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A Honeywell Company MMG 810.1 / 811.

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Feuerungsautomat

Für Gasgebläse- und Kombibrenner 2-stufig

Mögliche Flammenfühler:
- Ionisationssonde
- Infrarot-Flackerdetektor
- UV-Zelle

ANWENDUNGSBEREICH

Der Feuerungsautomat MMG steuert und überwacht Gas-


gebläse- und Kombibrenner mit beliebiger Nennwärme-
belastung (geprüft und zugelassen nach EN 298).
Der Automat MMG 810.1 Mod. 33 ist auch einsetzbar für TECHNISCHE DATEN
Brenner an ortsfesten Warmlufterzeugern (WLE nach DIN
4794). Betriebsspannung 220 / 240 V (-15... +10%)
Verschiedene Typen- und Modellbezeichnungen unter- 50 Hz (50 - 60 Hz)
scheiden die Automaten teilweise in den Programmzeiten Abweichende Frequenz ergibt proportionale
sowie für die unterschiedlichen Ländernormen. Abweichung der Zeit
Vorsicherung max. 10 A flink, 6 A träge
Eigenverbrauch 10 VA
Max. Belastung pro Ausgang
TYPENÜBERSICHT - Kl.3 2 A, cos ϕ 0.2
- Kl. 4, B 2 A, cos ϕ 0.4
MMG 810.1 Mod. 32 Art. Nr. 0640120 - Kl. 5, 6, C 1 A, cos ϕ 0.4
Mod. 33 Art. Nr. 0640220 Total Belastung 5 A, cos ϕ 0.4
Mod. 43 Art. Nr. 0642520 Empfindlichkeit Verstärker 1 µA
Mod. 45 Art. Nr. 0642620 Min. erforderlicher Röhren-
MMG 811.1 Mod. 33 Art. Nr. 0640520 beziehungsw. Ionisationsstrom 5 µA
Mod. 63 Art. Nr. 0640420 Leitung Flammenfühler max. 20 m Kabellänge
Luftwächter 1 Arbeitskontakt 4 A, 230 V
Wartezeit für Entstörung keine
AUFBAU UND KONSTRUKTION Flammenfühler
- Ionisationssonde
Die Automatik ist gut geschützt in einem schwer entflamm- - Infrarot-Flackerdetektor IRD 1020.1 axial
baren, transparenten und steckbaren Kunststoffgehäuse - UV-Zelle Typ UVZ 780 rote Beschriftung
eingebaut und beinhaltet: radial und axial einsetzbar
- Synchronmotor mit Untersetzungsgetriebe als Schalt- Gewicht inkl. Sockel 350 g
walzenantrieb Einbaulage beliebig
- Schaltwalze mit informativer, farbiger Programmanzeige Schutzart IP 44
- 12-fach Nockenschaltwerk zur Steuerung des Programm- Zugelassene Umgebungs-
ablaufs temperatur für Gerät und
- Steckbare Printplatten mit den elektronischen Kompo- Flammenfühler -20° C… +60° C
nenten Klassifizierung nach EN 298 BTLLXN
Schaltzeiten (sec.) MMG 810.1 811.1
Folgende wichtige Anzeige- und Bedienungselemente sind
auf der Frontseite des Automaten zusammengefasst:
- Leuchttaste für Störanzeige und Entriegelung Modell 32 33 43 45 33 63
- Farbige Programmanzeige Wartezeit Start ca. tw 9 9 9 9 9 6
- Schraube zur Zentralbefestigung Max. Reaktionszeit
für Luftwächter tlw 6 6 6 6 6 5
überwachte
Vorspülzeit tv1 24 24 40 40 24 55
DE1C-0142SZ20 0305

Vorzündzeit ca. tvz 3 3 3 3 3 3


Zündzeit total ca. tz 6 6 6 8 6 5.5
Sicherheitszeit ts 2 3 3 5 3 3
Verzögerung
2. Stufe ca. tv2 10 10 10 10 10 6
Zur externen Entriegelung kann die Fernrückstellung FR 870
(Art. Nr.70700) eingesetzt werden. (Siehe Dok. 750)
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ANWENDUNGSTECHNISCHE MERKMALE INBETRIEBNAHME UND UNTERHALT

1. Flammenüberwachung 1. Wichtige Hinweise


Die Flammenüberwachung kann mit folgenden Flammen- - Vor Inbetriebnahme ist die Verdrahtung genau nachzu-
fühlern erfolgen: prüfen. Fehlverdrahtungen können das Gerät beschädi-
- Mit Ionisationselektrode in Netzen mit geerdetem Null- gen und die Sicherheit der Anlage gefährden.
eiter, anwendbar bei Gasbrennern (Störeinflüsse des Zünd- - Die Vorsicherung ist so zu wählen, dass die unter den
funkens können die Bildung des Flammensignals nicht Technischen Daten angegebenen Grenzwerte keinesfalls
beeinflussen) überschritten werden.
- Mit UV-Fühler Typ UVZ 780 rot, anwendbar bei Gas- und Das Nichtbeachten dieser Vorschrift kann bei einem
Kombibrennern Kurzschluss schwerwiegende Folgen für Steuergerät oder
- Mit Infrarot-Flackerdetektor Typ IRD 1020.1 für alle Bren- Anlage haben.
nerarten - Aus sicherheitstechnischen Gründen muss mindestens
eine Regelabschaltung pro 24 Std. sichergestellt sein.
2. Brennersteuerung - Steuergerät nur spannungslos ein- und ausstecken.
- Die Automaten MMG sind unterspannungssicher ausge- - Feuerungsautomaten sind Sicherheitsgeräte und dürfen
legt. Sinkt die Betriebsspannung, wird bei spätestens nicht geöffnet werden.
160V der Brenner abgeschaltet. Steigt die Betriebsspan-
nung wieder an, erfolgt bei spätestens 180 V selbsttätig 2. Funktionskontrolle
ein neuer Anlauf. Bei der Inbetriebsetzung und nach einer Revision des Bren-
- Die Automaten MMG arbeiten nur, wenn an Klemme 5 ners, sind folgende Kontrollen durchzuführen:
eine Last angeschlossen ist. Wird das Brennstoffventil a) Anlaufversuch bei geschlossenem Handventil und über-
während der Vorspülphase mit einem externen Kontakt brücktem Gaswächterkontakt:
unterbrochen, muss zwischen die Klemmen 5 und 8 ein - Gerät muss nach Ablauf der Sicherheitszeit auf Stö-
Widerstand von max. 22 kΩ, 4 Watt, gelegt werden. rung gehen.
- Funktionstest des Luftdruckwächters vor dem Start und b) In Betriebstellung bei überbrücktem Gaswächterkontakt
Überwachung des Luftdruckes während der Vorspülzeit das Handventil schliessen:
sowie im Betriebszustand des Brenners. Für die normale - Gerät muss nach Flammenausfall auf Störung gehen.
Anwendung genügt ein Arbeitskontakt mit einer Leistung c) Luftwächterkontakt unterbrochen:
von 4 A/220 V. - Gerät geht auf Störung.
- Beim Automaten MMG 810.1 können Kontakte zwischen d) Luftwächterkontakt vor Anlauf überbrücken:
die Klemmen 1 und 9 geschaltet werden (z.B. Ventil-End- - Gerät darf nicht anlaufen.
kontakte). Diese werden beim Start des Gerätes auf
korrekte Schliesstellung überprüft. Die Verbindung 1-9 muss 3. Fehlermöglichkeiten
während der Startphase des Automaten geschlossen sein. Brenner geht nicht in Betrieb, Programmanzeige bleibt-
- Der Feuerungsautomat MMG 810.1 arbeitet mit Zündfun- stehen:
ken-überwachung wenn die Flammenüberwachung mit - Elektrische Zuleitung fehlerhaft
UVZ 780 rot erfolgt und die Klemmen C und 8 gebrückt - Thermostat oder Gaswächter AUS
werden.
Brenner geht nicht in Betrieb, Programmanzeige dreht
3. Sicherheit dauernd:
Bezüglich Konstruktion und Programmablauf entsprechen - Luftwächter defekt, resp. nicht in Ruhestellung (Arbeits-
die Feuerungsautomaten der Typenreihe MMG den zur Zeit kontakt muss offen sein).
geltenden europäischen Normen und Vorschriften. - Verbindung Kl. 1 - Kl. 9 unterbrochen
- Betriebsspannung < 180V
4. Montage und Elektroinstallation
Sockelseitig: Automat schaltet kurz nach Beginn der Vorlüftung auf Stör-
– 3 Erdklemmen mit zusätzlicher Lasche für die Brenner- ung (Strich im blauen Feld):
erdung - Luftwächterkontakt schliesst nicht
– 3 Nulleiterklemmen mit interner, fester Verbindung zum - keine Belastung an Klemme 5
Nulleitereingang Klemme 8 - Flammensignal
– 2 unabhängige, beliebig benutzbare Schlaufklemmen
(S1 und S2) Automat schaltet während der Vorlüftung auf Störung (blau-
– bestückte Zusatzklemmen A, B und C er Bereich):
– 2 individuelle Einschiebeplatten und 2 feste Ausbruch- - Luftwächterkontakt öffnet
öffnungen, sowie 2 Ausbruchöffnungen von unten er- - Flammensignal
leichtern die Sockelverdrahtung
Automat schaltet während der Sicherheitszeit auf Störung
Hinweis: (gelber Bereich):
Um einen störungsfreien Betrieb sicherzustellen muss die - Keine Flammenbildung (fehlende Zündung, Ventil öffnet
Schraubklemme 8 des Nullleiteranschlusses, welche zu- nicht etc.)
gleich Steckverbindung zum Gerät ist, angezogen sein. - Kein oder zu schwaches Flammensignal (Flamme haftet
Die Klemmschrauben befinden sich bereits in gelöster Stel- nicht, schlechte Isolation des Flammenfühlers, Brenner
lung und müssen nach Einführung der Litze lediglich ange- nicht richtig an Erdleiter angeschlossen).
zogen werden.
Automat schaltet während der Betriebsstellung auf Stö-
Allgemein: rung (roter resp. grüner Bereich):
- Einbaulage beliebig, Schutzart IP 44 (spritzwassersicher). - Flammenabriss
- Luftwächterkontakt öffnet
MMG 810.1/811.1

Automat und Fühler sollen jedoch nicht übermässigen


Vibrationen ausgesetzt werden. - Flammensignal zu schwach
- Bei der Montage sind die einschlägigen Installations-
vorschriften zu beachten.
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ANSCHLUSSSCHEMA UND ABLAUFDIAGRAMM MMG 810.1

Ph max. 10 A flink HS GW ST RT
6 A träge

1 2 A/3 4 5 6 B 7 8 9 C

LW

+
IS
UV Z M V1 V2 SA * * Nur bei Zündfunken-
überwachung
N
HS Hauptschalter
GW Gaswächter
ST Sicherheitsthermostat
RT Regelthermostat
IS Ionisationssonde
UV UV-Zelle
tw tlw tv1 tvz tz ts tv2
Z Zündung
M Brennermotor
V1 Magnetventil 1. Stufe
ANSCHLUSSSCHEMA UND ABLAUFDIAGRAMM MMG 811.1
V2 Magnetventil 2. Stufe
LW Luftwächter
SA Externe Störanzeige
ST
SV Sicherheitsventil
Ph max. 10 A flink HS RT
6 A träge SV GW tw Wartezeit Start
tlw max. Reaktionszeit
für Luftwächter
1 2 A/3 4 5 6 B 7 8 9 C tv1 überwachte Vorspülzeit
tvz Vorzündzeit
tz Zündzeit total
LW
ts Sicherheitszeit
tv2 Verzögerung 2. Stufe
+
IS
UV Z M V1 V2 SA

tw tlw tv1 tvz tz ts tv2

IRD ANSCHLUSS
blau Kl. 8
IRD 1020.1 schwarz Kl. 2
braun Kl. 9

PRINZIPSCHEMA MMG 810.1 PRINZIPSCHEMA MMG 811.1


MMG 810.1/811.1

3
MMG MIT SOCKEL UVZ 780 MIT HALTER

567
91

138

24
42 96
86 60 75

individuelle

30.5

ø22
26
Einschiebeplatte
24
Rückstellknopf
30
30

Erdung r 40
44

35

22

30
8
4
30

25
16

M4

ø 16 mm, für Kabel-


30 durchführung von unten 36 10
57-60 48

IRD 1020.1 MESSUNG DES FLAMMENSIGNALS


29 50 44

E 2 8
ø13.5
21.8

+
104
0-100 µA
0-10 µA
HALTER M93 UVZ 780 rot
35 +
3
14
4.5
26

Das Signal soll grösser


als 5 µA sein
E 2
15.1
+
48
0-100 µA
4

0-10 µA
17

ø20.5

BESTELLANGABEN

ARTIKEL BESTELLTEXT ART. NR.


Steuergerät Typ MMG 810.1 Mod. 33 0640220
oder Typ MMG 811.1 Mod. 33 0640520
Sockel Sockel S98 12-polig 75310
Einschiebeplatte PG-Platte 70502
wahlweise Kabelklemmplatte 70503
Flammenfühler IRD 1020.1 axial 16552
Flammenfühler UVZ 780 rot 18813
Halter zu Flammenfühler IRD Halter M 93 zu IRD 1020 59093
Halter zu Flammenfühler UVZ Halter zu UVZ 18807
Fühlerkabel 3-polig, 0.6 m 7236001
Obige Bestellangaben beziehen sich auf die Normalausführung.
Das Verkaufsprogramm umfasst auch Spezialausführungen. Technische Änderungen vorbehalten

MMG 810.1 / 811.1 A Honeywell Company Satronic AG


Honeywell-Platz 1
Postfach 324
4
CH-8157 Dielsdorf