Sie sind auf Seite 1von 39

Impulse Physik 7/8

Lösungen zum Schülerband

Neubearbeitung
von

Wilhelm Bredthauer
Klaus Gerd Bruns
Manfred Grote
Harald Köhncke

Ernst Klett Verlag


Stuttgart · Leipzig
1. Auflage, 2008

Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Die Vervielfältigung der Vorlagen
für den eigenen Unterrichtsgebrauch ist gestattet; die Kopiergebühren sind abgegolten.
Jede Nutzung in anderen als dem zuvor beschriebenen Fall bedarf der vorherigen schriftlichen
Einwilligung des Verlages.

© Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2008.


Alle Rechte vorbehalten.
Internetadresse: http://www.klett.de

ISBN: 978-3-12-772448-?
Inhaltsverzeichnis

Energie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Elektrischer Strom . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Gesetze des Stromkreises . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Elektrische Energie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

Bewegungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25

Masse und Kraft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Zusammenwirken von Kräften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35


Energie

Aufgaben S. 11 A1 

Wasser im Turbine Generator Elektromotor Bohrer Holzstück


Stausee dreht sich. dreht sich. dreht sich. dreht sich, wird verformt
fließt ab. Energie Energie Energie Energie Energie Energie Energie erwärmt sich. Energie und erwärmt
Energie geht wird aufge- geht wird aufge- geht wird aufge- geht Energie wird geht sich.
wird abge- über nommen über nommen über nommen über aufgenom- über Energie
geben. und abge- und abge- und abge- men und wird aufge-
geben. geben. geben. abgegeben. nommen.

Anmerkung: Spezifische Energiebegriffe stehen zu diesem Zeitpunkt noch nicht zur Verfügung.
Der Kontakt mit der Umwelt wird hier nicht berücksichtigt.

A2  Beispielhafte Stichworte: Elektrischer Wecker (wecken), Licht (sehen), Radio (sich unterhalten
und informieren), Toaster, Wasserkocher, Eierkocher (Speisen bereiten), Kühlschrank (Speisen
aufbewahren), Heizung (steuern und regeln), usw.
Verzicht kaum vorstellbar.

Aufgaben S. 12 A1 

Energie des Energiewandler Energie des


elektrischen Sonnen-
Stromes Lampe lichtes

A2 

Energie des Energiewandler Energie des


gespannten bewegten
Gummis Gummiband Wagens

Energie des Energiewandler Energie des


Sonnen- elektrischen
lichtes Solarzelle Stromes

Aufgaben S. 13 A1 

Energiewandler Energiewandler
EH EB EB ES
Wasserfall Rammbock

4  Energie
Aufgaben S. 13
Energiewandler Energiewandler
ES EB EB Einnere
Bogen Bremsscheibe

Energiewandler Energiewandler
Ech Eel ELicht Ech
Batterie Pflanzenblatt

Energiewandler Energiewandler
Ech EH EKern Einnere
Rakete Kernkraftwerk

Aufgaben S. 14 A1  Einschätzung des Plakates individuell. Anforderungen i. W. erfüllt, wenn Überschrift eingefügt.
Überschrift: Der Kreislauf des Wassers.
Wasser auf der Erde wird durch Sonneneinstrahlung verdunstet ⇒ Wolken werden gebildet ⇒
mit dem Niederschlag gelangt Wasser wieder auf die Erde ⇒ von höher gelegenen Bereichen
fließt es ab ins Meer ⇒ mit der Verdunstung beginnt der Kreislauf erneut.

A2  Individuelle Schülerlösungen

A3  Individuelle Schülerlösungen

A4  Weil Kohle und Öl aus Pflanzen bzw. Tieren entstehen, die Sonnenlicht zum Leben benötigen,
ist die Argumentation nicht tragfähig und die Sonne erweist sich in der Tat als wichtigste Energie-
quelle.

Aufgaben S. 15 A1  In den Wandler hineinführender Pfeil und herausführender Pfeil sind gleich breit.

A2  Auch bei leuchtender Lampe bewegt sich das Gewichtsstück, wenn auch langsam. Am Aus-
gang sind also zwei Pfeile notwendig, einer für ELicht und einer für EB. Sie sind zusammen so breit
wie der Eingangspfeil EH. Weil man an ELicht interessiert ist, sollt EB so klein wie möglich sein.

Aufgaben S. 16 A1  a) Doppelte Höhe beim gleichen Ring bzw. gleiche Höhe bei zwei Ringen weisen auf doppelte
Höhenenergie hin. Entsprechend liegt die doppelte Spannenergie vor.
b) Aus dem Vergleich mit der Tafel Schokolade folgt: Die Höhenenergie und entsprechend die
Spannenergie beträgt 1 J.

Aufgaben S. 17 A1  Individuelle Schülerlösungen

Aufgaben S. 18 A1  a) Alle Werte beziehen sich auf 100 g

Landbrot 867 kJ Schlagsahne 1 207 kJ


Weichkäse, 10 % Fett 761 kJ Müsli 1 420 kJ
Joghurt 0,1 % Fett 371 kJ Steaksauce 505 kJ
Margarine 2 780 kJ Milch 1,5 % Fett 199 kJ
Marmelade 750 kJ Speiseöl 3 405 kJ

b) Eine Scheibe Brot: ca. 45 g, 1 Teelöffel Butter: ca. 5 g, eine Scheibe Käse: ca. 30 g. Dementspre-
chend ergibt sich mit Tabelle B3 auf Seite 18 des Schülerbuches: E = 405 kJ + 155 kJ + 90 kJ = 650 kJ

Energie  5
Aufgaben S. 18 c) Ein 100-g-Schnitzel hat eine Energie von 1000 kJ (Schülerbuch, S.18 B3). Für eine Minute Joggen
benötigt man 50 kJ (Schülerbuch, S.18 B5). Man kann also 20 Minuten joggen.

A2  Die Energie muss vom Körper bereit gestellt werden. Offenbar ist empfundene Anstrengung
nicht alleine von der Energie abhängig, sondern auch von der Zeit, innerhalb der sie bereitgestellt
werden muss.

Aufgaben S. 19 A1  Bei einem Stundenlohn von 8 ¤ entsprechen 10 Energiediener nach Schülerbuch, S.19 B4 80
¤/h. Bei einer Programmdauer von etwa 1,5 h ergibt das 120 ¤ für eine Wäsche. Bei 18 ct/kwh und
dem Bedarf von 0,85 kWh ergibt sich 15,3 ct für eine Wäsche.

A2  Die Angabe bedeutet, dass 45 kJ zur Verfügung stehen, wenn 1 g Benzin verbrannt wird. Die
Zeit für einen Energiediener ergibt sich aus
45 000 J
_
​  J     ​ = 750 s = 12,5 min.
60 ​ _s  ​

Aufgaben S. 21 A1  Fahrenheitskala: unterer Fixpunkt: Kältemischung (Eis, Wasser, Salmiak): 0 °F
oberer Fixpunkt: Körpertemperatur Mensch: 96 °F
Reaumur: Fixpunkte wie Celsius, aber oberer Fispunkt 80 ° Reaumur

Aufgaben S. 23 A1  Im Schülerband, S. 23, B2 wird deutlich, dass von einem Körper mit hoher Temperatur solange
Energie auf einen Körper mit niedriger Temperatur übergeht, bis beide die gleiche Temperatur
haben. In B5 hat das Metallstück eine höhere Temperatur als das umgebende Wasser. Es gibt
deswegen Energie ab, die Pfeile zeigen es an. In B6 haben Metall und umgebendes Wasser die
gleich Temperatur, es findet keine Energieübertragung mehr statt.

A2  Auf der Seite wird erläutert, dass sich gleiche Mengen verschiedener Stoffe bei gleicher Ener-
giezufuhr unterschiedlich erwärmen. Dieser Fall liegt hier vor. B3 zeigt, dass Wasser im Vergleich
zu anderen Stoffen viel Energie braucht, um seine Temperatur um ein Grad zu steigern. Bei glei-
cher Energiezufuhr ist deswegen die Temperatur von Sand sehr viel mehr gestiegen als die von
Wasser.

Aufgaben S. 24 A1 

Gehobenes Gewichts-
EH stück EB
Gewichts-
stück

Höhenenergie
wird EH Generator Eel Lampe ELicht
abgegeben

Aufgaben S. 25 A1 

Energie- ELicht Energie-


wandler wandler ELicht
Eel Eel
Einnere Einnere
Glühlampe Energie-
sparlampe

Begründung: Offenbar wandeln beide Lampen unterschiedliche Anteile der zugeführten elek-
trischen Energie in Lichtenergie um. Man kann das fühlen, denn die Glühlampe wird im Betrieb
sehr heiß. D. h. neben Lichtenergie wird elektrische Energie in innere Energie umgewandelt. Für
die gleiche Lichtenergie muss deswegen mehr elektrische Energie aufgewandt werden.

6  Energie
Aufgaben S. 26 A1  Schülerband, S. 26 B3 zeigt, wie beim Jo-Jo Höhenenergie in Bewegungsenergie und diese
wieder in Höhenenergie umgewandelt wird. Wenn dabei keine andere Energieform auftritt, kann
der Prozess ohne Ende weiter gehen. Energie wird nicht entwertet.
B4 zeigt, dass Höhenenergie vollständig in innere Energie umgewandelt wird. Diese kann nur
eingeschränkt in andere Energieformen umgewandelt werden. Hier wird also Energie entwertet.

Aufgaben S. 27 A1  Das rechte Bild muss ganz nach links. Dabei wird angenommen, dass bei jedem Auftreffen ein
Teil der Energie in innere Energie umgewandelt wird, die für den weiteren Prozess nicht mehr
verfügbar ist.

A2  Die Behauptung ist richtig:


Es würden folgende Energieumwandlungen stattfinden:
Von links nach rechts: ES ⇒ EB ⇒ EH
Von rechts nach links: EH ⇒ EB ⇒ ES

Rückblick S. 28 B1  Es geht hier um Energieentwertung, also Umwandlung in innere Energie, die Bei Umgebungs-
temperatur vorliegt.

B2  Höhenenergiedes Wassers ⇒ Bewegungsenergie des Wassers (und innere Energie); Bewe-
gungsenergie der Hochspringerin ⇒ Spannenergie des Stabes ⇒ Höhenenergie der Hochsprin-
gerin (und innere Energie); Bewegungsenergie der Luft ⇒ Bewegungsenergie des Windrades/
Generators ⇒ elektrische Energie (und innere Energie); Höhenenergie der Schaukel ⇒ Bewe-
gungsenergie der Schaukel ⇒ Höhenenergie der Schaukel ⇒ … (und innere Energie) beim
reinen Ausschaukeln bzw. chemische Energie der Nahrung ⇒ Bewegungsenergie der Muskeln
⇒ Bewegungsenergie der Schaukel ⇒ …(und innere Energie) beim aktiven Schaukeln

B3 

ELicht
Stausee EH Turbine EB Generator Eel Lampe
Einnere

B4  Widerspruch zum Prinzip der Energieerhaltung

B5  Beide Lampen leuchten gleich hell, d.h. der Anteil der Lichtenergie ist gleich. Die Glühlampe
wird dabei aber deutlich wärmer; sie wandelt also mehr elektrische Energie in innere Energie um.

Heimversuche S. 29 1  Die schiefe Ebene  Das Spielzeugauto läuft auf der horizontalen Unterlage aus und bleibt
schließlich stehen, weil die Bewegungsenergie des Autos in innere Energie (des Autos, der Luft,
der Unterlage) umgewandelt wird. Die Bewegungsenergie erhält das Auto durch Umwandlung
von Höhenenergie. Je höher die Rampe ist, desto mehr Höhenenergie hat das Auto am Start und
desto mehr Bewegungsenergie hat das Auto am Fuß der Rampe, und desto mehr muss in innere
Energie umgewandelt werden bis das Auto steht. Also: je höher die Rampe, desto weiter rollt das
Auto.

2  Die Linealschleuder 

Lineal Radiergummi Radiergummi Radiergummi


entspannt sich steigt auf fällt wieder schlägt auf
Lineal Radiergummi Radiergummi Radiergummi Umgebung

gibt ES nimmt EB wandelt EH gibt Einnere nimmt


Energie ab Energie auf Energie um Energie ab Energie auf

Energie  7
Aufgaben S. 29 Energieformen

1  Aufgestautes Wasser treibt Turbinen, hochgezogene Massenstücke treiben Pendel und Zeiger
einer Uhr, ein gehobener Rammbock treibt Pfähle in die Erde.

2  Mit einer gespannten Feder kann man etwas bewegen (Spielzeugauto) oder hochheben (Tram-
polin).

3  In der gespannten Feder steckt Spannenergie; beim Entspannen nimmt diese ab und wird z. T.
auf den Körper des Frosches übertragen und dabei in Bewegungsenergie umgewandelt. Da der
Körper gleichzeitig gehoben wird, erfolgt auch Umwandlung in Höhenenergie. Im dritten Bild
erkennt man, dass auch die Feder und der Fuß gehoben werden. Die Umwandlung der Bewe-
gungsenergie erfolgt nun direkt in Höhenenergie. Im höchsten Punkt ist die gesamte Spannener-
gie (zum Teil direkt, zum Teil über den „Umweg“ Bewegungsenergie) in Höhenenergie umgewan-
delt.

ES EB EH ES EB EH ES EB EH

4  Herr Sparfuchs hat recht, wenn er vom Prinzip der Energieerhaltung spricht. Wenn er Energie
nutzt, wird sie nur umgewandelt, z. B. wenn er mit einem Fahrstuhl einige Stockwerke hoch fährt.
Diese Höhenenergie steht aber dem „Lieferanten“ der elektrischen Energie nicht zur Verfügung.
Außerdem wird bei den allermeisten Nutzungen Energie entwertet, weil ein Teil in innere Energie
umgewandelt wird. Schließlich muss ein Energieversorgungsunternehmen auch die Vorrichtungen
zur Energienutzung bereithalten, z. B. die Versorgungsleitungen für elektrische Energie. Herr Spar-
fuchs muss also zahlen.

Aufgaben S. 30 5  Die Energie der Sonne wird in mehreren Schritten in Bewegungsenergie der Luft umgewan-
delt. Zunächst wird die Energie des Sonnenlichtes in den Solarzellen in elektrische Energie umge-
wandelt. Die elektrische Energie treibt den Elektromotor bzw. die Achse mit dem Propeller an. Der
Elektromotor wandelt also elektrische Energie in Bewegungsenergie um. Der Propeller erzeugt
einen Luftstrom, überträgt also die Bewegungsenergie von der Achse auf die Luft.

6  Diagramm 1 beschreibt eher die Übertragung der Energie von der Quelle auf die Lampe.
Diagramm 2 beschreibt eher den Umwandlungsprozess, z. B. in der Lampe von elektrischer
Energie in Lichtenergie.

Elektrische
Batterie Lampe
Energie

Energieübertragung

8  Energie
Aufgaben S. 30

Ech Batterie Eel Eel Lampe ELicht

Energieumwandlung Energieumwandlung

7  a)  Im Zähler steht immer die Einheit kJ für Energie, im Nenner die Einheit einer Größe, die eine
Menge des jeweiligen Stoffes beschreibt. Die Maßzahl gibt die Energie an, die bei Verbrennung
jeweils einer Mengeneinheit zur Verfügung steht.
b)  Man braucht 0,012 kg Steinkohle, 0,023 kg Brennholz, 0,010 ® Heizöl, 0,011 m3 Erdgas.

8  Energiestromdiagramm:

h maximal
A v=0 E
h=0
v maximal

B D

A B C D E

9  a) Es wird genau so viel Energie zugeführt wie abgeführt, die Temperatur des Körpers ändert
sich nicht.
b) Es wird mehr Energie zugeführt als abgeführt. Die Temperatur des Körpers steigt.
c) Es wird mehr Energie abgeführt als zugeführt. Die Temperatur des Körpers fällt.
Bei der Deutung wurde die Pfeilbreite als Energie pro Zeit interpretiert.

10 

Energie- ELicht Energie-


wandler wandler ELicht
Eel Eel
Einnere Einnere
Glühlampe Energie-
sparlampe

Man kann mit der Energiesparlampe sparen, weil ein größerer Teil der elektrischen Energie in
Lichtenergie umgewandelt wird. D. h., für einen bestimmten Bedarf an Lichtenergie wird weniger
elektrische Energie benötigt.

11  Beispiele zur Umschreibung von Höhenenergie: Tritt bei der Achterbahn auf und ist maximal,
wenn der Wagen am langsamsten ist; wird genutzt, wenn Wasser aus einem Stausee eine Turbine
betreibt, die wiederum einen Generator antreibt, der schließlich Energie als elektrische Energie
bereitstellt.

12  Helle Gebiete sind beispielsweise die südliche Hälfte von England, die Niederlande, Belgien,
das Ruhrgebiet, die Poebene, Paris, Berlin, Madrid, Rom und Neapel, Athen; also v. a. Ballungsräu-
me, Industriezentren und Großstädte mit ihrer „konzentrierten“ nächtlichen Beleuchtung. In Län-
dern wie Belgien sind zusätzlich die Autobahnen beleuchtet. Erleuchtet sind auch touristisch
geprägte Küstenstreifen oder sog. „Offshore“-Anlagen in der offenen See (Bohrinseln usw.)
Die dunklen Gebiete sind dünn besiedelt oder haben eine geringe Infrastruktur

Energie  9
Elektrischer Strom

Aufgaben S. 34 A1 

Energie- Energie- ELicht


wandler wandler
EH Eel
Einnere
Generator Glühlampe

Aufgaben S. 36 A1  Laufraddynamo: Der Laufraddynamo ist mit seinem Gehäuse leitend mit dem Rahmen des
Fahrrades verbunden. Eine leitende Verbindung besteht auch vom Gewinde der Glühlampen des
Scheinwerfers und des Rücklichts über die Lampensockel zum Fahrradrahmen. Damit besteht
bereits eine Leitung vom Dynamo zu den beiden Lampen. Es genügt je ein Kabel von der Kontakt-
schraube am Dynamo zum Fußkontakt der beiden Glühlampen, um die beiden Stromkreise zu
schließen.
Nabendynamo: Der Nabendynamo ist nicht leitend mit dem Fahrradrahmen verbunden. Von ihm
führt daher eine Doppelleitung zum Scheinwerfer und von dort eine Doppelleitung zum Rücklicht.
Mit einem Schalter am Scheinwerfer wird der Stromkreis geschlossen.

Aufgaben S. 37 A1 

Laufrad- Schein- Rück- Naben- Schein- Rück-


G dynamo werfer- licht G dynamo werfer- licht
lampe lampe

Aufgaben S. 38 A1 
Station V: Die Solarzelle
Geräte: Solarmodul mit einer Nennspannung von 2V, 2 Kabel, 1 rote Leuchtdiode, 2 Krokodilklem-
men
1. Schließe die Leuchtdiode über die beiden Kabel und die Krokodilklemmen an die Kontakte des
Solarmoduls an.
2. Richte das Solarmodul zur Sonne. Vertausche gegebenenfalls die Polung der Leuchtdiode.
3. Zeichne den Stromkreis und beschreibe die Energieübertragung.

Vorschlag für weitere Lernstation:

Station VI: Das Peltiermodul


Geräte: Peltiermodul mit 2 Aluminimwürfeln, 2 Kabel, Elektromotor mit Ventilator, Becherglas mit
heißem Wasser, 2 Thermometer
1. Lege ein Peltiermodul auf einen Aluminiumwürfel und miss seine Temperatur. Erhitze einen
zweiten Aluminiumwürfel in einem Wasserbad auf eine Temperatur von etwa 50 °C.
2. Schließe einen Elektromotor mit Propeller an das Modul an.
3. Setze den erhitzten Aluminiumwürfel auf das Modul auf
4. Zeichne den Stromkreis und beschreibe die Energieübertragung.

10  Elektrischer Strom


Aufgaben S. 39 A1  – Bewegungsenergie des Fahrrades wird im Dynamo in elektrische Energie umgewandelt.
– Chemische Energie der Kohle erhöht die innere Energie des Wassers. Diese wird in Bewegungs-
energie des Wasserdampfes gewandelt und auf die Turbine übertragen. Die Turbine überträgt die
Bewegungsenergie auf den Generator, der sie in elektrische Energie umwandelt.
– Bewegungsenergie der Luft wird über Windrag und Generator in elektrische Energie umgewan-
delt.

A2  a) Bei offenen Anschlüssen muss wenig Energie aufgewendet werden, die Bewegungsenergie
beim Kurbeln wird lediglich in innere Energie des Generator mit Kurbel umgewandelt.
b) Bei angeschlossener Glühlampe muss aus der Bewegungsenergie beim Kurbeln zusätzlich
noch Energie des Lichts und innere Energie der Glühlampe bereitgestellt werden. Das erfordert
mehr Energie als bei offenen Anschlüssen, vermutlich wird die Person deshalb langsamer kurbeln
oder nach kurzer Zeit aufhören zu kurbeln.

Aufgaben S. 41 A1 
Geräte: Netzgerät, 2 Kabel, Glasgefäß, 1 Stativ, 2 Stativklemmen, 2 Stativmuffen
Chemikalien: Silberblech, Löffel aus unedlem Metall, Silberniträt-Lösung (10 %)
Durchführung: Der Versuch wird nach der unten abgebildeten Skizze aufgebaut. Man gibt die
Silbernitrat-Lösung in das Glasgefäß. Mithilfe der Stativklemmen werden die Elektroden befe-
stigt, so dass sie in die Lösung eintauchen. Das Silberblech wird als Anode, der Löffel als Kathode
geschaltet. Die angelegte Spannung beträgt etwa 2 Volt.

Prinzipskizze

Kathode Anode
(Silber)

zu ver- Silber-
silbernder nitrat-
+
Gegenstand Ag Ag Ag lösung

A2 

Schaltung Chemische Wirkung Magnetische Wirkung Wärmewirkung

Chemische Wirkung:
– In einem Stromkreis mit konstantem Strom ist das Knallgasvolumen V  proportional zur Zeit t.
Der Quotient V/t  ist daher konstant.
– Der Quotient V/t  ist umso größer, je stärker der Strom ist.
Der Quotient V/t  ist daher ein Maß für die Stromstärke.

Elektrischer Strom  11
Aufgaben S. 41 Magnetische Wirkung:
– In einem Stromkreis mit konstantem Strom ist die magnetische Wirkung konstant, d. h., der
Drehwinkel der Spule gegen die Federkraft ist konstant
– Der Drehwinkel der Spule gegen die Federkraft ist umso größer, je stärker der Strom ist.
Der Drehwinkel der Spule gegen die Federkraft ist daher ein Maß für die Stromstärke.
Wärmewirkung:
– In einem Stromkreis mit konstantem Strom ist die Temperaturerhöhung eines metallischen
Leiters konstant.
– Die Temperaturerhöhung ist umso größer, je stärker der Strom ist.
Die Temperaturerhöhung (genauer die thermische Ausdehnung) eines metallischen Leiters ist
daher ein Maß für die Stromstärke.

Aufgaben S. 42 A1  Reibt man verschiedene schlecht leitende Stoffe aneinander, so trennt man elektrische La-
dung. Ein Beispiel dafür ist das Gehen in Schuhen mit Gummisohlen auf Teppichboden. In tro-
ckener Luft, die in Hochdruckwetterlagen auftritt, bleibt die getrennte Ladung bestehen. Beim
Berühren der Türklinke spürt man dann die unangenehme Entladung des Körpers.

A2  Bei Berührung der Experimentierkugel mit einem Pol der elektrische Quelle besteht Strom,
elektrische Ladung hat sich vom Pol zur Kugel bewegt. Die Glimmlampe, die anschließend von der
Kugel berührt wird, zeigt die von der Kugel abfließende Ladung an, denn sie leuchtet auf. Es hat
sich Ladung von einem Pol der elektrischen Quelle über die Glimmlampe zum anderen Pol be-
wegt. Der unterbrochene Stromkreis kann mit der bewegten Experimentierkugel kurzzeitig ge-
schlossen werden.

Aufgaben S. 43 A1  Vor dem Reiben des Kunststoffstabes an einem Tuch enthalten sowohl Stab als auch Tuch
gleich viele Elektronen wie positive Ladung. Beim Reiben bewegen sich Elektronen aus dem Tuch
auf die Oberfläche des Stabes. Er ist nun negativ geladen. Das Tuch ist positiv geladen, da Elektro-
nen fehlen.

A2 Elektrischer Strom in Metallen bedeutet, dass sich Elektronen im Leiter bewegen. Positive
Ladung im Leiter ist ortsfest. Elektronen treten vom Minuspol über die Klemme in den Leiter ein
und verlassen ihn über die zweite Klemme in Richtung Pluspol.

Aufgaben S. 46 A1 

Haushaltsgerät Wirkungen
Toaster Vor allem Wärmewirkung
Wasserkocher Wärmewirkung
Glühlampe Licht- und Wärmewirkung
Leuchtstofflampe Licht- und Wärmewirkung
LED Vor allem Lichtwirkung
Mixgerät Magnetische Wirkung und Wärmewirkung
Lautsprecher Magnetische Wirkung und Wärmewirkung
Elektrische Zahnbürste Magnetische Wirkung und Wärmewirkung
Rasierapparat Magnetische Wirkung und Wärmewirkung
Fernsehapparat Licht- und Wärmewirkung (bei Röhrengeräten auch magnetische Wirkung)

Aufgaben S. 47 A1  3 A = 3 000 mA; 0,15 A = 150 mA; 0,08 A = 80 mA


1 500 mA = 1,5 A; 270 mA = 0,27 A; 50 mA = 0,05 A

12  Elektrischer Strom


Aufgaben S. 49 A1 

Motor im (in der) Energiekette


DVD-Laufwerk Elektrische Energie ⇒ (Elektromotor) ⇒ Bewegungsenergie und innere Energie
Drucker s. o.
Folienschweißgerät s. o.
Föhn s. o.
Elektrische Zahnbürste s. o.
Rasierapparat s. o.
Uhr s. o.
Küchenmaschine/Mixer s. o.
Waschmaschine s. o.
Geschirrspülmaschine s. o.

A2  es gilt: 1 W min = 60 W s = 60 J

Gerät Leistung Energie in 10 min Anzahl Schokoladeneinheiten


Taschenrechner 0,0005 W 0,005 Wmin 0,3
Taschenlampe 0,9 W 9 Wmin 540
Fahrradlampen 3 W 30 Wmin 1 800
Rasierapparat 10 W 100 Wmin 6 000
Autofernlicht 60 W 600 Wmin 36 000
Farbfernseher 110 W 1 100 Wmin 66 000
Haartrockner 600 W 6 000 Wmin 360 000
Automotor-Anlasser 1 000 W 10 000 Wmin 600 000
Bügeleiesen 1 200 W 12 000 Wmin 720 000
Waschmaschine 3 500 W 35 000 Wmin 2 100 000
Elektroherd, 4 Platten 7 400 W 74 000 Wmin 4 400 000
Elektrolokomotive 7 000 kW 70 000 kWmin 4 200 000 000
ICE, 2 Triebköpfe 9 600 kW 96 000 kWmin 5 760 000 000
Generator im Kraftwerk 70 000 kW 700 000 kWmin 42 000 000 000

Rückblick S. 50 B1  Durch das reiben des Pullovers an den Haaren wird Ladung getrennt. Das Knistern zeigt Entla-
devorgänge an.

B2  Lichtenergie (Sonne) ⇒ elektrische Energie (Solarzelle) ⇒ Bewegungsenergie (Motor)

B3  Durch Reiben wurde die (positiv) Folie geladen. Innerhalb der Haare wird negative Ladung zur
Folie hin verschoben. Die Haare werden daher von der Folie angezogen.

B4  Der Strom kommt vom Generator des Kraftwerks über den Fahrdraht zum Motor des Zuges.
Über die Schiene (Erde) wird der Stromkreis zum Generator, der ebenfalls geerdet ist, geschlos-
sen.

B5  Das Messgerät zeigt einen Strom an, d. h., es liegt ein geschlossener Stromkreis (Batterie –
Lampe – Junge – Mädchen – Messgerät – Batterie) vor. Der menschliche Körper ist also ein elek-
trischer Leiter.

B6  Die elektrische Leitung wird geschieht durch Transport von Ladung. Der Versuch zeigt: Die
violette Lösung (Kaliumpermanganat) bewegt sich zum Pluspol, ist also negativ geladen, während
sich die blaue Lösung (Kupfersulfat) zum Minuspol bewegt, also positiv geladen ist.

Elektrischer Strom  13
Heimversuche S. 51 1  Der schwimmende Kompass  Die beiden Metalle und die salzlösung bilden eine elektrische
Quelle. Der Strom in der Spule ruft ein Magnetfeld hervor. Das schwimmende Brettchen mit der
Spule ist also ein Magent, der sich im Magnetfeld der Erde ausrichtet.
Es ist darauf zu achten, dass die Oberflächen der Leiter in der Salzlösung sauber sind. das mit
dem nagel verbundene Ende des Kupferdrahtes darf nicht mit der Salzlösung in berührung kom-
men. Statt einer Salzlösung eignet sich auch verdünnte Zitronensäure.

2  Das Lametta-Elektroskop  Wird der Nagel geladen, so verteilt sich die Ladung über den Nagel
und die Alufäden. Die Alufäden sind somit gleichartig geladen und stoßen sich gegenseitig ab.

3  Elektrische Energie wird gezählt  Individuelle Schülerlösung

4  Wie viel kostet 1 kW h?  Individuelle Schülerlösung

Aufgaben S. 52 Strom und Energie

1 

Elektrische Quelle Elektrische Geräte


Batterie Fahrradlampe; ggf. Ventilator
Dynamo Fahrradlampe
Kraftwerk (Steckdose) Elektroherd, Küchengerät, Ventilator
Solarzelle ggf. Ventilator

2  Draht, Kabel oder Metallband von einem Pol der Batterie über Schalter zum Lampengewinde,
durch die Lampe zum Lampensockel und zurück zur Batterie.

3  Bei Fahrrädern mit Laufraddynamo schließt der Fahrradrahmen den Stromkreis.

4  a) Die Ummantelung der Kabel dient Personen als Berührungsschutz und als Schutz vor Kurz-
schluss über Nachbarkabel bzw. vor schädlichen Umwelteinflüssen.
b) Berührungsschutz ist nicht erforderlich. Vor Kurzschluss zwischen den Leitungen schützen die
Luft und Keramikkörper an den Strommasten.

5  Leitend: Fuß und Gewinde der Lampe und der Ständer des Glühdrahts sind dicke Leiter; der
Glühdraht ist wesentlich dünner.
Nichtleitend: Glashülle, Birnensockel, Kitt und Glasfüllung.

6  Durch Nässe steigt die Leitfähigkeit der Haut. Unerwünschte Ströme durch den K
­ örper können
stärker und somit gefährlicher werden.

Energieübertragung im Stromkreis

7  a) b)

Energie-
wandler EB
Eel
Steckdose Küchengerät Elektromotor Einnere

14  Elektrischer Strom


Aufgaben S. 52 Wirkungen des elektrischen Stromes

8  a) Chemische Wirkung, Wärmewirkung, magnetische Wirkung, Lichtwirkung sind die Wirkungen


des Stroms.
b) Ein Galvanisiergerät nutzt die chemische Wirkung des Stromes.
c) Nutzung der Wärmewirkung: Toaster, elektrischer Durchlauferhitzer, Wasserkocher, Elektroherd,
Babyflaschenwärmer, …

Strom und Ladung

9  Die geladene CD übt Kräfte auf die Ladung der Papierstücke aus. Ist die CD positiv geladen, so
wird negative Ladung des Papiers etwas zur CD hin verschoben. Folglich erscheint das Papier aus
Richtung der CD wie ein negativ geladenes Papier. Es wird von der CD angezogen, berührt die CD,
lädt sich dabei positiv auf und wird anschließend abgestoßen, weil es nun gleichnamige Ladung
trägt. Das Papier fällt auf den Tisch, entlädt sich dabei. Der Vorgang wiederholt sich, bis die CD so
weit entladen ist, das seine Anziehungskraft nicht mehr ausreicht, die CD zu heben.

10  Alle drei Stoffe tragen dieselbe Ladungsart.

Elektrische Stromstärke

11  Elektrische Ladung wird erst durch (einheitliche) Bewegung zum elektrischen Strom. (Analogie
Luft–Wind: Was macht der Wind wenn er nicht weht?)

12  Die Stromstärke  Ø, in A gemessen, gibt an, wie viele Elektronen je Sekunde an einem Mess­
punkt vorbeifließen. Jedes Elektron trägt eine sehr geringe elektrische Ladung. Je länger ein
Strom besteht, desto mehr Ladung wird transportiert. Die Angabe 50 Ah auf der Batterie bedeutet
z. B., dass im Stromkreis mit der Batterie 1 Stunde lang ein Strom von 50 A bestehen kann oder 5
Stunden lang eine Strom von 10 Ampere usw. Dabei wird die Ladung 50 Ah transportiert.

13  Gong, Klingel, elektrischer Türöffner, Geräte mit Elektromotor (Mixer, Staubsauger, Waschma-
schine), etc.

Elektrische Energie, Energiestromstärke

14  Die Energiestromstärke ergibt sich aus der Energie, die pro Zeiteinheit übertragen oder umge-
wandelt wird. In der Technik wird für die Energiestromstärke der Begriff Leistung verwendet.

15  Die Aussage ist nicht allgemeingültig. Bei gleicher Leistung bzw. gleichem Energiestrom be-
steht in verschiedenen Stromkreisen verschiedene Stromstärke, wenn die Spannung in den
Stromkreisen verschieden ist.

16  Man schließt die Heizspirale an eine elektrische Quelle an. Man misst die Spannung der elek-
trischen Quelle mit einem Voltmeter und den in der Heizspirale umgewandelten Energiestrom mit
einem Energiestrommessgerät.

17  a)  Man benötigt 4,2 kJ = 4 200J, um 1 ® Wasser um 1 °C zu erwärmen,
Der Wasserkocher leistet 2 000 W = 2 000 J/s, er benötigt
_4 200 J
​  J   ​ 
= 2,1 s, um 1 ® Wasser um 1 °C zu erwärmen.
2 000 ​ _s  ​

Beträgt die Temperaturerhöhung 80 °C, so dauert die Erwärmung auch 80mal so lang,
also 2,1 · 80 s = 168 s, wenn man Energieströme in die Umgebung vernachlässigen kann.
b) Die Aufschrift des Gerätes zeigt die Lösung:  P = 2 000 W = 2 000 J/s.
Insgesamt werden also E = 2000 J/s · 168 s = 336 kJ = 0,93 kW h umgewandelt.

Elektrischer Strom  15
Aufgaben S. 52 18  Die Verringerung des Energiestroms beträgt 85 W.
Energieeinsparung:  Eel = P · t = 85 W · 4 h · 365 = 124 100 Wh = 124,1 kWh
Die Ersparnis beträgt 124,1 kWh · 0,12 €/kWh = 14,89 €.

19  „Leistungsstarke Geräte“ bedeutet Geräte hoher elektrischer Leistung, das bedeutet bei vorge-
gebener Spannung eine hohe Stromstärke. Wegen des elektrischen Widerstandes der Zuleitung
wird elektrische Energie in innere Energie des Zuleitungsmaterials umgewandelt. Das führt zu
einer Temperaturerhöhung der Zuleitung. Durch Abrollen der Leitung kann eine Überhitzung
durch fehlende Energieableitung vermieden werden.

16  Elektrischer Strom


Gesetze des Stromkreises

Aufgaben S. 54 A1 

Gerät Erforderliche Spannung


Fahrradlampe 6 V
Handy 5,3 V
Taschencomputer 6 V

A2  Die Deutsche Bahn betreibt Elektroloks mit einer Spannung von 15 000 V.

Aufgaben S. 56 A1  Das Auseinanderziehen der entgegengesetzt geladenen Platten erfordert Energie. Die Ener-
gie der Ladung nimmt dabei zu, was das hellere Leuchten der LED anzeigt. Beim Veringern des
Plattenabstandes nimmt die Energie der Ladung ab, ein weniger helles Aufleuchten der LED ist zu
beobachten, wenn der Stromkreis geschlossen wird.

Aufgaben S. 58 A1 

U in V 1 2 3 4 5 6 7
¯ in V 0,2 0,39 0,61 0,85 1,15 1,45 1,82
R in Ω 5 5,13 4,92 4,7 4,35 4,14 3,85

A2 

Eisendraht in Wasser ¯ = 0,36 A/V · U


Konstantan ¯ = 0,12 A/V · U

Aufgaben S. 59 A1  In Wasser bleibt die Temperatur des Eisendrahts bei Strom unterschiedlicher Stärke konstant.
Daher verändert sich der Widerstand des Drahtes nicht. Stromstärke und Spannung sind unter
diesen Bedingungen proportional zueinander, das Ohm‘sche Gesetz gilt.

Aufgaben S. 63 A1  ¯ = U / (R1 + R2) = 10 V / (100 Ω + 200 Ω) = 0,033 A = 33 mA

Aufgaben S. 65 A1 

Aufgaben S. 66 A1  Die Geräte werden durch die Schmelzsicherung (Hauptsicherungskasten) und die Wohnungs-
sicherungen geschützt.

A2  Die Geräte können bei Parallelschaltung unabhängig ein- und ausgeschaltet werden. Bei
Parallelschaltung werden alle Geräte mit gleicher Spannung versorgt. Damit ist ein beliebiges
Austauschen von Haushaltsgeräten möglich.

Gesetze des Stromkreises  17


Rückblick S. 68 B1  Es handelt sich um ein Vielfachmessgerät, also u. a. die Spannung, die Stromstärke und der
Widerstand, d. h. als Volt-, Ampere- und Ohmmeter.

B2  Da, wo der Fuß des Vogels den Draht berührt, verzweigt sich zwar der Stromkreis, aber die
Stromstärke im Vogel ist bei weitem geringer als im Draht: ¯Draht h ¯Vogel , sodass keine Gefahr für
den Vogel besteht.

B3  Offensichtlich sind die Energiestromstärken in beiden Lampen gleich. Da die elektrische Ener-
gie bzw. die Energiestromstärke auch von der angelegten Spannung abhängt, kann man schlie-
ßen, dass in den beiden Stromkreisen neben den unterschiedlichen Stromstärken auch unter-
schiedliche Spannungen vorliegen.

B4  Die Äpfel sind in Reihe geschaltet, sodass sich ihre Spannungen addieren.

B5  Oben: Reihenschaltung. Die Gesamtspannung beträgt 3 ·1,5 V = 4,5 V. Unten: Parallelschaltung.
Die Gesamtspannung beträgt 1,5 V.

B6  Widerstände. Die Farbringe geben an, welchen Widerstandswert die einzelenen Bauteile
haben.

Heimversuche S. 69 1  Der sanfte Lichtschalter  Schiebewiderstand und Glühlampe bilden eine Reihenschaltung. Mit
diesem Spannungsteiler kann die Spannung für das Glühlämpchen reguliert werden.

2  Ein Feuermelder  Wird der Eisendraht erhitzt, so nimmt sein Widerstand zu und das Lämpchen
wird dunkler.

3  Ein elektrischer Kraftmesser  Durch den unterschiedlichen Druck auf die Schachtel ändert sich
die Packungsdichte und damit die Berührungsflächen der Kohlekörnchen. Dadurch wirkt die
Schachtel als druckabhängiger, veränderlicher Widerstand. Gegebenenfalss kann auf Parallelen
zum Kohlekörnermikrofon hingewiesen werden.

Aufgaben S. 69 Spannung

1  Das Spannungsmessgerät muss parallel zu den beiden Messpunkten geschaltet werden.

2  a) gleichsinnig: 1,5 V + 1,5 V = 3 V


b) gegensinnig: 1,5 V + (– 1,5 V) = 0 V

3  – alle einzeln: 1,5 V und 9,0 V


– zweimal 1,5 V gleichsinnig in Reihe: 3,0 V
– 1,5 V und 9,0 V gleichsinnig in Reihe: 10,5 V
– alle gleichsinnig in Reihe: 12,0 V
– bei gegensinniger Reihenschaltung: 0 V; 6 V; 7,5 V; 9,0 V
– Parallelschaltung von zweimal 1,5 V: 1,5 V
– Parallelschaltung der 9,0 V und 1,5 V führt zur Entladung der 9,0‑V-Batterie über 1,5‑V-Batterie.

Widerstand und Kennlinie

4  Der Widerstand des Leiters sagt etwas über den elektrischen Strom aus, der dann besteht,
wenn eine bestimmte Spannung anliegt.
Entsteht in einem Leiter bei der Spannung U die Stromstärke Ø , dann heißt der Quotient U/Ø
­Widerstand R.

Aufgaben S. 70 5  ¯ * = 2 U/2 R = U/R = ¯; die Stromstärke bleibt unverändert.

18  Gesetze des Stromkreises


Aufgaben S. 70 6  a) Schaltung mit einem Messgerät für die
Spannung parallel zum Leiter und einem Mess-
U
gerät für die Stromstärke in Reihe. Spannung
variieren, U und ¯ mehrfach messen und je-
weils R = U/¯ berechnen. Mittelwert berechnen.
b) Wie in Teilaufgabe a mit großen Unterschie- ¯
den bei U und ¯. Bleibt R = U/¯ konstant, so gilt
in dem untersuchten Bereich das Ohm’sche
Gesetz.

7  a) Kennlinie mit abnehmender Steigung, ¯ in A


oberhalb 1 V fast linear. 0,4
b) Metalldraht.
c) Bei 4,5 V ca. 0,30 A; 0,18 A erreicht man bei
etwa 1,6 V. 0,3
d) Zugehörige Widerstandswerte in Ð: 6,7; 10,0;
12; 14; 16; 17.
0,2
Ø-R-Diagramm bis 0,25 A fast linear steigend
mit ca. 65 Ð/A, dann deutlich abflachend.
Der Widerstand kann bis 0,15 A nicht angege- 0,1
ben werden.
U in V
0
0 1 2 3 4 5 6

8  a) Ø = U/R = 230 V / 3 000 Ð = 0,077 A = 77 mA (trocken: 7,7 mA)


b) U = R · Ø = 3 000 Ð · 0,001 A = 3 V
Hinweis: In der Praxis gelten Spannungen bis rund 30 V als ungefährlich. Erst oberhalb dieses
Wertes müssen alle Leitungen berührungssicher sein.

9 
U in V 20 35 91 45
Ø in A 0,29 0,50 1,3 0,64

Parallel- und Reihenschaltung

10  a) Reihenschaltung: Unterbricht man bei einem Gerät, arbeiten die anderen auch nicht mehr.
Parallelschaltung: Die Geräte funktionieren weiter, wenn man eines abschaltet.
b) Reihenschaltung: Stromstärke überall gleich ¯1 = ¯2 = … = ¯g
Parallelschaltung: Einzelstromstärken addieren sich zur Gesamtstromstärke ¯1 + ¯2 + … = ¯g

11  a) ¯Lampe = ¯g / 25 = 2,5 A / 25 = 0,1A


b) ¯Lampe = ¯g / x ⇔ x = ¯g / ¯Lampe = 40. Es können 15 gleiche Lampen hinzugeschaltet werden.

12  Der Widerstand  R1  hat den kleinsten Wert


der drei Bauteile. Viermal so groß ist der Wi-
derstand  R3 . Der Widerstand  R2  ist ein Drittel
R1 R2 R3
des Widerstands   R3 .

¯1 ¯2 ¯3

Gesetze des Stromkreises  19


Aufgaben S. 70 13  a) Stromstärkemessgeräte werden in Reihe geschaltet. Dabei addieren sich die Widerstände.
Um den Einfluss des Messgerätes möglichst klein zu halten, sollte der Widerstand des Stromstär-
kemessgerätes möglichst klein sein.
b) Spannungsmessgeräte werden parallel geschaltet. Dadurch besteht im Messgerät ein zusätz-
licher Strom. Um diesen unerwünschten Strom möglichst klein zu halten, sollte der Widerstand
des Spannungsmessgerätes möglichst groß sein.

14  Die Geräte sind parallel geschaltet, damit man sie unabhängig voneinander in Betrieb neh-
men kann. Wären alle Elektrogeräte im Haushalt in Reihe geschaltet, könnte man sie nicht unab-
hängig voneinander in Betrieb nehmen. Würde man eines ausschalten, gingen alle aus! Um eines
zu betreiben, müsste man alle einschalten!

15  Das Lernplakat sollte eine Schaltskizze und die Gleichungen für Ug und ¯g enthalten.

R1 R2
U1 U2
Ug

¯g ¯1 ¯2

In der Parallelschaltung gilt: 


Ug = U1 = U2   ¯g = ¯1 + ¯2 (Knotenregel)   Pg = P1 + P2

16  Das Lernplakat sollte eine Schaltskizze und die Gleichungen für Ug und ¯g enthalten.

¯g

Ug

R1 R2

¯1 ¯2

U1 U2

In der Reihenschaltung gilt:


Ug = U1 + U2   RErsatz = R1 + R2    ¯g = ¯1 = ¯2 (Knotenregel)   Pg = P1 + P2

17  Wenn das Bügeleisen kalt ist, hält die Rückholfeder den Schalter geschlossen. Der Stromkreis
kann durch die Heizwendel ist geschlossen und das Bügeleisen wird heiß. Dadurch biegt sich der
Bimetallstreifen nach unten, öffnet den Schalter und der Strom wird unterbrochen. Das Bügelei-
sen kühlt sich ab, der Bimetallstreifen biegt sich zurück und der Schalter wird wieder geschlossen.
Das Bügeleisen wird wieder heiß, und so weiter.

18  In der Reihenschaltung ist die Stromstärke in beiden Widerständen gleichen: ¯g = ¯1 = ¯2. Die
Spannung U2 = ¯g · R2 am Widerstand R2 ist doppelt so groß wie am Widerstand R1 (R2 =200 Ω
und  R1 = 100 Ω). Da sich in der Reihenschaltung der Energiestrom wie die Spannung auf die Wider-
stände verteilt, ist die Energiestromstärke zum Widerstand R2 doppelt so groß wie derjenige zum
Widerstand R1.

20  Gesetze des Stromkreises


Elektrische Energie

Aufgaben S. 72 A1  Benötigte Geräte: Spule, 2 Kabel, Voltmeter, Stabmagnet, Stabmagnet auf drehbarer Achse.
Man bewegt den vor der Spule befindlichen Stabmagneten hin und her bzw. man dreht den vor
der Spulen stehenden Stabmagneten und misst mithilfe eines Voltmeters die Spannung an den
Enden der Spule. Es entsteht eine Wechselspannung, deren Frequenz derjenigen der Pendelbewe-
gung bzw. der Drehfrequenz des Stabmagneten entspricht.
Alternativ kann auch die Spule bewegt bzw. gedreht werden und der Stabmagnet fest stehen.

a) b)

A2  Benötigte Geräte: 2 Spule, 2 Kabel, Voltmeter, Stabmagnet, Stabmagnet auf drehbarer Achse
Möglichkeit 1: Siehe Aufgabe A1 Alternative.
Möglichkeit 2: Anstelle des Stabmagneten wird eine stromführende Spule verwendet.

A3  Man ersetzt die Ringe an den Schleifkontakten durch einen Ring mit zwei getrennten Hälften.
Jede Ringhälfte wird mit einem Ende der Spule verlötet. Über die Achse verbunden, drehen sich
die Kommutator genannten Ringhälften mit der Spule mit. Die Schleifkontakte müssen sich gera-
de in dem Moment auf den Isolierungen befinden, in dem die Pole des Ankers den Polen des
Feldmagneten gegenüberstehen. So ist gewährleistet, dass die Ankerspule bei ihrer Weiterdre-
hung umgepolt wird. Das Ankerspulenende das sich vom Nordpol der Feldspule wegbewegt, ist
stets mit dem gleichen elektrischen Pol verbunden.

Aufgaben S. 74 A1  a) Es ergibt sich ungefähr die eingezeichnete Position des Leuchtpunktes.
b) Die vertikalen Platten sind beide negativ, so dass der Strahl weder nach oben noch nach unten
abgelenkt wird. Die Ladung der beiden horizontalen Platten bewirkt eine Ablenkung nach links
aus Sicht eines Beobachters von vorn.

Elektrische Energie  21
Aufgaben S. 75 A1 Die Drehgeschwindigkeit, die die rote Zeit-Spannungskurve bewirkt, ist gerade doppelt so
groß wie die Vergleichsgeschwindigkeit, dargestellt durch die blaue Kurve.

¯ in A
2

U in V
0
0 1 2 3 4 5 6 7

–1

–2

Aufgaben S. 77 A1  – sämtliche Geräte im Haushalt, deren Betriebsspannung unterhalb der Netzspannung von
230 V liegt, z. B. Akku-Ladegeräte, Laptops, Drucker, Scanner, Halogen-Niedervoltlampen mit 12 V
Betriebsspannung (eröffnet die Möglichkeit offener Leitungen)
– viele Geräte haben dazu integrierte Transformatoren
– „Trenntrafos“ gegen „Brummschleifen“ beim Anschluss von Computern an Stereoanlagen
– F¯-Schutzschalter
– Hochspannungs-Überlandleitungen mit hochtransformierter Übertragsunsspannung

Aufgaben S. 79 A1 Die Übertragungsverluste in Fernleitungen kann man dadurch klein halten, dass man Hoch-
spannung verwendet. Beim Hochtransformieren der Spannung am Generator verkleinert sich die
zugehörige Stromstärke, die Energiestromstärke bleibt nahezu gleich. Da die Stärke des Stroms
für die (unerwünschte) Erwärmung der Fernleitung verantwortlich ist, lässt sich auf diese Weise
der Anteil der vom Generator nutzbaren Energie vergrößern.

Rückblick S. 80 B1  Im Kunststoffgehäuse des Zahnbürstenhalters ist eine Spule. Diese bildet zusammen mit der
Spule, die mit dem Lämpchen verbunden ist einen Transformator, der die Spannung aus der
Steckdose auf einen für das Lämpchen passenden Spannungswert herunter transformiert.

B2  Bei 1 V kann eine Ladung von 1 As die Energie 1 J umwandeln. Die Batterie enthält die Ladung
45 Ah = 45 · 3600 As = 162 000 As. Wird diese Ladung bei 12 V transportiert, so wird die Energie
1 944 000 J = 1 944 kJ umgewandelt.

B3  Durch die nahezu gleichmäßige Rotation des Magneten ändert sich das magnetische Feld,
das die Spule durchsetzt periodisch, sodass in der Spule eine Wechselspannung induziert wird.
Amplitude und Periode sind unabhängig von der Drehrichtung.

B4  Der Induktionsherd funktioniert nach dem Transformatorprinzip, d. h., in der Herdplatte ist die
primärspule und der Topfboden bildet die Sekundärspule „mit geringer Windungszahl“. Wie beim
Schweißtransformator ist dann die Stromstärke im Topfboden sehr groß (bei gleichzeitig geringer
Spannung), sodass sich der Topfboden stark erwärmt.

Heimversuche S. 81 1  Wir bauen einen Elektromotor  Kritische Punkte für die Funktionalität des Motormodells sind
die Schleifkontakte und die Lagerung des Ankers.
Die Schleifkontakte müssen einerseitseinen widerstandsarmen Kontakt ermöglichen, andererseits
darf die dabeiunvermeidliche Reibung nicht zu groß werden.
Die Lagerungmuss reibungsarm erfolgen und dennoch eine sichere Führung garantieren. Anstelle
der Nagelpaare als Lager kann man auch zwei kleine Winkeleisen auf dem Grundbrettbefestigen
und die Achse durch die Bohrung der Winkeleisen stecken.

22  Elektrische Energie


Aufgaben S. 81 2  Versuche mit dem Dynamo  a) Die Zahl entspricht der Anzahl der Magnetpaare im Dynamo. b)
Durch die Drehung des Magnets im Dynamo entsteht an den Anschlüssen der Spule eine Wech-
selspannung. Die Anzahl der Perioden während einer Umdrehung der Dynamoachse ist dabei
gleich der Anzahl der Magnetpaare. Im Kopfhörer wird die Wechselspannung in Schall umgewan-
delt.

3  Wechselspannung sichtbar gemacht  Der Versuch ist wegen der niedrigen Spannung eine un-
gefährliche Version der bekannten Glimmlampenversuche. Im zeiten teil sollten die beiden LED in
Längsrichtung genau übereinander auf einem Brettchen montiert werden. Der Schutzwiderstand
wird nur einmal benötigt und in eines der gemeinsamen Leiterstücke gelegt.

4  Selbstbaulautsprecher  Wird an die Spule eine Wechselspannung gelegt, so werden Magnet


und Spule abwechselnd gegenseitig angezogen und abgestoßen. Die Membran schwingt dann im
gleichen Takt wie die Spannung an der Spule.

Aufgaben S. 82 Generator, Motor und Transformator

1  Ein Generator ist eine Maschine, die kinetische Energie in elektrische Energie umwandelt. Das
gelingt z. B. mit einer Anordnung wie im Schülerband, S. 72, B5, bei der sich eine Spule im Ma-
gnetfeld dreht. Es entsteht bei jeder Umdrehung des Ankers eine sich in Polung und Betrag än-
dernde Spannung. Man nennt sie Wechselspannung. Eine Wechselspannung entsteht auch an
den Enden einer feststehenden Spule, wenn sich vor ihr ein Magnet dreht.
Drehen sich Elektromagnete, so kann die in ihnen induzierte Spannung als Gleichspannung über
entsprechend verschaltete Kommutatoren abgegriffen werden.
Die Höhe einer in einer Generatorspule induzierten Spannung hängt von der Änderung und von
der Stärke des sie durchsetzenden Magnetfeldes ab. Sie ist am kleinsten, wenn die Spulenachse
annähernd quer zu den Feldlinien steht, sie ist am größten in dem Bereich, bei dem die Spulen-
achse nahezu parallel zu den Feldlinien zeigt.
Erhöhen der Drehgeschwindigkeit und / oder Verwenden mehrerer felderzeugender Magnete (mit
jeweils wechselnder Polung des Magnetfeldes in den sich vorbeidrehenden Spulen) pro Umlauf
verändert das Magnetfeld rascher und die Spannung steigt entsprechend höher.

2  Eine Spannung, bei der periodisch die Polung gewechselt wird, heißt Wechselspannung.

3  Der Spannungsverlauf ist sinusartig. Die U in V


Anzahl der Perioden während einer Umdre-
hung ist gleich der Anzahl der Magnetpaare.
Bei doppelter Geschwindigkeit erhält man t in s
doppelt so viele Perioden in der gleichen Zeit
sowie doppelte Spannungsbeiträge.

4  a) An der elektrischen Quelle liegt Wechselspannung an. Zu einem bestimmten Zeitpunkt be-
wegen sich die Elektronen im angeschlossenen Stromkreis in eine Richtung, wobei die Stärke des
Elektronenstroms bis zu einem Höchstwert zunimmt und dann wieder auf 0A abnimmt. Anschlie-
ßend wiederholt sich der Vorgang bei umgekehrter Richtung des Elektronenstroms. Besonders
hell leuchtet die Lampe bei den Höchstwerten der Stromstärke in beiden Richtungen. Ist die
Stromstärke 0A, so verlischt die Lampe für einen Moment.
b) Eine LED lässt Strom nur in einer Richtung durch, die LED kann nur bei jeder 2. Halbperiode des
Wechselstroms leuchten. Daher ist die Aussage in a) zur elektrischen Quelle richtig.
c) Geräte: Netztransformator, 2 Kabel, Glühlampe, LED mit zugehörigem Widerstand.
Durchführung:
Zu a) Schließe die Glühlampe an den Netztransformator an, achte dabei auf die passende Span-
nung.
Zu b) Schließe die LED an den Netztransformator an, achte dabei auf die passende Spannung.

Elektrische Energie  23
Aufgaben S. 82 5  In einem Transformator befinden sich zwei Spulen – Primärspule bzw. Sekundärspule genannt
– auf einem gemeinsamen Eisenkern. Eine periodische Änderung der Stromstärke in der Primär-
spule hat eine entsprechend periodische Änderung des Magnetfeldes im Eisenkern zur Folge. Die
Sekundärspule wird von diesem Feld ebenfalls durchsetzt, es entsteht in ihr eine von der Stärke
des Magnetfeldes und ihrer Windungszahl abhängige Spannung gleicher Periodizität.

6  Tim kann nicht die Energieprobleme der Welt lösen, weil man mit einem Trafo nicht gleichzeitig
Spannung und Stromstärke erhöhen kann sondern stets nur eine der beiden Größen bei Verklei-
nerung der jeweils anderen. Die von Trafo abgegebene Energie ergibt sich aus der zum Trafo
übertragenen Energie vermindert um die innere Energie, die beim Transformieren entsteht.

Transport und Verteilung elektrischer Energie

7 

Kraftwerkstyp Vorteile Nachteile Standort Voraussetzungen


Meeresströmungs- Keinen Bela- Energieverluste Im Meer Genügend starke
kraftwerk stungen von Be- durch lange Trans- Strömungen
wohnern in dicht- portwege,
besiedelten Gebie- Schwieriger Bau
ten,
keinerlei Emissi-
onen
Aufwindkraftwerk Keinerlei Emissi- Großer Flächen- In wenig besiedel- Hohe Sonnenein-
onen verbrauch, Abhän- ten Gebieten strahlungsintensi-
gigkeit vom Son- tät
nenschein
Kohlekraftwerk Koninuierliche Emissionen von In Ballungsgebie- Kostengünstige
Energieversorgung Staub, Wasser- ten bei Kohlegru- Versorgung mit
dampf, CO2, NOX, ben bzw. an Trans- Kohle, ausrei-
SO2 portwegen für chende Filterung
Massengüter giftiger Substanzen
Kernkraftwerk Koninuierliche Entsorgung des In der Nähe von Kontinuierliche
Energieversorgung, radioaktiven Abfalls Ballungsgebieten Versorgung mit
keine direkte CO2- Kernbrennele-
Emission menten; aufwän-
dige Sicherheitsan-
forderungen
Müllverbrennungs- Verringerung des Emissionen von In der Nähe von Kontinuierliche
anlage Abfallvolumens, Staub, Wasser- Ballungsgebieten Versorgung mit
Energiegewinnung dampf, CO2, NOX, Müll, ausreichende
SO2, Chlorwasser- Filterung giftiger
stoffsäure, Fluor- Substanzen
wasserstoffsäure

8  Energieverlust im physikalischen Sinne kann es aufgrund der Energieerhaltung nicht geben.


Gemeint ist die sinkende Nutzbarkeit der Energie bzw. ihre Entwertung. „Energieverluste“ sind
Energieentwertungen hin zu thermischer bzw. innerer Energie, die im Laufe der Energieumwand-
lungskette immer schlechter als mechanische oder elektrische Nutzenergie rückgewinnbar ist.

9  Pro Jahr stehen durch den Umsatz in der Solarzelle


110 J/(s m2 ) · 60 · 60 · 24 · 365 s · 0,15 = 5,20 · 108 J/m2 elektrische Energie zur Verfügung.
Der Bedarf ist 6 000 · 3,6 · 106 J = 2,16 · 1010 J.
Daraus ergibt sich ein Flächenbedarf von 2,16 · 1010 J : 5,20 · 108 J/m2 = 41,5 m2.
Der Flächenbedarf ist recht groß, stünde aber evtl. bei Nutzung aller Hausdächer zur Verfügung.
Eine Vollversorgung ist dennoch kaum möglich, weil die zeitlichen Angebotsschwankungen nicht
den zeitlichen Bedarfsschwankungen entsprechen.

24  Elektrische Energie


Bewegungen

Aufgaben S. 85 A1  Im t-s-Diagramm ist die schnellere Lok daran zu erkennen, dass in der gleichen Zeit ein größe-
rer Weg als bei der langsameren Lok zurückgelegt wurde. Die Steigung der zugehörigen Gerade
ist größer.
Im t-v-Diagramm liegt die zur schnelleren Lok gehörende (parallel zur t-Achse verlaufende) Gera-
de oberhalb derjenigen der langsameren Lok.

A2 

t in s 0 5,89 11,95 17,74 23,66 29,49


s in m 0 20 40 60 80 100
v in m/s - 3,4 3,3 3,5 3,4 3,4

t-s-Diagramm: t-v-Diagramm:

s in m v in m/s
100

80 4

60 3

40 2

20 1

t in s t in s
0 0
0 10 20 30 0 10 20 30

Beide Diagramme zeigen, dass die Geschwindigkeit nahezu konstant ist. Also hat sich der Radfah-
rer gleichförmig bewegt.

A3  Der Zeitabstand zwischen den vier Fotos muss immer gleich gewesen sein.

Aufgaben S. 86 A1  Es ergeben sich folgende Mittelwerte: t-s-Diagramm:


t = 2 s; s = 0,6925 m
t = 3 s; s = 1,045 m
s in m
t = 4 s; s = 1,4025 m
t = 5 s; s = 1,75 m
1,6

Da die Messfehler nur sehr klein sind, ist kaum


ein Unterschied zwischen den Diagrammen zu 1,2
erkennen. Wird die Geschwindigkeit aus der
Steigung ermittelt, so ergeben sich nahezu 0,8
identische Werte.
0,4

t in s
0
0 1 2 3 4 5 6

Bewegungen  25
Aufgaben S. 87 A1  Der grüne Graph zeigt die schnellere Bewegung, da er steiler verläuft.

A2  Aus einem Steigungsdreieck zwischen t1 = 1 s und t2 = 4 s ergibt sich: ðt = 3 s, ðs ≈ 4,2 m; und
damit  v ≈ 4,2 m/3 s = 1,4 m/s.

Wie die blaue Kurve so flacht auch die grüne v in m/s


Kurve in Diagramm B2 auf der Schülerbuchsei- 1,5
te 87 am Ende der Bewegung etwas ab, wäh-
rend sie zu Beginn zunächst steiler wird. Am 1,0
Anfang und am Ende der Bewegung müsste
die Kurve im t-v-Diagramm daher ähnlich aus- 0,5
sehen wie im t-v-Diagramm B3 auf der Schüler-
buchseite 87. t in s
0,0
0 1 2 3 4 5

Aufgaben S. 88 A1  Der Schall benötigt für s = 75 m t = 0,22 s.

A2  t = 1,47 s; t = 3,53 s; t = 14,71 s

A3  s = 136 m; s = 850 m; s = 6 800 m; s = 612 km

A4  Da der Schall in einer Sekunde 340 m zurück legt, schafft er in drei Sekunden 1 020 m.
Das ist etwa 1 km für je drei Sekunden.

Aufgaben S. 90 A1  Es ist eine nach unten geöffnete Parabel, die ihren Scheitelpunkt zum Zeitpunkt der größten
Höhe der Kugel erreicht.
m
12 ​ _
s  ​
Aufgaben S. 91 A1  zum Beispiel t = 3 s und v = 12 m/s. Dann ist a = _ ​ = 4 m/s2
​  3s   

A2  100 km/h = 27,78 m/s


 m
27,78​ _
s  ​
a1 = _ ​= 2,28 m/s2
​  12,2 s   
m
27,78 ​ _
s  ​
a2 = _ ​ = 2,83 m/s2
​  9,8 s   

Aufgaben S. 92 A1  Folgende Angaben könnten im Text enthalten sein:


• Anfahren mit einer Beschleunigung von 0,22 m/s2 bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h.
• Ortsdurchfahrt für etwa drei Minuten mit konstanter Geschwindigkeit.
• Verlassen des Ortes und Beschleunigung auf freier Strecke mit a ≈ 0,08 m/s2 bis auf 90 km/h.
• Langsames Abbremsen aufgrund eines vorausfahrenden Lkw bis auf 65 km/h.
• Überholen: Beschleunigung auf 100 km/h innerhalb von etwa 100 s (a = 0,10 m/s2).
• Langsames Abbremsen auf 50 km/h, Erreichen der nächsten Ortschaft nach insgesamt 12 Minu-
ten.
• Insgesamt 13 Minuten Ortsdurchfahrt, dabei zwischen t = 19 min und t = 22 min Abbremsen,
Stillstand und erneutes Anfahren aufgrund einer roten Ampel.
• Beschleunigung auf fast 90 km/h mit a = 0,19 m/s2.
• Erhöhtes Verkehrsaufkommen und dadurch etwas ungleichförmige Fahrt bis t = 30 min.
• Sich stetig aber langsam verringernde Geschwindigkeit aufgrund von Kolonnenbildung.
• Nach t = 33 min Erreichen der nächsten Ortschaft.
• Stillstand nach knapp 35 Minuten, Erreichen des Ziels.

Aufgaben S. 93 A1  Die Lichtgeschwindigkeit beträgt etwa 300 000 km/s.


Nach t = s/v = 1 m / 300 000 000 m/s = 3,3 · 10-9 s ist die Länge des Urmeters also die Strecke, die
das Licht in 3,3 Nanosekunden zurücklegt.

26  Bewegungen
Rückblick S. 94 B1  Hier können mindestens zwei Aspekte angesprochen werden: Betrachtet man nur die Bewe-
gung des Bootes (in Bezug zum ruhenden See), so bewegt sich das Boot auf den geraden Stre-
cken nahezu gleichförmig.
Durch das „Mitziehen“ der Kamera wird allerdings auch schon die Frage nach dem Bezugssy-
stemes angesprochen. Der Hintergrund erscheint bewegt, während das Boot still zu stehen
scheint. Das Bild zeigt also indirekt die (gleichförmige) Bewegung der Kamera.

B2  Der Skispringer startet aus der Ruhelage und wird immer schneller. Es handelt sich also um
eine beschelunigte Bewegung.

B3  Die roten Bremslichter weisen auf eine verzögerte Bewegung hin.

B4  Der Fallschirm sorgt für eine gleich bleibende Geschwindigkeit des Springers. Freier Fall be-
deutet dagegen Beschleunigung.

Heimversuche S. 95 1  Tachometerprüfung am Fahrrad  Eine vorgegebene Dtrecke mit gleich bleibender Geschwindig-
keit zu durchfahren gelingt am ehesten mit „fliegendem Start“.

2  Die Geschwindigkeit eines Flusses  Genau genommen wird die Durchschnittsgeschwindigkeit


des Flusses unter der Brücke bestimmt. Es ist:
(Breite der Brücke in m)
​v​Fluss​= ___
​ (Schwimmzeit   
    ​
des Gegenstandes in s)

3  Eine Kugel rollt  Ggf. sollte der Hinweis gegeben werden, die Messergebnisse nicht nur in ein
t-s-Diagramm einzutragen, sondern auch in ein t2-s-Diagramm.

Aufgaben S. 96 Schnell und langsam

1  links oben: s in m
5
Ausgleichsgerade möglich. Begründung: kleine
Abweichungen von der Proportionalität sind 4
Messungenauigkeiten
3
Steigung: v = 0,46 m/s
2

1
t in s
0
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

links unten: s in m
15
Ausgleichsgerade möglich. Begründung: s. o.
Steigung: v = 1,33 m/s 12

3
t in s
0
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Bewegungen  27
Aufgaben S. 96 rechts oben: s in m
10
Keine Ausgleichsgerade möglich. Begründung:
keine Systematik erkennbar; gravierende sy- 8
stematische Fehler oder ungleichförmige Be-
6
wegung
4

2
t in s
0
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

rechts unten: s in m
10
Keine Ausgleichsgerade möglich. Begründung:
der zurückgelegte Weg pro Zeitabschnitt steigt 8
mit der Zeit; vermutlich gleichmäßig beschleu-
6
nigte Bewegung, Parabelform
4

2
t in s
0
0 1 2 3 4 5

2  t-s-Diagramm::
s in cm
50

40

30

20

10

t in s
0
0 1 2 3 4 5 6 7

km 3,6 · 1 000 m m
3  a) 3,6 ​ _
h
   ​= _
​  3600 s   = 1 ​ _
​  s  ​
km
b) 20 ​ _
h
   ​= _
20 000 m
​  3 600 s   = 5,6 ​ _
​ 
m
(  _ km _ m
)
s  ​ ​ 80 ​  h   ​= 22,4 ​ s  ​  ​
m
c) 20 ​ _ _ m _ km _ km
( _ m _ km _
s  ​= 20 · 1 ​ s  ​= 20 · 3,6 ​  h   ​= 72 ​  h   ​ ​ 30 ​ s  ​= 30 · 3,6 ​  h   ​= 108 ​  h   ​  ​
km
)
120 km · 10 s 120 · 1 000 m · 10,0 s
4  s = v · t = _
​  h
   = __
​  ​  3600 s    ​ 
= 333 m
s 1 km 3 600 · 1 km km
5  v = _​ t  ​= _
​ 18,0 s  ​ = _
​  18,0 h   = 200 ​ _
​  h
   ​

m
6  s = v · t = 340 ​ _
s  ​ · 3 s = 1 020 m ≈ 1 km

28  Bewegungen
Aufgaben S. 96 7  Der Abstand der beiden Kontakte bildet eine feste Entfernung s. Beim Überfahren des ersten
Kontakts wird eine Stoppuhr gestartet und beim zweiten Kontakt wieder angehalten. Mit v = s / t
kann dann, bei angenommener gleichförmiger Bewegung, die Geschwindigkeit berechnet wer-
den.
s
8  Fahrzeit bei konstanter Geschwindigkeit: t = _ ​ v  ​
s 4 km
​t​1​= _
​ ​v​  ​​= _
​ 100 km/h
  ​ 
= 0,04 h = 144 s = 2 min 24 s
1
s 4 km
​t2​ ​= _
​ ​v​  ​​= _
​ 120 km/h
  ​ 
= 0,03 h = 120 s = 2 min.
2

Die Zeitersparnis beträgt 24 s.

9  a) Siehe Diagramm
s in m
b) Im Bereich von t = 3,0 s bis t = 7,0 s liegen
die Messpunkte recht gut auf einer Geraden, 30
die Geschwindigkeit ist dort konstant.
ð s 5,0 m m
c) ​v​0 m ¥ 5 m​= _
​ ð t  ​= _ ​= 2,5 ​ _
​ 2,0 s   s  ​
20
ð s 12 m m
​v​14 m ¥ 26 m​= _
​ ð t  ​=_ ​ = 6,0 ​ _
​     
2,0 s s  ​

10

t in s
0
0 1 2 3 4 5 6 7

10  a) 100 m
b) Bremsweg: zurückgelegter Weg bei Wirkung der Bremsen
Anhalteweg: Bremsweg plus während der Reaktionszeit zurückgelegter Weg
Bei einer Reaktionszeit von 1 s legt das Auto s = v · t = 100 km/h · 1 s = 27,78 m/s · 1 s = 27,78 m
zurück.
Der eigentliche Bremsweg beträgt also 100 m – 27,78 m = 72,22 m
b) Moderne Pkw haben aus 100 km/h einen Bremsweg von unter 40 m. Gründe: bessere Bremsan-
lagen (mit ABS usw.), bessere Reifen mit höherer Haftreibung beim Bremsen.

11  1. Abschnitt: gleichmäßig beschleunigte Bewegung von 0 km/h auf 100 km/h innerhalb von
km
100 ​ _ m
   ​ 27,78 ​ _
s  ​
60 s. a = _ ​ = _
h
​  60s    ​ = 0,463 m/s2
​  60 s   

2. Abschnitt: gleichförmige Bewegung für 3 min bei 100 km/h


3. Abschnitt: gleichmäßige Beschleunigung innerhalb von 150 s von 100 km/h auf 200 km/h
4. Abschnitt: gleichmäßiges Bremsen auf 50 km/h innerhalb von 90 s
danach: gleichförmige Bewegung

Bewegungen  29
Masse und Kraft

Aufgaben S. 98 A1  Z. B. Anfahren und Abbremsen eines Fahrstuhls; in den Kurven eines Karussell wird man nach
außen gedrückt; Abklopfen von Löffeln auf dem Topfrand; Festklopfen eines Hammerkopfes
durch heftiges Schlagen des Stiels auf eine Unterlage; Unfälle bei vereister Fahrbahn.

Aufgaben S. 99 A1  Da die Masse die Trägheit bestimmt, ist die Trägheit des Lkw fünf- bis zehnmal so groß wie
die des Pkw. Wenn das Fahrzeug gegen ein Hindernis fährt, wird der Pkw leichter abgebremst
bzw. richtet weniger Schaden an als der Lkw.

A2  –

Aufgaben S. 101 A1  Z. B. Tischtennis (Schläger; Richtung Gegner); Gewichtheben (Hände, Arme; nach oben); Se-
geln (Segel; in Bewegungsrichtung); Bogenschießen (Berührpunkt Sehne – Pfeil; Richtung Ziel-
scheibe).

A2  Der Betrag der Kraft könnte die Flughöhe oder Flugweite des Balls ändern. Die Richtung der
Kraft könnte darüber entscheiden, ob er im Netz hängen bleibt oder ins Aus geht. Der Angriffs-
punkt beeinflusst, ob der Ball „richtig“ getroffen wird, also den gewünschten Weg der Kraftrich-
tung nimmt.

Aufgaben S. 105 A1  Beide Geraden verlaufen durch den Ursprung, diejenige zu D2 ist deutlich steiler als die zu D1.

A2  Wenn die Verformung von selbst vollständig verschwindet, ist sie elastisch. Genauer ist eine
Messung der Länge der Verformung s und der jeweils wirkenden Kraft. Beide Größen müssen bei
elastischer Verformung proportional zueinander sein.

Aufgaben S. 106 A1  Das Auto trifft auf ein Hindernis. Die Karosserie verbeult sich zwischen 0,03 s und 0,09 s nach
dem Aufprall fortschreitend stärker. Der Airbag beginnt bei 0,03 s, sich zu öffnen und fängt den
Dummy auf, der sich ab 0,05 s deutlich Richtung Lenkrad bewegt. Bei 0,07 s und 0,09 s bewegt sich
das Auto nicht mehr weiter vorwärts, sondern gerät in eine leichte Schräglage: Es wird vorne zum
Boden hin gestaucht und hinten ein wenig angehoben.

A2  Die Bewegungsenergie des Autos wird letztendlich in innere Energie des Hindernisses und
der Karosserie verwandelt. Auf dem Weg dahin bewegt sich auch das Material, also wird Bewe-
gungsenergie übertragen.

A3  Das Auto hat eine große Trägheit. Daher müssen die wirkenden Kräfte groß sein, um es zum
Stillstand zu bringen. Dies wird durch die Schäden belegt. Auch Gegenstände im Auto bewegen
sich aufgrund ihrer Trägheit nach dem Aufprall weiter. Der Dummy wird vom Sicherheitsgurt und
vom Airbag abgebremst, die eine Kraft in entgegengesetzter Richtung auf ihn ausüben.

Aufgaben S. 107 A1  „Kraftphysiker“: Der Airbag sorgt dafür, dass die Zeitdauer bis zum Stillstand des sich bewe-
genden Insassen verlängert wird. Aus diesem Grund sind die wirkenden Kräfte kleiner und man
landet „weich“.
„Energiephysiker“: der Airbag verwandelt die Bewegungsenergie der Insassen in innere Energie
des Materials und der Luft. Sie wird nicht in innere Energie des Menschen umgewandelt.

30  Masse und Kraft


Aufgaben S. 108 A1  Je nach Quellenlage können die Angaben insbesondere hinsichtlich der Gasplaneten schwank-
gen.
Folgende Angabe nach http://leifi.physik.uni-muenchen.de/web_ph08/umwelt_technik/10_
planeten/g-faktoren.htm (Stand 2008):
Sonne 274 N/kg;
Merkur 3,7 N/kg; Venus 8,87 N/kg; Mars 3,73 N/kg;
Jupiter 24,9 N/Kg; Saturn 11,1 N/kg; Uranus 9,0 N/kg; Neptun 11,4 N/kg
Pluto (kein Planet) 0,17 N/Kg

Aufgaben S. 109 A1  F = m · g = 110 kg · 1,62 N/kg = 178,2 N


F 178,2 N
m=_
​ g ​= _
​  _ ​= 18,17 kg
N   
9,81 ​ kg  ​

A2  Geräte: genormtes Massestück bekannter Masse, Kraftmesser;


Durchführung: Bestimmung der wirkenden Kraft auf die Normmasse;
dann Berechnung von  g  über  g = F / m.

Aufgaben S. 111 A1  Die gelben Markierungen geben physikalische Einheiten an.
Die blauen Markierungen beschreiben Phänomene, die ihre Begründung in der Trägheit haben.
Hier könnten noch folgende Sätze markiert werden: „Der Wagen wollte einfach nicht anhalten.“
und „Und geradeaus fliegen tun sie noch, …“

A2  Rot markiert ist die in der Physik ungebräuchliche Einheit Pfund. 1 Pfund = 500 g; im englisch-
sprachigen Raum ist 1 Pfund ungefähr 454 g.
Grün markiert sind physikalische Begriffe in ihrer Verwendung in der Alltagssprache. Ihre Bedeu-
tung ist hier nicht immer ganz deckungsgleich mit der physikalischen Bedeutung.

A3  Die Angabe „Tragkraft 250 g“ ist physikalisch falsch. Gemeint ist: „Messbereich 250 g“.
Tatsächlich misst die Waage Kräfte und müsste eine Skala in Newton besitzen. Im Alltag ist es
jedoch üblich, die Umrechnung in eine Masse (100 g entsprechen auf der Erde etwa 1 N) bereits
bei der Beschriftung zu berücksichtigen.

A4  Die zu messende Masse wird auf die Waagschale gelegt. Diese sinkt nach unten. Nun müssen
das große und kleine Gewicht auf dem Waagarm rechts von der Aufhängung verschoben werden,
bis der Waagarm waagerecht steht. An den Markierungen auf dem Waagarm kann dann abgele-
sen werden, welche Masse aufliegt.

Rückblick S. 112 B1  Kraftphysiker: Beim Aufprall wird das Fahrzeug auf kürzester Distanz bis zum Stillstand abge-
bremst. Auf das Fahrzeug wirkt eine Kraft entgegen der Fahrtrichtung. Durch die Kraft wird auch
das Fahrzeug verformt.
Energiephysiker: Beim Aufprall wird die Bewegungsenergie des Fahrzeugs in innere Energie (des
Fahrzeugs und der Umgebung) umgewandelt werden. Dies geschieht durch die (plastische) Ver-
formung.

B2  Das Plakat weist auf die Trägheit hin. Beim starken Bremsen oder bei einem Aufprall bewegt
sich der Teddy aufgrund seiner Trägheit weiterhin vorwärts. Das Kind würde sich ebenfalls weiter
vorwärts bewegen, wenn es nicht durch den Sicherheitsgurt gehalten würde.

B3  Der Sack für das Boxtraining hat eine große Masse und daher auch eine große Trägheit, da-
mit er sich bei den Boxschlägen kaum aus der Ruhelage bewegt.

B4  Die unterschiedlichen Ortsfaktoren bedeuten, dass ein gegenstand auf diesen Himmeslkör-
pern unterschiedliche Gewichtskraft hat.

B5  Beim Start beschleunigen die Sprinter sehr stark. Damit es dabei nur zu einer Vorwärtsbewe-
gung und nicht zu einer Drehbewegung des Sprinters kommt, muss die Verbindungslinie zwi-
schen Angriffspunkt der Kraft (am Fuß des Sprinters) und der Schwerpunkt des Sprinters (etwa)
der Richtung der beschleunigenden Kraft entsprechen. Dies wird durch das Vorbeugen erreicht.

Masse und Kraft  31


Rückblick S. 112 B6  Die Masse ist vom Ort unabhängig. Der Astronaut hat selbstverständlich eine Masse (auch
wenn er sich „schwerelos“ fühlt).

Heimversuche S. 113 1  Sicherheitsmaßnahmen für ein Ei  Wie mit der Knautschzone im Pkw muss auch hier der
Bremsweg für das Ei verlängert werden, um die auftretende Kraft möglichst klein zu halten.

2  Untersuchung der Ausdehnung einer selbst gebastelten Feder  Das Hooke`sche Gesetz gilt nur
in einem engen Bereich, da sich der Eisendraht auch plastisch verformt.

Aufgaben S. 113 Trägheit und Kraftwirkungen

1  Ein Auto wird schneller bzw. bremst; eine Feder wird gedehnt; ein Ball wird verformt; ein Nagel
wird in die Wand geschlagen; ein Speer wird geworfen; Äste wiegen im Wind.
Beispiele für keine physikalischen Kräfte: Kraftbrühe, Sehkraft, Leuchtkraft, Waschkraft, Schaffens-
kraft, Willenskraft, Überzeugungskraft, Kraftausdruck.

2  a) Entgegen der Fahrtrichtung.


b) Der Körper möchte die Geradeausbewegung beibehalten, da der Bus in eine Rechtskurve fährt,
wird man in Richtung der linken Wand gedrückt.
c) Man muss sich festhalten, um nicht nach vorne zu fallen.

3  Das Vorderrad bleibt aufgrund des Bremsens plötzlich stehen, der hintere Teil des Fahrrads ist
jedoch träge und strebt danach, seine Bewegung beizubehalten. Es kann passieren, dass die
Bewegung in die einzige mögliche Richtung, nämlich um die Achse des Vorderrades (nach „oben“)
weitergeht und der Fahrer mit dem Rad nach oben katapultiert wird und sich überschlägt.

4  Betrag, Richtung und Angriffspunkt der Kraft (die Art der Kraft ist unerheblich)

5  Wenn das Auto durch den Aufprall eines von hinten auffahrenden Autos plötzlich nach vorne
beschleunigt wird, kann der Kopf aufgrund seiner Trägheit nicht schnell genug folgen und wird an
der Halswirbelsäule gebogen. Die Kopfstütze fängt den Kopf auf und verringert als Knautschzone
die wirkende Kraft.

6  Der Körper behält entweder die neue Form bei (er ist plastisch verformbar, also unelastisch)
oder er begibt sich nach kurzer Zeit wieder in seine ursprüngliche Form (elastisch). Nähert er sich
seiner ursprünglichen Form mehr oder weniger an (z. B. Eisenstange), so ist er teilelastisch.

7  Die Kugel übt eine Kraft auf den Rand aus und eine minimale, nicht sichtbare elastische Verfor-
mung der Kugel und des Randes finden statt. Bei der Wiederherstellung der ursprünglichen Form
übt der Tisch eine Kraft auf die Kugel mit geänderter Richtung aus und diese „prallt ab“.

8  Die Knautschzone sorgt dafür, dass die Änderung der Geschwindigkeit in längerer Zeit abläuft
als ohne Knautschzone. Durch die langsamere Geschwindigkeitsänderung wirkt eine geringere
Kraft. („Kraftphysiker“)
Die Knautschzone nimmt die Bewegungsenergie des Körpers auf und verwandelt sie in innere
Energie des Knautschmaterials. Dadurch wird sie nicht in innere Energie des Körpers umgewan-
delt und Verletzungen werden verhindert. („Energiephysiker“)

Aufgaben S. 114 Hook‘sches Gesetz

9  a) Der Betrag der zur Dehnung erforderlichen Zugkraft F in Richtung der Federdehnung ist
proportional zur Verlängerung s der Federdehnung. Dies gilt für alle nicht zu großen Kräfte.
b) Betrachtet man die Messskala eines Federkraftmessers in seinem Messbereich, so erkennt
man, dass die einzelnen Marken gleich große Abstände haben; das bedeutet, dass die dehnende

32  Masse und Kraft


Aufgaben S. 114 Kraft F und die Federdehnung s direkt proportional sind. Das Hooke‘sche Gesetz gilt also inner-
halb des Messbereichs des Kraftmessers.

F 250 N
10  Aus F = D · s folgt s = _
​ D ​ = _
​ 30 N/cm  ​ 
= = 8,33cm

F
11  a) D = _​ s ​= 4,0 N/6,0 cm = 0,67 N/cm
F 1,5 N
b) s = _
​ D ​ = _
​ 0,67 N/cm
   ​ 
= 2,2 cm

12  Es wird vorausgesetzt, dass das Hooke’sche Gesetz näherungsweise erfüllt ist. Dies ist aller-
dings nur für kleine Dehnungen richtig. Dann gilt:
D = 5 N/10 cm = 0,5 N/cm.
6,0 N
s = F / D = _
​ 0,5 N/cm
  ​ 
= 12 cm

13  Eine sechsmal so große Kraft würde die Pufferfeder auch sechsmal so weit zusammendrü-
cken. Die Stauchung bei 90 kN beträgt dann s = 6 · 25 mm = 150 mm.

14  a) Siehe Diagramm F in N


14
b) Bis etwa 2 cm bzw. 10 N gilt wegen
12
Linearität das Hooke’sche Gesetz.
D aus der Zeichnung:
10
D = 10 N/2,1 cm = 4,8 N/cm.
Aus der Tabelle ergibt sich bis 2,1 cm 8
als Mittelwert D​ Mittel
​ ​= 4,9 N/cm.
7,5 N 6
c) Für F = 7,5 N wird s = _
​ 4,8 N/cm
  ​ 
= 1,6 cm.
4
Das ist eine gute Übereinstimmung
mit dem Diagramm. 2
s in cm
0
0 1 2 3 4

15  Gemäß Schülerband S. 105, B2 sind beim Gummiband wirkende Kraft F und Verlängerung s
nicht proportional. Zusätzlich ergeben sich beim Verlängern und Zusammenziehen verschiedene
Wertepaare (F / s). Somit wäre das Gummiband als Kraftmesser nur mit dem vorliegenden Dia-
gramm nutzbar.

16  a) Im Abschnitt von 0 m bis etwa 30 m Dehnung und von 45 m bis etwa 90 m verhält sich das
Bungeeseil weitgehend elastisch; d. h. die Steigung des Graphen ist ungefähr konstant.
b) Zwischen 0 m und 30 m zum Beispiel: F = 800 N, s = 30 m sowie (0/0).
D = F / s = 800 N/30 m = 26,67 N/m
Zwischen 45 m und 90 m: (45/1050) und (90/1500);
ðF 1500 N – 1050 N 450 N N
D=_
​ ðs  ​= __
​  90 m – 45 m
   =_
  ​  ​= 10 ​ _
​ 45 m   m ​ 

c) Bei einer Kraft über 3000 N verlängert sich das Seil nur noch wenig. Das Seil ist somit sicher
nicht für die Benutzung mit Kräften über 3000 N gedacht. Der Abreißpunkt dieses Seils ist in dem
Diagramm nicht mehr zu erkennen, d. h. er liegt bei einer größeren Kraft als 7000 N. Der fast waa-
gerechte Verlauf des Graphen für einen Kupferdraht bei hohen Kräften (Schülerbuch, S. 105, B2)
könnte sich auch hier für noch größere Kräfte anschließen. Dann kann das Seil auch reißen.

Masse und Kraft  33


Aufgaben S. 114 Gewichtskraft und Masse

F 1187 N
17  g = 9,81 N/kg; aus F = m · g folgt m = _
​ g ​= _
​ 9,81 N/kg
  ​ 
= 121 kg
Auf dem Mond verändert sich die Masse des Astronauten nicht.

18  1 kg Wasser: F = 9,81 N


1 t Butter: F = 1 000 kg · 9,81 N/kg = 9 810 N
500 g Wurst: F = 0,5 kg · 9,81 N/kg = 4,905 N
200 mg Diamant: F = 0,2 · 10-3 kg · 9,81 N/kg = 0,001962 N = 1,96 mN

19  Die Gewichtskraft nimmt mit der Höhe über Meeresniveau ab (genauer: mit der Entfernung
vom Erdmittelpunkt), auf dem Gipfel des Kilimandscharo (g = 9,80 N/kg) erfährt daher das Gepäck
eine geringere Gewichtskraft als am Nordpol (g = 9,83 N/kg). Die Differenz beträgt aber nur 1,5 N.

20  a) nur möglich, falls der Ortsfaktor bekannt ist.


b) Messung ist durch Massenvergleich direkt möglich.
c) Mit einem Massenstück ist der Ortsfaktor zu bestimmen, damit lässt sich aus der gemessenen
Kraft die Masse berechnen.

21  a) Es trifft zu, die Anziehung des Mondes ist an den Gezeiten zu erkennen, die Anziehung der
Erde bindet den Mond.
b) Es trifft zu, aber die Kräfte sind viel zu klein, als dass sie sicht- oder messbar wären, da die
Anziehungskraft von der Masse der beteiligten Körper abhängt. Die Formel F = m · g berücksich-
tigt die Masse des einen Körpers durch das „m“ und diejenige des zweiten Körpers steckt im „g“,
wie am Beispiel der Ortsfaktoren von Erde und Mond deutlich wird.

34  Masse und Kraft


Zusammenwirken von Kräften

Aufgaben S. 119 A1  Z. B. Kutsche, die von mehreren Pferden gezogen wird; Tragen von Gegenständen mit mehre-
ren Personen; Tauziehen; Drachen steigen lassen; Gummiband, das auseinander gezogen wird.

A2  Die Rutschkraft sollte bei einer Leiter deutlich kleiner sein als die Drückkraft. Dies ist dann der
Fall, wenn der Winkel a, den die Leiter mit dem Boden bildet, über 45 ° groß ist.

Aufgaben S. 121 A1 

Kraft Gegenkraft
100-m-Lauf Füße Startblock, Boden
Klettern Hände, Füße Fels
Skilanglauf Stöcke Boden
Stabhochsprung Arme, Stabende Boden
Schwimmen Hände, Arme, Beine Wasser

Aufgaben S. 123 A1  Befinden sich vorne doppelt so viele Zähne wie hinten, so hat sich schon bei einer halben
Umdrehung des Vorderrades das Hinterrad einmal ganz gedreht. Für schnelles Fahren ist es also
günstig, vorne viele Zähne und hinten wenig Zähne zu verwenden.

A2  Es ergibt sich, dass die Kräfte  F1  und  F2  im umgehrten Verhältnis zueinander stehen wie die
Kreisradien  r1  und  r2:
F1 r2
​ _ _
F   ​= ​ r1 ​
2

A3  An dem endlosen Seil, das auf dem Kreis mir Radius  r2  läuft, wird mit einer kleinen Kraft  F2 
gezogen. Die Last hängt an dem Seil, das mit einem kleineren Radius  r1  aufgewickelt wird. Nach
dem Hebelgesetz ist dadurch die Kraft  F1  um den Faktor  r2 / r1  größer als die Kraft  F2. Es können
also schwere Lasten mit wenig Kraftaufwand hochgezogen werden. Allerdings muss dafür auch
sehr viel Seil gezogen werden.
a) Die Aufgabe wird vom Aufbau in der Zeichnung erfüllt.
b) Die Last müsste bei  F2  befestigt werden und statt des Endlosseils müsste man auch hier das
Seil aufwickeln. Dann würde ein kleiner Zug mit der großen Kraft  F2  die Last einen weiten Weg
nach oben transportieren.

A4  Schnelles Fahren ist nur durch schnelleres Treten, d. h. mehr Umdrehungen pro Zeit, möglich.

Aufgaben S. 125 A1  Die Zugkraft links ist immer genauso groß wie die Gewichtskraft rechts. Die gezogene Länge
Seil entspricht der Hubhöhe.

A2  Die Zugkraft ist nur halb so groß wie die Gewichtskraft. Die gezogene Seillänge ist doppelt so
groß wie die Hubhöhe.

A3 Die Kraft verteilt sich auf vier Seilstücke und beträgt deswegen nur noch ein Viertel der Ge-
wichtskraft der angehängten Masse.

Aufgaben S. 126 A1  –

Rückblick S. 128 B1  Bei parallelen Kräften ist die Ersatzkraft gleich der Summe der Einzelkräfte.

B2  Wechselwirkungsprinzip: Beim Absprung übt der Fuß eine Kraft auf das Boot aus und das
Boot „antwortet“ mit der Gegenkraft. Da das Boot leicht beweglich ist, wird es weggeschoben.

Zusammenwirken von Kräften  35


Rückblick S. 128 B3  Da die Brücke nicht einstürzt, muss die Gewichtskraft jedes Steins im Brückenbogen durch
eine gleich große Kraft kompensiert werden. Aufgrund der Keilform der Steine im Brückenbogen
kann diese Kraft so in Teilkräfte zerlegt werden, dass sie jeweils durch die Gewichtskraft der
Nachbarsteine erzeugt wird. Die Gesamtgewichtskraft der Brücke wirkt dann nur noch dort, wo
die Brücke im Boden verankert ist (und muss dort durch die gegenkraft des Bodens kompensiert
werden).

B4  Auf den Pfeil wirken zwei Kräfte in Richtung der Bogensehne. Die Ersatzkraft dieser beiden
Kräfte beschleunigt den Pfeil in Flugrichtung. Beim Spannen der Bogensehne wirkt die Muskel-
kraft des Bogenschützen den beiden Kräften entgegen.

B5  Zur Fortbewegung benötigt man eine Gegenkraft. Frei schwebend im Vakuum ist die Fortbe-
wegung daher nur mit einem Raketenantrieb möglich.

B6  Baron Münchhausen behauptet, dass er sich selbst an den Haaren aus dem Sumpf gezogen
habe. Dies kann nicht funktionieren, weil Kraft und Gegenkraft auf den selben Körper wirken und
sich daher zu Null addieren.

B7  Tintenfische können sich durch Ausstoß des Atemwassers durch den so genannten Trichter
(eine siphonähnliche, nach allen Seiten zu bewegenden Verlängerung der Öffnung zur Atemhöh-
le) fortbewegen (Rückstoßprinzip).

Heimversuche S. 129 1 Fahrzeug mit Gummibandmotor  Das gespannte Gummi übt eine Kraft auf die Welle des Propel-
lers aus und versetzt ihn so in Drehung (Die Gegenkraft, die den Wagen in umgekehrte Drehung
versetzt wird durch die Wechselwirkung des Wagens mit der Erde „aufgefangen“). Der Propeller
übt eine Kraft auf die Luft aus – er beschleunigt die Luftteilchen. Die Luft „antwortet“ mit der
Gegenkraft auf den Propeller, die den gesamten Wagen in entgegengesetzte Richtung zur Luft
beschleunigt.

2 Wir testen: Wie groß ist die Belastbarkeit von Papier  Der „Trick“ besteht darin, durch ge-
schickte Konstruktion die Gewichtskraft der Last in möglichst viele kleine Teilkräfte zu zerlegen.

Aufgaben S. 130 Zusammenwirken von Kräften

1  Die Ersatzkraft aller im System angreifenden Kräfte (mindestens zwei) besitzt den Betrag 0.

2  Die Gewichtskräfte der Last und des Seils sind gleich gerichtet; der Betrag der Ersatzkraft ist
die Summe der einzelnen Gewichtskräfte: F = 200 N + 100 N = 300 N

3  Siehe Zeichnung: F1 = 15 N

F = 18 N F2 = 10 N

36  Zusammenwirken von Kräften


Aufgaben S. 130 4  Siehe Zeichnung:

3N
8N

3,5 N
F
3N F

F = 8,8 N F = 2,2 N

5N
F 6N

F = 11 N

5  Siehe Zeichnung:

a = 45°:
F1 in N 2 5 6 8 12 20 24 27
F2 F
F2 in N 1 4 5 9 15 20 12 45
F in N 2,8 8,3 10,2 15,7 25,0 37,0 33,6 66,9
a F1

a = 90°:
F1 in N 2 5 6 8 12 20 24 27

F F2 in N 1 4 5 9 15 20 12 45
F2
F in N 2,2 6,4 7,8 12,0 19,2 28,3 26,8 52,5

a F1

a = 135°:
F1 in N 2 5 6 8 12 20 24 27
F
F2 F2 in N 1 4 5 9 15 20 12 45
a
F1 F in N 1,5 3,6 4,3 6,6 10,7 15,3 17,7 32,2

6  Siehe Zeichnung:

F2 F2

F1 F
F1 F

F1 = 4,3 N   F2 = 3,2 N   F = 3,0 N F1 = 3,0 N   F2 = 3,0 N   F = 4,3 N

Zusammenwirken von Kräften  37


Aufgaben S. 130 7  Die Gewichtskraft jedes Steins kann man sich aufgrund der Krümmung des Gewölbes in zwei
Teilkräfte zerlegt denken. Diese Teilkräfte wirken jeweils auf den Nachbarstein rechts und links.
Auch die Gewichtskraft der Nachbarsteine kann wieder zerlegt werden. Sind die beiden Teilkräfte
jedes Steins genauso groß wie diejenigen seiner Nachbarn, so entsteht zwischen zwei Steinen
immer ein Kräftegleichgewicht. Lediglich bei den beiden ganz äußeren Steines muss dieses auf
andere Weise hergestellt werden.

8  Die Kugel wird mit einer sehr großen Kraft aus dem Gewehrlauf geschossen. Nach dem Wech-
selwirkungsgesetz gehört zu jeder Kraft eine gleich große, entgegengesetzt gerichtete Gegen-
kraft. Diese verursacht den Rückstoß. Die Größe des Rückstoßes hängt deshalb letztendlich von
der Beschleunigung der Kugel und ihrer Masse ab.

9  Ohne Reibung gelingt es kaum, eine Kraft auf die Stange auszuüben. Daher gibt es auch nur
eine geringe Gegenkraft, die aber zum Vorwärtskommen erforderlich ist.

10  Auf die Kugel wirkt – wie auf alle Körper auf der Erde – die Gewichtskraft. Der Tisch übt jedoch
eine entgegengesetzt gerichtete, gleich große Gegenkraft auf die Kugel aus. Damit entsteht ein
Kräftegleichgewicht. Die Ersatzkraft ist null und daher ist keine Kraft beobachtbar.
Wenn die Kugel mit konstanter Geschwindigkeit rollt, wirkt entweder keine Kraft oder es herrscht
ebenfalls ein Kräftegleichgewicht. Da eine Kugel keine Antriebskraft besitzt, auf der Erde jedoch
ständig eine Widerstandskraft (Luft- und Bodenreibung) wirkt, folgt hieraus, dass eine Bewegung
mit konstanter Geschwindigkeit für eine rollende Kugel auf der Erde gar nicht möglich ist.
Oft wird jedoch die Idealisierung vorgenommen, die Widerstandskraft zu vernachlässigen. Dann
bewegt sich die Kugel kräftefrei.

11  Es wirkt am Berührpunkt von Ball und Wand eine Kraft, die der Ball auf die Wand ausübt, und
eine gleich große Gegenkraft, die die wand auf den Ball ausübt. Diese Kraft wirkt so lange, wie
sich Ball und Wand berühren. In der ersten Hälfte dieser Zeitspanne wird der Ball verzögert bis
seine Geschwindigkeit gleich null ist, anschließend erfolgt die Beschleunigung in entgegenge-
setzter Richtung während der zweiten Hälfte dieser Zeitspanne.

12  Auf der Erde wirkt durch die Luft eine Widerstandskraft auf den Stein. Da er durch seine Ge-
wichtskraft beschleunigt wird, steigt die Widerstandskraft ständig, bis sie so groß wie die Ge-
wichtskraft ist. Dann herrscht Kräftegleichgewicht und die Geschwindigkeit bleibt konstant.
Auf dem Mond fehlt die Widerstandskraft. Dadurch wirkt nur die Gewichtskraft, die den Stein
immer weiter beschleunigt.

Schwierige Probleme

13  Da die Kräfte gleiche Beträge besitzen, besteht das Kräfteparallelogramm aus zwei gleichsei-
tigen Dreiecken; daher ist der Winkel zwischen den beiden Kräften 120 °.

14  Es wirken 250 N nach links. An der Verbindung der Seile müssen daher in der Verlängerung
des linken Seils ebenfalls 250 N nach rechts wirken, um ein Kräftegleichgewicht zu erreichen.
Diese beiden Kraftpfeile werden gezeichnet. Der rechte Pfeil wird dann unter Berücksichtigung
der Winkelvorgabe in zwei Teilkräfte zerlegt. Es ergeben sich etwa 210 N für das Mädchen und
etwa 75 N für den Jungen (siehe Zeichnung).

F2 = 200 N
F1 = 250 N

135° 60°

F3 = 75 N

38  Zusammenwirken von Kräften


Aufgaben S. 130 15  Siehe Grafiken

l1

F1
F1
l1
l2
l2
F2
F2

l1
F1

F1
F2 > F1

F2 l1 l2
F2

l2

F2

F1

l2

l1

16  Die Waage zeigt 550 g an. Dass sie die Masse des unteren Magneten und der Halterung misst,
ist klar. Der zweite Magnet schwebt zwar, jedoch wirkt zu der Kraft, die ihn in der Schwebe hält,
eine gleich große Gegenkraft nach unten auf den ersten Magneten. Diese muss vom Betrag her
gleich der Gewichtskraft des Magneten sein und wird mit gemessen.

Zusammenwirken von Kräften  39