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YOGA OFF THE MAT

- YOGA PHILOSOPHIE-
„Deine eigene Selbstverwirklichung ist der beste Dienst, den du dieser Welt erweisen kannst. „

Ramana Maharishi
WARUM
Hallo ihrDIESES
Lieben Yogis,

BOOKLET?
die meisten von Euch kennen
mich schon.

Ich heiße Lilo und hatte das


Glück, damals in persönlich
schwierigen Zeiten zum Yoga zu
finden. Ich glaube, Yoga hat mich
zu einem besseren &
angenehmeren Menschen
gemacht.

Schließlich kommen wir ja ohne


Bedienungsanleitung auf die Welt
und sollen einfach unser Leben
YOGA, EINE
LEBENSPHILOSOPHIE……

Yoga ist eine Philosophie, die sich


auch abseits der Matte
weiterführt:
Die westliche Welt tendiert dazu,
den Begriff „Yoga“ nur über die
physischen Übungen, die Asanas, zu
definieren.
Yoga im traditionellen Sinne ist aber
ganzheitlicher – es ist eine Art zu
leben, eine Philosophie, ja sogar
eine Wissenschaft, die der
westlichen Psychologie gegenüber
steht und unser persönliches Leiden
heilen kann. instagram.co

 
YOGA SUTRA- PATANJALI

Wenn du schon eine Weile in der Yoga- Welt verweilst, hast du sicher schon
von Patanjali, dem Yoga- Sturm oder dem achtgliedrigen Pfad gehört.
Dieses Wissen gehört zur Basis der Yoga-Philosophie. Patanjali der Vater des
Yogas; Lehrmeister stellte sich die Frage, wie wir weniger leiden können.
In Patanjali Yoga Sutra wird der Asthanga-Yogaweg (Ashta= 8/ Anga
=Glied) beschrieben.
Die Acht Stufen agieren als Wegweiser ein für ein spirituelles, yogisches
Leben.
Patanjali stellte sich die Frage, wie wir weniger leiden können.
Der Geist spielt dabei eine große Rolle – unser Geist ist das Zentrum unserer
ASHTANGA:
DER ACHTGLIEDRIGE PFAD
1. Yamas:
der Umgang mit der Umwelt/
dem persönlichen Umfeld

2. Niyamas:
Umgang mit uns Selbst
3. Asana:
Umgang mit dem Körper
4. Pranayama:
Umgang mit dem Atem
instagram.com-ireneizib 5. Pratyahara:
Umgang mit den Sinnen
YAMAS & NIYMAS

Fundamental sind dabei die ersten


beiden Glieder des Pfades: die
Yamas und Niyamas, welche noch
einmal in jeweils 5 Unterglieder
unterteilt sind.
Sie zeigen Verhaltensregeln und
ethische Werte auf, mit denen wir
lernen können, Yoga in unserem
Alltag und vor allem abseits der
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Matte zu leben.
1.YAMAS= DER UMGANG MIT
DER UMWELT & ANDEREN
MENSCHEN
Yamas:
1. Ahimsa: Gewaltlosigkeit
2. Satya: Wahrheit
3. Asteya: nicht stehlen
4. Brahmacharya:
bewusst handeln und leben
5. Aparigraha: loslassen können
Besitz, Situationen und Menschen
frei lassen

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1.1 AHIMSA=
GEWALTLOSIGKEIT
„Wer fest verankert ist in der
Gewaltlosigkeit, in dessen Umgebung
schwindet die Feindschaft.“
• Ahimsa - bedeutet dir selbst und
anderen Lebewesen keinen
Schaden zuzufügen
• ein achtsamer, liebevoller und
besonnener Umgang mit unseren
Mitmenschen und der Umwelt
• Mitgefühl und Respekt
gegenüber allen Lebewesen

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1.1 AHIMSA: IM ALLTAG

„Sei gut zu den Menschen, zu den Pflanzen und zu den Tieren!“ - Laotse
Wir müssen dringend aufhören, der Umwelt, dem Ökosystem und den
Tieren Gewalt zuzufügen, denn am Ende zerstört die Menschheit ihren
eigenen Lebensraum, indem sie Raubbau an der Natur betreibt.
Ahimsa ermutigt dich auch dazu besonnen mit Worten und Taten zu agieren
und auf deine eigenen Gedanken und dessen Natur zu achten.
Verletzte Menschen, verletzen Menschen…..du kannst diesen Kreislauf
durchbrechen.
Begegne Ärger mit Sympathie, Verachtung mit Mitgefühl, Hass mit Liebe,
Grausamkeit mit Liebe.
Begrüße düstere Gesichter mit einem Lächeln, vergib und hör auf Schuld zu
1.2 SATYA= WAHRHAFTIGKEIT
AUFRICHTIGKEIT
• Satya heißt: „sagen, was wir
denken und tun, was wir sagen,
also: sein, wer wir sind.“
• Ehrlichkeit zu sich selbst und
anderen gegenüber
• authentisch in Wort, Geste und
Ausdruck zu sein und nicht zu
lügen
• sich so zeigen zu können, wie
man wirklich ist, mit allen
Stärken und allen Schwächen
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1.2 SATYA: IM ALLTAG

Habe Mut die eigene Wahrheit zu sprechen und dich authentisch zu


zeigen. Versuche Schwächen nicht zu vertuschen oder Gefühle zu
unterdrücken & präsentiere dich nicht nur von der
Schokoladenseite.

Wirklich authentisch zu leben ist alles, nur nicht einfach. Wenn du


Yoga praktizierst, wirst du früher oder später auf diese
Widersprüche stoßen, diese Kraft hat Yoga und ganz ohne
Lügendetektor.
1.3 ASTEYA= NICHT STEHLEN

Asteya meint „Frei von Verlangen


sein“ oder „Begierdelosigkeit“

Nicht haben wollen was andere


haben

Niemandem missgönnen, was er/sie


hat, kann oder ist, das was wir nicht
haben, können oder sind

Fähigkeit andere strahlen zu lassen

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Es geht nicht nur um Diebstahl im großen Stil wie Raub,


Steuerhinterziehung, Urkundenfälschung, Urheberrechtsverletzungen etc.
(was sich ja von selbst versteht), sondern auch um kleine „Kavaliersdelikte“
wie sich z.B. ungefragt einen Apfel aus Nachbars Garten zu stibitzen oder
eine Rolle Klopapier aus der Mensa einzustecken. Sei ganz ehrlich zu dir
selbst (Satya) und ertappe dich hin und wieder selber dabei, das ist der erste
Schritt. Fange gar nicht erst an, dich mit anderen zu vergleichen, damit kein
Neid oder Eifersucht entsteht.

Asteya auf der Matte: schiele nicht neidisch auf den „Nachbarn“, der
vielleicht eine Asana besser kann, ein cooleres Outfit oder eine scheinbar
1.4 BRAHMACHARYA=
MASS HALTE
• Dinge in Maßen zu tun und
Bedacht genießen und mit den
Ressourcen der Umwelt achtsam
umzugehen
• Abhängigkeiten und Extreme
können dazu führen, dass
Denken und Handeln vollständig
von ihnen bestimmt werden

• wenn wir einer oder mehreren


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Leidenschaften zu sehr fröhnen,
kann dies wirklich zu Leid –
1.4 BRAHMACHARYA: IM
ALLTAG
Eine gute Mitte zwischen unseren natürlichen Bedürfnissen, den Wünschen
und den Leidenschaften zu finden.
Alkohol, Zigaratten, Süßigkeiten, Sport, Koffein, Sex, Medien – alles, was
wir unkontrolliert, unbewusst und im Übermaß konsumieren und
praktizieren, ist einfach auf Dauer ungesund.
Probiere zum Beispiel eine Mahlzeit am Tag langsam und achtsam zu dir zu
nehmen und wieder bewusst zu kauen, zu schmecken und zu genießen.
Brahmacharya spricht auch dazu nicht verschwenderisch mit unseren
Ressourcen umzugehen, z.B. nicht unnötig Wasser laufen zu lassen, oder den
Strom abzuschalten, wenn er nicht gebraucht wird.
1.5 APARIGRAHA= NICHT
ANHAFTEN / HORTEN
• Aparigraha- verweist auf die
Wichtigkeit der Konzentration
auf das Wesentliche

• keinen überflüssigen Besitz


anhäufen

• loslassen können

• die Fähigkeit, mit dem Leben


und seinen Begebenheiten
mitzufließen

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1.5 APARIGRAHA: IM ALLTAG

Sei nicht gierig, mit deinen Besitztümern, Erfolgen, Beziehungen, Titeln,


Aussehen, Jungsein …
Versuche nicht immer mehr davon haben wollen, denn dann sind wir im Ego
gefangen und das behindert den spirituellen Fluss. Hinterfrage deine
Glaubenssätze.
Freue dich an „kleinen“ Dingen, besinne dich immer wieder auf das kleine
Glück.
Schreibe deine Erfolgsstory selbst und lass dir nicht von anderen einreden,
wie Erfolg auszusehen hat.
Schaue immer wieder, was brauchst du und wo kannst du loslassen
2. NIYAMAS=
UMGANG MIT UNS SELBST
Niyamas:

1. Sauca: Reinheit
geistige und körperliche Hygiene

2. Santosha: Zufriedenheit

3.Tapas: Disziplin
4.Svadhyaya: Selbststudium
Eigenreflexion und persönliche
Weiterentwicklung

5. Ishvara Pranidhana:
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Selbsthingabe
2.1 SAUCA= REINHEIT

• durch Reinheit zu mehr Klarheit


finden
• Ordnung halten und sich – innen
wie außen – immer wieder von
(altem) Ballast zu befreien
• den Körper von Giften befreien
und darüber hinaus verschiedene
Reinigungstechniken anwenden

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2.1 SAUCA: IM ALLTAG

1. Körperpflege und Hygiene:


Detoxe regelmäßig: rohrzuckerfreie, ayuvedische, vegetarische/vegane
Ernährung (Ahimsa) und praktiziere Asana um den Körper flexibel und kraftvoll
zu machen
und alte Toxine wie aus einem Schwamm auszupressen.
Nutze typische yogische Reinheitsrituale wie:
Zahnöl ziehen, Nasenspülung, Feueratmung

2. Geistige Hygiene:

Meditiere und lege medienfreie Zeiten ein


(sich nicht ablenken lassen von Trash- Tv, Tratsch, Social Media und Kritik)
2.2 SANTOSHA=
ZUFRIEDENHEIT
• „Aus der Zufriedenheit erwächst
höchstes Glück” schreibt
Patanjali im Yoga Sutra
• im Idealzustand mangelt es dem
Yogi an nichts, daher ist er von
Natur aus zufrieden
• Santosha bedeutet die
Zufriedenheit mit all dem was
Jetzt ist und mangelndes
Verlangen nach dem was nicht ist
oder was andere haben
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• Santosha bedeutet das Loslassen
von Erwartungen und festen

Sehe das Wunderbare in kleinen Dingen und im Alltäglichen.


Wenn wir uns nicht ständig danach sehnen, immer mehr, immer höher und
immer weiter zu wollen, sondern die wundervollen Dinge zu sehen
(vollständige Akzeptanz üben), die schon da sind, stellt sich Zufriedenheit
ein.
Zufriedenheit werden wir immer nur HIER finden, niemals DORT.
Du kannst z.B. ein Dankbarkeitstagebuch führen, Dankbarkeitsmomente
machen oder als kleines Ritual eine tägliche Dankbarkeitsmeditation in deine
Morgen-/Abendroutine integrieren.
Santosha auf der Matte: statt sich darüber zu ärgern, dass die Standhaltungen
2.3 TAPAS= STREBEN, EIFER,
WILLENSKRAFT,
Tapas – nicht lang schnacken: auf
SELBSTDISZIPLIN

geht’s…
wer kennt das nicht: man hat so

viele gute Vorsätze und Ideen,


doch schon nach kurzer Zeit
schleicht sich der Alltag wieder
ein …
• Tapas ist die Sehnsucht, mehr zu
wissen, B.K.S. Iyengar
beschreibt es als ein „brennendes
Verlangen, unter allen
Umständen ein festgesetztes Ziel
in Leben zu erreichen”
• Wo stehst du gerade? Ist dein
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Leben in Balance oder kann ein
wenig Selbstdisziplin in die eine
2.3 TAPAS: IM ALLTAG

✨ Setze dir klare Ziele und arbeite entschlossen darauf hin. ✨


✨ Stehe früh auf. ✨
✨ Hab den Willen geistig aktiv zu sein. ✨
✨Brenne für deine Leidenschaft und setzte das, was du willst auch um (Yoga,
Sport, Kultur, Kunst). ✨
✨Um deine Gewohnheiten langfristig zu ändern ist es wichtig, sich nicht zu
viel vorzunehmen und langsam voran zu schreiten. ✨
✨Einen Schritt nach dem anderen. Der schwerste Schritt ist meist der Erste,
doch dann gehst du einfach immer etwas weiter. ✨
✨Fange mit etwas an, was dir leicht fällt, das motiviert mehr. ✨
2.4 SVADHYAYA= SELBST-
REFLEKTION /
SELBSTSTUDIUM
Svadhyaya heißt, sich auf die Suche
nachdem zu machen, wer wir
wirklich sind, sich seiner Selbst
bewusst zu sein

Eigenreflexion

sich mit den wichtigen Fragen des


Lebens zu beschäftigen

persönliche Weiterentwicklung

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2.4 SVADHYAYA: IM ALLTAG

Studiere die wichtigen Schriften wie die Bhagavad Gita, das Yogasutra von
Pantanjali, die vedischen Schriften und andere alte Weisheiten aber
natürlich auch neue inspirierende Bücher oder höre Podcasts.
Um immer wieder an das erinnert zu werden: worum es im Leben wirklich
geht und wer wir wirklich sind.
Versuche deine Talente und Fähigkeiten ans Licht zu bringen und sie
umzusetzen.
Gestehe dir deine eigene Schwächen ein.
Nimm Identifikationen wahr, ohne sich immer wieder von den Gedanken,
Gefühlen und Vorstellungen (dem eigenem Ego) leiten und lenken zu
2.5 ISHVARA PRANIDHANA =
SELBSTHINGABE
• Ishvara Pranidhana- Vertrauen an
etwas Höherem, die die
Anerkennung eigener Grenzen
voraussetzt
• Vertrauen in diese höhere Kraft
zu setzen und sich von dieser
leiten und tragen zu lassen
• dem Fluß des Lebens hinzugeben
& das Leben mit all seinen
Höhen und Tiefen anzunehmen
• es geht nicht darum, immer alles
toll zu finden, sondern vielmehr,
nicht ständig mit den Dingen zu
hadern, die wir nicht verstehen
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und auch nicht ändern können
• Eins sein mit der Natur
2.5 ISHVARA PRANIDHANA :
IM ALLTAG
Übe dich in einer gleichmütige(re) Grundhaltung: wie Akzeptanz, Vertrauen
und Hingabe, dann lösen sich oft viel mehr Probleme als im „Kampfmodus“.

Wirke nur dort mit, wo du selbst noch Einfluss haben kannst.

Meditiere, meditiere, meditiere….


ABSCHLUSS

Yoga ist für viele von uns ein Weg.


Der berühmte Yogaweg mag für einige einfach der Weg zum nächsten Studio oder auf die
Yogamatte zu sein.
Er führt an Starbucks vorbei oder einem Drogeriemarkt direkt in die Umkleide, mehr wissen
wir über ihn nicht zu sagen.
Für andere ist er aber auch mehr als der Weg in die Umkleide: der Versuch, einen Weg zu
gehen, der zur Selbsterkenntnis und einem erfüllten Leben führt.

Mit diesem Booklet möchte ich gerne allen Menschen zeigen, dass in UNS ein größeres
Potenzial steckt, als wir selber vermuten. Wir können die Veränderung selbst sein die wir
immer in anderen sehen wollen.
Und auch wenn die Yamas und Niyamas keine To-do-Liste sind die man einfach mal so
abarbeiten kann um ein besserer Mensch zu werden, wird dich sicherlich hin und wieder der
ein oder andere Satz in bestimmten Situationen wieder einfallen. Was Du mit diesem
Bewusstsein machst, liegt dann in Deinen Händen…

Keiner von uns kann die Welt von ganz alleine verändern, aber in dem wir Änderungen in
unserem Leben vornehmen und andere ermutigen, dasselbe zu tun, tritt ein Schneeballeffekt
Wie ihr seht ist Yoga so viel mehr als die rein körperliche Praxis uns es mir eine ganz
besondere Freude die Vielfältigkeit und Vielseitigkeit von Yoga mit euch zu teilen. Ich
integriere die Vielschichtigkeit des Yoga auch in all meinen Stunden. Wenn du also
noch tiefer eintauchen möchtest, freue ich mich über ein Wiedersehen auf der
Yogamatte, dem Meditationskissen oder einen Austausch bei einer meiner Philosophie
LET’S STAY CONNECTED Stunden.
Du kannst mir natürlich auch jederzeit eine Mail schreiben wenn Fragen aufkommen
oder du dir mehr Einsicht zu ganz bestimmten Themen wünschst.
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