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2

Unser Klima
Hundischlau Wissen

© Copyright Hundischlau 2014

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1
Inhaltsverzeichnis

Die Entstehung der vier Jahreszeiten ................................................................ 3

Entwicklung von Wirbelstürmen ......................................................................... 4

Wetterlagen und ihre Auswirkungen .................................................................. 6

Welche Stürme gib es? ...................................................................................... 7

Die Entstehung des Wetters ............................................................................ 11

Wolkenarten und ihre Bedeutung .................................................................... 13

Die Polarkappen ............................................................................................... 18

Der Wasserkreislauf der Erde .......................................................................... 19

Wie entsteht eine Fata Morgana? .................................................................... 19

Entstehung von Hitzewellen............................................................................. 20

Die Erderwärmung ........................................................................................... 20

Entstehung von Blitzeis .................................................................................... 21

Die Nutzung des Klimas in der Wirtschaft ....................................................... 21

Wirkung der vier Jahreszeiten auf die Natur ................................................... 21

Windgeschwindigkeiten ................................................................................... 22

Wetterforschung ............................................................................................... 22

Bauanleitung einer Wetterstation ..................................................................... 23

Experiment Flaschentornado ........................................................................... 25

Information ....................................................................................................... 27

2
Die Jahreszeiten sind davon ab-
hängig, wie die Neigung der Erd-
achse zu der Sonne steht.
Die Entstehung der vier Jah-
reszeiten Frühling

Wie entsteht der Tag? Ist bei uns im Norden Frühling,


steht die Erdachse seitlich ge-
Die Erde dreht sich in 24 Stun- neigt zur Sonne.
den einmal um ihre eigene Ach-
se. Diese Achse ist in einer be- Sommer
stimmten Position zur Sonne ge-
neigt. Ist es im Norden Sommer, weist
die Neigung der Erdachse in
Wie entsteht das Jahr? Richtung Sonne und die Nord-
halbkugel ist der Sonne näher.
Einmal im Jahr dreht sich die Er-
de um die Sonne. Die geneigte Herbst
Erdachse bleibt von der Sonne
unbeeinflusst und bleibt daher in Ist bei uns im Norden Herbst,
ihrer eigenen Neigungsrichtung. steht die Erdachse seitlich ge-
neigt zur Sonne.

Die Jah-
res- Winter
zeiten
Ist es im
Ist es in Norden
Deutsch- Winter,
land auf weist die
der Neigung der
Nordhalbkugel Früh- Erdachse von der
ling, dann ist es auf der Südhalb- Sonne weg und die Nordhalbku-
kugel Herbst. gel ist von der Sonne weiter ent-
fernt.
Ist in Deutschland Sommer, dann
ist auf der Südhalbkugel Winter.

2
Entwicklung von Wirbelstür- ten von 380 Km/h (Stundenkilo-
men metern) bei den Philippinen auf
Land traf.
Was ist ein Wirbelsturm?
Die Presse sprach von einem
Ein Wirbelsturm ist ein Wirbel Supersturm. 680.000 Menschen
aus drehendem Wind. Durch die mussten ihre Häuser verlassen
Winddrehung kann ein Wirbel- und von der Küste fliehen.
sturm eine Geschwindigkeit bis
zu 300 Kilometern pro Stunde
erreichen. Ein Tornado bildet im Wie entsteht ein Wirbelsturm?
Gegensatz zum Hurrican, Taifun
oder Zyklon einen Rüssel aus. Folgend eine vereinfachte Dar-
Die Außenwand des Windrüssels stellung über die Entstehung von
wirkte wie ein Staubsauger und Wirbelstürmen.
zieht alles nach oben, was der
Rüssel überquert. Im Inneren des Wirbelstürme entstehen über
Rüssels (Auge des Sturms) dem Meer. Aus warmen Berei-
herrscht dagegen Windstille. chen des Meeres steigt warme
Luft in kältere Luftschichten em-
Wirbelstürme sind in Kategorien por. Die kalten Luftschichten sin-
eingeteilt, was oft mit K abge- ken ab, werden aber von den
kürzt wird. Beispiel: „Das ist ein K emporsteigenden warmen Luft-
5 Hurrican.“ schichten wieder nach oben ge-
drückt.
Wind in km/h
Kategorie Kilometer pro Es entsteht eine sich drehende
Stunde Walze oder auch rotierende Wol-
1 119–153 ke, die sich langsam senkrecht
2 154–177 aufrichtet und schließlich einen
3 178–209 Wirbel bildet.
4 210–249
5 Ab 250

Der stärkste je gemessene Sturm


war der Taifun Haiyan, der im
November 2013 mit Spitzenwer-

4
Was macht ein Wirbelsturm so Durch ihre enorme Größe von
gefährlich? mehreren Hundert Kilometern
bilden sie im Gegensatz zum
Gebäude und Autos sind so ge- Tornado keinen Saugrüssel aus.
baut, dass sie den Wind mit ge- Aber ihre Geschwindigkeiten
ringstem Widerstand ableiten und übertreffen die eines Orkans bei
ihm dadurch standhalten. Man Weitem, was sie sehr gefährlich
sagt dazu aerodynamisch. macht. Hinzu kommt, dass sol-
che Wirbelstürme über dem Meer
Doch diese Aerodynamik bezieht
entstehen und beim Auftreffen
sich auf normale Winde, die von
auf Land nicht nur Unmengen
vorne, hinten oder von der Seite
von Wasser mitbringen, sondern
kommen. Zum Beispiel sind
auch Sturmfluten erzeugen, wel-
Dachziegel so gelegt, dass der
che küstennahe Städte überflu-
Wind darüber fließt und sie nicht ten.
anheben oder nur schwer kann.

Ein Wirbelsturm wie der Tornado


hingegen bläst nicht wie ein nor-
maler Wind von der Seite, son-
dern zieht wie ein Staubsauger
nach oben. Dachziegel, Dächer,
Autos oder sonstige Dinge wer-
den daher einfach eingesaugt.

Menschen, die sich beispielswei-


se bei normalen Stürmen hinter
Gebäuden in den Windschatten
flüchten können, sind bei einem
Wirbelsturm den Kräften hilflos
ausgeliefert, da bei den Aufwin-
den ein Windschatten gänzlich
fehlt. Selbst unter Brücken ist
man vor dem Wirbelsturm nicht
sicher, weil er alles unter der
Brücke heraussaugt.

Der Hurrican, Taifun und der Zy-


klon sind ebenfalls Wirbelstürme.
5
Wetterlagen und ihre Auswir-
kungen

Tiefdruckgebiet Hochdruckgebiet

Ein Tiefdruckgebiet ist mehrere Ein Hochdruckgebiet ist mehrere


Hundert Kilometer groß und ent- Hundert Kilometer groß.
steht, wenn die Luft durch Wär-
me nach oben steigt. Das Gebiet Bei einem Hochdruck sinken küh-
wird dadurch luftarm und der lere Luftschichten nach unten. Es
Luftdruck sinkt ab, so, als ob man ist mehr Luft da und der Druck
aus einer Flasche die Luft he- erhöht sich und Luft erwärmt
raussaugt. sich, wodurch die
Luftfeuchtigkeit
Die aufsteigen- abfällt.
de Luft kühlt
am Himmel Aufgrund der
ab, kann da- geringeren
durch weniger Luftfeuchte
Feuchtigkeit ist der Him-
aufnehmen und mel klar und
lässt Wolken ent- blau und es kön-
stehen. Aus diesem Grund nen keine Wolken entstehen.
bringt ein Tiefdruckgebiet meist
Unwetter mit sich.

Durch die Drehung der Erde


drehen sich die Tiefdruckgebiete
auf der Nordhalbkugel gegen den
Uhrzeigersinn und auf der Süd-
halbkugel im Uhrzeigersinn.

6
Welche Stürme gib es?

Hurrican
Tornado

Als Hurrican wird ein riesiger


Tornado wird in englisch auch Wirbelsturm von mehreren Hun-
Twister genannt. Tornados ent- dert Kilometern Durchmesser be-
stehen meist durch warme Auf- zeichnet, der über dem Atlantik,
winde über dem Festland. Man der Karibik oder dem Nord- oder
nennt sie auch Windhose oder Südpazifik entsteht.
Staubteufel. Tornados können
einen Durchmesser von mehre- Durch den Einfluss der Erddre-
ren Hundert Metern erreichen. hung (Erdrotation) dreht er auf
der Nordhalbkugel gegen den
Typisch ist der Rüssel, der alles Uhrzeigersinn und auf der Süd-
nach oben saugt, was er über- halbkugel entgegengesetzt.
quert.

Entstehung: über Land


Entstehung: über dem Meer
Durchmesser: mehrere Hundert
Meter Durchmesser: mehrere Hundert
Kilometer.
Geschwindigkeit: über 300 Stun-
denkilometer. Geschwindigkeit: über 300 Stun-
denkilometer

7
Taifun Zyklon

Im Westpazifik nennt man den Der Zyklon ist ein Wirbelsturm,


Wirbelsturm Taifun. Ein Taifun der im Indischen Ozean entsteht.
kann wie ein Hurrican einen Ein Zyklon kann wie ein Hurrican
Durchmesser von mehreren und ein Taifun einen Durchmes-
Hundert Kilometern erreichen. ser von mehreren Hundert Kilo-
metern erreichen.
Durch den Einfluss der Erddre-
hung (Erdrotation) dreht der Tai- Durch den Einfluss der Erddre-
fun auf der Nordhalbkugel gegen hung (Erdrotation) dreht der Zy-
den Uhrzeigersinn und auf der klon auf der Nordhalbkugel
Südhalbkugel entgegengesetzt. gegen den Uhrzeigersinn und auf
der Südhalbkugel entgegenge-
setzt.

Entstehung: über dem Meer Entstehung: über dem Meer

Durchmesser: mehrere Hundert Durchmesser: mehrere Hundert


Kilometer. Kilometer.

Geschwindigkeit: 380 Stundenki- Geschwindigkeit: über 300 Stun-


lometer war bisher der stärkste je denkilometer
gemessene Taifun.

8
Orkan Sandsturm

Als Orkan werden Winde ab


einer Geschwindigkeit von 120
Stundenkilometern bezeichnet.
Die Breite eines Orkantiefs kann
mehrere Hundert Kilometer be-
tragen.

Entstehung: durch Tiefdruck

Größe: mehrere Hundert Kilome-


Ein Sandsturm entsteht meistens
ter
in Wüsten oder wüstenähnlichen
Flächen. Der Sand wird kilome-
Geschwindigkeit: 118 bis 180
Stundenkilometer. terweit getragen, verdunkelt den
Himmel, legt sich über den Sied-
lungen nieder und ruft bei
Mensch und Tier Schleimhautrei-
zungen und Atemprobleme her-
vor.
Blizzard
Der Sandsturm in der Wüste Sa-
Als Blizzard wird ein Schnee- hara nennt sich Scirocco. Er weht
sturm bezeichnet. über den Atlantik in Richtung der
spanischen Inseln Kanaren. Dort
Entstehung: durch Tiefdruck
wird der Scirocco auch Kalima
genannt. Der Himmel wird rötlich
Größe: mehrere Hundert Kilome-
und die Luft wird trocken, staubig
ter
und heiß.
Geschwindigkeit: 51 bis 118
Stundenkilometer

9
Föhnwinde Passatwinde

Passatwinde sind beständige


gleichmäßige Winde. Sie werden
durch die Sonneneinstrahlung
am Mittelpunkt der Erdachse
(Äquator) verursacht. Warme und
kalte Luftmassen tauschen sich
aus.

Föhnwinde sind warme trockene Winde sind wichtig:


Fallwinde, die am Fuße größerer
Gebirge auftreten. Kalte Luft- Wind können angenehm oder
ströme wehen über den Berg. unangenehm sein. Sie bringen
Die kalten Luftmassen drücken Pflanzensamen Hunderte Kilo-
die sich erwärmende Luft nach meter weit und verteilen diese
unten, worauf eine warmer tro- über die gesamte Erde. Verlas-
ckener Fallwind entsteht. sen diese Pflanzensamen ihren
Klimabereich, passen sie sich
den neuen Wetterbedingungen
an.

Durch die Veränderung unter-


Monsunwinde
scheiden sich diese Pflanzen von
Winde in den Tropen und Sub- der Ursprungspflanze und oft gibt
tropen. Diese Winde bringen den es sie in dieser veränderten Form
Monsunregen mit. nur an diesem bestimmten Ort.

Man spricht dann von einer en-


demischen Art, was heißt, dass
Mistral die Pflanze in dieser Art auf der
ganzen Welt nur an diesem Ort
Mistral ist ein kalter starker Fall- vorkommt.
wind, der in dem Bereich des
Flusses Rohn in der Schweiz und
Frankreich auftritt.

10
Die Entstehung des Wetters Wie entsteht Hagel?

Die Hagelwolke besteht aus win-


Wie entsteht Regen?
zig kleinen gefrorenen Tröpfchen.
Durch Winde werden sie immer
wieder nach oben gewirbelt, haf-
ten aneinander, wobei sich im-
mer größere Körner bilden. Wenn
die Hagelkörner groß genug sind,
werden sie von der Erdanzie-
hungskraft nach unten gezogen
und fallen schließlich zur Erde.

Die Regenwolke besteht aus


winzig kleinen gefrorenen Tröpf-
Wie entstehen Winde?
chen, die herumgewirbelt werden
und aneinander haften bleiben.
Wenn sie groß und schwer ge-
nug sind, werden sie von der
Erdanziehungskraft nach unten
gezogen, tauen in wärmeren
Luftschichten auf und fallen
schließlich als Regen zur Erde.

Wind entsteht durch Temperatur


Wie entsteht Schnee?
und Luftdruckunterschiede, die
Die Schneewolke besteht aus sich ausgleichen. Die kalte Luft
fällt ab und verdrängt die warme
winzig kleinen gefrorenen Tröpf-
chen, die herumgewirbelt werden Luft. Dadurch entsteht eine Luft-
und aneinander haften bleiben. bewegung, die wir als Wind be-
zeichnen. Je nachdem, wie groß
Wenn sie groß und schwer ge-
die Kälte- und Wärmeunterschie-
nug sind, werden sie von der
de sind, kann der Wind mal stär-
Erdanziehungskraft nach unten
ker oder schwächer sein.
gezogen und fallen als Schnee-
flocken zur Erde.

11
Wie entsteht ein Gewitter?

Gewitterwolken bestehen aus


winzig kleinen gefrorenen Tröpf-
chen oder Eispartikel. Durch
warme Aufwinde werden die Eis-
partikel immer wieder nach oben
getrieben, verbinden sich, wer-
den dadurch schwerer und fallen
Richtung Erde. Doch die warmen
Aufwinde treiben sie immer wie-
der hoch. Die Teilchen reiben
aneinander und laden sich sta-
tisch immer stärker auf. Beim He-
rabfallen stoßen sie mit noch
nicht geladenen Teilchen zu-
sammen und entladen sich in
Form eines Lichtblitzes.

Entstehung des Donners:

Der Blitz ist von einem Magnet-


feld umgeben, das die Ausdeh-
nung der Luft verhindert. Im Blitz
wird die Luft in Sekundenbruch-
teilen auf bis zu 30.000 °C er-
hitzt. Dadurch entsteht innerhalb
dieses Magnetfelds ein enorm
hoher Druck. Sobald der Blitz er-
lischt, dehnt sich die Luft schlag-
artig aus, wodurch der Knall er-
zeugt wird.

12
Wolkenarten und ihre Bedeu- Wolkenarten und Bezeich-
tung nung:

Schichtwolken = Stratus
Was ist eine Superzelle?
Haufenwolken = Kumulus

Riesige Wolken = Nimbus

Hohe Wolken = Alto

Eiswolken = Cirrus

Als Superzelle werden über-


durchschnittlich große Gewitter-
wolken bezeichnet.

Eine Superzelle kann ein Gewit-


ter, einen Wirbelsturm oder einen
Orkan ausbilden.

13
Die Federwolke Die Gewitterwolke

Die Wolkenformation ähnelt einer


Feder. Federwolken sind fein,
dünn und bestehen aus Eiskris-
tallen.

Entstehung: durch aufsteigend


warme Luftschichten.

Lateinischer Name: Cirrus.


Gewitterwolken sind kilometer-
Höhe: 7 bis 12 Kilometer hoch und reichen von warmen in
kalte Luftschichten.
Vorbote für: Warmfront
Entstehung: Feuchte Luft steigt
auf. Die Wasserpartikel haften
durch Luftzirkulationen aneinan-
der und vergrößern sich.

Lateinischer Name: Cumulonim-


bus

Höhe: 500 Meter bis 12 Kilometer

Vorbote für: Niederschlag

14
Große Schäfchenwolke Haufenschichtwolke

Die Wolkenform erinnert an


Schäfchen oder eher, an eine
Schafherde.

Entstehung: Warme feuchte Luft


steigt auf, kühlt sich ab und ver-
dichtet sich zu einem Nebel.
Die Haufenschichtwolke ist ein
Lateinischer Name: Altokumulus Gebilde aus feuchter Luft, die
sich beim Aufsteigen in kältere
Höhe: 7 bis 12 Kilometer Luftschichten abgekühlt hat.

Entstehung: Warme feuchte Luft


steigt auf und kühlt sich ab, wo-
durch die Feuchtigkeit sichtbar
wird.

Lateinischer Name: Stratokumu-


lus

Höhe: 2 bis 4 Kilometer

Vorbote für: Niederschlag

15
Haufenwolke Hohe Schleierwolke

Eine hohe Schleicherwolke ist ein


filigranes Wolkengebilde, das
sich durch langsam aufsteigende
feuchte Luft bildet.

Entstehung: Warme Luftschich-


Die Haufenwolke ist wie die Hau- ten steigen langsam auf und küh-
fenschichtwolke ein Gebilde aus len sich ab, wodurch die Feuch-
feuchter Luft, die sich beim Auf- tigkeit zu Eis kristallisiert.
steigen in kältere Luftschichten
abgekühlt hat. Der Unterschied Lateinischer Name: Cirrostratus
zwischen der Haufenwolke und
der Haufenschichtwolke ist die Höhe: 7 bis 10 Kilometer
Höhe. Haufenwolken sind mit 1
bis 2 Kilometern Höhe niedriger
als Haufenschichtwolken, die
Kleine Schäfchenwolke
sich in einer Höhe von 2 bis 4 Ki-
lometern befinden.

Entstehung: Warme feuchte Luft


steigt auf und kühlt sich ab, wo-
durch die Feuchtigkeit sichtbar
wird.
Die Wolkengebilde erinnern an
Lateinischer Name: Cumulus eine Schafherde.

Höhe: 1 bis 2 Kilometer Entstehung: Feuchte Luft steigt


auf und kühlt sich ab, wodurch
Vorbote für: schönes Wetter

16
die Feuchtigkeit zu eis kristalli- Entstehung: Feuchte Luft steigt
siert. auf. Die Wasserpartikel haften
durch Luftzirkulationen aneinan-
Lateinischer Name: Cirrocumulus der und vergrößern sich, bis sie
schwer genug sind und als Nie-
Höhe: 8 bis 10 Kilometer
derschlag auf die Erde fallen.

Lateinischer Name: Nimbostratus

Höhe: 2 bis 4 Kilometer


Mittelhohe Schichtwolke
Vorbote für: Niederschlag

Tiefe Schichtwolke

Entstehung: Feuchte Luft oder


Nebel steigt auf und kühlt sich
ab.

Lateinischer Name: Altostratus

Höhe: 5 bis 6 Kilometer

Entstehung: Feuchte kalte Luft


Regenwolke oder Nebel steigt auf. Die Was-
serpartikel haften durch Luftzirku-
lationen aneinander und vergrö-
ßern sich, bis sie als Nieder-
schlag herunterfallen.

Lateinischer Name: Stratus

Höhe: 700 bis 1000 Meter

Vorbote für: Niederschlag

17
Die Polarkappen zen, kann man ganz einfach
selbst nachprüfen.
Die Polarkappen sind der Kühl-
Wenn die Sonne scheint, legt
schrank der Erde. Durch die Nei-
man die Hand auf ein weißes
gung der Erdachse zur Sonne
Auto und zum Vergleich auf ein
werden die Polarkappen oben
schwarzes Auto.
(Norden) und unten (Süden) nur
flach oder gar nicht von der Son- Das weiße Auto ist lauwarm oder
ne bestrahlt. Dadurch ist es dort sogar kühl und das schwarze
immer eisigkalt. Auto ist heiß, weil die dunkle Flä-
che die Sonnenenergie aufge-
Kühlung der Meere:
nommen hat.
Durch Winde und die Drehung
der Erde fließen warme Meeres-
strömungen vom Mittelpunkt der
Erdachse (Äquator) zu den Pol-
kappen. Das Wasser kühlt sich
ab und fließt zum Äquator zu-
rück.

Kühlung der Erde:

Besser könnte man sagen, die


Polargebiete sorgen dafür, dass
die Sonne die Erde nicht zu stark
erhitzen kann. Denn durch die
weißen Flächen an den Polar-
kappen wird das Sonnenlicht re-
flektiert, was sie kühler hält.

Test der Sonnenreflexion:

Dass helle Flächen die Sonnen-


energie zurückwerfen (reflektie-
ren) und dunkle Flächen diese
aufnehmen und sich dabei erhit-

18
Der Wasserkreislauf der Erde Wie entsteht eine Fata Mor-
gana?
Das Wasser befindet sich in
einem ständigen Kreislauf.

Durch Wärme verdampft das


Wasser in den Gewässern, steigt
als Wasserdampf empor und bil-
det Wolken.

Diese werden durch den Wind


ins Land getragen.

Über dem Land regnen die Wol- Warme Luft kann mehr Feuchtig-
ken ab. Das Wasser versickert im keit aufnehmen, als kalte Luft.
Erdboden und erhöht den Dadurch spiegelt sich ein Objekt
Grundwasserspiegel. an der warmen Luftschicht. Die
Fata Morgana ist auch als Was-
Die Wasserwerke pumpen dieses serfläche auf Straßen erkennbar.
Grundwasser nach oben, um den
täglichen Bedarf der Menschen, In Wüsten, wo sich die warmen
Tiere und Landwirtschaft nach Luftschichten weiter oben befin-
Wasser zu decken. Abwasser den, entstehen eindrucksvollere
wird erst zur Kläranlage geleitet, Luftspiegelungen.
bevor es den Kanälen, Flüssen
oder Bächen wieder zugeführt
wird und wieder ins Meer zurück
fließen kann.

19
Entstehung von Hitzewellen Was bedeutete die Erderwär-
mung für unser Klima?
Eine Hitzewelle entsteht durch
Je wärmer die Erde wird, desto
ein Hochdruckgebiet. Deas heißt,
mehr warme Luft wird aufsteigen,
unten ist mehr Luft als oben, wo-
was wiederum häufigere Unwet-
durch der Luftdruck erhöht ist.
ter hervorrufen wird.
Die kalte Luft kann durch den
höheren Druck nicht heruntersin- Weil die aufsteigende Warmluft
ken. durch die Erderwärmung wärmer
ist, steigt sie schneller empor.
Dies hat zu Folge, dass die Un-
wetter stärker und heftiger wer-
den.

Auch löst die wärmere Luft häufi-


ger Verwirbelungen auf und ent-
hält mehr Wärmeenergie, was
die Unwetter extremer macht.
Das bedeutet, die Winter werden
kälter, die Sommer werden hei-
ßer, Niederschläge werden stär-
ker.
Die Erderwärmung

Durch CO2 und andere Gase er-


wärmt sich die Erde schon seit Das Klima ist kein konstanter
Millionen von Jahren. Zustand, denn seit Bestehung
der Erde verändert es sich
Die Industrie beschleunigt diese ständig.
Erderwärmung, forscht aber der-
zeit an technischen Möglichkei-
ten, diesen Eingriff in die Natur
zu minimieren, was zu einem
Großteil durch Abgasfilter und
erneuerbare Energien schon sehr
gut gelungen ist.

20
Entstehung von Blitzeis Um die Sonnenkraft zu nutzen,
gibt es Fotovoltaik-Anlagen zur
Stromerzeugung und Sonnenkol-
legtoren zur Warmwassergewin-
nung.

Windkraft

Zur Stromerzeugung wird Wind-


energie durch große Wind-
Anlagen (Growian) gewonnen.
Was ist Blitzeis?
Wasserkraft
Blitzeis bezeichnet man einen
In Stauwerken wird mithilfe des
plötzlich auftretenden Eis-Belag
Wassers in Wasserkraftwerken
auf der Fahrbahn. Oft sind die
Strom erzeugt.
Fahrzeugführer über die spiegel-
glatte Fahrbahn überrascht und
geraten ins Rutschen.

Entstehung von Blitzeis: Wirkung der vier Jahreszeiten


auf die Natur
Blitzeis entsteht, wenn nach
mehrtägiger Kälte im Minusgrad-
Frühling
bereich eine Hitzefront eintrifft
und Regen auf den gefrorenen Im Frühling fängt alles an zu blü-
Boden fällt. Durch den Boden- hen und die Natur erwacht zum
frost gefriert der Regen sofort Leben.
fest und es bildet sich eine Eis-
decke. Sommer

Im Sommer beginnen Pflanzen,


zu verdorren und abzusterben.
Die Nutzung des Klimas in der Herbst
Wirtschaft
Im Herbst bereiten sich Pflanzen
Energiegewinnung Sonnen- auf die kalte Jahreszeit vor, in-
kraft dem sie ihre Säfte in die Wurzeln
21
zurückziehen, um Frostschäden Wetterforschung
vorzubeugen.
Rekorde:
Winter
Seit der Wetteraufzeichnung gibt
Der Winter ist die Schlafenszeit
es in den letzten Jahren immer
für die meisten Pflanzen. In die-
wieder neue Rekorde. Ob Hitze,
ser Zeit tanken sie Kraft für den
Regenfälle, Sturmstärken oder
Frühling.
Sturmhäufigkeit. Dies ist auf die
Erderwärmung zurückzuführen.

Verwüstung:
Windgeschwindigkeiten
Mittlerweile wurde festgestellt,
dass sie die Wüsten immer wei-
Windstärke in Beaufort:
ter ausdehnen, wodurch mehr
1 1 bis 5 km/h Sandstürme entstehen.
2 6 bis 11 km/h
Verringerter Salzgehalt in den
3 12 bis 19 km/h
Meeren:
4 20 bis 28 km/h
5 29 bis 38 km/h Durch die Schmelzung der Pol-
kappen vermischt sich das im Eis
6 39 bis 49 km/h
enthaltene Süßwasser mit dem
7 50 bis 61 km/h Meer. Dadurch steigt der Mee-
8 62 bis 74 km/h resspiegel an und der Salzgehalt
9 75 bis 88 km/h des Meeres nimmt ab. Ein gerin-
gerer Salzgehalt kann dazu füh-
10 89 bis 102 km/h
ren, dass sich Meeresströmun-
11 103 bis 117 km/h gen verlangsamen, wodurch die
12 Mehr als 118 km/h das umliegende Klima verändert.

Das Klima ist ein sich verän-


dernder Zustand, den wir Men-
schen nicht wirklich beeinflus-
sen können. Wir können uns
aber darauf vorbereiten.

22
Bauanleitung einer Wettersta- • Luftballon
tion • Klebeband
• Trinkhalm
Eine Wetterstation besteht aus
einem Luftdruckmesser (Barome-
ter), einem Thermometer, der die Bauanleitung für Hygrometer:
Temperatur misst und einem Hy- Den Tannenzapfen mit der
grometer zum Messen der Luft-
Unterseite auf das Brettchen
feuchtigkeit. Das alles zusammen
ergibt eine Wetterstation. oder auf die Pappe kleben.
Trinkhalm an einem der Schup-
pen festkleben.

Nun hängt man ein Blatt Papier


an die Wand und stellt das Hy-
grometer davor. Mit den Buntstif-
ten zeichnet man eine Skala ein.
Siehe Bild oben.

Material:
Funktionsweise des Hygrome-
- Allgemein
ters:
• Thermometer
Je mehr Feuchtigkeit der Tan-
• Papier
nenzapfen aufnimmt, desto mehr
• Buntstifte
schließt er seine Schuppen. Da-
mit wird sich unser Trinkhalm
- Für das Hygrometer:
aufrichten.
• Tannenzapfen
Trocknet der Tannenzapfen aus,
• Klebstoff
öffnet er sich und der Trinkhalm
• Trinkhalm
sinkt nach unten.
• Kleines Brett oder Pappe

- Für das Barometer:


• Leeres Marmeladenglas
23
Bauanleitung für das Barome- Erhöht sich der Umgebungs-
ter: druck, zieht sich die Luft im Glas
Den Luftballon schneidet man zusammen. Die Ballonhaut zieht
vorsichtig auf, spannt ihn über sich nach innen und der Trink-
die Öffnung des Marmeladengla- halm richtet sich auf.
ses und befestigt ihn am Rand
mit Klebeband.
In der Mitte wird mit Klebeband
der Trinkhalm befestigt.

Das Thermometer wird schließ-


Zuletzt hängt man ein Blatt
lich zum Hygrometer und Baro-
Papier an die Wand und stellt
meter gehängt und fertig ist die
das Barometer davor. Mit den
Wetterstation.
Buntstiften zeichnet man eine
Skala ein. Siehe Bild oben.

Funktionsweise des Barome-


ters:
Sobald sich der Druck der Um-
gebungsluft verringert, versucht
sich die Luft im Inneren des Gla-
ses auszudehnen.

Dadurch wird die Ballonhaut über


der Glasöffnung nach außen ge-
wölbt und der Trinkhalm beweget
sich nach unten.

24
Experiment Flaschentornado

Der Flaschentornado ist ein tolles


Experiment, einen Tornado zu
simulieren.

Dazu benötigt man folgende Ma-


terialien:
Schritt 2:
 Zwei PET-Flaschen
Nun füllt ihr eine der Flaschen mit
 Ein Flaschenverschluss
Wasser auf und schraubt den
 Klebeband
Verschluss auf.

Schritt 3:

Die leere Flasche wird dann ver-


kehrt herum mit Klebeband auf
dem Verschluss befestigt.

Schritt 1:

Mit der Schere bohrt man ein


Loch in die Mitte des Flaschen-
verschlusses. Das könnt ihr auch
von euren Eltern machen lassen,
wenn ihr mit der Schere nicht si-
cher seid.

25
Schritt 4:

Dreht nun die Flaschen um, so-


dass die leere Flasche unten ist.
Versetzt die obere Flasche in
Drehbewegung, dass sich das
Wasser dreht, bis ein Wirbel ent-
steht.

Der Effekt:

Das Wasser fließt in die Flasche


nach unten. Die Luft versucht zu
entweichen und steigt in die Fla-
sche nach oben, wo sie einen
Strudel bildet.

26
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