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THEORIE D2 / D3

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Impressum

Autoren: Satz / Layout:


Theorie D2/D3 - Monika Beck Musikverlag Wolfram Heinlein
Gehörbildung D2/D3 - Thomas Bauser Ansbacher Str. 3
D-91604 Flachslanden
Redaktionelle Mitarbeit: Tel.: 09829 - 932 447 / Fax: 09829 - 932 449
Dieter Böck (Landesdirigent BBMV) www.Musikverlag-Heinlein.de
Wolfgang Greth (Geschäftsführer VBSM) E-Mail:Musikverlag-Heinlein@t-online.de
Michaela Klahr (Landesjugendleiterin BBMV)
Bettina Hahn (ASM) Grafik:
Peter Oswald (ASM) Grafik & Illustration
Irmgard Wohlmuth (MON) Gerhard Foth, Nürnberg
Benedikt Paul (MON)
Frank Ebel (NBMB) CD-Produktion:
Wolfram Heinlein (NBMB) Gerhard Pölloth
www.4umusic.de

Hinweis zum ©

Konzept und Aufbau dieser Neufassung basieren auf dem Theorie- und Gehörbildungslehr-
gang D2/D3 © 1999. Den Verfassern Karl Berberich, Günther Katzenberger, Ernst Oestreicher
und Thomas Bauser sowie den redaktionellen Mitarbeitern Wolfram Heinlein, Elmar Vögel
und Stephan Ametsbichler wird hiermit nochmals herzlich gedankt.

Alle Teile dieses Heftes sind - auch wenn nicht ausdrücklich hervorgehoben - urheberrecht-
lich geschützt. Ohne ausdrückliche Genehmigung des Verlages ist es nicht gestattet, das Heft
ganz oder in Teilen zu vervielfältigen. Das gilt für alle Vervielfältigungsverfahren, Fotoko-
pien, Filme, Folien und andere elektronische Medien.
Inhaltsverzeichnis

Vorwort .................................................................................................................................................... 4

THEORIE D2

Übersicht der Oktavlagen 6


1. Noten im Violin- und Bassschlüssel ............................................................................................ 7
Veränderung der Stammtöne 8
2. Quintenzirkel .................................................................................................................................... 12
3. Dur-Tonleitern .................................................................................................................................. 13
4. Moll-Tonleitern ................................................................................................................................ 15
Natürliche (reine, äolische) Moll-Tonleiter
Harmonische Moll-Tonleiter 16
Melodische Moll-Tonleiter 17
5. Intervalle ............................................................................................................................................ 20
Intervallgrundformen und ihre Erweiterungen
Feinbestimmung der Intervalle 21
Intervallbildung 24
Komplementärintervalle - Intervallumkehrungen 27
6. Dreiklänge ......................................................................................................................................... 30
Dur- und Moll-Dreiklänge in der Grundstellung
Verminderte und übermäßige Dreiklänge in der Grundstellung 31
7. Erweiterung der Taktarten ............................................................................................................. 34
Einfache, gerade Taktarten
Einfache, ungerade Taktarten
Regelmäßig zusammengesetzte Taktarten
Unregelmäßig zusammengesetzte Taktarten 35
8. Triolen, Synkopen, Hemiolen, Punktierungen und Überbindungen .................................. 37
Triolen
Synkopen 38
Hemiolen 39
Punktierungen und Überbindungen
9. Weitere Vortragsbezeichnungen .................................................................................................. 41
Tempobezeichnungen
Dynamische Bezeichnungen
Abnehmende dynamische Bezeichnungen mit gleichzeitiger Tempoverlangsamung
Musikalische Zusatzbezeichnungen
Musikalische Ausdrucksbezeichnungen und Spielanweisungen 42
10. Instrumente und Gesang im Überblick ..................................................................................... 44
11. Musikepochen mit ihren Komponisten im Überblick ........................................................... 46

GEHÖRBILDUNG D2

Rhythmus im 2/4 - Takt 49


Rhythmus im 3/4 - Takt 52
Rhythmus im 4/4 - Takt 55
Rhythmus im 6/8 - Takt 58
Diatonische Intervalle 62
Melodien 66

-2-
Inhaltsverzeichnis

THEORIE D3

1. Dur- und Moll-Tonleitern ................................................................................................ 70


2. Dreiklänge ........................................................................................................................... 73
Dreiklänge in der Akkordsymbolschrift
Leitereigene Dreiklänge in Dur und Moll 75
Dreiklänge und ihre Umkehrungen 77
Hauptdreiklänge, Kadenz 80
3. Vierklänge ............................................................................................................................ 82
Aufbau der Vierklänge in Grundstellung
Übersicht aller Septakkorde 83
Umkehrungen der Vierklänge 85
4. N-tolen .................................................................................................................................. 88
Unregelmäßige Unterteilung der Notenwerte
Übersicht der gebräuchlichsten N-tolen
5. Asymmetrische Taktarten, Taktwechsel ........................................................................ 91
Asymmetrische Taktarten
Taktwechsel 92
6. Ornamentik .......................................................................................................................... 94
7. Naturtonreihe ...................................................................................................................... 97
8. Transposition ...................................................................................................................... 99
9. Grundlagen der musikalischen Formenlehre .............................................................. 102
Motivweiterführung 103
Liedformen 106
10. Musikgeschichte mit ihren Formen und Gattungen .................................................. 108

GEHÖRBILDUNG D3

Rhythmus im 2/4 - Takt 111


Rhythmus im 3/4 - Takt 113
Rhythmus im 4/4 - Takt 114
Rhythmus im 6/8 - Takt 117
Chromatische Intervalle 120
Dreiklangs - Vokalise 123
Dreiklänge 124
Melodien 125

Hinweise zur CD ......................................................................................... 3. Umschlagseite

-3-
Vorwort

Nachdem auf Initiative des Bayerischen Blasmusikverbandes (BBMV) und des Verbandes
Bayerischer Sing- und Musikschulen (VBSM) im Herbst 2010 ein neu überarbeitetes Theo-
riebuch D1 erschien, war es nur logisch und konsequent auch das aus dem Jahr 1999 stam-
mende Theoriebuch für die D2- und D3-Prüfungen einer Revision zu unterziehen.

Die jahrzehntelange Erfahrung der bayerischen Blasmusikverbände, insbesondere des All-


gäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM), des Musikbundes von Ober- und Niederbayern
(MON) und des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB), bei der Vorbereitung und Durch-
führung der weiterführenden D2- und D3-Prüfungen hatten gezeigt, dass im „neuen“ Theo-
riebuch Überflüssiges entrümpelt werden konnte, Schwerpunkte neu definiert werden
mussten und insbesondere die Gehörbildung eine größere Beachtung finden sollte. Dazu
kamen wertvolle Impulse von den Vertretern des VBSM, die für ihre „Freiwilligen Leistungs-
prüfungen“ (FLP) noch zusätzliche Ansprüche an das neue Unterrichtswerk formulierten.
Mit der Neukonzeption musste auch für den D2- und D3-Bereich die Vorgabe umgesetzt
werden, dass alle Prüfungsstufen der FLP in der Theorie und Gehörbildung mit den Leis-
tungsprüfungen des BBMV vereinbar sind, denn auch hier greifen die gemeinsamen Rah-
menverträge von VBSM und BBMV, die eine gegenseitige Anerkennung der Prüfungen
zulassen. Nur nochmals zur Erinnerung: Seit 2009 gelten für alle Instrumentalisten und Sän-
gerinnen und Sänger die gleichen Theorie- und Gehörbildungsinhalte.

Wie schon beim D1-Theoriebuch legen nun die beiden Musikverbände ein neu überarbeite-
tes, gemeinsames Unterrichtsheft zur Vorbereitung auf die D2- und die D3-Prüfungen vor.
Es beinhaltet alle Themen der Prüfungsaufgaben, kleinere zusätzliche theoretische Exkurse
und viele Aufgaben zur Übung und Vertiefung. Damit werden wiederum kurz und prägnant
die Grundlagen der Musiktheorie und Gehörbildung für die jeweiligen Leistungsstufen ver-
mittelt und somit die Möglichkeit eröffnet, den Lernstand zu überprüfen und auch im Selbst-
studium die Unterrichtsthemen nachzuarbeiten und zu vertiefen.

Mit der Überarbeitung des D2/D3-Theoriebuches wurde außerdem der Gedanke fortgeführt,
ein Lehr- und Unterrichtswerk zu schaffen, das konsequent die redaktionelle Konzeption
des D1-Heftes weiterführt und somit eine methodisch und didaktisch durchgängige Ausbil-
dungs- und Lehrgangsarbeit ermöglicht.

Der Dank gilt allen, die an diesem Heft mitgearbeitet haben, insbesondere den beiden Auto-
ren für die fachgerechte und pädagogisch anspruchsvolle Arbeit.

Mit der Herausgabe dieses Lehrbuches ist der Wunsch verbunden, dass die Erfolgsgeschichte
der Musikerleistungsabzeichen in Bayern eine ungebrochene Fortsetzung findet.

Dieter Böck Wolfgang Greth


Landesdirigent des BBMV Geschäftsführer des VBSM

-4-
THEORIE D2

-5-
Übersicht der Oktavlagen

Kontraoktave große Oktave kleine Oktave eingestrichene Oktave zweigestrichene Oktave dreigestrichene Oktave

E1 F1 G1 A1 H1 C D E F G A H c d e f g a h c1 d1 e1 f1 g1 a1 h1 c2 d2 e2 f2 g2 a2 h2 c3 d3 e3 f3

w
w w w w w w w w
w w
& w w w w w w w
w
w w w w

-6-
w w
w w w w w w w w
B w
w w w w w w w w
w w w w

? w w w w w w w
w w
w w w w w w w w
w
w w w w w

Der Tonraum der Stammtöne wird in regelmäßige Abschnitte eingeteilt. Diese nennt man Oktavlagen. Man zählt von der Kontraoktave
über die große und kleine Oktave bis zur ein-, zwei-, dreigestrichenen Oktave und so weiter. Die Tonnamen der großen Oktave und tiefer
schreibt man groß und die Ziffern der Kontraoktave sind tiefgestellt. Alle Tonnamen der kleinen Oktave und höher schreibt man klein,
die Ziffern sind hochgestellt.
1. NOTEN IM VIOLIN- UND BASSSCHLÜSSEL

Das D2/D3-Theoriebuch baut systematisch auf den Grundlagen des D1-Theoriebuches auf.
Daher empfiehlt es sich, die D1-Theorieinhalte ins Gedächtnis zu rufen.

Je nach Instrument werden die Noten in unterschiedlichen Notenschlüsseln notiert. Inhalt


der D2-Theorie ist das genaue Bestimmen und Notieren aller Noten, sowohl im Violin- als
auch im Bassschlüssel.

Die nebenstehende Gesamtübersicht kann helfen, sich die Noten in ihren verschiedenen
Oktavlagen genau einzuprägen.

Der Tonumfang vieler Instrumente ist weitaus größer, als dass er in einem Notensystem
notiert werden kann. Daher werden Töne, die außerhalb der Notenzeile liegen, mit Hilfsli-
nien notiert. Hilfslinien werden für jede Note einzeln verwendet und können über und unter
der Notenzeile stehen.

e f g a h c1

&
w w w w
w w w w w w
w
?
O
c1 d1 e1 f1 g1
M

Die gleichen Noten können auch im anderen Notenschlüssel notiert werden.

c1 d1 e1 f1 g1
E

& w w w w
w
D

w w w w
?w w
e f g a h c1

1 Übertrage die vorgegebenen Noten in der gleichen Oktavlage


- in den Bassschlüssel: - in den Violinschlüssel:

& w &
w w w w w
? ? w w

-7-
2 Schreibe die angegebenen Noten ohne Hilfslinien in das Notensystem und ergänze den jeweiligen
Notenschlüssel:

e1 h f d2

A g d1 e

3 Benenne folgende Noten genau:

w w
? ?
& & w
w
________ ________ ________ ________

? w ? w
& &
w
________ ________ ________ ________
w
O
w w
? ?
M
& w &
________ ________ ________ ________
w
E

Veränderung der Stammtöne


D

genannt. Ein # vor einem Stammton erhöht diesen um einen Halbtonschritt. Dem Tonnamen
Die Veränderung eines Stammtones durch Versetzungs- und Vorzeichen wird Alteration

Steht vor dem Stammton ein Doppelkreuz ‹ bewirkt es eine Erhöhung um zwei Halbton-
wird die Silbe „is“ angehängt (z. B. Fis, Cis).

schritte. Dem Tonnamen wird die Silbe „isis“ angehängt (z. B. Fisis, Cisis). Enharmonisch
verwechselt erklingt z. B. bei einem Fisis ein G.

fis

fisis
f g

-8-
Stammton: Erhöhung mit #: Erhöhung mit ‹: = enharmonisch
verwechselt:

f1 fis 1 fisis 1 g1
& w & #w & ‹w & w

? w ? #w ? ‹w ? w
f fis fisis g

Zu beachten ist ein Doppelkreuz vor dem Ton E (= Eisis). Das Eisis wird aufgrund des
natürlichen Halbtonschrittes zwischen E und F enharmonisch verwechselt zu Fis. Gleiches
geschieht bei Hisis, das enharmonisch verwechselt zu Cis wird.

& & & ‹w & #w


eisis 1 fis 1 hisis 1 cis 2
‹w #w
= =

? ? #w ? ‹w ? #w
‹w
eisis = fis O hisis = cis 1

Ein b vor einem Stammton erniedrigt diesen um einen Halbtonschritt. Dem Tonnamen wird

Steht vor dem Stammton ein Doppel-b ∫ bewirkt es eine Erniedrigung um zwei Halbton-
die Silbe „es“ angehängt (z. B. Des, Ges).
M

schritte. Dem Tonnamen wird die Silbe „eses“ angehängt (z. B. Deses, Geses). Enharmonisch
verwechselt erklingt z. B. bei einem Deses ein C.
E
D

des

deses
c d

Stammton: Erniedrigung mit b: Erniedrigung mit ∫ : = enharmonisch


verwechselt:

w bw ∫w w
d2 des 2 deses 2 c2
& & & &

? w ? bw ? ∫w ? w
d des deses c

-9-
Hier gibt es drei Ausnahmen:

& w bw ∫w & w bw ∫w & w bw ∫w


h1 b1 heses 1 e1 es 1 eses 1 a1 as 1 ases 1

? w bw ∫w ? w bw ∫w ? w bw ∫w
h b heses e es eses a as ases

Zu beachten ist ein Doppel-b vor dem Ton F (= Feses). Das Feses wird aufgrund des natür-
lichen Halbtonschrittes zwischen F und E enharmonisch verwechselt zu Es. Gleiches ge-
schieht bei Ceses, das enharmonisch verwechselt zu B wird.

& & & ∫w & bw


feses 1 es 1 ceses 2 b1
∫w bw
= =
∫w bw
? ∫w ? bw ? ?
feses = es ceses 1 = b
O
Stammtöne können einfach und doppelt erhöht und erniedrigt werden.


M

doppelt

# einfach
E

Stammton
D

einfach b
doppelt ∫

Ein Auflösungszeichen ( n ) hebt die Versetzung auf und stellt den Stammton wieder her:

& bw
nw ∫w nw
& #w
des 2 d2 deses 2 d2 fis 1 f1 fisis 1 f1
nw ‹w nw
? bw nw ∫w nw ? #w nw ‹w nw
des d deses d fis f fisis f

- 10 -
Wird eine doppelte Versetzung zu einer einfachen, gibt es zwei Möglichkeiten der
Darstellung:

∫w bw ∫ w nb w
& & ‹w
deses 2 des 2 deses 2 des 2 fisis 1 fis 1 fisis 1 fis 1
#w ‹ w n# w
? ∫w bw ∫ w nb w ? ‹w #w ‹ w n# w
deses des deses des fisis fis fisis fis

Zusammenfassende Aufgaben

1 Benenne folgende Noten genau, achte auf die richtige Oktavlage:


w bw ‹w
& #w bw bw
_______ _______ _______ _______ _______ _______ _______ _______
#w w
‹w ∫w #w
? ∫w bw
#w
O ‹w
_______ _______ _______ _______ _______ _______ _______ _______
#w
M

2 Schreibe folgende Noten:

&
E

fis heses 2 cis 2 eis 1 ges 1 dis 2 c3 ais


D

G deses fis 1 A1 cis B des 1 Eis

3 Benenne die Noten genau: Schreibe folgende Noten:

a)
#w ? ?
& ∫w &
___________ ___________ fisis 2 H1
∫w ‹w
b)
? ?
& &
___________ ___________ Dis ges

- 11 -
2. QUINTENZIRKEL
Der Quintenzirkel stellt die Tonarten in Dur und Moll im Zusammenhang dar und verdeut-
licht die Quintverwandtschaft aller Tonarten.

die erste # - Tonart G-Dur. Umgekehrt kann man von C-Dur eine Quinte nach unten zur
Ausgangspunkt ist C-Dur. Geht man im Uhrzeigersinn eine Quinte nach oben, erhält man

ersten b - Tonart F-Dur gelangen. Die jeweils nächstfolgende Tonart wird durch die gleiche
Vorgehensweise im Quintabstand erreicht.
Der Kreis schließt sich durch die enharmonische Verwechslung von Fis- bzw. Ges-Dur.

Außerhalb des Kreises werden die Dur-Tonarten in Großbuchstaben, innerhalb


des Kreises die dazugehörenden Moll-Tonarten in Kleinbuchstaben notiert.

& #
&b ? &
?b ?#
C
F G
#
& bb & #
a
d e
B D
? bb ? ##
O
g h
##
M
b
&b b & #
Es c fis A
? bb ? ###
b

f cis
E

##
As gis E
b
& b bb b & ##
D

es / dis
? bb b ? ####
b
Des H
b Ges / Fis ##
& b bbb ## # & # ##
b
? bb b & b bbbb & # ## ? ####
bb #
? bb b b ? #### #
bb #

Um sich die Reihenfolge der Tonarten mit zunehmenden Vorzeichen gut einprägen zu kön-
nen, gibt es für die Tonarten in Dur einige Merksprüche, z. B.

b - Tonarten: # - Tonarten:
Frisches Brot Essen Assessoren Des Gesangs Geh Du Alter Esel Hol Fische
Frische Beeren Essen Assistenten Des Gesangs

- 12 -
3. DUR-TONLEITERN

Alle Dur-Tonleitern bestehen aus zwei gleichen Tetrachorden (Viertongruppen). Die Halb-
tonschritte der vollständigen Dur-Tonleiter liegen immer zwischen der III. und IV. sowie
VII. und VIII. Stufe. Der Ton auf der VII. Stufe wird Leitton genannt, der zum Grundton
führt.

# - Tonarten b - Tonarten
E-Dur-Tonleiter As-Dur-Tonleiter
Vorzeichen: fis, cis, gis, dis Vorzeichen: b, es, as, des
1. Tetrachord 2. Tetrachord 1. Tetrachord 2. Tetrachord
#### w w w b b w w w w w w
& w w w w w &b b w w
I II III IV V VI VII VIII I II III IV V VI VII VIII

1. Tetrachord 2. Tetrachord 1. Tetrachord 2. Tetrachord


? #### w w w ? bb b w w w w w w
w w w w w b w w

H-Dur-Tonleiter Des-Dur-Tonleiter
O
Vorzeichen: fis, cis, gis, dis, ais Vorzeichen: b, es, as, des, ges

####
M
b
& b bbb w w w w w w w
# w w w
& w w w w
w w
I II III IV V VI VII VIII I II III IV V VI VII VIII
E

? #### w w w w w w w w ? bb b
# bb w w w w w w w w
D

Fis-Dur-Tonleiter Ges-Dur-Tonleiter
Vorzeichen: fis, cis, gis, dis, ais, eis Vorzeichen: b, es, as, des, ges, ces

#### # w w w w bbb b w w w w w w w
& # w w w w b
& b w
I II III IV V VI VII VIII I II III IV V VI VII VIII

? #### # w w ? bb b b w w w
# w w w w w w bb w w w w w

In der Dur-Tonleiter liegen die Halbtonschritte immer zwischen


der III. und IV. sowie VII. und VIII. Stufe.

- 13 -
1 Schreibe die Vorzeichen im Violin- und Bassschlüssel von:
As-Dur H-Dur Ges-Dur

& & &


? ? ?
Fis-Dur Des-Dur E-Dur

& & &


? ? ?

2 Schreibe eine Des-Dur-Tonleiter in ganzen Noten aufwärts. Beginne mit der Note des und kenn-
zeichne alle Halbtonschritte:

2
3 Schreibe eine Fis-Dur-Tonleiter im 4 - Takt in Achtelnoten auf- und abwärts. Beginne mit der
O
Note fis 1 und schreibe die höchste Note zweimal. Setze Taktstriche und kennzeichne alle Halbton-
schritte:
M

&
3
E

4 Schreibe eine As-Dur-Tonleiter im 4 - Takt in Viertelnoten auf- und abwärts. Beginne mit der
Note As und schreibe die höchste Note einmal. Setze Taktstriche und kennzeichne alle Halbton-
schritte:
D

4
5 Schreibe eine E-Dur-Tonleiter im 4 - Takt in Viertelnoten abwärts. Beginne mit der Note e 2. Setze
Taktstriche und kennzeichne alle Halbtonschritte:

&

6 Im folgenden Beispiel fehlt ein Ton der Tonleiter. Ergänze ihn und bestimme die Tonart genau:

bœ œ
& bœ bœ bœ bœ œ Tonart: ____________________

- 14 -
4. MOLL-TONLEITERN

Moll-Tonleitern können auf mehrere Arten gebildet werden. In der Praxis kommen über-
wiegend natürliches, harmonisches und melodisches Moll vor. Inhalt der D2-Theorie ist das
Wissen über den Aufbau aller drei Moll-Tonleitern bis zu jeweils drei Vorzeichen.

Natürliche (reine, äolische) Moll-Tonleiter

Jeder Dur-Tonleiter kann eine parallele Moll-Tonleiter zugeordnet werden. Will man die
parallele Moll-Tonleiter z. B. zu C-Dur bilden, kann entweder eine kleine Terz tiefer oder
eine große Sexte höher gerechnet werden. Auf beiden Wegen gelangt man zum Ton A, der
Grundton von a-Moll ist. Die Vorzeichen der entsprechenden Dur-Tonleiter bleiben beste-
hen.

w w w w w
Dur w w w
&
kleine Terz I II III IV V VI VII VIII
w w w
Moll w w w w
& w
I II III IV V O VI VII VIII

w w w
Dur
? w w w w
w
kleine Terz I II III IV V VI VII VIII
M

w
Moll
? w w w w
w w
I II III IV V VI VII VIII
w
E

Analog zur Dur-Tonleiter besteht auch die Moll-Tonleiter aus zwei Tetrachorden. Die An-
D

ordnung von Halb- und Ganztonschritten ist jedoch unterschiedlich.

1. Tetrachord 2. Tetrachord 2. Tetrachord 1. Tetrachord

w w w w w w w w w w
& w w w w w w
I II III IV V VI VII VIII VIII VII VI V IV III II I

1. Tetrachord 2. Tetrachord 2. Tetrachord 1. Tetrachord


? w w w w w w w w w w w w
w w w w

In der natürlichen Moll-Tonleiter liegen die Halbtonschritte


zwischen der II. und III. sowie V. und VI. Stufe.

- 15 -
1 Nenne die parallele Moll-Tonart zu:

D-Dur = ___________ G-Dur = ___________ A-Dur = ___________

F-Dur = ___________ Es-Dur = ___________ B-Dur = ___________

2 Schreibe die parallele natürliche Moll-Tonleiter zu G-Dur in ganzen Noten aufwärts. Kennzeichne
alle Halbtonschritte:

&

3 Schreibe die parallele natürliche Moll-Tonleiter zu B-Dur in ganzen Noten aufwärts. Kennzeichne
alle Halbtonschritte:

?
O
Harmonische Moll-Tonleiter
M

Basis der harmonischen Moll-Tonleiter ist das natürliche Moll. Zusätzlich wird die VII. Stufe
um einen Halbtonschritt erhöht (= Leitton). So entsteht ein weiterer Halbtonschritt. Die drei
E

Halbtonschritte liegen zwischen den Stufen II und III, V und VI sowie VII und VIII.

Ein weiteres Merkmal dieser Tonleiter ist der übermäßige Sekundschritt zwischen der VI.
D

und VII. Stufe.

1. Tetrachord 2. Tetrachord 2. Tetrachord 1. Tetrachord

w w w w #w w w #w w w w
& w w w w w
I II III IV V VI VII VIII VIII VII VI V IV III II I

1. Tetrachord 2. Tetrachord 2. Tetrachord 1. Tetrachord


? w w w #w w w #w w w w w
w w w w w

In der harmonischen Moll-Tonleiter liegen die Halbtonschritte


zwischen der II. und III., V. und VI. sowie VII. und VIII. Stufe.

- 16 -
4 Schreibe eine harmonische c-Moll-Tonleiter in ganzen Noten aufwärts. Beginne mit der Note c 1
und kennzeichne alle Halbtonschritte:

&

4
5 Schreibe eine harmonische fis-Moll-Tonleiter im 4 - Takt in Viertelnoten aufwärts. Beginne mit
der Note Fis. Setze Taktstriche und kennzeichne alle Halbtonschritte:

2
6 Schreibe eine harmonische d-Moll-Tonleiter im 4 - Takt in Achtelnoten auf- und abwärts. Be-
ginne mit der Note d 1 und schreibe die höchste Note zweimal. Setze Taktstriche und kennzeichne alle
Halbtonschritte:

&
O
Melodische Moll-Tonleiter
M

Eine weitere Variante ist die melodische Moll-Tonleiter. Ausgehend von der natürlichen
Moll-Tonleiter wird aufwärts die VI. und VII. Stufe um einen Halbtonschritt erhöht. Abwärts
E

müssen beide Erhöhungen rückgängig gemacht werden. Es entsteht eine natürliche Moll-
Tonleiter.
D

1. Tetrachord 2. Tetrachord 2. Tetrachord 1. Tetrachord

w w # w # w w w nw nw w w
& w w w w w w
I II III IV V VI VII VIII VIII VII VI V IV III II I

1. Tetrachord 2. Tetrachord 2. Tetrachord 1. Tetrachord


? w w # w #w w w nw nw w w w
w w w w w

In der melodischen Moll-Tonleiter liegen die Halbtonschritte


aufwärts zwischen der II. und III. sowie VII. und VIII. Stufe,
abwärts zwischen der II. und III. sowie V. und VI. Stufe (natürliches Moll).

- 17 -
7 Vervollständige folgende natürliche Moll-Tonleiter zu einer melodischen Moll-Tonleiter und notiere
sie abwärts. Kennzeichne alle Halbtonschritte:

? ### w w w w w
w w w w

8 Schreibe folgende natürliche Moll-Tonleiter eine Oktave tiefer im Bassschlüssel. Verwandle sie in eine
melodische Moll-Tonleiter und kennzeichne alle Halbtonschritte:

b
& b w w w w w w w w w
w w w w w w
? b
b

3
9 Schreibe eine melodische e-Moll-Tonleiter im 4 - Takt in Viertelnoten auf- und abwärts. Beginne
O
mit der Note e 1 und schreibe die höchste Note einmal. Setze Taktstriche und kennzeichne alle Halb-
tonschritte:
M

&
E

3
10 Schreibe eine melodische d-Moll-Tonleiter im 8 - Takt in Achtelnoten auf- und abwärts. Beginne
D

mit der Note D und schreibe die höchste Note einmal. Setze Taktstriche und kennzeichne alle Halb-
tonschritte:

11 Im folgenden Beispiel fehlt ein Ton der Tonleiter. Ergänze ihn und bestimme die Tonart genau (z. B.
e-Moll natürlich):

œ #œ œ œ
Tonart: ____________________
&œ œ bœ

- 18 -
Zusammenfassende Aufgaben

2
1 Schreibe eine Ges-Dur-Tonleiter im 4 - Takt in Viertelnoten auf- und abwärts. Beginne mit der
Note Ges und schreibe die höchste Note zweimal. Setze Taktstriche und kennzeichne alle Halbton-
schritte:

3
2 Schreibe eine melodische h-Moll-Tonleiter im 4 - Takt in Viertelnoten auf- und abwärts. Beginne
mit der Note h und schreibe die höchste Note einmal. Setze Taktstriche und kennzeichne alle Halb-
tonschritte:

&
O
3 In beiden Beispielen fehlt jeweils ein Ton der Tonleiter. Ergänze ihn und bestimme die Tonart genau
(z. B. e-Moll natürlich):
M

a) œ
Tonart: ____________________
& bœ œ bœ œ
œ œ
E

b)
D

? #œ #œ
Tonart: ____________________
# œ # œ œ #œ

4 Schreibe die Vorzeichen folgender Moll-Tonarten und ordne sie den parallelen Dur-Tonarten zu:

1 fis-Moll 2 g-Moll 3 e-Moll

? & ?

G-Dur A-Dur B-Dur

- 19 -
5. INTERVALLE

Intervallgrundformen und ihre Erweiterungen

Intervalle lassen sich in zwei Gruppen einteilen. Reine Intervalle sind Prime, Quarte, Quinte
und Oktave. Große und kleine Intervalle sind Sekunde, Terz, Sexte und Septime. Intervalle
mit leitereigenen Tönen sind in Dur aufwärts immer rein bzw. groß, abwärts immer rein
bzw. klein.

Alle Intervalle können über ihre Grundform hinaus erweitert oder verengt werden. Ein über-
mäßiges Intervall (ü) entsteht, wenn z. B. der obere Ton eines großen bzw. reinen Intervalls
um einen Halbtonschritt erhöht oder der untere Ton um einen Halbtonschritt erniedrigt
wird. Die übermäßige Quarte wird Tritonus genannt.

& & w #w w
w w w #w bw w w w bw
? w w w #w bw w ? w w w
#w
bw
w

# #
O
r4 ü4 ü4 g6 ü6 ü6
M

b b
E

Ein vermindertes Intervall (v) entsteht, wenn z. B. der obere Ton eines kleinen bzw. reinen
D

Intervalls um einen Halbtonschritt erniedrigt oder der untere Ton um einen Halbtonschritt
erhöht wird.

& w w bw w w #w & w w bw w w #w
? w w bw w w #w ? w w bw w w #w

b b
v5 v3
r5 k3
v5 # v3 #

- 20 -
Reine Intervalle Große und kleine Intervalle

übermäßig übermäßig

groß
Prime Sekunde
Quarte Terz
rein Quinte Sexte
Oktave Septime
klein

vermindert vermindert

Feinbestimmung der Intervalle


O
Im D1-Theoriebuch wurde die tonartbezogene Feinbestimmung eingeführt. Ein weiterer
Weg ist die Feinbestimmung in drei Schritten. Zunächst wird das Intervall mit seinen Stamm-
M

tönen (d. h. ohne Beachtung der Versetzungszeichen) fein bestimmt. Im nächsten Schritt wird
das Versetzungszeichen des ersten Tones hinzugefügt und seine Auswirkung betrachtet. Zu-
letzt muss das Versetzungszeichen des zweiten Tones hinzugefügt werden.
E

Bestimmung des Intervalls: Des - Fis ( )


Vorgabe: 1. Schritt: 2. Schritt: 3. Schritt:
D

& bw #w &w w & bw w & bw #w


? bw #w ?w w ? bw w ? bw #w

Des - Fis Feinbestimmung Der 1. Ton wird zu Der 2. Ton wird zu


der Stammtöne: Des erniedrigt. Aus Fis erhöht. Die g 3
D - F = k3 der k 3 wird eine g 3. wird zur ü 3.

D - F= k3 Des - F = g 3 Des - Fis = ü 3

- 21 -
Bestimmung des Intervalls: Dis - Es ( )

Vorgabe: 1. Schritt: 2. Schritt: 3. Schritt:

& #w bw &w w & #w w & #w bw


? #w ?w ? #w ? #w
bw w w bw
Dis - Es Feinbestimmung Der 1. Ton wird zu Der 2. Ton wird zu
der Stammtöne: Dis erhöht. Aus der Es erniedrigt. Die
D-E=k7 k 7 wird eine g 7. g 7 wird zur ü 7.

Bestimmung des Intervalls: Gis - Es ( )

Vorgabe: 1. Schritt: 2. Schritt: 3. Schritt:


bw w O w bw
& #w &w & #w & #w
? bw ? w ? w ? bw
#w w #w #w
M

Gis - Es Feinbestimmung Der 1. Ton wird zu Der 2. Ton wird zu


der Stammtöne: Gis erhöht. Aus der Es erniedrigt. Die
G - E = g6 g 6 wird eine k 6. k 6 wird zur v 6.
E
D

Bestimmung des Intervalls: Cis - Fisis ( )

Vorgabe: 1. Schritt: 2. Schritt: 3. Schritt:

& #w ‹w &w w & #w w & #w ‹w


? #w ‹w ?w w ?
#w
w ?
#w ‹w

Cis - Fisis Feinbestimmung Der 1. Ton wird zu Der 2. Ton wird zu


der Stammtöne: Cis erhöht. Aus der Fisis erhöht. Die ü 5
C - F = r5 r 5 wird eine ü 5. wird zur v 5.

- 22 -
1 Bestimme folgende Intervalle genau:

bw bw
a) &w #w w #w
w w bw
_______ _______ _______ _______ _______
bw

∫w
bw w
& bw w #w w #w #w #w
_______ _______ _______ _______ _______

#w
b)
? #w w bw bw bw
bw w bw
_______ _______ _______ _______ _______
w

w w bw
? #w #w w
w #w
_______ _______ _______ _______ _______
w
O w
M
w bw w
c) &w bw #w bw w #w
_______ _______ _______ _______ _______
bw
E

#w
D

bw w bw bw w
&w #w #w
_______ _______ _______ _______ _______
bw

#w
d)
?w #w #w w #w
w #w ∫w w
_______ _______ _______ _______ _______
bw
? bw #w bw bw
#w w
_______ _______ _______ _______ _______
bw w bw

- 23 -
Intervallbildung

Die Intervallbildung kann sicher in zwei Schritten vollzogen werden. Wichtig ist, dass der
vorgegebene Ton nicht verändert werden darf. Zunächst wird der 2. Ton als Stammton (ohne
Beachtung eines Versetzungszeichens) hinzugefügt und das Intervall fein bestimmt. Im
nächsten Schritt wird die nötige Verkleinerung oder Vergrößerung vorgenommen.

Beispiel: Bilde das Intervall v 7 aufwärts ( ).

Vorgabe: 1. Schritt: 2. Schritt:

&w &w w & w bw


w bw
?w ?w ?w

v7 Als 2. Ton wird der Der Ton C muss zu


O
vom Grundton D Stammton C Ces erniedrigt wer-
hinzugefügt. den, um zu einer
Intervall: D - C = k 7 v 7 zu gelangen.
M
E

Beispiel: Bilde das Intervall v 4 abwärts ( ).


D

Vorgabe: 1. Schritt: 2. Schritt:


w w w w #w
& & &
?w ?w ? w #w
w
v4 Als 2. Ton wird der Der Ton H muss zu
vom Grundton E Stammton H His erhöht werden,
hinzugefügt. um zu einer
Intervall: E - H = r 4 v 4 zu gelangen.

- 24 -
Beispiel: Bilde das Intervall ü 6 aufwärts ( ).

Vorgabe: 1. Schritt: 2. Schritt:

&w &w w & w ‹w


w ‹w
?w ?w ?w

ü6 Als 2. Ton wird der Der Ton C muss


vom Grundton E Stammton C zweifach zu Cisis
hinzugefügt. erhöht werden,
Intervall: E - C = k 6 um zu einer
ü 6 zu gelangen.

Beispiel: Bilde das Intervall ü 5 abwärts ( ).

Vorgabe: 1. Schritt: 2. Schritt:


w w w w bw
& & &
O
?w ?w w ? w bw
M

ü5 Als 2. Ton wird der Der Ton C muss zu


vom Grundton G Stammton C Ces erniedrigt wer-
hinzugefügt. den, um zu einer
Intervall: G - C = r 5 ü 5 zu gelangen.
E
D

Beispiel: Bilde das Intervall ü 3 aufwärts ( ).

Vorgabe: 1. Schritt: 2. Schritt:

& bw & bw w & bw #w


? bw ? bw w ? bw #w

ü3 Als 2. Ton wird der Der Ton G muss zu


vom Grundton Es Stammton G Gis erhöht werden,
hinzugefügt. um zu einer
Intervall: Es - G = g 3 ü 3 zu gelangen.

- 25 -
1 Bilde die jeweils angegebenen Intervalle aufwärts:

#w
a) &
ü5 v6 g3 k2 ü7
bw #w w
w

&w bw w bw w
v8 r4 ü6 k3 v5

bw
b)
? w
w
v4 g7 ü3 v6 ü8
w w
? bw #w #w w
k6 r5 v2 ü7 ü4
O w

2 Bilde die jeweils angegebenen Intervalle abwärts:


M

#w w
#w
a) & #w bw
E

k3 ü5 g6 k2 v7
D

w ‹w
& #w bw
ü2 g3 v8 ü6 v4
bw

w #w
b)
?w bw
v6 ü7 v5 g2 ü3
#w
bw
?w #w
w bw
ü4 v3 ü8 r5 g7

- 26 -
Komplementärintervalle - Intervallumkehrungen

Intervallumkehrungen können durch Versetzung des unteren Tones in die obere Oktave
oder des oberen Tones in die untere Oktave gebildet werden. Das dadurch neu gebildete In-
tervall wird Komplementärintervall genannt.

r8 r8
r4 r4

& w w w & w w
w
r5 r5
r8 r8
r4 r4
w
? w w ? w w w
r5 O r5

Die Umkehrung einer reinen Quinte Die Umkehrung einer reinen Quarte
ergibt eine reine Quarte. ergibt eine reine Quinte.
M

r8 r8
E

k6 k7
w w
D

& w #w & w w
g3 g2
r8 r8
k6 k7
w w
? w #w ? w w
g3 g2

Die Umkehrung einer großen Terz Die Umkehrung einer kleinen Septime
ergibt eine kleine Sexte. ergibt eine große Sekunde.

- 27 -
r8 r8

w
v5 v3

& w #w
w ‹w
& w
ü4 ü6

r8 r8

?
v5 v3

#w w
w
? w ‹w
w
ü4 ü6

Die Umkehrung einer übermäßigen Die Umkehrung einer verminderten


Quarte ergibt eine verminderte Quinte. Terz ergibt eine übermäßige Sexte.

Folgende Intervalle ergänzen sich zu Komplementärintervallen:


O
Prime Oktave
Sekunde Septime
M
Terz Sexte
Quarte Quinte

reine Intervalle reine Intervalle


E

kleine Intervalle große Intervalle


verminderte Intervalle übermäßige Intervalle
D

1 Bilde zunächst im jeweils ersten Takt das angegebene Intervall aufwärts. Ergänze im zweiten Takt
das Komplementärintervall und bestimme es fein:

? w
& w & bw
ü6 ____ v4 ____ k7 ____

2 Bilde zunächst im jeweils ersten Takt das angegebene Intervall abwärts. Ergänze im zweiten Takt das
Komplementärintervall und bestimme es fein:

w bw
? w ?
&
v2 ____ ü5 ____ k3 ____

- 28 -
Zusammenfassende Aufgaben

1 Bestimme folgende Intervalle fein:

#w
a) b)
#w ? w w w
& w bw
w
______ ______ ______ ______

#w bw
c) d)
? w #w w w #w
bw &
______ ______ ______ ______

#w ‹w
e) f)
w ? w bw
& #w bw w
______ ______ ______ ______

g)
? #w ‹w w h) bw bw
& #w
bw
O w
______ ______ ______ ______
M

2 Bilde folgende Intervalle:

w
a) b)
? w w
E

&
bw
ü4 v8 ü3 k6
D

w
c) d)
& w ? bw
#w
v3 ü6 v5 ü7

#w
e) f)
? w
bw & w
ü2 v4 ü8 v6

bw ∫w
g) h)
? #w
& w
g6 ü4 g3 v7

- 29 -
6. DREIKLÄNGE
Dur- und Moll-Dreiklänge in der Grundstellung
Werden zwei Terzen übereinander geschichtet, entsteht ein Dreiklang. Die Bezeichnung des
Dreiklangs richtet sich nach der Feinbestimmung dieser Terzen. Im Dur-Dreiklang steht
unten eine große, oben eine kleine Terz. Im Moll-Dreiklang steht unten eine kleine, oben
eine große Terz. Die genaue Bezeichnung des Dreiklangs richtet sich nach dem unteren Ton,
dem Grundton des Dreiklangs.

Betrachtet man den Aufbau der Dreiklänge tonartbezogen, findet sich in den Grundstellun-
gen die I., III. und V. Stufe der entsprechenden Tonleiter wieder.

Dur-Dreiklang

Beispiel: C-Dur
g3 k3
Aufbau:
große Terz und kleine Terz
(g 3 u. k 3)
& www & w w
w
r5
O
g3 k3
Schreibweise:
Tonname groß - ? www ? w w w
M
Bezeichnung groß
r5
E

Moll-Dreiklang
D

Beispiel: c-Moll
k3 g3
Aufbau:
kleine Terz und große Terz
(k 3 u. g 3)
& b www & w bw w
r5

k3 g3
Schreibweise:
Tonname klein - ? b www ? w bw w
Bezeichnung groß
r5

- 30 -
Verminderte und übermäßige Dreiklänge in der Grundstellung
Neben Dur- und Moll-Dreiklängen gibt es weitere Formen. Der verminderte Dreiklang be-
steht aus zwei kleinen Terzen, der übermäßige Dreiklang aus zwei großen Terzen.

Verminderter Dreiklang
Beispiel: vermindert auf c
k3 k3
Aufbau:
kleine Terz und kleine Terz
(k 3 u. k 3)
& b b www & w bw bw
v5

k3 k3
Schreibweise: v auf c
Tonname klein - ? b b www ? w bw bw
Bezeichnung klein
v5

Übermäßiger Dreiklang
O
Beispiel: übermäßig auf C
g3 g3
Aufbau:
M
große Terz und große Terz
(g 3 u. g 3)
& # www & w w #w
ü5
E

g3 g3
Schreibweise: ü auf C
Tonname groß -
D

? # www ? w w #w
Bezeichnung klein
ü5

Zusammenfassung:

Verminderter Moll- Dur- Übermäßiger


Dreiklang Dreiklang Dreiklang Dreiklang

& b b www & b www & ww & # ww


w w
k3 g3 k3 g3
v5 r5 r5 ü5
k3 k3 g3 g3
(k 3 u. k 3) (k 3 u. g 3) (g 3 u. k 3) (g 3 u. g 3)

- 31 -
1 Bestimme folgende Dreiklänge:

? ww ? b www
& # www b www & w
______ ______ ______ ______

? ? b ww
b b www & w w & # # www
b ww
______ ______ ______ ______

2 Ergänze die fehlenden Töne:

& # ww ? b ww & b ww ? b b ww

ü auf D Des-Dur v auf e es-Moll


O
M
? ? # ww
b ww & #w & w
g-Moll Fis-Dur ü auf E v auf d
E
D

3 Bilde folgende Dreiklänge:

? ?
& &
A-Dur h-Moll v auf f ü auf Es

? & ? &
v auf b ü auf A As-Dur fis-Moll

- 32 -
Zusammenfassende Aufgaben

1 Suche im jeweiligen Takt den angegebenen Dreiklang, kennzeichne und benenne ihn:

? #œ œ œ œ œ œ œ œ
& œœœœœœ œ & œ #œ œ œ #œ œ
bœ œ œ
____-Dur v auf ____ ____-Moll

œ ? œ œ œ œ œ bœ œ
? bœ œ bœ bœ œ œ œ & œ œ œ bœ œ
œœœ œ
ü auf ____ ____-Dur v auf ____

œœ œ ? œœœ œ œ œœœ
& œ bœ œ # œ œ œ œ œ œ & œ œ #œ œ
____-Moll v auf ____ ü auf ____
O
œ
? # œ œ œ œ #œ œ œ #
œ œ œ #œ œ ?# œ œ œ œ œ œ œ
bœ & œ œœ
M

____-Dur ü auf ____ ____-Moll


E

2 Bilde und bestimme folgende Dreiklänge:


D

? ? b ww
& & b b b www w

g-Moll ü auf As ______ ______

? b b b www & b b ∫ www ? &


______ ______ H-Dur ü auf E

? ?
& & b www
b # ww
w
v auf h Fis-Dur ______ ______

- 33 -
7. ERWEITERUNG DER TAKTARTEN

Taktarten lassen sich in zwei einfache Grundformen unterteilen: Gerade Taktarten mit zwei
Grundschlägen, ungerade Taktarten mit drei Grundschlägen. Alle anderen Taktarten sind
Erweiterungen und lassen sich von den Grundformen ableiten.

Einfache, gerade Taktarten Einfache, ungerade Taktarten

Metrik: 1 2 Metrik: 1 2 3
Grundschläge: y y Grundschläge: ¿ ¿ ¿
÷ 28 œ œ ÷ 38 œ œ œ

1 2 1 2 1 2 3 1 2 3

y y y y ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿
÷ 24 œ œ ÷ 22 ˙ ˙ ÷ 34 œ œ œ ÷ 23 ˙ ˙ ˙
O
Regelmäßig zusammengesetzte Taktarten

Gerade zusammengesetzte Taktarten mit gerader Unterteilung, z. B.


M

1 2 3 4 1 2 3 4 1 2 3 4

y y y y y y y y y y y y
E

÷ 48 œ œ œ œ ÷ 44 œ œ œ œ ÷ 24 ˙ ˙ ˙ ˙
D

Gerade zusammengesetzte Taktarten mit ungerader Unterteilung, z. B.

1 2 3 4 5 6 1 2 3 4 5 6 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿¿¿¿¿¿¿¿¿ ¿ ¿ ¿
÷ 68 œ œ œ œ œ œ ÷ 64 œ œ œ œ œ œ ÷ 128 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ

Ungerade zusammengesetzte Taktarten mit ungerader Unterteilung, z. B.

1 2 3 4 5 6 7 8 9

¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿
÷ 98 œ œ œ œ œ œ œ œ œ

- 34 -
Unregelmäßig zusammengesetzte Taktarten
5 5 7
Unregelmäßig zusammengesetzte Taktarten sind z. B. 8 , 4 , sowie 8 und 8 , die in der D3-
11

5 5
Theorie behandelt werden.
In den folgenden Beispielen wird der 8 - bzw. 4 - Takt in 3 + 2 oder 2 + 3 gegliedert.

1 2 3 4 5 1 2 3 4 5

¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿
÷ 58 œ œ œ œ œ ÷ 58 œ œ œ œ œ
> > > >
1 2 3 4 5 1 2 3 4 5

¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿
÷ 45 œ œ œ œ œ ÷ 45 œ œ œ œ œ
> > > >
Die Verbalkung oder Artikulation können einen Hinweis
auf die Zusammensetzung einer Taktart geben.
O
1 Erkenne in den folgenden Beispielen die Taktart und notiere sie. Achte auf die Gruppierung der Noten:
M

j
a) ÷ œ œ œ œ œ. œ œ œ œ œ œ œ. b) ÷ œ. œ ˙ œ œ œ œ ˙
E
D

j j
c) ÷ œ œ œœœœœ œ ≈œœœœ d) ÷ œ œ. œ œ œ œ œ

j j j j j
e) ÷ œ œ œ œ. œ œ œ œ f) ÷ œ œ œ œ œ œ œ œ œœœ

3
j
g) ÷ œ œ œ œ. œ œ œ œ œ h) ÷ œ œ œ œ œ œ œ

j
i) ÷ œ œ œ œ œ œ œ j) ÷ œ. œ œ œ œ œ. œ œ

- 35 -
2 In den folgenden Beispielen fehlen Taktstriche. Setze sie an die richtigen Stellen:

a) ÷ 58 œ œ œ œ œ œ œ . œ œ œ œ œ œœœ œ œ œ œ

b) ÷ 48 œ œ œ œ œ œ. œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ

j
c) ÷ 24 œ œ œ ˙ Œ œ œ œ œ œ ˙. œ œ Œ œ œ œ œ œ œ. œ œ œ ˙

d) ÷ 38 œ œ œ œ. œ œ œ œ. œ œ œ.

Zusammenfassende Aufgaben
O
1 In den folgenden dreitaktigen Rhythmusbeispielen fehlen Taktartangabe und Taktstriche. Finde die
Taktart heraus und ergänze sowohl Taktartangabe und Takstriche an den entsprechenden Stellen:
M

j j j
a) ÷ œ œ œ œ œ œ œ œ. œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
E
D

b) ÷ œ œ œ œ Ó. ˙ œ œ ˙ œ œ ˙ Œ œ ˙

c) ÷ œ œ œ œ œ œ œ. œ œ œ œ œ œ œ œ

j ‰ œ œ œ œ . œ œ œj œ
d) ÷ œ œ œ œ Œ œ œ œ œ œœœ œ œ.

e) ÷ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œœœ œ œ œ œ œœœ œ œ ˙

- 36 -
8. TRIOLEN, SYNKOPEN, HEMIOLEN,
PUNKTIERUNGEN UND ÜBERBINDUNGEN

Triolen
Wird ein Notenwert in drei gleichberechtigte Notenwerte untergliedert, spricht man von
einer Triole.

3 3 3 3
Eine Sechzehnteltriole ÷ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
entspricht dem Wert

einer Achtelnote. ÷ œ œ œ œ

3 3 3 3
Eine Achteltriole ÷ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
entspricht dem Wert

einer Viertelnote. O ÷ œ œ œ œ
3 3
Eine Vierteltriole ÷ œ œ œ œ œ œ
M
entspricht dem Wert

einer halben Note. ÷ ˙ ˙


E

Eine Halbetriole
D

÷ ˙ ˙ ˙
entspricht dem Wert

einer ganzen Note. ÷ w

Triolen können auch mit Pausen, größeren oder kleineren Notenwerten notiert werden. Fol-
gendes Beispiel stellt Variationen einer Achteltriole dar.

3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3
j j3
÷ œ œ œ œ œ œ œ œ ‰ ‰ œ œ œ ‰ œ œ œ œ œ œ œœœ œ œ œœœœœ œ œ œœœœœœœœœ

÷ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ

- 37 -
Synkopen
Bei Synkopen werden Betonungen der schweren Zählzeiten auf unbetone „leichte“ verlagert
oder vorgezogen. Sie werden als musikalische Gestaltungsmittel eingesetzt, erzeugen Span-
nung und beleben musikalische Abläufe.

Metrik: 1 2 3 4 1 2 3 4
Grundschläge: ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ > ¿ ¿ ¿
j
Rhythmus: ÷ c œ œ œ œ œ œ. ˙
Zählzeiten: 1 2 3 4 1 u 2 3 4

Natürliche Betonung
2
> >
in einem 4 - Takt
2
÷ 4œ œ œ œ

Synkope
>
durch Überbindung
O ÷ 24 œ œ œ œ

Synkope j > j j > j


durch Vorwegnahme der
2
M
÷ 4œ œ œ œ œ œ
unbetonten Zählzeiten

Synkope
>
2
durch Vorwegnahme der
E

÷ 4œ œ œ œ œ œ œ œ
betonten Zählzeiten
D

Darstellung gebräuchlicher Synkopen:

÷ œj œ
j
÷ œ ˙ œ ÷ œ ˙ œ

÷ œj œ. ÷ œ œ œ ÷ œ œ.

Eine Synkope ist eine Schwerpunktverlagerung.


Eine ursprünglich unbetonte Zählzeit wird nun betont.

- 38 -
Hemiolen
Wird innerhalb eines Dreier-Taktes eine rhythmische Akzentverschiebung vorgenommen,
bei der zwei Takte zu einem großen Dreiertakt zusammengefasst werden, spricht man von
einer Hemiole. Sie muss aus dem Zusammenhang erfasst werden, da sie nicht eigens ge-
kennzeichnet wird.

÷ 34 œ œ œ ˙ œ ˙ œ œ ˙ ˙.

÷ 34 œ œ œ ˙ œ 23 ˙ ˙ ˙ 34 ˙ .

Punktierungen und Überbindungen


Ein Noten- oder Pausenwert kann durch eine Punktierung oder einen Haltebogen (= Ligatur)
verlängert werden. Während die einfache Punktierung ausreichend in der D1-Theorie er-
läutert wurde, geht es nun vorrangig um die zweifache Punktierung.
O j
÷ ˙ .. = ÷ ˙ œ œ
M
÷ Ó .. = ÷ Ó Œ ‰
E

j ˚j
÷ œ .. = ÷œ œ œ
D

÷ Œ .. = ÷Œ ‰ ≈

˚j ˚˚j
÷ œj .. = ÷ œj œ œ
÷ ‰ .. = ÷‰ ≈ ®

Ein Punkt hinter einer Note oder Pause verlängert diese um die Hälfte ihres Wertes.
Der zweite Punkt verlängert ihren Wert nochmals um die Hälfte der ersten Verlängerung.

- 39 -
Zusammenfassende Aufgaben
1 Vervollständige die Takte mit jeweils einer Triole:
j j
a) ÷ c œ œ œ œ. œ œ œ œ œ. œ œ œœœœ œ œ
x x x

b) ÷ 45 œ œ . œ œ ‰ œ œœ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
x x x

j j j
c) ÷ 23 œ . œ œ œœœœ œ œ œ œ œ ˙.
x x x

d) ÷C œ œ œ œœœœœ ‰ œ œ. œ œ ˙
x x x

j
e) ÷ 64 œ œ. œ œ œ œ
O Œ œœœœœ œ ˙.
x x x

2 Vervollständige den ersten Takt mit einer Synkope (mehrere Lösungen möglich), den zweiten Takt
M

mit einer punktierten Note:


Kr
a) ÷c œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œœ œ œ œ
x x
E
D

b) ÷C œ œ œ œ œ œ œ œ œr œ œ œ
x x

c) ÷ 45 œ œ œ ≈ œ œ œ œ œ
x x

Kr j
d) ÷ 8 œ œ œ
9 œ. œ œ œ œ œœ œ œ œ
x x

j Kr
e) ÷ 8 œ
5 œ œ œ œ œ œ
x x

- 40 -
9. WEITERE VORTRAGSBEZEICHNUNGEN
Tempobezeichnungen

Langsame Tempi:

Larghetto = etwas breit


Adagio sostenuto = langsam getragen
Adagio molto = sehr langsam

Mittlere Tempi:

Andantino = etwas bewegter als Andante


Andante con moto = gehend mit Bewegung
Allegro non troppo = nicht allzu bewegt

Schnelle Tempi:

Agitato = aufgeregt
Prestissimo = sehr schnell
Prestissimo assai = äußerst schnell
Vivacissimo = äußerst lebhaft
O
Dynamische Bezeichnungen

pianissimo possibile = ∏ = so leise wie möglich


Ï
M

fortissimo possibile = = so laut wie möglich


fortepiano = Í = stark betont und sofort leise
E

Abnehmende dynamische Bezeichnungen mit


D

gleichzeitiger Tempoverlangsamung

calando = an Lautstärke und Tempo abnehmend


morendo = ersterbend
smorzando = verlöschend

Musikalische Zusatzbezeichnungen

poco = wenig poco a poco = nach und nach


meno = weniger meno mosso = weniger bewegt
piu = mehr piu mosso = bewegter
molto = viel assai = sehr
sempre = immer rubato (rub.) = frei im Vortrag

- 41 -
Musikalische Ausdrucksbezeichnungen und Spielanweisungen

agitato = aufgeregt, ungestüm


amabile = lieblich
animato = beseelt
appassionato = leidenschaftlich
attacca = ohne Pause den folgenden Teil anschließen
cantabile = singend
con anima = mit Seele
con brio = mit Schwung, mit Feuer
con dolore = mit Schmerz
con espressione = mit Ausdruck
con forza = mit Kraft
con fuoco = mit Feuer
con moto = mit Bewegung
deciso = entschieden
dolce = sanft, zart
espressivo = ausdrucksvoll
O
funebre = traurig
furioso = stürmisch
giocoso = scherzhaft
M

glissando = gleitend
grazioso = anmutig
lamentoso = klagend
E

leggiero = leicht
maestoso = majestätisch
D

marciale = marschmäßig
martellato = hämmernd
mosso = bewegt
scherzando = scherzend
simile = auf gleiche Weise
solemnis = feierlich
sostenuto = gehalten
subito = plötzlich
tacet = schweigen
tranquillo = ruhig
tutti = alle
unisono = im Einklang

- 42 -
1 Ordne den Vortragsbezeichnungen die deutsche Bedeutung zu:

1 prestissimo assai ruhig


2 morendo nach und nach
3 poco a poco gehend mit Bewegung
4 cantabile frei im Vortrag
5 sostenuto äußerst schnell
6 tranquillo gehalten
7 Andante con moto so leise wie möglich
8 pianissimo possibile ersterbend
9 rubato mit Kraft
10 con forza singend

2 Ordne der deutschen Bedeutung die Vortragsbezeichnung zu:

1 feierlich Adagio sostenuto


2 mit Bewegung Allegro non troppo
3 langsam getragen
O Agitato
4 an Lautstärke abnehmend con fuoco
5 nicht allzu bewegt con moto
M

6 mit Seele fortepiano


7 mit Feuer grazioso
E

8 stark betont und sofort leise calando


9 aufgeregt con anima
D

10 anmutig solemnis

3 Nenne den entsprechenden Fachausdruck zu folgenden Bezeichnungen:

ohne Pause den folgenden Teil anschließen = __________________________________


entschieden = __________________________________
äußerst lebhaft = __________________________________
verlöschend = __________________________________
mit Schmerz = __________________________________
leidenschaftlich = __________________________________
sehr langsam = __________________________________
auf gleiche Weise = __________________________________

- 43 -
10. INSTRUMENTE UND GESANG IM ÜBERBLICK

Um einen Überblick der wichtigsten Instrumente und Singstimmen geben zu können, wer-
den diese verschiedenen Gruppen zugeordnet.

Streichinstrumente

Violine Viola Violoncello Kontrabass Viola da


(Geige) (Bratsche) (Cello) Gamba

Saiten- und Zupfinstrumente

Gitarre Zither Harfe Hackbrett


Kontragitarre
Mandoline
E-Gitarre
O
E-Bass
M
E

Holzblasinstrumente
D

Sopranblockflöte Piccoloflöte Oboe


Altblockflöte Querflöte Oboe d’amore
Tenorblockflöte Altflöte Englischhorn
Bassblockflöte Bassflöte Fagott
Kontrafagott

Es-Klarinette Sopransaxofon Spielmannsflöten:


B-Klarinette Altsaxofon Diskantflöte
Altklarinette Tenorsaxofon Sopranflöte
Bassklarinette Baritonsaxofon Altflöte
Basssaxofon Tenorflöte

- 44 -
Blechblasinstrumente

Trompete Waldhorn Tenorhorn


Flügelhorn Bariton
Cornet Euphonium
Basstrompete

Altposaune F-Tuba Sopranfanfare


Tenorposaune B-Tuba Bassfanfare
Bassposaune

Schlaginstrumente

Kleine Trommel Pauken Glockenspiel


Große Trommel Xylofon
Becken (Paar) Vibrafon
Marimbafon
Röhrenglocken
O
Drum-Set: Congas Paradetrommel
Kleine Trommel Bongos Landsknechtstrommel
M
Große Trommel Triangel Lyra
Hi-Hat / versch. Becken Woodblock
versch. Tom Tom Tambourin
E
D

Tasteninstrumente

Klavier Cembalo Orgel E-Piano Akkordeon


Flügel Keyboard Diatonische Har-
Synthesizer monika

Gesang

Sopran Mezzo- Alt Tenor Bariton Bass


sopran

- 45 -
11. MUSIKEPOCHEN MIT IHREN KOMPONISTEN
IM ÜBERBLICK

Karl Heinz Stockhausen (1928 - 2007)


Leonard Bernstein (1918 - 1990)
John Cage (1912 - 1992)
George Gershwin (1898 - 1937)
Carl Orff (1895 - 1982)
nach 1900 Paul Hindemith (1895 - 1963)
Moderne Igor Strawinsky (1882 - 1971)
Béla Bartók (1881 - 1945)
Manuel de Falla (1876 - 1946)
Arnold Schönberg (1874 - 1951)
Claude Debussy (1862 - 1918)

Richard Strauss (1864 - 1949)


Edvard Grieg (1843 - 1907)
Peter Tschaikowski (1840 - 1893)
Johannes Brahms (1833 - 1897)
Giuseppe Verdi (1813 - 1901)
1820 - 1900 Franz Liszt (1811 - 1886)
Romantik Robert Schumann (1810 - 1856)
Frédéric Chopin (1810 - 1849)
O
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 - 1847)
Franz Schubert (1797 - 1828)
Carl Maria von Weber (1786-1826)
M
Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)
1750 - 1820 Joseph Haydn (1732 - 1809)
Klassik Johann Stamitz (1717 - 1757)
E

Georg Christoph Wagenseil (1715 - 1777)


Franz Xaver Richter (1709 - 1789)
D

Georg Friedrich Händel (1685 - 1759)


Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
1600 - 1750 Georg Phillip Telemann (1681 - 1767)
Barock Antonio Vivaldi (1678 - 1741)
Henry Purcell (1659 - 1695)
Heinrich Schütz (1585 - 1672)

Hans Leo Haßler (1564 - 1612)


1420 - 1600 Giovanni Gabrieli (1557 - 1612)
Renaissance Orlando di Lasso (1532 - 1594)
Giovanni Palestrina (1525 - 1594)

Francesco Landini (1325 - 1397)


900 - 1420 Philippe de Vitry (1291 - 1361)
Mittelalter Léonin (1150 - 1210)

- 46 -
1 Ordne jeder Epoche einen Komponisten zu:

1 Mittelalter Orlando di Lasso


2 Renaissance Paul Hindemith
3 Barock Léonin
4 Klassik Robert Schumann
5 Romantik Antonio Vivaldi
6 Moderne Ludwig van Beethoven

2 Schreibe über jede Epoche die Jahreszahl von Beginn und Ende:

Mittelalter Renaissance Barock Klassik Romantik Moderne

3 Welche Komponisten gehören zu den aufgeführten Epochen? Kreuze an:


O
1 Mittelalter Philippe de Vitry
Joseph Haydn
M
Francesco Landini

2 Renaissance Arnold Schönberg


Giovanni Gabrieli
E

Hans Leo Haßler

3 Barock Johann Sebastian Bach


D

Henry Purcell
John Cage

4 Klassik Franz Xaver Richter


Frédéric Chopin
Wolfgang Amadeus Mozart

5 Romantik Heinrich Schütz


Johannes Brahms
Franz Liszt

6 Moderne Karl Heinz Stockhausen


Igor Strawinsky
Edvard Grieg

- 47 -
GEHÖRBILDUNG D2

- 48 -
2 - TAKT
RHYTHMUS IM 4

œ Œ œ œ œœœœ œ œœ œœœ

Klatsche das Echo:

Echo Echo
÷ 24 œ œ CD
œ Œ œ œ œ œ Œ 01

Echo Echo
÷œ œ œ œ Œ œ œœœ œ œ Œ

Echo Echo
÷ œ œ œ œœ œ Œ O œœœ œ œ œ Œ

Echo Echo
÷ œœœ œ œœ œ Œ œ œ œœœ œ Œ
M

Echo Echo
÷ œœœœœ œ œ Œ œ œ œœœœ œ Œ
E

Echo Echo
D

÷ œœœœœœœœ œ Œ œœœœœ œœ œ Œ

Echo Echo
÷ œ œœœœœœ œ Œ œœœ œœœœ œ Œ

Echo Echo
÷ œœœ œœœ œ Œ œ œœœ œœ œ Œ

Echo Echo
÷œ œœœœ œ Œ œœœ œ œ Œ

- 49 -
Ergänze mit folgenden Rhythmusbausteinen:

œ œ œœœœ œ œœ œœœ

CD
1 ÷ 24 .. œ œ œ œ Œ .. .. Œ ..
02
œ œ œ œ œ œ

÷ 24 .. œ œ œ œ œ Œ .. .. œ œ œ œ œ Œ ..

Ergänze den gehörten Rhythmus:


O
CD
2 ÷ 24 œ œ ..
03
œ œ œ œ œ œ œ œ œ
M

CD
3 ÷ 24 œ œ ..
E

04
œ œ œ œ œ œ œ
D

CD
4 ÷ 24 ..
05
œ œ œ œ œœ œ œ œ œ œ œ

5 ÷ 24 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ ..

6 ÷ 24 œ œ œ œ œ œ œ œ ..

- 50 -
ETÜDE
Trainiere die Koordination der rechten und linken Hand:

r. H.
l. H.
÷ 24 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œœ œœ

÷œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œœ ..

Notiere den Rhythmus der gespielten Melodie:

CD
1 ÷ 24 ..
06

CD
2 ÷ 24 ..
07
O
Notiere den gehörten Rhythmus:
(Aufnahme: 1 x ganz - 2 x Takt 1 und 2 - 2 x Takt 3 und 4 - 1 x ganz)
M

CD
3 ÷ 24 08
E
D

CD
4 ÷ 24 09

CD
5 ÷ 24 10

CD
6 ÷ 24 11

CD
7 ÷ 24 12

- 51 -
3 - TAKT
RHYTHMUS IM 4

œ Œ œ œ œœœœ œ œœ œœœ

Klatsche das Echo:

Echo Echo
÷ 34 œ œ œ œ œ œ œ œ œ Œ Œ CD
œœœ œ œ œ œœ œ Œ Œ 13

Echo Echo
÷ œ œ œ œœœœ œ Œ Œ œ œœœœœ œ œ œ Œ Œ

j Echo Echo
÷ œ. œ œ œ œ œ œ Œ Œ Oœœœœœ œ œ œœ œ Œ Œ

Echo j Echo
÷ œ œœœ œ œœœ œ Œ Œ œ. œ œ œ œ œ Œ Œ
M

Echo Echo
÷ œ œ œ œœœ œ œ Œ Œ œ œœœœœ œ œ Œ Œ
E
D

Übe zuerst die einzelnen Beispiele ohne CD.


Lege die Reihenfolge fest, in der die vier Beispiele auf der CD gespielt werden (z. B. 3, 2, 4, 1):

CD
1 ÷ 34 œ œ œ œ œ Œ Œ 14
œ œ œ œ œ

2 ÷ 34 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ Œ Œ

j
3 ÷ 34 œ . œ œ œ œ œ Œ Œ

4 ÷ 34 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ Œ Œ

- 52 -
BODY-PERCUSSION

Legende
(Zeichenerklärung)

¿œ in die Hände klatschen


÷ auf die Oberschenkel patschen
œ mit den Füßen stampfen

3 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ ¿
÷4
œ œ œ œ œ œ œ œ

5
j j
¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿
÷ ‰ œœ œœœœ
O ‰ œœœœœ
œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
M

9
÷ œœ œœ œœ œœœ œ œ œœ œœ œœ œœœ œ ¿
œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
E

13
D

œ ¿¿
¿
÷ œ œœœ œ ¿¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿¿ ¿ œœ œ ¿
œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ

17 ¿
÷ œ œ ¿ œœœ œœœœœ ¿ œœœœ ¿ ¿
œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ

21
j
¿ ¿¿ ¿ ¿ ¿ ¿ œœœœœ ¿
÷ œœœœ œœ œ œ ‰
œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ

- 53 -
Notiere den gehörten Rhythmus (der gegebene Takt wiederholt sich noch einmal im Beispiel):

CD
j
1 ÷ 34 œ . ..
15
œ œœœœ

CD
2 ÷ 34 ..
16
œ œ œ œœœ

3 ÷ 34 œ œ œœœ œ ..

j
4 ÷ 34 œ . œ œ œ ..

O
Notiere den Rhythmus der gespielten Melodie:
M

CD
5 ÷ 34 ..
17
E

CD
6 ÷ 34 ..
18
D

CD
7 ÷ 34 ..
19

8 ÷ 34 ..

9 ÷ 34 ..

- 54 -
4 - TAKT
RHYTHMUS IM 4
Höre den Rhythmus und kennzeichne die Zählzeiten in den vorgegebenen Kästchen.
Übertrage diese anschließend in die korrekte Notenschrift:

1 2 3 4
Beispiel œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
x x x x x x x x x x

÷c œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ

1 2 3 4
1 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ

÷c O
1 2 3 4
2 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
M
E

÷c

1 2 3 4
D

3 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ

÷c

1 2 3 4
4 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ

÷c

- 55 -
Übe zuerst die einzelnen Beispiele ohne CD.
Lege die Reihenfolge fest, in der die vier Beispiele auf der CD gespielt werden (z. B. 4, 3, 1, 2):

1 ÷c œ CD
20
œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ w

2 ÷c œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ w

j
3 ÷ c œ. œ œ œ œ œ œ œ œ w

j
4 ÷c œ œ œ œ œ œ œ. œ w
O
M

DUETT
E

1
j
D

÷c Œ œ Œ œ œ œœœ œ œ Œ œ. œ œ œ œœ œ œ œ œ Œ

2 ÷c œ Œ œ Œ œ œ œœœœ œ œ œ œ œ œœœ œ œ œ Œ

j j
÷ œ. œœœœ œ œ œ œ œ œ œ. œ œ œ œ œ œ œ œ œœœ Œ
j j
÷ œ œ œ. œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ. œ œœœ œ Œ

- 56 -
Ergänze den gehörten Rhythmus:

CD
1 ÷c œ ..
21
œ œ œ œ œ œ ˙

CD
2 ÷c œ œ œ ..
22
œ œ œ œ œ œ œ œ ˙

j
3 ÷ c œ. œ œ œ œ œ œ ˙ ..

4 ÷c œ œ œ œ œ œ ˙ ..

Notiere den gehörten Rhythmus:


O
CD
5 ÷c ..
23
M

CD
6 ÷c ..
24
E
D

CD
7 ÷c ..
25

CD
8 ÷c ..
26

9 ÷c ..

10 ÷c ..

- 57 -
6 - TAKT
RHYTHMUS IM 8

j j
œ. Œ. œ œ œ œ œ œ œ œœœ œ

œ œœœ œ œ œœ œœœ œœ œœœœœ œ œœœœ œœœœœœ

Klatsche das Echo:

Echo j Echo
÷ 68 œ œ œ œ œ œ œ . Œ . CD
œ œ œ œ œ œ. Œ. 27

Echo Echo
j
O
÷ œ œ œ œ œ œ œ. Œ. œ œ œ œ œ œ œ œ œ. Œ.
M

j Echo j Echo
÷ œ œ œ œ œ œ œ. Œ. œ œ œ œ œ œ œ œ. Œ.
E

Echo Echo
D

j
÷ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ. Œ. œ œ œ œ œ œ œ. Œ.

Echo Echo
÷ œ œ œ œ œj œ œ. Œ.
j j
œ œ œ œ œ. Œ.

Echo Echo
÷ œ œ œ œ œ œ œ œ œ. Œ. œ œ œ œ œ œ œ œ œ. Œ.

- 58 -
Ergänze den gehörten Rhythmus:

CD
j
1 ÷ 68 œ œ ..
28
œ œ œ œ

CD
j
2 ÷ 68 œ ..
29
œ œ œ œ œ

CD
3 ÷ 68 ..
30
œ œ œ œ.

4 ÷ 68 œ œ œ œ œ œ œ œ ..

j
5 ÷ 68 œ œ œ ..
O œ œ
M

6 ÷ 68 œ œ œ œ œ œ œ ..
E

DUETT
D

1
j j
÷ 68 œ œ œ œ œ œ . Œ. œœœ œœœ œ œœ œ œ œ œ œ

2
j j
÷ 68 ∑ œ œ œœœ œ œ œœœ œ œ œ œœœ œœœ œ

j j
÷ œœœ œ œ œ œœ œ œ œ œœœœ œ œ œ œœœœœœ œ œ œ.
j j
÷ ∑ œœœ œ œ œ œœœ œœœ œ œ œ œ œ.

- 59 -
Notiere den Rhythmus der gespielten Melodie:

CD
1 ÷ 68 ..
31

CD
2 ÷ 68 ..
32

CD
3 ÷ 68 ..
33

CD
4 ÷ 68 ..
34

5 ÷ 68 ..
O
M

6 ÷ 68 ..
E

7 ÷ 68 ..
D

ETÜDE

Trainiere die Koordination der rechten und linken Hand:

r. H.
l. H.
÷ 68 œ œ œ œ œ œ œ œ œ
j œ
œ œœ œ œ œ œ œ œœ

j j
÷œ œ œ œœ œœ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œœ .
.
..

- 60 -
Vergleiche den gehörten mit dem vorgegebenen Rhythmus. Kennzeichne die Stellen und notiere die
Veränderungen:
(Aufnahme: 1 x ganz - 1 x Takt 1 und 2 - 1 x Takt 3 und 4 - 1 x ganz)

÷ 68 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œj œ CD
1
35
œ œ œ œ œ œ œ œ.

÷ 68

CD
j j
2 ÷ 68 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ 36
œ œ œ œœœ œ œ œ œ œ œ.

÷ 68

CD
j j
3 ÷ 68 œ œ œ œ œ œ œ œ œ 37
œ œœœ œ œ œœœ œ
O œ œ œ œ œ œ œ.

÷ 68
M

CD
j
4 ÷ 68 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ 38
œ œ œœœ œ œ œ œœœ œœœœœ œ
E

÷ 68
D

CD
5 ÷ 68 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ . 39

÷ 68

CD
6 ÷ 68 œ œ œ œ œ œ . 40
œ œ œ œ. œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ.

÷ 68

- 61 -
DIATONISCHE INTERVALLE
Diatonisch heißt, dass alle Töne in der Tonleiter vorkommen.

1 Höre oder singe zur CD:

CD
&c œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ 41

r1 g2 g3 r4 r5
œ œ œ œ

& œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
g6 g7 r8 k2 k3
œ œ œ œ œ œ

&œ œ œ œ œ œ œ œ œ
œ
œ
œ
œ œ œ œ ..
r4 r5 k6 k7 r8
œ œ œ œ

2 Singe große und reine Intervalle mit Hilfstönen aufwärts:

&w w w
O
w œ w w w w w w w œ w w w w
g2 g3 r4
M

& œ w w œ w w
r5 g6
w w w w w w w w
E

& w œ w œ w w
D

w œ
g7 r8
w w w w w w w

3 Singe kleine und reine Intervalle mit Hilfstönen abwärts:

&w w w w œ w w w w w w w w w w w
k2 k3 r4 r5

&w œ w w w w w w œ w w w w w w œ œ w w w w w
k6 k7 r8

Das Intervallhören kann auch anhand von Liedanfängen erleichtert werden.

- 62 -
Notiere jeweils den zweiten Ton (jedes Intervall der Tonleiter kommt einmal vor):
(Jedes Intervall wird 2 x gespielt: getrennt - zusammen)

## w w w
& w w w w w w
r1 g2 g3 r4 r5 g6 g7 r8
w w w w w w w

CD
#
1 & # w w w w w w w w 42

#
& # w w w w w w w w w w w
w
w w
r1 k2 k3 r4 r5 k6 k7 r8
w w

CD
## w
2
w w w w w w w
& 43
O
M

? bb w w w w w
w w w w w w w w w w w
r1 g2 g3 r4 r5 g6 g7 r8
E
D

3
? bb w w w w w w w w

? bb w w w w w w w w w
w
w
w
w
w
w
w
r1 k2 k3 r4 r5 k6 k7 r8

4
? bb w w w w w w w w

- 63 -
Übe zuerst die einzelnen Beispiele ohne CD.
Lege die Reihenfolge fest, in der die fünf Beispiele gespielt werden (z. B. 4, 3, 5, 1, 2):
(Jedes Intervall wird 2 x gespielt: getrennt - zusammen)

CD
1 &b w w w w 44
w
w w w w
g3 r5 g2 r4 g6
w

bb w
2 b w w w w
& w w w w w
g7 r4 g6 g2 r8

3
? ## w w w w w w w w w CD
w 45
r4 g6 g3 r5 g2
O
M

CD
4
w
&w w w w w w w
w 46

k2 r4 r5 k7 k6
w
E
D

5
?# w w w w w w w w w
w
k3 k2 r4 k6 r5

b w w
6 &b w w w w w w
r5 k6 k2 k3 r8
w w

- 64 -
INTERVALLAUFGABEN

Schreibe die Intervalle in die Kästchen (z. B. g 3):


(Jedes Intervall wird 4 x gespielt: getrennt - zusammen - getrennt - zusammen)

CD
1 a) b) c) d) e)
47

CD
2 a) b) c) d) e)
48

CD
3 a) b) c) d) e)
49

CD
4 a) b) c) d) e)
50

CD
5 a) b) c) d) e)
51
O
CD
6 a) b) c) d) e)
52
M

CD
7 a) b) c) d) e)
53
E

CD
8 a) b) c) d) e)
D

54

CD
9 a) b) c) d) e)
55

CD
10 a) b) c) d) e)
56

CD
11 a) b) c) d) e)
57

CD
12 a) b) c) d) e)
58

- 65 -
MELODIEN

Du hörst eine Melodie, von der einige Töne vorgegeben sind. Ergänze die fehlenden Töne:
(Aufnahme: 1 x ganz - 2 x Takt 1 und 2 - 2 x Takt 3 und 4 - 1 x ganz)

CD
j œ
1 &b c œ œ œ œ œ œ œ œ
59
œ œ œ œ œ ˙
x x x x

b
2 &b c j œ œ œ j j œ œ œ˙
œ œ. œ œ
x x x x
œ. œ œ

? bb c œ œ œ œ œ œ ˙ œ Jœ œ. œ œœ œ˙
3 b œ J J
x x x x
O
j
4 &c œ œ œ œ œ œ œ ˙ œ œ œ œ œ œ œ
x x x x
˙
M

(Aufnahme: 1 x ganz - 2 x Takt 1 und 2 - 2 x Takt 3 und 4 - 1 x erste Zeile - 2 x Takt 5 und 6 -
2 x Takt 7 und 8 - 1 x zweite Zeile - 1x ganz)
E
D

CD
5 &b c œ œ œ ˙ œ œ œ Œ œ œ œ Œ
œ œ œ 60
x x x x x

&b œ œ œ œ œ ˙ œ œ w
x x x x x
œ

œ œ œ ˙
CD
œ œ
6
? ## c ˙ ˙
61
x x x x x x x
œ w
? ## œ œ œ ˙ œ œ œ
x x x x x

- 66 -
j CD
7 & b c œ. œ. œ œ œ œ œ œ 62
œ œ
x x x x x

˙ œ
& b œ. œ œ œ œ ˙
x x x x x x x

j CD
8 &c˙ ˙ ˙
œ œ 63
œ. œ
x x x x x x

&œ œ œ œ œ. œ ˙ œ ˙. Œ
x x x x x x
J

œ œ œ œ œ
CD
œ œ œ œ
9
? ## c
O ˙
64
x x x x x x x x x
œ œ
œ œ œœœœ
M
? ## œ œ œ œ œ œ œ œ
x x x x x x x
E

CD
D

b
10 & b b c œ. j œœ œœ
œ œ œ œ œ œ 65
x x x x x x x x
œœ

b bb œœœœ œ œœ
& œ. œ œœœœ œœ œ œ
x x x x x x x x

CD
b j
11 & b c œ. 66
œ œ œ œ. œ ˙
x x x x x x x x x x
œ
b œ j
&b œ œ œ œ œ œ œ ˙ Ó
x x x x x x
œ.

- 67 -
? b cœ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ CD
12
˙
bb 67
x x x x x x x

? b œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
bb J
x x x x x x x x x

CD
## j
13 c 68
& œ œ ˙ œ ˙
x x x x x x x x
œ œ
##
& œ œ œ œ œ œ œ
x x x x x x x x
œ œ œ ˙

CD
# j j
14 & c œ. œ œ œ ˙
O œ. œ ˙ 69
x x x x x x x x
œ
#
M
j œ œ œ. œ œ œ. j
& œ. œ œ œ œ œ ˙
x x x x x x x x
E

œ œ œ œ œ œ œ œ ˙ CD
15
D

? ## c œ J 70
J
x x x x x x x x
œ œ œ œ œ ˙
? ## œ œ œ œ
x x x x x x x x

b CD
16 &b b c œ œ œ œ ˙ œ œ œ œ ˙ 71
x x x x x x x x x
J
b
&b b œ œ œ œ œ œ œ œ œ ˙ Ó
x x x x x x x
J

- 68 -
THEORIE D3

- 69 -
1. DUR- UND MOLL-TONLEITERN

Die Tonleitern in Dur und Moll (natürlich, harmonisch und melodisch) sowie der Quinten-
zirkel wurden im D2-Theorieteil erklärt. Für die D3-Theorie sind diese Kapitel Grund-
wissen.

H-Dur-Tonleiter

####
& #
w w w w w w w w w w w
w w w
I II III IV V VI VII VIII VII VI V IV III II I
w

gis-Moll-Tonleiter (parallele Tonart zu H-Dur)

natürlich:

#### w w w w w w w
# w w w w w w w w
&
O
I II III IV V VI VII VIII VII VI V IV III II I
M

harmonisch (VII. Stufe erhöht):


E

#### w w w w ‹w w ‹w w w w w
& # w w w w
I II III IV V VI VII VIII VII VI V IV III II I
D

melodisch (aufwärts VI. und VII. Stufe erhöht, abwärts natürliches Moll):

#### w w # w ‹w w #w nw w w w
& # w w w w w
I II III IV V VI VII VIII VII VI V IV III II I

- 70 -
Des-Dur-Tonleiter

w w w w w
? bb w w w w w w w w w w
bbb
I II III IV V VI VII VIII VII VI V IV III II I

b-Moll-Tonleiter (parallele Tonart zu Des-Dur)

natürlich:

? bb w w w w w w w w w w w w w w w
bbb
I II III IV V VI VII VIII VII VI V IV III II I

harmonisch (VII. Stufe erhöht):

? bb b w w w w w w n w w n w w w w w w w
bb
I II III IV V VI VII VIII VII VI V IV III II I
O
melodisch (aufwärts VI. und VII. Stufe erhöht, abwärts natürliches Moll):
M

? bb b w w w w w n w n w w b w b w w w w w w
bb
I II III IV V VI VII VIII VII VI V IV III II I
E
D

1 Nenne die parallele Tonart zu:

As-Dur = ___________ E-Dur = ___________ Ges-Dur = ___________

gis-Moll = ___________ b-Moll = ___________ dis-Moll = ___________

3
2 Schreibe eine Fis-Dur-Tonleiter im 4 - Takt in Viertelnoten auf- und abwärts. Beginne mit der Note
fis 1 und schreibe die höchste Note einmal. Setze Taktstriche und kennzeichne alle Halbtonschritte:

&

- 71 -
4
3 Schreibe eine Ges-Dur-Tonleiter im 4 - Takt in Achtelnoten auf- und abwärts. Beginne mit der Note
Ges und schreibe die höchste Note zweimal. Setze Taktstriche und kennzeichne alle Halbtonschritte:

6
4 Schreibe eine harmonische f-Moll-Tonleiter im 8 - Takt in punktierten Viertelnoten auf- und abwärts.
Beginne mit der Note f und schreibe die höchste Note zweimal. Setze Taktstriche und kennzeichne alle
Halbtonschritte:

&

2
5 Schreibe eine harmonische dis-Moll-Tonleiter im 4 - Takt in Achtelnoten auf- und abwärts. Beginne
mit der Note Dis und schreibe die höchste Note zweimal. Setze Taktstriche und kennzeichne alle Halb-
tonschritte:

? O
5
6 Schreibe eine melodische cis-Moll-Tonleiter im 8 - Takt in Achtelnoten auf- und abwärts. Beginne
M
mit der Note cis 1 und schreibe die höchste Note einmal. Setze Taktstriche und kennzeichne alle Halb-
tonschritte:
E

&
D

5
7 Schreibe eine melodische es-Moll-Tonleiter im 4 - Takt in Viertelnoten auf- und abwärts. Beginne
mit der Note Es und schreibe die höchste Note einmal. Setze Taktstriche und kennzeichne alle Halb-
tonschritte:

5
8 Schreibe eine melodische gis-Moll-Tonleiter im 8 - Takt in Achtelnoten auf- und abwärts. Beginne
mit der Note Gis und schreibe die höchste Note zweimal. Setze Taktstriche und kennzeichne alle Halb-
tonschritte:

- 72 -
2. DREIKLÄNGE
Dreiklänge in der Akkordsymbolschrift
Dreiklänge und Vierklänge werden international in verschiedenen Akkordsymbolschriften
benannt und bezeichnet. Nachfolgend wird die heute in Deutschland gebräuchlichste Ak-
kordbezeichnung verwendet. In Jazzarrangements kann man auch andere Bezeichnungen
finden.

Die Akkordsymbolschrift basiert auf den internationalen Notennamen. Diese heißen:

& w #w w #w w #w w w
w #w w w #w
C C# D D # E F F # G G # A A # B C

& w w bw w bw w bw w w bw w bw w
C B B b A A b G G b F E E b D D b C

Zu beachten ist, dass international der Ton H als B und der Ton B als B b bezeichnet wird.
O
Dur-Dreiklang
Aufbau: Internationale Bezeichnung:

(z. B. C, D, E b, F #)
M
große Terz und kleine Terz & www Großbuchstabe des Grundtones
(g 3 u. k 3)
C
E

Moll-Dreiklang
Aufbau: Internationale Bezeichnung:
D

kleine Terz und große Terz & b www Großbuchstabe des Grundtones

(z. B. Cm, Dm, E b m, F # m)


(k 3 u. g 3) mit Kleinbuchstaben „m“
Cm

Übermäßiger Dreiklang
Aufbau: Internationale Bezeichnung:
große Terz und große Terz & # www Großbuchstabe des Grundtones

(z. B. C +, D +, E b +, F # +)
(g 3 u. g 3) mit „+ “
C+

Verminderter Dreiklang
Aufbau: Internationale Bezeichnung:
kleine Terz und kleine Terz & b b www Großbuchstabe des Grundtones

(z. B. C°, D°, E b °, F # °)


(k 3 u. k 3) mit „° “

- 73 -
Zusammenfassung:

Versetzungszeichen (z. B. E b für Es-Dur, F # für Fis-Dur)


Dur-Dreiklang = Großbuchstabe des Grundtones evtl. mit

Moll-Dreiklang = Großbuchstabe des Grundtones mit „m“ (z. B. E b m, F # m)

Übermäßiger Dreiklang = Großbuchstabe des Grundtones mit „+ “ (z. B. E b +, F # +)

Verminderter Dreiklang = Großbuchstabe des Grundtones mit „° “ (z. B. E b °, F # °)

1 Bestimme folgende Dreiklänge:

? # # www b www
& b www b www &
?

______ ______ ______ ______

?
# # # www & www
O ?
b www & b b b www
______ ______ ______ ______
M

? ? b www
& # # www b www & # # # www
E

______ ______ ______ ______


D

2 Schreibe folgende Dreiklänge:

? ?
& &
D+ C #° Bm Db

? & ? &
Gb F# m Db + A b°

? ?
& &
B G° Cb m Eb+

- 74 -
Leitereigene Dreiklänge in Dur und Moll

Über jedem Ton einer Tonleiter kann ein Dreiklang gebildet werden. Die Dreiklänge beste-
hen nur aus Tönen der vorgegebenen Tonart. Man bezeichnet diese als leitereigene Drei-
klänge.

Leitereigene Dreiklänge der C-Dur-Tonleiter:

ww www www ww www


& www ww www w w
w
Stufe: I II III IV V VI VII VIII
Bezeichnung: C Dm Em F G Am B° C

Leitereigene Dreiklänge einer Dur-Tonleiter:


Dur-Dreiklang = Stufe I, IV, V und VIII
Moll-Dreiklang = Stufe II, III und VI
O
=
verminderter Dreiklang Stufe VII
M

Leitereigene Dreiklänge der harmonischen a-Moll-Tonleiter:


E

www w www
? ww ww # ww www # www # ww
D

w w w
Stufe: I II III IV V VI VII VIII
Bezeichnung: Am B° C+ Dm E F G #° Am

Leitereigene Dreiklänge einer harmonischen Moll-Tonleiter:


Moll-Dreiklang = Stufe I, IV und VIII
Dur-Dreiklang = Stufe V und VI
verminderter Dreiklang = Stufe II und VII
übermäßiger Dreiklang = Stufe III

- 75 -
3 Bilde über jedem Ton der As-Dur-Tonleiter einen leitereigenen Dreiklang und bezeichne diesen genau:

? bbc
bb w
______ ______ ______ ______ ______ ______ ______ ______

4 Bilde über jedem Ton der H-Dur-Tonleiter einen leitereigenen Dreiklang und bezeichne diesen genau:

#### c
& #
w
______ ______ ______ ______ ______ ______ ______ ______

5 Bilde über jedem Ton der harmonischen c-Moll-Tonleiter einen leitereigenen Dreiklang und bezeichne
diesen genau:

w w nw w
? b c w w w w
bb
______ ______ ______ ______ ______ ______ ______ ______

6 Bilde über jedem Ton der harmonischen cis-Moll-Tonleiter einen leitereigenen Dreiklang und be-
zeichne diesen genau:
O
#### c
M
& w
______ ______ ______ ______ ______ ______ ______ ______
E

7 Bilde über den angegebenen Stufen einer A-Dur-Tonleiter leitereigene Dreiklänge und bezeichne diese
genau:
D

& & & &


w
I VI III VII

______ ______ ______ ______

8 Bilde über den angegebenen Stufen einer harmonischen es-Moll-Tonleiter leitereigene Dreiklänge und
bezeichne diese genau:

? ? ? ?
bw
I V II IV

______ ______ ______ ______

- 76 -
Dreiklänge und ihre Umkehrungen

Neben ihren Grundformen können alle Dreiklänge in Umkehrungen vorkommen. Umkeh-


rungen entstehen, wenn jeweils der untere Ton nach oben oktaviert wird. Daher ist dann in
der ersten Umkehrung die Terz und in der zweiten Umkehrung die Quinte des ursprüngli-
chen Dreiklangs unten.

Grundstellung 1. Umkehrung 2. Umkehrung


Sextakkord Quartsextakkord
C 6 6
4

ww ww
& www w w
k6 r4 g6

Grundstellung 1. Umkehrung 2. Umkehrung


mit Grundton unten mit Terz unten mit Quinte unten
Aufbau: Aufbau: Aufbau:
O
k3 r4 g3
r5 k6 g6
g3 k3 r4
M

Während bei den Umkehrungen darauf geachtet wird, welcher Dreiklangston unten liegt,
können Dreiklänge auch danach bezeichnet werden, welcher der Töne oben liegt: Quinte,
Oktave oder Terz. Dann wird von der Quint-, Oktav- oder Terzlage gesprochen.
E

ww
^ ^ ^
ww
5 8 3
& www w
D

Lage: Lage: Lage:


Dreiklang in der Dreiklang in der Dreiklang in der
Quintlage Oktavlage Terzlage
(Quinte liegt oben) (Oktave liegt oben) (Terz liegt oben)

Dreiklänge können neben der Grundstellung in zwei Umkehrungen vorkommen:


Grundstellung = Quintlage
Sextakkord = Oktavlage
Quartsextakkord = Terzlage

- 77 -
9 Bilde einen E-Dur-Dreiklang in Grundstellung sowie dessen 1. und 2. Umkehrung:

& & &


E E Sext- E Quartsext-
akkord akkord

10 Bilde einen h-Moll-Dreiklang in Grundstellung sowie dessen 1. und 2. Umkehrung:

? ? ?

Bm Bm Sext- Bm Quartsext-
akkord akkord

11 Bilde folgende Dreiklänge, im jeweils ersten Takt die Grundstellung, im zweiten Takt die angegebene
Umkehrung:

& ? O &
F Sext- G+ Quartsext- A° Sext-
akkord akkord akkord
M

? ?
&
Db + C #° F #m
E

Quartsext- Sext- Quartsext-


akkord akkord akkord
D

& ? &
E bm Sext- Ab + Quartsext- B° Sext-
akkord akkord akkord

12 Bilde folgende Dreiklänge in ihrer angegebenen Umkehrung:

& ?

Bb Sext- Dm Quartsext- C b + Quartsext- B b° Sext-


akkord akkord akkord akkord

- 78 -
?
&
C # m Quartsext- G° Sext- F# Sext- E+ Quartsext-
akkord akkord akkord akkord

& ?

D+ Quartsext- F° Sext- Gb Sext- G # m Quartsext-


akkord akkord akkord akkord

?
&
C# Quartsext- E bm Sext- D # ° Quartsext- A+ Sext-
akkord akkord akkord akkord

13 Bestimme folgende Dreiklänge:


O
w
& b bb www w
# # ww
? # # ww w
# ww
M

_________ _________ _________ _________

w
? # # www # b ww b b www b ww
E

& bw
D

_________ _________ _________ _________

b ∫b www w w
& w ? b b ww b ww
# ‹ ww
_________ _________ _________ _________

# ww
? b bb www #w b www
& # www
_________ _________ _________ _________

- 79 -
Hauptdreiklänge, Kadenz

In allen Dur- und Moll-Tonleitern werden die Dreiklänge auf der I., IV. und V. Stufe Haupt-
dreiklänge genannt und folgendermaßen bezeichnet:

Stufe I = Tonika (T für Dur oder t für Moll)


Stufe IV = Subdominante (S, s)
Stufe V = Dominante (D, d)

Eine Dreiklangsverbindung auf den Stufen I - IV - V - I wird als einfache Kadenz (Standard-
kadenz) bezeichnet.
Will man die Kadenz in einem vierstimmigen Satz notieren, bekommt das obere System drei
Oberstimmen und das untere System die Bassstimme.
Die I. Stufe (Tonika) wird in der Quintlage, die IV. Stufe (Subdominate) in der Terzlage, die
V. Stufe (Dominante) in der Oktavlage notiert. Als Abschluss folgt noch einmal die I. Stufe
in der Quintlage. Die Lagen der Dreiklänge ergeben sich aus den Regeln der Harmonielehre.

Kadenz in C-Dur:
O
& www ww w ww
w ww w
M

? w w
w w
Stufe: I IV V I
E

Bezeichnung: T S D T
D

Kadenz in a-Moll harmonisch:

& www ww w www


w # ww
? w w
w w
Stufe: I IV V I
Bezeichnung: t s D t

In einer einfachen Kadenz werden die Stufen I - IV - V - I aneinandergereiht.

- 80 -
14 Schreibe folgende Standardkadenzen in Dur:

B-Dur G-Dur

& &

? ?
I IV V I I IV V I

E-Dur Des-Dur

& &

? ?
I IV V I I IV V I
O
15 Schreibe folgende Standardkadenzen in harmonisch Moll. Beachte den Leitton:
M
h-Moll d-Moll

& &
E

? ?
D

I IV V I I IV V I

gis-Moll f-Moll

& &

? ?
I IV V I I IV V I

- 81 -
3. VIERKLÄNGE

Aufbau der Vierklänge in Grundstellung

Erweitert man einen Dreiklang um eine zusätzliche Terz, entsteht ein Vierklang, dessen neues
Rahmenintervall eine Septime ist. Daher wird ein Vierklang auch Septimakkord oder Sept-
akkord genannt.

Septakkorde gibt es in mehreren Grundformen, die vom Aufbau der Terzen abhängen.

Der Septakkord auf der V. Stufe einer Tonleiter wird Dominantseptakkord genannt. Ausge-
hend vom Dreiklang wird ihm sowohl in Dur als auch in harmonisch Moll eine kleine Terz
hinzugefügt. Das Rahmenintervall ist somit die kleine Septime.

Dominantseptakkord der C-Dur-Tonleiter:

www k7 w w
? w w w w w w

I II III IV V7 VI VII VIII


Stufe:
O
Bezeichnung: G 7
M

Der Dominantseptakkord der C-Dur-Tonleiter heißt G 7.


E

Dominantseptakkord der hamonischen a-Moll-Tonleiter:


D

? w # wwww k7
w #w w
w w w
Stufe: I II III IV V7 VI VII VIII
Bezeichnung: E 7

Der Dominantseptakkord der hamonischen a-Moll-Tonleiter heißt E 7.

- 82 -
Übersicht aller Septakkorde:

1. Dominantseptakkord
k7

& b www & w bw


Aufbau:
Dur-Dreiklang
und kleine Terz w w w
Internationale Schreibweise: C7 g3 k3 k3
Großbuchstabe des Grundtones mit 7

2. Moll-Septakkord
k7

& w bw
Aufbau:

w bw
Moll-Dreiklang & b b www
und kleine Terz w
Internationale Schreibweise: Cm7 k3 g3 k3
Großbuchstabe des Grundtones mit m 7

3. Verminderter Septakkord
O
v7
Aufbau:
verminderter Dreiklang & b b ∫ wwww ∫w
M
& b w
und kleine Terz w b w
Internationale Schreibweise: C° 7 k3 k3 k3
Großbuchstabe des Grundtones mit ° 7
E

4. Halbverminderter Septakkord
D

k7

& b w bw
Aufbau:
verminderter Dreiklang
und große Terz
& b b b wwww w b w
Internationale Schreibweise: CØ7 k3 k3 g3
Großbuchstabe des Grundtones mit Ø 7

5. Großer Septakkord
g7

& ww & w w
Aufbau:
Dur-Dreiklang
und große Terz
ww w w
Internationale Schreibweise: C maj 7 g3 k3 g3
Großbuchstabe des Grundtones mit maj 7

- 83 -
Zusammenfassung:
Dominantseptakkord = Großbuchstabe des Grundtones mit 7 (z. B. C 7 )
Moll-Septakkord = Großbuchstabe des Grundtones mit m 7 (z. B. Cm 7 )
Verminderter Septakkord = Großbuchstabe des Grundtones mit ° 7 (z. B. C° 7 )
Halbverminderter Septakkord = Großbuchstabe des Grundtones mit Ø7
(z. B. C Ø 7 )
Großer Septakkord = Großbuchstabe des Grundtones mit maj 7 (z. B. C maj 7 )

1 Bestimme folgende Septakkorde:

? b ww ? ww #w
# ww & b b www ww & # www
bw
_________ _________ _________ _________

b bb wwww ? b wwww w ? b b b www


& O & # # www w
_________ _________ _________ _________
M
? www & # # wwww ? b b www & b wwww
w w
_________ _________ _________ _________
E

2 Bilde folgende Septakkorde:


D

? ?
& &
F7 D maj 7 GØ 7 E bm 7

? & ? &
G #° 7 B b7 AØ 7 B maj 7

? ?
& &
Em 7 G b maj 7 D7 F #Ø 7

- 84 -
Umkehrungen der Vierklänge

Analog zu den Dreiklängen können auch die Septakkorde in Umkehrungen vorkommen.


Für jeden Septakkord gibt es drei Umkehrungen. In jeder Umkehrung findet sich das Kom-
plementärintervall der Septime, die Sekunde, wieder. Die Umkehrungen sind nach Platzie-
rung der Sekunde benannt und entstehen durch Oktavierung des jeweiligen unteren Tones
nach oben.

Umkehrungen am Beispiel von C 7:

Grundstellung 1. Umkehrung 2. Umkehrung 3. Umkehrung


Quintsextakkord Terzquartakkord Sekundakkord
C7 6 4 2
5 3

? w
b ww
ww b wwww b wwww b www

Quintsextakkord
O
Aufbau:
1. Umkehrung Sekundschritt zwischen
M
?
b wwww
mit der Terz unten Quinte und Sexte
v5 k6
E

Terzquartakkord
D

Aufbau:
2. Umkehrung Sekundschritt zwischen
? b wwww
mit der Quinte unten Terz und Quarte
k3 r4

Sekundakkord

Aufbau: www
3. Umkehrung Sekundschritt zwischen
?
bw
mit der Septime unten g2 Prime und Sekunde

- 85 -
Vierklänge können neben der Grundstellung in drei Umkehrungen vorkommen:
Septakkord = Grundstellung
Quintsextakkord = 1. Umkehrung
Terzquartakkord = 2. Umkehrung
Sekundakkord = 3. Umkehrung

Umkehrungen eines Moll-Septakkordes am Beispiel Gm 7:

& w b www b wwww


b wwww b www w
Gm 7 Quintsext- Terzquart- Sekund-
akkord akkord akkord

Umkehrungen eines verminderten Septakkordes am Beispiel D° 7 :


O
? w b www
b b wwww b b wwww b b www bw
D° 7 Quintsext- Terzquart- Sekund-
M

akkord akkord akkord


E

Umkehrungen eines halbverminderten Septakkordes am Beispiel F Ø 7 :


D

b bb wwww b bb wwww
& b b b wwww b b b wwww
FØ7 Quintsext- Terzquart- Sekund-
akkord akkord akkord

Umkehrungen eines großen Septakkordes am Beispiel E maj 7 :


w
? w # # wwww # # www
# # wwww # # www
E maj 7 Quintsext- Terzquart- Sekund-
akkord akkord akkord

- 86 -
2 Schreibe Septakkorde, im ersten Takt in der Grundstellung und im zweiten Takt in der angegebenen
Umkehrung:

& ? &
A b m7 Quintsext- BØ 7 Sekund- G #° 7 Terzquart-
akkord akkord akkord

? ?
&
F7 Terzquart- D maj 7 Quintsext- E bm 7 Sekund-
akkord akkord akkord

& ? &
C# Ø7 Sekund- Am 7 Terzquart- B b° 7 Quintsext-
akkord akkord akkord

? ?
O
&
F #° 7
M

E Ø7 Quintsext- Terzquart- G maj 7 Sekund-


akkord akkord akkord

?
E

& &
D bm 7 Gb 7
D

Terzquart- Sekund- B° 7 Quintsext-


akkord akkord akkord

3 Benenne folgende Septakkorde in ihren Umkehrungen:

w
? # wwww # # # www
& # wwww &
________________ ________________ ________________

? b b b wwww b ∫b wwww ? www


& w
________________ ________________ ________________

- 87 -
4. N-TOLEN
Unregelmäßige Unterteilungen der Notenwerte

Bisher wurde hauptsächlich die regelmäßige Unterteilung der Notenwerte in zwei, drei oder
vier Teile behandelt. Eine rhythmische Erweiterung ist die unregelmäßige Unterteilung von
Notenwerten. Man nennt diese N-tolen. Das „N“ steht für eine beliebige Zahl, z. B. 4 bei
Quartole.
Wird die Zeitdauer eines an sich dreiteiligen Notenwertes nur zweifach unterteilt, handelt
es sich um eine Duole. Eine bereits bekannte Figur ist die Triole (3 statt 2). Weitere Formen
der N-tolen sind Quartole (4 statt 3), Quintole (5 statt 4) und Sextole (6 statt 4) usw.

Übersicht der gebräuchlichsten N-tolen

Duole (2 statt 3)

÷ œ œ ÷ œ œ œ ÷ œ.
2
= =

÷ œ œ ÷ œ œ œ ÷ ˙.
2
= =
O
Triole (3 statt 2)
M

÷ œ œ œ ÷ œ œ ÷ œ
3
= =
E

÷ œ œ œ ÷ œ œ ÷ ˙
3
D

= =

÷ ˙ ˙ ˙ ÷ ˙ ˙ ÷ w
3
= =

Quartole (4 statt 3)

÷ œ œ œ œ ÷ œ œ œ ÷ œ.
4
= =

÷ œ œ œ œ ÷ œ œ œ ÷ ˙.
4

= =

- 88 -
Quintole (5 statt 4)

÷ œ œ œ œ œ ÷ œ œ œ œ ÷ œ
5
= =

÷ œ œ œ œ œ ÷ œ œ œ œ ÷ ˙
5
= =

Sextole (6 statt 4)

÷ œ œ œ œ œ œ ÷ œ œ œ œ ÷ œ
6
= =

÷ œ œ œ œ œ œ ÷ œ œ œ œ ÷ ˙
6
= =

Septole (7 statt 4)

÷ œ œ œ œ œ œ œ ÷ œ œ œ œ ÷ œ
7
O
= =

÷ œ œ œ œ œ œ œ ÷ œ ÷ ˙
M

œ œ œ
7
= =
E

Novemole (9 statt 8)

÷ œœœœœœœœœ ÷ œ œ œ œ œ œ œ œ ÷ œ
D

= =

÷ œœœœœœœœœ ÷ œ œ œ œ œ œ œ œ ÷ ˙
9
= =

Dezimole (10 statt 8)

10

÷ œœœœœœœœœœ = ÷ œ œ œ œ œ œ œ œ = ÷ œ

÷ œœœœœœœœœœ ÷ œ œ œ œ œ œ œ œ ÷ ˙
10
= =

- 89 -
1 Ergänze im ersten Takt eine Dezimole und im zweiten Takt eine Sextole:

÷ 45 œ œ œ œ œ. œ œ œ œ œ
x x

2 Ergänze im ersten Takt eine Triole und im zweiten Takt eine Quintole:

÷ 34 œ œ œ œ œ œ œ œ. œ œ
x x

3 Ergänze im ersten Takt eine Quartole und im zweiten Takt eine Duole:

÷ 98 œ œ œ œ . œ œ œ œ œ.
x O x

4 Ergänze im ersten Takt eine Quintole und im zweiten Takt eine Septole:
M

÷cœ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
x x
E
D

5 Ergänze im ersten Takt eine Novemole und im zweiten Takt eine Sextole:

÷ 45 œ j
œ œ œ œ. œ œ œ
x x

6 Ergänze im ersten Takt eine Dezimole und im zweiten Takt eine Triole:

÷ 34 œ . œ œ œ œ œ œ. œ
x x

- 90 -
5. ASYMMETRISCHE TAKTARTEN, TAKTWECHSEL

Asymmetrische Taktarten

Taktarten, die aus Zweier- und Dreiereinheiten bestehen, werden als asymmetrische (unre-
5 5
gelmäßig zusammengesetzte) Taktarten bezeichnet. In Kapitel 7 der D2-Theorie wurde be-
reits der 4 - und 8 - Takt erklärt und dargestellt. In den folgenden Beispielen werden weitere
Gruppierungen aufgezeigt.

7 - Takt (Beispiel: 3 + 2 + 2 und 2 + 2 + 3)


8

Metrik: 1 2 3 4 5 6 7 1 2 3 4 5 6 7
Grundschläge: ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿
÷ 78 œ œ œ œ œ œ œ ÷ 78 œ œ œ œ œ œ œ
> > > > > >

8 - Takt (Beispiel: 3 + 3 + 2 und 3 + 2 + 3)


8
O
M
Metrik: 1 2 3 4 5 6 7 8 1 2 3 4 5 6 7 8
Grundschläge: ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿
÷ 88 œ œ œ œ œ œ œ œ ÷ 88 œ œ œ œ œ œ œ œ
> > > > > >
E
D

9 - Takt (Beispiel: 2 + 2 + 2 + 3 und 3 + 2 + 2 + 2)


8

Metrik: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Grundschläge: ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿
÷ 98 œ œ œ œ œ œ œ œ œ ÷ 98 œ œ œ œ œ œ œ œ œ
> > > > > > > >

- 91 -
11 - Takt (Beispiel: 2 + 2 + 3 + 2 + 2 und 3 + 3 + 2 + 3)
8

Metrik: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
Grundschläge: ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿
÷ 118 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ ÷ 118 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
> > > > > > > > >

12 - Takt (Beispiel: 3 + 3 + 2 + 2 + 2 und 2 + 2 + 2 + 3 +3)


8

Metrik: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Grundschläge: ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿ ¿
÷ 128 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ ÷ 128 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
> > > > > > > > > >
O
Taktwechsel
Ändert sich innerhalb eines Musikstückes das Metrum, hat dies meist einen Taktwechsel zur
M
Folge. Dieser wird als neue Taktbezeichnung direkt nach einem Taktstrich ins Notensystem
geschrieben und hat so lange Gültigkeit, bis ein neuer Taktwechsel notiert wird. Beginnt eine
neue Zeile mit einem Taktwechsel wird die neue Taktart zusätzlich am Ende der vorausge-
henden Zeile angezeigt.
E

Zwiefacher
D

## 2 34 œ 24
& 4 ˙ ˙ œ œ œ
œ œ œ œ œ
Leit, Leit, Lei - tl müaßts lu - stig sei, lu - stig sei,
## 2 34 œ 24
& 4 ˙ ˙ œ œ œ œ
œ œ œ
derfts, derfts, derfts net so trau - rig sei, trau - rig sei,
œ
## 2 34 œ 24
& 4 ˙ ˙ œ œ œ œ œ œ
denn, denn, denn mit der Trau - rig - keit, Trau - rig - keit,
œ œ
#
& # 24 ˙ ˙ 34 œ
œ ˙.
kimmt, kimmt, kimmt ma net weit.
œ

- 92 -
1 Erkenne in folgenden Beispielen die Taktart und notiere sie:

÷ œ œ œ œ œ œ. œ œœœœ ÷ œ œœœ œ œ œ œ œ œ œ œ
3
a) b)

c) ÷ œ œ œ. œ œ œ œœœ d) ÷ œ œ œœœ œ œ œ œœœœœœœ

2 Finde die Anfangstaktart sowie die folgenden Taktwechsel heraus und notiere sie an den richtigen
Stellen (mehrere Lösungen sind möglich):

&b œ œ œ œ œ œ ‰ œ œ ‰ œ œ œ œ œ
œ œ œ œ œ
j œ
&b œ œ œ ‰ œ œ œ œ œ œ. œ œ œ ‰ œ œ œ œ œ œ.
O
3 In den folgenden dreitaktigen Rhythmusbeispielen fehlen Taktartangabe und Taktstriche. Ergänze
diese an den entsprechenden Stellen:
M

a) ÷ œ œ œ œ œ œ. œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ. œ œ
E

j
÷ œ œ œ œ œœœœ œ œ œ œ œ œœœ œ œ œ œ œ œ œ. œ œ œ œ ˙
3
D

b)

÷ œ œœœœ œ œ œ œ œ. œ ‰ œ œ œ œ œ .. œœ œ
3
c)

j jj j j
d) ÷ œ. œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ.

e) ÷ œ. œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ ‰ œ œ ≈ œ œ œ. œ œ œ œ œ œ œ.

- 93 -
6. ORNAMENTIK

Zum Ausschmücken von Melodielinien gibt es unzählige Verzierungen. Diese fasst man
unter dem Begriff Ornamentik zusammen. Johann Sebastian Bach war einer der ersten Kom-
ponisten, der frühzeitig seine Vorstellungen notierte. Ihm folgten einige namhafte Kompo-
nisten, wie z.B. Leopold Mozart oder Johann Joachim Quantz, die in ihren Lehrwerken stets
ausführlich die Ornamentik, ihre Zeichen und Ausführungen beschrieben.

Die folgende Übersicht zeigt eine Auswahl der häufigsten Verzierungen, die sich je nach
Epoche in ihrer Ausführung unterscheiden können:

Notation: Ausführung:

˚j̊
Kurzer Vorschlag & œ
j
œ & œ œ

Langer Vorschlag & œ ˙ O & œ œ

& œ ˙. & ˙ œ
M

j
œ œ œ
j œ œ œ œ
E

& œ &
D

Doppelvorschlag & œœ œ & œœ œ

& œœ œ ˙
3
Schleifer & ˙
œœœ

Nachschlag
& ˙ œœ œ & œ .. œ œ œ

- 94 -
Notation: Ausführung:
I
m mi m
Pralltriller & œ œ & œ œ œ . œ bœ œ . œ #œ œ .
œ

M MI Mi
Mordent & œ œ œ & œ œ œ . œ #œ œ . œ bœ œ .

T
Doppelschlag & œ & œ œ œ œ œ
Ti TI
& œ œ & œ bœ œ œ œ œ œ œ #œ œ

ÿ
& œ & œ œ œ œ œ
O
ÿI ÿi
M
& œ œ & œ #œ œ œ œ œ œ œ bœ œ
T
E

& ˙ œ & œ. œœœœœ


D

ÿ
& ˙ œ & œ. œœœœœ

Ÿ~~~~~~~~~
Triller & œ & œœœœœœœœ

Verzierungszeichen werden mit leitereigenen Tönen ausgeführt.


Zusätzliche Versetzungszeichen ( b , # , n ) müssen eigens notiert werden.
Stehen die Versetzungszeichen über dem Verzierungszeichen, betrifft es die oberen
Nebentöne, unter dem Verzierungszeichen die unteren Nebentöne.

- 95 -
1 Benenne folgende Verzierungen:

j
T
& œ œ ? œœ œ & œ

___________________ ___________________ ___________________

M œœ
œ œ
? ˙ œœ œ & œ ?

___________________ ___________________ ___________________

Ÿ~~~~~~~ m
& œ ˙ ? ˙ & œ

___________________ ___________________
O ___________________

2 Folgende Verzierungen sind im zweiten Takt ausgeschrieben. Notiere jeweils im ersten Takt über der
M
Note bzw. an entsprechender Stelle das dazugehörige Verzierungszeichen und benenne es anschlie-
ßend:
E

= =
? œ ? œ œ œ #œ œ & œ & œ œ
J
D

________________________________ ________________________________

= =
& œ & œ bœ œ . ? œ ? œ #œ œ .

________________________________ ________________________________

= =
? œ ? œœ œ & ˙ œ & œ. œœœœœ

________________________________ ________________________________

- 96 -
7. NATURTONREIHE

Jeder natürliche Ton ist ein aus Teiltönen zusammengesetzter Klang. Beim Spiel eines Tones
erklingen weitere, höhere Töne, die auch Obertöne genannt werden.
Schreibt man die Obertöne der Reihe nach auf, ergibt sich eine Obertonreihe, die auch als
Naturtonreihe bezeichnet wird.

Aufbau der Naturtonreihe

# w w b w bw nw w
w w&
? w
w w bw w w
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
w w

Eine Naturtonreihe wird in der Regel bis zum 16. Naturton notiert. Die Verdoppelung der
Zahl des Grundtones ergibt immer eine Oktave.

# w w b w bw nw w
w w&
w
?
w w bw w w
O
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
w w
M

Der Aufbau einer Naturtonreihe ist durch die Abfolge bestimmter Intervalle geprägt. Eine
Naturtonreihe kann von jedem beliebigen Ton aus gebildet werden.
E
D

# w w b w bw nw w
? w w& w b w w w w
w w
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
w

r8 r5 r4 g3 k3 k3 g2 g2 g2 g2 k2 k2 g2 k2 k2

Blechbläser können auf ihren Instrumenten einen Teil dieser Naturtöne ohne Zuhilfenahme
der Ventile oder des Posaunenzuges spielen.

- 97 -
1 Bilde folgende Naturtonreihen vom angegebenen Grundton bis zum 12. Naturton:

Grundton E:

?
&
w

Grundton G:

?
w &

Grundton D:

? &
O
w
M

Grundton B :
E

?
&
bw
D

Grundton A:

?
&
w

Grundton Es:

? &
bw

- 98 -
8. TRANSPOSITION

Spielt man eine Melodie oder eine Tonfolge in einer anderen Tonart, müssen alle Töne unter
exakter Beibehaltung der Intervallabstände in die gewünschte Tonart versetzt werden. Diese
Versetzung nennt man Transposition (transponere, lat. = versetzen, übertragen).

Zur Transposition können folgende Schritte hilfreich sein:


1) Bestimmung der neuen Tonart (Ausgangstonart) und Notation der Vorzeichen
2) Bestimmung des Intervalls zwischen beiden Tonarten
3) Transposition aller Noten unter Beachtung des Intervalls und der zusätzlichen Ver-
setzungszeichen (Takt und Rhythmus werden bei Transpositionen exakt übernommen).

Folgende zu transponierende Melodie ist in C-Dur notiert:

& c œ bœ œ œ bœ œ œ œ œ Œ œ œ œ #œ œ #œ œ œ ˙

Transposition nach D-Dur (große Sekunde aufwärts):


O
## c
œ œ nœ œ œ œ œ Œ œ œ œ #œ œ #œ œ
M
& n œ œ
œ ˙
E

Transposition nach F-Dur (reine Quarte aufwärts):


D

b c œ œ bœ œ œ œ œ Œ œ œ œ #œ œ #œ œ œ
& œ b œ ˙

Transposition nach E-Dur (kleine Sexte abwärts), notiert im Bassschlüssel:

œ œ nœ œ œ œ œ œ œ œ #œ œ ‹œ œ œ ˙
? #### c œ nœ Œ

- 99 -
1 Transponiere folgende Melodie eine kleine Terz höher:

& c œ œ. œ œ œ œ œ
œ œ œ œ œ œ . œj œ œ œ œ œ
œ œ œ
˙

&

2 Transponiere folgende Melodie eine reine Quarte tiefer:

? c œ œ œ œ bœ œ bœ œ œ œ #œ œ #œ œ œ œ. œ œ œ
J
œ
œ œ ˙
b

?
O
3 Transponiere folgende Melodie eine große Sexte höher. Notiere im Violinschlüssel:
M

œ œœœœœ œ #œ œ #œ œ œ
? ## c œ . œ œ œ œ œ ˙
J
E
D

&

4 Transponiere folgende Melodie eine kleine Septime tiefer. Notiere im Bassschlüssel:

b
& b bbb c œ œ œ œ . nœ œ
œ œ bœ œ œ œ œ œ
œ bœ œ . œ nœ . œ œ œ œœ Œ

- 100 -
5 Transponiere folgende Melodie nach E-Dur. Notiere im Bassschlüssel:

#
& c œ œ œœœœœ jœ bœ œ
œ œ œ œ
œ œ . œ œ œ œ ˙

6 Transponiere folgende Melodie nach F-Dur. Notiere im Violinschlüssel:

œ œ œ œ bœ œ œ œœœ ˙
? bcœ #œ œ #œ nœ bœ nœ œ œ œœœœœ
b

& O
7 Transponiere folgende Melodie nach A-Dur. Notiere im Bassschlüssel:
M

&c œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ . œ œ . bœ œ . œ œ œ œ
bœ œ œ œ œ
E

œ
D

8 Transponiere folgende Melodie nach Des-Dur. Notiere im Violinschlüssel:

œ œ . œ œ nœ œ nœ œ œ œ œœœ œ œ œ œ ˙
? bb b c #œ œ
œ œ œ
b

&

- 101 -
9. GRUNDLAGEN DER MUSIKALISCHEN FORMENLEHRE

In der musikalischen Formenlehre werden Gattungen, Formen und Formprinzipien beschrie-


ben und dargestellt.

Das Wissen über einen formalen Aufbau eines Musikstückes bringt den Musizierenden einen
Zugang zum Werk, zu seiner Gliederung und Interpretation.

Das Motiv
In der Formenlehre hat vor allem das Motiv eine große Bedeutung. Ein Motiv kann aus we-
nigen Tönen bestehen, einer musikalischen Idee, die so geprägt ist, dass sie Keimzelle für
ein größeres Werk werden kann.

Darstellung eines Motives


am Beispiel von Ludwig van Beethoven - 5. Sinfonie in c-Moll (op. 67)

b U
& b b 24 ‰ œ œ œ ˙
O
Dieses Motiv besteht aus vier Tönen. Melodisch ist ein abwärtsgerichtetes Intervall, eine
große Terz, zu hören. Rhythmisch wird dieses Motiv gebildet aus einem Auftakt, bestehend
aus drei Achtelnoten, die zur Hauptnote hinführen. Diese Tonfolge ist für den 1. Satz der
M

Sinfonie so charakteristisch, dass sie im weiteren Verlauf vom Zuhörer immer wieder als
Motiv erkennbar ist.
E

Ein Motiv (motus, lat. = Bewegung, Antrieb, Gedanke) ist die kleinste, musikalisch sinn-
D

volle Einheit und kann sowohl melodisch, harmonisch oder rhythmisch geprägt sein.

Neben dem Motiv ist das Thema die nächst größere Form. Es kann aus mehreren Motiven
oder einem Motiv mit einer Weiterführung bestehen. Mit Motiven und Themen beginnt der
eigentliche Kompositionsvorgang.

Nachfolgend werden einige Beispiele für mögliche Weiterentwicklungen des Motives dar-
gestellt.

- 102 -
Motivweiterführung

Ein Motiv kann durch Wiederholung, Veränderung und Transposition weiterentwickelt wer-
den.

1. Wiederholung
(= Wiederholung auf gleicher Tonhöhe)

Motiv: Wiederholung:

&c œ œ œ œ ˙ œ œ œ œ ˙
˙ ˙

2. Sequenz
(= Wiederholung auf anderer Tonhöhe)

Motiv: O Sequenz:

&c œ œ œ œ œ œ ˙
œ œ ˙ ˙ ˙
M

3. Augmentation
(= Vergrößerung der Notenwerte)
E

Motiv: Augmentation:
D

&c œ œ œ œ ˙ ˙ ˙ ˙ ˙ w
˙ w

4. Diminution
(= Verkleinerung der Notenwerte)

Motiv: Diminution:

&c œ œ œ œ ˙ œ œ œ œ œ œ
˙

- 103 -
5. Spiegelung (Umkehrung)
Das Motiv wird um seine Achse gespiegelt. Alle Intervalle werden in gleicher Größe nach
unten bzw. nach oben geführt.
Motiv: Spiegelung:

&c œ œ œ œ ˙ œ bœ bœ b˙ ˙
˙ œ

6. Krebs
Das Motiv wird rückwärts notiert.

Motiv: Krebs:

&c œ œ œ œ ˙ ˙ œ œ œ œ
˙ ˙

7. Rhythmische Veränderung
Die Töne werden rhythmisch variiert.
O
Motiv: Rhythmische Veränderung:
M
j j
&c œ œ œ œ ˙ œ. œ œ. œ ˙.
˙ œ
E

8. Tonartliche Veränderung
Das Motiv erscheint in einer anderen Tonart.
D

Motiv: Tonartliche Veränderung:

&c œ œ œ œ ˙ bœ œ œ bœ ˙ b˙
˙

9. Melodische Veränderung
Einzelne Töne werden verändert.

Motiv: Melodische Veränderung:

&c œ œ œ œ ˙ œ œ œ
œ
˙ ˙
˙

- 104 -
1 Benenne die jeweilige Motivweiterführung:

Motiv: Bezeichnung: _________________________

œ œ œ
&c œ œ
œ ˙ ˙ œ œ ˙ ˙

Motiv: Bezeichnung: _________________________

?c œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
˙ ˙

Motiv: Bezeichnung: ________________________________

&c œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ ˙ ˙
O
2 Führe die einzelnen Motive weiter:
Spiegelung:
M

&c œ œ œ œ œ
œ
E

Diminution:
D

? b 24 œ œ œ œ œ œ

Krebs:

& c œ. œ œ œ. œ œ œ
Sequenz:

? ## c œ œ œ œ œ
œ
Augmentation:

œ œ œ œ œ
&c œ œ œ œ

- 105 -
Liedformen
Die Liedform ist die einfachste Art der Weiterführung eines musikalischen Gedankens. Der
Begriff leitet sich vom gesungenen Volkslied ab. Man unterscheidet die einteilige, zweiteilige
und dreiteilige Liedform.

Einteilige Liedform

Die einteilige Liedform besteht aus einem musikalischen Abschnitt, wie bei ganz einfachen
Volksliedern. Dieser kann z. B. aus einem Motiv mit einem musikalischen Anschluss be-
stehen (z. B. Tatü, tata, die Feuerwehr ist da).

Motiv Anschluss

2
& 4 œj œ ‰
œ
j œ ‰
œ
j œ œ œ œ œ.

Zweiteilige Liedform

Die zweiteilige Liedform besteht aus zwei Abschnitten, die sich erkennbar voneinander un-
O
terscheiden. Der erste Abschnitt wird Vordersatz, der zweite Nachsatz genannt. Der in sich
abgeschlossene Satz (Vorder- und Nachsatz) wird als musikalische Periode bezeichnet.
M
Sind beide Abschnitte einer zweiteiligen Liedform sehr ähnlich, spricht man von einer a - a´
- Form (z. B. Kommt ein Vogel geflogen).

a (Vordersatz) a´ (Nachsatz)
E

3
D

&4 œœ œ œ œ œ œ œœ œ œ œ ˙ œœ œ œ œ œ œ œœ œ
œ œ ˙
Periode

Sind beide Abschnitte unterschiedlich, spricht man von einer a - b - Form (z. B. Ein Vogel
wollte Hochzeit machen).

a (Vordersatz) b (Nachsatz)

2 œj œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
b
& 4 œ œ œ œ œ œ œ œœ œ œ œ œœ œ œ œ œ œ.
Periode

- 106 -
Dreiteilige Liedform

Die dreiteilige Liedform besteht aus drei Abschnitten (Halbsätzen). Es können drei verschie-
dene oder nur zwei verschiedene Abschnitte sein, von denen dann einer wiederholt wird.
Die Reihenfolge der Abschnitte wird ebenfalls mit Buchstaben gekennzeichnet.

a - b - c - Form (z. B. Kuckuck, Kuckuck)


a

& 34 œ œ Œ œ œ Œ
œ œ œ ˙.
b

&œ œ œ ˙ œ œ œ œ ˙ œ
c

&˙ œ ˙ œ œ œ œ ˙.

a - b - a - Form auch da-capo-Form genannt (z. B. Alle Vöglein sind schon da)
O a

j œ œ œ ˙ j
& c œ. œ œ œ œ. œ œ
M
œ ˙ ˙
b

&œ œ œ œ œ œ œ ˙ œ œ œ œ œ œ œ ˙
E

j œ œ œ ˙ j
D

& . œ œ œ œ. œ œ ˙
œ œ ˙

a - a - b - Form auch Barform genannt (z. B. Morgen Kinder wird´s was geben)

&bc œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ ˙
a

&b œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ ˙
œ œ œ
b

&b œ œ œ œ œ œ ˙ œ œ œ œ œ œ ˙
œ œ

- 107 -
10. MUSIKGESCHICHTE
MIT IHREN FORMEN UND GATTUNGEN

Zeit / Epoche: Vokale und instrumentale Geschichtliches:


Formen / Gattungen:

Orchestermusik, 1. Weltkrieg,
Kammermusik, 2. Weltkrieg,
Ballettmusik, Oper, Vietnamkrieg,
nach 1900
Klaviermusik, Lenin, Stalin,
Moderne
Musical, Renoir, Brecht, Kafka,
Zwölftontechnik, Aleatorik, Mondlandung (1969)
elektronische Musik,
grafische Notation

Oratorium, Sinfonische Heine, Hölderin, Bismark,


Oper, Kunstlied, Dichtung, Erfindung von Telefon,
1820 - 1900 Musikdrama, Programmmusik, Auto und Radio
Romantik Operette Rhapsodie,
Nocturne,
O
Arabeske

1750 - 1820 Oper, Sonate, Sinfonie, Franz. Revolution (1789),


M

Klassik Klavierlied, Solokonzert, Napoleon,


Kunstlied Rondo, Etüde Goethe, Schiller

Monodie, Oper, Suite, Fuge, Ludwig XIV, Versailles,


E

1600 - 1750 Oratorium, Toccata, Sonate, Rembrandt, Rubens,


Barock Passion, Kantate, Concerto Grosso, Dreißigjähriger Krieg
D

geistl. Konzert Solokonzert, von 1618 bis 1648


Rondo, Fantasie

Madrigal, Variation, Buchdruck, Notendruck,


1420 - 1600 Motette Ricercar, Entdeckung Amerikas,
Renaissance Suite Reformation, Bauernkriege,
Michelangelo

Gregorianischer Tanzlieder, Kreuzzüge,


900 - 1420 Choral, Lieder, Völkerwanderung,
Mittelalter Minnesang, Rondeau Bamberger Dom und
Organum Notre Dame (Paris)

- 108 -
1 Ordne die verschiedenen vokalen und instrumentalen Formen und Gattungen den einzelnen Epochen
zu, in denen sie entstanden sind:

1 Barock Klavierlied Ricercar

2 Klassik Zwölftontechnik Rondeau

3 Romantik Monodie Sinfonie

4 Mittelalter Madrigal Orchestermusik

5 Renaissance Minnesang Sinfonische Dichtung

6 Moderne Musikdrama Concerto Grosso

2 Jeder Epoche sind vier vokale und instrumentale Formen und Gattungen zugeordnet. Kreuze die
richtigen an:

1 Klassik Oratorium Solokonzert


O
Oper Sinfonie
M

2 Mittelalter Organum Gregorianischer Choral


Solokonzert Minnesang
E

3 Moderne grafische Notation elektronische Musik


D

Ballettmusik Oratorium

4 Barock Kantate Ricercar


Fuge Rondeau

5 Romantik Oratorium Programmmusik


Musikdrama Madrigal

6 Renaissance Motette Concerto Grosso


Variation Ricercar

- 109 -
GEHÖRBILDUNG D3

- 110 -
2 - TAKT
RHYTHMUS IM 4
3
j j
œ œ œ œ. œ œ œ. œœ œ œœœ

Klatsche das Echo:

Echo 3 Echo
÷ 24 œ Œ Œ CD
72
œ œ œ œ œœœ œ

Echo Echo
÷ œ œ œ œœ œ Œ œœœœœ œœ œ Œ

3 Echo O j j Echo
÷ œ œ œ œœœœ œ Œ œ œ œ œ Œ

3 Echo Echo
M

÷ œ œ œ œ œœ œ Œ œœœœœœ œ œ Œ
E

3 Echo Echo
÷ œ œœœ œ œ œ Œ Œ
D

œœ œœœ œ œ

3 3 Echo 3 Echo
÷ œœœœœœ œ Œ œœœœœ œ œ œ Œ

Echo Echo
÷ œ. œ œ œ œ œ œ Œ œ. œ œ œ. œ Œ

3 Echo Echo
÷ œ œ œœœ œ Œ œ œ œ œ. œ œ Œ

- 111 -
Ergänze den gehörten Rhythmus:

CD
1 ÷ 24 œ œ œ œ œ Œ ..
73
œ œ

3 3
CD
2 ÷ 24 Œ ..
74
œ œ œ œ œ œ œ

3 ÷ 24 œ œ œ œ œ œ œ Œ ..

CD
4 ÷ 24 œ œ Œ ..
75
œ œ œ œ
O
3
5 ÷ 24 œ œ œ œ. œ œ Œ ..
M
E

ETÜDE
D

Trainiere die Koordination der rechten und linken Hand:

r. H.
l. H.
÷ 24 œ œ œ œ œ œ œœ œ œ œœ œ œ œ œœ .. œ œ œ œœ œ œ œ œœ œ œ

÷ œ œ œœ œ œ œ œ œœ œ œœ œ œ œ œ œ œ œ œœ œ œ œ œ œ œœ œ œœ ..

- 112 -
3 - TAKT
RHYTHMUS IM 4

Ergänze den gehörten Rhythmus:

CD
1 ÷ 34 œ . œ œ œ œ œ œ ..
76
œ œœœœ œœ

j j
2 ÷ 34 œ œ œ œ œ œœœœ œœ ..

÷ 34 œ œ œ œj œ CD
j
3 ..
77
œ œœœœœœ œœ œœ

4 ÷ 34 œ . œ œ œœœ ..
O
3
M
5 ÷ 34 œœ œœ œ œ œ ..

3
E

6 ÷ 34 œ œ œ œ œ œœ ..
D

j
7 ÷ 34 œ . œ œ œœ ..

3
8 ÷ 34 œ œ œ œ œ œ ..

9 ÷ 34 œ œ œ œ œ. œ ..

- 113 -
4 - TAKT
RHYTHMUS IM 4
Klopfe oder klatsche zur Klavierbegleitung:

SYNKOPEN-ETÜDE
1
÷ c œ œ œj œ œj ‰ œj ‰ œj œ œ j
œ ‰ œ Œ œ ‰ œj œ œ œ œ

5
÷ œ œ ‰ œ œ ‰ œ œ œ ‰ œ ‰ œ ‰ œ œ œ œ œ œ ‰ œj œ
j j j j j

9 j j j
÷œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ ‰ œ œ œ œ œ œ œ. œ. Œ

13 j j j j
÷ œ. œ. œ œ œ œ œ œ œ œ O œ œ ‰ œ œ ‰ œ œ œ Œ

17 j
÷ œ. œ. œ œ œ œ Œ œ. œ Œ œ œ œ Œ œ. œ. Œ
M

21
÷ œj œ
j j j j j
œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ ‰ œ œ œ œ. œ Œ
E

25
D

÷ œ œ œ œ ‰ œj œ œ œ ‰ œj œ j
œ ‰ œ œ œ œ œ œ œ œ œ Œ

29 j j j
÷ œ. œ œ œ. œ œ ‰ œ œ Œ ‰ œ ‰ œj œ œj œ œj œ œj œ

Klavierbegleitung
# œœ .. CD
& c ˙˙˙ ˙˙˙ ˙˙˙ ... œ
˙˙
˙ ˙˙˙ ˙˙
˙
˙˙
˙ 78

?#c œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ ..
œ œ œ œ œ

- 114 -
Übe die einzelnen Beispiele:

3
1 ÷ c œ. œ œ œ œ œ œ œ œ .. 2 ÷c˙ œ œ œ œ ..

3
÷ c œj œ
j j
3 œ œ œ œ œ œ .. 4 ÷ c œ. œ œ œ œ œ ..

5 ÷ c œ . œ œj œ j
œ œ .. 6 ÷ c œ œ œ œ œ . œ œ œ œ . œ ..

3
7 ÷cœ œ œ œ œ œ œ œ œ .. 8 ÷ c œ. œ œ œ. œ œ œ ..

Kombiniere beliebige Takte zu einem viertaktigen Rhythmusbeispiel. Notiere und übe es:

÷c ..
O
Die oben notierten Takte sind nun in den folgenden Beispielen zu viertaktigen Rhythmusdiktaten
M

kombiniert. Schreibe zuerst die Nummern der gehörten Beispiele unter die jeweiligen Takte und notiere
sie anschließend:
E

1 ÷c .. CD
79
D

CD
2 ÷c .. 80

3 ÷c ..

4 ÷c ..

- 115 -
Notiere den gehörten Rhythmus:
(Aufnahme: 1 x ganz - 2 x Takt 1 und 2 - 2 x Takt 3 und 4 - 1 x ganz)

CD
1 ÷c 81

CD
2 ÷c 82

CD
3 ÷c 83

4 ÷c CD
84

5 ÷c
O CD
85
M

CD
6 ÷c 86
E

CD
7
D

÷c 87

CD
8 ÷c 88

CD
9 ÷c 89

CD
10 ÷c 90

- 116 -
6 - TAKT
RHYTHMUS IM 8

j j
œ. œ œ œ œ œ œ œ œ œœœ œœœ œ

œ œ œœ œœœ œœ œ œœœœ œœœœœ œœœœœœ œ . œœ

œ . œœœ œ œ. œ œœ œœ œœ œœœ œ œœ œ

Komponiere 8-taktige Rhythmen und übe die Beispiele:

1 ÷ 68 œ œ œ
O
M

÷ j
œ œ œ. œ œ œ.
E
D

2 ÷ 68 œ œ œ œ œ œ œ œ. œ œ

÷ j
œ œ œ œ œ œ œ.

- 117 -
Übe zuerst die einzelnen Beispiele ohne CD.
Lege die Reihenfolge fest, in der die vier Beispiele auf der CD gespielt werden (z. B. 4, 3, 1, 2):

CD
j j
1 ÷ 68 œ œ œ œ œ œ œ 91
œ œ œ œ œ œ œ œ. œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ.

j j
2 ÷ 68 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ. œ œ œ œ œ œ œ œ œ.

j j
3 ÷ 68 œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ. œ œ œ œ œ œ œ œ.

4 ÷ 68 œ œj œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ. œ œ
j
œ œ œ œ œ œ.
O
ETÜDE
M

Trainiere die Koordination der rechten und linken Hand:

r. H.
E

j
l. H.
6 œ œ œ œ œ œ œ œ œ ‰ œ œ œ œ
.
÷ 8 œ œ œ œ. œ œ œ œ œ. œ œ œ œ ‰ œ œ œ œ œ œ. œ
œ œ œ œ . œ œ œ œ œ œ œ
J J
D

j
œ œ œ œ œ . œ œ œ œ œ œ œ œ . œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
÷ Œ. Œ. œ œ œ œ. œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ. œ
J J J

j
÷ œŒ . œ œ œ Œœ. œ œ œ œœ œ œ œœ œ œœ . œ œ œ œœ œ œ œ œ œœ .œ œ œ œ œœ œ œœ œ œœ .. œ œ

j j
œ . œ . œ
÷ ‰ œ œ œ ‰ œ œ œ œ. œ œ œ œ
œ œ œ
œ œ œ œ . œ œ œ œ ‰ œ œ œ œœ . œ
œ œ œ . œ œ
J

- 118 -
Notiere den gehörten Rhythmus:
(Aufnahme: 1 x ganz - 2 x Takt 1 und 2 - 2 x Takt 3 und 4 - 1 x ganz)

CD
1 ÷ 68 92

CD
2 ÷ 68 93

CD
3 ÷ 68 94

CD
4 ÷ 68 95

5 ÷ 68
O CD
96
M

CD
6 ÷ 68 97
E

CD
7 ÷ 68
D

98

CD
8 ÷ 68 99

CD
9 ÷ 68 100

CD
10 ÷ 68 101

- 119 -
CHROMATISCHE INTERVALLE
Höre, spreche oder singe zur CD:

CD
& c œ bœ œ œ œ œ nœ œ œ œ œ bœ œ œ œ œ nœ œ œ œ 102

Ei - ne klei - ne Zwei, ei - ne gro - ße Zwei, ei - ne klei - ne Drei, ei - ne gro - ße Drei,

&œ œ œœ œ bœ œ
œ #œ œ œ œ œ œ œ œ œœ œ œ œ œ
ei - ne rei - ne Vier, ei - ne ü - ber - mäß´ -ge Vier, ei - ne rei - ne Fünf, ei - ne klei - ne Sechs,

& nœ œ bœ œ œ nœ œ œ œ œ
œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ
ei - ne gro - ße Sechs, ei - ne klei - ne Sie- ben, ei - ne gro - ße Sie- ben, ei - ne rei - ne Acht.

&œ œ œ œ œ œ bœ œ œ œ œ œ œ œ œ œ bœ œ œ œ
Ei - ne klei - ne Zwei, ei - ne gro - ße Zwei, ei - ne klei - ne Drei, ei - ne gro - ße Drei,

&œ œ œ œ œ œ #œ œ œ œ œ œ
O œ nœ œ œ œ œ
œ
œ œ
œ
ei - ne rei - ne Vier, ei - ne ver -min - der -te Fünf, ei - ne rei - ne Fünf, ei - ne klei - ne Sechs,
M

& œ bœ œ œ œ œ
œ
œ œ
œ œ
œ

œ œ
œ œ
œ
œ
œœ
œ
ei - ne gro - ße Sechs, ei - ne klei - ne Sie- ben, ei - ne gro - ße Sie- ben, ei - ne rei - ne Acht.
E
D

Vergleiche das gespielte mit dem gegebenen Intervall und notiere eventuelle Unterschiede (der An-
fangston ist immer richtig):
(Jedes Intervall wird zweimal gespielt: getrennt - zusammen)

CD
1 & w bw w w w w
w w 103
#w #w w w
k6 _____ k3 _____ r4 _____ g7 _____ r8 _____ r4 _____

CD
w
2 bw w #w w
104
& w w bw
w w w bw
g2 _____ g6 _____ k3 _____ g2 _____ g7 _____ g6 _____

- 120 -
Lege die Reihenfolge fest, in der die sechs Beispiele gespielt werden (z. B. 4, 3, 5, 6, 1, 2):
(Jedes Intervall wird 2 x gespielt: getrennt - zusammen)

CD
1 w bw w bw 105
& w #w w w w w
g2 k3 k2 g3 k2 k3
w w

2 & w w
w w w bw bw w w w
bw w
g3 r4 k2 k3 k3 g2

3 & w w w w w w w bw bw bw w bw
g2 r5 r4 g3 r5 k2
O
M
CD
w bw bw
4 & w w bw w w
106
w bw
r4 k3 k6 r5 r1 g6
w w
E
D

w
5 & w w bw #w #w w w w #w
bw w
r5 k7 g2 g6 k6 r4

6
w w
& w w bw w w w w w
g3 r8 k6 k7 g2 r5
w w

- 121 -
Intervall hören - Notiere den zweiten Ton:
(Jedes Intervall wird 4 x gespielt: getrennt - zusammen - getrennt - zusammen)

w CD
1 bw
& w w w 107

? bw w w
w w

CD
2
w
108
& w w w w

? bw w w w w

w bw CD
3
109
& w bw O w

? bw w w
w
w
M

w CD
4 w #w
110
& w w
E

? bw w w bw
D

bw

bw CD
5
#w
& w w w 111

? w w
w w w

w CD
6 bw 112
& w w w

? w #w w w bw

- 122 -
DREIKLANGS - VOKALISE

Höre oder singe zur CD:

(Aufnahme: Es werden zwei Takte vorgezählt. Im 1. Takt erklingt zusätzlich der Dur-Drei-
klang und im 2. Takt der jeweilige Anfangston.)

Vom Grundton:

C Cm C° Cm
CD
1 &c œ œœœœœ 113
œ œ bœ œ œ œ œ œ bœ bœ œ œ œ œ bœ œ œ œ
C C+ C

& œ #œ œ œ Ó
œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ ˙
O
Von der Terz:

C C+ C #m
M

CD
2 &cœ œ œ œ œ œ œ œ œ œ #œ œ œ œ #œ œ #œ œ 114

C #° C
E

&œ œ #œ œ œ œ œ œ œ œ œ Ó
D

œ ˙

Von der Quinte:

C Cm C b+ Cm
CD
3 &cœ œœœœœ œ œ bœ œ œ œ œ œ bœ bœ œ œ œ œ bœ œ œ œ 115

C C #° C

&œ œ œ œ œ œ œ œ œ #œ œ œ œ œ œ œ œ œ Ó
˙

- 123 -
DREIKLÄNGE
(Jeder Dreiklang wird 2 x gespielt: gebrochen - zusammen)

1 Unterscheide Dur- (D) und Moll-Dreiklänge (m):

CD
a) b) c) d) e) f)
116

2 Unterscheide Dur- (D), Moll- (m) und den verminderten Dreiklang (°) :

CD
a) b) c) d) e) f)
117

3 Unterscheide Dur- (D), Moll- (m) und den übermäßigen Dreiklang ( + ) :

CD
a) b) c) d) e) f)
118

4 Unterscheide alle vier Dreiklänge:

CD
a) b) c) d) e) f)
119
O
Unterscheide und notiere sowohl die Dreiklänge als auch die genaue Bezeichnung (jeder Dreiklang
M
kommt einmal vor):

5 & w w w w
E

a) b) c) d)
D

6 & w w w w
a) b) c) d)

7
? w w w w

a) b) c) d)

8
? w w w w

a) b) c) d)

- 124 -
Dreiklänge hören - Bestimme die Dreiklänge:
(Jeder Dreiklang wird 3 x gespielt: zusammen - gebrochen - zusammen)

CD
1 a) b) c) d) e) f) g) h)
120

CD
2 a) b) c) d) e) f) g) h)
121

CD
3 a) b) c) d) e) f) g) h)
122

CD
4 a) b) c) d) e) f) g) h)
123

MELODIEN O
Singe das Echo:

Echo Echo
CD
## c
1
M
& Œ Œ œœœ Œ 124
œœœœœ œœœœœ œœ
Echo Echo Echo
##
œœœœœ Œ œœœœœ Œ
E

& œœœ œ Œ
œ
Echo Echo Echo
D

##
& œ œ œ œ œ Œ œ œ œ œ œ Œ

Echo Echo
b j‰ CD
2 & b b 34 œ œ œ œ œ œ œJ ‰ œ œ œ œ œ œ œj ‰ œœœœ œ œ œ 125

Echo Echo Echo


bbb œ œ œ œ œ œ œj ‰ œ œ œ œ œ œ œj ‰ œ œ œ œ œ œ j‰
& œ
Echo Echo Echo
& bbb œ œ œ œ œ œ œJ ‰ œ
œ œ œ
j‰
œœ œ

- 125 -
Ergänze die Melodien:

b CD
1 & b 24 œ œ œ œ œ œ œ
œ œ œœœœ œ 126

b œ
&b œ œœœœ œ œ ˙

2 & b 24 œ œ œ œœœœœ œ œ œ œ

&b œ œ œ œ œ œ
œ
œ

# 2
3 & 4œ œ œ œœ ˙ O œ œ ˙

## 2 œ
4
M
& 4 œ œ ˙ œœœ œ
E

b CD
5 & b b 34 œ œ œ œ œœœ œ 127
œ œ œ ˙.
D

### 3 œœœ œ
6 & 4œ œ œ œ œ œ ˙.

7 & b 34 œ œ œ œœœ œ ˙ œ ˙.

8 & b 34 œ œ œ ˙ Œ œ œ œ ˙.

- 126 -
Ergänze die fehlenden Töne mit dem entsprechenden Notenwert:
(Aufnahme: 1 x ganz - 3 x Takt 1 bis 4 - 3 x Takt 5 bis 8 - 1x ganz)

CD
#
1 & # c˙ œ œ
128
œ ˙ œ ˙
x x x x x x x
# j œ ˙
& # œ ˙ œ. œ
x x x x x x x x x

CD
2 &b c ˙ ˙ ˙
129
˙
x x x x x x x

&b ˙ ˙ œ ˙
x x x O x x x x x x

b CD
3 &b b c œ œ Jœ
œ
œ œ œ œ ˙ 130
x x x x x x x x
M

b
&b b œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ ˙
x x x x x x x x
E
D

CD
#
4 & c˙ œ œ œ
131
œ œ œ ˙
x x x x x x x
# œ œ œ œ
& œ J ˙
x x x x x x x x x

### c œ CD
5
132
& œ œ œ ˙ œ œ œ
x x x x x x x x x
### œ . œ œ œ œ œ œ œ œ œj j˙
& J J œ
x x x x x x x
J

- 127 -
j CD
6 &b c œ œ œ j œ œ 133
œ œ œ œ œ œ
x x x x x x
j j
& b œ. œ ˙ œ ˙
x x x x x x x x x x
œ œ

b CD
7 &b b c œ œ œ œ ˙ œ œ œ œ ˙ 134
x x x x x x x x x
J
b
&b b œ œ œ œ œ œ œ œ œ ˙
Ó
x x x x x x x

CD
# c
8 & œ
O
œ œ œ œ œ j 135
œ œ œ
x x x x x x x x
œ. œ œ œ
#
M
& œ œ œ œ w
x x x x x x x x
œ œ œ
E

### c CD
D

9 œ. 136
& œ. ˙ ˙
x x x x x x x x
### œ œ j œ ˙ Œ
& œ œ œ
x x x x x x x x

b CD
10
j
& b b c œ. œ ˙ œ œ œ. œ 137
x x x x x x
œ
b j
& b b œ. œ œ. œ œ ˙
x x x x x x x x x x
œ œ.

- 128 -