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10.00-10.

45: Identifikation - Information - Förderung von Geflüchteten


Forderung Wir wollen einen Wir wollen eine Wir wollen einen einfachen Wir wollen Möglichkeiten für
speziellen Flüchtlingsstatus für Systematisierung in der Zugang zu Informationen freiwillige Arbeit an
studentische Geflüchtete. Kooperation zwischen den bezüglich Studium für alle Hochschulen (z.B. in Forschung
Schweizer Hochschulen und den geflüchteten Personen, d.h.: und Entwicklung) für
Akteuren des Asyls- und Informationen zu Angeboten, Geflüchtete. (Netzwerk &
Migrationsbereichs, um den Bedingungen und Möglichkeiten Sprache | auch für abgewiesene
Hochschulzugang für rund um den Hochschulzugang Asylsuchende, um sich auf das
müssen auf einer nationalen
Geflüchtete zu stärken. Härtefallgesuch vorzubereiten).
Datenbank verständlich zur
Verfügung stehen.

Feedback • Aufenthaltsstatus in der • Einverstanden. • Verständlich und wichtig. • Spannend für Forschung,
Schweiz oder Status an • Mehr Kooperation wäre • Könnte Perspektiven- wenn Geflüchtete ihr
einer Hochschule? wichtig. Aber was ist Studium oder Wissen einbringen können.
• Vorteil für Studierende. konkret gemeint? swissuniversities als solche • Schwierigkeiten: kantonale
• Nachteil/unfair für andere • Wer wäre zuständig? Ist es Plattform agieren? Was Unterschiede beim Zugang
Geflüchtete, die in ihrer die Verantwortung der wäre wichtig? zu Arbeit bei N/F/B,
Heimat nicht studieren Migrationsakteure, die • Es gibt bereits diverse Konkurrenz in der
konnten/nicht studiert Hochschulen anzufragen Webseiten und Angebote. Wissenschaft, Ausnutzung.
haben. oder umgekehrt? • Wie kann man die • Freiwilligenarbeit in Non-
• Was ist, wenn man nicht • Es liegt oft in der Hand von Universitäten dazu Profit Organisationen
beweisen kann, dass man Sozialarbeiter*innen motivieren, die • «auch für abgewiesene
vorher studiert hat? Was • Wie kann man wen Informationen einfacher Asylsuchende» ist politisch
ist, wenn man studieren informieren? zugänglich zu machen? schwierig.
will, aber erst eine Matura • Abklären: Wer ist an der Ideen:
hat? Was passiert, wenn Ideen: Uni zuständig für • Spezifisches Angebot
man aufhört zu studieren? • Informationsanlässe, Geflüchtete? (Praktikumsmöglichkeiten an
Austauschtreffen (Anlaufstellen) Hochschulen) beim
Hinführungsstudium?
Andere Themen / Forderungen:
- Zugang an Hochschulen – egal welcher Aufenthaltsstatus
- Der tertiäre Bildungsweg (Studium) muss in der Integrationsagenda explizit erwähnt werden.
- Studentische Geflüchtete sollen bei Negativentscheid das Recht haben, das Studium abschliessen zu können
11.00-12.30: Anerkennung von Diplomen und Zulassungsbedingungen an Hochschulen
Forderung Wir wollen eine Anerkennung Wir wollen eine Wertschätzung Wir wollen mehr Flexibilität Wir wollen gleiche
unserer Abschlüsse (BA=BA; der Diplome und die beim Zulassungsverfahren zum Zulassungsbedingungen zu
MA=MA), um uns weiterbilden Möglichkeit eines Studium (Lösungen, wenn Hochschulen
zu können und qualifizierte Quereinstiegs. (Individuelle Diplome fehlen / Alternativen a) für alle resp. Vereinheitlichung
Arbeit zu Einstufung, teilweise zu ECUS) der Zulassungsbedingungen zu
finden. Anerkennungsverfahren Anrechenbarkeit der Hochschulen für Geflüchtete
von Diplomen bei Ankunft Vorleistungen im Ausland) auf nationaler Ebene (?)
b) wie für Schweizer*innen
(Gleichstellung ?)

Feedback • Schwierig – unmöglich. • Einverstanden. Aber etwas • Wichtige Forderungen, an a)


• Es gibt grosse Unterschiede unklar formuliert. An wen einigen Hochschulen gibt • Nationale Vereinheit-
zwischen den richtet sich die Forderung? es diese Flexibilität bereits. lichung ist unrealistisch.
Studienfächern in der • Fachprüfungen • Forderung sollte noch (Föderalismus)
Schweiz und im Ausland. (Anerkennung des Diploms etwas präziser sein. • Kontraproduktiv: Wenn
• Es gibt bei swissuniversities oder Nachholen einzelner Ideen: man heute an einer Uni
die Möglichkeit, Diplome Veranstaltungen) • Eidesstattliche Erklärung abgelehnt wird, kann man
bewerten zu lassen. • Anerkennung von • Fachprüfungen es an einer anderen Uni
• Individuelle Abklärung = Vorleistungen, die als • Sur Dossier nochmals probieren. Das
Fachprüfungen äquivalent angesehen • Mündliche Einstufungen / wäre dann nicht mehr
(Anerkennung des Diploms werden können, ist wichtig. Abklärungssgespräche möglich.
oder Nachholen einzelner • Eine prinzipielle • VAE (Validierung der b)
Veranstaltungen) Anrechenbarkeit besteht. erworbenen Erfahrung) • Was würde das bedeuten?
• Diese Forderung sollte es Nur kann diese je nach Auf welchen Ebenen?
eher in Bezug auf das Fach und Hochschule sehr Vorschlag: Wir wollen ein Sprache, Finanzierung etc.?
Reifezeugnis / unterschiedlich sein alternatives • Alternativen
Maturazeugnis geben, das • Dies liegt in der Aufnahmeverfahren (Sur- Aufnahmeverfahren sind
oft ein grosses Hindernis Zuständigkeit von Dossier, Abklärungsgespräch, wichtiger, da die normalen
darstellt für den Zugang. swissuniversities, bzw. den Aufnahmeprüfung) für Zulassungsbedingungen
Zulassungsstellen der Geflüchtete. nicht immer erfüllt werden
Universitäten. können.
Forderung Wir wollen gleiche Rechte für Wir wollen an jeder Hochschule eine Wir wollen ein Vorstudium / Hinführungsjahr
studentische Geflüchtete wie für Anlaufstelle bzw. Koordinations- • Fachliche Kenntnisse, wissenschaftliches Arbeiten
Austauschstudierende. /Beratungsstelle spezifisch für • Wie funktioniert die Hochschule, Unterstützung beim
Geflüchtete. Die Stelle soll: Zulassungsverfahren
a) studieninteressierte Geflüchtete • Sprachkurse
informieren, beraten und unterstützen • Begleitung durch Mentor*innen
b) beim Zulassungsverfahren unterstützen • Zugang zu Uni-Angebot: Bibliothek, Sprachenzentrum,
c) Finanzierungsmöglichkeiten garantieren Sport, psychologischer Unterstützung, Kurse überfachliche
d) Informationsveranstaltungen und Kompetenzen/Soft Skills (Lebenslauf etc.)
Workshops für Geflüchtete und Asyl- • Kurse inkl. ECTS (Leistungsnachweise: Prüfungen etc.)
/Migrationsakteure organisieren • Anschlusslösungen nach Schnupperprogrammen

Feedback • Welche Rechte? (Erwerb von • Sehr gute Forderung • Ziemlich relevante Forderung
KP, Kosten, Registrierung?) • Aber: Die Schwierigkeit liegt bei der • Ähnlichkeit zu Projekten (Horizon Académique,
• Der Vergleich ist nicht Finanzierung. Die Finanzierung Schnupperprogramme, etc.). Aber nicht überall gibt
angebracht: Austausch- müsste durch Integration und es alle Angebote.
studierende können keinen Kanton / Hochschule geleistet • Schwierigkeit: ECTS-Punkte & Anschlusslösung.
Studienabschluss an der werden. • Was ist mit Anschlusslösungen gemeint?
Gastuniversität (Schweiz) • Vielleicht einfacher: Identifikation • Leistungsnachweise wären eine Möglichkeit um
erlangen. (Bilaterale Verträge) der zuständigen Person an jeder aufzuzeigen, dass man das Studium schaffen kann.
• Geflüchtete sind keine Uni? • Wer finanziert das Hinführungsjahr?
Austauschstudierende. Sie sind • Punkt c) ist leider nicht realistisch. Vorschlag: Wir wollen für studentische Geflüchtete die
Teil dieser Gesellschaft. Sie Aber die Anlaufstelle kann Möglichkeit, ein Vorstudium/Hinführungsjahr zu
können nach dem Studium nicht Informationen zu Finanzierungs- machen, welches folgende Angebote beinhaltet:
zurück in ihr Herkunftsland. möglichkeiten weitergeben und • Beratung und Unterstützung beim
• Warum nicht gleiche Rechte wie Unterstützung bei der Bewerbung Zulassungsverfahren
andere Studierende einfordern? für Stipendien bieten. • Etc.

Andere Themen / Forderungen:


- Finanzierung von ECUS-Prüfungen? Sprachniveau für die Zulassung?
- Das Medizinstudium ist das einzige Studium, bei dem der Aufenthaltsstatus schweizweit eine Rolle spielt, v.a. Ausländer F sollten eine
Zulassung erlangen können, was bisher untersagt ist. Echte Diskriminierung findet hier statt.
- Klare Kommunikation von Seiten der Kantone, wie die Potentialabklärung erfolgt (was sind Kriterien für eine Unterstützung eines
Studiums?)
13.30-14.15: Sprache

Forderung Wir wollen von Anfang (Ankunft in der Schweiz) an finanzierte und niveaugerechte Sprachkurse bis C1 (/mind. B2) für alle
Aufenthaltsstatus B, F und N (und Abgewiesene)

Feedback • Super wichtiger Punkt


• Gute Sprachkenntnisse sind ein (Haupt-)Kriterium für ein erfolgreiches Studium.
• Vielleicht könnte man den Fokus auf studentische Geflüchtete legen. Für alle ist etwas weit gefasst. Die Schwierigkeit liegt in der
Forderung für alle inkl. Abgewiesene, da letztere faktisch kein Anrecht haben, in der Schweiz zu bleiben.

• Wer würde diese Sprachkurse anbieten und finanzieren? SEM, Sozialdienste, Universitäten, NGOs?
• Verantwortlich sind SEM oder Kantone, da die Integrationsmassnahmen und deren Finanzierung im Auftrag der Kantone liegt.

Andere Themen / Forderungen:


- Für gewisse Studienfächer braucht es keine Deutsch-/Französich-/Italienisch-Kenntnisse (Beispiel: Studienfach Englisch, Masterangebote in Englisch).
Deshalb: Angepasste Sprachniveaus je nach Studienfach?
- Beim erforderlichen Sprachniveau für eine Zulassung müsste man mehr Flexibilität fordern: C1 Zertifikat erst nach zwei Semestern im Studium
- Transparenz/Übersicht über die Handhabung der Vergabe der Deutschkurse in den einzelnen Kantonen
14.30-15.15: Finanzierung

Forderung Wir wollen für alle Geflüchteten (unabhängig vom Status) Wir wollen, dass der Sozialdienst Geflüchtete bei der Finanzierung
gleiche Rechte für die Finanzierung eines Studiums. (Stipendien für eines Studiums unterstützt. ODER (Uneinigkeit)
Geflüchtete) Wir wollen, dass der Sozialdienst die Finanzierung eines Studiums
übernimmt.
Feedback • Die Ressourcen sind je nach Kanton unterschiedlich. • Das steht im Widerspruch zur Forderung nach mehr
• Grundsätzlich gut, aber für N wohl nicht realisierbar Unabhängigkeit vom Sozialdienst. (Studium als Druckmittel)
• Stipendien nur für Geflüchtete machen Sinn, da bei Schweizer • Übernahme von Studiumskosten von der Sozialhilfe und/oder
Studierenden ganz andere Bedingungen gelten (Einkommen als Integrationsmassnahme (beispielsweise finanziert von
der Eltern etc.) Kantonen/Bund) wäre sinnvoll, um später eine
• Es braucht mehr Informationen zum Stipendienwesen und zu nachhaltige/langfristige berufliche Integration zu erreichen.
alternativen Finanzierungsmöglichkeiten. • Personen mit F sollten sich ein Studium als
• Anstatt Stipendien für Geflüchtete: Erlass der Integrationsleistungsnachweis anrechnen lassen können, um
Studiengebühren für Geflüchtete ein B zu erhalten.
• Unklar, wer die Finanzierung erhalten sollte. Teilweise (je nach
Kanton & Aufenthaltsstatus) ist die Forderung bereits erfüllt.

Ideen:
• Teilzeitarbeit und Studium kombinieren
• «Freiwilligenarbeit» in den Gemeinden als Ausgleich für die
Finanzierung

Anderen Themen / Forderungen:


- Erlass der Studiengebühren für Geflüchtete
- Problematik thematisieren, dass bei der Sozialhilfe/SKOS ein Studium als Erstausbildung angesehen wird und daher nicht weiter finanziert
wird, gleiches gilt für Stipendien
- Altersbeschränkungen für Stipendien aufheben
- Studium = anerkannte Integrationsleistung
15.30-16.15: Wohnen

Forderung Wir wollen Zugang zu Studierendenwohnheimen (auch für Wir wollen Chancengleichheit. Wir wollen «in Ruhe wohnen»,
Personen mit N/Abgewiesene). um uns konzentrieren zu können (psychische und physische
Gesundheit, Konzentration, Lernen).

Feedback • Wichtige Forderung, aber eher unrealistisch. • Einverstanden.


• Es gibt nicht in jedem Kanton Studierendenwohnheime. • Gerade während Corona wird die Wichtigkeit dieser
• Studierendenwohnheime sind nur für regulär Studierende Forderung nochmals deutlicher > möglicher
offen. Argumentationsgrund
• Wohnraum für Studierende ist bereits sehr knapp (und teuer). • Bibliotheken, Lernräume etc. nutzen?
• Studierendenheime werden oft von Privatpersonen,
Stiftungen oder Kirchen finanziert – unabhängig von der Uni.
• Für Abgewiesene wird leider die Finanzierung von
Studierendenwohnheimen schwierig.

Ideen:
• 3% der Zimmer in Studierendenheime werden für
studentische Geflüchtete reserviert.
• Wohnformen gemeinsam mit Senior*innen