der Abrufsplitregel.
Wenn in diesem Beispiel die Gültigkeitsdauer des Abrufsplits auf sieben Monate
festgesetzt ist, werden die für Woche 45 generierten Einteilungen, die nach der

April 2001 121


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Abrufsplitregeln zuordnen

Gültigkeitsdauer liegen, d.h. nach dem 31.10.98, nicht in den Planabruf


übernommen.

31.10.98

W 27.1998

SD1
SD2
W 18.1998

W 14.1998

Keine Einteilungen aufgeteilt oder übernommen nach dem 31.10.!

122 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Planabruf anlegen

Planabruf anlegen
Voraussetzungen
Sie haben einen bestehenden Rahmenvertrag mit einem Kunden, d.h. in diesem Fall einen
Lieferplan mit Abrufen.
Sie pflegen im Customizing die Systemeinstellungen zu Planabrufvorschriften und
Abrufsplitregeln und geben im Lieferplan eine Vorschrift ein. Ansonsten legen Sie einen
Planabruf analog zu einem Liefer- oder Feinabruf an.

Vorgehensweise
1. Im Lieferplan wählen Sie Springen ® Position ® Mehr ® Abrufsteuerung. Geben Sie im
Feld Planabrufvors. eine Vorschrift ein, oder lassen Sie sich hierzu die
Eingabemöglichkeiten anzeigen.
Sie können Planabrufe erst anlegen, wenn Sie im Lieferplan eine Vorschrift eingegeben
haben.

Sie geben ggf. im Lieferplan eine Vorschrift ein, wenn Sie die Abrufsplitfunktion
verwenden oder wenn der Kunde gewöhnlich keine Feinabrufe schickt. Wenn Sie
jedoch nicht regelmäßig Planabrufe im Lieferplan anlegen oder pflegen, empfehlen
wir Ihnen, die Vorschrift zu entfernen, sobald Sie die Abrufsplitfunktion nicht mehr
verwenden. Auf diese Weise wird gewährleistet, daß die Planabrufeinteilungen nicht
die Einteilungen anderer Abrufe beeinflussen, die ebenfalls mit dem Lieferplan
verbunden sind, v. a. bezüglich der Bedarfs- und Lieferrelevanz [Seite 129].
Sie können eine Vorschrift aus einem Planabruf entfernen. Wir würden dies jedoch
nicht empfehlen. Löschen Sie entweder die Planabrufeinteilungen oder legen Sie
einen neuen Planabruf ohne Einteilungen an, bevor Sie die Vorschrift entfernen.
2. Wenn Sie im Customizing das Kennzeichen Automatisch [Seite 104] gesetzt haben,
generiert das System einen Planabruf automatisch, wenn ein Lieferabruf im Lieferplan
gesichert wird. Um sich den Planabruf anzeigen zu lassen oder ihn zu ändern, wählen
Sie Springen ® Position ® Planabruf.
Wenn Sie dieses Kennzeichen nicht gesetzt haben, müssen Sie die
Planabrufgenerierung manuell anstoßen. Hierzu wählen Sie Zurück ® Springen ®
Position ® Planabruf. Dann wählen Sie Neuen Planabruf generieren.
Um einen Planabruf ohne Einteilungen zu generieren, wählen Sie Zurück ® Springen
® Position ® Planabruf. Dann wählen Sie Neuer Abruf ohne Vorschlag.

April 2001 123


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Planabruf anlegen - Beispiel

Planabruf anlegen - Beispiel


Relevante Daten:
· Sie möchten Bedarfe für einen Kunden für die kommenden drei Monate planen.
· Mittwoch, der 18.11.1998, ist ein Feiertag.
· Die Rundungsmenge für die Lieferung beträgt 5 Stück.
· Die Verkaufsmengeneinheit wird auf drei Dezimalstellen abgerundet.

Sie haben im Customizing folgende Einstellungen vorgenommen:

Basisdatum = Abrufdatum Gültigkeitsdauer des Abrufsplit


2 Monate Einteilungen übernehmen
lieferrelevant
automatische Generierung

Vorschrift L B T GüD P A ...


Planabrufvorschrift PLNA X 1 3 2 X X

Feiertagsregel = vorhergehender Arbeitstag auf Vielfache abrunden

Splitregel Mo Di Mi Do Fr Sa So F M
SD1 1 0 1 0 1 0 0 1 2 Abrufsplitregel
SD2 10 15 10 0 12 0 0 1 1
Abrunden gemäß
Verkaufsmengeneinheit

Reichweite = 1 Monat Vorschrift PLNA


D Reichweite Splitregel
3 1 SD2 Zuordnung der
3 2 SD1 Abrufsplitregel
Reichweite = 2 Monate

Sie erhalten folgenden Lieferabruf:

Lieferabruf (angelegt am 01.10.)


P Periode Zeit Auftragsmenge...
M 10.1998 00:00 375 ST Diese Einteilung wird gemäß Splitregel
SD2 aufgeteilt.
M 11.1998 00:00 375 ST Diese Einteilung wird gemäß Splitregel
SD1 aufgeteilt
M 12.1998 00.00 375 ST Das System wird diese Einteilung nicht
aufteilen oder übernehmen, da sie nach
der Gültigkeitsdauer des Abrufsplits
liegt.

124 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Planabruf anlegen - Beispiel

Dies ist der Planabruf, den Sie aufgrund interner Daten bereits manuell im Lieferplan erfaßt
haben:

Bestehender Planabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
T 02.10. 00:00 22 ST
T 05.10. 00:00 25 ST
T 06.10. 00:00 25 ST
T 07.10. 00:00 27 ST
T 09.10. 00:00 27 ST Diese Einteilungen werden mit
... Lieferabrufeinteilungen überschrieben.
T 02.11. 00:00 27 ST
T 04.11. 00:00 28 ST
T 06.11. 00:00 30 ST
T 09.11. 00:00 35 ST
T 16.11. 00:00 28 ST
T 17.11. 00:00 27 ST
...
T 30.11. 00:00 24 ST Gültigkeitsende des Abrufsplits 30.11.
T 01.12. 00:00 25 ST
T 02.12. 00:00 20 ST Diese Einteilungen werden behalten, da das
T 04.12. 00:00 18 ST Kennzeichen Einteilungen übernehmen
gesetzt wurde.
T 07.12. 00:00 32 ST

Das System generiert den folgenden Planabruf automatisch:

Neuer Planabruf
P Periode Zeit Auftragsmenge...
T 02.10. 00:00 22,500 ST
T 05.10. 00:00 18,750 ST
T 06.10. 00:00 28,125 ST
T 07.10. 00:00 18,750 ST
T 09.10. 00:00 22,500 ST
...
T 02.11. 00:00 35,000 ST
T 04.11. 00:00 35,000 ST
T 06.11. 00:00 35,000 ST
T 09.11. 00:00 30,000 ST
T 16.11. 00:00 30,000 ST
T 17.11. 00:00 30,000 ST
...
T 30.11. 00:00 30,000 ST
T 01.12. 00:00 25,000 ST
T 02.12. 00:00 20,000 ST
T 04.12. 00:00 18,000 ST
T 07.12. 00:00 32,000 ST

April 2001 125


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Planabruf anlegen - Beispiel

Das System errechnet die Einteilungen wie folgt:

Lieferabrufeinteilung Oktober
P Periode Zeit Auftragsmenge...
M 10.1998 00:00 375 ST

Abrufsplitregel
e de r Splitregel Mo Di Mi Do Fr Sa So
Summ le =
ntei
Splita SD2 10 15 10 0 12 0 0
r den
200 üf
nat
ten Mo
gesam

P Periode Zeit Auftragsmenge... Durchschnitts-


menge
T 02.10. 00:00 22,500 ST 375/200 =
Neuer Planabruf -
T 05.10. 00:00 18,750 ST 1,875 ST
Oktober
T 06.10. 00:00 28,125 ST
T 07.10. 00:00 18,750 ST
gerundet gemäß
T 09.10. 00:00 22,500 ST Verkaufsmengen-
... einheit - drei
Dezimalstellen

Lieferabrufeinteilung November
P Periode Zeit Auftragsmenge...
M 11.1998 00:00 375 ST

Abrufsplitregel e der
Summ 13
Splitregel Mo Di Mi Do Fr Sa So teile =
Splitan und des
gr
SD2 1 0 1 0 1 0 0 12 auf tags
Feier

Neuer Planabruf - November


Durchschnitts- gerundet auf Vielfache
P Periode Zeit Auftragsmenge...
menge der Rundungsmenge
T 02.11. 00:00 35 ST 375/12 = 30 ST für die Lieferung - 5
T 03.11. 00:00 35 ST Stück. Dies führt zu
einer Restmenge von 15 Stück, die auf
T 04.11. 00:00 35 ST die ersten drei Einteilungen verteilt wird.
T 05.11. 00:00 30 ST Freitag, 18.11., ist ein Feiertag. Gemäß
T 09.11. 00:00 30 ST der Feiertagsregel, die Sie in der
... Abrufsplitregel gesetzt haben, wird die
Menge von 30 Stück, die normalerweise
T 17.11. 00:00 30 ST diesem Tag zugeordnet würden, dem
T 30.11. 00:00 30 ST vorhergehenden Arbeitstag, Dienstag,
17.11., zugeordnet.

126 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Planabruf anlegen - Beispiel

April 2001 127


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Fehlerbehebung

Fehlerbehebung
Problem Lösung
Das System läßt Sie keinen Planabruf anlegen Stellen Sie sicher, daß Sie im Lieferplan eine
oder pflegen. Vorschrift [Seite 122] eingegeben haben.
Das System läßt Sie im Lieferplan keinen Abruf Stellen Sie sicher, daß Sie im Customizing
pflegen. nicht die Planabrufvorschrift [Seite 98] für den
Lieferplan gelöscht haben.
Im Planabruf werden keine Einteilungen Überprüfen Sie, ob Sie:
generiert.
· ein Basisdatum [Seite 100] eingegeben
haben
· eine Abrufsplitregel [Seite 105] und eine
Reichweite der Abrufsplitregel [Seite 119]
zugeordnet haben
· Splitanteile [Seite 106] eingegeben haben
· das Kennzeichen Automatisch [Seite 104]
gesetzt haben

Hinweis: Auch wenn Sie dieses


Kennzeichen gesetzt haben, führt das
System keine automatische
Planabrufgenerierung durch, wenn Sie
einen Planabruf manuell anlegen oder
ändern.
unerwartete Einteilungsmengen im Planabruf Überprüfen Sie die Einstellungen im
Customizing für:
· Feiertagsregel [Seite 111]
· Mengenrundung [Seite 115]
unerwartete Einteilungstermine Überprüfen Sie die Einstellungen im
Customizing für:
· Feiertagsregel [Seite 111]
· Mengenrundung [Seite 115]
Die Planabrufeinteilungen entsprechen nicht Überprüfen Sie die Einstellungen im
Ihrem Planungszeitraum. Customizing für:
· Gültigkeitsdauer des Abrufsplits [Seite 102]

· Reichweite der Abrufsplitregel [Seite 119]

128 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Fehlerbehebung

unerwarteter Abrufsplitendtermin Überprüfen Sie die Einstellungen im


Customizing für:
· Gültigkeitsdauer des Abrufsplits [Seite 102]
· Reichweite der Abrufsplitregel [Seite 119]
Lieferabrufeinteilungen werden übernommen, Stellen Sie sicher, daß Sie folgendes
aber nicht aufgeteilt. zugeordnet haben:
· Abrufsplitregel [Seite 105]
· Reichweite der Abrufsplitregel [Seite 119]
unerwartete Bedarfs- oder Lieferrelevanz für Überprüfen Sie die Einstellungen im
Einteilungen im Lieferplan Customizing für die Lieferrelevanz [Seite 99].
Überprüfen Sie auch die Vorschrift [Seite 98],
die Sie im Lieferplan eingegeben haben.
Die Einteilungen im vorhergehenden Planabruf Stellen Sie sicher, daß Sie das Kennzeichen
werden nicht in den neuen Abruf übernommen. Einteilungen übernehmen [Seite 103] gesetzt
haben.

April 2001 129


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
Bedarfs- und Lieferrelevanz von Einteilungen in Planabrufen

Bedarfs- und Lieferrelevanz von Einteilungen in


Planabrufen
Verwendung
Die Bedarfs- und Lieferrelevanz von Einteilungen in Planabrufen wird von der Belegart [Seite 10]
und dem Einteilungstyp [Seite 12] beeinflußt. Diese ermittelt das System mit Hilfe des
Dispositionskennzeichens im Abrufkopf.
Das System ermittelt eine bedarfsrelevante Einteilungsart für Planabrufeinteilungen. Darüber
hinaus können Sie festlegen, ob Planabrufeinteilungen lieferrelevant sind.
Die Bedarfs- und Lieferrelevanz wird durch Liefer- und Feinabrufe beeinflußt.

Funktionsumfang
Im R/3-System sind die folgenden Einstellungen für das Bedarfs- und Lieferrelevanzkennzeichen
vorhanden:
· keine Eingabe - Keine Abrufe
· A - Nur der Lieferabruf ist bedarfsrelevant.
· B - Liefer- und Feinabruf sind bedarfs- und lieferrelevant.
· C - Nur der Lieferabruf ist bedarfsrelevant. Nur der Feinabruf ist lieferrelevant.
· D - Liefer- und Feinabruf sind bedarfsrelevant. Nur der Feinabruf ist lieferrelevant.

· E - Keine Feinabrufe
Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter Bedarfs- und Lieferrelevanz von Einteilungen in
Abrufen [Seite 39].

Integration
Planabrufe ersetzen Lieferabrufe bezüglich der Bedarfsrelevanz und in manchen Fällen auch
bezüglich der Lieferrelevanz, sobald Sie in der Lieferplanposition eine Planabrufvorschrift [Seite
122] eingeben. Wenn Sie nicht regelmäßig Planabrufe im Lieferplan anlegen oder pflegen,
empfehlen wir Ihnen, die Vorschrift zu entfernen. Damit wird gewährleistet, daß die
Planabrufeinteilungen nicht die Bedarfs- und Lieferrelevanz anderer Abrufe im Lieferplan
beeinflussen.
Das System ermittelt mit Hilfe des Feinabrufhorizonts, des Dispositionskennzeichens im
Lieferplankopf und des Lieferrelevanzkennzeichens in der Planabrufvorschrift, welche Art von
Abruf tatsächlich bedarfs- und lieferrelevant ist. Eine genauere Methode zur Ermittlung der
Bedarfs- und Lieferrelevanz ist nicht verfügbar.
Ist ein Planabruf im Lieferplan vorhanden, ermittelt das System die Bedarfsrelevanz wie folgt:
Dispositionskennzeichen B oder D
Bis zum Feinabrufhorizont ist der Feinabruf bedarfsrelevant.
Nach dem Feinabrufhorizont ist der Planabruf bedarfsrelevant.
Dispositionskennzeichen A oder C

130 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
Bedarfs- und Lieferrelevanz von Einteilungen in Planabrufen

Der Feinabruf ist nicht bedarfsrelevant.


Der Planabruf ist bedarfsrelevant (unabhängig vom Feinabrufhorizont).

Das System ermittelt die Lieferrelevanz wie folgt:


Das Lieferrelevanzkennzeichen wurde in der Planabrufvorschrift gesetzt.
Bis zum Feinabrufhorizont ist der Feinabruf lieferrelevant.
Nach dem Feinabrufhorizont ist der Planabruf lieferrelevant.
Das Lieferrelevanzkennzeichen wurde in der Planabrufvorschrift nicht gesetzt -
Dispositionskennzeichen A oder B.
Bis zum Feinabrufhorizont ist der Feinabruf lieferrelevant.
Nach dem Feinabrufhorizont ist der Lieferabruf lieferrelevant.
Das Lieferrelevanzkennzeichen wurde in der Planabrufvorschrift nicht gesetzt -
Dispositionskennzeichen C oder D.
Bis zum Feinabrufhorizont ist der Feinabruf lieferrelevant.
Einteilungen nach dem Feinabrufhorizont sind nicht lieferrelevant.

Aktivitäten
Um sich das Dispositionskennzeichen anzeigen zu lassen, wählen Sie Springen ® Kopf ®
Verkauf.
Sie geben die Lieferrelevanz [Seite 99] im Customizing an.

April 2001 131


Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA) SAP AG
User-Exits für Planabrufe

User-Exits für Planabrufe


Verwendung
EXIT_SAPFV45L_001
Mit diesem User-Exit können Sie Einteilungen ändern, nachdem das System einen Planabruf
generiert [Seite 96] hat. Sie können:
· Glättung des Abrufsplitergebnisses, z.B. durch Durchschnittsbildung der Einteilungen
· Extrapolation des Abrufsplits auf weiter in der Zukunft liegende Termine, z.B. über
erkannte Trends bei Terminen und Mengen
· Einspielen externer Daten, z.B. aus der Absatz- und Produktionsgrobplanung (SOP), in
den Planabruf.
Im Standardsystem ist Einspielen über Batch-Input möglich.

· Ändern der vorgeschlagenen Einteilungen über einen eigenen Dialogbaustein


· Ermittlung von Abweichungen zwischen altem und neuem Planabruf und Beibehalten
des alten Planabrufs bei geringer Abweichung

Sie können hierzu einen der folgenden Import-Paramenter verwenden:


· I_VBAK - Belegkopf
· I_VBAP - Belegposition
· I_KUWEV - Warenempfänger-View mit Kalender-ID KNFAK
· I_VBLB_LAB - Lieferabrufkopf
· XVBEP - Tabelle der (noch) aktuellen Einteilungen
Sie dürfen auf keinen Fall diese Tabelle ändern!
· VBEP_GEN_TAB - Tabelle der generierten Planabrufeinteilungen

Aus diesen Parametern können Sie die relevanten Einteilungen mit folgenden Bedingungen
selektieren:
· POSNR EQ VBAP-POSNR - Einteilung gehört zur aktuellen Position
· WMENG GT 0 - nicht maschinell durch Terminierung erzeugt
· UPDKZ NE 'D' - nicht gelöscht
· ABART EQ '1' - Lieferabruf
· ABART EQ '2' - Feinabruf
· ABART EQ '5' - Planabruf

132 April 2001


SAP AG Lieferpläne für Zulieferer (SD-SLS-OA)
User-Exits für Planabrufe

Tabelle VBEP_GEN_TAB steht Ihnen zur Modifikation zur Verfügung.

EXIT_SAPFV45L_002
Mit Hilfe der Feiertagsregeln [Seite 111], die Sie den einzelnen Splitregeln zuordnen, können Sie
steuern, wie das System bei Einteilungen vorgeht, die auf einen Feiertag fallen.
Einteilungstermine sind Wunschliefertermine des Kunden. Daher prüft das System jede
generierte Einteilung gegen den Warenempfängerkalender, um zu ermitteln, ob sie auf einen
Feiertag fällt. Das System verwendet den in der Lieferplanposition bei der Abladestelle
hinterlegten Kalender.
Mit diesem User-Exit können Sie einen anderen Kalender zu Beginn des Splitvorgangs ermitteln
lassen. Dies ist insbesondere dann nützlich, wenn kein Kalender verfügbar ist, z.B. wenn in der
Position keine Abladestelle angegeben ist.
Folgende Import-Parameter sind verfügbar:
· I_VBAK - Belegkopf
· I_VBAP - Belegposition
· I_KUWEV - Warenempfänger-View mit Kalender-ID KNFAK
· C_CALENDAR - Kalender-ID für die Anwendung der Feiertagsregeln

Die Kalender-ID C_CALENDAR (Ausgangswert KUWEV-KNFAK) steht Ihnen zur Modifikation


zur Verfügung.

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