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Karl Krumbacher

« Die akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie »

Philos.-philol. und der histor. Klasse der Kgl. Bayer. Akademie der Wissenschaften, 1904,
Vol. IV, p. 551-691.

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de recherche et de valorisation des archives scientifiques de ce savant conservées
à l’Université de Lorraine. Il est diffusé sous la licence libre « Licence Ouverte / Open Licence ».

http://perdrizet.hiscant.univ-lorraine.fr
Separat-Abdruck
aus den Sitzungsberichten der philos.-philol. und der histor.Klasse
der Kgl. Bayer. Akademie der Wissenschaften
1903 Heft IV.

DIE AKROSTICHIS
IN DER

GRIECifiSCHEN KIRCHENPOESIE
VON

KARL KRUMBACHER

MÜNCHEN 1904
VERLAG DER K. B. AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN
IN KOMMISSION DES G. FRANZ"SCHEN VERLAGS (J. ROTH)
DRUOKSCHRIFTEN
der
KGL. BAYER. AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN.
J

Die mit • bezeichneten Sehriften sind in den Sitzungsberichten enthalten, aber nicbt
in Sonderabdrücken erschienen.
(Preis des ganzen Heftes 1 Mark 20 Pfennig.)

Abhandlungen der philosophisch-philologischen Klasse. Bd. l-XXI (in


je 3 Abt.) von 1827-1899.
Abhandlungen der historischen Kla.sse. Bd. l-XXI (in je 3 Abt.) von
1827-1899.
Sitzungsberichte der philos.- philol. und histor. Klasse. 29 Ja.hrgange
von 1871-1899.

Becbma.nn, Aug. v. Der churbayerische Kanzler Alois Frhr. v. Kreitt-


m~l~a MI~
Brunn, Heinrich. Die sogenannte Leukothea. in der Glyptothek 1867.
M. -.70
Hardt, J. Catalogua codicum l\18. Bibliothecae R. Bavar. tom. l-V
1806-12. M. 13.70
Furtwangler, Ad. Ueber Kunstsammlungen in alter und neuer Zeit
1899. M. 1.-
Krumba.cher, K., Das Problem der neugriechischen Schriftsprache
1902. M. f>.-
Paul , Herm. Die Bedeutung der deutschen Philologie 1897. M. -.80
Rück, K. Wilibald Pirkheimers Schweizerkrieg 1895. 8°. M. S.-
Scholl, Rud. Die Anfange einer politischen Litteratur bei den Griechen
1890 4o. M. 1.-
Westenrieder, Lorenz. Geschichte der Aka.demie der Wissenscha.ften '
1. u. 2. 1784 u. 1807. à M. 4.-
Zittel, K. Alfr. v. Rückblick auf die Gründung und die Entwicklung
der k. b. A.kademie der Wiss. im 19. Jahrh. 1899. M. -.80

*Boil, Franz. Beitrage zur Ueberlieferungsgeschichte der griechischen


Astrologie und Astronomie. Sitzb. 1899 Bd. 1 Heft I.
Christ, Wilh. Beitrage z. Geschichte d. Antikensammlungen Münchens.
Abh. I. KI. X,2 1864. M. 1.80
Romisches :MilWirdiplom von Weissenburg. Sitzb. 1868. M. -80
Attikusa.usgabe des Demosthenes. Abb. J. KI. XV1,3 1882. M. 2.!\0
Platonische Studien. Abh . I. Kl. XVII,2 1885. M. 1 80
Philologische Studien zu Clemens Alexandrinus. Abb. I. KI. XXI,3
1900. M. 3.-
- -Hep tas antiquarisch-philologiscber Miscellen. Sitzb. 1900. M. 1.-
* Beitrage z. Erklarung u. Kritik Juvenals. Sitzb. 1897 Bd. l Heft 1.
* Zu den neuaufgefundenen Gedichten des Bakchylides. Sitzb. 1898
Bd. I Heft I.
551

Die Akrostichis m der griechischen Kirchenpoesie.


Von K. Krumbacber. ·

(Vorgetmgen in •Jt•r philos.-philol. Kla8se am 5 . .luli I!J02.)

Vorbemerkung.
f)jp, B<,clmJt.nng drr Akrostielm in der Geschichte der
poetischen und auch der prosaischen Kunstformen ist hente
bekannt. \Vollte man ihre VPrbreitung ldar machen, so miisste
man eher nach tlem Volke frngen, in dessen Literatur sie fehlt,
als nach den Vülkern, bei denen sie vorkommt. vVenn einrnal
die Zeit gekommen sein wird, eine allgemeine Geschichte der
literarisdwn K unstfonnen nnd Spielereien in ihrer grossen
internationalen A usbreitung, ihren geuetischen Zusamrnenhüngen
und ihren mannigfaltigen Brscheinungsfonnen zu wagen, so
wird die Akrost.ichis ein ansehnlicbes Kapitel beanspruchen.
Heute ist dieses Kapitcl noch nicht einmal fUr die griechische
und lateinische Literatur geschrieben. \Vir sind vorerst anf
eine H.rilw von Einzelnntrrsnelmngen nngewiesen: \V. Meyer,
An fang und U rsprung der lateinischen und griechischen ryth-
mischen Dichtung, Abhandlungen der Bayer. Akademie, 17. Bd.,
2 . .A.bteil., München 1885, S. 370 f. H. Diels, Sibyllinische
Bllitter, Berlin 18!10, S. 2G ff. ( dortselbst S. 86 weitere I.iteratur-
angaben). Kurze Übersicht in meiner Geschichte der byzan-
tinischen Literatm-Z S. 697 fi'. J~ine reichhaltige Zusammen-
stellung -des Materials- ans der christlichen, besonders der latei-
nischen Poesie, gibt, ohne anf die historischen Zusammenhiinge
1~03. Sitzgsh. d. phih>s.-philol. u. d. I.Jist. KI. 37
K. Krumbacher

cinzugclwn. H. Leclercq in Cabrols Dictionnaire d'Archéologie


cJm:tiennc et tle liturgie, fasc. II (Pari:-; 19iJ:i) S. ~1:->G ff.
Zum Werke der Zukunft, einer kritischen Gcschichte ùer
Akrostichi:> in .1er gricchisch-lateinischen un cl in der \V clt-
literatur, sollen 1lie folgeJHien Hliitter einen Beitrag liefern.
Doch ist cs keinbwcgs der Hinblick auf ein sn lwhcs Zicl,
dem sie ihre Entstchung venlankcn. Sie sind, wie Ihnliches
oft in der \VissenschaH geschicht, ans eineru k!Pinen zufillligen
An!ass hcrvorgegangen. Bei tlcr Lektüre unù Hrarbeitung der
griechi:-;chen Kirchcnlieder stie:;s ich in tien Akrostichn wicder-
holt anf gewi;-;sc nutfallende \Vortformen, au t' Buch;;tahen-
verdoppelungen, Lücken. Umstellungen und sonstige Unregel-
nüissigkeiten. ~1ehrfach sind in der Ausgabe Yon Pitra, dt'Ill
Hauptwcrk fiir unscrc Kenntnis der Hymnenpoesie, solchc
l.Jnehcnheiten durch ein,;chlll'idende Korrekturen beseitigt otler
dm·ch gewagtc Hypothescn crkliirt wonlen. Dazu kamen wt>itcre
Beunruhigungen. Sogar die G!aubwiirdigkeit dPr in den Akro-
:sticha tmthaltenen Antornamen wurde wiedcrholt angezweifelt..
K nrz, im Lau fe mei nPr langjiihrigcn Bcsehiiftigung mit
ùem griechischen Kirchenlieùt> ergab sich immcr unausweich-
licher die Kotwcndigkeit, alle auf das Gebiet der Akrostichis
beziiglichen Tabachen mit zuvcrlibsiger Gcnauigh>it zusammen-
zustellcn, zu sichten un<l zu priifen, nm t'Ur die Beurteilung
jedes einzelncn Fallcs und der allgemeinen Fragen eine sichere
Basis zu gewiunen. Grosse Schwierigkciten bereitete hier, wic
bei aller Arbeit auf diesern unwirtlichcn Gebiete, die Schwer-
zuglinglichkeit und Zer,;treuthrit des 1\Iaterials. Eiu verschwin-
t!entl kleincr Teil der Lieder liegt in Ausgaben vor, t!ie auf alle
Fragen der Kritik Antwnrt crtcilen. Die grosse Ausgabe von
Pitra bietet wegen der bcispiéllosen Fliichtigkeit des Apparats
uml der ebenso beispidlnsen \Yillkiir tiefgrcifender Korrekturen
fiir die Untersuchung eine iiusser~t manw·lhatlc Stützc. Der
grüsste Teil der mit volbtiindigen 01ier anniihen11l vollst.lindigcn
Akr9stichcu ausgcstnttctcn Texte ruht noch irn Staube dH
ait en Pergamenthandschriften. A ber auch für tiie rneisten der
gedruckten Lieder kann erst durcit Beiziehung früher nicht
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 553
beniitzter Ilandschriften beziiglich der Akrostichis wie heziig-
lich anderer Dinge geniigende Sicherheit erzielt werden.
Ich entschloss rnich daher, ais Hauptbasis der Unter-
suchung das gesamte mir bi;; jeLzL zugiiugliche Hanùschriften-
material zu wiihlen und den bei Pitra gedruckten Texten nur
insoweit zu vertrauen, als sie durch die Handschriften bestlitigt
werden. Da ich von den reichhaltigsten Co(lices vollstiindige
Abschri ften bez w. Kollationen. von den iirmeren wenigstens
Beschreibungen oder Pro ben besitze, so diirften wenige bemerkens-
werte N achtriige a us Ilss zu erwarten sei;I. Das iu cleu er-
wühnten Hss gebotene Material habe ieh ziemlich vollstiindig
beigezogen; nur von rien 'l'exten, deren Akrostichis niehts ais
ein wertloses .Fragment ,(z. B. alv, wû, a fJ y) oder ein kurzes
leeres \Vort (z. B. rMt)) entlüilt, habe ieh, um die Materialien-
sammlung nicht allzu se lu anzusch wellen, eine betrilchtliehe
Anzahl weggelassen.
Aus dem dargelegten Sachverhalt crgab sich auch die
Notwendigkeit, das Beweismaterial umstiindlicher vorzulegen,
ais es bei Untersuchungen iiblich ist, die mit gedruckten Texten
operieren. Es ist fiir jedes Akrostichon sowohl die Form des
Vermerks in der Liediiberschrift ais auch die vorn Texte selbst
gewilhrleistete Form mit Angabe der liss und der Varianten
110tiert, und so eine kl·itische Gesamtausgabe der Hymnenakro-
sticha hergestellt worden. N ur anf solche \Veise konnten alle
Einzelheiten der im zweiten Kapitel folgenden Untersuehung
verstiindlich gernacht und dem Leser die Müglichkeit zur Kou-
trolle und zur selbstiindigen Beobachtung geboten werden.
A usser den fUr die Aufkliinmg der Akrostichonfragen
unumglinglich notwendigen Notizen habe ich im m·sten Kapitel
auch einiges aufgenornmen, was fUr das Programm in seiner
engsten Begrenzung vielleicht vennisst werden konnte: die An-
gabe des 'l'ages, zu dem jedes Lied in den Hss steht, die lnitien
der Prooemien und der ersten Strophe· und einige Exkurse
zur Überlieferung einzelner Lieder. Diese Zusiitze, die sich
bequem an das Gerippe der auf die Akrostichis beziiglichen
Notizen anfiigen liessen. sind zwar aueh für die schiirfere Be-
Uï*
554 K. Krumbacher

leuchtung und Kennzeichnung des für die Spezialuntersuchung


dienenden l\Iaterials von nutzen, verfolgen aber doch noch mehr
den Zweck, ein vorHiufiges Bild des Gesamtbestandes der Hymnen-
poesic und ihrer komplizierleu Überlieferung zu gewiihrcn und
dadnrch den Fachgenossen das Auffinden nouer Hss und die
Identifizierung, cinzelncr Lieder oder Fragmente zu erleichtern.
\Vie wichtig ein sokhes surnmarische~ In vcntar der bi~ jetzt
hekannten grüsseren Stücke der Hymnenpoesie für alle weitere
Forschung ist., habe ich an den Beschreibungen von Hss ver-
sptirt, die von Papadopulos-Kerameus,' Vasiljev u. a. ohnc cine
derartige Grundlage gemacht wurden.
Eine gewisse Ungleichmiissigkeit in cler Vorfi.ihrung des
l\hterials riihrt davon ber, dass ich fiir einen Teil der 1-:hs
auf Analysen und Auszüge angewiesen war, die von Fachge-
nossen ohne Hücksicht auf den hesonderen Zweck der Yor-
liegenden liulcrsuchung und ohnc Sb·ehen nach Konscquenz
und V ollstiindigkeit hergestellt wonlen sind. So mag ent-
schuldigt wcrdcn, dass die Folicnangaben bei manchen Liedern
fe hien und dass einzelne N otizen mit stürcnden Fragezeichen
begleitet werden mussten.
Dem :Materialienkapitel und der Untersuchung habe ich
die kritisclJe Ausgabe eines Liedes beigefügt. urn die hinsicht-
lich der Akrostichis vorkommenden Verwirrungen und die
eminente \Viehtigkeit einer umfassenden Betrachtung cler Akro-
sticha an einem konkreten Beispicl zu veranschaulichen.
Die Akrosticha der Hynmen stehcn dm·ch ihr Alter, i~n·e
Mannigfaltigkeit und die mit ihncn vcrbundencn kritischen
Fragen im Vordergrund des wissenschaftlichcn lntcre;;ses. Zur
Ergiinzung miisstcn auch die Kanones und die übrigen Lied-
arten beigezogen werden. Dass ich dicse }~rgiinzung nicht
gebcn konnte, ist durch unüberwindliche materielle Schwierig-
keiten verschuldet. Wir bcsitzen für die Cberlieferungsge-
schichte diescr spiiterim vV crke so gut wie keine Vorarbeit;
un!. sie in iihnlicher \V eise zu behandcln wic die Hymnen,
bedtirftc es vicljiihriger Sammelarbeit 111 den Bibliotheken
J<~uropas und des griechischen Orients. Ich muss mich daher
Die Akrostichis in cler griechischen J(irchenpoesie. 555

begniigen, bezüglich der Kan on es und sonstigen Kirchen-


dichtungen auf die allgemeincn Tatsachen zu venveisen, die
aus den Texten Lei Christ-Paranikas, Anthologia graeca car-
minum christianoruw, ersichtlich und in meiner Geschichte der
byzantinischen Literatur 2 S. 697 skizziert sind. Aus dem Ge-
sagten erhcllt auch, dass der Titel der Abhandlung genau
genommen lauten müsste: "Die Akrostichis in der kirchlichen
Hymnenpoesie der Griechen" oder noch genaucr: ,Die Akro-
stichis in den s<1genannten Hymnen der griechischen Kirche".
Doch hat mich Fanatismus fUr K iirze und leichte Zitierbar-
keit die knappere Fassung w1ihlen lassen.
Es ist mir eine willkommene Pflicht, auch an dieser Stelle
den Herren Alexander Eumorphopulos, Athos, P. X. Papa-
georgiu, Saloniki, A. A.Vasiljev, Petersburg, und J. Sicken-
berger, Miinchen, zu danken, die dm·ch freundliehe Herstellung
von Beschreibungen von Hss, Exzerpten und Kollationen die
vorliegende Arbeit gefürdert haben. Herm Si cl< en berger
danke ich au eh für den freundlichen Na eh weis cler Bibelstellen
zum 'l'exte im dritten Kapitel.
55f) K. Xrumbacher

Verzeichnis der Abkürzungen.


I. Cod i e es.
1. Haupthandschriften rl. h. sogenn,nnte Kon<l:1karien (das
'l'ropologion und Triodion o<ler cines der zwei 13üeher enthaltend).
A-- A thons Datopecliu (Signatur unbekannt), sace. X--XI. 285 Bliitter.
l\fir nur bekunnt durch <lie Analyse voii A. Papadopulos-Ker:tnwn~.
B. Z. 6 (1897) B75 - BSO.
B - Athou8.L<t11rae !" 27, saec. X ex. (rmch Pap<t<lopulos; S<tec. XI
nach Par.ageorgiu) 102 BHitter. Mir nur bekannt tlnreh die knappe
Analyse von A. Pn.pa<lopulos-Kerameus, B. Z. 6 (1897) 380-383, un cl
durch eine sehr ausführlichr ungedruckte Beschre.ibung, die P. N.
Papageorgiu. Saloniki, im hhre 1900 fiir mich angeferligt hat.
C - Corsini<LHUH 566, sace. XI, lü3 1311Lttcr. In Crotta Ferrata gc-
schrieben. Vgl. Pitra, An. Sacra [ S. 663 ff. Von mir vollsHindig
kollationiPrt he;r,w. ahgeschrieben.
D-A thons Laurac[" 28, saee. XI, 230 Blii.tter. :Mir nur bekannt
durch eine ausfiihrliche Beschr·~ihung, die der Lauramüuch Alexander
Eumorphopulos im .Tabre 1902 fiir ~uich angefertigt hat. Über die
zwei Laum-hss vgl. nueh 'ExxÎ.>JOicurw<>i )!?.1/0cta U (1892) No. 32 f.,
und B. Z. 2 (1893) 60-i f.
F ---- :Sinaiticns 698, saPe. XlV, 316 Bliitter. Enthlilt u. a. ein sehr
stark verkiirztes 'l'ropologion und 'l'riodion.
G Sinaitiens 925, saec. X, 113 Bllitter.
H Sinaiticus \U6, saee. XI, llô Bllitter .
.T Sinaiticu:l 927, saec. XIV, 3i35 Bliitter.
K Sin ai tiens 9:28, saec. XlV, 95 Bllitter. F, G, H, .J, K sind mir
nur bekannt durch eine teils ausfiihrliche, teils summltrisehe Be-
schreibung, elie A. A. Vasiljev, Petersburg. im .Jah·e 1U02 fiir mich
hergestellt hat. Die Altersbestimmungen st::tmmen aus dem Kata.Jog
der Sinai-hss von Gardthausen.
M- Mosqnensis Synod. 437, mec. XII, iU8 BHitter (aus dem Athos-
kloster Batopedi stammend). Teil wei se ediert unù facsimiliert von
Amfilochij (s. u.). Das iibrige von mir kollationiert bezw. abge-
-schrieben.
N - Messine n sis 157, saec. XII ex., 126 Blatter. Stark verkiirztes
'l'ropologion. Von mir teilweise verglichen.
lJie Akrostichis iu der _qriethischen J(l:rchenpocsù. f>f>7

p l'a.tmiaens 212, SlWC. xr. 288 Illii.tter. Von mir in Patmo;~ 1111
.l:thre 1885 >ollst:iwlig ahgeschriebe11 bezw. verglichen.
Q- Patmiacus 2U3, saee. Xl, F>H Illiitter. Von mir in Patmo,; 1111
.Tahre 1885 \·olbtiindig abge;;chrieben bezw. \'t~rglicheu.
'l' --- 'I':turinensiB B. IV. 3-1. saec. Xl, 194 Bliitter. Von mir i .. f. lS.:lfi
vollstiinrlig verglichen bezw. abgeseliriehen. Nun vermutlich <lnrch
<leu Bra.n<l in der 'l'uriner Universitiitsbibliothek Rm 2G. Januar 190I
vernicht.et.
V - Vindohouensis suppl. gr. 9G, mec. XI!, wa]m;cheinlieh in Grot.ta-
ferrat<t gescbriebeJl, lï3 Bliitter. Von mir im \\'inter 18'JS/99 ver-
glichen bezw. abgeschrieben.
2. SekuntLi-rh:tndschriften <l. h. Hss, <lie nicht das alte Tropo-
logion oder 'l'rioclion, son(lcrn nur einzelne Hymnen oder Fmgment.e 1m
Zus:tmmenbange spilterer liturgisehcr Biicher bewahren.
a Cry pt. A. <5. G. Enthalt <las Lied Hypapante, Pitm S. 28 ff.
h -- Crypt. L1. a. 1. Gehurt Mariac tu;d Symeou St.ylit.eB, l'it.m S.198 !!'.,
210 ff.
c Cr y pt. :1. "· 5. Theophanie und Tan fe Christi, Pit ra 8. lG ff., 23 ff.
d Crypt. il. a. Ill. Kosnms und Damian, Pitra S. 218 tf.
e --- Cr y pt. ,J. S. Ill (nene Signatnr: !'. a. 25). 'l'otenlied, Pi tm S. -H tf.
f Cr y pt. ;1. <~. -l (nene :'ignatur: E . •~. 4). 'l'otenlierl, Pit ra S. H fi'.
g Cry pt. XVIII('!). Stit:hera, Pitm S. 222 ff.
k lrosqu. 153. Hypapante, Pit.m S. 28 ff.
Vallil'cll. /\.54. StichenL. Pitn S. 222 tf.
m Vatie.1212. 'l'lwnphaniflllnd Stichem, Pitra S.lllff'., 222ff.
11- Vatic. 1515('?). Stiehem, Pitra S. 222ft'.
o ---- Vat i c. 1531. Stiehera., Pi tm S. 222ft'.
p Va tic. 182!J. Gehnrt. :\britLe. Pitnl- S. 198 ff.
q V:ttic. 18%. Tolenlied, Pitra S. ·l-l tl'.
r V at i c. 1!JG!l. Toh,nlied. Pitra S. H ff.
s - V at i c. 2008. Theoph:wie un(! Hypap<Lnte. Pitm S. lG ff., 28 ff.
t Vatic. 20ï2. Ore~tes. Sttbao cler .Jiingere, Pitra S. 300 tf.
tt Va tic. reg. 5-l('!). Stichera, l'itra .S. 222 fi'.
u Va tic. reg. fl 68. Theophrmie. Pitm S. 16 fl'.
v V e 11 et. 55 il. Tote11lie<l. Pi tm S. 44 ff.
w Venet. [[ 138. Totenliecl, Pitra S. 44tf'.
x Vindoh. theo!. i\3. Der hl. .Johannes !ler Tiiufer, Pitm S. 178fl'.
Bezüglieh rler wahre11 Signat.ur einiger Cryptenses und V:Lt.ieani,
die ich nach I'itra angeführt habe, herrsehen Zweifel, elie ich dernnii.l'hst
dm·ch ne'f1e N~tchforschungen an Ort und Stelle zu lôsen hofl'e. Einige
Stiicke der Cryptenses und VtttiCltni bat Professor J. Sic ken berger,
Miinchen, für mith verglichen.
J(. J(ntmbacher

Il. Druckwerke.
Amfilochij, FRcsimileband- Archimandrit. Amfilochij, Snimki iz
kondakarija XI [--XII l vjelm, Moskau 1879.
Am fi 1o ch ij, 'l'ex tb and- Archim:mdrit Amfilochij, Kondakarij v gre(·es-
kom podlinnikje Xli- XIII v. po rukopisi l\Ioskovskoj synodaljnoj
biblioteki No. 437, Moskau 18ï9.
Krumbacher, Romttnos und Kyriakos- K. Kr., H. u. K., Sitzungs-
berichte der philos.-philol. und der hist. Classe d. K. Bayer. Almd.
d. Wiss. 1901 S. 693 ff.
Krnmhacher, StuLlien -K. Kr., Studien zu Romanos, Ebencht 1898,
Band II S. 69 ft'.
Krumbacher, Umarb. - K. Kr., Umttrbeitungen bei Romanos,
Ebenda 189!.l, Bttnd II S. 1 ff.
Ni II es -- Nic. Nilles, Kalendarium l\fanuale, 2 tomi, Oenipontae 1896
-1897.
Pa pad o pu 1o s-K e rame us - Papadopulos- Kerameus, 'Al')wvt><à ><m·-
rla><Q.r(!imv àvdyf!n.rpa, By7.. Zeitschr. 6 (189ï) S. i375 ff'.

Pi tra - .J. B. Pitra, Analecta Sacra spicilegio Solesmemi parata, Tom. I,


Parisiis 18ï6.
Pitra, .JuhiHiurn sgabe -- .J. B. Pitra, Sanctus Homanus veterum melo-
dorum princeps. Cantica sucra etc. edidit .J. B. cardinalis Pitra.
Anno Jubilaei Pontificii (1888:•.
Sergij- IlO.Tllhltf 11I'J>C5UlEC.:roB'I> BOCTOI,A. APX.IL\IAH/U>fJTA
CEPl'IH. 2 'l'. Moskttu 18ï5 -18ïG.
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 559

Erstes Kapi tel: Material.


I. Die Akrostichis bei Romanos.
A. Edierte Lieder des Romanos.
1. Die hl. N acht. I. Lied. Pitra S. 1-11.
Ü be l'SC h l' i ft: f{/[!01' rl% f}OrJil ;:fr) a njvÔt: ( TIJl'Ôê fehlt. Ü V .J)'
rov TCCWl'OV gn>,IWl'OV ô (ô fchlt BCVD) F,avo; PBCYD.JM'l'.
Text: ebenso d. h. die Strophe für ô fehlt in BC VD.
Prooemion: 'Il ;ra.QÜil-oç.
Strophe a': 'll/1• 'Eôl::p.
Die in BCVD fehlende Strophe für ô enthiilt die wichtige
Mitteilung der l\Jagier über den Stern und die Hoffnung, die
ihncn als Führer gedient haben, und isL uzu so unentbehrlicher,
als ohne sie der aufkliirende Bericht der Magier an die vor-
nehmen .Tuden ganz dürftig (auf eine halbe Strophe beschriinkt)
wiire. Es ist also wohl sicher Ausfall der durch die Akro-
stichis nicht genügenrl geschützten Strophe in BD und in der
italischen Redaktion anzunehmen. Keine niihere An ga be be-
sitze ich über G fol. 48v-[>lr.
2. Der h 1. Stephan. 27. Dezember. I. Lied. Pit ra
s. 12-16.
Überschrift: noiruw gw,ttaJ•où C (fehlt V).
Text: wmrwvogw,u CV.
Prooemion: Trjv HÏJv r'wopwF.
Sh't>phe a': Tov TrQW<oltû.grvQoç.
Der V ermerk in der Überschrift, der in V fehlt, ist auch
m C nicht in der üblichen ·w eise ( dm·ch rpigoY d-xgoau;:iôa)
560 K . .Krumbacher

eingeführt; der Schreiber wollte nur notieren, dass das Lid


dem Romanos gehüre, gah aber die Akrostichis nicht an, da
er nur ein Bruchstück vor sich hatte. \Voher er den Dichter-
namen kannte, wissen wir nicht; vielleicht erschloss er ihn
einfach aus dem fragmentarischen Akrostichon selbst, obschon
auch denkbar ist, dass die Notiz aus einer Hs stammt, in der
das Gedicht noch vollst1indig war. Das erhaltene Akrostichon
mm passt in keine der üblichen Formeln; auch ist bei der in
CV gebotenen Anordnung der Strophen der iuhaltliche Zu-
sammenhang gestürt; die Episode ii ber Saulus-Paulus ist aus-
einander gerissen. Pitra hat die Strophen über Saulus-Paulus
mit Hecht vereinigt und die Strophe über den Tod des hl. Ste-
phanus an den Schluss gesetzt, so dass er die Buchstabenfolge
wrwewtwov erlüilt. In \Vahrheit wircl aber die Strophe
'Ayw;, die er nach der Gruppe ew,u setzte, den Schluss des
Liedes gebildet haben; denn sie ent.lüilt cines der persünlichen
Gebete, wie sie in den Epilogen des Romanos haufig sind .
.Mi thin wird Pitras Vermutung, die Akro8tichis habe Tou
TW7EL1'ov 'Pw,um'ov gelautet, nicht das Richtige treffen. Sie
hiess wohl: Tovw 'Pw,a(av)ov (ni :rrohJ,u)a. Es sind also von
20 Strophen 9 ver loren gegangen. Die Hoffn ung-, die se Liicken
durch die Athos- oder Sinai-hss ergünzen zu konnen, hat sich
!eider nicht erfüllt. Das Lied fehlt auch in ABD F G H J K.
Man sieht an diesem Beispiele, welche Haritiiten bei allen ihren
sonstigen Miingeln elie italische Hedaktion birgt.
:~.Der hl. Stephan. Il. Lied. Pitra S. 3:32 f. eùierte
clrei Strophen mit dem Prooemion aus 'r unter dem Autor-
namen Cucu lu s. Ei n Di ch ter dieses Nam ens existiert aber
nicht; was Pitra in •.r als "rà Kuvxovi.ov lèu6,ttéÎ.OI'" gelesen
hat, heisst vielmehr: rù xovxovi.wv lot6tu).m'. In P fehlt diese
N otiz. /';wei an clere Beispiele des seltenen Ausdrucks xovxm}i.wv:
In P fol. 127r steht am Hande zum zweiten Prooemion eines
anonymen Lied es Eh:. n)v avPa;cv njç 6eon5xov die N otiz: t'iJ.i.o
xovxovJ.tm'. In D ist in der Überschrift cines Liedes zum
26. September bemerkt: -rà xovxo1!J..wv loco,rcûol'. - Spa ter
edierte Pitra, Jubil1iumsgabe S. 1-10 das ganze Lied a us P
Die Akl'ostichis in der [JI'Ïechischen Kil'chenpoesl:e. 561

fol. 12\F ---1 :~2r; nur das Prooemion, das sowohl in 'l' als in P
steht, ist hier, wohl durch ein Versehen, weggeblieben.
Ü b CrS C-h l' Î ft: (pÉ[!OY clXQOOrtXfr5a 7:1J110ë. TOU Ta7lft110Û
(jW,(Wl'UV P.
Text: ehenso (mnnyoû!) P.
Prooemion: ll(!cvroç lamîerw
Strophe a': Tou naQaOdaov.
4. 'I'heophanie. 6. Januar. Pitra S. 16-23.
Ü bers ch ri ft: (pfgov (rpigEt 'r D) rixguanxioa n}J'Oe (-n}J'OE
fehlt C). wü wnnYov !jwpavuu PA CD G J NIT: 1/ Ô.xQoanx[ç.
wu rantfyov (so) gwpavou B: der Anfang des Liedes fehlt V.
Text: ebenso (wnnvoü) PBCDGJMT (vermutlich auch A).
Prooemion: 'Ensrpâl'IJÇ.
Strophe a': 'l}j I'aJ..ti.a{ç~.
il. A dam (Christi Taufe). 7. Jan. I. Lied. Pitra S. 2:3-27.
Überschrift: cpégoJ' dxgoauxtoa n)Y(5t: (n)1•Ôe fehlt CV).
rov mnEtvoîi gw,twJ•ov PC V: 1/ iixgoauxk wü mndvov ijw-
pavoü (so) B.
Text: ebenso (wnetvoii!) PB V: nur Strophe 1-3, 18 C·
Prooemion: TJJl' aw1wrtx1}v aov.
Strophe r/: Tqi rvcp}.wi?ivu.
6. Mari a e Li ch tm es s. 2. Februar. Pitra. S. 28-35.
Krumbacher, Studien S. 184-201.
Überschrift: rpé(!Ol' (rpÙJët D) dxgoauxtoa -r:~voe (n)J•Oë
fehlt ACV). wi'fw (!W,uavuti rà t'no:; PACVDGJ: ?'Éf]WY (h~Qn­
auxtoa T~J·Of: (1/ àxgoauzlc; B). TOU WllétVOÜ ew;wvoù 7:0 [nor;
B M: cpégoJ' ô.xgoanzlba n)vbe. wû ew.uaYoÜ -rb i!noç T.
Tex t: würo [!w,LwJ•ou n) t'no;; PB CV DM T (wohl auch
AG): keine Angabe über J.
Hier bieten also B M'l' eine mit dem 'l'exte nicht Uber-
einstimmende tberschrift.
Prooemion I: XoQtk dyyû.txoç.
Pr.9oemion II: '0 adQxa bt' 1'péiç.
Prooemion III: '0 p1/rem•.
Strophe a': 1!7 Owr6xcp.
562 K. Krwnbacher

7. Der j ü n gs te T ag. [{vgwxl7 r1j; 'An6xgew. Pit ra


S. 35-43. Krum hacher, Studien S. 16:3-183.
Ü be rsc h ri ft: ffJÉQOV dxQoanxEôa rYJJ'C~é (n)vôe fehlt CV)
wü -wnw,oû QWf-WJ'OV rà [noç CV DM: 1/ dxgoonxJ;. rou m-
,-cetYov !}. r. f:!. B: in Q i!:it der An fang des Lied es ausgefallen:
in G.J'r fehlt der Vermerk, der keinen Sinn hiitte, da hier
nur wenige Strophen des Liedcs stehen.
Te x t: ebenso Q (cloch erst von -pm· ou an) ABC (cloch
fehlen in C die zwei letzten Strophcn · -oç) VDM: roiJ WJIFt
G: oîi ramt J: wu mn 'l'. Die Strophe E v or -tvov ist also,
von den I;ücken in QT abgesehen, einstimmig überliefert; sie
fiigt sich ausserclem nicht bloss trefflich in den Zusammenhang,
sondern beruht auch, wie die meisten tibrigen 'l'eile des Liccles,
auf Epbrems Homilie El; n)l' Ôt:vdgav 7WQovaùn·. Das hat
uns der rnitten aus einer virlversprechenden 'l'iitigkeit. ent.-
rissene Dr. Th. \Vehofcr in seiner als Manuskript gedruckten
Studie "Untersuchungen über die A pokalypse des Romanos"
S. 75 ff. nachgewiesen. Unbcnützt ist für den Text noch A
fol. 206~'-211', J3 fol. G7~'-7P, D, G fol. 74~'-76~'.
Prooemion: "Omv t:J.Dn;.
Strophe a': Tà <po(Jt:gol' aov.
8. Requiemlied. 2'â(J(Jm:ol' njç 11•coq)(/.yov. Pitra S. 44
bis 52 (nach 5 Hss). Ohne Kenntnis dieser Ausgabe und des
Druckes in griechischen Euchologien (vgl. Papadopulos-I(era-
meus B. Z. Il GOG) cd. das Lied, wohl aus Codex B, Alex.
Eumorphopulos, 'ExxÎ.IJo. 'A},,j,?tw. 12 ( 1892) N r. 32 S. 262
bis 26<1. Die Überlieferungsverhiiltnisse dieses spliter vielfach
umgearbeiteten Liedes sind ungemein verwickelt. Ich notiere
nur das für unseren Zweck wichtige Material aus einigen Hss:
Überschrift: ~ âxgocmxir;; (cpieol' dxeoortzEôa q: lzovra
[SC. Y.OVHlY.ta] àY.(!OOTLXiÔa r) rou TaJrél'J!OU {!Wf-WJ 0V 0 (0 fehlt
1

q r) 1palpàç o{;roç Q q r: cpÉQOJ' dxgoouxîoa. rov ranétvov §w-


fWVaV (ans Platzmangel nicht vollstiindig) V: wv 1} dxgooux[ç
(xoYôch~tOl'exwv dxgoauz[ôo. f) TOU Ta!Céll'OV {!wpm•ov 1paÀ,uoç
fv w: rpigov àxQoouxiôa n)Yôe. roù mnuvou {!wpavov 1paJ..,u6ç
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. [J63

ôpuv x ô' ( = zusamrnen 24 Strophen) lVI: Überschrift fehlt


B (!-') k e: keine Angabe ii ber A..
Te x t: TOU ô (ô fehlt q) '!paÎ,fÛJç; ouro.;;
TIDU'll'OV UWlWl'OÙ
Q q: wü w:ro'oÜ (fUr E vor -o'ov lcm·cr Hflum von 5 Zeilen V)
(!w,uavo'ù (nach f!mlHH'ov ein 0 und 2 lecre Zeilen am Seiten-
schluss V) 1J!aÎ.,uà:; ovw.;; Vkr: TOU w:rw•ou (w;w•ou Mwf
[_in f ist dns Fehlen der Strophe E am oberen Hande durch
die Notiz },t" l bernerkt]: w;n.•ou B) (!w,aavou 1paJ.,u6; A B:M
v w f: rou raJro•oii (!wp e.
f)ie IIss zerfallen in eine !\]asse In~L deru \Vorte u{;ru;
am Schlussc, also mit 29 bezw. 28 Strophen (in Q 80 durch
den Artikel li vor 1paJ.,wk) und cine verkürzte ohne das vVort
oûro; mit 24 bezw. 23 Strophen. Die Fonn nmw•oi"J ist in
bciden Klasstm vertreten, in der ersten durch Q q, in der
zweiten durch A v, die Form HC7ll'OI., in der ersten durch Vkr,
in cler zweiten clurch M wf, ausserdem durch den verstümmelten
e: in B fehlt die ganze Gruppe EL Über sonstige Abwei-
chungen der 1-lss (Urnarbeitung und Umstellung ganzer Strophen
u. s. w.) künnte nur auf Grund einer neuen kritischen Ausgabe
des Liedes gehandelt werden.
Proocmion: <!.2:; dyam7rr1.
(Statt desscn in Q die zwei Prooernien:
Ol l:x ruu fJiov
<fl:; d•aE(Jcia:; ).
Strophe rx': Toi:; rou {Jiov Uf]lll'Otç;.

9. 'l'riumph des Krenzes. Charfreitag. Pitra S. 53 ---GO.


Cbe rsc h ri ft : (riuol' dr.Qoau1)ôrx n/1•r'u. roù wm:o·ov
gw,t.wJ•ou Q: :rohuw gw,tw1•où C: TOu wnnvov !JWW1J•oü V: 1/
Jxgoauziç · roi) wnttvou f!Wfwvoù M.
Text: rov rumïJ'OU (jwp(ll'OÙ (18 Str.) QCV:M.
Prooemion l: Ot•r.iu cpÎ.oyh•J].
Prooemion II: <[Jç; di,JJ{fwç.
Pl~>oemion IH: Tà. oDgô.vw.
Strophe a': Tgâ:; arrwgoi•:;.
564 J(, Kmmbacher

10. Palmsonntag. Pitra S. 61-67.


Überschrift: cpieov àxeoouxic'>a n]voc (njvo~-: fehlt ACVD)
clc; Tà {Jaïa {!wfwvov (gw,whov C) Q AC V D: 1/ axeoonxic; clc;
Tà {Jdra rjw,uavov G: cpÉf20J' àxgoouxioa njv1k clç Tà fM.ïa M:
V ermerk fehlt 'l'.
'l'ext: dç TÙ {Jaïa {!wpm,ov Q AC V: Strophe 13 (n) fehlt
M: Strophen 10-15 fehlen D'l': Str. 6-16 fehlen G.
Prooemion I: METà :û.a&m•.
Prooemion II: Tr(J {)g6Np.
Strophe a': 'J<:.,,w51] 'Au51JI'.
11. Der keusche .Joseph. Montag der Osterwoche.
IL Lied. Pitra S. 67-77. V gl. Krumbacher, Studien S. 217f.
Uberschrif't: où 1J Ô.xQoonzi;. Elç TÙ1• lwo1)q) f!wttal'OV
i7wç Q: xo1'0âxwv ûç Tàv orblpf!ol'a lwm}rp. nÂ.aywç rY. r)wp"
(also ohne eigentlichen Akrostichonvermerk) C: (pÉf2ov ax[_)o-
auxfr5a. Û:; TÙl' lWOIJf(! QWfWVOV V.
'l'ext: d:; TÔv iwm)rp !}w,twJ•ov boç (l/no:; fehlt CV)QCV.
Es ist also in CV das Lied um das letzte W ort der
Akrostichis verkiirzt, iihnlich wie in einigen Hss bei N r. 8.
Prooemion I: 'AxoÂ.aoia.
Prooemion II : Ol TÙ aTâOtol'.
Prooemion III: Tov:; Tà nâl')oç.
Strophe a': "Exm,u::; {Jaat?.éa.
12. Der keusche .Tose ph. III. Lied. Pitra, .Tubiliiums-
gabe S. 11-80. Krumbacher, Studien S. 135-162.
Üherschrift: (piem• àxcoauzù5a njv(h:. àJ.crdfJIJWV §w-
,uavov Q.
'l'ex t: a fJ y bEi; 1] {} t x 2 ,tt v Çon QaT v Cf' z 1f' w t12rpâ{J1}TOV
{!wj.tm•oî' (40 Strophen) Q.
Der Begriff Alphabet ist also auffiilligerweise im Texte
zwei~_;1al akrostichisch ausgedrückt.

Prooemion : '0 'lwaxw{J ni> xnw1•t.


Strophe a': 'Al•TÀIJOWflcl'.
D1:e Akro~tichis in der griechischen Kirchenpoesie. 565

13. Die zehn Jungfrauen. Dienstag der Osterwoche.


IL Lied. Pitra S. 77-85. Krumbacher, Umarb. S. 45-70.
Üb e rsc h ri ft: {pigov àxgoanzîôa r1jv!Jc · rov -w;cetYov !}w-
ftavov TOVW HJ ;coh7fia Q: cpl:gov ô.xeoanxîoa. wv ""CQ;tf:!VOV

(jwpm·oïi (VOIJ V: der Vermerk fehlt in C (Pitras Notiz beruht


auf Irrtum), ebenso in MT, die nur einen kleinen Teil des
Liedes bewahren.
Text: rou W;tl'l}'OV QW,IWl'OV wvw "Cà JWÎ1J,LW Q: wu
u1:retvov (jw,twJ•ov d>OIJ a ( wohl = a' ù. h. ngwn7) CV: nur
einige Strophen sind erhalten in M 'r. Pitra, dessen Ausgabe
auf C beruht, hat in der 8. Strophe des Codex. die das E' (in
nmw•oü) vertritt, das erste W ort Ei'ae in '1oe geiindert und
die Strophe an den Schluss des Liedes verwiesen; so erhalt
sein Text die Akrostichis: wv wno•oü !}w,aavov <Ml} at, wo-
bei das t unerkliirlich ist. Niiheres über die ausserordentlich
verwickelte Überlieferung dieses Liedes bei Krumbacher, Umarb.
S. 1;) ff., über die Gruppe E:t in mm:o•oïi S. 29.
Prooemion I: ÏOJ' l'v,wp[m•.
Prooemion II: '0 Pv,wp[oc;.
Strophe a': T1j; ieeiic;.
11. Die zehn J nngfraucn. I. Lied. Pitra, Jubiliiums-
gabe S. 81-41. Krumbaeber, Umarb. S. !H!-111.
t·;~· b erse l1n. t't : ou,. 11< axeoauzt;.
, •
1:ov ranEt1'ov- QWiun•ov
< - (\.
o<

Text: ebenso (18 Str.) Q.


Prooemion: .!apndoa.
St.ropbe a': TE (jq.Oupûc;.
15. Die Buhlerin. Mittwoch der Osterwoche. Pitra
s. 85-92.
Überschrift: (pigoJ• ô.xgoanzîoa n}vae (n/JOôt: fehlt CV).
Wl' Tf1:U:li•OÜ QWfWl'OÎ' QCV.
'rcxt: ebenso (18 Str.) QCV.
Pro~cmion I: '0 JT0(!1'1)J'.
Prooemion II: Kmizovaa.
Strophe a': TU. Mfww.
](, Krumbacher

16. Judas. Grün(lonnerstag. Pitra S. 92-100. Krum-


bacher, Romanos und Kyriakos S. 7:Hi-752.
Überschrift: rpigo1• Ù.%(!uouï..i()a rfrvbe (njJ•br fehlt C: qfgol'
r}r.goon;:J,5a r;j~·Ot fehlL V) wu w:cw•uu {jW,fWJ•oîi :nOÙJlW Q CV.
'l'ext: wu wmvov i}o>fWI'OÙ :noh7,w1 (2:3 Str.) QCV. Doeh
sind in C 7, in V 5 Zeilen flir die vermisste Strophe mit E
freigelassen; in Q schliesst sich die Strophe mit I ohne Zwischen-
raum an die mit II an.
Prooemion I: IIU.reg bovgu}'lf.
Prooemiou II: .::lwn6rov zegol.
Strophe ,.,: : Tl:; àr.cn)oa:;.
17. Maria beim Kreuze. Charfreitag. Pitra 8.101-107.
X eue ..Ausgabe im dritten Kapitel dieser Abhandlung.
C berschrift: q;f:gov (qig''' 'l') Ù%QOOrt7..iÔr1 n)1•0e (n/J'Of
fehlt AC V 1') (1} d%QOOrtï.,k G) wu w:netJ•ov i}w;wvoü Q AC
V G M'l': fehlt B.
Text: wû w:cw•oû {!(J),ttai'OÜ (18 Str.) QM: wu w:co•ov
i}(l),ttaJ•oî:O ( 17 Str.) B CV T: wu w:cn G: keine Angabe ii ber A.
In C sind 7, in V () Zcilen fiir die Strophe mit}<; freigelassen;
m B 'I' ist keine LUcke angedeutet.
Prooemion : 1(h• ôt' 1);ûi:;.
Strophe r/ : T,),. l'r)coJ' ll.gl'a.
18. Petri V erleugn ung. Griindonnerstag. Pitra S. 107
-·11{). Krumhacher, Stutlien S. 114-13,1.
Übersehrift: f(f.goJ• Ô%QOouxiôa n)vr~E (njl'<5t: fehlt CV)
roü m:cw•oi:· <)o>flrll'Ot' rÛPo:; QCV.
'rext: wi• w:cw•oii {!w,twJ•oii atJ•o;; ;; (:-;o) Q (die zweile
Strophe fiir 2.' client fiir den bestinnnten Zweck einer Tauf-
feier): rou ru:cn•oii {!w,tWJ'OU ulro; CV, wo also die zweite
Strophe mit 2' fehlt. In allen drei Hss rrmo•oi'• und zwar
olme Andeutung einer Li.icke.
Prooemion I: '0 :co!,WJP.
Prooemion II: Trin• rpo{Jë(]CÏH•.
-Prooemion III: 'A.V.o;; fJviJrk
Strophe a': 1üv 1•oùr (h•vt;•rvoww:v.
Die .Akrostickis in der griechischen Kirchen1Joesie. 567

19. Die Passion. Charfreitag. Pitra S. 116-124.


Überschrift: q;iem• àueoanxiJa T~YJs (r~YÔe fehlt C).
elç Tà nâ{}oç 'lpaJ..flàç r}w,uayov (r}wpâYov C) QC: elç TO mWoç
1paJ..ftoç e'" V (aus Mangel an Haum in der Zeile verkiirzt).
Te x t: elç rà :nâ{}oç tpaÀftO<; r}w JWYOV QC V (in Q sind
einige Initialen durch Zerstürung des Blattrandes ausgefallen).
Prooemion I: 21J,useoy lraer1rrero (nur in Q).
Prooemion II: 1'ijç lxl'Jeaç.
Strophe a': "EuarrJt'h.
20. Ostersonntag. Pitra S. 124-140.
Überschrift: q;ieov (q;ien (?) B) àueoauxtJa (q;ie'" .....
[ zerstürter Blattrand] Q) n]Yôs (r~l'Ôe fehlt B CV) roù ra:nw,où
rJwftaYou (ew,uâJ•ov B) o (o
fehlt Q AB MT) tpaJ..fl6ç Q ABC V
MT: fehlt GJ.
Te x t: roù ra:nnyoi) r}w /)-aYov tpa).,u6ç QB C V J M T ( wohl
auch A): rou ram:tYou G.
Der Zusatz des Artikels u
in der Überschrift CV beruht
auf einem V ersehen des italischen Archetypus.
Prooemion I: El ual lY râq;cp.
Prooemion II: KaraÀa{Jouaw (nur in CV).
Strophe a': 1oY :ne à 1]J..iov.
21. Der hl. Thomas. Weisser Sonntag. Pitra S.140-147.
Überschrift: qJÉQOY àueoanxiôa r~Yôs (r~Ybe fehlt V).
rou ra:netYOV §WfWVOU Qv: :noh],Ua rJwftaYOU c: fehlt M.
Text: rou ra:nuvou VWfWYYOÙ (so) Q: rou ra:netYOV f!w-
ftai'OV CV: roù ra:nw•où M (die letzten 7 Strophen fehleu):
nur 6 Strophen in GJ: keine nilhere Angabe über A.
Also durchwegs ra:nstYoù. Neu ist die Schreibung f!wftaYvoü
in Q. Die zweite Strophe mit N ist identisch mit der in CV
(Nai, q;tÀrJ.y{}ew:ns); die erste, in CV fehlende, begin nt mit:
JYùy o{JY Oia:nora und enthalt "\Vorte des Thomas. Vermutlich
haben wif in der Doppelung des N di~ Spur einer Uruarbeitung
des Liedes zu erblicken, bei der durch Versehen des Kopisten
auch die unterdrückte Strophe in den Text kam. Auch sonst
1903. Sitzgsb. d. philos.-philo!. u. d. hist. KI. 38
568 K. Krumbacher

ist der Text des Liedes, besonders gegen · den Schluss, in Q


sehr verschieden von der Fassung CV.
Prooemion: T.if qJÛ.oneây,ttOl't (in CV noch 2 andere Pro-
oemien).
Strophe a': Tic; lqJvÀa~e.
22. Christi Himmelfahrt. Pitra S. 148-157.
Überschrift: r:pieov àxeoanxl~a TIJl'bë (r~v~e fehlt ACV).
wu wnetvoü {!w,uavou QAC V M: 1/ (~ fehlt T) àxeoanzlç.
wu wnnvou i}w,ttavoü B G T: fehlt J.
Text: TOU rannYov {!w,uaYov (18 Str.) QBCVMT (wohl
auch A): wu wnu J: rou ranc G.
Prooemion: Tr1v {m~e ~,uliJv.
Prooemion II: 'Ev rcj'J oeet (nur CV).
Strophe a': Tâ n]ç ')'l]ç.
23. Pfingsten. Pitra S. 157-164.
Überschrift: qJÉeov (rien M) dxeoartzl~a r~v~e (njv~e
fehlt CVT) (~ dxeoouzlç G). rou mn:nvoü i}wpavov QACVGMT.
Text: roîi rane1voü §wpavoü CVM (wohl auch A): TOÜ
raneepYov §wayov T: TOÜ ram:tvoü e GJ: TOÛ wm:tv (der Rest
fehlt durch Verstümmelung der Hs) Q.
ln Q CV M beginnt Strophe 8 mit 7anjxetam' d. h. die
Form Efonjxetaav ist nach dem Prinzip der Antistoechie für
Littera I gebraucht und demgemass auch geschrieben; ausser-
dem ist in T die Strophe ~11 durch irgend ein Versehen von
der 14. an die 9. Stelle geraten. Also durchwegs wnnvoü,
aber mit Vertretung von I durch antistoechisch behandeltes El.
Prooemion: "Ou xara(3àç.
Strophe a': Taxûav.
24. Allerheiligenfest. Pitra S. 165-169.
Überschrift: qJÉ(!Ol' àxeoauzlba. o alvoç r}w,uavov ACV:
o:O 1j àxeoauzlç. o alYoç {!w,ttavou M.
Text: o alyoç r}w,uavov ACVM: o alY GJ.
Prooemion I: <Qç dnagxàç.
Prooemion II: •Qç lJ.e~t.twv.
Strophe a': Of lv miau.
Die Akrostichis in cler griechischen Kirchenpoesie. 56()

25. Die heiligen Aposte!. 29. Juni. Pitra 8.169-178.


Überschrift: f(JÉf!OY (f!JÉQEt ? D) dxeoaur.Jôa rfJvôc. wù
W7lElYOU §wt-taYOU 0 1paÀ.,a6ç p AD: ~ axgoauz[ç. TOU Ta7lclYOU
(!w,uavov 1\I: kein Vermerk CVT.
Text: rou mmvoù ~Wf-WYov o lpaJ.p6ç PCVD (in V ist
nach Strophe II die Initiale E gesetzt und zwei leere Zeilen
am Seitenschluss): rov 'famYoù {!wpo (die Strophe mit 0 ist
=Strophe 18 des vollstündigen Textes) M: wu ramYoîi §{w)p. T.
Also durchwegs wmvoîi ohne Andeutung · einer Lücke; denn
die zwei freien Zeilen in V rühren vom Schreiber V, nicht
vom italischen Hedaktor ber. lu A !autet die Überschrift w1e
m P; über den Text von A ha be ich keine Angabe.
Prooemion 1: <0 aof(J[aaç.
Prooemion II: Tovç daf!JaÀû'ç.
Strophe a': TeavwaoY.
26. Der hl. Johannes der Taufer. 29. August. Pitra
S. 178-185. Unbenützt A fol. 186r-Jnov.
Überschrift: f(JÉ(!OY QX(!OOrtz[Ôa. TOÙ TWWYoii (jWf!UYOV
C: fehlt M.
Text: roù ranw•ov f!wp.avov AC: wv M.
Prooemion · 1: Ilgénet aot.
Prooemion II: <JI wu Ileoôg6,uov.
Strophe a': Tà ycvÉata.
27. Die drei Knaben im Feuerofen. 17. Dezember.
Pitra S. 185-198.
Überschrift: f(JÉf!OY axeoauxEôa rfJvôc (nj}•Ôc fehlt ACV).
TOV ·r:anetYOV VWfWYOV 0 lpalp.àç OUTOÇ .PA cv D: f(JÉ(!OV axeo-
auxiôa TOV WJlciYOV f!wt-ta}'OÙ M: fehlt T.
Text: roù ranetvov f!wf!m•où o lpaJ.p.àç oÙroç PA(?)CV:
Toîi ranEtJ'ov (!wp.avoîi M: ro·îi wnctvo D: rowan (nur 6 Strophen
in verwirrter Ordnung) T. Keine nâhere Angabe über G fol. 45v
-48v. Also durchwegs ranuvov.
Proeemion 1: XEt(l6yeacpov el~6va.
Prooemion II: 0/. T(!Ûç.
Strophe a': TazvvoY.
38*
570 K. Krumbacher

28. Mariae Geburt. 8. September. Pitra S. 198-201.


Überschrift: q;ÉQOl' dxQoauxiba r~vbe (r~vbe fehlt Ab).
1J wb~ §w!l-avov AGb: ou 1J àxeoauxiç;. IJ wb1J QW/1-avuü p.
Text: ebenso AGbp.
Prooemion: 'lwaxxûJt xal ':4vJ•a.
Strophe a': <H neoaevx~-
29. Der hl. Nikolaos von Myra. 6. Dezember. I. Lied.
Pitra S. 202-209.
Überschrift: q;éeov dxgoauxiba r~vbe. alvoç xal 6 1paÀ-
JtÔç wv §w~tavuù P: cixeoauxiç. alvuç x. 6. 1p. r. §. T: fehlt CVM.
'l'ext: alvoç xal o 1paÀ,uÔç wù QWJWVov PT: nur Pro-
oemion und die ersten zwei Strophen und zwar stark umge-
arbeitet CV: nur Prooemion und die ersten drei Strophen M.
Prooemion: 'Ev wïç JtVQOtç;.
Strophe a': 'Avv,uv1)aWflcV.
30. Der hl. Symeon Stylites. 1. September. Pitra
s. 210-217.
Überschrift: TaVT1] (avl1'j b) f; wb~ TOU V.axtarov (}wfla-
vou Ab: fehlt M.
Text: Ta!Jl1] (so) f; wb1) TOU aaxtar (o fehlt) v §w,uavoü b:
vermutlich ebenso A: rau M.
Prooemion: Tà èi.vw C1JTWV.
Strophe a': Tou 2~vpëûw.
31. Die hll. Kosmas und Damian. 1. November. I. Lied.
Pitra S. 218-222.
Überschrift: q;éeuv dxeoauxiba r~vbt: (r~vbe fehlt Cd)
noiruw l}w pm ov PC d (in V ist das ganze Lied ausser der
1

letzten Strophe durch Ausfall der ersten BHitter der Hs ver-


loren gegangen).
Text: ;cohJ~ta l}w,uavov PCd.
Pitra hait das Lied trotz des Autornamens m der Akro-
stichis wegen des leeren -\cVortschwalles und der poetischen
Mil~derwertigkeit für untergeschoben.
Prooemion: 0€ n)v xâ.ew.
Strophe a': Ilâaryç OVJ'Éat:w;.
Die Akrostichis in der qriechischen Kirchenpoesie. 57l

82. Stichera auf Christi Ge burt. Pitra S. 222-228.


Überschrift: q;égona (sc. artXrJQa) àx[Joanzlôa. alvoç
mnetvov i}wp,avov elç rà yevé{}).w o (in l rn fehlt die Über-
schrift).
Text: a'lvoç rannvov i}wp,avov ûç rà yevH}).w l o; nur
die ersten 7 Strophen m.
ln einigen der von Pitra notierten Hss (Vatic. 1515,
Vatic. Reg. 54, Crypt. XVIII) hat Sickenberger, der die Stichera
für mich vergleichen wollte, den Text vergeblich gesucht.
Strophe a': Al àyyûtxal.

B. Unedierte Lieder des Romanos.


33. Der hl. Demetrios. 26. Oktober. P fol. 17r-19r.
Überschrift: q;égov àxeoauxtôa r~vôe. wû wnetJ'OV i}w-
p,avoii alvoç P.
Text: wv ranetvov §w,uavov alvoç (23Str.) P.
Prooemion: NtxrJrp6eov.
Strophe a': 1Y uùv awv Vftl'~O()).
34. Die hll. Kosmas und Damian. 1. November.
Il. I . ied (ganz verschieden von Nr. 31). P fol. 2tr-24v.
Überschrift: q;égov àY.-goauxtoa r~vôe. wû mnw'ov l)w-
p,avoû o f5p,voç
ouwç P.
Text: ebenso (mmtvoù !) P.
Prooemion: 'Ex rijç ôeg~wv.
Strophe a': 1'(p ~).lep rà q;wril;etJ'.
35. Die hll. Akepsimas, Joseph und Aeithalas.
3. November. P fol. 27v-29v.
Überschrift: q;éeov àxeoauziôa r~vôt:. wv uUa ijw-
ftavov P.
Text: ebenso P.
Prooernion : @wû rcp YOrJrrji.
Strophe a': TrJY XE{!OOJ!?ûaav xaeôtav p,ov p.
36. _Der hl. Menas. 11. November. P fol. 39'"-42v.
Überschrift: ~ àxeoonziç. roû rannvoû !)wfwvoû f!noç
(am Rande nachgetragen) P.
572 K. Krumbacher

Text: ebenso (wnetvoü !) P. Es ist aber von der mit I


('1nnwv) beginnenden Strophe (r/) nur der Anfang (16 Worter)
geschrieben; dann folgt noch ein leerer Raum von 5 Zeilen.
Man erhalt also den Eindruck, ais habe der Schreiher bezw.
Redaktor den Versnch gemacht, die in seiner Vorlage fehlende
Strophe mit I selbst zn erganzen, dann aber die Vollendung
auf eine spütere Zeit verschoben oder die Erganzung der Lücke
von einer anderen Hs erwartet. Die vorhergehende Strophe (E)
beginnt mit 'Enerûeïro, konnte also nicht etwa antistoechisch
das I = El vertreten.
Prooemion I: Tijç T()la<5oç.
Prooemion Il: '0 rijç <56~1Jç.
Strophe a': Tàv à&lorp6eov upihaa xalwç.
37. Der hl. Johannes Chrysostomos. 13. November.
P fol. 47v-5ov.
Überschrift: rpiQoY dueoauxî<5a T~Y<5e. wv ranewoü l}w-
fWYov P.
Te x t: ebenso (ram:tYoîi) P.
Prooemion: 'Eu rwy ovQaYwv.
Strophe a': T(f5 TWY oÀwY nou7rfi.
38. Der hl. Aposte] Phi li pp. 14. Nov. P fol. 57r-5sv.
Überschrift: rpiQoY à:.eeoauz{<5a r~v<5e. Jwpayoü 6 1paÀ-
p6ç P.
Text: ebenso (14 Str.) P.
Prooemion: '0 ,ttafJI]rrJç xat rpÎÀoç aov.
Strophe a': 'PeWea l6yov naeâ.axov p01, uveœ.
39. Die hll. Gurias, Samonas und Abibas. 15. Nov.
P fol. 58V-6Qr.
Überschrift: rpieoY dxeoauxî<5a n]Ybe. roü râla (}w,twYov
~ OJÔIJ P.
'l'ext: rou n:i2a VWfWVOÛ (0<51) 1J (18 Str.) P.
Es ist also im Texte scheinbar der Artikel ~ nach (ÙÔIJ
gestellt und diese Stellung wird durch den ln hait gefordert;
denn die zweite Strophe mit H enthalt ein Schlussgebet an
die drei Heiligen. Darnach ist zu vermuten, dass wir es hier
Die Akrostichis in der griechischw Kirchenpoesie. 573
nicht mit dem Artikel, sondern mit der Wiederholung der
letzten Littera der Akrostichis zu tun haben. · Das 1} in der
Überschrift ist also zu streichen.
Prooemion : 'R~ fhpovç, oocpo[.
Strophe a': Trjç Tav èxl'feov ()ovJ.e[aç.
40. Der hl. Nikolaos von l'.Iyra. Il. Lied (vgl. Nr. 29).
P fol. 94r-95r.
Überschrift: cpéeov Ô.U[!OOliX[(ja n)v()e. wb~ f!wpavov P.
Text: ebenso P.
Prooemion: '0 l:rm•[xwç m\1.6ç.
Strophe a': 'Qç njç oocp[aç dexrJyÔç.
41. Der hl. Ignatios. 20. Dezember. P fol. l08v-109v.
Überschrift: cpéeov àueoouz[()a n)v()e. alvoç ~Wftavofo P.
Text: ebenso P.
Prooemion: Twv J.a,unewv àywvwv aov.
Strophe a': 'A{Jeaà,u ttèv noré.
42. Die hl. Nacht. II. Lied (vgl. Nr. 1). Prooemion
und 3 Strophen bei Amfilochij, Textband, Dopoln. S. 63. Voll-
standig in P fol. 123v-126r und A fol. 89-93.
Überschrift: cpégov dugoou;:lba niv()e. wv mnetvov {jw-
,uavoû P.
Text: Toû wm:tvoû r}wpavoû (18 Str.) P.
Prooemion: '0 neà f.wacp6eov.
Strophe a': Tàv àyeweyrJTOY fi6TQvv.
43. N achfest von Christi Ge burt (Kovrauwv flël?Éog-
Tav Tfjç XQIOTOÛ yevvl}oewç). P fol. 128r-129r und D.
Überschrift: cpieov àueoouxlba njv()e. 0 vpvoç §w-
pavov PD.
Text: ebenso (13 Str.) P: o i5Jt D.
Prooemion : Kau:nJ.âyrJ 'Iwo~cp.
Strophe a': "Om:g oew, vofjoat ov xwew.
44. Die unschuldigen Kindel'. 29. Dezember. P
fol. 132r -135r.
Übe rsc hri ft: epie av àueoouzl()a Tl}vbe. wû w;mvov l}w-
,uavov PD.
574 K. Krumbacher

Te x t: ebenso ( ra:nuvoi! !) P : wv D.
Prooemion : 'Ev rfj B'YJ{}ÀÛft.
Strophe a': Twv avw xal TWV xarw.
45. Der hl. Basilios. 1. Januar. P fol. 139v-14ov.
Überschrift: cpéeov àxeoanxîba n)l'(k rov ra:netvov {!w-
!Wvov P.
Text: wvvw (5 Str.) P.
Es sind also, obschon in der ""l!berschrift noch die voile
Akrostichis genann t wird, in der V orlage von P 13 Strophen
ausgefallen, und die Ordnung der übriggebliebenen ist verwirrt
worden.
Prooemion : "Qcp{}'YJç {Jaatç.
Strophe a': Tijç awcp[!OGVV'YJÇ o xgaT~Q·
46. Adam (Christi Taufe). II. Lied (vgl. No. 5). P fol.
150'-152V,
Überschrift: cpégov àxeoanxîba r~vbe. wv ra:netYov éw-
flW'OV aivoç P.
Text: roi! ramvoü QWf-laJ'OV all'OÇ (22 Strophen) P. Die
Strophe E fehlt, ohne dass in der Hs eine Lücke angedeutet ist.
Prooemion: Ti)ç xoÀvft/Jf;19(]a;.
Strophe a': Tîç elnn, ri; Jeî;n.
47. Der hl. Tryphon. 1. Februar. P fol. 184v -187r.
Üb ers ch ri ft: cpieov àxeoanxîba njvbe. wu ra:netvov {!w-
t-taYoÜ P.
Te x t: roü ra:ntl'OV f!wJtal•ov P (keine Lücke für E).
Prooemion: 'Exba:naYI]oaç.
Strophe a': T1]v rwv àyfJew:nwv yeyedY.
48. Die vierzig Martyrer. 9. Mi:i.rz. I. Lied. P fol. 200v
bis 203r.
Überschrift: cpéeov àxeoauxîba n]Ybe. wv xveov (so)
f!wt-tavov l:n'YJ P.
- Text: ebenso (18 Str.) P.
Prooemion : Tà ;Ecpoç TO vyeàv.
Strophe a': Tou '11Jaov rd :na{}~!-lam.
Die Akrostichis in der griechischen Ki1·chenpoesie. G7 5

49. Die vierzig Martyrer. II. Lied. Das Prooemion


und 5 Strophen ed. aus T fol. 93v-95r Pitra S. 599-603.
Prooemion und 11 Strophen bewahrt V fol. 81 r-83r. Der
vollstandige Text in P fol. 203r --206r, A fol. 119r -124r, D.
Überschrift: rpégov dxeoauxJba n]vbe. Tou wnetvov r}w-
,um•ovvflVOç P: rpéeov iixeoauxiéJa wù wnetvoü V: fehlt DT:
keine Angabe über A.
Text: TOU wmvov r}w,aavov v (keine Lücke für E in Tant-
vou) PA D: Toi: wmvoi! v (und zwar so, ·dass die zwei letzten
Strophen den 2 letzten Strophen des P entsprechen, also
eigentlich wv wmvo ... .... v v) V: T... (Lücke durch
Blattausfall) amv (ursprünglich wu wmv, wobei das Schluss-v
durch die vorletzte Strophe von P vertreten wird) T.
Also durchweg wmvoù erhalten oder aus den Resten zu
ersehliessen. Sehr aufrallig ist, dass die in P angekiindigte
Akrostichis weder in P noch in AD zu En de gefilhrt wird.
Da nun die letzte Littera der Akrostichis im Texte zuweilen
zweimal gesetzt wird (vgl. Nr. 18, 39, 49, 55, 64, 68 u. o.),
so ist zu vermuten, dass die Akrostichis des Lied es in W ahr-
heit "TOV wmvov rJwflaVOV v" lau tete und dass der Redaktor
oder Schreiber von P das zweite Schluss- Y irrtiiml ich filr den
An fang des W ortes v(.uvoç} hielt und in der Überschrift dieses
W ort hinzufügte. Der Inhalt der zwei Schlussstrophen spricht
nicht gegen diese Annahme. Die vorletzte Strophe (17) enth1ilt
noch ein Stück der Erzahlung von den 40 Martyrern; sie wird
erst in den m·sten Versen der letzten Strophe (18) zu Eude
geführt. Dann kommt, allerdings etwas unvermittr.lt und nur
die zweite I-liilfte der Strophe 18 füllend, das Schlussgebet.
Für diese ErkHirung der inkongruenten Überschrift spricht
auch die Überlieferung. Denn die zwei Schlussstrophen von
P bilden auch den Schluss des Liedes in AD und in der im
übrigen stark verstümmclten italischen Rcdaktion (V).
Prooemion: na.aav OT(!aTe[av.
Strophe a': Tep lv {}(!6J•cp.
57 ti K. Krztmbacher

50. Mariae Verkündigung. 25. Miirz. P fol. 212r-214v.


Überschrift: epieov (epie'") dxeoauxlôa n)vôe. -rov mnet-
vov §w,uavoü P.
Text: ebenso (wnewoü) P.
Prooemion: uou ovx la-ro•.
Strophe a': Tep dexayyücp TafJet~ï•.
51. Der h 1. Martyre r Georg. 23. April. L Lied.
P fol. 219v-221 v.
Überschrift: cpigoJ• J.xeoanzîôa njvllr.. wü uiJ.a {!w-
,uavov P.
Text: ebenso P.
Prooemion: <J-I tponoep6goç.
Strophe a': TOV TOY naea~uaov nnû.
52. Der hl. Martyrer Georg. IL Lied. P fol. 22P
bis 223v.
Über sc h ri ft: epéeov (epie''') àxeoauxtôa -r~J·(k wii mnet-
voii !}wpavo'Ü nol'YjfW P.
Text: ebenso (24 Strophen) P.
Prooemion: Tfj Ôv)J(i,uet wv awvgoü.
Strophe a': 1/jv àQeT~Y n)v l!vfhm• dû.
53. Der hl. Athanasios von Alexandria. 2. Mai.
P fol. 230,.-23lv.
Überschrift: epieov àxgoanxlôa T~vôe. aivoç 6w1wvoü P.
Text: ebenso P.
Prooemion: 'OQfJoôo~{aç epvuvaaç.
Strophe a': 'AfJavaa{ac; xUoç {magzwv.
54. Der hl. Apostel Johannes. 8. Mai. P fol. 235r
bis 238r.
Fünf Strophen (ohne das Prooemion) edierte, ohne die
Autorschaft des Romanos zu kennen, aus C und M Pitra
S. LXI f.; vgl. S. LX V; 663. Das Prooemion und die fùnf
Strophen des M auch bei Amfi.lochij, Facsimileband S. 9 -11 ;
vgl. 'l'extband S. 60.
Überschrift: epieov (cpig"') dxeoauxiôa T~vôe. 1'5ftvoc; elç
Tov fJeoJ.6yov ûw,uavoii P: fehlt CM.
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 5 77

Text: ebenso (27 Strophen) P: [:pyoç OG1J C (vgl. Pitra


S. LXV): vwoç M.
Prooemion: Tà peyaÀ.ûâ aov.
Strophe a·: .Tip1J oveâYta.
55. Der hl. Johannes der Taufer. 24. Juni. Pitra
S. 320-327 (aus C unter dem Namen des Domitius). P
fol. 252 ..-255r (ais Lied des Romanos). A fol. 149r-152r
(unvollstandig ohne Autornamen). V gl. Krumbacher, Umarb.
s. 42 ff.
Überschrift: rpéeoY (rpée''') iixeoauxîba T~vbe. elç Tèw
:rce6beopoY §wttaJ•ov P: rpéeoy àxeoauzîba elç TOY :rce6oeopoY
oopedov (boptdov V) CV: fehlt MT.
Text: elç TOY :rcg6oeopoY (jwpm•oü v P: elç TOY :rcg6bgo-
JWY bo,1mîov CV: dç TOY ng6bgoftOY a A: ek TOY :re M:
dç TOY T.
Prooemion: 'J-I auîea a~,tU(!OY.
Strophe a': Evrp17fl1Jaw,uey YVJ'.
Die vorletzte Strophe (v in P, o in CV) enthalt den
Schluss der Erziihlung über den hl. Johannes den Taufer, die
letzte Strophe (in beiden Überlieferungen mit v beginnend)
bringt ein Schlussgebet an den Heiland.
56. Der hl. Prophet Elias. 20. Juli. P fol. 270r
bis 273r. Das Prooemion und die 3 ersten Strophen ed. aus
+
C T Pitra S. 296 f. Vgl. Krumbacher, Romanos und Kyriakos
s. 761 f.
Überschrift: rpÉ(!OY (cpég''') dxeoauzîba n]Ybe. TOY 7lQOrtJ1J-
np• ~Um• 6 f}wpavàç v,uvo.1 P.
Text: ebenso (25 Strophen) P: TÙv T: T CV.
Prooemion: lleocpijw xal :rtQo6:rcm.
Strophe a': T?jv :rcoV3]v uvv àv&gw:rcwv à.Yo,uîav.
In A fol. 163v-170r steht ein Lied des Romanos auf den
Propheten Elias mit der Überschrift: TÙv :rceorp1JT1JV 'HUa v ô
•J>w,uay0; d~rprJI.lÛ. Da die Akrostichis mit der obigen mit
Ausnahme des Schlusswortes übereinstimmt, handelt es sich
wohl um eine am Schlusse abweichende Redaktion des obigen
578 K. Krumba.cher

I;iedes. Auffallig ist freilich, dass Papadopulos-Kerameus


(S. 377) nicht, wie gewohnlich, auf die Ausgabe des Fragments
bei Pitra verweist.
57. Der hl. Panteleemon. 27. Juli. Prooemion und
Strophe 1 in den Menaen. Strophe 2 ed. aus C (ohne Bei-
ziehung' von T fol. 133<) Pitra S. 670. Das Prooemion und
die ersten drei Strophen ed. (ans M) Amfilochij, Textband
S. 129 f.; 189. Endlich ed. a us A +
M das Prooemion und
die ersten 10 Strophen Papadopulos-Keramens, B. Z. 6 (1897)
383- 386. Den vollst1indigen Text (Prooemion und 33 Stro-
phen) bewahrt nur P fol. 280v-284<.
Überschrift: cpéeov (q;ie''') àxeoauxi~a n}v~s. rou ran:n-
vov (!WfW110V WJ UVU{!'/V{!Wt o ~paÀftOÇ p: qJÉ(!OV rlX(!OOHXf~a
njvbs. wv ran:nvov f.!w~-tavov A: fehlt CV M'l'.
T c x t: TOV ramvov ( so) ~w ftaVOV TW àvagyvgw lpaÂp.oç p
(Bei Strophe x?;' ist nur am Rande die Zahl x(' und die Ini-
tiale Q gesetzt und dann ein leerer Raum von 6 Zeilen ge-
lassen. Die nach der Überschrift zu erwartende Strophe für
o vor 'lf!aÀpoç fehlt ganz): rov ramvov A.
Prooemion: 1Wt,t~1J7:~ç {mânwv.
Strophe a': Tov àvagyvrov n)v ftv~p1JV.
(A us Codex Q):
58. Der hl. Theodoros. Erster Ji,astensamstag. I. Lied.
Q fol. sr -12<.
Überschrift: q;é(!01' àxeoauzlba. TOu ran:stvov f!wpavov ô
'ljJUÀpÙç OVWÇ Q.
'rext: ebenso (ran:stvoü !) Q.
Prooemion: J.Vfeya).opâewç n:eelcpYJfU:.
Strophe a': Tàv n:setf361JWV ,uâewea.
59. Der hl. Theodoros. II. Lied. Prooemion II und
Strophe a'- ç', ). {f ed. a us den kombinierten CM T un ter den
Anepigrapha Pitra S. 57 9- 581. Den vollstandigen Text be-
wahft nur Q fol. 12r-14v.
Überschrift: g;É(!OV àxeoauxi~a. ô Üftvoç TOU ran:uvoï'
{!Wj.tUVOV Ûç; 7:0V aytov {}so~W{}OV Q.
Die .Akrostichis in der griechischen Kü·chenpoesie. 579

'fext: 6 V!J-1'0ç f}wpavoù elç rùv r'J.ywv fh6oweov (32 Str.) Q.


In der Ü berschrift ist also durch Versehen [wiï rwrctvoù]
überschüssig gesetzt.
Prooemion I: 'Qç i5wedhv brwvvpoç.
Prooemion II: Iltauv X{!taroù.
Strophe a': ·o lv {)e6vc_JJ rpwràç l:nox,oûp,evoç.
60. Adam (verschieden von Nr. 5). Q fol. 19v-22v.
Überschrift: cpé(!ov àx(!oanx,[oa r1jvàe. wiï m:netvoù {jw-
fWVou a v,uvoç Q.
Text: ebenso (ram:tvoiï !) (24 Strophen) Q.
Prooemion: Ix6J.aaov, 1f'VXIJ ,uov.
Strophe a': T1jç fWiW(!Îaç rvx,eïv lJ..n[ooç.
61. Der v e rio rene S oh n. Zweiter Fastensonntag.
Q fol. 22v-26r.
Überschrift: qJiQ01' àxeoanxJba nÎvoe. bérjotç xai mvn7
~ TOÙ r)w,uavoi: Q.
Text: M17atç xa1 rw!rr; ?J (}w,uavov Q. Es ist also in der
Überschrift ahnlich wie bei Nr. 59 ein Wort [wiiJ überschüssig.
Prooemion: Tàv aawwv lC1}Àwaa.
Strophe a': L1âm·ov xadàwjteJ' 1j,uû'ç.
Zum gleichen Tage steht in A fol. 196v-2Q3r ein Lied
mit der Akrostichis: Ter (ci[!n7 von Papadopulos-Kerameus er-
erganzt} bb7atç xat ravn7 'Pwfta1'0Ü. Da sie ausser den ersten
drei Litterae und dem Artikel ~ mit der obigen übereinstimmt,
wird es si ch wohl im grun de um dasselbe Lied handeln. V gl.
Nr. 56. Das gleiche Thema behandelte Homanos noch einmal;
vgl. Nr. 87.
62. Bei Erdbeben und Feuersbrunst. Mittwoch der
dritten Fastenwoche. Q fol. 26,.-29r.
Ü bers ch ri ft: rpéeov àxeoanxJoa nÎvoe. wü ra:netvoü (}w-
,uavov 1pal,u6ç Q.
Text: wu ra:netvov (jwftavov o
1paÀ.p,oç (25 Strophen) Q.
In der _ÜLer~chrift fehlt also der Artikel 6.
Prooemion: Tm!ç lv {}).bpu, xveœ.
Strophe a': Tà largûo1• râ'w 1PVX(VV.
580 K. Krwnbacher

63. Noe. Dritter Fastensonntag. Q fol. 29"- 32v. Strophe


a' _c_y' mit einem von dem des Q verschiedenen Prooemion ed.
unter den Ancpigrapha aus T Pitra S. 451-453.
U·;- b erse h l"l. ft : OV.. 1J< UUf!OOUXLÇ
' ' ., s. .,. ' .. <
1JUS. atJ'OÇ iWL OVTOÇ {!W-

pavoi) Q: fehlt T.
Text: alvoç xal oiiroç !}WJW1'0Ü Q: atv T.
Prooemion: 'E:rû Nws TrJV apaerlav Q: TâJl' âpagrtW1 TO 1

:rdJ.ayoç T.
Strophe a': 'Arpoewv nJv d:ru:tJ.r)v.
64. Die Kreuzanbetung. Mittfastenfreitag. Q fol. 35r
bis 38v.
Überschrift: rpéeov àxeoauxiba nîvbs. wiow ro f:iroç
laûv f}wpavov Q.
Text: roùw rà l!noç lorlv QWftaVov v (24 Strophen) Q.
Es ist also der letzte Buchstabe zweimal gesetzt. Der
Grund ist nicht klar. Schon Strophe xi enthalt ein Schluss-
gebet; Strophe xb' beginnt mit Ylàç Maelaç lyévov und bringt
dann ebenfalls ein Schlussgebet. Vielleicht soUte die in den
früheren Strophen ganzlich fehlende Erwiihnung der Mutter
Gottes hier nachgeholt werden.
Prooemion: Tà asf3aa,uwv ~vÀo1• neoaxvvovl•uç.
Strophe a': 1'0 rew,uaxû.ewwv ~vÀov.
65. Da s 0 p fer Ab ra ha rn s. Vierter Fastensonntag.
Q fol. 38v-4Jr.
Überschrift: rpéeov àxeoauxiba n)vbs. slç ràv af3ead,a
!}wpavov ü,uvoç Q.
Text: ebenso (24 Strophen) (,-l.
Prooemion: •Q.; xafJaeà.v fJvaiav.
Strophe a': Eiç (feoç àvaf3aivovra.
66. Bussge bet. Mittwoch der fünften J1'astenwoche.
Q fol. 41r-42v.
Ü bers Ch l' Î ft: tpê{!OV Ù.XQOOrtXiba YIÎVbe. 7Cf!OOWX~ f!w,uavo VQ.
Text: ebenso (15 Strophen) Q.
Prooemion: Tou rpof3eeov btuaawD.
Strophe a': IloJ.J.o1 btà. pswvoiaç.
Die Aki'ostichis in der griechischcn Kirchenpoesie. 581

67. Bus s lie cl. Donnerstag der fünften Fastenwoche.


Q fol. 42v -44v. Vgl. meine GeselL d. byz. I,it. 2 S. 667.
Überschrift: q;ieov à.xeoauxlba njvbs. wii ranuvov ~w-
JW1'ov aivoç Q.
Text: ebenso (ranrtvoî• !) Q.
Prooemion: IJivXIJ pov, 1pvx~ JWV, avaara.
Strophe a': Tà wii Xewwii lareûov.
68. Der hl. Isaak. Freitag der fünften Fastenwoche.
Q fol. 44v-47v.
Überschrift: cpéem· Ô.Y.Qoauzlba njv&. wii ranw•ov ~w­
,uavoii Q.
Text: wii ranw•ov ~wpavoii v (19 Strophen) Q.
Der Grund der Verdoppelung der letzten I~ittera ist nicht
ganz klar. Strophe 1 r;' enthült den Schluss der Erûihlung
von Esau und .Jakob, Strophe tf}' bringt ais Abschluss des
Ganzen die Deutung des Jakob und der Hebekka auf die
Christen und die Kirche. (Inc. 'l~uû.; oDv raî·w Ô.Y.Qt{Joi.;.
xarav01)aau rpf).ot. rà mîna yàe fl' n!ncp ll(!OE[!Qéf}Yj Y.at lyeârpr;.
o 'Haav ,uiv dmoç nvv 'Iovba[wv.) Man erhiilt den Eindruck,
ais habe sich der Dichter bei der Disposition des Stoffes ver-
rechnet und zuletzt, um nicht allzu schroff abzubrechen, noch
eine Strophe über das akrostichische Schema hinaus hinzugefügt.
Prooemion: Tàv 'Ilaav ,uca~aa.;.
Strophe a': Tàv btà njç {maY.orj.;.
69. Der Heiche und Lazarus. Mittwoch der sechsten
:Fastenwoche. Q fol. 4 7v -50v.
Überschrift: où 1} Ù.Y.Qoouz/ç al5r1J. nob],ua f!wftavoii
ranstvoii Q.
Text: ebenso (ram:tvov! Bei Strophe ta' ist durch Ver-
sehen Jfé,uwv statt NéftWv geschrieben) Q.
Prooemion: El xcû rwv Èpiiw.
Strophe a': Ilvsvpauxt7 v,uvwMq.
70. Die Auferweckung des hl. Lazarus. Samstag
der sec'hsten Fasten woche. I. Lied. Q fol. 50 v-53r.
Überschrift: q:;éeov àxeoauxlda njvbs. wii wnstvoii èw-
,twvoû Q.
582 K. Krumbacher

Text: ebenso (ra.n:etvov !) Q.


Prooemion: 'E.n:éarnç lv rq> racpcp.
Strophe cl: T1)1' racp~v (JU.n:ovreç.
Ein anderes Lied auf den hl. Lazarus verfasste Kyriakos.
Vgl. Nr. 91.
71. Die Auferweckung des hl. Lazarus. II. Lied.
Q fol. 53r -55r.
Überschrift: cpéeov dugoauxf~a njv~e. roi• ra.n:uvoü ~w-
pœvoü Q.
Te x t: ebenso (ra.n:etvov !) Q.
Prooemion I: <JI .n:avrwv xaed.
Prooemion II: co (l. ~.Q) navrwv Xewd.
Strophe a': Tàv d~vQpÙv.
Sehr lehrreich ist ein Blick auf die sonstige Überlieferung
des Liedes. Unter den Anepigrapha ed. Pitra S. 470-475 aus
T fol. 165~'-166v ein Fragment, das teils aus Strophen unseres
Liedes, teils aus neuen, wohl einem anderen Liede entstammenden
Strophen besteht. Das Verhiiltnis ist also: Pitra Prooemion
(nach seiner Ziihlung Strophe a') = Prooemion l Q; Pitra
Strophe (3' = (YQ; y'= (J'Q; ~' = y'Q; t'= a'Q; ç' fehlt in Q;
!;: = {}' Q (aber ganz frei umgearbeitet); r/ = t1]' Q. Ausser
T kommen noch V und M in Betracht. Und zwar bewahrt
V fol. SSr-ssv Prooemion I und Pitras Strophe ç', die in Q
fehlt. Ganz eigenartig ist der Hedaktor verfahren, auf den M
zurückgeht. Auch er hat den grüssten Teil der Strophen des
Liedes, wie es in Q überliefert ist, über Bord geworfen; a us
den übrigen aber hat er gar zwei Lieder hergestellt. Sie
stehen in M fol. 262r- 262v. Das ers te besteht aus Prooemion I,
Strophe (3' bei Pitra (= cY Q) und einer Strophe CHWe Xgtaroç),
die eine ganz freie Umarbei tuug von Strophe ç' Q (Ilavuç opov)
darstellt. Das zweite Lied, als 1/ugov um•rauwv eiugeftihrt,
besteht a us Prooemiou II Q, aus Strophe e' Pitra ( = a' Q),
Strophe ç' Pit ra, die in Q fehlt, und Strophe J' Pitra ( = y' Q).
Man sieht aus diesen drei Beispielen, in welchem Grade die
alten vollstiindigen Lieder in den verkürzten Bearbeitungen,
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 583

wie ste in zahlreichen 1-Iss vorkommen, zerriittet sind und


welche V orsicht bei der Beniitzung der fragmentarischen Übcr-
lieferung geboten ist. V gl. Krumbacher, Umarb. S. 6 ff.
7~. Christi Auferstehung. 1. l . ied. (~fol. 104r-Io6r.
Überschrift: {fpieo)v dxgoauz[(~a njvbe. rou x1)gov (so)
{!WfWVOV alvoç Q.
'l'ext: ebenso (20 Strophen) Q.
Prooemion: ('EOm•a ?) u!Yih7 ô 1'}avaror; dr; l'ix or;.
Strophe a': .<11)r) 'an]v rfi wq:fi.
78. Christi Aufersteh ung. IL Lied. Q fol. l08r-llO'·.
Über sc h ri ft: fpÉgov dxgoouxiba nÎvÔe. wu wnuvov
i!wpavov alvoç Q.
Text: TOU wmvov {!wparoù alvoç (22 Strophen) Q.
Prooemion: Tôv amveôv a ou ngoaxvvii).
Strophe a': (T)t)v uÔÔJ> 001', O('i!rÉQ pov.
74. Ch ris ti A ufersteh un g. III. Lied. Q fol. nov-JJ5r.
Überschrift: cpiuov àxgoouzibo. r~1•&. roû nmeo•oü
i!wFm·ov ab•oç d:; rà nâf)o:; Q.
Te x t: ebenso (mnetvov! :Ji3 Strophen) Q.
Prooemion: Tàv ain• Éxovowv {favarov.
Strophe a': Tô fWOT1JQtOl' rijç mjç olxovo,u.[ar;.
75. Christi Auferstehung. IV.Lied. Q fol. 115v-lJ7r.
Überschrift: fPÉQOl' àxgoauziba n}v&. (Mi7 f!wftavoù Q.
· Text: dJbt} éwtwvov v Q.
Prooemion: Tq! nédht aov, aom}e '~lt~iiw.
Strophe a': "flanrg ol•gm•ov iJnùv.
Der Grund der Doppelung des Y ist unklar. Strophe t'
('Y,p1]1.1}v) enthiilt cine als Abschluss genügende triumphierende
Anrede an den Rades, die in Strophe w' ("Yipwai ftE) ohne
Not fortgefiihrt wird. Vgl. Nr. 68 .
. 7ti. Die Heiluug des Lahmen. Mittwoch der weissen
\V oc he (rtjç bwxatl't]ai,uov, wofür in Q konsequent: n)ç bw-
Y.tVYJaf,ao:y). Q fol. 118v--12P.
Ü bers ch ri ft: cpÉQOV àxgoanz!ba TIJVfk roû mnt:tJ•oïi
ém;tm•ov rù tno; Q.
1903. Sitzgsb. d. plJilos.-pbilol. u. d. hist. KI. 39
584 K. Krwnbacher

Text: ebenso (ranet1'ov! 24 Strophen) Q.


Prooemion: .Xgtaràv oo~aawpev.
Strophe a': 7o oùa{)at avvezwç.
77. Die Hochzeit in Kana. Mittwoch der zweiten
Woche (nach Ostern). Q fol. 125v--] 28r.
Üherschrift: cpégov axeoauxiôa njvoe. -r:o l!;roç {!wpa1•où
TanêtYOV Q.
Text: ebenso (mnuvov! 21 Strophen) Q.
Prooemion: '0 -r:à vô me elç olvo1•.
Strophe a': T~v nae{)n·iav llfD)aaç fJeoç.
78. Die Heilung des Aussiltzigen. Zweiter Sonntag
Q fol. 128r--130v.
(râ)v flV(!Ocpoewv).
Überschrift: cpéeov ri.xeoanziôa njvôe. wîi ramtvoù
(!wp,avoû Q.
Text: ebenso (ra;retvoü! 18 Rtrophen) Q.
Prooemion: 'Qç -r:àv J.meàv f.xM}agaç.
Strophe cl: Tàv wîi ytivovç fJeov xat EVEQj'énJ1'.
79. Christi Auferstehung und die zehn Drachmen.
Dritter Sonntag (nach Ostern). Q fol. 130v-138v.
Überschrift: q;é(!OJ' dxeoauxJôa r/;J'!Je. wùw ranetvoü
(!wp,avoîi Q.
Text: ebenso (ramt1'0V! 20 Str.) Q.
Prooemion: OZ ( ..... . )Évuç .Xgtanji.
Strophe a': (Ti'jç -r:)oîi Xewwû nagafioJ.ijç.
80. Die Samariterin. Vierter Sonntag (nach Ostern).
(J fol. 136r -138v.
Überschrift: cpéeov àxeoauziôa -r:ljvôe. -r:oü ranëtvoü
f!wp,avoü alvoç Q.
're x t: wîi ramvoù éw,uavov aivoç Q (ohne Andeutung
einer Lücke für E').
Prooemion : 'Ent rà cpeéae chç ~Wev.
Strophe a': 1o -r:aJ.avwv -r:ô ôo{Hv aot.
81. Die Heilung des Besessenen. Mittwoch der fünften
Woche (nach Ostern). Q fol. 139r-14P.
Die Akrostichis in der griechischen J(irchenpoesie. 585

Über sc h ri ft : cpÉgov rh~goauzioa njvO!:. ô 1paÀuà; oÙroç


larh• {!w,tunooù Q.
Text: ô tprû,uàç ovro; ëOUY {!w,uavoù v (25 Strophen) Q.
l>rooemion: 1(vv {}avparwv aov.
Strophe a': '0 J.w); ô :nwrùç.
Die Doppelung der Schlussinitiale Y war hier unvermeid-
lich, weil die erste Strophe mit Y ()l:o' eYùç) noch ganz zur
Erkliirung des V erhiiltnisses der Diimonen zu den Tieren ver-
braucht war; so ward fUr das Schlussgebet eine wei te re Strophe
(xt' 'YmJeÉrat) nütig.
82. Die Heilung der Blutflüssigen. Mittwoch der
sechsten Woche (nach Ostern). Q fol. 142,.-143v.
Überschrift: ?'Égov ÙxQoauzioa n}l'Ot. lpcû,uùç wu XV!]OV
(so) {:w,uavou Q.
Text: ebenso (21 Str.) Q.
Prooemion: 'Q; lJ a'i,uoeeov;.
Strophe a': lJYû.Àw aot Èv q)àaiç.
S:t Das Brotwunder. Mittwoch der siebenten "Woche.
Q fol. 149~"-152r.
Ü b erse h ri ft: cpÉ(!ov à.xgoauxiba n}v&. :noii]J.ta {:w,aaJiou
wv ra:netYov Q.
'rext: nohnw. {!wfwJ•où wù wmvou (2:) Strophen) Q.
Prooemion: Tm)ç lx rij; 01]ç.
Strophe a': flavu; U.yydot.

C. Zweifelhaftes.
t:l4. (Romanos!') Ninive. Mittwoch der ersten Fasten-
woche. Q fol. 6~"-Sr.
Überschrift: xo1•rrîxwv ;wrarvxrtxàv ov lJ dxgoauziç. ràv
JlQocp~nJl' Y.VQiov. Am Rande : {!w!': - ~zo; a' Q.
Te x t : rô1• ::reoq>~nJl' xvQiov tl.
Prooemion : 'AntyvwapÉYl)V.
Strophe a': Tô lareûm• njç ,w:ravoiaç.
Ob die Handnotiz ({!w,twJ•oU) die Autorschaft des Homanos
geniigend verbiirgt, ist mir vorerst nnsicher. Um die mneren
39*
586 K. Krumbacher

Gründe diskutieren zu konnen, müsste der 'rext ediert werden.


Vgl. Nr. 117.
85. (R.omanos?) Der hl. Theodoros (?). Samstag cli'r
ersten Fastenwoche. A fol. 217'-219'.
Überschrift?
Text: '0 v,uvoc; 'Pwpm'ov A.
Zu dem Liede ist derselbe Ton (~zoe; nJ.riywç -ciwgroc;)
notiert wie in Q zu dem (für denselben Tag bestirnmten) Liede
Nr. 59. Darnach künnte man vermuten, dass Nr. 85 ein Frag-
ment von Nr. 59 sei. Dagegen spricht aber, dass Papadopulos-
Kerameus (S. B78) nichts davon erwiihnt, dass der Anfang des
Liedes bei Pitra ediert ist.
86. (Romanos?) Die Buhlerin. Mitt,woch njc; ,tiwo-
A fol. 220r-224r.
nEJ'T1}"COan]c;.
Ub crs ch ri ft: rpégov dr.goauxloa. wii W;'lflJ'UÙ 'I'w,uu.Poi> A.
Text: wohl ebenso A.
Ein lUitsel, das ich nicht Iosen kann. Papadopulos notiert
(S. 378) die obige Akrostichis, dazu den 'l'on (~zo:; (Jagvc;) und
bemerkt, dass 4 Strophen des Liedes olme Autornamen bei
Pitra S. 491-49:3 ediert seien. Allein diese 4 Strophen sind
das Proocmion und die ersten 3 Strophen vou N r. 194, de~~eu
erhaltene Akrostichis lau tet: roii /IUJ'OV u.îï.a. Auch der zu
diesem l.iede in Q angegebene Ton (i}xo:; o') ist von dern in
A verschieden.
87. (Homanos?) Der verlorene Sohn. Zweiter Fasten-
sonntag. Bei Pitra S. 460-462 das Prooemion T1jc; nmgq)ac;
und Strophe a'- y' a us 'l'. In lJ steht zuerst ein an cleres Pro-
oernion ('Ayr.(Uac;) und Strophe r/ (Toii awn]goc;), dann, unter
der Überschrift: >::OJ'Oâr.wv i/ugov wu 'Aawrov das Prooemion
T1)c; nargq)aç und Strophe ( 1 , - y', genau wie in 'l'. Neu ist
aber die Überschrift zum e1·sten Kontakion in D.
Überschrift: (piget (?) di!eoauxiàa n/J'VE. wù rammJù
~ ~w,uavov D: fehlt 'l'.
Text (1. Kontakion): 1: D.
(2. Kontakion): 1: v E D 'r.
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 587

Prooemion (1. Kont.): 'AyxclÀ.aç D.


(2. Kont.): T1)ç :n:areqîaç D'r.
Strophe a': Toù awrijeoç 1jpJïw.
Die Übersehrift in D verdient deshalb Beachtung, weil
alle anderen Akrostichonvermerke des D, denen dortselbst nur
noch einige Strophen Text zur Sei te stehen, si ch dm·ch die
vollstiindigeren Hss als richtig erweisen. Ausserdem ist aus
der Akrostichis des Liedes Nr. 61 ersichtlich, dass Romanos tat-
süchlich mehrere Lieder über den verlorenen Sohn verfasst hat.

II. Die Akrostichis bei den übrigen Hymnendichtern.


N ach den Li edern, die durch die Akrostichis als vVerke
des Homanos bezeichnet werden, mogen Hymnen anderer
Di ch ter folgen, deren Akrostichis vollstiindig oder anniihernd
vollstandig erhalten ist. Auch hier verzeichne ich zuerst das
bei Pitra gebotene Material mit den aus meinen Kollationen
und Abschriften gewonnenen Zusatzen und Berichtigungen,
dann die unedierten Lieder, soweit ich über sie handschrift-
liche N otizen besitze.

A. Edierte Lieder.
88. Anastasios. Totenliecl. Iét.{J{Jarov njç 'Amh~QWJ. Ed.
Pitra S. 242-249 aus CT.
Über sc h ri ft: cpÉQOl' ii.xgoauxù5a ·djvr5e (rl}vr5e fehlt C).
dJ'f10Woiou ro(• w:rEo•ov rÛJ•oç CM: 1pÉQOV rh,eoauxfba clvaar.aafov
m:rcw•oi'! vomJÙlç T: ol olxot cpÉQm•u:ç àxgoauxit5a n)vbe. dva-
awafov rov wm:n•ov voaiJÉaç A: i; dxeoauxiç. rh•aaraaiov rou
w:rcetvoû 1•oat B: fehlt J.
Text: rh•aawofov rov w:rcw•ov atJ•oç ç (ç fehlt B) (26 bezw.
27 Strophen) BC: rhaaraa[ov roi'! w:rcwwvoç (23 Strophen) M:
dmawaiov roi'! wm:vov voa1Jeaç (27 Strophen) T: àJ'aawaiov
roîi ra:rcuvoû J'OOIJWÇ :re J: keine Angabe über A.
Prooemion: Ot njç Cw1jç rci'JV àvl'fQw:rcwl' C: .Mn à râ)v
t'i{'îwv àvét.:rcavom• M 'r.
Strophe a': Ahoç p6voç.
588 K. KrumiJacher

Bezüglich der Doppl;lung der letzten Littera (2') in C


vennutet Pitra (S. 248), die vorletzte Strophe, die stellenweise
an Strophe ~~· erinnert, sei ein durch diese angeregtes spateres
Machwerk. Allein so leise Anldiinge, wie sie hier vorliegen,
kommen innerhalb derselben Gedichte hiiufig vor und beweisen
nichts gegen die Echtheit, und vor allem durfte der Full nicht
isoliert behandclt werden. Der Grund der Doppelung scheint
hier iihnlich zu sein wie in Nr. 81. In Strophe r.( wird die
in Strophe r.;' begonnene Betrachtung über ùas Begrabnis des
Vornehmen mit einigen guten Gedanken weitergeführt. Erst
in der i.iberz1ihligen Strophe r.17' wird Platz für das Schluss-
gebet. Ein zweites Schlussgebet mit der Initiale fi, das sich
speziell an die hl. Jungfrau wendet, hat Pitra ans der Aus-
gabe von Goar übernommen und als Strophe r.t'f' angefügt.
Vou den mir bekanuten Hss bietet dieses II nur J. Hier
habeu wir es, wie schon die Initiale II beweist, mit einem
spiiteren Zusatze zu tun, der durch das Fehlen einer Erwiih-
nuug der hl. Maria im Liede veranlasst worden ist. In M
sind nicht nur einige Stropheu ausgefallen, sondern auch
mehrere Strophen durch neue Strophen ersetzt worden.
Zu der auffiilligen akrostichischen Fonn in 'l' ist zuniichst zu
bemerken, dass die das E darstellende Strophe t( ( = Strophe tr/
bei Pitra) mit El beginnt, wo El wohl antistüchisch fUr I
steht (also ramvoû). Das von C vüllig abweichende Schluss-
wort vo01JEW;, das auch die Überschrift von T bietet, ist schein-
bar grosstenteils durch Umstellung der auch in BC über-
lieferten Strophen zu stande gebracht. Die mit H beginnende
Strophe r.e' ist identisch mit Strophe dY bei Pitra, nur dass
das vVort 'Havzaaare an den Anfang der Strophe gestellt ist.
Auch die zwei Strophen mit 2:, bei Pitra r.( und Y.t)', sind
als Strophen r.ô' und r.17' vorhanden. Nun steht aber 'r mit
der eigentümlichen Form des Schlusses der Akrostichis dm·ch-
aus nicht allein. Ganz ahnlich ist die Akrostichis in der Über-
schrift von A formuliert, über dessen Text ich leider keine
Angabe habe. 1hnlich die Überschrift in B, dessen Text aber
mit C übereinstimmt. Der 'l'ext von J ergibt voa'Y)Wç n.
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 589

Ausserdem notiert Pitra S. 248 f.: "In nonnullis codd. ultima


troparia ita inter se connectuntur, ut alia sit obscura acro-
stichis: 'Ayaorrw{uv wù wnnPoii Pooîa;; (sic), quae mo rosi us
extricare me piget". Die "nonnulli codd." sind wohl un ter
den von Goar genannten Barberini und Cryptoferratenses zu
suchen (vgl. Pitra S. 242). Es ist daher wohl zu vermuten,
dass in dem riitselhaften 1'001JW;; oder vuow;; oder Poot der
Genetiv eines zu 'Avaaraoîov gehUrenden Orts nam ens stecke,
und erst spa ter die U marbeitung des dunk~ln \Vortes in ab• a;;
vorgenommen wurde.
89. Gregorios. Der hl. M arkianos. 30. Oktober.
(fehlt bei Nilles). Pitra S. 273 f. (aus C). Dazu P fol. l!)v-2or.
Überschrift: fehlt.
Text: Te17 .
. Prooemion : 'El cpwravy1];;.
Strophe c/: Tvo)otY T~Y èf.(!(!IJTOY.
90. Georgios. Mariae Aufnahme in den Tempe!.
21. November. Pitra S. 275-283 (aus CT). Dazu jetzt P
fol. 66v- 69v.
Überschrift: !pf(!OY ÙY.QOOrt/){ja T~YOe. WÙ WJlélYOV '}'ê-
W(!"/ÎOV ii,uPoç P 'l'. (Pitras Angabe, T habe nur die kurze
Überschrift El;; d'ouooY rFj;; naYCl)'[aç Aeor6xov beruht auf Irr-
tum; die Akrostichonnotiz steht vielmehr in 'l' und fehlt in C,
aus dem sie Pitra fiilschlich anführt.)
Te x t : wù ranEtvoù ( so) {EW(!yÎov ü,uvo;; ( v,w• T) PT : nur
Prooemion und 3 Strophen C.
Prooemion: '() 'i<ai'laewraw::; )!aà::;.
Strophe a': 1(i)y rbo(!QI)rwv roù {hoù.
91. Kyriakos. Die Auferweckung des hl. I,azarus.
Samstag der sechsten Fast en woche. Verstümrnelter Text nach C
bei Pitra S. 284-288. Vollstündige Ausgabe mit Hilfe von V
bei Krumbacher, Itomanos und Kyriakos S. 726-735.
Überschrift: cpigov àxgoortzîoa. noîi)t-ta xvgwr.où V.
Tex..t: ebenso V.
Prooemion: Ali,agoy ràv rpî/.ov aov.
Strophe a': IHv;; vlo·~ow, àxaruÀIJme.
590 K. Kmmbacher

!)2. Theocloros (~) Studi tes. Der hL Paul os von


Konstantinopel. fi. November. Pitra S. H!3G-B38.
Übcrschrift: cpégm' dxgoouxJôa. roi• owvMwu CV.
'fext: wi' aoC: roii aw V.
Prooemion: Ilwrw{hic; 1'Jdrf 'i''J'flfl·
Strophe a': Tàv J.a,tmnjea yvw(!ta!9hom.
Dass der Autor 'fheodoros Studites sei, vermutet Pitra,
weil der das Lied überliefernde Codex C eine besondere Vor-
liebe für 'fheotloros Studites zeige(?).
!13. 1'heodoros Studites n. Der hl. Euthymios.
20. Januar. Pitra S. 338-840.
Überschrift: rpÉ(!OJ' dxQOOrtlJôa.. fwaqoÔ(!(I) C: fehlt V.
Te x t : fwarp6Qw C V.
Prooemion : 1<;1'! {}ufi 1bà fliJT(!ac;.
Strophe f/: EZ·{}vpehw cpé(]Wvv;uoc;.
Die Autorschaft des Theodoros Studites vermutet Pitra,
weil dieser eine besondere Vorliebe für den Hirmus 1rë He(iJ
dnà ,w)rea.c; ha be und ihn demnach wohl selbst verfasst ha be(?).
94. Theodoros(?) Studites. Der hl. Basilios. 1. .Jan.
Pitra S. 846-348.
'Cberschrift: rou arovOiwv (ais Autorangabe) C.
Text: roii awva C. J<~s sind also wohl die Strophen
ohov àa,u - ausgefallen.
Prooemion: Tà 1?e6(Jgvw.
Strophe a': Tégnnat OIJf-lê(]OJ'.
'Theodoros ist Vermutung Pitras.
95. Theodoros (?) Studites. Der hl. Nikolaos. 6. No-
vember. Pitra S. 355-358 (nach C). Dazu P fol. \)5r- 96r.
Überschrift: cpigoJ' àx.eoart7Jr5a T1jv!>e (njvoe fehlt C).
TOV OTOVOtTOV pC.
Text: ebenso PC.
- Prooemion : Tcf'J 1pauvq! aov (Jicp.
Strophe cl: Tr.!J {}ficp ,uvgfp xewMvw.
Theodoros ist Vermutung Pitras.
Die Akrosl'ichis in der g1·iechischen Kirchenpoesie. 591

!)f). 'rheoùoros Studites. Totenlied. Pitra S. 373-377.


Überschrift: rpÉ[!OY àxgoaux[/Ja. (j!WPIJ 19WIJW(!OV C.
'1' ex t: ebenso C.
Prooernion: Tiw ;urrwnivw.
Strophe r/: ifJgtxTÔI' (JJ.brw.
!)7. Josephus Hymnographus. Vorabend von \Veih-
nachten. Pitra S. 381-:383 (aus T). Dazu P fol. 120r-121'.
Überschrift: Kein Vermerk PT.
'rext: 'lwm]rp PT.
Prooemion : 'II nagDb•oç.
Strophe a': 'It:eal neorpYJTWJ'.
Die von Pitra am Schluss beigefiigte am Anfang ver-
stümmelte Strophe ( steht in T fol. 3Sr-sgv ais Schlussstrophe
des I,iedes auf den hl. lgnatios (Pitra S. 388-390; in P
fol. 10~v-llW nur Prooemion und 3 Strophen), in dessen Zu-
sammenhang es allerdings nicht passt. Dort (fol. 38v) steht
aber auch, was Pitra übersehen hat, der An fang der Strophe:
rN..oyE{!WY Î.Fnovgyaiw na{!wmpÉ - . Sie dient dort zur Vol-
lendung der Akrostichis: !h (bH 'lwm/rp. In P fehlt diese
Strophe. Um Klarheit zu schaffen, müssten beide Lieder mit
genauer Beschreibung des handschriftlichen Tatbestandes vor-
gelegt werden. lch muss mich heute damit begnügen, auf
die Aporie hingewiesen zu haben.
98. Joseph us lfyrnnographus. Nachfest von Epiphanie.
7. J anuar. Pit ra S. 400-404.
ilhusrhrift: fehlt(?) Vat. reg. II 46.
Text: Jfdhôgua TUH' rpwTOJ' (so) ((/JEtE (u = l)wa1]rp.
Strophe a': Jfôvoç xa{}a!]Ôc;.
!)9. Kosmas. Mariae Himmelfahrt. 15. Aug. Ediert
1m .Anthologium Romanurn" (mir unzugiinglich). Analyse und
Proben bei Pitra S. 527-029.
Ü*>erschrift: rpÉf!OI' àxeoanxl/Ja (n]J•/Js K) (~ àxeoaux{ç
B 1\:I) wv mnuvov xoa,wl. (ô H) f5,uvoç B CV H J KM T:
fehlt D.
592 K. Knonbacher

Text: rou TIVWYov (so) xoa,wi vftvoç BCVM: rou wmt-


voii xo K: wii wnuyoû D: keine Notiz über HJT.
Prooemion: T1)Y §y :ngeafhiatç.
Strophe a': Tdzwôv fWV.
100. Anonymus. Akathistos. 25. Miirz. Pitra S. 250
-262. Aus M ed. den 'l'ext ganz unglaublich fehlerhaft
Amfilochij, 'rextband S. 106- 111. Bei Pitra lei der keine
Angahe ühPr die Überschrift. Ich benütze für sie folgende
Codices: P fol. 20\J"- 212r; M fol. 154 v -162r; 'l' foU)6r -101 v;
V fol. 83v -Ssr.
Überschrift: xm' àJ.rpâ{:IJTOV P: 1} àxQoartzîc;. àJ..rpû.{:IJ-
roç M: l'zay (lx) dxQoauzioa xarà à}.rpû.fJI)!OV 'l': rpÉQOY àxgo-
auzîôa tÙl' àJ.(paf31J!OV V.
Text: af3y ... w (24 Strophen) PM 'l'V.
Prooemion: 1?ï {meg,uazcp arean1yr[i PM 'l'V. In V steht
vor dieser bcrühmtcn Strophe noch der kleine Prolog: (),j (:nav)-
ô,ud)a uard XQÉoç ii.Yvp,Yovvréç ae, {}wrôxe, xrû UyoJ•reç· Xaige
·~ 'XEXCl{!tTW,U ÉVIJ.
Strophe a': 'Ayyûoç :ngwroardnJç.
Die Zuteilung an Sergios (z. B. bei Pitra) ist falsch, die
an Photios (von Papadopulos-Kerameus) unsicher. V gl. Papa-
dopulos-Kerameus BZ. VI (18\)7) 377 und sein Buch: <() 'Axû.-
Iharoç "Ypvoç, A th en 1903 ( Btf3l.w1~ IÎX1} J.1fugaaù) dg. 214).
Dazu meine Bemerkungen BZ. XIII 252 ff. Zur Orientierung
s. auch Nilles II 154 ff.
101. Anonymus. Grablieil. Pitra S. 466-471.
Überschrift: rpÉgov dx[!oauzîôa. f::nm5,u(Jwv pÜoç wû
rgwaO?.îov O.
Te x t : 'Emrv,uf3wv ftÉÂoç wa C.
Prooemion: L1vvû.,uet {hi'xfi aov.
Strophe a': 'EvYÔIJOOY g;ôf3cp.
- 102. Anonymus. Verklarung Christi. 6. August.
Pitra S. 501-506 (aus CT). Dazu noch A fol.174r-177v,
B fol. 2r-5r, D, M fol. 218~"-222r (s. Amfilochij, Facsimile-
band), V fol. 165"-168~'.
Die Akrostichis in. der griechischen Kil·chenpoesie. 593

[berschrift: 1/ dx.Qoaux,i:;. dç n)1• f1E:Wf.l,O(!rpwatv M: dç


Til'' ,f1FW,UÔQIJ·OH111' V: fehlt A(?) B CD T.
Te x t: El:; n)1• liHfl,UÔ(!rpwan• ABC Y M 'r: El:; ·n)v ,uw-
pôgq•wotl' D.
Prooemion: 'En/ rou c'lgovç.
Strophe a': 'Eyf.(!{hlu. ol. J'O>IfJEi:;.
103. Anonymus. Mariae Himmelfahrt. 15. August.
Pitra S. 5H)-527 (aus C). Dazu noch V fol. 172""--173''.
fr bers ch ri ft: rpÉ.QOl' ù.x,uooctzEou. w& ÔfwerwJ..oü rà :r.oÎI],tta
C: rpÉ.(!OJ' àr.goartzioa. roZ. upa(!r (Schluss unleserlich) V.
Text: ebenso C: rou lipagrw (Schluss fehlt dm·ch Blatt-
ausfall) V.
Prooemion [: 'Arp' ou ,uedan)Ç.
Prooemion li: 'Q:; noi.ur(111;roJ•.
Prooemion lU: Tipw; Èvavrîm•.
Strophe a': 1/ï Jlagtà,ll.
Haltlose Vermutungen über den Au tor bei Pitra S. 516; 527.
104. Anonymus. K1·ankengebet. Pitra S. 532-535
(aus C).
Überschrift: qÉ!_!ov Ù.%Quouzù5u. wu l:J..eetrof> C.
'l'ext: ebenso C.
Prooemion: 'II Èv ava)'Y.atç.
Strophe a': Tf oo{hbJ.
Pitra vermutet (S. :1:32), dass sich unter der bescheidenen
Akrostichis Theodoros Studites berge.
105. Anonymus. Die hll. Engel. 8. November. Pitra
S. 508-540 (aus C). Dazu V fol. 3'--4v.
Cberschrift: rpigov àr.eoanxioa. u)v à).rpâfhJWl' CV.
Text: raiJyor. (so) C: afJyoe V.
Prooemion: 'AQxwrgâr1Jye {}wu.
S~rophe a': ''AvaQXE, Mano-w.

Dem gleichen Prooemion folgt em anderes Lied auf das-


selbe Fest in P fol. 36~"-88r. Vgl. N r. 117.
51)4 K. KrumiJacher

B. Unedierte Lieder.
Auch hier, wie bei der Aufziihlung der nicht oder nur
fragmentarisch veroffentlichten Lieder des Itomanos (S. G71 ff.),
gebe ich zuerst das Material aus P, dann das aus Q, dann das
der übrigen Hss, soweit ich aus ihnen genügende Notizen besitze.
106 . .Joseph. Die hll. Nazarios, Gerbasios, Prota-
sios und Kelsios. 14. Oktober. P fol. 4r-5r.
Überschrift: cpÉQOV dxeoouz{ôa n]vôe. (M1) lwm)rp P.
Text: ebenso P.
Prooemion: Aapmijeeç rpwbeoi.
Strophe a': 'Qç rpwwvïE'ïç.
107. Anonymus. Der hl. A postel Lukas. 18. Oktobcr.
P fol. 5 v -6".
Übersch rift: rpÉQov dx[!oonziôa n)v(k (hôr1 nUa P.
Text: ebenso P.
Prooemion: Jfm?IJTIJÇ "/EVÔ,UEJ'Oç.
Strophe u.': 'Dr; lareô;.
108. Leon. Der selige Hilarion. 21. Okt. P fol. 7v_gr,
Überschrift: rpieov àxgoauzîôa n)vôe. bwr; Uovroç P.
Text: ebenso P.
Prooemion: 'Qç rpcoan)Qa.
Strophe a': 'EQaa{hlç rou Xetarov.
109. Anonymus. Der hl. Apostel.Jakob. 23. Oktober.
P fol. 9" -llr.
Überschrift: rpiQoV dxQoauzlôa n)vÔE. rov liÔvov n:U.a P.
Text: ebenso P.
Prooemion: '0 rov JWTQrk pol'O"/êVIÎç·
Strophe a': Tàv yôvov ae rov lwarn-'·
110. Joseph. Der hl. Ignatios Patr. 23. Oktober.
P fol. 11 "-12v.
Überschrift: rpiQOV àxQoauz{ôa njvôe. cùô1) lwm]rp P.
'"Text: ebenso P.
Prooemion: rPwrof36i..otç J.âp1jHat.
Strophe a': 'Qç ujj rpwd.
Die Akrostichis in der ,qriechischen Kirchenpoesie. 595

111. Paulos. Der hl. Arethas und seine Genossen.


24. Oktober. P fol. 12'" -J4r.
Überschrift: rpÉQOl' rlY.QOOUX,tOa liJJ!Os. TGV raÀa navÀov P.
Text: ebenso P.
Prooemion: EùrpeoovYIJÇ :rea~ t'J'or;.
Strophe a': TàJ! vov1• ~av.
112. Stephanos. Der hl. Demetrios. 26. Oktober.
Prooemion und 7 Strophen in C. Daraus ed. Pitra S. 651--658.
Prooem. und 5 Strophen in D. Vollstiindig nur in P fol. 15r-17r.
Überschrift: rpiQOJ' ù.xgoanzioa rryl'rk wv (wv fehlt D)
ourpÔ.1•ov u a'h•oç PD : rpÉQOJ! àxgoauzioa. orérpoç C.
Text: wü auqJlÎl'OV ô alvoç (17 Strophen) P: rorùpoç
C : aurpa D.
In der italischen Hedaktion (C) ist aus der ursprüng-
lir.hen Akrostichis dm·ch Auslassung .der mittlcrcn Litterae das
vV ort orérpoç gebildet worden, wobei freilich das T der ersten
Strophe in der Luft schwebt. ln D ist zwar die Überschrift
anniihernd vollstiindig, vom Texte sind aber nur Prooem. und
5 Strophen aus dem Anfange des Liedes Ubrig geblieben.
Prooemion: Toiç rwv a/,pâum•.
Rtrophe a': Toï•roJ'· <OJ' pÉym•.
118. Anonymus. Die hll. Zenobios und Zenobia.
31. Oktober (bei Nilles I :311 am 30. Okt.). P fol. 20"-21~'.
Ü bers chr i ft: rpf.gm• rlxgoouzîoa njvoe. rà bor; P.
'l' e xt: ebenso P.
Prooemion: 1Ieôc; tàot:/hîaç.
Strophe a': Toü rl1•agyûeov.
114. Anonyrnus. Der hl. Akindynos und seine Ge-
n ossen. 2. November. P fol. 25v- 27r. Prooemion und drei
Stropben auch in D.
Cberschrift: rpieov ÙY.QOortzîoa njvôe. wu trU.a broç PD.
'fext: ebenso P: wü D.
Prooemion : 'ür; liorea.
Strophe a': Tà1• lv neÀÔ.f'ël.
596 K. Krumbacher

115. J oannikios. Der se lige Joan nik ios. 4. No-


vern ber. P 30v-34r.
Überschrift: rpigov dxeoauzic5a nîl'(k {)pvo; wv mnt:t-
vov lwavvodov P.
Text: ebenso (wnavoii!) P.
Prooemion: 'E1• r!7 ,t.m}pn.
Strophe a': 'E-rt:eovgâvœ fhè.
116. Anonymus. Der hl. Paulos von Konstantinopel.
6. November. P fol. 34v-ssv.
Über sc h ri ft : rpÉQOJ' à.xeoauzir5a njvoe. o aivoç rcl.l.a P.
Text: ô aTvoç rdUa (so) P.
Prooemion: 'Aargd1paç lv rfl·
Strophe a': 'O,uoloy{aç arûi.oç.
117. Anouymus (Romanos?). Die hll. Engel. 8. Nov.
P fol. 36r-38r. Prooemion und die ersten 8 Strophen auch in D.
Üb e rsc h ri ft: cpégov ch,eoauzir5a njvbe. elç rlw à.r:zwrgd-
rr;yov P: (Jw,twJ•où ;roir;,tw. fPÉ(!WV à.xQoauxir5a njvbe. elç rov
dgxrmeann•ov D.
Text: dç ràv dexwrearr;yov (19 Str.) P: elç rov d(! D.
Prooemion: 'A.gztarQUTifYE (vgl. Nr. 105).
Strophe a': 'Ecpr;ç, fptM.v{}gwne.
Die Zuteilung des Liedes an Romanos durch die Autor-
notiz in D biütct für die Autorschaft wohl keine gcnügende
Gcwühr. Vgl. Nr. 84.
118. A nonymus. Die hll. Engel. II. Lied. 8. Nov.
P fol. :38,.-38v.
Überschrift: rpÉgov dxQoauzioa TIJVOE. el; roi•ç daw-
{tÛ.rovç P.
Text: elç P.
Prooemion: 11jç xgr;;rir5oç.
§trop he u': 'Ev à.vo{Çu, OWTIÎQ·
119. A nonymus. Der sel ige 'l'heodoros Stud ites.
11. Novcmber. P fol. 42v-43".
Ü berschrift: fehlt P.
Die Akrostichis in cler g1·iechischen Kirchenpoesie. 597

Text: wî: ranctvo (10 Strophen) P.


Prooemion : Tàv àoxl')rtxàv.
Strophe a': Twv àoxrrrwv.
120. Anonymus. Der hl. Johannes der Barm-
herzige. 12. November.. P fol. 43v-45r.
Über sc h ri ft: rpÉgov àxeoouzioa -r~J'Oc. clç -ràv lÎ.éiJ-
f.Wva P.
Text: ebenso P.
Prooemion : Tàv n}.oûwv -ràv oàv.
Strophe a': '.Eni -rà EJ..coç.
121. Anonymus. Der hl. Johannes Chrysostomos.
13. N ovember. P fol. 45r -47'".
Überschrift: rpÉ(!OV dxeoauzioa -r~dJC. cl; -ràv zgv-
aôowfWV P.
Text: dç -ràv ï.XQQVVoaoooaHo,uov P.
Prooemion : 'Ex WJJ' oi•eavo)v.
Strophe a': 'Ex -rijç nayzevoov.
Durch die seltsame Verdoppelung der Litterae X-J'wachst
die Zahl der Strophen auf 24. In der Marginalziihlung der Hs
sind aber die Doppelstrophen mit der gleichen Nummer be-
zeichnet, so dass sich nur t( Nummern ergehen.
122. Georgios. Der hl. Johan nes Chrysostomos.
18. N ovembcr. P fol. 50 v-fJ;)v.
ü berschrift: ~ axgoauziç. wu TallétVOÛ ycw(!yiov. Am
Hande: lloh),t.ta ycwgyiov P.
Te xt: wû wnuvoù ycweyiov (19 Strophen) P.
Prooemion: fehlt.
Strophe a': 1ov n}1• yijv.
123. Studites. Der hl. Johannes Chrysostomos.
13. November. P fol. 53v-55r.
Über sc h ri ft: rpÉfJOV àxgoauxioa -r IJ1'0c. 1'ovv na,urpm] no)ç
alvÉoctÇ <D owvOiw P.
Te;t: .Noûv na/upraj n?Jvn: (15 Strophen) P.
Prooemion : 'l'à xevaoww.
Strophe a': Niiv zgvaoorôJ.wwç.
598 K Krumbacher

124. Anonymus. Der hl. Aposte! Philipp. 14. Nov.


P fol. 56'"--i>7'".
Überschrift: rpÉ[!OI' àxgoonxiJa TIJJ'Jc. nof1]/W n.U.a P.
Text: ebenso (lü Strophen) P.
Prooemion : "01' ot nQocpjwl.
Strophe a': Ilc[!trpcf!Ôttn•oç.
125. Anonymus. Der hl. Apostel Matthaeos. 16. No-
vember. P fol. 60v- 61'".
Überschrift: cpigoJ' rlr.goanziôa n]vôs. 1) d)('5rJ nUa P.
Text: ebenso (8 Str.) P.
Prooemion: Tou rdwrîov.
Strophe a': 'H wu t;z{fgov.
126. Anonymus. Der hl. Gregor der 'Vundertiiter.
17. Nov. P fol. 62~"- 64v.
Überschrift: rpÉgôv àxgocmxîôa TIJ1'&. nofi],IW dç ûw
19avftmoveyôv P.
Text: ebenso (24 Str.) P.
Prooemion: (0m•,aâuov :roV.â)J'.
Strophe a': Ilôrhr _dnag~o,twt.
127. Anonymus. Der hl. Platon. 18. Novernber.
P fol. fW' -65r.
Überschrift: mt'm7 1) 1M1} uüa P.
Text: wv P.
Prooemion: 'JI cty[a fl-1'1J,tt1} oov.
Strophe a': Trvr 'EV.1J1'W1' J.mdw.
128. Jose ph. Der hl. Gregorios Dekapolites. 20. No-
vember. P fol. 66~"-f-iGv.
Überschrift: rpigov dxgoonxiôa njJ•ÔE. lwa1}rp P.
Text: lwmjcp P.
Prooemion : f/Jwwvy{aç 1)Â.w1'.
Strophe rl: 'ùgoïç of mawl.
129. Anonymu:s. Die hl. Katharina. 24. November
(dieses Daturn in P!). P fol. 71 .. -73~".
Überschrift: rpÉgov ô.xooaux{Jrz n)vvc. wü f1Ôvov w:rct-
You 1] (bJ1j P.
Die Akrostichis in der g-riechischen Kirchenpoesie. 599

Text: ebenso (ra.nw'ov) P.


Prooemion: Xoeeîav ae.nnjv.
Strophe a': 1'1)v b(, iJwv.
130. Ànonymus. Der hl. Petros von Alexandria.
25. November (dieses Datum in P!). P fol. 73r-75v.
Überschrift: cpÉ[!OV ÙY.[!Oanzi~a TIJl'~f. l.noç rail p,6vov
·rant:tVOV p.
Te x t: ebenso (ra.nnvov !) P.
Prooemion: '0[!{}o~6;ou; ~6y p,aat.
Strophe a': 'Eni r~v {}avpaan)v.
131. Anonymus. Der hl. Alypios. 26. November.
P fol. 76"-77r.
Überschrift: cpigov dxgoauzi~a UJl'Oc. àlv.niw aivoç P.
Text: ebenso P.
Prooernion: 'An•sltx~v.
Strophe a': 'Avaxgœt'hlç.
182. Anouymus. Der hl. Jakob der Perser. 27. Nov.
P fol. 77v -79r.
Ü bers ch rift: cpigov àxeoan1J~a 7:1Jl'~é. alvoç olxre6ç P.
'fext: ebenso P.
Prooemion: Ifew{hiç rfi xal?J.
Strophe a': 'Anù 1f!l'J.I]ç.
133. Abbas. Der hl. Stephanos der Jüngere.
28. N'ovember. P fol. 79v- sov.
Überschrift: q;égol' àxgoauxi~a njv~é. v,uvoç à{J{Ja P.
Text: ebenso (9 Str.) P.
Prooemion : <O,ruvvv,uoç aocpi.
Strophe a': <Y."lù n]ç aijç.
134. Ànonymus. Der hl. Aposte! Andreas. 30. Nov.
P fol. 81" -83v.
Überschrift: ~ dxgoauz/; xarà di..cpâfJlJWV P.
Tcxt_: a fJ y (i ... w (24 Str.) P.
Prooemion: Tàv rijç àv~edaç.
Strophe a': 'Avw{hv fÛV.
1Uü3. Sitzgsh. d. philos.-philol. u. d. hist. KI. 40
600 K. Krumbache1·

135. Anonymus. Der hl. Aposte! Andreas. IL Lied.


P fol. 83''-84v.
·l''J b erS C h l'l. ft : ëTé(!Ot
" '"
Ot~Ot: -1j"7..0; 0' ClVWÇ:
' ' -::ZQOÇ
' 7:0' .LrrQU-
'
1'WOÔJI pov: -q/ ( also wohl: (pÉQOnë; oder (p{;eovat zu lesen)

dugoauxioa. u alvo; râJ.J.a P.


Text: ebenso (11 Str.) P.
Prooemion: fehlt.
Strophe a': "Oaot ~qJJvfi.w;.
136. Anonymus. Der hl. Aposte! Andreas. III. Lied.
P fol. S5r- S6r.
Üherschrift: r:piem• dr.goauxioa TJÎYOe. w'ù ô.pa(!WJÀo'ù P.
Text: ebenso (12 Str.) P.
Prooemion: '11j; J'mJnJ;.
Strophe a': TùJ' 1f'JÎ(P4J fJeür
187. Anonymus. Die hl. Barbara. 4. Dezember.
P fol. 87v- 89r.
Uberschrift: (pÉ(!OJ' dr.goauxioa ujvoe. wvn7 1} wOtJ râJ.a P.
Text: WVTYJ IJ (leerer Haum olme rrext) WOYJW (lem·er
Haum ohne Text) },a (leerer Haum olme Text) P. Es sind
also von den lB zu erwartenden Strophen, deren Nummern
auch am Hande vollzahlig notiert sind, die 6., 11. und 13. in
der V orlage von P verloren gegangen.
Prooemion: T(jj Yvpr:picp aov.
Strophe a': TijY vv,ar:pwfJûam'.
138. Symeon. Der hl. Sabas. 5. Dez. P fol. sgr_gov.
Überschrift.: r:pigov r1r.Qoauxioa -,;~voe. av,uewY 'l (Ù01j P.
rrext: ebenso (10 Str.) P.
Prooemion: 7'àv f3ioY d_,oej3{ü;.
Strophe a': Xor:piaç vnâexwv.
139. Anonymus. Der hl. Ambrosius. 7. Dezember.
P fol. 96v-97r.
Überschrift: r:pÉ(!OJ' ÙxQoauxioa r~vOL all'oç P.
_ rrext: alvo.;r; (6 Str.) P.
Prooemion : "QanEQ dariea.
Strophe a': Avyaaôv 1.wv.
Die AkrosticMs in der griechischen Kirchenpoesie. 601

Die erste Strophe mit Z (5) bringt das bilderreiche Lob


des Heiligen aus Strophe 2-4 zum Abschluss. Erst die
zweite Strophe mit 2: (6) enthiilt den iiblichen Abschluss: ein
Gebet an den lleiligen um FUrbitte fUr das Seelenheil aller
seiner Verehrer, und bildet sodas rechte Gegenstiick zu Strophe 1,
in der der Dichter den Heiligen um Erleuchtung am·uft.
140. Auonymus. Der hl. Patapios. 8. Dezemher.
P fol. 97v-98'.
Übersch rift: rpÙ.JOV àxeoauxiôa r~vô~. 1] (bol] rc.l}.a P.
Text: ebenso P.
Prooemion: Tàv N.x6v aov.
Strophe a': 71 aoe6c; aov.
141. Anonymus. Die l<Jmpfangnis der hl. Anna.
9. Dezemher. P fol. 99' -1 oor.
Überschrift: àxgoauxic;. ll(5w (als Uandnotiz) P.
'rext: liôw P.
Prooemion: 'Qç :r2awdQa.
Strophe a': "Ae(!IJTOV fJUnwv.
142. Anonymus. Der hl. Daniel Stylites. 11. Dez.
P fol.100'-10P. In T nur Prooemion und Strophe a'-/.
V gl. Pitra S. 564 f.
Überschrift: cpégov àxeoauzi~a nj~·ôe. 1/ wôl] nlJ.a ,u6vov P.
Text: 1J WOIJ ru}.a f10VOV v (14 Strophen) P: 1J (VO T.
Prooernion: "Danee aanje.
Strophe a': 'II (1)ôl/ (!vnaeà.
Mit der Doppel.ung des Schlussbuchstaben verhiilt es sich
ühnlich wie in Kr. V39. Die mit dem Vorhergehfmden nur lose
verknüpfte Schlussstrophe (z>-veites Y) enthiilt eine Bitte an den
Heiligen um Schutz für das Kaiserhaus (wùç marovç fJaatJ.ûç
1Jp-iiw cpvJ.anc; vgl. Krumbacher, Studien S. 254 Anm.), Er-
haltung des Patriarchen, Stiirkung des Heeres u. s. w.
143. Anonymus. Der hl. Eustratios und seine Ge-
nossen. 13. Dezember. P fol. 103r-105r.
übe-r sc h ri ft: cpÉQOY axgoauxiôa T~YOé. TO vcpoç f!OVOV
ra:rEtYOV P.
40*
602 K. Krumbache1·

Text: ebenso (w:wvov! 19 Str.) P.


Prooemion: Ilgàç rovç àv6,uovç.
Strophe a': Tà CorpsgÙI'.
Das Prooemion ist, trotz der gleichen Anfangsworte, nicht
identisch mit dem bei Pitra S. 370.
144. Anonymus. Die hl. Anastasia. 22. Dezember.
p fol. uov-1J2r.
Übersch rift: rpégov Ô.x(!oanxir5a TIJl'lk rovro n) bwç râ}.a P.
'l'ext: wùw u) l!noç râJ..J.a (16 Str.) P.
Prooemion: O'i Èv JTét(!aa,wiç.
Strophe u': 1~jç àvaaraat:w.:;.
145. Anonymus. Die hll. zehn :Miirtyrer auf Kreta.
23. Dezember. P fol. 112r-1VY.
Ü bers ch ri ft: rpigm· dxeoauxiôa njJI(5r. l:1wç el;;; w1'.ç Mx a
li)'fOliÇP.
Text: l!noç P.
Prooemion: <O,u61pvxot.
Strophe a': vE}.czplJ'él'.
146. An on y rn us. V o rf e i er von vVe i h na ch te n. P
fol. 118r-1 UF. ln D Prooemion und Strophe a'- ô'.
Üherschrift: cpÉI}OV Ù.XQOOUXtOO. TIJl'Oê. TaVTIJ IJ rlJ01J
râ}.a PD.
'l'ext: ehenso (18 Str.) P: ravr D.
l'rooemion: E,:•cpgah•ov, Br;fHd,u.
Strophe a': T1jç ai):;, nag{H.ve.
Das Prooemion und Strophe a'- y' stehen, wie in P z ur
Vurfeier vou \Veihuachten, auch in T fol. 40bv-41''.
Pitra (S. 455 fi'.) hat das Prooemion und Strophe a' unterdrückt
und mit Strophe (J' Î,. ein Prooemion und drei andere Strophen,
die in T fol. 51r-v zum Sonntag nach "\Veihnachten stehen
(= Prooemion und Strophe a'-y' von Nr. 148), verbunden und
tlie Strophen so gestellt, dass die Akrostichis vaa,tw entsteht.
Dies_s:s Verfahren rechtfertigt er also: "Extat in ta ur. f. 51, in
quo inter duas dominicas ante Natalia sic dividuntur trop.
promiscue, ut nu lia acrostich is manent". \Y eiter kann man in
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 603

der wildesten "\Villktir nicht mehr gehen. Naturlich sind die


zwei Liedfragmente in· 'l' an ihren Stellen zu belassen.
147. Anonymus. Nachfeier von 'Veihnachten.
26. Dezember. P fol. l26~"-127r, D.
Überschrift: rpÉQOl' dxgoartzîoa T~VOf. rwv brûoy.Jwv 1J
rr)(51} P: rpÉQWJ' dxuoanz!ôa. nvv ...... (Hasur) 1MH} D.
Text: ro'J1• btJ.. P (es fehlen also 9 Strophen): r(ùv br D.
Prooemion: 'Ev r!7 B17 Dùi,u.
Strophe a': Tàv rou /Jwü.
148. Anonymus. Sonntag naeh Weihnachten.
l' fol. 135~"-136r, D.
Überschrift: q:É(!OJ' rl.xuoauziôa n)J'Oe. r1awx uii.a PD.
Text: ebenso (8 Str.) P: aa.u D.
Prooemion: Xogà; HVl' neorpYJÛÙJ'.
Strophe a': 'Anav J'f:%(!Waavuc;.
Vgl. die Notiz zu Nr. 146.
1-:1.9. Anonymus. Der hl. Basilios. l. Januar. P fol.
l37r-139v.
Überschrift: rp{QOJ' dxQoanzioa njvoe. noh],ua dç fJaal-
Î.êtov P.
Text: ebenso P.
Prooemion : Tà fJri{}YJ n]ç aocp[a;.
Strophe a': Ilii.aa 1) olxou,uiviJ.
150. Anonymus. Die siebzig JUnger. 5. Januar (bei
Nilles am 4. Jan.). P fol. 141 ,. -148".
Überschrift: rp{gov àxgoauzloa njvrk da,ua rÛÎ..a P.
Text: ebenso P.
Prooemion: 'Aadgaç rpanvov;.
Strophe a': 'Anà na{}cvv.
151. Gabriel. Yorfeier der 'l'heophanie. 5. Januar.
P fol. 143r-148v.
Überschrift: rpieov axgoanzioa 11J1'0f. WOIJ yafJet~À P.
Text: ebenso P.
Prooemion: iPwç voeerw.
Strophe a': "ü àrpârov.
{)04 K. Krumbacher

152. Anonymus. Vorfeier der Theophanie. P


fol. 143v-144v.
Überschrift: cpÉgov àxgoauzir'5a n]v&. ria,ua P.
Text: ebent>o P.
Prooemion: ·o •ti {}eïxü.
Strophe a': 'AxanU7Jmo.;.
153. Anonymus. Der hl. Polyeuktos. 9..Januar.
P fol. 152v-153v. Pitra S. 5!)4 f. ed. das Prooemion und
Strophe a' -y' a us T.
Überschrift: rpigov dxeoauzioa n]vr5e. bw.; n.U.a P.
Text: ebenso (8 Str.) P: nw T.
Prooemion : Tov awr~eo.;.
Strophe a': 'Ev 'Ioer5a}•n nOTaJUIÏ·
154. Anonymus. Der hl. Gregor von Nyssa. 10. Jan.
P fol. 153v-155r.
Überschrift: cpéeov (epie'<>) àxeoauxiàa r~vr'5e. ël.; ràv
vva7J.; (so) P.
Text: ebenso (11 Str.) P.
Prooemion : Tà o,u,ua nj.; 1fJVX1j.;.
Strophe a': 'E; à,udeiaç.
1f,5. Anonymns. Der hl. Theodosios. 11. Januar.
P fol. 155"-15Hv. Prooemion und Strophe r/ -r'5' auch in T,
woraus Pitra S. {)12 f. das Prooemion und Strophe a'- y'
edierte (!Y blieb a us V ersehen weg). Prooemion und Strophe
a' -y' auch in M. Den gan zen in P erhaltenen Text ed.
Krumbacher, Studien zu den Legenden des hl. Theodosios,
Sitzungsber. d. philos.-philol. u. d. hist. Kl. cl. Bayer. Akad. 1892
s. 325-332.
Überschrift: fehlt PMT.
Text: af3ybeC17{} P: af3yr5 T: a{Jy M.
Prooemion: llecpvuv,uévoç.
Strophe a': "AvfJew:no; fl-èv.
_ 156. Anonymus. Die hll. Abte. 14. Januar. P fol.
157v-158v. Prooemion und Strophe a' auch in T und im
Vatic. 1510. Darans ed. von Pitra S. 605.
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 605

Ü bers ch rift: rpieov ( cpÉ[!"') dxeoauziba ·njvbe. rà broç


ulÀ.a P.
Text: ebenso (10 Str.) P.
Prouemion: 'Ex rijç xoa,wxijç.
Strophe a': Tà bû Jn]ç.
157. Anonymus. Der hl. Paul von Theben. lf) . .Jan.
P fol. 159'- Hiüv.
Überschrift: (pigov dxgoanziba njvbe. ô alvoç ra.l.a P.
Text: ebenso (10 Str.) P.
Prooemion: Tù1• cpwan]ea.
Strophe a': <0 lv hl'iarou;.
158. Anonymus. Die Zurückführung des hl. Petros.
16. Januar. P fol. 161r-v.
Überschrift: rfgov dueoanxlba aùv roü xovraxlov (ab-
gektirzt). J.a1w P.
Text: J.a,ua (mit dem Prooemion ·beginnend !) P.
Prooemion: 'A1 af3àç oJç fj.l.wç.
1

Strophe a': 2"'n/Â1) Ëf-lm ovç.


1

159. Anonymus. Der hl. Antonios. 17. Januar.


P fol. 161'"-16:3'.
ü berschrift: cpÉ!]OV dxgoanxiôa TIJVÔé. TOÎ'W TO vrpoç
nHa /J.rwv P.
Text: ebenso (19 Str.) P.
Prooemion: ToL•:; (Jumtxo1'.ç.
Strophe r/: Trjç wû Xgwwii.
160. Theodoros (:->) St udi tes. Der h 1. An toni os. 17. Jan.
P fol. 163'" -164r (Prooemion und 4 Strophen). C fol. 46r - 47v
(Prooemion und 11 Strophen). V fol. 48r-49v (wie C). Ed.
Pitra S. 377-380 (aus C).
Überschrift: cpfeov dxeoauzü5a njvôe. wû awvbtwv
naVVf,I,JIOÇ el; dvrwvtov P: fehlt C: nolr;,ua awvMwv v.
Text: rOVJ' P: rou awvôiov CV.
Prooemion: 'Ev aagxi.
Strophe a': 1'àv cpwarijea.
606 K. K1·u.mbacher

Das Lied, das ich unter den Inedita einreihe, weil die
Hauptsache, die Akrostichis, neu ist, bietet ein hochst lehr-
reiches Beispiel der ungeheueren V erluste, welche die Hymnen-
dichtung schon in friiher Zeit erlitten hat. Durch einen Zufall
ist in P die vollstiindige Akrostichis erhalten, nach der das
Lied ursprilnglich nicht weniger als 31 Strophen umfasste,
also an Urnfang den grossten Hyrnnen des Hornanos gleich-
kam. Hievon sind in der italischen Redaktion CV die ersten
11 Strophen erhalten, die das Akrostichon wü awvOiov (so)
ergeben; es ist also das r ausgefall~n ; denn man darf wohl
kaum annehmen, dass etwa das Kloster Studion als Au tor
bezeichnet und so eine Art Kollektivarbeit angedeutet war.
In P, der sonst den anderen Hss gegeni.iber so haufig voll-
standige Texte bewahrt, ist das grosse Lied auf 4 Strophen
reduziert, und zwar stehen Strophe a' -y', die den ersten
drei Strophen in CV entsprechen, an der richtigen Stelle;
Strophe cY aber (N) stellt ofl'enbar die ursprüngliche Schluss-
strophe dar, die wegen des Schlussgebetes beibehalten wurde,
um das kleine Fragment wenigstens iiusserlich abzurunden.
V gl. Krumbacher, Studien zu den Legenden des hl. Theodosios
( vgl. ob en N r. 155) S. 333 f.
161. Abbas. Der hl. Kyrillos von Alexandria. 18. Jan.
P fol. 164r-v.
Überschrift: (pÉQOV dY.Qoauz[r5a njvbe. àfJfJa P.
Text: ebenso P.
Prooemion: Tàç uv v atQÉOEOJl'.
Strophe a': 'A:rcoxarMeaç.
162. Anonymus. Der hl. Kyrillos von Alexandria.
P fol. 164v-165v.
Überschrift: fehlt P.
Text: mtvoç P.
Prooemion: "AfJvaaov ~ftiv.
Strophe a': TEenvoç.
Das Beispiel ist bemerkenswert, weil hier offenbar, gegen
die Gewohnheit, nicht einige Strophen vom Anfang mit der
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 607
Schlussstrophe (vgl. Nr. 160), sondern die erste Strophe und
die fünf Schlussstrophen gerettet sind. Die vollstttndige Akro-
stichis lautcte etWU T(OV 0TOV0fr:ov) atJIQÇ.
168. Abbas. Der hl. Makarios von Agypten. 19 . .Jan.
P fol. 165V-166v.
Überschrift: cpi:gor (IJ'i:e"') dxeoanzEJa njyJe. wü rl.{J{Jâ P.
Text: ebenso P.
Prooemion: TewfJûr; rq> nvei.
Strophe a': 1(iw wv xvg{ov.
164. Anonymus. Der hl. Euthyrnios. 20 . .Januar.
P fol. Hî6'"-169r.
Überschrift: cpÉ(!OY à.xgoanzù5a TIJl'Ôê. d; rà1' 8atOJ' d•-
Ih~ptOY ô ii,uroç oùwç; P.
Text: ebenso (:30 Str.) P.
Prooemion: '!~'y r?] omrr].
Strophe a': 'Ex (rr{}v,uol'.
Das lange Gedicht ist schlecht versifizierte langweilige
Prosa. Dass der Redaktor von P (bezw. seiner Vorlage) das
i:ide Mach werk der unverkürzten A ufnahme wiirdigte, ist bei
seine rn sonst recht guten Geschmack unbegreiflich. Der V er-
fasser, der in wciser Bcschcidenheit sich in vollige Anouymitat
hüllte, ist wohl unter den M1innern von Studion zu suchen.
165. Anonymns. Der hl. Aposte! Timotheos und
der hl. Anastasios. 22 . .Januar. P fol. 170r-17P.
Überschrift: IJ'Éf.!OY àxgoauzi(5o. r~J'Je. 1/ t~JJ1j clç wi'ç;
Jvo P.
Text: ebenso P.
Prooemion: TàY fJûoy ;.w{}r,n)l'.
Strophe a': 'HJ..fov :n:UoY.
166 . .Johannes. Die hll. Klemens und Aga th angel os.
23 . .Januar. P fol. 172r -1 78'·. Prooemion und Strophe o.' -y'
auch in T. Dru·aus ed. Pitra S. 575 f.
Ü~erschrift: cpÉ(!Ol' axgoau;;:ù'Jo. T~l·Ôê. ü.a,ua lwâvvov P:
fehlt T.
'l'ext: da,u.a iwâJ'YOV t' (12 Str.) P: ao,u 'l'.
608 K. Krumbacher

Prooemion: if>vr:àv dn'Ja));ç.


Strophe a': 'Atatwnxwc;.
Die zweite Schlussstrophe (zweites Y) enthalt ein Schluss-
gebet. Vgl. Nr. 142.
167. Anonymus. Der hl. Gregor von Nazianz.
25. Januar. P fol. 173v-175v.
Überschrift: qJÉQOV dxeoauzioa njvot::. de; r:Ùv {}wi.6ym· P.
Text: ebenso P.
Proocmion: 0wl6ycp f'À.ruaan aot•. ·
Strophe a': 'Ex u]c; t'Jco}.oyr;o)c;.
168. Anonymus. Der hl. Johannes Chrysostomos.
27. Januar. P fol. 176v-178r. Das Prooemion und Strophe a',
(J', a' auch in C. Daraus ed. Pitra S. 566 f.
Überschrift: cpÉgm• àxQoauzioa ·o)1•oe. f; iM1] owTÉQa P.
'rext: 1J rbOIJ oevdea a P.
Prooemion: Eùcpeéno{}IJ.
Strophe a': <JI }.a,undç.
Die zweite Schlussstrophe (zweites A) enthiilt, wie üblich,
ein Gebet an den I-Ieiligen. :Kicht gerade poetisch, aber lehr-
reich für die Beurteilung der Doppelung ist es, dass die Strophe
hier ausdrUcklich als E ph y mn ion bezeichnet wird. Sie be-
gin nt mit den Versen (ich behalte die V ersinterpunktion der
Hs bei): 'Amlvmzfjç 7l(!OarpEQ6,uevov. r: ù Ècp v flY to J'. avfl-:ra{H.awu
ne6aoE~(lt. 'X(xt TOU Ôt::o•oü xoa,LtOY.QUTOQOÇ. ~vaa[ ,ue }.traie; aov.

169. Anonymus. Der hl. Ephraem. 28. Januar.


P fol. 178<-180<.
Ü be rsc h ri ft: q1ÉQOJ' àr.goaHzioa njvt'Je. dç ràv avgov
P.
irpeaifl-
Text: slç rùv aveo1• Ècpgai,wç (19 Str.) P.
Prooemion: 1'1JV cveav àd.
Strophe a': 'Ex, w)v vafl-6.-cwv.
~Die zwei nach der akrostichischen Reihe noch folgenden
Schlussstrophen (tc;) werden am Rande als o1x,ot f!ugot bezeichnet.
W as für eine Bewandtnis es mit ihnen bat, ist mir dunkel.
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 609

N ach ihrem Inhalt wiire es denkbar, dass sie ursprilnglich fiir


die Buchstahen X und I innerhalb der Akrostichis (Strophe 7
und 16) dienten, dann durch andere Strophen ersetzt wurclen,
aber im ursprünglichen Ms irgend wie stehen bliehen.
170. Anonymus. Der hl. Ignatios. 29. Januar. P
fol. lSOr -181'". Prooemion und Strophen a' -y' in 'l'; daraus
ed. Pitra S. G73 f.
Üherschrift: rpÉQOl' Ô.Y.(!oonxt?Ja n}1•&. lyl'ariov èiop.a P.
Text: ebenso P.
Prooemion: 'EY. r~ç 6w,ur;; P: 'E~ éq)aç 'l'.
Strophe a': <feQepim•.
171. Anonym us (Talas). Die hll. Ky ros und Johann es.
31. Januar. P fol. 181''-183v.
Überschrift: w.vrYJ 1} (VÔIJ râ2a P.
Text: ebenso (lB Str.) P.
Prooemion: Tà ,uÉ(a larQûov.
Strophe a': 1'0 Ol~QâJ•toJ' ihpoç.
172. Gabriel. Der hl. 'fheopemptos und die 1003
Martyrer. 7. Februar. P fol. 19tr-192r.
Überschrift: cpÉ(!OV dr.,eoanxi?Ja rfJl'&. roi! {'afigojJ. P.
'l'ext: ebenso (10 Str.) P.
Prooemion : Tà.ç ni))' dôo)Â(Jn•.
Strophe a': Tt! Uûov a{}h·o:;.
Eine Haritiit. Bei Nilles ist der hl. 'l'heopernptos (ohne
die 1003 .Mtirtyrer) nur zum 5. Januar verzeichnet, dagegen
bei Sergij sowohl Theopemptos als die 1003 l\Lirtyrer zum
7. Februar. In der Bibliotheca llagiographica feldt er. l%euso,
soweit ich sehe, in elen Ubrigen Hymnen-hss. Es scheint Ubrigens,
dass das Fest der hll. 1003 Mlirtyrer auch am 12. Fehruar ge-
feiert wurde; denn in P steht fol. 194r am oberen Bande die
Notiz (von einer zweiten Hand): p.r;1•t rq3 avufJ el; ràç t{J'.
UVV ÔyÎwv XtJ.iWl' TQUVV fWQTV(!WV. CIJTt:l avrà Ûç n.iç ( rov
avrov lt1J1'0Ç.
1/:i. Anonymus. Die Auffindung des ehrwürcligen
Hauptes des Vorlaufers. 24. Febr. P fol. 1H6"-197v.
610 K. Krumbacher

Überschrift: cpÉQOl' (epie'") àxeoouzi~a r~Y~f. ûç n)v


ÛJ(!Wt1' P.
Text: ebenso (13 Str.) P.
Prooemion: lleocpijra fhov.
Strophe u': 'Ex TOV xve[ov.
174. Anonymus. Der hl. Akakios von der Leiter
des gottlichen I,atros. 25. Pebr. P fol. 19Sr-v.
Überschrift: (pigov dxgoouziôa n)Yoë. (1a,ua P.
Tcxt: cbcnso P.
Prooemion: liMfcp rov XQtaWÏJ.
Strophe a': 'Anù fJeüpov:;.
N ach Nilles wird der hl. Akaki os von der Lei ter am
7. Juli und am 29. November gefeiert, bei Sergij ein hl. Aka-
kios vom Sinai ebenfalls am 7. Juli und 29. Nov., ùagegen ein
Almkios vom Lab·os am 30. Sept. In der Rihliotheca Hagio-
graphica fehlt er. Ebenso in den anderen Hymnenhss. Neu
scheint die N otiz, dass Akakios von der J,eiter "roü {}dov
Aârgov:;" war d. h. zum Kloster auf dem Berge Lab·os gehorte.
175. Gabriel. Der hl. Theophylaktos (t ca. 84,5).
8. Miirz. P fol. 1!Hlv-200'".
Überschrift: cpécov d:;ceoanzlr5rz r~vt~r.. ya{l(!t~ÎÀ P.
Text: ebenso P.
Prooemion: 'léedcx1J:;.
Strophe a': Ta}.~VIJÇ.
176. Anonymus. Der hl. Theophanes von Sigriane.
12. Marz. P fol. 207v-2osr.
Überschrift: àxeoouxî:;. rUim P.
rrext: li.ôw P.
Prooemion : @dcp cpw-d.
Strophe a': 'AnOQ(p)rcp q;fmt.
177. Gabriel. Nachfeier von 1\fariae Verkündigung.
26. Miirz. P fol. 214v-216v.
Cberschrift: q;igoY tÎxQoauziôa nivos. ya{Jgo)J. raôc P.
Text: ebenso P.
Prooemion: 11):; fmEQtpf!nov.
Strophe a': TiYoç àÔafJ-taioY.
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 611

178. Anonymus. Der hl. Georgios. 23. April. P fol.


223v-226v.
Ü bers ch ri ft : (/'fQOI' dxeoan;:,îoa u/J'O<. d.:; n)v liytov
)'ElÙ!.})'lOY U atYOÇ _p.
'l'ext: ebenso (25 Str.) P.
Prooemion: ll:wey?]-éh/ç.
Strophe a': 'Ey o1'xup.
179. Anonymus ('ralas). Der hl. Apostel :Markos.
2f>. April. P fol. 226'"-227v.
Üb ers ch rift: fehlt P.
'l'ext: rou flOYOV ni(J.a} P.
Prooemion: 'E~ ii1povç.
Strophe a': Tov xogvq;aîov.
180. Anonymus. Der hl. Apostel Johannes. 8. Mai.
P fol. 233v- 235r.
Überschrift: (/'f!.}Wl' (so) àr.(!oauxloa n/J'Ot:. dç n'w /ho-
J.6yov P.
Text: ebenso (14 Str.) P.
Prooernion : 'An6awle.
Strophe cl: El; ù.J.?jl?cùç.
181. SLephauos. Der hl. Theodor Stratelates.
8. Juni. P fol. 2J5r-246v.
Überschrift: g:é(!OJ' àxeoan;:,ioa n/J•oe. wv ranw•ov au:-
(pâvov P.
Text: wv ra::w7 ('1Ia;:,vva;!) J'Ou a (12 Str.) P.
Prooernion: 'AvO(!EÜ! lf!VJ.Ji;.
Strophe a': 1'g6.Pwo6v fWV.
N eu ist die an tistoechische V ertretung von t durch 1J in
wnt:ljvov. Selten und hier wohl dm·ch einen mechanischen
V erlust in der Vorlage veranlasst ist die Verstümmelung des
Nam ens am Schluss der sonst vollstilndigen Akrostichis. ln
der Hegel sind die Hymnen entweder ganz bewahrt oder auf
i~--4 Strophen reduziert. Das Prooemion des Liedes ist iden-
tisch mit dem Prooemion des im übrigen ganz verschiedenen
LiNles des Studites bei Pitm S. ~~6l ff.
612 K. Kl'Umbacher

182. .Tose ph. Der hl. A postel Bartholomaeus.


11. Juni. P fol. 24 7r-248v. Einige Strophen auch bei Amfi-
loehij, Textband S. 185 und 2~8.
Überschrift: f!JÉ!}m' àxeoattzù5a TIJl'ÔE. <bOr/ lwa1/q' P.
Text: ebenso P.
Prooemion: "Dcp01JÇ.
Strophe a': 'Qc; Oti[JavÙc;.
183. Gabriel. Die hl. Febronia. 25 . .Tuni. P fol.
255V-257r.
Über sc h ri ft: cpieov (<pic"') àxeoauzü5a T IJJ'rk yaf3ecf)2
<ÙÔIJ P.
'l'ext: ebenso (10 Str.) P.
Prooernion: 'Ef!wn Xuwwû.
Strophe a': T'q&oavvwc;.
184. Arsenios. Die hll. A postel Petros und Paulos.
29. Juni. P fol. 260"-261'".
Üherschrift: fehlt P.
Text: aeacov P.
Prooemion: OZ wû awrrïeoc;.
Strophe a': 'Avagzo; Ù.(!7}J.
Die Erg1inzung àgaE(v{) ov ist wuhl si cher. Die letzte
Strophe (Y) stellt ofl'enbar die wirkliche Schlussstrophe dar,
denn sie entha!t das i.ibliehe Schlussgebet.
185. Stephanos. Der hl. Prokopios. 8. Juli. P fol.
262v--263". Prooemion und Strophe a'--b', ç' ed. Pitra (ans
CT) S. :-328 f.
Überschrift: cp{gov (cpig''') dxeoanzioa njvbé. arHpâvov P.
~l'ext: ebenso (8 Str.) P.
Prooemion : J(p ·&dcp ,,]}.(p.
Strophe a': 2'-ro,ua avvÉaEwc;.
186. Anonymus. Die hl. Euphemia. 11. .Tuli. P fol.
2G4r---266r. Prooemion und Strophe a' --y' ed. Pitra S. 646-648
(aus J\tT).
Überschrift: f[JÉ(!OY (<pÉ!/") ù.xeoanxtba n)wk rijç navw-
qJ/jp,ov P.
Die .Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 613

Text: ebenso (13 Str.) P.


Prooemion : "Ayawaç.
Strophe a.': Ti nïw ao)J' f1,?}.1],UU.rmv.
187. Gabriel. Der hl. Symeon (Salos): 21. .Juli.
J> fol. 27i3v--278".
Überschrift: (j?É[!OV Ô~(!OOUXÎÔa TIJl Ôê. TOU Ta.llêtVOV
1

R '
ya 1,Qt1JI..
"1
oc vpvoç ovroç
Cf 'i: , '
a.,wiv , ,
a.p1JV 1)·..
Tex t: nov wnetvov ya{Jgti)). ô i!,uJioç ovwç ù.,w)1• ù.p,wjJI P.
Prooemion: Tàv wu xvgîov.
Strophe a': Tljv àyw'JôriJW.
Neu ist die Doppelung des Anfangsbuchstaben und ebenso
neu, dass am Schluss statt der ofter vorkommenden Doppelung
eines Buchstaben ein ganzes \Vort doppelt gesetzt winl. Zu
allem Überfluss ist im letzten 'A,u,wjv das 1~! gedoppelt. So
kamen 8H Strophen zu stande. Das lange, recht wundcrlichc
Machwerk ist eines der st1irksten Beispiele der naiven Versi-
fizierung eines gegebenen Legendenstoffes, der seltsamen 'faten
und Abenteuer des "Narren mn Christi vVillen".
188. Arsenios. Die hll. Makkabiier. 1. August.
P fol. 285r----286r.
Ü b e r s ch ri ft : fe hl t J>.
Text: agan'tW P.
Prooemion: Zu![!Îaç -{}wiJ.
Strophe a': Alvn rJegftctu;.
Auf'Hillig und mir unerkHirlich ist das -w statt --ov am
~chlusse. Die Vermutung, <lass etwa 'Aeaevi(ov} w(ÔIJ} zu er-
giinzen sei, ist nicht wahrscheinlich, weil die Strophe f2 mit
einem Gebet endet.
189. Gabriel. Vorfeier der Verkliirung Christi.
5. August. P fol. 286r-v.
Cb erschrift: cpÙ]OV (!f!Éf/'') Ô.Y.(!Oauziôa -njvôe. ya/Jguji. P.
'l'ext: ebenso P.
Prooemion: 'Ev -rq3 oeet.
Strophe a.': Hchôetç yMiaaw.
614 K. K1·umbacher

190. Anonymus. Sonntag der ersten Fastenwoche.


Q fol. 14v-17r.
Überschrift: 1ptem• (q:Éy''') /h~eoauziba n/P(k roïr; cl-
xovox2aaratr; ova[ Q.
Text: ebenso (22 Str.) Q.
Prooemion: '0 àneeiyeamoç.
Strophe a': Toùw rà r~ç olxoPUfÛaç.
191. Anonymus. Sonntag der ersten Fastenwoche.
Q fol. 18'"-HJv.
Überschrift: rpÉQo'P dxgoauzioa àJ.rpâfhrrov Q.
'l'ext: a(Jy ... w (24 Str.) Q.
Prooemion : Tair; xeeal.
Strophe a': "Avaezoç.
192. Anonymus. Der keusche.Joseph. I. Lied. Montag
der Osterwoehe. Q fol. 66v---G!Jv. Prooemion und Strophe a' f{
cd. Pitra S. 4 77 f. (a us T).
Überschrift: rpÉQO'P àxeoauziôa njl•Oe (nil'OE fehlt A).
dr; 7:01' mîyxa}.ov lwaijrp ô iJQ1jvoç ol!wr; ( ouwç fehlt A) QA.
Text: dr; 7:0'1' nây;w}./.ov (~o) lwa~rp u iJQJjJ•oç oÙroç (32 Str.)
Q: keine genauere An ga be über A.
Prooemion: '0 'làxù'f] lbOÛ(!EW.
Strophe a': 'Ent ràv (>ove,u(w.
Pitra vermutet S. 477, dass das Lied dem Romanos ge-
hore, und auch ich hatte es aus inhaltlichen Gründen früher
(Studien S. 217 f.) dem Homanos zugeteilt. Da aber der Autor
weder in der Akrostichis noch sonst genannt wird, muss die
Frage vorerst unentschieden bleiben.
193. Anonyrnus. Die zehn .Jungfrauen. Lied III.
Dienstag der Osterwoche. Q fol. 76"-77'·. Ed. K. Krurnbacher,
Uma~·b. S. 112--119. Über dm; Verhiiltnis zu den Liedern des
Hornanos (Kr. lB und 14) vgl. ebenda S. 9B ff. Auch in A
fol. 232v-235v.
fberschrift: ou 1} àxeoauzlr; aÜnJ (~J-'É(!Ol' âxeoauziôa A).
wù runw•ov h• jJiw QA.
Die Akrostichis in der g1·iechischen Kirchenpoesie. 615

're x t: ebenso (wneo·où !) QA.


Prooemion: 1'1)1' d)Qm', VJVXIJ.
Strophe a': Ti &rp?v,ttûç.
J\)4. Anonymus. Die Buhierin. II. Lied (vgl. Nr. 15).
Mittwoch der Ostcrwoche. Q fol. sor-s2r. A fol. 23f)'"-237r.
Prooc.?1Ïon und Strophe a'--/ ell. Pitra S. 478-480 (ans 'r).
Cberschrift: IJ ôxuoonzi::;. IJ 1i!r51} û::; rljv ;u)[!l'IJV QA.
Tex t: 1/ thi5Jj d::; n)J•.ïÔ(!I'1)J'P Q: keinc genauereAngabe über A.
.Prooemion: '}"'.,,;·g n/JJ n<1QYIJV.
Strophe a': 'JI n[!WIJI' iiaww::;.
Die zweite Schlussstrophe mit N entlüilt ein Gebet. Pitra
denkt. (8. 478) auf grnncl des kieinen ihm bekannten Fragments
an Homanos oder eincn Geistesverwandten ais Autor ("Aut
enim magister adcst aut argutus ejus aemulator"). Die J.,ek-
ture des vollst~indigen 'l'extes, den nur QA bewahren, muss in
dieser Annalune bestiirken. Doch bin ich, wie bei Nr. 192,
dcm Prinzipe gd'olgt, Lieder ohne Autorennamen unter die
AnollJllla einzureihen.
1!)5. Anonymus. J)ie Bnhlerin. HI.Lied.. Qfol.82r-s4r.
Übcrschrift: IJ ttXijOOrtXÙ;;. 0 11/.ipJ.{JI]W:; Q.
'l'ex t: a fJ l' .. w (tJ (2f> Strophen) Q.
Prooemion: Karézovrm.
Strophe c/: 'A!JXIJI' njç fléWvoia;;.
Die zweite Schlussstrophe (D), die am Han de ais ?iV.o
bezeiehnd ist, euthiilt das Schlnssgobet.
1!Jo. A11011Y mu~. Judas. IL Lied (vgl. Nr. lG). Griin-
donuen;Lag. (l fol. ~7~'-~~)r. A fol. 2il7~'---2,JO". Bei Pitra S. 480
nur Prooemion und Strophe a' -fJ' aus 'l'.
Überschrift: ou
IJ ô.xuoauzi:;. -n]:; ngol)oaîa::; o &[!1jvoç Q:
keine Angabe liber A.
'l'ext: ebenso (19 Str.) QA.
Proocmion: Tr!JJ ?ienn• }.afh}Jv.
SLro~lw q': 'l/7 ,IWOHXt/-
Das Lied zeigt anf eine liingere Strecke (Strophe y' ff.)
grosse, zum teil sogar würtliche Übereinstimmung mit clem
1903. Sitzgsb. d. philos.-philol. u. d. hiat. KJ. 41
616 K. Krumbacher

Liede des Romanos auf Petri Verleugnung (N"r. 18). Sowohl


diese Anktinge ais allgemeine stilistische Griinde sprechen fiir
die Annahme, dass Homanos auch die:-;cs .Jwla;;]icd verfassl: l1at.
197. Arsenios. Ostermontag (nj /]'nj.; owxo'l)ai,aov (su)).
Q fol. 117r--v.
Übenchrift: fehlt Q.
Text: agon Q. Btwa zu ergilnzen àgac(l'Îov) r(Ù hw;).
Prooemion: XQtaroîi Tt) mioxa.
Strophe a': "Aww,aeJ' rf.apa.
198. Anonymus. Der hl. Geist. Pfingstmontag. Q
fol. 124'"-125'.
Überschrift: cpfgm• dxgoorrxiôa n)J•Ôe. d·xiJ a[inJ Q.
Te x t: d·x1! œü Q (der Schluss fehlt durch Blattausfall).
Prooemion: 'l}j JU1[!01.>aÙ(-.
Strophe a': 'Ex nj.; olxdac;.
199. Anonymus ('ralas). Mittwoch njç uwomPnJxoonjç.
Q fol. 134v--13G•·. Prooemion uml Strophe c/- y' ed. Pitra
S. i!Jl-493 (a us C1'). \V ohl auch in A foL 2Gor-,-.
Überschrift: rp(gol' dxgoouxioa njdJc. wîi ,ltOl'Ol} niJ.a Q.
'l'ext: ebenso (12 Str.) Q.
Prooemion: T1j; {oen];.
Strophe a': 1'1}1' xega(l>t?ëiow•.
200. :\nonymus. Die hll. Viiter von Kikaea. Sonn-
tag vor Pfingsten. Q fol. 147 ..-HW. Das Prooernion und
Strophe 1 ---5, 1 () in CV; l'r. und Strophe 1-7, 1 G in 'r;
Pr. und Strophe 1-1 0", 16 in l\1. Proocmion und Strophe 1-7,
1 () cd. Pitra S. 49:3- 4!)8 (a us C'J').
Überschrift: qcfgol' âxuoanxiôa njl'(k d.; TOI~'; (wL·; fehltQ)
U.yiovc; nrnigw; A Q: q'É!Jiil' rl.ucomtx!ôa. fi,; âyiov.:; CV: fehlt }I T.
Tc x t: d.; âyiov.; ::r::rurfua.:; {~: u'; ây; (Strophe mit -; =
Hi Q) CV: d; ây[ovç :;r (= zweite li-Strophe (J) a(= 15 Q) M:
el; U.yw; (Strophe mit -; = 16 Q) 'l': keine genauere An ga be
üb_er A.
Prooemion: 'J(ïw d::roar6Ï,u>l'.
Strophe a': '],_;;, V1f'1J},(iJ.
Die Akrostichis in cler griechischen Kirchenpoesie. 617
Ein typisches Beispiel der grenzenlosen Willkür, die in
der Üherliefcrun!! 1Ier lTvmnen herrscht. Dün vollstiindicren
<.J o/ b
'l'ex t bewahrt nnr Q. Die Littcra Il ist hier dm·ch ~ Strophen
vertrl'ten: die zweite, am Hande 1lureh liÎ.Î.o bezeichnet, ist
gegen die Hegel in der Handnummcrierung der Strophcn nicht
mitgeziihlt, so dass sich als letztc Handzahl t;' ergibt. Beide
Strophen beginncn mit llâ.J'TWI' of.v rmirw1• i'l'ë%E, sind aber
im übrigen gnnz verschieden: die er:;te handelt eingehend von
(lem Hiiretik!'r s('Yt'rus, elie zweite nur ganz allgemein von
clt·n Irrlehren. Codex ']' hat die erstcn 7 SLroplJCu und die
Schlussstrophe gerettet; die italische Hcdaktion die ersten
5 Strophen und die Schlussstrophe. Der Mosquensis bewahrt
die ersten 9 Strophcn in der gleichen :Fol ge wie Q; dann folgt
Strophe 10" ù. h. die zweite Strophe für II; die noch folgende
(lrtzte) ::itrophc mit A ist aber nieht, wir man nun erwarten
solltc, identisch mit Strophe w' in Q, die ja auch mit A
heginnt, sondern = Strophe u-:' Q. Also ist bei der Verkürznng
weder, wie oft, bei ciner bestimmten Stelle der fortlaufenden
Heihr abgebrochen, noeh. wie hiinfig (z. B. bei unserem Liede
in CV 'l'), dir Schlussstrophe des Originals beibehalten worden.
Dass der V erfasser des Lie des Hom an os sein müsse, begründet
cin ungenannter Freund Pitras (8. 4!:1:3) ausführlich, und Pitra
stimmt ihm bei. lch muss gestehen, dass die Darstellung
tat.siichlieh an Romanos gemahnt.
201. GabrieL Totcnlied für i\fonche. Q fol. 153r-v.
Über" eh ri ft: rpigm' à%QOonz[ôa n]vrk yafJgu}J.. Q.
Text: ebenso Q.
Prooemion: Eioa:rï.an~,via:;.
Strophe r/: (Tijl??}o,tWt mue;.

(Aus den ührigen Codices):


:W2. Anonymus. Pharisiier und Zêillner. Sonntag roîi
Td(/JJ'OV %rÛ TOU (_[)Wjlfm[ov. A fol. 1!Jlr-196v.
Üb<-rrsehrift: P
Te x t: El:; rù~· iPaewaîov ;wi Tûwv17v A.
41*
618 K. K1·umbacher

203. Anonymus. Der hl. Demetrios. 26. Oktober. D.


Überschrift: cpÉcov dr.coauziêm TIÎPik noiluw 11/.Ï.u D.
'rext: not D.
Prooemion: 'Eoen)v ,un?eÔf!TtO}'.
Strophe a': Ilav;jyvgiaanEç.
204. Anonpnus. Der hl. Stephan. :!.7. Dezember. Bei
Pitm S. ~186-- :~88 Prooemion und fi Strophen aus T. In P
fol. 129~" _,- und in D nur Prooemion und ;3 Strophen; in D
aber in der Cbersehrift die voile Akrostichis, die Glauben ver-
client, weil alle durch andere Hss kontrollierbaren Akrostichon-
vermerke des D sich als richtig- erweisen. Vgl. Nr. 87.
Überschrift: q1ÉQWV dr.l!oou1Jôa TIJJ'Oc. r!lô;) T(j) orEcpaPrp
D: fehlt PT.
'1' ex t: (M;j wor 'l': d>o;j PD.
Prnoernion: '() Ôw::rÔnJç.
Strophe a': 'üç dan) y cpaw'oç.
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpocsie. 619

Zweites Kapitel: Untersuchungen.


I. Die Akrostichisnotizen in den Liedüberschriften.
Die Lieder werden in den Hss durch kurze fUr den litur-
gischen Gebrauch orientierende Überschriften cingefiihrt. lm
Xormaltypus einer solchen Überschrift werden folgende Punkte
notiert:
1. Monat und Tag.
2. Uer Vorwurf des Licdes d. h. der Heiligc bezw. die
Heiligen, rlas Fest oder auch der allgemeine lnhalt.
8. Die Akrostichis.
4. Der 1\'lusikton.
~>. Die Melodie des Prooemions (dnrch Angabe des Muster-
liedes bezeichnet: Ile à:: ni).
6. Die Melodie des Liedes selbst (meist erst nach dem Texte
des Prooemions verzeichnet).
Ein Beispiel (P fol. 280r) moge das Schema veranschau-
lichen:
(1) Mljl't n[i m'•u:"i (sc. ilfalrp) (f.
(2) r.:ol'Trixw>' wïi i'-J, ây[ou; ::wrg<); 1),nrÏJv 'A{}rzvaofov, lmor.:Ô-
;wv 'A}.E~avÔQÛaç.
(3) rpÉQOY àx(!oanxîôa n)vOf. A'l1•oç 'Pw,aœvoü.
(4) lJxo; {J'.
(5) ngôç ro. To'iç uvv al,uârow aov {!sHJeotç.
(6) Nach clem Prooernion: n(!Ùç rà. 1(!awva6v flOV.

Die~er Grundt.ypus kann allerlei Mo!lifikationen und He-


duktionen erleitlen: (1) Statt der ausdrücldichen Bezeichnung
des Tages steht, wenn schon ein Lie!l anf denselben 'fag voran-
620 K. Kmmbacher

gegangen ist: 7}7 m)rfj 1],uigçt oder "F:ugrw xm•râxtOl' d;;; n'n'
u. s. w. Hliufig Ü;t <las Datum nicht im Bahmen der Liell-
überschrift, sondern am obe1·en Blattran,le notiert. Von einer
ausdrücklichen Angabe des Daturns winl abgesehen, wenn dieses
sc hon in der N otiz ii ber den Y orwurf des Lie1les ausgesprochen
liegt z. B. K(IJ'TÔ.xtm' ,w;OÉo(JTO)' r~;;;XQwwf• yn'PIÎŒWJç (P fol. 128").
(2) Die Angabe des Heiligen o<ler 1les Fe,;;t.es wird teils durch
die Pr1iposition dç (xoPTÔ.%101' ~;!::; Tfll' aywv u. s. w.), teils durch
<len Genitiv (xovrâxtm• roi' {q[ol' u. s. ~v.) eingefUhrt. Bine be-
stimmte Hegel hieriiber giebt es nicM. (!l il) Die Angabe
des Tones und der Melo,lie ist hiiufig, tlie der Akrostichis zu-
weilen am Rande nachgetragen. Die Angabe der l\Ielodie fehlt
leider ziemlich hiiufig, nur selten die des Tones. Die Stellung
der einzelnen Teile ist in der Hegel die oben angegebene; doch
steht in einigen I-Iss (z. B. in B) die Notiz über 'l'on und
Melodie vor dem Akrostichonvrrmerk.
FUr cl as Ziel der vorliegenden Arbeit kornmt nnr der A kr o-
s tic hon Y erme r k niiher in Betraeht. Er zeigt verschiedene
Fassungen, deren vergleichende l'riifung fiir die 1\lassifiziernng
der Hss und auch fiir andere Fragen von Wichtigkeit ist:
Die weitaus hiiufigste Fonn der Einfiihrung der Akro-
stichis ist: r{'Éf]OI' Ô.xQoonxiôa TIÎl'ÔI:' o<ler kiirzer: rpi[JOl' ÛXI]O-
ouxù)a. An das erste Wort kniipft sich eine palaeographische
Frage: Die Hss biet1m in (lPr JLegd die Ahki.irzung rr'', selten
ql'·!l (M). ln den Ausgaben, leider aueh dreimal in meinen
1
eigenen ) und wohl auch in Abschriftcn und Kollationen, die
ich von Fachgennssen erhaltcn habc, ist diese Abki.irzung
wiederholt durch rpÉ(!H au(~elüst worden. ~) Dass sie in \Valu-
heit nicht rpÉgtt, wie man allenlings zuniichst vermutet, sondern
cpÉ(!OY bedeutet, ergibt sich aus der Tatsache. dass ziemlich
hiiufig in denselhen I-Iss, wo q/ steht, und im vüllig gleichen
Zusammenhange rpÉ(!"' (scltsamer \V cise wenigstens in den Hss,

Studien S. 163, Umarb. S. 45, Rom. u. Kyriako~ S. 726.


1)

~ 2)Regelmüssig steht '!'>'en in elen Beschreibungen der Coclices B


und D (s. oben S. 55ü). Hier bin ich über die Lesung der Hs in Zweifel
und habe daher in Kapitel I ofter q.-l:gn mit ? notiert.
Die Akrostichis in del' grieclûschen Kil·chenpoesie. 621
die ich selbst gesehen habe, niemals (pÉr/") geschrieben ist. 1)
So viel ich sehe, ist 'f'É[!Et nur da bezeugt, wo der Akrostichon-
vermerk von dem \Y orte KoniÎY.wv durch die Angabe des 'l'oncs
oder der Melodie oder bcider gctrennt ist. So verlüilt es sich
bei Kr. 2'l 1\I, dem einzigen sicheren Beispiele fiir rpÉ[!t:t, das
die Hss P QCV MT bieten. Die Abkürzung 'F" ist also iiberall,
wo der Akrostiehonvermerk an der dritten Stelle steht und
Kol'Tâ.Y.tm· vorhergeht, durch tpÉQOJ' aufzuliisen. Ausgenommen
sind natürlich die seltenen Fïille, wo die Lesung rpÉQOI' syn-
taktisch unmiiglich ist: In Nr. 1:'35 steht in l' die Ubliche Ab-
kiirzung rp'·, ob~chon, allenlings ,hu·clt die Angabe des Tones
unrl der Melodie gdrennt, Vugot ol;un vorhergeht. Hier ist
also die AbkUrzung, rlie dm· Schreiber gewohnheitsmEssig setzte,
gegen alle palaeogmphische Hegel \Volll qJgovru zu lesen. In
Nr. ::12 scheinen die Hss das syntaktisch erforderlichc rpÉQOI'W
(sc. ortJ.l)Qr1) zn bieten. Ebenso steht bei Nr. 88 in A die Forrn:
Ot OfY.Ol lf'É(!OJ"T:E;,

Ganz vereinzelt winl iixoJ• bezw. l!x(wr:a statt q·ÙJOI' bezw.


q•igol'Ta gebraucht. Ich kenne nur die drei Beispiele N"r. 8 fr
und Nr. 89 '1'.
Eine stiirkere Abweichung, aber auch eine ungemein rein-
liche Scheidung zeigen die llss bPziiglich des DelllousLraLivs
nach Ô.Y.goonxÎou. Der Zusatz r,j,·r5E felllt in der italischen
Gruppe CV volbtiimlig, in A hiiuHg, in BDH.DIT selten, in
P (J nur in ganz wenigen, nwist besonders motivierten Fiillen:
in l' nur bei Nr. lG8, wo die ganz :,;Înguliire Fonn steht:
(('É[!Ol' Û%(!OOUJ.ÎÔa oÙJ' wù Y.OJ'TUY.tov rla,~w, in Q bei Xr. 58,
wo vielleichL der Zeileu:sclJluss den Ausfall des UJI'Ôt: veran-
lasste, bei Nr. G!) und Nr. 191, wo die Akrostichis als Objekt
zu rpÉQOJ' gezogen ist (rpf.gol' ÔY.(!Oauxîôa di.q;ilr)qrov). Bs ist
also in P Q un ter etwa 200 V ermerken nur 1 FaU (Nr. 59),
wo n}1•oE olme ersichtlichen Grund gegen die Hegel fehlt.
Neben ller Form cpÉQOJ' u. s. w. findet man zuweilen die
1) Itr K~pitel I lmbe ieh (liese i:khreibnng üfter ttu8tlrücklich notiert.

In T steht nur einmal rrir/'' (Nr. lï), fn D anflinglieh rpl[!WI', spilter


rpi[!Et (mteh tler Beschreibung von Alexander Lauriotes).
622 K. Krumbacher

Einführung durch ov r} dxgoanx_iç oder einfach 1) dxgonux!;


oder dxgormxic:. Auch hier unterscheiden sich die Hss, wenn
auch keine so scharfe Gruppierung herYortritt wie bezüglich
des Pronomens TIJl'OE. Die relativische Ankniipfung: ou ~
dxgoaut.!; steht 4 mal in Q, 1 mal in :M, 1 mal in p; die Fonn:
ci!v IJ ô.xeoanxi; 1 mal in fv w (N r. 8). Aussenlem in Q 2mal:
ov 1) dx.gonuxk a(ÎrrJ und 1 mal: où 1} dxgoarr;); IÎÔF. Die
Form: Î} dxooauxiç wird bevorzugt, werm der .Akrostichonver-
merk erst am Schluss der Überschrift angefiigt wird; sie findet
si ch 7 mal in B, ;) mal in M, 'l mal in Q, :.3 mal in G, 2 mal
in P (am Hande nachgetragen), 1 mal in 'l' und vereinzelt auch
sonst. Die F orm Ô%(!Oauxiç (o!me 1/) steht 4 mal in 'l', 2 mal
in P (1 mal als Handnotiz) und sonst.
Die Feststellung dieser formalen Details ist nicht über-
Hiissig. Findet man z. B. eine neue Hs, in deren Überschriften
das Pronomen n)J'bl' regelrniissig fehlt, so ist ohne weiteres
wahrscheinlicb, dass man es mit einer Verwandten der italischen
Gruppe zn tun hat, wiihren<l umgekehrt regelnüissiges njvôe
auf ostbyzantinischen U rsprnng hinweist. Eine Hs oder ein
Ils-fragment, wo man regelmiissig das sonst Reltene ou 1) dxgo-
avzi; oder IJ ilY.Qoanx_i; (Hler ô.xeoartxù; trifft, muss ais für sich
stehend betrachtet . werden. Auch :,;onstige Abweichungen in
der Überschrift (z. B. bezüglich der Vollstiindigkeit und der
Heihenfolge der 'l'eile :1- :'>) komrnen fUr die Benrteilnng der
Stellung und des Alter:,; der lbs in Betracht.
Ausser dt'n oben aufgeziihlten 6 Teilen, die llen eisernen
Bestand der Überschriften bilden, finllet man zuweilen in cler
Überschrift oder als Handbemerkung zu ihr noch ein 7. Stuek,
eine Notiz über den Verfasser des Liedes. Sie hat mit
der liturgischen Anweisung nichts zu tnn und hat zweifellos
niemals zum feston Schema der Übersehrift gehürt; in ihr winl
der N ame cl es V erfassers nur insoweit genannt, als er in der
Akrostichis selbst enthalten ist. Die Xotizcn über den V er-
fassel' ausserhalb des üblichen Halunens der Überschrift -
ieh nenne sie "einfache Antorangabe" ---- zerfallen in zwei
Gruppen. In einer Beihe von Piillen erscheint tlif' .einfaehe
Die A.krosachis ·in der griechischen Kirchenpoesie. 623

Autorangabe" als ein lmrzer, raumsparender Ersatz für den


vollen Akrostichisvermerk, so mehrfach in C (Nr. 9, 11, 21)
und in V (Nr. 160). Da hier die voile Akrostichis durch den
Text gegeben wird, ist die Kiirzung in der Überschrift ohne
Belang. ;\hnlich liegen einige E'iille, wo der Autorname in
der Akrostichis durch Verstiimmelung des Textes Schaden ge-
litten hat. Bei Nr. 2 z. B. bietet C in der Überschrift die
Not.iz: ;roti],IW r)w,uaJ'ou ah eine willkornmene Bestiitigung der
arg mitgenonnnencn Akrostichis des Textes. Bei Nr. 94 steht
in C in der Überschrift roi· arovohov, wiihrend der Text nur
da,; Fragment TOÙ awva enthalten hat. Ganz iiberHüssig er-
scheint die Randnotiz noÎIJ,fW yrwQyÎov bei Nr. 122 in P, wo
der Name des Dichters sowohl im Akrostichisvermerk als nu
Texte geboten wird.
l~ine ganz andere Bedeutung erhillt die ,einfache Autor-
angabe", wenn in der Akrostichis der Autorname fehlt. Der
Text des nur in Q überlieferten Liedes Nr. 84 ergibt die Akro-
stichis ro1• ngo(p1Jl1'JV r.vQiou. Am Rande steht aber neben der
Überschrift: [!w·" cl. h. (!w,~wvoi•. Schwerlich ist hier die Autor-
angabe aus der einst vollstiindigen Akrostichis gerettet oder
aus friiher noeh grGsseren H.esten der Akrostichis en;ehlossen
wie bei Nr. 2 und !H in C. J\ian künnte zur Not annohmen,
clas Akrostiehon habe ursprünglich (1ihnlieh wie bei Nr. 56)
gelautet: ÛJI' :rgoqn]HJI' Xl'(!tov (ô ~W,fWFÔç D,uPtv). Dagegen
sprieht aber cler in Q erhaltene Text, der ein abgerundetes
Gm1Zes bildet und in der Sehlussstrophe das iibliche Gebet ent-
halt. Ganz iihnlich liegt die Saehe bei Nr. 117, wo D, gegen
alle Hegel, vor dem Akrostiehisvermerk die einfache Autor-
notiz: ~w,um·où :rwilj,lW bietet. Au eh hier ist in der Akro-
stiehis keine Spur des Autornamens, und die Annahme, dass
sie etwa urspriinglich gclautet habe: El:; niF r'uJx.targânJyov
(~W/Wl'oi'• bo:;) (wie z. B. Nr. 11) sehwebt ebenfalls vollstiindig
in der Luft. Ji~in verstiimmeltes Lit>d bei Pitm S. 334 f. triigt
in der _l)berschrift den Vermerk: no[rl/w Tagaaiov m.H(!tÛ.QXOV,
ein anden~s, Pit ra S. 342, den Vermerk: noi1],tW roi! 2'wvôirov,
ein drittes, Pitra S. ~Hi~, die lhmduotiz: 2'-rovôiwv u. s. w.
624 K. Krumbacher

VVorauf nun diese merkwi.irdigen Notizen bernhen, künnen


wn· mit nnseren gegenw1irtigen :Mitteln nicht feststellen. Viel-
leicht wanm in einer alten Hs Lieder oh ne A utornamen in der
~\krostichis mit Antornamen versehen wie Texte in Profanhss.
Die Frage, ob in den angefi.ihrten Fiillen, besonders in den
zwei des Romanos (84, 117) die Autornamen aus inneren
GrUnden Glanben venlienen, kann cr;;t untersucht werclen, wenn
einnml die Texte vollstilndig verülfentlicht ~;ein werden.
Oh ne nenn<'nswcrt.e Becleutung fUr .die K ritik sind einige
Sonderheiten, die im Folgenden kur:l aufgeziihlt werden mügen:
Znwuilen winl in der Gberschrift die Akrostichi,; ohne irgend
ein einfi.ihrendcs \Vort verzeichnr,t z. B. bei Nr. H, 1D, 102
in V, bei ~r. lïl in P u. ü. Nicht selten, nament.lich bei
kurzt:n Akrosticha, fehlt der Vermerk in der Überschrift voll-
stiindig, z. B. bei Kr. 8 und 17 in B, Kr. 25 in CVT, Nr. !l7
in PT, Kr. 11 D und 17\J in l' u. ü. Einige 1-Ioditikationen
erleidet die Formulierung der Überschrift bei der alphabetischen
Akrostichis. \Vir finden hier entweder einfach die Notiz x<n'
èûcp6.(JJ)T01' (Nr. l 00 P) oder 1/ Ô.r.Qoauxîç. dl.rô.(11JTO:; (N r. lOO M)
oder 1/ dr.goanxtç r.ard àJ.(pâ{h]TOI' (N r. li~4 P) oder ?'ÉQOY
<lr.goarty_[ôa. dï.q,t1filjTOI' C~r. 191 Q) oder cpÉQOJ' dY.(!oonxfôa
TIJT<k ÔÎ.q<ÎfhJTOV !j<I),UW'OV (N r. 12 Q) und iihnlich.
Zulet.zt müge eine Eigentiimlichkeit lwsprochen werden,
die uns zum Hauptthema, den akrostichischen Formen selbst,
überleitet: die lnkongruenzen zwi>:chen Übersehrift und
Tex t. In der Hegel wohl oh ne jede Bedeutung sind die Fiille,
wo durch Unaufmerbamkeit des Schreibers oder Hedaktors in
der Übersehrift kleine Varianten des wirklichen \Vorllauts der
Akrostiehis vorkommen wie bei Nr. 6, 10 (M), 20, 89, 59, ()],
G2, 112 (C) u. ü. Ebensowenig hat es zu sagen, dass gewisse
}~igentiimlichkeiten der Schreibung wie die Doppelung von
Buchstaben (~. u.), die antistoechische Sehreibung wmPou u. a.
in den Überschriften nicht beriicksichtigt werden. Die hüchste
Beacfltung dagegen vcrdienen die Überschriften, in de11en eine
Y o ll s t ii n d i g e A kr o s t i ch i s an ge ge b e n w i r cl , w il h re n d cl i e

Initialen der Textstrophen selbst nur noch ein Frag-


Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 625

ment ergebcn. Ich notiere im Folgendcn elie bemerkens-


werten Beispiele aus meinern l\iatcrial. Ansser Bctracht bleiben
die Fiille, wo die Akrostichis des 'rex tes durch Blattausfall
verst.iimmelt ist (z. B. Nr. 23 Q) 1):
:Nr. 2 Cb.: :roh),ua (}w,lwl•ou C. Text: wvra!JVOQWfl CV.
Hillr handclt cs sieh nicht um eine erhaltene Akrostichis, son-
dcrn urn eine "einfachc Autorangabe", die aber vielleicht auf
Kenntnis der Yollen Akrostichis zurückgeht. Vgl. S. G2i3.
i> Üb. in C: roù w:-rw•où {;w,twl·où. 'I'ext in C nur: wu v.
Bcstütigt durch PB V. Der Fall i,;t besonders bemerkenswert,
weil V, der V.:tter von C, noch den vollstiindigcn Text von
18 Strophcn bewahrt, die starke Heduktion also erst in C (oder
sein er direkten V or lage) erfolgt ist.
10 Cb. in DG: d; ni (Jrl.i"a (;w,rw1'ou. Text in D nur: û.;
rd (Jâïa, in G nur: El.; rd. Best. durch QACVl\I.
17 Üb. in G: rou W:<l'll'OU (jw,uavou. Text in G nur: rou
w:rn. Best.. durch QBCVMT.
22 Üb. in G: roù m:-retvoù (}w,twl'où. Text in G: wu wne.
Best.. durch QBCVl\lT.
2''•.) Üb. Ill G: TOU Hl7lfl1'01' (;(1),11(1 )!();;. Text Ill G: rou
ra:u:o·oZ· [! Best. •lnrch die Ubrigen 11ss.
25 Üb. lll fr:I: TOV Tfl7lEO'Ol' (}w,ttW'UU. 'rext Hl M: TOU
mno•uù Jwiw. Der lctzte Buchstabe in M (o) entspricht dem
ô der vollstiintligcn Akrostichis: w~ wno•ui! (;w,wuo~ y•rÛ- o
,ttôc; (PC V D).
2ï Üb. in D: TUP W:<f.ll'OU (;w,ttai'OU ô 1f"Û,uoc; ovwc; (best.
durch andere llss). Text in D: roi· rcmr.tl'O.
4;) Ü b. in D: o
F,to·oc; (;w,twJ·nv (best. dur ch P). 'rext in
D nur: ô D,u.
44 Üb. iu D: wu wmn•oi! (best. durch P).
Text in D: TOu.

1)
In der folgenclcn Zu8rtmmcnstclbng ge branche ich die Abkürzungcn:
Ü b. =
Übcrschrift; he d. (bestiltigt) '= die Richtigkeit der C'berschrift
win] hesliitigt. Die Zahlcn beziehen sieh auf die Nummerierung in
Kapitel l.
626 K. Krumbacher

45 Üb. in P: rou ra:ruo•ov §w,um•où (durch keine Hs best.).


Text in P: rovvw.
49 Üb. in P: rou ramt1•ov rJw,uavou D,uvoç. Text in P AD
nur: rou ra;-rn•oû (!w,uavov v. Hier aber scheint der l<'ehler
ausnahmsweise in der Überschrift zu liegen. V gl. S. 57 5.
57 -Üb. in A: wv rwwvov (jw,tWJ'OV. Text in A: wu
wmJ•oü. Wie P zeigt, ist die Überschrift von A richtig (abgc-
sehen von rmret1•ov statt w:rco•of•), bildet aber nur den Anfang
eincr liingeren Akrostichis.
87 Üb. in D: rot! w:rcurov QW,tt~voü. Te:d in D nur:
r und dann nach einem nenon Prooemion: TJ:E. Kcine voll-
stiinclige Hs (wie auch bei 02, !)4, 9D n. s. w.).
92 Üb. m CV: wu arovàiwv. Tcxt in C: roü ao, in V:
rov ara.
94 Üb. in C: rou arovôirot•. Text in C: wu awva. Ur-
spriinglich wohl: wîi arov (ôlrov rJa,u) a.
101 Üb. in c: l::rm!,tt~lOY uÉÎ.o:; rov TQtaW'Htott. Text in c:
brtn',u{Jwl' ,ttil.oç roa.
105 Üb. in CV: ÛJI' d}.rpÛ~I)TOI'. Text in C: aE~y<51',
in V: at> y ôr.
112 Üb. in D: aurpÛ1•ov â ah•oç (hest. dm·ch P, der aher
wi"• OTH(Hi.vov 6 ab•oç bietet). Text in D: awpa.
114 Üb. m D: rou ni2a boç (best. durch P). Text
in ü: rov.
117 Üb. m D: dç rùv Ô.Q J}OTQUT1)f'OI' (best. dm·ch P).
Text in D: el:; rùv dg.
118 Üb. m P: dç roi.•; dam,w1rovç. Text: dç. Keine
andere Hs.
12:3 tb. in P: vovv :rca,acpwj mÏJç (ltJ'Éaëtç ÛJ arovMra.
Text: J'OVJ' :rca,ucpmj :rcova. Kcine andere Hs.
127 Üb. 111 P: w{JT.'Y) 1/ <lJOIJ u.U.u. Text: wv. Keine
andere Hs.
14f> "Gb. m P: ·r:rco,:; El; ra~·,- <5bw {q[ovç. 'rext: l 1:rco:;.
Keio.e andere Hs.
146 fb. in D: mh17 lJ d1MJ râla (best. durch P). 'rext
in D: rrwr.
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 627

14 7 Üb. in p: UVY èm}.oziwv 1J wo~, in D: UVY • •••••


(Rasur) wc51). Text in p: TûJ)I brt2, in D: HVY br. Ein dm·ch
die sowohl in der Überschrift als im Texte sichtbare anniihernde
Übereinstimmung der sonst so weit auseinanclergehenden Hss
P und D besonders merkwürdiger Full.
148 Üb. in D: ila,ua niJ.u (best. durch P). 'rext in D: aa,u.
160 Üb.: TOi> awvôirov naPv,w·o:; d; ch-rWJII0/ P, nofl],UQ
1

awvoirou V. Text: wv1• P, roi> awvMov CV. Also wird die


voile Überschrift. von P wenigstens teilweise bestiitigt dm·ch
die italische Hedaktion.
181 Üb. in P: roi> w:mvoio aurp<Îvov. Text: wu rant:l}-
l'OV a . K<•ine andere Hs.
200 Üb. in CV: d; â.y[ovç (ursprünglich, wie Q lehrt:
clç rt) fouç ;un{ga;). 'l'ext in CV: cl:; iiyç.
1

20:3 Üb. in D: noh),lla iii.J,o. 'l'ext in D: not. Keine


andere Hs.
204 Üb. in D: r:IÔIJ nf'i oTI;rpÛ.l'(tJ. 'l'ext in D: rt)(5Jj, in T:
d)(5rJ war.
Das :Ergebnis dieser Zusanunenstellung ist in mehr als
einer Hinsicht lehrreich. Zuniich:;t ergibt sich die grosse Ver-
schiedenheit der lfss bczüglich der Inkongrnenz zwischen Über-
schrift und 'rext, eine Verschiedenheit, die noch schiirfer hervor-
tri tt, wenn man die Frequenz der Fiille im Verhliltnis zu der
in jeder Hs enthaltenen Gesmntzahl von Liedern betrachtet.
\V ci taus die lllcisten und :;chwerstcn Füllc hietet der
AUwscodex D. llicr ist die , Vor~piegelung falscher Tatsachen"
durch die l}bcrschrift hiintiger als die l\ongruenz zwischen Tite!
und 'l'ext. In nicht wcniger als 1:-; Fiillen wird die im Akro-
stichonvermcrk erwecktc lJoffnung im 'rcxte geti.iuscht, nur
6 mal decken sich Überschrift und 'l'ext und :; -Lieder bieten
ohne Überschrift die vollstündige Akrostichis im Texte. Be-
achtenswert ist, dass 11 unter den enviihnten 10 Fiillcn von
Inkongtuenz im Anfang der Hs (vom Oktobcr bis \Veihnachten)
zusamrnengehiiuft sind, wiihrenrl im Triodion nur noch 2 Fiillc
vorkommen. Es scheint also, dass der Schreiber si ch im V er-
628 J(. Kmmbacher

lauf seine Arbeit allmiihlich bewusst geworden ist, dass die


N otierung der Akrostichis oh ne vollstiindigen 'l'ext ungercim t
ist. Die 1-18, aus der D seine Überschriften entnahm, war zum
Teil no ch vollsWndiger ais P; das beweist X r. ~0:!, wo 1'
keinen Vermerk in der Ü berschrift und im Texte genau wie D
nur oJÔIJ bietet.
j\hnlich steht es mit der kleinen Sinai-hs G. Sie birgt,
soweit ieh aus der mir vorliegenden Beschreibung ersehe, nur
5 vollstitntlige Lieder des liomanos, dagegen nicht weniger ais
4, Lieder des Dichten; mit vollstiindiger Akrostichis in der
Überschrift und stark verkUrztem Texte.
lm patmischen Doppelcodex P Q finden sieh 8 Fiille (Xr. 45,
118, 12:3, 127, 145, 147, lGO, 181) und zwar -- iihnlich wie
in D - aus~chliesslieh im ersten Teile des liturgischen Doppel-
buches, im 'l'ropologion (also in P). lm Verlüiltnis zn der
ungewühnlich grossrn Zahl vollstündiger Lieder (gegen 200),
die P Q bewahren, erseheint die Zahl der lnkongruenzen recht
geringfiigig. ln der italischen [{edaktion finden wir nur 6 Fiille
(Kr. 5, 92, !)4, 101, 105, 200), von den en einer (X r. 5) anf C
beschriinkt ist. N r. l 01 fehlt in V durch Blattausfall. .Je einen
FaU bieten A (57) und M (25). \'üllig frei sind, soweit ich
sehe, QB .J T.
N un liisst si ch die auffallige Erscheinung mit Sicherheit
benrteilen. Der Gruncl der lukongruenz kaun nur in der Ge-
dankenlosigkeit der Schreiber neucr Exemplare gesucht werclen,
die, etwa im Auftrnge cines He<laktors, diu 'rex te durch \V eg-
lassung einer grossen Zahl von Strophen auf ein be11Uemes
Mass reduzierten, trotzdem aber den Titelkopf mit dem vollen
Akrostiehisnmnerk unveriindert herUbernahmen. Am klarsten
liegt 1las V crhiiltnis bei D. Hier haben wir cs ofl'cnbar mit
eincr .Uedaktion zu tun, die unmittelbar aus eincr noch zahl-
reiche vollsttindige Lieder (iilmlich wie P Q) bewahrenden lis
mit dem Prinzi pc der gc\raltsamen \' erkürzung abgeleitet ist.
LiigtU.l Zwischenglieder zwisehen dem noeh vollstiintligen Arehe-
typus und dem Exzerpte D, so wiiren sicher die überfli.issigen
Vermerke allmahlich verschwunclen. Auch die Sinai-hs G scheint
Die .Akrostichis in der r;riechischen J(irchenpoesie. 629

von dem vollst1intligen Archetypus durch keine oder hüchstens


eine Mittelstufe getrennt zn sein. Bemerkenswert ist aber,
dass in der mit G eng Yerwantlten Sinai-hs .J tlie inkongruenten
Cberschrif'ten ~:.ch on versclmunden sind. FUr die Beurteiluna
der allgemeinen Stellung der .1-lymnen-hss zu elen 1ilte~ten "'
Fassungen des Tropologion urul Triodion i~t mithin, neben den
sonstigen Eigenschaften, auch das Yorkommen inkongruenter
Überschriften in Betracht zu zichen.
Aus dom geschil<lerten Sachverhalte ergibt sich auch, <lass
die in manchen Hss dnreh den Text selbst nieht bestiltigten
Akrostichonnotizen in cler Übersehrift in der Hegel voIle n
Gla u ben venlienen, auch tla, wo keine den vollst:indigen oder
annühernd vollstiindigen 'l't=>xt bewahrende Hs zu Hilfe kommt.

II. Die Formen der Hymnenakrostichis.


A. Die regelmassigen Formen.
vVie in der Auffiihrnng des .Materials in Kapitel I he-
schriinke ich mieh auch hier auf die Gattung tler Hymnen.
Die Kanones st.ehen, wie in ihœr Komposition, so auch hin-
sichtlich der Akrostiehis für sich. \Vic ::;ic in ihrcm Bau woit
mehr gekiinstelt sind ab die Hynmen, so ist auch ihre Akro-
stichis anspruchsvoller und besteht. oft ans einem oder mel11·eren
Yersen. Dagegen lmnn fnr die IIynmen die Akrostiehonfrage
im grosslm uml ganzcn erll•digt ll<~nlcn. Das oben zusammen-
gcstellte Material ist so reiehhaltig, \lass erhehliche .ModiJi-
kationen des 'J'athcst:ande:s und tler ans ihm gewonnencn all-
gemeinen Brgebnis;;e nicht mehr zu erwarten sind.
Ais allgemeiner Satz gilt fUr alle Hymnen, dass die Akro-
stichis nur rlie auch dureh den gleiehen metrischen Bau zu-
sammcngehaltenen Strophen lles Lietlkürpers selhst mnfasst.
Das Pn>oC'lHion oder tlie Prooe111ien stelwn ausserhalb der Akro-
stichis. _ Die cinzige Ausnahmc von diescr Hegel bildct dus
kleine Lied auf tlen hl. Petros (Xr. 158), wohl ein spates Mach-
werk, dessen Akrostichon lia,uu. schon mit dem Prooemion
680 K. Krumbacher

anhebt, obschon dieses Prooemion wie immer nach einem


anderen Schema gebaut ist ais die Lieùstrophen. vVie auf-
fiillig diese Som1erheit aber wur, zeigt die Tatsache, dass der
Bearbeiter der patmischcn Sammlung sic in der Übcrschrift
ausdriicklich hervorhehen zu miissen glaubte: rpÉ(!OP âxgoan;c,[ôa
aÙP rov xon(vdov. lla,aa! Nach ihrer Beschaffenheit konnen
die Hynmenakrosticha mit IWcksicht anf das wichtigste Ele-
ment, den Autornamcn, in drei Gruppen geteilt werden:
Akrosticha mit einem bestimmten Autornamen, Akro;;ticha mit
pseudonymer Andeutung des Y crfassers·, Akrostichu ohne jcde
Erwiilmung tles Anton;. Jede dieser drei Gruppen zerfiillt in
zwei Abteilungen: Akrosticha mit Angal>e des Inhults und
Akrosticha, die nichts liber das 'l'henm des Liedes berichten.
Mit diescr allgenwinen Gruppicrung ist die Mannigfaltigkeit
der akrostichischen Formen nicht erschüpft. Es gibt eine
Heihc von Spielarten in je der Gruppr. Die Akrostich is schwankt
von der ausfiihrlichsten Form der vollen Bezeichnung des V er-
fassers und des Liedthentas bis zur einfachen tuH1 nichtssagenden
Notiz, dass es sich um ein Lie!l handle. In der folgenden
Übersicht der 1-Iauptfonnen sind die einem eigenen Kapitel
vorhehaltenen orthographischen und sonstigen Sonderheiten noch
ausser acht gelassen.

1. Akl'osticJ1a mit Antornamen.

1. Autorname + Inhaltsangabe.

Diese ideal:ote Fonn der Akrostiehis habe ich 14 (13 ;J) mal
gefuwlen, 12 (11 r) lllal bei Homanos, 2 mal bei amleren Dich-
tern. Die folgende Liste ist nach dem Schlagwort des Inhalts
alphabetisch geonlnet.
ûc; ÛJP 'A[IQaÙp 'Pw,uavuv U,nvoc; 65
rou ·wnt:o•ov 'Pw,twPo'ù u;! 'A J'f1[!)'P[!rp ô lf'rû.,uûc; 57
dç rd {Jaëu. 'Pw;.wpou 10
ulvoç U!:JTELJ'OÙ 'Pw,um•où de; rd ï'f:Jifi)}.uz ~~2
TÙJI ll{jO(('YtTI}l' 'flJ..[ap Ô 'Pwpw,Ôç u,uvâ) 5{)
n)p ll[!lHfllTIJP ']f}.{ap 0 'PwpaPÙc; El'f!)]J,ltë'ï 56 (vgl. O. S. 577)
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 631

Ô f!p.1'0Ç 'Pw,IWJ!Oi'• cl; TÙY aywv €Jco0W(!01' 59

[i,uvo::; cl; rÔJ' f)w}.ôym' 'POJfWYOV 54


El; nlv 'Jwai}Cf 'Pw,uavov bw; 11
wv rwruvoii 'Pm,ua1'ov at1•o; d::; rà ;ra{} a:; 74
û::; rà mJJ)oc; tpaÎ.,tJ.Ô::; 'PWf.llll'OV 19
ûc; ûw ::rguôgo,uov 'Pwtwvoù (bez w. Llo,utdov) 55
,t~tÜfogrw râ)J• f('(hW1' (so) r!ôrt 'Iwa1]cp 98
rou :!'wvôiwv ::raJ'VfJJ'or,· cl; 'Arcâmm• 160

2. Autorname ohne Inhaltsangabe.

Die wichtigsten Spielarten dieser Gruppe sind:

A.. Autorname im Genetiv mit einem Epithet und Bezeich-


nung des Liedcs irn Norninativ mit oder ohne Artikel.

Ich ordne die Beispiele aus Romanos alphabetisch nach der


Liedbezeichnung, die iibrigen alphabetisch nach dem Autor:
.,.
TOU -r:a:nsn·ov 'Pw,ua1•ou Clt'J!OÇ 18, 33, 46, 67, 73, 80
TOU Tfl:iïl'l1'0Ù 'P(J) ,~tavov TÙ /[;roç: 7, 76
roü T!l:iïEll'OV 'Pw,tun•ov l'noe; 36
rà f!.;ro; 'Pw!l.W'01J ra;rw•oî' 77
Tou -r:an:Fo•où 'Pw,t1w•où n:ohwa Hi, f>2
::whJ,Ufl 'Pw,IWJ'OV TOÙ H1:Tlél1'0V 8:3
:rWh],Ufl 'PW,lWJ'OV TWlEll'OV 69
roi! -r:a;r uvov 'Pw,uavo v ô -ü,uvoç 1, f)O
wv wm:tYOÙ 'Pûi,lW1'0V Ô 1paÎ.,uuç 25, f)2
Toii -r:a:nEtJ'(>V 'Pw,~wvoii 1paï.,uôç 20
wu n:U.a 'Po>,aavoû dJÔIJ 89
àJ•uaTaaiov rou ran:1-ïvoî' tztJ•o; (oder vomJ{w;; vgl. ob en
s. 589) ~8
TOu w:nw•ou I'a(Jgoj}, ô f5,uvoç ohoç d,w/1• Ô.p!Jl' 187.
TOU TCl:Tléi.J!Oi'· I'HO[!)'lOV fi,u)'()Ç 90
i\to•oç 'iO'V TC17lW'OÎI 'lwW'I'l'Y.lOV 115
rou w:nstvoï) Koa,uu fiftJloç !)!)

1903. Sit.zgsb. d. pbiloR.-philol. 11. d. hist. KL 42


632 K. Krumbacher

B. Wie Form A, aber Autorname ohne Epithd.


ô alvoç 'Pw,uavov 24
alvoç 'Pw,uavoù 41, rl3
alvoç xai ô tj'cû,w}ç wio 'Pw,tWJ'OV 29
:roi1J,LW 'Pwpavov B1
:rgoawz~ 'Pw,tWJ'OV f5Ei
ô vpvoç 'Pw,LWJ!OV 4)3, 85 (vgl. aber die Notiz s. 586)
'Pwpw,o·û â v•aÎ.,a6; 88
1] lb(nj 'Pwrwvou 28
(Ml) 'Pw,ummù 40, 7 fJ
a (3)'-W âi.cpô./h)WJ' 'Pm,twvoî• 12.

U,uvoç 'Af3 (Iii 13;j


'Ag at: (1'fov} r (Ô 1/:roç ?} l 97
T'aj3gLi)J. du51) 18:3
11)(51) T'a{Jguj). 151
q.'Wl'IJ 6EOf5(Ù(!OV 96
'l[J'I1rlOl' rla,tw 170
r'ia,tw 'lwô.vvov 1 f-i6
dJOij 'lwa1)cp lOG. 110, 183
:roh),ua Kvgwr.où 91
boç Aiovwç 108
wiï 2."rHprivov ô atJ•oç 112
r(oi! 2.1ovMw1' ?} atJ•oç 1!i2
rov 2.1:ovôiwv rla,ua (?) 94
2.v,nt:âJV 1/ (M1j V38

C. Ahnlich wie Form A un<l B, aber <lurch ein Demon-


strativpronomt>n hez<>ichnet.
ah•oç ;wi oûroç 'Pw,twJ•où 63
u:r(âgnJ?) bhjO!ç ;.wi wh17 'PoJfWl'OÎ! Gl
MYJO!ç ;wi mÛri] IJ 'Pw,uavoü 61
rovw 'Pw,u.avov rà f!:roç G
~ T.OÛ m:rw•où 'Pw,ttaJ'OÙ wvw T.<J :roÙ)/W l ;~ (anders CV)
wï'w 'Pw,twvov rô ::rofiJ.LW 2 (dureh Konjektur gewnrmPn)
Trxï· ra:r.E0'0~1 ~[>ropro'OÏÎ ô ,['tp J'o.; ol-roç ~)4
Die Akrostichis in der ,qriechischen Kirchenpoesie. 633

wv ô 1/'(lÎ.,u.Ôç ovroç 8 (in einer H.edaktion


rwu:1vo'ù 'P(J),IWI'OV
fehlt ô, in einer andern ovroç), 27' 58
rm!n7 'l (blHJ rou 1-ùq.Jarov 'Pw,rwvou 30
rovro nuretvov 'Fw,twvov 7 !}
T'afieo)2 ra be 177

D. WiP Form B, aber mit J<~inführung 1les Autornamens


durch XVQOV.
rov XV{!OV 'PWfla1 10V atJIOÇ 72
roi• xugov 'Pw,rwvov f!n'Y) 48
1paJ.,uùç HYÙ %VQOV 'Pmtwvov 82

E. Ji~in Satz mit lori.

rm}w rô bwç ÈoÛ~· 'Pw,uavou 64


ô 1paÎ.,wi; oÙro; taÛJ' 'Pw,~wvoù 81

F. Autorname im Genetiv mit einem Epithet.


r.oîi rannvov 'PuJ,um•oîi :3, 4, ;l, !l, 1<1, 15, 17, 21, 22, 23, 2(),
37, 42, 44. 45(?), 47, 49, 50. f)8. 70, 71. 78, 81)(?), 87(?)
TOU nHa 'Pw,ua I'O îi H5, 51
roi• T<lllf'li'OÙ ]Î::OJ(!f'ÎOU 122
TOV T(i}.(1 llavi.ov 111
TOU ranEIYO i:O 2'n:rpâvov 181

G. Blosser Autornamc mit oder ohne Artikel.

'AfJfJii 161 wù Fafign)ï. 172


TOV 'Afifiiï. 1 fj;) !'(J'Y) ()'o~Jiov} 89
'AyOEvÎov (?) 184 'lwmjrp 97, 128
'AQOF1 ÎW (~) 188
1 2:Té'fÔ.l'OV 18 i)
l"'afJQojï. 175, 189, 201 rou :EwvOiwv 92 (?), $)i'l

IL G a n z v cre i n z 1d t ste h t ri i e F 0 r m rn i t rl e rn Auto r n am e n


im Vokativ ais A.bschluss ('Îner Frag('.

42*
634 K. J(rumhacher

II. A.krosticha mit psendony mer A.ndentung des Antors dnrch


ein Epithet.

1. Epithet + Inhaltsangabe.
brtrô,of1tol' ,rdi.o::; Tou T(Jtoctifï.{ov 101

2. Epithet ohne Inhaltsangabe.


A. Ahnlich wi~ Form A und B in GruppP I 2.
roi:• â,twgrwï.ov Tr) ;rohnw 10:~
1! alJ•oç rcW.a 1 Hi, 1i1i1, 157 (nUa)
iJ.apa u.l}.a 148, 150
wu nii.u hwç 114
rô hroç râi.a 15f)
!!no; nii.a 153
noil)fW râÀa 124
IJ (VtHj nU.a ,w5vov 142
1} ÙJÔ1) râla 125, 140
dH51) nli.a 107
l!Jroç wu pôvov ra;rEtvoù 130
rÔ Ü<poç ,(lÛl'OV W;TëiYOU 143
wîi ,wh•ov w;rw•oü 1} 1hrJ1/ l~H

B. \Vi~ Form C in GruppP I 2 (mit DPmonstrativpronomen).

TOÎ)TO TIJ bw::; nî/)a 144


TOÜW TÔ {;cpo::; Tâi.u //.;rw' 159
Wllr1) IJ JJ(h) HÎÏ.a 127, 1~~7, 14(). 171

O. Blossps Pseudonym im GPnetiv mit 01l!:'r ohne Artikel


und Beiwort (entsprechend rl~>r Form I 2 G).

TOu âf.t.tl(]TWÀoî'; 1:36


TOU V.EéiVOV 104
wv ,llOl'OV TâÀa 10~),
179, 1!)9
WU WJlW'OÎ) 193
Èv {Jfw
wu wm:mni 119 (vielleicht nicht vo11stiinclig)
Die .Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 635

III. Akrosticha ohne Erwiihnnng des Autors.


1. Andeutung des Inhalts (nach den Schlagwortern alphttbetisch
g~>orclHP.I.):

'AJ.v.nifp (ÛJ•o; 181


cl; TOI' U(!XlOT[!1Ît1J)'Ol' 117
de; robe; àaw,a6.wvç 118
.noir;,tw Elç Baati.Hm' 149
de; ràv liywv Ihûgywv ô all•o; 178
~ dJOIJ t1; TOVÇ ôvo 165
wiç dxovodâaratç (nia[ 190
êlç ràv 'E2E~,UOI'a 120
HUI' lm2oxfwv 1J wo~ 14 7

el; ràv üawv E''liOv,ttwJ• ô Dpl'Or; ovwç 164


êlç TtJP eDgwo: 178
de; rov XvgoP 'Eq'[!aip 169
El; ro1• 6w26ym• 167 (Gregor von Nazianz), 180 (Apostel
Johannes)
dç rOI' .nâyxa).ÀoP 'Iwa~rp ô t'}çj1JYOÇ ouwç 192
ELÇ tiJV fUW,UÔQ(pWatV 102
de; n'))• N1!mi' 154
rijç .nnvrPqn)1wn 186
dç ay[ovç .narigaç 200
1} dH5rj dr; ÛJ l' .nO[Jl'l)l' 194
njç :ïlf!OOoaia; ô 1'Jgrj}•oç 196
ràv .ngoqn}rr;P xvQ[ov 84 (vielleicht von Homanos)
w/JIJ tW 2'W('Ul'(J) 204
de; ràP Wa(Jtoaim• ;mt 7'r.J..rfm]v 202
âç ràv XevaoaTO,LWY 121

2. Liedbezeichnung ohne Inhaltsangabe.


A. Notiz mit Epithet.
aivoç olxre6c; 132
evx1/ wrr; 198
JCOh)fW tLUo 203
ij wo~ OWrÉ[!a 168
636 K. Krumbacher

B. Notiz ohne Epithet.


?iow 141, 17G
ati'OÇ 1:39
da,ua 152, 1~~8 (inklus. Prooemion), 174
rà broç 11:-3
l/:rwç 145

a f1 y- w 100, 105 (Text unvollBtiindig), 184, 155 (unvoll-


stiindig), un, 195

Nicht mit Sicherheit einzureihen (vielleicht Fragment) ist:


Éwarpôgw 93
Die vorstehende Zusammenstellung der verschiedenen For-
men der Akrostichis und ihrer Frequenz bei den einzelnen
Dichtern wirft in mehrfacher Hinsicht nenes Licht anf die
Geschichte der griecbischen Hymnenpoesie. und es ist nicht
oh ne N utzen, die Gattung Pin mal ausschliesslich in dieser Be-
leuchtung zu studieren. Das soll irn Anschluss an die ohigt~
Gruppeneinteilung geschehen.
Gruppe I 1: Die idealste Form der Akrostichis (Autor-
name + Inhaltsangabe) kommt bei H.omanos 12 (11 :') mal
vor, in der i.ibrigen Hymnenpocsie nur 2 mal, cine Tatsache,
die allein sehon das milehtige Cbergewicht des Romanos illu-
striert. Bemerkenswert ist auch die grosse Mannigfaltigkeit
in der Bildung dieser Form. N ur einmal wicderholt si ch bei
Romanos eine Fassung (dç rd (Jâïa <Pw,aavov = dç nil' n:gâ-
r~gopm· <Pw,twvoÎ!) ; alle i.ibrigen Beispiele sind verschieclen
formulicrt. Die zwei Beispiele ausser H.omanos stehen ganz
für sich. In dem einen (Joseph) ist der in keiner anderen
Hymnenakrostichis vorkommende Ausdruck (/.(jEt gebraucht, in
dem anderen das wohl von emem Studiten neugebildete VV ort
n:6.vv flYOç .
.!huppe I 2: Etwas grossere Gleichformigkeit herrscht
natürlich in den Abteilungen I 2 A--F, wo durch das Fehlen
der Inhaltsangabe ein manche Abwechselung bedingendes Ele-
Die Aki'Ostichis in der g1·iechischen Kirchenpoesie. 637

ment wegflillt. Trotzdem bringt es Hmnanos durch den Ge-


brauch verschiedener Ausdriicke für den Bt.~gritf "Lied", durch
allerlei Umstellungen und besonders dm·ch Freiheit in der An-
wendung des Artikels und anderer Zus1ltze (AdjPktiva, Demon-
strativa, den Titel .Herr") auf :~8 Fonnen, denen nur 1\) F01·men
in der ganzen übrigen Hymnenpoesie gegeniiberstehen. Also
auch hier unter wesentlich ungiinstigeren Yerh1lltnissen eine
iilmliche Überlegenheit des l{omanos wie in Gruppe [ 1. Über
die Unterabteilungen der Gruppe l 2 ist Folgendes zu bemerken:
Gr u pp e I 2 A: !tom anos bietet 11 Formen, und zwar
gehüren sie ihm ausschliesslieh; nur die Form wil mmtFoîi
'Pm,twJ•où o UpJ•o; findet sich 1ihnlich, aber ohne den Artikel ô,
je einmal bei Georgios und bei 1\o;;mas. Ebenfalls isoliert
stehen die drei Formen des Anastasios. des Gahrid und des
.J oannikios. A Iso sind innerhalb der gan zen A bt(•iltmg nur 2
in der Fassung vüllig identische Beispielc.
ln der Abteilung 1 2 B, wo wegen der ldeinen Zahl der
konstituierenden l~lemente ( rneist 2, z:uweilen mit Artikel g
oder hüchstens 4-) weniger Ge!egenheit zu Variationen geboten
ist, bleiben dern Romanos 8 Formen eigentiimlich; l hat er
gemeinsam mit Kyriakos, 1 mit Gabriel und .Joseph. Der 'l'ypus
'0 l!,twoç 'P(J);uuoù kehrt iihnlich, aber ohne Artikd, bei Abbas
wieder. Fiir sich stehen die eine Forrn des Gabriel (T'n(fgo)i.
(13ôi)), die Formen des Theodoros, lgnatio!;, Johannes, Leon,
Stephanos, die zwei Z\vt~ifelbaften des Studites und die des Symeon.
Die Abteilung 1 2 C ist bei Hornanos dm·ch 10 verschiedene
Fm·men vertreten. ln der iibrigen Hymnenpoesie kommt sie
nur eimnal (bei Gabriel) vor und auch hier nur in der abge-
schwlichten Fonu: Autorname + Demonstrativ. Die Gruppe
kann also geradezu als eine Eigentiimlichkeit des Homanos
bezeichnet werden.
Ausschliesslich dem Romano~ eigen ist der 'fypus I 2 D.
Freilich knüpft sich an die Einfiihrung mit %â(!ov eine Echt-
heitsfrage, auf die ieh unten zuriickkommen werde.
Ebenfalls auf Homanos beschriinkt ist die Form l 2 E.
638 K. Krumbacher

Die Gruppe r2 F
umfasst nur die zwei Typen: TOÙ
Ta:TEo•ov (cPw,LWJ•oü) und wu n1i.a CPw,um·où). Den ersten
verwendet Hom anos ais Lieblingsform, etwa 24 mal; den
zweiten nur 2 mal. Bride 'fypen wenlen auch von anderen
Dichtern gebraucht, der erste je 1 mal von Georgios und
Stephanos. der zweite 1 mal von Paulos. Es stohen also inner-
halb der ganzen Gruppe den 2(i Beispielen des Hornanos nur
3 Beispiele aus der Ubrigen Hymnendichtung gegenüber.
Die Abteilung I 2 G fehlt bei Ho man os ganz, offenbar
ans de rn einfachen Grun de, dass der bi osse N ame mit dem
A rtikel auch fUr d@ MinimaJumfang sein er Lieder nicht a us-
reich te. Bei den übrigen Dichtern kommt dieser Typus 10 mal
vor, worunter allerdings manches li'ragmentarische sein mag.
Die Abteilung I 2 H endlich reprlisentiert eine friiher nicht
übliehe, wolll durcl1 die KUnsteleien in den Akrosticha der
Kanones beeinflussLe Neuerung der Studiten.
Der wichtigste Gewinn der zur (huppe I 1 --2 gehürenden
Akrosticha ist die Feststell ung der Auto rs ch a ft der durcl1
sie bezeichneten J_,ieder. Dass die Angabe des Autornamens
in der A.krostichis absol ute Gewtihr bi ete, ist bisher nicht
bloss in der griechischen Kirehenpoesie, sondent auch bei allen
sonstigen Beispielen a us der griechischen, lateinischen und
anderen Literaturen angenommen worden, und der Glanbe an
die Zuverliissigkeit der 1'\amenakrostichis wircl in seiner All-
gemeinheit gewiss niernals erschiittert werden. Gerade in der
griechischen Hymnenpoesie aber haben sich einige Bedenken
erhoben. Auf einen hüchst merkwürdigen FaU habe ieh schon
vor mehrereu .Jahren hingewiesen. 1 ) Es handelt sich lllll das
Lied auf Johannes den Vorlaufer (zum 24. Juni), das im pat-
mischen Codex 212 (P) unter dem Kamen des Homanos, in
der italischen Hedaktion (CY) aber unter dem des Domitios
überliefert ist. Ich habe friiher (a. a. 0.) angenommen, dass
die iiusseren V erhiiltnisse der Überlieferung auf Domitios ais
Plag_iator hin weisen, dagegen die Doppelsetzung des Buch-

1) Umarb. S. 42 ff.
Die Akrostz:chis in der g1·iechi.çchen Kirchenpoesie. 639

staben Y am Schlusse des Liedes zu Ungunsten des Romanos


spreche. Damais war mir, obschon ich (S. 44 Anm.) auf son-
stige Doppelsetzung des Schlussbuchstaben hinwies, hiefiir doch
nicht so reiches Material zur Hand wie heute. Die zahl-
reichen Fiille der Doppelung der Schlusslittera (vgl. unten
S. (-)45 fi".) bewPisen, dass rneine damais gegebene :FJrklfirung der
Doppelung des }' in1 Liede auf den hl. .Johannes auf einem
lrrtum beruht, und mithin nicht Homanos, sondern Domitios
ais der Fiilscher betrachtet werden muss. Da die mit seinem
Namen ausgestattete Bearbeitung nur in CV steht, wiihrend
die fragmentarischen l\IT zur Redaktion P gehoren, ist wohl
anzunehmen, dass dieser sonst ganz unbekannte Domitios ein
Halograeke war, der sich dnreh Anderung der Initialen der
Schlnssstrophen eines iilteren Liedes anf billige 'Veise den
Dichterlorbeer verschaffen wollte. Dieser Fall steht aber, soweit
ich sehe, in der gesamten Überlieferung viillig vereinzelt und
bildet eine Ausnahme, die zunachst nur die Hegel bestatigen
mag, dass der )\ame in der Akrostichis die Antorschaft sichert.
Einige Bedenken erweckt die erst (lurch die patmi~chen
Hss bekannt gewordr.ne und nur durch sie bezeugte (huppe I 2 D
(l<~infiihnmg des Nam ens mit %1J!}01'). i\Ian friigt si ch billig,
ub wohl der Di ch ter selbst sich ais "Herrn" bezeichnet haben
konne, und vermutet vielleicht, dass etwa Sehüler des Roma-
nos die Hymnrndichtung, iihnlich wie die altindisehe Priester-
schaft, zunftmibsig ausübten und ihre \Verke dureh die Formel
wu %llgov 'Pwttm·où ais Erzeugnisse seiner Schule, also indirekt
als W erke seines eigen en Geistes zu empfehlen suchten. Allein
diese gekiinstelte Annahme hat wenig für si ch; von einer
engeren Sehule des Romanos ist bis jetzt so gut wie nichts
bekannt, wenn er auch sowohl beziiglieh der Hirmen als des
'Vortlautes spiiter viel imitiert wurde. \.Y lire tatsiichlich die Be-
zeichnung .Herr Homanos" nachmals als l~tikette für Dichtungen
in seinem Geiste vrrwandt worden, so miissten wir eine grossere
Anzahl ~ ::;olcher Schulprodukte erwarten. Ausserdem spricht
kein ernstlicher Grund gegen die Annahme, dass der Dichter,
vielleicht im hoheren Alter, sich im Akrostichon selbst den
640 K. Kntmbacher

Titel uûeov beigelegt habe. 1) Wir diirfen nicht vergessen,


dass wir über die A nwendung des 'l'itels und seine Geschichte
noch recht wenig Sicheres wissen. Eine erneute und vertiefte
Prüfung der diese drei Gedicht.e betreffenden Autorfrage auf
grund innerer Kriterien kann erst gegeben werden, wenn sie
einmal gedruckt vorliegen.
Ohne Rücksicht auf den Fall Homanos- Domitios und
die Akrosticha mit uâ(;!oV hat Papadopulos -Kerameus vor
kurzem die Ansicht geliussert, dass der N ame in der Akro-
stichis nichts für die Autorsehaft beweise. 2 ) Da ;jedoch

1) In allen drei Übersehrift.en steht die Form ;o!gov; nur bei Nr. 72
ist xvgov, wohl von spiiterer Hand, in "''f!Oi' korrigiert.. ln Titeln von
Schriftwerken wird sonst., soweit ich sehc, durchwegs die Form ;<>.·goù
gebntucht und ûe hr.rrseht bis Atwa zum 15. -16 . .Jahrhmulert. Erst um
diese Zeit beginnen <lie Schreiber, denen dr~r lebendige Zu>amnH~nhang
mit dem byzant.inischen Tit.elwr>sf'n \'erloren gegtmgen w;tr, wietler chtB
schulmiissige xvgiou zu setzen. In echt byzantinischen fhs wird zwischen
x{gw;, xug[a und x{go;, ><V[Hl ;ihnlieh unterschieden wie bei den Lateinern
zwischen dominuil, dominlt und domnns, domu<t ·1. h. die Knrz-
formen werden nur ais Tite! vor Eigenmunen gebrancht. Die A hkiirznng fiir
><l'f!OÜ ist in der ueuereu philologischen Litemt.nr nnziihlige mal in xvgiov
aufgeliist wordt::n; vermutlieh, um ~in mir gerade begegnendes Beispiel
zn zitieren, auch noeh in deru Tite! 'f>: rij; elç rù roi! 'Ag,!rov <Pao·<i,ttc>'"
@f(J)l'OÇ l~ljytjaewç È%Î.oyai <5tog{}0)1?FiOf1l ~-co.gà r:oû aorp(I)HJ.rov ll-Ol'azoù x 11 [! { o V
J!a~l.aov roü FD.m·ovol}, den E. Maass, Commentariorum in Aratum rdi-
quia.e, Berlin 189tl, S. LXIII a us Cod. Medie. XX Vlfl .JA, saec. XV, anfiihrt.
A nch in Gardthausens Grieehiseher Palü.ographie :::>. 25il i:;t die (ungenau
wiedergegebene) Abkürwng %l'Qoi' irrtlimlich dm·ch xug[m, erklilrt. Eine
Unt.ersnchung über die Gesehichte dieser Fonu und ihrer Schreibung,
die passend mit einer Forschung iiber !.lie Geschichte des Titels selbst
(Zusat.z zum eigenen O<ler ;.:u fremden Namen, Gebrauch in Überschriften,
Subskriptionen u. s. w.) verbunden wiirde, i:;t ein Bedürfnis.
2) ln seinem Artikel .'0 Lofll'Oi'{!â<po; Kvgtax6;", Néa 'If,uiga vom

27./11. Jan. 1902 (Ùg. 1413): ,lXV r5È GUftfJatVet, Vtt v;TÔ.f!ï:WŒI Xat f!u:r]a 01~'%
OJ..iya x a rU r:t ')'fV6,tuva :r:g(hvJTov, rd re nJ ~':f(!6rv~?:ov roüro 1} aVroü roV
cPwp.avoV elvat, ~ l[ÀÎ.ov uvO; p.er;ayev,.;orÉIJ.OV ain:oV ;zot'YjTOV, tû· r~Y
btacpogàv Ott(l).; On lv rota{!tn ;r:eet;r:r:Waet l!zoftt:v V:r' 01pet ~ o L~xl y 1' ~at o v
Toi'J ~Pwtta1'0Ï' ;ro{'l,ua. (è'arw :xt.d Üv Otà r1}:; U.xgoartzic5oç al,rd roîi
l!l)co,tJ.a1~fJÏ1 l.a'fHt.J'lCt--r:u.t rà ÜJ•o,aa (ieh sperreJ) 1? :rohtfl.a roV a·i~roV
àavv'l{}eç u. s. w.
Die .Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 64J

der griechische Gelehrte nicht den mindesten Beweis fiir seinen


revolutioniiren Skeptizismus beibringt, so muss ich mich be-
gnügen, seine Aufstellung lediglich zu registrieren. Auch der
von Pitra bezüglich des Autornamens irn Liede Nr. Bl (s. oben
S. 570) ausgesprochene Zweifel muss vorerst anf sich beruhen.
Dagegen kann umgekehrt nicht genug betont werden, dass
viele der von Pitra auf grund fragmentarischer oder viel-
deutiger Angahen in der Akrostichis getroffenen Autorbestim-
mungen hüehst zweifelhaft sind. Das gil_t z. B. von manchen
seiner Zuteilungen an Theodoros Studites (vgl. Pitra S. :m6 ff.).
Uecht unsicher ist auch die S. 482 gegebene ldentifizierung
der Akrostichis Xt•p mit Symeon Metaphrastes.
Gru pp e li: Un ter den pseudonymen Andeutungen 1 ) des
Autors spielen nur die Bpithete râ/ca; und w:u:tvô; eine be-
merkenswerte Rolle. Das ers te fîndet si eh 22 mal in 1 B ver-
schiedenen Formen, dns zweite nur 5 mal in 5 verschiedenen
Formen. Vielleicht rnüs,;en aber tiie Heispiele der zwei Epithete
noch wei ter ge~chieden werden: Das erste Epitbet kommt 19mal
in der regelmiissigen Schreibung nûar:;, :) mal in der seltsamen
Form niÎ.Î.aç vor. Da aber sogar innerhalb derselben Form
(ô atl'oç râÎ,a) zwischen nU.a und nlJ.i.a gewechselt wird, so
ist wohl anzunehmen, dass die orthographische Schwankung
nichts mit einer Verschiedenheit des Autors zu tun hat. lliltte
ein neuer Autor sich von dern P,;eudonym ni}.aç wirklich unter-
scheiden wollén, so hiitte er andere J\littel gefunden als die
inkorrekte Schreibung des Wortes, mit der die Schreibung
:rayxa22o; (N r. 1 92) zu vergleichen ist. .Eh er künnte man
daran denken, dass zwischen dem einfaehen rtiÎ.a;; und râ}.aç
,uch•o; oder ,uôro; nî2a; zu scheiden sei. \V er sich un ter dem
bescheidem•n J'seudonym verbirgt, wissen wir nicht. Un ter
den Akrosticha mit Autornamen kommt râJ.a; 4 mal vor und
zwar 3 1nal mit dem Namen des Romanos, 1 mal mit dem des
1) leh gebrauche da.s \Vort pseudonym in Ermangelung eines
besser p-!tsRenden Ansdrucks. In Wahrheit handelt es sich nicht um
Psendonymik .im moc!E'rn••n S.inne, son<lern um das Verbergen des Namens
ans christlicher Demut.
642 K. Krumbacher

Paulos. Das berechtigt aber nicht, das Pseudonym einem dieser


beiden Dichter zuzuteilen.
Das Pseudonym ra:ru:mlç findet si ch B mal in V erbindung
mit fl01'0ç (,uÔJ'ov oder roù ,u61'm• rwrEtvoïJ), 1 mal in der Form :
wu ra7lët1'oi• h· f3ùe, 1 mal ( 11 !J) olme Zusatz, do ch hier handelt
es sich vielleicht um ein verstlimmeltes Lied. Die Frage, ob
zwischen den verschiedenen Fassungen der Akrosticha mit dem
Epi th et w;rw•Ôç geschieden werden m uss, liü;st si ch gegen-
würtig nicht beantworten; jedenfalls verdient diese Differenz
eine hühere Beachtung als die orthographische Schwankung
bei rcl;[aç. Das Epithet ru::7w•Ôç erfreut sich in den mit Autor-
namen versehenen Akrostieha der gri5ssten Beliebtheit; ausser
Homanos, dessen Namen nicht weniger als 52 mal mit dem
demütigen Zusatz geschmückt ist, bezeichnen sich noch 6 andere
Dichter mit ra;rrtJ'oç: Anastasios, Gabriel, Georgi os,
Joannikios, Kosmas, Stephanos. Bei diesAr Sachlage
miissen wir uns dem Pseudonym w;rnJ•Ôç gegeniiber viillig
hilflos fiihlen, um so mehr, als von den Dichtern, die ihrem
Namen das vVort wm:tJ•ô;· zufiigen, --- von Homanos abge-
sehen - nur je eiu bis zwei Lieder erhalten sind, viel zu
wenig, um ais Grun dl age einer sprachlich- stilistischen V er-
gleichung zu dienen. Dass das Epithet noch spat gebraucht
wurde, beweist Nr. 119, fiir dessen Abfassungszeit das 'fodes-
jahr des Theodoros Studites (82()) den terminus post quem bildet.
Gauz isoliert steben die drei Pseudonyme wù rgwafJ}.fov
(101), roi) âpagrw}.où (108; 1:3G) und roù ÜulJ!oÙ (104). Da
sie nirgends mit einem Autornamen verbunden vorkommen,
Hisst sich über ihre Bedeutung nicht einrnal eine V ermutung
aut\;tellen. Das einzige Pseudonym, dessen Autor sicher zn
stehen scheint, ist U.awwr;. Denn das bei Pitra S. 843 tf. gedruckte
Lied, dessen Akrostichis roü àao)w - wohl zu ergünzen wù
&awr{ov &a,u)a -lau tet, tragt in C die llandnotiz: .lrovôiwv. 1)

1) Übrigens ist zu bemerken, dass die von Pitra ais Teil der Übcr-

scbrift notierteu Worte: <pÉgov tlxeoorqJi5a. Tov dowrov nicht im Codex


stehen. ~
Die A.krostichis in der griechischen Kù·chenpoesie. 643

J;Jin zweites Lied mit der Akrostichis Toù àao)wv àatta bei
Pitra S. 858 ff.
Das betrübende EndergP.hnis der Betrachtung ist, dass die
Autoren, die sich un ter einern der demütigen :Epithete ver-
bargen, - den Autor liaww;; ausgenommrn - ihre Person
so gründlich ver horgen halwn, dass sie uns beim gegen wiirtigen
Staude der Forschung und vermutlich fiir immer unerkennbar
bleiben. Selbst <lie Frage, ob sich unter den Bezeichnungen
râi.a, W:llétYoù u. s. w. versc:hiP<lene Autoren bergen, kann
gegenwiirtig noch nicht mit Sicherheit entschieden werden,
werm es auch hüchst wahrscheinlich ist, dass wenigstens die
zwei hiiufigpr vorkommenden Beiworter râJ.aç und m:nnvoç
zwei verschieclenen Autoren angehUren. Erst nach Publikation
aller Texte wird man mit c:>iniger Aussicht auf Erfolg daran-
gehen konnen, dm·ch eine eing1~henrlP. TTnt.t>rsuchung ihrer sprach-
lichen und metrischen Beschaffenheit und der Überlieferungs-
verhiiltnisse etwas Genaueres über die Autorfrage, die J!Jnt-
stehungszeit und das V erhiiltnis der pseudonymen Gediehte zn
den Werken bekannter Autoren zn ermitteln. Die im Obigen
gegebene Feststellung des 'ratbestandes bildet die erste Basis
für alle weitere Forschung anf diP.sP.m rlunkeln I•,elde.
Grnppe III: Bei den Liedern dieser Gruppe l1i.sst sich
in der Hegel nieht einmal die Entstehungszeit nilher be-
stimmen. Die dnrch die 'l'hernen bedingte Prühgrenze bringt
wenig Nntzen, da es sich in den meisten Fiillen nm die der
Ausbildung der Hymnenpoesie voranfgehenden ersten Jahr-
hnnderte n. Chr. handelt. Eine Awmahme bildet das Lied
gegen die Bilderstürmer (190 ). Zn weil en ermangelt die Be-
zeichn ung des 'rhemas der notigen Deutliehkei t: dç rov f)eoJ.6yov
geht einrnal (ltî7) anf Gregor von N azianz, zweimal (54 und
180) auf den A postel .Johannes.

FaS.-;en wir die Ergebnisse der vergleichenden Betrachtung


cler Hymnenakrostieha zusammen. An der Spitze steht die in
den allgemeinen Zügen seh?n früher bekannte Tatsaehe, dass
644 J(. Krumbacher

die Akrosticha unsere fast einzige Quelle für die Kenntnis der
V erfasser der Lieder sind. Durch das oben zusammengestellte
Material le1·nen wir die Autoren von etwa 130 Liedern kennen.
Viïllig nen und literarhistorisch sehr wertvoll ist ein
zweites Ergebnis: die Erkenntnis des ungeheueren Überge-
wichtes. auch im rein quantitativen Sinne, das Homanos in
der Hymnenpoesie behauptet. In der Gruppe I 1 entfallen
auf Romanos 12 (1 1 ?) Forrnen. auf die übrige Hymnenpoesie
nur 2, in der Gruppe I 2 A-- F anf Romanos 38, auf die
iibrigen Diehter 19. Mithin bietet Honùmos in den überhaupt
zur V ergleichung geeigneten Gruppen 50 (49 P) For men, alle
übrigen Dichter zusammen nur 21.
Ein weiteres Ergebnis ist die Einsicht in die grosse
Mannigfaltiglreit, deren sich die Dichter bei der Bildung der
Alrrostichis befleissigten. Es herrschte offenbar das Bestreben,
durch allerlei, wPnn auch noch so kleine Xnderungen immer
wieder neue Forrnen zu schaffen. Der Individualismus geht
so weit, dass ein grosser Teil der Akrosticha, auch wenn die
den Autornamen umfassenden Strophen zufiillig verloren ge-
gangen wiiren, schon durch ihre übrige Form verraten wUrden,
ob sie dem Homanos oder einem anderen I>ichter gehUren.
Der Typus l 1 ist., von zwei in der l~assung ganz abweichen-
clen Beispielen abgesehen, ausschliesslich Eigenturn des Ro-
manos. Aus der Gruppe 1 2 sind mehrere :Formen, die Romanos
wiederholt bietet, von den übrigen Dichtern verschmiiht worden:
vollstlindig die Formen mit >n!!Jov und ilari (I 2 DB), nahezu
vollstiindig die :Form mit dem Demonstrativpronomen (I 2 C).
Dagegen ist urugàr;Jnt der Typus I 2 G (blosser Autorname),
der 10 mal vorkommt, von Homanos nie gebraucht worden.
N eben dem Individualismus in der Bildung der Akrostichis
geht, deutlich sichtbar freilich nur bei Romanos, der Gebrauch
einiger Lieblingsfonnen.
\:Velche Bedeutung die Feststellung dieser 'I'atsachen für
die Untersuchung von A ntorfragt•n, fiir die Zutcilung anonym
Uberlieferter Stücke und namentlich fUr die Kritik und Er-
giinzung fragmentarischer oder dureh Umstellungen verdorbeuer
Die Akrostichz:s in der griechischen Kirchenpoesie. 645

Akrosticha besitzt, win! sich irn Laufe der spateren Einzel-


forschung ergeben.
Wichtig für die kritische Arbeit ist auch die Einsi0ht in
manche Kontaminationen, Verrenkungen, Verkiirzungen und
sonstige Misshandlungen, die in der Überlieferung vorkommen
und znweilen sogar unter einer scheinbar unversehrten Akro-
stichis verborgen sind. Einige hierher gehürige J<'iille habe
ich friiher (" Umarb. ") ausfiihrlieh nachgewiesen, andere sind
oben in Kapitel 1 kurz beriihrt worden; vgl. Nr. 2, 8, 13, 30,
4!), 55, 61, 71, 88, 97, 112, lfiO, 1G2, 200. Das ürgste Bei-
spiel bietet wohl die spütere Überlieferung des 'rotenliedes
(Nr. 8). Ohne eine nene Ausgabe des Textes liisst sich aber
von dern Wirrwarr, der hier in den Hss herrscht, keine klare
Vorstellung geben. [ch muss mich begniigen, anf das Vor-
kommen merkwiirdiger Umstellnngen und Kontaminationen
hinzuweisen und zn einiger Vorsieht im Vertrauen auf die
Akrostichis zu mahnen. Mehr als die allgemeinen Gesichts-
pnnkte und Richtlinien lassen sich hierüber wie überhanpt
fiir die V erwertnng des obigen Materials nicht ge ben. Die
Hauptsache ist, dass nunmehr fiir die Behancllung der ein-
zelnen Fiille eine Basis und ein Ausgangspunkt geschaffen ist.
Endlich ist das in der Geschichte der Akrostichis und
ihrer Überlieferung sichtbare Vorwalten persiinlicher Eigen-
heiten von erheblicher Bedentnng für die allgemeine literar-
historische und iisthetische Beurteilung der Hymnenpoesie, die
clem oberflüchlichen Beobachter nur zu leicht als eine gleich-
fürmige, nach fester Zunftregel ausgeilbte Procluktion erscheint.

B. U nregelmâssigkeiten in den Akrosticha.


1. Doppelsetzung Yon Buchstabr.n und Wortern.
Pitra hat ein Lied des Anastasios ediert, in clessen 'l'ext
in einer Hs (C) der letzte Buehstabe der Akrostichis (2') durch
zwei Strophen vertreten ist, und hiilt die erste der beiden
2'-Strophen wegen einiger Ankliinge an eine friihere Strophe
des Liedes fiir ein spiiteres Einschiebsel. Ich habe schon oben
646 K. Krumbacher

(S. 588) auf die Schwache seiner Argumente hingewiesen und


hervorgehoben, dass der Fall nicht isoliert behandelt werden
ùarf. In der Tat bietet das in Kapitel I gesammelte :Matcrial
cine ganze Heihe iihnlicher Doppelungen, und cs ist unerliiss-
lich, alle Beispiele im Zusammenhange zu betrachten, um fiir
die Kritik der auffallenden Br;;cheinung eine verliissige Grund-
lage zu gcwinnen. Die Beispiele zerfallen in zwei nach ihrer
Frcquenz und ihrer Beschaffenheit deutlich geschiedene Gruppen:

1, Verdoppeltmg der Schlusslittera.


Nr. 18 schliesst in Q mit alJ•oçç. In CV fehlt die zweite
Strophe mit ç. Inhalt der zweiten 2'-Strophc -- ich nenne sie im
folgenden kurz ,Überstrophe" - : Anrede an die Neugetauften.
Nr. 89 (nur in P erhalten) schliesst mit d)(51}1J. Grund der
Überstrophe: Schlussgebet.
· Nr. 49 schliesst (in PADV: s. oben S. 575) mitywrwvoûv.
Inhalt der Überstrophe: Schlu~s cler Lieder7.iihlung und Schluss-
gebet.
Nr. 55 schliesst in P mit !}w,um•oûv (in CV mit ôo,tu-dov;
s. ob en S. 5 77 u. 688 f. ). Grund: Schlussgebet.
N r. G4 (nur in Q) schliesst mit {!wpm•o'ùv. Gr und: zweites
Schlussgebet mit N achholung der Brwiihnung der Mutter Gottes.
N r. fiS (nur in Q) schlie&st mit {!w;wYovv. Grun cl: Alle-
gorische Auscleut.ung des Themas.
Nr. 75 (nur in Q) schliesst mit (!wpaYoùv. Grund unklar
(Fortführung der Anrede an den Hades aus der vorletzten
Strophe).
Nr. 81 (nur in Q) schliesst mit §m,twJ•OÛ1>. Gnmd: Schluss-
gebet.
Nr. 88 (Anastasios) schliesst in C mit aÎJ•o;;;;. Grund:
Schl ussgcbet. Der ganzc Schluss Cllvoçç heruht wohl auf eincr
sp1iteren Umarbeitung.
Nr. 189 (anonym; nur in P) schliesst mit Cl!Yoçç. Grund:
SchlUssgebet (Gegenstiick zu Strophe 1 des Licdes; s. ob en S. 601 ).
Nr. 142 (anonym: vollstiindig nur in P) sehliesst mit
pô}•ov1•. Grun cl: Schlussgebet.
Die Akrost,ichis in de1· griechischen K1:rchenpoesie. 64 7

Nr. 166 (Johannes; vollstandig nur in P) schliesst mit


lwâYvovv. Grund: Schlussgebet.
Nr. 168 (anonym; vollstandig nur m P) schliesst mit
ôwdeaa. Grund: Schlussgebet.
Nr. 194 (anonym) schliesst m Q mit no(!VIJl'J'. Grund:
Schlussgebet.
Nr. 195 (anonym; nur in Q) schliesst die alphabetische
Akrostichis mit .. ï.,1f1WW. Grund: Schlussgebet.

2. Sonstige Doppelungen.
Zuweilen wird gegen die Orthographie ein Buchstabe in
der Mitte des vYortes verdoppelt. So bietet in Nr. 21 Q die
Schreibung {!w,uan·ov, wobei das iiberschiissige v wohl die Spur
einer Umarbeitung darstellt (vgl. oben S. 567) und in Nr. 192
ebenfalls Q die Schreibung ;uiyxa}.ÀoJ•. Dazu kommt die schon
oben (S. 641) besprochene Schreibung râ}.Àa statt nHa in Nr. 116,
135, 144. In Nr. 200 ist der Buchstabe II (mrarigaç) doppelt
vertreten, aber be ide II- Strophen beginnen mit denselben
W orten, am Han de steht èi.Uo und die zweite Strophe ist in
der Marginalziihlung nicht mitgerechnet, deutliche Beweise,
dass wir die Spur einer Umarbeitung vor uns haben. In
Nr. 121 ist durch Doppelsetzung der Buchstaben xevaom: die
in der Überschrift angekiindigte kurze Akrostichis Elc; ràv
Xgva6aw,uoJ' auf 24 Strophen angewachsen. ln der l\Iarginal-
ûihlung sind wie bei Xr. 200 die doppelt gesetzten Strophen
nicht mitgerechnet. Man muss vennuten, dass auch hier, wie
bei Nr. 200, nach einer Urnarbeitung die alten Strophen neben
den neuen stehen geblieben seien. Eine niihere Betrachtung
des Textes bestiitigt diese Ansicht: die iiberlieferten Strophen
machen durchaus den Eindruck von Skizzcn zu einem noch
nicht ahgeschlossenen W crke. Nicht eigentlich hierher gehorig
ist Nr. 12, wo der Begriff' Alphabet zweifach, zuerst durch
die 24 Buchstaben des Alphabets (a-w), dann durch das Wort
d).<pafhJrr'>v ('Pw,twJ•où) ausgedriickt ist. Ein Gegenstiick der
Doppelung bietet Nr. 154, wo statt Nvaar;ç in der Akrostichis
( wie auch in der Überschrift) Nva17ç gesetzt ist.
1903. Sitzgsb. d. pbilos.-philol. u. d. hist. KI. 43
648 ](, Krumbachcl'

\Venn wir mm zur Beurteilung der Doppelung Ubergehen,


so ist vorerst zu konstatieren, dass sie sich in allen Fiillen auf
den Text beschriinkt, in der Akrostichonnotiz der Überschrift
aber niemals beriicksichtigt winl. .Für die K ritik kornmt aber
diese Tatsache gewiss nieht in Betracht. Ohne 'Veiteres ist
!dar, dass die zwei Gruppen, in die ich das Material geteilt
habe, nichts mit einander zn tun haben. Die unter 2. auf-
gefiihrtrn F1Hle stehen in der Überlieferung ganz vereinzelt
ntHl spielen keine erhebliehe Holle fiir die allgemeinen Fragen
der Textkritik. IVIehrfach handelt es sich, wie gezrigt worden
ist, mn Heste einer Urnarbeitung (Nr. 121 und 200), und hier
bleibt nur die Fragr, ob diesc Reste durch einen lrrtum des
Schreibers oder mit Absicht, gleichsam zur Auswahl fUr den
S1inger oder Leser, stchen gelassen wurden. Die bei Nr. 200
bemerkte Handnotiz ui..2o scheint fUr die zweite Auffassung zu
sprechen. Vielleicht ist so auch das doppelte J' des Namens
'PwttaJ•J•oü in Nr. 21 zu erkliiren. Dagegen scheint die i3 mal
vorkommende Schreibung râiJ.a anf einer mit den Schwankungen
der Antistoechie vergleichbaren orthographischen Schrulle zn
beruhen. Die Doppelsetzung des Begriffes Alphabet endlich in
Kr. 12 ist offenbar eine vom Dicllter selbst gewollte pleona-
stische Spielcrei.
Bine ernstere Beachtung verdienen die in der ersten Rubrik
zusammengefassten Fiille. Hier handelt es sich mn eine Er-
scheinung, die mit relativer 1-Iliufigkeit und stets in derselben
Form auftritt. Unter den 204 Liedern, deren Akrosticha in
Kapitel l beschrieben sind, sind nieht weniger ais lS, bei
denen der Schlussbuchstabe durch zwei Strophen vertreten ist.
13 dieser Doppelungen sind nur in den patmischen Hss P Q
überliefert; von den 2 iibrigon ist eine durch eine grüssere
Zahl von llss bezeugt (Xr. •Hl durch PADV), die zweite
(Nr. 88) nur durch C. Unter den erwiihnten 1 i~ Fiillen, die
nur P~l bietet, sind aber 12 Lieder, din überhaupt nur in P
mh:r (J vollstiindig erhalten sind, wenn man von der besonders
gelagerten N r. ;,5 absieht. Eine rcgelrechte handscbriftliche
J)itferenz bietet in dieser (huppe nur N r. 18, wo die in Q
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 649

überlieferte Doppelung in CV fehlt. Die Spur einer Ab-


weichung findet si ch in N r. 49, wo 1' vielleicht auf eine V or-
lage zurückweist, in der die in PA D V vorhandene Über-
strophe noch fehlte (vgl. S. 575). Nach der Überlieferung
lasst sich mithin die l~rscheinung nicht sicher beurteilen.
Dass die grosse Mehrzahl der Falle auf P Q entfiillt, beruht
auf der prominenten Stellung dieser 2 Hss in der Gesamt-
überlieferung. Nr. 49 und 88 beweisen, dass die Doppelung
auch in anderen Hss vorkommt und dass -sie also nicht etwa
eine Eigentümlichkeit der patmischen H.edaktion ist. Die inhalt-
liche Betrachtung der 15 iiberschüssigen Schlussstrophen ergibt,
dass sie meistens ein mit dem J,iede selbst nicht zusammen-
hangendes oder doch nur ganz lose verbundenes Sehlussgebet,
eine Anrufung an den Heiligen oder eine Amvendung des
Liedthemas anf einen besonderen Anlass enthalten. Vollig !dar
ist diese Eigenschaft der Überstrophe bei Nr. 18, 39, 55, 64,
81, 88, 139, 142, 166, 168, 194, 195. In Nr. 168 wird sie
ausdrücklich als Ephymnion bczeiehnet. Ein Schlussgebet
enthalt die Strophe auch in Nr. 49; hier aber wird der
Zusammenhang mit dem Liede dadurch gewahrt, dass im
ersten Teil der Strophe noeh die Erzahlung zum Abschluss
gebracht und erst dann ein kurzes Schlussgebet angefügt wird.
W enn wir mm noch bcac!Jt.en, dass gerade dieses Beispiel
besser ais alle tibrigen (durch drei ostbyzantinische Hss und
die italische Rcdaktion) gcsichert ist, so dürfen wir wohl schon
jetzt (tJ·otz der oben erwiihnten Differenz des Fragments in 1')
annehmen, dass hier die Überstrophe ursprünglich ist. In
Nr. 68 enthiilt die Überstrophe eine, wie die oben S. 581 ge-
gebene Probe zeigt, ganz fiir sich stehende allegorische Aus-
deutung des Themas. Auffallig ist hier, dass die vorhergehende
Strophe mitten in der ]~rziihlung von Esau und Jakob stecken
bleibt; darnaeh ist zn vermuten, dass der Schlussteil des Lied es
weggelassen wurde und die vollstiindige Akrostichis etwa lau tete:
Toü -ramtvoîi 'Pw,twJ•o'ù (È.'wç). Die Überstrophe mit v wii.re
dann nachtriiglich angefügt und mit der Initiale des Schlusses
der noch vorhandenen Akrostichis versehen worden. Ohne den
43*
650 K. Krumbacher

Text des ganzen Liedes vorzulegen, kann ich freilich diese


Auffassung nicht n1iher begründen. Auch bei Nr. 75 konnte
die Überstrophe entbehrt werden; denn sc hon in der ersten
Strophe der Schlusslittera wird mit der triumphierenden An-
rede an den Rades ein für das kurze Lied genügender Ab-
schluss gegeben. Vüllig klar liegt der Fall nicht.
vVenn mithin die Überstrophe meistens ein mit dem Liede
selbst nicht enger verbundenes Schlussgebet enthiilt, so erhebt
si ch die Frage, in welcher vV eise · die ohne akrostichischen
Überschuss überlieferten Hymnen, besonders die des Homanos,
in der Hegel abgeschlossen werden. Um die Kontrolle zu er-
moglichen, berücksichtige ich nur die griisstenteils publizierten
Lieder Nr. 1-31. vVenn wir von Kr. 2 wegen der unvoll-
st1indigen Überlieferung und von Nr. 18 wegen des Schwankens
der Überlieferung absehen, so ergibt si ch folgendes: U nter
29 Liedern sind 17, in demm die ganze letzte Strophe durch
ein meist mit dem Liede selbst nur locker verbundenes Schluss-
gebet ausgefüllt wird; in ti T~iedern beginnt das Schlussgcbet
erst innerhalb der letzten Strophe; 6 IJieder end li eh sind oh ne
Schlussgebet. Die Abrundung des Liedes dm·ch ein die ganze
letzte Strophe umfassendes Schlussgebet ist also bei Romanos
zwar hiiufig, aber dm·chaus nicht rcgelmlissig durchgeführt,
und ein brauchbarer Anhaltspunkt für die Beurtcilung der
Echtheit cler das Schlussgebct cnthaltcnden Überstrophen ist
also hier nicht gegeben.
Mehr lehrPn uns einige einzelne F1ille. Zuniichst Nr. 18,
wo die für eine Tauffeier bestimmte Überstrophe nur in Q
geboten wird, in. der italischen Hedaktion dagpgen fehlt.
Dann Nr. 64, wo das Schlussgebet schon in der letzten Strophe
der regclnüissigen Akrostichis gegeben, dazu aber, offen bar
(1ihnlich wie in N r. 18) für einen bestimmten Zweck, die Er-
wühnung der Mutter Gottes, noch ein zweites Schlussgebet
mit Wieclerholung der Schlussinitiale der Akrostichis angefügt
wh·d. Dazu kommt die Beobachtung, dass in den Hss zuweilen
sogar Schlussgebete mit einer in keiner \Veise zur Akrostichis
des Liedes passenden Initiale (z. B. Il) vorkommen, die sich
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 651

mit Sicherheit ais spliterer Zusatz verraten; vgl. :Nr. 88 (S. 588).
Mit diesen einzelnen Fiillen, die zweifellos gegen die Ursprüng-
lichkeit der Überstrophe sprechen, verbindet sich die allgemeine
Beobachtung, dass die Überstrophe ans der regelrechten Akro-
stichis herausfallt, dass sie relativ selten vorkommt und dass
das in ihr enthaltene Schlussgebet meistens olme jede engere
V erbindung mit dem Liede steht.
Darnach ist wohl mit Sicherheit anzunehrnen, dass die
Überstrophe nicht als integrierender Bestandteil des LiedkUrpers
betrachtet wurde, sondern als Zusatz, der ansserhalb der Akro-
stichis stehen dnrfte, aber doch durch die Wiederholung der
Schlusslittera als zum Liede gehürig gekennzeichnet wurde.
Ganz vereinzelt wnrde die Schlnssinitiale wohl schon ur-
sprünglich doppelt gesetzt; wahrscheinlich gilt das für Nr. 49,
wo in der Überstrophe die Erziihlnng des Liedes selbst zum
Abschluss gebracht und erst dann ein kleines Schlussgebet an-
gefügt wird. Spliter wurde von dieser Freiheit ofter Gebrauch
gemacht, um Liedern, die zn schroff abschlossen, einen passen-
den Epilog zn geben oder auch, um sie fiir einen bestimmten
Zweck (Tauffeier, :Marienverehnmg) zn akkommodieren. Damit
ist frei li ch noch nicht si cher bewiesen, dass diese Zus1itze
durchwegs von spiiteren Dichtern bezw. l{edaktoren vorge-
nommen worden seien. Es ist denkbar, wenn auch nicht ge-
rade wahrscheinlich, dass ein Di ch ter selbst seinem Li ede
nachtrliglich ein solches überz1ihliges Schlusssti.ick beifügte.
Mit grosserer Sicherheit wird sich urteilen lassen, wenn ein-
mal alle Texte der mit Überstrophen belasteten Lieder ediert
und dadurch die Moglichkeit einer sprachlichen und metrischen
V ergleichung aller Strophen geboten sein wird; aber auch
dann wird die Entscheidung vermutlich von Fall zu Fall ge-
troffen werden müssen. Für die praktische Frage der Publi-
kation muss naturlich das Prinzip befolgt werden, dass auch
die Überstrophen inmitten oder am Schlusse der Akrostichis,
wenn a.uch nur im Apparate oder Kommentar, mitgeteilt
werden, um dern Leser ein selbstandiges Urteil zu ermiiglichen.
652 K. Krumbacher

II. Antistoechlsche Elemente in (len Akrosticha.


Die Eigentümlichkeit der Antistoechie d. h. der Gleich-
stcllung oder V erbindung von Buchst.::tben und Huehstaben-
gruppen gleichen Lautes (z. B. at und e) ist in der philologi-
schen Literatur vor allem durch das nach diesem Prinzip ge-
ordnete Lexikon des Suidas bekannt; sic hat aber schon liingst
vor ihm bestanden.
ln der Hymnenpoesie spielt die Antistoechie eine doppelte
Holle. Binmal wird sie schon in de1; Bildung der akrostichi-
schen Formel selbst angewendet, indem êt ùurch t, also nur
durch eine Strophe, ausgedrückt wird; dann konunen akro-
stichische Vertretungen vor, oh ne dass die Strophenzahl be-
einflusst winl, indem z. B. eine Strophe für t in vVahrheit
mit einem W orte wie ÛÔE begin nt. Die kritische Edition der
'l'exle hat si ch mit beiden Erscheinungen abzufindcn; daher
ist eine genaue Festst.ellung der Tatsachen und besonders eine
Prüfung der Überlieferung notig.
Wie tlie Doppelnng von Buchstaben (s. oben S. 648) be-
schriinkt sich auch die Antistoeehie auf den Text; in den
Akrostichonvermerken der Ü ber!ich riften ist sie nicht be-
ri.ieksichtigt d. h. hier sind die in Betracht komrnendeu \VorLer
stets korrekt geschrieben. 1 ) Fi.ir die Frage cler Ech theit des
n bezw. , fiillt diese Beobachtung aber wohl ebensowenig ins
Gewicht wie die analoge Feststellung beziiglich cler Buch-
stabendoppelung. Die Kopisten begnügten sich damit, den
groben vVortlaut der Akrostichis Zll notieren' oh ne fei nere
Details wie eine Doppelung oder eine antistoechische V erlre-
tung eigens ammmerken, und sogar der \V m·tlaut wird in der

1) Daher ist es ein Fehlschluss, wenn Papadopulos-KerameuH, B. Z. VI

382, aus der vollen Überschrift Toû -ra::rnvoù 'Pw.ua1•oû in A folgert,


dass der Text, von dem A nnr die Strophen Toû r a;r tv o û bewahrt hat,
ursprünglich ToD -rfl::rrtvoü 'Pwuavoü geboten haben miisse. Auch P,
der das Lied vollstandig bewahrt, bietet in der Überschrift Toü -,;a:rrtvoû
'Pwf!avoü etc., im Texte nur Toii ra::rn•ov 'PmftaJ•où u. s. w. Vgl. oben
S. 578 Nr. 57.
Die Akrostichis in der .IJriechischen Kirchenpoesie. 653

Überschrift üfter ungenau ange ge ben, wie ob eu (S. 624 ff.) gezcigt
worden ist. Wir sehen uns also für die Untersuchung der
antistoeehischcn Schwankungen ausschlie:;slich auf die Texte
selbst angewwsen.

1. Antistoechische Schreibung ra:rt~·oü.

Unser :Material (Kapitel l) enthiilt im ganzeu (H Akro-


sticha mit dem Bpithet umw,où (mit oder ohne Namen).
linter diesen 64 Nummern, von denen 52 auf Romanos, 12
auf die iibrigen Dichter entfallen, sind 14, wo der Text die
antistoechische Form ra;ro,oû ergibt, und zwar ist die FJigcn-
tümlichkeit so gut wie ganz auf H.omf1nos beschriinkt; der
einzige Fall ausserhalb des Romanos ist das Lied des Ana-
stasios (Nr. 88): aber hier ist die Schreibung rll.""ID'OV nur
durch die Hs T bezeugt. Die Beispiele bei Romanos sind
Nr. tl, 13(:'), 16, 17, 18, 25, 46, .J.7, 4(l, 57, n~, 80, s:t Von
t1ir,sen l~l Liedern sind 5 (4G, 47, 7:3, 80, 8:-:1) nur in einer
der zwei patmischen Hss Uberliefert: ;, st.ehen in mehreren Hss,
die aber alle in der Schreibung m;;m•oü übereinstimmen ( 115,
18, 2f>, 4!), 57); in 2 Piillen (8, 17) schwanken die Hss, doeh
sprieht in beit!l'n Fiillen die an,;cheinend iiltere Üherlieferung (Q)
fiir die Form m;reo•ol·; in einem Falle ( 1;3) i~t die urspriing-
liche Schreibung unsicher: vgl. Umar b. S. 28 tf. Es bleiben
mithin lO Bei,;piele, in denen die Sehreibung mit t ohne
Widerspruch überlicfert ist. Nur winl in den italisehen Hss
wiederholt durch einen leeren Raum mit der Initiale E, einmal
durch eine Handhemerkung (Nr. 8 Corlex f) angedeutet, dass
die Strophe fiir E fehle. Nun ist zwar leicht denkbar, dass
bei spiiteren Bearheitungen die vermeintlich ausgefallene Strophe
für E ergiinzt wurde - als Ansiitze dazu erscheinen die leeren
Wlume in CV, und die Spuren einer Ergiinzung l>emerken wir
bei Nr. 13 - ; es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass eine
im Archetypus stehende Strophe fUr E von einem spiiteren
Bearbeiter oder Kopisten zur Erzielung der Kurzfonn ramYoû
weggelassen wunle.
Kurz, sowohl die Husseren Tatsachen der Überlieferung,
654 K. Krumbacher

als auch in nere Erwiigungen beweisen, dass Romanos das demi.itige


Epithet in einer Heihe von Gedichten ( wenigstens 10 un ter 52)
tatsiichlich in der Ji'orrn wmvoù angewandt hat. Ebenso
sichcr lchrt unscr Material, dass Romanos mit dieser Schrei-
bung allein steht; denn das einzige Beispiel in der Ubrigen
Dichtung, das des Anastasios, ist nur durch eine Hs bezeugt
und hat mn so weniger Gewiihr, ais in der Überlieferung des
Liedes auch sonst vielfacher Wirrwarr herrscht (s. oben S. 588 f.).
So erkHirt sich auch, dass die Kenntnis der Eigentümlichkeit
spütcr vcrloren ging und die Bcarbcitcr bczw. Kopisten wicdcr-
holt am Fehlen der Strophe für E Anstoss nahmen.
Zweifel bleiben mithin zunlichst nur bei den Liedern 8,
18, 17 Ubrig. Die bezüglich der Gruppe et wie auch im
i.ibrigen iiusscrst vcrwickelten Überlieferungsverhiiltnisse des
Lied es 13 habe ich früher auseinander gclegt; vgl. Umarb.
S. 13 ff. Wie es sich mit der Echthcit der Schrcibung ct
bezw. t im Liede 8 verhült, kann nur im Zusammcnhang einer
erschi.ipfenden Untersuchung der über alle Masson verworre-
ncn Überlieferung dieses durch den langon liturgischen Gc-
brauch sch wer geschlidigten und unaufhUrlich umgearbeiteten
Textes festgestellt werden. Über das Lied 17 endlich winl
auf grund einer kritischen Ausgabe des Textes im Kapitcl III
gehandelt und gezeigt werden, dass die Strophe mit E hier
interpoliert ist.
Vielleicht ist auch noch in dem cinen oder anderen Liede,
in dessen Überlieferung keinerlei Spuren einer Brglinzung
oder Umarbeitung vorliegen, die Strophe E eine spliterc Zutat.
Jedenfalls muss künftighin bei der Puhlikation und Kritik
der Lieder des Romanos die Strophe E in der Reihe wnw•où
immer besonders ins Auge gefasst und namentlich ihr inhalt-
licher Zusammenhang mit den vorhergehenden und folgenden .
Strophen, wie auch ihre sprachliche und metri!-;che Beschaffen-
heit genau geprüft werden. Dagegen ist die Annahme einer
zu irgend einer Zeit vorgenommenen systematischen Erganzung
u;:<;prtinglich fehlendcr Strophen fiir E wohl vUllig ausge-
schlossen; lüitte eine solche stattgefunden, so waren auch die
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 655

ob en nachgewiesenen 10 vüllig gesicherten Beispiele der K urz-


form der Hegulierung nicht entgangen. Die auffallige Tat-
sache, dass Homanos in der Schreibung seines Lieblingsepithets
schwankte, ist vil'lleicht durch die Annahme zu crkli.ircn, dass
er die Schreibung mit t in einer gewissen Periode seines
I,ebens, wohl in sein er .J ugend, angewandt und spiiter die
antistoechische Schrulle aufgegehcn habe.

2. Sonstige Antistoechien.
Das Schwanken der Schrcibung des "\Vortes mnw•ov bn-
dingt ein Schwanken der Strophenzahl und kommt in der
Gestaltung des Liedtextcs scharf zum Ausdruck. Die übrigen
in den Akrosticha vorkommenden Antistoechien haben nur
orthographische Bedeutung: dE•r Buchstabe E wird durch un-
orthographisches El wiedergegeben in Xr. 1:3 (Elrktl' Q, Ei'r~F
= 'l!JE CV; s. Umarb. S. 2fJ). Der Buchstabe 1 ist durch El
vertreten in Xr. 23 (Efanjxnam•), in Nr. 88 (El in 'r) und in
Nr. !)8 (Elr5t::). Ganz isoliert steht die Vcrtrctung von Et durch
fiJ in Nr. 181 ('Ex-- '1lwzvl'a;). Den Buehstaben D endlich
ersetzt 0 in Nr. !)8 ('0). Die Zahl dieser Beispiele wird sich
durch systematischc Durch prlifung aUer Hss noch etwas ver-
mehren lassen; fUr die Kritik wird dadurch nichts N eues ge-
wonnen werden.

III. ])le Form win'7 in der Akrostlchis.


Die alten Unregelmiissigkeiten der Dcklination des Demon-
strativs o/oro; sind im Xeugriechisehen beseitigt. Von den
vier alten Stammen ovr-, avr-, wvr-, ravr- ist der hiiufigste,
TOVT-, vüllig durchgeùrungen, also: wvro;, TOVTIJ, wvro, wû-
rov, TO'VT1)Ç, wvrov u. s. w. (auch lrovwç u. s. w. und deiktische
VVeiterbildungen wie TOVWl'I'OV U. s. w.).
'\Vie frUh diese assoziative Bewegung begonnen hat, zeigen
die Beispiele von rou rn, WVT'YJ1', rovroç, wu rot, rovra bei
K. Dieterich, U ntersuchungen (Byz. Arch iv I) S. 197 und
A. N. .Jannaris, An historical greek grammar, London 1897,
§ 5f)7h. Auf die von Dieterich berührte Frage, ob nicht
GG6 ](, Krumbacher

zwischen a Item, ursprünglichem ( dorischem) roùrot, wùwt


(vgi. G. Meyer, Gr. Gr. 3 ~ 488) und den offenharen sp1iteren
Analogiehildungen wie rovnJÇ, r0l1rn scharf zu unterscheiden
sei, wili ich nicht eingehen. ln der für uns in Betracht
kommenden Zeit ist es jedenfalls das Streben nach Ausglei-
chung, lias die verschiedenen Stiimme zusammengeführt hat.
Neben der Bewegung anf den Stamm wvr- hin ist ein
zweiter Versuch der Ausgleichung zn bemerken, den Dieterich
a. a. O. übersehen hat, die Hegulierung .des· Xom. Sing. Fe m.
naeh dern obliquen Kasus des Fem., also môn7. Jannaris
a. a. O. § 567b zit.iert zwei Belege dieses neuen Kominativs:
eine Inschrift über die \Viederherstellung der Stadt Selymbria
a us der Zeit zwischen 842-857 Il. Chr.: 'AI'f:J'EC!n'hJ [ix jJâl?g] w 1 rv
:rô}.t; TllÔTIJ hi Jft-xm)i., Awô[o)]Quç ;ml fJi%i.1r:; (CIG IV
8G88), und eine undatierte. wohl spiitbyzantinis~he Stelle ans
einem Hezepte zur IIersteilung von Zinnoher: ;lrï ï'O'OJa%Ell',
fht 1J ,fi0)'1'1JOÙJ 1) L'EÎ.OI'!!i'l%1J r rn~ TIJ larb' 1j r Jj:; 'Aafuç. M. Ber-
t.hr:lot et Ch.-l:~m. Huelle, Collection des ancwns alchimistes
grecs, Vol. II (Paris 1888) S. :18, 10 f.
Zu diesen zwei Bdegen kommeu nun eine ganze Heilw
neuer Beispiele, die durcit Hymnenakrosticha gesichert sind:
Kr. 30: Tah17 1) 1lJÔIJ w!' ii.rq.Jarot• <Pro,ttaJ·ov b (wohl
auch A). ln der Überschrift hietet b elie Form r~hi], A tla-
gegen richtig mÙIJ. l'itJ·a, der ofYenhar an der Form TahYJ
An stoss nahm, vermutet (S. 21 0), der Text sei a us den Frag-
menten zweier Lieder zusammengeschweisst, dm·art, dass das
T den diirftigen Hest einer Akrostichis T(oii wnEtJ•oii <Hv,tHl1'0v}
darstelle und die folgenden Buchstahen aus einem anderen
Liede stammen. Auch l'apadopulos-Kerameus, B. Z. VI 376,
hiilt Tw!nJ fUr unmüglich und korrigiert A15nJ, oh ne ein W ort
der Begriindung und ohne zu notieren, wie es sich in A mit
dem Texte verhült.
N.r. 61: !1bJatc; Y.al Ta ôr YJ ~ Tw,IWJ'ov Q: 1h(ô.enJ) ÔÙJatc;
v
%at ra TIJ 'Pw,uavoü A. Die Frage, wie si ch die zwei Texte
zueinander verhalten, kann ich jetzt nicht beantworten (vgl.
Die Akrostichis in der ,griechischen Kirchenpoesie. 65 7

oben S. 57~)); aber jedenfalls ist in beiden Hss die Form


nnln7 bezeugt.
Nr. 127, 1i37, 14(i, 171: Tahr; IJ t.bOIJ rai,a p (1,1() PD).
Sowohl die komplizierte und auch aus ancleren Griinden
ganz unwahrscheinliche llypothese Pitras iiber das Lied Nr. i30
ais auch die ais selbstver~tiindlich vorgetragenc Korrektur
von Papadopulos-K erameus erweisen si ch mi th in nls gnmdlos.
Dass die Beispiele der Form ru.{mJ in den Akrosticha des Ro-
manos so gering an Zahl sind, spricht nicht gegen die Echt-
heit der Lieder, die sie biden; denn Akrosticha mit einem
Demonstrativ sind Uherhaupt sehr selten (im ganzen nur
17 Formt::n; s. S. 6::31 ff.). Die einzigen Demonstrativformen. die
in den Akrostieha des Homanos vorkommcn, sind olro;;, roùw,
ru.h11; die Form afin/ fehlt ganz. J%enso felllt sie lH~i dcm
Anonymus Talas, cler ausser wün7 nur noch das Ncutrum
wî•ro anwenclet. Viciieicht wircl man nun auch versuchcn,
di esc "barbarische" Ncubildung in der Fra ge ii ber tl as Z e i t-
alter des Roman os ab Beweis fiir elie Datierung ins 8. Jahr-
hundert zu verwertcn; ich glaube aber nicht., (lass bei den
wenigen Beispielen der Form, die ausserhnlb der Hymnen-
dichtung bekannt sind, irgcnd ein chronologischer Schluss
müglich ist.
K. Kmmbacher

Drittes Kapitel: Text.


I. Das Lied ,Maria beim Kreuze".
KoJ'ui.r.tov ËrEQOV -rz] flEj'â.Î.lJ ::rago.axEv!] elç 'là :r6.1?o; ro-ü XVQ!ov xai
M; Tèn- "~?rtijJ.'OJ' n};{)soTO:<ot', (pF[!()V rixeoonzl6a -rt}vàe. 1'oii -z:anetvoV
'l'vJftaPov. 'lfxoç ftÉao; /J'.

Tov ~~, ~.uü.çarm•gw{H:J•ra


ôEilu: nfÎJ'TI':; f•pv1)awpev ·
avrÔv yàg ;Wn:ÎÔE J.fag{a
bi .;1>ï.ov %rÛ D.qsv ·
5 El Y.aÎ aravgà1' t•nopivstç,
Üherliefcrung: Q fol. 95V---9Sr.
A fol. 240r-2;14r (kcine Notiz iiber den Text)
B fol. 82r-S5r (Strophe c;' a fchlt),
C fol. S9r-9!V (Strophe c;' a fchlt),
V fol. 109" -112r (Strophe ç'a fehlt.),
G fol. 100"--102" (Strophe {}' -- Schluss fehlt)
:M fol. 2i2" -2î6".
T fol. 1î2r-175" (Strophe ç'a fehH).
Die Hss des Athos und Sinaï (A BG) sind im Appamt nicht berück-
siehtigt, da ieh von ihnen keine Kollation besitze.
A us ga ben: lm Triod ion (Venedig 1508) zum Chnrfreitag Prooemion
und Strophe(/. Pit ra, An. Sacra 1101--107, ed. elen gamen Hymnus nach
CT. Am fi 1 oc h ij ed. im 'l'extband S. 146 cl as Prooemion und Strophe a'
rmch :M, im FacsimilebmHl S. 17\J --187 den ganzeu Hymnus nach M.

Die obige Übcrschrift stammt a us Q: Tii âi'{a :;wgaŒr.wij r.ovMr.wv


el; n}v orœVgoHJtv cpé(!OJ' dx[!oouzl~a. roû rant:tl'O'Û 9w,uavoù · .ni.clytoç è/
(orm!gwmv 'l7."> .-ci.ûywç /j' roü ra;mvuîi e"' V) CV: Kovàûr.tov rij <'<y la x ai
fu;•ÛÎ..tJ :ragaar.wij. >)zoç :ri.ayw; ô'. <pÉgov àx(!oauzloa T~l'<~E roîi ra:rw•oîi
{jwltavoü }f: [(oJ•c5(~%tov rij â;la x al ,ueyét.J..1} :ragaaxEvij ~:l; r.Ù .ït&ifoç roV
xvelnu 7/JUÏ.JV h]aO'Ü l{!lO'fOÎ' xat F.lç fOl\; Oglvovç Tijç iJeol6xov <piQWV àYwQO-
auzti)a rov ra:rw•oii 4w •}xo; :r).aywç ,r.
lôt6tœl.ov T 3 yàe strcicht
\V. Meyer i r.adtb• CV: r."'1d,\n· 1' 4 L-ei roû i;•!i.ov Triodion

Biblische Grundlage: Joh. 19,25 5 Hebr. 12,2


Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 659

OlJ v:n:âexelÇ
o vlà; xal {hô; pov.
o.' TOY l'Otov lleva
{L à,u:·d;' {h~))(Jol'aa
aq··ayt}J' dxo,un·ov lü
~xolov/ht(1/) JfaQ{a
rgvxo,ub•IJ
ttd)' hir]Wl' yvvwxu)J•
rnvra {fo(ilaa.
llo v ::CO(!E1J!l 1 rix1•ov; 15
rEroç xâetv rùv ra x in•
()eô,uov uU.aet;;
,WJ fht(!O> '/ÛflOÇ
:n:âJ.o• l'am• h' Kar<Î.
%t'h~EÏ: 1'Vl'i 07lê1)(5êtÇ, :W
t'l'' È~ iî~r.rroç aùrolç
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Vorbemerkung: In Q sind von V. 20-110, Iï6-232, 270-BOI,


359 -363 durch Zerstorung des Blattrandes in jeder Zeile 1-12 Bueh-
staben verloren geg~mgen. Ich habe diese Lücken nach den übrigen Hss
ergiinzt und notiere sie nur dann ausdrücklich, wrnn rliP. geretteten Huch-
staben darauf hindcutcn, chlss an der zerstôrten Stelle eine abweiehende
Les art stand.
9 >/ ci,w•à; QCVMT: >) streicht Pitra 10 :rgèu; rayûv M . II >)
ha be ich ergiinzt 16 rov razîi {ra x,) T) MT 17 <~!!'i,twv u2û; {oh ne
VV>') Qcv 11'1 T Triodion: l'Vl' uÎ.û; 8gô,twl' Pit ra: ogo,uov reÎ.Érm; seri psi
19 lam• QT {CV?): lau'•· :M Pitra, 'l'riodion 20 1•iiv T Triotlion 22 o7ot-
~aoç M 24 oo1 .:II Triodion 26 :w!!li.{)IJ fW' M 28 où yàg {,.-,,"rn.w; ,;
1•Eo; ~<ai [ù,;, ftOV Triodion

10 Is. 53, 7; Apg. 8, 32 13 vgl. .Joh. Ù), 25 17 vgl. Apg. 20, 2•1;
2. Ti m. 'i, 7 18 ff. J oh. 2, 1 ff. ~5 Joh. 1, 1.
660 K. Krwnbacher

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Q: o1:· m'••·lnrrw C Pi tm: o1! Oln·igznai oot V ;l-IT
34 f. Lnk. 2:2, ii:l 3(; ff. vgl. l\iatth. 21, 8 und P<trall. •id Apg. 2, 2B
Die Akrostichis in der [Jriechischen Kirchenpoesie. 661

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6()2 K. Krumbacher

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l~trf!~O']Ç f:at'llJV CV

95 Luk. 1, 28.
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 663

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l!J'r5o/Jn• )'rlQ WVrJ)Ç 120
ÈwgrMh]l', c[Jç Llav1r5
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OQOÇ, JlrJI)OOJ!, OE,flJ'IJ,
ly(u J'Î'I' {•:naezw, 125
Üu Î.Ôyoç r.Vv Èl' ou[
OÙ!}~ t"/EI'Ôf/1)1''
l.1' ra1h:n o'Pv ;ula;:oJ,
102 t'.u.uéaw CV lOG %aW!La(!tW'I)O Jf i08 der Vers fehlt M
109 lQ<J,ll(JJ Q M'l': rlgri,uuJ CV 110 l•JW%OI~on Q: Z..-zaxot•ft CV .M'l'
114 rld!;>)ç QM: ôu~'F CV'l' 115 . . . . . . ïÙ!! Q: <lt' ai•rl;•• yÙ[! CV: rltÙ
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ol~·gaJ·ôOn' fÜ; nJ ,llâl'l'a 1'Î'J' xa.r~i.O(n• l['r 118 otJxf.JJ(Jgt:ao· <.tia..Lgiv ~~
120 w{•u~.>] w~ll]:; l\1 123 rà QCV.\IT: Til'itra 125 vi.:>• Q: yàgCVM'l'

117 Ex. lü, ,1 ft'. liU l\httth. 1, 18 u. a. 123 f. Ps. G7 (68), 16


12G f. J oh. 1, H 128 1. Petr. 4, 1
1903. Sitzgsb. d. philos.-philo!. u. d. hiHt. KI.
664 K. Krumbacher

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Pitra 14 7 x ai en: x Q :MT: oi•x CV: rn'• ot:•x Pi tm 148 'll~ol'Î.>)ÜIJ; Qi\1 T:
l:fo!'Î.JJÜIJÇ CV

1-16 Matth. 8, 1 ff. u. l'uraU. un l\LLtth. 9, 2 ff. u. l\mdl.

.•
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 665

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~w1j ,uov. :uV; ot~v i./yu; n' ,tu} .7(~1?w. c) UJ.Î.cJ.t'.~:c,)go; âù/J.,tt ol?.. "Î.·yta/J't:l Q:
cn:•M 'l)'ÉQO'l' (oi·ô' 'ii't''l'~'F Pit.ral ix rarp/c: ::ri<,; oi'-J• ;:,f'IJ; (rn); Pitnt) ;;i
,a}; ]u)J)(I) r:l tu/ ÜdJ!fù ô rClÎ.a/;r(t>go; tl(5ù,n o/·z i;'tu.ln~t CV Pitri:1: ol·()' irit?J];
iv -uî(po>. ~"'T(Î)ç- o/"•-,_· l'rp11; èiQrt· <'i.J, l"'l ~·u~Ow. /h• ,ill] ·t?Ûl'W 6 rl.bà.u oiJY.' 1~'Y1J­
(1.l'J'1} }! : ot'J(5' ÈréOt}; Ù-' rU.rpw. :;rr.ô.; ot~J.' i.l?fl~~ El lu/ :ult?(l> ô ro.i.aL-cctJ(!O;
cloà,u oi·>< {'Ywù·Et 'l' 1G2 r;wn/u ,uov Q: ;wi 'l'5q CV T: ;w/ 1(\,· M
1()3 xui iydQnat n:-.?1\ç (!: '-rd<JF.Tat CV: iyd!!uw Ui''Î)''-!}lW :'II) xrû orr(!-
gtù:; J\i T 1(;-l ;.cÏ.t'J'1j1' {Jo.arcl.~o)J' Q: ;.co.l 1.1;J. Y.i.h·,lv flo.onl.!:.tï CV: xi.i1'1J1'
{Jaan~~Et ~-1. 'l' IGG ·--IGO tZ t~i· xrzi ~?1' HÎ.'{W ;.:an-:x.u)r;t?Jj () dt~(~/'" Q ~1 'l': rl
clè ><uurh7>i l:v u'> rr!ro> ,; dclr!,ll CV 1G7 rr!qov Q.\I'l': :t<jÛ.H/V CV
1()8 clwrior>Jouç Q: F.;av/on;na;; CYM'l' 169 Ol~:uo; QT: o1iuo CVM
171 ,.i.âonjQMT: xdoc'l CV rc'>l'j re'> 'l' j cbânloJ• M

161 Job. n, 1 tr. IGi.l t'. l\Iat.th. D. 6 f. !Gï f. Joh. 11, 38 fi'.
44*

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666 K. Krumbache1·

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81' :rgoEl.:rov. Ô ro.Î.rJ./.'Hù . . . . l~Ù..u (2: of:Hf);; ol:J' .cgottàr;J;. ll(~Ù,tt â raJTEtJ.'(k
CV: o/oro.,.; .-TF[!l-o.'l! ;rg(Jr.LT(,H'. d' dbà,u (; 10..7f.O'<j;; l'tl: ot~ro; c'iJ• :rgoFi:.7(1H'. S
Tl1Î.a{::ro.Jtj('.; !'r..ÔÙ,Lt 187 rli.i.ci )'Ù.'J . . . . 1}1' 1/'l.'l.lil' Q: dli.à xai (xà1• V)
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,•
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 667

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Ei:-rov Q iVI: ÈJT.lf'l'U.>:; CV: {)·'W[!Î(tl'!>~ ii i.!j'u) T: r.ai cf.uu L·r:éy1·w; Pitra.
214 -·2lü .:oâl.n· ,rt~t'IJ!! (.•. e Q) "!'û;o•• no {n>v T) <lrlà,u d ovnwgF.l;
(ovrxwe'lnov oh ne Ei l\1) "ai rij ri) a (n/>· ri:co• T) o/oyy••wt?t QM'l': d oi~v
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219 lf%ovoe QCV: ,;,ovosv .MT j niu] >) â,uvà; M

,•
661-l 1(. Krum/;acher

220 IJ à,IIOJfn)TOÇ à,m•âç,


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lùlgd pov,
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225 J.i~w 001, () txw,
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235 UJ'W O[!Ô.fll)Ç, TÉ%1'01',

'Y.Clt Ç1)TOVoa oÈ 1ôûv


%ÂWJO(l) 1 %!}â~w, TCOV fOUJ!
Ô vif'); r:ai 1?eô; llOV.

240
7TQl.J' yn·ÉoEOJÇ a/niiw,
thEY.QWIJ :rrgà:; .Mag[av·
f)âyoEt, ,mju:g,

220 ;.cal :rul'r'l.,llf•.>,aoç <~t"' ii M :] 221 ngo; ràv li(}l'CJ. Q ~I T: JT[!o; nh'
d!_)v<h· CV: ::rgù~· (~'}l'a Pitra 223 ln /i:ru.~ l}Ùv (rh· T) ElJuo (È/iv .. :.cm Q)
QCV T: iâv t'i.-ra!; t:hw aot ?II: 7n (i:;m!; El i.aÎ.<ù Pitra 22<1 01\ ,ui1 T
225 l.é!;w Q M: i.F!;r T: i.lyw CV 22ï ;rrJ.,·rw; ri Q CV: i!,•rw; ii .:II 'l'
229 àJ•ai./•or.t; ll.: <h·ai.t~fl; CV i\1 'l' 230 :rrgtoôd•O>JC: Q MT: ;7FQtO(JÛrJ; CV
231 uv à(Jà,u M 232 {JJ.il1'<o Q M: {Ji.l:rw CVT 233 a1irà Q).l T: oDuo CV
23! -23ï ,ttf;:uv,- "'"' rou nfrpov (rcÜJ• rtfrpl<H' M: TOJ' uiqJOJ' 'l') ?lvw bgri.tt'7C:
rÉ%1'0'1' %cti ~lJT.OVaU. (jf lc~SÎJ.', %Î.al'•aw xeâ.~m ;ro-f' ÙHtV (1}1' M) Q l\1 rr: fl~!C(J)Ç
><Î.ar!o<ù ><ai ><ga!;w nov lorlv (fehlt a Iso :Mitte V. 234--·236) CV 240 rà
navra QM: ::raJ1 W cv T 241 JlQ"' alJrÔÏJ' YEVÉOWJÇ Pi tra 242 à.-rt·xef/}7}
n~ç (nQ<lc; '~''CV) ftag{av QCVl\1 T: llfagtà,u à:rE><e{{)'l Pitm 243 ftijue
QCVM: t'~"/'! 'l'
240 f. vgl. Sir. 23, 29.

,•
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 669

ou necvn; pe O(!çi.ç
dnà rou uirpov. 245
l~Qzo,ua{ aot !Jû~w,
n6awv :n:ôvwv -dw 'Abàtt
avr(!WOÔ.,UI]V
Y..rÛ nôaov; 'ù)ecïnaç
Ëaxov t!vt::Y.n• m~·wv. 250
ÔJ]Î.o)aw raie; rpD.otç
rà U%,UIJ(!W Ôt::t%l',)Ç
ÈJ' ruiç l,ëgai ,uuv.
%at rôu Bt::aon
n)v Ei)(lv, w ,uFjug, 255
( ci)aav cüant::(! ngr!n]V
%Ill fJoqat::tÇ b· xag(j..

TrH!ç ym•ûç ,IWV i!awat::v


Ô vtÙÇ %fÛ lhÔç fWV.

t,y' JlftY.(!ÔV of.v, CÙ pi"jU:Q, 260


àvaoxov Y.a! fJJJnetç,
::uiJç Y.ŒOânE(! lareà;
dno!Jvo,uat %at qn'Jâ.No,
li:n:ov xûvrat,
Y.at lxdvwv rd; n).1]')'dç 265
, nE(!tobn~w,
rÉ,ttVWJ' tl' r!7 }.Ô')'J.,rJ
rd :n:wew,uara c1DuiJv
245 rou rclq,ov Q: rwv rârpw•· CV M: nh• râq;ov T 2•16 F~zopa{ oot
/5<i:!;w Q: l'rn otto.< r·Ùg &ï!;o.t CV: i'~zo,tto.t yàg roi' bûEat M: t'!X"I"'' yâg
aot Oeï~at 'r 2-17 v'T!;O(ùl' ,."l(h•(I)V Q ~-1: 7H)aov a%chov c-v: Jl{)aot; .-r6vot;; 'f
250 È>•nw M 25·1 %Ut JrOTE ]\f 255 %O.t tiJI' 'l' 2&6 ow.?1}orn• )[ ! r;lo;U(!
QT: o)ç CV M 2G7 /l01)oEt M 258 t'ali> on• tl~[ 'l': oiow%a; C: [owoa; V
261 à,·âozov Q CV 'l': rh•âozov flOt M: <'m'xoe Pitra 263 "ai <pOâl'(o QC
V 1\1 'l': <p0âl'uH' Pi tm 265 ""' h<E{J•<oJ·' Q: r.ar.d••uJl' CV: "ai r01lwn· MT !
rri.; JrJ.>lrà;, aber am Il~mde YI.! rà;- 'r•vxà; Q: ni; vn•zÙç C Y: ràç .'Ti.>n•ùç
MT 266 7lE(!tor5dJwv M: :regwt5âo<•> 'l' 267 TÉftVWl' QT: rÉ,avco CV:
§xup.w M i iv r:ij ).ÔfX11 QMT: nï i.ÔïX'I CV

250 ff. vgl. Joh. 20, 27 267 Joh. 19, 31.

.•
670 K. Krnmbacher

270
lmonlrpm ·ci}v n),rJ')IIÎl'.
r !7 o,tÛÂl) uv v ij}.wv
rht:t'Q11va; n}v TOfûJP
xJ.ah'l] ,twrrlJOw.
275 %at Ô1) ràl' oraveôv fW1'

(tJÇ v6.r_n9rj%a f!xwJ'


rotlrrp X(J(Vpat, ,w)ug, .
fJ•fl 1pr/).J.!l;; OVI'EUVÇ'
lirio XUII' mWo;; 1/}. van•,
280

u5' 'A:rô/}ov oûv, ,t.o]u(!,


T1Jl' Î.Ôm)v rh6t'fov
%at :il0(2ElJOV EV XaQfj.'
qw yàe at' 8 Y.unjUJov,
285 ijr5rJ am:vow
f.Y.rûJ:ow n}1• {iovl-1}v
roü nf(,wpavrrJ,; pE.
roüro yàe f.r., nc(!mJ;;
ÔEÔO?,Id.J'Ol' ~l' f,UOt
290 %o:i rq) ;rargl ltou,
xul T({i JTJ'fl\uu:ci lHJV

:Hl hr . . . . . . u/v Q: ~ai rn!'•tpol tiJI' CVT: ~w r><nrvq.·ro njo• l\1:


""i rdmvl' ori''(''' Pitm 272 ><ai rfj n,uti.17 (ot<~À'] T: tdÎ.1J CV) QCVT:
rij t);; o,u0.1; ~I: u] ,rujÎ.!J Pi tnt 273 ÙJ•tvg/' . . . . . r.o,tl1}J . Q: È9n:J'1}ou.; n)l'
1'o,uiiF CVi\1: lgt-:un/on; TJ/l' :-rÎ.-1J?h'·' 1,
1
274 y).nLFIJ fH•)Tü H)(f) (.aorrrJJ·rvl' T)
(lCVT: n:l<i)'i'W ;.w{)«i:<Jw l\I 275 :<ai r\1j QM: :<ai ,WJl' CV: %ai 'l'
277 wirro Q l\l: würov CV: wt~nm• 'l' i t"l"l'J M 279 .... Q: :uloxwv
CV T: ;r,!{},l l'II: üéJ.o1v Pi tm 281 ~4:nl0ou Ol~l' ,Ill/rE[! Q CV: ~4:.:<i{}ov n}v
l.i·m]V MT 282 ,;,,, i.1b1)V ,J.:<,iiJov Q: Ù..'l<it?o1· n)v iJ•;r,p· CV Pi tm: rlJ
,wjug x ai :ragt?Éo·s M: ,;, fliJrE[! rl:nWov T 284 ir';' η,{g <~<Ù (iltliv T)
:<rmjUJov Q C Y T: ly,;, i'rtQ r~tuJl' 1)i.Ool' M: iy,;, il t' ii :<anji.Oov Pit. ra
285 ~011 a:rn!ow Q~1T: <5û ,tu CV: ljrh7 o.'lrvi!oJl' Pitra 288 ix ltf!Wl1F
Q-3'1 T: Èv :rr<JÙmuç CV 289 <h·Joyp<'J'W sb•at ,uov M !' 290 "" ,), mn et
flOV M

270 Matth. 'J.ï, 48 u. Parall. 2ï2 vgl. Joh. 20, 25 ', 286 f. Joh. G, 38.
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 671

OL'% dm/gwc :rmt:


u) Èl•m•{}gw:r:Fjaw
:;w1 nm'hiv ,tté ôu1 n!v
no.QrDua(xna. 295
ÔQa,uoüaa Ofo}', ,wju:g,
dl' â /')' l::tÎ. ov m7. al'V,
Du naozwl' nÎ.I)TTcl
TIJJI flWoioJ•uz TcJJI 'Aôà,tt
:;w2 Pt%1)auç 1-:gznw 300
r) u'iù; %al /Jt:ô; /tou.
u:' J.VtxiDflat., u) TÉ%l'OY,
J't%(D,ttat rql nôOrp
xai où arfyw ÔÎ,J)Owç,
lY' fyd) fÛ!.J' ÈY [}a}JJ./up, 305
ab (5' lv ~{JÎJf),
xai 1~yèo ,IÛv lv olxuf.,
\ .5:' !) -,

ou " t:Y ,t1-1'1),Ueu:p.


{i,pe; où v otn·D.Ow ·
{hgandm ydg l,u;: 310
n! IhwgEtJ' ac·
Y.ClrtÔ(J) TIJl' TtJÎ.,fliH'
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u.i'~TÙl' ;,1(1[.1 ()Jç r5ijl}ev
29:! (1.-n}guH: :J..:rJ)Q']ûr:J' T) ;;cou: Q'.!\:{ T: a.?:IJ(!Fnn· oii{}Èv CV ~DB r.,)
lPI 'l': wù CV iro.v{}g(l).·n;ow l~: Ùo.FOgon!ow CV ~1 'l' Pi tm 294 l'"
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x,:,ro. iii 29G 01~1' ru]ug t.l: 01~1' '"'[!'!cv: '~ ,lliJU'} M'l' ~Bï rL7tiyyt:Û.ol' CV"
2!JS .... rn Q: nÎ,>JTlft CV: .7Î.iJO(ift (:'lÎ.IJOEI l\1) JI 'l' 302 iù TÉX>'O>' lfM
T: rw :nWw cv 303 "" :niOw Q'l': OUI! n(i ;rrj/}(1) i.\I: ,;, u'%1'01' cv
301 ar.'yw QCV M: or! 'Ji'"' T 305 i'•·' (i'•'a 'l') Èy<v ,Il tV [v OaJ.â,ucv (•~ai.â­
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306 a;) Ok Èv ~,}).cv QCV: at~· <)i· slva.t f:v r(l) Çt Î.(I) ~f: ai,. Oè b· ~-âi.w Û~J-'O.t
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'I': oè fJJ ;VJ.cp l'itra 307 %al iy(;J ,aÈJ' iJ, oi .. Q: t'v, ly(;) lv obdu. CV:
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308 v .1 cli,•• (où OÈ Èv 'l') f<>"l],udOJ Q T: aù èH ir rârpm CV l\[: oi: ,)i· ir
râ 'l'Cf' Pi tra 309 où v !"" l\I 311 rà Q MT : rov CV ,, 312 xarîclco Q11 T:
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CV: lr.ûJ•ot yÙ.(! cl>] l'ln• Pitra.

.•
G72 K. Krumbacher

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xrÛJ'aÎ ae ~)J}ov .
.Mwi;mj; M rovro
uf'i '!aga~). étnev,
8u pÜÎ.et; {JÎ.Énëtl'
320 bû ~VJ.ov n)v Con)J• ·
q Cw1) (51; TÎç larw;
ô vZàc; xa1 {hoc; fWv.
tc;' Oûxov1• el avvÉf.!'J.lJ,
fOl xJ.avanc;, (fJ fti'Jue,
325 f11JOÈ :n:tiÎ.tv :n:W1]!?ü:;,
làv l'ow; aa).w{)h•ra
rà arotzûa ·
ni yàg r6Î.f.l1JfW OoJJÛ
nrï.nav rt}v %-c:[atv.
330 :n:6}.o; lxwcp2ovmt
xa1 m)x dJ•oîyet <lqn'faJ.,uôJ',
1/(oç il v el:'7w ·
1) f'1J ai·v /)a).âoan
TOTf O:Tlë'ÔOWOt f[!Vf'Ûl'.
335 vaà; ÛJI' ;;:t.uiJVn
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nû!ra ro}.,ucûnow ·
315 Èx<5L>'ovvu;; fehlt CV 316 ?;1Jroùat tl: t/J.OoJ• CVM: {)Üov<>ll' T
317 ,uwaijs· QCVT: ,uwvO?/ç :M; ôi- wfiro {wi•rw T) QMT: rE xai roï:ro CV
323 Oùx 01~" dal!!!ï.'l Q: ODuovv cl an·éQJ.1J CVM: Ol':xo1~,. oà oi'J'F(!J.'l 'l'
324 ."~ rlMï,.o,. M. i ,-r, f"iug QMT: ,r,; ,lliJr>Jf> CV 326 - 327 l:r'/.1• (/hm• CV)
i(5>JC: aai.nn?hra rù orotJ.EÎCL (l CV MT: ÜruJ' i'<h7,· orolï_Elct * oai.n/Jina
l'it.ra 328 <l•mî' QCV: fiagû ~1 T 330 >) n<ÎÏ.o; )1 331 ;wi fehlt QM '
333 ·- 337 >) )"l o iov ÛaÎ.Ô.M1J {uai ~
iMi.cwoa l\1: ><ai iMJ.aaaa T) r<iu o:u1~amot (o:uûoouot M: :u(;owot T) <pvyûv.
1'cHk rrh' znljjt·a c5taf2Q~!;t:t rnt·l-·âÇ'on: (QI~et rOu: NI rr) xarù. nVv (%aral,uVJ' ~I)
ro}.,w(>l'H•»' ( roüro roÎ.,tuô>•w :M: roiiro roi.,tuinwv 'l') Q:\[ T: vao; {<5oç V)
niv 7.t1:rin•a (}~~a; xgJ,:n X(LlÙ rWv -,;afha roi.,u.o'u·ron•. r} i''Ï oi•l-' {}ai.cî.oarJ
rou~o:rd•oovat <pd'j'UV ('f'V)'FLV V) cv
317tf.Nnm.21,8:.Joh.~l,lfi · ;{2lf..Tob.ll,25; 14,6 330Matth.27.·i5
u. Pttrall. 333 if. Matth. 27, 51 f. u. Pa.mll.

,•
Die .Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 673

rd ?JgYj OOl'O'VVWt,

oZ uÎ<pot %t:vofn'rat ·
/ir(l1J l'ônç ra'ùta, 340
ùlv m~$?7r; o>r; yvv~,
xgâ~ov ngô; ,w:· Wûaa.l ,aov,
Ô VlOÇ %at {);;Ôç fWV.

tr YU nj; naeDivov,
{)û Tij; nae{}ivov 345
x ai TOU xôa,uov nonrrâ!
aàv rà mi{}oç, a<iv rù pa{}oç
r~ç aog;ia;;.
où lnlaraaat, B ~ç
xal D lyévov. 350
aù na{)ûv {)d1}aaç
WlT1J~lr.JJ(](lÇ il)_{)t;{y

liv{)ewnov awaa.t.
ab -rdç ÔJ-tagr{aç
1}ftiiJJ' ~eaç chç aluv6ç· 355
oÙ TWJWÇ JICY.(!WOClç
r1] ag;anj aov, ô own)f!,
"
cawao.ç '
aavra;.
ai• û lv rq) miazw'

339 xevovnat QM: XtVOÜVTat cv: xatvovvrat T 340·-342 orll·· i'r~tj<;


ra Vra. rOu: J.é;~:t:; no-û lan v, ah er a.n1 H-an de: y(! ùl.v ;n~~J}; Wç yt:1'1}.
xeâ~Ol' :rerk fie rpEiaa{ ,ltOV Q: r\'rco• ,r:r,,, :roü Èarh• cv (wo also 21/2 Verse
fehlen): /ir/il• l~l}ç raVra fti.J, ;rr~;17ç ffl;: r·vvij Èftoi. (ol~uot .r..'l) %Qcl.~ov rpeiaat
,uov ~1 'l' ~345 {)F:è n].; :ro.va.,u.ù'>,uou l'rf 34 ï où v (ooë n-1 T) rù :itfÎ{)o; aÙl'
(aov] ""' M) rà (JâDoc; QCVM'I': Xov tÙ ;u!.?o;, aoù rà f16.0oc; Pitra
3·!9 Ci01' M 351 {)fi.~o"; Q: ,?>'i.rv>' CV: /jOI.i.r;oa; M: ,[{)û>}aaç 'l':
WéJ.rm• Pitra 35:2-- 353 Y-ar7J;f(l)oa; ÈÎ.1?·stv Ô.l•t9(!(V~tOl';· oâJaca Q: Y.ar1J;t(J)aw;
iJ.,?Eiv OD.ow ro-ü a(i)aat C\T: ,it~ Î.uHV,, r<n\; 01~'f!0.1'01,-'Ç -i]i.{}Eç ÈJ' x6a,uw )1 'f
355 ~(!EÇ 'I' 357 o O(I)T>Jf! Q: ru; omn)'! CV: <vau.m/Q M: r~ ao)ug 'l'
358 l!awoaç :rU1-·xaç Q: oWoov nn:O; :câl'Ta; CV: l:awaac ~,tuïç MT
3f'lH n-1~' F-l . ~-v]
. . . . . . . Q: oh lj:; Èv CV: at'• .Jjç i}1' }tf: 01.~· Ei lJ' 'l': I·ù sl;
lv Pitra~

347 f. Rom. 11,33 354 f. Joh. 1, 29.

,•
67-i J(. Jüumbacher

360 r.a/ ÉJ' u{i .u~ :naaznv ·


ai• û Ov1jar.ow, ao)Cwv·
aù mlgÉazec; •ri ae,uvfj
;w(}g1)0Ù1V Y.[!rX(W' OOt'

'0 vfàc; r.a.i {}eoç ,aov.


360 ~ai h• n'i ,mi .uiaxw• steht ~tm Han de in Q: fehlt M 361 r:l
Q T: d ô cv: cv:
r[; l\[: d;; Pit ra ! aw!;r~v Ql\1: ~at' aroé;wv O<ÜOOJI 'l'

3G2 flÜ1'f E.l'Ef.!"/El(J.. m~· ::ragioJ.e~· uj at,tl'J'~ ftL


ln Q i~t die dialogisehe Form des Liedes- noch be$ünder;; dadurch
h<'rvorgehohen, dass am H.tmtle bei den Stropheninit.ialcn, ich weiRs
.;
nicht., ob vou enter lLtm\, llie Personenbezeichnungeu ~ üwnixo;: bezw.
,; bwn6nJ; beigewtzt siJl(l. Ein Teil dieser Rttmlnoliwn ist llnrch den
Verlust der Blattr>intlcr verloren gegangen. Erhalten sind: r) {}wrrlxo,-
bei Strophe a', ~-, >/, 0', t:;'; â r~w:r6rr;; bei Strophe ;', tl, ,:;· (mtch der
Strophénziihlung von Q).

II. Kommentar.
A. Die Metrik des Liedes.
Drr Hirmus 'L'rh 1'r5tov li.gva.
Der Hirmus ist uns bis jetzt nur aus dem Liede des
Homanns auf Maria beim Kreuze bekannt. Keine lis bietet
eine Hirmmmotiz. \Yir mü,;s<m ihn also nach den Anfangs-
worten des genannten Liedes bezeichnen und nach dem Texte
<lesselben konstituieren.
In der Hauptsache hat Pitra den Bau der Strophe richtig
erkannt. :N ur iu V. 4 hat er, dureh einen Feh 1(~1' in der
ersten Strophe verleitet, ein falsches Schema aufgestellt und
ibm ùann den Vers in siimtlichen St.rophen clurch willkürliche
und oft sprach- und sinnwidrige Korrekturen gewaltsam an-
gepasst. Der V ers lautet in Strophe f/ in allen I-Iss:
i]r.ol.ov&n JJ.la.g{a
_...,_..., ...,_""'

Dasselbe siebensilbige Schema bieten ausserclem QC in


Strophe y', Q (nicht aber Qc) CV in Strophe ç', Q in 8trophe C',

,•
Die Akrostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 67 ;,
QM in Strophe 1/, M in Strophe ti'/, M in Strophe te . Da
aber elie vereinzelte Stimme des auch in diesem Liede ww
meistens arg vejdorbenen M kein Gehür verdient, so redn-
zieren sich die Zeugnisse für das siebensilbige ~cherna auf
eine so gerin ge Zahl. dass sie der Ubereinst.immenden Cber-
lieferung des achtsilbigen Schemas gegenüber nicht in Betracht
kommen. Auch sprachliche Grüude sprechen gcgen den Sieben-
silber, hesonders in Strophe y', wo das in QC fehlende aot
unentbehrlich i::;t. In Strophe r/ bietet Q an der Stelle einen
ganz anderen Text ais CV NIT. Es ist also nicht einmal sicher,
"' ob die siebensilbige Form an den angefiihrten Stellen durch
Anlehnung an den vorhergehenden Siebensilber oder dm·ch
zufiillige Korruptel veraulasst worden ist. .Jedenfalls kann
kein Zweifel iihrig bleiben, dass die nrspriingliche Form des
Verses rlurch das achtsilbige Schema

dargestellt wird und dass in Strophe r/, wo alle Hss wi<ler-


streben, durch Einsetzung des Artikels 1/ der nach ljr.oÎ.ot~Ou
leicht ausfallen konnte, geholfen wenlen muss.
Eine kleine Schwankung ist in V. Hl zu bemerken.
lm Anfange des Liedes (Strophe a', fi', y', <)', ::;', l'J') hat er
die Form --v---'---- v---'---- v v 7 b 1 ; dagegen ist der Dichter \Yeitcr-
· (St
111n , rop l1e E' , ,.,.. , 17 ' , c' , u1 ' , tp·Y , li'. ' , tuv , u:' , t;' , ~~r') zu ner
J

Form -- v---'---- v -v---'---- 7 b zurückgekehrt, offcnbar weil der


folgende V. 20 die Porm 7b 1 mit daktylischem Schluss hat
und er \Vert darauf legte, in den vorhergehenden, sonst gieieh
gebauten V crs eine kleine Variante (durch anapiistü;chen
Schluss) zn bringen. Der Pali ist ilusser;:;t lehrreich, weil wir
hier fiirmlich in die \V erkstiitte des Dichters hiueinsehen und
beobachten kGnnen, 'vie er bei der Abfassung des Liedes das
gewiihlte Strophenschema in feinen Details noch weiter ans-
arbeitete. Mau kann ans clieser Tatsache wohl auch schliessen,
dass der I)ichter sich hier nicht an einen iilteren Hirmus an-
schloss und mithin die Strophe des Liedes als 'lôc6.w).m' zu
betrachten ist. Vgl. die Überschrift in 'r (S. 658) .

.•
fi7 fi K. KrumiJacher

Die architektonische Struktur des Hirmus ist ausserge-


wühnlich scharf ausgepriigt. Syntaktisch wie metrisch ergeben
sich deutlich drei Abschnitte von 7, 8, fi Versen. Jeder Ab-
schnitt zerHillt wiederum in drei Absiitze, und zwar wird im
ersten Abschnitt ein grüsseres Mittelstiick von zwei kleineren
Stücken flankiert, im zweiten umgekehrt ein kleines Mittel-
stück durch zwei grüssere, im dritten stehen drei Absiltze von
je zwei V er~en nebeneinander. Abschnitt I schliesst mit 5 e;
derselbe Scbluss wiederholt sich Abschnitt II Absatz 1 und
Absatz :.3. Abscbnitt I und III beginnen gleichmii;;sig IIlit
Ga + 6 a, Abschnitt I Absatz 2 und 3 mit 7 b (und der Refrain
mit 7 b 1), Abschnitt II Absatz 2 und 3 mit 6 a + 7 b. Bs
ergibt sich das folgende Schema:

1 v ---V v-v
Ga \
2 V--V V-V
Ga, 1
3 -- .... _' . . . , - - v -
' 7b
4 -V-V--V-V ' ' Sc t a.a+bcd+be
1 12 -t- 19 + 12 = 43
5 ----V-v
4d J
fi --V-V -V-
7b \
7 v-v
·--V
Ue 1
8 _...,_...,_..., (\ f
- V - 'V - - V -
'
9 7b
lü -v V-V
5e
11 v--- v V-V
Ga \ llfbe+ab + ftbe
12 -V--V-- ' v- ' 7b 1 18 + 13 + 18 = 4\)
13 v_v v-V
G<t
H ' v-v-
-V- ' 7h l
15 -v V-V
5e J
16 v- v v-v
Ga \
17 ..... - - v V-V
6<t J
18 _...,_...,_v
6f Ill a a
1\l -V-V--V v 7b 1 t + fb +b'g
12 -t- 13 + 14 = 3\l
(--V~V--V~ 7b) J ·-··
1;n Silhen.
20 -"'-"'-"' v
7b 1)
21 ~
--"-'-"-' V-V
ïg f
Die Akro8tichis in der griechischen Kirchenpoesie. fi77

Der Hirmus TOI' at' 1Jp.il.r; aravgw{)ina.

Der Bau des kleinen Prooemions ist sehr durchsichtig.


Bs bestt,ht ans zwt>i gleiehgebauten Gliedern ab ab und einem
wiederurn mit a beginnenden Schlussglied a cd:

1 _ ... v - - v ... _é_ v 1 sa)


2 - v - v ..... --=- . . . . . . 8 bi
:3 _ v v --· v v _:_ v 8 'L)
. ' ab-1-<th·-t-aed
v _ v ~-V v
4 tlhJJ 16 + 16 + 19 = u1 Silhen.
5 - " v -- ~ v - v a\ 8
G _v_v 4('
7 --v - v ... - v 7 (lJ

B. Die Überlieferung und die Akrostichis.


Das Lied steht in den ostbyzantinischen Hss QABGM'r
mHl in den z\\·ei italischen CV. Da ich von A BG keine
Kollation habe, muss ich mieh auf die Betrachtung der üh-
rigen beschriinken. Ihr gegenseitiges Verhiiltnis und ihre
Qualitat zeigen nichts Auffiilliges. CV gehen wie irmner in
allen Hauptpunkten enge zusammen und stammen auch hier
direkt aus einer verlorenen italischen Hs, die eine mehrfach
umgearbeitete Hedaktion enthielt. So erkliirt sich die Sonder-
stcllung von CV gegenüber Q.MT in V. ::l2 fi'., llfi f., 157 ff.,
H55 f., 18:3 f., 204 fr., 214 ff.. 288, 314, in8 tl'., 351, 352 f.
Zwci grüsscre Liicken von et,ra 2 1/2 V crsen klafften in der
italischen Vorlage von CV in V. 2:34 ff. und V. 340 if.,
eine ldeine in V. 315. Auch die ostbyzantinischen H~s
QM'r zeigen, obschon sie an vielen markanten Stellcn gegen
CV zusammcngehen, doch wiederholt deutliche Spuren redak-
tioneller Überarbeitungen, und man erkennt, dass die Hss
auch in diesem Liede durch eine ganz unbestimmbare Reihe
von 1\iittelgliedern getrennt sind und daher zur A.ufstellung
eines Sta.mmbaumes nicht einmal der Versuch gemacht we;den
kann. Jede der drei ostbyzantinischen Hss geht in mehreren
Fiillen mit der italischen Gruppe zusammen, und jede steht in

.•
f!7R K. Krumbacher

!llehreren 1'1illen auch ganz isoliert. So h·efl'en wu· Q zu-


sammen mit CV in V. 46, 89, (lB, 141, 227, 306; :M mit
CV in V. 59, 62, 142, 15:), 1!l5, 27B, 308, 316; ·r mit CV
in V. (}1, \JO f., 114, 1:3!). Am niiehsten scheint der ost-
byzantinisehen V01·lage von CV die l-Is M gestanden zu ha ben.
Vüllig isoliert ist Q z. B. in V. 42 f., 75, 81 fi"., H2, 12;:i,
142, 157 fl'., 168, 247, 273 u. s. w. Hecht instruktiv ist V. 81 ff.,
wo allein Q den Hest der echten Lesung (doeh schon mit
einem Ansatz zur Korruptel) bewahrt hat. Anf Zufall scheint
die merkwiirdige Konstellation in V. 57 zn beruhen, wu Q
.;
mit V gegen C und die übrigen llss zusamruengeht. M steht
vereinsamt z. B. in V. 80. 93, 97, 118, 129 fl'., 135 f., 156 fi'.,
179, 2G7, 274, 282, 2\JO, 294 u. s. w. lm allgemeinen steht
l\1 an Korrektheit auch hier tief unter 1!1' und CV; cloch
darf er nicht beiseite gesehoben werden und in zwei Füllen
(V. GB und ;-n 7) hat er sogar allein die rich tige Lesart er-
halten. lrgt>nd eine n1ihere Bezielmng der Vorlage von lVI zu
der von (J winl "·ahrscheinlich d m·ch V. ;){)(), der in M ganz
fehlt und in Q er~t am L{ande naehgetrage11 ist. T zeigt die
Spur einer Sonderbearbeitung z. B. in V. 12\1 fi'., 1 f1 7 ff., 213,
278, 282, :HG u. s. w. l\Iehrere Versehen in T erkl1iren sieh
dm·ch Hürfehler und verstiirken die schon frülwr 1) ausge-
sprochene Behauptung, da~s diese Hs diktiert worden ist z. B.
v. Hi TOJ' wxiJ st. wxin•, v. :37 XQÔ(mOt1' st. xgâ(ovon', v. 45
rd l,tlf}Wl' st. TÔ X,ElQ<W, V. 171 H~l st. TÛJJ', V. 225 U;s st.
ÎJ~w. v. 234 lx TOJ' rri<pm•, v. 245 TOJ! Tcl(J?OY st. HVl' racpwv,
V. 294 ôwl·rÔ>• st. ôtà rOJ', V. :-3:34 :u-ûawai st. omâawat u. s. w.
Dem Texte ist, wie in den früheren Ausgaben, Q zu
grunde gelegt und seine Lesung nur, teils mit I-Iilfe der üb-
rigen llss, teils dureh Konjektur, soweit korrigiert, als der
t;inn und das Tvldrum es unbedingt fordertcn.
ln Q siml 4 Handkorrekturen, von denen i3 das richtigc
treffen: In V. 11 (i ist die Schreibung OI'•[Hurh'Jn•, die dureh
C V~M T l'mpfohlcn wirrL au eh metriseh gefonlNt. ln V. iHU if.

1) Stllllien S. :W:2 z11 V. :2ï8.

,•
Die .Akrostichis in clet griechischen J[irchenpoesie. 679
füllt die Korrektur eine Lücke und stimmt in der Haupt-
sachc mit M'l' Uberein. l%enso wircl in V. 360 durch elie
Korrektur eine Liicke richtig ausgefüllt. Nur V. 265 uk
'l'vzû.ç Q" ist flach, und hier winl trotz der Hilfe von CV
mit QM'r uk :rÎ.IJ)ldç zu halten sein. Man sieht mithin auch
ans diesem Liede, dass Q" die grüsste Beachtung verdient,
werm er auch zn weilen, wie ich früher 1) nachgewiesen habe,
in der Irre schweift.
vV eit bedcutender als alle diese Varianten ist die Differenz
der Hss hinsichtlich der Bildung der Akrostichis. In den
drei ostbyzantinischen IIss QG:.Vf bietet der Text die Fonu
rrtn f:ll' o ii, in den zwei ostbyzantinischen B 'l' und den zwei
italischen CV dagegen die Kurzform rrt :r o• o v. Zwar sind iu
CV einige Zeilen für die Strophe E freigelassen (s. oben S. 5fiô);
cloch hat das nichts zu bed(:uten, wie ich oben (S. G:-1;{) gezeigt
habe. ln BT ist keine Liieke angedeutet.
Auf grund der Überlieferung allein liisst sich mithin die
Fragc, welche cler zwei Gruppen die urspriingliche Fassung
biete, nicht entscheiden; doch s1•richt zu gunsten der zweiten
Gruppe die schon oben (S. 6[1:~) angefiihrte allgemeine Er-
w1igung, das;,; viel Ieiehter eine nachtr1igliche Brg1inzung der
Littera 1~· als eine Heduktion der Schreibung El auf das anti-
stoechische J clenkbar ist.
Dass der Usus des Homanos bl'ide Fonnen kennt, ist oben
(S, fi5:3 ff.) nachgewiesen worden, und was speziell die in unsercm
Li ede ge ge bene Formel Toü mnëLJ'ov cPcn,IWl'OV betrifft, so
lindet sieh bei Homanos unter etwa 2,! Fiillen (s. S. {i;):3) Z\rei-
mal - von unserem Liede abgesehen -- die Kurzfonn (Nr. 47
und 'Hl). Die Zuliissigkeit der Antistoechie ist mithin für
das Lietl N r. 17 durch an clere BeisiJÏele nicht bloss im allge-
meinen, sondern auch für die in Hede stehende Formel selbst
festgestellt.
Die Entscheidung bringt eine genauere Priifung des Textes
der Strophe E (;;-'''), die ich zu diesem Zwt'cke hier mitteile:

1) Romanos und Kyriako;; S. 755 fJ:'.


1903. Sitzgsb. d. phrlos.-philol. u. d. hist. KI. 45
680 /{, Krumbachcr

'Ev TOÛTOt.ç ro/ç }.ôyotç


1J .7Ull'<1ï'VOÇ ,(Ill T1j (!

rqi drrgâorwç a; m'm};;


ux.Hiru
ougr.cm?Év11 r.u1
bû .7TÂÛ01'
rgvx.wOûou ÛJV 1J!V7.,1JV
oUr wc: l(1ôa ·
Ti ft.Ot Uyet;;, rÉr.vov·
Mi7 mi; i'iJ.Î.atç J'l'J'W~1
10 OVJ'(l.7101J'{QlJ j

lv r.otJ.irf vl'ÔJ'
01': {01.,01' {p ,lllJT[!'f
Y.(ll fWOTOtÇ OE TOtÇ E-,L(OLÇ

15 ?aÎ.a ::mgioxov.
nâ)c; 01~1' tJ ÉJ.E.lç r'igu
/11) r.}.a'i!oai at:, rÉr.J•cn•,
OâJ·uroJ• rl.ôir.wç
DnoOTIJI'at onf:ÔÔm•n1,
20 TÔl' l'f:X!}Ol~,Ç l?Ef[JO.l'Ta,

Strophe c'" nnr in Q(~ i\1.. ülH'n Lesung l'On Q, hier llic Ahweichnngen
l'on ~!: von \.] hal;e ich keim' Kollation. Einig(' in Q <lurch Besehiidigung
des Blattmndes entHhtnclene Liicken sind oben flll~ l\l ergiinzt 3 f. roü
. . . . oaux<ùOÙro; xai rq,,?h•ro,· ::\:[ !) ?''''w;i,, M lü <i,uowJI?>Jl'W M
11 . -13 Ol~·xt {Va.-ctu a·Vrat l:TY..OtÎ.t'a r!Jo ,_;l' Ol·"J'Aa;;oJ' ruJrga ftl 16 r.al ~-rcÏJ;
oi'Jl' {}ü,;; <'igtt l\I.

Durch diese Strophe, die in QG M zwischen den Stro-


phen c;' und ( des obigen Textes steht, w ird die harrnonische
Responsion der Hede und Gegenre(le Mariae und Christi (s. unten)
unterbrochen. indem dnrch sie die erste Antwort l\Iariae eine Uber-
ziihlige Strophe (=~ statt 2) erhiilt. lm einzelnen verriit sich der
Interpolator durch plumpe Entlelmungen aus anderen Strophen
unef sonstige Ungeschicklichkeit. V. 5 f. lni ;r}.ûov revxw-
·t?ëi'ou n}v l/'1'7.,1)1' stammt au,; V. 4 f. der folgenden Strophe
(V. Ln) n/1• r.ugMm• fWV OVJ'TQÎ{Jw lni nJ..ûo1•. Der Ausdruck
Die Akrostichis in der griechischen J(irchenpoesie. 681

rgvxw{)ûafl ist aus V. 12 T(!VX,O,ttÉ1•1J entnommen. Die offenbar


beabsiehtigte Beziehung von V. 9 f. M1) rriïç üi.J.w.; {VJ'Ill~i
avJ•anorpFf!?J zn V. 79 f. rî wiç iiV.au; yurw.~i am•a,-cocpÉ(!ll
ist nicht bloss plump, sondern auch untleutlich, weil die Verse
zu weit voneinander entfernt sind. Der Hedaktor M ha.t das
wohl gefUhlt und daher V. 10 o,twwJÜJjJ•w geschrieben, mit
Beziehung anf den niiher stehenden V. 99 f. ,t.u'J wïç dovvÉrotç
ô ,tt o ub a?/ ç {m·nÎv. Aber viel ist dadurch nicht gebessert.
An clere U nebenheiten wie das unmogliche at: V. 14 und die
Verletzung des Metrurns V. 1 fi will ich nicht betonen, weil
sie vielleicht der "Cberlieferung zur Last fallen. Wenn man
diese inneren Argumente mit den ohen dargelegten Tatsachen
der Überlieferung und den allgemeinen Erwilgungen verbindet,
so kann kein Zweifel Ubrig bleiben, dass 1lie Strophe ;'" von
einem spiiteren Bearbeiter stammt, der an der Sehreihung
rflno•oü Anstoss nahm.

O. Bemerkungen zum Texte.


Das Lied ist ausgezeichnet dureh die haarscharf ausgc-
arbeitete 1\'letrik ( vgl. ob en S. 67-1 tf.). J~ine Besonderheit bildPn
Anaphern und sonstige rhctorische Kunst.Inittel im Anfange
der Strophen; vgl. Strophe f:', 1/, /J', uY, u!, t(. lm Innern
der Strophen sind dagegen rhetorisehe 1\tittel, bes. W ortspiele
und Assonanzen nicht hüufiger als in vielen andereu Liedern
und jedenfalls nieht so hiiufig wie z. B. im Liede • .Judas"
(s. Romanos und Kyriakos S. 702). Die augenfiilligsten Bei-
spiele sind: V. 25 ).ôyov --- Î.oηe. V. 44 f. xrîQtJ' - XÛQOV.
v. fi5 f. TO)J! mivrWJ' - h:Èg mh•rwv. v. 107 f. nUVT'l- navuov.
V. 84 7 n6J}oç - fiâ.Ouç. V. 859 f. lv rq3 nâaxetJ' -- r.ai f~V rt(3
,w} nâaxw•. Mehrmals sind die rhetorischen Lichter durch
Bearbeiter verwischt worden z. B. V. 845 durch M.
Ungewühnlich stark tritt in dem Liede der dramatische
Charakt.er hervor, und er ist auch, was sonst nicht Ublich,
in der Hs Q dm·ch am Rande beigefiigte Personenbezeich-
n ungen ( vgl. ob en S. 67 4) hervorgehoben worden. Von den
682 ](. Krum/Jacher

17 Strophen des Liedes steht nur die letzte, cm vom Dichter


gesprochener Epilog, ausserhalb des Zwiegespriiches. Die üb-
rigen 1 (i Strophen werden durch einen Dialog zwisehen der
hl. .Jungfrau und ihrem Solwe eingenommen und zwar also:
.Maria spricht die Strophen 1-~~,
7-8, 11, 15 .
.Jesus spricht die Strophen 4--6, !)-10, 12-14:, Hi.
l)ie Yerteilung der Strophen ist also bis Strophe 10
gleichmiissig d. h. Maria gehüren 3 +
2, ebenso .Jesus 3 2 +
Strophcn. Von da ab überwicgt die Hi~de Jesu: Auf die kurze
Hede l\lariae in Strophe 11 erwiedert Jesus in Strophe 12-14
und auf die letzten Einwendungen Mariae in Strophe 15 behiilt
.Jesus in Strophe Hi das letzte Wort. Die \Yiderlegung der
innigen Klagen der Mutter durch die schriftrniissigen Au:-;-
fUhrungen .T esn wirkt un poetisch und driiekt dem gan zen
'>Yerkchcn cinen frostigen Charakter anf. Mit delli Stabat
mater. hiilt es keinen Vergleich ans.
Ü berschrift: Hüchst auffiillig ist die handschriftliche
Ditltmmz bezliglich des 'l'on Hrmerkes. BCV:\fT nennen
Ubereinstimmend den vierten Qnert.on (1/x.oç ni.rîηwç ô'), A den
vierten Ton ohne Zusatz (~xo:. b'), Q aber den vierten Mittel-
ton (~xo; fu'ao.; rY). In G scheint die Angabe des Tones zu
fehlen. Da in der byzantinisehen Musik nur 8 'l'üne unter-
sehiedmJ wenlen, n1imlich 4, Tiine sehleehthin - Prodromos 1)
nennt sie ngoJJ)'!JIJ,uéi'OI - und 4 Quertiine (n2r1yall), so bleibt
die Bezeichnung ,11Éao:; dunkel. Viellcicht lüingt sie zusammcn
mit der ans Manuel Bryennios bekanntcn Differenzierung, bei der
der 4. 'fon ais nagvnân7 ,aiaw1• -- 1'1JHJ ôu;Vvy,tlÉJ'(J)J•, der 4. Qucr-
ton ais ngoaÎ.a,ti{Jm•op<:Poç - .fiÉOI) bezeichnet wircP)
V ers 3. U rn die na ch . dem Bn.u der Strophe wohl si cher
anzunehmende Gleichhcit des Ver~-;es 3 mit V ers 1 zu erhalten,
ist es wohl geratener, aDrÙ1• einsilbig zu ]esen (vgl. W. Meyer,

1) Theo<lori Prodromi couuuen!arios in earmina Silcra melodorum


Co~nH~e Hierosol. et Jo. Dam. ed. H. !IL Stevenson. Homae 1888 S. 31 f.
2 ) V gl. W. Christ, Anthologia Gmeea earminum christianornm

S. CXX f.
Die Alctostichis in de1· g1·iechischen Kirchenpoesie. G8:3
Anfang und Ursprung S. 346) ais das einstimmig überlicferte
und nicht leicht entbehrliche ydQ zu streichcn.
:~2 ff. Die Zahl der in Q verlorenen Buchstaben spricht
mehr für (lùvç wu)uJv als für ùas etwa nach l\'IT zn erwartewle
(i'wç u) rou. Die Lesung CV zeigt sehr instruktiv, wie der
'l'ext stufen wei se verdorben wurde.
57 Die Verletzung des Metrums wird offenbar dm·ch den
Bigennamen f)o!fiàç, der. hier einen __ v darstellt, entsehuldigt.
Die U mstellung in C, die seltsamer W cise V nicht mitmacht,
ist offenbar ein Versuch des Redaktors, den ansWssigen Jam bus
wenigstens vom Versschluss zu entfernen. Über die .Entschul-
digung metrischer Freiheiten durch Bi belz i ta te und viels i J bi ge
vVürtcr vgl. Studien S. 248; Romanos und Kyriakos S. 714.
78 Der V oka ti v ,w)nJQ ist dnrch QMT bezeugt, wührend
CV, die, wie sc hon oft gezeigt wurde, na ch der atti~chen
Grammatik durchkorrigicrt worclcn sind, das korrekte ,t.tijug
haben (beide Formen natürlich stets in der abgekiirzten Form
,w)g, pf.g ). Dirselbe V oka ti vform ,w)nJ{! wird noch an anderen
Stellen des Liedcs hand>;chriftlich bestiitigt. Des Niiheren ver-
hiilt cs sich mit der Überlieferung der zwci Formen m unserem
Liede also:
V. 88 fliJTI){! QT: lo]uu CVM
V. ~J2 (fJ Jn]uQ Q: OPJ' ,utju{!CVl\L olor ,WJT1){! T
V. 1:;0 /tt]rël! QCVT: ,w)n;g l\{
V. 17G (n ,n•jreg QCVM'l'
V. 192 oùv ,uijuQ Q: 11> lu]-u:Q CVMT
V. 214 ... [! (): ,WfTrJ{! l\'IT: ftYJU:Q CV
V. 248 J.âjuQ QCVM: ,t.o)n7g 'l'
V. 255 (fJ ,w]r<:(! QCVMT
V. 260 w luju{!QCVMT
v. 281 f. OÙJ• QC v: (D .U~Tf{! MT
,UI/U{!
V. 296 o{w _afjug Q: (V pi)u:Q :MT, (oFv Y.ÔQ1) CV)
V. 324 fD ltfiTE{! QlVIT: c.V; lll)rr;g CV.
Vollig sicher erscheint mithin der alte Vokativ fÛÎTEQ da,
wo er durch vorhergehendes (ti geschUtzt ist. Ohne diesen
tî84- K. Kn~mbocher

Hait hesteht aber offenbar die Neigung, den Vokativ nach


dem Nominativ 1111 reguliercn, eine Neigung, die im spiiteren
Griechisl:h viclfach hervortritt. 1 ) MerkwUrdig und auch fUr
die 'l'extkritik heachtenswert ist die 'l'atsache, dass an einigen
Stellen fO mit oùv :streitet. Die Frage, in wie weit schon der
Dit.:htcr selbst in der Bildung dieses Vokativs geschw:mkt hat,
liesse si ch n ur auf grund eines reichcren Steilenmaterials ent-
scheiden. Vorerst habe ich von der konsequenten DurchfUh-
rung der altcn Fonn nhgesehen und mich auch in diesem
Punkte der Überlieferung Q augeschlossen.
80 Die Lesung ovl•WT.OffJf!JlJ QCV 1' ~du Hisst rlich mit (den
all!leren Frauen) hinreissen" ist nach Sinn und Form tadellos,
und tlaher sowohl die alt.c annPhmbare K onjektur M ouJ•ol.oqcârm
als Pitras schlechte Vermutung oUJ't17WÔI~(!lJ UberHUssig.
81 ff. Die ursprlingliche Le~ung hat ofi'enbar Q hewahrt;
nur ist in V. 88 vermutlich p~ fUr nfvç zn schreiben. Das
uur bei lebhaftem 'i'ortragc zu verstehende Fragespiel hat aber
schon ein alter Hetlaktor, anf dessen Exemplar unsere ganze
Überlieferung au~ser Q zurückgeht, nicht verstanden und, viel-
leicht auch verleitet durch die in I\onditionalsiitzen formulierte
Bezichung cler Gottesmntter auf die \Yorte ihres Sohnes in
V. 142 und 1 GO, statt der Frage zwei KonditionaJgiitze gesetzt,
wodurch das :Metrum zwei schwere Schiidignngen erlitt.
12i~ Pitras j\nderung r{ für rrl ist ganz üherf!üssig. Der
Sinn ist: "Der gestaltete Berg, verste he das, o .Edle, bin je tilt
ich." Dagegen hat der Redaktor, auf den C Y MT llurUck-
gehen, schlecht interprrtiert: .Den gestalteten Berg verstehe,
o Edle; denn ( das) hin ich" und daher ydg für v vv geschrieben.
liH Vietleicht beruht die Lesung iui).l..ov r.ga;ov b• xaf.!(i. T,
die dem gegen Schluss des Gedichtes bevorzugten Schema 7 h
cntspricht, auf eincr nachtriiglichen Inderung des Dichters selbst.
1) Beispiele der Anniiherung des Vokativs an den Nominativ bezw.

Akkusativ bei IhtzidttkiB, Einleituug in die neugriechiRehe Grammatik


S. 77, tl2. lm NeugrieehiBchen haben die i\bRkuline ttuf -o; die nJt.e
Vokativcndnng (-<) erhalten, wàhrend der Volm.tiv sonst glcich dem
Akk. (ohne ->·) ist.
Die Alirostichis in der griechischen Kirchenpoesie. 685

1:16 f. Die zweite Person in V. 1:-37 geht wohl auf den-


sel ben alten Hedaktor zurüek, dem die Sehlimmbesserung in
V. 81 ff. zu danken ist. Nach der von Q erhaltenen ursprüng-
liehen Lesung avi'TQi(Jw sagt l\Iaria mit Beziehung anf die in
V. lBO ausgesprochene Mahn ung, nicht zu wcinrn: • Ieh ver-
seheuche meine Trilnen und quille (bez winge) mem I-I crz
noch mehr; aber meine Überlegung will nicht schweigen."
Dann folgt das. was die Gberlegung ihr einHUstert. Das ver-
stand ein alter ltedaktor nicht und setzte dafür den unpassenden
und inkonzinnen Satz: "lch verscheuche meine 1'riinen; du
quiilst mein Herz noch mehr". Noch weiter ging dann der
italische Heùaktor und setzte fiir das Verbum ovNgi(Jw;, das
ihm mit Beziehung auf eine andere Person nicht zu passen
schien, mgrhn:t; ein. Da nun auch das ursprünglichc d.V.' oi''
unverstiindlich geworden war, so iimlcrte eine Vorlage von
CV 'l' ov yùg, eine andcre, auf die 1\I zurückgcht, ;w/ oli.
1415 Der italische J{edaktor hiclt den lndikativ Aoristi
Y.a0J]Qo.; fiir ein Partizip, korrigi\'rte Y.rdhJ.Qa.<:; und strich dann,
olme lWcksieht auf das l\Ietrum das UberHUssig gcwordene Y.rÛ.
Die Form Y.a.l1Jjgw:;, die auch in der ncugrieehischen Schrift-
sprache vorkornrnt., ist wohl dureh Y.anjga, bn]gr1 veranlasst.
151 Da das ùm·eh den Sinn zunilchst geforderte n•q).ou
nicht in den trochi.iischen Yers passtc, wiihlte der Dichter das
allgemeinere Epithet :TI)(!OÇ unrl zwar in der Form m]goç.
Seine gute Absicht wurde aber dureh spiit\'re Redaktoren
(C V:M'r), welche die gewühnlichc Betonung des Wortes wieder-
herstellten, vereitelt. Zur Akzentverschiebung im sp;iteren
Griechisch iiberhaupt vgl. Krumbacher, K./':. 27 (IH84) 521 ff.;
HatzidaJ,is, Einleitung S. 418 tf.
1f> 7 ff. Hier ist eine al te gri)sserc K orruptel, tlie ieh in
miiglichst genalwm Anschluss an Q zu heilen versuchte.
209 Pitras Konjektur ist ganz willkiirlich. Die einstimmigc
Cberl ieferung h·a ,tu'1.1?mrm• libst keinen A usweg librig ais die
Annahme, dass Fl'a hier nicht bloss dureh ProklisP den Akzent,
sondern auch schon das t verloren habe, also geradezu vd zu
schreiben sei.
GSG K. Krumbacher

210 Zn wu vor dom lnfinitiv, das der italische Korrektor


ohne Hücksieht anf das Metrum und den spiiteren Sprach-
gebrauch gestrichen hat, w1ihrend in V. 298 und g;:,a gerade
die italische Redaktion wîi fiir n) QMT bezw. fUr den bi ossen
Infinitiv Q aufwei~St, vgl. St. zu Romanos S. 2:33, 261.
22~3 Das Schema des Verses wiirdc durch M zur Not
ausgcfüllt; doch führcn die Ubrigen Hss zu der aufgcnommc-
nen Lesung. Die vulgiire Betonung cln(ù darf in einem 'Texte,
wo J'à (V. 20\l) Yorkommt, wohl als zuliissig erselwinen.
2ï:$ ln der verstürnmelten Lesung Yon Q kann wohl nur
ÔJ'f1'Q 1~ (1'(1; n)v) w,tn) J' stecken, also: "N achdcm ich mit dcm
Messer meiner Niigel (•l h. mit meincn Niigeln ais Messer)
die Sehnittwundc crweitert (tl. h. wohl untersucht und ge-
rcinigt) habe, werde ich sie mit Charpie lindcrn." Die Un-
deutlichkeit des AusdruclΠmag cinen alten Hedaktor veran-
lasst habcn, È[!eVJ'J/aoc; zu schreiben. Ausserdem ist TO,lÛJl' in
der Vorlagc ·von CV M g·anz unsinnig· zn vo,rn)1• vcrderbt
wordcn, w1lhrcnd T ohne Beachtung des eben vorhergegangenen
nÀ1)?1J1' noch einrnal nÎ.1f)'~l' setzte.
2~)4 und 3~~6 Zu TrlP und ui>v am Versschluss vgl. Studien
S. 208; Hornnnos und Kyriakos S. 7Ui.
:307 Zur Betonung oixu! vgl. Homanos und Kyriakos
s. 710 tr.

Berichtigungen.
Seite f,61) Nr. li ist zn sehreiben: Üùerschrift: 'ri'Jm' (qiiJ'" 'l')
n/o·or (n)•·bF fehlt ACT) (r) <I%f!001ll,i;· G) wü w.n:to'oÜ J(J).ttW'OÛ
<X%f!<Wrtl,iùa
QACG MT: roü TWTfii'OÜ u"' V: fehlt B.
:)eit.e. 577 Nr. 5-1 i~t :Jtat.t ,ebenso• zn schreiben: ;:i"'o; n';; "'''
ihoi.,iym· JMf<.uw·o~ (w), une! dieses HtJÎspiel ist S. G!ï nachwtragen.
::leite 590 Nr. \J5 sebreibe: G. Dezemùer.
Sèite 631 unten: Nr. 187 gehort nach Seite 632 zur Ruhrik C.
Die Akroslichis w der griechischen Kirchenpoesi~. 687

Regis ter.
Dir~ Z:-e1llen bcziehen s.h:lt auf' die S{'dten. na~ Attribut ~111.~ ist b<-i dtm ;\":wwn tler
Kiirze halbcr wcggdassen wordeu.

Ahl.as. Didüer i:>9H. liOG. GOï ,\noenios, Diehter til2. Gl3, ()16
.\ hil.:1s ;,n A rtikel :!m V1:rs:<chluss G8G
Alm1 hmn.s Op fer r,,;o Asson:tnzen G8l
Adam [,(iJ. i'>ï4. oï!J Atlmna8ios von Alexandria f•ïG
\bk die hl!. !iO·t An~:-:ützigen, J-Ieilung tle:-:: :JS-t
A('itbala,; i'>ïl Automngabe, in Lit:diibenwhriften
Ag-:ltlwng-•!los (;()/ G22 f.
Akakios GlO Automame. in Akro,tickt li30 tf.
Akathi.sto;; i'>D:2 Bar ha ra (j()()
Akepsimas i'•ïl lh1rthulomaeus, Aposte! 612
Akind.n1os f>!l[, Basilio~ 5ï -!, ;,no, G03
.\llerllf'ili.zpnfest Gt;,.:_ Besessen(•n, HPilung deB iJS·i
A lypios i'•!!!) ]·li!dPrstiirmer lil·l (Nr. lDO)
Amlnn!'i n ..; Gill 1 Hl ut Hiissigen, lleilung <1er ;j8f,
Anaphnu lit\1 Brntwuucler ;,sr,
Anastasi:J G0:2 Buhleriu üGG, C.Sti, Gl5
A nastasios GOï llwosgehet f>80
Am18tasios, ])i('hter G8ï llw<slied 581
A !Hl reas, A ]Jl>><IP 1 é>\l!J, liOO Christi A nferstehung 583
Anna. Empfiingni;; <1er liOl Christi A nferstehnng UIHl die zehn
A mm y mus G\!:2 ft'. Dmehmen i'•ô±
A1lii.;tor•chie ii<•2 fL GïD f. Christi Geburt 5ïl; s. auch Weih-
Ant<mius GOG nachten
Apokal_q•se. des Hmnnnos iJG2 Christi l)eburt, Naehfest von 5ï3
Aposte!. die 56!J; ;:. ancl1 die em- Christi llimmdfahrt 568
zPlnen.. .:\amen Christi T:wfe fJtil
Ar\'hitektnr der Lietler GïG Christi Verkllirnng f>\)2
Areth:ls i'>9iJ Christi Yerkllirung, Vorfeier \'On 613
688 K. J(rumbacher

Chr.yso;;tonHHl s. Johannes Himmelf<thrt. Christi &G8


Clemens s. Klemen;; Himmelf<thrt i\larüw 581. 5f)é)
Cucnln.s f>GO Hinnen GH tl'.
Daniel Stylites 601 Hoehz<:'it in Kmm 584
Demetrio;; 571, f>D::'J, 618 Ilürfehler G78
Dialog im Hymrnh; 6ï-1. 682 Jakob. Apo,;tel 5S·,1
Domitios. Dieht<·)r (J:\8 f. .Tttkob der PerSt'r G\)\J
Doppelnng von I·\ndn;tahen und Ignatin~ 5nl, tiOD
\Viil-tern ti:!fJ ft'. lgnatios, Patr. 5!.\J
Drachmen. zehn, untl Chri;;tns 58J Infiniti,· mit rof> 68G
Dramati,;cher Chantkt.er ller Hym1W1: lnkongrnenz (bez. •ler Akro;;tichis)
G81 f. zwischen tbersehrift untl 'l'ext
Eigennam<m en tseh nhligenmetrische G:!I Jl'.
Freiheiteu 633 Jo;tnnikios 59G
Elias Gïï .Jo a nnikio.c;. Dichter 5%
Eui!el, die hll. 5HB. fi% .Johannes. Apo,;tel 576, Gl1
Ephrem 51.):2, 608 .Johann<~;; tl••r Bannherzii!'' G9ï
Ephymnion = Cber;;trophe 6-!9 .lolnmn<'>' Chr.nostomos fi7:!, 5!lï. 608
Epiphanie. Ku·hfe~t von 5!Jl .lohanm•.<. Di .. hter GOï
Erdbeben, Lit.~<l bei Gï~l .lohann<:s (und 1\yro,-) GO!l
Euphemia GU .Johanne>' der Tibfpr ~J6D, 577, fiO!)
Etvdmlios Hül .Jos.•ph (mit Akepsimas) 571
Enthymios 5!.i0, GOï .Jo;;eph. Dichlc·r 5\Jl. 59J, 598. 612
Febronia (iLl ! .Joseph, ,kr kt•n,-··.b•: 5ü4·, 614
Feuershrunst. Lied bei 5ï9 lsa<lk 581
Galn·i!!l, Dieh:er GOB, 60D, Glo, 612. .Jn,hts 5ti(J. 61(J
filB, Glï .hillg-..~r~ dit.) sieb'l.ig ti03
Gei:;t, der hl. 61G .lüngster Tag 5GJ
Gl·orgios 5ï6, 611 .lungfrauen, die œhn 5G5, 61-t
Gi.·orgi<H, lliehtl'r 5S!), 5Bï Kan a, Hod1zeit in 58-!
Gerba:-;i.()::! GD4 Katharina fi\lS
Gntblie•l fJ\l2 Kelsios 5\H
Gregorios Deka.]'olites 598 Kinder, ,]je nmrhuldigen GiS
Gregorios, Diehtt•r 58~l KlelllellB GOï
Gregorio~ \·on N <tzianz 608 Knahm im Feucrofen 5G9
Gregorio;; \·on Ny~sa. GO~ Kosmas uwl Damian 570. 5ïl
t~regorio;;. \\' nntlert.iitt!l' 5üS Kosmas, llichter G91
Gm-i.ts G7:! Krankengehet. 5~)3
Heilung des Aussiltzigen 58,1 Kre uzan betung GSO
Heilung de~ Bese;;oenen &84 Kreuz(es), Triumph des 5GB
Heilnng d<.>r Blutflüssigen 585 Kyriakos, Dieht.••r f,SB
Heiinng de;; L~thmen &83 Kyrillos von Alexa.n<lri~t GOG
Hilarion 59,1 Kyro;; (und Johannes) GOU
Die Akrostichis in der griechischen KirchenzJOesie. 68\)

Lahmen, Heilung des fi83 Petros untl Panlos 612


Latros tilO Petri Verleugnnng 566
L<~,zm·tB, Auferwedmng des 581, Petros, Zurückführnng des 605
582, 589 Piingsten 5(}8
La7.arus und der Reiche !'181 Pharisiier nnd Züllner G17
Leon. Dichter 5D4 Philippos, Aposte! 572, 598
Luka<:. Aposte! 5\JI Photio~ 592
l\:tirtyrer, dit' zehn, auf Kreta G02 Pl:tton G98
Mi.Lrtyrer, dit' vit,nig 57-i, fJ75 Polyenktos 604
l\Lirtyrer, rlie 1001 G09 Prokopios Gl2
Makario,; von }.gypten G07 Prol.ttHios 594
1\Taklmbiler, die GIS p,aJm.son n btg 5Gi
llariac Aufnahmt• in den Templ'! 589 Psentlonyrmt G3·t, 6H ff.
Maria, Gebet ttn 58i':l Randkorrektnren in Q 678
l\Im·iae Gehurt 570 Reir:h,. und L~Lztu·us 581
M~triae Himrnelf~thrt. 5fJI, G!)8 RPqniemlied 562
Maria heim Kreuze fJGii lkspomion, in Hymn."n 680 ff.
l\hriae Licht111es' r,G1 Rhetoriddw l\Iittd tiSI
:Marian Verldint1ignn;4 57G Rom:wos, Dieht.er c•'i9 ff.. G\JU, GH,
Jbriae Yerkülllligung, Nachfeier G1G, tll ï, G2B, 6(l0 f.
\'()Il 610 Sabas GOO
Jl:trkianos G8!J 8nmaritcrin ii84
:\larkos. Apostd Gll ~an1ona:; f172
J'\Iatth:teos, Aposte! [J!)8 Sthlmsgebct in tien Hymnen G49 ff'.
MdotliP. der Lieder Gl!:J ::;;ergioB, l'<l!riareh 5!)2
Menw; f>71 S•~''''~'"'· lliird.ikrt· 617
1\iittdlon GS:l Siebzig .lüugcr 603
N:tcht s. WPihn:tehten Solm, der verlorene 579. 5SG
N amri os G9-t Steph:mo" 55U. GGO, G18
Nikae~t. die Viiter vo11 616 StPpl~:tlHl.S, Dic:hter 595, ()ll. G12
Nikolaos von l\Iynt GïO, 573, 590 Stephan os <kr .J iin,gere 599
NiniYe 58t' Btndites, Di ch ter &\JO, 5\Jï, 605 f'.,
Noe 580 G23, Gl:2
N OH•.~ea (N osia) 589 Siintlerin ;;. Buhlerin
Ostt'rsonntag 5G7 Symeon, Diehter 600
Panteleemon 578 SyrneoJt Salo;; (i13
Passion 567 Synwon Stylit-es 570
Patapios \JO 1 Trtra.sios. Dichter G23
l'aulos, Aposte! tJ12 Theocloros 578, 58G
Paulos, Dichter fJ% 'l'heodoros Stratelates 611
Paulos va.n Kpel 5~0. 5~G 'J'heotloros Studites 590,591, 5\JG, 605
Paulo~ von Theben 605 Theodosios 604
Petro~ von Alexamlria iJ\J9 Theopernptos 609
690 K. Kncmbacher

'I'heophanes YOn Si?!rianc l\10 t"herliPferung d. Kirchenlicder Gï7 ff.


Theophanie 5Gl C'h•~rstrophen G4G ff.
Theophanie, V orfeier tl er 603. G0-1 U marheitnngen \i•l(J, (j•17 ff.
'J'hcophylakto~ mo V crldiinmg Chridi 3!12, G9:J. 613
Thomas 5ü7 Vokativ =Nom. üë3 f.
'l'irnotheos. Apo;;tel ü07 \\' eihnacht••n 55\l, 573
Tnn der I_,jp,)<.r til!l \\" eihnachten, Nachfeif~r von GïB, tj03
'Tonverrnerke ()8:2 Wt_•ihnnchten. Vorfei~>r \'On G~H. 60:J
'l'otenlie,J fJ87 Zenohin, fJ\lf)
Totenlied für :\Tii1H:he 617 Z<•nohios cJ%
Tryphon 574 Züllner und Plnw:siier 617

Ô.fi(UjT(I>Î.t); ü42 '''"'''!- 68G


f'f.rilùTOÇ ()J2 .~nï~w.; -:::= ~"11jf}r;; tiSG
iit,otl.ti; = Kni;;erhaus UOl rn:.,. mit tien. G:H
rl.L(ÎJ = r/:7(r) G8() nu.,,; ü41 f.
ih-sl1'l.i; 64:J nf.i.i.u: ;-;t. uii.a;: li41. (j47
;·1.'"'· in Akro;;tichonvennerkt>n l!:ll 711."f,<."()'ti;· 641 f.

r.at'h]ga.; ab !nd. ;\or. G85 tu.:rtl't;.,; = rrt.-cnl'!,~· üG3 tr., Uï!J f.

r.ovr.oO.tn>' 5li0 w{•nj ü55 tl'.


:d·g<n• vor dem Antornauwn 63\l f. !IJI'Ô.': in Akro;.tiehonvennerkcn
% ''00Î: :-:t. % t·~,{~n· G~JO (;21 f .
.'lllTIJ!! -=~ ,U7Jlt!} G:33 l[!lOtlâi.lo.; 642
,.,; = r,a G8G <pt' rf'"' ('1 _..) G20 f.
.Yi•mJ; = .Y{·r;oJ)<; G4 ï 9/ =-:.: (( /f_!n. L>~O f.
Die Akmstichis in der griechischen Kirchenpoesie. 691

In ha 1 t.

Seiie
V orbemerkung . 551
Verzeichnis der Ahkürzungen 556
Ers tes Ka pi te 1: :Jr a te1:ial.
I. Die Akrostichis bei Romanos.
A. Edierte Lieder des RomRnos 559
B. Unedierte Lieder des Romanos 571
C. ZwPifelhaftes 585
II. Die Akrostichis bei den übrigen Hymnendichtern.
A. Edierte Lieder 587
B. Unedierte Lieder 594,
Zweites Kapitel: Unt.ersuchungen.
f. Die Akrostichisnot.izen in den Liediiberschriften 619
Il. Die Formen der Hymnenakrostichis.
A. Die regelmilssigen Formen 629
1. Akrosticha mit Autormtrnen 630
11. Akrosticha mit pseudonymer Andeutung des Au tors 634,
m. Akrosticha ohne Erwilhnnng des Antors 635
B. Unregelmlls:;igkeiten in den Akrosticha.
1. Doppelsetzung Yon Buchstaben und \Vortern 645
11. Antistoechische Elemente 652
II!. Die Form ral:'"l 655
Drittes K<tpitel: Text.
I. Das Lied .Maria beirn Kreuze" 658
II. Kommentar.
A. Die Metrik des Liedes 674
B. Die Überlieferung und die Akrostichis 6ï7
C. Bemerkungen zum Texte 681
Berichtigungen 686
Regis ter 687
Führer, Jos. Forschungen zur Sicilia sotterana. Abh. I. Kl. XX,S 1897.
M. 12.-
Furtwlingler, Ad. Ueber Statuenkopien im Altertum. Th. I. Abh.
1. Kl. XX:,3 1896. M. 8.-
Griechische Originalstatuen in Venedig. Abh. I. Kl. XXT,2 1898.
M. 5.-
* Neue Denkmaler antiker Kunst. Sitzb. 1897 Bd. II Heft 1 und
Sitzb. 1899 Bd. li Heft IV.
* Ueber zwei griechische Originalstatuen in cler Glyptothek Ny
Carlsberg zn Kopenhagen. Sitzb. 1899 Bd. li Heft IL
* Ueber ein auf Cypern gefund. Bronzegerat. Sitz. 1899 Bd. II Heft III.
*Ha ury, J. Ueber Prokophandschriften. Sitzb. 1895 Heft I.
*Heisenberg, A. Studien zu Georgios Akropolites. Sitzb. 1899 Bd. II
H.eft IV.
Hertz, Wilh. Aristoteles in den Alexanderdichtungen des Mittelalters.
Abh. I. Kl. XIX,1 1890. M. 4.- -
- Die Sage vom Giftnüidchen. Abh. I. KI. XX,1 1893. M. 2.40
.# *Hel big, W olfg. Eine Heerscbau des Peisistratos oder Hippias anf
einer schwarzfigurigen Schale. Sitzb. 1897 Bd. II Heft II.
"Her tl in g, Frhr. v. Descartes' Beziehungen zur Scholastik. Sitzb. 1897
Bd. II HefGli und Sitzb. 1899 Bd. I Heft I.
*Hirth, Fr. Ueber Wolga·Hunnen und Hiung·nu. Sitzb. Bd. II Heft L
Jahn, Otto. Wandgemii.lde des Columbariums in der Villa Pamfili.
Abh. I. KI. Vlii,2 1857. M. 3.10
Imhoof- Bl umer, F. Griech. Mlinzen. Abh. L KI. XVIII,S 1896. M. 40.-
Keinz, Fr. Die Was~erzeichen des XIV. Jahrh. in Handschriften der
k. Hof- und Staatsbibliothek. Abh. J. Kl. XX,3 1896. M. 4.-
Krumbac.her, K Mittelgriechische Sprichworter. Sitzb. 1893. M. 3.-
Michael Glyka<. Sitzb. 1895. M. 1. 60
Ein Dithyru.mbus auf den Chronisten Theophanes. Sitz. 1896
HefG IV.
Kasia. Sitzb. 1897 Bd. 1 Heft IlL
Eine neue Vi ta des Theopbanes Confessor. Sitz. 1897 Bel. I Heft IlL
* Studien zu Romanos. Sitzb. 1898 Bel. II Heft I.
* Umn.rbeitungen bei Homanos. Sit zb. 1899 Bd. II Heft T.
Die Moskauer Sammlung mittelgriechischer Sprichworter. Sitzb.
1900. M. 3.-
Ein dialogischer Threnos auf den Fall von Konstantinopel.
Sitzb. 1901. M. -.60
Romanos und Kyriakos. Sitzb. 1901. M. 1 20
* - Da~ mitte]gl'iechische Fischbuch Sitzb. 1903. M. -.80
Ku hn, Ernst. Herkunft und Sprache der t ransgangetiscben Volker.
1883. . M. - .60
- Barlaam und Joasaph. Abh. I. Kl. XX,l 1893. M. 2.10
*Lipps, Theodor. Suggestion und Hypnose. Sitzb. 1897 Bd. II Heft III.
* - Die Quantitiit in psychiscben GesammtvorglLngen. Sitzb. 1899
Bd. I Heft III.
*Menrad, J. Ueber die neuentdeckten Homerfragmente bei Grenfell-
Hunt. Sitzb. 1897 Bd. II Heft Il.
*Meyer, Wilh. Pitra Mone und die byzantinische Strophik. Sitzb.
1896 Heft I.
*Maurer, Konr. v. Zwei Rechtsfalle in der Eigla. Sitzb. 1895 Heft I.
* - Ein neues Bruchstück v0n Soclermannalagen. Sitzb. 1894 Heft III.
*Müller, lw. v. Ueber die dem Galen zugeschriebene Abhandlung
Ileei ~fi• àelcrr~ç al{!iaewç. Sitzb. 1898 Bd. 1 Heft 1.
- Ueber Ga. lens W erk vom wissenscbaftlichen Beweis. Abh. 1. Kl.
XX,2 1896. M. 2.80
Ohlenschla.ger, F. Die Rllmische Grenzmark in Bayern. Abb. I. KI.
XVlii,1 1887. M. S.-
.. Pau 1, H. Ueber die urspriingliche Anordnung von Freidanks Bescheiden-
heit. Sitzb. 1899 Bd. I Heft Il.
'" - Tristan als Mllnch, deutsches Gedicht o.us dem 18. Jahrbundert.
Sitzb. 1895 Heft III.
Re ber, Frz. v. Die phrygischen Felsendenkma.le. Abh. III. KI. XXI,2
1897.. M. 8.-
RitAchl, Fr. 'fesaerae gla.diatoriae der Rllmer. Abh. I. KI. X,2 186~.
M. S.
"'Rômer, Ad. Zur Kritik und Exegese der Wolken des Aristopbanes.
Sitzb. 1896 Heft II.
TI ii c k, K. Die No.turalis historia des Plinius im Mittelalter. Sitzb. 1898
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Spengel, Leonh. KafJaeotç rwv na{hutarwv. Beitra.g zur Poetik dt>s
Aristoteles. Abh. 1. KI. IX,1 1869. M. 1.60.
Ueber die unter dem Namen des Aristoteles erha.lttnen et!Jischen
Schriften. 1. u. 2. Abt. Abh. I. KI. III,2 1841 u. 42. M. S.70
.t1~w1roeiat des Demostbenes. 1. und 2. Abt. 1. KI. XI,1 und 2
1860. à M. 1 so
Demoatbenes Verteidigung deR Ktesiphon. Abh. I. KI. X,1 1863.
M. 160
*Thielma.nn, Phil. Bericht über da.s gesammelte handschriftl. Mo.terial
zu einer kritischen Ausgabe der lateinischen Uebersetzungen
bibliseher BUcher des a.lten Testaments Sitzb. 1899 Bd. Il Heft II.
Thomas, G. M. Der Periplus des Pontus Euxinus. Abh. I. KI. X,l
186t. M. s.-
'rrau be, Ludw. 0 Roma nobili•. Philologische Untereuchungen aus dem
Mittelalter. Abh. 1. KI. XXI,3 1891. M. 4.-
- Textgeschicute der Regula S. Benedicti. Abh. HI. KI. XXI,3 1898.
M. 6-
"'Unger, Fr. Die RegierungAjahre der makkabil.ischen Fiirsten. Sitzb.
1896 Heft Ill.
• - Zu Josephns. Sitzb. 1&97 Bd. I Heft II.
•Usener, Herm. Ein altes Lehrgebaude der Philologie. Sitzb. 1892
Heft IV.
*Wecklein, Nik. Beitrâge z. Kritik d. Euripidea. Sitzb. 1895 Heft IV~
1896 He ft III; 1897 Bd. 1 H eft III; 1898 Bd. II Heft III; 1899
Bd. II H~ft II.
* - Die Kompo~itionsweiae des Roraz und die epistula ad Pisones.
Sitzb. 1894 Heft III.
W ôlfflin, Ed. v. Gedii.chtnisrede auf Halm 1883 M. 1.-
"' Aufgaben des Thesaurus lingua.e la.tina.e. Sitzb. 1894 Heft 1.
"' Benedict vou Nursia und seine Monchsregel. Sitzb. 1896 Heft III.
• Zur Geschichte der Tonmalerei. Sitzb. 1897 Bà. II Heft II und
Sitzb. 1898 Bd. II Heft II.
Die alliterierenden Verbindungen. Sitzb. 1881 Heft JI, M. 1.-
Beitr!ige zur lateinischen Lexikographic: a) campana. = Glocke,
=
b) species Spezerei. Sitzb. I. K~ 1900. M. -.60

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