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Unterrichtsfach: Volkskunde Name des Schülers: Richárd Piricsi

Lehrer/in: Mariann Agócs


UBZ Baja Klasse: 10.B

Thema: Nationalitätengesetz
Digitale Arbeitsordnung Abgegeben am: 15.01.2021
Hausaufgabe - Antwortkarte

Übung
Lade das Nationalitätengesetz (CLXXIX/2011) von der Webseite der LdU runter,
und lese die wichtigsten Paragraphen und Punkte in Bezug auf die Bildung:
http://www.ldu.hu/menu/38/gallery/show_gallery/35
Wichtigste Paragrafen und Punkte in Bezug auf die Bildung sind:

Paragrafen Deutung
a) die freie Benutzung ihrer Muttersprache in Wort und Schrift, zum
Kennenlernen, zur Pflege, Bereicherung und Weitergabe ihrer Ge-
schichte, Kultur, ihrer Traditionen;

b) das Erlernen ihrer Muttersprache, die Teilnahme an der mutter-


(1) Die zu einer Nationalität sprachlichen öffentlichen Erziehung, Schulung und Bildung;
gehörende Person hat das
Recht auf: c) Chancengleichheit bei der Bildung und auf kulturelle Dienstleis-
tungen, die der Staat mit effizienten Maßnahmen zu fördern hat;
§ 12 d) den Schutz ihrer mit der Zugehörigkeit zur Nationalität verbunde-
nen persönlichen Daten – gemäß den in einem gesonderten Gesetz
Festgelegten.

(2) Zur Aufnahme der Staatsangehörigkeit eines anderen Staates ist die Zustimmung des un-
garischen Staates nicht erforderlich, dabei ist ausschließlich internationaler Vertrag oder die
Rechtsnorm des betreffenden Staates maßgebend.

a) im gesetzlichen Rahmen Einrichtungen zu errichten und zu betrei-


ben, diese von einem anderen Organ zu übernehmen,

b) auf eine Kindergartenerziehung der zur Nationalität angehören-


Die Nationalitätengeme- den Kinder, auf ihre Grundschulerziehung und Schulung, ihre Ver-

§ 19 inschaften haben das


pflegung in Nationalitätenschulheimen, ihre Erziehung und Bildung
in Gymnasien, Fachmittelschulen und auf ihre Ausbildung in Fach-
Recht, schulen, auf ein Hochschulstudium, ferner sind sie berechtigt,

c) durch ihre Landesselbstverwaltung die Schaffung der Bedingun-


gen für ergänzende Nationalitätenrechte und Bildung anzuregen und
an deren Ausgestaltung mitzuwirken

Im Sinne dieses Gesetzes gelten als durch die Nationalitäten gebrauchte Sprachen: die bulgarische, grie-
chische, kroatische, polnische, deutsche, armenische Sprache, die Romanes/Zigeunersprache (Romanes
§ 22 beziehungsweise Sinti – nachfolgend gemeinsam: Romanes genannt), die rumänische, russische, serbi-
sche, slowakische, slowenische und ukrainische Sprache, ferner im Fall des Romas und Armenier auch
die ungarische Sprache.

Bei der gesetzlichen Regelung der öffentlichen Erziehung und des Hochschulwesens, der Bestimmung

§ 23
der Struktur und des Inhalts der Schulungs- und Erziehungstätigkeit sowie bei der Kontrolle dieser Tä-
tigkeit müssen im Einklang mit diesem Gesetz die der kulturellen Autonomie der Nationalitäten entspre-
chenden Erziehungs- und Schulungsinteressen geltend gemacht werden.
Unterrichtsfach: Volkskunde Name des Schülers: Richárd Piricsi
Lehrer/in: Mariann Agócs
UBZ Baja Klasse: 10.B

Thema: Nationalitätengesetz
Digitale Arbeitsordnung Abgegeben am: 15.01.2021
Hausaufgabe - Antwortkarte

Die Selbstverwaltung der jeweiligen Nationalität kann – gemäß den im Gesetz über die öffentliche Erzie-
hung und in den Rechtsnormen über die Ordnung des Betriebes des Staatshaushalts Festgelegten – eine Ein-
richtung für öffentliche Erziehung errichten und unterhalten beziehungsweise kann in der in dem vorliegen-
§ 24 den Gesetz festgelegten Ordnung das Recht des Trägers einer durch ein anderes Organ errichteten öffentli-
chen Erziehungseinrichtung übernehmen. Die Übergabe des Rechts des Trägers der Einrichtung darf keine
Umstrukturierung der Einrichtung mit sich ziehen.

Bei der staatliche Aufgaben wahrnehmenden Einrichtung muss auf die Initiative der Landesselbstverwaltung
der betreffenden Nationalität das Recht des Trägers der öffentlichen Erziehungseinrichtung, in die die Schü-
ler aus einer Region oder aus dem ganzen Land eingeschult werden und die aufgrund ihrer Gründungsur-
kunde Aufgaben für die Nationalitäten versieht und in der zumindest fünfundsiebzig Prozent der Kinder, der
§ 25 Schüler an der Nationalitätenerziehung, -bildung und -schulung teilnehmen, beziehungsweise eine Versor-
gung erhalten, an diese Landesselbstverwaltung übergeben werden. Dem Antrag müssen die Meinungen des
Elternbeirats der betroffenen Einrichtung, mangels dessen der Elternorganisation (Elterngemeinschaft) und
der Selbstverwaltung der Schüler, ferner der örtlichen und regionalen Selbstverwaltung der betreffenden Na-
tionalität beigefügt werden.

Die Erziehungs- und Bildungseinrichtung der Nationalität kann durch einen zur betreffenden Nationalität
nicht Zugehörigen nur dann in Anspruch genommen werden, wenn die Einrichtung – nach der Befriedigung
§ 28 der Ansprüche der betreffenden Nationalität – über freie Kapazitäten verfügt. Die Ausnahme (Einschrei-
bung) kann aufgrund der im Voraus bekanntgegebenen Regeln erfolgen.

§ 31 Der Staat stellt in dem im Gesetz über den zentralen Staatshaushalt festgelegten Rahmen die Herausgabe der
Schulbücher, die Herstellung der Lehrmaterialen für die Erziehung und Bildung der Nationalitäten sicher.