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Lernen mit der Tierparade
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Lesen und Schreiben lernen


mit der Tierparade · Band 1
Klasse 1

individuell · selbstgesteuert · 3-fach differenziert

Beatrix Lehtmets · Liane Vach


Bei Bedarf bieten die Autorinnen Fortbildungen zur Tierparade an.
Kontaktdaten: bealehtmets@web.de, liane.vach@web.de

Lesen und Schreiben lernen mit der Tierparade Band 1 © 2013 AOL-Verlag, Hamburg
AAP Lehrerfachverlage GmbH
Beatrix Lehtmets studierte in Göttingen die Fächerschwerpunkte Kunst und Alle Rechte vorbehalten.
Englisch für Grund- und Hauptschulen. Sie ist seit 1994 im Grundschulbereich
tätig. Veritaskai 3 · 21079 Hamburg
Fon (040) 32 50 83-60 · Fax (040) 32 50 83-50
info@aol-verlag.de · www.aol-verlag.de

Redaktion: Kristin Schimpf


Liane Vach studierte in Göttingen die Fächer Deutsch, Musik und Sport. Layout/Satz: Satzpunkt Ursula Ewert GmbH,
Seit 1986 arbeitet sie als Lehrerin im Grundschulbereich. Bayreuth
Illustrationen: Beatrix Lehtmets
Die Autorinnen arbeiten gemeinsam an der Löwenzahn Grundschule in Moringen
in Südniedersachsen. Im Mittelpunkt ihrer Lehrertätigkeit steht seit vielen Jahren ISBN: 978-3-403-40174-2
das Erstellen differenzierter Materialien für ein individuelles Lernen an Arbeits-
plänen und Lernwerkstätten.

Das Werk als Ganzes sowie in seinen Teilen unterliegt dem deutschen Urheberrecht. Der Erwerber des Werkes ist berechtigt, das Werk als Ganzes oder in seinen
Teilen für den eigenen Gebrauch und den Einsatz im Unterricht zu nutzen. Die Nutzung ist nur für den genannten Zweck gestattet, nicht jedoch für einen weiteren
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Inhaltsverzeichnis

Liebe Kolleginnen und Kollegen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2


1. Didaktische und methodische Hinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.1. Tiergeschichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.2. Reime zu den Tiergeschichten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
1.3. Anlautuhr. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
1.4. Lernwerkstatt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
1.4.1. Laufzettel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
1.4.2. Erarbeitung der Buchstaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
1.4.3. Wahrnehmungsschulung unter Einsatz unterschiedlicher Sinne . . . . . . . . . . . . . . 13
1.4.4. Einsatz von Medien und Materialien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
1.5. Lesetraining . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
1.6. Schreibtraining . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
1.7. Fächerübergreifende Einheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
2. Praktische Erfahrungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
3. Hinweise zu den Arbeitsmaterialien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
3.1. Materialien zu den Buchstaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
3.2. Materialien zum Buchstabenfest . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
4. Schlussbemerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
5. Legende . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
6. Literaturverzeichnis. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
7. Kopiervorlagen/Arbeitsmaterialien
7.1. Anlautuhr. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
7.2. Tierreime . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
7.3. Wortkarten zur Station 2: Akustische Differenzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
7.4. Je eine Tiergeschichte, ein Laufzettel und Stationsmaterialien zu:
Mimo, die Maus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Ada, die Ameise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
Isi, der Igel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
Otti, der Otter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
Pit, der Pinguin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
Tilli, die Taube . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
Lissi, die Libelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
Hans, der Hase . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
Fritz, der Fuchs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
Udo, der Uhu. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78
Ron, der Rabe. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
Nelli, das Nashorn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88
Susi, die Sau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
Egon, der Esel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98
Don, der Dackel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
Kalle, der Kater. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108

DVD-Inhalte
 Anlautuhr in Farbe (.pdf)
 Laufzettel als editierbare Word-Vorlage (.doc)

 Station 1 (Optische Differenzierung):

– editierbare Word-Vorlagen zu allen drei Differenzierungsstufen (.doc)


– Kontrollblätter zu allen Arbeitsblättern (.pdf)
 Station 6 (Whiteboard):

– Whiteboardfolien zu allen Buchstaben (.notebook)


© AOL-Verlag

– Kopien aller Folien zum Ausdrucken (.pdf)


– Infoblatt mit Hilfen und Hinweisen zu den Whiteboardfolien (.pdf)
 Bilddateien: Anlautbilder, Tierbilder und Piktogramme, jeweils in Farbe und Graustufen

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Schulanfang ist eine spannende Situation für die Kinder und uns Lehrkräfte. Die erste
Begegnung gleicht dem Öffnen einer Wundertüte. Die Schulanfänger kommen mit unterschied-
lichen Voraussetzungen und Motivationen in den verschiedensten Entwicklungsstufen aus
unterschiedlichen Elternhäusern in die Schule. Doch wie sollen wir als Lehrkräfte jedem dieser
individuellen Kinder einen positiven Zugang in die Welt der Buchstaben und Wörter ermögli-
chen?
Auf dem Markt existieren viele gute Fibeln, Ideen und Konzepte zum Lese- und Schriftsprach-
erwerb. Jedes Konzept führt zum Erfolg, vorausgesetzt, die Lehrkraft setzt es in ihrer Lern-
gruppe so ein, dass möglichst alle individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Eine starre
Vermittlung des Lesens und Schreibens, in der allen Kindern dieselben Inhalte in gleichem
Lerntempo angeboten werden, erfüllt diesen Anspruch nicht.
Erfahrungsgemäß gestaltet sich das individuell ausgerichtete Lernen kompliziert, denn die
Heterogenität der Lerngruppen erfordert zunehmend Differenzierungsformen, die bewusst
offen gehalten, jedoch auch systematisch eingesetzt werden müssen. Spätestens während des
Auswertungsprozesses der Dokumentation individueller Lernentwicklungen wird deutlich, dass
differenzierte Arbeitsformen und -materialien nötig sind, um Kindern einen motivierten Lernfort-
schritt zu ermöglichen. Wäre da nicht noch der Anspruch, Kinder möglichst früh mit freien
Arbeitsformen zu konfrontieren und sie an das selbstgesteuerte Lernen heranzuführen. Wie wir
alle wissen, ist dieser Prozess sehr dienlich zur Förderung von Selbstständigkeit und Eigen-
verantwortung.
So kam es dazu, dass wir zunehmend selbst Arbeitspläne und Materialien zusammengestellt
haben – aus vorhandenen und bewährten Vorlagen und dies meist unter der Berücksichtigung
mindestens dreier Differenzierungsmöglichkeiten qualitativer und auch quantitativer Art. Hinzu
kam, dass zunehmend Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Rahmen des Re-
gionalen Integrationskonzeptes in den Unterricht eingebunden wurden, auch wenn sie phasen-
weise zieldifferent beschult werden. Für diese Kinder musste ebenfalls gesorgt werden. Dieser
Prozess dauerte mehrere arbeitsreiche Jahre, begleitet von Erfolgen, aber auch von Kritik, in
der mangelnde Vergleichbarkeit, Klassifizierung der Kinder in Leistungsstufen und eine aus-
einanderklaffende Leistungsspanne moniert wurden. Es gibt gute Bücher, die sich mit dem
Thema Differenzierung theoretisch und praktisch auseinandersetzen – das soll hier nicht
unsere Aufgabe sein.
Gelernt haben wir, dass die Berücksichtigung individueller Lernvoraussetzungen Kindern Lern-
frust ersparen kann und ihnen auch vermittelt, dass Heterogenität erwünscht ist und das Leben
bereichert.
So ist die Tierparade entstanden: eine Sammlung von Arbeitsmaterialien zum Lese- und
Schriftspracherwerb, aus dem Bedürfnis heraus, freie Arbeitsformen schon von Anfang an zu
ritualisieren und überschaubare sowie flexibel einsatzbare Materialien zur Hand zu haben, die
Differenzierungen anbieten und ein selbstgesteuertes Lernen anbahnen.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Schülerinnen und Schülern viel Freude und tolle Erfolge beim
Lernen mit der Tierparade!
Ihre
© AOL-Verlag

Beatrix Lehtmets und Liane Vach

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1. Didaktische und methodische Hinweise

Um Ihnen die Arbeit mit den Materialien zur Tierparade zu verdeutlichen, möchten wir Ihnen
einige methodische Tipps zum Ablauf einer typischen „Buchstabenwoche“ geben.
Die von uns gewählte Reihenfolge der Buchstabeneinführung gleicht der des Lehrwerks
„Löwenzahn und Pusteblume“ vom Schroedel Verlag, da eine Einführung in alphabetischer
Reihenfolge nicht der Buchstabenhäufung im Sprachgebrauch der Kinder entspricht. Die
Geschichten und Lernangebote der Tierparade können Sie aber natürlich auch – in flexibler
Buchstabenreihenfolge – als Zusatzmaterial zu jeder anderen Fibel nutzen oder als eigenstän-
diges Gesamtwerk individuell einsetzen. Da Wörter mit X und Y im Sprachgebrauch der Schul-
anfänger kaum vorhanden sind, haben wir auf inhaltsbezogene Materialien zu diesen Buchsta-
ben verzichtet, mit Ausnahme der graphomotorischen Erarbeitung und Übung.

Den Einstieg in die Arbeit mit einem


neuen Buchstaben bildet immer ein
Buchstabengeburtstag. Die Kinder prä-
sentieren nach vorheriger Ankündigung
mitgebrachte Gegenstände mit dem
jeweiligen Anlaut auf dem „Geburtstags-
tisch“ des Sitzkreises. Während des Hin-
legens sprechen sie den Laut und den
Namen des Gegenstandes.
Den inhaltlichen Rahmen zum Erarbei-
ten des neuen Buchstabens bildet eine
Tiergeschichte mit entsprechender
Buchstabenhäufung (siehe 1.1.). Die Präsentation bietet sich als Lehrervortrag im Anschluss
an das Vorstellen der mitgebrachten Gegenstände an. Vielleicht ist sogar das ein oder andere
Tier aus der Geschichte dabei, sodass es als Handpuppe zur individuellen Gestaltung dienen
kann.
In unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschichte stehen die Tierreime zu jedem Buchsta-
ben (siehe 1.2.). Hier wird der Inhalt der Tiergeschichte noch einmal in komprimierter Form
gesprochen, gelesen und/oder auswendig gelernt.
Die Einführung der graphomotorischen Besonderheiten und der Schreibrichtung des neuen
Buchstabens finden am Whiteboard oder an der Tafel statt. Während die Lehrerin1 den Buch-
staben vorstellt, schreiben die Kinder die Form in der Luft mit. Im Anschluss daran bietet sich
das individuelle, differenzierte und selbstgesteuerte Lernen des Buchstabens im Rahmen einer
Lernwerkstatt (siehe 1.4.) an. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, dass die Kinder die Materialien
aus der Lernwerkstatt in einer Mappe sammeln, um sie jederzeit nutzen zu können. Gerade für
das Lesetraining im häuslichen Rahmen können die Texte so immer wieder zur Hand genom-
men werden. Auch das selbstständige Führen eines Laufzettels (siehe 1.4.1.) benötigt bestimmte
Organisationsformen. Wir haben für die Arbeit mit der Lernwerkstatt stets den darauffolgenden
Unterrichtstag gewählt. Eine Doppelstunde sollte dafür zur Verfügung stehen (siehe 1.4.2.).
Innerhalb der Werkstatt ist es wichtig, dass die Kinder die Buchstaben mit möglichst vielen
© AOL-Verlag

1
Um die Lesbarkeit des Textes zu vereinfachen und da in der Grundschule vornehmlich Lehrerinnen arbeiten, wird im Fol-
genden ausschließlich die weibliche Form verwendet. Selbstverständlich sind damit zu jeder Zeit Menschen beider
Geschlechter gemeint.

3
1. Didaktische und methodische Hinweise

Sinnen (siehe 1.4.3.) erarbeiten. Am Ende jeder Tiergeschichte wird ein freier Schreibanlass
geschaffen, welcher in der Lernwerkstatt aufgegriffen wird.
Die Medienvielfalt der Tierparade ist groß. Nur so können wir sowohl den Kindern als auch
Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, eine Abwechslung und Motivation auf vielfältige Art und
Weise anbieten (siehe 1.4.4.). Natürlich dürfen beim individuellen Angebot zum Lese- und
Schriftspracherwerb keine differenzierten Lesetexte (siehe 1.5.) zu jedem Buchstaben fehlen.
Das zusätzliche differenzierte Schreibtraining gliedert sich in Angebote zum Schönschreiben
und zum Anlautschreiben (siehe 1.6.).
Zu bestimmten Buchstaben bietet es sich zudem an, fächerübergreifende Einheiten anzubie-
ten, zum Beispiel ein Bienenprojekt zum „B“ oder ein Wetterprojekt zum „W“. Im Unterricht
unserer ersten Klassen haben wir mit dieser projektorientierten Arbeit große Teile des Sach-,
Kunst-, Musik- und Religionsunterrichts abgedeckt (siehe 1.7.).
Unser Bestreben, die Arbeitsmaterialien zum Lese- und Schriftspracherwerb möglichst indivi-
duell auf die Bedürfnisse der Kinder abzustimmen, wird im groben Überblick einer Buchstaben-
woche sicherlich schon deutlich. Der Zeitrahmen von einer Schulwoche ist ein ungefähres
Richtmaß und variabel. Ein wesentlicher methodischer Aspekt für uns ist das frühe Anbahnen
eines selbstgesteuerten Lernens (vgl. Klippert 2004, S. 27). Dabei können die Kinder aus ver-
schiedenen Pflicht- und Lernangeboten wählen. Die Reihenfolge der Bearbeitung dürfen sie
selbst bestimmen. Für das Erfolg bringende Arbeiten mit qualitativ und quantitativ differenzier-
tem Material benötigen die Kinder eine gewisse Selbsteinschätzung. Diese ist sicherlich in der
ersten Schulwoche noch nicht ausreichend vorhanden, doch als prozessorientiertes Lernen ein
angestrebtes und erreichbares Ziel. Schnell haben unsere Erstklässler gelernt, welche Menge
oder welchen Schwierigkeitsgrad sie bewältigen können. Viele Arbeitsmaterialien zur Tier-
parade sind in drei Niveaustufen vorhanden, sodass es jedem Kind gelingen müsste, zum
Erfolg zu kommen. Die niedrigste Anforderungsstufe trägt den Kreis als Symbol ( ). Das
mittlere Leistungsniveau ist durch das Quadrat ( ) und das schwierigste Lernangebot mit
dem Dreieck ( ) gekennzeichnet. Bei der Auswahl der Symbole haben wir uns an unserer
Schule viele Gedanken gemacht. Diese drei geometrischen Formen finden wir neutral und
wertfrei.
Für die Erledigung der Aufträge können die Kinder meistens selbst über die Sozialform ent-
scheiden. Wichtig ist, dass sie ihre Aufgaben selbstständig in überwiegender Einzel- oder
Partnerarbeit erledigen. Die Gruppenarbeit wird im ersten Schuljahr z. B. beim Spielen der dif-
ferenzierten Lernspiele und in fächerübergreifenden Projekten angebahnt.
Zur Dokumentation des Erlernten dient ein Laufzettel, den die Kinder eigenständig führen sol-
len. Dieser bietet den Kindern die Möglichkeit der Selbstkontrolle, garantiert aber auch der
Lehrerin jederzeit den erforderlichen Überblick über das Geleistete. Die Selbstkontrolle ist ein
ganz wichtiger Aspekt des selbstgesteuerten Lernens. Nach Erledigung einer Station überprüft
jedes Kind das Ergebnis an einer Kontrollstation. Dem einen oder anderen Kind ist die Lehrer-
rückmeldung allerdings trotzdem noch wichtig. Bei Entdeckung eines Fehlers ist es ratsam,
nicht mit dem Rotstift zu korrigieren, sondern das Kind aufzufordern, die entsprechende Stelle
noch einmal zu überdenken.
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1. Didaktische und methodische Hinweise

Die Ergebnisse der Lernwerkstatt (z. B. der frei geschriebene Text zu Station 7) werden von den
Kindern vorgelesen. Diese Präsentation geschieht meist erst einzeln bei der Lehrerin und spä-
ter in der Kleingruppe. Dazu bieten sich regelmäßige Reflexionsrunden (vgl. Klippert 2004,
S. 81) am Ende der Arbeit in der Lernwerkstatt an, in denen die Kinder das Vorgelesene ihrer
Mitschüler unter einem bestimmten Hörauftrag betrachten, z. B. „Wie viele Freunde hat Anna
in das Freundebuch von Isi, dem Igel, geschrieben? Zähle mit!“
Ein Hinweis ist uns noch wichtig: Klare und strukturierte Arbeitsaufträge in ritualisierten Abläu-
fen ermöglichen Transparenz und fokussieren das Augenmerk auf das Wesentliche. Nur so
erzeugt die geschaffene Lernsituation eine Atmosphäre, in der die Kinder die nötige Sicherheit
erhalten, die sie zum selbstbewussten Handeln und zum Erreichen des Lernziels brauchen.

1.1. Tiergeschichten Lissi, die Libelle


Lissi, die kleine Libelle,
ist schon ganz aufgereg
Den inhaltlichen Rahmen für die Erarbeitung g Freundin, holt sie ab, dam
können.
ist ihr erster Tag an der
it die beiden Libellen den
Flugschule. Lotta, ihre
Schulweg gemeinsam
t. Heute
lustige
zurücklegen
des neuen Buchstabens bildet eine Tierge- Langsam fliegen sie in
Eine Lerche zwitscher
Richtung Leuchtturm,
denn dort soll der Unte
t laut in der Ligusterhe rricht stattfinden.
schichte zum Vorlesen durch die Lehrerin. Die dorhündin, ihrem Nest
gerade lustige Zirkuswag
zu nahe kommt. Auf der
cke. Sie ist besorgt, weil
Landstraße sehen die
Lady, die Labra-
beiden Libellen
en mit Lamas und Löwe
Hauptfigur ist ein Tier, welches den Buchsta- und Lissi weiter. „Has
Lacherbsen dazu“, sche
t du an deine Limonade
rzt die lustige Lotta.
n vorbeifahren. Lässig
gedacht?“, fragt Lissi.
fliegen Lotta
„Klar, mit leckeren

ben als Anlaut im Namen und in der Tierart Leider kommen sie viel
schwachen Licht der
zu früh am Leuchtturm
Dämmerung. „Bleibt locke
an, denn die Lampen
blinken noch im
älterer Libellenjunge, r“, flüstert leise eine Stim
trägt, z. B. „Lissi, die Libelle“. Obwohl das schenkt er den beiden
kommt lässig mit einem
Erstklässlerinnen zwei
Looping um die Ecke geflo
leckere Lutscher. Lissi
me. Leo, ein
gen. Lächelnd
ken sich für die Lollis. und Lotta bedan-
Tier in der kindgerechten Illustration anato- lenmädchen.
„Leider ist Leo nicht in
unserer Klasse“, denk
en die beiden Libel-
Der Leuchtturm ist für
misch korrekt ist, zeigt es im inhaltlichen Lehrerinnen haben soga
Langner, denn die soll
die Einschulung mit lila
r Lippenstift aufgetrag
Luftballons und Lametta
en. Lotta freut sich beso
geschmückt. Die
ihr Lieblingsfach unte nders auf Frau
Kontext menschliche Charaktereigenschaf- Gerade als die lustig
Gebüsch. Von links latsc
e Feier beginnen soll,
rrichten.
kommt ein lautes Gerä
ht lässig Hans, der Hase usch aus dem
ten. So fühlen die Kinder mit den Tieren, hat einen Ranzen mit
sieht. Liebevoll erklärt
Locher, Lineal und Löffe
, heran. Er will auch fliege
l dabei. Die Lehrerin
n lernen und
lacht, als sie ihn
sie Hans, dass er zum
Fliegen leider Flügel brau
denn sie identifizieren sich mit ihrer Situation ist das Gespräch etwa
Nun kann die Einschulu
s lästig; er schlurft sofor
t wieder los in Richtung
cht. Dem Hasen
Lärchenwald.
ngsfeier endlich begin
in der Geschichte. Aus diesem Grund wurde der Leuchtturmschule
Jetzt tragen die älteren
um die Ecke. Sie spiel
Libellen ein lustiges Gedi
en
nen. Lärmend fliegt das
Lissi s Liebl
Blasorchester
ingslied „Über den Wolk
en“.
kann sich vor Lachen cht für die Schulanfänger
auch gezielt das Präsens als Zeitform AG auf die Bühne. Sie
kaum noch halten. Von
haben ihre Flügel lila gefä
links fliegen dann die
vor. Lotta
Libellen der Tanz-
schule. Elegant schweben rbt, so wie die Farben
der Leuchtturm-
gewählt. Die Kinder sollen das Geschehen lässig einen Looping dreh
Schulleiterin, Frau Linni
sie auseinander und wied
en. Lissi und Lotta klats
er zusammen, bis sie zum
chen begeistert mit den
Schluss
ng, teilt die Libellen in Flügeln. Die
der Tiergeschichte hier und jetzt miterleben. Glück; gemeinsam komm
richtsstunde in der Leuc
en sie in die Klasse von
Flugklassen ein. Lotta
Frau Langner. In ihrer
und Lissi haben
ersten Unter-
htturmschule müssen
alle Libellenkinder ihr
Um den Schülern mit den Vorlesegeschich- herausholen und groß
ihrer Lieblingslehrerin.
e und kleine L hineinsch
reiben. Dabei bekommt
neues Lehrbuch
Lissi viel Lob von

ten eine Möglichkeit der Sprachschatzer- Nach einem erlebnisre


empfangen. „Ich habe
ichen ersten Schultag
dir dein Lieblingsessen
wird Lissi von ihrer Libel
lenm utter lächelnd
Mama. Doch Lissi muss gekocht, eine leckere
weiterung anzubieten, wird bewusst Lasagne“, sagt die
© AOL-Verlag

ihr erst mal zeigen, was


hat … sie in ihr neues Lehrbuch
geschrieben

anspruchsvolleres Vokabular verwendet.


Die Auseinandersetzung mit dem Gesche- 63

hen soll den Mädchen und Jungen Freude bereiten


und ihnen somit einen motivierenden Einstieg in die Arbeitswoche mit dem neuen Buchstaben
bieten. Gerade Kinder mit Wahrnehmungsstörungen benötigen Unterstützung auf unterschied-
lichen Ebenen. Der inhaltliche Kontext der Tiergeschichten und das vielfältige Beschäftigen
damit im Laufe der Buchstabenwoche bieten eine langfristige Merkhilfe. Die Identifikation mit
dem Tier ist an das Üben des Buchstabens bzw. Lautes gekoppelt.
Bei der Verwendung der Wörter ist ein besonderer Schwerpunkt auf die Häufung des jeweiligen
Buchstabens gelegt worden. Dadurch wird den Kindern eine Reihe von Wörtern mit dem zu
lernenden Laut in einem inhaltlichen Zusammenhang präsentiert. Am Ende jeder Tierge-
© AOL-Verlag

schichte wird der Hörer als aktiver Gestalter gefordert, denn ein freier Schreibanlass wird
angebahnt. Dieser wird im Anschluss an das Vorlesen mit den Kindern mündlich erarbeitet. An

5
1. Didaktische und methodische Hinweise

Station 7 in der Lernwerkstatt findet dann die Textproduktion statt. Allein der Aspekt, sich für
das Tier und nicht für die Lehrerin kreativ mit der Schriftsprache auseinanderzusetzen, schafft
bei den Kindern große Motivation.
Die Geschichten der Tierparade sind grundsätzlich unabhängig voneinander einsetzbar. Sie
müssen jedoch bei der Nutzung der Materialien den Lernfortschritt Ihrer Klasse im Fokus
haben. Dann können Sie die Geschichten an die von Ihnen gewählte Reihenfolge der Buchsta-
ben anpassen. Es besteht die Möglichkeit der inhaltlichen Verbindung der einzelnen Geschich-
ten, denn die Hauptfigur trifft im Schlussteil jeder Erzählung kurz das nächste Tier. Diese
Vorschau auf die folgende Buchstabenwoche erzeugt Spannung und stellt die Möglichkeit
eines gezielten Hörauftrags beim Zuhören dar. Beim Verändern der Reihenfolge können Sie
die Begegnung mit dem nächsten Tier ebenfalls individuell austauschen.

Tierreime

1.2. Reime zu den Tiergeschichten Lissi, die Libelle, ist aufg


eregt,

denn heut’ wird durch


die Luft gefegt.
Zu jeder der Tiergeschichten gibt es einen kurzen Der Leuchtturm ist von
fern zu sehn,
Vierzeiler in Reimform (AABB). Durch die Komprimie- zur Schule will Lissi dort
gehn.
rung des Geschichteninhalts auf wenige Zeilen stellt
der Reim eine zusätzliche Verständnishilfe dar. Das Hans, der Hase, wünsch
t sich eben,
kann gerade für Kinder mit geringem Wortschatz und auch mal durch die Luft
zu schweben.
für Schüler, die Deutsch als Zweitsprache erlernen, Doch das Fliegen klap
pt nicht recht,
hilfreich sein. Doch auch als Leseübung für Fortge-
denn ohne Flügel geh
schrittene und als „Reim der Woche“ bietet sich der t das schlecht.

Tiervers an. Das Auswendiglernen trainiert die Merk- Fritz, der Fuchs, findet
Fußball gut,
fähigkeit der Kinder. Der inhaltliche Zusammenhang doch Profi werden brau
cht viel Mut.
mit der Tiergeschichte erleichtert diesen Lernpro-
Schon sind alle Spieler
zess. da,

ein Franzose ist sein Star


.

© AOL-Verlag
26

1.3. Anlautuhr

Die Anlautuhr findet von Beginn des ersten Schuljah-


res ihren Einsatz. Zu jedem großen und kleinen Buch-
staben des Alphabets wird ein Bild dargestellt, das
einen Gegenstand oder ein Tier zeigt, dessen Name
mit dem jeweiligen Anlaut beginnt. Die Kinder können
sich mithilfe dieser Anlautuhr die entsprechenden
Phoneme selbstständig erschließen und den Gra-
phemen zuordnen. Dies ermöglicht von Anfang an
eine individuelle und leistungsdifferenzierte Arbeit.
Die Schüler bestimmen ihr Lernpensum selber,
unabhängig von der Einführung der Buchstaben im
Klassenverband. Manche Kinder arbeiten in kürzes-
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ter Zeit mit allen Buchstaben des Alphabets.

6
1. Didaktische und methodische Hinweise

Wir haben uns für die Anordnung der Buchstaben in Form einer Uhr entschieden, da der Zeiger
eine zusätzliche Orientierungshilfe darstellt. Sie finden die Anlautuhr als Kopiervorlage in
Graustufen im Heft und als farbige Vorlage auf der DVD. Es empfiehlt sich, die kreisförmige
Anlautuhr zu laminieren, bevor Sie den Zeiger mithilfe einer Musterklammer anbringen.
Alle Bilder der Anlautuhr befinden sich in digitaler Form farbig und in Graustufen auf der DVD
und ermöglichen Ihnen auch unabhängig von den bereits vorhandenen Materialien die Erstel-
lung individueller Arbeitsblätter für die Arbeit mit der Anlautuhr.

1.4. Lernwerkstatt

Die Lernwerkstatt ist das „Herzstück“ des Lesen- und Schreibenlernens mit der Tierparade. Das
individuelle Erarbeiten des jeweiligen Buchstabens findet an sieben Stationen statt. Selbstge-
steuert lernt jedes Kind den Buchstaben mit verschiedenen Sinnen kennen und wählt dabei die
Reihenfolge, die individuelle Zeiteinteilung, die Sozialform und den differenzierten Schwierig-
keitsgrad der Aufgaben aus. Die Devise lautet: So viel Eigenverantwortung wie möglich, aber
nur so viel Lehrerunterstützung wie nötig (vgl. Klippert 2004, S. 66)! Der Zeitrahmen für die
Arbeit in der Lernwerkstatt umfasst in der Regel eine Doppelstunde. Nicht beendete Arbeiten
können am Anfang der nächsten Stunde abgeschlossen werden.

1.4.1. Laufzettel

Den organisatorischen Rahmen für das Arbei-


ten in der Lernwerkstatt bildet ein Laufzettel.
Die äußere Form ist stets gleich angelegt,
damit sich jedes Kind gut orientieren kann.
Als Alternative wäre auch ein großer Laufzet-
tel für die gesamte Klasse denkbar. Der Lauf-
zettel erfordert jedoch am Anfang Orientie-
rungshilfen für die Erstklässler, z. B. Farben
oder Zahlen als Unterstützung. Um die Wort-
grenzen deutlicher zu kennzeichnen, sind die
Wortabstände auf den Laufzetteln des ersten
Schulhalbjahres etwas größer als im zweiten
Halbjahr.
Zu Beginn der Doppelstunde tragen die Mädchen und Jungen beim Einzellaufzettel ihren
Namen und ihre Klasse ein. Das Tier aus der dazugehörigen Geschichte bildet inhaltlich und
auf dem Laufzettel optisch die zentrale Figur. Im nächsten Schritt heften die Kinder die Tabelle
in ihre Tierparadenmappe ab. Während des Arbeitens an den sieben Stationen müssen sie das
Erledigen der Aufgaben selbstständig auf dem Laufzettel kennzeichnen, indem sie den Buch-
staben in der rechten Spalte nachspuren oder ausmalen. Bei Station 1 und 6 gilt die Aufgabe
erst als fertig bearbeitet, wenn das Kind eine Selbstkontrolle an der entsprechenden Stelle
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vorgenommen hat. Im zweiten Schulhalbjahr haben wir zu diesem Zweck eine zusätzliche
Kontrollspalte auf dem Laufzettel hinzugefügt.

7
1. Didaktische und methodische Hinweise

Damit Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, den Laufzettel individuell auf Ihre räumlichen und
medialen Möglichkeiten abstimmen können, bieten wir Ihnen auf der DVD eine editierbare
Laufzettel-Maske als Gestaltungsgrundlage.

1.4.2. Erarbeitung der Buchstaben

Station 1 der Lernwerkstatt widmet sich der visuel-


len Wahrnehmung des aktuellen Buchstabens. In
den ersten acht Wochen haben wir jedoch den
Schwerpunkt auf die taktile Wahrnehmung gelegt
(siehe Laufzettel Nr.1– 8). Hier haben die Kinder
den aktuellen Buchstaben mit einem Seil gelegt und
barfuß gespürt. Die Materialien zur optischen Diffe-
renzierung stehen Ihnen aber selbstverständlich
von Anfang an zur Verfügung und sind auch als
didaktische Reserve sinnvoll einsetzbar. Ab der 9.
Woche sind die Materialien dann in den Laufzetteln
aufgeführt. Aus drei verschiedenen Schwierigkeits-
stufen können die Kinder eine Aufgabe zur opti-
schen Differenzierung wählen. Bei der Einführung
der ersten Buchstaben gilt es, nur den Buchstaben
zu erkennen und zu kennzeichnen; später sind es
ganze Wörter mit dem gesuchten Graphem.
Die waagerechte Anordnung erscheint uns in den
Anfängen und für Graphemverbindungen (eu, ei, sp
…) sinnvoller und übersichtlicher.
Im zweiten Halbjahr des ersten Schuljahres sollen sich die Kinder sowohl senkrecht als auch
waagerecht in einem Wortgitter orientieren und die gefundenen Wörter dann in ein Linien-
system übertragen. In der Länge und Menge der Wörter und der Groß- und Kleinschreibung
stecken viele Differenzierungsdetails. Doch auch an dieser Stelle stehen Ihnen als Lehrerin
zwei editierbare Masken zur individuellen Gestaltung in dreifacher ( ) Differenzierungs-
form zur Verfügung.
Für jeden Schwierigkeitsgrad der optischen Differenzierung gibt es ein Kontrollblatt zum Aus-
drucken auf der beiliegenden DVD, welches auch als Hilfslehrer fungieren kann. Die Selbst-
kontrolle im Anschluss an das Erledigen einer Aufgabe sehen wir als wichtigen Aspekt des
selbstgesteuerten Lernens. Auch wenn wir als Lehrerinnen noch einen Fehler entdecken, ist
die wiederholte Selbstkontrolle des Kindes mit einem Suchhinweis sinnvoller als das „Ansetzen
des Rotstiftes“.
Da die Kinder lernen sollen, sich die Aufgabenstellung möglichst selbstständig zu erschließen,
erschien uns die Verwendung immer wiederkehrender Piktogramme als sinnvoll.
Das Auge symbolisiert das genaue Hinschauen, sowohl bei der visuellen Wahrnehmung
als auch bei der Kontrolle. Den Pinsel verbinden die Kinder mit einem Mal- oder
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Nachspurauftrag, die Brille fordert sie zum Lesen auf und der Stift zeigt ihnen
eine Schreibaufgabe an.

8
1. Didaktische und methodische Hinweise

An der Station 2 der Lern-


werkstatt geht es um die Schu-
lung der akustischen Wahr-
nehmung. Gerade in Zeiten
der ständigen Reizüberflutung
(vgl. Gesundheitsseiten24)
muss die Schule Basisarbeit
im Wahrnehmungsbereich
leisten. Immer mehr Schulan-
fänger weisen eine Auditive
Verarbeitungs- und Wahrneh-
mungsstörung (AVWS) auf;
ein gezieltes Training zur pho-
nologischen Bewusstheit wird
damit unausweichlich.
Wir haben das Glück, mit zwei Klassen einen gemeinsamen Gruppenraum mit sechs Compu-
tern nutzen zu können. Doch auch ein PC pro Klasse oder die Nutzung eines Computerraumes
sind wegen des geringen Zeitaufwandes an dieser Station ausreichend.
Grundsätzlich geht es darum, zum eingeführten Graphem (Schriftzeichen) das entsprechende
Phonem (Lautsegment) kennen zu lernen (vgl. Küspert 2001, S. 12). Unsere Empfehlung zur
Schulung der akustischen Wahrnehmung ist die Lernsoftware „Alfons Lernwelt Deutsch 1“
(Schroedel Verlag). Die Schüler arbeiten mit Headsets am PC und sollen aus der Anzahl von
10 gehörten Wörtern den gesuchten Laut erkennen. Hierbei empfiehlt sich das Einteilen fester
Arbeitsgruppen an einem Computer. Die Kinder melden sich nach kurzer Einarbeitungszeit
selbstständig im Lernprogramm an, bearbeiten ihre Höraufgabe, melden sich wieder ab und
sagen eigenständig dem nächsten Schüler auf der Gruppenliste Bescheid. Gewählte Medien-
helfer fahren die Computer zu Beginn der Lernwerkstattarbeit auch selbstständig hoch und am
Ende wieder herunter. Es ist unglaublich, welche Medienkompetenz die Erstklässler in kürzes-
ter Zeit erwerben!
Doch nicht jede Lehrerin kann auf einen Computer als Lernmittel zugreifen. In unserer compu-
terlosen Anfangszeit haben wir den Buchstaben an dieser Station kneten lassen. Eine Lern-
werkstatt zum Lese- und Schreibtraining ohne akustisches Wahrnehmungstraining erschien
uns jedoch unvollständig. Aus diesem Grund haben wir Ihnen alternativ Wortkärtchen zur Ver-
fügung gestellt. Hierbei müssen acht Wörter vorgelesen werden und die Kinder sollen hören,
ob das Wort den gesuchten Laut enthält. Als Antwort kann man sehr gut eine bestimmte Gestik
verabreden, z. B. ja – aufstehen, nein – sitzen bleiben. Unter den acht bereitgestellten Wörtern
ist immer der Name des Tieres aus der Tierparade, sodass ein Wiedererkennungsmoment
gesichert ist. Auf jedem Wortkärtchen zur akustischen Differenzierung befinden sich allerdings
auch zwei „Störer“ ohne den gesuchten Laut. Damit nicht ausschließlich Lehrerinnen, sondern
später auch gut lesende Kinder diese Station betreuen können, sind die „Störer“ durch eine
graue Hinterlegung gekennzeichnet.
Die Anlautuhr bietet an dieser Stelle für Kinder mit erheblichen Schwierigkeiten beim Hören der
Anlaute eine zusätzliche Unterstützung.
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9
1. Didaktische und methodische Hinweise

Auch an Station 2 bietet sich


die Gelegenheit der Differen-
zierung. Um den individuellen
Schwierigkeitsgrad zu erhö-
hen, sollen leistungsstarke
Kinder mit einer „Laut-Nelli“
(siehe Foto) zeigen, ob sich
der gesuchte Laut am Anfang,
in der Mitte oder am Ende des
gehörten Wortes befindet. Sie
stecken dabei einen Finger an
die entsprechende Stelle der
gebastelten Nashornfigur.
Eine Vorlage zum Vergrößern
dieser „Lautbestimmungs-
Nelli“ finden Sie bei den Wort-
karten zur akustischen Differenzierung. Möchten Sie diese Station nicht selbst betreuen und es
steht Ihnen noch kein fortgeschrittener Leser zur Verfügung, können Sie die Wörter vorher auf
einen Tonträger sprechen und während der Nutzung in der Lernwerkstatt von den Kindern
abspielen lassen.
Bei der Wortauswahl haben wir auf möglichst lautgetreue Graphemanordnungen geachtet. Bei
den Wörtern mit Auslautverhärtungen haben wir den Kindern als Hörhilfe Wortverlängerungen,
z. B. den Plural, hinzugefügt. Sollten Sie selbst Wortkarten erstellen, bedenken Sie, dass die
Kinder noch nicht selbstständig über diese Rechtschreibstrategien verfügen.

An der Station 3 der Lernwerkstatt geht es um die taktile Wahrnehmung. Die Form des Buch-
stabens muss „blind“ mit beiden Händen in einer Fühlkiste ertastet werden. Fertige Buchstaben
dafür kann man käuflich erwerben. Es gibt in vielen Klassengemeinschaften auch handwerklich
begabte Eltern, die gerne Buchstaben aus Holz sägen oder eine Fühlkiste bauen.
Um den individuellen Lernvoraussetzungen in diesem Bereich gerecht zu werden, bietet sich
eine Differenzierung über die Menge der Buchstaben in der Fühlkiste an. Diese kann zwischen
3–8 Stück variieren. Zu Beginn
des ersten Schuljahres haben
wir den Buchstaben der Woche
an dieser Station oft geknetet.
Alternativ wurde der Buch-
stabe (z. B. das S/s) mit einem
Seil gelegt und barfuß abge-
laufen. Eckige Buchstaben
(z. B. das I/i) kann man gut mit
Bauklötzen nachbauen. Wich-
tig ist an dieser Station, dass
die Kinder die Form der Buch-
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staben spüren!

10
1. Didaktische und methodische Hinweise

Die Schwerpunkte der Station


4 der Lernwerkstatt liegen im
Bereich der visuellen Wahr-
nehmung und der grapho-
motorischen Erarbeitung
der Buchstaben. Zum Schul-
jahresbeginn sollen die Kinder
den großen und kleinen Buch-
staben auf einem Tablett in
den Sand schreiben. Fortge-
schrittene schreiben Silben
und lautgetreue Wörter in die
körnige Masse. Nach kurzer
Zeit sind wir allerdings an die-
ser Station zu unseren „Zau-
berklammern“ übergegangen.
Hierbei spuren die Kinder das große und kleine Graphem mithilfe einer Büroklammer nach, die
oben auf dem nachzuspurenden Buchstaben liegt. Der Zaubereffekt entsteht durch einen
Magneten, der die Büroklammer unsichtbar auf der Unterseite des laminierten Blattes trans-
portiert und den die Kinder in der Schreibrichtung den Buchstaben entlangbewegen. Die rich-
tige Schreibrichtung und die Reihenfolge beim Nachspuren sind durch Pfeile und Punkte auf
der Arbeitsfolie vorgegeben.

Eine weitere graphomotori-


sche Erarbeitung des Buch-
stabens findet an Station 5
statt. Der Buchstabe wird als
feinmotorische Übung vom
großen zum kleinen Format
auf Tapeten und/oder an der
Tafel nachgespurt. Wieder ist
die Schreibrichtung durch
Pfeile und die Reihenfolge
durch Punkte vorgegeben.
Neben dem visuellen Training
an dieser Station wird auch die
Koordination mitgeschult.

Die Station 6 der Lernwerkstatt hat das Lesetraining als Ziel. Anhand dreifach differenzierter
Übungen zur visuellen Wahrnehmung werden die Buchstaben-Bild-Zuordnung, die Buchsta-
bensynthese sowie das Silbenlesen bis hin zum Lesen ganzer Sätze am interaktiven White-
board geschult. Selbst Übungen zur Sinnentnahme sind im Trainingsprogramm vorhanden:
Wort-Bild-Zuordnungen und Satz-Bild-Zuordnungen. Jede der Aufgaben bietet die Möglichkeit
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der Selbstkontrolle: Das Kind zieht einfach einen Pfeil zur Seite und es erscheint die Lösung,
welche mit dem eigenen Ergebnis verglichen wird. Bei Folien, auf denen viel Text zuzuordnen

11
1. Didaktische und methodische Hinweise

ist, kann die Lösung anhand der übereinstim-


menden Farben überprüft werden. Dieser selbst-
gesteuerte Prozess lässt sich aber auch durch
Schülerrückmeldungen (Hilfslehrer oder war-
tende Kinder) ersetzen bzw. variieren.
Der Einsatz der differenzierten Whiteboardmate-
rialien eignet sich hervorragend für die individu-
elle Förderung in Kleingruppen im Rahmen von
differenzierten Lesestunden und bereichert auch
außerhalb der Lernwerkstattarbeit den Unter-
richt.
Falls Sie nicht über ein Whiteboard verfügen,
wäre die Bearbeitung dieser Station auch kom-
munikativ möglich. Alle differenzierten Materialien zum Lesetraining an dieser Station sind als
Farbfolien im PDF-Format auf der beiliegenden DVD vorhanden. Hierzu können Sie auch mit
dem Laserdrucker eine Folie für den Overheadprojektor erstellen und die Zuordnungen mit
einem wasserlöslichen Stift vornehmen lassen. Allerdings müssten Sie dann eine Kontrollfolie
zum Vergleichen zur Verfügung stellen.

Individualisierende Schreibangebote berücksichtigen an Station 7 den unterschiedlichen Leis-


tungs- und Entwicklungsstand der Kinder durch die „offene“ Aufgabenstellung. „Differenzie-
rung und Individualisierung bilden die Voraussetzung für anhaltende Schreibmotivation.“
(Käferle 2007, S. 29). Wir verzichten bewusst auf eine starre Bildfolge und das Dreier-Linien-
system, um die Kinder in ihrer Schreibkreativität nicht einzuschränken. Die Überschrift gibt
keinen Ablauf vor und lässt individuelle Gestaltungsmöglichkeiten offen.
Die Tiergeschichte bietet den inhaltlichen Rahmen und schafft am Ende der Erzählung den
freien Schreibanlass. Der Aufforderungscharakter, dem Tier beim Schreiben z. B. eines Tage-
buches zu helfen, ist hoch. Jedes Kind schreibt Buchstaben, Wörter, kurze Sätze, kurze
Geschichten bis hin zu langen Nacherzählungen im Rahmen seiner Möglichkeiten. Meist sind
in den Texten der Kinder Buchstabenhäufungen sehr augenfällig, diese wurden jedoch in den
Tiergeschichten zum Vorlesen
auch bewusst angebahnt.
Wichtig beim selbstgesteuer-
ten Anfertigen von schriftli-
chen Arbeiten ist die anschlie-
ßende Präsentation des Pro-
duzierten. Die Kinder lesen ihr
Geschriebenes in kleinen
Gruppen (max. 5 Kinder),
sogenannten ersten „Schreib-
konferenzen“ (vgl. Menzel
1996), vor und geben sich
gegenseitig ein Feedback (vgl.
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Merz-Grötsch 2011). Viele


„Jungautoren“ holen sich vor-

12
1. Didaktische und methodische Hinweise

her allerdings die nötige Sicherheit durch die Rückmeldung bei der Lehrerin. Etwas frei oder
mithilfe der Anlautuhr inhaltsbezogen zu schreiben fällt den Kindern nach kurzer Zeit leicht. Die
Ergebnisse werden Sie überzeugen! Doch das Geschriebene selbst vorzutragen erfordert eine
hohe Lesekompetenz, die oft erst zu einem späteren Zeitpunkt gewährleistet ist. An dieser
Stelle sind Geduld und Zeit gefragt und eine Großgruppe ist eher ungeeignet.

1.4.3. Wahrnehmungsschulung unter Einsatz unterschiedlicher Sinne

So verschieden wie die Voraussetzungen der Erstklässler sind auch ihre Lernstrategien. Aus
diesem Grund haben wir beim Erarbeiten der einzelnen Buchstaben und Laute einen starken
Fokus auf die unterschiedlichen Wahrnehmungsbereiche gelegt. Da die akustische und taktile
Wahrnehmung erfahrungsgemäß eine mehr und mehr untergeordnete Stellung im Leben der
Kinder einnehmen, haben wir hierauf ein besonderes Augenmerk gerichtet (siehe Station 2
und 3). Leider haben sich die Wahrnehmungsschwerpunkte in der heutigen Kindheit auf den
visuellen Bereich verlagert. Schnelle Bilder im Fernsehen und am Computer müssen schon in
jungen Jahren verarbeitet werden (vgl. Gesundheitsseiten24). Die akustische Wahrnehmung
ist aber für den Lese- und Schreiblernprozess dringend notwendig. Das Durchgliedern der
Laute im Wort gelingt erst bei einem bestimmten Grad phonologischer Bewusstheit (vgl. Küs-
pert 2001, S. 12).
Zu den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Erstklässler gehören stets auch Entwick-
lungsverzögerungen und Wahrnehmungsstörungen. Betroffene Mädchen und Jungen müssen
die Lerngegenstände möglichst mit verschiedenen Sinnen wahrnehmen, also auch fühlen und
spüren. Aus diesem Grund haben wir in unserer Lernwerkstatt handlungsorientierte Angebote
(vgl. Süsselbeck 2003) berücksichtigt.

1.4.4. Einsatz von Medien und Materialien

Um dem oben genannten Anspruch an das Lernen mit unterschiedlichen Sinnen gerecht zu
werden, ist der Einsatz unterschiedlicher Medien erforderlich: interaktives Whiteboard, Com-
puter, Tafeln, Tapetenrollen, Arbeitsblätter, Holzbuchstaben, Fühlkiste, Sand, Seile, Bau-
klötze, Magnete mit Büroklammern, Wortkarten, Vorlesegeschichten, Tierreime, Tierparaden-
Rap, Lerntheke mit Büchern, Zeitschriften, Bildmaterialien, Lernspiele und Poster … Die Vielfalt
der medialen Materialien ist beim „Lernen mit der Tierparade“ bewusst groß, denn der flexible
Einsatz unterschiedlicher Medien erhält und erhöht die Lernmotivation. Auf diese Art und Weise
werden die individuellen Lernbedürfnisse der Kinder abgedeckt.
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13
1. Didaktische und methodische Hinweise

1.5. Lesetraining

Das Lesenlernen stellt ganz besondere Anforderungen an die Schulanfänger. Die Kinder ler-
nen zuerst die Formen der Buchstaben (Grapheme) kennen. Das erlernte Graphem sollen sie
sowohl einzeln als auch im Wort wiedererkennen. Dann lernen die Mädchen und Jungen den
zugehörigen Laut zu jedem Buchstaben kennen. Durch das Aneinanderreihen einzelner Laute
entstehen erste Wörter. Allerdings klingen die Wörter ohne sinnvolle Wortdurchgliederung,
z. B. nach Silben, nicht wie bekannte Begriffe aus ihrem Sprachschatz, sondern wie Pseu-
dowörter. Im Laufe der Leseentwicklung kommt das Entnehmen des Inhaltes von Wort und Text
hinzu. Das Lesenlernen ist Schwerstarbeit für viele Kinder!
Darüber hinaus beginnen die Erstklässler die Schule mit sehr unterschiedlichen Voraussetzun-
gen. Einige Schulanfänger können schon lautgetreu lesen, andere Kinder kennen bereits alle
Buchstaben, aber verfügen noch nicht über eine Synthesestrategie. Viele Mädchen und Jungen
können nur ihren Namen mit seinen Buchstaben und Signalwörter wie Mama oder Papa erken-
nen. Doch es gibt auch Schulanfänger, die keinen Buchstaben sicher erkennen oder ihm einen
Laut zuordnen können. Auch beim Schreiben ihres Namens vergessen sie Buchstaben oder
spiegeln diese.
Die beschriebene Lernausgangssituation zu
Beginn des ersten Schuljahres ist heutzutage
typisch. Individualisierende und differenzie-
rende Materialien zum Lesenlernen mit der Tier-
parade sollen dem unterschiedlichen Leistungs-
und Entwicklungsstand der Kinder gerecht wer-
den. Eine Tiergeschichte zum Vorlesen unter-
stützt das Textverständnis und erweitert den
Wortschatz. Kleine Tierreime schulen die Merk-
fähigkeit und unterstützen das Textverständnis.
Weiterhin bieten sie sich nach kurzer Zeit als
Lesetexte für fortgeschrittene Leser an. Kleine
Faltbüchlein regen zum Lesen und kreativen
Gestalten an. Ferner wird die Sinnentnahme der
kleinen Texte in den Anfängen trainiert. Am
Whiteboard üben die Kinder an unterschiedlich
schwierigen Leseaufgaben. Die selbstgeschrie-
benen Texte an Station 7 bieten wöchentlich
Anlässe zum Vorlesen.
Besonders große Klassenverbände mit bis zu
28 Kindern machen Kleingruppen zum Lesen
auf unterschiedlichen Niveaustufen erforder-
lich. Die Geduld der großen Anzahl an Zuhörern
ist sonst nach kurzer Zeit erschöpft und der
Leistungsdruck bei schwächeren Lesern sehr
hoch. Deshalb empfiehlt sich das Einrichten einer festen Lesestunde im Stundenplan der Erst-
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klässler. In Kleingruppen lesen die Kinder ihrem Leistungsstand entsprechende Texte Lese-
eltern oder älteren Partnerschülern vor. Dies bietet zudem eine gute Möglichkeit, den Eltern
einen Einblick in den Unterricht und das Schulleben zu ermöglichen. Je präsenter das Vorge-

14
1. Didaktische und methodische Hinweise

hen, desto größer ist das Elternverständnis für die Notwendigkeitt


eines differenzierten Unterrichts und die Bereitwilligkeit zurr
Kooperation. Die Gruppengröße in den Lesestunden sollte mög--
lichst sechs Kinder nicht überschreiten.
Für diese individuelle Leseschulung haben wir differenzierte
Lesetexte in drei Differenzierungsstufen vorbereitet, die die
Materialien aus Band 1 und 2 der Tierparade ergänzen. Die
entsprechenden Materialien sind in einem separaten Heft mit
dem Titel „Lesetraining mit der Tierparade“ unter der ISBN
978-3-403-10176-5 als Printtitel und unter der ISBN 978-3-
403-40176-6 als E-Book erhältlich.

1.6. Schreibtraining

Das Erlernen und Üben der Druckschriftbuchstaben und einer ordentlichen, leserlichen Schrift
findet zusätzlich zu den Materialien aus Band 1 und 2 der Tierparade auf zweifach differenzier-
ten Arbeitsblättern statt. Zu Beginn des Lehrgangs dienen große Spurvorlagen als Erarbei-
tungshilfe. Die Buchstabenformen sollen nachgezogen werden, bevor sie in Schreiblinien
trainiert werden. Die korrekte Graphomotorik zu jedem Buchstaben wird mit Beachtung der
Schreibrichtung und Reihenfolge in einem Dreier-Liniensystem geübt. Die zu übenden Buch-
stabenkombinationen, Silben, Wörter und kur-
zen Sätze sind am Zeilenbeginn als Orientie-
rungshilfe angegeben. Um Linkshändern eine
uneingeschränkte Sicht zu gewähren, sind neu
zu erarbeitende Buchstaben auch am rechten
Zeilenrand abgedruckt. Sie erhalten die ent-
sprechenden Materialien mit dem Titel „Schön-
schreiben mit der Tierparade“ unter der ISBN
978-3-403-10178-9 als Printtitel und unter der
ISBN 978-3-403-40178-0 als E-Book.
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15
1. Didaktische und methodische Hinweise

Zum anderen gibt es zusätzlich das


Anlautschreiben mit einem dreifachen
Differenzierungsangebot. Unter Einsatz
der Anlautuhr zur Tierparade produzie-
ren die Kinder von Beginn des Schuljah-
res an Wörter mithilfe von Anlautbildern.
Hierbei ordnen sie jedem Bild den pas-
senden Anlaut zu und schreiben ihn dar-
unter. Voraussetzung für die Arbeit mit
Anlautbildern ist ein entsprechendes
phonologisches Bewusstsein bei den
Kindern. Das Bild und der dazu pas-
sende Laut werden mit dem dazugehöri-
gen Graphem belegt. Auf diese Art und
Weise entsteht Buchstabe für Buchstabe ein Wort, welches mithilfe der Anlaute notiert wird. Im
Anschluss daran schreiben die Kinder das entstandene Wort als Ganzes noch einmal neben
die Anlautgrafik. Beim abschließenden Lesen der Wörter können die Anlautbilder eine weitere
Hilfe sein.

Der nächste Schwierigkeitsgrad erfor-


dert das Schreiben der Anlaute und
Buchstaben ausschließlich neben kleine
Bilder, z. B. von Gegenständen. Eine
gute Wortdurchgliederung muss bei den
Kindern vorhanden sein, wenn sie diese
Differenzierungsstufe wählen, in der sie
nur noch Bilder und Buchstabenkästen
mit vorgegebenen Ober- und Unterlän-
gen bearbeiten müssen. Hierbei ist nicht
mehr zu jedem Buchstaben ein Anlaut-
bild vorhanden.

Das schwierigste Angebot stellt nur noch


situative Bilder als freien Schreibanlass
dar. In diesem Leistungsniveau schrei-
ben die Kinder in ganzen Sätzen zur dar-
gestellten Figur oder Situation. Dieser
kontinuierliche Aufbau des schriftlichen
Sprachgebrauchs vom Anlautschreiben
zum freien Schreiben unterstützt den
Leselernprozess erheblich und führt
frühzeitig zu qualitativen Textproduktio-
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nen im ersten Schuljahr.

16
1. Didaktische und methodische Hinweise

Diese ergänzenden individuellen Lernangebote zum Schreiben--


lernen mit Anlautbildern und situativen Bildern erhalten Sie als
s
separates Heft mit dem Titel „Anlautschreiben mit der Tier--
parade“ unter der ISBN 978-3-403-10177-2 als Printtitel und
unter der ISBN 978-3-403-40177-3 als E-Book.

1.7. Fächerübergreifende Einheiten

Beim selbstgesteuerten, individuellen und differenzierten


Erarbeiten der Buchstaben bietet sich das fächerübergrei-
fende Unterrichten zu verschiedenen Themen an. Zum I/i
haben wir z. B. eine Lernwerkstatt zum „Igel“ mit sachunter-
richtlichen und künstlerisch gestaltenden Elementen erstellt. Beim W/w kön-
nen zum Thema „Wetter“ ferner Elemente aus dem Musikunterricht eingebunden werden, zum
Beispiel das Vertonen einer Wettergeschichte. Das Thema „Ich/Mein Körper“ passt zum Ch/ch
und kann auch Lernbereiche aus dem Religionsunterricht enthalten, z. B. „Ich bin einmalig und
werde von Gott geliebt.“ Weiterhin bieten sich Themen wie „Biene“, „Osterzeit“, „Zähne“ und
„Sterne und Planeten“ fächerübergreifend in der vertrauten Form an sieben Stationen mit unter-
schiedlichen Sinnen im Rah-
men einer selbstgesteuerten
Lernwerkstatt an. Die rituali-
sierte Arbeitsform der Lern-
werkstatt und der dazugehö-
rige Laufzettel bilden dafür
die entscheidende Grund-
lage.
Mitihilfe der auf der DVD ent-
haltenen Tierbilder und Pikto-
gramme sowie der editierba-
ren Laufzettel-Vorlage kön-
nen Sie sich ganz nach Bedarf
passende fächerübergrei-
fende Materialien zusammen-
stellen.
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17
2. Praktische Erfahrungen

Die praxiserprobten Materialien zum „Lernen mit der Tierparade“ sind auf der Basis vielfältiger
Unterrichtserfahrungen entstanden. Stetig haben wir die Lernangebote überarbeitet und
ergänzt.
Das Anbahnen des selbstgesteuerten Lernens erfordert in den Anfängen etwas Geduld, bis die
Symbole, Arbeitsformen und Unterrichtsabläufe ritualisiert sind. Da die Kinder im Anschluss an
jede Tiergeschichte den Inhalt in globaler und detaillierter Form reflektieren, konnten wir im
Laufe der Zeit eine Zunahme ihrer Konzentration, die damit verbundene Verbesserung ihrer
auditiven Wahrnehmung und die Erweiterung ihrer Merkfähigkeit beobachten. Das Lernen die-
ser wichtigen Grundlagen lohnt sich. Die Kinder entwickeln sich in einer ungezwungenen und
angstfreien Lernatmosphäre zu selbstständigen Schülern. Das hohe Maß an Individualisie-
rungs- und Differenzierungsangeboten eröffnet ihnen zahlreiche Möglichkeiten der kreativen
Gestaltung. Das Lern- und Arbeitstempo sowie die Reihenfolge der Lernangebote werden von
den Erstklässlern selbst gesteuert.
Allerdings können diese umfangreichen Maßnahmen nicht alle Lern- und Leistungsunter-
schiede ausgleichen. Deshalb empfehlen wir für die Arbeit mit der Lernwerkstatt in dem vorge-
gebenen Zeitrahmen von einer Doppelstunde eine didaktische Reserve für schnelle Kinder.
Eine Lerntheke mit Büchern und Lernspielen und die erweiterte Nutzung der Computerübungen
zur akustischen Wahrnehmung werden nach unseren Erfahrungen gerne angenommen. Zudem
finden Sie Lesememorys und -dominos in dreifacher Differenzierungsform als Kopier- und
Bastelvorlagen in den Materialien der Tierparade (Band 2).

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2. Praktische Erfahrungen

Kinder, die schon mit der Arbeit an der Lernwerkstatt fertig sind, übernehmen sehr gerne Hilfs-
lehrerfunktionen. Hierfür bietet sich das Betreuen der Fühlstation 3 an. Auch das Unterstützen
der Magnetspurstation 4 ist gut denkbar. Beim Vorlesen der Wörter zu Station 2 und beim
Zuordnen am Whiteboard der Station 6 müssen die helfenden Kinder allerdings selbst schon
über eine hohe Lesekompetenz verfügen, um diese Funktion ausüben zu können. Ein sehr
gefragter Job als didaktische Reserve ist der des Computerwartes. Die Unterstützung beim
Arbeiten im Lernprogramm zur akustischen Differenzierung an Station 2 kann besonders für
Kinder mit Orientierungsschwächen eine große Hilfe sein. Für technisch begabte und erfahrene
Schüler stellt diese Lernstation eine gute Möglichkeit der Hilfslehrertätigkeit dar.
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3. Hinweise zu den Arbeitsmaterialien

Das „Lesen und Schreiben lernen mit der Tierparade“ teilt sich aufgrund der Menge der Arbeits-
materialien in zwei Bände.

3.1. Materialien zu den Buchstaben

In diesem Buch – Band 1 von „Lesen und Schreiben lernen mit der Tierparade“ – finden Sie
Lernangebote für das erste Schulhalbjahr zu 16 Groß- und Kleinbuchstaben des Alphabets.
Eine Tiergeschichte, ein Reim und die beschriebenen Materialien zu den sieben Stationen der
Lernwerkstatt sowie die Anlautuhr können direkt aus dem Heft kopiert werden. Auf der DVD
finden Sie zusätzlich editierbare Wordvorlagen sowie alle Kontrollblätter zur Station 1 (Opti-
sche Differenzierung), eine Wordvorlage für den Laufzettel, die Anlautuhr in Farbe sowie einen
Bildordner mit allen Anlautbildern, Tierbildern und Piktogrammen zum Erstellen eigener Mate-
rialien. Zudem stehen sämtliche Whiteboardmaterialien inkl. Lösungen sowie ein Infoblatt auf
der DVD zur Verfügung.
Der 2. Band von „Lesen und Schreiben lernen mit der Tierparade“ enthält für das zweite Schul-
halbjahr Arbeitsmaterialien zu sieben weiteren Groß- und Kleinbuchstaben, zu den Zwielauten
Au/au, Ei/ei und Eu/eu und zu den Buchstabenkombinationen Qu/qu, Ch/ch, St/st, Sp/sp und
Sch/sch. Ansonsten entsprechen die Materialien denen von Band 1, zuzüglich der Unterlagen
für ein abschließendes Buchstabenfest.

3.2. Materialien zum Buchstabenfest

In jeder der vorgelesenen Tiergeschichten ist die Hauptfigur gegen Ende der Erzählungen dem
nächsten Tier begegnet. Diese Vorschau auf den nächsten Buchstaben hat eine wichtige soziale
Komponente; kein Tier bleibt allein. Das fordert geradezu ein großes Finale am Ende des Lese-
und Schreiblehrgangs, in dem sich alle Tiere treffen. Da das erfolgreiche Erlernen der Buchsta-
ben ein Grund zum Feiern ist, haben wir ein Buchstabenfest mit der Tierparade gefeiert. Als
Einstieg in das Fest dient wieder eine Tiergeschichte. Doch dieses Mal wird bewusst auf eine
Buchstabenhäufung als sprachliches Mittel verzichtet. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf
dem Zusammentreffen „alter Bekannter“. Die Kinder lassen noch einmal die Tiere in ihrer Erin-
nerung Revue passieren, wenn diese sich zu einer großen Parade auf ihrem Schulhof treffen.
Das große Finale wird musikalisch umrahmt, wenn es heißt: „Achtung! Hier kommt die Tier-
parade. Seht nur! Wir treffen uns gerade. Im Lesen und im Schreiben sind wir bald fit. Wir
haben sehr viel Spaß und nehmen alle mit.“ Die Kinder rappen die 31 Strophen der erlernten
Buchstaben- und Tierreime und singen gemeinsam den Refrain des Tierparaden-Raps.
Eingebettet in bekannte und ritualisierte Arbeitsformen trainieren die Erstklässler im Anschluss
an das Lied individuell und selbstgesteuert alle erarbeiteten Buchstaben an sieben differen-
zierten Stationen in der Lernwerkstatt und dokumentieren diese auf einem Laufzettel.
Zur visuellen und taktilen Wahrnehmungsschulung kneten, formen und backen die Kinder den
Anfangsbuchstaben ihres Vornamens an Station 1 in der Schulküche.
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An Station 2 wird wie gewohnt die akustische Wahrnehmung trainiert. Dieses Mal müssen die
Mädchen und Jungen am Computer den gehörten Anlaut eingeben, welcher sich aus allen
Buchstaben des Alphabets ergeben kann.

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3. Hinweise zu den Arbeitsmaterialien

Als Alternative bietet sich das Spiel „Flaschendrehen“ an: Das Kind, auf das die Flasche zeigt,
muss ein einzeln lautiertes Wort benennen. Kinder mit Schwierigkeiten dürfen an dieser Station
die Anlautuhr als Hilfsmittel benutzen.
Station 3 ist wieder eine Aufgabe zur taktilen Schulung an der Fühlkiste. Beim Buchstabenfest
sollen die Kinder individuell die Tiernamen „Don“ ( ), „Egon“ ( ) und „Quasi“ ( ) Buchstabe
für Buchstabe ertasten.
Die visuelle Wahrnehmung wird dieses Mal mit einem Winker-Abc an Station 4 trainiert. Die
Erstklässler können auch hier zwischen drei Differenzierungsangeboten beim Winken der
Buchstaben wählen. „Udo“ ( ), „Gerti“ ( ) und „August“ ( ) stehen zur Auswahl. Als didak-
tische Reserve können schnelle Schüler nach Erledigung der Pflichtaufgaben zur Lernwerk-
statt an dieser Station ihre Vornamen visuell darstellen.
Station 5 ist eine Leseübung. Die Kinder erlesen die Bilder, Wörter ( ) und kurzen ( ) sowie
langen ( ) Sätze des Lesedominos in Partner- oder Gruppenarbeit.
Am Whiteboard der Station 6 sollen die Mädchen und Jungen den Tieren Instrumentennamen
mit dem entsprechenden Anlaut aus der Eingangsgeschichte zum Buchstabenfest der Tierpa-
rade zuordnen. Diese Leseschulung ist selbstgesteuert in drei Schwierigkeitsstufen möglich.
Das freie Schreiben von Wörtern ( ), Sätzen ( ) und Texten ( ) findet wie gewohnt zum
Inhalt der Geschichte an Station 7 statt. Dieses Mal sollen die Kinder in vorgegebener Brief-
form über die Tierparade berichten.
Den Abschluss des Buchstabenfestes bildet das erneute gemeinsame Singen des Tierpara-
den-Raps.
Das Tierparadenfest bietet erneut einen geeigneten Anlass, interessierten Eltern das Klassen-
zimmer zu öffnen und das Schulleben transparenter zu machen.
Die Geschichte zur großen Tierparade, den Laufzettel, das Winker-Abc, die Lesedominos, die
Briefvorlage und den Tierparaden-Rap finden sie als Kopiervorlagen in Band 2 von „Lesen und
Schreiben lernen mit der Tierparade“. Die Folien zur Whiteboard-Übung befinden sich auf der
beiliegenden DVD von Band 2.

4. Schlussbemerkungen

Das Lesen- und Schreibenlernen unterstützt sich gegenseitig; die Laut-Buchstaben-Analyse


und das schriftsprachliche Handeln bilden eine Einheit. Aus diesem Grund sind die Materialien
zum „Lesen- und Schreiben lernen mit der Tierparade“ in einem gemeinsamen Unterrichtswerk
angeboten.
Gerne sind wir bereit, unsere Erfahrungen in Verbindung mit den flexibel einsetzbaren Materi-
alien im Rahmen einer schulinternen Lehrerfortbildung inhaltlich präsenter zu machen. Unsere
© AOL-Verlag

Kontaktdaten finden Sie auf der vorderen inneren Umschlagseite.

21
5. Legende

Folgende Piktogramme werden in Band 1 der Tierparade verwendet:

mit dem Seil legen

mit den Füßen nachspuren

mit dem Finger nachspuren

fühlen, kneten, etwas mit den Händen machen

genau hinschauen, suchen, kontrollieren

lesen

am Computer arbeiten

am interaktiven Whiteboard arbeiten

freies Schreiben

ausmalen, farbig nachspuren

schreiben

magnetisches Spuren

6. Literaturverzeichnis

Käferle, Veronika: Schreibkonferenzen fördern Schreibkompetenzen. In: Grundschulmagazin


5/2007, Oldenbourg, München 2007.
Klippert, Heinz und Müller, Frank: Methodenlernen in der Grundschule: Bausteine für den
Unterricht. Beltz, Weinheim und Basel 2003 (2. Auflage 2004).
Küspert, Petra und Schneider, Wolfgang: Hören, lauschen, lernen. Würzburger Trainingspro-
gramm zur Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache. Vandenhoeck & Ruprecht,
Göttingen 1999 (3. Auflage 2001).
Menzel, Wolfgang: Stationen der Erarbeitung und Überarbeitung eines Textes. In: Praxis
Deutsch 137/1996, Friedrich, Seelze 1996.
Merz-Grötsch, Jasmin: Mir wird ganz mulmig, wenn Du so gruseliges Zeug schreibst. Durch
konstruktive Feedbackrunden Schreibkompetenzen weiterentwickeln. In: Praxis Grund-
schule 2/2011, Westermann, Braunschweig 2011.
Süselbeck, Gisela: Mit allen Sinnen erkunden will gelernt sein. In: Praxis Grundschule 4/2003,
Westermann, Braunschweig 2003.
Gesundheitsseiten24: Ständig vor der Glotze ... Krankheiten durch Reizüberflutung. Hamburg
© AOL-Verlag

2011: www.gesundheitsseiten24.de/menschliche-psyche/psychische-probleme-und-kinder/
reizueberflutung.html# (Stand: 09/2012).

22
Anlautuhr

Die Anlautuhr finden Sie auch in Farbe auf der beiliegenden


DVD.
Schneiden Sie den Zeiger aus und befestigen Sie ihn mithilfe
einer Musterklammer in der Mitte der Anlautuhr. Es empfiehlt
sich, die Anlautuhr vorher der Haltbarkeit halber zu laminie-
ren.
© AOL-Verlag

23
Tierreime

Mimo, diese kleine Maus,

wohnt in keinem echten Haus.

Mimo schläft in einer Mauer,

in der Nähe schnarcht der Bauer.

Ada, die Ameise, ist erwacht,

aber Schlaf gab’s kaum heut’ Nacht.

Doch in Adas Ameisenhaufen

gibt es selten ein Verschnaufen.

Isi, der Igel, bemüht sich sehr,

sucht im Wald mal hin, mal her,

bietet jedem Hilfe an,

sodass er Freunde finden kann.


© AOL-Verlag

24
Tierreime

Otti, der Otter, baut ein Haus

und holt ein Ofenrohr heraus.

Oma, Opa und Ottilie –

ja, da jubelt die Familie.

Pit, der Pinguin, lebt im Zoo,

dort plumpst die Paula auf den Po.

Ein Pandamädchen, ei wie fein,

soll seine Herzensdame sein.

Tilli, die Taube, tanzt so gern

und Tobi holt sie ab von fern.

Tulpen hat er mitgebracht,

schon hat Tilli mitgemacht.


© AOL-Verlag

25
Tierreime

Lissi, die Libelle, ist aufgeregt,

denn heut’ wird durch die Luft gefegt.

Der Leuchtturm ist von fern zu sehn,

zur Schule will Lissi dort gehn.

Hans, der Hase, wünscht sich eben,

auch mal durch die Luft zu schweben.

Doch das Fliegen klappt nicht recht,

denn ohne Flügel geht das schlecht.

Fritz, der Fuchs, findet Fußball gut,

doch Profi werden braucht viel Mut.

Schon sind alle Spieler da,

ein Franzose ist sein Star.


© AOL-Verlag

26
Tierreime

Udo, der Uhu, hat einen Traum,

möchte gern ein Ufo bau’n.

Doch beim Fliegen stürzt er ab.

Glück gehabt! – Das war knapp.

Ron, der Rabe, ruft Rita an,

denn Radrennen ist heute dran.

Ron hat richtig großes Glück,

kommt als Sieger stolz zurück.

Nelli, das Nashorn, will in den Fluss,

in dem sie immer schwimmen muss.

Doch das ist ja nicht zu fassen!

Nelli bewegt die Wassermassen.


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27
Tierreime

Susi, die Sau, trägt keine Schleife.

Dieses Tier braucht keine Seife.

Susi benötigt keinen Kamm,

denn Schweine suhlen sich im Schlamm.

Egon, der Esel, sucht eine Frau,

und macht daraus ’ne Riesenschau.

Als er die Eselin Erna sieht,

weiß er sofort: Ich bin verliebt.

Don, der Dackel, hat Angst vor Drachen,

doch in der Höhle kann er nichts machen.

Diva hilft ihm aus dieser Lage.

Freunde braucht man – gar keine Frage!


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28
Tierreime

Kalle, der Kater, fährt nicht zur See,

doch fürs Kostüm hat er ’ne Idee.

Als Kaiser und als Kapitän,

sind Kalle und Karlo schön anzusehn.


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29
Station 2 - Akustische Differenzierung

M m A a
Mimo Oma
im Ada
Toto vom
Maus Wal
am Dino
ist ja
mit am
Timo Ida

I i O o
im Oma
Mami am
an Ofen
Isi loben
Mia Mama
Mama doch
mit Otti
ist Zoo

P p T t
Puma mit
Opa Tilli
pink Mimo
Mappe malt
Oma Tom
knapp gut
Pit Papa
© AOL-Verlag

im Otto

Station 2 – Akustische Differenzierung


30
Station 2 - Akustische Differenzierung

L l H h
Lolli Hut
Schach erholen
Lissi einheften
wollen hungrig
lernen Ballon
Knall Hans
lustig still
arm abholen

F f U u
Fritz haben
Heft Udo
Ball rufen
filmen Rad
fit zu
Schiff gut
Feder Ufo
rollen Turm

R r N n
Feder Faden
richtig Uhu
See Rinde
Ron leben
losrennen Ente
Brille nett
brennen müde
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toll Nelli

Station 2 – Akustische Differenzierung


31
Station 2 - Akustische Differenzierung

S s E e
Susi Schnee
liegen Egon
Maus eng
lesen nimmt
Bauer Torte
satt nett
Gras Tafel
sauer mutig

D d K k
Hose kauen
drei Paket
Don fahren
Rad (Räder) Kalle
ducken verkleidet
Faden prima
Hand (Hände) krank
hungrig Schulkind

Nelli mit drei


„Zeigelöchern“
als Bastelvorlage
zum Vergrößern
Wo befindet
sich der Laut?
Am Anfang,
in der Mitte
oder am Ende
des Wortes?
© AOL-Verlag

Station 2 – Akustische Differenzierung


32
Mimo, die Maus
Mimo ist eine kleine Maus, die kam noch nie aus ihrem
Haus heraus. Mimo ist genau einen Monat und eine
Minute alt. Mit dem Rest der Mäusefamilie lebt Mimo
in der Mitte einer alten Mauer, denn hier fehlt schon
überall der Mörtel.
Eines Tages fragt die Maus: „Mama, ist die Welt vor unserem Mauseloch wirklich so
spannend, wie du es mir immer erzählt hast?“ Die Mutter meint: „Wenn dich das so sehr
interessiert, Mimo, dann geh dem Licht entgegen. Trau dich nur, mein kleiner Mause-
bär!“ Mimo hat ein mulmiges Gefühl im Magen. Mutig kriecht die kleine Maus dann doch
den Weg entlang. Dabei kann Mimo sein Herz klopfen hören, so aufgeregt ist er. In dem
Moment ist er an der Maueröffnung angelangt und blickt staunend in die Welt.
Am Himmel sieht die kleine Maus den Mond aufgehen und ein paar Mücken fliegen
umher. Eine dicke Motte gesellt sich dazu und Mimo ist begeistert: Diese Tiere können
fliegen. Vorsichtig schleicht der Mäuserich weiter, denn es gibt noch viel zu entdecken.
Mimo erblickt eine Wiese, die hier und da mit weichem Moos bedeckt ist. Eine Menge
Margeriten verteilen sich darauf. Ihr Duft kitzelt in Mimos Nase. Nebenan erkennt die
kleine Maus ein Feld mit einer großen Menge Mais. „Mmh, mein Magen knurrt“, sagt
Mimo leise. Mit großer Mühe kann er dem Mais widerstehen und schleicht weiter.
Da sieht er einen alten Mantel am Wegesrand liegen. „Welchem Menschen der wohl
gehört? Bestimmt einem alten Mann!“, denkt der Mäuserich. Er kriecht weiter über wei-
ches Moos. In dem Moment bewegt sich etwas unmittelbar hinter ihm. Mimo hat Angst.
Was kann das nur sein? Jetzt wäre er gerne bei seiner Mama. Er nimmt seinen ganzen
Mut zusammen und dreht sich vorsichtig um. Erst kann er nichts im schummrigen Mond-
licht erkennen, doch dann hört er eine leise Stimme: „Wer bist du denn? Dich habe ich
hier ja noch nie gesehen.“ Da erkennt Mimo eine kleine Ameise im Gras. „Ich bin Mimo,
die Maus, und ich bin auf Entdeckungstour“, stellt sich der Mäuserich vor. „Oh, ich bin
Ada, die Ameise. Das ist ja nett, dass ich dich treffe. Wollen wir zusammen weiterzie-
hen?“, erwidert die Ameise. Die kleine Maus willigt begeistert ein.
Doch in dem Moment hört Mimo seine Mutter meckern: „Mimo, wo steckst du denn so
lange? Ich hatte Mühe, dich zu finden. Es ist Zeit, noch ein Stück Mettwurst zu essen
und dann ins mollige Nest zu gehen.“ „Okay, meinetwegen“, meint die kleine Maus zur
Mamamaus. Dann dreht Mimo sich noch einmal zu Ada, der Ameise, um und murmelt
ihr leise zu: „Wir müssen morgen weiter die Welt erkunden. Gleicher Ort, gleiche Zeit.
Abgemacht?“ „Geht klar, bis morgen“, meint die Ameise und krabbelt davon.
Mimo, die Maus, kann kaum einschlafen vor Aufregung. Was werden die beiden wohl
© AOL-Verlag

morgen erleben …?

33
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 1

Mimo, die Maus

Lege das M m mit dem


1
und gehe darauf.
M

2 Höre das M m. m

3 Fühle das M m. M

Schreibe das M m in
4
den Sand.
m

5 Schreibe das M m. M

Verbinde:
6
M
m

7 Wörter mit M m: M
© AOL-Verlag

34
Mimo, die Maus
Mimo mag Müsli
mit Milch und
Mandeln.
Manchmal mag
Mimo Müsli
mit Marmelade.

Mm
© AOL-Verlag

Mimo, die Maus – Station 1 – Optische Differenzierung


35
Mm © AOL-Verlag
Mimo, die Maus – Station 4 – Magnetisches Spuren
36
© AOL-Verlag

Mimo, die Maus – Station 7 – Freies Schreiben


37
Ada, die Ameise
Als Ada, die Ameise, an diesem Morgen erwacht,
steht sie sofort auf. Ada ist einfach zu munter, um
darauf zu warten, dass ihre Geschwister endlich
wach werden. Da es bis zum Abend und dem
vereinbarten Treffen mit Mimo, der Maus, noch eine lange Zeit ist, zieht sie schon mal
alleine los.
Im Wald ist alles noch ganz ruhig und Ada krabbelt aufgeregt in Richtung Stadt. „Ih, was
ist das denn?“, murmelt Ada. Sie ist über einen Ast geklettert und hat die gammelige
Bananenschale dahinter übersehen. Jetzt sind ihre kleinen Füßchen ganz klebrig. Am
Rand der Straße hört die Ameise laute Musik. Sie tönt aus einem der vielen Autos, die
an einer roten Ampel halten müssen. Ein Autofahrer hat das Fenster geöffnet und den
Arm herausgestreckt. Albern singt er zur Musik von ABBA. Ada kichert leise und geht
weiter.
Plötzlich bleibt Ada stehen. Die kleine Ameise traut ihren Augen nicht: Vor ihr befindet
sich eine riesige Abfallanlage. Ada ist absolut begeistert; sie liebt alte Dinge. Die kleine
Ameise geht mit zitternden Beinchen näher. Jetzt kann Ada alles erkennen. Da liegen
ein Affe aus Stoff, ein rostiger Anker, ein alter Anzug, ein kleiner Anorak, einige Stück-
chen Apfel und Ananas, eine stumpfe Axt, eine Antenne von einem Auto, ein Arm von
einer Puppe und eine alte Angel. Oje, was soll Ada davon mit nach Hause nehmen? Am
liebsten würde sie alles transportieren. Ameisen können zwar ein Vielfaches ihres
Gewichts tragen, doch so stark ist Ada nun auch nicht. Also entscheidet sie sich für die
alte Angel.
Die kleine Ameise braucht Stunden für den Weg nach Hause. Als sie erschöpft eine
kurze Pause einlegt, kommt ängstlich ein kleiner Igel um die Ecke. „Hallo du, ich bin Isi,
der Igel, und ich beobachte dich schon eine ganze Weile. Soll ich dir beim Tragen der
großen Angel helfen?“ „Das ist ja nett von dir, Isi, gerne. Ich bin Ada, die Ameise“, ant-
wortet die kleine Abfallsammlerin.
Am späten Abend kommen sie am Ameisenhaufen von Adas Familie an und haben gar
nicht bemerkt, wie weit sie gelaufen sind. Die Zeit ist beim Quatschen schnell vergan-
gen. Da Ada von Isis Hilfsbereitschaft ganz begeistert ist, beschließen sie, Freunde zu
werden. Isi will Ada auch in Zukunft beim Abfalltransport helfen.
Als sich Ada endlich in den Ameisenhaufen kuschelt, fällt ihr ein, dass sie das Treffen
mit Mimo total vergessen hat. „Oh nein, wie peinlich“, denkt Ada. „Gleich morgen früh
werde ich Mimo besuchen und mich bei ihm entschuldigen. Vielleicht schenke ich ihm
die Angel.“ Nun ist die kleine Ameise wieder putzmunter. Also krabbelt sie zu ihrer
Arbeitsecke und schreibt eine Abfallliste für den nächsten Tag. Was sind noch mal für
Dinge auf dem Abfallhaufen?
© AOL-Verlag

38
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 2

Ada, die Ameise

Lege das A a mit dem


1
und gehe darauf.
A

2 Höre das A a. a

3 Fühle das A a. A

Schreibe das A a in
4
den Sand.
a

5 Schreibe das A a. A

Verbinde:
6
A
a

7 Wörter mit A a: A
© AOL-Verlag

39
Ameise Ada
sammelt alte
Sachen vom
Abfallhaufen:
Anorak, Anker,
Anzug, Apfel,
Angel, Ananas,
Bananenschale …
Das mag Ada.
Aa
© AOL-Verlag

Ada, die Ameise – Station 1 – Optische Differenzierung


40
Aa
© AOL-Verlag
Ada, die Ameise – Station 4 – Magnetisches Spuren
41
© AOL-Verlag

Ada, die Ameise – Station 7 – Freies Schreiben


42
Isi, der Igel
In einem großen Laubhaufen mitten im Wald ist
das Zuhause von Isi, dem hilfsbereiten Igel. Das
kleine Stacheltier ist sehr schüchtern, doch ges-
tern hat es seinen ersten Freund gefunden: Ada,
die Ameise. „Wenn ich freundlich und hilfsbereit bin, finde ich bestimmt noch mehr
Freunde“, denkt Isi. Also krabbelt der kleine Igel aus seinem Laubhaufen hinaus und
zieht los, um weitere Freunde zu finden.
Im Inneren des Waldes trifft Isi wie immer auf viele Tiere: Als erstes hört er das jäm-
merliche „M-i-au“ von Kater Imo. Der Igel befreit den armen Kater, denn Imo steckt
zwischen zwei Ästen fest. Im nächsten Moment brüllt es laut „I-ah“ hinter dem
Gebüsch. Dort muss der hilfsbereite Isi dem Esel Igor helfen; ängstlich irrt Igor im
fremden Wald umher und weiß nicht mehr den Weg nach Hause. Gerade hat Isi ihn
zum Waldrand begleitet und ihm den Heimweg beschrieben, da erklingt ein wüten-
des „Ki-ke-ri-ki“ hinter dem Igel. Der Hahn Isidor ist verärgert, weil ihm seine Henne
Ilse weggelaufen ist. Auch ihm versucht Isi zu helfen. Schließlich kann er Ilse über-
reden, sich wieder mit Isidor zu vertragen. Das kleine Stacheltier geht fröhlich weiter.
In dieser kurzen Zeit hat Isi schon vier neue Freunde gefunden. Der kleine Igel
genießt das schöne Gefühl, jemandem helfen zu können.
Im Schatten des Waldes unterhält sich Isi mit Ingo, einem Iltis. Sie verstehen sich
prima, doch ihr Gespräch wird von dem Schimpfen der Biene Insa gestört. Ihr Imker
klaut ihr immer ihren leckeren Honig. Isi erklärt der winzigen Biene, dass das die
Aufgabe des Imkers ist. Insa ist beruhigt und der Igel wandert weiter in Richtung See.
Auf der Insel nahe dem Ufer leuchtet etwas lila – ein kleines Mädchen namens Ida
sucht gerade nach seinem Getränk. Isi hilft Ida, ihre Limo zu finden, die im tiefen
Gras kaum zu sehen ist. Glücklich geht der kleine Igel am Flussufer in Richtung
Heimat.
Plötzlich hört er eine Stimme: „Kannst du mir bitte helfen? Ich bin Otti, der Otter, und
ich baue mir gerade ein neues Zuhause.“ „Ja, ich helfe dir gerne, Otti. Ich heiße Isi“,
antwortet das Stacheltier. So machen sich die beiden emsig an die Arbeit. Weil Otti
an Land nicht so beweglich ist, läuft der Igel immer wieder in den Wald und sammelt
Äste und Zweige. Diese verbaut der Otter zu einem imposanten Bauwerk. Isi findet
es sehr interessant, wie schnell und geschickt Otti im Wasser arbeitet. Inzwischen
ist es schon fast dunkel geworden und der Igel muss so schnell wie möglich zu sei-
ner Igelfamilie zurück. Isi kommt nach diesem erlebnisreichen Tag erschöpft an
seinem Laubhaufen an. Freudig erzählt er seiner Igelmama von seinen neuen Freun-
den. Bevor Isi an diesem Abend einschläft, schreibt er die Namen seiner neuen
© AOL-Verlag

Bekanntschaften in sein Freundebuch …

43
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 3

Isi, der Igel

Lege das I i mit dem


1
und gehe darauf.
I

2 Höre das I i. i

3 Fühle das I i. I

Schreibe das I i in
4
den Sand.
i

5 Schreibe das I i. I

6 Verbinde: I i
Isi

7 Wörter mit I i: I
© AOL-Verlag

44
Isi, der Igel, will
immer mit Mimo
spielen. Auch Imo, Igor,
Ida und der Esel Isidor
sind Isis Freunde.
Ii
ri da
I I
si ma
gat mo
I I
gor ka
sa sel
In In
ta gel
© AOL-Verlag

Isi, der Igel – Station 1 – Optische Differenzierung


45
Ii © AOL-Verlag
Isi, der Igel – Station 4 – Magnetisches Spuren
46
© AOL-Verlag
Isi, der Igel – Station 7 – Freies Schreiben
47
Otti, der Otter
Otti, der Otter, ist nach langer Zeit mal
wieder glücklich. Heute hat er in seiner
neuen Wohngegend einen Freund gefun-
den und mit ihm gemeinsam ein neues
Haus für die Otterfamilie fertig gebaut.
Vor ein paar Wochen hatte ein Orkan gro-
ßen Schaden an der bisherigen Wohnung der Otterfamilie angerichtet, sodass Otti und
seine Geschwister Ole und Ottilie dort nicht mehr wohnen konnten. Seitdem sind die
drei Otterkinder von ihren Eltern getrennt, denn Papa und Mama helfen den anderen
erwachsenen Tieren, die Schäden des Unwetters zu beseitigen.
Nun sitzt Otti müde und ganz alleine am Flussufer. Der kleine Otterjunge vermisst seine
Eltern sehr. Plötzlich hört er in der Abenddämmerung Stimmen. Als sich Otti umdreht,
erkennt er schon seinen Opa, der einen großen, rostigen Ofen trägt. Hinter ihm geht
seine Oma mit seinen Geschwistern Ole und Ottilie an der Hand. Auch sein Onkel Oskar
ist bei ihnen und bringt frisches Obst mit. „Oh, da ist ja mein großer Otti“, hört der Otter
die Stimme seiner Oma. Fröhlich läuft Otti ihnen entgegen und umarmt sie. Stolz erzählt
er von Isi, seinem neuen Freund, und zeigt, was sie gebaut haben. Onkel Oskar klopft
Otti lobend auf die Schulter und sagt: „Das hast du ordentlich gebaut.“ Doch Opa meint:
„Oben am Ofenrohr hast du etwas gemogelt, Otti.“ Gemeinsam bringen die drei „Män-
ner“ den Oberbau des neuen Otterbaus in Ordnung.
Aber irgendetwas an Ottilie blitzt immer wieder im Mondlicht auf und lenkt Otti ab. Er
nimmt seine kleine Schwester liebevoll in den Arm und betrachtet neugierig ihr Ohr.
„Oh, du bist ja eine richtige Otterdame mit deinem neuen Ohrring, Ottilie.“ „Ja, genau.
Den schönen Ohrschmuck habe ich heute Nachmittag von Pit, dem Pinguin, im Zoo
geschenkt bekommen. Schau nur, Otti, er hat uns sogar beim Umzug geholfen“, erklärt
das kleine Ottermädchen. Nun entdeckt Otti den Pinguin, der schüchtern neben dem
Ofen steht. Der Otter muss ein bisschen lächeln, denn mit seinem Muster sieht Pit, der
Pinguin, aus wie ein Ober in einem Restaurant. Offen geht Otti auf den Pinguin zu und
bedankt sich für die Hilfe beim Umzug. „Ohne den Ohrring würde Ottilie nicht so glück-
lich sein“, fügt der Otter hinzu. Verlegen lächelt Pit den Otterjungen an. Gerade als Otti
mit Pit Freundschaft schließt, ruft Oma: „Otti, Ole, Ottilie, es ist Zeit, schlafen zu gehen.“
„Okay“, meint Pit, „ich muss mich auch auf den Weg zurück in den Zoo machen. Kommt
mich mal besuchen!“
Als Otti sich an den Oberarm seiner Oma kuschelt, sagt diese: „Morgen kommen eure
Eltern. Außerdem ist Ostern und ihr dürft Ostereier suchen.“ Glücklich schläft Otti ein
und träumt von schönen Dingen, die er zu Ostern bekommt …
© AOL-Verlag

48
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 4

Otti, der Otter

Lege das O o mit dem


1
und gehe darauf.
O

2 Höre das O o. o

3 Fühle das O o. O

Schreibe das O o in
4
den Sand.
o

Schreibe das O o auf


5
Tafel und Tapete.
O

O
6 Verbinde:
Otter
o

7 Wörter mit O o: O
© AOL-Verlag

49
Otti, Ole,
Oma, Opa
und Ottilie holen Onkel
Oskar.
Oo
ra pa
O O
ma ta
le fen
O O
sa ra
ti kel
Ot On
te tol
© AOL-Verlag

Otti, der Otter – Station 1 – Optische Differenzierung


50
Oo
© AOL-Verlag
Otti, der Otter – Station 4 – Magnetisches Spuren
51
© AOL-Verlag

Otti, der Otter – Station 7 – Freies Schreiben


52
Pit, der Pinguin
Im Zoo ist heute viel los und Pit, der Pinguin, beobachtet
interessiert die Besucher des Eispalastes. Hier lebt er mit
Papa, Mama und seinen Brüdern Pat und Pet.
„Schau mal, Papa, eine richtige Pinguinfamilie“, hört Pit
die Stimme eines kleinen Mädchens plappern. Sie sitzt,
ganz in Pink gekleidet, in einer Kinderkarre und hält ihre
Puppe im Arm. Ihr Papa hockt sich neben sie und erklärt:
„Prima, Paula, das hast du gut erkannt. Pinguine mögen
lieber kühle Temperaturen, deshalb lebt die Familie hier im
Eispalast.“ Paulas Opa ist auch dabei. Er fragt das Mäd-
chen: „Was hält mein kleines Plappermäulchen von einem Picknick?“ Pünktlich zur
Pinguinfütterung packen Opa, Papa und Paula ihr Paket mit Pausenbroten, Pilzen,
Paprikastreifen, Pistazien und Äpfeln aus. Als Paula etwas ungeduldig wird, darf sie mit
Papier und Pinsel einen Pinguin malen. Pit ist entsetzt, als er hört, dass er das Tier auf
dem Papier sein soll. Im Anschluss an die Pinguinfütterung geht Paula mit ihrer Familie
zum Spielplatz vor dem Eispalast. Als Erstes rennt sie zur Wippe. Mit ihren beiden
Zöpfen sieht sie aus wie Pippi Langstrumpf. Jetzt kann Pit sogar eine kleine Perle im
Haar des Plappermäulchens erkennen. Doch als Paula auf die Wippe klettern will, fällt
sie auf den Po. Pit will Paula gerade helfen, da plappert sie schon wieder putzmunter
auf ihren Papa ein.
Nachdem Paula mit ihrer Begleitung gegangen ist, beschließt Pit, einen kurzen
Abendspaziergang zu machen. Er schlendert zwischen den Palmen entlang. Freundlich
grüßt er Peter, den Panther, und Pedro, den Papagei. Plötzlich fängt sein kleines Pin-
guinherz ganz stark an zu pochen. Pauline, die junge Pandalady, winkt ihm freudig zu.
Pit ist ganz verlegen, denn er liebt Pauline in ihrem schicken schwarz-weißen Kleid. „Sie
sieht fast so prima aus wie ein Pinguin“, denkt Pit. Schnell geht er weiter. Seine Gefühle
für das Pandamädchen sind ihm peinlich. Als Pit an Pia, dem Puma, vorbeikommt,
kriecht eine winzige Raupe über den Weg. Ohne Lupe ist sie kaum zu sehen. Vorsichtig
macht der Pinguin einen Bogen um sie und besucht das Pony Paul. Gerade als die
beiden Kumpel ins Gespräch vertieft sind, flattert eine Taube über ihre Köpfe. „Hallo,
Pit“, sagt sie, „ich bin Tilli, die Taube. Ich habe Post für dich.“ Der kleine Pinguin kann
sein Glück kaum fassen; er hat noch nie Post bekommen. „Danke“, sagt er höflich, „aber
du bist ja ganz erschöpft von deinem langen Flug. Möchtest du heute Nacht hier im Zoo
übernachten?“ Tilli, die Taube, nimmt den Vorschlag dankend an.
Bald darauf gehen im Zoo nach und nach die Lampen aus. Es ist Zeit, ins Pinguinhaus
zurückzugehen. Fast hätte Pit vor Glück Purzelbäume geschlagen, als er sein Postpa-
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ket öffnet …

53
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 5

Pit, der Pinguin

Lege das P p mit dem


1
und gehe darauf.
P

2 Höre das P p. p

3 Fühle das P p. P

Schreibe das P p in
4
den Sand.
p

Schreibe das P p auf


5
Tafel und Tapete.
P

P
6 Verbinde:
Pit
p

7 Wörter mit P p: P
© AOL-Verlag

54
Pit ist ein
Pinguin.
Paula ist ein
Mädchen.
Peter ist ein
Panther.
Pedro ist ein
Papagei.
Pauline ist ein
Panda.
Pia ist ein Puma.
Paul ist ein Pony.
Pp
© AOL-Verlag

Pit, der Pinguin – Station 1 – Optische Differenzierung


55
Pp © AOL-Verlag
Pit, der Pinguin – Station 4 – Magnetisches Spuren
56
Postpaket
Pits
© AOL-Verlag
Pit, der Pinguin – Station 7 – Freies Schreiben
57
Tilli, die Taube
Tilli, die Brieftaube, wohnt am Timmendorfer Strand
in einem gemütlichen Taubenhaus. Ihre Nachbarn
sind Toni, das tunesische Trampeltier und Tolga,
der Tintenfisch. Täglich fliegt Tilli am Strand entlang
und beobachtet die vielen Touristen.
Heute amüsiert sie sich über eine Tante mit Tiger-
tasche, die gerade versucht, ihren Terrier Trixi ein-
zufangen. In der Nähe der Turnhalle trifft sie Torge. Er trainiert täglich mit Turnschuhen
für den Triathlon in Thüdinghausen. Nun biegt die Taube in die Torstraße ein, denn dort
wohnt ihre treue Freundin Thea. Tilli besucht die ältere Taube gerne zum Tratschen bei
Tee und Torte. Theas Zwillinge Tim und Tom sind auch zu Hause und tauschen gerade
Tiersticker. Als sich die beiden Tauben auf die Terrasse setzen, fliegt plötzlich der Turm-
falke Torben um die Ecke. Er ruft ihnen zu: „Ich habe es eilig. Heute ist mein Testflug
nach Trier. Tschau!“ „Ach ja“, berichtet Thea, „Torben will Top-Pilot werden.“ Tilli muss
sich bald verabschieden, denn sie hat sich zu einem Ausflug mit Turteltaube Tobi ver-
abredet.
Als Tobi sie am Taubenhaus trifft, überreicht er ihr einen Strauß Tulpen. „Tobi ist schon
ein toller Typ“, denkt die junge Taube. Tobi zeigt Tilli seine neue Tätowierung. „Ich will
dir immer treu sein“ steht auf seinem Flügel. Das Taubenmädchen ist total begeistert,
aber Tilli lässt sich nichts anmerken. Tobi möchte morgen Abend mit dem hübschen
Täubchen tanzen gehen. Danach soll Tilli noch mit ihm Tortellini und Tiramisu essen.
„Keine Tricks, Tobi“, meint Tilli, „dann komme ich zu unserem Treffen.“
Doch nun muss die Brieftaube noch einen wichtigen Job erledigen: Sie soll ein Testa-
ment zum Tönnieshof bringen. Plötzlich hört sie laute Schüsse. Um sie herum fliegen
Kugeln durch die Luft – der reinste Terror! Tilli muss im Tiefflug der Gefahr ausweichen
und erkennt zwei Typen mit Gewehren beim Tontaubenschießen. Völlig erschöpft tor-
kelt die Taube durch die Luft. Leider lässt sie sich von Todd, dem Trottel, ablenken. Er
trampelt wie immer tollpatschig durch den Tannenwald und tritt dabei die jungen Triebe
um. „Tirilli Tilli, träum nicht beim Fliegen! Beinahe wärst du gegen eine Tanne geflogen.“
Als Tilli nach vorne schaut, taucht Lissi, die Libelle, vor ihren Augen auf. „Danke, du
hast mich gerettet“, seufzt die Taube.
Tilli ist froh, dass Lissi sie auf ihrem weiteren Flug zum Tönnieshof begleitet. Hier war-
tet Familie Tiemann schon sehnsüchtig auf das Testament. Darin steht, dass sie das
teure Tafelsilber von Tante Trude geerbt hat. Nachdem sich Tilli mit einem Teewurstbrot
gestärkt hat, macht sie sich auf ihren langen Heimflug. Erst spät in der Nacht ist sie
zurück in ihrem Taubenhaus in Timmendorf. Gleich nimmt sie ihr Tagebuch in die Hand
© AOL-Verlag

und schreibt die Erlebnisse des heutigen Tages hinein …

58
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 6

Tilli, die Taube

Lege das T t mit dem


1
und gehe darauf.
T

2 Höre das T t. t

3 Fühle das T t. T

Schreibe das T t in
4
den Sand.
t

Schreibe das T t auf


5
Tafel und Tapete.
T

T
6 Verbinde:
Taube
t

7 Wörter mit T t: T
© AOL-Verlag

59
Tilli malt mit Tom.
Tom malt mit Tante Tina.
Tante Tina malt mit
Matti.
Matti malt mit Tobi.
Tobi malt mit Toto.
Alle malen eine tolle
Torte.
Male diese Torte bunt an.

Tt
© AOL-Verlag

Tilli, die Taube – Station 1 – Optische Differenzierung


60
Tt
© AOL-Verlag
Tilli, die Taube – Station 4 – Magnetisches Spuren
61
© AOL-Verlag
Tilli, die Taube – Station 7 – Freies Schreiben
62
Lissi, die Libelle
Lissi, die kleine Libelle, ist schon ganz aufgeregt. Heute
ist ihr erster Tag an der Flugschule. Lotta, ihre lustige
Freundin, holt sie ab, damit die beiden Libellen den Schulweg gemeinsam zurücklegen
können.
Langsam fliegen sie in Richtung Leuchtturm, denn dort soll der Unterricht stattfinden.
Eine Lerche zwitschert laut in der Ligusterhecke. Sie ist besorgt, weil Lady, die Labra-
dorhündin, ihrem Nest zu nahe kommt. Auf der Landstraße sehen die beiden Libellen
gerade lustige Zirkuswagen mit Lamas und Löwen vorbeifahren. Lässig fliegen Lotta
und Lissi weiter. „Hast du an deine Limonade gedacht?“, fragt Lissi. „Klar, mit leckeren
Lacherbsen dazu“, scherzt die lustige Lotta.
Leider kommen sie viel zu früh am Leuchtturm an, denn die Lampen blinken noch im
schwachen Licht der Dämmerung. „Bleibt locker“, flüstert leise eine Stimme. Leo, ein
älterer Libellenjunge, kommt lässig mit einem Looping um die Ecke geflogen. Lächelnd
schenkt er den beiden Erstklässlerinnen zwei leckere Lutscher. Lissi und Lotta bedan-
ken sich für die Lollis. „Leider ist Leo nicht in unserer Klasse“, denken die beiden Libel-
lenmädchen.
Der Leuchtturm ist für die Einschulung mit lila Luftballons und Lametta geschmückt. Die
Lehrerinnen haben sogar Lippenstift aufgetragen. Lotta freut sich besonders auf Frau
Langner, denn die soll ihr Lieblingsfach unterrichten.
Gerade als die lustige Feier beginnen soll, kommt ein lautes Geräusch aus dem
Gebüsch. Von links latscht lässig Hans, der Hase, heran. Er will auch fliegen lernen und
hat einen Ranzen mit Locher, Lineal und Löffel dabei. Die Lehrerin lacht, als sie ihn
sieht. Liebevoll erklärt sie Hans, dass er zum Fliegen leider Flügel braucht. Dem Hasen
ist das Gespräch etwas lästig; er schlurft sofort wieder los in Richtung Lärchenwald.
Nun kann die Einschulungsfeier endlich beginnen. Lärmend fliegt das Blasorchester
der Leuchtturmschule um die Ecke. Sie spielen Lissis Lieblingslied „Über den Wolken“.
Jetzt tragen die älteren Libellen ein lustiges Gedicht für die Schulanfänger vor. Lotta
kann sich vor Lachen kaum noch halten. Von links fliegen dann die Libellen der Tanz-
AG auf die Bühne. Sie haben ihre Flügel lila gefärbt, so wie die Farben der Leuchtturm-
schule. Elegant schweben sie auseinander und wieder zusammen, bis sie zum Schluss
lässig einen Looping drehen. Lissi und Lotta klatschen begeistert mit den Flügeln. Die
Schulleiterin, Frau Linning, teilt die Libellen in Flugklassen ein. Lotta und Lissi haben
Glück; gemeinsam kommen sie in die Klasse von Frau Langner. In ihrer ersten Unter-
richtsstunde in der Leuchtturmschule müssen alle Libellenkinder ihr neues Lehrbuch
herausholen und große und kleine L hineinschreiben. Dabei bekommt Lissi viel Lob von
ihrer Lieblingslehrerin.
Nach einem erlebnisreichen ersten Schultag wird Lissi von ihrer Libellenmutter lächelnd
empfangen. „Ich habe dir dein Lieblingsessen gekocht, eine leckere Lasagne“, sagt die
Mama. Doch Lissi muss ihr erst mal zeigen, was sie in ihr neues Lehrbuch geschrieben
© AOL-Verlag

hat …

63
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 7

Lissi, die Libelle

Lege das L l mit dem


1
und gehe darauf.
L

2 Höre das L l. l

3 Fühle das L l. L

Schreibe das L l in
4
den Sand.
l

Schreibe das L l auf


5
Tafel und Tapete.
L
L
6 Verbinde: Li l
Libelle

7 Wörter mit L l: L
© AOL-Verlag

64
Lissi, Lotta
und Leo sind
Libellen. Alle wollen
fliegen lernen.
Ll
mo la
Li li
su ki
fi ra
La La
ma tu
li tale
Lol Li
lo belle
neal du
Li Li
peol sa
© AOL-Verlag

Lissi, die Libelle – Station 1 – Optische Differenzierung


65
Ll © AOL-Verlag
Lissi, die Libelle – Station 4 – Magnetisches Spuren
66
Lissis Lehrbuch
© AOL-Verlag

Lissi, die Libelle – Station 7 – Freies Schreiben


67
Hans, der Hase
Hans, der Hase, ist immer noch sehr trau-
rig, dass er nicht in die Flugschule gehen
darf. Warum ist er auch nicht mit Flügeln
zur Welt gekommen? „Hallo Hans, kann
ich dir helfen?“, fragt Herbert, sein großer
Hasenbruder. Nachdem Herbert interes-
siert zugehört hat, warum der kleinere
Hase traurig ist, hat er eine Idee: Hans kann doch auch mit einem Heißluftballon oder
einem Hubschrauber fliegen lernen. Der jüngere Hase ist begeistert.
Hurtig verabschiedet er sich von seiner Hasenmutter und verlässt seine Heimat Höckel-
heim, um Pilot zu werden. Als er in Hammenstedt ankommt, muss ihm Horst, der Hahn
von Hühnerbauer Hupe, den Weg erklären, denn Hans hat sich verlaufen. Hektisch
hoppelt der Hase in Richtung Hollenstedt. Dort soll die Schule für Heißluftballonpiloten
sein. Endlich erreicht er die große Wiese der Flugschule. Dem kleinen Hans wird ganz
heiß. Er ist vor Aufregung richtig hibbelig und hüpft von einem Hasenbein auf das
andere. Herr Heise, der Lehrer, hebt höflich den Hut zur Begrüßung seiner neuen Schü-
ler.
Die erste Heißluftballonfahrt kann beginnen und Hase Hans, Henne Hilde und Hund
Hasso klettern in den Korb. Kaum haben sie die Leinen gelöst, trägt sie der frische
Herbstwind in die Höhe. „Oje“, sagt Hilde, „ich glaube, ich bekomme Höhenangst.“ Doch
niemand beachtet das hysterische Huhn; alle sind von der tollen Aussicht begeistert
und lassen ihre Haare im Wind wehen. „Hilfe! Hört mich denn keiner?“, jammert Hilde
nun. „Das Heißluftballonfahren ist hart. Da hilft ängstliches Geheule auch nichts“, erwi-
dert Herr Heise. Nun ist Hilde still und alle können die herrliche Fahrt genießen. „Hat
der Heißluftballon keinen Hebel für die Handschaltung?“, fragt Hans, der Hase. Der
Lehrer lacht und erklärt die Technik des Heißluftballons. Inzwischen haben sie Hildes-
heim, Hannover und die Lüneburger Heide überquert. Bald werden sie über den Ham-
burger Hafen fahren.
Als sie am Abend fern ihrer Heimat landen, bleiben sie beinahe an einer Hecke hängen.
Hans stockt das Herz vor Schreck. Glücklicherweise helfen zwei Herren mit himmel-
blauen Hemden und hellen Hosen den Schülern hinaus. Hans hat sich etwas verletzt.
Trotzdem muss er beim Verladen des Heißluftballons auf den Anhänger helfen. Dann
fährt Herr Heise die drei Heißluftballonfahrer im Honda in ihre Heimat zurück. Hans
steigt als erster aus und humpelt hungrig, aber glücklich, nach Hause.
Im Wald hüpft ihm Fritz, der Fuchs, entgegen. „Hab’ keine Angst, Hans. Ich fresse keine
Hasen“, beruhigt er den Heimkehrer. Erleichtert hinkt Hans noch die letzten hundert
Meter bis zum Hasenbau in Höckelheim und fällt hundemüde in sein Hasenbett. In die-
© AOL-Verlag

ser Nacht träumt er von seiner tollen Heißluftballonfahrt über …

68
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 8

Hans, der Hase

Lege das H h mit dem


1
und gehe darauf.
H

2 Höre das H h. h

3 Fühle das H h. H

Schreibe das H h in
4
den Sand.
h

Schreibe das H h auf


5
Tafel und Tapete.
H
H
6 Verbinde: Ha h
Hase

7 Wörter mit H h: H
© AOL-Verlag

69
Hase Hans
hat Hunger.
Mit Henne Hilde und
Hund Hasso holt er
hundert Hamburger.

TPMHosePPTL
TMPMHundMT
PPTMHerzPPH
HHTTLLLHand
THenneTHTHL

Hh
© AOL-Verlag

Hans, der Hase – Station 1 – Optische Differenzierung


70
Hh
© AOL-Verlag
Hans, der Hase – Station 4 – Magnetisches Spuren
71
Hans in der Höhe

© AOL-Verlag

Hans, der Hase – Station 7 – Freies Schreiben


72
Fritz, der Fuchs
Voller Vorfreude sitzt Fritz, der kleine Fuchs, im
Frankfurter Fußballstadion. Heute ist ein beson-
derer Tag für ihn, denn er hat drei Freikarten für
das Fußballländerspiel im großen Stadion
gewonnen. Die Mannschaften aus Finnland und
Frankreich haben sich in Frankfurt zu einem Freundschaftsspiel verabredet. Fritz’
Freunde Fenja und Franz freuen sich, denn sie dürfen den Fuchs begleiten. Fritz ist ein
begeisterter Fan von Franck Ribéry, der in blau-weißen Farben für Frankreich das Feld
betritt. Franck ist ein fairer Fußballer, der sehr flink laufen kann. Schnell macht Fritz ein
Foto von dem Franzosen. Nun sind die Spieler fertig aufgestellt und die finnische und
die französische Nationalhymne werden gespielt.
Endlich kann das Fußballspiel beginnen. Franz, der freche Freund von Fritz, filmt das
fantastische Ereignis. Nach fünf Minuten fällt bereits das erste Tor für Frankreich.
Franck Ribéry hat es geschossen. Die finnischen Fans pfeifen. Dann wird ein französi-
scher Fußballer furchtbar gefoult. Er fällt zu Boden und fasst sich an den Fuß. „Foul!“,
rufen die Fans. Fritz fordert laut: „Freistoß für Frankreich!“ Schiedsrichter Freud zeigt
mit dem Finger auf das Feld; es gibt tatsächlich einen Freistoß für Frankreich. Flink läuft
Franck Ribéry an. „Wie fit dieser Fußballer aussieht, kein Gramm Fett zu viel“, schwärmt
Fenja. „Wenn du mehr frische Früchte isst, wirst du auch so ein toller Fußballer, Fritz“,
fügt sie noch hinzu. Der kleine Fuchs wird ganz verlegen. Fenja ist schon eine feine
Freundin. Der finnische Torwart fliegt durch die Luft und bekommt den Ball noch zu
fassen. „Fantastisch!“, schwärmt nun Franz.
Langsam wird es frisch im Fußballstadion. Die Freunde beginnen zu frieren. Doch plötz-
lich fällt ein weiteres Tor für Frankreich. Fröhlich springen die drei Freunde auf und
jubeln mit den französischen Fußballfans. Für einen Moment frösteln sie auch nicht
mehr. Das Spiel ist fast beendet, doch die Fans bleiben geduldig im Fußballstadion.
Unmittelbar nach dem Schlusspfiff findet ein Feuerwerk zu fetziger Musik statt. Für fünf
Minuten färbt sich der Himmel in den schönsten Farben. Franz, Fenja und Fritz sind
fasziniert. Freudig feiern die Franzosen den Sieg ihrer Fußballer und schwenken die
französische Flagge.
„Ich möchte auch Fußballer werden. Ab morgen esse ich nicht mehr so fettiges Fleisch
aus der Fritteuse“, sagt der kleine Fuchs auf dem Nachhauseweg. Plötzlich fliegt ein
Uhu vor ihnen entlang. „Ich heiße Udo und habe eine Fitnessschule für junge Fußballer
in Fredelsloh. Kommt doch morgen mal zum Training vorbei!“, schlägt er vor. Damit die
fußballbegeisterten Freunde die Trainingszeiten einsehen können, gibt er Franz, Fenja
und Fritz einen Flyer. Freudig nehmen die drei Fans den Fußballflyer entgegen und
verabschieden sich. Als Fritz den Fuchsbau erreicht hat, schreibt er sofort einen Fit-
nessplan für die nächsten fünfzehn Tage …
© AOL-Verlag

73
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 9

Fritz, der Fuchs

1 Erkenne das F f. F

2 Höre das F f. f

3 Fühle das F f. F

Schreibe das F f in
4
den Sand.
f

Schreibe das F f
5
auf Tapete.
F
F
6 Verbinde: Fu f
Fuchs

7 Wörter mit F f: F
© AOL-Verlag

74
Fritz findet Fußball toll.
Er will fit wie ein Profi sein.
Fritz futtert frische Früchte
und fängt an zu laufen.
Fenja und Franz laufen mit.

Ff

BDBDDBBDProfiDBDBDDBD
BDBDBDBDBfitBDDBBDBDB
DBBDBBDBBFotoDBDBBDD
BDBBDBDDDBDFalteBDBDB
BDBDDDBBFlammeBDBDDB
BDBDDBBlaufenBBBDBDBD

Ff
© AOL-Verlag

Fritz, der Fuchs – Station 1 – Optische Differenzierung


75
Ff © AOL-Verlag
Fritz, der Fuchs – Station 4 – Magnetisches Spuren
76
© AOL-Verlag

Fritz, der Fuchs – Station 7 – Freies Schreiben


77
Udo, der Uhu
Ungefähr um neun Uhr ist Udo, der Uhu, putzmunter. Er hat
gerade erst vor ein paar Wochen einen Umzug von Ulm nach
Uslar vornehmen müssen, denn seine alte Wohngegend ist
zu unsicher für Uhus geworden. Nun hat er einen kuscheligen
Unterschlupf in einem Turm gefunden. Als Udo um die Ecke des unteren Turmfensters
guckt, wird er unvorbereitet von Uta und Uschi umarmt. Die beiden ulkigen Hummeln
wohnen in seiner unmittelbaren Nachbarschaft. „In deinem Unterhemd siehst du un-
möglich aus, Udo“, sagt Uta. Der kleine Uhu wird ganz unsicher und versucht, die bei-
den Ulknudeln mit einer Unterhaltung abzulenken. So unterhalten sich die drei über ihre
letzten Urlaube in Ungarn und den USA.
Um zehn Uhr zieht sich Udo in seinen Unterschlupf zurück. Er will heute mit einem
neuen Flugobjekt zur Uni nach Ulm fliegen. Das Ufo baut der Uhu aus einer großen
Untertasse. Sofort möchte Udo sein neues Ufo ausprobieren. Unglücklicherweise sind
die Luftverhältnisse wegen eines aufkommenden Unwetters heute nicht so günstig.
Doch Udo ist zu ungeduldig zum Warten. Er hat extra einige teure Flugstunden genom-
men. Also beschließt er, sein Ufo trotzdem zu testen. Der kleine Uhu stellt sich sehr
ungeschickt an. „Ich hätte im Unterricht der Flugschule nicht so unaufmerksam sein
sollen. Die Unterhaltungen mit Lissi, der Libelle, waren unklug“, denkt Udo unbehag-
lich. In dem Moment spürt er eine unheimliche Unruhe im Unterleib. Irgendetwas ist
nicht in Ordnung. Unbewusst und ohne darüber nachzudenken lenkt Udo sein Ufo nach
unten. Der kleine Uhu erschrickt, als plötzlich eine Ulme vor ihm auftaucht, doch er kann
unmöglich noch reagieren. „Ups, was ist passiert?“, überlegt Udo, als er wieder zu
Bewusstsein kommt. Er bemerkt das verbeulte Ufo, aber er kann sich kaum an den
Unfall erinnern. Unversehrt klettert er aus der ehemaligen Untertasse. „Uff! Das war
Glück im Unglück“, murmelt der Unfallverursacher. Nun entdeckt Udo, dass zusätzlich
der Unterboden des Ufos undicht ist. So kann der Uhu unter keinen Umständen weiter-
fliegen. Als er sich unsicher umsieht, entdeckt Udo ein U-Bahn-Schild mit der Aufschrift
„Uni Ulm“. Unter diesen Umständen nimmt er natürlich die U-Bahn zur Uni – das ist
sowieso umweltfreundlicher.
Unmittelbar nach seiner Ankunft an der Uni überreicht ein Mann in Uniform Urkunden
an die neuen Studenten. Udo muss nur noch seine Unterschrift unter die Urkunde set-
zen, dann kann der Unterricht beginnen. „Unsere Uni soll super sein“, spricht Udos
Kumpel Ron, der Rabe, dem Uhu Mut zu.
„Udo, wo bist du so lange umhergeflogen? Und erzähl mir keinen Unsinn!“, schimpft
Udos Uroma, als er um Mitternacht nach einem langen Flug im Unterschlupf in Uslar
ankommt. Der kleine Uhu berichtet ihr von seinem Unfall. Unmittelbar umarmt sie den
Unglücksflieger und entschuldigt sich für die ungerechte Begrüßung. „Ich bin unheim-
lich glücklich, dass du unversehrt bist, Udo“, sagt die Uroma. Nun setzt sich der kleine
© AOL-Verlag

Uhu unter das Unterholz und schreibt den Unfallbericht …

78
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 10

Udo, der Uhu

1 Erkenne das U u. U

2 Höre das U u. u

3 Fühle das U u. U

4 Spure das U u nach. u

Schreibe das U u
5
auf Tapete.
U

U
6 Verbinde:
Uhu u

7 Wörter mit U u: U
© AOL-Verlag

79
Uhu Udo fliegt mit dem
Ufo von Ulm nach Uslar.
Ute, die Hummel, muss mit.
Ute mag Ufos. Udo fliegt an
einem runden Turm vorbei.
Puh, das war knapp!
Uu

WRWRWRWRWUhuWRWRW
WRWRWTurmWRWRWRWR
MRMRMRRRLuftMMRRMRM
RWRWRWRWRMutWRWRW
WRWRWULupeWRWRWRWR
RWRWRWRWRRUfoWRREM

Uu
© AOL-Verlag

Udo, der Uhu – Station 1 – Optische Differenzierung


80
Uu
© AOL-Verlag
Udo, der Uhu – Station 4 – Magnetisches Spuren
81
Udos Unfallbericht

© AOL-Verlag
Udo, der Uhu – Station 7 – Freies Schreiben
82
Ron, der Rabe
Gerade hat Ron, der Rabe, im Radio von dem
Radrennen in der Region Reyershausen gehört.
Nun schlägt sein Herz rasant, denn der kleine
Racker will auch am Radrennen teilnehmen.
Rasch holt er sein Rad aus dem Rabenschuppen
und rast zu seinen Freunden Rolf und Rico. Ron
braucht gar keine langen Reden zu halten; die beiden anderen Raben haben große
Lust, ein bisschen Rabatz zu machen. Nun fehlt nur noch Rita aus dem Rotbuchenweg,
dann ist die Rasselbande komplett. Die kleinen Raben rollen mit ihren Rädern nach
Reyershausen. Am Rande des großen Rasens bleiben sie stehen und fragen Rex, die
Ratte, nach der Reihenfolge. Rex erklärt den Rabenkindern die Regeln und beschreibt
ihnen die Route des Radrennens.
Jetzt kann das Rennen beginnen. Als Startzeichen wird eine Rakete gezündet. Alle
Radler rollen rasant los. Rasch hat sich das Feld der Radfahrer verteilt. Regen setzt ein
und die Reifen rutschen auf dem Radweg hin und her. Plötzlich hört Ron es richtig laut
rumsen. Rico, der kleine Rüpel, hat Rita in einer Rechtskurve den Weg abgeschnitten.
Aus Reflex hat Rita falsch reagiert und ist gegen den Richterturm gerast.
Ron ist sauer, er will Rache für seine Freundin Rita nehmen. „Rico, du Raufbold, hier
kommt die Revanche für Rita!“, ruft Ron dem anderen Raben zu. Sie rasen in Richtung
Rübenfeld. Plötzlich sieht Ron das Schild „Radarkontrolle“. Er reagiert rasch und bremst
mit seinem Rücktritt. Doch Rüpel Rico hat nicht den richtigen Riecher und rast in hohem
Tempo in eine Rechtskurve. Der Regen läuft in Rinnen über den Radweg und Rico
stürzt. Mit den Flügeln rudernd rollt der Rabe über den rauen Asphalt. Er rappelt sich
auf die Beine und rüttelt sein Rad zurecht. Doch für ihn ist die Rundreise zu Ende; sein
rechter Reifen hat einen riesigen Riss.
Ron kommt als Erster ins Ziel und ist rundum glücklich. „Du bist ganz schön raffiniert.
Wollen wir uns raufen?“, versucht Rico den Sieger zu reizen. „Du musst deinen Rachen
gar nicht so weit aufreißen, Rico. Wer gegen die Regeln verstößt, ist raus aus dem
Rennen“, erwidert Ron und hält ihm zur Versöhnung den rechten Flügel hin. Rita und
Rolf kommen auch rasch angerast und feiern den Sieger.
Auf dem Nachhauseweg macht die Rasselbande noch einen Abstecher in das Revier
von Nelli, dem Nashorn, um ihr von dem Radrennen zu erzählen. Doch Nelli hat im Zoo
Radio gehört und kennt die Reihenfolge des Zieleinlaufs bereits. „Respekt, Ron“, sagt
sie mit ruhiger Stimme. Als Ron an diesem Abend endlich in seinem Rabennest liegt,
hört er sich noch einmal in aller Ruhe den Bericht des Radioreporters in der Sportschau
© AOL-Verlag

über das Radrennen an …

83
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 11

Ron, der Rabe

1 Erkenne das R r. R

2 Höre das R r. r

3 Fühle das R r. R

4 Spure das R r nach. r

Schreibe das R r
5
auf Tapete.
R

Ra
6 Verbinde:
Rabe r

7 Wörter mit R r: R
© AOL-Verlag

84
Ron, Rolf, Rico und Rita
sind Raben. Rita will mit
den drei Raben Rad fahren.
Die Raben rollen mit den
Rädern nach Rabendorf. Da
fahren sie ein Radrennen.
Rr

SDSDRabeSDSDSDSDSDSDS
SDSDSDSDRadSDSDSDSDS
SFSDSFRadioSDSFSDSFSDS
HSHSHSHSHSHSrollenHSHS
JSJSJSJrufenSJSJSJSJSJSJ
SDSDSDSDSDSDRuheSDSDS

Rr
© AOL-Verlag

Ron, der Rabe – Station 1 – Optische Differenzierung


85
Rr © AOL-Verlag
Ron, der Rabe – Station 4 – Magnetisches Spuren
86
Rons Radrennbericht
© AOL-Verlag
Ron, der Rabe – Station 7 – Freies Schreiben
87
Nelli, das Nashorn
Seit dem Besuch der sportlichen Raben ist Nelli,
das junge Nashorn, sehr nachdenklich. Nelli ist zwar
sehr nett und sieht mit ihrem kleinen Höcker auf der
Nase auch ganz niedlich aus, doch sie ist zu nichts
nütze. Noch ist sie zu klein, um zwei Hörner auf der Nase zu haben; Nashornkälber
brauchen eine lange Zeit, um erwachsen zu werden. Außerdem kann Nelli nicht schwim-
men. Sie mag keine Blätter von Nussbäumen wie die anderen Nashörner im Zoo – nein,
Nelli mag gern Nutella. Nun ja, Nelli ist kein normales Nashorn.
Es ist ein kühler Novembertag und der Nordwind bläst durch das Nashorngehege. Nelli
hat sich den ganzen Nachmittag im Schlamm gesuhlt und mit Nachdruck über einen
Neuanfang nachgedacht. Es muss sich etwas in ihrem jungen Nashornleben ändern.
Sie hat null Bock, ihr Leben lang eine Niete zu bleiben. Neidisch beobachtet sie Nina
und Nick, wie sie sich im Wasser necken. Gerade will sie einfach auch ins Wasser sprin-
gen, da hört sie eine Stimme: „Nelli, sei kein Narr! Wir wollen doch heute Nachmittag
keinen Notarzt holen.“ Das kleine Nashorn erkennt die Stimme von Norbert, dem Nas-
horntrainer. Sie setzen sich nebeneinander und Norbert macht ein paar Notizen für
Nellis Notfallplan auf dem Notebook.
Heute Nacht soll das Training für Nelli beginnen. Norbert hat Nachtschicht. Ab neun Uhr
herrscht im Zoo Nachtruhe und alle Nachbarn des Nashorngeheges schlafen bereits.
Nelli streckt ihre Nase in die Luft, um zu erkennen, ob es Norbert ist, der sich da nähert.
Nashörner haben leider den Nachteil, dass sie nicht gut sehen können. Außerdem hat
sich Nebel gebildet, der Nelli in der Nase kitzelt. „Nur nicht niesen“, denkt sie. Als Nor-
bert und Nelli das Nichtschwimmerbecken erreicht haben, kann man fast nichts mehr
sehen. Doch Nelli will nicht nörgeln; sie möchte normal sein und schwimmen lernen.
Nach und nach verliert das kleine Nashorn seine Angst. Norbert hat viel Nachsicht mit
Nelli und sie beginnt, jede Übung im Nichtschwimmerbecken nachzuahmen, die der
Nashorntrainer vormacht. Dabei bewegt Nelli große Wassermassen. „Nicht nachlas-
sen, Nelli“, feuert Norbert das Nashorn an. Bei Schwimmübung Nummer neun wird das
Schwimmen langsam zur Nebensache, denn Nelli nickt vor Müdigkeit fast ein. „Na gut,
nichts wie ins Bett!“, gibt Norbert nach.
Auf dem kurzen Nachhauseweg hört Nelli plötzlich ihren Namen. Hinter ihr taucht Susi,
die Sau, auf und schenkt Nelli mit einer Verneigung einen Strauß Nelken. Aus Neugier
hat sie Nelli die ganze Nacht beobachtet. Das Nashorn bedankt sich natürlich für den
Nelkenstrauß und geht schlafen.
Am nächsten Morgen hat sich die Nachricht von Nellis Schwimmkünsten schnell ver-
breitet. Nick, der nette Nashornbulle, schenkt Nelli einen neonfarbenen Nasenring,
damit man sie nachts besser sehen kann. Nebeneinandersitzend planen Nick und Nelli,
© AOL-Verlag

noch im November einen Ausflug zum Schwimmen in der Nordsee zu machen …

88
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 12

Nelli, das Nashorn

1 Erkenne das N n. N

2 Höre das N n. n

3 Fühle das N n. N

4 Spure das N n nach. n

Schreibe das N n
5
auf Tapete.
N

Na
6 Verbinde:
Nashorn n

7 Wörter mit N n: N
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89
Nelli ist nett. Nelli ist noch
klein und hat einen Höcker
auf der Nase. Nelli kann
noch nicht schwimmen.
Nelli ist kein normales
Nashorn. Nelli mag Nutella.
Nn

DBDBDBDBNutellaBDBDBDBDB
BDBDBDBDBDBDNelliBDBDBD
GDGDGDGDNashornGDGDGDG
GDGDGNotfallplanGDGDGDGD
DBDBDBDDBDnormalBDBDDBD
RGRGRGRGRGRNaseDGRGRG
BDBDBNebelBDBDBDBDDBDB
RGRGRHörnerRGRGRGRRGRG

Nn
© AOL-Verlag

Nelli, das Nashorn – Station 1 – Optische Differenzierung


90
Nn
© AOL-Verlag
Nelli, das Nashorn – Station 4 – Magnetisches Spuren
91
Nellis Notfallplan

© AOL-Verlag
Nelli, das Nashorn – Station 7 – Freies Schreiben
92
Susi, die Sau
Eigentlich möchte Susi, die Sau, diesen Sommer in der
Sonne des Südens verbringen. Das Sauwetter in
Deutschland geht ihr auf die Nerven. Doch die salzige
Seeluft und den körnigen Sand findet sie auch nicht super. So liegt die kleine Sau an
diesem Samstag wie gewohnt neben ihrer Freundin Senta auf dem Schweinehof von
Bauer Sinram. Sechs bis sieben Stunden suhlen sich die kleinen Säue nun schon im
Schlamm. „Der Schlamm ist wie ein Sofa“, sagt Senta. Susi sieht sie sofort an. „Säusel
nicht so seltsame Dinge, Senta. Die Menschen erwarten von uns mehr Sauberkeit“,
meint sie. Sofort fängt Senta an zu protestieren: „Der Schlamm ist wie Seife. Er säubert
unsere Schweinehaut von Insekten und macht sie sanft wie Seide.“ Susi setzt sich auf
und beginnt, über ihren großen Hunger zu jammern.
Die beiden Säue machen sich auf die Suche nach etwas Essbarem. Da Schweine alles
fressen, sind ihre Geschmäcker sehr verschieden. Senta will gerne salzige Nahrung
sammeln: Salzbrezel, Salzkartoffeln, Salzstangen usw. Susi hingegen nennt man nicht
umsonst „die süße Sau“. Susi sucht Süßigkeiten: Sahneschokolade, Sirup, Snickers,
Smarties, Salbeibonbons und vieles mehr.
Sepp, der Sohn von Bauer Sinram, hat die beiden Säue eine Weile beobachtet. Er
schlägt ihnen ein Spiel vor: Susi und Senta sollen auf unterschiedlichen Seiten der
Schweinewiese um die Wette nach Essensresten suchen. Wer den meisten Schweine-
fraß zusammensucht, wird Siegerin sein. Die beiden Säue stimmen zu. Schnell spannt
Sepp noch zwei Seile als Abgrenzung, dann wirft er als Startsignal eine Socke in die
Luft.
Sofort machen sich Susi und Senta auf die Suche. Nun nehmen sie alles, was sie finden
können: Salat, Salami, Senfgurken, Semmel, Suppenreste, Sardellen, Sellerie, Soja,
Sauerkraut, Sesam … Susi säuft sogar aus einer Pfütze mit süßem Saft und Sahne.
Sabbernd probiert sie von allen Sachen. „Super“, denkt Sepp, „die Suche ist eine
sehenswerte Sache.“ Am Ende des Spiels ertönt eine Sirene. Jede Sau schüttet die
gesammelten Essensreste zu einem eigenen Schweinehaufen zusammen. Susi geht
als klare Siegerin aus der Suche hervor. Sepp singt für sie den Schweinesong und
schenkt ihr einen Stern. „Du siehst aus wie ein Sheriff“, säuselt die sieglose Senta nei-
disch. „Sei doch nicht sauer! Das war doch nur ein Spiel“, sagt Susi sehr einfühlsam.
Sie schenkt Senta ein silbernes Stoffband. Sogleich ist ihre Freundin wieder versöhnt.
Da heute Samstag ist, gibt es um sieben Uhr im Saustall eine Samba-Show. Egon, der
Esel, tanzt sich fast schwindelig, doch der Saal tobt vor Begeisterung und summt die
Musik emsig mit. Als Susi an diesem Abend ins Stroh sinkt, bekommt sie ein seltsames
Sodbrennen.
Nun, bei all den Dingen, die die süße Sau heute gefressen hat, ist das auch kein Wun-
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der …

93
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 13

Susi, die Sau

1 Erkenne das S s. S

2 Höre das S s. s

3 Fühle das S s. S

4 Spure das S s nach. s

Schreibe das S s
5
auf Tapete.
S

Su
6 Verbinde:
Susi s

7 Wörter mit S s: S
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94
Susi ist mit Senta im Stall.
Senta ist so satt. Sie hat
Salami, Suppe, Wurst mit
Senf und Salzstangen
gefuttert. Susi frisst lieber
Schokolade, Sahnetorte
mit Sirup und Smarties.
Ss

DDGDSusiGDGDGDGDGDGDGD
GDGDGDGDGDSauDGDGDGDG
GDGSalamiDGDGDGDGDGDGD
DGDGGDGDGDGSalatDGDGDG
GDGDGDWurstGDGDGDGDGDG
DGGDGDSirupGDGDGDGDGDG
DGDGGDGSahnetorteGDDGDGD
GGDGDGDGDGDSesamGDGDG
Ss
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Susi, die Sau – Station 1 – Optische Differenzierung


95
Ss © AOL-Verlag
Susi, die Sau – Station 4 – Magnetisches Spuren
96
© AOL-Verlag
Susi, die Sau – Station 7 – Freies Schreiben
97
Egon, der Esel
Egon, der Esel, lebt in Emden an der eisigen Nordsee. Er
hat schon immer Erfolg bei den edlen Damen, beson-
ders, seit er Salsa tanzt. Ein Problem gibt es für Egon
allerdings mit seiner Ex-Freundin Emma, der Elefanten-
dame mit den wertvollen Elfenbeinzähnen: Sie ist wun-
derschön, aber sehr eigensinnig.
Eigentlich fühlt sich der Esel oft allein und einsam auf unserem enorm großen Erdball,
seit Emma die Freundschaft beendet hat. Egon sehnt sich nach einer harmonischen
Ehe mit einer netten Frau, egal welcher Tierart. Er hat zwar von Opa Edgar einen echt
edlen Eselstall geerbt, doch der ist zu groß für einen einzigen Esel.
Ein sonniger Tag ist heute. Egon macht sich etwa um elf Uhr zu einem Strandspazier-
gang auf. Einsam trottet der Esel durch das Watt, denn es ist gerade Ebbe an der Nord-
see. Plötzlich bleibt sein schweres Herz fast stehen. Wie bei einem Erdbeben beginnt
sein Eselherz kurz darauf heftig zu schlagen bei ihrem Anblick – Erna! Egon eilt zu der
verletzten Eseldame, die erschöpft im Wattenmeer liegt. Erna ist erheblich abgemagert
und unfähig, alleine aufzustehen. Am Ellenbogen hat die Eselin eine extrem entzündete
Wunde. Bei genauem Betrachten entdeckt Egon Eiter an der entzündeten Stelle. Eigent-
lich hätte der Esel Ekel verspüren müssen, so elendig sieht Erna, die erkrankte Eselin,
aus. Doch Egon fühlt nur Liebe.
Nun aber geht es erst einmal darum, schnell Erste Hilfe zu leisten. Fachmännisch ver-
sorgt Egon die eitrige Wunde mit einem Einmalverband. Dennoch macht sich der Esel
ernsthafte Sorgen. Er weiß noch nicht, wie er Erna zum Erlenhof transportieren soll.
Hilfesuchend sieht Egon sich um. Genau in diesem Moment landet eine Ente neben den
beiden Eseln. Eilig schildert Egon die Situation und die Ente fliegt los, um Hilfe zu holen.
Es dauert nicht lange, bis Egon ein elektrisches Strandfahrzeug näher kommen sieht.
Mit diesem Fahrzeug gelingt es Egon, die Eseldame mit in seinen Stall auf dem Erlenhof
zu nehmen. Dort pflegt er Erna liebevoll gesund. Es ist eine Ehre für Egon, ihr jeden Tag
Essen und Trinken zu geben. Der emsige Esel ist in seinem Element und es bringt den
erwünschten Erfolg: Erna erholt sich hervorragend.
Eines Tages gesteht der Esel der Eselin seine Liebe und nimmt sie in den Arm: „Du bist
mein Engel, Erna.“ „Entschuldigung“, erwidert die Eseldame, „du erdrückst mich fast
mit deinem Elan. Das ist mir zu eng.“ Doch Egon wird ernst und stellt Erna die entschei-
dende Frage: „Willst du mit mir die Ehe eingehen, Erna?“ Die Eselin ist sehr erfreut und
heiratet den Esel. Don, der Dackel, traut sie unter einem alten Eichenbaum und Emil
und Ella sind ihre Trauzeugen.
Seitdem leben Egon und Erna, die beiden Esel, glücklich auf dem Erlenhof in Emden.
Egon ist endlich von seiner Einsamkeit erlöst und träumt nun von einer eigenen Familie
mit Erna und vielen entzückenden Eselkindern …
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98
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 14

Egon, der Esel

1 Erkenne das E e. E

2 Höre das E e. e

3 Fühle das E e. E

4 Spure das E e nach. e

Schreibe das E e
5
auf Tapete.
E

E
6 Verbinde:
Esel e

7 Wörter mit E e: E
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99
Egon, Erna und Ella sind
Esel. Sie leben im Eselstall
von Onkel Ede und Opa
Edgar. Alle Esel laufen
gerne. Sehr gerne laufen
sie an die Nordseeküste.
Ee

FHFHFEselHFHFHFHFHFHFHFH
GFGFGFGFGFEmilGFGFGFGFG
KFKFKFKElefantFKFKFKFKFKF
LDLDLDLDLEngelDLDLDLDLDL
KDKEgonDKDKDKDKDKDKDKD
ZDZDZDZDMeerZDZDZDZDZDZD
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MDlesenMDMDMDMDMDMDMDM

Ee
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Egon, der Esel – Station 1 – Optische Differenzierung


100
Ee
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Egon, der Esel – Station 4 – Magnetisches Spuren
101
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Egon, der Esel – Station 7 – Freies Schreiben
102
Don, der Dackel
Don, der Dackel, ist schon drei Jahre alt. Der
dünne und etwas dusselige Dackel lebt bei Dirk,
dem Doktor, in Duhnen in der Nähe von Cuxhaven.
Eines Tages darf Don ganz alleine in die Dünen gehen, um dort zu spielen. Dort düst er
mit seinen Kameraden herum und hat viel Spaß. Doch plötzlich zieht in der nahenden
Dämmerung ein Gewitter auf. In der Ferne hört man es schon donnern. Don muss
schnell nach Hause. Er setzt sich selbst so unter Druck, dass er sich auf dem Heimweg
verläuft.
Von dem Dezemberregen durchnässt, sucht der Dackel einen Unterschlupf. Hinter
einem Dornenbusch entdeckt Don einen alten Dachsbau, in den er sofort hineinschlüpft.
Der drahtige Dackel ist endlich in Sicherheit und kann durchatmen. Allerdings hat er
doch etwas Angst in diesem dunklen und düsteren Dachsbau. Deshalb schleicht er in
die hinterste Ecke des Dachsbaus und duckt sich. Auf einmal bewegt sich etwas hinter
Don. Der Schatten sieht aus wie ein dicker Drache. „Wer wagt es, mich zu wecken?“,
donnert eine dumpfe Stimme. Der Dackel antwortet leise: „Ich bin Don, der Dackel. Bitte
dulde mich hier eine Weile, denn draußen donnert es.“ Diva, das kleine Dachsmädchen,
macht das Licht an und Don sieht, dass er sich nicht zu fürchten braucht. Diva ist kein
Drache und zudem umgibt sie ein betörender Duft. „Hast du Durst?“, fragt sie nun gast-
freundlich. Don nickt verlegen. „Dalli, dalli“, dröhnt die kleine Diva nun in Richtung
Küche. Daraufhin kommt Kalle, der Kater, mit den leckersten und gesündesten Dingen
um die Ecke und deckt den Tisch. Don und Diva danken dem Kater und lassen sich die
Drinks, Datteln und Distelpuffer mit Dips schmecken.
Doch an diesem kalten, dunklen und ungemütlichen Dezemberabend möchte das hilfs-
bereite Dachsmädchen den ängstlichen Dackel nicht mehr alleine nach Hause schi-
cken. Deshalb lädt sie ihn ein, in ihrem Dachsbau zu übernachten. Don nimmt die Ein-
ladung dankbar an. Nun ist keine Eile mehr geboten. Gemeinsam richten sie mit Kater
Kalle aus weichen Daunen in der wärmsten Ecke des Dachsbaus ein kuscheliges
Nachtquartier für den Dackel her. Nachdem sie ihre Arbeit beendet haben, besteht Diva
darauf, dass jetzt zusammen „Deutschland sucht den Superstar“ im Fernsehen geguckt
wird. Dabei fallen Don immer wieder die Augen zu, denn er findet DSDS dämlich. Aus
Dankbarkeit gegenüber Diva behält er seine Meinung allerdings für sich.
Am nächsten Tag düst Don direkt nach Hause zu Dirk. Der Doktor ist so dankbar, dass
sein Dackel wieder da ist. Deshalb stellt er Don gleich sein Dackelfutter auf die Dielen.
Doch Don ist nicht doof. Er möchte doch kein Dosenfutter mehr fressen, denn Diva hat
ihm viel über gesunde Ernährung erzählt. Deshalb schafft sich Dirk einen Dampfkoch-
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topf an und die beiden essen von nun an gesunde Delikatessen …

103
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 15

Don, der Dackel

1 Erkenne das D d. D

2 Höre das D d. d

3 Fühle das D d. D

4 Spure das D d nach. d

Schreibe das D d
5
auf Tapete.
D

Da
6 Verbinde:
Dackel d

7 Wörter mit D d: D
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104
Drei dicke Dackel düsen
am Abend durch das Dorf.
Drei Damen drehen drei
dünne Fäden durch die
Nadel. Don düst mit Dirk
durch den dunklen Wald.
Dd

KHKHKHHKHDoseKHKHKHKHK
HKHKHDorfKHKHKHKHKHKHKH
KHKHKHKDinoHKHKHKHKHKH
HDameKHKHKHKHKHKHKHKHK
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KKHKHKHDezemberKHKHKHKH
KHKHKHKHKHKHDelfinKHKHKH
Dd
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Don, der Dackel – Station 1 – Optische Differenzierung


105
Dd © AOL-Verlag
Don, der Dackel – Station 4 – Magnetisches Spuren
106
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Don, der Dackel – Station 7 – Freies Schreiben
107
Kalle, der Kater
Rosenmontag – kurz nach acht. Kaum hat Kalle, der Kater,
seine Heimatstadt Kassel hinter sich gelassen, kommt ihm
auch schon sein krummbeiniger Kumpel Karlo entgegen.
Kalle nimmt den Käfer kurz auf die Kralle, um zu klären, ob
er auch das richtige Kriechtier getroffen hat. „Was ist los,
Kalle? Erkennst du deinen kleinen Kumpel nicht mehr?“,
fragt Karlo. „Klar, im Normalfall schon, aber nicht in diesen Klamotten“, kichert Kalle.
Die beiden Kerle sind nämlich auf dem Weg zum Karneval in Köln. Sie sind mit ihrer
Verkleidung kaum noch zu erkennen. Karlo hat sich als Kapitän verkleidet: Er trägt eine
Kapitänskappe auf dem Kopf und hat eine karierte Jacke mit kleinen goldenen Knöpfen
an. Kalle, der Kater, trägt die Kleidung eines Kaisers: An seinem knielangen Kleid kle-
ben komische Karos und auf dem Kopf trägt er eine Krone aus Karotten. „Deine Kopf-
bedeckung sieht lecker aus“, sagt der immer hungrige Käfer. Er krabbelt an seinem
Kumpel hoch, klaut sich eine Karotte und fängt an, daran zu kauen. Kalle könnte den
Käfer „killen“, doch dann kramt er in seinen Taschen nach etwas Essbarem. Schließlich
gibt er Karlo ein paar Kekskrümel und knurrt ungeduldig: „Komm jetzt, sonst fängt der
Karneval noch ohne uns an!“
Kurz nachdem sie Köln erreicht haben, können sie schon den Karnevalsumzug sehen.
Komische Kostüme lassen kaum noch erkennen, wer darunter steckt: Karatekämpfer,
Kommissare, Kellner, Klempner, Krankenschwestern, Kindergärtner, Könige und noch
viele mehr.
Karlo will nach dem Umzug gleich zu den Essensständen und isst sich an Kartoffeln,
Kohl, Käse und Kroketten satt. Kaum hat er alles verspeist, verspürt er einen Knoten im
Magen und wird kalkweiß. Kalle will seinen Kumpel schon in die Klinik bringen, so krank
sieht der kleine Käfer aus. Doch nach einer Kanne Kamillentee geht es Karlo besser.
Kalle kann nun endlich auf dem Festplatz Karussell fahren; das wollte er schon immer
mal erleben. Er kauft sich eine Karte bei einem komischen Kauz mit Kapuze über dem
Kopf und klettert auf das Kinderkarussell. Kalle kann auf einem Kamel sitzen und
schaut glücklich in die Runde. Hier fahren nicht nur Kinder mit. In einer königlichen
Kutsche erblickt Kalle eine kleine, hübsche Katze. Den Kater kribbelt es in allen Kno-
chen; er will unbedingt Kontakt zu ihr aufnehmen. Kati, die kuschelige Katze, lässt sich
nach der Karussellfahrt noch auf einen Kakao von Kalle einladen, doch küssen will sie
den Kerl nicht. Kiebig knurrt sie den Kater an, als er sie kräftig umarmt.
Kurze Zeit später müssen Karlo und Kalle den Heimweg nach Kassel antreten. Zu
Hause empfängt sie schon Wolle, das Wildschwein, mit einem heißen Kaffee vor dem
warmen Kamin. „Damit ihr mir bei der Kälte nicht krank werdet“, kommentiert er sein
Handeln. Der Käfer krabbelt kurz darauf in einen Karton und schläft ein. Kalle allerdings
hält noch einen Klönschnack mit dem Wildschwein. Mit seiner Kamera hat er kecke
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Fotos vom Karneval in Köln gemacht …

108
Name: Klasse:

Laufzettel zum Tagesplan Nr. 16

Kalle, der Kater

1 Erkenne das K k. K

2 Höre das K k. k

3 Fühle das K k. K

4 Spure das K k nach. k

Schreibe das K k
5
auf Tapete.
K

Ka
6 Verbinde:
Kater k

7 Wörter mit K k: K
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109
Kalle und Karlo kommen
aus Kassel. Die Kumpel
kommen zum Karneval
nach Köln. Ihre Kostüme
sind klasse. Kalle ist
Kaiser und Karlo Kapitän.
Kk

hfhfhKrokodilfhfhfhfhfhfhfhfhfhf
fhfhfhfhfhfhfhfhhfhflKarateflfhfh
lflflflflflfKarnevallflflflflflflflflflflflf
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ffllffllffllKekskrümelffflllffflflflfllfl
Kk
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Kalle, der Kater – Station 1 – Optische Differenzierung


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Kk
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Kalle, der Kater – Station 4 – Magnetisches Spuren
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Kalle, der Kater – Station 7 – Freies Schreiben


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