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A.

Lernergruppe: Mädchen und Jungen (biologisches/hormonelles Geschlecht-Genus = Mädchen-Jungen)

Geschlechtsunterschieden/Geschlechtsdifferenzen (biologisches/hormonelles Geschlecht). Marion Grein geht auf


folgende Aspekte ein: erstens, ist das Gehrin von Jungen etwas etwas größer und schwerer. Die Verbindung zwischen
linker und rechter Gehirnhälfte (1 Hälfte – jumatate) ist bei Mädchen größer (bereits vor der Geburt bei Mädchen 1/5

größer; sog. Balkenbereich, bei dem die Sprachzentren miteinander vernetzt-unifiziert werden). Die Hirnrinde ist
bei Mädchen dicker und es werden mehr neuronale Verknüpfungen (Konnexionen) im Sprachenzentrum bei Mädchen
festgestellt. Jungs zeigen mehr neuronale Verknüpfungen im Bereich der räumlichen Wahrnehmung – perceptie
spatiala-wie man sich im Raum orientiert (sog. Neuronendichte). Wenn es um Sprache geht, können Mädchen beide
Gehirnhälften aktivieren (unifizieren sie stärker).

Mädchen haben in der Regel auch mehr empathische Kompetenz. Man hat beim Lesen erforscht (studiert), wie sich die
Leserinnen mit den Protagonisten identifizieren. Mädchen weisen ein größeres Einfühlen (Empathie) in die
Protagonisten auf. Deshalb sind emotionale Bereiche bei Mädchen aktiv, bei Jungen weniger. Der präfrontale Cortex (in
dem Emotio/Ratio sitzen) entwickelt sich bei Mädchen früher und das mit dem Beginn der Pubertät. Die Myelinisierung
(Myelinschicht um die Nervenbahnen zur schnellen Weiterleitung) entwickeln sich bei Mädchen früher.

B. Lernergruppe: Kinder

Neben einer spezifischen Ausbildung (Kinder- und Grundschulpädagogik), sollte man wissen, dass Aktivitäten mit
Kindern spielerisch sein sollten. Im Vordergrund-Als Priorität steht Spaß und Kinder werden dadurch aktiv. Man muss
darauf achten, dass Motivation nicht „getötet“ werden darf!! Spaß wird auch von Dopamin positiv unterstützt. Folgende
Emotionen kommen vor: Neugier, Freude, Tatendrang, Erfolgserlebnis. Zu beachten ist die Konzentrationszeit ≈ 10 Min:
Einführen, ausprobieren, spielerisch wiederholen. Dazu muss man auf die Interessen der Lernenden eingehen: Themen,
Spiele, Malen, Basteln, Sticker (-> Deutsch Lehrwerk Paul, Lisa & co).
Und nun die ganz wichtige Frage: Sprachen lernen – Je früher, desto besser?Deutsch im Kindergarten ist sinnvoll, wenn
es dem Kind Spaß macht und das Lernen spielerisch ist. Die Erwartungen dürfen aber nicht sein, dass das Kind ganz
schnell perfekt Deutsch spricht! Studien zeigen einen schnelleren Lernerfolg bei 10-12Jährigen (vor der Pubertät).
Deutsch ab ca. dem 6. Lebensjahr: ein spielerisches Lernen hilft und es ist auch das ideale Alter zum Sprachenlernen,
wenn der Unterricht Spaß macht. Wie schafft man den Spaßfaktor: 1. Motivierte Lehrkraft 2. gute Materialien, die den
Spaß am Lernen fördern.

C. Lernergruppe: (junge) Erwachsene

In dieser Lebensphase ist das Emotio-Ratio-Zentrum vollkommen in einer Balance. Neurotransmitter wie Acetylcholin
(Aufmerksamkeit, Kurzzeitgedächtnis), Serotonin (Ruhe, Angst reduzieren), Dopamin werden reduziert. Es nimmt aber
der Neurotransmitter Noradrenalin und das Stresshormon Cortisol zu. Die Myelinhülle um den Neuronen wird dünner
und die kognitiven Prozesse sind langsamer. Das Belohnungssystem (endogene Opioide & Dopamin) im Gehirn reagiert
bei jüngeren Menschen (außerhalb der Pubertät!) stärker auf Belohnungsreize als bei älteren Menschen. Dopamin wird
also weniger leicht ausgeschüttet! Was heißt das für ältere Menschen? –Hier sind stärkere positive Reize notwendig:
mehr Lob, mehr Feedback, stärkeres Eingehen auf Wünsche der Älteren (ab ca. 50) Man sollte Zeitstress (Noradrenalin
& Cortisol) zunehmend vermeiden. Man wird schneller nervös und ist weniger leicht „glücklich“ und „zufrieden“ zu
stellen. Erwachsene tendieren sich über sich selbst zu ärgern und ab ca. 60 Jahren nimmt die Geduld ab. Weniger
Dopamin und der Zurückgang der Myelinhülle haben Auswirkungen auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit -> langsamer,
mehr wiederholen. Erwachsene haben größere Konzentrationsfähigkeit als Jugendliche. Die Aufmerksamkeitsspanne ist
größer aber auch nicht länger als 30 Minuten. Erwachsene Lerner sind stark durch die Lernerfahrungen in der
Kindheit/Schule geprägt. Besonders zentral im Erwachsenenunterricht ist die direkte Ansprache. Erwachsene fühlen sich
emotional gut beim Lernen Ansprache, wenn man mit Bildern & Filmen arbeitet.