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LehrplanPLUS DaZ

MIT KONKRETEM
UNTERRICHTSMATERIAL

Anita Peter
Was erwartet Sie?

1.  Aufbau des LehrplanPLUS Deutsch


als Zweitsprache
2.  Praktische Umsetzung
3.  Aufgaben und Materialien des
Serviceteiles
Der LehrplanPLUS Deutsch als Zweitsprache:
Besonder-
heiten o  gilt jahrgangs- und schulartübergreifend.

o  ist Grundlage für den Unterricht für Schülerinnen


und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache und
daraus resultierendem Sprachförderbedarf in
Regelklassen, Deutschförderklassen,
Deutschförderkursen, Übergangsklassen, SPRINT-
Gruppen, etc.

o  weist ein ansteigendes Kompetenzniveau innerhalb


der Kompetenzerwartungen eines Moduls aus.

o  ist in den allgemeinen Lehrplan integriert.

o  ist eng mit dem Lehrplan Deutsch vernetzt.


Kompetenzstrukturmodell
Aufbau

Kompetenzbereich = Lernbereich
Teilbereich
Modul

Kompetenzerwartung
Märchen
Relevante Kompetenzerwartungen heraussuchen
Kompetenzen auswählen

!  nachfragen !  Texte umschreiben


!  vorlesen !  Texte überprüfen
!  Inhalte verstehen !  Nachschlagewerke nutzen
!  präsentieren, !  Textverarbeitungsprogram
veröffentlichen me nutzen
!  Ausdrucksmöglichkeiten
!  anderen vorstellen
der Stimme nutzen
!  Feedback nutzen !  Rechtschreibstrategien
!  diskutieren anwenden
!  pantomimisch darstellen !  ungebräuchliche Begriffe
!  Texte schreiben erschließen
!  Absicht und Wirkung zeigen
!  grafisch darstellen
Märchen vorlesen
Aufgaben
entwickeln einem einer anderen
Mitschüler Klasse
mehreren
Schülern
Veranstaltung
Projekttag

Unterschiedliche Niveaustufen anbieten, um


am individuellen Lernstand orientierte
Anforderungssituationen zu ermöglichen
Lernszenarien

Schüler
arbeitet Schüler wählt
Präsentation/ am Thema Sozialform selbst
Vorstellung aus
redaktionelle
Überarbeitung/ Kernthema Schüler wählt
Leistungsmessung
Aufgabe selbst
aus
viele unterschiedliche
Aufgabe der Lehrkraft: Aufgaben/Materialien/
Organisator/Berater/
Moderator
Bearbeitungsmöglichkeiten
Lernszenario •  Märchen gegenseitig vorlesen
Märchen •  Märchen aus dem Bereich der
Erstsprache anderen vorstellen
•  wichtige Schlüsselstellen in
Märchen pantomimisch darstellen
•  Märchen illustrieren
•  eigene kurze Märchen nach
Vorgaben schreiben
•  Nachschlagewerke für
ungebräuchliche Begriffe nutzen
•  u.v.m.
(eventuell
Leistungsmessung)
langfristiger
Kompetenzerwerb
Präsentation/Vorstellung/
Projektende

vielfältige Aufgaben durchführen

Aufgaben entwickeln
Kompetenzen auswählen
relevante Kompetenzerwartungen
heraussuchen
Kompetenzorientierte Aufgabenstellungen

K luge Aufgabenstellungen für „intelligentes“ Lernen


O ffene Herangehensweise, um Handeln in verschiedenen Situationen möglich
zu machen

M otivation durch selbstständige Wahl der Sozialformen und Aufgaben


P roduktiver Umgang mit Fehlern
E igenverantwortliches Handeln
T ransfer/Üben/Wiederholen
E rfolg ermöglichen durch Anforderungssituationen, die Kompetenzen einfordern
N eugier wecken – aufrecht erhalten
Z ahlreiche unterschiedliche und vielfältige Lernsituationen schaffen
Servicebereich
Illustrierende Aufgaben zum LehrplanPLUS
Grundschule, Deutsch als Zweitsprache

Aufgaben- Stand der Sprach-


Rücken an Rücken – Bauen nach Vorgabe

Schülerinnen und Schüler …

beispiele
kenntnisse mit geringen Sprachkenntnissen
mit Grundkenntnissen in der Alltagssprache
mit Unterstützungsbedarf in der Bildungs- und Fachsprache

Fächer Deutsch als Zweitsprache, Mathematik

Zeitrahmen 3-4 Unterrichtseinheiten

Benötigtes Material pro Kind 8 Steckwürfel (je 2 in der gleichen Farbe), Gerät für Tonauf-
nahmen

Kompetenzerwartungen

Den Lernprozess beobachten

1 Hören, Sprechen und Zuhören 2 Lesen – mit Texten umgehen


1.2 Verstehend zuhören
1.2.1 Gesprochene deutsche Sätze und
Texte von Hörmedien verstehen
Die Schülerinnen und Schüler …
richten in Zuhörsituationen ihre Aufmerk-

Den Lernprozess beobachten


samkeit bewusst auf das Gesagte.
Den Lernprozess beobachten
verstehen einfache Anweisungen sowie
Aufgabenstellungen und setzen sie in
Handlungen um.

Rücken an Rücken – Bauen nach Vorgabe

4 Sprache – Wortschatz und Strukturen 3 Schreiben


entwickeln und untersuchen
4.1 Wortschatz situationsgemäß ver-
wenden
4.1.2 Fachbegriffe verstehen und situati-
onsgerecht anwenden
Die Schülerinnen und Schüler …
wenden gezielt die Fachsprache an, die
im Fachunterricht erworben wurde (z. B.
plus – minus, kleiner als, beobachten, un-
tersuchen, Grundfarben, Mischfarben,
laut – leise).

Den Lernprozess beobachten


Ergänzende Informationen zum LehrplanPLUS

Materialien
Grundschule, Deutsch als Zweitsprache

So feiern wir

Essen und
Trinken

So feiern wir

Feste und
Feiern

Stand der Sprach- Schülerinnen und Schüler …


kenntnisse mit geringen Sprachkenntnissen
mit Grundkenntnissen in der Alltagssprache
mit Unterstützungsbedarf in der Bildungs- und Fachsprache

Fach Deutsch als Zweitsprache

Zeitrahmen 4-6 Wochen, je nach Sprachstand

Aufgabe

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit dem Thema Essen und Trinken auseinander
und nutzen ihre vielfältigen Erfahrungen, um sich aktiv über Feste und Feiern in verschiede-
nen Kulturen auszutauschen.

So feiern wir Seite 1 von 6


Hören, Sprechen, Zuhören Lesen – mit Texten umgehen Schreiben
Was ist dein Lieblingsessen, -getränk? Rezept/Speisekarte/Verpackungshinweis/ Das Rezept meiner Lieblingsspeise
Das habe ich noch nie gegessen! Kochbuch lesen und verstehen Vorgangsbeschreibung (z.B.
Zum Abendessen einladen Texte bzw. Dialoge aus Lehrwerken A1 und Zubereitung eines Obstsalates)
Bestellung in einem Lokal A2 (Thema: Im Café/Restaurant) Esseneinladung per e-mail
Erzählen zu einem Bild (unser Esstisch, mein Sachtexte über Ernährung/Übergewicht Text über eigene Essensgewohn-
Pausenbrot, etc.) /besondere Ernährungsweisen/etc. heiten verfassen
Hörverstehen zu „Einladung“ sowie „Essen Gemüseball von Werner Halle Dialog schreiben
und Trinken“ (A2 und A1), Hueber Verlag Text „Fast-Food-Kette McDonald´s Benimmregeln am Essentisch
verwendet Fett und Ammoniak anstatt
Mehrsprachigkeit nutzen Fleisch“ Kreatives und Praktisches
Interkulturelle Erziehung (singen, malen, reimen …)
Was isst man in deinem Rezeptbuch
Thema:
Herkunftsland zum Frühstück? Internationales Frühstück
Diese Frucht kenne ich nicht. Essen und Trinken Speisekarte entwerfen
Typische Gewürze mitbringen und Poster gestalten
riechen bzw. schmecken lassen Nachkochen eines
Fremdwörter aus verschiedenen landestypischen Rezeptes
Kulturen (z.B. Baguette, etc.)
Sprachstrukturen/Sprache untersuchen:
Wortschatz (mit Artikeln einführen) Gesprächsfloskeln für einen Restaurantbesuch
Obst, Gemüse, Gewürze, Kräuter, Getränke
Strukturen für Kochanleitung (zuerst, dann, darauf)
Kochutensilien, Tischgedeck, Verpackungen
Komposita (Weintraube, Kochtopf, Speisekarte)
Tischsitten
Adjektive (weich, hart, frisch, flüssig)
Verben als Fachtermini des Kochens (abkochen, aufschäumen, man-Formulierungen
rühren, braten, dünsten, schneiden) Unterscheidung von kein und nicht
Partizipien (gekocht, gebraten, gesalzen)
Mengenangaben, -einteilungen
Fremdwörter (z.B. Coq au vin, etc.)
Attributive Stellung, wenn Lebensmittel mit einer Farbe oder einem
Adjektiv verknüpft werden
Differenzierende weiterführende Aktivitäten Akkusativ (Ich brauche ___________.)
Regionale Produkte
Fairer Handel Anderer Lernort
Bulimie, Vegetarier, Veganer, koschere Speisen, etc.
Picknick im Freien
Gefahr von Alkohol
Besuch einer Küche (Mensa, Gaststätte, Eisdiele, etc.)
Erweiterung des Wortschatzes (Meeresfrüchte, Fleischsorten,
Schokoladenfabrik besuchen
Vitamine, Gräten, Kohlenhydrate, etc.)
Hören, Sprechen, Zuhören Lesen – mit Texten umgehen Schreiben
Über seine Freizeit sprechen Schilder (z.B. Öffnungszeiten Hallenbad) Formulare ausfüllen (z.B. Verein)
Umfrage zum Thema Freizeit im Benutzerordnung (z.B. Bibliothek) Informationen sammeln und als
Schulhaus starten (Unterschiede Statistiken auswerten (z.B. Internet) Plakat präsentieren (z.B. Hobbies)
Mädchen-Jungen; drinnen-draußen) Nachrichten/Berichte (Zeitung/Sportteil) Personenbeschreibung eines
Über Sport/Sportart/Sportler erzählen Sportzeitschriften, z.B. „Kicker“ Sportlers/Musikers
Höraufgaben (z. B. Hören und Sachtexte zu Sportarten und Musik Sportregeln (z.B. Abseitsregelung)
Sprechen A1, Hueber Verlag ! Was Sachbücher (z.B. „Die Brüder Boateng“) Vorgangsbeschreibung (z. B. Mensch
machst du gerne?) Veranstaltungshinweise ärgere dich nicht!)
Gespräche über Musik und Instrumente Tipps zu Sehenswürdigkeiten Erlebnisgeschichte (z.B. Meine Ferien)
Flyer von Vereinen
Mehrsprachigkeit nutzen Kreatives und Praktisches
Interkulturelle Erziehung (singen, malen, reimen …)
Nationalsportarten vergleichen Pantomime (Hobbies, Sportart)
Thema:
Freizeitmöglichkeiten hier und im Gemeinsam singen und
Herkunftsland Freizeitaktivitäten musizieren (z.B. eigener Rap)
Instrumente im Vergleich Instrumente bauen (z.B. Cajon)
Herkunft von Fachbegriffen (z.B. Fußball-WM in Klasse nachspielen
Musik: Italienisch, Kochen: Gemeinsam Sport treiben
Französisch)

Sprachstrukturen/Sprache untersuchen:
Wortschatz (mit Artikeln einführen) Fragesätze/-wörter auf Fragen (Wo? Wohin? Wann? Mit wem?...)
Freizeitaktivitäten Temporaladverbialen (manchmal, selten, nie, wöchentlich, ...)
Instrumente (Gitarre, Klavier, Geige, Trompete, Posaune, ...) Lokaladverbialen (im Museum, im Kino, auf dem Fußballplatz, ...)
Musikstile Man-Formulierungen (z.B. Bei der Feuerwehr kann man ...)
Sport (Sportarten, Ausrüstung, Regeln, ...) Steigerung von Adjektiven (Ich mag gerne/lieber/am liebsten ...)
Orte (Kino, Theater, Fußballplatz, Park, Jugendzentrum, Nominalisierungen (Mir gefällt Malen und Nähen.)
Schwimmbad, Stadtzentrum, ...) Modalverben (Ich kann nicht gut basteln.)
Verben rund um die jeweilige Tätigkeit (aufschlagen, Perfekt (z.B. bei der Beschreibung der Aktivitäten der letzten
schmettern, weggehen, mitkommen, spielen, ...) Ferien)
Fach- und Fremdwortschatz zum jeweiligen Hobby

Anderer Lernort Differenzierende weiterführende Aktivitäten


Bibliothek, Theater, Kino, Jugendzentrum, Vereine, Sinnvolle Freizeitaktivitäten
Sportstadion, Museum, Sport- bzw. Musikveranstaltung, Freiheit und Verbote erörtern
schönste Plätze der Stadt/in der Natur Gesetz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen
Hier werden Sie geholfen!

AK Migration
MB-Dienststelle Oberbayern-
West

Ansprechpartnerin:
Frau Daniela Walther

•  Informationen
•  Materialliste
•  Fortbildungen
•  Referenten
Fragen? Diskussion?

Vielen Dank für Ihre


Aufmerksamkeit!