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INHALT

Vorwort

Einleitung
Kap. I Der Humanismus und das Problem einer Geschichte der
Sprachphilosophie aus sprachphilosophischer Sicht. . . . 17
I Der Sprachhumanismus — ein Weg in die neuere Sprachphilo-
sophie. Andere Wege sind der Nominalismus, die „Zeichen-
kunst" der „mathesis universalis", die Tradition der deutschen
Logosmystik 17
Der geschichtliche Zusammenhang dieser Wege muß aus sprach-
philosophischer Fragestellung heraus freigelegt werden. . . 18
Das Bedürfnis nach einer Geschichte der neueren Sprachphi-
losophie ergibt sich aus einer Diagnose der gegenwärtigen
Situation der (Sprach-)Philosophie 21
Die Problematik der „Metasprache" in der logistischen Sprach-
analyse als aporetische Freilegung der transzendentalen Funk-
tion der Umgangssprache 23
Sprachphilosophische Konsequenzen aus dieser Situation im
Zeichen des Pragmatismus-Behaviorismus bei Ch. Morris und
dem späten Wittgenstein 28
Ist der sprachphilosophische Pragmatismus in der Lage, den
Humanismus und die humanistischen Geisteswissenchaften zu
begründen? 30
Kritische Würdigung der Bedeutungstheorie des Pragmatis-
mus-Behaviorismus 31
Innere Nähe des Pragmatismus zur Rhetorik, prinzipielles Ver-
fehlen der sprachlichen „Sinnereignisse", d. h. der „dichteri-
schen" als der geschichtegründenden Dimension der Sprache. 33
Deshalb verkürzt der Pragmatismus-Behaviorismus auch das
Problem des Weltvorverständnisses der Umgangssprache als
geschichtlicher Muttersprache 39
Das Problem eines geschichtlichen Erkenntnisaprioris in der
Sicht einer „inhaltbezogenen Sprachwissenschaft" 39
Die Deutsche Transzendentalphilosophie auf dem Wege von
der Bewußtseinskritik zur Sprachkritik: E. Cassirer, R. Hönigs-
wald, Th. Litt, E. Heintel, J. Derbolav 42
M. Heideggers Philosophie als transzendentale Hermeneutik der
Sprache 52
Die hermeneutische Selbstvermittlung der Philosophie in ihre
geschichtliche Situation mit Hilfe der Sprachwissenschaft
(J. Lohmann) 62
I n w i e f e r n e r g i b t sich a u s d e r skizzierten G e g e n w a r t s s i t u a t i o n
d e r ( S p r a c h - ) P h i l o s o p h i e die N o t w e n d i g k e i t u n d d e r h e u r i s t i -
sche H o r i z o n t e i n e r Geschichte d e r Sprachphilosophie? . . . 67
Der heuristische Horizont einer Vorgeschichte der „technisch-
szienüfischen" Sprachauffassung der Gegenwart 68
Der heuristische Horizont einer Vorgeschichte der „transzen-
dental-hermeneutischen" Sprachauffassung 74
Das spezielle Problem einer Geschichte des „Sprach-Humanis-
mus" methodologisch charakterisiert 83
Der Humanismus und das „Verhältnis des abendländischen
Menschen zur Sprache" (]. Lohmann) 88
Kap. II • Historische Eingrenzung des Themas 95
! Die drei Abschnitte der Untersuchung: Dante — Humanismus —
Vico. Die Frage nach ihrem Zusammenhang 95
; Der dreifache Ursprung der modernen Sprachauffassung im
Ausgang des Mittelalters: Nominalismus — Logosmystik —
Entdeckung der Muttersprache bei den abendländischen Na-
tionen 95
Dante und der italienische Humanismus: die „questione della
lingua" als ideelle Anleitung für die europäische Sprachpro-
grammatik: 100
i Der Humanismus als Vermittler zwischen antikem und spezi-
fisch modernem Sprachverhältnis 102
Giambattista Vico — der Testamentsvollstrecker des römisch-
italienischen Sprachhumanismus im Medium des „natürlichen
Systems" der Barockmetaphysik? . . 102
1. A b s c h n i t t
DANTE U N D DIE E N T D E C K U N G DER M U T T E R S P R A C H E
IM A B E N D L A N D 104
Kap. III Dantes Traktat „De vulgari eloquentia" von 1304 als theologisch
fundierter Beginn historisch-genetischer Sprachwissenschaft
und Programmschrift für die Ausbildung nationaler Schrift-
sprachen im Abendland: 104
Der geschichtliche Hintergrund für Dantes Entdeckung der
Muttersprache 104
Der Mensch als Sprachwesen zwischen Tier und Engel. . . . 106
Die biblisch-patristisch orientierte Spekulation über den Ur-
sprung der Sprache als Ausgangspunkt historisch-genetischer
Fragestellung bis Süssmilch und Herder 109
Die babylonische Sprachverwirrung und der Strafcharakter
der Sprachverschiedenheit: Dante als Ausgangspunkt einer Ab-
lösung der drei „heiligen Sprachen" Alteuropas durch die natio-
nalen Heilssprachen Neueuropas 111
Dantes Entdeckung der lebendigen Entwicklung als Natur der
Volkssprachen im Gegensatz zum Latein als der künstlichen
„Grammatik" 115
Dantes programmatisches Anliegen: Auf weis einer einheit-
lichen ästhetischen Norm für die italienische Volkssprache als
Literatursprache 116
Kap. IV Die europäische Auswirkung der Sprachidee Dantes im Zei-
chen des nationalen Humanismus, (ein Vorblick) . . . . 124
2. A b s c h n i t t
DIE F R A G E NACH DEM S P R A C H B E G R I F F DES
HUMANISMUS 130
Kap. V Die Sprachideologie des römischen Orators als Fundament des
europäischen Sprachhumanismus: 131
Der klassisch-römische und römisch-katholische Ursprung einer
lateinischen Sprachideologie 131
Die römische Sprachidee vor dem Hintergrund des hellenisti-
schen Sprach Verständnisses 135
Der Redner als Schlüsselfigur 137
Der innere Zusammenhang der hellenistischen Logos-Wissen-
schaften: Rhetorik, Grammatik und Logik im (stoischen) Be-
griff des XEXTÖV. Die Xexrd und die Funktion der rhetorischen
Topik 138
Ciceros Hinweis auf den natürlichen Vorrang der Topik als ars
inveniendi vor der Dialektik als ars iudicandi, ein spekulatives
Grundmotiv des europäischen Sprachhumanismus 141
Die indirekte Bestätigung der in ihm enthaltenen sprachphilo-
sophischen Einsicht durch die moderne logistische Sprachkon-
struktion 141
Die pragmatische Dimension der Rede (Kbyoc) und die geheime
Philosophie des rhetorischen Humanismus 142
Cicero als ihr repräsentativer Sammelpunkt und römischer
Neugründer für die Folgezeit 145
K: Das hellenistische Verhältnis von Wahrheit und Rede (Xöyog)
und die innere Grenze der Argumentationsfähigkeit des
Sprachhumanismus im Kampf mit der formalen Logik. . . 150
Ihre Durchbrechung durch G. B. Vico und die Wahrheitspro-
blematik der geschichtlichen Muttersprachen angesichts der
sprachphilosophischen Ansprüche der Logistik (ein Vorblick). . 157
Kap. VI Die Erneuerung der Latinität und der römischen Sprachideo-
logie durch die italienischen Humanisten: 159
Humanismus des Mittelalters und Humanismus der italieni-
schen Renaissance: erste Abgrenzung aus dem Blickpunkt
unseres Themas 159
Das Spracherlebnis Petrarcas: Der Wille zum persönlichen Aus-
drucksstil und seine humanistischen Grenzen 162
C. Salutati: seine Weltanschauung und seine Sprachhermeneutik
als Keim der humanistischen Geisteswissenschaft 171
Die Topoi vom Dichtertheologen bzw. von der göttlichen In-
spiration des Dichters: die sprach philosophischen Grenzen
ihrer humanistischen Ausdeutung gegenüber ihrer Erneuerung
aus dem Geist der Logosmystik 174
Die ciceronische Sprachideologie bei Poggio Bracciolirii, Sicco
Polenton und L. Bruni 179
L. Bruni und die humanistische Theorie der Übersetzung. . 181
L. Valla: sein formalistischer Sprachkult als Spiritualisierung
des römischen Imperiums 183
Zusammenfassung: die kulturgeschichtliche Funktion des latei-
nischen Sprachhumanismus der Renaissance im Vergleich mit
der Kulturfunktion seiner antiken Vorbilder: Sprachidealismus
als Kompensation institutioneller Selbstverständlichkeit der
Sprachform und als Ursprung einer neueuropäischen Bildungs-
institution 185
Kap. VII Die humanistische Sprachidee als Deutungsmaßstab der neu-
europäischen Sprachprogrammatik und ihre Einschränkung
durch nichthumanistisches Sprachdenken (in Italien, Frank-
reich und Deutschland): 192
... a) Vorbemerkung: Der Humanismus und der Geist der moder-
nen Sprachen: 192
Exkurs: Zum Humanismusverständnis E. Grassis. . . . 197
b) Entfaltung und Grenzen der Sprachidee des „umanesimo
volgare" in Italien: 201
Die „questione della lingua" als „Wiederholung" der Sprach-
problematik Dantes 201
Leon Battista Alberti: humanistische Würdigung und Pro-
grammatik der Volkssprache 202
Lorenzo de'Medici: Verteidigung der Volkssprache und
Sprachenwertung überhaupt 203
Pietro Bembo: Grundlegung des „umanesimo volgare" und
des modernen Sprachklassizismus 205
Die Schüler Bembos und die innere Dialektik des „umane-
simo volgare": Rehabilitierung der „lebendigen" Umgangs-
sprache 212
ß. Varchi und die Topik des europäischen Sprachhumanis-
mus 214
Sperone Speroni: Der Sprachhumanismus und seine Kritiker
im „Dialogo delle lingue" 215
c) Der Kompromiß des Cinquecento zwischen Sprachhumanis-
mus und nominalistisch orientierter Wissenschaft. . . . 224
1. In der Theorie der Rhetorik und Poetik 224
2. In der rhetorischen Logik und Erkenntnistheorie (M.
Nizolius) 227
3. Bei Pko della Mirandola 233
4. In der Entwicklung der technischen Naturwissenschaft. . 235
d) Zur Sprachprogrammatik des Humanismus in Frankreich:
Du Bellays „Deffense et Illustration de la langue frangoise"
als Nachahmung Speronis und Keim des französischen
Sprachrationalismus 243
e) Die Ausprägung und Funktion der humanistischen Sprach-
idee in Deutschland: 251
Vorblick: Die Eigenart des deutschen Sprachhumanismus,
verglichen mit dem der romanischen Nationen 251
Die Sprachauffassung des deutschen Frühhumanismus nach
P. Hankamer 258
Der Sprachbegriff M. Luthtrs als Höhepunkt und Selbstbe-
grenzung des deutschen Sprachhumanismus im Medium der
Logosmystik 264
Kap. VIII Zusammenfassung des Bisherigen als Antwort auf die Frage
nach dem Sprachbegriff des Humanismus 269
Versuch einer systematischen (anthropologischen) Abgrenzung:
humanistisches „Bildungswissen", nominalistisches „Arbeits-
wissen", logosmystisches „Erlösungswissen" von der Sprache. 269
Versuch einer historischen Abgrenzung: Der Sprachhumanis-
mus als bildungsmäßige Bewahrung des spätantiken Sprach-
verhältnisses zwischen den siegreich vordringenden subjekti-
vistischen Neuansätzen des Nominalismus und der Logos-
mystik 276
3. A b s c h n i t t
DER S P R A C H H U M A N I S M U S IM „ N A T Ü R L I C H E N
SYSTEM DER G E I S T E S W I S S E N S C H A F T E N " : 280
Kap. IX Der Übergang der humanistischen Sprachideologie zur wissen-
schaftlichen Sprachenkunde 280
Kap. X Der Humanismus und die nominalistisch-empiristische Pro-
grammatik der Sprachwissenschaft bei francig Bacon: . . . 286
Die Lehre von den Verständigungsmitteln überhaupt: huma-
nistisches Bildungswissen in technisch-szienlifischer Sicht. . 287
Die „Grammatik" und das „regnum hominis". . _, 290
Bacons Idee einer „philosophischen Grammatik": Sprachenver-
gleich und Sprachenwertung in pragmatischer Hinsicht und
Völkerpsychologie 292
Bacons methodische Isolierung einer naturwissenschaftlichen
Phonetik bzw. Lautphysiologie, verglichen mit Böhmes psycho-
somatischer Inkarnationslehre 294
Kap. XI Der Humanismus und die wissenschaftliche (mathematische
und psychologische) Reduktion der „inneren Sprachform" bei
Leibniz: 297
Vorblick: Die geschichtliche Neugründung des Verhältnisses
von empirischer Sprachenkunde und konstruktiver Sprachlogik
durch Leibniz und das transzendental-philologische (Rest)-Pro-
blem des eigentlichen Sprachhumanismus 298
Leibnizens sprachprogrammatische Anknüpfung an den Huma-
nismus-Nominalismus des Marius Nizolius in der Abhandlung
„Über die beste Vortragsweise des Philosophen" 302
Die „Ermahnung an die Deutschen . . . " als Begründung der
Aufklärungsphase der deutschen humanistischen Sprachpro-
grammatik 304
Das Rechenzettel-Motiv als Kriterium der Sprachbeurteilung
in den „Un vorgreif liehen Gedanken" 305
Das humanistische Programm nationaler Wörterbücher und
seine Szientifizierung durch Leibniz 306
Die Rationalisierung der barocken Wurzelwort-Spekulation
(Lehre von der „Natursprache") in der Leibnizschen Etymologie. 310
Die Frage nach dem Ursprung des Sinnallgemeinen in der
Sprache und das transzendentalphilologische Restproblem einer
Begründungsalternative nach Locke oder Leibniz 311
Kap. XII Die transzendentalphilologische Entfaltung der geheimen Phi-
losophie des (römisch-italienischen) Sprachhumanismus bei
G. B. Vico: 318
<aX Die drei geschichtlichen Perspektiven des Vicoverständnis-
| ses: Die Philosophie der „deutschen Bewegung", das „natür-
i liehe System" der Barockmetaphysik und die Tradition des
italienischen Humanismus 318
b) Vicos Theorie des Verstehens: „mathesis universalis" oder
transzendentale Philologie: 321
Die erste Form der vicchianischen Erkenntnistheorie als An-
knüpfung an das cusanische Grundmotiv der „mathesis
universalis"; mathematicus homo creator alter deus. . . 321
Die zweite Form der vicchianischen Erkenntnistheorie als
transzendentalphilologische Nachkonstruktion der geschicht-
lichen Welt des Menschen gemäß dem Logos der göttlichen
Vorsehung 327
c) Die Idee der „Topik" und der Sprachbegriff Vicos in der
kulturkritischen Frühschrift „De nostri temporis studiorum
ratione": 337
d) Die Sprachphilosophie der „Scienza Nuova": . . . . 344
Die „poetische Logik" der Urzeit als erste „Topik" der
Menschheit 344
Die Überwindung des humanistischen Bildungsbegriffs der
Sprache: die mythische Weltkonstitution als notgeborene
Phantasieschöpfung des endlichen Menschen vor aller be-
grifflichen Erkenntnis 345
Numinose Natursprache — Symbol — Allegorie: Vicos Kon-
struktion des sympathetischen Weltbildes vor allem trans-
zendentalen Vernunftbezug der Sprache 352
Die Logik der „phantasiegeschaffenen Universalien" als
Topik der „göttlichen" und „heroischen" Sprache. . . . 354
Die Entstehung der Lautsprache in drei Phasen: Nachein-
ander und Ineinander der stummen, hieroglyphischen und
„human-epistolaren" (vulgär-konventionellen) Zeichen-
sprache 358
Rhythmisch-musikalische Ritualisierung der archaischen
Sprache als Institutionsform des archaischen Lebens. . . 364
Entstehung der überlieferten „Redeteile" (partes orationis). 365
Vicos Philosophie der Lautsprache als entwicklungsge-
schichtliche Synthese von f>E<m und cpvtm-Theorie des
Sprachursprungs 366
Die Frage nach Grund und Bedeutung der menschlichen
Sprachverschiedenheit: Locke — Leibniz — Humboldt — Vico. 368
Vicos Konzeption eines „geistigen Wörterbuchs" aller Spra-
chen als transzendentalphilologische Grundlegung der histo-
rischen Geisteswissenschaften in der Etymologie. . . . 375
Zusammenfassung und Schluß: Vicos transzendentale Philo-
logie als Durchdringung von Sprachhumanismus und christ-
lich-platonischer Logosspekulation, ihre historische und
sachliche Beziehung zur Tradition der deutschen Logos-
mystik 377
Register
a) Namen 381
b) Sachen und Begriffe 388