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iShares Nikkei 225® UCITS ETF (DE)

Aktien-ETF

Verkaufsprospekt einschließlich Anlagebedingungen


BlackRock Asset Management Deutschland AG

März 2020
Namen und Adressen

Kapitalverwaltungsgesellschaft BNP Paribas Arbitrage SNC


BlackRock Asset Management Deutschland AG 8, Rue de Sofia
Lenbachplatz 1 75018 Paris, Frankreich
80333 München
Deutschland
Tel: +49 (0) 89 42729 – 5858
Fax: +49 (0) 89 42729 – 5958
info@iShares.de
www.iShares.de
AG München, HRB 134 527

Gesetzliche Vertreter
Dirk Schmitz
Harald Klug
Peter Scharl

Verwahrstelle (Zahl- und Hinterlegungsstelle)


State Street Bank International GmbH
Brienner Straße 59
80333 München
Tel.: +49 (0) 89 55 878 100

Abschlussprüfer
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Niederlassung München
Rosenheimer Platz. 4
81620 München, Deutschland
Tel: +49 (0) 89 29036 – 0

Designated Sponsor(s) bzgl. Listing an der


Frankfurter Wertpapierbörse.
UniCredit Bank AG
Equity Linked Index Group
Arabellastr. 12
81925 München, Deutschland

Commerzbank AG
Mainzer Landstr. 153
60327 Frankfurt am Main, Deutschland

Susquehanna International Securities


George's Dock House
4th Floor
IFSC, Dublin 1, Irland

Flow Traders B.V.


Jacob Bontiusplaats 9
1018 LL Amsterdam, Niederlande

1
Verkaufsprospekt
einschließlich
Anlagebedingungen

Wertpapierkennnummer:
Der Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen er-
Bezeichnung WKN folgt auf der Basis des Verkaufsprospekts, der
iShares Nikkei 225® UCITS ETF A0H08D wesentlichen Anlegerinformationen und der
(DE) „Allgemeinen Anlagebedingungen“ in Verbin-
dung mit den „Besonderen Anlagebedingun-
gen“ in der jeweils gültigen Fassung. Die An-
lagebedingungen sind im Anschluss an diesen
Verkaufsprospekt abgedruckt.
Dieser Verkaufsprospekt ist eine gesetzlich
vorgeschriebene Verkaufsunterlage und ist
dem am Erwerb eines Fondsanteils Interes-
sierten zusammen mit dem letzten veröffent-
lichten Jahresbericht sowie dem gegebenen-
falls nach dem Jahresbericht veröffentlichten
Halbjahresbericht auf Verlangen kostenlos
zur Verfügung zu stellen. Daneben sind ihm
die wesentlichen Anlegerinformationen recht-
zeitig vor Vertragsschluss kostenlos zur Ver-
fügung zu stellen.
Von diesem Verkaufsprospekt abweichende
Auskünfte oder Erklärungen dürfen nicht ab-
gegeben werden. Jeder Kauf von Anteilen auf
der Basis von Auskünften oder Erklärungen,
welche nicht in diesem Verkaufsprospekt
bzw. in den wesentlichen Anlegerinformatio-
nen enthalten sind, erfolgt ausschließlich auf
Risiko des Käufers. Dieser Verkaufsprospekt
wird ergänzt durch den jeweils letzten Jah-
resbericht und dem gegebenenfalls nach dem
Jahresbericht veröffentlichten Halbjahresbe-
richt.

Sämtliche Veröffentlichungen und Werbeschriften


sind in deutscher Sprache abzufassen oder mit
einer deutschen Übersetzung zu versehen. Die
Kapitalverwaltungsgesellschaft wird ferner die
gesamte Kommunikation mit ihren Anlegern in
deutscher Sprache führen. Das Rechtsverhältnis
zwischen der Kapitalverwaltungsgesellschaft und
dem Anleger sowie die vorvertraglichen Beziehun-
gen richten sich nach deutschem Recht. Der Sitz
der Gesellschaft ist Gerichtsstand für Klagen des
Anlegers gegen die Kapitalverwaltungsgesellschaft.
Anleger, die Verbraucher sind (siehe die folgende
Definition) und in einem anderen EU-Staat wohnen,
können auch vor einem zuständigen Gericht an
ihrem Wohnsitz Klage erheben. Die Vollstreckung
von gerichtlichen Urteilen richtet sich nach der
Zivilprozessordnung, ggf. dem Gesetz über die
Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung
bzw. der Insolvenzordnung. Da die Kapitalverwal-
tungsgesellschaft inländischem Recht unterliegt,
bedarf es keiner Anerkennung inländischer Urteile
vor deren Vollstreckung.

2
Zur Durchsetzung ihrer Rechte können Anleger den solchen Ländern zulässig, in denen eine Vertriebs-
Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten be- zulassung besteht.
schreiten oder, soweit ein solches zur Verfügung Insbesondere sind die Anteile nicht für den Vertrieb
steht, auch ein Verfahren für alternative Streitbei- in den Vereinigten Staaten von Amerika oder an
legung anstrengen. US-Bürger bestimmt. Die Kapitalverwaltungsgesell-
Die Kapitalverwaltungsgesellschaft hat sich zur schaft und/oder der bzw. die in diesem Verkaufs-
Teilnahme an Streitbeilegungsverfahren vor einer prospekt beschriebene(n) Fonds sind und werden
Verbraucherschlichtungsstelle verpflichtet. Bei nicht gemäß dem United States Investment Com-
Streitigkeiten können Verbraucher die „Ombuds- pany Act von 1940 in seiner gültigen Fassung re-
stelle für Investmentfonds“ des BVI Bundesverband gistriert. Die Anteile des/der Fonds sind und wer-
Investment und Asset Management e.V. als zu- den nicht gemäß dem United States Securities Act
ständige Verbraucherschlichtungsstelle anrufen. von 1933 in seiner gültigen Fassung oder nach den
Die BlackRock Asset Management Deutschland AG Wertpapiergesetzen eines Bundesstaates der Ver-
nimmt mit ihren Fonds an Streitbeilegungsverfah- einigten Staaten von Amerika registriert. Anteile
ren vor dieser Schlichtungsstelle teil. des/der Fonds dürfen weder in den Vereinigten
Die Kontaktdaten der „Ombudsstelle für Invest- Staaten noch einer US-Person oder auf deren
mentfonds“ lauten: Rechnung angeboten oder verkauft werden. Am
Erwerb von Anteilen Interessierte müssen ggf.
Büro der Ombudsstelle
darlegen, dass sie keine US-Person sind und Antei-
BVI Bundesverband Investment und Asset
le weder im Auftrag von US-Personen erwerben
Management e.V.
noch an US-Personen weiterveräußern. Zu den US-
Unter den Linden 42
Personen zählen natürliche Personen, wenn sie
10117 Berlin
ihren Wohnsitz in den Vereinigten Staaten haben.
Telefon: (030) 6449046-0
US-Personen können auch Personen- oder Kapital-
Telefax: (030) 6449046-29
gesellschaften sein, wenn sie etwa gemäß den
E-Mail: info@ombudsstelle-
Gesetzen der USA bzw. eines US-Bundesstaats,
investmentfonds.de
Territoriums oder einer US-Besitzung gegründet
www.ombudsstelle-investmentfonds.de
werden.
Verbraucher sind natürliche Personen, die in den
Fonds zu einem Zweck investieren, der überwie-
gend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selb-
ständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden
kann, die also zu Privatzwecken handeln.

Bei Streitigkeiten aus der Anwendung des Bürgerli-


chen Gesetzbuches betreffend Fernabsatzverträge
über Finanzdienstleistungen können sich die Betei-
ligten auch an die Schlichtungsstelle der Deutschen
Bundesbank, Postfach 11 12 32 in 60047 Frankfurt,
Tel.: 069/2388-1907 oder -1906, Fax: 069/2388-
1919, schlichtung@bundesbank.de wenden.
Bei Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kaufver-
trägen oder Dienstleistungsverträgen, die auf elek-
tronischem Wege zustande gekommen sind, kön-
nen sich Verbraucher auch an die Online-Streit-
beilegungsplattform der EU wenden
(www.ec.europa.eu/consumers/odr). Als Kontakt-
adresse der Kapitalverwaltungsgesellschaft kann
dabei folgende E-Mail angegeben werden: in-
fo@ishares.de. Die Plattform ist selbst keine Streit-
beilegungsstelle, sondern vermittelt den Parteien
lediglich den Kontakt zu einer zuständigen nationa-
len Schlichtungsstelle.
Die Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren
berührt nicht das Recht, die Gerichte anzurufen.
Der in deutscher Sprache erstellte Verkaufspros-
pekt wurde in eine oder mehrere Sprachen über-
setzt. Rechtlich bindend ist allein die deutsche
Fassung.
Soweit nicht im Einzelfall etwas anders geregelt ist,
entsprechen sämtliche Begriffe, die in diesem Ver-
kaufsprospekt verwendet werden, denen des Kapi-
talanlagegesetzbuchs (KAGB).

Beschränkungen der Ausgabe von Anteilen:


Die Verbreitung der in diesem Verkaufsprospekt
enthaltenen Informationen und das Angebot von in
diesem Verkaufsprospekt beschriebenen Anteilen
im Rahmen eines öffentlichen Vertriebs sind nur in

3
8.3. Bankguthaben 14
Inhalt. 8.4. Derivate 14
8.4.1. Terminkontrakte 15
8.4.2. Optionsgeschäfte 15
8.4.3. Swaps 15
8.4.4. Swaptions 15
8.4.5. Credit Default Swaps 15
Namen und Adressen 1 8.4.6. In Wertpapieren verbriefte
Finanzinstrumente 15
Wertpapierkennnummer: 2 8.4.7. Over-the-counter (OTC)-Geschäfte 15
8.5. Sonstige Anlageinstrumente 15
1. Grundlagen 7 8.6. Investmentanteile 16
1.1. Verkaufsunterlagen und
Offenlegung von Informationen 7 9. Emittentengrenzen und
1.2. Anlagebedingungen und deren Anlagegrenzen 16
Änderungen 7 9.1. Emittentengrenzen 16
9.2. Anlagegrenzen 17
2. Verwaltungsgesellschaft 7
2.1. Firma, Rechtsform und Sitz 7 10. Sicherheitenstrategie 17
2.2. Eigenkapital, Auf sichtsrat und 10.1. Arten der zulässigen
Vorstand 8 Sicherheiten 17
10.2. Umfang der Besicherung 18
3. Lizenzgeber und Lizenzvertrag 8 10.3. Strategie f ür Abschläge der
3.1. Lizenzgeber und Lizenzvertrag 8 Bewertung (Haircut-Strategie) 18
3.2. Haf tungsausschluss des 10.4. Anlage von Barsicherheiten 18
Lizenzgebers 8 10.5. Verwahrung von Wertpapieren
als Sicherheit 18
4. Verwahrstelle 8
4.1. Allgemeines 8 11. Leverage 18
4.2. Firma, Rechtsform, Sitz und
Haupttätigkeit der Verwahrstelle 9 12. Kreditaufnahme 18
4.3. Unterverwahrung 9
4.4. Haf tung der Verwahrstelle 9 13. Bewertung 18
4.5. Zusätzliche Inf ormationen 9 13.1. Allgemeine Regeln f ür die
Vermögensbewertung 18
5. Auflagedatum, Laufzeit und 13.1.1. An einer Börse zugelassene / in
organisiertem Markt gehandelte
Anlageziel des Fonds 10
Vermögensgegenstände 18
5.1. Auf lagedatum und Laufzeit 10
13.1.2. Nicht an Börsen notierte oder
5.2. Anlageziel 10 organisierten Märkten gehandelte
5.3. Erreichbarkeit des Anlageziels 10 Vermögensgegenstände oder
Vermögensgegenstände ohne
6. Anlagegrundsätze 10 handelbaren Kurs 18
6.1. Allgemeines 10 13.2. Besondere
6.2. Indexbeschreibung 10 Bewertungsregelungen f ür
6.3. Auswirkungen von einzelne Vermögensgegenstände 18
Indexanpassungen 10 13.2.1. Nichtnotierte Schuldverschreibungen
und Schuldscheindarlehe n 18
6.4. Indexnachbildung und Vorrang
13.2.2. Geldmarktinstrumente 19
der direkten Duplizierung 11
13.2.3. Optionsrechte und Terminkont rakte 19
6.5. Duplizierungsgrad 11
13.2.4. Bankguthaben, Festgelder und
6.6. Voraussichtlicher Tracking Error 11
Investmentanteile 19
13.2.5. Auf ausländische Währung lautende
7. Faire Behandlung der Anleger
Vermögensgegenstände 19
und Anteilklassen 11
14. Wertentwicklung 19
8. Anlageinstrumente im
Einzelnen 12
15. Risikohinweise 19
8.1. Wertpapiere 12
8.2. Geldmarktinstrumente 13 15.1. Allgemeine Risiken einer
Fondsanlage 20

4
15.1.1. Schwankung des Anteilwerts des 15.5.6. Schlüsselpersone nrisiko 26
Fonds 20 15.5.7. Verwahrrisiko 26
15.1.2. Beeinflussung der individuellen 15.5.8. Risiken aus Handels- und
Performance durch steuerliche Clearingmechanismen
Aspekte 20 (Abwicklungsrisiko) 26
15.1.3. Änderung der Anlagebedingungen 20 15.5.9. Risiko von Anlagebeschränkunge n 26
15.1.4. Rücknahmeausset zung 20 15.6. Änderung der Anlagepolitik;
15.1.5. Auflösung des Fonds 20 Rücknahme von Vertriebszulas-
15.1.6. Verschmelzung 20
sungen; Liquidation des Fonds. 26
15.1.7. Übertragung auf eine andere
Kapitalverwaltungsgesellschaft 20
16. Erläuterung des Risikoprofils
15.1.8. Rentabilität und Erfüllung der
Anlageziele 20
des Fonds 26
15.1.9. Spezifische Risiken bei
Wertpapierindex-OGAW 21 17. Profil des typischen Anlegers 26
15.2. Risiko der negativen
18. Anteile 27
Wertentwicklung (Marktrisiko) 21
15.2.1. Wertveränderungsrisiken 22
15.2.2. Kapitalmarktrisiko 22
19. Ausgabe und Rücknahme von
15.2.3. Kursänderungsrisiko bei Aktien 22
Anteilen 27
19.1. Ausgabe von Anteilen 27
15.2.4. Zinsänderungsrisiko 22
19.2. Rücknahme von Anteilen 27
15.2.5. Risiko von negativen Habenzinsen 22
19.3. Abrechnung bei Anteilausgabe
15.2.6. Risiken in Zusammenhang mit
Derivatgeschäften 22 und -rücknahme 27
15.2.7. Kursänderungsrisiko von Wandel- und 19.4. Aussetzung der
Optionsanleihen 23 Anteilrücknahme 27
15.2.8. Risiken im Zusammenhang mit dem
Erhalt von Sicherheiten 23 20. Liquiditätsmanagement 27
15.2.9. Inflationsrisiko 23
15.2.10. Währungsrisiko 23 21. Börsen und Märkte 28
15.2.11. Konzentrationsrisiko 23 21.1. Allgemeines 28
15.2.12. Risiken im Zusammenhang mit der 21.2. Die Funktion der Designated
Investition in Investmentanteile 23 Sponsors 28
15.2.13. Risiken aus dem Anlagespektrum 23 21.3. Beschreibung der zugelassenen
15.3. Risiken der eingeschränkten Teilnehmer 28
oder erhöhten Liquidität des 21.4. Die Risiken des Börsenhandels 28
Fonds (Liquiditätsrisiko) 24 21.5. Handel von Anteilen am
15.3.1. Risiko aus der Anlage in Sekundärmarkt 28
Vermögensgegenstände 24
15.3.2. Risiko durch Kreditaufnahme 24 22. Portfoliotransparenzstrategie
15.3.3. Risiken durch vermehrte Rückgaben und indikativer Net Asset
oder Zeichnunge n 24 Value 29
15.3.4. Risiko bei Feiertagen in bestimmten 22.1. Portfoliotransparenzstrategie 29
Regionen/Ländern 24
22.2. Indikativer Net Asset Value 29
15.4. Kontrahentenrisiken inklusive
Kredit- und Forderungsrisiko 24 23. Ausgabe- und
15.4.1. Adressenausfallrisiko / Gegenpartei-
Rücknahmepreise und Kosten 29
Risiken (außer zentrale
Kontrahenten) 24 23.1. Ausgabe- und Rücknahmepreis 29
15.4.2. Risiko durch zentrale Kontrahenten 24
23.2. Aussetzung der Errechnung des
Ausgabe-/Rücknahmepreises 30
15.5. Operationelle und sonstige
23.3. Ausgabeaufschlag 30
Risiken des Fonds 25
15.5.1. Risiken durch kriminelle Handlungen, 23.4. Rücknahmeabschlag 30
Missstände oder Naturkatastrophen 23.5. Veröffentlichung der Ausgabe-
25 und Rücknahmepreise 30
15.5.2. Länder- oder Transferrisiko 25 23.6. Kosten bei Ausgabe und
15.5.3. Rechtliche und politische Risiken 25 Rücknahme der Anteile 30
15.5.4. Änderung der steuerlichen
Rahmenbedingungen 25 24. Verwaltungs- und sonstige
15.5.5. FATCA und andere grenzüber- Kosten 30
schreitende Meldesysteme 25 24.1. Kostenpauschale 30
5
24.2. Sonstige Aufwendungen 30 30.8. Automatischer Inf ormations-
24.3. Zusammensetzung der Total austausch in Steuersachen 38
Expense Ratio 31 30.9. FATCA und andere grenzüber-
24.4. Abweichender Kostenausweis schreitende Meldesysteme 38
durch Dritte 31 30.10. Hinweis 39
24.5. Vergütungspolitik 31
31. Auslagerung 39
25. Besonderheiten beim Erwerb
von anderen 32. Jahres- / Halbjahresberichte
Investmentanteilen 31 / Abschlussprüfer 39

26. Teilfonds 31 33. Zahlungen an die Anteilinha-


ber/Verbreitung der Berichte
27. Regeln für die Ermittlung und und sonstige Informationen 39
Verwendung der Erträge 31
34. Weitere Investmentver-
28. Geschäftsjahr und mögen, die von der
Ausschüttungen 32 Gesellschaft verwaltet werden 40
28.1. Geschäftsjahr 32
28.2. Ausschüttungsmechanik 32 35. Belehrung über das Recht des
Käufers zum Widerruf nach
29. Auflösung, Übertragung und § 305 KAGB
Verschmelzung des Fonds 32 (Haustürgeschäfte) 40
29.1. Allgemeines 32
29.2. Verf ahren bei Auf lösung des 36. Interessenskonflikte 41
Fonds 32
29.3. Übertragung des Fonds 32 Überblick über die bestehenden
29.4. Verschmelzung 33 Anteilklassen 44
29.5. Rechte der Anleger im Falle
einer Verschmelzung 33 37. Überblick über die
bestehenden Anteilklassen
30. Kurzangaben über für die des Sondervermögens iShares
Anleger bedeutsame Nikkei 225® UCITS ETF (DE) 44
Steuervorschriften 33
30.1. Anteile im Privatvermögen Allgemeine Anlagebedingungen. 45
(Steuerinländer) 34
30.1.1. Ausschütt ungen 34 Besondere Anlagebedingungen
30.1.2. Vorabpauschalen 34 für das OGAW-Sondervermögen
30.1.3. Veräußerungsgewinne auf iShares Nikkei 225® UCITS ETF
Anlegerebene 34 (DE). 52
30.2. Anteile im Betriebsvermögen
(Steuerinländer) 35
30.2.1. Erstattung der Körperschaftsteuer des
Fonds 35
30.2.2. Ausschütt ungen 35
30.2.3. Vorabpauschalen 36
30.2.4. Veräußerungsgewinne auf
Anlegerebene 36
30.2.5. Negative steuerliche Erträge 36
30.2.6. Abwicklungsbesteue rung 36
30.2.7. Zusammenfassende Übersicht für
übliche betriebliche Anlegergruppen
37
30.3. Steuerausländer 38
30.4. Solidaritätszuschlag 38
30.5. Kirchensteuer 38
30.6. Ausländische Quellensteuer 38
30.7. Folgen der Verschmelzung von
Investmentvermögen 38

6
dessen Wertentwicklung auf der Webseite der Ge-
Verkaufsprospekt sellschaft unter www.ishares.com einsehbar.

1.2. Anlagebedingungen und deren


Änderungen
Die Anlagebedingungen sind im Anschluss an die-
sen Verkaufsprospekt abgedruckt.
Die Anlagebedingungen können von der Gesell-
1. Grundlagen schaft geändert werden. Änderungen der Anlage-
Das Sondervermögen iShares Nikkei 225® UCITS bedingungen bedürfen der Genehmigung durch die
ETF (DE) (im Folgenden „der Fonds" genannt) ist BaFin. Änderungen der Anlagegrundsätze des
ein Investmentvermögen gemäß der Richtlinie Fonds bedürfen zusätzlich der Genehmigung durch
2009/65/EG des Europäischen Parlaments und des den Aufsichtsrat der Gesellschaft.
Rates vom 13. Juli 2009 zur Koordinierung der Die vorgesehenen Änderungen werden im Bundes-
Rechts- und Verwaltungsvorschriften betreffend anzeiger und darüber hinaus unter www.iShares.de
bestimmte Organismen für gemeinsame Anlagen i n bekannt gemacht. Wenn die Änderungen Vergü-
Wertpapieren (OGAW) (nachfolgend „OGAW- tungen und Aufwandserstattungen, die aus dem
Richtlinie") im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuch Fonds entnommen werden dürfen, oder die Anla-
(„KAGB"). Es wird von der BlackRock Asset gegrundsätze des Fonds oder wesentliche Anleger-
Management Deutschland AG (im Folgenden rechte betreffen, werden die Anleger außerdem
„Gesellschaft" genannt) verwaltet. über ihre depotführenden Stellen mittels eines
Die Verwaltung des Fonds besteht vor allem darin, sogenannten dauerhaften Datenträgers (z.B. in
das von den Anlegern bei der Gesellschaft einge- Papierform oder in elektronischer Form) informiert .
legte Kapital im eigenen Namen für gemeinschaftli- Diese Information umfasst die wesentlichen Inhalt e
che Rechnung der Anleger unter Beachtung des der geplanten Änderungen, ihre Hintergründe, die
Grundsatzes der Risikomischung in verschiedenen, Rechte der Anleger in Zusammenhang mit der
nach dem KAGB zugelassenen Vermögensgegen- Änderung sowie einen Hinweis darauf, wo und wie
ständen gesondert vom Vermögen der Gesellschaft weitere Informationen erlangt werden können.
in Form von Sondervermögen anzulegen. Der Ge- Die Änderungen treten frühestens am Tage nach
schäftszweck des Fonds ist auf die Kapitalanlage ihrer Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft.
gemäß einer festgelegten Anlagestrategie im Rah- Änderungen von Regelungen zu den Vergütungen
men einer kollektiven Vermögensverwaltung mit- und Aufwendungserstattungen treten frühestens
tels der bei ihm eingelegten Mittel beschränkt; eine drei Monate nach ihrer Bekanntmachung im Bun-
operative Tätigkeit und eine aktive unternehmeri- desanzeiger in Kraft, wenn nicht mit Zustimmung
sche Bewirtschaftung der gehaltenen Vermögens- der BaFin ein früherer Zeitpunkt bestimmt wurde.
gegenstände ist ausgeschlossen. Der Fonds gehört Änderungen der bisherigen Anlagegrundsätze des
nicht zur Insolvenzmasse der Gesellschaft. Fonds treten ebenfalls frühestens drei Monate nach
In welche Vermögensgegenstände die Gesellschaft der Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft
die Gelder der Anleger anlegen darf und welche und sind nur unter der Bedingung zulässig, dass
Bestimmungen sie dabei zu beachten hat, ergibt die Gesellschaft den Anlegern anbietet, ihre Anteil e
sich aus dem KAGB, den dazugehörigen Verord- in Anteile eines anderen Investmentvermögens mit
nungen, dem Investmentsteuergesetz („InvStG“) vergleichbaren Anlagegrundsätzen kostenlos umzu-
und den Anlagebedingungen, die das Rechtsver- tauschen, sofern ein derartiges Investmentvermö-
hältnis zwischen den Anlegern und der Gesellschaft gen von der Gesellschaft oder einem anderen Un-
regeln. Die Anlagebedingungen umfassen einen ternehmen aus ihrem Konzern verwaltet wird, oder
allgemeinen und einen besonderen Teil („Allge- ihnen anbietet, ihre Anteile ohne weitere Kosten
meine Anlagebedingungen“ und „Besondere vor dem Inkrafttreten der Änderungen zurückzu-
Anlagebedingungen“). Die Verwendung der An- nehmen.
lagebedingungen für ein Sondervermögen unter-
liegt der vorherigen Genehmigungspflicht durch die 2. Verwaltungsgesellschaft
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(„BaFin“). 2.1. Firma, Rechtsform und Sitz
Der Fonds wird von der am 23.10.2000 gegründe-
1.1. Verkaufsunterlagen und Of- ten BlackRock Asset Management Deutschland AG
fenlegung von Informationen mit Sitz in München verwaltet.
Der Verkaufsprospekt, die wesentlichen Anlegerin- Die BaFin hat der BlackRock Asset Management
formationen, die Anlagebedingungen sowie die Deutschland AG eine Erlaubnis als Kapitalanlagege-
aktuellen Jahres- und Halbjahresberichte sind bei sellschaft im Sinne des Investmentgesetzes
der BlackRock Asset Management Deutschland AG, („InvG“) erteilt. Insofern gilt die Erlaubnis als
Lenbachplatz 1, 80333 München, kostenlos erhält- OGAW-Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des
lich. KAGB als erteilt. Die BlackRock Asset Management
Zusätzliche Informationen über die Anlagegrenzen Deutschland AG wurde in der Rechtsform einer
dieses Fonds, die Risikomanagementmethoden und Aktiengesellschaft (AG) gegründet.
die jüngsten Entwicklungen bei den Risiken und Die BlackRock Asset Management Deutschland AG
Renditen der wichtigsten Kategorien von Vermö- darf seit dem 22. Dezember 2000 Wertpapierindex-
gensgegenständen sind in elektronischer Form bei Sondervermögen verwalten. Nach der Anpassung
der Gesellschaft erhältlich. an das Investmentgesetz durfte die Gesellschaft
Darüber hinaus sind weitere Informationen über seit dem 30. Juli 2004 Richtlinienkonforme Sonder-
die Zusammensetzung des Fondsportfolios oder vermögen sowie Gemischte Sondervermögen

7
(Nichtrichtlinienkonforme Wertpapierindex-Sonder- zugrunde liegenden Index als Basiswert für
vermögen) sowie fremdverwaltete Investmentakti- Kapitalmarktprodukte.
engesellschaften gemäß § 94 Abs. 4 InvG verwal- Die Gesellschaft hat das Recht zur Nutzung des
ten. dem Fonds zugrunde liegenden Index erhalten.
Seit dem Inkrafttreten des KAGB darf die Gesell-
schaft demnach Investmentvermögen, einschließ- 3.2. Haftungsausschluss des Li-
lich extern verwalteter Investmentaktiengesell- zenzgebers
schaften gemäß der OGAW-Richtlinie verwalten. Der Nikkei Stock Average (Nikkei 225) ist ein
Die Gesellschaft hat keine Erlaubnis als AIF- markenrechtlich geschützer Begriff, der auf Basis
Kapitalverwaltungsgesellschaft nach dem KAGB einer Methodologie berechnet wird, die durch den
beantragt. Lizenzgeber unabhängig entwickelt wurde. Der
Lizenzgeber ist der einzige und exklusive Inhaber
2.2. Eigenkapital, Aufsichtsrat und
des Markenrechts und des Urheberrechts des
Vorstand Nikkei Stock Average (Nikkei 225) und der
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt Methodologie um den Nikkei Stock Average (Nikke i
EUR 5 Mio. Dieser Betrag wurde vollständig einge- 225) zu berechnen. Der Lizenzgeber hat der
zahlt. Gesellschaft eine Lizenz erteilt, um den Nikkei
Das haftende Eigenkapital beträgt EUR 43,5 Mio. Stock Average (Nikkei 225) als Basis für den Fonds
Es stehen keine Einlagen auf das gezeichnete Kapi- zu nutzen. Das Urheberrecht und alle weiteren
tal aus. Rechte an der Marke Nikkei Stock Average (Nikkei
225) verbleiben beim Lizenzgeber.
Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern:
Der Fonds wird durch den Lizenzgeber weder
– Stephen Cohen,
gefördert noch unterstützt, verkauft oder
BlackRock, Managing Director, Head of EMEA
vermarktet. Der Lizenzgeber hat - abgesehen von
iShares,
der Vergabe der Lizenz an die Gesellschaft, zur
– Stacey Mullin, Nutzung bestimmter Marken insbesondere der des
BlackRock, Managing Director, Chief Operating Nikkei Stock Average (Nikkei 225) für den Fonds -
Officer (COO) EMEA und keine Verbindung zum Fonds. Der Lizenzvertrag
als unabhängiges Aufsichtsratsmitglieds gemäß zwischen dem Lizenzgeber und der Gesellschaft
§ 18 Abs. 3 Satz 1 KAGB vergibt keine Recht zu Gunsten Dritter. Der Fonds
– Friedrich Merz (Vorsitzender), wird ausschließlich auf Risiko der Gesellschaft
Rechtsanwalt, Düsseldorf. verwaltet. Der Lizenzgeber übernimmt keine Ver-
pflichtung oder Verantwortung für die Verwaltung
Der Aufsichtsrat hat durch einstimmigen Beschluss
und die damit verbundenen Transaktionen. Der
die folgenden Personen als Mitglieder des Vor-
Lizenzgeber ist weder verpflichtet fortlaufend den
stands ernannt: zugrunde liegenden Index zu veröffentlichen noch
– Dirk Schmitz, geb. 1971, Vorsitzender des ist sie verantwortlich für Fehler, Verspätungen,
Vorstands der BlackRock Asset Management Unterbrechung, Verschiebung oder Einstellung der
Deutschland AG, Vorsitzender des Vorstands Veröffentlichung.
der iShares (DE) I Investmentaktiengesellschaft
Der Lizenzgeber hat das Recht die Zusam-
mit Teilgesellschaftsvermögen, zuvor Leiter
mensetzung der Wertpapiere im Nikkei 225®, die
Global Markets für Deutschland bei der Deut-
Berechnung der Index Methodologie oder andere
schen Bank AG,
Details des Nikkei Stock Average (Nikkei 225) zu
– Harald Klug, geb. 1977, BlackRock Managing ändern. Sie hat das Recht die Veröffentlichung des
Director, Vorstand der iShares (DE) I Invest- Nikkei Stock Average (Nikkei 225) zu verschieben
mentaktiengesellschaft mit Teilgesellschafts- oder zu beenden ohne der Gesellschaft oder einem
vermögen, Leiter des institutionellen Kundenge- Dritten dafür zu haften.
schäfts für Deutschland, Österreich & Osteuro-
pa, zuvor Senior Vice President, Executive
Office, PIMCO LLC, Newport Beach, CA, USA,
4. Verwahrstelle
– Peter Scharl (CFA), geb. 1977, BlackRock Ma- 4.1. Allgemeines
naging Director, Vorstand der iShares (DE) I Das KAGB sieht eine Trennung der Verwaltung und
Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesell-
der Verwahrung von Sondervermögen vor. Mit der
schaftsvermögen, Leiter des Geschäftsbereichs
Verwahrung der Vermögensgegenstände des Fonds
Indexprodukte und Privatkundengeschäft für
hat die Gesellschaft ein Kreditinstitut als Verwahr-
Deutschland, Österreich & Osteuropa, zuvor
stelle beauftragt.
Strategy Consultant bei UniCredit und Allianz
Global Investors. Die Verwahrstelle verwahrt die Vermögensgegen-
stände in Sperrdepots bzw. auf Sperrkonten. Bei
Vermögensgegenständen, die nicht verwahrt wer-
3. Lizenzgeber und Lizenzver- den können, prüft die Verwahrstelle, ob die Gesell-
trag schaft Eigentum an diesen Vermögensgegenstän-
den erworben hat. Sie überwacht, ob die Verfügun-
3.1. Lizenzgeber und Lizenzvertrag gen der Gesellschaft über die Vermögensgegen-
Der Nikkei 225® (im Folgenden „zugrunde stände den Vorschriften des KAGB und den Anlage-
liegender Index" genannt) ist als Markenzeichen bedingungen entsprechen. Die Anlage in Bankgut-
der Nihon Keizai Shimbun, Inc. (im Folgenden haben bei einem anderen Kreditinstitut ist nur mit
„Lizenzgeber" genannt) eingetragen und dadurch Zustimmung der Verwahrstelle zulässig. Die Ver-
gegen unzulässige Verwendung geschützt. Der wahrstelle muss ihre Zustimmung erteilen, wenn
Lizenzgeber vergibt Lizenzen zur Nutzung des die Anlage mit den Anlagebedingungen und den

8
Vorschriften des KAGB vereinbar ist. Die Verwahr- Company, Toronto
stelle übernimmt insbesondere die Ausgabe und
Rücknahme der Anteile des Fonds, sie stellt sicher, Neuseeland HSBC Bank, Auckland
dass die Ausgabe und Rücknahme der Anteile so- Norwegen SEB Merchant Banking,
wie die Anteilwertermittlung den Vorschriften des Oslo
KAGB und den Anlagebedingungen des Fonds ent-
sprechen, sie stellt sicher, dass bei den für ge- Österreich UniCredit Bank Austria AG,
meinschaftliche Rechnung der Anleger getätigten Wien
Geschäften der Gegenwert innerhalb der üblichen
Polen Bank Handlowy w Warsza-
Fristen in ihre Verwahrung gelangt, sie stellt sicher,
wie S.A., Warschau
dass die Erträge des Fonds nach den Vorschriften
des KAGB und nach den Anlagebedingungen ver- Rumänien Citibank Europe plc, Buka-
wendet werden, sie überwacht bzw. erteilt ihre rest
Zustimmung zur Aufnahme von Krediten für Rech-
Schweden Skandinaviska Enskilda
nung des Fonds durch die Gesellschaft.
Banken, Stockholm
4.2. Firma, Rechtsform, Sitz und Schweiz Credit Suisse AG, Zürich
Haupttätigkeit der Verwahr-
Singapur Citibank N.A., Singapore
stelle
Für den Fonds hat die State Street Bank Internati- Slowenien UniCredit Banka Slovenija,
onal GmbH mit Sitz in München, Brienner Straße Ljubljana
59, 80333 München, die Funktion der Verwahrstelle
Spanien Deutsche Bank S.A.E.,
übernommen. Die Verwahrstelle ist ein Kreditinsti-
Madrid
tut nach deutschem Recht. Ihre Haupttätigkeit ist
das Einlagengeschäft sowie das Wertpapierge- Tschechien Československá Obchodní
schäft. Banka, A.S., Prag
Die Gesellschaft ist mit der Verwahrstelle weder
Ungarn UniCredit Bank Hungary
direkt noch indirekt gesellschaftsrechtlich verbun-
Zrt., Budapest
den. Aus Sicht der Gesellschaft bestehen daher
keine Interessenkonflikte zwischen der Verwahr- Vereinigtes König- State Street Bank & Trust
stelle und der Gesellschaft. reich Company, London

4.3. Unterverwahrung
Weitere Unterverwahrer in anderen Ländern kön-
Die Verwahrstelle hat die Verwahraufgaben in ein- nen kostenlos bei der Gesellschaft oder der Ver-
zelnen Ländern auf ein anderes Unternehmen (Un- wahrstelle erfragt werden.
terverwahrer) übertragen. Die Unterverwahrer für Aufgrund ihrer Verwaltungstätigkeit für den Fonds
die verschiedenen Länder lauten derzeit wie folgt: kann es für Rechnung des Fonds zu einer Beteili-
gung an einem oder mehreren Unterverwahrern
Land Name des Unterverwah- kommen. Die Gesellschaft selbst ist mit den Unt e r-
rers verwahrstellen gesellschaftsrechtlich nicht verbun-
Australien HSBC Bank, Sydney den. Es bestehen keine Interessenkonflikte zwi-
schen der Verwahrstelle und den oben genannten
Dänemark Skandinaviska Enskilda Unterverwahrern.
Banken AB, Kopenhagen
4.4. Haftung der Verwahrstelle
Deutschland (CBF) State Street Bank Interna-
Die Verwahrstelle ist grundsätzlich für alle Vermö-
tional GmbH, München
gensgegenstände, die von ihr oder mit ihrer Zu-
Euroclear/Vereinigte State Street Bank & Trust stimmung von einer anderen Stelle verwahrt wer-
Staaten von Amerika Company, Boston den, verantwortlich. Im Falle des Verlustes eines
solchen Vermögensgegenstandes haftet die Ver-
Finnland SEB Merchant Banking,
wahrstelle dem Fonds und dessen Anlegern, es sei
Helsinki denn der Verlust ist auf Ereignisse außerhalb des
Frankreich/Niederlan- Deutsche Bank, Amster- Einflussbereichs der Verwahrstelle zurückzuführen.
de/Belgien/Portugal dam Für Schäden, die nicht im Verlust eines Vermö-
gensgegenstandes bestehen, haftet die Verwahr-
Griechenland BNP Paribas Securities stelle grundsätzlich nur, wenn sie ihre Verpflich-
Services, S.C.A., Athen tungen nach den Vorschriften des KAGB mindes-
Hong Kong Standard Chartered Bank tens fahrlässig nicht erfüllt hat.
(Hong Kong) Ltd., Hong
4.5. Zusätzliche Informationen
Kong
Auf Verlangen übermittelt die Gesellschaft den
Israel Bank Hapoalim B.M., Tel Anlegern Informationen auf dem neuesten Stand
Aviv zur Verwahrstelle und deren Pflichten, zu den Un-
terverwahrern sowie zu möglichen Interessenkon-
Italien Deutsche Bank S.p.A.,
flikten in Zusammenhang mit der Tätigkeit der
Mailand
Verwahrstelle oder der Unterverwahrer.
Japan HSBC Corporation, Tokio

Kanada State Street Bank & Trust

9
5. Auflagedatum, Laufzeit und Einschränkungen der Erwerbbarkeit ergeben sich
aus den „Allgemeinen Anlagebedingungen“ und den
Anlageziel des Fonds „Besonderen Anlagebedingungen“. Der zugrunde
liegende Index ist von der BaFin anerkannt und
5.1. Auflagedatum und Laufzeit erfüllt die im Folgenden genannten Voraussetzun-
Der Fonds wurde am 05.07.2006 für unbestimmte gen des KAGB:
Dauer aufgelegt. – Die Zusammensetzung des Index ist hinrei-
Die Anleger sind an den Vermögensgegenständen chend diversifiziert,
des Fonds entsprechend der Anzahl ihrer Anteile – Der Index stellt eine adäquate Bezugsgrundlage
als Miteigentümer nach Bruchteilen beteiligt. Die für den Markt, auf den er sich bezieht, dar,
Anleger können über die Vermögensgegenstände
– Der Index wird in angemessener Weise veröf-
nicht verfügen. Mit den Anteilen sind keine Stimm-
fentlicht.
rechte verbunden.
Daneben und in Übereinstimmung mit der Verord-
5.2. Anlageziel nung (EU) 2016/1011 des Europäischen Parla-
Der Fonds strebt als Anlageziel die Erzielung einer ments und des Rates, kann der Lizenzgeber bis
Wertentwicklung an, die der Wertentwicklung des 31. Dezember 2021 bei der europäischen Wertpa-
zugrunde liegenden Index entspricht. Hierzu wird pieraufsichtsbehörde ESMA die Aufnahme in ein
eine exakte und vollständige Nachbildung des öffentliches Register von Administratoren von Refe-
zugrunde liegenden Index angestrebt. Grundlage renz-werten und von Referenzwerten beantragen.
hierfür ist der passive Managementansatz. Er bein- Im Zeitpunkt der letzten Überarbeitung dieses
haltet im Gegensatz zum aktiven Management- Verkaufsprospekts war der Lizenzgeber noch nicht
ansatz das Prinzip, dass die Entscheidungen über im öffentlichen Register von Administratoren von
den Erwerb oder die Veräußerung von Vermö- Referenzwerten und von Referenzwerten bei der
genswerten und die jeweilige Gewichtung dieser europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA
Vermögenswerte im Fonds durch den zugrunde aufgeführt.
liegenden Index vorgegeben werden. Der passive Das öffentliche Register von Administratoren von
Managementansatz und der Handel der Anteile Referenzwerten und von Referenzwerten des euro-
über die Börse führen zu einer Begrenzung der päischen Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA kann
Verwaltungskosten sowie der Transaktionskosten, unter www.esma.europa.eu eingesehen werden.
die dem Fonds belastet werden. Daneben hat die Gesellschaft einen Notfallplan
aufgestellt, in dem sie Maßnahmen niedergelegt
5.3. Erreichbarkeit des Anlageziels hat, die sie ergreifen würde, wenn der zugrunde
Es kann keine Zusicherung gemacht werden, liegende Index sich wesentlich ändert oder nicht
dass das Anlageziel erreicht wird. mehr bereitgestellt wird.
Der vollständigen Nachbildung der Wertentwicklung Die Angaben über die Zusammensetzung des zu-
des zugrunde liegenden Index steht entgegen, dass grunde liegenden Index sind ferner für den Schluss
es sich bei dem zugrunde liegenden Index um ein oder für die Mitte des jeweiligen Geschäftsjahres
mathematisches Konstrukt handelt, bei dessen im letzten bekannt gemachten Jahres- oder Halb-
Berechnung bestimmte Annahmen unterstellt jahresbericht des Fonds enthalten.
werden. So wird unter anderem unterstellt, dass Aufgrund der Bindung an den zugrunde lie-
beim Erwerb und bei der Veräußerung von genden Index und der dadurch möglichen
Wertpapieren keinerlei Transaktionskosten anfal- Überschreitung bestimmter Aussteller- und
len. Außerdem bleiben bei der Berechnung des Anlagegrenzen gilt der Grundsatz der Risiko-
zugrunde liegenden Index Verwaltungskosten und mischung für diesen Fonds nur eingeschränkt.
teilweise Steuerzahlungen, die sich wertmindernd
auf den Anteilpreis des Fonds auswirken, gänzlich 6.2. Indexbeschreibung
unberücksichtigt. Der Nikkei 225® Index misst die Wertentwicklung
Detaillierte Informationen über den zugrunde der 225 meist gehandelten japanischen Aktien aus
liegenden Index sind bei der Gesellschaft oder bei dem ersten Handelssegment der Börse Tokio. Die
dem Lizenzgeber in schriftlicher oder elektronischer Gewichtung der Indexmitglieder richtet sich nach
Form erhältlich. dem Kurs der jeweiligen Aktie. Eine Begrenzung
der Gewichtung erfolgt nicht. Der Index wird
6. Anlagegrundsätze jährlich im Oktober überprüft und angepasst.
Weitere Einzelheiten zum zugrunde liegenden
6.1. Allgemeines Index (einschließlich seiner Bestandteile) sind auf
Die Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds nur der Website des Indexanbieters unter
folgende Vermögensgegenstände erwerben: http://indexes.nikkei.co.jp/en/nkave/index
verfügbar.
a) Wertpapiere gemäß § 193 KAGB,
b) Geldmarktinstrumente gemäß § 194 KAGB, 6.3. Auswirkungen von Indexan-
c) Bankguthaben gemäß § 195 KAGB, passungen
d) Derivate gemäß § 197 KAGB, Zur möglichst exakten Nachbildung des zugrunde
e) sonstige Anlageinstrumente gemäß § 198 liegenden Index wird angestrebt, dass das Fonds-
KAGB, management sämtliche Änderungen in der Zu-
sammensetzung und Gewichtung des zugrunde
f) Investmentanteile gemäß § 196 KAGB,
liegenden Index nachvollzieht.
wenn diese darauf ausgerichtet sind, unter Wah-
Es liegt im Ermessen des Fondsmanagements, zu
rung einer angemessenen Risikomischung den
beurteilen, in welchem Zeitrahmen der Fonds an-
zugrunde liegenden Index nachzubilden. Etwaige

10
gepasst wird und ob eine Anpassung unter Beach- Anleger, die regelmäßig mit Index-Investment-
tung des Anlageziels angemessen ist. vermögen handeln und Anteile an solchen Invest-
mentvermögen nur wenige Tage oder Wochen
6.4. Indexnachbildung und Vor- halten, haben häufig ein besonderes Interesse an
rang der direkten Duplizierung dieser Kennzahl. Für langfristige Anleger mit eine m
Zur Nachbildung des zugrunde liegenden Index längeren Anlagehorizont ist meist die Trackingdiffe-
dürfen ausschließlich die folgenden Vermögensge- renz zwischen dem Fonds und dem zugrunde lie-
genstände erworben werden: genden Index über den angestrebten Anlagezeit-
raum wichtiger. Die Trackingdifferenz misst die
– Wertpapiere, die im Wertpapierindex enthalten
tatsächliche Differenz zwischen den Renditen eines
sind oder im Zuge von Indexänderungen in
Fonds und den Renditen des Index (d.h., wie exakt
diesen aufgenommen werden
ein Fonds seinen zugrunde liegenden Index nach-
(Indexwertpapiere),
bildet). Der Tracking Error misst hingegen die Zu-
– Wertpapiere, die auf den zugrunde liegenden und Abnahme der Trackingdifferenz (d. h. die Vola-
Index begeben werden (Indexzertifikate), tilität der Trackingdifferenz). Anleger sollten bei der
– Wertpapiere, die auf Einzeltitel des zugrunde Bewertung eines Index-Investmentvermögens
liegenden Index begeben werden beide Kennzahlen in Erwägung zu ziehen.
(Einzeltitelzertifikate), Der Tracking Error kann von der vom Index-Invest-
– Terminkontrakte auf den zugrunde liegenden mentvermögen gewählten Nachbildungsmethode
Index (Indexterminkontrakte), abhängen. Generell liefern historische Daten Hin-
– Terminkontrakte auf Einzeltitel des zugrunde weise darauf, dass eine synthetische Nachbildung
liegenden Index (Einzeltitelterminkontrakte), einen niedrigeren Tracking Error erzeugt als eine
physische Nachbildung; dieselben Daten deuten
– Optionsscheine auf den zugrunde liegenden
jedoch oft auch darauf hin, dass eine physische
Index (Indexoptionsscheine), Nachbildung eine geringere Trackingdifferenz ergibt
– Optionsscheine auf Einzeltitel des zugrunde lie- als eine synthetische Nachbildung.
genden Index (Einzeltiteloptionsscheine) sowie Der voraussichtliche Tracking Error basiert auf der
– Investmentanteile gemäß § 8 der „Allgemeinen voraussichtlichen Volatilität der Abweichungen
Anlagebedingungen“. zwischen den Renditen des Fonds und den Rendi-
Bei der Nachbildung des zugrunde liegenden Index ten des zugrunde liegenden Index. Das Liquidi-
hat die Anlage in Indexwertpapiere im Sinne einer tätsmanagement, die Transaktionskosten bei In-
direkten Duplizierung des Index Vorrang gegen- dexanpassungen sowie Unterschiede hinsichtlich
über der Anlage in die anderen oben genannten zur der Bewertungsmethodik und des Bewertungszeit-
Indexnachbildung dienlichen Vermögensgegenstän- punkts zwischen Fonds und zugrunde liegendem
de. Eine Nachbildung des zugrunde liegenden In- Index können sich ebenfalls auf den Tracking Error
dex durch diese Vermögensgegenstände, welche sowie auf die Differenz zwischen den Renditen des
den Index nur mittelbar nachbilden, ist nur zum Fonds und des zugrunde liegenden Index auswir-
Zwecke der Einhaltung der unter Punkt 9.2 im ken. Die Auswirkungen können abhängig von den
zweiten Satz beschriebenen Investitionsgrenze zugrunde liegenden Umständen positiv oder nega-
geboten. tiv sein.
Ferner kann der Fonds auch aufgrund von Quellen-
6.5. Duplizierungsgrad steuern, die vom Fonds auf Anlageerträge zu zah-
Um den zugrunde liegenden Index nachzubilden, len sind, einen Tracking Error aufweisen. Das Aus-
darf der Anteil der im Fonds befindlichen Vermö- maß des aufgrund von Quellensteuern entstehen-
gensgegenstände im Sinne des Punktes 6.4 einen den Tracking Errors hängt von verschiedenen Fak-
Duplizierungsgrad von 95 Prozent nicht unter- toren ab wie z. B. vom Fonds bei verschiedenen
schreiten. Terminkontrakte sind mit ihrem Anrech- Steuerbehörden gestellten Rückerstattungsanträ-
nungsbetrag für das Marktrisiko nach dem einfa- gen oder Steuererleichterungen des Fonds im
chen Ansatz gemäß der Verordnung über Risiko- Rahmen eines Doppelbesteuerungsabkommens.
management und Risikomessung beim Einsatz von
Derivaten, Wertpapier-Darlehen und Pensionsge-
schäften in Investmentvermögen nach dem KAGB Der voraussichtliche Tracking Error für den Fonds
(im Folgenden „DerivateV“ genannt) auf den Dupli - beträgt: 1,20%
zierungsgrad anzurechnen. Der Duplizierungsgrad
drückt den Anteil der oben genannten Wertpapiere, Anleger sollten beachten, dass es sich dabei nur
Zertifikate, Terminkontrakte, Optionsscheine und um Schätzwerte für den Tracking Error unter nor-
Investmentanteile im Fonds aus, der hinsichtlich malen Marktbedingungen handelt und diese damit
der Gewichtung mit dem zugrunde liegenden Index nicht als feste Grenzen zu verstehen sind.
übereinstimmt.

6.6. Voraussichtlicher Tracking 7. Faire Behandlung der Anle-


Error ger und Anteilklassen
Der Tracking Error wird definiert als die annuali- Der Fonds kann aus verschiedenen Anteilklassen
sierte Standardabweichung der Differenz zwischen bestehen, das heißt die ausgegebenen Anteile
den Renditen eines Fonds und des zugrunde lie- haben unterschiedliche Ausgestaltungsmerkmale,
genden Index. Der erwartete Tracking Error des je nachdem zu welcher Klasse sie gehören. Die
Fonds bezieht sich auf die monatlichen Netto- bestehenden Anteilklassen sind in dem „Überblick
gesamtrenditen des Fonds und des zugrunde lie- über die bestehenden Anteilklassen" vor den
genden Index über einen Zeitraum von 3 Jahren. „Allgemeinen Anlagebedingungen" in diesem
Verkaufsprospekt zu finden.

11
Die Anteilklassen können sich hinsichtlich der Wertpapiere aus Neuemissionen dürfen erwor-
Ertragsverwendung, des Ausgabeaufschlags, des ben werden, wenn nach ihren Ausgabebeding-
Rücknahmeabschlags, der Verwaltungsvergütung, ungen die Zulassung an oder Einbeziehung in
der Mindestanlagesumme, der Währung des eine der unter a) und b) genannten Börsen oder
Anteilswerts oder einer Kombination dieser organisierten Märkte beantragt werden muss,
Merkmale unterscheiden. und die Zulassung oder Einbeziehung innerhalb
Aufgrund der unterschiedlichen Ausgestaltung kann eines Jahres nach Ausgabe erfolgt.
das wirtschaftliche Ergebnis, das der Anleger mit 2. Als Wertpapiere in diesem Sinne gelten auch
seinem Investment in den Fonds erzielt, variieren,
je nachdem, zu welcher Anteilklasse die von ihm a) Anteile an geschlossenen Fonds in Vertrags-
erworbenen Anteile gehören. oder Gesellschaftsform, die einer Kontrolle
Das gilt sowohl für die Rendite, die der Anleger v or durch die Anteilseigner unterliegen (sog.
einer Besteuerung der Erträge erzielt, als auch für Unternehmenskontrolle), d.h. die Anteilseig-
die Rendite nach einer Besteuerung der Erträge. ner müssen Stimmrechte in Bezug auf die
Der Erwerb von Vermögensgegenständen ist nur wesentlichen Entscheidungen haben, sowie
einheitlich für den ganzen Fonds zulässig, er kann das Recht die Anlagepolitik mittels ange-
nicht für eine einzelne Anteilklasse oder Gruppen messener Mechanismen zu kontrollieren.
von Anteilklassen erfolgen. Der Fonds muss zudem von einem Rechts-
träger verwaltetet werden, der den Vor-
Werden weitere Anteilklassen gebildet, bleiben die
schriften für den Anlegerschutz unterliegt,
Rechte der Anleger, die Anteile aus bestehenden
es sei denn der Fonds ist in Gesell-
Anteilklassen erworben haben davon jedoch unbe-
schaftsform aufgelegt und die Tätigkeit der
rührt. Mit den Kosten, die anlässlich der Einführung
Vermögensverwaltung wird nicht von einem
einer Anteilklasse anfallen, dürfen ausschließlich
anderen Rechtsträger wahrgenommen.
die Anleger dieser neuen Anteilklasse belastet
werden. b) Finanzinstrumente, die durch andere Ver-
mögenswerte besichert oder an die Ent-
Die Gesellschaft hat die Anleger des Fonds fair zu
wicklung anderer Vermögenswerte gekop-
behandeln. Sie darf im Rahmen der Steuerung
pelt sind. Soweit in solche Finanzinstru-
ihres Liquiditätsrisikos und der Rücknahme von
mente Komponenten von Derivaten einge-
Anteilen die Interessen eines Anlegers oder einer
bettet sind, gelten weitere Anforderungen,
Gruppe von Anlegern nicht über die Interessen
damit die Gesellschaft diese als Wertpapie re
eines anderen Anlegers oder einer anderen Anle-
erwerben darf.
gergruppe stellen.
Zu den Verfahren, mit denen die Gesellschaft die 3. Die Wertpapiere dürfen nur unter folgenden
faire Behandlung der Anleger sicherstellt, siehe Voraussetzungen erworben werden:
Abschnitt „Abrechnung bei Anteilausgabe und - a) Der potentielle Verlust, der dem Fonds
rücknahme“ sowie „Liquiditätsmanagement“. entstehen kann, darf den Kaufpreis des
Wertpapiers nicht übersteigen. Eine
8. Anlageinstrumente im Ein- Nachschusspflicht darf nicht bestehen.
zelnen b) Eine mangelnde Liquidität des vom Fonds
erworbenen Wertpapiers darf nicht dazu
8.1. Wertpapiere führen, dass der Fonds den gesetzlichen
1. Sofern die „Besonderen Anlagebedingungen“ Vorgaben über die Rücknahme von Anteilen
keine weiteren Einschränkungen vorsehen, darf nicht mehr nachkommen kann. Dies gilt un-
die Gesellschaft vorbehaltlich des § 198 KAGB ter Berücksichtigung der gesetzlichen Mög-
Wertpapiere nur erwerben, lichkeit, in besonderen Fällen die Anteil-
rücknahme aussetzen zu können (vgl. den
a) wenn sie an einer Börse in einem Abschnitt „Aussetzung der Anteilrücknahme“
Mitgliedstaat der Europäischen Union („EU“) (Punkt 19.4)).
oder in einem anderen Vertragsstaat des
Abkommens über den Europäischen c) Eine verlässliche Bewertung des Wertpa-
piers durch exakte, verlässliche und gängige
Wirtschaftsraum („EWR“) zum Handel
Preise muss verfügbar sein; diese müssen
zugelassen oder in einem dieser Staaten an
entweder Marktpreise sein oder von einem
einem anderen organisierten Markt
Bewertungssystem gestellt worden sein,
zugelassen oder in diesen einbezogen sind,
dass von dem Emittenten des Wertpapiers
b) wenn sie ausschließlich an einer Börse
unabhängig ist.
außerhalb der Mitgliedstaaten der EU oder
außerhalb der anderen Vertragsstaaten des d) Angemessene Information über das
Abkommens über den EWR zum Handel Wertpapier durch regelmäßige, exakte und
zugelassen oder in einem dieser Staaten an umfassende Information des Marktes über
einem organisierten Markt zugelassen oder das Wertpapier oder ein gegebenenfalls
in diesen einbezogen sind, sofern die BaFin dazugehöriges, d.h. in dem Wertpapier
die Wahl der Börse oder des organisierten verbrieftes Portfolio ist verfügbar.
Marktes zugelassen hat. 1 e) Das Wertpapier ist handelbar.
f) Der Erwerb des Wertpapiers steht im
Einklang mit den Anlagezielen bzw. der
Anlagestrategie des Fonds.
1
Die Börsenliste wird auf der Internetseite der
Bundesanstalt veröffentlicht. www.bafin.de

12
g) Die Risiken des Wertpapiers werden durch stitut, das Aufsichtsbestimmungen, die nach
das Risikomanagement des Fonds in Auffassung der BaFin denjenigen des Rechts
angemessener Weise erfasst. der EU gleichwertig sind, unterliegt und die-
se einhält, begeben oder garantiert werden,
4. Wertpapiere dürfen zudem in folgender Form
erworben werden: f) von anderen Emittenten begeben werden
und es sich bei dem jeweiligen Emittenten
a) Aktien, die dem Fonds bei einer Kapitaler- i) um ein Unternehmen mit einem Eigen-
höhung aus Gesellschaftsmitteln zustehen, kapital von mindestens 10 Millionen Euro
b) Wertpapiere, die in Ausübung von zum handelt, das seinen Jahresabschluss
Fonds gehörenden Bezugsrechten erworben nach der Richtlinie der EU über den Jah-
werden. resabschluss von Kapitalgesellschaften
5. Als Wertpapiere in diesem Sinne dürfen für den erstellt und veröffentlicht,
Fonds auch Bezugsrechte erworben werden, ii) um einen Rechtsträger handelt, der in-
sofern sich die Wertpapiere, aus denen die nerhalb einer eine oder mehrere börsen-
Bezugsrechte herrühren, im Fonds befinden notierte Gesellschaften umfassenden Un-
können. ternehmensgruppe für die Finanzierung
dieser Gruppe zuständig ist, oder
8.2. Geldmarktinstrumente iii) um einen Rechtsträger handelt, der
1. Die Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds Geldmarktinstrumente emittiert, die
in Geldmarktinstrumente investieren. Geld- durch Verbindlichkeiten unterlegt sind
marktinstrumente sind Instrumente, die übli- durch Nutzung einer von einer Bank ein-
cherweise auf dem Geldmarkt gehandelt wer- geräumten Kreditlinie. Dies sind Produk-
den sowie verzinsliche Wertpapiere, die zum te, bei denen Kreditforderungen von
Zeitpunkt ihres Erwerbs für den Fonds eine Banken in Wertpapieren verbrieft werden
Laufzeit bzw. Restlaufzeit von höchstens 397 (sogenannte Asset Backed Securities).
Tagen haben. Sofern Ihre Laufzeit länger als 2. Sämtliche genannten Geldmarktinstrumente
397 Tage ist, muss ihre Verzinsung regelmä- dürfen nur erworben werden, wenn sie liquide
ßig, mindestens einmal in 397 Tagen, markt- sind und sich ihr Wert jederzeit genau be-
gerecht angepasst werden. Geldmarktinstru- stimmten lässt. Liquide sind Geldmarktinstru-
mente sind auch Instrumente, deren Risi- mente, die sich innerhalb hinreichend kurzer
koprofil dem Risikoprofil solcher Wertpapiere Zeit mit begrenzten Kosten veräußern lassen.
entspricht. Für den Fonds dürfen Geldmarktin- Hierbei ist die Verpflichtung der Gesellschaft zu
strumente erworben werden, wenn sie: berücksichtigen, Anteile am Fonds auf Verlan-
gen der Anleger zurückzunehmen und hierfür
a) an einer Börse in einem Mitgliedstaat der EU
in der Lage zu sein, solche Geldmarktinstru-
oder in einem anderen Vertragsstaat des
mente entsprechend kurzfristig zu veräußern.
Abkommens über den EWR zum Handel zu-
Für die Geldmarktinstrumente muss zudem ein
gelassen oder dort an einem anderen orga-
exaktes und verlässliches Bewertungssystem
nisierten Markt zugelassen oder in diesen
existieren, das die Ermittlung des Nettobe-
einbezogen sind,
standswerts des Geldmarktinstruments ermög-
b) ausschließlich an einer Börse außerhalb der licht und auf Marktdaten oder Bewertungsmo-
Mitgliedstaaten der EU oder außerhalb der dellen basiert (einschließlich Systemen, die auf
anderen Vertragsstaaten des Abkommens fortgeführten Anschaffungskosten beruhen).
über den EWR zum Handel zugelassen oder Das Merkmal der Liquidität gilt für Geld-
dort an einem anderen organisierten Markt marktinstrumente als erfüllt, wenn diese an
zugelassen oder in diesen einbezogen sind, einem organisierten Markt innerhalb des EWR
sofern die Wahl dieser Börse oder dieses or- zugelassen oder in diesen einbezogen sind o-
ganisierten Marktes von der BaFin zugelas- der an einem organisierten Markt außerhalb
sen ist, des EWR zugelassen oder in diesen einbezogen
c) von der EU, dem Bund, einem Sonderver- sind, sofern die BaFin die Wahl dieses Marktes
mögen des Bundes, einem Land, einem an- zugelassen hat. Dies gilt nicht, wenn der Ge-
deren Mitgliedstaat oder einer anderen zent- sellschaft Hinweise vorliegen, die gegen die
ralstaatlichen, regionalen oder lokalen Ge- hinreichende Liquidität der Geldmarktinstru-
bietskörperschaft oder der Zentralbank ei- mente sprechen.
nes Mitgliedstaats der EU, der Europäischen
3. Für Geldmarktinstrumente, die nicht an einer
Zentralbank oder der Europäischen Investi-
Börse notiert oder an einem geregelten Markt
tionsbank, einem Drittstaat oder, sofern
zum Handel zugelassen sind (siehe oben unter
dieser ein Bundesstaat ist, einem Gliedstaat
c) bis f)), muss zudem die Emission oder der
dieses Bundesstaates oder von einer inter-
Emittent dieser Instrumente Vorschriften über
nationalen öffentlich-rechtlichen Einrich-
den Einlagen- und den Anlegerschutz unterlie-
tung, der mindestens ein Mitgliedstaat der
gen. So müssen für diese Geldmarktinstru-
EU angehört, begeben oder garantiert wer-
mente angemessene Informationen vorliegen,
den,
die eine angemessene Bewertung der mit den
d) von einem Unternehmen begeben werden, Instrumenten verbundenen Kreditrisiken er-
dessen Wertpapiere auf den unter a) und b) möglichen und die Geldmarktinstrumente
bezeichneten Märkten gehandelt werden, müssen frei übertragbar sein. Die Kreditrisiken
e) von einem Kreditinstitut, das nach den im können etwa durch eine Kreditwürdigkeitsprü-
Recht der EU festgelegten Kriterien einer fung einer Rating-Agentur bewertet werden.
Aufsicht unterstellt ist, oder einem Kreditin- Für diese Geldmarktinstrumente gelten weiter-

13
hin die folgenden Anforderungen, es sei denn, 8.3. Bankguthaben
sie sind von der Europäischen Zentralbank o-
Bis zu 5 Prozent des Wertes des Fonds dürfen in
der der Zentralbank eines Mitgliedstaates der
Bankguthaben angelegt werden, die eine Laufzeit
Europäischen Union begeben oder garantiert:
von höchstens zwölf Monaten haben. Diese Gutha-
a) Werden sie von einer unter c) (mit Ausnah- ben sind auf Sperrkonten bei einem Kreditinstitut
me der Europäischen Zentralbank) genann- mit Sitz in einem Mitgliedstaat der EU oder eines
ten Einrichtungen begeben oder garantiert anderen Vertragsstaates des Abkommens über den
müssen angemessene Informationen über EWR oder bei Kreditinstituten mit Sitz in einem
die Emission bzw. das Emissionsprogramm Drittstaat, dessen Aufsichtsbestimmungen nach
oder über die rechtliche und finanzielle Situ- Auffassung der BaFin denjenigen des Rechts der EU
ation des Emittenten vor der Emission des gleichwertig sind, zu unterhalten. Sofern in den
Geldmarktinstruments vorliegen. „Besonderen Anlagebedingungen“ nichts anderes
b) Werden sie von einem im EWR beaufsichti g- bestimmt ist, können die Bankguthaben auch auf
ten Kreditinstitut begeben oder garantiert Fremdwährung lauten.
(s.o. unter e)), so müssen angemessene In-
formationen über die Emission bzw. das 8.4. Derivate
Emissionsprogramm oder über die rechtliche Die Gesellschaft darf für den Fonds als Teil
und finanzielle Situation des Emittenten vor der Anlagestrategie Geschäfte mit Derivaten
der Emission des Geldmarktinstruments vor- tätigen. Die Gesellschaft darf für den Fonds
liegen, die in regelmäßigen Abständen und Derivatgeschäfte zum Zwecke der effizienten
bei signifikanten Begebenheiten aktualisiert Portfoliosteuerung tätigen. Dadurch kann sich
werden. Zudem müssen über die Emission das Verlustrisiko des Fonds zumindest zeit-
bzw. das Emissionsprogramm Daten (z.B. weise erhöhen.
Statistiken) vorliegen, die eine angemesse- Ein Derivat ist ein Instrument, dessen Preis von
ne Bewertung der mit der Anlage verbunde- den Kursschwankungen oder den Preiserwartungen
nen Kreditrisiken ermöglichen. anderer Vermögensgegenstände (Basiswert) ab-
c) Werden sie von einem Kreditinstitut bege- hängt. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen
ben, das außerhalb des EWR Aufsichtsbe- sich sowohl auf Derivate als auch auf Finanzin-
stimmungen unterliegt, die nach Ansicht der strumente mit derivativer Komponente (nachfol-
BaFin denjenigen des Rechts der EU gleich- gend zusammen „Derivate“).
wertig sind, so ist eine der folgenden drei Zur Ermittlung der Auslastung der Marktrisikogren-
Voraussetzungen zu erfüllen: (i) Das Kredit- ze wendet die Gesellschaft den sogenannten einfa-
institut unterhält einen Sitz in einem zur so- chen Ansatz im Sinne der DerivateV an. Sie sum-
genannten Zehnergruppe (Zusammen- miert die Anrechnungsbeträge aller Derivate auf ,
schluss der wichtigsten wesentlichen Indust- die zur Steigerung des Investitionsgrades führen.
rieländer – G10) gehörenden OECD-Land. Als Anrechnungsbetrag für Derivate und Finanzin-
(ii) Das Kreditinstitut verfügt mindestens strumente mit derivativen Komponenten wird
über ein Rating mit einer Benotung, die als grundsätzlich der Marktwert des Basiswerts zu-
sogenanntes „Investment-Grade“ qualifi- grunde gelegt. Die Summe der Anrechnungsbeträ-
ziert. Als „Investmentgrade“ bezeichnet ge für das Marktrisiko durch den Einsatz von Deri-
man eine Benotung mit „BBB“ bzw. „Baa“ vaten und Finanzinstrumenten mit derivativen
oder besser im Rahmen der Kreditwürdig- Komponenten darf den Wert des Fondsvermögens
keitsprüfung durch eine Agentur. (iii) Mittels nicht überschreiten.
einer eingehenden Analyse des Emittenten
Die Gesellschaft darf regelmäßig nur Derivate er-
kann nachgewiesen werden, dass die für
werben, wenn sie für Rechnung des Fonds die
das Kreditinstitut geltenden Aufsichtsbe-
Basiswerte dieser Derivate erwerben dürfte oder
stimmungen mindestens so streng sind wie
wenn die Risiken, die diese Basiswerte repräsentie -
die des Rechts der EU.
ren, auch durch Vermögensgegenstände im In-
d) Für die übrigen Geldmarktinstrumente, die vestmentvermögen hätten entstehen können, die
nicht an einer Börse notiert oder einem ge- die Gesellschaft für Rechnung des Fonds erwerben
regelten Markt zum Handel zugelassen sind darf. Die Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds
(siehe oben unter c), d) und f)), müssen erwerben:
angemessene Informationen über die Emis-
• Grundformen von Derivaten gem. § 9 der
sion bzw. das Emissionsprogramm sowie
Allgemeinen Anlagebedingungen
über die rechtliche und finanzielle Situation
des Emittenten vor der Emission des Geld- • Kombinationen aus diesen Derivaten
marktinstruments vorliegen, die in regelmä- • Kombinationen aus diesen Derivaten mit ande -
ßigen Abständen und bei signifikanten Be- ren Vermögensgegenständen, die für den
gebenheiten aktualisiert und durch qualifi- Fonds erworben werden dürfen
zierte, vom Emittenten weisungsunabhängi- Die Gesellschaft kann alle im Fonds enthaltenen
ge Dritte, geprüft werden. Zudem müssen Marktrisiken, die auf dem Einsatz von Derivaten
über die Emission bzw. das Emissionspro- beruhen, hinreichend genau erfassen und messen.
gramm Daten (z.B. Statistiken) vorliegen, Ein vernachlässigbarer Anteil der Anlagestrategie
die eine angemessene Bewertung der mit darf auf einer sogenannten komplexen Strategie
der Anlage verbundenen Kreditrisiken er- basieren. Die Gesellschaft darf außerdem einen
möglichen. vernachlässigbaren Anteil in komplexe Derivate
investieren. Von einem vernachlässigbaren Anteil
ist auszugehen, wenn dieser unter Zugrundelegung

14
des maximalen Verlustes ein Prozent des Wertes erwerben, wenn diese in Wertpapieren verbrieft
des Fonds nicht übersteigt. sind. Dabei können die Geschäfte, die Finanzin-
strumente zum Gegenstand haben, auch nur teil-
8.4.1. Terminkontrakte weise in Wertpapieren enthalten sein (z. B. Opti-
Die Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds Ter- onsanleihen). Die Aussagen zu Chancen und Risi-
minkontrakte im Sinne des Punktes 6.4 erwerben. ken gelten für solche verbrieften Finanzinstrumente
Terminkontrakte sind für beide Vertragspartner entsprechend, jedoch mit der Maßgabe, dass das
unbedingt verpflichtende Vereinbarungen, zu ei- Verlustrisiko bei verbrieften Finanzinstrumenten
nem bestimmten Zeitpunkt, dem Fälligkeitsdatum, auf den Wert des Wertpapiers beschränkt ist.
oder innerhalb eines bestimmten Zeitraums, eine
8.4.7. Over-the-counter (OTC)-Geschäfte
bestimmte Menge eines bestimmten Basiswertes zu
einem im Voraus vereinbarten Preis zu kaufen bzw. Die Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds so-
zu verkaufen. wohl Derivatgeschäfte tätigen, die an einer Börse
zum Handel zugelassen oder an einem anderen
8.4.2. Optionsgeschäfte organisierten Markt zugelassenen oder in diesen
Die Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds Opti- einbezogen sind, als auch außerbörsliche Geschäf-
onsgeschäfte im Sinne des Punktes 6.4 abschlie- te, sogenannte over-the-counter (OTC)–Geschäfte.
ßen. Derivatgeschäfte, die nicht zum Handel an einer
Optionsgeschäfte beinhalten, dass einem Dritten Börse zugelassen oder an einem anderen organi-
gegen Entgelt (Optionsprämie) das Recht einge- sierten Markt zugelassen oder in diesen einbezogen
räumt wird, während einer bestimmten Zeit oder sind, darf die Gesellschaft nur mit geeigneten Kre-
am Ende eines bestimmten Zeitraums zu einem ditinstituten oder Finanzdienstleistungsinstituten
von vornherein vereinbarten Preis (Basispreis) die auf der Basis standardisierter Rahmenverträge
Lieferung oder Abnahme von Vermögensgegen- tätigen. Bei außerbörslich gehandelten Derivaten
ständen oder die Zahlung eines Differenzbetrages wird das Kontrahentenrisiko bezüglich eines Ver-
zu verlangen, oder auch die entsprechenden Opti- tragspartners auf 5 Prozent des Wertes des Fonds
onsrechte zu erwerben. beschränkt. Ist der Vertragspartner ein Kreditinsti-
tut mit Sitz in einem Mitgliedstaat der EU, in eine m
8.4.3. Swaps anderen Vertragsstaat des Abkommens über den
Die Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds im EWR oder einem Drittstaat mit vergleichbarem
Rahmen der Anlagegrundsätze Aufsichtsniveau, so darf das Kontrahentenrisiko bis
– Zins- zu 10 Prozent des Wertes des Fonds betragen.
Außerbörslich gehandelte Derivatgeschäfte, die mit
– Währungs-
einer zentralen Clearingstelle einer Börse oder
– Zins-Währungs- eines anderen organisierten Marktes als Vertrags-
– Credit Default-Swapgeschäfte, die sich auf partner abgeschlossen werden, werden auf diese
einen einzelnen Basiswert beziehen (Single Grenzen nicht angerechnet, wenn die Derivate
Name Credit Default Swaps) abschließen. einer täglichen Bewertung zu Marktkursen mit
Swapgeschäfte sind Tauschverträge, bei denen die täglichem Margin-Ausgleich unterliegen. Ansprüche
dem Geschäft zugrunde liegenden Zahlungsströme des Fonds gegen einen Zwischenhändler sind je-
oder Risiken zwischen den Vertragspartnern ausge- doch auf die Grenzen anzurechnen, auch wenn das
tauscht werden. Derivat an einer Börse oder an einem anderen
organisierten Markt gehandelt wird.
8.4.4. Swaptions
Swaptions sind Optionen auf Swaps. Eine Swaption 8.5. Sonstige Anlageinstrumente
ist das Recht, nicht aber die Verpflichtung, zu ei- Die Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds fol-
nem bestimmten Zeitpunkt oder innerhalb einer gende Sonstige Anlageinstrumente im Sinne des
bestimmten Frist in einen hinsichtlich der Konditio- § 198 KAGB erwerben, soweit in den Anlagebedin-
nen genau spezifizierten Swap einzutreten. Im gungen nichts Anderweitiges geregelt ist:
Übrigen gelten die im Zusammenhang mit Options- a) Wertpapiere, die nicht zum Handel an einer
geschäften dargestellten Grundsätze. Für Rechnung Börse zugelassen oder an einem anderen orga-
des Fonds dürfen nur solche Swaptions erworben nisierten Markt zugelassen oder in diesen ein-
werden, die sich aus den oben beschriebenen Opti- bezogen sind, jedoch grundsätzlich die Kriterien
onen und Swaps zusammensetzen. für Wertpapiere erfüllen. Abweichend von den
8.4.5. Credit Default Swaps gehandelten bzw. zugelassenen Wertpapieren
muss die verlässliche Bewertung für diese
Credit Default Swaps sind Kreditderivate, die es
Wertpapiere in Form einer in regelmäßigen Ab-
ermöglichen, ein potenzielles Kreditausfallvolumen
ständen durchgeführten Bewertung verfügbar
auf andere zu übertragen. Im Gegenzug zur Über-
sein, die aus Informationen des Emittenten o-
nahme des Kreditausfallrisikos zahlt der Verkäufer
der aus einer kompetenten Finanzanalyse abge-
des Risikos eine Prämie an seinen Vertragspartner.
leitet wird. Angemessene Information über das
Die Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds nur
nicht zugelassene bzw. nicht einbezogene Wert-
einfache, standardisierte Credit Default Swaps
papier muss in Form einer regelmäßigen und
erwerben, die zur Absicherung einzelner Kreditrisi-
exakten Information über das Wertpapier oder
ken im Fonds eingesetzt werden. Im Übrigen gelten
gegebenenfalls das zugehörige, d.h. in dem
die Ausführungen zu Swaps entsprechend.
Wertpapier verbriefte Portfolio für den Fonds
8.4.6. In Wertpapieren verbriefte Finan- verfügbar sein.
zinstrumente b) Geldmarktinstrumente von Emittenten, die
Die Gesellschaft kann für Rechnung des Fonds die nicht den oben genannten Anforderungen ge-
vorstehend beschriebenen Finanzinstrumente auch nügen, wenn sie liquide sind und sich ihr Wert

15
jederzeit genau bestimmten lässt. Liquide sind 8.6. Investmentanteile
Geldmarktinstrumente, die sich innerhalb hin-
1. Die Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds i n
reichend kurzer Zeit mit begrenzten Kosten
Anteile an anderen offenen in- und ausländi-
veräußern lassen. Hierbei ist die Verpflichtung
schen Investmentvermögen investieren („Ziel-
der Gesellschaft zu berücksichtigen, Anteile am
fonds“).
Fonds auf Verlangen der Anleger zurückzuneh-
men und hierfür in der Lage zu sein, solche 2. Die Zielfonds dürfen nach ihren Anlagebedin-
Geldmarktinstrumente entsprechend kurzfristig gungen oder ihrer Satzung höchstens bis zu
veräußern zu können. Für die Geldmarktinstru- 10 Prozent in Anteile an anderen offenen In-
mente muss zudem ein exaktes und verlässli- vestmentvermögen investieren. Für Anteile an
ches Bewertungssystem existieren, das die Er- sogenannten Alternativen Investmentvermögen
mittlung des Nettobestandswerts des Geld- („AIF“) gelten darüber hinaus folgende Anforde-
marktinstruments ermöglicht oder auf Marktda- rungen:
ten oder Bewertungsmodellen basiert, wie Sys- a) Der Zielfonds muss nach Rechtsvorschriften
teme, die Anschaffungskosten fortführen. Das zugelassen worden sein, die ihn einer wirk-
Merkmal der Liquidität gilt für Geldmarktin- samen öffentlichen Aufsicht zum Schutz der
strumente erfüllt, wenn diese an einem organi- Anleger unterstellen, und es besteht eine
sierten Markt innerhalb des EWR zugelassen ausreichende Gewähr für eine befriedigende
oder in diesen einbezogen sind oder an einem Zusammenarbeit zwischen der BaFin und
organisierten Markt außerhalb des EWR zuge- der Aufsichtsbehörde des Zielfonds.
lassen oder in diesen einbezogen sind, sofern b) Das Schutzniveau der Anleger muss gleich-
die BaFin die Wahl dieses Marktes zugelassen wertig zu dem Schutzniveau eines Anlegers
hat. in einem inländischen OGAW sein, insbeson -
c) Aktien aus Neuemissionen, deren geplante dere im Hinblick auf Trennung von Verwal-
Zulassung an einer Börse oder einem anderen tung und Verwahrung der Vermögensgegen-
organisierten Markt noch nicht erfolgt ist, so- stände, für die Kreditaufnahme und –ge-
fern die Zulassung innerhalb eines Jahres nach währung sowie für Leerverkäufe von Wert-
der Ausgabe erfolgt. papieren und Geldmarktinstrumenten.
d) Schuldscheindarlehen, die nach dem Erwerb für c) Die Geschäftstätigkeit des Zielfonds muss
den Fonds mindestens zweimal abgetreten wer- Gegenstand von Jahres- und Halbjahresbe-
den können und von einer der folgenden Ein- richten sein und erlauben, sich ein Urteil
richtungen gewährt wurden: über das Vermögen und die Verbindlichkei-
i) dem Bund, einem Sondervermögen des ten sowie die Erträge und die Transaktionen
Bundes, einem Land, der EU oder einem im Berichtszeitraum zu bilden.
Staat, der Mitglied der Organisation für wirt- d) Der Zielfonds muss ein Publikumsfonds sein,
schaftliche Zusammenarbeit und Entwick- bei dem die Anzahl der Anteile nicht zah-
lung (OECD) ist, lenmäßig begrenzt ist und die Anleger ein
ii) einer anderen inländischen Gebietskörper- Recht zur Rückgabe der Anteile haben.
schaft oder einer Regionalregierung oder 3. Zielfonds können im gesetzlichen Rahmen zeit-
örtlichen Gebietskörperschaft eines anderen weise die Rücknahme von Anteilen aussetzen.
Mitgliedstaats der EU oder eines anderen Dann ist die Gesellschaft daran gehindert, die
Vertragsstaats des Abkommens über den Anteile an dem Zielfonds Auszahlung des Rück-
EWR, sofern die Forderung nach der Ver- nahmepreises bei der Verwaltungsgesellschaft
ordnung über Aufsichtsanforderungen an oder Verwahrstelle des anderen Zielfonds zu-
Kreditinstitute und Wertpapierfirmen in der- rückzugeben (siehe auch den Abschnitt „Risiken
selben Weise behandelt werden kann wie im Zusammenhang mit der Investition in In-
eine Forderung an den Zentralstaat, auf vestmentanteile“). Auf der Homepage der Ge-
dessen Hoheitsgebiet die Regionalregierung sellschaft ist unter www.iShares.de aufgeführt,
oder die Gebietskörperschaft ansässig ist, ob und in welchem Umfang der Fonds Anteile
iii) sonstigen Körperschaften oder Anstalten des von Zielfonds hält, die derzeit die Rücknahme
öffentlichen Rechts mit Sitz im Inland oder von Anteilen ausgesetzt haben.
in einem anderen Mitgliedstaat der EU oder
einem anderen Vertragsstaat des Abkom- 9. Emittentengrenzen und An-
mens über den EWR,
lagegrenzen
iv) Unternehmen, die Wertpapiere ausgegeben
haben, die an einem organisierten Markt in- 9.1. Emittentengrenzen
nerhalb des EWR zum Handel zugelassen Sofern in den Anlagebedingungen nichts Anderwei-
sind oder die an einem sonstigen geregelten tiges geregelt ist, gelten für den Fonds die folgen-
Markt, der die wesentlichen Anforderungen
den Emittentengrenzen.
an geregelte Märkte im Sinne der Richtlinie
1. Die Gesellschaft darf bis zu 20 Prozent des
über Märkte in Finanzinstrumente in der je-
weils geltenden Fassung erfüllt, zum Handel Wertes des Fonds in Wertpapiere eines Emit-
zugelassen sind, oder tenten (Schuldner) anlegen.
v) anderen Schuldnern, sofern eine der in Zif- 2. Die in Nr. 1 bestimmte Grenze darf für Wert pa-
piere eines Emittenten (Schuldners) auf bis zu
fer i) bis iii) bezeichneten Stellen die Ge-
währleistung für die Verzinsung und Rück- 35 Prozent des Wertes des Fonds angehoben
werden. Eine Anlage bis zur Grenze nach Satz 1
zahlung übernommen hat.
ist nur bei einem einzigen Emittenten (Schuld-
ner) zulässig.

16
3. In Schuldverschreibungen, Schuldscheindarle- pro Woche eine Bewertung vornehmen, stellt
hen und Geldmarktinstrumente besonderer öf- die Gesellschaft für Zwecke der Einhaltung der
fentlicher Emittenten im Sinne des § 206 Abs. 2 Aktienfonds-Kapitalbeteiligungsquote durch den
KAGB darf die Gesellschaft jeweils bis zu 35 Fonds auf die bewertungstäglich von den Ziel-
Prozent des Wertes des Fonds anlegen. Investmentfonds veröffentlichten Kapitalbeteili-
4. Die Gesellschaft darf jeweils bis zu 25 Prozent gungsquoten ab und bezieht diese in die Be-
des Wertes des Fonds in Pfandbriefe, Kommu- rechnung der Aktienfonds-Kapitalbeteiligungs-
nalschuldverschreibungen sowie Schuldver- quote Fonds mit ein.
schreibungen anlegen, die ein Kreditinstitut mit 4. Soweit die Gesellschaft zur Nachbildung des
Sitz in der EU oder im EWR ausgegeben hat. zugrunde liegenden Index Indexzertifikate oder
Voraussetzung ist, dass die mit den Schuld- Einzeltitelzertifikate im Sinne von Punkt 6.4 er-
verschreibungen aufgenommenen Mittel so an- wirbt, dürfen bis zu 10 Prozent des Wertes des
gelegt werden, dass sie die Verbindlichkeiten Fonds in solche Zertifikate im Sinne von Punkt
der Schuldverschreibungen über deren ganze 6.4 investiert werden, die nicht zum amtlichen
Laufzeit decken und vorranging für die Rück- Markt an einer Börse zugelassen oder in einen
zahlungen und die Zinsen bestimmt sind, wenn organisierten Markt einbezogen sind.
der Emittent der Schuldverschreibungen aus- 5. Die Gesellschaft darf zur Nachbildung des zu-
fällt. Sofern in solche Schuldverschreibungen grunde liegenden Index bis zu 10 Prozent des
desselben Ausstellers mehr als 5 Prozent des Wertes des Fonds in Anteile an anderen offenen
Wertes des Fonds angelegt werden, darf der in- und ausländischen Investmentvermögen
Gesamtwert solcher Schuldverschreibungen (Zielfonds) im Sinne des Punktes 8.6 investie-
80 Prozent des Wertes des Fonds nicht über- ren. Dabei darf die Gesellschaft für Rechnung
steigen. des Fonds nicht mehr als 25 Prozent der ausge-
5. Die Gesellschaft darf höchstens 20 Prozent des gebenen Anteile eines Zielfonds erwerben. Dar-
Wertes des Fonds in eine Kombination der fol- über hinaus dürfen die Zielfonds nach ihren An-
genden Vermögensgegenstände anlegen: lagebedingungen höchstens bis zu 10 Prozent in
a) von ein und derselben Einrichtung begebene Anteile an anderen Zielfonds investieren.
Wertpapiere oder Geldmarktinstrumente, 6. Die Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds
b) Einlagen bei dieser Einrichtung, insgesamt bis zu 10 Prozent des Wertes des
Fonds in Sonstige Anlageinstrumente im Sinne
c) Anrechnungsbeträge für das Kontrahenten-
des Punktes 8.5 anlegen.
risiko der mit dieser Einrichtung eingegan-
genen Geschäfte in Derivaten.
Bei besonderen öffentlichen Emittenten im Sin-
10. Sicherheitenstrategie
ne des § 206 Abs. 2 KAGB darf eine Kombinati- Im Rahmen von Derivatgeschäften nimmt die Ge-
on der in Satz 1 genannten Vermögensgegen- sellschaft für Rechnung des Fonds Sicherheiten
stände 35 Prozent des Wertes des Fonds nicht entgegen. Die Sicherheiten dienen dazu, das Aus-
übersteigen. fallrisiko des Vertragspartners dieser Geschäfte
Die jeweiligen Einzelobergrenzen bleiben in bei- ganz oder teilweise zu reduzieren.
den Fällen unberührt. 10.1. Arten der zulässigen Sicher-
6. Bei Vermögensgegenständen, die sich auf den
heiten
zugrunde liegenden Index beziehen, ist der
Kurswert der Indexwertpapiere anteilig auf die Soweit für den Fonds Derivatgeschäfte abgeschlos-
jeweiligen Emittentengrenzen anzurechnen. sen werden dürfen, akzeptiert die Gesellschaft
Terminkontrakte und Optionsgeschäfte sind ausschließlich Sicherheiten, die folgende, gemäß
entsprechend den § 23 Absatz 1 DerivateV auf § 27 Absatz 7 DerivateV festgelegte Kriterien erfül-
die Emittentengrenzen anzurechnen. len:
• Vermögensgegenstände, die für den Fonds nach
9.2. Anlagegrenzen Maßgabe des KAGB erworben werden dürfen,
• hochliquide sind,
1. Die Gesellschaft darf bis zu 5 Prozent des Wer-
tes des Fonds in Bankguthaben und Geldmarkt- • einer zumindest börsentäglichen Bewertung
unterliegen,
instrumente gemäß den „Allgemeinen Anlage-
bedingungen“ anlegen. Der Fonds muss zu • von Emittenten mit hoher Kreditqualität aus-
gegeben werden,
mindestens 95 Prozent in Vermögensgegen-
stände im Sinne von Punkt 6.4 auf den Wertpa- • nicht von Emittenten ausgegeben werden, die
selbst Vertragspartner oder ein konzernangehö-
pierindex investiert sein.
riges Unternehmen im Sinne des § 290 des
2. Mindestens 90 Prozent des Wertes des Fonds Handelsgesetzbuchs sind,
werden fortlaufend in Aktien angelegt, die zum • in Bezug auf Länder, Märkte und Emittenten
amtlichen Handel an einer Börse zugelassen angemessen risikodiversifiziert sind,
oder an einem anderen organisierten Markt zu- • keinen wesentlichen operationellen Risiken oder
gelassen oder in diesen einbezogen sind und Rechtsrisiken im Hinblick auf ihre Verwaltung
bei denen es sich nicht um Anteile an Invest- und Verwahrung unterliegen,
mentvermögen handelt. Bei der Ermittlung des • bei einer Verwahrstelle verwahrt werden, die
Umfangs des in die vorgenannten Aktien ange- der wirksamen öffentlichen Aufsicht unterliegt
legten Vermögens sind Kredite entsprechend und vom Sicherungsgeber unabhängig ist oder
dem Anteil der Aktien am Wert aller Vermö- vor einem Ausfall eines Beteiligten rechtlich ge -
gensgegenstände abzuziehen. schützt sind, sofern sie nicht übertragen wur-
3. Soweit der Fonds in Investmentanteile gemäß den,
Punkt 8.6 angelegt ist, die mindestens einmal

17
• durch die Gesellschaft ohne Zustimmung des unterliegt und vom Sicherungsgeber unabhängig
Sicherungsgebers überprüft werden können, ist. Eine Wiederverwendung der Wertpapiere ist
• für den Fonds unverzüglich verwertet werden nicht zulässig.
können und
• rechtlichen Vorkehrungen für den Fall der Insol- 11. Leverage
venz des Sicherungsgebers unterliegen.
Leverage bezeichnet jede Methode, mit der die
Gesellschaft den Investitionsgrad des Fonds erhöht
10.2. Umfang der Besicherung (Hebelwirkung). Solche Methoden sind insbeson-
Derivatgeschäfte müssen in einem Umfang be- dere der Erwerb von Derivaten und die Aufnahme
sichert sein, der sicherstellt, dass der Anrech- von Krediten. Die Möglichkeit der Nutzung von
nungsbetrag für das Ausfallrisiko des jeweiligen Derivaten und die Aufnahme von Krediten ist in
Vertragspartners fünf Prozent des Wertes des den Abschnitten Derivate (Punkt 8.4) und Kredit-
Fonds nicht überschreitet. Ist der Vertragspartner aufnahme (Punkt 12) dargestellt.
ein Kreditinstitut mit Sitz in einem Mitgliedstaat der Die Gesellschaft darf durch die vorstehend be-
EU oder in einem anderen Vertragsstaat des Ab- schriebenen Methoden das Marktrisiko des Fonds
kommens über den EWR oder in einem Drittstaat, höchstens verdoppeln. Kurzfristige Kreditaufnah-
in dem gleichwertige Aufsichtsbestimmungen gel- men werden bei der Berechnung dieser Grenze
ten, so darf der Anrechnungsbetrag für das Ausfall- nicht berücksichtigt. Sie beschränkt den Einsatz
risiko zehn Prozent des Wertes des Fonds betra- von Leverage im Fonds.
gen.

10.3. Strategie für Abschläge der 12. Kreditaufnahme


Bewertung (Haircut-Strategie) Die Aufnahme von kurzfristigen Krediten für ge-
meinschaftliche Rechnung der Anleger ist bis zu
Die Gesellschaft hat eine so genannte „Haircut“-
10 Prozent des Wertes des Fonds zulässig, sofern
Strategie für jeden Vermögensgegenstand einge-
die Bedingungen der Kreditaufnahme marktüblich
führt, den sie als Sicherheit entgegennimmt. Ein
sind und die Verwahrstelle der Kreditaufnahme
Haircut ist ein Abschlag auf den Wert einer Sicher-
zustimmt.
heit, mit dem einer Verschlechterung der Bewer-
tung oder des Liquiditätsprofils einer Sicherheit im
Laufe der Zeit Rechnung getragen wird. Die „Hair- 13. Bewertung
cut“-Strategie berücksichtigt die Eigenschaften des
jeweiligen Vermögensgegenstands, einschließlich 13.1. Allgemeine Regeln für die
der Kreditwürdigkeit des Emittenten der Sicherhei- Vermögensbewertung
ten, die Preisvolatilität der Sicherheiten und die
13.1.1. An einer Börse zugelassene / in
Ergebnisse von Stresstests, die im Rahmen der organisiertem Markt gehandelte
Sicherheitenverwaltung durchgeführt werden kön-
Vermögensgegenstände
nen. Vorbehaltlich der bestehenden Vereinbarun-
gen mit dem jeweiligen Kontrahenten, die Mindest- Vermögensgegenstände, die zum Handel an Börsen
zugelassen sind oder in einem anderen organisier-
beträge für die Übertragung von Sicherheiten bein-
halten können, beabsichtigt die Gesellschaft, dass ten Markt zugelassen oder in diesen einbezogen
sind sowie Bezugsrechte für den Fonds werden zum
jede erhaltene Sicherheit gemäß der „Haircut“ -
Strategie um einen Bewertungsabschlag angepasst letzten verfügbaren handelbaren Kurs, der eine
verlässliche Bewertung gewährleistet, bewertet,
wird, der mindestens dem Kontrahentenrisiko ent-
sofern nachfolgend unter „Besondere Bewertungs-
spricht.
regeln“ nicht anders angegeben.
Die vorgenommenen „Haircuts“, die bei entgegen-
genommenen Sicherheiten angewendet werden, 13.1.2. Nicht an Börsen notierte oder orga-
folgen den Vorgaben der internen Richtlinie der nisierten Märkten gehandelte Ver-
Gesellschaft für die Behandlung von Sicherheiten. mögensgegenstände oder Vermö-
gensgegenstände ohne handelbaren
10.4. Anlage von Barsicherheiten Kurs
Barsicherheiten in Form von Bankguthaben dürfen Vermögensgegenstände, die weder zum Handel an
auf Sperrkonten bei der Verwahrstelle des Fonds Börsen zugelassen sind noch in einem anderen
oder mit ihrer Zustimmung bei einem anderen organisierten Markt zugelassen oder in diesen
Kreditinstitut gehalten werden. Die Wiederanlage einbezogen sind oder für die kein handelbarer Kurs
darf nur in Staatsanleihen von hoher Qualität oder verfügbar ist, werden zu dem aktuellen Verkehrs-
in Geldmarktfonds mit kurzer Laufzeitstruktur er- wert bewertet, der bei sorgfältiger Einschätzung
folgen. nach geeigneten Bewertungsmodellen unter Be-
rücksichtigung der aktuellen Marktgegebenheiten
10.5. Verwahrung von Wertpapieren angemessen ist, sofern nachfolgend unter „Beson-
als Sicherheit dere Bewertungsregeln“ nicht anders angegeben.
Die Gesellschaft kann für Rechnung des Fonds im
Rahmen von Derivatgeschäften Wertpapiere als
13.2. Besondere Bewertungsrege-
Sicherheit entgegen nehmen. Wenn diese Wertpa- lungen für einzelne Vermö-
piere als Sicherheit übertragen werden, müssen sie gensgegenstände
bei der Verwahrstelle verwahrt werden. Hat die
13.2.1. Nichtnotierte Schuldverschreibun-
Gesellschaft die Wertpapiere im Rahmen von Deri-
gen und Schuldscheindarlehen
vatgeschäften als Sicherheit verpfändet erhalten,
können sie auch bei einer anderen Stelle verwahrt Für die Bewertung von Schuldverschreibungen, die
werden, die einer wirksamen öffentlichen Aufsicht nicht zum Handel an einer Börse zugelassen oder

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an einem anderen amtlichen Markt zugelassen oder
in diesen einbezogen sind (z.B. nicht notierte An-
leihen, Commercial Papers und Einlagenzertifikate),
und für die Bewertung von Schuldscheindarlehen
werden die für vergleichbare Schuldverschreibun-
gen und Schuldscheindarlehen vereinbarten Preise
und gegebenenfalls die Kurswerte von Anleihen
vergleichbarer Emittenten mit entsprechender
Laufzeit und Verzinsung herangezogen, erforderli-
chenfalls mit einem Abschlag zum Ausgleich der
geringeren Veräußerbarkeit.
13.2.2. Geldmarktinstrumente
Bei den im Fonds befindlichen Geldmarktinstru-
menten werden Zinsen und zinsähnliche Erträge
sowie Aufwendungen (z.B. Verwaltungsvergütung,
Vergütung der Verwahrstelle, Prüfungskosten,
Kosten der Veröffentlichung etc.) bis einschließlich
des Tages vor dem Valutatag berücksichtigt.

13.2.3. Optionsrechte und Terminkontrakte Quelle: Bloomberg/BlackRock Asset Management


Die zu dem Fonds gehörenden Optionsrechte und Deutschland AG
Verbindlichkeiten aus einem Dritten eingeräumten
Optionsrechten, die zum Handel an einer Börse
Die historische Wertentwicklung des Fonds
zugelassen oder an einem anderen organisierten ermöglicht keine Prognose für die zukünftige
Markt zugelassen oder in diesen einbezogen sind,
Wertentwicklung des Fonds.
werden zu dem jeweils letzten verfügbaren handel-
baren Kurs, der eine verlässliche Bewertung ge-
währleistet, bewertet. 15. Risikohinweise
Das gleiche gilt für Forderungen und Verbindlich- Vor der Entscheidung über den Kauf von An-
keiten aus für Rechnung des Fonds verkauften teilen an dem Fonds sollten Anleger die nach-
Terminkontrakten. Die zu Lasten des Fonds geleis- folgenden Risikohinweise zusammen mit den
teten Einschüsse werden unter Einbeziehung der anderen in diesem Verkaufsprospekt enthal-
am Börsentag festgestellten Bewertungsgewinne tenen Informationen sorgfältig lesen und
und Bewertungsverluste zum Wert des Fonds hin- diese bei ihrer Anlageentscheidung berück-
zugerechnet. sichtigen. Der Eintritt eines oder mehrerer
dieser Risiken kann für sich genommen oder
13.2.4. Bankguthaben, Festgelder und In- zusammen mit anderen Umständen die Wert-
vestmentanteile entwicklung des Fonds bzw. der im Fonds
Bankguthaben werden grundsätzlich zu ihrem gehaltenen Vermögensgegenstände nachteilig
Nennwert zuzüglich zugeflossener Zinsen bewertet. beeinflussen und sich damit auch nachteilig
Festgelder werden zum Verkehrswert bewertet, auf den Anteilwert auswirken.
sofern das Festgeld jederzeit kündbar ist und die Veräußert der Anleger Anteile an dem Fonds
Rückzahlung bei der Kündigung nicht zum Nenn- zu einem Zeitpunkt, in dem die Kurse der in
wert zuzüglich Zinsen erfolgt. dem Fonds befindlichen Vermögensgegen-
Investmentanteile werden grundsätzlich mit ihrem stände gegenüber dem Zeitpunkt seines An-
letzten festgestellten Rücknahmepreis angesetzt teilerwerbs gefallen sind, so erhält er das von
oder zum letzten verfügbaren handelbaren Kurs, ihm in den Fonds investierte Kapital nicht
der eine verlässliche Bewertung gewährleistet. oder nicht vollständig zurück. Der Anleger
Stehen diese Werte nicht zur Verfügung, werden könnte sein in den Fonds investiertes Kapital
Investmentanteile zu dem aktuellen Verkehrswert teilweise oder in Einzelfällen sogar ganz ver-
bewertet, der bei sorgfältiger Einschätzung nach lieren. Wertzuwächse können nicht garantiert
geeigneten Bewertungsmodellen unter Berücksich- werden. Das Risiko des Anlegers ist auf die
tigung der aktuellen Marktgegebenheiten ange- angelegte Summe beschränkt. Eine Nach-
messen ist. schusspflicht über das vom Anleger investier-
te Kapital hinaus besteht nicht.
13.2.5. Auf ausländische Währung lautende Neben den nachstehend oder an anderer Stel-
Vermögensgegenstände
le des Verkaufsprospekts beschriebenen Risi-
Auf ausländische Währung lautende Vermögensge- ken und Unsicherheiten kann die Wertent-
genstände werden, sofern der Fonds eine abwei- wicklung des Fonds durch verschiedene wei-
chende Basiswährung hat, gegenwärtig unter Zu- tere Risiken und Unsicherheiten beeinträch-
grundelegung des Nachmittags-Fixings (17:00 tigt werden, die derzeit nicht bekannt sind.
CET) der „The WM Company“ der Basiswährung Die Reihenfolge, in der die nachfolgenden Ri-
des Fonds in Euro taggleich umgerechnet. siken aufgeführt werden, enthält weder eine
Aussage über die Wahrscheinlichkeit ihres
14. Wertentwicklung Eintritts noch über das Ausmaß oder die Be-
deutung bei Eintritt einzelner Risiken.
Die Graphik zeigt die Wertentwicklung des
zugrunde liegenden Index und des Fonds über
einen Zeitraum der letzten 12 Jahre seit dem
01.01.2008.

19
15.1. Allgemeine Risiken einer aufzulösen. Für den Anleger besteht daher das
Risiko, dass er die von ihm geplante Haltedauer
Fondsanlage nicht realisieren kann und dass ihm wesentliche
Die untenstehenden Risiken können sich nachteilig Teile des investierten Kapitals für unbestimmte Zeit
auf den Anteilwert, auf das vom Anleger investierte nicht zur Verfügung stehen oder insgesamt verlo-
Kapital sowie auf die vom Anleger geplante Halte- ren gehen.
dauer der Fondsanlage auswirken.
15.1.5. Auflösung des Fonds
15.1.1. Schwankung des Anteilwerts des
Der Gesellschaft steht das Recht zu, die Verwal-
Fonds
tung des Fonds zu kündigen. Die Gesellschaft kann
Der Fondsanteilwert berechnet sich aus dem Wert den Fonds nach Kündigung der Verwaltung ganz
des Fonds, geteilt durch die Anzahl der in den Ver- auflösen. Das Verfügungsrecht über den Fonds
kehr gelangten Anteile. Der Wert des Fonds ent- geht nach einer Kündigungsfrist von sechs Monaten
spricht dabei der Summe der Marktwerte aller auf die Verwahrstelle über. Für den Anleger besteht
Vermögensgegenstände im Fondsvermögen abzüg- daher das Risiko, dass er die von ihm geplante
lich der Summe der Marktwerte aller Verbindlich- Haltedauer nicht realisieren kann. Bei dem Über-
keiten des Fonds. Der Fondsanteilwert ist daher gang des Fonds auf die Verwahrstelle können dem
von dem Wert der im Fonds gehaltenen Vermö- Fonds andere Steuern als deutsche Ertragssteuern
gensgegenstände und der Höhe der Verbindlichkei- belastet werden. Wenn die Fondsanteile nach Be-
ten des Fonds abhängig. Sinkt der Wert dieser endigung des Liquidationsverfahrens aus dem
Vermögensgegenstände oder steigt der Wert der Depot des Anlegers ausgebucht werden, kann der
Verbindlichkeiten, so fällt der Fondsanteilwert. Anleger mit Ertragssteuern belastet werden.
15.1.2. Beeinflussung der individuellen Per- 15.1.6. Verschmelzung
formance durch steuerliche Aspekte
Die Gesellschaft kann sämtliche Vermögensgegen-
Die steuerliche Behandlung von Kapitalerträgen stände des Fonds auf einen anderen OGAW über-
hängt von den individuellen Verhältnissen des tragen. Der Anleger kann seine Anteile in diesem
jeweiligen Anlegers ab und kann künftig Änderun- Fall (i) zurückgeben, (ii) behalten mit der Folge,
gen unterworfen sein. Für Einzelfragen – insbeson- dass er Anleger des übernehmenden OGAW wird,
dere unter Berücksichtigung der individuellen steu- (iii) oder gegen Anteile an einem anderen offenen
erlichen Situation – sollte sich der Anleger an sei- Publikums-Investmentvermögen mit vergleichba-
nen persönlichen Steuerberater wenden. ren Anlagegrundsätzen umtauschen, sofern die Ge-
15.1.3. Änderung der Anlagebedingungen sellschaft oder ein mit ihr verbundenes Unterneh-
men einen solchen Fonds mit vergleichbaren Anla-
Die Gesellschaft kann die Anlagebedingungen mit
gegrundsätzen verwaltet. Dies gilt gleichermaßen,
Genehmigung der BaFin ändern. Dadurch können
wenn die Gesellschaft sämtliche Vermögensgegen-
auch Rechte des Anlegers betroffen sein. Die Ge-
stände eines anderen Investmentvermögens auf
sellschaft kann etwa durch eine Änderung der An-
den Fonds überträgt. Der Anleger muss daher im
lagebedingungen die Anlagepolitik des Fonds än-
Rahmen der Übertragung vorzeitig eine erneute
dern oder sie kann die dem Fonds zu belastenden
Investitionsentscheidung treffen. Bei einer Rückga-
Kosten erhöhen.
be des Anteils können Ertragssteuern anfallen. Bei
15.1.4. Rücknahmeaussetzung einem Umtausch der Anteile in Anteile an einem
Die Gesellschaft darf die Rücknahme der Anteile Investmentvermögen mit vergleichbaren Anlage-
zeitweilig aussetzen, sofern außergewöhnliche grundsätzen kann der Anleger mit Steuern belastet
Umstände vorliegen, die eine Aussetzung unter Be- werden, etwa wenn der Wert der erhaltenen Antei-
rücksichtigung der Interessen der Anleger erforder- le höher ist als der Wert der alten Anteile zum
lich erscheinen lassen. Außergewöhnliche Umstän- Zeitpunkt der Anschaffung.
de in diesem Sinne können z.B. wirtschaftliche oder 15.1.7. Übertragung auf eine andere Kapi-
politische Krisen, Rücknahmeverlangen in außer- talverwaltungsgesellschaft
gewöhnlichem Umfang sein sowie die Schließung
Die Gesellschaft kann den Fonds auf eine andere
von Börsen oder Märkten, Handelsbeschränkungen
Kapitalverwaltungsgesellschaft übertragen. Der
oder sonstige Faktoren, die die Ermittlung des An-
Fonds bleibt dadurch zwar unverändert, wie auch
teilwerts beeinträchtigen. Daneben kann die BaFin
die Stellung des Anlegers. Der Anleger muss aber
anordnen, dass die Gesellschaft die Rücknahme der
im Rahmen der Übertragung entscheiden, ob er die
Anteile auszusetzen hat, wenn dies im Interesse
neue Kapitalverwaltungsgesellschaft für ebenso
der Anleger oder der Öffentlichkeit erforderlich ist.
geeignet hält wie die bisherige. Wenn er in den
Dadurch besteht das Risiko, dass die Anteile auf-
Fonds unter neuer Verwaltung nicht investiert
grund beschränkter Rückgabemöglichkeiten even-
bleiben möchte, muss er seine Anteile zurückge-
tuell nicht zum vom Anleger gewünschten Zeit-
ben. Hierbei können Ertragssteuern anfallen.
punkt liquidiert werden können. Auch im Fall einer
Aussetzung der Anteilrücknahme kann der Anteil- 15.1.8. Rentabilität und Erfüllung der Anla-
wert sinken; z. B. wenn die Gesellschaft gezwun- geziele
gen ist, Vermögensgegenstände während der Aus- Es kann nicht garantiert werden, dass der Anleger
setzung der Anteilrücknahme unter Verkehrswert seinen gewünschten Anlageerfolg erreicht. Der
zu veräußern. Der Anteilpreis nach Wiederaufnah- Anteilwert des Fonds kann fallen und zu Verlusten
me der Anteilrücknahme kann niedriger liegen, als beim Anleger führen. Es bestehen keine Garantien
derjenige vor Aussetzung der Rücknahme. Einer der Gesellschaft oder Dritter hinsichtlich einer be-
Aussetzung kann ohne erneute Wiederaufnahme stimmten Mindestzahlungszusage bei Rückgabe
der Rücknahme der Anteile direkt eine Auflösung oder eines bestimmten Anlageerfolgs des Fonds.
des Fonds folgen, z.B. wenn die Gesellschaft die Anleger könnten somit einen niedrigeren als den
Verwaltung des Fonds kündigt, um den Fonds dann ursprünglich angelegten Betrag zurück erhalten.

20
Ein bei Erwerb von Anteilen entrichteter Ausgabe- berechnet wird. Der Lizenzgeber liefert zwar Be-
aufschlag kann zudem insbesondere bei nur kurzer schreibungen dessen, was der zugrunde liegenden
Anlagedauer einen Erfolg einer Anlage reduzieren Index erreichen soll, er übernimmt jedoch weder
oder sogar aufzehren. eine Gewähr oder Haftung für die Qualität, Richti g-
keit oder Vollständigkeit der Daten bezüglich des
15.1.9. Spezifische Risiken bei Wertpapie- zugrunde liegenden Index, noch garantiert er, dass
rindex-OGAW der zugrunde liegende Index seine beschriebene
Der Anleger unterliegt bei einer negativen Entwick- Indexmethodologie einhalten wird. Die in diesem
lung des zugrunde liegenden Index mit seinem Verkaufsprospekt dargelegte Aufgabe der Gesell-
Fondsanteil uneingeschränkt einem entsprechen- schaft besteht darin, den Fonds im Einklang mit
den Verlustrisiko. Die Gesellschaft wird den Wert- dem jeweiligen der Gesellschaft zur Verfügung
verlust nicht mittels Absicherungsgeschäften be- gestellten zugrunde liegenden Index zu verwalten.
grenzen (kein aktives Management). Daher übernimmt der die Gesellschaft keine Ge-
Eine vorübergehende Nichtverfügbarkeit bestimm- währleistung oder Garantie für Fehler des Lizenz-
ter Wertpapiere am Markt oder andere außeror- gebers. Es können von Zeit zu Zeit Fehler bezüglich
dentliche Umstände können zu einer Abweichung der Qualität, der Richtigkeit und der Vollständigkei t
von der genauen Index-Wertentwicklung führen. der Daten auftreten. Diese werden gegebenenfalls
Darüber hinaus entstehen dem Fonds bei Nachbil- über einen bestimmten Zeitraum hinweg nicht
dung des zugrunde liegenden Index Transaktions- erkannt oder korrigiert, insbesondere wenn es sich
kosten und sonstige Kosten, Gebühren oder Steu- um weniger gebräuchliche Indizes handelt. Daher
ern und Abgaben, die bei Berechnung des Index sind die Gewinne, Verluste oder Kosten in Verbin-
keine Berücksichtigung finden. Dies führt dazu, dung mit Fehlern des Lizenzgebers vom Fonds und
dass der Fonds die Entwicklung des zugrunde lie- dessen Anteilinhabern zu tragen. So würde z. B. in
genden Index nicht vollständig abbilden kann. einem Zeitraum, in dem der zugrunde liegende
Unter die außerordentlichen Umstände fallen auch Index falsche Bestandteile enthält, der Fonds, der
Erwerbs- und Veräußerungsrestriktionen im Hin- diesen veröffentlichten zugrunde liegenden Index
blick auf die Einhaltung von gesetzlichen Grenzen, nachbildet, eine Marktrisikoposition in diesen Be-
die sich aus der Zugehörigkeit zur BlackRock Group standteilen halten, und eine geringere Marktrisi-
ergeben. Ferner kann sich die Zusammensetzung koposition in den Bestandteilen, die eigentlich im
des zugrunde liegenden Index mit der Zeit verän- zugrunde liegenden Index enthalten sein sollten.
dern. Es gibt keine Gewähr dafür, dass der zugrun- Fehler können somit negative oder positive Auswir-
de liegende Index weiterhin auf der in diesem kungen auf die Wertentwicklung des Fonds und auf
Verkaufsprospekt beschriebenen Grundlage be- deren Anteilinhaber haben. Anteilinhabern sollte
rechnet und veröffentlicht wird oder dass keine klar sein, dass sämtliche Gewinne aus Fehlern des
wesentlichen Veränderungen daran vorgenommen Lizenzgebers vom Fonds und dessen Anteilinhabern
werden. einbehalten werden und dass sämtliche Verluste
Der Fonds versucht zwar, die Wertentwicklung des aus Fehlern des Lizenzgebers vom Fonds und des-
zugrunde liegenden Index nachzubilden, es besteht sen Anteilinhabern getragen werden.
jedoch keine Garantie dafür, dass der Fonds eine Der Lizenzgeber kann neben fest geplanten Neu-
exakte Nachbildung erzielt. Der Fonds kann even- gewichtungen und –zusammensetzungen zusätzli-
tuell dem Risiko eines Tracking Error ausgesetzt che Ad-hoc-Neugewichtungen und –zusammen-
sein, bei dem es sich um das Risiko handelt, dass setzungen des zugrunde liegenden Index vorneh-
die Renditen gelegentlich die des zugrunde liegen- men, um beispielsweise einen Fehler bei der Aus-
den Index nicht genau nachbilden. Dieser Tracking wahl der Indexbestandteile zu korrigieren. Wenn
Error entsteht, wenn es unmöglich ist, die genauen der zugrunde liegende Index neu gewichtet und
Bestandteile des zugrunde liegenden Index zu zusammengesetzt wird und der Fonds daraufhin
halten, beispielsweise wenn lokale Märkte Handels- sein Portfolio neu gewichtet und zusammensetzt,
beschränkungen unterliegen, kleinere Bestandteile so dass dieses dem zugrunde liegenden Index
illiquide sind, der Handel mit bestimmten im zu- entspricht, werden aus dieser Neugewichtung und -
grunde liegenden Index enthaltenen Wertpapieren zusammensetzung des Portfolios entstehende
vorübergehend nicht verfügbar oder unterbrochen Transaktionskosten (einschließlich Kapitalgewinn-
ist und/oder wenn gesetzliche Vorschriften den steuern und/oder Transaktionssteuern) und Markt-
Erwerb bestimmter Bestandteile des zugrunde risikopositionen direkt vom Fonds und von dessen
liegenden Index einschränken. Darüber hinaus Anteilinhabern getragen. Nicht planmäßige Neuge-
stützt sich die Gesellschaft auf Indexlizenzen des wichtungen und –zusammensetzungen des zu-
Lizenzgebers zur Nutzung und Nachbildung des grunde liegenden Index können außerdem dazu
zugrunde liegenden Index. Falls der Lizenzgeber führen, dass der Fonds dem Risiko eines Tracking
eine Indexlizenz beendet oder ändert, beeinflusst Error unterliegt. Fehler im zugrunde liegenden
dies die Fähigkeit des betroffenen Fonds, seinen Index und vom Lizenzgeber am zugrunde liegenden
zugrunde liegenden Index weiter zu nutzen und Index vorgenommene zusätzliche Ad-hoc-
nachzubilden und seine Anlageziele zu erreichen. Neugewichtungen und –zusammensetzungen kön-
Unabhängig von den Marktbedingungen zielt der nen somit die Kosten und das Marktrisiko des
Fonds darauf ab, die Wertentwicklung des zugrun- Fonds erhöhen.
de liegenden Index nachzubilden, der Fonds ver-
sucht jedoch nicht, den zugrunde liegenden Index 15.2. Risiko der negativen Wert-
zu übertreffen. entwicklung (Marktrisiko)
Es kann nicht zugesichert werden, dass der Lizenz- Die untenstehenden Risiken können die Wertent-
geber den zugrunde liegenden Index richtig zu- wicklung des Fonds bzw. der im Fonds gehaltenen
sammenstellt oder dass der zugrunde liegenden Vermögensgegenstände beeinträchtigen und sich
Index richtig bestimmt, zusammengesetzt oder

21
damit auch nachteilig auf den Anteilwert und auf Daneben können sich die Zinssätze verschiedener,
das vom Anleger investierte Kapital auswirken. auf die gleiche Währung lautender zinsbezogener
Finanzinstrumente mit vergleichbarer Restlaufzeit
15.2.1. Wertveränderungsrisiken unterschiedlich entwickeln.
Die Vermögensgegenstände, in die die Gesellschaft
für Rechnung des Fonds investiert, unterliegen 15.2.5. Risiko von negativen Habenzinsen
Risiken. So können Wertverluste auftreten, indem Die Gesellschaft legt liquide Mittel des Fonds bei
der Marktwert der Vermögensgegenstände gegen- der Verwahrstelle oder anderen Banken für Rech-
über dem Einstandspreis fällt oder Kassa- und nung des Fonds an. Für diese Bankguthaben ist
Terminpreise sich unterschiedlich entwickeln. teilweise ein Zinssatz vereinbart, der sich in der
Regel aus dem European Interbank Offered Rate
15.2.2. Kapitalmarktrisiko (Euribor) abzüglich einer bestimmten Marge ent-
Die Kurs- oder Marktwertentwicklung von Finanz- spricht. Sinkt der Euribor unter die vereinbarte
produkten hängt insbesondere von der Entwicklung Marge, so führt dies zu negativen Zinsen auf dem
der Kapitalmärkte ab, die wiederum von der allge- entsprechenden Konto. Abhängig von der Entwick-
meinen Lage der Weltwirtschaft sowie den wirt- lung der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank
schaftlichen und politischen Rahmenbedingungen in können sowohl kurz-, mittel- als auch langfristige
den jeweiligen Ländern beeinflusst wird. Auf die Bankguthaben eine negative Verzinsung erzielen.
allgemeine Kursentwicklung insbesondere an einer
Börse können auch irrationale Faktoren wie Stim- 15.2.6. Risiken in Zusammenhang mit Deri-
mungen, Meinungen und Gerüchte einwirken. vatgeschäften
Schwankungen der Kurs- und Marktwerte können Die Gesellschaft darf für den Fonds Derivatgeschäf-
auch auf Veränderungen der Zinssätze, Wechsel- te abschließen. Kauf und Verkauf von Optionen
kurse oder der Bonität eines Emittenten zurückzu- sowie der Abschluss von Terminkontrakten oder
führen sein. Swaps sind mit folgenden Risiken verbunden:
• Durch die Verwendung von Derivaten können
15.2.3. Kursänderungsrisiko bei Aktien
Verluste entstehen, die nicht vorhersehbar
Aktien unterliegen erfahrungsgemäß starken Kurs- sind und sogar die für das Derivatgeschäft ein-
schwankungen und somit auch dem Risiko von
gesetzten Beträge überschreiten können.
Kursrückgängen. Diese Kursschwankungen werden
insbesondere durch die Entwicklung der Gewinne • Kursänderungen des Basiswertes können den
des emittierenden Unternehmens sowie die Ent- Wert eines Optionsrechts oder Terminkontrak-
wicklungen der Branche und der gesamtwirtschaft- tes vermindern. Vermindert sich der Wert und
lichen Entwicklung beeinflusst. Das Vertrauen der wird das Derivat hierdurch wertlos, kann die
Marktteilnehmer in das jeweilige Unternehmen Gesellschaft gezwungen sein, die erworbenen
kann die Kursentwicklung ebenfalls beeinflussen. Rechte verfallen zu lassen. Durch Wertände-
Dies gilt insbesondere bei Unternehmen, deren rungen des einem Swap zugrunde liegenden
Aktien erst über einen kürzeren Zeitraum an der Vermögenswertes kann der Fonds ebenfalls
Börse oder einem anderen organisierten Markt Verluste erleiden.
zugelassen sind; bei diesen können bereits geringe • Ein liquider Sekundärmarkt für ein bestimmtes
Veränderungen von Prognosen zu starken Kursbe- Instrument zu einem gegebenen Zeitpunkt
wegungen führen. Ist bei einer Aktie der Anteil der kann fehlen. Eine Position in Derivaten kann
frei handelbaren, im Besitz vieler Aktionäre befind- dann unter Umständen nicht wirtschaftlich
lichen Aktien (sogenannter Streubesitz) niedrig, so neutralisiert (geschlossen) werden.
können bereits kleinere Kauf- und Verkaufsaufträge • Durch die Hebelwirkung von Optionen kann
dieser Aktie eine starke Auswirkung auf den Markt- der Wert des Fondsvermögens stärker beein-
preis haben und damit zu höheren Kursschwan- flusst werden, als dies beim unmittelbaren Er-
kungen führen. werb der Basiswerte der Fall ist. Das Verlustri-
siko kann bei Abschluss des Geschäfts nicht
15.2.4. Zinsänderungsrisiko
bestimmbar sein.
Mit der Investition in festverzinsliche Wertpapiere
• Der Kauf von Optionen birgt das Risiko, dass
ist die Möglichkeit verbunden, dass sich das
die Option nicht ausgeübt wird, weil sich die
Marktzinsniveau ändert, das im Zeitpunkt der Be-
Preise der Basiswerte nicht wie erwartet entwi-
gebung eines Wertpapiers besteht. Steigen die
Marktzinsen gegenüber den Zinsen zum Zeitpunkt ckeln, so dass die vom Fonds gezahlte Opti-
onsprämie verfällt. Beim Verkauf von Optione n
der Emission, so fallen i.d.R. die Kurse der festve r-
besteht die Gefahr, dass der Fonds zur Ab-
zinslichen Wertpapiere. Fällt dagegen der Markt-
nahme von Vermögenswerten zu einem höhe-
zins, so steigt der Kurs festverzinslicher Wertpapie-
ren als dem aktuellen Marktpreis, oder zur Lie-
re. Diese Kursentwicklung führt dazu, dass die
ferung von Vermögenswerten zu einem niedri-
aktuelle Rendite des festverzinslichen Wertpapiers
geren als dem aktuellen Marktpreis verpflichtet
in etwa dem aktuellen Marktzins entspricht. Diese
ist. Der Fonds erleidet dann einen Verlust in
Kursschwankungen fallen jedoch je nach (Rest-
Höhe der Preisdifferenz minus der eingenom-
)Laufzeit der festverzinslichen Wertpapiere unter-
menen Optionsprämie.
schiedlich stark aus. Festverzinsliche Wertpapiere
mit kürzeren Laufzeiten haben geringere Kursrisi- • Bei Terminkontrakten besteht das Risiko, dass
ken als festverzinsliche Wertpapiere mit längeren die Gesellschaft für Rechnung des Fonds ver-
Laufzeiten. Festverzinsliche Wertpapiere mit kürze - pflichtet ist, die Differenz zwischen dem bei
ren Laufzeiten haben demgegenüber in der Regel Abschluss zugrunde gelegten Kurs und dem
geringere Renditen als festverzinsliche Wertpapiere Marktkurs zum Zeitpunkt der Glattstellung
mit längeren Laufzeiten. Geldmarktinstrumente bzw. Fälligkeit des Geschäftes zu tragen. Da-
besitzen aufgrund ihrer kurzen Laufzeit von maxi- mit würde der Fonds Verluste erleiden. Das Ri -
mal 397 Tagen tendenziell geringere Kursrisiken.

22
siko des Verlusts ist bei Abschluss des Termin- Inflationsrate kann über dem Wertzuwachs des
kontrakts nicht bestimmbar. Fonds liegen.
• Der gegebenenfalls erforderliche Abschluss 15.2.10. Währungsrisiko
eines Gegengeschäfts (Glattstellung) ist mit
Vermögenswerte des Fonds können in anderen
Kosten verbunden.
Währungen als der Fondswährung angelegt sein.
• Die von der Gesellschaft getroffenen Progno- Der Fonds erhält die Erträge, Rückzahlungen und
sen über die künftige Entwicklung von zugrun- Erlöse aus solchen Anlagen in der jeweiligen Wäh-
de liegenden Vermögensgegenständen, Zinss- rung. Fällt der Wert dieser Währung gegenüber der
ätzen, Kursen und Devisenmärkten können Fondswährung, so reduziert sich der Wert solcher
sich im Nachhinein als unrichtig erweisen. Anlagen und somit auch der Wert des Fondsvermö-
• Die den Derivaten zugrunde liegenden Vermö- gens.
gensgegenstände können zu einem an sich
günstigen Zeitpunkt nicht gekauft bzw. ver- 15.2.11. Konzentrationsrisiko
kauft werden bzw. müssen zu einem ungünsti- Der dem Fonds zugrunde liegende Index
gen Zeitpunkt gekauft oder verkauft werden. konzentriert die Anlage der Vermögensgegen-
Bei außerbörslichen Geschäften, sogenannten over- stände auf einen bestimmten nationalen
Markt. Dadurch ist der Fonds ausschließlich
the-counter (OTC)–Geschäften, können folgende
von der Entwicklung dieses nationalen Mark-
Risiken auftreten:
tes und nicht des Gesamtmarktes abhängig.
• Es kann ein organisierter Markt fehlen, so dass
die Gesellschaft die für Rechnung des Fonds 15.2.12. Risiken im Zusammenhang mit der
am OTC-Markt erworbenen Finanzinstrumente Investition in Investmentanteile
schwer oder gar nicht veräußern kann. Die Risiken der Investmentanteile, die für den
• Der Abschluss eines Gegengeschäfts (Glattstel- Fonds erworben werden (sogenannte Zielfonds),
lung) kann aufgrund der individuellen Verein- stehen in engem Zusammenhang mit den Risiken
barung schwierig, nicht möglich bzw. mit er- der in diesen Fonds enthaltenen Vermögensgegen-
heblichen Kosten verbunden sein. stände bzw. der von diesen verfolgten Anlagestra-
tegien. Da die Manager der einzelnen Zielfonds
15.2.7. Kursänderungsrisiko von Wandel- voneinander unabhängig handeln, kann es aber
und Optionsanleihen auch vorkommen, dass mehrere Zielfonds gleiche
Wandel– und Optionsanleihen verbriefen das oder einander entgegengesetzte Anlagestrategien
Recht, die Anleihe in Aktien umzutauschen oder verfolgen. Hierdurch können bestehende Risiken
Aktien zu erwerben. Die Entwicklung des Werts von kumulieren, und eventuelle Chancen können sich
Wandel- und Optionsanleihen ist daher abhängig gegeneinander aufheben. Es ist der Gesellschaft im
von der Kursentwicklung der Aktie als Basiswert. Regelfall nicht möglich, das Management der Ziel-
Die Risiken der Wertentwicklung der zugrunde fonds zu kontrollieren. Deren Anlageentscheidun-
liegenden Aktien können sich daher auch auf die gen müssen nicht zwingend mit den Annahmen
Wertentwicklung der Wandel- und Optionsanleihe oder Erwartungen der Gesellschaft übereinstim-
auswirken. Optionsanleihen, die dem Emittenten men. Der Gesellschaft wird die aktuelle Zusam-
das Recht einräumen dem Anleger statt der Rück- mensetzung der Zielfonds oftmals nicht zeitnah
zahlung eines Nominalbetrags eine im Vorhinein bekannt sein. Entspricht die Zusammensetzung
festgelegte Anzahl von Aktien anzudienen (Reverse nicht ihren Annahmen oder Erwartungen, so kann
Convertibles), sind in verstärktem Maße von dem sie ggf. erst deutlich verzögert reagieren, indem sie
entsprechenden Aktienkurs abhängig. Zielfondsanteile zurückgibt.
15.2.8. Risiken im Zusammenhang mit dem Ferner könnten Zielfonds zeitweise die Rücknahme
Erhalt von Sicherheiten der Anteile aussetzen. Dann ist die Gesellschaft
daran gehindert, die Anteile am Zielfonds zu ver-
Die Gesellschaft erhält für Derivatgeschäfte Sicher-
äußern, indem sie gegen Auszahlung des Rück-
heiten. Derivate können im Wert steigen. Die er-
nahmepreises bei der Verwaltungsgesellschaft oder
haltenen Sicherheiten könnten dann nicht mehr
ausreichen, um den Lieferungs- bzw. Rückübertra- der Verwahrstelle des Zielfonds zurückgibt.
gungsanspruch der Gesellschaft gegenüber dem 15.2.13. Risiken aus dem Anlagespektrum
Kontrahenten in voller Höhe abzudecken.
Unter Beachtung der durch das Gesetz und die An-
Die Gesellschaft kann Barsicherheiten auf Sperr- lagebedingungen vorgegebenen Anlagegrundsätze
konten, in Staatsanleihen von hoher Qualität oder und -grenzen, die für den Fonds einen sehr weiten
in Geldmarktfonds mit kurzer Laufzeitstruktur an- Rahmen vorsehen, kann die tatsächliche Anlagepo-
legen. Das Kreditinstitut, bei dem Bankguthaben litik auch darauf ausgerichtet sein, schwerpunkt-
verwahrt werden, kann jedoch ausfallen. Staatsan- mäßig Vermögensgegenstände z. B. nur weniger
leihen oder Geldmarktfonds können sich negativ Branchen, Märkte oder Regionen/Länder zu erwer-
entwickeln. Bei Beendigung des Geschäfts könnten ben. Diese Konzentration auf wenige spezielle
die angelegten Sicherheiten nicht mehr in voller Anlagesektoren kann mit Risiken (z. B. Marktenge,
Höhe verfügbar sein, müssen jedoch von der Ge- hohe Schwankungsbreite innerhalb bestimmter
sellschaft für den Fonds in der ursprünglich ge- Konjunkturzyklen) verbunden sein. Über den Inhalt
währten Höhe wieder zurück gewährt werden. der Anlagepolitik informiert der Jahresbericht nach-
Dann müsste der Fonds die bei den Sicherheiten träglich für das abgelaufene Berichtsjahr.
erlittenen Verluste tragen.

15.2.9. Inflationsrisiko
Die Inflation beinhaltet ein Abwertungsrisiko für
alle Vermögensgegenstände. Dies gilt auch für die
im Fonds gehaltenen Vermögensgegenstände. Die

23
15.3. Risiken der eingeschränkten ten werden dem Fonds belastet und können die
Wertentwicklung des Fonds beeinträchtigen.
oder erhöhten Liquidität des
Fonds (Liquiditätsrisiko) 15.3.4. Risiko bei Feiertagen in bestimmten
Die untenstehenden Risiken können die Liquidität Regionen/Ländern
des Fonds beeinträchtigen. Dies könnte dazu füh- Nach der Anlagestrategie sollen Investitionen für
ren, dass der Fonds seinen Zahlungsverpflich- den Fonds insbesondere in bestimmten Regionen/
tungen vorübergehend oder dauerhaft nicht nach- Ländern getätigt werden. Aufgrund lokaler Feier-
kommen kann bzw. dass die Gesellschaft die Rüc k - tage in diesen Regionen/Ländern kann es zu Ab-
nahmeanträge von Anlegern vorübergehend oder weichungen zwischen den Handelstagen an Börsen
dauerhaft nicht erfüllen kann. Der Anleger könnte dieser Regionen/Länder und Bewertungstagen des
die von ihm geplante Haltedauer nicht realisieren Fonds kommen. Der Fonds kann möglicherweise an
und ihm könnte ggf. das investierte Kapital oder einem Tag, der kein Bewertungstag ist, auf Markt-
Teile hiervon für unbestimmte Zeit nicht zur Verfü- entwicklungen in den Regionen/Ländern nicht am
gung stehen. Durch die Verwirklichung der Liquidi- selben Tag reagieren oder an einem Bewertungs-
tätsrisiken könnte zudem der Wert des Fondsver- tag, der kein Handelstag in diesen Regionen/ Län-
mögens und damit der Anteilwert sinken, etwa dern ist, auf dem dortigen Markt nicht handeln.
wenn die Gesellschaft gezwungen ist, soweit ge- Hierdurch kann der Fonds gehindert sein, Vermö-
setzlich zulässig, Vermögensgegenstände für den gensgegenstände in der erforderlichen Zeit zu ver-
Fonds unter Verkehrswert zu veräußern. Ist die äußern. Dies kann die Fähigkeit des Fonds nachtei-
Gesellschaft nicht in der Lage, die Rückgabeverlan- lig beeinflussen, Rückgabeverlangen oder sonstigen
gen der Anleger zu erfüllen, kann dies außerdem Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
zur Aussetzung der Rücknahme und im Extremfall
zur anschließenden Auflösung des Fonds führen. 15.4. Kontrahentenrisiken inklusive
Kredit- und Forderungsrisiko
15.3.1. Risiko aus der Anlage in Vermö-
Die untenstehenden Risiken können die Wertent-
gensgegenstände
wicklung des Fonds beeinträchtigen und sich damit
Für den Fonds dürfen auch Vermögensgegenstände auch nachteilig auf den Anteilwert und auf das vom
erworben werden, die nicht an einer Börse zugelas- Anleger investierte Kapital auswirken. Veräußert
sen oder in einen anderen organisierten Markt der Anleger Anteile am Fonds zu einem Zeitpunkt,
einbezogen sind. Es kann nicht garantiert werden, in dem eine Gegenpartei oder ein zentraler Kontra-
dass diese Vermögensgegenstände ohne Abschlä- hent ausgefallen ist und dadurch der Wert des
ge, zeitliche Verzögerung oder gar nicht weiterver- Fondsvermögens beeinträchtigt ist, könnte der
äußert werden können. Auch an der Börse zugelas- Anleger das von ihm in den Fonds investierte Kapi-
sene Vermögensgegenstände können abhängig von tal nicht oder nicht vollständig zurück erhalten.
der Marktlage, dem Volumen, dem Zeitrahmen und
den geplanten Kosten gegebenenfalls nicht oder 15.4.1. Adressenausfallrisiko / Gegenpar-
nur mit hohen Preisabschlägen veräußert werden. tei-Risiken (außer zentrale Kontra-
Obwohl für den Fonds nur Vermögensgegenstände henten)
erworben werden dürfen, die grundsätzlich jeder- Durch den Ausfall eines Emittenten oder eines
zeit liquidiert werden können, kann nicht ausge- Vertragspartners (Kontrahenten), gegen den der
schlossen werden, dass diese zeitweise oder dau- Fonds Ansprüche hat, können für den Fonds Ver-
erhaft nur mit Verlust veräußert werden können. luste entstehen. Das Emittentenrisiko beschreibt
die Auswirkung der besonderen Entwicklungen des
15.3.2. Risiko durch Kreditaufnahme
jeweiligen Emittenten, die neben den allgemeinen
Die Gesellschaft darf für Rechnung des Fonds Kre- Tendenzen der Kapitalmärkte auf den Kurs eines
dite entsprechend dem Punkt 12. „ Kreditaufnah- Wertpapiers einwirken. Auch bei sorgfältiger Aus-
me“ aufnehmen. Kredite mit einer variablen Ver- wahl der Wertpapiere kann nicht ausgeschlossen
zinsung können sich durch steigende Zinssätze werden, dass Verluste durch Vermögensverfall bei
zudem negativ auf das Fondsvermögen auswirken. Emittenten eintreten. Die Partei eines für Rechnung
Muss die Gesellschaft einen Kredit zurückzahlen des Fonds geschlossenen Vertrags kann teilweise
und kann ihn nicht durch eine Anschlussfinanzie- oder vollständig ausfallen (Kontrahentenrisiko).
rung oder im Fonds vorhandene Liquidität ausglei- Dies gilt für alle Verträge, die für Rechnung des
chen, ist sie möglicherweise gezwungen, Vermö- Fonds geschlossen werden.
gensgegenstände vorzeitig oder zu schlechteren
Konditionen als geplant zu veräußern. 15.4.2. Risiko durch zentrale Kontrahenten
Ein zentraler Kontrahent (Central Counterparty –
15.3.3. Risiken durch vermehrte Rückgaben
„CCP“) tritt als zwischengeschaltete Institution in
oder Zeichnungen
bestimmte Geschäfte für den Fonds ein, insbeson-
Durch Zeichnung und Rücknahmen von ein- und dere in Geschäfte über derivative Finanzinstrumen-
aussteigenden Anlegern fließt dem Fondsvermögen te. In diesem Fall wird er als Käufer gegenüber
Liquidität zu oder vom Fondsvermögen Liquidität dem Verkäufer und als Verkäufer gegenüber dem
ab. Die Zu- und Abflüsse können nach Saldierung Käufer tätig. Ein CCP sichert sich gegen das Risiko,
zu einem Nettozu- oder –abfluss der liquiden Mittel dass seine Geschäftspartner die vereinbarten Leis-
des Fonds führen. Dieser Nettozu- oder –abfluss tungen nicht erbringen können, durch eine Reihe
kann den Fondsmanager veranlassen, Vermögens- von Schutzmechanismen ab, die es ihm jederzeit
gegenstände zu kaufen oder zu verkaufen, wo- ermöglichen, Verluste aus den eingegangen Ge-
durch Transaktionskosten entstehen. Dies gilt ins- schäften auszugleichen (z.B. durch Besicherun-
besondere, wenn durch die Zu- oder Abflüsse eine gen). Es kann trotz dieser Schutzmechanismen
von der Gesellschaft für den Fonds vorgesehene nicht ausgeschlossen werden, dass ein CCP seiner-
Quote liquider Mittel über- bzw. unterschritten seits überschuldet wird und ausfällt, wodurch auch
wird. Die hierdurch entstehenden Transaktionskos-

24
Ansprüche der Gesellschaft für den Fonds betroffen Außenprüfungen) kann bei einer für Anleger steu-
sein können. Hierdurch können Verluste für den erlich grundsätzlich nachteiligen und außerhalb der
Fonds entstehen. Einflusssphäre der Gesellschaft liegenden Korrektur
zur Folge haben, dass der Anleger die Steuerlast
15.5. Operationelle und sonstige aus der Korrektur für vorangegangene Geschäfts-
Risiken des Fonds jahre zu tragen hat, obwohl er unter Umständen zu
Die untenstehenden Risiken können die Wertent- diesem Zeitpunkt nicht in dem Fonds investiert
wicklung des Fonds beeinträchtigen und sich damit war. Umgekehrt kann für den Anleger der Fall
auch nachteilig auf den Anteilwert und auf das vom eintreten, dass ihm eine steuerlich grundsätzlich
Anleger investierte Kapital auswirken. vorteilhafte Korrektur für das aktuelle und für vo-
rangegangene Geschäftsjahre, in denen er an dem
15.5.1. Risiken durch kriminelle Handlun- Fonds beteiligt war, nicht mehr zugute kommt, weil
gen, Missstände oder Naturkata- er seine Anteile vor Umsetzung der Korrektur zu-
strophen rückgegeben oder veräußert hat.
Der Fonds kann Opfer von Betrug oder anderen Zudem kann eine Korrektur von Steuerdaten dazu
kriminellen Handlungen werden. Er kann Verluste führen, dass steuerpflichtige Erträge bzw. steuerli-
durch Missverständnisse oder Fehler von Mitarbei- che Vorteile in einem anderen als dem eigentlich
tern der Gesellschaft oder externer Dritter erleiden zutreffenden Veranlagungszeitraum steuerlich er-
oder durch äußere Ereignisse wie z.B. Naturkata- fasst werden und sich dies beim einzelnen Anleger
strophen geschädigt werden. negativ auswirkt.
15.5.2. Länder- oder Transferrisiko Die Gesellschaft (oder ein Vertreter) kann im Na-
Es besteht das Risiko, dass ein ausländischer men des Fonds Anträge auf Erstattung von Quel-
lensteuern auf Dividenden- und Zinserträge (soweit
Schuldner trotz Zahlungsfähigkeit aufgrund fehlen-
der Transferfähigkeit der Währung, fehlender vorhanden) von Emittenten aus bestimmten Län-
dern, in denen eine solche Anträge möglich sind,
Transferbereitschaft seines Sitzlandes, oder aus
ähnlichen Gründen, Leistungen nicht fristgerecht, stellen. Ob oder wann der Fonds in Zukunft eine
Rückerstattung der Quellensteuer erhält, liegt im
überhaupt nicht oder nur in einer anderen Währung
erbringen kann. So können z.B. Zahlungen, auf die Ermessen der Steuerbehörden in diesen Ländern.
Soweit die Gesellschaft, auf der Grundlage einer
die Gesellschaft für Rechnung des Fonds Anspruch
hat, ausbleiben, in einer Währung erfolgen, die fortlaufenden Bewertung der Wahrscheinlichkeit
einer Rückerstattung, davon ausgeht, dass eine
aufgrund von Devisenbeschränkungen nicht (mehr)
konvertierbar ist, oder in einer anderen Währung Rückerstattung von Quellensteuern für den Fonds
erfolgen wird, enthält der Nettoinventarwert des
erfolgen. Zahlt der Schuldner in einer anderen
Währung, so unterliegt diese Position dem oben Fonds grundsätzlich Rückstellungen bezüglich die-
ser Steuerrückerstattungen. Die Gesellschaft wer-
dargestellten Währungsrisiko.
tet fortlaufend Entwicklungen des Steuerrechts
15.5.3. Rechtliche und politische Risiken hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Wahr-
Für den Fonds dürfen Investitionen in Rechtsord- scheinlichkeit von Rückerstattungen für den Fonds
nungen getätigt werden, in denen deutsches Recht aus. Wenn die Wahrscheinlichkeit, Rückerstattun-
keine Anwendung findet bzw. im Fall von Rechts- gen zu erhalten, wesentlich sinkt, z.B. aufgrund
streitigkeiten der Gerichtsstand außerhalb Deutsch- einer Änderung der Steuervorschriften oder des
lands ist. Hieraus resultierende Rechte und Pflich- steuerlichen Verfahrens, müssen Rückstellungen im
ten der Gesellschaft für Rechnung des Fonds kön- Nettoinventarwert des Fonds für solche Rückerstat-
nen von denen in Deutschland zum Nachteil des tungen möglicherweise teilweise oder vollständig
Fonds bzw. des Anlegers abweichen. Politische oder abgeschrieben werden, was sich nachteilig auf den
rechtliche Entwicklungen einschließlich der Ände- Nettoinventarwert des Fonds auswirken wird. Die
rungen von rechtlichen Rahmenbedingungen in Anleger des Fonds zum Zeitpunkt der Abschreibung
diesen Rechtsordnungen können von der Gesell- einer Rückstellung tragen die Auswirkungen einer
schaft nicht oder zu spät erkannt werden oder zu daraus resultierenden Verringerung des Nettoin-
Beschränkungen hinsichtlich erwerbbarer oder ventarwerts, unabhängig davon, ob sie während
bereits erworbener Vermögensgegenstände führen. des Zeitraums der Rückstellung Anleger waren
Diese Folgen können auch entstehen, wenn sich die oder nicht. Umgekehrt, wenn der Fonds eine Steu-
rechtlichen Rahmenbedingungen für die Gesell- errückerstattung erhält, die vorher nicht als Rück-
schaft und/oder die Verwaltung des Fonds in stellung eingestellt wurde, profitieren die Anleger
Deutschland ändern. des Fonds zum Zeitpunkt der erfolgreichen Erstat-
tungsanspruchs von einer daraus resultierenden
15.5.4. Änderung der steuerlichen Rahmen- Erhöhung des Nettoinventarwerts des Fonds. Anle-
bedingungen ger, die ihre Anteile vor diesem Zeitpunkt verkauft
Die Kurzangaben über steuerrechtliche Vorschriften haben, profitieren nicht von einer solchen Erhö-
in diesem Verkaufsprospekt gehen von der derzeit hung des Nettoinventarwerts.
bekannten Rechtslage aus. Sie richten sich an in
15.5.5. FATCA und andere grenzüberschrei-
Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflich-
tende Meldesysteme
tige oder unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtige
Personen. Es kann jedoch keine Gewähr dafür Anleger sollten auch die Informationen im Ab-
übernommen werden, dass sich die steuerliche schnitt „FATCA und andere grenzüberschreitende
Beurteilung durch Gesetzgebung, Rechtsprechung Meldesysteme“ unter Punkt 30.9 lesen, insbeson-
oder Erlasse der Finanzverwaltung nicht ändert. dere in Bezug auf die Folgen, wenn die Gesellschaft
die Bedingungen solcher Meldesysteme nicht erfül-
Eine Änderung fehlerhaft festgestellter Besteue-
len kann.
rungsgrundlagen des Fonds für vorangegangene
Geschäftsjahre (z.B. aufgrund von steuerlichen

25
15.5.6. Schlüsselpersonenrisiko schriebenen Anlagegrenzen für OGAW- Invest-
Fällt das Anlageergebnis des Fonds in einem be- mentvermögen einhält. Sollte der zugrunde liegen-
stimmten Zeitraum sehr positiv aus, hängt dieser de Index die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzen
Erfolg möglicherweise auch von der Eignung der nicht mehr einhalten, so würde der Fonds seinen
handelnden Personen und damit den richtigen Status als Wertpaperindex-OGAW verlieren, mit
Entscheidungen ihres Managements ab. Die perso- der Folge, dass eventuell Vertriebszulassungen im
nelle Zusammensetzung des Fondsmanagements Ausland zurückzunehmen und die Anlagebeding-
kann sich jedoch verändern. Neue Entscheidungs- ungen des Fonds an die geänderte Situation anzu-
träger können dann möglicherweise weniger erfolg- passen sind. Durch eine Änderung der Anlagepolitik
reich agieren. innerhalb des für den Wertpapierindex-OGAW
zulässigen Anlagespektrums kann sich das mit dem
15.5.7. Verwahrrisiko Fonds verbundene Risiko inhaltlich verändern.
Mit der Verwahrung von Vermögensgegenständen Sollte eine Änderung der Anlagebedingungen
insbesondere im Ausland ist ein Verlustrisiko ver- sinnvoll nicht möglich sein, so besteht das Risiko,
bunden, das aus Insolvenz oder Sorgfaltspflichtver- dass der Fonds liquidiert werden und der Wert
letzungen des Verwahrers bzw. aus höherer Gewalt unter den Anteilinhabern aufgeteilt werden muss.
resultieren kann.
15.5.8. Risiken aus Handels- und Clearing- 16. Erläuterung des Risikoprofils
mechanismen (Abwicklungsrisiko) des Fonds
Bei der Abwicklung von Wertpapiergeschäften Das Risikoprofil basiert auf einer Ertrags- und
besteht das Risiko, dass eine der Vertragsparteien Risikoskala von 1 bis 7, wobei 1 für ein eher nied-
verzögert oder nicht vereinbarungsgemäß zahlt riges Risiko aber typischerweise auch niedrigere
oder die Wertpapiere nicht fristgerecht liefert. Erträge und 7 für ein eher höheres Risiko aber
Dieses Abwicklungsrisiko besteht entsprechend typischerweise auch höhere Erträge steht.
auch beim Handel mit anderen Vermögensgegen-
Der Fonds gehört gegenwärtig zur Kategorie 6
ständen für den Fonds. wegen der Art seiner Anlagen, die die nachfolgend
15.5.9. Risiko von Anlagebeschränkungen aufgeführten Risiken einschließen.
Investitionen der BlackRock Gruppe können dazu Der Indikator basiert auf historischen Daten und ist
führen, dass die möglichen Anlagestrategien des möglicherweise kein zuverlässiger Hinweis auf das
Fonds durch Anlagebeschränkungen beeinträchtigt künftige Risikoprofil des Fonds. Die ausgewiesene
werden. Als Investitionen der BlackRock Gruppe Risikokategorie stellt keine Garantie dar und kann
gelten in diesem Zusammenhang auch Investitio- sich im Laufe der Zeit ändern. Die jeweils aktuelle
nen für Rechnung von Konten, die von der Black- Kategorisierung kann den wesentlichen Anlegerin-
Rock Gruppe oder der PNC Gruppe verwaltet wer- formationen entnommen werden. Die niedrigste
den. Kategorie kann nicht mit einer risikofreien Anlage
gleichgesetzt werden. Diese Faktoren können den
So können sich beispielsweise aus der gesell-
Wert der Anlagen beeinflussen oder zu Verlusten
schaftsrechtlichen oder der aufsichtsrechtlichen
führen.
Definition des Eigentums an regulierten Unterneh-
men auf bestimmten Märkten Gesamt-Anlagegren- Das Anlagerisiko ist auf bestimmte Sektoren, Län-
zen für verbundene Unternehmen ergeben, die der, Währungen oder Unternehmen konzentriert.
nicht überschritten werden dürfen. Folglich ist der Fonds anfällig gegenüber lokalen
wirtschaftlichen, marktbezogenen, politischen oder
Nicht-Einhaltung dieser Anlagegrenzen ohne Ertei-
aufsichtsrechtlichen Ereignissen.
lung einer entsprechenden Genehmigung oder
sonstigen aufsichtsrechtlichen oder gesellschafts- Der Wert von Aktien und eigenkapitalbezogenen
rechtlichen Zustimmungen kann Nachteile oder Wertpapieren kann durch tägliche Kursbewegungen
Geschäftsbeschränkungen für die BlackRock Grup- an den Börsen beeinträchtigt werden. Sonstige Ein-
pe und den Fonds nach sich ziehen. flussfaktoren umfassen politische und wirtschaft-
liche Meldungen, Unternehmensergebnisse und
Das Erreichen solcher Gesamt-Anlagegrenzen kann
bedeutende Unternehmensereignisse.
zur Folge haben, dass der Fonds aus aufsichts-
rechtlichen oder sonstigen Gründen nicht mehr in Besondere Risiken, die nicht auf angemessene Art
der Lage ist, Anlagen zu tätigen oder zu veräußern und Weise vom Risikoindikator erfasst werden,
bzw. Rechte aus solchen Anlagen auszuüben. umfassen das Kontrahentenrisiko.
Im Hinblick auf mögliche aufsichtsrechtliche Be-
schränkungen der Eigentumsrechte oder sonstige 17. Profil des typischen Anle-
Beschränkungen, die sich aus dem Erreichen der gers
Anlagegrenzen ergeben, ist die Gesellschaft daher
Der Fonds richtet sich an alle Arten von Anlegern,
berechtigt, den Erwerb von Anlagen zu beschrän-
die das Ziel der Vermögensbildung bzw. Vermö-
ken, bestehende Anlagen zu veräußern oder die
gensoptimierung verfolgen. Der Anleger muss
Ausübung von Rechten (einschließlich Stimmrech-
bereit und in der Lage sein, deutliche Wert-
ten) auf sonstige Weise einzuschränken.
schwankungen der Anteile und ggf. einen deut-
15.6. Änderung der Anlagepolitik; lichen Kapitalverlust hinzunehmen. Der Fonds ist
Rücknahme von Vertriebszu- für mittel- und langfristige Investitionen geeignet,
auch wenn der Fonds ebenfalls für ein kürzeres
lassungen; Liquidation des Engagement in den zugrunde liegenden Index
Fonds. geeignet sein kann.
Der Fonds ist derzeit als Wertpapierindex-OGAW
gemäß § 209 KAGB zugelassen, da der zugrunde
liegende Index tatsächlich die gesetzlich vorge-

26
18. Anteile 19.3. Abrechnung bei Anteilausgabe
Die Rechte der Anleger werden ausschließlich in und -rücknahme
Sammelurkunden verbrieft. Diese Sammelurkun- Die Gesellschaft trägt dem Grundsatz der Anleger-
den werden bei einer Wertpapier-Sammelbank gleichbehandlung Rechnung, indem sie sicherstellt,
verwahrt. Ein Anspruch des Anlegers auf Ausliefe- dass sich kein Anleger durch den Kauf oder Verkauf
rung einzelner Anteilscheine besteht nicht. Der von Anteilen zu bereits bekannten Anteilwerten
Erwerb von Anteilen ist nur bei Depotverwahrung Vorteile verschaffen kann. Sie setzt deshalb einen
möglich. Die Anteile lauten auf den Inhaber und täglichen Orderannahmeschluss fest. Grundsätzlich
verbriefen die Ansprüche der Inhaber gegenüber werden Zeichnungs- oder Rücknahmeaufträge, die
der Gesellschaft. bis zu dem von der Gesellschaft festgelegten An-
nahmeschluss bei der Gesellschaft oder der Ver-
19. Ausgabe und Rücknahme wahrstelle vorliegen, zu dem Ausgabe- oder Rück-
nahmepreis abgerechnet, der am folgenden Han-
von Anteilen delstag bekannt gemacht wird. Orders, die nach
dem Annahmeschluss bei der Verwahrstelle oder
19.1. Ausgabe von Anteilen bei der Gesellschaft eingehen, werden erst an dem
Die Anzahl der ausgegebenen Anteile ist grundsätz- auf den in Satz 2 folgenden Wertermittlungstag zu
lich nicht beschränkt. Die Anteile können bei den dem dann ermittelten Anteilwert abgerechnet. Der
auf dem Innendeckblatt genannten Designated Orderannahmeschluss für diesen Fonds ist auf der
Sponsors erworben werden. Sie werden von der Homepage der Gesellschaft unter www.ishares.de
Verwahrstelle zum Ausgabepreis ausgegeben, der veröffentlicht. Er kann von der Gesellschaft jeder-
dem Nettoinventarwert pro Anteil zuzüglich eines zeit geändert werden.
gegebenenfalls anfallenden Ausgabeaufschlags Darüber hinaus können Dritte die Anteilausgabe
entspricht. Die Berechnung des Nettoinventarwerts bzw. – rücknahme vermitteln, z. B. die depotfüh-
wird im Abschnitt „Ausgabe- und Rücknahmepreis“ rende Stelle des Anlegers. Dabei kann es zu länge-
erläutert. Die Gesellschaft behält sich vor, die A us- ren Abrechnungszeiten kommen. Auf die unter-
gabe von Anteilen vorübergehend oder vollständig schiedlichen Abrechnungsmodalitäten der depot-
einzustellen. führenden Stellen hat die Gesellschaft keinen Ein-
Bei Erwerb von Anteilen direkt über die Gesell- fluss.
schaft bzw. die Verwahrstelle – also im Primär-
markthandel – wird der im „Überblick über die 19.4. Aussetzung der Anteilrück-
bestehenden Anteilklassen" unmittelbar vor den nahme
„Allgemeinen Anlagebedingungen" angegebene Die Gesellschaft kann die Rücknahme der Anteile
Ausgabeaufschlag erhoben. zeitweilig aussetzen, sofern außergewöhnliche Um-
stände vorliegen, die eine Aussetzung unter Be-
19.2. Rücknahme von Anteilen rücksichtigung der Interessen der Anleger erforder-
Die Anleger können grundsätzlich börsentäglich die lich erscheinen lassen. Außergewöhnliche Umstän-
Rücknahme von Anteilen verlangen. Rücknahme- de liegen zum Beispiel vor, wenn eine Börse, an
aufträge sind bei der Verwahrstelle oder der Ge- der ein wesentlicher Teil der Wertpapiere des
sellschaft selbst zu stellen. Die Gesellschaft ist Fonds gehandelt wird, außerplanmäßig geschlossen
verpflichtet, die Anteile zum jeweils geltenden ist, oder wenn die Vermögensgegenstände des
Rücknahmepreis, der dem an diesem Tag ermittel- Fonds nicht bewertet werden können. Daneben
ten Anteilwert – ggf. abzüglich eines Rücknahme- kann die BaFin anordnen, dass die Gesellschaft die
abschlages – entspricht, zurückzunehmen. Bei der Rücknahme der Anteile auszusetzen hat, wenn dies
Rücknahme durch Vermittlung Dritter können zu- im Interesse der Anleger oder der Öffentlichkeit
sätzliche Kosten entstehen. erforderlich ist.
Von einem Anleger zurückgekaufte Anteile werden Der Gesellschaft bleibt es vorbehalten, die Anteile
gegen Barzahlung zurückgenommen. Die Zahlung erst dann zu dem dann gültigen Preis zurückzu-
steht unter der Bedingung, dass der Anleger zuvor nehmen oder umzutauschen, wenn sie unverzüg-
alle erforderlichen Überprüfungen zur Feststellung lich, jedoch unter Wahrung der Interessen aller
seiner Identität und zur Verhinderung von Geldwä- Anleger, Vermögensgegenstände des Fonds veräu-
sche durchlaufen hat. Rücknahmen gegen Sachleis- ßert hat. Einer vorübergehenden Aussetzung kann
tung können auf Anfrage eines Anlegers im freien ohne erneute Wiederaufnahme der Rücknahme der
Ermessen der Gesellschaft angeboten werden. Anteile direkt eine Auflösung des Fonds folgen
Rückkaufaufträge werden an dem Handelstag, an (siehe hierzu den Abschnitt „Auflösung, Übertra-
dem die Anteile bis zur Eingangsfrist für Handels- gung und Verschmelzung des Fonds“).
anträge wieder im Depot der Transferstelle einge- Die Gesellschaft unterrichtet die Anleger durch
gangen sind, nach Abzug aller anfallenden Abgaben Bekanntmachung im Bundesanzeiger und darüber
und Gebühren und sonstigen angemessenen Ver- hinaus unter www.ishares.de über die Aussetzung
waltungskosten ausgeführt, sofern der ausgefüllte und die Wiederaufnahme der Rücknahme der An-
Rücknahmeauftrag ebenfalls eingegangen ist. teile. Außerdem werden die Anleger über ihre de-
Bei Verkauf von Anteilen direkt über die Gesell- potführenden Stellen per dauerhaftem Datenträger,
schaft bzw. die Verwahrstelle – also im Primär- etwa in Papierform oder elektronischer Form infor-
markthandel – wird der im „Überblick über die miert.
bestehenden Anteilklassen" unmittelbar vor den
„Allgemeinen Anlagebedingungen" angegebene 20. Liquiditätsmanagement
Rücknahmeabschlag erhoben.
1. Die Gesellschaft hat für den Fonds schriftliche
Grundsätze und Verfahren festgelegt, die es ihr
ermöglichen, die Liquiditätsrisiken des Fonds zu

27
überwachen und zu gewährleisten, dass sich Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die An-
das Liquiditätsprofil der Anlagen des Fonds mit teile auch an anderen Märkten gehandelt werden.
den zugrundeliegenden Verbindlichkeiten des
Fonds deckt. Die Grundsätze und Verfahren 21.2. Die Funktion der Designated
stellen sich wie folgt dar: Sponsors
a) Die Gesellschaft überwacht die Liquiditätsri- Die Designated Sponsors – auch Market Maker
siken, die sich auf Ebene des Fonds oder de r bzw. Permanent Liquidity Provider genannt – sor-
Vermögensgegenstände ergeben können. gen sowohl auf der Angebots- als auch auf der
Sie nimmt dabei eine Einschätzung der Li- Nachfrageseite für ausreichende Liquidität. Ein
quidität der im Fonds gehaltenen Vermö- Designated Sponsor stellt jeweils einen Kaufkurs
gensgegenstände in Relation zum Fonds- (Geldkurs) und einen Verkaufskurs (Briefkurs), zu
vermögen vor. Die Beurteilung der Liquidität dem der Anleger jederzeit Anteile erwerben bzw.
beinhaltet beispielsweise eine Analyse des veräußern kann.
Handelsvolumens, der Komplexität des
Vermögensgegenstandes sowie die Anzahl 21.3. Beschreibung der zugelasse-
der Handelstage, die zur Veräußerung des nen Teilnehmer
jeweiligen Vermögensgegenstandes benötigt Ein zugelassener Teilnehmer ist ein bei der Gesell-
werden. Die Gesellschaft überwacht hierbei schaft als zugelassener Teilnehmer registrierter
auch die Anlagen in Zielfonds und deren Market Maker, Designated Sponsor oder Marktteil-
Rücknahmegrundsätze und daraus resultie- nehmer oder Broker, der als solcher befugt ist,
rende etwaige Auswirkungen auf die Liquidi- Anteile eines Fonds direkt bei der Gesellschaft zu
tät des Fonds. zeichnen bzw. an diese zurückzugeben (d.h. über
b) Die Gesellschaft überwacht die Liquiditätsri- den Primärmarkt).
siken, die sich durch erhöhte Rückgabever-
langen der Anleger ergeben können. 21.4. Die Risiken des Börsenhandels
Die Gesellschaft überprüft diese Grundsätze re- Die Verpflichtung der Designated Sponsors, Liquidi-
gelmäßig und aktualisiert sie entsprechend. tät bereitzuhalten, ist auf bestimmte Mengen (Min-
destquotierungsvolumen) zu maximalen Preisspan-
2. Die Gesellschaft führt regelmäßig, mindestens
nen begrenzt. Die minimale Einstelldauer von
jährlich Stresstests durch, mit denen sie die Li-
Nachfrage- und Angebotspreisen erstreckt sich in
quiditätsrisiken des Fonds bewerten kann. Die
der Regel nicht über die gesamte effektive Han-
Gesellschaft führt die Stresstests auf der
delszeit der jeweiligen Börse. Dies kann für kurze
Grundlage zuverlässiger und aktueller quantita-
Zeit zu einer Unterbrechung der Kurseinstellung
tiver oder, falls dies nicht angemessen ist, qua-
führen. Dadurch kann es zu Orderausführungen
litativer Informationen durch. Die Stresstests
kommen, die nicht den festgelegten Qualitätskrite-
simulieren gegebenenfalls mangelnde Liquidität
der Vermögenswerte im Fonds. Sie decken rien der jeweiligen Börse entsprechen.
Marktrisiken und deren Auswirkungen ab. Sie
21.5. Handel von Anteilen am Se-
tragen Bewertungssensitivitäten unter Stress-
bedingungen Rechnung. Sie werden unter Be- kundärmarkt
rücksichtigung der Anlagestrategie und des Li- Anteile können von allen Anlegern am Sekundär-
quiditätsprofils der Vermögensgegenstände in markt über eine anerkannte Börse, an der die An-
einer der Art des Fonds angemessenen Häufig- teile zum Handel zugelassen sind, oder außerbörs-
keit durchgeführt. lich ge- oder verkauft werden.
3. Die Rückgaberechte unter normalen und außer- Die Fondsanteile werden an einer oder mehreren
gewöhnlichen Umständen sowie die Aussetzung anerkannten Börsen notiert sein. Die Notierung der
der Rücknahme sind im Abschnitt „Anteile – Anteile an anerkannten Börsen verfolgt den Zweck,
Ausgabe und Rücknahme von Anteilen – Aus- es Anlegern zu ermöglichen, Anteile in jeder Menge
setzung der Anteilrücknahme“ dargestellt. Die oberhalb einer Mindestmenge von einem Anteil am
hiermit verbunden Risiken sind unter „Risiko- Sekundärmarkt zu kaufen und zu verkaufen. Dies
hinweise – Allgemeine Risiken einer Fondsanla- geschieht normalerweise über einen Broker/Händ-
ge – Rücknahmeaussetzung“ sowie unter „Risi- ler. Market Maker (bei denen es sich um zugelas-
ken der eingeschränkten oder erhöhten Liquidi- sene Teilnehmer handeln kann, aber nicht muss)
tät des Fonds (Liquiditätsrisiko)“ erläutert. werden gemäß den Anforderungen der betreffen-
den anerkannten Börse Liquidität sowie Geld- und
21. Börsen und Märkte Briefkurse bereitstellen, um den Handel mit den
Anteilen am Sekundärmarkt zu fördern.
21.1. Allgemeines Alle Anleger, die Anteile eines Fonds am Sekun-
Die Anteile des Fonds sind zum Handel an folgen- därmarkt kaufen oder verkaufen möchten, sollten
den Börsen zugelassen: ihre Aufträge über ihren jeweiligen Broker einrei-
chen. Bei Aufträgen für den Kauf von Anteilen am
Frankfurter Wertpapierbörse Sekundärmarkt über die anerkannten Börsen oder
Deutsche Börse AG außerbörslich können Makler- und/oder sonstige
Börsenplatz 4 Kosten anfallen, die nicht von der Gesellschaft
erhoben werden und auf die die Gesellschaft keinen
60485 Frankfurt am Main, Deutschland
Einfluss hat. Informationen über solche Gebühren
Telefon: +49 (0) 69 - 211 - 0 sind von den anerkannten Börsen, an denen die
Telefax: +49 (0) 69 - 211 - 12005 Anteile notiert werden, öffentlich erhältlich oder
können von Aktienmaklern angefordert werden.

28
Bei Erwerb oder Verkauf von Anteilen über die schließlich der Website der Deutschen Börse unter
Börse – also im Sekundärmarkthandel – fallen http://deutsche-boerse.com bereitgestellt.
weder ein Ausgabeaufschlag noch ein Rücknahme- Der iNAV® entspricht nicht dem Wert eines Anteils
abschlag an. Der Preis von Anteilen, die am Sekun- oder dem Preis, zu dem Anteile gezeichnet oder
därmarkt gehandelt werden, wird vom Markt und zurückgenommen oder an einer Börse ge- oder
den vorherrschenden wirtschaftlichen Bedingun- verkauft werden können, und darf nicht in dieser
gen, die sich auf den Wert der zugrunde liegenden Weise verstanden werden. Insbesondere kann der
Vermögenswerte auswirken können, bestimmt. Der iNAV® für einen Fonds, bei dem die Bestandteile
Marktkurs eines an einer Börse notierten bzw. des zugrunde liegenden Index oder die Anlagen
gehandelten Anteils reflektiert möglicherweise nicht während der Dauer der Veröffentlichung dieses
den Nettoinventarwert je Anteil eines Fonds. iNAV® nicht aktiv gehandelt werden, eventuell nicht
Der Handelsterminplan für den Sekundärmarkt dem wahren Wert des Anteils entsprechen oder
hängt von den Regeln der Börse, an der die Anteile irreführend sein und es sollte nicht darauf vertraut
gehandelt werden, oder von den Bedingungen des werden. Die fehlende Bereitstellung des iNAV®
jeweiligen außerbörslichen Geschäfts ab. Nähere während des Handelszeitraums führt als solche
Informationen zum entsprechenden Handelster- nicht zur Einstellung des Handels der Anteile an
minplan sind beim fachkundigen Berater oder Bro- einer Börse. Für die Einstellung des Handels gelten
ker erhältlich. vielmehr die Regularien der jeweiligen Börse. Die
Anleger können ihre Anteile über einen zugelasse- Berechnung und Veröffentlichung des iNAV® kann
nen Teilnehmer zurückgeben, in dem sie ihre An- Verzögerungen beim Erhalt der Preise der maßgeb-
teile an den zugelassenen Teilnehmer (direkt oder lichen Bestandteile beinhalten, die auf denselben
über einen Broker) verkaufen. Ein Anleger, der Bestandteilen basieren, einschließlich zum Beispiel
einen Rückkauf seiner Anteile verlangt, kann gege- des zugrunde liegenden Index oder der Vermö-
benenfalls Steuern unterliegen, einschließlich Kapi- gensgegenstände selbst, des iNAV® anderer bör-
talertragsteuern oder Transaktionssteuern. Daher sengehandelter Fonds mit identischem Referenzin-
wird empfohlen, dass der Anleger sich vor dem dex oder denselben Vermögensgegenständen ba-
Rücknahmeverlangen zu steuerlichen Fragen zu sieren. Anleger, die Anteile an einer Börse zeichne n
den Auswirkungen des Rückkaufs nach dem Recht oder verkaufen wollen, sollten sich bei ihren Anla-
des Landes, in dem er ggf. der Besteuerung unter- geentscheidungen nicht nur auf den zur Verfügung
liegt, professionell beraten lässt. gestellten iNAV ® verlassen, sondern sollten auch
andere Marktdaten, wirtschaftliche und sonstige
Anleger können ihre Anteile auch direkt über die
Faktoren berücksichtigen (gegebenenfalls auch
Gesellschaft oder die Verwahrstelle, d.h. im Pri-
Informationen zum zugrunde liegenden Index oder
märmarkt, zurückgeben (siehe dazu Abschnitt 19.2
zu den Vermögensgegenständen, den maßgebli-
„Rücknahme von Anteilen“).
chen Bestandteilen und Finanzinstrumenten auf der
Grundlage des zugrunde liegenden Index oder den
22. Portfoliotransparenzstrate- für den Fonds zulässigerweise erwerbbaren Vermö-
gie und indikativer Net As- gensgegenstände). Die Gesellschaft, oder von ihr
benannte Personen, die Verwahrstelle, Designated
set Value Sponsors und die sonstigen Dienstleister haften
gegenüber keiner Person, die sich auf den iNAV ®
22.1. Portfoliotransparenzstrategie verlässt.
Eine Aufstellung der vom Fonds gehaltenen Titel ist
für Anleger und potenzielle Anleger des Fonds auf
der offiziellen iShares-Internetseite
23. Ausgabe- und Rücknahme-
(www.iShares.com) erhältlich. Diese gilt vorbehal t - preise und Kosten
lich der maßgeblichen Beschränkungen gemäß der
Lizenz, die die Gesellschaft vom Lizenzgeber des 23.1. Ausgabe- und Rücknahme-
zugrunde liegenden Index erhalten hat. preis
Zur Errechnung des Ausgabepreises und des Rück-
22.2. Indikativer Net Asset Value nahmepreises für die Anteile ermittelt die Verwahr-
Die Deutsche Börse AG oder ein mit ihr stelle unter Mitwirkung der Gesellschaft bewer-
verbundenes Unternehmen errechnet während des tungstäglich den Wert der zum Fonds gehörenden
Handels fortlaufend den indikativen Net Asset Va- Vermögensgegenstände abzüglich der Verbindlich-
lue des Fonds. Der indikative Net Asset Value (iN- keiten (Nettoinventarwert).
AV®) ist der während der Handelszeiten in Echtzeit
Die Division des Nettoinventarwertes durch die
(alle 15 Sekunden) berechnete Nettoinventarwert
Zahl der ausgegebenen Anteilscheine ergibt den
eines Fonds. Die Werte sollen den Anlegern und
„Anteilwert“.
Marktteilnehmern einen kontinuierlichen Anhalts-
punkt für den Wert eines Fonds bieten. Die Werte Der Anteilwert wird für jede Anteilklasse gesondert
werden gewöhnlich auf der Grundlage einer Bewer- errechnet, indem die Kosten der Auflegung neuer
tung des tatsächlichen Fondsportfolios unter Ver- Anteilklassen und die Verwaltungsvergütung, die
wendung von Echtzeitpreisen von allen maßgebli- auf eine bestimmte Anteilklasse entfallen ggf.
chen Börsen berechnet. einschließlich Ertragsausgleich, ausschließlich
dieser Anteilklasse zugeordnet werden.
Die Deutsche Börse Gruppe wurde von der Gesell-
schaft mit der Berechnung und Veröffentlichung Die Ausgabe- und Rücknahmepreise werden bör-
der iNAV®-Werte des Fonds beauftragt. iNAV®- sentäglich ermittelt, d.h. Bewertungstage sind
Werte werden über den CEF-Datafeed der Deut- grundsätzlich alle Börsentage. An gesetzlichen
schen Börse verbreitet und auf den wichtigsten Feiertagen im Geltungsbereich des KAGB, die Bör-
Marktdatenanbieterterminals sowie auf einer brei- sentage sind, sowie am 24. und 31. Dezember
ten Palette von Websites mit Börsendaten ein- jeden Jahres können die Gesellschaft und die Ver-

29
wahrstelle von einer Ermittlung des Wertes abse- 24. Verwaltungs- und sonstige
hen. Von einer Anteilpreisermittlung wird derzeit an
Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, Maifeiertag, Kosten
Pfingstmontag, Heiligabend, 1. und 2. Weihnachts-
feiertag und Silvester abgesehen. Die Gesellschaft 24.1. Kostenpauschale
behält sich vor am Ostermontag und an Silvester Die Gesellschaft erhält aus dem Fonds eine Kos-
Nettoinventarwerte zu berechnen, eine Ausgabe tenpauschale, deren Höhe von der jeweiligen An-
bzw. Rücknahme von Anteilen erfolgt an diesen teilklasse abhängt.
Tagen aber nicht. Die aktuell gültige tatsächliche Höhe der
Kostenpauschale kann dem „Überblick über die
23.2. Aussetzung der Errechnung bestehenden Anteilklassen" unmittelbar vor den
des Ausgabe-/Rücknahme- „Allgemeinen Anlagebedingungen" entnommen
preises werden.
Die Gesellschaft kann die Errechnung des Ausgabe- Mit dieser Pauschale sind folgende Vergütungen
und Rücknahmepreises zeitweilig unter denselben und Aufwendungen abgedeckt:
Voraussetzungen wie die Anteilrücknahme ausset- – Vergütung für die Verwaltung des Fonds
zen. Diese sind unter Punkt 19.4. (Aussetzung der (Fondsmanagement, administrative Tätigkei-
Anteilrücknahme) näher erläutert. ten),
23.3. Ausgabeaufschlag – Vergütung der Verwahrstelle,
Bei Festsetzung des Ausgabepreises wird dem – Kosten für den Druck und Versand der für die
Anteilwert ein Ausgabeaufschlag hinzugerechnet. Anleger bestimmten Verkaufsunterlagen (Ver-
Der Ausgabeaufschlag beträgt bis zu 2 Prozent des kaufsprospekt, wesentliche Anlegerinformatio-
Anteilwertes. Der jeweilige Ausgabeaufschlag für nen, Jahres- und Halbjahresberichte),
die entsprechenden Anteilklassen kann dem „Über- – Kosten der Bekanntmachung der Jahres- und
blick über die bestehenden Anteilklassen" unmittel- Halbjahresberichte, der Ausgabe- und Rück-
bar vor den „Allgemeinen Anlagebedingungen" ent- nahmepreise und ggf. der Ausschüttungen oder
nommen werden. Dieser Ausgabeaufschlag kann Thesaurierungen und des Auflösungsberichts,
insbesondere bei kurzer Anlagedauer die Wertent- – Kosten für die Prüfung des Fonds durch den
wicklung reduzieren oder sogar ganz aufzehren. Abschlussprüfer der Gesellschaft,
Der Ausgabeaufschlag stellt im Wesentlichen eine
– Kosten für die Bekanntmachung der Besteue-
Vergütung für den Vertrieb der Anteile des Fonds rungsgrundlagen und der Bescheinigung, dass
dar. Die Gesellschaft kann den Ausgabeaufschlag
die steuerlichen Angaben nach den Regeln des
zur Abgeltung von Vertriebsleistungen an etwaige
deutschen Steuerrechts ermittelt wurden,
vermittelnde Stellen weitergeben.
– die für den Lizenzvertrag zu zahlenden Gebüh-
23.4. Rücknahmeabschlag ren,
Bei Festsetzung eines Rücknahmepreises wird vom – Kosten für den Vertrieb.
Anteilwert ein Rücknahmeabschlag abgezogen. Der Die Kostenpauschale wird dem Fonds monatlich in
Rücknahmeabschlag beträgt bis zu 1 Prozent des anteiligen Vorschüssen entnommen.
Anteilwertes. Der jeweilige Rücknahmeabschlag für
die entsprechenden Anteilklassen kann dem „Über- 24.2. Sonstige Aufwendungen
blick über die bestehenden Anteilklassen" unmittel- Daneben können die folgenden Aufwendungen dem
bar vor den „Allgemeinen Anlagebedingungen" ent- Fonds zusätzlich zu der Kostenpauschale belastet
nommen werden. Dieser Rücknahmeabschlag kann werden:
insbesondere bei kurzer Anlagedauer die Wertent-
– im Zusammenhang mit dem Erwerb und der
wicklung reduzieren oder sogar ganz aufzehren.
Veräußerung von Vermögensgegenständen ent-
Der Rücknahmeabschlag steht der Gesellschaft zu.
stehende Kosten,
23.5. Veröffentlichung der Ausgabe- – bankübliche Depotgebühren, ggf. einschließlich
und Rücknahmepreise der banküblichen Kosten für die Verwahrung
ausländischer Wertpapiere im Ausland,
Die Ausgabe- und Rücknahmepreise sowie ggfs.
der Nettoinventarwert je Anteil werden regelmäßig – im Zusammenhang mit den Kosten der Verwal-
unter www.iShares.de veröffentlicht. tung und Verwahrung evtl. entstehende Steu-
ern,
23.6. Kosten bei Ausgabe und – bankübliche Kosten, die im Zusammenhang mit
Rücknahme der Anteile der laufenden Kontoführung entstehen,
Die Ausgabe und Rücknahme der Anteile durch die – Kosten für die Geltendmachung und Durchset-
Gesellschaft bzw. durch die Verwahrstelle erfolgt zung von Rechtsansprüchen des Fonds,
zum Ausgabepreis (Anteilwert ggf. zuzüglich Aus- – Kosten für die Information der Anleger des
gabeaufschlag) bzw. Rücknahmepreis (Anteilwert Fonds mittels eines dauerhaften Datenträgers,
ggf. abzüglich Rücknahmeabschlag) ohne Berech- mit Ausnahme der Kosten für Informationen bei
nung zusätzlicher Kosten. Fondsverschmelzungen und mit Ausnahme der
Werden Anteile über Dritte zurückgegeben, so Informationen über Maßnahmen im Zusam-
können Kosten bei der Rücknahme der Anteile menhang mit Anlagegrenzverletzungen oder
anfallen. Bei Vertrieb von Anteilen über Dritte k ön- Berechnungsfehlern bei der Anteilwertermitt-
nen auch höhere Kosten als der Ausgabepreis be- lung.
rechnet werden.

30
24.3. Zusammensetzung der Total eine Gesamtvergütung erhalten, die der des Vor-
stands und Risikoträgern entspricht, deren Tätig-
Expense Ratio keit einen wesentlichen Einfluss auf das Risikoprofil
Im Jahresbericht werden die im Geschäftsjahr zu der Gesellschaft hat. Die Vergütungspolitik ist ab-
Lasten des Fonds angefallenen Verwaltungskosten rufbar unter www.blackrock.com sowie auf Anfrage
(ohne Transaktionskosten) offen gelegt und als bei der Gesellschaft in Papierform erhältlich.
Quote des durchschnittlichen Fondsvolumens aus-
gewiesen (Gesamtkostenquote). Diese setzt sich
zusammen aus:
25. Besonderheiten beim Er-
– Kostenpauschale, die gemäß Punkt 24.1 für die werb von anderen Invest-
Verwaltung des Fonds erhoben wird, mentanteilen
– Lieferspesen bei Indexanpassungen, Neben der Vergütung zur Verwaltung des Fonds
– banküblichen Depotgebühren, ggf. einschließ- wird eine Verwaltungsvergütung für die im Fonds
lich der banküblichen Kosten für die Verwah- gehaltenen Zielfondsanteile berechnet.
rung ausländischer Wertpapiere im Ausland so- Diese Verwaltungsvergütung kann, muss aber nicht
wie damit im Zusammenhang stehende Steu- die unter Punkt 24.1. genannten Kostenbestandtei-
ern, le umfassen. Daneben sind sonstige nicht von der
– Kosten, die im Zusammenhang mit der laufen- Verwaltungsvergütung erfasste Gebühren, Kosten,
den Kontoführung entstehen. Steuern, Provisionen und sonstigen Aufwendungen
Ausgenommen sind die Nebenkosten und die Kos- von den Anlegern des Fonds gesondert zu tragen.
ten, die beim Erwerb und der Veräußerung von Neben den unter Punkt 24.1. und 24.2. genannten
Vermögensgegenständen entstehen. Die Gesamt- Aufwendungen können auch Kosten für die Gel-
kostenquote wird in den wesentlichen Anlegerin- tendmachung und Durchsetzung von Rechtsan-
formationen als sogenannte „laufende Kosten“ sprüchen und im Zusammenhang mit den Kosten
veröffentlicht. der Verwaltung und Verwahrung entstehende
Steuern für die Zielfondsanteile geltend gemacht
24.4. Abweichender Kostenausweis werden. Außerdem ist nicht auszuschließen, dass
durch Dritte ein wesentlicher Teil der geleisteten Vergütung als
Bestandsprovision an die Vermittler der Ziel-
Wird der Anleger beim Erwerb von Anteilen durch
fondsanteile weitergegeben wird.
Dritte beraten oder vermitteln diese den Kauf,
weisen sie ihm gegebenenfalls Kosten oder Kosten- Im Jahres- und Halbjahresbericht werden die Aus-
quoten aus, die nicht mit den Kostenangaben in gabeaufschläge und Rücknahmeabschläge offen
diesem Prospekt und in den wesentlichen Anleger- gelegt, die dem Fonds im Berichtszeitraum für den
informationen deckungsgleich sind und die hier Erwerb und die Rücknahme von Anteilen an Ziel-
beschriebene Gesamtkostenquote übersteigen fonds berechnet worden sind. Ferner wird die Ver-
können. Grund dafür kann insbesondere sein, dass gütung offen gelegt, die dem Fonds von einer Kapi-
der Dritte die Kosten seiner eigenen Tätigkeit (z.B. talverwaltungsgesellschaft, einer ausländischen
Vermittlung, Beratung oder Depotführung) zusätz- Verwaltungsgesellschaft oder einer Gesellschaft,
lich berücksichtigt. Darüber hinaus berücksichtigt mit der die Gesellschaft durch wesentliche unmit-
er ggf. auch einmalige Kosten wie Ausgabeauf- telbare oder mittelbare Beteiligung verbunden ist,
schläge und benutzt in der Regel andere Berech- als Verwaltungsvergütung für die im Fonds gehal-
nungsmethoden oder auch Schätzungen für die auf tenen Zielfondsanteile berechnet wurde.
Fondsebene anfallenden Kosten, die insbesondere
die Transaktionskosten des Fonds mit umfassen. 26. Teilfonds
Abweichungen im Kostenausweis können sich so- Der Fonds ist nicht Teilfonds einer Umbrella-
wohl bei Informationen vor Vertragsschluss erge- Konstruktion.
ben als auch bei regelmäßigen Kosteninformatio-
nen über die bestehende Fondsanlage im Rahmen 27. Regeln für die Ermittlung
einer dauerhaften Kundenbeziehung.
und Verwendung der Erträ-
24.5. Vergütungspolitik ge
Die Gesellschaft hat eine mit einem soliden und
Der Fonds erzielt Erträge in Form der während des
wirksamen Risikomanagement im Einklang stehen-
Geschäftsjahres angefallenen und nicht zur Kos-
de und dieses fördernde Vergütungspolitik verab-
tendeckung verwendeten Zinsen, Dividenden und
schiedet. Die Vergütungspolitik enthält eine Be-
Erträgen aus Investmentanteilen. Weitere Erträge
schreibung, wie Vergütungen und Leistungen be-
können aus der Veräußerung von für Rechnung des
rechnet werden und identifiziert diejenigen Perso-
Fonds gehaltenen Vermögensgegenständen resul-
nen, an die entsprechende Vergütungen und Leis-
tieren.
tungen erbracht werden. Dabei fördert die Vergü-
tungspolitik keine Risikobereitschaft, die mit den Die Gesellschaft wendet für den Fonds ein so ge-
Risikoprofilen, Anlagebedingungen oder der Sat- nanntes Ertragsausgleichsverfahren an. Das bedeu-
zung der Gesellschaft unvereinbar ist und beein- tet, dass die während des Geschäftsjahres angefal-
trächtigt nicht die Einhaltung der Pflicht des Mana- lenen anteiligen Erträge, die der Anteilerwerber als
gers im besten Interesse der Anleger zu handeln. Teil des Ausgabepreises bezahlen muss und die der
Die Vergütungspolitik enthält fixe und variable Verkäufer von Anteilscheinen als Teil des Rück-
Bestandteile der Gehälter und freiwillige Altersvor- nahmepreises vergütet erhält, fortlaufend verrech-
sorgeleistungen. Die Vergütungspolitik gilt für net werden. Bei der Berechnung des Ertragsaus-
Mitarbeiter, einschließlich des Vorstands, Risikoträ- gleichs werden die angefallenen Aufwendungen
ger, Kontrollfunktionen und solche Mitarbeiter, die berücksichtigt.

31
Das Ertragsausgleichsverfahren dient dazu, durch ihre depotführenden Stellen per dauerhaftem
Schwankungen im Verhältnis zwischen Erträgen Datenträger, etwa in Papierform oder in elektroni-
und sonstigen Vermögensgegenständen auszuglei- scher Form über die Kündigung informiert.
chen, die durch Nettomittelzuflüsse oder Nettomit- Entsprechend kann auch bezüglich einer oder
telabflüsse aufgrund von Anteilkäufen oder –rück- mehrerer Anteilklassen des Fonds verfahren
gaben verursacht werden. Denn jeder Nettomittel- werden.
zufluss liquider Mittel würde andernfalls den Anteil Des Weiteren erlischt das Recht der Gesellschaft,
der Erträge am Nettoinventarwert des Fonds ver- den Fonds zu verwalten, wenn das Insolvenzver-
ringern, jeder Abfluss ihn vermehren. fahren über das Vermögen der Gesellschaft eröff-
Im Ergebnis führt das Ertragsausgleichsverfahren net ist oder mit der Rechtskraft des Gerichtsbe-
dazu, dass der im Jahresbericht ausgewiesene schlusses, durch den der Antrag auf die Eröffnung
Ertrag je Anteil nicht durch die Anzahl der des Insolvenzverfahrens mangels Masse nach § 26
umlaufenden Anteile beeinflusst wird. Dabei wird i n der Insolvenzordnung abgewiesen wird. In diesen
Kauf genommen, dass Anleger, die beispielsweise Fällen geht das Verfügungsrecht über den Fonds
kurz vor dem Ausschüttungstermin Anteile auf die Verwahrstelle über, die den Fonds abwickelt
erwerben, den auf Erträge entfallenden Teil des und den Erlös an die Anleger verteilt, oder mit
Ausgabepreises versteuern müssen, obwohl ihr Genehmigung der BaFin einer anderen Gesellschaft
eingezahltes Kapital an dem Entstehen der Erträge die Verwaltung überträgt.
nicht mitgewirkt hat.
29.2. Verfahren bei Auflösung des
28. Geschäftsjahr und Fonds
Ausschüttungen Mit dem Übergang des Verfügungsrechts über den
Fonds auf die Verwahrstelle wird die Ausgabe und
die Rücknahme von Anteilen eingestellt und der
28.1. Geschäftsjahr
Fonds abgewickelt.
Das Geschäftsjahr des Fonds beginnt am 1. Juni
Der Erlös aus der Veräußerung der Vermögenswer-
und endet am 31. Mai.
te des Fonds abzüglich der noch durch den Fonds
28.2. Ausschüttungsmechanik zu tragenden Kosten und der durch die Auflösung
verursachten Kosten werden an die Anleger ver-
Die Gesellschaft schüttet grundsätzlich die während
teilt, wobei diese in Höhe ihrer jeweiligen Anteile
des Geschäftsjahres für Rechnung des Fonds
am Fonds Ansprüche auf Auszahlung des Liquida-
angefallenen und nicht zur Kostendeckung verwen-
deten Zinsen, Dividenden und Erträge aus Invest- tionserlöses haben.
mentanteilen an die Anleger aus. Veräußerungsge- Die Gesellschaft erstellt auf den Tag, an dem ihr
winne und sonstige Erträge können ebenfalls zur Verwaltungsrecht erlischt, einen Auflösungsbericht,
Ausschüttung herangezogen werden. der den Anforderungen an einen Jahresbericht
entspricht. Spätestens drei Monate nach dem
Die Schlussausschüttung erfolgt innerhalb von vier
Stichtag der Auflösung des Fonds wird der Auflö-
Monaten nach Schluss des Geschäftsjahres.
sungsbericht im Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Darüber hinaus kann die Gesellschaft unterjährig
Während die Verwahrstelle den Fonds abwickelt,
Zwischenausschüttungen vornehmen.
erstellt sie jährlich sowie auf den Tag, an dem die
Die Höhe der Zwischenausschüttung steht im Er- Abwicklung beendet ist, einen Bericht, der den
messen der Gesellschaft. Sie ist nicht verpflichtet, Anforderungen an einen Jahresbericht entspricht.
die gesamten bis zum Zeitpunkt einer Zwischen- Diese Berichte sind ebenfalls spätestens drei Mona-
ausschüttung angesammelten ausschüttbaren
te nach dem Stichtag im Bundesanzeiger bekannt
Erträge auszuschütten, sondern sie kann die zu machen.
ordentlichen Erträge auch bis zum nächsten
Ausschüttungstermin vortragen. 29.3. Übertragung des Fonds
Durch die Zwischenausschüttungen soll eine Die Gesellschaft kann das Verwaltungs- und Verfü-
Abweichung der Performance des Fonds gegenüber gungsrecht über den Fonds auf eine andere Kapi-
der Performance des zugrunde liegenden Index talverwaltungsgesellschaft übertragen. Die Über-
minimiert werden. tragung bedarf der vorherigen Genehmigung durch
Soweit die Anteile in einem Depot bei der die BaFin. Die genehmigte Übertragung wird im
Verwahrstelle verwahrt werden, schreiben deren Bundesanzeiger und darüber hinaus im Jahres-
Geschäftsstellen die Ausschüttungen kostenfrei oder Halbjahresbericht des Fonds bekannt ge-
gut. Soweit das Depot bei anderen Banken oder macht. Über die geplante Übertragung werden die
Sparkassen geführt wird, können zusätzliche Anleger außerdem über ihre depotführenden Stel-
Kosten entstehen. len per dauerhaften Datenträger, etwa in Papier-
form oder elektronischer Form informiert. Der
29. Auflösung, Übertragung und Zeitpunkt, zu dem die Übertragung wirksam wird,
bestimmt sich nach den vertraglichen Vereinbarun-
Verschmelzung des Fonds gen zwischen der Gesellschaft und der aufnehmen-
den Kapitalverwaltungsgesellschaft. Die Übertra-
29.1. Allgemeines gung darf jedoch frühestens drei Monate nach ihrer
Die Anleger sind nicht berechtigt, die Auflösung des Bekanntmachung im Bundesanzeiger wirksam
Fonds zu verlangen. Die Gesellschaft kann jedoch werden. Sämtliche Rechte und Pflichten der Gesell-
die Verwaltung des Fonds unter Einhaltung einer schaft in Bezug auf den Fonds gehen dann auf die
Kündigungsfrist von 6 Monaten durch Bekanntma- aufnehmende Kapitalverwaltungsgesellschaft über.
chung im Bundesanzeiger und darüber hinaus im
Jahresbericht oder Halbjahresbericht kündigen.
Über die Kündigung werden die Anleger außerdem

32
29.4. Verschmelzung www.iShares.de bekannt, wenn der Fonds ein an-
deres Investmentvermögen aufgenommen hat und
Alle Vermögensgegenstände dieses Fonds dürfen
die Verschmelzung wirksam geworden ist. Sollte
mit Genehmigung der BaFin auf ein anderes beste-
der Fonds durch eine Verschmelzung untergehen,
hendes oder durch die Verschmelzung neu gegrün-
übernimmt die Gesellschaft die Bekanntmachung,
detes Investmentvermögen übertragen werden,
die den aufnehmenden oder neu gegründeten
welches die Anforderungen der Richtlinie
Fonds verwaltet.
2009/65/EG (OGAW) erfüllen muss und in
Deutschland oder in einem anderen EU- oder EWR- Die Übertragung aller Vermögensgegenstände
Staat aufgelegt wurde. Darüber hinaus dürfen dieses Fonds auf ein anderes Investmentvermögen
sämtliche Vermögensgegenstände auf ein beste- oder einen anderen ausländischen Investmentfonds
hendes oder durch die Verschmelzung neu gebilde- findet nur mit Genehmigung der BaFin statt.
tes inländisches Teilgesellschaftsvermögen einer
OGAW-Investmentaktiengesellschaft mit veränder- 30. Kurzangaben über für die
lichem Kapital übertragen werden. Anleger bedeutsame Steu-
Die Übertragung wird zum Geschäftsjahresende
des übertragenden Fonds (Übertragungsstichtag) ervorschriften
wirksam, sofern kein anderer Übertragungsstichtag Die Aussagen zu den steuerlichen Vorschriften
bestimmt wird. gelten nur für Anleger, die in Deutschland unbe-
schränkt steuerpflichtig sind. Unbeschränkt steuer-
29.5. Rechte der Anleger im Falle pflichtige Anleger werden nachfolgend auch als
einer Verschmelzung Steuerinländer bezeichnet. Dem ausländischen
Anleger empfehlen wir, sich vor Erwerb von Antei-
Die depotführenden Stellen der Anleger übermitteln
diesen spätestens 37 Tage vor dem geplanten len an dem in diesem Verkaufsprospekt beschrie-
benen Fonds mit seinem Steuerberater in Verbin-
Übertragungsstichtag in Papierform oder in elekt-
ronischer Form Informationen zu den Gründen für dung zu setzen und mögliche steuerliche Konse-
quenzen aus dem Anteilserwerb in seinem Heimat-
die Verschmelzung, den potentiellen Auswirkungen
für die Anleger, deren Rechte in Zusammenhang land individuell zu klären. Ausländische Anleger
sind Anleger, die nicht unbeschränkt steuerpflichtig
mit der Verschmelzung sowie zu maßgeblichen
Verfahrensaspekten. Die Anleger erhalten auch die sind. Diese werden nachfolgend auch als Steuer-
wesentlichen Anlegerinformationen des überneh- ausländer bezeichnet.
menden Investmentvermögens. Der Fonds ist als Zweckvermögen grundsätzlich
Die Anleger haben bis fünf Arbeitstage vor dem von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit.
geplanten Übertragungsstichtag entweder die Mög- Er ist jedoch partiell körperschaftsteuerpflichtig mit
seinen inländischen Beteiligungseinnahmen und
lichkeit, ihre Anteile ohne weitere Kosten, insbe-
sondere ohne Rücknahmeabschlag, mit Ausnahme sonstigen inländischen Einkünften im Sinne der
beschränkten Einkommensteuerpflicht mit Aus-
der Kosten zur Deckung der Auflösung des Fonds,
zurückzugeben, oder ihre Anteile gegen Anteile nahme von Gewinnen aus dem Verkauf von Antei-
len an Kapitalgesellschaften. Der Steuersatz be-
oder Aktien eines anderen Investmentvermögens
umzutauschen, das ebenfalls von der Gesellschaft trägt 15%. Soweit die steuerpflichtigen Einkünfte
im Wege des Kapitalertragsteuerabzugs erhoben
oder einem Unternehmen desselben Konzerns
verwaltet wird und dessen Anlagegrundsätze mit werden, umfasst der Steuersatz von 15% bereits
denen des Fonds vergleichbar sind. den Solidaritätszuschlag.
Am Übertragungsstichtag werden die Nettoinven- Die Investmenterträge werden jedoch beim Privat-
tarwerte des übertragenden Fonds und des über- anleger als Einkünfte aus Kapitalvermögen der
nehmenden Investmentvermögens berechnet, das Einkommensteuer unterworfen, soweit diese zu-
Umtauschverhältnis wird festgelegt und der gesam- sammen mit sonstigen Kapitalerträgen den Sparer-
te Umtauschvorgang wird vom Abschlussprüfer Pauschbetrag von jährlich 801,- Euro (für Allein-
geprüft. Das Umtauschverhältnis ermittelt sich stehende oder getrennt veranlagte Ehegatten) bzw.
nach dem Verhältnis der Nettoinventarwerte je 1.602,- Euro (für zusammen veranlagte Ehegatten)
Anteil des übertragenden Fonds und des überneh- übersteigen. Einkünfte aus Kapitalvermögen unter-
menden Investmentvermögens zum Zeitpunkt der liegen grundsätzlich einem Steuerabzug von
Übernahme. Der Anleger erhält die Anzahl von 25 Prozent (zuzüglich Solidaritätszuschlag und
Anteilen an dem übernehmenden Investmentver- gegebenenfalls Kirchensteuer). Zu den Einkünften
mögen, die dem Wert seiner Anteile an dem über- aus Kapitalvermögen gehören auch die Erträge aus
Investmentfonds (Investmenterträge), d.h. die
tragenden Fonds entspricht.
Ausschüttungen des Fonds, die Vorabpauschalen
Sofern die Anleger von ihrem Rückgabe- oder Um-
und die Gewinne aus der Veräußerung der Anteile.
tauschrecht keinen Gebrauch machen, werden sie Unter bestimmten Voraussetzungen können die
am Übertragungsstichtag Anleger des überneh- Anleger einen pauschalen Teil dieser Investmenter-
menden Investmentvermögens. Es besteht auch träge steuerfrei erhalten (sog. Teilfreistellung).
die Möglichkeit, dass den Anlegern des übertragen-
Der Steuerabzug hat für den Privatanleger grund-
den Investmentvermögens bis zu 10 Prozent des
Wertes ihrer Anteile in bar ausgezahlt werden. sätzlich Abgeltungswirkung (sog. Abgeltungsteuer),
so dass die Einkünfte aus Kapitalvermögen regel-
Findet die Verschmelzung während des laufenden
Geschäftsjahres des übertragenden Investment- mäßig nicht in der Einkommensteuererklärung
anzugeben sind. Bei der Vornahme des Steuerab-
vermögens statt, muss dessen verwaltende Gesell-
schaft auf den Übertragungsstichtag einen Bericht zugs werden durch die depotführende Stelle grund-
sätzlich bereits Verlustverrechnungen vorgenom-
erstellen, der den Anforderungen an einen Jahres-
bericht entspricht. Die Gesellschaft macht im Bun- men und aus der Direktanlage stammende auslän-
desanzeiger und darüber hinaus unter dische Quellensteuern angerechnet.

33
Der Steuerabzug hat u.a. aber dann keine Abgel- der Ausschüttungen innerhalb des Kalenderjahrs
tungswirkung, wenn der persönliche Steuersatz ergibt. Im Jahr des Erwerbs der Anteile vermindert
geringer ist als der Abgeltungssatz von 25 Prozent. sich die Vorabpauschale um ein Zwölftel für jeden
In diesem Fall können die Einkünfte aus Kapital- vollen Monat, der dem Monat des Erwerbs voran-
vermögen in der Einkommensteuererklärung ange- geht. Die Vorabpauschale gilt am ersten Werktag
geben werden. Das Finanzamt setzt dann den nied- des folgenden Kalenderjahres als zugeflossen.
rigeren persönlichen Steuersatz an und rechnet auf Vorabpauschalen sind grundsätzlich steuerpflichtig.
die persönliche Steuerschuld den vorgenommenen
Der Fonds erfüllt jedoch die steuerlichen Voraus-
Steuerabzug an (sog. Günstigerprüfung). setzungen für einen Aktienfonds, daher sind
Sofern Einkünfte aus Kapitalvermögen keinem 30 Prozent der Vorabpauschalen steuerfrei.
Steuerabzug unterlegen haben (weil z.B. ein Ge-
Die steuerpflichtigen Vorabpauschalen unterliegen
winn aus der Veräußerung von Fondsanteilen in
i.d.R. dem Steuerabzug von 25 Prozent (zuzüglich
einem ausländischen Depot erzielt wird), sind diese
Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchen-
in der Steuererklärung anzugeben. Im Rahmen der
steuer).
Veranlagung unterliegen die Einkünfte aus Kapital-
vermögen dann ebenfalls dem Abgeltungssatz von Vom Steuerabzug kann Abstand genommen wer-
25 Prozent oder dem niedrigeren persönlichen den, wenn der Anleger Steuerinländer ist und einen
Steuersatz. Freistellungsauftrag vorlegt, sofern die steuer-
pflichtigen Ertragsteile 801,- Euro bei Einzelveran-
Sofern sich die Anteile im Betriebsvermögen befin-
lagung bzw. 1.602,- Euro bei Zusammenveranla-
den, werden die Erträge als Betriebseinnahmen
gung von Ehegatten nicht übersteigen. Entspre-
steuerlich erfasst.
chendes gilt auch bei Vorlage einer Bescheinigung
30.1. Anteile im Privatvermögen für Personen, die voraussichtlich nicht zur Ein-
kommenssteuer veranlagt werden (sogenannte
(Steuerinländer) Nichtveranlagungsbescheinigung, nachfolgend „NV-
30.1.1. Ausschüttungen Bescheinigung“).
Ausschüttungen des Fonds sind grundsätzlich steu- Verwahrt der inländische Anleger die Anteile in
erpflichtig. einem inländischen Depot, so nimmt die depotfüh-
rende Stelle als Zahlstelle vom Steuerabzug Ab-
Der Fonds erfüllt jedoch die steuerlichen Voraus-
setzungen für einen Aktienfonds, daher sind stand, wenn ihr vor dem Zuflusszeitpunkt ein in
ausreichender Höhe ausgestellter Freistellungsauf-
30 Prozent der Ausschüttungen steuerfrei.
trag nach amtlichem Muster oder eine NV-
Die steuerpflichtigen Ausschüttungen unterliegen Bescheinigung, die vom Finanzamt für die Dauer
i.d.R. dem Steuerabzug von 25 Prozent (zuzüglich
von maximal drei Jahren erteilt wird, vorgelegt
Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchen- wird. In diesem Fall wird keine Steuer abgeführt.
steuer). Andernfalls hat der Anleger der inländischen depot-
Vom Steuerabzug kann Abstand genommen wer- führenden Stelle den Betrag der abzuführenden
den, wenn der Anleger Steuerinländer ist und einen Steuer zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zweck
Freistellungsauftrag vorlegt, sofern die steuer- darf die depotführende Stelle den Betrag der abzu-
pflichtigen Ertragsteile 801,- Euro bei Einzelveran- führenden Steuer von einem bei ihr unterhaltenen
lagung bzw. 1.602,- Euro bei Zusammenveranla- und auf den Namen des Anlegers lautenden Kontos
gung von Ehegatten nicht übersteigen. Entspre- ohne Einwilligung des Anlegers einziehen. Soweit
chendes gilt auch bei Vorlage einer Bescheinigung der Anleger nicht vor Zufluss der Vorabpauschale
für Personen, die voraussichtlich nicht zur Ein- widerspricht, darf die depotführende Stelle auch
kommenssteuer veranlagt werden (sogenannte insoweit den Betrag der abzuführenden Steuer von
Nichtveranlagungsbescheinigung, nachfolgend „NV- einem auf den Namen des Anlegers lautenden
Bescheinigung“). Konto einziehen, wie ein mit dem Anleger verein-
Verwahrt der inländische Anleger die Anteile in barter Kontokorrentkredit für dieses Konto nicht in
einem inländischen Depot, so nimmt die depotfüh- Anspruch genommen wurde. Soweit der Anleger
rende Stelle als Zahlstelle vom Steuerabzug Ab- seiner Verpflichtung, den Betrag der abzuführen-
stand, wenn ihr vor dem festgelegten Ausschüt- den Steuer der inländischen depotführenden Stelle
tungstermin ein in ausreichender Höhe ausgestell- zur Verfügung zu stellen, nicht nachkommt, hat die
ter Freistellungsauftrag nach amtlichem Muster depotführende Stelle dies dem für sie zuständigen
oder eine NV-Bescheinigung, die vom Finanzamt Finanzamt anzuzeigen. Der Anleger muss in diesem
für die Dauer von maximal drei Jahren erteilt wird, Fall die Vorabpauschale insoweit in seiner Einkom-
vorgelegt wird. In diesem Fall erhält der Anleger mensteuererklärung angeben.
die gesamte Ausschüttung ungekürzt gutgeschrie-
30.1.3. Veräußerungsgewinne auf Anleger-
ben. ebene
30.1.2. Vorabpauschalen Werden Anteile an dem Fonds nach dem 31. De-
Die Vorabpauschale ist der Betrag, um den die zember 2017 veräußert, unterliegt der Veräuße-
Ausschüttungen des Fonds innerhalb eines Kalen- rungsgewinn dem Abgeltungssatz von 25 Prozent.
derjahrs den Basisertrag für dieses Kalenderjahr Dies gilt sowohl für Anteile, die vor dem 1. Januar
unterschreiten. Der Basisertrag wird durch Multipli- 2018 erworben wurden und die zum 31. Dezember
kation des Rücknahmepreises des Anteils zu Beginn 2017 als veräußert und zum 1. Januar 2018 wieder
eines Kalenderjahrs mit 70 Prozent des Basiszin- als angeschafft gelten, als auch für nach dem
ses, der aus der langfristig erzielbaren Rendite 31. Dezember 2017 erworbene Anteile.
öffentlicher Anleihen abgeleitet wird, ermittelt. D e r Der Fonds erfüllt jedoch die steuerlichen Voraus-
Basisertrag ist auf den Mehrbetrag begrenzt, der setzungen für einen Aktienfonds, daher sind
sich zwischen dem ersten und dem letzten im Ka- 30 Prozent der Veräußerungsgewinne steuerfrei.
lenderjahr festgesetzten Rücknahmepreis zuzüglich

34
Bei Gewinnen aus dem Verkauf von Anteilen, die zeit entfällt. Zudem muss der Anleger seit mindes-
vor dem 1. Januar 2018 erworben wurden und die tens drei Monaten vor dem Zufluss der körper-
zum 31. Dezember 2017 als veräußert und zum 1. schaftsteuerpflichtigen Erträge des Fonds zivil-
Januar 2018 wieder als angeschafft gelten, ist zu rechtlicher und wirtschaftlicher Eigentümer der
beachten, dass im Zeitpunkt der tatsächlichen Anteile sein, ohne dass eine Verpflichtung zur
Veräußerung auch die Gewinne aus der zum 31. Übertragung der Anteile auf eine andere Person
Dezember 2017 erfolgten fiktiven Veräußerung zu besteht. Ferner setzt die Erstattung im Hinblick auf
versteuern sind, falls die Anteile tatsächlich nach die auf der Fondsebene angefallene Körperschafts-
dem 31. Dezember 2008 erworben worden sind. teuer auf deutsche Dividenden und Erträge aus
Wertveränderungen bei vor dem 1.Januar 2009 deutschen eigenkapitalähnlichen Genussrechten im
erworbenen Anteilen, die zwischen dem Anschaf- Wesentlichen voraus, dass deutsche Aktien und
fungszeitpunkt und dem 31. Dezember 2017 einge- deutsche eigenkapitalähnliche Genussrechte vom
treten sind, sind steuerfrei. Fonds als wirtschaftlichem Eigentümer ununterbro-
Sofern die Anteile in einem inländischen Depot ver- chen 45 Tage innerhalb von 45 Tagen vor und nach
wahrt werden, nimmt die depotführende Stelle den dem Fälligkeitszeitpunkt der Kapitalerträge gehal-
Steuerabzug unter Berücksichtigung etwaiger Teil- ten wurden und in diesen 45 Tagen ununterbro-
freistellungen vor. Der Steuerabzug von 25 Prozent chen Mindestwertänderungsrisiken i.H.v. 70 Pro-
(zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls zent bestanden (sog. 45-Tage-Regelung).
Kirchensteuer) kann durch die Vorlage eines aus- Dem Antrag sind Nachweise über die Steuerbefrei-
reichenden Freistellungsauftrags bzw. einer NV- ung und ein von der depotführenden Stelle ausge-
Bescheinigung vermieden werden. Werden solche stellter Investmentanteil-Bestandsnachweis beizu-
Anteile von einem Privatanleger mit Verlust veräu- fügen. Der Investmentanteil-Bestandsnachweis ist
ßert, dann ist der Verlust - ggf. reduziert aufgrund eine nach amtlichen Muster erstellte Bescheinigung
einer Teilfreistellung - mit anderen positiven Ein- über den Umfang der durchgehend während des
künften aus Kapitalvermögen verrechenbar. Sofern Kalenderjahres vom Anleger gehaltenen Anteile
die Anteile in einem inländischen Depot verwahrt sowie den Zeitpunkt und Umfang des Erwerbs und
werden und bei derselben depotführenden Stelle im der Veräußerung von Anteilen während des Kalen-
selben Kalenderjahr positive Einkünfte aus Kapital- derjahres.
vermögen erzielt wurden, nimmt die depotführende Die auf Fondsebene angefallene Körperschaftsteuer
Stelle die Verlustverrechnung vor. kann dem Fonds ebenfalls zur Weiterleitung an
Bei einer Veräußerung der vor dem 1. Januar 2009 einen Anleger erstattet werden, soweit die Anteile
erworbenen Fondsanteile nach dem 31. Dezember an dem Fonds im Rahmen von Altersvorsorge- oder
2017 ist der Gewinn, der nach dem 31. Dezember Basisrentenverträgen gehalten werden, die nach
2017 entsteht, bei Privatanlegern grundsätzlich bis dem Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz
zu einem Betrag von 100.000 Euro steuerfrei. zertifiziert wurden. Dies setzt voraus, dass der
Dieser Freibetrag kann nur in Anspruch genommen Anbieter eines Altersvorsorge- oder Basisrenten-
werden, wenn diese Gewinne gegenüber dem für vertrags dem Fonds innerhalb eines Monats nach
den Anleger zuständigen Finanzamt erklärt werden. dessen Geschäftsjahresende mitteilt, zu welchen
Bei der Ermittlung des Veräußerungsgewinns ist Zeitpunkten und in welchem Umfang Anteile er-
der Gewinn um die während der Besitzzeit ange- worben oder veräußert wurden. Zudem ist die o.g.
setzten Vorabpauschalen zu mindern. 45-Tage-Regelung zu berücksichtigen.
Eine Verpflichtung des Fonds bzw. der Gesellschaft,
30.2. Anteile im Betriebsvermögen sich die entsprechende Körperschaftsteuer zur
(Steuerinländer) Weiterleitung an den Anleger erstatten zu lassen,
besteht nicht.
30.2.1. Erstattung der Körperschaftsteuer
des Fonds Aufgrund der hohen Komplexität der Regelung
erscheint die Hinzuziehung eines steuerlichen Bera-
Die auf Fondsebene angefallene Körperschaftsteuer
ters sinnvoll.
kann dem Fonds zur Weiterleitung an einen Anle-
ger erstattet werden, soweit dieser Anleger eine 30.2.2. Ausschüttungen
inländische Körperschaft, Personenvereinigung Ausschüttungen des Fonds sind grundsätzlich ein-
oder Vermögensmasse ist, die nach der Satzung, kommen- bzw. körperschaftsteuer- und gewerbe-
dem Stiftungsgeschäft oder der sonstigen Verfas- steuerpflichtig.
sung und nach der tatsächlichen Geschäftsführung
Der Fonds erfüllt jedoch die steuerlichen Voraus-
ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen,
setzungen für einen Aktienfonds, daher sind 60
mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dient oder
Prozent der Ausschüttungen steuerfrei für Zwecke
eine Stiftung des öffentlichen Rechts, die aus-
der Einkommensteuer und 30 Prozent für Zwecke
schließlich und unmittelbar gemeinnützigen oder
der Gewerbesteuer, wenn die Anteile von natürli-
mildtätigen Zwecken dient, oder eine juristische
chen Personen im Betriebsvermögen gehalten wer-
Person des öffentlichen Rechts ist, die ausschließ-
den. Für steuerpflichtige Körperschaften sind gene-
lich und unmittelbar kirchlichen Zwecken dient;
rell 80 Prozent der Ausschüttungen steuerfrei für
dies gilt nicht, wenn die Anteile in einem wirt-
Zwecke der Körperschaftsteuer und 40 Prozent für
schaftlichen Geschäftsbetrieb gehalten werden.
Zwecke der Gewerbesteuer. Für Körperschaften,
Dasselbe gilt für vergleichbare ausländische Anle-
die Lebens- oder Krankenversicherungsunterneh-
ger mit Sitz und Geschäftsleitung in einem Amts-
men sind und bei denen die Anteile den Kapitalan-
und Beitreibungshilfe leistenden ausländischen
lagen zuzurechnen sind, oder die Kreditinstitute
Staat.
sind und bei denen die Anteile dem Handelsbuch
Voraussetzung hierfür ist, dass ein solcher Anleger zuzurechnen sind oder von denen mit dem Ziel der
einen entsprechenden Antrag stellt und die ange- kurzfristigen Erzielung eines Eigenhandelserfolgs
fallene Körperschaftsteuer anteilig auf seine Besitz- erworben wurden, sind 30 Prozent der Ausschüt-

35
tungen steuerfrei für Zwecke der Körperschaftsteu- natürlichen Personen im Betriebsvermögen gehal-
er und 15 Prozent für Zwecke der Gewerbesteuer. ten werden. Für steuerpflichtige Körperschaften
Die Ausschüttungen unterliegen i.d.R. dem Steuer- sind generell 80 Prozent der Veräußerungsgewinne
abzug von 25 Prozent (zuzüglich Solidaritätszu- steuerfrei für Zwecke der Körperschaftsteuer und
schlag). 40 Prozent für Zwecke der Gewerbesteuer. Für
Körperschaften, die Lebens- oder Krankenversiche-
Da der Fonds die steuerlichen Voraussetzungen für
rungsunternehmen sind und bei denen die Anteile
einen Aktienfonds erfüllt, wird beim Steuerabzug
den Kapitalanlagen zuzurechnen sind, oder die
die Teilfreistellung von 30 Prozent berücksichtigt.
Kreditinstitute sind und bei denen die Anteile dem
30.2.3. Vorabpauschalen Handelsbuch zuzurechnen sind oder von denen mit
Die Vorabpauschale ist der Betrag, um den die dem Ziel der kurzfristigen Erzielung eines Eigen-
Ausschüttungen des Fonds innerhalb eines Kalen- handelserfolgs erworben wurden, sind 30 Prozent
derjahrs den Basisertrag für dieses Kalenderjahr der Veräußerungsgewinne steuerfrei für Zwecke
unterschreiten. Der Basisertrag wird durch Multipli- der Körperschaftsteuer und 15 Prozent für Zwecke
kation des Rücknahmepreises des Anteils zu Beginn der Gewerbesteuer. Im Falle eines Veräußerungs-
eines Kalenderjahrs mit 70 Prozent des Basiszin- verlustes ist der Verlust in Höhe der jeweils anzu-
ses, der aus der langfristig erzielbaren Rendite wendenden Teilfreistellung auf Anlegerebene nicht
öffentlicher Anleihen abgeleitet wird, ermittelt. D e r abzugsfähig.
Basisertrag ist auf den Mehrbetrag begrenzt, der Die Gewinne aus der Veräußerung der Anteile un-
sich zwischen dem ersten und dem letzten im Ka- terliegen i.d.R. keinem Kapitalertragsteuerabzug.
lenderjahr festgesetzten Rücknahmepreis zuzüglich
30.2.5. Negative steuerliche Erträge
der Ausschüttungen innerhalb des Kalenderjahrs
ergibt. Im Jahr des Erwerbs der Anteile vermindert Eine Zurechnung negativer steuerlicher Erträge auf
sich die Vorabpauschale um ein Zwölftel für jeden den Anleger ist nicht möglich.
vollen Monat, der dem Monat des Erwerbs voran- 30.2.6. Abwicklungsbesteuerung
geht. Die Vorabpauschale gilt am ersten Werktag
Während der Abwicklung des Fonds gelten Aus-
des folgenden Kalenderjahres als zugeflossen.
schüttungen nur insoweit als Ertrag, wie in ihnen
Vorabpauschalen sind grundsätzlich einkommen- der Wertzuwachs eines Kalenderjahres enthalten
bzw. körperschaftsteuer- und gewerbesteuerpflich- ist.
tig.
Der Fonds erfüllt jedoch die steuerlichen Voraus-
setzungen für einen Aktienfonds, daher sind
60 Prozent der Vorabpauschalen steuerfrei für
Zwecke der Einkommensteuer und 30 Prozent für
Zwecke der Gewerbesteuer, wenn die Anteile von
natürlichen Personen im Betriebsvermögen gehal-
ten werden. Für steuerpflichtige Körperschaften
sind generell 80 Prozent der Vorabpauschalen
steuerfrei für Zwecke der Körperschaftsteuer und
40 Prozent für Zwecke der Gewerbesteuer. Für
Körperschaften, die Lebens- oder Krankenversiche-
rungsunternehmen sind und bei denen die Anteile
den Kapitalanlagen zuzurechnen sind, oder die
Kreditinstitute sind und bei denen die Anteile dem
Handelsbuch zuzurechnen sind oder von denen mit
dem Ziel der kurzfristigen Erzielung eines Eigen-
handelserfolgs erworben wurden, sind 30 Prozent
der Vorabpauschalen steuerfrei für Zwecke der
Körperschaftsteuer und 15 Prozent für Zwecke der
Gewerbesteuer.
Die Vorabpauschalen unterliegen i.d.R. dem Steu-
erabzug von 25 Prozent (zuzüglich Solidaritätszu-
schlag).
Da der Fonds die steuerlichen Voraussetzungen für
einen Aktienfonds erfüllt, wird beim Steuerabzug
die Teilfreistellung von 30 Prozent berücksichtigt.
30.2.4. Veräußerungsgewinne auf Anleger-
ebene
Gewinne aus der Veräußerung der Anteile unterlie-
gen grundsätzlich der Einkommen- bzw. Körper-
schaftsteuer und der Gewerbesteuer. Bei der Er-
mittlung des Veräußerungsgewinns ist der Gewinn
um die während der Besitzzeit angesetzten Vorab-
pauschalen zu mindern.
Der Fonds erfüllt jedoch die steuerlichen Voraus-
setzungen für einen Aktienfonds, daher sind
60 Prozent der Veräußerungsgewinne steuerfrei für
Zwecke der Einkommensteuer und 30 Prozent für
Zwecke der Gewerbesteuer, wenn die Anteile von

36
30.2.7. Zusammenfassende Übersicht für übliche betriebliche Anlegergruppen

Ausschüttungen Vorabpauschalen Veräußerungsgewinne

Inländische Anleger

Einzelunternehmer Kapitalertragsteuer: Kapitalertragsteuer:


25% (die Teilfreistellung für Aktienfonds i.H.v. Abstandnahme
30% wird berücksichtigt)

Materielle Besteuerung:
Einkommensteuer und Gewerbesteuer ggf. unter Berücksichtigung von
Teilfreistellungen (Aktienfonds 60% für Einkommensteuer / 30% für
Gewerbesteuer)

Regelbesteuerte Kapitalertragsteuer: Kapitalertragsteuer:


Körperschaften Abstandnahme bei Banken, ansonsten 25% (die Abstandnahme
(typischerweise Teilfreistellung für Aktienfonds i.H.v. 30% wird
Industrieunternehmen; berücksichtigt)
Banken, sofern Anteile nicht
im Handelsbestand gehalten Materielle Besteuerung:
werden; Sachversicherer) Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer; ggf. unter Berücksichtigung von
Teilfreistellungen (Aktienfonds 80% für Körperschaftsteuer / 40% für
Gewerbesteuer)

Lebens- und Kranken- Kapitalertragsteuer:


versicherungs-unternehmen Abstandnahme
und Pensionsfonds, bei denen
die Fondsanteile den materielle Besteuerung: Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer, soweit
Kapitalanlagen zuzurechnen handelsbilanziell keine Rückstellung für Beitragsrückerstattungen (RfB)
sind aufgebaut wird, die die auch steuerlich anzuerkennen ist ggf. unter
Berücksichtigung von Teilfreistellungen (Aktienfonds 30% für
Körperschaftsteuer / 15% für Gewerbesteuer)

Banken, die die Fondsanteile Kapitalertragsteuer:


im Handelsbestand halten Abstandnahme

materielle Besteuerung:
Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer; ggf. unter Berücksichtigung von
Teilfreistellungen (Aktienfonds 30% für Körperschaftsteuer / 15% für
Gewerbesteuer)

Steuerbefreite gemeinnützige, Kapitalertragsteuer:


mildtätige oder kirchliche Abstandnahme
Anleger (insb. Kirchen,
gemeinnützige Stiftungen) materielle Besteuerung:
Steuerfrei– zusätzlich kann die auf der Fondsebene angefallene
Körperschaftsteuer auf Antrag erstattet werden

Andere steuerbefreite Anleger Kapitalertragsteuer:


(insb. Pensionskassen, Abstandnahme
Sterbekassen und
Unterstützungskassen, sofern materielle Besteuerung:
die im Körperschaftsteuer- Steuerfrei
gesetz geregelten
Voraussetzungen erfüllt sind)

Unterstellt ist eine inländische Depotverwahrung. Auf die Kapitalertragsteuer, Einkommensteuer und Körper-
schaftsteuer wird ein Solidaritätszuschlag als Ergänzungsabgabe erhoben. Anrechenbare ausländische Quellen-
steuern können auf der Ebene des Investmentfonds als Werbungskosten abgezogen werden; in diesem Fall ist
keine Anrechnung auf der Ebene des Anlegers möglich. Für die Abstandnahme vom Kapitalertragsteuerabzug
kann es erforderlich sein, dass Nichtveranlagungsbescheinigungen rechtzeitig der depotführenden Stelle vorge-
legt werden.

37
Der CRS wurde Ende 2014 mit der Richtlinie
30.3. Steuerausländer 2014/107/EU des Rates vom 9. Dezember 2014 in
Verwahrt ein Steuerausländer die Fondsanteile im die Richtlinie 2011/16/EU bezüglich der Verpflich-
Depot bei einer inländischen depotführenden Stel- tung zum automatischen Austausch von Informati-
le, wird vom Steuerabzug auf Ausschüttungen, onen im Bereich der Besteuerung integriert. Die
Vorabpauschalen und Gewinne aus der Veräuße- teilnehmenden Staaten (alle Mitgliedstaaten der EU
rung der Anteile Abstand genommen, sofern er sowie etliche Drittstaaten) wenden den CRS mitt-
seine steuerliche Ausländereigenschaft nachweist. lerweile an. Deutschland hat den CRS mit dem
Sofern die Ausländereigenschaft der depotführen- Finanzkonten-Informationsaustauschgesetz vom
den Stelle nicht bekannt bzw. nicht rechtzeitig 21. Dezember 2015 in deutsches Recht umgesetzt.
nachgewiesen wird, ist der ausländische Anleger Mit dem CRS werden meldende Finanzinstitute (im
gezwungen, die Erstattung des Steuerabzugs ent-
Wesentlichen Kreditinstitute) dazu verpflichtet,
sprechend der Abgabenordnung2 zu beantragen.
bestimmte Informationen über ihre Kunden einzu-
Zuständig ist das für die depotführende Stelle zu-
holen. Handelt es sich bei den Kunden (natürliche
ständige Finanzamt. Personen oder Rechtsträger) um in anderen teil-
nehmenden Staaten ansässige meldepflichtige
30.4. Solidaritätszuschlag
Personen (dazu zählen nicht z.B. börsennotierte
Auf den auf Ausschüttungen, Vorabpauschalen und
Kapitalgesellschaften oder Finanzinstitute), werden
Gewinnen aus der Veräußerung von Anteilen abzu- deren Konten und Depots als meldepflichtige Kon-
führenden Steuerabzug ist ein Solidaritätszuschlag ten eingestuft. Die meldenden Finanzinstitute wer-
in Höhe von 5,5 Prozent zu erheben. den dann für jedes meldepflichtige Konto bestimm-
te Informationen an ihre Heimatsteuerbehörde
30.5. Kirchensteuer übermitteln. Diese übermittelt die Informationen
Soweit die Einkommensteuer bereits von einer dann an die Heimatsteuerbehörde des Kunden.
inländischen depotführenden Stelle (Abzugsver-
Bei den zu übermittelnden Informationen handelt
pflichteter) durch den Steuerabzug erhoben wird,
es sich im Wesentlichen um die persönlichen Daten
wird die darauf entfallende Kirchensteuer nach dem
des meldepflichtigen Kunden (Name, Anschrift,
Kirchensteuersatz der Religionsgemeinschaft, der
Steueridentifikationsnummer, Geburtsdatum und
der Kirchensteuerpflichtige angehört, regelmäßig
Geburtsort (bei natürlichen Personen), Ansässig-
als Zuschlag zum Steuerabzug erhoben. Die Ab-
keitsstaat) sowie um Informationen zu den Konten
zugsfähigkeit der Kirchensteuer als Sonderausgabe
und Depots (z.B. Kontonummer, Kontosaldo oder
wird bereits beim Steuerabzug mindernd berück-
Kontowert, Gesamtbruttobetrag der Erträge wie
sichtigt.
Zinsen, Dividenden oder Ausschüttungen von In-
30.6. Ausländische Quellensteuer vestmentfonds, Gesamtbruttoerlöse aus der Veräu-
ßerung oder Rückgabe von Finanzvermögen (ein-
Auf die ausländischen Erträge des Fonds wird teil-
schließlich Fondsanteilen)).
weise in den Herkunftsländern Quellensteuer ein-
behalten. Diese Quellensteuer kann bei den Anle- Konkret betroffen sind folglich meldepflichtige
gern nicht steuermindernd berücksichtigt werden. Anleger, die ein Konto und/oder Depot bei einem
Kreditinstitut unterhalten, das in einem teilneh-
30.7. Folgen der Verschmelzung von menden Staat ansässig ist. Daher werden deutsche
Investmentvermögen Kreditinstitute Informationen über Anleger, die in
anderen teilnehmenden Staaten ansässig sind, an
In den Fällen der Verschmelzung eines inländischen das Bundeszentralamt für Steuern melden, das die
Investmentvermögens auf ein anderes inländisches
Informationen an die jeweiligen Steuerbehörden
Investmentvermögen, bei denen derselbe Teilfrei- der Ansässigkeitsstaaten der Anleger weiterleiten.
stellungssatz zur Anwendung kommt, kommt es
Entsprechend werden Kreditinstitute in anderen
weder auf der Ebene der Anleger noch auf der
teilnehmenden Staaten Informationen über Anle-
Ebene der beteiligten Investmentvermögen zu
ger, die in Deutschland ansässig sind, an ihre je-
einer Aufdeckung von stillen Reserven, d.h. dieser weilige Heimatsteuerbehörde melden, die die In-
Vorgang ist steuerneutral. Erhalten die Anleger des
formationen an das Bundeszentralamt für Steuern
übertragenden Investmentvermögens eine im weiterleiten. Zuletzt ist es denkbar, dass in ande-
Verschmelzungsplan vorgesehene Barzahlung, 3 ist
ren teilnehmenden Staaten ansässige Kreditinstitu-
diese wie eine Ausschüttung zu behandeln. te Informationen über Anleger, die in wiederum
30.8. Automatischer Informations- anderen teilnehmenden Staaten ansässig sind, an
ihre jeweilige Heimatsteuerbehörde melden, die die
austausch in Steuersachen Informationen an die jeweiligen Steuerbehörden
Die Bedeutung des automatischen Austauschs von der Ansässigkeitsstaaten der Anleger weiterleiten.
Informationen zur Bekämpfung von grenzüber-
schreitendem Steuerbetrug und grenzüberschrei- 30.9. FATCA und andere grenzüber-
tender Steuerhinterziehung hat auf internationaler schreitende Meldesysteme
Ebene in den letzten Jahren stark zugenommen.
Das Abkommen zwischen den USA und der Bun-
Die OECD hat hierfür unter anderem einen globalen
desrepublik Deutschland zur Förderung der Steuer-
Standard für den automatischen Informationsaus-
ehrlichkeit bei internationalen Sachverhalten und
tausch über Finanzkonten in Steuersachen veröf-
zur Umsetzung von FATCA (das „USA-Deutschland-
fentlicht (Common Reporting Standard, im Folgen-
Abkommen“) wurde mit dem Ziel geschlossen, die
den "CRS").
Umsetzung der Bestimmungen des Gesetzes über
die Steuerehrlichkeit bezüglich Auslandskonten
(Foreign Account Tax Compliance Act) des U.S.
2
§ 37 Abs. 2 AO. Hiring Incentives to Restore Employment Act
3
§ 190 Abs. 2 Nr. 2 KAGB.
(„FATCA“) in Deutschland zu ermöglichen. FATCA

38
schreibt ein Meldesystem und eine potenzielle 31. Auslagerung
Quellensteuer von 30 Prozent auf bestimmte Zah-
lungen vor, die aus US-Quellen oder diesen zu- Die Gesellschaft hat Tätigkeiten im Rahmen folgen-
rechenbaren Quellen oder in Bezug auf US-Ver- der Aufgaben ganz oder teilweise an andere Unter-
mögenswerte an bestimmte Empfängerkategorien nehmen übertragen:
geleistet werden, darunter ein nicht in den USA – Swap Collateral Management, BlackRock In-
ansässiges Finanzinstitut (ein „ausländisches Fi- vestment Management (UK) Ltd.,
nanzinstitut“ bzw. „FFI“), das die FATCA-Bestim- – EDV-Service, BlackRock Investment Manage-
mungen nicht erfüllt und nicht anderweitig steuer- ment (UK) Ltd.,
befreit ist. Bestimmte Finanzinstitute („meldende
– Interne Revision, BlackRock Investment Ma-
Finanzinstitute“) müssen gemäß dem USA-
nagement (UK) Ltd.,
Deutschland-Abkommen bestimmte Informationen
über ihre US-Kontoinhaber dem Bundeszentralamt – Compliance Monitoring, BlackRock Investment
für Steuern melden (welches wiederum die Infor- Management (UK) Ltd.,
mationen an die US-Steuerbehörde weiterleitet). Es – Kontrahentenrisiko, BlackRock Investment
wird gegenwärtig jedoch nicht davon ausgegangen, Management (UK) Ltd.,
dass die Gesellschaft ein „meldendes Finanzinsti- – KVG-Buchhaltung und Finanzen, BlackRock
tut" in diesem Sinne darstellt, da erwartet wird, Investment Management (UK) Ltd.,
dass der Fonds ein FFI darstellt und daher die
– Middle Office (u.a. Trade Operations, Corporate
FACTA-Bestimmungen einhält. Sollte der Fonds
Actions), BlackRock Investment Management
kein die FATCA-Bestimmungen einhaltendes FFI
(UK) Ltd.,
darstellen, beabsichtigt die Gesellschaft zu errei-
chen, dass der Fonds als FATCA-konform behandelt – Fonds Administration, State Street Bank Inter-
wird, indem er die Bedingungen des Meldesystems national GmbH,
erfüllt, die Gegenstand des USA-Deutschland- – Collateral Management (Wertpapierleihe), State
Abkommens sind. Es kann jedoch nicht zugesichert Street Bank International GmbH,
werden, dass der Fonds in der Lage sein wird, die – Kontrollfunktion im Rahmen der Fonds Admi-
FATCA-Bestimmungen zu erfüllen, und wenn der nistation / Collateral Management (Wertpapier-
Fonds dazu nicht in der Lage ist, kann eine 30%ige leihe), BlackRock Investment Management (UK)
Quellensteuer auf Zahlungen erhoben werden, die Ltd.,
der Fonds aus US-Quellen oder diesen zurechenba-
– Wertpapierleihe, BlackRock Institutional Trust
ren Quellen oder in Bezug auf US-Vermögenswerte
Company, N.A.,
erhält, wodurch sich die Beträge verringern kön-
nen, die dem Fonds für Zahlungen an die Anleger – EMIR-Meldewesen, BlackRock Investment Ma-
zur Verfügung stehen. nagement (UK) Ltd.,
Eine Reihe von Ländern hat multilaterale Abkom- – Handel und Sicherheitenverwaltung für Future-
men abgeschlossen, die auf dem Gemeinsamen Geschäfte, BlackRock Investment Management
Meldestandard für den automatischen Informati- (UK) Ltd.,
onsaustausch über Finanzkonten basieren, der von – Portfoliomanagement der Rentensondervermö-
der Organisation für wirtschaftliche Zusammenar- gen, BlackRock Investment Management (UK)
beit und Entwicklung (OECD) veröffentlicht wurde. Ltd.,
Nach der Umsetzung in deutsches Recht, sind be- – Indexlizensierung, BlackRock Fund Advisors,
stimmte Finanzinstitute (auch als „meldende Finan-
– Management von Wertpapierstammdaten,
zinstitute“ beschrieben) verpflichtet, deutschen
BlackRock Investment Management (UK) Ltd.
Steuerbehörden bestimmte Informationen über
Anleger aus jenen Ländern zu übermitteln, die
Parteien dieser Abkommen sind. (Die deutschen 32. Jahres- / Halbjahresberichte
Steuerbehörden werden diese Informationen wie- / Abschlussprüfer
derum an die jeweiligen Steuerbehörden weiterlei-
Die Jahresberichte und Halbjahresberichte sind bei
ten). Gegenwärtig ist nicht zu erwarten, dass der
der Gesellschaft sowie bei der Verwahrstelle erhält-
Fonds als meldendes Finanzinstitut qualifiziert wird.
lich.
Angesichts des Vorstehenden sind Anleger des
Mit der Prüfung des Fonds und des Jahresberichtes
Fonds verpflichtet, der Gesellschaft bestimmte
ist die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte
Informationen zur Verfügung zu stellen, um die
GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München
Bedingungen der Meldesysteme zu erfüllen. Bitte
beauftragt.
beachten Sie, dass die Gesellschaft verfügt hat,
dass US-Personen keine Anteile am Fonds halten
dürfen. 33. Zahlungen an die Anteilin-
haber/Verbreitung der Be-
30.10. Hinweis
Die steuerlichen Ausführungen gehen von der der- richte und sonstige Informa-
zeit bekannten Rechtslage aus. Sie richten sich an tionen
in Deutschland unbeschränkt einkommensteuer- Durch die Beauftragung der Verwahrstelle ist si-
pflichtige oder unbeschränkt körperschaftsteuer- chergestellt, dass die Anleger – soweit der Fonds
pflichtige Personen. Es kann jedoch keine Gewähr
die Ausschüttung von Dividenden oder sonstigen
dafür übernommen werden, dass sich die steuerli- Erträgen vorsieht – diese Ausschüttungen erhalten
che Beurteilung durch Gesetzgebung, Rechtspre- und dass Anteile zurückgenommen werden. Die in
chung oder Erlasse der Finanzverwaltung nicht diesem Verkaufsprospekt erwähnten Anlegerinfor-
ändert. mationen können auf dem unter 1.1 angegebenen
Wege bezogen werden.

39
34. Weitere Investmentvermö- iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS
ETF (DE)
gen, die von der Gesell- iShares STOXX Europe 600 Automobiles & Parts
schaft verwaltet werden UCITS ETF (DE)
Von der Gesellschaft werden noch folgende In- iShares STOXX Europe 600 Banks UCITS ETF (DE)
vestmentvermögen verwaltet, die nicht Inhalt die- iShares STOXX Europe 600 Basic Resources UCITS
ses Verkaufsprospekts sind: ETF (DE)
iShares STOXX Europe 600 Chemicals UCITS ETF
a) OGAW-Investmentvermögen (DE)
iShares Core DAX ® UCITS ETF (DE) iShares STOXX Europe 600 Construction & Materi-
als UCITS ETF (DE)
iShares DivDAX ® UCITS ETF (DE)
iShares STOXX Europe 600 Financial Services U-
iShares MDAX ® UCITS ETF (DE)
CITS ETF (DE)
iShares TecDAX ® UCITS ETF (DE)
iShares STOXX Europe 600 Food & Beverage UCITS
iShares Core EURO STOXX 50 UCITS ETF (DE) ETF (DE)
iShares EURO STOXX Select Dividend 30 UCITS iShares STOXX Europe 600 Health Care UCITS ETF
ETF (DE) (DE)
iShares EURO STOXX UCITS ETF (DE) iShares STOXX Europe 600 Industrial Goods &
iShares Dow Jones Eurozone Sustainability Scree- Services UCITS ETF (DE)
ned UCITS ETF (DE) iShares STOXX Europe 600 Insurance UCITS ETF
iShares STOXX Europe 50 UCITS ETF (DE) (DE)
iShares STOXX Europe Select Dividend 30 UCITS iShares STOXX Europe 600 Media UCITS ETF (DE)
ETF (DE) iShares STOXX Europe 600 Oil & Gas UCITS ETF
iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE) (DE)
iShares STOXX Europe Large 200 UCITS ETF (DE) iShares STOXX Europe 600 Personal & Household
iShares STOXX Europe Mid 200 UCITS ETF (DE) Goods UCITS ETF (DE)
iShares STOXX Europe Small 200 UCITS ETF (DE) iShares STOXX Europe 600 Real Estate UCITS ETF
iShares ATX UCITS ETF (DE) (DE)
iShares Dow Jones U.S. Select Dividend UCITS ETF iShares STOXX Europe 600 Retail UCITS ETF (DE)
(DE) iShares STOXX Europe 600 Technology UCITS ETF
iShares NASDAQ-100® UCITS ETF (DE) (DE)
iShares Dow Jones Global Titans 50 UCITS ETF iShares STOXX Europe 600 Telecommunications
(DE) UCITS ETF (DE)
iShares Dow Jones China Offshore 50 UCITS ETF iShares STOXX Europe 600 Travel & Leisure UCITS
(DE) ETF (DE)
iShares Dow Jones Asia Pacific Select Dividend 30 iShares STOXX Europe 600 Utilities UCITS ETF (DE)
UCITS ETF (DE) iShares MSCI Brazil UCITS ETF (DE)
iShares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF
(DE) 35. Belehrung über das Recht
iShares EURO STOXX Banks 30-15 UCITS ETF (DE) des Käufers zum Widerruf
iShares SLI UCITS ETF (DE) nach § 305 KAGB (Haustür-
iShares eb.rexx® Government Germany UCITS ETF geschäfte)
(DE)
Kommt der Kauf von Anteilen an offenen Invest-
iShares eb.rexx® Government Germany 0-1yr
mentvermögen aufgrund mündlicher Verhandlun-
UCITS ETF (DE)
gen außerhalb der ständigen Geschäftsräume des-
iShares eb.rexx® Government Germany 1.5-2.5yr jenigen zustande, der die Anteile verkauft oder den
UCITS ETF (DE) Verkauf vermittelt hat, so hat der Käufer das
iShares eb.rexx® Government Germany 2.5-5.5yr Recht, seine Kauferklärung in Textform und ohne
UCITS ETF (DE) Angabe von Gründen innerhalb einer Frist von zwei
iShares eb.rexx® Government Germany 5.5-10.5yr Wochen zu widerrufen. Über das Recht zum Wider-
UCITS ETF (DE) ruf wird der Käufer in der Durchschrift oder der
Kaufabrechnung belehrt. Das Widerrufsrecht be-
iShares eb.rexx® Government Germany 10.5+ yr
steht auch dann, wenn derjenige, der die Anteile
UCITS ETF (DE)
verkauft oder den Verkauf vermittelt, keine ständi -
iShares Pfandbriefe UCITS ETF (DE) gen Geschäftsräume hat. Ein Widerrufsrecht be-
iShares Euro Government Bond Capped 1.5-10.5yr steht nicht, wenn der Verkäufer nachweist, dass (i)
UCITS ETF (DE) entweder der Käufer keine natürliche Person ist,
iShares Diversified Commodity Swap UCITS ETF die das Rechtsgeschäft zu einem Zweck abschließt,
(DE) der nicht ihrer beruflichen Tätigkeit zugerechnet
werden kann (Verbraucher), oder (ii) es zur Ver-
handlung auf Initiative des Käufers gekommen ist,
b) OGAW-Teilgesellschaftsvermögen der d.h. er den Käufer zu den Verhandlungen aufgrund
iShares (DE) I Investmentaktiengesellschaft vorhergehender Bestellung des Käufers aufgesucht
hat. Bei Verträgen, die ausschließlich über Fern-

40
kommunikationsmittel (z.B. Briefe, Telefonanrufe, (c) unter Umständen von einer Provision, einer
E-Mails) zustande gekommen sind (Fernabsatzver- Gebühr, einem Kursaufschlag oder Kursabschlag
träge), besteht kein Widerrufsrecht. profitiert, der nicht von der Gesellschaft im Zu-
sammenhang mit einem Anlagegeschäft bezahlt
36. Interessenskonflikte wird;
(d) als Vermittler für die Gesellschaft in Bezug auf
Beziehungen innerhalb der BlackRock Gruppe und
mit der PNC Gruppe. Transaktionen tätig ist, bei denen sie gleichzeitig
als Vermittler für andere ihrer eigenen Kunden
auftritt;
Übergeordnete Holdinggesellschaft der Gesellschaft
(e) als Auftraggeber für eigene Rechnung mit Anla-
ist die BlackRock, Inc., ein in Delaware, USA, ge-
gen und/oder Währungen mit der Gesellschaft oder
gründetes Unternehmen. Die PNC Bank N.A. ist e i n
deren Anteilinhabern handelt;
bedeutender Anteilinhaber der BlackRock, Inc.
(f) Transaktionen mit Anteilen eines Organismus
Beim Abschluss von Wertpapiergeschäften für den
für gemeinsame Anlagen oder eines anderen Un-
Fonds können Gesellschaften der PNC Gruppe Ef-
ternehmens tätigt, für die eine der Gesellschaften
fektenkommissions-, Devisen- und Bankdienstleis-
der BlackRock Gruppe oder der PNC Gruppe als
tungen und sonstige Dienstleistungen erbringen
Manager, Betreiber, Bank, Berater oder Trustee
oder als Handelsvertreter zu ihren üblichen Ver-
tragsbedingungen auftreten und daraus Nutzen agiert;
ziehen. (g) unter Umständen Transaktionen für die Gesell-
Provisionen an Broker und Handelsvertreter ent- schaft abwickelt, die im Zusammenhang mit Plat-
zierungen und/oder Neuemissionen durch eine
sprechen marktüblichen Bedingungen und sämtli-
ihrer anderen Konzerngesellschaften stehen, die als
che Mengen- oder sonstige Rabatte sowie Barpro-
Auftraggeber für eigene Rechnung agiert oder eine
visionsnachlässe werden an den Fonds weiter ge-
Vermittlerprovision bezieht.
geben.
Soweit sie es für angemessen hält, kann die Ge-
sellschaft Dienstleistungen von Gesellschaften der Bestimmte Wertpapiere können – wie vorstehend
PNC Gruppe in Anspruch nehmen, sofern (a) deren beschrieben – sowohl für den Fonds als auch für
Provisionen und sonstige Geschäftsbedingungen andere Investmentvermögen der Gesellschaft so-
allgemein mit Angeboten nicht verbundener Broker wie der Fonds und Kunden anderer Gesellschaften
und Handelsvertreter auf dem jeweiligen Markt der BlackRock Gruppe als tatsächliche oder poten-
vergleichbar sind und (b) dies im Einklang mit den tielle Anlagen in Betracht kommen.
Grundsätzen zur Erzielung der bestmöglichen Er- Wegen unterschiedlicher Anlageziele und anderer
gebnisse steht. Faktoren kann ein bestimmtes Wertpapier für ein
In Übereinstimmung mit diesen Grundsätzen wird bzw. einen oder für mehrere dieser Investment-
ein Teil der Anlagegeschäfte für den Fonds voraus- vermögen bzw. Kunden erworben, für andere hin-
sichtlich durch Makler/Händler der PNC Gruppe gegen veräußert werden.
getätigt; diese werden voraussichtlich zu einer Wenn die Käufe oder Verkäufe von Wertpapieren
vergleichsweise kleinen Gruppe globaler Unter- im Auftrag des Fonds oder dieser Kunden ungefähr
nehmen gehören, denen jeweils ein größerer Teil zum gleichen Zeitpunkt zur Bewertung anstehen,
der Geschäfte übertragen wird als anderen Firmen. werden diese Transaktionen, soweit praktikabel, in
Vorbehaltlich des Vorstehenden und der Einschrän- einer Weise abgewickelt, die für alle beteiligten
kungen, die durch die Gesellschaft festgelegt wur- Investmentvermögen bzw. Kunden angemessen
den, ist es möglich, dass die Gesellschaft oder ei ne erscheint. Es können Fälle auftreten, in denen der
andere Gesellschaft der BlackRock Gruppe, der PNC Kauf oder Verkauf von Wertpapieren im Auftrag
Gruppe sowie deren Geschäftsführer (a) an dem eines oder mehrerer Fonds bzw. Kunden der Black-
Fonds bzw. an Geschäften für oder mit dem Fonds Rock Gruppe anderen Fonds bzw. Kunden der
beteiligt sind, oder dass eine sonstige Beziehung BlackRock Gruppe zum Nachteil gereichen.
mit anderen Personen besteht, die zu einem poten-
tiellen Konflikt mit ihren Verpflichtungen gegenübe r Folgendes sollte in Hinblick auf BlackRock Fonds
der Gesellschaft führt und (b) mit Gesellschaften beachtet werden, obwohl die Ausführungen nicht
der PNC Gruppe Geschäfte abschließen bzw. deren unbedingt relevant für die Investmentvermögen
Dienste nutzen, während sie diese Verpflichtungen sind, die von der Gesellschaft verwaltet werden.
erfüllen, ohne dass sie verpflichtet sind, über die
Gewinne oder Vergütungen aus dieser Aktivität
Rechenschaft abzulegen. Wenn für dasselbe Wertpapier zum gleichen Zeit-
punkt für verschiedene Fonds bzw. Kunden entge-
Mögliche Interessenkonflikte können beispielsweise
gengesetzte Positionen (d.h. Long und Short) auf-
entstehen, weil die betreffende Gesellschaft der
gebaut, gehalten oder glattgestellt werden, können
BlackRock Gruppe und/oder der PNC Gruppe:
dadurch die Interessen der Fonds bzw. Kunden auf
(a) Geschäfte für andere Kunden tätigt; der einen oder anderen Seite verletzt werden. Für
(b) über Mitglieder des Verwaltungsrats oder Ange- BlackRock könnte dies einen Interessenkonflikt
stellte verfügt, die Mitglieder des Verwaltungsrates bedeuten, insbesondere dann, wenn BlackRock
oder Aktionäre eines Unternehmens sind oder mit oder die beteiligten Portfoliomanager aus einer
Wertpapieren dieses Unternehmens handeln oder Aktivität im Vergleich zu anderen eine höhere Ver-
anderweitig an diesem Unternehmen beteiligt sind, gütung erhalten. Diese Aktivität kann sich aus der
dessen Wertpapiere von der Gesellschaft in eige- Tatsache ergeben, dass dieses Wertpapier von
nem oder fremden Namen gehalten oder gehandelt verschiedenen Portfoliomanagement-Teams unter-
werden; schiedlich eingeschätzt wird oder dass gerade Risi-
komanagement-Strategien implementiert werden

41
und bestimmte Richtlinien und Verfahren in diesen darstellen und begründeterweise erwartet werden
Situationen nicht allgemein Anwendung finden. kann, dass der Gesellschaft insgesamt Vorteile aus
Dieser Konflikt kann auch auftreten, wenn inner- der Bereitstellung dieser Dienste erwachsen und
halb desselben Portfoliomanagement-Teams so- diese der Wertentwicklung der BlackRock Fonds
wohl Long-Only-Mandate als auch Long-Short- zugute kommen. Zu diesen Research- oder Ausfüh-
Mandate oder Short-Only-Mandate bestehen oder rungsdienstleistungen gehören u.a., sofern dies im
bei der Implementierung von Risikomanagement- Rahmen der anwendbaren Gesetze gestattet ist -
Strategien. Wenn Mandate dieser Art innerhalb Research zu Unternehmen, Branchen und Wertpa-
desselben Portfoliomanagement-Teams bestehen, pieren, wirtschaftliche und finanzielle Informatio-
dürfen Short-Positionen für ein Wertpapier in eini- nen und Analysen sowie Software für quantitative
gen Portfolios, für das Long-Positionen in anderen Analysen. Die auf diese Weise erhaltenen Rese-
Portfolios bestehen, oder Long-Positionen für ein arch- oder Ausführungsdienstleistungen können
Wertpapier in einigen Portfolios, für das Short- nicht nur für das Konto, dessen Provisionen zur
Positionen in anderen Portfolios bestehen, nur im Bezahlung für diese Dienstleistungen eingesetzt
Einklang mit festgelegten Richtlinien und Verfahren wurden, sondern auch für weitere Kundenkonten
abgewickelt werden. der BlackRock Gruppe genutzt werden. Solche
Güter und Dienstleistungen beinhalten ausdrücklich
keine Reisen, Unterbringung, Bewirtung, Waren
Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass ei n oder Dienstleistungen im Zusammenhang mit all-
angemessenes Treuhandprinzip herrscht und ge- gemeiner Verwaltung, Rechnerhardware, allgemei-
genläufige Transaktionen so ausgeführt werden, ne Büroausstattung oder Büroräume, Mitgliedsbei-
dass keine bestimmte Kundengruppe systematisch träge, Mitarbeitergehälter oder direkte Geldzahlun-
bevorzugt oder benachteiligt wird. Die Compliance gen. Soweit BlackRock die Gelder aus Provisions-
Gruppe von BlackRock überwacht diese Richtlinien zahlungen ihrer Kunden für die Bereitstellung von
und Verfahren und kann deren Änderung oder die Research- oder Ausführungsdienstleistungen ein-
Einstellung bestimmter Aktivitäten fordern, um setzt, müssen Gesellschaften der BlackRock Gruppe
Konflikte auf das Mindestmaß zu beschränken. nicht selbst für diese Produkte und Dienste zahlen.
Ausnahmen von diesen Richtlinien und Verfahren Gesellschaften der BlackRock Gruppe können Re-
bedürfen der Genehmigung durch die Compliance search- oder Abwicklungsdienste in Anspruch neh-
Gruppe. men, die unter die von einem bestimmten Bro-
Unterschiedliche Ansichten in Bezug auf die kurz- ker/Händler erbrachten Auftragsausführungs-,
und langfristige Wertentwicklung eines Wertpa- Clearing- und/oder Abwicklungsdienste fallen.
piers, welche das Eingehen unterschiedlicher Posi- Soweit eine Gesellschaft der BlackRock Gruppe
tionen für dasselbe Wertpapier zum selben Zeit- Research- oder Ausführungsdienstleistungen auf
punkt rechtfertigen würden, würden beispielsweise dieser Grundlage nutzt, bestehen möglicherweise
unter das Treuhandprinzip fallen. Für Long-Only- dieselben Konflikte im Zusammenhang mit der
Konten könnte es in diesem Sinne unangebracht Bereitstellung dieser Dienste über Vereinbarungen
sein, das Wertpapier zu verkaufen, während es für mit Dritten. Beispielsweise wird das Research ef-
kurzfristig orientierte Konten mit einem Short- fektiv durch die Kundenprovisionen bezahlt, die
Mandat zweckmäßig sein könnte, in dem Wertpa- auch zur Bezahlung der Ausführungs-, Clearing-
pier kurzfristig eine Short-Position einzugehen. Der und Ausführungsdienstleistungen verwendet wer-
Versuch, die Auswirkungen der Wertentwicklung den, die der Broker/Händler erbracht hat. Sie wer-
einer bestimmten Sparte eines Unternehmens zu den daher nicht von dieser Gesellschaft der Black-
neutralisieren, indem eine gegenläufige Position in Rock Gruppe bezahlt.
einem anderen Unternehmen aufgebaut wird, des- Jede Gesellschaft der BlackRock Gruppe kann vor-
sen Geschäft im Wesentlichen mit dem fraglichen behaltlich des Best-Execution-Grundsatzes bestrebt
Segment vergleichbar ist, kann ebenfalls auf die- sein, diese Aufträge über Broker auszuführen, die
sem Prinzip beruhen. im Sinne solcher Vereinbarungen Research- oder
Aufgrund der Bemühungen von BlackRock, derarti- Ausführungsdienste erbringen. Auf diese Weise ist
ge Konflikte wirkungsvoll zu handhaben, können sichergestellt, dass kontinuierliche Research- oder
bestimmte Anlagemöglichkeiten für die Kunden Ausführungsdienstleistungen erbracht werden, die
eventuell nicht wahrgenommen werden, oder es nach Überzeugung der Gesellschaft der BlackRock
kann sein, dass BlackRock Geschäfte in anderer Gruppe nützlich für ihre Prozesse der Anlageent-
Weise abwickelt, als wenn diese Konflikte nicht scheidung und Auftragsausführung sind. Eine Ge-
vorhanden wären. Hierdurch kann wiederum die sellschaft der BlackRock Gruppe kann höhere Ge-
Anlageperformance beeinträchtigen werden. bührensätze zahlen oder scheinbar höhere Gebüh-
Die Gesellschaften der BlackRock Gruppe können rensätze, als sie andernfalls bezahlt hätte, entrich-
im Hinblick auf die BlackRock Fonds (oder Teile tet haben, um Research- oder Ausführungsdienste
eines BlackRock Fonds), für die sie Anlageverwal- zu erhalten, wenn diese Gesellschaft der BlackRock
tungs- und -beratungsdienste erbringen, Broker Gruppe nach Treu und Glauben feststellt, dass die
(einschließlich, jedoch nicht beschränkt auf Broker, gezahlte Provision im Verhältnis zum Wert der
die mit BlackRock verbunden sind) beauftragen, bereitgestellten Research- oder Ausführungsdienste
die direkt oder über eine Drittpartei oder über angemessen ist. BlackRock Gruppe ist überzeugt,
vergleichbare Beziehungen Research- oder Ausfüh- dass ihre Prozesse des Investmentresearch und der
rungsdienstleistungen für BlackRock erbringen. Auftragsausführung verbessert werden, wenn Pro-
Voraussetzung ist, dass sie nach Ansicht der visionsgelder für die Bereitstellung von Research-
BlackRock Gruppe eine gesetzlich vertretbare und oder Ausführungsdiensten eingesetzt werden.
angemessene Unterstützung für die betreffenden Gleichzeitig verbessern sich die Aussichten auf
Gesellschaften der BlackRock Gruppe in Prozessen höhere Anlagerenditen.
der Anlageentscheidung oder Auftragsausführung

42
BlackRock Gruppe kann ohne vorherige Mitteilung
an die Kunden der BlackRock Gruppe gegebenen-
falls beschließen, die oben beschriebenen Verein-
barungen zu ändern, oder beschließen, sich in
unterschiedlichem Maße dadurch zu binden, soweit
dies nach den anwendbaren Gesetzen zulässig ist.

Definitionen für die in dieser Nummer genannten


folgenden Begriffe:

„BlackRock Fonds“: Fonds, die von der BlackRock


Gruppe verwaltet werden, nicht aber von der
BlackRock Asset Management Deutschland AG.

„BlackRock Gruppe“: Unternehmen der BlackRock,


Inc. sowie Tochtergesellschaften und mit dem
Unternehmen verbundene Personen.

„PNC Gruppe“: Unternehmen der PNC Gruppe,


deren oberste Holdinggesellschaft die PNC Bank,
N.A. ist.

43
Überblick über die bestehenden Anteilklassen

37. Überblick über die bestehenden Anteilklassen des Sondervermögens


iShares Nikkei 225 ® UCITS ETF (DE)
Anteilklassenbezeichnung iShares Nikkei 225® UCITS ETF (DE)

Wertpapierkennnummer WKN A0H08D

Börsengelistet ja

Höhe der Verwaltungsvergütung 0,50 %

Höhe des Ausgabeaufschlags 2 %; beim Kauf über die Börse fällt kein Ausgabeaufschlag an

Höhe des Rücknahmeabschlags 1 %; beim Verkauf über die Börse fällt kein Rücknahmeabschlag an

Wertpapier-Darlehens- und Pensionsge- nein


schäfte

44
Allgemeine
Absatz 1 KAGB übertragen wurde. Die Verwahr-
stelle haftet nicht, wenn sie nachweisen kann,
dass das Abhandenkommen auf äußere Ereig-
Anlagebedingungen. nisse zurückzuführen ist, deren Konsequenzen
trotz aller angemessenen Gegenmaßnahmen
unabwendbar waren. Weitergehende Ansprü-
che, die sich aus den Vorschriften des bürgerli-
chen Rechts auf Grund von Verträgen oder un-
erlaubten Handlungen ergeben, bleiben unbe-
Allgemeine Anlagebedingungen zur Regelung des rührt. Die Verwahrstelle haftet auch gegenüber
dem OGAW-Sondervermögen oder den Anle-
Rechtsverhältnisses zwischen den Anlegern und der
BlackRock Asset Management Deutschland AG, gern für sämtliche sonstigen Verluste, die diese
dadurch erleiden, dass die Verwahrstelle fahr-
München, (nachstehend „Gesellschaft“ genannt) für
die von der Gesellschaft gemäß der OGAW-Richtli- lässig oder vorsätzlich ihre Verpflichtungen
nach den Vorschriften des KAGB nicht erfüllt.
nie verwalteten Wertpapierindex-Sondervermögen
(nachstehend „OGAW-Sondervermögen“ genannt), Die Haftung der Verwahrstelle bleibt von einer
etwaigen Übertragung der Verwahraufgaben
die nur in Verbindung mit den für das jeweilige
OGAW-Sondervermögen aufgestellten „Besonderen nach Absatz 3 Satz 1 unberührt.
Anlagebedingungen“ gelten.
§3 Fondsverwaltung.
§1 Grundlagen. 1. Die Gesellschaft erwirbt und verwaltet die Ver-
1. Die Gesellschaft ist eine Kapitalverwaltungsge- mögensgegenstände im eigenen Namen für
gemeinschaftliche Rechnung der Anleger mit
sellschaft und unterliegt den Vorschriften des
der gebotenen Sachkenntnis, Redlichkeit, Sorg-
Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB).
falt und Gewissenhaftigkeit. Sie handelt bei der
2. Die Gesellschaft legt das bei ihr eingelegte Gel d Wahrnehmung ihrer Aufgaben unabhängig von
im eigenen Namen für gemeinschaftliche Rech- der Verwahrstelle und ausschließlich im Inte-
nung der Anleger nach dem Grundsatz der Risi- resse der Anleger.
komischung in den nach dem KAGB zugelasse-
2. Die Gesellschaft ist berechtigt, mit dem von den
nen Vermögensgegenständen gesondert vom
Anlegern eingelegten Geld die Vermögens-
eigenen Vermögen in Form von OGAW-Sonder-
gegenstände zu erwerben, diese wieder zu ver-
vermögen an. Über die hieraus sich ergebenden
Rechte der Anleger werden von ihr Sammelur- äußern und den Erlös anderweitig anzulegen;
sie ist ferner ermächtigt, alle sich aus der Ver-
kunden ausgestellt. Der Geschäftszweck des
waltung der Vermögensgegenstände ergeben-
OGAW-Sondervermögens ist auf die Kapitalan-
lage gemäß einer festgelegten Anlagestrategie den sonstigen Rechtshandlungen vorzunehmen.
im Rahmen einer kollektiven Vermögensverwal- 3. Die Gesellschaft darf für gemeinschaftliche
tung mittels der bei ihm eingelegten Mittel be- Rechnung der Anleger weder Gelddarlehen ge-
schränkt; eine operative Tätigkeit und eine ak- währen noch Verpflichtungen aus einem Bürg-
tive unternehmerische Bewirtschaftung der ge- schafts- oder einem Garantievertrag eingehen;
haltenen Vermögensgegenstände ist ausge- sie darf keine Vermögensgegenstände nach
schlossen. Maßgabe der §§ 193, 194 und 196 KAGB ver-
3. Das Rechtsverhältnis zwischen der Gesellschaft kaufen, die im Zeitpunkt des Geschäftsab-
schlusses nicht zum OGAW-Sondervermögen
und dem Anleger richtet sich nach den Allge-
gehören. § 197 KAGB bleibt unberührt.
meinen Anlagebedingungen (AABen) und Be-
sonderen Anlagebedingungen (BABen) des
OGAW-Sondervermögens und dem KAGB. §4 Anlagegrundsätze.
1. Die Gesellschaft darf für das OGAW-Sonderve r-
§2 Verwahrstelle. mögen nur solche Vermögensgegenstände er-
1. Die Gesellschaft bestellt für das OGAW-Son- werben, die darauf gerichtet sind, unter Wah-
rung einer angemessenen Risikomischung einen
dervermögen ein Kreditinstitut als Verwahrstel-
le; die Verwahrstelle handelt unabhängig von bestimmten, von der Bundesanstalt für Finanz-
dienstleistungsaufsicht (Bundesanstalt) aner-
der Gesellschaft und ausschließlich im Interesse
kannten Wertpapierindex (Wertpapierindex)
der Anleger.
nachzubilden. Der Wertpapierindex ist insbe-
2. Die Aufgaben und Pflichten der Verwahrstelle sondere anzuerkennen, wenn
richten sich nach dem mit der Gesellschaft ge-
a) die Zusammensetzung des Wertpapierindex
schlossenen Verwahrstellenvertrag, nach dem
KAGB und den Anlagebedingungen. hinreichend diversifiziert ist,
b) der Index eine adäquate Bezugsgrundlage
3. Die Verwahrstelle kann Verwahraufgaben nach
für den Markt darstellt, auf den er sich be-
Maßgabe des § 73 KAGB auf ein anderes Unter-
nehmen (Unterverwahrer) auslagern. Näheres zieht, und
hierzu enthält der Verkaufsprospekt. c) der Index in angemessener Weise veröffent-
4. Die Verwahrstelle haftet gegenüber dem licht wird.
OGAW-Sondervermögen oder gegenüber den Die Gesellschaft bestimmt in den BABen, wel-
Anlegern für das Abhandenkommen eines ver- che Vermögensgegenstände für das OGAW-
wahrten Finanzinstrumentes im Sinne des § 72 Sondervermögen erworben werden dürfen.
Absatz 1 Nr. 1 KAGB durch die Verwahrstelle 2. Für das OGAW-Sondervermögen dürfen aus-
oder durch einen Unterverwahrer, dem die schließlich Wertpapiere, die im Wertpapierindex
Verwahrung von Finanzinstrumenten nach § 73 enthalten sind oder im Zuge von Indexänderun-

45
gen in diesen aufgenommen werden (Index- n
wertpapiere), Wertpapiere, die auf diese Inde x -
wertpapiere oder den zugrunde liegenden Index åW i
I
− WiF
begeben werden, sowie Derivate und Finanzin-
strumente mit derivativer Komponente auf
DG = 100% − i =1

Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Invest- 2


mentanteile gemäß § 8, anerkannte Finanzindi-
zes, Zinssätze, Wechselkurse oder Währungen,
in die das OGAW-Sondervermögen nach den DG = Duplizierungsgrad in %
Anlagebedingungen investieren darf, erworben
werden. Bei der Nachbildung des zugrunde lie- Anzahl der Aktiengattungen im Fonds
n =
genden Index ist im Sinne einer direkten Dupli- und Index (obere Summationsgrenze)
zierung des Index den Anlagen in Indexwert-
papieren der Vorrang gegenüber Anlagen in an- I = Index
dere in Satz 1 genannten zur Indexnachbildung
dienlichen Vermögenswerte einzuräumen. Eine F = Fonds
Nachbildung des zugrunde liegenden Index
durch Wertpapiere, Derivate oder Finanzinstru- WiI = Gewicht der Aktie i im Index I in %
mente mit derivativer Komponente, die den In-
anzurechnendes Gewicht der Aktie i im
dex mittelbar nachbilden, ist nur zum Zwecke WiF =
Aktien-Teil des Fonds in %
der Einhaltung der Grenzen des § 11 Absatz 7
geboten.
3. Um den Wertpapierindex nachzubilden, darf der
å = Summenzeichen

Anteil der im OGAW-Sondervermögen befind- Summationsindex; steht für die einzelnen


lichen Vermögensgegenstände im Sinne des i = Aktiengattungen von i = 1 (untere Summations-
Absatzes 2 Satz 1 einen Duplizierungsgrad von grenze) bis i = n (obere Summationsgrenze)
95 Prozent nicht unterschreiten. Derivate und
Finanzinstrumente mit derivativer Komponente
sind mit ihrem Anrechnungsbetrag für das
Marktrisiko nach dem einfachen Ansatz gemäß §5 Wertpapiere.
der nach § 197 Absatz 3 KAGB erlassenen Sofern die BABen keine weiteren Einschränkungen
„Verordnung über Risikomanagement und Risi- vorsehen, darf die Gesellschaft vorbehaltlich des
komessung beim Einsatz von Derivaten, Wert- § 198 KAGB für Rechnung des OGAW-Sonder-
papier-Darlehen und Pensionsgeschäften in In- vermögens Wertpapiere nur erwerben, wenn
vestmentvermögen nach dem Kapitalanlagege-
a) sie an einer Börse in einem Mitgliedstaat de r
setzbuch“ (Derivateverordnung - DerivateV) auf
Europäischen Union oder in einem anderen
den Duplizierungsgrad anzurechnen. Vertragsstaat des Abkommens über den Eu-
4. Der Duplizierungsgrad drückt den Anteil der ropäischen Wirtschaftsraum zum Handel zu-
Wertpapiere, Derivate und Finanzinstrumente gelassen oder dort an einem anderen or-
mit derivativer Komponente gemäß § 197 Ab- ganisierten Markt zugelassen oder in diesen
satz 1 KAGB im OGAW-Sondervermögen aus, einbezogen sind,
der hinsichtlich der Gewichtung mit dem Wert-
b) sie ausschließlich an einer Börse außerhalb
papierindex übereinstimmt. Der Duplizierungs-
der Mitgliedstaaten der Europäischen Union
grad ist definiert als die Differenz zwischen 100
oder außerhalb der anderen Vertragsstaaten
und der durch zwei geteilten, auf alle Wertpa-
des Abkommens über den Europäischen
piere und anzurechnenden Werte der Derivate
Wirtschaftsraum zum Handel zugelassen
und Finanzinstrumente mit derivativer Kompo-
oder in einem dieser Staaten an einem an-
nente gemäß § 197 Absatz 1 KAGB im OGAW-
deren organisierten Markt zugelassen oder
Sondervermögen und auf alle Wertpapiere im
in diesen einbezogen sind, sofern die Wahl
Index aufsummierten Betragsdifferenzen zwi-
dieser Börse oder dieses organisierten Mark-
schen dem Gewicht der Wertpapiere im Index
tes von der Bundesanstalt zugelassen ist 4,
und dem anzurechnenden Gewicht der Wertpa-
piere in der Summe der anzurechnenden Werte c) ihre Zulassung an einer Börse in einem Mit-
des OGAW-Sondervermögens. gliedstaat der Europäischen Union oder in
einem anderen Vertragsstaat des Abkom-
mens über den Europäischen Wirtschafts-
raum zum Handel oder ihre Zulassung an
einem organisierten Markt oder ihre Einbe-
ziehung in diesen Markt in einem Mitglied-
staat der Europäischen Union oder in einem
anderen Vertragsstaat des Abkommens über
den Europäischen Wirtschaftsraum nach den
Ausgabebedingungen zu beantragen ist, so-
fern die Zulassung oder Einbeziehung dieser
Wertpapiere innerhalb eines Jahres nach ih-
rer Ausgabe erfolgt,

4
Die „Liste der zugelassenen Börsen und der anderen organisierten
Märkte gemäß § 193 Abs. 1 Nr. 2 und 4 KAGB“ wird auf der Inter-
netseite der Bundesanstalt veröffentlicht. www.bafin.de

46
d) ihre Zulassung an einer Börse zum Handel c) von der Europäischen Union, dem Bund, ei-
oder ihre Zulassung an einem organisierten nem Sondervermögen des Bundes, einem
Markt oder die Einbeziehung in diesen au- Land, einem anderen Mitgliedstaat oder ei-
ßerhalb der Mitgliedstaaten der Europäi- ner anderen zentralstaatlichen, regionalen
schen Union oder außerhalb der anderen oder lokalen Gebietskörperschaft oder der
Vertragsstaaten des Abkommens über den Zentralbank eines Mitgliedstaates der Euro-
Europäischen Wirtschaftsraum nach den päischen Union, der Europäischen Zentral-
Ausgabebedingungen zu beantragen ist, so- bank oder der Europäischen Investitions-
fern die Wahl dieser Börse oder dieses or- bank, einem Drittstaat oder, sofern dieser
ganisierten Marktes von der Bundesanstalt ein Bundesstaat ist, einem Gliedstaat dieses
zugelassen ist und die Zulassung oder Ein- Bundesstaates oder von einer internationa-
beziehung dieser Wertpapiere innerhalb ei- len öffentlich-rechtlichen Einrichtung, der
nes Jahres nach ihrer Ausgabe erfolgt, mindestens ein Mitgliedstaat der Europäi-
e) sie Aktien sind, die dem OGAW-Sonderver- schen Union angehört, begeben oder garan-
mögen bei einer Kapitalerhöhung aus Ge- tiert werden,
sellschaftsmitteln zustehen, d) von einem Unternehmen begeben werden,
f) sie in Ausübung von Bezugsrechten, die dessen Wertpapiere auf den unter den
zum OGAW-Sondervermögen gehören, er- Buchstaben a) und b) bezeichneten Märkten
worben werden, gehandelt werden,
g) sie Finanzinstrumente sind, die die in § 193 e) von einem Kreditinstitut, das nach den im
Absatz 1 Satz 1 Nr. 8 KAGB genannten Kri- Recht der Europäischen Union festgelegten
terien erfüllen. Kriterien einer Aufsicht unterstellt ist, oder
einem Kreditinstitut, das Aufsichtsbestim-
Der Erwerb von Wertpapieren nach Satz 1 Buch-
mungen, die nach Auffassung der Bundes-
staben a) bis d) darf nur erfolgen, wenn zusätzlich
anstalt denjenigen des Rechts der Europäi-
die Voraussetzungen des § 193 Absatz 1 Satz 2
schen Union gleichwertig sind, unterliegt
KAGB erfüllt sind. Erwerbbar sind auch Bezugs-
und diese einhält, begeben oder garantiert
rechte, die aus Wertpapieren herrühren, welche
werden, oder
ihrerseits nach diesem § 5 erwerbbar sind.
f) von anderen Emittenten begeben werden
und diese den Anforderungen des § 194 Ab-
§6 Geldmarktinstrumente. satz 1 Nr. 6 KAGB entsprechen.
1. Sofern die BABen keine weiteren Einschränkun- 2. Geldmarktinstrumente im Sinne des Absatzes 1
gen vorsehen, darf die Gesellschaft vorbehalt- dürfen nur erworben werden, wenn sie die je-
lich des § 198 KAGB für Rechnung des OGAW- weiligen Voraussetzungen des § 194 Absatz 2
Sondervermögens Instrumente, die üblicher- und 3 KAGB erfüllen.
weise auf dem Geldmarkt gehandelt werden,
sowie verzinsliche Wertpapiere, die zum Zeit-
punkt ihres Erwerbs für das OGAW-Sonderver- §7 Bankguthaben.
mögen eine restliche Laufzeit von höchstens Die Gesellschaft darf für Rechnung des OGAW-
397 Tagen haben, deren Verzinsung nach den Sondervermögens Bankguthaben halten, die eine
Ausgabebedingungen während ihrer gesamten Laufzeit von höchstens zwölf Monaten haben. Die
Laufzeit regelmäßig, mindestens aber einmal in auf Sperrkonten zu führenden Guthaben können
397 Tagen, marktgerecht angepasst wird oder bei einem Kreditinstitut mit Sitz in einem Mitglied-
deren Risikoprofil dem Risikoprofil solcher Wert- staat der Europäischen Union oder einem anderen
papiere entspricht (Geldmarktinstrumente), er- Vertragsstaat des Abkommens über den Europäi-
werben. Geldmarktinstrumente dürfen für das schen Wirtschaftsraum unterhalten werden; die
OGAW-Sondervermögen nur erworben werden, Guthaben können auch bei einem Kreditinstitut mit
wenn sie Sitz in einem Drittstaat, dessen Aufsichtsbestim-
a) an einer Börse in einem Mitgliedstaat der mungen nach Auffassung der Bundesanstalt denje-
Europäischen Union oder in einem anderen nigen des Rechts der Europäischen Union gleich-
Vertragsstaat des Abkommens über den Eu- wertig sind, gehalten werden. Sofern in den BABen
ropäischen Wirtschaftsraum zum Handel zu- nichts anderes bestimmt ist, können die Bankgut-
gelassen oder dort an einem anderen or- haben auch auf Fremdwährung lauten.
ganisierten Markt zugelassen oder in diesen
einbezogen sind, §8 Investmentanteile.
b) ausschließlich an einer Börse außerhalb der 1. Sofern in den BABen nichts Anderweitiges be-
Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder stimmt ist, kann die Gesellschaft für Rechnung
außerhalb der anderen Vertragsstaaten des des OGAW-Sondervermögens Anteile an In-
Abkommens über den Europäischen Wirt- vestmentvermögen gemäß der Richtlinie
schaftsraum zum Handel zugelassen oder 2009/65/EG (OGAW) erwerben. Anteile an an-
dort an einem anderen organisierten Markt deren inländischen Sondervermögen und In-
zugelassen oder in diesen einbezogen sind, vestmentaktiengesellschaften mit veränderli-
sofern die Wahl dieser Börse oder dieses or- chem Kapital sowie Anteile an offenen EU-AIF
ganisierten Marktes von der Bundesanstalt und ausländischen offenen AIF, können erwor-
zugelassen ist5, ben werden, sofern sie die Anforderungen des
§ 196 Absatz 1 Satz 2 KAGB erfüllen.
2. Anteile an inländischen Sondervermögen und
5
Die „Liste der zugelassenen Börsen und der anderen organisierten
Märkte gemäß § 193 Abs. 1 Nr. 2 und 4 KAGB“ wird auf der Inter- Investmentaktiengesellschaften mit veränderli-
netseite der Bundesanstalt veröffentlicht. www.bafin.de chem Kapital, an EU-OGAW, an offenen EU-AIF

47
und an ausländischen offenen AIF, darf die Ge- c) Zinsswaps, Währungsswaps oder Zins-
sellschaft nur erwerben, wenn nach den Anla- Währungsswaps;
gebedingungen oder der Satzung der Kapital- d) Optionen auf Swaps nach Buchstabe c), so-
verwaltungsgesellschaft, der Investmentaktien- fern sie die in Buchstabe b) unter Buchsta-
gesellschaft mit veränderlichem Kapital, des ben aa) und bb) beschriebenen Eigenschaf-
EU-Investmentvermögens, der EU-Verwaltungs- ten aufweisen (Swaptions);
gesellschaft, des ausländischen AIF oder der
e) Credit Default Swaps, die sich auf einen ein-
ausländischen AIF-Verwaltungsgesellschaft ins-
zelnen Basiswert beziehen (Single Name
gesamt höchstens 10 Prozent des Wertes ihres
Credit Default Swaps).
Vermögens in Anteilen an anderen inländischen
Sondervermögen, Investmentaktiengesellschaf- 3. Sofern die Gesellschaft den qualifizierten Ansatz
ten mit veränderlichem Kapital, offenen EU- nutzt, darf sie - vorbehaltlich eines geeigneten
Investmentvermögen oder ausländischen offe- Risikomanagementsystems - in jegliche Finan-
nen AIF angelegt werden dürfen. zinstrumente mit derivativer Komponente oder
Derivate investieren, die von einem gemäß
§ 197 Absatz 1 Satz 1 KAGB zulässigen Basis-
§9 Derivate. wert abgeleitet sind.
1. Sofern in den BABen nichts Anderweitiges be- Hierbei darf der dem OGAW-Sondervermögen
stimmt ist, kann die Gesellschaft im Rahmen zuzuordnende potenzielle Risikobetrag für das
der Verwaltung des OGAW-Sondervermögens Marktrisiko („Risikobetrag“) zu keinem Zeit-
Derivate gemäß § 197 Absatz 1 Satz 1 KAGB punkt das Zweifache des potenziellen Risikobe-
und Finanzinstrumente mit derivativer Kompo-
trags für das Marktrisiko des zugehörigen Ver-
nente gemäß § 197 Absatz 1 Satz 2 KAGB ein- gleichsvermögens gemäß § 9 der DerivateV
setzen. Sie darf – der Art und dem Umfang der übersteigen. Alternativ darf der Risikobetrag zu
eingesetzten Derivate und Finanzinstrumente keinem Zeitpunkt 20 Prozent des Wertes des
mit derivativer Komponente entsprechend – zur OGAW-Sondervermögens übersteigen.
Ermittlung der Auslastung der nach § 197 Ab-
4. Unter keinen Umständen darf die Gesellschaft
satz 2 KAGB festgesetzten Marktrisikogrenze
bei diesen Geschäften von den in den Anlage-
für den Einsatz von Derivaten und Finanzin-
bedingungen oder von den im Verkaufsprospekt
strumenten mit derivativer Komponente entwe-
genannten Anlagegrundsätzen und –grenzen
der den einfachen oder den qualifizierten An-
satz im Sinne der gemäß § 197 Absatz 3 KAGB abweichen.
erlassenen DerivateV nutzen; das Nähere regelt 5. Die Gesellschaft wird Derivate und Finanzin-
der Verkaufsprospekt. strumente mit derivativer Komponente zum
Zwecke der Absicherung, der effizienten Portfo-
2. Sofern die Gesellschaft den einfachen Ansatz
liosteuerung und der Erzielung von Zusatzer-
nutzt, darf sie regelmäßig nur Grundformen von
trägen einsetzen, wenn und soweit sie dies im
Derivaten und Finanzinstrumenten mit derivati-
ver Komponente oder Kombinationen aus die- Interesse der Anleger für geboten hält.
sen Derivaten, Finanzinstrumenten mit deriva- 6. Bei der Ermittlung der Marktrisikogrenze für
tiver Komponente sowie gemäß § 197 Absatz 1 den Einsatz von Derivaten und Finanzinstru-
Satz 1 KAGB zulässigen Basiswerten im OGAW - menten mit derivativer Komponente darf die
Sondervermögen einsetzen. Komplexe Derivate Gesellschaft jederzeit gemäß § 6 Satz 3 der De-
mit gemäß § 197 Absatz 1 Satz 1 KAGB zuläs- rivateV zwischen dem einfachen und dem quali-
sigen Basiswerten dürfen nur zu einem ver- fizierten Ansatz wechseln. Der Wechsel bedarf
nachlässigbaren Anteil eingesetzt werden. Der nicht der Genehmigung durch die Bundesan-
nach Maßgabe von § 16 DerivateV zu ermit- stalt, die Gesellschaft hat den Wechsel jedoch
telnde Anrechnungsbetrag des OGAW- unverzüglich der Bundesanstalt anzuzeigen und
Sondervermögens für das Marktrisiko darf zu im nächstfolgenden Halbjahres- oder Jahresbe-
keinem Zeitpunkt den Wert des OGAW-Sonder- richt bekannt zu machen.
vermögens übersteigen. 7. Beim Einsatz von Derivaten und Finanzinstru-
Grundformen von Derivaten sind: menten mit derivativer Komponente wird die
Gesellschaft die DerivateV beachten.
a) Terminkontrakte auf die Basiswerte nach
§ 197 Absatz 1 KAGB mit der Ausnahme von
Investmentanteilen nach § 196 KAGB, § 10 Sonstige Anlageinstrumen-
b) Optionen oder Optionsscheine auf die Ba- te.
siswerte nach § 197 Absatz 1 KAGB mit Sofern in den BABen nichts Anderweitiges be-
Ausnahme von Investmentanteilen nach
stimmt ist, kann die Gesellschaft für Rechnung des
§ 196 KAGB und auf Terminkontrakte nach OGAW-Sondervermögens bis zu 10 Prozent des
Buchstabe a), wenn sie die folgenden Eigen- Wertes des OGAW-Sondervermögens in Sonstige
schaften aufweisen: Anlageinstrumente gemäß § 198 KAGB anlegen.
aa) eine Ausübung ist entweder während der
gesamten Laufzeit oder zum Ende der
§ 11 Emittentengrenzen und An-
Laufzeit möglich und
bb) der Optionswert hängt zum Ausübungs- lagegrenzen.
zeitpunkt linear von der positiven oder 1. Bei der Verwaltung hat die Gesellschaft die im
negativen Differenz zwischen Basispreis KAGB, in der DerivateV und in den Anlagebe-
und Marktpreis des Basiswerts ab und dingungen festgelegten Grenzen und Beschrän-
wird null, wenn die Differenz das andere kungen zu beachten.
Vorzeichen hat;

48
2. Die Gesellschaft darf bis zu 20 Prozent des Sondervermögen können darüber hinaus gemäß
Wertes des OGAW-Sondervermögens in Wert- den Vorgaben des Artikels 2 Absatz 1 Buchsta-
papiere eines Ausstellers (Schuldner) anlegen. be p Ziffer iii der Richtlinie 2009/65/EG erfol-
3. Die in Absatz 2 bestimmte Grenze darf für gen.
Wertpapiere eines Ausstellers (Schuldners) auf
bis zu 35 Prozent des Wertes des OGAW- § 13 Kreditaufnahme.
Sondervermögens angehoben werden. Eine An- Die Gesellschaft darf für gemeinschaftliche Rech-
lage bis zu der Grenze nach Satz 1 ist nur bei nung der Anleger kurzfristige Kredite bis zur Höhe
einem einzigen Aussteller (Schuldner) zulässig. von 10 Prozent des Wertes des OGAW-Sonderver-
4. Bei Vermögensgegenständen, die sich auf den mögens aufnehmen, wenn die Bedingungen der
zugrunde liegenden Index beziehen, ist der Kreditaufnahme marktüblich sind und die Verwahr-
Kurswert der Indexwertpapiere anteilig auf die stelle der Kreditaufnahme zustimmt.
jeweiligen Ausstellergrenzen anzurechnen. Ent-
sprechendes gilt für Vermögensgegenstände,
die sich auf ein einzelnes Indexwertpapier oder
§ 14 Anteile.
einen Korb von Indexwertpapieren beziehen. 1. Die Anteile am OGAW-Sondervermögen lauten
Derivate und Finanzinstrumente mit derivativer auf den Inhaber und werden in einer Sam-
Komponente gemäß § 197 Absatz 1 KAGB sind melurkunde verbrieft; die Ausgabe von Ein-
entsprechend den §§ 23 und 24 der DerivateV zelurkunden ist ausgeschlossen. Mit dem Er-
auf die Ausstellergrenzen anzurechnen. werb eines Anteils am OGAW-Sondervermögen
erwirbt der Anleger einen Miteigentumsanteil an
5. Die Gesellschaft darf bis zu 5 Prozent des Wer-
der Sammelurkunde. Dieser ist übertragbar,
tes des OGAW-Sondervermögens in Bankgut-
soweit in den BABen nichts Abweichendes gere-
haben und Geldmarktinstrumenten im Sinne
gelt ist.
der §§ 6 und 7 anlegen, soweit in den BABen
nicht etwas anderes bestimmt wird. 2. Die Anteile können verschiedene Ausgestal-
tungsmerkmale, insbesondere hinsichtlich der
6. Sofern in den BABen nichts Anderweitiges be-
Ertragsverwendung, des Ausgabeaufschlags,
stimmt ist, darf die Gesellschaft in Anteilen an
des Rücknahmeabschlags, der Verwaltungsver-
Investmentvermögen nach Maßgabe des § 8
gütung, der Mindestanlagesumme, der Wäh-
nur bis zu 10 Prozent des Wertes des OGAW-
rung des Anteilswerts oder einer Kombination
Sondervermögens anlegen. Dabei darf die Ge-
dieser Merkmale (Anteilklassen) haben. Die Ein-
sellschaft für Rechnung des OGAW-Sonderver-
zelheiten sind in den BABen festgelegt.
mögens nicht mehr als 25 Prozent der ausge-
gebenen Anteile eines anderen offenen inländi-
schen, EU- oder ausländischen Investmentver- § 15 Ausgabe und Rücknahme
mögens, das nach dem Grundsatz der Risikomi- von Anteilen, Rücknahme-
schung in Vermögensgegenstände im Sinne der
§§ 192 bis 198 KAGB angelegt ist, erwerben. aussetzung.
7. Soweit in den BABen nicht etwas anderes be- 1. Die Anzahl der ausgegebenen Anteile ist grund-
stimmt wird, muss das OGAW-Sondervermöge n sätzlich nicht beschränkt. Die Gesellschaft be-
zu mindestens 95 Prozent in Vermögenswerte hält sich vor, die Ausgabe von Anteilen vo-
gemäß § 4 Absatz 2 Satz 1 auf den Wertpapie- rübergehend oder vollständig einzustellen.
rindex investiert sein. 2. Die Anteile können bei der Gesellschaft, der
Verwahrstelle, bei Dritten oder durch Vermitt-
§ 12 Verschmelzung. lung Dritter erworben werden. Die BABen kön-
nen vorsehen, dass Anteile nur von bestimmten
1. Die Gesellschaft darf nach Maßgabe der §§ 181 Anlegern erworben und gehalten werden dür-
bis 191 KAGB fen.
a) sämtliche Vermögensgegenstände und Ver- 3. Die Anleger können von der Gesellschaft die
bindlichkeiten dieses OGAW-Sondervermö- Rücknahme der Anteile verlangen. Die Ge-
gens auf ein anderes bestehendes oder ein sellschaft ist verpflichtet, die Anteile zum je-
neues, dadurch gegründetes inländisches weils geltenden Rücknahmepreis für Rechnung
OGAW-Sondervermögen, einen EU-OGAW des OGAW-Sondervermögens zurückzunehmen.
oder eine OGAW-Investmentaktiengesell- Rücknahmestelle ist die Verwahrstelle.
schaft mit veränderlichem Kapital übertra-
4. Der Gesellschaft bleibt jedoch vorbehalten, die
gen; oder
Rücknahme der Anteile gemäß § 98 Absatz 2
b) sämtliche Vermögensgegenstände und Ver- KAGB auszusetzen, wenn außergewöhnliche
bindlichkeiten eines anderen offenen Publi- Umstände vorliegen, die eine Aussetzung unter
kumsinvestmentvermögens in dieses Berücksichtigung der Interessen der Anleger er-
OGAW-Sondervermögen aufnehmen. forderlich erscheinen lassen.
2. Die Verschmelzung bedarf der Genehmigung 5. Die Gesellschaft hat die Anleger durch Be-
der jeweils zuständigen Aufsichtsbehörde. Die kanntmachung im Bundesanzeiger und darüber
Einzelheiten des Verfahrens ergeben sich aus
hinaus in einer hinreichend verbreiteten Wirt-
den §§ 181 bis 191 KAGB. schafts- oder Tageszeitung oder in den in dem
3. Das OGAW-Sondervermögen darf nur mit ei- Verkaufsprospekt bezeichneten elektronischen
nem Publikumsinvestmentvermögen verschmol- Informationsmedien über die Aussetzung ge-
zen werden, das kein OGAW ist, wenn das mäß Absatz 4 und die Wiederaufnahme der
übernehmende oder neugegründete Invest- Rücknahme zu unterrichten. Die Anleger sind
mentvermögen weiterhin ein OGAW ist. Ver- über die Aussetzung und Wiederaufnahme der
schmelzungen eines EU-OGAW auf das OGAW- Rücknahme der Anteile unverzüglich nach der

49
Bekanntmachung im Bundesanzeiger mittels ei- übertragen oder das OGAW-Sondervermögen
nes dauerhaften Datenträgers zu unterrichten. während des Geschäftsjahres auf ein anderes
OGAW-Sondervermögen, eine OGAW-
§ 16 Ausgabe- und Rücknahme- Investmentaktiengesellschaft mit veränderli-
chem Kapital oder einen EU-OGAW verschmol-
preise. zen, so hat die Gesellschaft auf den Übertra-
1. Zur Errechnung des Ausgabe- und Rücknahme- gungsstichtag einen Zwischenbericht zu erstel-
preises der Anteile werden die Verkehrswerte len, der den Anforderungen an einen Jahresbe-
der zu dem OGAW-Sondervermögen gehören- richt gemäß Absatz 1 entspricht.
den Vermögensgegenstände abzüglich der auf- 4. Wird das OGAW-Sondervermögen abgewickelt,
genommenen Kredite und sonstigen Verbind- hat die Verwahrstelle jährlich sowie auf den
lichkeiten (Nettoinventarwert) ermittelt und Tag, an dem die Abwicklung beendet ist, einen
durch die Zahl der umlaufenden Anteile geteilt Abwicklungsbericht zu erstellen, der den Anfor-
(Anteilwert). Werden gemäß § 14 Absatz 2 un- derungen an einen Jahresbericht gemäß Ab-
terschiedliche Anteilklassen für das OGAW- satz 1 entspricht.
Sondervermögen eingeführt, ist der Anteilwert
5. Die Berichte sind bei der Gesellschaft und der
sowie der Ausgabe- und Rücknahmepreis für Verwahrstelle und weiteren Stellen, die im Ver-
jede Anteilklasse gesondert zu ermitteln. Die
kaufsprospekt und in den wesentlichen Anleger-
Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt informationen anzugeben sind, erhältlich; sie
gemäß §§ 168 und 169 KAGB und der Kapital-
werden ferner im Bundesanzeiger bekannt ge-
anlage-Rechnungslegungs- und Bewertungs-
macht.
verordnung (KARBV).
2. Der Ausgabepreis entspricht dem Anteilwert am
OGAW-Sondervermögen, gegebenenfalls zuzüg-
§ 19 Kündigung und Abwicklung
lich eines in den BABen festzusetzenden Ausga- des OGAW-Sondervermö-
beaufschlags gemäß § 165 Absatz 2 Nummer 8 gens.
KAGB. Der Rücknahmepreis entspricht dem An-
teilwert am OGAW-Sondervermögen gegebe- 1. Die Gesellschaft kann die Verwaltung des
OGAW-Sondervermögens mit einer Frist von
nenfalls abzüglich eines in den BABen festzu-
setzenden Rücknahmeabschlags gemäß § 165 mindestens sechs Monaten durch Bekanntma-
chung im Bundesanzeiger und darüber hinaus
Absatz 2 Nummer 8 KAGB.
im Jahresbericht oder Halbjahresbericht kündi-
3. Der Abrechnungsstichtag für Anteilabrufe und gen. Die Anleger sind über eine nach Satz 1 be-
Rücknahmeaufträge ist spätestens der über- kannt gemachte Kündigung mittels eines dau-
nächste auf den Eingang des Anteilsabrufs- erhaften Datenträgers unverzüglich zu unter-
bzw. Rücknahmeauftrags folgende Wertermitt- richten.
lungstag, soweit in den BABen nichts anderes
bestimmt ist. 2. Mit dem Wirksamwerden der Kündigung erlischt
das Recht der Gesellschaft, das OGAW-Son-
4. Die Ausgabe- und Rücknahmepreise werden
dervermögen zu verwalten. In diesem Falle
börsentäglich ermittelt. Soweit in den BABen geht das OGAW-Sondervermögen bzw. das Ver-
nichts weiteres bestimmt ist, können die Ge- fügungsrecht über das OGAW-Sondervermögen
sellschaft und die Verwahrstelle an gesetzlichen
auf die Verwahrstelle über, die es abzuwickeln
Feiertagen, die Börsentage sind, sowie am 24. und an die Anleger zu verteilen hat. Für die Zeit
und 31. Dezember jedes Jahres von einer Er- der Abwicklung hat die Verwahrstelle einen An-
mittlung des Wertes absehen; das Nähere re- spruch auf Vergütung ihrer Abwicklungstätigkeit
gelt der Verkaufsprospekt. sowie auf Ersatz ihrer Aufwendungen, die für
die Abwicklung erforderlich sind. Mit Genehmi-
§ 17 Kosten. gung der Bundesanstalt kann die Verwahrstelle
In den BABen werden die Aufwendungen und die von der Abwicklung und Verteilung absehen
der Gesellschaft, der Verwahrstelle und Dritten und einer anderen Kapitalverwaltungsgesell-
zustehenden Vergütungen, die dem OGAW- schaft die Verwaltung des OGAW-Sonderver-
Sondervermögen belastet werden können, ge- mögens nach Maßgabe der bisherigen Anlage-
nannt. Für Vergütungen im Sinne von Satz 1 ist in bedingungen übertragen.
den BABen darüber hinaus anzugeben, nach wel- 3. Die Gesellschaft hat auf den Tag, an dem ihr
cher Methode, in welcher Höhe und auf Grund Verwaltungsrecht nach Maßgabe des § 99 KAGB
welcher Berechnung sie zu leisten sind. erlischt, einen Auflösungsbericht zu erstellen,
der den Anforderungen an einen Jahresbericht
§ 18 Rechnungslegung. nach § 18 Absatz 1 entspricht.

1. Spätestens vier Monate nach Ablauf des Ge-


schäftsjahres des OGAW-Sondervermögens § 20 Wechsel der Kapitalverwal-
macht die Gesellschaft einen Jahresbericht, ein- tungsgesellschaft und der
schließlich Ertrags- und Aufwandsrechnung,
gemäß § 101 Absatz 1, 2 und 4 KAGB bekannt.
Verwahrstelle.
1. Die Gesellschaft kann das Verwaltungs- und
2. Spätestens zwei Monate nach der Mitte des
Verfügungsrecht über das OGAW-Sonderver-
Geschäftsjahres macht die Gesellschaft einen
mögen auf eine andere Kapitalverwaltungsge-
Halbjahresbericht gemäß § 103 KAGB bekannt.
sellschaft übertragen. Die Übertragung bedarf
3. Wird das Recht zur Verwaltung des OGAW- der vorherigen Genehmigung durch die Bun-
Sondervermögens während des Geschäftsjahres desanstalt.
auf eine andere Kapitalverwaltungsgesellschaft

50
2. Die genehmigte Übertragung wird im Bundes- nach Satz 1 ist auf die vorgesehenen Änderun-
anzeiger und darüber hinaus im Jahresbericht gen und ihr Inkrafttreten hinzuweisen. Im Falle
oder Halbjahresbericht bekannt gemacht. Die von Kostenänderungen im Sinne des § 162 Ab-
Anleger sind über eine nach Satz 1 bekannt satz 2 Nummer 11 KAGB, Änderungen der An-
gemachte Übertragung unverzüglich mittels ei- lagegrundsätze des OGAW-Sondervermögens
nes dauerhaften Datenträgers zu unterrichten. im Sinne des § 163 Absatz 3 KAGB oder Ände-
Die Übertragung wird frühestens drei Monate rungen in Bezug auf wesentliche Anlegerrechte
nach ihrer Bekanntmachung im Bundesanzeiger sind den Anlegern zeitgleich mit der Bekannt-
wirksam. machung nach Satz 1 die wesentlichen Inhalte
3. Die Gesellschaft kann die Verwahrstelle für das der vorgesehenen Änderungen der Anlagebe-
OGAW-Sondervermögen wechseln. Der Wechsel dingungen und ihre Hintergründe sowie eine In-
bedarf der Genehmigung der Bundesanstalt. formation über ihre Rechte nach § 163 Absatz 3
KAGB in einer verständlichen Art und Weise
mittels eines dauerhaften Datenträgers gemäß
§ 21 Änderungen der Anlagebe- § 163 Absatz 4 KAGB zu übermitteln.
dingungen. 4. Die Änderungen treten frühestens am Tag nach
1. Die Gesellschaft kann die Anlagebedingungen ihrer Bekanntmachung im Bundesanzeiger in
ändern. Kraft, im Falle von Änderungen der Kosten und
2. Änderungen der Anlagebedingungen bedürfen der Anlagegrundsätze jedoch nicht vor Ablauf
der vorherigen Genehmigung durch die Bun- von drei Monaten nach der entsprechenden Be-
desanstalt. Soweit die Änderungen nach Satz 1 kanntmachung.
Anlagegrundsätze des OGAW-Sondervermögens
betreffen, bedürfen sie der vorherigen Zustim- § 22 Erfüllungsort.
mung des Aufsichtsrates der Gesellschaft. Erfüllungsort ist der Sitz der Gesellschaft.
3. Sämtliche vorgesehenen Änderungen werden
im Bundesanzeiger und darüber hinaus in einer
hinreichend verbreiteten Wirtschafts- oder Ta-
geszeitung oder in den im Verkaufsprospekt be-
zeichneten elektronischen Informationsmedien
bekannt gemacht. In einer Veröffentlichung

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Besondere Anlage-
lassen oder an einem anderen organisierten
Markt zugelassen oder in diesen einbezogen
sind und bei denen es sich nicht um Anteile an
bedingungen für das Investmentvermögen handelt.
3. Es dürfen keine Geschäfte in Derivaten zu Absi -
OGAW-Sondervermö- cherungszwecken getätigt werden.

gen iShares Nikkei Anteilklassen.


225® UCITS ETF (DE). §3 Anteilklassen.
1. Für das OGAW-Sondervermögen können Anteil-
klassen im Sinne von § 14 Absatz 2 der AABen
gebildet werden, die sich hinsichtlich der Er-
tragsverwendung, des Ausgabeaufschlags, des
Besondere Anlagebedingungen zur Regelung des Rücknahmeabschlags, der Verwaltungsvergü-
tung, der Mindestanlagesumme, der Währung
Rechtsverhältnisses zwischen den Anlegern und der
BlackRock Asset Management Deutschland AG, des Anteilswerts oder einer Kombination dieser
Merkmale unterscheiden. Die Bildung von An-
München, (nachstehend „Gesellschaft“ genannt) für
das von der Gesellschaft gemäß der OGAW-Richt- teilklassen ist jederzeit zulässig und liegt im
linie verwaltete Wertpapierindex-Sondervermögen Ermessen der Gesellschaft.
iShares Nikkei 225® UCITS ETF (DE) (nachste- 2. Der Anteilswert wird für jede Anteilklasse ge-
hend „OGAW-Sondervermögen“ genannt), die nur sondert errechnet, indem die Kosten der Aufle-
in Verbindung mit den für das jeweilige OGAW- gung neuer Anteilklassen, die Ausschüttungen
Sondervermögen von der Gesellschaft aufgestellten (einschließlich der aus dem Fondsvermögen
„Allgemeinen Anlagebedingungen“ (nachstehend ggf. abzuführenden Steuern), die Verwaltungs-
„AABen“ genannt) gelten. vergütung ggf. einschließlich Ertragsausgleich,
ausschließlich dieser Anteilklasse zugeordnet
Anlagegrundsätze und Anlage- werden.
3. Die bestehenden Anteilklassen werden sowohl
grenzen. im Verkaufsprospekt als auch im Jahres- und
Halbjahresbericht einzeln aufgezählt. Die An-
§1 Vermögensgegenstände. teilklassen kennzeichnenden Ausgestaltungs-
merkmale (Ertragsverwendung, Ausgabeauf-
Die Gesellschaft darf für das OGAW-Sondervermö- schlag, Rücknahmeabschlag, Verwaltungsver-
gen die folgenden Vermögensgegenstände erwer-
gütung, Mindestanlagesumme, Währung oder
ben: eine Kombination dieser Merkmale) werden im
a) Wertpapiere gemäß § 5 der AABen, Verkaufsprospekt und im Jahres- und Halbjah-
b) Geldmarktinstrumente gemäß § 6 der AABen, resbericht im Einzelnen beschrieben.
c) Bankguthaben gemäß § 7 der AABen,
d) Derivate gemäß § 9 der AABen, Anteile, Ausgabepreis, Rücknah-
e) sonstige Anlageinstrumente gemäß § 10 der mepreis, Rücknahme von Anteilen
AABen, und Kosten.
f) Investmentanteile gemäß § 8 der AABen.

§4 Anteile.
Die Gesellschaft darf – vorbehaltlich eines geeigne -
Die Anleger sind an den jeweiligen Vermögensge-
ten Risikomanagementsystems - ausschließlich
genständen des OGAW-Sondervermögens in Höhe
Terminkontrakte auf den zugrunde liegenden Index
und Terminkontrakte auf Einzeltitel des zugrunde ihrer Anteile als Miteigentümer nach Bruchteilen
liegenden Index sowie Optionsscheine auf den beteiligt.
zugrunde liegenden Index und Optionsscheine auf
Einzeltitel des zugrunde liegenden Index im OGAW- § 5 Ausgabe- und Rücknahme-
Sondervermögen einsetzen. preis.
1. Die Gesellschaft gibt für jede Anteilklasse im
Die Auswahl der für das OGAW-Sondervermögen Verkaufsprospekt, den wesentlichen Anlegerin-
zu erwerbenden Aktien, Genussscheine, Indexzerti- formationen und im Jahres- und Halbjahresbe-
fikate und Einzeltitelzertifikate ist darauf gerichtet, richt die erhobenen Ausgabeauf- und Rücknah-
unter Wahrung einer angemessenen Risikomi- meabschläge an.
schung den Nikkei 225® (Preisindex) (nachstehend 2. Der Ausgabeaufschlag beträgt abhängig von der
„zugrunde liegender Index" genannt) nachzubilden. Anteilklasse je Anteil bis zu 2 Prozent des An-
teilswertes. Es steht der Gesellschaft frei, für
§2 Anlagegrenzen. eine, mehrere oder alle Anteilklassen einen
1. Der § 11 der AABen ist bei den Anlagegrenzen niedrigeren Ausgabeaufschlag zu berechnen.
zu berücksichtigen. 3. Der Rücknahmeabschlag beträgt abhängig von
2. Mindestens 90 Prozent des Wertes des OGAW- der Anteilklasse je Anteil bis zu 1 Prozent des
Sondervermögens werden in Aktien angelegt, Anteilswertes. Es steht der Gesellschaft frei, f ür
die zum amtlichen Handel an einer Börse zuge- eine, mehrere oder alle Anteilklassen einen

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niedrigeren Rücknahmeabschlag zu berechnen. die andere Gesellschaft für den Erwerb und die
Der Rücknahmeabschlag steht der Gesellschaft Rücknahme keine Ausgabeaufschläge oder
zu. Rücknahmeabschläge berechnen. Die Gesell-
schaft hat im Jahresbericht und im Halbjahres-
§ 6 Kosten. bericht die Vergütung offen zu legen, die dem
OGAW-Sondervermögen von der Gesellschaft
1. Die Gesellschaft erhält für die Verwaltung des selbst, von einer anderen Kapitalverwaltungs-
OGAW-Sondervermögens aus dem OGAW-
gesellschaft, einer Investmentaktiengesellschaft
Sondervermögen eine Vergütung in Höhe von oder einer anderen Gesellschaft, mit der die
bis zu 0,50 Prozent pro Jahr abhängig von der Gesellschaft durch eine wesentliche unmittelba-
Anteilklasse auf Basis des börsentäglich nach re oder mittelbare Beteiligung verbunden ist
§ 16 Absatz 1 der AABen ermittelten Nettoin- oder einer ausländischen Investmentgesell-
ventarwertes. Es steht der Gesellschaft frei, für schaft einschließlich ihrer Verwaltungsgesell-
eine, mehrere oder alle Anteilklassen eine nied- schaft als Verwaltungsvergütung für die im
rigere Verwaltungsvergütung zu berechnen. Die OGAW-Sondervermögen gehaltenen Anteile be-
Gesellschaft gibt für jede Anteilklasse im Ver- rechnet wurde.
kaufsprospekt, im Jahres- und Halbjahresbe-
richt die erhobene Verwaltungsvergütung an.
Die Verwaltungsvergütung wird dem OGAW- Ertragsverwendung und Ge-
Sondervermögen monatlich in anteiligen Vor- schäftsjahr.
schüssen entnommen.
2. Mit der Verwaltungsvergütung nach Absatz 1
sind die Leistungen der Gesellschaft für das
§ 7 Ausschüttung.
OGAW-Sondervermögen, einschließlich der Kos- 1. Für die ausschüttenden Anteilklassen schüttet
ten für die Tätigkeit der Verwahrstelle, für die die Gesellschaft grundsätzlich die während des
gesetzlich geforderten Drucke, Versendungen Geschäftsjahres für Rechnung des OGAW-Son-
und Veröffentlichungen im Zusammenhang mit dervermögens angefallenen und nicht zur Kos-
dem OGAW-Sondervermögen und für die Prü- tendeckung verwendeten anteiligen Zinsen, Di-
fung der Jahresberichte durch den Abschluss- videnden und Erträge aus Investmentanteilen –
prüfer der Gesellschaft abgegolten. unter Berücksichtigung des zugehörigen Er-
tragsausgleichs – aus. Veräußerungsgewinne
3. Nicht gemäß Absatz 1 abgegolten sind folgende
und sonstige Erträge - unter Berücksichtigung
Aufwendungen:
des zugehörigen Ertragsausgleichs - können
a) Kosten, die im Zusammenhang mit dem Er- anteilig ebenfalls zur Ausschüttung
werb und der Veräußerung von Vermögens- herangezogen werden.
gegenständen entstehen (Transaktionskos-
2. Die Schlussausschüttung erfolgt innerhalb von
ten),
vier Monaten nach Schluss des Geschäftsjahres.
b) Bankübliche Depotgebühren, ggf. ein- Darüber hinaus kann die Gesellschaft unter-
schließlich der banküblichen Kosten für die jährig Zwischenausschüttungen vornehmen.
Verwahrung ausländischer Wertpapiere im
3. Die Höhe der Zwischenausschüttung steht im
Ausland sowie damit im Zusammenhang
Ermessen der Gesellschaft. Sie ist nicht ver-
stehende Steuern,
pflichtet die gesamten bis zum Zeitpunkt einer
c) Bankübliche Kosten, die im Zusammenhang Zwischenausschüttung angesammelten aus-
mit der laufenden Kontoführung entstehen, schüttbaren Erträge gemäß Absatz 1 auszu-
d) Kosten für die Geltendmachung und Durch- schütten, sondern sie kann die ordentlichen
setzung von Rechtsansprüchen des OGAW- Erträge auch bis zum nächsten Ausschüttungs-
Sondervermögens, termin vortragen.
e) Kosten für die Information der Anleger des 4. Durch die Zwischenausschüttungen soll eine
OGAW-Sondervermögens mittels eines dau- Abweichung der Performance des OGAW-Son-
erhaften Datenträgers, mit Ausnahme der dervermögens gegenüber der Performance des
Kosten für Informationen bei Fondsver- zugrunde liegenden Index minimiert werden.
schmelzungen und über Maßnahmen im Zu- 5. Ausschüttbare anteilige Erträge gemäß Absatz 1
sammenhang mit Anlagegrenzverletzungen können zur Ausschüttung in späteren Ge-
oder Berechnungsfehlern bei der Anteilwert- schäftsjahren insoweit vorgetragen werden, als
ermittlung. die Summe der vorgetragenen Erträge 15 Pro-
Diese Aufwendungen können dem OGAW-Son- zent des jeweiligen Wertes des OGAW-Sonder-
dervermögen zusätzlich zu der Verwaltungsver- vermögens zum Ende des Geschäftsjahres nicht
gütung gemäß Absatz 1 belastet werden. übersteigt. Erträge aus Rumpfgeschäftsjahren
4. Die Gesellschaft hat im Jahresbericht und im können vollständig vorgetragen werden.
Halbjahresbericht den Betrag der Ausgabeauf- 6. Im Interesse der Substanzerhaltung können
schläge und Rücknahmeabschläge offen zu le- anteilige Erträge teilweise, in Sonderfällen auch
gen, die dem OGAW-Sondervermögen im Be- vollständig zur Wiederanlage im OGAW-Sonder-
richtszeitraum für den Erwerb und die Rück- vermögen bestimmt werden.
nahme von Anteilen im Sinne des § 196 KAGB 7. Sofern keine Anteilsklassen gebildet werden,
berechnet worden sind. Beim Erwerb von Antei-
werden die Erträge ausgeschüttet.
len, die direkt oder indirekt von der Gesellschaft
selbst oder einer anderen Gesellschaft verwaltet
werden, mit der die Gesellschaft durch eine we-
§ 8 Thesaurierung.
sentliche unmittelbare oder mittelbare Beteili- Für die thesaurierenden Anteilklassen legt die Ge-
gung verbunden ist, darf die Gesellschaft oder sellschaft die während des Geschäftsjahres für

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Rechnung des OGAW-Sondervermögens angefalle- § 10 Namensbezeichnung.
nen und nicht zur Kostendeckung verwendeten Zin-
sen, Dividenden und sonstige Erträge – unter Be- Die Rechte der Anteilinhaber, welche die Anteile
rücksichtigung des zugehörigen Ertragsausgleichs – mit der ursprünglichen Namensbezeichnung „Nikkei
sowie die realisierten Veräußerungsgewinne der 225®EX“ oder „iShares Nikkei 225® (DE)“ erworben
thesaurierenden Anteilklassen im OGAW-Sonder- haben, bleiben unberührt.
vermögen anteilig wieder an.

§ 9 Geschäftsjahr.
Das Geschäftsjahr des OGAW-Sondervermögens
beginnt am 1. Juni und endet am 31. Mai.

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