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DEUTSCHE NORM Juli 2000

Begriffsbestimmung für die Einteilung der Stähle D


Deutsche Fassung EN 10020:2000
EN 10020
ICS 01.040.77; 77.080.20 Ersatz für
DIN EN 10020:1989-09
Definition and classification of grades of steel;
German version EN 10020:2000
Définition et classification des nuances d’acier;
Version allemande EN 10020:2000

Die Europäische Norm EN 10020:2000 hat den Status einer Deutschen Norm.

Nationales Vorwort
Die Europäische Norm EN 10020:2000 wurde von ECISS/TC 6 „Stahl: Definition und Einteilung“ (Sekretariat: Frank-
reich) erstellt. Das zuständige deutsche Normungsgremium ist der Unterausschuss 19/1 „Einteilung, Benennung und
Benummerung von Stählen“ des Normenausschusses Eisen und Stahl (FES).

Änderungen
Gegenüber DIN EN 10020:1989-09 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
a) Die Hauptgüteklasse „Grundstähle“ ist entfallen; sie wurde mit den unlegierten Qualitätsstählen zusammengelegt.
b) Bei der Einteilung nach der chemischen Zusammensetzung wird zwischen unlegierten Stählen, nichtrostenden
Stählen und anderen legierten Stählen unterschieden.
c) Die „70 %-Regel“ für festgelegte Kombinationen von Elementen ist für die Einteilung in unlegierte und legierte
Stähle entfallen. Gleiches gilt für die Unterteilung der legierten schweißgeeigneten Feinkornbaustähle in Qualitäts-
und Edelstähle.
d) Die maßgebenden Gehalte für die Einteilung in unlegierte und legierte Stähle sind jetzt vollständig an das Harmo-
nisierte System der Nomenklatur der World Customs Organisation (WCO) angeglichen.
e) Anhänge A bis E gestrichen. (Die Anhänge A und B wurden durch den CEN-Bericht CR 10313 ersetzt).
f) Redaktionelle Änderungen.

Frühere Ausgaben
DIN EN 10020: 1989-09
Unterliegt nicht dem Änderungsdienst

Fortsetzung 5 Seiten EN

Normenausschuss Eisen und Stahl (FES) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V.

© DIN Deutsches Institut für Normung e. V. • Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise, Ref.-Nr. DIN EN 10020:2000-07
nur mit Genehmigung des DIN Deutsches Institut für Normung e. V., Berlin, gestattet.
Preisgr. 06 Vertr.-Nr. 2306
Alleinverkauf der Normen durch Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin
— Leerseite —
EUROPÄISCHE NORM EN 10020
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE März 2000

ICS 01.040.77; 77.080.20 Ersatz für


EN 10020:1988

Deutsche Fassung

Begriffsbestimmung für die Einteilung der Stähle

Definition and classification of grades of steel Définition et classification des nuances d’acier

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 18. Februar 2000 angenommen.
Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in
der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede
Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist.
Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren bibliogra-
phischen Angaben sind beim Zentralsekretariat oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage
erhältlich.
Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch,
Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied in
eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem
Zentralsekretariat mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen
Fassungen.
CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutsch-
land, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, der Tschechischen
Republik und dem Vereinigten Königreich.

CEN
EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG
European Committee for Standardization
Comité Européen de Normalisation

Zentralsekretariat: rue de Stassart 36, B-1050 Brüssel

© 2000 CEN — Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Verfahren,
sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten. Ref.-Nr. EN 10020:2000 D
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EN 10020:2000

Inhalt
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Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 3.2.3 Andere legierte Stähle . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3


1 Anwendungsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 4 Einteilung nach Hauptgüteklassen . . . . . . . . . 3
2 Begriff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 4.1 Unlegierte Stähle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
3 Einteilung nach der chemischen 4.1.1 Unlegierte Qualitätsstähle . . . . . . . . . . . . . . . 3
Zusammensetzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 4.1.2 Unlegierte Edelstähle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
3.1 Maßgebende Legierungsgehalte . . . . . . . . . . . 2 4.2 Nichtrostende Stähle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
3.2 Definition von Klassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 4.3 Andere legierte Stähle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
3.2.1 Unlegierte Stähle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 4.3.1 Legierte Qualitätsstähle . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
3.2.2 Nichtrostende Stähle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 4.3.2 Legierte Edelstähle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

Vorwort
Diese Europäische Norm wurde von ECISS/TC 6 „Stahl — Definition und Einteilung“ erarbeitet, dessen Sekretariat von
AFNOR gehalten wird.
Diese Europäische Norm ersetzt EN 10020:1988.
Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines iden-
tischen Textes oder durch Anerkennung bis 2000-09, und etwaige entgegenstehende nationale Normen müssen bis
2000-09 zurückgezogen werden.
In der Sitzung des Koordinierungsausschusses (COCOR) am 31. Mai/1. Juni 1995 beschloss ECISS, die Europäische
Norm EN 10020:1988 zu überarbeiten.
Für diese Norm war EURONORM 20:1974 Arbeitsgrundlage, die überarbeitet wurde, um EN 10020, soweit seinerzeit
möglich, anzupassen an
– das Harmonisierte System der Nomenklatur der World Customs Organisation (WCO),
– die ISO 4948-1 und ISO 4948-2,
– die zu berücksichtigende Erfahrung bei der Anwendung der EURONORM zusammen mit neuen Entwicklungen in der
Stahlindustrie.
Diese Europäische Norm nähert sich insofern mehr dem Harmonisierten System, als dieselben Grenzwerte für Legierungs-
elemente übernommen wurden bei gleichzeitiger Streichung der früheren „70 %-Regel“ für festgelegte Kombinationen von
Elementen.
Eine Hauptgüteklasse der EN 10020:1988, Grundstähle, wurde gestrichen und mit den unlegierten Qualitätsstählen
zusammengelegt.
Weitere Entwicklungen in der Eisen- und Stahlindustrie und Fortschritt bei der europäischen Normung wurden ebenfalls
berücksichtigt.
Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder gehal-
ten, diese Europäische Norm zu übernehmen:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich.

1 Anwendungsbereich im Allgemeinen kleiner als 2 % ist und der andere Elemen-


te enthält. Eine begrenzte Anzahl von Chromstählen kann
Diese Europäische Norm definiert den Begriff „Stahl“ (sie-
mehr als 2 % Kohlenstoff enthalten, aber 2 % ist die übli-
he Abschnitt 2) und teilt Stahlsorten ein in
che Grenze zwischen Stahl und Gusseisen.
– unlegierte, nichtrostende und andere legierte Stähle
nach der chemischen Zusammensetzung (siehe
Abschnitt 3); 3 Einteilung nach der chemischen
– Hauptgüteklassen (siehe Abschnitt 4) definiert durch Zusammensetzung
Haupteigenschafts- oder -anwendungsmerkmale der 3.1 Maßgebende Legierungsgehalte
unlegierten, nichtrostenden und anderen legierten
Stähle. Für Europäische Normen gilt die in der Erzeugnisnorm
oder Spezifikation angegebene Einteilung unabhängig da-
von, welcher Stahl tatsächlich erzeugt wird, vorausge-
2 Begriff setzt, dass die chemische Zusammensetzung den Anfor-
derungen der betreffenden Norm entspricht.
Für die Anwendung dieser Norm gilt folgender Begriff:
2.1 3.1.1 Die Einteilung beruht auf der in der Erzeugnisnorm
Stahl oder Spezifikation festgelegten Schmelzenanalyse und
Werkstoff, dessen Massenanteil an Eisen größer ist als wird durch den für jedes Element festgelegten Mindest-
der jedes anderen Elementes, dessen Kohlenstoffgehalt wert bestimmt.
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3.1.2 Falls für die Elemente, außer Mangan, in der Tabelle 1: Grenze zwischen unlegierten und legierten
Erzeugnisnorm oder Spezifikation nur ein Höchstwert für Stählen (Schmelzenanalyse)
die Schmelzenanalyse festgelegt ist, ist ein Wert von 70 %
dieses Höchstwertes für die Einteilung, wie in den Tabel- Grenzwert
len 1 und 2 dargelegt, zu verwenden. Für Mangan siehe Festgelegtes Element
Massenanteil in %
Tabelle 1, Fußnote a.
Al Aluminium 0,30
3.1.3 Wenn eine Erzeugnisnorm oder Spezifikation auf
der Stückanalyse basiert, ist die gleichwertige Schmelzen- B Bor 0,000 8
analyse unter Verwendung der in der Erzeugnisnorm oder Bi Bismut 0,10
Spezifikation oder entsprechenden Europäischen Norm
oder EURONORM festgelegten Grenzabweichungen von Co Cobalt 0,30
der Schmelzenanalyse zu berechnen. Cr Chrom 0,30
Cu Kupfer 0,40
3.1.4 Gibt es keine Erzeugnisnorm oder Spezifikation
oder genau festgelegte chemische Zusammensetzung, La Lanthanide 0,10
beruht die Einteilung auf der vom Hersteller angegebenen (einzeln gewertet)
Istanalyse der Schmelze. Mn Mangan 1,65 a

3.1.5 Die Ergebnisse der Stückanalyse dürfen von Mo Molybdän 0,08


denen der Schmelzenanalyse in dem Ausmaß abweichen, Nb Niob 0,06
das die betreffende Erzeugnisnorm oder Spezifikation
Ni Nickel 0,30
zulässt (solche Abweichungen beeinflussen nicht die Ein-
teilung des Stahles als unlegiert oder legiert). Pb Blei 0,40
Ergibt die Stückanalyse einen Wert, nach dem der Stahl in Se Selen 0,10
eine andere Klasse als vorgesehen einzuordnen wäre, so
ist seine Einbeziehung in die ursprünglich vorgesehene Si Silicium 0,60
Klasse gesondert und verlässlich zu erhärten. Te Tellur 0,10
Ti Titan 0,05
3.1.6 Mehrlagenerzeugnisse oder Erzeugnisse mit
Überzügen werden eingeteilt entsprechend der festgeleg- V Vanadium 0,10
ten chemischen Zusammensetzung für das Erzeugnis, W Wolfram 0,30
das mit einem Überzug versehen oder plattiert wurde.
Zr Zirconium 0,05
3.1.7 Für jedes Legierungselement wird der festgelegte, Sonstige (mit Ausnahme von
berechnete oder tatsächliche Wert nach der Schmelzen- Kohlenstoff, Phosphor,
analyse ausgedrückt mit derselben Anzahl von Dezimal- Schwefel, Stickstoff)
stellen wie der entsprechende Grenzwert in Tabelle 1.
(jeweils) 0,10
Zum Beispiel entspricht in dieser Europäischen Norm eine
festgelegte Spanne von 0,3 % bis 0,5 % einer Spanne von a
0,30 % bis 0,50 %. Entsprechend ist ein festgelegter Ge- Falls für Mangan nur ein Höchstwert festgelegt ist, ist
halt von 2 % als Gehalt von 2,00 % zu werten. der Grenzwert 1,80 % und die 70 %-Regel (siehe
3.1.2) gilt nicht.
3.2 Definition von Klassen
3.2.1 Unlegierte Stähle
Unlegierte Stähle sind Stahlsorten, bei denen, nach der
Definition der Gehalte in 3.1, keiner der Grenzwerte nach
Tabelle 1 erreicht wird.
Tabelle 2: Schweißgeeignete legierte
3.2.2 Nichtrostende Stähle Feinkornbaustähle — Grenze der chemischen
Nichtrostende Stähle sind Stähle mit einem Massenanteil Zusammensetzung zwischen Qualitätsstählen
Chrom von mindestens 10,5 % und höchstens 1,2 % Koh- und Edelstählen
lenstoff.
Grenzwert
3.2.3 Andere legierte Stähle Festgelegtes Element
Massenanteil in %
Andere legierte Stähle sind Stahlsorten, die nicht der Defi-
nition für nichtrostende Stähle entsprechen und bei de- Cr Chrom 0,50
nen, nach der Definition der Gehalte in 3.1, wenigstens ei-
ner der Grenzwerte nach Tabelle 1 erreicht wird. Cu Kupfer 0,50
Mn Mangan 1,80
4 Einteilung nach Hauptgüteklassen Mo Molybdän 0,10
4.1 Unlegierte Stähle Nb Niob 0,08
4.1.1 Unlegierte Qualitätsstähle Ni Nickel 0,50
4.1.1.1 Allgemeine Beschreibung Ti Titan 0,12
Unlegierte Qualitätsstähle sind Stahlsorten, für die im All-
V Vanadium 0,12
gemeinen festgelegte Anforderungen wie, zum Beispiel,
an die Zähigkeit, Korngröße und/oder Umformbarkeit Zr Zirconium 0,12
bestehen.
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4.1.1.2 Definition Vanadium in Gehalten unterhalb der Grenzwerte


Unlegierte Qualitätsstähle sind unlegierte Stähle, die an- für legierte Stähle enthalten. Das Ausschei-
ders sind als die in 4.1.2.2 definierten unlegierten dungshärten wird im Allgemeinen durch geregelte
Edelstähle. Abkühlung von Warmformgebungstemperatur er-
Unlegiertes Elektroblech und -band sind definiert als unle- reicht;
gierte Qualitätsstähle mit festgelegten Anforderungen an – Spannstähle.
Höchstwerte für den Ummagnetisierungsverlust oder Min-
destwerte für die magnetische Induktion, Polarisation oder 4.2 Nichtrostende Stähle
Permeabilität. Nichtrostende Stähle sind nach ihrer chemischen Zusam-
mensetzung in 3.2.2 definiert. Sie werden weiterhin nach
4.1.2 Unlegierte Edelstähle folgenden Kriterien unterteilt:
4.1.2.1 Allgemeine Beschreibung – nach dem Nickelgehalt in:
Unlegierte Edelstähle haben, insbesondere bezüglich Nickel weniger als 2,5 %;
nichtmetallischer Einschlüsse, einen höheren Reinheits- Nickel 2,5 % oder mehr.
grad als Qualitätsstähle. In den meisten Fällen sind sie für – nach Haupteigenschaften in:
ein Vergüten oder Oberflächenhärten vorgesehen und korrosionsbeständig;
durch gleichmäßiges Ansprechen auf eine solche
hitzebeständig;
Behandlung gekennzeichnet. Genaue Einstellung der
chemischen Zusammensetzung und besondere Sorgfalt warmfest.
im Herstellungs- und Überwachungsprozess stellen ver-
besserte Eigenschaften zwecks Erfüllung erhöhter Anfor- 4.3 Andere legierte Stähle
derungen sicher. Diese Eigenschaften, die im Allgemei- 4.3.1 Legierte Qualitätsstähle
nen in Kombination und in eng eingeschränkten Grenzen 4.3.1.1 Allgemeine Beschreibung
auftreten, schließen hohe oder eng eingeschränkte
Streckgrenzen- oder Härtbarkeitswerte, manchmal ver- Legierte Qualitätsstähle sind Stahlsorten, für die Anforde-
bunden mit Eignung zum Kaltumformen, Schweißen oder rungen bezüglich, zum Beispiel, Zähigkeit, Korngröße
Zähigkeit ein. und/oder Umformbarkeit bestehen.
Legierte Qualitätsstähle sind im Allgemeinen nicht zum
4.1.2.2 Definition Vergüten oder Oberflächenhärten vorgesehen.
Unlegierte Edelstähle sind Stahlsorten, die einer oder 4.3.1.2 Definition
mehreren der nachfolgenden Anforderungen entspre-
chen: Legierte Qualitätsstähle sind in 4.3.1.2.1 bis 4.3.1.2.5 auf-
geführt.
– festgelegter Mindestwert der Kerbschlagarbeit im ver-
güteten Zustand; 4.3.1.2.1 Schweißgeeignete Feinkornbaustähle, ein-
– festgelegte Einhärtungstiefe oder Oberflächenhärte im schließlich Stählen für Druckbehälter und Rohre, die nicht
gehärteten, vergüteten oder oberflächengehärteten in 4.3.1.2.3 definiert sind und folgende Bedingungen erfül-
Zustand; len:
– besonders niedrige Gehalte an nichtmetallischen – festgelegte Mindeststreckgrenze < 380 N=mm2 für
Einschlüssen festgelegt; Dicken k 16 mm;
ANMERKUNG: Diese Klasse schließt Sorten ein, für – die Legierungsgehalte nach der Definition in 3.1 sind
welche die Erzeugnisnorm oder Spezifikation sol- niedriger als die in Tabelle 2 angegebenen
che Begrenzung von Einschlüssen als Vereinba- Grenzwerte;
rung bei der Bestellung vorsieht. Jedoch ändern – festgelegter Mindestwert der Kerbschlagarbeit an
Festlegungen für die Brucheinschnürung senk- Charpy-V-Kerbproben von k 27 J bei ­ 50 °C für in
recht zur Erzeugnisoberfläche nichts an der Eintei- Längsrichtung entnommene Proben oder k 16 J für in
lung des ursprünglichen Stahles. Querrichtung entnommene Proben 1).
– festgelegter Höchstgehalt an Phosphor und Schwefel:
– für die Schmelzenanalyse k 0,020 %; 4.3.1.2.2 Legierte Stähle für Schienen, Spundbohlen
und Grubenausbau.
– für die Stückanalyse k 0,025 %;
(z. B. Walzdraht für hochfeste Federn, Elektroden, Rei- 4.3.1.2.3 Legierte Stähle für warm- oder kaltgewalzte
fenkorddraht); Flacherzeugnisse für schwierige Kaltumformungen (siehe
– festgelegter Mindestwert der Kerbschlagarbeit an Fußnote 2)), die kornfeinende Elemente wie Bor, Niob, Ti-
Charpy-V-Kerbproben bei ­ 50 °C von mehr als tan, Vanadium und/oder Zirconium enthalten oder Dual-
27 J für in Längsrichtung entnommene Proben phasenstähle (siehe Fußnote 3)).
oder mehr als 16 J für in Querrichtung entnom-
mene Proben 1); 4.3.1.2.4 Legierte Stähle, in denen Kupfer das einzige
– Kernreaktorstähle mit gleichzeitiger Begrenzung festgelegte Legierungselement ist.
der Gehalte nach der Stückanalyse für folgende
Elemente:
1) Falls für ­ 50 °C kein Kerbschlagarbeitswert festgelegt
– Kupfer k 0,10 %, Cobalt k 0,05 %, Vanadium
k 0,05 %; ist, ist der zwischen ­ 50 °C und ­ 60 °C festgelegte
– festgelegte elektrische Leitfähigkeit > 9 S · m=mm2 ; Wert zu verwenden.
2) Außer Stählen für Druckbehälter oder Rohre.
– ausscheidungshärtende Stähle mit festgelegten
Mindestgehalten an Kohlenstoff in der Schmelzen- 3) Dualphasenstähle haben ein hauptsächlich ferriti-
analyse von 0,25 % oder mehr und einem ferri- sches Mikrogefüge mit etwa 10 % bis 35 % Martensit
tisch/perlitischen Mikrogefüge, die ein oder meh- in kleinen vereinzelten Flächen, die gleichmäßig ver-
rere Mikrolegierungselemente wie Niob oder teilt sind.
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4.3.1.2.5 Legiertes Elektroblech und -band sind Stähle, verliehen werden, die häufig in Kombination und innerhalb
die hauptsächlich Silicium oder Silicium und Aluminium eng eingeschränkter Grenzen festgelegt sind.
als Legierungselemente enthalten, um die festgelegten
Anforderungen an Höchstwerte für den Ummagnetisie- 4.3.2.2 Definition
rungsverlust oder Mindestwerte für die magnetische In- Alle anderen legierten Stähle, die nicht durch die in 4.3.1
duktion, Polarisation oder Permeabilität zu erfüllen. für legierte Qualitätsstähle gegebene Definition ausge-
nommen sind, sind legierte Edelstähle.
Legierte Edelstähle schließen legierte Maschinen-
4.3.2 Legierte Edelstähle baustähle und legierte Stähle für Druckbehälter, Wälzla-
4.3.2.1 Allgemeine Beschreibung gerstähle, Werkzeugstähle, Schnellarbeitsstähle und
Diese Klasse erfasst Stahlsorten, außer nichtrostenden Stähle mit besonderen physikalischen Eigenschaften wie
Stählen, denen durch eine genaue Einstellung ihrer che- ferritische Nickelstähle mit kontrolliertem Ausdehnungsko-
mischen Zusammensetzung sowie durch besondere Her- effizienten oder Stähle mit besonderem elektrischen Wi-
stell- und Prüfbedingungen verbesserte Eigenschaften derstand ein.

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