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Formulierungshilfen – Lyrik

In der Einleitung gibst du zunächst Basisinformationen zum Text:


Du nennst die Textart (z.B. Sonett, Ballade) und den Titel des Gedichts, den Autor, die
Autorin sowie das Entstehungsjahr bzw. das Jahr der Erstveröffentlichung. Außerdem fasst
du das Thema bzw. die Kernaussage des Gedichts knapp zusammen, wobei es manchmal
sinnvoll ist, schon hier einen Bezug zum Entstehungshintergrund des Textes herzustellen.

Mögliche Formulierungsbausteine

Die Ballade/das Sonett/die Ode „…“ stammt aus dem Jahr … und beschreibt…/handelt
von…/beschäftigt sich mit dem Thema ….

In Goethes „…“ aus dem Jahr …geht es um…/wird…thematisiert.

In dem Liebesgedicht/ in dem politischen Gedicht/ in dem Naturgedicht „…“ von …, erstmals
im Jahre …. veröffentlicht, beschreibt das lyrische Ich …/wendet sich das lyrische Ich an ein
Du, das…

Das Gedicht „…“ , von …. Im Jahre …. Verfasst, beschreibt die Sehnsucht des lyrischen Ichs
nach…

Das zentrale Thema des Gedichts ist …


Die Ballade/Das Sonett/die Ode zeigt/verdeutlicht/vergegenwärtigt anschaulich …
Die Kernaussage/Das Hauptanliegen des Gedichts scheint mir zu sein,.……
Das Gedicht kann verstanden werden als…
Ion der folgenden Analyse möchte ich untersuchen/werde ich herausarbeiten, inwiefern…

Sowohl die Grundbotschaft des Gedichts als auch seine formale Gestaltung sind dabei
typisch für die Epoche des/der ….
Inhaltlich und formal spiegeln sich in dem Gedicht Erfahrungen wieder, die der Autor/die
Autorin im Zusammenhang mit …gemacht hat.

Hauptteil
Im Hauptteil stellst du die Ergebnisse deiner Analyse – ggf. entsprechend der durch die
Aufgabenstellung vorgegebenen Untersuchungsschwerpunkte- geordnet dar.
Du beginnst mit einer kurzen Wiedergabe des Inhalts, wobei du entweder strophenweise
vorgehst oder dich an Sinnabschnitten orientierst: Worum geht es in dem Gedicht?
Wird eine konkrete Handlung oder Situation beschrieben? Welche Gefühle, Stimmungen,
Eindrücke werden dargestellt? Ist eine Entwicklung im Gedicht erkennbar? Wie ist der Titel
des Gedichts zu verstehen? In der Regel empfiehlt es sich, im Zusammenhang mit dem Inhalt
auch auf die Sprechsituation einzugehen: Wird im Gedicht ein lyrisches Ich greifbar oder tritt
der Sprecher ganz hinter dem Gesagten zurück? Welche Haltung nimmt das lyrische Ich ein?
Gibt es einen Adressaten (z.B. ein Du) oder spricht das lyrische Ich mit sich selbst?
Anschließend untersuchst du den formalen Aufbau des Gedichts: Gibt es eine Gliederung in
Strophen? Liegt eine bestimmte Gedichtform /Z.B. Sonett, Ballade) vor? Bedient sich das
Gedicht eines besonderen Reimschemas? Ist ein einheitliches Metrum erkennbar?
Schließlich nimmst du auch die sprachlichen Gestaltungsmittel in den Blick: Welche Bilder
(Metaphern, Vergleiche, Personifikationen usw.) lassen sich in dem Gedicht finden? Gibt es
besondere Stilmittel? (z.B. Alliteration, Parallelismus, Anapher) oder Wortfelder? Werden
Neologismen verwendet? Gibt es Auffälligkeiten im Satzbau? Wichtig ist, dass du bei deiner
Untersuchung der formalen und sprachlichen Mittel immer auch einen Bezug zum Inhalt des
Gedichts herstellst und dich fragst, welche Wirkung mit diesen Mitteln erzeugt werden soll.
Alle deine Aussagen musst du außerdem am Text durch entsprechende Zitate belegen, damit
sie für den Leser nachvollzieh- und überprüfbar werden.
Schließt die Aufgabenstellung den Vergleich mit einem anderen Gedicht ein, so bildet er den
letzten Abschnitt des Hauptteils. In der Regel wird dabei nicht von dir verlangt, dass du auch
dieses zweite Gedicht umfassend interpretiert, sondern der Vergleich beschränkt sich auf
bestimmte, durch die Aufgabenstellung vorgegebene Aspekte. Anstatt durch einen
Gedichtvergleich kann der Deutungsansatz ferner dadurch erweitert werden, dass du das
analysierte Gedicht auf seinen Entstehungshintergrund beziehen sollst, also z.B. auf die
Epoche oder ein bestimmtes historisches oder biografisches Ereignis. Auch eine solche
Fragestellung hätte im letzten Abschnitt des Hauptteils ihren Ort.

Den Inhalt des Gedichts wiedergeben:


Das Gedicht beschreibt…/schildert…/setzt sich auseinander mit…/befasst sich mit den
Gefühlen…/evoziert die Stimmung…/gestaltet das Erlebnis…

Mit dem Gedicht will der Autor/die Autorin meiner Meinung nach eine Stimmung erzeugen,
wie sie typisch ist für …
Der Autor/Die Autorin spricht mit seinem/ihrem Gedicht die Erfahrung eines Menschen an,
der…

Im Gedicht wendet sich ein lyrisches Ich an ein geliebtes Du…


Als der Sprecher des Gedichts tritt ein lyrisches Ich auf, dessen Haltung von
Melancholie/schwärmerischer Zuversicht/leidenschaftlicher Hingabe an…geprägt ist
Der Adressat des Gedichts ist…
Das Gedicht richtet einen Appell an…

Die erste Strophe handelt von…


Die zweite Strophe beschreibt …
Das Gedicht lässt sich in drei Sinnesabschnitte einteilen: der erste Sinnabschnitt umfasst die
Verse …bis… und schildert

Zu Beginn beschreibt das lyrische Ich…


In Strophe …zeigt sich…/wird deutlich…
Seinen Höhe- und Wendepunkt erreicht das Gedicht in Vers …
Das Gedicht findet sein prägnantes Ende mit

Den formalen Aufbau untersuchen:


Das Gedicht besteht aus …Strophen mit jeweils …Versen
Das Gedicht gliedert sich in ……Strophen unterschiedlicher Länge.

Wie für die Form des Sonetts kennzeichnend umfasst das Gedicht zwei Quartette und zwei
Terzette.
Bei dem Gedicht handelt es sich um eine Ballade, die sich über ….Strophen mit jeweils …
Versen erstreckt.

Das Gedicht folgt dem Reimschema …..


Weist einen umarmenden Reim (abba) auf
Das Gedicht ist in keinem bestimmten Reimschema verfasst.
Das Gedicht weist keine Reime auf.

Das Metrum des Gedichts ist durchgängig ein Jambus (unbetont, betont), ein Trochäus
(betont, unbetont), ein Anapäst (zwei Mal unbetonte Silbe , dann betont) , ein Daktylus
(betont, zwei Mal unbetont

Die Verse bestehen jeweils aus …Silben, wobei jeweils eine unbetonte Silbe auf eine betonte
folgt.

In Vers …. Gibt es eine Abweichung vom sonstigen Versmaß.


Das regelmäßige Metrum wir in Vers …plötzlich durchbrochen.
Der Jambus verleiht den Versen etwas Dynamisch-Vorwärtsdrängendes ….
Der Trochäus vermittelt den Eindruck einer feierlichen Schwere…

Die Regelmäßigkeit des Strophenbaus/des Reimschemas/des Metrums/der Versform


unterstützt die Wirkung …./kontrastiert zu…/balanciert …. aus.
Die plötzliche Abweichen im Strophenbau/Reimschema/Metrum unterstreicht …/zeigt
an…/passt zu…

Die sprachlichen Gestaltungsmittel analysieren:L

Das Gedicht enthält zahlreiche Metaphern und Vergleiche wie etwa in Vers …, die die
Vorstellung von …. Lebendig werden lassen.
Die Metapher/Personifikation in Vers …. Veranschaulicht…/verstärkt den Eindruck
von…/führt dazu, dass…
Die eingesetzten Bilder betonen…/unterstützen die lebendige Atmosphäre des Gedichts/
Lassen …..bedrohlich wirken
Durch die eingesetzten Metaphern kann man sich …vorstellen/Mit Hilfe von Vergleichen (V.
…) und Metaphern (V. …) gelingt es dem Autor, der Autorin, die Wirkung des Gedichts
ausdrucksvoll zu steigern. Man bekommt das Gefühl….

Der Autor/die Autorin verwendet Stilfiguren wie …., um zu betonen/um den Leser darauf
aufmerksam zu machen, dass…
Die Aussage wird durch das Stilmittel … in Vers…
unterstützt/veranschaulicht/verstärkt/abgeschwächt.
Der Gebrauch des Stilmittels …führt dazu, dass…/passt zur Stimmung des lyrischen Ich, die
geprägt ist von…

Das Gedicht enthält viele Ausdrücke aus dem Wortfeld…/setzt Neologismen ein wie…, die
zum Ausdruck bringen, dass…/Ausdrucksstarke Verben/Adjektive wie… lassen das lyrische
Ich fröhlich/verliebt/traurig erscheinen.
Die mehrmalige Wiederholung des Schlüsselbegriffs „…“ ist besonders auffällig und lenkt die
Aufmerksamkeit des Lesers auf…

Auffällig am Satzbau ist die Häufung von Parataxen/Hypotaxen/Ellipsen wie in den Versen …
Das Gedicht zeigt eine Vorliebe für Fragesätze/Ausrufesätze, die die innere Verfassung des
lyrischen Ich spiegeln/veranschaulichen

In Vers … werden die grammatischen Strukturen aufgebrochen, womit die


Orientierungslosigkeit des lyrischen Ichs auch sprachlich zum Ausdruck gebracht wird.

Deutungshypothesen entfalten und am Text belegen:


Kennzeichnend für das Gedicht ist die fröhliche/schwermütige/ironische Grundhaltung des
lyrischen Ichs (= These)
Dies wird deutlich an…/auf der Ebene der sprachlichen Gestaltung
unterstrichen/veranschaulicht durch…(=Belege)
All diese inhaltlichen und gestalterischen Aspekte bilden die von …..geprägte Grundhaltung
des lyrischen Ichs ab (Rückbindung an These durch abschließende Deutung der Belege).

Das Gedicht auf seinen Entstehungshintergrund beziehen:


Das Gedicht „…“ lässt sich eindeutig der Epoche des/der ….zuordnen, denn,…sowohl in
seinem Inhalt als auch in seiner Form ist das Gedicht typisch für die Epoche des/der…

Die in dem Gedicht zum Ausdruck kommenden Erfahrungen sind typisch für die Zeit seiner
Entstehung, die gekennzeichnet war von…

Schluss
Im Schluss formulierst du ein zusammenfassendes Fazit deiner Interpretation des Gedichts.
Falls von der Aufgabenstellung gefordert, kannst du hier auch eine persönliche Bewertung
des Gedichts abgeben oder seine Aktualität reflektieren. Beinhaltet die Aufgabenstellen
einen Gedichtvergleich, so musst du auch dessen wesentliche Ergebnisse knapp resümieren.

Als Fazit meiner Auseinandersetzung mit dem Gedicht ist festzuhalten,…


Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass…
In Bezug auf den untersuchten Aspekt/das Motiv…bleibt abschließend anzumerken…